m 500 KvühaussaVe 182. Zahrgang Mittwoch, 21. Dezember 1952 6rld)eini täglid), outz« Sonntags und <\eieriags Beilagen. Die Illustrierte ©ienenet ^amilienblattei Heimat mBild DieScholle monats-Beingspreis: Mit 4 ‘Beilagen 919. t 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bei Nichterscheinen öon einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Hernsorechanschlüffe unter Sammelnummer 2251. Anschrift tür Drahtnachrichten Anzeiger Sietzen. pofifd)edfonto: Kranlfi rt am Mai" 11686. GietzeimAMger General-Anzeiger für Gberhefsen trrtf und verloa: Vrühl'fche Univeifitäts-Vuch- und Stcinöruderei K. Lan;e in Gießen. Zchriftlettung und Geschäftsstelle: SNItr^e 7. dnna ,me von Anzeigen für die Tagesnummer bi« zum Nachmitlag oorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen oon 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Neichspsennig; für Ne- klameanteigen von 70 • m Breite 35 Reichspfennig, Platzoorschrift 20 , mehr. Chefredakteur Dr. Friedr. Wilh. Lange. Berantworllich für Politik Dr Fr. Wilh. Lange: für Feuilleton'Dr H.THyrwt; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und 'ür >en Anzeigenteil i.B.TH.Kümmel sämtlich in Gieren. Die Amnestie (ritt in Krast. Berlin, 20. Dezember (WTB.) Amtlich. Der Herr Reichspräsident hat das Amnestiegeseh unterzeichnet und seine Verkündung im Reichsgesetzblatt angeordnet. Kein Einspruch des Reichsrats Annahme der Amnestie mit 3k>dbrittdme()i1)cit. Berlin, 20. Dez. (VDZ.) Unter ungewöhnlich starker Beteiligung der Oesfentlichkeit trat der R e i ch s r a t unter Vorsitz des Reichsjustizmini- stcrs Dr. Gürtner am Dienstagabend zu einer Vollsitzung zusammen. Auf Vorschlag des Ministers wurde die Beratung des vorn Reichstag mit versassungsändernder Mehrheit beschlossenen A inne st iegesehes gleich vorweg a rnornrnen. Als Berichterstatter teilte der preußische Ministerialrat Riehsch mit, d i e Ausschüsse seien der Auffassung gewesen, von der Einlegung des Einspruchs abzusehen. 3m Rainen der bayerischen Regierung beantragte Ministerialdirektor Sperr, Einspruch einzulegen. Zur Begründung führte er aus, der Straferlaß und die Niederschlagung von Strafverfahren ständen nach der Reichsverfassung den Ländern zu. Eine Reichsamnestie, die sich auf Landesstrafsachen erstrecke, müsse grundsätzlich ausgeschlossen sein. Der vom Reichstag angenommene Initiativ- gesehentwurf gehe inhaltlich über das erträgliche Maß hinaus. Er umfasse auch schwere Einbrüche in die Rechtsordnung und Straftaten, die von dauernden ernsten Folgen begleitet seien, ohne zu entscheiden, obe der Täter etwa nicht wegen der Roheit, Gemeinheit oder Gefährlichkeit der Handlung oder der Niedrigkeit seiner Gesinnung eines Straferlasses unwürdig sei. Zum Beispiel gingen Cinbrecherbanden, die unter politischem Deckmantel die öffentliche und private Sicherheit auf das schwerste beunruhigten, straflos aus. Lege der Reichsrat gegen den Gesetzentwurf Einspruch ein, jo werde die bayerische Regierung dem Bayerischen Landtag einen Gesetzentwurf auf eine L a n d c s a m n e sti e vorlegen. Der Berliner Vertreter Oberbürgermeister S a h m betonte, für den Fall, daß der Reichsrat keinen Einspruch gegen die Amnestie erhebe, folgende Entschließung anzunehmen: „Gegen den Erlaß einer neuen Reichsamnestie und namentlich gegen den Umfang des vom Reichstag beschlossenen Gesetzes trägt der Rsichsrat ernste Bedenken. Rechtssicherheit und Rechts- bewußtscin, die Grundlagen jeder staatlichen Ordnung, erleiden Schaden, wenn Gesetzesverlegungen so schwerer Art in so großer Zahl straffrei bleiben. Dazu kommen die grundsätzlichen Bedenken, die nach der Auffassung des Reichsrats jeder Erstreckung einer Reichsamne- ft i e auf L a n d e s ft r a f s a ch e n entgegenstehen. Aber auch durch einen Einspruch würde das Zustandekommen des Gesetzes nicht verhindert, sondern nur hi n a u s g e s ch o b e n werden. Eine solche Hinausschiebung aber würde die der politischen Entspannung und der Beruhigung dienende Wirkung der Amnestie vereiteln. Aus diesen Erwägungen hat der Reichsrat geglaubt, unter den gegebenen Verhältnissen von der Erhebung des Einspruchs a b s e h e n zu sollen." Der Reichsrat beschließt darauf mit 44 gegen 19 Stimmen bei 3 Stimmenthaltungen, Einspruch gegen die vom Reichstag beschlossene Amnestie nicht zu erheben. Damit ist die nach der Verfassung vorgeschriebene Zweidrittelmehrheit für das Amnestiegeseh gegeben. Die Entschließung wird mit Mehrheit angenommen. Für den Einspruch stimmte von den preußischen Provinzen lediglich Brandenburg, von den Ländern stimmten für den Einspruch Bayern, Württemberg und Vaden. Die drei Enthaltungsstimmcn wurden abgegeben von der Provinz Hannover sowie von den Ländern Braunschweig und Mecklenburg-Strelih. Schleunige Durchführung der Amnestie in Preußen. Berlin, 20. Dez. (TU.) Wie der Amtliche PreußischePressedlenst mitteilt, hat das preußische Justizministerium, nachdem d r Reichsrat beschlossen hat, gegen das vom Reichstag an- gciTommene Amnestiegesetz keinen Einspruch zu erheben, die Strafverfolgungsbehörden aufgefordert, unverzüglich zu prüfen, welche Verfahren unter den Straferlaß, die Strafmilderung unb die Einstellung fallen. 3n erster Linie sollen diejenigen Sachen in Bearbeitung genommen werden, in denen zur Zeit eine Freiheitsstrafe vollstreckt wird oder Untersuchungshaft verhängt ist. Dabei soll mit allem Rachdruck darauf hingewirkt werden, daß inHaftsachen das Gesetz noch vorWeih- nachten durch geführt wird. Unter keinen Umständen soll infolge der Festtage eine Verzögerung eintreten. Die Justizbehörden werden daher ermächtigt, die zur schleunigen Durchführung des Gesetzes notwendigen Hilfskräfte heranzuzie- hen. 3m einzelnen wird noch folgendes bestimmt: Die Dollstreckungsbehörden sollen die V o l l - streckung be^r Freiheitsstrafen, welche unter das Amnestiegesetz fallen, sofort unterbrechen. Falls über die Zulässigkeit der Einleitung oder Fortsetzung einer Strafvollstreckung Z Weisel bestehen, soll umgehenddie Entscheidung des Gerichts herbeigeführt werden. Die bei den Staatsanwaltschaften und Amtsanwaltschaften noch schwebenden Verfahren sollen, so weit das Gesetz auf sie Anwendung findet, m ö g l i ch st sofort nach seiner Verkündung eingestellt werden. 3m Zweiselsfalle soll ungesäumt eine Entscheidung des Gerichts beantragt werden. Ebenso soll in den gerichtlich anhängigen Verfahren alsbald eine Entscheidung des Gerichts über die Anwendbarkeit des Gesetzes herbeigeführt werden. Keine Einberufung des Reichstags vor Weihnachten. Oie Reichsregierung droht mit dem Konflikt. — Oer Aeltestenrat tritt zwischen den Jahren erneut zusammen. — Eine Tagung vor Neujahr unwahrscheinlich. Der lin, 20. Dez. (DDZ.) Die von den Sozialdemokraten und Kommunisten beantragte vorzeitige Einberufung des Reichstages wurde vom Aeltestenrat am Dienstagabend erneut abgelehnt. Die Kommunisten hatten als Tagesordnung nicht nur die Beratung der Winterhilfe, • ondem auch die der politischen Anträge verlangt, ihr Antrag fand bei den anderen Fraktionen überhaupt keine älnterstühung. Die Sozialdemokraten wünschten nur die Beratung der Winterhilfsanträge noch vor Weihnachten, aber auch dafür traten außer den Antragstellern nur noch bie Kommunisten ein. Eine nationalsozialistische Anregung, den Reichstag selbst zwar nicht mehr voc Weihnachten, aber doch wenigstens unmittelbar nach Weihnachten einzuberufen, wurde zurückgestellt zugunsten eines Antrags des Zentrums, wonach der Aeltestenrat zu gegebener Zeit nochmals zusammentreten soll, um sich mit der Frage der Einberufung des Plenums zu befassen. Die Regierung war in der Aeltestenrats- sihung durch Reichsarbeitsminister Dr. Syrup und den Staatssekretär der Reichskanzlei Planck vertreten. Staatssekretär Planck warnte vor einem Zusammentritt des Reichstags. Die Regierung habe ja in der Frage der Amnestie ihr Entgegenkommen gegenüber dem Reichstag bewiesen. Wenn der Reichstag nun Beschlüsse fasse, die für die Regierung nicht tragbar wären, so müsse man m i f ernsten Konflikten rechnen. Ein Zusammentritt des Reichstags noch vor Weihnachten würde den sofortigen Konfliktsfall bedeuten. Reichsarbeitsminister Dr. Syrup gab Auskunft über den Stand der Beratungen des Reichskabinetts über die Winterhilfsmaßnahmen. Es werde sich voraussichtlich ermöglichen lassen, daß für jeden Hauptunterstühungsempfän- gcr vier Pfund Fleisch um je 30 Pfennige verbilligt abgegeben werden könnten, und ferner 2 Zentner Kohlen, ebenfalls um je 30 Pfennige verbilligt. Bei gegenwärtig 6,9 Millionen Haupt- unterstühungsempfängern ' würde das einen Aufwand von 37 Millionen erfordern. Dazu würden noch einige Millionen kommen für Zwecke der Kinderspeisung. Das Reichskabinett werde am Mittwoch hierüber endgültige Beschlüsse fallen. Aus finanziellen Gründen könne die Regierung über das so skizzierte Ausmaß der Winterhilfe nicht hinausgehen. In allen ruhig denkenden politischen Kreisen wird die Tatsache, daß die Sitzung des Aeltestenrates nicht zu einer Weihnachtstaaung g c = führt hat, natürlich sehr begrübt. Äm wesentlichen entspricht dieses Ergebnis dem, wqs hier erwartet wurde. Immerhin hat sich der Aeltestenrat seinen Beschluß e r ft a b r i n g e n müssen und von Regietungs wegen mußte mit gewissen Andeutungen über bie Konsequenzen einer Weihnachtstagung nachgeholfen werden, ehe der Aeltestenrat sich zu seiner Stellungnahme entschloß. 3ii der Tat ist die politische Entwicklung einer Auflösung des Reichstages noch vor Weihnachten wohl näher gewesen, als man ahnt, da die Reichs- regierung nicht gewillt war, sich irgendwelche Agitationsbeschlüsse gefallen zu lassen. Der Aeltestenrat hat offenbar eingesehen, daß es unter diesen Umständen für den Reichstag ums Ganze ging und daß es deshalb richtiger war, die Weih- nachtstagung zu vermeiden. Wie schwer ihm der Beschluß aber fiel, das wird aus der Absicht deutlich, zwischen Weihnachten und Neujahr noch einmal z u s a in m e n z u k o m - men. Dieser Beschluß trägt deutlich das Zeichen eines Kompromisses, dem kaum ernste Folgen entspringen werden. An eine Reichstagstagung zwischen Weihnachten und Neujahr ist natürlich, schon nach alten Gepflogenheiten, nicht zu denken, so daß also der Beschluß vom Dienstag auf alle Fälle die R e i ch s t a g s v e r t a g n n g ins nächste 3ahr hinein bedeutet. Auch der Aeltostenausschuß wird sich schließlich darüber klar sein, daß für seine nächste Sitzung von der Wil- Helmstraße her dieselben Voraussetzungen gegeben sind, die ihn heute veranlaßt haben, vorsichtig zu operieren. Oie Notverordnungen gegen politischen Terror werden gelockert. Berlin, 20. Dez. (WTB.° Funkspruch.) Auf Grund des Artikels 48 Absatz 2 hat der Reichspräsident eine Verordnung erlassen, deren erster Paragraph eine Reihe früherer Verordnungen gegen politische Ausschreitungen mit Ausnahme gewisser Paragraphen außer Kraft setzt. § 2 erkennt der Polizeibehörde die Befugnis zu, in jede öffentliche Versammlung Beauftragte zu ent- sendeir. Wird die Zulassung der Beauftragten verweigert, so kann die Versammlung für aufgelöst erklärt werden. Wer als Veranstalter oder Leiter einer Versammlung den Beauftragten der Polizeibehörde die Einräumung eines angemessenen Platzes verweigert oder wer sich nach Erklärung der Auflösung einer Versammlung nicht sofort entfernt, wird mit Geldstrafe bis zu 150 Mark bestraft. §3 bestimmt: Sofern der Zweck eines Vereins den § 81 bis 83, 127 bis 129 des Strafgesetzbuches zuwiderläuft, sind für seine nach §2 Absatz 1 des Reichsvereinsgesehes zulässige Auslosung die oberften Landesbehörden oder die von ihnen bestimmten Stellen zuständig. Gegen die Anordnung der Auflöfung eines Vereins ist binnen zwei Wochen der Einspruch beim Senat des Reichsgerichts gegeben. Der Reichsminister des 3nnern kann l>ie Oberste Landesbehörde um die Auflösung ersuchen. Laut § 4 kann das Vermögen eines Vereins zugunsten des Landes beschlagnahmt und eingezogen werden. § 5 bedroht denjenigen, der sich an einem aufgelösten Verein als Mitglied beteiligt oder den organisatorischen Zusammenhalt weiter aufrecht erhält, mit Gefängnis. Ein weiterer Abschnitt befaßt sich mit den periodischen Druckschriften. § 6 besagt: Wird durch den 3nhalt einer periodischen Druckschrift die Strafbarkeit einer der in den Paragraphen 81 bis 86 oder in den Paragraphen 1 bis 4 des Gesetzes gegen den Verrat militärischer Geheimniffe bezeichneten Handlungen begründet, so kann die periodische Druckschrift, wenn es sich um «ine Tageszeitung handelt, bis auf die Dauer von 4 Wochen, in anderen Fällen bis auf die Dauer von 6 Monaten verboten werden. Das Verbot einer Druckschrift umfaßt auch die in demselben Verlag erscheinenden Kopfoder Erlahblätter. Wer eine nach § 6 verbotene periodische Druckschrift herausgibt, verlegt, druckt oder verbreitet, wird mit Gefängnis nicht unter drei Monaten bestraft, neben dem auch Geldstrafe erkannt werden kann. Dem § 49b des Strafgesetzbuches wird folgende Vorschrift angefügt: „Wer an einer Verbindung oder Verabredung teilnimmt, die Verbrechen wider das Leben bezweckt oder als Mittel für andere Zwecke in Aussicht nimmt, oder wer eine solche Verbindung unterstützt, wird mit Gefängnis nichi unter drei Monaten bestraft. 3n besonders schweren Fällen ist die Strafe Zuchthaus bis zu fünf Jahren. Nach diesen Vorschriften wird nicht bestraft, wer der Behörde oder dem Bedrohten so rechtzeitig Nachricht gibt, daß ein in Verfügung der Bestrebungen der Verbindung ober Verabredung beabsichtigtes Verbrechen wider das Leben verhin- bert werden kann." Hinter den ersten Teil des Strafgesetzbuches roirb folgender neuer Abschnitt eingefügt: „Wer gegen ben Reichspräsidenten einen An. griff auf Leib ober Leben (Gewalttätigkeit) begeht, wird, soweit nicht andere Vorschriften eine schwerere Strafe androhen, mit Gefängnis nicht unter drei Monaten bestraft. Ebenso wird bestraft, wer den Reichspräsidenten öffentlich beschimpft ober verleumdet. Die Tot wird nur mit der Ermächtigung des Reichspräsidenten verfolgt. Dem § 134a wird folgende Vorschrift ein gefügt: „Wer öffentlich das Reich oder eines der Länder, ihre Verfassung, ihre Far ben ober Flaggen oder die deutsche Wehr macht beschimpft ober böswillig und mit lieber Icgung verächtlich macht, wird mit Gefängnis bestraft? Die Gründe für die Minderung. Berlin, 20. Dez. (WTD.) Die Reichsregic- rung gibt zur Milderung der polilischen Verordnungen folgende Erläuterung: Die zur wirtschaft' licken Erholung notwendige Ausschaltung aller absichtlichen Störungen des öffentlichen Friedens hat in d.n letzten 3ahren eine große Zahl von A u s n a h m ehest i m m u n g e n notwendig gemacht, die die Ausübung der staatsbürgerlichen Rechte beschränkt haben. Die jetzt sichtlich eingetretene politische Beruhigung hat die Reichsregierung veranlaßt, dem Herrn Reichspräsidenten die Aufhebung eines Teiles dieser Sondervorschriften, und zwar die Aufhebung der Terordnungcn gegen politische Ausschreitungen und gegen den politischen Terror vorzuschlagen, deren Geltungsdauer von vornherein nur für die Zeit besonderer politischer Spannungen gedacht war, und die daher jetzt entbehrt werden tonnen: denn es versteht sich von selbst, daß es für jroe Regierung wünschenswert ist, die normalen gesetzlichen Vorschriften nur so lange durch Sondermaßnahmen zur Sicherung der Staatsautorität zu verstärken, als dies unumgänglid) notwendig ist. Der Herr Reichspräsident hat diesem Anträge im vertrauen auf den gesunden Sinn der ordnungsliebenden Bevölkerung entsprochen, dabei aber ;um Ausdruck gebracht, daß er nicht ; ö g e r n würde, eine scharfe Verordnung zum Schutze des deutschen Volkes zu erlassen, falls er sich wider Erwarten in seinem vertrauen getäuscht sehen sollte. Um einen klaren Rechtsrustanb zu schaffen, erschien es angebracht, im Zusammenhang mit der 'Aushebung der politischen Notverordnungen schon jetzt bas Republikschutzgesetz außer An Wendung M setzen, dessen Geltungsdauer nm 31. Dezember b. y. adgelaüien wäre. Ein uneingeschränkter Fortfall dieses Gesetzes war alle.Rags nicht möglich, da in ihm Vorschriften enthalten sind, bie zur Sicherung des öffentlichen Lebens gegen friebenftörenbe Angriffe nicht entbehrt werben können. Es sinb daher in die neue Verordnung einige Vorschriften des Republikschutzgesetzes übernommen worden, für deren dauernde Beibehaltung eine Notwendigkeit bestehl. hierbei handelt es sich in erster Linie um Ergänzungen des Strafgesetzbuches nach drei Richtungen hin: Die Verabredung zu Verbrechen gegen das Leben bleibt weiterhin unter Strafe gestellt. Dasselbe gilt für Gewalttätigkeiten gegen den Reichspräsidenten und öffentliche Beschimpfung ober Verleumdung des Reichspräsidenten. Ferner war zur Aufrechterhaltung der Stoakaufori- tat ein dauernder Schuh des Staates, feiner Symbole und bei sich in der Wehrmacht verkörpernden Hoheit des Staates gegen Verhetzungen notwendig. Abgesehen von diesen drei Slrafvorfchristen sind aus dem Republikschuhgeletz mit gew sten Abänderungen nur diejenigen Vorschriften übernommen worden, die der Sicherung des Staates gegen hochverräterische Angriffe dienen. Abgesehen hiervon enthält bie neue Verorbnung nur noch zwei Vorschriften, auf beren dauernde Beibehaltung im 3nteresse des Staatswohles nicht verzichtet werden kann. Die Befugnis der Polizei, Beauftragte in öffentliche Versammlungen zu entsenden, muß auch weiterhin gegeben sein. Ebenso mußte aus Gründen der öffentlichen Sicherheit die Celtungsdaucr des § 3 des Wafsenmißbrauchsgesehes bis auf weiteres verlängert werden, wonach eine erhöhte Mindeststrafe den trifft, der bewaffnet gemeinsam mit anderen zu politischen Zwecken an öffentlichen Orten erscheint. Hundfunkvortrag des Reichsernährungsministers. Berlin, 20. Dez. (TLl.t Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft, Freiherr von Braun, wird am Donnerstag, dem 22. Dezember, um 19 Uhr, auf der Deutschen Welle über „Die Landwirtschaft an der 3ahreswende" sprechen. Da es sich um die erste Rede des Reichsernährungsministers nach der Umbilbung der Reichsregierung handelt, wird der Rundsunßoortrag voraussichtlich auch auf die meisten anderen Sender übernommen werden. Gtudentenarbeitsjahr der Deutschen Studentenschaft. Berlin, 20. Dez. (TU.) Rachdem das Reichs- tabinett von dem Gedanken eines p f 1 i ch t m ä i- gen Abiturientenarbeitsjahres wieder abgekommen ist, wird die Deutsche Studentenschaft von sich aus zum nächsten Semester ein Abiturienten- und 6 t u - dentenarbeitsjahr im Rahmen des 1 Freiwilligen Arbeitsdienstes durch- Reichsgericht ^Präsidenten Dr. Bumke die Entscheidung dahin verkündet, daß den Anträgen der Kirche im wesentlichen stattgegeben wo den ist. Der Staat muß also für eine Reihe von Einkünften. die die Kirche nicht mehr hat. Ersah leisten. Er muh zu den Besoldungen der Pfarrer und Kirchenbeamten Zuflüsse leisten, und er muß außerdem i n Höhe von fünf Millionen Mark nach- zahlen, was er bisher zu zahlen verweigert hat. Schreckliches Flugzeugunglück bei pars. Zwei Tote und IS schwerverletzte. P a r i s . 20. De;. (IM.) Lin f ch w e r e s F l u g- Zeugunglück, das bis zur Stunde zwei Toke und 19 Schwerverletzte forderte, ereignete sich um die Mittagszeit in Anlony, einem kleinen Ort unweit Paris. Ein Militärjagdstugzeug stürzte aus bisher unbekannter Ursache auf ein haus, wobei der Venzinbehälter e x p l o - dierte und das Gebäude und der Apparat in flammen gerieten. Der Insasse des Flugzeuges verbrannte bei lebendigem Leibe, während 19 Bewohner des Houses zum Teil schwere Verletzungen erlitten. Bei dem zweiten Todesopfer handelt es sich um eine Jrau, die mit ihren beiden Enkelkindern das Hous bewohnte. Als das Flugzeug auf das Dach stürzte, flüchtete sie sofort mit den beiden Kindern. Sie kehrte jedoch kur; darauf noch einmal in das brennende Geiäude zurück, um ihre Wertsachen zu retten. Alien Anschein nach ist sie dabei durch den starken Rauch betäubt worden und darauf ebenfalls verbrannt. Zu dem ilngtücf werden noch folgende Einzelheiten mitgeteilt: Gegen 11 Uhr wurden die Einwohner von Antonh auf ein Flugzeug aufmerksam, das sehr niedrig über den Häusern kreiste und den Eindruck erweckte, als ob der Führer die Maschine nicht mehr in der Gewalt habe. Rach- d^m das Flugzeug mehrere Male um einige Meter abgesacrt war. aber immer wieder auf- gefangen werden konnte, stürmte es plötzlich unter furchtbarem Getöse auf dasDach eines Hauses. Anmittelbar danach stieg eine Stichflamme gen Himmel. Der Brennstoff ergoß sich über das Wohnhaus, das bald nur noch ein einiges Flammenmeer bildete. Die Feuerwehr von Antony ers iien wenige Minuten später an der Unglücksstelle, konnte aber nicht verhindern, daß der Insasse des Apparates b e i lebendigem Leibe verbrannte. Das Dach des Hauses war unter dem Gewicht des Flugzeuges ein gestürzt und hatte die Einwohner unter den Trümmern begraben. Mit vieler Mühe gelang es der Feuerwehr, in das brennende Haus vowudringen und zehn Einwohner zu bergen. Die Bewohner haben zum Teil schwere Brandwunden erlitten. Innenminister Chautemps hat sich sofort an die Unglücksstelle begeben, wo er persönlich die Unter« suchung leitet. Weiter wird noch bekannt, daß führen und damit die Rotwendigkeit der Beteiligung und Erziehung der zukünftigen Akademiker m einem allgemeinen Bolksdienst dokumentieren re n.. D/e GeschW ordnungsänderung im preußischen Landtag nicht versaffangswldna. Leipzig, 20. Dez. (WTB. Funkfpruch.) 3n oer auf Feststellung der verfassungswidrigkeit der vom letzten Landtag vorgeno.nmenen Aende- rung des § 20 der Geschäftsordnung durch den preußischen Landtag gerichteten verfas- sungsrechlnchen Klage der nationatsozia- l i st i s ch e n Fraktion des preußischen Landtags gegen den Preußischen Landtag wurde vom Vorsitzenden des Staatsgerichtshoss, Reichsgerichtspräsident Dr. V u m k e, folgende Entscheidung verkündet: Die Anträge werden zurückgewie- s e n. — Durch die Acnderung der Geschäftsordnung r*ir, wie erinnerlich, festgelegt worden, daß der Ministerpräsident nur noch mit absoluter Mehrheit gewählt werden kann. * 3n der Begründung zu der Entscheidung des Staa^-gewchtshofes führte der Vorsitzende etwa aus: Die '21 ngriffe, die die Antragstellerin gegen die Verfassungrmäßigfeit der Umgestaltung der Ministerpräsidentenwahl erhebt, können nicht als begründet anerfann/ werden. Die getroffene Neur.g.'lung findet in der Verfassung selbst ihre Rechtfertigung. Mit ihr hat der Landtag nur von einem ihm ausdrücklich in der Verfassung eingeräumten Recht Gebrauch g e m acht. Der Ausschluß der Stichwahl ist auch nicht mit sonstigen Verfassungsoorschriften unvereinbar. Der Antragstellerin ist freilich zuzugeben, daß die Nichtzulassung einer Sti chwahl d i e Bildung einer neuen Regierung erschwert. Die Antragsteller in verweist darauf, daß der alte Landtag noch vor Ablauf seiner Wahlzeit den § 20 geändert habe, nur um Den Uebengang der Regieru. g auf die 9darionalfozialistifche Partei zu verhindern, von der schon damals vorauszusehen gewesen sei, daß sie aus der Neuwahl als stärkste Partei in den Landtag zurückkehren werde. Daß das Ziel des Beschlusses des alten Landtags gewesen ist, die Uebernahme oder Regierung durch die NSDAP. zu erschweren, läßt sich nicht verkennen. Bei der Beurteilung der Rechtslage darf indessen nicht außer acht gelassen werden, daß der neue Landtg die Umgestaltung der Geschäftsordnung inzwischen gebilligt hat. Seine Mehrheit hat es wiederum abgelehnt, für die Wahl des Ministerpräsidenten eine Ausnahme von Artikel 22, Absatz 1, der Preußischen Verfassung zu machen. Den Beweggründen der Mehrheit, die den Beschluß vom 12. April gefaßt hat, kommt daher keine entscheidende Bedeutung mehr zu. Wesentlich ist aber weiter, daß der strittige Beschluß keine Ausschaltung einer Verfassungsoorschrift bewirkt hat. Die Wahl eines Ministerpräsidenten ist mit Beseitigung der Stichwahl zwar erschwert worden, möglich ist sie aber gleichwohl geblieben. Die Aenderung der Bestimmung bedeutet ledige ch daß die Parteien g e z w u n g e n werden, sich zu verständigen. Der Zwang, diesen Wcg der Verständigung auch künftig bei der Regierungsbildung zu beschreiten, ist in Preußen durch die Abschaffung der Stichwahl zwar verstärkt worden, aber nicht in unerträglichem Maß e. hiernach mußten die An- ttäge zurückgewiesen werden. Die Aeimdnmig der „Reichssendung". Was wird aus dem apolitischen ORundfunP? Bei der Reichsrundfunkgesellschaft hatte unser Berliner Mitarbeiter eine interessante Unterredung über die Reugestaltung des Reichsrundfunks. Mit dem 1. Januar beginnt auch für den deutschen Rundfunk ein ganz neuer Zeitabschnitt. Die bekannte „Deutsche Welle" verschwindet, die bisher tagsüber das Reich mit Eiaenferidun- gen von Borträgen und schwerer Musik versorgte. Auch der „De u t s ch l a n d se n d e r", der von Königswusterhausen aus am Abend die besten deutschen Sendeprogramme als Relaissender für das ganze Reich übernahm, behält seine Form nicht bei. Der „Deutschlandsender", der vorn 1. Januar ab in Tätigkeit tritt, hat sowohl am Tage wie abends ein eigenesProgramm, wird nur gelegentlich andere Sendungen üoer- nehmen. Der bisherige Intendant der deutschen Welle, Professor S ch u b o h , wird auch der Leiter des neuen Deutschlandsenders sein. Der Aufgabenkreis der neuen Sendung jedoch wird wesentlich umgestaltet und erweitert. Zugleich wird das Gesamtprogramm durch ein Zusammen- schrumpfen der Vorträge, durch eine Erweiterung des musikalischen Teils, unterhaltender und reizvoller als bisher. In politischen Kreisen interessiert vor allem die Frage, was politisch am Rundfunk geändert wird. Hierüber kann folgendes mitgeteilt werden: Im Rahmen des Deutschlandsender- Programms hat die „Reichssendung' sozusagen als „Stunde der D e i ch s r e g i e r u n g" einen besonderen Platz. Jedoch wird glaubhaft versichert, daß die Reichsregierung ihren Einfluß auf den Rundfunk eher einzudämmen als zu betonen beabsichtige. Der Intendant erhält auch gegenüber der „Reichssendung" eine sehr starke Unabhängigkeit und ist sogar in der Lage, Wünsche des Reichskommissars in bezug auf politische Sendungen innerhalb der Stunde der Reichsr^gierung zurückzuweisen. Andererseits hat er sehr wohl die Möglichkeit, alle , möglichen politischen Weltanschauungen zur Dis- I kussion im Rundfunk heranzuziehen, und dies wird auch in dem Maße geschehen, in dem sich das Taktgefühl und der Sinn für Objektivität der Diskussionsredner vermehrt. Die aktuellen politischen Aussprachen auf der „Deutschen Welle" sind seit einiger Zeit unterbrochen worden. Man wird sie zugleich mit dem neuen Deutschlandsender wieder aufnehmen. Es hat sich gezeigt, daß im Inland wie im Ausland diese Politik im Rundfunk, soweit sie s a ch - l i ch betrieben wurde, ein außerordentlich starkes Echo gezeitigt hat. Die „Deu^che Welle" war bisher durch ein sehr starres Schema gehemmt. Sie sandte eine ganze Reihe von Vorträgen hintereinander, die sich in der Art nicht einmal allzu sehr unterschieden. Dazu kam, daß ein beträchtlicher Teil der Verträge beruflich ober wissenschaftlich sehr spezialisiert und nur auf einen kleinen Teil der Hörer zugeschnitten war. Das alles wird sich letzt grundlegend ändern. Es sollen nur noch verschiedenartige, die Allgemeinheit interessierende Vorträge in gewissem Abstand gesandt werden, dazwischen liegt das neue Musikprogramm, das ebenfalls auf einen großen Hörer.reis eingestellt ist, ohne dabei an Riveau zu verlieren. Die Aufgabe des Deutsch- landsenders, kulturpolitisch zu wirken, will man nicht abbauen, sondern verstärken. Es sei keine Frage, so meint man im Rundfunkhaus, daß für das gebildete Bürgertum die Lande s- sender vielfach noch nicht genug böten. Gerade hier müsse der Deutfchlandsender jetzt einsehen, um gerade der gebildeten Oberschicht unse.es Belkes das Kulturgut des Rundfunks n.cht verloren gehen zu lassen. Die Werbung für den Gemein,chaftsemvfang des Rund- funkvregramms. die Parole „Pflegt deutsche Hausmusik" gehören kulturpolitisch in dieses Programm. Und ganz besonders gelten diese kulturpolitischen Ziele für die Millionen von Auslanddeutschen, für die gerade der Deutschlandsender die Brücke zur Heimat ist. Oer sächsische Staat zur Entschadigungszahkung an die Evangelische Landeskirche verurteilt. Leipzig. 20.Dez. (TU.) In der Klage der evangelischen Landeskirche Sachsens gegen das Land Sachsen wegen Zahlung von EnUchädigung an die Kirche hat der S t a a t s g e r i ch t s h o f für das Deutsche Reich unter dem Vorsitz des der Absturz des Flugzeuges im Anschluß an eine sogenannte „Todesschleife" erfolgte, die der Flieger in etwa 200 Meter Höhe ausgeführt hatte. Aus oder Welt. Reue Ladenplünderungeu in Berlin. In Berlin kam es auch am Dienstag wieder an zwei Stellen zuPlünderungenvonLa- dengeschästen. Ho erschienen in einem Konfektionsgeschäft in Schöneberg 15 junge Burschen, von denen zwei die Inhaber mit Pistolen bedrohten. Die übrigen suchten sich inzwischen Mäntel und Anzüge aus. Die Täter entkamen unter Mitnahme von 10 Mänteln und etwa 15 Anzügen. Im Rorden der Stadt erschienen nach Einbruch der Dunkelheit mehrere junge Burschen vor einer Gänseaasschlachterei. Sie schnitten die vor den Schaufenstern hängenden Gänse ab. Die Köpfe liehen sie hängen. Insgesamt wurden 26 Ganse gestohlen. Auch hier entkamen die Täter unerkannt. Infolge der täglichen Ladenplünderungen sind nunmehr vom Polizeipräsidenten neue Maßnahmen getroffen worden. Zur Förderung der Aufklärung jeder einzelnen in der Zeit vom 21- ms 24. d. M. in Berlin etwa noch Vorkommen» den Plünderung eines Lebensmittelgeschäftes wird eine Belohnung von je 303 Mark ausgesetzt. Die Zweite Fahrt des „Fliegenden Hamburgers". Der neue Schnelltriebwagen der Reichsbahn, der sogenannte „Fliegende Hamburger", hat Dienstag, um 8 Uhr, feine zweite Versuch s f a h r t nach Hamburg angetreten. Auch an v.Mer Fahrt nahmen nur Fachleute teil. Der schnell trieb wag en ist nach program.näßigem Fahrtoerlauf um 10.21 Uhr, also eine Minute vor der , ^planmäßigen Zeit auf Dem Hamburger Hauptbahnhof eingetragen. Der Wagen wurde nach kurzem Aufenthalt in Hamburg wieder nach dem Altonaer Hauptbahnhof weitergeleitet. Ein aufsehenerregender Prozeß in Beuchen. Die Große Strafkammer des Landgerichts Beu- then fällte nach achttägger Verhandlung das Urteil m dem Prozeß wegen ces Einsturzunglücks beim Neubau «des Beuthener Hallenfchw mmda'des, bei dem am 23. Oktober 1929 fünf Arbeiter getötet und acht verletzt worden waren. Der Architekt L e f ch i n f ki, Der im Auftrage der Bau- firma Walter, von der die während des Baues eingestürzte Betondecke ausgeführt wurde, als Bauführer tätig war, wurde zu 3000 Mark Geldstrafe wegen Vergehens gegen §330 StGB, verurteilt, an Deren Stelle im Nichtbeitreibungsfalle 30 Tage Haft treten. Der Bauunternehmer Dipl.-Jng. Wal- t e r und Der Betonpolier T h o ma l la wurden freigesprochen, ebenso Der Architekt Gem- t c ro und Der Bauführer Naupert von der Firma Hirt, die Die Maurerarbeiten au:führte, sowie Magistratsbaurat Wolff und Bauführer S ch i n b e 11 e f vom Städtischen Bauamt Beuthen. Der Staatsanwalt hatte gegen Leschinski anderthalb Jahre Gefängnis, gegen Walter ein Jahr und gegen Thomalla neun Monate Gefängnis beantragt. — 2>er Prozeß hat weit über Oberfchlefien hinaus, besonders in Den Kreisen des Baugewerbes, größte Beachtung gefunden. Grippewelle in USA. Rach Mitteilung des Gesundheitsamtes der Vereinigten Staaten hat sich die Grippewelle, die sich von der pazifischen Küste her ausgebreitet hat, in den südlichen Staaten zu einer schweren Epidemie entwicke t. Alllin in einer Woche sind in 89 Städten nicht weniger als 807 Personen an Grippe und darauf zurück- xuführende Lungenentzündung gestorben. In den Staaten des Ostens und des mittleren Westens klingt die Evedim'e dagegen jetzt ab. Rekordernte in Argentinien. Aach Ansicht des Landwirlschaftsministeriums in Buenos Aires hat Argentinien die größte Ernte an Hafer, Ger st e und Roggen zu erwarten, die das Land je'gehabt hat. nuten den itronenfal- . Die Ad- Wir pflanzen einen Weihnachiswatd. Brief aus Tuskulum. Don Dr. Gustav W. Eberlein, :Rom. Tuskulum, im Dezember. Ueber dem Monte Cavo hing ein mabonnen= blauer Himmel, ich deutete in Die Ferne, wo Die Mündung des Tibers tu erkennen war, so über alle Maßen leuchtete das Meer, Die Zypressen, stehst du, treten in Den Schatten zurück. Dienerinnen Der schaumgeborenen Göttin — ist je eine Schönheit größer gewesen, sag, wo ist die Ewigkeit, wenn nicht in Tuslulums heiliger Sonne? Und preisend wies man Arm von Aufgang bis Untergang. eine einzige verschneite Tanne!" Das war das Echo. Es stand ein seltsamer Glanz in ihren zluaen. Und die Abendglocken, die nun einfielen, mußten ihren Gedanken Vorschub leisten, denn Die Glocken in Italien bimmeln, Die deutschen aber läuten. Anita sah jetzt gotische Dome, unter den Schwibbögen eilten vermummte Menschen dahin und hatten alle Arme voll, Kindernasen quetschten sich an einem Schaufenster platt, hinter Dem eine Eisenbahn lief, das fach sie, sie kaufte auch mit ein, Aeich chußte sie um Die Ecke biegen, wo die Christbaume einen kleinen Wald bildeten, das war unausbleiblich — „Ich möchte einen Wald zu Weihnachten haben. Einen deutschen Tannenwald!" Anita, sagte ich, wir sitzen unter Pinien, das sind exotische Pflanzen hier, Die Christbaume, Du meift es man muß sie im Topf kaufen - werden JT'L/’r u un' .natürlich, noch jede römische Weih- nacht haben wir unseren Lichterbaum gehabt — ich" wünsche mir aber einen ganzen Wald — Wir saßen unter den Pinien und sch, letzten Nebenblättern $u, Die wie erste Zi ter unsicher durchs Molaratal gaukelten. tilu= ventssonne strahlt auf dieser begnadeten Höhe mit jenem überwachen Glanz, der zuweilen in Men- Ichenaugen steht, und wenn man es praktisch aus- Drutfen will, kann man feftftellen, daß sick/s gut in Hemdärmeln sitzen läßt. Da war es, daß Anita unvermitteit sagte: „Ich — ich gäbe Deinen ganzen Pinienwald für eine einzige verschneite Tanne!" Das war die Heimat, Die sprach. Eine Sprache, die beredt ist wie Engelszungen und wie die Stimme Der Glocken keiner Antwort harrt. Es ist die gewaltigste Sprache, die in der Fremde gesprochen wird. , Du hast Dir einen Pelz gewünscht, liebe Anita, einen geschorenen Breitschwanz, wenn ich nicht irre, oder einen silbergrauen Persianer — „Einen Pelz? Habe ich das? Was soll ich in -Lusfulum mit einem Pelz? Ein geschorener Persianer oder ein Nerz, Das war es übrigens, der ist Dorf) nur — ach, überhaupt, ein Pelz wärmt nur außen, und ich — ich —" „Du frierst — innen —" „3a, das ist so in der Adventszeit ... in Der dremDe, wenn man an DeutfchlanD Denkt ... man jnnnen ••• — Aber wo kriegen wir einen WalD her? Als wir kürzlich durch die Abruzzen fuhren, meinte sie, und Der Glanz ihrer Augen ging in einen schon beglückten feuchten Schimmer über, Daae lie einen gesehen, einen richtigen Deutschen -lannenroalb, minDestens hundert Bäume waren es. Habe ich auch bemerkt. Waren Fichten, mannshoch, vielleicht zwanzig. Nein, beharrt sie, minde- stens achtzig. Dreißig! gebe ich nach. Sechs Dutzend! Darunter tue sie es einfach nicht. Dinge gibt es, bei denen unsere Sehnsucht wie ein Vergrößerung^ fe’n5 roir^‘ fallen es sechs Dutzend gewesen * Am gleichen Abend noch ging die Bestellung ab, nach Piftoja, Der ApenninenstaDt, von Der eigentlich das Wort Pistole kommt. Sechs Dutzend alben di natale, richtige Weihnachtsbäume, jawohl, und tüchtige Wurzelballen müßten sie haben. Die Pinien werden sich wundern. Aber was gehen uns an Weihnachten die Pinien an? Eine einzige beschneite Tanne — — Das Bild stand nun durchsichtig in der Luft, ein Eisenbahnzug ratterte hindurch, Dann sah man — Nahaufnahme — ein breites Fenster im Abteil unD Tannenzweige, die dagegen wedelten, und es schneite, und der Schnee legte sich auf die Nadeln, und von der Seite her mußte Licht einsallen — bie Wintersonne, nein, eine tropfende und duftende Kerze — und es klingelte von gläsernen Giocken und es roch nach Aepfeln, die Backen hatten wie ein durchfrorener, die Nase ans Schaufenster quetschender deutscher Junge... Uad eines Tages kam der alte Bauer gelaufen und meldete atemlos, auf der Station in Frascati fei ein Waggon eingelaufen mit verrückten Bäumen, niemand habe so etwas noch gesehen, die Leute ständen herum und es sei zu befürchten, daß sie die Maulsperre bekämen. Ja, und dann karrten wir sie nach Tuskulum und schleppten sie unter Den PinienwolD, und ich zog einen Plan aus Der Tasche, aus Dem kleine Quadrate ;u sehen waren, die eigentlich keine Quadrate wa- I ren, weil Die Bäume „im Verband" gesetzt werden I sollten, wie es sich für einen ordentlichen deutschen ' Tannenwald gehört. Es sind übrigens Fichten, sagte ich. Aber es hängen Tannenzapfen daran, beharrte Anita. Es sind verrückte Bäume, zuckte der Bauer die Achseln, und die Abruzzesen, Die Erdarbeiter, Die einen Meter tief, einen Meter breit, einen Meter lang Die Löcher gruben, kamen mit Den Winzern in Streit, weil sie behaupteten, aus Erfahrung zu wissen, daß man die Früchte nicht essen könne. So Dumm werde Der Signore hoch nicht sein, wehrten sich die andern für mich, und ertraglose Nadelbäume pflanzen, Dann doch lieber gleich Pinien. Die Pinott, Das sind die Kerne m den Pinienzapfen, schmecken nämlich ausgezeichnet und werden anstelle der Nüsse für Weihnachtsschleckereien benützt. Und ob er Früchte trägt, ein solcher Wald utschen Lichterbäumen! Auf der Zunae schm Verwundert lassen die hundertjährigen Pinien ihre langen Nadeln in Die grüne Chioma rieseln 'Die grünen Locken von Tuskulum, wie Toto die Seltsamkeit taufte. Toto ist ein junger, Derber Zauer, aber «erhebt. Da wird jeder zum Dichter, u; n rC bu"teJ&änber herumschlingen, meinte y?n, and Anita gab ihr einen blitzenden ftorb voll: Lametta. Das ist zwar ein italienisches Bort, aber im Lande selber so unbekannt wie der italienische Salat Er heißt hier russischer Salat. Anita hatte zwei Korbe voll Engelshaar und in einem Dritten 6X72 = 432 Kerzen. Und während sie aufsteckte erzählte sie von deutschen Weihnachtssitten und tat viel Eis und Schnee und Rauhreif dazu. Orazidla, o gewiß, sie konnte das verstehen, war nicht auch einmal in Rom Schnee gelegen? ■Diana >m Schnee heißt daher die große Kirche auf dem Esquilin. ’ M.iu uu a urua/ie tragt, em |oiO)er Wald aus deutschen Lichterbäumen! Auf der Zunge schmecken sie wohl nicht, aber Da Drinnen, da zergehen sie — es ist ganz ähnlich wie die Geschichte mit dem Pelz. 4:4 Meter Abstand, zwölf Reihen breit und sechs Reihen tief, das gibt, Unregelmäßigkeiten und eine Waldwiese müssen auch hinein, eine Waldfläche von sagen wir rund 20 Are. Also gerate ein Morgen rechnete sich Anita aus, ein Tagwerk Wald! Dinge gibt es, bei denen unsere Sehnsucht als Vergrößerungsglas wirkt. Gestern, sagte der alte Bauer bedächtig und mit« , ? Hfla) Westen, gestern war es Dort maisgelb, als die Sonne unterging — kann leicht sein, daß die Wolken über Dem Monte Cavo, sie kleben verdächtig fest, Schnee bringen. .?>^den das Wunder erleben, wußte Anita mit Bestimmtheit, hier oben in Tuskulum! Warum lallte mir euer alter Cicero mein schönes Weihnachtsgeschenk nicht gönnen? Cicero, aä) ja. Er hat wahrscheinlich gar nicht daran gedacht, daß einmal ein deutscher Weihnachtswald auf seinem Lieblings- gute wachsen würde. Eine Spinne im Kampf mri Ührzeiqern. Die sprichwörtliche Geduld und Zähigkeit der Spinne im Weben ihres Retzes offenbart sich jetzt in dem merkwürdigen Kampf, den eines dieser Tiere auf dem Zifferblatt einer Ahr zu Barberton im Staate Ohio ausficht. Es ist eine schwarze Spinne, die sich seit Tagen bemüht, das Zifferblatt einer Ahr im Haus eines Mister Thompson mit ihren feinen Fäden zu überziehen. Wie ein Reuhorker Blatt darüber berichtet, begann sie vor 17 Tagen, nachdem sie hinter das Glas auf die Oberfläche der Ahr gelrochrn war, mit ihrem Werk und benutzte zunächst den Stundenzeiger als Ausgangspunkt, von dem aus sie einen ihrer Fäden bis zu dem Minutenzeiger zog: von dvrt aus wurde dann das Reh angelegt. Aber dieser Sieg der Spinne dauerte nuv-kurze Zeit, denn der Minutenzeiger rückte rücksichtslos vorwärts und schüttelte den Faden ab, der zerriß. T-ie Spinne aber ließ sich dadurch nicht abschrecken. Wieder zog sie ihre Fäden vom Stunden- nach dem Minutenzeiger, und immer wieder wurde das Gewebe zerstört durch das rasche Forteilen des großen Zeigers. Tie beiden Zeiger sind jetzt über und über mit zerrissenen Fäden bedeckt. Die Spinne arbeitet rastlos fort, und die Familie Thompson empfängt viele Defucher, die dieses seltsame Schauspiel betrachten. Der Besitzer der Ahr, -der von der Leistung des Tieres begeistert ist' denkt daran, den Gang der Ahr zum Stehen zu bringen, damit die Spinne in Ruhe ihr Rev an dieser merkwürdigen Stelle vollenden kann. " Zeitschriften. . ” Alschewistische ZersehunzsarbeiL ist eine durchaus a.tuvlle poli,tifche Gefahr. E:.ne um- faxende Darlegung des Sachverhalts gibt das Dezemberheft der Süddeutschen Monatshefte, „Bürgerkrieg droht!" aus der Feder von Ernst Drahn (Berlin). In einem aullchlußre.chem Cingangskaviiel beleuchtet Drahn (-^st^llung der Sozialdemokraiie zur revo- htticmacen Aktion. Das Hauptkapitel gilt den Kamfrsorigainisationen der Kommunisten, Len Wandlungen, die sie im Laufe des Jahrzehnts mac^ öaben, und den von chnen durch- gefuhvtcn Aktionen. Wie weit diese kommunisti- fckMi Aktionen Duldung oder Förderung erfahren, zeigen weitere Kapitel. So weist das in diesem Heft beigebrachte dokumcntarif'che Material den Zusammenhang zwischen den in ihrer wahrem Bedeutung nur feiten gewürdigten Atten- tateni, Terrorakten und Aufstandsaktionen nach, m den letzten Jahren das Gefüge des deut- Ichen Staates in zunehmendem Maße erschüttert haben. Aus der vrovinzialhaupMadi. Gemeinsames Tragen schafft gemeinsames Vertrauen. Don v. Winterfeldt-Menlin, Präsident des Deutschen Dote Kreuzes. Wir erleben in der Winterhilfe der frei-« Wohlfahrtspflege heute eine Opferbewegung, die real bewertet hohen Segen stiftet, die ihren tieferen Sinn aber erst durch di« bewußte soziale Schicksalsgemeinschaft unseres Volkes gewinnt, me in ihr zum Ausdruck kommt. Aus allen Schichten und gerade aus denen, die selber kaum noch etwas entbehren können, gehen die Spenden ein. In den Vereinen des Roten Kreuzes herrscht eine wahre Hingabe an die Arbeit für die Winter- h.lfe, die von allen als eine Aufgabe betrachtet wird. Dabei ist diese Arbeit des Sammelns, Ordnens und Verteilens meist mit unendlichen Mühen und nicht immer mit Dank verbunden. Aber sie wird hingebungsvoll verrichtet, vor allem von unserer Jugend. Dieses.gemeinsame Tragen der Aotbürde schafft gemein- samesVertrauen. Unsichtbar, aber im Tiefsten wirksam, ist mit jeder Spende für die Winterhilfe diese wertvollste Gabe verbunden. Tag der Wintersonnenwende. Am 21. Dezember wandert unsere Erde durch den Punkt der Ekliptik, der Markstein ist für die Wintersonnenwende. Der nördliche Polarkreis fällt völlig in die Schattenseite, und auf der nördlichen Halbkugel liegt von den Parallelkreisen das kleinere Stück innerhalb der Licht- Grenze. Hier ist darum der kürzeste Tag und die längste Rächt, und am Rordpol beginnt die zweite Hälfte der sechmonatigen Winternacht. Die Zeit der Wintersonnenwende gib schon unseren Llraltvordern Gelegenheit zum Festefeiern, die nicht immer Mit der Sonnenwende zusammenfielen. Abweichend von den Tatsächlichkeiten glaubte das deutsche Landvolk zum Teil, daß die Sonnenwende auf St. Luzia fiele (25. Dezember nach dem Iulianischen, der 13. Dezember nach dem heutigen Kalender). Im Geltungsbereich des griechisch-orthodoxen Kalenders tr,-tt die Wintersonnenwende tatsächlich am 9. Dezember ein, während das Landvolk auch heute noch dort teilweise der Meinung ist, daß dies am 12. Dezember, an St. Spiridion, der Fall sei. Diesem Volksglauben entsprang eine Reihe von Volkssprüchen, die sich in die Jetztzeit hinübergerettet haben. Auffallend allerdings ist die Tatsache, daß die römische Kirche auf den Winterfonnenwendtag als den kürzesten Tag des Iahres das Fest des „fpätgläubigen Apostels Thomas" gelegt hat, das übrigens auch am 21. Dezember in der brandenburgisch-preußischen Landeskirche als Feiertag erster Klasse gehalten wurde. Zutreffend ist darum der Volksvers: „Albanus (21. Öuri) hat den längsten Tag, Sankt Thomas die längste Rächt vermag: Benediktus (21. März) und Thekla macht (23. September) den Tag so lang als gleich die Rächt." Auch der nori italien s' e Spruch trifft den Ragel auf den Kopf: „St. Thomas kehrt den Tag um." Auf den 21. Dezember ist der in Deutschland und der in Holland bekannte Preisspruch gemünet: „Gefriert es am kürzesten Tag, fällt das Korn im Preise. Ist das Wetter gelind, steigt der Preis geschwind." Pornotizen. — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Das Weihnach smärchen „A'chenbeödel", sechs Bilder mit Gesang und Tanz, von Görner, wird unter Karl Volcks Spielleitung heute 15.45 stlhr zu Märchenpreisen Wiede.halt. Ende 18.15 Llhr. — Die Schlager- op«rette „Peppina" von Robert Stolz gelangt heute 23 stlhc als 11. Vorstellung im Mittwoch- Abonnement zum letztenmal zur Aufführung. Spielleitung: Paul Wrede. Opcrettenpreise. Ende 22.33 Uhr. — Freitag bleibt das Theater geschlossen. — Die Weihnachis'eiertage über bietet der Spielplan eine unterhaltsame Abwechslung. Dem ernsteren Charakter des 1. Feiertages entsprechend kommt am Sonntag, 25. Dezember, das deutsche Fcontstück „Die endlose Straße" von Graff und Hintze unter der Spielleitung des Intendanten als Fremdenvorstellung zu ermäßigten Preisen zur Aufführung. Spieldauer von 18.33 bis 21.30 ilfjr. Eine durchaus heitere Rote trägt der Spielplan für den zweiten Feiertag. Den Kindern ist mit einer Wiederholung des in neuer Inszenierung und Ausstattung unter Karl Volcks Spielleitung angeführten Weihnachtsmärchens „Aschenbrödel" der Rachmittag Vorbehalten. M'^ kal sche Leitung Walter M oehl, Tänze, Kii ter und Cirls des Dalletts unter Führung des B... e.tmeisters C. Bä ulke. Spieldauer von 15 bis 17.33 stlhr. Für den Abend zeigt der Spielplan die Erstaufführung der Operette „Im weißen Röhl" an. Als Fremdenvorstellung zu ermäßigten Preisen außer Abonnement. Unter Heinrich Hubs Spielleitung rollt der zu einer Overettenrevue von Hans Müller völlig frei bearbeitete gle'chnamige Schwank von Kadelburg und Blumenthal ab, wäh.end Kapellmeister M o e h l die Mu i. Ralph Benatzkys außlingen läßt und Ballettmeister E. Bä ulke mit seinen Cirls und neben der choreographischen Leitung mit Frau Anni Bäulke in Solotanzeinlagen mitwirkt. * ** Evangelische P fa r r p e r s o n a l i e. Durch das Landeskirchenamt wurde Pfarrassistent Philipp Engel zu Offenbach a. M. zum Pfarrverwalter der evangelischen Psarrstelle M Wingershausen (Dekanat Schotten) ernannt. Mit dem Vikariat der evangelischen Psarrstelle zu Heuchelheim (Dekanat Gießen) wurde Pfarrer Ludwig Weisel zu Wa.lertheim beauftragt. ** E i n Wunscy der Gastyausange- stellten. Von der Ortsgruppe Gießen des Bundes der Hotel-, Restaurant- und Cafeangestellten wird uns geschrieben: Trotzdem der Reichstag im Jahre 1930 auf «ine Eingabe des Bundes der Hotel-, Restaurant- und Cafeange- stellten (christliche Gewerkschaft) hin einen Gesetzentwurf der damaligen Regierung auf frühzeitigeren Eintritt der Polizeistunde am Weihnachtsheiligenabend zugestimmt hatte, ist eine reichsgesetzliche Regelung nicht zustande gekommen. Diele Gaststätteninhiber schließen von sich aus am Heiligen Abend frühzeitiger als sonst ihr« Betriebe. Der Bund als Vertretung der Gasthausangestellten richtet an das Gastbauspublikum die Bitte, am Heiligen Abend die Gaststätten möglichst rechtzeitig zu verlassen, damit es den in Arbeit stehenden Angestellten möglich gemacht wird, wenigstens einige Stunden des Weihnachtsfestes im Kreise ihrer Familien verleben zu können. Hindenburg wirbt für die Winterhilfe. #33. Hände zu öffnen. Die Spenden, die der I Bezirken, bzw. Orten, in denen sie gesammelt sind Sammlung an Lebensmitteln, Kleidung, Heiz- und werden hier unter die Hilfsbedürftigen verteilt, material und Geld zufließen, verbleiben in den | Jeder gebe nach besten Kräften! Mit Hindenburg wünschen wir, daß fein Wort Brücken von Mensch zu Mensch schlagen und helfen möge, zu Weihnachten Herzen und ** Die Nacheichung in Gießen. Die in | zweijähriger Wiederkehr gesetzlich vorgeschriebene Nacheichüng der im eichpflichtigen Derkehr befindlichen Meßgeräte (das sind Längen- und Flüssigkeitsmaße, Meßwerkzeuge für Flüssigkeiten, Hohlmaße, Gewichte und transportable Handelswaagen bis ausschließlich 3000 Kilogramm) soll in der Stadt Gießen im Jahre 1933 wie folgt durchgcführt werden. Für die Einlieferung der Gegenstände beim Eichamt Gießen sind folgende Zeiten festgesetzt: 1. Bezirk vom 9 bis 11. Januar, 2. Bezirk vom 12. bis 14. Januar, 3. Bezirk vom 16. bis 20. Januar, 4. Bezirk vom 6. bis 11 Februar, 5. Bezirk vom 13. bis 18. Februar, 6. Bezirk vom 20. bis 25. Februar. Jeder Besitzer eichpflichtiger Gegenstände, soweit er namhaft gemacht worden ist, erhält durch das Eichamt eine Aufforderung zur Nacheichung worin Tag und Tageszeit der Einlieferung angegeben ist. Die Einhaltung des Cichtermins ist zur raschen Abwicklung der Eichgeschäfte dringend erforderlich. Interessenten, die keine Aufforderung erhalten, sind ebenfalls verpflichtet, ihre eichpflichtigen Gegenstände zum obengenannten Zeitpunkte zur Nacheichüng vorzulcgen. Es sei noch darauf aufmerksam gemacht, daß i ie Neigungswaagen am Standort der Waage geeicht werden. Diese Eichung ist besonders zu beantragen. Der Nacheichung folgt in angemessenem Abstande die polizeiliche Maß- und Gewichtsrevifion. Förster und Genoffen bleiben in Hast. WER. Frankfurt a.M., 20.Dez. 3n der Sache Förster und Genossen hat die Strafkammer auf Grund mündlicher Verhandlungen über die Hast die Haftentlafsungsgefuchr der Angeschuldigten Förster, Iäger und Deller zurückgewiesen, da dringender Tatverdacht gegen Förster wegen Mordes und Raubes und gegen Jäger und Beller wegen Mittäterschaft fortbesteht. In der Kutschermordaffäre befindet sich bekanntlich seit Anfang dieses Monats noch «in vierter Angeschuldigter in Unter- fuchungsyaft, für den eine Haftprüfung nach dem Gesetz noch nicht stattzusinden hatte. Buntes Allerlei. Moderner Schiffsmeide-O:enst. Mit der Verbesserung der Seefahrt ist auch der Ausbau des, Me.dewesens fortgeschritten und hat besonders bei uns in der Elb-Mündung eine reiche Ausgestaltung erfahren, über die R. Peters in der Leipziger „Illustrirten Zeitung" berichtet. Es ist für die Hamburger Reeder von Wichtigkeit, zu wissen, wann ein von ihnen erwartetes Schiff Cuxhaven passiert, damit sie sich die Ankunft in Hamburg ausrechnen und danach die nötigen Anordnungen treffen können. Diese Schiffsmeldungen werden von der Marine-Rachrichten-Station in Cuxhaven besorgt. Hier erhebt sich 21 Mewr hoch über dem Meeresspiegel ein Wachtraum, in dem ständig zwei „Signa gaste" Ausschau hal.e.i. ^,ede Schiffs-Bewegung wird genau ausgezeichnet, und dann gehen die Schi,,slisten mit den näheren Angaben sofort durch einen modernen elektrischen Fernschreiber an den Schiffsmeldedienst nach Hamburg: dieser wieder gibt die Rachrichten telephonisch an die Reedereien, Echiffsmak.er und Zeitungen weiter, die bei ihm abonniert sind. Manchmal ist die Feststellung des Schiffsnam-ens bei Rebel oder sonstigem Unwetter sehr schwer. Der erfahrene Signalist erkennt aber die regelmäßig passierenden Schiffe schon an den ungefähren Umrissen der Bauart und des Rachts an der Lichter- Führung. Bei Anfallsmeldungen muß besonders rasch gearbeitet werden. Während der eine Signalgast die Bergungs-Reedereien telephonisch an- ruft, brüllt der andere die Kund« dem unmittelbar neben der Signalstelle liegenden Dergungsdamp- fer zu, der Dann sofort dem gefährdeten Schiff zu Hilf« eilt. Die Marine-Rachrichtenstelle gibt nicht nur Meldungen, sondern vermittelt auch Anordnungen, die die Reeder ihren Schiffen zugehen lassen. Am Tage wird die Order dem vorüberfahrenden Schiff durch Hissen eines internationalen Signals oder durch Flaggen-Winkspruch bekannt- gemacht, des nachts mutz die Morse-Lampe diese Arbeit versehen, und wenn das angerufene Schiff nicht antwortet, wird seine Aufmerksamkeit durch einen grellen Scheinwerferstrahl erregt. Die Si- gnalisten müssen sodann die Wettermeldungen, die für die Schiffahrt so wichtig sind, an die Seewarte in Hamburg weiterleiten. Auch Sturm- Signale haben sie zu geben und den Semaphor zu bedienen. Alle vier Stunden wird von ihnen Ltr neue Wetterbericht und die Vorhersage in den „Wetterkasten" gehängt, der bei den Schiffern viel Beachtung findet. Will der Reeder fein Schiff schon in der Elbmündung umbeordern oder von dort Meldung des Eintreffens bekommen, so gibt ihm das Feuerschiff „Elbel" ein sog. „Semaphor", S'in Rad-io-Telegramm mit kleinen Gebühren. Eine groß« Rolle spielt schließlich noch für das Meldewesen in der Schiffahrt die neue, in der Rähe von Cuxhaven errichtete Küstenfunkstelle „Elbe-Weser-Radio". Eine arabische Melba. Am Himmel des musikalischen Orients ist ein Stern aufgegangen, der das Entzücken der arabischen Welt erregt. Eine Sängerin, die allgemein die „arabische Melba" genannt wird, erntet jetzt in Bagdad den begeisterten Beifall der musikoer- ständigen Kreise. Die 26jährige Dame, die Um Kalthum heißt, ist ein Stimmphänomen ersten Ranges, singt aber in einem Stil, der von dem europäischer Gesangsschulen sehr verschieden ist. Es ist im Wesentlichen ein Naturgesang, der seinen hinreißenden Zauber durch die außerordentlichen Stimmittel, den großen Umfang und Wohllaut des Organs erhält. Sie tritt mit einer eigenen Musikkapelle auf und erhält für jede Vorstellung das für orientalische Verhältnisse sehr hohe Honorar von 2500 Mark. Ihr Programm dauert mit Unterbrechungen drei volle Stunden. Da sie nur orientalische Musik zu Gehör bringt, so ist die Beurteilung für den Europäer recht schwierig, denn die harmonischen Gesetze sind andersartig, und vieles, das das Entzücken des einheimischen Publikums hervorruft, erscheint dem Fremden seltsam. Bei ihren Konzerten ist stets die beste Gesellschaft von Bagdad versammelt, und die hohen Beamten in europäischer Tracht vereinigen sich in ihrem Beifall mit Beduinenhäuptlingen in wallendem Burnus, die herbeigeeilt sind, um diesem Wundergesang zu lauschen. Der Rus der „arabischen Melba" ist näm ich weithin gedrungen, von Marokko bis frad) Mittelasien: überall sind die Grammophonplatten mit ihren Gesangsvorträgen verbreitet und werden sogar in der Wüste gespielt. Ihr persönliches Auf- ttreten gilt überall als das größte musikalische Ereignis, das der Orient heute zu bieten vermag. Oie „beschattete" Tante. Wenn kleine Iungen schon eifrig Detektiv- geschichten lesen und die hier gewonnenen Erfahrungen ins Leben übertragen, so kann das zu bedenklichen Folgen führen. Das zeigt ein Scheidungsprozeß, der jetzt in Sofia verhandelt wird. Der Held bet kleinen Geschichte, ein neunjähriger Knabe, war zu seinem Onkel und seiner Tante in di« Provinz geschickt worden, um dort di« Serien zu verbringen. Der Onkel lehrte ihn den Gebrauch seiner photographischen Kamera, damit er sich auf diese Weise die Zeit vertreiben könne. Der kleine Reffe, der bereits allerlei, über die Taten berühmter Detektiv« gelesen hatte, beobachtet« die Umwelt mit geschärften Blicken, und es entging ihm daher nicht, daß seine Tante sich besonders gern in der C-e'elischaft eines jungen Arztes aushielt, der nebenan wohnte. Unterdessen mußte der Onkel in Geschäften verreisen, und der Refse fand seinen Hauptspaß baÄi, die Tante und den Doktor zu „beschatten", wie er dies in den Geschichten von seinem Lieblingshelden Sherlock Holmes als Pflicht eines braven Detektivs gelesen hatte. Dabei führte er die Kamera des Onkels mit sich und photographierte di« Tante und den Arzt verschiedene Male in Situationen, in denen diese das am wenigsten erwarteten. Einmal knipste er sie im Wipfel eines Baumes versteckt, unter dem sie in zärtlichstem Beisammensein saßen: ein anderes Mal hielt er sie von einem Schrank aus, in dem er sich verborgen hatte, auf der Platte fest. Roch bevor er Zeit gehabt hatte, feine Filme zu entwickeln, kehrte der Onkel zurück, und der Junge fuhr ab, da die Ferien zu Ende waren. Den Apparat ließ er in einem Ofen zurück. Als nun die kalte Witterung einsetzte und das Mädchen den Ofen heizen wollte, fand es die Kamera und brachte sie dem Onkel, der sehr erfreut war, seinen Apparat wiederzubekommen. Er machte sich gleich an die Entwicklung der noch darin befindlichen Filme, aber als er sah, was auf ihnen sich feinen Blicken darbot, da stürzte er, kochend vor Wut, mit den Photographien spornstreichs zum Anwalt, und bei der eingereichten Scheidungsklage dürfte die Tätigkeit des kleinen Ref- fen der „beschatteten" Tante höchst unwillkommen sein. ' Oie Wölfe sind los! Auch in Europa ist die winterliche Wolfsplage noch nicht ausgerottet. Kaum hat der Winter mit den ersten strengen Frösten seinen Einzug gehalten, so bringt schon die Schreckenskunde von lieber fällen der Wölfe auf menschliche Siedlungen aus Gegenden, wo man diese Plage ausgestorben glaubt, zu uns. „Die Wölfe sind los!" Dieser Angstschrei gellt durch so manche Gegenden Europas auch heute noch. Wölfe werden im Winter verwegener als sie es sonst sind. In den schneebedeckten Steppen Osteuropas scheint der Wind, der ungehemmt über sie dahinfegt, die grauen schleichenden Gestalten gleichsam aus ihren Schlupfwinkeln, wo sie lauerten, hervorzutreten. Auch heute noch ist Rußland durch die Wölfe geplagt und gefährdet. Je härter der Winter, desto stärker wütet der Hunger unter den Wölfen, desto verzweifelter ihre Angriffe und größer die Zahl ihrer Opfer. Im härtesten Winter von 1875 kamen allein 160 Menschen durch Wölfe ums Leben. Jedem Russen ist der Haß gegen Wölfe eingeboren, und er vertilgt sie ohne Gnade seit altersher. Es gibt die verschiedensten Methoden, der Wölfe habhaft zu werden. So bindet man ein totes Schwein an einen Schlitten und während das Pferd im Galopp dahinjagt, lockt der Geruck) des im Schnee dahinschleifenden Schweins alle Wölfe aus der Nähe auf die Spur. Auf diese Weise kann man bann vom Schlitten aus in den dichten Haufen schießen, der blind vor Gier ist. Erst im letzten Winter überfielen Wölfe in den Karpathen einen haltenden Zug und versuchten in die Abteile zu dringen. Es gab ein heftiges Feuergefecht. In den Tälern der Karpathen scheinen die Wölfe noch ihren letzten verzweifelten Widerstand der Zivilisation entgegenzusetzen. In Rudeln ziehen sie des Nachts die Abhänge der Berge hinunter, überspringen die Umzäunungen der Gehöfte und rauben Schafe und Rinder in der ganzen Umgebung. Im letzten Winter griffen zwe Wölfe dicht bei einem Dorf namens Viso einen Ziegenhirten mit seiner vier Jahr alten Tochter an. Während der Mann sich gegen den einen Wolf wehrte, zerriß der andere die kleine Tochter. Es war im selben Winter, da hoher Schnee die Eisenbahngleise in Südserbien verbarg, als zwei Soldaten, die vom Urlaub in die Kaserne zurückkehrten und der Eisenbahnstrecke folgen wollten, sich verirrten und tief in der Nacht von Wölfen angegriffen wurden. Flinten hatten sie nicht, doch sie kämpften mit den Bajonetten um ihr Leben: es ge.ang ihnen, drei Wölfe niederzustrecken, doch als der eine Mann stolperte und der andere sich zu ihm hinab beugte, sprangen ihn Wölfe von hinten an, und auch er .fiel in den Schnee. Am folgenden Morgen sand man nur noch ihre Uniformen, die Knochen der unglücklichen Soldaten und die drei von ihnen getöteten Wölfe am Schauplatz des Kampfes vor. In den Schneewüsten von Nord-Ksnada sind dis Wölfe besonders gefürchtet. Gerade in den letzten Tagen kamen Nachrichten von ihrem Auftauchen in der Nähe von Städten. In manchen Gegenden gibt es auch Scharen von wildernden Hunden. Dach stets jagen diese getrennt von den Wölfen. Heutzutage ist die Wolfsplage dort, wie Jäger und Pelz- tierfanger berichten, noch im Zunehmen. Aber auch in England hausten noch vor weniger als zweihundert Jahren Wolfsruoel in den Wäldern um Windsor und bedrängten die Bevölkerung so, daß viele Leute ihre Häuser auf Pfählen errichteten, um den Wolfen das Eindringen zu erschweren. Das Schottische Hochland war der Schauplatz langer und erbitterter Kricgsführung der Bauern gegen Wolfs- scharen. SJixfport Äestdeutschlonds Zußball-Derby. In Westdeutschland erwartet man schon seit langer ^eit mlt Spannung ein Zusammentreffen der beiden spselstarcsten Mannschaften des Verbandes Fortuna Düsseldorf und Schalke 04. Das auch außerhalb Westdeutsch.ands interessierende Spiel kommt nun am zweiten Weihnachtsfeiertag im Düsseldorfer Rheinstadion zum Austrag. Eishockey-Canadier imponieren in Berlin. Das erste Gastspiel der Edmonton West Superiors im Berliner Sportpalast hinterließ einen ausgezeichneten Eindruck. Die Kanadier spielten gegen eine Kombinierte Mannschaft des Berliner SC. und des scd. Rießersee, die als National-Team auftrat. Nachdem sich unsere Spieler im eisten Drittel noch gut hielten — mit 2:1 wurden die Seiten gc- wcchi'clt — wurden sie aber in den beiden letzten Dritteln von den Gästen aus Ucbersee glatt überspielt und verloren 7:1 (2:1, 3:0, 2:0). ©pieivereimgung 1926 Leihgestern. Leihgestern I — Butzbach 1 2:3 (1:2). Die erste Elf des BfN. Butzbach weilte zu Gast bei der ersten Mannschaft der Spieloereinigung Leihgestern. Ein Berbandsspiel! Die Butzbacher gewannen mit Glück. Der hartgefrorene Boden er- lchwerte das Spiel. Beide Stürmerreihen waren von Schußpech verfolgt. Der Ausgleich für Leih- geitern hing oftmals in der Luft. Die Gäste -waren in der Gesamtleistung etwas besser. Biele Zuschauer hatten sich eingefunden. Das Spiel setzte sofort in scharfem Tempo ein. me- Torleute mußten öfter eingreifen. In der 15. Minute erfolgte ein rasanter Angriff der Gäste, der mit dem ersten Tor abgeschlossen werden konnte. Unentmutigt spielten die Leihgesterner weiter, konnten aber außer einigen Ecken zunächst keinen Erfolg buchen, da die Butzbacher Verteidigung sehr schlagsicher war. Butzbach sandte vielmehr aus kurzer Entfernung unhaltbar zum zweitenmal ein. Ein nun folgender schöner Angriff der Platzbcsitzer wurde unfair unterbunden, der Strafstoß wurde glatt verwandelt. Halbzeit. Nach dem Wechsel klaute das Spiel etwas ab. Die Gäste wollten das Ergebnis zumindestens halten. Leihgestern drängte dagegen auf Ausgleich. Einer der Gästeverteidiger machte Hand, der Elfmeterbull vurde glatt verwandelt. 2:2! Nun spielten beide Parteien auf Sieg. Butzbach war glücklicher. Ein scharfer Schuß des Mittelstürmers wurde vom Tormann in das eigene Tor gelenkt. Leihgestern ging zum Endspurt über. Der Mittelstürmer hatte einmal eine Chance vor sich, denn er hatte alle Mann überspielt, der Tormann war herausgelaufen, aber in letzter Sekunde verhinderte ein Gästespieler den Erfolg. Butzbach verließ als glücklicher Sieger den Platz.' Die 2. Mannschaft des Sportvereins Leihgestern trat zum Berbandsspiel in Hochweisel an und traf auf einen überaus hart spielenden Gegner. Das Spiel endete Unentschieden 2:2 (1:1). Sanddatt im Gau Hessen (O.T ) Hochelheim I — Lützellinden I 7:5. Die erste Mannschaft des To. Hochelheim hatte am Sonntag die gleiche des To. Lützellinden zu Gast. Das «piel brachte eine Ueberraschung. Die Mannschaft, die sich in der ^.-Klasse gut gehalten hatte, mußte eine Niederlage hinnehmen. Hochelheim ging schon in der ersten Minute in Führung und erhöhte auf 2:0. Dann aber tarnen die Gäste auf und erzielten zunächst ein Tor durch einen Srraiwurf. Halbzeit: 4:3 für Hochelheim. Nach dem Wechsel verschärften die Platzbesitzer das Tempo, erhöhten auf 7:4, ließen dann aber sichtlich nach, |o daß die Gäste auf 7:5 verkürzen konnten. Hochelheim zeigte gute Kombinationsarbeit: Lützellinden erzielte die Tore durch Strafwürfe, die sehr geschickt geworfen wurden. Arbeiter Turn- und Sportbund. Wieseck I — Gießen I 4:2. Auf dem Platz Wiesecks standen sich beide Mannschaften im Kreisklassespiel (in veränderten Aufstellungen) gegenüber. Zunächst gaben die Gäste den Ton an, sie konnten aber bei dem gutem Sch'.uß- trio der Platzbksitzer zu keinem Erfolge körn- me-n. Auf der Gegenseite war es die Hilflosigkeit der ©türmer, die alle sich bietenden Sachen unge- nützt ließen. Mit 0:0 ging es in die Pause. Nach dem seüenwechsel bot sich das gleiche Bild. Nach einer Viertelstunde kam Gießen zum Führungstor. Schon neigte sich das Spiel seinem Ende zu, da wurde eine gut Heroin gegebene Ecke vom Halblinken der Platzbesitzer eingeköpft, doch vom Verteidiger der Gaste h e rau sg eich lagen. Der gegebene Elfmeter brachte Wieseck den verdienten Ausgleich. Ange- sport, legte Wieseck nun ein schönes Spiel vor und stellte in kurzer Zeit das Resultat auf 3:1. Durch einen Fehler des Hüters konnte Gießen ein Tor aufholen, jedoch fticllte Wieseck in den wenigen Minuten bis Schluß das Resultat auf 4:2. Wieseck II — Launsbach I 8:0. Launsbach trat mit nur 10 Atann an und hatte gegen die weit überlegenen Platzbesitzer nur wenig zu bestellen, so daß Wieseck nach Belieben siegen konnte. Lrbstadl I — Naunheim I 3:3. Naunheim war in Erbstadt zu Gast und hätte beinahe seinen Anhängern eine bittere Enttäuschung bereitet. Naunheim muß viel abwehren, kam aber auch zu keinem Erfolge. Erbstadt gelang es vielmehr .gierst, die Führung zu erringen und bis Halbzeit zu halten. Nach der Pause war Naunheim 'm Angriff, stellte den Ausgleich her und übernahm seinerseits die Führung. Durch einen Elfmeter kommt Erbstadt billig zum 2:2. Sodann hollen die Platzbesitzer wieder ein Tor Vorsprung, bis Naunheim kurz vor Schluß den voraussichtlich entscheidenden Punkt mit nach Hause nehmen konnte. Heuchelheim trat in Nieder-Wöllstadt nicht an und ist somit dem Abstieg aus der Kreisklasse verfallen. Lollar I — Naunheim II 5:2. In der Runde der Gruppenmoister der 1. Klasse um die Bezirksmeisterschaft standen sich beite Mannschaften in Lollar gegenüber. Naunheim lieferte den Platzbesitzern ein ebenbürtiges Spiel, vergaß aber, Torchancen auszunutzen. Wohl übernahm Naunheim die Führung, doch stellte Lollar bald den Ausgleich und das Halbzeitresultat 3:1 her. Nach der Pause drückte Naunheim wohl rnächXg, kam aber zu keinem Erfolg, während Lollar noch zwei Ueberraschungstore buchen konnte. Kurz vor Schluß verkürzte Naunheim auf 5:2. Heuchelheim II — Waldgirmes I 5:3. In Heuchelheim lieferten sich beide Gruppen- m ei ft er der 2. Klasse ein flottes Spiel. Durch Elfmeter ging Heuchelheim in Front. Waldgirmes glich aber aus und erhöhte auf 1:2. Bis Halbzeit erzielten beide Parteien noch je ein Tor. Nach Seitenwechsel drängte Heuchelheim und erhöhte auf 5:3. Fronhausen I — wieseck III 4:3. Bei überaus mäßigen Platzverhältnissen sah man ein ansprechendes Spiel. Die Gäste mit nur zehn Mann übernahmen vom Anstoß ab die Führung. Halbzeit 1:1. Nach Seitenwechsel gingen die Platzbesitzer in Führung und siegten dank ihrer reiferen Technik. Grüningeu I — Grünberg I 4:3. Obwohl Grünberg auch in diesem Spiele technisch besser war, reichte es nur in der ersten Hälfte zu zwei Toren. 9Lach Seitenwechsel gingen die Grü- ninger mächtig aus sich heraus und erhielten vier Tore, denen Grünberg nur noch ein Tor entgegensetzen konnte. Klein-Linden I — Großen-Linden I 1:4. Die Platzbesitzer (mit Ersatz) mußten sich mächtig wehren und schon bei Halbzeit stand das Ergebnis 1:4. Nach Seitenwechsel wurde Klein-Linden ebenbürtig, konnte aber am Ergebnis nichts mehr ändern. Tischtennis OZK. - OHB. 1:7. Die Tischtennisgilde der ..Deutschen Sagend- kraft" Gießen hatte am Sonntag das Rückspiel gegen die TNgnnschaft des Deutschnationalen Hand-- lungsgehilfen-Derbandes Gießen auszutragen. Die Gäste gewannen überlegen mit 7:1. Nachstehend die Ergebnisse (DHV. jeweils zuerst genannt): Einzel : Reichel = Schick, 21:12, 21:10, 21:13; Götz = Pflicht, 21:19, 18:21, 21:19, 21:17; Bepp- ler = Schmittdiel, 21:17, 21:15, 22:20; Koch = Schäfer, 21:14, 21:7, 21:15; Hopfner = Krauskopf, 23:21, 23:21, 11:21, 22:24. 21:16; Faber = Rodriguez, 12:21, 11:21, 13:21. Doppel: Reichel^A. Fischer — Schick-Rodri- guez, 21:14, 21:13, 14:21, 18:21, 21:17; Götz-Koch — Pflicht-Schmittdiel. 21:15, 19:21. 21:18, 21:17. Gportabzeichenprüfnng auf her Eisbahn. Heute, Mittwoch können auf der Eisbahn die Bedingungen der Gruppen 4 und 5 für das Sport» abgelegt werden. Bedingungen: Gruppe 4- 1500 Meter in 4 Minuten Gruppe 5: 10 000 Mete? in 30 Minuten. Kurze Sporinotizen. Länderspiel zwischen Italien und Deutschland am 1. Januar in Bologna wird auf die deutschen Rundfunksender übertragen. Als Sprecher wurde Dr. Laven (Frankfurt a. M.) bestimmt. E i n DFB.-Auswahlkursus findet vom 26. März bis 1. April im Frankfurter Stadion statt. Zu diesem Kursus werden etwa 30 befähigte Nachwuchsspieler aus allen Teilen des Reiches einge- laden. Nur noch zweimal ist Deutschland in der Liste der zehn besten Schwimmerinnen der Welt vertreten, und zwar durch Lisa Rocke und G. Su- chardt im 200-Meter-Brustschwimmen an 4. und 10. Stelle. * Beendet wurde das Sechstage-Rennen in Milwaukee. Es endete mit dem Siege der Mannschaft Peden-Rys. Stübccke-Croßley belegten mit einer Runde Rückstand den zweiten Platz. * Rehabilitiert wurde die zweifache amerikanische Olympiasiegerin Didrickson, da sie den Nachweis führen konnte, daß die mit ihrem Namen und Bild unternommene Reklame einer amerikanischen Firma ohne ihr Einverständnis erfolgt war. Meder ein schwerer Rarrbüberfall in Frankfurt. Das Opfer schwer verletzt. Frankfurt a. M., 20. Dez. (WSN.) Der 50 Jahre alte Kaufmann August Scheuerling, her eine Motorradfirma im Hause Zeil 10 vertritt, war am Dienstagabend kurz vor 8 Uhr noch in seinem Büro beschäftigt, als es an der zum Hausflur führenden Tür klopfte. Auf die Frage, wer da sei, wurde ihm zur Antwort, daß der Draußen- stehende Sachen für eine Firma Schneider ab- holen wolle. Scheuerling öffnete aber die Tür nicht, er forderte vielmehr den Unbekannten auf, am anderen Tage wiederzukommen. Im gleichen Augenblick sch'.ug der Draußenstehende mit einem Hammer die eine Glasscheibe der Tür ein, öffnete durch die so entstandene Oeffnung die Tür von innen und drang auf den Vorplatz. Darauf versetzte er dem überraschten Scheuerling mehrere wuchtige Schläge mit einem Hammer über den Kopf. Zwischen beiden entspann sich ein kur - , zer Kampf. Der Täter wollte dem Ueberfallencn die Brieftasche aus dem Rock reißen,! Zweite Versammlung der Inhaber Frankfurter Schatzanweisungen. Stundung um zwei Iahre bei lOprozentiger Abschlagszahlung. Frankfurt a. M., 19. Dez. (WSN.) Heute fand die zweite JBerfammlung der Inhaber Frankfurter Schatzanweisungen statt, in der der in der ersten Versammlung gewählte G.äubigeroertreter, Ministerialdirektor Bail, Bericht über die Finanzlage der Stadt erstattete. Er kam zu dem Ergebnis, daß man sich in bezug auf die Zukunft Frankfurts keinem übertriebenen Pessimismus hinzugeben brauche. Er empfahl eine Stundung um zwei Jahre unter der Voraussetzung einer lOprozentigen Abschlagszahlung dis 1. Februar 1933. Die in Angriff genommenen Maßnahmen zur Sanierung der städtischen Finanzen müßten mit dem größten Nachdruck gefördert und die gewonnene Zeitspanne zur Konsolidierung der kurzfristigen Schulden nutzbar gemacht werden. Es sei nicht 'möglich gewesen, die Gewährung einer Stillhalteprämie zu erreichen, dagegen fei die Stadt in der Frage der Inzahlungnahme entgegengekommen. Schatzanwei- sungen sollen zu pari für Kapitalforderungen in Zahlung genommen werden, sofern dies mindestens ein Vierteljahr vor Fälligkeit beantragt wird. Die Stadt sei ferner grundsätzlich bereit, Schatzanweisungen bei Grundstücksoerkäufen nach näherer Vereinbarung in Zahlung 3U nehmen. Rechtsanwalt Hallier - Hamburg vom Gläubigerbeirat schloß sich den Vorschlägen des Gläubigervertreters an. Auch ötabttämmerer Dr. Lehmann empfahl die Annahme. Die Stadt werde alles tun, um den Haushalt ins Gleichgewicht zu bringen. Der Antrag des Ministerialdirektors Bail wurde schließlich zum Beschluß erhoben. Der Stadt Frankfurt wird es nun darauf ankommen, die für die Teilrückzahlung benötiaten Mittel innerhalb der bis zum 31. Januar 1933 laufenden Frist zu beschaffen. Wie wir hören, sollen die Verhandlungen über diesen Punkt nicht ungünstig stehen. Umlegung und Verwendung von Alt- und Sperrkonten. Zu der Verhandlung von Anträgen über Alt- und Sperrguthaben von Ausländern außerhalb des deutschen Kreditfant) abgr nur einige Geschäftspapiere, die er sagte.ch fortwarf. Um die gleiche Zeit betrat ein im gleichen Haus wohnender Mieter den Hausflur, der den Vorgang bemerkte. Der Täter ließ nun von feinem Opfer ab und ergriff die Flucht. Der hinzugekommene Mieter bemühte sich zunächst um den erheb.ich verletzten Scheuerling, der dem He.Iiggeisi. Hcfpital zugeführt wurde, wo er sofort operiert werden mußte. Er hat vier bis fünf Schläge auf de n Kops erhalten, so daß die Schädeldecke durchschlagen wurde. Mit welcher Wucht die Schläge geführt wurden, geht daraus hervor, daß der Hammerstiel abbrach. Es gelang dem Täter nicht, fein Opfer zu berauben. Austal' lenderweise hat am Montag, also am Tage doi der Tat, gegen 18.30 Uhr, bei Scheuerung eine Person angerufen, die vorgab, für einen Kraftwagen Untere JJ_e z u h a hre n und noch nach GZchäftsschluß die Äache besprechen wolle Die Kriminalpolizei ist der Ansicht, daß der unbekannte Anrufer mit der Person des Täters ^-en- kisch ist. Der Täter wird wie folgt beschrieben: Mitte der 20er Jahre, 1,70 bis 1,75 Meter groß hat hellblondes Haar, trug einen dunklen Mantel, eine lange Hose, die heller als der Mantel war, und eine Sportmütze. Aus dem Ge-änquis ausgebrochen. WSN. Butzbach, 20. Dez. Zwei Insassen der Zellenstrafanstalt machten am Samstag bei dem herrschenden dichten Nebel einen Fluchtver - s u ch. Während einer der Ausbrecher bald wieder aufgegriffen werden konnte, gelang es dem zweiten zu entkommen. Trauung im Gefängnis. WSN. Marburg, 20. Dez. Eine nicht alltägliche Trauung wurde gestern vormittag auf dem Marburger Standesamt vorgenommen Ein junger Mann aus Frankenberg, der sich im Marburger Gefängnis in Untersuchungshaft befindet, schloß mit einem jungen Mädchen aus Jesberg den Bund der Ehe. Daten für Mittwoch, 21. Dezember. 1375: der italienische Dichter Giovanni Boccaccio in Certaldo bei Florenz gestorben; — 1748: der Dichter Ludwig Hölly in Mariensee a. d. Leine geboren; — 1804: der englische Staatsmann Benjcnmn Disraeü in London geboren. abkommens hat der Reichswirtschaftsminister den Devisenbewirtschaftungsstellen einige ergänzende Anweisungen erteilt. Vor dem 16. Juli 1931 entstandene Währungsguthaben dürfen von einem Kreditinstitut zum anderen nur noch dann umge- legt werden, wenn das Guthaben auf Reichsmark umgestellt wird. Ferner ist der Grundsatz, die Verwendung von Altguthaben zur Vegleichung von 25 Prozent des Rechnungsbetrages deutscher Waren zu gestatten, auch auf Sperrguthaben ausgedehnt worden, mit Ausnahme solcher Guthaben, die aus dem Verkauf von Wertpapieren entstanden find. Gelegentliche Käufe von Privatpersonen aus Alt- oder Sperrguthaben werden bevorzugt genehmigt. Verwendung zu Anlagezwecken wird nur genehmigt, wenn es sich um eine mindestens fünfjährige Anlage handelt. * Reueinstellungen bei der I. - G. - Farbenindustrie. Die J.-G.-Farbenindu- strie Aktiengesellschaft hat in den letzten Monaten ihre Belegschaft in ihren eigenen Werken, einschließlich Leuna und den Dergwerksbetrieben, durch Reueinstellungen im Zusammenhang mit einem Arbeitsbeschaffungsprogramm, das über die von der Regierung durch die Steuergutscheine geschaffenen Möglichkeiten hinausgeht, schon um 4000 Personen vermehrt worden. Sronffurfer Abendbörse. Frankfurt a. M., 20. Dez. Die Abendbörse war zwar allgemein sehr ruhig, doch konnte die Stimmung eher als etwas bester bezeichnet wer den. Nach den niedrigen Mittagskursen nannte man wieder überwiegend leicht erhöhte Kurse, doch kamen Abschlüsse nur wenig zustande. IG.-Farben gelangten mit 92% unverändert zum Berliner Schluß zur Notiz und waren später auf 92% Prozent erhöht. Da von den meist ruhigen und unregelmäßigen Auslandbörsen keine Anregung ausging, hielt auch im Verlauf die Geschöftsft llc an. Der Renten markt war gleichfalls fast geschäftslos, die Altbesitzanleihe lag etwas schwacher. Von fremden Werten zogen Zolltürken leicht an. Neubesitzanleihe 6,35, Altbesitzanleihe 58%, 4proz. Zolltürken 4, Schutzgebietsanleihe 5,35, Reichsbank 133%, Gelsenkirchen 51%, Phönix 35%, Rhein stahl 73, Stahlverein 34%, Aku 48% bis 48%, AEG. 29%, Bekula 108%, Deutsche Linoleum 38, IG.- Farben 92% bis 92%. Wirtschaft. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. ------------------------- a'g Hw"- d-n fr.p,eren onneführten Äffern g-b°n di- Höh- der zul-tzt b-Ichl°s,-n°n Dwid-Nd- an. - R-ich-b°n,di-k°nt 4 Lombard,in-fuk 5 n. fi. serin, .yiam ur u. m. zierna Frankfurt a.Al. Berlin Devisenmarkt Berlin -- Jronffurl a M Schluß- kurs Gchlutzt. Abend- börs' Schluß» lurö Schluß!. Miiiag- bö ic Schluß, kurs Echiußl. Abend- Schluß. kurS Schlußk. Mliiag- Schluß- kUtS Schlußk Abend- Schuß» Schlußk. Mi lag- 19-Oezember 20. Dezember Datum 19.1'/. 20.12. 19.12. 20.12. Datum 19.12. 20.12. 19.12. 20.12. Datum 19.12. | 20.12. 19.12- bör e | ?0.12. «mlliche Noiserung mein 1 Srie Amtliche Jiohcruno Geld | «rie 6% cfjem.7% Dl. Reiche mit. v. 1929 Voung^Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mb Auslos.-Rechten .......... Desgl. ohne AuÄos.-Reckte...... 6% ebem.8% Hess. Volksstaat 1929 lrückzablb 102%) ............ Lbcrhessen Provinz-Anleihe mb Ausloj.-Rechlen ............ Deutsche Komm. Sammelab I.An leihe SerieI mit Au-los.eiiechten 6% ehem. 8% Jranlj. Hnp.-Ban! Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 6% ebem. 7% Franks. Hnp.-Banl Goldpse. 16 unkündbar bis 1936 Wt% ebem. 4V2% Franks. Hyp. Bank-Llau.-Bsandbriese .... 6%% ehem. Rheinische Hhv.-Bank-Ltgu.-Goldvs-'. . . 6% ehem. 8% Pr. Landeevsand bricfanriait, Pfandbriefe R. 19 6% ehern. 7% Pr. Landespfand briekanftalt, Pfandbriefe R. if 4% Oeverretchtsche «olbtente. 4,20% Lesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrenle....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4%% desgl. von 19iz ....... Golbmexitaner von 99 8°Ilanleihe oon 1911 4 ■cL4ürfi|cf)f Bagbadbahn-Anleihe 4% desgl. Serie II ............ 6% Rumän. verelnh. Rente t>. 1663 *Z2°Ä;HumänDerelnf’-0,en>«‘‘’-1813 4% Rumänische veretnh. {Rente 3%% Anatolier........... 98 76,25 59 6,4 71 57 54 .2,4 62 84 84,65 80 80 1 "•,45 5,4 6,5 1.95 4.1 4,13 5,6 9 4,4 21,65 76,5 92.3 76,25 58.4 6,35 57 54,4 82,5 84,65 35 80 80 M3 5,4 5,45 6,5 4 4,1 4,05 5.6 8,75 4,45 21,5 75,75 92,4 76,4 58,3 6,3 74 54 8,5 0,95 5,45 5,45 3.85 4,13 ‘-2 s 4,4 21,9 76,75 92,5 76,5 58,65 6,35 71,5 S4 - 8,5 1 5,55 5,5 3,9 4,13 4,15 4,65 21,8 Hamdurg,2lmertka-Pakel ....., Hamburg-Südam. Dampfschiff . 0 Hansa Tcnnpfschifs...........0 Norddeutscher Lloyd .........0 21.(3. für Verkehrswesen Akt. .. 0 BerlinerHandelsgesellschaft.... 4 Commerz- und Privat-Bank... 0 Deutsche Bank und Ttoconto- Gesellschaft................0 Dresdner Bank..............0 RetchSbank ................. j Ll-E.G......................0 ölektr. Lieserung-geseüschaft ... 5 Lickt und Krasi ...... e »Zelten & Guilleaume ........0 Gesellschaft für Elektrische Unter- nehmungen............... 4 Rheinische Elektrizität ........5 Schuckert L Co....... 0 Siemens & HalSke........... 9 Lahmcver L Co..............10 Buderus .................... Deutsche Erdöl .............. Gelsenkirchener..............0 Harpener................... 0 Voesch Eisen—Köln-Neuessen.. 0 Ille Bergbau ............... 7 Ilse Bergbau Genüsse........7 Klocknerwerke ..............0 Mannesmann Röhrmi........0 Mansfelder Bergbau.........g Lberschies. Sokü werte.........0 Pbönir Bergbau............. 0 Rheinische Braunkohlen.....10 Ähetnslahl ................... 17 17,75 88 53.5 75 61,75 132.25 29,5 94,25 55 72,75 89,5 80 14 45,25 85,5 54.25 89 101,5 48,75 61,5 18,13 204 75,25 16,5 17?5 893 53,5 75 61.75 133,5 29,5 73 93.5 53 72,65 79,25 121,5 114,25 43,5 85 51,75 87 35,75 203,5 73 17,25 17,9 43,9 88,5 53,5 75 6i,75 132,75 29,75 94.25 55 73 89,5 80,9 122,5 113 45,5 85,5 54 89 53,13 • 33.5 • 00.5 48,13 61.75 24 46.75 38 >02.25 75,5 16,75 17,25 43,13 90 53,5 75 61,75 133,25 29,25 73,13 93,5 55,25 73,25 88,5 79 121 114 4 84,75 51,65 86 51.75 134 99 46,13 60,4 23.5 45,75 35.9 204 72,75 Bereinigte Stahlwerke.......... Olavi Minen ...............g Kaliwerke Aschersleben........6 Kaliwerke Westeregeln........ 6 Kaliwerke Salzdetsurih....... $ Z G. Farben-Iudusirie.......7 Schetdcanstalt...............10 Goldschmidt ................. NütgerSwerke...............0 Metallgelcllschaft.............0 Philipp Hotzmann....... g Zementwerk Heidelberg ......4 Tementwerk Karlstadt.........0 Wayß L ffrehtag ............0 Schultheis Patzenhoser........ 0 Aku (AllgemeineKunstseide) ... 0 Bemberg ..................n Zellstoff Waldhos ............0 Zellstoff Aschaffenburg .......0 Dessauer Gas............... 7 Daimler Motoren........... 0 Deutsche Linoleum ..........0 Lrenstein & Koppel ....... 0 Leonhard Tietz.............. « Lhade........................ Gritzner...................... Matnkrastwerke Höchst a.M. ÖZ 4 Süddeutscher Zucker .......... 37,75 111 116 94,25 150,5 27,75 43,75 33 56,13 46 4,65 49,5 60 45,5 30.5 ,8“ 42 18,5 153 - 1461 34,75 3 92,9 150 27,25 43,25 32,75 55,75 45,25 57,5 4,8 48.25 59 44,5 29,25 18 38 f 37 147 29 | 55,75 1414 I 37.25" 15,25 110,5 115,75 170 94,4 27,65 43.75 33 56,5 99,5 48,9 59,75 45,75 30.5 101,75 18,25 42.5 17,25 38,5 153 29 145 i 34,75 15,4 108^5 168 92,75 27 43,25 32,5 55,5 99,75 48,25 58.25 44 29.5 99.65 18 38.5 36.78 37 147 28 140,5 Heisingsorb. Wien...... Prag...... Budapeki ... (Sofia..... Holland .... Oslo....... Kopenhagen. Stockholm.. London ..... Buenos Aires Neun ort .... Brüssel.... Italien..... Paris..... Schweiz ... Spanien.... Danzig.... Japan..... Rio de Jan. Jugoslawien Lissabon... _______Berlin Amerikanische Belgische Note Dänische Note Englische Note Jranzösische N holländische N Italienische N Rorivegisckn- N Deutsch Oester Rumänilche 9? Schwedische N Schweizer Not Spanische Not Ungarische Not 6,110 51,95 12.465 3,057 169,18 71,73 72,13 75,87 13,93 -,858 4,209 58,22 21,54 16,425 80,95 34,35 81,72 0,889 0,269 5,584 12,76 __r 20-Dezember Noten....... n........... .......... n .......... oten........ ölen......... len.......... oten ........ reich, * IOO e oten......... oten......... en........... •n........... en.......... 6,1 52, 12,4t 3,06 169, 71 ,k 72, 76, 13,S 0,8k 4,2 58,2 21,5 16,4k 81,1 34,4 81,8 0,89 0,27 5,59 12,7 lanfno cktiling 6 5 5 3 2 7 7 3 7 2 7 4 8 5 I 1 ■8 1 1 6 8 len. 1 6.144 51,95 12,465 3,057 169,18 72,08 72,53 76,27 14,00 0,858 4,209 58,23 21,54 16,425 81,07 34,37 81,72 0,899 0,269 5,574 12,76 Geld 4,20 58,07 72,16 13,96 6,385 68,81 21,48 71,91 2,46 76,10 80.89 34,23 — 6,155 52,05 12,485 3,063 169,52 72.22 62,67 76,43 14,04 0,862 4,217 58,35 21,58 16,465 81,23 34,43 81,88 0,901 0,271 5,586 12,78 Lrles 4,22 58,31 72.44 14,02 16,445 169.49 21,56 72. P 2,48 76.40 81,21 34,37