Freitag, 28. (Dttober (952 Nr. 254 Erstes Blatt 182. Jahrgang fpa6e stischen geschäftslos. Sie fefte Leuch sie im Inter. rrhaupt für eine i Regelung feien., gegen die Still- ichr. tote DT2.- m bezüglich der Eigenen Zins- der Wwiltlung sdrnli. 3m übn» er es als unmög« :et Ltnntsaufficht •biinftihii Mvf dLs \w dm gr« den nachteiligsten Ressushemd der finanziellen Kriegsverpflichtungen und vom Ultraprotektionismus der Rach- kriegszeit, für die Zurückfchraubung und Beschränkung der Rüstungen und für eine gerechte Verteilung der Kolonial- und Mandatsgebiete eingetreten, weil wir darin die organischen Elemente des Wiederausbauproblems sahen." Grandi wendet sich dann gegen jeden Plan einer politischen und militärischen Hegemonie, durch die Freiheit und Sicherheit in Europa gefährdet werde. Italien habe Sicherheit nötig und diese Sicherheit sei nur gewährleistet durch das Gleichgewicht der europäischen Mächte. Voraussetzung dieses Gleichgewichts sei aber einmal die Beseitigung h 6 r t o rh n i 1 fh p n und iuri » s Geschäft zeigte imaße Lheinsichl >Men 0,13 ö. 9, Sy 3m 'Bedtwfe »lieb die W in Warben gegen Frankreich rüstet ab: Kiellegung eines neuen Kreuzers. Paris. 27. Oft. ($11.) Minister Leygues hat der Brester Werst den Auftrag erteilt, den 26000'Sonnen Kreuzer,Dünkirchen" auf Kiel zu legen. Die notwendigen Kredite waren bereits von der Kammer bewilligt worden, doch war bisher im Hinblick auf die Flottenabrüstungsverhandlungen und aus finanziellen Gründen von einer Kiellegung abgesehen worden. Inzwischen Washington, 27. Oft. (CAD.) Präsident Hoover tritt heute seine vierte Wahlrede an und wird in drei Tagen über zwanzig Ansprachen halten, obwohl er ursprünglich Annahme von Unjeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmitlag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20°, mehr. Chefredakteur Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Gange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumfchein und für den Anzeigenteil i. V. TH.Kümmel sämtlich in (Bienen. ist es dem Marineminister aber gelungen, dte Minderheit von der angeblich dringlichen Notwendigkeit zu überzeugen, daß Frankreich den von den ausländischen Kriegsmarinen gebauten neuen Einheitstypen gleich w e r t i g e Schiffe entgegenstellen könne. Die deutschen Taschenkreuzer werden in solchen Fällen stets als Begründung herangezogen. Für den Beschluß der sofortigen Kiellegung spielt auch die Sorge für die weitere Beschäftigung der Werftarbeiter eine Rolle. auf den sie hoffte, um Roosevelts Wahlsieg zu verhindern. „Montreal Star" behauptet, daß der Leiter des demokratischen Parteiausschusses Farley einen Brief an d i e prominenten kanadischen ReederinMontreal geschrieben habe, in dem er diese um finanzielle Unterstützung des demokratischen Wahlfeldzuges mit der Begrun- Roosevelt düng ersucht haben soll, Roosevells Sieg werde die Erleichterung des Zolltarifs bedeuten und liege daher auch im kanadischen Interesse. „Washington Star" behauptet, daß bereits die Wahlrede von A l S m i t h Wasser auf die republikanische Mühle gewesen sei, da Smith wegen seines katholi chen Bekenntnisses und seines Eintretens für die Aufhebung der Prohibition im Süden sehr unpopulär sei, so werde dies Hoover sehr helfen. 3m Fahre 1888 habe ein indiskreter Brief des damaligen britischen Botschafters zur Niederlage des demokratischen Kandidaten Cleve land geführt. Wenn Roosevelt siegt. Italien als autzenpolüischeeProblem Grandi erinnert an die in Versailles osten gelaffenen Fragen.—Warum Italien die Revision der Verträge fordern muß. Sind Amerika und England über die Abrüstung einig geworden? Macdonads Besprechungen mitNormanDavis -Gemeinsames Aktionsprogramm für Genf. LS 12,115 3.063 169,97 70,67 12,« 13,« 0,922 4,217 58.« 21-6» 16,565 II.« ».* 12,28 ,941 0.296 5,606 11,76 «s Geschäft vollsten nur spate [e auf Mittags« sitz 48,5. Schutzs Ungar. M- 15, Wan! 75, 38, Mnnes- Stahlverein 12Ä kaftien 156, h- 2iiwleum wA Saldfchmdt 25.40, 75 Siemens iWi ipag 15,60. Paris, 28. Oft. (CAD. Funkspruch.) Der Sonderberichterstatter des „Matin", der sich anläßlich der Präsidentschaftswah en nach den Bereinigten Staaten begeben hat, erklärt, wenn der demokratische Kandidat Roosevelt zum Präsidenten gewählt werden würde, würde Staatssekretär Stimson entweder durch Owen D. Poung, Rewton Daker, den ehemaligen Kriegsminister aus der Zeit Wilsons, oder Tlar» man Davis, den derzeitigen amerikanischen Delegierten auf der Abrüstungskonferenz erseht loerden. Man glaubt jedoch, daß Owen D. B o u n g eine derartige Derusung a b l e h n e n werde, so daß die beiden anderen in die engere Wahl kämen. Zum amerikanischen Dotschafter in Paris würde Gerard, der letzte amerikanische Dotschafter in Derlin vor Eintritt Amerikas in den Krieg, ernannt werden. Auch Oberst House würde sich wieder aktiv am politischen Leben beteiligen. Ein deutsch-amerikanischer Kongreß in Aeuyork. Reuhork, 27. Oft. (Täl.) Ein dreitägiger deutsch-amerikanischer Kongreh wurde am Donnerstag mit einem Festessen im Hotel Astor unter dem Präsidium von Viktor F. Riddes eröffnet. Unter den Ehrengästen befand sich der frühere amerikanische Dotschafter in Berlin, H o u g h t on, der in einer Rede die Deutsch- Amerikaner ermunterte, ihre Deiträge zur kulturellen Entwicklung Amerikas mehr als bisher zum Ausdruck zu bringen. Der frühere Handelsminister im Kabinett Taft, Charles Ragel, verlangte eine größere Berücksichtigung der deutschstämmigen Amerikaner bei der Desehung hoher 'Regierungsstellen. Die nächsten Tage werden mit Ausschuhsitzungen angefüllt sein, in denen Fragen des Deutsch- An t e r r i ch t s, der deutschen Kirchen und Wirtschafts- fragen behandelt werden. An dem Kongreß nehmen u. a teil Vertreter der deutsch-amerikanischen Handelskammer, der Steubengesellschaft, der deutschen Kirchen in den Vereinigten Staaten und der deutschen Verbände. Am kommenden Sonntag wird ein „Deutscher Tag" veranstaltet, in dessen Mittelpunkt mehrere Festgottesdienste stehen. Kammeraussprache über den Gicherheitsplan. Herriot lehnt Schuldcneiörterunq ab. Paris, 27. Oft. (TU.) Die außenpolitische Aussprache in der Kammer wird nun doch, wenn auch in beschränktem Rahmen, stattfinden. Herriot erklärte, er habe von der Absickll Franklin Bouillons Kenntnis genommen, vor dem Haushaltsausschuß der Kammer eine Ausiprache über den französischen Abrüstungsplan herbeizuführen. Gr verstehe sehr wohl, daß die Kammer von der Regierung Aufklärung darüber wünsche und sei bereit, eine Aussprache am Freitagnachmittag herbeizuführen. Er bitte jedoch, sie auf das Allernotwendig st e zu beschränken, da die Regierung eine neue VertagungderGenferKonferenzver- meiden möchte. Herriot fuhr dann wörtlich fort: „Wenn man mich aber auffordern würde, ich solle mich zur Schuldenfrage äußern, so würde ich mich gezwungen sehen, auf das 51,38 71-51 13.7» 16.5» ltf.26 IV* 70.36 5:2 34.3» Erfurt ■ A , :nmct iKfcF* ^rtrauen fe, Wm besetz» Verteil« °7.sich Lei?! >n Länder. ? « seiner großer ^biersti und ist Unfeinem Ve alieS ab, Ab tt und der ^ine ch augenblilllih sich diese fünf stehen werden chrl onben. die sich nur ani Hveros, rekru. ch daher auf ’ Chancen sind tte etwas besser "H !!: 16.56 ii-8 70.* 2^» »4 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags. Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monats Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten - Anzeiger Stehen. Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686. L°o Ulefer» 8'8 Hoover »tiifrfvlnffen war, sich an dem Wahlfeldzug fast r nicht *u beteiligen. Die Zahl der Anhänger £5 dcmokratischen Prasidentschaftskandtdaten ™ t on»11 hat ihn dazu bestimmt, eine frühe- ^^Äläne umzustohen und bis zur letzten Mi- ren PsE Slls ll Wiederwahl zu plädieren. ’X Sen zusehends aggres- Seine Keten bemüht sich, m allen populären fj_6cc U"Lr bet Ä Mion 2ioofet>dto D-t> Ä Soo»er. längst g-' plan t hinzustellen. . tai Ma «^Donald und Sir John Simon nächste Woche nach Genf 9 e f) e n roerbe,v. b ist noch nichts Endgültiges darüber entschieden, lieber die Besprechungen, Die olhrf.Hunas' der amerikanische Sel^1* 1b.el. St konserenz, in London geführt hat, bemerkt Das vtat, Dak man gute Fortschritte erzielt yave üAem Bemühen, Den britischen unD Den amerikanischen StanDpunkt in Der Frage Der künftigen Marineprogramme beider Staaten emanDer zu nähern. Das schwierigste Problem sei, erm' Der e i n b a r u n g über i r g e n b ein e J o f o r 11 fl e eindrucksvolle 3il o 11 e n a b r u ft u n g i erzielen, die Der Abrüstungskonferenz als Be spiel für eine allgemeine Herabsetzung Der nahm« ist zwar festzustellen, daß man durch Herauschaffunig von kleinem Steindeckmaterial die gröbsten Schäden beseitigt hat, immerhin sind noch verschiedene Stellen vorhanden, an denen «in« gewisse weitere Verbesserung wünschenswert erscheint. Besonders bei der gegenwärtigen Wetterlage und dem Straßenschmutz machen sich die Mängel an dieser Fahrbahn besonders bemerkbar. Einige Wagen kleiner Steine und ein Wagen Sand könnten wohl fürs erste ausreichende Ab- HMe schaffen. — Die Hubertus - Reitiagd wird am 3 Rovember geritten werden. Stelldichein 15 Ahr an der Dolkshalle, von dort wird die Veitsagd nach dem Flughafengelände und zum Trieb gehen. Halali an den Hünengräbern auf dem Trieb. " Die Bezirkssparkasse Gießen weist in unserem heutigen Anzeigenteil daraus hin daß ihre Schalter am morgigen Weltspartag von 8 Uhr bis 16 Uhr ununterbrochen geöff- Rheuma ' Gicht Kopfschmerzen kX ?'•'-<>>*} Ischias. Hexenschuß- Erkältung- Krankheiten. Stark hamsaurelo- send.bakterientötendl Absolut un- schädlich I Ein Versuch überzeugt! an der gestrigen Reuyorker Börse lag der Frankfurter amtliche Verkehr v o n A n f a n g a n f e st. riutunren rvur. . Zu dieser Bewegung trug wesentlich die Aussas- des Marktes war einer sung bei, daß durch die westen Derlliwr Ereig- ■ ' - nisse eine Cntspairnung der innerpolitischen Lage Krckisse.^wie außenstehende Kreise beteiligten such gebanfe in der Gedankenwelt des Kindes auswirkt. Die Ausstellung hat bereits in zahlreichen anderen Städten starkes Interesse und viel Anerkennung gefunden. Der Besuch dieser Schau kann jedermann empfohlen werden. •* Biedermeierspiele in der Frauen gruppe des VDA. Die Frauengruppe des Vereins für das Deutschtum im Ausland wiederholt am morgigen Samstag im Katholischen Vereinshaus (Beginn 20 Uhr) den erfolgreichen Biedermeierabend, der die Aufführung der beiden Komödien „Großmutters Bratäpfel und „Der Herr Doktor" bringt. Die beiden Stücke erfahren eine ausgezeichnete Darstellung, so daß sich für die Zuschauer einige anregende Stunden ergeben werden. Es ist erfreulich, daß sich die Frauenortsgruppe des VDA. mit dieser Veranstaltung gleichzeitig in den Dienst der Gießener Winterhilfe stellt und damit ein gutes Werk verbindet. Schon aus diesem Grunde ist ein recht reger Besuch wünschenswert. ** Milchviehauktion in Friedberg. Der Insterburger Herdbuchverein veranstaltet am Donnerstag, 3.'Rovember. in Friedberg eine Milchviehauktion von hochtragenden bzw. frischmelkenden Milchkühen und Rindern. Die Besichtigung der Auktionstiere kann bereits am Montag, 31. Oktober, in Friedberg, Alte Bahnhofstraße, erfolgen. Näheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich. tätigteit Anschließend wurde über den Hauptpunkt .der Tagesordnung, den Lied er tag für 1933 beraten der am 21. oder 28. Mai in B i r k la r statl- inden soll. Da dort ein großer Saal zur Verfügung teht, soll ein Musikfachoerständiger zugezogen we ben Der gleichzeitig tagende Musikausschuß beschloß als Pflichtchor „Frühlingsgruß" von Robert Schumann. Außerdem hat jeder Verein noch einen selbst- gewählten Chor vorzutragen. Als Massenchoie werden wisderholt „Freiheit" und ,,O du me>n Deutschland". Der Sänger tag 1 9 33 soll in Tra is-Münzend er g stattsmden. Zum B u n- dessängertag des Hessischen Sängerbundes am 30 Oktober in Bad-Nauheim soll jeder Verein einen Vertreter entsenden. Als Vertreter des Gaues rourje Gauchormeister Lehrer Müller (Nonnenroch) bc- stimmt. Gegen Abend konnte der Vorsitzende die Versammlung schließen, die gezeigt hat, daß alle Gau- vereine trotz der schweren Zeit in der des deutschen Liedes und Männergesanges nicht mute geworden sind. Landkreis (ließen , „ ~ । Uerenden Stelle ausgenommen werden. Auch In Berlin festerund freunoucy. I Reichswechseln per 25.Januar und Re.chsschatzan- Berlin 28. Okt. (WTB. Funkspruch.) Nach Weisungen per 15. März war eher Angebot ses zu- längerer Zeit bemerkte man heute erstmalig wieder stellen. einige Publdiumskäufe, was wohl auf die freund Zrankfmt fester. licher lautenden Wirtschaftsberichte, die ses l ,f . 28 Oft (WTB Draht- SS» MÄ X nt u nT. | Xn,.).’JXnta>m größere Einlagen bei den Sparkassen und eine weiter beruhigte Beurteilung der rnner- politischen Situation zurückzuführen war. Die technische Position d-- Marktes Aufwärtsbewegung recht günstig, und so lagen die Ansangsnotierungen vielfach b i s zu 1 Mo 3 en -SME-HUMSS-Z sich weitere Besserungen durchz'^tz-"^ Die Stimmung blieb durchaus freundlich und auch die wieder schwächere Veranlagung des englisch^Pfmw des vermochte daran nichts zu andern. In Führung lagen Charlottenburger Wasser Rhein. Braunkohlen und Siemens, die bis zu VA Prozent gewannen, während im übrigen Gewinne bis zu 1 Prozent erzielt wurden. Montane und Schiffahrtswerte wurden etwas stärker umgesetzt Die Lombardverkaufe w W1 GZ-» | ----------- aleich- I A^AMtien 013 Pr°z^ höher. StahlvEN- Donds waren gehalten. Gold- und Liquidailons Pfandbriefe waren bei kleinen Geschäft gesucht und etwas höher, während Kommunalobligationen eine Kleinigkeit nwchgaben. 3m Verlaufe war die Tendenz gehalten. Hapag konnten neuerlich 0,25 Proz. gewinne^ ba- gegen gaben Stahlverein 0.2o und Contilinoleum 0 50 Prozent nach. Von ^uten gaben Altbesitz 013 Proz nach Schuldbücher blieben auf dem erreichten Niveau von 68 Prozent. Tagesgeld war leicht gefragt und war mit 3,75 Proz. etwas net sind. „ *• .Kinderland und Spargedanke. Unter diesem Motto wird eine Ausstellung veranstaltet die vom 29. Oktober bis 2. November in der Turnhalle der Pestalozzischule, Nordanlage, stattfindet und dartun soll, wie sich der Spar- ch-nweih- im (MtW 4-xi -m abend unter Mitwirkung von Schule und Der einen statt. Wenn dann die Festgemeinde am Sonntag, 30. Oktober, zur Einweihung des schmucken Gotteshauses beim Klang der n«ek räitigten Nerven unsere- Baldravin /, Hl. KM 2.25, */i Fl. RM 4.00, utr -Fl RM 6.75. Haupt Niederlage Engei-Apof heke Marktplatz 696V begierig i|Ydos Kind -o 5 Deiner Hände Werk Vornan von Klothilde von Stegmann-Stein. Copyright by Martin Feuchtwanger, Halle (Saale) 'M r. ft. ■=?2 Sä ’s ~ * n 0 w Serdar vom 1-5 kW cä vw 5-50 kW C 2 „Es ist ja nur ein Katzensprung, Herr Kommerzienrat. Und da ich sowieso eine kurze Deutsch- landreife vorhabe, wollte ich es nicht versäumen, dem Start des neuen Bremermotors beizuwohnen. Wir sind auf die Konstruktion schon sehr ge- spannt." „Run", meinte Bremer freundlich, „dann kommen Sie doch auf Ihrer Deutschlandreise ein paar Tage zu uns, da können Sie meine neuen Versuchswerkstätten gleich kennenlernen." Freundlich plaudernd ging er zwischen dem jungen Manne und Degener die Treppe des Seepavillons herunter. „Hier muß ich mich verabschieden", sagte er. „Jetzt steigt die große Preisverteilung und dann das obligate Festessen: aber vielleicht sehen wir uns hinterher, lieber Olaf." Mit einem herzlichen Gruß trennten sich die Herren. Bald hatten sich alle Anwesenden aus dem Seepavillon entfernt. Rur die beiden norwegischen jungen Leute blieben zurück. -Zu ihnen gesellte sich nun noch ein schlanker junger Mann mit auffallend schönem, dunklem Gesicht, der langsam und vorsichtig umherspähend von der anderen Seite die Treppe des Pavillons heraufkam. „Wer da auch mal in die Bremerwerke 'reinkriechen könnte", sagte der Schlanke mit dem schönen Gesicht leise zu den anderen. „Cher bekommen wir das Motorengeschäft für die nördlichen Länder nicht in die Hand, ehe wir die Fabrikationsgeheimnisse des Dremerwerkes kennen." „Ra, müssen wir eben was ausknobeln", °sagte der junge Mann mit dem blassen Gesicht. „Sie haben doch schon andere Sachen ausgeknobelt, Baron, sonst bestände die Firma Ragnars und Sohn wohl überhaupt nicht mehr." „Ra, sie steht eigentlich heute auch nur noch auf den gepumpten Geldern", versetzte der Dritte in der Gruppe gedu.npft. „Solange das außer uns niemand weih, schadet es nichts, ilnD bis es jemand erfahren wird, werden wir mit dem Baron zusammen schon ir- gerrdeinen Dreh herausbekommen haben." Er sah mit einem Ausdruck der widerwilligen Hochachtung zu dem schlanken, dunklen, schönen Manne auf, dessen scharfe Augen in die Ferne gerichtet waren, als dächte er über etwas 'Bestimmtes nach. Dann gab er seinem Begleiter einen Wink, grüßte lässig und schlenderte davon. Die beiden anderen gingen schnell hinunter zu dem Wagen. iNURN-C i. ■ — — 2. \ A unter 1 kW 5 Mi olf Willen der Reichsregierung, dem Handwerk zu helfen, daß in den Ausführungsbestimmungen für die Hausinstandsehungszuschüsse ausdrücklich die Schwarzarbeit von jeder Förderung ausgeschlossen wird. Das ungeheure Ausmaß der Arbeitslosigkeit hat eine außerordentlich starke Zunahme der Schwarzarbeit verursacht und diese zu einer großen Gefahr für das Handwerk werden lassen. Wenn es auch richtig ist, dah ein allgemeines Verbot der Schwarzarbeit an den Schwierigkeiten einer wirksamen Kontrolle scheitern würde, so hätte es das not- leidende Handwerk trotzdem begrüßt, wenn wenigstens durch ein allgemeines gesetzliches Verbot die Ausübung der Schwarzarbeit erschwert worden wäre. Vielleicht darf man in der Ausschließung der Schwarzarbeit von jeder staatlichen Förderung der Hausinstandsehung wenigstens eine Abschlagszahlung auf das vom Handwerk geforderte gesetzliche Verbot erblicken. Die Rede des Reichskanzlers hat bewiesen, daß die Regierung der Rot des Mittelstandes Aufmerksamkeit schenkt und gewillt ist, ihr nach Kräften zu steuern. Ohne Staatshilfe ist in den gegenwärtigen Rotzeiten eine wirksame Selbsthilfe nicht möglich. Daher bedarf das Mittelstandsprogramm Papens dringend der sofortigen Durchführung und weiteren Ausgestaltung, damit die großen und berechtigten Hoffnungen, die das deutsche Handwerk auf dieses neue Programm setzt, diesmal nicht wieder enttäuscht werden. Wahlkundgebung der SPD. Die Ortsgruppe Gießen der Sc^ialdemokrati- schen Partei hielt gestern abend im Cafe Leib eine öffentliche Wählerversammlung ab. Reichstagsabgeordneter Staatsanwalt H o e g n e r , München, sprach über das Thema „Volksrecht oder Herrenwillkür?" Die bevorstehende Wahl ei dem Volke von der Regierung aufgezwungen. Man sei wahlmüde; das sei verständlich. Wer aber am kommenden Wahltag zu Hause bleibe, gebe seine Sache von vornherein verloren. Wer Papen bekämpfen wolle, dürfe auch nicht Hitler, oder Thälmann wählen. Man rufe heute nach Verfassungsreform. Diese laufe darauf hinaus, wieder einen Obrigkeitsstaat zu schaffen. Dagegen werde sich die SPD. mit allen Mitteln verwahren. Das Urteil von Leipzig habe die Grenzen von Machtpolitik und Recht aufgewiesen. Wenn man sich oben nicht an die Verfassung halte, könne man es von den unteren Volksschichten auch nicht verlangen. In seinen weiteren. Ausführungen wandte sich der Redner der Rationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei zu, besprach Hitlers Verhalten im Kampf um die Erringung der Macht und ging außerdem auf die Koalitionsgespräche ein, die die RSDAP. in der Harzburger Zeit mit der DRVP., wie auch später mit dem Zentrum geführt habe, um auf diesem Woge ihr Ziel zu erreichen. Eine Diktaturpartei müsse nach der Alleinherrschaft streben und nicht in der Koalition ihr Heil suchen. Die SPD. sei gegen Papen, sie wolle ihn aber auch nicht durch Röhm oder Heines ersetzt sehen. Das Volk müsse sich von Spiegelfechtern freimachen. Heute heiße es mehr denn je: Zurück zur politischen Vernunft. Von der Vernunft aus müsse neue Blüte und Zukunft aufgebaut werden. Man dürfe nicht vergessen, was die Si^ialdemokratie durch ihren Einfluß auf die Regierung nach dem Kriege für die Arbeiterschaft erreicht habe. Unter der Staatsführung Papens sei wesentliches wieder verloren gegangen. Man wolle die Wirtschaft beleben und schwäche dabei die Kaufkraft. Dem Kapitalismus sei auf diese Art nicht auf die Deine zu helfen. Die Wirtschaft dürfe nicht um des Profits willen, sondern sie müsse um der gerechten Verteilung der Güter willen da sein. Die SPD. habe brauchbare Vorschläge gemacht, leider sei sie aber durch die Spaltung der Arbeiter in verschiedene Lager noch nicht mächtig genug geworden, sie durchzuführen. Die Sozialisierung sei zum rein politischen System geworden. Die Spaltung der Arbeiter habe sie um die größten Erfolge gebracht. Die Arbeiterschaft müsse sich einigen. Man wolle nicht den Bruderkrieg. Man solle aber auch nicht das Heil unter dem Sowjetstern finden wollen. Die SPD. lasse sich nicht in die Ecke stellen. Der Volksstaat ohne SPD. sei nicht möglich. Der Sozialdemokratie werde Internationalismus vorgeworfen, aber von ihrer nationalen Haltung spreche niemand. Die SPD. halte es für selbstverständlich, national zu handeln. Darüber hinaus aber fühle sie sich der arbeitenden Menschheit verpflichtet und kämpfe für Freiheit und Recht der Arbeiterschaft in Gegenwart und Zukunft. (Lebhafter Beifall.) Im Anschluß daran sprach noch Frau 2 e n s - s e n - Gießen. Die Rednerin beschäftigte sich insbesondere mit der Haltung der Frau im bevorstehenden Wahlkampf und wies il a. darauf hin, daß sich die Frau ihrer Rechte nicht begeben dürfe und verpflichtet sei, als zahlenmäßig stärkster Teil der Volksgemeinschaft den Einfluß auf die Gestaltung der Zukunft zu nehmen, der ihr zukomme. Di« Frau müsse Mitkämpferin sein im Streit um die Freiheit. Die Versammlung nahm, von einigen kommunistischen Zwischenrufen abgesehen, einen ruhigen Verlauf. 3-=§s - -- ,31 Arbeit für Kleingewerbe und Handwerk Das Mittelstandsprogramm der Reichsregierung. Neue Großsender »erstarken da» deutsche Nundsunkuch Deutschlands Rtmdfiutknete Walters, befreundet sein konnte. Aber mochten sie auch reden — ihm war es egal. Er war mit Erika befreundet, solange er denken konnte. Solche Freundschaft war mehr wert als alle die eleganten Bekanntschaften, die so um seine Mutter und seine siebzehnjährige Schwester Hiltrud herum waren. Was war das für ein Betrieb im Hause, seitdem der Vater die zweite Frau heimgeführt! Als wäre das schöne alte Haus ein Hotel geworden. Dauernd Gäste über Gäste, das Auto kam kaum noch in die Garage. Es war so weit gekommen, dah der Vater sich für seine Geschäftszwecke einen zweiten Wagen angeschafft hatte, obgleich die Zeiten gar nicht danach waren. 3a, es war alles anders, sehr anders geworden, seitdem die Mutter von ihnen gegangen. Ob der Vater wohl glücklich war? — Das war eine Frage, über die Kurt schon oft nachgedacht hatte und die ihm immer Unruhe und Kummer bereitete. Das Gesicht des Vaters sah oft so müde aus, sein Blick war so sorgenvoll; er war richtig gealtert in dem letzten 3ahre. Einmal hatte Kurt mit dem Prokuristen De- gcner, seinem alten Freunde, darüber gesprochen. Aber der hatte ein so verbittertes Gesicht gemacht und nur kurz gesagt: „Junger Herr, davon verstehe ich nichts und verstehen Sie nichts. Seit die neue Gnädige ins Haus gekommen ist, ist eben alles anders geworden. Damit muß man sich abfinden. 3hr Herr Vater hat's ja so gewollt." Da hatte Kurt geschwiegen. 3n diesen Worten des treuen Beamten hatte mehr gelegen als in einer scharfen Kritik. 3a, man mußte sich abfinden mit den Veränderungen in dem lieben alten Hause, mit den Launen und dem Hochmut der Mutter, der törichten Hochnäsigkeit Hiltruds. Und man hatte ja auch noch genug, worüber man sich freuen konnte. Bei diesem Gedanken wurden die Blicke des jungen Menschen wieder hell, und als jetzt an einer Strahenbiegung die beiden Kirchtürme der kleinen Heimatstadt auftauchten, schnalzte er ermunternd und wippte ganz leicht mit der Peitsche über den Rücken des Pferdes. Der Apfelschimmel spitzte die Ohren, ließ wieder ein fröhliches Wiehern hören; er lief schneller, die Steine der Chaussee tanzten fröhlich an ihm vorbei Run kam der Schlagbaum; die Hufe des Pferdes schlugeii härter auf — nun der Bahnhof. Die Stadt begann. , Kurt setzte sich gerader, er hielt die Zugel knapp und elegant, mit einer Hand. Hierhin und dorthin grüßend, lenkte er den Wagen über den Marktplatz, nun in die kleine Gasse, vorüber an dem fliederüberdufteten Kirchplatz. Und da war das Haus, da war Bremer-Schloß. An ihm vorbei führte der Weg ins Dremerwerk. Kurt fuhr in elegantem Bogen in den Werkshof ein. Mit einem glücklichen Blick umfaßte er Reichskanzler von Papen hat sich in seiner auf der Obermeistertagung des Handwerks gehaltenen Rede vor allem gegen den Vorwurf gewehrt, daß die gegenwärtige Reichsregierung in erster'Linie für die Großwirtschaft, also für die westliche Großindustrie und den östlichen Großgrundbesitz sorge. Wenn der Kanzler diesen Vorwürfen gegenüber mit Recht auf die natürlich« Abhängigkeit des Handwerks und Kleingewerbes von einem guten Geschäftsgang der 3ndustrie und der Landwirtschaft hinwies, so hat er sich mit einer solchen negativen Abwehr nicht begnügt, sondern sogleich ein positives Programm der Handwerks- und Mittelstandshilfe entworfen. Das ist gerade im gegenwärtigen Augenblick besonders wichtig, wo man in weiten Kreisen der Oefsentlichkeit den Eindruck erweckt hatte, als werde das System der Steuerrückvergütung ausschließlich denen zugute kommen, die bisher hohe Steuern entrichtet haben, also der Großindustrie. 3m Gegensatz hierzu hat Papen darauf hingewiesen, dah das Arbeitsbeschaffungsprogramm dem Handwerk umfangreiche Aufträge zuführen werde. Er gab die Zusage, daß von den 0,75 Milliarden Mark Aufträgen, die in den nächsten Monaten von der öffentlichen Hand unmittelbar vergeben werden sollen, ein möglichst großer Teil auf Handwerk und Mittelstand entfallen wird. Das ist zunächst nur eine Anweisung an die verantwortlichen Behörden und Verwaltungsstellen. Es wird Sache der Organisationen des gewerblichen Mittelstandes sein, darüber zu Wachen, daß diese Zusage des Reichskanzlers auch bei den untergeordneten Instanzen Verständnis undDeachtung zirk der ' ' ' ' ‘ Sichere tägliche Bareinnahme durch Einrichtung einer 7574V „HeihmaDgel Bügelstuhe“ Kostenl. Ausk. u. Druckschr. durch Heißmengelbetrleli „Frisia“ H. Hegge unverbindliche Besichtigung in Frankfurt a. HL, Schweixerstrafle 77. ________________,mööflmfrt|lölte Gießen, Wiefenstraße 4. 754,0 Versäumen Sie nicht, diese gün- stige Gelegenheit auSzunutzen * ,. melkenden ostvreustischen Jöhlmfiibctr und Nlndern in Friedberg, Alte Bahnhosstr.19 gegenüb. d.alt. Babnh. am Tonnere'tag.den 3.Nov mitt 12 Uhr wirtschaftlichen Erwägungen in fünf eingeteilt ist, bewerben sich zusammen 22 Mannschaften um den Ausstieg in die Meister- Der veredelte und /eich tbekömmliche Bohnenkaffee 7506 V Preisansfchreiben! Einfenilen! Eilt! 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Wetzlar - Riedergirmes am Tabellenanfang: sie farm jedoch vom Tv. Braunfels (aus dem Lahu-Ditt-Gau zugeteilt), Tv. Wetzlar II und Tv. Raubvm eingeholt werden. Aussichtslos liegt Tv. Dutenhofen im Rennen. — 3n derzweitcn Gruppe ist ein spannender Endkamps zwischen Tv. Hochelheim und Tv. Groh-Rechtenbach zu erwarten. Tv. Klein-Linden. Tv. Lützellinden II, Tv. Krofdorf und Tv. Münchholzhausen 11 können für die Meisterschaft nicht mehr in Frage kommen. — 3n der 3. Gruppe führt Tv Ebersgöns klar vor Tv. Lang-Göns. Tv. Hörnsheim uno Turnv. Dornholzhausen. Das Ende bildet hier Tv. Rieder- kleen. — 3n der 4. Gruppe steht Tv. Gam- bach ungeschlagen an der Spitze: er dürfte auch vor T.- u. Spv. Griedel und Tv. Holzheim, die mit gleicher Punktzahl an zweiter Stelle stehen, die Meisterschaft erringen. Tv. Pohl-Göns II, Tumv. Rieder-Weisel und Tv. Steinfurth kommen für die ersten Plätze nicht mehr in Frage. 3n der 5. Gruppe lautet die Rangfolge. Tv. Moischt, Tv. Ockershausen II, Tv. Goßfelden II, Tv. Sarnau, Tv. Riederrasphe, Tv. Wehrda, während in der 6. Gruppe (Vogelsberg) Tv. Maar ungeschlagen vor Tv. Lauterbach und Tv. Angersbach Angersbach führt. — Die C-filaffe ist ln zwei Spielbezirke eingeteilt. 3m 1. Bezirk ist Tv. Krofdorf 11. die Spitzenmannschaft, der Tv. Klein-Rechtenbach. Tv. Heuchelheim II., Tv. Al- lendorf und Tv. Lützellinden III. folgen. An der Spitze der 2. Gruppe stehen Tv. Grüningen und Tv. Hörnsheim II. punktgleich vor Tv. Großen-Linden II. und Tv. Hochelheim II. Die Jugendklasse spielt in zwei Bezirken und hat in beiden ihre Meister schon ermittelt. 3m 1. Bezirk ist Tgm. Friedberg Erster vor Tv. Gambach und T.- u. Spv. Butzbach. 3m 2. Bezirk ist Mtv. Gießen nicht mehr einzuholen. Die weitere Reihenfolge: Tv. Wetzlar, Tv. Münchholzhausen, Tv. Großen- Linden. Außer diesen Mannschaften besitzt der Gau Hessen drei Teilnehmer in der K r e i s k l a s s e des Mittelrheinkreises der D.T.: Tv. Wehlar-Rieder- airmes, Tv. Wetzlar und Mtv. Gießen. Da die Vereine der Frankfurt-Ossenbacher Gegend eine Teilnahme an Pflichtspielen mit den Vereinen des Hessengaues abgelehnt haben, s v.clen unsere heimischen Kreisklasse-Mannschaften 1 rit den Meistern des Lahn-Dill-Gaues (Tv. Dehrn) und des Aar-Gaues (Tv. Freiendiez) in einem "cu gebildeten »Lahnbezirk" mit um die Kreismeisterschaft. Es fuhrt rn diesem Bezirk Tv. Wetzlar-Riedergir- mes vor Tv. Wetzlar und Mtv. Gießen, während die Vertreter des Lahn-Dill- und des Aargaues eine untergeordnete Rolle spielen. Die Frage nach der Meisterschaft in diesem Kreisbezirk ist noch vollkommen offen. Turngau Lahn-Oünsberg. IBinterarbcit für das Geräteturnen. Rachdem der Gauvorstand durch einen einstimmigen Beschluß die Belebung des Geräteturnens im kommenden Winter, einer aus einer Anzahl turnerischer Fachleute und Vorstandsmitglieder zu Kursen in den Vereinen arbeitenden Kommission bestimmt hatte, beginnt die Arbeit kommenden Sonntag mit B.zirksvorturnstundeil. Dieselben finden in den einzelnen Bezirken im 1. Bezirk in Bieber, im 2. Bezirk in Staufen- berg und im 3.Bezirk in Reiskirchen statt. 3n denselben werden den einzelnen Verei ien die Richtlinien für die oben bereits erwähnte Kursus- arbeit bekanntgegeben und ferner schon ein großer Teil des hierfür in Betracht kommenden älebungs- stoffes durchgeturnt. fiwoe autc MWOO Wer gute Schuhe billig kaufen will, geht zu Meyer! Schuhe von der einfachsten bis zur elegantesten Ausführung für Damen. Herren und Kinder. Arbeiter- und Berufsschuhwerk in unverwüstlichen Quftäten. Warme Hausschuhe in Kamelhaar. Stoff. Plüsch. Cord von 95 Pfennig an. Kinderstiefel für Knaben und Mädchen äußerst strapazierfähig. Schuhhaus MEYER Gießen, Bahnhofstraße 30 O Rodheim a. d. B., 26. Okt. Am vorigen Sonntag fand hier in der Gastwirtschaft Bender ein« Gemeindeversammlung statt, in der die fast vollzählig versammelte Gemeinde einmütig Protest gegen die Einführung der rheinischen Amtsverfassung einlegte. Die Versammlung wurde geleitet von den Kreis- tagabgevrdneten Bürgermeister a. D. Bender und Georg Hofmann. Bürgermeister a. D. Bender gab einen Lleberblick über die Der- waltungskosten, wobei zum Ausdruck kam, daß die nassauische Verwaltung bedeute n d b i l l i g e r und vor allem auch bequemer für die Landgemeinden fei, als die rheinische Amtsversassung. 3m gleichen Sinne äußerte sich der Kreistagabgeordnete Hofmann. Bürgermeister Pepp le r verlas die Verfügung des Regierungspräsidenten über die Bildung des Amtes Rodheim und berichtete über die letzte Aussprache mit dem Regierungspräsidenten. Rach sehr lebhafter Aussprache wurde einstim- rmg folgende Entschließung angenommen: ^.Die in Rodheim a. d. B. aus allen Schichten der Bevölkerung besuchte Bürgerversammlung erhebt schärfsten Protest gegen die infolge der Angliederung des Bezirkes Rodheim a. d. B. an den Kreis Wetzlar bereits provisorisch eingeführte Amtsverwaltung nach rheinischer Amtsveriassung. Obwohl wir in geographischer Hinsicht den Anschluß an den Kreis Wetzlar begrüßen, lehnen wir es entschieden ab. durch die rheinische Amtsverfassung verwaltet zu werden. Wir haben durch jahrelange Erfahrung und an Hand des hier vorliegenden Materials festgestellt, daß eine Verwaltung nach der hessen-nassauischen Landgemeindeordnung weit billiger und auch weit bequemer für die Dorfbewohner ist. Ferner erheben wir schärfsten Protest dagegen, daß man den Bezirk Rodheim a. d. B. für die Zeit der provisorischen Verwaltung der Amtsbürgermeisterei Ehringshausen angegliedert hat, wo d«h Ahbach- Launsbach die gelegenere für den Bezirk Rod- he,m a. d. B. ist. Da laut Bekanntgabe der Regierung der neugewählte Kreistag die Art der Verwaltung zu bestimmen hat, verlangen wir die sofortige Ausschreibung der Kreistagswahlen." Kreis Wetzlar. i Groß-Rechtenbach, 27. Okt. Der Land- rat hat auf Antrag des Bürgermeisteramtes die Wahlzeit für die Reichstagswahl am 6. Rovember für sämtliche Gemeinden deS Am. tes, mit Ausnahme der Gemeinde Lützellinden, auf die Zeit von 10 Llhr bis 17 Uhr abgekürzt. Für die Gemeinde Lützellinden dauert die Wahlzeit von 9 bis 18 Uhr. O Groß-Rechtenbach. 27. Okt. 3n der letzten Dertretertagung des Kreiskriegcr- verban des in Kraftsolms wurde der Bor sitzende des Bezirks-Krieqerverbandes Hüttenberg. Förster Grasse (Oberkleen), einstimmig zum zweiten Kreisvorsihenden gewählt. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 1230 Uhr. 16 bis 17 Uh: Samstag nachmittag geschlossen Ingenieurschule | j tZ Mecki.-Itrel. Stasi lieh anerkannt Hochbau, netbao, Stahlbau, EUenbetonbao, Flugzeug-, SUscbloan- u. Autobau, Elektro- □. Melzungetechalk. W mesterbeglnn Oktober u. April. Spelse-Kaaioo. Pregr. tret w k4 M Wichtige „Bagatellen“ gnädige Frau! 7576 A Marktplatz 8 (früher Mäusburg 3) 4 •hrv? MU -E? ■ ' 'v-Z.M ;J "5:"< . ///l ^ZZZJ.rZ. Ä6W c-ä-Stfe ■ ' I MM WOG'M^ 'n Id tD? 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