'N Königs. ’®aM bin Ehebund ' ie 0-»d.tz. Wr Ferner hielt die wollgatunen, die bii und auch Toldpsand« 0.5 v. 5>. höher. "elsanleihe 5.90, M« 1128,5, "SubeniB 41.Z5 mn 55,75, Aheinftahl 33,25, Dckila 108,5, i 110.5, Licht & Kraft 96,5, Gessürel 7325, 3,75, Sch^ferhos'Dm. czugsaktien 90,60, Ko- oben ^eute S,i* 5. bis 13 J?on lf)re er Charlie A * * -«L ^[s «nzige deutsch« 9 beginnenden Lechs. ftiotiien. s*36 * " * es. Traf CT-tio. «Hesse». für den Stichtag von ch während dieser Le« 'n, a/fo in der Land- 3nbuftrie ber Steine weiterhin stärker iriyn Derben, doch vnbn°> auch noch vm Gewerbe «folftt Än> n ^udertampagne hat en Arbeitsuchenden im rßmittelgewerbe mnasgrad in der che» derindustrie mar ismäßig günstig, was rie durch Belebung der Heils jedoch nur fai(on« ning mürben 30724, 183 hauptunlerslül- : gezählt. en vorn Ende Oktober r hauplunterstugungs- sorge ist sie um iw- beiben llnterftußungs* ,e um M ergeben hat- ffnbe Oktober d.J- öirhnftiat' von drejen Ä der aus S**'i*; 1 ' hetrUfl 'N °‘r in der letzten Ä5!® —!—rs 70.« 7i,y 73,33 6,024 51.95 12,465 58,13 71,16 ,72 16-42 168,61 21,49 70,11 Ä b 34.26 3,063 169,52 70,42 71-67 73,47 13,60 0,89 4,217 58,41 21,59 16.505 81,0« 34-46 81,98 0,851 o K s.E 12,78 3,057 169,18 13,76 0,893 4.2Z 58.29 21-55 16,465 80,92 34-40 81.82 0,849 ,29 ,634 12.76 58^ 71,44 13'73 16.48 169'49 21-S 70,39 239 73.45 81'M 313® jränffT^. 2JWmfEt 6,036 52,05 12.485 fl. . Hr. 277 Erster Blatt. 182. Jahrgang Donnerstag, 24s. November 1932 Lrlchernl tSgltd), außer Sonntags und feiertags. Beilagen: Die Illustrierte Siebener Famllienblütter Heimat m Bild Die Scholl» Manatr-Bezvgrpretr: Mit 4 Beilagen 915.1.1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Zernsprechanschlüsse anter5ammelnummer2251. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Stehen. Postscheckkonto: Zranlsurl am lilaln 11686. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhesfen Druck und Verlag: vrühl'fche UniverfitSlr Buch- und Steinöruderei H. Lange in Stehen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulstrahe 7. Annahme von Lnze.gen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8. auswärts IO Reichspsennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzoorschrist 20“,, mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange: für Feuilleton Dr H.Tbyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein undfür denAn- zeigenteil i.B.TH.Kümmel sämtlich in (Kiezen. Oer Kampf umdenWeichselkorridor Mit lebhaftem Interesse hat die Oeffentlichteit von einer Entschließung des Zweckverbandes nord- ostdeutscher Industrie- und Handelskammern Kennt- nis genommen, in welcher auf die Unhaltbarkeit des jehigen Weichselkorridors mit größtem Nachdruck hingewiesen und die Dringlichkeit einer befriedigenden Endlösung betont wurde, da sie für das Wirtschaftsleben der an den Weichselkorridor angrenzenden deutschen Gebiete als entscheidend betrachtet werden müsse. Die starke, mit Aufwand ungeheurer Geldmittel geführte Propaganda der polnischen Gesandtschaften ckm Auslande, die umfangreiche Versendung von Schriften und Büchern an öffentliche und private Stellen in den einzelnen Ländern kann den Vormarsch der Wahrheit und die Erkenntnis der Not- wendigkeit einer Revision der O st grenzen nicht mehr aufhaUen, besonders nachdem englische Parlamentarier und Journalisten Gelegenheit hatten, aus eigener Anschauung die heutigen Zustande in der Ukraine kennen zu lernen, und deshalb sogar eine Denkschrift auf staatsrechtliche Loslösung der Ukraine von Polen beim Völkerbund cingereicht haben. Die scharfen Angriffe der polnifchen Presse gegen diese Stellungnahme der öffentlichen Meinung Großbritanniens haben diese Ansichten in England nur verstärkt, wie insbesondere die kürzliche Erklärung von Lloyd George in Orford erkennen läßt, der die Rückgabe des We i ch sc l korridors an Deutschland als das wichtigste Moment der Jxiedensberuhigung bezeichnete. Da er gleichzeitig betonte, daß die Frage des Korridors und Danzigs nicht mehr aus der Diskussion über Abrüstung und Sicherheit in Europa verschwinden dürfe, so haben diese Worte in ganz England um so größeres Aufsehen erregt, als Lloyd George selber zu den Unterzeichnern des Friedensvertrages gehört. Die Enttäuschung, welche der neugegründete polnische Staat durch seine feindliche Einstellung gegen die Bedürfnisse der Weltwirtschaft und seine eigenen naturgegebenen Wirtschaftsbedürfnisse zu- gunften einer rein militärischen Machtpolitik brachte, konnte nicht besser zum Ausdruck kommen, als daß man die natürliche Handelsstraße zur Ostsee, d i e Weichsel, um deretwegen das Korridorgebiet an Polen abgetreten wurde, vollständig versanden ließ und jetzt den natürlichen Ausfuhrhafen Polens im Freistaat Danzig mit allen Mitteln durch den Wettbewerb des neuerbauten Hafens Gdingen abzuwürgen sucht. Hätte Polen die Mittel, welche für den Ausbau des Hafens von Gdingen und feiner Eisenbahnverbindungslinie mit Oberschlesien ausgewendet wurden und die man heute auf insgesamt 650 Millionen Zloty beziffert, zum Ausbau der Weichsel verwandt und auf diese Weise zur Verbesserung seines Seehandelsverkehrs beigetragen, dann hätten Polen die Erwartungen der Schöpfer des Versailler Friedensvertrages erfüllt und gezeigt, daß es gewillt ist, an den Aufgaben der Zivilisation und des Welthandels teilzunehmen. Seitdem aber Polen feine wahren Ziele im Weichfeikorridor durch die unnatürliche Abdrängung des Seehandels in den Hafen von Gdingen, lediglich zur Schädigung Danzigs, dargelegt hat, ist der Widersinn des Weichselkorridors und des Freistaa- tes Danzig auch den Urhebern des Versailler Vertrages klar zum Bewußtsein gekommen. Großbritannien kann auf die Dauer nicht tatenlos zusehen, wie das Korridorgebiet unter polnischer Der- waltung nur noch zu politischen und wirtschaft- lichen Kampszwecken dient. Die Zufuhr von M u n i t i o n s t r a n s p o r t e n für die steigende Riesenrüstung der polnischen Armee muß angesichts der heutigen Abrüstungsbestrebungen die größte Beunruhigung Hervorrufen, und die Durchführung eines ungeheuerlichen Kohlendumpings der polnisch oberschlesischen Kohle gegen die englische auf den skandinavischen Märkten hat zu einem erheblichen Teile die Arbeitslosigkeit in England und den Rückgang des englischen Kohlen- absotzes verschuldet. Wenn in den letzten Monaten der Warenumschlag von Gdingen denjenigen des Danziger Hafens bereits überflügelt hat, dann sieht man bereits, bis zu welchem Maße die wirtschaft- liche Abwürgung des durch den Versailler Friedensvertrag unter dem Schutz des Völkerbundes stehenden Freistaates Danzig gelungen ist. Der Warenverkehr über die Daizzig-polnische Seegrenze ist in den ersten neun Mo' den dieses Jahres um 2,5 Millionen Tonnen geringer gewesen als in der gleichen Zeit des Vorjahres. Don diesem Rückgang ist der Danziger Hafen mit 2,3 Millionen Tonnen betroffen, mäl)tenb auf Gdingen nur ein Rückgang pon 177 000 Tonnen entfällt. Von dem polnischen seewärtigen Warenverkehr giügen in den ersten Monaten des Jahres 1931 62,1 v. H. über Danzig und 37,9 v. H. über Gdin gtzll. In der gleichen Zeit 1932 betrug der Anteil Danzigs nur noch 51,8 v. H., dagegen der Anteil Gdurtzens bereits 48,2 v. H., und in vier Monaten dieses Jahres ist der Güterumschlag Gdingens größer gewesen als derjenige Danzigs Diese Tatsachen müssen gerade in der öffentlichen Meinung Großbritanniens um so stärkeres Befremden her- oorrufeni, als die Entscheidungen des Sachverstän- digenausfchusses des Völkerbundes vom September 1932 besagen, daß der Danziger Hafen imstande ist, neben seinem eigenen auch noch den gesamten Güterumschlag Gdingens auf- zunehm. en mit Ausnahme des Umschlages von Kohle und einiger Lebensmittel, deren Umschlag das Vorhandensein von Kühlhäusern voraussetzt. Der verweigerte Zahlungsaufschub. Das europäische Echo der Hooverschen Entscheidung in der Schuldenfrage. Roosevelts Standpunkt. Schulden halien mit Reparationen nichts zu tun. N e u y o r k, 23. Nov. (WTB. Funkspruch) Während seiner Rückreise nach Atlanta erklärte Roosevelt im Zuge, die Schuldnernationen könnten sich mit der amerikanischen Regierung am zweckmäßigsten und wirksamsten auf diplomatischem Wege in Verbindung setzen. Er sei der Meinung, daß e i n einzelner Schuldner jederzeit Ge- l e g e n b e i t haben sollte, seinem Gläubiger tatsächliche Vorstellzingen zu unterbreiten, denen der Gläubiger immer höfliche wohlwollende und gründliche Erwägung zuteil werden lassen sollte. Er stimme mit Hoover vollkommen überein, daß es sich bei den Kriegsschulden um Darlehen handelt, die in der Annahme gewährt wurden, daß sie zurückbezahlt werden würden, daß jedes dieser Darlehen für sich erwogen werden sollte, daß Vereinbarungen über die Zahlungsfähigkeit nicht getroffen werden sollten, und daß die Schulden mit Reparationen nichts zu tun haben. London ist zuversichtlich. London, 24. Nov. (WTB. Funkspruch.) Die Morgenblätter zeigen keine Neigung, die gestrige Erklärung Hoovers über das Schuldenproblem allzu tragisch zu nehmen. Der allgemeine Eindruck ist, daß der Präsident die Tür zu weiteren Verhandlungen nicht geschlossen hat; man rechnet sogar mit der Möglichkeit, daß schließlich doch n.cht auf der Zahlung der Dezemberrate bestanden werden wird. Man erwartet ferner, daß d'e britische Regierung ohne Verzug in einer ergänzenden Note gewichtige Argumente für Gewährung eines Zahlungsaufschubs anhängen wird. Auf jeden Fall hält man es für sicher, daß Amerika bei den im nächsten Jahre fälligen Zahlungen keine rein negative Haltung einnehmen wird, und zwar, wie „Times“ in ihrem Handelsteil bemerkt, schon aus dem Grunde, weil die Regelung dieses Problems Voraussetzung für den Erfolg der Wellwirtschaftskonferenz sei. Enttäuschung in Paris. DaS Lausanner Abkommen sott nicht ratifiziert werden. Paris, 24. Nov. (WTB. Funkspruch.) Zu der amerikanischen Ablehnung der Moratoriumsgefuche schreibt Journal“, wenn auch die Entscheidung des Präsidenten Hoover nicht völlig unerwartet gewesen sei, werde sie doch in Europa eine sehr lebhafte Enttäuschung auslösen. Das Vertrauen, das in Lausanne aus der moralischen Gewißheit entstand, daß die Lasten, die sich aus den Regierungszahlungen ergeben, endlich zu Ende feien, erhalle einen schweren Schlag. Selbstverständlich könne wenigstens für den Augenblick von einer Ratifizierung der Lausanner Abkommen nicht mehr die Re d e sein. Auch die Bemühungen der Stresa-Konferenz seien paralysiert worden. Die Wettwirtfchaftskonferenz könne als auf u n - bestimmte Zeit verschoben angesehen werden. Von den Rückwirkungen auf den Sterlingkurs brauche man wohl nicht zu sprechen. * Ministerpräsident Herriot erklärte einer Abordnung der Vereinigung französischer Kaufleute und Industrieller, er stehe und falle mit der Möglichkeit, das Budgetdefizit von 8 Milliarden ^ranken zu decken. Man müsse jetzt endlich Klarheit schassen. Opfer seien unerläßlich. Er werde vom Parlament ein Gesetz fordern, daß nach Herstellung des Budgetgleichgewichts künftig keine Ausgaben ohne entsprechende Einnahmen mehr bewilligt werden dürfen. Nur so könne man zu gesunden Verhältnissen kommen. — Um dem Außen- Handelsdefizit zu begegnen, sei es feiner An- sicht nach wünschenswert, die Handelspolitik auf Gegenseitigkeit zu stellen. Zu diesem Zweck beginne man mit der Revision der Handelsverträge. Als Deutschland die Streichung der Reparationen verlangte, habe es im Handelsverkehr mit Frankreich einen jährlichen Ueberschuß von 3380 Millionen Franken gehabt. Frankreich dürfe nicht, weil es zahle, das Opfer derer wer» den, die mit ihm Handel treiben, und, während sie bei ihm kauften, hofften, d i e Zahlungen schuldig bleiben zu können. Konzessionen Frankreichs würden als Schwäche ausgelcgt werden: denn in den nationalen wie in den internationalen Beziehungen wisse man Konzessionen nur zu schätzen, wenn sie von einem Starken geführt würden. @(6riflli$e3ea!itootiungber§iflerft6en9enl|[6tifi Berlin, 24. Jloo. (OB. Funkspruch.) wie wir erfahren, ist die Entscheidung des Reichspräsidenten dahin gefallen, daß die ünl- roor t an Adolf Hiller schriftlich erfolgen soll. Es ist anzunehmen, daß das voraussichtlich umfangreiche Dokument die Auffassungen Adolf Hitlers in sehr eingehender Form widerlegt. 3n politischen fireifen wird erwartet, daß die Antwort im Laufe des Spätnachmittags übergeben wird. Die Antwort wird in der Form eines Schreibens des Staatssekretärs Meißner erfolgen, da auch das gestrige Schreiben Hitlers an Staatssekretär Meißner gerichtet war. Die Reichspressestelle der NSDAP, teilt mit, daß die in einem Teil der Presse heute verbreiteten Meldungen, wonach Adolf Hitler dem Herrn Reichspräsidenten die Bildung eines Präsidialkabinetts als Minderheitskabinett auf der Basis der Harzburger Front vorgeschlagen habe, unter Ausschluß anderer politischer Gruppen, die sich für eine nationale Konzentration zur Verfügung stellen, falsch seien. Ferner wird vom Bureau des Reichspräsidenten mit allem Nachdruck erklärt, daß der Herzog von Loburg in keiner weise in irgendeine Verbindung weder mit dem Reichspräsidenten noch mit Staatssekretär Meißner noch mit Oberst von Hindenburg getreten ist. Zurückhaltung des Stahlhelms Berlin, 24. Nov. (CNB.) Die Kreuzzeitung, die der Bundesleitung des Stahlhelms nahesteht, schreibt zu den Bemühungen einer Neubelebung der Harzburger Front: Die Idee eines gemeinschaftlichen Handeln aller Kräfte des nationalen Deutschlands ist gerade von den überparteilich eingestellten Organisationen dieser Front, vor allem vom Stahlhelm, uneigennützig gefördert worden. Damals waren es die Nationalsozialisten, die im Rausch der bei den parlamentarischen Wahlen crziehlten Zahlen den Gedanken des gemeinschaftlichen Zusammen- gehens a d l e h n t e n und mit den einseitigen Diktaturansprüchen hervortraten. Im Augenblick besteht keine Möglichkeit, die Harz- burger Front wieder wirksam zu machen. Selbstverständlich bleibt sie als Fernziel der nationalen Bewegung bestehen. In der jetzigen Lage bleibt nur der eine Weg übrig, daß der Reichspräsident eine Persönlichkeit feines V e r- t r a u e n s mit der Kabinettsbildung beauftragt und daß diese neue Regierung völlig unabhängig von allenParteibindungen und Mehrheiten ihren Weg geht. Die künftige Entwicklung der nationalen Bewegung und ihre Heranführung an die unmittelbare Mitwirkung im staatlichen Leben erblicken wir darin, daß eine wirkliche Präsidialregierung mit durchgreifender Initiative alle die Hemmungen beseitigt, die heute noch zahlreich vorhanden sind. Sine private Fiinsniächtekoiiserenz in Gens ? Gleichberechtigung und Sicherheit gleichzeitig auf der Tagesordnung? Genf, 24. Vov. (Täl.) Reichsauhenminister von Venrath besuchte den Präsidenten der Abrüstungskonferenz, Henderson, und darauf den Kabinettschef Mussolinis, Baron 21 l o i s i. Die Unterredung mit Henderson hat nur informatorischen Charakter getragen. Die Besprechung mit Aloisi ergab von neuem die weitgehende Liebereinstimmung zwischen Deutschland und Italien in der Gleichberechti- gungsfrage. 3n maßgebenden englischen Kreisen wird heute versichert, daß die mit größtem Bachdruck jetzt von Simon geführten Verhandlungen sich immer stärker in der Richtung einer Fünf- mächtebesprechung bewegen. Man nimmt an, daß anfangs der nächsten Woche die Vertreter Deutschlands, Englands, Frankreichs und Italiens unter Hinzuziehung eines amerikanischen Beobachters xu gemeinsamen, jedoch inos fizieNen fortlaufenden Beratungen zusammentreten werden, um die Gleich- bcrechtigungsfrage nach der formalen und materiellen Seite hin zu klären. Man versichert, daß mit Rücksicht auf die kleinen Mächte diese Besprechung nur als private Verhandlungen erklärt werden solle. Die französische Re >ng lehnt eine Beteiligung an der Fünsmäch e- chung grundsätzlich nicht ab. Die Verl. i g des Hauptausschusses auf unbe.....mite Frist wird in allen internationalen Kreisen jetzt als der deutliche Beweis dafür angesehen, daß die Abrüstungskonferenz ohne die Teilnahme Deutschlands vollständig lahmgelegt und arbeitsunfähig ist. „Echo de Paris“ berichtet, daß Frankreich gegen das Versprechen, d i e Sicherheitssrage gleichzeitig mit dem Problem der Gleichberechtigung zur Diskussion zu stellen, zu einer Fün - fertonferenjbereit sei, die nächste Woche beginnen würde. Notwendigerweise müsse Frankreich sich auch über Artikel 160 des Versailler Vertrages aussprechen, der die Rolle des deutschen Heeres definiere. Das Blatt will erfahren haben, daß die deutschen Delegierten wahrscheinlich nicht an einer Fünferkonferenz teilnehmen würden, auf der die Sicherheitsfrage angeschnitten werde. Getreu ihrer Verhaltungslinie würden sie erst dann an diesen Verhandlungen teilnehmen, wenn sie i m voraus den Grundsatz der Gleichberechtigung durchgesetzt haben würden. Neben diesen Maßnahmen sucht heute Polen gegenüber den Entscheidungen des Völkerbundes eine noch stärkere Mißachtung zu zeigen, indem es durch Ausrufung eines Boykotts gegen Danziger Waren die Wirtschaft des Freistaates zu unterhöhlen sucht und trotz der am 13. August getroffenen Danzig-polnischen Vereinbarungen den Boykott in verschärfter Form fortgesetzt und nur Waren aus Danzig herein- läßt, die von polnischen Zollinspektoren eine besondere Genehmigung erhalten haben. Polen hat durch diese Maßnahmen trotz der im Versailler Friedensvertrag vorgesehenen Zollunion zwischen Danzig und Polen in Wirklichkeit eine eigene Zollgrenze gegen Danzig aufgerichtet. Interessant ist in diesem Zusammenhang, daß Polen jetzt auch noch aus eigener Machtvollkommenheit eine Seegrenze gegen Danzig festzusetzen sucht, um auf diese Weise den Freistaat von allen Seiten vollkommen abzudrosseln und chn zur Eingliederung in den polnischen Staat zu zwingen. Mit dem fetzt geplanten Angriff a u f die Danziger Währung, durch den der polnische Zloty den Danziger Gulden ab 1. Dezember 1932 für Zahlungen im Verkehrswesen auf Grund eines polnischen Dekretes ersetzen soll, wird auch innerhalb des Freistaatgebietes der Grad sichtbar ge- macht, bis zu dem die Danziger Hoheitsrechte trotz Völkerbund und aller internationalen Verträge untergraben worden sind. Oer Mandschureistreit in Gens. Erregte Debatten. — Oer Lyttonbericht soll ergänzt werden. Genf, 23. Nov. (TU.) In der öffentlichen Ratssitzung am Mittwoch gaben die Vertreter von Japan und China erneut stundenlange Erklärungen ab, die sich in erster Linie auf Fragen der Vergangenheit beschränkten. M a t s u o k a trat besonders scharf den chinesischen Erklärungen entgegen, daß Japan feit Jahrhunderten planmäßig eine Eroberungspolitik verfolge. Japan habe niemals an eine Eroberung Chinas gedacht. Die angebliche Denkschrift des früheren japanischen Ministerpräsidenten Tanaka über weitgehende japanische (Eroberungspläne sei eine bewußte Fälschung. Die Boykottbewegung Chinas gegen japanische Waren sei eine verschleierte Fortsetzung b e s Krieges. Sie richte sich keineswegs allem gegen Japan, sondern gegen alle ausländischen Mächte und bezwecke, Zugeständnisse von den Mächten zu erhalten. Die ausländerfeindliche Bewegung in China fei gleichmäßig gegen alle Mächte gerichtet. Der Völkerbund müsse sich jetzt mit diesen außerordentlich ernsten Fragen befassen. (Eines Tages könnte die chinesische Bewegung zu einer Wettgefahr werden. Wellington Koo antwortete mtt schwersten Vorwürfen gegen Japan. Die Behauptung Japans, daß seine Politik nur auf die Wiederherstellung des Friedens und die (Einigung Chinas gerichtet gewesen sei, erscheine angesichts der Beschießung Schanghais und der Besetzung weiter ostchinesischer Gebiete kaum vorstellbar. Die berühmte Denkschrift Tanakas sei vielleicht eine Fälschung, jedoch in jedem Fall nur eine japanische Fälschung. Die von Japan aufgeworfene Frage der japanfeindlichen Haltung des chinesischen Volkes könnö' vom Völkerbund erst dann geprüft werden, wenn sämtliche japanischen Truppen endgültig die Mandschurei verlassen hätten. Die japanische Darstellung der chinesischen Boy- kottdewegunH entspreche keineswegs den Tatsachen. Am Schluß der Sitzung kam es zu einer erregten Geschäftsordnungsaussprache. Der Ratspräsident de Valero beantragte eine neue Einberufung des Lyttonausschusses mtt der Aufgabe, den Lytton-Bericht aufgrund der Erklärungen der japanischen und chinesischen Vertreter zu prüfen und zu ergänzen. Mutsuoka lehnte ein solches Verfahren scharf ab. Lord Lytton erklärte jedoch, daß er den Ausschuß selbst zu einer Sitzung einberufen werde. Der Ausschuß habe zu prüfen, ob eine Erklärung und Ausgestaltung des Berichtes notwendig sei. Die Verhandlung wurde dann vertagt. In maßgebenden Dölkerdundskreisen besteht die Absicht, bereits in der nächsten Zeit die außerordentliche Vollversammlung des Lölkerdun- Aus der Provinziaiyauptstadt n. Meinetwegen auch auf Englisch! M. A. Proteflversammlung der oberhessischen ländlichen Kreditgenossenfchasten. Die roten Laternen von Nantes. Bretonische Autonomiebestrebungen in der einigen und unteilbaren französischen Republik - Wie Krankreich seine Minderheiten behandelt. Gietzrner Wochenmarktpreise. u n' 24.0lob. Es kosteten aus dem heu- Süßrahmbutter 133 Pf. das ^-^utter 130. Kochbutter 100. Statte 25 Kasebbis 10. Wirsing (gelb und gLn) ^Err^^^Zkraut 6 bis 8. Rotkraut, Gelbe Ruben, Rote Ruben, je 8 bis 10, Spinat 15. Haussammlung für die Winternothilfe! 3ur Versorgung der hilfsbedürftigen Kamillen unserer Stadt mit Lebensmitteln und vekleiduogs- stücken aller Art braucht die Winternothilfe fortlaufend Geld. Die bisherigen dankenswerten Spenden haben schon manche Rot lindern helfen, aber trotzdem bleibt noch sehr viel zu tun. Um wenigstens den dringendsten Erfordernissen entsprechen zu können, muh jetzt die Geldsammlung bei allen Mitbürgern durchgeführt werden. Freiwillige Sammler und Sammlerinnen werden heute mit dieser Sammlung beginnen. Gebe jeder nach besten Kräften! Iede Spende wird mit Dank angenommen. Das Bewußtsein, dem hilfsbedürftigen Rächsten auch mit dieser Spende beigestanden zu haben, wird allen freundlichen Gebern zur inneren Befriedigung werden. HelstalledurchdieGetdspen-e! unmoguct) konnte der Kaiser diese politische Nieder- age und persönliche Beleidigung seiner selbst und stiner Tochter hinnehmen. Doch baten nach einer Niederlage bei Salins die Franzosen um Frieden. Karl gab das Artois und die Freigrafenschast Burgund heraus, behielt aber die Bretagne als Gemahl der Herzogin. Seine Nachfolger vereinigten sie 1532 mit Frankreich. älnter-Kohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 15, Rosenkohl 20 bis 25, Feldsalat 80. Zwiebeln 8 bis 10. Meer- rettich 35 bis 63, Schwarzwurzeln 25 bis 33, Kartoffeln 3, Aepfel 18 bis 35. Dirnen 23 bis 35 Dörrobst 35 bis 43, Honig 43 bis 45, junge Hähne 70 bis 90, Suppenhühner 60 bis 80. Gänse 65 bis 75, Enten 80 bis 90, Rüsse 35 bis 40 Pfennig das Pfund; Tauben 50 bis 60 Pfennig das Stück Eier, ausländische 12 bis 14, inländische 14 Blumenkohl 30 bis 60, Endirien 8 bis 15. Ober^Kohl- rabi 8 bis 10. Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 15 Sellerie 10 bis 35; Radieschen 12 Pf. das Bündel- Kartoffeln 2,50 Mark der Zentner, Weißkraut 3* Rotkraut 5 bis 6, Wirsing (gelb und grün) 4 bis 4,50, Aepfel 15 bis 25 2Karf. Taten für Donnerstag, 24. November. 1632: der Philosoph Baruch Spinoza in Amsterdam geboren; — 1801: der Dichter Ludwig Bech- stein in Weimar geboren. Bornotizen. _ ~ Tageekalender für Donnerstag. Oberhessischer Geschichtsverein, Hessische Bereinigung für Volkskunde: 20.15 Uhr, Hörsaal des Kunst- wissenschaftlichen Instituts, Lichtbilder-Dortrag über den Hüttenberg. — Neuer Saal der Krippe: 20 Uhr, giory‘ aufgetragen wird, während das Abendessen durch den Zazzsänger (der mit der .süßen Stimme" und der „fabelhaften Aussprache) verschwenderisch gewürzt wird, indem wir jetzt schon zum lveißig- Iten Male Horen: „1 smash them and crack them“. Smash heißt. Zerschmeißen, zerstoßen, zerschmet- teim. Crack bedeutet: Aufreißen, knicken, aus- stoßen, zerbrechen, verrückt machen. 1 Ist ein Hammer, daß die Technik es dem Manne mit der süßen Stimme bisher noch nicht ermöglicht hat, seine Drohungen wahr zu machen! Oft aber entsteht eine heillose Verwirrung, wenn die drahtlosen Drähte verwechselt werden! Tann wird die Harmonie unseres drahtlosen Henns empfindlich gestört. Dann ereignet es sich auch manchmal, daß Sicherungen durchbrennen, Werl Karlchen eine sogenannte Zwischenschaltung machen muß. Denn Nähmaschine, Heizkissen und drahtloser englischer Unterricht, die meistens zu- sammenfallen, müssen aus einer einzigen Steckdose gezapft werden, älnd eine Steckdose ist schließlich auch nur ein Mensch, um diesen Sinnspruch der äleberbelastung zu gebrauchen. W:nn dann aber altes summt, schnarrt, jazzt, knarrt und fiedelt, sehe ich manchmal heimlich nach, ob die letzten Raten der Unfall- und Feuerversicherungen auch schon gezahlt sind. Man kann me wissen, zumal aus dem Eisschrank kürzlich ein mächtiger Funke herausschlug, der mit der darm aufbewahrten Leberwurst Wohl kaum in ursächlichem Zusammenhang stand. Zn den Drähten dieses drahtlosen Haushalts habe ich das Aergern und das Wundern verlernt. Ich warte nur auf den Tag der Erfüllung: Daun ist der Lautsprecher mit einer finger- überzogen während aus dem Kühlschrank der Brautchor aus „Lohenarin" schmettert. hinsichtlich ihrer Grenzen von den gegenwär- t'g bestehenden Friedensverträgen a b h ä n g e n. England, so erklärte Churchill unter Beifall, müsse sehr vorsichtig sein, um nicht über seine Stellung hinaus in die europäische Struktur verwickelt zu werden. Er habe die größte Achtung und Bewunderung für die Deutschen, aber man müsse den Tatsachen ins Äuge sehen. Jedem Zugeständnis, das man Deutschland gemacht habe, sei eine neueForderungaufdernFußegefolgt. Die deutsche Äugend verlange nicht nach Gleichbe- rechtiguna, sondern nach Waffen. Wenn sie diese Waffen habe, dann würden sie die R ü ck q a b e der verlorenen Gebiete und Kolonien verlangen. Frankreich sei zwar bis an d i e Zahne bewaffnet, aber bis ins TZ a r t Pazifist i s ch D-'e Beseitigung der gerechten Beschwerden der besiegten Staaten müsse der Abrüstung der Sieger vorangehen. Gleiche Rüst v n g e n herbeizuführen, während diese Beschwerden unverändert bestehen blieben, würden einen ".euen europäischen Krieg bedeuten. Es wäre viel sicherer, Fragen wie den Danzigers Ar.0 r f L"0 r kaltblütig wieder zu eröffnen und die Atmosphäre zu beruhigen, solange die Siegerstaaten noch eine große Ueberlegenheit hätten. England wurde weniger Gefahr laufen, wenn es für Die ^’L^er gutmadjuna dieser liebel anstatt für bie Abrüstung eintrete. Abrüstung könne es nur bei neuen Garantien fordern. Unsere Nachbarn im Westen feiern gegenwärtig ben 400 Jahrestag der Bereinigung der Bretagne mit Frankreich. Diese Bereinigung war in Wirklichkeit eine Einverleibung durch Gewalt und Vertragsbruch. Aber noch nie hat Frankreich zugegeben, irgendein Grenzgebiet nicht rechtmäßig in Besitz genommen 3u haben. Denn nach seiner Theorie liegen sie alle ja innerhalb seiner natürlichen Grenzen. Erst vor kurzem sprach bei der Einweihung des Turenne- denkmals in Türkheim der französische Generalstabs, ches W e y g a n d von Turenne als dem ersten „B e freie r ' des Elsaß! Die Bretagne konnte nicht gut von den Deutschen befreit werden. Denn sie war ein völlig selbständiger Staat, ehe sie französisch wurde. Und doch war sie Anlaß eines deutsch-französischen Krieges. Kaiser Maximilian verlobte sich nach dem Tod seiner ersten Gemahlin mit Anna Herzogin der Bretagne Seine Tochter aus erster Che weilte damals in Paris als Verlobte König Karls VIII. von Frankreich, der ihre Mitgift, das Artois und die Freigrafenschaft Burgund bereits erhalten hatte. Wahrend Maximilian in Ungarn Kneg führte, fiel Karl 1491 plötzlich über die Bre- tagne her und Zwang die Herzogin, ihn zu heirate Unmöglich konnte der Kaiser diese politische Riebe Das 400jährige Jubiläum dieser Einverleibung wurde schon im August gefeiert. Der Ministerpräsident Herxiot hielt mehrere Reden des Inhalts, daß erst die Vereinigung mit Frankreich der 23re» Icgne Gluck und Wohlstand gebracht habe. Das völlige Aufgehen der Bretonen im französischen Volk roeröe dies Glück für immer verbürgen. Vorsichts- Jalber hatte man als Ort der Feier die kleine Stadt V a nn e s gewählt, nicht Rennes, die Haupt. Bretagne. Denn seit einigen Jahren haben sich die Bretonen wie die Minderheiten Frankreichs immer mehr auf sich selbst besonnen und lassen sich nicht mehr alles sagen. Vor dem Krieg waren alle Minderheiten Frankreichs ohne politiiche Bedeutung und machten keine Schwierigkeiten Sie hatten zwar alle ein starkes Heimatgefuhl, konnten aber die Beachtung ihrer «spräche und Sitten in den Schulen, vor den Ge- h-™ Vg? • nicht durchsetzen. Bis nach rnhk fdlritt ?lc Französierung ziemlich ra,ch fort. Mit der Erwerbung von Elsaß- Vot-ringen wurde das anders. Seitdem "besteht Frankreichs Bevölkerung nur noch zu 90 Pro- £enl aus Franzosen 4.2 Prozent oder 1,7 Mil- liönen finb Deutsche, 3,2 Prozent oder 1,3 Millionen sind Bretonen der Rest sind Italiener, Flamen, Katalanen und Basken. Den Elsaß-Lothringem mußten Zugeständnisse für fccn Gebrauch des Deutschen gemacht werden die zwar durchaus ungenügend sind, aber ein gänzliches Novum in der Haltung Frankreichs gegen feine £I.?!rnn,5uW$en Bürger bedeuten. Der Erfolg der Elsaß Lothringer hat den Autonomiebcstrebungen der anderen Minderheiten Frankreichs neuen An- trieb gegeben. Sie traten zu gemeinsamen Tagunci-n zusammen und entsandten zum großen Zorn der französischen Presse Beobachter auf die Kongresse der europäischen Minderheiten in Genf. Besonders Dip -Bretonen wurden sehr rührig. Denn auf sie Durfte auch das Beispiel der Iren, die wie die Bretonen kellischen Stammes sind. Allerdings sind ihre Autonomieforderungen nicht so weitgehend. Nur ein Heiner $re,5 unter ihnen fordert für die Bretagne tm Rahmen des französischen Staates eine ähnliche Stellung, wie sie Bayern im Reich hat. Ernst zu nehmende Wunsche sind aber nur: Pflege der b r c t o n i f d) e n Geschichte und Sprache in Schulew Die Erhaltung der Sprache hat auch N. »r!indung °°n bretonischen Zeitungen und Zeitschriften Fortschritte gemacht. Die Seele der Be- wegung ist Frances Dubeauoais in feiner ^ei- hing Breiz-Atao. Deren Bestrebungen werden ge= Snnb Umstand. daß di- Bretagne ein Cnnb von betont katholischer Eigenart ist, was sie schon einmal während der großen Revolution i m r.kri ?e.r Chouans in Gegensatz zum übrigen Frankreich brachte. ö 1 Wünlck,^. großen französischen Presse sind die Mansche der Bretonen nie ernst genommen worden ?ieidirh??Set ^.'"ltellung, die alle Individuen als ■ r^af^tct, kann auch gar nicht verstehen wie ein Volksteil auf Grund seiner Verschiedenheit von 3m eila^h^ Vorteil besondere Rechte verlangt. 2 ?1«9 '0 auch ^st der Bildung besonde- nn*PÄ!$Cr Parteien bedurft, um das Verlangen rrQU -?nam e ben Franzosen verständlich zu ^en- sind die bretonischen Autonomisten n??£><>n d9f ?an betrachtet sie als Sonderling, ohne aurh nlrf?n?aK9Jm.?olL Wirklich ist ihr Anhang £ro&' bes Einflusses der französischen Schulerziehung. Aber doch haben schon leite ber ge" Mozart-Abend der Gesangschule Herta Meyer. — Gießener Wohnungsbau-Genossenschaft, 20 Uhr, Eass Leib, Generalversammlung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der schwarze Husar". — Astoria- Lichtspiele, Seltersweg: „Jimmys Millionen" und „Don Manuel, der Bandit". T Dom Konzertver.ein wird uns gc- schrieben: Das nächste, zweite Aboirnementskon- z^rt findet am Sonntag, 27. Rovemoer, 17 älhr in der Oteuen Aula statt. Frau Maria Linz, die gefeierte Geigerin aus Drrlin, wird, häufig und dringend geäußerten Wünschen folgend, sich wie- der in Gießen hären lassen, wird, wie vor sock^ fahren, wieder „alle mit sich reißen und in ihren 2?ann zwingen", wie die damalige begeisterte Bo sprochung von ihr sagte, älnd ein viclgestaltioes Programm hat sie sich für uns ausgesucht. — Auf Bachs Partita folgt die Kreutzersonate. 3m dritten Deil bringt sie Pergolesi, Dussek und Tartini. im 4 Paganini, Francois, Schubert und Brahms. Am Flügel wird Paul Meyer aus Frankfurt walten. So verspricht diese Veranstaltung etwas ganz Besonderes, wie ja überhaupt das diesjährige Konzertprogramm, unter einem guten <5tern fte^en^, Ramen von ganz besonderem Klang Vorsicht. Es sei heute schon darauf hingewiesen, ^rß der nächste Konzerttag uns wieder Lubka K ol e s s a , die schon in den Anfängen ihrer Laufbahn zu den allerersten Pianistinnen gezählt wurde, und deren junge Schwester Christia bringen wird. Christia, die 16jährig, schon als Cel- listin Triumphe gefeiert hat, wird von der älteren Schwester begleitet werden. Heber Programm. Abonnement usw. altes Rohere bei Ernst (SbaU her, Reuen Weg 10 und in den Anzeigen. — Drucksachen - Ausstellung und Bo rtrag im K r a u s m ü l l e r s a a l. Der Bildungsvcrband der deutschen Bu -drucer, Ortsgruppe Gießen, und der Ortsverein „Ty'pogra- bbia' veranstalten im Krausmüllersaal des Orts- gcwerbevereins eine Ausstellung von Drucksachen aus einem Wettbewerb der Feldmühle-Papierfabrik. Die Ausstellung ist am Samstag von 15 bis 20 älhr und am Sonntagvormittag für den allgemeinen Besuch geöffnet. Am Samstag, 20 llfcr, spricht Herr Albinus (Frankfurt a. M.) über das Thema .Mechanisierung, Typisieruna und Rationalisierung." 8 Aus aller Welt Bfatigcs Tlarfjfptei einet verhinderlen Berfteigerunq. °r ?.aÖe.n war in Polomka im Bezirk heben b*e Durchführung einer gerid)t= d erh in hVw k 1 r? n 8 durch die Bevölkerung hnrm?fhinbr V ^°^en. Die Gendarmerie hatte daraufhin sieben Bauern verhaftet. Ate sväter weitere Verhaftungen vorgenommen werden sollten geriet die ganze Umgebung in Aufruhr. Mehrere bunbert Dauern zogen mit Stöcken, Latten, Dresch. flegeln und Heugabeln bewaffnet nach Polomka umzingelten den Ort und griffen die Gendarmerie an. Mehrere Gendarmen wurden verwundet Nach mehrmaliger vergeblicher Aufforderung an b«e Menge die Angriffe einzustellen, lieh der Kommandant der Gendarmerie eine Salve abgeben Dabei wurden zwei Bauern getötet und mehrere andere, zum Teil schwer, verletzt. Drahtseilunglück in Siebenbürgen. — Jünf lote. Wie aus Klausenburg gemeldet wird, wollten auf r l»Gr J00*1 Transportzwecken dienenden Drccht- seilbahn bei Äovaszna fünf Personen einen Ausflug ms Gebirge unternehmen. Der Maschinenmeister rourbe leboch von einem Unwohlsein befallen und |tur3te auf eine Bremsvorrichtung, wodurch sich ein mit Holz beladener Förderkorb bergabwärts in Bewegung fetzte. Ueber einem 1400 Meter tiefen Ab- grunb stießen beide Förderkörbe zu-! ammen und stürzten in die Tiefe. Alle fünf In- fassen des bergwärts fahrenden Korbes fanden den •LOD. I l bildeten Schichten den Wert des eigenen Volkstums erfannt Auf die Ansprachen Hsrriots in Vannes antwortete der Bischof von Quimper als Vertreter der Betonen. Er ist kein Autonomist. Aber er machte sich in seiner Rede die Vorbehalte der Autonomisten zu eigen: Wahrung der Tradition des Landes und seiner Eigenart, Lebensrecht feiner Sprache. , Bereits diese maßvolle Entgegnung dämpfte die franzosiiche Festesfreude. Sie verflog ganz, als bekannt wurde, daß zur selben Stunde in Rennes das Denkmal zur Erinnerung an die Einverleibung ber Bretagne i n d i e 2 u f t g e f p r e n g t worden ar? d-e französische Eigenliebe aufs empfindlichste. Die Schriftleiter des Breiz-Atao wur- den verhaftet. Sie mußten wieder freigelaffen wer- Öen, weil auch jeder Schein ihrer Beteiligung an der Sprengung fehlte. Es kam zu erregten Erörterungen der autonomistischen Forderungen in der Presse oie ernst zu nehmen, konnte man sich immer noch nicht entschließen. Ein bequemer Ausweg ward gefunden zugleich eine Gelegenheit, den Deutschen eins I auszuwischem Der „Temps" behauptete, daß die bretonischen Autonomiebestrebungen auf Anstiftung ber autononiiftifcben Elsaß-Lothringer unb ihrer deutschen Hintermänner zurückzuführen seien Her- F10 t nannte bie Autonomisten Jbioten, die mit iri° ^en Methoden arbeiteten. Nur der ,Oeuvre" ein -Blatt, das Hcrriot ziemlich nahesteht, sagte merkwürdigerweise klar: „In der Bretagne sind liebel- ftanDe vorhanden. Tun wir etwas zur Abhilfe" Diese Stimme blieb vereinzelt. Eine neue Feier in Nantes wurde geplant, um Den Eindruck der Dentmatefprengunq 3u oerwiichen Die Sprengung der Bahnstrecke nach Nante!, war die Folge. Sie hat noch weit größeres fischen erregt Wie sich inzwischen durch die Auf- Pflanzung zweier roter Laternen als Warnungs- fignaf herausgestellt hat, ist sie kein A ft end tatsverfuch auf Herriot, sondern nur eine neue Demonstration der bretonischen Autonomisten oder genauer einer radikalen Gruppe unter ihnen' Sie rooUfen ber Oesfentlichkeit zeigen, daß Frankreich doch nicht so „Ilm? et indivisible" ist wie es behauptet. Wiederum haben die Franzosen die Schnstteiter des Breiz-Atao verhaftet, wieder richten I id) erregte Zornausbrüche gegen Deutsch- l a n d. Sie sind völlig ungerechtfertigt. Die Behauptung, der Journalist Körber, „ein Agent Hit- ters , fei der Anstifter und Geldgeber der Attentäter, hat schon unter Dem Druck der Tatsachen wie- der aufgegeben werden müssen. Wenn die Franzosen Hernots Rat befolgen, auf den Widerhall der Tat in einer gewissen Auslandpresse - womit bie putsche gemeint ist -, zu achten, werden sie sehen, Gewaltanwendung zur Erreichung kultureller Ziele in Deutschland nur auf Tadel und Be- bauern trifft. Aber genau so wird bei uns bedauert M Frankreich die kulturellen Belange feiner Min° franaöfrfdje hress- d-h-mp. tet fo oft, daß Deutschland die nationalen Minder- • Ö,nL.9te! untragbar sei. Bon Reichs wegen wolle man den ländlichen Genossensu-asten Hilie bringem in Hessen komme man mit einer nachträa- li0en Besteuerung. Einmütig fand fügende Entschließung Annahme: „Die heute im Hotel Hopseld stark besuchte Der- rfaSm lLn^ oberhessischer landwirtschaftlicher Kreditaenossenschaften erhebt aegen bie nachtrag, liche Heranziehung der Geschästeguthaben zur Ge- werbesteuer einmütig Protest. Die Nachforberung arSfcÜ Caä *ir hlC ^üblichen Genossenschaften eine große Harte, eine weitere Belastung ber Kredit- MfHrhp 2rlC ?Essornmlu.ng richtet an^ben Verbanb ^'.'sicher lanbw.rtichaftlicher Genossenschaften bas ^rMex\bkci den maßgebenden Stellen hX J“; Wirken baß bie nachträgliche Anforderung rückgängig gemacht wirb. Aufgabe bes Verbandes muB f6 lc,n- eine Abänderung des hessischen Ge- müste^^ Xi'Auch in Hessen Jri «h bict.?.cf^(jt59ulI)abcn der Genossenschaften als abzugsfahige Schulden gelten " Generalsekretär Dr. Hillemann (Darmstadt) " oopj1 "och einen lehrreichen Vortrag über die v */ "od Verwendung ber Steuergutschcine. uB mRm. *!!■ A0^* x$,ss u*en brmber- ' Ni"X8^: izen. lNlung Schilfe! *Nn Jamffi«, ^«Mdbup. »Jttigtn 1)«««»^ 1101 ■inbtm hqw, le9t viel zu hin. Ihn :en rrfvkdnnilseu em. 1)1 die allen Mitbürgern ^willige Sammler und ule mit dieser 5amm« eöet nach besten tvird mit Dank ange- - dem hilsrbedürstigeu spende beigestanden zu >en Gebern zur inneren ieGeldspende! chule Herta Meyer - enossenschast, 20 Uhr, lung. - Lichtspielhaus, je Husar'. - 8Ilona- nmys Millionen' uni) rein toid) uni ge- K WoiMmMsion- .Tiowoet, XL Lhr. ^MünL'^z, die (in, wird, ^wsig und Heu salzend, sich wie« l, wird, wie vor sechs ich reihen und in ihre« imalige begeiKerte De, Und ein vielgestaltiges ins ausgesucht. -N mhersonate. 3m dritten 'ussek und Tartini, tm Hubert und Dcahms. eyer aus Franksun Veranstaltung etwas überhaupt das dies- unter einem guten [atu besonderem Mnq n daraus hlngevic^i, ig uns wieder Lubka , Ansängen rhverLaus Pianist iimn geMl chMsterSMabrm. jährig, stgan als S6 wird M der altem, ’ lieber Prvgranun. He« bei Smst Shab 7fcn Anzeigen. Äellung M» niüllersaal.^ Ott# s-jS ^nfjp Samstag. " tfffiSä «I^SS sä n E' V »'äb,Ä*.w LS»»--- rsreute h boi uns Seweis, da» ^u5- r gut< Ä bkiandclS BTÄ mit uf‘ *5' ^ekles-Musik- und Bivlinbaukasten, die Stucke für Blockflöte mit Violine, Cello und Klavier, die Svpran-Arie von Händel und seine Klamer- sonate in A-fDloU. Endlich ber erste Satz aus Beet- hovers Biolinjonate D-Dur und bas zum wohlge- luRfl/yien Abschluß gebrachte Konzert von Ditters» dort für Klavier, mit Begleitung von zwei Dio- lineo und Cello. Die Ortsgruppe Dietzen kann auf evFje'n schönen Abend zurückblicken, und man darf bcffen, daß ihm noch weitere gleichartige Darbte- tun gen folgen mögen. ■** Fe st nahmen. Der Polizeibericht meldet: Aus Grund eines Ausschreibens des Staatsanwalt, lcht.st Münster (Westfalen) wurde vorgestern ber Kaufmann Heinrich Leifkes aus Münster wegen schwerer Urkundenfälschung unb Betrugs hier festgenommen. Gestern mürbe ber Maurer Lubwig Schmidt aus Krofdorf, zurzeit ohne Wohnung, wegen Unterschlagung unb ber Kaufmann Karl Oskar Staus aus Siegen wegen Fahrgelbhinterzie- bung unb Betrugs verhaftet. Alle brei würben bem Amtsgericht zugeführt, bas Haftbefehl gegen sie er- liC** Erloschene Seuche. Das Polizeiamt teilt mit: Die Rotlaufseuche in dem Schweinebestanb des Landwirts Heinrich Noll VII., Gießen, Neustadt Nr. 47, ist erloschen Die Gehöftsperre ist aufgehoben Obermebi$indirof Dr. Werner t. WSN. Darmftabt, 23. Noo. Im Alter von 50 Jahren ftarb heute Im hiesigen Krankenhaus nach vorangegangener Operation ber Direktor ber Landes-Heil- und Pflegeanstalt Heppenheim, Ober- mebizinalrat Dr. Werner. Auszeichnung eines Marburger Gelehrten. WSA. Marburg (Lahn). 23. Aov. Der Direktor der Marburger Klinik für Ohren-, Aasen- und Halskrantheiten, Prof. Dr. Affs - morde, ist von der Kaiserlich-Leopold.nischen- Karolingischen Deutschen Akademie für Naturforscher in Halle in Anerkenn ung seiner hervorragenden Arbeiten auf den verschiedensten Teilen seines Fachgebietes zum Mitglied gewählt worden. G. A.-Gpori. Siadtmannschast Gießen-Borussia Fulda L Das Spiel ber aus ben ersten Mannschaften von VfB. und Soieloereiniguna 1900 gebildeten Stabt- mannschaft Gießen gegen die Ligaelf von Borussia Fulda wirb von Schiebsrichter Kunze- Gießen geleitet. Der Kampf beginnt um 14.30 Uhr auf dem Walbsportplatz des VfB. Eintrittskarten sind im Vorverkauf erhältlich. Näheres ist aus ber heutigen Anzeige ersichtlich. , FC.Teuwn Watzenborn-Steinberg wahenbora-Sleinberg I — 1900 (Stehen II verlegt. In Anbetracht besten, bah Spieloereinmnng 1900 unb VfB. Gießen für ben kommenben oonntag in Borussia Fulba einen erstklassigen Gegner verpflichtet haben, andererseits bie Zusammenarbeit zwischen Stabt unb Land gefördert werben soll, hat ber FC. „Teutonia" Watzenborn-Steinberg ber Verlegung bes Spieles Watzenborn-Steinberg I S 1900 II, bas am Sonntag auf bem Platz in berg ftattfinben sollte, unter Zurückstellung aller Bedenken, zugest mmt. Den Mitg»iebern von „Teutonia" wie auch den Anhängern des Vereins, insbesondere aber ber Mannschaft, soll daburch Gelegenheit gegeben fein, bem Spiel auf bem Wald- sportplatz in Gießen beizuwohnen. Oberbeffen. Landkreis Gießen. z Großen-Linden, 23. Aov. Um di« Aot der Wohlfahrtserwerbölosen zu mildern, hat man auch hier Aotstandsarbeiten in Angriff genommen. Es sollen Waldschneisen chauffiert werden. Die Arbeiten des freiwilligen Arbeitsdienstes (Ausbau von Feldwegen) sollen demnächst beendet werden. Auch die Arbeiten der Kolonne des Iungdeutschen Ordens sollen eingestellt werden. Diese Gruppe hat hervorragende Arbeit geleistet, di« auch vom Cöertretcr des Aeichsarbeitsamtes in Berlin aus Anlaß einer Besichtigung anerkannt und als vorbildlich bezeichnet wurde. 68 wäre bedauerlich, wenn gerade diese Gruppe, deren Mitglieder aus Klein-Linden, Großen-Linden, Gießen, Lützellinden und Leihgestern stammen, auigelöst werden müßte. 2nzw.sa)«n ist ein n e u e r 21 n t r aa a u f Genehmigung einer weiteren Maßnahme geitcllt worden, dem aber nur dahingehend entsprochen wurde, daß die angefangene Ecpneise fertiggestellt werden soll. 2lm kommenden Samstag veranstaltet die Kolonne des 3 u n g » deutschen Ordens in der Gastwirtschaft Schaum einen Theaterabend. Durch die Mitglieder des Freiwilligen Arbeitsdienstes gelangt ein Singspiel zur Aufführung, ferner werden oberhejs.s^e Gedichte in Mundart zum Dortrag gelangen. Eine Musillapelle konzertiert. — Dieser Tage wurde im hiesigen Walde mit den Holzhauerarbeiten begonnen. — Bei einer im hlcs.gen Waldrevier abgehaltenen Treibjagd wurden neun Hasen und drei Tkehe geschrien. * Staufenberg, 23. Noo. Bei der hiesigen Bürgermei st erwähl am vorigen Sonntag erhielten der bürgerliche Kandidat Landwirt Wilh. Reuter 288, der sozialdemokratische ftanbibat Heinrich Vogel 250 unb der Kommunist Heinrich Linker 35 Stimmen. Landwirt Wilh. Reuter ist demnach zum Bürgermeister gewählt. 4 Staufenberg, 23. Noo. In ber hiesigen Feldaemarkung bis ^ur Gießener Straße wurde die diesjährige T r e i b 1 a g b ab gehalten. Im ganzen würben 47 Hasen, 4 Rehe unb 4 Fasanen geschossen. Das Iagbgebiet gehört bem hiesigen Burg- wirt B i e r a u. z. Rödgen, 23. Nov. Da ber (Bemeinberat beschlossen hat, größere Wegearbeiten im freiwilligen Arbeitsbien st ausführen zu (offen, unb da diese Arbeiten aufgenommen werben sollen, sobald bie Genehmigung des Arbeitsamtes oorliegt, hielt der Direktor des Arbeitsamts Gießen, Regierungsrat Dr. Sues, vor einem Kreis interessierter Männer unb Iungmänner unseres Dorfes einen Vortrag über „Sinn unb Ziel des frei- willigen Arbeitsdienstes". Zunächst zeigte er, wie sich die Tätigkeit der Arbeitsdienstwilligen dis jetzt für Oberbeffen ausgewirkt hat. In 500 Arbeits- vorkommen haben 11000 junge Menschen Arbeit gefunden: augenblicklich sind 4100 eingesetzt, durch- schnittlich sind es 30 Prozent aller Arbeitsuchenden, die beschäftigt werden können. Durch ihre Tätigkeit flössen 1,6 Millionen Mark in bie Provinz Ober- Hessen, nimmt man noch bie 1,3 Millionen Mark dazu, die durch bie Notstunbsarbeiten hereinge- kommen find, so ergibt sich eine Summe, bie von hoher wirtschaftlicher Bedeutung ist. In seinen weiteren Ausführungen fetzte such der Redner mit ber Frage auseinanber: „Was bebeutet bie Dauer- arbeitslosigkeit für den einzellnen, die Wirtschaft, bie Familie unb den Staat?” unb schloß mit dem Wunsche, daß die deutsche 3»fünft uns auch wieder einen Aufstieg bringen möge unb wir den ©tauben an die Zukunft nicht verlieren möchten. In Rodgen soll ber W e g nach 21 n n e r o b als Straße ausgebaut unb außerdem noch zahlreiche Wegver- befferungen burchgesührt werden. w. Oppenrod, 23. Aov. 3n der hiesigen Go markungsjagd, zu der auch der Wald gehört, wurde die diesjährige Treibjagd abgehalten. Geschossen wurden zwölf Hasen und 1 Aeh: von dem Abschuß von Safancii wurde abgesehen. )( L ich, 23. Aov. Gestern abend fand im .Holländischen Hof" der erste evangelische Haferjllocken in Packungen oder Tüten von 1 Pfund erbittet in dieser Woche bie Pfundspende der Gr auen-Winterhilfe Die Zustellung der Pftmdpakete wirb auf Wunsch btt Hausfrauen von ben LLbensmittelgeschäften aus direkt an bie Sammelff die erfolgen. Annahme: Alte Klinik, parterre, rechts, Montag», Mittwochs und Jteitags, oon 9 bi» 12 Uhr. Männ«rab«nd dieses Winters statt. Pfarrer D r a u d t sprach über ,.Di« Strafrechtsresorm im Licht der christlichen <äittcnlehre, Abschaffung der Tl^>esstrafe oder Beibehaltung?" Der Vortrag fand «in« s«hr ang.eregte Aussprache. — Bor einigen Tagen sprach im Rahmen eines Gemeindeabends im Gemeindesaal Missionar Guth von der Leipziger Mission aus Grund langjähriger Tätigleit in Uebersee über „Land, Leut« und Mission in Ostafrika". Der Vortrag fand durch schäm'. Lichtbilder eine wertvolle Ergänzung. Kreis Friedberg. # Kirch-Göns, 23. isiov. In einer ber letzten Nächte wurde im Gehöft diees hiesigen Einwohners ein Einbruchsdiebsto hl verübt. Die Diebe stahlen 2 Hasen, 2 Hähne itüb 2 Hühner. Da sie bie Tiere erst schlachteten, tonnten bie Täter unbemerkt durch ben Garten entfommrn. In der Nachbarschaft nahmen sie einige Wäschestücke mit. Nachforschungen sind im Gange. Kreis Schotten. □ Laubach, 23.Roo. Das Hessische Hei- matwerk, Abteilung Oberhessen (Gießen), ver- aonftaltete am Samstagabend im Saale des Gasthauses „Zur Traube" eiruen Gemeinschaftsund Konzertabend. Die Begrüßungsansprache hielt Bürgermeister H ö g h. Den Teilnehmern wurde ein gudes Programm geboten. Der erste Teil des Konzertes bestand in klassischer Musik. 3m zweiten Telle wurden volkstümlichere Darbietungen zu Gehör (l>rbracht. Fräulein Käthe Gärtner (Kkein-Lindeuji brachte mit ihrer gut ausgebildeten Stimme eji.!rige schöne Lieder zu Gehör, die in ansprechender Weise von Pianist Julius Hahn (Gießen> begleitet wurden. Das Strei horch ste. fej e sih aus den Gie'e e: St ten Schreiner, Weimer, Dahmer und T Heist zusammen. Cand. theoL Seipp, der Geschäfts- suhrcr des Hessischen Heimatwerk^s in Oberhessen, richtete ernste Worte an die Arbeitsdienst willigen und bat sie, an dem Wiederaufbau des Dater- latides mitzuwirken. Der Leiter des Arbeitsamts Gießen, Regierungsrat Dr. D u e S . berichtete sodann über die Entwicklung des Freiwilligen Arbeitsdienstes im allgemeinen und über den derzeitigen Stand in Oberhessen. Zwischendurch trugen Arbeitsdienstwillige Gedichte und eine Früh- stücksszene aus ihrer Arbeitsstätte vor. Allen Mitwlrkenden, denen lebhafter Beifall gespendet wurde, dankte Bürgermeister H ö g y. Mit dem gemeinsamen Gesang des Deutschlandliedes sand die in allen Teilen gut gelungene Veranstaltung ihr Ende. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt bie Rebaktion bem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Die Straße Großen-Linden —Hörnsheim in schlechtem Zustand. Die Straßenverhältn^se auf dem Hess ischen Teil der Provinzialstraße Grohen-Lin- den — Hörnsheim lassen sehr zu wünschen übrig. In ihrem jetzigen Zustande gleicht die Straße einer frisch vor dem Walzen eingedeckten Chaussee. Di« Straße stellt einen Hauptverbindungsweg des Hüttenbergs nach der Bahnstation Grvhen-Linden, bzw. nach Gießen dar und muß von Hunderten von Passanten zu Fuß, zu Aad und im Auto benutzt werden. Unter diesen Umständen wäre eine Verbesserung der Straße dringend notwendig, zumal in den letzten Tagen öfters beobachtet werden konnte, daß Aad- und Kraftfahrer auf diesem Etrabenteil Reifenschaden erlitten. Ein Kraftfahrer. Wettervoraussage. Die Nordmeerstörung wirkt sich weiterhin auf unser Wetter aus. Teils fließen ziemlich müde Luftmassen nach dem Festlanb, denen dann kalte nach- folgen, wodurch ber Witterungscharakter wechselhaft und unfreundlich bleibt. Es werden öfters noch djauerartige Niederschläge auftreten, die den Ber- zen Schnee bringen. Die Temperaturen sind eben- alls gewissen Schwankungen unterworfen, sie werden aber, da späterhin kalte Luft der Rückseite die Vorherrschaft bekommt, niedriger als die letzten Tage zu liegen kommen. Bei Aufklaren gehen sie i.i der Nacht unter den Gefrierpunkt zurück. Aussichten für Freitag: Unbeständig, wechselnd bewölkt mit Aufklaren, weiterhin Schauer, Temperaturen schwankend, im Durchschnitt ziemlich kalt. Aussichten für Samstag: Immer noch wechselhaftes Wetter. Lufttemperaturen am 23. November: mittags 7,4 Grad Celsius, abends 6,2 Grab, am 24. November: morgens 4,3 Grab. Maximum 7,5 Grab, Minimum 1 Grad. — Erdttmperaturen am 23. November: abends 4,6 ®rab; am 24. November: morgens 3,2 Grab Celsius. — Nieberschläge 6,2 mm. (Schluß bes redaktionellen Teil».) warum heule erst recht wieder Dr. Thompson'» Schwanpulver? Bereits seit über 50 Jahren ift Schwan-Seifenpulver in bem bekannten roten Paket bewährt unb begehrt. Unb boch ist Dr. Thompson's Schwanpuloer zum Waschen und Scheuern heute erst recht modern, weil es neben höchster unb scho- nenber Reinigungskraft besonbers preiswert unb sparsam ift Unb wer müßte heute nicht sparen! Versuchen Sie auch einmal als Haushaltsetfe bie reine, milde Schwan-Seife. 6477A Stein, sie beisst Die Zigaretten Raucher der billigeren Marken schätzten früher an ihrer Sorte eine gewisse Schärfe,während die Freunde der 5und 6 Pf.- Zigaretten das «Mild- aromatische liebten. OBERST, noch immer nach dem Rezept einer 5 PfrZiga- rette hergestellt,hat nun mit grossem Erfolg die mildaromatische Richtung in die 3 /3 Pf.- Preislage hineingetra- gen.cWerden doch ca. 165 Millionen OB ERST im oflonat geraucht! OBERST die 3 /3 Pfg-Zigarette * nprD CT "beider nach teurerJtarken Jlrt U D L II ü 1 süfa ,/Hili)e mit A ROMA paart. eA gißt- 1 - L 8274V entrL itam »rteitng, den LS.November, ab 10 Uhr verkaufe ich im „Löwen", Neuenweg 28: Waschtische, Kleider- ».Wäscheschränke, Küchentische, Küchenschr., 3iodelschlitt. Ab 2 Uhr versteigere ich bestimmt: Herrenanzüge, Ätäntel, Wein, 1 fuge, Ladentheken, Eclgemälöe, movhone, Schreibmaschinen u. JLndwig Hartmctz, Auktionat Tarator, Neuenweg 28. W M ■ । W ■toj «mjräJL / 1' xw -J ■■ 4 eß Jhren Verkauf durtk alle Bäckereien und Le kaimitteltMchUte. FranMiirterMIllilenwerRe Geörflflerf olfl,FranMnrt/M. Feinste Fisch-Filets Rotaugen, Zander, Hechte Heilbutt Forellenstör ran 7752 V Sonnta; -ff, den 27. Nov. 1932 (1. Ad- ibends 8 Uhr, ün Caf6 Leib vent), al unserer ün Bootsbau». Preis-Abschlag für Weihnachts-Bäckerei: Pfd. 8251 A 0.32 Hessisches Amtsgericht. 2. 3. da> 4. Maragogype - Mischung. 5. 0.75 0.80 8277 D 6 am 8121 A WERRFORUCKSACHEN ’■ K« . Brühl’sche Druckerei 0.55 0.65 0.70 060 0.70 0.75 0.17 0.21 0.24 0.25 am fle. da- Weizenmehl, >Blütenmehl<. WeizenmehL »Spezial 0«...... Weizenmehl. »Rheinstem« .... Weizenmehl. »Edelmarke« .... V.R.6 1913 Gemeindeabend derMatthäusgemeinde Fischhaus ,Cuxhaven' Marktstraße 23 826?a Telephon 2417 schätzt 274 NM.; Flur 7, Nr. 1U0 = 2483 qm Acker J. H. Fuhr Sonnenstrabe 25 25. XI. 1« ü.: Arb. T. in, : Bor. 1. An- Stets frisch gerösteter KAFFEE neue und erste Mischungen: lieber unsere Straft Schauspiel in zwei Aufzügen von Björnstjerne- Björnson. illllllllllllllll'.llllllllilllllllD Tagesordnung: Eingänge, Aufnahme neuer Mitglieds Lollar und Metz!os-Gehaag, den 23. Nov. 1932. Die Beerdigung findet Freitag. 25. November, nachm. 3 Uhr. von der Leichenhalle aus statt. _ ______________________________82 6D erwartet 817$d der Vorstand. nach 8c Ccl, Handelsgesellschaft mit be-1 chränkter Haftung, in Gießen fol eingetragen. Die Firma ist erlösche Meßen, den 22. November 1932. Außerdem empfehlen wir besonders preiswert: Kokosnuß, geraspelt....................Pfd. Heute morgen 4 Uhr entschlief sanft nach kurzem schweren Leiden unsere liebe Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante Fräulein Frieda Bingel im 40. Lebensjahre. Die trauernd Hinterbliebenen : Conrad Bingel und Frau Familie Lehrer Ernst Geißler. Mitglieder, decken Sie Ihren Bedarf im eigenen Geschäft! — Sie sparen Geld! Warenabgahe nur an Mitglieder! Die amtsgerichl Fiche Verfügung ist an der Ortstafel, Bo.r-gstraße 20, Stadthaus, zur Einsicht ausges^ängt. Gießen, den 24. Oktober 1932. I A. des hessischen 1 Amtsgerichts Gießen: Leo, Orts; lerichtsvorsteher. Ansprachen — Musikalische Darbietungen — Adventsspiel: „Wir sind die 3 Könige mit dem Stern“ (Münchener Laienspiele), gespielt von der Spielschar der Jugendvereinigung der Matthäusgemeinde. Die Gemeinde wird herzlich ein geladen. Eintritt frei. Programme zu 10 Pfennig am Saaleingang. Die Männer- und Frauen-Vereinigung der Matthäusgemeinde. 8269D SMMLi.S Pfund 3» Pf. Mk Md.4Z Pf. Landbrot der echte 4-Pfd.- Laib 65 Pf. flGOalljfecli Liebigstraffe 66 Tel. 3685 [»2720 Flur 7, Nr. 179 = 137 qm Acker auf dem Aulwgg^ hinter dem Weiher, ge- Gerichtsvollzieher k. A. in Gießen Bahnhofstraße 1511. 8264D Am 19. November, abends 9.00 Uhr. entschlief nach schwerem Leiden unsere hebe, treusorgende Mutter Schwiegermutter, Großmutter, Schwägerin u.Tante Frau Katharina Hermann geb. Schar mann im Alter von 72 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Maria Geller, geb. Hermann Wilhelm Geller Ernst Hermann Charlotte Hermann, geb. Fischer Willy Hermann Elise Hermann, geb. Hecht Karl Hermann Else Hermann, geb. Bepperllng und 10 Enkelkinder, Gießen, Marburg, Wetzlar. Heimarshausen, Neuyork, den 23. November 1932. 8i68D Die Einäscherung fand in der Stille statt. Zwangsversteigerung 82/32 Am Donnerstag, dem 1. Dezember 1932, vormittags 9 Uh c, werden im Amls- gerichtsgebäude zu Gießen, Zimmer 107, die nachstehenden, im Grundbuche von Gießen der lUa.de Appel, geb. Moll, Witwe des @eorg, Appel III. in Gießen, zugcschriebenen (Grundstücke versteigert: 1. Flur 7, Nr..'91 = 1244 qm Bauplatz am unterste n Weiher, geschätzt 3732 Reichsmark; Konsumkafiee 1..........’/4Pfd. 0.50 anstatt 0.55 Konsumkaffee 2...........%, , Costarica-Mischung.......% , Feinste Java-Perl-Mischung % . Allerbeste Costarica- Also sprach Herr „Linse“: ; Es ist fOr uns Amateure Interessant anzusehen, wie sich die Photo-Fabriken gegenseitig übertrumpfen. Zuerst kam ; die Agfa - Preis - Box für 4.— Mk., jetzt kommt gleich Volgtlflnder mit seiner ! „Brillant“ zu 19.50 Mk. - Das Ist aber auch ein Apparfltchen I Potz-Tausend! Optik 1: 9, Spiegelsucher In BlldgröBe usw. Bessere Weihnachtsgeschenke gibt es nicht 1 Kommen Sie doch gleich mal zu Rosinen, Sultaninen, Korinthen. Haselnuß - Kerne und Mandeln Weiterer Preis-Abschlag Nur bis Weihnachten u.v. a. und selbst, geschützt 4966 RM.; Flur 9, Nr. 85 = 262 qm Acker Schlangenzahl, auf dem Aulweg, schätzt 524 RM.; Flur 9, 311.81 i = 4863 qm Acker Seiner f Aman von Klothil Copyrightby Martin 24 fortlefiunfl SF-^w schon A Dnh toofi nicht m? S Iflt neuer en '"■Mu t Erika BW Nm sjp geanM Nen eSS d>i» J e suhlte stieg kSS] Koniiimverein Gießen u°d Umgegend, e. G. m. b. H. 8257 a selbst, geschützt 9726 RM.; Flur 9, Nr. 13 2 - 2075 qm Acker Schlangenzahl, beim Zollstock, geschätzt 2075 RM. 7556D Mül. MM Nabe der Kliniken od.Bahnhofaib 1.12. zu mieten gesucht. Lchriftl. Ang., unt. 06893 an d. G. A. j Stellenangebote | TagesmäfliiieD gesucht. 06890 Löberstvaste 6. sobl. vulsrd. ( mssd iiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiin Schöne 2-Zimmer-Wolin. zu vermieten obsss Heuchelheim, Ernstslrane 21. | Mietgesucne 3-4-zimnißr-wonnuD beschlagnahm efr,ab 1. Januar gesucht. Schr. Ang. m. Preis u. 06887 a. d.G.A. Suche für sofort 3 Zimm. m. Köche Schriftl. Ang. unt. 06898 a. d. G. A. Gießener Konzertverein Sonntag, 27. November 1932, 17 Uhr, in der Neuen Aula der Universität Zweites Konzert MÄRTA LINZ aus Berlin (Violine). Am Klavier: Pani Dieyer aus Frankfurt Werke von Bach. Beethoven. Pergolesi. Dussek, Tartini, Paganini, Schubert und Brahms. 4 Waschkommoden (Rohbau). 8. Freitag ■ Monn. Die Versteigerung findet bestimmt statt. ' -'^wohnliche Preise LNetrrel An erste Stelle aus hochherrfchaftlicheS TÖpfpktiv K ßprv Rentenhaus ttt Gießen werden | **BlcnIIV H. UcrZ, 20 000.— Mark gesucht I Ba<*Hauheia, Iv* Söllst.Mslll|,lellsül8WlWMl teÄ'Äc<®iü,n6E°nan äta ®°a,en‘ item & logier, München._________mmv rüMf’le^Peobaduun- L,cuncyen._________mmv kürzte, Beobadnun- Bekanntmachung. 'äerti^a nung * v ° Be- In unser Handelsregister, Abteuung A 'veisrnai in @ traf- wurde eingetragen: 8254DI xit£u,ti”™iJlra!.6 ^ 2lm 13. April 1932: die Firma Otto m,?bl ®obd & Co. in Gießen. Gesellschafter fini): ~^777^7” Otto Gobel, Kaufmann in Gießen, und IMfljälffiL Otto Gobel Ehefrau, Mathilde geoorene lOßC'VuuO IHDtl ttppel daselbst. Die offene Handelsgesell-1 auf 1. .vcroothel. schäft hat am 1. April 1932 begonnen. I Schrift!. Ang. unt. Am 9. November 1932 bei der Firma 106858 an d. G. A. pfeiffersche Luch, und fiunsthandlung,'-- ' Inhaber Otto pfeifier in Gießen.- Die Firma ist geändert in Pfeiffersche Univer- sitatsduchhandlung Otto Pfeiffer. Am 10. November 1932 bei der Firma TB. Lc G. Schuchard in Gießen: Der Teilhaber Wilhelm Schuchard in Gießen ist, infolge Ablebens ausgeschieden. Unsere Monats oer» Am 11. November 1932: a) bei der fammlg. findet irus° Firma 3oh. Lolch. Noll in Gießen. Bern ÄT4”e,fern^'S Kaufmann Dr. jur. Adolf Carl Arnold Noll tn Gießen ist Prokura erteilt, b) Bei ZtklW, 25. 11. 32 der Firma L. Löwenstein in wieseck: abends 8', Uhr im Firma nebst Geschäft ist auf Leopold Lä- Hess. Hof statt. *2«d wenstein Witwe, Berta geb. Loder, inisC "" Wieseck als Alleininhaberin übergegangen.1 Der Otto Bloch Eheftau, Paula geb. Löwenstein, in Wieseck ist Prokura erteilt. Am 14. November 1932 bei der Firma Wilhelm Herbert in Gießen: Firma und Geschäft sind mit Wirkung vom L Nooem-. - ... - . der 1932 und unter Ausschluß der lleber- g M,afrhr ;£;ndle-' nähme der im Betriebe des Geschäfts seit- iinnTu Unnoommhinn her begründeten Forderungen und Der- ünülichkeiten und dem Rechte der Weiter-1 • - - - ührung der seitherigen Firma auf Karl Herbert Ehefrau, Paula geb. Schulz, in Gießen fibergegangen. . u c —- _ Am 17. November 1932 bei der girma Dr. Eisenach & Gran in Gießen: Die18abIr-l^en Sefu* Firma ist erloschen. Am 21. November 1932 bei der Firma | n„i 7 ff V Otto Göbel & Eo. in Gießen: Otto ®öbel I PPhPQ PP.yPPp || ist mit Wirkung vom 16. April 1932 aus 011,1,60,61 1616,U der offenen Handelsgesellschaft ausgeschie- eS tffnunb die Frag öil'L be5 Krieges Mittei-nachte ! WEZ defensiv. urü> »"«F1 5 eine 61 K je «Hoben » x-Lr° Eag dadurch von Mm ÄÄÄ gen, wankend geworbt Lesen, über andere 2 sagte Ribot im Jaftl llrteile und gleichzeitig Meinung lind nun h für das historische At Müsse der Ttaatslenk« >oqe an einem ma Schicksal der pi Vermittlung im oer die Schuld an d iu beantworten. Schor rich hat die Behau; eine Friedensmöglichkl habe, bestritten, und ji iverden neuer Duett suchung des Grafen vorragenden Kämpfers demselben Ergebnis. G dis November.) Non vornherein ist bß die Entente, die s oberunaszwecken vorb ihren Zielen jurüdge Handlungen und Der lassen an Deutlichkei Ruhland rechnete engen, österreichische Deutschland, Fran das Laargebiet und ftaat, England ot Italien auf Sübt zerschlagen und bas dem Kriege burd) ein trieg bauern niebergelj hnnung mürbe bie Ens Wn Staat, der ein Dcrständigungssrieden Januar 1916 verhäng Leiter der englischen ' einer amerikanischen klarte sich bereit - du m seinen Denkwürdic Elsaß-Lothringens un jur See, was nur au' familien-Drucksachen Verlobungsanzeigen Vermählungsanzelgen Geburtsanzeigen bei Brühl. SchulstraBe 7 (Vermietungen | 3-^immer-Wohng. NäheGiebenz.verm. Wo? sagt die Ge- schäftsst.d.Gieh.Anz. Der Bechstein-Konzertflügel ist v.Piano- । haus Schönau, Seltersweg. Eintrittskarten 2. 3 und 4 Mark bei Ernst Chalher und abends an der Kasse. Stu- . dentenkarten 1 Mark bei Herrn Sekretär «ItolO« | Ritter und im neuen Studentenhaus. «soD Gelegentzeitrüsos!! 11/26 PS-(5hevrolet- ; Limousine in;tadel- toier Verfassurng svottbillig z»u verkaufen. «308 A $££!£ Zentra HANSA —— GIESSEN Unsere Lebensmiflel-Abteilung steht unter ständiger Kontrolle eines Nahrungsmittel-Chemikers! RM. Hartgrieß- «— Schnittnudeln * vh 1 Ptund.....RM. eUU Finn.Emmenthal. RM. Fettheringe ä «■ in Tomatensoße ■ yh ’A-Dose .... RM. »&U 20 13 25 45%, vollfett 1 Pfund .... Sultaninen 1 Pfund.....RM. Margarine K 1 Pfund.....: Camembert A A 20%,halbf.,ca.100g* II 1 Stück .....RM. • I U Ällg.Stangenkäse B A 20% halbf.,i.Pcrg. ■ flll 1 Pfund.....RM. • lU Dürkheimer r a Feuerberg excl.Fl.e rill 1 Flasche .... RM «UU Voüreis 1 Pfund.....RM. Westf .Mettwurst ■ 7f| 1 Pfund.....RM. • I U Zervelatwurst 1 (111 1 Pfund.....RM. I lUU Edamer Käse FF 20%, halbfett • 1 Pfund.....RM. lUU Verkäüte Fxcelslor feiMfalfäzeh Nr. 277 Zweites Blatt Gletzener Anzeiger (Seneral-Anzetger für Gberhesten vonnerstag, 24. November 1952 Die neueMeinbrülke zwischen Mannheim und Ludwigshafen Die Brücke muß den gesamten gewaltigen Verkehr zwischen den Großstädten Mannheim und,Ludwigs» Hafen vermitteln. Sie dient sowohl dem Straßenbahn- und Eisenbahn- wie dem Auto- und Fußgängerverkehr. Wer waren die Kriegsverlängerer? Oeutschland und die Entente zur päpft lichen FriedenSvermittlun g desIahres 1917 Äon Dr. Gustav Wolost, o. ö. Professor der Geschichte an der Universität Gießen. gen mit Frankreich, an gewisse Garantien, daß Belgien nicht wieder unter dem Deckmantel der Neutralitiät ein Vorposten der Entente werde und an die Verbesserung der Grenze gegen Rußland, aber über alles war das letzte Wort nicht gesprochen, und von diesen Bedingungen war. falls es zu Verhandlungen kam, der Weg zu einem Derstän- digungsfrieden ohne Annexionen und Entschädigungen unendlich n ä h e r als von denen der Feinde aus. Bald wurde die Neigung zum Verständigungs. frieden noch stärker betont, da der Reichstag sich dafür aussprach (Juli 1917). Oben und unten Der- söhnlichkeit hier, Unversöhnlichkeit dort. Wenn heute der Kriegsausbruch und die Verantwortlichkeit dafür kein Rätsel mehr für uns ist und jedes neue Zeugnis darüber die Schuld der Entente erhärtet, so ist es jetzt Zeit, das Problem zu er- weitern und die Frage aufzuwerfen, ob denn die Geschichte des Krieges seine Vorgeschichte bestätigt: haben die Mittelmächte sichwährenddesKrie- aes ebenso defensiv und friedensbereit und die Ententestaaten sich ebenso offensiv, eroberungslustia und unversöhnlich erwiesen wie vor dem Kriege? Sind durch irgend eine Partei ernstliche Frie- densversuche unternommen oder vereitell wor- den? Die Behauptung, daß Deutschland wegen Eroberungsabsichten erfolgreiche Friedensmöglichkeiten zu Fall gebracht und damit sein schließliches Schicksal selbst verschuldet habe, ist in der Tat nach der Niederlage erhoben worden. In dem Bestreben, der gestürzten Regierung möglichst viel Uebles nachzusogen, wurde ihr oorgeworfen, unter dem Einfluß der Obersten Heeresleitung nach Annexion oder Unterordnung Belgiens getrachtet und die Entente dadurch von jedem ernsten Friedensschritt abgeschreckt zu haben. In den Ententeländern klang es anders: mit Stolz wurde hervorgeyoben, daß man niemals, auch nicht in schwerer Bedrängnis, in dem Entschluß, Deutschland auf die Knie zu zwin- gen, wankend geworden sei. Es wäre Verrat gewesen, über andere Bedingungen zu verhandeln, sagte R i b o t im Jahre 1919. Solche nachträglichen Urteile und gleichzeitige Stimmen der öffentlichen Meinung sind nun freilich nicht ausschlaggebend für das historische Urteil über die politischen Ent- schlösse der Staatslenker, aber wir sind jetzt in der Lage, an einem markanten Beispiel, an dem Schicksal d e r päp st lichen Friedens- Vermittlung im Jahre 1917, die Frage, wer die Schuld an der Kriegsverlängerung trägt, zu beantworten. Schon der Staatssekretär Helfs- r i ch hat die Behauptung, daß Deutschland hier eine Friedensmöglichkeit aus der Hand gelassen habe, bestrillen, und jetzt führt nach dem Bekanntwerden neuer Quellen ein eingehende Untersuchung des Grafen Montgelas, eines hervorragenden Kämpfers in der Kriegsschuldfrage, zu demselben Ergebnis. („Berliner Monatshefte", Juli bis November.) Von vornherein ist es höchst unwahrscheinlich, baß die Entente, die seit Jahren den Krieg zu Er- oberungszwecken vorbereitet hatte, im Kriege von ihren Zielen zurückgetreten sei, und mehrere Verhandlungen und Verträge aus den erstem Jahren lassen an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Rußland rechnete auf Konstantinopel, die Meer- engen, österreichisches Gebiet und das östliche Deutschland, Frankreich auf Elsaß Lochringen, das Saargebiet und einen linksrheinischen Pufferstaat, England auf die mittlere Zone Persiens, Italien auf Südtirol. Oesterreich-Ungarn sollte zerschlagen und das verkleinerte Deutschland nach dem Kriege durch einen gemeinsamen Wirtschaftskrieg dauern niedergehalten werden. In dieser Gesinnung wurde die Entente bestärkt durch den einzigen 'Staat, der ein gewichtiges Wort für den Derständigungsfrieden sprechen konnte: schon im Januar 1916 verhandelte Wilson mit Grey, dem Leiter der englischen Polltik, über die Grundlagen einer amerikanischen Friedensvermittlung und er- klärte sich bereit — die Urkunden darüber teilt Grey in seinen Denkwürdigkeiten mit — die Forderung Elsaß-Lothringens und eines russischen Zugangs zur See, was nur auf ostpreußisches Land gemünzt Trotz dieser Stimmung in den Ententeländern ergriff in diesen Tagen Papst Benedikt XV. die Initiative zu einer Friedensvermittlung. Am leichtesten schien ihm ein Ausgleich zwischen England und Deutschland als die Vorbereitung eines allgemeinen Friedens au erreichen, wenn Deutschland auf jede Beherrschung Belgiens verzichtete. Auf eine erste Anfrage in Berlin erhielt der Münchener Nuntius vom Reichskanzler wie vom Kaiser die mündliche Versicherung, das Deutschland die völlige Unabhängigkeit Belgiens wiederher st eilen werde unter der Voraussetzung, daß auch die Entente nicht die finanzielle oder militärische Unterordnung erstrebe, und ebenso sprachen sich beide entgegen- kommend über alle etwa zu regelnde Grenzfragen aus. Auf Grund dieser Antworten richtete Der Papst am 9. August Vorschläge nach England und Deutschland, die auf gegenseitige Rückgabe aller Eroberungen innerhalb und außerhalb Europas und Wiederherstellung Belgiens hinausliefen. Die Aufnahme der Papstnote hüben und drüben ist wiederum bezeichnend. Die englische Regierung antwortete ausweichend. Sie verlangte vor jeder endgültigen Stellungnahme eine deutsche Zusage über die Wiederherstellung Belgiens, erinnerte aber zugleich an die Bedingungen der (Entente vom 10. Januar, die mit einem Frieden, wie er der Kurie vorschwebte, in schneidendem Wider- spruch standen. Die innerste Herzensmeinung offenbarte sich rückhaltlos in den vertraulichen Besprechungen der Alliierten: England und Frankreich kamen überein, eine Sonderverhandlung über Bel- fein konnte, zu vertreten, wofür Deutschland außerhalb Europas entschädigt werden sollte. Sollten die Mittelmächte die Bedingungen ablehnen, stellte Wilson feine Teilnahme am Kriege in sichere Aussicht. Es ist kein Wunder, daß die Ententemächte unter diesen Umständen ein Verhandlungsangebot der Mittelmächte mit Hohn abwiesen (Dezember 1916) und kurz daraus die Frage Wilsons nach ihren Kriegszielen unter neuen Schmähungen mit der Forderung, Oesterreich-Ungarn aufzulösen und Deutschland dauernd zu schwächen, beantworteten (10. Januar 1917). Wie dies gemeint roer, zeigen die speziellen Verhandlungen zwischen Rußland und Frankreich Briand, dessen schmeichlerischen Versöhnungsworte im letzten Jahrzehnt so manches deutsche Gemüt betört haben, kam mit dem Zaren überein, Deutschland etwa a u f das Land zwischen Rhein und Oder zu beschränken, und die französischen Kammern stimmten zu (Anfang März 1917). Man sieht, was Deutschland Den Siegen Hindenburgs über die Russen verdankt! ein Friede unter Mitwirkung eines siegreichen Rußland wäre noch übler als der von 1919 ausgefallen. Auch die englische Regierung erhob gegen die ungeheuerlichen Wünsche Frankreichs keinen Widerspruch, und öffentlich verpflichteten sich die maßgebenden Minister. Lloyd George. Asquith, Cecil, Balfour, wiederholt auf Elsaß-Lothringen als Mindestforderung, und die englische Arbeiterpartei stimmte dem ausdrücklich zu. In schroffem Gegensätze zu solchen ausschweifen- den Plänen hat die deutsche Regierung nie ein Eroberungsprogramm ausgestellt, von privater Seite ausgestellte Entwürfe auf Annexion Belgiens und lothringischer Stücke sind von ihr nicht sanktioniert worden. Man dachte wohl, wie die Antwort auf Wilsons Frage nach den deutschen Kriegszielen zeigt, an gegenseitige Grenzberichtigun- Kardinal Andreas F r ü h w i r t h , mit 87 Jahren der älteste lebende Kardinal, begeht das seltene Ju- blläurn seiner vor 25 Jahren erfolgten Bischofsweihe. Frühwirth, ein geborener Oesterreicher, war 1907 bis 1916 päpstlicher Nuntius in München und lebt seitdem als Groß-Pönitentiar im Vatikan. gien, wie sie der Papst angeregt hatte, abzuleh - neu und jede Intervention des päpstlichen Stuhls überhaupt zu bekämpfen, und der grobkörnige Wilson versagte sogar „dem Wort der gegenwärtigen Beherrscher Deutschlands" den Glauben, begehrte also Aenderung der Verfassung Deutschlands als weitere Friedensbedingung. Die deutsche Regierung sprach sich dagegen in zwei Noten vom 18. und 24. September entgegenkommend aus. Sie stellte die Wiederherstellung Belgiens in Aussicht, wenn sie auch einstweilen eine bindende Verpflichtung ablehnte, so lange von der Gegenseite eine Erklärung über ihre grundsätzliche Bereitwilligkeit, einen Frieden ohne Annexionen und Entschädigungen abzuschließen, nicht vorliege: eine begreifliche Zurückhaltung angesichts der von der Entente so oft betonten 93er- nichtungsabsichten. Wenn schon in diesen Erkkärun- Sien die deutsche Regierung im wesenllichen Eng- ands Begeheren nach ihren belgischen Absichten erfüllt hatte, so ging sie aber noch weiter: durch einen anderen schritt des Staatssekretärs K ü 1) l m a n n erfuhr die Londoner Regierung mit völliger Gewißheit, daß Deutschland zur Wiederher st e l - lung und Entschädigung Belgiens bereit s e i. Denn gleichzeitig mit feinen Antworten an die Kurie ließ er durch einen Vertrauensmann, den spanischen Diplomaten V i l lala b a r, in London insgeheim mitteilen, Deutschland werde sofort ernstlich die Integrität und Souveränität Belgiens versprechen, falls die Gegen- partei in Friedensverhandlungen auf der Grundlage der territorialen Integrität Deutschlands und seiner Bundesgenossen willige. Ein großer Moment für die englische Regierung: wenn sie, wie sie seit Kriegsbeginn unzählige Male behauptet hatte, in den Krieg eingetreten war, um Belgien vor Deutschland zu retten, so hatte sie jetzt die beste Gelegenheit, dem Blütner- Deiner Hände Werk Vornan von Klothilde von Stegmann»Stein. Copyright by Martin Feuchtwangrr, Halle (©aale) 24 Fortietzung Nachdruck verboten .Um Gottes Witten, tun Sie das nicht, Herr Moeller!" sichte Erika. .Jedenfalls erwähnen Sie nichts von der Sache zwischen Herrn Jvarsen und mir — was sott denn Kurt tun? Solange er noch nicht volljährig ist, haben ja die anderen alle Wacht, und ich habe solche Angst vor Jvar- sen — ich habe solche Angst, daß man hier was gegen Kurt tut!*' „Du siehst schon Gespenster, Madel! meinte Woeller und gab seiner Stimme einen unmutigen Klang, denn er wollte nicht zeigen, daß die Worte Erikas eine unbestimmte Angst in ihm verstärkt hatten, die er schon lange in sich trug. Seitdem dieser Jvarsen seine Hände in dem Fabrikationsbetrieb hatte, schien das Bremerwerk vom Pech verfolgt zu sein. Cs llappte nirgends: nicht mit Lieferungen, nicht mit der Hereinholung neuer Aufträge. Die anderen Werke, das konnte er ja aus den Veröffentlichungen der Fachblätter sehen, holten viel mehr Aufträge herein — die Konkurrenz bekam die Ueberhand. Aeunzehntes Kapitel. Erika ging erst zögernd, dann schneller durch den Werkshof, bog in den kleinen Weg ein, der in die Anlagen führte. Vielleicht war es unrecht, daß sie fortgelaufen war, den Vater allein gelassen hatte: aber Herr Moeller hatte so energisch daraus bestanden, sie nicht zu widersprechen gewagt hatte. Lind nun sie im Freien weilte, war es ihr auch, als würde ihr geängstigtes Herz stiller. Die Aatur nahm sie auf in ihr reines, stilles Reich. Der Wintertag lag mit blauem und reinem Glanz über der Landschaft, die weihen Schneefelder diesseits und jenseits des Flusses dehnten sich in reiner Klarheit aus — der Fluh schlief unter des Eisdecke, und die Tannen am Wege standen weih beladen unter der weichen, weihen Last. Die kahlen Zweige der Birken dicht am Ufer zeichneten sich wie Filigranwerk gegen den klaren Winterhimmel ab, von dem eine kühle Sonne herniederschien — alles war so frisch, so rein und so entrückt aller Wirrnis des Menschenlebens. Unwillkürlich schritt Erika straffer aus: der Schnee, hart gefroren, knirschte unter ihren Fühen, die ruhige Kälte stieg ihr prickelnd in die Wangen: sie fühlte, wie das Blut lebhafter pulsierte, wie die Schwere und Verzagtheit von ihr wichen. Eie war so tief von Kindheit an mit der Statur verbunden, dah die ihr immer Trost und Ruhe spendete. So auch heute. Bald fühlte sie nichts mehr von der Aot und dem Kummer vorhin, sie fühlte nur die Luft, die Stille, die reine Schönheit der Gottesnatur und die federnde Kraft ihres jungen Körpers, wie sie allein durch die Winterlandschaft schritt. Wie konnte sie nur so kleinmütig werden, da sie so reich war! Sie war noch jung, sie konnte arbeiten: an ihr war es. den Vater au trösten und auf zu richten, anstatt sich von seiner stummen Ver- S>eislung anfteden zu lassen. Sie würde schon rbeit finden: das Jahr würde auch vorüber- gehen — und dann kam Kurt wieder. „Kurt, lieber Kurt!" flüsterte sie im Gehen vor sich hin, und ein heißes Gefühl der Zärtlichkeit und Sehnsucht flutete durch ihr Herz. Wenn er wüßte, was für Sorgen und Aot über sie und den Vater gekommen war — aber er durfte es nicht ahnen, er sollte ganz ruhig und ungestört seinen Studien leben. Um ihretwillen sollte sein Herz nicht mit einem einzigen trüben Gedanken beschwert werden, das nahm sie sich fest vor. Konnte kommen, was da wollte, sie mußte allein hindurch: um ihretwillen sollte keine Wolke fein Leben verdunkeln — das schwor sie sich in dieser Stunde zu. Entschlossen wandte sie sich dem Heimwege zu. Inzwischen sah Detriebsingenieur Moeller bei dem alten Schmitt. Es war eine schwere Stunde, und wenn Moeller den alten Mann ansah. dessen Gesicht in ein paar Stunden um Jahre gealtert war. dann stieg eine wilde Wut gegen die neuen Machthaber auf Bremerwerk in ihm auf — gegen die Machthaber, die so gar nicht im Sinne des gütigen Herrn handelten. Was er auch dem alten Schmitt zum Trost sagte — der hatte immer nur eine einzige Antwort Darauf: „ Fristlos entlassen haben sie mich, als ob ich selbst gestohlen hätte. Hätten sie mir ordnungsgemäß gekündigt, ich hätte mich damit abgefunden, obgleich —", seine Stimme zitterte bedenklich. „Ich weiß nicht, was ich ohne das Werk hier machen soll", schrie er plötzlich. „Sein ganzes Leben hat man hier gearbeitet — feine besten Jahre hat man Drangegeben, und nun wird man hinausgejagt, schlimmer als ein Hund, herausgejagt wie ein Verbrecher!" Silit einem dumpfen Laut war er zusammengesunken über den Tisch, und SRoeller hatte ihn ruhig seinem Derzweiflungsausbruch überlassen. Alles war besser als das stundenlange Schweigen. Aach einer Weile erst sagte er energisch: „Eo. mein alter Schmitt, — und nun fassen Sie sich. Sie sind doch ein Mann, Sie müssen Die Dinge nehmen, wie sie nun einmal sinD. Unb Sie werden doch denen Da drüben", Dabei machte er eine Kopfbewegung in Richtung nach Bremer- schloß hin, „nicht Die Freude machen, daß Sie an den Gemeinheiten von denen drüben kaputt geben.“ Der alte Schmitt erhob sein verstörtes Gesicht: „Da haben Sie recht, Herr Ingenieur! Gemeinheit ist es, einen alten ehrlichen Kerl wie mich fristlos 'rauszusehen, als wäre man ein Betrüger oder ein Spitzbube. Was kann ich dafür, wenn man in der Werkstatt eingebrochen hat: ich bin nicht als Wächter für die Aacht engagiert, ich habe nur abends vor dem Schlafengehen noch mal zu sehen, ob alles gut und ordnungsgemäß verschlossen ist. Das hab' ich getan. Für das andere ist der Aachtwächter da — aber Dem hat's kein Haar gekrümmt. Richt, dah ich das wünsche! Der Gottwald ist ein ehrlicher, fleißiger Mensch und hat auch seine Aot, jetzt, wo er jede Aacht allein wachen muß, seitdem diese neumodischen Sparmaßnahmen herausgekommen sind — aber eher hätte es doch ihn angehen müssen als mich. Das ist überhaupt eine sonderbare Geschichte mit dem Diebstahl — können Sie begreifen, Herr Ingenieur, was Die Diebe ausgerechnet in Dem alten Versuchswerkstättenschuppen gesucht haben sotten?" „Siern!“ erwiderte Moeller: er war froh, daß der alte Schmitt sich endlich seine Verzweiflung von der Seele redete, und dann fuhr er auch schon fort: „Vielleicht kommen wir dahinter, und Sie sind dann gerechtfertigt. Was werden Sie denn nun beginnen, Vater Schmitt? Die Wohnung soll ja wohl der Aachfolger bekommen?" Der alte Schmitt nickte bitter: „Soll er, Herr Ingenieur! Unb ich bleibe doch nicht hier. Denken Sie, ich könnte hier so oben sitzen und zusehen, wie ein anderer meine Arbeit macht? Ach nein, da kennen Sie den alten Schmitt nicht. Ich ziehe hier fort, ziehe in die Stadt, wo ich nichts sehe und nichts höre von der ganzen Bagasche hier." „Das ist ein guter Gedanke. Vater Schmitt", sagte Moeller erfreut „Wenn Sie in die Stadt ziehen, habe ich auch Möglichkeiten, Ihrem SEäbel, Der Erika, Arbeit zu verschaffen. Da erhielt ich neulich einen Brief von einem Geschäftsfreund, der mir von einer Vakanz schrieb, Die durch Die Verheiratung seiner Sekretärin eintritt Die Erika würde ich ihm mit gutem Gewissen empfehlen. Sie ist ein fixes Mädel — und zuverlässig." „Aa, Herr Ingenieur", meinte der alte Schmitt bitter, „bann sagen Sie bem Herrn aber nicht, baß sie meine Tochter ist — bas, würbe eine schlechte Empfehlung fein. Ich bin sicher, sie würden bas Mädel dann nicht nehmen.“ „Slun hören Sie aber auf mit bem Unfinn“, polterte Moeller. „Kenne ich Sie feit all ben Jahren ober kenne ich Sie nicht? — Sla also! Ich werde im Gegenteil meinem alten Freunde Schattert ganz offen erzählen, was hier vorge- fallen ist. Er weih ohnehin so einiges von ben Deränberungen im Bremerwerk seit bem Tode des alten Herrn. Er wirb auf meine Empfehlungen hin Erika kommen lassen. Vielleicht finbet sich auch in seinem Betrieb ein SZertrauenSposten für einen Menschen wie Sie.“ Der alle Schmitt war nach Der Empörung und Erregung wieder ganz zusammengefallen: „Mich lassen Sie nur, Herr Ingenieur. Mir kann keiner helfen. Mich hat's zu tief getroffen." Er legte die Hand aufs Herz: „Ich werde es nicht mehr lange machen." „Sla, na, Schmitt, nun aber nicht übertreiben, das bitte ich mir aus'*, schalt der Ingenieur. „Ich übertreibe nicht", sagte der alte Schmitt. „Sehen Sie, Herr Ingenieur, wie meine Frau mir so früh gestorben ist, da habe ich zuerst gedacht, ich überlebe es nicht, und habe es doch überlebt Unb wissen Sie, warum? Weil ich mit ben Wurzeln im Bremerwerk stecke, Herr Ingenieur. Meine Frau unb mein Kinb finb mein halbes Leben. Wer bas andere ist hier im Bremerwerk verankert Wenn mir das auch noch mit der Wurzel ausgerissen wird, dann bleibt nichts mehr.“ „Aber Vater Schmitt, versündigen Sie sich nicht!" mahnte Moeller. „Skrgeffen Sie denn Ihr prächtiges Mädel ganz unb gar? Was sott beim Erika ohne Sic anfangen?“ Der alte Mann schüttelte kummervoll ben Kopf. „Ich kann ihr ja nichts mehr sein, Herr Ingenieur. Höchstens eine Last Ja, solange ich noch hier im Werk angesehen war unb mein gutes Auskommen hatte, Da Dachte ich, ich könnte fürs SHäbel sorgen, bis sie einmal einen braven, ordentlichen Mann finDct. Unb wenn sie keinen findet — ich habe genug in ihre Ausbildung gesteckt, in ein paar Jahren hätte sie auf eigenen Füßen gestanden —, und ich habe immer gedacht sie wird hier mal im Bremerwerk arbeiten, wie ich hier im Bremerwerk gearbeitet habe. Slun muh ich hier fort — und sie hat noch die Last auf dem Halse mit dem alten Vater, denn meine Pension schützt uns gerade vor dem Verhungern — mehr nicht Herr Ingenieur, am besten wäre es schon, ' ich lebte nicht mehr lange.“ Ein Aufschrei ertönte von der Tür her. Erika, die soeben erfrischt und zuversichtlich von ihrem Spaziergang heimgekommen, hatte die letzten Worte Des Vaters gehört. Sie flog auf ihn zu unD schmiegte ihr von Der Winterluft gerötetes frisches Mäbchengesicht an seine Wange. „Vater, lieber Vater", bat sie flehend, „wie faitnft du so etwas aussprechen? Was sott ich beim ohne bich beginnen?“ Ihre Stimme zitterte, aber tapfer unterdrückte sie die Tränen. „Sei doch nicht so verzweifelt! Es wird ja alles besser werden, als es dir jetzt erscheint. Du hast mich soviel lernen lassen, unb ich bin jung. Vater, ich sehne mich banach, bir zu beweisen, bah ich auch etwas kann! Unb, nicht wahr, wir haben ja Freunbe, die uns bei stehen!" Sie sah mit einem flehenden Blick zu Moeller hinüber, während sie unablässig und wie in Angst über die gefurchten Wangen des Vaters strich. Moeller nickte ihr aufmuntetnb zu. (Fortsetzung folgt) Wirtschaft x>Hii kW <260 D Stadtmannschaft Gießen Salomon 8122 A Sdmlstraße 4 sagt der Japaner, wenn er das Haus gründlich gereinigt, die Wäsche schneeweiß und duftend hat Lassen Sie auch für sich den Schwan das Zeichen der Reinlichkeit und Sauberkeit sein, verwenden Sie das gute, sparsame und billige, vollkommen unschädliche Dr. Thompson’s Seifenpulver Marke Schwan. Es gibt nichts, was gründlicher und schonender die Wäsche reinigt, den gröbsten Schmutz auch beim Schrubben und Abseifen leichter beseitigt Verwenden Sie vor allem das besonders sparsame Doppel-Paket 17 bis 20, fleischiges Schafvieh 13 bis 16; Schweine: vollfleischige Schweine von etwa 240 bis -00 Pfund Lebendgewicht 37 bis 40, Don etwa 200 bis 240 Pfund 37 bis 41, von etwa 160 bis 200 Pfund 36 bis 40 Mark. — Marktverkauf: bei allen Viehgattungen schleppend, ausverkauft. Eintrittspreise im Vorverk 50 u.30 Pf.; an d. Kasse 80u 50 Pf Vorverk.: Backer Bende, Bahnhofstr; Filiale Chambre,Bahn- hofstr.66; Sporth.Schwan, Mäusb.; Fris.Tränker, Neuen Baue Oer) Hindenburg v Wirtschaftsobjekt mii Gaal, Nahe Gießens unter n ü n rt' g e n Bedingungen zu Dermalen oöeweroodM Schriftliche Angebote von nur kautions- fäbinen Wachleuten unter 827OD an den Gießener Anzeiger erbeten. Deutschlands, sondern Zerstörung seiner Macht. Welches Ende bei solchen Gesinnungen und Plänen der päpstlichen Vermittlung be* schieden sein mußte, ist leicht zu ermessen. Als die ilurie die deutschen Noten vom September in London offiziell mitteilte und sie für eine brauchbare Grundlage zu Friedensverhandlungen erklärte (29. September 1917), erhielt sie überhaupt keine materielle Antwort, sondern nur eine kurze Empfangsbestätigung: eine Ablehnung ihrer Vorschläge in unhöflichster Form. Die Friedensbemühungen vom Jahre 1917 sind also gescheitert, nicht wie oft angenommen worden ist, an der Abneigung Deutschlands, Belgien herauszugeben, sondern an dem Willen der Entente, Deutschland Elsaß-Lothringen zu rauben, seine Staatsoerfassung zu ändern und es dauernd in Ohnmacht zu werfen. Die Geschichte des Jahres 1917 lehrt somit aufs neue, welche Gesinnungen und Absichten sich hinter der Phrase von der Sicherheit für Frankreich verbergen. Hühneraugen Warzen,Hornballcn beieitm, reülos nur!' 'n den bartnärfign -vnUen totfidier um Gar mne b.5-6 Ta Hühneraugen-Rapid Erhält mir; Löwen- Drogerie W. Kilbinqer Nacht, Seitenweg 69. © meister Mchwan ist W Wrch das Haus gestogeW WSV. Waldsportplatz wsv. Sonntag, den 27. November 1932, nachmittags 2.30 Uhr Borussia-Fulda jeöes Eingehen auf die vertrauliche Sondierung von sich und erteilte als Antwort auf die deutsche Versöhnlichkeit den Franzosen, die von dem deut- schen Schritt erfahren hatten, noch einmal die amt- .\Mage, daß Elsaß-Lothringen französisch werden müsse. Offiziös verkündete sie durch das Büro Reuter, daß eine Beendigung des Krieges nicht ohne „end.gültiges Verschwinden des preußischen Militari s- m u s" möglich sei. Also nicht bloß Verkleinerung Gefütterte Leder-Handschuhe ■ Lichtspielhaus • Gießen I Nur Sonntag, den 27. November 1932. I 11.15 Uhr vormittags: Kulturfilm-Frühvorstellung I Hawaii I I Das Paradies derSüdsee I Vortrags - Gemeinschaft: Goethe - Bund, Kaufmännisch. Verein u. Gewerbeverein 2.Vortrags-Abend: Heimat-Lichtbildervorträge von Univers.-Professor Walter, Luna in Schweden Für Goethe-Bund: Montag, 28. Nov., abds. 8 Uhr, Neue Aula Danzig, Marienburg und die deutsche Ostfrage Für Kauf m. Verein u. Gewerbe verein: Dienstag, den 29. November, abends 8 Uhr, Neue Aula Der Spreewald Eintritt für Goethe-Bund zum Bannig-Vortrag gegen Einlösung des Gutscheines Nr. 10 bis zu 3 numerierte Platzkarten frei, bei Cballier, zum Snreewald-Vortrag gegen Einlösung des Gutscheines Nr. 11 (2 Karten frei), falls der Danzig-Vortrag nicht besucht ist. für Kanim. u. Bewerbeverein zum Spreewald- v ortrag gegen Abgabe des Kontroll-Anschnittes Nr. 2 an der Saalkasse bis zu 3 Plätzen freien Eintritt, zum Danzig-Vortrag gegen Einlösung des Gutscheines Nr. 8 ans dem Gutscheinblatt des Goethe-Bundes bis zu 2 numerierten Platzkarten frei, falls der Spreewald-Vortrag nicht besucht ist, für Verbands- Mitglieder gegen Einlösung des Gutscheines Nr. 10 bzw. 11 Platzkarten zu 60 Pfennig bei Challier. — Für Nichtmitgllader Platzkarten zu Mk. 1.25 bei Challier und Abendkasse. — Für Studenten Vergünstigungskarten zu 30 Pfennig auf dem Geschäftszimmer des AUgem. Studenten-Ausschusses. 8259D sich das Absinken fort, Stromerzeugung und -bezug verminderten sich um etwa 4% Prozent gegen die gleiche Zeit des Vorjahres. Erträge aus Beteiligungen ufm. erbrachten 2,78 Mark (i. V. Gewinn aus Wertpapieren, Dividenden usw. 3,08) Mill., anderseits beanspruchten allgemeine Unkosten, Gehälter und Gewinnanteil 0,33 (i. V. Handlungsunkosten 0,23) Millionen Mark und Steuern 0,59 (1,14) Millionen Mark. Auf Beteiligung wird diesmal eine Rückstellung von 0,45 Millionen Mark vorgenommen (i. V beanspruchten Anleihezinsen 0,03 Millionen Mark). Es ergibt sich ein Reingewinn von 1 411 757 Mark (1 823 013), der sich um den Gewinnoortrag aus dem Vorjahre auf 1 849 096 Mark erhöht, woraus wieder eine 6prozentige Dividende auf 22,5 Millionen Mark gewinnberechtigtes Stammkapital verteilt und 463 423 Mark vorgetragen werden sollen. Berlin unsicher. gießen ein Ende zu machen. Deutschland bot alles, was die Gerechtigkeit inbezug auf Belgien erforderte, und daß es auch an anderer Stelle keine Annexionen beanspruchte, war in der Reichstagsresolution und in der Antwort an den Papst öffentlich ausgesprochen. Man habe keinen Zweifel gehabt, daß die beiden Kaiser zum Zustande von vor dem Kriege zurückkehren wollten, soater Sf, 278 ^1 ' chi-E H**'wW* : - Dr.Thompsons Schwanpulver —— i j-bTBU. Die hessische Pferdezucht. Auch in diesem Jahre konnte die Landwirt- schaftskammer für Hessen in allen hessischen Provinzen die Reichsverbands-Stutenprämiierungen mit Vlnterstützung der Land- toirtschaftskammer-Ausschüsse und des Landespferdezuchtvereins zur Durchführung bringen. Die Veranstaltungen hatten bei den Pserdezüchterver- einen lebhaften Widerhall gesunden. Auf allen Prämiierungsplähen, und zwar in Alzey, Darmstadt, Berstadt und Alsfeld, waren die besten Tiere der Landeszucht zu friedlichem Wettbewerb gestellt worden. Die Beteiligung fiel im Vergleich zum Vorjahre sogar bedeutend stärker aus. Auch der Besuch war überall, trotzdem die Bestellungscrrbeiten vielerorts noch nicht erledigt waren, ein recht guter. Di« Anforderungen bei den Reichsverbands- Prämiierungen sind bekanntlich wesentlich höhere, als bei den kleinen Lokal- und Marktschauen. 3m Anschluß an die Prämiierung kamen an die höchst bewerteten Tiere wiederum vier Siegerpreise zur Vergebung. Die Sieger»Ehrenpreis-Plaketten des Reichsministeriums für Ernährung und Landwirtschaft Berlin für die besten dreijährigen Stuten wurden verliehen: a) bei Kaltblut auf die dreijährige Elite-Stute Gisela v. Blücher, Züchter und Besitzer O. Dett- weiler (Laubenheim, Kr. Mainz); d) bei Warmblut: an die dreijährige Elite-Stut« Alma v. Wilderer, Züchter und Besitzer Rudolf Koch (Trais-Münzenberg, Oberhessen). Der Siegespreis des Reichsverbandes für die beste Familie wurde verliehen: a) bei K a l t b l u t auf die Stute Odyssee v. Punsch mit drei Rachkommen, Züchter und Besitzer Karl Sprengel III. (Reichelsheim, Wetterau); b) bei Warmblut auf die Stute Halina v. Tantalus mit zwei Rachkommen, Züchter und Besitzer Georg Heil (Habitzheim). Erfreulicherweise tonnten in Verbindung mit den Prämiierungen wiederum Zugleistungsprüfungen und Hufbeschlagsprämiierungen abgehalten werden. Die gesamten Veranstaltungen haben wiederum zur weiteren Förderung unserer Pferdezucht, zur Belebung des Zuchtinteresses beigetragen und reihen sich den auf der D LG.-Ausstellung Mannheim erzielten schönen Erfolgen würdig am * Eine Vermittlungsstelle zur S chu l de n re ge l u ng des Grundbesitzes. Die generellen Schutzbestimmungen der Reichsregierung im Interesse des notleidenden Grundbesitzes, wie insbesondere die Vorschriften über den Dollstreckungsschuh, über die Zinssenkung und über das Hypothekenmoratorium werden viel- fach in Anspruch genommen, wo endgültig jede Hilfe vergeblich bleiben muh. Anderseits reichen sie aber wiederum zu einer durchgreifenden Sanierung der Schuldner häufig nicht aus. Es fehlte bisher an einer Einrichtung, die unter Berücksichtigung der älmstände des Einzelfalles in individueller Weife eine Sanierung dann versucht, wenn eine solche nicht von vornherein wegen des Ausmaßes der Ueberschuldung, oder wegen einer grundsätzlich ablehnenden Einstellung der Gläubiger aussichtslos ist. Die ständige Zunahme der Zwangsversteigerungen beunruhigt den Grund- stücksmarkt. Alle Möglichkeiten, im Wege freiwilliger Verständigung zwischen Gläubiger und Schuldner die Zahl der Zwangsversteigerungen zu mildern, müssen ausgeschöpft werden. Don diesen Erwägungen ausgehend, hat die 3ndustrie- und Handelskammer, Berlin, nachdem sie sich der grundsätzlichen Zustimmung der Steuergläubiger und der maßgeblichen Organisationen der Real- kreditinstitute versichert hat, eine besondere Vermittlungsstelle zur Schuldenregelung des Grundbesitzes gebildet. * Saisonmäßige Einstellung des Abraumbetriebes in Wölfersheim. Zu den Nachrichten über eine Stillegung des Tagebaues der Braunkohlen - Schwelkraftwerk Hessen- Frankfurt (Hefrag) in Wölfersheim und die Kündigung von 140 Arbeitern hören wir von unterrichteter Seite, daß lediglich der Abraumbetrieb, wie üblich in den Wintermonaten, eingestellt worden ist und es sich somit nur um eine saisonmäßige Maßnahme handelt. * Elektrische Licht- u. Kraftanlagen AG., Berlin. Im Kalenderjahr 1931 ist der Eleklrizitätsabsatz bei den der Elektrische Licht- und Kraftanlagen AG., Berlin, nahestehenden Werken gegenüber 1930 nur um rb. 3 Prozent zurückgegangen, bei einem auf 11 Prozent geschätzten Rückgang der gesamten Elektrizitätsversorgung Deutsch- lands. In den ersten drei Vierteljahren 1932 setzte — gg m 8268 A Wasdie und Bettenkauft man bei Rohri Spezialwerte etwas Kaufneigung bekundeten. Die Veränderungen gegen den Anfang beliefen sich bis zu 1 d. H. Die Rückgänge überwogen jedoch. Für Renten war das Geschäft lebhafter und die Tendenz überwiegend fester. Deutsche Anleihen hatten kaum Veränderungen aufzuweisen. Reichsschuldbuchforderungen gewannen bis zu 0,75 v. H., konnten aber ihren Höchstkurs im Verlause nicht voll behaupten. Bei den übrigen festverzinslichen Werten waren meist kleine Besserungen festzustellen. Ausländer waren ebenfalls uneinheitlich, Lissaboner Stadtanleihen zogen bis auf einen Stand von 30 v. H. an. Am Geldmarkt war die Situation gegen gestern fast unverändert. Tagesgeld stellte sich auf 4,13, teilweise auf 4 v. H. Monatsgeld blieb unverändert 5 bis 7 v. H. Privatdiskonten waren vor dem Ultimo weiter angeboten, doch schienen außer der regulierenden Stelle auch noch andere Käufer im Markte zu sein. In Reichswechseln und in Reichsschätzen gingen kleine Posten um. Sratbfuri behauptet. Frankfurt a. M., 24. Nov. (WTB. Drcchtmel- dung.) Zu Beginn der heutigen Börse zeigte sich bei der Spekulation ft arte Zurückhaltung, obgleich die Aussichten für eine Lösung der innerpolitischen Krise trotz der Absage Hitlers immer noch optimistisch beurteilt werden. Da das Publikum, trotz der seit einigen Tagen zu verzeichnenden Hebung des Kursniveaus, der Börse weiter fernbleibt, nahm die Kulisse zum Teil kleine Abgaben vor. Im allgemeinen blieb die Tendenz behauptet, doch war die Kursgestaltung uneinheitlich. Am Montanwarkt war das Geschäft noch relativ lebhaft. Gelsenkirchen, Harpener, Klöcknerwerke und vereinzelte Braunkohlenwerte zogen bis 1,5 Prozent an, Mannesmann und Stahloerein lagen gut behauptet. Etwas Interesse zeigte sich seit langem auch wieder für Kaliaktien, von denen Aschersleben 1 und Westeregeln 1,5 Prozent gewannen. Etwas höher lagen ferner noch Holzmann mit plus 7» und Deutsche Erdöl mit plus 0,5 Prozent. Am Elektromarkt lagen Stahloerein vernachlässigt bei eher nachgebenden Kursen. Siemens verloren 1 und AEG. Ti Prozent. IG. eröffneten gegen den Abendbörsenstand unverändert, gingen aber später um XA Prozent zurück. Etwas niedriger setzten noch Zellstoff Waldhof (minus 7» Prozent) und Aku (minus y» Prozent) ein. Der Rentenmarkt lag wesentlich stiller als an den Vortagen, doch blieben Deutsche Anleihen gut behauptet. Reichsschuldbuchforderungen Zogen etwa 0,5 Prozent an. Am Auslandrentenmarkt zeigte sich auch Interesse für Türkische und Ungarische Anleihen bei anziehenden Kursen. Am festverzinslichen Markt waren Kommunalobligationen nach der gestrigen Befestigung angeboten und überwiegend 7» bis 1 Prozent schwächer, während Gold- und Liquidationspfandbriefe unverändert lagen. Reichsschuldbuchforderungen bröckelten später ab. Bei sehr st.llem Geschäft lagen die Kurse am Aktienmarkt im Verlaufe eher etwas schwächer, während am Rentenmarkt die Kurse ziemlich behauptet blieben. Tagesgeld war zu y/i Prozent unverändert. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 24. Nov. Auftrieb: 75 Rinder, 1065 Kälber, 394 Schafe, 1123 Schweine, darunter 270 Memelländer. Es notierten: Kälber: Astoria-Lichtspiele Heute bis Sonntag einschließlich: I. Richard Talmud „e in dem spannenden Sensationsfilm Jimmys Millionen II. Schlager : Don Manuel, der Bandit 8imc Ein Abenteurerfilm aus dem WildenWesten ______ J/ nur erste Qualitäten, keine zweite Wahl oder Ausschufi-Ware Nam-Handschiilie f. Damen und A /ZT i| Herren, mit warmem Flausch-Futter, Al I Paar RM. 5.50 llV v oder mit reinwollenem Strickfutter Paar RM. 6.50 Kirchliche Nachrichten. Israelitische Gemeinden. Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, 26. November Vorabend 4.30 Uhr; morgens 9; Predigt; abends 4.40 und 5.20 Uhr. Israelitische Religionsgesellschaft. Sabbatfeier den 26. November. Freitag abend 4.05 Uhr; Samstag vormittag 8.30; Predigt; nachmittags 4.40; Sabbat- ausgang 5.20. — Wochengottesdienst: morgens 6.45; abends 4 Uhr. In der Olympia-Schau in London waren, wie immer, viele Wagen mit Continental-Reifen ausgestellt. Diese Reifen werden überall bevorzugt. (8273V beste Mast- und Saugkälber 32 bis 35 Mark, mitt- . „ . lere Mast- und Saugkälber 27 bis 31, geringe Kälber ... . .. « V ------ Im Verlaufe 21 bis 26; Schaf e: Mastlämmer und jüngere Mast- bheb die Tendenz unregelmäßig; weiter neigte die hämmel (Weidemast) 21 bis 24; mittlere Mast- Borse zu Glattstellungen, während die Banken für lämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe Berlin, 24. Nov. (WTB. Funkspruch.) Der Umstand, daß die Regierungskrise noch immer nicht behoben ist, der schwache Verlauf der gestrigen Neuyorker Börse und die internationale Verstimmung über die Haltung Amerikas in der Frage der alliierten Kriegsschulden trugen eine gewisse Unsicherheit in die Börse. Das weitere Abgleiten des Pfundkurses — in internationalen Finanzkreisen rechnet man damit, daß bei der Zahlung der am 15. Dezember fälligen Kriegsschuldenrate Interventionen notwendig wären — mußte nicht nur vom Standpunkt der deutschen Exportmöglichkeiten aus beunruhigen. Trotzdem bestand kaum Abgabeneigung, da die Meldungen aus der deutschen Wirtschaft weiter zuversichtlich lauteten und besonders im Rheinland erneut größere Aktienpakete placiert worden sind. Bei diesen Paketkäufen außerhalb der Börse dürfte es sich vielfach um die Anlage von Stillhaltegeldern handeln. Bei kleinen Umsätzen war die Kursgestaltung uneinheitlich. Die Abweichungen nach oben oder unten betrugen bis zu 1 v. H., seltener bis zu 1,50 v. H. Montane, einige Kaliaktien und die Nebenwerte des Schiffahrtsmarktes zeichneten sich, allerdings bei Mindestumsätzen, durch freundliche Veranlagung aus. Im Verlaufe Ein unerhörter Film vom Wunderland Hawaii — ewiger Frühling — üppigste V egetation und glückhcheMenschen, das sind die Wahrzeichen dieses Eilandes, das mitten im Pazifischen Ozean gelegen, mit Recht das Paradies der Südsee genannt wird. Herrliche Palmenalleen, träumende Blumengärten — gigantische Bergwelt voll romantischer Schönheiten — einzigartig der Krater des Kelauen — unerhörte Bilder eines nie ruhenden Feuersees, in dem die Lavamassen kochen und brodeln. Die ersten Bilder von der Todesinsel MolokaL Hierzu spricht Missionar Unnemann, u. a. bringt er hawaiianische Volkslieder in Original-Sprache. mmc Niemand versäume dieses einzigartige Filmwerk Kleine Preise von 0.50—1.40, Kinder 0.30—0.70. Berlin, 24. M l nm Schreiben vom 23. MlshUleresobgi iiuflrog der Jeflflellun Mehrheit für eine von i Einfuhren und hol je ta Herr ReichsprSsidei halle und ohne vo einer Reichstage Bildung einer B nnb dieser die Präsi Dcrfügnng (feilet Der Herr Reichsp Vorschlag abgelel dem deutschen Volke nie Führer einer Partei, Äusschlietzlichkeil sidiaten Vollmachten ;u müsse, dah ein von he bifllfabinelt sich ;wai Vorteidiktatur m aßerordentlichx Vers sähe im deutsch mde, die herbeigesühr pisident vor seinem 6 montworten könnte. Die Ein^elheite der letzten Tage ergei wechsel, der im V wird. 0er SttftiWWpuntt Berlin, 24. HoD. Mmiung, Sie am 1632, Mischen dem 5>m hrnn Avis Hitler ler M) n seine T. Kabinett zur Ter besten 8pihe er » der ISrtoartung 2 idrechungen mit ^a| is finden werde, ödende neue 3 Ugungsgeseh v 2:^af,et fühlte si< MWet, die Di «Usregierung ^"3 zu versuchen. 3 ? J9 ?‘n Montag, 21 übergab der K- ÄÄtfe6,. '77. Wialfafr einen w" °°" einer 2anne gesühr 7ünn eine petfi ich t-J-S '^re. 3 e.n » Ariern be,f Pto9t(/m- einh bitte Su 7,7/ nbcub.- m ^hre ^°chiich. pro9tamm5 L sä'1"” A he" ün,Eilers ] eichen