12.465 M. 278 Erster Blati 182. Jahrgang Zreitag, 25. November 1952 vn»ck vn- Verlag: vrühl'sche Universtlätr-Vuch' und Zteindruckerei H. fange in Gießen. Zchriftleitung und Geschästsstelle: §chufstraße 7. Die Besprechungen des Prälaten Kaas Frankreich und England zahlen tionsvorsihende Dr. runfl ab. Die bie Ei v. W i n t e r s e l d eine Crklä- immerhin rechnet man im Zentrum damit, dah solches Kabinett i m neuen Reichstag dem sein aber ein rcchterhaltung des teilzunehmen und Ministers in der möglich. Ernst der kommenden Entwicklung gewachsen wird. von jeder wie auch immer gearteten Bindung befreien, sie muh ein wirklich überparteiliches Kabinett sein und in ihrer Spitze und lamentarisch .. . weiteres z u verzichten. Praktisch bedeute das, daß Herr Kaas versuchen solle, wenigstens 1 eine Dertagungsmehrheit im Parlament zu erhalten. Die Aussichten für diesen Versuch seien schon deswegen gering, weil Kommunisten und Nationalsozialisten, die vorläufig beide in Opposition stehen, die absolute Mehr- Se r l i n , 25. Roo. (ERB. Funkspruch.) wie wir hören, hat sich Prälat fiaa» noch gestern abend mit seinen engeren Parteifreunden über den Auftrag besprochen, den er vom Reichspräsidenten bekommen hat. 3n Ausführung dieses Ersuchens hatte er am heutigen Freitagvormitlag zuerst eine Unterredung mit dem Vorsitzenden der Deutschen Volkspartei. Abgeordneter D i n g e l d e y dürfte ihm erklärt haben, dah die Deutsche volksparlei s i ch a n einer nationalen Konzentration beteiligen werde. Gegen Wittag hat Prälat K a a s dann Geheimrat hugenberg aufgesucht, wahrscheinlich wird er im Anschluß daran auch mit Adolf Hitler Fühlung nehmen. 3n politischen Kreisen beurteilt man die Aussichten auch heute mittag recht skeptisch und glaubt, dah beji Führer des Zentrums dem Reichspräsidenten heute nachmittag nur eine negative Auskunft geben können wird. Er wird dem wahrscheinlich hinzufügen, dah das Zentrum gegen die^vieder- kehr des bisherigen Kabinetts eingestellt ist, dah es dagegen zur Unter ft ühung bereit sei, wenn der Reichspräsident einen anderen Mann seines vertrauens benennt. Das würde zwar auch noch keine Mehrheit bedeuten. des ReichSkommifsarS billigt und eS ablehnt, mit der Regierung Braun zu beraten. Dann begann die grobe politische Aussprache, und »war zunächst über den Abschnitt „Regierung Der Reichskommissare". Auf der Regie- rungSbank nahmen zum erstenmal nach dem 20. Juli wieder Minister Platz, und zwar für biS Regierung Braun der stellvertretende Ministerpräsident Dr.Hirtsiefcr. Hirtsieser sagte unter Hinweis aus daS Leipziger Urteil, dah darin die Verordnung vom 20.3uli als in wichtigen hält die Rückkehr des Außen« nächsten Zeit nach Genf für Einsetzung deS Reicb^kommissarS auch nicht alle Maßnahmen vorn Vertrauen des Reichspräsidenten getragenen Präsidialregierung die Gelegenheit zur Regierungsardeit zu geben und auf eine parlamentarische Opposition bis auf rund 2 0 0 Abgeordnete für sich, also eine breitere Basis haben würde. Diese Gedankengänge kennzeichnen die Stimmung, die im Zentrum herrscht. Angesichts dieser ungeklärten Lage läßt sich natürlich im Augenblick noch gar nicht übersetzen. In welcher Form die gegenwärtige Regierungskrise schliehlich liquidiert wird. Sicher ist jetzt nur, dah die Lösung frühe st ens sür Anfang nächster Woche zu erwarten ist. Prälat Koos besucht Hitler. Berlin. 25. Rov. (ERB. Funkspruch.) Prälat Dr. K a a s hat heute in den ersten Rachmittags- stundcn im Verfolg seiner politischen Besprechungen, wie angekündigt, dem Führer der Rational' sozialisten Adolf Hitler einen längeren Besuch abgestattet. 3n politischen Kreisen war heute mittag das Gerücht verbreitet, dah Dr. Kaas auch mit den Sozialdemokra- l e n in Verbindung treten würde. Daran dürste richtig sein, dah Dr. Kaas tatsächlich eine gewisse Tuchfühlung mit der Sozialdemokratie suchen will, um nicht alle Verbindungen zu zerschlagen. Rach Abschluß seiner politischen Besprechungen wird sich Dr. Kaas dann heute nachmittag zum Reichspräsidenten begeben, um ihm über das Ergebnis Bericht zu erstatten. rüstungs- und allgemeinen Wirtschaftsfragen in Europa besprechen zu lassen. Allgemein wird erklärt, dah der plötzliche gemeinsame Vor st oh von England und Frankreich psychologisch verfehlt war. Oie Pariser Presse fordert Rückkehr zum stoungplan. Unberechtigte Rückschlüsse auf das Lausanne-Abkommen. Paris , 24. Nov. (WTB.) Zu Hoovers Entschluß, auf der Zahlung der Kriegsschuldenrate zu bestehen, schreibt der „Temps" u. a.: Wenn eine Schulden regelung, die sämtliche intcreffierien Kreise mit gutem Gewissen annehmen könnten, wegen der Weigerung der Vereinigten Staaten nicht Zustandekommen sollte, dann könnte man der Ansicht sein, daß die amerikanische Regierung absichtlich die schwere Verantwortung übernehmen wollte, alles zunichte zu machen, was seit zwei Jahren mit Zustimmung und zunächst auch auf Initiative des Präsidenten der Vereinigten Staaten daraufhin durchgeführt wurde. Das wäre das Ende des Lausanner Abkommens und die Rückkehr zum Poungplan mit allen Folgen. Das wäre der sichere Mißerfolg der Abrüstungskonferenz. Das wäre endlich das Scheitern des Plans der Weltwirtschaftskonferenz. — „Journal des DLbats" erklärt, Amerika könnte von den europäischen Schuldnernationen nur bann Zahlungen erhalten, wenn diese f e l b st das bekämen, was ihnen Deutschland schulde. Die Vereinigten Staaten hätten regelrecht eine Aus- setzung der deutschen Schulden erzwungen und damit nicht nur den Reparationen, sondern gleich- präfibenten mit ben Parteiführern sei lediglich der, iestzustellen, ob unb unter welchen Voraussetzungen bie Parteien bereit und in der Lage seien, einer bejaht, wenn Werfel KesschWe. internen Zeitalter bet Aschen Degen tpanbelt. «englischen Zeitschrift Beispielen zu beweisen, rkannt geworden sind, bt waren, trennten sich und schworen, sich nie- rnlang hielten sie ijr m eines Morgens eu* i Londoner Hyde-Park ch seine frühere Braut -mmen. Beide wandten cht zu sehen. Aber al» i vorbeiritt, machte ihr äugte sich eng an das inte weder mit Zügel iur Hmlcbr bewegen. -etajngt baferritten. «eiben erkannten die versöhnten W Ts die den Psekde wohnlich ali Bespann mrden. In einem an- x ein Warenhaus und t Er war sür 20 Mi« lechanismus wieder in dieser Zeit hatte er ; Dame zu betrachten, Drehtüre das gleiche «in Lärm, der sie um- • durch Zeichensprache itne Gebärden waren ungc Mädchen sie m und als sie W die besten Freunde, stehtür zu einer Hoch- - die Liebe aus den ergriff. W 3$"! bsprung von emem m wagte und sich dabei t gmeinsanmHW Smä »erg«W* ,e Fallen zu stell», , daran deuten. geführt werden. Der deutsche Außenminister wirb sich Samstag früh von Genf nach Berlin zurück- begeben. Man ist auf beutscher Seite naturgemäß nach wie vor bereit, an einer unverdinblichen Besprechung der fünf Großmächte unter voller Aus« beutschen Stanbpunktes weiter ännapmt von SiijC.aex für bie lagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Re« Klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrist 20“, mehr. Chefredakteur Dr. Fnedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton l)r H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein undlür den Anzeigenteil i. D.TH.Kümmel sämtlich in Gießen. Washington, 25. Rov. (IU.) Die Botschafter Englauds und Frankreichs teilten Staatssekretär S t l m s o n , der sich auf seiner Besitzung woodley aufhält, in einer vertraulichen Besprechung mit, bah ihre Regierungen d i e Dezemberrate der Kriegsschulden bezahlen würden. Die italienische Regierung, die keine Schuldenstundung nachgesucht hatte, benachrichtigte das Staatsdepartement, daß fie auch weiterhin zahlen würde. Die Zahlungen Estlands, Lettlands und polens sind durch frühere Abkommen g e ft u n d e t. Allein Griechenland fetzte das Staatsdepartement davon in Kenntnis, dah es, falls die amerikanische Regierung auf der Zahlung besiehe, die Zahlungsunfähigkeit erklären müsse. Hoovers und Roosevelts Erklärungen, die die völlige Uebereinffitnmung des scheidenden und des künftigen Präsidenten in der Behandlung der Schuldenfrage offenbaren, haben auf die intransigenten „Ruramerikaner" abkühlend gewirkt. Ls wurde von ihnen zwar durchgesetzt, dah Amerika auf die Dezemberrale besteht, aber Hoover hat sich für die Eröffnung von Verhandlungen mit den Schuldnern eingesetzt und die sehr warme Unterstützung dieses Standpunktes durch Roosevelt hat hier weitesten Eindruck gemacht. Die Wirkung war sofort spürbar, hat sich doch der künftige Vizepräsident Garner in einem Interview persönlich geäußert und seine bisherige scharfe Ablehnung aller Verhandlungen eingeschränkt. Garner wird sich nicht gegen den Vorschlag Hoovers wehren, die Schuldenfrage von den amerikanischen Delegierten zusammen mit den Ab- Die Linke Das „03. T." (dem.) sagt, Hitler habe seinen zweiten 13. August erlebt. Mit dem Scheitern des Hitler-Experiments sei auch der erste Versuch des Reichspräsidenten, die präsidiale Regierung durch eine parlamentarische Regierung zu ersetzen, mißlungen, und die weitere Entwicklung der Krise sei völlig ungewiß. Damit sei allerdings gegen den Versuch selbst noch gar nichts bewiesen und durchaus nicht festgestellt, daß, was Hitler nicht gelungen ist, überhaupt nicht gelingen könne. — Der „Vorwärts" (soz.) meint, obgleich die Stellung des Reichspräsidenten staatsrechtlich bei diesen Verhandlungen keineswegs besonders stark gewesen sei, sei es leicht gewesen, in die agitatorischen Finten der Olatio- nalsozialisten fest hineinzustoßen. Schon die erste Antwort Meißners vom 22. Rovember zeige, wie sehr Hitler nun in der Schlinge gesessen habe. Der große Führer und mit ihm alle seine Unter- sührer, der gesamte Rat der Kaiserhöslinge seien in die Falle gegangen, und Hugenberg fei Triumphatorl Die Diktaturträume Hitlers seien entzwei, aber auch die demokratisch-parla- mentarifJ)e Maske sei gründlich zerstört. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen zeitig auch ben Schulben ben Todes stoß versetzt — Eine besonbers scharfe Sprache führt bas Wirtschaftsblatt „Informativ n", bas sogar ben Ausdruck „S h y l o ck" gebraucht unb von unmöglichen Zahlungen rebet, bie schwankende Währungen völlig ruinieren unb heute noch feststehende Währungen erschüttern könnten. Auch England droht mit Aufrollung derSchuldenfroge. L o n b o n , 24. Nov. (WTB Reuter.) Wie in englischen Parlamentskreisen geäußert wirb, stehe ber Vertrag von Lausanne auf bem Spiele. Es fei außer Zweifel, baß, wenn keine befriebigenbe Regelung bxr Schulben an bie Vereinigten Staaten gc- funben würde, bi e Frage der Reparationen unb ber europäischen Schulben wieber aufgerollt werben müßte, bie die europäischen Gläubigerstaaten in Lausanne gerege't zu haben glaubten. Obwohl anderseits nicht bie minbefte Absicht bestehe, eine gemeinsame antiamerikanische Front zu bilben, hätten sich hoch bie europäischen Mächte burch ben Vertrauenspakt verpflichtet, sich gegenseitig von Schritten in Kenntnis zu setzen, bie mit Fragen Zusammenhängen, bie sich aus bem Lausanner Vertrag ergeben. Das Echo des Briefwechsels. Stimmen ber Preße zur ersten Phase ber Regterungskrisis Trotzki in Kopenhagen. Kopenhagen, 24. Nov. (TU.) Trotzki ist in ber Nacht auf Donnerstag gewissermaßen „b urch bie j) i n t e r t ü r e" nach Kopenhagen gekommen, nachbem in Kopenhagen auf bem Bahnhof 4000 Menschen warteten. Aus einer kleinen Station vor Kopenhagen, Taastrup, schlichen Trotzki unb seine Begleiter sich aus bem Wagen heraus unb fuhren unter Polizeieskorte im Auto nach Kopenhagen. Trotzkis Anwesenheit in Kopenhagen, bie zu ben heftigsten Angriffen gegen bie Regierung Stauning geführt hat, scheint sich zu einem regelrechten Skan- bal zu entwickeln. Prinz Aage von Dönern a r t, ein Vetter bes bänischen Königs, richtet von Paris aus einen offenen Brief an bie „Ber- linste Tibenbe". Trotzki, fo schreibt er, ber ben Mord ber Zarensarnilie anerkennt, der sein Lanb an ben Feinb verraten hat, ist nach Kopenhagen von bänischen Studenten eingeladen worden. Als Däne muß ich meine Empörung und meine Trauer darüber zum Ausdruck bringen, daß eine solche Handlung möglich ist. Jetzt verstehe ich Shakespeares Wort, wenn er lagt: „E s i ft etwas faulimStaateDänemark". — Die dänische Rundfunkleitung hat eine Verbreitung des Vortrages Trotzkis durch den dänischen staatlichen Rundfunk verboten. Wiederzusammentritt des preußischen Landtags. Berlin, 25. Rov. Der Preußische Landtag begann am Donnerstag bei stark besetzten und überfüllten Publikumstribünen einen auf drei Tage berechneten Dollsitzungsabschnitt. Außerhalb der Tagesordnung gab der deutschnationale Frak- ihrer Zusammensetzung die ruhig abwägende Tatkraft zum Ausdruck bringen, bie allein m As w ;r «ine auL^ot*nS| tffi: teSs ter S(f)nh\m Un9 ^rtrderCT* * ite GläZ alten. V» eriamni' ,iBU” vW ^loppbebmto Ms »W efjer 9nu.9:J° daß bie । < ,r 'napp h., ftw* bi, Q6, M 'Farbrn lagm ncrtoren ^riihEefi« iud)fDrbetungtnO5Dfi 'danleche 56.90 bb°nk 125,25, % je(n 112 Phönir 25‘-a 5, Siebt & Kraft 96,73 12°' Kein Fortschritt in Genf. Frankreich fordert Betzandlnng s ineS Licherheitöplancs. Genf, 24. Nov. (TU.) Der französische Kriegs- minifter Paul Boncour hat am Donnerstagabend nach französischen Mitteilungen Simon, Aloisi, Norman Davis, Henderson, den Vizepräsidenten der Abrüstungskonferenz Politis und den Berichterstatter Benefch im Auftrage Herriots die Mitteilung gemacht, daß die französische Regierung die Behandln ng des französischen Ab- rüstungs- und Sicherheitsplanes im Hauptausschuß wünsche. Der französische Plan stelle ein einheitliches Ganzes dar und müsse d i c Verhandlunasgrunblage für bie Beratungen ber Adrüstungs- unb Sicherheitsfragen bilben. Die französische Regierung hat damit ihren in ben bisherigen diplomatischen Verhandlungen wiederholt zum Ausdruck gebrachten Standpunkt von neuem in offizieller Form den Großmächten und dem Bureau der Abrüstungskonferenz mitgeteilt. Unter diesen Umständen nimmt man nicht mehr an, daß noch während der gegenwärtigen Tayung des Völkcr- bundsrats Entscheidungen in der Gleichberechtigungsfrage in irgendeiner Richtung fallen werden. Die bisherigen privaten Besprechungen zwischen den hier anwesenden Staatsmännern sollen bis Samstag weiter- heil im Reichstage besitzen. — Nach bem „Börse n - C o u r i e r" hat sich Prälat Kaas in der ersten Aussprache beim Reichspräsidenten dafür eingesetzt, daß eine Präsidialregierung eine Zusammenarbeit mit bem Reichstag versucht. Er habe ben Wunsch ausgesprochen, baß biese Präsidialregierung nicht von bem bisherigen Reichskanzler von Papen geleitet werben solle, fonbern von einer Persönlichkeit, bie bas Vertrauen bes Reichspräsibenten unb weiter parlamentarischer Kreise genieße. Das Blatt meint, Prälat Kaas werde bei der Kampfansage der Nationalfozialisten wohl dem Reichs- Präsidenten empfehlen, einen nicht parteimäßig gebundenen Kanzler zu berufen. Der „Börsen-Eourier" hält General von Schleicher für einen solchen Kanzler. Die ,Jöln. Zeitung" schreibt u. a.: Die Verhandlungen über bie Heranziehung der National- sozialisten, die auf ber Seite des Reichspräsidenten mit allem Ernst und Derstänbigungswillen geführt worden sind, sind wieder einmal an ben Machtan- sprächen, an der Kurzsichtigkeit und Verbohrtheit Hitlers zerschellt. Es besteht wahrhaftig kein Grund, über dies Ergebnis zu frohlocken. Man muß im Gegenteil tief bedauern, daß es nicht gelungen i ft, bie Millionen opferwilligen und vaterlandsliebenden Menschen, bie in ber national- sozialistischen Bewegung sind, mit der Staats- fuhrung z u verbinden. Die von der Reichsregierung veröffentlichte Sammlung der Briefe ist ein historisches Dokument, das bie Schuld Hitlers an bem Scheitern ber Verhandlungen jedem beut- lich erkennbar zeigt. Die neue Regierung, so schließt bas Blatt, muß sich piehr als bas Kabinett Papen Wie denkt das Zentrum? Berlin, 25. Rov. (£11.) Zu den letzten politischen Ereignissen schreibt die „Germa- i i a“ (Zentrum) unter der Heberschrist: „Es albt kein Zurück" u. a.: Ein Wiederaufleben der demissionierten Regierung in ihrer persönlichen 6nge, in ihren unglücklichen Methoden und in Manchen ihrer heihbekämpften Ziele würde das genaue, Gegenteil einer politischen Entspannung bedeuten. Die Tage der Krise, die wir seit ber vergangenen Woche in atemloser Spannung erlebten, seren nicht in der Weise einfach zu überspringen, daß man das wiederher- flcllt, was vorher war. Etwas neues wüsse kommen, weil nur dieses Reue die Ba'is einer politischen Konzentration sein könne. Um diese Konzentration werde heute noch ein letzter Versuch gemacht werden. Der Verlauf der letzten Tage sei nicht geeignet, große Hoffnungen auf seinen Ausgang zu erwecken. Aber die Sorgen der Zukunft würden um fo schwerer sein, als dieser Versuch mißlinge. Die „Kölnische Volkszeitung" (Zentrum) schreibt u. a.: Die weitere Entwicklung der Rrik kann unter keinen Umständen zu dem zurückführen, was unter Papen jenes lähmende Mißtrauen zwischen Staatsführung und Volk geschaffen hat, sondern muß in einer ehrlichen Treuhänderschaft münden, die fein neues Mißtrauen aufkommen läßt, als feien hier Kräfte am Werke, welche die durch die Krise hervorgerufene Verwirrung der Geister Aut Stabilisierung der Dorherrschast einer bestimmten Schicht benutzen möchten. Zeder andere Versuch würde nicht zur Heilung des Dolkcs führen, sondern müßte die Spannungen bis zur Unerträglichkeit steigern. Wäre Hitler wirklich der Führer, als der er ausgegeben wird, dann hatte er auch mit den ihm auferlegten Voraussetzungen kraftvoll und mutig die Verhandlungen mit den übrigen Parteien aufnehmen muffen. — Jeder, der die Entwicklung der letzten Monate mit ihrer ungeheuerlichen Verschärfung der politischen und sozialen Gegensätze beobachtet bat, wird eine Fortführung des Regiments Papen für eine glatte IIn- Möglichkeit halten müssen. Es kann sich natürlich jetzt nicht darum handeln, die Rational- lozialisten für eine Koalition alten Stiles zu gewinnen, oder eine „sichere" Mehrheit zu schaffen, aber eine lose Arbeitsgemeinschaft sollte doch möglich fein, damit Regierung und Parlament endlich ihre Kampfstellungen verlassen können. 3m drutschnationalen Lager. 25)ct „Lokalanzeiger" (Hugenberg) rechnet damit, dah nach einem Scheitern der Verhandlungen mit Prälat Kaas eine neue Präsi- bialrcgierung komme. Wenn es zu einer Erörterung des Reichspräsidenten mit den Parteien über die Grundlage einer neuen Präsidialregierung kommen sollte, werde von deutschnatio- nalcr Seite mit größtem Rachdruck darauf hingewiesen werden, daß das kommende Kabinett der verschärften augenblicklichen Lage durch umfangreiche Reubesetzung gegenüber dem bisherigen Kabinett von Papen Rechnung tragen müsse. Die innerpolitische Lage sei natürlich durch die neue Kampfansage der Rationalsozialisten und durch das Scheitern aller Bemühungen des Reichspräsidenten, eine parlamentarische Mehrheitsbildung zu erreichen, wesentlich ernster geworden — Der „Tag" (Hugenberg) bedauert es, daß die am Donnerstag stattgefundene Aussprache zwischen Hugenberg und Hitler, zu der ja der deutschnationale Führer immer bereit gewesen sei. anscheinend infolge mancherlei Schwierigkeiten innerhalb der RSDAP. erst möglich geworden sei nach dem vorläufigen Abschluß der Auseinandersetzung zwischen Hindenburg und Hitler, so hätte die Tatsache, daß der deutschnationale Führer zu keinem Zeitpunkt einen Monopolanspruch gestellt und die Verpflichtung des nationalen Dienstes stets als das Primäre anerkannt habe, sich auf die Entscheidung Hitlers vielleicht nicht aus wirken können. Man kam. nur hoffen, dah die Kampfansage bis aufs Messer, die man in nationalsozialistischen Kreisen gegen jede nicht von Hitler geführte Regierung zu hören bekomme, doch nicht zur Wirklichkeit werde. Wird Schleicher der Manu des neuen Kurses? Die „SB ö r f e n 3 e i t u n g" schreibt: Der Zweck ber jeht eingeleiteten Besprechungen bes Reichs- Erschein! täglich,außer Sonntaa» und Feiertag». Beilagen: Die Dlluftnerie Gießener Familienblätter Heimat im Bild - Die Scholle Monat,-vezvgrprelr. Mi 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. . -.25 Auch bet Nichterscheinen von einzelnen Nummern msolge höherer Gewalt. zernsprechanschlüsse unter Sammelnummer 2251. Anschrist für Drahtnachrichten Anzeiger Gieße«. , Postscheckkonto: jMlMfurt am Main 11686. Deulschen-Hetze im pragerStadlparlament parauB hervor, baß er neben der eigentlichen re- daktionellen Arbeit 3425 große und 1955 kleine m fcL4i?7 ^u^ätze im Feuilleton, unzählige No. tizen. Reiseglossen usw. verfaßt hat. ....... Zwischenfällen, . . . sozialdemokratischen und den ligi- stischen Stadtverordneten beinahe zu Tätlichkeiten ausarteten. -Untersuchungskommission nach China und Japan senden würde. „Cui bonol?" (Wozu, lvem zu Außen?), so ging es wie ein Echo unter den Ausländern umher von Kanton bis Man- Ein Gtraßenbahnschaffner Dottor beider Tteth'e. Heute abend 6.80 U mein lieber Gatte Hen Reic Im Alter von 39 Jab Im Namen der Christir Großen-Unden. dei Die Beerdigung k ui Vor einer Amerikareise piccards. — Neue Skalospharenflüge geplant Der Stratosphärenflieger Professor Piceard teilte m Brüssel der belgischen Presse mit, daß er am 4. Januar kommenden Jahres nach den Der. emigten Staaten abreisen werde, um dort Dorträae Zu halten und Mittel zu sammeln für einen Bal. Io naufstieg in der Nähe des Nordpols, S ^,r r^UbJ1on6..»'S i* nid)tbc,t ^Aushebung des 3) IM-ge entbehre^ ^hc0riHaVöflnli Os icr pbnheM" ^. Fmeiivereim m . ■SSÄ» I Sei (Sieben) 'nl I puristische Doktorprüfung. Sailler mußte währen!» Aner des « der ganzen Studienzeit tagsüber den Dienst per* {eßen Und konnte nur in den Nächten dem Studium nachgehen. — "i। ।« vvn uh vwiivciiuiuivH uer 44urrca)[i i s. < erßaltunß der Fürsorge in ihrem heutigen Umfange j " , u" We.2^tc festhalte . ” IFver spartanischen Mutter, als sie ihrem tn den n z- ^umpf ausziehenden Sohne den Schild reichte: /tyicocr (frtverbdlofenoemonffrafionen -Deh mein Sohn. Komme mit oder auf diesem in Kassel Schilde zurück!" Dieselbe Instruktion haben die r.« rv» ! Heere Japans erhalten, als sie im Septew- .^ussel, 24. Rov. (Lpd.) Am Donnerstag ber vorigen Jahres auf ihre Eroberungsfahrten wiederholten sich die Demonstrationen der in ausgesandt wurden. Wir, die wir als einfache . n .^dtlschen Baracken untergebrachten Wohl- Kaufleute und Missionare hier im Fernen Osten sayrtSerwerbslosen. Sie drangen gegen 10 Uhr leben, zitterten, als wir hörten, daß Genf eine zai einigen Hunderten, darunter wieder viele ^Intersuchungskommission nach China Frauen und Kinder, zunächst ins Rathaus und Japan senden würde. „Cui bonol?" (Wozu ein. nachdem sie den Wohlfahrtsdezernenten be- wem zu Rutzen?), so ging es wie ein Echo unter leidigt und andere Beamte bedroht hatten, zogen den Ausländern umher von Kanton bis Man- Ne unter dem Druck der Schutzpolizei aus dem dschuria. Die Zeit wird nicht zurückgestellt da- -ttathau« ab und begaben sich vor das Re- durch, daß man versucht, den Zeiger an der älhr g 1 e r u n g s gebäude am Schloßplatz, wo sie zurückzuschieben. Jedem, der auch nur ein ober- Schupo am Betreten des Hauses verhin- flächlicher Beobachter in China gewesen ist in c Sprecher wurden vom Wohl- den letzten zehn Jahren, war es klar, daß Chi- ahrtsdezernenten der Regierung empfangen, dem n a s Staats schiff falsch gesteuert sie ihre Forderungen — 2 Mark pro Familie wurde. Der Kurs war nicht der richtige, wenn und die Gewährung einer Kohlenbeihilfe — be- überhaupt von einem Kurs die Rede sein kann, rannt gaben. Der Regierungsvertreter lehnte die Auch war unsere Diplomatie in Ostasien falsch. r?!n9€^ -t)^r Depu^twn, weil sie der in- Anstatt, daß unsere Gesandten — einer nach dem dividuellen Fürsorge widersprechen und weil keine anderen — ja, der eine schneller noch als der hrä ibLn?°n^n^Sn Set Degierungs- I andere, nach .Canossa" Pilgerten, was hier in hi» Deputationen mitterten, daß China nach Ranking geben heißt, und mit einer be.n- Deputationen problematischen Regierung über die Annul- Ki6n rn Mh^nlof, MonatSver- 'nhofstrahe: „Der um» deutsche Frauenhilfe die Welche Parole beherzigten. nämlich Dienst zu üben am Nächsten als Gottesdienst. Die gegenwärtige Stunde sei ernst, 0.75 1.00 1.50 1 gr. Fl. Md. 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L >r - De't. vom alle Et- n im feinen Hausern it getomm« $intcrabcnoey im tnenn mrat): Lögen ZZrS üse tv^DinlerabW en -m ^Mn ertE - -$rtu6t m und w । iiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiniiiiiiim Bttter-E«piiaB»i ■•■»16Wnn.®ogen ©oig.wuiiaiaii «abe Giesien e.perk. UmsWnd^bolb. btU. U^UUlUlUUJWUIt d'Geschäftsst.d.G.! Amtsgericht Gießen Dor dem hiesigen Amtsgericht hatte sich der schon oft vorbestrafte Hausierer F. K. aus Gießen wegen Mißhandlung des vierjährigen vorehelichen Kindes seiner Shesrau (tzanz erhebliche Ueberschreitung des väterlichen Zuchtigungsrech- teS), Mißhandlung bzw. schwere Dedrohung zweier Frauen, qualifizierten Hausfriedensbruchs in einer Gastwirtschaft, Sachbeschädigung usw. zu verantworten. 3n ollen Fällen hatte der Angeklagte sich sehr hemmungslos gezeigt. Sein Mitschuldiger bei den Vorgängen in der Wirtschaft war ein ebenfalls schon mehrfach vorbestrafter anderer Hausierer P. R. aus Gießen. An dem erwähnten Hausfriedensbruch war er in gleicher Weise beteiligt. Auch er wurde vor die Tür gesetzt. 3n diesem Falle zeigte sich wiederum, wie der Gebrauch seines Hausrechtes für einen Wirt derartigen Fällen gefährlich sein kann, denn dieser erhielt hierbei von dem Angeklagten hinterrücks mit einem sesten Gegenstand, wahrscheinlich einem geschlossenen Taschenmesser, einen heftigen Schlag auf den Kopf, und er stand deshalb einige Wochen in ärztlicher Behandlung. Vor der Wirtschaft ließ er seine Wut wegen des Dorgefallenen dadurch aus, daß er mit einem Küchenmesser blindlings um sich schlug und stach. Er versetzte schließlich einem gänzlich Anbeteiligten einen nicht ungefährlichen Stich in die Schläfe. Der Angeklagte F. K. erhielt wegen Körperverletzung und Dedrohung in je zwei Fällen, wegen Hausfriedensbruchs und wegen Sachbeschädigung eine Gefängnisstrafe von 5 Monaten, der Angeklagte P. R. wegen Körperverletzung in zwei Fällen und wegen Hausfriedensbruchs eine solch« von 4 Monaten und 3 Tagen. Mildernde Amstände wurden beiden versagt. Schöffengericht Gießen. * Gießen, 23. Nov. Ein bei einem auswärtigen Schornsteinfegermeister befchäfbigt gewesener und zwar; Marke »Erfolg« garantiert reine Wolle, grau u. kamelhaarfarbig .....................Paar Marke »Hausstolz« reine Wolle, kamelhaarfarbig, grau und schwarz, bes. schwere QuaL .Paar 1.25, Strickstrümpfe in grau und käme I haar farbig Länge 60 cm...................Paar VerüithlQngeD a. Türen u. frenftern schütz. Sie vor Kälte Tavetenbaus Heb Kreiling, Bahnhofstr. 29 «107V Machst Woche: Hell Ge dio.ier e Zir unq i Dezember .15000 sOOOO lisooo "I6OOO PTMSO^.HllPti! I.--S *mt> nW L ti 30 Me Stürmer ST1!? Pisucrec»icli2 Ilers ne » er Geselle hatte, nachdem er von seinem Meister roegrt Unregelmäßigkeiten entlassen worden war, eines Nachts bei diesem einen Einbruch verübt und dort eine Fegeleine, Leiter und sonstiges Handwerkszeug gestohlen. Einige Tage später begab er sich damit In einen Nachbarort, ließ dort der Wahrheit zuwider ausschellen, daß er von dem Dezlrksschornsteinfeger- meister beauftragt sei, die Kamine zu fegen. Die Einwohner schenkten diesen falschen Angaben Glauben und bezahlten in gutem Glauben anstandslos die verlangte Fegeaebühr, um welche Beträge sie geschädigt worden sind. Der Geselle, der des Einbruchsdiebstahls und Betrugs angeklagt war, wurde zu einer Gesamtstrafe von fünf Monaten Ge- füngnis verurteilt. In Wenings fand im Juli d. I. eine Zsund- gel'ung der Kommunistischen Partei statt. Als Redner trat ein Führer der Partei auf, der von einer Strafoerfolgungsbehörde des Landfriedensbruchs bc- »wurde und zur Festnahme ausgeschrieben ls nach Beendiaung der Kundgebung der diensttuende Gendarmerlebeamte entsprechend einer Anweisung ihn ftstnehmen wollte und ihn unter Mitteilung des Grundes für verhaftet erklärte, widersetzte er sich mit Gewalt seiner Festnahme. Er gab dem Gendarmeriebeamten einen Stoß, stemmte sich mit beiden Füßen' gegen den Boden und rief dabei: „Genossen, ich soll verhaftet werden". Sofort eilte eine große Zahl Parteiangehöriger herbei. Einer von diesen warf sich mit seinem ganzen Körpergewicht auf den Arm des Gendarmeriebeamten, so daß dieser gezwungen war, den Festge- nommenen loszulassen. Wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt wurde der eine zu einer Geld- [träfe von 100 Mark verurteilt die im Uneinbringlichkeitsfall mit 10 Tagen Gefängnis zu verbüßen ist, gegen den anderen wurde wegen Gefangenenbefreiung an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von 7 Tagen auf eine empfindliche Geldstrafe erkannt. lSchluß des redaktionellen Teils.) Die Ruhrkohle nimmt nicht nur durch ihre Fördermenge, sondern vor allem auch durch ihren von keiner europäischen Kohle übertroffenen Heizwert und durch den Umstand, daß im Ruhrgebiet alle Steinkohlenarten von den langflammigen Gas- flammkohlen bis zum Anthrazit gewonnen werden, bei weitem die erste Stelle innerhalb der Brenn- stofferzeugung Deutschlands ein. Die Verwendung von Ruhrkohlen ist in doppelter Hinsicht vorteilhaft. Die überlegene Heizkraft erlaubt mit einer entsprechend geringeren Menge bei ausgiebiger Wärme- leiftung auszukommen und die Möglichkeit, durch passende Auswahl unter den verschiedenen Ruhr- kohlenarten für die vorhandenen Lesen und sonstigen Verhältnisse einen besonders angepaßtcn Brenn- stoss zu verfeuern, steigert weiterhin wirkungsvoll Die Wirtschaftlichkeit der Heizung bei Verfeuerung von Ruhrkohlen. 6480V Blrkenreleer • Besen 50 Stück zu M. 5. ab hier Heinr. Schtißler Straßebersbach (Olllkr.) Ohne Aufbau- autsckieinebill. 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Gäste wiUtommen. i Eintritt frei! histD OIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIHIIID $on links nach recht $ammer|ängenn x. i Karin Bronze! diese berühmten viel Wil In der Zeit entsp feierte der Eisver geladener Täfle das jährigen Best llebergabe bei Hand des Architekt« Ltadtbaurat Tro mr. Er überz ab za Verein. Am 26. M SW worden. A in begonnen, in Kiner Bestimmung des tzaufes sei b Das im Rahmen geschaffen werben j geb« nunmehr Sos den des Eisvereins baege. farSr. Dodae Winti, Etadtbaurat herzlichsten Dan! au? druck, dch das h, Menschen in und n l'ch, datz der Cisv llebergabc des 5 K'nen weiteren Äi i W. 8 * $r< Sieitag, 2 s'. houember 1952 llr. 278 Zweites Blatt Wietzener Anzeiger (cheueral-Lnzetger für Gberyetzen Wirtschaft AG- Samstag : Weiterhin oy£. Kursbildung woboi jedoch Besserungen, kohlen mit Phönix und am Montanrnarkl mar uneinheitlich, die Rückgänge stärker waren, als die Matt lagen besonders Rhein. Braunminus 2A Prozent. Mannesmann, unübertroffen bei Rheuma * Gicht Ko pf sch merzen Ischias. Hexenschuh . Erkältungskrankheiten. Stark hamsäurelö- sendbakterientötend! Absolut un- schädlich! Ein Versuch überzeugt! schlagen führt. Aussichten für Wcttervornnssage Obwohl der Luftdruck allgemein etwas angestiegcn ist, wodurch sich das Skandinaoientief einerseits etwas obgeflacht und anderseits das Biskayahoch gekräftigt hat, bleibt das wechselhafte Wetter weiter erhallen. Vorherrschende Westwinde bringen anhaltend feucht- milde Ozeanluft nach dem Festlande. Nach zeitweiser kurzer Aufheiterung tritt daher wieder wechselhafte Bewölkung auf, die des öfteren noch zu NiederMotorenfabrik Darmstadt wechselnd bewölkt und zwischendurch aufheiternd, noch zeitweise regnerisch. Temperaturen wenig verändert. Lufttemperaturen am 24. November: mittags 5,1 Grad Celsius, abends 4,9 Grad; am 25. November: morgens 5,4 Grad. Maximum 6,5 Grad, Minimum 3,5 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 24. November: abends 4 Grad; am 25. November: morgens 4 Grad Celsius. — Niederschläge 6,8 mm. — Sonnenscheindauer eine halbe Stunde. Rheinstahl gaben bis zu % Prozent nach, nur Klöcknerwerke, Buderus und Gelsenkirchen blieben gut behauptet, Otaoi Minen lagen % Prozent höher. An den übrigen Marktgebieten herrschte Geschästsstille. An Rentenmarkt gaben Reichsaltbesitz % und Neubesitz % Prozent nach. Schutzgebietsan- leihen blieben mit 5,80 Prozent unverändert und Reichsschuldbuchforderungen lagen etwa % bis % Prozent höher. Matt lagen noch von variabel gehandelten Industrieobligationen Stahlvereinsbonds mit minus VA Prozent. Am Auslandrentenmarkt zogen Zolltürken um 0,25 Prozent an. Am festverzinslichen Markt ergaben sich bei kleinen Umsätzen nur geringe Veränderungen, wobei aber Goldpfand- briefe und verschiedene Kommunalobligationen eher etwas schwächer waren, dagegen Liquidationspfandbriefe meist gut behauptet blieoen. Deutsche Anleihen und Reichsschuldbuchforderungen bröckelten später etwa 0 25 Prozent ab. Im Verlaufe stagnierte das Geschäft fast vollkommen. Die Stimmung war unsicher. und die Kurse bröckelten überwiegend ab. Tagesgeld war zu 3,5 Prozent unverändert. G. A -Sport. Handball der Sp.-Dg. 1900. 2Lm Sonntagvormittag herrscht aus dem 1900er Sportplatz Handballgrohbetrieb. Die 1. Mannschaft des Polizcisportvereins Butzbach sowie die Mannschaft des OSC. treten zu Rückspielen an. Jene hat 1900s erste Els, diese die zweite Garnitur zum Gegner. In beiden Fällen haben die Spielvereinigungsleute heute einen äußerst schweren Stand. Die Butzbacher Polizisten, die bis jetzt in der Verbandsrunde noch keine Riederlage hinzunehmen brauchten, dürsten in der Loge sein, am Sonntag den Meistertitel endgültig an sich zu bringen. Man Hoist zwar, daß 1900s Mannschaft, die jetzt in der Verteidigung und der Läuferreihe stärker beseht ist, energischen Widerstand entgegensetzt, die routinierte Spielweise der Polizeien ist den Blauwcißen jedoch noch nicht eigen. \ Mit großem Interesse sieht man auch dem weiteren Spiel, 1900 2. Mannschaft — OSC. 1. Mannschaft, entgegen. In dein Borrunde-Treffen behielt der OSC. mit 6:2 Toren die Oberhand. Die 1900er zeigten jedoch damals in technischer Hinsicht zumindest gleichwertige Leistungen Gute Entlastung der Reichsbank. B e r l i n, 25. Nov. (WTB. Funkspruch.) Noch dem Ausweis der Reichsbank vom 2 3. November hat sich in der verflossenen Bankwoche die Gesamt-Kapitalanlage der Bank in Wechseln und Schecks, Lombards' und Effekten um 131,2 Millionen auf 3016,7 Millionen Reichsmark verringert. Im einzelnen haben die Bestände an Handelswechseln und -schecks um 109 Millionen auf 2529,2 Millionen Reichsmark, die Bestände an Reichsschatzwechseln um 21 Millionen auf 6,5 Millionen Reichsmark und die Lombardbestände um 9,3 Millionen auf 86 Millionen Reichsmark abgenommen. An Reichsbanknotcn und Re n t e n b a n k- scheinen zusammen sind 116 Millionen Reichsmark in die Kassen der Reichsbank zurückgeflossen, und zwar hat sich der Umlauf an Reichsbanknoten um 107,3 Millionen auf 3306,3 Millionen Reimsmark, derjenige an Rentenbankscheinen um 8,7 Millionen auf 389,2 Millionen Reichsmark verringert. Dementsprechend haben sich die Bestände der Reichsbank an Rentenbankscheinen auf 37,8 Millionen Reichsmark erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 429,1 Millionen Reichsmark eine Zunahme um 71,4 Millionen Reichsmark. Die Bestände an Gold und deckunysfähi- gen Devisen haben sich um 3,8 Millionen auf 933,5 Millionen Reichsmark erhöht. Im einzelnen haben die Goldbestände um 6,5 Millionen auf 818,6 Millionen Reichsmark abgenommen, die Bestände an deckungsfähigen Devisen dagegen um 10,3 Millionen auf 114,9 Millionen Reichsmark zugenommen. Die Deckung der Roten durch Gold und deckungsfähige Devisen betrug am 23. November 28,2 gegen 27,2 v. H. am Ende der Vorwoche. Oie preußischen Sparkassen im Oktober. Erstmalig Einzahlungsüberschuß seit der Krise. Berlin, 24. Rov. Rach der monatlichen Einlagenstatistik waren die Einzahlungen bei den p r e u ft i sch e n S p a r k a s s e n im Oktober zum ersten Male seit der Krise gröher als die Auszahlungen. so daft sich einEin- zahlungsüberschuh von 8,6 Millionen Mark gegenüber einem Auszahlungsüber- schuft von 6 Millionen Mark im Vormonat ergab. Hervorgerufen ist dieser Lleberschuft durch eine übersaisonmäftige Steigerung der Einzahlungen (265,3 gegen 239,66 Millionen Mark), während sich die Rückzahlungen (256,7 gegen 245,8 Millionen Mark) weniaer stark, als nach den üblichen jahreszeitlichen Schwankungen zu erwarten war, erhöhten. Da im Derichtsmonat noch für 0,1 Millionen Mark Zinsgutschriften und 8,7 Mill. Mark Aufwertungsgutschriften erfolgten, erhöhten sich die Spareinlagen der preußischen Sparkassen insgesamt um 17,4 Millionen Mark auf 5868,6 Mill. Mark. Die Girocinlagen der preußischen Sparkassen verminderten fid) der jahreszeitlichen Bewegung entsprechend um 13,9 Mill. Mark auf 725,7 Mill. Mark. Für den Rovember ist bei diesen Einlagen üblicherweise eine stärkere Erhöhung zu erwarten. Mreid Schotten. # Glashütten, 24. Rov. Das älteste Mitglied des Kriegervercins, Konrad Müller, konnte dieser Tage in seltener Rüstigkeit seinen 81. Geburtstag feiern. Der 1. Vorsitzende, Pflastermeister Ludwig Ott, überreichte dem alten Herrn ein Blldnis des früheren Grofther- zogs mit dessen eigenhändiger ilnterschrift. Kreis Lauterbach & Lauterbach, 24. Nov. Die Südwestdeutsche Rundfunkgesellschaft beabsichtigt, in Kürze durch das Radio einen Vogelsberg-Hörbericht zu verbreiten. Zu diesem Zwecke kommen am nächsten Montag Vertreter der Rundfunkgesell- schäft nach Lauterbach, um vor allem das Choralblasen vom Kirchturm, wie es bei uns Sonntags, bei Trauerfälle und am Weihnachtsheiligabend eit undenklichen Zeilen üblich ist, auf Schallplatten ür den Rundfunk festzuhalten. Beabsichtigt sind erner Gesangsoorträge durch Schulkinder, Ge- präche im alten unverfälschten Lauterbacher Dialekt und Berichte über die Sehenswürdigkeiten Lauterbachs auf Schallplatten zu bringen, die dann zusammen mit anderen Aufnahmen aus dem Vogelsberg durch das Radio zu hören fein werden nur zur Kenntnis. Im Verlaufe ergaben sich kleine, unregelmäßige Schwankungen; zeitweilig sah es etwas freundlicher aus, doch überwogen später wieder Abbröcklungen. Die Einberufung des Reichstages auf den 6. Dezember konnte nicht überraschen. Die Rentenmärkte zeigten heute ebenfalls schwächere Tendenz. Altbesitzanleihe und Reichsschuldbücher büßten bis zu 0,5 v. H. ein, im übrigen taxierte man für festverzinsliche Papiere knapp behauptete Kurse. Auch an diesem Markte dürften Zufallsorders die Festsetzung der Notierungen entscheidend beeinflußen. Ausländer lagen unregelmäßig, Lissaboner Stadtanleihe zogen erneut 0,25 v. H. an. Am Geldmarkt war die Situation auch heute unverändert. Tagesgeld stellte sich auf 4,25 v. H. bzw, 4,13 v. H., Monatsgeld auf 5 bis 7 v. H. Pri- vatdiskonten blieben weiter angeboten, während in Reichswechseln und Reichsschatzanweisungen kaum Umsätze zu verzeichnen waren. $ranfrurf behauptet. Frankfurt a. M., 25. Nov. (WTB. Drahtmeldung.) Gegenüber den recht matten Dorbörsen- furfen eröffnete die amtliche Börse in eher freundlicher Tendenz. Im Vergleich zum schwächeren Abendbörsenoerkehr konnte man die Haltung im allgemeinen als etwa behauptet bezeichnen. Im Hinblick auf die unsichere innerpolitische Lage herrschte starke Zurückhaltung, zumal besondere Anregungen nicht Vorlagen und die erneut schwache Haltung des englischen Pfundes die abwartende Haltung der Kulisse noch verstärkte. Das Geschäft beschränkte sich daher auf ein Minimum. Die Kursoeränderungen nach beiden Seiten hielten sich im Rahmen von 1 Prozent. Nach einem allerdings nur gesprochenen Vorbörsenkurs von 93^ bis 94 Prozent für IG. eröffnete diese Aktie mit 94% Prozent VA Prozent über dem Niveau der Abendbörse. Etwas höher lagen noch Scheideanstalt mit plus 1 Prozent und Reichsbankanteile mit plus % Prozent. Am Elektromarkt überwogen Abschwächungen bis zu V» Prozent, ebenso lagen Schiffahrtswerte % bis XA Prozent niedriger. Die Darmstadt. Die Motorenfabrik Darmstadt AG., Darmstadt, erzielte in dem am 30. Ium 1932 zu Ende gegangenen Geschäftsjahr einen Betriebs- Überschuß von 375 429 RM. (434 668), dem Handlungsunkosten von 235 746, Steuern von 26 165, soziale Lasten von 26 475 (im Vorjahr Generalunkosten 329 964) uub Abschreibungen von 97 241 (102638) RM. gegenuberstehen. Aus dem Reingewinn von 12 771 RM. werden nach Beschluß der gestrigen Generalversammlung wieder 6 v. H. Dividende auf die Vorzugsaktien verteilt und 12 291 (22 970) RM. auf neue Rechnung vorgetragen. * Die Kruppsche Friedrich-Alfred- Hütte in Rheinhausen wird den Betrieb in den am 11. d. M. stillgelegten Abtellungen am 5. De- zernber wieder aufnehmen. Berlin lustlos. B e r l i n, 2-5. Nov. (WTB. Funkspruch.) Die noch immer undurchsichtige und für alle Beteiligten wenig erfreuliche innerpolitische Situation hat dazu geführt, daß die Stimmung an der Börse stärker beeinträchtigt worden ist. Die anhaltende Verstauung des englischen Pfundes trug naturgemäß gleichfalls dazu bei, die an sich vorliegenden freundlichen Momente aus der deutschen Wirtschaft zurückzudrängen. Kursmäßig wirkt sich dies jedoch kaum stärker aus da die llmsatztätigkeit, soweit überhaupt davon zu 'sprechen ist, auf Mindestabschlüsse beschränkt bleibt. Immerhin lagen die Anfangsnotierungen vielfach bis zu 1 o. H., teilweise bis zu 1,75 o. H. unter dem gestrigen Schluß. Elektrische Lieferungen waren sogar um 2,5 o. H. abgeschwächt. Hier und da waren aber auch Besserungen bis zu 1 o. H. festzustellen; Deutsche Telephon und Kabel gewannen sogar 1,75 o. H. Der durchaus befriedigende Reichsbankausweis für die dritte Novemberwoche blieb ohne Einfluß auf die Tendenz, man nahm die Zunahme der Gold- und Devisenbestände um fast 4 Millionen und die 1-v. H.-Besserung der Deckung Vier Opernstars auf einem Schiff. —__----J-— J---------------- Oberheffen Don links nach rechts: Giacomo Lauri B o l p i, der bekannte Tenor der Mailander Scala, die Wiener Kammersängerin Lotte Lehmann, der große russische Baritonist Fedor Schaljapin und Karin Branzell von der Berliner Staatsoper an Bord des Lloyddampsers „Bremen", mit dem diese berühmten vier Sterne des Opernhimmels gemeinsam die Fahrt zu ihren amerikanischen Gast spielen antraten. Jubiläumsfeier und Hausübergabe beim Eisverein Gießen. Wilhelm H e ß : 1 sg., 1 g., einen ersten Preis auf helle Wyandotten; Heinrich Holler l.: 1E.. 2 sg.. einen ersten uni> einen dritten Preis auf schwarze Zwerglangshan; Ludwig Mogk: IC.. 2 sg.. 1 g., einen ersten und zwei zweite Preise auf weihe Zwergwyandottcn; Julius Simon: 2 g. und einen dritten Preis auf schwarze Zwerg- wyandotten; Fräulein Elisabeth Reitz: 1E.. 1 sg., 2 g. einen ersten und einen zweiten Preis; Rudolf Stoffel: 1 E., 4 sg., 1 b., drei erste und einen zweiten Preis auf Drünnerkröpser; Ge- meinderechner Möbs: 1 E., 2 sg., 2 g. zwei erste Preise und zwei zweite Preise. rl. Stockheim, 24. Nov. Gestern fand hier eine Sitzung des Kreis-Lehrer-Ausschus- s e s statt, der sich u. a. mit der Stellungnahme führender Wirtslbaftsvertreter zur Schulpolitik, sowie mit der wirtschaftspolitischen und finanziellen Bedeutung der geplanten Einführung des 9. Schuljahres in der Volksschule befaßte. Ein 9. Schuljahr wird nicht nur vom kulturpolitischen Standpunkt aus begrüßt, sondern bedeutet auch eine sehr fühlbare Entlastung der Arbeitslosenversicherung, sowie eine teilweise Beseitigung der Iunglehrernot. Die preußrsche Regierung ist ent« schlossen, dieser Verlängerung der Schulpflicht näherzutreten, in hessischen Regierungstreuen wird die Frage derzeit eingehend geprüft Landkreis Gießen. ch Wies eck, 25.ZZ . pitis 5(5. =*=§StJ eo^Lsss61^ S^ 2 >» ? "3 2 ® u—'a •“ Z^BlHlüL äs 2 s-oPi-- MM *4I*W = «s SFjsS* «E- a 2 =0 M i sj E H ttI 5«-i£ =(P4 «&WIJ4 ,s^' I >1 W S . J-q ’ 1 * St ä> ® 2 »A: M=^, ÄP^i 6 2 o 3 ®'& B *C3Ä ä=lc^J^ sl|sgM?äs »4«?»"4Äi’ . -s« >ßäE i^QÄST; C„. EK^sy^Sa*2- ','cr-(3 felcEt: rMJai| 4^isj Große Auswahl Schöne Farben GARNE erstklassiger Spinnereien <$t»» FLo.6I.Mk.1.- Beachten Sie bitte unsere Fensterl Rheinweinhaus 6ie6en/Seltersweg 3 Alkoholfrei Aerztl.empf. Unvergorener süßer gut gepflegt im Faß v. 0.65 p. 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Sr konnte die Trennung vom Bremerwerk nicht verwinden. Die Untätigkeit fraß an ihm ebensosehr wie der Gram. Er alterte sichtlich in diesen Wochen. Endlich fand sich, durch die Bemühungen Moellers, eine kleine Anstellung als Bote in der Bank und Erika atmete auf. *2lun hatte der Vater doch wieder eine Beschäftigung, lief nicht mehr wie ein gefangenes Tier durch die Wohnung. Modellstücke: HM. 69 cUt fyihMstung infäie ' 4(ag UÄdbitten anckm. „Mädchenlaunen, verehrte Schwiegermutter", tröstete Ivarsen lächelnd. „Wenn Hiltrud erst meine liebe kleine Frau ist werden ihr derartige Marotten schon vergehen. Aur ein paar Monate Geduld, dann soll auf Bremerwerk ein anderes L«ben herrschen. Auch äußerlich wird alles viel, viel glänzender werden als zu den Lebzeiten >)hres Gatten. Meine neuen Geschäftsverbindungen werden einen Aufschwung bringen, von dem sich das Bremerwerk nichts hat träumen lassen." Frau Melanie sah bewundernd ihren schönen Schwiegersohn an. und es war ihm nach solchen Gesprächen leicht, die törichte Frau xu allen schäftsanordnungen und Unterschriften zu kommen, die er nur wollte. Weihnachten war vorübergegangen. Der Schmitt hatte vom Bremerwerk Abschied genommen. Alle Beamten hatten ihn auf den Bahnhof begleitet, wie um gegen die Werkleitung zu demonstrieren. Deiner Hände Werk vornan von Klothilde von Stegmann-Stein. Copyright by Martin Feuchttvanger, Halle (Saale) e Obsb und Gartenbanvereln Sieben Sonntag. 27. Nov., nachm.B'/i Uhr, im Saale des Kaufm. Vereinshauses, Nordanlage Vortrag von Herrn Gartenarchitekt Schwarz Ä - über: eseoD ! Alte und neue Gärten Verschiedenes. Bestell v. Pfirsichen usw. Gäste willkommen! Gratisverlosung. 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Erika saß mit ihrem Slenoarammblock an dem kleinen Tisch neben dem großen Schreibtisch und schrieb schnell die Worte, die der Direktor ihr frittierte: „Herrn Gerjstam. Aor frist Motorenwerke, Drontheim, zur Zeit Hotel (Kontinental — Bezugnehmend auf unsere Unterredung vom 3.11. teilen wir Ihnen ergebenst folgendes mit: Aach Prüfung durch unseren Sachverständigen halten wir Ihre Erfindung sür aussichtsreich. Wir haben Drucksachen-Ausstellung Samstag von 15-20 Uhr und Sonntag vormittags im Krausmüllersaal Eintritt freiI ß292D ©ie selbst hatte sich rasch in ihren neuen Wirkungskreis gefunden. Aach einer kurzen Probe hatte einer der Direktoren sie inS Privatsekre- toriat genommen. Erika trug eine heitere und zufriedene Miene zur, Schau. Aber in Wahrheit sah es anders in ihr aus. Die Trennung vom Bremerwerk war auch ihr bitter schwer geworden. Es war die Jugend, die sie dort zurückgelassen hatte. Dort kannte sie jeden Baum, jeden Strauch, den Fluß jedes Haus, und alles war verknüpft mit der Erinnerung an den Geliebten. Jetzt erst war sie in Wahrheit von ihm getrennt. Das brausende Getriebe der Stadt imponierte ihr, aber es war ihr sremd. Die Aacht, die keine Aacht war in der Grelle der Reklamefchilder, war ihr unheimlich. Airaends konnte der Blick frei herausgehen, in die Weite der Landschaft und des Horizonts. An Kurt schrieb sie gleichmütig und stellte ihm eine Uebersiedlung in die Stadt als eine wirtschaftliche AotwendiFeit dar. Auf feine verzweifelten Briefe, sie bei den nächsten Ferien nicht mehr in der Heimat zu finden, tröstete sie ihn. Tie Hauptstadt wäre ja nicht außer der Welt, und er könnte genau fo gut einmal zu ihr her- ü Herkommen. Dabei wußte sie ganz genau, daß mit ihrer Trennung vorn Bremerwerk alles anders sein muhte: die Familie würde schon dafür sorgen, daß er nicht zuviel Zeit hatte, sich noch um die Tochter eines entlassenen Materialverwalters zu kümmern. Außerdem würde Kurt ja genug mit seinen neuen Versuchen zu tun haben. Er wollte ja seine neue Erfindung zu den Frühjahrsrennen auspro- bi^ren und hoffte auf einen großen Erfolg der auf Dremerwerk erbauten Jacht. Erika hatte immer gewartet, daß er ihr etwas über den geheimnisvollen Diebstahl feiner Konstruktionszeichnung schreiben würde Aber dieser Tiebstahl schien ihn ja nicht weiter aufzuregen, es war ja nur eine Zeichnungspause, deren er, wie immer, mehrere besah. „Sie selbst mochte nicht davon anfangen, dann hätte Kurt doch etwas von dem Zusammenhang zwischen dem Diebstahl und ihrer -Uebersiedlung erfahren... lallten sich ein Beispiel nehmen an der Tapferkeit der kleinen Erika. Schämen Sie sich, so zu verzagen. Es leben doch auch anderswo Leute — nicht nur auf dem Dremerwerk. Lassen Ze mich nur machen. Erika findet eine Stellung, ich habe es Ihnen ja schon gesagt — ich habe da jemanden, der wird sie mit Kußhand nehmen." „Oh, Herr Moeller!" Erika flog Moeller einfach um den Hals und schlang ihre Arme wie ein Kmd um ihn. Dann aber wurde sie glühend rot „Verzeihen Sie", sagte sie leise, „ich vergesse immer noch, dah ich ja kein Kind mehr bin." Moeller schmunzelte: „Aa, bei mir darfst du es ruhig mal vergessen, meine kleine Dirn. Aa, Pass' mal auf, wenn ihr in einer hübschen kleinen Vorortwohnung sitzen werdet, und die Erika erst wohlbestallte Sekretärin ist, werden Sie das wieder ganz anders ansehen, mein guter Schmitt. — Und nun muh ich gehen! Kopf hoch, Schmitt! Alles kommt wieder ins Lot. Erika, du kommst morgen früh in meine Wohnung. 2ch will jetzt mal ein Gespräch mit meinem alten Freunde in der Lgndschaftsbank führen." Er erhob sich und schüttelte dem alten Schmitt herzlich die Hand. Dieser sah mit einem halb hoffnungslosen, halb erwartungsvollen Blick zu ihm aus. „Wenn es wahr würde, Herr Ingenieur, und wenn man noch einmal Arbeit fände... Aber seine Ehre findet man doch nicht mehr wieder." -Das steht in Gottes Hand, lieber Schmitt. Ihre Ehre vor Gott hängt doch nicht von dieser Stellung hier auf Bremerwerk ab. Denken Sie einmal darüber nach." »Wie soll ich Ihnen danken, Herr Moeller?!" sagte Erika leise, wie sie den Gast zur Tür hin- aus begleitete. .Danken? Aber Kind, sind wir nicht alle vom Dremerwerk miteinander verbunden? Und noch mehr, seit der Herr tot ist? Jetzt heißt es für uns: Einer für alle, alle für einen! Das soll auch dein Wahlspruch werden, Kind!" „(Siner für alle, alle für einen!" wiederholte Erika erschauernd, und vor ihr stand das Bild des Geliebten, der einst der Herr hier auf Dremerwerk werden sollte — und dem sie alle das Werk hier erhalten wollten, das Werk der Vaterhände —, einmal, in naher Zukunft, auch — sein Werk. Zwanzigstes KapiteL Die nächsten Wochen nach dem rätselhaften Ein- bruch in die Versuchswerkstatt hatte Axel Ivarsen immer mehr in Privatgeschäften in der nahen Hauptstadt zu tun. Bald war es ein Geschäftsfreund, der durchkam und mit dem er etwas zu bereden hatte, bald waren es neue Geschäftsverbindungen, die er für Dremerwerk anknüpfen wollte. Ommer hatte er einen Grund, sich vom Bremers chloß zu entfernen. Frau Melanie war über die Fahrten des Schwiegersohnes nicht gerade erfreut Sie war an seine amüsante und heitere Unterhaltung gewöhnt, so daß sie ihn schmerzlich vermißte. Es war ja jetzt so langweilig auf Bremerschloh, seitdem, der Trauer wegen, die Geselligkeit sich auf wenige Freunde beschränkte. Frau Melanie hätte, ganz gegen ihre sonstige Aeigung zur Etikette, die Trauerzeit ganz gern ein wenig verkürzt •aber Hiltrud lehnte sich mit einer unbegreiflichen Energie gegen alle gesellschaftlichen Veranstaltungen auf. „Kannst du das begreifen, lieber Axel?" fragte Frau Melanie ein wenig ungeduldig. „Hiltrud ist vollkommen verändert. Sie ist so ernst geworden. Ich kenne mein eigenes Kind nicht mehr." vmiiuvmu; O6»16 Haselnüsse und neue bell» -.gärige Walnüsse . . 3 Pfd. NM. J.— Xirfe Eyavfel u «ackävfel, kleine Gold- „.Vornanen 10 Pfund NM. lj>o ia i*r ^c' rotschalige, süße Grannen W kLluck . 50 Ps Jene Atronen, 10 Stück 35 ünd 45 Pf' Lüße Werntrauben und Mandarinen, fernen, Bananen und Maronen Heinrich Oster, Offenbach. uns demzufolge entschlossen. Ihnen zur Weiterführung Ihrer Versuche und zur Patentanmel- düng ein Darlehen von 100 000 Mark zu geben. Wegen der weiteren ^Beteiligungen an Ihrer Fabrik behalten wir uns eine Rücksprache vor sowie unser Sachverständiger von der Besichtigung Ihrer norwegischen Fabriken zurückgekehrt fein wird. In ausgezeichneter Hochachtung Deutsche Landesbank, gez.:..." So" sagte Direktor G. „Schreiben Sie den Brief schnell ab — drei Ausfertigungen. Und dann bringen Sie bitte den Brief selbst in» Hotel Continental. Es ist mir sicherer als durch einen ter Dotenjungen. Aehmen Sie einen Wca n: der Herr reift gleich ab." Erika hatte das Stenogramm ganz mechanisch ausgenommen. Als sie nun aber die Buchstaben schwarz und deutlich in dem auf die Maschine übertragenen Text sah, stutzte sie. Ein eigentum- n,ch«s Zusammentreffen, daß bte Landschaftsbank hier mitten in Deutschland eine GeschäftSverbin- öurtg zu einer norwegischen Schiffsmotorenfabrik hatte. 6ie schrieb weiter, aber waS ihr sonst nie passierte, sie verschrieb sich einmal, zweimal. End- llch war sie fertig und ging schnell in daS Chef- zimmer. Direktor G. las den Dries flüchtig durch. „Gut! sagte er und unterschrieb: dann schon Unetzr seinen Akten zugewandt: „Also bitte gleich erledigen! Eine halbe Stunde später stieg Erika vor dem Continental-Hotel aus. „Zu Herrn Direktor Gerj- a1? sragtesie den Portier^ der hinter der Hotelschranke hantierte. .Ich habe einen Dries abzugeben." ,J?n Fefern Moment erhob sich ein Herr, der in &er Aähe in einem Klubsessel gesessen und mit einem anderen Herrn gesprochen, der dem Sin- gang den Rücken zuwandte. „Das ist Herr Direktor Gerjstam". sagte bet sortier. — -Herr Direktor, eine Dame von bet Landschaft bank. ORit einem höflichen Gruß übergab Erika ihren 5crr .Ee kurz und ging mit dem -Briefe schnell auf den Herrn zu, mit dem er soeben zusammengesessen. Unwillkürlich warf Erika beim Herausgehen einen Dlick aus diesen Herrn — da stutzte sie, sah schärfer hin. Ein jäher Herzschlag ließ ihr Dlut aufjagen. Diese Stimme kannte sie doch, diesen Kopf! Und nun wandte er auch das Profil zur Seite: eS war der Schwiegersohn der Kommerzienrätin — es war Ivarsen. Einen Augenblick stand Erika wie gelähmt da, bte Knie zitterten ihr, und ein grauenhafter ©d>re(f machte sie unfähig, zu denken. Dann aber ebbte die jähe Welle ab, und eine eisig kalte Klarheit ließ sie sich zusammenrafsen. Hauptpreislagen: 29.- 34.- 44 d*e Kundgebung am Sonntag, Mbbn.U M M 27_Novbr, nachm 3 Uhr, im »Aquar um« Handarbeiten Große Auswahl / Billigste Preise Tischdecken, Nessel, weiß u.farbig, 2.75,1,75,1.25 Tischdecken, Damast, weiß u.färb ,4.50,3.75,2.95 Tisch-Gedecke (Tischdecke u. 6 Servietten) Damast, weiß und farbig........8.75, 8.50,7.50 Mitteldecken, weiß u. färb. Kante, 0 75. 0.50,0.35 Sotakissen, geschmackvolle Must, 0.75, 0.60,0.40 Kaffeewärmer, weiß und farbig .. .0 75, 0.60,0.40 Quadrate, weiß und farbig....2 Stück 0 25,0.20 Ueberhandtücher, gezeichn.u färb., 1.-,0.75,0.50 Pullover-Wolle, neueste Färb., 10 Lot 0,90,0.75 Strumpf-Wolle, alle Färb., 10 Lot 0.81,0.72,0.60 Spezialhaus Frdr.Teipel 16 Markt 16 Mittwoch, 25. November 1932 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheßen) Nr. 276 Zweites Blatt Zeiifragen des Mittelstandes Wenn dagegen die.Buchführung Lücken erheblicher Art aufweist, die zwar zu einer völligen Verwerfung der Buchführung nicht führen, aber es immerhin erforderlich machen, bie Buchführung in wesentlichen Teilen durch Schätzung zu ergänzen, so sind die Vorschriften des Handelsgesetzbuches nicht erfüllt. Dafür kann in Fällen, in denen die formellen Voraussetzungen zur Anwendung des Verlustvortrages fehlen, eine Ermäßigung oder ein Erlaß der Einkommensteuer eintreten, wenn der Steuerpflichtige im vorangegangenen Steuerabschnitt kein Einkommen bezogen und den Lebensunterhalt im wesentlichen aus seinem Vermögen, insbesondere aus Ersparnissen, gedeckt hat. Heben dem Grundsatz der Förderung der Kapitalbildung tritt nach der HandwerkspoM für das Handwerk. Don Stadtrat Ernst Pflugmacher, Magdeburg, Präsident des Deutschen Handwerks- und Gewerdekammertages. Bereits am 14. April d. 3. hatte der Reichs- arbeitsminifter die Landesregierungen auf die besondere Bedeutung der Instandsetzung von 2111» Wohnungen hingewiesen mit dem Bemerken, daß der Kapitalaufwand hierfür wesentlich geringer sein wird, als für eine Reubauwohnung, und daß deshalb mehr wie bisher Mittel aus dem Hauszinssteuerauskommen für Instandsetzungsarbeiten zur Verfügung gestellt werden sollten. Dieser Weg ist in Preußen bereits am 1. Juli 1926 eingeschlagen worden, denn damals ließ der preußische Volkswohlfahrtsminister zu, daß aus dem Hauszinssteueranteil der Gemeinden fünf Prozent für derartige Instandsetzungsarbeiten abgezeigt wurden. Diese Quote wurde am 28.3uni 1931 auf 15 Prozent erhöht. Gleichzeitig ist den Kornrnu- nalverwnltungen die Möglichkeit gegeben, aus dem staatlichen Wohnungsfürsorgefonds einen Anteil bis zu fünf Prozent zu erbitten, der mit 5 Prozent jährlich zu verzinsen und ursprünglich innerhalb drei Jahren, seit 1928 innerhalb sieben Jahren und seit 1930 zehn 3ahren zurückzuzahlen ist. Leider sind den Kommunen berartige Darlehen häufig abgelehnt worden mit der Begründung, daß die gemeindlichen Mittel für diesen Zweck ausreichen mühten. Die Gemeinden sind dieser- halb dazu über gegangen, von sich aus besondere Mittel bereitzustellen, die zu einem gering verzinslichen Sah abgegeben wurden. Eine Derzin- sung der Hauszinsstcuermittel war aus 4 Prozent begrenzt, jedoch erfolgte die Abgabe größtenteils weiter unter diesem Satze, meistens zu 2 Prozent. Trotz alledem sind die Hauseigentümer nicht im» mer in der Lage gewesen, von diesen günstigen Darlehen Gebrauch zu machen, und ein Ausweg wurde endlich seitens der amllichen Berufsvertretungen von Handwerk und Gewerbe in dem Vorschläge gesunden, die Zahlung der Hauszinssteuer durch den Nachweis über Ausführung von Reparaturen abzugelten. Der Hauseigentümer sollte also in die Lage versetzt werden, an Stelle der Steuerzahlung den gleichen Betrag dem Handwerk zukommen zu lassen durch Ausführung von erforderlichen Repara tu rarbeiten. Bisher hat man sich in Preußen amtlicherseits mit dieser Natu- ral-Steuerzahlung noch nicht befreunden können, wird es wohl aber in nächster Zeit tun müssen, denn der Hauptausschuß des preußischen Landtages hat einen Antrag angenommen, wonach das Staatsministerium folgende Forderung durchführen soll: „Bis zu einer endgültigen Beseitigung der Hauszinssteuer sind als Uebergang die Bestimmungen des Hau^inssteuergesehes dahin abzuändern, daß die Bezahlung der Hauszinssteuer in der Meise erfolgen kann, daß die Hausbesitzer der Steuerbehörde quittierte Rechnung in Höhe der von ihnen jeweils geschuldeten Steuerbeträge über an ihren Häusern ausgeführten Instandfetzungs-, Umbau- und Ausbauarbeiten vorweisen." Dem Beispiel Preußens sieht man in allen übrigen deutschen Ländern mit starkem Interesse entgegen, da die dort gegebene Regelung natürlich für jedes Land von großer Bedeutung ist. Auslegung der Bestimmungen über den Der- lustvorlrag durch den Reichsfinanzhof noch die verlustausgleichende Wirkung in den Vordergrund, denn nach der Rechtsprechung ist die Belassung des Gewinns im Betriebsvermögen (Wiederauffüllung des Betriebsvermögens) als Bedingung für den steuerfreien Abzug eines Der- lustvortrages nicht anzusehen. Außer den obenerwähnten Bestimmungen des Einkommensteuergesetzes zeigt die Steuergesetzgebung der letzten Jahre noch weitere Ansätze zur Begünstigung der Kapitalbildung. Hierher zählt z. B. die Erhöhung der Freigrenze bet der Vermögenssteuer, die Begünstigung der Einfuhr bei der Umsatzsteuer, die Einlührung der landwirtschaftlichen Einheitssteuer usw. erträgliches Maß, aber auch nach Beseitigung aller einer Wirtschaftsbelebung entgegenstehenden Bindungen und Hemmungen. Auf dem Gebiete der Steuerpolitik muß es auch für das Handwerk wieder eine steuerliche Gerechtigkeit geben. 3c höher die Lasten hier gediegen sind, um so unerträglicher wurden sie für den Berufsstand Untere und mittlere Einkommensschichten sind weit über ihre Leistungsfähigkeit hinaus belastet. Die in manchen Ländern neuerdings eingesührte Schlachtsteuer stellt für eine wichtige Gruppe im Handwerk eine starke Belastung dar. Hier muß endlich einmal Einhalt erfolgen, sonst müssen die ständig steigenden Steuerlasten auch die ergiebigsten Quellen zum Dertrocknen bringen. . Die Reuregelung der Sozialversicherung hat bet einer Vereinfachung des aufgeblähten Verwaltungsapparats zu beginnen. Die sozialen Beiträge sind der Tragfähigkeit der Wirtschaft an- zupassen. Zu der Forderung nach Beseitigung sonstiger Hemmungen gehört der Fortfall aller vorliegenden Preisbindungen, aber auch das Aufhören roher Eingriffe staallicher Verwaltungsorgane in die Preiswirtschaft des Handwerks. Die gesunkene Kaufkraft unserer Tage hat im Handwerk bereits einen Preisstand gezeitigt, ber kaum noch die Deckung der gewaltigen und immer wieder erhöhten Geschäftsunkosten zuläßt. Auch die bisher ausgeübte staatliche Festsetzung der Löhne muß der Vergangenheit angehören. Bei der Schickfalsverbundenheit aller Teile des Volkes und der Wirtschaft kann nicht der eine Stand auf Kosten des anderen gefunden. Soll der Schuh der Landwirtschaft nicht auf Kosten des Handwerks erfolgen, so muß für den Handwerker der gleiche Dollstreckungsschuh vorgenommen werden, wie er für Landwirte festgelegt ist, wenn und soweit dem Handwerker die Erfüllung seiner Verbindlichkeiten infolge des besonderen Dollstreckungsschuhes der Landwirte unmöglich gemacht wird. Die staatspolitische Vernachlässigung des gewerblichen Mittelstandes hat zu der schweren Erschütterung der deutschen Wirtschaft wesentlich mit beigetragen. Das Handwerk fordert, daß neben Vertretern der Großwirtschaft und der Landwirtschaft auch Vertretern des Berufsstandes an entscheidender Stelle Mitwirkung an den Regierungsmaßnahmen gesichert wird. Diese Forderung muh um so eher Erfüllung finden, als durch die sich notwendigerweise vollziehende Umtoanb- lung zum Mittel- und Kleinbetrieb die Bedeutung der deutschen Volkswirtschaft in Zukunft weit mehr noch auf den Trägem des handwerklichen Könnens und Wissens ruhen wird. Die Kapitalzerstörung durch den Verfall der Altwohnungen hat dazu Veranlassung gegeben, daß die Instandsetzung von Wohngebäuden und Teilung von Wohnungen in der Notverordnung des Reichspräsidenten vom 14.3uni 1932 über Maßnahmen zur Erhaltung der Arbeitslosenhilfe usw. besonders berücksichtigt wurde. Ausgehend von dem Gesichtspunkte, daß derartige Ausgaben dem Hauseigentümer keine vermehrten Mieteinnahmen bringen, sondern im Lause ton etwa zwei bis drei Jahren aus der laufenden Miete mit abbezahlt werden müssen, diese Mieteinnahmen mitunter aber kaum ausreichen, um den steuerlichen Verpflichtungen, nachzukommen, ist der Reichsarbeitsminister ermächtigt worben, imEn- vemehmen mit dem Reichsminister der Finanzen Zinsverpflichtungen aus Darlehen, die für 3n- standsehungsarbeiten an Wohngebäuden und zur Teilung von Wohnungen aufgenommen werden, durch Zinszufchüfse zu verbilligen. Voraussetzung ist daß diese Arbeiten im Hinblick auf bie große Arbeitslosigkeit im Bauhandwerk bis zum April 1933 begonnen werden. Zu den Instandfehungsarbeiten im Sinne dieser Notbestimmung gehört auch bie Teilung von Wohnungen, bie man bisher dadurch zu forbern hoffte, daß man aus Hauszinssteuermitteln besondere Beihilfen als verlorene Zuschüsse zur Verfügung stellt. Wenn trotzdem bisher bas erstrebte Ziel, die ©Raffung der noch immer stark begehrten Kleinwohnungen nicht erreicht worben ist, so liegt dies daran, daß die Hauseigentümer nur verhältnism^ig selten in der Lage sind, bie neben den Zuschüßen weiterhin ersorberlichen Restmittel für bie Wohnungsteilung aufzubringen, zumal ba sie oftmals bei Vermietung der beiden Deilwoh- nungen weniger Mieteinnahmen haben werden als vordem bei Vermietung der Groß Wohnungen. Ein Leerstehen dieser Großwohnungen kann aber in der heutigen Zeit nicht verantwortet werden, auch schon nicht wegen des damit verbundenen Eteueraussalls. So "ist es beim verstänblich, daß im preußischen Landtage der Antrag eingebracht worden ist, bei Teilung der Großwohnungen und bei Umwandlung von lee-stehenden Gewerberäumen die gleichen steuerlichen Erleichterungen zur Anwendung zu bringen, wie sie jetzt für Neubauten zugelassen worden sind, nämlich, Befreiung von der Grundsteuer der Länder und Gemeinden. von der Einkommensteuer, Körperschafts, j (teuer, Vermögenssteuer und Aufbringungsumlage l bis zum Ende des Rechnungsjahres 1938. Für eine derartige Teilung kommen von den allein in Preußen vorhandenen rund 698 000 Wohnungen mit 6 und mehr Räumen etwa die Hälfte in Betracht, und bei dieser Zählung sind lediglich die Gemeinden mit mehr als 500 000 Einwohnern berücksichtigt. Eine weitere Maßnahme der Notverordnung vom 14. Juni 1932 versucht, durch Uebernahme von Bürgschaften für Verpflichtungen aus Repa- raturbarlehen den Arbeitsmarkt zu beleben; der Höchstbetrag für derartige Dürgschaftsverpflich- tungen ist auf 100 Millionen Mark festgesetzt. ©feuer und Wirtschaft. Don Steuerinspektor Frees, Gießen. Der Einfluß der Steuergesetzgebung auf die für unsere Volkswirtschaft wichtige und nötige ' Kapitalbildung ist von so großem Einfluß, daß die Finanz- und Wirtschaftspolitik der Dergan» genen 3ahre in steigendem Maße h erauf Ruck, sicht nehmen mußte. Zeitweise wirkte sich die Steuergesetzgebung direkt kapitalvernichtend aus. ' Die in Kraft gewesenen Steuersätze, die das Ka- pital bzw. den Ertrag des Kapitals bis zu 60 und 70 Prozent toegfteuerten, waren selbst, verständlich für die Dauer undenkbar. Sie führten zu einem Raubbau bzw. einer Uebertragung des Kapitals auf den Fiskus, denn _ die Zah. lung derartiger Steuern war naturgemäß unmög. lieb, da die erforderlichen liquiden Mittel fehlten. Die Kriegssteuern sahen sogar Sähe bis zu 100 Prozent vor. Da aber auch die Kriegs- gewinne in den wenigsten Fällen aus flüssigen Mitteln bestanden, sondern in Anlagewerte umgewandelt waren, wäre eine Tilgung praktisch unmöglich gewesen bzw. sie hätte nur durch itebergang der Unternehmungen auf den Fiskus erfolgen können. Diese hohen Steuersätze wurden jäoch durch die 3nflation illusorisch. 3n der Steuergesetzgebung sind solche Steuern zu unterscheiden, die kapitolverzehrend wirken und solche, die die Kapitalbildung hemmen. Zu den kapitalverzehrenden Steuern kann man insbesondere die Erbschaftssteuer, bei der neben den gesetzlichen bzw. eingesetzten Erben der Fiskus durch eine Erhebung einer Steuer indirekt ebenfalls als Erbe auftritt, die Grunderwerbs, steuer, die Wertzuwachssteuer und ähnliche red), nen. Die die Kapitalbildung hemmenden Steuern find insbesondere solche, die den Unternehmer in seinem Betrieb belasten und so eine Schmälerung des Ertrags bewirken. Hierher zählen hauptsächlich die die Produktion belastenden Abgaben, wie die Realsteuern und die Umsatzsteuer. 3edoch zählen auch die Personalsteuern, wie die Einkommen- und Vermögenssteuer, zu den die Kapitalbildung hemmenden Steuern, denn Kapital bildet sich durch den Verzicht auf den sofortigen Genuß des Gewinnes bzw. Einkommens durch Sparen und Nutzbarmachung des gesparten Geldes für die Volkswirtschaft. Natur- gemäß ist jede Steuer in mehr oder weniger großem Ausmaße der Kapitalbildung hinderlich. Praktisch ist jedoch durch Steuererhebung, solange das Geld nicht in das Ausland fließt und kerne Kavitalfchlleitung vorliegt, ein Verzehr des Kapitals nicht vorhanden, da es auf Umwegen wieder in die Wirtschaft zurückfließt. In der Vorkriegszeit war der Anteil der kap.talverzehren- den Steuern, gemessen an dem Gesamtaufkommen, ?rötzer wie heute, damals wirkte sich dies jedoch aum aus, da die Steuern so niedrig waren, daß sie keine allzu große Rolle spielten. Der Krieg vermehrte die kapitalverzehrenden Steuern, und sie erreichten im Reichsnotopfer und den Kriegsgewinnsteuern ihren Höhevunkt. Die früher gemachten Fehler wurden durch die Steuerreform vom Jahre 1920 zum Teil übernommen, indem z. B. die Einkommensteuer Steuersätze bis zu 60 Prozent vorsah. Auch die Inflationszeit zeigte noch keinen Abbau der kapitalverzehrenden Steuern. Erst die Steuerreform des Jahres 1925 läßt die ersten Ansätze zur Erleichterung bzw. Begünstigung der Kapitalb.l- dung erkennen. Die dann folgenden Aenderungs- gesehe haben diese Ansätze weiter ausgebaut. So weist auch das Einkommensteuergesetz in seiner heutigen Fassung entsprechende Bestimmungen auf. Rach diesem Gesetz sind m begrenztem Umfange abzugsfähig: Versicherungsprämien, die für Versicherung des Steuerpflichtigen und seine nicht selbständig veranlagten Haushaltungs» angehörigen auf döst Todes- oder Lebensfall gezahlt werden, sowie Spareinlagen für den Steuer- Pflichtigen und seine nicht selbständig veranlagten Haushaltungsangehörigen, sofern die Ruck- zahlung des Kapitals nur für den Todesfall oder für den Fall des Erlebens innerhalb einer Zeit von nicht weniger als 20 Jahren vereinbart ist und die Vereinbarung unter Verzicht beider Vertragsteile auf eine Abänderung oder Aufhebung dem für den Steuerpflichtigen zuständigen Finanzamt angezeigt wird. Auch die durch Verordnung vom 5. 6. 1931 erfolgte Einfügung des § 58a des Einkommensteuergesetzes bezweckt eine Begünstigung der Kapitalbildung. | Rach der angezogenen Bestimmung, können bei unbeschränkt Steuerpflichtigen, die für einen inländischen Betrieb Bücher nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches führen, aus Einkünften, die dem Betrieb nicht entnommen werden, steuerlich begünstigte Rücklagen gebildet werden. Die Rücklagen im Steuerabschnitt dürfen 25 Prozent des steuerlich festgestellten Gewinns und die Gesamtrücklagen 40 Prozent des für den Schluß des Steuerabschnittes festgestellten Betriebsvermögens nicht über ft eigen. Da die Steuer für diese Rücklagen nach dem Satze von 20, Prozent für sich berechnet und der tarifmäßigen Steuer für das übrigen Einkommen hinzugerechnet wird, hat diese Bestimmung jedoch nur Bedeutung, wenn das Einkommen eine Höhe erreicht, bei der die Ginf turnen ft euer über 20 Prozent liegt. In gewissem Umfange dient auch die Einführung des Derlustvortrages der Erhaltung des Betriebskapitals und fördert damit die Leistungsfähigkeit der wirtschaftlichen Unternehmung. Rach den Bestimmungen des Einkommensteuergesetzes sind bei der Einkommensteuer die Beträge die zur Beseitigung eines Verlustes verwendet werden, der in den beiden unmittelbar vorangegangenen Steuer abschnitten nach den Ergebnissen der Buchführung entstanden ist, abzugsfähig. Voraussetzung zur Anwendbarkeit dieser Bestimmung ist die Führung von Büchern nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches. Rach einem Erlaß des Reichsfinanzministers ist jedoch auch der Anspruch auf Anwendung des Derlustvortrages gegeben, wenn die vereinfachte Buchführung eines Handwerkers oder Kleingewerbetreibenden im einzelnen Falle den Vorschriften des Handelsgesetzbuches gerecht wird. Wenn die Bücher daher vollständig, ordnungsgemäß und sachlich richtig sind, so werden im allgemeinen die formellen Voraussetzungen für die Anwendung des Derlustvortrages erfüllt sein. Reparalurausträge statt Steuerzahlung Den Stadtrat Dr. Lehmann, Liegnch. Im Widerstreit der Interessen zwischen der starken Finanzmacht mächtiger Großbetriebe und dem nicht minder großen Einfluß der in straffen Organisationen zusammengesahten Arbeiterschaft hat man bislang vielfach geglaubt, die Interessen des Handwerks, das zwischen beiden Gruppen als natürlicher Mittler steht, überschauen zu können. Dabei verdient das Handwerk wegen seiner wirtschaftlichen Bedeutung, wegen feiner sozialen Mission und wegen seiner kulturellen Aufgabe die gleiche Beachtung und Berücksichtigung in Gesetzgebung und Verwaltung, wie sie anderen Berufsständen zuteil wurde. Roch immer leben rund 8 Millionen Deutsche von der Arbeit des Handwerks, noch immer ist der Berufsstand der ausgleichende Faktor zwischen dem selbständigen Unternehmertum und den abhängigen Arbeiterschichten; ohne das deutsche Handwerk bleibt eine deutsche Kultur einfach undenkbar. Die Abkehr von der bisherigen einseitigen Einstellung Der deutschen Wirtschaftspolitik, die nur Großwirtschaft und Kollektivbindung kannte, muß Darum eine Selbstverständlichkeit sein. Es muh wieder eine staatliche Handwerkspolitik geben, wie es eine Landwirtschaftspolitik, eine Industriepolitik, eine Arbeitnehmerpolitik usw. gibt, will man nicht für den Gesamtbestand der Ration wertvolle Schichten bei den schweren Auswirkungen der großen Weltkrise schutzlos verfallen taffen. Hingewiesen sei hier in erster Linie auf die unerläßliche Einbeziehung der Hauszinssteuer in das Steuergutscheinverfahren. An der bislang vor- genoimnenen Ablösung der Hauszinssteuer darf diese Frage nicht scheitern. Die Bereitstellung eines Fonds von 50 Millionen Mk. für die Instandsetzung von Wohnungen begrüßt das Handwerk, ebenso auch die in den Ausführungsbestim- Wohnungsteilung und Vüroiraiismus. Don Professor Dr. Kurt Ziffer, Äerlin. Die Bedeutung, die der Belebung der Bauwirtschaft im Rahmen des Arbeitsbeschaffungspro- granuns zugemessen wird, kommt nicht lediglich in den Zahlen zum Ausdruck, die sich auf die Zuschüsse zur Instandsetzung von Wohngebäuden, zur Teilung von Wohnungen und zum Umbau gewerblicher Räume zu Wohnungen erstrecken. Auch die Einbeziehung der Beträge, die zu gleichen Zwecken unter Inanspruchnahme von Steuergutscheinen Verwendung finden können, gibt keine genügend klare Vorstellung. Vielmehr müssen auch die mannigfaltigen Rückwirkungen auf das gesamte Wirtschaftsleben in Rechnung gestellt werden, die eine Wiederbelebung der Bauwirtschaft nach sich ziehen soll, — Rückwirkungen, die sich mit Zahlen überhaupt nicht umreißen lassen. Aus jeden Fall ist es klar, daß der Erfolg des Ankurbelungsprogramms, das den erhofften Konjunkturaufstieg vorwegnehmen will, mit der Ausweitung der Bautätigkeit steht und fällt. Die Ausnutzung der dem Hausbesitz eingeräumten Möglichkeiten, durch die die Belebung der Bauwirt- schaft herbeigeführt werden soll, stößt indessen auf Schwierigkeiten, deren Tragweite für das Gelingen des Gesamtwertes gerade die verantwortlichen Spitzen wohl bisher noch gar nicht erkannt haben. Allerdings hat der Beauftragte des Reichsarbeits- Ministers, Ministerialrat Durst, in einer Rundfunkrede über die Maßnahmen der Reichsregierung zur Belebung der Bauwirtschaft durch Instandsetzung, Tellung und Umbau von Wohnungen betont, welchen Wert man darauf legt, daß die geeinten Maßnahmen unter Vermeidung aller überflüssigen bürokratischen Hemmungen auf dem einfachsten und schnellsten Weg durchgeführt werden. Indessen sieht es leider gegenwärtig so aus, als ob diese Erwartungen zum erheblichen Teile ein frommer Wunsch bleiben, weil zahlreiche baupolizeiliche Bestimmungen eine rentable Wohnungsteilung trotz der gewährten Vergünstigungen erschweren oder sogar unmöglich machen. Denn schließlich muß der Hausbesitz wenigstens die Hälfte der Mafien der Wohnungsteilung selbst tragen. Und dies find trotz der Steuergutscheine, die dabei verwandt werden können, immer noch erhebliche Summen. Man tut keinem Menschen unrecht, wenn man offen ausspricht, daß gerade auf baupolizeilichem Gebiete in den letzten Jahren der Scheinblüte der deutschen Wirtschaft durch immer höher gespannte Anforderungen arg gesündigt worden ist. Jeder, der auch nur einigermaßen mit Saufragen zu tun hat, weiß, daß aus einer vermeintlichen Rücksicht auf die Bevölkerung Bestimmungen erlassen sind, deren Erfüllung ungeheures Geld kostet, ohne daß der Aufwand im rechten Verhältnis zum Nutzen steht. Wir sind ein armes Volk geworden und vermögen uns heute nicht mehr einen überflüssigen Luxus zu leisten. Ein armes Volk muß seine Ansprüche auf allen Gebieten, auch auf dem der Behausung, zu- rückschrauben. Behörden, die die in der Zeit der Scheinkonjunktur erlassenen hochgesteckten Bestimmungen auch heute noch aufrechterhalten, versündigen sich schwer an dem gesamten Volkswohl und sabotieren das Arbeitsbeschaffungsprogramm. Es ist allgemein bekannt, daß in den Allbauten Einrichtungen vorhanden sind, die bei Neubauten in der gleichen Weise nicht mehr durchgeführt werden dürfen. Manche der dabei getroffenen Beschränkun gen mögen mit Hinblick auf eine vernünftige Hygiene auch weiterhin bestehen bleiben, so z. B. die Vorschrift, die eine genügende Entlüftung der Aborte bezweckt ... Es gibt aber auch zahlreiche Bestimmungen, deren Befolgung bet Wohnungs- mungen vorgesehene Vorschrift, wonach Arbeiten, die in Schwarzarbeit ausgeführt sind, nicht berücksichtigt werden dürfen. Man hemme aber nur nicht die praktische Auswirkung durch unnötige bürokratische Vorschriften. Grundsätzlich hält das Handwerk an der re st losen Aushebung der Wohnungszwangswirtschaft und an der baldmög- llchsten Beseitigung der Hauszinssteuer fest. Unter der Schwarzarbeit hat das Handwerk entsetzlich zu leiden. Alle Versuche zu einer Eindämmung sind bislang gescheitert. Nunmehr verfolgt der Berufsstand das Ziel, unter Einschaltung einer Liebergangszeit die Ausübung eines Handwerksbetriebes abhängig zu machen von der Ausfertigung einer Handwerterkarte, die auf der Grundlage der Handwerksrolle auszustellen ist. Für die Eintragung in die Handwerksrolle sollen neben der selbständigen Ausübung eines Handwerks als stehendes Gewerbe die Berechtigung zur Führung des Meistertitels, oder die Befugnis zur Anleitung von Lehrlingen Voraussetzung bilden. Eine handwerksfreundliche Regierung wird nicht verfehlen, den vorgebrachten Wünschen Erfüllung zu gewähren. Die Einführung der Handwerkerkarte wird sich als ein wirksames Mittel zur Bekämpfung des Pfuschertums erweisen. Sie wird zugleich einen praktischen Schritt bedeuten für den geschlossenen beruss- ständischen Aufbau im Handwerk. Auf währungspolitischem Gebiet mühten leichtfertige Experimente, oder gar ein Rückfall in die unglückselige Inflation unübersehbare Folgen nach sich ziehen. Neue Lasten in steuerlicher oder sozialer Hinsicht müssen die Möglichkeit auf- kommender wirtschaftlicher Regsamkeit restlos unterbinden. Darum wiederholt das Handwerk die Forderung nach Abbau der steuerlichen Belastung, nach Zurückfühinmg der sozialen Abgaben auf ein Gießen zu Ganz besonders billig' 3QQ Herren-Mäntel Serie II Jetzt Serie III Jetzt 6783 A I a t> i _ _i _ pi »x e uns bekannt geworden ist, stellen ■— DlOCK.-r 10IC esitzer die unaekörte Riill«>n unti-r Wie 8204A 825oJ OM* Werbe-Drucksachen bei Brühl. 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Es darf ein spannender Kampf erwartet werden. Die Borussen stehen ungeschlagen an der Spitze der Tabelle der Bezirksliga in Hessen-Hannover und sind gegenwärtig wieder in ausgezeichneter Form. Vergessen ist nicht, daß die Borussen in der vorigen Saison mit in den Jetzt: 357 MffimW- GkH in guter Lage Marburgs unt. günstigen Bedingungen zu verkaufen. Schrtftl. Angebote u. 06889 an den Gieß. Anz. . Los 3. Fö. Stoppelberg (Forstgehilfe Küg« " ler, Salzböden, Tel. Lollar 54) Distr. 84a, ; 88c. 90b, Kl. 2 = 40 fm. Kl. 3 - 55 km, : Kl. 4 - 25 km. Kl. 5-10 km. Los 4. Fö. Krofdorf, Distr. 21d, 23b, 17b, 18c, 21d, , Grubenlangholz 50 km, Schichtnutzholz II 50 rm, Nutzknüppel 25 rm. Los 5. Fö. Salzböden (Hgm. Saleck, Salzböden, Tel. Lollar 54), Distr. 65, 73a, 74, Schichtnutz- holz 30 rm, Nutzknüopel 50 rm. Los 6. Fö. Krofdorf, Distr. 18c, 21d, Schwellen 1. Kl. - 40 km. B. Bu.-Stä. N. Los 7. Fö. Krofdorf, Distr. 22d, 23b, 17b, 18c, Kl. 3 - 105 fm. Kl. 4-35 fm. Los 8. Fö. Waidhaus, Distr. 41, 51, 53a, 54a, Kl. 3 - 26 fm, Kl. 4 - 10 fm. Los 9. Fö. Salzböden, Distr. 64, Kl. 3-10 fm. Kl. 4-30 fm. C. Fi.-Stä. Los 10. Fö. Krofdorf, Distr. 22b, Kl. la - 10 fm. Kl. lb - 48 fm. Kl. 2a - 103 fm, Kl. 2b - 96 fm. Kl. 3a - 36 fm. Los 11. Fö. Waldhaus, Distr. 28a, 31b, 52a, Tot. Kl. 2a = 30 km. Kl. 2d = 5 fm. Los 12. Fö. Salzböden, Distr. 62a, 69b, 73c, Tot. Kl. 1b - 50 fm. Kl. 2a = 300 fm. Kl. 2b - 100 fm, Kl. 3a = 40 fm, 5il. 3b - 10 fm. Los 13. Fö. Stoppelbera, Distr. 90b, 90c, 92, Kl. 1b = 20 fm. Kl. 2a = 55 fm, Kl. 2b = 45 fm, Kl. 3a = 40 fm. Kl. 3b - 10 fm. Verladeltat. Gießen, Abendstern, Fron- hausen, Wetzlar. Fuhrlöhne etwa 5 RM. ur Laubh., 3 RM. für Nadelh. Allgem. beding. Dordr. D. Stammholz wird ohne Rinde gemessen, Nadelh. wird von der Forstverw. geschält, Gebote losweise je km jeder Klassen bei Schichtholz je rm, mit der Aufschrift „Holzverkauf Krofdorf 6.12.32" unter Anerkennung der Bedingungen, sind bis zum 6. Dezember 1932, 10.30 Uhr, an die Oberförslerei Krofdorf einzureichen. Bekanntgabe der Höchstgebote an demsel- den Tage um 12.30 Uhr. Ein Posten Kinder- Schlüpfer mit Plüfchfutter la Qual. 4C Df in Gr. 30 rl. Jed. Größe vorrätig Baas-Joachim Baehr, Marktstr. 21 waei zum Teil nicht aus der diesjährigen Saison unddaherimPreis gewaltig zurückgesetzt Mahnung. Die Zahlung der für den Monat Oktober 1932 rückständigen Beiträge zur Krankenkasse, Arbeitslosenversicherung und die Abgabe zur Arbeitslosenhilfe wird mü Frist bis zum 30. November 1932 gs- mohnh 8237D Nach diesem Termin erfolgt Kostenberechnung und Zwangsbeitreibung. Gießen, den 22. November 1932. Mg. Ortskrankenkasse Gießen-Land. HeyllgenflaedtS-Lomp.Werkzeug- maschinensabnk und Eisengießerei A.-G., Gießen (in Konkurs). , Die zur Sicherung der fünfprozentiaen Teilschuldoerschreibungen der obigen Ge- sellschaft (frühere 4^prozentige Anleihe von 1911) eingetragene Hypothek ist bei der Zwangsversteigerung zur Hebung gelangt und an uns als die Treuhänderin gemäß § 1189 BGB. bezahlt. Dementsprechend fordern wir hiermit die Inhaber der Teilschuldverschreibungen auf die Obligationen nebst den Zinsscheinen für die Zeit seit dem 1. Januar 1933 innerhalb einer Frist von drei Monaten zur Einlösung bei uns einzureichen. Die Einlösung erfolgt gemäß den Anleihebcdingungen zum Kurs von 102 Prozent. Auf die zur Vorlegung gelangenden Zinsschelne per 1 Juli 1932 werden 6 Prozent Zinsen P a. für die Zeit vom 1. Januar 1932 bis zum 31. Oktober 1932 vergütet. Die Auszahlung erfolgt abzüglich der üblichen Provision von 0,50 RM. für jede Teil- chuldverschreibung. 8236V Kassel, den 22.Nooember 1932. Dresdner Bank. Filiale Kassel. _____B runner. Rinteln. | des neuen prachtvollen Ufa-Tonfilms der mit sein, mitreißenden frisch- fröhlichen Musai enstrelchen alle Herzen schneller schlagen laßt: Derschwarze Husar I Lichtspielhaus ♦Gießen Heute Mittwoch zum letztenmale: Greta Garbo Novarra in: MÄ\TA\ JH A\ R )I das größte Spionagedrama d.Weltkriegs Morgen Donnerstag, den 24. November 1932: „Ium Löwen" — Neuenweg 28 — 8mid Donnerstag, 24.November, abds. 8 Uhr: SsiMiWkiW Jeden Samstag ».Sonntag Konzert! AloGießen Vortrag von Herrn Oberkriegs- genchtsrat Koch am Freitag, dem 25. November, abends 8 Uhr. im Matthäus-Saal, Kirchstraße9. Die Matthäus-Gemeinde wird freundlichst emgeladen. Gäste herzlich willkommen. Eintritt frei. gxaaD Die Männer» und Freuen»Vereinigung der Matthäui»