Samstag, 2<. September 1952 182. Jahrgang Nr.225 Kvüharrsgabe Berlin, 23. Sept. (VDZ.) Dor Eintritt in die kandidat in DerKonflikt um den 1 L.Geptember von Schleicher aufgesucht hatte. wehrminister p r ü f u n teile uni In einem sozialistischen Manöverbericht des national» „Angriff s" war u. a. gesagt war- Der neue Botschafter in London, Leopold v. Hoesch, wurde 1881 in Dresden geboren. Er entstammt einer alten rheinischen Sndu- striellenfamilie. Bach Erledigung seiner juristischen Studien trat er 1907 als Attache in Peking in den diplomatischen Dienst. Sn den folgenden Jahren war er in Paris, Madrid und London tätig. 1915 wurde er bei der Gesandtschaft in Sofia verwendet, 1916 kam er nach Konstantinopel, 1917 ins Auswärtige Amt nach Berlin und 1918 als Legationsrat nach C h r i st i a n i a und später nach Madrid. Sm Sanuar 1921 wurde er nach Paris verseht und dort bald Botschaftsrat. Als im Sanuar 1923 der damalige Botschafter Dr. Mayer infolge des Einmarsches der Franzosen ins Ruhrgebiet zurückgeworfen wurde, blieb Leopold von Hoesch als Geschäftsträger zurück. Ende Sanuar 1924, nach Einstellung des passiven Widerstandes, wurde er zum Botschafter in Pa - r i s ernannt und hat diesen Posten bis zu seiner jetzt erfolgten Versetzung nach London innegehabt. ßen genannt hätte. Abg. Dr. Koch-Oeynhausen (DN.) weist den in der gestrigen Sitzung gegenüber dem Abg. Steuer von nationalsozialistischer Seite gemachten Zuruf „5 u b c n j u n g e" zurück. (Heiterkeit bei den Nationalsozialisten.) Er erwarte, daß der Zwischenrufer veranlaßt werde, die Verunglimpfung mit Bedauern zurückzunehmen. Abg. Steinfurth (K.) protestiert dagegen, dah es sich in Deuthen um einen polnischen Snsurgenten gehandelt habe. Der Ermordete habe sich in jedem Fall geweigert, für Polen zu optieren. Es sei unerhört, dah dieser bestialische Mord an einem Arbeiter noch gebilligt werde. Sn der Abstimmung wird der nationalsozialistische Antrag angenommen. Der gleichlautende Zentrumsantrag ist damit erledigt. Ebenso wird der kommunistische f angenen, soweit sie unter den beschluh fielen. Abg. K u t t n e r (Soz.) erklärt, dah teile der S o n d e r g e r i ch t e den, daß die kommunistische Propaganda auf die Mannschaften gar keinen Eindruck mache, während die Soldaten die Nationalsozialisten mit „Heil Hitler!" begrüßten. Amtlich wird diese Darstellung als zweifelsohne völlig unwahr bezeichnet. Es sei jedem Angehörigen der Wehrmacht bekannt, daß jede politische Betätigung und parteipolitische Meinungsäußerung nicht nur verboten, sondern auch st r a f b a r sei, und zwar stehe darauf nach den geltenden und auch allgemein bekannten Bestimmungen Gefängnisstrafe. Niemand dürfe die Wehrmacht für sich in Anspruch nehmen. Demgemäß werde auch die Presse gebeten, sich stets des Zusammenhangs der Wehrmacht mit dem gesamten deutschen Volke bewußt zu bleiben. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. preis für \ mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Neichspsennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20° , mehr. Chefredakteur- Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Gange; für Feuilleton vr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Gießen. die Ur- mit dem nicht das Dementis deSRerchswehrmimsteriumS Gegenüber einer Behauptung des sozialdemokratischen Parteivorsitzenden Wels, der kürzlich in einer Wahlkundgebung der Sozialdemokraten im Sportpalast von einem Besuch des nativ- nalsozialistischen Führers Gregor Straßer beim Reichswehrmini st er gesprochen und daran verschiedene Kombinationen geknüpft hatte, wird vom Reichswehrministerium fest- gestcllt, daß Gregor Straßer niemals den Reichs- Derlcgung des wasserbautechnischen Sn st it ütes der TechnischenHochschule Damrstadt nach der Ercrzierhalle auf dem Darmstädter Exerzierplatz führte zur Aberkennung der Dringlichkeit der Maßnahme; es bleibt bei dem bisherigen Ausschußbeschlutz. — Die Regierung erhielt die Ermächtigung, der Historischen Kommission für Hessen zur Herausgabe eines weiteren Qucllenbuches ein Darlehen von 7000 Mark zu gewähren. Eine lebhafte Aussprache entspann sich über die Anträge der Sozialdemokraten und Kommunisten auf Gewährung einer Wirtschaftsbei- Hilfe bzw. einer zusätzlichen Winterhilfe für alle Unter st ützungsberechtigten. Die Anträge wurden schließlich mit den Stimmen der Nationalsozialisten und des Zentrums gegen Sozml- demokraten und Kommunisten a b g e l e h n t. — Bei Stimmenthaltung von Zentrum und Nationalsozialisten fand ein kommunistischer Antrag Annahme, der gegen das Wirtschafts Programm d e r Re'ichsregierung protestiert, dieses Programm in Hessen nicht durchgeführt wissen will, und der Reichsregierung das Mißtrauen des Landtags ausspricht. t eiligen, solange nicht von ihnen und von seinen Präsidenten erklärt worden ist, daß die Abstimmung im Reichstag rech tsun- wirksam und rechtsungültig war. Rechtsempfinden der Oeffentlichkeit mindeste zu tun hätten. Der Rückgang des politischen Terrors sei nicht auf die drakonischen Strafen der Eondergerichte zurückzuführen, sondern auf die Tatsache, daß ausnahmsweise in einigen Wochen mal nicht Wahlen vor der Tür standen. Er sei aber überzeugt, dah bei den Reichstagswahlen trotz der Bluturteile der Son- dcrgerichte die politischen Exzesse wieder einsehen würden. Abg. Dr. Freister (Rat.-Soz.) richtet scharfe Angriffe gegen die kommissarische Regierung, die den Beschluß der Braun-Regierung, bis zur Erledigung der Amnestie politische Gefangene von der Haftvollstreckung zu verschonen, aufgeho - b e n habe. Durch die Sondergerichte sei an die Stelle eines geordneten Gerichtswesens die Möglichkeit der Willkür getreten. Das widerspreche dem Rechtsstaat und habe mit der Rotwendigkeit, mit dem Terror Schluß zu machen, nichts zu tun. Riemals sei eine solche Erregung durch das Volk gegangen, wie aus Anlaß des Beuthe- ner Urteil!. (Lärm bei den Kommunisten.) Abg. Dr. Zubke (Deutschn.) betont, daß auf Grund des damaligen Landtagsbeschlusses ein großer Teil der Gefangenen tatsächlichentlassen worden sei. Da das Amnestiegeseh bisher nicht zur Annahme gekommen sei, war das Verfahren des Sustizministeriums rechtmäßig. Bei der Kritik an den Sondergerichten müsse berücksichtigt werden, daß wir in einer Zeit leben, die Sondermaßnahmen verlangte. Der Redner lehnt die Aufhebung der Sondergerichte ab. Kanzler und Minister als Zeugen geladen. Tie Habincttsmitglicder werden zur Klä rung des wahren Sachverhalts erscheinen Berlin, 23. Sept. (VdZ.) Die Vorladungen an den Reichskanzler, den Reichsinnenminister, den Reichsauhenminister und den Staatssekretär der Reichskanzlei sind gemäß dem Beschluß des Ueberwachungsausschusses am Freitag hinausgegangen. Die genannten Dertre- ter ter Regierung sind für Dienstagnachmittag a l s Zeugen zur Untersuchung der Vorgänge in der Reichstagssitzung vom 12. Sept, geladen. Tas Reichskabinett hat beschlossen, der Ladung Folge zu leisten. Der Grund liegt darin, daß bei den bisherigen Ver. Handlungen des Ausschusses und in allen damit zusammenhängenden Veröffentlichungen so viel behauptet wurde, was geeignet ist, den tatsächlichen Vorgang zu entstellen, so dah die Reichsregierung es für notwendig hält, den wahren Sachverhalt einmal mit aller Deutlichkeit aufzuklären. Das Erscheinen der vorgeladenen Mitglieder des Kabinetts beschränkt sich allerdings auf diesen Zweck, die tatsächlichen Vorgänge bei der Auflösung vor dem ganzen deutschen Volke klarzustellen. Sm übrigen hält das Reichskabinett an der bisherigen Linie seiner Cin- stellung gegenüber den Ausschüssen des Reichstages fest. Die Reichsregierung wird sich an den .Arbeiten der Ausschüsse nicht be- Der neue deutsche Botschafter in Paris, Roland Köster, steht im 49. Lebensjahr und ist in Mannheim geboren. Er ist aus dem badischen Staatsdienst hervorgcgangen und trat vor dem Kriege in den diplomatischen Dienst über. Nachdem eralsFluc>- zeugfiihrer im Felde Dienst getan hatte, wurde er im Jahre 1916 an die Gesandtschaft im Haag versetzt. 1919 war er Geschäftsführer der preußischen Gesandtschaft bei den Hanse st ädten. 1920 ging er als Gesandtschastsrat nach Brüssel, 1922 nach Prag, 1925 wurde er zum Chef des Protokolls im Auswärtigen Amt ernannt, 1929 übernahm er die Leitung der Gesandtschaft in N arme gen, im Juni 1930 übernahm er die Leitung der (Etat- und Personalabteilung im Auswärtigen Amt und wurde zum Ministerial- direklor befördert. Köster entstammt einer alten rheinisch-westfälischen protestantischen bürgerlichen Familie. Sein öaler war der Inhaber des im Rheinland bekannten Bankhauses Köster, vom Rat & Co., später Köstersbank. Köster ist mit der Tochter des früheren Mitglieds des österreichischen Herrenhauses und bekannten Textilindustriellen Freiherrn v. Liebig verheiratet, der in Reichenberg in Böhmen lebt. Köster gilt als besonderer Kenner der westeuropäischen Verhältnisse. solche Zurufe bemängelt würden, so müsse er auch daraus Hinweisen, dah die deutschnationale Abgeordnete Freifrau v. Watter die Ra- tionalsozialisten als „Schweine" bezeich- n c t habe. (Große Erregung und stürmische Pfui- Rufe bei den Rationalsozialisten.) Gegen die Gondergenchte. „Vor Eintritt in die Tagesordnung." Persönliche Bemerk npen. Wahlspuk im preußischen Landtag Vertagung bis nach den Reichstagswahlen. Die Neubesetzung der Botschaften Washington bleibt vorerst unverändert. Die Mnterhilseaniräge im hessischen Finanzausschuß abgelehnt. Darmstadt, 23. Sept. (WHP.) Der Finanz- ausschuß des Hessischen Landtages beschloß in einer besonderen Sitzung die Frage der Stundung bzw. Gewährung von staatlichen Dau- d a r l e h e n grundsätzlich durchzusprechen. — Bei Beratung einer Eingabe Albert-Viernheim fand ein Zentrums an trag Annahme, der die Regierung ersucht, alle Polizeibeamten, die infolge eines Dien st Unfalles oder dergleichen in früheren Sohren dienstunfähig wurden und aus dem Dienst geschieden sind, wieder einzustellen und in angemessener Weise bis zum 60. Lebensjahre anderweit zu verwenden. Die erneute Beratung der Vorlage über die Berlin, 23. Sept. (WTD.) Der Herr Reichspräsident hat den Gesandten in Belgrad v. Hassell zum Botschafter bei der italienischen Regierung in Rom an Stelle des in den einstweiligen Ruhestand versetzten bisherigen Botschafters v. S ch u b e r t ernannt. Weiter hat der Herr Reichspräsident als Rachfolger des früheren Botschafters, jetzigen Reichsministers des Auswärtigen, Freiherrn v. R e u r a t h, den bisherigen Botschafter in Paris v. Hoefch zum Botschafter in London und an seiner Stelle den derzeitigen Ministerialdirektor im Auswärtigen Amt Köster zum Botschafter in Paris ernannt. Weitere Personalveränderungen aus Dotschasterposten stehen nicht bevor. • Der neue Botschafter in Rom, Ll l l r i ch v. Has feil, wurde 1881 in Anklam als Sohn eines preußischen Offiziers geboren. Er studierte Staatswissenschaften und machte dann ausgiebige Auslandreisen. 1909 trat er in den diplomatischen Dienst ein und war feit 1911 Dizekonsul in Genua. Am Weltkriege nahm er als Reserveoffizier beim 2. Garde-Regiment zu Fuß teil und wurde in der Marneschlacht schwer verwundet. 1916 trat er aus dem Heeresdienst aus und wurde Verbandsdirektor der Landkreise in Stettin. 1919 kehrte er ins Auswärtige Amt zurück und wurde als Wirklicher Legationsrat der Botschaft beim Vatikan in Rom zugeteilt. 1921 wurde er Generalkonsul in Barcelona. 1926 Gesandter in Kope nhagen. Sm März 1930 wurde er als Gesandter nach Belgrad versetzt. lüge, wenn er „ „ „ tionalsozialisten — Abg. Stube: Unerhört! — Prä- sident Kerrl entzieht dem Abg. Steuer das Wort.) Abg. Kube (RS.) erwidert, Steuer habe bei bei seiner lügnerischen Behauptung (Präsident Kerrl ruft den Redner zur Ordnung — Heiterkeit) ausdrücklich darauf hingewiesen, daß er, Kube, nicht im Saal fei. Er denke gor nicht daran, mit dem Abgeordneten Steuer über Koalitionsfragen zu sprechen. Was den Zuruf „Su- denjunge" anlange, so erkläre er für feine Fraktion, daß er diesen Zuruf bedauere und die Fraktion ihn nicht aufrechterhalte. Wenn Abg. Steuer (DN.) betont, er hätte in seiner gestrigen Rede gesagt, der Abg. Kube habe ihm erzählt, daß ein Oberbürgermeister einer westlichen Großstadt als Ministerpräsidentschasts- Aussicht genommen sei. Der Abg. Kube er ... (Große (Erregung bei den Na- Antrag auf Durchführung der Landtagsent- schliehung Dom 16. Suni angenommen. Auch ein sozialdemokratischer Antrag über die Rach- Salier Eondergerichtsur- Herabschung u werhältni mäßig schwerer Strafen findet Annahme. Aus nationalsozialistischen Antrag wird weiter beschloffen, daß die Regierung unverzüglich beim Reich die Aufhebung der Verordnung über d ie Das Haus tritt dann in die Tagesordnung ein. Als erster Punkt stehen zur Beratung die Anträge der Kommunisten, des Zentrums und der Rationalsozialisten aus ©trafunterbre- chung für politische Gefangene. Die Anträge des Zentrums und der Rationalsozialisten ersuchen das Staatsministerium, in den Strafsachen, in denen auf Grund der Entschließung des Landtages vom 16. Suni 1932 eine Strafunterbrechung oder Richtvollstreckung angeordnet worden ist. die Strafe weiterhin nicht zu vollstrecken bzw-, falls inzwischen eine Vollstreckung wieder angeordnet worden ist, dieselbe zu unterbrechen, sofern es sich um Freiheitsstrafen oder Rest- strafen von reicht rnehr als sechs Monaten handelt. Sn allen übrigen Fällen soll die Strafe dann unterbrochen werden, wenn die weitere Vollstreckung für den Derurteiuen oder seine Angehörigen eine besondere Härte darstellen würde. Der kommunistische Antrag fordert die Strafunterbrechung bzw- den Strafaufschub für alle politischen Ge- Landtags- Tagesordnung erklärte Abg. Kube (NS.), der Abg. Steuer (DN.) hat gestern erklärt, ich hätte aus- gerechnet ihm gegenüber Herrn Dr. Bracht als den für uns Nationalsozialisten in Frage kommenden Ministerpräsidenten für Preußen benannt. Ich stelle fest, daß ich mit ihm n i e über die Persönlichkeiten der nationalfozialistifchen Kandidaten für das preußische Ministerpräsidium gesprochen habe und daß es eine objektive und subjektive Unrichtigkeit des Abg. Steuer ist, daß, wie er behauptet, ich ausgerechnet Herrn Dr. Bracht als Ministerpräsidenten der Natibnalfozialisten für Preu- Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhesfen vN!ldIun0 ter künstlerischen Drtättgung .frier in ^setzlicher Vorschrift und besteht insoweit, als die OterfreHen. Zugleich aber soll sie, wie tnfrü- Arbeitgeber den Gemeinden gegenüber auch zur Ein- foen Sohren a « «unf lerfrllfe unb Otelfr- ^Haltung und Abführung der Bürgersteuer 1931 ^EsauSstellung die Gelegenfrrtt bieten, durch > slichtet waren. Eine besondere Mitteilung der tem freischassenden dunst er bte mate- steuererhebenden Gemeinden an die einzelnen Arbeit- rtelle Basis für feine ArbM zu festigen Anfang ’ üg bU (^Hebung der Bürgersteuer 1932 und Dezember findet ur bte Mitglieder deS Kunst- §ie ber Steuer ergeht nicht. Die Arbeitgeber Vereins die rlo s un g v o n Künstle rar- ben (gemeinden für die von ihnen einzube- afnr haltenden Bürgersteuerbeträge und machen sich unter bettet wird^ Zunächst L ° btttet ter Ober- ^stünden strafbar wenn sie ihrer Verpflichtung zur heffifche Kunstverein seine Mitglieter und Freunte Einbehaltung und Abführung nicht nachkommen, zum Sonntag in das Turmhaus am Brandplah J zur ersten diesjährigen Winterausstellung: „Le- Frankfurter fahren durch Overheffen. bendigeS Photo'. . Der Verein für Geschichte und Al- personalveranderungen un Bataillon, tertumslunbe Frankfurt a. an. unternimmt nung genau ongegliebert! Treue -um Gießener Theater, Liebe zur Kunst, Gefühl der Verpflichtung unseren Vätern gegenüber, das 25jährige Erbe des eigenen Stadttheaters würdig anzutreten und die Pflege der geistig-künstlerischen Werte nicht zugrunde gehen zu lassen, mah- nen ernst und dringend zum Abonnement. Die bequemen Zahlungsbedingungen, die An- _____-------- . „ , nehmlichkeiten unb Vorteile, die das Abonnement schädigt wurde. verschosst, sind zwingend. Die Intendanz bietet dem ---------- Abonnenten neben 25 Schauspielvorstellungen sechs <64*4 Operettenausführungen unb ein Dperngaftjptel; fer- ÖCF OssöUoacher (stöt VOtTI L^ tOOirOi ner hat jeder Abonnent bei Gastspielen prominenter flbflClcbnf. Künstler gewisse Vorrechte. Der Abonnent als regelmäßiger Theaterbesucher genießt also den Vorteil, Inkraftsetzung durch den Oberbürgermeister. alle drei Kunstgattungen zum reduzierten Adoime- Offenbach o. W, 23. Sept. In ter mentspreis besuchen zu können, der noch - auch für „ Stabtratssihung wurde der Haushalts- Oper und Operette Neunter dem Kassenpreis dtt D0°ranf$Iag bcr Stadt Offenbach mit den Stirn- lagesfarte für das Sch^spiel ^gt, und hat d ch Sozialdemokraten, der Kommunisten, der sein Abonnement außerdem etwaFreien Wirtschaftlichen Mitte unb der National- aen umsonst! Will heute also die Gießener Bürger- a abaclebnt — In seiner Rede hatte toaft zurückstehen hinter jenen Öreunben des UJ Z^rbÜr«rmeister betont, daß sich örtlich Itfcatergebanlens, die vor 25 Jahren mehr als 400 000 Mark aus eigenen Mitteln als Bausteine für ben Neubau des Theaters aufbrachten? Darum besucht euer Stadttheater im Iubiläumsjahr unb werdet Abonnent! 9Jt.-$pont Heffenkampf der Heffengaue in Worms am 16. Oktober 1932. Der Gerätewettkampf der drei Hessengaue der Deutschs Lurnerschaft — Rheinhessen, Main- Rhein und Oberhessen — wird am 16. Oktober im Stadt. Spiel- und Festhaus zur Durchführung gelangen. Cs ist das vierte Mal, daß dieser großartige Gerätewettkampf zum Austrag kommt. Dis letzt fand er statt in Gießen, Darmstadt und Mainz, wo er immer zu einer bedeutenden turnerischen Kundgebung wurde. Die 16 besten Geräteturner eines jeden Gaues zeigen vollendetes Kunstturnen im Kampf um den grünen Eichenkranz. Die Wettkampffolge wird von Darbietungen der Wormser Turnerinnen unterbrochen, um neben dem Geräteturnen auch das neuzeitliche Frauenturnen zu seinem Recht kommen zu lassen. Die Vorbereitung der großen Veranstaltung, für die man mit Recht ein volles Haus erwartet —bei den bisherigen Veranstaltungen gab es stets ausverkaufte Häuser — liegt in den Händen der Wormser Turnerschaft, bzw. eines Ausschusses. Lieber die Einzelheiten des Gerätewettkampfes wird in» einigen Tagen noch mehr zu sagen sein. Tilden geschlagen. Die Weltmeisterschaften der Tennislehrer. Die Spiele der e r st e n Gruppe um die Weltmeisterschaft der Tennislehrer brachten am Freitag eine große Ueberraschung. Der Franzose Plaa schlug den Amerikaner „Big Bill" Tilden, der sechs Jahre Erster der Weltrangliste war, 6:0, 7:5, 8:6 in einem harten Dreisatzkampf, den der Franzose dank seines ungeheuren Laufoermögens — er holte sich noch die unmöglichsten Bälle — für sich entschied. Der junge Nürnberger Nüßlern fertigte den Amerikaner Burke 6:2, 7:5, 6:3 ab. — In der Gruppe B siegte unser Altmeister Roman N a - juch nach 2^stündiaem Kampfe über den Amerikaner Barnes 3:6, 6:3, 3:6, 6:4, 6:4 und Ramil » l o n fertigte den Frankfurter Messerschmidt 6:0, 7:5, 7:5 ab. * Auch Hines geschlagen. Eine sensationelle Meldung kommt aus der Olympischen Stadt Los Angeles. Ellsworth Vines erlitt nur kurze Zeit nach seinem großen Siege über Eochet in der Herrenmeisterschaft von USA. eine unerwartete Niederlage. Der japanische Davispokalspieler Jiroh Satah schaltete den Wimbledonsieger in der Vorschlußrunde der südwestlichen Pazifik-Meisterschaften mit 6:4, 6:4 sicher aus. Italien führt bett Berufsfußball ein. Es ist beschlossene Sache, daß nunmehr auch Italien den Berufs-Fußball offiziell einführt. Das sogenannte „italienische System", das Spieler und Vereinen in wirtschaftlicher Beziehung gewisse Freizügigkeiten gewährte, hat keinen langen Bestand gehabt. Genau nach englischem Muster hat der mit allen diktatorischen Vollmachten ausgerüstete Verband neue Grundlagen für den italienischen Fuß- ballsport geschaffen. Normalverträge für Vereine und Spieler regeln die Bestimmungen für Gehälter, die Prämien und die Kündigungsfristen. Die Spieler werden künftighin vertraglich verpflichtet, sportlich zu leben, und sie können bei Verstößen in Geldstrafen genommen werden. Die Verbandsspiele des Sonntags. Die Derbandsspiele der diesjährigen Saison, die Spiele der 1. Dezirksklasse insbesondere, sind diesmal bestimmt von einer Llnklarheit der Lage, die sich daraus ergab, daß in den bisherigen Spielen noch kein Ergebnis erzielt werden konnte, das irgend eine Mannschaft als überlegen der anderen charakterisiert hätte. Verloren haben schon fast alle Mannschaften (wenigstens Punkte aus unentschiedenen Spielen), eindeutige Siege fielen bisher aus. Die Mannschaften scheinen gleich stark, und die knappen Ergebnisse wollen das beweisen. Die beiden Gießener Mannschaften konnten auch nicht sichtlich in den Vordergrund treten. Breidenbach führt die Tabelle an. Das will jedoch nichts Endgültiges bedeuten. Wallau, der vorjährige Sieger in der 1. Dezirksklasse, hat schon gegen Dreidenbach verloren, VfD. siegte in Wetzlar, 1900 verlor gegen Fronhausen usw. — die Situation ist unklar ... Oasprogramm der Spielvereinigung.. Die 1. Mannschaft der Spielvereinigung empfängt nun morgen auf eigenem Platze die 1. Elf von Dreidenbach. Die Aussichten für die Blau« weihen sind nicht sehr günstig. Die Gäste stellen eine körperlich sehr stabile und schnelle Mannschaft. VfB. hatte am Sonntag in Dreidenbach all« Hände voll zu tun. Schon einmal verloren die Gastgeber, dazu auf eigenem Platz gegen diesen Gegner. Mit 1:0. Die Dreidenbacher gefielen damals gut. Sie waren sehr eifrig. Sie werden sicherlich auch diesmal nicht enttäuschen. Man hofft auf eine spannende Begegnung. Die Dlauweißen sind nicht in bester Form: außerdem wird die Mannschaft kaum komplett antreten können, auf Experimente sollte man sich aber möglichst auch nicht einlassen. Es wird aller Anstrengung bedürfen, wenn ein Sieg errungen werden soll. Die Zuschauer, die dem Verein sicherlich gerne die Treue halten möchten, erwarten eine ganze Leistung. Vor diesem Spiel treten sich die Reserve der Dlauweißen und die 1. Mannschaft von Lollar gegenüber. Im letzten Gesellschaftsspiel siegte die Spielvereinigung. Fraglich ist es, ob ein zweiter Sieg gelingt, denn die Gießener sind benachteiligt, da der gute Mittelläufer erseht werden muh. Die Gäste stellen eine kampfkräftige, erfahrene Mannschaft. Die 3. Mannschaft empfängt Dutenhofens 1., einen bekannt hartnäckigen Gegner, der die 1900er schon des öfteren auf Kraftproben stellte. Die Lehrmannschaft, Meister des vorigen Jahres in ihrer Klasse, sollte sich aber trotzdem einen Sieg sichern können. Die 4. Mannschaft hat gegen die 2. von Lollar wenig Aussichten. hapert gerade bei der 4. noch etwas an der Technik. Die Spiele der 3. und 4. Mannschaft finden am Sonntagvormittag auf dem Platz an der Liebigs- höhe statt. Jugendfpiele. Die ^l-Iugend ist spielfrei. All hat Al des DfR. Lich zum Gegner (auf eigenem Platz). Die Dlauweißen sollten sich durchsetzen können. Bl fährt zur 1. Jugend nach Steinberg und hat scharfe Konkurrenten vor sich. Der Spiel-Ausgang ist offen. Die 1. Schülcrmannschaft spielt in Lich gegen die dortigen 1. Schüler, die 2. Schüler treten gegen die 2. Schüler von Steinberg an. BfB. I. in Boiienhorn. Tie Grünweißen haben sich bisher gon^ gut gehalten. Der Sieg über Wetzlar hatte einigen moralischen Rückhalt zur Folge. Das Unentschieden in Dreidenbach, das sehr leicht ein Sieg sein konnte, läßt die Mannschaft nicht ganz ohne Hoff- 'nung nach Dottenhorn fahren. Auf dem tückischen Platz der Gastgeber war schon immer schwer zu kämpfen. Die VfDer spielen außerdem zum ersten Male in Dottenhorn und treten damit auf völlig fremdem Gelände einer fast unbekannten Mannschaft gegenüber. (Das letztere gilt zwar auch für die Gastgeberi) Man wird also zunächst nach den Schwächen tasten müssen, man wird vielleicht zu überrumpeln versuchen, jedenfalls aber mit allem Ernste in den Kampf gehen, dessen Ausgang überhaupt nicht vorherzusagen ist. Die Distanz zwischen den Leistungen der Gießener Stadt- Vereine und den Mannschaften des hessischen Hinterlandes ist nicht mehr so groß und auch in technischer Hinsicht liegt kein allzu wesentlicher Unterschied mehr vor. Wie die Grünweihen das Spiel beenden werden, hängt sehr von ihrer „Ta- gesform", von ihrer Energie und der Geschicklichkeit ab, mit der sie sich auf dem fremden Platz zurechtfinden. Während die lll. Mannschaft auf dem Platz des Gegners gegen Wiesecks I. antritt und dort auf einen harten Kampf gefaßt sein muß, dessen Ausgang nicht vorherzusagen ist, ist die II. Mannschaft ohne Spiel. An Jugendspielen hat der DfD. nur zwei auf dem Programm. Die I. Jugend tritt im Gesellschaftsspiel gegen die ausgezeichneten I. Jugendlichen des „VfD.-Kur- hessew' Marburg an, gegen welche die VfDer das Vorspiel unentschieden gestalten konnten. Es wird schwer sein, einen Sieg zu landen. Zwei gute Mannschaften, die eifrigen Schüler von VfD. und Wieseck, tragen ein Verbandsspiel aus, das vielleicht die augenblicklich gut in Form befindlichen VfDer für sich entscheiden können. Kurze Gportnoiizen. Abgesagt wurde der für Sonntag nach Nürnberg vereinbarte Leichtathletikkampf Bayern — Württemberg. Wirtschaft. Wochenbericht vom Frankfurter Effektenmarkt. Die Effektenbörse zeigte in der abgelaufenen De- richtswoche nur wenig Veränderung und das Geschäft war überwiegend sehr ruhig. Im Vergleich zur Vorwoche, an dem zwar starke Schwankungen zu verzeichnen waren, war die Haltung in dieser Woche recht unsicher und geteilt, wobei aber per Saldo kleine Kurssteigerungen zu überwiegen scheinen. Zunächst verkehrt« die Börse auf die Erwartungen hinsichtlich einer Diskontsenkung, aus die aus einigen Industriezweigen vorliegenden Berichte über leichte Belebungszeichen sowie auf die feste Haltung Wallstreets in ausgesprochen fester Tendenz, unb auch der Geschäftsumfang hatte sich immerhin ein wenig verbreitert, der aber weniger auf der Zunahme von Publikumsbeteiligung, als auf der vermehrten Llnternehmungslust der Kulisse und einiger Großinteressenten außerhalb der Börse zu beruhen schien. Im Verlauf der De- richtswoche unterlag die Dörse wieder mehrfachen Schwankungen, doch hielten sich die Ausmaße dieser Bewegung in sehr engen Grenzen. Die Haltung wurde ziemlich unsicher, wofür in erster Linie die latente innen- und außenpolitisch« Lage verantwortlich zeichnete. Gegen Schluß der Woche setzte sich dann eine allgemeine Defestigung durch. Die innerpolitische Entspannung, die nach der preußischen Landtagssihung eingetreten war, die Erholung' an den Warenmärkten und vor allem die Hausse an der Reuhorker Mittwochsbörse führte bei der Kulisse zu Rückdeckungen, so daß auf der ganzen Linie merkliche Kurserholungen zu registrieren waren. Gegen die Vorwoche überwogen Erholungen von 1,5 bis 3 Proz., wobei besonders Schwachstromwerte von dem Auftrag der Reichspost im Rahmen des Wirtschaftsprogramms der Reichsregierung profitierten. Düt- gerswerke lagen um 6 Prozent höher, da Mitteilungen über einen guten Geschäftsgang, insbesondere des Teergeschäfts anregten.. Vernachlässigt und meist etwas schwächer lagen dagegen Kaliaktien. Der Rentenmarkt bewahrte im großen und ganzen wegen der noch ungelösten Zinsprobleme starke Zurückhaltung und die Diskontsenkung hielt man bereits für eskomptiert. Stark befestigt waren nur Altbesihanleihe im Hinblick auf den nahen Auslofungstermin mit plus 2,5 Prozent. Goldpfandbriefe, Kommunal- und Industrie-Obligationen waren bis zu 1,5 Proz. höher, während Liquidationspfandbriefe nur knapp gehalten waren, lediglich niedrig im Kurs stehende Werl« waren im Tausch gegen höhere etwas freundlicher. Reichs-, Länder- und Stadtanleihen zeigten kaum Veränderung. Von fremden Werten lagen Schweizer Papiere fest. Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviehmarkt Rach den Preiseinbuhen in den letzten 14 Sagen zeigte der Frankfurter Viehmarkt im abgelaufenen Berichtsabschnitt eine teilweise Erholung. Die verringerten Zufuhren auf anderen Märkten Deutschlands wirkten sich am hiesigen Markt insofern aus, als die sonst dort verbliebenen Lieberstände in dieser Woche hier wegfielen und auch der Markt an und für sich etwas schwächer beschickt wurde. Offenbar wartet man wieder höhere Preise ab. Der Geschäftsgang war trotz verringerter Auftriebe sehr ruhig und zum Teil langsam, so daß nicht immer die Märkte geräumt wurden. Vor allem am Rindermarkt trat eine Erholung der Preise um durchschnittlich 1 bis 2 Mk. ein. Mehr Interesse zeigte sich hier für Ochsen und Bullen. Rach ruhigem Handel verblieb etwas Lieberstand. Der Auftrieb betrug 1527 Stück und war gegen die Vorwoche um 364 Stück weniger beschickt. Ochsen al) 31 bis 34, a2) 26 bis 30, b) 20 bis 25; Dullen a) 27 bis 29, b) 22 bis 26; Kühe a) 25 bis 27, b) 21 bis 24, c) 15 bis 20; Färsen a) 31 bis 34, b) 27 bis 30, c) 22 bis 26. Preisbesserungen bis zu 2 Mk. verzeichnete auch der Kälbermarkt, wenngleich der Verkauf sehr ruhig war, doch wurde der Auftrieb von 1492 (1568) Stück ausverkauft. Kälber b) 40 bis 42, c) 36 bis 39, d) 28 bis 35. Schafe waren erneut höher beschickt (445 gegen 394 Stück) und hatten nur schleppendes Geschäft bei allerdings behaupteten Preisen. Schafe al) 23 bis 26, b) 20 bis 22, c) 18 bis 19. Die um über 400 Tiere schwächere Anfuhr blieb auf die Preisgestaltung des Schweine- Marktes ohne Einfluß, man begnügte sich schon damit, daß Las letzte Riveau nicht unterschritten wurde und kein merklicher Lieberstand verblieb. Der Handel war sehr ruhig und nur für Fettschweine war er besser, für die auch höhere Preise angelegt w urden. Schweins b) 42 bis 45. c) 41 bis 45. ck) 38 bis 44. e) 37 bis 42. Die Dotierungen verstehen sich sämtlich in Mark pro Zentner Lebendgewicht. * P reisermäh igung für Eosin- Roggen. Die Deutsch« Getreidehandelsgesellschaft hat. wie WTD.-Handelsdienst erfährt, ihre Derkaufsbedingungen für Eosin-Roggen mit Wirkung vom 23. September ab verändert. Das AbgabeminLestquantum, das bisher 150 Tonnen betrug, ist auf 300 Tonnen erhöht worden. Der Abgabepreis cif Küstenhafen (nordwestdeutsches Mästergebiet) wurde von 137 Mk. auf 135 Mk. je Tonne ermäßigt, während der Preis für Wag- gonware weiterhin 140 Mk. je Tonne beträgt. Außerdem wurden einig« Häfen der Llnterelbe. z. D. Elmshorn, als Küstenhafen im Sinne der Verkaufsbedingungen der DHG. zugelassen. * D i e deutsch-schwedische Devisenverständigung. Unter bestimmten Voraussetzungen können in Deutschland ansässige Firmen, die im Besitze einer allgemeinen Devisengenehmigung zur Bezahlung von Waren sind, soweit die ihnen nach den deutschen Vorschristen zugeteilten Beträge zur Bezahlung der Einfuhr aus Schweden nicht ausreichen, darüber hinaus erforderliche Zahlungen für Wareneinkäufe in Schweden bei der Deutschen Reichsbank zugunsten der Schwedischen Reichsbank in Reichsmark einzahlen. Die schwedische Reichsbank stellt ihrerseits die Beträge den schwedischen Warenlieferanten zur Verfügung. In jedem Fall« ist die Genehmigung der zuständigen Devisenbewirtschaftungsstelle einzuholen, die grundsätzlich erteilt wird. Das Abkommen tritt sofort in Kraft. * I m Vergleichs termin der Hermann W r o n k e r AG., Frankfurt a. M., wurde ein neuer Vorschlag unterbreitet, nach Lern eine Quote von 35 Prozent und für Forderungen bis zu 100 Mark volle Befriedigung vorgesehen ist. Bisher haben über 90 Prozent der Gläubiger dem Vorschlag zugestimmt, die gerichtliche Bestätigung des Vergleichs wurde auf den 29. September angesetzt. * Schiedsspruch in der Kasseler Metallindustrie. Der Schlichtungsausschuß hat am Freitag dem auf Grund der letzten Rot- verordnung gestellten Antrag des Verbandes der Metallindustriellen von Kassel und die benachbarten Industriebezirke e. D. auf Senkung der Löhne der in der Kasseler Metallindustrie Beschäftigten nicht stattgegeben, sondern entschieden, daß die bisherigen Löhne und Bezüge bis einschl. 31. Dezember 1932 unverändert bleiben. Den Arbeitgebern der Metallindustrie ist ein Einspruchsrecht gegen diesen Schiedsspruch der Schlichtungsausschüsse bis zum 30. September einschließlichl eingeräumt worden. * Zahlungseinstellung im Tabak- fabritate - Großhandel. Die Tabakfabrikate Groß- und Kleinhandelsfirma Ed. Schneider, Mann- heim, hat infolge der sehr starken Umsatzrückgänge, die mit einer fortschreitenden Entwertung der Lagerbestände und erheblichen Verlusten an Außenstän- den verbunden waren, die Zahlungen eingestellt. Der Status soll bis zu der am 27. September stattfindenden Gläubigeroersammlung fertiggestellt werden. Frankfurter Abendbörse freundlich. Frankfurt a. M.. 23. Sept. 3m Zusammenhang mit festen Kursmeldungen von den Auslandbörsen verkehrte auch die Abendbörse in freundlicherer Haltung, wenngleich sich die Llmsahtätigkeit nur innerhalb der Spekulation abwickelte, die eher Rückkaufsneigung bekundete, zumal die anhaltende Festigkeit der Kunstseideaktien stimulierte. Im Mittelpunkt des Interesses standen wieder AKL1. mit plus 1,25 Prozent, in denen lebhaftere Llmsätze zu verzeichnen waren. Die übrigen Werte zogen gegen den Berliner Schluß von etwa 0.5 bis 1 Prozent an. Im Verlaufe stellten sich meist weitere Besserungen von 0,25 bis 0,5 Prozent ein. Im Freiverkehr lagen amerikanische Kunstseidenshares fester, ohne daß aber nennenswerte Llmsätze darin erfolgt wären. Man nannte folgende Kurse: Enka 20,50 bis 21,50, Bemberg 8,50 bis 9,50 und Glanzstoff 12 bis 13 Dollar pro shares. Der Rentenmarkt tag ebenfalls freundlicher, wobei man auf die im Gang befindlichen Kabinettsberatungen über die Zinsmaßnahmen verwies. Deutsche Anleihen blieben etwa behauptet, Reichsschuldbuchforderungen lagen eine Ruance fester. Reubesitzanleihe 6,75, Altbesihanleihe 55,75, Schuhgebietsanleihe 5, 4,5prozentigs Goldrumänen 11,60, Reichsbank 127,25, Gelsenkirchen 44, Mannesmann 56,75, Rheinstahl 69. AKL1. 63,25 bis 63,75 bis 63,25, AEG. 35,60 bis 35,50, Bemberg 73, Conti Gummi 106, Zellstoff Waldhof 44,50 bis 44,75, 2G.-Farben 100,10, Norddeutscher Lloyd 20,25. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Frankfurt a. Dl. Äerlin Frankfurt a.M. Berlin Frankfurt a. M. »erlln Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a.2TL Schlußkurs Schlugt. Abenb- börsc Schluß« kurs Schlußk. mittag» börse Schluß« kurs Schlußk. Abendbörse Schlußkurs Schlußk. Mittag« böele Schluß« kurs Schlußk. Abend- börsc Schluß« kurs Schlußk. mittag« börse 22. September 23. September Amtliche Notierung Meld | Brief Amtliche Notierung Datum 6% Deuliche Rcichsanleihe 0.192'. 6% ehem. 7%Dt. Reichsanl. v.1929 6/i% Doung-Anleihe von 1930 . Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mH Auslos^Rechten....... DeSgl. ohne Ausios.-Rechte . . 6% ehem 8%.&efi. BolkSstaat 1929 (rüdtüWb. 102%)...... Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten...... Deutsche Komm. Sammelabl. Anleihe Serie 1....... 6% ehem. 8% Franks. Hyp^Bank Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 6% ehem. 7% Franks. Hhp.-Bank Golvvie 16 unkündbar bis 1936 6y.% ehem. 4/t% Franls.Hyp^ Bank ßtqu. Psanbbriese . . . 6/i% ehem. 4/i% Rheinische Hyv.-Bank-Ltgu.-Goldpse. . . 6% ehem. 8% Pr. LandeSpsand» briesanstau Pfandbriefe R. 19 6% ehem. 7% Pr. Landespfand. briesanstau Pfandbriefe R. 10 4% Lesterretchtsche Goldrcnie . 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente .... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4/2% desgl. von 1913..... 5% abgesl. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanlethe von 1911 4% Türkische Bagdad bahn-Anleihe Serie 1 . . ......... 4% desgl. Serie II...... 6% fJhtmfln. veretnh. Rente v. 1903 4^%Ruinän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische veretnh. Rente 2»% ' Anatolier..... 22.9. 66,5 76 63,5 56 6,8 63 59 51,5 73,5 73 79 78,65 70,5 70,5 10 1,25 7,5 6,75 7 4 4 4 6,45 11,65 5,55 19 23.9. 67,5 76,5 63,75 55,75 6,75 58,5 51,4 73,25 73,25 78,5 78,65 70,5 70,5 9,75 1,25 7,45 6,75 7 3,8 4,1 4,2 6,4 II,65 5,55 19 22.9. 66,5 76,13 63,4 55,9 6,85 63,4 51 71,25 1,4 7,55 7 7,2 3,8 4,25 5,5 19,25 23.9. 67 76,5 63 55,9 6,7 50,9 70,75 10,4 7,65 6,75 3,85 4,25 3,9 6.25 11,75 5,5 19 Datum Vamburg-Amenla Pare. . . . u Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Hansa Dampfschiff . . . t Norddeutscher Lloyd.....c A.G. für Verkehrswesen Akt. . 0 Berliner Handelsgesellschaft . 4 Commerz» und Privat-Bank. 0 Darmstädter und Nationalbank 0 Deutsche Bank und DiSconto-Gesellschaft... 0 Dresdner Bank...... 0 Reichsbank........1: A.E.G............0 Bergmann.........0 Elektr. Lieferungsgesellschaft. 5 Licht und Straft...... 6 Felten & Guilleaume.... 0 Gesellschaft für Elektrische Unternehmungen .... 4 Rheinische Elektrizität ... 6® SchuckeN L Co....... 0 Siemens & HalSke..... 9 LahmeyerL Co.......10 Buderus..........4 Deutsche Erdöl.......6 Gelsenkirchener.......8 Harpener..........0 Hoejch Eifen.........6 Ilse Bergbau.......10 Ilse Bergbau Genüsse..... Klöcknerwerle........6 Mannes mann-Röhren .... 6 ManLselder Bergbau.....0 Oberfchlet. Kokswerke .... 8 Phönix Bergbau......4’A Rheinische Braunkohlen... 10 Rhetnstahl.........6 22.9. 19,4 20,25 43,25 91,5 55,5 75,75 62,75 128,5 35,5 71 89 60,5 75,5 73,5 78,5 137 117 40 77 43 78,25 97,5 36,5 57,25 23,5 26,75 177 69 23-9. 19,25 20,25 43 91 55,25- 75,75 62,75 127,25 35,5 71,25 59,5 75,75 75 78,5 136,25 117 40 76,75 43 n 96,5 37,25 56,75 24,25 28,75 175.5 69 22.9. 19,13 32 20,13 43,5 91,5 55,5 75,75 62,75 129 35,13 20,75 70,5 89 60,25 75,75 73,25 78,75 138 117 40,25 76,65 43,9 78,25 38,25 134,5 97 36,9 56,65 23,65 39,75 26,75 177 69,13 23.9. 19,13 37 31,75 19,75 43,13 91 55,25 75,75 62,75 125,75 35,5 20,75 71 89,5 59,9 75,5 73,5 78 136 117 40 76,25 42,65 76,75 38,9 133,5 96,75 57 24,75 39,75 26,75 175,5 69,65 Daium Riebeck Montan......7,i Bereinigte Stahlwerke . . . . 0 Otavi Minen....... 0 Kaliwerke Aschersleben ... 6 Kaliwerke Westeregeln ... 6 Kaliwerke Salzdetfurth ... 9 3. G. Farben-Industrie... ? Scheideanstalt.......1° Goldschmidt.........0 Rütgerswerke........0 Metallgesellschast.......0 Philipp Holzmann......t Zementwerk Heidelberg. ... 4 Cementwcrk Karlstadt.....< Wayß & Freytag......0 Schultheis Patzenhoser ... 0 Aku (Allgemeine Kunstseide) 0 Bemberg......... 0 Zellstoss Waldhof..... 0 Zellstoff Aschaffenburg ... 0 Dessauer Gas........7 Daimler Motoren......0 Deutsche Linoleum.....0 Orenstetn & Koppel.....0 Leonhard Tietz.......6 Svenska.......... 0 Thade............ Frankfurter Maschinen . . . . 0 Grihner..........0 Mainkraftwerke Höchst 0. jjj.. . 4 Süddeutscher Zucker.....s 22.9. 20,25 18,5 107 172 100,5 135 29,4 43,5 38 56 54 5,3 59,25 69,5 43,5 30,5 19,4 47 47 184 26 125 23-9. 20 18 109 113.5 170 100,13 135 29,5 43,65 37 55,5 5,25 63,25 73 44,75 30 20 49,5 47,65 183,5 — 26,5 54 125 22.9. 20,75 18,13 108,5 115 172,5 100,4 29,65 43,65 38,5 56 5,5 56 59 70 44 30,5 92,75 20,13 47 37,25 48,25 184 125,5 23.9. 19,75 18,13 108 113,5 171,5 100 29,5 43,65 37 56,4 55,75 62 72 43,9 30 92,25 20,65 49,65 37,25 48,25 182,5 26 126 Geld Brie' Heisings 01S . Wien. . . . Prag . . . Budapest. . Sofia . . . Holland . . Oslo.... Kopenhagen. Stockholm London. . . Buenos Aire« Neuyork . . Brü sei. . . Italien. . . Paris . . . Schweiz . . Spanien . . Danzig. . . Japan . . . Rio de Jan.. Jugoslawien. Lissabon . . Serlit Amerikanische Belgische Not Dänische Not Englische Not Französische 9 Holländische 9 Italienische N Norwegische Deuts ch-Oeste Rumänische 9 Schwedische Schweizer No Spanische No Ungarische Är 6,274 51,95 12,465 3,057 169,23 73,23 75,47 74,68 14,56 0,906 4,209 58,39 21,61 16,495 81,19 34,47 81,32 1,009 0,309 6,344 13,27 i, 23.Sepfemk Noten . . . en .... . n ..... en .... . loten. . . . loten. . . . ölen .... loten. . . . rretch, 1 1OO oten.... loten.... ten..... ten..... ten ... . 6,286 52,05 12,485 3,063 169,57 73,37 75,63 74,82 14,60 0,910 4,217 58,51 21,65 16,535 81,35 34,53 81,98 1,011 0,311 6,356 13,29 Bantno er Schilling en 6,274 51,95 12,465 3,057 169,23 73,33 75,57 74,73 14,57 0,906 4,209 58.36 21,605 16,495 81,16 34,47 81,82 0,999 0,309 6,344 13,29 Geld 4,20 58,20 75,25 14,53 16,455 168,86 21,55 73,15 2,47 74,55 80,98 34,33 6,286 52,05 12,485 3,063 169,57 73,47 75,73 74,87 14,61 0,910 4,217 58.48 21,645 16,535 81,32 34,53 81,98 1,001 0,311 6.356 13,31 Brief 1 1 4,22 58,44 75,55 14,59 16,515 169,54 21,63 73,4t 2,49 74,85 81,30 34,47