:n und baß merpn ~. oe5 4' *« ‘ «»rfü». Büfett ^'enst ij t c?rQ^5 Lp °«)ens= leiJf oon Bji. lleB leine r ,un9beuti(ben bei!,uH) W r blel«5 hehre kn,»*.* 11’ '"Suruf**- ? SU* * Ursache bts 8wu$S ■ L»d°->4 w IN die rch die M;cl vrtrümmerten w°r, ein Zcj. dw-bigfeit ht 'S- Ner bem echl aus Df, uiparyund worden. Ar ermasgebefiert, n. erfreulicher- wehr bcheht. iätonMekll« kirchen 36 bis nhl63, Stahl« 53. Habe 149 I 139.25, Licht -166 biä 66,50, 9.25. Siemens 81 b\i W, . 16 dis 16,50, MM. [glatten. 10.10 wird gespielt! . 12: Wittags« is 14.30: Mit« de der Jugend, chswehrlapelle bei der Dies« «räch zwilchen KbnhardTecl- 5er Arbeiter i. 18.50: ;2r« igungsprämie. ^tverordmmg i). 19.20; Hr tunde gruleli- d Hanns Chr. irei Auszügen [bed. 22.05: t Hrrschbwnst Mählich des 33. Oktober üt Namischasts^ es Phrlharmo« urt a.8L 5.CW ,J1 0 11 59 M 94 54 6,076 Ä 3,00 « 72,37 72,S ä Ä 16,' g 81,47 34,58 82.23 0,961 0,296 5,606 12.66 S" 0 «5 67 73 43 23 ,33 88 III 109 54 ,55 56 58,« 72,24 13,10 16,58 170." ’S'" 70,” 239 fl." $ Nr. 252 Erstes Blatt 182. Jahrgang Mittwoch, 26. Gttober 1952 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags. Beilagen: Die Illustrierte Siebener Familienblätter Heimae Regierung nur geschäftsführend und ohne Vertrauen des Landtags ist, das ist noch sehr umstritten Die Entscheidung des Staatsgerichtshofs genügt in diesem Sinne weder staatsrechtlich noch politisch. Daß die Entscheidung gerade hier unzulänglich ist geht ja auch wieder aus der Urteilsbegründung hervor, wenn sie davon spricht, daß Zwiespältigkeiten durch den guten Willen der Beteiligten ausgeräumt werden müßten. Allein die Urteilsbegründung geht noch einen Schritt weiter: Sie macht darauf aufmerksam, daß es unbedingt notwendig sei, in Preußen eine verfassungsmäßige Regierung zu wählen, I was sich nur so auslegen läßt, daß der Staatsgerichtshof die Regierung Braun-Severing auch nicht für verfassungsmäßig hält. Sie kann wohl im Landtag erscheinen, ihre Mitglieder können Reden halten, aber die Regierung Draun-Seve- ring kann dem Landtag keine Gesetzentwürfe vorlegen, sie kann überhaupt nichts tun, was unter den Begriff der Regierung im engeren und weiteren Sinne fällt. Es liegt nunmehr beim Preußischen Landtag, dem Zustand ein Ende zu machen, ein Zustand übrigens, der nicht nur die Minister, die nichts zu regieren haben, unvermeidlich der Lächerlichkeit preisgibt. Endlich aber, das darf nicht übersehen werden, zeigt das Urteil des Staatsgerichtshofs deutlich, daß die Weimarer Verfassung für die staatspolitischen Zustände und Verhältnisse in Deutschland nicht mehr in allen Teilen paßt. Ein U mb a u ist notwendig. wobei das Ziel sein muß, wirklich eine Reichs- und Staatsgewalt herzustellen, die wech- febxben parteipolitischen Einflüssen mit ihrer Gefahr der politischen Korruption nicht mehr unterliegt Eine Erklärung der preußischen Glaalsminifter. Berlin, 26. Oktober. (WTB. Funklspruch.) Das Büro der preußischen Staatsminister veröffentlicht folgende Mitteilung: Das preußisHeStaatsmi äste- rium trat heute vormittag unter dem Vorsitz des Ministerpräsidenten Dr. Braun zu einer Kabinettssitzung zusammen. Sämtliche Staatsminister waren anwesend. Die Vertreter Preußens in dem Leipziger Prozeß erstatteten Bericht über die Verhandlung vor dem Staatsgerichtshof. Die durch die Entscheidung des Staatsgerichtsihofs geschaffene Lage wurde im einzelnen erörtert. Ministerpräsident Braun stellte als einheitliche Ansicht des Staatsministeriums fest, daß das Staatsministerium die Entscheidung des Staatsgerichtshofes als maßgebende und zur Entwirrung der Lage geeignete Grundlage betrachtet. Das Staatsministerium hat danach nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, idie Befug- Aus der Provinzialhauptstadt KAFFEE Wenig Hoffnung auf die Weltwirtfchastskonferenz. Aus aller Welt. Eine (Siitful)ruiin durch Mafia in Argentinien. Regierung und ich sind über verschiedene Punkte einer Meinung, besonders darüber, daß die R e - gelung der Kriegsschulden und die schnelle Beseitigung der Maßregeln, die den Welthandel lahmlegen, wesend, che Bedingungen für ein gutes Funktionieren neuen internationalen Finanzabkommens ijtno. Indessen bestehen Meinungsverschie- v« n he i te n zwischen der Regierung und mir über d.e neuen Maßregeln, die erforderlich sind, um dem internationalen Handel seine Bewegungsfreiheit wieder- zu geben. Die Regierung ist der Meinung, daß das gewünschte Ergebnis vielleicht durch individuelle Berhandlungen mit fremden Regierungen in den Grenzen der in O t - t a w a erreichten Bereinbarungen unter st r i k - ter Aufrechterhaltung unserer Rechte als meistbegünstigter Ration erreicht werden kann. Ich fürchte, daß die zweiseitige Verhandlungsmethode auf das Echutzzoll- lystem in der Welt im allgemeinen wenig Einfluß ausübrn würde. Da eine radikale Aenderung in der Wolthandelspolitik nicht in Aussicht steht so glaube ich nicht, daß die Weltwirtschaft^ : konferenz in der Währungsfrage irgendein befriedigendes Ergebnis haben kann. Der neue Kaffee! 7506 V Prelsaosfchreibeii! Eiofendeo! Eilt! Der Kampf um den Religions- unterricht in (Südtirol. 3 n n 8 b r u d, 25. Ott. (TU.) Bor einiger Zeit wurde bekannt, daß durch Erlaß des italienischen Königs die Entsendung von 3 0 italienischen Religionslehrern nach v u d t i r o l vorgesehen sei. Dadurch sollte der deutsche Religionsunterricht, den die einheim> schen Priester bisher den Kindern erteilten, u n - möglich gemacht werden. Run berichtet der ..T.roler Anzeiger", daß sich durch die Bermitt- lung der beiden Bischöfe von Trient und Bri-en der Papst selbst der Sache angenommen habe. Er habe den Bischöfen strenge Anweisung gegeben, die eine Tätigkeit von italienische n Priestern, die von auswärts in die Diozeien Trient und Brixen entsandt würden, vollkommen a u s s ch l ö s s e n. großes Lös egeld zu erpressen. Dem jungen Hueyo sei es gelungen, zu entkommen. Ayarza c ? Cr! * e s' ch n 0 4 > n Gefangen« sch ° । Die Tat sei allem Anschein nach von der Lierb^echerorganisation Mafia ausgeführt worden, die früher m Süditalien große Macht hatte und in Argentinien noch heute Zweigorganisa« rionen besitzen soll. Die argentinische Regierung habe zahlreiche verdächtige Personen verhaften las- m 1 ?rci rgimenter, Panzerwagen eingesetzt, um die Der- befreietQnbC zu machen und Ayarza zu Lutherstrahe im 'Bett gefesselt und erwürgt aui«.'hinten. Als ter Obsthändler Könide mit seinem Sohn vom Markt zurüdkehrte, wurde ter Mord an ter alten Frau entdedt. Die Greisin lag auf dem Bett ihres Sohnes in einem kleinen Zimmer, ihre Arme waren kreuzweise mit einem zerrissenen Bettuch an die Dettpfosten gebunden. 3m Munde stedte ein Knebel. lieber der Toten logen zahlreiche Deden und Kissen. Sämtliche Behälter ter Wohnung waren durchwühlt. Der Mörder erbeutete 4500 Mark Bargeld und für 12 000 Mark Kriegsanlei hepapiere und Goldpfandbriefe. Umfangreiche Lffekkenschiebungen aufgebedL Ausstellung. — Gießener Konzert-Derein, 18 Uhn -s"usik. Institut der Universität (Zimmer 47), Gene» ralt>er[ammlun$. — Die Christengemeinschafl, 20.15 Uh,--. Universität, Saal 34, öffentlicher Vortrag: Helden - Heilige - Geistmenschen. — Lichtspielhaus, Bahnhontraße: „Quid" Frauen-Or tsgruppe des -DD A. wiederholt am kommenden Samstag die schon einmal mit großem Erfolg aufgeführten Biedermeier-Komödien „Großmutters Bratäpfel" und „Der Herr Doktor '. Die Deranstal- tung findet im Katholischen Vereinshaus statt und beginnt um 20 Uhr. Das Schüler-Orchester der Oberreolschule wirkt mit Der Ertrag kommt der Frauenwinterhilfe zugute. Roheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich. „Dolly 3>eralb" meldet aus Buenos Aires, daß der Sohn des argentinischen Finanzministers, Santiago H u e y o, und der Sohn des Millionärs Ayarza von einer Verbrecherbande entführt worden seien, um von ihren Angehörigen e i n niffe auszuüben, die ihm nach der Entfchei- dung weiterbin zustehen. Die Staatsregierung wird diose Befugnisse im Sinne möglichst T C: * “ n 9 o | e n Zusammenarbeitens mit ben anderen verantwortlichen stellen ausüben, und sich dabei lediglich oon den Jnteressen des Reiches und des Landes leiten lassen. Kein Kurswechsel in der Agrarpolitik. Der Neichser. ährun (Minister bleibt. —rxr I Ln' 25-Oft. (TU.) Reichsernährungs- Minister Freiherr v. Braun war heute beim R e l ch s Präsidenten. Der Besuch dürfte, wie e -^^'^'^^iliche Wochenschau" erfährt, fach! ch m erster Linie den weiteren Au_wirlungen der letzten Genossenschafts- und Osthilfemaßnahmen gegolten haben. Außerdem sei aber nach einem Vortrag über die Landwirtschaft e i n Schlußstrich unter die in den letzten Tagen verbreiteten Gerüchte über einenWechsel im Reichsernährungsministerium gezogen worden. Es dürfte kaum ein Zweifel daran erlaubt sein, daß Freiherr v. Braun weiterhin uneingeschränkt dasVertrauen desReichs- I Prä i identen genieße. Angesichts der klaren Festlegung der aararpolitischen Grundsätze Trauns und der wiederholten Erklärungen des Reichs- kanzlers, daß die Reichsregierung die einmal emg^schlagene Linie unter allen Umstän- den b e i b e h a l t e, sei daher auch damit zu rechnen, daß eine Preisgabe von Teilen des Agrarprogramms nicht in Betracht komme. Die Wirtschaftspakte» für das Kabinett Papen. Von ter Landwirtschaftskammer für Hessen in Darmstadt wird mitgeteilt: Am kommenden Sonntag, 30. Oktober, findet in Offenbach a. M. eine größere Geflügel- ^üchtertagung in Verbindung mit einer großen Versteigerung von erstklassigen Herdbuch-Hahnen statt. Die Geflügelzüchtertagung bringt die Versammlung des Landesverbandes hessischer Ge- Nugelzüchtervereine und zwei Vorträge über die Themen: „Reueste Erfahrungen aus dem Gebiete der Geflügelfütterung" (Referent Dr. Lang, Gießen) und „Welche Maßnahmen sind zur ,HMschen Landesgeflügelzucht zu ergreifen? (Referent Dr. Dender, Darmstadt). Mit besonderem Interesse sieht man jedoch der er st en Hahnenversteigerung des De- flugel-Herdbuch-Hessen der Landwirtschaftskam- rner, Darmstadt, entgegen. Die Versteigerung bringt ein erstklassiges Material von 112 a u s - gewählten Tieren, sämtlich mit Abstam- mungs- und Leistungsnachweisen aus den testen Zuchten Hessens. Die Tiere verteilen sich auf die anerkannten Wirtschaftsrasfen wie folgte: 10 Wyandottes, 16 Rhodeländer, 60 Leghorn, 14 braune Italiener, 12 Rheinländer. Die Herdbuchzucht in ter Ge.lügelzucht bringt einen überaus großen Aufwand an Arbeit und Kosten mit sich. Es wird laufend schärfste Lei- stungskontrolle verlangt. Auch die weiblichen -iücre müssen nach dem ersten Legejahr zur Ankörung gebracht und ins Zuchtbuch eingetragen toerten. Die Versteigerung in Offenbach bietet Gewahr dafür, daß nur erstklassige Tiere zum Angebot kommen. Die Dorbesichtigung zur Versteigerung in Offenbach im Stadtgarten beginnt um 14.30 älhr, die Versteigerung um 15.15 älhr. Interessenten, welche nicht selber nach Offenbach kommen, können Bestellungen unter Angabe ter Wunsche an die Landwirtfchaftskammer in Darm- rtabt, bzw. die zuständigen Landwirtschaftlichen Kammer-Ausschüsse richten. Der Besuch der Veranstaltung kann allen Geflügelzüchtern empfohlen werten. Vornotizen. ’ $°9CS f alen ber für Mittwoch: Stadt- theater, 20 bis 22 Uhr, „Freie Bahn dem Tüch- I tigen. — Oberhesi. Kunstoerein, 15 bis 17 Uhr, Gießen, den 26. Oktober 1932. fallendes Laub. »Wie die Blätter fallen Gelb und welk vom Daum: Und ein kurzer Sommer sch windet Als ein kurzer Traum . . .“ ®äte es sonst keine Zeichen, an denen wir den al ebergang ter Ratur zur Ruhe merken könnten — das fallende Laub allein genügt, uns den Abschied des schaffenden Genius sinnlich zu veranschaulichen. Rachspiel zum Innsbrucker Eisenbahnunglück. Der 52jährige Weichenwärter Josef A m l a ch e r, der nach dem Eisenbahnunglück im Innsbruder Wc-stbahnhof gemeinsam mit seiner Frau einen Selb st Mordversuch mit Leuchtgas unternommen hatte, ist nunmehr gestorben. Seine Frau war vor wenigen Tagen der Leuchtgas- Vergiftung erlegen. verstärkte Schmugglertätigkeit im holländischen Grenzgebiet. Seit einiger Zeit macht sich im holländischen Grenzgebiet oerftärfte S ch m u g g l e r t ä t i g- feit bemerkbar. Geschmuggelt wird jetzt besonders Margarine und Butter aus Deutschland, nachdem die Preise in Holland im Zusammenhang mit den Maßnahmen zugunsten der Molkereiwirtschaft nicht unbeträchtlich gestiegen sind. In verschiedenen Grenz- gemeinden in Limburg hat der Schmuggel dazu geführt, daß der Absatz der Ladenbesitzer erheblich zurüdgegangen ist. Die holländischen Grenzbc-Hprden führen strenge Ueberwachungsmaßnahmen durch. In der letzten Zeit wurden zahlreiche Schmuggler verhaftet. In der Gegend des deutschen Grenzortes Gronau haben Zollbeamte einen Kraftwagen beschlagnahmt, mit dem 1000 Pfund Butter über die Grenze geschmuggelt werden sollten. Raubmord im Berliner Westen. Die 74jährige Händlerin Auguste Könide wurde dieser Tage in ihrer Wohnung in der Herbstmarki in Friedberg. Die Stadt Friedberg stand gestern völlig I im Zeichen des Herb st markte s, ter sich diesmal im Rahmen einer „Deutschen Woche", die auf Deranlassung ter Landwirtschaftskammer oer- I onstaltet wurde, abwidelte. Bei dem schönen Herbstwetter nach ter langen Reihe von Regentagen hatte die Stadt einen außerordentlich starken Besuch auf-uweisen: in ter Kaiserstraße als Mittelpunkt ter Stadt herrschte zeitweise ein geradezu beängstigendes Gedränge, und am Rach- mittag bei ten reitsportlichen Darbietungen auf I ter See wiese hatten sich schätzungsweise etwa I 7000 Menschen rund um den großen Dorführungsplatz aufgestellt. Arn Dormittag fand in der Kaiserftrahe der Herbst-Pferdemarkt mit Prämiierung statt, bei dem man prachtvolles Tiermaterial ter Wetterauer Pferdezucht zu sehen bekam. Was bei dieser Gelegenheit an Pferden zur Schau gestellt wurde, war ein überzeugender Beweis für oie hohe Leistungsfähigkeit und das ernste Stre- ten ter hessischen Pferdezucht. Das Interesse der Bevölkerung an den Tieren und am Marktverlauf war sehr rege. Bei einem gemeinsamen Mittagessen im „Deutschen Haus" konnte Bürgermeister Dr. Seh d als Leiter ter Friedberger S a tVerwaltung eine große Anzahl Eh e.igäste w I kommen heißen, darunter u. a. den Finanzministe. Kirnberger, ter in seiner Eigenschaft als hessischer Landwirtschaftsminister ter Veranstaltung beiwohnte, ferner prominente Führer der hessischen Landwirtschaft, der Pferdezucht, des Reitsports usw. Bürgermeister Dr. S e h d würdigte in treffenden Worten die hohe Bedeutung einer leistungsstarken heimischen Landwirtschaft und betonte zugleich die engen Beziehungen der Landwirtschaft zur Stadt Friedberg. deren gedeihliches Fortbestehen er aufrichtig wünschte. Gleichzeitig teilte er mit, daß Friedberg seinen bisherigen Herbst.P erdemarkt von jetzt ab zu einem großen allgemeinen Herb st-Markt ausgestalten werde. Finanzminister Kirnberger sprach als Landwirtschaftsminister anerkennende Worte für die Arbeit ter hessischen Landwirte im allgemeinen und für die ausgezeichnete Friedberger Veranstaltung im besonderen, deren hohe Bedeutung er gebührend würdigte. Landesstallmeister a. D. Schörke (Darmstadt) sprach als Vertreter der Pferdezucht und des Reitsports. Landwirtschaftskammerpräsi- tent Oekonomrerat Hensel (Dortelweil) als berufener Vertreter der amtlichen Institution der hei'.schen Landwirtschaft brachte die volle Anerkennung der Landwlrlschastskammer für die vorbildliche Friedberger Veranstaltung zum Aus- drud. ferner dankte Präsident Hensel in herz- luten Worten ter hessischen Regierung für die Forderung und Wahrung ter Belange ter hessi- ajen Landwirtschaft, insbesondere richtete er Worte des Dankes an Minister Kirnberger. Gleichzeitig verhehlte er ater auch nicht, daß noch mancherlei berechtigte und dringende Wünsche ter ‘n Hessen der Erfüllung Harrern Eindringlich forderte der Redner vor allem auch Berlin, 24.Oft. (TU.) Der Vorstand der Wirtschastspartei hat in Berlin eine Sitzung abgehalten, in der in Anlehnung an die Beschlüsse des letzten Parteitages politische Grundsätze aufgestellt werden. Die Regierung von Papen, so heißt es in einer Verlautbarung des Parteivorstandes, habe sich auf den Boden dieser Grundsätze g e ft eilt, bie darauf hinausgingen, ben arbeitenden Menschen wieder in die Wirtschaft e i n z u g l i e d e r n. Die Regierung von Papen habe den Weg eingeschlagen, der die Möglich, keit zum Wiederaufstieg des deutschen Volkes biete. Solange die Reichsregierung diesen Weg verfolge, werde die Wirtschaftspartei das Kabinett von Papen unterstützen. Von der Reichsregierung wird erwartet, daß sie endlich in Erfüllung gegebener Zusagen den Artikel 164 der Reichsverfassung (SchutzdesMittelsta n- des) zur vollen Auswirkung bringe. ODie sich im Frühjahr die verschiedenartigen Baume und Sträucher nicht gleichmäßig belauben, sondern immer eins dem andern zuvorkommt in ter Dlattentwidlung, so schließt auch zu verschiedener Zeit das Leben ter Blätter ab, so daß der eine Daum bereits wie ein Bild des Totes dasteht, währerrd ter andere noch in ter ganzen Fülle [eineß Laubwerks prangt. Je nach der Witterung beschleunigt oder verlangsamt sich die Zeit des Laubfalles, doch umspannt sie immerhin einige Wochen. Während gewisse Bäume und Sträucher schon in der ersten Hälfte des Herbstes ihr Laub verlieren, warten andere die Zeit ab, bis .? rauhen Rachtsröste ein längeres Säumen unmöglich machen; andere wieder besitzen leflt fern «m. «U Lach°crstandiger I nieder. festzuhalten, bis sie im erwachenden Frühling L o n b o n, 25. Oft. (WTB.) Sir Wa'ter L a h- schwellenden Knospen abgeworfen ton hat seine Funktionen als Wirtschafts- x o „ r , sachverständiger im vorbereitenden Aus- 1 mber ßaubJaU feine Geschichte, wie schuß für d i e Weltwirtschaftskonfe- untere Vorgang im Naturleben. Da tritt re nz wegen Meinungsverschiedenheiten mit der “as n'4t.ß°n vorbereitet ift; da Regierung niedergelegt. Layton sagt in K nicht notwendige Folgen einem Schreiben an den Premierminister: Die ®“u.ni ob*r Strauch hat bereits ro--:------- v •' • ‘ , I eit Wochen den Fall seines Laubes vorbereitet. Er selbst hat durch einen Bildungsvorgang den Blätter- fchmuck von feinem eigenen inneren Wesen nach I und nach abgesperrt, so daß dieser immer mehr ' bann absterben mußte. Solange nämlich die Saft- ftromung im Innern des Baumes recht lebendig vor sich geht, solange hat auch der Baum die Blatter notig, um sich durch diese mit der Atmo. sphare m Verbindung zu setzen. Dies geschieht, indem das Blatt transpiriert, indem es den auf« steigenden flüssigen Nahrungsstoff in Dunftform der Lust roiebergibt. Die Ober- und Unterseite der Laub- blatter sind nämlich mit vielen kleinen Spaltöffnungen versehen, durch welche das überflüssig ge- wordene Wasser in Dampfform austritt. Die Tran- fpiration ist im Frühjahr am stärksten, im Winter aber fast Null. Daher sind bie Blätter für die Win- lerzeit überflüssig geworden und müssen erfahren, daß, wer feine Schuldigkeit getan hat, gehen kann. Es hat aber den Anschein, als wolle der Baum nicht hart und undankbar gegen seine eigenen Kinder erscheinen, darum baut er leisen Schrittes und unmerkbar die Schranken auf, die bas Blatt ihm selbst entfremden sollen. Schon mehrere Wochen vor dem Fall beginnt nämlich an der Stelle, wo die Blattlösung erfolgen soll, die Bildung eines zarten, k^inzelligen Gewebes einzutreten (Irennungs- Ichichte) welches zwar nur langsam sich erweitert und erhärtet, doch in gleichem Maße den Verkehr des Blattes mit dem Baume beschränkt und schließlich ganz unterbricht, so daß es, zuletzt auf sich selbst angewiesen, dem Dahinsterben überlassen ist. Das Blatt, nun aller Kräfte und Säfte beraubt, schrumpft zusammen und kann sich nicht mehr halten: feine eigene Schwere vollzieht die Trennung, oder ein durch das Gezweige rauschender Windstoß zerreißt vollends das geloderte Band und führt das Blatt weg von [einem Stammsitze. Betrachtet man einen entblätterten Zweig, so findet man kleine Flecken, Blattftielnarben genannt, von so regelrechter Form, daß ein kundiges Auge daran die verschiedenen Baumarten zu unterscheiden vermag. lst also die Folge verminderter und Ichliehuch ganz unterbrochener Saftzufuhr nach den Blattern. Das Welken, Schwarz« und Braunwerden ist fein „Erfrieren", wie man das vielfach annimmt, lonbern cm Vertrodnen. Da aber der Laubfall ganz ^besonders in den auf eine klare Nacht folgenden ^ruhstunden eintritt, ist man irrtümlicherweise ter Ansicht, daß allein der Frost mit diesem Natur- schaufpiel in ursächlichem Zusammenhang stehe. Bevor die Blätter sich vom Zweige loslösen, pflegen die vielen Laubhölzer ihr Aussehen ausfallend zu verändern, während wieder andere frisch zu Boden fallen. So verfärbt sich das Laub der Eschen und Erlen, des spanischen Flieders und der Robinie vor dem Fallen nicht, die größere Anzahl unserer Bäume und Sträucher hat indessen ihren besonderen Herbstschmud, und gelb und rot und braun leuchtet es uns entgegen. Birke und Linde zeigen ein blasses Gelb, das reiner und wärmer wird bei der Rüster, der Hainbuche und dem Ahorn. Die Buche vertauscht ihr herrliches Grün mit einem warmen Braun, ganz ähnlich so die Eiche, während die Vogelkirsche sie alle mit ihrem purpurroten Schmude überb'.etct. Am schönsten aber ist die Verfärbung beim wilden Wein, der im Sommer unsere Gartenlauben, die Wände vieler Häuser und die Balkone so grün schmückt und so gut beschattet, jetzt aber vor Beginn des Laubfalles ein herrliches Farbenbild zeigt. Fast hat es den Anschein, als fei ein Wett- Unfcr tlCUCr CRomün Unter Ausschluß ter Öffentlichkeit tourte OlnAhom t™*. • V C .. ' gegen einen Buroangestellten wegen Sittlichkeits- Rachdem wir m der heutigen Ausgabe des verbrechens an einem Kinde verhandelt. Das "«!!?ten Abdruck des Romans Urteil lautete auf die gesetzliche Minteststrafe „Das Gluck fand den Weg von Gert Rothberg von sechs Monaten Gefängnis. zum ^bictjluft gebracht haben, beginnen wir in 3n den späten Abendstunden fand noch eine tex morgigen Rümmer mit der Veröffentlichung Verhandlung vor ter Kleinen Strafkammer statt, eines neuen großen Romanwerkes, das bei I Ein Molkereigehilfe, ter vom Amtsgericht ®rün* unsren Leserinnen und Lesern ungeteilten Bei- berg wegen Körperverletzung mittels gefährlichmr fall finden durfte: handelt es sich doch darum, Werkzeug zu einem Monat Gefängnis o.e Detanntjchaft rn.t einer Autorin zu erneuern, verurteilt worden war, verfolgte Berufung. Rach oie ichon einmal in unseren Spalten mit größtem Schluß ter Beweisaufnahme kam das Gericht zu Erfolg zu Worte gekommen ist: der Uebeneugung, daß die Sache noch nicht ge- ,/Deiner Hände Werk" nügend geklärt fei; die Verhandlung wurde des- von Klothilde von Elegmann-Etein I 6 ’ur Ca!>un9 *Ddtner 3eu8cn heißt ter neue Roman, das jüngste Werk einer in weitesten Publikumsschichten beliebten und geschätzten Autorin, deren früher bei uns erschienener Roman „Ich hab dir verziehn!" allgemein außerordentlich gefallen hat und vielen Leserinnen und Lesern sicher noch in angenehmster Erinnerung fein wird. Auch der neue Roman ter Frau Klothilde von Stegmann-Stein, in dem sich der äußerst dramatisch gesteigerte Kampf um das Letenswerk eineß tüchtigen Menschen unserer Zeit mit der Zarten und ergreifenden Ausmalung zweier Lie- tesschicksale verbindet, zeigt die schriftstellerischen Qualitäten der beliebten Autorin in vorteilhaftstem Lichte. Hier erleben wir eine von Fort- etzung Zu Fortsetzung sich steigernde, abwechslungsreiche, mit mancherlei äleberraschun- gen gewürzte Handlung und eine zu Herzen gehende Darstellung der hantelnden Personen und ihrer Konflikte. Klothilde von Stegmann-Stein versteht so eindringlich und lebenswahr zu erzählen, daß man an den Kämpfen, dem Lieben und Leiten ihrer Gestalten mit atemloser Spannung teilnimmt. So sind wir gewiß, auch mit unserem neuen Roman jedermann eine willkommene Lektüre unö eine genußreiche Unterhaltung zu bieten. Gesiügelzüchier-Tagung und Herdbuch-Hahnen Versteigerung. Die Berliner Zollfahndungsstelle ist einer neuen, allem Anschein nach ziemlich umfangreichen S ch i e b u n g s af f äre auf die Spur gekommen. . Unter dem Verdacht, Effekten aus ausländischem ** »Erik a" - Schreibmaschinen-Der- Besitz in einem Gesamtwerte von mehreren 100 000 losung. Die bekannte „Erika" ter Aktiengesell- , urk v e rschoben zu haben, wurde der Bank- schast Seidel & Raumann. Dresden, erscheint nun- komm.ssionär Hans K. fest genommen und dem mc&r in einem neuen verbesserten Modell und Bernehmungsrichter vorgeführt, ter Haftbefehl ge- dtoar mit vollwertigem Setztabulator und Stech- gen ihn erlassen hat. Mit weiteren Verhaftungen walze. Zur Einführung ter Maschine werden 50 in dieser Sache muß gerechnet werden. Es soll ®rda gratis auf dem Wege ter Verlosung ab- UH in ter Hauptsache um Effekten handeln, die gegeben. Auf die heutige Anzeige ter Firma aus der Schweiz nach Deutschland gebracht und Sranz Vogt & Co., Gießen, sei hingewiesem hier dann in ter beiaunten Weise verschoben tour- •***€»/> _____rCL • r. ten, worauf ter Erlös wieder über die Grenze vDlFOflümtnCF toanterk. * Gießen, 25. OfL Eine ungewöhnlich rohe Tat sand heute vor dem Strafgericht ihre Sühne. Ein Einwohner aus Rodheim ging eines Abends mit einigen Freunden seines Wegs: vor ihm ging ter Angeklagte, ter sich plötzlich umdrehte, auf ihn zukam und ihm mit der geballten Faust terart auf das Auge schlug, daß es auslief und ftrok -sm! ___ | wrausgenommen werden mußte. Der Angeklagte rn»nU1. Jn bcr den Dau- behauptete, von dem Zeugen beleidigt worden zu $CClß der Schönheit sein; nach ten übereinstimmenden Aussagen aller tm herbstlichen Gewände bevor noch der starre, -Zeugen war daran kein wahres Wort D^ Grund bunten färben abholde Winter seinen zur Tat war darin zu suchen, daß der Angeklagte r".22*0”*01 ^breitet über Fluren und Auen schon früher den Verletzten beleidigt hatte und und seine eis gen Geb.Ide an das schwankende deshalb gerichtlich bestraft Worten war Die ^„toc g bangt, unter dessen Blätterschmud die Strafe lautete auf ein Jahr und drei Mo- Vogel wohnten und fangen, äleberbliden wir I nate Gefängnis. ten herbstlichen Wald in den mannigfachen Wegen fahrlässiger Tötung wurde ein Rad- Sarven, ,o wird uns seine Zusammenstellung aus sahrer zu drei MonatenGefängnis ver- d^i verichiedensten Baumarten erst recht verständ- urteilt. Er hatte beim wiederholen eines beladenen immtt charakteristisch ge- Erntewagens auf ter Landstraße zwischen zwei färbten Herbstkleide lajen sich diese viel leichter radfahrenten Knaben, die sich auf gleicher Höbe unterscheiden, als wenn sie alle in schwellendem befanden, durchzufahren versucht und dabei den ^)run nur eine gleichartige dichte Laubmasse zu einen Knaben derart angefahren, daß dieser stürzte oilden «cheinen. Gr. I und überfahren wurde. ein gutes Einvernehmen zwischen Stadt und Land und gerechte Würdigung des schweren Ringens unserer Landwirtschaft. _ 2lm Rachmittag bewegte sich ein -Zug v e r «eiter durch die Stadt nach der Seewiei«, gleichzeitig marschierte auch ein Deglettzug der Mafchinengewehrkompanie unseres Gießener Bataillons unter dem Kommando von Oberleutnant Voigtsberger und unter Borantritt der Gießener Militärkapelle unter Obermunk- meister Krautze in strammem Zuge durch die Stadt nach dem Vorführungsplatz. Sie rett- sportlichcn Darbietungen der Retter und Reiterinnen fanden bei der grotzen Mmicheninmge starkes Interesse und brachten lebhaften Verfall Mit besonderer Spannung wurden aber dre Fahrübungen und Gefechtsererzitien des Vegleit- zuges der Gietzener Maschinengewehrkompanie unter Oberleutnant Voigtsberger verfolgt, die vielfache Bewunderung auslösten und wiederholt durch anhaltende starke Beifallskundgebungen die herzliche Anerkennung der Zuschauer fanden. Im Rahmen der Deutschen Woche waren noch in verschiedenen städtischen Gebäuden Ausstellungen landwirtschaftlicher und gewerblicher Art arrangiert, die in großer Reichhaltigkeit und guter Aufmachung die hohe Leistungsfähigkeit der Wetterauer Landwirtschaft und des Friedberger Gewerbes eindrucksvoll unter Beweis stellten. Die Ausstellungen fanden verdientermaßen durch starken Besuch die Beachtung der Oeffenblichkeit. Die gesamte Veranstaltung, von der Friedberger Stadtverwaltung umsichtig und sorgsam aufgezogen, ist als ein voller Erfolg für Friedberg und für die Veranstalter zu bezeichnen. Handball im Gau Hessen (O. T.) Tv. Grohen-Linden 1 — To. Lich I 13:4 (7:3). Die Gäste traten mit zehn Mann an. Trotz dem klaren Sieg konnten die Großen-Lindener nicht recht befriedigen. Besonders in der ersten Spielhälfte wollte es im Sturm nicht klappen. Lich enttäuschte nach der angenehmen Seite. Die Mannschaft spielte sehr eifrig, allerdings erwies sich ihr Sturm (außer dem Halblinken) als sehr schußschwach. Ein besonderes Lob gebührt ihrem Torhüter. Großen-Lindens 2. Mannschaft überließ Hochelheims 2. Mannschaft kampflos die Punkte. — Die Jugend unterlag der Jugend des To. Wetzlar 17:1. Die Großen-Lindener waren ihrem Gastgeber körperlich stark unterlegen. Geräiekampf in Leihgestern. Le hgestein — Waldstirmcs—Launsbach. Rachdem bereits am 31. Januar 1932 der erste Gerätewettkampf unter den drei dem Südwestdeutschen Turnverband angehorenden Vereinen, Waldgirmes und Launsbach (Lahn- Tünsberg°Gau) sowie Leihgestern (GauWet- terau) ausgetragen wurde, fand heute der zweite Gerätewettkampf dieser Vereine im geräumigen Saale der Wirtschaft „Zum Löwen", dem Ver- einslokrl des Turnvereins „Frisch Auf" zu Leihgestern statt. Zahlreiche Turnfreunde hatten sich eingefunden, um diesem friedlichen Wettkampf beizuwohnen. Rachdem zu Beginn der Veranstaltung der Vorsitzende des Turnvereins „Frisch Auf" die anwesenden Turner und Gäste begrüßt hatte, entbot der Beigeordnete Wilhelm Seipp den auswärtigen Turnern den Willkommensgruh der Gemeinde. Jede Mannschaft bestand aus sieben Turnern, von denen je die sechs Destbewährtesten beim Gesamtergebnis der errungenen Punktzahl maßgebend waren. Kampfrichter waren Jung, Waldgirmes, Schmidt, Launsbach und D r ü ck, Leihgestern. Es wurden durchweg sehr gute Leistungen gezeigt. Leihgestern, das beim letzten Gerätewetturnen in Launsbach an letzter Stelle war. hatte diesmal stark aufgeholt und nahm mit 15 Punkten Unterlegenheit gegenüber dem ersten Sieger Waldgirmes, die zweite Stelle ein, obwohl sich in seiner Manns-)aft zwei Altersturner von 35 und 33 Jahren befanden. Im Anschluß an das Wetturnen nahmen der Vorsitzende des Turnvereins „Frisch Auf" und der wr.rbandsvorsitzende Lehrer Zöller die Preisverteilung vor. Das Ergebnis: 1. Turnverein Waldgirmes 488 Pitzckte; 2. Turnverein „Frisch Auf" Leihgestern 473 Punkte; 3. Turnverein Launsbach 398 Punkte. Die besten Turner der Vereine errangen folgende Punktwertungen: Waldgirmes: Wilhelm Ferber 109 P.; Wilhelm Schmidt 101 P.; Leihgestern: Rudolf Rohrbach 103 P.; Karl Velten 100 P.; Launsbach: Willi Müller 89 P.; R. Schieferstein 88 Punkte. Der Verbandsvorsihende Herr Zöller, Hausen, dankte zum Schluß allen Turnern, die sich am Wettkampf beteiligten und ermahnte sie, das von den Vorfahren übernommene Erbe zu pflegen, junge Turner heranzubilden zur Gesunderhaltung des Körpers und damit zur Stärkung unseres Volkes am Wiederaufbau unseres Vaterlandes mttzuhelfen. Mit einem gemeinsam gesungenen Turnerlied fand die eindrucksvolle Veranstaltung ihren Abschluß. Arverter-Turn- und Sportbund Gießen I — Raunheim I 2:0. Auf dem Trieb lieferten sich diese Kreisklassengegner ein flottes, scharfes Spiel. Zu Spielbeginn sah man verteiltes Feldfpiel, das nur durch eine Unzahl Strafstöße unterbrochen wurde. Nach zehn Minuten kam Gießen durch einen unverhofften Fern- chuß, der dem Torwart der Gäste über die Hände fing zum Führungstor. Das Spiel wurde zusehends chärfer. Der Sturm der Gäste ließ sich durch die harte Abwehr der Platzbesitzer aus dem Konzept bringen und vergab die schönsten Angriffe. Nach Seitenwechsel ging Naunheim mehr aus sich heraus, der Gießener Torhüter war aber auf der Hut. Auf der Gegenseite bekam der Tormann reichlich Arbeit. Schon neigte das Spiel sich dem Ende zu, da verwirkte Naunheim nochmals eine Ecke, die, gut hereingegeben, zum zweiten Tor verwandelt wurde. Naunheim mußte sich unverdient geschlagen bekennen. Rieder-Florstadt I — wieseck I 1:2. Wieseck war in Florstadt zu Gast. Schon nach wenigen Minuten konnte Wieseck durch Handelfmeter in Führung gehen und war auch vorerst merklich im Vorteil. Nach einer schönen Vorlage von rechts kamen die Gäste zum zweiten Erfolg. Nun wurde das Spiel vertellter, doch blieb es bei diesem Resultat bis Halbzeit. Nach Seitenwechsel lag Florstadt im Angriff, Wieseck konnte jedoch alle Angriffe meistern. Dann kamen die Platzbesitzer aus einer schönen Vorlage zu ihrem einzigen Tore. Wieseck erzielte noch ein weiteres Tor, das der Unparteiische jedoch nicht anerkannte. Florstadt mußte Sieg und Punkte den Gästen überlassen. Heuchelheim I — Altenstadt I 1:1. Altenstadt war in Heuchelheim zu Gast und lieferte den Platzbesitzern einen gleichwertigen und scharfen Kamps. Beide Tore kamen öfters in gefährliche Bedrängnis, bis Altenstadt durch ein Selbsttor der Einheimischen billig zur Führung kam. Nun gingen die Heuchelheimer mächtig aus sich heraus, erzielten auch einige Ecken, von denen eine zum Ausgleichstor verwandelt wurde. Nach dem Seitenwechsel spielte Altenstadt mit nur 10 Mann. Trotz aller Anstrengungen konnte keine Partei am Resultat etwas ändern. Gießen II — Wißmar I 3:1. Gießen war technisch etwas überlegen und wurde verdient Sieger. Wieseck II — Vollbringen I 6:2. Wieseck führte bei Halbzeit mit 2:1 Toren. Nach Seitenwechsel erhöhten die Gastgeber das Resultat in gleichmäßigen Abständen, während Saubringen nur noch zu einem Erfolge kam. Raunheim II — Mendorf 1 2:0. In Naunheim lieferten sich beide Gegner bei sehr schlechten Platzverhältnissen ein ansprechendes Spiel. Die durchschlagskräftigeren Platzbesitzer konnten hier mit 2:0 Toren verdient siegen. Großen-Buseck I — Alsfeld I 2:1. In Großen-Buseck lieferten sich diese Mannschaften ein spannendes, aufgeregtes Spiel. Alsfeld kam durch Selbsttor zur Führung. Schon glaubte man, daß es bei diesem Stande bleiben würde, da gelang es Großen-Buseck, noch zwei Tore zu erzielen. Vorher spielten die zweiten Mannschaften beider Vereine. Dieselben trennten sich mit dem Unentschieden 2:2. Burkhardsfelden I — Grohen-Linden I 3:2. Die Platzbesitzer übernahmen bald die Führung, dem ebenso schnell der Ausgleich folgte. Bei Halbzeit stand das Resultat 3:2. Nach Seitenwechsel gelang es keiner Partei, an diesem Resultat etwas zu ändern. Vorher: Burkhardsfelden Jgd. gegen Wieseck Jugend 1:4. Lollar I — Marburg I 5:3. In Lollar war Marburg zu Gast. Auch hier gab es einen scharfen Kampf. Marburg lag bald mit 3:1 Toren in Führung, dann aber ging Lollar mächtig aus sich heraus und sicherte sich den Sieg. Vorher: Lollar Jugend — Alten-Buseck Jugend 2:2. Gleiberg I — Vetzberg I 4:0. In diesem Spiele waren die Platzbesitzer stets im Vorteil und siegten verdient. Gleiberg Jugend gegen Naunheim Jugend 1:4. Wirtschaft. Frankfurt freundlich Frankfurt a. M., 26. Okt. (WTB. Draht- molbung.) Rachdem schon im Vormittagsverkehr ein freundlicher Grundton geherrscht hatte, lag die amtliche Börse, ausgehend von IG. Farben, etwas fester. Der Grund zu dieser Entwicklung dürfte neben der nicht ungünstigen Haltung der gestrigen Auslandbörsen in der heutigen Erholung des englischen Pfundes und in den Rachwirkungen der weiteren Entlastung des Reichsbankausweises liegen. Das Urteil des Staatsgerichtshofes trug kein anregendes Moment in sich. Die Geschäfts stille der letzten Tage wurde durch etwas lebhaftere Umsätze abgelöst, die jedoch ausschließlich von der Spekulation getätigt wurden und wohl auf Abgaben und die lehttägigen Abgaben zurückzuführen sind. IG. gewannen 0,75 Prozent, während Deutsche Erdöl nur knapp behauptet waren. Am Elektromarkt konnten sich AEG. und Licht & Kraft um bis zu 1 Prozent und Lahmeyer um 0,25~ Prozent verbessern. Dekula und Siemens waren rückgängig. Chadeaktien konnten 3,5 Proz. zurückgewinnen. Von Montanwerten notierten Mannesmann und Rheinstahl 1 25, Buderus und Stahlvereinsaktien bis zu 0,5 Proz. höher. Letztere gaben nach den ersten Kursen 0,38 Proz. nach. An Verkehrsaktien erschienen Allgemeine Lokal und Kraft mit Plus- Plus-Zeichen und lagen nach der gestrigen Abschwächung wieder 3,5 Prozent höher. Hapag lagen knapp behauptet. Von Kunstseideaktien verbesserten sich Aku um 0,5 Proz., Rebenwerte waren gut gehalten. Contilinoleum Zürich plus 0,5, Iunghans plus 0,38 Prozent. Am Rentenmarkt waren die älmsätze gering. Reichsaltbesitz (plus 0,25 Proz.) und späte Reichsschuldbuchsorderungen lagen freundlich, während die Reubesitzanleihe knapp behauptet blieb. Don Industrieobligationen lagen Reichs- bahnvorzugsaktien 0,13 und Stahlvereinbonds 1,13 Prozent höher. Am Auslandrentenmarkt gewannen unifiziert« Türken 0,13 Prozent. Der Pfand- b r i e f m a r k t unterlag ebenfalls der freundlichen Gesamtstimmung. Das Geschäft blieb allerdings gering. Gold- und Liquidationspfanübriefe waren gut gehalten, Kommunalobligationen unverändert. 2m Verlaufe konnten neben den Stahlvereinsaktien auch AEG. (minus 0,5 Prozent) ihren Kurs nicht halten. Am Renten markt gaben Reichsschuldbuchforderungen bei weiter angeregtem Geschäft bis zu 0,75 Prozent nach. Tagesgeld war zu 3,5 Prozent unverändert. Zuversichtliche Stimmung in Berlin. Berlin, 26.Oktober. (WTB. Funkspruch.) Die Stimmung war heute entschieden zuversichtlicher, da man trotz des in seinen Auswirkungen noch nicht ganz zu übersehenden Urteils des Staats- ger>cy:shofes mit einer innerpolitischen Beruhigung rechnen zu können glaubt. Die Erholung des Pfundes hinterließ gleichfalls einen günstigen Eindruck, und so kam es, daß schon kleine Deckungen der Spekulation genügten, um bei den gegenwärtig recht engen Marktverhältnissen Besserungen bis zu etwa 1 v. H. herbeizuführen. Aus PubUkumskreisen bestand zwar kaum Nachfrage, doch hält man nach wie vor an seinem Effektenbesitz fest. In den Hauptwerten war die Umsatz- tätigkeit heute etwas lebhafter, Kunstseideaktien, Hotelbetrieb, Klöckner und Contigummi waren bis zu 2 v. H. gebessert. Allgemeine Lokal und Kraft erschienen nach den starken Abschlägen der letzten Zeit mit Plus-Plus-Zeichen und notierten 4 v. H. höher, da man mit einer unverändert öprozentigen Dividende rechnet. Das Gleiche gilt für Chadeaktien, die im Einklang mit Schweizer Meldungen bei ziemlich kleinem ymsatz 5,50 Mark höher festgesetzt wurden. Beachtung fand die unveränderte Dorzugs- dividende des amerikanischen Stahltrusts, zumal auch Meldungen von einer Belebung des deutschen Eisenexportmarktes Vorlagen. Der Stahlwerbverband gab einen neuen Russenauftrag bekannt. Der um 15 v. H. hinter dem Vorjahre zurückbleibende Auslandsabsatz des Deutschen Kalisyndikates vermochte nicht zu überraschen. . . Im Verlaufe ließ das Geschäft zwar wieder nach, die Tendenz war aber weiter freundlich, so daß sich neue kleine Kursbesserungen durchsetzten. Rheinische Braunkohlen wurden 2 Prozent niedriger zur Rotiz gebracht. Festverzinsliche Werte lagen ganz allgemein eher freundlicher. Deutsche Anleihen und Reichsschuldbuchforderungen bröckelten allerdings im Verlaufe etwas ab. während Pfandbriefe leicht gefragt waren. Reichsbahnvorzugsaktien gewannen erneut 0,25 Prozent. Ausländer tendierten gleichfalls eine Kleinigkeit freundlicher. Infolge der Vorbereitungen zum Ultimo war der Geldmarkt natürlich weiterver steift. Tagesgeld war nur noch mit 4,39 Prozent an der unteren Grenze erhältlich, während Monatsgeld unverändert 5 bis 1 Prozent blieb. Privatdiskonten blieben aus den eben angeführten Gründen weiter angeboten. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 23. Okt. (WTB. Drahtmeldung.) Auch an der heutigen Getreidebörse war eine schwächere Stimmung vorherrschend. Dem Angebot von Brotgetreide stand kaum Rachfrage gegenüber, zumal auch das Mehlgeschäft trotz neuerlicher Preiskonzessionen keine Anregung bot. Futterartikel neigten ebenfalls nach unten. Das Geschäft bewegte sich in sehr engen Grenzen. Gegen 14 Llhr nannte man etwa folgende Preise: Es wurden notiert: Weizen 206 bis 207; Roggen 160; Weizenmehl, südd., Spez. 0 30,20 bis 31,25; Roggenmehl 23 ca.; Kleie 7,25 Mark. Heuchelheim II — Krofdorf I 5:3. Die Platzbesitzer waren technisch besser und siegten verdient mit 5:3 Toren. Heuchelheim Äugend gegen Krofdorf Jugend 2:1. Overheffen. Landkreis Gießen. • Heu chelheim, 26. Oktober. Am heutigen Mittwoch kann Frau Katharina H ö r r, geborene Gorr, in voller geistiger und körperlicher Frische ihren 8 0. Geburtstag feiern. gck. Großen-Buseck, 25. Oft. In unseren Po st Verhältnissen ist eine einschneidende Veränderung eingetreten. Während seither die Dahn die Ab- und Zufuhr der Post besorgte, wird diese nunmehr von einem P o st a u t o durchgeführt. Infolgedessen tritt eine Verschiebung in der Abholungszeit ein. Seither ging die Morgeiipost bereits um sechs Uhr, die Abendpost um 19 ilf>r ab. Jetzt brauchen Sendungen für erstere erst kurz vor sieben, solche für die Abendpost müssen jedoch schon um 18 Uhr auf der Post sein, da um diese Zeit die Abholung erfolgt. Zustellung wird nur noch einmal, morgens, vorgenommen. t. Hausen, 24. Okt. Rachdem im Verlaufe des Sommers an der hiesigen Kirche das Dach wiederhergestellt, die verfaulten Dalken des Dach- stockes ausgewechselt und das Dach neu geschie- fert wurde (mit gleichzeitiger Erneuerung des absturzdrohenden Turmknaufes), konnte jetzt im freiwilligen Arbeitsdienst der alte Friedhof an der Kirche in Ordnung gebracht werden. Der Doden wurde eingeebnet, freie Flächen wurden mit Waldbäumen verschiedenster Art bepflanzt. Der Platz macht jetzt einen würdigen Eindruck. Um die Arbeiten hatte sich der Kirchenvorsteher Ludwig Schlund besonders verdient gemacht. Die elektrische Lichtanlage in der Kirche, die von zwei Mitgliedern der Kirchengemeinde gestiftet wurde, ist auch fertig gestellt. Jetzt fehlt noch die innere Weiße Zähne: Chlorodont Wettervoraussage Sehr schnell ist ein Tiefdruckwirbel bis zur Nordsee oorgeibrungen und hat uns bereits in den heutigen Morgenstunden recht ergiebige Niederschläge gebracht. Bei seinem Weiterzug wird die Rückseite roeitertyin Regenschauer verursachen. Da die Reihe der vom Ozean herannahenden Störungen noch nicht abgeschlossen ist, wird das wechselhafte und ziemlich milde Wetter noch fortdauern. Aussichten für Donnerstag: Unbeständig und wechselnd bewölkt mit Regenschauern, im ganzen mild. Lufttemperaturen am 25. Oktober: mittags 10,6 Grad Celsius, abends 10,4 Grad; am 26. Oktober: morgens 6,6 Grad. Maximum 11,8 Grad, Minimum 6,0 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 25. Oktober: abends 9,9 Grad; am 26. Oktober: morgens 8,3 Grad Celsius. — Niederschläge 1,8 mm. — Sonnenscheindauer 41 Stunden. Wiederherstellung der Kirche, die aber auch nicht mehr aufzuschieben ist. Leider fehlen aber vorläufig die Mittel zur Deseitigung der Llebelstände. Die Gemeinde ist von sich aus nicht in der Lage, mit eigenen Mitteln diese Arbeiten durchzuführen. Kreis Büdmgcn ? Ridda, 24. Okt. Zur Zeit schweben Verhandlungen, die im Frühjahre d. I. still gelegte Autolinie Ridda—Wallernhausen— Schwickartshausen — Fauerbach — Ober-Lais — Michelnau zum Winter wieder in Betrieb zu nehmen. Bei den in Frage kommenden Gemeinden besteht um so größere Geneigtheit zur Wiederaufnahme des Auwverkehrs, als die Zwischenzeit erw esen hat, daß dieser für d e B.wo^ ec zum Dedürsnis geworden ist. Verstopfung kann ernste Folgen haben wenn man nidit» dagegen tufl Ebenso gefährlldi aber Ut der Gebrauch scharfer, giftiger Gewaltmittel, die der. Darm reizen und sdiwädien I Anstelle scharfer Abführmittel wählt man am besten eLaeFrueStae die natCrlidie wohlsdimedcende Fruchtpaste Zuverlässig! Giftfrei I Naturgemäßl......und ein Genuß für den Gaumen I • LaeFrueStae zur Darmreinigung V, Original-Packung für ca. einen Monat reidiend RM LOO Vs Original-Padcung.......RM 0.60 • LaeFrueStae Wurmfeind, besonders für Kinder। Vi Orig. - Padcg. RM 1.20, Vs Orig. Padcg. RM 0.70 Erhältlich In Apotheken und Drogerien die wohlschmeckende Fruchtpaste Denken Sie an Stoffe, denken Sie an L Bernard niiiiiiiiiiiiiimiiiiniiiimiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiimniimiiiiiiin Heute frisch von der See 74P3D Gießen (Wetzlarer Weg 37), den 26. Oktober 1932. ii 7549 * II 7530 D iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiniiiiiiiiiiimiuiiiiiiiiiiii 06278 des Anspruchs von 227,15 RM. nebst Moderne Eintritt frei. 7522 D WrkSsparkaffe Gießen | Vereine | 3 Arbeiiövergebung 7544 A 06276 n. d. G. 91." 7539 D H. Steinbach, Regierungs-Baurat. jüngeres 06181 Oarum spare bei der 7468 D Vezirkssparkasse Gießen! {i. .56 tobcr 1932, vormittags 9/2 Uhr, einzureichen sind. Zuschlagsfrist 2 Wochen, freie Kabeljau o. K., Pfd. 32 Pf. Schellfische o. K„ Pfd. 37 Pf. Fisch-Filets, Pfd. 52 Pf. Am Samstag, dem 22. Oktober d. J, entschlief nach kurzem schweren Leiden meine liebe Gattin, unsere treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Mitwirkung des Schüler-Orch. der Ober-Realschule. Anschließend Tanz. Eintritt 60 Pf., Schüler 30 Pf.. Erwerbslose 20 Pf. Eine neue Erika! Auswahl bleibt Vorbehalten. Gießen, den 25. Oktober 1932. Hessisches Kulturbauantt. Möbel am billigsten nur bei KUCHEN-BLUM SteinstraBe 63, Gießen, Bahnhofskolonnade 71 ZI' Mädchen zu 2jäbrigcm Kinde und für Mithilfe in der Küche, bei guter Vervfleg. und etwas Taschengeld,gesucht. Zu erfr.: Gieß.Anz. Die Einäscherung fand auf Wunsch der Entschlafenen in aller Stille statt. Allein müde hon d.selbst kocht,gesucht s.sos.od.l.Nov. 06370 Moltkcstraffe 10 i». Drogerie Winterhoff Kreuzplatz 10 | Verschiedenes | PrL Hansschneiderln m.IaReferenzen für starke Figuren sofort gesucht. Schr.Preisang. unt. 06282 a.d.Gieß.Anz. Ankauf von Heu. Die Gemeinde Kelsterbach a. M. beab» sichtigt 80 Zentner gutes Wiesenheu für den Faselstall anzukaufen. Angebote pro Zentner frei Fasclstall (bzw. franko Kelsterbach) wollen bis Dienstag, den 1. November 1932, vormittags 11 Uhr, bei der Bürger- meisteret abgegeben werden. Eine Heu- Probe ist vorzulegen. 7536 D Kelsterbach, den 25. Oktober 1932. Hessische Bürgermeisterei, gez. Hardt. Luise Weimer, geb. Kraft im Alter von 64 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Weimer sen. Bezeichnung der Grundstücke. Grundbuch für Muschenheim, Band V, Blatt 422: Schade & Füllgrabe Filialen in allen Stadtteilen Aepfel tt Kaiserallee 26 II. Ein gebrauchter Kohlen-Badeofen u. eine Badewanne zu kaufen gesucht. Sckriftl. Ang. unt. 06272 a. d. G. A. Bullenverkauf. Die Gemeinde Allcndorf a. d. Lahn verkauft auf dem Wege der Submission einen Prima fetten Bogelsberger Bullen. Angebote pro Zentner Lebendgewicht sind bis zum Freitag, dem 28. Oktober 1932, vor- mittags 11.30 Uhr, auf der Bürgermeisterei schriftlich abzugeben, wo auch die Bedingungen eingesehen werden können. Allendorf a. d. Lahn, den 25. Okt. 1932. Hess. Bürgermcisterci-Ittendorf a. d. Lahn ______________ Volk. 7545 D Donnerstag, am 27. Oktob. 1932, abds.8.30 U.i. Heim 1 .Grenzlandabend, üerr Studien • Rat Dr. König friefjt ub. Tao Saargebiet im Rahmen der deutschen Westfragen. Gäste sind herzlich eingeladen. ?miD (firoföorfer Straße) Friedensmiet. 30M. geg. 2-Zlmmerwohn. Büro Rechtsanwalt Hornberger jetzt Seltersweg 75, i. stock FrischeSeefische! 3um Kochen von 35 -z an 3um Braten von 40 4 an Filet, Marke „Fifi" von 50 an Rotzungen Pfd.70-) Schollen Pfd. 60«) Lebende Karpfen Pfund 100 Lebende Schleien Pfund 125 4 Lebende Aale Pfund 120 4 Heilbutt i.Auoschn. Pfund 110 4 Täglich frifche Räucherwaren empfiehlt 7s,70 A.KochNadiloig. Mäusb. 15, Tel. 3612. Freitag, d.28.Okt.: Monalsversammlung bei Hovfcld. 75«d Die nächste Wanderung wirb d.Reicho- tagswahl wegen auf Sonntag, d.30.Okt., vorverlegt:<^ießen Dutenlios.Atzbach- Kinzenbach-Gießen 4 St. Abm. 10 Uhr Statt). Vereinshaus, niiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiim IStragula nur noch...........Mk. 1.50 p. qm 2 Wahl Mk. 1.20p.qm — Teppiche,2x3m. Mk. 12.- DankMagang. Für die überaus große herzliche Teilnahme beim Jlinscheiden unserer lieben Entschlafenen, für die vielen Blumenspenden, sagen wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten, besonders Herrn Pfarrer Seiner (Hausen; für seine trostreichen Worte, dem Frauen verein und Frauen chor Steinbach für den schönen Qrabgesang. sowie der früheren Krankenschwester, Frau Balser, für die überaus liebevolle, aufopfernde Pflege der Verstorbenen, unseren innigsten Dank. In großem Schmerz die tieftrauemden Hinterbliebenen: Familie Albin Burkhardt. Steinbach, Darmstadt, den 25. Oktober 1932. <6261 Frauengruppe VDA. Zu Gunsten der Frauen-Winterhilfe am Samstag, dem 29. Oktober, 20 Uhr, im Kath.Vereinshaus, Wiederholung der Biedermeier-Komödien Heinrich Hochstätter am Brandplatz Zum WkllspMg 1932! 29. Oktober 1932 Wohniinnstancehl Auszugsrechtcs der Heinrich Eller IV. Wwe. W9nnungsiauscn| |ilt Muschenheim vermindert sich der I Zimmer um! Küche Schätzungswert um 1000 RM. 7533 D poüzeibericht. F .D,° ».raubte pfl.g'. *«*-• J 3000 RM, tut« ™l* Ton gnltattone.l I ganae« «etparte« ®c , Gnbe ] g,tüd>t.n tlrt«..*"‘e,6®S «bg.sol.n 1 SSmssass ““.“XS'SS L ITÄi'Ä'Ä - 9 so aufs Spiel zu sehen. v. einzelnem Herrn I Ord.-Nr. 4, Flur l, Nr. 11, Ho freite im gesucht.Sehr.Ang. Ort, 371 Quadratmeter, 6500 RM. Infolge eines das Grundstück belastenden Haus7 Verwallongen werden gewissenhaft bei billigsterBerech- nung ausgeführt. Paul Eim Frledrichstr. 14, losrs» JinnKraulichoeiden enwfiehlt fid) cezeo Heb.Wagner, Budde- »Ir.SII.Kart.genügt Großmutters Bratäpfel" und Der Herr Doktor" UM wxvd . ....................... 2s U. 3'^immer- Verfolgung mit Angabe des beanspruchten Wobnunaen Ranges sd)riftlich einzureichen oder zu Pro- Lu < r m . tokoll der Geschäftsstelle zu erklären. Diejenigen, welche ein der Versteigerung Schubertstr zu entgegenstehendes Recht haben, werden vermiet, durch /sssv aufgefordert, vor der Erteilung des Zu- ArchitektPb.Ittcvlans 'chlags die Aufhebung oder einstweilige Nchvnmöbl Timm Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, zu vermieten widrigenfalls für das Recht der Versteige- Rordanlaae 47 d rungserlös an die Stelle des versteigerten — ■ - Gegenstandes tritt. Mietqesuche | Lich, den 19. Oktober 1932. — 11 Hessisches Amtsgericht. 3-Zi in in.-Wohlig, zu mieten gef. 00209 K. Pader,Vmhlstr.22 Möbl. Zimmer Famileen-Drucksachen VerloDungsanzelgen bei Brühl, Schulstraße eZXXT'0*" Besonders preiswertes Linoleum Suche zum 1. Nov. Sausmädchen mitnurgutenZeug- nissen aus beiseren Häusern. — Zu er fragen im Gieß.Anz. Ehrliches fleißiges M-chen v. Lande, nicht unt. 18 Fahren, f. Haushalt, ver 15. Roo. gesucht. Off. unter 2453 an Ann..Exp. Germer & Wagner, Gießen, Neuenw. 50 Weltspartag 1932! 3n der Zeit vom 29. Oktober bis 2. November b. Z-, von t>orm 9 bis abends 6 llhr, findet in der Turnhalle der Pestalozzischule in Gießen, Rordanlage 8, eine kleine Ausstellung Jhtaiei ni Spotgeöooit“ statt, zu deren Besichtigung wir freundlichst einlaben. Aufgedruckte Muster Stückware.....von Mk. 1.95 an p.qm Teppiche........Mk. 19.50, 16.—, 8.50 Muster durchgehend (Inlaid) Stückware.......Mk. 3.50, 4.50 p.qm Teppiche, 200x300 cm......Mk. 36.— Linoleum-Reste sehr billig SWWter- r Die Verdingungsunterlagen liegen auf ftnfarflfnttv Hessischer Bürgermeisterei offen, wo An- l/clUlUulH I gebotsvordrucke, soweit der Vorrat reicht, für Marken - Artikel unentgeltlich zu beziehen und wohin die «Angebote verschlossen, mit entsprechender , I Aufschrift versehen, postfrei bis zum Er- _. unt. offnungstermin am Montag, dem 31. Et- fi-Zimm . Wnhnnnö 81/2 H- Zinsen aus 99,65 RM. ab 1. Ja- (H1U1U1.* wunnuny nuar 1931 und 81/2 v. H. Zinsen aus 127,50 I. Etage, Zentral- RM. ab 1. Juli 1931, abzüglich 40,— RM. heiz., Warmwasser-1 gezahlt am 17. März 1932 und der ent* oerforfl., sehr schön, stehenden Kosten. kom reich?^ub^eh Der Versteigerungsvermerk ist am nuch geeign f Arzt' 25* Juni 1932 in das Grundbuch eingetra- Rechtsanwalt' usw., gen worden sehr Prcisw. z. vm. Insoweit Rechte zur Zett der Eintragung Schriftl. Zlng. unt. I des Versteigerungsvermerks aus dem 7458D a. d. G. A. I Grundbuche nicht ersichtlich waren, sind sie Beschlagnahmefreie spätestens im Versteigerungstermin vor der schön 4-Zimm -Wnhn Aufforderung zur Abgabe von Geboten bei OUUUII-T-IIIIIIUI. nuun. bem unterzeichneten Gericht anzumelden 1 De^^ oder wenn der Gläubiger widerspricht, Asterweg 17 p oczes glaubhaft zu machen, widrigenfalls sie bei 3=u -Wobn (Neub ) ber Feststellung des geringsten Gebots nicht Bad,Z-Heiz vm berücksichtigt und bei der Verteilung des Näh.Tel.3245.ö«i5v Versteigerungserlöses dem Ansprüche des Pnnfln9 7,'mm UIaIi« Gläubigers und den übrigen Rechten nach- MöZ-LIW/M gesetzt werden. mit .Qücfje und Bad, k Es ist zweckmäßig, schon zwei Wochen vor beschlagnahmefrei, dem Termin eine genaue Berechnung der v.l.Novemb. zu ver- Ansprüche an Kapital, Zinsen und Kosten mieten. Schr. 3lng. der Kündigung und der die Befriedigung 11.7537D a. d. G. 3l. I aus dem Grundstück bezweckenden Rechts- Zwangsversteigerung. I Vermietungen I Das nachstehend bezeichnete Grundstück, । 3 । Zeit der Eintragung des Versteige- Schöne 7i8oD rungsvermerks auf den Namen des Karl J-Zimmer-Wohnung Grundbuch eingetragen war, soll Freitag, BiÄr Ser ?9?oü bcn Dezember 1932, nachm. 2'/, Uhr, m"isw zu vermiet' durch das unterzeichnete Gericht auf dem Desgleich. 1. Etage Rathaus in Muschenheim versteigert werden. 2 Zimmer f.' Büro- Die Versteigerung erfolgt im Wöge der zwecke, sev.Eingang. Zwangsvollstreckung auf Betreiben der A. Geissner, Plockstr. 9. Hessischen Landesbank in Darmstadt wegen 40 PS. Diesel-Motor od.Sauggao-anlage zu kaufen gesucht. Ausfübrl. Angebote unter L. 59 voltlag. Herborn (Dillkreis). 6eör. MM Waschtisch, Nacht - tisch u.Ofenz.kaufen gesucht.Sckr.Ang.u. 06265 a.d.Gieß.Anz. |Stellengesuche| Geb.Fräulein^OJ., ev., oollk. unabh., in all.Zweig.d.Haush., Geschäfts, Kranken- öflege vollst, erf., f. kinderl., sucht in geregeltem Haushalt vass. Wirkungskreis. Am liebst, liebem, ein. frauenl. Haush. . Ang. anErnaWolf, Hanau a. M., Phi- lwvsruherAlleelLp. | Verkäufe | Erstkl. Vogelsberger Zuchtbulle 16Mon.alt, zuverk. Ph. Graulich, Hatten- rod,Post Gleßen-Land 2 Bauplätze Marburger Straße, RM.2.30 pro qm zu oerk.Kein.Straßen- baukoft.Schr.Ang.u. 06258 a.d.Gieß.Anz. ilieierwageo 15 Zentn.Tragkraft iLieferwaüen 8 Zentner Tragkraft Beide als Personen- Wagen zu fahren, stehen billigst zum Verkauf bei 7527D A. Kircher Bleichstraße Nr. 15. Ein tadelloses vor« Billard (Dorfeld) komvl. zu verk. Ostanlage 23. Mr gegen öori Atod.Schlafzimmer neu, Eiche m.Nußb. (guteSchreinerarb.) 3tür. Kleid.- u.W.- Schrank, Wasch kom. mit echtem weißen Marm.,zus. 8Teile. nur 325 Mark bar! Eil-Anfr.unt.7526V an den Gieß. An;. (Händler verbeten.) Modell 6 mit vollwertigem Setztabulator, 44 Toiten, Stediwalze, normolbreite Walze, dem fabelhaft leichten Ansdilog und allen anderen konkurrenz- loien „Eriko"-Vorteilen 1 Alle Einrichtungen einer „Büromoichine* zum Preise einer Kleinmoidiinel Fordern Sie Prospekt S 7065. 50Schreibmaschinen QfCitjS W Geiomrwert co. 12500 RM W Gegen Abgabe diese» Inserate» erholten Sie bi» 15. Nov 1932 von der untenitehenden Erika-Vertretung koitenlo» ein Originelle» auigehändigt. Gewinnverteilung erfolgt om 20. Nov. 1932 unter Aufsicht de» »öchs. Notor, Dr. Thieme in Dreiden. Bürobedarfshaus Franz Vogt & Co., Gießen Ausstellungsräume: Seltersweg 44, Ruf 2464 7529a Fürlnteressenlen Ein revaraturbed., aber sehr gut erhalt., wen.gespielt.Welte- Mignon mit Noten- rollen zu verkaufen. Ostanlage 23 vart. Pelz-Mntel >susliki, Größe' 44, mit groß. Schakalkragen, sofort billig zuverkaufen.Zubes. ooti 10—12 Uhr. 7532D Hofmannstr. 14 v. Teppich (fabrikneu), 2,50x3,70, schwere durchgewebtesWare, vrnchtv.Persermust, umstüh. bill.zu verk. Ang. unt. E. S. 1422 (7525V) a. d. G. A. evtl. Neuwvhnung, Für die Feldbcreinigung Großcn-Buseck tauf(i)en gesucht. I sollen auf dem Rathaus zu Großen-Buseck tv-oT t1 x9ruUVir' (Kreis Gießen) die Ausführung von Wiesen- - l- •_ ■ grüben, Drainagen,Chaussierung von Feld- Stellenangebotel Sege,n'.ribad Brechen von Stücksteinen und 3 I Fuhrleistungen tn einzelnen Losen ver- Mltwoch, 20. Gttober 1952 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsen) llr. 252 Zweites Blatt Kür den Büchertisch Aus fremden Literaturen BiographieBriefwechsel gotsch, ein Vorfa.hr des bekannten Magnatenge- fchlechtes. Das tragische Geschick dieses Schuldlos- Schuldigen zeichnet die Autorin in den farbigen Bildern der Novelle „Schaffgotsch". — Wenige wissen, daß an der Strecke Berlin—Breslau jenseits der Station Sagan der alte Park beginnt, der ein Meisterstück schlesischen Barocks umschließt, das Schloß der Fürsten von Talleyrand-Perigord. Talleyrands kleine, ganz unpolitische Reise nach Sagan entführt ihn — und den Leser — in eine stille Welt, in der hundertjährige Tradition die Großzügigkeit der östlichen (^enen mit deutscher Ordnung und Sitte verband. In einer feinen, zurückhaltenden Sprache bringt uns die Autorin die kultivierte Atmosphäre der kleinen geistigen Enklave nahe. kutschen und Perücken, Vorurteile der Gesellschaft, Hexenwahn der Leibeignen, Potsdam und Sanssouci sind mit der Treue des Historikers gezeichnet. Und das wird gerade heute, wo der Leser gern aus der aufgeregten Gegenwart in die Vergangenheit flüchtet, dem Buch seinen Erfolg sichern. — Andreas ist übrigens der Autor des vor einiger Zeit viel gelesenen, überaus geschickt geschriebenen und spannenden Kriminalromans „Prozeß Gregor Kaska". — Traud Gravenhorst: Reise nach Sagan. Schlesische Novellen. Kart. 1,80 Mark. Verlag Wilh. Gottl. Korn, Breslau. — (238.) — Wallensteins Schatten liegt über der ersten Erzählung. Als der Friedländer aus den Schranken der Apostolischen Majestät auszubrcchen drohte, wurde er ein Opfer der Gegenreformation. Mit ihm sein junger Reitergeneral Hans-Ulrich von Schafffluchen, was sie ihr Leben lang liebte: Gröhe, Reichtum und Herrscherberuf. — Das Buch, mrt einer markanten Llmschlagzeichnung von Gul- bransson ist so geschmackvoll und solide aus- gostaltet wie alles, was aus dem Insel-Verlag hervorgeht. — . — F. E. Sillanpaa : © 111 a, die Magd, Roman. Berechtigte Uebersehung aus dem Fin- nischen von Rita Öhquist. 330 Seiten. Kart. 4,50, geb. 6,—, Insel-Verlag, Leipzig. — (280) — Dem Bauern Salmelus zerbröckelt jahrhundertelang gehüteter Besitz unter den Händen. Die junge Silja wird nach dem Tode der Eltern ins Leben hinausgestoßen, um in fremden Häusern Magddienste zu tun. Aber unberührt von aller Niedrigkeit und mit einer großen, beseligenden Liebe im Herzen geht sie mutig ihren Weg bis zum frühen Tode, den das Schick, al zu ihrer Erlösung bereit hält. Die Verlassenheit eines guten und reinen Menschen inmitten einer von dumpfen Leidenschaften erfüllten Welt konnte nicht zwingender gestaltet werden, als es hier geschehen ist. — Das Buch wurde für den Dichter in seiner finnischen Heimat ein außerordentlicher Erfolg und hat seinen Ramen schnell bekannt gemacht. .. — Jack London: Das Wort der Man- ner. Band 32 der Gesamtausgabe. Uebersetzt von Erwin Magnus. Brosch. 2,70 Mk., Leinen 4,25 Mk. Universitas Deutsche Verlags-AG., Berlin w 50. _ (303.) — Der Nachlaß des großen Amerikaners birgt immer wieder Ueberraschungen. Nach dem früher hier angezeigten Seeroman „Meuterei auf der Elsinore" erscheint dieser Band, der eine Auswahl der besten, bisher noch nicht übersetzten Alaska- Geschichten aus vier englischen Originalbänden vereinigt. Wieder geht es um die Schicksale von Goldgräbern, wieder folgt man den aufregenden Märschen durch die Schneewüsten, bewundert den Mut der Männer, die diesen Naturgewalten zu trotzen wagen. Im Mittelpunkt jeder dieser Erzählungen steht ein abseitiges und packendes Einzelschicksal, das uns fesselt und zugleich die Menschenkenntnis und Fülle des Stoffes, über die Jack London verfügt, in neuem Lichte zeigt. — Gerhart Hauptmann. Bon Prof. Dr. E. Sulger-Gebing. 4. verbesserte und vermehrte Auflage, bearbeitet von Dr. W- Linden 143 S. 8". („Aus Ratur und Geisteswelt Bd. 1009.) Geb. 2,70 Mk. Verlag von B G. Teubner, Leipzig und Berlin, 1932. (264.) Im Goethejahr begeht Ge.hart Hauptmann ।einen 70. Geburtstag. Die Fortführung und wesentliche Erweiterung des mit seiner Einfühlung das Wert Gerhart Hauptmanns zeichnenden Büchleins von Sulger-Gebing, die Walther Linden hier vorlegt, wird allen Freunden Hauptmannscher Dichtung willkommen sein. Diese 4. Auflage bedeutet über die stoffliche Ergänzung hinaus eine wertvolle Bereicherung des Bändchens: Linden fuhrt die Darstellung in der Gesamtschau über das bisher Gegebene hinaus zu einer entschiedenen Rla- rung und Vollendung unseres Hauptmann-Bildes, wie es sich immer fester umrissen vor uns abzuheben beginnt. In der gleichen verständlichen Art wie bei Sulger-Gebing werden in dem neuen Teil die Werke des Dichters in ausführlichen Inhaltsangaben besprochen und gewürdigt; auch die wichtigen Alterswerke, wie „Beland , „Dorothea Qlngcrmann", die .,In>el der^ großen Mutter" „Phantom" und „Till Eulen,piegel . Reu hinzugefügt ist eine Gesamtwertung des Dichters die vom modernen Standpunkt kritisch Stellung nimmt, die Beziehungen zur lebendigen Gegenwart erörtert und vor allem das Religio,e in den Kreis ihrer Betrachtung zieht. — BrieseHermann Sudermanns an seine Frau. (1891—1924) Herausgcgeben von Dr. Irmgard Le u x. Großoktav. 348 Seiten mit 9 Abbildungen und 1 Brieffakiimile In Ganzleinen 7,80 Mk., Düttenumichlag 5 Mk. Verlag der I. G. Cottaschen Buchhandlung Rach- folger, Stuttgart und Berlin. — (262.) — Der Mcrloia Cotta, dem Sudermann mit ।einem: Ute* rnriiehen Rachlaß auch seinen über drei Iahr- zehnte Reichenden Ehebriefwechsel vermacht hat, veröffentlicht diese Briefe, ausgewahlt und bearbeitet von Irmgard Leu? die dem Ehepaar Sudermann selbst freundschaftlich verbunden wav Sie sind nicht nur interessant, weil sich inihnen die literarische Epoche lener Zeit widerspiegelt, in der Sudermann zu den Führern des dramatischen und epischen Schrifttums gehörte, sondern sie haben ihre besondere Gültigkeit, weil ,ich ™ Stermann und Clara Sudermann das Problem ^^Künstterehe darstellt, das beiden Ehepartnern im Naturell des' Künstlers begründete Schwierigkeiten stellte. Sudermanns Ehe war er- SSP vom Kampf um seine verlorene Freiheit, <,r — widerspruchsvoll — tm letzten Sinne frlifirh nicht erstrebte, denn er brauchte das in- WUetfetn in einem Mdjen. Seiner <^s^s,aefähvtin berichtet er von seinen Triumphen und Enttäuschungen, von seinem Zu,am- mentresfen mit Freund und Feind, mit beruhrn- Schriften um Goethe. — GoetbeundMerckirnDarrnstädter Freundeskreis. Ein Gedenkbuch von Maler Hermann Pfeiffer. Druck und Berlag von ß Hchmnnn «.m.b.«.. SarmftaSt 1932 (257.) — -3m Umfänglichen Verzeichnis neuer Goethe- Literatur die uns das Iubiläumsjahr 1932 be- Ut hat, ist dieses hübsche Buch des Malers Pfeiffer nachzutragen, der sich mit seinen Bildern wm „Zupfgeigenhansl" und den vor einigen Jahren an dieser Stelle angezeigten Bildern zum Darmstädter „Datterich" bekannt gemacht hat. Seine Absicht war, die kurzen, kostbaren Iahre der Darmstädter Goethezeit in einer Folge von Schattenrissen — jener im 18. Jahrhundert so beliebten Bildgattung — darzustellen. Diese Silhouetten sind ausgezeichnet geraten, mit sicherem künstlerischen Blick lebendig und stilgerecht geschnitten. Als verbindender Text dienen die zugehörigen zeitgenössischen Dokumente in kurzen Auszügen und Gedichte. Das Ganze rundet sich zu einer feinsinnigen kleinen Huldigung an den Goetheschen Genius aus dem engeren Heimat- pezirk, der im irdischen Umkreis des Dichters seinen unverrückbaren und bedeutungsvoll gekennzeichneten Platz einnimmt. — D i e Sprache Goethes im Rahmen seiner menschlichen und künstlerischen Entwicklung. Rede, zur Goethefeier gehalten am 3. Iuli 1932 von Universitäts- Professor Dr. Friedrich Maurer. (Erlanger Universitäts-Reden 14.) 32 Seiten, Brosch. 1,20 Mark. Verlag von Palm & Enke in Erlangen. 1932. (299.) — Die Erlanger Goethe-Festrede des vormals Gießener Germanisten Friedrich Maurer, die hier in erweiterter Form, mit Anmerkungen und Rachweisen versehen, im Druck vorliegt, geht davon aus, daß es trotz der gerade im Iubiläumsjahr ins Unübersehbare steigenden Flut der Goethe-Literatur noch keine vollständige entwicklungsgeschichtliche Darstellung der Sprache Goethes gibt. Maurers Darlegungen erheben nicht den Anspruch, im ganzen neues Material vorzulegen; das war nur an wenigen Stellen möglich. Es handelt sich hier vielmehr um den Versuch, das weit zerstreut vorliegende Material unter einem einheitlichen Gesichtspunkt zu sehen und die gesamte sprachliche Entwicklung Goethes von der Jugendzeit bis zu dem gerühmten Altersstil in den Grundzügen zu überblicken. Die kritische Zusammenstellung der einschlägigen Literatur gibt der aufschlußreichen Arbeit eine dankenswerte Abrundung. — Adam Ruppe l: Philisterei und Vornehmheit. 74 Seiten. Carl Bindernagel Verlag, Friedberg (Hessen) 1932. (270.) — Eine von gediegener Belesenheit zeugende Folge kurzer Kapitel über Goethe als persönlich geformter Beitrag im Iubiläumsjahr. Die kleine Broschüre will ein Bekenntnis sein zum lebendigen Goethe eine Kampfschrift gegen Philisterei und Dekadenz; sie will in der Verworrenheit der Gegenwart dem tätigen Menschen eine zuverlässige Antwort auf die Frage nach dem Sinn und Wert des Lebens geben. Deutsche Erzähler. — Gustav Frenssen. Die drei Getreuen. Roman. Ungekürzte Volksausgabe, m Ganzleinen gebunden 2,85 Mark. G. ©rote, Verlag, Berlin. (329) — Mit diesem Vornan hat sich der junge Gustav Frenssen um die Jahrhundertwende mit einem Schlage die deutsche Leserwete erobert Der eine der „drei Getreuen ,agt einmal: „Ich will mich an dem, was ich tete, aus- richten. Es soll mich heben. Es soll mich mutiger machen gegenüber jedem Schicksal. In bieten Worten ist die Wirkung, die von die,em Duch^ ausgeht, treffend gekennzeichnet. Die „drei Getreuen" können gerade in unseren Tagen eine starte und gesunde Wirkung ausuben. — Menschen um achtzehn. Erziehungsroman von Franz Lüdtke. (Ausiaat-Derlag, Barmen.) 560. — Der Autor will in diesem Buche einen auf ungeschminkter W^klchkeit aus- gebauten, aufilärenden und ernst Niahnenden Beitrag zu den schweren Aufklarungs- und Cr -ziehungsproblem an den Menichen um,Achtzehn geben. Eine schwierige Ausgabe, derart ^te 'Jinge in Rcmanform zweck- und zielklar zu handeln! Aber das stete Bewußt,ein der Große seiner Verantwortung gegenüberden jungen Menschen hat den von stärkstem sittlichen Ernst getesteten Verfasser befähigt, ,ein ^ochaben in vollendeter Weise zu erfüllen. Dieser Erziehungs roman ist eine eindrucksvolle sexualpadaEsche Tat, vor der man Respekt haben muß. D.e.es Buch, das den jungen Menschen ^eund Lehrer, Warner und Mahner tem soll, gebe man der 2 gend getrost in die Hand, denn es wird gute Erziehungsarbeit leisten. morrnn — Die Höhle. Roman von Lya E s ch. Verlag von Ernst Ewert, Kassel. — (237.) — In P^nbLr Weise erzählt die Verfasserin, fem gestaltend m allen Einzelheiten, von Menschenschicksalen die. unter dem Einfluß der unseligen Spielerleidenchas eines Mannes stehen. Mit starker Spannung s g man der Erzählung, die ein sehr ftarkes Dal der leider in jugendlichem Alter schon verstorbene Autorin offenbart. Dieser Roman einer jungen dich terischen Kraft kann in der deutschen guten Unterhaltungsliteratur einen bevorzugten Platz beanspruchen. Möchte das Buch eine große Lesergemeinde finden. _ .. „ — Fred Andreas: Das schone y rau = fein Schragg. Roman. 325 Seiten. Broschiert 3 50 Mark, Ganzleinen 5 Mark. — Verlag Ullstein, Berlin. — 276. — Eine Tochter des acht- i.hüten Jahrhunderts ist das schöne ü™ule,n Sebraqg. Ihr Vater ist geheimer Rat im Dienste Friedrichs des Großen; ihre Liebe zu einem aus der Strafhaft ent' ssenen und vom König im o|t= preußischen Moor angesiedelten Kolonisten spielt auf einem Gut in Ostpreußen. Dieser historische Hintergrund mit seinen Anklängen an die Sieo- lunasprobleme der Gegenwart geben dem Roman sein eignes Gesicht. Nicht von gestern und nicht von heute ist aber die stürmische und dabei doch heitere Liebesgeschichte des zarten, eigensinnigen und kühnen Mädchens Anne Marie. Amtshandlungen Les Königs und Intrigen seiner Untergebenen, cme Flucht über viele Grenzen des kleinen Reiches, Einzelheiten der Lebensführung zur Zeit der Poft- Verschiedenes. — Dr. Friedrich Würzbach: Erkennen und Erleben. (Der „Große Kops" und der „Günstling der Natur".) Volksverband der Bücherfreunde. Wegweiser-Verlag G. m. b. H., Berlin-Charlottenburg 2. — (261.) — Die Grundprobleme des Buches ergeben sich aus der Ueberzeugung, daß der wissenschaftliche und der gebildete Mensch nicht miteinander identisch sind. So unterschied Kant streng zwischen dem „Großen Kopf" (dem wissenschaftlichen Menschen) und dem Günstling der Natur" (dem wahrhaft gebildeten, auch zu künstlerischer Bildung berufenen Menschen). Dieses Buch sucht nachzuweisen, daß zwei Grundtypen des Menschen, zwsß. Spezies auch im biologischen Sinne zu unterscheiden sind und die Menschheit besonders in unserer Zeit sich in diese beiden Typen scheidet. — Die ?chone Ausstattung und der niedrige Preis von 2,90 Mark feien besonders erwähnt. — Auf deutscher Wild führte. Jagderlebnisse deutscher Jungens, erzählt von Werner Siebold. Mit Federzeichnungen von Adelbert Meckel. 170 Seiten. In jagdgrünem Ganzleinen 3,80 Mark. Verlag Emil Roth, Gießen, Berlin, Leipzig. — (285.) — Dies ist ein innerlich und äußerlich wohlgelungenes Buch, das jedem Jungen und sicherlich auch vielen erwachsenen Lesern Freude machen und mancherlei Anregung bieten wird. Diese Jagdgeschichten, frisch, lebendig und anschaulich von einem weidgerechten Jäger erzählt, werden unsere Jugend nicht nur fesseln und begeistern, sondern auch belehren und darauf Hinweisen, wieviel unentdeckte Schönheit der deutsche Wald mit seinem mannigfachen Tierleben in sich birgt. Besonderes Lob verdienen die ausgezeichneten künstlerisch empfundenen Tierbilder, die die fröhlichen und spannenden Schilderungen lebendig und stimmungsvoll begleiten. Alles in allem: dies ist ein Buch das über den Alltag hinaushebt und nur empfohlen werden kann. Die gediegene und geschmackvoll« Ausstattung machen das ansprechende Werk auch zu Geschenkzwecken sehr geeignet. ten Zeitgenossen. Mit der gleichen Lebensgier fängt er in seinen Schilderungen die Atmosphäre der Pariser Boulevards ein wie den stillen Zauber seines ostpreußifchen Heimatfleckens Heydekrug. Er malt die fremdartigen Schönheiten Ceylons und Aegyptens tote dte Würzburgs, er singt das Loblied der Mark, in der er auf seinem Besitze Blankensee verbrachte, und gibt immer wieder Zeugnis von neuentdeckten Iu° toelen im alten Wunderlande Italien. Don der Sorge um seine Familie sprechen diese Briefe und von dem Bewußtsein des Staatsbürgers, der um die Jahrhundertwende als Mitbegründer des „Goethe-Bundes" auftritt und später in Kriegs- und Rachkriegszeit durch mannigfaltiges Einsetzen seiner Zeit und Kraft das starke Verantwortungsgefühl für das deutsche Schicksal bekundet. Der Mensch Sudermann, wenig gekannt, oft verkannt, spricht hier mit der großen Ehrlichkeit, die ihn auszeichnete, mit dem unendlichen Bemühen, sich des Lebens würdig zu erweisen, seinen Platz zu erobern und zu behaupten. — Romain Rolland / Malwida von M e y s e n b u g : Ein Briefwechsel. Mit einer Einleitung von Romain Rolland „Erinnerungen an Malwida". Herausgegeben von Berta Schleicher. Leinen 6,20 Mark. I. Engelhorns Nachf. Stuttgart. — (339.) — Briefe der Freundschaft und der Liebe zwischen dem jungen Genius Rolland, der seine ersten Flügelschläge macht, seine ersten Schritte auf dem schmalen Grat der hohen Dichtkunst versucht, voller Impuls und Idealismus, voll stürmischer Ablehnung und bewundernder Hingebung, und zwischen der alternden Malwida, die dies alles hinter sich hat, die auf ein weites bewegtes Leben zurückblickt, zurücksieht zum Teil mit Resignation und etwas Verbitterung, zum Teil mit der Ruhe und Ausgeglichenheit des Alters, der Weisheit, errungen in schweren Kämpfen und einem langen Leben, in dem viele große und berühmte Männer an ihr vorübergingen. In ihr weckt der junge Rolland noch einmal alle Hoffnung, allen Idealismus, alle Kraft; in ihm findet sie den Menschen, der ihre Ideale und ihre sittliche Weltanschauung teilt, der gleich ihr das Schlechte in der Welt bekämpft und das Schöne sucht. Ihm, dem jungen Menschen will sie eine Stütze sein, ihn aufrichten, wo er verzweifelt ihn führen, wo er schwankt, ihn anfeuern, wo er 'zu versagen droht, ihn stärken, damit er auf feinem Weg meiier greife. - Dieser Stamjf.M« kraftvolle Spiel zwischen zwei Polen offenbart sm> in allen Briefen, immer wieder aufblitzend manchmal nur in einem Satz, verdeckt durch Alltägliches, manchmal offen durchbrechend in vielen Briefseiten. So ist dieser Briefwechsel ein wertvolles menschliches Dokument der wunderbaren Harmonie und des Sicherqänzens eines französischen und eines deutschen Menschen, die sich, als Exponenten zweier Nationen, über alle nationalen Gegensätze hinweg die Hände reichen. — K n u t H a m s u n : „Der Wandere r". („Unter Herbststernen", „Gedämpftes Saitenspiel", „Die letzte Freude".) In Leinen gebunden 4,80 Mk. Albert Langen/Georg Müller Verlag, München. — (267.) — In diesem schön ausgestatteten starken Bande erscheinen die drei Wanderer-Romane Hamsuns zum erstenmal zu einem Buche von volkstümlichem Preise vereint. Liest man die drei Romane nun so im Zusammenhang, so geht es einem auf, wie eng und notwendig der umfangreichste unter ihnen, „Die letzte Freude", mit den beiden voraus- geheNden Wanderer-Büchern zusammenhängt, wie eigentlich erst er der rechten innerlichen Abschluß dieser Periode in des Dichters Leben bringt. Denn es ist Hamsun selbst, der durch die drei Romane vagabundiert, sein heißes Herz gleichsam mit beiden Händen vor sich herträgt, es verschwenden will und immer mehr erkennen muß, daß keiner darnach greift, weil seine Jugend auf die 'Jleige geht. Und, Narr des Schicksals, fühlt er es auch nicht, will er’s nicht glauben, wenn sich doch in einem Frauenherzen Liebe für ihn regt. Bitteren Schmerzes voll, der heimlich trotzdem Süße in sich birgt, geht er zum Schluß fort in die Einsamkeit, rno ihm die letzte Freude blüht, die uns beschieden ist: das Glück in der Natur. — Marcus L aue se n: Und nun warten wir auf das Schiff. Roman. Aus dem Dänischen. 383 Seiten. Kart. 4,50, geb. 6,50. Im Insel-Verlag zu Leipzig. 1932 — (279) — ^ies ist «ine Art dänischer „Buddcmbroors —: die Geschichte der Blüte und dem Verfall eines großen Geschlechtes von Kapitänen und Reedern einer nordschteswigschen Hafenstadt. Die Seiten sind dem Wachstum des einst in der ganzen Welt hochangesehenen Unternehmens nicht günstig — sie alte, die Iungen wie dte Alten, warten auf das Schiff, das sie in ferne Meere tragen und den Ruhm der alten Zeit erneuern soll. Aber der Untergang der Familie kommt unaushall,am aus ihr selbst. Dte uralte Juliane Hagemeyer, die noch immer die Kraft der Vergangenheit verkörpert, erkennt es in der Hellsichtigkeit ihrer letzten Tage, in dte der Dichter das Schicki al von drei Generationen zisammengedrängt hat. Auch sie wartet auf das Schiff — und lernt zu ver- Bücher zur Politik. — Der Vertrag von Lausanne von Uni- oersitätsprofessor Dr. Karl Strupp, Frankfurt a. M. Preis geheftet 1,95 Mark, Verlag Emil Roth in Gießen. — (241.) — Das Büchlein gibt neben dem vollen Wortlaut des Abkommens von Lausanne mit seinen sämtlichen Anlagen in deutscher, französischer und englischer Sprache in einer Einleitung ein sehr klares und übersichtliches Bild von der Entwicklung des Reparationsproblems seit dem Versailler Vertrag. Die Kämpfe bis zur Einstellung des Ruhrkrieges werden knapp, aber durchaus erichöp- fend behandelt, es folgt bann eine klare Darstellung des Dawesabkommens, des Poungplans und der Haager Beschlüsse. Besonderes Interesse verdient die kurze Kritik an der Anwendung dieses log. „Neuen Plans" in der Praxis, aus der sich dann die Notwendigkeit des Hoover-Moratoriums und weiterhin die Vorverhandlungen für die Konferenz von Lausanne ergaben. Das Büchlein des bekannten Frankfurter Völkerrechtlehrers ist ein unentbehrliches Hilfsmittel zum Vechändnis dieses für die Politik der nächsten Jahre grundlegenden Vertragswertes. — Professor Dr. Friedrich Grimm: „Der Feind diktiert. Die Geschichte der Reparation." (Hanseatische Derlagsanstalt Hamburg.) Kart. 2 Mark. - (249) - Der bekannte Fach anwalt für internationales Recht und Spezialist für alle Rechtsfragen des Versailler Diktates, hat sich der Aufgabe unterzogen, das politische rechtliche und wirtschaftliche Material über die Reparation in gedrängter, übersichtlicher und leichtverständlicher Form zusammenzustellen. Er gibt uns damit eine Geschichte der Reparationen, von Wilsons berühmten 14 Punkten über die insgesamt 35 Tributkonferenzen, den Dawes- und Poung-Plan bis zum Lausanner Abkommen. Ein eindrucksvolles und erschütterndes Bild von dem Leidenswege, den das deutsche Volk, diktiert vom Vernichtungswillen kurzsichtiger Feinde gehen mußte. Das vielseitige Tatsachenmaterial und die unbestechliche Sachlichkeit des Verfassers verleihen dem Buche historischen Wert. Es bietet jedem, der einen ernsthaften Einblick in das Problem der Reparationen, das noch Generationen beschäftigen wird gewinnen will, wertvvlle Unterlagen zur eigenen Urteilsbildung und zur Erkenntnis der politischen Hintergründe. — Dr. Carl Dhrssen: Die Botschaft des Ostens. Faschismus, Rationalsozialismus «und Preußentum. Ganzleinen 4,30, kart. 2,85 Mark. Verlag W. G. Korn, Breslau. — (252) — Dieses Buch stellt die faschistischen Bewegungen in große geistes- und toirtschaftsgeschichtliche Zusammenhänge. Es weist nach, daß die italienische und die deutsche Form des nationalen Sozialismus ganz verschiedenen Räumen entstammen und demgemäß auch verschiedenen politischen Gesetzlichkeiten gehorchen. Das Aufzeigen dieser scharfen Scheidelinie ist gerade gegenwärtig von höchstem aktuellen Wert. Das Buch kommt zu einer Stunde, wo die Frage, was weiter werden soll, alle Gemüter im tiefsten bewegt. Cs will den stumpf gewordenen Blick schärfen für den welthistorischen Sinn der heutigen Begebenheitem Es bettet die Ereignisse der Tagespolitik gunict in das Sinngefüge eines Geschehens, das Iahr- tausende umspannt und weltweite Räume erfüllt. — Grenzen deutscher Autarkie von Dr. Clodwig Kapserer. Preis 1,20 Mark. Verlag I. I. Arnd, Leipzig CI. — (244.) — Der Verfasser verkennt die ideale Grundlage grundsätzlicher Autarkie nicht. Aber seine Untersuchung führt zu der Erkenntnis, daß ihr Wert für Deutschland — die Möglichkeit ihrer Durchführung vorausgesetzt — überschätzt wird. Den geringen Vortellen stehen Nachteile gegenüber, die auch die größte Entbehrungsfreudigkeit des deutschen Volkes nicht lange ertragen könnte. Dagegen betont er den Wert nationaler Selbstbescheidung als einen in gewissen Grenzen möglichen Ersatz der Autarkie. Besonders interessant sind die Untersuchungen über die Abhängigkeit der deutschen Textilindustrie von der Ausfuhr und Einfuhr, die als Beispiel für zahlreiche andere Industriezweige herausgegriffen ist. en, die läuft in U61B6 Eintrittspreise:3üPf..ErwerbSI.2«Pf. (BOtinerel Dönges knappet Ludwigstraße 33 I. Telephon 3239. ULferben Sie W mittetet oer Zeit Mittwoch, 26. Oktober Donnerst, 27 Oktober Freitag, 28. Oktober Samstag, 29. Oktober Sonntag, 30. Oktober Anfang SV, ttbr. Beginn: Sams:ag, 5.November, nachmittags 3.30 Uhr in Gießen, Goethestr.71, in den Räumen des Gewerbevereins Hung en: Reiskirchen: GroKen-Buseck: Grofren-Linden: Lollar: Beiprogramm »ergebung des Holzrückens in den städtischen Waldungen. Elektro-Meisterprüfunss- Vorbereitungskurse Set „Das Glück fand den Wea" Don Gert Rothberg, der von unseren Lesern mtt großem Interesse gelesen wurde, ist im Der- ^0,Martm scuchtwanger, Halle (Saale) als Ducherschienen und kostet in Ganzleinen 3,15 Mk. (zoO) . ^un war es Sommer, und die Gärten waren ein Meer voll 'Blumen. Traute sah in einer dieser Sommernächte allein im Garten. Langsam und schwer senkte sich die Hoffnungs- losigkeit auf sie. 3n all den vielen Wochen hatte sie nichts von dem geliebten Manne gehört. And was hatte sie denn auch gehofft? Er hatte ihr die Hände geküßt! Sie hatte es gefühlt, wie froh und glücklich er darüber war oah sie an dem ganzen furchtbaren Drama keine Schuld trug. Traute drückte beide Hände auf ihr Herz. Er liebte siel Sie hatte es gefühlt! Seine Augen, diese geliebten, hellen Augen hatten es chr gesagt an jenem grauenvollen Abend Sie muhte warten. Er würde eines Tages doch zuruckkommen. And — vielleicht kam er dann auch zu ihr! Der Aachtwind rauschte leise int Gesträuch und em starker, betäubender Geruch war im Garten. 3- B. HAUSER, GIESSEN ______AMOSWALDSCAR TEN Möbel. Eonderverkauf würben Schrafzkmmev Svei-erimmev Hevvenzlnrnrev (SimelmSbel Gebe auf meine Lagerbestände kurze Zeit, soweit Vorrat reicht, einen Sondevvabatt bis,«<20% Beerenobst- Hochstämme Beerenobststräucher Himbeersträucher edle Flieder 06879 empfiehlt billigst Glaserarbeiten, Schreinerarbeiten, Schlosserarbeitcn, Anstreicherarbeiten, Plattenarbciten, Estricharbeiten, Tapeziererarbeiten. Angebotövordruckc, soweit Vorrat reicht Legen .Erstattung der Selbstkosten bei «rchltekt W. Schöttler, Gießen, Wilhelm- tratze 6. Einsicht in die Pläne und Aus- runfte daselbst in den Nachmittagsstunden. Einreichungstermin: 31. Oktober 193‘> 14 Uhr, beim Vorstand. Die Oeffnuna der emgegangenen Angebote, die mit ent- brechender Aufschrift versehen sein müssen, mdet im Beisein etwa erschienener Be- cQ,T glichen Tage um 14 Uhr im Bahnhofshotel Hopfeld, Gießen, statt. Zuschlagsfrist: Drei Wochen. 7507D Eisenbahner-Heimstätten-Verein e. G. m. b. H. Müller. Pauly. Meisterprüfungs - Kommission für 7524 V die Provinz Oberhessen l„Die Nibelungen“ I Siegfried Frische Seefische <£♦ G. Mleiuhettn Babnbofitrasre 61 5759 u Telefon 3866 Liebte ihn allein, und der Frauenliebling Altendorf hatte ihr nicht gefährlich werden können. Doch vorläufig war keine Zeit dazu, an das eigene Glück zu denken. Gr nahm die Mutter mit nach Hause, in seine eigene Wohnung. Er wollte sie sich jetzt auf keinen Fall selbst überlassen. Ihr Gesicht war gar so verzerrt und die Augen so weltabgewandt. Krau Lohgarten äußerte nichts, als er sie in fein Heim führte. Ganz still sah sie in einem bequemen Sessel. Sie weinte nicht. Aber ihre Hände strichen immer wieder wie mechanisch über die schwarze Seide ihres Kleides. Lohgartens Haushälterin, eine freundliche alte Dame, brachte einen starken Kaffee. Er schien die alte Dame etwas zu beleben. Frau Lohgarten sagte plötzlich leise: Wir bringen viel Anruhe und — und Anehre über dich." Fritz Lohgarten sah seine Mutter an, und dann drückte er ihre Hände. »Lah gut sein, Mama. Mir erblüht aus all den Trümmern ringsum doch noch ein wahres, heiliges Glück. And darum wollen wir nicht von "Nr sprechen. Morgen früh möchte ich sehen, ob ich Hilma sprechen kann. Wirst du mich begleiten?“ „3a, Fritz, ja!" In diesem Augenblick klingelte das Telephon laut und aufdringlich. Lohgarten ging hinüber und nahm den Hörer. „Hier Landgericht! Frau Hilma Altendorf ist vorhin an einem Lungenschlag verschieden. Es steht den Angehörigen frei, sofort zu kommen." „-Jcp danke. Ich werde sofort kommen. Ich bin der Bruder der Toten." Frau Lohgarten taumelte ihm entgegen, als er den Hörer wieder auf die Gabel gelegt und stumm dastand. „Fritz, die arme Hilma ist tot?" „Ja, Mama." »Fritz, wie barmherzig der liebe Gott doch ist! Da legte er beide Arme fest um die Mutter die diese Worte gesprochen. ' r Hoher stieg die Sehnsucht. Im Fliederbaum sang ein unruhiger kleiner Vogel noch munter Traute faltete die Hände. Gott tat so viel. Wunder, und ein Wunder wäre es ja auch wenn Sritz Lohgarten fie zu seiner Frau machte.' Ein unfaßliches, göttliches Wunder! Traute stand unter dem Fliederbaum dicht am Zaun. 01c hatte die Hände gefaltet und sah hinub:r wo vorhin der Zug vOrÄergesahren war. Der Zug? Was ging er sie an? , Sen schmalen Wiesenpfad herüber kam eine hohe Gestalt. Traute zuckte zusammen. Wer konnte das sein? Sie wollte doch lieber ins Haus hineingehen. Da blieb sie wie gelähmt stehen. Das war doch — — Ser Mann war bei ihr, hielt sie bei den Druden. SetafSt“- fItinC' Iie6e Sraule’ 6attc Fritz Lohgarten hob das feine Gesicht in die Hoh^ in dem die seltsamen Augen in überirdischem Glanz leuchteten. Da preßte er seine Lippen auf den Mund dos Mädchens hcbe ?ich. Traute - werde mein ge- Ä ^ch?""^ ^ib! Hast du hier gewartet Ich weiß nicht. Ich wähnte dich ja noch so ^U.ort 2lb?r ich habe jede Sekunde an dich gedacht und ich mußte hierbleiben, obwohl ich ins Haus hineinwollte." Wieder küßte er sie. tonmTfirr*1! zueinander gehören, die wissen, EhT* Ehrend der ganzen Fahrt cr im Karten stehen, und es trieb mich her zu dir." ^CpTRmmterna5tr \ar schweigend und schön, ^^ohgarten hielt das Mädchen fest an sich gvütuuL Old," du mein geliebte- meJ>r langer warten, traute. And — die armen Toten ruhen ja in (Frieden und werden unser Glück nicht stören Ich kann keine Rücksicht auf eine lange Trau.'rzeit SoMein?" ' tDir,‘ &U 'mr Sie schmiegte ihr Gesicht an seine Brust. „Ja, so soll es sein. And ich will dir jeden äniüHg18 nCUC UE &Cinc ßic6c danken", sagte sie küßte sie noch einmal heiß. ^^onken? ^ch habe zu danken, daß du mir mm» Tugend und Schönheit schenken Traute stand da und blickte dem Manne nach, und ringsum flüsterten sich die Blumen das große Gluck zu, das cm Mnges Menschenkind gefunden. Ende. Der Einfluß der See macht aus zarten, nervösen Kindern kräftige, lustige Kerlchen. Jeder Löffel Scott's Emulsion enthält konzentrierte Kraft des Meeres. Durch Scott's Emulsion wird Ihr Kind kerngesund u. widerstandsfähiger nra, 9e9en alle Kinderkrankheiten. MOTT°: S^hafflDir ^rnVH-tCr "of*1 ®u sehf mit trotzigen Gebärden, bchaff Dir nen Hauser-Ofen her, dann wird Dir’s wärmer werden 11! Dolscher gehabt. Sie war nur kurz gewesen, diese Anterredung, aber der alte Mann preßte dann die schwielige Faust an den Mund, sonst hätte er geweint. ,.2^0T Glück! Weil die kleine Traute eine glückliche, geliebte Frau sein würde. Run ging alles seinen Gang. Traute ging in ihren Dienst. Still und fleißig war sie, aber ihre schonen Augen leuchteten so hell und glücklich. And die andern Angestellten betrachteten sie scheu und neidisch. r Hatte vor seiner Abreise kurz und sachlich erklärt, daß jeder sofort entlassen würde, ^drr es wagte, Fräulein Bolscher mit einem Worte zu belästigen. Run hatte sie ihre Ruhe. Aber den Blicken konnte sie nicht gebieten. es störte s ie nicht. In ihrem Herzen lebte der Glaube an Fritz Lohgartens Liebe. And das allein schon war ein Glück, das kein noch so neidischer Blick trüben konnte. Buchhalter Eckert war zu einer hohen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Er hatte ein volles Geständnis abgelegt. Er entwendete damals die wichtige Liste. Er wußte, daß der Chef an einer großen Erfindung arbeitete, und er hatte sich mit der Brüsseler Firma in Verbindung gesetzt JJ« oer Meinung war, sie korrespondiere mit dem Erfinder selbst, und die ihm auch ein hohes Geldangebot gemacht hatte. Er hatte die Liste im Büro versteckt, weil er befürchtete, man könne bei Entdeckung des Diebstahls bei den Angestellten Haussuchung halten. And eine furchtbare Wut erstickte ihn fast. Er hatte einsehen mi-r-, daß diese Liste allein niemandem etwas nütze kannte. Die g.ch.-imen Zah- len fehlten. Die v-r- en, die zu den einzelnen Substanzen gehörten. Er mußte nun sehen, diese Johlen noch an sich zu bringen. Da Traute Dolscher plötzlich mit im Büro arbeitete, nahm er an, daß sie als Spionin hier- hcrgesetzt worden sei, und er haßte sie. Das junge Mädchen hatte dann die Liste gefunden: das dabei befindliche Brüsseler Kuvert hatte ihn verraten. Alles war nun geklärt. Heinz hatte seiner Mutter geloben müss. Lohgartens zu ruinieren. And er, der Künstler rn Geldsachen unerfahren, hatte dies auf Kosten seines eigenen Vermögens getan. Vielleicht hatte man ihn auch betrogen. And so war eben alles gekommen, wie es kommen mußte. Gießen, Wiesenstrabe 4. 7mod Versäumen Sie nicht, diese gün- stige Gelegen beit auszunutzen DaS Drama hielt die ganze Stadt in Atem. Tre größte Sensation blieb allerdings aus. Denn da Hilma Altendorf gestorben war, kam es zu keiner Verhandlung. Dennoch beruhigte man sich Nicht so leicht. Fritz Lohgarten war mit seiner Mutter verreist. Er wäre nicht fortgegangen,, denn gerade letzt war seine Anwesenheit nötig. Ein riesiges Anternehmen interessierte sich für die neue Farbenentdeckung Lohgartens, und die Werke sollten verschmolzen werden. Das heißt die beiden Firmen wollten Hand in Hand arbeiten und die Entdeckung gemeinsam ausbeuten. Run mußte die Angelegenheit einige Wochen ruhen, denn Fritz Lohgarten wollte seine Stiefmutter nicht allein reisen lassen. And der Arzt hatte es so dringend empfohlen, daß sie einige jochen von all dem Traurigen fortging. «r hatte noch eine Anterredung mit Vater Vergebung der Anfuhr v.Deck- u. Stücksteinen für die Wege in den städtischen Waldungen. Aus dem Wege des schriftlichen Angebots sollen öffentlich vergeben werden: I. Anfuhr vonDccksteincn vom städtischen Steinbruch an die Waldwege, und zwar: Loo 1: Försterei Nödgen......40 cbm Loo 2: Försterei Hochwart (Großer Stadtwald) ... 30cbm Los 3: Försterei Gießen......70 cbm II. Anfuhr von Ltücksteinen vom städt. Steinbruch, und zwar: Los 4: Försterei Nödgen, Abt. 5ta, ll. Schneise. 150cbm Loo 5: Försterei Gießen, Abt. 99, 7. Schneise... 50 cbm Loo ö: Försterei Gießen, Abt.l l3,Alt.Steinb.W. 100 cbm Loo 7: Försterei Hochwart, Abt. 92, Rehschneise (Anfuhr ans einem Bruch in ... w Gemarkg. Steinbach) . 100 cbm III. Aussehen von Ltücksteinen, und zwar: ko» 8: Försterei Rödgen.....150 cbm Los 9: Försterei Gießen.....150 cbm w» 10: Försterei Hochwart .. 50 cbm Schnftliche Angebote sind, getrennt für V?1 ber Aufschrift „Stcinanfuhr für die Waldungen" bis spätestens Montag, den 31. Oktober 1932, 11 Nhr, im Stadthaus, Bergstraße, Zimmer 18, abzugeben. Oeffnuna der Gebote erfolgt in । Unwesenheit etwa erschienener Bewerber zu dem genannten Termin in Zimmer Nr.6. Zuschlagöfrist 8 Tage. r«^tMnbinv9un0C.u lönnen während der 1 Geschäftsstunden tm Stadthaus, Berg. «(•C,f^,nÜner 18' eingesehen werden. G'eßen, 24. Oktober 1932. Bürgermeisterei Gießen. I B.: Dr. Rosenberg. 7533C Fritz reichte feiner Mutter den Arm und führte sie ms Rebenzimmer. Er bat, daß sie ihn hier erwarte. Gr hatte noch eine Anterredung mit Professor ton Röhm. Der liebenswürdige Arzt schüttelte ihm die Hand: . ,-3d> brauche Ihnen nicht zu versichern, daß ich schweigen werde wie das Grab, über das was Altendorf vor feinem Ende sagte. Cs sind Privatangelegenheiten der Familie Lohgarten die feinen Fremden etwas angehen. Das andere freilich! Die Oeffentlichkeit wird eine Sensation bacen, doch das läßt sich nicht ändern." Roch einige freundliche Worte, dann ging Fritz Loh garten mit seiner Stiefmutter zum Wagen hinunter. Detters meinte ungehalten: gerben ausgerufen. Die ganze Stadt ist in Aufruhr. Cs ist zum Tollwerkxm" lieber aü dem Furchtbaren leuchtete hell und heilend die Tatsache in sein Herz hinein, daß Traute rem und schuldlos war. Dieses Dewußt- sem ließ ihn alles leichter tragen. Sie liebte ihn! Zu haben in allen Apotheken u. Drogerien Originalflasche 1.75 Mk., Doppelfl. 3.00 Mk. Sos w fand Oeo Mg Vornan von Gert Rothberg. Copyright by Martin Feuchtwanger, Halle (Saale) Schluß. Frau Lohgarten konnte sich kaum noch auf den 5uhen galten. ®er Arzt sckob ihr leise einen sie verschmähte es, sich zu sehen. .. ^nz tief beugte sie sich über den Mann, den sie plötzlich wie einen Sohn liebte, trotz seiner vielen Schwachen und Fehler, und der doch ein Künstler gewesen war. .. ich habe alles mit angehört, und ich liebe dich wie meinen Sohn." Ihre Hönde glitten sacht und zärtlich über die feuchte Stirn. »Ich danke dir. Mutter. And weißt du. wer aus mich schoß? Hilma k Sie war es! And darum ist sie nicht hier! Siehst du. auf einmal weiß ich es ganz genau, daß sie es war." Schweigen! Tiefes, entsetztes Schweigen! Heinz Altendorf lächelte! And mit diesem Lächeln ging er ein in eine bessere Welt! 5ritj Lohgarten hatte gerade leise hinausgehen wollen, um Traute an das Sterbebett zu rufen. Run war es zu spät! And vielleicht war es auch gut so, daß ihr dieser Anblick erspart geblieben war.