nr. 278 Kvübaussabe 182. Jahrgang 8reitag, 25. November 1952 Eriche,nl täglich.außer Sonntag» und Feiertag». Beilagen: Die Illustrierte Giegener Familienblätter Heimat >m Bild Die Scholle mo«als:Bejugsprei$: Mit 4 Beilagen 911t. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr.. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. /sentsprechanschlüsse unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger riehen. Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Drwd und Verlag: vrühl'sche Univerfitöts-Vuch- und Steinöruderei B. Lange in Gießen. Schristleitung und Gefchastrstelle: Schnlftraße X. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Rcichspfennig,- für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Rcichspfennig, Platzoorschrift 2011mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich ^ür Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschcin und lürdenAn- zeigenteil i. D.TH.Kümmel sämtlich in Gießen. Der Reichspräsident lehnt Hitlers Gegenvorschlag ab. Hindenburg verweigert die Llebertragung seiner prasidialvollmachten an einen Parteiführer. — Oer Briefwechsel über die Verhandlungen mit Hitler veröffentlicht.—Prälat Kaas mit weiterer Fühlungnahme beauftragt. Berlin. 24. Roo. (DIB.) Amtlich. In feinem Schreiben vom 23. November 1932 hat Herr Adolf Hitler es obgelehnt, den ihm erteilten Auftrag der Feststellung einer parlamentarischen Mehrheit für eine von ihm zu bildende Regierung auszuführen und Hal seinerseils vorgeschlagen, dafz bcr Herr Reichspräsident ihn ohne Vorbehalte und ohne vorherige Feststellung einer Reichstagsmehrheit mit der Bildung einer Regierung betrauen und dieser bie präsidialvoll mochten zur Verfügung st eilen solle. Der Herr Reichspräsident hat diesen Vorschlag obgelehnt. da er glaube, es vor dem deutschen Volte nicht vertreten zu können, den Führer einer Partei, die immer erneut ihre Ausschiiefziichkeil betont Hal, feine prä- fibialen Vollmachten zu geben, und da er befürchten müsse, dah ein von Herrn Hitler geführtes Präsidialkabinett sich zwangsläufig zu einer Parteidiktatur mit all' ihren Folgen für eine außerordentliche Verschärfung der Gegen- fätze im deutschen Volke entwickeln würde, die herbeigeführt zu hoben, der Herr Reichspräsident vor seinem Lid und seinem Gewissen nicht veroniworten könnte. Die E i n z e l h e i t en der Verhandlungen der letzten Tage ergeben sich aus dem Schriftwechsel, der im Wortlaut veröffentlicht werden wird. Oer Auftrag. TcrAttsgangspunct der ersten Besprechung. Berlin. 24. Nov. (WTB. Amtlich.) 3n der Unterredung, di« am Samstag, 19. November 1532, zwischen dem Herrn Reichspräsidenten und Herrn Adolf Hitler stottfond, erklärte Herr H i t - l e r. dost er seine Bewegung nur für ein Kabinett zur Verfügung stellen würde, an dessen Spitze er selb st stände. Ferner gab er der Erwartung Ausdruck, dah er in Besprechungen m 11 den Parteien eine Basis finden werde, auf der er und eine von ihm zu bildende neue "Regierung ein Ermächtigungsgesetz vom Reichstag bekommen werde. Daher fühlte sich der Herr Reichspräsident verpflichtet, die Bildung einer Mehrheitsregierung unter Hitlers Führung zu versuchen. Bei seiner zweiten Besprechung am Montag, 21. November 1932, vormittags. übergab der Herr Reichspräsident daher Herrn Adolf Hitler die folgende formulierte Erklärung: „Sie wissen, daß i ch den Gedanken eines präsidialkabinclls vertrete. Ich verstehe unter einem Präsidialkabinett ein Kabinett, das nicht von einem Parteiführer, sondern von einem überparteilichen Blanne geführt wird, und daß dieser Mann eine Person meines besonderen vertrauens ist. S i e haben erklärt, daß Sie Ihre Bewegung nur für ein Kabinett zue Verfügung stellen könnten, an dessen Spitze Sie, der Parteiführer, flehen würden, wenn ich auf diesen Ihren Gedanken eingehe, so must ich verlangen, daß ein solches Kabinett eine Mehrheit im Reichstag hat. Deshalb ersuche ich Sie als den Führer der stärk ft en Partei, feftzustellen, ob und unter welchen Bedingungen Sie für eine von Ihnen geführte Regierung eine sichere, arbeitsfähige Mehrheit mit festem, einheitlichem Arbeitsprogramm im Reichstag haben würden. Ich bitte Sie um Ihre Antwort bis Donnestag abend." Auf Anfrage von Herrn Hitler stellte der Herr Reichspräsident folgende Voraussetzungen fest für eine Negierungs- un’ Mehrheitsb.ldung, die er Herrn Hitler schriftlich formuliert übergab: 1. Sachlich: Festlegung eines Wirtschafts- Programms — keine Wiederkehr des Dualismus Reich und Preußen — keine Einschränkung des Artikels 48. 2. persönlich behalte ich mir die endgültige Zustimmung zu einer Ministerliste vor. Die Besetzung des Auswärtigen Amts un des Reichswehrministeriums ist in Wahrung meiner verfassungsmäßigen Rechte als völkerrechtlicher Vertreter des Reichs und Oberbefehlshaber des Reichsheeres Sache meiner persönlichen Entscheidung." Herr Hitler nahm diese beiden Schriftstücke entgegen mit der Erllärung, seine Antwort dem Herrn Reichspräsidenten schriftlich übermitteln zu wollen. Hitlers Rückfragen. 5n einem Schreiben an den Staatssekretär Dr. Meißner vom gleichen Tage stellte Herr Hitler einige Rückfragen. In dem Schreiben hieß es u. a.: Ein Vergleich der beiden Schriftstücke des mir gewordenen Auftrags einerseits und der vorausgesetzten Bedingungen andererseits ergibt in einer Reihe von Punkten einen mir unlösbar erscheinenden Widerspruch. Schwebt dem Herrn Reichspräsidenten ein Präsidialkabi- nett vor unter Sicherstellung der verfassungsmäßig nötigen parlamentarischen Tolerierung, oder will Seine Exzellenz ein parlamentarisches Kabinett mit Vorbehalten und Einschränkungen der mir bekanntgegebenen Art, die ihrem ganzen Wesen nach nur von einer autoritären Staatsführung eingehalten und damit versprochen werden können. Hinzufügen möchte ich noch, daß Herr Reichskanzler Brüning einer der parteipolitischen Führer des Zentrums war und geblieben ist und dennoch in seinem zweiten Kabinett Präsidialkanzler wurde. Ich selbst habe mich nicht als „Parteiführer" gefühlt, sondern einfach als Deutscher, und nur, um Deutschland vom Druck des Marxismus zu erläsen, gründete und organisierte ich eine Bewegung, die weit über die Grenzen des Deutschen Reiches hinaus lebt und wirksam wird. Daß wir in die Parlamente gingen, hat seinen Grund nur in der Vor- fassung, die uns zwang, diesen legalen Weg zu beschreiten. Ich selbst ober habe mich bewußt von jeder parlamentarischen Tätigkeit ferngehalten. Der Unterschied zwischen meiner und der Auffassung des Kabinetts Popen über die Möglichkeit einer autoritären Staatsführung liegt nur darin, daß ich gerade bei dieser voraussetzte, daß sie eine Verankerung im Volke besitzt. Dies im Interesse der deutschen Nation gesetzmäßig herbeizuführen, ist mein sehnlicher Wunsch und mein vornehmstes Ziel. Meißners Antwort. Staatssekretär Dr. Meißner beantwortete am Dienstag, 22. November, die Fragen Hitlers. 3n dem Schreiben heißt cs u. a.: Der Herr "Reichspräsident sieht den Unterschied zwischen einem Präsidialkabinett und einer parlamentarischen Regierung in folgenden Merkmalen: 1. Das Präsidialkabinett — aus der Not der Zeit und dem Versagen des Parlaments geboren — wird in der Regel die notwendigen Regierungsmaßnahmen ohne vorherige Zustimmung desParlaments auf Gründ des Artikels 48 der Reichsverfassung in Kraft treten lassen. Es bezieht seine Machtvollkommenheiten also in erster Linie vom Reichspräsidenten und braucht die Parlamente im allgemeinen nur zumSank- tionieren oder Tolerieren dieser Maßnahmen. Daraus ergibt sich, daß der Führer eines Präsidialkabinetts nureinMann des besonderen Vertrauens des Herrn Reichspräsidenten sein kann. 2. Das Präsidialkabinett muh überparteilich geführt und zusammengesetzt fein und ein vom Reichspräsidenten gutgeheihenes, überparteiliches Programm verfolgen. Eine parlamentarische Regierung wird in der Regel von dem Führer einer der für eine Mehrheits- oder Koalitionsbildung in Frage kommenden Parteien und aus Mitgliedern dieser Parteien gebildet und verfolgt im wesentlichen Ziele, auf die dcr Reichspräsident nur in geringem Maße und nur mittelbaren Einfluß hat. — Hiernach kann ein Parteiführer, noch dazu der Führer einer die Ausschließlichkeit seiner Bewegung fordernden Partei, nichl Führer eines Präsidialkabinetts sein. 3. Reichskanzler Brüning Hal bei seiner ersten Berufung ein ausgesprochen parlamentarisches, auf die Parteien gestütztes Kabinett gebildet, das sich erst allmählich zu einer Art präsidial- fabinett verwandelt hat, als der Reichstag bei der Gesetzgebung versagte, und Herr Brüning sich das Dcrctraucn des Herrn Reichspräsidenten in weitestem Maße erworben hat. Auf ähnlichem Wege könnte naturgemäß aucheine von Ihnen geführte parlamentarische Regierung im Lause der Zeit sich zum Präsidialkabinett wandeln. 4. Das Kabinett Papen war ein reines Präsidialkabinett, das nur zurückgetrelen ist, weil es eine Mehrheit im Parlament zur Bestätigung oder zur Duldung seiner Maßnahmen nicht finden konnte. Ein neues Präsidialkabinett wäre also nur dann eine Verbesserung, wenn es diesen Mangel beseitigen könnte und gleichzeitig die Eigenschaften des Kabinetts Papen besähe. 5. Rach diesen Ausführungen kann es sich bei dem Auftrag des Herrn Reichspräsidenten an Sie, sehr verehrter Herr Hitler, nur um die Bildung eines parlamentarischen Mehrheits- k a b i n e t k s handeln. Der Herr Reichspräsident hat sich zu diesem Versuch entschlossen, nachdem seine Besprechungen mit den Parteiführern die Möglichkeit der Bildung einer Mehrheit im Reichstag f ü r ein von Ihnen geführtes Kabinett ergeben und Sie selbst in der Besprechung vom 19. November die Schaffung einer Mehrheit für eine von Ihnen gebildete Regierung und für ein dieser zu erteilendes Ermächtigungsgesetz des Reichstags f ü r aussichtsreich gehalten haben. Die von dem Herrn Reichspräsidenten Ihnen auf Ihre Fragen mitgeteilten „Voraussetzungen" für eine solche Regierungsbildung stehen mit einer parlamentarischen Lösung nicht in Widerspruch. Dcr Herr Reichspräsident hat in Festhaltung der von feinem Amtsvorgänger wie auch von ihm stets ausgeübten Staatspraxis bisher jedem Kabinett gewisse grundsätzliche Forderungen auferlegt: im übrigen haben auch die Besprechungen des Herrn Reichspräsidenten mit den Parteiführern erkennen lassen, daß gegen diese Forderungen grundsätzliche Wider st än.de nicht bestehen. Falls indessen eine der Ihnen bekanntgegebenen Voraussetzungen des Herrn Reichspräsidenten für die Regierungsbildung sich als entscheidendes Hindernis zur Erreichung einer sicheren Mehrheit erweisen sollte, so würde das G eg entlaub der erbetenen Berichter st al- t u n g über den Erfolg Ihrer Feststellungen fein." Hitlers Äußerung und Gegenvorschlag. Auf dieses Schreiben antwortete Hitler am 23. November u. a. folgendes: Ich habe die Ueberzeugung vertreten, daß es mir unter der Voraussetzung des Vertrauens des Herrn Reichspräsidenten am ehesten gelingen wird, eine Katastrophe zu vermeiden, weil sich immerhin zwei Drittel der zur Tolerierung nötigen Zahl von 'Abgeordneten schon in meiner Partei allein befinden. Sie teilen mir mit, daß der Herr Reichspräsident nunmehr eine lOOprozentige parlamentarische Lösung wünsche. Diese Ausgabe kann überhaupt nicht gelost werden, wenn die Stellung dieses Auftrages mit Bedingungen verbunden ist, die die Lösung an sich verhindern. Denn wenn schon der nur parlamentarische Weg beschritten werden soll, dann können dafür aber auch keine anderen Voraussetzun- gen zur Auflage gemacht werden, als die in der Weimarer Verfassung selbst gegebenen. Danach ist in erster Linie die parlamentarische Mehrheit maßgebend sowohl für die Beauftragung mit der Regierungsbildung, als auch für die Zusammensetzung des Kabinetts und für das Regierungsprogramm. Voraussetzungen von anderer Seite können nur insoweit aufgestellt werden, als sie der Verfassung entsprechen. Sic schreiben, daß bei den Vorbesprechungen mit den anderen Parteiführern bereits deren Bereitwilligkeit geklärt worden sei, auf diese Vorbehalte einzugehen. Diese Erklärungen liegen jedenfalls n ich t schriftlich vor. Aus der Besprechung, die der Reichstagspräsiden Göring (vor dcr Erteilung des Auftrags des Herrn Reichspräsidenten an mich) m:t anderen Parteien hatte, geht das Ge^genteil hervor. Die Zusicherung nun, daß ich im Falle des Scheiterns meinet Bcrhrndlungen dem Herrn Reichspräsidenten ja d:e ^Gründe mit teilen könnte, ändert gar nichts an der Tatsache, daß man einfach mit Recht seststellen würde, die Erfüllung eines übernommenen Auftrags sei mir nicht gelungen. Die Folgerungen, die sich daraus für die nationalsozialistische Bewegung und damit auch für das ganze deutsche Volk ergeben würden, liegen auf der Hand. Ich habe in redlichstem Bemühen Auftrag und Bedingungen immer wieder miteinander verglichen, bin aber genau so, wie meine sämtlichen Mitarbeiter, zu der Lieberzeugung gekommen, daß dieser Auftrag infolge seines inneren Widerspruchs in sich undu tch führbar ist. Ich habe daher davon abgesehen, in diesen Tagen mit einer Partei Fühlung z u nehmen und bitte Sie deshalb, seiner Exzellenz, dem hochverehrten Herrn Reichspräsidenten, folgende ehrerbietigste Meldung übermitteln zu wollen: Den mir am Montag, 21. d. M., vom Herrn Reichspräsidenten erteilten Auftrag kann ich infolge seiner Inneren llndurchführbarkeit nicht entgegcn- nehrnen und lege ihn daher in die Hand des Herrn Reichspräsidenten zurück. Angesichts der trostlosen Lage unseres Vaterlandes, der immer steigenden Not und der Verpflichtung für jeden einzelnen Detil- schen fein Letztes zu tun, damit Volk und Reich nicht im Chaos versinken, möchte ich nach wie vor dem ehrwürdigen Herrn Reichspräsidenten und Feldmarschall des Weltkriegs die. nationalsozial'- stische Bewegung mit dem Glauben der Kraft.und dcr Hoffnung der deutschen Jugend zur Verfügung stellen. Ich schlage daher unter vollständiger Umgehung aller immer nur verwirrender Begriffe folgenden positiven weg vor: 1. Der Herr Reichspräsident fordert mich auf, vom Tage der Auftragserteilung an binnen achtundvierzig Stunden ein kurzes Programm über die beabsichtigten innen-, außen- vnd wirtfchaftspolitifchen Maßnahmen vorzulegen. 2. Ich werde nach Billigung dieses Programms binnen 24 Stunden dem Herrn Reichspräsidenten eine M i n i ff e r l i fl e vorlegen. 3. Ich werde neben anderen aus der derzeitigen Regierung z u übernehmenden Ministern dem Herrn Reichspräsidenten selbst für das Reichswehrministerium als seinen mir bekannten persönlichen Vertrauensmann General von Schleicher, für dos Reichsaußenministcrium Freiherrn von Neurath vorfchlagen. 4. Der Herr Reichspräsident ernennt mich daraus zum Reichskanzler und bestätigt die von mir vorgeschlagenen und von ihm anerkannten Minister. 5. Der Herr Reichspräsident erteilt mir den Auftrag, für dieses Kabinett d i e verfassungsmäßigen Voraussetzungen zur Arbeit zu schassen und gibt mir zu dem Zweck jene Vollmachten, die in so kritischen und schweren Zeiten auch porlomentarischenReichs- kanzlern nie versagt worden sind. 6. Ich verspreche, daß ich unter vollem Einsatz meiner perfon und meiner Bewegung mich ausopfern will für die Rettung unseres Vaterlandes. Hindenburg lehni den Gegenvorschlag ab. Das Antwortschreiben Staatssekretärs Meißner an Hitler. Am 24. November erwiderte Staatssekretär Meißner Herrn Hitler u. a. folgendes: 1. Dcr Herr Reichspräsident nimmt Ihre Antwort zur Kenntnis, dah Sie den Versuch der Bildung einer parlamentarischen Mehrheitsregierung nicht für aussichtsreich halten und deshalb den Ihnen erteilten Auftrag zurückge- bcn. Zu der von Ihnen für diese Ablehnung gegebenen Begründung läßt der Herr Reichspräsident bemerken, dah er gerade nach denAus- führungen der Führer des Zentrums und der Bayerischen Dolkspart ei, aber auch nach Ihren eigenen Ausführungen in der Besprechung vom 19. November in diesem Teil annehmen mußte, daß eine Mehrheitsbildung im Reichstag möglich war. Einen .inneren Widerspruch" in seinem Auftrag vermag der Herr Reichspräsident um so weniger anzuerkennen, als in meinem erläuternden Schreiben vom 22. November ausdrücklich auf bie Möglichkeit einer weiteren Rücksprache hii^ewiesen war, falls eine der von dem Herrn Reichspräsidenten erwähnten Voraussetzungen sich als ein entscheidendes Hindernis bei Ihren Verhandlungen erweisen foHtc. 2. Der Herr Reichspräsident dankt Ihnen, sehr verehrter Herr Hitler, für Ihre Bereitwilligkeit, die Jüfjrung eines „Präsidialkabinetts" zu übernehmen. Er glaubt aber, es vor dem deutschen Volke nicht vertreten zu können, dem Führer einer Partei feine präsidialen Vollmachten z u geben, die immer erneut ihre Ausschließlichkeit betont hat, und die gegen i h n persönlich wie auch gegenüber den von ihm für notwendig erachteten po 1 itischen und wirtschaftlichen Maßnahmen überwiegend verneinend eingestellt war. Der Herr Reichspräsident muß unter diesen Umständen befürchten. daß ein von Ihnen geführtes Präsidialkabinett sich zwangsläufig zu einer Partei b i ff a t u r mit allen ihren Folgen für eine außerordentliche Verschärfung der Gegensätze im deutschen Volke entwickeln würde, die herbeigeführt zu haben, er vor feinem Eid und feinem Gewissen nicht verantworten könnte. 3. Nachdem Sie zum lebhaften Bedauern des Herrn Reichspräsidenten sowohl in den bisherigen Besprechungen mit ihm als auch in Ihrer gelingen, mit seinem Missen geführten Unterhaltung mit dem Herrn Reichswehrminister General von Schleicher jede andere Art der Mitarbeit innerhalb oder außerhalb einer neu zu Mi wirk» gebildet wer- Jes Eie! Kriminalroman aus der Wirklichkeit. Berlin. 24. Roo. (321.) Amtlich wird mit- geteilt: „Der Herr Reichspräsident empfing am Vonncrstagna6)miltag den Führer de, Zentrums, Prälaten 6 aas, zu einer Aussprache über die Zrage der Möglichkeit einer Mehr- Heilsbildung im Reichstag. Die Besprechung wird am Zreitagnachmittag fortgesetzt." W.e die Teiegraphen-Union erfährt, wurden auch die anderen Parteiführer noch am heutigen Donnerstagabend zu dieser Jrage gehört. Lei diesen Besprechungen läßt sich der Reichsprasi- dent durch Staatssekretär Meißner vertreten. Es sind hu gen berg für die Veutschnationalen, Staatsrat Schäffer für die Bayerische Volkspar- tei und D i n g e t d e y für die Deutsche Dolkspartei zu dieser Besprechung gebeten worden. Wicken, Chrysantemen, Lilien und viele, viele andere verbieten sich also automatisch. Aber es bleiben immerhin noch genug Blumen übrig, und wenn Stefan in das Blumengeschäft geht, in dem man tbn bereits kennt, so offeriert man ihm gleich das Richtige. Er ist der Herr mit dem „Blumenstrauß in der Aktentasche", wie man ihn nennt. Den konnte und es ist anzunchmen, daß er auch heute noch an diese Möglichkeit glaubt. In Zentrumskreisen steht man auf dem Stand- Punkt, daß, nachdem Hitler Verhandlungen über d ie Bildung einernationalen Konzentration überhaupt nicht geführt habe, der Versuch zu einer Sammlung der ausbaufähigen Kräfte im Volke unter allen Umständen gemacht werden muffe. Demzufolge werde auch Prälat Kaas diese Auf- gäbe übernehmen. Es sei jedenfalls ausgeschlossen, daß der bisherige Regierung s k u r s noch weiter fortgeführt werden könne, da sich das bisherige Kabinett zu einem ausgesprochenen Kampfkabinett hrrausgcbildet habe, das keinerlei Autorität im Volke besitze und demzufolge auch weder im Inlande noch im Auslande Vertrauen habe. Prälat Kaas wird nunmehr dieFühlungmitanderenPar- teien aufnehmen und Freitag dem Reichspräsidenten Bericht erstatten. D:e Aussichten einer Mehrheitsbildung unter führender Mitwirkung des Zentrums wer- Der Zentrumssührer Or. Kaae wird die Fühlungnahme forisehen. Sind alle Möglichkeiten einer parlamentarischen Mehrheitsbildung erschöpft? benannte St M ,dcr auü >r ' ?nu?a,t bildet l Erbringung c äää" KL 'ich ich. noch Nf, önfi Ve9run 6feu ^nken. ÄÄ 7"« ei». J?* 3«l WÄ HM SfeSs dirch, y llt)ri2n ' DCr ** mit wrrd nach Auffassung politischer Kreise nicht nur zugegeben, daß Eitler keine Beden, k e n gehabt hat, sich über den Reichstag hinweg- zusetzen, sondern daß er auch den W e q zum Prasidialkabinett für möglich hlelt. Umsomehr hätte dec Führer der NSDAP, dem Er. suchen des Reichspräsidenten entsprechen müssen. Hitler aber verlangte die bedingungslose Betrauung mit dem Kanzleramt und wollte noch seiner Ernennung erst Die Auseinandersetzung mit dem Reichstag beginnen. Das ist ein Weg, den der Reichspräsident ^nickst einem Parteiführer, vielmehr nur einer über den Parteien stehenden Persönlichkeit seines besonderen Vertrauens öffnen kann. bildenden Regierung — gleichgültig unter welcher Führung dii.se Regierung auch stehen möge — mit aller Entschiedenheit abgelehnt hab.n, verspricht sich der Herr Reichspräsident von weiteren schriftlichen oder mündlichen Er- orterungen über diese Fragen keinen Erfolg. Unabhängig hiervon wiederholt der Herr Reichspräsident aber feine Ihnen in der letzten Besprechung am Montag abgegebene Erklärung, daß seine Dür jederzeit für Sie offen fte^ unb wird immer bereit sein. Ihre Auffassung zu den schwebenden Fra- gen anzuhören,' denn er will die Hoffnung nicht aufgeben, daß es auf diesem Wege mit der ;vS ■ ch noch gelingen werde, Sie und >»yre Bewegung zur Zusammenarbeit mit allen anderen auf bauwilligen Kräften der Ration zu gewinnen. Mit dem Ausdruck vorzüglichster Hochachtung verbleibe tch, sehr verehrter Hitler, Ihr sehr ergebener ge4.: Dr.Meißner. Ein letztes Schreiben Hitlers. Hitler hat darauf am Donnerstagnachmittag an Staatssekretär Dr. Meißner folgendes Schreiben gerichtet: Indem ich Ihr Schreiben, das die Ablehnung meines Vorschlages zur Lösung der Krise durch den Herrn Reichspräsidenten enthält, zur Kenntnis nehme, muh ich abschließend noch ein paar Feststellungen treffen. 1. Ich habe nicht den Versuch der Bildung einer parlamentarischen Mehrheitsregierung für aussichtslos gehalten, sondern ihn nur infolge der daran geknüpften Bedingungen als unmöglich be- zeichnet. 2. Ich habe darauf hingewiesen, daß, wenn Bedingungen gestellt werden, diese in der Verfassung begründet sein müssen. 3- Ich habe nicht die Führung eines Präsidial- köbinetts verlangt, sondern einen mit diesem ® e 9 r ' f f in feinem Zusammenhang st e henden Vorschlag zur Üösung der deutschen Regierungskrise unterbreitet. i i I W'erial. PrOfl)ei(en 13" b,n « bmtet « I ‘“n9elt- der5,0,1 iSS-SSfi Srye I i W K ich-vich M • Ä LSr-S 'Xus der Provilij vde J“ ’ 4710,69 Mark und 400 Warf. 3« der Pw° ", von 10906 W»n wurden von 3645 Mve dl wurden demnach vl 11^49,02 Mark und von | fammen also 12 719,02 Di, einzelnen J vberbessen fint an den Betrögen beledigt^ 1857,39 Marl, 11 8 Alsfeld: 2012 Teber 30 AarkiKreirBÜd' Mark, 11 Kassen - 99 3.366 Teber = 1136,37 1 Kreis Lauterbach: 2 Staffen - 7 Mark: Kr -- 294,57 Mark, 8 Kass wurden also In Dbtr ztben. Zu den genannten ' r :iimme von 16 688,95 i jener 1500 Mark bei spende aus der Staat t:m Tabenkchen der L kUMnheim. Bü' - Aus dem toitb und grschrirb: zrcitag.AbvnnrMnt halung des tzchausl von Divrnson. 6pie Tevvhniiche Preise, i tag M Feier des T'.ab'ibealers Qielkn Gin bdonbciä auägeb tytetncMinfi lh fwa oc.Msen, Lin thlci «ine «M? OOubxt Dom grämten1 unter Leitung bei In s'cht neben Anfprachei Die die „SU.“ aus unterrichteten Kreisen hört, panbette es sich bei dem Empfang des Prälaten Kaas durch den Reichspräsidenten darum, daß der Reichspräsident, nachdem Die Verhandlungen mit dem Führer der größten Reichstagsfraktion g.scheitert sind, nun auch noch mit dem Führer Der zweitgrößten Fraktion von denjenigen Parteien, die für die nationale Konzentration in öragc kommen, die Fühlung ausnehmen wollte, um mit ihm darüber zu beraten, ob nicht doch noch eine Möglichkeit besteht, diese nationale Konzentration zu verwirklichen. Der Reichspräsident dürfte mit Kaas darüber ge- sprochcn haben, ob dieser es noch für möglich halt im Reichstage eine Mehrheitskoalition zu- standrzubringen und 'dürfte.gefragt haben, ob Kaas es sich zutraue, für diese Aufgabe eine vermittelnde Rolle zu übernehmen. Kaas hat bereits bei dem ersten Empfang durch den in politischen Kreisen natürlich keineswegs sehr hoffnungsvoll beurteilt. Um so mehr zeigt der Empfang des Prälaten KaaS, wie ernst der ReichspEdent bemüht ist, auch die letzten Möglichkeiten einer Parlamentär i- x s ngzu prüfen Die Frage, was wer- oen wird, wenn diese Bemühungen negativ auS- aehen, ist vorläufig nur Kombinationsstoff. Man rann nur D;e Entscheidung des Reichspräsidenten abwarten, die voraussichtlich noch für Ende Der Woche zu erwarten ist. Oie Deutsche Dolkspartei zur Lage. ® «•’>»». »1 Ser ‘Barteioorftanb m ???- » )rP feine« heutigen Sitzung den Bericht des Parteiführers, Abgeordneten Dingel- dey über die Verhandlungen mit dem Reichspräsidenten und verschiedenen politischen Persönlich- keiten entgegen und hat dann zur politischen Lage folgendes beschlossen: Die Deutsche Volkspartei war und ist angesichts der ernsten Lage Des Vaterlandes bereit, mit allem (frnft und ohne parteipolitische Engherzigkeit für eine Zusammenfassung aller aufbauroU- ligen nationalen Kräfte zu wirken. Six dankt dem Herrn Reichspräsidenten dafür, daß er im gleichen Sinne seine Bemühungen bis zur äußersten Grenze eingesetzt hat. Die DBP. verurteilt die Ablehnung des nationalsozialistischen Führers umsomehr, als er auchnichtdengeringstenVersucheiner fachlichen politischen Verständigung mit oberen Parteiführern gemacht hat. Die DBP. wird dem Herrn Reichspräsidenten in treuer Verbundenheit bei seinen weiteren Entscheidungen folgen. Besprechung zwischen Hitler und Huoenbero. ® e r U n. 24. Nov. (CNB.) Die Pressestelle der N-vDAP. teilt mit: Nach vielen Monaten hat neben Besprechungen mit Den Führern anDerer Parteien heute auch wieder eine Besprechung Adolf Hitlers mit Dem Führer Der Deutsch- nationalen Dolkspartei, Geheimrat H u gen berg, ftattgcfunDen. — Wie Die „Telegraphen'Union" weiter erfährt, hat am Donnerstagnachmittag auch eine persönliche Unterredung zwischm Adolf Hitler und Dem Vorsitzenden der Bayerischen Volkspartei, Staatsrat Schäffer, stattgefunden. Deutsches Jischerei-Gchuhboot auf der Themse. Offiziere und Mannschaften des deutschen Fische- rei-schutzbootes „Weser", Das gegenwärtig auf Der Themse gegenüber GravesenD vor Anker liegt, statteten Der englischen HauptstaDt einen Besuch ab. Der auch einer Besichtigung Des Tower gewidmet mar. Es ist das erstemal seit Dem Kriege, daß ein deutsches Marinefahrzeug auf Der Themse ankert. ben Ausdruck meiner Hefen Ergebenheit übermitteln zu wollen. Mit vorzüglicher Hochachtung Ihr sehr ergebener (gez.) Adolf Hitler. Göring über das Scheitern der Verhandlungen. Eine Pressekonferenz beim ReichstagSpräsidenkcn. Berlin, 24. Noo. (CNB.) Reichstagspräsident woring empfing Vertreter Der in- unD ausländi- frf)en Presse, um als politischer Beauftragter Adolf H.tlers den Standpunkt der nationalsozialistischen Führung ju der jetzt gegebenen Situation darzu- legen. Er jagte, vor dem 20. September hätten sich bessere Aussichten einer Mehrheitsbildung ergeben als jetzt. Damals aber sei der Auftrag nicht erteilt roorben, während der Reichspräsident jetzt eine Mehrheitsbildung verlangt habe. Daraus ergebe sich die Frage, wie weit wirklich die ernste Absicht bestanden habe, ein parlamentarisches Kabinett zu bilden, oder ob es nicht darauf angekommen sei, Die Unmöglichkeit Der parlamentarischen Mehrheitsbildung festzusteUen, um Damit Den GrunD für Die Erklärung eines Notstandes unD die N e u b 11 d u n g eines Präsidial- fabinetts zu haben. Göring bestritt, twß Hitler und die übrigen Parteiführer Die Vorbehalte Des ReachspräsiDenten bereits grundsätzlich anerkannt batten z. B. in Der Frage Des Dualismus zwischen Jteicb und Preußen. Schon Dieser präsidiale Vorbehalt hatte nach nationalsozialistischar Auffassung Die Mehrheitsbildung verhindert. Ebenso sei Der Vorbehalt wegen Der Besetzung des Reichswehr, unD Des Reichsaußenministeriums eine Einschränkung Der Rechte unD Der Verantwortung Des Reichskanzlers. Reichstagspräsident Göring wandte sich weiter Dagegen, Daß Adolf Hitler nicht Der volle unD freie Auftrag zur Bildung eines Mehrheitskabinetts gegeben worden sei, Der sie allein möglich gemacht haben würde. Dem Führer Der nationalsozialistischen Bewegung fei Die Vollmacht versagt roorDen, Die bisher bei jeder anderen Kabinettsbildung erteilt roorDen sei. Außerdem habe Der Reichspräsident gegenüber Adolf Hitler Durchblicken lassen, daß das persönliche Vertrauensverhältnis nicht gegeben sei. Bei Dem Abschluß Der Verhandlungen zwischen dem Reichspräsidenten unD Adolf Hitler sei Die Tür noch n.djt vollkommen zugesch'.agen. Jedes andere Kabinett aber werde von Der NSDAP, ebenso schar de- kämpft werden, wie Das Kabinett Papen. Eine Erwiderung der Reichskanzlei. Der Blumenstrauß in der Aktentasche. Den Katta Launisch. Babette hatte einen reizenden Freund, Den sie totefan nannte. Es war nicht genau herauszubekom men, ob er wirklich Stefan hieß. Am Ende hatte er einen weit gebräuchlicheren Namen, und nur 'Babettes heißes Herz hatte ihm Den Namen Stefan gelegt, weil er sich für alle Aeußerungen Der Zuneigung und Freundschaft besser eignet als beispielsweise Kurt. y Stefan war groß und blond — dazu verpflich. tete ihn fern Name, wenn es auch nur ein anae- nomineller mar. Er trug gute Anzüge, bessere Sd)ube und ein tadelloses Benehmen zur Schau und diese Dreiheit entzückte Babette auf gleiche Weise. Was er jedoch nicht zur Schau trug, das lü“r. seine, nun also, seine Seele, und auch das ent- 3muc Babette ungemein —, daß er sie nicht uir Schau trug, nämlich. Wohlgemerkt: Es handelte sich um Die äußerliche Zurückhaltung. Innerlich glühte Stefan, und wenn er mit Babette allein war, Dann schmolz Stefans Zurückhaltung, er wurde gefühlvoll und manchmal sogar ein wenig zärtlich. Niemals jedoch schmolz sie im Beisein anderer am wenigsten jedoch vor den Augen Der breiteren veffcntlirtjreit. UnD noch heute, wo Babette und Stefan langst verheiratet sind, hat sich in dem Benehmen totefans nichts geändert. xS» jener Zeit jedoch, als sie noch nicht verheiratet waren, und als Stefan sich um Babette be- muhte, ja, man kann schon beinahe sagen, als er um sie warb, hatte Babette den begreiflichen Wunsch aller grauen in dieser Situation: verwöhnt zu werden. Verwöhnen aber heißt. Abholen, hinbrin- gen, anrufen, Dreimal am Tage fragen: „Wie geht ""d "?ch vieles Aehnliches. Außerdem aber heißt Verwohnen: Schenken, und zwar schen- ken in allen Formen. Keine Kleider natürlich ohne Schmuck oder Derartige Dinge, an Die junge MäD- chen die Babette heißen, nicht denken, sondern schenken in Den Grenzen, in Denen eben geschenkt »irb, wenn man Diese Grenzen beachtet. Im Verwöhnen nun, Das muß man wirklich sagen, war Stefan ein Meister. Er brachte Konfekt aller «orten und Gattungen, er brachte alte Stiche Den Amenophis in jeglicher Gestalt, er brachte Bü- aicr, er brachte ein wunDerschönes, neues ^chreib- eiK*nVJl' nl9 er lehr kühn wurde, brachte er eine Handtasche aus weißem Leder. „ ®ns_c*» ledoch niemals brachte, waren Blumen. Kem Wunder also, daß Babette sich gerade Blumen mit einer immer steigenden Leidenschaft von ihm wünschte. Erst blieben diese Wünsche stumm nur em wehmütiger Blick, wenn Stefan wieder blumecklos erschien oder eine steigende Gleichgültigkeit gegen die anderen Geschenke mußte ihm zeigen, Daß irgend etwas nicht in Ordnung war. Ja, das mußte er fühlen, wenn er Den Namen Stefan mit Recht tragen wollte. Also fühlte er es und er fragte. Und da er fragte, antwortete Babette. „CJa , sagte sie zum Beispiel, „Stefan? sieh mal id) hebe Blumen so leidenschaftlich! Nur ein paar -bösen oder ein paar Nelken oder meinetwegen ein bunter Herbststrauß, aber ich habe sie viel lieber als Konfekt ober sogar als den wunderbaren Stich vom ---chloß, den ich gestern abend bekam!" Ja, und so kam Die Wahrheit heraus. Nämlich, Daß Das nut Stefans zurückhaltender Seele und mit Dem Nicht-zur-Schau stellen seiner Gefühle zusammenhing. Denn Stefan sagte kurz und bündig, daß es ihm unmöglich sei, wirklich ganz unmöglich, mit einem in weißes Seidenpapier eingewickelten Blumenstrauß über die Straße zu gehen. „Es ist mir unmöglich, Babette", sagte er mit rate[?r V trauriger Stimme, „ich habe Das Wcfubl Dafj mich alle Menschen ansehen unD mich lächerlich finden. Sie denken: Seht doch nur Den alten Esel! Geht zu seiner Liebsten mit einem großen Blumenstrauß!" Und obgleich ich nichts, also gar nichts Dabei finDe, seiner Freundin Blumen zu schenken — ich kann es nicht ertragen, daß Die Leute an meinen Gefühlen teilnehmen, und Daß sie durch irgendeine äußere Geste von mir erraten können wie ich lebe oder was ich fühle!" Die Erklärung war ziemlich verständlich, aber sie änderte gar nichts an Babettes Traurigkeit, viel, mehr steigerte sie ihren Wunsch nach Blumen ins Unermeßliche. Und Da Stefan Dies merkte, so geschah es, daß er eines Abend mit einer besonders dick gepackten Aktentasche bei Babette erschien. Er öffnete sie und entnahm ihr ein langes, schmales, mehrfach eingewickeltes Paket, Das sich nach einigem Auspacken als fünf rote Rosen erwies. Zwar waren sie ein wenig geDrürft, versteht sich, aber sie erholten sich । bald, und so war Der Ausweg gefunDen. Von nun an schenkte Stefan Blumen aus Der Aktentasche, unD wenn ich recht orientiert bin, hon» 1 pelt er noch heute so. Zwar ist er in Der Wahl be- ■ schrankt — zum Beispiel dürfen seine Blumen nie * langer sein, als die Länge seiner Aktentasche es verträgt, nicht Dicker, als daß str sich nicht mühelos • in Der geschlossenen Aktentasche unterbringen ließen. fern Zweck hatte Der Winkelkonsulent Sch, Der mit Zum Bunde gehörte, beim Amtsgericht Berlin- Mitte eine große Anzahl SchulDtitel unter betrüge- rischen Vorspiegelungen erworben und brachte diese bei den jeweils gestohlenen Wagen zur Anwendung. War man mit einem gestohlenen Wagen irgendwo in Der Provinz angekommen, so lief Sch. auf Das Amtsgericht, gab sich als RechtsbeistanD des „Gläubigers“ E. aus, ließ Den Wagen Des Besitzers K. beschlagnahmen, und versteigerte ihn sofort. Das Amtsgericht glaubte natürlich immer, daß der Schuldner von Dem Gläubiger zum Berkaus des Wagens gezwungen wurde und leitete diese risiko- lose Versteigerung selbst in Die Wege. Hatte Die Sadje geflapppt, Jo stahl man am selben Tage in Der betrcffenDen StaDt ein neues Auto, wenn nicht E s Wagen noch mitgenommen rourDe, unD fuhr Damit nach Berlin zurück. Dieser Privatwagen Des r htzt in einer Garage sichergestellt unD gleichzeitig eine von E. und seiner Frau unter sal- |d)cm Namen gemietete Wohnung besch'agnahmt. jrau E. hatte auf Betreiben mehrerer Gläubiger einen DffenbarungsciD geleistet. Nachher stellte sich aber heraus, Daß sie ihre Wohnungseinrichtung nicht, wie angegeben, verkauft, fonhern In dieser gemieteten Wohnung untergestellt hatte, so daß gegen sie eine Anklage wegen Meineides eingeleitet wird. Im Zusammenhang mit diesen Autosiyiebungen ist in Den lefiten Tagen außer E. auch ein Gerichtsassessor fluchtig geworden, Der im VerDacht steht, mit Dem inzwischen verhafteten Sch. zusammengearbeitet zu haben. Dieser Assessor war im Rahmen seines Aus- bilDungsganges am Berliner Kammergericht einem Rechtsanwalt als Hilfsarbeiter zugeteilt worden. 4. Ich habe zum Untersch.ed anderer unentwegt die Notwendigkeit eines in Der Verfassung begründeten Zusammenarbeitens mit Der Volksvertretung betont unD ausdrücklich versichert, nur unter solchen gesetzmäßigen Voraussetzungen arbeiten zu wollen. 5. Ich habe nicht nur feine Parteidifta- tur verlangt, sondern war, wie im August dieses Jahres, fo n u d) j e ß t b e r c i t, m i t a l (e n anderen Dafür in Frage kommenden Parteien VerhanDlungen zu führen, um eine Basis für eine Regierung zu schaffen. Die e . Verhandlungen mußten erfolglos bleiben, weil an sich die Absicht bestand, das Kabinett Papen unter allen Umständen a l s Prasidialkabinett.zu halten. Es ist daher auch nicht nötig, mich zur Zusammenarbeit mit anderen aufbauwilligen Kräften der Motion gewinnen zu wollen, da ich dazu trotz cinDunccn schon in diesem Sommer alles mir Mögliche getan habe. Zch lehne es aber ab, in diesem Präfidialkabinett eine arbeitsfähige Kraft zu sehen, und ich habe ja auch in der Beurteilung der Lä- tlgkeit und des Mißerfolges der Tätigkeit dieses Kabinetts bisher recht behalten. 6. Ich habe aus dieser Erkenntnis heraus auch innner gewarnt vor einem Experiment, das am ©ulc zur nackten Gewalt führt und daran auch scheitern muß. 7. Ich war vor allem nicht bereit und werde auch in Zukunft niemals bereit sein, die von mir geschähe e leuxgung anderen Gn.c.effen z -rDer- lua.ung zu stellen als Denen des deutschen Volkes. Idj fühle mich Dabei verantwortlich mit meinem Ge- toiffen, der Ehre der von mir geführten Bewegung unD der Existenz der Millionen deutscher Men- Ichen, die Durch Die politischen Experimente Der zwangsläufig einer immer tociter- Lecheneen B.ie enöung entgegengeführt wurDen 3m übrigen bitte ich, feiner Exzellenz, Dem -jerrn Reichspräsi Deuten, nach wie vor Tonfilm: z,öer schwarze Husat^. Der Film ist typisch für die Produktion der ilfa: er hält genau Die Mitte zwischen historischer Episode und Kostüm-Operette: er bringt eine heitere, verwirrende und Dennoch durchsichtige Lust- spielhanDlung vor geschichtlichem Hintergründe und das Drehbuch enthält alles, was in seiner Wirkung auf das Publikum tausendfach erprobt ist: viel Liebe, viel Uniform, Flucht und Der- folgung, ein bißchen Gesang, romantisches Idyll, volkstümlichen Humor und handfeste Spannung. Das Ganze von Gerhard Lamprecht geschickt und mit großzügigen Mitteln inszeniert. Sehr malerische Landschastsbilder: weiträumig.'s. durch- brochenes Gelände, wie geschaffen für Die schwungvoll dahingaloppierenden französischen Kürassiere und die Braunschweiger schwarzen Husaren mit Dem Tvtenkops am Tschako. Aber das Beste an diesem Film ist die Besetzung. Conrad Veidt als Der abenteuerliche Husar, der so auf eigene Faust in Den Krieg zieht und auch an Der Liebe nid)t vorbei reitet, wenn sie am Q£ege steht: es ist immer eine Freude, ihn zu sehen: knapp, mann- sich, ritterlich und von gesundem Humor. Das ist bestimmt eine Rolle nach seinem Herzen, Die Ilmform sitzt ihm blendend, und wenn er anfangt polnisch zu reden — „Dobje, dobje' —, geht allen alten Soldaten das Herz auf. Seine Part- ^arie-ßuife heißt in Wirklichkeit Mady E y r l. st i a n s und ist eine unserer liebenswer- teßen unb kultiviertesten Schauspielerinnen: man muß sie auf Der Bühne gesehen haben, um sie Pom men zu würdigen. Albach-Retty ist mit Glück aus der Operette in diese etwa- seriöseren Bezirke herübergewechselt. Urfula Drab- ‘e $ ~ pvin jüngsten Berliner Rachwuchs furchtbar niedlich als Brigitte. Wall bürg scheint von Film zu Film an Leibesumfang zuzunehmen. hat aber nichts von seiner angeborenen Beredsamkeit eingebüßt Außerdem: ® 0 k ßke, Hadank, Stein, Chmara. Die Musik stammt von Eduard Kunneke. Der sich Operette die Sporen verdient hat. — Der läuft seit gestern im neuen Programm des Lichtspielhauses. -r- Der kürzlich in Berlin wegen fortgesetzten Auto- Diebstahls verhaftete, bisher Durchaus angesehen- Eafetier E. hat, wie Die Untersuchung ergab, gis Berufsverbrecher großen Stils zu gelten. In Der Hauptsache beschäftigte er sich als Organisator unzähliger AutoDiebstähle, unD nebenbei befaß er zwei gutgehenDe Casss. Diese beiDen Lokale hatte er kurz vor seiner Flucht an zwei Kellner „verkauft". Die nunmehr als Direktoren fungieren, aber es bc> fteßt Der VerDacht, Daß Diese Verkäufe keine rechtliche GrunDlage besitzen. Die von E. geübte Methode, um Die gestohlenen Wagen möglichst vorteilhaft zu verkaufen, konnte nicht gerissener ausgeDacht roerDeX An jeDem Wagen wurDen 1000 bis 3000 Mar: verDient unD Die Einnahmen müssen recht beträchtlich gewesen sein, Denn bisher wurden in 12 Deutschen StäDtcn 160 schwere Wagen aufgetrieben. Die auf Diese eindringliche Art vertäust worden waren. Der Einfachheit halber ließ man die Wagen in Der Provinz amtsgerichtlich versteigern. Zu Die- fern Zweck hatte Der Winkelkonsulent Sch, Der mit olle zu übernehmen. .----- ersten Empfang Durch Hindenburg den Standpunkt vertreten. Daß eine Mehrhei t im Reichstag Den könnte unD es ist anzunehr Berlin, 24.Rov. (ERB.) Amtlich zu dem verpfentlichten Briefwechsel mit Hitler noch Darauf hingewiesen, daß der Reichspräsident Ä für ^ine Pflicht gehalten habe, Hitler den bekannten Auftrag zu erteilen, da Hitler den Gedanken einer Mehrheitsbildung in seiner ersten ,Bespred)ung mit dem Reichspräsidenten nicht zurück gewiesen ßit, sondern sogar iniu^« sicht stellte, eine Mehrheit für ein Ermächtigungsgesetz z u gewinnen. Bon nationalsozialistisd>er Seite wird nun behauptet, dieser Auftrag sei nicht ehrlich gewesen, sondern habe durch Die bekannten Bedingringen unmöglich gemacht werden TolltN. Dazu wird amtlia> erklärt, Daß das Wort»Bedingungen"überhauptnicht gefallen ist, sondern immer nur von Voraussetzungen Die Rede war. Weiter wird Die S^lle in Dem Briefwechsel Des Staatssekretärs Dr. Meißner unterstrichen, in Der gesagt wird, Daß Die Voraussetzungen keineswegs eine conditio sine qua non seien, sondern man brauche kein absolutes Hindernis für Die Regierungsbildung Darin zu sehen. Daß etwa Der eine oder andere Punkt sich als nicht durchführbar erwiese. Hiller hat keine Einwendungen erhoben. Aus dem Protokoll über Die Besprechun- gen des ReichspräsiDenten mit den Parteiführern ergibt sich auch, daß keiner der Parteiführer Einspruch gegen die Beseitigung des Dualismus von Reich und Preußen erhoben hat. Ferner wird Die Stelle in Dem «riefe Des Staatssekretärs Meißner unterstrichen, in Der aus- Drutflid) erklärt wirD, daß ein Kabinett Hit- ter > ich ähniich w i e Das Kabinett Brü- ning mit Der Zeit zum PräfiDialkabi- nett wandeln könnte. Das ist in der Tat Die größte Chance, Die Der Reichspräsident Dem Führer Der nationalsozialistischen Bewegung gegeben hat, um so mehr, als auch Reichstagspräsident Göring in feiner Pressekonferenz von Der Möglichkeit I e i ne r R e i ch s t a g s a u f l ö s u n g für Den Fall sprach, Daß Die Mehrheit nicht vorhanden wäre. Da- | wird die auch die r h Q r r. J" le9len M- "■»a-s ^»lkspariei 0(|t. un9cn wil btm Ä? ' e;nNHi|d)tnNo5 7".?ur Polüildien C Stiche iBollsparlei JJ Sn ?ge des 8at«lanb*s rn|t unb o!jnc par. 'Otelt für eine auer nufbousii. "!>k zu rolrfrn. Sir 'Präsidenten dafür nnc (eine BmühunM e>nge(etzl hat. Die LIP. M des national* ers umsomehr, als er iften iöerjud) einer en Berstöndlsiung suhrern gemodjl bat Tn Reichrpräfidenien in feinen weiteren Entschei« chen Killer und bera. r:t den Führern anderer eine Besprechung m Führer der Deuisch- cimrat fiugenbtrg, „lelegraphen-Union* itrsbwd)initiag oudj Mchen Adolf Mer .Meißen MUpatto, HeMden. rei-Schutzboot Aemse. len des deutschen Fische- 1 dar gegenwärtig aü| iverend vor Anter liegt, ipts'iadi einen Besuch ab, q des Tower gewidmet eit dem Stiege, M «n juf der Themse onlert her Äifklichkeit. legen fortgesetzten »■ >r durchaus angesehen- Werbung ergab :,Uz iu gelten. -Jn oei Ä ab Drgonilator un- nebenbei besah-r M eiben Lotaie ha- er >M Ml»-- *-!%Ä ahmen muss-" -E )2 .«5s: ■onfulcn* J sßerUn* Amlsg-nchl D dies- rl>-" u.nubr Anwendung. . 1° lief ”J W !°g°» B ««“.'S,, K8 lidl """Lfrf W inet 3unl. h;f[e ri|'t°' und leÜ-lE j|{ -je i die ®Sfn mge,'n s-i’s® stet. ^nrid)tun8 n'^ sfißä hal^ ^leit-t ®ir (( m “l @,r Lit dem feine* au!. ^mnbmen I.L eine1” SS-> et den » *: “"D " O.'Mifä tSoeiäito" 4 X be9innen ^'"anber. d-n> nidj M09'!!^ «üb« Sm«!! Aus der Provinzialhaupistadi. Der Hilssverein für die Geisteskranken in Dessen im Rechnungsjahr 1931. Der Larstaad des Hilfsoereins für die Geistes- franfen in Hessen gab jetzt den Bericht über die Tätigkeit des Dereins im Rechnungsjahr 1931 heraus. Der Verein hat sich auch im Berichtsjahre ivieder eine eingehende 21 ufflärung »arbeit ange« trflrn sei>< lassen. Die Wanderausstellung für Ge> lunbteitepfkae und sozial« Fürsorge, die in jung, fter Zeit in vderhcssen die Runde machte, hat durch belehrende» Material au« dem Bediele der ner- oosen Krankheiten eine Erweiterung erfahren. In den Flugblättern, di« wahrend ter Au», slellung verbreitet wurden, schuf man Aufklärung und Belehrung über geistige (JErtran- kungen. Dtr Bericht besaht sich in weiteren 21 ue- führungen mit der Notwendigkeit und dem ständig steigenden Ausmaft der Auftensürsorye, da häufig genug au» wirtschaftlichen Schwierigkeiten heran» Frühentlassung erfolgen muff. In solchen Fällen wird dann immer wieder auf den Hilfsverein zu* rütfgtgriffen. Die Arbeit des Hilfsvereins wurde dadurch er. schwert, daß die Einnahmen ein« wesentliche Ber. rtngerung erfuhren. Nach dem Abschluß betrugen die (kinnahmen insgesamt 51 710,74 Mark, die Äe- jomtau9geben 50 631,68 Mark, so daß ein barer Ueterschutz von 4079,06 Mark verblieb. An Epen, den und Beiträgen gingen folgende Summen ein: Au» der Provinz V b e r h e s s e n von Iß 091 (Stobern 4710,69 Mark und von 51 öffentlichen Kassen 490 Mark. 3n der Provinz Starkenburg rour- den von 10 906 Gebern 4536,80 Mark und von 66 Kassen 907 Mark gesammelt In Rheinhessen wurden von 3645 Gebern 1601,53 Mark und von 36 Kassen 473 Mark aufgebracht. In ganz Hes» s e n wurden demnach von inrgesamt 30 642 Gebern 10 849,02 Mark und von 153 Kassen 1870 Mark, zusammen also 12 719,02 Mark gegeben. Die einzelnen Kreise der Provinz vberhesscn sind an dieser Summe mit folgen- den Beträgen beteiligt: Mrei» Gießen 5679 Geber = 1837,39 Mark, 11 Kassen = 149 Mark: Kreis Alsfeld: 2012 Geber - 479,21 Mark, 1 Kaffe = 30 Mark: Kreis Büdingen: 2294 Geber = 560,70 Mark, 11 Kaffen = 99 Mark: Kreis Friedberg: 3386 Geber - 1136,37 Mark, 18 Kaffen = 163 Mark, Kreis Lauterbach: 1473 Geber - 382 45 Mark, 2 Kaffen 7 Mark , Kreis Schotten: 1248 Geber = 294,57 Mark, 8 Kassen = 42 Mark. Insgesamt wurden also in Oberhessen 5200,69 Mark gegeben. Zu den genannten Beträgen kommen noch die Summe von 16 688,95 Mark an Pfkcgcgeldbeiträgen, ferner 1500 Mark der Georg Ludwig Gedächtnis- fpende aus der Staatskasse und 18,58 Mark aus dem Gabenkasten der Landes-Heil- undPfkegeanstalt Heppenheim. ^oruofiicn. — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Als 8. Vorstellung im Freitag-Abonnement heute 20 übt Wiederholung de» Schauspiels „Heber unsere Kraft" von 'Körnten. Spielleitung Wolfgang Kühne. Gewöhnliche Preise. Ende 22 15 iUbr. — Der Festtag zur Feier des 25jährigen Jubiläums des S ad lbcalers Gießen ist Sonntag, 27. November. Ein besonders ausgesuchtes Programm soll dem Tage eine dem Ernst der Zeit entsprechende Wür- d gung vc.schafsen. Um 11 älhr findet im Stadt- tt 'ot 'v eine Jubiläums-Festvvrstellung statt, aus- gcführt Dom gesamten Ensemble des Siadttheaters untcr Leitung teS Intendanten. Das Programm sieht neben Ansprachen von Oberbürgermeister Dr. Keller und von Intendant Dr. P r a s ch einen Querschnitt durch unsere bekanntesten und bedeutendsten Aufführungen in Form einer Szenenfolge vor. Umrahmt werden die Darbietungen von Orchestervorträgen des Orchestervereins Diesen unter der musikalischen Leitung von Uni* versitätSmusildirektor Dr. Temesvary. Ende der Fest-Dorstellung nach 13 llhr. Um 18.30 Uhr kommt die erfolgreiche Operette „Die Toni auS Wien" von Stefsan (Leitung: Intendant. Moehl, Bäulke) als FremdenvorsteUung zu ermäßigten Operettenpreisen zum letztenmal zur Ausführung. Schülerkarten haben Gültigkeit! Ende 21 Uhr. Unter der künstlerischen Leitung und Ansage von Wolfgang Kühne wird um 22 Uhr die mit grobem Beifall aufgenommene Neuheit deS „Nacht-Kabarett" mit gänzlich neuem Programm wiederholt. Kapellmeister W o e h r leitet das verstärkte Iazz-Band-Orchester. Ballett- meister Ewald Bä ulke leitet den choreographischen Teil des umfangreichen BuntprogrammS. Danz kleine Preise! Ende 24 Uhr. — „Hawaii, das Parodie, der Süd- s e e." Der Kulturfilm de» vergangenen Sonntag» führte in die heroischste Landschaft des Erdballs. Der Kulturfilm de» kommenden Sonntags wird die lieblichste Landschaft, die Südseeinsel Hawaii, im Filmbild, Wort und Lied schildern. Ein« Besonder» heit geht dem Film voraus: Pater Linnemann wird über Hawaii und hawaiionische Volksmusik sprechen und mit klangvoller Stimme* Volkslieder der Eingeborenen in deren Sprache Horen lassen. Der Film, der im (Segensatz zu verschiedenen ähnlichen Werken dis Handlung diesmal völlig fehlen läftt, schildert die Welt der Sudseeinseln, wie sie die Kamera, geführt durch einen verständnisvollen Photographen, in Bildern von künstlerischer Wir- kung durch da» Objektiv unbestechlich in sich aus- nimmt. Man wird die Eingeborenen tennenlernen, sie bei ihrem kunstvollen Sport beobachten, im Geiste unter Palmenallcen wandeln, man wird in die Bergwelt der vulkanischen Insel und an die Ufer des Feuersees, voll der brodelnden Lavamassen» geführt werden, um sich an Dantes Inferno in der „Göttlichen Komödie" zu erinnern, das hier Wirklichkeit wurde. Zur Todesinsel Molokai, zur Insel der Aussätzigen, führt der Film gleichfalls und lötzt einen Blick kn tiefstes Menschenelend tun. Der Kulturfilm wird am Sonntagvormittag im Lichtspiel- Haus, Bahnhofstraße, zur üblichen Zeit gezeigt. — Näheres ist aus der gestrigen Anzeige ersichtlich. — Der Reichsbund der Kinderreichen veranstaltet am nächsten Sonntag 15 ä.lhr im Saale des „Aquarium" eine Werbeversamm- lung. Voraussichtlich- wird der Vorsitzende des RrichSbuntes, Herr K o n r a d - Düsseldorf, über Ziele und Zweck des Reichsbundes sprechen. Der seit 1919 bestehende Bund bezweckt — so schreibt man uns —. die materielle Förderung der kinderreichen Familie und sucht deren Ansehen zu he- ten. Leider ist es Tatsache, daff die Rot. die heute weite Vol.'skreise betrifft, sich in den kinderreichen Familien besonders stark auswirkt. Der Reichsbund der Kinderreichen versucht, auf dem Wege über die Gesetzgebung dieser Rot zu tteuern, indem er Erziehungsbeihilfen, sowie die Schaffung besserer Wohnungsverhältnisse für die kinderreichen Familien erstrebt. Vieles ist schon von dem Reichsbund aus getan worden, noch mehr bleibt aber zur Steuer der Familiennot zu tun, und nur eine starke Organisation kann hier etwas erreichen. Ein gewisser Einslust auf die Reichsregierung und die Parteien ist bereits erreicht. so dost aller Voraussicht noch mit der Verwirklichung eines Teiles der Ziele des Reichs- Der Steuergu schein kein Zahlungsmittel. Don unserer 'Dedtner Redaktion. Ter sogenannte Steuergutschein-Aus- schuft, der aus prominenten Vertretern der Wirtschaft gebildet worden ist, um über die Unterbringung der Steuerguts.^eine Dorschläge zu machen und Beschlüsie zu fassen, hat darüber der ten, ob eS möglich wäre, die Steuergutscheine als Zahlungsmittel in Umlauf zu bringen. AngdiHtS der begrenzten Umlaufzeit hätte eS nahe gelegen, den Steuerguischein ge- wissermaften zu einem Zahlungsmittel im Groft verkehr zu machen. Tann hätten z. B. die Unternehmungen beim Einkauf inländischer Rohstoffe oder Materialien ihre Lieferanten mit Steucrautscheinen bezahlen können. Man hätte dann freilich auch einen Annahme- w a n g für einen beschränkten Verkehr schaffen müssen. Der Ausschuh, der unter Vorsitz deS Reichsbankpräsidenten Dr. Luther tagie, hat zwar endgültige Beschlüsse noch nicht gefaßt, aber er hat sich sehr entschieden gegen eine Verwendung der Steuergutscheine als Zahlungsmittel ausgesprochen. Begründet wurde das vor allem damit, daft der 'Steuergutschein ein reines Kreditinstrument sei und daft deshalb seine Verwendung als Zahlungsmittel nicht erwünscht sein könne. In ruhigen Zeiten sind allerdings gekegentlich auch Kreditpapiere als Zahlungsmittel behandelt worden. Es sei nur daran erinnert, daft z. B. die Zinscoupons der Pfandbriefe öffentlicher Kreditinstitute in der Vorkriegszeit vielfach von Hand zu Hand wanderten und so g-radezu als Zahlungsmittel dienten. In unsicheren Zeiten bestehen hiergegen aber schwere Bedenken. Tie Emissionen der Steuergutscheine werden sich auf 1,5 bl« 2,25 Milliarden Mark belaufen, wovon nur der kleinere Teil bei der Reichsbahn, oder bei anderen Erstbesitzern verbleiben wird. Eine so umfangreiche unkontrollierte Vermehrung des Zahlungsmittelumlaufs körnte, wenn etwa einmal der ö sentliche Kredit durch irgendwelche Eretgnifse erschüttert würde, zu einer erheblichen Gefährdung der Währung führen. Durch den Beschluß der Steuergutschcin-Ausschus- ses, eine Benutzung der Scheine al» Zahlungsmittel grundsätzlich abzulehnen, wird aber zugleich auch der von den Anhängern einer ungedeckten Ausweitung des Reichsbankkredits häufig vorgebracht»n Behauptung, daß die Emission der Stcuergutjcheine ja bereits eine Bcrmehrung des Zahlungsmittelumlaufs bedeute, der Boden entzogen. Denn wenn die Rnchsbank und die übrigen verantwortlichen Stellen eine direkte Verwendung der Steuergutscheine ,zu Zah- lungszwecken strikt ablehnen, so werden sie selbstverständlich auch eine indirekte Verwendung auf dem Umwege über eine Lombardierung der Steuergutscheine verhindern, sobald daraus eine unkontrollierbare Erweiterung des Zahlungsmittclum- lauf» entstehen könnte. Währungspolitisch« Theoretiker, die Anhänger einer ungedeckten Notenver- Mehrung sind, haben behauptet, daß es der Reichsbank gar nicht möglich fei, die zur Lombardierung von etwa 1,5 Milliarden Mark Stcuergutscheinen erforderlichen Zahlungsmitteln im Rahmen ihrer heutigen (stold- und Devisendeckung auszugcben, daft sie alte den Zahlungsm ttelumlauf zu erweitern gezwungen fein werde. Hierauf wird erwidert, daß ja die 1,5 Milliarden Mark und mehr Steuer- gutscheine nicht auf einmal, sondern höchstens im Laufe eines Jahres emittiert werden sollen, daft also zu ihrer Lombardierung ein sehr viel a e ■ ringerer Betrag an Zahlungsm tteln eiior- derlich fein würde, selbst wenn sie beabsichtigt wäre. Ferner bat die Reichsbank, die den Steuergutschein soeben ausdrücklich als ein Ärebitin- ft r u m e n t bezeichnet yat, niemals daran gedacht, nun diese» Kreditpapier im Umfange feiner ® e - famtemiffion felbft zu lombardieren. Die Ausgabe der Steuergutscheine ist im Grunde genommen nichts anderes als eine Reichsante i h e , die in diesem Falle noch eine besondere Sicherheit in Gestalt der Verpfändung künftiger Steuereingänge erhalten hat. Wenn das Reich eine Anleihe auflegt, so ist es natürlich nicht bereit, nun diese Anleihe sofort wieder durch die Reichsbank lombardieren zu (affen, denn dann wäre ja die ganz« Anleihe-Em'ssion im G-unde genommen zwecklos und das Reich könnte sich lieber unm ttelbar von der Reichsbank einen entsprechenden Kredit einräumen lassen. E» ist also selbstverständlich, daft der weitaus überwiegende Teil der Steuergutscheine fest untergebracht werden soll und muff. Ein großer Teil von ihnen wird von der Industrie zur A n - läge ihrer Reserven benützt werden. Ein anderer Teil wird dazu dienen, der Industrie Kredit zu beschaffen, sei cs bei den Lieferanten, oder bei den privaten Banken. Auch die letzteren werden dann keineswegs die zur Kreditsicherung bei ihnen hinterlegten eteuergutfdjeine sämtlich bei der Reichsbank lombardieren, sondern sie werden sie ebenfalls als gute Anlage ihrer Einlagen und auch ihr«» eigenen Vermögens betrachten. Rur im Notfälle werden sie die Steuergutschein« als Unterlage für eine Geldbeschaffung bei der Reichsbank verpfänden. Wieder ein anderer Teil der Steuergutscheine wird an der Börse placiert werden und lo den Sparern oder Kapitalbesitzern als A n - lagepapier dienen. Es bedeutet daher eine Verkennung des Wesens der Steuergutjcheine, wenn man sie als Zahlungsmittel, ober als ein Instrument zur Vermehrung de» Zahlungsmittolum'aufs ansieht. Sie sind nichis anderes als ein neu geschaffenes Rentenpapier, und di« gegenwärtige Derfaffung des deutschen Rentenmarkter zeigt deutlich, daft man sein« Aufnahmefähigkeit für eine derartige, durch künftige Steuereingänge gut gesicherte Anleihe des Reiches nicht überschätzt hat. ftundes gerechnet werden kann. Die Eltern kinderreicher Familien haben Gelegenheit, am Sonntag einen Redner zu hören, der mit der Materie eng vertraut ist. Interessenten seien auf die heutige Anzeige aufmerksam gemacht. •* Iheaterausstellung. Aus Anlatz der Feier der 25jähr.gen Spielzeit des Stadttdeater» Gieftcn hat die Intendanz in den Wandclgängen und im Foyer eine reichhaltige Ausstellung zu- temmcngefteQt. die an Hand einer ganzen Reihe von Bühnenbildmotiven, alten Theaterzetteln und anderen Theater-Ausstellungsgegenständen einen Ueberdlick über das Theater überhaupt, im speziellen jedoch über di« Arbeit de» Gietzener Thea- ter» bieten soll. Die Ausstelluna wird am Sonntag, anläßlich de» Festaktes, eröffnet werden. Trichinenfunde bei Füchsen. Von der Verwaltung deS städtischen Schlachthofes wird uns mitgeteilt: 3m Laute eines IahreS wurden aus Iägerkreifen elf Füchse und zwei Dächfe xur Unterfuchuna auf Trichinen an den städtischen Schlachtbof Tieften eingesandt. Hiervon waren Jb>ei Füchse mit lebcnben Trichinen behaftet. Wären die Kerne dieser Tiere oberflächlich verscharrt, oder achtlos weaaeworsen worden, so hätten sich andere sleischfressende Tiere, besonders Ratten und Mäuse, infizieren können. Die Heber- tragung auf Schweine und damit auf den Menschen durch Fleisch von nichtunterfuchungSpslich- tigrn Hausschlachtungen wäre auf diese Weise möglich gewesen. Der erste Fuchs war in der Gemarkung Rödgen, der zweite in der Gemarkung Gieften erlegt worden. Diese Funde und die Feststellung von Trichinen bei Schweinen in Darmstadt und Arheilgen sollten auch für diejenigen eine Warnung fein, welche seither gewohnt waren. ihre HauSschlachtunacn nicht untersuchen zu lassen. Die weiter« (Sinfenoun^ von erlegtem Raubwild in den Schlachthof Gieften ist erwünscht. •• Der Vogelsberg im Rundfunk. Am kommenden Mittwoch, 30. Rovember, von 10.10 bis 10.40 Uhr. wird durch den Südwestdeutschen Rundfunk in Frankfurt als Schulfunkdarbietung über die Deutsche Welle ein „Heimatbild aus dein Vogelsberg" unter der Leitung von Paul Laven gegeben. Unsere Leser seien aus diese Darbietung besonders aufmerksam gemacht. fteuer im Hessischen LondeStbeaier. Darmstadt, 24. Rvv. (WSR.) Infolge eine» Kurzschlüsse», dessen Ursache noch nochge- prüft wird, entstand heute vormittag im Hessischen Landesthealer ein kleiner Brand an dem zum Schnürboden führenden Borhang. Durch das Ingangsetzen der Berieielungsanlage wurde jede Gefahr jür da» Theater sofort ausge schlossen. Die alarmierte Feuerwehr brauchte nicht nnffr in Aktion zu treten, da die bei der gerade vor sich gehenden Probe milwirkenden Kräfte ebenfalls fofort bei der Bekämpfung de» Feuer» mitwirkten. (Sin zweites Opfer der Diezer Kohlenoxyd«'asvergifiunq. WSR. Diez, 24. Roo. Am Montag fand man hier di« Beamtenwitwe Schrankel und beten 16jährige Adoptivtochter vergiftet auf. Das Mädchen war bereits tot, während die Frau noch Lebenszeichen von sich gab und ins Krankenhaus gebracht wurde. Als Ursache wurde Kohlenaxydgorvergiftung ermittelt. Die Frau ist nunmehr ebenfalls gestorben, nachdem zu der Vergiftung noch eine Lungenentzündung hinzuge- tomnun war. Neues für den Büchertisch. — Öen ft Wage mann: Was i st Gelb? Stalling-Bücherei ^Schriften an die Ration", Band 17. Verlag Gerhard Stalling. Oldenburg in Oldenburg. Gebunden 1 Mark. — (370) — Der bekannte Gründer und Leiter des Instituts für Konjunkturforschung stellt hier die Grundfragen deS Geld- und Kreditwesen» dar. Wagemann macht an Hand der geschichtlichen Gntwick- lung klar, daft man das Geld nicht al» eine Ginrichtung ansehen darf, die unabhängig von Wirtschaftssystem und Wirtschaftskultur ist. Mit dem Wandel des Wirtschaftssystem- hat auch das Deld seine Form und seine Funktionen grundlegend ge. ändert. Eingehend behandelt wird vor allem die Rolle, die das Gold früher und jetzt in der Geldwirtschaft gespielt hat und noch spielt. Gold und Geld sind nicht schlechthin ein-. Weder das Gold noch ein anderer Ge'dstoff sind .Wertmesser'. Wader Verfasser schlieftlich über Geldschöpfung, Kreditausweitung. Deckungsgrundsähe, über Inflation und Deflation zu sagen hat, berührt unmittelbar die Probleme, die heute im Vordergrund ter wirtschaftspolitischen Auseinandersetzungen stehen. — IohnHerman Randal l. DerWan- del unserer Kultur. Ins Deutsche übertragen von Lotte Matschoft. Mit einem Vorwort von Prof. Dr.-2ng. h. c. Conrad Matschoft. Ganzleinen 8,50 Mk. Verlag 3. G. Cotta, Stuttgart. (263, — Dieses Werk, intern ein vielseitig gchildeler und kritisch eingestellter Amerikaner die Kulturkrise unserer Tage betrachtet und ein wirkungsvolles Abbild der wesentlichen geistigen Epochen der Dergangenheit zeichnet, ist reich an Erkenntnissen über die Entwicklung der Menschheit, der Wissenschaften, der Religion und der Technik. Ob ter Verfasser die sozialen und wird- schaftlichem Verbältnisse des Mittelalter» schildert oder die Umtocnbtung dieser Gesellschaftsordnung durch den mit ter Ren'its" nur dann zu pfeifen ist, wenn der Abseitsstehende Miene macht, ins Spiel einzugreifen In anderen Gegenden darf sogar erst gepfiffen werden, wenn der Ball dem abseitsstehenden Spieler bereits zugespielt wurden. siAber auch in anderen Fragen herrschen Unstimmigkeiten. Wie steht es mit dem Einwurf? Der eine Schiedsrichter läßt den Spieler fast einen halben Meter hachfpringen, ein anderer greift schon ein, wenn der Spieler nur mit einem Bein den ^adcn verlaßt. Zu klären ist ferner das Torwart s p i e l im Torraum. Unsicherheit besteht auch über die Bestimmungen für den Freiwurf. Das ist höchst unlogilch, denn beispielsweise ist das Spiel, wenn ein Spieler vor dem Anpfiff vorläuft, noch gar nicht eröffnet. Die Bestrafung einer Parte, wegen eines zu spät kommenden und sich nicht m.'ldenden Spielers durch Freiwurf läßt sich ebenfalls kaum halten. Schon diese kleine Auslese zeigt, daß an dem Regelwerk des deutschen Handballspieles viel auszusetzen ist. Man geht nicht gern vom Altgewohnten ab und nimmt lieber offensichtliche Fehler in Kauf, als daß man sich schnell zu Aenderungen bereit erklärt. Dennoch werden die interessierten Kreise nicht daran vorbeikommen, für das deutsche Handballspiel, das sich in der ganzen Welt Geltung verschafft hat, klare Bestimmungen zu schassen. Es ist dabei nicht so wichtig, ob man nun die Abseitslinie von 20 auf 16 50 Meter herabgesetzt und den Toraum von 11 auf 13 Meter vergrößert Regelünöerungcn müssen in erster Linie den Zweck erfüllen, das Spei interessanter zu gestalten. sicher ist jedenfalls, daß bei der etwas überstürzten Entwicklung des Handballspiels, bei der enormen Verfeinerung der Technik und der raffinierten Verfassung, er vollbrachte mit 675 Pfund im Olympischen Dreikampf die beste Leistung des Abends. Snsgesamt erreichte Roland 3200 Pfund. OT.-Kreiswarte in Stuttgart. Die Kreiswarte der Deutschen Turnerschaft halten in der Zeit vom 28. bis 30. Dezember in Stuttgart eine Tagung ab, die sich hauptsächlich mit der Durchführung des Deutschen Turnfestes 1933 in Stuttgart befassen wird. Weitere wichtige Punkte der Tagesordnung sind der Vertrag mit öen Sportverbänden, das Wehrturnen und die Olympischen Spiele 1936. SiutigarieiBoxniederlagein Frankreich D-ie Boxstaffel des Stuttgarter Polizei-SD. tour tn dem französischen Städtchen St. Dizier zu vast und trug dort gegen eine Auswahlmannschaft einen Kampf aus. Die Stuttgarter wurden mit 3:9 Punkten geschlagen. Der wichtigste Kampf war das neuerliche Zusammentreffen der beiden Olympiateilnehmer Michelot l Frankreich) und Bernlöhc (Stuttgart), das einen unentschiedenen I Ausgang nahm. Taktik der Spitzenmannschaften, die noch in den Grunderjahren geschaffenen Regeln nicht mehr stich- und hiebfest sein können. Immer schlimmer wirkt sich der Regelwirrwarr aus und schafft innerhalb der Landesgrenzen Zustande, die schleunigst behoben werden müssen. Ganz abgesehen davon, daß die alte Abseitsregel dringend einer Reform bedarf und mehrere Vorschläge auch schon praktisch in fast allen Landesverbänden erprobt wurden, und neuerdings die Verantwortlichen über die zu treffenden Aenderungen eifrig beraten, scheint es angebracht, davor zu warnen, die Regeln nicht noch komplizierter zu gestalten. Man halte'sich an die Erfahrungen, die der Fußball in den fünf Jahrzehnten längeren Bestehens sammeln konnte. Eine ichlechte Kopie ist immer noch besser als ein stlbst gefertigtes Regelkleid, das sich später in der Praxis als Pfuscharbeit erweist und dem Sport nur schaden kann. Dom Mcheriisch des Sportlers. — „Kommt alle m i tl" Mit dieser freundlichen Aufforderung laden im siebenten Winter 1932 33 die vielbekannten und vielbesuchten Verg- verlagsskikurse ein. Das Scikursbuch, das diesen Titel trägt, ist nun wirklich ein Handbüchlein und Wegweiser für die 328 Slikurse, die darin für die Zeit von Weihnachten bis Mai an 40 der schönsten Plätze Oberbayerns, Oesterreichs, Südtirols und der Schweiz ausgeschrieben sind. Da die Vergverlagsskikurse die älteste Großorganisation von Skikursen darstellt, ist es begreiflich, daß hier um geringstes Geld auch am meisten geboten wird. Das reichhaltige, vielbebilderte Skikursbuch enthält Kurse für Anfänger, Fortgeschrittene und Geübte, Kurse an hochalpinen wie an Erholungsplätzen, Kurse für Familien wie für jedermann, Kurse jeder Bequemlichkeit und Preislage und stellt zudem einen überaus ansprechenden Almanach über Wintersportparadiese dar. (Erschienen im Bergverlag Rudolf Rother München, Hindenburgstraße 49.) , — D a s „Jahrbuch der Turnkunst 1 9 33 tritt soeben in schmuckem Gewand, das hinweist auf das 15. Deutsche Turnfest in Stuttgart, vor den Leserkreis. Zum 27. Male ist dies der Fall. Cs konnte diesmal im Umfang auf 248 Seiten erweitert werden. Damit ist nicht bloß eine Ausgestaltung des Textes ermöglicht worden, sondern auch der Bildschmuck konnte erheblich erweitert werden, was zweifelsohne allgemein besonders begrüßt wird. Der Preis ist auf 1,50 Mark für das broschierte und auf 2,50 Mark für das gebundene Exemvlar festgesetzt worden. Das Jahrbuch ist durch den Wilhelm-Limvert- Verlag, Dresden-A. 1 herausgebracht worden. Sur den gediegenen guten Inhalt bürgen die Oiantcn des Herausgebers und der Mitarbeiter. Der gesamte Vorstand der DT. ist an der Mitarbeit beteiligt, ebenso alle Fachworts der DT. Obleute derjenigen Fachgebiete, die eine selbständige Entwicklung in der DT. genommen haben. Daneben aber ist einer großen Zahl neuer Mitarbeiter das Wort gegeben worden. Selbstverständlich ist die Grundlage des Jahrbuchs, die Statistik, erhalten geblieben und sogar noch erweitert worden. Rach wie vor wird das Jahrbuch allen m, die für die DT. arbeiten, ein wertvol'es Rachschlagewerk sein Oie Beschäftigung der Industrie im Oktober. Berlin. 24. Rov. Die konjunkturelle Belebung der industriellen Beschäftigung hat auch im Oktober angehalten. Sn der Industrie waren nach der Sndustrieberichterstattung im Oktober von 100 vorhandenen Arbeitsplätzen 4 2,8 besetzt, gegen 41,8 im September. Die durchschnittliche tägliche Arbeitszeit ist gleichfalls etwas gestiegen. Sie betrug im Oktober 7,06 Stunden. Die Zahl der geleisteten Arbeiterstunden hat sich somit erhöht, und zwar von 36 v. H. im September der Arbeiterstunden- kapazität auf 37,4 v. H. im Oktober. Das gleiche Bild zeigen die Angaben der Gewerkschaften. Die Zunahme der Beschäftigung im Oktober ist, wie im Wochenbericht des Sn* ft i tute für Konjunkturforschung dazu ausgeführt wird, um so höher zu bewerten, als nach dem üblichen Saisonrhythmus die Beschäftigung der Industrie im ganzen zurückgehen müßte. 3m September noch war die Belebung in der Hauptsache auf die Derbrauchsgüterindustrie beschränkt geblieben. Sm Oktober hat sie sich auch in den Produktionsgüterindustrien stärker bemerkbar gemacht. Rur in wenigen Branchen ist die Beschäftigung im Oktober (teilweise saisonbedingt) zurückgegangen. In der gestrigen Aufsichtsratssihung der Ma n- nesmannröhren-Werke, Düsseldorf, berichtete der Dorstand, daß eine Belebung des Eisengeschäfts im lausenden Geschäftsjahre bisher noch nicht eingetreten ist, dagegen die in den letzten Monaten zu verzeichnende Besserung des Kohlen absatzes ihr nützlich gewesen ist. Die Verwaltung glaubt aus der Tatsache, daß sich die Anfragen in jüngster Zeit beträchtlich mehren und es sich dabei zum Teil auch um größere Bauvorhaben handelt, annehmen zu können, daß in absehbarer Zeit doch das eine oder andere größere Projekt zur Ausführung gelangen und damit dem Eisenmarkt eine gewisse Stütze und weitere Anregungen geben wird. Interessengemeinschaft Buderus- Heffen-Aaffauischer Hüttenverein. Frankfurt a. M., 24. Noo. In der GV. der AG. Buderusschen Eisenwerke, Wetzlar, waren von dem 26,30 Millionen Mark betragenden Aktienkapitals 17,21 Millionen Mark Stammaktien und 0,3 Millionen Mark Vorzugsaktien vertreten. Vom Vorstand machte Kommerzienrat Dr. K o e h° l e r eingehende Ausführungen zu dem vorgefchlage- nen IG.-Vertrag mit dem Hessen.Naf. s a u ischen H ü 11 e n v e r e i n G. m. b. H., Stein, brliefert. Der Hüttenverein, der in seiner Erzeugung und seinem Aufbau der AG. Buderus sehr ähnlich sei, weise in der Eisensteingewinnung 28 Prozent, in der Roheisenerzeugung 25 Prozent, im Guß- warenumsatz 20 Prozent und im Absatz 30 Pro- 3ent der Buderusschen Ziffern auf. Vom Abschluß des IG. Vertrages werde eine Stärkung der Stellung im Markte und infolgedessen eine Erhöhung der Rentabilität erwartet. Roch außen hin solle die Selbständigkeit beider Werke erhalten bleiben. Dagegen seien durch organisatorische Zusammenfassung Ersparnismöglichkeiten gegeben. Es solle ein fünfgliedriges Gesamtdirek. torium gebildet werden, dem drei Vorstandsmitglieder der AG. Buderus und zwei Direktoren des Hüttenoereins angehören. Organ der IG. solle die Buderus - Iungsche Ha n de ls ge se ll. schäft bilden, von deren 0,85 Millionen Mark bc tragenden Kapital 0,2 Millionen Mark an den Hültenveroin gehen. An Gewinnen und Verlusten sollen Buderus zu acht Elftel und Hüttenverein zu drei Elftel anteilnehmen. Der IG.-Vertrag sei auf 30 Jahre, und zwar vom 1. 1. 33 bis zum 31. 12. 62 Zu schließen. Die voraussichtliche enge Verflechtung beider Gesellschaften mache eine kapitalmäßige Bindung notwendig; bekanntlich will Buderus mindestens 76 Prozent des Grundkapitals des Hütten- Vereins im Verhältnis 1:1 gegen Buderus-Aktien umtauschen oder zu 30 Prozent bar bezahlen. Dem Angebot haben 3 848 110 Anteilseigner des Hüttenvereins (= 96 Prozent) zugestimmt, davon 3 512 200 dem Umtausch in Buderus-Aktien und 257 110 Mark der Darabfindung. 78 800 Mark haben sich über die Modalität noch nicht entschieden. Die benötigten Aktien und Barbeträge stehen der AG. Buderus zur Verfügung Der außerordentlichen Generalversammlung wurde neben der Genehmigung des IG.- Vertrages vorgeschlagen, die Herren Dr. Ad. Hecker- Ludwigshütte (Hüttenoerein) und Hans Grün (größerer Anteilseigner) in den Aufsichtsrat zu wählen. Diese Anträge der Verwaltung wurden geneh« migt. Eine Ergänzung soll die Jnteressengemein- schäft durch den Abschluß eines Freundschaf t s- Vertrages mit den Burger Eisenwerken, Burg bei Dillenburg, finden. * Die Cornelius Heyl 21®., Worms, beruft auf den 15. Dezember eine außerordentliche Generalversammlung nach Frankfurt a. M. ein, auf deren Tagesordnung als einziger Punkt steht: Ermächtigung des Vorstandes und Aufsichtsrats zum Abschluß von Abkommen wegen Eingliederuna von Sondergesellschaften in die AG. bzw. zum Abschluß von Verträgen mit den einzelnen dort Beteiligten. * Zweite Gläubigerversammlung tn Sachen Frankfurter SchatzanWeisungen. Der Magistrat der Stadt Frankfurt hot im Einvernehmen mit dem Vertreter der Inhaber der Schatzanweisungen, Ministerialdirektor Bail (Berlin), beschlossen die zweite Gläubigerversamm- lung am 19. Dezember abzuhalten. Der Regierungspräsident ist um die Genehmigung dieses Termins ersucht worden. ZranlfnrterAbendbörse knapp behauptet F r a n k f u r t a. M., 24. Rov. An der Abendbörsc herrschte weitgehende Zurückhaltung. Die Absage Hindenburgs an Hitler blieb ohne Einfluß auf die Tendenz, ebenso wie die weiteren Bemühungen des Reichspräsidenten, durch sofort aufzunehmende Verhandlungen mit den Parteiführern die Regierungskrise abzukürzen. Die Kulisse zeigte eher weiter R e a l i s a t i o n s n e i g u n g , so daß die Berliner Schlußkurse meist nur knapp b e - hauptet blieben. Im Verlaufe bröckelten die Kurse überwiegend werter ab, IG.-Farben lagen insgesamt 1 v. H. schwächer. Am Rentenmarkt verloren Reichsaltbesitz 0,40 v.H., späte Reichsschuldbuchforderungen 0,5 v.H Reubesitzanleihe 6,60, Altbesitzanleihe 56,90, Schutz- gebietsanleihe 5,80, Reichsbank 125,25, Gelsen kirchen 38,50, Kali Westeregeln 112, Phönix 28,50, Stahlverein 25,65 bis 25,50, Aku 56,50, AEG 32,65 Bekula 106,75, Daimler 18,75, Licht & Kraft 96,75, IG.-Farben 94,75 bis 94,25, Siemens 120, Hopaq 16,50, Norddeutscher Lloyd 17,50. Bunies Allerlei. Wunderliche Liebesschicksale. Daß auch in unserem nüchternen Zeitalter der Liebesgott noch auf romantischen Wegen wandelt, sucht A.P. Garland in einer englischen Zeitschrift an einigen merkwürdigen Beispielen zu beweisen, die ihm in letzter Zeit bekannt geworden sind. Zwei junge Leute, die verlobt waren, trennten sich nach einem heftigen Streit und schworen, sich niemals wiederzusehen. Wochenlang hielten sie ihr Wort. 2lls der junge Mann eines Morgens auf einem gemieteten Pferd im Londoner Hhde-Park spazieren ritt, sah er plötzlich seine frühere Braut ihm hoch zu Roß entgegenkommen. Beide wandten die Gesichter ab, um sich nicht zu sehen. Aber als das Mädchen an dem Mann vorbeiritt, mochte ihr Pferd plötzlich kehrt und drängte sich eng an das andere Pferd heran. Sie konnte weder mit Zügel noch mit Sporen das Tier zur älmkehr bewegen. Wie sie so eng aneinandergedrängt daherritten. schmolz der alte Haß; die beiden erkannten die Hand des Schicksals und versöhnten sich. Es wurde später festgestellt, daß die beiden Pferde Stallgenossen waren, die gewöhnlich als Gespann in einem Wagen benutzt wurden. Sn einem an- beten Fall besuchte ein Herr ein Warenhaus und blieb in der Drehtür stecken. Er wat für 20 Minuten gefangen, bis der Mechanismus wieder in Gang gesetzt war, und in dieser Zeit hatte er reichliche Muße, eine junge Dame zu betrachten, die im nächsten Abteil der Dvehtüre das gleiche Schicksal wie er erlitt Sn dem Lärm, der sie umgab. konnte er sich ihr nur durch Zeichensprache bemerkbar machen, aber seine Gebärden waren so überzeugend, daß das junge Mädchen sie in gleicher Weise erwiderte, und als sie befreit wurden, waren. sie bereits die besten Freunde. So führte das Stocken der Drehtür zu einer Hochzeit Romantisch war auch die Liebe auf den ersten Blick, die ein Paar ergriff, das zusammen an einem Fallschirm den Absprung von einem in Brand geratenen Flugzeug wagte und sich dabei so gut kennenlernte, daß ein gemeinsamer Sprung in die Ehe folgte. Gin andermal wählte Gott Amor als Liebesnetz die Masche am Sumper einer jungen Dame, in der der Rockknopf eines Herrn haften blieb. Diese zufällige enge Verbindung führte zu einer dauernden. So ist auch heute noch der Liebesgott überall geschäftig, den Menschen. die sich über die Romantik vergangener Tage erhaben glauben, seine Fallen zu stellen, wenn sie selbst am wenigsten daran denken. Regelanderungen im Sandbalffporl? Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse. D^e hinter den Vapterev angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt be'chlosjenen Divid nde an - Reichsbankdiskont 4 o. H Lombardzinsfuß 5 v. H. Srminun a. di. ^5ernu a?ch!uß- (urs (AchluUt Abend« bfrf (Schluß- iure tochlugf. Miiiog« bS se »Jiu.n 23.11. 24 11. 23-11. 24.11. 8 £‘ in die Weidiäannw v. Ute. 73 ,3.75 73 74 ehcm.7%T)Lfle(d)ell.2. Oamburft. Sübam. $ampf|d)ifi hania Dampsichtsl . . 1 17 16,5 17 16 5 . (J i 32 — _ 27 27 7.6 •jlorbbeuiidicr tiloiiD .... 1 18,13 17 5 18 17 4 21.®. für Verkehrüweten tot. 0 41.5 41.5 42.25 Berliner Hanoelsgelelischast 4 90 88,75 89,5 89,5 Commerz, unv Privai-Banl 0 53,5 53,5 53,5 53 5 Tarmktüdter uno Nationalban Deutsche Banl und 0 DiSeonio.Aeiellschasl. 0 75 75 .5 75 üreeoner Bant...... NeichsbaM........ 0 1 61,75 128.5 61,75 61,75 128,25 61.75 126,75 21.(5.®........ . 0 33,25 32,65 33 32.4 Bergmann....... . 0 — Seih:. Lieserung-geleNschaft. 6 70 70 70 71.25 U.chl unv Krall 6 96,75 96,75 97 97,13 «teilen & OluiUeoume.... ®c|cll|dia|i für ILIekMIchs 0 55 53 55 53,5 Unternehmungen . . . -rheinische Elektrizität . . 4 73,25 72 72,65 71,75 — — 78,5 »djudert & Go..... ( 73,75 72,75 73.13 72,13 Siemen» & Halske..... 0 122 120 >21,75 120 L'abmeaet ä tio...... 113 41,75 78 38,5 U3 41,5 77 38,5 114 41.25 77 39,75 113,5 40 76,75 38,75 iöuoettu......... Deutsche Erdöl...... Gelsenkirchener...... 4 6 8 Harvener.......... Hoesch Eisen....... Ale Berabau . ..... Ilse Bergbau Genüsse . . . 1 1( 78,5 98 40.5 55.75 20 78,5 97,5 39.5 55.5 20 78.75 39.13 130 98.75 39.9 55,65 20,4 77,75 39 98 uioanetiuene . . , K Manneomann-Röhren . . . . Mantselber Bergbau..... Cberldjlei. Rot. rvcrfe . . . . 6 0 h 40,4 54,9 20,75 Phönir Berabau...... iiibetiuidie Braunkohlen. . . Sitz ein stahl ......... 10 6 28,5 178,5 68,5 28,5 180 68 40,K 28,4 180 68,4 39,5 28,4 180,5 68 Zrankluri a.M. Berlin Schluß» für« Schluß! Abend« ■ bSrl Sch uß- hird Schlupf. Ml tag» bSre Oaium 23.11. 24-11. 23.11. 24.11. ’Ktebed Monian......7,. — _ _ Bereinigte Stahlwerke . . . . 0 26,25 25,5 25,75 25,65 CloDt Minen ..... c 17,25 17 17,25 16,5 Haliwerke Ascher'leben ... 6 '04,5 106 104 106 Koliwerlc Wesieregeln ... 6 110,5 112 110 111.5 Kaliwerke Saltveiiurth ... 9 166 167 167,25 166,5 3. <8. Rarbeu-gnDuftete . 7 Scheide ansialt.......it 96,5 41,5 94,25 un 97 95,13 Äolvichmidi ....... 0 Ruigerswerke........0 Metallgelelllchaft.......0 29 40 33 29,5 40,5 34 29 40,5 29,25 40 34,65 Philivv Holz mann......0 54,75 54,5 54.95 55 Zemeniwerl Heidelberg. ... 4 itemcnnoert flarlftabl.....0 46 47 2Bai)B & Freytag......0 4,65 4,7 - - Schulibeie Patzenhoser ... 0 tou (‘SUgemelne Kunstseide) 0 - 58,4 56,5 97,5 | 58.25 97 56,75 Bemberg . . . 0 Zellstoff ®alohof .... 0 63 44 62,25 43 63,75 43,5 62,5 43.25 Zellstoft tilldiaffenbura ... 0 29 28,75 _ 1 27,5 Dessauer ffla-: 7 94.4 94.4 Daimler Motoren...... 0 19 18,75 19,25 1 19 Teutiche Vmoleum g 46 45,75 46 46 Orenstein & Koppel .... 0 35,75 35,25 Leonlinrs Dietz.......x 43 42 42,75 43,5 Svensla......... 0 - - ihaoe............ 161 I 159 159,5 1 159 Frankfurter Malchinen . . . . o| Griyner .....o| 26 27| 27,25 I 30,5 Mainkrafiwerle Höchst a. M.. . <| 54 54 1 Süddeutscher Zurker ..... 1351 I35J5I -t 136 Devksenmarkl Berlin — Jtanffucl a BL. 23.November 24-November Amlliche Dotierung »elb | 3rie flmtlKhr Notierung ®elb | »p, eeWgfoH . Prag . . . Budapest . . Sofia . . . Holland . . Celo .... Kopenhagen. Stockholm London. . . Buenos flirt* Neuyott . . Brüssel. . . .Italien . . . Pari» . . . Schweiz . . Spanien . . Danzig. . . Japan . . . Äto de Ja».. Stagoflamiai. StfiahoB . . 6,024 51,95 12,465 3,057 169,18 70,28 71,53 73,33 13,76 0,893 4,209 58,29 21,55 >6,465 80,92 34,40 81,82 0,849 0,294 5,634 12.76 1 6,036 52,05 12,485 3,063 169,52 70,42 71,67 73,47 13,80 0,897 4,217 58,41 21.59 16,505 81,08 34,46 81.98 0,851 0,296 5,646 12,78 $anfnot«i 5,994 51,95 12.465 3,057 169,23 69,73 71,03 73,03 13,65 0,888 4,209 58,29 21,54 16,465 80,92 34,38 81,82 0,849 0,294 5,634 12,76 6,006 52,05 12,485 3,063 169,57 69,87 71,17 73,17 13,69 0,892 4.217 58,41 21.58 16,505 81,08 34,44 81,98 0,851 0,296 5,646 12,71 _______ötrlfn, 24-november okib - . imerckanische Note» ....... Belgische Note«......... Dänische Noten......... SngUsche Noten......... .rran)öHf*e Note«........ Holländische Note»........ ilalienische Rote»....... icoiwegische Note»........ rejtld>Ceftrrreid>, st 106 LchWing Rumänische Note»........ Schwedische Rote»........ Schwfizer Rote»......... Spanst chc Note»......... 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