nr. 144 Erste; Via« 182. Zahrgang Mittwoch, 22. Zum 1952 Vic deutschen Schisse nicht beteiligen. der werden Donnerstag. 8.30 Uhr, auf der Danziger Reede cinlrcsscn. nalen Verständigung für eine Gefährdung Bestrebungen der deutschen Saar hält. Nie Reichsbahnbeamten zur Tribut-Konferenz. los dem Deutschen Reich eingegliedert wird. Wenn Frankreich nicht vorher seine Bereitwilligkeit zu einer solchen Lösung dec Saar- fraigc und zur Wiedergutmachung des Saar- Unrechts gu erkennen gibt, wird diese Lösung auf Grund des Ergebnisses der Volksabstimmung im Jahre 1 9 3 5 erfolgen. ES wird dabei ausdrücklich festgestellt, daß im Saarstatut die Volksabstimmung a n keinerlei Bedingung geknüpft ist, sondern unter allen Umständen zu dem vorgesehenen Zeitpunkt erfolgen must. Die Saarbevölkerung wird unter keinen Umständen zulassen, dast ihr dieses Recht auf politische Selbstbestimmung in irgend einer Weise beeinträchtigt wird. Ebensowenig kann eine Hinausschiebung der Volksabstimmung oder eine Verlängerung des Saarstatuts ohne Volksabstimmung jemals auch nur in Erwägung gezogen werden." Die sozialdemokratische Fraktion gibt eine Sondererklärung ab. in der fie sich auch für de restlose territoriale Rückgliederung des Saargebietes ausfpricht, dabei aber auch gegenüber der gegenwärtigen Reichsregierung erklärt, dast sie jedes etwaige Verlassen oder Abweichen von der „republikanischen austenpolitischen Linie" der deutsch-französischen und internatio- .Innaymr von Snielaee für die Tagesnummer bi« zum Nachmittag vorher. Preis fitr 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Brette örtlich 8, ausmärt» 10 Reichspsennig: für Ro- dlameanzeigen von 70 mm Brett« 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20*. mehr. Chefredakteur Dr. Fnedr. Wilh. Lange, verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H Idyriot; für den übrigen Teil ffrnft Blumschein und für den Anzeigenteil Mar Filter, lämlfid) in (Siesten. 51 z il li ^aoksvrl fl-lH- f 2L>_, i •: \L» jefl ’S: »3.1 n« 15» 51« 11 j e* polnische Anmaßung. Warschau hält den deutschen FloUenbesuch in Danzig nicht für angebracht. Danzig. 22.3unl. (IDIB. Junffprud).) Die polnische Regierung hat der Danziger Regierung heute die Absicht der deutschen Reichsregierung, deutsche Kriegsschiffe zu einem Besuch nach Danzig zu senden, amtlich Übermittelt und gleichzeitig erklären lassen, sie habe durch ihren Gesandten in Berlin daraus ausmerksam machen lassen, dast sie den gcgenwärligen Augenblick für einen Besuch der deutschen Marine in Danzig au« mehreren ernsthaften Gründen nicht für angebracht erachte. Der diplomatische Vertreter der Republik Polen werde sich an den Veranstaltungen anläßlich de» deutschen Flollenbefuchc» 58,31 «'S 15.12 16-49 169J1 21.58 74,65 2^ S:8 Berlin. 22. Juni. (ERB.) wie der Sonder- berichlerslatter der DAZ. berichtet, ist die von Mac- donald erbetene Aufzeichnung über Deutschlands Ablehnung de» französischen Tributprogramms gestern abend durch den Reichsaustenmi- nisler überbracht worden. Die Antwort ist in Form eines Briefes de» Reichskanzler» an den Präsidenten der Konferenz gekleidet, also nicht an den Führer der englischen Abordnung gerichtet. Die Denkschrift enthält sieben Hauptargumente zur Begründung der deutschen Forderung nach sofortiger und völliger Tribul- st r e i ch u n g und zur Ablehnung der französischen Idee eine» Resttribule», die kurz zusammengesastt besagen: 1. Die gewaltige deutsche A r be i l v l o s i g k e i l. 2. Die Senkung der öffentlichen Ausgaben in Deutschland, von denen etwa ein Drittel auf soziale Lasten entfallen, ist brutal durchgeführt worden, zum Teil auf „Llend- sähe". 3. Auch die ausländischen Sachverständigen haben die Tatsache der unnatürlichen Heber- drehung der deutschen Steuerschraube anerkannt. 4. Zu hoher Z i n s f u h und Aufzehrung der Kapilalreseroen. 5. Die deutsche private Auslandoer- s ch u l d u n g , die zum grasten Teil auf die Tribute zurückgeht. 6. Die Reichsbahngesellschaft besitzt gleichfalls keine Reserven mehr. Die Einnahmen sind gegenüber 1929 um mindesten» 5 0 o. h. zurückgegangen. Ebenso unmöglich wie die Ausgabe von Eisenbahn- Obligationen ist die Hergabe von Aktien der Reichsbahn. 7. Die Lebensfähigkeit der deutschen Wirtschaft würde durch Resttribute weiter auf Iahrehinaus schwergeschädigt werden. Zu diesen Argumenten ist noch die durchschlagende Begründung hinzuzufügen, dast die vernichtende Wirkung der Tribut- und Schuldenzahlungen für das gesamte Geld- und Kreditwesen der Welt durch die gegenwärtige Krise einwandfrei bewiesen wird. Das Saargebiet kein Tributobjekt Lcharfe Zurückweisung aller französischen LaarPlanc. Saarbrücken, 21. 3unt (TU.) 3m Landesrat gab Präsident Dr. Scheuer zu den jüngsten französischen Plänen in bezug auf das Saar- geb.et eine Erklärung sämtlicher Parteien, mit Ausnahme der Sozialisten und Kommunisten, ab, die folgenden Wortlaut hat: „Der Landesrat gibt seiner Entrüstung darüber Ausdruck, dast gewisse französische Kreise versuchen, das Saargebiet als Reparationsobjekt zu betrachten und die Forderung aufzustellen, dast das Saarstatut ohne Volksabstimmung in seiner gegenwärtigen Form verlängert, oder verewigt werden soll. Der Landesrat stellt demgegenüber ausdrücklich fest: Rach dem Wortlaut des Saarstatuts hat die Saarbevölkerung über ihre politische Zukunft selbst zu entscheiden. Rach dem Willen der gesamten Bevölkerung darf die Lösung der Eaarfrage nicht anders erfolgen, als dast das gesamte Saargebiet politisch und wirtschaftlich Vorbehalt- I« gtfdjifw mi. An dn AörH te völlige 4«. ® fleringfie vvut 'M Antrieb gva cdr die Frage ), lenkrrchen.Z!. nach und nach 6r> über diese Ire* wonach das 3hi n zum Aurse ra 3n der Rurigth) ium zum Auidnt ',75 bis 41 cn mit 91 (plus ; frage eines Zink, chender besproäa len aber gegewe kursen kaum Den» * * i*' der französischen Abrüstungsdelegation erst am Morgen von den nächtlichen Ereignissen Kenntnis bekommen hatten. Im Lausanne-Palace erfuhr man bann endlich wenigstens die äußeren Einzelheiten . dessen, was geschehen war. Weniger als drei Wegstunden westlich von Ouchi), wo sich ein romantisches Bachtal zum Seeufer öffnet, überhöht von den Weinbergen auf den Aus- I läufern des Jura, liegt das reizende Städtchen Morges. Das bescheidene „Weiße Roh" des Städtchens, das „Hotel du Cheval Blanc", war das Ziel der Fahrt gewesen. Nachdem gestern der erneute Bertagungsbeschluß für die Lausanner litte 3uni sich « ifen hotte. irftüöunflJW Versicherung Hai re um rund 74000, Juni rund 13000t wurden die W rdeitsausnohme ri usgewogcn durch * i, Io daß nach einn te des Monalr rw »zähtt wurden. M vermuten, daß" werbslosen, « agen hall', Die deutsche Tributdenkschrist Warum Deutschland auch keine Restzahlung leisten kann. 3*11 L Ä "fltOerL 1 7.033 51,95 12,465 3,057 170.08 74.» 12,« 77-77 15,16 0,916 4,209 58,5« 21.50 16.535 «1.89 34.67 «2.Ö 1,269 ,325 ' 6.943 13,84 ^ENSschd,, NN. Die « Mtenabfeifai m chatten. IqXh c rtlva drei iS KninAerlmTe» hnvervaltung i)a 01 Eitrig für Die Kommunisten an der Arbeit. München. 21. 3uni. (ERB ) Die Rationalsozialistische Korrespondenz veröffentlicht einen Erlaß der Reichsleitung des Rotfrontkämpferbunde-, der als Befehl an die Untergliederungen des Bundes weitergegangen sein soll. Dieser „Erlaß" sei vom 18. 3uni datiert, in ihm heiße es u. a., daß jede sog. Fünfergruppe einen Abwehrmann zu stellen habe, der bewaffnet sein müsse. Diese Abwehrleute würden von den Zugführern des Bundes ernannt; sie seien nur den höheren Führern bekannt. 3m Rorden und Rordosten Berlins verübten am Dienstagabend starke Trupps von Kommunisten, die mit Totschlägern, Messern, Stahlruten und Knüppeln bewaffnet waren, mehrere Ueberfälle auf kleine Gruppen vonRationalsozialisten. Zwei Rationalsozialisten wurden durch Schläge und Messerstiche erheblich verletzt. — Gegen Mitternacht kam es in verschiedenen Stadtteilen Berlins zu kommunistischen Ansammlungen und zu schweren politischen Zusammenstößen. 3n Moabit bildeten sich in der Rostocker Straße, Turm- und Hultenstraße starke kommunistische De- monstratjonszüge, die von der Polizei mit dem Gummiknüppel aufgelöst wurden. Zn der Schliemannstraße und auf dem Helmholgplatz wurden von den Demonstranten sämtliche Stra- ßenlampen ausgelöscht. In der Rostocker Straße versuchten Kommunisten nach Zertrümmerung der Straßcnlampen Barrikadenzu bauen, flüchteten aber beim Erscheinen der Polizei. 3m Südwesten, in der Schleiermacherstraße, wurde der 23jährige Nationalsozialist K ö st e r von Kommunisten überfallen. Er erhielt einen schweren Schläfenschuß und st a r b kurze Zeit nach der Einlieferung in das Urbankrankenhaus. Unter der Ueberschrift: „Eine letzte Warnung an den Reichsinnenminister. — Wir verlangen sofortige durchgreifende Maßnahmen zum Schutz unserer SA.-Kameraden" erklärt der „Völkische Beobachter": Der letzte Sonntag fei der blutige Beginn des aus Moskauer Befehl vorgetrie- denen Bürgerkrieges. Der Reichsinnen- Minister schweige und sehe den marxistischen Mobilmachungen untätig zu. Am Schluß he>ßl es: ,F)err von Gayl, die Zeichen stehen auf Sturm! Er- kennen Sie die Stunde oder die Entwicklung wird unbarmherzig ihren Lauf nehmen!" Unruhen an her ^ronffurfer UniDcrftfäf Frankfurt a. M.. 22. Juni. (IDIB.) Trotz des gestern vom Rektor der Universität ausgesprochenen Uniformverbotes versammelte sich heute gegen 10 Uhr eine größere Zahl nationalsozialistischer Studenten in Uniform vor dem Universilälsgebäude und sangen das Horsl-Wefsel-Lied. Aus einem Fenster der Universität hielt ein nationalsozialistischer Student eine Ansprache. Die Polizei zerstreute darauf die Demon- Kronprinzenbesuch inLondon? Poreiliqc Kommentare. London, 22. Juni. (ERB. Funkspruch.) „Daily Telegraph" besaßt sicb mit einem Gerücht, wonach der vormalige deutsche Kronprinz London in naher Zukunft einen Besuch a b z u st a t - ten beabsichtigen soll, und behauptet, daß die zuständigen Behörden einen Besuch genehmigen würden, fei keineswegs sicher, denn auch, wenn der vormalige Kronprinz erklären sollte, der Besuch sei rein privater Natur, so würde doch in England und anderswo die Auffassung entstehen können, daß dabei politische Ziele versolat werden. Tatsache sei, so führt das Blatt fort, daß neuer- dings von Anhängern der Monarchie zwecks einer W i e d e r e,i n f e tz u n g der Hohenzollern inoffizielle Sondierungen in verschiedenen Hauptstädten über die evtl. Aufnahme eines solchen Ereignisses unternommen werden. In England werde die Auffassung vertreten, daß ein Schritt in dieser Richtung die hoffnungsvolle Aussicht auf europäische Wiederzusammenarbeit störe. 3n Berlin tagte der Hauptvorstand des Zentral - Gewerkschastsbundes Deutscher Reichsbahnbeamten und -Anwärter e. B. Der ZGDR., der alle Gruppen des beamteten Reichsbahnpersonals in einer Stärke von mehr als 130 000 Mitgliedern umfaßt, nahm Stellung gegen etwaige Pläne in bezug auf die weitere Reparationsbelastung der Deutschen Reichsbahn. Das Rcichsbahnper- sonal. insbesondere die Reichsbahnbeamtenschaft, weiß aus den Erfahrungen ihres Betriebes, wie ungeheuer stark der Druck der Reparationslast auf den Schultern der menschlichen Kräfte ruht, die Verwaltung und Betrieb des größten Derkehrs- unternehmens der Erde tragen. Die Grenze der Leistungsfähigkeit dieser Kräfte ist längst erreicht. Durch äußerste Dienstanstrengung auf der einen, durch erzwungene Feierschichten, Beamtenabbau, Rcchtsminderung der Hilfsbeamten usw. auf der anderem Seite sind heute Zustände im Reichsbahnbetriebe entstanden, die eine zunehmende Gefährdung der Betriebssicherheit bedeuten. Rur der opservollen Pflichterfüllung des Personals ist eS zu danken, daß trotz allem Verkehrsunkälle nicht zu-, sondern abgenommen haben. Sollte aber die Reichsbahn Weiler gezwungen sein, zur Heraus- Wirtschaftang von Reparationsmilliarden Raubbau an ihren lebendigen Kräften zu treiben, so wäre der Schaden am nationalen Gut der deutschen Eisenbahnen in Zukunft nicht abzufehen. Die infolge der Belastung der Reichsbahn mit Reparationszahlungen und des immer stärker werdenden Rückgangs der Einnahmen der Reichsbahn nötig gewordene Einschränkung der sächlichen Ausgaben droht außerdem zu einer Verkümmerung des technischen Apparates der Reichsbahn zu führen, der böse Folgen für die Betriebssicherheit haben kann. Deshalb ertönt nochmals der Auf der deutschen Reichsbahnbeamten und -Anwärter' .Fort mit der Reparationsbelastung 1 Die Reichs- bachn zurück zum Reich!" Eine in diesem Sinne einmütig gefaßte Entschließung wurde an das ®e- ncralfefretariaf der Reparationskonserenz in Lausanne. an den deutschen Reichskanzler und an den deutschen Reichsaußenminister gerichtet. wirtschaftlichen Gefichtspunkten wie unter solchen der Gerechtigkeit für mehr als ausreichend halten. 3m übrigen konzentriert sich die englische Auffassung auf die eine Hoffnung, daß von einer Schuldenstreichung alle Beteiligten nur Vorteil hen würden, daß die Weltwirtschaft wieder aufatmen könne, wenn der ganze Schmutz der Reparationen weggefegt sei. Macdonald hatte den Reichskanzler um eine ausführliche schriftliche Stellungnahme auf die französische Forderung nach einer Ab» f v'Ori MM °är3£g,l!6lial h.|l*lLliuun» vHL SÄ'K Nalitat lZnell 'ÄEj und vor allem: Sie ist rein macedonisch, also grösser imd besser us Heuthen ti hat sich bereits chen 5V-Psennig. ung von fal^ta darf nur 1 gr. wiegen, während die 31 Pfg.-Zigarette 1,25 gr. wiegen darf. CIiUB 31 hat gesetzlich zulässiges Höchstgewicht und it gegen alle Befahren nter diesem Gesichts» galski in der Wochenschrift „Die Umschau". Er vergleicht die nach dem Kriege überall aufflammenbe " " ■" der Turner- Ausmaß, vom Standpunkt des Erwachsenen aus. schwer mit dem Kind ein Verbindung zu bringen ist. Unb doch ist diese geniale Begabung untrer- kennbar und äußert sich mit einer Kraft, die ihre Wirkung auf die Zuhörer nicht verfehlt. Gleichermaßen wird man sofort fühlen, daß hier nichts Angelernte« sein kann, sondern eine natürliche, wenn auch ausgebildete Fähigkeit vorliegt, denn der Knabe ist musikalisch bis in die Fußspitzen. Der 12jährige Willy Bremen, so heißt der Knabe, bot, als wir Gelegerrheit hatten, ihn zu hören, die Ouvertüre zu „Martha" auf dem Accordeon, so groß angelegt und technisch so vorzüglich wieder- gegeben. daß der tiefe Eindruck und stärkster ‘Beifall nicht ausbleiben konnte. Vicht weniger ein- drucksvoll gestaltete sich die Interpretation der 2. Rhapsodie von Liszt auf dem Klavier, deren Stimniungsgehalt der Knabe bis zum Letzten aus- zuschöpfen vermochte. Ungarische Weisen, auf dem L'ylophon wiedergegeben, legten von einer Virtuosität Zeugnis ab, die auch einem erwachsenen Tylophoi.virtuosen stärksten Beifall eingebracht hätte. Den Knaben musizieren zu hören, bedeutet einen hohen Gewinn und ein schönes Erlebnis. *• .Hasenklein kann nichts dafür!" Vein, Hasenklein kann wirklich nichts dafür, daß er, der biedere Schneidermeister, Präsident wurde. Das kam so: er sah in einem Saal, in dem zufällig eine politische Versammlung stattsand, hatte sich gerade ein Glas Bier bestellt und fischte nun eine Fliege aus dem Glas. Ein markiger Ausspruch, den der Versammlungsleiter au schnappte, b.'gleitete diese Ak. on, weil eben b. s r Anspruch so treffenb den Vortrag des Redners ergänzte. So wurde Hasenklein Mitglied der Partei, Ab10. fo(en hol durch iad) hem frcsl- iederMgcri ue öd) im Bereich rechselhasler He- iraitige Eitler- iieraiiigcn Tho- iteigt jedoch von erlöge einer $t- ilfung wird^slch nmirfcnbtr Son« ig ein. log: Wechselnd iternh, nur noch oorerft keine ®f* : Teils oushei« leist trocken. -khaslck. ichajlssrauindee sden Mi Man. salschen 20. kN. Ein Monn I mit einem 20. mnte sosorl, daß hickte unauffällig • nach. Jer $(r. Monn sich mit beide, bis er er aufmerksam m festzunehmen, die beiden a I, Slus der prvvinzialbauptfiadt Gießen, den 22. Juni 1932. Das Wochenende. Die Wochenendbereegung, die wie so manche» anderes erst oerhältnismäßtg spat zu uns gekommen ist, hat nach dem Kriege einen außerordentlichen Aufschwung genommen. Man darf in diesem Ausbruch einer ganzen Nation in die freie Natur wohl einen der größten Glücksfalle sehen, der einem sonst von äußerer und innerer Not bedrängten Volke belieben gewesen ist. Die unverwüstliche Gesundheit deutschen Wesens zeigt sich in dieser NeakUon, die ein notwendiges Gcgengewlch und Entbehrungen sucht. Ui punkt behandelt den deutschen „Wea ins Freie", der sich in der Freude am Wochenende kundgibt, der Berliner Stadtmedlzinalrat Professor Dr. d o n D r i- w DOnn Wik. W Geologie und Naturschutz. Ein Vortrag in der L^berhesfischen Gesellschaft für Tlatur» und Heilkunde. 8ufn*"‘ allen Rettin beeis yaieiieä den Arbeiter in einem einet Vordn. ‘ e ln dem @[au, ; ^^beiden . e Vchrvtladung S.’jnÄub« 'te. Der Junge und starb ,fuo> Lempcke mien und erlitt wurde in be» Mus gebracht. Rundsunkproqramm. Donnerstag, 23. Juni. 7.05: Münster a. St.: Brunnenkonzert ber Kurkapelle Bad Münster am Stein. 12.00: Mittagskonzert. 13.00: Mittagskonzert. 15.30 bis 16.30: Stunde der Jugend. 17.00. Konzert. 18.25: Zeitfragen. 18.50: „Staatsverfassung der Völker: Italien", Vortrag von Professorin Lea Meriggi. 19.15: Reues aus aller Welt. 19 30: Unterhaltungskonzert des Rundfunk-Orchesters. 20.00: Das Gespenst von Cantervllle. Von O. Wilde. Für den Funk bearbeitet von E. Burri und Elisabeth Hauptmann. 21.20: Don Königsberg: Son- nenwendfeier an der Grenze. 21.55: Mawra, Dufso-Oper in 1 Akt nach A Puschkin, Musik von Igor Strawinsky. 22.30: Funkstille. Freitag, 24. Juni. 7.05 Llhr: Münster a. St.: Drunnenkvnzert bet Kurkapelle Bad Münster am Stein. 12.00 AuS verschollenen Opern 13.00. Konzert. Kompositionen von Jul. Fucik. 17.00: Rachmittaaskonzert. 18.25: .Die Bedeutung GutenbergS für die Duch- bruckerkunst". Vortrag von Professor E. H. Kleu- kens, Mainz. 18.50: .Hygiene deS Schwimmsports". 19.15: .Zu Tiotimas Gedächtnis" von Lina H. Eornill-Dechent. 19.30: Freiburg: Das Kalibergwerk in Buggiirgen Hörbilder. 20.00: AuS Reu- York. Kurt G. Sell: .Worüber man in Amerika spricht". 20.15: Süddeutsche Diäsermusik. Gespielt vom Bläser-Orchester der Stuttgarter Philharmoniker. 21.15: Die Dorffängerinnen. Komische Oper von Dal. Fioravanti. 22.20. Von Berlin: Zeitbericht. Die Prohibition in USA. Bearbeitet von Actualis. 23220 bis 24.00: Mannheim: Jazz auf zwei Flügeln. Samstag, 25. Juni. 7.05 Uhr: Frühkonzert. 10.10 biS 10.45: Schulfunk: Szenen auS .Minna von Darnhelm" von Lessing, Leitung: W. Marlo. 12.00: Konzert auf Schallplatten. 13.00: MittagSkonzert des Rund- funk-Ovchcsters. 15.30 bis 16.30: Stunde der Jugend. 17.00: RachmittagSkonzert des Rundfunkorchesters. 18.25. Ankündigung eineS Vortrags- wettbewerbs der Hörer. 18.35: .WirischaftSver- fassung und Wirtschaftslage der Völker: Rord- amerika", Dortraa von Prof. Dr. Feiler, Königsberg. 19.05: Ltädtebild Wiesbaden. 20.00: KurhauS Bad Homburg. Südwestfunk-Dariet^ im Kurtheater Bad Homburg. 22.45 biS 24.00: Don Berlin: Nachtmusik. Sonnwendfeier der Marburger Studentenschaft. WSR. Marburg, 21. Juni. Unter rteflaer Anteilnahme der Marburger Bürgerschaft beging gestern abend die Marburger Studentenschaft chre diesjährige Sonnwendfeier. AIS der Zua der Studenten, der auf dem Kämpfrasen Ausstellung genommen hatte, auf bet Höhe deS LahnbergeS anlangte. war die große Wiese vor der Dismarcksäule bereits von Tausenden umlagert. Rach Begrüßung-Worten de- Vorsitzenden der Allgemeinen Marburger Studentenschaft, der u. a. den Vorsitzenden der Deutschen Studentenschaft, G r ö g e r-Berlin, willkommen heißen konnte, erinnerte der Rektor der Philipps-Rni- versität, Professor Dr. Thiel, an die Bedeutung des SonnwendseuerS, in dessen Flamme unser DolkSkörpet geläutert werden möge. Die Festansprache hielt Professor Krieck (Frankfurt am Main). Mit dem Vortrag eineS Feucrspruches und mit dem allgemeinen Gesang deS Deutschlandliedes fand die Feier ihr Ende. Der Rückmarsch deS etwa 4000 Teilnehmer zählenden Fackelzuges bot daS altgewohnte schöne Bild. Von der Zinne der BiSmarcksäule leuchtete das Sonnwendfeuer weit in die Lande. über glühende- beweisen. ein fünfjährige- Pessimisten zu, den Kasten ttc- cs so nett,, MB misten erwärmt, .ntroortet er und iran eine ™rtc|* t ihm ein furL> wie ist doch im Frankenland, Siffig Lasten vemn, Dinkel enteilen, n sich bann eine 1 und fannnun gewinnsüchtigen t sie noch 8 bas kleine Mab Uei^mir da- Äbttsse- In ber jüngsten Sitzung der Oberhessischen .eiell schuft für Natur, und Heilkunde sprach Oberbergrat Dr h. c. Köbrich (Darmstadt) über das Thema: „G eoloait und Natur- ichutz". Das hessische Naturschutzgesetz vom 14. Oktober 1931, so führte der Nedncr aus, hat sich zum Ziele gesetzt: den Schutz seltener oder schonungsbe- dürstiger lier. und Pslanzenarten, den Schutz von Naturdenkmälern und deren Umgebung und den Schutz des Londschastsbildes. Damit wird ein Ausbau dessen erreicht, was schon im hessischen Denkmalschutzgesetz vom 16. Juli 1902 erstrebt worden war. Das Bedürfnis nach Naturschutz wird ja aller» orts empfunden, und schon in vielen durch (Eigen» art der Landschaft oder der Pslanzen. und Tierwelt ausgezeichneten Gegenden wird ihm durch Schaffung von „Naturschutzgebieten" Rechnung getragen. Die Notwendigkeit des Naturschutzes bat der Mensch selbst herausbeschworen: die Natur muß wirk, "ch gegen den Menschen geschützt werden. Das ist einmal die Folge der Naturfremdheit und des Naturhungeps der heutigen naturentbehrenden Menschen: sie drängen in Massen zur unberührten Natur hin und richten dabei teils aus Un- verstand, teils aus mangelnder Selbstzucht, teils aus einem naiven Aneignungstriebe allerlei geringen Schaden an, der sich bann summiert. Zahlreiche Bestreben mit ibealen Zielen arbeiten dem entgegen: Die Heimat- unb Uöanberoereine, die Jugendbewegung und nicht zum wenigsten die Land- Heime der Schulen: denn auch die Schulen selbst haben roohl erkannt, daß es nicht damit getan ist, die städtische Jugend, die stark naturfremd geworden ist, im Lehr» und Lesestoff auf die Schönheit der ländlichen Natur hinzuweisen, sondern daß der junge Mensch von heute auch lernen muß, w i e er der Natur gegenübertreten soll, die ihm ja nicht allein gehört. Indessen ist der Schaden, den unverständige Na» turgenießer anrichten, immer noch gering im Der» gleich zu dem, den Eigennutz und das Streben nach geldlicher Ausbeutung verschulden. Wer Weidenkätzchen ober junge Tannenspitzen räubert, ober faustdicke Schlüsselblumensträuhe ober Immortellenkränze zu Markte trägt, ober seltenen Tieren um bcs Gelbes willen nachstellt, der miß. braucht unb schändet die Natur ebenso wie einer, ber die Bergflanken auf reißt unb mit Schienengleis unb Rollwagen unb wüsten Schutthalben bas schön» ste Tal, bie lieblichste Landschaft verunziert. Hier bas wirtschaftlich Nützliche mit Rücksicht geschehen zu lassen, bas Notwendige ohne bas Häßliche zu erreichen, bas ist ber Sinn bes Naturschutzgesetzes. Nicht immer gelingt bas. Nicht selten fehlen die Geldmittel, um gefährliche Pläne abzufinden; zu» weilen mangelt es an Einsicht ober an Einoer» stänbnis über die Schutzwürdigkeit, dann wieder kommt der Schutz zu spät, ober er wirb gar unter dem Zwang besonderer Umftänbe roieber aufgehoben. In anberen Fällen ist ber Schutz gar nicht einmal bekannt unb es wirb aus Unkenntnis au» widergehandelt Denn es besteht zwar eine Liste der geschützten Pflanzen, Tiere und Naturdenkmäler, doch ist nur die der Planzen und Tiere veröffentlicht, nicht aber die der Naturdenkmäler. Der Dortragende ging deshalb an Hand einer Reihe von Lichtbildern besonders auf bie Natur» b e n f m ä 1 e r ein. Es liegt in dem Gesteinscharak» ter unb ber unvollkommeneren Erschlossenheit des Vogelsbergs begründet, daß Bilder aus diesem Gebiet nicht so zahlreich vorhanden sind, wie aus dem viel mehr aegliebertcn unb konstrastreicheren Oden» wald. Um so mehr verdient die Anregung des Bor» tragenden auf Schaffung einer Bilder» fammlung ber Naturbenkmäler Erfolg. Der DHC. hat biefe Anregung dankenswerterweise sogleich ausgenommen. Die Zahl der Naturdenkmäler ist auch in Ober» heften nicht gering. Hierher gehören vor allem bie Gipfel Taufstein, Hohervdskopf, Geiselstein unb Bil» geordneter, koeil die Partei einen Mann aus dem Volke brauchte, unb später wurde er sogar .Präsident", weil die Frau Baronin, die Frau des Autofabrikanten, für ihren Sohn nicht bloß einen simplen Schneidermeister zum Schwiegervater Haden wollte. Unb ber Freunb deS jungen Barons von Dchendell, ber Pressechef unb Postei- fekretär Greif, hat den ganzen Laben geschmis- sen. Die Tatsache aber, daß ber Schneidermeister Titus Hasenklein überhäuft und auf solche Weise Präsident werben konnte, ist ber Grunbgebanke für eine Persiflage auf den Parlamentarismus. Der Film soll also gewissermaßen eine politische Satire sein. Er ist es nur bedingt Wohl kassiert man als Zuschauer schmunzelnd einige drastische Bemerkungen, u. a. auch jenes geradezu klassisch gewordene Zitat des Königs August von Sachsen, in Wirklichkeit aber überzeichnet der Film vieles und rückt es so in das nur-humorvolle, bah selbst der eingefleischteste Parlamentarier sicherlich nicht böse sein könnte. Ganz abgeleben bavon, bah ber Film auf eine Liebesgeschichte unb auf happy end hinausläuft. Das Ganze ist geschickt inszeniert, so daß man sich eine Stunde lang au-ge^ichnet unterhält. Jakob Siebte, ber biebre Schneidermeister Hasenklein, ist die stärkste Figur in diesem Film: et weist in jedem Falle glaubhaft nach, dah er sich auf seinem Schneidertifch Wohler fühlt, als am Diplomatenschreibtisch. Johannes Riemann als Manager des Schneidermeisters gefällt mit seinem Spihbubengesicht in jedem Bilde besser. Lien De y e r s, die Sekretärin unb Tochter TituS Hasenkleins, findet sich in ihrer Rolle sehr gut zurecht. Paul Otto ist ein sehr sympathischer Geheimrat, und fein Sohn, HanS Drausewet- flrantheit, die Bleichsucht, ist so gut wie verscbwunb» den. Die Rachitis ist im Schwinden begriffen, in ihren schweren Formen In vielen Landstrichen eine Seltenheit geworden. Die Tuberkulose-Sterblichkeit ist in Berlin z. B. von 18,4 auf je 10000 Lebende im Jahre 1913 auf 9,4 im Jahre 1930 gesunken. Die allgemeine Sterblichkeit in Deutschland sank von 15 auf je 10 000 Einwohner im Jahre 1913 auf 11,1 im Jahre 1930. Die venerischen Krankheiten haben teilweise abgenommen, teilweile keine Zunahme erfahren. Die allgemeine Körperbeschassenheit zeigt bei Mädchen wie Knaben nach genauen Untersuchungen von 1924 bis 1931 eine deutliche Besserung, die |i in Zunahme der Länge und des Gewichts ausdrückt. Endlich darf man wohl behaupten, daß Verhältnis» mäßig wenigstens die nervöse und geistige Wider» standskrast zugenommen hat. Es ist wenig wahrscheinlich, daß andernfalls ein durch Wirtschaftsnot, Erwerbslosigkeit und Hofsnungslosigkeit so gequältes Volk wie das deutsche mit solcher Geduld und Fassung wie bisher Zeiten überstanden hätte, wie die heutigen." Diese Volksbewegung hat dazu geführt, daß die „CebcnsreiAe“, bie von Lust und Licht, von Abhär- tung und Ucbung des Körpers auf den ganzen Organismus ausstrahlen, viel kräftiger als früher bei der Masse des Volkes zur Wirkung gelangen. Das Wochenende spendet nicht nur körperliche, sondern auch geistige Erfrischung und Gesundung. Bei der ErsoNchung der sog. Geisteshygiene hat man fest» gestellt, daß gerade die Wiederherstellung einer gereiften Verbundenheit mit der Natur eine der wichtigsten Voraussetzungen zur Bekämpfung seelischer Verödung und geistiger Abirrungen ist. Man soll sich daher im Wochende auch wirklich ausruhen. Lange Fahrten, dte zudem kostspielig sind, werden auch für den Städter im deutschen Vaterlande nicht nötig fein. Man braucht wahrlich auf die, die im Kraftwagen dahinsausen, nicht neidisch zu sein, denn das Wandern in Wald unb Feld ist viel gesünder, und man lernt nur bann eine Gegend wirklich kennen, wenn man sie durchwandert, und begreift nur dann ihre besonderen Schönheiten Wassersahrten bedeuten eine ausgezeichnete Durcharbeitung des Körpers. Be» sonders erquickend und heilsam ist es, wenn man mit Kind und Kegel den ganzen Tag im Freien verbringt, und Hunderttausende tun das, indem sie aus der Stadt in das bewegliche Zelt flüchten. Was die eigentliche Hygiene des Wochenendes betrifft, so warnt Professor von Drigaftti vor lieber- treibungen. Jede Ucbermübung ist zu vermeiden. Daß Erwachsene eine Ehre darein setzen, beim Baden stundenlang im Wasser zu bleiben, ist ebenso falsch, wie man Kindern das lange Herumplanschen gestattet. Läufer wie Radfahrer müssen ein wirklich gesundes Herz haben, wenn ihnen starke Bewegung nichts schaden soll. Besonders bei Heranwachsenden sollte man daraus achten, dah sie ihr Herz nicht überanstrengen. Sodann ist schließlich an die fröhlichen „Wochenendler" die Bitte zu richten, auch auf ihre Mitmenschen etwas Rücksicht zu nehmen und sie nicht durch unnötigen Lärm zu stören, ebenso auch die Schönheit und den Frieden der Natur zu achten, indem man sich jeder Beschädigung und Verunreinigung enthält. Und endlich: Bewahrt das Feuer und das Licht! Ein Lagerfeuer, das ungenügend gelöscht ist, achtlos fortgeworfene Zigarren unb Zigaretten vernichten jebes Jahr große Strecken des deutschen Walbes, ber einer der großen Schätze unserer Heimat ist. Auch das muß ein ethischer Gewinn ber Wochenendbewegung sein, daß sie nicht nur den Menschen, sondern auch den „Mitmenschen" erzieht. Voruot»,;cn. — Tageskalendev für Mittwoch: Oterhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand- platz, 15 bis 17 Uhr, Ausstellung. — Volk-Halle, 21 Uhr, RationalsozialistischesReichS-Symphonie- Orchester, Einmaliges Gastspiel. — Lichtspielhaus. Bahnhofstraße, .Hasenklein kann nichts bafürl“ •• E i n jugendlicher Klaviervir- iuose. Seit gestern gastiert im .Bürgerhof" (Blockstraße) ein jugendlicher Klaviervirtuose, ein Knabe im Alter von 12 Jahren, der schmal unb übermäßig zart auf bem Pobium steht unb vor dem Klavier sitzt, um schon mit den ersten Tönen, bie er seinen Instrumenten iKlavier, Accvrbeon unb Tylophonj entlockt, seine Zuhörer hoch aus- horchen zu lassen. Es dauert nicht lange unb bie Zuhörer geraten schnell in den Bann der virtuosen Musikalität des Kindes. Man wird sich schnell darüber klar, dah man es hier nicht mit einem Talentchen ober mit einem Talent zu tun bat, sondern mit einer genialen Begabung, die in ihrem stein: bas Hochmoor ber Breungeshainer Haide: schone Felsgruppen bei Heisters, Schadges, Rudings- bain,_ Kestrich, Kölzenhain, Eichelsdorf, Wohnseld; der Stein bei Engelrod, der durch einen elektrischen Leitungsmast verunziert ist: die Felsenruhe bei Herbstem, der Goldkopf bei Rainrod , Alsfeld), der Warthügel bei Bieben, der Steiner bei Düdelsheim, der Kmdstein bei Unter-ÜBibbersbeim. ber Hausteins- graben* bei Nieber-Ofleiden, vier Felsen bei Ilbeshausen, jedoch nicht das Feisenmeer daselbst, das ein trauriges Beispiel für das Versagen brr Schutz- beftimmungen ist, ebenso nicht der Bilstein bei Lauterbach. Wegen mythischen oder geschichtlichen InteresleS find ferner geschützt das Wildhaus bei Eschenrod, der Wildestein bei Bübingen, bie wilden Häuser unb die Bert ha hü ttc im Bübinger Markwalb. da- .welle Fraa Gesteul" bei Daucmheim, ber Goldstein bei Ober-Wegfurth, der Dürgclkops bei Wet- terseld, der Vlbrastein bei Romrod unb der Landgrafenborn im Oberto alb. Roch nicht «schützt, aber schutzwürdig erscheinen mehrere natürliche Höhlen, z. B. bei Schotten unb Eichelsdorf (.Drachenloch"), sowie bie Salzpflanzenstätten bei Münxenberg—Oberhörgern. Wo einmal eine schutzwürdig« Stätte verwüstet ist, hält eS schwer, den Schaben wieder gut zu machen. Meist überläßt der Mensch dieses Geschäft, bas nichts cinbnngt, der Ratur felber, die bann mit ber Zeit ihre Wunden allein zubeckt. Im Anschluß an bie Ausführungen bes Redners entwickelte sich eine lebhafte Diskusfion. Oie Wollhandkrabbe. Sodann berichtete Prof. Hennebcrg über die seit einigen Jahren in den deutschen Flüssen cin- gewandcrte Wollhandkrabbe. Dor einiger Zeit ging durch eine Reihe von Zeitungen di« Rachricht, baß die Krabbe nun auch im Lahngebiet ausgetreten sei. Räheve Rachsor- schungen, bi« der Vortragende angeftcllt hat, haben jedoch ergeben, baß biese Angabe auf einem MißverstänbniS beruht. Roch ist bic Woll- hanbkrabbe Weber in der Lahn, noch in ihren Re tenf lüften nachgewiefen worben. Die Möglichkeit. baß fie in unserer Gegend früher oder später auftreten wird, ist freilich vorhanden. Die Wollhandkrabbe ist aus China «ingcwan- dert, und zwar ist sie, wie man annimmt, in den Wassertanks von Schiften nach Deutschland gelangt. 1912 wurde das erste Exemplar in der Aller gefunden. Es blieb jahrelang das einzige. Dann trat bi« Wollhandkrabbe 1918 in der 11 nte reite auf unb verbreitete sich in ber Elte immer mehr stromaufwärts, so baß sie jetzt bereits bis nach Dresden gelangt ist. Seit 1925/26 findet sie sich in der Unterweser, seit 1931 in der Ems und in den Kanälen, di« diese mH dem Rhein verbinden. , Da die Tiere beständig an Zahl zu nehmen, erhob sich die Frage, ob sie als nützlich oder schädlich anzuschen feien. Die Fischer sind Wohl allgemein ter Meinung, daß ber Schaben, ben diese Einwanderer uns bringen, größer als ein eventueller Ruhen fei, intern fie den Ruhfischen die Rahrung wegfressen, intern sie die Köder von den Angeln stehlen unb den Fischfang in den Fangapparaten beeinträchtigen. Anderseits liefern die Tiere gesotten ein billiges, schmackhasteS Gericht, das sich von gefallenen Krebsen kaum unterscheiden läßt. Freilich bieten sie spärlicher Fleisch, da bei ihnen, wie bei allen Krabben, der Schwanz stark rückgebiltel ist. Betreffs ihrer Lebensweise hat man feftgestelll. daß größere Krabben im Herbst die Flüsse abwärts wandern und sich im Meere sortpstanzen. Im Frühjahr wandern bann die jungen kleinen Krabben massenhaft stromaufwärts, um im Süß- Wasser biS zur Fortpflanzungsfähigkeit heran- zuwachsen. Sportbewegung mit ber Begrünbuna ber Tur schäft durch Jahn In ber Zeit ber Freiheitskriege zahlt bie segensreichen Folgen auf-, die diese körperliche Ertüchtigung für unsere vielfach bedrohte Volksgesundheit gehabt hat: „Eine vor dem Kriege für Mädchen und Frauen sehr lästige und schwächende ter. um dessen willen das ganze Theater überhaupt erst gemacht wird, ist ein ebenso sympathischer Rennsahrer. Die übrigen Rollen sind gut besetzt. Photographie und Tontotctergabe lind gut Der Film läuft seit gestern im Lichtspielhaus Bahnhofstraße. •• An Bord des HapagdarnpferG .Da dal" ist ter Leitgedanke ter Wohltätigkeitsveranstaltung des Frauenvereins vom Roten Kreuz für Deutsch»« über See. Ne am kommenden Samstag, 25.3uni. unter ter Mitwirkung des .KapitänS" Hub um 20 Uhr in den Räumen ter Liebigshöhe .in See stechen' soll. 'Für Ne Unterhaltung ter Passagiere ist ein sehr vielseitigeO Programm von künstlerischen Darbietungen, Bordspielen, Tombola, Preistanzen usw. vorgesehen. ee Dr Oetker-VackvortrSge. Die Elektro- gemeinschast Gießen veranstaltet am morgigen Donnerstag und am Freitag, jeweils um 20 Uhr, im CafS Leib Dr.-Oetker-Backvorträge, die das befon» berc Interesse der Haussrauen finden dürsten Während der Dorträge wird das Backen vorn einsachen Napfkuchen bi* zur fertig garnierten Tarte praktisch gezeigt. Näheres über die beachtenswerten Veranstaltungen ist aus ber heutigen Anzeige ersichtlich. ” Fe st genommen wurde auf Grund eine» Ausschreibens der Gießener Staatsanwaltschaft der Kraftwagen-Fuhrunternehmer K. I. aus Unter- Seibertenrod, der im vorigen Jahre vom Gießener Gericht wegen Urkundenfälschung zu einer längeren Freiheitsstrafe verurteilt worden war und sich zum Strafantritt nicht gemeldet hatte. Die Festnahme erfolgte in Frankfurt a. M Verantwortlich für das Feuilleton, i. 23. Dr. Fr W Lange. epredntunben Der :HcDnftton. 1L30 bis 12J0 Uhr. 16 bis 17 Uhr Samstag nachmittag geschloffen fr. ? »on r* । Un 1,77» an. fei 1«" Sanaiban 'Ä611. I aufx u V,? «len. 6;"' & 4s b -nfen. 'n > ' SÄ ! enen I Z7n’ darunter I affe. RETTE Denken Sie an Stoffe, denken Sie an L Hernard heute! beginnen I I I Gießen (Neuenweg 18), den 20. Juni 1932. 103852 Gießen, im 3uni 193$. 0384 W gedacht haben Kaufgesuche-] Frische 4725D Taunus-Erdbeeren solange Vorrat n Pfund nur Salatgurken...Pfund 20 1 Relle Reihgarn 5°'o Riickvergütnng! 13 1 Paar Sockenhalter Kautionsfähige 4695 V Zahlung: 4719D 1 Kleiderbügel Mengcncbgabe vorbehalten! 4663 A Unter Garantie o ob I b r» IM Donnerstag, den 23. d. 2U., nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im „Löwen', Neuen- weg 28, dahier, zwangsweise gegen Dar- Herzlichen Dank allen denjenigen, die meiner bei meinem 80. Geburtstage 1 Karte Perlm.-Knttpte verschiedene Größen Die Beerdigung findet statt am Donnerstag, dem 23. Juni, nachmittags 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof. immer Zentral- 1 Rolle ä 10 Mtr. Nahtband, schwarz n. weiß 1 Stück ä 7 Meter Gardinenkordel, reinlein. 1 Stück, 3 Mtr., GnmnH- Utze 1 Zentimetermaß 1 Karton, 42 Stück, Metall-Hosenknöpfe GSt.ä 2 Mtr .Halbleinenband, verschied. Breit. 1 Paar Damenstrnmpf- baller 6 Knäuel Baumwoll- Twist 2 Stück gestr. Damenbinden 1 Karton, 10 Knäuel, ä 10 Mtr. Seidenglanz- Twist 1 Hutständer, lackiert 100 Gramm B'woUgam 4 Meter ca. 3 cm breite Klöppelspilze 1 Taschenkamm 1. Etui Wilhelm Ianz Erdrauter Weg 50 1 Bund, 30 St. Messingsicherheitsnadeln 1 Paar Aermelhaller 3 Paar, 65 cm lang, Schnürriemen 3 Stück ä 2 Mtr. Halbleinenbaad, verschied. Breiten 4 Meter Bingband 1 Karte Gnmmibiesen L Hosenträger, 3teUlg bestätigt ist, hierdurch aufgehoben. Gießen, den 16. Juni 1932. Hessisches Amtsgericht. Frische Seefische <$, G. Meinheim Bahnhofstraße 61 4721 d Telefon 3866 Räumungs- Angebot! 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Schriftliche Angebote mit Preis unter 4724D an den Gieß. Anz. erbeten. heizg., 2 leere Zimmer od.Büroräume. Näheres durch cr auch abgesehen von den beruf-pädagogischen Erwägungen, die die Berufsschulpflicht für Vie ungelernten jugendlichen erforderlich erscheinen läßt, ist eS auch aus allgemeinen pädagogischen Erwägungen heraus unbedingt notwendig. die ungelernten jugendlichen beiderlei Geschlechts, als die einer pädagogischen Betreuung am meisten bedürftige Schicht, schulisch zu erfassen, um ihnen d,e in diesem Älter so notwendigen GrziehungSeinflüsse zuteil werden zu lassen. Die Erkenntnis, daß der jugendliche von heule, .der Baier u d d c OF.utkr von morgen" ist, wird dazu führen, der jugendlichen Arbeiterin in der Berufsschule außer der Förderung ihrer arbeitsberuflichen Tüchtigkeit auch eine hauswirtscha'tl.ch-vfiegerifche Erziehung zuteil werden zu lassen, die sie befähigt, ihrer späteren Ausgabe als Hausfrau und Mutter gerecht werden zu können. Die Berufsschule stellt die lebte Möglichkeit dar, die Masse der werktätigen Jugend schulisch zu betreuen. Ein Abbau der 'Berufsschulpflicht, eine Durchbrechung der Schulpflicht für einzelne Gruppen von jugendlichen, würde einer groben Anzahl lunger Menschen in der Zeit der Srwerbs- loslgkcit jegliche planmäßige ErziehungSmöglich- keit nehmen. Denn bei dem Fortfall der erziehe» rischen Einflüsse der Lehr- und ArbeitsprariS im Falle einer Erwerbslosigkeit ist die Berufsschule der einzige Ort, in dem der jugendliche plan- mähige pädagogische Führung, Anleitung zu ernster Arbeit und zu sittlichem Handeln erfährt Die steigende Zahl der Jugendlichen, die keine Lehr- oder Arbeitsstelle erhalten können, oder die nach Beendigung der Lehre ohne Beschäftigung find, gibt Deranlassung, die bcrusS- und sozial- pädagogifche Leistung der Berufsschule, deren Lehrerschaft sich in opferwilliger Hingabe der Betreuung dieser bedauernswerten jungen Menschen widmet, als einen Aktivposten in dem Ganzen unserer Erziehungsarbeit zu werten und zu erhalten. Goethe — em Mentor der studentischen Jugend aller Völker. Eine Umfrage unter ausländischen Studierenden. Goethe als Führer zur ethischen Freiheit. Don find. rer. pol. Aamesch Dabu, Indien. Zahlreiche junae Inder studieren in Deutschland, die hier stärkste Anregungen für ein selbstbewußtes nationales Eigenleben empfangen und nach Abschluß der Examina als Geisteskämpfer nach Indien zurückkehren werden. Gerade für uns ist Goethe ein ungeheurer Begriff. Man wird in der Bibliothek der jungen indischen Studenten vielleicht Tagorc vermissen — Goethe sicher nicht. Die Gestalten des Götz, des Egmonts, des Tasso sind aktu- elfer für diese Studenten als irgendeine Gestalt der modernen Zeitgeschichte. Es ist die Ethik des Freiheitskampfes, die die jungen nationalen Inder, die in Europa studieren, niergcnds so kristallklar und in solcher liefe schöpfen können wie bei Goethe. Ich selbst kenne eine Anzahl indische Studienkollegen, die nach Deutschland gekommen sind, „um Goethe, sein Land und seine Tradition, kennenzulernen". Goethes japanische Sendung. Don sind. jur. Hisao Shibusawa. Die „Nihon Goethe Kyokai", die „Japanische Goethegesellschast" hat ihren Sitz an allen Universitäten Japans. An den Kaiserlichen Universitäten Tokio, Kioto. Tokoku auf Formosa, Keio auf Korea usw. und sogar auf der Shokadagaku, der Handelshochschule in Tokio gehört ein erheblicher Teil der japanischen Studenten zu ihren Mitgliedern: ihre Zahl vermehrt sich ständig. Die ersten Universitätsprofessoren Japans stehen an der Spitze der Ja- panischen Goethegesellschast. Es gibt meines Wissens kein Buch, das unter den Studenten Japans populärer wäre als Wcrthers Leiden. Die erste intensive Begegnung des japanischen Studenten mit Goethe erfolgt nicht erst auf der Universität. Um einen Begriff davon zu geben, wie Goethe im japanischen Volke tatsächlich lebt, möchte ich nur einige Veranstaltungen Japans im Goethe- fahr nennen: im ersten Theater von Tokio werden Goethedrarnen mit Rundfunkübertragung auf olle japanischen Sender aufgeführt. Reben Rezitationen und musikalischen Vorträgen gelangt auch ein Goethe-Film, von Japanern gespielt, zur Vorführung — Goethe ist kein Lehrgegenstand auf den Universitäten, sondern ein Volkserlebnis. Der japanische Student, der in Europa studieren will, fährt — in das Land Goethes. Ich glaube, daß viele, wenn nicht die meisten von uns die abendländische Kultur ohne die Vermittlung Goethes nur sehr unvollständig begriffen hätten. Und, was das seltsame ist: Goethe ist nicht, wie andere große Geister, die zum Lehrmeister der ganzen Welt geworden sind losgelöst vom Rationalen, international in seinem Werk Wir japanischen Studenten erleben Goethes Werk als etwas rein Deutsches, ihn selbst, wie. Gundolf sagt, als die „größte Einheit, worin deutscher Geist sich verkörpert hat" Es ist kennzeichnend, daß ein so frühes Buch wie der Werther unter den japanischen Studenten am meisten Liebe und Verständnis findet. Wir sind ein junges Volk, das sich langsam erst durchringt und heute auf der Stufe der Werther steht. Den Weg vom Werther bis zum vollendeten Faust muh sich der japanische Student erst erobern. Der Führer auf diesem Wege der Kulturentwicklung kann kein anderer als Goethe sein. Goeihe in Gowjeirußland ... Don flut), phil. Wladimir Iwolgin. Der Sowjetstaat wollte zunächst mit allem Bürgerlichem zusammen auch die „bürgerliche" Literatur und ihre Träger verbannen. Es ging nicht — und einer der ersten, die man zurückgcholt hat, ist Goethe. Heute wird in allen Universitäten Sowjet- rußlands Goethe aelcsen, literarische Zirkel unter den Studenten befassen sich in ganz besonderem Maße mit dem „Bürger" Goethe. Zwar umgibt diese Beschäftigung mit Goethe immer noch eine gewisse Heimlichkeit, sie wird von Moskau her nicht besonders gern gesehen und es ist im Laufe der Jahre an einer kleineren Universität sogar vorgekommen, daß man Goethes Werke wegen gegenrevolutionärer Umtriebe zusammen mit anderen Büchern auf dem Unioersitätshofe verbrannt hat. Alle diese Mißgunst aber hat es nich^ verhindern können, daß Goethe sich auch gegenüber der russischen Revolution durchgesetzt hat. Es wird, so hört män, an einzelnen Universitäten von den Studenten ein richtiger Kult mit den nur in geringer Zahl vorhandenen russischen Goethe-Ausgaben getrieben. Ebenso wie zwischen Deutschland und anderen Ländern ist auch Goethe hier ein Bindeglied: Deutschland hat einen erheblichen Teil der Sympathie, den es unter der studentischen Bewegung Sowjetrußlands genießt vor allem Goethe zu verdanken ... OerWeg znGoeihe — derWeg zur geistigen Gesundung. Don sind. phl! Pierre Renouvin. Wenn das Goethejahr gerade in Frankreich so gefeiert wird, daß, abgesehen von der mehrfachen Uebersetzung aller Goethewerke, jetzt mehrere hundert Abhandlungen über Goethe von ersten Schriftstellern und Professoren Frankreichs erscheinen werden, so hat das einen besonderen, tiefen Sinn: Frankreich und besonders die studentische französische Jugend hat, wie Andrs Gide es ausdrückte, die Geisteskrise der letzten zehn Jahre durch keinen mehr als durch Goethe überwunden. Die von Osten her drängende revolutionäre, anti-bürgerliche Welle hat Frankreich weit stärker, als es nach außen schien, bedroht. Die Selbstbestimmung auf die Werte und Kräfte des Bürgertums hat die studentische Jugend Frankreichs vor allem dem großen deutschen Bürger Goethe zu verdanken, nach dessen Büchern sie in schweren Augenblicken der Krise griff. Nr. U4 Zweites Blatt Die sozialpädagogische Bedeutung der Berufsschule. Don profeffor Dt. Erna Barschot, Berlin. jede Erziehung, jede bewußte Einwirkung auf junge Menschen^ hat eine individuelle und eine soziale Seite. Eine individuelle insofern, als sie sich an den einzelnen jungen Menschen wendet und ihn in feiner Entwicklung fördern möchte, eine soziale, als sie in dem jungen Menschen zugleich den Angehörigen einer größeren Gemeinschaft erblickt und ihn für diese Gemeinschaft heranbilden will. Dieses doppelte Gesicht einer jeden Erziehung zeigt auch die Derusserziehung. Auch sie will den einzelnen jungen Menschen befähigen, bestimmte, sachlich umr jfenc Lebensaufgaben lösen zu können, gleichzeitig aber will sie den jungen Menschen in eine größere Gemeinschaft einordnen, um ihn zur Lösung der Aufgaben zu befähigen, die der Gemeinschaft gestellt sind. Für weitaus die größte Zahl der jungen Menschen vollzieht sich die Berufserziehung zugleich im Bereich der Berufs- und Arbeitspraris und in der Derussschule. Drei Merkmale kennzeichnen die moderne Berufsschule als eine pädagogische Einrichtung besonderer Art: zunächst die Tatsache, daß sie genau wie die Volksschule obligater schen Charakter trägt, daß sie .P f l i ch t sch u l e" ist, ferner ist fie keine Tagesschule" im Sinne aller übrigen Schulen, sondern eine „Stundenschul e", da sie ihre Schülerschaft nur wenige Wochenstunden zu gemeinsamer Arbeit zusammenfaßt und schließlich sind ihre Schüler überhaupt keine .Schüler" im eigentlichen Sinne, da sie in der Regel zugleich in einem Lehr- oder Arbeitsverhältnis stehen. Dieses Rebeneinander von Arbcitspraris und theoretischer Derufserziehung in der Schule bedeutet eine starke Förderung des Unterrichtsergeb- nisses, da dadurch ein Zusammenklang von Praris und Theorie, eine Lebensnahe deö Unterrichts erreicht wird, die bei keiner anderen Schulart möglich erscheint. Doraussetzung einer vollen pädagogischen Wirksamkeit der Arbeit der Berufsschule ist daher ein Lehr- oder Arbeitsverhältins, in dem der jugendliche sich befindet und das mm -um Ausgangspunkt der pädagogischen Arbeit der Berufsschule wird. Denn die Berufsschule erblickt ihre pädagogische Aufgabe darin, die theoretische Ergänzung zu dem praktischen Arbeitserlebnis zu geben und in all ihren pädagogischen Bemühungen stets von der arbeitsberuflichen Stellung des jugendlichen auszugehen. Die gesamte Organisation der modernen Berufsschule ist aus diesem Grundsatz heraus zu verstehen, daß stets die arbeitsberufliche Stellung des jugendlichen die Grundlage für feine erzieherische Beeinflussung abzugeben hat. Diese Einstellung auf den Arbeitsberus des jugendlichen ist nicht allein aus be- russpädagogischen Gründen geboten, auch iu- aendpsychologische Uebcrlegungen lehren, daß der Arbeitsbelmf im jugendalter das Hauptinter- e' enzentrum des jungen Menschen darstellt. Jede wirksame erzieherische Beeinslussung junger werktätiger Menschen muß daher schon aus jugend- psychologischen Gründen nach der genialen Er- kenntn s des jüngst verstorbenen großen Pädagogen Georg Kerschen st einer vom Arbeitsberuf ausgehen. Dies wi rd am leichtesten in den Lehrlingsklassen der Fall sein können, da bei den Angehörigen der gelernten Berufe Interessengebiet und Dildungsgut der Berufsschule zugleich durch die Derusszugehörigkeit gegeben sind. Weit schwieriger ist das Gebiet der Erziehungsarbeit an der werktätigen jugend in all den Klassen zu lösen, in denen kein bestimmter Beruf den Mittelpunkt der Erziehung bildet, bei den ungelernten Arbeitern beiderlei Geschlechts. Die im Vergleich zu den Lehrlingen größere pädagogische Problematik, die der Unterricht der Arbeiterjugend erfordert, darf jedoch nicht dazu führen, die pädagogische Betreuung dieser jugendlichen zu vernachlässigen. Psychologische Untersuchungen über die Interessen der Ungelernten zeigen, daß auch diese Gruppe der Arbeiterschaft Interesse für ihre Arbeit empfindet und daß dieses Arbeitsinteresse für die Erziehung des Rachwuchses nutzbar gemacht werden kann. Die Derufserziehung öes Arbeiters, soweit sie sich in der Berufsschule vollzieht, hat daher die Aufgabe, den jugendlichen in die Welt seiner Arbeit, in Technik, Wirtschaft und soziales Gemeinschaftsleben einzuführen, um die Eingliederung dieser jugendlichen' in die Ge- S udiumunisonst-mDälieniark! Don Erich Brandl. Während bei uns ein normales Studium allein an Gebühren 1000 bis 2000 Mark kostet, ein Betrag, der für Mediziner noch nicht einmal ausreicht, und während man in En- land sogar ein Mehrfaches dieser Summe aufzubi ngen hat, kann fW? der dänische Student so glücklich schätzen, für fein Studium überhaupt nichts bezahlen zu müssen. Er nimmt damit wohl eine Sonderstellung ein und erbringt gleichzeitig den Beweis dafür, daß auch eine solche Erleichterung den Reiz zum Studium durchaus nicht ins Grenzenlose steigert. So kommen in Dänemark trotz der günstigen Studienverhältnisse und trotz des starken Ansteigens der Hörerzahlen während der letzten Jahre auch heute erst 17 Studierende auf 10 000 Einwohner, während es in Deutschland schon mehr als 20 sind. Die einzigen Gebühren, die der dänische Student zu entrichten hat, sind eine Einschreibegebühr von etwa 25 Mark, sowie beim Abschluß seines Studiums die entsprechende Prüfungsgebühr, die sogar nur 10 bis 20 Mark beträgt. Das Studium ist also praktisch vollkommen umsonst, und das hat verschiedene Gründe. Erstens besitzt die llnincr- fität Kopenhagen, die ja die einzige dänische Universität überhaupt ist, ein eigenes Vermögen von mehr alsl.öWillio- n e n M a r k, aus dessen Ertrag sie schon einen Teil der Kosten selbst übernehmen kann. Ein weiterer Teil wird' aus privaten Mitteln. Stiftungen usw. aufgebracht, und der Rest fließt, wie ja auch bei uns, aus der Staatskasse. Aber nicht nur wegen der Gebührenfreiheit sind die dänischen Studienverhältnisse ideal zu nennen. Den minderbemittelten Studierenden stehen außerdem eine große Anzahl von Stipendien offen. die ja in Deutschland, bis auf die Studienstiftung des deutschen Volkes, fast gänzlich fehlen. An erster Stelle ist hier das sogenannte „Studentenregens" zu nennen, das ist ein Studentenheim, in dem etwa 100 Stipendiaten nicht nur unentgeltlich wohnen, sondern monatlich noch eine finanzielle Beihilfe von 90 Mark erhalten. Es handelt sich hierbei um eine alte, historische Stiftung, die schon aus dem Jahre 1601 stammt. Daneben werden alljährlich etwa 250 000 Mark als öffentliche Stipendien verteilt, zu denen noch weitere 50 000 Mark aus völlig privater Hand kommen. Von der Größe dieser Summe kann man sich nur dann eine Vorstellung machen, wenn man die dänischen Verhältnisse mit den deutschen ver- gleicht. Bei uns haben statistische Erhebungen ergeben, daß fast jeder zehnte Student durch die Wirtschafts. und Fürsorgeeinrichtungen des Deutschen Studentenwerks unterschätzt wird. Nehmen wir nun an, daß es in Dänemark genau so wäre, so kämen dort auf jeden unterstützungsbedürftigen Studenten jährlich 600 Mark. Wollte man in Deutschland dasselbe erreichen, so müßte man im Jahr mehr als 8 Millionen Mark an Stipendien verteilen. Daher kann man sagen, daß in Dänemark das Ideal „Freie Bahn dem Tüchtigen" nahezu verwirklicht ist. Die Studierenden kommen aus allen Schichten des Volkes, und es dürfte dort wohl kaum der Fall eintreten, daß einem begabten Abi- turienten das Studium lediglich durch wirtschaftliche Not unmöglich gemacht, oder auch nur er» schwert würde. Wie schon erwähnt, macht sich auch in Dänemark in letzter Zeit ein starker Zudrang zur Universität bemerkbar. So finden wir heute an der Kopenhagener Universität schon mehr als 5000 Studierende gegen 3000 im Jahre 1912. Darunter sind etwa 1000 Studentinnen. Der Frauen- prozentsatz ist also nicht viel größer als bei uns. Er ist sogar in den letzten Jahren zurückgegangen, denn die Zahl der Studentinnen ist viel langsamer gewachsen als die ihrer männlichen Kommilitonen. Mehr als die Hälfte aller Studierenden kommt aus Kopenhagen selbst, was nicht erstaunlich ist, wenn man bedenkt, daß ja fast jeder vierte Dane ein Kopenhagener ist. Verhältnismäßig klein ist die Zahl der Prosessoren in Anbetracht der 5000 Studenten, die sich auf nicht viel mehr als 130 beläuft. Voraussetzung für das Studium ist auch in Dänemark das abiturium, das „etubcnterelfamen". Doch sind die meisten Dorlefunaen öffentlich, so daß jedermann ohne weiteres als Gasthörer daran teil» nehmen kann. Die Dauer der einzelnen Semester weicht aber von unserer Einteilung beträchtlich ab. Das Sommcrfemcfter dauert nämlich in Kopenhagen vom 1. Februar bis Ende Mai, und das Wintersemester vom 1. September bis Weihnachten. lieber die Dauer des gesamten Studiums bestehen jedoch keinerlei Vorschriften. Die meisten Studenten brauchen aber 6 bis 8 Jahre. Wegen der vielen Freiheiten nimmt man das Studium in Dänemark scheinbar vielfach nicht so ernst, wie bei uns. Außerdem hat man es auch nicht so nötig, sich zu beeilen, weil ja fast alle Studierenden, entweder von Haus aus, oder aber durch ein Stipendium, finanziell unabhängig sind. Als Abschluß des Studiums macht man das Staatsexamen, oder man unterzieht sich der sogenannten „Magisterkonferenz", nach der nun eigentümlicherweise den Titel „cand mag." führt. Das bedeutet also in Dänemark nicht, daß man noch vor dem Examen steht, sondern daß man es bereits mit Erfolg bestanden hat. Außerdem kann man natürlich auf Grund einer wissenschaftlichen Abhandlung auch in Kopenhagen zum Doktor promovieren, doch muß man dazu erst eines der beiden obengenannten Examina mit „Gut" bestanden haben. Dafür berechtigt aber der Doktortitel in iMttwoch, 22. Juni 1952 Kumpel Student. Don ph. (schwind. Rovemberncbel überlagert Häuser und Straßen des südlichen Stadtteils der rheinischen Umversi- tät-großstadt Köln Dom Turme de- nahen St. Severin ertönt fünfmal dumpfer Glockenschlag. 3n der Dachstube eines Mietshauses sitzt über Bücher gebeugt der Werkstudent Hans Wehrlc. Examensnöte gönnen ihm leine Ruhe Der Wunsch, nach bestandener Abschlußprüfung ein besseres Leben al- bisher führen zu können, trieben ihn schon zur frühen Stunde aus dem Bett. Durch harte Arbeit hat er sich selbst daS Geld zur Fortsetzung seiner Studien verdienen müssen Wie oft reichte die Zeit der Serien zur Beschaffung der aUcrnottocnbigftcn Mittel nicht aus. Er hat einst ein frohes Burschenleben geführt, hat gerne gescherzt und herzlich gelacht. Doch die Inflation hatte dem sorglosen Leben schnell ein Ende bereitet. Wenn nach arbeitsreichen Stunden die hereinbrechende Dämmerung ihn zwang, die Bücher zur Seite zu legen und das Studium zu unterbrechen, wenn ihn dann das zufriedene Bewußtsein bewältigter Arbeit beseelte, dann schwelgte er in Erinnerungen an frohverlebte Stunden am Rhein. Leise summt er die Melodien alter Burichenlieder vor sich bin. Bonn ersteht wieder vor seinem geistigen Auge und mit dem alten Rheinstädtchen die Sandkaul, wo er die Klinge mit der seines Gegners gekreuzt hat, — Königswinter mit der gemütlichen Weinkneipe des alten Bellinghaus —, schon von ferne grüßt der efeuumranftc Rolandsbogen und inmitten deS schönen AheinstromeS Ronnenwerth. Roch einmal erlebt er in Gedanken jenen schonen Eommermorgen. da er mit seinen lebensfrohe.; Begleitern die Insel umfuhr. Es waren sonnige Stunden unbeschwerter jugend... Die Dampfsirene der naheliegenden Fabrik, die zur Arbeit ruft, gebot Wehrles romantischem Gedankengang Einhalt. ES bedurfte nur dieses Signale^; jetzt marschieren andere Gedanken auf. Sie reihen sich aneinander im Marsch-RhythmuS der auf der Straße zur Arbeit Eilenden. Wieder wacht Erinnerung auf. Erinnerung an den Morgen. da er zum ersten Male die Studien unterbrechen und zur Grubenarbeit eilen mußte. 2n der schweren Luft einer fprühregnerischen Herbstnacht durcheilt er die spärlich beleuchteten Straßen der Bergmannskolonie. Qi.:r über seine Brust läuft ein Band — eine einfache Hanf- schnur — deren Enden in den beiden „Ohren" der Kaffeflasche verknotet find. Ein Hut mit verblichenem, ausgefransten Band bedeckt den Kopf. Die Kleidung ist nicht den Witterungsver- hältnissen angepaßt. Es fröstelt ihn im leichtem abgetragenen Sommeranzug, der wohl für den Gang zur Zeche noch zu elegant wirkt. Aber zu dieser Stunde gibt es keine kritischen Beobachter. Die Menschen, die zu dieser Zeit die Straße gehen, schreiten als Gleiche unter Gleichen einher, gemeinsamer Bestimmung entgegen — zuerst vereinzelt, bann in größeren Gruppen, je näher sie dem Ziele kommen. Die Menge der Arbeiter wächst. Eie staut sich durch die den Zecheneingang verengende Kontrollbude Die Menschen haben auf einmal ihre Persönlichkeit verloren: als fortlaufende Rummern schreiten sie weiter in die Waschkaue, zur Lampenverteilung, auf die Hängebank zur Einfahrt, ins Revier, vor Ort, zum Ausfahrtschacht Rümmer 2927 ist ein „Reu- ling", wenn er sich auch den Anschein gibt, jahraus und jahrein keiner anderen Beschäftigung als der eines Bergmannes nachgegangen zu sein. Selbst ein „fachmännisch" zwischen Unterliefet und Backe eingeschobener „Priem" vermag es nicht, die einmal erfolgte Feststellung der anderen Kumpels zu verscheuchen. Aber man ist gerne zur Unterweisung bereit. Es bedarf keiner Fragen, keiner Bitten, denn die Hilfsbereitschaft ist Eigenart des Bergmannes, eingeprägt im innersten Fühlen durch das stets bewußte Aufein- anberangetoiefenfein in ben Momenten ber Gefahr, bie tausendfältig im tiefen Schacht ben Arbeitenden bedroht Die Reden sind kurz, auf das Rotwendigste beschränkt, denn jeder hat Eile und ist bestrebt, die Anfahrt nicht zu versäumen. Der verwirrende Knäuel der sich umkleidenden Menschen gleicht einem aufgescheuchten Bienenschwarm. Die Flügeltüren der AuSgänge sind in ständiger Bewegung. Hier strömen alle der Lampenausgabe zu, dort drängen sich noch Rach- Dänemark gleichzeitig dazu, an der Universität Vorlesungen abzühalten. Eine ausgesprochene Studententracht, wie in England, gibt es bis auf die vielgetragenen schwarzen Mühen in Dänemark nicht. Typisch, wenigstens für die Studentinnen, find jedoch die Seitentaschen, die man umhängt und in denen man seine Bücher und Kolleghefte unterbringt. Auf diese Weise lassen sie sich nämlich am bequemsten transportieren, wenn man Rad fährt. Und welcher dänische Student fährt denn nicht Rad? Unabsehbar sind die endlosen Fahr- robrer.ben. bi« währenb ber Borlesung vor bet Universität oder im Hof bes „Stubiengaard". wo ebenfalls Borlefu-igen abgehalten toerben, stehen. Ein bänischer Student sagte, wenn man wis'en will, wieviel Studenten in einer Borlriung sind, braucht man nur bie Fahrräder zu zählen, und er hat beinahe Recht. Bon dem Kopenhagener Studenten ist bas Fahrrad fast noch schwerer fortzudenken, als von dem englischen in Oxford und Cambridge. Reben der eigentlichen Universität gibt eS in Kopenhagen auch e;ne PolytechnischeLehr- anstatt, eine Tierärztliche und Landwirtschaftliche Hochschule, sowie meh- rere Kunsthochschulen. Interessant ist auch die neue Beriuchsuniverfität in Dänemark- zweitgrößter Stadt Aarhus, die auf das Drängen der Iütländer im Jahre 1928 eingerichtet wurde. Obgleich aber bisher lediglich Kurie für da- erst« Studienjahr abgehalten werden. find auch dies« «nur sehr 'chwach befröt Ueberd.es besteht di« Hälfte der dortigen Studierenden aus Stipendiaten. Deshalb ist anzunehmen. daß man nach die'cm Beriuch von dem Plan, «ine zweite Universität in Dänemark zu errichten, endgültig Abstand nehmen wird, wenn auch offiziell bisher noch keine Entscheidung getroffen ist. kömmlinge herein. Nummernrufe, Geklapper nie- verfallender Lampcnbügel und blechbeschlagener Stellagen vermischen sich zu ohrenbetäubendem Lärm Gre I? C bcier.töne durch- ttern d e Räume, von den Hängebänken her schallen die Signale der Anschläger. Schon dröhnen die Eisenschwellen unter dem Getrampel der hereinströmenden Rachtschichtlcr, blechern klimpern ihre Kontrollmarken in ausgestellte Kästen, dumpf dröhnt der Schall abgcschter Grubenlampen. Run steht auch er auf der Hängebank, inmitten seiner Kumpels. „Glück auf!" Die erste Seilfahrt beginnt und mit ihr die Zeit schwerster körperlicher Arbeit. Dazu singt der Haspel am Bremsberg sein Lied, es ertönt das dumpfe Rollen der Kübelwagen, Abbauhämmer stöhnen im Gestein und im Stoppel schallt's: Hoooo Bremser, hoooo Abnehmer! Bei diesen Melodien beugen sich Männer mit entblößten Körpern, vom Kohlenstaub geschwärzt, gleich den „Stempeln" und „Kappen", die unter dem Druck des Gebirges sich biegen. — Zwischen ihnen kniet in der „Strebe" Kumpel Student und schaufelt Kohlen auf die Schüttelrutsche... S.J.Jpori VfB. Gießen. VfB. Ligareserve — Leihgestern I 2:2. Am Samstagabend trafen sich obige Mannschaften zu einem fairen Kampf. Auf jeder Seite fehlte ein Spieler. Zn der 1. Halbzeit boten beide Mannschaften ein schwaches Spiel, die Vfber zeigten sich jedoch in der 2. Halbzeit von bester Seite. Mit einem gerechten Unentschieden trennten sich beide Gegner. Jugendsplele. VfB. 1. Jugd. — SpLl. Wetzlar-Niedergirmes 2:3. Die VfB.-Iugendlichen hatten bei dem in Dutenhofen ausgetragenen Meisterschaftsspiel reichlich viel Pech. Trotz technischer Ueberlegenheit mußten sie sich von der körperlich weitaus kräftigeren Mannschaft geschlagen bekennen. Bis zum Ende der regulären Spielzeit stand die Partie remis. VfB. hatte im Verlauf des Spiels 2 Tore vorgelegt, aber der Gegner kam immer wieder zum Ausgleich. Gegen Ende der an sich nicht statthaften Verlängerung fiel dann der Siegestreffer für die Wetzlarer. Die 1. Schüler konnte gegen die 1. Schüler von Lollar 2:2 spielen, während die 2. Schüler gegen die 1. Schüler von Daubringen 4:0 gewinnen konnten. Schaaf (^900) Vierter und Fünfter bei den westdeutschen Leichtathletik- Meisterschasten. Gewissermaßen in elfter Stunde war noch der Start des 1900er Langstrecklers Schaaf bei den in Essen durchgeführten Westdeutschen Meisterschaften zustandegekommen. Zum 10 OOO-Meterlauf am Samstag traten 20 Mann an. Der westdeutsche Waldlaufmeister K e l m (Hamm) nahm sofort die Spitze und siegte in der ausgezeichneten Zeit von 32:41 Min. Als Vierter ging Schaaf (1900 Gießen) in der Zeit von 33:14 Min. durch das Ziel. Der 5OOO-Meterlauf am Sonntag, den Schaaf ebenfalls bestritt, stand ganz im Zeichen Schaumburgs. Mit 15:17 Min. erzielte er die beste Tagesleistung. Die nächsten Plätze waren hart umstritten, und Schaaf konnte sich unter den 20 Bewerbern den 5. Platz sichern. Handball im Gau Hessen (D.T.) Klein-Rechtenbach I — Grohen-Linden II 10:4 (2:4). Die 2. Mannschaft des To. Großen-Linden weilte zum Rückspiel in Klein-Rechtenbach und unterlag, nachdem sie bei Halbzeit noch mit 4:2 in Führung lag, mit 10:4 Toren. Handball im Labn-Düneibera-Gau. Hausen I — Allendorf I 9:9 (6:6). Am Sonntag trat die 1. Handballmannschaft des Tv. 1864 Hausen gegen den Berbands- und Gaumeister, die 1. Handballelf des Tv. Allendorf (Lda.) an. Das torreiche Treffen brachte eine große äleberraschung: denn der Verbands- und Gaumeister konnte keinen Sieg erringen. 3a, Hausen war sogar so sehr im Vorteil, daß ein Sieg nicht als unverdient hätte bezeichnet werden können. Beide Maimschaften traten mit Ersah an. Schon nach einigen Minuten konnte Hausen in Führung gehen. Aber bald folgte der Ausgleich. Bei wechselvollem Spiel erzielte jede Mannschaft in fast gleichen Abständen Treffer und übernahmen auch abwechselnd die Führung. Etwa zehn Minuten vor Halbzeit stand das Spiel 4:3 für die Gäste. Doch nun drängte sausen sehr stark und es gelang ihm, den Ausgleich und einen Vorsprung von 6:4 her. auszuholen. Schließlich konnte aber der Gaumeister doch noch zwei Erfolge für sich buchen. Bei dem Stande 6:6 wurden die Seiten gewechselt. In der zweiten Halbzeit führten wieder die Einheimischen 7:6. Der Ausgleich folgte auf dem Fuße. Hausen übernahm stets von neuem die Führung, die Gäste zogen immer wieder gleich. Drei Minuten vor Schluß stand die Partie 9:8 für Hausen. Doch gelang es den Gästen auch in diesem Fall, den Vorsprung wieder wettzumachen. Der Kampf wurde sehr flott und fair ausgetragen. 3m Zeichen der fünf Ringe. Der Gründer der neuzeitlichen Olympiade 70 Jahre alt. Zn Lausanne, dem Sitz des Internationalen Olym- pischen Komitees, wurde dieser Tage der Schöpfer der neuzeitlichen Olympischen Spiele, Baron d e Coubertin, anläßlich seines 70. Geburtstages durch eine großzügige Feier geehrt. Etwa 200 Per- sonen hatten sich im Palais de Rumine eingefunden Der Staatsrat Perret beglückwünschte den Jubilar im Namen des Kantons und der Stadt Lausanne. Nach weiteren Ansprachen und einer längeren Erwiderung Coubertins wurden dem Gefeierten zahlreiche Ehren- und Erinnerungsgeschenke überreicht. Darunter befand sich auch eine Ehrenplakette des Deutschen Olympischen Ausschusses. Auch der deutsche Reichsinnenminister von Gayl hatte es nicht versäumt, ein Glückwunschtelegramm zu senden. Die Olympische Wasserballmannschaft trug in Zeitz ihr letztes Uebungsspiel vor der Amerikareise aus und siegte zweistellig mit 12:1 (5:1). In der unterlegenen Mannschaft spielten Deutschlands beste Reseroespieler, so daß der Sieg schon etwas wert ist. Als Ersatzleute wurden für Los Angeles als Torwart Eckstein (Leipzig) und im Feld Pohl (Weißenfee) sowie Schaumburg (Magdeburg) ausgewählt Der vierte Mann ist wahrscheinlich Amann (Magdeburg). Neun Kraftsportler vertreten Deutschland. Nachdem nun auch die Teilnahme des tüchtigen Bantamgewichtsringers Brendel (Nürnberg) dadurch sichergcstellt wurde, daß ine Sportvereinigung Sandow-Nürnberg sich zur Uebernahme der anteiligen Kosten bereiterklärte steht die deutsche Kraftsport-Mannschaft für die Olympischen Spiele jetzt fest. Es sind dies im Gewichtheben die Münchner Straßberger, Wölpert und Jsmayr sowie Schäfer (Mannheim), im Ringen Brendel (Nürnberg), E h r l (München), Sperling (Dortmund), Föbdeak (Hamburg) und Gehrling (Ludwigshafen), von denen Földeak auch im freien Stil auf die Matte gehen *wird. hirfchfelds Weltrekord Überboten. Hirschfelds Weltrekord im Kugelstoßen wurde bei den amerikanischen Olympia-Ausscheidungen in Cambridge (Massachusetts) von dem Amerikaner Leo Sex ton Überboten. Sexton stieß die 16-Pfundkugel 16,067 Meter weit und übertraf damit Hirschfelds Höchstleistung aus dem Jahre 1928 (16,045 Meter) um über zwei Zentimeter. * De Bruyn hat starke Konkurrenz. Wenn nicht alles täuscht, wird PauldeBruyn beim Olympischen Marathonlauf in Los Angeles auf eine starke Konkurrenz stoßen. In Südamerika tauchen immer neue vorzügliche Kräfte auf. Argentinien, das schon in Zabala und Ribas zwei vorzügliche Langstreckenläufer besitzt, hat in Fernando Cicarelli, der jetzt in Buenos Aires ein 25-Kilometer-Straßenlaufen in der neuen fübamert- konischen Rekordzeit von 1:23:13,4 gewann, ein viel- versprechendes Talent entdeckt. In USA. siegte der Deutschamerikaner Hans Oldag im Marathonren- nen von Baltimore in der hervorragenden Zeit von 2:38,00 und sicherte sich damit die Olympiareife für Los Angeles. Oldag ist leider amerikanischer Staatsbürger. Nurmi startet! Die Frage, ob Nurmi nach Los Angeles gehen wird, ist jetzt endgültig geklärt. Auf feine Anfrage beim Finnischen Olympischen Komitee erhielt Nurmi den Bescheid, daß er für den Olympischen Marathonlauf gemeldet werde und an der Ausscheidung am 26. Juni in Wiborg teilzunehmen habe. Amerikas Olympia-Ausscheidungen. Bei den offiziellen Olympia-Ausscheidungen der amerikanischen Leichtathleten in Cambridge wurden wieder hervorragende Leistungen erzielt. Einen neuen Landesrekord stellte Thomas Mc. Donough über 10 000 Meter in 31:24 auf eine Zeit, die aber noch weit entfernt von den in Finnland gelaufenen Bestzeiten ist. lieber 200 Meter siegte John Way- b r i g h t in 21,3 Sekunden, und den 400-Meter- Hürdenlauf holte sich I. F. H e a l y in der ausgezeichneten Zeit von 53 Sekunden. Mit einem ausgezeichneten Wurf wartete John Anderson auf, der den Diskus 49,80 Meter weit schleuderte und auch im Stabhochsprung erreichte Keith Brown mit 4,20 Meter eine nicht alltägliche Höhe. * Englands Radfahrer stark vertreten. Sehr stark werden die Briten bei den Olympischen Radsportwettbewerben vertreten sein. Mit Ausnahme der Sprinter, die erst am 25. Juni bei den lebten Ausscheidungen ermittelt werden, stehen die übrigen Teilnehmer fest. Im 4000-Meter-Bahn-Mannschafts- fahren starten: F. W. Southall, C. Holland, C und W. Harvell und E. A. Johnson. Am 100-Kilometer-Straßenrennen nehmen teil: F. W. Southall, W. Harvell und S. M. Butler. Finnlands einziger Vertreter beim Olympischen Straßenradrennen ist Paul H a 11 b e r g , während T. Porto als Ersatzmann vorgesehen ist. * Schweden entsendet zehn Wann. Nach dreitägigen Ausscheidungskämpfen in Stockholm hat der Schwedische Leichtathletikoerband die erste Auswahl unter seinen Olympiakandidaten getroffen. Für die Entsendung nach Los Angeles wurden dem Schwedischen Olympischen Komitee folgende Leute empfohlen: Erik N u für 1500 Meter, Sten Pe11ersson und K. A r e s k o n g für 400 Meter und 400-Meter-Hürden. G. Lindgren und E. P e 11 e r s s o n für 5000 Meter, 10 Kilometer u. 3000» MeterHindernislaufen E. Svensson für Weitsprung und Dreisprung. S k o e l d und G. I a n s s o n für Hammerwerfen und E. ß u n b q u i ft für das Speerwerfen. Zu diesen Teilnehmern soll sich der in Amerika ansässige 1500-Meter-Läufer F. S k a g h gesellen. Schwedens Leichtathletiktruppe wird die Stärke von zehn Mann nicht überschreiten. --- j Meisterschaften der Llniversiiäi. Am Freitag werden auf dem Universitätssportplatz die Endspiele um die M e i st e r s ch a f t im Faust ball unter den Korporationen der Univer- fität Gießen ausgetragen. Zu den Spielen treten die Mannschaften Nassovia — Adelphia und Rheinfranken — Wingolf an. Im Anschluß an diese Spiele der Zwischenrunde treten die Sieger aus diesen Spielen zum Kampf um die SÖlcifter» schäft an. — Ein weiterer Meisterschaftskampf findet am Freitag, 1. Juli, statt. Auf dem Universitätssportplatz werden im Laufe des Nachmittags die leichtathletischen Meisterschaften der Landesunivcr- fität zum Austrag gelangen. Die Siegerverkündigung wird in der Volkshalle stattfinden. Arbeiter-Turn- und Sportbund. Krofdorf I — Bezirksmannsthaft 5:0. Am Samstagabend standen sich^eide Mannschaften in Krofdorf gegenüber. Die Schiedsrichter traten nur unvollständig an, so daß Krofdorf leicht Sieger wurde. Wehlar I — Heuchelheim I 7:1. Heuchelheim war mit reichlich viel Ersah zum Rückspiel in Wehlar zu Gast. 5>ie stark verjüngte Plahelf konnte die in Heuchelheim erlittene Niederlage wettmachen und mit einem hohen Ergebnis Sieger werden. Wirtschaft. Berlin unsicher. Berlin, 22. Juni. (WTB. Funkspruch.) Die heutige Börse stand ganz unter dem Eindruck der vorliegenden außen- und innenpolitischen Momente. Vor allem verstimmte die Zuspitzung der Situation in Lausanne, die durch die Bekanntgabe des französischen Memorandums heute nachmittag und die französisch-belgische Einigung in der Reparationsfrage eine Verschärfung erfahren dürfte. Die Franzosen wollen Deutschland die Aussetzung der Barzahlungen auf zwei Jahre zugestehen, aber nach biejen zwei Jahren sollen die Zahlungen wieder ausgenommen werden. Neben diesem Moment war die ungeklärte innenpolitische Lage ein Hemmungsfaktor und man wartet mit Spannung das Ergebnis der heutigen Länderkonferenz beim Reichsinnenminister ab. Hinzu kam die nur geringe Entlastung des Arbeitsmarktes in der ersten Juniwoche um nur 14 000, der schwächere Schluß der gestrigen Neuyorker Börse, die politischen Zusammenstöße in Berlin und im Reich usw. Nach wie vor bildet aber die Gelsenkirchen-Transaktion das Hauptgesprächsthema. Die heutigen Pressekommentare zu der gestrigen amtlichen Darstellung haben die Spekulation veranlaßt, Verkäufe oorzunehmen, da diese amtliche Erklärung als sehr dürftig bezeichnet wird und jetzt erst über den Umfang und die Art der Transaktion eine gewisse Klarheit besteht. Man erfuhr erst jetzt, daß der Uebernahmepreis der Gelsenaktien über das Doppelte des Börsenkurses beträgt, und die ganze Summe etwa 100 Millionen ausmacht. Der Kurs ging bei Minus-Minus- Notiz um 2,65 v. H. zurück. Das Geschäft war sehr ruhig und die Grundstimmung war, obwohl die Kursrückgänge im Durchschnitt nur Bruchteile eines Prozentes betrugen, als ziemlich unsicher und schwächer zu bezeichnen. Thüringer Gas konnten sich im Gegensatz zur Allgemeintendenz um 3, Feldmühle um 1,25, Goldschmidt um 0,88 Proz. und Cha de um 2 Mark befestigen, dagegen waren Montanwerte ziemlich schwach, vor allem Rheinstahl, ferner lagen Schultheiß, Charlottenburger Wasser, SchubertL Salzer, Elektrizitätswerk Schlesien und Eintracht Braunkohle im Angebot und verloren 1 bis 2 Proz.; Dekula, in denen größere Verkäufe erfolgten, gingen um 0,75 Prozent und im Verlaufe weiter um 1 Proz. zurück. Die gestrige Festigkeit der deutschen Bonds in Neuhork konnte weder auf den Aktien-, noch auf den Rentenmarkt einen Eindruck ausüben, und Deutsche Anleihen lagen durchweg schwächer. Reichsschuldbuchforderungen schwächten sich um ungefähr 0,25 Prozent ab. 3m Verlaufe blieb das Geschäft ruhig, doch verstimmte der weitere Rückgang der Gelsenkirchenaktien um 2 Proz., und es ergaben sich auf der ganzen Linie Rückgänge um 0,5—1,5 Proz. 3m weiteren Verlauf verstärkten sich die Abgaben am Montanmarkt, und die Kurse gingen weiter bis zu 2,5 Proz. zurück. Der Berliner Geldmarkt war in sich zwar etwas leichter, doch blieben die Sähe unverändert. Geringe Umsätze in Frankfurt. Frankfurt a. M., 22. Juni. (WTB. Drahtmel- bung.) Tenbenz: schwächer. An der heutigen Effektenbörse war eine schwächere Stimmung vorherrschend, roeber aus ber Wirtschaft noch aus ber Politik lagen Nachrichten vor, bie geeignet wären, Anregung zu bieten, so baß sich bie Geschäftstätigkeit in recht engen Grenzen hielt. Die Situation auf ber Konferenz in Lausanne hat noch keine Klärung erfahren. Mit Interesse sieht man bem angefünbigten Meinungsaustausch über eine wirtschaftliche Zusammen- arbeit zwischen Deutschlanb unb Frankreich entgegen. Auch bie innerpolitische Lage ist nach wie vor unübersichtlich. Allgemein bleibt man sehr abroartenb, so baß sich immer noch bas Geschäft in recht bescheibenen Bahnen bewegt. Bei ber Enge bes Marktes genügten schon bie geringen Verkaufsaufträge bes Publikums, um einen Druck auf bas Kursniveau auszuüben. Ausgehenb vom Umsatzgebiet ber Montanaktien, wo Gelsenkirchen unter großem Angebot zu leiben hatten unb 2,75 o. H. einbüßten, griff bie Schwächeneigung auch auf bie anberen Wertpapiergruppen über. Von Monanwerten gaben Rheinstahl 1,5 v. H. nach, auch Stahlverein würben etwas niedriger genannt. Am Chemiemarkt verloren Rütgers- werke 0,5 v. H., IG. 0,5 o. H. Der Zelfftoffmarkt verkehrte ebenfalls in schwächerer Haltung, wobei man auf bie Ausführungen bei ber gestrigen Generalversammlung ber Bergmann Elektizitäts-Gcscll- schaft verwies. Lech-Werke konnten ihren Kursstand um 0,5 v. H. verbessern. Zellstoff Aschaffenburg würben 0,5 v. H. höher notiert. Reichsbankanteile unb Schiffahrtswerte eröffneten knapp behauptet. Die übrigen Märkte lagen geschäftslos. Arn Rentenmarkt waren Deutsche Anleihen bis zu 0,5 v. H. niebriger, von Auslänbern waren 3-v. H.-Schweben mit minus» minus notiert. Deutsche Anleihen eröffneten bis zu 0,5 v. H. niebriger. Auch Pfanbbriefe waren schwächer veranlagt. Oolbpfanbbriefe waren etwas niebriger als am Vortage genannt. Reichsschulbbuchforbe- rungen stellten sich bis zu 0,5 v. H. niebriger. Im Börsenverlauf nahm bas an unb für sich schon geringe Geschäft noch weiter an Umfang ab, unb bie Kurse erfuhren meist weitere leichte Rückgänge. Rheinstahl senkten sich erneut um 0,5 auf 40 v. H., ebenso IG., bie auf 90 v. H. nachgaben. Am Gelb- markt trat keine wesentliche Aenberung ber Lage ein. Tagesgelb war zu 4 o. H. unverändert. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 22. 3pni. Es wurden notiert: Weizen 261,50, Roggen 220, Braugerste 200 nominell, inl. Hafer 170 bis 180; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, mit Austauschweizen 38,60 bis 39,75, Weizenmehl, niederrh. mit Austauschweizen, 38,60 bis 39,50, Roggenmehl 27 bis 28. Weizenkleie 8,25, Roggenkleie 8,50 bis 8,75 Mark. Tendenz: sehr ruhig. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Diehinter Öen Papieren angeführten Ziffern geben bie Höhe ber zuletzt beschlossenen Divibenbe an. — Reichsbankbiskont 5 o. H, Lombardzinsfuß 6 v.H. Ivianhur; u. .... «er. <5cniuy»| l-uvr« % jleutidie ateiaiüflnieihc u. lUz. — — 54 7% Deutsche Meichsanleiiie v. 1921' 59,4 —» 58,5 —— 5%% TJounn-tinlcilie von 1930 . Deutsche Ani.-Ablöl.-Sckuld mit ’21u4lol.»flled)len 60 — 60 _ 37,75 37,4 37,65 37,25 De»gi. ohne Aurioi..Reckte 1,65 3,55 3,65 3,55 8% Heli. 2n Arbeiter Machtmittel zum 0 [ompfum Leben und 2 festlicher Selbständig^ nationalen Pflicht' und Heilung der verloren ge Hand- und Landarbeit oolkserzieherischen 2kb( müßten alle junger unb nicht nur die Arbe AN \ Rn Todesurteil am l am nächsten Morgen, Erschießen und Atoat 6 feig Jahre Zuchthaus : Hausjahre nach rechts rade nicht. Das Schuhe des Ltaa sührt ihm immer neue die Gegner bet faschif nicht Woher kommen sie, Ideale fechten sie, wer lie kommen gewöhnlich W Geldverdienen uni den sie von Lnternehn iuf die sie. sich gerne s, cius wegräumen wolle Trauen vor der unerb dvlitischen Gesetze, die e erinnern, nicht leicht, fi rannen" zu erwärmen. U jetzt übrigens, das ^vlchganger und Domk ramen cane grosso bek. tolle.Hund. 3m ßa schwärmerischer ja V-fl den Duce. Mei, Ware im Lande so et B^.Weien, Anter S te gewaltsam n Jnnle man bei der do! der Zeit feine totak Sremdherrscha dagegen a ™r. Aufruhr mit S&s, S&8?S: WZ kirn Ä” W ScMih' in mßanöfl wj dam, ein, S, Äte SKWffSh ehrlß handle, wi^Ä^ehre, Allein d erber ft ÄS »ft KSÄ Nationalsozialismus und Oberst Hier! entwickelt das Berlin, 20. Juni. (TU) Auf der Deutschen Welle sprach Oberst a. D HierI über das Thema „Nationalsozialismus und Arbeitsdienstpflicht- Er leitete seinen Vortrag mit der Notwendigkeit der Selb st Hilfe Deutschlands zur Ausnutzung des ihm verbliebenen Lebensraumes und seiner Werte und Wiederbele- bung seiner freien Wirtschaft mit staatlicher f) i I f e ein Aus diesem (Brunbe sei Oberst a. D. Hierl, bis vor kurzem Sachbearbeiter für Arbeitsdienstfragen in der Reichsleitung der NSDAP., soll von der Reichsregierung als Arbeit»- dlenstkommissar in Aussicht genommen sein. es für jeden Deutsechn eine Ehrenpflicht, während feiner Jugend seinem Volk eine bestimmte Zeit zu dienen. Die Arbeitsdienstpflicht solle der Staats« leitung ein Arbeiterhcer a ls staatliches Machtmittel zum Einsatz in dem Wirtschafts- komps um Leben und Wiedergewinnuna Volkswirt- schaftlicher Selbständigkeit schassen Erziehung zum nationalen Pflicht- und Ehrgefühl und Wiederher- stellung der vertuen gegangenen Achtung vor der Hand« und Landarbeit seien Kernpunkte dieser volkserzieherischen Arbeit. Zu der Dienstpflicht müßten alle jungen deutschen Männer und nicht nur die Arbeitslosen herangezogen wer- ShteWenflWL nationalsozialistische Programm. den jede Stellvertretung oder Loskauf müsse ausgeschlossen bleiben. Bei der Verteilung der Arbeit sei natürlich darauf Rücksicht zu nehmen, daß durch N« die Beschäftigung der freien Wirtschaft nicht gehemmt und di« in Lohn und Brot Stehenden mcht von ihren Arbeitsstätten verdrängt würden. Der Arbeitsdienstpflichtige würde Unterkunft. Verpflegung. Kleidung und ein tägliches Taschengeld von 30 bis 50 Pfennigen erhalten, ve-ne Einberufung. der eine ärztliche Musterung vorouSzugehen hätte, solle in der "ach Abschluß der Feldarbeiten lm Herbst erfolgen. Wan werde ein großes Arbeitsfeld vorfinden: so sei vor allem an die Steigerung der landwirtschaftlichen Erzeugung, Entwässerungsanlagen. Urbarmachung von Moor- und Oedland. Hochwasserschuhbauten in Berbin- düng mit einem großzügigen Ausbau der deuten Wasserkräfte. Forstarbeiten. Ausbau de« Straßennetzes. GrneuerungSbauten bei der Reichs- b°hn und Schaffung von Luftverkehrsanlagen gedacht, wovon allerdings ein Teil der freien Wirtschaft überwiesen würde. Bon größter Bedeutung sei der Einsatz bei einer großzügigen Besiedlung deS OstenS. Sine erfolgreiche Lösung dieser Ausgaben er- fordere eine einheitlich st rafseFührung. Festgefügte Arbeitsverbände seien zu organisieren. Die Arbeitsbeschaffung selbst sowie die technische Leitung und Verrechnung der Arbeiten würden denjenigen staatlichen Behörden zufallen, die über den dazu erforderlichen s a ch k u n - higen Beamtenapporat verfügten, so die einschlägigen Ministerien mit den ihnen unterstellten Behörden. Parteipolitische Betätigung vertrage sichnicht mit Sinn und Zweck des Arbeitsdienstes, der daher vor allem mit sportlichem Geist erfüllt, sein müsse. Aus die Mitarbeit der Frau müsse vorläufig verzichtet werden, zumal der Betätigung der Frau ein ganz anderes Gepräge gegeben werden müsse. Zur Fin.anzie- rungsfrage betonte Hierl, daß die Kosten des Unterhaltes der Arbeitsdienstpfl'cht durch die sr eiwerdenden Mittel der Arbeitslosenversicherung gedeckt werden tollten. Der volkswirtschaftliche Ertrag werde allerdings erst in späterer Zeit erheblich gesteigert werden können. Das Revolutionstribunal an der Arbeit. Don unserem römischen L.-Korrespondenten. Rom. Mitte 3unl Ein Todesurteil am Rachmittag, ein Todesurteil am nächsten Morgen, sofortige Hinrichtung durch Erschießen und »war Schießen in den Rücken, dreißig Jahre Zuchthaus nach links, dreißig Zuchthausjahre nach rechtS — zimperlich ist man gerade nicht. Das Sondergericht zum Schutze deS Staates arbeitet. Die OVRA. sührt ihm immer neues Material zu. Denn auch die Gegner der faschistischen Revolution schlafen nicht. Woher kommen sie, unter der Fahne welcher Ideale fechten sie, wer sind ihre Führer? Run, sie kommen gewöhnlich aus Paris, ihr Ideal heißt Geldverdienen und in den Tod geschickt werden sie von Unternehmern, die von den Plätzen, aus die sie sich gerne sehen möchten, den Faschismus wegräumen wollen. Es ist daher bei allem Grauen vor der unerbittlichen Härte der staatspolitischen Gesetze, die ein wenig an das alte Rom erinnern, nicht leicht, sich für die „Opfer des Ty- rannen" -zu erwärmen. Aus den Prozessen wissen wir jetzt übrigens, daß er in den Kreisen der Dolchganger und Dombenleger unter dem Spitznamen cane grosso bekannt ist: der große Hund, der tolle Hund. Im Lande selbst nennt man ihn mit schwärmerischer, ja nahezu göttlicher Verehrung den Duce. Meinungsverschiedenheiten.... Wäre im Lande so etwas wie eine Opposition vorhanden, gegnerische Presse und gegnerische Parteien. Unterströmungen wie in Rußland, die gewaltsam niedergehalten werden, so könnte man bei der politischen Psyche des Italieners, der Zeit seiner Geschichte nichts als drückende Fremdherrschaft gekannt und daher gelernt hat. sich dagegen aufzulehnen, mit List ober offenen: Ausruhr, mit Bünden (fasci) ober geheimen Gesellschaften, mit gedungenen Attentätern und überzeugten Märtyrern, Verzweislungsaus- brüche erwarten und verstehen, aber die Erfahrung hat gelehrt, daß nur in der ersten Zeit der Staatsgründung oder der Diktatur dem Faschismus und seinem Führer Feinde auS dem Volke erwuchsen, die ihn umbringen zu müssen glaubten. Alle Attentäter der letzten Jahre dagegen, und daS ist ungemein bezeichnend, wohnten und wurden im Ausland besoldet. Auch unter den suorisciti, den L a n d s l ü ch t i g e n. die ihren Hauptsih in Paris, eine Zweigniederlassung in Brüssel und vereinzelte Agenturen an der Riviera und in der Schweiz haben, gibt es ohne Zweifel Idealisten, ehrliche politische Gegner der faschistischen Staatslehre, frühere Minister und Gesandte, wie Ritti ober den Grasen Sforza, der vor allem die Auslandspolitik Mussolinis verdammt. gibt es Schwärmer, wie jenen tollkühnen Flieger Dasfancsi. der zweimal Flugblätter über Mailand und Rom abwarf, Aufrufe, das Rauchen zu unterlassen, um damit das Staatsmonopol und den Staat selber zu untergrabenI Erst kürzlich wurde der belgische Professor Moulin, der tn Kosfern mit doppeltem Boden umstürzlerische Schriften eingeschmuggelt hatte und vom Sonder- aericht zu zwei Jahren verurteilt worden war. langt vor Absihung seiner Strafe — entlassen. Ein Heines Beispiel, daß man auch in Rom Unter- fchiede zu machen weiß ________ Was aber veranlaßte einen Dovone, den Häuptling einer Verbrecherbande, dem Simpion- expreß wie dem Ministerpräsidenten auszulauem und wahllos in rasender nächtlicher Fahrt durch die Städte Zeitbomben zu legen, die wahllos ihre Opfer zerrissen? Was trieb einen Sbardello 11 o , mit einem gefälschten Schweizerpaß mehrmals die Grenze zu überschreiten, den schußbereiten Revolver in der Tasche, die Bauchbombe (das sind nach Maß gearbeitete, nicht austragende, weil der Rundung angepaßte Präzisionsarbeiten) um« geschnallt? Erschütternd sind ihre Geständnisse. Der eine wollte sich „um jeden Preis sanieren" und glaubte das nicht einfacher machen zu können, als daß er in d ie Dienste der „antifaschistischen Konzentration" in Paris trat, eine Firma, die sich die französische Regierung nun wohl ober übel wird nun einmal näher betrachten müssen. Es scheint, daß das Kopsgold, das dort für den cane grosso eingesetzt ist. eine besonders verlockende Höhe erreicht. 6000 Lire Monatsgeld bezog er jcbcnfallä allein für fein „Eierlegen". Geld war die Triebfeder seines Handelns, er betonte es ohne Sentimentalität auch vor den Richtern. qL8 es um Hals und Kragen ging. Der andere, ein junger Mann, scheint Anar - chist alten Schlages zu sein, der gegen gute Bezahlung bereit ist, jede Weltordnung zu beseitigen. Aus die eindringliche Frage des gewiß nicht gefühlsschwachen Vorsitzenden, des faschistischen Generalleutnants Cristini. ob es denn wirklich sein fester Entschluß gewesen sei. Mussolini zu ermorden, antwortet er mit schöner Selbst- Verständlichkeit: „Ra. klar, wenn ich dazu kam!" (Die Derhanblungen vor dem Sondergcricht sind öffentlich, wir ausländischen Pressevertreter haben freien Zutritt.) Am lehrreichsten aber waren die Auslagen des Anarchisten B e 11 o n i. der in der Uniform eines faschistischen Milizsoldaten den Anschlag auf Mussolini ausführen wollte. Er erklärte, in Paris unter den fuorisciti sei man überzeugt gewesen und werbe es jeden Tag wieder infolge der Pressefchiiderungen. daß die Lage in Italien reif sei. das heißt, so kritisch, so verzweifelt. daß eine Funke genüge, um die Revolution zu ent- sachen. Ein Funke: die brennende Zigarette an die Bombenlunte gehalten oder aus Mussolini gefeuert! Wie er dann nach Italien gekommen fei. alles in Ordnung gefunden habe, ja. besser denn je. wollte er fassungslos von feinem Plane abstehen, sagte es in Paris, wurde aber wieder „an d i e Front geschickt" Das ist die Tragik in diesem scheinbar politischen Sviel. In der Tat. es wäre für manchen, der auf den Faschismus schilt, gut. wenn er seine We sheit nicht aus Hetzartikeln beziehen, sondern sich selber an Ort und Stelle u m s e h e n würde. Das Italien von heute, das lich allen Stürmen zum Trotz aufrecht hält, wo Staaten wanken, die auf das Rom der Epigonen verächtlich herabschauen zu muffen glaubten, dieses Italien Mussolinis ist durchaus geeignet, diejenigen zu entwaffnen, die guten Willens find Dekanat eingetretenen Pfarrer- Er u ll (TraiS- Hvrloff) hielt Pfarrer Hotz (Villingen) einen Vortrag über »Das Ringen um eine evangelische Pädagogik in der Gegenwart". Der Vortrag sand lebhaften Beifall und rege Aussprache. Zum Schluß der Konferenz wurden verschiedene amtliche Angelegenheiten besprochen. Preufcen. törcio Wetzlar. OO Groß-Rechtenbach, 21. Juni. Zu den Elternbeiratswahlen, die am Sonntag stattzusinden hatten, brauchte in unserer Gemeind« nicht gewählt zu werden, da nur ein einziger Wahlvorschlag eingereicht worden war. Dieser Gin- heitSwahlvorschlag, der in einer gut besuchten ®l- ternversammlung ausgestellt wurde, und jetzt al- gewählt gilt, enthält solgende Hamen. Anton Schmidt, Wilhelm Langsdorf III., Wilhelm Spieß, Jakob Schneider und Friedrich Engel. Taten für ^reitaa. 24. Juni. 1485: der Reformator Johann Bugenhagen in Wollin geboren; — 1777: John Roß, der Entdecker des magnetischen Nordpols, in Wigtownfhire geboren; — 1922: der Wirtfchaftspoliker und Staatsmann Walther Rathenau in Berlin gestorben Die andern, di« nicht sehen wollen und au- Prin- s zip den Finger an den Hahn legen, die ent-, wassnet allerdings daS Revolutionstribunal. Wan darf den Ausdruck wieder gebrauchen, die Re- gierungsprefs« selber schreibt: ..Das RevolutionStribunal arbeitet!“ Der faschistische Staat verteidige sich und daS fei seine Pflicht, denn so arbeite er für daS Wohl der Ration. Die Ra- . Hon wiederum müsse in Frieden arbeiten können, sie habe sich nicht umsonst frei gemacht von den | Wahi st mme n kä usen der Banken und Industrien und Interefsenhausen. Und vor allem müsse das Ausland wissen, daß Italien keine Einmischung in se ine inneren Angelegen - beiten, seine RegierungSsorm duld«, wie auch umgekehrt der faschistische Staat jeden anderen nach seiner Fasson selig werden lass«. Zehn Jahre Faschismus — zehn Jahre Kampf. Wahrlich, Mussolini ist seinem nietze- schen Grundsatz, man müsse ..gefährlich leben", treu gebl:eben. ES mühte auch seine Gegner zur 1 Bewunderung hinveißen. wie er kaltblütig Tag für Tag. kann man wohl lagen, durch Bomben schreitet zu seiner Arbeit, die keine Rast und keine Furcht kennt. Ob sich nun das Wort deS i DapsteS. daß Gott sichtbar feine Hand über ihn ■ yalte. bis zu feinem natürlichen Ende erfülle oder nicht, er fragt nicht danach, er geht seinen geraden Gang, er arbeitet in inbrünstigem Glauben für sein Volk, fein Vaterland Und darum wird fein Rame noch durch die Geschichte leuchten, wenn von der „antifaschistischen Konzentration" nichts mehr kündet als der Staub ihrer in schimpflichen Tod gehetzten Söldner. Überbeffen Landkreis Gictzcn D Lich, 21. Juni Wie in den früheren Jahren, so wurde auch jetzt wieder für die Feldgemartung unserer Stadt angeordnet, daß sämtliche bepflanzten Grundstücke, offene und ringe« friedigte, vom 1. Juni bis zum 1 November während der Nachtzeit nicht betreten werden dürfen, auch nicht von den Eigentümern der Grundstücke Ausgenommen sind nur die Flächen, die als Hausgärten dienen. Die Sperrzeit ist für die Monate Juni, Juli und August aus die Zeit von 21 Uhr bis 5 Uhr und für die Monate September und Oktober auf die Zeit von 20 Uhr bis 6 Uhr festgesetzt. cnd Eberstadt, 21. Juni. Der hier wohnhafte, 27 Jahre alte und verheiratete Kraftwagenführer S). Sj. wurde heute unter der Anschuldigung der Kindesschändung von der Gendarmerie in Lich verhaftet und dem Amtsgericht in Lich oorgesührt, das Haftbefehl gegen ihn erließ Der Verhaftete hat sich an dem 9 Jahre alten Töchterchen eines hiesigen Einwohners in schwerer Weise vergangen. Er leugnet zwar die Tot, indessen bestätigte der ärztliche Befund des Kindes, das seine Angaben übrigens sehr bestimmt machte, die schwere Anschuldigung gegen den Mann )( Hungen, 21. Juni. Gestern sand im »Solm- ser Hof" dahier unter dem Vorsitz von Dekan Engel (Obbornhofen) eine Konferenz der evangelischen Geistlichen unseres Dekanates statt. Rach Eröffnung durch Schriftlesung und Gebet durch Pfarrer G e r i ch (Bellersheim) und Begrüßung deS neu In das T*i Em Ehrenmal für die un itbviUikai mltihmien Rote-Kreuz-Schwestern wurde in Berlin Lant.witz anläßlich des 50|äbrigen Bestehens des Verbandes Deutscher Mutterhäuser vom Roten Kreuz ein- geweiht. „Ahemsranken in der Reichsreform." Staatsbürgerlicher Bildungsabend des Zungdeutschen Ordens. Die Bruderschaft Gießen des Iungdeutschen Ordens hielt gestern abend im Hotel Hindenburg einen sehr start besuchten staatsbürgerlichen Dil- dungsabend ab. Studienrat Klotz begrüßte die Besucher und gab zunächst einen kurzen Ueber- blick über das Thema des Abends, das er in Beziehung mit den jungdeutschen Gedanken auf dem Gebiete der Reichsresorm stellte. Sodann sprach Direktor W e i h e l (Frankfurt am Main), der Schöpfer des sog. „Frankfurter Entwurfs", über das Thema „Rheinfranken in der R e i ch s r e f o r m". Das Problem der Reichsresorm, so führte er u. a. aus, sei nicht nur ein deutsches Problem, sondern ein Problem des europäifchen Raumes. Deutschland habe dabei eine doppelte Aufgabe in seinen Grenzen zu erfüllen: eine ideal-staatspolitische (Vereinigung der Bundesstaaten) und eine realpolitische (Verwaltungsreform). Die Verwaltungsgrenzen seien durch die Wirtschaft längst gesprengt und eine Strukturwandlung vollziehe sich, der Rechnung getragen werden müsse Hindernd stehe den Bestrebungen der IZmalige Dualismus Länder — Reich entgegen 1918 habe man die Möglichkeit gehabt, ein geschlossenes Reich zu schaffen. Diese Gelegenheit wurde aber versäumt. Dabei bedeute eine Reichsreform, wenn man sie von der Seite der räumlichen Entfernung her betrachte (man vergleiche damit die Zusammenfassung in Kanada und USA.), keine große Aktion. Die Reugliederung müsse von Mensch und Landschaft, von der Struktur der Wirtschaft und des Verkehrs aus- gehen. Die Reichsresorm sei keine rein theoretische Angelegenheit mehr, sondern eine Ideenfolg«, die schon praktische Auswirkungen gezeitigt hab«. Die Gesamllösung müsse und könne nur durch die Uebemahme der Länder auf das Reich und durch die dann vom Reich aus vorzunehmende regionale Gliederung erfolgen. Rachdem der Vortragende in knappen Umrissen die Form der regionalen Gliederung in den verschiedenen deutschen Gebieten ausgezeigt hatte, legte er die besonderen Verhältnisse in unserem Geb etc dar. Das rheinmal n i s che Gebiet müsse, so betonte er, zu einem Rheinfranken zusammengeschlossen werden. Das bedeute die Zusammenfassung von Hessen-Rassau, Waldeck, des Siegerlande-, des Landes Hessen, des westlichen Unterfranken, der bayerischen und badifchen Pfalz, der Regierungsbezirke Trier und Koblenz zu einem einzigen Komple?, dessen Zusammenfassung von geopolitischer, bevölkerungspolitischer, von wirtschaftlicher und verkehrspolitifcher Seite her anzustreben sei. Der Mittelpunkt dieses Gebietes werde wohl Frankfurt sein. Der Gedanke dieser Zusammenfassung habe aber nichts mit einem Frankfurter Imperialismus zu tun, sondern fei lediglich die Konsequenz einer Bestrebung, die in der unverkennbar bestehenden gegenseitigen Verflechtung aller genannten Gebiete ihre moralische Grundlage habe. An Hand spezieller Karten legte der Redner die vielseitige Verbundenheit der Gebiete untereinander dar, außerdem betonte er durch die Schilderung verschiedener kleinlicher Kompetenzstreitigkeiten die Rotwendigkeit dieser regionalen Zusammenfassung, Um diese Arbeit zu fördern, sei ein Ausschuß zur Schaffung eines Hessen-Rheinfranken gegründet worden, der unter der Leitung von Professor Dr. Sommer-Gehen und Referendar B ecke r - Großen-Linden die Arbeit im Sinne der Dereinigungsbestrebungen nach Kräften aufnehmen soll Rachdem sich der Vortragende poch kurz mit den Reichsreformplänen des Luther- bundes und der Länderlonferenz (deren Reformvorschläge er ablehnte) auseinandergeseht hatte, schloß er seine Ausführungen mit dem Hinweis auf die große Bedeutung der Reichsresorm für Staat und Volk in seiner Gesamtheit. Der Vortrag wurde mit lebhaftem Deisall ausgenommen. An der überaus regen Aussprache beteiligten sich neben dem Redner des Abends die Herren Schmidt. Becker, Kausch. Dr. Dues und Studienrat Klotz Es wurde im Verlause der Aussprache eine Reihe von Fragen ausgeworscn, die mit der Reichsreform im engften Zusammenhang stehen. Insbesondere wurde die Frage nach den W derständen gegen eine Reichsresorm erörtert. die Unterschiede zwilchen dem Frankfurter Entwurf und dem jungdeutichen Gedanken auf- g „Ich Hape nichts zu verzeihen, Herr Lampert. Sie sind ein Künstler und haben das Recht, Ihrem Künstlertum zu leben. Doch ich höre Tante Schelmer kommen. Sie werden froh fein, endlich etwas zu essen zu bekommen." Frau Schelmer trat ein, und nach einer herzlichen Begrüßung begab man sich ins Speisezimmer. Eine gemütliche Stimmung herrschte unter den dreien, um so mehr, da Frau Schelmers Kopfschmerzen sich verflüchtigt hatten und die beiden jungen Menschen sich Mühe gaben, so harmlos als möglich zu erscheinen. Erst gegen siebzehn Ufjr verabschiedete sich der Gast. Kurt Lampert kam von jetzt an häufig. Frau Schelmer hatte einen Rarren an ihm gefressen, und er verstand es, sie über seine Gefühle Elisabeth gegenüber vollkommen zu täuschen. Rie sah die alte Dame einen seiner heißen Blicke, nie hörte sie die leise werbenden Worte, die in in den seltenen Momenten des Alleinseins an Elisabeth richtete. Den ganzen Frühling über machten die drei herrliche Ausflüge. Elisabeth vermied es indes, mit dem Maler allein zu sein. Seine Huldigungen wurden ihr lästig, und es paßte er auch nicht, dah die Kellegen und Kolleginnen anfingen, Bemerkungen über ihren Verkehr mit Kurt Lampert zu machen. Sie hatte keinen Sinn für derlei Dinge, sie wollte keine Liebeleien und keinen Klatsch. (Fortsetzung folgt.) Kinder-und Mädchen-Kleider zu billigen Preisen J. Pfeffer Nach langer Assistententätigkeit an der Psychiatr.-Neurologischen Universitätsklinik Heidelberg und als beamteter Arzt in sächsischen Heilanstalten, habe ich mich in Gießen als Facharzt für Nerven- u. Gemütskranke niedergelassen. Meine Sprechstundentätigkeit übe ich in den Räumen der bisherigen Praxis des Herrn Medizinal-Rat Dr. W. Bausch, Kaiserallee Nummer 8 p aus (Tel. 3357, Kann). Sprechstunden täglich 9—12 Uhr und 15—17 Uhr. Samstags nur vormittags, Sonntags keine. 03738 Medizinalrat Dr. C. Frobenius Das muß an den Geräten liegen. Natürlich, denn erst neulich Ist Onkel Mollig zu Häuser gegangen und hat sich ausgesucht, was er zur Bestellung seines Gartens braucht Gutes Werkzeug, halbe Mühe, so dachte er und er hatte recht. Man sieht es an seinem strahlenden Gesichte, und sogar der Pussy ist erstaunt darüber, wie die Arbeit zetzt flutscht und zur Spielerei wird. Das sollten Sie sich auch merken. Manches Stück Ihrer Gartengeräte und -Werkzeuge bedarf der Erneuerung u. auch manche Modernisierung und Erneuerung hätten Sie vorzunehmen, damit Sie künftig auch Freude an Ihrem Garten haben und die Schweißtropfen nicht so rinnen. - Alles, was Sie brauchen : Gartenschläuche, Schlauchwagen, Rasenmäher, Gießkannen, Scheren und anderes mehr führt Häuser gebrauchstüchtig, gut und billig. Ihre Garten Werkzeuge also künftig nur von Häuser. 3. B. HAUSER, GIESSEN _____AMOS WAL DSC AR TEN 4549 A Limburger Käse.....o. r. Pfd. 55, m. r. pfd. 40 Salami-Wurst, nach ungarischer Art...Pfd. 110 Himbeer-Sirup, garantiert rein Pfd. 3/4 Liter-Flasche 145,8/8Liter-Fl. 80, kl. Flasche Pfaffenschwabenheimer Hölle, fi. o. Gias 55 EIN WEG ZUM SPAREN! Edamer Käse, voiifett. Schweizer Käse, saftig . Pfd. 70 Pfd. 108 pfd. 75 Pfd. 80 Pfd. 80 64 50 28 54 Liter Liter Ölsardinen....... Frische S&F-Eier Apfelwein, vom Faß........ Weißer Tischwein, vom Faß 7, Pfd. 21 7« Pfd. 20 7, Pfd. 20 7. 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