>85 »63 3.057 ■67 ■83 '^.2t l. 55.54 '-«5 0.252 7.477 1 11.21 ^ogräiism *tl Stnbtti. *• Stbruat. rite iVä; ’pS KKZ l|ln «• -in NL 22. Stbtuat. i°5. Smtti. uos i IfilA ^Üta96,ClL5ctt M .Warum Ehc- WnSr.M $inf eK und Maul Lavca. Aundsunk, Äortrag hon Ct ä' n Hans Reimann. 20.05 ^aalbaues. Jranlfuxt ^rt des Franklurler Oi- Stum auf Poljana, ein )lan. der Redaktion. 'frage ist des grasten Um« ntwortung im Rrielkasten '-bien Ihnen, sich an da? bändige Dcrficherungiamt oausiufi StaoMolUuc 9tcd)bmd Dtiboicn stummer sind jBti gkid> len, und zwar je tintt Nummer in den beiden jen I und II ILSedruar 1932 aMbung wurden Etvinne M. gezogen 1. 109140 182118 75037 266725 274027 61059 8098.' 100978 i 244689 246174 2S2A 2^3l3Ä6”«i iiMR3?3449 79381 97636 o15213503 143068 200666 5 256148 268792 M 8 29346a 303.43 3I2H. iS 363557 379165 379342 33 >42 10 10 >3 '3 >1 >2 '2 )4 .7 >27 114 *52875 1719g UM 270889 ggs 363503 244 598 >4 - 33333 W33 >M »Äg ä’SSfS h&g® 58 142759 50085 >°^ « 175050 176695 200545 - .Qjg 251757 239962 24WW g393 270637 279300 300560 30249 AZS ) 2)1. gezoSt" fjff *• *%* 109 196602 44293 ■» tz illSi®: 1?O }(480 112 65608 189 »1 >47 $49519 u-2 Z lg5 »33478 Ä AA 1)7376 151>6? 16671° Z S 398183 _ Ur. 44 Erster vlatl (82. Jahrgang Montag, 22. ßebruar 1952 ir)d)etnt täqltd), auher Senntag» und feiertags. Feilagen : Die Illustrierte fr.irfcener Familienblätter fern al tm Bild - Die Scholle gionats Bejngspreis: rtt 4 Beilagen NM. 1.95 . »ne Illustrierte , 1 80 uftellgebühr.. , -.25 Nsch bei Nichterscheinen :* einzelnen Nummern 71 folge höherer Gewalt. HernsvrechaRschlüße I t:er Sammelnummer 2251. Irltfjnh für Drahtnach« qten Injeiger Lietze». poßscheeNonto: irinlluri am Main 11686. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vnttk «std Verla-: vrLhl'sche U»iverfitü1r-Vuch. enö Stehibniderei K tanze in Gietzei. Zchnftleitung UN- Geschästrstelle: rchulltrasse 7. »nnatzme von Anzeigen für die Tagesnummer vis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Brette örtlich 8, auswärts 10 Neichspsennig; für Ne- Mameanjeigen von 70 mm Brette 35 Reichrpsennig. Platzvorschrift 20* , mehr. ChesrebaKteur Dr. Friedr. Wilh. Lange. BerantwoNlich für Politik Dr. Fr. Wiltz. Lange: für Feuilleton Dr H.THnriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in (Biehen. Volkstraueriag in der Reichshauptstadt. Der Reichspräsident wohnt der Feier im Reichstag bei. 3erHn. 21. Febr (T&TB.) Die ®cbent- t ie r de - Dolk-bunbes Deu tfche ciegAgrdberfürforge, an welcher Reichspräsident r>. Hindenburg und -rtrcter fast aller Reichs-, Staats- und Aom- i nalbebSrden teilnahmen, sand auch in diesem »re wieder im Reichstag statt. Der graste Saal ui schwarz drapiert. 3n der Witte hinter dem L'identenplatz. der mit Blumen geschmückt war, i icn die fünf Areuze, daS Wahrzeichen deS fkSbundes. empor. Daneben leuchteten zu bei- ! t Seiten riesige Aerzen. Silberne Aränze hoben :>, strahlend im Lichterschein, von dem schwarzen , tergrunb ab. Pünktlich um 12 Uhr betrat Reichspräst- i nt »Hindenburg die Ghrenloge, begleitet i Staatssekretär Dr. Weistner und seinem 1 >sutanten Oberst v Hindenburg. Gr nahm ! dem ReichSwehrminister Dr.Drocner, dem »HStagvizeprälidenten v. Aardorff, dem '?• der Heeresleitung General v. Hammer- . t n und dem Chef der Warineleitung Abmiral >eder Platz, begrübt von der sich erhebenden rnge. Aus den RegierungSplähen sah man thskanzler Dr. Brüning, die Minister ch i e l e. Dr. Joel und Treviranus, die natssekrctäre Pü nder und Zweige r t. erbürgermeifkr Lahm, Vertreter der Geist- 1 teil und der Hochschulen. Oie Gedenkrede des Feldpropstes. Musikvorträge leiteten über zu der Ansprache - evangelischen Feld propsteS deS HeereS > der Marine D. Schlegel, der u. a. auS- !'ttc: .Deutsche AriegSgräbersürsorge bleibt zcn der Zahl und Lage der Graber ein Dienst Unermestlichen und Unerreichbaren. Dem -rendigen Geist unserer Toten - siand eS eines IahreS über der Freitreppe Reichstages, von der aus wir eine Gedenk- ■r der AriegSereignisse begingen. Damals legte r e r st e R e i ch S pr ä s i d e n t einen Lorbeer- nz an dem Sargophag nieder. Er tat eS mit ■inen. DaS Geheimnis dieser Erschütterung ver- 1 uns ein Zwiegespräch Bei Beginn seines ites bat ihn einer: .Ich lege Ihnen Deutsch- inb anS Herz", und er antwortete: »Ich habe : ei Söhne für Deutschland geop- . rt.“ Z^lkStrauertag, lästt zwei inhaltsschwere Worte ilcuchten: Opfer und Deutschland. Was Ariege zu deutschem Schicksal zusammengesügt cd, daS wollen wir zu dieser unserer Zeit ir RachkriegeS und des kränkelnden Friedens iit scheiden: Opfer und Vaterland. Die Gedenkfeier im Plenarsaal des Reichstages. Bäume wollen wir sein, die über den Gräbern blühen und Frucht bringen. Opfer und Vaterland — ein freier Deutscher kennt kein kaltes Müssen: Deutschland must leben, und wenn wir sterben müssen!“ Nach dumpfem Trommelwirbel spielte die Musik, während die Fahnen sich senkten und Tausende Männer und Frauen sich im stillen Gedenken von ihren Plätzen erhoben, die erste Strophe des Liedes: „Ich hott' einen .Mamcrabcn". Der gemein some Gesang des Deutschlandliedes bildete den Aus- klang der Feierstunde. Vor dem Reichstag. Schon lange vor Beginn und während der Feier hatten sich vor dem Reichstag trotz der bitteren Kälte mehrere laufend Personen uni das Bismarckdenkmal gruppiert, um den Rcichspräsiden- ten zu begrüben. Entgegen seiner sonstigen Gewohnheit, die Freitreppe zum Platz der Republik hinabzuschrciten, verliest der Reichspräsident diesmal durch das Spalier der Studenten das Reichs- tagsgebäude durch ein Seitenportal. Er begab sich unter den begeisterten Hochrufen der begeisterten Menge zu Fuh Zu der vor dem Hauptportal ausgestellten Ehrenwache, die aus der 4. Wachtkom- panic des Regiments 14 bestand, und schritt, begleitet von dem Reichswehrminister Dr. G r o e n e r, dem Chef der Heeresleitung und den vorgesetzten Offizieren die Front ab. Unter abermaligen lebhaften Ovationen der. Zuschauer kehrte der Reichspräsident nach seinem Palais zurück. >8 Todesopfer unserer deutschen Brüder ist ijcftrbmt in da- geschichtliche Leben unseres ?L!c». AuS unzähligen Zeugnissen, die mit i! besiegelt sind, erkennen wir: das hehre jt war ihnen das Vaterland. Heimatsinn in < Opfertat umgefeht — so haben wir die Ver- iperung des deutschen Geistes erlebt. Tatsäch- t hat die deutsche Geschichte eine Zeit erlebt, ter die Deutschen vorbehaltlos einig jetn, es hat einmal Deutschland Millionen irr Söhne herausgestellt, die innerlich iriegäfröitoilligc g*c blieben sind und n Dennochglauden und des Vaterlandes Gebot It bedingungslosen 'Beseht übernommen haben k>rs ihrer Areuze aber ist Mahnung und e r i ch t s ü r unsere Zeit. Vergossene- Blut t'erer deutschen Brüder ringt um eine heilige ufunft, um heilige Erneuerung, in tiefster bcut- K'T Seele- Wir Ucbcrlebenöen wollen mehr it n a l S der Schatten unserer Toten: Oer Memelkonsliki erneut vor dem Völkerbundsrat. ColbanS Bericht. — Litauen sperrt sich. — Oie Signatarmächte der Memelkonvention werden klagen vor dem Haager Gerichtshof. G c n s, 20. Febr. (WTB.) Der V ä l k e r b u n d s- rat trat zur Entgegennahme des von dem nor- wegifchcn Delegierten ttolban erstatteten Berichts über den Rechtsbruch im Memelgebiet zusammen Colbans Bericht ist in 8 Punkte gegliedert. Rach Darstellung des Streitfalls hcistt cs dann: 4. Der Hal Hot mit Befriedigung die Versicherung der litauifchen Regierung zur Kenntnis genommen, dost sic gewillt ist, alle internationalen Verpflichtungen, die sich auf das Memelgebiet beziehen, auf da« peinlichste zu beachten und ein Direktorium gemäst den Anweisungen des Statuts zu bilden. 5. Trotzdem erfordert in kürzester ^eit die an- normale Lage, die gegenwärtig im Memelge- biet herrscht, schleunige Maßnahmen, um eine Verschärfung zu vermeiden. 6. 3n der Tat besteht die Notwendigkeit, e i n Direktorium einzusehen, dos sich des ver- ab. Hinter von Hindenburg schreitet nach der Feier im Reichstag die Front der Ehrenkompanie dem Reichspräsidenten der Reichswehr Minister Groencr und Gteneral von Hammerstetn Ecguorch der Etzq der geeiestaMn* trauen» des Landtags erfreut. Diefes Direktorium mühte sich unverzüglich dem Landtag oorstellen. ver Hat ist ängstlich besorgt, zu sehen, dah im Memelgebiet die normale Ausübung des Statuts wieder her gestellt wird. 7. Diese unverzüglichen Mahnahmen präjudizieren nicht die Hechtmähigkeit der Abberufung Böttchers. Heber diese Frage könnte man sich nicht äufjern, ohne dah vorher die Frage der Berechtigung des Gouverneurs, das Direktorium abzuberufen, behandelt würde. Hnd wenn dies anerkannt würde, so mühte dann noch geprüft werden, ob d i e H m st ö n de die Ausübung dieses Hechtes rechtfertigen. S. Um diese beiden Fragen zu entscheiden, hatte ich daran gedacht, dem Rate empfehlen zu sollen, den Haager Gerichtshof wegen eines Gutachtens anzurufen. Gleichwohl zögere ich, dem Haie vorzuschlagen, ein Gutachten des Ge- richtshoses durch Mehrheitsbeschluh einzuholen, und wenn die Einstimmigkeit nicht erzielt werden sollte, so ziehe ich vor, mich darauf zu beschränken, daran zu erinnern, dah die 5ignatarmäd)fe der Memelkouven- t io n die Möglichkeit haben, unter sich die Fragen zu behandeln. Oer litauische Außenminister Zaunius erklärte, er nehme den Bericht an mit Aus »ahme der Punkts 5 und 6. Diese Punkte \ feien durch die in Punkt 4 erwähnten litauischen Zusicherungen über die gewissenhafte Einhaltung aller internationalen Verpflichtungen ii b e r f I ü f • f i g. Auherdem gingen sie offenbar Über die Be f u g n i f f e des Rats hinaus. Zounius deutele an, dah die litauische Regierung die Auslösung des M e m e l l a n d t a g s in Erwägung ziehe, angesichts gewisser Elemente des Landtags, die u n • ter ausländischem EinfIuh die Bemühun- gen zur Bildung eines neuen Direktoriums zu vereiteln suchten. Staatssekretär v. Bülow betonte, dah die Memelfrage ein Gefahrenpunkt in Europa geworden sei. Seit 192ß sei Litauen ein fast ständiger Gast am Ratstisch. Deutsäi land habe an der {trage deshalb ein besonderes Interesse, weil das Memelgebiet an der deutschen Grenze liege und seine Bevölkerung 700 Jahre lang zu Deutschland gehört habe, lieber den deutschen Charakter der Bevölkerung sei kein Zweifel und nicht ohne Grund hätten die alliierten Mächte dem Memelgebiet im Jahre 1924 besondere Garantien für die Erhaltung feiner Kultur gegeben. Seit 1927 stehe das Memelgebiet unter Kriegsrecht. In unerhörter Weise werde die Bevölkerung an der Ausübung ihrer Grundrechte gehindert. Die Autonomie fei eineIllufion geworden. Der Bericht erkennt den Ernst der Situation im Memelgebiet und die Dringlichkeit der Abhilfe an. Üchec die Rechtsfrage hätte, wie der Bericht sagt, ein Gutachten deS Haager Gerichtshofes eingeholt werden sollen. Die litauische Regierung Hot jetzt ihre Zustimmung hierzu verweigert. Diele Weigerung Litauens steht mit jedem Rechtsempfinden in Widerspruch. Sollte infolge wirklicher ober vermeintlicher Mängel des Statut- der Rat außer stände fein, die Aufgabe zu erfüllen, die ihm da- Statut zuweist? Wehr noch, sollte er auherstande fein, eine Aufaabe zu erfüllen, die die Weltöffentlichkeit von ihm erwartet? Ls Hal keinen Zweck, dah wir uns über den Ernst der Lage täuschen. Ls ist dem Berichterstatter, unterstühl von den hervorragendsten Juristen der Signalarmächte, offensichtlich nicht gelungen, der Sache Herr zu werden, und da» ist nicht seine Schuld. Ich warne dringend davor, sich mit einem solchen versagen des Völkerbundsmechanismus und des Memelstatuts abzufinden. Ls wäre für den Völkerbund saft ebenso niederschmetternd wie für die Bevölkerung, die durch das Memelslalut geschützt werden soll. Ls würde bedeuten, dah die Memelländer so gut wie rechtlos der Willkür einer ihnen nicht wohl gesinnten Obrigkeit ausgesetzt werden. Die vier alliierten Hauptmächte, deren Unterschriften dieses unzulängliche Memelslalut decken, haben eine schwere Verantwortung auf s i ch geladen. Ich wende mich an sie mit der Bitte, dah sie der Verantwortung Rechnung tragen und von den Rechten gegenüber Litauen Gebrauch machen, die sie sich in Artikel 17 Absatz 2 Vorbehalten haben. Sie haben die Möglichkeit, den Fall alsbald vor den Internationalen Gerichtshof im Haag zu ziehen, von dieser Möglichkeit bitte ich Sie, Gebrauch zu machen. Litauen wird nicht umhin können, sich dem Spruch des höchsten internationalen Gerichtshofes der Welt zu fügen. Der peinliche Eindruck, den die Ausführungen des litauischen Auhenministers gemacht hatten, fand seinen Widerhall in den Ausführungen der Vertreter der Signatarmächte der Memelkonvention. Der Vertreter Grohbritanniens, Lord Londonderrh, gab seinem Bedauern Ausdruck, dah der litauische Auhenminister den Vorschlag, beim Haager Gerichtshof ein Gutachten über die Frage einzuholen, nicht angenommen habe. Er werde nicht verfehlen, seiner Regierung von der Anregung Aenntnis zu geben, dah bic Signatarmächte sich mit ber Angelegenheit befassen möchten. Der Vertreter Italiens, P i - lotti, unb ber Vertreter Japans, Sato, schlossen sich ben Ausführungen des englischen Delegierten an, ebenso der Ratspräsident Paul- B o n c o u r. der anregte, dah Litauen es bei ber Aufnahme seiner Vorbehalte gegen bie Punkte 5 unb 6 indasProtokoll betoenben lasse, damit ber Bericht als einstimmig angenommen gelten könne. Zaunius stimmte b i cf er Anregung zu. worauf ber Ratspräsident die einstimmige Annahme der Entschliehung Eolbans feftftellen konnte. Das Ergebnis der Verhandlungen des Dölker- bundsrates über die Memelfrage kann dahin zu- sammengesabt werden, dah die Entscheidung, ob die Rechtslrage nunmehr von ben vier Hnter;eid)- ner ft aalen des Memelabkommens vor ben H a a g e r Gerichtshof gebracht wirb unb ba- mit ein offizielles Alageversahren gegen Litauen vor diesem Gerichtshof beginnt, jetzt in ben Händen ber vier Llnterzeichner- ftaaten bes Memelabkommens liegt. Da bic litauische Regierung bisher sich üoer alle internationalen Verpflichtungen unb Bestimmungen des Memelabkommens hinweggefeAt tzat, deAchl zweifellos die ernste Befürchtung, dah die litau- lfche Regierung sich auch über die heutige Stellungnahme des Völkerbundsrates Hinwezsehen wird, jedoch bedeutet die eindeutige Stellungnahme der vier Ratsmächte andererseits eine eindeutige Erklärung im Sinne des von der deutschen Regierung eingenommenen Standpunktes. 5>ie Entscheidung des Völkerbundsrates schafft jedoch für die Reichsregierung die unbedingte Rotwendigkeit jetzt mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln bei der litauischen Regierung auf Einhaltung der vom Rat festgelegten Richtlinien zu dringen und notwendigenfalls eine sofortige Stellungnahme der vier ^.lnterzcichner- st a a t e n herbeizuführen. Gchärfste Spannung im deutschen Osten. Polen bedroht Ostpreußen und Danzig. Königsberg, 20. Febr. (£11.) Der o st - preußische Provinzialausschuh hat in seiner Sitzung vom 19. Februar 1932 folgende Entschließung gefaßt, die sofort zur Kenntnis der zuständigen Reichsbehörden gebracht wurden „Bei einer Feier polnischer Studenten in Danzig am 2. Februar haben Vertreter polnischer Zivil - und Militärbehörden Reden gehalten, welche unverhüllte Drohungen gegenDanzig und O st Preußen enthalten und einen militärischen lleberfall in nahe Aussicht stellen. II. a. hat der Vertreter des kommandierenden Generals in Thorn erklärt, daß er eher nach Königsberg in Uniform als zum zweiten mal nach Danzig in Zivil kommen werde. Infolge dieser unerhörten in so herausfordernder Schärfe noch nie gewagten Drohungen und unter dem Eindruck der jüngsten Vorgänge in Memel ist die Stimmung in der Provinz Ostpreußen außerordentlich gespannt. Der Provinzialausschuß hält es für seine Pflicht, die Aufmerksamkeit derReichs- regierung hierauf zu lenken und zu fordern, dah alle nur denkbaren Mahnahmen zum Schuhe des bedrängten Ostens getroffen werden. Die Reichsregierung kann sich darauf verlassen, dah die Ostmärker eingedenk ihrer Pflichten, die Heimat bis zum Aeuhersten verteidigen werden." Ein Kuratorium der Hindenburg-Ausschüsse. Berlin, 20. Februar. (WTB.) Die S) a u p h geschäftsstclle der Hindenburgaus- schüsse teilt folgendes mit: Es hat sich ein Kuratorium der Hindenburgausfchüsse gebildet, dem folgende Persönlichkeiten angehören: Öberpräsident a. D. von Batocki (Königsberg i. Pr.); Franz Behrens (Berlin), Vorsitzender des Verbandes ländlicher Arbeitnehmer; Robert Bosch (Stuttgart); Geheimrat Duisberg (Leverkusen); General der Infanterie a. D v. Eisenhart-Rothe (Berlin); Forstrat a. D. E scher'ich (München); Landrat a. D. G ereke; Oberbürgermeister Dr. Sa hm (Berlin); Oberst a. D. von S e i s s e r (München); Reichsgerichtspräsident a. D. Simons (Berlin); Graf Westarp (Berlin); Freiher von Wilmowsky-Macien- tal; Generalmajor a. D. von Winterfeldt (Berlin). * Wie weiter verlautet, werde in den allernächsten Tagen ein Aufruf für die Wahi Hindenburgs erscheinen, durch den zahlreiche Persönlichkeiten aus den Kreisen der Wählerschaft von 1 9 2 5 zum Ausdruck bringen würden, daß sie nach wie vor zu Hindenburg stünden und daß dessen Ausstellung keineswegs eine Angelegenheit der schwarzroten Parteien sei. Der Aufruf werde ohne Rücksicht auf Parteizugehörigkeit Unterschriften aus allen Teilen des Landes tragen, die Graf Westarp gesammelt hat, namentlich auch von höheren Offizieren und führenden Männern des geistigen und wirtschaftlichen Lebens, die es dringend gewünscht und begrüßt hätten, Gelegenheit zur Stellungnahme für die Wahl Hindenburgs zu erhalten. Dorsch-Wölfersheim tritt aus dem Reichslandbund aus. Scharfe Äriht an Kalkreuths Stellungnahme gegen Hlndenb'.rg. Der Reichstagsabgeordnete Dorsch-Wölfersheim wendet sich mit einer Zuschrift an die Oeffentlichkeit, in der es u. a. heißt: „Ich erkläre hiermit meinen Austritt aus dem Hessischen Landbund. Rach dem Beschluß, daß der Hessische Landbund in Zukunft politisch neutral sein soll, hat der Landbund meiner Ansicht nach seinen Zweck verloren. Wenn ich gleichzeitig aus dem Reichslandbund austrete, so wurde ich zu diesem Schritt gezwungen durch die Einstellung des Präsidiums des Reichslandbundes gegen die Wiederwahl Hindenburgs. Wenn das Präsidium und der Vorstand des Reichslandbundes glaubten in dieser Schicksalsfrage des deutschen Volkes für alle Landbundmitglieder sprechen zu können, dann werden sie sich täuschen. Wer war es, der im Weltkrieg Deutschland, besonders den deutschen Osten, vor der Knute der Kosaken rettete? Wer war es, der in der Rachkriegszeit, als alles wankte und brach, auf seinem Posten blieb und uns vor Anarchie und Bürgerkrieg bewahrte: Hindenburg, Deutschlands größter Sohn der Gegenwart! Wo waren da die lautesten Rufer der sogenannten Rationalen Opposition? Auch noch ein anderer Grund ist es, der mich zum Austritt aus dem Reichslandbund zwingt. Mir scheint, dah die Leitung des Reichslandbundes mit vier Präsidenten und drei hochbezahlten, auf Lebenszeit angestellten, Direktoren für die verarmte Landwirtschaft zu kostspielig ist." Oer Vorsitzende der Deutschen Adelsgenoffenschast. Königsberg, 20. Febr. (TU.) Der Adelsmarschall von Derg-Markienen ist als Vorsitzender der Deutschen Adelsgenossenschaft zurückgetreten und hat folgende Erklärung abgegeben: „Ich hatte einen Aufruf für die Wiederwahl des Feldmarschalls von Hindenburg erlassen. Ich habe dies damals getan in dem Glauben, daß, selbst wenn die damals geführten Verhandlungen über ein Rechts- Das neue Kabinett Tardieu in Frankreich. Oie alten Leute unter stärkerer Führung. — Verschärfte Spannungen zwischen Rechts und Links. Paris, 21.Febr. (TU.) Die vergeblichen Bemühungen p a i n l e v e s , ein lebensfähiges Kabinett zu bilden, haben endgültig den Beweis geliefert, daß bei der augenblicklichen Zusammensetzung der Kammer weder eine große Koalition, noch ein sogenanntes „Kabinett der Verständigung" möglich ist. Da zweifellos auch jede andere Kombination scheitern muhte, schien Tardieu die einzige Person- lichkeit zu sein, die im Augenblick eine Regierung zustande bringen konnte, deren Lebensfähigkeit bis zu den Wahlen gesichert ist. Tardieu, der auch diesmal wieder ganz besonders geschickt manöveriect hat und den auch die Verantwortung für das Scheitern der Bemühungen painleves trifft, hat denn auch den Auftrag zur Bildung des Kabinetts angenommen und es ist ihm in der Rächt zum Sonntag gelungen, eine Regierung zu bilden, die sich folgendermaßen zusammenseßt: Rlinislerpräsidium und Auswärtiges: Tardieu. Justizministerium: Reynaud. Inneres: IN a h i eu. Finanzen: Flandin. Rationale Verteidigung: Pie tri. Oeffentlicher Unterricht: Mario R o u ft a n. Pensionen: Lhampetier de Ribes. Arbeit: Laval. Gesundheitspflege: B l a i s o t. Oeffentliche Arbeiten und Verkehr: G u e r n i e r. Landwirtschaft: Dr. Chauveau. handel und Post: R o l l i n. Kolonien: de Chappedelaine. . Das Kabinett zählt sieben Mitglieder weniger als das vorausgegangene Kabinett. Das Budgetministerium ist mit dem Finanzministerium, das Ministerium für Handelsmarine und handels- luftfahrt mit dem Ministerium für öffentliche Arbeiten, das Post- und Tclegraphenminiftecium mit dem Ministerium für handel wieder vereinigt worden. Reu geschaffen wurde das Ministerium für Rationale Verteidigung, das die bisherigen Ministerien für heereswesen, Kriegsmarine und Militärluftfahrt vereinigt. Das neue Kabinett tritt am Dienstag vor das Parlament. Tardieu beabsichtigt, am Mittwoch nach Genf abzureifen, um die Führung der französischen Delegation auf der Abrüstungskonferenz wieder zu übernehmen. Die Aufnahmen in der presse. Paris, 21. Febr. (WTB.) Das Kabinett Tardieu wird von der Presse der Mehrheit und von den großen Rachrichtenblättern mit Freuden begrüßt. Ein Teil der linksstehenden Presse nimmt das Ministerium Tardieu mit Resignation auf. Einige radikale Blätter, sowie vor allem auch der sozialistische „Populaire" erklären jedoch, daß es sich um ein Kampfkabinett handele, und daß die Mehrheit des Senats dieses Ministerium als Herausforderung deuten müsse. Der Kampf der Opposition gegen das Kabinett gehe fort. „Temps" schreibt, man werde zugeben, daß der Sturz des Kabinetts Laval keine anderen Folgen haben konnte als die Bildung eines Kabinetts Tardieu. Das Ministerium Tardieu werde wahrscheinlich bei denen keine Gnade finden, die hartnäckig gegen das Kabinett Laval gestimmt haben. Aber man könne nichtsdestoweniger voraussehen, daß es der Opposition an ausreichenden Vorwänden fehlen werde, um das Kabinett Tardieu zu bekämpfen. Das Volk, das dieses Ministerium erwartet habe, werde es nur nach seinen Werken beurteilen, und die Stunde des Urteils sei nahe. „Iournal des Debats" schreibt, der Senat habe, als er das Kabinett Laval stürzte, eine absurde Initiative ergriffen. Er habe dafür gesorgt, daß Frankreich ohne irgendwelchen Grund acht Tage verloren hat. Werde Frankreich, schließt das Blatt, in Zukunft von einer internationalistischen Partei beherrscht werden, die zugunsten Deutschlands die Liquid ierung desKrieges beende, oder werde Frankreich eine nationale Politik haben, die im Rahmen des Möglichen die FehlerderVer- gangenheit wieder gutmache? Tardieu. habe jetzt eine große Aufgabe übernommen, nämlich Frankreich vor den Wahlen aufzuklären. Der linksstehende „S o i r" schreibt, Tardieu habe ein Ministerium gebildet, das noch weiter rechts stehe als das voraufgegangene. Er habe seinen Traum verwirklicht dadurch, daß er Briand seinen Platz am Quai d'Orsay nahm. Das Ministerium sei ein Tardieu-Mini- sterium von Kopf bis zu Fuß; fraglich sei nur, was der Senat dazu sagen werde. — „I n - transigeant" schreibt, die logische Lösung habe obgesiegt. — „Ami du Peuple" schreibt, der Wert der neuen Regierung werde in der Energie zu erkennen sein, mit der der Ministerpräsident sich der Abrüstung Frankreichs widersetzen werde. Die Schlacht um Schanghai. Schwere Kämpfe um Kiangwan. — Neuer japanischer Angriff auf Tschapei steht bevor. Schanghai, 22. Febr. (WTB. Funkspruch. Acuter.) Die japanische Offensive geht stetig vorwärts. Im rechten Kampfabschnitt nördlich des Dorfes K i a n g w a n rückt die japanische Infanterie mit Hilfe von künstlichen Rauchschleiern und unterstützt durch Bombenflugzeuge und Artilleriefeuer vor, um von Rorden her auf T a t s ch a n g einzuschwenken. Um den Besitz des Dorfes Kiangwan, wo chinesische Maschinengewehre in den Häusern liegen, wird noch Karte von Schanghai und den Wusung-Forts, auf die jetzt der Generalangriff der Japaner begonnen hat. -Wv: KIANG5U ARSENAL verzweifelt gekämpft. Bei W u s u n g herrscht im wesentlichen Ruhe, ebenso bei T f ch a - pe i. Cs wird aber erwartet, daß die Iapaner heute nachmittag an der Tschapei-Front einen großen Angriff unternehmen werden. In Tokio rechnet man mit mehrtägiger Dauer der Kämpfe. Es wird erklärt, dah die Operationen, durch die die 19. chinesische Armee 20 Kilomc ter zurückgedrängt werden soll, eine Woche bis zehn Tage in Anspruch nehmen werde. Dann sollen die japanischen Truppen sich längs der besetzten Linie in der Verteidigung halten, bis die Verhältnisse eine Zurückziehung der Truppen rechtfertigen lassen oder bis eine Vereinbarung über eine neutrale Zone abgeschlossen ist. Das deutsche Generalkonsulat in Schanghai hat eine Bekanntmachung veröffentlicht, wonach sich al(e deutschen Staatsangehörigen unter Mitnahme des notwendigsten Gepäcks im deutschen Gemeindehause zu versammeln hätten, falls eine Räumung bestimmter Stadtteile oder gar eine Räumung der ganzen internationalen Konzession notwendig werde. Eine unmittelbare Gefahr für die Bewohner der internationalen Riederlassung würde erst entstehen, wenn die Iapaner nach einem Durchbruch bei Kiangwan gegen die bei Tschapei verschanzten Chinesen Vorstößen würden, da dann die Riederlassung in d i e j a p a - nische Feuerlrnie kommen müßte. Gespannteste Aufmerksamkeit rn England. London, 21.Febr. (TU.) In London brachten die Zeitungen Sonderausgaben heraus mit den neuesten Ereignissen aus der Schlacht von Schanghai. Im Auswärtigen Amt waren die ganze Nacht über Beamte geblieben, um den Ereignissen zu folgen. Auch Im Kriegsmini st e° rium und in der Admiralität haben Offiziere der Operationsabteilungen Nachtwache gehabt. Die englischen Schiffe vor Schanghai haben Anweisung, erhalten, sich für den Fall einer Räumung von Schanghai zur Anbordnah nie von Frauen und Kindern und nötigenfalls auch von Männern sofort zur Verfügung zu stellen Der Schanghai - Ausschuß des englischen Kabinetts hat beschlossen, an der strengsten Neutralität Englands festzuhalten, aber alle Maßnahmen zu treffen, um den Schutz der eng. lischen Staatsbürger und des englischen Eigentums von Schanghai zu sichern. Der Ausschuß steht unter der Leitung von Baldwin. Ihm gehören außer dem Kriegsminister und den maßgebenden Persönlichkeiten der Admiralität auch der Schatzkanzler, sowie der Staatssekretär für die Dominions und der Staatssekretär für Indien an. kabinett sich zerschlagen würden, der Feldmarschall keinesfalls gegen die Rechtsparteien die Kandidatur annehmen würde. Ieht haben die Verhältnisse gewissermaßen gegen mich entschieden und infolgedessen habe ichdieseKon sequenzaezogen. Ich halte den Zustand, der durch die Annahme der Kandidatur durch den Feldmarschall gegen rechts erfolgt ist. für sehr unglücklich." Minister Dietrich zur Lage. Steuer- und wirtschaftspolitische Maßnahmen. Berlin, 21. Febr. (TU.) Auf einer Tagung des Gesamtvorstandes der Deutschen Staatspartei bezeichnete es Reichsfinanzminister Dietrich als das A und das O der deutschen Politik den Millionen Arbeitslosen wieder Arbeit zu geben und die 3,3 Milliarden nach Möglichkeit nutzbringend zu verwenden, die wir jetzt jährlich für die Arbeitslosenunterstützung zahlen müßten. In finanzieller Hinsicht habe sich besonders bei den indirekten Steuern ein Rotstand ergeben. Rachdem gewisse Fehler bei der Tabak- steuer beseitigt seien, seien die Zigarren und Zigaretten wieder ein gutes Steuerobjekt geworden. Sehr viel ernster aber sei die Lage b e i D i e r und Branntwein. Es müsse damit gerechnet werden, daß die Biererzeugung von 55 auf 30 Millionen Hektoliter sinke und daß der Branntweinverbrauch auf unter ein Fünftel des früheren Verbrauches heruntergehe. Die R e k o n - struktion der Großbanken solle in einer Welse geschehen, die die Gewähr dafür biete, daß die Banken in Zukunft ihre große volkswirtschaftliche Aufgabe erfüllen könnten. Die Verteuerung der Butter durch den neuen Zoll sei vom Standpunkt des Verbrauchers aus gewiß bedauerlich, aber doch müsse auf der anderen Seite etwas für die bäuerliche Veredelungswirtschaft geschehen. Bei den Handelspolitik scheu Erörterungen müsse bedacht werden, daß sich in allen Ländern das Bestreben nach Abgrenzung und Einengung zeige. Wie Deutschland bei einer solchen Politik noch Reparationszahlungen leisten solle, bleibe unerfindlich. Wenn die Konferenz von Lausanne einen Sinn habe, so werde sich zeigen, daß d i e Gläubigermächte planmäßig unsere i Zahlungsunfähigkeit herbeigeführt hätten. Die Tributfrage sei heute weniger eine Geldfrage als eine psychologische Angelegenheit. Daß wir nach dem l.Iuli nicht zahlen könnten, darüber seien sich doch die Gelehrten einig. Wenn man auf der Reparationskonferenz den Krieg als endgültig abgerechnet bezeichnen könnte, so würde eine Erleichterung durch alle Völker gehen und es würde dann mit neuem Mut daran gearbeitet werden, aus dem allgemeinen Sumpf herauszukommen. In einer Entschließung wird begrüßt, daß Reichspräsident v. Hindenburg die Volkskandidatur für die neue Reichspräsidenten- / Wahl angenommen hat. Die Deutsche Staats- l Partei betrachte es als selbstverständlich, daß alle Kräfte des freiheitlich natio- nalen Bürgertums für den Sieg der Volks- < kandidatur im ersten Wahlgang"emgeseht werden« ! Biersteuer und Bierpreis. Am 1. April Biersteuerscnkung. Droht em Bicrstreik? > Berlin, 20. Febr. (TU.) Amtlich wird mitgeteilt: Die Verordnung über die Bierpreissenkung bleibt bestehen und wird durchgeführt, und zwar nach Maßgabe der vom Preiskommissar erlassenen Crgänzungsver- ordnung, wonach die örtlichen Behörden Härten ausgleichen können. Die Deichsregierung hält jedoch die Inangriffnahme des Getränkebest euerungssh st ems für nötig, denn die Finanz la^e erfordert es, daß das Bier unter allen Umständen das aufbringt, was bisher in den Haushalten dafür angeseht war. Diese Ansätze würden aber nicht erreicht werden, wenn die Besteuerung in ihrer bisheri- ! gen Höhe, die übrigens bei der gegenwärtigen i Kaufkraftlage der Bevölkerung auch wirtschaftlich und steuerlich nachteilige Wirkungen für das Gastwirtsgewerbe, die Brauereien und die mit dem Braugewerbe zusammenhängenden Gewerbe hat, jetzt bestehen bliebtz. Aus diesem Grunde ist spätestens zum 1. April 1 932 eine entsprechende Biersteuersenkung in Aussicht genommen, die dann auch eine weitere Sen- j tung des Bierpreises ermöglicht. Nachdem die am Samstag im Reichsfinanzministerium und im Reichsmirtschaftsministerium geführten Verhandlungen über die von den Gastwirtsorganisationen geforderte Getränkesteuerermäßigung ergebnislos »erlaufen waren, wurde nach einer Meldung der leie- graphen-Union am Sonntagvormittag in einer Versammlung von Vertrauensleuten sämtlicher Gast- wirtsoerbände erneut die Lage beraten. Mit einer Mehrheit von 75 v. H. wurde beschlossen, den B i e r- streikamDonnerstagfrühbeginnenzn lassen, wenn die Verhandlungen, die noch mit dem Preiskommissar geführt werden sollen, ebenfalls zu keinem Ergebnis führen würden. Dieser Beschluß würde für das Gastwirtsgewerbe i m ganzen Reich gelten. Aus aller Wett. Goethe-Feier in Wien. S-E Haches IcgE Doron ® ‘W1 Wen Trinker KrZ nnmik surchtl" ärbeW L55? S daraus. Dir EÄÄ" te»«* 6 .6 -mittels em< s* « M 1* c*l”el seiner Gemüse selber auch AleinNere Das Haus soll 2500 Mk. fordern, bt des Siedlers wird e. betragen. Dr. Lacher diesem Preis eine x größeren und M Schlafkojen) sovie L Größe und Qualität auch ihre gefundheitl viele Erwerbslose c tung und Deroi Wohnverhältnisse dal Dr. Sachen betonte einer vorstädtischen $ den gesetzlichen Best zurEntziehung sorge ist und deinen Gerüchte auf das strikt« siedlung ist eine Ae neben ihren Erträgnis kommen aus Arb den sein. Der Deichsle Kleinsiedlung erwähl S t a o t D e r l i n den zeit sowohl einen Z: kosten zwischen Woh eine zusätzliche D< stelle gewähren will, lungsstelle kann auf di ter Bauarbeiter durch den freiwilligen tarifliche Entlohnung Auch dos Daugew lich ausgeschaliet Werl den, dah die vorstädti zen Reich gut vc Die in Oesterreich zum 100. Todestag Goethes geplanten Feiern wurden mit einer Veranstaltung der Wiener älniversität im großen Festsaal der Hochschule in überaus würdiger Weise vor einem erlesenen Publikum eingeleitet. Die Vertreter von Staat und Gemeinde, der deutsche Gesandte Dr. Rieth und andere Mitglieder des Diplomatischen Korps sowie weitere Ehrengäste nahmen in den vorderen Dankreihen Platz. Rach dem feierlichen Einzug des Senats brachte der akademische Orchesterverein die Eg- mont-Ouvertüre zum Vortrag. Als die weihevollen Klänge verhallt waren, bestieg der Rektor der Universität Professor Dr. M a r e s ch das Podium zu einer eindrucksvollen Rede. Professor Wilhelm Klitsch trug eine Reihe von Gedichten vor, worauf Professor Dr. Radler, der im vorigen Herbst aus Königsberg nach Wien berufen wurde, den Festvortrag über „Goethe am Wendepunkt zweier Iahrhunderte" hielt. Den Abschluß der Feier bildete die Faustsymphonie von Liszt. Glückwünsche des Reichspräsidenten zur Washington-Feier. Anläßlich des 2 0 0. Geburtstages von George Washington hat der Herr Reichspräsident an den Präsidenten Hoover nachstehendes Telegramm gerichtet: „Zur Feier des 2v0. Geburlvtages Ihres großen Rationalhelden gestatte ich mir, Ihnen, Herr Präsident, und der ganzen amerikanischen Ration zugleich im Ramen der Reich-sregierung und des deutschen Volkes die herzlichsten Glückwünsche auszusprechen. George Washington, der seinen Volksgenossen in Krieg und Frieden ein vorbildlicher Führer war, gehört zu den Unsterbllchen der Weltgeschichte. Möchte dieses Iabr des Gedächtnisses an George Washington dessen kraftvolle Hand das junge amerikanische Staatsschiff in schwerster Zeit sicher durch alle Klippen hindurchsteuerte, zum Beginn einer Aera neuen wirtschaftlichen Aufstiegs für das amerikanische Volk und die ganze Welt werden. gez. Reichspräsident v. Hindenburg? 300 000 Mark gezogen. 3n der heutigen Ziehung der Preußisch-Süd-i! deutschen Klassenlotterie wurde vormittags d a ?| Los 7 1 275 mit 300000 Mark gezogen. Diese«. D! Los wird in der ersten Abteilung in Achtellosen inl Lübeck und in der zweiten Abteilung ebenfalls inll Achtellosen in Hessen gespielt. 75 Jahre Norddeutscher Lloyd. Anläßlich des 75jährigen Bestehens des Nord« deutschen Lloyd wies vor Mitgliedern des Vorstand des und vor der gefamten Angestelltenschaft General-^! direktor Glaessel in einer Ansprache darauf hin« I daß der Lloyd sein Jubiläum unter schwierig! gen Verhältnissen feiere. Auch in Sufunffli werde man auf äußerste Sparsamkeit be--il dacht fein müssen. So, wie die Verhältnisse in beeil Schiffahrt heute lägen, müsse man an der Verwirf! Aus Der firn Gieß« Tküöe Aussl'chie zum höhere Amtlich wird von de befanntgegeben: .Die Zahl ber uni Idjen Studienas dlenreferendarc A-rordenilich JJJ! "Folge der unve Maßnahmen sich uu weiter obnimmi. Es bc V” >.° b'r 15 3a harter keine Dabei wä. NÄ'L^-die r™1 höheren Lek ?" daher leider gen Stoa««»«* St Ä ° ? W Staate? ni*, effe Ö£» S iUbetme dereitun/ a r "°bme in bie Die Ausrff .ntDat "ach den Seih™ °Iflt nole der \ Un9cn. K ^ens "AM ln Stage.’,flur erhc nur bä,?^ 1935 c dienst >L fe.n Kandid unb a& den. Fassung n?'?unM ^n^net | Men&9 di "Ha ien ff öwei eSsiA- fes Il -es Mrpröfidenlea 1. 3n den Iahren 1932, 1933 und 1934 können in Frage. Saftwirtsgrwrrde kn. Sä'®«,; ■5‘S-** ÄE> nbleibt bfftoRU^er b” S“'g“ÄI uorr nicht erreichte -rung in ihrer bi-hcrj. St?8'btr DErti-, ■DoHerung auch wirtjchalii j «Iifle Wirkungen für h lc. Brauereien und die 0- mmmenhängenden SewnK ft**!- Trunde i ,'2-r- 1932 eine ro uerkenkung in 2u reifes ermöglicht. Samstag im Ärichrsmav Neichswirifchaftsminifleri^ n M u n 0 e n über h ganifationen geforderte 0« 'äßiguna ergebnislos w nach einer Meldung der Iti onntagoormiltoa in einer rauensleuten famtlicher ®a*> die Lage beraten. Mit rite wurde beschlossen, den Sie» stagsrühbeginnenzi ledjanblungen, die noch mi führt werben fetten, edenfoti hren würden. Dieftr tbefch.' 2. Dom Jahre 1935 ab werden bis auf weitere- nur diejenigen Kandidaten zum Dorbcreitungs- ■ dienst zugclassen, denen das Ministerium für Kultus und Dildungswesen die Aussicht auf Zulassung mindestens drei Jahre vor - he r schriftlich eröffnet hat und die in der wissenschaftlichen Prüfung die Gesamtnote ..gut" und in mindestens zwei Hauptfächern die Rote ..gut" erhalten haben. Die schriftliche Zusage der etwaigen Aufnahme in den Vorbereitungsdienst wird : den Abiturienten in den nächsten Jahren nur ausnahmsweise und beim Rachwci- ganz besonderer Eignung für die gewählten Studienfächer j gegeben werden. 3. In die Anwärtcrliste für das höhere Lehramt werden nur solche Assessoren auf genommen, die beide Prüfungen mindestens mit der Gesamtnote ..gut" abgelegt haben. iller Dell. -Jeier in Men. zum lOO/SoMtog Soetbkl niröen mit einer Teran« jener Universität toi Hochschule in überaus tour- ;m erlesenen Publikum ei» r von Staat und Temeinn. Dr Äielh und andere M tischen SW sowie n den vorderen Dansteibo erlichen Sinzug deS öffg che Orchesterverem bw JJ Ilt waren, besiieg ^r ^ esfor Dr.Warelchdas) Msvollen Me Nt* trug eine Reihe M » Professor Dr. Radler. - aui lichung de» Gedankens einer Gemeinschaft in I vollster thbeneugung Mitarbeiten. Der Redner schloh mit einem Appell an die Angestellten, trotz der schwierigen Lage zuversichtlich zu bleiben und sich nicht durch falsch« Propheten irre machen zu lassen. Racheakt im Steinbruch. Im städtischen Steinbrüch von Ruhig bestehen seit längerer Zeit Mihhelligkeiben unter der Bc- leaschast. Bor einigen Lagen hatte sich ein Stein abgelöst, woran die Schuld dem Schuhmeister H., einem starken Trinker, beigemessen wurde Darauf begaLesich der Stadtverordnete und Sekretär deS TranSportarbeiterverbandeS. Werner, in den Steinbruch. Al- er sich mit mehreren Arbeitern der EieinbruchSschmiede näherte, wo sich Hortig aushielt, warf dieser zehn Kilogramm Dynamit in daS offene Ofenseue t. ES erfolgte eine furchtbare Eeplosion, wobei 5). und drei weitere Arbeiter sofort getötet tour- den. Werner wurde schwer verletzt und starb bald daraus. ’ 4. Eine Wiederholung der wissenschaftlichen • Prüfung oder der Staatsprüfung zum Zwecke der M" - "ylnlM^^miOA ' Verbesserung der Gesamtnote wird nur noch in in einer »W|et schV^L besonders begründeten Ausnahmesallen gestattet, ^..kilaunl nf.,A in »M 5 Assessoren, die nicht in die Anwärterliste ausgenommen sind, lünnen in der Regel nicht zur Oie (Stadtrandsiedlung. Sin Bericht dco Reichökommissard Tr. Laatzen. Aeichskommifsar Dr. S a a h e n äußerte sich über die vorstädtische Kleinsiedlung, die neben der landwirtschaftlichen und aärtnerischen Doller- werbSsiedlung ein Mittel sein soll, dem A r - deitSlosenheerderGrohstädte Hilfe zu bringen. Mittel- eine- zu besonder- günstigen Bedingungen erteilten Reich-darlehenS soll der Arbeit-lose in den Stand gesetzt werden, sich ein in jeder Weise seinen Dedürfnissen entsprechende- Siedlerhau- inmitten eine- etwa 800 bt- 1000 Quadratmeter großen Garten- zu errichten, in dem er daS f ür den Vedars seiner Familie bestimmte Obst und Gemüse selber ziehen kann und wo er auch Kleintiere unterzubringen imstande ist. DaS Hau- soll kein höheres Fremdkapital als 2500 Mk. fordern, die jährliche Vela st ung de- Siedler- wird etwa 1 80 bi- 200 Mark betragen. Dr. Saaßen» Mindestprogramm sieht zu diesem Prci- eine geräumige Wohnküche, einen größeren und )toci kleinere Schlafräume (keine Schlafkojen) sowie Stall und Rebenräume vor. Größe und Qualität dieser Wohnung, vor allem auch ihre gesundheitlichen Vorteile, dürften für viele Erwerb-lose eine erhebliche Verbesserung und Verbilligung ihrer bisherigen Wohnverhältnisse darstellen. Dr. Saaßen betonte ausdrücklich, daß der Besitz Aus der Provinrialbauptstadr Gießen, den 22. Februar 1932. Trübe Aussichten für die Anwärter zum höheren Schuldienst. Amtlich wird von dem hessischen Kultusminister bekanntgegeben: Die Zahl der unbeschäftigten hessi- Jschen S t u d i e n as s e s s o r e n und Studienreferendare ist in den letzten Iahren außerordentlich gestiegen, während die Stellen» zahl infolge der unvermeidlichen starken Abbaumahnahmen sich sehr vermindert hat und noch weiter abnimmt. Es besteht daher in den näch- sten 10 bis 15 Iahren für die meisten Anwärter keine D e r w c n d u n g S m ö g- I lichk« it. Dabei wächst trotz aller Warnungen von Jahr zu Iahr die Zahl der Studierenden, die sich dem Höheren Lehramt widmen wollen. Ich bin daher leider genötigt, schärfere AuS- lesemaßnahmen zu treffen, die zwar in einer vorstädtischen Kleinsiedlerstelle allein nach Len gesetzlichen Bestimmungen kein Grund zur Entziehung der öffentlichenFür- sorge ist und dementiert alle anders lautenoen Gerüchte auf da- strikteste. Die vorstädtische Kleinsiedlung ist eine RebenberufSsiedlung, neben ihren Erträgnissen muß ein Hau Pt einkommen auS Arbeit oder Rente vorhanden sein. Der ReichSkommissar für die vorstädtische 7 Kleinsiedlung erwähnte dann noch, daß die S t a d t B e r I i n den Siedlern während der Bauzeit sowohl einen Zuschuß zu den Fahr- f kosten zwischen Wohnung und Baustelle alS auch eine zusätzliche Beköstigung auf der Baustelle gewähren will. Die Ausführung der Sied- lungSstelle kann auf die Mitarbeit gelernter Bauarbeiter nicht verzichten, die teilS durch den freiwilligen Arbeitsdienst, teil- durch tarifliche Entlohnung heranzuziehen sein werden. Auch da- Baugewerbe soll nicht arundsäh- ■ lich au-geschaltet werden. ES darf festgestellt werden, daß die vorstädtisch« Kleinsiedlung im g an- I ze n Reich gut vorwärts geht. gubilä"'? " Mch in.;n K rj. ;»,S| WW Ä ^ut°mmcn tilgt. lie 4 s i als klbfih^Ä, 6tactl. ' M I -xs Reiif)Vroll£*nlt" vielen Fällen al« sehr bart empfunden werden, .[(.jngtonjeiet. aber im Interesse der höheren Schule und deS Geburtstages vc> • Staates nicht zu vermeiden sind. bal der Hen Rt:V Die Bestimmungen über die Zulassung zum rrtfibenten C höheren Schuldienst vom 2. Ianuar 1931 werden ^-lichtet in folgender Weise geändert: contMa Hoheit Talw”* - ,A,, — je? 2hres 1 - . - - - ]laJionJÄ bereituny'sdienst m und des deu nähme in die Anwärter!.fre zugclassen werden. Die Auswahl erfolgt nach den Lehrfächern und - nach den Leistungen. Kandidaten, die als Gesamtnote der wissenschaftlichen Prüfbng nicht m i n - - destenS ..gut“ erhalten haben, kommen nicht nur wenige Kandidaten zum Vor. Ficrei tnnn^bienft mit Aussicht auf Auf. mir. netil ÄfsSS. Riöchte.^ ü SeÜ9CÄrgc Dash'»? iises an .menka"^ and M durch 7 freiwilligen Beschäftigung an einer öffentlichen höheren Schule zugcla'fen werden. 6. Kandidaten, die vor dem 1. Oktober 1933 die wissenschaftlich« Prüfung ablegen, aber nicht zum Vorbereitungsdienst mit Aussicht auf Aufnahme in die Anwärterliste zugela'sen werden, können, soweit Platz vorhanden ist, einzelnen pädagogischen Seminaren zur weiteren Ausbildung überwiesen werden. Sie müssen jedoch nach der Staat-Prüfung auSscheiden. ObstbaumschädlingS.Belämpfung in Gießen. Wie im vorigen Iahre. findet auch in diesem Iahre wieder unter der Oberleitung der Hessi- schcn HauptsteUe für Pflanzenschutz eine gemeinsame Schädlingsbekämpfung in den Gießener Obstgärten statt. Im vorigen Iahre wurden annähernd sechstausend Obstbäume bespritzt. In dankenswerter Weise hatten hierbei die Stadtverwaltung und daS gesamte Feldschuhpersonal der Schädlingsbekämpfung chre Hilfe zuteil werden lassen, wie da- auch in diesem Iahre wieder der Fall sein wird. Die vorjährige erste Obstbaumbespritzung war hinsichtlich der großen Zahl einsichtiger Baumbesitzer, alS auch hinsichtlich der Anzahl der auf genossenschaftlicher Grundlage bespritzten Bäume ohne Zweifel ein voller Erfolg. Rach der überaus reichen Obsternte deS vorigen Iahres besteht fast die Gewißheit, daß der Ernte- fegen im Iahre 1932 geringer fein wird. Mm so mehr ist cs Pflicht aller Obstbaumbesitzer, die Ernte in diesem Iahre soweit und so gut als möglich zu schützen, damit da-, was an den Obstbäumen wächst, auch in gesundem Zustand geerntet werden kann. Der erstmalige Versuch im vergangenen Iahre gab Fingerzeige für Verbesserungen im neuen Iahre. Es ist falsche Sparsamkeit, die wenigen Mark jetzt im beginnenden Frühjahr zu sparen, dafür aber im nächsten Herbst sich über eine minderwertige Obsternte zu ärgern. Wir haben allen Grund, un» immer mehr vom AuSlande unabhängig zu machen: insbesondere gilt dieS für die Dinge, die bei un« wachsen und deren Qualität die der AuSlandware nicht nur erreicht, sondern auch übertrifft. Ohne Zweifel wird die gemeinschaflliche genossenschaftliche Schädlingsbekämpfung sich billiger stellen, als die Schädlingsbekämpsung durch den einzelnen Gartenbesitzer. Vor allem ist für bestes Material gesorgt. Die- verbürgt die Mitwirkung und Oberleitung der Hauptstelle für Pflanzenschutz an unserer LandeSunivecsität- Dem Sinzeigeschäftsmann soll dadurch keine Konkurrenz bereitet werden. Wer selbst eine Obstbaumspritze besitzt ober glaubt, sich auf privatem Wege mit dem geeigneten Spritzmaterial versehen zu können, soll und muß dies tun- Wer. jedoch Zeit, eigene Mühe und Geld sparen will, beteilige sich an der gemeinschaftlichen Schädlingsbekämpfung. Die Gießener Gartenbesitzer versammeln sich am morgigen Dienstag, 20.30 Mhr im Hörsaal II de« Landwirtschaftlichen Instituts, Senckenberg- strahe 17a, um über die geplanten Maßnahmen Bericht zu erhalten und ihre Gedanken auSzu- tauschen. (Siehe daS heutige Inserat.) vornotizen. — TageSkalender für Montag. Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Der Herr Bureau- Vorsteher". — Aus dem Stadttheaterbureau wird un« geschrieben: Morgen, DienStag, 23. Februar, bleibt das Theater wegen der Vorbereitungen 8um „Hauptmann von Köpenick" geschlossen. Die 20. Vorstellung im Dienstag-Abonnement wird verschoben. — Mittwoch, 24. Febr., alS 20. Vorstellung im Mittwoch-Abonnement zu gewöhnlichen Preisen zum erstenmal daS deutsche Märchen von Karl Zuckmayer „Der Hauptmann von Köpenick". Die Spielleitung liegt in den Händen de« Intendanten Dr. Rolf P r a s ch. Die abenteuerliche Maskerade de« SchusterS Wilhelm Voigt, über die die ganze Welt gelocht hat, ist von dem kräftigsten jetzt lebenden deutschen Dramatiker zu einer Szenenfolge geformt worden, die an allen Theatern den größten Erfolg der letzten Spielzeit darstellte. Beginn 19 Mbr, Ende nach 22 Mhr. — Morgen Bellachini-Abend. Auf die morgen, Dienstag, 20 Mhr, im Cafe Leib stattfindende Srperimental-Vorstellung Bellachi- nis sei nochmal- hingewiefen. Es wird soviel Interessante- und Sehenswerte- zur Vorführung gelangen, daß der Besuch sich alS empfehlenswert erweisen wird. (Siehe heutige Anzeige.) *' Ein Achtzigjähriger Bäckermeister Wilhelm Lange, Neustadt 47, wird morgen 80 Jahre alt. Dor über 50 Jahren gründete er, von Laubach kommend, hier seine Bäckerei. Als Meister feines Faches verstand er es, sein Geschäft zu einer der besten Bäckereien Gießen» zu machen. Neben einer treuen Stadtkundschaft pflegte er auch geschäftliche Beziehungen zu der Bevölkerung von Heuchelheim, Kinzenbach, Rodheim und dem Hinterland bis nach Frankenbach. 2n Gießen, besonders im Neustädter Bezirk, und im Hinterland wird der „alte Lange", wie er dort heißt, als ein alter Deutscher von edlem Charakter geschäht, der nie viele Worte macht, aber durch seinen Fleiß und sein solides, arbeitsreiches Leben als ein Vorbild dient. Möge diesem Ober« Hessen, der sich noch der besten körperlichen und geistigen Frische erfreut ein weiterer glücklicher Lebensabend beschieden sein. ” Preisfrisieren. Die Friseur-Innung Giehcn-Land veranstaltete dieser Tage in der Turnhalle zu Heuchelheim eine Abendunterhaltung, in deren Mittelpunkt wieder ein Preis- srisieren stand, das den Veranstaltern einen großen Erfolg brachte. Die Beteiligung war in die em Iahre wesentlich stärker als im Vorsahre. Der Wettbewerb erstreckte s.ch in zwei Klassen auf Bubikopfschneiden und Ondulieren. Als Preise standen goldene und silberne Medaillen, Geldpreise und Wertgegenstände zur 'Verfügung. Als Preisrichter fungierten die Herren Friseurmeister F. Henkelmann-Butzbach. Schwind-Gießen. sowieObermeifter R i e b e l - Mühlheim a. W. Am Wettbewerb nahmen insgesamt 23 Friseure teil. Friseurmeister Dolkmann - Heuchelheim begrüßte die Teilnehmer namcnS seiner Kollegen am Orte. 3m Auftrage der Friseur-Innung ®ic- hen-Lond sprach Obermeister KrauSkopf- Großen-Linden. Er umriß in wenigen Dorten den Sinn der Veranstaltung. Irn Aultrage der Innung konnte er dann Friseurobermeister G ö tz - Gießen als Dertretcr des Landesverbandes. Rektor S ch rn i d t - Gießen als Vertreter der gewerblichen Berufsschule. Bauunternehmer 2 e ck e r - Dießen alS Vertreter der Handwerkskammer- Rebenstelle Gießen, Fachlehrer Tränkner- Gießen, sowie zahlreich« Bertrcter der benach- f barten Innungen begrüßen Friseur-Odermcistcr I Götz- Dießen überbrachte die Glückwünsche de» | Landesverbandes. Die im Rahmen deS Wettbewerbs gclctfielen Arbeiten ließen erkennen, daß tüchtige Kräfte am Werke waren. Das Preisgericht hatte kein letchies Amt. Da- Prei-- frifieren brachte folgende« Ergebnis: Bubikopfschneiden Klasse A (Meifterllassel L Adolf Gutstadt - Lollar 132 Punkte. 2. Ernst Rühl- Heuchelheim 131 P. . 3. Karl Kraft- Lol- lar 129 P : 4. Robert Will- Wtescck 128 P : 5. Heinrich Ulm» Deylar 128 Punkte. Bei letzteren war dte Arbeitszeit entichetdend. 8 Klass« (Lehrlingsklasse): 1. Karl Guth- Wetzlar 129 Punkte: 2 Gg. Schmidt- Wetzlar 128 P.: 3. Otto Need- Heuchelheim 128 Punkte. Ondulieren: Klaste A (Meisterklasse) 1. Frau Hedwig Dolkmann- Heuchelbeim 140 Punkte: 2. Ella Kais« r-Dietesheim 139 P., 3. Karl Schmid- Büdingen 135 P : 4 Ida Schepp ■ Butzbach 134 P.: 5. Heinrich Ulm- Wetzlar 128 Punkte. Klasse B: 1. Marie Laun - Lich 127 Punkte: 2. Lina Gorr - Gießen 125 P-: 3. Elfriede Henkel- Gießen 123 Punkte. •• Gntendieb st ahl. Am SamStag nach 20 Uhr drangen Einbrecher in da- Schmallfche Grundstück in der DootShauSstrahe an der Lahn ein. Hollen au« dem Stalle neun Gnten heraus und schlachteten die Siete an Ort und Stelle. Die Einbrecher wurden von einigen jungen Leuten beobachtet, leider wurde aber versäumt, die Polizei schnell zu benachrichtigen, so daß die Spitzbuben mit ihrer Beute entwischen konnten. Die Ermittelungen nach den Tätern und den Enten sind im Gange. Oberheffen. Landkreis Gicbcn. bn. Rpddingshausen, 18. Februar. Dieser Tage wurde di« N e u a n l a g e in der Pump- ftatlon Deckenbach nach der Besichtigung durch den Vorstand der Wafsergenossenschast Deckenbach- Rüddingshausen-Wermertshausen in Betrieb genom- men. Statt des seitherigen Elektromotors, der sich als zu schwach erwte», wird ein stärkerer Nohöl- motor verwandt. Ein zweiter Eelektromotor steht in Reserve. Von der Einführung von Wassermessern wurde abgesehen. Das Auskommen an den Kosten staffelt sich nach der Anzahl der Personen und des Viehes in jeder Gemeinde: Rüddings- Hausen trägt Sechselstel, Deckenbach Dreielstel und Wermertshausen Zweielftel sämtlicher Ausgaben. — Die diesjährigen Holzoer ft eigerungen unterer Gemeinde erbrachten folgende Preise: Buchen- scheit 7 Mark, Buchenknüppel 4,50 bis 5 Mark, fiie- sernscheit 3,50 bis 4 Mark, fliefernfnüppel 4,50 Mk., Fichtenscheit 4 Mark, Fichtcnknüppel 2 bis 2,50 Mk., Buchenreiser 1 bis 1,20 Mark. Q Holzheim, 18. Febr. In der Jahreshauptversammlung des Geflügel- und'K a n i n ch e n- züchteroereins begrüßte der zweite Dorsttzende H. Mehl die Mitglieder und erstattete sodann den Jahresbericht. Dec Verein konnte einen Mitgliederzuwachs verzeichnen. Kassierer K. Reitz gab über den Stand der Kasse Ausschluß und teilte mit, daß die Lokalausstellung einen Ueberschuß ergeben habe. Rach der Verlosung von Bruteierzuschüssen entwickelte sich eine rege Aussprache über züchterische Fragen. Als Beisitzer wurden H. Müller, H. Gör lach und E. Jung, als Schriftführer H. Jung gewählt. Kreis Büdingen. △ Hirzenhain. 18. Febr. Zum zweitenmal in diesem Winterhalbjahr versammelte der Kriegerverein seine Mitglieder mit Familien. Als Redner war der Fürsorgeleiter der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen der Kriegerkameradschaft „Hassia- für Oberheffen, Oberleutnant a. D. 2 o n h a r d, Gießen, gewonnen. Der Vortragende gab zunächst einen kurzen älcberblick über die Tätigkeit und Leistungen der „Hassia" auf dem Gebiete des Fürsorgewesens und ging dann zu dem eigentlichen Thema des Abend-: „Land, Leute und eigene Erlebnisse in Mazedonien" über. Die Schilderung wurde durch Vorführung einer größeren Anzahl wirkungsvoller Diapositive ergänzt. Die Ausnahmen entstammen einer Sammlung, die der Redner während seiner Tätigkeit als Führer einer Maschinengewehrkompanie aus dem mazedonischen Kriegsschauplatz zusammengestellt hatte. Herr 2 o n h a r d verstand e«, die Zuhörer durch seine interessanten Ausführungen in etwa zweistündigem Vortrag zu fesseln. Kreis Schotten. V Gedern. 18. Febr. Die hiesige Sani« tälSkolonne vom Roten Kreuz veranstaltete zu Ehren der Gefallenen einen Gcdächt- nisabend. Der Vorsitzende, Dekan Widmann, hielt an Hand von etwa 80 Lichtbildern einen eindrucksvollen Vortrag über die Kriegergräber im Feindesland. Er sprach dabei von den Heldentaten der deutschen Truppen, von den verschiedenen Erscheinungsformen deS Weltkrieges, gedachte besonders der Gefallenen unserer Gemeinde und ließ in manchem Frontkämpfer Erinnerungen wach werden. Gr gedachte weiter des schweren Lo'eS der Gefangenen, der Arbeit der Sanitäter im Kriege usw. Der Gesangverein „Liederkranz" trug unter der Leitung von Lehrer Riedel zur Verschönerung de« Abends hei. Mitglieder oeS Mädchenbunde- erfreuten mit einigen Gedichtvorträgen, der Musikverein unter der Leitung von Max Rothenberger wartete mit einigen guten musikalischen Darbietungen auf. DekanWid- m a n n dankte zum Schluß allen, die zum < dingen der Feierstunden beigetragen hallen. Spt.-p!an der Arant,ur.er r catcr. Schauspielhaus. Montag, 22. Februar, 19 bis nach 23 Uhr: Wallenstein. Dienstag, 23. Februar, 19 bis nach 23 Uhr: Wallenstein. Mittwoch, 24. Februar, 20 bis 22.30 Uhr: ..Laramba!" oder „DoloreS und die Parallelen". Donnerstag, 25. Februar, 20 biS 22.30 älhr: „Taramba!' ober ..Dolores und die Parallelen". Freitag, 26. Februar, 20 biS 22.30 Uhr: „®a- ramba!" ober .Dolorc- und dieParallelen . Samstag, 27. Februar, 20 bis 22.30 älhr: Torquato Tasso. Sonntag, 28. Februar, 15.33 bis gegen 18.15 älhr: Der Kaufmann von Venedig. 23 bis 22.30 älhr: „Laramba!" ober „Dolores und die Parallelen". 22.30 älhr: Die Spottvögel. Opernhaus. Montag. 20 bis 23 Ubr: Im weihen Röhl. Dienstag, 23. Februar, 20 bis nach 22.30 älhr: Der Troubadour. Mittwoch, 24. Februar, 20 biS nach 23 Uhr: Im weihen Röhl. Donnerstag. 25. Februar. 20 bis gegen 23 Lhr: Der Freischütz. Freitag, 26. 'Februar, 20 biS 23 Uhr: 2m weißen Röhl. SamStag, 27. Februar. 19 Ahr: Einführung zu „Macbeth". 20 bis nach 22.30 älhr: Macbeth. Sonntag. 28. Februar, 15biS 18 Llhr: Im weißen Röhl. 20 bi« 23 älhr: 2m weißen Röhl. Rundfunkprogramm des 5r«fhirtet Senders. (AuS der .Radrv-llmschau^ DienStag, 23- Februar. 720: Frühkonzert. 12.05 (Don Berlin): Konzert. 13.05 «Don Köln»: Mittagskonzert. 1520 bis 15 50: Hau-srauen-Rachm-ttag 17 (Von Wiesbaden): Konzert de« städtischen Kurorchesters. 18.40: .Winterschlaf und Blumentreiberei", Vortrag von Dr. H. v. Bronsart. 19.05 (Von Freiburg : .Konzerne und Kartelle im Rahmen der heutigen deutschen Wirtschaftslage I", Vortrag von Prof Dr Robert Wiesmann. 19 35 ( Vom Stadt- theater Wiesbaden >: Tosco. OHuhfbtama, Rkustk von Giacomo Puccini. 22: Tägliche Begegnungen: Schalterbeamte und Kunde. 22.50 bi« 24: Tanzmusik. Wettervoraussage. Sehr rasch hat die einsetzende Milderung weiter südwärts Platz gegriffen. V s zum Main hegen in Deutschland die Temperaturen im Flachland über Rull, hingegen erreichte der Frost in Süd- deutschland noch bi« zu 11 Grad. Durch die nordöstliche Störung wurde der hohe Druck über den britischen Inseln westwärts nach dem Atlantik zurückgedrängt und der Zufuhr milder Luft nach Deutschland mehr Raum geschalsen. Damit dürsten die Temperaturen zunächst weiter etwa« anftetgen und auch nachts noch, durch Bewölkung begünstigt, nicht unter Rull zurückgehen. Aussichten fü-r Dienstag Wechselnd wolkig. Temperaturen auch nachts etwa« übet Rull, einzelne geringe Riederschläge. Aussichten für Mittwoch: Teils wechselnd wolkig, teils kurz ausheiternd, mit nachts um Rull und tagsüber darüber schwankenden Temperaturen. Lufttemperaturen am 21. Februar: mittags 1,9 Grad Celsius, abends 0,3 Grad: am 22 Feoruar: morgen? u.s ®rab. SRartmum 2,5 Grad. Minimum minus 0,1 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm liefe am 21. Februar: abends minus 0,8 Grad: am 22. Februar , morgens minus 0,8 Grad Celsius. — Niederschlage 0,5 nun. — Sonnenscheindauer 7 Stunden. Amtliche wintcrfportnachrichten. Vogelsberg, HoherodSkopf: Rebel, minus 6 Grad, 10 Zentimeter Pulverschnee, stellenweise Sportmöglichkeit. Schwarzwald, Feldberg: Bewölkt, minus 9 Grad, 30 Zentimeter Schnee, verweht, Sportmöglichkeit gut. Alpen. Garmisch-Partenkirchen: Klar, minus 13 Grad, 14 Zentimeter Pulverschnee, Sportmöglichkeit sehr gut. Stwiunauszug 5. Klasse 38. Prcußifch-Lüddeulsch« (264. Preuß.) Staats-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hebe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf He Loje gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II 10. Fiehungstag 19. Februar 1932 3n der heutigen Vvrmittaqeziebung wurden Gewinn« über 400 UH. gezogen 4 »rornet ,u 10000 HL 126876 348256 10 e«tt>tnn. m 6000 U 5000 T<. 77381 112342 121447 274342 333938 375797 397463 28 »rw.nn« ... 3000 0300, 2 Gewinne zu je 5000(10, 2 zu je 800000, 2 zu j« 200X1, 2 zu je 10000), 2 zu je 70)00, 10 zu je 500 0, 20 i ft 25000, 122 zu je 10000, 30» ,u je 5000, 636 zu je 3000, zu je 2000, 38d8 zu je 1000, 6802 zu je 500, 18874 zu je 400 M. 92 »?T.rn. ,ü 1000 Q’(. 283 18330 21600 25301 42971 47898 6603*5 116903 118677 120602 123878 1M7» 202435 26',838 316755 357791 Sprechstunden Der Redaktion. 1L30 Ml 12-30 Uw. 16 Mi 17 Uhr Samstag nachmittag geschlossen Für unverlangt eingesandle Manuskripte ohne -eigesüglei Bütfporto wird kein« Gewähr übernommen. Anzei'ena • f 11 ä g c sind lediglich an bü Geschäftsstelle zu richten. Oberheff i\rübi Aal« Die am Sonnt lMg. des Oberh. 'n Pikantem und ten Italienern d eme Kollektion v chemt uns ein r ur die Ausges-t leit der Leitung' Mreben verbinden und ^gebenden Ai mWflenöflw !W» Ws aSs sSä’^ "It unserer Zei erst tet; e,,e D°le?L'L «er der ,^urme 6täI)kbiiÄe IU^nöl' E'nen Tv . kraft km önff t jsfes J°lais je^'löun 0er sB & Halbmast Kfin Wc c Jm» n Sä aufjetorix"«1* Ledenlsei! ssh? MS Sfr- ©I Port Sil In seiner eindi Webner u. jU Wir trollen w uns, die wir ' Gesicht. Ton der ein Grauen an, und barfeit des M Menschen in sm nichtete-, toit Han über, das auch Dir lebten und doch auch irgmc denn wir W. Kameraden, rcc die Reihe unv könnte. So biss und ertrugen da raden neben um um unseres unt muhten. Mer der x Seite! Es wc ibn. Nie haben in jinen Sagen; sehr den Mc mass, als uns a standen, das gier gäbe verband, a -em Tode gleich unseres eige teressenenti den dm Ewigen ihm anwehen u1 die uns reich n hinaushoben. ®t er war zugleich c wenn wir der wissend in den sie um den Tod Schönheit sehen g Ahnlhnms des t Millionen in ihr« habene drüc nut nieder, kann es Erhaben sarne, bald schar' Leben, zwischen Leiden und Fr« sagen und Mol! wollen nicht ja unser Herz von die Schmerz uni Wer es ist nii Zeinen verlor, es die Millionen, die deutsche Volk und Gießen, den 22. Februar 1932. 1426 D 01098 Ernst Ludwig Sommer Watzenborn, den 22. Februar 1932. theken, 1 Registrierkasse. 14250 Billiger Fischverkauf ff. Filets Pfund von 40 Pf. an Wichtig! Wir suchen allerorts seiner Kiefernstämme Kl. 2b 23 Stück Dienstag, den 23. Februar 1932, abends 81* llhr Versammlung 14270 1400 V im Hörsaal II des Landwirtschaftlichen Institutes, Senckenbergstr. 17a beraumt. Felix Bressart 14300 Oer Herr Bürovorsteher Weitere Hauptrollen: 1431 c 14330 Müller, Bürgermeister. Wirksame Werbe-Drucksachen liefert di« Brühl'sche Druckerei Hebbel, Gerichtsvollzieher in Gießen. Wilhelmstr. 6 II. Telephon 4039. Die trauernden Hinterbliebenen: Marie Sommer, geb. Häuser Familie Ernst Sommer Otto Sommer, Rud. Sommer nebst allen Angehörigen. Sonntag nachmittag um 2 Uhr entschlief sanft nach langem schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden mein lieber Mann, unser lieber Vater. Schwiegervater, Großvater, Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager, Onkel und Pate 1 Stück 1 .. Heute abend, 8Uhr Vecherschleßen Die Beerdigung findet Dienstag, 23. Februar, nachm. um 3 Uhr stqtt. 01102 Gemeinsame Schädlingsbekämpfung in den Gießener Obstgärten Die Gießener Gartenbesitzer werden aufgefordert sich wieder an den Obstbaumsprihungen zu beteiligen. — Anmeldungen nehmen entgegen: Die Hessische Hauptfielle für Pflanzenschutz, Senckenbergstraße 17a (Fernruf Jlr. 2021) und das Keldschutzpersonal Lichtspielhaus Gießen Heute Montag Premiere zu verabfolgen oder zu leisten. Dieser Beschluß wird erst mit Rechtskraft wirksam. Gießen, den 11. Februar 1932. Tas Amtsgericht. Allen Perionen, die eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben, wird die Berpslichtung auferlegt, von dem Besitz der Sache und von den Forderungen, für die sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 10. März 1932 Anzeige zu machen. Gießen, den 19. Februar 1932. Das Amtsgericht. Stockhausen, den 22. Februar 1932. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 24. Februar, nachmittags 2 Uhr, von dem Trauerhause aus statt. Nutzholz Eichenstämme Kl. 5 » » 2 2. Der Beschluß vom 11. Februar 1932, durch den das- Konkursverfahren über das Vermögen des bezeichneten Gemeinschuldners eröffnet worden ist, ist am 18. Februar 1932, 12 Uhr, rechtskräftig und damit wirksam geworden. In Ergänzung dieses Beschlusses wird angeordnet: Konkursforderungen sind bis zum 10. März 1932 bei dem Gericht anzumelden. Es wird zur Beschlußfassung über die Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters sowie über die Bestellung eines Gläubigerausfchusses und eintretendenfalls über die im § 132 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände und zur Prüfung der angemeldctcn Forderungen auf Donnerstag, den 17. März 1932, tiorm. 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht, Zimmer Nr. 201, Termin an- Bekanntmachung. Der vom Gemeinderat durchberatcne Voranschlag der Gemeinde Bellersheim für das Jahr 1932 liegt von Dienstag, den 23. Februar bis Montag, den 29. Februar 1932, zur Einsichtnahme und zur Erhebung von Einwendungen auf dem Büro des Bürgermeisters offen. Es wird eine Umlage erhoben, wozu auch die Auswärtigen herangezogen werden. Bellersheim, den 20. Februar 1932. Nutz- und Brennholzversteigerung Dienstag, den 23. Februar 1932, vormittags 10 Uhr anfangend, kommt aus den Waldungen der Gemeinde Bersrod nachstehendes Holz zur Versteigerung: „ „ 3a 7 3b 1 Brennholz Scheiter-Buche. . Knüppel-Buche. . Knüppel-Eiche . . Knüppel-Kiefern . Knüppel-Fichte. . Reiser-Buche. . . Stöcke-Buche. . . Zusammenkunft ist int Ort. Bersrod, den 19. Februar 1932. ff. Kochfische, Pfund von 30 Pf. an ff. grüne Heringe ... 3 Pfund 55 Pf. Fischhaus,Cuxhaven* Marktstraße 23 1438 a Telephon 2417 2,17 fm 0,59 „ 1,38 „ 13,61 fm 5,31 „ 1,19 „ Heiterkeit Singstunde nicht Dienstag sondern 1436 D JteltD9Ö.26Ä abends 8'/« Uhr. Der Vorstand. Kuhmist zu verkaufen. Schrift!. Ang. unt. 01033 a. d. G. A. . 32 rm . 72 „ ■ 30 „ . 90 „ . 36 „ ■ 80 „ - 7 ihre heilkräuter erhalten sie in anerkannt hochwirks. Qualität geg.husten, schleim, asthma, rheuma u. a. im bestempfohlenen fachgeschäft 01092 kräuterhaus jung i. d. schulstraße gewissenhafte fachmänn. Beratung! Dienstag, den 23. Sc&r.l932, nachm. 2 Llhr, sollen im /Löwens Neuenweg 28 dahier, bzw. an Ort und Stelle (Bekanntgabe erfolgt im Bersteigerungslokal) zwangsweise gegen sofortige Barzahlung versteigert werden: 1 Rotomaschine, Strümpfe, Schreibmaschinen, Schreibtische, 1 Badewanne, 1 Kohlen- und Gasherd, 1 Rechenmaschine, 1 Bücherschrank, Büfetts, eine Chaiselongue mit Decke, Kredenzen, 2 Mo- tore, 1 Heftmaschine, Tapetenkleber, Standuhren, Wanduhren, Stühle, eine Ladeneinrichtung, Warenschränke, 1 Eisschrank, 1 Vertikow, 1 Personenwagen, 1 Kleiderschrank, 1 Ständerlampe, 1 Aktenrollschrank, 1 Vulkanisieranlage, Radioapparate, 1 Bohnermaschine, 1 Klavier, 1 Rollschreibpult, Hüte, Mützen, Strohhüte, Stoffe, 1 Kommode, ein Schreibsekretär, 1 Spiegelschrank, Schuhe, Grammophone mit Platten, Schirme, Stöcke, 1 Glasschrank, Regale, Laden- Beschlüsse in dem Vergleichs- und Konkursverfahren über das Vermögen des Kaufmanns Ferdinand Ncnnstiel sen., alleinigen Inhabers der Firma Ferdinand Nennstiel, Tapetenhaus in Gießen, Plockstraße 14 1. lieber das Vermögen des bezeichneten Schuldners wird das Konkursverfahren eröffnet. Der Volkswirt Dr. Ruckelshausen in Gießen, Goethestraße, wird zum Konkursverwalter ernannt. Men Personen, die eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner Mahnung. Die für den Monat Januar 1932 rückständigen Kranken- und Arbeitslosenversicherungsbeiträge können noch bis zum 27. Februar 1932 ohne Kosten bezahlt werden. Nach diesem Termin erfolgt Kostenberechnung und evtl. Zwangsbeitreibung. 1429D Gießen, den 20. Februar 1932. Allg. Ortskrankenkasse des Landkreises Gießen. Hermann Thimig, Julia Serda, Olga Limburg, Maria Meißner, Alfred Abel Albert Faulig, Henry Bender, Eugen Rex, Hans Waßmann Im Beiprogramm: Ufa-Ton-Woche - Ton-Lustspiel - Kulturfilm Ein Tonfilm nach dem Bühnenwerk von R. Bernauer u. R. Oesterreicher KONTO X NLAlädchen das alle Hausarbeit versteht, sof.f.einige Stunden tagt. ges. Vorzust. m. Zeugn. Wo?sagtü.Geschst. des Gieß. An;, Oln97 Bürgermeisterei Bersrod. 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Ortsgruppe Giefjen. 14220 Nr. 44 Zweites Blatt Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderheffen) Montag, 22.' $cbruar 1932 len Oer Vottstrauertag in Gießen nxd sagte der hatte für doppeltes Von der einen Seite schaute unS da- Grauen an, arten- barfeit des Menschen in toi 23, $ebr. 1932, SJl.-vfpOtt Werkasse. 1425D mit Der ebenfalls kürzlich verstorbene Walter Dod)fd)ulnadmd)fetL zum Ordinarius in Düsseldorf Ein wenig herzhafter Landschaft mit zwei Weggang von Prof. H. Heiman der Mnioerfität Königs- Lehrstuhl der Philosophie ist ichlsvolhi'eher ht stießen. 611. Telephon 4039. Don Otto Mueller t findet man hier ausschließlich weibliche Akte: Bewegung-- Ausdrucksstudien am unbekleideten Körper, fast und 8u- !ük,ISpiegeIjchwnl, schuhe, ne mit Platten, Lchime, lasschrank, Regale, Laden ebsameV ertreter finden )ßer Versicherung Der durch den foeth nach Köln berg erledigte relle lassen die parallele Entwicklung nicht der gleichen Aachdrücklichkeit verfolgen. und wir erbebten vor der Furcht» LchickfalS, das da Millionen von feine Knochenmühle nahm und ver- fammengefastt mit flüchtigen, spitzen, nervösen Linien, gehöht und gerundet mit zarten Pastelltönen oder weicher Aquarellierung. Das sind alleS blaffe, empfindsame Bilder deS Augenblicks und der plötzlichen Eingebung, Momentaufnahmen vom ruhenden oder fliehenden Rhythmus einer 8116t eßen Professor Dr. HanS Heyse in DreSlau Angeboten worden. Prosessor Dr. Fritz PringSheim in Freiburg i Br. hat den Aus auf den Lehrstuhl für deutsches bürgerliches Recht an der Universität Bonn abgelehnt. Der Schriftsteller Friedrich von Oppeln.- Bronikowski in Berlin-Charlotten- burg. als gelegentlicher Mitarbeiter deS ,,®ic» hener Anzeigers" unseren Lesern nicht unbekannt, wurde in Anerkennung feiner archäologifchen Forschungen von der Philosophischen Fakultät der Universität Breslau -um Dr. phil. h.c. ernannt. 1 li"' k\ix Mini W V? Figur oder Körpergeste im Kolorit die einzige Bäumen und Wasser. Otto Herbig erscheint, biemeben. um einen vollen und tiefen Akkord bestimmter und energischer sowohl in der Tongebung wie in der plastischen Rundung und Körperfülle von Menschen und Dingen. Dem dieser Maler neben Gramatte aus den ersten Blick fast röbust erscheinen möchte, wird solche Meinung angesichts des .Römischen ParfS" mit den überaus zarten Paftelltönen des Durchblicks im Hintergrund alsbald zurücknehmen. Lehr vornehm und unakademisch die .Frau am Fenster"; das witzige .Ltilleben mit Pferdchen" und eine kräftige Aichnung seien nod) besonders notiert. sind typisch für feinen Stil, wuchtig und elegant zugleich (man kann es kaum anders als mit diesem Widerspruch ausdrücken), impressionistisch gelöst und weich, dennoch voy männlicher Kraft und Haltung, aus angemessener Weite zu grob- artiger Prägnanz und Bildhaftigkeit zusammen» geschlossen. Bon ungemein feiner und kultivierter Farbigkeit der zarte und völlig unkonventionelle ..Sonnenuntergang an der Ostsee" (nichts vom üblichen Furioso in Rot). Dann die ..Tessiner Kirche", imponierend und mächtig hochwachsend vor dem blauen Grund. Die ..Weihnachtssterne" im brennenden Rot der ausgeschlossenen Kelche. Die ..Drücke im Maggiatal" mit der charakteristischen Mischung von Kobalt- und Ocker-Tönen. geilt- ©ramatte (beflen graphisches Werk soeben in einer Buchpublikation der Oeffentlichkeit übergeben wurde» bringt eine Reihe von duftigen Aquarellen; leichte und liebenswürdige Kompositionen von hellblauen, rosa, lichtgelben und maigrünen Tönen („Osterstilleben", ..Selbstbildnis mit Blumen"). Die großen und ihrem Preis nach repräsentativ gedachten Oelbilder, „WechnachtS- stilleben" und ..Müdes Blumenmädchen", find vollkommen «und nicht ganz glücklich) auf das die Gesamtwirkung beherrschende Rachtblau eingestellt. Sine heitere Landschaft ist neben der melancholischen Großftadt-Impression das Bild von Cadiz in südlichem Licht und südlichen Farben. 3n der Gruppe I lieferten sich sodann dio Polizei Butzbach und die Universität Gießen daS Entscheidungsspiel und den letzten Kampf des TageS. DaS Spiel endete mit 1:0 für die Universität Das Faustballspiel zwischen Postsportver- ein Frankfurt und Tv-184-6 Gießen entschieden die Frankfurter mit 29: 27 Punkten für sich Mitglieder deS EiSvereinS unterhielten di« Gäste mit guten Leistungen im Rollschuh- laufen. Fußball der Gießener Mannschaften. Die beiden Gießener Vereine hatten am gestrigen Sonntag fast sämtliche Mannschaften im Feld. Auf dem Platz an der LiebigShöhe schlug die Liga der Spielvereinigung den Vertreter der Oberliga von Main-Hessen, .Olympia" Lorsch mit 2:1 Toren. Die II. gewann gegen Dauborn I 2:1, die III. spielte in Leihgestern gegen die dortige II. 3:3 der Gegner der IV., Bieber, trat nicht an, die v. Mannschaft verlor gegen Dau- bringen mit 1:2. Die I Jugend blieb über die spielstarke 1.3ugenb des Sportvereins Wetzlar mit 4 0 Sieger, die III. spielt? gegen die I. des Lokalgegners und gewann knapp mit 1:0, die I. Schüler verloren gegen WiefeckS I. Schüler 0:1, während die II. Schüler auf den Gegner aus Watzenborn vergeblich wartete. Die Liga des VfB. bestritt ihr vorletztes Der- bandsspiel gegen die Germanen in Marburg auf dem kleinen Platz der Gastgeber und verlor Gustav W’ B0d?.m'TS^ rem gutem Verdi ernt n a. wörb. ZoM'huÜ). ngsmöglichkeit :um fest- Bez.-Beamten in kürzest, i en. Es kommen nur best- e Herren in Frage, die \ e’itzen. Ausführliche Be- unt.l428Va.d.Gie6.Anz. Unter den Bildern von War K a u S gibt den stärksten Eindruck für unser Gefühl eine breit auf gebaute Landschaft von Passau: sie wirkt im ersten Moment etwas verblüffend. beinahe gewagt in der scheinbar unbekümmerten Reichhaltigkeit Der Palette: doch schließt sich das Bild bei gehörigem Abstand und ruhigen Abwarten bald überzeugend zusammen und ist. wenn einmal flüchtig die Sonne daraus fällt, von schöner Leuchtkraft und lebendiger Fülle Ein kultiviertes Aquarell, ..Clivia", eme kleinere Landschaft und die ganz entfernt an Pechstein erinnernden .Badenden Frauen" seien nicht vergessen. Von Erich H e ck e l haben wir in früheren Jahren schon an dieser Stelle einiges gesehen. Es ist sehr interessant, aus der Datierung feiner Bilder die Entwicklung der Schweife und des malerifchen Stils abzuwsen: von den zerklüfteten «wiewohl räumlich sehr bewußt und energisch zu- fammengehalteneni ..Rordfeedünen" (1923) und dem „Einradsahrer" (1924), in dem der absterbende Expressionismus noch nachzuklingen scheint, über die sachliche ..Holzstgur" bis zu der gan- trocken aufgesetzten. fest und begrenzt gemalten Landschaft mit Bauernhaus" (19281 - ohne Umschweife und Ekperimente. Die vier Aaua- **852 Heimer) gestaltete sich zu einem seinen künstlerischen Genuß. Drei Lieder für Sopran, für Streichorchester und Orgel, eine Sonate für Violine und Klavier, in der sich Leiden und .Kämpsen Christi am Oclbcrg wiederspiegelten, ein geistliches Konzert für Mezzosopran und Orgel, ein Orgclchoral, ein g.mein,am gesungenes Lied und ein Konzert für Streichorchester und Cembalo beschlossen die Feierstunde, die für die Zuhörer ein schone- Erlebnis, für unsere Gefallenen eine würdige Ehrung war. Am gestrigen Sonntag wurde in unserer Stadt wiederum der Gesallenen des Weltkriege- in würdiger Weife gedacht. Die öffentlichen Gebäude waren Halbmast beflaggt, und in den Gottes- Dienften wurde auf den Sinn und die Bedeutung , Sxigve hingewiefen. 3n der Mittagsstunde lanb die vom Volk-bund Deutsche Ancgegrabcr- fürforge, Ortsgruppe Gießen, veranstaltete und außerordentlich stark besuchte Gedenkfeier in der Heuen Aula statt. DaS Kammerorchestcr der Volkshochschule unter Musiklehrer Franz Bauer jr. leitete die ernste Feierstunde mit der Wiedergabe der Trauerfymphonie von Pietro ßocatelli ein. Anschließend sang der Bauersche Gesangverein unter Universitäts-Musikdirektor Dr. Temesvary Franz Schuberts wunderbaren Chor .Heilig ist der Herr". Hierauf folgte die Gedenlansprache von Studienrat Dr. König. Ebenfalls vor nicht langer Zeit verstarb der Berliner Maler Anton Kerschbaumer: die Bilder. die man hier von ihm findet, sind insgesamt, trotz manchen skizzenhaften Zügen und improvisa- torischen Einzelheiten, in einem großen Ausschnitt gesehen und in großzügiger Linie gemalt und vor den Beschauer hingestellt. Die Farben sind nicht hell, aber warm; gedeckt, aber füllig. Ein eigentümliches Olivgrün wiederholt sich auf mehreren Bildern in überaus seinen Abstufungen (.Stilleben mit Adventsengel". .An der spanischen Treppe, Rom"). Ueberhauvt sind hier die kleineren Formate, für unser (empfinden, von stärkerer Wirkung als die beiden großen, teilweise dv h etwas unruhigen Kompositionen .Straße in der Rormandie" und »Kanal mit Hochbahn". Hallen-Handball-Turnier. Das am Samstagabend vom Polizeifportvrrein Duybach veranstaltete Hallen-Handball-Turnier in der Bolkshalle — auf da- wir noch eingehender zurückkommen — war ein großer ideeller und sportlicher Erfolg. Die Mannschaften waren durchweg in ihren stärksten Ausstellungen et- schienen, viele Zuschauer hatten sich eingefunden, die Volkshalle erwies sich für eine derartige Veranstaltung als sehr günstig, so daß alle Voraussetzungen für einen guten Verlaus gegeben waren. Cs entwickelten sich überaus spannende Kämpse, die folgende Ergebnisse zeitigten: Tv. 1846 Butzbach VfL Wetzlar 4: 3, Tv. Wetzlar — Universität Gießen 3:5, 1900 ließen —Tv. Großen-Buseck 1:3, Tv. 1846 Gießen — Polizei Butzbach 2:2, Tv. Heuchelheim — Tv. Pohl-GönS 3:2, Mtv. Gießen — Bataillon 7:3. Zwischen dem Tv. 1846 Gießen und der Polizei Butzbach wurde für die Vorrunde ein Entscheidungsspiel notwendig, das die Polizisten mit 0:3 für sich entschieden. 3n der Zwischenrunde ergaben sich folgende Resultate: Tv. 1846 Butzbach — Tv. Großcn-Buseck 1: 5, Mtv. Gießen — Universität Gießen 5: 4 2n der Gruppe 11 standen sich nun im Kampf um die Entscheidung die Mannschasien von Tv. Heuchelheim und Tv. Großen-Buseck gegenüber. Großen-Buseck ging als die bessere Mannschaft mit 1:3 Toren als Sieger hervor. leit Ilt^ > > stiNkd- heilkrauter ~ " be*tetnpfohK NU.ichulsträße mifbrr ausdrechen und unseren Blick nicht nur in dic Weiten des Raum», sondern auch in die liefen der Zeiten tauchen lassen. Zugleich aber ist seil jenen furchtbaren Zähren die schlichte Frage nach dem Verhältnis der Menschen zur Volkheit zueinander ganz anders gestellt worden, wie vordem. Wie ist doch so manches, was groß war, klein gewordeiy und so manches Weine groß und und wieder klein, und schließlich hat sich ergeben, daß wir alle zusammen recht arm geworden sind, daß wir mit dem, was uns geblieben ist: unserem Boden, unse- ren Arbeitsstücken, unseren Menschen von neuem anfangen müssen. Man hat damals das Wort vom Schüßengrabengeist geprägt, es ist zum Schlagwort und abgegriffene Münze geworden. Aber es hat doch leinen tiefen Sinn besessen War manchen hat der Schutzengrabengeist der Kameradschaft damals gepackt. Sollte aus alledem ein neues deutsches Volk, ein neues Deutsches Reich, ein neues Mitteleuropa, ein neues Abendland des Friedens und der Ordnung und der Dölkerfreihett hervorgehen, sollte ein neues Verhältnis von deutschem Menschen und deutschem Voll, von deutschem Voll und deutschem Boden, von deutschem Menschen und deutscher Geschichte gefunden werden, sollten wir von solchen Voraussetzungen aus unser Reich neu zu bauen in der Lage (ein, dann könnten wir, die mir um die Toten des Weltkrieges trauern, uns wehmütig sagen, daß sie doch nicht umsonst gefallen sind. Uns Lebenden aber ist aufgegeben, die Ausgabe, die sie liegen ließen, aufzugreisen und der Ljung zuzuführen. . ©er Abschluß. Zum Schluß fang der Bauerfche Gesangverein nach Franz Schuberts feierlichen Chor ..Wohin soll ich mich wenden, wenn Gram und Schmerz mich drücken". Damit fand die weihevolle Gedenkstunde einen würdigen Ausllang. Von 13 Uhr bis 13.15 Uhr ertönte von den Türmen unserer Kirchen Trauergeläute zu Ehren der Gefallenen. Lll suchen allerorts ge-eviowu obtiortmitgröh.Umkrcw Filiale (tein “oben) er . Beruf und Vodnort i'uernbes Einkommen brs . Vemerbung.en mUtt 2anbie2lnnA’röebition groß" gab dem K a m m e r o rch e st e r Gelegenheit. sein gereistes Können xu beweisen. Ein Duett .Erhöre mich" (Frl. Kühn, Frl. P dolf Noll '*^1931. nichtete: wir standen einem'Ucbermächtigen gegenüber, das auch unS jederzeit vernichten konnte. Wir lebten und wollten leben. Aber wir batten doch auch irgendwie mit dem Leben abgeschlossen, denn wir sahen sie ja alle Tage fallen, die Kameraden, rechts und links, und wußten, daß die Reihe um^ersehen- auch an uns kommen könnte. So bissen wir die Zähne auseinander und ertrugen das Furchtbare, daß wir die Kameraden neben un- sollen sahen und daß wir selber um unseret und um der Unseren Willen töten mußten. Aber der Krieg hatte auch eine andere Seite! Es war bod> auch etwas Großes um ihn Rie haben wir die A a t u r so erlebt wie in jdnen Tagen: nie haben wir im Menschen so sehr den Menschen sehen lernen wie damals, al- unS alle, die wir in Reih und Glied standen, das gleiche Schicksal und die gleiche Aufgabe verband, als wir alle so offensichtlich vor dem Tode gleich waren: nie haben wir uns so unsere - eigenen IchS und seiner Interessen entäußert, wie damals. Wir standen dem Ewigen gegenüber und ließen uns von ihm anwehen und erfüllten unS mit Gedanken, die un- reich machten, weil sie uns über unS hinau-hoben So furchtbar der Krieg auch war, er war zugleich erhaben. DaS mag unS trösten, wenn Irir der Gefallenen gedenken. Sie sind wissend in den Tod gegangen, sie haben, weil sic um den Tod wußten, die Erde in all ihrer Schönheit sehen gelernt, sie haben den gewaltigen RynchmuS des ciien GemcinfchaftSgeiühls der Millionen in ihren Herzen verspürt. DaS Erhabene drückt den Menschen nicht nut nieder, eS erhebt ihn auch. WaS kann eS Eryabenere« geben wie dieses bald langsame, bald schnellere Schreiten zwischen Tod und Leben, zwischen Grauen und Hochgefühl, zwischen Leiden und Freude, Fürchten und Hoffen, Entsagen und Wollen, Wirrnis und Klarheit? Wir wollen nicht jammern und klagen, wir wollen unser Herz von jener Wehmut durchziehen lassen, die Schmerz und Freude zugleich ist. 'Aber es ist nicht nur der einzelne, der den einzelnen verlor, es ist das Doll, das sie alle verlor, die Millionen, die in jenen Jahren fielen. Damit das deutsche Doll und sein Reich bestehen bleibe, sind die 2 Millionen Reichsdeutscher, sind die vielen Hunderttausende der deutschen Soldaten der alten Donaumonarchie gefallen. Als Glieder des deutschen Volkes find wir heute, wie alle Jahre, zu dieser feierlichen Stunde vereint, um all des Lebens ,u gedenken, das geopfert werden mußte, damit voll und Reich am Leben blieben. Diese Feier hat nur sinn, wenn wir uns zumindesten in dieser Stunde in der Einheit des Volkstums und des Reichsgedan- kens verbunden fühlen, für bte jene fielen. Aber wir wollen uns zugleich xu Bewußtsein führen, weich' einen furchtbaren Verlust der Krieg uns brachte, jeder künftige Krieg uns wieder bringen müßte. Es ist die beste Mannschaft, die im Kriege fällt Unersetzliches Volksgut an Blut und Geist ist so oerlorengegangen. Da steigt denn immer wieder die bange .frage aus: hat es denn sein müssen, ist es nicht sinnlos gewesen ? Vielleicht ist die Katastrophe gerade aus der Vernunft der Dinge h.raus gekommen, vielleicht hatten sich die Angelegenheiten der Völler Europas und der Menschheit Io heillos verkrampft, daß es kein Ausweichen mehr gab, vielleicht auch muhten die Völker vor die große Schicksalsfrage letzter Bewäh- rung gestellt werden, um sich nicht in den Irrgängen einer übersteigerten Zivilisation zu verlieren: vielleicht mußten die Menschen vor die Gewalt der letzten Fragen pon Tod und Leben, von Individuum und Gemeinschaft geführt werden, um den Weg zur rechten Bescheidenheit und zum rechten inneren Maß wieder zu finden. Eins scheint jetzt gewiß zu sein, die Zeit des schrankenlosen Individualismus ist zu Ende: das Leben ordnet sich neu und zwingt uns zu primitiveren, ortzanischeren, naturhastcren For- men hin. Eins schalt sich immer mehr aus der Wirrnis der Zeit heraus, daß es echte Lebensgemeinschaften gibt, die den einzelnen binden und verpflichten, daß daher nur dasjenige Einzelleben rechten Sinn hat, das bewußt aus dieser organischen Beziehung zur Gemeinschaft heraus lebt und wirkt. Als wir Deutsche im Jahre 1914 in den Krieg hinauszogen, hatten wir im allgemeinen keine rechte Dorfte11ung von unterem Volk. Da fiel den meisten noch die Dolksdürgerschaft mit der Staatsbürgerschaft zusammen: wer die Staatsbürgerschaft im Deutschen Reiche besaß, der war ein Deutscher, wenn er auch von Haus aus ein Pole war, wer außerhalb des Reiches als Bürger eines anderen Staates faß, der galt als Russe, als Ungar, als vesterreicher. Wir hatten unser Volk verloren. Wir sind nach all den Irrwegen unserer Geschichte zur Dolkwcrdung in Europa aufgerufen, zur Volk- Werbung auch über die vielen politischen Grenzen hinweg, die uns Deutsche trennen. Indem wir im Kriege unser Jungvolk opferten, haben wir die vielen Millionen vottdeutscher Menschen wieder- gesunden, die in Europa und der Welt zu uns gebären, auch wenn sie niemals Staatsbürger unseres Reichs fein können. Als wir im Jahre 1914 auszoaen, hatten wir Deutsche keine Ahnung auch von unseremRaum. Wir wußten nicht, daß Staatsboden und Dolksboden verschiedene Dinge sind, daß deutscher Dotts- boDcn in großen und kleinen Inseln über ganz Oft- mitt, uropa ausgeftreut ist. Wir haben durch den Weltlrieg den Gesamtraum des deutschen Lebens der Vergangenheit wiedergefunden. Als wir Deutsche 1914 auszogen, hatten wir das rechte Verhältnis zu unserer Ge- schichte verloren. Wir beschränkten uns in unserem Geschichtsbewußtsein allzu sehr auf die großen Erlebnisse der letzten Jahrzehnte der preußisch-deutschen Geschichte und hatten darüber allzu sehr die große gesamtdeutsche Vergangenheit im alten Reich des Mittelalters vergessen. Indem unser preußisch- deutsches Heer den deutschen Kameraden in den Heeren der Donaumonarchie zum gemeinsamen mitteleuropäischen Abwehrlampfe die Hand reichte, mußte die Quelle der alten gemeinsamen Geschichte Kirchenmusikalische Feierstunde. Zum Gedächtnis der Gefallenen des Weltkrieges fanb gestern abend, veranstaltet von der Markusgemeinde, eine kirchenmufikalische Feierstunde 'n der Ltadtkirche statt, die außerordentlich gut besucht war Die Darbietungen standen ganz im Zeichen der Passion und führten, besonder» im Lied, die Gedanken immer wieder zum Tod und zu jenem tiefen Ernst, der allein einer Gedächtnis- r -ltifow, 1 Permenwayen, ml, 1 Aänderlampe, 1W- !, 1 Bullanisieranloge, Sa- 1 Bohnermaschine, 1 81a- lschreibpult, hüte, Aüfen,. Stoffe, 1 Kommode, ein Overhessischer Kunstverein. .Frühjahrs-Ausstelluttg: Maler der Gegenwart. Die am Sonntag eröffnete Frühjahrs-Ausstellung des Oberhessifchen Kunstvereins bringt — in pikantem und lehrreichem Gegensatz zu den alten Italienern, die im Januar gezeigt wurden — eine Kollektion von acht modernen Malern. Dies scheint uns ein neuer und überxeugenber Beweis für die Aufgeschlossenheit uno srische Regsamkeit der Leitung, Zeugnis für das anerkennenswerte Bestreben, Qualität und Vielseitigkeit zu verbinden und hierbei auch die großen und maßgebenden Hintergründe, die historischen wie die zeitgenössischen Kulissen der vorwiegend heimatlich begrenzten Kunstübung dem Beschauer von Zeit zu Zeit exemplarisch ins Bewußtsein zu bringen. Die neue Kollektion, welche, in scch geschlossen, eine Gastspiel-Reise durch die kunstliebende deutsche Provinz unternimmt, vermittelt charakteristische Proben aus dem malerischen Werk von acht zeitgenössischen Künstlern, die bei aller gcnc- rations- und temperamentsmähigen Verschiedenheit durch ein gleichbleibendes, nirgends unterschrittenes Riveau verbunden sind: einige dieser Künstler sind vor kurzem gestorben, alle sind ober waren schon bekannt und anerkannt, etliche haben sich längst einen großen Hamen in der bildenden Kunst unserer Zeit erworben. Reben Rohlss erscheint Schmidt-Rottluss. der Organisator der Wander-Kollettion. viel energischer im betonten Umriß, in der markanten linearen Begrenzung feiner Bildflächen. Füllig, saftig und reich, manchmal sehr hart neben Rohlss. wirken feine Farben. Ucbrigenä erweist Schmidt-Rottluff seine eigenwillige persönliche Form in der Auswahl und Zusammenstellung seiner Motive nicht weniger als in der Nuancierung seiner Palette. Vielleicht am bezeichnendsten hierfür, am reizvollsten in Thema und Kolorit: das „Roctumo": da ist keine Spur von der staubig-akademischen Sttlleben-Tradition mit ihrer ..gefälligen" oder ..malerischen" Konfrontierung lebloser Gegenstände. 3n diesem Rebeneinander von Flaschen, MaSke und fladernber Kerze ist etwas von der sympathifch-gcheimnisvollen Ausstrahlung, vom magischen Eigenleben ber seelenlos genannten Dinge cingcfangcn. Daneben: sehr gedrungen in Farbe und Zormfülle die „Tessiner Landschast" und, allein vom Augenreiz und der koloristischen Pikanterie des nüchternen Vorwurfs bestimmt, der Teller mit den Makrelen. Prosessor Dr. phil. et med. Philipp Lilinger in Heidelberg hat den Rus auf den Lehrstuhl der Pharmakologie an der Medizinischen Akademie in Düsseldorf als Rachsolger von Professor A. Jarisch angenommen und bereits seine Ernennung erhalten. ‘Sdauie; "re"Ä)^ Stadt»^ •UIS«1"’1 Wirischast b) 35 Am Getreidemarkt entwickelte nur Banknoten. Wäre dafür: wir geben das Telegramm auf und Roses Zimmer beim Tee, als der Kommerzlem 18 Fortsetzung Nachdruck verboten. iutter- und Industrie- s kaum veränderten gehen dann gleich in die Großbeerenstraße, um uns den Deinen als Brautpaar zu präsentieren. Ich werde John sagen, daß er ein Auto bestellen soll. In einer halben Stunde muh es hier sein." Und dann war sie fort. John kam und reinigte die Glasplatte des Teewagens, die von Wasser troff. Gr trug das unbenutzte Teegeschirr und die unberührte Platte mit den Sandwichs fort. Während das alles lautlos vor sich ging, sah Hans-Achim, eine Zigarette nach der andern rauchend, in einem Sessel und dachte voll Beklommenheit daran, dah er Rose nicht nur mit leeren Händen, sondern auch mit leerem Herzen gegenüberstand. Lind dah es doch eigentlich ein großes Llnrecht sei, unter diesen Berhältnissen eine Ehe zu schliehen. rat voll Autorität zu Hans-Achim sagte: „Ich hab' beschlossen, dah du morgen aufs Standesamt gehst, um euer Aufgebot zu bestellen. Lind zwar wird in sechs Wochen geheiratet." Wie einem zum Tode verurteilten Verbrecher, der noch bis zum letzten Augenblick auf Gnade gehofft und dem diese Hoffnung nun zusammenbrach, war Achim zumute. Er fühlte, wie alles Blut aus seinem Gesicht wich. Sekundenlang herrschte ein tiefes Schweigen zwischen den dreien, bis Rose es brach: bis 29, bl 22 bis 25; Bullen a) 21 bis 30, b) 21 bis 26; Kühe a) 25 bis 21, b) 20 bis 24. c) 15 bis 19; Färsen a) 20 bis 33, b) ?6 bis 29, c) 22 bis 25; Kälber b) 35 bis 38, c) 30 bis 34, d) 25 bis 29; Schafe al 28 bis 30. b) 24 bis 21, c) fleischiges Schafvieh. 20 bis 23; Schweine ' * 40 bis 43. c) 40 bis 43. d) 39 bis 42, e) bis 40, g) 33 bis 38. Auf der Fahrt von Baden-Baden nach Berlin hatte der Kommerzienrat Friedrich Schadow von der Verlobung seiner Tochter mit Hans- Achim Tönnies erzählt. Lind Friedrich Schadows Gedanken hatten sich von diesem Moment an nur um Helene gedreht. Wie würde sie Hans-Achims Llntreue ertragen? Diese Frage schuf ihm ein herzbeklemmendes Gefühl. Lind nun sah Helene vor ihm und sprach so ruhig und sachlich über ihren Entschluh, zum Film zu gehen, und über die Pläne, die Doktor Hahn ihr unterbreitet hatte, als wären diese Dinge im Moment das Wichtigste, was es für sie gab. Es war erstaunlich, wie tapfer sie die grohe Enttäuschung ihres Lebens trug. „Man könnte leicht zu der Vermutung kommen", sagte Elli später zu ihm, „dah Lene die Enttäuschung, die Achim ihr bereitet hat, nicht schwer nimmt. Aber dagegen spricht vieles: So die Blässe ihres Gesichtes und die dunklen Schatten, die unter ihren Augen liegen. Sie sah heute früh so müde aus und ihre Augenlider waren gerötet, dah man annehmen muhte, sie habe die ganze Rächt schlaflos verbracht. Sie hat gewih viel geweint. Ein Glück ist, dah sie seht die Sache mit dem Film vorhat, die lenkt sie doch vielleicht ab. Wir vermeiden es ängstlich, in ihrer Gegenwart Tönnies' Ramen zu erwähnen. Du muht das auch so halten." „Ja. selbstverständlich." Eines Tages würde Helene fort sein. Der- ständlgerweise muhte Hans-Achim sich das klar- machen und sich damit abfinden. Klar machte er sich das, aber mit dem Abfinden hatte es seine Schwierigkeiten. Sonderbar — es stieg zuweilen 5^ue schwache Hoffnung in ihm auf. dah sein Schicksal sich noch so wenden könnte, dah Helene und er doch zusammenkamen. Vielleicht, dah Rose ihm eines Tages gestehen würde, dah ihr ihr Verlöbnis leid sei. Er ersehnte fast, dah dies geschehen möchte. Aber es geschah etwas anderes. Man sah zu dritt in ■ wenig Geschäft. Die Notierung blieb mit 185 Mark per Tonne unverändert. Für F> aerste herrschte bei ebenfall! Preisen Zurückhaltung. Hafer war in genügenden Mengen angeboten, doch wurde nur gute, unberegnete Ware verlangt, die aber sehr wenig vorhanden war. Bei stillem Geschäft blieb der Preis mit 150 bis 155 Mark per Tonne unverändert. Von Geld und Liebe Vornan von Grete von Saß. Copyright by Martin Feuchtwanger, Hall« Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 2. Febr. Auftrieb: 1531 Rinder, darunter 396 Ochsen, 130 Dullen, 502 Kühe, 450 Färsen; 596 Kälber; 64 Schafe, 5239 Schweine. Es wurden bezahlt pro 100 Pfund Lebendgewicht: Rinder. Ochsen: vollsleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts, jüngere 29 bis 32, ältere 25 bis 28, sonstige vollfleischige jüngere 20 bis 24; Dullen: jüngere vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 21 bis 30, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 21 bis 26; Kühe: jüngere, vollflei- schiae, höchsten Schlachtwerts 24 bis 26, sonstige vollsleischige oder ausgemästete 20 biö 23, fleischige 15 bis 19; Färsen (Kalbinnen, Iungrinder): vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 30 bis 33, vollsleischige 26 bis 29, fleischige 22 bis 25. Kälber. Beste Mast- und Saugkälber 35 bis 38, mittlere Mast- und Saugkälber 30 bis 34, geringe Kälber 25 bis 29. Schweine. Fettschweine über 300 Pfund 40 bis 42, vollsleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund 40 bis 43, von etwa 200 bis 240 Pfund 41 bis 44, von etwa 160 bis 200 Pfund 38 bis 42, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 50 bis 40, Sauen 30 bis 35 Mark. Marktverlauf: Rinder und Schweine schleppend, Lieberstand; Kälber ruhig; Schafe mittelmäßig, geräumt. Run begriff Eva: Helene wollte Hans-Achim wcht im Wege sein. DaS war selbstlos! Aber ob Hans-Achim nun den Weg gehen würde, den Helene ihm freigab? Am darauffolgenden Morgen erhielt Ottilie Tönnies mit der Post zwei Rechnungen, mit dringlicher Mahnung um schnelle Begleichung. ."Was macht man da?" fragte sie, mit ratlosem Blick von Eva auf Hans-Achim sehend, ..Fünftausendvierhundert Mark für Hausrepara- turen, ausgeführt in den letzten zwei Jahren, sollen nun gezahlt werden. Ich hatte keine Ah- nung, dah die noch ausstehen. Papa nahm es stets so genau mit dem Bezahlen der Hand- c ~ ich begreife nicht, warum er diese Sache so lange hat anstehen lassen?" In Hans-Achim drängte es, zu sagen: Ich bin schuld — und ich werde die Sache auch in Ordnung bringen! Aber er sprach seine Gedan- ken nicht aus, fragte die Mutter nur, ob sie erlaube, dah er sich jetzt verabschiede. Die Mutter nickte, und bann bat sie: „Achim, gib mir doch bloh einen Rat, was ich tun kann. Das Geld muh doch aufgebracht werden. Aber woher nehmen? Kinder, ich fürchte wir werden unser Haus nicht halten können." „Doch — doch, Mama. Ditte, sorg dich nicht, rch werde Rat schassen." Und nun war auf einmal der Entschluh da, um den er so lange gerungen. Qlm Rachmittag ging er in die Hitzigstrahe. Rose empfing ihn mit einem Lächeln, das zu sagen schien: Endlich bist du da! Sie trug ein ärmelloses, tief ausgeschnittenes Kleid aus schwarzem Cröpe de Ehlne, das durch weihen Aufputz erhellt war und ihr wundervoll zu Gesicht stand. Um ihren schlanken Hals lag eine Schnur von kleinen Perlen. Achims bewundernden Blick auffangend, gestand sie unter Erröten: "34 ahnte, dah Sie heute kommen würben, und hab' mich schön gemacht für Sie." „Haben Sie das notig?" erwiderte er galant. Ähre schwarzen Augen flammten zu Ihm auf. „Haben Sie das wirklich schon bemerkt?" „Wie sollte ich nicht! Ich bin doch nicht blind." Sie schob ihre Hand unter seinen Arm und führte ihn in ihr Zimmer, wo der zierlich gedeckte Teetisch stand. In der Mitte des Tisches stand eine Kristallschale mit Anemonen. Der Duft mischte sich mit dem Duft der Parfüms, der Rose bei jeder Bewegung umwehte. Berlin schwächer. Berlin, 22. Febr. (WTB. Funkspruch.) Die neue Woche begann in sehr ruhiger Haltung. Rein kursmähig war die Tendenz schwächer, zu nennenswerten Umsätzen kam es jedoch auf der ermäßigten Basis nicht. Die Kulisse nahm nur zögernd Abgaben vor, da sie bei Dlankoverkäufen in letzter Zeit immer mit Verlust gedeckt hatte. Man bemerkte nämlich aus Publikumskreisen immer neue Käufer, die das Material dem Markt entzogen. Heute ist allerdings die Beteiligung des Publikums vor den wichtigen Entscheidungen in der Politik und in der Wirtschaft, die in den nächsten Tagen bevorstehen, gering. Man will wohl erst die endgültigen Beschlüsse der Danken abwarten, bevor man sich zu neuen Dispositionen entschließt. Auch politisch besteht vor dem Reichstagsbeginn noch ziemliche Unsicherheit, doch ist wohl im großen und ganzen damit zu rechnen, daß fick die Gegensätze in den Auffassungen zugunsten Der Regierung klären werden. Ausschlaggebend für die Tendenz war aber heute wohl die schwächere Haltung der Auslandbörsen, und vor allem die rückgängige Bewegung der deutschen Obligationen im Auslande im Zusammenhang mit einer Riedrigerbewertung der deutschen Marknoten als Folge der letzten Durch-' führungsbestimmungen zur Devisenverordnung. Verhältnismäßig am besten waren auch heute die Valutawerte gehalten, aber auch Bankaktien zeigten recht widerstandsfähige Tendenz. Senat« bantanteile konnten sich weiter leicht erholen, aber auch die Aktien des Barmer Bankvereins tendierten fest. Rur Reichsbank neigten unter dem Eindruck der morgigen Dividendenentscheidung (heute bereits wieder mehr als 8 bis 10 Prö- zent) weiter zur Schwäche. Auch am Schiffahrtsmarkt hielt die Abgabeneigung an. Don sonstigen Spezialwerten waren Schultheis, Charlottenburger Wasser relativ schwach veranlagt. Es ist aber zu bemerken, daß auf der niedrigeren Kursbasis (allgemein etwa 1 bis 2 Prozent unter Samstag) nur wenig umging. Don festverzinslichen Werten, die weiter sehr ruhiges Geschäft hatten, blieben Schahanweisungen und Kommunalobligationen gesucht. Bei letzteren argumentiert man immer wieder, daß der Llnterschied zu den Pfandbriefen doch noch anormal groß sei, zumal die Depositenbanken als Zwischenschuldner mithaften, und außerdem die Llmschul- dungspläne eine Anregung geben. Auch Schuldbücher waren heute wieder freundlicher, dagegen zeigten Industr'eobligationen rückgängige Tendenz. Farben-Bonds verloren etwa 1 Prozent, Reichsbahnvorzüge waren fester gehalten. St. Anleihen lagen behauptet. Frankfurter Getreidebörse. F r a n k f u r t a. M., 22. Febr. Die Frankfurter Getreidebörse eröffnete zu Beginn der neuen Woche zunächst in fester Haltung, da das Angebot in Inlandbrotgetrelde sehr gering war und die Mühlen etwas Kauflust bekundeten. Später wurde es jedoch unter dem Eindruck schwacher Dvrmeldungen aus Berlin etwas schwächer, und die höheren Preise bröckelten wieder leicht ab. Bei Weizen ergaben sich Besserungen bis zu 5 Mk., während Roggen den letzten Preisstand behaupten konnte. Qlm. Futtermittelmarkt war die Stimmung recht fest und die Preise für Kleie und Hafer höher. Braugerste blieb vernach- läffigt. Obwohl das Mehlgeschäft keine bemlt 4:1 Toren. Die Schüler gewannen in Klein- Linden mit 3: 0. Fußball in Hessen-Hannover. Trotzdem die Gruppenmeisterichaft in beiden Abteilungen bereits entschieden ist, brachten auch die Rachhutgefechte des Sonntags wieder spannenden Sport mit teilweise recht überraschenden Ergebnissen. In der Rordgruppe steht an erster Stelle die Riederlage des Gruppenmeisters Göttingen 05 gegen Spielverein Kassel mit 2:6. Die zweite Lleberraschung leistete sich in der Rordgruppe Sport Kassel, der von ®t.- Allmerode mit 4:3 geschlagen wurde. Grone erzielte gegen Spv. Göttingen 1:0, Einbeck unter- lag gegen Hermanla Kassel 1:2. Hinter dem mit 32:4 Punkten führenden Meister Göttingen 05 liegt Spielverein Kassel mit 26:12 Punkten an Zweiter Stelle, gefolgt von Hermania Kassel mit 22:10 Punkten. 3n der Südgruppe schlug Germania Marburg den DfD. Gießen mit 4:1, Germania Fulda bezwang Ockershausen mit 2:0. An zweiter Stelle liegt hier unter Borussia Fulda (30:6) Germania Marburg mit 24:12 Punkten, gefolgt von Hessen 09 Kassel mit 21:11. Bon süddeutschen Fußballfeldern. In den Meisterschaftsspielen gab es an diesem Sonntaa einmal mehr die beinahe obligat gewordenen Ueberraschungen. In der Abteiung Südost gelang es dem BfB. Stuttgart, dem bisher ungeschlagenen 1. FC. Pforzheim mit einem 4:0(2:0)-Sieg die erste Niederlage beizubringen. Die SpVg. Fürth wird den Stuttgartern für diesen Liebesdienst Dank wissen. Da nämlich Fürth die Münchener Bayern mit 3:0 niederkanterte und der 1. FC. Nürnberg gegen München 1860 mit einem mageren l:l-Re- sultat nur einen Punkt retten konnte, liegen jetzt die Fürther mit einem Punkt Borsprung allein an der Spitze der Tabelle. Nach der Niederlage am vergangenen Sonntag konnte diesmal der Karls- ruber FB. einen 2:0-Erfolg gegen Rastatt buchen. In der Abteilung N o r d w e st beanspruchte das Frankfurter Derbn zwischen Eintracht und Fußball- sportverein Frankfurt das größte Interesse. Bor 20 000 Zuschauern konnte Eintracht einen knappen, aber verdienten 1:0-Sieg herausholen. Neckarau sicherte sich mit einem 2^-Erfolg gegen Waldhof den weiteren Anschluß an die Spitze. In Pirmasens gab es nach einem mäßigen Spiel zwischen dem FK. Pirmasens und Wormatia Worms ein 2:2-Er- gebnis. Ebenfalls unentschieden, und zwar mit 1:1, endete das Treffen zwischen Mainz Q5 und FD. Saarbrücken. Gießener Eisverein sübwestdeutscher Eisschießmeister. Am Sonntag wurden auf der Drunhilbis-Eis- bahn auf dem Großen Feldberg die südwestdeutschen Meisterschaften im Mannschafts- und Einzel- Eisschießen ausgetragen. Im Mannschaftswettbewerb fiel der Meistertitel an den Gießener E i s v e r e i n. 2m Einzel-Eisschießen siegte W. Kabel (TED. Dronberg/Schönberg). Kurze Sportnotizen. S ü d d e u t s ch l a n d s junge Auswahlelf kam in Budapest gegen Zentral-Llngarn mit 6:3 (1:1) Treffern zu einem glänzenden Fußballsieg. ♦ 3m Städtekarnpf Paris-Köln kam die französische Fußball-Dertretung am Sonntag in Paris zu einem glatten 3:0-(l:0-)Erfolg. • Beim Stuttgarter Hallensports«st wurde Körnig im Sprinterkampf zwar in zwei von drei Läufen jedesmal nur Zweiter hinter 3onath, im Gesamtergebnis holte er sich jedoch den Sieg. 3m 1000-Meter-Lauf siegte Paul- Stuttgart vor Sr. Peltzer-Stettin und Wichmann- Charlottenburg. „Papa, du hast Qlchim erschreckt. Sieh nur, er ist blaß geworden bis in die Lippen." „Hnfinn, warum sollt' ich darüber erschrecken?" sagte Hans-Qlchim, mit einem schwachen Versuch, sich zu wehren. »Run, dann war es vielleicht die freudige Erregung über Papas Entscheid, die dich über- wältigr hat?" »Du kannst ruhig annehmen, baß eS die war." Sie lächelte hinterhältig. „Achim, wenn ich das meinen Freundinnen erzähle, platzen sie vor Reid." Der Kommerzienrat ließ Hans-Achim nicht zu einer Entgegnung kommen. ..2llso was ist: bist du einverstanden mit meinem Vorschlag?" Achim senkte zustimmend den Kopf. Rose sagte: „Es war nun allerdings fein Vorschlag, sondern ein strikter Befehl. Aber wir werden ihn gern befolgen — was, Achim?" Sie streckte ihm über den Tisch ihre Hand hin, die er in flüchtigem Druck einen Moment hielt. „Sann mußt du mir nachher Deine Papiere geben, Rose." „Sollst du haben. Llnd du, Papa, mußt uns für morgen dein Auto zur Verfügung stellen. Ich begleite Achim nämlich aufs Standesamt. Lind wenn da die nötigen Formalitäten erledigt sind, fahren wir zu Braun Unter den Linden. Ich muß hören, wieweit die mit meiner Aussteuer sind. Lind danach hab' ich noch allerhand Besorgungen zu machen. Also den Wagen müssen wir haben." „Gewiß, ja. Ich kann ja eine Taxi nehmen. Liebrigens, was ich euch noch mitteilen muß: Schadow hat mir den Dienst aufgesagt." „Ranu, warum das?" Rose sah den Vater erstaunt an. Er zuckte mit den Schultern. „Was weiß ichl“ „Run, einerlei“, sagte Rose, „mag er gehen. Du bekommst Ersatz für ihn." „Ola toeißt Du, so ganz einerlei ist mir das nicht. So einen verläßlichen Menschen wie ihn finde ich nicht sobald wieder. Lind erst recht nicht einen von so gutem Aussehen und mit so tadellosen Manieren." (Fortsetzung folgt.) sondere Belebung erfahren hatte, nahmen die - Mühlen recht beachtliche Preiserhöhungen vor. Das Geschäft schrumpfte naturgemäß wieder zusammen. Es wurden notiert: Weizen 257,50 bis 255 Mk-, Roggen 227,50 bis 225, Sommergerste (für Drau- zwecke) 185, Hafer (inländischer) 152,50 bis 157,50 Mark pro Tonne. Weizenmehl (süddeutsches, Spezial 0, mit Austauschweizen) 38 bis 38,75 Mk., (Sondermahlung) 36,25 bis 37,10, (niederrheinisches, mit Austauschweizen) 38 bis 38,60, (Sonder- mahlung) 36,25 bis 36,85, Roggenmehl 31,75 bis 32,50, Weizenkleie 9,10 bis 9,25, Roggenkleie 9,60 bis 9,75, Erbsen (je nach Qualität f. Speisezwecke) 26 bis 35, Linsen (je nach Qualität für Speisezwecke) 24 bis 52, Heu (süddeutsches, gut, gesund, trocken) 5, Weizen- und Doggenstroh (drahtgepreßt und gebündelt) 4 bis 4,25, Treber (getrocknet) 12 bis 12,25 Mk. pro Doppelzentner. Industriekartoffeln (hiesiger Gegend) 2,75 Mk. pro Zentner, bei Waggonbezug. — Tendenz: ruhig. Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. Ml. Wochenbericht vom Frankfurter Produktenmarkt. Das äußerst knappe Angebot und die erhöhten Auslandpreise ließen für Welzen etwas bessere Saufneigung aufkommen. Bei den erhöhten Sortierungen kam nur wenig Material heraus. Die Mühlen, besonders tiie rheinischen, nahmen die Ware glatt auf. Die Preisspanne zwischen den beiden Brotfrücyten hat sich sehr zugunsten des Weizens erweitert. Dieser zog im Verlaufe der Woche um 8,50 Mark an und stellte sich auf 250 bis 252,50 Mark per Tonne. Obwohl in Roggen Jnlandan- gebot fast kaum vorgelegen hat, hat sich nur eine geringe Preiserhöhung (plus 1,5 Mark) ergeben. Roggen mit 72 Kilogramm Hektolitergewicht notierte 225 Mark per Tonne. Am Mehlmarkt wurden die Forderungen sowohl für Weizen-, als auch für Roggenmehl um rund 0,50 Mark per 100 Kilogramm erhöht. Der Absatz hat keine Belebung erfahren: der Derbrauch kaufte nur das Nötigste. Es notierten per 100 Kilogramm Weizenmehl [übt). Spez. 0 mit Austausch- weizen 37,25 bis 38,30, do. Sondermahlung 35,50 bis 36,55, Weizenmehl Niederrhein. Spez. 0 mit Austauschweizen 37,25 bis 38,05, do. Sondermahlung 35,50 bis 36,30, Roggenmehl 60proz. Ausmah- luna 31,50 bis 32,50 Mark. Am Kartoffel markt waren die Zufuhren infolge des Frostes merklich geringer, so daß die Preise wieder etwas anziehen konnten. Industriekartoffeln hiesiger Gegend per 50 Kilogramm bei Waggonbezug 2,75 Mark. Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviehmarkt. Arn Rinder mar ft war der Handel weiter ruhig, doch war der Absatz im Hinblick auf den erhöhten Zutrieb (1574 gegen 1520 Stück) immerhin befriedigend. Das Interesse war für alle Gattungen ziemlich gleichmäßig. Rachdem in der Vorwoche auf dem Kälber - markt Ansätze zu einer leichten Besserung zu verzeichnen waren, machte sich in der abgelaufenen Woche wieder eine Verschlechterung bemerkbar. die vor allem auf den erheblich größeren Auftrieb, der gegen die letzte Woche mit 1741 Stück um 330 Stück stärker war, zurückzuführen war. Bei meist langsamem Geschäftsgang wurde nur zögernd geräumt. Die Preise gingen für alle Gattungen um 2 Mark zurück. Am S ch a f m a r 11 brachte der verminderte Zutrieb wieder etwas Belebung ins Geschäft, und auch die Preise konnten sich wieder um 2 Mk. heben. Stärker war die Besserung für die Gat- tung „fleischiges Schafvieh“, die 4 Mark anziehen konnte. Rach regem Handel wurde die Beschickung mit 292 (471) Stück ausvepkauft. Der Schweinemarkt verzeichnete zu Beginn der Woche wesentlich geringere Beschickung, so daß bei der besseren Rachfrage 2 bis 3 Mark höhere Preise bewilligt werden mußten. Am Rebenmarkt war die Rachfrage jedoch wieder sehr fleln, und selbst bei ermäßigten Preisen war der Handel nur schleppend. Per Saldo blieben die Rotierungen unverändert. Obwohl der Auftrieb mit 5680 um rund 400 Stück geringer war, verblieb etwas Lleberstand. Im einzelnen notierten per Zentner Lebend- gewicht in Mgrk: Ochsen al 30 bis 32, a2 26 Parmaveilchen — die reine Treibhausluft, stellte Hans-Achim Im stillen fest, und sein Blick streifte die geschlossenen Fenster, Die nach Dem Park zu lagen. „Wollen Die, Daß ich Die Fenster öffnen lasse?" fragte Rose. „Wenn. Sie erlauben, besorge ich das selbst," „Ditte." Während er die Fenster öffnete, machte sich Rose an dem Teekessel zu schaffen, der elektrisch angeschlossen war. ..Ach", seufzte sie, „ich komme damit nicht zurecht. Ich muß doch John klingeln. Das ist mit verdrießlich. Johns Gegenwart ist mir nämlich gar nicht erwünscht.“ ..Was ist denn? Diellelcht kann ich helfen?" Er trat zu ihr. ,.®3 kocht noch nicht, obgleich der Kontakt schon seit zehn Minuten eingeschaltet ist. Ich fürchte, das Elektrische funktioniert nicht." Er legte Die Hand an den Kessel. »Ds Ist nahe am Kochen — nur noch ein paar Minuten Geduld." „Lind wie bann weiter?" Die sah fragend zu ihm auf. Er lächelte. „Dann gießen wir den Tee auf." „Wit? Ich muß zu meiner Schande gestehen, daß ich das nicht verstehe." „Richt nötig. DaS mache ich schon.“ „Ach nein, das möchte ich nicht. Dann will ich doch lieber John klingeln." „Ser ist aanz überflüssig, gnädiges Fräulein. Ich bringe das hier ohne seine Hilfe fertig." -Rein, das kann ich nicht zulassen." Es gab ein kleines Geplänkel. „Seßt kocht es!" rief Achim und faßte nach der silbernen Teekanne. Rose hinderte Ihn Daran, indem sie feine Hände festhielt. »Ich erlaube nicht, baß Sie das tun.“ Ihre kleinen zarten Finger umspannten die seinen, verkrampften sich förmlich in sie. Dabei kam sie ihm so nahe, daß er das Beben ihre« schmiegsamen Körpers spürte. Ihr Gesicht hatte sie zu ihm erhoben, jeder Blutstropfen war aus ihm gewichen, die großen schwarzen Augen flamm- ten — und Im nächsten Augenblick war es geschehen. Hans-Achim war sich nicht klar darüber: Hatte Rose ihn oder er sie zuerst geküßt? Lind war sie letzt seine Braut? Er war ganz verwirrt. Sie lächelte zu ihm auf, ohne Befangenheit. Wie eine Siegerin, mit strahlenden Augen. .-Wir müssen Papa sofort telegraphieren, daß wir uns * -'obt haben, 2lchim." Also doch, Machte Hans-Achim, nahm ihre Hand, küßte sie : war Rose dankbar dafür, daß sie ihm Die Dache so leicht gemacht, Daß sie keine Liedesbeteuerungen von ihm verlangte. „Wollen wir gleich gehen?" fragte Rose. „Ich _______Berlin, 2O.gc6ruar ilmerllanifdie Olotea ....... Belgische Noten . ........ Dänische Noten ......... Englische Noten ........ französische Note«........ Holländische Noten ....... Italienische Noten........ Norwegische Noten........ Deulsch-Oesterreich, t 100 SchMina Rumänische Noten........ Schwedische Noten........ Schweizer Noten. ........ Spanische Noten. ........ Ungarilche Note« ....... 20- Februar 22 Februar Amtliche Notierung (»Hb | Erie1 Amtliche Geld Notierung Srie Helsingsor« . 6.583 6.597 6,583 6,597 Wien 49.95 50,05 49,as 50,05 Prag 12.465 12,485 12,465 * - 12.485 Budapest , 56.94 57,06 56,94 57,06 Sofia . . 3.057 3,063 3,057 3,063 Holland 170,28 170,62 170,33 170,67 Oslo. . . Kopenhagen. 78,82 78.98 78,82 78,98 79,87 80,03 79,87 80,03 Stockholm 80,97 81,13 80,92 81,08 London . . Buenos Aires 14,51 14,55 14,51 14.55 1,028 1,032 1,028 1,032 Neuyorl 4,209 4,217 4,209 4,217 Brüssel. 58,67 58,79 58,68 58,80 Italien. . . 21,88 21,92 21,88 21,92 Dari- . . . 16.58 16,62 16,59 16,63 Schweiz . . 82,12 82,28 82,12 82,28 Svanien 32,87 32,93 32,77 32,83 Danzig . . 82.02 82,18 82,02 1.409 82,18 Japan . . . 1,409 1,411 1,411 Rio de Ja«.. 0,250 0,252 0,250 0,252 Iuyollawien. 7.463 7,477 7.463 7,477 Lissabon 13,19 13,21 13,19 13,21 Geld 4,20 4,22 58,51 58,75 79,69 80,01 14,47 14,53 16,54 16,60 169,91 170,59 21,86 21,94 78,64 78,96 2,49 2,51 80,79 81,94 81,11 82.26 32,73 32,87 «H Ta 58,51 78,69 Mi« 18,M 169,91 21,86 78,« 2.4S 80,79 *81,98 32,73 achtviehmarkt. 5-5ek Austrieb: 1531 J en, 133 Lullen, 502 Ä; 64 Schrie, 5229 A pro 100 Pfund £t. len: vvllsleischige, aus- Itoetii, jüngere 29 bii ige vvllsleischige jüngere re vvllsleischige, höchsten >nftigc vvllsleischige ober Kühe: jüngere, vvllslei« 'rls 24 bis 26, sonstige fiele 20 bit 23, fleißige nen, 3ungtinber): voll- chsten SchlachttoertS 30 29. sleischige 22 bis 25. 6auglälbet 35 bii 38, über 30 bis 34, Geringe e. Fettschveine über 330 feige Schweine von etwa s 43, von etwa 200 bis etwa 160 bis 200 Psunb Deine von etwa 123 bis xiuen 30 bis 35 Mark, nb Schweine schleppend, ig; Schale mittelmäßig, , als der Kommerzlen« ns-Achim sagte: dah bu morgen aufs ;ct Ausgebot zu bester« (M Wochen geheiratet, verurteilten ‘Berbtöfecr, Qlugenblid aus ©nabe >ssnung nun zusammen« > Er fühlte, wie alles t" wich. Sekundenlang gen zwischen den dreien, erschreck. Sieh nur, er die Lippen." . .. i-HKriibercrschUn? inem schwachen itfM 1,1 M fntn, M <> Bat" melnCT St«“*1’1’ * ml‘ Ä*4i%'e ’m« »ir «*6m SssS •IS i- <*" FS-- ahn *“ ^inerl«1 iß 5 ihn Und ern .t o -Kehen -d »n «g folgt-) 25? 5Q BÄl SS i&” ® 37,10 fhi 7'^211 sfe'61^ [“’ölit ,N- °"bezug, Z 3e^E 2 .y c = € 3 cl 5c7 2 382- E 2 E r- 2 33 (D c c 8? S^E 10 s 80 elb.! nji § SB -- E k E c? Z =£ 10 • c-e h tote "KL t=l '--T D -- 80 g C ® z~£ 5 - - E c c o37äSR sEAC/53 "-5,5-.' ÖH | 2 E 3 Z "q g — c Z = o 3.— - « 3 EU)(OS A oR ß c—> - p.1 3 C c cg> —3 ••<=. 5 ?; o E = S s-s£ KZ KZ tVoU^A E BZ EÜ uh E^ B E 83 E§ ® 2 ° E® ’S^'Z 2 '-«t.. ®£‘ * = O-Ä Ott) c 'E.,3 T U(O «o E t*5§ EfÄ ■ o o •> c 3 * KK°-L-s°ZL bsph: ü- L 2 L =3 <* c = 2 5? «inS.'c /osilO -£^= §^<7 0 2 .ES-e ;C? 3 q SCV » . 58 — -2Z- = - G ^2 Z t.33U) = SLtz-Z- "X •oeE« 5ea = Z ■• t . i- — E. o. Äg*^ sSSi^®! LLE?L-ff hlM 2 « - Ä g . a c ?>5Ajv2 o E -eiE* 3-o c$*o _ A ■e :gilp r= o^te — E«Ä~± ^ c’ *£ ~3ß§ W ‘ T lifZ = Q X, O — .äio.e~®"> E= 3 •§Ecl = S.g5 = E = 2 E-E -*™* L* V *• W . G S A — — Z SO-'.— p = O 9 u.' ’S 3 3 c - c er e. V - oÄ — S V G. •*) i«3* u g u» a :ü)53r?y tett>A -e- • ** ± r u. c ei ä “ E Es8:H S 3e^ E±-e 5 = u O "Z — , 3 3 H’.E Ä m E c -«tz B » E B H EE 5# H± B 1 « •e •e 5-«“e -c s. B LSZLLL ■e-ö Ec i: E e u ZK (3 E H ßX H •E ER o o - c (0^5 •e 3 53 -e L «e io €€? ® cz EX o = E m E € Ä Ib“, m 3f I E» j; 3:0 .t: 8«l P /o „5ß XD S 1*8 .. A « Sil » E _ tf> p E 3.E «Ä 3 E 3 C Q y- :O 3 2 te -r ®T!i: 5® 3 =« . .TR l. £ 5J Ä t x e - !E £■£• c £ to « £ - O ^U) 'W *“ Cer ■— 10 § <2 c S ri o-z § 80 = -c A ä C S ** Ä V ® s||s o ■= p r x, ßO - I u ■e I .-SA EZ 3 . £ 3 p o C •■ - i O j X55 p ■ K.-e = 2 § ° O W- — c E •- — -ö«-'3 2 E 3 ’Z ‘f OSjO 3 2 M jE_ X ■e-E-Ä g = CT-^,51 S «° c^i2. =LLLL^L o 5 c 5 N - C C ~ B«w c g ~ «e 5lfl ."L80KZZZ O „fla I £? 2 -iEoÜSo Z I «,Z r?=a = £ u Eg» 2-X 3— Otto £ ® i pio E .c E Z C "C 3 x-.ü = s. -ooes S-.Ej-2-E^ 2 c ÄS _® -CG „ 3 X O ö C T< 21 "3 Ö— 3 u Ti«O u. c B ex € = E- = B L4-28 (0 B L c-e A- öZs ot n B te S« O • 9 e> u u = E SÄ o E/o 5 ,3 .?, K.3 ö LtSSÖtett) BZ "8 o L e o 5J L A ’S (0 XO V VQlO Rw“ e$i 5 s ® *3 ^3-i -4 5! 3 X yK> e = : '£ "z •e . 2 to^ v .5 £8 2Sa— G. ° 2-ü°®.SiE«' J *-8 3ESZ c: 5 3 0 o.^U)H 3 H»«ä ej»<, - V 05 = = X 3 •9 = -° 3 -ZZL 3» xZ Z-L^Z-Z X, -o— C : a Ifl — ÄB- *x 3 s «r> - KZ E eAg § Ssea ae'lSS X 5 £ k- «* — c —CO O.te SR-tOGR- l<1 a u, o «n u- .v.Ejt, M — 3.“ X 3 EEo jft S-»s-s ° ■=»s=a 3-®2.S ~ — T— 5 ES E — «a « ö = « X - E - S 3 2c“^;a5 S.E •*• *tf.5e o ^S^HID ß «> r c -u z e«cÄ«= £■ 2 3 22 u2.?7 E 3 e E 3 3 p 3 lSQ X V äfc®8 E E — o c .-St-a 3-a~s b! e> t- — v Z2Z-8 S t2S = -xr ~?c-* — 13 S 3 ul ,33 '- W ZZZSZ •“ Ä ö l?s8 = c S.?5 “ - 3 — » . KZ^-ZH f ct^ ® 3 o c S? or«3 LZK S- fs6» - •sö . i s “ rfe-atT rr -e-” O O XO □ se® 01 3 X 3 u. ■ 3 Ä 3 x: .. 13 3 3 .o-®3*'-33* 2. sSxf®' bQ = E C 2- jpssoiisi 23 iuS, c Jofl1? X •J--B.S' e j* Ht9ejga .2* o X ^id «e5 * 13 r o c i=t IZMs IxBSe •e-u2‘2®''3G_ GZtzzAHZ«- ‘E.r^s -S ZS:3xs E E. 3 **- X S: 2 d 3 io Z s-ZG. x 3 wto . E = 2: -x.3 2 3 ■“ «. °xt€/n B 2 2 B ZL SeS = S t S^e EZ .r- eis eu — «5e= b^k H-5 8 rjj- LAI3 Sä :€ Isf Ig2 4=5 ES 4= «exp *«« z- il*:t I c 5 ® s&h ’= oZ6 ° v; E^oZ> Ss; == 2 A - IlJ 45-^ _ < § -c. ,5Ö _A E L x ?ß«ö=?^ €S°|o"ffE ES — 13 p c J> Zd-L Q C »« B*eS •- E c 5 3 >4 ei- le» E 3R* = R ’z;* ZL'IZ 'Zg^E S-L^L g 3 — ■X E = ^ZSßN t 3« - — 3 8 v E 2-^UIA regl! ? = EE« ? V-" J< 3 s^iS Äe O c, u>- • E E -- E = 2 t S—Ä ?ii 5=is!= E = E C 3 * E ” Z Xt 4Xß ■€ 3 s * H8 i pS^XX* z »S^eS e Ü PL-Ii Si^f^S =-«3x w E- -=: J3 2 l=^2=f$ 4 p £ c; = x . ÄS 3^ ** <- =Ev^^x-t 2€ 22 3 .? . V o 3 E B* Eao E £ r^.-E’p * _ t. 3 * Ä» _ . °-KL-Z«-- sli’i-S18. axifi y =«e •ecAgESj rtr«s« §eS = = = t^u= S: ±3X^X c: p a Z — 1^»®. 3 U-*S = w .,2 J.oj. 4l£ßL-ez®4 «C5 F-c. q. Hk. §5 M, 38» ES« ^°.7seilag-n D 3«ft *51* 5?%«* w voftscheiNonI Ston$^ 3**" 6Wli W Berlin, 22- w Presse bericht Lste-Dietru rung. Dabei fuhr heutige Tag Mt die sich se>t ander insbesondere aus der lurzsrist lands. Ware mähliche Abw'äe herein ermöglicht -usammenbruch v folg eingetreter Schrumpfungen ' sicher nicht in di Regierung hat 9 darauf legen zu n banken am fe heutigen, mit ein Stand ihrer Der! gleichzeitig nach e konftruktioim Oie L Der Dresdner - her 100 Mll.M. Reich in Form vor zugsaktienka nen Mark gec zeit zum kleinerer Reserven hatti Don den Star Millionen im D Stammaktien sind in den Händen bes Dank abzudcckcn, : fonds mit 34 Durch Fusamnn Stammaktien im ! gewonnen rund 46 W der Dank zu Deich auch diese Stammaktien wert es einen Rennbet Mill.M, cinbüh! sonders reichlich statten, übcrnimr von den durch dm Verfügung gestel einem kleinen Qlc vor allem, der 5 nähme der Da Reserven mit 30 2 rcserve stellt das 1 sn Form von belc ln noch ein Kredit «eschen und barnb des Reiches für di ln Höhe von 20 M MeÄmM Die Danatbank 7°"kzusamn aber wrrd die Dc SCC * Tc Mionen M. b( ?ey der Dank, d ^^leüberuom den notfalls v o m Archen. Die ^age (etwa 25 Vktren werden ;n io«» ya”! 1 aemäfjrt ’ bas'Ä AK w h Nunmehr qeherC der 3aL9.e^n «ach öen jn? t QM ^eise onÄnahtn, Mit bem S"- ij ete $7n.9r°6t Ä'AdieA^ den, bIeibDt°nh-ber Dr Hetzen. Igg die @a -Qnb59lä9uh‘Blri mrma jncfi bl9e ^arz oder KL»« Ktzr: JL ^unmk