Samstag, 24-Dezember 1952 m 505 Svübairssabe 182. Zahrgang GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhefsen VrvS und Verlag: vrühl'jche Univeifitair-Vuch- und Steinöniderei EL Lange in Stehen. Schnstleitung und Geschäftsstelle: Schul^trahe 7. Annahme von Anzeige» für die Tagesnummer bis zum Nachmitlag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re- klameanzeigen von 70 n m Breite 35 Neichspfennig, Platzvorfchrist 20" , mehr. Chefredakteur Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den Anzeigenteil i. V.TH.Kümmel fämtlid) m Biegen Erlchein« täglich, außer Sonntags und Feiertags Benagen: The Illustrierte Giegener Familienblätter Heimat mBild DieScholle Monats-vezugspreir: Mit 4 Beilagen RM 1.95 Ohne Illustrierte . 1 80 Zustellgebühr .. . -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Kernfvrechanschlüfse unter Sammelnummer 2251. Anschrift |ür Drahtnach- richten Anzeiger Siehe». Postscheckkonto: Zronifurt am Main 11686. Deutsche Weihnacht. 4>on 5. W. Heinz. Das Weihnachtsfest ist für) uns Deutsche gnnz in Licht getaucht. Sein Sinnbild ist der Kerzen- bäum, dessen Glanz uns das ewige Licht verkünden soll, das im germanischen Mythos von der sterne.r^genden Weltesche Jjgurufd ausging, und besten Sinnbild im 'Bereich der christlichen Welt der Stern von Bethlehem ist. Cyristlicyer und germanischer Mythos haben sich verschmolzen, uralteste Erinnerungen sind wieder durch- gebrochen, kein Volk der Erde feiert Weihnachten so wie das deutsche. Helleuchtende Freude ist der Grundton, auf den ein jeder die festlichen Tage abzustimmen versucht. Wem unsere Dollsfefte nicht nur, wie es die Gottlosenverbände lehren, eine Gelegenheit „zu einem staatlich verordneten Müßiggang" sind, der muh die Feste ganz aus der Liefe her deuten. 2m Herzen Gottes find alle Kräfte eine einzige Kraft: Kampf und Friede, Nacht und Lag, Lod und Leben. Es gibt ein körperliches Sterben, aber es gibt keinen Loo. Das gerrnamscye Jul- fest, aus dem unser Weihnachtsfest entstanden ist, war dieser Erkenntnis von der Einheit aller Kräfte in Gott und vom ewigen Leben geweiht 2n den zwö.f geyeimnisvol.en Nächten Ende Dezember, da die Sonne sich nur für Stunden über dem Horizont erhob, um den Tag mit mattem Glanze zu erhellen, da die Liefe und einsame Duntelheit über den germanischen Urwäldern lag, da der Froststurm über das unwegsame Land heulte: in diesen Tagen und Nächten kehrten die Eeister der Loten auf die Erde zurück und verbreiteten sich in dröhnenven Heeren über die ganze Erde. Sie nahmen teil am gerne inf amen Mahl, für sie wurden Tische und Bänke gerichtet. Man brachte ihnen Opfer und Gaben, und man wurde sich aller Verpflichtungen bewußt, die der Opfcrtod der Weggeschiedenen den noch leiblich Lebenden aüferlegt hatte. Noch heute ist in den skandinavischen Ländern und in Hochgebirgsgegenden der Glaube verbreitet, dah in der Weihnacht sich die Toten der Gemeinde zur Geisterstunde in der Kirche versammeln, um dort ebenso wie die Lebenden ihre Christmesse abzuhalten. Licht und Feuer waren die Mittel, um die Seelen der Toten freunolich zu stimmen. So entfachte man denn Holzstöhe und umschritt mit Feuerbränden Hauser und Ställe, so lieh man Feuerräder die Berge herabrollen, um die sieghafte Macht der Sonne zu bekunden. Beginnt nicht auch das Weihnachts-Evangelium mit einer Ofienbarung des Lichtes, das in einem hellen Lichtschein am Himmel über Bethlehem auftauchte und größer und größer wurde, bis schließlich den erschrockenen Hirten die Engel Gottes, ganz vom Licht umflossen, mit ihrem Weihnachtsgruß entgegentraten? Es ist das gleiche unsagbar hohe Symbol einer göttlichen Erleuchtung, die einer im Banne der Dämonenfurcht leidenden Menschheit den Frieden bringt. Gott ist nicht der ferne unberechenbare und schreckenverbreitende Gewaltherrscher, und seine Welt ist nicht von ihm abgefallen und bereitet sich nach eigenen Gesetzen ihren Untergang, nein: über dem All und indem All herrscht ein großer, gnädiger und guter Wille. Wir alle sind in Gott, und Gott ist in uns. „Was Gott tut, das ist wohlgetanI" So verwandelte sich Dämonenfurcht in Gottvertrauen. Lebensangst in Lebenskraft. Wer dieser Erkenntnis und dieser göttlichen Gnade teilhaftig wird, für den gewinnt die Weihnachts- verheißung vorn „Frieden auf Erden" einen tieferen Sinn. Schon in der Urschrift heißt es: „Und Frieden allen denen, die guten Willens sind!" Das besagt, daß Gott auf der Erde nur eben Frieden anerkennt und möglich macht, den Frieden der Seele. Es ist immer Krieg und es ist immer Friede auf der Erde Es gibt immer Seelen, die im Einklang mit dem Willen Gottes sind, und cs wird immer menschliche Zustände geben, die überwunden werden müssen Der Weg, der von Bethlehem nach Golgatha führte, war ein heroischer, und er suchte den Frieden überall nur dort wo er wirklich und einzig zu finden ist: „Nicht mein, sondern dein Wille geschehe!".. Die Weihnacht einer solchen göttlichen Wiedergeburt un>d Einordnung in das Gesetz der obersten Allmacht muß jeder in sich selbst erleben. Weihnachten ist das reinste, innerlichste und stärkste Bekenntnis des deutschen Menschen zu den ewigen Kräften seiner Seele. Es ist gleichzeitig das persönlichste Fest, das der Deutsche feiert. Es ist ein Glaubensfest, ein Familien- uni) Kinderfest, aber es ist nicht minder ein männliches Fest. Wahre Weihnachtsgesinnung ist ein Drang nach Taten. „Es ist der Glaube ein geschäftig, lebendig und mächtig Ding", so offenbart diesen Glauben Martin Luther, und es ist in Wahrheit das Kennzeichen des wirklichen Glaubens, daß er jede salbungsvolle Heuchelei, welcher das innere Bekenntnis fehlt, verabscheut, und daß er sich nicht Genüge tut im Hin- bämmern in verschwommenen und unverbindlichen Gefühlen, sondern daß er aus dem Glaubensbekenntnis heraus sein Leben in Kraft gestaltet. Darum ist der Glaube etwas Manneswürdiges, etwas ganz und gar Mannhaftes. Weihnachten ist Kinderfest. Wenn die Herbsttage verweht waren in den Novemberstürmen, wenn die frühen Nächte herabfielen über die grau gewordene Erde, wenn der erfte_ Schnee yerniedersank oder klare glitzernde Kälte die Bäche und Teiche gefrieren ließ, dann spürten unsere kindlichen Seelen, daß Kräfte in sie überströmten, die nicht von dieser Welt sein konnten. Und wenn dann der Lichterbaum strahlte, dann wußten wir es: in dieser Stunde wachsen wir alle über uns hinaus, in dieser Stunde vertausendfacht sich jedweder guter Wille. Heute beginnt ein neues Jahr, das mit einer seelischen Verwand- Die Inangriffnahme des Arbeitsbeschaffungsprogramms. Rundfunkrede des Reichstommiffars Or.Gereke.-Vergebung öffentlicher Arbeiten an freie Llnternebmer -es mittelständischen Handwerks und Gewerbes. Berlin, 23. Dez. (WTB.) Der Reichskommisiar für Arbeitsbeschaffung, Dr. G e r e k e, hielt Freitagabend im Rundfunk eine Rede, die über alle deutschen Sender verbreitet wurde. Dr. Gereke führte u a. aus. Das September-Programm der früheren Reichsregierung erstrebt eine Entlastung der Wirtschaft und daraus folgend eine Belebung mit Sieuergutschemen Äußerlnm war damals schon ein öffentliches Arbeitsbeschaffungsprogramm vorgesehen. Es wird jetzt eine der vordringlichsten Aufgaben jein, daß die bisher geplanten und einge- leiteten Arbeiten beschleunigt durchgeführt werden. Das find zunächst die Arbeiten mit einem Aufwand von 342 Millionen Mark, die in der Hauptsache für Land- und Wasserstraßen, landwirtschaftliche Meliorationen und für einige andere Zwecke dienen. Nebenher laufen die öffentlichen N o t st a n d s a r b e i t e n so- w.e die Sonderprogramme der Reichsbahn in Höhe von 280 Millionen Mark und der Reichs- post in Höhe von 60 Millionen Mark. Außerdem wird der Freiwillige Arbeitsdienst, der Anfang Dezember 285 000 Arbeltsdienstwillige beschäftigte, auch in den Wintermonaten im Rahmen des Möglichen weitergcführl werden. Für vor- städtijche Kleinsiedlungen und die Schaffung von Kleingarten sind in diesem Jahre 73 M.llwnen bereitgestellt und damit über 26 000 Siedlerstellen und über 74 000 Kleingärten geschaffen worden Weitere 10 Millionen gelangen gegenwärtig zur Verteilung, und das Ziel . Hindenburg erstrebte Ziel erreicht: Sicherung des sozialen Friedens und Schaffung einer deutschen Dolksgemeinschaft. de ns bedeute. Wenn ein vollkommener Zerfall Süks'awiens ve h itet werden solle, müsse eine bundesstaatliche Verwaltung m,t Provinzautonomie eingeführt werden. Kleine politische Nachrichten. In einer Sitzung der nationalsozialistischen Fraktion des hessischen Landtags, in der sich der bisher.ge Fraklions- und Gauführer Lenz von seinen 1 ruberen Mitarbeitern verabschiedete, wurde der Abgeordnete Rechtsanwalt 2 u n g ° Worms von Gauführer Sprenger zum Fraktionsführer ernannt. * Der Bayerische Rundfunk überträgt am heutigen Samstag, 24. Dezember, in der Zeit von 12.15 Hhr bis 12.43 Uhr die Ansprache des Papstes. Unmittelbar im Anschluß an die in italienischer Sprache erfolgende Ansprache wird eine deutsche Tlebcrsehung gegeben werden. Oer Umfang der Winterhilfe. Berlin, 23. Dez. (ERV.) Heber den Hm- fang der diesjährigen Winterhilfe-Aktion erfahren wir von unterrichteter Seite, daß in diesem Iahre sieben Millionen Personen von der Winterhilfe betreut werden. 3m vergangenen Jahre belief sich die Zahl der Betreuten auf 4,5 Millionen. Während im vorigen Jahre für die Fleischverbilligungsmaßnahmen 17 Millionen und für Kohlenverbilligung 6,5 Millionen eingesetzt waren, ist in diesem Jahre diese Summe, wie gemeldet, mit 35Millionenin Ansatz gebracht worden. Kommunistische Revolten im Wuppertal Wuppertal, 23. Dez. (WTD.) Kommunistische Ausschreitungen, die sich bis in die Rächt und in den frühen Morgen des Freitag fortsetz- ten, hatten zu Zusammenstößen mit der Polizei an verschiedenen Stellen der Stadt geführt. In Wuppertal-Elberfeld gingen Teilnehmer eines Demonstrationszuges gegen zwei Polizeibeamte vor und entrissen ihnen die Gummiknüppel undTschakos. Die beiden Beamten wurden schwer verletzt. Ein größerer Demonstrationszug wurde an anderer Stelle der Stadt aufgelöst. 3n einigen Straßen wurden d i e Laternen durch Steinwürfe zertrümmert, in anderen das Straßenpflaster nach Einbruch der Dunkelheit a u f g e r i s s e n. Bei vorangegangenen Hnruhen auf dem Marktplatz wurden drei Personen durch Schüsse verletzt. Die Hnruhestifter benutzten mehrfach auch die Gelegenheit, Läden, deren Scheiben sie einwarfen, auszuplündern. Rach dem amtlichen Bericht der Polizei sind die Ausschreitungen auf Anweisung der KPD. erfolgt. Nie südslawische Gtaatsknsis. Eine ausländische Intervention empfohlen. London, 23. Dez. (TH.) Mehrere führende englische Persönlichkeiten, die von einer Reise nach Südslawien zurückgekehrt sind, empfehlen, daß die englische Regierung zusammen mit den Regierungen Frankreichs, der Tschechoslowakei und Runläniens auf eine grundlegende Aenderung der südslawischen Verfassung drangen und bis zu deren Durchführung der Belgrader Regierung keine weiteren F i n a n z e r i e i ch t e r u n g e n ge^ toäfjrcn soll. Zu den Hnterzeichnern der Erklärung gehören u. a. Lord Cushendon, Lord Roel- Buxton, Mister Fisher und Prof. Gilbert Murray. Angesichts der beinahe einstimmigen Opposition der südslawischen West Provinzen gegen die Belgrader Dikta- tur, so heißt es in der Erklärung, sei eine 2age entstanden, die eine dauernde Versuchung für die einen südslawischen Einheitsstaat feindlich gegenüberstehenden Rachbarregierun- ge n darstelle und die eine ständige Ge - fährdung d es europäischen Frie- Weihnachlsbeschemng der Blindenhunde. Paul Eipper berichtet von einem $eft edler Menschlichkeit. . / - -7- 1 v. ■ ■ 9lie habe ich eine so erschütternde Weihnachtsfeier erlebt: mehrere hundert blinde, in schlechten wirtschaftlichen Verhältnissen lebende Berliner, Männer und Frauen, konnten gestern Weihnachtsgeschenke für ihre Helfer und Beschützer, die Führerhunde, in Empfang nehmen. Bedürftige Menschen, die sich mit Stöcken vorwärts tasteten, den Ehristbaum nicht sahen, der für sie geschmückt worden war, kamen mit leeren Rucksäcken und zogen reich beladen wieder fort. Heiteres Lächeln mar auf ihren Gesichtern, weil sie mit diesen Geschenken ihre tierischen Freunde beschenken konnten Zuweilen wurde der Chorgejang, die Streichmusik der Weihnachtslieder übertönt vom hundertfachen Gebell der Hunde, die dicht bei Fuß neben ihren Herren Schlange standen vor den Gabentischen. Es waren hauptsächlich deutsche Schäferhunde, große und kleine, schöne und (nach menschlichen Begriffen) häßliche, dicke und magere, schwarze, braune, gelbe, graue; auch ein Albino mit roten Augen; ferner Bastarde, die Pudel-, Spitz- oder Schnauzerabstammung verrieten. Aber keiner machte einen scheuen, verprügelten Eindruck, nur sah mancher recht hungrig aus. Ein wenig nervös waren die Tiere, weil sie die ungewohnte Menge ihresgleichen rochen und sich wohl um den -Ä ihnen anvertrauten Menschen sorgten. Denn geheimnisvoll steht im Gesicht eines jeden Blindenhundes stärkstes Verantwortungsbewußtsein. Daß jeder von diesem mehr als 200 Hunden gestern eine Besserung seines Loses erfuhr, jeder weihnachtlich beschenkt wurde, ist ein Ehrenzeichen und verdient öffentliche Belobigung. Lob gebührt dem Pächter des Restaurants, der seinen großen Saal nicht nur kostenlos zur Verfügung stellte, sondern zu diesem Zweck festlich ausgeschmückt hat. Lob sei d e n Damen und Herren des Roten Kreuzes, die bei dieser Bescherung praktische Helfer waren. Sie tragen das gleiche Abzeichen des roten Kreuzes im weißen Feld, das auch die Blmdenfüh. Hunde tragen. Ein Zeichen der Charitas bei Mensch und Tier, ein Ehrenmal zum Wohl der leidenden Menschheit. Lob sei jenem Berliner Schlächtermeister, der in Zweipfund-Paketen drei Zentner Pferdefleisch stiftete für d;e Hunde. Lob auch jenem anderen Schlächter, der den Aermsten dieser blinden Menschen je ein Pfund bestes Ochsenfleisch als eigenen Festbraten gab, und gelobt sei der private Wohltäter, der 150 Paar Würstchen an die Hunde verteilte. Es d ferner von tierfreundlichen Menschen 800 Pfund Reis, 900 Pfund Hundekuchen gespendet wordey, viele Halsbänder, eine Menge warmer Decken, gestickte und gehäkelte, Steppdecken, Fell- und Plüschdecken, WoÄachs, Gummidecken mit Filzeii^age. Lob sei vor allen dem Deutschen Tierschuhverein, der das Protektorat dieser besonders mildtätigen Weihnachtsfeier übernommen hatte. Die beiden Vorsitzenden, Exzellenz Kuhlwein von Rathenow und Hans von Skopnik, leiteten persönlich die Gabenverteilung. Doch be- sonderes Lob sei dem vor 15 Jahren erblindeten Kapellmeister Anton Goeggel aus Württemberg, der durch seine Vitalität und seinen Gemeinschaftssinn ein großer Wohltäter der Blinden Berlins und ihrer Hunde geworden ist. Er hat als Vertreter des Deutschen Tierschutz- Vereins feit Wochen in allen tierfreundlichen Häusern unserer Stadt für diese Feier g« sam- melt, so den größten Teil der Ratural- und Realspenden zusammengebracht und auch recht nennennswerte Geldbeträge. Sein Gedanke w a r e s — ein besonders schöner Gedanke —, für eine erhebliche Summe dieser Geldspenden m der Blindenanstalt Kokosmatten zu kau» en, Kokosmatten, die von blinden Menschen hergestellt wurden'für die Füchr- Hu nde anderer Blinder. So ist die es Geld doppelt wohltätig wirksam geworden. Aus aller Welt. Verhaftung der Direktoren der Zigarettenfabrik Bergmann. Die Staatsanwaltschaft Dresden gibt bekannt: Auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft Dresden wurden am Morgen des 22. Dezember der Generaldirektor Bergmann und fein Bruder, Direktor Beig- mann, von der Haus Bergmann AG. in Dresden megen dringenden Verdachts umfangreicher Zu- widechandlungen gegen die Devisenvorschriften verhaftet und sind inzwischen gegen Stellung einer hohen Sicherheit von der weiteren Untersuchungshaft verschont worden — Uöie wir dazu weiter erfahren, beziffert sich die Kautionssumme auf 1 Million Mark. Anschlag auf das Wiener Postsparkasfenamt. ^nuptschalterraum des Postsparkaissenamtes in Wien ist ein Rauchgasanschlag verübt wor° den. Entgegen der ursprüngl chen Vermutung, daß der Anschlag das Werk politischer Fanatiker 'ein konnte, ist durch die polizeilichen Ermittlungen fest- gestellt worden, daß man es dabei mit einem groh- angelegten Raubversuch zu tun hat. Die ausgebrannten Rauchbomben sind bereits von zwei Sachverständigen untersucht worden. Es sind zwei- Blechbehälter von 18 cm Höhe, die offenbar mit Chemikalien gefüllt waren. Die Art und Weise, wie die Chemikalien entzündet wurden, ist noch nicht ermittelt. Sofort, als die Alarmanlage in Tätigkeit trat, haben sich sämtliche Ausgänge des Gebäudes automatisch geschlossen. Wie berietet, ist jedoch ein junger Mann, der sich in der Schalterhalle befand, durch ein Fenster geflüchtet. Der Flüchtling wurde angehalten, ist aber wieder freigelassen worden, da er seine Schuldlosigkeit nachweisen konnte. Getreidespeicher-Brand in Chlkago. In Chikago wurde ein fünfstöckiger Getreidespeicher mit 1 350 000 Bushels Weizen Inhalt durch mehrere Staubexplosionen zerstört. Das Gebäude brannte völlig nieder. Der Schaden wird auf eine Million Dollar geschätzt. 35 Löschzüge waren an der Brandstelle tätig. Die Wehren mußten sich ledoch darauf beschränken, eine Ausbreitung des Feuers x\i verhüten. Zwei Personen wurden getötet, sechs wurden schwer verletzt. Großfeuer in einer japanischen Stabt fordert zahlreiche Todesopfer. In der Stadt Fukugawa in der japanischen Provinz Suo brach ein Großfeuer aus bei dem, soweit bisher festgestellt, 16 Personen öe r - brannten, lieber 30 Personen werden noch vermißt. Bier weitere Personen haben schwere Verletzungen daoongetragen. Die Rettungsarbeiten waren in dem engen Häusergewirr sehr schwierig. Eine große Anzahl von Häusern wurde vernichtet. di? 3d)it tücher, m Mutter firb Die Mutter hatte eine wundertätige Art, mit ^"em Geschenk unbewußter Sehnsucht oorzug'reifen, io daß icdes Kind sich für das auserwählt beglückte yu t Hatte es sich nach dem ersten Ueberschwang mit leinen eigenen Schätzen vertraut gemacht, führte 15 DJe G 'chwister herbei ober ließ sich selber ftau- nenb non Tisch zu Tische laben Für die Gaben der alteren hatten die jüngeren meist etwas wie W «rüder, bie Mwrne mcir f,e st'r ein graues schufternes -.ng wer "inten im Wcihnachtslicht! Und konnten ''"Wern sich w.rklich freuen über die Hand- omten sie noch lo selbstgewebt sein, die die 3 • neruDfi" das beißt aus dem eigenen Heiliger Abend aui demLande. Don Helene Voigi-Oiederichs Aus dem Buche „Auf Marien hoff" von Helene Voigt-Diederichs, erschienen im Verlag Eugen Diederichs in Jena. Mit der ersten Dämmerung rotteten die Kinder sich w der Wohnstube zusammen, und die Großen schmückten den Tisch für die Eltern. Dem Vater konnte man ehrfürchtig etwas zeichnen; aber die Mutter durfte beprickelt, benäht, bestrickt, behäkelt und beslochten werden; alles, was Hände zu schaffen und Herzen zu fühlen vermochten, fand sichere Wege zu ihr. Schließlich, nachdem sich endgültig herausgestellt hatte, daß der Tag des Wartens niemals ein Ende nahm, tat sich doch die Tür zum Saale auf. 93ater und Mutter erschienen, feierlich glänzten ihr Gesicht und ihre Stimme: „Kinder, nun dürst ihr herein- kommen!" Eine kurze Weile stand alles um den Baum, voll wunschloser Sammlung, dunkel umbranbet vom Wunder der Weihnachtsstube. Die Flämmchen auf den Zweigen sangen mit hörbarem Engelslaut. Und dann begannen mit verschämtem Staunen die Blicke seitwärts zu flirren. Rechtzeitig brach die Mutter den Bann, führte jedes Kind an seinen Platz, zuerst die Kleinsten, denen aus Stühlen und Tischbrettern ein dreikäsehoher Stand geschaffen war. Auch der Vater beugte sich herzu, ließ das Pferdchen rollen, pruste das Taschenmesser, stellte den botanischen Namen der Blume fest auf dem handgemalten -teüer, den Tante Hulda gespendet, ober blätterte in einem Buch. Denn Bücher fehlten auf keinem J-iid), von solchen mit unzerreißbaren Bildern über bie Balladen von Mondkarlchen und dem Fünkchen, das ipazierenging, bis zu Lederstrumpf und Herzblättchens Zeitvertreib und schließlich gar Schillers Werken. Leinenschrank entroenbet hatte für den Hamsterlöst en der Heranwachsenden Töchter? Abgesehen von diesen, allerdings mehr für eine schwingende Zukunft als für die Notdurft der Gegenwart berechneten Dingen schenkte die Mutter kaum je ausdrücklich nützliche Sachen zu Festtagen. Diese waren dazu da, Schmuck und Wärme ins Leben zu tragen. Was an AUtagskram gebraucht mürbe, bekam man zu anbern stunden. Freilich, bie Mutter grübelte nicht lange an solchen Fragen, sondern handelte hier wie überall aus sicherem Trieb und Hellen, schnellen Gedanken. Wenn der Vater einmal, angesichts der geringen Fuderzahl auf der Ernteliste meinte, in diesem Jahr dürften bestimmt keine Süßigkeiten zu Weihnachten gekauft werden, so wußte die Mutter es doch einzurichten, daß wenigstens keiner auf seinem mit Kuchen und Nüssen gefüllten Freßteller den kleinen runden Marzipan vermißte; mit seinem aufgepreßten Füllern voller Blumen gehörte er nun einmal in den lebendigen Ring leise waltender Ueberlieferung ®o wenig wie der bescheidene Marzipan durften die Weihnachtsgedichte fehlen. Nachdem der erste Freudensturm ruhigere Wellen schlug und Vater und Mutter ein wenig unter den Lichtern rasteten, kam ein Kind nach dem andern geschlichen, stellte sich auf und sagte fein Verslein her. Leicht geschah es, wenn es auch noch so gut auswendig gelernt hatte, daß der festliche Augenblick seinen sinn verwirrte, so daß es ins Stottern geriet. Leise half die Mutter nach; im Lauf der vielen Christabende vererbten sich die Verse und saßen ihr selber von Jahr zu Jahr sicherer im Gehör. War das letzte Kind mit einem Kuß entlassen und glühenden Gesichtes doppelt selig an seinen, Tisch zurückgekehrt, sagte die Mutter wohl: „Theodor, was meinst du. jetzt können vielleicht die Leute hereinkommen?" Bald klopfte es. an der Tür, eine festliche Schar quoll herein. Alle waren sie da, die Pferdeknechte, der Kuhhirt und der Schweinejunge, mit wasserglatten Scheiteln, die Gesichter rot gespannt vom Waschen und Bartabnehmen; einige Messerschrammen steigerten den sauberen Anblick In frischen Hemdsärmeln kamen sie, die Sonntagsmütze unter den Arm geklemmt, lautlos auf dicken, blauen rocken; Holzschuhe und Pantoffeln blieben draußen im Küchengang stehen. Ihnen folgten, verlegen staunend, die sechs, sieben weißbeschürzten Mädchen. Freundlich machte die Mutter Mut zum Nähertreten. indem sie vorn runden Mitteltisch jedem aus dem Kreis der Gaben die feine herausnahm. Weste und Tabakpäckchen für die Männer, buntstreifigen Beibermanh zum Rock und dunklen Iackeusamt "für bie Mädchen Zuletzt wurde jedem aus die gefüllten Hande ein Kuchenteller gesetzt, auch ein reichlicher Mel korb nicht vergessen. Zum Schlüsse stellte die Mutter sich^neben den Vater, legte auch wohl ihren Arm in den seinen; Dank und Handschlag wurden lächelnd entgegengenommen. Dies war einer von den Augenblicken der Würde, wo die Eltern, gleichsam eine freundliche Macht verkörpernd, für Sekunden zu einem einzigen Wesen zusammengeschweißt waren. Unverlöschlich zeichnete sich das Bild der Mutter als das einer beglückten Schenkerin in die Herzen der Kinder; dies mochte eine der Stunden fein, wo sie voller Güte, Weisheit und Ueberschau am strahlendsten sie selber war Weihnachtsmann im Knege. Von Hans Reimann. Ich war noch sehr jung, als ich an der Existenz des Weihnacht-mannes zu zweifeln begann. Mein Vater als Kohlenhändler hatte am Heiligen Abend alle Hände voll zu tun, und darum fand bei Reimanns die Bescherung am ersten Feiertag statt, wenn die Eltern ausgesch'afen hatten. Es brannte feine Kerze, es wurde nicht musiziert und nicht gelungen, und die Geschenke bestanden zum größten Teil aus praktischen Dingen. Alles, was am Christbaum hing, war sorgfältig gezählt, und meine Mutter hatte zu Neujahr, wenn der Baum geleert wurde, eine genaue Kontrolle, wieviel Schokoladenherzen und Spekulatiusse heimlich von Hans her- untergenascht waren. Ich erinnere mich, schon als fünfjähriges Kind darüber nachgsdacht zu haben, wie der Weihnachtsmann bas Kunststück fertig- brmgt, an einem einzigen Abend nicht nur sämtliche Simber rn unserem Hanse, sondern auch in der ganzen Lu dwigst raße und in der Eisenbahnstraße und in der Marienstcaße und in der Hedwigstraße und anderen Straßen gleichzeitig zu bescheren. Sobald ich |pater von den vielen, vielen Städten Deutichlands erfuhr erkundigte ich mich bei einer Xante, ob es eine Million Weihnachtsmänner gibt ober bloß hunderttausend, und als die Tante er- widerte, daß der Weihnachtsmann nur ein einziges Mal vorhanden fei, war der Fall für mich erledigt, unö ich verwies den Weihnachtsmann in das Gebiet der Fabel. 27 Jahre alt mußte ich werden, um ben Glauben an den Weihnachtsmann zu rückzu gewinn en. Man schrieb 1916. Meine Mumtionskolonne hatte Winterquartier bezogen In einem elenden Kaff Ostgaliziens, elf Kilometer hinter Chodorow, dem Sitze unseres Armee-Oberkommandos. Ein leises Grauen vor dem Heiligen Wend hatte mich beicht.chen, und so stiefelte ich mutterseelenallein in deu abgestorbenen, melancholisch schweigenden Wald. Es war am frühen Nachmittag des 24. Dezember. Eingemummt in meinen.Schafpelz, den dicken Spa- .zierstock in der Hand und der mild schimmernden oanne halber ohne Kopfbedeckung: so wanderte ich querwaldein in Richtung Chodorow, wo ich in zwei -stunden anzulangen, einen Tee zu trinken und im Bahnhof ein paar neue Zeitungen zu kaufen gedachte. Aber ich verirrte mich, kam zum zwanzigsten Male an demselben Fuchsbau vorüber, lief rascher und rascher, die Dämmerung brach herein, die Sonne sank, es wunde grimmig kalt, es dunkelte es wurde schwarze Nacht. 'Beit und breit keine' menschliche Ansiedlung. Irgendwo Chodorow — irgendwo unser Quartier. Südlich? Westlich? Aufs Geratewohl stürmte ich durch den Wald und über Wiesen, über Hügel und durch ausgetrocknete Bäche. Weil mir schließlich das Jagen und Hasten sinnlos erschien, warf ich mich unter eine mächtge Buche und verschnaufte. Und zündete mirxeine Zigarre an. Ich mochte fünf Minuten verschnauft und geraucht haben, da stand der Weihnachtsmann vor mir. Wie im Märchen. Ein alter Herr mit weißem Bart, mit Pelzmütze bis über bie Ohren, im altmodischen Mantel und in hohen Stiefeln. Und er fragte mich freundlich, was ich hier treibe. Wahrheitsgemäß antwortete ich, daß ich in Chodorow Zeitungen zu kaufen gedenke, doch vom Wege abgeirrt fei. Der Weihnachtsmann sagte lächelnd, daß er mich nach Chodorow führen wurde. Ich er- fyob mid) "nd schritt eifrig neben dem stumm dahin- apfenden Alten her. Und kaum war eine Viertel- ftunbe verstrichen, so hörte ich die Geräusche des Bahnhofs von Chodorow. Ich dankte dem Weihnachtsmann für feine gütige n?1- un& sprang auf die Chaussee ar-ff Vahnhof gab es ßefefutter in Hülle und Usiue. Ich gab ein paar Mark für Zeitungen und o t aus, trank einen heißen „Tei mit Zu beiß' und marschierte alsdann auf der Landstraße gemütlich heim. In meinem Quartier brannte die Azetylenlaterne. JRem Bursche hatte ein Bäumchen geschmückt und Iplelte Ziehharmonika. Gemeinsam lasen wir was ich mitgebracht hatte. Mitten im Lesen staunte Gras, chen, mein Bur che, und schob mir eine Illustrierte herüber: „Der sieht genau aus wie der Weihnachtsmann!" ' Und er war es auch. Es war derselbe Weihnachtsmann, der mich nach Chodorow geleitet hatte: Graf Bothmer, der Chef der Sübarmee. Sie 5n allen i H richnrmg I Ml falle" ent! II Hellen tr ; Deflimmu Bcchtslag . Qlenterun dernsalls Es ist fr ftimmung? „SfarfaJc inöentcrl sch auf) ' fiitftanieit bm Delitz rtn. Den geschlichen Auch in Les Aamc hingen uni einer M sicherlich e ohne lveik bet, wem handelt Mittel sidentenv f sä wie vurfennl geeignet mancher - Mvrrvr | .st nimm i Firmen^ | stntlichen L gleiche $ 11 besang |U 'N nai diese. - Au uns geschr als piemi mäßigten inblw St her 3nte 2lm zweite! mittags S Ilchenbrä! Bilder mit mann. Epi 15 bis 17,' rette: „3m des gleich, Benatzky. Leitung: graphische Frembenoc Operdtenpi 27. Dezemb Hvnnmr, AarstMni 19.30 Uhr rette: „Im Bä ulke) im Freitai letzte Aufs, Bernstein f e r. (Bemi Tilvesterar Arnold un 6.35: Dc lilche Mo, längs, k Leipzig: 2 Mislag. Aittagskor bc, Land." Stunbe bei Jwrt be: erbuntn., W von A Ä ;°Mt b< Nachtmusik Meiner s ötunb^ furt a. x Jetzig; Q "achistag. tufe: $[Q Ander, fe Mere Archen fö 6,8 2«: 3, Und QAk-.N Ssfei SS ZLZ fei $S"hf* r Um’’*' ®m» T^Utfll. Ilni ®» auch ,Ä " ®e»4 !•' .J" ju taut ‘’iV^ toi*m L !». ren mann. I«ft ^konnk W Dresden her General, m Lres.cn .Weid^r > ^Dijenoot« i^wn Mn ? r I) < 11 oon her mt worden - Alflen sich bie Mark. »arkassenaml. »rtttljeiHimtes in 1Q9 verübt roor- ^nnutung, tatz J Fanatiker »ein srmitthmgen scst« m;t einem großen Hot. Die aus« ereils von zwei ’n. Er sind zwei- die offenbar mil Art und Weife, vurden, ist noch Alannanioge in >t Ausgänge des Wie berichtet, ist in der Schober- ■r geflüchtet Der aber wieder frei- huidlosigkeit nach- fchcn Stadt sopfer. 1 der japanischen feuer aus, bei Personen ver- oerden noch o e r- iflben schwere . Die Rettungr- Msergewirr sehr i Hausern wurde Lhikago. ölkiger Getreide« M Inhalt durch ort ihrs 0e> chaden wirb auf ÄMegr waren ;ren muhten sich Ausbreitung des inen wurden ge» ) hatte mich be* tterfeelenallein in roeiacnöen Wald, ii 24. Dezember. den dicken Spa- ;»W«"»-« . sa wanderte ich 3 wo ich in Zwei /trinken und >m zu kaufen ge- zum ZwonZ'M iber, lief r-M ach herem,^ alt es dunkelte, und breit teuie । Ooborow -7 ®e]W Wald und über -trocknete ^oche- i hosten sinnig Mächte Buch« etneWl-e°n. tznaust und ge' dss, > Ohren, >w 011 Stiefeln- ... as ich ^^(rtgbo- dB ichYe '»“‘«Yä* :'S* Nffiütte und B * lasen ’ ^ffieif^1 noch Aus der Provinzialhaupistadt. Oie Bezeichnung „Sparkasse" ist geschuht! Mit der dritten Rotverorbnung des Reichsprä- sidenten vom 6. Oktober 1931 wurde auf) ein Schutz für die Firmenbezeichnung „Sparkasse" ausgesprochen. Damit ist einer lang erstrebten T-'n^.z zur Verwirklichung verholfen, die den Sparer vor Enttäuschungen und unangenehmen lleberraschun. gen sichern soll. Der Raine „Sparkasse" hat heute wie früher einen guten Klang. Gerade darum wurde mit ihm auch in den letzten Jahren von ungeeigneten und unsicheren Stellen und Instituten mancher Mißbrauch getrieben. Durch die erwähnte Rotverordnung und durch Dorfchristen der Lander ist nunmehr Abhilfe dadurch aeschaffen, daß die Firmenbezeichnung „Sparkasse' nur von den öffentlichen Sparkassen benutzt werden darf: das gleiche Recht steht den in der Reichsverordnung besonders aufgeführten Cenossenschasten und Dau- svarla «en zu, ferner auch solchen Instituten, denen diese Desugnis ausdrücklich verliehen wird. Cn allen übrigen Fällen ist die Führung der De- zeichnung „Sparkasse" strafbar. Kein sonstiges Institut darf das Wort „Sparkasse" selbst oder Bezeichnungen sühren, in denen das Mort „Sparkasse" enthalten ist. Die zuständigen behördlichen Stellen werden Unternehmungen, die gegen diese Bestimmungen verstoßen, zunächst auf die neue Rechtslage Hinweisen und ihnen eine Frist zur Aenderung der Firmenbezeichnung setzen, an- Lernfalls tritt die Strafverfolgung ein. Es ist zu erwarten, daß auf Grund dieser De- stimmungen jeder Mißbrauch mit dem Wort „Sparkaste" unterbunden wird. In letzter Seit finb in den verschiedenen Gegenden Zwecksparkassen, die sich auch Mobiliar-Zwecksparkassen usw. nennen, entstanden. Diese „Zwecksparkassen" dürfen nach dem Gesagten den 'Hamen „Sparkasse" nicht fügten. Wenn sie dies tun, verstoßen sie gegen die gesetzlichen Dorschriften. Auch in der Oefsentlichkeit gibt die Verwendung Les Rarnens „Sparkasse" häufig zu Falschdeutungen und Mißverständnissen Anlaß. 3m Sinne einer Klärung des Tatbestandes wäre es daher sicherlich erwünscht, wenn das Wort „Sparkasse" ohne weiteren Zusatz nur dann Verwendung findet, wenn es sich um die öffentlichen Sparkassen handelt. Vornotizcn. — Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Sonntag, 25. Dezember, 18.30 Uhr, als FremdenvorsteUung außer Abonnement zu ermäßigten Preisen, das deutsche Frontstück: „Die endlose Straße von Graff und Hintze; Spielleitung der Intendant. Spieldauer bis 21.30 Uhr. — Am zweiten Feiertag, Montag, 26. Dezember, nachmittags Wiederholung des Weihnachtsmärchens: „Aschenbrödel" oder „Der gläserne Pantoffel", sechs Bilder mit Gesang und Tanz von Görner und Stieg- mann. Spielleitung Karl Bold. Spieldauer von 15 bis 17.30 Uhr. 19 Uhr zum erstenmal die Operette: „Im weißen Roßt", eine freie Umarbeitung des gleichnamigen Schwankes, Musik von Ralph Benatzky. Spielleitung: Heinrich Hub; musikalische Leitung: Kapellmeister Walter Moehl; choreographische Leitung: Ballettmeister Ewald B ä u l k e. Fremdenvorstellung, außer Abonnement, ermäßigte Operettenpreife. Ende 22 Uhr. — Dienstag, 27. Dezember, als 13. Vorstellung im Dienstag- Abonnement, und Mittwoch, 28. Dezember, als 12. Vorstellung im Mittwoch-Abonnement, jeweils von 19.30 Uhr bis 22.30 Uhr, Wiederholung der Operette: „Im weißen Rößl" (Leitung: Hub, Moehl, B ä u 1 k e). Operettenpreise. — Als 12. Dorstellung im Freitag-Abonnement am 30. Dezember, 20 Uhr, letzte Aufführung des Schauspiels: „Der Dieb" von Bernstein unter der Spielleitung von Karl Hcy- s e r. Gewöhnliche Preise. — In Vorbereitung als Siloesteraufführung der Schwank: „Stöpsel" von Arnold und Dach, der unter Peter F a s s o t t s Regie am Silvestertag erstmalig zur Aufführung kommt. Anfang 20.15 Uhr. Außer Abonnement! Ermäßigte Preise! Ende 22.30 Uhr. — „Der weiße Rausch." Am zweiten Weihnachtsfeiertag kommt im Lichtspielhaus in einer Frühvorstellung der Film „Der weiße Rausch", ein Schneeschuhfilm, von Arnold Fand gckdreht, zur Vorführung. Oer BiMreifen ist eine originelle Schöpfung, in der sich große, ernsthafte fkisportliche Leistungen und ein Humor begegnen, der auch den Griesgrämigsten lachen lassen muß. Bei den Abfahrten, -bie . ter Film in ausgezeichneter Photographie zeigt, wurde oftmals ein Tempo von 100 Kilometern erreicht, Guzzi Lantschner springt einen sehr gewagten Sprung über drei am Hang untereinander liegende Hütten; allen voran aber ist Hannes Schneider, der auch in diesem Film zu sehen ist. Leni Riefenstahl produziert sich glaubhaft als „blutige" Anfängerin, entroidelt sich aber in ihren Leistungen zusehends. Der Film wird Skiläusern und auch Nichstüläufern gleich gut gefallen. Näheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich. ♦* 3n den Ruhestand versetzt. Am 21. Dezember wurde der Oberbaurat Hermann Gombel zu Friedberg auf Grund des Alters- grenzegesehes mit Wirkung vom 1.3anuar 1933 ab in d n Ruhestand verseht. ** D i e Besuchszeiten in den Museen. Das Oberhessische Museum im Alten Schloß, das Kriegsmuseum, sowie das Dölkermuseum und die Städtische Gemäldesammlung im Neuen Schloß sind am ersten und zweiten Feiertag zwischen 11 und 13 Uhr geöffnet. ** Zur R i ch t i g st ell u ng. Bei der Weihnachtsfeier des Alice-Frauenvereins, die am vorigen Dienstag für junge Mütter veranstaltet war, wurden die Tänze von Fvl. Ange Bach durch Fbl. Mimi B o d (Klavier und — wie man uns berichtigend mittelst — von Herrn Karl Rabenau (nicht von Herrn Schumann) auf der Violine be- qleitet. „ „ ** Offene Schulste 11e. An der Volksschule in Watzenborn-Steinberg (Kreis Gießen) ist eine Schulstelle für eine evangelische Lehrerin offen. Dienstwohnung ist vorhanden und frei. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Der „Straßenbahnwunsch von W.cseck". Dem Wunsche und der Bitte des Einsenders von Wiesed schließen sich alle Gießener an, die gerne ein Stündchen auf der so schön gelegenen „Karls- ruh" oder im nahen „Philosophenwald" verbringen möchten, denen aber der Weg zu Fuß dahin des Alters oder anderer Hemmnisse wegen nicht gut möglich ist. Der Direktion der Straßenbahn wären deshalb alle diese Gießener dankbar, wenn sie die Haltestelle am Eingang von Wiesed wieder ein- richten würde. K. L. Die Eintrittspreise Erwerbsloser und Kinder zur Eisbahn. Zwei Eingesandt vom 16. und 21. Dezember haben sich mit dieser Frage besaßt. Es sei erwidert: Das finanzielle Rüdgrat des Eisvereins bilden die Mitgliederbeiträge (Abonnements) — 3,50 RM. — und die dazu gelösten Beikarten für Familienangehörige (50 Pfennig im Jahr). Der Mitglieder- (Abonnementen-)Bestand ist von früher zirka 1200 auf zirka 300 gesunken. Der Eisbahnbetrieb verschlingt große Summen. Tagesausgaben bei normalem Betrieb ohne Schneefall: zirka 75 Mark. Beseitigung eines Schneefalls von 5 Zentimeter: zirka 400 Mark. Der Eisverein darf keine Preispolitik treiben, die dazu führt, die Zahl der Mit- Rundfunkprogramm. Sonntag, 25. Dezember. 6.35: Don Hamburg: Hasenkonzert. 8.30: Katholische Morgenfeier. 9.30: Stunde des Chorge- sangs. 10.30: Collegium musicum. 11.30: Von Leipzig: Reichssendung. Kantate zum 1. Weihnachtstag. Don 3ohann Sebastian Dach. 12.05: Mittagskonzert I. 13: Mittagskonzert 11. 14.30: Stunde des Landes: „Weihnachtsgedanken fürs Land." Don Wilhelm Reuter. Dremthal. 15: Stunde der 3ugend. 16: Kurhaus Wiesbaden: Konzert des Städtischen Kurorchesters. 18: Kunterbunt erzählt ein Abenteuer. Ein Märchensende- spiel von Fritz Peter Buch. 19: Bunte Stunde. 20: Märchenstunde. Charlotte Christann. 20.30: Konzert des Rundfunk-Orchesters. 22.45 bis 24: Rachtmusik. Montag, 26. Dezember. 6.35: Don Hamburg: Hafenkonzert aus dem Bremer Freihafen. 8.30: Choralblafen. 9.15: Stunde des Chorgesangs. 10: Erlöserkirche Frankfurt a. M.-Oberrad: Festgottesdienst. 11.30: Don Leipzig: Reichssendung. Kantate zum 2. Weihnachtstag. Don 3oh. Sebastian Dach. 12: Karlsruhe: Platzkonzert: 13.30: Musikalisches Durcheinander. 14.30: Mutter Schrödern. Eine lustige Echwiegermuttergeschichte von Helene und Erich Fischer. Musik von Konradin Kreutzer. 15: Das tapfere Schneiderlein. Ein weihnachtliches Funkmärchen für Kinder und solche, die es geblieben sind. Don Curt Elwenspoek. 16: Baden-Baden: Rachmittagskonzert des Städtischen Kurorche- sters. 18. „Arm und doch glücklich." Eine besinnliche Stunde. Don Franziska Beith. 19: Musikalische Reise-Erinnerungen an den „Flug um die Welt". 20.05: Stadthalle: Großes Konzert. 22.45 bis 24: Don London: Tanzmusik. Dienstag, 27. Dezember. 7.20: Frühkonzert auf Schallplatten. 12: Mittagskonzert I auf Schallplatten. 13.30: Mittagskonzert 11 des Orchesters des Westdeutschen Rundfunks. 15.20 bis 15.50: Hausfrauen-Rachmittag. 17: Konzert. 18.25: „Preußischer und frideriziani- scher Sozialismus", Dortrag von Otto Weber- Krohse. 18.50: Das Lebenslicht. Weihnachtsmärchen von Armin Knab. 20: Don Berlin: Bunter Abend. 22.45 bis 24: Rachtmusik. Mittwoch, 28. Dezember. 7.20: Frühkonzert auf Schallplatten. 12: Mittagskonzert 1 des Rundfunkorchesters. 13.30: Mittagskonzert II auf Schallplatten. 15.15 bis 16.15: Stunde der 3ugend, 17; Rachmittagskonzert des Orchesters des Westdeutschen Rundfunks. 18.25: „Aktuelles aus dem Genossenschaftswesen", Dortrag von Dr. Reinhard Weber, Landrat a. D. 18.50: Zeitfunk. 19.33: Seltsames Bilderbuch 1: ..Hussein-Fest" in Persien, Leitung: Karl Köstlin. 20 (Don Königsberg): Grenze im Osten (Kurze- brack). 20.30: Klaviermusik. 21: Selbstanzeige: Peter Hüchel spricht über sein Buch „Der Knabenteich". 21.20: Die Jagd nach dem Gold des Kapitän Kid, eine aberteuerliche Geschichte in sechs Fortsetzungen von Rudolf Schneider-Schelde. 22.45 bis 24: Rachtmusik der Tanzkapelle der Stuttgarter Philharmoniker. Donnerstag, 29. Dezember. 7.20: Frühkonzert. 12: Mittags.onzert I. 13.30: Mittagskonzert 11. 15.30 bis 16.30: Stunde der Jugend. 17: (Don Freiburg): Rachmittagskonzert. 18.25: Stunde des Films. „Filmjahr 1932. Rückblick und Ausblick." 18.50: „Gedanken über den Begriff der Wirtschaftlichkeit", Vortrag von Dr. Luehr. 19.20: Rachrichten aus Kunst und Wissenschaft. 19.30: Zum 100. Todestag Ludwig Dev- rients: Skizzen von Hans Gäfgen. 20: Zeitfunk. „Eine Rachricht geht in die Welt." 20.30: Konzert des Rundfunkorchesters. 21.45: Timm Kröger: Von Leuten eigner Art, Sprecher: Arthur Simon. 22.45 bis 24 (Don London): Rachtmusik. Freitag, 30. Dezember. 7.20 Uhr: Frühkonzert auf Schallplatten. 12: Mittagskonzert I erwerbsloser Mainzer Berufsmusiker. 13.30: Mittagskonzert II auf Schallplatten. 17: Konzert. 18.25: „Ein ganz gewöhnlicher Tag in Indien", Vortrag von Hans Reifenberg. 18.50: „Der Himmel im Äanuar und Februar. — Was wird uns der Himmel im neuen Jahr bringen?", Vortrag von Professor Edmund Sittig. 19.30: Wer ist es? Literarisches Rätsel (VI). Aufgegeben von Wolfgang Weyrauch. 19.45: „Deutsch im Rundfunk". Einiges Grundsätzliche zur sprachlichen Form der Ansage. Von O. W. Studtmann. 20: Orchesterkonzert. 21: Stimmen der Nacht. Ein Zyklus von romantischer Liebe aus dem alten Frankfurt. Von Paul Wiegler. 22.45 bis 24: Don Berlin: Tanzmusik. Samstag, 31. Dezember. 7.20 TIhr: Frühkonzert aus Schallplatten. 12: Mittagskonzert I. 13 30 bis 14.40: „Kehraus 1932". Eine bunte musikalische Stunde. 15.30 bis 16.30: Stunde der Jugend. 17: Konzert. 18: Zwischen den Jahren des Rundfunk-Orchesters. 19.30: Ringsendung. 23.45 bis 24: Konzert. 24 bis 2: Don Berlin: Tanzmusik. glieder (Abonnementen) zu verringern. S-nst kann er seine Aufgabe nicht erfüllen. Dem Wunsch, den Einzeleintrittspreis für E r - w e r b s I o f e gegen Ausweis von 40 Pf. auf 20 Pf. herabzusetzen, konnte stattgegeben werden. Denn Erwerbslose denken nur selten daran, Mitglieder (Abonnenten) zu werden. Der Wunsch, daß für Kinder der Einzeleintrittspreis von 20 Pf. auf 10 Pf. herabgesetzt werde, ist an sich verständlich. Langjährige Erfahrungen haben jedoch gezeigt, daß dann, wenn in größerem Umfang und insbesondere ohne Prüfung der Einkommensverhältnisse der einzelnen Familie Ermäßigungen an Kinder gewährt werden, dies sich stets in einem Rückgang der Mitglieder-(Abon- nenten-)Zahl bemerkbar macht. Können alle Kinder für 10 Ps. die Eisbahn betreten, so fällt der Anreiz für viele Familienhäupter, Mitglieder (Abonnenten) zu werden, weg. Damit würde sich aber der Eisverein seine Hauptgeldquelle selbst verschütten. Trotzdem ist der Eisverein bemüht, auch unbemittelten und minderbemittelten Kindern den Eislauf zu ermöglichen. Bis zu viertausend Tages- freifarten werden jährlich den Volksschulen unentgeltlich zur Verfügung gestellt. In den Volksschulen und höheren Schulen werden Dauerfrei- karten für den ganzen Winter verkeilt. Minderbemittelte Schüler können sich für 75 Pf. bzw. 1 Mark verbilligte Schülerjahreskar- ten kaufen. Die Anzahl dieser beiden Kartenarten bcmißt sich nach der Schülerzahl. Schüler, die mit ihrer Klasse die Eisbahn besuchen, zahlen nur 10 P f. Eintritt. Selbstverständlich können die Freikarten und verbilligten Karten nicht hemmungslos verteilt werden. Es muß an dem Grundsatz festgehalten werden, daß die Ellern, denen es wirtschaftlich zugemutet werden kann, Mitglieder (Abonnenten) werden, ebenso wie an dem Grundsatz von Leistung und Gegenleistung, ohne den der Gießener Eisverein feine Tätigkeit einstellen müßte. Nebenbei: Die Gießener Eisbahn ist mit die größte gepflegte und beleuchtete Eisbahn Deutschlands. Man suche eine annähernd ähnliche Eisbahn in Deutschland, die für ein geringeres Jahresabon nement als 3,50 Mark benutzt werden kann. Man wird fcststellen, daß die anderen teurer sind, und meist erheblich. Dr. W o d a e g e , 1. Vorsitzender des Gießener Eisvereins e. V. Taten für Sonntag, 25. Tczeniver. 800: Krönung Karls des Großen zum Römischen Kaiser; — 1742: Charlotte v. Stein, Goethes Dertraute, in Weimar geboren; — 1739: August v. Goethe, des Dichters einziger Sohn, in Weimar geboren; — 1537: Cosima Wagner bei Bstlagio geboren; — 1840: der russische Komponist Jljitsch Tschaikowsky in Wotkinsk geboren. Taten für Montag, 26. Tezcmbcr. 1194: Friedrich II., Römisch-Deutscher Kaiser, in Iesi geboren; — 1769: der Dichter Ernst Moritz Arndt in Schoritz auf Rügen geboren; — 1863: der Mediziner Wilhelm His in Basel geboren; Mein erster musikalischer Erfolg. Ergebnis einer Umfrage unter prominenten Komponisten/Orrigenten und Sängern Der „Dirstenl", der das Gymnasium schwänzte. rZon Professor Dr. Max t> Schillings, Präsident der preußischen Akademie er Künste. Jrn Jahre 1885 drückte ich noch die Schulbank im Bonner Gymnasium und beschäftigte mich in meinen freien Stunden mit Musik. Ein heftiges, inneres Erlebnis, der Tod meiner geliebten Mutter, hatte mich so tief erschüttert, daß ich aus der Empfindung des schweren Verlustes heraus ein Orchesterstück komponierte,-das ich „In Memoriam" betitelte. In den nächsten Ferien überreichte ich die Partitur dem vorzüglichen alten Musikdirektor meiner Heimatstadt Düren. Bertram Hilgers hieß dieser vortreffliche Typ eines echten deutschen Musikers. Hilgers entschloß sich sofort, mein Werk im Jnstrumentalverein von Düren aufzuführen. An einem Sonnabend sollte Generalprobe und Aufführung erfolgen. Es galt nur, Urlaub von der Schule zu erhalten, da die Aufführung in die Zeit nach den Ferien fiel. Das war nicht 'so leicht, denn ich stand bei meinem Mathematiklehrer als hoffnungslos unbegabter Mathematiker in schlechtem Ruf. Ich meldete mich wegen Nasenblutens krank, erwisihte den Zug nach Duren und kam rechtzeitig an. Zu meiner Ueberraschung erklärte mir Hilgers: „Wer mit 17 Jahren das komponiert hat, kann es auch selbst dirigieren." Ehe ich mich besann, hatte er mir einen schweren Taktstock in die Hand gedrückt, und so leitete ich Probe und Aufführung. | Das Publikum war am Abend über die Tatsache, daß ein junger Bürener nicht nur komponieren, sondern auch dirigieren konnte, derartig erstaunt, daß man stürmisch ein Dacapo verlangte. Dieser Erfolg brachte mir auch mein erstes Ehrenamt, nämlich die Ehrenmitgliedschaft des Instrumentalvereins. Die Kehrseite der Medaille sollte ich am nächsten Montag kennenlernen. In den Mienen des Mathe- matikleyrers las ich nichts Gutes, denn Vorspiegelung falscher Tatsachen war einwandfrei erwiesen. Zwei Stunden Arrest waren der Preis, den der junge Musiker für seinen ersten Erfolg bezahlen mußte. Dennoch zeigte dieses starke erste Erlebnis dem schaffenden seinen weiteren Weg. Als Ersatz in Rio de Janeiro. Don Arturo Toscanini, dem berühmten Dirigenten der Mailänder „Scala". Nach Absolvierung des Konservatoriums in Parma bekam ich eine Stellung als Cellist im Orchester einer italienischen Operntruppe, die in Süd- Amerika gastierte. Einmal sollte in Rio de Janeiro Verdis Meisterwerk „Aida" gespielt werden. Der Dirigent hatte Differenzen mit der Direktion, die damit endeten, daß er sich weigerte, die Oper zu leiten. Der Konzertmeister (erster Geiger) übernahm die musikalische Leitung. Bereits nach einigen Takten des Vorspiels ertönte im Theater Johlen und r seifen. Das Publikum hatte gemerkt, daß im Orchester etwas nicht klappte. Um die Situation zu retten, entschloß ich mich, die Leitung zu übernehmen, zumal ich die Partitur des Werkes auswendig kannte. Ich hob am Pult den Taktstock, das Orchester ging mit, und die Aufführung verlief ohne jeden Zwilchenfall. Das Publikum rief nach dem Kapellmeister; es war der erste Erfolg. Wie der Vagabund sich für ein Hochzeltsessen bedankte Son Fedor Schaljapin, dem großen ruf schen Bassisten. In meiner frühen Jugend, als ich beschäftigungslos im weiten russischen Land herumirrte, lernte ich einen gewissen Gregory Serow kennen, einen Vagabunden gleich mir. Ich verbrachte mit diesem Mann übermütige Tage, auch wenn wir hungerten. Einmal schlenderten wir durch die Straßen der alten Zarenstadt Moskau. Vor einer Kirche Iahen wir eine große Menschenansammlung — es wurde eine Hochzeit gefeiert. Serow schlug mir vor, daß wir uns der Menge der Gäste anschließen sollten, um auf dies« Weise ins Haus der Neuvermählten, wo es sicher was Schönes zu effey» gäbe, hineinzugelangen. Gesagt, getan. Kurz nach der Hochzeit saßen wir an einer Tafel, die sich unter der Last 'ter Speisen bog. Die Zahl der Hochzeitsgäste war so groß, das wir nicht auffielen. Nachdem ich genügend Alkohol zu mir genommen hatte, stand ist plötzlich auf und sang mit donnernder Stimme den Hochzeitsmarsch von Mendelssohn zu Ehren der Neuvermählten. Der Erfolg übertraf alle meine Erwartung. Die Leute klatschten begeistert Beifall. Freilich nahm die Freude bald ein jähes Ende. Mein Inkognito wurde gelüftet, und der undankbare Hausherr wies mich hinaus. Nie habe ich aber vor dem Singen jo gut gegessen wie damals. Heute muß ich — aus gesangstechnischen Gründen — vor jedem Auftritt hungern. Nur meinen ersten Sängererfolg errang ich mir mit vollem Magen. Gchlrmme Kritik. Von Franz Lehär, dem Meister der Opereiie. Nach der Premiere meiner ersten Operette „Die Wiener Frauen" suchte ich in Gesellschaft meiner Freunde ein Cafs auf, um dort die Morgendlätter abzuwarten. Um 4 Uhr früh meinte ein Freund, man könne vielleicht an ein Zeitungcbüro telephonieren und sich die bereits erschienenen Kritiken vorlesen lassen. Wir gingen in eine Telephonzelle, und ich horte mit. Der Leiter des Zeitungsbüros meldete sich und erklärte sich bereit, vorzulcsen. Eine maßgebende Zeitung schrieb: „Schon lange haben wir keine so öde und langweilige Musik gehört, wie gestern." Eine andere Zeitung, meinte: „Schade, daß das ausgezeichnete Buch eine so miserable Vertonung gefunden hat." Die Kritik einer dritten Zeitung lautete: „Es steht nicht dafür, die aus allen möglichen fremden Melodien zufammengestoppelte Musik ausführlich zu würdigen." Ich maf leichenblaß geworden. Meine Freunde hingegen fingen an furchtbar zu lachen. Sie hatten sich mit mir einen bösen Spaß erlaubt. Mein Freund hatte nämlich nicht das Zeitun.gsbüro, sondern einen genau informierten Bekannten in seiner Wohnung angerufen ! Die Morgenblätter schrieben in Wirklichkeit in den freundlichsten Ausdrücken über meinen ersten Erfolg. „Oedipus Rex" in Wien. Don Igor Strawinski', dem modernen Komponisten. Wenn ich auch meinen ersten Erfolg in Paris bei der Aufführung meines Balletts „Frühlingsweihe" („Sacre du printemps") errungen habe, so war mir mein tiefster Erfolg vor einigen Jahren in Wien beschieden. Das Wiener Publikum, das für moderne Musik stets wenig Interesse zeigte und nur klassische und romantische Musik liebte, bekam im Jahre 1928 jum ersten Mal mein Opernoratorium „Oedipus Rex" zu hören. Diese Oper ist kein Werk, dos romantisch gestimmte Zuhörer mitreißen könnte. Um so größer war meine Genugtung, als „Oedipus" gerade in Wien, dieser Hochburg der Romantik, einen durchschlagenden Erfolg erzielen konnte. Mit gepumptem Krack in Prag. Don Generalmusikdirektor Erich K>eiber,Berlin Ich war als Korrepetitor am deutschen Landestheater in Prag angestellt und fühlte mich in meiner Arbeit nicht recht befriedigt. Der Regisseur Dr. Eger nahm sich meiner an und erwirkte mir eines Tages ein „öffentliches Auftreten". Ich sollte bei der Aufführung einer Posse von Nestroy die Ouvertüre zu der Operette „Dichter und Bauer" von Supps^diri- gieren. Da ich sonst nur „hinter den Kulissen" arbeitete und mit materiellen Gütern nicht gerate gesegnet war, besaß ich keinen Frack. Der Komiker Richard Romanowski lieh mir zwar seinen Frack, aber dieses Kleidungsstück war so groß, daß die Frackschöße mir um die Knöchel baumelten. Nachdem ich die Ouvertüre „hingelegt" hatte, ertönte stürmischer Applaus, besonders von meinen Freunden auf der Galerie. Der Konzertmeister zupfte midj am Bein und flüsterte mir zu, ich solle mich verneigen. Nun stand ich auf und verbeugte mich tief vor dem beifallsfreudigen Publikum. Ich habe aber, wie mir meine Freunde später sagten, dabei eine unsagbar kornische Figur gemacht — der Frack sah nämlich wie ein Mantel aus, in dem ich ver- schwano! Erfolg in Oenischland. Don Benjamins Gigli, dem beliebten italienischen Tenor. Es ist mir schwer, irgendeinen Erfolg als den „ersten" zu bezeichnen. Gewiß hatte ich Beifall bei meinem Debüt im kleinen italienischen Städtchen Rovigo. Dann stieg ich in meiner künstlerstchen Ent Wicklung gewissermaßen von Stufe zu Stufe. Der Grad des' äußeren Erfolges wird im übrigen entscheidend von den Eigenschaften tes jeweiligen Publikums bestimmt. Das deutsche Publikum z. B. ist das strengste unö anspruchsvollste. Ein Erfolg in Deutschland kann unter Umständen manche äußerlich stürmischere Erfo'ge in anderen Ländern auf- wiegen. Als ich im Jahre 1924 zum ersten Male in Berlin als Rudolf in „Boheme" auftrat, war ich dem deutschen Publikum so gut wie unbekannt. Ich gab mein Bestes in der berühmten Arie „Wie eiskalt ist dies Händchen". Als der letzte Ton verhallt war, entstand eine sekundenlange Stille, die mir eine Ewigkeit dünkte. Es war die psychologische Sekunde, die den Erfolg entscheidet. Der bann aus- brechende stürmische Applaus sagte mir: „Du hast's geschafft", S.A.-'Spoit 1900 — „Kickers" Offenbach. Futzbattgroßrampf bei der SP.-Bgg. 1900. Die Spiolvereinigung 1900 hat, unternehmungs- iiiftig, wie üie Verantwortlichen zu sein scheinen, iür den kommenden Sonntag, den ersten Weihnachtsfeiertag die Liaa von Kickers Offenbach verpflichtet. Bedeutete |d;on das Gastspiel von Union- Niederrad ein über das Alltägliche hinausgehendes sportliches Ereignis für Gießen, so 'darf man das Gleiche von dem bevorstehenden Gastspiel betzcuip- ten. Mit einem 2:2-Ergebnis gelang es ihnen zum Beispiel in 'der diesjährigen Verban'dsrunde den Eintrachtlern einen Punkt abzujagen: gegen Fußballsportverein verlor die Mannschaft durch Pech mit 1:2 Toren and war nur dadurch von der Teilnahme an den Endspielen um die Süddeutsche Meisterschaft avsaeschaltet. Offenbacher Kickers behaupten den 3. Platz in der Tabelle der spielstarken Mainbezirksliga. Die Gäste stellen eine technisch ausgezeichnete Mannschaft. Im Sturm hat man fähige Spieler, der Mittelläufer ist Klasse, eine schlagkräftige Verteidigung ist ebenfalls zu erwarten, so daß den Gießenern ein ebenso gutes Ergebnis wie gegen Union-Niederrad zu erringen sicherlich sehr schwer fallen dürfte. Die Gäste treten in folgender Aufstellung an: Müller Nerdl Lohrum Altenburg Stein Kraushaar Eckhardt Dumont Mathes Meid Gerth. Die Aufstellung der Gießener Mannschaft steht noch nicht endgültig fest. Voraussichtlich wird aber nach Möglichkeit die Mannschaft des Vorsonntags auf den Plan gebracht. Die Mannschaft dürfte folgendes Aussehen haben: Goebel Heilmann Lippert Schmelz Arnold Schmidt Henrichs Glitsch Zeiler Lust Schlarb. Für Best steht also Goebel auf Linksaußen: ob Arnold tatsächlich dabei sein wird, ist fraglich. Voraussichtlich wird der eine oder andere durch einen jugendlicheren Spieler ersetzt. Siegesaussichten sind für die Spielvereinigung bei allem Optimismus wohl kaum vorhanden. Wenn die Mannschaft gegen Kickers Offenbach ebenso gut abschnetdet, dann darf man mit dem Ergebnis sehr zufrieden sein. Schiedsrichter ist Kunze (Gießen). Er gehört der alten Garde an und sollte Gewähr für einen einwandfreien Verlauf des Spieles bieten. Die 2. Manschaft tritt, ebenfalls am erften Feiertag zu einem Verband?spiel von entscheidender Bedeutung gegen die erste Elf von Teutonia Watzenborn-Steinberg in Steinberg an Die Teutonen haben durch Platzvorteil die Chancen auf Sieg. Arn zweiten Feiertag tritt eine kombinierte Elf im Gesellschaftsspiel gegen die 1. von Steinfurth an und wird dabei keinen leichten Stand haben. Die Gastgeber spielen zusammen mit Bad-Nauheirn in der Taunus-Kreisliga und halten zur Seit den Zweiten Tabellenplatz. Der Ausgang des Kampfes rff offen. Oer WSV. zur profi-Zrage. Der Vorstand des Westdeutschen Spiel-Der- bandes teilt dem WTB. offiziell mit: Zu den verschiedenen in der Preffe verbreiteten Mitteilungen über das Vorhaben des WSD. in der Profifrage geben wir zur Richtigstellung folgendes bekannt: 1. Dem Vorstand s WSV. haben sich einige erfahrene und im Fus>oallsbort bekannte Persönlichkeiten, darunter Dr. Pecco Vauwens. zur Verfügung gestellt, welche als Vertrauensleute des WSV. die Aufgabe übernommen haben, zu prüfen, ob und in welchen Großstädten die Einrichtung juristisch selbständiger Be - rufs-Fuhballvereine vorgenommen werden kann. Bestimmte Angaben über die Zahl der gegebenenfalls zugeka'senen Berufls:iel!er-Mann- schasten können nicht gemacht werden, weil die Festsetzung von dem Ergebnis der Llntersuchungen der Vertrauensleute abhängig ist. Indessen wird die Zahl von 12 nicht über-, und die Zahl von 8 nicht unterschritten werden. 2. Die Bedingungen für die Zulassung der Einrichtung einer Berufs-Fußballmannschaft können endgültig erst nach Abschluß der Prüfungen der Vertrauensleute festgesetzt werden. Die Bedin- gungen werden die Gesamtheit der bestehenden Amateur-Vereine schützen und nicht einzelne Vereine durch Erteilung einer Lizenz ungerechtfertigt bevorteiligen. 3. Ein Berufsspieler-Statut ist noch nicht fertig- gestellt. Es wird indessen dem Deutschen Fußball- Bund rechtzeitig vor der Ende Januar stattfindenden Bundes-Vorstcmdssitzung zugeftellt werden. 4. Der WSV. wird seine Ausarbeitungen und das Ergebnis der eingeleiteten Prüfungen dem Deutschen Fußball-Bund in der Form bestimmter Vorschläge unterbreiten und mit dem Vorstand des DFB. in kameradschaftlicher Weise nach einer befriedigenden Lösung aller schwebenden Fragen unter Einhaltung seines grundsätzlichen Standpunktes suchen. Wesentlich an dieser Erklärung ist vor allem, daß der WSV. nicht daran denkt, die zu gründenden Professionalmannschaften als Sektionen an die bereits bestehenden Groß-Vereine anzu'schließen, er will vielmehr selbständige Profi-5k lubs gründen. Es ist anzunehmen, daß sich nach dieser Erklärung der süddeutsche Widerstand gegen einen Professionalismus solcher Art noch mehr verstärken und daß der WSV. auch bei den übrigen Landesverbänden keine Freunde finden wird. wiener deutscher Schwimm-Rekord. Der Kölner Schwimmclub Sparta unternahm am Donnerstag abermals einige Rekordversuche, war aber diesmal nicht so vom Glück begünstigt, wie bei der letzten Veranstaltung, bei der allein sieben Rekorde erzielt wurden. Diesmal klappte es nur über 4 X 200 Meter Crawl. Sparta Köln stellte über diese Strecke mit der Mannschaft Deiters, Sewing, Hülsewisch und Deriehs mit 9:48,2 den neuen deutschen Rekord ein. Rudi Mait au er Gefecht. Der deutsche Skimeister Rudolf Matt (St. Anton) erlitt in Sostrieres in d.'n Piemontcsischen Bergen beim Training zum Weihnachtsspringen in St. Moritz einen schweren Unfall und wird meber seinen Titel bei den deutschen Meisterschaften in Freudenstadt-Baiersbronn verteidigen, noch an den HI8-Rennen in Innsbruck teilneH.nen können. Matt nahm es mit seiner Vorbereitung sehr ernst, auf einer der berühmten Abfahrtsstrecken hatte er sogar eine neue Rekordzeit erzielt. Nach Schluß des Trainings kam er auf dem Heimwege so unglücklich zu Fall, daß er ein Bein brach und in die Chirurgische Klinik in Innsbruck üb er geführt werden mußte. An eine sportliche Betätigung kann der überall gern gesehene Vorarlberger in diesem Winter nicht mehr denken. Arbeiier-Turn- und Suortbund. Am ersten Weihnachtsfeiertaq finden die letzten Spiele der 1. Kreisklassegruppe statt. Gießen I muß in Nieder-Florstadt antreten. Wohl konnte Gießen im Vorspiel ein Unentschieden herausholen, ob es aber gelingt, im bevorstehenden Kampf eine Niederlage zu vermeiden, möchte man nach den in den letzten Spielen gezeigten Leistungen bezweifeln. Auch die zweite Mannschaft und die Handballslf von Gießen begleiten die erste Mannschaft und werden in Freundschaftspielen gegen die gleichen Mannschuften von Nieder-Florstadt antreten. Die Handballspieler haben Siegesaussichten. Die zweite Fußballelf dürste schwerlich um eine Niederlage herumkommen. 3n Naunheim stehen sich im letzten Spiel der Kreismeister und Dorheim I gegenüber. Wenn es Naunheim gelingt, das Spiel für sich zu entscheiden, wird es auch in diesem Jahre wieder die 1. Gruppe in den Spielen um die Kreismeisterschaft vertreten 1 können. Auf dem Trieb findet am ersten Weihnachtsfeiertag ein nochmaliges Entscheidungsspiel um die Gruppenmeisterschaft der 2. Bezirlsjugendgruppe zwischen Alten-Buseck und Wicfeck statt. Am zweiten Weihnachtsfeiertag stehen sich in den Spielen um die Bezirksmeisterschaft der 1. Klasse Naunheim II und Alsfeld I in Naunheim gegenüber. Der Ausgang des Kampfes ist, obwohl Naunheim die größeren Chancen hat, nicht oorheizusagen. 9m Freundschaftsspiele stehen sich am 1. Feiertag in Allendorf an der Lahn, die dortige 1. Mannschaft und Großen-Linden I gegenüber. Die Platzbesitzer haben Aussichten auf Sieg. Am 2. Feiertag hat Großen-Linden I Daubringen I im Freundschaftsspiel zu Gast. Ob es den Gastgebern gelingt, in diesem Spiele Sieger zu werden, ist fraglich. Kurze Sporiuotizen. Der Aero-Club von Deutschland konnte in diesen Tagen auf ein 25jcihriges Bestehen zurückblicken. Erfreulicherweise soll in diesem Jubi- läumssahr die lange beabsichtigte Fusion mit dem Deutschen Luftfahrt-Verband erfolgen, so daß der Aero-Club dann der alleinige Repräsentant des deutschen Luftsports ist. Kanadas Eishockeyspieler, die Edmonton Superiors, spielte einen Tag nach dem Berliner Auftreten bereits wieder in Prag. Vor 10 000 Zuschauern siegten die Kanadier nach schönen Leistungen beider Parteien mit 3:0 (0:0, 0:0, 3:0) gegen den LTC. Prag. * D i c deutschen E i s s ch n e l l a u f - RI e i- sterschaften werden in der Zeit vom 21. bis 22. Januar auf der Städtischen Eisbahn in Altona vom Altonaer Schlittschuhläufer-Verein durchgeführt. Die Meisterschaft geht über die Strecken, 500, 1500, 5000 unb 110 000 Meter. Verteidiger des Titels ist der Berliner B a r w a. X: Berlins Frei lüft - Kunsteisbahn ist nunmehr fertiggestellt und wind am ersten Weihnachtsfeiertag eröffnet. Die Bahn ist 40 mal 60 m und bietet 3000 Personen Gelegenheit zur Betätigung. „Ba b e" Did r iks o», die erst kürzlich mie-ber begnadigte Olympiasiegerin, soll zum Berufssport übertreten wollen. Wahrscheinlich hat die Amerikanerin, ähnlich ihren Schwimmkolleginnen Holm und Madison, schon einen Vertrag mit einer Filmgesellschaft in der Tasche. Einbruch im Rathaus zu Eberstadt. WSV. Eberstadt, 23. Dez. In der Macht zum Donnerstag haben Einbrecher dem hiesigen Rathaus einen Besuch abgestattet. Mittels Rachschlüssels gelangten sie in das Innere und durchsuchten alle Räume. Die Kassenschränke haben ihren Bemühungen mit Stemmeisen unb Meißel nicht nachgegeben- Dagegen hatten sie etwas mehr Glück in den verschlossenen Schubfächern mit Gebühren- und Portokassen, wodurch den Einbrechern etwa 4b Mark in d.e Hände gefallen sein dürften. Den Rückweg haben die Spitzbuben durch ein Fenster auf der Rückseite genommen. Wie eine Groteske mutet dieser dreiste Einbruch an, wenn man bedenkt, daß sich am Eingangstor zum Rathaus die Polizeiwache befindet und von dieser keinerlei Wahrnehmungen gemacht wurden. Datcn für Samstag, 24 Dezember. 1524: der portugiesische Seefahrer Vasco da Gama auf der Fahrt nach Kotschin gestorben. Wirtschaft. Reueinstellungen von Arbeitern. Wie WTB.°Handelsdienst erfährt, ist die Belegschaft des Kelsterbacher Werkes der Vereinigte G l a n z st o f f AG., die im ver- gangenen Sommer von 1100 auf 250 Mann vermindert wurde, seit Oktober nach und nach auf 750 Monn gesteigert worden. Die Werisleitung hofft, die Belgschaft in dieser Höhe zumindest für die nächsten Monate beschäftigen zu können. Wie WTB.-Hnndelsdienst wei'er erfährt, hat auch die Deutsche Dunlop-Compagnie- AG., Hanau, während der letzten Zeit in beträchtlichem Umfange Reueinstellungen vornehmen können. Es war möglich in den letzten vier Wochen die Belegschaft in der Reifenfabrikation um mehr als 15 v. H- zu vermehren. Tos Werk ist zur Zeit an allen sechs Wochentagen in Betrieb, zum grüßten Teil wird in drei Schichten täglich gearbeitet. Wochenbericht öom Frankfurter Scklaä tviebmarkt 9m Hinblick auf die Weihnachtsfeiertage entwickelte sich am Frankfurter Schlachbviehmarkt recht gutes Geschäft, wenn auch die Preise keine nennenswerten Besserungen erfahren haben. Das angebotene Vieh war von etwas besserer Qualität, die guten Spitzentiere fallen aber immer noch fast aus. Am Rindermarkt stand einem um 152 Stück verringerten Zutrieb (1505) nur ein ruhiger Handel gegenüber, doch wurde der Markt bei leicht anziehenden Preisen ausverkauft. Nur Bullen konnten ihren Vorwochenpreis nicht ganz behaupten. Ochsen al) 27 bis 30, a2) 24 bis 26, bl) 20 bis 23. Bullen a) 23 bis 26 (minus 1 RM), b) 20 bis 22 (um).). Kühe a) 23 bis 25, b) 20 bis 22, c) 17 bis 19, d) 12 bis 16. Färsen a) 27 bis 30, b) 24 bis 26, c) 20 bis 23. Arn Kälbermarkt zeigte die Beschickung mit 1911 Tieren keine wesentliche Veränderung (minus 26 Stück). Der Handel war zunächst bei unveränderten Preisen mittelmäßig, später war die Nachfrage auf die Festtage hin lebhaft, so daß Preisbesserungen von 1 bis 2 Mark eintraten. Kälber b) 35 bis 38, c) 31 bis 34, d) 25 bis 30. Der Schasmarkt hatte bei wesentlich verringerter Zufuhr (223 gegen ,549) anfangs mittelmäßiges, später gleichfalls reges Geschäft zu verzeichnen. Bei anziehenden Preisen wurde geräumt. Schafe a) 24 bis 26, b) 20 bis 23. Am Schweinemarkt war die Beschickung etwas größer: sie betrug mit 5636 Stück 78 Stück mehr. Das Geschäft war relativ lebhaft, so daß kein lleberstand verblieb, im Vergleich mit den Notierungen der Vorwoche gegen die vom Montag stellten sich Erhöhungen von 2 bis 3 Mk. ein. Schweine b) 40 bis 42, c) 39 bis 42, d) 38 bis 41, e) 35 bis 39, f) und g) gestrichen. Wochenbericht vom frankfurter Produktenmarkt. Die Getreidebörse stand in der abgelaufenen Woche weiterhin unter Druck, wenn auch die Preise kaum größere Veränderungen aufweisen, da das Angebot nicht besonders groß war. Die Geschäftslosigkeit, die auch durch die Unterbrechung des Geschäftes durch die Weihnachtsfeiertage bedingt war, ließ das Angebot natürlich stärker erscheinen. Am Brotgetreidemarkt kam namentlich bet Weizen mehr Angebot an den Markt, so daß der Preis um zirka 2 Mark auf 202,50 bis 203.50 RM. per Tonne nachgab, während bei Roggen zwar auch etwas stärker verkauft wurde, der Preis aber infolge des besseren Roggenmehlabsatzes gut behauptet war. Die Notiz stellte sich auf 162 50 bis 164 RM. je Tonne. 9n Braugerste trat nur geringes Angebot hervor, so daß die Preise für gute Qualitäten mit 180 bis 185 RM. je Tonne gut behauptet blieben, während Mittelgual'itäten nachgaben. Futter- und Industriegerste lag geschäftslos. Obwohl das Angebot für Hafer in Anbetracht der ungewöhnlich niedrigen Preise verhältnismäßig klein war, lag der Markt bei schwierigem Absatz unter Druck. Die amtliches Preise sind zwar mit 132 bis 137 RM. per Tonne gegenüber der Vorwoche unverändert, im freien Markt wurde aber bis zu 3 RM. darunter gehandelt. Am F u tte r mi t te l m a r k t blieb die relativ kalte Witterung auf den Absatz ohne wesentliche Wirkung: bei leicht nachgebenden Preisen war das Geschäft später etwas belebter. Weizenkleie 7,60, Roggenkleie 8,25 bis 8,15, Soyaschrot 10,50 bis 10.80, Palmkuchen 8,75 bis 9, Erdnußkuchen 12,50 RM. je 100 Kilogramm. An, Mehlmarkt stockte der Absatz für Weizenmehl trotz weiter ermäßigter Forderungen fast vollkommen, wogegen für Roggenmehl immerhin kleine Nachfrage, seitens der Bäcker bestand. Weizenmehl südd. 28,15 bis 29, do. niederrhein. 28 bis 28 25, Roggenmehl 22,25 bis 23,25 RM. für 100 Kilogramm. Infolge des Frostwetters wurden auch in dieser Woche keine Notierungen für Kartoffeln vorgenommen. * * Fusion Sunlicht-Elida. Nachdem Anfang d. I. die Büros der Sunlicht AG., Mannheim- Berlin, und der Parfümerie Elida AG., Leipzig- Berlin, vereinigt wurden, ist nunmehr eine Dollfusion von Sunlicht-Elida erfolgt' In außerordentlichen Generalversammlungen der Sunlicht und Elida ist am 22.12. diese Vollfusion einstimmig genehmigt und zu diesem Zwecke eine Erhöhung des Stammkapitals der Sunlicht AG. beschlossen worden. frankfurter Abendbörse behauptet. Frankfurt a. M., 23. Dez. Die letzte Abend- börse vor den Feiertagen war sehr ruhig und nur wenig verändert. Die Spekulation schien nach den Deckungen im Mittagsverkehr eher etwas Ware übrig zu haben, besonders in I.-G.-Farben und Montanpapieren, die zunächst niedriger gesprochen wurden. Dagegen lag der Elektromarkt ohne nennenswerte Tlnffätze ziemlich fest. Schuckert gewannen 1,25 Prozent, Rhein. Elektro Mannheim 1,50 Prozent, die übrigen Papiere des Elektromarktes nannte man 0,5 bis 1 Prozent höher. Für Reichsbankanteile erhielt sich das Interesse bei weiter anziehendem Kurs. Im Verlaufe sta- gnic 'te das Geschäft fäst vollkommen, Montan- werte kamen jedoch gut behauptet und z. T. sogar etwas höher zur Rotiz, während I.-G.-Farben 3/8 Prozent verloren. Am Rentenmarkt waren bei anhaltend freun- licher Grundstimmung nur wenig Umsätze zu verzeichnen, nur die Altbesitzanleihe war etwas belebter. Reubesitzanleihe 6,50, Altbesihanleihe 59,40 bis 59,25, 6proz. Stahlverein-Bonds 66,50, 4proz. Ungar. Goldrente 6,70, Reichsbank 141,13, Gelsenkirchen 52, Harpener 88, Mannesmann 617s, Klöcknerwerke 46, Rheinstahl 73,25, Stahlverein 34'78, AEG. 31,25, Dekula 110 bis 110,25, Conti- Gummi 118, I.-G.-Farben 95, Gesfürel 74,25, Lahmeyer 114,50, Rhein. Elektro Mannheim 92, Schuckert 83,50, Siemens 124,50, Rütgerswerkc 43,75, Norddeutscher Lloyd 18. Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß-5 v. H. Datum 6% Deupche Reichsanteihe v. 1921 6% cf)em.7% Dl. Reichsanl. v. 1029 5'/-9L Doung-Anlcihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablos.^Schuld mit Auslos.-Rechten ............. Desgl. ohne AuSlos.-Rechte...... 6% ebem.8% Hess. Bolksstaat 1929 trückzahlb. 102%)............ Lberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechlen ............. Deutsche Komm. Sammelab l.An leihe ©eitel mit Auslos.-Rechten 6% ehern. 8% Franks. Hnp.-Bant Äoldpse. 15 unkündbar bis 1935 6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Ban! Goldvfe. 16 unkündbar bis 1936 6y2% ehem. 4y2% Franks. Hyp. Bank-Liqu.-Psandbriese ..... 5’/2% ehem. 4>A% Rheinische HyP.-Ban^LIqu.-Gowpfe. ... 6% ehem. 8% Pr. Landespfand briesanslalt, Psandbriese 81. 19 6% ehem. 7% Pr. Landespfand briefanstaN, Pfandbriefe R. 10 4% Oesterretchische Koldrcnic... 4,20% Lesterretchlsche Silberrente 4% Ungarische Goldrenkc....... 4% Ungarische Staatsrenle v. 1910 4%% deSgl. von 1913.......... 5% abgcll. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanlelhe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie I .................... 4% deogl. Serie N............. 6% Auman, vereint). Rente v. 1903 s'/r%Rumön.vereinh.Renlev. 1913 4% Rumänische vereüch. Rente .. 1%% Anatolier............... Arantsuri a. .VI. ^erun Echluß- kurs Schluß!. Abend- börl- Schluß- lurd Schluß!. Mittag- böche 22-12 23-12. 22-12. 23-12. 76 75,75 76 76 91,75 92 91 92 76,25 76,65 76,75 77 58,25 59,25 58,5 59,13 6,45 6,5 6,5 6,45 71 71,5 71 71,5 57 57 — — 54 54 53,65 54 82,9 83,5 - — 82,65 — — — 84,9 84,5 — 84,9 85,25 — ,9,75 80,5 80 81,25 80,5 80,5 — — 10 9,75 9,75 _ I 1,05 1,1 1.2 6,6 6,7 6,4 6.6 6 5,75 6,3 — — - 6,2 6,25 6,4 4,1 4,1 4 4,1 4,275 4,1 4,2 — 4,2 4,1 4,15 4,2 5,5 5,25 8,7 — — —— 4,45 4,45 4,55 4,45 21-75 21,5 21,75 21,5 .vfotu ur. u. jjl «dmin Schluß- kurS Ech.ußk. Abend- bö^se Schlußkurs Schlußk. Mittag- börse Datum 22-12. 23.12. 22-12- 23.12. 'amburg-Amerika-Pakel ....., 16,9 —— 16,5 17,25 Samburg-Südam. Dampfschiff. 0 — — innfa Dampfschiff........... ( — — 23,75 25 Norddeutscher Lloyd .........0 — 18 17,13 17.8 A.G. für Verkehrswesen Akt. .. t 43 43,65 68,75 45,65 Berliner Handelsgesellschaft.... 4 89,4 89 89,75 89,25 Commerz- und Privai-Bank... C 53,5 53,5 53,5 53,5 Deutsche Bank und DiSconto» Gesellschaft................0 75 75 75 75 Dresdner Bank..............o 61,75 61,75 61,75 61,75 ReichSbant .................1 138,5 141,13 138,5 A.E.G......................0 29,75 31,25 29,75 31,25 Elektr. Liefenmgsgesellschast ... ö 73 - 74,65 75 Licht und Krait ............. 8 93,5 94 , 93 94 i 52,5 52,5 52,5 53 Gesellschaft für Elektrische Unter- nchmungcn............... 1 72.5 74,25 73 73,75 Rheinische Elektrizität . .....5 88 92 88,5 90,5 chuckert L Eo..............0 79,5 83,5 80,25 82,4 Siemens & Halske........... 9 121 124,5 121,5 124 Lahmeyer L Eo..............10 113 114,5 — 113,9 Buderus .......... o 42,75 43.65 43,5 43,65 Deutsche Erdöl .............4 84,25 84 83,65 84 (ticKcntinfiene!: ........... n 52,9 52 52.4 51.9 ■6 arpener................... 0 88 88 88 87,65 ■V oesch Eisen—Köln-Neuessen.. 0 — — 51,4 52 Ijc Bergbau ............... ? — —— lse Bergbau Genüsse........ 7 101,5 101,5 100.75 101 n löcknermerke ...............0 45 46 45,25 45 Mannesmann-Röhren........0 60 61.4 60,13 60,5 Mansfelder Bergbau......... 0 24 23,75 24 Lberschles. Äokswerke.........0 — 73,75 74.13 Pböntr Bergbau.............0 35 35.25 34.65 35.25 Rheinische Braunkohlen ......10 205 204 203 204 Rhetnstahl .................. 0 73,25 73,25 73,25 73,13 Frankfurt a.M. Berlin Schluß« turS Schluß! Abend- börl- Sch uß- kurs Schlußk. Mi lag. bör c Datum 22-12- I 23-12. 22-12- | 23-12- Bereinigte Stahlwerke..... (1 33,75 34,65 34 34,5 Otavi Minen ............ ... 0 15,9 15.75 15,5 15,25 Kaliwerke Aschersleben..... ... 6 107 110 106,25 110,5 Kaliwerke Westeregeln..... ... e 111,5 114 111,5 114 Kaliwerke Salzdetfurth .... ... e 168 167 168,5 3 G. Farben-Industric .... ... 7 93,4 95 93,5 95,4 Scheideanslalt............ ...IV 150,5 151 Goldschmidt ............. ... 0 26,25 27 27,5 RütgerSwerkc ............ ... 0 43,25 43.75 43 13 Melällgeselljchaft.......... ... 0 33,5 32 J5 34 33,4 Philipp Holzmann........ ... 0 55 56 55 55,65 Zementwerk Heidelberg ... ... 4 45,13 45,25 Eementwert Karlstadt...... .. 0 57 — — Wahh & Frcytag......... ... 0 5 5,25 — •— Schultheis Patzenhofer..... .. 0 99 99 Alu (Allgemeine Kunstseide) .. 0 47,25 48,75 47,13 48,75 Bemberg................ .. 0 54,5 58,5 55,5 58,5 Zellstoff Waldhof ......... .. 0 43 43 42,75 43 Zellstoff Aschaffenburg .... .. 0 28,13 28,25 27,65 27,5 Dessauer @a3............ .. 7 100 102 Daimler Motoren......... . . 0 18,25 18,5 18,5 18,25 Deutsche Linoleum ....... . 0 40,5 40,5 40,5 39,5 Orcnsleln & Koppel ....... . . 0 37.25 37,25 Leonhard Tietz........... .. 6 37 38,5 37,5 39 Ehadc................... . .12 144 144 | Griüner................. .. Ql 29,65 98 95 Mainkraftwerke Höchst a.M. .. 4 59 98.5 । Süddeutscher Zucker ...... sj 142 — 143 Devisenmarkt Berlin - Frankfurt a. M 22. Dezember 23-Dezember Amtliche Notierung Geld ! 3rie Amtliche Notierung Geld | Brie- Helstngfvrs. Wien...... Prag....... Budapest ... Sofia...... Holland .... Oslo....... Kopenhagen. Stockholm... London ..... Buenos Aires Neuhork.... Brüssel----- Italien..... Parts..... Schweiz ... Spanien.... Danzig.... Japan..... Rio de Ian. Jugoslawien Lissabon ... 6,159 i 6,171 51,95 । 52,05 12,465 1 12,485 — 1 — 3,057 3,063 169,13 169,47 72,28 72,42 72,68 72,82 76,47 76,63 14,03 14,07 0,858 0,862 4,209 4,217 58,24 58,36 21,54 21,58 16,42 16,46 80.98 81,14 34,37 34,43 81,72 81,88 0,899 0,901 0,269 0,271 5,574 5,586 12,76 12,78 Lanknoten. 6,134 51,95 12,465 3,057 169,13 71,03 72,43 76,27 13,98 0.858 4,209 58,26 21,55 16,42 81,02 34,37 81,72 0,899 0,269 5,574 12,76 6,146 52,05 12,485 3,063 169,47 71,17 72,57 76,43 14,02 0,862 4,217 58,38 21,59 16,46 81,18 34,43 81,88 0,901 0,271 5,586 12,78 Serlin, 23-Dezember I Geld Ärlel Amerikanische Noten.............. Belgische Noten.................. Dänische Noten ... ............. Englische Noten ................. Französische Noten............... Holländische Noten............... Italienische Noten................ Norwegische Noten .............. Deutsch Oesterreich, i 1OO Schilling Rumänische Noten......*......... Schwedische Noten............... Schweizer Noten................. Spanische Noten................. Ungarische Noten................ 4,20 58,10 72,06 13,94 16,38 168,76 21,49 71,86 2,46 76,10 80.84 34,23 4,22 58,34 72,34 14,00 16,44 169,44 21-57 72 J 4 2,40 76,40 81,16 34,37