•*z" • Dienstag. 22. November 1952 182. Jahrgang nr.275 KvüKauSgabe ?ä Sie Aussichten für ein Kabinett Hitler mil- 1. 2. 3. Die wartende Menge vor dem Hotel,Iaijerhoj"i im Hintergrund das Ziethen-Denkmal, Bor dem Hotel »Kaijerhof", dem Berliner Hauptquartier Hitlers. m Nnnahme von Unzeigen für die lagtsnummcr bis zum Nachmitlag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mtrt Breite artlich 8, auswärts 10 Reichspfennig,- für Reklameanzeigen von 70 inin Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20v , mehr. Chefredakteur Dr. Friede. Wilh. Lange. Derantwortlich für Politik Dr. Ar. Wilh. Lange: für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumfchein und für den Anzeigenteil i.D.Th.Kümmel sämtlich in Gießen. Wie die „Iclegrapbcu-Union" erfährt, wird der Brief Adolf Hitlers an den Staatssekretär Meißner voraussichtlich nicht veröffentlicht werden. Der Bries wurde um 20 Uhr durch den Reichstags- Präsidenten Göring übergeben, lieber den Inhalt der vorläufigen Antwort Adolf Hitlers, die die Form einer Reihe von Rückfragen und Vorfragen enthält, verlautet jctiod), daß Hitler den Auftrag des Reichspräsidenten i n d e r g c m ü n s ch- ten Form nicht angenommen hat, wogegen geteilt: Der Führer der Rationalsozialistifchen Deut- schon Arbeiterpartei, Adolf Hitler, hat an den Stliatvfekretör Dr 7Nc«hner ein Schreiber' gerichtet, in welchem einige Rückfragen ge ft e l l l werden, deren Beantwortung im Lause des morgigen Tages erfolgen robb. Die Reichipreffeftellk der NSDAP, teilt mit: Nach eingehender Aussprache mit führenden Männern der nalionalsozi ilistlfchen Bewegung und des sonstigen öffentlichen Lebens wurde heute, die Tür zu weiteren Der Handlungen offen bleibt. Hitler berät mit Schacht. Berlin, 21. Nov. (OB.) Der ehemalige Reichs- banfpräfibent Dr. Schacht, der bereits in den Mittagsstunden etwa über eine Stunde an den internen Beratungen der NationalsoziaUsten teilgenommen hatte, erschien gegen 17.15 Uhr im Hotel tiaiferhof und wurde sofort nach den Räumen geleitet, in denen Hitler mit feinen Parteifreunden in dauernden Verhandlungen fleht. Nach etwa einer halben Stunde verlieh Dr. Schacht, fast unbemerkt von der harrenden Menge wieder das Hotel. 3-^2. 20 Uhr, die Antwort Adolf Hitlers in Form eines Briefes an den Herrn Staatssekretär Dr. Meißner überreicht. Der Brief enthält eine Reihe von Fragen, die vorausfichtlich im Laufe des morgigen Tages geklart werden. Der Mandschureistreii erneut vor dem Völkerbundsrat. Aussprache über den Lytton-Bericht. Ein Bries Hitlers an Dr. Meißner. Heute erfolgt Die -Intwort. Berlin 21. Nov. (TU.) Amtlich wird Das offizielle Communique der NSDAP. Berlin, 21. Nov. (OB.) Ueber die heutige Unterredung Adolf Hitlers mit dem Rcichsprüst- denten teilt die Reichspreffestelle dec NSDAP, mit: Der Führer wurde heute um 10.30 Uhr z u m Re ilh «Präsidenten gebeten. Der Reichspräsident richtete an ihn das Ersuchen, bis Donnerstagabend zu erklären, ob ein von ihm gebildetes und unter feiner Führung flehendes Kabinett eine parlamentarische Mehrheit besitze. Diesem Auftrag wurde eine Anzahl präsidialer Vorbehalte als Voraussetzung beigesügl. Auftrag und Vorbehalte sind schriftlich nieöergelcgt. Der Führer erklärte, erst nach eingehender Prüfung dieser Bedingungen milteilcn zu können, ob sich damit eine Aussicht ergebe, die gewünschten Verhandlungen zu führen. Das Ergebnis biefer Prüfung foll noch am heutigen Montag dem Herrn Reichspräsidenten zugeleitet werden. Hindenburgs fünf Punkte. Des Reichspräsidenten Vorbehalte für ein ftabiudt Hitler. Berlin, 21. Nov (OB.) wie wir von unterrichteter Seite erfahren, umfassen die Bedingungen, iniF denen der Reichspräsident das Ersuchen Gti Hiller gerichtet hat, fünf Punkte, und zwar pcrfonellcr und drei sachlicher Art. Ls handelt sich erstens um die selbstverständliche Feststellung, daß die persönliche Zusammensetzung des Kabinetts, wie es immer der Praxis der Kabinettsbildung entsprochen hat, de r Zustim - mung des Reichspräsidenten bedarf. Zweitens behält sich der Reichspräsident das Recht besonderer Einwirkung auf die Besetzung des Reichswehr Ministeriums und des Auswärtigen Amtes vor. Das ergibt fich fchon daraus, daß der Reichspräsident Ober- befehlshabcr der Reichswehr und der völkerrechtliche Vertreter des Reiches ist, wie es in der Verfassung besonders hervorgehoben wird. Drittens verlangt bei Reichspräsident die Aufstellung eines wirtfchaflsprogramms, viertens die Gewähr dafür, daß keine Rückkehr zum Dualismus Reich-Preußen und fünftens, daß keine Abänderung oder Abschwächung de» Artikels 18 erfolgt. Außer diesen fünf Punkten sind vom Reichspräsidenten keine Vorbehalte für die Bildung eines Mehrheitskabinetts unter Hitlers Führun^gemacht worden. daß damit dic Losung her Fiotlenfroge im Rahmen der Abrüstungskonferenz für die Vereinigten Staaten und die englische Regierung u n m ö g - 1 i ch gemacht wird. Darüber hinaus hängt auch das Schicksal der W e l t w i r t s ch a f I s k 0 u f e r e n z, das eng mit der Lösung der Abrüstungssrage verbunden ist, von einer sofortigen befriedigenden Lösung der mandschurischen Fiage ab Außerdem würde ein Austritt Japans, inH dem im Falle erfolgloser Verhandlungen des Rates gerechnet wird, den Völkerbund treffen. Japan lehnt scharf ab. In einer eineinhalbstündigen Rede entwickelte zuerst Matsuoka (Japan» die Gedankengange der japanischen Denkschrift zu n Lyttonbericht Er suchte nachzuweisen, batz die Schaffung des mandschurischen Staates die einzig denkbare Lösung der mandschurischen Frage sei. Die lapanifche Regierung habe den mandschurischen Konflikt nicht vor den Völkerbund gebracht: Hitler stellt Rückfragen. Ausgedehnte Besprechung bei der NSDAP. über Hindenburgs Vorbehalte für ein Kabinett unter nationalsozialistischer Führung.—Rückfragen Hitlers werden heute beantwortet werden. MM ?Ä2 res ??5. -eo 5 g weil das Nationalgefühl Japans eine,äußere Einmischung in die Mandschureifrage niemals zugelafsen hätte: weil die mit dem Völkerbundsoerfahren verbundenen Schritte die Stellung der japanischen Staatsangehörigen einschließlich dir Koreaner in der Mandschurei aufs schwerste gefährdet hätten, weil die japanische Mentalität sich wesentlich von der westlichen Mentalität unterscheide: Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte (ßitliener Familienblätter Krim al an Bild Die Scholle Monati vezugrprelr: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt, ^ernforechanschlilfie guter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Liehen. Postscheckkonto: fironlfurl am Main 11686. habe. „Der soziale Apparat des größten europäischen Industrievolks ist überempfindlich. Die überall bemerkbaren erfreulichen Anzeichen erster Wirtschafts- bclebung vertragen gewaltsame Eingriffe nicht. Die Belastung unserer internationalen Stellung ist gerade groß genug. Trotzdem gibt es nach unserer festen Uebcrzeugung kein Ausweichen mehr vor dem Wunsch, den ein Drittel des deutschen Volkes hegt, der Hitler Bewegung ma ßgebenden Einfluß auf die Geschicke des Staates einzuräumen. Ringt Man sich zu dieser Ent scheidung durch, dann ziehen mir den Adolf Hitler in der W i l h e l m st r a ß e dem Adolf Hitler i m Münchener Braunen Hause vor." Da die Vorsragen noch alle offen sind, haben seit dem offiziellen Auftrag an Adolf Hitler naturgemäß Wx AM W|8i ’WÄ [t ■ -’Shf <1 [if ff Genf, 21. Nov. (TU.) Die außerordentliche Tagung des Völkcrbundsrates, die zur Regelung des Mandschurei st rcits ausder Grundlage des Lyttonberichts einberufen worden ist, begann heute unter dem Vorsitz des irischen Ministerpräsidenten de Valero. Man sieht am Rats- tisch Freiherrn von Neurath, Simon, Paul- Boncour, den Kabinettsches Mussolinis, Baron Aloisi, und die Außenminister Polens und der Tschechoslowakei. Japan ist durch den eigens zu den Genfer Verhandlungen entsandten Vertreter Matsuoka und den Pariser Botschafter N a - ga 0 ka vertreten, die chinesische Negierung durch den früheren Außenminister Wellington K 0 0 und den Gesandten P e n. Auf Einladung des Völkerbundsrates sind die fünf Mitglieder des Lyttonausfchufses, darunter auch das deutsche Mitglied, Gouverneur a. D. Dr. Schnee, im Sitzungssaal anwesend. Eine gefährliche Zwickmühle. Die Eröffnungssitzung trägt den Charakter einer großen Tagung. Der Saal und die Diplomaten- und Pressetribünen sind überfüllt. Die Verhandlun- gen sind von der Auffassung beherrscht, daß das Schicksal des japanisch chinesischen Streites von ent- scheidender Bedeutung für die Weiterbehandlung in der Abrüstungsfrage ist Man weiß, daß die s a - pantsche Regierung ohne eine ihren Wün- scheu entsprechende Regelung der mandschurischen Frage jede Beteiligung an einem A b - rüstungsabkommen ablehnen wird und .'od-xsO = 4^2^3 2- 8 Tul 9 5 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen DmsMrir mi: tf 1 ’ ä NM „ d Hl 25^3^? Z',79°Sä 2 2 2- p 3 ß y»5-6 ' ____ sachgemäß täuschen könne. Die PolE^lHql ?b, tr°6 des jüngsten Verbotes bestimmte Vö- Sanftr get hoch noch aphlpnhnt m»rhnn :n . >7 - 'U wie Jeiifchnfien. des Schweden- Ä in ebaTütU^VtgabÄ dem Landesbudget und 15 v. H. dem Bezirks- bufcget. Unwetterschaden in Transvaal. Bei einem überaus heftigen G e w i t t e r in der Gegend von Raboorn Spruit (Transvaal), das von sch^«m Hagelschlag begleitet war, wurden 2000 Schafe, 400 Stück Rindvieh und rund 30 Ziegen getötet. Die Hagelkörner bohrten sich stellenweise tief in die Erde ein. Der ächiffsbrand im Hafen von Amsterdam nach lövstündiger Dauer gelöscht. Rach über 180 Stunden ist es der Feuerwehr endlich gelungen, den D rand an Bord des im Amsterdamer Hafen liegenden Dampfers „P. C. Hooft zu löschen. Dieses Ergebnis wktrde dadurch erzielt, daß man auf das brennende Oel große Mengen Schaum schüttete, wodurch schließlich das ^euer erstickt wurde. Gegen einen zweiten Feuerherd ging man mit großen Wassermassen vor. Schmugglerbande fährt in eine Ausflüglergruppe. Ohne Licht und ohne Signal zu geben, fuhr bei totolberg (Rheinland) ein Schmugglerauto nus dem benachbarten Breining in rasender Fahrt in eine Ausflüglergruppe hinein. Vier Personen wurden verletzt und mußten ins Krankenhaus gebracht werden. Einer der VerleK- ten konnte nach Anlegung eines Verbandes wieder entlassen werden. Der Kraftwagen war bei dem Zusammenstoß umgefallen und wurde von hinzukoin- menden Zollbeamten beschlagnahmt. Man sand in ihm elf Zentner Zucker, 20 Pfund Kaffee und 20 Pfund Mehl, die geschmuggelt waren, dol Der Lenker des Autos wurde verhaftet. Dochfchulnachnchten. Der Ordinarius für Botanik an der Universität Frankfurt a. M., Professor Dr. Peter Stark ist im Alter von 44 Jahren g e st o r b e n Seine Arbeiten betreffen Pflanzenphysiologie, Moorkunde Paläobotanik und Variabilitätslehre. Aus aller'Wett. Das Erdbeben in Westdeutschland. — Kein Anlaß zu Befürchtungen. Der Erd st ost, der sich in der Rächt zum Montag in ganz Westdeutschland und in Holland bemerkbar machte und, wie gemeldet, auch in Gasten vereinzelt wahrgenommen wurde, hat die Bevölkerung vielfach in große Aufregung versetzt. Schon in den frühesten Morgenstunden letzte ein telephonischer Ansturm auf Zeitungen, Wetterdienststellen und Rachr'.chtenbureaus ein, die jedoch jede Besorgnis zerstreuen konnten' Von fachmännischer Seite wurde erklärt, daß es sich um ein sog. tektonisches Erdbeben gehandelt habe, das seinen Herd wahrscheinlich im Rhein- tal haben dürfte. Oie weibliche Zugend im Freiwilligen Arbeitsdienst. Berlin, 21. Nov. (CNB.) Im Reichsarbeits- blatt vom 25. November wird ein Erlaß d e s Reichskommissars für den Freiwil- ligen Arbeitsdienst veröffentlicht werden, der die Gesichtspunkte darlegt, nach denen die weib- bche Jugend in den Arbeitsdienst einzugliedern ist. Darin wird besonders darauf hingewiesen, daß be- s o n d er 5 Dienstleistungen für Hilfsbedürftige nach dem gegenwärtigen Stand der Erfahrungen als der be ft geeignetste Inhalt des Arbeitsdienstes der Frau erscheinen. Es handele sich vor allem um das Erhalten und Pflegen von Sachgütern, das Umwandeln alter Gegenstände für neuen Gebrauch und um hauswirt- chaftliche Leistungen für Dienstwillige oder Not- ^idende. Als Beispiele für die Praxis werden Lasche- und Kleiderpfleae für männliche Arbeits- lager Küchendienst für offene Arbeitslager, Bewirt- a^un9 unbenutzter Ländereien bei gemeinnütziger Verwertung des Ertrags, Schaffung von Kleingartenland, Arbeit in einer Dienstgruppe bei der Siedlungshelferin und Werkstattsarbeit für die Winterhilfe genannt. In Hei del berg ist im Alter von 81 Iahren der langjährige Direktor der Geologischen Lan- desanstalt für Elsaß-Lothringen, GeA. Rat Pro- Ecking gestorben. Bücking war früher Dozent an den Universitäten Berlin unb ^.am 1883 als ordentlicher Professor stir Mltzeralogie an die Universität Straßburg. 8U feiner Versetzung in den Ruhestand 1917. Rach der Besetzung durch die Franzosen im Iahre 1919 verließ er das Elsaß unö nahm seinen Tyohnsitz in Heidelberg. ° Wilhem Somberg an der Uni- 9nmpnh®r»Cr£in 1)01 cincn Ruf als Ordinarius für nrei fUxn6e man bic Universität R o st o ck als Nachfolger des Geh. Medizinalrats Professor A. Peters zum 1. April 1933 erhalten. * Schmitt von der Han- Ruf aus den fut öffentliches Recht «m bet Uni- TrotoLa Äc^^ ^chfolger des verstorbenen ' ars Fritz Stier-Somlo angenommen. Professor Dr. Hermann Staudinger Direk- tät Ä r $;a^a5rium8 der Universi- ^^burg, hat ^Ruf an die Technische Der Prozeß gegen tei Zranenmörder Leitgöb Ein sensationeller Knminalsall in Oesterreich. Gonderbesteuerung derEinzel- bauern in der Gowsetunion. Moskau, 21. Rov. (WTD.) Das Zentral- exetut.v.omitce und der Dol skommissarenrat der Sowjetunion veröffentlichen einen Beschluß über eine einmalige Besteuerung der Ein- -E l b a u e r n w i r t s ch a f t e n. Bauernwirtschaften, die Landwirtschaftssteuern zu festen Sätzen entrichten, haben danach einen einmaligen Betrag von 15 bis 20 Rubel zu zahlen. Die- jenigen Bauernwirtschaften dagegen, die Steuern selten Sätzen entrichten, müssen min- destens 2o Rubel zah.en. Für die Kulakenwirt- bie doppelte Landwirt- schaftssteuer festgesetzt. Die Exeku iv.oni ees der einzelnen Bezirie können solche Einzelwirtschaften, „ die ihre Verpflichtungen gegen den Staat pünktlich erfüllen, gänzlich oder teilweise der. einmaligen Besteuerung b e f r e i e n. Der Beschluß ves Zentralexekutivkomitecs befreit von der einmaligen Steuer die Kollektiv- to 1 _r 1 te n, arme Einzelöauern- Mirtschaften, sowie Wirtschaften, in denen rote ue n, Angehörige der Roten Armee oder Arbeits- bzw. Kriegsinvaliden arbeiten Die einmalige Landwirtschaftssteuer muß bis zum 31 Dezember d. I. entrichtet werden. 75 v. H. des 2lu,kommens fallen dem Staatsbudget zu 10 v H * 4. weil nach dem Eintreten des Bruches die Ereignisse ihren normalen Verlauf genommen hätten. Chinesische Klage. In dieser Erklärung sieht man eine uneinge- schrankte Absage Japans an den Völ- kerb und und gleich zu Beginn der Verhandlung 6^ die Betonung, daß die japanische Regierung die Zuständigkeit des Völkerbundes für die Regelung öer mandschurischen Frage nicht anerkennt. Der chinesische Delegierte Wellington Koo wies den Vorwurf, daß China kein organisierter Staat sei, mit großer Entschiedenheit zurück. Die Umwandlung eines 4000 Jahre alten Feudalreiches in eine moderne Demokratie sei gewiß nicht leicht. Die Modernisierung und Vereinheitlichung Chinas wäre aber schon weiter gediehen, wenn sie nicht d a u e r n d d u r ch Japan gestört würde. Die im Lytton-Bericht erwähnte traditionelle Expan- stonspolitik Japans habe es seit dem 16. Jahrhundert auf die Unterjochung Chinas und darüber hinaus auf die Eroberung Asiens abgesehen. Der antijapanische Boykott sei nur eine Maß - n o b m e der Selb st Verteidigung. Der den japanychen Interessen zugefügte Schaden sei unvergleichlich geringer als die Zerstörung von Milliardenwerten an chinesischem Eigentum, ganz abgesehen von dem Verlust von zehntausenden von Menschenleben. Wellington iioo hob hervor, daß der Lytton-Bericht in seiner allgemeinen Tendenz der chinesischen Auffassung vollkommen recht gebe. Die Verpflichtung der ja- panijchen Regierung hinsichtlich der Zurückzie- hung ihrerTr uppen aufgrund der Entschließung vom 30. September und 10. Dezember 1931 bleibt unverändert. Diese Zurückziehung sei immer noch eine wesentliche Voraussetzung für die Aundlegende Regelung des chinHsch-japanischen Streitfalles Der Völkerbund habe bedauerlicher Weise bisher keine wirksamen Mittel gesunden die Durchsetzung seiner Begriffe zu erreichen. Der Kellogg vertrag verliere seinen x ,nn,mroenn ber Bruch des Kriegsverbotes unter öem Vorwand gesetzmäßiger Verteidigung ungestraft zugelassen werde. Der japanische Angriff auf bas friedliche China stehe in seiner Rücksichtslosigkeit einzig in der modernen Geschichte da. Die Lösung der Mandschureifrage könne nur auf der Grundlage der Bestimmungen des Völkerbunds-, Kellogg- und des Washingtoner Neunmächtepaktes gefunden werden. gel doch noch geblendet werden dürfen, ist noch im- ’m d°nge, und Herren im Salonanzug, die auf a? Landstraße aus dem Auto steigen, um die D?pnUprehn«Ufte abzuspritzen, worauf der 1tergefaUene zusammenscharrt, hal- JiffpnÄ t $U0 ,unb Recht für Jäger. Ja, eine öffentlich aufgeworfene Streitfrage, die Diskussion drüber, wer ein Schießer und wer ein Jäger e? 'Sapr* /"'h FMtellung, daß man den rechten Sager an dem Umfang der Beute erkenne mifeE Begnff des Hegers ist dem Süden so fremd m Lber Starenkobel oder die anderen künstlichen Ristgelegenheiten. Wer so etwas sieht — und es gibt ja spleenige Ausländer, die in ihrem Garten gegen die Sitten verstoßen — hält es für Fallen. 6Ute Bekannte haben mich ausgelächelt, weil ich vergessen habe, das Anflugstäbchen mit Leim zu bestreichen. Sie glauben, wir züchten die es Ä' M\e?rUt -3U ^sen. Und in der lat gibt ,5 in RUUelitalien eine deshalb berühmte Stabt mo die Schwalbennester geflissentlich geschont wer- n. dam.t man die Jungen, bevor sie flügge wer- Die'nS^-*Unbrf.Unbt. 3art in bie Pfann/ kriegt. rp<+>/frtCn ^ehwalben haben nur deshalb das Vor Cn^rUr^ Iurme unb verfallene Mauern ZU schwirren weil sie zu zäh sind. In den Schaufenstern der Garküchen der rostic- ffifin UJÜftrh 1ttOria' 015 Paradestück ein langes frf&on L bci” .^’f^en je zwei gerösteten Brot- i?h “re t,blCr2,6hmiPeP bes Himmels" ausgespießt sind, Rotkehlchen und Lerchen, Amsel, Drossel Fink NP» ff Hf- ei.ner richtigen Mahlzeit, in die grü- ?fnb»nhbfQnrbineix0cb^tct' yehören schon ein gutes Dutzend Zeisige ober Zaunkönige ober Meisen ° ^enn der Nordländer so etwas sieht oder zu- schauen muß, wie die Lerchen im Aetherblau als die beliebtesten Zielscheiben bienen, glaubt er die Batterien feiner Sentimentalität gegen eine derart gepanzerte Front auftahren zu müssen. Das ist aber ®°aig unnujj, denn der Gegner verfügt über eine gute Abwehr. Selbstverständlich gibt es auch in Jta- £mm?9-IfneUnbeZ bic Bezeichnung „Stimmen des Himmels stammt von einer italienischen Dichterin in den Zeitungen versucht einer ab und zu, sich ®e' Jor zu verschaffen. Aber sie erwidern ihm mit beißendem Spott er scheine also seine ästhetischVn humanen ober Mitleibsgefühle nach bem Umfang' bc9 Tieres abzumessen: bas stolze weihende Rind rli fuchtige Bulle dürfe ebenso wie das geduldige ^mbf01 ?er christlichen Legende, abge- K^‘?LUnb-,auf0efrcffen "erben, her Sperling Sr"’?' "eck er kleiner sei! Unb bcn norbischen Sh? ia«?CSpü firi2erfxn lie sich stolz in bie Brust: Shr jagt den Hirsch, den König der Wälder, ihr Der Anschlag ans Herriot. Die Pariser Deutschenhetze geht weiter. Paris, 21. Nov. (TU.) Ministerpräsident Herriot ist am Sonntagabend aus Nantes wieder *n eingetroffen. Die Untersuchungen über ben ^"schlag dei Nantes werden inzwischen mit großem Eifer fortgesetzt, ohne daß es aber bisher gelungen ist, die geringste Spur der Täter mohrinhbe%r n^Oli3eJ $ im übrigen mehr und 9rni*rber Auffassung daß es sich weniger um einen Anschlag auf das Leben des Ministerpräsidenten handelt als um eine symbolische Geste überhitzter a u t o n o m i st i s ch e r Gemüter, die dadurch ihrer feindseligen Einstellung gegenüber bem Minislerpräsibenten Ausbruck geben moJten. Diese Auffassung wirb baburch bestärkt daß man in unmittelbarer Nähe bes Tatortes an bem bie Schienen burch die Explosion aufgerissen waren zwei rote Lappen fand, die sicher dazu bestimmt waren, den Lokomotivführer des herannahenden Zuges zu warnen. In Nantes sind eine Reihe von Verhaftungen blirchgefuhrt worden, die aber zum größten Xeü nicht aufrcchterhalten werden konnten. Sechs oer Verhafteten sollen angeblich bereits bei dem Bombenanschlag in Rennes unb dem versuchten ^nMag In Vannes eine gewisse Rolle gespielt hoben, ohne daß man aber die Beweise gegen sie erbringen konnte, bie eine Anklage ermöglicht hätten wnotS @rJätungen, in denen er im gewissen Sinne D e u t s ch l a n b für das D e rb re - chen verantwortlich macht, werden von der gesamten Pariser Morgenpresse mit um so ilm die Bogeljägerei inZialien. Von Dr. Gustav W. Eberlein, Rom. G a pri, 18. November 4.932. Durch künig- Se/rei j* bas Jagdrecht für die ganze Jnjel ausgehoben worden. Jagd und Vogelfang sind daher fortan verboten )t es fertig, einem Reh, dem Inbegriff der Htmut, trotz seiner klagenden Augen den Fangstoß zu geben, ihr, Ladies and Gentlemen, hetzt mit Hunden Gottes wundersame Geschöpfe! Und wollt euch zum Richter über uns aufwerfen, weil wir die kleinen Vögel schießen? Zu unserem Vergnügen, wir geben es zu, her Mensch hat noch so atavistische Triebe, aber was ihr tut,, tut ihr es zu eurem Mißvergnügen? Hier ist nicht weiterzukommen, das liegt auf der Hund. Rian muß den Italienern schon praktischer kommen. Ihnen sagen und beweisen, daß der Vogel- fang em unrentables Geschäft sei, weil Kalbfleisch ^mme als ein Vogelspieß, denn i l^'Kch k°ste eine Patrone 36 Centesimi, macht durchschnittlich, zwei Schuß auf den Kopf darf man regnen, 72 Centesimi für einen Spatzen. Wieviel also kostet ein Kilo Singoogelfleisch? Und weiterein Singvogel frißt täglich rund das Doppelte seines Gewichts an schädlichen Insekten^ das, lieber Land- bM ubcr be'ne wurmigen Früchte jammerst, stelle dir einmal vor! Italien könnte an der »piße des Obsthandels stehen, aber schuld der Vogelvertilgung erzeugt es nur eine ganz geringe ^!”0rj.DOn Edelsruchlen (Drangen unb Zitronen natürlich ausgenommen). Für jeben Apfel, für jebe halbreife Birne muß her Wirt bem Gast so viel wie ur einen halben Liter Wein in Rechnung stellen. Unermeßlich ist der Schaden, den neben der Obst- ku"ur die Forstwirtschaft durch die Vertreibung der besten Waldhüter, der Vögel, erleidet. Nun ist zwar S?. einer für Italien geradezu umwälzenden Entschlußkraft die Wiederaufforstung des Landes befohlen worden, nach bem Raubbau an Flora unb öauna, her bie Berge, die ebensogut bewaldet sein ^emwüsten machte, aber diese Großtat re Stückwerk bleiben, solange nicht °rbcb,nx0un0e? 6U ihrer Verwirklichung ge- solange nicht ein allgemeines Z 9? :TÖ0 emgesuhrt wird. 2luf gaßre fjinaus müßte das Beispiel von Capri nusgedehnt werden. Immerhin, S"™ 'st gemacht, eine herrliche Verheißung für die stimmen des Himmels. 700 3cn Umgebung von Linz war ein außerordentlicher Zuzug bes Publikums gekommen. Ceitgöb ist ein vierschrötiger Mensch, besten Blick bereits die Brutalität verrat. Von leinen 50 Lebensjahren hat er bereits 20 hinter Kerkermauern verbracht. Ceitgöb bekannte sich auf die Frage des Vorsitzenden schuldig, aber nicht wegen Raubes. Er sei kein Dieb unb kein Räuber. Er habe seine Taten in Bewußtlosigkeit begangen. Er bestreitet auch lebhaft, aus Haß gehanbelt zu haben. Aus her Schilberung seines Lebenslaufes geht hervor, baß Leitgöb ein uneheliches Kinb ist. Sein früheres Strafregister umfaßt auch Defertation unb eine ganze Reihe von Diebstählen. Er heiratete 1910. In ber fünfjährigen Ehe würben brei Kinber geboren. Wegen feiner Straftaten betrieb feine Frau aber die Scheibung. Es wird bann ber erste Mord erörtert. Im Verlauf bes Verhörs wirb der Angeklagte lebhafter Mit Zynismus schildert er die Beziehungen zu seinen Opfern. Er wiederholt, daß er keine Raubabsichten hatte, sondern einem dunklen Drange erlegen sei. Bei der Schilderung des Mordes an der Eisenbahnerehefrau Renezeder erklärt Leitgöb, daß bie Frau im Tobeskampf bie brennenbe Petroleumlampe umgeworfen und dadurch den Zimmerbrand verursacht habe. Der Vorsitzende hält dem Angeklagten vor, daß seine Behauptung nicht stimmen könne. Auch hier leugnet Leitgöb, einen Raub begangen zu haben. Die Verhandlung wurde dann vertagt. ttprffAN?vembÄ^ der „Zeitwende" (C.H. ^bh^oandlung, München) beantwortet Jhs Paul, ber bekannte Biograph ' ' ?b°ll b" Fraget- ist uns Gustav nnb h£Ln^>fU Ä0t ble gemaltiaen politischen Pläne, an deren Ausführung Gustav Adolf durch den Tod gehindert wurde. Die Frage drängt sich auf: wie- ptel Kampf und 2r-rwege wären unserem Volk fpart worden, wenn es Gustav Adolf vor 300Ia^ , Geschenk an Italien, an die ganze Weit' Die schönste Insel dieser Erde befreit ?on Netzen und ßeimruten unb Knallerei! Ein Dichter aus nordi- mZ" hßanbhn nutzte kommen, um dem Logelpara- brii%^ün b°h !?irb nun werden, zum Durchsuch ZU verhelfen. Konnte nicht auch ber ganzen £lIb,Ä bT ®Qrten Europas, ein Retter er^ Ihn 65 nid)x-9J^ffoüni sem? Viele haben ihn schon befchworen, bie Dichter nicht nur, sonbern noniPn " . Wissenschaftler, Nationalöko- nomen unb Landwirte, Ornithologen nicht bloß, °"ber i die um ihr Obst, um ihre Wälber hat Nichts genützt, bie Vogelver- tlgung wirb nach wie vor im Großen betrieben jo ols ob es sich um Ungeziefer hanble, unb nicht um die besten Freunbe ber Menschen. Mussolini fe ber schießt zwar nicht, aber er hätte mit einem 3agbDerbot die halbe Bevölkerung minbeftens gegen fid), benn ber Schießprügel gehört zum Manne, wie ? Regenschirm. Nach einem unbegreis- besetz barf jebermann, wenn er seine paar ?inCnlL>«ba|5e"^ratent" obgeliefert hat, jahraus, jahrein alles abknallen, was ihm vor ben Lauf kommt. .-Rist Jagd in unserem Sinne hat das natürlich Kt ?/p„ozchis mehr zu tun, schon deshalb nicht, weil Italien durch biefes System völlig ausgeschossen h^hnh^' J0 hba^ sagdbare Tiere in freier Wilb- baljn überhaupt nicht mehr vorkommen. Die Kinber mV0" ^ebeVnb ^osen in ihren Bilderbüchern lesen, müssen schon in den Zoo gehen, wenn sie mit eigenen Augen sehen U*nbcb,C H?ger in die Reservate, wo nach k^Ersche. Anti open, Wildschweine auf bk Derfe gelegt werben können. Ein Beweis, daß das Land sehr wohl in ber Lage wäre, bie Tierwelt zu qe^unb H'0 ei.9entnnur bie Vo- &6n»b k 'hnen geht, weiß man ja leiber zur mp?U£h,hSlf? s^emden Reisenden staunen zwar im- einer ÄntP Th" f-C ,ebe" ^ann im Freien mit einer Flinte und einem doppelten Vatrcinpnnn^ sthen, aber ihre Phantasie wird durch & •* Schweres Aukounglück in Italien. — (Elf lote, zahlreiche verletzte. Am Bahnübergang des italienischen Ortes Für- bara wurde ein Lastkraftwagen, auf dem sich 52 junge Faschisten befanden, die von einem Besuch der Ausstellung über die faschistische Revolution nach Tarquinia zurückkehrten, bei einer Bahnüber- Qucrung vom Zug erfaßt. 11 Personen wurden getötet und alle anderen verletzt. Don den Derletzten sind etwa 20 in die Krankenhäuser eingeliefert worden. Bei einigen ist der Zustand äußerst bedenklich. Der Ort Tarquinini, die Heimat der sämtlichen Toten und Derunglückten ist durch die Katastrophe in tiefste Trauer versetzü Die Vorfälle an der Universität Breslau. Bor der Wiedereröffnung der Breslauer U n i v e r s i t ä t, die wegen der Zwischenfälle bei der Dorlesung des Professors Cohn bis einschlieh- nch 22. Rovember geschlossen ist, gaben Rektor und Senat der Universität durch Anschlag bekannt, daß die disziplinarische Bestrafung oer bei den Ausschreitungen festgestellten Studenten unmittelbar bevorstehe und daß daher vor erneuten Derstößen gegen die akademische Disziplin gewarnt wird. Weiter teilt die Universität mit, oaft oer kommissarische preußische Kultusminister für die laufende Prüfungsmethode Proleffor Lohn zum Mitglied des juristischen Prüfungsausschusses in Breslau ernannt hat. Auszeichnungen für die Retter der „Riobe"-Schiffbrüchigen. Bei bem Untergang bes deutschen Schulschiffes a w b4 der Hamburger Dampfer „Theresia L. M. Nuß ber Reeberei Ernst Ruß burch eines ber oon 'hmausgesetzten Rettungsboote 40 Ange° honge der „Niobe" gerettet. Im Bürgermeister- saal bes Hamburger Rathauses wurden aus diesem Anlaß der Äapitan des Schiffes unb bic Beman- nung des von ber „Theresia L. M. Ruß" ausge- Atzten Rettungsbootes burch Bürgermeister Dr. Petersen empfangen. Bürgermeister Dr «Beter- fen überreichte Kapitän Müller eine künstlerisch au.9eÄte Urkunbe, in ber ber Senat Kapitän unb Offizieren unb ber Mannschaft bes Dampfers ben Dank Hamburgs ausspricht. Den Mitgliebern der «Bemannung des Rettungsbootes, bie bei her Rettungsfahrt in ber bewegten See unb burch bas Anklammern ber im Wasser Schwimmenben an bas Boot in steter Lebensgefahr schwebten, überreichte ber Bürgermeister bie ihnen vom Senat oer- uehenen Hamburgischen Rettungsmebaillen. gelungen wäre, em großes nordisch-deutsches Reich unter brandenburgisch-schwedischer Führung auhu- nchten griebr. Israel, früher deutscher Pfarrer in Helstngfors, schildert in seinem Aufsatz „Finnlands Befreiung als Dank für Gustav Adolfs Tat" aus eigenem Erleben heraus die «Befreiung Finnlands durch beMche Truppen im Frühjahr 1918. Er er^otjlt wie ber Kampf in Finnlanb allgemein ms Glaubenskampf gegen ben religionsfeinb- hchen Bolschewismus, bie deutsche Waffenhilfe aber als Einlösung einer weltgeschichtlichen Schuld gegenüber Finnland empfunden wurde. Zu einer weiteren geschichtlichen Besinnung über die Gegen- wart leitet der «Aufsatz von Arthur Neuberg Umbruch des Zeitgeistes^. «Wie etwa um 1500 "ober 1800 gewinnt auch heute wieder das Ethische über bas Aesthetische die Oberhand. Ein schöngeistig spielerisches Zeitalter wird abgelöst durch eine Epoche tiefsten ethischen und metaphysischen Ernstes, eine Zeit der Kunst und Literatur durch eine ber '(Energie unb der Tat. größerer Genugtuung wiedergegeben, als die Untersuchungen bisher zu keinerlei Ergebnissen kamen. Obgleich diese Erklärungen jedoch in direktem Widerspruch zu den Tatsachen stehen, da man selbst amtlicherseits der Auffassung ist, daß es sich weniger um einen Anschlag auf das Leben Herriots, als um eine toenn auch geschmacklose und gefährliche Kundgebung autonomistischer oder kommunistischer Kreise handelt, begrüßen es besonders die Rechtsblatter, endlich einen von höchster Stelle bezeichneten Sündenbock gesunden zu haben. Rur der sozialistische .Popü- laire und die kommunistische „Humite" machen ich die Ausfassung des französischen Ministerpräsidenten nicht zu eigen. Während der „Populaire" von eigentümlichen Erklärungen Herriots spricht, bezeichnet die „Humite" sie als niederträchtig. In Linz an ber Donau begann einer ber aufsehenerregendsten Prozesse, ben Oesterreich in ben letzten Jahren erlebt hat. «Angeklagt ist ber Raub- morber Franz Leitgöb, ber ben «Beinamen „Frauenwurger oon Oberösterreich" führt. Die Anklageschrift, bie runb 100Ö Seiten umfaßt, wirft bem Angeklagten sieben «Dl orbtaten, begangen an grauen mittleren Alters, vor. Währenb sechs von biesen «Morbtaten bisher unaufgeklärt waren, konnte man ben Verbrecher erst bei ber letzten Tat sicher fassen. Am 29. Februar b. I. würbe bie Gattin bes «Lauverwalters Jank, eine 58jährige Frau in L>nz mit einem Knebel im Munb tot aufgefunben Es gelang nach kurzer Frist, Leitgöb als den Mörder festzustellen, ber auch geftanb. In biesem Fall überführt, geftanb Leitgöb auch bie im Jahre 1922 im «Walde erwürgt aufgefunben« 35jährige Linzerin ermorbet unb beraubt zu haben, unb bann tarn ein Geständnis nach dem andern. Sein erstes Opfer im 2ahre 1912 war eine 47jährige Frau, bie mit einem ©trief um den Hals tot aufgefunben worden war. Vier Jahre später war die Frau eines ihm bekannten ßanbfturmmannes in ihrem Schlafzimmer durch Rauch erstickt worben. Wieher/ vier Jahre spater würbe Leitgöbs Stiefgroßmutter mit einem Hosenträger erwürgt tot auf bem Sofa aufgefunben. Äaum ein halbes Jahr darauf verbrannte in einer Holzbarackc eine 36jährige Frau. «Alle diese Verbrechen gestand der Raubmörder ein. Der Schwurgerichtsprozeß gegen Leitgöb begann unter allen Anzeichen ber Sensation. «Aus ber gan- i Aus der Provinzialhauptstadt glauben". kommen. Bornotizen. 13. 14. 5. 8. 9. 8. 9. 3. 10. 1. 2. 18. 5. 7. 1. hauplschöffen für das Große Jugendgericht. 57. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 19. 20. 6. 7. 9. 10. 11. 12. 4. 5. 1. 2. Hauptstraße 55. Ludwig Dalse' IV., Landwirt, Albach. Ludwig Wagner VII., Weihbinder, Grohen- Duseck. hauptschösfen für das Landgericht. Kart Teil, Schreinermeister, Dietzen, Dücking- Karl Wilh. Weigand, Lademeister, Großen- Linden, Bahnhofstraße 91. Gustav Walther, Landwirt, Beuern, Hvfgar- tenstrahe 11. hilfsfchöffen für das Landgericht. uember wird uns geschrieben. Alle Einwohner der genannten Ortschaften wer- hauptschöffen für das Schöffengericht. Jakob Häuser, Kaufmann, Giehen, Neustadt 42. Theodor Rohrbach, Dachdecker, Gießen, Katharinengasse 15. Arthur Heißler, Feinmechaniker, Gießen, Seltersweg 50. Albert Schmidt II., Installateur, Heuchelheim. Karl Gärth, Landwirt, Allendorf (Lahn). HUfsfchöffen für das Schöffengericht. Rudolf Rüdiger, Spenglermeister, Gießen, Wall- torstraße 35. Willi Hillgärtner, Metalldreher, Gießen, Kros- ren,3 voraus, bei der die Winterarbeit uno Die oar^ aus sich ergebenden Fragen zur Besprechung stehen, c maliger 116er bürg 10. . Mols Dietz, Maschinist, Gießen, Rodheimer Straße 23. r „ Fritz Flimm, Kaufmann, Giehen, Weser st r 10. Edmund Köhler, Metallschleiser, Giehen, Erednerstrahe 32. August Michel, Drogist, Giehen, Walltor- strahe 29. , _ . Karl Balser, Schreibgehilfe, Giehen, Cred- strahe 1. 2. Otto Balser, Geschäftsführer, Giehen, Tho- Was gibt es Neues in der Medizin? Kostbare Heilmittel.-Intereffanie Hormon-Versuche.- Vitamine für Säuglinge. Don Or.R. Wölffel. masstrahe. Johann Schmitz, Gastwirt, Giehen, Sonnen- strahe 13. Ida Hebing, geb. Schohknecht, Gießen, Aulweg 34. Wilhelm Hahn, Schreinermeister, Giehen, Lö- berstrahe 17. Karl Ronnenbroich, Kaufmann, Giehen, Lessingstrahe 15. Aug. Braun, Buchdrucker, Giehen, Am Ku- gelberq 49. Phil. Wallhäuser, Schatfner, Allendorf a. d. Lahn. Albert Drücket, Landwirt, Lang-GönS. Heinr. Denner, Weichensteller, Alten-Dufeck. Philipp Klein V., Dreher, Klein-Linden. Ludw Karl jünger, Dreher, Reiskirchen. strahe 11. _. . Wilhelm Moritz Werner, Schreiner, Drehen, Aulweg 36. Christine Ottilie, geb. Stöhr, Giehen, Schan- zenstrahe 18. . Ella Giesse, geb. Sartorius. Giehen, Ludwrg- Steinbera. 6. Friedr. Schneider, Bürgermeister, Allendorf an der Lumda. • Oie Auslosung der Schöffen und Geschworenen 19. 20. von Amsterdam nach er gelöscht. ist es der Feuerwehr ind an Bord des im den Damdsers J. 6. 'gebnis Wirde dadurch brennende Oel grHc aodurch schließlich das einen zweiten Feuer- öaflcrmaflen Dor. le Kusflüglergruppc. l zu geben, W du -chmugtzlrrauio ng in rnstnbrr Fahrt ruppt hinein. Sier t und mußten ins in. Einer der Bcrlch nes Verbandes wieder agen war bei dem Zu-, wurde von hinzukoin- hlagnahmt. Man der, 20 Pfund Kasfee chmiiggelt waren, vor. verhaftet. .. Heinr. Wilh. Rau, Bürgermeister, Trohe. 8. Louis Bier II., Maschinist, Staufenberg. nerstrahe 23. , _ 10. Antonie Daehr, geb. Ritzel, Giehen, Frankfurter Strahe 43. 11. Elisabeth Wickert, Dureaugehilfin, Gießen, Hilfsschöffen für das Große Jugendgericht. 1. Hans Reul, Rektor, Gießen, Roonftraße 22. 2. Wilhelm Volkmann, Bauassistent, Gießen, Asterweg 57. 3. Luise Peters, geb. Schmücker, Gießen, Bahnhofstraße 56. 4. Adolf Clotz, Studienrat, Gießen, Wiesenstr. 2. 5. Frau Christine Noll, geb. Simon, Bahnhofstraße 14. 6. Frau Lina Flörke, geb. Bindewald, Gießen, Karl-Dogt-Straße 9. 17. Georg Göbel, Landwirt, Hausen. Wilhelm Hilberg, Händler, Daubringen, 1. Karl Tlhl, Landwirt, Giehen, Ebelstrahe 28. 2. Wilh. Christ, Stadtrat, Giehen, Marburger Strahe 15. 3. Anton Wagner, Eisenbahn-Sekretär, Drehen, Lahnstrahe 15. . 4. Willi Bette, Kaufmann, Drehen, Maus- 1. Karl Schaub, Kaufmann, Gießen, Asterweg 2. Karl Schäfer XIII., Schreinermeister Wieseck. 3. Katharine Grothe, Gießen, Frankfurter Str. 17. 4. Philipp Hofmann, Lehrer, in Lang-Göns. 5. Karl Gerhard, Schmied, Reiskirchen. ordisch-deutschks Reich scher Führung auszu- deutscher Pfarrer in n Aussatz „Finnlands tau Adolfs Tat aus 85** ugeschichküchen «^ld Ke. Zu «ner "n über bi« ®'S* rthiir Neuberg „Um' ^das Ethlch- üb« G ic hen, den 22. Rovember 1932. (fine Derkehrs-llngeheuerlichfeit auf der Reichsbahn. Zu dem Eingesandt über die P e rsonenzug- nerbinbung Lang - Gons — ® roßen = Linden und Leihgestern nach (8 i e 6 e n in Nr. 272 des „Gießener Anzeigers" vom lv.No- Zestnahme eines OoppelmörderS? WER. Geisenheim a. Rh., 21. Rov. Am Sonntagabend gelang es der hiesigen Polizei, im Obdachlosenasyl, wo er Ausnahme suchte, den 46 Jahre alten Metzger Eduard Dach mann aus der Tschechoslowakei sestzunchmen. Der wie ein Zigeuner aussehende Mann wurde aus seine Identität näher angesehen und bei der Revision des Ausweises stellte sich heraus, daß Alter und Berus aus den st c ck b r i e s l i ch g e s u ch t e n Mo r- der Dachmann paßten. Die Taten des Der» hafteten liegen schon mehrereIahre zurück. Er hat am 27. August 1911 den Eisenbahnbcam- ten Karl Tuche im Grundtal umgebracht, und am 6. Februar 1921 eine gewisse Julie König in Komotau in der Tschechoslowakei ermordet. Der Verhaftete will von den Taten nichts wissen. Rach seiner Festnahme wurde er in das Amtsgerichts- gesängnis Wiesbaden eingeliefert. DergrößteAadiumbesih der Welt. Ein Reuhorker Krankenhaus, das „Bellevue Hospital“, hat kürzlich' seinen bisherigen Radium- Vorrat, der 5 Gramm betrug, um weitere 5 Gramm erweitert. Damit ist dieses Krankenhaus im Besitze des größten rerarbeitenden Radiumvorrats der Welt. Die 5 Gramm Radium, die das Krankenhaus sich angeschafft hat, dienen in erster Linie zur Behandlung von Krebskranken. Der kostbare Stoss ist in winzige Platinröhren gefüllt, die nur die für die Behandlung wichtigen Gammastrahlen passieren laffen, während die anderen Strahlen von der Platinumhüllung zurückgehalten werden. Die Behandlung der Kranken erfolgt auf die Weise, daß die Röhrchen direkt in die von der Krankheit befallenen Körperteile eingeführt werden und hier fo lange verbleiben, bis die Wirkung des Radiums sich in der gewünschten Weise geltend macht. Der Preis, den das Krankenhaus für das Radium zahlen mutzte, betrug nahezu anderthalb Millionen Mark. Die Platinröhrchen allein haben einen Wert von 200 000 Mk. Honig als Heilmittel. Im Dolksmunde wird dem Honig seit jeher eine besonders günstige Heilwirkung zugesprochen, und bei zahlreichen Krankheiten wird Honig in den verschiedensten Formen schon seit Jahrhunderten angewendet. Reuerdings aber hat sich auch die ärztliche Wissenschaft mit dem sympathischen Produkt der Dienen beschäftigt, und — wie schon oft in ähnlichen Fällen — hat die Wissenschaft bekräftigt, was der Volksglaube annahm. Dem Honig wohnen in der Tat ganz besondere Kräfte inne, was sicherlich nicht zuletzt der Tatsache zuzuschreiben ist, daß er fast gar keinen Rohrzucker, wohl aber etwa 4 Prozent Fruchtzucker und 35 Prozent Traubenzucker enthält. Traubenzucker wird von der modernen Medizin sehr häufig bei Lebererkrankungen, Vergiftungen usw. angewendet, und es versteht sich von selbst, daß der Honig in dieser Beziehung das gleiche vermag wie der künstlich hergestellte Traubenzucker. Aber damit allein ist die Heilkraft des HvnigS noch keineswegs erschöpft. In letzter Zeit vorgenommene klinische Versuche, über die in der „Münchener Medizinischen Wochenschrift" berichtet wird, haben gezeigt, daß die Wirkungen von Tranbenzucker durch geeignete Darreichung von Honig bei weitem überschritten werden können. So konnten z. D. schwere Erkrankungen der Harnwege lediglich durch Verabreichung von größeren Honigdosen — etwa «50 bis 100 Gramm täglich — weitgehend gebessert werden. Daneben ist aber auch die keimtötende und wundheilende Wirkung des Honigs klinisch erwiesen worden. Schon die alten Aegypter benutzten Honig zum Einbalsamieren von Mumien, für welchen Zweck er sich wohl dadurch empfohlen hatte, daß er selbst bei noch so langem Stehen nicht schimmelt. Die gleiche Eigenschaft des Honigs hat ein süddeutscher Landarzt wiederholt mit größtem Erfolge bei der Behandlung infizierter Wunden verwertet. Er goh in die Wunden verdünnten Honig, und die Folge war, daß eine geradezu erstaunlich rasche Reinigung e^olgte. In der Sauerbruchschen Klinik sind ganz ähnliche Erfahrungen neuerdings mit reinem Traubenzucker gemacht worden. Ein neues Hormon. Professor Bernhard Zondek, der bekannte deutsche Hormonforscher, der insbesondere durch seine Arbeiten über die Sexualhormone internationalen Ruf erlangt hat, ist abermals mit einer neuen Entdeckung vor die medizinische Oesfentlich- keit getreten. Es ist ihm gelungen, in der Hypophyse — der Hirnanhangsdrüse — ein neues Ho> mon festzustellen, dem eine ganz eigenartige Aufgal im tierischen — und auch wohl menschlichen — Körderhaushalt znfällt. Dieses Hormon steht nämlich in engstem Zusammenhang mit den Piz- Ja der Sitzung des Ausschusses für die Bildung der Schöffen-,und Schwurgerichte, sowie der I u g e n d g e r i ch t e für das Jahr 1933 34 wurden folgende Personen bestimmt: hauplgeschwarene für das Schwurgericht. 1. Wilhrlm Feuerbach, Weißbinder. Giehen, Marburger Straße. . 2. Walter König, Kaufmann, Giehen, Donng- strahe 9. , 3. Konrad Dewald, Werkführer, Giehen, Wetzlarer Weg 34. „ . 4. Georg Beckmann, Giehen, Schiehgarten 10. 5. Georg Löwer, Kaufmann, Gießen, Reustadt 5. 6. Hermann Jung, Kaufmann, Klein-Linden, Frankfurter Straße 13, 7 Adolf Luh, Schreibgehilfe. Wieseck. 8. Heinrich Ludwig Balser, Oppenrod. 9. Wilhelm Kahl I., Landwirt, Alten-Buseck. 10. Wilhelm Pfaff, Weißbinder und Gastwirt, Watzenborn-Steinberg. Hjlfsgefchworene für das Schwurgericht. 1. Hans Grieb, Kaufmann, Giehen, Kepler- 2. Heinrich Baum, Glasermeister, Giehen, Bleichstr ahe 2. _ , _ 3. Theodor Sturm, Kraftfahrer, Gießen, Reustadt 57. C /CLl-l 4. Heinrich Drechsler, Kaufmann, Gießen, Stein- strahe 73. . , .. 5. Theodor Rühl, Krankenkassenangestellter. Gießen, Kugelberg 11. 6. Karl Delz, Tapeziere., Gießen. Roonstr. 36. 7. Georg Schember, Schneider, Giehen, Kirch- Wie beträchtlich die Benutzung der geforderten Berkehrsverbindung sein würde, mag aus folgenden Zahlen ersehen werden: Großen-Linden ist die Eisenbahnstation für den Ort selbst nicht allein. An den Bahnhof unmittelbar grenzt an ß eil) • gestern. Beide Orte zusammen haben eine Einwohnerzahl von fast vierundeinhalb Tausend. Dazu aber kommen die Dörfer Hörnsheim, Hochelheim, Dornholzhausen und Lützel - Linden mit insgesamt rund 3400 Einwohnern. Das gibt in Summa fast 8000 Menschen, die wahrend 5 Stunden in der verkehrsreichsten Zeit des 2ages keine Eisenbahnverbindung mit der Stabt Gießen haben. Der Zustand ist auf die Dauer unerträglich. Daß er abgestellt wird, dazu müssen alle Helsen, die dazu nach Amt und Stellung berufen sind, vor allem die Gemeindevorstände. Man darf sich nicht damit zufriedengeben, wenn Eingaben an die Reichs- bahnverwaltung fürs erste abgeschlagen werden sollten. Dann muß man die Oesfentlichkeit zu Hilfe rufen, die Handels-, Handwerks- und Landwirt- schaftskammern um Unterstützung angehen, auch sollte man sich an die Staatsregierung und an die Landtagsabgeordneten wenden, daß sie sich des Notstandes annehmen. Nicht zuletzt geht auch die Stadt- Verwaltung Gießen die Sache an. Eine Stadt hat doch ein beachtliches Interesse daran, daß die Nachbarorte ausreichende Möglichkeit haben, dorthin zu kommen. , .. „ .. Wenn man fragt, warum nicht etwa die Post, ober ein Privatunternehmer einen Autoverkehr ein- richtet ber sicher rentieren würbe, wenn bie Reichs- bahn sich den berechtigten Wünschen verschließt, so wirb zu antworten sein, baß bie Reichsbahn, gestützt auf ihr Derkehrsprioileg, Einspruch erheben würbe. Bebauerlich aber wäre es, wenn bie Reichs- bahnverwaltung überhaupt nachweisbar begrunbe- ten Berkehrsforberungen beswegen sich unzugänglich zeigen sollte, weil bie in Frage kommenbe Bevölkerung wegen bes genannten Privilegs auf ben guten Willen ber Reichsbahn angewiesen ist. Sollte ber gute Wille" so mangelhaft sein, bann mußten Wege gefunben werben, um trotzbem zum Ziele zu — Aus dem Stadttheaterbureau wird unS geschrieben: Als 8. Vorstellung tm Dienstag-Abonnement gelangt heute, 20 ältjr, die Sch lageroperet te: .Peppina' von Oesterreicher und Stolz zur Aufführung. Spielleitung: Wrede — Moehl — Bäulke. Ende 22.30 Mr. — Paul Schönthans Schwank: .Der Raub der Sabine- . rinnen", in neuer Inszenierung als 7. Vorstellung im Mittwoch-Abonnement unter der Spielleitung I von Karl Volck morgen 20 Uhr. Ende 22.30 ilfyr — Ab Mittwoch findet auch der Kartenverkauf für die Jubiläums- Fest-Vorstellung am vereine statt, die dem Verband der evangelisch-kirchlichen Frauenvereine in Hessen angeschlossen sind. Im Mittelpunkt der Tagung steht em Vortrag von Pfarrer Rieb er (Offenbach a. M.) über das Thema „Der moderne Mensch gebunden im Un- Am Vormittag geht eine Vorständekonse- 1%, bei der bie Winterarbeit und bie bar* Vereinigung Landwehr leu te. Die Landwehrvereinigung ehemaliger 116er hielt am Samstagabend eine stark besuchte Mitgliederversammlung ab. Ilniver- sitäts-Prvsessor Dr. Eger, der dem Landwebr- rcgiment 116 als Hauptmann während des Weltkrieges angehört hatte, hielt einen sehr interessan- ten Dortrag über das Thema „Ein Besuch an der Westfront". Der Redner schilderte die Fahrt über Metz nach den ehemaligen Stellungen der 116er Landwehr im Priesterwald, in der Champagne und in den Argonnen. Ein lebhafter Austausch alter Kriegserinnerungen schloß sich an. Professor Dr. H e y m a n n ergänzte den Dortrag mit Ausführungen über den heutigen Zustand des ehemaligen Kampfgebiets in den Argonncn. Besondere Genugtuung erregte bei den Kameraden die Mitteilung, daß der Gefallenenfriedhof bei Servon. der die meisten Gefallenen des Regiments birgt, in gutem Zustand sei. Die Patenschaft des Friedhofs hmt Rheinhessen übernommen. mentzellen des Körpers, d. h. deniemgen Zellen, die bei Tier und Mensch die Färbung der Haut, der Augengewebe, der einzelnen Organe usw. besorgen. Daß zwischen Hypophyse und Piamentstoifwech- sel ein gewisser Zusammenhang besteht, ist bereits seit einiger Zeit bekannt. Es war aber äußerst schwierig, hier grundlegende Erkenntnisse zu gewinnen, weil, wie es sich gezeigt hat, nicht nur die Hypophyse allein bei diesen Vorgängen eine Rolle spielt. Diese Unklarheit hat Zondek nun beseitigt, denn das von ihm entdeckte Hormon ist, wie sich gezeigt hat, ausschließlich für die Entwicklung der roten Farbzellen entscheidend. Zondek hat seine Versuche hauptsächlich an Fischen vorgenommen, und zwar in erster Linie an Elritzen, die sich durch ein besonders auffälliges rotleuchtendes Hochzeitskleid auszeichnen. Durch die Einspritzung von winzig kleinen Mengen von Hypophyseneftrakt konnte die Entstehung des Hochzeitskleides künstlich bis weit über das Normale hinaus gesteigert werden, während kein anderer Stoff imstande war, die Dildung der roten Verfärbungen zu beeinflussen. Welche praktischen Folgerungen die Zondeksche Entdeckung haben wird, läßt sich noch nicht Jagen. Zweifellos aber werden zahlreiche bisher ungeklärte Vorgänge — so z. D. auch die sogenannten Schwangerschaftsverfärbungen. der Farbwechsel des Chamäleons usw. — nunmehr bald gelöst werden können. Buttermilch als Dttaminttager. In der Frauenklinik des Staatlichen Krankenstiftes und Forschungsinstituts Zwickau sind letzthin umfangreiche Untersuchungen über den Vita- mingehalt des weiblichen Organismus vorgenommen worden, über die der Direktor der Anstalt, Professor Dr. C. Vogt, in einer medizinischen Wochenschrift berichtet. Diese Untersuchungen sind ein neuer Beweis dafür, daß es keine bessere und gesündere Rahrung für das Heranwachsende Kind gibt als die Muttermilch. Die Muttermilch, die Eiweiße, Fett und Kohlehydrate in einem Verhältnis von 1:4:7 enthält, ist einer der bedeutsamsten Vitaminträger. Ihr Bestand an Vitamin A ist besonders groß, desgleichen finden sich in ihr das Vitamin B und auch das Vitamin C in sehr reichlicher Menge vor. Die Zwickauer äln- tersuchungen haben weiter gelehrt, daß das Wachstumsvitamin A, das nicht nur eine wichtige Rolle für die Ernährung der Haut und der Schleimhäute, sondern auch für alle inneren Drüsen spielt, insbesondere im Fettgewebe des weiblichen Organismus, reichlich aufgespeichert ist. Allerdings ist bei den einzelnen Fettgebieten der Ditaminbestand nicht gleich stark. Während im Unterhautfettgewebe des Oberschenkels das Vitamin A nur in verhältnismäßig kleinen Mengen vertreten ist, hat die weibliche Brustdrüse das weitaus meiste Vitamin A auszuweisen. Es ist durch die neuen Untersuchungen ferner bestätigt worden, daß unter den Vitamin trägem überhaupt die Lever als die größte Drüse des menschlichen Körpers an erster Stelle steht. Richt einmal durch einen allgemeinen körperlichen Verfall, wie er beispielsweise bei Krebsgeschwüren eintreten kann, wird der Ditaminbestand der Leber angetastet, ebenso bleibt er bei Dlutzersetzung und Blutvergiftung, trotz allen sonstigen schlimmen Auswirkungen, unbeeinträchtigt. Eine Ausnahme macht lediglich die bösartige Dlutarmut, pemiciöse Anä-.- mie, bei der in der Leber sowohl als auch im Unterhautsettgewebe das Vitamin A bis auf einen verschwindenden Rest aufgezehrt wird. Das Vitamin A ist übrigens auch für das allerfrüheste, vorgeburtliche Entwicklungsstadium des Menschen von Bedeutung. Es entfaltet hier gerade seinen höchsten Wert als Wachstumsvitamin. Don großem Einfluß auf den Ditamingehalt ist, dem Zwickauer Ergebnis zufolge, auch das Lebensalter. 2m Fortpflanzungsstadium sind z. B. die Ditaminmengen im Fettbezirk des Oberschenkels erheblich größer als bei den Frauen der vorge- ... ,n tet Mi-, sen, cßüding Sss ■ die 61,16 "'n • den 2™ “ jjnt* i MveA riurnS AchnW Sonntag, 27. Rovember. 11 Uhr, statt. Zur 1 Ausführung gelangt neben Ansprachen von Ober bür germei fter Dr. Keller und Intendant Dr. P r a s ch ein Querschnitt durch unsere Aussüh- rungen, ferner Orchestervo. träge des Orchesterver- eins Gießen unter der musikalischen Leitung von Universitätsmusikdirektor Dr. Temesvary. Die Veranstaltung ist außer Abonnement. — Sonntag, 18.30 Uhr, gelangt die dreiaktige Operetten- ncuheit: „Die Toni aus Wien" von Stesfan außer Abonnement zu ermäßigten Operettenpreisen als Fremdenvorstellung zum letztenmal zur Ausführung. Schülerkarten haben Gültigkeit! Spieldauer von 18.30 Uhr bis 21 Uhr. Am gleichen Tage um 22 Uhr findet eine Wiederholung der mit großem Beifall aufgenommenen Reueinführung des „Racht-Kabaretts' statt. Die Veranstaltung mit einem völlig neuen Duntprogramm steht unter der künstlerischen Gesamtleitung von Wolfgang Kühne, der auch die Ansage übernimmt. •. "Ein Achtzigjähriger. Schlossermeister Karl Flett, wohnhaft T-uselslustgärtchen 22, begeht am Donnerstag, 24. Rovember. in voller geistiger und körperlicher Frische seinen 80. Geburtstag. " Zum „Tag der deutschen Hausmusik" (22. Rovember, Cäcilientag) veranstaltet die Ortsgruppe Gießen des Reichsverbandes der deutschen Tonkünstler und Musiklehrer heute, pünktlich 20 Uhr, im Großen Hörsaal der Universität einen deutschen Hausmusik-Abend. Die Ausführenden sind sämtlich Schüler und Schülerinnen von Mitgliedern des De.chsvcrbandes. Es gelangen zur Ausführung Kompositionen sür Klavier, Violine. Diola, Cello, Gesang und Block- slöte, teils Solostücke, teils Ensemble-Musik (u. a. auch Streichquartett). Alle Werke sind mit Rücksicht auf die Bedeutung des Tages sorgfältig ausgewählt und vermitteln in ihrer Vielseitigkeit eine reiche Anschauung aus dem Gebiete der besten deutschen Hausmusik. Das Programm, bei Ernst Challier, im Musikhaus Dusch und abends am Saaleingang für 50 Pf. (Schüler 30 Pf.) zu haben, berechtigt zum Eintritt. (Siehe gestrige Anzeige.) ** Verbandsversammlung der evangelischen Frauenvereine. Am kommenden Donnerstag, 24. November, findet im Cafs Leib die Derbandsversammlung der oberhessischen Frauen- Liebigstrahe 20. . 12. Ferd. Dolkmann 11., Landwirt. Heuchelheim. 13. Heinrich Schmitt. Maurer, Bersrod. 14. Adolf Hahn I., Weißbinder, Rödgen. 15. Wilh. Hahn II., Landwirt, Annerod. 16. Heinr. Horn II., Schlosser, Steinbach 17. Melchior Wißner, Landwirt, Climbach. 18. Jakob Leidich, Metzger, Grüningen. Heinr. Albach IX., Landwirt, Burkhardsfelden. Wilh. Herzberger, Landwirt, Bersrod. I.l(, Sy 8.; Ä-Ks >tzr- SKL'S ,reul>* igen Öfchen Cchulschjls« MW Ä\aU5m6i,f'” .4, w- N ausqe. “käs der Dampfers 2 MglLrn ngsbootes, die bei der ten See und durch das er Schwimmenden an esahr schwebten, über, ihnen vom Senat per« ningsmeüaillen, i Transvaal tn ® e to i 11 e r in bet : «Transvaal), das von begleitet war. wurden Vieh und rund 3D Zir- er bohrten sich stellen- strahe 5. _ . 11. Georg Weller, Zimmermann, Leihgestern 12. Heinrich Ihm, Dürgermeistere.geh.lfe, Wieseck. 13. Ioh. Karl Funk, Zimmermann, Beuern. 14. Johannes Sommer, Landwirt, Garbenteich. 15. Karl Schmidt III., Landwirt und Schweine- Händler, Lang-Göns. 16. Georg Seipp, Schlosser und Beigeordneter, Lollar. Aue iLinwoyner oet geiiuniucn Den dem Einsender dankbar sein, daß er die wichtige Frage der Lormittaaszugoerbindung nach Gießen in der Oeffentlicbkeit angeschnitten hat. Es ist zu verwundern, daß das nicht schon längst geschehen ist, und es ist dringend zu wun- chen, daß nun so lange in die gleiche Kerbe gehauen wird, bis die Reichsbahn den berechtigten Wünschen Rechnung trägt. Denn, wie die Dinge jetzt liegen, handelt es sich geradezu um eine Berke h r s u n g e h e u e r 1 i ch k e i t, die kaum ihres- gleichen haben wird. Von allen Strecken, Marburg, Wetzlar, Fulda, Gelnhausen, sogar von der Nebenstrecke Grünberg—Lollar, laufen zwischen 9 und 10 Uhr Personenzüge in Gießen ein. Nur von den Stationen vor Gießen auf der Hau p t ft recke, die die befahrendste ist, Frankfurt — Gießen, gibt es vormittag rund fünf Stunbcn lang keine Fahrgelegenheit nach Gießen. Um 7 57 Uhr kann man nach Gießen kommen, und dann erst wieder um 12.25 Uhr. Das ist doch ein unerhörter Zustand für eine Hauptstrecke. Die alte- ren Einwohner von Großen-Linden und den benach- barten Gemeinden erinnern sich noch, welche Mühe und welche Kosten daran gewandt worden sind, daß Großen-Linden —Leihgestern Bahnstation wurde. Jetzt ist es wieder so, daß, wer vormittags von etwa 10 Uhr an, der Hauptzeit für Termine am Gericht und bei den Behörden, in Gießen zu tun hat, den 7 Kilometer-Weg unter die Füße nehmen muß, wie zur Zeit, da es noch keine Eisenbahnen gab. Denn zwei Stunden vorher fahren und dann nutzlos in Gießen herumzusitzen, dazu haben die wenigsten Zeit und Lust. Doppelt schmerzlich wird der Mißstand empfunden, wenn man weiß, daß um die gewünschte Zeit ein Zug fährt, aber zwischen Butzbach und Gießen nicht mehr hält. Man soll doch annehmen, daß es fahrplanmäßig durchführbar märe, daß ber Zug, Gießen an 10.21 Uhr, in Lana-Göns unb Großen-Linb e n hielte. Der Zeitverlust betrüge boch wohl nur 8 Minuten. Mehrkosten entftünben ber Reichsbahn gar keine. Sollte der Fahrplan aber die nötige Zeit nicht freimachen können für diesen Zug, so mußte eine andere Lösung gefunden werden, . Einlegung eines elektrischen Wagens, wenn der Verkehr für einen Lokalzug nicht ausreichte, wie er nachmittags von Gießen nach Lang-Göns gefahren wird. dorfer Straße 16. 3. Karl Plank, Kaufmann, Gießen, Schottstr. 19. 4. Georg Sturm, Güterbodenarbeiter, Gießen, Mühlstraße 8. Georg Burger II., Weißbinder, Watzenborn- S.Ji.-'fpott Spielvereinigung 1900 Gießen. 1900 I — Unioerfifät 4:2 (3:2). Allzuhvhe Erwartungen waren von den Zuschauern sicherlich nicht gehegt worden. Enttäuscht war man zunächst etwas von der Tatsache, daß die Studenten nur mit 9 Mann antraten und sich erst später ergänzten. Demgegenüber traten die B.auweißen zwar vollzählig, aber mit 6 Mann Ersatz an, unter denen sich einige befanden, die rji in der Liga spielten. Dadurch ergab sich zwar einiges Gleichgewicht in der Verteilung Oct Kräfte, aber es gab auch nichts außerordentliches zu sehen. (Abgesehen von einigen Einzel- leistungen, die aber den Spielverlauf nicht entscheidend beeinflußten.) Die Studenten, unter denen sich einige bekannte Spieler befanden (Wittkind, Winter, Michel, Erb) hielten das Spiel während des größten Teiles der Spielzeit offen. Bei tapferer Gegenwehr drückten in der ersten Halbzeit zwar die Blauweißen mehr, nach der Pause behaupteten sich aber die Studenten besser und ließen nur noch einen Erfolg zu. Das erste Tor für 1900 fiel sofort nad) dem Anstoß. Die DIauweißen gingen in Prächtiger Kombination (wie man sie später leider nicht mehr sah) durch und ehe sich der Gegner versah, hieß es schon 1'0. Bald darauf erhöhten die 1900er auf 2:0, während die Studenten geraume Zeit später auf 2:1 durch einen glatt verwandelten Strafstoß verkürzten. Die Gastgeber schossen ein drittes Tor, aber die Studenten verkürzten abermals. Halbzeit 3:2 für 1900. 2'?ch dem Wechsel gestaltete sich das Spiel ausgeglichener. Es wurde zwar eifrig, aber leider auch stchr plaiilvs gekämpft, Und zwar auf beiden Seiten! Die 1900er vermochten wohl Tor- gclcgenheiten auszuarbeiten, aber nicht auszu- nühen. Das gleiche galt für die Studenten. Mit 4:2 trennte man sich. Die 1900er haben verdient gesiegt, denn die Mannschaft war dem Gegner technisch doch um einiges voraus. Heilmann (1900) war der beste Mann auf dem Platz. Das Spiel war.gut geleitet. Es wurde fair gekämpft. Schalke 04 imponiert in Bremen. Die Reihe seiner Privatspiele beschloß der westdeutsche Meister Schalke 04 am Sonntag in Bremen, wo seine Mannschaft vor 6000 Zuschauern den denkbar besten Eindruck hinterließ. Die ..Knappen" glänzten in der Hansestadt durch ein technisch und taktisch musterhaftes Sviel. kargten dabei aber nicht mit Torschüssen und holten über Werder Bremen mit 8:0 (2:0) einen auch zahlenmäßig eindrucksvollen Sieg heraus. Die Torschützen waren Kuzorra (2), Röthardt. Tilbulski, Aattkamver und Bosen. Glänzend gefallen konnte wieder Czepan als Mittelläufer. Em süddeutscher Profi-Iußballverband gegründet. Aus Mönchen kommt die Meldung, daß ein „Süddeutscher Verband für Berussfnßbällspiele" gegründet worden ist. Dem Verband gehören bis jetzt ochl Klubs in folgenden acht Städten an: Mönchen, Nürnberg-Fürth, Frankfurt a. 'DL, Mannheim-Ludwigshafen, Mainz, Saarbrücken, Karlsruhe und Stuttgart an. Erster Vorsitzender des Verbandes ist Baurat Kraus (Starnberg), der ehemals 1. Vorsitzender der Spielnercinigung Fürth war und erst kürzlich aus dem Süddeutschen Fußball- und Leicht- olhletikverband ausgetreten ist. Die Hintermänner dieser Neugründung sind die bekannten Herren Bauer (München) und Urban (Regensburg). Westdeutsche Hatten-Tennismeisterschasten. Die aus mehrere Tage verteilten Hallentennis- meistti schäften von Rheinland und Westfalen wurden am Sonntag in der Essener Halle beendet, ^n allen vier Wettbewerben setzten sich die Favoriten durch. Die Herrenmeisterschaft gewann der Kölner Rourney zum dritten Male 7:5. 7:v. 6:4 gegen Meffert-Essen. 3m Dameneinzel botU Hilde Krahwinkel keine Mühe, Frau Roseichaum-Barmen 6:1, 6:3 zu schlagen Die Kölner Rourney Statz siegten im' Herrendoppel 6:2, 6 3. 3:6 über Dr. Heitmann, Meffert "nd im Gemischten Doppel feierten Hilde Krahwinkel/ D r. Heitmann 6:0, 6:3 über Rosenbaum Windhorst zum dritten Male den Meisterschaftssieg. Tilden-Gastspiel in Frankfurt a. M. Frankfurt a. M. hat eine große Tennisgemeinde und in den Städten Wiesbaden, Homburg, Afchaf- senbu'g. Höchst, Gießen und Hanau auch ein ausgezeichnetes „Tennis-Hinterland". Aber man hat in Frankfurt selbst schon seit Jahren keine größere Tennis-Veranstaltung gesehen. Um so mehr ist es zu begrüßen, daß mit dem Tilden- Gastspiel am 3. und 4. Dezember in der Frankfurter Festhalle endlich einmal „Tennis in höchster Vollendung" geboten werden soll. Bei der zweitägigen Veranstaltung werden William T. Tilden. Boman B a j u ch , der Deutsche Meister Büßlein, der junge Amerikaner Bornes, sowie der Frankfurter Messerschmidt und der Wiesbadener Becker antreten. Es werden vier Einzel- und zwei Doppelspiele ousgetra- aen. Voraussichtlich wird hierbei auch der Frankfurter Messerschmidt. der bei den Berufsspieler- Weltmeisterschaften in Berlin eine so überraschend gute Bolle spielte, mit Tilden Zusammentreffen. Da die Festhalle mit ihren ausgezeichneten Boden-, Licht- und Lüftungsanlagen sich wie selten eine andere Hatte für Tennis eignet, so sind auch die technischen Vorbedingungen gegeben, um das Tilden-Gastspiel zu einem vollen Erfolg werden zu lassen. Georg Salier f. Der junge, erst 23jährige Münchener Tennisspieler Georg D aller ist an den Folgen einer Blinddarmentzündung gestorben. Er trat in der abgelaufenen Saison wegen seines Studiums weniger hervor, hatte jedoch in den vergangenen Jahren schöne Erfolge zu verzeichnen und gehörte zu den besten unserer Bachwuchsspieler. Um den Hockey-Silberschild. Borddeutschland qualifiziert sich für das Endspiel. Für das Hockey-Silberschild-Endspiel als Gegner des Verteidigers Brandenburg qualifizierte sich am Sonntag in Hannover Borddeutschland mit dem glatten 6:l-(3:0)Siege über Mitteldeutschland. Das Spiel fand bei regnerischem Wetter und schwachem Besuch statt. Die Borddeutschen gewannen in erster Linie auf Grund der Schußfreudigkeit ihres hervorragenden Sturms so überzeugend hoch. 31)re Aufgabe wurde noch etwas erleichtert, da Hesse im gegnerischen Tor einen verhältnismäßig schwachen Tag hatte. Ballon „Hannover" siegt im II. südwestdeutschen Ballon-Wettfliegen Die fünf am Sonntagmorgen gestarteten Freiballone, die an dem II. siidwestdeutschen Freiballon- Wettbewerb teilnahmen, sind jetzt alle ohne Zwischenfall gelandet. Sieger wurde der Ballon „Hannover", der, von Rechtsanwalt Hofmann (Karlsruhe) geschickt geführt, am Sonntag fast bis noch Würzburg kam. Zweiter wurde der Ballon „Graf Zeppelin" der unter Leitung von Dr. Eifenlohr (Karlsruhe) 7 Kilometer westlich von Tauberbifchofsheim mederging. Somit konnte der Oberrheinische Verein für Luftfahrt die beiden ersten Platze belegen. Kurze Sportnotizen. Rausch-Hürtgen, die beim Amsterdamer Sechstagerennen in der Nacht zum Montag sechs Runden eingebüßt hatten, holten ihren gesamten Rückstand bis zum Montagnachmittag wieder auf und lagen zusammen mit Piet van Kempen-Pijnen- burg in einer Runde an der Spitze. « Seinen 19 9. Sieg steuerte am Sonntag der bekannte Trabfahrer Charlie Mill s. Am Mittwoch Dürfte ihm fein 200. Sieg glücken. * 'DH t 4:1 endete der in Stockholm ausgetragene Hallen-Tennis-Länderkampf zwischen Schweden und Dänemark zugunsten der Dänen. Das Programm der Bezirksbauernschast für Nassau. WSB. Limburg. 21. Bov. Die Äezirks- b a uernschaft für Bassau hielt unter dem Rorsih von Kammerpräsident Hepp hier eine gut besuchte Vertreterversammlung ab. Beben allgemeinen Derwaltungsfragen fand eine Aussprache über die politische und wirtschaftliche Lage statt, die sich zu folgenden Programmatischen Forderungen verdichtete: „Aende- ining der Weimarer Verfassung. Durchführung der Reichs- und Verwaltungsreform mit dem Ziel allergrößter Vereinfachung und Sparsamkeit, beschleunigte Ueberführung des Freiwilligen Arbeitsdienstes in die Arbeitsdienstpflicht unter Aus- Ictaltung jeglichen parteipolitischen Einflusses großzügige West-Ost-Siedlung und innere Koloni- .ation Durchführung der Kontingentierung, Senkung der Umsatzsteuer für alle landwirtschaftlichen Veredlungsprodukte. Wiedereinführung der Um- JaMJeuer.Freigrenze bis zur Höhe von 5000 Mk Entlastung der Gemeinden durch Senkung der Wohlfahrtslasten, wesentli'che Senkung der Licht- und Strompreise, insbesondere Wegfall der Zäh- lermietc, Lösung des Zinsproblems mit dem Ziel der Anpassung des Zinsfußes an die Leistungsfähigkeit der Landwirtschaft. Zur Durchführung all dieser Maßnahmen fordert die Vertreterver- famiplung der Bezirksbauernschaft die Zusammenfassung aller nationalen Kräfte mit einem überparteilichen Kabinett, das nach Auffassung der Bauernschaft allein in der Lage ist, die berechtig- ten wirtschaftlichen und nationalen Forderungen des Bauerntums zu erfüllen." Buntes Allerlei. OeutscheEhristbäume fahren in alleWelt Es beginnt zu wintern, aber an Weihnachten denken doch noch nicht viele. 3n Hamburg jedoch beladen s e schon ein Sch'.ff mit Weihnachtsbäumen. Deutsche Christbäume werden dort, wohl verpackt, in den Bauch des Schiffes getragen, einer nach dem anderen, immer mehr. 3n kühlen, feuchten Bäumen werden sie da unten im Bauch des Damp. fers aufbewahrt, damit sie nach anderthalb Monaten noch recht frisch und-grün und voller Radeln sind, als kämen sie gerade eben aus dem deutschen Wald. Wohin fährt dieses Schiff mit den deutschen Tannen? Dieses fährt nach Kapstadt. 3n die südafrikanische Union. Deutsche in ihrer zweiten Heimat, die keine Tannen kennt, rufen sich das deutsche Weihnachtsfest in ihr jetzt hochsommerliches Land. Bei uns wird, oder soll doch dann Schnee liegen; die andere Hälfte der Erde brütet unter der Sommersonne. Aber Weihnacht ist trotzdem, deutsche Weihnacht, wo Deutsche wohnen. Und überall hin. wo in aller Welt zerstreut unsere Landsleute wohnen, wandern deutsche Christbäume. Das Schiff nach Kapstadt ist nur eines von vielen. Andere fahren hinaus nach Buenos Aires, nach Beuyork. nach Kalkutta und Melbourne. Mit diesem Stückchen deutschen Waldes wandert die Heimat selbst mit über die Meere ■unb Kontingente. Leben aus deutschem Boden kommt zu denen in der Fremde. Und von den Deutschen haben es auch die andern gelernt, selbst sie feiern Weihnacht nach unserer Art unter deutschen Tannen. Christbäume ziehen in alle Welt zur Weihnacht. . . Oer „Hunde-Besänftiger". Unter den seltenen Berufen, mit denen man in den Vereinigten Staaten heute sein Brot verdient, befindet sich auch der eines „Hunde-Besänftigers"' Diese Tatsache trat bei einer Gerichtsverhandlung Mage, bei der sich Chikagoer 'Bürger über den Lärm beschwerten, die die Hunde einer Frau Do- rothy Eagles verursachten. Man klagte, daß diese zahlreichen Vierfüßer seit Monaten die ganze Nacht hindurch so unerträglich heulten und bellten, daß die Nachbarn nicht schlafen konnten. Zu ihrer Verteidigung führte die Beklagte an, daß sie alles tue, um ihre Lieblinge ruhig zu halten; sie beschäftige zu diesem Zweck sogar einen besonderen Angestellten, einen berufsmäßigen „Hunde-Besänftiger". Die- fc.r pat die ganze Nacht dafür zu sorgen, daß den vierfüßigen Lieblingen der Dame nichts fehlt, und daß sie sich ruhig verhalten. Wenn ein Hund zu bellen anfängt, so muß er dafür sorgen, daß er rajd) roieöer aufhört. Er richtet dann dem Hunde sein Bett bequemer her, gibt ihm zu trinken und wendet alle möglichen Tricks an, damit die Hunde wieder friedlich einschlafen. Das Gericht kam aber 6U der Ueberzeugung, daß er seine Pflichten nicht gehörig erfüllt hat, und der Richter riet der Dame dringend an, sich einen besseren Hundebesänstiger 3U nehmen oder die Technik des gegenwärtigen zu vervollkommnen. Wirtschaft. B au ge l dzu t e i l u n g. Die Oeffentliche Bausparkasse für Hessen (Abteilung der Landeskommunalbank-Girozentrale für Hessen) in Darmstadt nahm ihre 6. Baugeldzuteilung vor. Aus- gelost und zugeteilt wurden diesmal 31 Derttäge mit 144 000 Mark, so daß nunmehr nach dreijährigem Bestehen der Bausparkasse im ganzen 114 Verträge über 645 000 Mark Vertragssumme ausgelost sind. Alle deutschen Oeffentlichen Bausparkassen haben bisher rund 40 Millionen Mark an etwa 6300 Bausparer zugeteilt, ein ansehnlicher Betrag, den die Oeffentlichen Bauspar- kassen in dieser kapitalarmen Zeit damit bisher dem Bau- und Hypothekenmarkt zugeführt haben. — Cie nächste Baugeldzuteilung der Oeffentlichen Bausparkasse für Hessen findet voraussichtlich Anfang April 1933 statt mit dem Stichtag 31. März 1933. Zuteilungsberechtigt sind alle Bausparer, deren Verträge spätestens am 1. 3a- nuar 1933 (bei Tarif 18 am 1. Dezember 1932) beginnen und die mit Einzahlungen nicht im Bückstand sind. * Ernte 1 932 im hessischen Tobak- b a u. Die Tabakernte von Hüttenfeld ist jetzt beendet. Der Ertrag bleibt gegen dos Vorjahr von etwa 800 Zentner Hauptgut in diesem Jahr mit etwa 500 Zentner weit zurück. Dagegen ist die Qualität besser geworden, haben sich doch die Tabakbauvereine um den Anbau von Oualitätstobak sehr bemüht. Dies kommt in den Preisen zum Ausdruck.. Während für Lampertheimer Tabakhauptgut nur 62,50 Mk. pro Zentner erlöst wurde, erreichte der Hüttenfelder Tabak einen Preis von 73 Mk. pro Zentner. Austritt der Nahrungsmittelfilialbetriebe aus der Hauptgemeinschaft. Dem einstimmigen Beschluß seiner zuständigen Organe entsprechend hat der Reichsoerband Deutscher Nahrungsmittelfialbetriebe e. V., Berlin, unter dem 21. November 1932 seinen sofortigen Austritt aus der Hauptgemeinschaft des deutschen Einzelhandels erklärt. * Der Lohn konflikt bei den Adler- werken beigelegt. Der vor einigen Tagen gemeldete Lohnkonflikt bei den Adlerwerken vormals Heinrich Kleyer AG., Frankfurt a. M., ist nunmehr als beigelegt anzusehen. Die Gesellschaft hat sich bereit erklärt, neue Verhandlungen aufzunehmen, in denen angestrebt werden soll, verschiedene in der neuen Lohnregelung enthaltene Härten zu beseitigen. 'Hauptgemeinschaft des deutschen Einzelhandels. Der betriebswirtschaftliche Ausschuß der Hauptgemeinschaft des Einzelhandels traf im Anschluß an die kürzliche Mit- gliederversammlung zu seiner ersten Sitzung zusammen. Durch die Arbeiten des Ausschußes sollen mit der zuverlässigen Ermittlung der Lei» stungs- und Kreditfähigkeit von Einzelhandelsbetrieben brauchbare Unterlagen für die Gewährung von Personalkrediten geschaffen werden. Der Ausschuß beschloß die Ausarbeitung einheitlicher Richtlinien, nach denen die Kreditfähigkeit von Cinzelhandelsbetrieben geprüft werden soll. Dadurch soll eine zenttale Verständigung zwischen Einzelhandel und Kredittnstituten sowie eine Gewähr für einheitliche und einwandfreie Durchführung der Prüfungen ermöglicht werden. frankfurter Abendbörse sehr still. Frankfurt a. M., 21. Dov. Gegenüber den ungelösten Schwierigkeiten in der innerpolitischen Situation traten die festen Kursmeldungen von den Auslandbörsen fast vollkommen zurück. Die Spekulation verhielt sich nach wie vor abwartend, so daß das Geschäft auch an der Abendbörse naturgemäß klein war. Bei unverkennbar freundlicher Grundtendenz blieben die Berliner Schlußkurse behauptet, Montanwerte lagen vereinzelt um Bruchteile eines Prozentes hoher. 3m Verlaufe hielt die Geschäfts stille unvermindert an bei eher leicht weichenden Kursen. Auch an den Bentenmärkten war es bei kaum veränderten Kursen sehr still. Späte Reichsschuldbuchforderungen hörte man mit 69,75 Proz.. Schuhgebietsanleihe mit 5,30 Proz., also gegen- über dem Mittag behauptet. Altbesihanleihe 55,10, Beubesihanleihe 6,45, Schuhgebietsanleihe 5,32, Beichsbank 127,75. Buderus 40,25, Gelsenkirchen 39, Harpener 76, Kali Mesteregelii 108 Mannesmann 53,65. Phönik 27,75. 'Rheinstahl 67 25 Stahlverein 24,75, Aku 56,25, AEG 31,50. Be- kula 106, Scheideanstalt 140,50, Licht & Kraft 96,25, 3G.-Farben 95,25, Metallgesellschaft 33, Rutgerswerke 39.25, Siemens 120, Aschaffenbur- ger Zellstoff 28,50, Reichsbahn-VA. 90, Hapag 16,50. Rorddeutscher Lloyd 17,40. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 21. Bov. (WTD. Draht- meldung.) An der Getreidebörse herrschte infolge der ungeklärten innerpolitischen Lage gleichfalls stärkere Zurückhaltung. Die Umsätze waren bet weiter mäßigem Angebot Nein. 3m allgemeinen erfuhren die Preise keine besonderen Veränderungen. Lediglich Hafer lag etwas ^wächer. Am Futtermittelmarkt hielt die feste Tendenz an, besonders Mühlennachprodukte waren gefragt. Es 'wurden notiert: Weizen 211 bis 212,50; Roggen 165; Sommergerste für Drauzwecke 180 bis 187,50; Hafer, inländischer 138,50 bis 142,50 Mark. Weizenmehl, südd., Spez. 0 29,50 bis 30.50, Weizenmehl, Niederrhein.. 29,50 bis 30; Roggen- mehl 23,75 bis 24,75; Weizenkleie 8,10 bis'8 25- Roggenkleie 8,50; Sojaschrot 11 bis 11,25; Palmkuchen 8,75; Erdnuhkuchen 12,50 bis 12.75; Heu, südd., gut, gesund, trocken 4,60 bis 4,80, Weizen- ttnd Roggenstroh, drahtgepreßt 2,25 bis 2,50; Weizen- und Roggenstroh, gebündelt 2,25 bis 2*50- Treber, getrocknet 10,75 Mark. Tendenz: ruhig' 3ndustriekartosfeln, hiesiger Gegend, per 50 Kilo bei Waggonbezug 1,75 Mark. Tendenz: sehr ruhig. ;vtani|un u. jji. Berlin Sranffurt a.M. Berlin fürs 19.1h I 21.11. Datum 21.11. Datum 19-11 19-11. | 21.11. 16,5 । 16,5 16.5 u 17,4 o 96 95,25 31,65 I 31,5 31,75 O| 51 54,5 4,9 I 5$ 10 Banknoten. gerlin. 21 ■ Jlövtml'ct 17,5 43 41 158,9 158,5 158 158 20,5 24,13 26,4 134,5 135 o o 10 a o Schluß- kur« 27,75 39,25 27,5 39 o 0 27,5 177.5 67,75 95,5 36,5 70 96.5 54 o o n o o 24,75 16.75 104 108 166 55,5 60 43 29 24,75 17,25 102 108 166 4,22 58,41 71,64 13,80 16.50 169.54 21,58 70,39 6 6 0 8 27,75 175 67,25 2,47 73,10 80,74 34,26 o 0 (i io 0 0 o 71.9 76 71.65 120 109 40,25 74,75 39 76 96 140,4 27,5 39,25 33 96,5 37,75 53,65 20 75 61.75 127,5 17,5 41 89,75 53.5 75 61,75 127,75 69,5 96,25 54 95,25 140,5 28 39,25 33 75 61,75 126,65 I 71,65 78 72,25 120 110,65 24,75 17,5 102 107,75 166 72 77 72,25 120 110,9 56,25 61,5 43 28,5 17,4 39,5 90 53,5 96 55,5 60 42,5 27,75 93 17,75 42,25 35 43,25 tRtcbed ölantan . . . Bereinigte Stahlwerke Olavi Minen . . Kaliwerke Aicher.leben Kaliwerke Westeregeln Kaliwerke CaUdetsurtb I. G. Farben.Inbustrw Echeideanstalt. . Goldschmidt Rutgerswerke .... Metallgelellschast. 75 61,75 ; 126 90 53,5 39,25 75,25 39 76 37.9 127,25 95.75 36,5 53 21 39 27,25 177 67,75 40,75 75,25 39 75.5 38.13 129 96.5 38 53,13 20,25 39.75 27.75 177 66,9 18 44,4 53,5 I 45 | 52,5 1 4,9 i 68 95,5 | 53 . o . 6 0 2,49 73,40 81,06 34.40 39,25 74,5 38.5 76 31,25 20,75 68.75 96,9 53,4 54,5 45 54,75 4,9 96,5 56 59,5 42,75 Amecikaniiche No-.cn Belgische Roten Tonische Roten Englisch« Roten französische Roten Holländische Roten . . Italienische Roten....... Norwegische Noten Teutfch-Lestcrreich, * 100 Schilling Rumänische Noten........ Schwedische Roten Schweizer Noten......... Spanische Noten Ln,arische Roten........ 72 74,5 71,65 । 120 109 . Ä.E.G Bergmann Eleklr. LieserungSgesellschast. Licht und Srasi...... Stilen & Guilleaume.... Gesellschaft für Elektrische Unternehmungen . . . Rheinische Elektrizität . . Schlicken & Co Siemens & Halske LahmeyerL Eo 92,75 18,75 44.5 35 41,75 24,5 । 16,75 104,5 108,5 ! 166 I 4 54 8| 134,25 Devisenmark« Berlin — Frankfurt ä. M7 Buderus Deutsche Erdöl . . . Gelsenkirchener . . . Harpener...... Hoesch Eisen Sille Bergbau .... Ilse Bergbau Genüsse Kwcknerwcrke .... ManneSmann-Rö li ren Mansselder Bergbau . Oberfchles. ÄoKivrrte Phönix Bergbau . Rheinische Brminkolien Rheinstahl..... 7,. . 0 0 6 0 Schultheis Patzenhoser . . . Aku 21.11. Frantsurr a. JJI. Schluß» kure Schlugt Abmdbörse Schlußkurs Schlußk. Miilog- bfirfc Datum 19-11. 21.11. 19-11. 21-11. 6 o Teuiickie Rcichsairtcche d. 192. 72,5 72.5 — 72,5 <■% ehem. 7%3?t ReichSanl. 0.1929 87 87,75 87,25 87,5 5',»% Ionug-Anleihe von 1930 . Deutsche .'lul.-Ablöl.-Schuld mii 71,9 72 72,13 72,3 Wutiu:. Rechten...... 54,75 55.1 54,7 55.13 Desai. olme AuSIos.-Rechte . . 6% ehem 6%t>eli. Colt»float 1929 (tudiahlb 102%)..... 6,575 6,45 6,5 6.4 65,65 66,25 65,65 67 Cberbfileu Provin,.Anleihe mit Atwloj.-Recksten .... Deutsche stamm. Sammelabl. 55 55 - - Anleihe Serie i ... 6% ehem. 8% Franks. Hqp.-Bank 50,4 50,25 50,5 50,5 Golsoie. 15 unkündbar bis 1935 6% ehem. 7% Franks. Hyv -Banl 79,8 79,75 — — Äolvt" 16 unkündbar bi-Z 1936 6*.% ehem. 144% ^rankj.Hhp. Boni L'iau Brandbriefe 79,65 79,65 - — 82 82 - — 6!'-% ehern. 4>i% Rheinische Hnv -BanI-Li-iu «(RolbD.c. . 82 82,5 _ _ 6% ehern 8% Pr. Landespiand- brieianfia Pfandbriefe 9L 19 6% ehem. 7% Pr. Landedpfand- 77 77,75 77 77 brieiaiifiali Pfandbriefe R. 10 77,5 77,5 — <% Ocsterretchhche Golvrentc . 10,5 9,9 10.25 4.-0% ^österreichische 2überrenn 4% Ungarische Goldrente .... 1 1 05 5,8 5,7 5.7 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 6,15 5,45 5,9 5^65 4‘:% Mgl. von 1913 . . 5% abgest. Goldmerikauer von 99 6 5,9 6,25 3,3 t% Türkische Zollanleihe von 1911 1% Türkische igagdadbahn-AnIcih, 3,3 3,3 — Serie l <% bcSgi. Serie II..... 5% ffiumän. verstirb. ReNte v. 1903 4H%Rumänwereinh.Ren,ev.l!UZ 3,4 3,4 5,25 3,4 3,35 5,65 3,3 5,75 3,4 5,3 4% Rumainichc vereinh. Rente Anatolier...... 4,5 21 4,5 21 4.6 21,13 4,6 21,65 19-Rovember 21 .November Amtliche tfrlf Notierung 1 Lrie' Amtliche Geld Dotierung Srie- Welsings ort . 6.034 51,95 6,046 52,05 6,024 51,95 6,036 52.05 12,485 Prag . . . Budapest. . 12,465 12,485 12,465 Sofia . . . Holland . . Cito .... Kopenhagen. Stockholm London. . . Buenos Aires •JZeuqod . . Brüssel. . . Italien. . . Paris . . . Schweiz . . Spanien . . Danzig. . . Japan . . . Rio de Jan.. Juj,ofiawien. Lissabon . . 3,057 169,23 70,53 71,98 73,48 13,86 0,908 4,209 58,34 21,56 16,49 80,92 34,40 81,82 0,839 0,294 5,634 12,76 3,063 169,57 70,67 71,12 73,62 13,90 0,912 4,217 58,46 21,60 16,53 81,08 34,46 81,98 0,841 0,296 5,646 12,78 3,057 169,23 70,28 71,73 73,28 13,78 0,903 4,209 58,33 21,56 16,485 80,92 34,40 81.82 0.939 0,294 5,634 12,76 3,063 169,57 70,42 71,87 73,42 13.82 0,907 4,217 58,45 21,60 16,525 81,08 34,46 81,98 0,941 0,296 5,646 12,78