Mittwoch, 25. November (932 U. 276 (Erffps Statt (82. Zahrgang > 1 Hitlers Antwort wird heute nachmittag übergeben lsißrpulenz wird aus; Lebhaftigkeit, durch ei ISpiperament. Er läche flatzwechsel im Rahmen eines absolut organischen wzesscs im Lauf der letzten zehn Jahre vor- chon aus allein politischen Gedanken von dem | ;en Angaben loht sich noch nicht übersehen, ob das heißen soll, dah die Nationalsozialisten auch ein Präsidialkabinett unterstützen oder tolerieren roür- und Be- jur kur- Annahme von äiijtigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Ne» Klameanzeigen von 70 mm Brette 35 Neichspfennig, Platzvorfchrift 20" , mehr. Chefredakteur Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.Tdynot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein undiür denAn- zeigenteil i.D.TH.Kümmel sämtlich in Biegen. »VN ihnen los. Mit derart trainiertem Weitblick, derart^ trainierter Ruhe ist es solch einem Mann möglich, aus der Umgebung der militärischen Traditton in die politischen Gefilde überzuwechseln. ohne 5afj er einen wesentlichen Sprung macht. Die Einsicht in die Clausewihsche Erkenntnis, dah der Krieg von allen menschlichen Detä^gungen der Prozeß ist, der am ehesten dem Handel gleich- koinint, schlägt seder kluge militärische Taktller saft von selbst eine Drücke vom rein Strategischen in der ursprünglichen Bedeutung des Wortes zur Politik. Der Äame dieses Mannes, der &iefcn genommen hat. lautet Kurt von Schleicher. Er wurde vor einem halben Jahrhundert in Aetz geboren — als Sohn eines Offiziers. Seine trftcn Schritte, seine Ausbildung, die, Frühetap- ten seiner Karriere waren die eines Sohnes des Lfsiziersmilieus. Kadettenkorps, Garderegiment *- und dann kam der Krieg. Schleicher arbeitete sich rasch durch seine hervorragenden strategischen Anlagen die militärische Stufenleiter empor, wurde Hauptmann, dann Majo» Im März 1919, als in der neugebackenen Re^ ablik das Reichswehr- Diinifterium gebildet und seine Posten besetzt wurden. war von vornherein für Major v. Schleicher den, das nicht unter Führung Hitlers steht, dem aber einige der nationalsozialistischen Bewegung nahestehende Persönlichkeiten angehören. Darüber muh man nähere Mitteilungen abwarten. Ls ist möglich, dah die Nationalsozia-, listen nach der Neberreichung des Briefes selbst einen Bericht über ihren Standpunkt und dem Inhalt des Schreibens herausgeben. 3m Augenblick läht sich die Situation nur dahin kennzeichnen, dah nach der Neberreichung der Antwort Hitlers die Initiative wieder beim R e i ch s p r ä s i d e n- t e n liegt, der entscheiden wird, ob er über den Hitler erteilten Auftrag hinaus gehen will. Direktor der Handwerkskammer, Schüttler, und der Direktor der Handwerker-Zentralgenossenschaft, P a e ch , außerdem noch Bankdirektor R a i h - Groh-Gerau, Geschäftsführer Steinmann- Worms und Apotheker D o n a t - Goddelau. Sämtliche Fraktionen gaben die Erklärung ab, dah sie wünschten, die Angelegenheit gründlich aufzuklären, damit wieder Ruhe in den Kreisen des hessischen Handwerks eintrete. Die Regierung hat sich bereit erklärt, zu dem Deweisantrag 1 eine schriftliche Antwort noch im Laufe dieser Woche dem Ausschuß zuzustellen. Die nächste Sitzung, zu der die Presse Zutritt hat, findet am Dienstag statt. sprechung zwischen beiden Parleiführern zustande- tommt Ueber den Inhalt des Briefes verlautet, dah Hitler dem Reichspräsidenten mitleilt, nach feiner Ansicht fei eine parlamentarische Mehrheitsregierung unmöglich. Ls sei deshalb zweckmähig, zum Gedanken des Prä- f i d i a l k a b i n e l t s ; u r ü ck ; u k e h r e n hierfür stelle er sich und seine wegung dem Reichspräsidenten Verfügung. Rach diesen verhältnismäßig wahrscheinlich oder gar gegenstandslos. Für ein prasidiattabinett. DcrwahrscheinlicheJnhaltdcsHitlerbriefes Berlin, 23. Roo. (LNB. Funkspruch.) wie bei bevorstehenden Entscheidungen immer üblich ist, ist auch der heutige Mittag von einer Flut von Gerüchten ungefüllt Man spricht von allen möglichen Einzelbesprechungen und Besuchen, die im Laufe des Vormittags stattgefunden haben sollen; richt'g ist daran, dah der Herzog von Loburg im „kaiferhof" eine längere Besprechung mit Hitler gehabt hat, und dah er sich bemüht, eine Verbindung zwischen Hitler und hu- g e n b e r g herzustellen. Ls ist auch möglich, dah auf diese weise im Lause des Nachmittags eine Be- 58,37 13-2 iS 34^ der Bezeichnung ergibt, einzig und beim Reichspräsidenten. In Kreisen hält man deshalb auch den eines präsidialen Kabinetts Schacht, viel gesprochen wird, für praktisch un- Oie Westhilfegelder der Hessischen Handwerkskammer Ter Landtaqs-Untcrfuchungsausschutz beginnt feine Tagung Darmstadt, 22. Rov. (WHP.) Der in der 7. Sitzung des Hessischen Landtags eingesetzte Untersuchungsausschuß über die Verwendung der West Hilfe gelder durch die Hessische Handwerkskammer trat heute zu einer Aussprache zusammen. ®er Ausschuß besteht aus den Mitgliedern des Finanzausschusses. Als Berichterstatter wurde der nationalsozialistische Abgeordnete Renz- Alzey gewählt. Die Nationalsozialisten, die den Untersuchungsausschuß gewünscht haben, stellten folgende Beweisanträge: 1. Die Reg ierung wird ersucht, sich zu äußern: a) was ihr von der Verwendung und Verwaltung der 570 000 Mark Ruhrhilfegelder durch die Hessische Handwerkskammer amtlich bekannt geworden ist, b) welche Anweisungen oder Genehmigungen sie zu dieser Verwendung und Verwaltung 6,0 6 52.05 12,W 3,063 169-52 73.32 13.71 0.9« 4,2 56.41 21.S 16-5 81.06 34,46 81.96 0.84 0.296 5.646 12,7» 3,057 169,18 70,08 71,43 73,1 13,74 0,8 4,209 58.29 21,55 'S 34,40 81.1« 0,83 0X94 5.Ö 12,76 er hat niemanden durch äußeren politischen Ehrgeiz beleidigt ober sich selbst einer Aufmerksamkeit ausgesetzt, die seinen Bestrebungen nur schaden konnte. So blieb Schleicher stets der erste Diener des Reichspräsidenten. Welche Ziele verfolgt Schleicher? Diese Frage wird nur die Geschichte beantworten können. Vielleicht finden wir eine Erklärung für fein politisches handeln im Geiste jenes altpreußischen Soldatentums, als dessen Bewahrer und Träger er sich fühlt, Förderer jenes Geistes, der alle Staats- und Wirtschaftsbegriffe dem Soldatischen unterordnet Ein porfrait Der Offizier, der * um Politiker wurde. Dvn (5 v (5. len-____ —M. —7720 58.13 71,06 Ä 69,91 2,tt 73,0; 80,74 34,26 ’f ^aieinisch. 9 gelchasten, erscheint 0 ^toanbe, da-Kn und komisch ju lind von Lolche Latein “«1 alten unb iuna n MlustigievnL^ 'Staun unb EdasDnlchen^ geistreich abgeftimmlt dem Cäsar unb Sierra Een, zur lehrreichen derlei. 0 Mam (7343 Deleg- ) D'lsMnz der Feier, werden. upfererzeugung deutsche Kupferhütten. Srund von Dercchmm- 1 der Metallgesellschast Oktober 1932 auf M n im September, coduklion (Aassinad» ug im Oktober 13097 aen im September. Lebensversiche- )ktober 1932. 3m n im Verbände öffent- galten organisierten Gliederungen mit 15,80 ngäfumme beantragt runggfumme betrug g 3661 Mark gegen- : 1931 unb in bat matt wräbet M LvrjayteL. >örse freunM rffitt. Avv. Die freundliche ung, die bereits den akterisierte, blieb auch n, doch herrschte ang-- er die mnerpolitischcn äftsstille. Das Kurs- rröchlußbasisbehaup. tngen von 0,25 bis 0,50 t blieb es sehr ruhig -nderung. , lagen sotvotzl deutsch« zschuldbuchsorderungen x auf dem Mittags "i'i25 Licht & Kraft - 95.39 Lahmever ?0, Hapag WJ* jranffurM^ Die „Kölnische Volkszeitung" (Zentrum) schreibt u. a.: Die Entwicklung habe sich auf einen gefährlichen Punkt zugespiht und das alles trotz der starken Kräfte, die am Werke seien, um Hitler den Weg zur Regierung zu ebnen. Die Nationalsozialisten arbeiteten denen in die Hände, die von vornherein keine Aenderung in den Re- gierungsmethoden wünschten und deshalb alles daran gesetzt hätten, die Bemühungen auf die Schaffung einer volksverbundenen Regierung zu durchkreuzen. So wenig die Taktik der Nationalsozialisten zu verstehen sei, müsse man doch feststellen, daß man ihnen d i e Aufgabe, sich vertrauensvoll an der Regierung zu beteiligen, nicht leicht gemacht habe. Das dunkle Kapitel der unterirdischen Kräfte, die mit Erfolg an der Sabotage einer Regierung der nationalen Konzentration arbeiteten, müsse noch geschrieben werden. . Die „D A Z." (konserv.) sagt: Es ist noch zu früh, die Geschichte dieses ersten Teiles der Verhandlungen zu schreiben, der an ironischen und tragikomischen Einzelheiten reich ist. Schon heute aber müssen wir die Gespensterangst, die vor unverstandenen Begriffen wie „Präsidialregierung" und „parlamentarische Mehrheitsregierung" herrscht und für die vorläufige Erschwerung der Verhandlungen verantwortlich ist, zerstören. Unter den heutigen Umständen sind sie ein Nichts, ein Phantom, ein vollkommener Widersinn. Die deutsche Republik hat seit 1918 viele Regierungen gehabt, aber nur ganz wenige von ihnen enthielten keine „präsidialen Elemente", wie das fürchterliche Wort lautet. Daß auf der anderen Seite ein Kabinett Hiller nach seinem ganzen Grundcharakter keinen parlamentarischen Kuhhandel treiben konnte, war klar. Man redet und schreibt sich auseinander, nicht wegen politischer Unstimmigkeiten, sondern wegen der Frage, wie das Kind, das noch gar nicht geboren ist, getauft werden soll. Die „Dör s enzei tung" (Konserv.) spricht unter Hinweis auf die Bemühungen um eine Annäherung innerhalb der nationalen Bewegung, daß dieser Brückenschlag vollendet M unb wider die Beauftragung Hitlers Oie Meinung der presse. das Amt eines Referenten für Politik vorgesehen, dieser Offizier gehört also, so merkwürdig dies im Rahmen der späteren Entwicklung scheinen mag, zum ältesten Bestand der Weimarer Republik. Im Kapp-Putsch spielte er eine hervorragende Rolle nicht zuletzt dadurch, dah er ihn und vor allem sein Mißlingen bereits auf lange Strecken voraus- gesehen und vorausgesagt hatte. In diesen Jahren brauchte er - dies hat er später ganz un- verhohlen betont, - vor allem Ruhe, um das Terrain zu sondieren, um allumfassende Verbindungen anzuknüpfen. Bald war er in seinem Amt, auf Grund seiner Verbindungen und seiner Intelligenz, unentbehrlich. Er überdauerte Noske, seinen ersten Chef, nahm bei dessen Nachfolger Dehler eine womöglich noch zentralere Stellung ein General von Seeckt. der Chef der Heeresleitung. tat, wie es hieß, nichts, ohne Schleicher vorher gefragt zu haben. Diese drei Männer waren es, die im September 1923 Stresemann gewönnen. zur Durchführung ihres damaligen großen Planes, zur Verhängung des mllitärischen Ausnahmezustandes, der im Lauf eines knappen irs ToiT 51.95 12,465 Berlin, 23. Nov. (111.) Hillers Stellungnahme auf das gestrige Schreiben des Staalsfekre- (ärs Dr Meißner ist, wie von zuständiger natio- nalfozialistifcher Seite mitgeteilt wird, erst für die Nachmittagsstunden zu erwarten. Im „kalferhof" anden noch Besprechungen statt, in denen die endgültige Fassung der Antwort Hitlers an den Reichspräsidenten revidiert wurde. Die Antwort wird erst am Nachmittag überreicht werden, so daß mit der Bekanntgabe der Einzelheiten erst im Laufe des Spätnachmittags oder Abends zu rechnen ist. Grundsätzlich dürfte aber schon so viel seststehen, daß Hitler auch jetzt den Auftrag des Reichspräsi- benten nicht direkt ablehnen, sondern daß er nur festellen wird, daß Hindenburgs Auftrag in der erteilten Form nicht durchführbar ist. wahrscheinlich werden dann noch Gegen- Vorschläge gemacht werden in dem Sinne, daß Hitler mit der Bildung eines Präsidial- kabine 11 s beauftragt werden möchte. Jedenfalls wird durch diese Antwort die Tür zu weiteren Verhandlungen nicht zugeschlagen. Man glaubt in Kreien der NSDAP., dah die Verhandlungen, die jetzt auf parlamentarischer Grundlage sich als unmöglich erwiesen hätten, auf der Grundlage der Bildung eines präsidialkabinetls durchaus möglich sind und auch bald in Gang kommen dürften. In anderen politischen Kreisen diskutierte man chon lebhaft die Möglichkeiten, die sich aus der Antwort Hitlers für die weitere Entwickelung ergeben. Trotzdem find aber weitere Entscheidungen des Reichspräsidenten für heute nicht mehr zu erwarten. Der Reichspräsident wird vielmehr die Antwort Hillers mit aller Ruhe und Sorgfalt prüfen und sich erst dann über feine weiteren Schritte schlüssig werden. Enthält die Denk- chrift in der Tat die Ablehnung einer Mehrheitsbildung, s 0 bleibt nur die Möglichkeit eines präsidialen Kabinetts, lieber ein olches Kabinett liegt die Entscheidung, wie sich »P'tän eine 5ftP|?e!B out: 8ortra9ste ?iefilu! 1 x »ertunb ' ? n9en ®elltjf >°che bmn h.'|e Mt. »»m ü t" '»'kl. LSZL e'nc5 & ie 10000» UNÜ mit einem »1"« DM tag bni eirx’-t Deri ins lieber sSS« 6l-«kn 3'"'“ 6r ist etwa fünfzig Jahre alt. Sein Kopf ist rfott wie der Kopf derjenigen Leute, die Julius Cif ar gern um sich haben wollte. Die fehlende lulenj wird ausgeglichen durch Sehnigkeit, I, ein offensichtlich sanguinisches ^rv.v.ment. Er lächelt gern, wenn er lächelt, ent- !Mt er tadellose weiße Zähne Er spricht oft und gern, unb aus seinem Sprechen gewinnt man den (inbruef, als seien ihm Diskussionen selber notwen- zur Klärung aller Probleme, über die er bis- hJiert Spricht er, so wächst er mit Witz unb Leich- rgleit, rasch unb überzeugend in die Fragen hinein, im denen er spricht Er liebt es, Interviews zu ;e6en, er ist ein Freund geistreicher Formulierun- halben Jahres die kommunistische Offensive zurückschlug und unter Anwendung aller Grade von militärischer Gewalt, wie Schleichers strategischer Plan es vorsah. die Festigung der alten Herr- schast, wieder herbeiführte Dieser Kampf war Schleichers Feuerprobe gewesen. Seitdem wußte er, baß man in Deutschlanb nicht mehr ohne ihe auskommen konnte. Gerade deswegen nahm er sich Zeit, stellte sich bewußt nichl in den Borbergrund, hielt aber aus feiner Stellung heraus im Lauf der nächsten acht Jahre alle Fäden in der Hand. In dem eben erschienenen Buch des Freiherrn Kurt von Reibnitz ,Jm Dreieck Schleicher, Hitler, Hindenburg" sind alle Phasen dieses feinen Spieles mit bewundernswerter Genauigkeit und SUarfoeit sozusagen von einem Augenzeugen festgehalten. Er schildert, wie Schleicher der Verbindungsoffizier zum Reichstag wurde, wo er immer roiebei Fürsprecher für das haush'altungsbudget der Reichswehr wurde. Offiziell betätigte er sich lediglich als Leiter der Wehr- madjtsabteilung im Reichswehrministerium, war aber faktisch während dieser Zeit als rechte Hand bei Reichswehrminister unb der Ehess der Heeresleitung mit den Aufgaben eines Staatssekretärs betraut. Durch eben diese Doppelrolle kam er auch in den Ruf im Reichswehrministerium unb darüber hinaus so etwas wie eine „graue Eminenz", ein oerspä- tetes Gegenstück Fritz von Holsteins zu sein. Reibnitz selbst nennt ihn in seinem Buch bie „Sphinx ber Bendlerstraß e". Dies erweckt vielleicht übertriebene ober falsche Borstellungen von Schlei- chers Plänen, seinen Aufgaben unb vor allem seiner Taktik Man fühlt sich geneigt, nach biefer Formulierung einen mehr ober weniger gewissenlosen Intriganten in biplomatischer Verhüllung zu vermuten Dies steht in absolutem Wiberspruch zu ber klaren Zielbewußtheit bes Mannes Dieser liebenswürdige, wirklich gescheite Mann, ber über ebensoviel Charme wie Klugheit verfügt, der die Literatur ebenso kennt wie die Militär- GietzemrAiizeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Derlog: vrLhl'fche Universitäts-Buch- und bteindruckerei R. Lange in Gießen. Zchriftleiwng und Geschäftsstelle: Zchul^traße 7. Eriche,n, tagltd), nutzer ionntags und Feiertags Erllagen: Die Illustriert, Oienener Fan-.ilienblatter x«imat m Dild Die Scholl, ' fflonatsBeiugsprets: gtii 4 Beilagen RM 1.95 Lhne Illustrierte , 1.80 ^»stellgebühr . , -.25 glich bei Nichterscheinen D)n einzelnen Nummern nfolge höherer Gewalt. Hernfprechanschlüsse iiter Sammelnummer 2251 pnlchnst für Drohtnach- achten ün$eiaer Stehen, posifchecüonto: flonllurt am Main 11686. werden müsse. Es müsse eine Form gefunden werben, die es möglich mache, die Nationalsozialisten an den Staat und an die Verantwortung heranzuführen und sie aus der Opposition zu lösen, die in Verbindung Mt den zerstörerischen und staatsverneinenden anderen Oppositionsgruppen eine schwere Bedrohung des deutschen Gleichgewichts bilden kann. Ein Verharren der Nationalsozialisten in der Opposition würde die Wunde, an der das nationale Deutschland kranke, unheilbar machen. Bei jeder Maßnahme also, die in diesen Tagen die verantwortlichen Stellen ergreifen — seien es die Staatsmänner in der Wilhelmstraße, seien es die Führer der Nationalsozialisten, oder die Männer des Hugenberg-Kreises —, bei jeder Maßnahme müßten die Folgen erwogen werden, die in dem jetzigen Fall um so weittragender seien, als die Entschlüsse, die in diesen Tagen gefaßt würden, kaum wieder eine Zwischenlösung herbeiführen dürften. Das Blatt des bayerischen Ministerpräsidenten, der „Regensburger Anzeiger" fijreibt, eine Betrauung Hitlers wäre, da sie nichts mehr und nichts weniger bedeute, als daß der Weg einer Präfidialregierung verlassen werden sollte, gleichbedeutend mit einer Rückkehr zum parlamentarischen System. Hitler sei es heute nur darum zu tun, irgendwie legalzur Machtzukommen. Wenn er sie erst einmal habe, werde er auch nicht davor zurückschrecken, seine weitergehenden innerpolitischen Machtpläne auch gegen einen großen Teil seiner Volksgenossen mit allen ihm zur Verfügung stehenden Machtmitteln durchzu- sühren. Hitler sei und bleibe in seinen politischen Ideen revolutionär und werde, wenn er zur Macht kommen sollte, bei gegebener Gelegenheit diese revolutionären Ideen mit rücksichtsloser Schärfe durchführen. Wenn ein nationalsozialistischer Reichskanzler auch noch Amt und Macht des preußischen Ministerpräsidenten in seiner Person vereinigen würde, wäre dies gerade für die deutschen Länder ein ganz unerträglicher Zustand, vor allem deshalb, weil diese Machtvereinigung einer schrankenlosen Zentralisierung der gesamten Macht im Reich gleichkäme. Schwierige Finanzlage in Mecklenburg-Schwerin. Schwerin, 23. Nov. (WTB.) Im Hauptaus- schuß bes Landtags teilte ein Regierungsvertreter mit, daß sich ein Gesamtfehlbetrag von 8 Millionen Mark im Haushaltsplan ergebe. Dringend notwendig fei bie Herabsetzung der K 0 st e n im Staatshaushalt. Eine Kürzung ber sachlichen Ausgaben um 30 Prozent fei bereits verfügt. Außerorbentlich große Einschränkun- gen ber Behorben, Herabsetzung ber Kosten für ben Unterhalt von Staatsgebäuben unb Kunst- straßen seien nicht zu oermeiben. Die Regierung habe sich beshalb entschließen muffen, bieSchlacht- steuer für Mecklenburg-Schwerin einzuführen, beren Jahresaufkommen aus 3 Millionen Mark geschätzt werde. Auch die Kürzung ber B e - amtengehälter sei unvermeidlich. Man sei sich aber noch nicht klar, ob direkte Gehaltskürzung ober bas sog. R 0 11 s y st e m zur Anwendung kom- men soll Für bas Jahr 1933 sei mit weiteren Schwierigkeiten zu rechnen. In der Sitzung wurde noch ein Gesetz zur Errichtung des Mecklenburg- Schweriner Siedlungsoerbandes angenommen, das bie Schaffung von 1000 Siedlerstellen Vorsicht. en, unter ber Bebingung, daß sie knapp finb, daß öesentliches in ihnen gesagt wirb. Er erkennt die Notwendigkeit an, lange und ernst- aft Entscheidungen abzuwägen, bevor man sie ■ifft. um sie ju „ringen", wenn man diesen Gemein platz gebrauchen will. Leute aber, bei denen Wes „Ringen" in Permanenz besteht, Leute wie Bruning etwa, die sozusagen „Dauerringer" waren, solange sie sich an ber Macht befanden, — lehnt er *, er versteht sie nicht und will sie nicht verstehen. 6r mag es nicht leiden, wenn andere Leute zu fiel Nerven haben, da er selbst keine hat Er hat reuig Verständnis dafür, daß andere Leute keinen Eumor besitzen, weil er selbst viel davon besitzt. steten flößen ihm ein wenig Mißtrauen ein, chwohl er sich in ber Quintessenz nur wenig von ihnen unterscheidet. Er ist religiös, ohne eigentlich fromm zu sein - er glaubt mit Bestimmtheit daran, daß andere Leute glauben müssen um glücklich zu sein, um ein Ziel zu haben. Dieser allgemeine Glauben tut den Glauben aber beeinträchtigt in nichts die fräzisionsmaschinerie eines Gehirnes, das im Leiche der fast mathematischen Disziplin der rmli- lörischen Strategie und Taktik geschult ist. Wer einmal von den großen militärischen Wissen- lflftlcm, wie z. B. von Elausewih gekostet hat, kt kommt wahrscheinlich sein Lebtag lang nicht gegeben hat. 2. Zu der nächsten Sitzung sollen als Zeu- wisfenschast, hat seine Ägenschaften, Menschen an! gen geladen werden ter damalige Hand- sich heranzuziehen, nirgends ungenutzt gelassen. Und | werkskammerprasrtent N 0 h l - Darmstadt, ter Aus der Provinzialhauptstadt. 1 Gießen, den 23.November 1932. fernbleiben. Die Feier ist doch in erster Linie fr föi INN und Zweck der Jubiläums- »» Glieder der Petrusgemeinde bestimmt. In Jn Sinn und Zweck der Jubiläums gegengesetzte und feindliche Richtun- i mus kein Hindernis finden, gen. Wie die Nationalsozialisten sei auch Hinden- I - ____ 23 Fortsetzung Nachdruck verboten bürg von heißer Liebe zu dem Vaterland und von dem ernstlichen Willen beseelt, die deutsche Nation in ihrer Größe wieder aufzurichten. Deutschland aber sei kein guter Boden für revolutionäre Bewegungen. kann nicht geduldet werden. Es ist eine fest- beschlossene Maßnahme von der Frau Kommerzienrat. Haben Sie sonst noch etwas, Herr De- grner?" fragte er; sein eben noch scharfer Ton wurde freundlich, aber in seinen graugrünen -lluaen stand eine Warnung, die auch Degener verstand. Ter Beamte schwieg. Er wußte, es hatte keinen Zweck, zu widersprechen. Seit der alte Herr tot war, gab es nur einen Willen hier: den der Kommerzienrätin — und hinter diesem Willen stand dieser Fremde mit den graugrünen Augen die gefährlich aufleuchten konnten, und dem niemand hier auf dem ganzen Bremerwerk auch nur über den Weg traute. Oie Schuldenkonferenz zwischen Hoover und Roosevelt. Gn römisches Interview Alfred Rosenbergs Der Legalitätskurs der NSDAP.-Südtirol und der Anschluß. Deiner Hände Werk Roman von Klothilde von Stegmann-Gtein. Copyright by Martin Feuchtwanger. Halle (Saale) den Hals durch. Die Töter, denen etwa 300 Mark in die Hönde fielen, konnten unerkannt entkommen. Aufruhr in einem norwegischen Gefängnis. 3n einem im Schloß von Akershus unterge- brachten Gefängnis brach, einer Meldung aus Oslo zufolge, ein Aufruhr aus. Eine Anzahl Strafgefangener, die sich vor einiger Zeit an einer Gefängnisrevolte beteiligt hatten und deshalb zu Zusatzstrafen verurteilt worden waren, steckten di« im zweiten Stockwerk des Gefängnisgebäudes gelegene Malerwerkstatt in Brand, schnitten die elektrischen Leitungen durch und griffen einige I Gefängnisaufseher tätlich an. Bei dem sich ent- spinnenden Handgemenge wurden einige I N Äfien istW sSä' Auf eine weitere Frage Farinaccis, die sich auf das Ausdehnungsbedürfnis beider Völker bezog und eine Anspielung auf Südtirol enthielt, antwortete Rosenberg: Was Südtirol angehe, so habe er den Erklärungen Hitlers nichts hinzuzufügen, der das Mißfallen gewisser irredentistischer österreichischer Kreise auf sich gezogen habe, indem er versicherte, daß das Problem der deutschen Minderheiten in Italien keine unüber ft eigbare Frage im Hinblick auf das Problem einer politischwirtschaftlichen Annäherung zwischen der italienischen und deutschen Rasse sei. Auf die An- s ch l u ßf r a g e übergehend, bemerkte Rosenberg, daß ihm die in dieser Frage zutage getretene ab- lehnende Haltung Italiens nicht verständlich sei. Italien würde nichts verlieren, aber gewinnen, zumal man doch auf diese Weise den Einfluß Frankreichs im Südosten Europas in etwa ausschalten könne. Der Anschluß würde beim Nationalsozialis- lüftung für eine solche manche Anregung rein sicherlch mancher zu eigei dem (Betonten trägt, e Bngroelt zu verdünget trag wurde von den ! mertsanM und dankln - TageSkalen ktadttheater, 20 bis der eabinctinnen". - Renten, 20 41jt, 6tub Deg. Dortrag über „ hum ohne MT - habe: „Data $jmu. " Festschrift zt »ehen des Stak Aus dem Stodttheater ben: Aus Anlah des stres Stadttheaters ha: lchüst herausgegeben, l nktellierenben Inhalte fr» Schm ter kchn t lesensivett, n:ch Theaterfreund. Außer C und Dildern a SL^njinenten Schau LWn,t ehr intet Theaters, ü LsD Luser meist verschlossen sei fcuh sprach Hauptmann Befteiaung des Piz Berni AjefAfchen Berges, bei «litt von den Schwierig rischer und (teile ®w ichmal^ Lisbrücken, die, t kgileiger auf Schritt ui tat (ein lassen. Man h Baissen, die eine soll Sat, man hörte aber c leütn und unerläßlichen 1 Aufseher leicht verletzt. Polizei und köi^ liche Wachtsoldaten verhinderten zunächst weil« älnruhen und stellten die Ruhe wieder her. Feuer, das inzwischen auch auf das dritte 6t«!. werk übergegriffen hatte, wurde von der Feurr. wehr gelöscht. Einige Strafgefangene wurden » ein anderes Gefängnis geschafft. Tukanchamons Grab wird wieder geöffnet. Der durch seine Ausgrabungen bekannte englifa Forscher Howard Carter ist von Kairo nnfi Luxor abgereift. Er wird in kurzem zusammen ob dem Unterrtchtsministerium die nötigen Schritte!> greifen, jim das Grab Tutanchamons zu öffnen. Mailand, 23. Nov. (TUtt Arturo Fari- n Erste faschistische Parteisekretär, harte . fred Rosenberg, dem Chefredakteur des „Völkischen Beobachters", in Rom eine Unterredung, die am Dienstag in Farinaccis Blatt „II Regime Fascista" wiedergegeben wird. Farinacci erklärte Rosenberg, daß man unter den revolutionären italienischen Fasch.sten für das Zögern °er Hitlerbewegung und ihre Weigerung, - o" iu dem Augenblick, als auch parlamentarisch etne Mehrheit für sie vorhanden gewesen fei, resolut zuzugreifen, absolut kein Verständnis aufbringen könne. Hitler tjabe offenbar eine historische Stunde ungenützt gelassen. Demgegenüber wies Rosenberg darauf hin, daß ein brüskes Vorgehen der Hitlerbewegung nicht nur in Deutschland höchstgefährliche Erschütterungen schaffen würde. Hitler sei zu klug, fein Vaterland in Abenteuer zu stürzen. Die deutsche Innenpolitik sei immer noch von der Außenpolitik g e = bremft und kontrolliert. Außerdem beständen ganz besondere Beziehungen zwischen der Hitlerbewegung und der Regierung Hindenburg. Es handele sich im Grunde nidjtum zwei ent« Morgenfeier im Siadtiheaier. Eine Erklärung der Stadtverwaltung. Die Stadtverwaltung teilt mit: "Auf verschiedene Anfragen aus allen Kreisen der Bevölkerung, die-für das rege Interesse an unserem Stadttheater und seiner Jubelfeier zeugen, teilt die Stadtverwaltung auf diesem Wege da unmöglich alle Anfragen im einzelnen beantwortet werden können — folgendes mit: .Ter innere Sinn der Jubiläumsfeier am Vor- mittag des 21. November muß darin gesehen wer- oen daß das Theater Gelegenheit hat, den maßgeblichen auswärtigen Behörden, den Theaterfachleuten und der Presse einen Einblick in die Arbeit zu verschaffen, die am Gießener Stadt - ter geleistet wird. Es ist ferner die Aufgabe dieser Morgenfeier, sich dessen bewußt zu sein, daß es opferfreudige Bürger waren, die vor etnern Dierteljahrhundert das Theater schufen das Theater, das es einem großen Teil der Bürgerschaft erst ermöglicht, Kunst in einem würdigen Rahmen aufzunehmen. Der Zweck dieser Querschnittsveranstaltung kann aber natürlich seicht der fein, jedem Abonennten noch einmal im Ausschnitt etwas vorzuführen, das er in den letzten Jahren schon im Theater als Dollauf- suhrung sah. Da nun der Theaterraum nicht einmal Platze genug hat, alle Abonnenten zu fassen g. schweige denn Hunderte von Spendern und die «roße Anzahl der behördlichen Vertreter, so mußte sich die Stadtverwaltung im Cinverständ- Theater-Deputation zu einer Beschränkung entschließen und konnte die Einladungen nur an die Spitzenvertreter aller aufzufordernden Kategorien ergehen lassen. Weihe der petrusko pelle. Die Einweihung der Petruskapelle am Wetzlarer •üJeg finoet am Sonntag, 27. November (1. Advent), Mm. J5 UHr statt. Die Gemeinde sammett sich im Hof des Gemeindehauses, dort findet die Schlüsselübergabe statt. Der Architekt, Baurat Meyer, der es verstanden hat, mit geringen Mitteln etwas wirk- llch Schones und Würdiges zu schaffen, übergibt öen Schlussel an den Vorsitzenden des Gesamtkir- chenvorstandes, Pfarrer Bechtolsheimer, die- fer gibt ihn dem Superintendenten von Oberhessen Oberkirchenrat O. Wagner, der die Tür auf' schließt. Die Gemeinde begibt sich darauf in das Gotteshaus, wo die Weihe durch den Super- intenbenten vorgenommen wird. Die Festpredigt halt der Pfarrer der Petrusgemeinde, Lic. Waas, bte ©djlufjhturgie der Dekan des Dekanats Gießen, Dekan G u ß m a n n - Kirchberg. Der Verein für christliche Musik und der Frauenchor der Petrus- gemeinde werden bei der Feier mitwirken. Um eine UeberfuUung des Saales zu vermeiden, wird gebeten, daß Glieder anderer Gemeinden, soweit sie nicht besonders geladen sind, oder keinen besonderen Grund zur Teilnahme an der Feier haben, dieser So zeugt der ganze Bau von einem Zusammenwirken vieler in gleicher Opferfreudigkeit. Die Petrusgemeinde ist dankbar, daß sie nun diese« schönen Raum für ihren Gottesdienst und die Ne- benräume für ihre Gemeindearbeit hat. Es ist zu hoffen, daß die Schaffung dieses neuen Mittel. Punktes kirchlichen Lebens zum Segen wird au$ für die Gesamtgemeinde Gießen. Strahenbahnverkehr durch die Marktstraße/Bahnhofstraße. Das Polizeiamt Gießen teilt uns mit: Nach« dem ab 29. November dieStraßenbahnwie« der durch die M a r k t st r a ß e—Bahnhof st r a ß e geleitet wird, muß die Marktstrah« ab 29. November 1932 für den Verkehr mit Fahrzeug enaller Art gesperrt werden. Schreck fiel es vom Baugerüst hinab. Als die Frau dem Kinde zu Hilfe eilte, kam es ihr, als ob nichts geschehen wäre, entgegen. Raubüberfall auf ein Pfarrhaus. InBoenninghardt (Kreis Mörs) wurde auf den katholischen Pfarrer Sanders ein Raub- uberfall verübt. Vier Banditen drangen in das Schlafzimmer des Pfarrers ein und zwangen diesen mit vorgehaltenem Revolver, den Geldschrank zu öffnen, aus dem sie alles vorhandene Geld an [idj nahmen. Sie forderten auch noch die Brieftasche des Pfarrers. Sodann schlossen die Verbrecher den Pfarrer in sein Schlafzimmer ein. Einem Hund, der ihnen im Treppenhaus begegnete, schnitten sie ich ihm «in bißchen zureden. Du mußt mir nur sagen, wie es um ihn steht." „3a, wenn ich das nur selbst wüßte, Herr Moeller. Er kam rauf und sprach kein Wort und starrt seitdem nur immer vor sich hin. Wenn mir nicht die Frau Schulze von nebenan gesagt hatte, was vorgefallen ist — aus dem Vater hätte ich kein Wort herausbekommen. Es hat ihn M tief getroffen — und wissen Sie, wer schuld ist an der ganzen Sache? 3chl" Sie zeigte mit einer leidenschaftlichen Gebärde auf sich selbst. „Kitzd. du haft wohl den Verstand verloren? Nun wird mir's aber zu bunt!" Erika sah den väterlichen Freund mit einem herzzerreißenden Ausdruck an. „Unö doch bin ich schuld, Herr Moeller, wenn Sie's auch nicht zugeben wollen. Hatte ich damals diesem frechen Menschen, dem Bräutigam von Fräulein Hiltrud, nicht die Ohrfeige heruntergehauen, der Vater säße jetzt nicht oben und wäre nicht aus der Stellung gejagt worden." Der Detriebsingenieur packte das zitternde Mädchen am Handgelenk: „Du kommst jetzt in den Hausflur, Mädel, und erzählst mir genau, was da vorgefallen ist. Du hast dem Norweger eine Ohrfeige gegeben — warum? „Weil er frech gegen mich wurde, Herr Moeller! Ich konnte mir nicht anders helfen — wie ich seine Hönde auf meinem Halse fühlte — es schüttelte mich vor Ekel — da hab' ich halt *u» geschlagen!" * ö „6o ein Hund!" sagte Moeller zwischen den zusammengebi,enen Zahnen. „Wenn man könnte wie man wollte, Herrgott, Mädel, dem möchf man noch mal ein paar 'runterhauen, aber mit der Handschuhnummer." älnd er sah ingrimmig aufgn« Stoßen, starken Hände. sagte Erika müde, und wieder jenen wissenden und reifen Ausdruck, den es vor wenigen Wochen 9cfcntnt hatte, „was nützt uns jetzt da- alles - wir müssen eben stillhalten. Wenn man ein armes Mädel ist, darf man es sich nicht tettten, gegen die Launen deS Herrn sich m empören." , Nlubt nicht ungerecht sein, kleine Erikas tadelte Nkoeller .Du weißt ganz genau, wie wrr s bei dem alten Herrn hatten, und Kurt — dEst du nicht, daß er einmal ein sehr ge- Ä „fin sehr guter Arbeitgeber für seine Angestellten sein wird? .Kurt!" Sm leises Rot kam in die blassen, verhärmten Wangen des Mädchens — und dann schwieg sie. A^r Moeller hatte verstanden. „WaS meinst 51. Snka, ob ich dem Kurt nicht einmal einen Anef schreibe und ihm reinen Wein einschenke, ^ier dem Dremerwerk so alles begibt» < Fortsetzung folgt) Mittwoch nach Besprechung mit den demokratischen Kongreßführern die Fahrt nach Warmsprings fortsetzen. Die demokratischen Konareßführer haben beschlossen, allen Versuchen nach Herabsetzung oder Stteichung der Kriegsschulden Widerstand entgegen- zufetzen. Die von verschiedenen Zeitungen unter Teilnahme der Warenhäuser veranstalteten Probe- abstimmungen haben eine große Mehrheit gegen die Vertagung der im Dezember fälligen Zahlungen der alliierten Schuldenraten ergeben. Man nimmt jedoch an, daß Hoover und Roosevelt dem Kongreß empfehlen werden, nach dem Empfang der Dezemberrate die Frage der Alliiertenzahlungsfähigkeit zu über- prüfen. Sollte Roosevelt von seiner Parteileitung dahin beraten werden, daß die Schulden- frage auf der Weltwirtschaftskon- ferenz erörtert werden könne, dann dürfte Hoover dem sofort zustimmen, da er Im Sommer diese Frage lediglich mit Rücksicht auf die Wahlkampagne von der Tagesordnung der Konferenz ausgeschlossen hatte. Eine völlige Aufhebung des Alkoholverbotes scheint in der kommenden Tagung des alten Kongresses ausgeschlossen, dagegen wird vermutlich dreiprozentiges Bier zugelassen werden. --- -----ö........— bestimmt. 20 Uhr ist im selben Saal noch ein Gemeind.'» abenb, bei dem Professor D. Bornkamm ite Festansprache über das Thema: „Lebendige (>e» mcinben, ein Erfordernis unserer Zeit" halten wird. Musikalische und andere Darbietungen, sowie nah wettere Ansprachen werden zur Ausgestaltung de» Abends beitragen. i ?en Erweiterungsbau ist ein lange geh«, ter Wunsch der Petrusgemeinde in Erfüllung ct> gangen Wer etwa am Reformationsfest oder am —otenfest im Gottesdienst der Petrusgemeinde teer, mirb verstehen, baß bie ©emeinbe dankbar ist, en), hd) aus der drangvoll fürchterlichen Enge heran* zukommen. Wohl ist auch der neue Saal bescheide« — er faßt mit dem Vorsaal zusammen etwa 250 unb ohne diesen etwa 130 Personen — und er wirb |ur die großen Festtage nur knapp ausreichen: ab« Die Petrusgemeinde erkennt an, daß in der Not Der Gegenwart Bescheidenheit am Platz ist. Dafür if der neue Saal aber bei aller Einfachheit schön i willigem Erstaunen an: „Ihre Schlußfolgerungen ftnö zwingend — wie von einem Detektiv!" Iva^sen lachte auf: „Nein, nur wie von einem Menschen, der eine Sache durchdenkt, lieber Moeller^ Auf alle Falle werde ich noch heute meinem Schwager schreiben und ihn bitten, uns noch eine Pause seiner neuen Konstruktion zu schicken, damit wir die Sache genau durcharbeiten können, -war wollen ihn aber mit der Diebstahlsnachricht nicht aufregen — wollen auch hier im Werk kein großes Aussehen machen, die Geschichte nach Möglichkeit totschweigen. . Zoturlich wird man Vorsorgen müssen, daß solche Dinge nicht wieder vorkommen. Sonst be- frtz die verehrten Herren Spitzbuben das nächste Mal nicht mit ein paar guten Werkzeugen und einer Konstrultionszeichnung als Einwickel- papier, sondern gehen auch mal ins Kontor und arl die Geldfchränke. Das wäre bedeutend peinlicher, ^ch werde dafür Sorge tragen, daß die Bewachung sorgfältiger gehandhabt wird. Der alte Schmitt wird schon ein wenig unzuverlässig: K fage es Ihnen vertraulich, Herr Moeller, daß die Frau Kommerzienrat schon lange seine Pen- U,onierung erwogen hat und eine andere, jüngere Kraft wünscht. Ehe der Ingenieur noch etwas zu erwidern vermochte, ging Ivarsen mit einem schnellen Gruß hinaus und in das Privattontor hinüber. Der Matcrialvcrwalter Schmitt erschrak als er von seinem Inspektionsrundgang fort zu Herrn Marsen ms Privatkontor geru'en wurde. Eine Viertelstun^ später, als er hineingegangen war, kam er leichenblaß heraus: seine Augen waren abwesend und voll Schrecken — er ging unsicher Wae em Betrunkener, an dem Prokuristen vorbei' ber gerade ins Kontor hinein wollte. „Nanu' Schmitt, was ist denn mit Ihnen?" fragte er erstaunt, denn der alte Mann ging so unsicher daß er gegen ihn anrannte — aber Schmitt machte nur eine unbestimmte Bewegung und schlurfte stumm davon, den Kopf tief gesenkt. Noch am gleichen Vormittag ging es wie ein Lauffeuer durch das ganze Werk, daß der alte Materialverwaltcr Schmitt seine Kündigung erhalten habe, und daß er die Werkswohnung zu räumen hätte, da die neue Werksleitung bereits einen Nachfolger für ihn von auswärts engagiert habe. Ms der Prokurist, dem Ivarsen die Entlassung Schmitts kurz mitgeteilt hatte, ein Wort für den Mten einlegen wollte, hatte Ivarsen kurz und schroff erklärt: „Mein lieber Degener, Sie müssen sich daran gewöhnen, daß die neue Leitung ihre Entschlüsse nicht durch irgendwelche sentimentale Anwand- lungen zurückzunehmen pflegt. Der alte Schmitt mag ein braver und guter Mann fein; aber so ein Diebstahl, beinah unter seinen Augen, das Washington, 22. Noo. (WTB.) Die Unterredung über die Schuldenfrage zwischen Hoover und Roosevelt begann heute nachmittag im Weißen Haus. Es ist das erstemal in der Geschichte der Vereinigten Staaten, daß der amtierende Präsident seinen Nachfolger zur Entscheidung über wichtige politische Probleme heranzieht. Die Begegnung ist die zweier im gleichen Rang stehenden Personen und findet daher nicht in Hoovers Arbeitszimmer statt, sondern in dem von Lincoln benutzten Herrenzimmer des Prösidentenpalais. Roosevelt wohnt auch nicht als Gast im Weißen Hause, sondern hat eine Flucht von Zimmern im Hotel genommen, wo er heute abend die demokratischen Parteiführer empfangen wird; zum Diner ist er Gast des Washingtoner Presseklubs, der die Einladungen auf seine Mitglieder beschränkt hat, um Roosevelt Gelegenheit zu offener aber vertraulicher Aussprache über dre schwebenden Fragen zu geben. Der zweistündigen Besprechung zwischen Hoover und Roosevelt wohnten Schatzsekretär Mills und Prof. Maley bei. In ber amtlichen Erklärung über bie Konferenz heißt es: Präsibent Hoover und Rooseoett besprachen ausgiebig bie vorliegenden Fragen. Sie hatten das Gefühl, baß ein Fortschritt erzielt wurde. Der Präsident wird am Mittwoch mit den Kongreßführern verhandeln und die Fragen weiteroerfolgen. Roosevelt wird am Mit einer leichten Bewegung ent,zog sie sich ihm. „Der Diener kommt", flüsterte sie mahnend — und atmete wie erlöst auf, als sie draußen das leise Klirren des Kaffeeservices hörte. „Aber du. warum bist du denn schon auf, A?el", fragte Hiltrud ihn nun. „Ach", antwortete der ausweichend, „ich habe eine eilige Sache mit dem Betriebsingenieur zu besprechen, nichts, was dich interessieren tonnte!“ Unö er griff nach der Tasse, die der Diener ihm mit dem bernsteinfarbenen, duftenden Tee gefüllt hatte. Er konnte vor dem Diener doch nicht sprechen, und es war ihm im Augenblick auch ganz lieb. Achtzehnte« Kapitel. 3n der Werkstatt wartete Betriebsingenieur Moeller voll Unruhe. Ivarsen trat schnell ein. »Guten Morgen, Herr Moeller!" Er schüttelte den Schnee von seinen Aermeln und Handschuhen ab und gab dem Beamten die Hand. „Also, was sind das für Räubergeschichten, um derentwillen Eie mich vor Tau und Tag aus den Federn holen?" „Leider keine Räubergeschichten, Herr Baron!" erwiderte der Beamte bekümmert; er deutete mit ber Hand auf die Wand gegenüber dem Werk- ttsch. „Sehen Sie hier, die Zeichnung von Herrn Kurt, ich habe sie selber gestern hier angeheftet sie ist verschwunden — und alles auf dem Werk- -englisch: die Motorenteile, die Werkzeuge, alles ist durchwühlt, die Schemel umgestohen — unbegreiflich." „Nun , meinte Ivarsen, indem er sich aufmerk- sam umschaute. „die Sache wird sich ganz einfach aufklaren; irgendwelche Diebe haben was von Wert vermutet, vielleicht haben sie es auf die Kupserfossungen abgesehen gehabt, oder die Werk- — ja, das neue Werkgerät fehlt — na also, da haben Sie es ja." „älnd die Zeichnungen?" , y*1™ 01) !ltor< und Äoiyelbetleibuiu Landeskirche gestiftet. IQ Jflfeln, Opserbuchsen, Rh» altarraum, die Leuchter in) ie Ausstattung des ..... m und Schränken, ein chmmer - all diese Birgt einiakeiten sind durch Kalk, ir Petrusgemeinde beschafft Gemeinde aus ihren öitfili die Glockenläute-Cinnchluii bst ist von einem Gemeinte Bau von einem Zusammen jcher Dpferfreubigteit. lit Die ausgestellten Sperrschilder sind zu beachten, f Die Dolizeideamten sind angewiesen, aus die Einhaltung der DerkehrSbestimmungen ihr 2lugen- mert zu richten. Hauptmann Freund erzählt... — TageSkalender f ü r Mittwoch: Stadttheater, 20 bis 22.30 Uhr: „Der Raub der Sabinerinnen". — Verein Deutscher Studenten, 20 Llhr, Studentenheim, Leihgesterner Weg, Dortrag über »Doll ohne Daum oder Raum ohne Doll?" — Lichtspielhaus, Bahnhof - strahe: „Mata Hari". " Festschrift zum 25jährigen D « - stehen des Stadttheaters Gießen. Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Aus Anlast des 25jährigen Jubiläums un- seres Stadttheaters hat die Intendanz eine Festschrift herausgegeben, die infolge ihres allgemein interessierenden Inhaltes weiteste Beachtung finden dürfte. Schon der reiche Inhalt macht die Schrift lesenswert, nicht nur für den Gießener Theaterfreund. Auster Beitrügen aller Behörden, Grüßen und Bildern aller in Giesten gastierenden prominenten Schauspieler (Werner Kraust, Albert Bassermann und vieler anderer) enthält die Festschrift sehr interessante Aufsätze zur Ge- schicht« des Theaters. Unsere Autoren haben eine Reihe zum Teil hier zum erstenmal veröffentlichte literarische Beiträge zur Dersügung gestellt. Der Bildteil der Festschrift enthält auher den Photos unserer prominenten Gäste etwa 50 seltene und bisher meist noch nicht veröffentlichte Bilder aus der Arbeit des Stadttheaters. Die Festschrift erscheint am 27. Rovember und ist zum Preise von 2 Mark an der Kasse und im Theater käuflich zu erwerben. Es kann nur eine beschränkte Stückzahl der Festschrift gedruckt werden. Es ist daher ratsam, eine Dorbestellung aufzugeben. Zu diesem Zwecke liegt an der Theaterkasse während der Kaffenstunden ein« Einzeichnungsliste aus. "Wiefecker Weg wieder offen. Das Polizei amt teilt mit: Nachdem die Strahenbau- und d-e Ach? öunächs, 1 Q?t Sn 5 9'«bun.,n Si'Vr SWfÄJ - un|erer Ä" * h weitere Deckungen und Käufe ln Reichsaltbesih und späten Reichsschuldbuchforderungen vornahm. Die Zunahme der Arbeitslosenziffer um 156 000 in her ersten Novemberhälfte wirkte in gewisser Hinsicht etwas deprimierend, blieb aber auf die Kursgestaltung ohne Einsluh, ebenso wie der eher schwächere Schlust der gestrigen Reuyorker Börse. Die Grundstimmung war weiterfreundlich. Gegen die Abendbörse fetzten sich n e u e K u r s - besferungen von durchschnittlich 0,50 bis 1 Prozent durch. Am Aktienmarkt waren besonders Dcmberg mit plus 2 Prozent, Eontigummi plus 1,50 Prozent, sowie Lahmeyer und Norddeutscher Lloyd mit je plus 1,25 Prozent fester. IG. eröffneten mit 95,75 Prozent zwar 0,50 Prozent fester, gingen aber nach dem ersten Kurs wieder auf den Bortagsstand zurück. Am Elektromarkt gewannen Bekula 1 Prozent, die übrigen Werte 0,50 Prozent, mit Ausnahme von Geffürel, die nur knapp gehalten waren. Der Montanmarkt verzeichnete bei etwas regeren Hm- sähen eine Erhöhung von 0,50 bis 1 Prozent. Leicht befestigt waren noch Daimler mit plus 0,25 Prozent und Aku mit plus 0,50 Prozent. Arn Rentenmarkt gewannen Reichsaltbesih und späte Rcichsschuldbuchforderungen etwa 0,75 Prozent, Schutzgebiete und Neubesitzanleihe je 0,13 Prozent. StahlvereinSbonds zogen nach der leichten Abschwächung von gestern abend 0,50 Prozent an. Am festverzinslichen Markt zeigte sich kleine Nachfrage für Gold- und Liquidationspfandbriefe. Kommunal Obligationen blieben stark gesucht. Deutsche Anleihen und Reichsschuldbuchforderungen setzten ihre Aufwärtsbewegung auch im Verlaufe bei verhältnismäßig lebhaften Umsätzen fort. 3m Verlaufe war die Tendenz fest, wobei sich Kursbesserungen von 1 Ims 1% Prozent ergaben. Tagesgeld war zu 3% Prozent unverändert. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M. 23. Nov. (MTV. Drahtm« l- dung.) An der Getreidebörse herrschte im Hinblick auf die innerpolitische Unsicherheit starke Zurückhaltung. Das Geschäft war daher allgemein sehr ruhig. Die Preise biteben im großen und ganzen gut behauptet. Lediglich Roggen war etwas stärker offeriert und ging namentlich im Verlaufe der Börse um etwa 1 Mark zurück. Das Mehlgeschäft blieb nach wie vor sehr still, während Futterartikel relativ lebhafte Nachfrage zu verzeichnen hatten. Es wurden notiert: Weizen 211 bis 212 Mark, Roggen 165 bis 164, Sommergerste für Brauzwccke 180 bis 187,50, Hafer (inländischer) 137,50 bis 141,50, Weizenmehl (süddeutsches, Spezial 0) 29,50 bis 30,50, Weizenmehl (niederrheinijches) 29,50 bis 30, Roggenmehl <60 v. H.) 23,50 bis 24,75, Weizen- kleie 8,10 bis 8,25, Roggenkleie 8,50 Mark. — Ten- denz: ruhig. Berlin fester. Berlin, 23. Nov. (WTB. Funkspruch.) Die Börse zeigte auch heute wieder em ausgesprochen freundliches Aussehen, zumal man Die innerpolitische Lage insoweit für geklärt hält, als man allgemein annimmt, daß nur ein Präsidialkabinett gebildet werden kann. Die Nachrichten aus der Wirtschaft lauteten nicht ganz einheitlich: jo verstimmten vormittags die Zunahme der Arbeitslosigkeit während der ersten Novemberhälfte und der eher schwächere Schluß der gcftrigen Neuyorker Börse. Anderseits verwies man aber auf die steigenden Stickstoffabsatzziffern, den günstigen Stand der internationalen Kunstseideverhandlungen und die Zunahme der Beschäftigung im Ruhrgebiet. Beachtung fand auch die Erholung des englischen Pfundes. Besonders am Montanmarkt lagen wieder kleine Kaufaufträge des Publikums vor. Das Kursniveau lag zu Beginn des Verkehrs bis zu 1 v. H., in Ein- zelfällen bis zu 1,5 o. H. über dem gestrigen Schluß. Contigummi setzten ihre Aufwärtsbewegung um mehr als 2 o. H. fort. Nur aus zufälligen Gründen bemerkte man vereinzelte Rückgänge um Bruchteile eines Prozents. Bubiag und Hanfadampf waren bei minimalen Umsätzen bis zu 1,5 v. H. gedrückt. 3m Verlaufe blieb das Geschäft ruhig, nichtsdestoweniger ergaben sich erneut Steigerungen bis zu 1 v. H. Schubert & Salzer holten 3 o. H. ihres gestrigen Verlustes wieder auf. Auch Renten tendierten heute f e ft. Lebhafteres Geschäft entwickelte sich in Altbesitzanleihe, die ms- gesamt beinahe 1 v. H. gewann. Neubesitz und Schutzgebiete zogen gleichfalls an; letztere hörte man vorübergehend mit 6 v. H. nennen. Pfandbriefe, 3n- buftrieobligationen, Reichsschuldbuchforderungen usw. hatten Besserungen bis zu 1 v. H. zu verzeichnen. Von Ausländern gingen Bosnier erneut um 0,25 v. H. zurück während die übrigen Papiere dieses Marktes vielfach Gewinne bis zu 0,25 v. H. verbuchen konnten. Am Geldmarkt blieb die Situation unverändert. Tagesgeld stellte sich an der unteren Grenze auf 4,13, teilweise auf 4 v. H. Prioatdis- fönten roai ?n auf Grund von Ultimovorbereitungen eher angeboten, Reichswechsel per 20. Februar und Reichsschatzanweisungen per 18. April wurden in kleinen Posten umgesetzt. Frankfurt freundlich. Frankfurt a. M., 23. Nov. (WTB. Drahtmeldung.) Auch die heutige Börse zeigte trotz der noch ungeklärten Regierungskrise einen gewif- senOptimismus, weil man keine wesentliche Veränderung in der seitherigen politischen und wirtschaftlicAn Entwicklung erwartet. Das Geschäft bat allerdings keine Belebung erfahren, abgesehen vom Rentenmarkt, an dem die Kulisse terelfante Aufschlüsse wußte der Vortragende über hie Verhältnisse in der Schweiz, insbesondere über die Zusammensetzung der Bevölkerung hinsichtlich der Stämme zu berichten und damit manchen 3rr- tum zu beseitigen. 3m Anschluß daran wandte er sich dann dem eigentlichen Thema des Vortrages zu und schilderte an Hand von vielen ausgezeichneten Lichtbildern die Schönheiten der Silvretta, führte von dort aus die Zuhörer im Geiste in die Schweizer Alpen, in das Engadin, dem sich der Bortragenhe in längeren Ausführungen widmete. Er schilderte das Leben an den großen Wintersportplätzen St. Moritz, Pontresina, Schuks-Tarasp usw., erzählte von Der inzwischen berühmt-berüchtigt ge- IKta wordenen Parsenn-Abfahrt, die jetzt dank einer ", Drahtseilbahn am Tage viermal absolviert werden kann, ohne daß sich der „Sportler" anzustrengen I eine braucht. Bilder der großartigen Landschaft voran- - schaulichten das Wintersportparadies Engadin, das aus naheliegenden Gründen dem zukünftigen Ski- läufer meist verschlossen sein wird. Nach einer kurzen Pause sprach Hauptmann Freund dann von der Befteiaung des Piz Bernina, jenes hochaufragenden majestätischen Berges der Berninagruppe, er er- zählte von den Schwierigkeiten des Aufstiegs über Gletscher und steile Grate, über Eiswände und schmaft Eisbrücken, die, von Schnee überdeckt, den Bergsteiger auf Schritt und Tritt von Gefahr umlauert fein lassen. Man hörte von den großartigen Erlebnissen, die eine solche Besteigung vermitteln könne, man hörte aber auch von Den Notwendig- feiten und unerläßlichen Voraussetzungen Der Ausrüstung für eine solche Tour unD erhielt Damit manche Anregung rein praktischer Art, Die sich sicherlich mancher zu eigen machen wird, der sich mit Dem Gedanken trägt, einige Urlaubstage in der Bergwelt zu verbringen. Der unterhaltsame Vortrag wurde von Den Zuhörern mit großer Aus- merksamkeit unD dankbarem Beifall ausgenommen. Kiekebusch, der falsche Kriminalbeamte W2N. Frankfurt a. M., 22. Nov. Am Montag wurde Der 25jährige Hans Kiekebusch fest- genommen, weil er sich als Kriminalbeamter ausyegeben hatte. Seit Monaten besuchte er hier Die Ämos, stellte sich als Kriminalbeamter vor unD nahm Revisionen vor. 3n mehreren Fällen borgte er sich von Den Kassiererinnen Selb. Einer Kinobesitzerin erzählte er, er habe gute Tips unD tperDe für sie wetten. Am nächsten Tage erzählte er Der Frau, Daß er für sie 20 Mk ge- Wonnen habe. Das GelD hänDigte er ihr jedoch nicht aus, sondern erbat sich neues Geld für weitere Wetten, Das er auch erhielt. Er erzählte auch in Den Kinos, Daß er mit Der Ueberwachung Der StraßenhänDler unD Straßendirnen betraut fei. Kiekebusch ist bereits wegen falscher Titelfiihrung vorbestraft. Oer Raubübersall auf den Geldbriesträger Mohr. WSN. Frankfurt a. M., 22. Nov. End« Mai wurd« auf einem Dienstgang morgens gegen 9 Llhr der 60jährige Oberpostschassner Mohr im Hause Sandweg 27 überfallen, von hinten zu Boden geschlagen und beraubt. Auf der Flucht warf der Täter die geraubte Geldtasche fort, in der sich etwa 1500 Mark befanden. Als der Tat verdächtig erschien der 30jährige Arbeiter Hermann Theobald aus Bad Dürkheim, der bisher die Tat bestritten hat. Die Staatsanwaltschaft hat nun gegen ihn Anklage wegen schweren Raubs in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung erhoben. Die erschwerenden UmftänDe bei dem Raub werden darin erblickt, daß Th. wegen versuchten Raubs vorbestraft ist und daß er «ine Waffe bei dem Lieberfall bei sich sührt^ Durch Kohlenoxydgase vergiftet. WSN. Diez (Lahn), 22. Nov. Montagsrüh fand man eine hiesige Beamtenwitwe mit ihrer 16jährigen Adoptivtochter in ihren Betten vergiftet auf. Während die Frau noch L e - benszeichen von sich gab, war das Mädchen t o L Als Ursache wurde Kohlenoxydgasver- gistung ermittelt. Das dunstige und neblige Wetter in der Nacht hatte die Gase nach unten gedrückt, wo sie durch eine schadhafte Kaminklavpe in das Zimmer des Mädchens entwichen und da« Unglück verursachten. 3n der Wohnung selbst war nicht geheizt worden, dagegen im Stockwerk darüber. Die Frau schwebt in Lebensgefahr und dürfte auch kaum mit dem Leben davonkommen. Oer Kapellmeister als Bühnensänger. WSN. Darmstadt, 22. Nov. Am Sonntag wurde im Hessischen Landestheater die Oper „Don Carlos" von Berdi gegeben. Sn letzter Minute hatte Theo Herrmann, der sonst den König Philipp sang, abgefagL Um die Aufführung nicht in Frag« zu stellen, sprang in letzter Minute Kapellmeister Zwißler «in und fang mit ganz unerwartetem Erfolg die nicht gerade leichte Rolle. Es ist zwar nicht einzig, daß ein Kapellmeister einsprang, um «ine Ausführung zu ermöglichen, aber wie Kapellmeister Zwist ler ohne Bühnenprobe dieses Wagnis durchführte, darf als bewundernswert bezeichnet werden. Tab»*« ^te"’ h« zu u halb " ,ten Ol,eb Den zünftigen und auch weniger zünftigen Skl- Iportlern in Gießen istHauptrnann Freund längst ein miter Bekannter geworden. 3m vorigen 3ahre hörte man ihn begeistert von Der Silorctta-Gruppe sprechen, in Diesem Fahre erzählte er vom Kampf um Den Piz Bernina, ohne jedoch zu vergessen, auf Die Schönheiten Der Slloretta-Gruppe, auf Galtur unD damit auf seinen engsten Wirkungskreis hinzu- tttifen. Der ReDner (Der in Diesem 3ahr« durch das Institut für Leibesübung an Der hiesigen Uni- prrfität eingclaben wurDe) erzählte zunächst hochinteressante Einzelheiten über Die gegenroärtiae poli- tj che Situation in Tirol, wies auf Die Konsequenzen hin. Die sich für Die Wintersportler ergeben und betonte. Daß jeder Skiläufer aus Hütten und Gasthöfen, im Bauernhause unD überall, wo er mit Den Ejr^:-im>schen in Berührung komme, dazu beitragt n tonne, Das Bewußtsein, zuerst Deutscher zu ein, zu fördern. Er sprach kurz über den Beruf des Skilehrers und warnte Die StuDenten eindringlich Skilehrer, Bergführer werden zu wollen, wenn nicht Die notroe.nDtgften Dorausfetzungen für Die Süßer« Lebenshaltung zuverlässig ^erfüllt seien. 3n- ntbar, daß sie nun dies« i Qotiesbienft unD die Jb- einbearbeit bat E- ist fl ’ng, bie/es neuen Thtth s zum Segen wirb au- Tieften. wWrW ahe/Lahlihosstm chen teilt uns mit: $4* sie Straßenbahn tof narftftra6e~W oird, muß die QUarftftraft ! für den Verkehr ml r Art gesperrtloeroc'. ^U'mßt mir ne Unur selbst t* & unD sprach kein Wort un Tier vor sich W von nebenan M :f( — aus Dem -von Msbelommen. Ss hat ch i wissen Sie, wr W« he? W" Sie Mte w Mrde auf [Den Anstand verloren ivJn^eunb nüt ein» mtergehauen, oc M nb wäre nicht ... kommst M »ndNfi mir genau W? Ä Äoiweger - warum? W» mch it ^ne^ühlte - 4 ° M S«1 u jlnD er i“* in müde, '• l^ ^ ^ssenden - ,enen $tKDd § •t ivas nutzt ^nfl ntj I'* * -rrn Wein W.L * ’j . hie blasst " I arbeiten im Wi«s«ck«r W«g beendet find, wird die Strastensperr« aufgehoben. ♦* Steuerfreiheit der 3u b i läu m 8 - gaben an Angestellte und Arbeiter. Born Pressedienst des Gewerkschastsbundes der Angestellten wird rnitgeieilt: Die austerordentlich verschiedenartige Handhabung der Borschristen über die Steuerfreiheit von Iubiläurnsgaben an Angestellte und Arbeiter hatte dem Gewerkschaftsbund der Angestellten (ADA) Deranlafsung gegeben, an das Reichssinanzministerium wegen des Erlasses einheitlicher Richtlinien heranzutreten. Das Reichssinanzministerium hat nunmehr mit Erlaß vorn 7. November 1932 diesem Wunsche Rechnung getragen. Hiernach ist zu unterscheiden zwischen einer 25jährigen, 40jährigen und 52jährigen BetriebszugehörigkeiL 3m ersteren Falle bleiben 3ubiläumsgaben dann steuerfrei, wenn sie den Betrag von 4200 Mark und sechs Monatsgehälter nicht überschreiten, bei 42jähriger Detriebszugehö- rigkeit erhöht sich der steuerfreie Betrag auf 8000 Mark, höchstens aber neun Monatsgehälter, bei 50jähriger Betriebszugehörigkeit auf 10 000 Mk., höchstens aber einen 3ahresgehalt. Sind diese Doraussetzungen nicht erfüllt, so ist im Rechts- rnittelversähren über die Steuerfreiheit zu entscheiden. Steuererstattungen können anläßlich dieser Neuregelung in keinem Falle verlangt werden. Große Strafkammer Gießen. Gießen, 22. Nov. 3m Sommer dieses 3ahres fuhr eine Gruppe von etwa zwanzig Nationalsozialisten zu Rad auf der Straße von Beienheim in Richtung Reichelsheim, um dort an der Weihe einer Sturmfahne teilzunehmen. Etwa 200 bis 300 Meter von der Straßenkreuzung Beienheim- Reichelsheim tarn ihnen der Schuhmacher G. von Reichelsheim mit seinem Motorrad entgegen. Er fuhr mit dem ironischen Ruf „Heil Hitler" durch die Gruppe und warnte sie, weiterzufahren: am Kreuz warte eine Menge von 100 oder 150 Leuten, um sie zu verhauen. Als' die Nationalsozialisten abstiegen, um zu beraten, was zu tun sei, fuhr G. plötzlich brutal und mit beleidigenden Worten durch sie hindurch und begab sich ans Kreuz. Dort stieg er ab und hetzte, sich wie wild gebärdend, die Bevölkerung gegen die Ankommenden auf. Dann ging er mit dem Treibriemen seines Motors des, den er abmontierte, in Begleitung des Bergarbeiters B. den Nationalsozialisten entgegen. Mit der Drohung, ihm sonst ins Gesicht zu schlagen, forderte B. einen ihm an Körperkraft unterlegenen Nationalsozialisten auf, die Armbinde abzunehmen, was dieser, um Streit zu vermeiden, auch tat. G. begann sofort mit feinem Treibriemen auf dieNationalfozialisten loszuschlagen. B. riß ihm den Riemen aus d^r Hand und schlug ebenfalls drauf. Einige von den Nationalsozialisten nahmen ihre Schulterriemen ab und setzten sich zur Wehr. Nach und nach kamen noch andere Bewohner von Weckesheim von der Straßenkreuzung her hinzu und beteiligten sich an der Schlägerei. Insbesondere wurde vom Bahndamm her mit Steinen geworfen. Außer den Genannten hatten sich noch vier andere Angeklagte heute vor der Strafkammer zu verantworten. Das Gericht verurteilte den Schuhmacher G. zu einer Gesamtgefängnisstrafe von einem 3ahr, und zwar wegen öffentlicher Aufreizung und Aufforderung zu Gewalttätigkeiten und wegen Körperverletzung mit gefährlichem Werkzeug. Der Bergarbeiter B. erhielt eine Ge- famtgefängnisstrafe von sechs Monaten wegen Nötigung und Körperverletzung mit gefährlichem Werkzeug. Die übrigen Angeklagten wurden frei» gesprochen. S.e bestritten, geworfen und geschlagen zu haben und ein einwandfreier Beweis gegen sie war nicht zu erbringen. Zusammenrottung einer Menschenmenge mit Begehung von Gewalttätigkeiten mit vereinten Kräften nahm das Gericht nicht an, weil die den Angeklagten nachströmende Weng« nur nach und nach eingegriffen hätte. Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit wurde gegen einen Kellner wegen Sittlichkeitsverbrechens verhairdelL Der Angeklagte erhielt eine Gefängnisstrafe von neun Monaten. Kirche unD Schule. X Wies« ck, 22. Nov. Bei der Ersatzwahl des Kirchenvorstandes wurden zu Kirchenvorstehern gewählt: Rangiermeister i. R. Reinhard Kling, Polsterer und Tapezierer Balthasar Leyerer und Förster i. R. Wilhelm Lotz II. Wcttcrvorniltzsage Das ausgedehnte 3slandtief bewegt sich östlich weiter, so Daß seine Rückseite zur Geltung kommen wird. Kühlere Luftmassen fließen süDwärts unD werden auch bei uns Temperaturrückgang bewirken. Dabei bleibt das Wetter ziemlich unfreundlich. Neb.'N wechselnder Bewölkung setzt zeitweise Aufklaren ein. Es treten weiterhin schauerartige Niederschlä"e auf, die auf den Bergen als Schnee niedergehen. Aussichten für Donnerstag: Wechselnd bewölkt mit kurzem Aufklaren, kälter, noch Schauer, auf den Bergen teils als Schnee. Erdtemperaturen in 10 Zentimeter Tiefe. Am 22. November abends 4,3 Grad, Am 23. November morgens 3,0 Grad. - ” KÖNIGIN WM irniehDHnVrjiL1*1 nT ®aaI beschküq ^ Mammen etwa Z 30 Nonen - und er n-Ü ,™"Sp«uä,l4,rS am in i- Ö0& bet Hesrnhcr lohn I« M fiirdje betritt. Der 2(||Jfl «Mt, hinter bem Altar 3 ? Äin9elQN-«« n. ’ em Kaum für bas h«, Sie Beschasfung einer DtJ Nifteln nicht sofort moglet IPater noch eine Orgel ii»* >05 Kruzifix auf bem Ar el- hier, angefediof ist, i ouenoereine der (Bejamht mr, unh Weiße Zähne: Chlorodoht Denken Sie an Stoffe/ denken Sie an L. Bernard El! F.G.F. G.F.F. Gießen (Klein-Linden), den 22. November 1932. 06883 Vereine T.-Ö.: Wanderplan I 1933,Verschiedenes. ■ Sonntag, 27. Nov. 8248 D reiche Beteiligung. Wieseck. den 22. November 1932. 8241D O Atmet man nämlich durch den Mund, so gelangt die Luft kalt, trocken und unfiltriert in Rachen und Lungen. Es entsteht jene abnorme Trockenheit des Rachens, die nicht nur lästig ist, sondern auch die Widerstandsfähigkeit der Mund- und Rachenschleimhäute herabsetzt und leicht zu Erkältung und Infektion führt Schnupfen, Halsentzündung, Heiserkeit, Kehlkopf-und Rachenkatarhh oder noch Ärgeres sind die Folgen. Lollar. Ober-Liederbach, Unter-Liederbach, Nieder-Hofheim und Daubrlngen. den 22, November 1932. Die Beerdigung findet Freitag, 25. November, nachmittags 1 y2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Allen denen, die uns bei dem unersetzlichen Verlust in Wort und Tat trostreich zur Seite standen, tür die herzlich-tröstenden Worte des Geistlichen am Grabe sowie für die vielen Kranz- und Blumenspenden sagen wir auf diesem Wege aufrichtig Dank. Samstag, 26. 11. 32, 8 Uhr abends im Cafe Leib Winterfest Für die Hinterbliebenen in tiefer Trauer: Anna Loh, geb. Junker Heinz Loh. Der Vorstand. 8242 D Die Beerdigung findet Donnerstag, den 24. Nov, nacbm. 3'/, Uhr statt. ----- - - 8249 D Hauptversammlung bei Hovfelü. Gießen— Lindener Mark—Klein - Lin- Wetzlar (Schleusenstraße 12), z, Z. Gießen (Bahnhofstraße 50 Ul), den 21. November 1932. Die Beerdigung findet Freitag, den 25. November, nachmittags 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof in Gießen statt. Altersvereinigung 1870 — 1920. Wir betrauern das Ableben unseres lieben AJters- bruders Herrn Heinrich Bechtold Dem Dahingeschiedenen werden wir ein ehrendes Andenken bewahren. Die Beerdigung findet Freitag, den 24. November, nachmittags 17» Uhr statt — Wir bitten um zahl- Freitag, d. 25. Nov. Außerordentliche Gesangverein Heiterkeit. Die Beerdigung unseres lieben Mitgliedes Ernst Lauer findet Donnerstag, den 24. Nov., nachmittags 27« Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Um zahlreiche Beteiligung bittet der Vorstand. __________________8 40' Bewahren Sie sich davor, indem Sie durch die Nase atmen und WYBERT nehmenI Wybert-Pastillen regen die Speichelsekretion an, wirken beruhigend und überziehen die Atem- wege mit einer erfrischenden, reizmildernden und schützenden Schicht Aus reinen Naturprodukten hergestellt, werden Wybert auch vom empfindlichsten Magen ausgezeichnet vertragen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen.- Ludwig Weller IV. Metzgermeister. Watt>- tagd gesuchti Oberhessen) Genaue Offerten an GüntHner, Frankfurt a. M., Schilier- vlaß 7. Rgiov den—Giehen.4Std. Abm.lOUHr Univ.- Bibliothek. Bon 3 Uhr ab Familientreffen m. Nikolaus feier a. d. Burg in Klein-Linden, «seo m.erst.Svitzenfabrrkat sichert Ihn. lauf. Einkomm. Klein.Anfangskap.DteRaten verd-Lie mit d. Betrieb. Biele Tankschr.' zluSI.u.f " regett dabJfäma! Auch wenn es draußen noch so kalt und unfreundlich ist, sorgt Ihre Nase dafür, daß die Luft eines gemäßigten Klimas in Ihre Bronchien gelangt Die reichlich durchblutete Nasenschleim» haut hat nämlich die Fähigkeit, die zu kalte oder zu trockene Atemluft zu erwärmen, zu durchfeuchten und von Staub und Bakterien zu befreien. Darum soll man durch die Nase atmen. I Einige schöne, große u. kleine belieliene Perser-Teppiche werden öffentlich sofort verkauft. Schnell entschlossene Interessenten wollen schreiben unter 8246V an den Gießener Anzeiger. Heute morgen entschlief nach langen, schweren Leiden mein innigst- geliebter Mann, unser lieberVater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Heinrich Bechtold Oberstellwerksmeister i. R im Alter von 62 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Marie Bechtold, geb Müth Familie Heinrich Bechtold Familie Otto Bechtold. Soziale OMtbi der Aufgeber v.Stellm- arigeboten Istes.dle cln- gcgangiN-Lewerbungs» unterlagen (Zeugnisse, Zeugnisabschrift., Lichte vilder u.dgl.) schnellstens «urückzus. Die Stellung« suchenden sind dankbar dafür, wenn man ihre Bemühungen zur Erlangung ein. geeigneten Tätigte,! auf diese Weise unterstützt und sind aus diese selbstverständliche Pflicht auch angewiesen. Gietzerreir Anzeiger Arn 21. November verschied nach langem Leiden im 65 Lebensjahre mein lieber Mann, unser lieber Vater. Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Adam Hadi II. aus einem arbeitsreichen Leben. Im Namen der Trauernden: Familien Hach-Lerch. Weitershain. den 22. November 1932. Die Beerdigung findet statt: Am Donnerstag, dem 24. November, nachmittags 2l/2 Uhr. --------- 8239 U Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, die Kameraden von dem Ableben uns. lieb. Kameraden Jakob Gerhard geziemend LKenntnisz. setzen. •ieBeerdigungtindetDonners- tag,24.November.nachm.2Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Antr. P «Uhra.Friedhofsportale. Das Kommando: A. Münch. Fr. Wenzel. 8243 ^äußere, ehrliche WsWleilll die verfett kochen u. im Geschäft d.Kundschaft mit bedienen kann, in gröbere Metzgerei i. d. Nähe Gienens sofort gesucht. Ebenfalls ein SknMffleo das alle Hausarbeit versteht, am liebsten vom Lande. Schr. Angebote nebst Bild unter 06882 an den Giehener Anzeiger. Mitgliedes- «Auf den bei der B acwerbejcheinen vorzules Mckfeite die Pehonlichk werden. Photographien, die geliebt und abgestempelt den wieder abgelost und scheine Ihnen vorgelegt zuriickzugeben. Wir machen daraus gcwerbejcheine von un- abgegeben und von dies stempels und nach Re Mndergewerbetreibendc Sie wollen die Dar hieraus besonders hinwk nicht mehr am kreisam amt abgeholt werden; ans ist daher zwecklos. Die Anträge wollet Formulars baldigst uoi schein Nachluchenden t ober Bildwerke seilbv händiger Ramensunte Metzen. In dem 9 einzeln auszusühren. Will ein Wanöerge mit sich führen, fo Ijat. fasse bis Ortes als !Dli bin Sd/ein beantragt. Bei der Anmeldung1 zum Ablauf des Wand, Vorstandes siir liirzere gestellte Bescheinigung Wandergewerbescheins Wandergewerbetreil besitze eines Wanderg nafjme bes neuen Wan ungültigen Wandergew treibcntien selbst, da h scheine vorgebeugt wir öer Anfrage noch hier, ^ondergewer llude Dezember 1932) c auf bet ersten Zeile ob °ud8°Ichl°ssen er|S, Statt Karten. Am 21. d. M. verschied unerwartet mein innigstgeliebter. treuer Gatte, mein herzensguter, treusorgender Vater, unser lieber Schwager. Onkel und Vetter Herr Heinrich Loh AkkeWWe mitoerschied.Jnhalt (u.o .BriefeN.Seng- viel) a. 16. 11. verloren. Geir. 10 Mk. Belohn, abzugeben mr Papier-Geschäft brauch, Bahnhofs- kolonnaden. 06880 x°ung oem nir „ S 58a ^lchränlt ää5'?-{ stzN-r ff? VQ( trag« bei । De ygp«, 'M« SW Ltr.: Die Asst«' I Qy der nach der hsÄi I Die Photographie m I Liehen deo herbei ■ treten ist. „ Bei gemeinsamen u | ^s Unternehmers, wem Möbel n.Polllermöbel gut und preiswert kaufen Sie am vorteilhaftesten direkt b Hersteller Metzger & Schlecht Möbelfabrik, Münzenberg. srrM Sie erhalten dort nur Qualitätsware zu günstigen Bedingungen. — Gangbare Modelle vorrätig und Neuanfertigung nach jedem Wunsch und Holzart kurzfristig Donnerstag, den 24. November 1932, nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im „Löwen". Neuenweg 28, dahier, zwangsweise gegen Barzahlung: 8244D 1 Sessel, 2 Vertikos, 2 Chaiselongues, 2 Nähmaschinen, 4 Sofas, 2 Radio-Anlagen, 2 Kühlschränke, 3 Schreibtische, 1 Schlafzimmer, 1 Haarschneidemaschine, 3 Schreibmaschinen, 1 Klavier, 1 Wirt- schaftsbüfett, i Badeofen mit Wanne, 3 Mäserschränke, 2 Grammophone, 1 Kommode, 1 Kleiderschrank, 1 Spiegelschrank, 1 Warenschrank, 3 Büfetts, 1 Vitrine. 1 Spiegel, 1 -Tisch, 6 Stühle, 10 Zuglampen, 1 Diwan, 1 Harmonium, 1 Rauchtisch. Ferner an Ort und Stelle (Bekanntgabe erfolgt im Versteigerungslokal).- 1 Pferd, 1 NSU-Motorrad, 1 Opel-Mo- torrab, 1 Horch-Personenwagen. Müll Gerichtsvollzieher in Gießen Ludwigstraße 33 — Telephon 3239 Detektiv K. Gerz, Bad-Nanheim, Knr- slraße 17 erledigt alle vertrauliche Privat- n. Geichäftsangeie- aenheiten.wie Auskünfte,Beobaduun- flen, (Ermittlungen, Beschaffung o Beweismat. in (Straf- u. ioiivroz ftrenp disk, Svreckft. 9 b 10»/, . q—a 11 h. Unser Ehrenmitglied und Mitgründer des Vereins Herr Ernst Lauer ist nach kurzem schweren Leiden plötzlich verschieden. Dem einstmaligen großen Rennfahrer und langjährigen Vorstandsmitglied werden wir ein ehrendes Andenken bewahren. 8228d Die feierliche Beisetzung findet Donnerstag, den 24. November, nachmittags 2'/, Uhr, auf dem Neuen r riedhof statt. Die Mitglieder werden gebeten, dem toten Sportkameraden die letzte Ehre zu erweisen. DerVorslanfl des Radclubs Germania 1899, Gießen Heute nachmittag 6 Uhr entschlief sanft nach kurzem, schwerem Leiden meine innigstgeliebte Frau, unsere herzensgute, treusorgende Mutter, Schwester, Schwiegertochter. Schwägerin und Tante FrauLuisePingleb,geb. Rudolph im 46. Lebensjahr. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Friedrich Ringleb nebst Kindern und allen Verwandten Metzgerei «J-^phnung i. best. Geschmtslag, zu vermiet. Kauf möglich. Schrift!. Ang. unt. 06874 a. d. G. A. f Mietgesuche | GutmöbLWohn-u. Schlafzimmer 2Bettenu. 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