Notizen. z?dstagung uom “2 to,rö d>e L Evesens, die bei 'fedemeiLx f l ,m Dordergnich e^Httnet Lobe achn Beircht toy.'1«”»’«- Menuett von Helen ™ End- '^n ®- Dabccxk leicht hl" undHessen .aiP kommenden Sonn. M* Maßnahme war der inzwischen aller. : getroffen worden um» und Sport» en Sonntag kann die ie Sportabzeichen in legt werden Ääheres ge ersichtlich. 'M sowie die große rschweren Oelhalligr jut behauptet Wei» rentkie 8,00, Treber Kilogramm. härter nach vmtcn. den bei Mrppendem l,90 Tat \e 50 Mo» i6r(e sreundtich. Aug. 2n der Abend» ne Publikumsausträge schon echöhten Der» Sesserungen von zu verzeichnen waren lebhafter als seither, foen und ganzen aber i«n Grenzen, da die schiedenen Mutmahun« festigung im Mittags» n, Zurückhaltung be» lieb auch im Verlaufe konnten sich deutsche jchrschuldbuchforderun» ent für späte ^.Anleihen, die ewa ion lrcmden Werten e mit 40 Mark pr-, Mi» aebictsanleihe 3I", er 65. Mannesm-m 25 St. Erdöl "», ä 134,50. Dordd. Tw 51,95 jronffuctjJJE ' 26,WP 3,057 169,73 73,03 77.5 74,7 14,565 0,893 4,299 58,41 21-60 16,50 81,78 33-K 81.97 0,9*? 0,32* 6,693 13,29 3,063 170,07 73,17 77,68 14 W 0,897 4,217 53,53 21.6« 16.-4 81.94 33.83 6,13 0,951 0.326 6,707 13,31 TS 58,49 77,66 |4.51 16, 170-W 6SI 4 5!: len. _ —'M. -"Tzf 58,25 77,34 i/t 16,46 169.^ ■ 21-g 72-86 2^49 Ä 81.« 33.6« Ur. 201 Erstes Blatt 182. Jahrgang Samstag, 27. August 1952 Erschein» täglich,auher Sonntags und Feiertags. Beilagen: Die Illustrierte (Bießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monat» Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. . -.25 Auch bei Nichterscheinen oon einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Zernfprechanschlüsse unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnach» rid)ten: Anzeiger Eiehe«. Postscheckkonto: firanffurt am Main 11686. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Dmrf und Verlag: vriihl'sche Univer^air-Vnch» und Stetnörudcrei R. Lange in Sieben. Schristleitung und Sefchäftsstelle: Schulftrahe 7. Annahme von Anzeige« für die lagesnnmmer bis zum Nachmittag vorher. Preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspsennig; für Ne» Klamcanzeigen von 70 mm Breite 35 Neichspsennig, Playvorschrift 20“, mehr. Chefredakteur Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst vlurnschein und für den Anzeigenteil Max FiUer, sämtlich in Gießen. Heute Verabschiedung des Wirtschastsprogramms. Zwangsanleihe? — Zinssenkung? — Mietsenkung? Berlin, 27. Aug. (4TJIB. Funkspruch.) 3n den zuständigen Ministerien ist man heute vormittag mit den letzten Formulierungen an dem Mirtschaf 1 s- programmder Reichsregierung beschäftigt, so datz es nachmittags in der Kabinettsfihung endgültig verabschiedet werden kann. Der Reichskanzler wird dann heute abend mit dem fahr- planmäßigen Zuge nach 2TI ü n ft e r fahren, um das wirlfchaftsprogramm morgen mittag um 12 Uhr in der Stadthalle in einer großen Rede vor den Westfälischen Bauernvereinen der Oefsentlichkeit zu unterbreiten. Ueber den Inhalt des Programms wird in dem engen Kreise der wirklich unterrichteten Stellen weiter absolutes Stillschweigen bewahrt. Ls ist deshalb gar nicht möglich, positive und sichere Angaben zu machen. Was in der Presse darüber bisher geschrieben wurde, beruht auf Kombinationen. Ls bleibt nichts anderes übrig, als bis morgen abzuwarten. Dann erst wird man bestimmt wissen, ob die Z w a n g s a n l e l h e, die Zinssenkung und vielleicht auch eine Mielsen- k u n g, von der man neuerdings spricht, in dem Programm enthalten sind. Aus gut unterrichteten wirtschastskreisen verlautet, daß der plan einer Zwangsanleihe fallen gelassen worden ist und dafür andere Maßnahmen in Aussicht genommen sind. Der Reichskanzler wird auf der Reise nach Münster begleitet von dem Reichspresseches, Ministerialdirektor M a r tf s , und dem Leiter des Inlandreserats der Presseabteilung, Oberregierungsrat Dr. Heide. Die Rückfahrt erfolgt bereits am Sonntagabend, fo daß der Reichskanzler am Montag früh wieder in Berlin ist. Am Montagabend reift er dann nach Reu deck, um dem Reichspräsidenten die Einzelheiten des Wirtschastsprogramms vorzutragen und ihm gleichzeitig über die innerpolitische Lage Bericht zu erstatten. Ob die Notverordnung — es können übrigens auch mehrere fein — bereits jetzt in Neudeck unterzeichnet wird, steht im Augenblick noch nicht fest. Mit dem Reichskanzler wird auch Staatssekretär Dr. Meißner nach Neudeck fahren, wahrscheinlich auch die Reichsminister Jrei- herrvonGayl und General von Schleicher. Darüber wird aber endgültig wohl erst heute nachmittag entschieden werden. Ministerreden im Rundfunk. Berlin, 27. Aug. (WTB. Funkspruch.) Die Re'chsrundfunkgesellschaft teilt mit: Für die Tagung der Westfälischen Dauernvereine, die am Sonntag, 28. August, in Münster in Westfalen stattfindet, hat Reichskanzler von Papen die Hauptrede übernommen. Die im Mittelpunkt der Tagung stehende Ansprache des Reichskanzlers wird um 12 Uhr vom Westdeutschen Rundfunk übernommen und über alle deutschen Sender verbreitet werden. Vorangehend wird am gleichen Tage, Sonntag, um 11 Uhr aus der Doethe-Dedächtnis- feicr zu Frankfurt a. M. die Rede des Innenministers Freiherr von Gayl als Rundfunksendung geboten werden. Zentrumsabgesandter bei Hindenburg? Berlin, 27. Aug. (ERB.) In Berliner politischen Kreisen waren, wie die „D. A. Z." meldet, am Freitag Gerüchte verbreitet, wonach die Verhandlungen zwischen Zentrum und Rationalsozialisten über die Regierungsfrage im Reich plötzlich günstiger verlaufen seien, als das bisher der Fall zu sein schien. Es dürste zutreffen, so meint das Blatt, daß sich das Zentrum bei den Verhandlungen die größte Zurückhaltung auserlegt habe. Von Zen» Zrumsseite sei offenbar nur das Finanz- und das Arbeitsministerium gefordert worden, für die Dr. Brüning und Dr. Stegerwald in Vorschlag gebracht worden' seien. In diesem Zusammenhang verlautet, daß ein Vertrauensmann des Zentrums nach Reudeck zum Reichspräsidenten entsandt worden sei, um die Ansichten des Reichspräsidenten über eine etwaige Umbildung des Reichskabinetts zu sondieren. Der Kurs des Zentrums. Berlin, 27. Aug. (TU.) (Funkspruch.) Berliner Blätter veröffentlichen einen Artikel aus dem offiziellen .Pressedienst der Zentrumspartei", in dem es u. a. heißt: „3n der allgemeinen Rot und Rus nach Reichsbahnaufträgen. Eine Eingabe des Langnam-Vereins. Düsseldorf, 27. Aug. (ERD. Funkspruch) Der Verein zur Wahrung der gemeinsamen wirtschaftlichen Interessen im Rheinland und Westfalen hat, wie er mitteilt, bei den zuständigen Reichs- und Staatsministerien, sowie bei der Reichsvah-nhauptverwal- tung erneut dringende Vorstellungen über die Rotwendigleit erhoben, Reichsbahnarbeiten und -Aufträge in den Arbeitsbeschaffungsplan des Reiches einzubeziehen. Durch die seit Anfang April festzustellende einschneidende Auftragsdrosselung der Reichsbahn habe sich die ohnehin bedrängte Lage sowohl der eisenschafsenden, als auch der eisenverarbeitenden Industrie in einem Maße zuge- spiht, daß es zu den ernstesten Besorgnissen Anlaß gebe. Es handele sich um wirklich produktive Aufwendungen, da mit verhältnismäßig geringen Kosten ein sozialer Ruhaufwand erzielt würde, Tausende v o n A r b e i t s k r ä f t e n wieder eingestellt werden könnten und brachliegende Stoffe aktiviert würden. Darüber hinaus sollte aber auch die Frage einer eingehenden Prüfung unterzogen werden, ob nicht wenigstens in bescheidenem Umfange auch Mittel für eine zusätzliche Auftragsvergebung sreige- macht werden können. Die dringende (Begen- wartsnot der breiten Schicht reichsbahnabhängiger Industrien lasse, nicht zuletzt im Hinblick auf die schlüsselartige Stellung dieser Gruppe, im gesamtwirtschaftlichen Interesse die Prüfung einer Uebernahme von Risiken gerechtfertigt erscheinen, die vielleicht sonst größerer Zurückhaltung begegnen würden. Eine solche Maßnahme würde aber auch insofern bis zu einem gewissen Grade im eigenen kaufmännischen Interesse der Reichsbahn liegen, als der gegenwärtig ungewöhnlich niedrige Preisstand der Bedarfsstosse auch Käufe rechtfertigt, die unter günstigeren Zeitumständen vielleicht erst nach und nach hätten getätigt werden können. Angeregt wird in der Eingabe xl a. eine beschleunigte Vergebung von A u s be s s e r u n g s a r b e i te n für die etwa 60 000 Einheiten umfassenden reparaturbedürftigen Fahrzeuge und in gewissem Umfange auch die Vergebung von Reubestellungen. Krisenwende? Don Or. p. Mombert, o. ö. Professor der Staalswissenschasten an der Universität Gießen. Voraussetzung künftigen Aufstiegs gegeben ist. Diese bis jetzt besprochenen Erscheinungen als Reichsamts 31. 7. 1931 17. 8. 1932 auch, daß sich seit 1932 1932 1932 1932 1932 1932 1932 1932 1932 1929 1930 1931 Index in den Bereinigten Staaten 145,7 130,6 108,0 105,6 98,3 96,4 95,5 94,1 92,3 90,2 91,4 93,7* 137,2 124,6 110,9 111,7 100,0 99,0 99,8 98,4 97,2 96,2 95,9 96,0 95,8 95,0 Staaten das gongen ist. turreagible Waren 124,2 97,8 66,4 68,2 53,0 51,7 50,0 48,8 47,7 45,1 45,3 45,7 47,9' troffenen Länder nicht gleichartig. Wichtiger jedoch als die Feststellung dieser Ursachen ist heute die Frage, ob sich nicht gewisse Anzeichen ' Jahresdurchschnitt allgemeine Preisniveau Großhandelsindex des darunter Statistischen Konjunk- 30. 1. 29. 2. 31. 3. 30. 4. 31. 5. 30. 6. 30. 7. 3. 8. 10. 8. Die Tabelle zeigt aber. . . einigen Monaten der Preisrückgang stark verlangsamt hat und daß es doch den Anschein hat, als ob das Preisniveau auf seinem tiefsten Punkt angekommen sei. Das zeigt sich besonders bei der Betrachtung der sogenannten > konjunkturreagiblen Waren, d. h. derjenigen, die die Koks, Stab- und Roheisen. Häute. Leinen, Dollengarn usw. auf Wandlungen in der Konjunktur bei ihrer Preisgestaltung besonders emp- schwung nach der günstigen Seite hin zu rechnen ist, und woher die Kräfte kommen können, die dahin zu wirken imstande sind. Für jede Besserung einer ungünstigen Konjunkturlage, deren Wesen bekanntlich darin be» ftcht, daß das ersorderliche Gleichgewicht zwischen I Angebot und Rachfrage auf dem Markte fehlt, sind gewisse wirtschaftliche Voraussetzungen erforderlich. Schon vor dem Kriege konnte man die Erfahrung machen, daß die ersten Anzeichen einer Aenderung der Konjunkturlage darin lagen, daß die vorhandene Konjunktur sich in der von ihr eingeschlagenen Richtung immer mehr verlangsamte, d. h. für die Gegenwart, daß sich die Merkmale der Krise nicht mehr verschärften, sondern darin ein gewisser Stillstand eintrat. Man ■ kann diese Entwicklung an den verschiedensten ' Symptomen beobachten. DaS wichtigste Symptom der Entwicklung ist die Gestaltung der Preise. Jeder Rückgang der Preise hat an sich die Tendenz, belebend auf die * Nachfrage zu wirken; da aber Unternehmer und i Kaufmann sich immer zu den niedrigsten Preisen I eindecken wollen, so tritt erst dann eine stärkere 'Belebung der Rachfrage ein, wenn der Meinung dieser Kreise nach die Preise ihr tiefstes Riveau erreicht haben. Ein weiteres wichtiges Symptom : für die Konjunkturentwicklung ist dann die Gest altung von Vorräten und Warenlagern in einer Volkswirtschaft. Je mehr sie nämlich Seit nahezu fünf Jahren haben Deutschland inb fast alle anderen Staaten der Erde unter einer Wirtschaftskrise zu leiden, wie sie in diesem Ausmaße wohl noch niemals aufgetreten ist. Auf ollen Gebieten des öffentlichen und privaten Lebens, in wirtschaftlicher, sozialer und finanzieller Hinsicht, sind ihre unheilvollen Folgen zu Hniren. Die äußere Form, in der die Krise sich zeigt, sind in erster Linie der starke Sturz aller greife, der erhebliche Rückgang des Absatzes auf allen Märkten und die erschreckend große Arbeitslosigkeit. Cs ist hier nicht der Ort, genauer auf die Ursachen dieser schweren Wirtschaftskrise einzugehen. Die Ursachen sind ungemein mannigfaltig; sie liegen auf den allerverschiedensten Gebieten und sind auch für die von der Krise be- p während einer Krise zusammengeschmolzen sind, um so mehr und um so schneller werden niedrige Preise die Rachfrage belebens tonnen. Diese Läger I |lnb bei uns sehr gering, vor allem auch als Folge des hohen Zinsfußes. Wie sehr diese | JJägcr bei uns besonders auf dem Gebiete der 'Derbrauchsgüterindustrien geräumt sind, hat das Deutsche Institut für Konjunkturforschung in ? seinen letzten Berichten häufig hervorgehoben. Das letzte, das hierher gehört, ist die Ausscheidung der sog. Grenzproduzenten, d. h. der De- - triebe, die aus Gründen der Rentabilität nicht mehr Weiterarbeiten können und deshalb als Anbieter ausscheiden. Damit tritt eine Verringerung des Angebotes ein, womit ebenfalls eine Deute die Frage, ob sich nicht gewisse Anzeichen dafür zeigen, daß wir den Tiefpunkt der Krise überwunden haben, daß vielleicht mit einem Umwirtschaftliche Voraussetzungen eines Aufstiegs sind bei uns, ebenso wie in anderen Ländern, gegeben. Namentlich in den Vereinigten Staaten wird seit Monaten durch immer wieder verstärkte Erweiterung der Kreditgewährung der Versuch gemacht, einem abermaligen Cinschrumpfungspro- xef) der dortigen Wirtschaft entgegenzutreten, auf diese Weise die Rachfrage zu beleben und damit das Preisniveau zu verbessern. Es hat den Anschein, als ob dieser Versuch — wenn dabei auch andere Faktoren mit wirksam waren — nicht ohne Erfolg gewesen ist. Die folgende ^Tabelle gibt tin Bild davon, in welchem Umfang seit Beginn der Krise in Deutschland und in den Vereinigten “ zurückge- 3 2. August 1932; 3 8.-13. August 1932. findlich sind. Gerade bei diesen Waren ist auch bei Deutschland eine gewisse Steigerung in den letzten Monaten zu beobachten, und noch stärker war die Preiserhöhung, die solche Waren in anderen Ländern, hauptsächlich in Uebersee, erfahren haben. Mit diesem Anziehen der Preise hängt dann auch die starke Kurssteigerung wichtiger Industriewerte, besonders an den amerikanischen Börsen, zusammen. Dadurch, daß die Geldmärkte in der Welt äußerst flüssig sind und diese Flüssigkeit in den Vereinigten Staaten noch durch die bereits erwähnte Kreditausweitung unterstützt wird, erhält diese Auftriebstendenz auf den Warenmärkten eine starke Hilfe. Bisher war immer nur von den wirtschaftlichen Voraussetzungen einer Konjunkturlage die Rede. Dazu gehören aber noch andere Voraussetzungen, die sich in ihrer Gestaltung weniger leicht übersehen lassen. Man darf nämlich nie vergessen, daß alle solche wirtschaftlichen Voraussetzungen. die auf den Gang der Konjunktur einwirken, dies keineswegs unmittelbar tun. Es ist immer der handelnde und wollende Mensch, durch dessen Psyche hindurch erst diese wirtschaftlichen Faktoren zur Geltung und Wirksamkeit gelangen und damit erst auf den Gang der Konjunktur umgestaltend einwirken. Diese psychologischen Faktoren darf man demnach nicht übersehen, wenn man die weitere Gestaltung der Wirtschaftslage betrachten will. Gerade bei einer so schweren Krise gibt es nur allzu Viele, die unter dem schlimmen Druck wirtschaftlicher Sorgen überhaupt nicht mehr an die Möglichkeit einer wirtschaftlichen Besserung zu glauben vermögen. Es ist also durchaus verständlich, wenn heute die eben besprochenen wirtschaftlichen Voraussetzungen eines Aufstiegs sich nur viel schwerer durchzusetzen vermögen, als in den ruhigen Zeiten vor dem Kriege. r r _ Das gilt in ganz besonderem Maße für Deutschland. Zwar sind auch hier die obengenannten wirtschaftlichen Voraussetzungen eines Aufstiegs vorhanden. Das ergab sich bereits aus der oben gegebenen Darstellung der Preise. Das zeigt auch— um dafür ein anderes Merkmal zu geben — die Gestaltung der Konkurse, deren Zahl in den letzten Monaten einen beträchtlichen Rückgang erfahren hat. Es betrug in Deutschland die Zahl der eröffneten Konkurse im Monats- 1930 959 1931 1133 Januar 1932 1128 Februar 1932 1091 März 1932 975 April 1932 929 Mai 1932 739 Juni 1932 704 Juli 1932 629 —15. August 1932 320 Freilich stehen auch einem Konjunkturaufstieg für Deutschland größere Hindernisse im Wege, als in anderen Staaten. Diese Hemmnisse liegen auf verschiedenen Gebieten. Hierher ge- »hören einmal das noch nicht endgültig geloste Reparationsproblem; nicht weniger wichtig sind die starken innenpolitischen Spannungen und Gegensätze. Gerade wenn man sich die oben bargelegten psychologischen Zusammenhänge vor Augen hält, darf man solche Faktoren in ihrer Wirkung aus den Gang der Wirtschaft nicht unterschätzen. Rur dann wird die Rachfrage von der Wirtschaft her eine stärkere Belebung erfahren, wenn Unternehmer und Kaufmann Vertrauen in den weiteren Gang der wirtschaftlichen Lage haben. Daß neben wirtschaftlichen Tatsachen, wie z. B. mangelnde Rentabilität der Betriebe, auch politische Momente eine Rolle dabei spielen, liegt auf der Hand. Man braucht nur daran zu erinnern, daß man bei uns im Gegensatz zu der Krise in anderen Staaten auch von einer Vertrauenskrise gesprochen hat und daß mit diesem mangelnden Vertrauen in die Zukunft der deutschen Wirtschaft doch auch die starke Kapitalflucht zusammenhing, welche die Wirtschaftskrise bei uns soviel schärfer gestaltet hat, als in anderen Ländern. Aber neben solchen politischen Faktoren können auch rein wirtschaftliche Momente bei uns zunächst als Hemmnis eines stärkeren und schnelleren Aufstiegs wirksam sein. Hierher gehört einmal der große Kapitalmangel und damit im Zusammenhang die Tatsache, daß wir durch das Sttllhalte-Abkommen noch von dem internationalen Geld- und Kapitalmarkt losgelöst sind. Der Geldmarkt ist auch bei uns viel weniger flüssig, als in anderen Ländern, und auf Grund von internationalen Abmachungen ist die Reichsbank noch nicht imstande, ihren Diskont unter den gegenwärtigen Satz von 5 Prozent herabzusetzen und damit ihrerseits einen belebenden Einfluß auf die deutsche Wirtschaft auszuüben. Auch die Hohe der Unkosten ist durch die hohen Zinsen, die hohen Soziallasten und die hohen Steuern für die deutsche Wirtschaft ungünstiger, als in anderen Ländern. Es mag sein, daß hierin die viel besprochene Reu- regelung der Schuldverhältnisse mit dem Ausland eine gewisse Erleichterung bringt. Wenn also gewisse Gründe vorhanden sind, die dafür sprechen, baß sich bei uns eine Besserung ber Konjunkturlage nicht so leicht vollziehen wirb, wie in anberen ßänbern, so wird man boch sagen bürfen, baß eine Besserung ber Konjunktur, bie sich vielleicht in ben nächsten Monaten in anberen Teilen ber Erbe vollzieht, auch aus Deutschlanb übergreifen muß. In welchem Umfange bas der Fall fein wird, dürfte in hohem Maße von der Gestaltung ber eben erwähnten Faktoren, namentlich aber auch von ber Entwicklung unserer innerpolitischen Verhältnisse abhängen. Wenn je- boch in anberen ßänbern eine Besserung ber Konjunkturlage eintritt, wenn bort Preise und Kauflraft steigen, wenn dort die Arbeitslosigkeit zurückgeht, dann müssen auch bei uns die Preise anziehen, dann wird auch die Kaufkraft anderer Länder für unsere Erzeugnisse steigen. Genau wie unsere deutsche Krise dadurch noch wesentlich verschärft worden ist, daß immer mehr Länder, vor allem in Uebersee, von ihr erfaßt wurden, so wird auch unsere Wirtschaftskrise eine mehr oder weniger große Abschwächung erfahren, wenn sich in anderen Ländern die Kon- junktuvlage bessert. Wenn also auch die wirtschaftlichen Aussichten heute allgemein günfti- ger zu beurteilen sind, als es noch zu Beginn dieses Jahres ber Fall war, unb wenn man des- halb auch für Deutschlanb, wenn nicht außen- ober innenpolitische (Störungen eintreten, mit einer gewissen Krisenwende rechnen barf, so wirb es sich hierbei boch nicht um einen schnellen unb starken wirtschaftlichen Aufschwung handeln. Dafür finb bie Wunben zu schwer, welche bie Krise allenthalben geschlagen hat, unb bafür befinbet sich unsere Volkswiri'chaft noch auf lange Zeit hinaus in einem zu sehr erholungsbedürf- tigen Zustanb. Wir finb aber alle in dieser Hinsicht viel bescheidener geworden, als früßer. Auch eine Ueberwindung des Tiefpunktes einer Krise ist schon ein wichtiger Schritt nach vorwärts und namentlich in psychologischer Hinsicht nicht zu unterschätzen. Das ist besonders wichtig den vielen gegenüber, die in der gegenwärtigen Lage eine Dauerkrisis unserer Wirtschaftsordnung, ein Versagen derselben, erblicken wollen. Jede Ueberwindung des Tiefpunktes einer Krise birgt Kräfte in sich, die aus der Depression weiter nach oben führen und eine wirtschaftlich bessere Zeit einleiten helfen können. Gefahr, in der selbst Staatsstreiche nicht ausgeschlossen erscheinen, ist es wiederum die -Zentrumspartei, deren Bestreben darauf gerichtet bleibt, auch diesen Reichstag arbeitsfähig zu mach en. die lähmende radikale Mehrheit in ein positives Fahrwasser zu richten. Darum die sorgenden Besprechungen, darum die Fühlungnahme der Zentrumsführer mit allen anderen Führern gegnerischer Parteien. Wie auch die Pläne der Reichsregierung sich noch offenbaren werden, wir im Zentrum und in der Bayerischen Dolkspartei rufen ihr ein gebieterisches „Halt" sofort zu. wenn sie den Weg der Verfassung verläßt. Dann werden wir mit den schärfsten Mitteln zur Rotwehr drohender Gefahren schreiten." „Unter einer anderen Führung." München. 27. Aug. (ERD. Funkspruch.) Der „Bayrische Kurier" wirft heute die Frage auf. welche Möglichkeiten wohl bestünden, wenn alle Bestrebungen, zu einer parlamentarischen Frontenbildung zu gelangen. scheitern sollten. Das Blatt hält es für durchaus denkbar, daß es einem Präsidialkabinett gelingen könnte, zu einer Zusammenarbeit mit dem Reichstag zu gelangen, allerdings einem Präsidolkabinett, das unter einer anderen als der gegenwärtigen Führung stehe. Was die Verhandlungen zwischen Zentrum und Rationalsozialisten anlange, so entsprächen alle optimistischen oder pessimistischen Darstellungen nicht den Tatsachen. Fest stehe jedenfalls, daß die Verhandlungen weitergingen. Ob siie zu einem positiven Ergebnis führten, hänge davon ab, ob sich die Nationalsozialisten zu einer tragbaren Verhandlungsgrundlage entschließen könnten. Giahlhelm-Gtu-enten bei Hindenburg. Freistadt (Westpr.),26. Aug. (TU.) Auf ihrer vierwöchigen Streife durch Ostpreußen trafen die S t a h l h e l m st u d e n t e n am Freitagmittag nach einem mehrtägigem Marsch von Deutsch-Eylau her in Neudeck ein, wo sie vom Reichspräsidenten empfangen wurden. Die Studentenkompanie nahm in feldmarschmäßiger Ausrüstung vor dem Gutshause Aufstellung. Der Führer der Ostpreußenstreife, Fritzsche, Referent für Wehrsragen in der Studentenschaft des Stahlhelms in Berlin, begrüßte den Reichspräsidenten und wies darauf hin, die jungen Studenten kämen gerade von den Stätten, wo vor 18 Jahren der Reichspräsident als Führer des deutschen Ostheeres der russischen Dampfwalze Einhalt geboten habe. Die deutschen Studenten, besonders aber die Stahlhelmstudenten, seien stets bereit, ihr Leben für Deutsch, land einzusetzen. Der Reichspräsident erwiderte: „Meine lieben jungen Herren! Es ist mir eine besondere Freude, Sie hier in meiner engeren Heimat begrüßen zu dürfen. Sie kommen von Tannen- berg, dieser geheiligten Stätte, die ich verteidigt habe, wie ich das ganze deutsche Vaterland verteidigt habe und immer verteidigen werde. Damals war das deutsche Volk noch einig und dadurch mächtig und konnte noch Taten vollbringen. Heute ist das leider nicht mehr der Fall. Stellen Sie immer da» Vaterland hoch über die Parteien. Wenn Sie die Gesinnung hochhalten, die Sie eben gelobt haben, dann wird es Deutschland auch wieder besser gehen. Unserer Gesinnung zueinander und zum Vaterland wollen wir Ausdruck geben in dem Ruf „Unser teures, heiß geliebtes Vaterland hurra!" Anschließend schritt der Reichspräsident die Front der Stahlhelmstudenten ab uno richtete an einzelne Studenten Fragen nach Hochschule, Studium und Heimat. Der Reichspräsident nahm dann noch einmal das Wort und sagte: „Ich danke Ihnen nochmals, daß Sie hierhergekommen sind und mir altem Manne Freude gemacht haben. Ich wünsche Ihnen allen, daß Ihre Zukunft sorglos und glücklich sein möge." Während des anschließenden Vorbeimarsches stand der Reichspräsident wieder vor dem 0er alte Teich. Don Siegfried von Vegesack Fast zwanzig Jahre sind es her, seitdem ich ihn zum letztenmol gesehen, den alten Teich, — und doch hat sich sein Antlitz kaum verändert: noch immer schwimmt die dicke grüne Entengrütze auf dem trüben, unbewegten Wasser, wuchert Schilf und Kalmus am lehmigen Ufer, ragt der schmale, graue Brettersteg auf gespreizten Füßen in den von Schlamm gereinigten Tümpel. Die Jasmin- und Fliederbüsche drüben, auf der anderen Seite, sind wohl gewachsen, die Linde hat ihre Zweige tiefer gesenkt und näher an das Wasser vorgeschoben, und von unserem Kletterbaum, der alten Silberweide, sind nur noch ein paar Stümpfe übrig geblieben, — aber sonst hat der Teich sein altes Gesicht behalten: noch immer jagen Schwalben im Zick-Zack über ihn hin, spiegeln sich weiße Som- merwolken im leicht gekräuselten Wasser, quarren abends die grünen Frösche im Schilf. Und dort, in der klaren Bucht bei den Weidenstümpfen, blühen noch immer die weißen Wasser- Rosen, die wir als Knaben vom Fluß hierher über- siedelten: in Lehmkugeln sorgfältig eingepackt ver- senkten wir den Samen: drei Jahre dauerte es, bis die Pflanzen zur Oberfläche des Wassers hinaufwuchsen, die erste Rose ihren weißen Kelch öffnete. Auch die gelben Schwertlilien, die ich aus dem Walde, der moorigen Eichsuhle, hierher an den Teich verpflanzte, stehen noch immer da, in dichten, grünen Büscheln, haben unbekümmert um Krieg und Revolution, Jahr für Jahr geblüht. Vieles ist seitdem anders geworden, aber der alte Teich meiner Kindheit hat sich kaum verändert. Und wenn ich mich jetzt mit meinem zehnjährigen Jungen auf dem schmalen Brettersteg niederhocke, mich tief über das Wasser beuge, um den Feuer- salamander zu beobachten, dann dreht sich die Zeit um einige Jahrzehnte zurück, ich- selbst bin wieder Zunge, wie damals, und der kleine Teich ist ein großes Meer voll Ungeheuer, Gefahren und Aben- teuer. Was gab es da alles für rätselhafte Geschöpfe: die dicken, runden Kaulquappen, die so durchsichtig sind, daß man ihre wie auf einem Röllchen auf- gewickelten Eingeweide genau betrachten kann, die blanken schwarzen Wasserkäser, die grünen Frosche, dunklen Molche, die Feuersalamander mit dem schwarzen gezackten Rücken und den flammend roten Bauchen, und die unheimlichen schleimigen Blutegel. Alle diese Tiere fing ich für mein Aquarium: hinter öcr Glasscheibe konnte man sie gut beobachten. Am NeueAufstandsvorbereitung inSpanien? Aus aller Welt auptmann, der an war, lieh das Manu- Amerikanischer Protest in Zapan. T o k i o, 26. Aug. (TU.) Der amerikanische Dotschai ter suchte heute das Außenministerium auf, wo er eine längere Unterredung hatte. 3n politischen Kreisen heißt es, daß der Bot- schafter dem japanischen Außenminister Uschida die Einstellung seiner Regierung zu dessen Rede vom Donnerstag und den japanischen Absichten in der Mandschurei auseinan- dergeseht habe. Dem Vernehmen nach soll der Botschafter keinen Zweifel darüber gelassen haben, daß die amerikanische Regierung gegen den japa- nischen Vorschlag in der Mandschurei noch formell Einspruch erheben werde. 3n hiesigen politischen Kreisen bezeichnet man die japanisch.arne- rikanischen Beziehungen als a u ß er o r d e n t - lich gespannt. Vizeadmiral Kirchhoff f- Bad Reichenhall, 26. Aug. (TU.) Rach längerer Krankheit verschied am Donnerstag in Berchtesgaden Vizeadmiral a. D. Hermann Johann Kirchhoff im Alter von 81 Jahren. Polen will neue Eisenbahnen bauen. Entlang der ostpreußischen Grenze. Warschau, 26. Aug. (TU.) Die polnische Regierung hat dem Dölkerbundsausfchuß für Verkehrswesen eine Denkschrift überreicht, worin Vorschläge für den Sau von Eisenbahnlinien in Polen enthalten sind, die zur Belebung des Wirtschaftsverkehrs und Linderung der Arbeitslosigkeit mit Unterstützung des internationalen Kapitals im Sinne der Genfer Beschlüsse dienen sollen. Es handelt sich um 7 Eisenbahnlinien in einer Gesamtlänge von 1240 Kilometer, zu deren Bau 730 Millionen Zloty erforderlich sind. Zwei von den geplanten Eisenbahnlinien sollen längs der o st preußischen Grenze verlausen, Thorn mit Ostrolenka und bann Straßburg, welches gleichfalls unweit der ostpreußischen Grenze liegt, mit dem südlich an der Weichsel gelegenen Plock verbinden. Ein Blick auf die Karte genügt, um zu erkennen, wie die Eisenbahnlinien, die als wirtschaftlich notwendig bezeichnet werden, durch ihre besondere Lage in nicht minderem Maße auch ander en Zwecken dienen können. In solchen Fällen liegen wirtschaftliche und strategische Zweckbestimmungen dicht nebeneinander. Zeitungsverbot. B e r l i n, 27. Aug. (WTB.) Auf Grund der Verordnung geaen politische Ausschreitungen ist die kommunistische Zeitung „Berlin am Morgen" ab heute bis zum 2. September polizeilich verboten worden. Das Verbot erfolgte wegen eines Artikels, auf den das am Mittwoch ausgesprochene Verbot der „Roten Fahne" zurückzuführen ist. Portal. Als die Kompanie bereits unten auf der Landstraße marschierte, winkte der Reichspräsident mit einem Taschentuch noch einen Abschiedsgruß. Erhebungen Über das Reichsbanner. Berlin, 26. Aug. (TU.) Rach Meldungen Berliner Blätter hat der Berliner Polizeipräsident alle preußischen Landeskriminal-Polizeistellen beauftragt, ihm genaue Mitteilungen über Aufbau, Organisation, Führer usw. desReichs- b a n n e r s und der „H a m m e r s ch a f t e n" zu machen. In dem Schreiben teilt der Berliner Polizeipräsident mit, daß ihn der Minister des Innern beauftragt habe, für das ganze Staatsgebiet über das Reichsbanner zu berichten. An zuständiger Berliner Stelle wird diese Rachricht weder bestätigt, noch dementiert. Schule geplant. Der Dichter Ger! der Teilnahme verk Paris, 26. Aug. (WTB.) Wie Havas aus Madrid berichtet, sind Gerüchte im Umlauf, daß reaktionäre Kreise eine zweite Aufstandsbewegung versucht hätten, wenn das Todesurteil gegen General S a n j u r o aufrecht erhalten worden wäre. In Gijon und Saragossa sind vier höhere Offiziere verhaftet worden. Außerdem sind in Gijon 110 Mann polizeiliche Verstärkungen aus Barcelona angekommen. Rach einer weiteren Meldung aus Madrid wurde General Sanjurjo von seiner Begnadigung gestern abend in dem Augenblick in Kenntnis gesetzt, als der General in Gesellschaft seines Soh- nes das Abendessen einnahm. Sein Sohn, Haupt- marrn Sanjurjo, hatte die Rächt bei seinem Vater im Gefängnis verbracht. Hauptmann Sanjurjo, der vor einiger Zeit bereits seinen Abschied als Offizier gegeben hatte, war Bankbeamter in Barcelona, ist aber inzwischen aus der Vereinigung der Dank- und Börsenmakler ausgetreten. In den Wandelgängen der Kammer wird von der Möglichkeit gesprochen, daß heute, insbesondere in den Städten, in denen die Gewerkschaften über großen Einfluß verfügen, also in Saragossa, Valladolid, Sevilla und Valencia, der General- Sensaiionen des Fallschirms. Was der Regenschirm dem gewöhnlichen Spaziergänger bedeutet, das dürfte wohl bald in verstärktem Matze der Fallschirm für den Luftreisenden fein, nämlich eine unentbehrliche Schutzvorrichtung, oync die sich niemand dem luftigen Element anvertraut. Die Ausbildung in der Handhabung des Fallschirms ist schon jetzt für den Berufsflieger unerläßlich und diele Hebungen spielen bei den Luftstreitkräften eine wichtige Rolle. Wie Major C. Turner in einer englischen Fachzeitschrift mitteilt, hat der Fallschirm seit feiner obligatorischen Einführung bei dem britischen Flie- ger-Korps schon 600 Leben gerettet. Vorführungen mit dem Fallschirm bilden den aufregendsten Teil aller Manöver, die auf dem englischen Flugplatz zu Hendon ausgeführt werden und ein großes Publikum an locken. Während bei jedem Landflug ein Fall- fchirm mitgeführt wird, wurde er bisher bei See- fkript seiner Rede verlesen. Er führte u. a. aus: »Wir befinden uns heute, wer möchte es leugnen, in einer Kulturkrise. Die Tatsache drängt sich gerade bei uns jedem auf, der Wesen und Wert der deutschen Kultur erkennt. Im Protektor der Wilhelm-Meister-Schule, in Goethe, sind mustergültig jene beiden Eigenschaften vereint, die das deutsche Wesen ausmachen, und die eine deutsche Erziehung Pflegen soll: eine wurzelechte, ich möchte sagen, lutherische deutsche Wesenheit und daneben eine übernationale, universelle Geistigkeit, von der aus die Wege des Verstehens zu allen Völkern und zu allen Gebieten der Wissenschaft, der Kunst, der Philosophie und Religion offen sind." Im Rainen der Pädagogik an den deutschen Hochschulen brachte Prof. Dr. H o f f m a n n von der Tlniversität Heidelberg seine Wünsche dar. Oberstudiendirektor Dr. Andreesen hob besonders den Wert der Gemeinschaftserziehung hervor. Der Dichter Rudolf G. Dinding stellte Goethes Selbsterziehung als Vorbild hin, er sei Vorbild gewesen, ohne Vorbild sein zu wollen. In dieser Weise sollten auch unsere Jünglinge mi Führern ohne Führerambitionen erzogen »erben. Dinding brachte den Taufspruch aus: Für die Lehrer: „Ohne Menschen wahrhaft zu lieben, erziehen zu wollen, ist Vergeblichkeit". Lind für die Schüler: „Ohne den Menschen zu lieben, auch nur Hinlängliches leisten zu wollen, ist ein Wahn." Zum Schluß sprach Studienassessor Sauer den Dank der Jugend, und Stadtrat Dr. Keller den Dank der Stadt für die neue Gründung aus. — aufregendsten war es wenn ein Blutegel sich an einer fetten Kaulquappe feftfaugte. Unb dann, als bei einem Sturm das Storchnest von der Pappel herunterfiel, und wir die jungen Störche hier am Teich, In einem umzäunten Gehege aufzogen! Wie viel arme Frösche mußten ihr Leben lassen, wie schrecklich zappelten sie zwischen den roten Schnabel-Zangen, wie schnell glitten sie dann den langen weißen Hals hinunter, — man konnte es genau verfolgen. Ader am unheimlichsten war es wohl, wenn der Gärtner die Ratten im Teich ertränkte: er hielt die in der eisernen Gitterfalle gefangenen Tiere so lanae unter Wasser, bis sie erstickten. Das war kein schöner Anblick, aber doch äußerst interessant. Und immer war der Teich der Schauplatz dieser aufregenden Erlebnisse. Aber es gab auch harmlosere Abenteuer. Wir schnitzten uns aus Kiefern-Rinde kleine Segelboote, die dann auf dem Teich kühne Weltreisen unternahmen: nach Indien, Eeylon und Madagaskar. Besonders gefährlich war die Durchfahrt bei Gibraltar und durch den Sue^kanal, wo die Schiffe zwischen dickem grünen Schlamm durchmanövrieren wußten und oft hilflos stecken blieben. Einmal kenterte ein Ozeandampfer auf hoher See, und ich mußte mir Schuhe und Hofen ausziehen, um ihn zu bergen. Das war wegen der vielen Haifische, — der Blutegel — besonders aufregend. Aber am schönsten war der Teich in jenem Sommer, als er nach heftigen Regengüssen aus den Ufern trat und wir uns ein richtiges Floß bauten, auf dem wir bann selbst gefährliche unb abenteuerliche Weltreisen antraten, unb einmal, mitten auf bem Ozean, nahe bei Teneriffa, kenterten! Wie groß war ber Teich gewesen, wie weit schwammen wir auf ihm herum! In Wirklichkeit bin ich lange nicht so weit herumgekommen, nicht einmal nach Gibraltar, — von Jnbien, Mabagaskar unb Teneriffa ganz zu schweigen. Rur ber kleine Teich hat alle Träume meiner Kinbheit erfüllt, — bie Wirklichkeit ist viel bescheibener gewesen. Unb selbst wenn die Zukunft noch einiget? nachholen sollte, — die Herrlichkeiten dieses kleinen Teiches wird sie nie erreichen. Träume sind mehr, als Er- füUung, und ein Tümpel kann mehr sein, als ein großer Ozean. Weder lassen wir die Segelboote schwimmen, wieder hocken wir auf dem schmalen Brettersteg und verfolgen mit klopfendem Herzen die aufregende Fahrt: wird das Schiff die gefährliche Meer- enge von Gibraltar, den heimtückischen Suezkanal passieren, wird es glücklich bis nach Indien gelangen? Oder wird es vom Sturm In das schwere Pack- Frankfurter (Soethe-Gedächinis-Woche Im Rahmen der Frankfurter Goethe-Ge- dächtnis-Woche fand im Kaifersaal des Römer als Bekenntnis zu GoetyeS pädagogischem Vermächtnis und als Gründungsfeier der Wil- Helm-Meister-Schule eine Kundgebung statt. Oberbürgermeister Dr. Landmann feierte die Gründung der Schule als Werk echten Frankfurter Bürgertums, das sich tätig zum Vermächtnis seines großen Sohnes bekennt. Der Vorsitzende des Kuratoriums der Wil- Helm-Meister-Schule. Prof. Dr. S e l ck, sprach sodann über „Goethes pädagogisches Vermächtnis und die .Wilhelm-Meister-Schule". Im Mittelpunkt der Goetheschen Gemeinschaftspädagogik stehe die „Lehre von den drei Ehrfurchten", ber Ehrfurcht nach oben, nach unten und gegenüber dem Rebenmenschen. Als höchste Ehrfurcht aber gelte ihm die vor dem sittlichen Selbst. Rach diesen Richtlinien sei der Ausbau der neuen flügen nicht angeroenbet, ba man darin mehr ein Hinbernis als eine Hilfe sah. Aber durch neue Vorrichtungen, bie an ben Apparaten angebracht werben, ist auch dieses Hindernis jetzt überwunden, und ber Fallschirm wirb auch von Seefliegern benutzt.. Bei ßanbungen auf der festen Erbe wirb der geschickte Benutzer dieses Instruments es in falt allen Fällen vermeiden können, in einen Baumwipfel ober auf bas Dach eines Hauses zu geraten. Er kann durch geschicktes Ziehen nach einer Seite die Richtung seines Falles beeinflussen und Hindernisse vermeiden. Wenn es ihm möglich ist, das Flugzeug in einer Höhe von wenigstens 70 Meter über dem Boden zu verlassen, so geht alles gut. Jedenfalls ist die Gefahr um so größer, aus je geringerer Höhe der Absprung vor sich geht. So seltsam es erscheinen mag, so ist der Fall aus großen Höhen am wenigsten bedenklich. Die Gefahr, das Bewußtsein zu verlieren, besteht für den geübten Fallschirm-Springer nicht. Eine normale Person kann mit ungeöffnetem Fallschirm bis zu einem Kilometer tief herabstürzen, ohne bas Bewußtsein zu verlieren. Der geübte Springer hält in biefer Situation sogar sein Auge auf bie Stoppuhr gerichtet unb öffnet ben Schirm nicht eher, als bis er bis zu 2000 Meter gefallen ist unb die Höchstgeschwindigkeit erreicht hat, bie ein fallender Menschenkörper erhält. Das ist etwa eine Schnei, ligfeit von 300 Kilometer in der Stunde. Jeder er- fatjrene Springer weiß genau, was er bei einem "Fall" zu tun hat. Er springt zuerst ab, zählt dann langsam bis 5, damit ber Schirm, wenn er geöffnet wird, sich nicht etwa in das Flugzeug verwickelt, und zieht bann ben Ring. Wenn ber Schirm sich öffnet, verspürt der Springer ein angenehmes Fä- ajeln ber Luft, unb für bie nächsten Sefunben ober .# Minuten, je nach ber Höhe des Sturzes, schwelgt A er in einem höchst angenehmen Gefühl, denn bas ruhige Gleiten durch bie Luft wirb von jebem Fall- ■ schirm.Virtuosen, der keine Angst mehr empfindet, | als eine besondere Sensation gewertet. Aus diesem „Luft-Rausch" muß er sich ermannen, wenn sich j ber Augenblick ber Landung nähert, denn dann heißt es, aufzupassen, daß man richtig auf dem festen i Boden ankommt. Die Geschwindigkeit des Falles ist etwa dieselbe wie die, wenn man von einer drei ; Meter hohen Mauer herunterspringt. Herrscht ein starker Wind, dann ist die Gefahr des Abgetriebenwerdens größer und ein unsanfter Aufprall eher möglich. Der Weltrekord für den höchsten Fallschirm- ; abfprung beträgt gegenwärtig 7442 Meter: ber Sturz aus dieser gewaltigen Höhe dauerte gegen 18 Minuten. streik auSgerusen werd«, um gegen die De« gnadigung des Generals zu protestieren. GeneralGanjurjoalsGtrafgesangenek Paris, 27. Aug. (WTD. Funkspruch.) Havas berichtet aus Santander: General Sanjurjo ist, von acht Polizeibeamten begleitet, gestern um 10 LIhr im Militärstraflager D u e s o eingetrvffen. Er wurde zunächst ärztlich untersucht und mußte dann die Kleidung derStras- gesangenen anlegen. General Sanjurjo bleibt eine Woche in seiner Zelle eingeschlossen und wird nach dieser Zeit wie die übrigen Gefangenen täglich eine Stunde im Gefängnishvf spazieren gehen dürfen. Rach einer Meldung aus Madrid sind die drei zusammen mit General Sanjurjo verurteilten Aufruhrer im MUitärgefängnis von Madrid verblie- bien, und man weiß noch nicht, warm diese in ein Militärstraflager übergeführt werde» Gegenwärtig befinden sich im Madrider Militärgefängnis 18 Generale, 5 andere höhere Offiziere, 10 Unteroffiziere und 33 Soldaten. Die Feier wurde eingerahmt von Chören auS „Wilhelm Meisters Wanderjahre". Tannenberg-Gedächtnisgottesdieufl. Auf Veranlassung ber Arbeitsgemeinschaft Ost- preußischer Regimentsvereine in Berlin wurde in ber Alten Garnisonkirche zur Erinnerung an .bie Schlacht von Tannenberg ein Gottesdienst abgehalten, dem u. a. der Berliner Stadtkommandant, General v. Witz leb en, der Pressechef ber Reichsregierung, Major Marcks, unb ber Kommanbeur ber Berliner Schutzpolizei, Oberst Poten, sowie weitere Vertreter ber Reichs-, Staats, unb Kommunalbehörden beiwohnten. Die Gedächtnisprebigt hielt D. Doehring. Der Kommandeur der 1. Feldartilleriebrigade in der Tannen- bergschlacht, Generalleutnant a. D. M ö w e s, feierte ben Sieg von Tannenberg in markigen Worten unb mahnte, die toten Kameraden unb ihr Werk nicht zu vergessen. Vor Beginn des Gottesdienstes erfolgte bie feierliche Verleihung bes Ostpreußen- kreuzes an zahlreiche Persönlichkeiten, bie sich um Ostpreußen unb Danzig besonders verbient ge- macht haben. Das Kreuz trägt bie Inschrift: „Für Verdienste um Ostpreußen unb Danzig in schwerer Nachkriegszeit", unter ben Persönlichkeiten, benen biete Auszeichnung verliehen mürbe, steht an erster Stelle ber Reichspräsident Generalfeldrnarschall von Hindenburg. Es folgen u. a. ber Reichsinnenminister Freiherr v. Gayl, General der Infanterie a. D. v. Francois unb General Kahn. Weiterflug Gronau» erst im September. Wolfgang v. G r o n a u wird feinen Flug von Dutch Harbor aus nicht vor dem 1. September fortsehen, da er die Ankunft des Dampfers mit den Gasolinvorräten abwarten muß. Der vermißte Luropa-Flieger klep» aufgefunden. Der seit dem Start in Kopenhagen vermißte tschechische Guropaflieger K l e p s mußte, wie erst jetzt bekannt wird, in der Rähe von Ha^mstak Halbwegs zwischen Kopenhagen und Göteborg, wegen Motordefekts n o t l a n d e n. Er wird versuchen, den Schaden dort zu reparieren. Die Devifenschiebungen in Ludwigshafen. Wie zu den bereits gemeldeten Deoisenschie- 6 u n g e n in Ludwigshafen am Rhein von dem Leiter der Geschäftsstelle ber Allgemeinen Elsässischen Bankgesellschaft in Köln mitgeteilt wirb, hanbelt es sich bei bem verhafteten Bankbirektor nicht um einen früheren Direktor ber Allgemeinen Elsässischen Bank- gesellschaft, sondern um den ehemaligen Direktor einer anderen Inbustriedank, namens Glaß. Roseggers Witwe gestorben. In Krieglach (Dberfteiermarf) ist bie Witwe des Dichters Peter Rosegger, Frau Anna Rosegger, im Alter von 72 Jahren g e ft o r b e n. i sie^' ta »irtfi- i rlbd "Stet sich SUN" I ^5M'als obe I Wandelbarkeit de I Aber wer auskennt.! I ^Len Tatsache'. ■1* niÄX i |p ’Ä taitirm»; LW hüten verschwind^ r»irh einen neuen muu [ää | Verkehrsdichte davon; Darum, meine Heri I eine Abrüstungskonser | ein und behalten wir nassen gut im Auge. I sind: wie leicht konnte Hütet die Kinde Gegenwärtig findet : schwarze Deere ber^ I rionna). In diesem x. | Lers reichlich gesruchte i glänzende Beere eine einer mitteldicken Herz I! der leicht angrifslich. L : alle anderen Teile de 1 halten ein sehr gesäh ganze Pslame riecht b Der Genuß ber Deere ’ weh, Schwindel, 3m ! schließlich ben Tod. A ' treffen des Arztes isi herigem Erbrechen ! Kassce zu verabreiche heißt schöne Frau, w Geschlecht mit dem 6 geringe Wengen des Die Augen träufelt, ur. Das Atropin fyat näml Pille au erweitern. 3ei tähaib, wenn er das . suchen will. Werkwürdi gern von Amseln und l rhne Schaden zu nehme : unfreiwillig für die i slrauches. Die Tollkirsä wachs unserer Pslanzem Seflnol Stellenvermitt ■ . Der heutige Polizeit 'uchte der Kaufmann Er am 2. Juli 1893 zu Köi “artigen Zeitungen du xure. Den Interessenten , vrganisot.onsleiter ber . Meroerleihbetrieb) vo -ande einen Bücheroer Ae Einzustellenden sol Anleihen, weiter M gleichzeitig die Lei! 'S ?? einwandfreie RS -igenden '2luLiii6Ummen ^»bezüglMM »eben n hinein ?ekomme: SOIt Bore zur 1! °uch in eis ber grünen Entengrütze abgetrieben an der Felsenküste von Grönland stranden? Libellen stehen mit wirbelnden, schillernden Flügeln über bem Wasser, ein großer schwarzer Käfer rubert emsig, mit ruckweisen Bewegungen zwischen dem Schilf, winziae Wasserflöhe laufen auf der Oberfläche Schlittschuhe. Ein Blutegel hat sich an einem fauligen Holzstück festgesaugt. Auf dem fla- chen Blatt ber Wasserrose hockt em grüner Frosch unb glotzt mit oorquellenben Augen zur Libelle hinauf. Tief unten, über bem lehmigen Grunde, dämmert eine Kaulquappe, flitzt ber rote Bauch eines Feuersalamanbers. Nichts hat sich geänbert, alles ist, wie es war. Unb es riecht auch genau so, wie bamals: nach fauligem Schlamm, Schilf unb Kalmus. Drüben steht unoeränbert ber graue Holzstall mit bem silbernen Schindeldach, unb bort, über ben Jasmin- büschen schimmert zwischen ben ßinben ein oer- trauter Giebel. Unwillkürlich will ich hinüberlaufen, in bas alte Wohnhaus. Aber ba fällt mir ein: ein hoher Bretterzaun versperrt jetzt den Zugang. Kein Weg führt hinüber, zurück zu bem, was einmal war... Unb wie mein Blick roieber in bas Wasser fällt, starrt mich ein frember Mann mit tiefen Furchen im Gesicht nachbenklich an. Aber bann taucht ein heller Haarschopf neben ihm auf; ein Junge wischt mit kräftigem Stockschlag bas quälende Spiegelbild aus, stößt ein neues Segelboot ins Meer unb ruft mich zurück zu aufregenden Abenteuern, — zum alten Teich meiner Kindheit. Die Chikagoer Weltausstellung 1933 Äus Oer provinzialhauptstadi Kartoffeln (neue) 3,5 (Pro Zentner •>„. g 7.....* wuivt u -Ulli uuti UUJ uviuyit. .^uiiiuvxi guiuuguivnuuvii, flnnflnkUnttUn9 a; ,£> wird sie in dem großen Hut erst recht ihre o h» mTLottes- ^kistenzberechtiguna finden, und in aller Welt • • wt -Berliner SlaMom» »Irb man in Autobussen und Straßenbahnen, wie Inio to6 n' foÄl Dc*r dem Kriege, Angst haben müssen, im zer- ,;I°r -Wards, und de? schundenen Gesicht die untrüglichen Zeichen der unrr vchutzpolizri, Oberft Verkehrsdichte davonzutragen. ■re Wttttt der Reich;! Darum, meine Herren, berufen wir rechtzeitig Hütet die Kinder vor der Tollkirsche! ii nsl im September. i den ehemaligen I)i )onk, namens Siah. P77/32b bis 25, bis 25, 40 b iS 45 bis 25, Gießen, den 27. August 1932. (5H, ei — was kommt denn da? Das kommt da wirklich? Die Hutnadel kommt dNigoltestienft. Ärbeitsi Festnahme eines Stellenvermittlungsschwindlers. Blumenkohl 30 bis 60, Salat 8 bis 10, Salatgurken 10 bis 25, Einmachgurken 2 biS 3. Endivien 10 bis 12, Oberkohlrabi 5 biS 8, Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 12. Sellerie 10 bis 25 Pfennig pro Stück: Radieschen 8 bis 10 Pf. pro Bund. im 4-RM.-Box-Kamera eingetroffen in modernster Ausführung. 6O49D Photo-Ruhl, Gießen "ÄS Jbeboiben beiwohnten. Dii LÄ*."9- Rom, °brmde.n der Tonnen- ’ant a.D. Hoioes, feierte m markigen Worten uns adenund ihr Werk nicht» de5 Toltesdienstes erfolgte Difroe gestorben, iermarf) “ «er, grau Anna Rosegg«^ i geflorben. ___ ' Böswillige Verunreinigung der Lahn ist strafbar! Dom Polizeiamt Gießen wird mitgeteilt: Das Polizeiamt hat schon mehrfach darauf hingewiesen, daß vorsätzliche und fahrlässige Verunreinigung des Lahnwassers straf- bar ist. Das Werfen von Unkraut, Kadavern und Gegenständen, sowie das Dießen von verunreini- genden Flüssigkeiten aller Art in die Lahn stellt eine strafbare Verunreinigung des Flußwassers dar. Ein hiesiger Gewerbetreibender hat nun wieder das Lahnwasser dadurch verunreinigt, daß er große Mengen von Unkraut in das Wasser toart. Er hat damit die in der Lahn badenden Personen gefährdet. Der Gewerbetreibende wurde deshalb in eine empfindliche Strafe genommen. — Die Polizei- und Feldschuhbeamten werden auch in der Folge auf die Verunreinigung des Lahnwassers ein besonderes Augenmerk richten und vorkommendenfallS unnachsichtlich Anzeige erstatten. •• Spinqle Kinderlähmung in Gießen. Zn unserer Stadt sind in diesen lagen zwei Fälle von spinaler Kinderlähmung vorgekommen. Das Kreisgesundheitsamt hat sofort alle erforderlichen Maßnahmen getroffen und die beiden erkrankten Kinder in der Kinderklinik isolieren lassen. Zu irgendwelcher Beunruhigung liegt keinerlei Anlaß vor. Zahlungsrückstände werden von der Gießener Stadtkasse im heutigen Anzeigenteil öffentlich angemahnt. Säumige Zahler seien darauf hin- 0c”ic^ninvermarkt findet am Dienstag nächster Woche in Gießen statt. ** Einstellung eines Ermittelungs- verfahrens. Man berichtet uns: Der Reict^tags- abgeordnete Oberregierungsrat Ritzel in Gießen war bekanntlich bezichtigt worden, gelegentlich einer politischen Rede in Großen-Linden zur Brandstiftung aufgefordert zu haben. Oberreaierungsrat Ritzel hat diese Behauptung bereits in 9er. 176 des „Gießener Anzeigers" richtiggestellt. Auf Grund anonymer Anzeige hat sich die Staatsanwaltschaft mit der An- gelegenheit beschäftigt. Die Untersuchung ist nunmehr abgeschlossen. Mit Datum vom 22. August 1932 hat die Staatsanwaltschaft dem Beschuldigten mitgeteilt, daß das Verfahren gegen ihn eingestellt worden sei. *♦ Eine Gartenbau-Ausstellung, veranstaltet vom hiesigen Obst- und Gartenbauverein, findet am 10. und 11. September in der Turnhalle am Oswaldsgarten statt. In der Ausstellung werden Dahlien, Rosen, Gladiolen, Kakteen, Stauden, Zimmerpflanzen, sowie Gemüse und Obst zu sehen sein. Mit der Ausstellung ist eine Prämiierung der besten Erzeugnisse verbunden. Näheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich. •• Sechs Sonderfahrten tn die Berge. Das Hapag-Reisebureau und daS Lloyd» Reisevureau veranstalten gemeinsam sechs billige Sonderfahrten in die bayerischen Alpen, nach Tirol und in das Oetztal. Hierzu schreibt man uns: 3n ben besonders billigen Preisen sind Eisenbahnfahrt, Unterkunft, volle Verpflegung, bte vorgesehenen Auto-Ausflüge, sowie Bed'enungs- gelber unb Kurtaxe enthalten. Die Fahrten finden vom 4. bis 11. September statt. Es ift den Teilnehmern freigestellt, sich bei Anmeldung für Ettal Kochel am See, Oberammergau, Prien-, Chiemsee, Mittenwald, Traunstein oder Oetztal zu entscheiden. Die Reisen beginnen in Frankfurt am Main und enden auch dort wieder: bequeme Lurchgangswagen werden zur Verfügung gestellt. Die Teilnehmerpreise bewegen sich zwischen 69,50 “tanieJ PZU 5°ÄrÄj^ nicht, ^geführt ÄLMt q Madrider da man darin mehr e ' faß. Aber durch neue $ Apparaten angebraeßt roer Zis ieht überwunden, uni ch M Seeflie««n «* /(offen Erde wird der ge rssäs KLU ist, das in$oben i gut. Jedenfalls'st ° 't -"erscheinen mg, (cÄn mbe' n ßohen am ” [ieren, > Bewußlfe-n nid)L spätes* “aa * öffnet den jw .. un6, ««*JÜ*.8** t DostftwM ber er, r in der J einem ■ MH Ms A-Hß '»ZSÄ ung auf Les I ltigen 5) • Dießen, 27. Aug. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt Süßrahmbutter 130 Pf.. Landbutter 130, Kochbutter 100, Matte 25 bis 30, Wirsing 6 bis 8. Weißkraut 5 bis 6, Rotkraut 8, gelbe Rüben 8, rote Rüben 8, Spinat 20, Römischkohl 8, Anterkohlrabi 5biS6. Bohnen (grün und gelb) 15 bis 20, Zwiebeln 10, Tomaten 10 bis 15, Kürbis 5 bis 6, Pilze 20 bis 25, 3 Mk.), Persil Jhr treuer Helfer allezeit/ Försterling in Verbindung getreten ist, bei der Kri- minalabteuung melden wollten. Vornotizen. — Tageskalender für Samstag: Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Mitternachtsliebe". — Tageskalender für Sonntag: Verein Rudersport und Akadem. Ruderabteilung, Boots- Haus, ab 8.20 Uhr, 12. Herbst-Regatta. — An der Waldbühne, 15 Uhr, Dekanats-Missionsfest des evangelischen Dekanats Gießen. — Dünsbergoerein, 15 Uhr, Einweihung des erneuerten Dünsbera- turms. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die Nacht der Entscheidung". Gictzencr Wochenmarttpreisc. unb 92,50 Mk. Es empfiehlt sich, sich bald für diese Reisen anzumelden, da nur so viele Teilnehmer mitgenommen werben, wie Plätze vorhanden sind. Anfang September ist die schönste Jahreszeit, um zur Erholung in bas bayerische Hochgebirge zu reisen. Man beachte bic heutige An. Zirkus Straßburger kommt! Der Zirkus Straßburger, eines der ältesten Zirkusunternehmen in Deutschland, wird demnächst in unserer Stadt ein viertägiges Gastspiel veranstalten. Mit über 500 Menschen, mit über 500 Tieren aller Gattungen und mit über 100 Wagen wird der Zirkus in Gießen eintreffen, seine Zelt» stadt aufschlagen, um an vier Tagen der Gießener Bevölkerung Gelegenheit zu geben, Zirkuskunst in hoher Vollendung zu sehen. Das Programm umfaßt nicht weniger denn 40 Nummern. Eine Fülle der Ereignisse wird die Zuschauer für einige Stunden auf das angenehmste unterhalten. Die erste Vorstellung findet am Freitag, 2. September, 20 Ahr, statt. Räheres ist aus dem heutigen Anzeigenteil ersichtlich. *♦ Die Handelshochschule Königsberg i. Pr. macht im heutigen Anzeigenteil auf den Beginn ihrer Wintersemester aufmerksam. Interessenten seien besonders darauf hingewiesen. •* Die DKW.-Äaratoane in Gießen. Gegenwärtig sind sechs Karawanen der DKW. in Deutschland unterwegs, um der Bevölkerung die Kleinwagen dieser Firma vor Augen zu führen. Auch in Gießen wird eine solche Karawane eintreffen und am morgigen Sonntag in der Zeit von 11 bis 17 Ahr in der Plockstraße zu sehen sein. Autointeressenten werden es sich nicht nehnren lassen, der Karawane ihre Aufmerksamkeit zuzuwenden. Räheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich. Spiclplan Der Frankfurter Theater Opernhaus. Sonntag, 28. August, 17.30Ahr: „®ie Meistersinger von Nürnberg". Don Montag, 29. August, bis Sonntag, 9. Oktober 1932, bleibt das Opernhaus geschlossen. Schauspielhaus. Sonntag, 28. August: 20.15 Ahr: Freilichtausführung auf dem Römer- berg: Geschichte Gotifriedens von Derlichingen mit der eisernen Hand (Argöh). Montag, 29., 20 Ahr: Freilichtaufführung auf dem Römerberg: Ggmont. Dienstag, 30., 20 Ahr: Freilichtaufführung auf dem Römerberg: Geschichte Gottfriedens von Derlichingen mit der eisernen Hand (Argöh). Mittwoch, 31., 19.30 Ahr: Freilichtaufführung aus dem Römerberg: Geschichte Gottfriedens von Derlichingen mit der eisernen Hand (Argöh). Donnerstag, 1. September, 20 Ahr: Zum ersten Male: Frauen haben das gern...! Don Freitag, 2. bis einschließlich Montag, 5., täglich 20 Ahr: Frauen haben das gern...! Äirchtiche Jiadtritbfen. Evangelische Gemeinden. Sonntag, 28. August. 14. Sonntag nach Trinitatis. Dekanatsmissionssesl. .Stadtkirche. 8 Uhr: Pfr. Becker-, zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Markusaemeinde; 9.30: Dekan Gußmann aus Lollar-Kirchberg: 11: Äinderkirche für die Matthäus-, Markus- und Luthergemeinde: Missionar Lauk. — Johanneskirche. 8: Pfr. Müller: zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Lukasgemeinde: 9.30: Professor _______ ir rechtzeitig eine Abrüstungskonferenz gegen die Hutnadelmode ein und behalten wir diese weiblichen AngrisfS- wofsen gut im Auge. Wenn sie erst einmal da irtb: wie leicht könnte das ins Auge gehen! IE - s. ;>ieb«r! Denn die Damenmode der lleinen, schiefen Hut- j«n verlangt, nachdem das haltende Bändchen ine Alleinherrschaft beendet hat, eine neue Halte- irglichkeit. Deshalb tauchen am Horizont der die Hutnadeln wieder auf, jene langen, dün- i«t Spieße, die seinerzeit im Kriege dank eines Witter buntes der Männer ihres Aggressivcharak- rt durch einen Hutnadelschützer beraubt wurden r-b die dann im Zuge der sallenden langen kearc, auf dem kurzgefchnittenen Bubikopf keinen 9 Iah mehr sanden. Nun, da das Haar unserer lieben Frauen wie- ■ er länger geworden ist, bietet eS auch der Hut- abd neuerlich einen willkommenen Ankergrund. Ujib man redet sich zunächst auf die Haltlosigkeit ist lleinen Hüte (als ob es an denen läge) heraus, um die Wandelbarkeit des weiblichen Geschmackes zu begründen. Aber wer sich in modischen Din- pen ein wenig auskennt, sieht den Grund in einer canj anderen Tatsache: Nämlich nicht nur die Hutnadel kommt wie- i Vtt, sondern auch ihre Doraussetzung, das »Wa- leitrab“, der breitkrempige, großköpfige Hut der i Jahrhundertwende, in dem unsere Mütter stolz w dem Photographen posiert haben, wie man n alten Familienalben nachblättern kann. Das pvrtlich gebräunte Gesicht wird dann mit diesen Hüten verschwinden: die Wiedergeburt der Dame Wmcinfrfjaft hft, ilrb einen neuen Teint mit sich bringen. «ertin wurde jj Am aber auf besagte Hutnadel zuruckzukommen. Frühäpfel 15 bis 30, Dirnen 15 Dörrobst 30 bis 35, Zwetschen 20 Mirabellen 30, Reineclauden 20, Honig stieget Sleps aufgefuDkn ~ t ______________________ in Kopenhagen verinih« Vos Atropin hat nämlich die Fähigkeit^ die^Pu- Jffepi muffte, Die ert "" er MHe öon Jjalmlta! mhazen wtvb 3n Chikaao sind die Vorbereitungen für die Weltausstellung 1933 in vollem Gange. Zur Zeit weilt Chikagos Oberbürgermeister in Berlin um auch Deutschland zur Teilnahme an dieser Ausstellung em- zuladen die viele Wellsensationen enchalten wird. — Unser Bild zeigt eine Sk zze des nördlichen Teils des AussteUunasgeländes mit den riesigen AussteUungsanlagen, die zum Teil in phantastischen Dimensionen gehallen sind. Keller aus Friedberg: 11: Kinderkirche für die Jo- hannesgemeinde: Pfr. Ausfeld: 20: Bibelbesprechung im Johannessaal: Pfr. l-ic. Waas. — Kapelle des Allen Iriedhofs. 9.30: Pfr. Staubach, Watzenborn; Kinderkirche siehe Stadtkirche. — Llisabelh.kleinkln- derfchule. 9.45: Christenlehre für die Neukonfirmierten der Petrusgemeinde-, Pfr. Lic. Waas: 10.45: Kinderkirche für die Petrusgemeinde: Pfr. l-ic. Waas. — waldbühne (Licher Straße). 15: Misfions- feier; Dekan Gußmann und Missionar Lauk. — klein-cinden. 8: Gottesdienst. — Heuchelheim. 9: Missionar Lauk. — wieseck. 9.30: Gottesdienst. — Allen-Vuseck. 10: Gottesdienst. — Großen-Vuseck. 10.45: Gottesdienst; 11.45: Christenlehre. — Oppenrod. 8.30: Gottesdienst. katholische Gemeinden. Samstag, den 27. August. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte. Sonntag, 28. August. 15. Sonntag nach Pfingsten. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion der Frauen; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Pre- digt; 11: Messe mit Predigt; 14: Andacht. — Echzell. 10.45: Hochamt mit Predigt. — (Brünberg. 9.45: Messe mit Predigt. — Hungen. 9.30: Hochamt mit Predigt und Christenlehre. — Cid). 7.30: hoch- amt mit Predigt; 20: Christenlehre und Andacht. — Lollar. 8.45: Messe mit Predigt. — Ridda. 8.30: Hochamt mit Predigt. Montag, den 29. August. Laubach. 7.30 Uhr: Messe. Mittwoch, den 31. August. Hungen. 6.15 Uhr: Messe. Donnerstag, den 1. September. Gießen. 17.30 Uhr: Beichte. Wettervoraussage. Das französische Tief hat sich nordöstlich werter bewegt und befand sich heute morgen über Nordwestdeutschland und der Nordsee. Durch seine Rückseite gelangt kühlere Ozeanluft nach Deutschland vor, di« neben wechselhafter Bewölkung auch Anlaß zu Gewitterstörungen oder vereinzelten Niederschlägen geben wird. Don Osten her steigt jedoch der Luftdruck erneut an, so daß nach der vorübergehenden Störungstätigkeit wieder Besserung zu erwarten ist. Aussichten für Sonntag: Wechselnd bewölkt mit Aufheiterung, vereinzelte Gewitterstörungen oder Niederschläge, im ganzen warm, jedoch vorübergehend leichte Abkühlung. Lufttemperaturen. Am 26., mittag-: 26,0 Grad (Self., abends: 19,6 Grad Gels. Am 27., morgens: 15-8 Grad Eels. Maximum: 26,2 Grad Cels., Minimum: 7,5 Grad Eels. Sonnenscheindauer: lll/2 Stunden. Erdtemperaturen in 10 Zentimeter Tiese. Am 26., abends: 25.0 Grab Eels. Am 27-, morgens: 20,4 Grab Cels. Verantwortlich für Politik: 3. D.: Ernst Blumschein. Sonnrnnebtemt b.'Heran u.Apotheken am 28.8.32 Dr. Wolf. Dr. W. Klein. Delikan-Avotbeke. ; ^schs unserer Pklanzenwelt. 1 en am Rhein non Dem « xr Allgemeinen TlsasW mitgeteilt wird, handel!» Bcntbirettor nicht um eine: llaemeinenElsHschenBanl Der heutige Polizeibericht teilt mit: 3m 3um • ,!ien lirettor • ^chte der Kaufmann Erich $ ö r ft e r l i n g, geboren aw 2. 3uli 1893 zu Königslutter, in mehreren aus- ? irärtigen Zeitungen durch Chiffre-3nferate Chauf- teure. Den 3ntereffenten stellte er sich brieflich als Organisationsleiter der „Fa-Bü-Leih" (fahrender Liicheroerleihbetrieb) vor. Er beabsichtige, auf dem Vanbe einen Bücheroerleihbetrieb au organisieren. Die Einzustellenden sollten auf Kraftwagen die Viicher ausleihen weitere Propaganda machen und amt) gleichzeitig Die Leihgebühren einkassieren. Er [önne nur einwandfreie Bewerber einstellen und müsse daher vor Einstellung die Einsendung von 4 80 Mark verlangen. Das Geld sei zur Einholung einer Auskunft bestimmt. 3n Wirklichkeit ist dieser Vücheroerleihbetrieb nie zum Entstehen gekommen. F konnte nicht nachweisen, daß eine einigermaßen begründete Aussicht bestand, sich das zur Eröffnung eines Derartigen Geschäfts notwendige Kapital zu beschaffen. Schriftliche Unterlagen über Den Geschäftsbetrieb „Fa-Bü-Leih" sind nicht vorhanden. I« ungefähr 100 Fällen sind die 4,80 Mark an Försterling eingefanbt worden Auch über die Verwendung dieser Summen kann er feinen befriedigenden Ausschluß geben. Angeblich sind ihm die diesbezüglichen Unterlagen gelegentlich eines Um- zuges abhanden gekommen. Eine Auskunft hat er in keinem Falle eingeholt. Försterling ist auch in Gießen aufgetreten Es wäre zur restlosen Erfassung aller geschädigten Personen erforderlich, wenn sich Personen, mit denen Gegenwärtig findet man in unseren Wäldern die ung der O(tpüuT«n" schwarze Deere der Tollkirsche (Atropa Bdla- e toönliditeikn die fii d®nna)- 3n diesem Jahre hat sie wieder befon- nziq besonders verdient '2. e der« reichlich gefruchtet. Da die verlockend schwarz ) irägt bie Wift £1 glänzende Deere eine täuschende Aehnlichkeit m,t ?n und Düiuia in ‘i,wr mitteldicken Herzkirsche hat, ift sie jen PersöMleiten den« angrisslich. Sie ist ungemein giftig. Auch ?benmS ttn2P anderen Teile des Tollkirschenstrauches ent- tilSielbmarfSn^ ^ten ein sehr gesährliches Gift (Atropin) Die ... „ . DM iinze Pflanze riecht betäubend und schmeckt bitter. i 5er Genuß der Deeren bewirkt Mattigkeit. Kopf. U Schwindel, Jrrereden, heftiges Fieber und 0is Und Seneral schließlich den Tod. Als Gegenmittel bis zum Gin» '' ’« Neffen des Arztes ist dem Vergifteten nach vor. :u wird seinen Aug herigem Erbrechen des Mageninhalts starker it vor dem 1 6eplemk:| Ääffcc au verabreichen. Der Deiname Belladonna infunft bei Dampfer« nrji heißt schöne Frau, weil sich in Italien das schone iwarten mufi ® Geschlecht mit dem Saft der Deere schminkt und iwatten muß. M stark verdünnten AbsudS in Mc Augen träufelt, um den Ausdruck zu erhöhen. Gießen, den 27. August 1932. 6064 D Londorf, den 26. August 1932. 6035 D Die Beerdij nachmittags 3 ig findet Sonntag, den 28. August, r, in Hattenrod statt. Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß verschied heute morgen, infolge eines Unglücksfalles, mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager, Pate und Onkel Heinrich Maul, Landwirt kurz vor Vollendung seines 59. Lebensjahres. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Margarethe Maul, geb. Rodt. Hattenrod, den 26. August 1932. Die stud. Reformverb. Adelphia i.VDB. I. A. d. C.: Wilhelm Krause, FV. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme anläßlich des Hinscheidens unseres lieben Entschlafenen, dem Herrn Pfarrer Thorn für die tröstenden und ehrenden Worte am Grabe, dem Kriegerverein „Rabenau“-Londorf, dem Eisenbahner-Verein Londorf sowie, dem Verein ehern. 116er in Gießen für die erwiesenen Ehrungen, der Ortskrankenschwester und allen, die ihn auf seinem schweren Krankenlager so treu pflegen halfen, für die zahlreichen Kranzspenden und denen, die ihn zur letzten Ruhe begleiteten, sage ich auf diesem Wege meinen aufrichtigsten Dank. Ma|.je Eifert Wwe. Wir betrauern tief das Ableben unseres 1b. A. H. Ludwig Bär Pfarrer zu Lindheim, Dekan a. D. akt. SS. 1888 - WS. 1891/92. Für die bei dem schweren Verluste meiner lieben Frau, unserer guten Mutter Frau Elisabethe Baum erwiesene Liebe und Teilnahme sagen wir unseren herzlichsten Dank. Heinrich Baum und Kinder. Gießen (Bleichstr. 2), den 27. August 1932. ____________________________________________________________03938 [ Vermietungen | 6 Zimmer NI. Küche, an Bahnstation Oberheff., zu verm. 6Jrof$. Gart, und Jagd Vorhand. Wohnung kann auch getrennt (3 Zimm, u. Küche und 2 Z. u. Küche) vermietet werden, Näheres in der Geschäfts^, des Gieß. Anz. ssorsD Schöne geräumige 4-ZinnDEr-Wolm. (Neubau) beschlng- nahmefr.,m. Küche, einger. Bad u. s. Zubehör, Balk., z. 1. Oktob. evtl. früh, a. vm. Schr. Ang.u. 04932 a. d. G. A. 3-Zimioer-Woliniing mit Zentralheizung und Bad, nebst Warmwasserversorgung, preiswert zu vermiet. Näheres: Hnusverwalt.Ernst, 6zeeD Gienen, Vidier Strane 75 p. 3 sch. Helle Zimmer mit gr. Küche und anschl. 2 Kammern o.m./gr. Wohn, abgeteilt, i. b. Lage d. Stadt, inkl. Zen- tralh., f. 75 Jt mon. z. vm. Schr. Ang.u. 04939 a. d. G. A. In Wieseck schöne 3-Zimmer- wohnnng.GaS,Wasser, elektr. Licht, zu vermiet. Näh. durch die Geschäftsstelle des Gien. Az. eoirD Schön gel. 2-Zim.» Wohn. m. 2 kl. 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August, nachmittags 2% Uhr statt Bekanntmachung. Dienstag, den 30. August 1932, findet Rindvieh- (Nutzvieh-) Markt statt; sämtliches Dieh wird gegen Maul- und Klauen- Technische Lehranstalten Offenbach a.M. Kunstgewerbeschule Höhere Bauschule Maschinenbauschule D«r staatliche Direktor: Pro!. Hugo Eberhardt Fordern Sie Drucksachen I Beamtenkredite Langfristige Kredite bis RM. 6000,—. Rückzahlbar RM. 15,— rnonatl. pro RM. Vegetarier sucht Anschl. a.rnod. denk., schlicht-oorn. Gesinnungsfreunde Jrdl. Zuschr. unter 04964 a. d. G. A. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Familie Ludwig Krämer Familie Ernst Krämer. Sofortiger Barverdienst a. klein., ab. sich. u. laufend. Geschäft, m. unserer neuen, d.Zeit angepaßten ArbeitSw. Redegew. energ. Herr gef., d. m. unser, beute befand, gefragten Spezialfache feine Existenz sind. will. Raiadi A.-G. München 8 6047 ' der Schuldner. Bei den Steuerzahlungen werden oorgeschriebenen Verzugszuschläge hoben. Gießen, den 27. August 1932. 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Fortsetzung. c^ie Kleine feai Jge nicht acht a Ute s'e es. Ban; >?t Kind gesucht. Kkine auf dc 2 ^anke. da Ertrunken seir Sagen gebracht, £ > Unb ioj ^ .«iltal d L° w Drucke im $ R uad nicht mek Ä ^lich a S‘tnÄa Penli^Evpfen i tlgen SrQuUQtk lchlafen tti1' la» fi« taJfc niie [cif D'Sitier'tiimowir trw15Ps.rel.L37 4000 Mark S'Sft'S! SVäI MW auf hHypotbek bc i gut. 2id)erfieit ur.; vunkll. Zins,, ge«) Schrift!. Ang. uni 04941 a. d. G. I 'Wi arnllich.Baum' 0<959 Dienstag'bO-61 Begetaritt sucht AM. a.md. denk., irhlicbt-ooTT-. Gesinnungs'reun7 ML Zuschr.uniii 04964 a. d. G. 1 pikiert ten: n,frü6. , mit« C4947 Inan.), rvolds- ;6roa« int öbelib, ibeete enrein jerf jngcs iurger .2321 i-ke iefert »»‘D Wein ließen neterv Gerz, ;fie twval flff Sttai' , firff lfl.:9D tt&L— W«* Will« »’S ÖauMtei meldet sreiwe? | öenbeffiobnungcr I dem ci1 MnungsMstt M - welche. 1919 soäter m der Tie?. - Klinik mit RontM strablen behandel. , roinöen.roerbcnuir.;' ihre Anschntt gebet., Unkosten vergütet . MW Gießen l«f j Bismarlkitt^. || Vereine J Ut. 2j< droeites Statt Samstag, 2Z. August 1932 ^tetjener Anzeiger iGeneral-Anzelger |ur Uweryessen/ h. c. iftig regieren soll, lediglich fachen Tatsachen und nicht Standpunkt der ein1 O.J.Jport Nachdruck verboten. 6. Fortsetzung. darf ich nicht tun! Klaus Behrens! vom vom Wer soll regieren? Bon Dr. Rudolf Blank* Den Bries gab Frau Renate der Freundin zu lesen. Eva-Marie nahm die blasse Hand und bat, doch nicht mehr davon zu sprechen, sich nrcht 0U^2luTrege JugenD vom Mtv. bestreitet am morgigen Sonntag ihr erstes Spiel gegen Die 1. JugenD Des Turnvereins ©roften CinDen. In Der IngenDklafse finD aufterDem noch Die Vereine Tv. Wetzlar unD Münchholzhausen vertreten. Zertrümmerung des Blei-Atoms. 10. ft. Mnö? citrt'v1 CT lagert, ist s* ■ÄS’J? 3(58 Ingenieur- Flugzeugbau,Flieger- ngemeur SChule, Papiertechnik Schule Elg. 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Prof. Brüning von der Reise zurück 6056 D 6073 L Framanl Dr.Koth rerreist Vertreter im Schwesternhaus 04955 empfohlen 04968 Wlrksamei Werbe-Drucksachen liefert die BrUhl'sche Druckerei 139198 189910 255735 284247 324544 365919 178311 219575 280000 345367 389089 176467 256417 315232 371678 109749 166357 237688 282455 308411 331487 370124 117948 146825 195345 256932 292802 334136 378948 118530 144205 173888 197738 211261 251873 286545 318389 348908 367027 129229 176594 245472 299390 312877 335901 374808 115813 207781 258617 332149 393207 1000 M. 120195 145990 205725 261794 295051 337937 399064 129459 149118 176813 200443 214328 259703 294989 323138 351560 367303 157584 182773 242623 317849 365150 130076 177730 270942 300576 313009 337675 377483 122551 156373 217992 266869 310458 342645 161072 188056 248563 319073 368381 147549 210253 259075 350742 397194 157550 196805 273582 305073 317425 343505 395289 175661 188245 248949 323580 373563 148553 215032 275808 362231 399834 157923 206733 275011 305384 322140 346528 397048 130693 177680 196653 259261 344422 373802 167121 242337 297184 366566 am Großviehmarkt betrug war um 87 Tiere geringer, als 100904 129695 150842 181375 207969 216648 265939 296553 325420 354879 370435 161151 229306 276077 310935 350470 180619 235666 298333 354483 111116 193673 257368 317832 385328 112692 131877 169264 182197 208752 229358 277617 301912 333034 360479 383673 sogar Preise b) 46 bis 49, e) 42 bis 48. Der Auftrieb 1360 Stück und 94725 159341 230791 276723 307813 327111 361899 Im Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und n Eewbmauszug 5. Klasse 39. Preußisch-Süddeutsche (265. Preuß.) Staats-Lotterie. 179315 235747 278774 _ 313978 351393 gewannen, leicht nach. Die Umsatztätigkeit gestaltete sich hierbei recht lebhaft. Am Rentenmarkt waren Deutsche Anleihen weiter etwas erhöht, Reichsschuldbuchforderungen dagegen nur wenig verändert. Der Pfandbriefmarkt tendierte in schwacher Haltung, wobei Gerüchte von einer Zinskonoersion auf 4,5 v. $). oer- stimmten. Die Kurse gaben überwiegend bis zu 1 v. H. nach. Etwas lebhafteres Geschäft entwickelte sich für Schutzgebietsanleihe, die 0,13 v. H. anzogen. Tagesgeld blieb zu 4,5 v. H. unverändert. 344117 346907 349464 363311 371308 394747 Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviebmarkt. 2lm Frankfurter Schlachtviehmarkt ist in der abgelaufenen Woche nach den starken Preiseinbußen in den vorhergegangenen Wochen eine wesentliche Beruhigung eingetreten. Eine nennenswerte Belebung des Geschäftsganges war aber nicht zu verzeichnen. Das Geschäft war anfangs noch ziemlich ruhig, so daß kleine lleber- stände verblieben; später wurde es aber etwas lebhafter. Am Schweinemarkt war die Beschickung weiter wesentlich vermindert; sie betrug 4643 Stück, gegen 5301 Stück in der Borwoche. Aach zunächst schleppendem Geschäftsgang, wobei auch lieberstand verblieb, setzte sich am Wochenschluh eine leichte Belebung durch, so daß der Markt bei anziehenden Preisen ausverkauft werden konnte. Gegen die Borwoche traten Besserungen von 1 bis 3 Mk. ein, und für beste Tiere wurden SUMATRA-BRASIL QUALITÄT IZuin&Hea&iÄHfi über Aotiz bezahlt. Schweine c) 47 bis 50, d) 47 bis 50, OGARREN-FABRIK-BRAUN FORST (BADEN) 116260 139860 172602 186515 209189 241199 278110 312811 348204 362748 391673 71129 257401 287881 65728 74117 84717 88254 se 500000, 100 Schlußprämien zu je 3000, 2 Gewinne zu je 200000, 2 zu je 100000, 2 zu je 75000, 124 ©«totere »u 500 M. 1480 2050 3085 Sn der heutigen Donnitkagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen 6 ©«totere j» 10000 SIL 282402 302233 371201 16 ©ernten« jn 5000 M. 24131 37891 55625 59258 97o97 115866 280432 283034 2 ©«totere an 5000 M. 14 ©«totere x» 3000 M. 240189 244511 255935 44 ©«toten« »□ 2000 M. 120648 131481 161111 206869 216421 226599 Bullenverkauf. Die Gemeinde Salzböden (Kreis Wetzlar) hat einen schlachtreifen Vogelsberger Bullen zu verkaufen. 6052V Angebote sind schriftlich, auf je Pfund Lebendgewicht lautend, bis Montag, den 29. d. Ul., nachmittags 6 Uhr, bei dem Unterzeichneten einzureichen. Eröffnungstermin Montag, 29. d. M.» 6 Uhr, im Dienstzimmer des Unterzeichneten. Salzböden (Kr. Wetzlar), 26. August 1932. Der Gemeindevorsteher. Bodenbender. Sn der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinn« über 400 M. gezogen j 2 ©«totem ja 75000 M. 279981 2 ©«totem ja 10000 M. 49753 77099 165071 203111 232985 313532 26439 40562 74203 77009 175897 187056 196330 249005 257530 292160 Möbel-Barzahler I Entzück. Schlafzimm., echt Eiche, m. Nußbaum, voll abgeiverrt gsarbeit., Schrank 180 cm brt. mit Jnnensviegel, auf. 8 Teile, von bekannt. Möbeluntern. für nur M. 398 abzug. Schr.Anir.u.58,2Va.d.Gieh.Anz. 118 ©«totere xn 1000 QU. 7119 10552 11296 15110 17841 22463 25758 28039 41936 50076 60305 62204 65741 85175 86292 91304 93878 93993 95424 98267 108463 ------ ------ ------ ------ ------ S*mS tSSss «GH lb?der bis ig Aktie . ...-------------- ---- ---- ---- 10410 11935 25651 31825 35176 39592 42880 51281 55201 Er führte auch die drei ersten Gaufrauenturnen mit Umsicht durch. Seit 1924 ist das Frauenturnen besonderes Fachgebiet, das vom Gaufrauenturn- wart betreut wird. Bach nur ganz kurzer Bekleidung dieses Amtes durch Fischer (Marburg) übernahm OberreaUehrer A. Paul (Gießen) die Fachwartschaft, der er heute noch vorsteht. Seinem temperamentvoUen Eifer ist der Auf- und Ausbau der Organisation und die verhältnismäßig starke Ausbreitung des Frauenturnens in erster Linie zu danken. Durch Aufnahme einer lebhaften Verbindung mit den einzelnen Abteilungen und --- --- -------- 6091 23085 32690 37066 41128 41763 50353 61352 81887 84533 89004 90954 95561 97636 119646 121627 127152 129400 ------ 140361 146063 ------ ------ ------ 176 ©«totere ju 500 TR. 4571 5569 6622 12900 14725 25960 29688 30272 38929 39723 45355 46709 51312 57418 68562 69607 70332 82318 85472 86468 88942 95132 95757 95894 100904 103790 ----- " ~~ 130832 152330 181553 207990 228331 274676 300937 332338 355753 378122 6 ©«totere ju 3000 QU. 66 ©«totere in 2000 M. 110806 .....* durch systematisch duvchgeführte Lehrgänge half er die Schwierigkeiten beseitigen, die sich vielerorts dem Turnen der Frau entgegenstellten. Der Gau- frauenturnwart darf stolz darauf sein, daß heute selbst auf dem Lande Turnerinnen-Abteilungen bestehen, die in bezug auf Größe und Leistungs- fähigkeit über den Gau hinaus gebührender Achtung begegnen. Der organisatorische Ausbau des Frauenturnens im Gau Hessen hat vergangenes Jahr einen vorläufigen Abschluß gefunden durch die Schaffung eines Frauen-älnterausschusses, dem als rührige Mitglieder die Turnerin ßuife Schwarz (Friedberg) und Turner Heinrich Schneider (Wetzlar) angehören. Das am Sonntag in Bad-Aauheim stattfindende 12. Gaufrauenturnen dürfte sich bestimmt auch zu einer eindrucksvollen Kundgebung gestalten. 4 zu je 50000, 16 zu je 25000, 96 zu je 10000, 214 zu je 5000, 476 zu je 8000, 1344 zu je 2000, 2746 zu je 1000, 4664 zu je 500> 13922 zu je 400 M. Die Technischen Lehranstalten in Offenbach a. 2IL beginnen ihr Wintersemester 1932/33 am 24. Oktober. Schüleraufnahmen finden zu diesem Termin für die Kunstgewerbeschule und die Höhere Bauschule statt. Das Hessische Ministerium für Kultus und Bildungswesen hat seit 1. April 1932 das Schulgeld bedeutend herabgesetzt, so daß nunmehr manchem Interessenten es möglich sein wird, diese Anstalten zu besuchen. 6051V Späisoi im»? yleMselv Äon Die Lokomotive ° Nä kleines w-W< * Lens oerschwul lnoche ine M »eiter, touben Kaimt in den fru neuer Talbogen. L wr Rechten, es sm inb Enkirch. ° den beiden Tchwest und doch wieder ve Ueber Traben, a ein breiter W< seinem Baumeister erbauen ließ. In sanftem Bog' hält kurz in W°l Cröo gegenüber, des Wolserklosters Immer wieder Blickfeld, saubere, Fachwerkhäusern, weite Wälder, Bi gen. In den Ufe ven ich stelzen 1 gras. Auf dem fr Paddelboote. Ihn licher Untätigkeit. Inzwischen hab bene Ufer herange vonKinheimu Erden, Rächt Bernkastel. 3li meint in der Tat nach einer erlesen, ren. 3m Dolksmi nicht umsonst der Bernkastel ist bt kastler Doktors". 3 über liegt Eues nerung an einen an den gelehrter knüpft. — Die F Mülheim, 3r monb hieß, durch den zieht Lie/e Häusern öffnet fiä) fBeinbergsgeßnbe.. eines fid) eige drängenden Berges das Tal eine neue $ noch zum linken Fen net jetzt durch bas i Boden des Abteils. . Wir halten in B sich Piesport ai berühmten Lagen, i Sur Reife kocht, fr ■Reumagen, eir ichen Kaiser. j)eut< an, daß er Im Alt Stapelplatz wa» S chone Skulptur de- Mfes beweisen es _?er Zug rattert Eme Brücke, die dc msten und Abtes 5 b'ndet den Ort mit Awarts hat die j ÄÄ?eherrfcht l M'^l'ch die Uferhä & n°$ Süßere W« JJJ»? sind in btt » als ber M Krmten ro !e.n> rwi chen Pfoliel ^nichts van L Farben, die fi* . verspiegeln, finb Jwft unb der ®iQn, Sä“* Der U Grau-u.Weißstück Bausackkalk Düngerkalk 25,60 beste Qualität, zu ermäßigten, ganz billigen Preisen C. Rübsamen Fernsprecher 3659 Turnvater Jahn fjatte mit den Leibesübungen der Frau nicht allzuviel im Sinn. Vielleicht weniger aus grundsätzlicher Abneigung, als aus der allgemeinen Zeiteinstellung heraus, die dem weiblichen Geschlecht im sozialen und gesellschaftlichen Leben eine ganz bestimmte Rolle im Rahmen der Familie anwies. Jahn selbst kommt nur an wenigen Stellen seiner Schriften auf die Leibesübungen der Frau zu sprechen. Das Frauenturnen hat sich aus dem Mädchenturnen herausgebildet. Jahns Schüler, Ernst E i f e - len, führte vor genau 100 Jahren Mädchenturnstunden ein und schuf 1832 in Berlin eine Turnanstalt für Mädchen. In der Folgezeit nahmen sich vielerorts die Turngesellschaften des Mädchenturnens an. Daß sich aus dem Mädchenturnen unser heutiges Frauenturnen erst sehr spät entwickelte, hatte seinen Grund in den vielen Hemmungen, die sich der Ausbreitung der Leibesübung unter den Frauen ent- gegenstelltcn. Erst in den 80er Jahren trat ein Wandel ein. Der Gedanke, daß auch das weibliche Geschlecht zur Erfüllung seiner Pflichten gesund und stark sein muß, brach sich Bahn. Die ersten Frauenabteilungen waren zumeist selbständige „Damen-Turnvereine", die nur selten in Beziehung zur deutschen Turnerschaft standen. Nachdem aber im Jahre 1887 in Leipzig eine Damenriege ins Leben gerufen worden war, mehrten sich die Gründungen von Frauenabteilungen in den Turnvereinen der größeren Städte. In der Bestandserhebung vom 1. Januar 1897 sind bereits 15 969 turnende Frauen und Mädchen in 454 Abteilungen angegeben. Heute turnen rund 250 000 Frauen und 150 000 Mädchen in den Vereinen der DT. 1894, auf dem Deutschen Turnfest in Breslau, sah man zum ersten Male turnerische Vorführungen der Frauen. Bei den Deutschen Turnfesten in München (1923) und Köln (1928) war die Teilnahme der Frauen selbstverständlich. Bei den Versammlungen der Kreisfrauenturnwarte, die seit 1921 stattfinden, wie auch auf den von der DT. veranstalteten „Tagungen für die körperliche Erziehung der deutschen' Frau" waren die Fragen der neuzeitlichen Betriebformen immer wieder der Gegenstand eingehender technischer und wissenschaftlicher Beratung. Die Forderung, in den Wettkämpfen im Geräteturnen und in den sportlichen Hebungen, eine Uebertreibung zu vermeiden, fand bei diesen Zusammenkünften der Fachwarte stets eine Mehrheit. 3n unserem Heimatgau Hessen rourbert vor 40 Jahren die ersten Frauenabtei- lungen gegründet. To. 1 8 4 6 Gießen und Tv. Wetzlar waren hier bahnbrechend und riefen 1892 die ersten Turnerinnen-Abteilungen ins Leben. 1897 entstand in Lich ein Damen-Turnoerein in enger Anlehnung an den Turnverein. 1900 bereitete Prof. Wämser in Butzbach dem Frauenturnen die Bahn. 1902 wurde im Iß. Schotten das Frauenturnen eingeführt und 1906 entstanden im M t v. Gießen, im To. Alsfeld und im T. u. Spv. Marburg Frauenabteilungen, während der To. 18 6 0 Bad-Nauheim im Jahr 1908 und die Tgm. Friedberg 1910 das Frauenturnen in ihren Betrieb aufnahmen. Von 1919 an geht es raschen Schrittes voran. Von den 166 Gauvereinen betreiben heute nahezu 80 das Frauenturnen und in großer Zahl auch das Mädchenturnen in besonderen Schülerinnen-Abteilungen. Die Bestandserhebung vom 1. Januar 1932 zählt für den Gau Hessen insgesamt 1 6 3 6 ausübende Turnerinnen und 14 0 5 Schülerinnen. Seit dem ersten Gaufrauenturnen 1921 in Marburg finden alljährlich besondere Treffen derHes- .senturnerinnen mit Wettkämpfen und Massendarbietungen statt. Diese Veranstaltungen entfalteten von Jahr zu Jahr eine größere Werbung für das Frauenturnen und gestalteten sich immer mehr zu Höhepunkten turnerischen Erlebens. Ursprünglich leitete Chren-Gauoberturnwart W. Will (Gießen) das Frauenturnen im Gau. in der Vorwoche. Aach sehr ruhigem Handel verblieb etwas Tleberstand. Die Preise für Kühe, Ochsen und Färsen blieben gut behauptet, während Bullen infolge des größeren Auftriebs um etwa 2 Mk. gedrückt waren. Ochsen al) 32 bis 34, 32) 26 bis 31, bl) 23 bis 25; Bullen a) 27 bis 29, b) 22 bis 26; Kühe a) 24 bis 27, b) 20 bis 23, c) 14 bis 19; Färsen a) 32 bis 35, b) 28 bis 31, c) 24 bis 27. Trotz erhöhter Zufuhren war das Geschäft am Kälbermarkt recht lebhaft. Ilm Vergleich zur Vorwoche ergaben sich in allen Gattungen Besserungen von 2 Mk. Der Markt wurde glatt geräumt. Kälber b) 39 bis 42, c) 34 bis 38, d) 29 bis 33. Ob der Auftrieb an Schafen großer oder kleiner ist, scheint auf die Preisgestaltung wenig Einfluß zu haben. Denn der erhöhte Zutrieb von 144 (gegen 91) Stück wurde nach regem Handel ausverkauft. Die Preise blieben dieselben, wie seither. Schafe al) 27 bis 30, b) 22 bis 26, c) 17 bis 21. Alle Preise ver- stehen sich in Mark pro Zentner Lebendgewicht. Freundliche Stimmung in Berlin. Berlin, 27. August. (WTB. Funkspruch.) Die heutige Wochenschlußbörse übernahm die freundliche Grund st immung, die schon in den letzten Tagen geherrscht hatte. Das Geschäft war schon zu Beginn der Börse lebhafter als sonst an Samstagen, beschränkte sich zunächst ober weiter auf Spezialwerte. Wesentlich Neues hat sich sonst nicht ereignet. Heber die Zwangsanleihe, die bekanntlich erwartet wird, scheint man sich bereits hinweggesetzt zu haben, obwohl man immer wieder die Meinung vertreten hört, daß die Kurse, um ein besseres Resultat für diese Anleihe zu erzielen, hochmanipuliert werden. Inwieweit bei den Publikums- käusen auch noch Befürchtungen hinsichtlich einex Kreditausweitung mitsprechen, läßt sich natürlich nicht beurteilen. In Börsenkreisen fanden außerdem noch die Auslassungen Hoovers bei der gestrigen Wirtschaftskonferenzeröffnung Beachtung. Die Kulisse schritt daher auch eher zu Rückkäufen und trug damit zu der Kursbefesti- g u n g bei. Mit Plus-Plus-Zeichen erschienen Klöcknerwerke, aber auch die übrigen Montanpapiere unter Führung von Kohlenaktien waren stärker gebessert. Rheinische Braunkohlen zogen um 4,25 o. H. an. Sonst lagen noch Dortmunder Union auf eine Zufallsorder 5,50 o. H. höher. Vogeltelegraf gewannen mit plus 1,75 v. H. fast 10 v. H. ihres effektiven Wertes, Stöhr zogen ebenfalls um 1,75 v. H. an. Bei letzteren dürfte die verschärfte englische Streiklage einen Einfluß auf die Kursgestaltung ausgeübt haben. Die schon seit Tagen festen Akkumulatoren- aEtien gewannen erneut 4 v. H. Im Verlaufe hielt das Kaufinteresse der Kundschaft an, so daß erneut Gewinne bis zu 1 v. H., bei Gelsenkirchen sogar bis zu 2 o. H., eintraten. Die Spekulation benutzte diese höheren Kurse aber eher zu Wochenschlußglattstellungen, da die bevorstehenden Entscheidungen der Regierung zur Zurückhaltung mahnten. Am Rentenmarkt war die Tendenz freundlich, die meisten Gebiete laaen allerdings ziemlich vernachlässigt. Nur Deutsche Anleihen, unter Führung von Altbesitz, waren fester. Reichsschuldbuchforderungen gewannen 0,25 v. H. Am Reichsschuldbuchmarkt waren kleinere Schwankungen festzustellen. Russenwerte bröckelten eher etwas ab. Am Geldmarkt blieben die Sätze trotz des näherrückenden Ultimos unverändert. Frankfurt freundlich und fest. Frankfurt a. M., 27. Aug. (WTB. Drahtmel- düng.) Die feste Haltung der gestrigen Börse übertrug sich auch auf den Beginn der Wochenschluß- börse. wobei Gerüchte, die von einer Kreditausweitung im Rahmen des Wirtschaftsprogramms der Reichsregieruna wißen wollten, auch heute maßgebend waren. Auch die hoffnungsvollen Ausführungen Hoovers auf der nationalen Wirtschaftskonferenz in Washington und die weitere Aufwärtsbewegeung an den Auslandbörsen trug zu der freundlichen Auffassung bei. Bei allerdings nur mäßigen Umsätzen stellten sich gegen die Abendbörse durchweg Kursbesse- rungen bis zu 1 o. H. ein. Etwas stärker gebessert waren einige Montanaktien, so Rheinstahl mit plus 2 v. H., Mannesmann mit plus 1,5 v. H., Harpener mit plus 2,5 v. H. Ferner lagen Reichsbankanteile mit plus 1,25 v. H. und Deutsche Linoleum mit plus 1,75 o. H. recht fest. Am Chemiemarkt betrugen die Erhöhungen von 0,5 bis 1 o. H. Vpn Elektrowerten gewannen AEG. 0,25 o. H.. Siemens 0,75 o. H., während Schuckert zunächst nur knapp behauptet lagen, dann aber etwa 1,75 o. H. anzogen. Kursbesserungen bis zu 1 o. H. hatten noch Holzmann, Kunstseidenwerte, Phönix und Zement Heidelberg. Im Verlause blieb die Tendenz weiter fest, und es ergaben sich meist neue Erhöhungen von 0,5 bis 1 v. H. Lediglich IG. gaben später auf Tauschoperationen gegen IG.-Farbenbonds, die etwa 2 v. H. e. G. m. b. H. erbaut HNelirlMiHäiiser m eher Größe und Ausstattung zu reiten Preisen. — Unverbindliche Auskunft durch den GeichäftssührerAdolfSchmidt, Licker Straße 5 u. AM itett B.D.A. PH. Nicolaus An der Iobanneokircke 5. 1595? d Dr.med.WilhJrantniann Reg.-Med.-Rat Facharzt für Innere Medizin und Lungenkrankheiten (Tuberkulose) Röntgeneinrichtung Fernsprecher 4264 Buchdruckerei Meyer,Gießen ILudwigstraße 30 / empfiehlt Dissertationen und Akzidenzen bei prompter und preiswerter Bedienung Unseren alten Geschäftsfreunden halten wir uns ganz besonders MrchM CIGARRE Wandern und Reisen - Bäder und Sommerfrischen. Pöllich unb Mehrring vorbei. Es rückt Riol heran, ein freundlicher, in Obstgärten verborgener Ort. der durch nichts mehr an die blutige Schlacht im Jahre 69 n. Thr. erinnert, in der die Treoerer im Kampf um die Freiheit den geschulten und kriegserprobten römischen Legionen erlagen. Es folgen Longuich, Kirsch, Kenn und drüben Issel, Schweich und Quint. Auf dem linken Ufer weichen die Berae zurück. Felder breiten ihre bunten Rechtecke, Obslbäume stehen langgereiht im Schmuck ihres grünen Blättermantels. Hüben aber öffnet sich ein Tal, aus dem die kleine muntere Ruwer der Mosel zueilt. In ihren Windungen hat noch einmal der Weinstock die Herrschaft an Wanderfahrten. hasselboru — Einhaus — Altenkirchen— Braunfels. Wir fahren über Wetzlar noch dem anmutig an einem Berghange gelegenen Hosselborn und folgen von hier roten Strichen, die uns in steilem Anstieg hinauf zum Wald führen, vor dessen Eingang man einen prächtigen Blick auf dos tief unten liegende Dörfchen und seine reizvolle Umgebung hat. Das Zeichen führt durch den ausgedehnten Heiligenwald, vorbei am Schmittenborn, einer etwas abseits vom Wege liegenden kräftigen Quelle mit Ruhebank, und durch das freundliche Dörfchen Dietenhausen. Nach Ueberschreiten des lieblichen Mettbachtales leitet uns ein schmaler Waldpfad hinauf zur Landstraße, der früheren Rennstrecke, auf der wir bis zum Gasthaus Einhaus weitergehen. Nunmehr folgen wir schwarzen Granaten, ein kurzes Stück auf der alten Hessen- straße entlang durch das im Tal lieaends Möttau, um jenseits des Dorfes nach Uebersteigung eines Bergrückens mit hübschen Fernblicken über Alten- kirchen wieder zum Wald zu gelangen, der ebenfalls reizvolle Partien und stille Waldtäler aufzuweisen hat. Nach geraumer Zeit erreichen wir die Falken- bergsruhe und bald darauf den Tiergarten, an dessen Ausgang wir uns an dem Blick auf das herrliche Schloß Braunfels erfreuen. Nach einer Erholungspause im nahegelegenen Städtchen wandern wir durch den schönen Mühlengrund zur Station. Dauer der Wanderung knapp sechs Stunden. Gießen — Lindener Mark — Schisfenberg — Gießen. Wir beginnen unsere Wanderung an der Unioer- siläts-Bibliothek und folgen der vom VHE. Gießen angelegten roten T-Markierung, die uns den (Erb- kauterweg entlang, an dem Gotischen Tonwerk vorbei zum Walde und auf stillen Pfaden zur Theo- dorsruhe führt Bon dem neu errichteten Ruhetempel bietet sich ein prächtiger Blick nach dem Schiffenberg. Hier treffen wir auf gelbe Punkte, mit denen wir bis zur nächsten Schneise geradeaus weitergehen, um sodann noch links abzubiegen. Stets durch schönen Woldbestand kommend überschreiten wir den Alten Watzenborner Weg (blaue Keile), an dessen Schnitt- Obecheffen. sich geriffen. So wenig es von dem kleinen Ort Ruwer am Ausgang des Tales zu melden gibt — fein Name Hingt dennoch immer mit, wenn von den Weinen des Ruwertales, vom Eoseler Waltracher, Eitelbacher, Grünhäuser und anderen die Rede ift Schade! Die Fahrt ist zu Ende. Trier schickt uns feine ersten Häuser entgegen. Schuppen, Kohlenhalden, Güterwagen. Die Lokomotive beginnt wieder zu bimmeln. Fußgänger sehen neugierig in die Fenster. Autos rattern vorbei. Dann knirschen die Bremsklötze. Ich steige aus. Die Glocken von Trier läuten den Sonntag ein. punkt wir wieder einen hübschen, leider stark verwachsenen Blick zum Schifsenberg haben, später bei der Försterei Baumgarten die Hausener Straße, um hierbei in kräftigem Anstieg den Schifsenberg zu erreichen, wo wir uns erholen können. Der weitere Weg führt über den Anneberg, überschreitet die Licher Straße, geht über die Hohe Warte und auf dem sog. Butterweg zurück zur Stadt. Wanderzeit vier Stunden. Reisewinke. Neue Kanustationcn in Südwestdeutschland. Die Lande stellen für Wassersportler, irrs des andere Kanufahrer, sind an der Mosel so ausge- baut worden, daß nunmehr an den Ufern des etwa 190 Kilometer langen Fluhlaufes von Trier bis zur Mündung in den Rhein bei Koblenz durchschnittlich alle zehn Kilometer ein zünftiger Zeltlagerplah zur Verfügung steht. Der jüngste Zeltplatz wurde dieser Tage in Brvden- bach (Mosel) angelegt. — Auch in anderen Teilen Sübwestdeutschlands, dessen landschaftlich schöne Fluhläufe von Wassersportlern viel benutzt werden, sind eine Reihe von neuen Bequemlichkeiten, für Kanu- und Paddelbootfahrer geschaffen worden. Reue Kanustationen wurden in Saarburg (Saar) und St. Goar (Rhein) gegründet. Rach dem großen Wanderheim in Koblenz mit drei Häusern wurde in K e h l am Rhein ein neues Wander- Heim mit Betten, Aufenthaltsraum, Küche, Boots- raum und Zeltplatz eingerichtet, das für den Besuch des Schwarzwalds sehr günstig liegt. Lieber- nachtungsmöglichkeit ist fast überall vorhanden. Sin großer Altplah wurde vom „Deutschen Kanu- verband" (Oberrhein- und Mainkreis) auf der S a n d - A u gegenüber Erbach im Rheingau gekauft, ein weiterer auf dem Ehrentaler Werth, unterhalb St. Goarshausen, gepachtet. Die Stadt Bingen stellte das Rhein - Rahe- E ck als Zeltplatz zur Derfügung und stattete ihn durch Waschanlage und Landefloß aus. Gpäisommerliche Reise im „Flaschenzug". Oie Moselweintarte als Fahrplan. Bon Robert Huber. Langsam verläßt der Zug den Bahnhof Bullay. Die Lokomotive bimmelt aufgeregt Es Hingt wie eine höfliche Bitte um Vorsicht. An der Brücke geht es vorbei, über die Straße, dann ist die freie Strecke do. Von drüben grüßt die Marienburg ins Mosel- toi. Das alte Merl schiebt sich diesseits heran. Am Fuße seines weitgedehnten Weinberggeländcs geht die Fahrt entlang. Die Eisenbahnbrücke zwischen Bullay und dem sehr schönen A l f weicht immer weiter zurück. Schließlich ist sie in der liefe des Talbogens verschwunden. Ich mache die Reise auf der Plattform des „F l a • f d) e n 3 u g e s". In Zell ist Kirmes. Hinter der (auberen Station bringt von Karussell und Schiffs- schaukel her das Getöse der Drehorgeln. Das Volk im Lande der „schwarzen Katz" ist strahlender Laune. Weiter. Drüben spiegeln sich die alten Häuser von Kaimt in den Fluten. Vor mir öffnet sich ein neuer Talbogen. Langgestreckte Weinberge folgen zur Rechten, es sind die guten Lagen von Burg und Enkirch, von Traben und Trarbach, den beiden Schwesterstädtchen, die die Mosel trennt und doch wieder verbindet. Ueber Traben, auf dem linken Ufer, erhebt sich ein breiter Bergrücken, auf dem Ludwig XIV. von feinem Baumeister Dauban die Festung Montroyal erbauen ließ. In sanftem Bogen folgt die Bahn dem Moselufer, hält kurz in Wolf und dann dem alten Reichsdorf Eröv gegenüber, bevor sie sich am Fuß der Ruine des Wolferklosters noch Süden wendet. Immer wieder schieben sich neue Bilder in das Blickfeld, saubere, kleine Dörfer mit freundlichen Fachwerkhäusern, grüne rebenbestandene Hänge, weite Wälder, Burgen und Schlösser auf den Bergen. In den Uferwiesen zwischen Reil und K ö - d e n i ch stelzen sogar Fischreiher durch das Riedgras. Auf dem Fluß treiben geruhsam kleine, bunte Paddelboote. Ihre Insassen sonnen sich in beschau- licher Untätigkeit. Inzwischen haben sich wiederum weinstockbestan- bene Ufer herangeschoben. Drüben sinb es bie Logen von Kinheim unb Herzig unb diesseits bie von Erden, Rachtig, Zeltingen, Graach unb Bernkastel. Namen von Klang unb Gehalt. Man meint in ber Tat nicht nach bem Fahrplan, fonbern noch einer erlesenen Weinkarte burchs Land zu fahren. Im Volksmunb heißt bie Moseltolbahn auch nicht umsonst ber „Flaschenzu g'. Bernkastel ist ba, bie Stabt bes berühmten „Bern- kastler Doktors". Dem schonen alten Städtchen gegen über liegt (Eues, an dessen Namen sich bie (Erinnerung an einen ber größten Geister bes Mittelalters, an den gelehrten Äarbinal, Nikolaus von Eues, knüpft. — Die Fahrt geht weiter. Durch Anbei, Mülheim, Brauneberg, bas ehebem Düse- monb hieß, burch Filzen unb Wintrich. Drüben zieht Lieser vorbei. Hinter seinen kleinen Häusern öffnet sich bas Liesertal mit seinem großen Weinbergsgelänbe. K e st e n folgt unb schließlich am Fuß eines sich eigenwillig in ben Mosellaus vor- brängenben Berges Minheim. Hier beschreibt bas Tal eine neue Schleife unb bie Sonne, bie eben noch zum linken Fenster hereingeschienen hatte, zeichnet jetzt burch bas rechte ein helles Viereck auf ben Boben bes Abteils. Wir halten in Nieberemmel. Drüben behnt sich Piesport am Ufer hin, umgeben von feinen berühmten Lagen, in benen manch herrlicher Tropfen zur Reife kocht. Es folgen Dhron unb schließlich Neumagen, einst bie Sommerresibenz ber römi- schon Kaiser. Heute sieht man dem Ort nicht mehr an, bah er im Altertum ein wichtiger Hanbel- und Stapelplatz wo» Allein zahlreiche Funde, u. a. bie fdjöne Skulptur bes sogenannten Neumagener Wein- schiffes beweisen es. Der Zug rattert weiter nach Trittenheim. (Eine Brücke, bie bas Stanbbilb des großen Huma- nisten und Abtes Johannes Trithemius trägt. Der- bindet ben Ort mit bem Bahnhof. Von Trittenheim aufwärts hat bie Landschaft ein anberes Gesicht. Längst beherrscht ber Weinstock nicht mehr ausschließlich bie Uferhänge. Nur Dort unb hier finben sich noch größere Weinberge. Felb, Walb unb Obst- fulturen sinb in ber Ueberzahl. Der Boben schim- mert rötlich, als bereite er langsam auf bie phantastisch geformten roten Sanbftelnfelfen über Pallien, zwischen Pfalzel unb (Euren vor. Doch bas Tal hat nichts von seinem Liebreiz verloren. Seine Farben, die sich in den glatten Fluten der Mosel roibeilpiegeln, sinb satter. Es liegt nicht mehr ber Duft unb ber Glanz bes Schiefers über ihnen unb ber blaue Schatten, ber abwärts in ben schmalen Bergtälern lagert, ist geschwunben. Der Zug fährt burch Leiwen, Köverich, Thor- nid) und Detzen, an Klüsserath, Ensch, Schleich, Tödliche Unglücksfätte in Oberheffen. Landkreis Gießen. * Ruttershausen, 26. Aug. Heute nachmittag ereignete sich in unserem Orte ein tödlicher Ung 1 ücksfa11. Die 65 Jahre alte Witwe Margarete Krämer stürzte von einem (Ernte- wagen herab und fiel dabei so unglücklich, daß sie einen schweren Schädelbruch erlitt. Die bedauernswerte Frau wurde alsbald der Chirurgischen Klinik in Gießen zugeführt, wo sie aber kurz nach der Einlieferung verstarb. 00 Hattenrod, 26.Aug. Ein schwerer Unfall mit tödlichem Ausgang ereignete sich gestern vormittag auf der Straße von Hattenrod nach Harbach. Der Landwirt Heinrich Maul, der am Samstag dieser Woche feinen 59. Geburtstag gefeiert hätte, fuhr einen beladenen Frucht- wagen heim. Etwa einen Kilometer von Hatienrod begegnete bem Heimfahrenden das Auto eines Geschäftsreisenden. Im Dorbeifahren scheute dos Pferd bes Landwirts unb sprang bei Seite bis über ben Straßengraben. Maul fiel dabei vom Wagen in den Graben, so daß die Räder über ihn gingen. Außer Rippen- brüchen trug ber Verunglückte innere Verletzungen davon, bie von bem schnell herbeigeeilten Arzt Dr. Claus aus Lich festgestellt würben. Zu der beabsichtigten Ueberführung in bie Gießener Klinik kam 'es nicht mehr, da der bedauernswerte Mann heute früh an den Folgen des Unglückssalles verstarb. Die Schwiegertochter des Verstorbenen, bie sich oben auf bem Wagen befanb, kam mit dem Schrecken davon. Die Gendarmerie von Reiskirchen nahm gestern noch den Tatbestand auf unb sucht eine eventuelle Schulbfrage zu klären. Auffallend war bas Verhalten ber Autvinsassen, bie zwar einen Augenblick ihren Wagen anhielten, bann aber, ohne sich um das Ereignis weiter zu kümmern, weiter- fuhren. Geradezu empörend aber war das Benehmen eines auf dem Pade vorbeifahrenden (Ein- wohners aus dem nahen Harbach, der gebeten wurde, Hilfe herbeizurufen, unb der diese Hilfe abschlug, weil er angeblich keine Zeit dazu habe. Kreis Friedberg. WER. Bad-Rauheim, 26. Aug. Aus der Frankfurter Straße zwischen Rieder-Mörlen und Bad-Rauheim wurde gestern nachmittag ein Mützenmacher aus Rüstringen, der sich mit einem Arbeitskollegen »auf der Wanderschaft befand, von einem Lastkraftwagen überfahren. Der Mützenmacher erlitt so schwere Verletzungen, daß er noch in der gleichen Rächt im Krankenhause verstarb. Der Führer des Lastkraftwagens fuhr, ohne sich um den Verunglückten zu kümmern, weiter. Man vermutet, daß es sich um einen Lastkraftwagen aus Frankfurt handelt, der grau angestrichen sein soll. Kreis Alsfeld. • Ober-Sorg, 26. Aug. Der 28 Jahre alte Landwirt Wilhelm Geis von hier stürzte bei einer Motorradfahrt in der Rähe unseres Ortes so unglücklich, daß er einen Schädelbruch erlitt. Unmittelbar nach seiner Einlieferung in die Chirurgische Klinik in Dießen ist der beöauem8toerte junge Mann feiner schweren Verletzung erlegen. Landkreis Gießen. — Daubringen, 26. Aug. 3n dem Kartoffelfeld eines hiesigen Einwohners ist der Kartoffelkrebs festgestellt worden, und zwar ist die kreb-anfällige Sorte „Odenwälder Blaue" befallen worden. Das Landwirtschaftsamt Grünberg hat sofort die erforderlichen Maßnahmen zur Bekämpfung unb Verhütung der Weiterverbreitung dieser gefürchteten Krankheit angeordnet. Es ist dies das erstemal, daß der Kartoffellrebs in unserer Gemarkung aufgetreten ist. 4 Aus bem fiumbatal, 26. Aug. Begünstigt durch das gute Wetter ist die Getreideernte zum größten Teil eingebracht. Außerdem ist die Grummeternte in vollem Gange. Die Stoppeläcker konnten noch nicht geschält werden und die auf den Kornäckern aufgelaufenen Erbsen verkümmern auf ihrem Standorte. Die Kleeäcker lassen keinerlei Ertrag mehr erhoffen. Die Hackfrüchte bedürfen eine- durchdringenden Regens. 3n trockenen Lagen sterben bereits die Kartoffeln ab. Die verbliebenen Früchte der Obstbäume fallen größtenteils ab. Fast überall sind die Bohnen in den Gärten völlig gelb. * Burkhardsfelden, 27. August. Während einer ber letzten Nächte ereignete sich auf ber Straße Oppenrod—Burkhardsfelden ein schwerer U n • g l ü rf s f a (l. Ein Motorrabsahrer, der sich auf ber Fahrt nach Burkharbsfelben befand, fuhr zwei junge Mädchen an, bie beibe, untergefaßt, auf ber rechten Straßenseite nach Burkharbsfelben B. Der Kraftfahrer fuhr heftig zwischen beibe en, so baß sie nach links bzw. nach rechts auf bie Straße geschleudert wurden und verschiedene Verletzungen erlitten. Hinzukommende Personen nahmen sich der beiden Verunglückten an. Nähere Angaben über bie Art ber Verletzungen stehen noch aus. Die polizeilichen (Ermittlungen sinb im Gange. Die Person des Motorradfahrers festgestellt. SC Reiskirchen, 26. Aug. Bei den Arbeiten am hiesigen Sportplatz ereignete sich gestern ein Unfall, ber leicht schwerere Folgen haben konnte. (Ein junger Mann geriet beim Erbeabfahren zwischen zwei Rollwagen, so baß er einen Bluterguß im Unterschenkel unb eine Quetschung erlitt. L Ettingshausen, 26. Aug. Kurz nacheinander wurden die beiden letzten Veteranen unserer Gemeinde zu Grabe getragen. Zuerst starb der älteste Mann auS unserem Dorfe, Karl Sommer. Er hatte bei den hessischen 3ägcm die Feldzüge von 1866 und 1870 mitgernacht. 3n der Schlacht von Grave- lotte wurde er verwundet. 3hm folgte im Tode der fast 86jährige 3ohann Heinrich O p p e r I. Dieser kämpfte als hessischer Leibgardedragoner im Feldzug 1870 mit. Rach der Schlacht von Grave- lotte erkrankte er an Ruhr und Typhus. Don beiden Verstorbenen standen die Söhne — von Oppcr alle vier — im Weltkrieg 1914/18 unter den Waffen. Der Kriegervercin gab seinen beiden ältesten Mitgliedern das letzte Geleite und erwies ihnen die üblichen Ehrenbezeugungen. Außer diesen beiden starben innerhalb kurzer Zeit noch zwei Alte in unserer Gemeinde. (D Watzenborn-Steinberg, 26. August. Bei ber Grummetgrasversteigerung unserer ©emeinbe wurden (Erträge erzielt, bie bis zu 30 v. H. über ben vorjährigen Ergebnissen liegen. Pro Normalmorgen wurden Gebote von 9 bis 10 Mark abgegeben, obwohl infolge der günstigen Witterung eine reiche (Ernte zu verzeichnen ist. — In ber jüngsten Gemeinberats - Sitzung würbe einer Anregung bes Ministeriums über (E r - l e i d) t e r u n g ber kommunalen Sonber- gebäubefteuer in befonberen Fällen (Leer- stehen von Wohnungen, ober Umbgu von großen Wohnungen in kleinere usw.) zugestimmt. • Lana-Göns, 26. Aug. 3n dem Bericht vom 23. August über den Waldbrand am Samstag im Distrikt „Heide" unseres Gern e i n d e w a l d e s ist — wie man uns mitteilt — eine Unrichtigkeit festzustellen. Richt „durch die Aufmerksamkeit unseres Försters und unseres Feldschützen" ist ein Umsichgreifen des Brandes verhindert worden, sondern durch den Umstand, dcch der Bachnsteigschaffner Heinrich Dreier aus Lang-GönS auf der Heimfahrt vom Dienstort aus dem in der Rähe des Brandherdes vorbeifahrenden Zug das Feuer bemerkte und sofort nach Eintreffen in Lang-Göns die zuständigen Stellen benachrichtigte. k. Hungen, 26. Aug. Nach saft dreijähriger Tätigkeit an ber hiesigen Realschule ist Frl. Hedwig Staedel in ben Dienst ber brutschen Aus- 1 anbschule in Kopenhagen getreten. Man bedauert allgemein den Weggang der geschätzten Lehrerin, bie es währenb ihrer mehrjährigen Tätigkeit verstanden hat, sich bas Vertrauen der Eltern- schäft zu erwerben. An Stelle von Frk Staedel ist bie Stubienassessorin Frl. Dr. Pfeiffer von der Stubienanftalt Mainz in den Lehrkörper ber Realschule eingetreten. Slenfnnsevhok S14SÖ Stal Mücke i. Vogelsb. (Strecke Gteßen-Sulda) Sbviftttth. 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I Lichtspielhaus •Gießen I Heute letzter Tag: Mitternachtsliebe | Ab morgen Sonntag: Conrad Veidt reiht einen neuen Triumph an seine I bisherigen Erfolge als Hauptmann in I „Die letzte Kompanie", als Metternich E in „Der Kongreß tanzt“ u. a. Er spielt I hierden General, der einer schön. Frau I Olga Tschechowa ins Garn geht in demTonfilmdrama I Die | 6058 C ■ Nacht der Entscheidung ■ Weitere Hauptrollen: PeterVoß, Trude Hesterberg. M Dieser unerhörte Film wird Ihnen un- H vergeßliche Eindrücke hinterlassen. | Ferner: Gutes Beiprogramm, Ufa-Ton-Woche | Familien-Drucksachen Verlobungsanzeigen bei Brühl, Schulstraße Geburtsanzeigen Wir laden unsere Mit- glieder zu reger Be- •CrV'l/rS Heiligung 0,1 ver Garlenbau - Ausslellunt ein, die am 10. u. 11. Sept, in d. Turnhalle stattfinden soll. Sie *7 wird umfass. Dahlien, Rosen, Gladiolen-Kak- «rri . teen,Stauden,Zimm.» Pflanzen, Obst und Gemüse. Die besten Leistungen werden prämiiert. 6042 d Anmeldungen bis 7. September erbeten. Wieseck" Nachkirmes bei Wilhelm Dorfeld Großen-Buseck Sonntag, den 28., und Montag, den 29. August: 04921 Kirmes Es laden freundlichst ein die Wirte: Heinrich Brück, Wilh. Wagner. I nach mehrjährig, er- \ •—■—‘E'/J/r T folg- u. ruhmreichen » ' 1 Auslandstourneen \ ’V i mit seinem Riesen- T a auf gebot vonMen- 1 \ sehen u. Tieren nach I _’ y / seiner Heimat l J <^z«rflcliöelfelirt ist und demnächst in Giefaen zum ersten Male mit seinem Haaptnolernehmen nur vier Tage gastiert Vom groben Strassburger wird und muh ganz Giefeen und Umgebung sprechen I Es ladet freundlichst ein Gastwirt Heinrich Sink