ÄS' Li £ sic KL L '«W -lft zwei, te'llni. ikf/r 0,cucr. ??uftQW rtnoh9tn 2 L r 3 o I) l e t. öiehorft ' ber.derstvs. ^randnun- !lnc? schlechten ur^eichmähige ■r dmsgcstnl. Aalbeipre^ 'le um einige ,l2 Hchloeine- '4 schon recht !■ nachdem in W Tiortt- dn Auftrieb Aach ruhiaem »ers bei Kühen /Men etwas lsbildung war bis 2 Marl verändert bliech Ochsen alj bis 24. Zullen a) 24 biß 26, bis 16. Färsen iS 25. ie brandenburgischen Kurfürsten und preußischen Könige „gesonnen waren, die Staatsautorität zu stabilisieren wie einen rocher de bronce" (Friedrich Wilhelm I.). Jetzt erst konnte sich eine Macht bilden, | bie sich unabhängig von allen wechselnden 'Bolts« wünschen und -Meinungen in der Politik durchsetzen j; konnte. Preußen war niemals stammesmäßig be- I schränkt wie die andern deutschen Staaten. Darin lag eine kulturelle Schwäche, aber eine außerovdent- . liche politische Stärke. Durch das Heer und die Be- i amtenschaft wurde aus dem Volk ein staatlicher Machtkörper, der bedingungslos zur Verfügung I stand. Friedrich d e r Große schuf in der Ein- I jamkeik eines jeden großen Menschen den modernen preußischen Staat, Bismarck eroberte von diesem pieußischen Staat aus das zerspaltene Reich für | eine große deutsche Staatsidee zurück. Diese Reichs- grünbung und Staatsschöpfung erfolgte gegen die Parteien und gegen das Volk. Erst als Bismarck i. feine großen kriegerischen und politischen Erfolge hereingehoit hatte, wurde er auch, der vorher als reaktionärer Junker verschrien worden war, im i Bolte populär. Das Volk ist also immer erst dann geneigt, eine Leistung anzuerkennen, wenn sie sicht- . bar vollbracht ist. Solange das Volt die Gefolgschaft verweigert, muß es der Staat zur Gefolgschaft zwingen. Diese Feststellung Hingt hart, aber sie ge- v hört zu den ehernen Fundamentalsätzen der Politik. Der Weimarer Staat, der sich bewußt stärker auf 1 das Volk, als auf den Staatsgedanken stützte, vermochte bis heute nicht die rechte Staatsgesinnung ni züchten, die der starke Staat braucht. Bereits der Freiherr vom Stein klagte darüber, daß im | Deutschen Reiche Volk und Staat bisher niemals 1 eins gewesen seien. Heute scheinen sich Volk und Staat erbitterter als je gegenüber zu stehen. Der 4 Wahlkampf wird die Gegensätze noch weiter derlief en, und alle Parteien, die heute die Staatsautorität gegen die Volksherrschaft ausspielen, werden entsetzt sein, was sie seelisch im deutschen Volke an- gerichtet haben, wenn sie jemals den Staat übernehmen sollten. In England und Frankreich hat das gemeinsame geschichtliche Erlebnis des Volkes die Einheit |con Volk und Staat zustande gebracht. Diese Einheit ist die Nation. Die französische, die englische, die italienische Nation, eine jede fügt sich ohne weiteres den staatlichen Erfordernissen und denkt nicht daran, die Autorität des Staates in Frage zu f stellen. England hat vor einem Jahre eine Regierung anerkannt, hinter der zuerst überhaupt keine Partei, sondern Staatsmänner aus allen Lagern standen. In entscheidenden Fragen ist das französische Volk einig, ganz gleich ob es von Tarbieu ober Herriot regiert wirb. Nur in Deutschland ist es möglich, daß Parteien die Außenpolitik der Regierung ; bem Ausland gegenüber dadurch herabzusetzen versuchen, daß sie der Regierung das Recht abspre- Ichen, sich auf das Volk berufen zu können. Soll diese katastrophale Ausspielung: Volk gegen Staat! die ganze deutsche Zukunft verderben? lieber dem Volks- und über dem Staatsbegriff verfügt das deutsche Volk über eine politische Idee, wie sie in gleicher Weise kein anderes Volk besitzt. Es gibt das englische Imperium, es gibt den fran- . zöstschen und italienischen Staat, es gibt die amerikanische und russische Union, aber es gibt nur einmal in der Welt den Begriff des „Reiches". Das l Reich ist die Einheit von Volk, Staat und Nation. | Für dieses Reich haben alle großen Deutschen gelebt unb gestritten. Das Reich erwächst aus dem Volke, sein Werkzeug ist der Staat, es selbst bildet die höchste Einheit aller widerstrebenden Elemente. Nur wenn über allen innenp^itischen Kämpfen die Idee des Reiches niu/t vergessen wird, kann der Gegensatz zwischen Volk und Staat fruchtbar gemacht werden. Denn dieser Gegensatz wird immer ' bleiben. Der Staat muß stets vom Volk Gefolgschaft, Overwilligkeit, Gehorsam, Einordnung in die Ge- sttze kurzum, vieles Unbequeme und die persönliche Freiheit Einschränkende verlangen. Das Volk wird dafür durch seine kulturellen Leistungen dem Herrschaftsanspruch des Staates erst den rechten Wert v verleihen. Nur im Reich, möge dies im Wahlkampf ^niemals vergessen werden, kann also der Gegensatz: Rolf und Staat sich im Sinne einer schöpferischen Spannung auswirken. 3m Kampf um den neuen Reichstag. SinAppellSlraßersanSugenberg und die Geivertfchaflen. Berlin, 21. Okt. (TD.) 3n politischen Kreisen Berlins hat die Bede starke Beachtung gesunden, die der Reichsorganisationsleiter der NSDAP., Gregor S t r a st e r, in einer Versammlung der Nationalsozialistischen Detriebszellenorganisation Groh-Berlin im Sportpalast gehalten hat. Gregor Straster, der sich ausführlich mit Sinn und Wesen des „Deutschen Sozialismus" auseinandersetzte, richtete einen Appell sowohl an den Führer der DNVP., Dr. Hugenberg, wie an den Vorsitzenden des ADGD., Lei Part. Wir arbeiten, so führte Straster aus, mit jedem gemeinsam zusammen, der Deutschland über alles stellt und Deutschland retten will. Ich habe in der Bede Hugenberg s, die er am Sonntag vor dem Sozialpolitischen Ausschust seiner Partei gehalten hat, Worte gefunden, die man von dieser Seite her noch nie gehört hat. Hugenberg hat von der Notwendigkeit einer Entproletarisie- rung des deutschen Arbeiters gesprochen und die A.beiterbewegung bejaht, die auch wir bejahen. 3n Abwehr von Zwischenrufen bei der Nennung ve. Namens Hugenberg fuhr er fort: Ich glaube, daß nicht alles für die Wahl gesprochen ist und dah wir z u einer offenen Politik kommen werden, die auch den Gegner anerkennt, bis zum Beweis des Gegenteils vom guten Willen. Ich verstehe gar nicht, warum die DNVP. unbedingt Papen unterstützt. Dagegen kann ich mich auch mit den Ausführungen Hugenbergs einverstanden erklären, soweit sie das „international vagabundierende Kapital" betreffen. An die Adresse Leiparts gewandt, erklärte Straster, die Ausführungen des Vorsitzenden der Freien Gewerkschaften vom 15. Oktober in Bernau eröffneten Ausblicke in die Zukunft, die jeden mit freudiger Zustimmung erfüllen mühten. Le Parts Ablehnung der Gleichstellung des nationalen Gedankens mit aristokratisch-kapitalistischen Tendenzen hätten die Nationalsozialisten schon seit jeher verfochten. Wenn die Gewerkschaften wirklich diese Erkenntnis hätten, mühten sie sich folgerichtig von den Heilmann und Hilferding trennen, sich zum deutschen Staat bekennen und der Internationale entsagen. Oie Oeutschnaßonalen antworten. Potsdam, 21. Okt. (TU.) Auf einer Kundgebung der DNVP. erklärte der Abg. Schmidt (Hannover) u. a.: Die gestrige Rede von Gregor Straßer entkräfte am besten das gegen Hugenberg oft gebrauchte rationalsozialistische Schlagwort: Sozialreaktionär. Straßer erkennt ehrlich an, daß Hugenberg d i e Arbeiterbewegung bejaht und dah unser Weg der E n t • proletarifierung des Arbeiters der richtige ist. Goebbels hat die Tatsache, daß die NSDAP, in entscheidenden Fragen in den Parlamenten mit den Kommunisten ging, nicht entkräften können. Goebbels ist mir die Antwort auf meine sämtlichen Fragen schuldig geblieben. Er hat sie durch organisiertes Massengeschrei seiner Anhänger und durch gefälschte Presseberichte ersetzen lassen. Seine Zeitung besitzt nicht den Mut, über die deutschnationalen Reden zu berichten. Eine Frage hat Dr. Goebbels beantwortete Er hat zugegeben, daß er von Herrn Hitler als Minister für Kultur, Presse und Propaganda im Reich und in Preußen in Aussicht genommen ist! Eine beglückende Aussicht. Herr Goebbels hat am 19. d. M. die Deutsch- nationalen als „antimonarchisch" angegriffen. Meine Gegenfrage, ob er und die NSDAP, sich, wie ich danach annahm, selber zum monarchischen Gedanken bekennen, hat er in sichtlicher Verlegenheit oer- Berlin, 21. Okt. (CNB.) Der Deutsche A u sf ch u ß , eine Gemeinschaft deutscher Männer und Frauen ohne parteipolitische Bindung, tritt mit einem Ausruf an die Oeffent- lichkeit, in dem es u. a. heißt: Leben und Bestand von Volk und Reich sind in größter Gefahr, lieber 5 Millionen Erwerbsfähiger erheben vergeblich ihren Anspruch auf Arbeit. Dabei wurde eineParteist e r r s ch a f t aufgerichtet, die keine verantwortliche, sondern nur d i e Rücksicht auf unverantwortliche Massen kennt und deshalb wohl den größten Teil der Schuld an der Entwicklung der Dinge trägt. Draußen steht aber noch immer eine Welt von Feinden, die ihre eigenen Interessen unter Ausnutzung der innerdeutschen Zwistigkeiten rücksichtslos gegen uns durchzusetzen vermögen. In wlcher Zeit höchsten Staatsnotstandes hat Reichspräsident v. Hindenburg schließlich eine Regierung berufen, auf eigeneVer- antwortung zu handeln und ohne Rücksicht auf Parteiwünsche das zu tun, was zur Rettung des Ganzen notwendig ist. Auch wer nicht mit jeder Persönlichkeit und jeder Maßnahme dieser Regierung übereinstimmt, muß anerkennen, daß wir mit der Tatsache einer ver- antwortungsbewuhten Regierung auf dem rechten Wege sind. Nur eine Regierung, die sich über das parlamentarische Gezänk der Parteien erhebt, kann die Kraft haben, die Schwierigkeiten im Innern und nach außen zu meistern, um erfolgreiche Arbeit zu leisten für Volk, Staat und Wirtschaft. Wir treten daher in diesem Wahlkampf für diejenige Partei ein, welche von den nationalen und nicht- sozialistischen Parteien — vielleicht gerade infolge ihrer oft nicht verstandenen Dnbeirrtheit — als einzige noch Bedeutung hat. Cs leitet uns dabei der Gedanke des deutschnationalen Führers, durch eine De be r w i n d u n g des bloßen Partei st andpunktes in einer Ausweitung seiner Partei zur Bewegung auch denen eine deutschnationale Stimmabgabe zu ermöglichen, die das Vaterland über die Partei stellen. Wir rufen deshalb — obwohl wir selbst fast neint. Die Widerspräche zwischen Theorie und Praxis in der NSDAP, zeigen sich im völligen Versagen sämtlicher nationalsozialistischer Länderregierungen. Ihr Ministerpräsident Röver in Oldenburg ist zur unmöglichen Figur geworden. In Mecklenburg bröckelt die nationalsozialistische Front, in Thüringen wächst das Defizit und das Parteibuch-Beamtentum der Nazi. Der anhattische nationalsozialistische Ministerpräsident lehnt die Farben Schwarzweißrot als „Farben der Reaktion" ab. Daß das nationalsozialistische Gedankengut zu sehr großem Teil auf deutschnationalem Boden ruht, ist eine geschichtlich belegte Tatsache. Mögen die irregeführten Kämpfer einer einst gegen den Klaffenkampf geschaffenen Bewegung den Weg nach Rechts finden, ehe es zu spät lft. durchweg dieser Partei nicht angehören — alle vaterländischen Kreise und besonders alle enttäuschten und heimatlos gewordenen Wähler und Nichtwähler auf: Wählt am 6. November deutschnational! Der Weg aber, der nach den Wahlen weiterzugehen ist, liegt klar. Das erst begonnene Werk muß in durchgreifenden Maßnahmen — ohne Rücksicht auf Personen und Parteien — vollendet werden. Das erfordert eine grundsätzliche Neuordnung in Staat und Wirtschaft im völkischen und kulturellen Leben. Deutsche und christliche Gesinnung, organisch-soziales Denken und Pflege der Familie müssen dabei leiten. Privateigentum, persönliche Initiative und Verantwortung, Leistung und gerechte Entlohnung: das sind Grundsätze, von denen eine Neuordnung ausgehen muß. Ein erster Schritt ist getan. Aus diesem Wege wollen wir mit heißem Herzen folgen und alle Kräfte einsetzen. Darum vorwärts und aufwärts. „M it Hindenburg für Volk und R e i ch!" Der Aufruf trägt u. a. folgende Unterschriften: Monteur Hans Keppler (Nürnberg), Metallarbeiter Max K r a k o w s k i (Berlin), Dniversi- tätsprofessor Dr. D. Hans Lieh mann (Berlin), Geheimrat Dniversitätsprofessor Dr. Franz Leonhard (Marburg a. d. Lahn), Kolonialstaatssekretär a. D. Dr. jur. h. c. v. Lindequist Exz., Generaldirektor Adolf N a u (Berlin), Bankdirektor Freiherr v. Pechmann (München), Generaldirektor Dipl.-Ing. Dr. P i a t s ch e ck (Halle a. d. Saale), Vizeadmiral a. D. v. R e u t e r Exz. (Potsdam), Surft Otto z u Salm- Horstmar (Varlar bei Coesfeld, Westfalen), Dniversitätsprofessor Dr. Franz Schultz (Frankfurt a. M.), Landwirt Schulze-Schenkink (Grothehos bei Riesenbeck, Westfalen), Gutsbesitzer Dr. b. c. A. S ch u ri g (Zeestow bei Wustermark), Dniversitätsprofessor Dr. phil. Eduard ©pranget (Berlin), Dr.-Ing. F. Springorum (Dortmund), Dr. Albert Bögler (Dortmund), Kaufmann A. Vowinkel (Berlin), Landesdirektor a. D. von Winterfeld-Menkin, Dniversitätsprvsessor Dr. Wundt (Tübingen). „Mi Hindenburg für Do» und Reich." Ein Wahlaufruf des Oeutschen Ausschusses. Frankreich und die Kriegsschuldlüge. Die radlkalso;«atisttfche ,,'Ji^pnbl que** fordert Ab chaffung des Artikels 231. Paris, 21. Oft. (TU.) Ein thüringischer Schulerlaß, wonach die Schulkinder den Artikel 231 des Versailler Vertrages „Deutschlands Alleinschuld am Weltkriege" auswendig lernen müssen, veranlaßt die radikalsozia- listische „R s p u b l i q u e" zu einer sehr bemerkenswerten Stellungnahme. Das Matt schreibt, die Frage der Verantwortung am Weltkriege sei so heikel, daß man sie ausschließlich der eingehenden Prüfung durch die Histo- riker hätte überlassen müssen. Die Historiker würden nach Beendigung der Prüfung sicherlich fest- gestellt haben, daß es eine unmittelbare und eine mittelbare Verantwortung am Weltkriege gebe. Zu den unmittelbar Schuldigen gehöre besonders Rußland, während unter die zweite Gruppe alle „Organisationen" fielen, die den Rüstungswettlauf unterstützt hatten. Wie man darüber auch denken möge, man werde niemals an der Tatsache etwas ändern können, daß Deutschland das Geständnis der Schuld am Weltkrieg aufgezwungen worden sei. Wenn Deutschland frei gewesen wäre, mürbe es niemals Artikel 231 unterzeichnet haben. Derartige Maßnahmen auch auf intellektuellem Gebiet seien eine unmittelbare Verneinung aller Grundsätze, an denen Fran kreich sonst stets festhalte. Frankreich habe 1918 wohl das Recht gehabt, Elsaß- Lothringen zurückzufordern, es sei aber nicht b er echtigt gewesen, Deutschland eine Erklärung zu entreißen, die in diesem Lande — mit Recht oder Unrecht — als der Wahrheit widersprechend betrachtet werde. Gerade deshalb sei es zu bedauern, daß die thüringischen Schüler bissen Paragraphen ausroenbig lernten, ber sicherlich den Ruhm Frankreichs nicht vergrößere. Es sei zu hoffen, baß bie beutschen Lehrer recht bald diesem Paragraphen den Absatz anfügen könnten: „Frank- reich erkennt an, daß Artikel 231 weder den ge- unben Methoben einer Kritik, noch den franzö- fischen Ueberlieferungen von Großherzigkeit stand- hält. Es hat die Abschaffung dieses Artikels vorgeschlagen." Die „Republirue" steht dem Radikalsozialisten D a l a d i e r nahe, der zum demokratischen Flügel der radikalsozialistischen Partei gehört. Der französische Ministerpräsident Herriot darf mit den Aeußerungen der „Republique" nicht identifiziert werden. So beachtlich auch die Stellungnahme dieses Blattes zur Kriegsschuldfrage ist, darf man nicht übersehen, dah sie in der französischen Presse bisher jedenfalls vereinzelt dasteht. Es bleibt nur zu hoffen, dah die gesunde Kritik dieser Zeitung in weitesten französischen Kreisen Wurzel schlägt. Für. deutsche Aahruligssreiheii. Ausbau und Förderung der Landwirt- fchaitswif cnfchaft. Göttingen, 22.Okt. Die Vereinigung der Lehrer der Landwirtschaft an deutschen Hochschulen tritt mit einer Kundgebung für deutsche Nahrungsfreiheit an die Öffentlichkeit. Es heißt darin: Selbständige Ernährung unseres Volkes aus eigenem Grund und Boden, gesichert durch starkes deutsches Bauerntum, ist die Grundlage des Reiches. Nahrungsfreiheit darf nicht Gegenstand, sondern muh Voraussetzung der deutschen Politik fein. Der wieder erreichte hohe Stand der deutschen Landwirtschaft gibt die Gewähr, daß unser Volk keiner zweiten Hungerblockade erliegen wird. Die landwirtschaftliche Erzeugung muh aber erhalten und gepflegt werden. Das ist auf die Dauer nur durch eine hochstehende Landwirtschaftswissenschaft möglich. Im Rahmen der Sparmaßnahmen hat man aber in völlig einseitiger Weise am stärksten die Landwirts ch a ftswissenschaft getroffen und damit die Axt nicht nur an die Wurzeln der Landwirtschaft, sondern auch an den Bestand des Staates gelegt. Wir warnen vor diesem Weg! Nicht Abbau, sondern zeitgemäher und bevorzugter Ausbau der Landwirtschaftswissenschaft ist dringendes Gebot der gefahrvollen Zeit. Auch die ernsteste wirtschaftliche Lage der Etaatsfinanzen darf nicht, dazu führen, die Quellen zu verschütten, die die Ernährung des deutschen Volkes sicher stellen. Nur schwerste Sorgen um die Auswirkungen der bisherigen Einschränkungen bestimmen uns zu öffentlicher Stellungnahme, um in letzter Stunde Maßnahmen zu verhüten, deren Folgen für die Erhaltung der deutschen Nah- rungssreiheit verhängnisvoll sein müssen. Der Ausruf trägt folgende Llnterschriften: Aereboe, Berlin: Berkner, Breslau: Brinkmann, Bonn: Bünger, Kiel: Dix, Kiel: Falke, Leipzig: Frölich, Halle: Gärtner, Jena: Golf, Leipzig: Hansen, Berlin: Henseler, München: Klapp, Jena; Kronacher, Berlin: Lang, Königsberg: Mitscherlich, Königsberg: Opitz, Berlin: Pfaff, Gießen: Naum, Weihenstephan: Remy, Bonn: Roemer, Halle: Rothes, Bonn, Sagawe.Kiel: Schmidt, Göttingen: Seedorf, Göttingen: Sessous,Gieße n; Spann, Weihenstephan: Tornau, Götttngen: Wacker, Hohenheim: Wilmanns, Jena: Zade, Leipzig: Zorn, Breslau. Die Kontmgentsverhandlungen mit Irankreich. Paris, 21. Okt. (WTB.) Im Verlaufe der deutsch-fran.ös schenKont ngentierungsverhandlun- gen haben bie Vertreter der französischen Regierung erklärt, sie könnten sich angesichts der Tatsache, daß die französische Regierung selbst eine Politik der Einfuhrkontingentierung durchführe, nicht grundsätzlich gegen ein gleiches deutsches Vorgehen wenden. Sie haben indessen verschiedene Einwendungen vorgebracht. An Stelle des deutschen Vorschlages, bei der Berechnung der Kontingente für November und Dezember 1932 die gleichen Monate des Jahres 1931 und bei der Berechnung des Kontingents für das Jahr 1933 die Ziffern des Jahres 1932 zugrundezulegen, schlagen die französischen Delegierten vor, die Durchschnittskontingente der Normaljahre 1 9 28, 1 9 2 9 und 1930 zugrundezulegen: denn „be das Jahr 1931 sei jenes, in dem die französische Die deutsch-schwedische Hochzeitsseier in Murg H W Schöne weiße Zähne: Chlorodont 0 m tfl die Regierung so verfahre, dann dürfe sie darauf rechnen, die Bayern als treueste Mitarbeiter an der Seite zu haben. In der Außenpolitik wünsche man vom Kabinett Papen eine starke zielbewußte Politik, die aus dem gegenwärtigen Elend der Isoliertheit herausführe. meister der Stadt Koburg, der nationalsozia- listische Landtagsvizepräsident Schwede, eine Ansprache an di« fürstlichen Herrschaften. Len zweiten Teil der Veranstaltung bildete der 'dritte Akt von „Siegfried", der in Bayreuther Besetzung von der Gesellschaft der Musikfreunde Kobuvg ausgestaltet wurde. An die Vorstellung schloß sich ein Festbankett im Hotel „Exzelsior" an. Als Abschluß der festlichen Veranstaltungen anläßlich der Koburger Fürstenhochzeit fand am Donnerstagabend im Landestheater eine Galavorstellung statt, zu der die Hoch- zeitSgäste erschienen waren. Den ersten Teil der Veranstaltung bildete der dritte Akt, die Festwiese aus den „Meistersingern", der von Künstlern des Landestheaters ausgeführt wurde. Vor Beginn der Borstellung hielt der erste Burger- unb dann vor allen Dingen die ungerechte steuerliche Belastung der kleineren und mittleren Gewerbetreibenden an- zusprechen. Er richte daher noch einmal einen dringenden Appell an die Reichsregierung um sofortige progressive Staffelung der Um> satzsteuer nach Maßgabe der Umsätze und ernstliche Inangriffnahme der Phasen-Pau- s ch a l i e r u n g dieser Steuer, um gleiche steuerliche Belastung der mit dem Einzelhandel konkurrierenden Unternehmungen der öffentlichen Hand, um Beseitigung jeder Subventionierung Privatwirtschaft- licher Betriebe aus staatlichen Mitteln und um eine Aenderung der Reichsgewerbeordnung. Er forderte weiter Förderung der Landwirtschaft und der Bestrebung zur Standardisierung und Typisierung landwirtschaftlicher Produkte zwecks Erlangung größerer Konkurrenzfähigkeit der deutschen Landwirtschaft gegenüber den ausländischen Agrar- Produkten, Vermeidung übersteigerter Schutzzölle und der Kontingentierung der Einfuhr, die nur als vorübergehende Nothilfsmaßnahme angewendet werden dürfe. Darauf überbrachte Ministerialrat Dr. Hoppe die Glückwünsche des Reichspräsidenten, der Reichsund preußischen Staatsregierung, Stadtrat Kintz- l e r die Wünsche des Oberbürgermeisters Dr. Sahm und der Stadt Berlin. Berlin, 21. Okt. (TU.) Die Jubiläumstagung des Edeka-Berbandes Deutscher Kaufmännischer Genossenschafte naus Anlaß seines 25jähriaen Bestehens wurde mit einem außerordentlichen Verbandstag eröffnet. Der Borsitzende, Peter Schmitter, gab einen Rückblick über die Entwicklung des Verbandes seit seiner Gründung, wobei er insbesondere der Verdienste des Mitbegründers und jetzigen Generaldirektors Borrmann gedachte. Generaldirektor Borrmann legte dar, daß die Einkaufsgenossenschaften der Kolonialwarenhändler Notgemeinschafte n seien. Die längst erkannte Notwendigkeit, durch eine Zentrale an die ersten Bezugsquellen im In. und Auslande heranzukommen, führte zur Gründung des Cdeka-Ver- bandes. 430 Einkaufsgenossenschaften gehörten heute den Edeka-Zentralorganisationen an. Der Umsatz der 28 000 Edeka-Kanfleute sei auf 1,8 Milliarden Reichsmark für das Kalenderjahr 1931 errechnet. Trotz dieser beachtenswerten Erfolge fei der Kampf um die Existenz der einzelnen Mitglieder seit einigen Jahren derart schwierig geworden, daß ohne Uebertreibunq von einer Katastrophe gesprochen werden müsse. Als Ursache dieser unglücklichen Entwicklung seien die Auswüchse der Bewerb e f r e i h « i t, die Verwilderung im Wettbewerb, insbesondere das Zugabeunwesen, Keine Auflösung österreichischer Llniversitätsfakuttäten. Wien, 21. Okt. (WTB.) Der Präsident des 23er- bandes der österreichischen Hochschulen, Professor Dr. Graf Gleispach, ist heute vormittag beim Unterrichtsminister Rintelen wegen der Spar» Maßnahmen im Hochschulwesen vorstellig geworden. Der Unterrichtsminister wies darauf hin, daß er sich sofort nach seiner Rückkehr aus London mit dem Bundeskanzler und den fraglichen Ressortstellen ins Einvernehmen gesetzt habe und erklärte, daß die Gefahr der Auflösung einzelner Fakultäten als abgewendet gelten könne. 20 Millionen an Reserven hinzutreten. Das Reich und Preußen werden an diesem Kapital mit je 42,5 Mill. RM. beteiligt sein. Es ist vorgesehen, das hiervon je 2,5 Mill. RM. an die deutsche Reitten- bankkreditanstalt übertragen werden. Die über die neuen Kapitalbetelligungen des Reichs und Preußens hinausgehenden Beträge der bisherigen Stammeinlagen bei der preußischen Zentralgenossen- schaflskosse werden zur Deckung von 23er* l u st e n im landwirtschaftlichen Genossenschaftswesen und von Verlusten an landwirtschaftlichen Außenständen der gewerblichen Genossenschaften verwendet. Sie belaufen sich auf rund 40 Mill. RM. Zu dem gleichen Zweck werden 10 Mill. RM. Reserven von der Deutschen Zentral- genossenschaftskasse zur Verfügung gestellt. Außerdem werden Reich und Preußen für Zwecke der Verlustbereinigung und der Rationalisierung des landwirtschaftlichen Genossenschaftswesens Beträge bis zur Höhe von insgesamt 200 Mill. RM. zur Verfügung stellen. Die Beträge sind für das gesamte Reichsgebiet bestimmt. Ziel der Aktion ist, die lebensfähigen Genossenschaften zu erhalten. Auf das Reich entfallen rund 127 Mill. RM., die in den Reichehaushaltsplänen der Jahre 1936 bis 1938 bereit und für die zunächst Schatzanweisungen zur Verfügung gestellt werden. Schließlich wird das Reich zur Stützung von gewerblichen Kreditgenossenschaften und Gekdgenossen- schäften bis zum Gesamtbetrag von rund 14 Mill. RM. Garantien übernehmen und jeweils bis zur Höhe von z dieses Betrages Mittel in den Rechnungsjahren 1932, 1933 und 1934 zur Verfügung stellen. Neues LebenaufderWenzeslauS-Grube Beu rode (Schlesien), 21. Okt. (TU.) Auf der seit Juni 1931 stillgelegten Wenzeslaus- grübe in Volke bei Ludwigsdorf ist am Freitag eine große Zahl von Facharbeitern und anderen Werksangehörigen damit beschäftigt, e i n neues Seil im Förderturm des Kunigundeschachtes aufzulegen. Die Arbeiten werden i m Auftrage der Gläubiger und mit Genehmigung der Konkursverwaltung durchgeführt. Vach Beendigung der Aufräu- mungsarbeiten auf der dritten Sohle werden 2 0 0 arbeitslose Bergleute eingestellt werden. Man hofft, bereits anfangs nächster Woche mit der Förderung beginnen zu können. Wann die Inbetriebnahme erfolgen wird, ist noch fraglich, da vorerst geplant ist. nur 6000 Tonnen Winterhilfekoyle fü r die Ar- Sturmszenen im OestmeiKMen Monalrai Dollfuß und die Sozialdemokraten. -Tintenfässer als Wurfgeschosse. Prinz Gustav Adolf von Schweden verläßt an der Seite seiner jungen Gemahlin die Traukirche. 25 Lahre Edeka-Verband Wirtschastssorgen des gewerblichen Mittelstandes. Sie scbö W an „Dilhelw J fflort 1 ff °-°hlwe"de ^^usfröin-n'S' “Ä noch etvaE ffiort um ö, fielen M Shah Fein! "»Ä« J 5*» gÄÄ KsrrL Wege ßnd, d'e w v,l g°nr zu hau! "'Wsstömmigkei oenftunbe iss-.« jn, lau erblüht, WÄ x, ist die Abends ivird wie goldene unb Ernteland, o lichtt, da eins de vollen Jneinande ben Allwaltenden Hausfröminigkk ist es, das zwisch bas von allen ' bas immer kW ist bas, war mi oft auch tröstens hin In jede Fe> die Fremde unt Es ist Reichtun hausmuttertum Herzen, reine \ des sonntags zum Wunderglc ist die Krone a: in den ewigen < Obersorstme Ausfuhr wegen der deutscherseits getroffenen Hy g i en e m a h n a h m e n zum Sch uhe gegen den Kartoffelkäfer beträchtlich zu- rüdgegangen war, wenn sie nicht gar auf dem Vullpunltz an-e "'rgt sein dürfte. Außerdem hält.n de französischen Del gierten die Zurücknahme Oer iKu.|u.;en Hyg.enemaßnahmen, namentlich zum Schutz gegen die Kartoffelkrankheit verlangt, denn diese Maßnahmen benachteiligten einen gewissen Teil des französischen Geiietes. weil Frankreich nur solche Produkte ausführen könnte, die aus einer Gegend stammen, die mindestens etwa 200 Kilometer von den Zentren der Kartoffelkranlheit entfernt sei. t____ D.e Reorganisation der preußischen Genossenschastslaffe. Berlin, 22. Okt. (WTB. Funkspruch.) Die Verluste, bie bei den Genossenschaften, insbesondere auch bei den landwirtschaftlichen, infolge der allgemeinen Wirtschaftskrise aufgetreten sind, haben es mit sich gebracht, im Einvernehmen mit der preußischen Staatsregierung der Reorganisation ber preußilchen Zentra^genoslen» schaftsfasse, des bedeutendsten genossenschaftlichen Zentralkreditinstituts näherzutreten. Reich und Preußen werden für die Durchführung des notwendigen Anschreibungsbedarfs erhebliche Mittel zur Verfügung stellen. Die preußische Zentralgenossenschaftskasse wird der Aufsicht des Reichs unterstellt werden unb in Zukunft die Bezeichnung „Deutsche Zentralgenossenschaftskasse" führen. Ihr Kapital wird rund 100 Mill. RM. betragen, zu denen noch fleck zurück, wobei auch die hinter ihm sitzenden Abgeordneten getroffen wurden. Das zweite Tintenfaß sauste am Kopf Bauers vorbei und hinterließ auf der Bank eine tiefe Furche. Der Präsident unterbrach darauf die Sitzung. Es gelang ihm nach längeren Bemühungen, eine allgemeine Prügelei zu vermeiden. Vach zweistündiger Unterbrechung wurde die unter lebhafter Unruhe unterbrochene Sitzung wieder auf genommen. Präsident Dr. Renner rief alle, die Beleidigungen ausgesprochen hatten, zur Ordnung und drückte seine schärfste Mißbilligung darüber aus, daß der Heimatblockabgeordnete Lichtenegger ein Tintenfaß geworfen hatte. Sodann wurde die Debatte über die dringliche Anfrage fortgesetzt, in deren Verlauf der grohdeut- sche Abgeordnete Foppa gleichfalls die Auflösung des Hauses unb ein Mißtrauensvotum gegen die Regierung beantragte. Der Vationalrat lehnte mit 83 Stimmen gegen 78 Stimmen der Sozialdemokraten und der Groh- deutschen den grohdeutschen Mihtrauensantrag ab. Der sozialdemokratische Antrag, den Wahltermin auf den 27. Vovember festzusetzen, wurde ebenso abgelehnt. Dagegen wurde ein christlich-sozialer Antrag, in dem die Regierung aufgesordert wird, zuDeginnderFrühjahrstagungl933 einen Beschluß über den Wahltermin vorzulegen, mit den Stimmen der Mehrheitsparteien angenommen. beitslosen zu fördern. Die Arbeiter selbst schaffen zunächst nur für die ihnsn zustehende Wohlfahrtsunterstühung. Kleine politische Nachrichten. Die Verhandlungen zwischen den Radikal» demokraten unb ber Slaatspartei zwecks Verschmelzung ber beiden Parteien haben zu keinemErgebnis geführt, da die Reichsleitung der Radikaldemokratischen Partei eine andere Pa- role ausgegeben hat. Der tschechoslowakische Ministerpräsident Udrzal hat. dem Ministerrat über die Gründe, die ihn zum Rücktritt zwingen. Bericht erstattet. Der Ministerrot beschloß daraufhin, dem Präsidenten der Republik die Gesamtdemission des Kabinetts zu unterbreiten. * Der vorläufige Dölkerbundskommissar für Danzig, Helmer R o st i n g, ist dort eingetroffen. Er wurde auf dem Bahnhof von Vertretern des Senats unb ber diplomatischen Vertretung Polens empfangen. Aus aller Welt. Raubmord an einem Dreiundsiebzigjährigen. In Zöllschen im Kreise Merseburg ist der 73 Jahre alte Landwirt Reinhold W e i n e rt im Keller seines Hauses t o t aufgefunden worden. Er war allein- stehend und menschenscheu. Es liegt Raubmord vor. Weinert ist mit einem Handtuch, das ihm fest um den Hals gelegt war, erwürgt worden. Seine Hände waren mit Bindegarn zusammengebunden und an den linken Oberschenkel gefesselt. Vermutlich ist er in seinem Wohnzimmer erdrosselt und dann in den Keller getragen worden. Kopf und Oberkörper befanden sich in einem Sack. Dom Täter fehlt bis jetzt jede Spur. Sechs Todesurteile in Rußland. Der Gerichtshof in Leningrad verurteilte sechs Angestellte des Schuhwerks „Skorochod" zum Tode durch Erschießen wegen D i e b * stahls von 1 000 Paar Schuhen. Das Gericht erklärte, dieses Urteil müsse endlich beweisen, daß die Regierung keinen Diebstahl von staatlichem Eigentum zulassen werde. Die Verurteilten haben telegraphisch um ihre Begnadigung gebeten. Rückgang der Schiffsunfälle. Im Jahre 1931 haben die Unfälle der deut- schenSceschiffe gegen das Vorjahr weiter a b • genommen. Die Zahl der gänzlich verloren gegangenen deutschen Seeschiffe war mit 23 annähernd die gleiche wie im Vorjahr, aber der verloren ae- gangene Schiffsraum nur knapp ein Sechstel so groß. Fast die Hälfte aller Unfälle betraf die Segelschiffe und die Seeleichter mit lehr geringer und mittlerer Größe. Auch bei der Welthandelsflotte waren die Verluste geringer als im Vorjahre, nach der Zahl der Schiffe um 3 o. H., nach ihrem Brutto- raumgebalt um 22 o. H. Autounfall Hans Reimanns in der Syrischen wüste. Der Schriftsteller Hans Reimann, der sich seit einigen Wochen auf einer Autoerpedition nach Indien besindet, erlitt in der Syrischen Wüste, 300 Kilometer vor Damaskus, eine schwere Autopanne. Im Sandsturm, von furchtbarem Durst gequält und von wilden Tieren bedroht, gegen die Reimann und seine Begleiter sich nicht wehren konnten, weil sie keinerlei Schußwaffen mitgenommen hatten, lag die kleine Karawane mehrere Tage fest, bis im teilen Augenblick eine andere Autokolonne, die zufällig vorbeikam, sie rettete. Der Wagen Reimanns konnte nach Damaskus abgeschleppt werden. Obtdorflmeifit auf 'Ärunb M 2 fcr ö. 3. in den &r scheidende 1 wivnsität Tiehe Ke FatultäiSpr Staatsprüfung ii 3ahre Assistent i für Hessen. Liest Ausstellung der Hochwald. Er le hessischen Forst! vollen Dienst. 1 Fvrstassessor Ix Die Zahnpaste von höchster Qualität Sparsam im Verbrauch. Sayern und das Kabinett papen. Die !Hcid)ercfi)rm ist der Prüfstein Regensburg, 21. Okt. (LU.) Auf einem Bauerntag in Reustadt a. W. führte Minister- Präsident Dr. H e l d u. a. aus, daß man u m d i e Reichsreform nicht herumkommen werde. Das hatte Bayern als erstes Land erkannt und gewollt. Wenn die Reichsregierung aber glaube, daß sie mit einem fertigen Entwurf, bei dem Bayern nicht vorher gehört worden ist, ein politisches Geschäft machen könne, so werde sie sich geirrt haben. Bayern werde nicht mittun bei einer Reichsreform, in der die einzelnen Länder nicht ihre staatspolitische Selbständigkeit wiedererhalten, soweit das Reichsinteresse es zu- läht. Dazu aehöre die Regierungsautonomie und die Bersassungsautono- m i e. Gegenüber der Regierung Papen erk.ärte der Ministerpräsident, man müsse verlangen, daß die Regierung nicht einseitige Standespolitik treibe, sondern wahre christliche Volkspolitik. Wenn Wien, 21. Okt. (TU.) Vachdem der Oesterreichi- sche Va'ionalrat an Stelle des zurückgetretenen Bizeps f de len Tauscht) (Landbd.) den Grohdrut- schen Dr. Straffner gewählt hatte, kam es zu schweren Zwischenfällen. Der Justizminister, der Bundeskanzler und der neue Staatssekretär für Sicherheitswesen äußerten sich zunächst zu der dringlichen Anfrage der Sozialdemokraten über die Vorfälle von Simmering. Unmittelbar nach der Rede des Staatssekretärs für Sicherheitswesen, Major Feh, rief Dr. Bauer (Soz.) der Rechten zu, sie seien die richtigen Demokraten. Sie seien nun auf Fey gekommen, das sei d i e dies- wöchige Gesinnung des Bundeskanzlers Dollfuß. Der Bundeskanzler rief dem Abgeordneten Dauer zu: Sie haben eine andere Gesinnung. Sie sind ständig Bolschewik, der sich zur Diktatur des Proletariats und niemals zur ehrlichen Demokratte bekennt." Darauf entstand ungeheurer Lärm. Dr. Dauer antwortete, er habe auch vor einem Dolschewi- ken Achtung, aber für einen, der jede Woche eine a n d e re G e s i n n u n g h a b e , habe er nur Verachtung. Vach anderen Angaben soll Dr. Dauer den Dundeskanzler als Gesinnungslumpen bezeichnet haben. Vach diesem Wortwechsel ergriff der Heimatblockabgeordnete Lichteneage r zwei Tintenfässer und schleuderte sie gegen die Dänke der Sozialdem- traten. Das eine Tintenfaß traf den Sozialdemokraten Danneberg und ließ einen großen Tinten- Japan droht mit Austritt aus dem Völkerbund. Richtlinien für Die Mandjchureiiaguna in Genf. Tokio. 21. Oft. (TU. Funkspruch.) Halbamtlich wird gemeldet, daß der japanische Sonderdele- gierte M a t s u o k a vom japanischen Kabinett folgende Anweisungen für die Haltung der japanischen Abordnung zu den Beratungen des Völkerlundes über den Lytton-Bericht erhalten hat. 1. Bei den Beratungen über die mandschurische Frage muh der Völkerbund die japanischen Sonderinteressen in der Wanschurei anerkennen. 2. Die Erörterungen müssen im Rahmen des Lytton-Berichtes bleiben und unter dem Gesichtspunkt geführt werden, daß das mandschurische Reich ein unabhängiger Staat sei, der nichts mit der chinesischen Republik zu tun habe. '3. Falls der Völkerbund zu einem Beschluß kommen soll, der gegen die japanischen Interessen verstoße, solle Matsuoka amtlich den Austritt Japans aus dem Völkerbund erklären. 4. Falls der Völkerbund die japanischen Interessen berücksichtige, soll'Matsuoka Vorschlägen, sämtliche Erörterungen über die mandschurische Frage auf drei oder vier Jahre hinaus zu verschieben. Frankreich gibt kein Geld mehr für die polnische Bahn Oberschlesien-Gdingen. Warschau, 21. Okt. (TU.) Wie zuverlässig verlautet, wird die nun seit März d. I. fällige zweite Rate der französischen Eis em- bahnanleihe für den Dau der besonders für die Beförderung von Kohlen gedachten Bahnlinie Oberschlesien — Gdingen in Warschau nicht mehr erwartet. Es besteht da- >er die Absicht, das bereits im Dau befindliche Gleis noch in diesem Jahre zu Ende zu führen und die Dahn im Januar eingleisig zu eröffnen. Der französischen Cisenbahnge- sellschaft soll von polnischer Seite nabe gelegt werden, diese Dahn in eigene Verwaltung zu nehmen. Zu diesem Zweck ist das polnische Derkehrsmini- sterium bereit, Lokomotiven und die notwendige Zahl Eisenbahnwagen gegen einen Preis von 100 Millionen Zloty zur Verfügung zu stellen. Sollten die Franzosen nicht gewillt sein, das Geld flüssig zu machen, würde die Verwaltung und Inbetriebsetzung der Eisenbahn von dem polnischen Der- kehrsministerium s e l b ft übernommen werden. kinahlin iKitionallojia« ' Altotbc, eine 1 Herrschaften. ’fl bildete der in Zayreuther . Musikfreunde •< Vorstellung .Mitf* an. Arbeiter selbst mei> zustehende hnchien. en Radikal' Partei zwecks ir.eien haben zu hie Reichsleitung ine andere Pa- ifibenl Udrzal )e, blt ibn W bet MMeriü n der Republik Kabinetts zu ifiar für Danzig -offen. Er wurde des Senats und lens empfangen. eit. ebzigföhnM- z ist her ।3 Jahre 1 im Setter feines £ gr war allein- "> lt Raubmord ‘ ;ä, das ihm fest worden. Seine 's ammengebunden tijelt. Demullich fielt und dann in j und Oberkörper t i Täter fehlt bis 1 luhland. verurteilte M -torochod" zum wegen D'eb Schuhen.^ Me endlich be* ^ViebstahlM rfthe Die Der* J ihre Degnadl* - ,nÄ^ition l “LÄie -LLbedr-h nne die jnn«. nt> »)*• \ IP«*'1' lürügget 5B0I8 Allen Verwandten und Bekannten die schmerzliche Nachricht, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat heute morgen 3',5 Uhr unsere liebe, tute, treusorgende Mutter. Schwiegermutter, Großmutter. Schwägerin und Tante Frau Katharine Schneider im Alter von 61 Jahren zu sich zu nehmen. Die trauernden Hinterbliebenen . Familie Burkhardt Steinbach, Darmstadt, den 22. Oktober 1932. Die Beerdigung findet am Montag, dem 24. Oktober, nachmittags um 3 Uhr vom Trauerhause aus statt. 748i n M MM Gut erhalt., großer Eisschrank, Fleisch- wolff.Hanb-u.Elektrobetrieb, Patent- räucherknmm., viertürig, alsb. zu verkaufen. Wo? sagt bie Geschäftsst. bes Gieß. Anz. Besichtigung auß. Samstag u. Sonntag alltäglich 8-12 Uhr u. 3-6 Uhr. 7445D Komplette RuodlüDkaolage äußerst preiswert Gelegenbeitskäufe Radio - Schwan Etagengeschäst Seltersweg 64.08224 rvkv warmen Sie ZhrenÄewerbungen auf Anzeigen ohne tarnen Zeugnisse, Urhinbcn ob. sonst wichtige vapiere beizufügen,' Abschriften genügen zur Etnt.itung v. Anstellung4verhanb« unaen. Ost ist uns ber Austraggebcr unbekannt unb In klesenFästen können wir nichts tun für b.Wieberertangung ber Bewerbungsunterlagen Gietzenev Anreksev neuer ww 6inWu Senn Roo nicht ein 3 man al|o n sich durchse Jahres die ton überne Allerdinc sonders h< Hoovers V des ©laut Rennen ü( gefallen ff werden kö flufe der 2 in nicht zi aufgeputjä brauche a werde es Umschläge. Wochen a choover hatte, mi „Gegenof [am [ein Ranges Riickwirkl Run a( muß mar Republika täuscht Freunde daß ihr K lichen an f. b?T NeichSv. ehern. Kriegsgef.,a.Sonn- tag, abenbs 8 Uhr, Cafö Leib,nochmals aufmerksam. 7441V Per voiskanv. Sonntag, d. 23. Oktober 1932, abenbs 8 Uhr, Caftz Leib, öffentlicherVortrag m.10« Lichtbildern I. L H. Grieb, Gambach (Hess.). Auto-Geleggnti/Käule I 8/40-B8-Opel- Viersitzer 4/20-?8-Ovel- Limousine in tabell. Verfassg., sehr preisw. 7300 A Ovel, Gießen, Frkf. Str. 52, Tel. 2847. So billig verkaufen wir Auf erftHaff. Objekt 1. Hppothek von lOOOOHil. gesucht. Doppelte Sicherheit u. Bürgschaft vorhanben. Schrift!. Ang. unt. 06176 a. b. G. A. (Stellenangebote! Lehrling ob. Volontär für Autoreparatur ges. Schriftl. Ang. unt. 06215 a. b. G. A. Wollplüsch 120 cm breit, in vielen Farben.... ab 4.90 Krimmer 125 cm breit, in Schwarz, Grau u. Braun, ab 5.90 Feilimitation 120cm br.,i.Breitschwanz-Must.,ab 4.90 [Stellengesuche! 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Die Adresse I mit dem Stempel der völlig unbekannten fremden Firma, eine Farbstoff-Firma, besagte ja alles. Nachdruck verboten! 20. Fortsetzung. das Wo wir und vor und Ge- spruch, 60 Pf. „Chefliebchen!" brüllte er. Totenblaß saß Traute auf ihrem Platz, ringsum sah sie so schadenfrohe, gehässige sich ter. Der Beamte hatte mit dem Buchhalter hatte er kaum einige Mädchens seit heute für immer fort! folgt.) pro Stunde herabgesetzt wurde. Oie neuen Rundfunksender Leipzig und Zrankfurt. Nachrichtenstelle des Reichspostministeri- aber mit ihr, seiner Frau, Worte gesprochen. Er packte mit Hilfe des früh. Also wollte er wohl (Fortsetzung Traute wartete. Und dann hörte sie drinnen eine tiefe, jetzt zornige Stimme sagen: „Ich wollte nicht gestört sein. Wer ist es denn?" „Fräulein Bolscher! Sie sagt, es sei sehr wichtig", erklang die Stimme des alten Dieners. Eine Weile war es still: dann sagte Lohgarten: „Ich lasse bitten!" Nach einigen Minuten stand Traute vor Fritz Lohgarten. Befremdet ruhte sein Blick auf ihr, dann streifte er das dicke Buch, das sie unter dem Arm trug und das ihr augenscheinlich sehr schwer wurde. , ,r „Guten Abend, Fräulein Bolscher. Weshalb schleppen Sie sich mit dem schweren Ding da herum? Dazu ist der Diener da oder einer der jüngeren Leute im Büro. Was wünschen Sie also von mir? Biel Zeit habe ich nicht." Er nahm ihr das Buch ab und legte es auf einen Tisch, dann schob er ihr einen Stuhl hm. Nachdem sie sich gesetzt, nahm er wieder in seinem Schreibsessel Platz, so daß sie seitlich neben ihm sah. Traute nahm den letzten Mut zusammen und versuchte, so kurz und sachlich wie möglich ihm zu erzählen, was sie herführte. „Herr Lohgarten, ich kann heute mit meiner Arbeit nicht s 0 vorwärts, wie es wohl sein mußte. Nun wollte ich die angefangene Arbeit mit nach Hause nehmen und suchte zu diesem Zweck iin Vorzimmer des Büros in dem großen -Regal einen passenden Dogen Papier für das große Buch. Dabei fand ich dies hier." Ihre schmalen, weißen Hände bekamen das einfache kleine Schloß der Aktentasche nicht gleich auf und der Mann sah, wie erregt das Mad- chen war. , .... Gleich darauf lagen die gestohlene Liste das Kuvert mit Buchhalter Eckerts Adresse ihm. Büro verlassen. Seine Tat, seine Verhaftung waren nicht mehr wesentlich. Die Hauptsensation bildete sein letztes Wort: „Chefliebchen!" Und Traute hörte es flüstern: „Aha, das Chefliebchen! Das hat man ja gewußt. Eckert hatte wenigstens den Mut, einmal die Wahrheit ausmsprechen. And wie hochmütig sie immer tut, und dabei — hm, man wäre sich zu gut dazu, und sowas will nun noch auf unser- einen herabsehen. Ich würde mich schämen. — Sagtest du was, Ierschel?" Die zwei Mädchen kicherten und flüsterten, und die Herren warfen vorwurfsvolle Blicke auf Traute, die sich kaum noch aufrechthalten konnte. „Chefliebchen!" So tönte es plötzlich hinter ihr, wenn sie sich auf dem Nachhausewege befand. „I, da braucht man sich ja nich zu Wundern, warum die Traute durchaus in ein Pensionat mußte. Große Herren stellen eben Ansprüche", sagte die • Nachbarin eines Tages zu Frau Bolscher. Tie sah sie sprachlos an, dann aber flammte Zorn über ihr altes, gutes Gesicht. „Reden Sie meinem Mädel nichts Schlechtes nach, ich verbitte mir das: und Herr Lohgarten ist noch heute Vormund über die Traute. Es dürfte Ihnen sehr schlecht bekommen, denn noch wohnen Sie auf seinem Grund und Boden. Es ist ein schlechter Dank, der ihm für seine Güte erwiesen wird", sagte sie und ging. Ein bißchen beschämt zog sich die Nachbarin zurück. Frau Bolscher aber weinte drinnen in ihrer blitzblanken Küche. Daß sie sich so etwas über die Traute sagen lassen muhte! So etwas! Und dabei war das Mädel jeden Abend daheim. Nie Don der Dürgermeisterei Gießen wird uns geschrieben: Stimmscheine, mit denen man bei zwingenden Anlässen auch außerhalb seines Wohnortes sein Wahlrecht ausüben kann, werden nach Beendigung der Offenlegung der Stimmkartei, vom 24. Oktober ab, vom W a h l a m t ausgestellt. Den Grund zur Ausstellung eines Stimmscheins muß der Antragsteller auf Erfordern glaubhaft machen. Ueber seine Berechtigung, den Antrag zu stellen und den Stimmschein in Empfang zu nehmen, muß er sich ausweisen können. Dies gilt namentlich dann, wenn Dritte mit der Empfangnahme eines Stimmscheins beauftragt werden. Lediglich das Vorbringen, daß man am Wahltage abwesend sei, begründet noch nicht das Recht auf Erlangung eines Stimmscheins. Berufliche und persönliche Gründe irgendwelcher Art (Berufs- oder Geschäftsreisen) können die Abwesenheit begründen, doch müssen es zwingende Gründe sein. Das Reichswahlgesetz hat die Notwendigkeit der Beziehung des Wählers zu einem bestimmten Wahlbezirk aufrechterhalten. Diesen Grundsätzen würde es widersprechen, wenn unterschiedslos, „also auch aus nicht zwingenden Gründen", Stimmscheine er- ums teilt mit: Nachdem die betriebsmäßige Erprobung des neuen Großrundfunksenders Leipzig einwandfrei würden. Lohn-Schiedsspruch in der Metallindustrie. c.'Im 9m Frankfurter Welle 770 kHz.* (389,6 Srnnnncheme für OIC Rerchstagswayl. Meter) am 28. Oktober, mit dem Tagesprogramm ♦* Besichtigungszeiten der Museen. Das Oberhessische Museum im Alten Schloß, das Völkermuseum, das Kriegsmuseum und die Städtische Gemäldesammlung im Neuen Schloß sind am Sonntag zwischen 11 und 13 Ahr geöffnet. ** D i e Volkshochschule wird ihr diesjähriges Wintersemester am Samstag, 29. Oktober, 20 Ahr, mit einer Feier im Großen Hörsaal der Aniversität eröffnen. (Siehe heutige Anzeige.) ** Weihnachtsarbeiten in der Alice- schule. Man schreibt uns: Da vielen Frauen und Mädchen die Anregung fehlt, schöne und gebeginnend, in Betrieb genommen. Gleichzeitig damit wird auch der neue Rundfunksender Frankfurt a. M. auf der bisherigen Leipziger Welle 1157 kHz. (259,3 Meter) seine Tätigkeit aufnehmen. GicHrner Wochenmarktpreise. ' Gießen, 22. Okt. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Süßrahmbutter 130 Pf., Landbutter 120, Kochbutter 100, Matte 25 bis 30, Wirsing 6 bis 8 (pro Zentner 4 bis 4,50 Mk.), Weißkraut 4 bis 6 (pro Ztr. 2,20 bis 2,50 Mk.), Rotkraut 7 bis 8 (pro Zentner 5 Mk ), gelbe Rüben 8, rote Rüben 8, Römischkohl 8, Spinat 15, Rosenkohl 20 bis 25, Kürbis 5 bis 6, Anterkohlrabi 5 bis 6, Tomaten 15 bis 30, Zwiebeln 8 bis 10, Schwarzwurzeln 30 bis 35, Meerrettich 30 bis 60, Pfirsiche 30 bis 50, Kartoffeln 3 (pro Zentner 2,30 bis 2,50 Mk.), Aepfel 15 bis 30 (pro Zentner 12 bis 25 Mk ), Birnen 10 bis 20, Dörrobst 30 bis 35, Nüsse 35, Honig 40 bis 45, Suppenhühner 60 bis 80, junge Hähne 70 bis 80, Gänse 70 bis 80 Pfennig pro Pfd.: Tauben 50 bis 60, Käse 5 bis 10, Eier (ausl.) 10 bis 12, (inl.) 12 bis 13, Blumenkohl 30 bis 60, Endivien 10 bis 15, Lauch 5 bis 10, Rettich 8 bis 10, Sellerie 10 bis 35, Oberkohlrabi 5 bis 8 Pfennig pro Stück: Radieschen 10 Pf. pro Bund. wurde, i st im Verebben, die Unternehmungslust schwindet, kurz, alles beginnt auf derStelle zu treten — da niemand weiß, was denn nun Roosevelt für ein Programm hat, oder was er davon durchführen wird. Denn die Eigentümlichkeit des amerikanischen Wahlkampfes bringt es mit sich, daß der Kandidat in jedem Staate der USA. seinen Wählern etwas anderes versprechen muß. Wie soll man sich da ein Bild machen, was dieser Mann als Präsident tun wird? Und so wartet man eben, bis sich die Dinge einigermaßen „gesetzt" haben — eventuell bis zum Sommer nächsten Jahres! ging sie allein aus, nie! Sie mußten bann immer mit, wenn sie wirklich einmal gern ein Theater oder ein Konzert, vielleicht auch einmal ein gutes Kino besuchen wollte. Unb nun redete man hinter ihr her. wie hinter der Erstbesten. Das war ja fürchterlich! Wenn Herr Lohgarten das wüßte! Kein wahres Wort war daran. Kein wahres Wort! Sie kannte doch das Mädel am besten. Die würde so etwas nie tun. And der Herr Loh- garten? Ganz ausgeschlossen war das. Ganz ausgeschlo---—! Frau Bolscher setzte sich plötzlich ganz stiU und blaß auf einen Stuhl. Wie merkwürdig Traute jetzt immer war! So still und traurig und blaß. Sie hatte nie rechten Appetit, und gesungen und gelacht hatte sie schon lange nicht mehr. Wenn sie ihr Herz an den hoch- gewachsenen Mann verloren hätte? Möglich wäre es schoii, denn der Herr Lohgarten war ein eigenartiger, schöner Mensch. Aber so unvernünftig konnte doch Traute nicht sein, daß sie die Kluft nicht bemerkte, die zwischen ihr und Herrn Lohgarten war? And — zu etwas anderem würde sie sich doch zu schade sein? Mein Gott, wie ihr die Beine zitterten. Sie konnte gar nicht wieder aufstehen. Wenn doch Traute bald käme! Sie muhte sie sofort auf Ehre und Gewissen fragen. Vater Bolscher kam eher. Er sagte seiner Frau nicht einmal „Guten Abend", sondern er setzte sich, wie er war, in eine Ecke, aber die Frau hörte sein lautes, rasches Atmen. In der Dunkelheit tastete sie sich zu ihm hin. „Vater, du hast das Häßliche auch schon gehört? Vater, das ist doch nur ein böser Klatsch. Die zwei stehen doch da himmelhoch darüber." „Das weißt du doch nicht, Mutter. Komisch genug hat has Mädel sich ja benommen in dieser letzten Zeit. And dieses Kranksein obendrein. Was wird denn da nicht noch für Schmutz dran- gehängt werden. Wenn man doch tot wäre! And ich habe das Mädel so lieb, als wäre es mein eigenes. Aber Schande darf sie mir nicht machen. Es trifft mich auch, als wäre es meine eigene Ehre." „Du hast recht Vater. Es ist bestimmt kein wahres Wort daran — glaub es nur. And wir wollen gleich mit Traute sprechen, wenn sie kommt." Sie warteten. Aber Traute kam nicht. Da erfaßte eine riesengroße Angst die alten Leute. Keiner aber wagte es auszusprechen, was er dachte. Endlich fragte Frau Bolscher: „Willst du nicht essen, Väterchen?" „Rein, es schmeckt mir nichts. Laß gut sein, Mutter, aber ich werde doch lieber noch mal hinübergehen." And die Frau sah ihm nach, wie er den dunklen Weg an den Gärten entlang schritt. Zwölftes Kapitel. Hilma Altendorf las oft den Brief, den man ihr anonym gesandt. Sie lächelte. Was konnte dieser Brief noch helfen oder schaden? Heinz Altendorfs Schicksal war beschlossen. Er hatte dieser Tage in Berlin gesungen, und die Zeitungen Überboten sich im Lob des großen Sängers. Seit gestern war er daheim, Der Schlichtungsausschuß in Wetzlar fällte in der Frage der Neuordnung der Löhne in der Metallindustrie im Lahngau und Oberhessen einen Schieds- durch den der Spitzenlohn von 64 Pf. auf Zwischen Roosevelt und Hoover Drei Wochen vor der präsidentschastswahl in USA. Von unsere^ s.-Berichterstatter. velt auszeichnet. Hoover hat sich in Des Maines (Iowa) zwar wider alles Erwarten als ein guter Redner gezeigt, etwas, was man von ihm merk- würdiaerweise noch nicht wußte, und der wiederholte Beifall während seiner Rede bewies, daß er seine Zuhörer auch mitzureißen verstand — aber alle Welt zweifelt, ob das Gesagte genügt, um die Stimmung zu seinen Gunsten zu beeinflussen. Denn Hoovers geschickte Selbstverteidigung hat erst enthüllt, wie gr 0 ß die K r i f e i st, und wie schwerwiegende Fragen zu lösen sind — und damit hat er zwar vielleicht die Verantwortlichen aufgerüttelt, aber nicht an das Herz der Massen appelliert, die immer noch in echt amerikanischer Weise von ihrem Führer Optimismus und nichts als Optimismus verlangen. Bisher, so heißt es, habe niemand gewußt, daß auch der Dollar gewackelt habe, oder doch, es habe niemand geglaubt. Jetzt aber wisse jeder, daß schon in einigen Monaten, wenn die abermalige Verlängerung der Kredite zur Debatte stehe, der Dollar gefährdet sein werde. Und man erinnert sich der Erklärungen des Macmillan-Berichts in England, der Gefahren für das Pfund feststellte, die bis dahin niemand kannte, und die bann erst die Pfundkrise richtig auslösten. Hat das Hoover am Ende auch getan? Um eines billigen Ruhmes willen, nämlich als Retter des Dollars auftreten zu können? Der Eindruck gerade dieser Erklärung war jedenfalls so außerordentlich, daß sie wohl noch lange nachwirken wird... Und auch das, was Hoover der Kerntruppe seiner Anhängerschaft, der Landwirtschaft in Des Moines zu bieten hatte, hat Nicht befriedigt. Hoover hat dieHochzollschutzpolitik verteidigt und erklärt, daß ohne hohe Zölle (in der Hauptsache auf Jndustrieartikel anderer Länder!) die Landwirtschaft nicht zu schützen sei — in einem Augenblick, in dem man in Amerika einzusehen beginnt, daß diese amerikanischen Jndustrieschutz- zölle die Hauptschuld daran tragen, daß die amerikanischen Agrarprodukte in der Welt keinen Absatz finden, weil die Industriestaaten ja nur mit industriellen Waren bezahlen können, was ja eben die Zölle unmöglich machen! Hoover hat die Aufrechterhaltung der Kriegsschuldenzahlungen gefordert und erklärt, jeder Cent der Kriegsschulden würde dazu verwandt werden, um den amerikanischen Agrarprodukten einen ausreichenden Markt zu sichern — obwohl endlich auch der Mann auf der Straße weiß, daß diese Zahlungen nur noch auf dem Papier stehen und uneinbringlich geworden sind, so daß ihm hier niemand glaubt/Und Hoover hat schließlich den Farmern neue Kredite und Kreditverlängerungen versprochen — obwohl niemand mehr neue Kredite haben will, die doch nur neue Schulden bedeuten würden, da es so schon zweifelhaft ist, ob Buchhalter Eckerts Schuld war so gut wie erwiesen! And jetzt würde er auch sofort die Polizei anrufen, damit diese ihre Re«cherchen beginnen konnte. Fritz Lohgartens Augen brannten auf dem stillen, schönen Mädchengesicht. Es läßt sich nicht beschreiben, was in ihm vorging. Er hatte ihr unrecht getan! Schweres Anrecht! Sie hatte gelitten um dieses Anrechtes willen. Das muhte er gutmachen. Noch immer liebte er sie! Noch immer fühlte er eine wilde Sehnsucht nach ihr. Wenn sie nicht Heinz Altendorfs Geliebte gewesen wäre? Wenn er ihr auch hierin unrecht getan hätte? Wenn sein schwarzer Verdacht auch hier in ein Nichts verfiele? „Fräulein Bolscher, ich glaube, Sie haben mir einen riesengroßen Dienst erwiesen. Ich muß Sie um strengstes Stillschweigen bitten, bis die Polizei die Sache untersucht hat. Eckert muß vollkommen, überführt werden. And dann soll ihn die Strafe treffen die er verdient. Ich danke Ihnen. Fräulein Bolscher." Seine Hand umschloß die ihre mit festem, warmem Druck. Traute sah ihn fest an, und da wphte der Mann, daß auch sie ihn liebte! Doch Altendorf? Wenn er doch nur die Wahrheit über das alles ergründen könnte! Behutsam ließ er die feine Mädchenhand fallen. „Wollen Sie also schweigen über alles?" „Ia! Ich tue alles, wie Sie es bestimmen." Seine Arme hoben sich. Doch gleich sanken sie wieder herab. Nein! Sie war keine Diebin! Doch sie kannte Altendorf, stand in Beziehungen zu ihm! And das schied ihn auf ewig von ihr. Wenn Altendorf sie hatte küssen dürfen, bann hatte sie für ihn, Lohgarten, keinen Wert mehr. Die Dankbarkeit blieb für bas, was sie heute getan. Aber es würbe mit Geld gedankt werden können. Traute ging zur Tür. „Gute Nacht!" Nun stand er doch wieder neben ihr, öffnete ihr die Tür. „Gute Nacht, Fräulein Bolscher und — ich werde mich erkenntlich zeigen." Sie zuckte zusammen, sah zu ihm auf. Schmerz und Zorn standen in den blauen Augen. „Sie brauchen sich für nichts erkenntlich zu zeigen, Herr Lohgarten. Ich habe nur meine Unschuld selbst bewiesen, denn ich wurde von Ihnen verdächtigt — ich weiß es ja. Es ist mir Dank genug, wenn der wirkliche Schuldige überführt wird." Sie ging. And der Mann stand da, starrte auf die Tür. Traute Bolscher die Geliebte eines verheirateten Mannes? Niemals! Soweit ging nicht einmal die Macht des unwiderstehlichen Heinz Altendorf. Traute war rein und unschuldig auch in dieser Beziehung. Aber — sie kannte ihn doch? And ein Heinz Altendorf betete die Frpuen nicht nur von weitem an! „Kleine Traute, wenn doch noch alles gut würde, wenn irgendein gütiger Zufall mir doch einwandfrei beweisen könnte, daß Heinz Alten- borf fein Recht an bir hat. die geschuldeten Kredite je zurückgezahlt werden können. Damit ist natürlich nicht gesagt, wie die Dinge in vier Wochen stehen werden, aber es ist doch so wahrscheinlich geworden, daß Roosevelt gewählt werden wird, daß man auch bereits zu spüren beginnt, wie Hoover verloren hat. Die große Pause in der Weltpolitik, die Roosevelts Wahl zur Folge haben dürfte — weil er ja bis zu seiner Geschäftsübernahme im Februar nichts machen kann, Hoover aber natürlich inzwischen auch nichts Rechtes zu tun vermöchte — kündigt sich daher auch jetzt bereits an. Der Konjunkturumschwung, der noch vor wenigen Wochen allerseits verzeichnet Er sprang auf. „Fräulein Bolscher, bas ist ia unglaublich, haben Sie bies gefunben?" Sie erklärte es ihm noch einmal kurz. Es ist eine auslänbische Firma, nut ber gar nicht in Verbindung stehen, Anb wenn wah- renb meiner Krankheit mit dieser Firma korrespondiert worden wäre, dann trüge das Kuvert doch wohl die Adresse der Firma Lohgarten und nicht die eines Angestellten", sagte sie noch leise. Ein furchtbarer Zorn durchtobte ihn. Eckert.? Der? Dem er vertraute? And diesmal kam der Betrug von einer ganz anderen Seite, diesmal hatte Heinz Altendorf nichts damit zu tun And er war r > fest von dessen Arheberschast überzeugt gewesen! And weil er überzeugt war, daß wieder er und kein anderer in Frage komme, hatte er geschwiegen. And er hatte auch um des Mädchens willen jede Anzeige unterlassen. And nun waren sie beide in dieser Angelegenheit unschuldig, und einer seiner Angestellten, den er für treu und ergeben gehalten, hatte dieses Ver- brechen begangen. Da stieg Noch einmal das Mißtrauen in ihm hoch Wenn Traute nun dies alles geschickt arrangiert hätte? Wenn sie jetzt nur versuchte, einen Dos Md W Den Weg Vornan von Gert Nothberg. Copyright by Martin Feuchtwanger, Halle (Saale) (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Neuy 0 rk. Oktober 1932. Je näher der 8. November rückt — der Tag, an dem sich entscheiden wird, wer der k ü n f t'i g e Präsident der Vereinigten Staaten i|t — um so deutlicher zeigt es sich, daß die Aussichten des demokratischen ftanbibaten Roosevelt steigen und daß Hoovers Hoffnungen sinken. Ob Roosevelt nun tatsächlich gewählt werden wird, das muß man wohl noch abwarten; Hoover kann immer noch auf eine sehr beträchtliche Anhängerschaft rechnen, so daß jedenfalls Roosevelt der Sieg schwer werden dürfte. Aber immerhin ist es für die Lage bezeichnend, daß z. B. die P r 0 b e a b ft i m = mung ber Zeitschrift Literary Digest, die immer sehr charakteristisch ist, eine Zweidrittelmehrheit für Roosevelt ergab, und auch der Wahlsieg der Demokraten in Maine zeigt, wie stark die Neigung im Publikum ist, Hoover abzulehnen und die bisherige Verwaltung „hinauszuwerfen". Die Auswirkungen des wirtschaftlichen Niedergangs werden Hoover zur Last gelegt, und der allgemeine Glaube geht eben dahin, daß ein neuer Mann in ber Lage fein werde, dem Unheil Einhalt zu tun und eine Besserung herbeizuführen. Wenn Roosevelt keine Fehler macht, ober wenn nicht ein Wunder Hoover zu Hilfe kommt, muß man also wohl damit rechnen, daß diese Stimmung sich durchsetzt und Roosevelt im Früjahr nächsten Jahres die Geschäfte im Weißen Hause in Washing- . ton übernehmen wirb. Allerdings wird diese Ansicht — bas verdient besonders hervorgehoben zu werden — im Lager Hoovers keineswegs geteilt. Man ist hier vielmehr des Glaubens, daß Hoover immer noch gut im Rennen liegt, und daß lediglich kleinere Fehler vorgefallen feien, die aber leicht wieder gutgemacht werden könnten. Vor allem habe Hoover den Einfluß der Wahlreden seines Gegners unterschätzt, der in nicht zu leugnender geschickter Weise die Massen aufgeputscht und allen alles versprochen habe. Hoover brauche aber nur persönlich einzugreifen, dann werde es sich zeigen, wie die Stimmung wieder Umschläge. Aus diesem Grunde hat man die feit Wochen angefünbigte erfte große Wahlrede Hoovers in Iowa, ber seit Wochen geschwiegen hatte, mit großer Spannung erwartet. Hoovers „Gegenoffensive" mußte ja, wenn sie wirklich wirksam fein sollte, eine innerpolitische Sensation ersten Ranges für Amerika werden um ganz von der Rückwirkung auf die übrige Welt zu schweigen. Nun aber, nachdem die Rede gehalten worden ist, muß man feftfteUen, daß die Erwartungen, die die Republikaner auf Hoover gesetzt hatten, enttäuscht worden sind. Selbst die eingeschworenen Freunde Hoovers geben mit (eifern Bedauern zu, baß ihr Kandidat fo gar nichts von dem Volkstümlichen an sich habe, bas nun einmal zur Zeit Roose- Heinz Altendorf stand also in keinerlei Zusammenhang mit dem Diebstahl, den der Buchhalter Eckert aller Wahrscheinlichkeit nach ausgeführt hatte. Die Polizei untersuchte in aller Stille den Fall. And nach einigen Tagen war die Korrespondenz Eckerts mit der Brüsseler Firma einwandfrei festgestellt. Als man dem Buchhalter auf den Kopf zusagte, wessen er sich schuldig gemacht, sank er in sich zusammen. Völlig teilnahmslos ließ er sich fortführen. Als er wieder durch das Büro kam — er war im Laboratorium verhört worden :—, da war es, als wollte er sich auf Traute Bolscher stürzen. Niemand hatte ihm gesagt, wer und wo man die Liste gefunden. .Eckert schrie: „Du elende Spionin. Dich hat der Chef hierher gesetzt, um mir nachzuspionieren. Nur du hast mir das wertvolle.Papier gestohlen, und nun war alles umsonst, alle Gefahr — alles, alles war umsonst. And ich wäre ein reicher Mann geworden, wenn du nicht gewesen wärest." Fast besinnungslos hatte der Mann es herausgeheult, und er hatte drohend die Fäuste gegen das Mädchen erhoben. „Das war ein volles Geständnis, Buchhalter Eckert. Sie sind verhaftet!" Wie aus einem Traum erwachend, blickte Eckert sich um. Schaum stand vor seinem Munde. schmackvolle Gegenstände aus geringen Mitteln für den Weihnachtstisch zu arbeiten, will die Aliceschule hierzu Anleitung bieten. Sie öffnet ihren Stickk?csus für vorübergehende Teilnahme bei wöchentlich geringem Entgelt, um ihre jahrelangen Erfahrungen weiten Kreisen der hand- arbeitenden Frauenwelt Gießens zugänglich zu machen. Siehe heutige Anzeige. ** Die Dogtschen Privat - Handelsschulen geben in der heutigen Anzeige bekannt, daß in die neu begonnenen ^lnterrichtslehrgänge noch Schüler und Schülerinnen eintreten können. Sieben den allgemeinbildenden kaufmännisHen Fächern wird der Unterricht auch in Abendkursen, besonders in Maschinenschreiben, Einheitskurzschrift und Buchführung erteilt, um die Schüler für den kaufmännischen oder einen ähnlich gearteten Beruf vorzubereiten. Interessenten mögen die heutige Anzeige beachten. ** Vegetarisches Speisehaus in Gießen. Im Hause Bahnhofstraße 56 wird am heutigen Samstag das Vegetarische und Diät-Speisehaus „(Eben" eröffnet. Das Speisehaus wird u. a. mit jeder gewünschten Diätkost (auch salzarme und salzlose Speisen werden verabreicht) aufwarten. Näheres ist aus der gestrigen Anzeige ersichtlich. •• 5>e r Werdegang des Tuches Man berichtet uns: Dieser Tage hielt Herr Karl Otto Bratfisch von der Firma Ludwig Bratfisch, Tuchgroßhandlung in Gießen, im Kaufmännischen Vereinshaus vor einer Gruppe von Fachleuten einen Bortrag über den Werdegang eines Stück Tuches, von der Wollwäscherei anfangend bis zur Ausrüstung der Ware. Der Bortragende war einige Iahre in maßgebenden Tuchfabriken prakt.sch tätig. Die Ausführungen waren von großer Sachkenntnis getragen und wurden von den anwesenden Herren mit dankbarem Interesse ausgenommen. Es wurde lebhaft bedauert, daß solche lehrreichen Vorträge nicht öfters, auch in anderen Fachgruppen, gehalten werden. Wettervoraussage. lieber den britischen Inseln hat sich der Luftdruck weiter vertieft und dort einen Wirbelkern entwickelt. Gleichzeitig erfolgt über den Donauländern kräftiger Baroineteranstieg, der seinen Einfluß bis nach Süddeutschland ausdehnte. Der Wirbel führt an seiner Vorderseite eine Staffel sehr warmer Luft vor. lieber der Bretagne zogen die Morgentemperaturen bis zu 16 Grad an. Der Weiterzug der Störung wird auch unserem Gebiet die warme Luft zuführen, der aber im Laufe des morgigen Tages durch die Rückseite kühlere nachfolgt. Die Wechselhaftigkeit der Witterung bleibt somit erhalten, außer Bewölkung tritt zeitweise Aufklaren ein, ferner sind weitere Niederschläge zu erwarten. Aus den Schifss- meldunqen vom Atlantik ist zu entnehmen, dog erneut tiefer Druck im Anzug ist, Aussichten auf beständiges Wetter scheinen demnach noch nicht vorhanden zu fein. , Aussichten für Sonntag: Neblig-be- toölft mit Aufheiterung, anfänglich sehr mild, dann kühner, zeitweise Niederschlage. Handball im Gau Hessen (O. T.) Die 1. Mannschaft des Männerturnoereins fährt am morg gen Sonntag nach Freiendiez zum 23er- bandsfpiel. Der Gegner ist den Gießenern noch ziemlich unbekannt. Freiendiez steht am Ende der Tabelle in der Kreisklasse des Lahnbezirks, und konnte bisher noch kein Spiel für sich entscheiden: doch beweisen die in der letzten Zeit erzielten Resultate, daß sich die Mannschaft im Kommen befindet. Die MTV. werden deshalb gut tun, den Gegner des Sonntags nicht zu unterschätzen und mit dem nötigen Kampfgeist in das Spiel zu gehen. Unter diesen Doraussetzungen sollten die Gießener einen klaren Sieg erringen. Die Jugend des MTV. empfängt auf dem Sportplatz am Schiffenberger Weg die gleiche Mannschaft der Turngemeinde Friedberg zu einem Freundschaftsspiel. Beide Mannschaften sind Meister in ihren Bezirken, und wollen sich demnächst in den Spielen um die Meisterschaft in der Jugendklasse des Gaues Hessen gegenüberstehen. Da sich hier die beiden spielstärksten Jugendmannschaften des Gaues treffen, dürfte sich ein spannendes Spiel entwickeln. Gporiabieilung des Tv. Wieseck. Am morgigen Sonntag erwartet die 1. Mannschaft des Turnvereins die gleiche des Turnvereins Dutenhofen. Zwei gleichstarke Mannschaften werden um die Punkte kämpfen. Wenn auch der Gastgeber in diesem Spiel wieder nicht komplett antreten kann, so erwartet man doch ein gutes Abschneiden. Auf eigenem Platz sind die Wiesecker nur schwer zu schlagen. Arbeiter-Turn- und Sportbund Der kommende Sonntag bringt als interessantestes Treffen das Spiel Gießen I — Naunheim I. Auf dem Trieb stehen sich diese Mannschaften am frühen Nachmittag gegenüber. Im Vorspiel konnten die G ste nur" mit viel Glück mit 2:0 Lufttemperaturen am 21. Oktober: mittags 13,2 I Grad Celsius, abends 12,8 Grad: am 22. Oktober: | morgens 9,2 Grad. Maximum 13,5 Grad, Minimum 8,5 Grad Celsius. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 21. Oktober: abends 10,ß Grad: am 22. Oktober: morgens 9,2 Grad Celsius. — Niederschläge 1 mm. Toren Sieger werden. Es dürfte deshalb am Sonntag ein spannender Kampf zu erwarten sein, bei dem man den Gästen wohl ein Plus zusprechen muß. Lleberraschungen liegen aber durchaus im Bereich des Möglichen. Ein nicht rn'nder spannendes Treten wird in Nieder-Florstadt zu erwarten sein. Dort ist Wieseck I zu Gast. Der Ausgang des Kampfes ist nicht vorher zu sagen. In Heuchelheim ist Altenstadt I zu Gast. Gespannt wird man auf den Ausgang dieses Treffen sein, da der Kreiskl".ssenneuling mit diesem Spiel zum erstenmal im 3. Bezirk antritt. Erbstadt l und Nieder-Wöllstadt! stehen sich in Erbstadt gegenüber. Auch hier ist der Ausgang ungewiß. In der 1. De zi r k s k l a s s e hat Wieseck II am Sonntagvormittag Daubringen l zum Gegner. Hier sollten die Platzbesitzer knapp Sieger werden. Gießen II hat Wißmar! zum Gegner und sollte Sieger bleiben. Marburg I weilt in Lollar und wird wohl eine Niederlage mit nach Hause nehmen müssen. Nodheim I ist in Wetzlar zu Gast und wird den Plahbesihern die Punkte lassen müssen. Auch Allendorf I wird in Naunheim einen guten Gegner finden, der Sieg und Punkte für sich behalten sollte. AlsseldI tritt in Großen-Duseck an und die Mannschaft wird alles bergeben müssen, wenn sie sich behaupten will. Dirkhardsfelden I hat Großen-Linden I zum Gegner. Hier erwartet man einen spannenden Kamps. In der 2.Bezirksklasse finden folgende Spiele statt: Fellingshausen I — Waldgirmes I; Frankenbach I — Wetzlar I; Dlasbach I — Vetzberg II: Kinzenbach II — Leun II: Heuchelheim II — Krofdorf!: Gleiberg! — Vetzberg!: Lich! — Großen-Linden II: ©rüningen I — Hungen 11; Lang-Göns I — Lich II: Großen-Buseck II — Alsfeld II: Beuern I — Grünberg I: Watzenborn! — Hausen I. Don porath schlägt Müller Köln f. o. Im Hauptkampf der Dorveranstaltung im "Berliner Sportpalast am Freitagabend standen sich der deut'che Schwergewichtsmeister Hein Müller- Köln und der Schwergewichtsmeister von Skandinavien, Otto von Porath, gegenüber. Nach einer von Müller gewonnenen ersten Runde setzte sixh der Norweger immer mehr durch, buchte die dritte und vierte Runde überlegen für sich und konnte seinen Gegner in der fünften Runde zweimal zu Doden bringen. In Der sechsten Runde wurde der Kölner auf einen blitzschnellen Magenhaken für die Zeit auf die "Bretter gebracht. Don Porath errang einen sicheren L o.-Sieg. • Neueins Elsen. Die V stn, ihre Belegs Wirtschaft. Berlin geschäfislos und kaum behauptet. Berlin, 22.Okt. (WTB. Funkspruch) Das Geschäft an der heutigen Samstagbörse war noch geringer als an den Vortagen. Die Spekulation hielt sich außerordentlich stark zurück und war eher geneigt, angesichts verschiedener wenig günft.ger Momente, kleine Glattstellungen vorzunehmen, während vom Publikum überhaupt nichts zu beobachten war. Vor allem verstimmt? der schwache Verlauf der gestrigen Neuyorker Börse, der als Beweis da- für angesehen wurde, daß die Situation dort auch noch nicht zu optimistisch beurteilt werden darf, ferner mahnte die Zunahme der Arbeitslosenziffer um 48 000 in der ersten Oktoberhälfte zur Zurückhal- tung, obwohl in der neuen Gesamtziffer 200 000 im Arbeitsdienst Beschäftigte mit aufgeführt sind; außerdem beunruhigte die wenig optimistische RÄ>e Montague Normans und die Verlängerung der englischen Eisen- und Stahlzölle auf weitere 2 Jahre. Dagegen blieb die gestrige Rede des neuen Präsidenten der Industrie- und Handelskammer Köln, Dr. Silverberg, obwohl sie einen ausgezeichneten Eindruck machte, doch ohne Einfluß auf die Tendenz. Im allgemeinen ergaben sich Verluste um Bruchteile eines Prozentes. Deutsche Erdöl, Eintracht Braunkohle, Schuckert, BEW., Junghans, Feldmühle und Muag waren bis etwa 1,25 v. H. gedrückt, Siemens sogar um 2 d. Sy, Allgemeine Lokal und Kraft sowie Hotelbetrieb büßten 2,50 v. H. ein. Dagegen konnten sich Akkumulatoren kräftig befestigen und zogen um 3,39 v. H. an, AEG., RWE., Rheinische Braunkohle und Chade konnten sich leicht befestigen. Bereinigte Stahl lagen trotz der Mitteilung über die Besserung der Beschäftigungslage und Neueinstellungen doch etwas schwächer. Deutsche Anleihen behaupteten sich gut, Altbesitz mar etwa 0,50 v.H. hoher, Reichsschuldbuchforderungen, besonders späte Sichten, tn£scrlaU,e ein, u,n" M %-fi »•s ? jram unter wie yfiigt pyrSwui!! SL-M Ä K gptjialwert“ # &«,«* den anfangs »an Lni Renten einheitlich- Altbe Operationen geg' o.h, dagegen \i ab. Reichsbahn« Pfandbrief etwas schwacher ichäst fast vallko nennenswerten üm Geldm unverändert. 9K 11 kt Um WUX MENDE 148 ’ Mehr als Sie von einem Gerät dieser Preislage erwarten können. 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August bis heute 1400 Leute neu einstellen, ein erfreuliches Zeichen der langsam wieder einsehenden Geschäftsbelebung und zugleich ein De- • weis für die Beliebtheit des Mende-Gerätes. in das Landgerichtsgesängnis Gießen ein» da er der Hehlerei dringend verdäch» * Neueinstellungen in München Essen. Die Münchner Brauereien haben beschlossen, ihre Belegschaften für die nächsten Monate um ebenfalls geliefert, tiß ist. etma 5 v. H. zu erhöhen. Bon der Berechtigung, die Lohne für die 31. bis 40. Wochenstunde um 10 v. H. A. kurzen, soll kein Gebrauch gemacht werden. — i Vereinigten Stahlwerken sind seit dem 1 Oktober 2750 Arbeitereinstellungen erfolgt Die Erhöhung der Beschäftigungsziffer entfällt zum überwiegenden Teil auf die Hüttenbetriebe. Sonntag, 23. Oktober. 6.15 Uhr: Bon Hamburg: Hafenkonzert. 8.15: Evangelische Morgenfeier aus der Friedenskirche Raffel; veranstaltet von der Evang. Landeskirche Hessen-Kassel. 9.30: Stunde des Chorgesangs. A30: Das Institut für Klimaforschung in Trier. Hörbericht. 10.50: „Warum ich Marineoffizier werden will", Bortrag von Dr. Gerhardt Schmidt. 11.30: Bon Leipzig: Reichssendung: Kantate, von Sof). Seb. Dach. 12: Aus Bamberg: Der Dom SU Bamberg. Ein Hörbericht. 12.35: Aus Dam- berg: Platzkonzert. 13.05: Schallplattenkonzert. 14.10: Stunde des Landes. 15: Stunde der Jugend. 16: Kurhaus Wiesbaden: Konzert des Städtischen Kurorchesters. 18: „Graf Go bi ne au als Forscher und Dichter. — Zu seinem 50. Geburtstag", Bor- trag von Dr. Carl Gebhardt. 18.25: Dreißig bunte Minuten. 19.10: Bei uns zu Lande auf dem Lande: „Gewonnenes Land im Ried". 2): Unterhaltungskonzert des Orchesters des Westdeutschen Rundfunks. 22.45: Rachtkonzert. Montag, 24. Oktober. 7.05 Uhr: Frühkonzert auf Schallplatten. 12: Mittagskonzert I. 13.30: Mittagskonzert 11. 15.20: „ Frauen in ungewöhnlichen Berufen" Dortrag von Dr. Lilly Rölting. 17: Rachmittagskonzert des Rundfunk-Orchesters. 18.25: „Derussbeamten- tum und Berwaltungsakademie", Bortrag von Oberstaatsanwalt Dr. Fritz Raasch. 18.50: Englischer Sprachunterricht. 19.30: Sprachliche Ausdrucksstudien „Der Ausruf". Am Mikrophon: Alfred Auerbach und Paul Laven. 20.05: Großer Saal des Saalbaues, Frankfurt a. M.: 11. Montags-Konzert des Frankfurter Orchester-Vereins. 21.50: „Thule", Altnordische Dichtungen und Prosa; gesprochen von Alexander Engels. 22.45 bis 24: Rachtmusik. Dienstag, 25. Oktober. 7.05 Uhr: Frühkonzert auf Schallplatten. 12: Mittagskonzert 1 des Rundfunk-Orchesters. 13.33: Mittagskonzert H des Rundfunk-Orchesters. 15.23 bis 15.50: Hausfrauen-Rachmittag. 17: Rach- mittagslonzert. des Rundfunk--Orchesters. 18.25: Landkreis (Rieften * Leihgestern, 21. Oft. Die Schäferhün - d i n eines hiesigen Einwohners legte dieser Tage ein eindrucksvolles Zeugnis ihrer Fähigkeiten ab. Ein höherer Forstbeamter verlor bei einer Exkursion durch den Wald sein Eisernes Kreuz 1. Klasse. Die sofortige Suche nach dem verlorenen Ehrenzeichen war vergeblich. Als man den Vorfall einige Tage später dem Besitzer des Hundes mitteilte, setzte er den Hund auf die Spur, dem man vorh-r ein E. K. ll gezeigt hatte. Es dauerte nicht lanae, so hatte das kluge Tier das vermißte Eiserne Kreuz, verweht unter Laub, aufgefunden, so daß es dem nicht wenig erstaunten Forstbeamten zurückgegeben werden konnte. * Lang-Göns, 22. Ott. Kürzlich wurde der hiesige Feldschütz fe st genommen und in Um tersuchunyshaft gebracht, weil er sich schwere Diebstähle zuschulden kommen ließ. Nunmehr wurde in der gleichen Angelegenheit ein weiterer lonnten ebenfalls leicht anziehen. Der Pfand- briesmarkt war im großen und ganzen gut gehalten, doch hielten sich die Umsätze in aller- enastem Rahmen. 3m Verlaufe schrumpfte das Geschäft noch stärker ein, und infolgedessen ergaben sich vereinzelte kleine Rückgänge, während das Gros der Papiere unverändert zum Anfang blieb. Am Geldmarkt war Tagesgeld zwar in sich weiter etwas leichter, doch blieben die Sätze unverändert zum Vortag, also Tagesgeld 4,25 bzw. 4,13 v. H., Monatsgeld 5 bis 7 v. H. Die Vorbörse für den Ultimo macht sich weiter durch allmähliches Angebot von Privatdiskonten bemerkbar, während Reichswechsel und Reichsschatzanweisungen so gut wie umsatzlos blieben. Frankfurt knapp behauptet Frankfurt a. M., 22. Okt. (WTB. Drahtmeldung.) Die Wochenschlußbörse stand überwiegend unter dem Eindruck wenig befriedigender Momente wie der Abschwächung der gestrigen Neuyorker Börse, die weitgehend durch die Noxman-Rede hervorgerufen sein dürfte. Weiter wirM in dieser Richtung die Meldung über die neueste Entwicklung der Arbeitslosigkeit in Deutschland. Dies beeinträchtigte weitgebend die Unternehmungslust, so daß nur geringe Umsätze zu verzeichnen waren. Nachdem sich anfangs die Kurse knapp behaupten konnten, machte sich nach den ersten Notierungen eine Abschwächung geltend, die sich jedoch im Rahmen von 0,5 bis 1 v. H. hielt und nur auf einige wenige Spezialwerte Übergriff. IG. eröffneten 0,13 v. H. niedriger, gingen bann um weitere 0,65 v. H. zurück Auch Deutsche Erdöl verloren 0,5 v. H., während Scheideanstalt 0,25 v. H. gewannen. Am Elektromarkt schwächten sich AEG. allmählich bis zu 0,5 v. H. ab. Bekula gingen 0,5 o. H. zurück, dagegen blieben Gesfürel behauptet. Von Montanwerten Vortrag. 18.50: „Eignung ist Trumpf". — Erfahrungen aus der Berufs-Praxis: Gespräch zwischen Regierungsrat Dr. Charlotte Anders und Dr. List. 19.30: Bei uns zu Lande. „Brot und Wein"; Hörfolge zum Erntedankfest. 23: Baden- Daden: Bayreuther Abend. 22.45 bis 24: Rachtkonzert. Mittwoch, 26. Oktober. 7.05 Ähr: Frühkonzert auf Schallplatten. 10.20 bis 10.40: Schulfunk: „Oberst Lawrence": ein Hörspiel hinter den Kulissen des Weltkrieges. Leitung: Paul Laven. 12: Aus Nürnberg: Mittags- konzert 1. 13.30: Mittagskonzert 11 auf Schall- platten. 15.15 bis 16.15: Stunde der Jugend. 17: Rachmittagskonzert des Ru d unk-Ovchesters. 18.25: „Am Rhein 1932“, Vortrag von Dr. Schultz, Godesberg. 18.50: „Spitteler als Mythendichter", Vortrag von Prof. Dr. Robert Faesi, Zollikon bei Zürich. 19.30: Turnvater Jahn: Hörspiel von Hans Geisow. 20.30: Aus der Liedertafel, Mainz: Bunter Abend für die Mainzer Winterhilfe. 22.45 bis 24: Rachtmusik: Deutsche Tänze. Kirchliche Nachrichten Evangelische Gemeinde. Sonntag, 23. Oktober. 22. Sonntag nach Trinitatis. Stadtkirche. 9.30 Uhr: Pfr. Becker; 11: Kinder- kirche für die Markusgemeinde; Pfr. Becker: 18: Pfr. Mahr. — Johannestirche. 9.30: Pfr. Ausfeld; zugleich Militärgottesdienst; 11: Kinderkirche für die Zohannesgemeinde; Pfr. Ausfeld: 18: Pfr. Bcch» tolsheimer; Beichte und hl. Abendmahl für Lukas» und Zohannesgemeinde; 20: Bibelbesprechung; Pfr. Bechtolsheimer. — Kapelle des Alten Friedho,s. 9.30: Pfr. Iric. Waas; 11: Kinderkirche für die Lu- thergemeinde in der Iohanneskirche. — Elisabeih- kleinkinderschnle. 10.45: Kinderkirche für die Pe- trusgemeinde; Pfr. Lic. Waas. — konfirmandcn- faal (Liebigstrahe 56). 14.30: Taubstummengottes» dienst, Pfr. Bechtolsheimer. —- Klein-Linden. 9: Gottesdienst; Abendmahl für die weibliche Jugend; 11: Kindergottesdienft. — Wiefeck. 9.30: Beichte; 10: Gottesdienst; im Anschluß Feier des hl. Abendmahls.— Atten-Duseck. 10: Gottesdienst — Großen- Vnseck. 13: Festgottesdienst (Dekanatsfest für Innere Mission, Posaunenchor, Schülerchor). — Oppenrod. 8.30: Gottesdienst. — Albach. 10: Gottesdienst — katholische Gemeinden. Samstag, den 22. Oktober. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte. Sonntag, 23. Oktober. 23. Sonntag nach Pfingsten. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe: Kommunion der Frauen: 8: Kommunion, 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt; 18: Rosenkranzandacht. — Echzell. 11: Hochamt mit Predigt. — Grünberg. 9.45: Messe mit Predigt. — Hungen. 9.30: Hochamt mit Predigt und Christenlehre. — Lich. 7.30: Hochamt mit Predigt. — Lollar. 845: Messe mit Predigt. — Ridda. 8.30: Hochamt mit Predigt. Gießen. An den Werktagen ist Rosenkranzandacht. Montag, Mittwoch, Freitag um 20 Uhr; Dienstag, Donnerstag und Samstag um 18 Uhr. Sonntag.'dicnst d Aer-nc n. uothc'ren tn23 1<» -J>2 Dr. Ploch. Dr. Steinreich. Engel-Avotbeke. Zahnarzt: Dr. Kockerbeck. «m?d lagen Stahlverein 0,5 und Mannesmann 0,25 v. H. niedriger. Letztere konnten sich dann aber wieder auf den Anfangsstand erholen. Am Rentenmarkt war die Entwicklung uneinheitlich. Altbesitz gewannen angeblich auf Tauschoperationen gegen Reichsschuldbuchforderungen 0,40 v. H.. dagegen schwächten fick) Neubesitz um 0,13 o. H. ab. Reichsbahnoorzugsaktien waren behauptet. Der Pfandbriefmarkt lag sehr still und eher etwas schwächer. Im Verlaufe stagnierte das Geschäft fast vollkommen, und die Kurse erfuhren nennenswerten Veränderungen. Am Geldmarkt war Tagesgeld zu 3,5 unverändert. Brikeit-Dauerbrandofen Wasche in kalter Persil, lauge — 1 Eßlöffel Persil auf je 2 Liter Wasser — nicht reiben oder zerren. Spüle sofort mehrmals gut in. kaltem Wasser. Etwas Kuchenessig im ersten Spül» wasser frischt die Farben auf. Richtig in Form ziehen, auf tuchbebecktem Tisch trocknen lassen. Ofen« oder Sonnenhihe meiden. Gut auspressen. 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Nach wie vor führend ist das nt.25 k-i»-'" «i-d-L M 4 S‘ «on Ä t Die W1" einen b Nu|'!?l>n )?r seine w kW bann ai ju sprechen, niiennin'stere t i o n s = u n Aebor^en fragte er w Siernenbann hohe See ji die fjoffnuni finden? Als lauten Nein wollte, daß aesprochen I den Aila im herzen i Muffolini frage ein. bit von 3t Aus dies! gefürchtet hort, das Zricdens teit, ein oewichl INcnschei Aber jensei faschistischen .Posten ist. allere ngt bi denn feine C füge von de ist bereits i jenigen ®ru die oernlteb Mussolin bunassr er, auch w 6en. Bcso krank sei, d Döllerbund ordnungen Entfernung b'jnb in @u: kann, so ble toenn es fid ametüa han glaube er. d< der Serechtic ßcn Rechte ' fe.Zungen füi vier @ro' flanbelämen beruhigt' leicht die T iu 6 n b e ge »miofi ©leidjbcr ber Düftungs W ^uch in °eft mntte @c; Die deutsche 'ff juristisch man bas an •’pMen (a nifhingsfonj •rgendeihe ] aber die 2lb ;n negativ, ^tfchland faÜ5 nicht di r wolle, ,°l>a, »or Qt «"echtig J* Aede v'klfach JL p.| u*i°lini fc »enn n Das nt Ne