vn-S ent Verlag: vrLHI'Iche UnweifitStr-Such- unt Steinöruderei R. Lange tn Sietzen. Schristleitung und Seschaftsftelle: SchulMatze^ Oie ersten Auswirkungen -es Wirischastsprogramms Bor KabinettSbeschWen in der preußensrase | Beseitigung des Dualismus durch Zusammenlegung von Mmistsrien aus dem eine GNederung Verwaltungswege. - Zusammenarbeit mü Braun, der am Samstag be. benob von Hmdenburg empfangen tt>iro. nQte uni) politische Einheit Deutschlands und eme .. ______ »u d« 3ettr««.ng starke R-i^g-walt dadurch gE-d-^L' Br: dem die Hoheitsrechte der Vertretung des Landes im Leipziger llrteilsspruch zuerkannt sind, so hosft man zuversichtlich, sich über die Zu- sländigkeitssrage in der Praxis auf den Boden des Leipziger Urteils zu e i n i g e n. Am Samstag wird der preußische Ministerpräsident B c a u n auf seinen Wunsch vom Reichspräsidenten v. hin- denburg in Gegenwart des Reichskanzlers und Reichskommissars für Preußen empfangen Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. preis für l mm Höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re- Klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20" , mehr. Chefredakteur Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil i. V. TH.Kümmel sämtlich in Biegen. werden. . Die Regierung dürfte im übrigen auf dem Standpunkt stehen, daß die Auffassung der Preußenregie- rung, daß dem Reichskommissar nicht alle ver- waltungssunktionen zugestanden seien, sondern nur die zur Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung notwendigen, nicht dem Urteil des Leipziger Staatsgerichtshofes entspricht. Auf Grund des Leipziger Spruches wäre vielmehr richtig, daß dem Reichskommissar alle Verwaltungsfunktionen mit Ausnahme derjenigen zustehen, die im Urteil ausdrücklich ihm aberkannt worden sind. Da das Urteil ausdrücklich nur d.e fon. Reichsratsbefugnisse dem Reichskommissar entzieht, so ergebe sich daraus einwandfrei die enge Begrenzung der Vollmachten der alten preußischen Regierung, der nur ganz bestimmte beschränkte Rechte Vorbehalten sind. Zu klären wird bei diesen Besprechungen auch die Trage sein, wie der A m t s v e r k e h r zwischen der Regierung Braun und den Behörden erfolgen fall. Es erscheint wahrscheinlich, daß sämtliche Wunsche bctr Auskünfte ufw. von der preußischen Regierung direkt an eine Zentralstelle beim Reichskommissar zu leiten sein werden d.e dann entsprechende Auskünfte von den Behörden einfordert, und sie weiterleitet. Die Einzelheiten dieser Dienstregelung stehen jedoch noch nicht fest. Reichspräsident und Reichskanzler. freien wirtschaftlichen Betätigung nicht vereinbar I seien. Direktor Krämer besprach die aus den Kontingentierungsabsichten der Reichsregierung bereits entstandenen schweren Verluste für die Industrie. Schon d.e Ankündigung möglicher Kontingente habe zu einer bedenklichen Stockung des d e u t, ch e n Exports gerade nach den bedeutsamsten -Av- nehmerländern geführt. Rur durch eine pflegliche Behandlung unserer auhenhandclspolM- schon Beziehungen würden die bereits eingetrete- I nen Schäden wiedergutgemacht werden können. Das Präsidium schloß sich der außerordentUch ernsten Beurte lung der Lage durch den Berichterstatter einstimmig an. Das Präsidium beschloß die Ern,ehung zweier | besonderer Ausschüsse, von denen der eine (Bors'hender Abgeordneter Frowern) an der Borbereitung der Welt Wirt, d) a i ts - konferenz mitwirken soll, während sich der andere (Borsitzender Dr. Silverberg) mit dem Problem der deutschen Auslandverschuldung und insbesondere der Vorbereitung der weiteren StMhalteverhandlungen befaßen wird. Es kam erneut zum Ausdruck, daß es der Re ich s- verband als eine ernste Pflicht seiner Mitglieder ansieht, alle in dem neuen Wirtschaftsprogramm liegenden Möglichkeiten entschieden auszunutzen, daß aber auf der anderen Seite auch die Regierung nicht zögern darf, das angekündigte Reformwerk, insbesondere hinsichtlich der Verminderung der ofsenr- l i ch e n L a st e n und der endgültigen S a n i e - rung der öffentlichen Haushalte beschleunigt und umfassend durchzuführen. Wie das Zentrum sich eine Dersasiungsresorm denkt. Berlin, 27. Ott. (ERB.) Die Andeutungen, die Prälat Dr. K a a s in seiner Rede in Munster über die Stellung des Zentrums zur Der- fassungs- und Wahlrechtsreform gemacht hat, werden jetzt durch parteivffiziöse Mitteilungen dahin erläutert, daß das Zentrum eine genauere Festlegung der Rechte des Reichspräsidenten, insbesondere seiner Befugnisse aus Artikel 48 der Reichsverfo.sung, fordere, die zugleich auf bestimmte konkrete Anwendungsfälle begrenzt werden müßten. Die Einrichtung eines Oberhauses hält die Partei nicht für erforderlich; sie erstrebt «inen Ausbau des Reichsrates in gutverstandenem so- । derativen Sinne insofern, als die norddeutschen Provinzen stärker als bisher indirekt gewählte Vertreter in den Reichsrat entsenden sollen. Die Beratung der wirtschaftspolitischen Aufg^en soll einem besonderen Gremium, einem Reichswirtschaftsrat, Vorbehalten bleiben, der m einer berufsständisch geordneten Wirtfchaftsge,ell- schaft die zentrale Spihenlörperschaft 6 ar ft eilt. Das Zentrum ist einverstanden mit einer Verkleinerung der Wahlkreise und einer Beschränkung des Listenprinzips abgelehnt wird jedoch jeder Versuch, das allge- I meine, geheime und direkte Wahlrecht zugunsten irgendwelcher Bevorzugungen einzelner kreise. ».B. durch ein Pluralwahlrecht, abzulosen. I Eine organische Reichs, orm muß nach Aut- fassung des Zentrums von dem Grundgedanken eines echten F ö d e r a t i v s Y st e m s ausgehen- Der mechanische und schemati che Einheits- I ftaat sowohl in der sozialistischen, wie auch in ter wird eine klare Herausarbeitung und Abgrenzung der Zuständigkeiten von Reich und Ländern, eine weitgehende Dezentralisation der preußischen Verwalt u n g, insbesondere auf kulturellem Gebiete, sowie eine Verstärkung der bisher vernachlässigten Rechte der norddeutschen Provinzen rm Reichsrat verlangt. Aufgaben, die das Reich dem Reichskuratorium überwiesen hat. Es fand dann eine Besichtl- gung einer L-Hrlchul- in D ° b - r , tz statt, wo die jungen Leute aus den verschiedenen Wehrverbänden schon gemeinsam äusgebildlet werden. Anschließend folgte eine allgemeine Aussprache. geber und Arbeitnehmer in den kleinen und mittleren Städten Rechnung getragen wird. „ ... ...< , W.e der „Berliner Bör,en-Eourier erfahrt, wird das Reichskabinett vielleicht ichon am Fvetag über einen Plan der Gemeinden Dci^.aß fassen, der die Arbeitsbeschaffung für 500 000 Wohlfahrts- erwerbslose zum Ziel hat. Die Gesamikosten dieser Aktion belaufen sich auf rund 750 Millionen Mark, da der Lohnaufwand für jeden eingestellten Erwerbslosen auf lahelich 1000 Mar. beziffert werde, und die vorgesehenen Arbeiten Sachausgaben je Kopf von nochmals 500 Mark bedingen. Die Deckung der Kosten sei wie folgt b ab ichtigt: Zunächst einmal ersparten die Gc.t.^.nden für die eingestellten Wohlfahrtserwerbslosen die übliche Unterstützung, die durchschnittlich 44 bis 45 OTarf je Kopf und Monat betrage. H.eraus ergebe ich eine Gesamlersparnis von rund 250 Millionen Mark. Der Restbetrag soll zum Teil durch Gewährung von S te ue r g u 11 $ e i n e n aufgebracht werden. KoMgenteutzMpmwlrWast Bedenken der I dustiic. Berlin, 27. Oft. (TU.) Das Präsidium des Reichsverbandes der Deutschen Industrie hielt am Donnerstag unter dem Bor,.tz von ^r. Krupp von Bohlen und Halbach eine S.üuna ab. Das Präsidium billigte einmütig die grundsätzlich ablehnende Haltung des Beirats gegenüber Z w a n g s k a r t e l l e n, die mit einer Gesteigerte Beschäftigung Oer Industrie. Der Bericht des Instituts für ttonjunttm- forfchung. Berlin, 27.Ott Das Institut für fion- junklurfsrfchung stellt in feinem neuesten Wochenbericht eine Untersuchung über die Befchäfti- gungslage an und kommt zu dem Ergebnis, daß die Beschäftigung der Industrie im September etwas gestiegen ist, während sie in den letzten Jahren von August aus September stets zurückgegangeu war. Die Zunahme der Beschäftigung ist zwar gering und hat nicht alle Industriezweige planmäßig ersaßt, sie bedeutet aber doch gegenüber den Zeiten sprunghaften Rückgangs der Befchästigung einen bemerkenswerten Fortschritt. Diese Bewegung geht auf zwei Ursachenkomplexe zurück, einmal auf die Anregungen, die der Pro- duktionswirtfchast von der größeren wider- standskraft der Rohsloffmärkte zuteil geworden sind, und zweitens auf die Wirkung der Verordnung zur Vermehrung und Erhaltung der Arbeitsgelegenheit Erft die nächsten Monate werden zeigen, wie stark die Wirkungen der genannten Verordnung zusammen mit den Steuergutscheinen sein werden. Man dürfe allerdings bei den Erwartungen für die kommendem Monate nicht außer acht lassen, daß schon im Oktober, vor allem aber gegen Ende des Jahres, die Beschäftigung zu sinken pflegt. Die konjunkturelle Besserung könne dann nur noch insofern wirksam werden, als sie den saison- mäßigen Abstieg mehr oder weniger 6 33:7 sich die Beschäftigung im einzelnenentwickelt hat, wird nach der Untersuchung des Instituts durch folgende Tatsachen gekennzeichnet: 1 In den Produktionsgüterindu- ‘ strien ist die Beschäftigung im September nicht weiter zurückgegangen. 2. In der Bauwirtschaft dauert die Sai- sonbelebung länger als in den vor- Berlin, 27. Oft. (ERB.) Amtlich. In einer ganzen Reihe von Zeitungen werden Gerüchte ver- breitet, daß der Reichspräsident seinem Unmut über die Entwicklung der politischen Lage Ausdruck gegeben, und daß das V e r t r a u en s o e r h a l t- nis zwischen dem Reichspräsidenten und dem Reichskanzler e i n e T r Ü b u n g e r f a h r e n habe. Gegenüber diesen -erüchten ha der Reichspräsident die zuständigen Stellen erwach igt, zu erklären, daß er keinerlei derartige Äußerungen getan habe, und daß d« Reichskanzler nach wie vor sein volles Vertrauen genieße. Das Zieichskuratorium für Zugend- ertüchtigung beginnt feine Tätigkeit. Berlin, 27.01t (TU.) Die neu ernannten Mit- İtatÄ -um erften z. In der Verbrauchsgüte rin d u st r I e ist die Beschäftigung zum Teil nicht un- beträchtlich gestiegen. 4. Die Zahl der geleisteten A r b e iIte tffu n - den hat stärker zugenommen als die Zahl der Arbeiter, so daß »« ««« Reche von Industriezweigen die tatsächliche Ar beitszeit erreicht wurde. Prinz August Wilhelm antwortet dem Stahlhelm. Berlin, 27. Oktober. (TU.) Der „Nationalsozia, listische Zeitungsdienst" befaßt sich m.lt. öer tur^ liehen Erklärung des Stahlhelms, ^^d der Frontsoldaten, an die Adresse des Prinzen August' Wilhelm von Preußen, die er in scharfen Worten zurückweist. Die Korrespondenz fahrt f°rt: „Prinz August Wilhelm teilt uns mit daß kne Behaup tung des Stahlhelm, daß er die Stahlhelmbewegung unmoralisch genannt habe, eine glatte U n - Wahrheit darstellt, da er in Verbindung mit dem Stahlhelm sie nicht gebraucht habe Er habe lediglich davon gesprochen, daß es unmoralisch sei, die nationalsozialistische Bewegung um die Früchte ihrer Arbeit ZU betrugen. Wenn der Stahlhelm sich getroffen Juble, dann sei das allerdings recht aufschlußreich. Prinz August Wilhelm lehne es ab, auf diese „Stahlhelmschmutzerei zu antworten. Der Hohenzollernprmz, der durch leine Taten bewiesen habe, daß er zum V o l k gehöre, und der für des deutschen Volkes Aufstieg kämpfe und arbeite, könne durch die „reak- tionäre" Stahlhelmführung nicht beleidigt werden. Hier brauche man nur den Grundsatz Fredrichs des Großen zu berücksichtigen: „Niedriger hangen, damit es alle Leute lesen können! . Die Agrarpolitik der Oeutschnationaten. Huqenberg it>rid)t in Weimar Weimar, 27. Oft. (TU.) Am Donnerstag- ch-n !ch°n w°iw°h-nd erobert. K S® ™ Krunde r B in den Städten kaum noch jeman- Ln d^r nicht überzeugt ist. MB die Laudw>rt. schäft gerettet werden muß, weil daraus die ge o r d n e t e E r n ä h r u n g d e s g a nzen V o l f e s beruht. Es gibt nur wenige Stadter, die den fortgesetzten, immer weitere Erzeugnisse ergreifenden P re i s v e r f a l l der landwirtschaft- Uchen Produftion als etwas zu Begruhendes^Ra- türliches, Unabänderliches Hinnahmen. Jeder weiß daß es so nicht weiter geht. Das ist eine'Schicksalsfrage für das ^olk aber auch für jede Regierung, die an seiner Spitze steht. Wir Deutschnationalen haben schon einmal bewiesen, daß wir dafür in allen unseren ^ländlichen und städtischen, vollstes Verständnis haben. Wir haben Herrn Schiele als Ernahrungsmini- ster im Frühjahr 1930, als wir das Kabinett der Landwirtschaft wegen nicht sofort stürzten, eine „Chance" gegeben. Als wir einige Monate spct- Berlin, 27.0kl. (TU.) Das R e i ch s k a b i n e f f wird sich am Freitag mit der durch das Urteil des Staatsgerichtshofes geschaffenen Lage befaffen. Wie die „Tclegraphen-Union" erfahrt, wird sich die Regierung durchaus auf den B o den des Leipziger Urteils stellen. Man beab- sichligt dabei, die vom Reichskommissar ausdrücklich als zu Recht bestehend zuerkannten Verwaltung s b e f u g n i s s e in Preußen »/»l au5 zunuhen und die feil längerem beabsichtiglen Maßnahmen der V e r w a l t u n g s r e f o r m e n nunmehr baldigst in (Bang 3U bringen Dabei soll der Dualismus Reich — Preußen, soweit dies auf dem Verwaltungswege durchführbar ist, beseitigt werden Der Re chs- kommissar Reichskanzler v. Papen wird das Reichs- kabinett über seine diesbezüglichen Absichten unterrichten. Geplant ist die P e r s o ri a u n l ° n } w - fdien Reichs- und preußischen Ministern möglichst weitgehend zu verwirklichen und Reichsminister mit der kommlssari schon Wahrnehmung der Geschäfte preußischer Ministerien b e a uf t r a - q e n. Als besonders verwaltete preußische ^^{(6- rien sollen danach nur noch erhallen bleiben öie preußischen Ministerien des Innern, der Finanzen und das Kultusministerium Die heutige Stellung des kommissarischen preußischen wmfters Dr. Bruch, würde »e -m Reichsministers ohne Vorteseuilie werden, der gleichzeitig mit der Wahrnehmung der Geschäfte des preußischen Innenministers kommissa- : -nj, beauftragt wäre. Der Re » chsern a h r un g minift e r würde mit der Wahrung der Geschäfte des preußischen Landwirtschaftsministeriums toin- mUlnrildi beauftragt werden und der R e i chs w i r t^f ch oft sm in i ft e r mit der des preuß.schen ^ndelsministeriums, das allerdings wahrsche.nlich klick, verkleinert werden durfte. Das oMfafTt .-Ministerium ,°ll uün^erich winden. Die Restnulgnben wurden andere Ministerien milübernehmen. In volitifchen Kreisen erörtert man lebhaft die •m? rxXikn die für die Verwirklichung einer ge- ’tf^SSXnin zwischen Reich und Preußen lind Dabei wird als wahrscheinlich an- gegeben sind. durch den Reichskommissar gesehen, ^^annte und geschätzte Persönlichkeit, die Staatssekretär im Reichssinanzministe- ’*i Äl Dr. Popih). mit der t,um ^l^jfchen Leitung des Preu- kommissar jnisteriums beauf- fischen F rechnet man damit, daß diese tragt wird, w eilig mit dem Persönlichkest dan^g R e j 6 10 m m i H <* r st eUvertr Reichspräsidenten zumReichs- Ahne Portefeuille ernannt Minister - würde in der Täte eine werden wird. die praktisch den An- mnä'der Beugung des Du°U-mu- Zwilchen Reich und D^hiiNni- ,u dem preutzi- Was das v e j n t c c j u m Braun angeht. fchen Staats Erscheint täglich,außer Sonntags und Feiertags. Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monats Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr .. „ - 25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Postscheckkonto: ftrankfvrt am Main 11686. m 254 KvühauSsabe 182.Jahrgang Mlag, 28.Moder 1932 GietzemrAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Arbeitsdeschaftung ; für Wohlfahrtserwerbslofe. Sorocnu. eu»e Rc.ch-.ftädi vundcs.-1-or einem K istincttsvetchl ß. Sorae tragen, die von der -a r b e 11 ®r; ‘_ 'Mobliahrtserroerbslolen öy111 U-i- hA und L-istg den -rmog. Acht, volkswirtschastlich wertvolle Arbeiten ^^Bei'^der Beratung über ecne solche Ar^itsbe- fA^tuna bat der Reichsstädtebund der ^icys Irrung fM D°-°u«ung°n !ur bte erwerbslosenunterstützung (ohne Kürzung Reichswohlsahrtshilfe für die Gemeindel and Sebertoeifung von S te u e r g u t scheine n an die Gemeinden als verlorenen Zuschuß des Reiches vorbehaltlich näherer Vereinbarungen über den Wea. auf dem die Gemeinden durch i hie Steuergutscheine Barmittel erha.ten ton ^>ie Au^ringung der Kosten für Ge- r ä t schäften und Material durch lang- frostige zinslose Darlehen desRei ch e s auf ’.Hnn 20 Jahre. Das Programm muhte die Be schäftigung von etwa 400 000 bis 500 000 Woh - kahrtserwerbslosen ermöglichen. 1 Die Entscheidung darüber, ob sie von den Möglichkeiten Gebrauch machen will, Mi der Einzelnen Ge: ;inbe oder dem ^ir^elnen ®e meindeverband Überlassen bleiben. 2Us A r b e । U n kommen in Betracht: Straßenbauten Me- liorationen, Kanalisierungsarbelten und ^nr.ch hing von Wasserversorgungsanlagen, wie sie der Reichsstädtebund bereits am lb. Osiober gefo x^rt hat. Gleichzeitig hat der Reichs stad teb und einer Eingabe an die Reichsbahn und Reichspost gebeten, ?afur Sorge zv traaen daß bei den von dieien Instituten in Aussicht genommenen Arbeilsvergebungen in mog» wichst weitem Umfange der Aoklage der Arbeit Tagung des Deutschen Zeamtenbundes. An den Vortrag des Bundesvorsitzender! Flügel schloß sich am Nachmittag eine lebhafte Aussprache. Als Hauptredner der Opposition kritisierte Dr. Klüver vom Verband der Technischen Zollbeamten die Unterzeichnung des Ge° Werkschaftsaufrufs anläßlich der Einsetzung des Reichskommissars für Preußen. Er meinte, dadurch sei die parteipolitische Neutralität verletzt worden. Schon die bloße Teilnahme an einer Aktion der politisch einseitig gegen die Regierung eingestellten Gewerkschaften bedeute einen Druch der politischen Neutralität. Die Führer des Deamtenbundes hätten das in sie gesetzte Vertrauen keinesfalls gerechtfertigt. Sie hätten so versagt, daß nur eine grundlegende Aenderung in der Besetzung der Führe r st e l l e den Verfall des Bundes aufhalten könne. Nur so werde es möglich sein, zu der NSDAP, wieder in ein erträgliches Verhältnis zu kommen. Unter dem lebhaften Beifall einer Minderheit und starkem Widerspruch und fortgesetzter großer Unruhe sagte der Redner dann, daß die augenblicklichen Führer des Bundes als die Vertreter einer Zeit, die in der formalen Demokratie das Allheilmittel sehe, nicht mehr in die jetzige Zeit paßten, in der sich bei den Beamten grundlegende Aenderungen der politischen Auffassung vollzogen hätten. Don anderer Seite wurde es als notwendig bezeichnet, für die Zukunft Verstöße gegen die parteipolitische Neutralität unmöglich -u machen. Es hätte auch der Anschein vermieden werden müssen, als ob es sich bei der Unterzeichnung des Aufrufes um einen Vorstoß gegen die R e i ch s r e g i e r u n g gehandelt hätte. Bundesvorsitzender Flügel erklärte nach Ab- schluß der Aussprache in seinem Schlußwort, der Bundestag habe die Aufgabe erfüllt, nicht ein Gerichtstag, sondern ein Arbeitstag zu sein. Die Tagung werde diejenigen enttäuscht haben, die von ihr Sensationen und Zerfallserscheinungen erwartet hätten. Sie stehe als Arbeitstagung unter dem Zeichen „Einheit und Aufbau". Der Deutsche Be- amtenbund, so sagte Flügel zu 'dem Borwurf der Oppositionsgruppe, stehe der NSDAP, ebenso ob« jekno gegenüber wie jeder anderen politischen Partei. Er habe den Kampf der gegenwärtig aus- gefochten toorte, nicht gesucht, sei aber verpflichtet, sich gegen ungerecht'ertigte Angriffe zu weh. ren. 3n persönlicher Aussprache hätten sowohl der Reichskanzler wie der Reichsinnenmini- ster sich für die volle Aufrechterhaltung des Berufsbeamtentums ausgesprochen und die Bedeutung der Deamtenspihen- organisation anerkannt. Ge^en wenige Stimmen wurde darauf dem Vorstand Entlastung erteilt. Die Anträge wurden verschiedenen Aus'Hüssen überwiesen; die Abstimmungen darüber finden am Freitag statt. ter sahen, daß seine Versprechungen an die Landwirtschaft sich nicht erfüllten, haben wir entsprechend unserer Grundeinstellung unsere ganze Krast gegen das Kabinett Brüning—Schiele gewandt. Auch in Zukunft kann die Landwirtschaft darauf bauen, daß die Deutschnationale Volks- Partei die endliche Erreichung des Zieles der Wiederherstellung der landwirtschaftlichen Lebensmöglichkeiten als einen Eckstein ihrer Politik festhält. Sie hat auch das Kabinett von Papen als einen Garanten dieser Politik begrüßt. Sie muß nach allen gegebenen Versicherungen annehmen, daß sie sich darauf verlassen kann, daß auch die Landwirtschaft es kann. Mit Besorgnis betrachten wir neuerdings die Gestaltung der Getreidepreise. Ter Städter hat keinen Vorteil davon unb der Landwirt wird dadurch ruiniert. Wir vermuten, daß die Regierung hier der Sabotage Nachgeordneter Stellen gegenüber» steht. 3n jedem Falle kann die Landwirtschaft sich auf die Deutschnationale Volkspartei verlassen: Sollte wider alles Erwarten auch der gegenwärtige Crnährungsminister und das gegenwärtige Reichskabinett gegenüber der Landwirtschaft unter dem Einfluß einer unfruchtbaren Bürokratie versagen, so steht die Deutschnationale Dolkspartei auf der Seite der Landwirtschaft, nicht um der Landwirtschaft, sondern um des Volkes willen, dessen Dasein durch eine Politik bedroht wird, bei der die Landwirtschaft ztu Grunde geht. Oie Arbettslosenkundgebung im Hydepark. Schwe c Zusammenstöße mi der Pol zei London, 27. Oft. (TU.) Am Donnerstag veranstalteten die aus allen Seilen Englands Inge- trvffenen arbeitslosen churgerdemonst. ante n eine riesige Massenkundgebung im Hydepark, bei der es zu wüsten Radau- szenen und schweren Zusammen st ößen mit der Polizei kam. Heber 50 Personen, darunter zahlreiche Schutzleute, wurden verletzt. Bieie Personen wurden verhaftet. Kurz nach Mittag strömten die Hungevdemon- stranten aus fünf verschiedenen Richtungen Londons strahlenförmig nach dem Hydepark zu. Der dortige Bezirk war mit Tausenden von Schutzleuten zu Pferde, zu Fuß und in Kraft wagen besetzt. Den Hungerdemonstranten schlossen sich unterwegs Trufende von Londoner Arbeitslosen an, so daß sich bald etwa 30 000 Menschen vor den Toren des Hy', eparks drängten. Der Verkehr in dieser Gegend war vollkommen lahmgelegt. Unter den 2* Veits« losen befanden sich viele Studenten, auch Mütter, die ih.e Kinder auf dem Arme trugen. Plötzlich bewarfen einige Arbeitslose vorüberfahrende Polizeiwagen mit Steinen, Sand und Flaschen. Sofort gingen berittene Schutzleute mit Gummiknüppel g"gen die Menge vor. Es entwickelte sich ein schweres Handgemenge. Die Arbeitslosen Derztjten einige Schutzleute durch Steine. Bald lagen mehrere Perionrn o.utonb auf dem Pflaster und mußten im Krai.irnwe.stM weggeschafft werden. Viele Ladenfenster in dem Bezirk wurden ein» g schlag.m; d'e er schreckten Ladenangestellten , flüchteten in dir oberen Stockwerke. V2id wurde dst ßa~e bei Marblea-rch am Hen, und zwar seiner verwegenen Absicht nach so, „wie ihn Shakespeare selbst oeschrieben hätte, wenn er heute lebte". Das, was^der Wirkung eines alten Stückes, mag es auch von dem größten Gen'e geschaffen sein, heute so sehr im Wege steht, ist das Zeitkolorit b^r Vergangener t, finb bie altertümlichen Ausdrücke unb bie längst verschollenen Bräuche, die wohl ben Gelehrten e.n romantisches Vergnügen bereiten, mit benen aber das große Publikum nichts anzusan- ^u weih. Man sollte nie vergessen, bah die Kostüme unb bie Redewendungen bei ber ersten Aussührung des Werkes alltägliche Kleider und £e normale Sprechform ber Zeitgenossen waren, -man läßt daher dem Dichter ber Vergangenheit JiyS Gerechtigkeit widerfahren, wenn man seine Person modern reden unb sich modern bewegen Zeitschriften. — Die Grenze zwischen Kulisse unb Wirklich- leit, zw.schen Theater unb Leben ist in der Filmstadt Hollywood verw'scht und fließend. Ein re.ch bebilderter Aufsatz in der Leipziger „I l l u- strirten Zeitung" (Verlag I. I. Weber) fuhrt ben Leser in diese merkwürdige Welt ein. Eine lebendige Dildreportage „Beim Imker in ber Lüneburger Heide" erzählt aus dem Leben der Bienen, das in seiner sozialen Struktur immer wieder ben Forscher unb Naturfreund dum näheren Studium gereizt hat. Außerdem bietet bie Nummer interessante Beiträge aus dem Gebiete ber weltlichen unb kirchlichen Kunst, ber Technik ber Kinberpsychologie. Auch findet bie neueste Mode eingehende Berücksichtigung. WB MUGW .i. i IÄ Eindringlinge, '(finhfidjes Ve- luch der Frau in die.Augen ^1, VirtlÄ' Hg in M njthend. ®in '.2 3H“' Deber> ■ ein- 5f;'* sä . ""S 4 Jud) ^chtigunS- -'Me wurde 'on bisher un- ^ere Wagen cn oahnkörper ch der Abia^t der Lahnpoli- ler ßo'omotiDe 5 das Telände 5 einer Zlroh- urben etwa 15 r lötet erhielt genommen f ihren Fahr. 3^ wfiüS sSa ne CTmeL 'birtuLtt'v bet a, Ä&en habe. ^"Ssei- wble A'r. . „ nunmehr SS ^Mt. Stuttgart °°Sreh in ”gAS betucht tn'”*' y'nkrgtunbe ;f. das dollz. offgletl 3-r «b QWtff ■ DmtttW .Der tiefste ^!l9-e-t liege 'd>e an Stelle ,^°-dcrgrund 6en Krise das 11 ^mlchr zu lrt3 liege bei- tmöe, die eine "nd sozialer hokespeare. ,e Pariser, bet it Hilfe seiner Manien 5ifr ;efei Tage das er sich damit Hinrich IV-U ift aber nicht b-m französ!' Drama« ridern es soll sein. Die bei« Stück zusanv aanz neu inen» M «schrieben maS bet Dir- 3lij) von dem te so sehr im r Dergangen« rücke und Ke D)HI den , bereiten, mit ;Ay anzusan« Ifffl. daß die l,; brr ersten . -leider und «allen ivaren- Vergangenheit nn man M Sm bewegen gen tat. ill wurde in tnrj nach 2k- r drangen zwei n. Als der am Ruf „Hände hm eine Hand i Beamter, der i Räubern mit Aus der Vrovinriasbaupiffadt Gießen, den 28. Oktober 1932. Oer Weg aus der Krise. Gedanken zum diesjährigen Weltspartag. Der d echährige Weltspartag am 2 9. Oktober fällt in eine nicht minder schwere Zeit, als schon der vorige. 2n einer Hinsicht aber haben sich die Dinge doch wesentlich geändert: die Zuverf cht der Menschen in die wirtschaftliche Entwicklung ist wieder gestiegen. Diese Zuversicht selbst ist von größter wirtschaftlicher Bedeutung. denn die Wirtschaft wird ja von Menschen bestimmt, von Menschen mit Stimmungen und Ans chten. Die Hoffnung'auf wirtschaftlichen Wiederaufstieg ist auch sachlich begründet: überall in der Welt ist die Nachfrage nach Rohstoffen gestiegen, die Lager sind ziemlich geleert, erheblicher Bedarf ist vorhanden. Auch bei den Sparkassen hat sich die allgemeine Zuversicht und Hoffnung auf Wirtschafts- aufst eg bereits deutlich ausgewirkt. Zum erstenmal seit mehr als einem 2cchr haben sich im August die Einzahlungen und Abhebungen von Spareinlagen bei den Sparkassen, ausgeglichen, und diese erfreuliche Entwicklung hat seitdem an- gehalten. Hierin liegt ein Beweis, daß auch in solchen Sparerkreisen, die bisher aus Angst ihr Geld unnötig zurückhielten, das Bertrauen wie- derkehct. Die Erfahrung hat gezeigt, daß die Besorgnisse unnötig waren und daß die bewährten Sparmethoden dem Hamstern und der Selbstanlage von Geld vorzuziehen sind. Die Sparkassen mit ihren mehr als 19 Millionen Sparerkunden (fast jeder dritte Deutsche ist Sparer bei einer öffentlichen Sparkasse) sind eine Angelegenheit des ganzen Bolkes, und bei ihnen spiegelt sich daher am deutlichsten die Auffassung unseres Bolkes wider. Man kann also mit Recht sagen, daß verminderte Abhebungen und erhöhte Einzahlungen bei den öffentlichen Sparkassen ein gutes wirtschaftliches Bor- ze.chen sind. Gerade wegen ihrer engen Verbindung mit den breiten Schichten unseres Bolkes haben die Sparkassen natürlich eine besonders hohe Verantwortung für die Sparer. Darum haben sie sich immer bei den Behörden und in der Oeffent- Ich e t gegen alle Währungs- und Wirtschafts- exper'mente eing seht Die Verantwortung, die die Sparlass, n als Sammelstätten des heimischen Spargeldes haben, gebietet ihnen auch, sich immer wieder für den Schargedanken in der Oeffentlich- leit einzusetzen. Es ist der Zweck gerade auch des d esjähr gcn Weltspartages, jeden auf die hohe s ttl che und w.rkschaftliche Bedeutung des Sp r ns hnzuwescn Das Sparen im weitesten S nne ist dec natürliche Weg. der uns allein aus der w.ctschaftlichen Krise heroesführen kann. Die Krsc überwinden heißt Arbeit schaffen. Gewalt ge finanzielle Mittel sind notwendig: jede Mari, jeder Pfenn g kann zur Arbe'tsb schaffung be trag n wcnn ec bei den Sparinstituten eingezahlt w rd so daß er von diesen als Kredit in die W ri schäft geleitet werden kann. Arbeit und Sparen föcdern sch gegenseitig sie sind die Ex st n'grundlagen jedes einzelnen, wie des ganzen Volkes. Semesterbeginn der Volkshochschule. Die Vol'shochschMe eröffnet ihr diesjähriges- W' te'rh,v biahr am Sam.tag, 29. Oktober, 20 Ahr, mit einer Fe.er im Großen Hörsaal der Uni- v. rsität. Professor Tr. M e s s e r wird Dichtungen in Prosa und Versen von seiner verstorbenen Gattin, Frau Paula M sser-Plah, zum Vortrag bringen. Die musikalische Umrahmung übernimmt das K-ammeror Zelter der Volkshochschule unter Leitung von Musillehrer Franz B a u e r. Der Abmd findet be' Geiern Eintritt statt und soll als Auftakt zur -ritehe^en Winterarbeit die Hörer und Fr ^er Volkshochschule zu einer Feierstunde veri icln. Die Kurse begin e i ab Montag, 31.Oktober. Die Volkshochschule hat sich, wie stets in früheren Fahren, auch jetzt wieder bei der Ausstellung des Arbeitsplans von dem Gedanken leiten lassen, Kurse aufzunehmen, in denen lebensnahe Fragen aus den vench'eden^ten Wiksensgeb eten behandelt werden sollen. D'esem Fel entsprechen Kurse wie Ethik, Kuk.turprobleme der Gegenwart, Rechtsfragen des täglichen Lebens, Unsere Muttersprache, Das Nervensystem und seine Erkrankungen, Charakterkunde der Gegenwart, Moderne Malerei. Zu praktischer Betätigung finden sich die Teilehmer im Chorsingen und Zeichnen zusammen. Intensive Arbeit wird auch in den Fremd- sprachkuisen geleistet. Da für die Fremdsprachen Interesse in steigendem Maß besteht,, ist ein Kurs „Englisch für Kaufleute" neu ausgenommen wor- den. Um neueintretenden Hörern Gelegenheit zu geben, sich über Inhalt und Arbeitsweise der Kurse zu unterrichten, ist in der ersten Woche der unentgeltliche Probebesuch gestattet. Die Kurse finden in der Universität statt. Die Hörsäle werden am Schwarzen Brett der Volkshochschule bekanntgegeben, das sich jetzt im ersten Stock der Universität befindet. Genaue Angaben enthalt das Kursverzeichnis, das in allen Buchhandlungen und in der Geschäftsstelle der Volkshochschule kostenlos abgegeben wird. Es sei auch an dieser Stelle nochmals darauf hingewiesen, daß Erwerbslose an allen Veranstaltungen und Kursen der Volkshochschule unentgeltlich teilnehmen können. (Näheres in der heutigen Anzeige.) Interessante Zahlen vom $ihn. Auf der Tagesordnung der hefsen-nassauischen und hefs.schen Llchtspieltheaterbesiher in Frankfurt am Main gab der 1. Vor) tzende des Landesverbandes der Lichtsp eltheciterbesiher, Robert Matter interessante Zahlen über die wirtschaftliche Bedeutung des Films bekannt. Seit dem Jahre 1926 ist die Zahl der Kino- bcs cher n Deutschland um 137 Millionen zurückgegangen. Für die Tonfilmzeit, also von 1929 ab. beträgt der Rückgang rund 70 Millionen. An Lustbarkeitssteuern s.nd im Deutschen Reich im letzten Jahr 90 Millionen eingegangen, davon 24 bis 26 Millionen iud dem L'chtspielgewerbe. Von den E n.lahmen Oer L.chtspiel Heater fliehen außerdem etwa 25 Millionen gu Gehälter und Löhne an die in den Lichtspieltheatern beschäftigten Arve tnehmer, etwa 45 Millionen als Miete oder Pacht an den Haus- und Grundbesitz, etwa 28 Millionen als Reklameaufwendungen an Zeitungen, Druckereien und Reklamebetriebe, etwa 70 Millionen als Leihmieten an das Filmverleihgewerbe, etwa 14 Millionen als Ausgaben für Erneuerung^- und Wiederherstellungsarbeiten, Von unserem ständigen H. W. v. v.-Derichterstatter. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) C h i k a g o , Oktober 1932. Zum zweiten Male seit Beginn der zwischenstaatlichen Ausstellungen wird Ehikago seine Tore einer Weitaus st ellung öffnen. 1893 war es die berühmte „Kolumbus-Ausstellung", die erfolgreich versuchte, durch eine vergleichende Zusammenstellung der damaligen industriellen Anfänge Fingerzeige für die weitere ungeheure wirtschaftliche Ausweitung zu geben. Die Weltausstellung von 1893 hat es sich unter dem Wah.spruch „Ein Jahrhundert desFort- s ch r i t t s" zur Hauptaufgabe gestellt, rückblickend die bisherige Entwicklung in gedrängter Form festzuhalten, um dadurch, wenn möglich, Anregungen zu neuen wirichaftlichen Erzeugungs- Mitteln und -wegen zu geben. Das Ausstellungsgclände ist gut gewählt. Die Stadt Ehikago hat einen mehrere Kilometer langen Aferstreifen am Michigansee, sowie eine der ihr gehörigen Inseln zur Verfügung gestellt, die durch drei neue Brücken mit dem Festlande verbunden ist. Di« - Architektur der Gebäude bricht vollkommen mit der Vergangenheit. Sie will weder durch Masfivheit noch durch dekorative Derschnörkelungen wirken, sondern sucht ihren wuchtigen Eindruck durch Flächen und Farben zu erzielen, wobei ihr die Verwendung neuartiger Baustoffe und die neuartige Verwendung der bisher gebräuchlichen erfolgreich zuhilfe kommt. Von den 16 Hauptgebäuden, die bisher mehr oder weniger fertiggestellt sind, gibt das „Verkehrsgebäude" weniger durch seine außerordentliche Läge von 325 Meter, als durch die neuart;ge Konstruktion seines Kuppelbaus einen Begriff von den phantastischen Wegen neuzeitlicher Architektur. Diese 12Stockwerkehohe Kuppel von 68 Meter Durchmesser hat keinerlei Innenstühen, sondern wird von oben- unb außer.h r an Stahlkabeln von k anföcmigen Stahlträge. n getragen 'S) ef? Träg.r sind im Kreis geordnet und in riesigen Zementblöcken ver- anlert. Mit Rücksicht auf Winddruck, Schneelast und Kabeldehnung mußt« man den Stahlplatten, aus denen sich di« Kuppel zusammensetzt, einen Spielraum von 2 Metern geben! Wie die meisten Gebäude der Ausstellung, so ist auch das „Der- kehrsgebäude" fensterlos, und zwar nicht nur, um die Möglichkeit billigerer Konstruktions- Methoden zu beweisen, sondern um durch künstliche Beleuchtung eine gleichmäßige Lichtflut bei Tag und Nacht s'cherzustellen. Die zweistöck ge U-fÖrmig „Halle derWisse n f ch a f t" beherbergt in einem 60 Meter hohen Turm ein Glockenspiel aus riesigen, harmonisch abgestimmten Stahlröhren, das jede volle Stunde durch Lieder und Choräle anzeigt. Ihr gegenüber Goldenespnesierjubiläum desBischoss von $uiöa WSR. Fulda, 27. Oft. Bischof Joseph Damian Schmitt, dec im März d. I. sein silbernes Bischofsjubiläum begehen konnte, kann am 2b. Oktober auf den 5 0. Jahrestag der Priesterweihe zurückblicken. Der B schos, der im 74. Leoensjah. steht, wird am Iubiläumstage am Grabe des heiligen Bonifatius das heilige Opfer barbringen. Zn e.ner Berghütte entkräfte aufgefunden WSN. Michelstadt (Odenwald), 27. Oft. Seit zwei Wochen wurde der Stadtpfarrer in Michel st ad t, H o f m e y e r, vermißt Heute traf nun aus einem bayerischen Krankenhaus die Mitteilung ein, daß er sich dort befindet. Ser Vermißte, der ursprünglich nach Wildbad zur Erholung fahren wollte, hatte im Zillertal in der Nähe von Oberaudorf eine Bergtour unternommen und in einer Berghütte übernachtet. Am nächsten Morgen war jedoch die Hütte völlig eingeschneit, so daß ein Abstieg ins Tal unmöglich war. Der Ginge- scyloßene mußte zehn Tage in der Hütte bleiben und konnte sich nur mit dem Wenigen ernähren, das er für seinen Ausflug mitgenommen hatte. Am 24. Oktober wurde durch einen Zufall der völlig Entkräftete in der Hütte entdeckt und in ein Krankenhaus gebracht, wo erst jetzt seine Personalien festgestellt werden konnten. Die Unterschlagungen bei der Dampf- keffelinipektwn Darmstadt. WSN. Darmstadt, 27. Oft. Wie wir erfahren, handelt es sich bei den Unterschlagungen bei der Dampfkesselinspektion Darm st acht, die durch di« Minist-erial- buchha.tung aufgedeckt und der Staatsanwaltschaft angezeigt wurden, um Verfehlungen, die erst in bet letzten Zeit begangen würben. 2m ganzen dürfte es sich um einige hundert Mark handeln, die sich aus zahlreichen Einzelstempel- gebühren von 5 bis 10 Mark zusammensetzen. Di«!« Stempelgebühren hätten vorschriftsmäßig auf das Posftcheckami einbezahlt werden müssen, sie sind jedoch von den betreffenden Beamten pflichtwidrig in bar erhoben und für eigene Zweck« verwandt worden. Eine ganze Familie gasvergistet WSN. Alzey, 27. Oft. Einem eigenartigen Unglücksfall wäre beinahe eine ganze Familie zum Opfer gefallen. Vor dem Hause, in dem die Eheleute Schrauber mit ihrem 12jährigen Sohn wohnen, wurden vor einiger Zeit Kanal- arbeiten vorgenommen. Durch den dauernden Regen in den letzten Tagen fetzte sich das Erdreich an der Arbeitsstelle, wobei ein Gashauptrohr in Brüche ging. Das Gas strömte aus, ohne daß die Bewohner des angrenzenden Hauses etwas davon merkten. Die Eheleute Schrauder und ihr 12jährig«r Sohn schliefen in einem Schlafzimmer im Erdgeschoß der Straße zu. Gegen 5 Uhr morgens wurde der Junge wach, rief nach seinem Vater und fiel bewußtlos aus dem Bett. Der Mann weckte bann auch feine Frau. 2hm selbst wurde es ebenfalls Neuanlagen, an das Baugewerbe, Handwerker, techn sche Unternehmer, sowie Mal- und Aus- Jtatt ng wcrkstätt.n etwa 5 Millionen als Um- latzsteuer in die Reichskasse und etwa 33 Millionen als sonstige Steuern, Versicherungsprämien, Sozialabgaben, Licht- und Kraftstromverbrauch, Verwaltungsgebühren verschiedenster Art usw. in die Kassen von Reich, Ländern und Gemeinden, Elektrizitätswerken, Reichspost und Reichsbahn. Der deutsch« Lichtspielpark umfaßt insgesamt 5057 Betriebe mit 1 986 813 Sitzplätzen. Von diesen sind täglich spielende Unternehmen etwa 2000 mit 1,1 Millionen Sitzplätzen. Auf die Wiedergabe von Tonfilmen sind bisher umgestellt 3500 Lichtspieltheater. In diesen sind etwa 40 Millionen Mark an Tonfilmeinrichtungen investiert. Die jährlichen Gesamteinnahmen bei den Lichtspieltheatern Deutschlands werden auf brutto 250 Millionen Mark geschäht, die jährliche Besucherzahl auf etwa 350 Millionen Menschen. Seit dem 1. 2uli 1931 haben von den 5057 deutschen Lichtspieltheatern 2000 mindestens einmal, zumeist jedoch zweimal und mehrmals den 2rv> Haber gewechselt. Vornotizen. — Aus dem Stadttheater-Bureau wird uns geschrieben: Heut« abend vierte Vorstellung im Freitagabonnement. Zur Aufführung gelangt Fodors Lustspiel „Roulette": Spielleitung Karl H e y s e r. Gewöhnliche Preise. Spieldauer 20 bis 22 Uhr. — Zu der aus Anlaß der Tagung der Genossenschaft Deutscher Dühnenangehörigen stattfindenden Vorstellung „Der 18. Oktober", Schauspiel von Walter E. Schäfer (Spielleitung Oberspielleiter Peter gaffet, der auch die Rolle des Obersten Bauer spielt), sind noch Karten für alle Plahgattungen erhältlich. Um allen Kreisen der Bevölkerung den Besuch dieses eindrucksstarken, von der Not der Zeit getragenen Schauspieles zu ermöglichen bnt die 2ntendanz für diese Vorstellung klein« Preije angeseht. Beginn 20.15, Ende 22.10 Uhr. ..... 6% Rumän. verrinh. Rente v. 1908 4^%Rumänwereinh.RrntevU913 4% Rumänische vereint,. Rente 2|i% Anatolier GriNncr..........0 Mainkrastwerke Höchst a. M.. . 4 Süddeutscher Znrker.....s| SW- Ä 6 >'■ utidie Rcichoamethe d.192. l% ehem. 7%Tt. RelchSanl.v.1929 Äuung-Anlelhe von 1930 Deutsche Änl.-Ablös.'Schuld mti AuSIoi..Rechten...... Dcsgl. ohne Ausloi.-Rechte . . 6% ebem 8% He». BolkSslaat 1929 trüitiahlb iO2%)...... Obcrheisen Provinz-Anleihe mit Aueioj.-Rechten ... Deutsche Komm. Sammelabl. Anlelb" Serie > 6% ehem. 8% ilrmdf. Hyp.-Banl Golow . 15 unkündbar bi» 1935 6% ehem 7% ."vranli Hyp.-Banl ÖJüiov 16 unkündbar bis 1936 6>;% ehem 4 «4% .vranks.Hyp^ tzant «lau Piau obriese 6V,% ehem. 4ft% Rheinische Hnv -Bau' Liau »Goldp.c. . 6% ebem 8% Pr. Lanvespfand« bricianttai Pfandbriefe R. 19 «% ehem. 7% Pr. LandeSpfand- brieianftali Pfandbriefe R. io 27-10- 697T 84 70,75 Schutthets Panenhofer . . . Mu «Allgemeine Kunstseide» Bemberg........ Zellstoff Waldhof..... Zellstoff Aschaffenburg . . . Dessauer Gas....... Daimler Motoren..... Deutsche Linoleum . . . . Orenstein & Koppel . . . . Leonhard Dietz...... Svens ka......... Tbade.......... Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse. angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dioidnde an. — Retchsbankdiskont 4 o. Lombardzinsfuß 5 v. H. Devisenmarkt SerUn — Frankfurt a. M. börf 27-10- TÖT? 84,13 70,25 5ranl|un a. Ul. Äerlin Schluß« turtf Schlußk. Abend« bSrse Schluß« Iur4 Echlußk. Mittag« bSrsr 26.10. 27.10. 26-10. 27.10. _ — — — 0 21,75 22,65 22 22,5 0 14,75 14,5 14,9 15 6 97 98 —— 98 6 100 101 100 101,75 V 161 — 161,25 161 Sranfiuti a.2,1. Serltn Schluß« fur< Schluß!. Abend« börse Schluß« kurs Schluß!. Mittag« böre Datum | 26.10. | 27-10. 26.10-j 27.10. Pamvurg-Amerna Pmc. 1 15,75 15,9 15,65 15,65 Hamburg-Südam. Dampfschis, 0 — — — — 6an;a Dampf,chifi . . — —- 27 — Norddeutscher Lloyd ... 1 16,25 — 16,13 16,13 Sl.G. für Verkehrswesen Akt. 0 38 —- 38 39,5 Berliner Handelsgesellschaft . 4 88,75 89 89,5 89 Commcrv und Prival-Bank . 0 53,5 53,5 53,5 53,5 Darmstädter und Nationalbanl Deutsche Bank und 0 — Dlsconto-Gesellschaft. . . 0 75 75 75 75 Dresvner Banl...... 0 61,75 61,75 61,75 61,75 ReichSbanl ...... 1! 125 125,9 125,65 125 9 A.E.G . ..... . 0 31 31,9 31 31,65 Bergmann........ Aektr. LieferungSgesellschast. . 0 6 65 64,5 64,25 64,5 Licht und Kraft ... 6 83,13 84 83,5 83 zelten & Guilleaume.... Gesellschaft für Elcktrtfche 0 52 67,5 71,5 68.5 52 68,5 73 68,5 52 67,4 71,5 68 53,5 68,75 73 69,25 Unternehmungen ... Rheinische Elektrizität . . Schulkerl & Co....... 4 623 0 Siemens & Halske..... 9 112 113,5 112,13 114 IC 100 100,75 101 101 Öuoeru.......... . 4 37,75 38 37,5 38 Deutsche Erdöl...... . 6 69,75 71 69,9 36,65 71,25 Gelsenkirchener...... . 8 37 38 37,75 . 0 70,75 70.75 70,25 71,5 Hoesch Eisen........ Zlfe Bergbau....... . 6 34,13 34,25 10 — — — — Ilse Bergbau Genüsse . . . 96 96 — 96 »töcknerwerte....... . 6 31 31 31,5 31.25 Manner mann-Röhren . . . . e 49,5 50.25 49,25 49,9 Mansfelder Bergbau .... . 0 19 19,5 18,9 19.5 Oberschles. KokSwerke . . - . 8 38,25 39,13 Phönix Bergbau..... Rheinische Braunkohlen . . . 10 25,5 159 26 161 25,25 158,25 25,75 Rbeinstahl........ . 6 64 65,5 63,5 65 26. Oktober 27. Oktal er Amtliche Rolierung Amtlich« Selb Dotierung Nrlr- »rld Srie Heisings or» . 6.064 6,076 6.024 6,026 51,95 52,05 51,95 52,05 Prag . . . Budapest . . 12,465 12,485 12,465 12,485 — — — Sofia . . . 3,057 3,063 3,057 3,063 Holland . . 169,53 169,87 169,63 169,97 Oslo.... 71,13 71,27 70,53 70,67 Kopenhagen. 72,68 72,82 71,88 72.02 Stockholm 72.68 72,82 71,93 72.07 London. . . 13.98 14.02 13,83 13,87 Buenos Aires 0.918 0,922 0,918 0,922 Neuporl . . 4.209 4,217 4,209 4,217 Brüssel. . 58,54 58,66 58,54 58.66 Italien. . 21,54 21,58 21,56 21,60 Paris . . 16,54 16,58 16,545 16.585 Schweiz . 81,22 81,38 81.26 81,42 Spante« . 34,55 34,61 34.53 34.59 Danzig. . 82,12 82,28 82.12 82.28 Japan . . Rio de Ian. 0,949 0,951 0,939 0.941 0,294 0,296 0.294 0.296 Iugoflawte» Lissabon . 5,594 12.76 5,606 12,78 5,594 12,74 5,606 12,76 Bantnoten. Serltn, 27-Oktober Selb Srtef Amerikanische Roten....... 4,20 T22 Belgische Roten......... 58,33 58,62 Dänische Roten......... 71,51 71,79 Englisch« Roten......... 13,79 13,85 Iranzöstsche Roten........ 16,50 16,56 Holländische Roten........ 169,26 169,94 Italien''che Roten....... 21,50 21,58 Norwegische Roten . . . - - - - - Deutsch« Oesterreich. 1 100 Schilling 70,36 70,64 Rumänische Roten........ 2,47 2,49 Schwedische Roten........ 71,76 72,04 Schweizer Noten......... 81,08 81,40 Spanisch« Roten......... 34,39 34,53 Ungarische Rote»........ — —-