Nr. 280 Erster Blaff 182. Jahrgang Montag, 28. November 1952 vn'S nnd Verlag: vrühl'sche Univerfitätr-Vuch- und Steinöniderei R. Lange in Gietzei. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulstralfe 7. Wird England zahlen? er- cr Reichskanz _ wurde ausgefüllt erliner Der- n ton 10,78 (M dem Teschluh der Prozent Dividend- Ausschüttung von anticme vebbleiben Bortrag auf neue Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspsennig; für Re« Klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorfchrist 20“, mehr, Chefredakteur Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange: für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumfchein undlür denAn« zeigenleil i. D. TH.Kümmel fämtlich in Biegen. Verkehrsstreik und zu den Erwerbs- losens ragen nicht mehr entschieden werden. Präsident K e r r l schloß die Sitzung und er» klärte, den Landtag voraussichtlich am 13. Dezember wieder einberufen zu wollen. S&SM "'oder in » br aussehung, „ I e r werde. Eine halbe Lösung werde es nicht 29 Millionen Pfund Sterling auf die Kurse, die Warenpreise und den in« ternationalen Handel, besonders den amerikanischen Handel. Das weitere Sinken des Sterlingkurses, mit dem im Falle der Zahlung bestimmt zu rechnen sei, müsse die Kaufkraft Englands und damit auch denamerikanischen Ausfuhrhandel weiter schmälern. Noch ernster werde, vom amerikanischen Standpunkt betrachtet, die Wiederaufrollung der Reparationsfrage und die damit verbundene Zerstörung des Vertrauens auf die Zukunft sein. Endgültig und unabänderlich. Keine Aendcrung des amerikanischen Standpunktes. Washington, 28. Roo. (TU. Funkspruch.) Angesichts der Tatsache, daß von den Schuldnerländern neue Roten an die Regierung der vereinigten Staaten vorbereitet werden, wird in der Regierung nahestehenden Kreisen betont, daß die Entscheidung über die Abänderung weiterer Zahlungserleichterungen endgültig und unabänderlich sei. Präsident Hoover könne nichts weiter hin, als den. Kongreß die Einsetzung einer Kommission zur Prüfung der Schulden Vorschlägen, was der Kongreß wahrscheinlich a b l e h n e n werde. Die Schuldnerländer mühten die Witte Dezember fällige Rate bezahlen, oder ihre Zahlungsunfähigkeit erklären. 3n Regierungstreuen erwartet man, daß die Schuldnerländer sich wegen der Schuldenherabsehung m i t Roosevelt nach seinem Amtsantritt in Verbindung sehen. kehrs streik und die im Zusammenhang damit ergangenen Sondergerichtsurteile. Ein kommunistischer Antrag, daß alle R e i ch s k o m m i s l a r e in Preußen zurück t r e t e n und ihre Maßnahmen als rechtswidrig erklärt und außer Kraft gesetzt werden sollten, wurde mit 126 Stimmen der Antragsteller, der Staatspartei und der Sozialdemokraten bei 188 Stimmenthaltungen der Rationalsozialisten und des Zentrums angenommen. Dann kam ein sozialdemokratischer Antrag zur Abstimmung, wonach di: Regierung Braun sofort in alle die Rechte eingesetzt werden sollte, die notwendig seien zur Durchführung der Aufgaben des Landtages als Dolksvertretung. Zugleich wollte der Antrag nochmals die Forderung nach Beseitigung der Berordnungen vom 2D. Juli und 18. Rovember 1932 zum Beschluß erheben. Es wurden jedoch nur 166 Karten abgegeben, womit das Haus beschlußunfähig war. Die Kommunisten haben sich bei dieser Abstimmung der Stimme enthalten: die DDP. hat sich an dieser Abstimmung ebensowenig beteiligt, wie die Rationalsozialisten und Deutsch nationalen. Hierdurch konnte auch über die Anträge zum Wahl eines preußischen Ministerpräsidenten gäben. Der preußische Landtag beschlußunfähig. Koalitionsbesprechungen in Preußen. Berlin, 28. Rov. (DDZ.) Rach dem vorläufigen Scheitern der Verhandlungen um die Bildung einer Mehrheitsregierung im Reich sind die Besprechungen zur Schaffung einer neuen preußischen Staatsregierung wieder ausgenommen worden. Da im preußischen Landtag bei der gegenwärtigen Zusammensetzung dieses Parlaments eine Mehrheit bereits a'us Ra - tionalsozialisten und Zentrum gebildet werden kann, würde eine Verständigung zwischen diesen beiden Parteien genügen, um einen neuen Ministerpräsidenten in Preußen wählen zu können, dem nach der Verfassung dann die Befugnis zustände, die üblichen Staatsminister zu ernennen. Es hat darüber eine mehrstündige Tln- terhaltung zwischen dem Landtagspräsidenten K e r r l als Vertreter der RSDAP. und dem Führer der preußischen Zentrumsfrattion Abgeordneten Lauscher sowie dem Geschäftsführer der Zentrumsfraktion, Abgeordneten Dr. Graff, stattgefunden. Die Verhandlungen dürften fortgesetzt werden, ohne daß man bereits jetzt absehen kann, ob sie so rasch zum Abschluß gelangen werden, daß der Landtag beim Wiederzusammentritt am 13. Dezember den neuen Ministerpräsidenten wählen könnte. Vorläufig ist es auch noch verfrüht, darüber zu sprechen, ob und welche Konsequenzen sich für die Institution des Reichskommissars in Preußen aus der etwaigen versagt wird. Der Hauptteil der Sitzung durch eine Debatte über, den B Brüssel, 27. Rov. (TL1.) Am Wahltag kam es, soweit es bisher zu übersehen ist, zu Zwischenfällen besonders im ehemaligen deutschen Gebiet Eupen-Malmedy. 3n Eupen stießen deutsche Sozialisten und Anhänger der altbelgischen katholischen Anion aufeinander. Es kam zu einer heftigen Prügelei, die über eine Stunde dauerte und erst durch den Einsatz der Gendarmerie aus Derviers beendet werden konnte. Zwischen Deutschen und Altbelgiem kam es auch im Dorfe Ke11en - is zu Zusammenstößen. Auch hier muhte die Gendarmerie eingreifen. 3n Antwerpen gerieten Katholiken und Sozialisten aneinander. Elf Personen wurden verletzt, vier darunter schwer. 3n Verviers, Mons und im Zechengebiet gab es Verletzte. 3nMus- cron (Wcstllandern), einer Arbeiterstadt, griff Rote Garde das Gewerkschaftshaus der christlichen Schachtverbände an, dessen Fassade völlig zertrümmert wurde. Die Ortspolizei zeigte sich machtlos. Rach den bis gegen 1.30 Ahr vorliegenden Wahlergebnissen rechnen die Sozialisten mit einem Nettogewinn von d r e i S i tz e n. Sie gewinnen einen Sitz in Mecheln, zwei im Hennegau und einen in Lüttich, während sie wahrscheinlich in der Provinz Ramur zugunsten der Liberalen einen Sitz terlieren. Diese vorläufige Schätzung zeigt, daß die sozialistische Oppositionspartei, die 70 Mandate im Parlament innehatte, nur mäßige Fortschritte gemacht hat und von sich aus keinen Umsturz der parlamentarischen Kräfteverhältnisse herbeiführen kann. Die Katholische Partei, die bei den Wahlen von 1929 76 Mandate erhielt, befindet sich ihrerseits im Vordringen. Sie rechnet mit einem Gewinn von fünf bis GiehenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen warft Im SjinbWt aus dir m \xt) tti weiter vermin« Frankfurter Sier« M Woche äußer« Hauptsache aus dir jränften. Die Zu« en, an der geringen nd. Schirme Qual'- Mich. Die Preist länge erfahren m» . sich meist um 0," nten. Es notierten Frankfurt a.M>: laven 9,5 bis 9Ä 9,25 bis 9.5 N' t 11,5 bis HÄ i jn» und auslan« f 7 bis 7,5 » qaren 8,5 bis 8,(5, 8,75 bis 9. markt- Die feste Tendenz men Woche anae« ringeren Dwfitoten äft war etwas l Berkaufspre'se dr nenlonncn): W Me 1» Fühlungnahme General von Schleichers Geringe Aussichten für einen parlamentarischen Burgfrieden. Kammerwahlen in Belgien. Starker Einfluß des Lütticher Hirtenbriefes auf das Wahlergebnis in Eupen. ^tracht entlief) ehM5u6ba!l. cs es i(t le n i ch t möglich ist, so bleibt nach Auffassung I politischer Kreise nur ein Kabinett von Schleicher als letzter Ausweg. 3n einer solchen Regierung wäre die praktische Mitarbeit des Zentrums denkbar etwa in der Form, daß die christlichen Gewerkschaften einen ihrer bekanntesten Führer für das Amt des Reichsarbeitsministers zur Derfügung stellen. So erklärt es sich, daß dem Reichswehrminister die Absicht zugesprochen wird, auch mit den Gewerkschaften Fühlung zu nehmen. Das ist heute noch nicht, wird aber wohl Anfang der neuen Woche geschehen. Jedenfalls sind mehrere führende Persönlichkeiten der Wirtschaft, und zwar sowohl auf der Seite der Gewerkschaften wie auf der der Arbeitgeber gebeten worden, sich für die nächsten Tage in Berlin zur Derfügung zu halten. Aus der ganzen Situation ergibt sich, daß d i e Aussichten eines parlamentarischen Burgfriedens für die nächsten Monate nach der schon jetzt ; erkennbaren schroffen Haltung von Sozialdemokraten und Rationalsozialisten äußerst gering sind. Auch ein Kabinett unter Führung des Generals v. Schleicher würde also mit dem Reichstag in Konslikt geraten. Es würde aber mit rund 200 Abgeordneten eine Basis haben, die sehr viel breiter und stärker ist als die der bisherigen Regierung bei den letzten Reichstags- | auflöfungen. Dementsprechend würden auch alle ' anderen Maßnahmen die :s Kabinetts von einer günstigeren Plattform aus getroffen werden. Eine solche Lösung scheint auch vom Zentrum her angestrebt zu werden. Eine Rede Hitlers in Weimar. Weimar, 26. Rov. (CRB.) 3m Rahmen einer nationalsozialistischen Wahlversammlung zu den thüringischen Kommunalwahlen am 4. De- zember sprach in der vollbesetzten Weimarhalle neben dem thüringischen Minister Sandel der Berliner Gauführer der RSDAP. Dr. Goebbels und als letzter Redner Adolf Hitler, der sich nach Abschluß der Berliner Derhand- lungen um die Regierungsbildung auf der Rückreise nach München befand. Dr. Goebbels erstattete Bericht über die Berliner Verhandlungen zur Regierungsbildung und wandte sich u. a. gegen Gerüchte über angebliche Llneinigkeitzwischen Hitler und seiner nächsten Umgebung. Denn einer von Hillers Mitarbeitern Reichsminister würde, dann nur unter der Vor- geben. Die Zeiten der Kompromisse seien in | Deutschland vorbei. Adolf Hitler betonte, daß seine Voraussagen über das Scheitern der Wirtschaftssanierung eingetroffen seien. Rach einer Kritik an verschiedenen Reg'.erungsmaßnahmen des Reichsinnenministers Frhr. v. Gayl und des Reichswehrministers v. Schleicher befaßte sich Hitler mit der Außenpolitik. Er erklärte, daß bei einer Beibehaltung des jetzigen Kurses der Außenpolitik die 3 f o l i e r u n g Deutschlands in wenigen Monaten noch viel schlimmer als jetzt fein werde. 3m übrigen betonte Hitler, er habe sich nicht als Kanzler aufgedrängt. 3n wenigen Monaten werde man die Rationalsozialisten wieder zu Hilfe rufen. Wenn man ihn aber rufe, solle man das nur dann tun, wenn es ehrlich gemeint sei. Dann werde man auch nicht sagen können, daß die Rationalsozialisten sich vor der Rot drücken wollten. Das Zentrum zu den BesprechungenmitHugenberg Berlin, 27. Rov. Die Pressestelle der Deutschen Zentrumspartei teilt u. a. mit: Die Deutsch- nationale Volkspartei sucht einen Gegensatz festzustellen zwischen dem offiziellen Bericht, den Herr Saas dem Herrn Reichspräsidenten über seine Fühlungnahme mit den Parteiführern erstattet hat, und dem tatsächlichen Verlauf der Besprechung des Herrn Kaas mit Herrn Hugenburg. Wir stellen hierzu folgendes fest: Herr Prälat Kaas hat bei seinen Sondierungen mit den Parteiführern sich zum Ziel gesetzt, alle Personenfragen beiseite zu lassen und die Sachberatung in den Vordergrund zu st eilen. Diese Methode war nach den Vorgängen der vorhergegangenen Tage notwendig. Herr Kaas hat also die Parteiführer zu Beratungen eines Sachprogramms aufgefordert, mit dem selbstverständlichen Ziel, eine Mehrheit für ein solches Programm zu gewinnen. Ohne dieses Ziel hätten seine Bemühungen nur theoretische, aber keine real- politische Bedeutung gehabt. Bei Herrn Hugenberg hpt Herr Kaas auf diese klare Frage eine ablehnende Antwort bekommen, wie es auch in dem von der Deutschnationalen Volkspartei herausgegebenen Bericht über diese Besprechung mit aller Deutlichkeit selbst festgestellt wird. Bei der Ablehnung hat tatsächlich Herr Hugenberg auf die Vorgänge des Jahres 1927 sich berufen, ohne daß dazu eine sachliche Berechtigung gegeben war. Herr Kaas hat das Rein Herrn Hugenbergs in seinem Bericht an den Herrn Reichspräsidenten pflichtgemäß festgestellt. Diese Feststellung mag der DRVP. unangenehm sein, kann aber durch eine Spielerei mit Worten nicht aus der Welt geschafft werden. gr|d)etnt täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholl» gionats-Bejngspreis: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. . -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. üerillvrechanschlüsse unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Siehe«. Postscheckkonto: fitonHnrt am Main 11686. Landgemeindewahlen in Bremen Bremen, 27. Nov. (TU.) In den 14 Gemeinden des bremischen Landgebietes fanden am Sonntag die Landgemeindewahlen statt, die als hervor- stcchendstes Merkmal einen Schwund der sozialdemokratischen Wählerstimmen und Zunahme der Kommunisten und Nationalsozialisten brachten. Die Parteien zwischen der SPD. und der NSDAP, büßten von bisher 75 Mandaten vier ein. Die SPD. verlor von 109 Sitzen bisher 18: dagegen gewannen die Kommunisten, die bisher nicht vertreten waren, acht Dian bäte und die Nationalsozialisten, die bisher ebenfalls über kein Mandat verfügten, 14 Sitze. Das Verhältnis der Stimmen insgesamt ist folgendes (in Klammern die Landgemeinde wähl 1929 und Reichstagswahl 6.11.32): SPD. 4160 (4422; 4307) 91 Mandate (109). NSDAP 894 (in vier Gemeinden: in den übrigen Gemeinden keine selbständige Liste), (—; 1191), 14 (0) Mandate. KPD. 567 (in fünf Gemeinden) (—; 634), 8 (0) Mandate. Parteien zwischen SPD. und NSDAP. 2792 (3034; 2330). 71 (75) Mandate. doppelt hat. Zweifellos hat der Hirtenbrief des Bischofs von Lüttich, der den Katholiken eine Stimmabgabe für eine andere Lifte als die der Katholischen Union verboten hat, Einfluß auf das Wahlergebnis gehabt. Die Zahl der ungültigen Stimmen, die 1929 nicht weniger als 1500 betrug, ist diesmal wesentlich zurückgegangen. Seit 1929 hat außerdem eine Einwanderung von mehr als 1000 Stimm- berechtigten stattgefunden, die zum großen Teil aus Altbelgien gekommen sind. Die Stimmabgabe für die Christliche Dolkspartei ist nur für die Beurteilung der politischen Lage in den drei Kantonen von Interesse. Praktische Aussichten auf einen Wahlerfolg bestanden nicht, da ja mindestens 40 000 Stimmen notwendig wären, um einen Abgeordneten ins Parlament zu entsenden. Erst wenn man das Ergebnis des Wahlkreises Verviers, in den die drei Kantone eingegliedert sind, kennt, lassen sich die Aussichten insbesondere für die abstimmungsfreundlichen Sozialisten beurteilen. Die SPD. Badens lehnt das Konkordat ab. Die Landtagsfraktion fügt sich. Vaden. 27. Nov. (TU.) Der seit Wochen andauernde Streit über die Annahme oder Ab- lehnung des badischen Konkordats innerhalb der Sozialdemokratie fand am Sonntag auf dem Offenburger Parteitag der SPD. eine eindeutige Klärung. Trotz der ultimativen Drohung des badischen Zentrumsführers Föhr, daß bei Ablehnung des Konkordats die seit 14 Jahren bestehende Koalition automatisch g e l ö st sein werde, hat der Parteitag der SPD. folgenden Beschluß gefaßt: „Das Zentrum hat den sozialdemokratischen Parteitag vor ein Ultimatum gestellt, auf das dieser nicht anders als mit einer glatten Zurückweisung antworten kann. Die sozialdemokratische Faktion des Badischen Landtags nimmt im Plenum bei der Abstimmung über die Staatsverträge (Konkordate) sowohl bei dem Konkordat mit der katholischen wie mit dem der evangelischen Kirche unter Durchführung des Fraktionszwanges und mit der Verpflichtung der T e i I- nahme sämtlicher Fraktionsmitglieder an der Abstimmung gegen dieselben, also mit „Bein" Stellung. Alle übrigen, zum gleichen Punkt der Tagesordnung gestellten Anträge sind damit erledigt." Namens der badischen Landtagsfraktion gab Abgeordneter Marhlof dazu folgende Erklärung ab: „Der Landesporteitag hat gegen di« Auffassung der Mehrheit der Fraktion entschieden. Die gegenrevolutionäre Lage in Deutschland erfordert die geschlossene Abwehrfront der Arbeiterklasse und damit auch die engste Verbundenheit in der sozialdemokratischen Partei. Diesem Gebot fügt sich die gesamte Landtagsfraktion und damit auch dem Willensausdruck des Landesparteitages, im Landtag gegen die Konkordate zu stimmen. Wieder Zuchthaus gegen Bullerjahn beantragt. Leipzig, 26. Nov. (TU.) Im Wiederaufnahmeverfahren gegen den früheren Oberlagerverwalter B u l l e r j a h n aus Berlin wegen Landesverrats beantragte Reichsanrvalt Nagel nach mehrstündigen Ausführungen für den Angeklagten Bullerjahn unter Aufrechterhaltung des früheren Urteils 12 Jahre Zuchthaus und Derluft der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 10 Jahren. Der bereits verbüßte Teil der Strafe sei anzurechnen. Der Reichsanwalt erklärte, daß er auf Grund der neuen Hauptoerhandlung zu der festen Ueberzeugung gekommen sei, daß Bullerjahn den ihm zur Last gelegten Landesverrat begangen hat. Deiner Hände Werk Vornan von Klothilde von Stegmami'Stein. Copyright by Martin Feuchtwcmger, Halle (Saale) 27 Fortsetzung Nachdruck verboten Wie lange Erika gefahren war — sie wußte es nicht. Da endlich kam die Biegung, Hauser am Ufer — da ein Bootshaus, schneeweiß im Mondschein. Mit letzter Kraft steuerte sie auf das Land S-u, zischend schlug das Wasser gegen das Ufer. Da riß sie das Steuer herum und drosselte den Motor. Hart lief das schlanke Boot aufs Land auf: in dem Stoß des Anpralls glitt Erika zurück, ihren ohnmächtigen Händen entglitt das Steuer, und schwer schlug sie mit einer tiefen Ohnmacht auf den Boden der Jacht. Der Prokurist Degener wurde früh um sieben Uhr durch ein gellendes Klingeln aus dem Schlafe geschreckt. „Eilbrief, Herr Degener!" hörte er draußen die Stimme des alten Postboten Pöhlchen. Degener nahm dem Manne den Brief ab, riß im Zimmer den Umschlag auf. Sein Gesicht zeigte zuerst den Ausdruck völligen Nichtbegrci ens, aber dann wurde er mit einem Buck sehr wach. Er raste zurück ins Schlafzimmer und zog sich in fliegender Eile an. Wenige Minuten später weckte er Fritz, den jungen Kutscher und Chauffeur, der in einer kleinen Stube über den Garagen schlief. Wieder wenige Minuten später sah man Fritz mit langen Sprüngen aus seiner Stube kommen; im Haare hingen ihm noch ein paar Federn und sein Anzug war ganz gegen seine sonstigen Gewohnheiten schief zugeknöpft. Degener rannte in schnellen Schritten vor der Garage auf und ab. So schnell wie heute hatte Fritz den Wagen noch nie herausgebracht. Kaum sah der Prokurist Degener drin, da fuhr Fritz auch schon los. Er fuhr wie der Teufel: um die Ecke, vorbei am Bremerschloß, das noch mit herabgelassenen Fensterläden dastand — in die Stadt hinein. Zuerst hielt er vor dem Polizeigebäude. Dort hatte Degener eine kurze eindringliche Unterredung mit dem leitenden Beamten. „Weiter weiter. Fritz!" befahl er, wieder in das Auto hineinkletternd. Und Fritz fuhr in einer durchaus unvorschriftsmähigen Schnelligkeit durch vae noch morgenstillen, dunklen Straßen der Stadt und hinaus, die Chaussee entlang. sie über die Brücke kamen, unter der der Fluß schäumte, wandte sich Fritz um und deutete nut der Hand stumm hinüber: jenseits, an der Wasserfrvnt, die den Hof des Bremerwerkes ab- grenzte, stand trotz der morgendlichen Frühstunde 0er neue Generalgouverneur von Irland. London, 26. Nov. (TU. Funkspruch.) König Georg hat den Kolonialwarenhändler Donald D u ck l e y aus dem irischen Städtchen Mahn- noth zum Generalgouverneur vonJr- land ernannt. Die Ernennung erfolgte ver- fassungsgemäß auf Vorschlag der irischen Regierung. Buckley legte bereits am Samstag den Treueid auf König Georg ab. Duckley ist ein Freund de Daleras und hat an der irischen Osterrevolution von 1916 teilgenommen. Er wurde lange Zeit interniert und schloß sich nach seiner Freilassung wieder der irischen republikanischen Armee an. Er wurde zweimal zum Abgeordneten im Irischen Landtag gewählt und stimmte 1922 gegen die Annahme des englisch-irischen Vertrages. Die Ernennung Buckleys, der in Irland sehr volkstümlich ist, rief große Ueberraschung hervor. Aus oller Well. Freispruch im Hofgeismarer .,Pan;erwagen"-Prozeß. Das Hofgeismarer Amtsgericht verhandelte in der sogenannten „P a n z erw a g en" - A n g e - legen he it , die im Juli dieses Jahres großes Aufsehen erregt hatte. Wie erinnerlich, hatten sich einige Mitglieder der NSDAP. einen „Panzerwagen" gebaut, um auf ihren Fahrten zu Versammlungen gegen etwaige Heberfälle geschützt zu sein. Bei dem „Panzerwagen" handelt es sich um einen alten Lastkraftwagen, der mit einer doppelwandigen, 5 Millimeter starken Eisenblech- Haube versehen und dessen Zwischenwände mit Sägespänen ausgefüllt waren. Im Verlaufe des Prozesses wurde von Sachverständigen er- llärt, daß der Wagen nicht als „Schiehgerät" bezeichnet werden könne, auch besitze er nicht die Haupteigenfchaften eines Panzerwagens. Der Staatsanwalt hielt zwar kein Vergehen gegen das Kriegsgerätegesetz, aber doch einen groben Unfug als vorliegend. Er beantragte daher gegen bi« vier Nationalsozialisten eine Geldstrafe und Einziehung des Panzerwagens. Das Gericht schloß sich der Auffassung des Staatsanwalts nicht an und sprach sämtlich« Angeklagten frei. Braunschweiger Hochschulprofessor wegen Dienstvergehens entlassen. Dor der Dienststrnfkammer'sür nichtrichterliche Be- amt« wurde in Braunschweig ein D i e n lt st r a f - verfahren gegen den früheren Rektor der Technischen Hochschule Braunschweig, Professor Dr. Schmitz, ein geleitet. Prof. Schmitz, der seit 1921 einen Lehrstuhl für mechanische Technologie inne hat, erhielt 1928 von der Sowjetregierung einen Ruf zur Errichtung eines modernen Konstruktionsbüros; er führte im Auftrage Sowjetrußlands wichtige Arbeiten durch, lehnte aber eine Berufung nach Rußland ab. Aus dieser nebenamtlichen Tätigkeit entstanden Prof. Schmitz Auseinandersetzungen mit dem Reichswirtschaftsministerium. Auch wird Prof. Schmitz zum Borwurf gemacht, zu privaten Arbeiten staatliches Eigentum und staatliche Unterstützung benutzt zu haben. Weiter soll Prof. Schmitz die Absichten des braunschweigischen Ministeriums bei der Besetzung der freigewordenen Professur für praktische Pädagogik an der Technischen Hochschule durch Mitteilungen an die Presse durchkreuzt haben. Nach mehrstündiger Verhandlung wurde folgende Entscheidung verkündet: Der Angeschuldiate wird wegen Dienstvergehens zur Strafe der Dienst- e n t l a s s u n g verurteilt. Dem Angeklagten wird auf Lebenszeit die Hälfte derjenigen Bezüge belassen, die ihm zustehen würden, wenn er bei Eintritt der Rechtskraft des Urteils von seinen Amtspflichten entbunden werden würde. Die Urteilsbegründung erfolgte in nichtöffentlicher Sitzung, zu der auch die Presse nicht zugelassen wurde. (Ein Todesopfer auf den Delbrück-Schächken in Hindenburg. Der in den Delbrück-Schächten in Hindenburg ein- geklemmt liegende Füller W o i t h o w s k i ist am Montagmorgen an Herzschwäche gestorben. Die übrigen Rettungsarbeiten gehen weiter. Aus der proviuzialhauptstadt. Schlaflosigkeit - Leiden unserer Tage. Don Or. med. Otto Vierlingen Die Schlaflosigkeit — früher mehr eine Art von Luxuskrankheit — ist in dieser unruhigen, lärmerfüllten und sorgenvollen Zeit ein Massenleiden geworden. Immer weiter greift diese chronische und quälende Krankheit um sich. Jeder Arzt weiß, daß das Verlangen nach Schlaf- und Beruhi- gungsmitteln in den letzten Jahren ganz außerordentlich angewachsen ist. Schlaflosigkeit — ist ost nur die Angst vor dem Wachbleiben, Schlafsucht der Drang, ein unwillkommenes und düsteres Bewußtsein wenigstens zeitweise auszuschalten. Für viele Menschen ist die kurze Zeit vor dem Einschlafen der einzig« Augenblick des Tages, an dem sie mit fick allein sind, zu sich kommen können, und es ist nur begreiflich, daß das heute nicht immer eine erfreuliche Begegnung mit sich selbst wird. Die Ablenkung durch Arbeit, der Zwang, vor fremden Menschen die Haltung zu bewahren, find verschwunden, und über die fehlenden Dämme hinweg fluten die Sorgen auf uns ein. Oft hält man für Schlaflosigkeit, was in Wirklichkeit nur eine natürliche Herabsetzung der Schlafdauer bedeutet. Denn jedes Alter braucht seinen eigenen Schlaf. Der Säugling schlaft fast ununterbrochen, ein einjähriges Kind 18 Stunden, für das 2. bis 5. Lebensjahr reichen 14, für das 5- bis 6. 12 Stunden, für das 1. bis 14. Jahr 10 Stunde^, für das 15. bis 50. 8 Stunden, für das 50. bis 60. 5 bis 6 Stunden, und für das höhere Alter nur 3 bis 4 Stunden. Es ist also grundsätzlich anders zu bewerten, ob ein junger oder ein alter Mensch nicht schlafen kann, und es wäre schädlich und sinnlos, einen alten Menschen zu Schlaf zu zwingen, den ihm die Natur nicht mehr zugedacht hat. Schlaf ist Reizausschaltung. Innen und außen muß Ruhe herrschen, dann wird auch allmählich der ständige Störenfried in uns, das Gehirn mit seinen mehr oder weniger klugen Gedanken, Ruhe finden. Am einfachsten schaffen wir noch die äußere Reizausschaltung, obschon auch dies« inmitten der lärmenden Stadt eine immer schwierigere Aufgabe wird. Grelles Licht, laute Umgebung, Hautreize können uns die Ruhe rauben. Aber die menschliche Natur besitzt «in zauberhaftes Anpassungsvermögen auch an die unangenehmen Seiten des Daseins, wir gewöhnen uns oft mit überraschender Schnelligkeit an Lärm von außen, an das Rauschen des Meeres, das Klingeln der Straßenbahnen, das Stampfen der Maschinen, und nach einiger Zeit fehlen uns diese Dauergeräusche beinahe zum Einschlafen, wenn sie fortblciben. Schmerzen und Beschwerden bedürfen natürlich besonderer Behandlung, um als Störer des Schlafes ausgeschaltet zu werden. Aber die „echte" Schlaflosigkeit entsteht aus einer oft unerklärlichen inneren Erregung, einer lieber» empfindlichkeit der Nerven, die wie ein sehr empfindliches Pendel unendlich lange Zeit brauchen, um aus dem gestörten Gleichgewicht wieder in den Zustand der Ruhe zu kommen. Es gibt zwei sehr verschiedene Typen von Schlaf- losen, die Morgenschläfer und die Abendschläfer. das bei dem kalten den mit „Nein, nein! Das Boot ist heil — und Mädel soweit auch, das heißt, die Glieder heil. Aber eine durch das eisige Wasser gewatet sein. Sie lag pitschnaß und halb erstarrt im Doot. Wie sie es überhaupt fertiggebracht hat, das Doot bis cm di« Schleuse zu führen, ist mir ein Rätsel. Der Schleusenwärter hat sie gefunden und hier eingeliefert." „Tapferes Mädel!" Degeners Stimme klang erschüttert. „Ist Gefahr für fie(“ Der Baumeister zuckte mit den Achseln. „21a, Lungenentzündung ist ja gerade kein Spaß. Ich habe gleich den Arzt holen lassen, der hofft „Ja, ich weiß, daß die kleine Erika Schmitt mit einem unserer Rennboote ausgerissen ist. Hat Sie Ihnen auch erzählt, warum?" Der Baumeister sah den Proluristen ernst an: „Erzählen? Das ist nicht gut möglich, denn das wissen Sie sicherlich nicht, wie wir diese junge Dame Erika — so nannten Sie sie doch — auf gesunden haben? Ohnmächtig, ohnmächtig am Steuer des Bootes, gerade vor unserer Schleuse." „Um Himmels willen!" Degener packte Baumeister an der Schulter. „Verunglückt dem Boot? Reden Sie doch!" das Tor des Bootsschuppens weit geo'fnet, und ein dunkles Loch gähnte ihnen entgegen. Der Prokurist nickt« Fritz zu. Letzterer wandte sich wieder zu seinem Steuerrade und legte noch ein paar Kilometer draus. Die Felder, halb aufgetaut, flogen vorüber: Kinder, die von den Dörfern her durch die erste Helligkeit des Morgens zur Schule wanderten, sahen dem vorüberfliegenden Auto neugierig nach. Qiun schoß der Wagen über die Pontonbrücke von W. und um die Wegebiegung herum sah man schon die Kirchtürme der Kreisstadt B., die unterhalb des Flusses den Bremerwerken benachbart war. „Zum Wasserbau amt, Fritz!" rief Degener. Fritz, am Steuer, nickte nur. Er bog links von der Brücke in eine kleine Seitengasse ein, in die das Auto nur vorsichtig hineinfahren konnte. Gleich darauf weitete die Gasse sich zu einem kleinen Platz, an dem eine schmucke Villa lag. Mit wildem Gekläff raste ein schneeweißer Terrier dem Gefährt entgegen. Da öffnete sich auch schon die Haustür der Villa. Ein großer, breitschultriger Mann mit wettergebräuntem Gesicht und klugen Augen unter dichtem, graumeliertem Haupthaar kam eilig heraus. „Degener", sagte er, „Sie schickt die Vorsehung hierher. Da ist eine ganz tolle Geschichte passiert." „Ich weiß", antwortete Degener. „Ein Boot von uns wird bei Ihnen eingelaufen sein___“ Der Wasserbaumeister sah den alten Freund fassungslos an. „Sie wissen...?" auf die Kraft der Jugend und des gesunden Hearns." „Kann man sie sprechen?" fragte Degener hastig. „Olein! Sie liegt ja in hohem Fieber — ohne Dcsinnung. Ehe die Krise vorüber ist, kann man nichts Sicheres sagen. Weil man nun aus dieser k e'nea Saeju ig'er nichts herausholen konnte, habe ich schon versucht, mit Bremerschloß Verbindung zu bekommen, aber die Post ist ja erst ab acht Uhr geöffnet.“ »Das ist gut, daß Sie keine Verbindung bekommen haben, sonst wäre die ganze Heldentat der fleinen Erika am Ende vergeblich gewesen. Man darf im Dremerwerk zunächst nichts wissen. Sonst würde das Rennboot mit der Erfindung des jungen Kurt Bremer am Ende noch einmal gestohlen: aber dann von diesen Schurken." Der Baumeister sah besorgt in das erregte Gesicht des alten Freundes. „Hören Sie, Degener, ich habe den Eindruck, daß auch Sie Fieber haben! Rennboot — Erfindung — Schurken — stehlen... — Wer soll etwas stehlen? Ich verstehe das alles immer weniger, je mehr Sie mir sagen. — Na, kommen Sie erst mal herein; drinnen können wir gemütlicher reDen." Der Wasserbau meist er nahm feinen alten Freund am Arm und führte ihn in das behaglich erwärmte Amtszimmer. Nachdem sich Eigener mit einem Kognak gestärkt, erzählte er, was sich in der le ten Nacht im Dremerwerl ereignet hatte. Tie ganze Werldiebftahls-A.rgelegenheit erzählte er und schloß mit den Worten: „Und die Katastrophe ist durch das heldenmütige Verhalten der kleinen Erika im letzten entscheidenden Augenblick vereitelt worden, denn morgen hätte das norwegische Boot mit der gestohlenen Motorverbesserung den Preis bekommen. Die Schurkerei wäre kaum aufgedeckt worden — oder wenigstens zu spät." „Und was werden Eie nun beginnen?" fragte der Wasserbaumeister. »®rft den Arzt abwarten, denn ich will auf alle Fälle den alten Schmitt benachrichtigen. Die fromme Lüg«, die die kleine Erika ihm da auf- 0etifä)t_ hat, von Geschäftsreise mit dem Chef, toirö, fürchte ich, nicht so lange wie ihre Krankheit Vorhalten. Der alte Mann hat schon in der letzten Zeit genug durchgemacht. Er soll sich k iie Minute länger als nötig sorgen. Weiter werde ich schnellstens den jungen Herrn Kurt zurückru'en. Es wird Zeit, daß der zukünftige Herr vom Bremerwerk zurückkommt, um hier reinen Tisch zu machen. Inzwischen kann sich die Polizei mal dafür interessieren, daß kein Unberufener sich weiterhin auf dem Bremerwerk zu schaffen macht." Der Wafserbaumeister schüttelte mit dem Kopfe: „Einen Mordsskandal wird das geben: der Schwiegersohn der Frau Kommerzienrat Bremer als Hochstapler entlarvt..." ... sind schöne Lungenentzündung hat sie Bad bekommen Sie muß mitten Ulster bo' die nahe Degeners Gesicht bekam einen harten Ausdruck, den man dem sonst so freundlichen Manne nicht zugetraut. „Der hochmütigen Gesellschaft gönne ich es beinah, wenn es nur nicht um den ehrlichen Namen unseres alten, gütigen Herrn ginge. Aber das hilft alles nichts. Jetzt heißt es, mit eiserner Hand auskehren und das Dremerwerk vor diesen Schmarotzern zu retten — für den wirklichen Erben. Aber nun muß ich fort. Ich komme heute abend nochmals wieder. Das Doot haben Sie doch unter sicherem Verschluß?" „Selbstverständlich! Auch Erikas wegen brauchen Sie sich nicht zu beunruhigen. Es geschieht alles Menschenmögliche für sie. Wir haben ja zuerst, als der Arzt von einer längeren Krankheitsdauer sprach, an eine Uebersührung ins Krankenhaus gedacht, aber nun wir wissen, wie nahe Ihnen allen diese mutige kleine Dame steht, behalten wir sie selbstredend bei uns. Meine gute Mathilde ist ja immer glücklich, wenn sie jemanden zu bemuttern hat. Sind wir erst über den Derg, wird sie unseren Patienten schon herauspflegen." Zweiundzwanzig ft es Kapitell Im Continental-Hotel erschien am frühen Morgen ein unauffälliger Herr im braunen Ulster und braunen Hut, der ein kurzes, leises Gespräch mit dem Geschäftsführer hatte. Der Herr im braunen Innere der Kape LKkrr St* L°lle WitaLiter ßr5?*llct&in für ■ Mtung des qjaUtw S.® »«{"E*1 »fj1,1 d MIjjW dos MA fcSsi Nach einer geraumen Weile erschienen die beiden Herren wieder, nun mit Hut und Mantel belleidet, und schritten dem Ausgang zu. Der Herr im braunen Ulster faltete seine Zeitung zusammen und folgte langsam den beiden durch Die blitzende Drehtür des Hotels. Gerade, als sich die Heiden draußen voneinander verabschiedeten, trat der Herr im braunen Ulster an sie heran. Höflich lüftete er seinen Hut und sprach ein paar Worte, bei denen er wie zufällig die Innenseite seines Mantels öffnete und eine kleine unscheinbare Blechmarke zeigte. Der schwieriger« Fall ist di« Abendschlaflosigkeit; fast alle nervösen Schlafstörungen äußern sich in dieser Form: der Kranke wälzt sich ruhelos hin und her, schläft Dann, leicht aufschreckend und unruhig ein, aber erst gegen Morgen erreicht er Die Station des tiefen, erquickenden, traumlosen Schlafes. Umgekehrt verhalten sich Die „Nachtschlaflosen", wie 1 ie Winterstein kürzlich genannt hat. Sie schlafen chnell und störungslos ein, di« normale Abflachung ter Schlaftiefe gegen.Morgen reicht aber schon aus, um sie aufzuwecken, und — einmal aufgewacht — können fie nicht mehr «inschlafen. Fast alle alten Leute pflegen solche unfreiwilligen Frühaufsteher zu fein, aber sie haben gegenüber ihren schlaflosen Brüdern vom Abend Den großen Vorteil, Daß sie bereits — wenn auch verkürzt — geschlafen haben unD nicht Die Schranken der Durchwachten Dunkelheit zu spüren brauchen, die um so folgenschwerer sich auswirken müssen bei Menschen, Die Die Weckeruhr, kaum, Daß sie gegen Morgen Schlummer gefunden haben, schrill und unbarmherzig schon wieder zur Arbeit ruft. Hier setzt Der Segen Der modernen „Schlafmittel" ein. Besser ist es natürlich, wenn man mit natürlichen Maßnahmen (Waschungen, Sä Dem usw.) zum Ziel Der Ruhe gelangt. Wo sie aber versagen. Da können chemische Mittel noch oft helfen, vorausgesetzt, daß Die Zusammensetzung und Die Meng« Des Mittels Unschädlichkeit verbürgt. Die guten Schlafmittel schaffen nicht Schlaf, fie erleichtern nur Das Einschlafen, in Dem fie Die erhöhte Reizbarkeit Der Nerven herabsetzen und Die Tür ins Paradies Des Schlafs weit offenhalten. Das wirksamste Schlafmittel aber ist Die innere Schlafbereitschaft. Wir müßen mit eigener, entschlossener Hand Den Riegel zur Wirklichkeit zuschließen unD Die Wohltat der Loslösung von allen Plackereien Des Tages willig hinnehmen. „Sie Angst vor Dem Nichteinschlafenkönnen verhindert Das Einschlafen." Alles, was Diese Angst bekämpft, förDert den Schlaf! Oer Freiwillige Arbeitsdienst. Die Ortsgruppe Gießen Des DHV. hatte zu einem Vortrag am Samstag in Das Vereinsheim eingelaDen. Regierungsrat Dr. Sues vom Arbeitsamt Gießen sprach über Den Freiwilligen Arbeitsdienst und über das, was bisher Durch ihn erreicht wurde. Der Redner gab zunächst einige Zahlen: 500 Maß- nahmen wurden in Oberhessen durchgeführt; 11 000 Arbeitsdienstwillige wurden eingestellt, 4100 arbeiten noch jetzt. Zeitweise wurden 30 Prozent Der Arbeitslosen erfaßt, daneben wurden 200 Maßnahmen als Notstandsarbeiten Durchgeführt. 1,6 Millionen Mark flössen Durch den FDA. nach Oberhessen. Die Ar- beitsDienstwilligen seien Dankbar für Die Möglichkeit arbeiten zu können. Verhältnismäßig viel hätten Dabai sogar Die Vorteil« Der Arbeitslosenunterstützung aufgegeben. Die Arbeit habe neuen Lebensmut gegeben, UeberaU begegne man im Arbeitsdienst frohen Gesichtern. Ein neuer Kameradschaftsgeist habe sich angebahnt, ein neuer Idealismus, Selbstzucht sei wieder in den Vordergrund getreten — Begleiterscheinungen Des Freiwilligen Arbeitsdienstes, Die nur zu begrüßen sind und di« man von Dieser Art Beschäftigung auch erhoffte. Viele Dankbare, ja begeisterte Briefe lägen von Ar- beitsdienstwilligen vor. Der Redner gab eine große Anzahl dieser Briese zur Kenntnis, aus Denen die Freude über die Arbeit, über Kameradschaft und neuen Geist sprach und die segensreichen Auswirkungen Des Freiwilligen Arbeitsdienstes erkennen ließen. Arbeitsdienst bedeute nicht Zwang, nicht modernes Sklaventum. Im Arbeitsdienst fänden sich durch freien Entschluß Die Besten. Das Arbeite, erlebnte komme besonders Darin zum Ausdruck, daß Die Kolonnen oftmals bei besonderen Arbeiten kleine Gedenksteine, Erinnerungen an Die Stunden gemeinsamer Arbeit setzten. In weiteren Ausführungen ging Der VortragenDe auf Die Formen Des Arbeite- Dienstes und die grundsätzlichen Voraussetzungen ein. Er beschäftigte sich ferner m t der Ausbildung von Führern, sprach über die Wirtschaftlichkeit des FAD., und Die geistige Betreuung Der Arbeits- gfrt fjflU p>' £ Sund, 20 &die D heutifn vachung Aie Ihr Äfe ÄS ,ine Snuth entwend 6,dS»«w Angaben zur -w UilM Sinter ttüeü* Reihung der * DOrer Weg em m^rus-Gemein Vor Di Die feierliche SA durch ChoraWel des - eingekitet Daraus u KaM, Baurat Han des Hauses mit herzl' tic evangelische Ges Petrus-Gemeinde Den KichWvorstandes Pfc Lach Ianleswvrten < Lau gab der Redner von dieser neuen Go stierte sich Dann in einen der Klubsessel, , Der Treppe in Der Halle standen, und Der tiefte sich anscheinend in feine Morgenzeitung. Nach einer Weile tarn ein eleganter, schlanker junger Mann die Treppe herunter auf den Früh- stücksraum zu. Der Herr im braunen Ulster sah zu Dem Geschäftsführer hinüber: Der gab ihm einen unauffälligen Wink mit den Augen und Deutete gleichzeitig auf einen anderen Herrn, der eben durch die Halle kam, sich suchend umsah und Dann gleichfalls in das Frühstückszimmer ging. Dieser Herr hatte ein dunkles, ausländisch geschnittenes Gesicht, wie ein Mongole, mit einer breit gedrückten Nase, geschlitzten Augen und einem breitlippigen Mund. Der Herr im braunen Ulster setzte sich in seinem Klubsessel so, daß er nun die Tür des Frühstückszimmers genau im Auge behalten konnte. (Sortierung folgt.) M ?? ' aber'M?a,S ' «uh h®. Kirchen-Einweihung der Petrus-Gemeinde Wirtschaft Das Innere der Kapelle. — Blick nach dem Altar. Büroangestellte Herz- Ein Gemeindeabend G e - Abt 79. Osthofen-Rheinh. 7866 V Pfarrer Lic. Waas ■ Mit der Einweihung dieser evangelischen Gottesdienststätte ist dem evangelisch-kirchlichen Leben in unserer Stadt eine neue gute Stütze gegeben worden, der man von Herzen eine segensreiche Ent- faltung im Dienste Jesu Christi und der gläubigen Menschheit wünschen mufe. Wenn auch an dem neuen Kirchlein noch manches zu vervollkommnen ist, wofür sich hoffentlich bald gebefreudige Hände und hilfebringende Möglichkeiten zeigen mögen, so darf die evangelische Gesamtgemeinde doch mit der Petrus-Gemeinde einig sein in der dankbaren Freude über das bis jetzt geschaffene Werk. spiel der Mädchenvereinigung leitete den Abend ein. — '" cAx > begrüßte die Anwesenden im sollten als Frühstücksgetränk stets Ovo- maltine nehmen. Ovomaltine schafft eine Kraftreserve für den ganzen Tag und Sie überstehen den anstrengenden, nervenzermürbenden Dienst viel besser. Abends sind Sie dann noch frisch und leistungsfähig. Ovomaltine stahlt Muskeln und Nerven, schmeckt ausgezeichnet und ist leichtverdaulich. Sie mögen s^e schon bald gar nicht mehr entbehren. Lieber an etwas anderem sparen, aber Ovomaltine nehmen! Originaldosen zu RM. 1.15. RM. 215 und RM 4 - in allen Apotheken und Drogerien. Ein Gratismuster erhalten Sie von der Fabrik Dr. A. Wander G. m. b. H. amtes, sowie aus Wunsch des Vertreters der Stadt, Stadtratsmitglieds S ch w i e d e r, auch die lichen Glückwünsche der Stadt Gießen aus toiUigenT- ? flü«n üA'Ü. er*8 Ich»« Den Abschluß des Festtages blldete ein meindeabend im neugeweihten Saal, zu dem SSW* qen mit natur» »f. WfcA LT'-« 016 iur ’ns Paradies !l*^F Die inne« eigener, entjilol» ^klchleit zuschließen *n9 von allen $[üjei Wn. ,Lie Ängst oor IZ^rt bas Ein- lIW bekämpft, fordert seine Mitarbeiter deni Wunsch« Ausdruck gab, daß die neue Kirche stets ein Zeichen des mutigen und treuen evangelischen Bekenntnisses, ein Sammelpunkt der evangelischen Christenheit und eine fruchtbare Pflanzstätte des evangelischen Glaubenslebens sein mochte. Der Superintendent weihte dann dos Gotteshaus und seine Einrichtungen. Am Schlüsse seiner eindrucksvollen Worte veharrte die Gemeinde in stillem Gebet, während die Glocke des Kirchleins zum ersten Male beim Gottesdienst ertönte. Sodann hielt der Seelsorger der Petrus-Gemeinde, Pfarrer Lic. Waas, die Festpredigt, der das Advents-Evangelium Luk. 1, 68 bis 75 zu gründe lag. Er gab der Freude und dem Dank dafür Ausdruck, daß es nun nach mancherlei Schwierigkeiten gelungen ist, einen schönen und w en Raum für die Gottesdienste der Petrus- g oe zu schaffen. Er wies darauf hin, daß auch die ^eit der Enge, da die Gemeinde sich zusammen- drängen mutzte in den Raum der Kleinkinderschule, nicht ohne Segen für das Gemeindeleben gewesen sei Hat sie doch dazu mitgeholfen, die Gemeinde um so enger zusammenzuschließen. Heute dürfen wir nun dankbar sein, daß ein wichtiges Ziel erreicht ist. Darum gebührt allen denen herzlicher Dank, die dazu mitgeholfen haben, der Gesamtgemeinde, den Architekten und Handwerkern, den Frauenvereinen Gießens, der Hessischen Landeskirche, oor allem auch den Gliedern der Petrusgemeinde, die in treuem jahrelangem Sammeln die M'ttel für die innere Ausstattung des Kirchenraumes aufgebracht haben. Doch der Dank an Menschen soll nicht das letzte Wort fein. Die neue Kirche hat einen anderen Zweck Sie soll eine Stätte der Andacht und des Friedens fein, ein Ort, an dem wir stille werden vor Gott und es tief empfinden, was über dem Altarraum steht: heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth." Sie soll eine Stätte der Verkündigung sein, wo immer wieder auf den hingewiesen wird, der gekommen ist, uns zu retten und zu erlösen. Gerade in der Gegenwart brauchen wir solche Stätten. Denn in der Gegenwart hat die Kirche besondere Aufgaben. Sie muß den Menschen nachgehen, muß sie suchen. Dazu aber ist nötig die Schaffung möglichst vieler Mittelpunkte evangelischen Gemeindelebens Die Kirche soll eine Stätte der Gemeinschaft sein. Was hier zusammenkommt, ist nicht eine zusammengewürfelte Menge von Menschen, die einander nichts angehen, sondern eine Gemeinde die sich eins weiß im Glauben und ihren Glauben betätigt durch Die Liebe. Vor 500 Jahren hat auf dem Seltersberg eine Kirche gestanden, die St. Peter geweiht war. Sie wurde abgebrochen und damit eine Stätte zerstört, die sicherlich vielen ein Quell des Segens gewesen ist Jetzt ist hier wieder eine Kapelle erstanden, die ebenfalls den Namen des Apostelfürsten Petrus trägt. Möchte in ihr sich ein Gemeinde sam mein, deren Glaube stark und fest ist wie ein Fels und die dem Heiland ihre Herzen öffnet, damit er Einzug halten kann. Den Schluß der gottesdienstlichen Handlung leitete der Dekan des Dekanats Gießen. Pfarrer G u ß m a n n (Kirchberg). Hierauf vollzog Pfarrer Lic Waas im Rahmen der festlichen Feier die Taufe eines neugeborenen Gliedes seiner Gemeinde. Abschließend vereinigte sich die Festgemeinde mit den Geistlichen in dem gemein- sarnen Gesänge des Chorals „Nun danket alle Gott" Im Anschluß an den denkwürdigen Festgottesdienst hielt der Superintendent D Wagner noch eine kurze Besprechung mit den Mitgliedern des Kirchenvorstandes und Der Gemeindevertretung, sowie mit den geladenen Ehrengästen ab Bei dieser Gelegenheit brachte der Superintendent die herzlichen Wünsche der Landeskirche zum Ausdruck. Der Erbauer Der Kapelle, Baurat Meyer, berichtete über Den Verlauf Der Bauarbeiten, §um Schluß sprach Regierungsrat Dr Krüger Die herzlichen Glückwünsche Der ProvinzialDirektion unD Des Kreis- Berlin zuversichtlich und fester. B e r I i n , 28. Nov. (WTB. Funkspruch.) Die Ten- Denz war zu Beginn der neuen Woche sowohl für Aktien als auch für Renten ausgesprochen freundlicher, da die Börse einer Kanzlerschaft Schleichers durchaus sympathisch gegenüber- steht, und diese Lösung für Die einzige Möglichkeit zur Herbeiführung einer innerpolitischen Beruhigung hält. Allerdings ist in Der Frage der Regierungsbildung bisher noch keine Entscheidung gefallen. Auch das Publikum war heute mit kleinen Anschaffungen im Markte, Denen sich Die Spekulation anschloß. Das Kursnioeau vermochte sich ganz allgemein bis zu 1 v. H. zu heben, wobei Montane und die sog. Tarifwerte führten. Aus der Wirtschaft lagen besondere Momente nicht vor. Die Ausführungen Dr. Seglers in Düsseldorf gegen den Pessimismus fanden einige Beachtung, und von der stetigen Veranlagung der Neuyorker Samstagbörse wurde mit Befriedigung Kenntnis genommen. Vereinzelt waren Gewinne bis zu 1,75 v. H. festzustellen: Schlesische 8-Gas zogen bei einem Umsatz von nur 3 Milli um 3 o.H. an. Im Verlaufe wurde das Geschäft zeitweilig etwas lebhafter, so daß sich erneut Besserungen von etwa 0,5 v. H., teilweise etwas darüber hinaus durchzusetzen vermochten. Nur Bemberg büßten ihren Anfangsgewinn von 0,75 o.H. wieder ein. Gontigummi waren zeitweilig bis auf 111 befestigt, gingen- dann aber auf 110 zurück. Aschersleben wurden im Verlaufe 2 v. H. höher notiert. Schubert & Salzer gelangten sogar 4 v. H fester zur Notiz Montane lagen weiter in Führung und zogen gegen 13 Uhr bis zu 1 v. H. über den Anfang an. Deutsche Anleihen waren allgemein fester, Altbesitz gewannen 0,75 v. H., Schutzgebiete gingen über die 6-v. H.-Grenze hinaus. Reichsschuldbuchforderungen und Reichsbahnoorzugsaktien gewannen 0,5 bis 0,75 v. H. Pfandbriefe, Obligationen ufw. lagen ebenfalls fester Ausländer waren überwiegend etwas gebessert, nur Bosnier gingen nach den starken Steigerungen Der letztem Zeit um 1,25 o. H. zurück. Am G e l D m a r f t machte sich Der bevorstehenDe Ultimo heute schon etwas stärker bemerkbar, so Daß Der TagesgelDsatz an Der unteren Grenze auf 4,5 v. H anzog, zu 4,40 v. H. war Tagesgeld nur noch ganz vereinzelt erhältlich Monatsgeld blieb 5 bis 7 v. H. unverändert. Infolge der Ultimovorbereitungen kam in Privatdiskonten weiteres Material heraus, und aus Demselben GrunDe konnte sich auch in Reichswechseln per 25. Februar und Reichsschatzanweisungen per 18. April fein Geschäft entwickeln. Frankfurt freundlich. Frankfurt a. M., 28.Aov. (WTB. Drahtmeldung.) Obwohl in der innerpolitischen Situation über das Wochenende noch keine Klärung eingetreten ist, eröffnete die Börse die neue Woche infreundlicherHaltung, wobei die Möglichkeit einer Kanzlerkandidatur Schleicher keine ungünstige Aufnahme fand, weil man davon eine Beruhigung der innerpolitischen Der- hältnisse erhofft. Daneben lagen aus der Industrie wieder recht günstige Rachrichten vor, und auch von der ftetigen Haltung der Aeuhorker Samstagbörse ging eine gewisse Anregung aus. Auf Deckungen der Spekulation, zu benen auch verschiedentlich kleine Käufe der Kundschaft hin- zukamen, ergaben sich bei allerdings immer noch kleinen Ämsahen durchschnittliche Besserungen von 0,5 bis 1 Prozent. Größeres 3ntereffe zeigte sich wieder am Montanmarkt, an dem Gelsenkirchen Arbeitsdienst. halte einem. MemsheimeingMiv. rom Arbeitsamt Sieben 1 Arbeitsdienst uni über n erreicht wurde Der ge Zahlen: 500 Maß. len durchgeführt: 11000 WH, 4100 arbeiten 30 Prozent der Arbeite. ;n 200 Maßnahmen als jrt. 1,6 Millionen Mark ch Liberhessen. Die Ar- nfbar für die Möglich, rhältnismäßig viel hä,. t der Arbeitslosenunler. Arbeit habe neuen 2t< begegne man im Ar« n. Ein neuer Kamerad- chnt, ein neuer Neolis- in den Vordergrund ungen des Freiwilligen i begrüßen sind und die hüstigung auch erhvssle. le Briese lägen von Sr- ■ Redner gab eine große senntms, aus denen die iber Kameradschaft und fegenmitfcn Sus nur« iMsbienites ertennen ’ nicht Zwang, nicht .rbeiisdienst fänden sich Mn. Dos Arbeits- arin $un\ Ausdruck, daß sonderen Arbeiten kleine an die Stunden gemein- roeiteren Ausführungen die Famen des Arbels- ,h[i(hcn Voraussetzungen •ner mit der Ausbildung die Wirtschaftlichkeit des Betreuung der Arveits- Segen ausgehen und der evangelische Christengeist gestärkt werden möchte. Pfarrer Bech- tolsheimer nahm den Schlüssel mit herzlichen Tankesworten an den Erbauer Baurat Meyer und alle Mitarbeiter bei dem Bau in Empfang, dankte weiterhin für alle Forderung, die bei der Errichtung des Bauwerkes zutage trat, bezeichnete den Bau als ein gern geleistetes Werk der evangelischen Gesamtgemeinoe trotz aller Hot der Zeit, und wünschte, daß in der Petrus-Kapelle die evangelische Glaubensarbeit ebenso anhaltend sein möchte, wie in der vor einigen Jahrhunderten an der gleichen Stelle stehenden, aber der damaligen Kriegsnot zum Opfer gefallenen Petrus- Kirche. Der Redner übergab zum Schluß den Schlüssel an den Superintendenten, Oberkirchenrat O. W a g n e r, der das Gotteshaus mit dem Wunsche öffnete, daß es allezeit ein segensvoller Mittelpunkt des evangelischen Glaubenslebens sein mochte. Der Zestgotiesdienst. Rach dem Einzug der Gemeinde in das Gotteshaus eröffnete der Frauenchor der Petrus- Gemeinde unter Leitung von Lehrer Kröll den Festgottesdienst mit Choralgesang, dem der Ehor im Anschluß an die Eingangsworte des Superintendenten D. Wagner den eindrucksvollen Lhoral „Heilig, heilig ist der Herr" folgen liefe. Hierauf hielt der Superintendent. Oberkivchenrat 1). Wagner, die Einweihungsansprache, in der er nach herzlichen Dankcswor- ten an den Allmächtigen an Die evangelische Ge- samtgemeinde, alle ©fx.iDer, den Erbauer und übergehen Dürfen, Denn was Dort geschieht, übt seine Wirkung auch auf Deutschland aus. Wir haben hier ganz dieselben Bewegungen, ganz denselben Haß, denselben Fanatismus wie in Rußland. Da helfen aber keine Organisationen, keine Abwehrverbände, so wertvoll diese auch sein mögen. Da helfen nur lebendige Christengemeinden, die treu zu ihrem Glauben stehen. Das gilt vor allem auch von Der geistigen und seelischen Not, Der Zerrissenheit und Haltlosigkeit, die sich in den Kreisen Der Gebildeten, wie Der Arbeiter zeigt. Wir brauchen IcbcnDige Gemeinden, wir brauchen lebendige Häuser, in denen eine christliche Hausordnung herrscht, in denen Die Eltern ihre Kinder anhalten zu Zucht und Ordnung, zu Gebet und Gottes Wort, wo man sich immer von neuem die Kraft zum Arbeiten und Kämpfen halt durch das Gebet. Die Aussprache machte einen tiefen Eindruck auf alle Hörer, Denn Professor D. Born f amm verstand es, die Menschen zu packen und die Gewissen aufzurütteln. Mehrere Lieder des Frauenchors der Petrusge» meinde umrahmten die verschiedenen Ansprachen, vor allem aber erfreute Fräulein vonderHeydt die Anwesenden durch den Gesang von fünf geifb lichen Liedern, die unter Harmoniurnbegleitung des Organisten der Petrusgemeinde, Lehrer Kröll, meisterhaft vargetragen wurden. Mit dem Gesang des Adoentsliedes „Komm, o mein Heiland, Jesus Christ" wurde die Versammlung geschlossen, die auf alle Anwesende einen tiefen Eindruck machte. Unter Anteilnahme einer großen Festgemeinde fand gestern nachmittag Die feierliche Einweihung Der neben Der Kleinkinderschule im Wetzlarer Weg errichteten Kapelle Der Petrus - ®emeinDe statt. Vor der Kirche. Die feierliche Handlung wurde vor der Kapelle Durch Choralspiel des Vereins für christliche Musik eingeleitet Darauf übergab der Erbauer der Kapelle, Baurat Hans Meyer, den Schlüssel des Hauses mit herzlichen Glückwunschworten an Die evangelische Gefamtgemeinde und an Die Petrus-Gemeinde dem Vorsitzenden des Gesamtkirchenvorstandes Pfarrer Bechtolsheim er. Dach Dankesworten an alle Mitarbeiter bei dem Dau gab der Redner dem Wunsch Ausdruck, daß von küefer neuen Gottesdienststätte immer reicher einen ” tu >uMchen MM w SmertDcrl WtW L für den wirklichen . Ich komme heute \ Erikos wegen brau- 5 c„n. Es geschieht innr^®ir haben ja MD sZLs b bei uns . v *.* nd wir e । ferauä' akienten fN schien am sruheu ä leises ,ralin?n Der n nnen und n seine -uw u ,uQT^t ein bW herunter Mei im braunen^ M x mit 0° 5errn, s nen anders Lh und Ti suchet M/ging. KM Wngwe> . einem Heile ers^gMiel 1 Hut un\; Ser ©Sb« sich < denen cL(lc den ersucht, der Smmtnalabtetlung Nachricht zu geben. **2ßerfinDbteCigenlümer? Der Polizei, bericht meldet: Bei der Kriminalabteilung sind nach, stehend aufaesührte Gegenstände sichergestellt: ein Motorrad. Marke .Lündapp", 250 ccm Hubraum, ein gut erhaltenes Herrenrad (Rennmaschine), Marke „Diamant" mit blauem Rahmenbau und weißem Strahlenkopf, ein gewöhnliches schwarzes Fernglas, eine elektrische Fahrradlaterne, Marke , Hassia", auch für Batterieeinsatz geeignet, eine Kerzenlaterne, Marke „Germania", und ein Dynamo, Marke „Balaco" Eigentumsberechtigte werden ersucht, während der Bureaustunden bei der Kriminalabteilung, Zimmer 63, oorzusprechen. •* Wei tere Zusammenschlüsse innerhalb der deutschen Psadfinder- bewegung! Man schreibt uns: Der vorläufige Zusammenschluß Der Reichspfadfinder und Späher hat nunmehr durch den Hinzutritt des Reudeutschen Psadfinderbundes und des Ortsringes Mün- chen im Bayrischen Pfadfinderbund zur Bildung eines neuen geschlossenen Pfadfinderbundes geführt. Der Bund führt den Ramen: „Deutsche Reichsschaft" Pfadfinderbund. Damit ist die Erfassung der zu einer Bereinigung bereiten Pfad- finderbünde zu einem wesentlichen Abschluß gekommen. Namen der Petrusgemeinde, Oberkirchenrat D. Wagner überbrachte die Grüße des Landeskirchenamts und der Kirchenregierung. Er betonte, daß Die Entwickelung Der PetrusgemeinDe in Gießen Der kirchlichen Behörde sehr am Herzen liege, Daß sie ihre Gründung seinerzeit sehr begrüßt und gefördert habe, und daß sie sich freue, daß nunmehr nach mancherlei Schwierigkeiten und Nöten die Petrusgemeinde ein zwar bescheidenes, aber doch schönes und würdiges Heim für ihren Gottesdienst und ihre Gemeindearbeit gefunden habe. Dekan G u ß m a n n - Kirchberg sprach im Namen Des De- kanats. Er erinnerte Daran, Daß er bereits im letzten Winter gelegentlich einer Kirchenvisitation bei Der Besprechung mit Den kirchlichen Vertretungen Der ©emeinDe Den EinDruck gewonnen habe, Daß hier Leben, Interesse, Eifer, Regsamkeit, Opferwilligkeit unD Der feste Wille vorhanden ist, etwas für die Gemeinde zu tun, damit es vorwärtsgeht im Gemeindeleben. Er gab Der Hoffnung AusDruck, Daß Die ©emeinDe sich immer mehr zu einer äußerlich unD innerlich „lebenDigen" ©emeinDe entwickle. Schreinermeister Lenz- Gießen als Kirchenvor- steher Der Petrusgemeinde gab ein anschauliches Bild von all Den Schwierigkeiten unD Nöten, Durch Die Die ©emeinDe hinDurchmußte, um zum Ziel zu gelangen. Er erzählte von allerhanD Bauplätzen und Kirchbauplänen, zeigte, wie so mancher Plan sich zerschlagen hat, bis Dann enDlich Das bescheiDene Projekt zur Ausführung gelangte, Das jetzt seine Vollendung gefunoen hat unD für Das die Gemeinde von Herzen dankbar ist. Die Hauptansprache des Abends hatte Professor D. Bornkamm übernommen. Er sprach über das Thema: Lebendige Gemeinden ein Erfordernis unserer Zeit". Er ließ tief hineinsehen in Die Not unseres Volkes, Die eine nationale, eine soziale unD eine persönliche Not jeDes einzelnen ist. Er zeigte Die kirchliche Not, Die am grellsten unD deutlichsten in Rußland in die Erscheinung tritt, wo Der grauenhafte Fünfjahresplan Der Gottlosen jeDem Die Augen öffnen muß über Den Kurs, Den man dort steuert. Er wies Darauf hin, daß wir hier nicht achtlos an Diesen Vorgängen vvr- ** Die Jnbetrieb nähme Der Straßenbahn Gieße n—W i e s e ck betrifft eine Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil. Insbesondere wird Dabei auf Die llrnfteigeftelle für Die Linie Oie« ßen—Alten-Buseck aufmerksam gemacht Interessenten seien Darauf hingewiesen ** EinbruchsDiebstähle. Der Polizeibericht melDet: In Der Nacht zum Sonntag wurde in einer Wirtschaft in Der Hammstraße unD in einer Bäckerei in Der Bismarckstraße eingebrochen. EntwenDet wurden ein geschlachtetes Huhn, eine Anzahl Zigaretten unD eine Mark. Die Täter rourDen gestört Aus einem Hausgarten wurDe ein 35 Meter langer roter Gartenschlauch entroenDet Personen, Die sachdienliche Angaben zur Täterermittlung machen können, wer- dienstwilligen. An Hand von zahlreichen interessanten Lichtbildern vertiefte der Redner seinen Vor- trag, Der — Das bewies eine längere Aussprache — sehr dankbar ausgenommen wurde. Bornotizen. — Tageskalender für Montag: Goethe- Bund, 20 Uhr, Neue Aula, Vortrag über „Danzig, Marienburg und die Deutsche Ostfrage" — Deutsche Frauenkultur, Ortsgruppe Gießen, ab 16 Uhr, Bit- larDfaal Des Caf6 Amend, Weihnachtsmesse — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der schwarze Husar". sich roieDer fast Dieselbe Menge von Besuchern ein« sand, wie zu Dem Festgottesdienst am Nachmittag Ein Adoentslied Der ©emeinDe unD ein Advents- mit plus 2 Proz. und Mannesmann mit plus 1.88 Prozent im Vordergründe standen. Klöcknerwerke gewannen 1,38 Proz. und die übrigen Werte dieses Marktes 0,5 bis 0,75 Prozent. Am Chemiemarkt setzten Deutsche Erdöl ihre Aufwärtsbewegung um 1 Proz. fort, Rütgerswerke lagen 0,5 Proz. höher, während IG. zunächst 0,5 Proz. schwächer lagen, aber später um 0,75 Proz. anzogen. Die Elektro^ werte lagen sehr still, AEG. konnten sich leicht erhöhen, während Licht & Kraft 0,75 Proz. einbüfe- ten. Von Bauwerten zogen Holzmann um 0,38 Prozent an, Zement Heidelberg behauptet. Fest lagen noch Contigummi mit plus 1,5 Prvz.. während Schiffahrtswerte, Zellstoff Waldhos und Reichsbankanteile 0,25 bis 0,50 Proz. höher lagen. Rach den ersten Kursen setzten sich meist neue Erholungen von 0,25 bis 0,50 Proz. durch, wobei der Montanmarkt bevorzugt blieb. Am Rentenmarkt lagen Reichsaltbef ih und späte Reichsschuldbuchforderungen bei lebhaften Umsätzen bis zu 0,75 Proz. höher. Don Industrieobligationen waren Stahlvereinbonds und Reichs- bahnvorzugsaktien um je 0,75 Proz. gebessert. Am Auslandrentenmarkt zeigte sich Rachfrage nach Ungarn, Türken und Mexikaner, die Erhöhungen von 0,25 Prozent bis 0,50 Prozent aufwiesen. Der Pfandbriefmarkt verzeichnete zwar nur kleines Geschäft, doch waren die Kurse auf der ganzen Linie leicht erhöht, wobei Kommunalobligationen mehr gesucht waren. In der zweiten Börsenstunde wurde das Geschäft sehr still. Die erhöhten Kurse blieben jedoch gut behauptet. Deutsche Erdöl zogen erneut um 1 Prozent an, ebenso waren einige andere Werte um etwa 0,5 Proz. fester. IG. blieben dagegen nur knapp behauptet. Reichsaltbesitz und Reichsschuldbuchforderungen konnten ihre Höchstkurse von 58,5 bzw. 72,5 Proz. gut behaupten. Tagesgeld war leicht, stellte sich aber unverändert auf 3,5 Prozent. frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 28. Nov. Auftrieb: 1405 RinDer (304 Ochsen, 142 Bullen, 502 Kühe, 407 Färsen), 525 Kälber, 74 Schafe, 4189 Schweine. Es wurden notiert: Rinder: Ochsen: vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts (jüngere) 28 bis 30 Mark, (ältere) 24 bis 27, sonstige vollfleischige Beamte und -• IST HERR (jüngere) 20 bis 23: Bullen: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 26 bis 28, sonstige vollfleischiae oder ausgemästete 22 bis 25; Kühe: jüngere, voll- fleischige, höchsten Schlachtwerts 24 bis 26, sonstige oollfleischige oder ausgemästete 21 bis 23, fleischige 18 bis 20, gering genährte 12 bis 17; Färsen (Kalbinnen, Iungrinder): oollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 28 bis 30, oollfleischige 24 bis 27, fleischige 21 bis 23. — Kälber: beste Mast- und Saugkälber 32 bis 35, mittlere Mast- und Saugkälber 28 bis 31, geringe Kälber 22 bis 27. — Schweine: oollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 39 bis 43, von etwa 200 bis 240 Pfund 38 bis 43, von etwa 160 bis 200 Pfund 36 bis 42 Mark. — Marktverkauf: Rinder ruhig, nahezu ausverkauft, Kälber und Schafe schleppend, geräumt, Schweine schleppend, geringer Ueberstand. Landkreis Gießen. * Harbach, 26. Nov. Gestern wurde unser ä I - tester Mitbürger Jost Schel d 91 Jahre alt. Der alle Herr Ist noch körperlich und geistig wohlauf und verrichtet im Haus noch täglich seine Arbeit. &. A-Sport. Heffenkampf im Kunstturnen. In dem bis zum letzten Platz ausverkauften städtischen Spiel- und Festhaus zu Worms wurde gestern zum fünften Male der Kunstturnwettkampf der drei hessischen DT.-Großgaue: Hessen (Oberhessen), Rhein-Main (Starkenburg) und Rheinhessen ausgetragen. Sieger wurde wie bei den letzten drei Kämpfen die Rheinhessen, diesmal mit 883 Punkten. Unser Heimatgau Hessen, der die beiden Marburger Spitzenturner Eberspächer und Ahrens ersetzen mußte, kam dadurch mit einem größeren Punktunterschied als bei den vorletzten Wettkämpfen auf den zweiten Platz. Er blieb mit 834)4 Punkten aber noch beträchtlich vor den Starkenburgern, die mit 762i Punkten 3. Sieger wurden. Beste Einzelturner waren: 1. I- Genß, Tgs. Mainz-Kastel, 112 P.; 2. Nikolaus Krimmel, Tv. Mainz-Kostheim, 107 P., 3. Alfred E ck h a r d t, To. Nidda, 1064 P. Dom Gau Hessen erreichten mehr als 100 Punkte noch: Richard Seth Tv. Großen-Linden 10214 P.; W Sinnwell, Tv. 1860 Bad-Nauheim und Walter Fink, Tgm. Marburg, 1014 P. Bester Freiübungsturner war Fritz Weitershaus, Tv. Großen-Linden, mit 28 Punkten. Wettervoraussage. Durch die an der Rückseite der Skandinavienstörung vorgedrungene Kaltluft hat im Westen kräftiger Barometeranstieg eingesetzt, der vorübergehend beruhigend auf unser Wetter einwirken wird. Somit werden in der nächsten Nacht bei Aufklaren die Temperaturen etwas unter den Gefrierpunkt zu liegen kommen. Der Einfluß des hohen Druckes wird aber nicht von langer Dauer fein, denn durch ein neues Tief über Island ist die Kaltluftzufuhr bereits wieder abgeschnitten und milde Ozeanluft naht heran. Es ist also für später wieder Uebergang zu mildem Wetter mit erneuten Niederschlägen zu erwarten. Aussichten für Dienstag: Nach vorübergehender Besserung mit leichtem Nachtfrost erneute Eintrübung, wieder milder mit späteren Niederschlägen. Lufttemperaturen am 27. November: mittags 8,6 Grad Celsius, abends 4,5 Grad; am 28. November: morgens 3,9 Grad, Maximum 10,5 Grad; Minimum 0 Grad. — Erdtemperoturen in 10 cm Tiefe am 27. November: abends 5,6 Grad; am 28. November: morgens 2,8 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 5% Stunden. Weiße Zähne: Chlorodont 14 Katharine Uhl, geb, Schwan Gießen, den 28 November 1932. mania - Drogerie, Seibel. Frankfurter Straße 39: Drogerie Winterhoff. 8362V 06958 Hotel Kobel Todes-Anzeige, FrauüeLIüstimlHellwüWwe im Schumanntheater in Frankfurt a. M. Gießen, den 26. November 1932. Statt Karten I Ihre Verlobung zeigen an 8464D 8359D Bezug durch die Eisenhandlungen! Gießen (Krofdorfer Straße 22), den 26. November 1932. 06957 Vereine em Von Beileidsbesuchen bittet man abzusehen. 8365D lieber Freund bleibt er stets bei uns in ehrendem Gedächtnis. 8358 D Altersvereinigung 1878-1928 Gießen, den 28. November 1932. Gießen (Bahnhofsraße 29). 25. November 1932. 06956 Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Am 25. November verschied nach langem schweren, mit großer Geduld ertragenem Leiden meine innigstgeliebte, herzensgute Frau, Mutter, Schwester, Schwägerin und Tante Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Hermann Hellwig, Oberpostsekretär. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 30. November, nachmittags 1 Vz Uhr, von der Kapelle des Alten Friedhofs aus statt. — Von Beileidsbesuchen bittet man absehen zu wollen. im Alter von nahezu 82 Jahren zu sich in die Ewigkeit zu rufen. Emmy Sommer Walter Buss, Tierarzt Depots: Universität»-Apotheke zum gold. Engel. Heute abend 81!fit LeMsMen 1 Dienstag, den 29. November Hausfdiladit | Kaufgesuche | (lllllllllllllllllllllilllllllllllli Guterh. Stfimiebc» bohrmasch.f.Hand- betr. mit oben lauf. Schwungrad und Schraubstockgesucht. Ang.u.06955a.G.A. 3IIIIIIIIIIIII1I1IIIIIIIIIIIIIIIID Dienstag. 29. November, nachm. 3 Uhr. in der Die Beerdigung findet in Groß-Umstadt statt. Marktplatz; Hirsch-Apotheke. Bauer. Frankfurter Straße 4; Pelikan-Apotheke. Kreuzplatz 2 " Die Einsegnun, Neuen Friedhol Im Namen der Hinterbliebenen Heinrich Bechstein Familie W. Ritter. Gießen (Bismarckstraße 20), den 28. November 1932. Aber natürlich Der gute Weihnachtsmann wird's ,1hm" sagen, daß Sie sich schon so lange neue Tischbestecke, einen Satz Aluminiumtöpfe, eine Wring maschine(damit dieWäsche nicht mehr so schwer ist) wünschen. Außerdem gibt es aber noch so viele andere praktische Geschenke bei J. B. Häuser Am Oswaldsgarten Gießen • Ruf 2145/2146 Statt besonderer Anzeige. Nach kurzem Krankenlager verschied am Samstag unsere liebe treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Tante Frau Helene Bechstein, geb. Kifener im 82. Lebensjahre. Die Beerdigung findet Dienstag, den 29. November, nachmittags 2% Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt Die Beerdigung findet Dienstag, den 29. November, nachmittags um 2 Uhr. auf dem Neuen Friedhof statt. Kleinschreibmaschinen große Auswahl erster Fabrikate finden Sie zu niedrigsten Preisen bei Niederhausen&Co. Seltersweg 17 ersterStck. von Kleider Köhler. 83540 | Stellenangebote| |Empfehlungen| ßeschäftsdrucksachen Rechnungen Briefblätter Briefumschläge Postkarten Beschäftskarten bei BrObl. SchulstraBe 1 Gesucht sofort Person jed. Stand. z.Uebernahm. ein. Maschinenstrickerei auchnebenberufl. Hohes Dau.-Eink., dend wir verk. die fert. Arbeit Keine Vorkenntn. nötig. Entfernung kein Hindern. Verl. Sie noch heute Prosp. unverb. u. kostenlos v. Firma ktssV Gustav Nissen & Co. IHambg. 6,Zollver-| Nieden.Stammhs.l gegründ. 1883. J Stadttheater Gießen POTD Dienstag, 29. Nov., 20—22 Uhr: 9. Dienstag-Abo nn. Gewöhnt. Preise. lieber untere Straft Schausviel in 2Aufzügen von Biörnst» ferne Björnson. Unser lieber Alterskollege Philipp Mieth wurde uns durch den Tod entrissen. Statt Karten. Für alle Beweise liebevoller Teilnahme bei unserem schweren Verlust sagen wir herzlichen Dank. Frau Bertha Kehr Kath. Eichhorn. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden und der Beerdigung meines lieben unvergeßlichen Bruders Reichsbahn-Sekretär Ernst Lauer insbesondere dem Herrn Pfarrer für die trostreichen Worte, seinem Vorgesetzten für den Nachruf, dem Verband der Sekretäre, seinen Kollegen, der Altersvereinigung 1879 1929, dem Verein ehemaliger 116er, dem Rad-Klub Germania und dem Gesangverein Heiterkeit für alle die erhebenden Worte am Grabe, ferner für die schönen Kranzspenden allen meinen tiefgefühltesten Dank. Konrad Lauer, Ober-Assistent nach kurzer, schwerer Krankheit im blühenden Alter von 27 Jahren in die Ewigkeit abzurufen. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Anton Dietz, Zugführer i. R. nebst Kindern und Braut Bekanntmachung. Betr.: Straßenbahnoerkehr Gießen—Ge- markungvgrenze wieseck. Es wird hiermit bekanntgegeben, daß die Straßenbahn Gießen—Gemarkungs- grenze Wieseck am Dienstag, 29. d. 21L, in Betrieb genommen wird, und wir weisen auf den in den Gießener Tageszeitungen veröffentlichten Fahrplan hin. Das Umsteigen für die Fahrgäste der Strecke Gießen— Allen-Buseck und umgekehrt erfolgt bis zur Fertigstellung der ausgebauten Strecke nach Wieseck an der Gemarkungs- grenze Wieseck und nach Fertigstellung der Strecke auf dem Lindenplatz in Wieseck. Gießen, den 26. November 1932. Direktion der Städtischen Straßenbahn Gießen. S t o l t e. 8355D Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, gestern nachmittag 2 Uhr unsern lieben Sohn, unsem herzensguten Bruder, Schwager, Onkel und Bräutigam Heinrich Dietz BUDERUS QUAM ÖFEN im Alter von 49 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen Karl Uhl und Sohn nebst allen Angehörigen. Achtung! Ab morgen Dienstag: Friederike nach der weltbekannten Operette von Franz Lehar Die Welturaufführung erfolgte vor 14 Tagen Gießen Gießen______ Bismarckstraße 26 Lindenfels i. O, November 1932 I Lichtspielhaus ■ Gießen Heute Montag zum letztenmale der prachtvolle U fa-Tonfilm: Der schwarze Husar mit Conrad Veidt — Mady Christians! hot dieses Kind genommen. Es ist geistig und körperlich sehr widerstandsfähig und wiegt mit 6 Jahren sechzig Pfund, ohne dick zu sein. So kann auch Ihr Kind aussehen, wenn Sie ihm beizeiten Scott s Emulsion regelmäßig geben. 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ES E E E E N E E E £ 3 >0(9 g C öS E S E E M tO E o E B a 19 8 a Timer Tierarzt B 8 a 43 3 ÄZa SB in B 5 2» ti ■8 3 9 s s ■js c , KD a o ?.® Q « :3 8 a-2 -3 CS g O 3 E o es Q a Men »tts 3 ° - 3= a> E ’S C 3 KD» E o » O « QO 3 li; >r> 3 >V g ct E E.JO O 3 51:5. A .— 8 a s »3? KZ 19 aa . A L ■c 3(9 E g E ° o A 3» ’E o W Rfl 3 <3 8 c as? c £ E dZac SAöS a 5 c •sr— ** 5 8°u 55 a :g 8 Z.Lo 5.g A L £ a®s hinen Hüter sen oe' in&Co- iterStc1*- er. sau0 E. 3 a| o eÄS? a- fiis e® az 3^8(9 u =- äs v5> E - a s ° L E ZLS 3 e TZ A E E Es c 3 ® 3 " fct- gS5 C « ®(9^ •5 E- 0^3 3-Z^- -^p^MsrZ S, S % c 02-0 o(9Z = 3 W® '» a» s8- ’S S(9 :ke zam gold. Engel, --Bauer. Frankfurter > Kreuzplatz 2; Ger inkfurter Straße 39: erhoft- uuv Si Gießen mmale Ufa-Tonfilm: e Husar t - ffiaiy Chrlitiuil a w c n» -J Sl9 c e E 3c P E E kN.Ltz 3- c a 2 ~ ! a^7sc£^ SZ (9 o. § äi9ai9 A AjQ 6> r- ° 3 — 3 E CZ ö»s. B - - C p o - 3 E. ° _, tu isint^ O«^ y=> 3 m “ 3 — sfaE E.Ep_.a c#Sef9 g.8§ §aä C-oCT 5 o o i:3& ° 5 gfc.e □ 5 S ’S 13 S e c B. =4? g uEjcca cfadttheattf SW^’M q E^Preii^ •2 E M Q LA E 2, c3 'p' 3 ■?sh 0^2*^ ELo L-EZAA 3 19.T enstag: irike kannten Operette von : Lehar ilgte vor 14 Tagen iirt &.M. iw6 aoaa o. § '— — o ^5 -— o r-> L 3 «B oi°*r 5tapd- weto IckertJ benifl- M-' rk.^ Keipe 0(itir- keif •rL Sie prosp' °« ;ik ®nvff N 2"a s .8) E 5 _ 05 o LLZLUD X®Z'=S 3 8 3 ° o o O d m 40 a *E KD 55^ o E i- £ T-5 E a c* .. 3^KD e=Se ui« ® o -3 C a£to. E o 3^ E 3 c c mniinachung. ffläsSi r:K.:L MN wird, - Leitungen n Gießener W Un], 1 ?6&Ä Fahrgäste Der i&,un6 5 "sgeba^n «ÄS-? ji-S1** $»»=«»« 19Ä *X** 0i,r en Sttav 83550 Stolte. S os^ 8 oB 1 = ** S » 3 o 8— ° as. - u u ^Kd- ÄmgE Z.A 8(9 Eq » 3 B A B E£ •£*^■2 S a »«ff i - ag e„ «2®L «■äa 3 ® öeg V s = s BL. A j5 a Z ■ al s» 2(9 c>§^ - 3 E 8«- a « © c ^0 B A _o | a o c s ÖA- -~aSa A^^Ee’C ’E w aZL-L 3 3 2L.A C 7? g 3 £ 3-E e®la- ,(9a.E Ä 3 § ES n» -3 — t- r. sa ~ cstziL^ p 8-Z ** Len *n 10 ml »‘nnnum V “ lsf geistig ’t'ondsföhig und Hund, ohne dick ' Klnd aussehen, Scott & Emulsion H-g LZL^Z® V . A E _ s iE® ö'g® KE« — aZ «•§£.£ iS- aa^e-_ ca a^s "5 ©§A^©8? Z 2 U LS) o 2 *c o o © 5$ 53'S 1 * © O == -’E, Q 'n o"5 S ° © - - ^3^-ZL Q ±=- E ■«E8^ •— C, ZD o 2 A^^ £ X) 3- IsF-f cy jo ° . ° L »L 3HZ Q >p .2 "o ^''ci OoBD—C 4=- C 4Q 3 A Z.^B o 3 £,. xä® .a- rCeTZ“-® ••“Eiios Ve"bS4 3 . _ l- 3 casä—- -n:L«L >- L 3 3-s^ - a 3^ A" >- » 5:3:S.8 3 5 a । a^ E Bq £cB ' d v> -i $61ro :«sr>S s :a 13 c ’Coa S §. E D s " A2?5 5« »2*«. Z S ”Ä2 ry-^ ö £5 S 5 3 c/)3 c 8 S s = ä I» 13 61 — ■ a612. Z O OrSol 3 a = ys Cf? 8 L «2 SB ~ 3 o -* ,4. j*- x 3 3 s3''3* #**> (5)S«e S-A a SA 2 8 cq as- 3 3.-5 §.= v> 5 5. a § cS X> 3« 8 Z 61?2 8 8 3 8 y8 = a"»v 5*5)8 La s- =■^<6 2 6»^ a- to(D” 8 öS V> oa A ML «I cd J5 . 3 §81® Ä a Q 2.LSM ;• »Ä 8 2. 8 61 5' {o (D to ro «2 u: 6?" 3 « 3 tD ® 61 8 t£ ,&■ & a gs ” 61 CO 3 8 tS: cd g 8 = 61. LZ. S a ™ 8 8 ’ 3 61=i 3. ~a 3 o S 8 o 8L'S 5. m 3 2. 2 ©3 ti ti 2 w v> a -*aö? ^8 2ZaE?3. -aZ3 ö V» r-t Cti — 8 8 o'S-3 tS-o '. Äg-SE: 2 a <0 o* 3 E 3 V. 3 n <-t —fi V» -t 3^«§Z^3 3 g-61 -ÖS g; ro. a. 2 Z8L83Z 3 3 ö 2gS CP B m 3 9 =^3 a* er c$V 3 a 8 D 3f 3-, 3 61 s ®E 8 3® 3 23-8 a 8 A LS iS -i L Cfl a-3 3 8Z ti iS v> = C3 g o Q W ö= 8-r" 61 1 8 & 2 2. 3- <& a tg3 a-G?o a-.o A2-S v»__2, ?C UI m —■ u> a g B 3 L> 61 a ° 3:S •-61ÖÜ ts 3 sa^-S. ^ga u «s n. Q *o ° aE33'~Sa!’^ sr Ul -3 aä 8 3 ar §32 Z Am V> 8 3 v> Ö E a co ffl3 v> CQ " 61 grB- Ä o 3 3 3 3 3 5 3 61c « g a 3 ts D a a a 3 8 g 2.5 3 A A 3 61 H ° ys 5.3 ” ti S2, A s 3 <=<3 o ° E 3 3 H a? CD U' v> - -o — ey 5' M« » E ~ — V> B = ? 3 cra 3 8 $ 3 E: O «f 3 cs 2. s T §c 8 D 8* ZK CQ 8 Q 3 A v> 8 ?«’* 2* er 3 3 a a 3 )C^ •' 8 • cfl 3 E: A« 2 ,-t — 5"ro ~ ”C!§O -E' CL 33 TI 3 Ä m g. 61 ti ro" s a 8 3 3-8 V» <2> 8 c 2 S 613 §8 u3 3mg 2ZZ 61P t3w « %>5 a 3 ~a O ö? O -• 3 5 aa s ** ir- HC 3 61 a 5 a ^8= ,ro 61m .aa- -a c 2 8 toti^S ® a 6i ■ a- ^ = oa °a 3 ® 5 8 m3° n © m'cfl a «2 613 . n~ r v> sl s a*a 8 2 ro O* D: n ■ Ci? cra 3 i-aS^- 3S ®Am a ®3 ro' B O ffl m. 2, D 0-2.* 3” ■L.A.Z g 3 «afh cy *6 ~ m -- ^ 3- m ro m O —m S583| ca a e ti"2. = m i-.-sa E ® 3-2, eft • 0-3 a5 3 3 =a 2t ti ~»Sr-. C ° 3 3 3:m Q Ao-S-St'1 2 83?? ® *■* a d o a 3 — <3 C- c o 3^ro 3_ -2C??^2. H3--" ” ti d" 61( »I 2. 3 S-CQ ro" r> © - -J2.ee a g^^ölcfl^ 2 g m CD ° ro 2. 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AO< S o 3 2- S3 as.^ 5 3 g: 5 2. 3- A E o" 3S§ ??«3 3S»ö ©D 3 § " ~61 = 3^-ro öS D S> v> A, 8' 3* rs d g ^2. s-'a-co D. 8 ZLZZ g=»| 3-.5-3 | 3oZ pz v> 3- 5.2 S3e O:m 3 er 3 a-L) 3?I Z.A oa-2 5^K A^-3 g « B 2.ot a S3 A-tSo 3- m" 2 2 cd sa“* 3 © »2 E 3 3 2.0 2 mf- §.p 3 ZE Ao? 5 DS 2 C Z3 r; Q 3 o 3 #1 Ul r- ? 61«^5 00^3 to— S^o ac2 "E? 6i gftgj — E 3 _ A, =“<3 0%- s ®a 5-f5 C??«S- 2. or — 3 ©L ti ■** e£_2. ro cr°oSS® g- a. a ZtiS D 2 ! a*: ö?o e= 8 C» 35« O 3 61 Z.Z-E 3 -D 43 5=« föl3- "Ster o» e, m 8 3 2.61 ”a IOjs 3 ro "o m T3 o -3 i.i d 2 2 — p a ti S3"§ 2,61^5 vs E.f ? ma“ S 3 -^%aS’2 3.5- «Am A,t3g o re Da» c-iS a_ cd'2. 3 -tiä m a - = ”o ----- 2^^ o WZ 3 61 3 m,=-23.cD —• 2 n—. 2.7-, 5 a er m » i —• &* a' ?°der.! ^ldinU Rfltt bände nL Sur c gesehen ?«ft rE S?^ licht. x H ÄllDt Ikn oie D’pttesfe Qi M •** A «ta ^nerisch, 2 =f Z K 3«Z S m 5" » c:5 orora3 er E 3§«?A ~ £a3 a ar»~ E m P t5 y3^_ m (3 S o Sa - — = 3. 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