Mittwoch. 2k. Dezember 1932 182. Zahraang Nr 390 Erstes Matt Erichein» tägltd), außer Sonntags und feiertags Beilagen: Die Illustrierte (Bienener Familienbiälter Heimat mBild Die Scholle Monalr-Vezugrpretr: Mit 4 Beilagen RT1 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr .. . -.25 Auch bei Nichterscheinen oon einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. 8ernfvrechanschlüsse unter Sammelnummer 2251. Anschrift lür Drahinach- richten Anzeiger Sietzen. pofi(d)edfonlo: Kronlstirt am Main 11686. dnna^me oon Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen oon 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 । m Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20“ , mehr. Chefredakteur Dr. Fnedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für denAn- zeigenteil i.D. Th.Kümmel sämtlich in Gie;en. Sichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen tir’rf vnb Verlag: vrühl'fche UnioerfitSts-Vuch' und Steindruckerei 8. Lange in Gietzen. Schristleitnng und Geschäftsstelle: Zchulstra^e 7. Schleichers Gabentisch. Dicht nur die neue Friedensnotverordnung ist ein Weihnachtsgeschenk der Reichs- reg'.erung. Auch die *21 m n e ft i e findet sich auf Schleichers Gabentisch. Gewiß ist das Gesetz nicht durch eine Regierungsvorlage eingebracht worden. Aber die Parteien des Reichstags wuß- ten, daß Schleicher auch auf dem Wege über eine Amnestie die gespannte politische Atmosphäre zu entgiften bereit war. Gr wollte nicht so weit gehen wie das Parlament. Die Parteien haben ihm ein Kompromiß abgezwungen, gegen das er erhebliche Bedenken nicht zu verhehlen vermochte. Nachdem aber einmal der Beschluß des Reichstags mit der verfassungsändernden Zweidrittelmehrheit vorlag, hat er sich nicht grollend abseits gestellt. Gr hat sich im Gegenteil bemüht, die aus den Ländern und einzelnen preust.scheu Provinzen stammenden Widerstände zu überwinden, um die Boraussetzungen für einen wirklichen Weihnachtsfrieden zu schaffen. Schließlich hat auch der Re i ch s r a t eingesehen, daß ein Einspruch gegen das Amnestiegesch praktisch erfolglos bleiben muß. Hätte es der Reichsrat so weit getrieben, daß er mit der Begründung seines Einspruches vier- zehn Tage gewartet hätte, wäre also dem Reichstag die Möglichkeit zur endgültigen Berab- schiedung vor Weihnachten genommen worden, so würde das eine ganz unnötige Verbitterung bei den Parteien geschaffen haben, die ihren politischen Gefangenen vor dem Christfest die Ge- fängnistore geöffnet sehen wollten. 2m andern 5alle, wenn die Begründung des Einspruchs sofort dem Reichstag zugeleitet worden wäre, hätte man die Gefahr heraufbeschworen, daß ein parlamentarischer Betriebsunfall den drohenden Konflikt zwischen Regierung und Parteien noch vor dem Fest zum Ausbruch gebracht hätte. Die Regierung hat alles getan, um die entscheidenden Stellen des Reichsrats von ihrer großen Verantwortung zu überzeugen und sie von einem Schritt zurückzuhalten, dem doch nur demonstrative Bedeutung ohne praktischen Ersolg zuge.ommen wäre. So wurde auch die Amnestie zu einem Weihnachtsgeschenk Schleichers. Erst naa)üem diese Voraussetzung geschaffen war, konnte die eigentliche Weihnachtsgabe der Regierung, die Aotverordnung für den inneren Frieden, ihren Sinn erhalten und ihrem Zweck dienen. Eine große Zahl von Ausnahmebestimmungen, die die Ausübung der staatsbürgerlichen Rechte stark einschränkte, ist in Wegfall gekommen. Die Grundlagen des Versammlungsrechts und der Pressefreiheit sind wieder hergestellt. Die politischen Meinungskämpfe sollen — so begründet die Regierung ihren Schritt — künftig in einer Form ausgetragen werden, die des deutschen Volkes als einer Kulturnation würdig ist. Das © e » e tz zum Schutz der Republik wird 10 Tage früher zu Grabe getragen als es automatisch abgelaufen wäre. Die neuen gesetzlichen Bestimmungen beschränken sich auf die unumgänglichen Schutzvorschriften für die Autorität des Staatsoberhauptes, für die Symbole des Staates und für die sich in der Wehrmacht vorkörpernde Staatshoheit. Die Gründe, die die Regierung Schleicher zu ihrer Weihnachtspolitik bestimmt haben, sind bekannt. Der Kanzler will den Beweis augenfällig führen, daß er nicht gekommen i st, um Diktator zu fein, sondern um den Frieden, um die Lösung der inneren Spannungen und Konflikte zu bringen, die sich in der letzten Zeit dem wirtschaftlichen Auftrieb und der Erfüllung der sachlichen Aufgaben entgegengeftellt haben. Bisher hat der Erfolg den taktischen Bewegungen der Regierung recht gegeben. Wir können das Weih- nacytsfest in einer Zeit der politischen Entspannung feiern, und die Kräfte, die zu neuen Kämpfen und zu neuer Llnruhe drängen, haben eine Frist zur Lieberlegung und Einkehr gewonnen. Das deutsche Volk muß jetzt erkennen, daß eine Gruppe von Männern die Zügel der Regierung in der Hand hält, geführt von einem Staatsmann, der seine politische Vorurteilslosigkeit sowohl in der Frage der Amnestie wie in der Einstellung zu den andern lebendigen Kräften des politischen Lebens unter Beweis gestellt hat. Er will sich sach- lieb im Parlament, in der Presse und in Versammlungen unter Kritik stellen. Aber er will in der s acht ich en Arbeit nicht gestört werden. Der Beweis dafür, daß die neue Regierung die sachlichen Ausgaben zu meistern vermag, muß allerdings noch geführt werden. Wenn die Parteien, auf die es im neuen Jahre ankommt, die Beweisführung unmöglich machen wollen, dann kann allerdings sehr schnell der zurückgehal- tene Schlag gegen das Parlament zur Pflicht werden. Was Schleicher in der Schublade bereit hält, das wissen die berufsmäßigen ilnrufjeftifter und Hetzer. Wir mochten in den Tagen des politischen Weihnachtsfriedens die Hoffnung nicht aufgeben, daß der Hinweis auf die gegebenen Machtmoglichkeiten und die Drohung mit der entschlossenen und durchgreifenden Anwendung genügt, um sie zur Raison zu bringen. Weihnachisurlaub des Reichskanzlers. Berlin, 21. Dez. (TU.) Der innerpolitische Weihnachtsfriede wird, wie die „Tägliche Rundschau" erfährt, von einem Teil der Reg.erungsmitglieder, unter ihnen vom Reichskanzler von Schleicher, zu einem kurzen Urlaub über die Feiertage ausgenuht werden. Das Loch im französischen Staatssäckel. Rückgang der Steuereinnahmen. - Cheron soll helfen. - Krisensteuer und Einsparungen. Paris, 20.Dez. (TU.) Bel der Uebergabe des Finanz- und Budgetministeriums an den neuen Finanzminister Lhörou haben die bisherigen Reffortminister Germain-Martin und P a l - m a d e in einer durch havas verbreiteten Erklärung auf den Ern ft der Finanzlage hinge- roiefen. Sie teilen mit, daß in der Zeit vom Juni bis November die Steuereingänge um drei Milliarden Franken hinter dem Voranschlag z u - rückgeblieben feien und daß sich am 14. Dezember, dem Tage des Rücktritts des Kabinetts herrlot, an barem (Selbe nur noch 605 Millionen in der Staatskasse befanden. Rach dem ersten Kabinettsrat, den die neue Regierung abgehalten hat, beschäftigt man sich infolgedessen in politischen und parlamentarischen Kreisen in erster Linie mit den Maßnahmen, die Finanz- Minister Eheron in Abänderung des Finanz- Programms seiner Vorgänger vorzuschlagen beabsichtigt. Die Hauptschwierigkeiten dieses Finanzprogramms, die in der beabsichtigten Herabsetzung der Beamtengehälter und in einer Kürzung der K r l e g s t e i l n e h m e r u n t e r - stühungen bestanden haben, sollen nach Möglichkeit umgangen werden. Die Regierung wird zu diesem Zwecke mit den Beamtenoereinigungen und den Bereinigungen der ehemaligen Kriegsteilnehmer direkt verhandeln. Als Ausgleich für diefe Sparmaßnahme schreibt man dem neuen Finanzminister die Absicht zu, eine sogenannte fi r l f en- ff e u e r einzuführen, die je nach dem Einkommen gestaffelt und bis zu 12 o. h. gehen soll. Es handelt sich dabei um eine einmalige Zwangs- (feuer, um das Gleichgewicht im haushalt roie- derherzuffe'len. Die Regierung wird vor den Weih- nachts'erien lediglich die Verabschiedung eines provisorischen Zwölstets beantragen, da das zweite Zwölftel bereits die notwendigen Sparmaßnahmen enthalten foll. In Pariser Börsenkreisen hat die Betrauung Eherons mit dem Finanzministerium einen sehr guten Eindruck gemacht, der sich sofort in einer merklichen haufse der verschiedenen französischen Rentenpapiere ausdrückle. Eine andere Frage, die im Augenblick im Vordergründe des Interesses steht, ist die Vertretung Frankreichs beim Völkerbund, die bisher in den Händen Paul-Boncours lag. Man schreibt dem neuen Ministerpräsidenten die Absicht zu, den bisherigen Ministerpräsidenten herrlot zu bitten, die Interessen Frankreichs sowohl im Schoße des Völkerbundes, als auch auf der Abrüstungskonferenz zu vertreten. Es erscheint jedoch sehr fraglich, ob herriof dieses Angebot annimmt. D.eSoziaijstenlindpaul-doncour Paris, 20. Dez. (TL1.) 3n einer Betrachtung über den Ausgang der Regierungskrise schreibt der Svzialistenführer L6on Blum in seinem Organ, dem „Populaire". Die größte Schwäche der neuen Regierung bestehe darin, daß Paul- Boneour sich als Rachfolg^r Herriots bezeichne, dessen Politik er fortzusehen beabsichtige. Die Abstimmung über die Schuldenfrage in der Kam- wer habe jedoch schon damals keine im Vollbesitz ihrer Kraft be'indliche Regierung mehr getroffen, sondern ein Kabinett, das bereits durch andere Leiden st ar k g e schwächt gewesen sei. Die Fühlung mit der Mehrheit in der Kammer und mit der Wählerschaft habe schon in den letzten Wochen nur unter Aufbietung größter Anstrengungen aufrechterhalten werden können. Wenn daher das Kabinett Paul-Boneour sich keine andere Aufgabe stelle als die, die Rachfolge Herriots zu übernehmen, so erbe es ein Vertrauen, das bereits st a r k erschöpft sei. Dieser Auffüllung sei nicht nur die sozialistische Kammergruppe, sondern auch ein großer Teil der Radikalsozialisten. Die „qualitative Reugruppierun g“, die im Anschluß an die letzten Wahien gerade im Schoße der radikalsozialistischen Fraltion stattgefunden habe, sei von der Regierung Herrlot viel zu sehr verkannt worden. Es sei zu hoffen, daß das neue Kabinett den Sozialisten die TRoglichkeit gebe, ihm eine lange Dauer zu sichern. Kommt die Schuldenfrage zur Debatte? Roosevelt verweigert seine Mitarbeit. Washington, 20. Dez. (Reuter.) Dach einer Besprechung zwischen Roosevelt und Owen D. V o u n g erklärte Roosevelt, er habe mit Boung nur im allgemeinen über die wirtschaftliche Lage gesprochen; doch glaubt man, daß vor allem die lebhaften Wünsche der Bank- kreise auf Einsetzung einer Organisation zur Erörterung der Schuldenrevision vor Beginn der Präsidentschaft Roosevelts eine Rolle bei den Besprechungen gespielt haben. Man ist der Ansicht, daß maßgebende republikanische und demokratische Bankireise ihren ganzen Einfluß geltend machen, um eine baldige Eröffnung der Schuldendiskussion herbeizuführen, da sie ebenso wie Hoover die Auf- 1 fassung vertreten, die Krise, zu der die Zahlungsweigerung von Ländern wie Frankreich und Belgien führen mühte, werde so schwer sein, daß es unbedingt notwendig sei, Einrichtungen zu schaffen, die es ermöglichen, bis zur Amtsübernahme des neuen Präsidenten die Schuldenfrage zu überprüfen. In Kreisen des Bundessenates, die Roosevelt nahestehen, wird behauptet, daß Roosevelt, als er im Dovember mit Hoover zusammenkam, von diesem keine Klarheit über die amerikanischen Bindungen gegenüber England und Frankreich erhalten konnte, und daß er es daher a b- lehnte, im jetzigen Stadium der Dinge mitzuwirken. Offenbar versuche Hoover jetzt, durch Einsetzung einer Kommission die Verhandlungen so weit zu bringen, daß sie Roosevelt ab 4. März wohl oder übel fortsetzen müsse und d n.i (.in Erfolg Hooaer ugu elomm?, ein M ß- erfolg aber Roosevelt belaßen toüroe. Roosevelt beabsichtige, nach Antritt seines Amtes ohne Rücksicht auf Hoovers Vorgehen seine eigenen Pläne zur Ausführung zu bringen. Ein Punkt dieser Pläne fei; Getrennte Ve rhandlungen mit jedem einzelnen Schuldner st aal, nicht aber Verquickung der Schuldenfrage mit einer allgemeinen Konferenz über internationale Wirtschaftsfragen. Ein weiterer Punkt sei: Ablehnung jeglicher Verhandlungen mit Iden Staaten, die nicht bis zum 4. März die Dezemberrate bezahlen. — Hoover unterscheidet zwischen Staaten, die ganz offensichtlich nicht zahlen können und Staaten, die — wie Frankreich — nicht zahlen wollen. 3m Bundessenat ist man bereit, dieser Besserstellung der zahlungswilligen, aber zahlungsunfähigen Rationen zuzustimmen, nur wünscht man Vertagung des ganzen Fragenkomplexes bis nach Hoovers Abgang. Das Weiße Haus ist demgegenüber offenbar entschlossen, nicht bis zum 4. März zu warten. Das Programm der heutigen Kabmelissitzimg. Das Ausmaß der Winterhilfe. - Oie Hilfsmaßnahmen für die Landwirtschaft. Berlin, 21. De$. (TU.) 3n her heule stattfindenden kabinettssttzung wird über Pläne des Relchs- arbeits-, Mrlschasts- und Finanzministeriums über die Erweiterung der Lebensmittelaktion für die Erwerbslosen entschieden werden, wie die „Bossische Zeitung" erfährt, trägt man sich mit der Absicht, von den zusätzlichen Mittel, die neu bereitgestellt werden sollen, auch Summen zur Abgabe von Brot für Erwerbslose frei zu wackren. Entweder solle aus Karten neben dem Fleisch verbilligtes Brot abgegeben werden, oder aber der Kauf von Brot an ft eile des Fleisches gestattet werden. In jedem Falle werde in diesem Winter in irgendeiner Form auch Brot in die Hilfsaktion einbezogen werden. Daneben schwebten noch Berhandlungen über die Einzelheiten der Kartoffel- und Kohlenverteilung. Als Beginn der Abgabe ist der 1. Januar 1933 festgesetzt, als Schlußtermin vorläufig der 1. April 1933. Es bestehe jedoch Aussicht dafür, daß auch über diesen Termin hinaus diese „amtliche Dinterhi fe" gewährt wird. Rach der „Börsenzeitung- wird sich das Kabinett weiter mit der Frage des sogenannten Beimischungszwanges für inländische Fette bei der Margarineerzeugung beschäftigen. Schließlich werde sich das Kabinett noch mit der Frage des Zollschuhes der landwirtschaftlichen Beredelungsprodukte befassen und schon jetzt mit den Borbereitungen der autonomen Zollmaßnahmen beginnen, die zugunsten der Landwirtschaft erlassen werden sollen, sobald der schwedische und südslawische Handelsvertrag abgelaufen sind. Die Landkreise fordern öffentliche Arbeitsbeschaffung. Berlin, 21. Dez. (BDZ.) Reichskanzler oon Schleicher empfing am Mittwoch Bor- sta nd sm i t g l i § d e r d e s L a n d k r e i st a g es, die unter Führung des Präsidenten Dr. v.Stem- vel erschienen waren, als vordringlich die große Aufgabe der Arbeitsbefchafsung bezeichneten und betonten, daß nur schleunige Arbeitsbeschaffung die schwierige Finanzlage der Landkreise erleichtern könne. Eine Vergebung öffentlicher Arbeiten sei einzig und allein in der Lage, die Privatwirtschaft anzukurbeln und die Zahl der Wohlfahrtserwerbslosen zu senken. Eine Finanzierung lediglich d,urch Darlehen müsse wegen der damit verbundenen nicht zu verantwortenden Vermeß- rung der kommunalen Schulden vermieden werden. Die Einbeziehung der Steuergutscheine in das Finanzierungsprogramm entspreche der Auffassung des Landkreistages. An dem Plan der Regierung, die Groß ft ä die aufzu - teilen durch Siedlungen, feien die Landkreise bereit, mitzuarbeiten, besonders da sie als kommunal- politische Betreuer des flachen Landes für triefe Aufgabe unentbehrlich feien. Wie der Landkreistäg mitteilt, sicherte der außerordentliche fruchtbringende Gedankenaustausch eine Zusammenarbeit von Reichsregieruna und Land k reise n auf diesen wichtigen Arbeitsgebieten. Die politische Lage Danzigs. Erklärungen des Freistaat-Präsidenten. Königsberg, 18. Dez. (Täl.) Ein Redaktionsmitglied der „Ostdeutschen Zeitung" hatte eine Unterredung mit dem Präsidenten der Freien Stadt Danzig, Dr. Z i e h m. Dr. Ziehm hob dabei die auf der geographischen Lage und geschichtlichen Entwicklung beruhende Einheit des gesamten deutschen Ostgebietes hervor. Besonders sei gerade Danzig immer angewiesen gewesen auf seine angrenzenden Gebiete, so vor allem auf Ostpreußen, das frühere Westpreußen und Ostpommern. Auf die Frage, wie er das Ergebnis der letzten G e n f e r Ratstagung und die zukünftige Entwicklung zwischen Danzig und Polen beurteile, wies er u. a. auf die Aushebung der Zeitungsverbote hin, zu der sich beide Teile in Genf verpflichtet haben. Während Danzig dem Abkommen sofort entsprochen habe, sei ihm von polnischer Seite jetzt, nachdem drei Wochen ins Land gegangen seien, praktisch noch keine Folge geleistet worden. Er kam dann auf die weiteren Streitfragen mit Polen zu s-rechen, deren Regelung noa> bevorstehe. Vor allem handele es sich dabei um die noch immer bestehende Sperre von Danziger Waren irn Verkehr mit Polen, die eine Verletzung des Warschauer Abkommens vom 24. Oktober 1921 darstelle. Zu- sammenfassend betonte Dr. Ziehm, daß die Erledigung der Danziger Fragen auf der letzten Ratstagung eine Stärkung der Autorität des Völkerbundes und des in ihm verkörperten Schuhes Danzigs bedeutet. Er stellt- auch mit Freude fest, daß auf außenpolitischem Gebiet eine Einheitsfront der gesamten deutschen Bevölkerung Danzigs und aller deutschen Parteien bestehe. Auf innerpolitischem Gebiete sei leider keine derartige Eechlossenheit festzustellen. Der Volkst a g, das Danziger Parlament, biete gegenwärtig ein Bild großer Zerrissenheit. Seit dem Abmarsch der Rationalsozialisten in die Opposition hätten sich solche Schw.e.igieiten ergeben, daß dem Staate von innen heraus d i e höchste Gefahr drohe. Das Verhalten dieser Opposition des Vollstages sei rein agitatorisch. Es sei unverständlich und im höchsten Grade bedauerlich, daß die Rationalsozialisten eine hemmungslose Agitation m.tmachten. Mit der Zerrüttung der Fnanzen fei die stärkste Gefährdung der Selbständigkeit und Unabhängigkeit Danzigs gegeben. Damit würden aua> für das Deutschtum Danzigs die größten Gefahren erwachsen. Aufgaben eurer nationalen Opposition müßten Stärkung und Festigung der nationalen Grundlagen des Staates sein. Der Führer der Kommunisten reibe sich vergnügt die Hände, und die Polen freuten sich über die'e Selbstzerstörung des Danziger Parlamentes. Prä'i.dent Ziehm sprach zum Schluß die Hoffnung aus, daß das drohende Unheil von Danzig noch abgewendet werde. Derl 9er Ausschuß für den Mandschurei- fonfliff ergebnislos vertagt. Genf, 2). Dez. (TLI.j Der 19er-Ausfchuh der außerordentlichen Dölkerbundsversamm- lung zum japanisch-chinesischen Konflikt hat am Dienstag feine Verhandlungen unterbrochen und sich zunächst aus den 16. tJanuar vertagt. 3n der kurzen Schluß-Sitzung wurde eine rein formale Entschließung angenommen, in der der Präsident und der Generalsekretär des Völkerbundes mit der Weiterführung der Verhandlungen beauftragt werden. Diese Entschließung kann jedoch den wahren Tatbestand der völligen Ergebnislosigkeit der bisherigen Vermittlungsverhandlungen des Völkerbundes nicht verschleiern. K des Aus der Provinzialhauptstadt 11 ftortlefcung Nachdruck verhören standenen Siedlungen find sofort auf die Höhe der Renten und ihre Tragfähigkeit nachzuprüfen. Aus aller Welt. Plünderungen auch in Koblenz. 3n den Rachmittags- und Abendstunden Vornotizen. — Tageskalender für Mittwoch: Stadttheater.- 15.45 bis 18.15 Ahr: „Aschenbrödeloder „Der gläserne Pantoffel': 20 bis 22.30 Ahr: „Peppina". — Turnverein 1843: 19.30 A.)c: Weihnachtsfeier der Schülerinnen und Schüler (Kinderabteilungen), Turnhalle. — Bund für christ- lich-evangelische Erziehung in Haus und Schule: 20 Ahr, Weihnachtsfeier, Iohannessaal. — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Die oder keine". Oie Zreude am Bild. In den letzten Jahren hat sich vielfach in überspitzten Begriffen von moderner Wohnraum-Aus- statlung das Lob der „kahlen Wand" bemerkbar Sie SrnShrungSzwangSwirWaff in Sowjetrußiand verschickst. Moskau. 20. Dez. (WTB.) Aeber das Problem der Ernährung der Bevölkerung sind zwei Verordnungen erlassen worden, die von Stalin und von dem Vorsitzenden des Rates der Bolkskomm.sfare Molotoff unterzeichnet sind. Die erste Verordnung, die die Ablieferung von Milch und Milchprodukten durch Einzelbauern und Kollektivwirtschaften an den Staat regelt, ist deswegen grundsätzlich bedeutend, weil damit ausdrücklich das bisherige System der vertraglichen Vereinbarungen auf» gehoben und durch amtlich festgesetzte Ror- men ersetzt wird. Diese Rormen bestehen darin, daß jährlich gegen vom Staat festgesetzte Preise bestimmte Quanten von Milch und Milchprodukten a b z u l i e f e r n sind, die pro Kuh festgelegt sind. Dabei müssen von Einzelbauern durchschnittlich 2 5 Prozent höhere Mengen a b g e l i e f e r t werden als von Kollektiven. Diete Milchverordnung ist eine Fortsetzung des durch eine Fleischverordnung eingeleiteten schärferen zwangswirtschaftlichrn Kurses. Die Verpflegung der Städte und der Industriezentren soll wieder mehr auf der Raturalabgabe („Prodnalog") der Bauern basieren, wie es bereits in den Anfängen des Eowjetkommunismus der Fall war. Ob diesem neuen Kurs zufolge künftig auch das Getreide vom „Prodnalog" ersaht wird, muh di« Zukunft lehren. Bei der Verordnung handelt es sich um eine Durchführungsbestimmung zum Dekret vom 4. Dezember d. I., durch das das System der Lebensmittelkarten obgeändert und di« Verteilung der Lebensmittel den Fabrikleitun- aen übertragen wurde. Diese Mahnahme hat den Zweck, eine straffere Arbeitsdisziplin zu erzwingen. Die heutige Publikation warnt ausdrücklich vor der Annahme, daß j die Derpflegungskontingente vergrößert würden. I Vielmehr sei es geboten, diese Kontingente e i n - zuschränken und alle Personen unweigerlich aus den Tezugslisten der Fabrikkonsumläden zu streichen, die nicht dern Betriebe angehören. am Dienstag vom König eröffnet. Die Unterführung ist 2100 Meter ledig. Raubüberfall auf einen amerikanischen Journalisten in Berlin. Ein dreister Raubüberfall wurde auf den 24jähri' darüber war sie sich klar. Alle diese Grafen. Barone, Contes oder Lords dachten mit diesem Geld ihre Wappen neu zu meinten dem kleinen, bürgerlichen Goldfisch noch eine Ehre anzutun. wenn sie sich zu ihm herabneigten. Vorläufig dachte sie nicht daran, zu heiraten. Sie amüsierte sich über die Liebesworte, die JH??, 'hr öaslüsterte, und sie gab sich nicht einmal Muhe, diese Amüsiertheit zu verbergen. Diese lungen Lebemänner sollten sie nicht für dumm genug halten, auf ihr Geschwätz hereinzufallen. mal eine Weile „in bewundernder Versunkenheit" vor einem Bilde aufhält. Der geringe Preis einer Reproduktion bietet aber noch eine besonders fruchtbare Möglichkeit für einen kunstfreudigen Menschen. Immer wieder wird die Erfahrung gemacht, wie belebend für die Ausbildung eines Verhältnisses zu bildender Kunst es ist, wenn man sich nicht für immer an ein und dasselbe Bild bindet, sondern in einem Wochselrahmen je nach der Stimmung und beherrschenden Reigung einmal das eine, dann wieder ein anderes sich vor Augen stellen kann. In ähnlicher Weise leben ja bekanntlich die Japaner mit ihren Bildern: sie wählen aus ihrem Besitz von Gemälden, die sie gerollt auszubewahren pflegen, eines heraus, das ihnen für eine bestimmte Frist Gegenstand genauer liebevoller Betrachtung und Sammlung wird. H. N. Vor -em Fest. Die letzten Tage vor dem Weihnachtsfeste ze.gt sich d.e weihnachtliche Stimmung überall, in den Straßen, im Heim und in den Kinderstuben. Alles, was mit dem Feste zusammenhangt, «rhi.lt erhöhte Bedeutung. Anabläsfig wer- den di« letzten Vorbereitungen für das Fest getroffen, d:e Weihnachtsbäckereien hergestellt, ge- he:mn:svoll di« Gaben in Päckchen und Paketen geordnet und mit farbigen oder glitzernden Bän- dern umbunden, und vielfach müssen auch die Abendstunde hergenommen werden, um letzte Arbeiten, di« für Geschenke an die lieben Angehörigen bestimmt sind, fertigzustellen. Die grü- nen Tannenbäume, d:e so tounbetbar duften und ohne die ein deutsches Weihnachtsfest nicht denkbar wäre, wandern in di« Wohnungen und fleißige Hände schmücken und putzen sie. Die Kinder können, je näher der Heilige Abend heranrückt, kaum noch das Deschemtwerden erwarten. Ihre Angeduld läßt sich nur schwer meistern. In den Straßen herrscht eine außergewöhnliche Geschäftigkeit. Aus den Auslagen der Geschäfte locken allerlei prächtig« Dinge. Meist seht auch der Reiseverkehr in den tenten Tag^n der Weih- nachtswoche schon ein. Die einen wollen das Fest bei ihren Lieben in der Ferne verbringen, wieder andere freuen sich darauf, Weihnachten in den Bergen verleben zu dürfen. Für alle aber strömt «in« beglückende Freude aus, wenn am Heiligen Abrnd d.e Ke.zen am Weihnachisbaum erstrahlen. ließ Magdalene an sich Herumarbeiten, bis ihr vollendetes Bild ihr aus dem Riesenspiegel ent- grgenlachte. .Magdalene halte Geschmack genug, nicht zu übertreiben. Sie verwendete Puder, Schminke Lippenstifts sehr diskret. Ihre schönen, schlanken Hände trugen kostbare Sung?; große Perlen hingen von den rosigen Ohren herunter. Der Duft eines kostbaren, einschmeichelnden Parfüms umgab ihren Körper. Sie mochte noch so spät zu Bett gekommen sein — morgens um sieben Ahr sprang sie aus dem Bett, zu ihrer täglichen Gymnastikstunde, die sie nie versäumte. Zweimal in der Woche kam außerdem eine Fechtstund« dazu. gemacht. Manche Reformer verpönten geradezu „das Bild an der Wand" überhaupt, und eine Zeitlang machte sich eine Aechtung jeder Art von Bilderschmuck wichtig, die mit allen möglichen, der deutschen Rachdenkiichleit leicht eingehenden moralischen Phrasen verbrämt war. Diese Periode ist bemerkenswert rasch vorübergegangen, und es wird sich kaum noch verlohnen, gegen diese Bilderstürmer anzukämpsen. Man darf also wieder Bilder in seine Wohnung hängen. Aber was für welche? Viele führen hrute einen Kampf gegen die Reproduktionen, bie infolge der Fortschritte der ph)tomechanischen Technik einen Grad der Vollkommenheit erreicht haben, der sie zu scharfen Konkurrenten originaler Kunstwerke gemacht hat. Ratürlich wird die Reproduktion, so gut sie auch sein mag, niemals einen vollwertigen Ersatz für das Original bilden. Außerdem ist es für eine Weiterentwicklung der bildenden Kunst gewiß unerläßlich, daß lebenden Künstlern eine ausreichende Verdienstmöglichkeit durch den Verkauf ihrer Werke geboten wird, ja daß sich noch weitere Kreise des Publikums als bisher entschließen, Or'g nallunstwerke zu kaufen, die von Zeitgenossen stammen. Das Ales darf aber nicht dazu führen, dem Publikum die Freude an der guten Reproduktion zu verderben, wie dies oftmals, ebenfalls wieder unter Hervor- holung von allen möglichen moralischen Begrünungen, geschehen ist. Die Reproduktion eines Bildes von einem alten Meister, ebensogut wie die eines heutigen, wird an der Wand eines modernen Zimmers stets den Zweck erfüllen können, die Fläche zu beleben und dem Raum damit eine besondere Stimmung zu verleihen, sie wird aber darüber hinaus den Blick des Besitzers für künstlerische Qualität schärfen und ihn dadurch sogar zu einem verständnisvolleren Freund der Kunst erziehen. Denn wer Gelegenheit hat, mit einem Bild« zu leben und es in verschiedenen Beleuchtungen und vor allem in verschiedenen Stimmungen des eigenen Gemüts zu betrachten, der wird dem eigentlichen Wesen des Werkes und seines Schöpfers näherkommen, als wenn er bei einem Besuch in einem Museum sich ein- I dafür hat sie wirklich nicht viel übrig And, sag' selbst, kann man ihr eine Ditte abschlagen?" „Schwer kann man das, glaube ich. Aber — ich möchte dir heute schon einen Rat geben, Theo. Lasse dich von einer Frau nie ganz beherrschen, sonst wird es so wie bei meinen Eltern. Es ist nicht gut, wenn der Mann der Sklave der Frau ist. Ich habe meine Mutter sehr gern gehabt, Theo, bad weißt du. Aber seitdem ich weih, wie sehr schuld sie ist an dem Zerfall unseres Hauses, seitdem seh« ich sie mit anderen Augen an, feit- bon den Frauen nichts mehr wissen." „Aber Gust, da sollst nicht so dummes Zeug reden. Die Frau gehört nun einmal in unser iteben; sie ist nicht daraus wegzudenken. And ich stelle es mir wunderschön vor, so ein reizendes »u besitzen, mit ihm das ganze Leben teilen zu dürfen. Wenn du erst ein Mädchen recht gern hast, wirst du sicher ganz anders reden." „So wie du etwa, Theo? Du entwickelst freilich eine Beredsamkeit, wie ich sie an dir gar nicht gewohnt bin. Ich glaube fast, du bist weiter mit ihr, als ich weih." „Ia. Gust, ich will es dir anvertrauen! Ich muß mit einem Menschen übet mein Glück reden. Heute abend — wir waren eine Viertelstunde irn Garten allem — haben wir uns geküßt: es f$ön. Ich habe nie gedacht, daß ern Mensch so glücklich sein kann..? „Ich beneide dich fast, Theo! Ich weiß, daß solches Glück beschieden fein wird AH bm viel zu kritisch und zu kühl. Ich glaube di« Frau gibt es nicht, die meinen Wünschen entsprechen würde." „Das ist Ansinn. Gust! Vielleicht ist für dich irgcnö etwas ganz Besonderes aufgehoben. Rur hier wirst du das nicht finden. Du mühtest ber- auskommen..." siehst du. Theo, das trifft sich ausgezeichnet. Ich bm noch nicht dazu gekommen, es Ar -u sagen. Ich muh morgen nach Berlin. Vielleicht ist es ein Wink des Schicksals., " Sar nicht zu spotten, Gust! Aber ernsthaft: ich bm in jedem Falle froh, dah du wieder einmal hier herauskommst. And du weiht la, daß du dich auf mich verlassen kannst. Es kommt also nicht darauf an, wenn du einige Tage langer in Berlin bleiben willst." Vier Wochen lebte Magdalene Winter schon in -Berlin. QUan hätte sie kaum wiedererkannt, so hatte sie sich m dieser kurzen Zeit verändert. Sie war in einem der großen Lindenhotels abgelegen, hatte dort ein luxuriöses Appartement belegt (Sie hatte sich vollkommen an daS Leben einer groben Dame gewöhnt. Morgens kam die Masseuse, der die Friseurin folgte. Stundenlang Lueie war eifrig bei der Sach«, als man im Tagebau herumstieg. Sie konnte nicht genug sehen unb hören, und alle Herren beeilten sich, der reizenden jungen Dame jede Einzelheit zu zeigen. Theobald hatte für dieses Mal keine Geleaen- heit mehr, sie für sich allein zu haben. ■Sann sah Herr von Löwen wieder neben Ifucie m dem kleinen Kabriolett um nach Hause SU fahren. Er bat August und Theobald, zu- fammen mit den leitenden Dergwerksbeamten sobald als möglich nach Löwen zu Besuch zu lommen, um einen gemütlichen Abend drüben au verleben. 9 Sbeobalb war gar nicht entzückt von der Idee Lucies Gesellschaft mit so vielen Männern teilen äu muHen. Aber er konnte es nicht verhindern, daß schon am übernächsten Abend die ganze ^rsellschast nach Löwen hinüberfuhr. «JPo*- laß man vergnügt in der großen Halle Gutshauses. Es gab ein Vorzug- hajeS Mahl und einen herrlichen Tropfen. Die Stimmung war bald sehr angeregt Theobald brannte vor Eifersucht wenn er sehen mußte, wie alle Herren der reizenden Lucie den ■Sof machten. Man rih sich um einen Tanz mit ihr. OTber man konnte sehen, dah Theobald trotz- Ver bevorzugte blieb. Sie tanzte mit ihm ufterS als mit den übrigen, unb so war er einigermaßen zufrieden, als sie sich endlich auf ben Heimweg machten. 3u Hause saßen die Freunde noch ein wenig zusammen. August Richter, „diesmal anfäeinenb mächtig gepackt. And ihr scheint es nicht viel anders zu gehen. Wir übrigen toa^n nur notwendiges Hebet“ U du übertreibst Gewiß ich maa Staufan Lucie sehr gern..." 9 .du mir nicht die Wahrheit Theo? Du liebst sie, unb du steuerst mit vollen S^eln darauf zu, die Sache so ernsthaft wie tU- nc&meiL Dein Vater wird sicher sehr aiSf1 bu dadurch die Doxerei aus- toi Ä bring™ ent4Men6e «MW-esettaSta: »u vr unb on Siefragt Ä xm* wohl nehmen wird. And mit bS Doxerei - ** Katholische Pfarrpersonalien. Kaplan Klepper in Rockenberg wurde zum Pfarrverwalter in diesem Orte ernannt. Dem Pfarr- kuraten Mo r s ch e l in Alsfeld wurde der Titel Pfarrer verliehen. . ** D i e Reichsbank Gießen gibt im heutigen Anzeigenteil bekannt, daß ihre Geschäftsräume am Samstag, 24. Dezember, von 12 Uhr ab geschloffen bleiben. ** Wildernde Hunde treiben sich, wie die Bürgermeisterei in einer heutigen Bekanntmachung 3ur Warnung für die Hundebesitzer mitteilt, jagend in der Gießener Gemarkung herum. Die Hunde- besitzer seien daraus aufmerksam gemacht, daß sie für uu^u Schaden, den die Hunde anrichten, verantwort- lich find, da die Hunde nicht frei in der Gemarkung herumstromern dürfen. *.* Warnung vor Sch«ckb«trügern. Seit «trugen Tagen werden von einer Detrüger- bande Schecks eines Dankgeschäftes „Otto Roth- fchild, Frankfurt a. M., Zeil 58" in Verkehr gebracht D.e genannte Firma existiert in Wirllich- teit in Frankfurt a. M. nicht. W.e bis jetzt fest- steht sind berarttge Schecks in Derghaufen bei Durlach, Stuttgart und Mainz aufgetaucht. Der in Derghausen angehaltene Scheck ist über 100 Mark ausgestellt und vermutlich mit dem Rainen „S.e.n , Vorname Franz, un e.z ichr.et und honoriert worden. Als Täter kommen ein angeblicher Otto Rothschild und vermutlich Franz Stern in Frage. Sie sollen zehn Scheckbücher von Rr. 12 001 b:s 12 500 in Besitz haben. Die Banken, Sparkassen, Giro- und Darlehenskassen usw. werden vor Annahme derartiger Schecks gewarnt ** Die Altersoereinigung 1882/1932 hielt am Samstagabend im Eafe Leib einen gut besuchten Familienabend, verbunden mit Weihnachtsfeier, ab. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand eine Ansprache von Alterskameraden Schonebohm, der auf die Bedeutung des Weihnachtsfestes hinwies. Den musikalischen Teil hatte die Kapelle Weller übernommen, während Fräulein Kellner mit ihrer sympathischen Stimme durch den Vortrag verschiedener Lieder erfreute. Der von Fräulein Schäfer gesprochene Prolog, ein Damenreigen. sowie Tanze von Damen des Männer-Turnvereins und Kt Kern fanden wohlverdienten, reichen Beifall. Einzigartig waren auch die von Hunden des Polizei- Hunde-Dereins Gießen gestellten lebenden Bilder, die besonders bei der Jugend viel Freude hervorriefen. Den Schluß der Veranstaltung bildete die Ausführung eines schönen Weihnachtsstückes. ** Oesf entli che Aufführung eines Weihnachtsspieles. Man berichtet uns: Eine sinnige Weihnachtsfeier veranstaltete die Christengemeinschaft, Bewegung für religiöse Erneuerung, am vergangenen Sonntagabend. Sie ließ durch die Spielgrupp« aus Marburg im vollbesetzten Saale ein altes Christgeburtsspiel aufführen. Aus den einleitenden Worten konnte man erfahren, daß es sich um ein Spiel handelt, das bis in das 19. Jahrhundert von Dauern in Oberufer (in der Rahe von Preßburg) in den Festes- zeiten auf Grund alter Traditionen aufgesührt worden ist Dor einigen Jahrzehnten wurden dann diese Spiele ausgezeichnet und einer größeren Oeffentlichkeit zugänglich. Rudolf Steiner habe auf Deren Bedeutung und Schönheit immer wieder hlngewiesen. Die Leistungen der Marburger Laienspieler waren überraschend gute. Besonders - hervorzuheben ist die gepflegte Sprache, ebenso die Magdalene hielt Augen und Ohren offen. Eie hatte den Ton und das Gehabe dieser eleganten Welt sofort begriffen. Solange sie noch ein kleines Tippmädel gewesen war, hatte sie von nichts anderem geträumt als von diesen Leuten und von dem Leben, das sie führten. Jetzt stand sie selbst mitten drin, und sie wunderte sich, mit welch kühlem Sinn sie sich das alles ansehen konnte. Durch nichts ließ sie sich verblüffen. Sie hatte gesehen, daß ihre Träume sich stark von der Wirklichkeit unterschieden hatten. In den vier Wochen ihres Berliner Aufenthalts hatte sie schnell und diel begriffen. Auch hier war diel Talmi: das wenigste, was glänzte, war Gold. Man muhte immer erst genau Hinsehen, ehe man irgend etwas glaubte. Don ihrem Reichtum war Magdalene beglückt wie am ersten Tage. Es war herrlich, so reich &u sein, sich olles kaufen zu können, wonach das Herz verlangte. Sie kaufte, was ihr gefiel: Kleider, Kostüme, Mantel, Pelze... Auch ein Wandererkabriolett hatte sie sich zu- gelegt, einen schnittigen Wogen, mit roten Ledersitzen. Jetzt war sie im Begriff, chauffieren zu lernen. Heute war sie verstimmt. Mutter Hahn, die mit in Berlin weilte und überall als Magdalenes Tante galt, wollte nicht mehr mitmachen. Sie hatte zu große Sehnsucht nach ihrer kleinen Stadt: die Riesenstadt machte sie schwermütig. Am Morgen hatte sie Magdalene erklärt, auf keinen Fall mehr Verbleiben zu können. Sie halte es einfach nicht mehr aus. Durch vieles Zureden hatte es Magdalene fertiggebracht, sie wenigstens noch so lange zu halten, bis sie eine Gesellschafterin gefunden habe. Das ist nichts für mich, Lenchen". sagte sie auf Magdalenes Zureden, „diese feinen Hotelzimmer, diese Anz.eherei den ganzen Tag, diese vielen Menschen das Essen. Rein! Ich muß **u^e Haben, meine vier Wände, meine Rudelsuppe mit Rindfleisch. Siefe^ Leben kann ich auf die Dauer nicht rSrnd^n* für Sie wäre es auch besser. Sie verschleuderten nicht so Ihr schönes Geld, ohne was Rechtes davon zu haben. Es war« gescheiter, Sie hörten auf mich und kämen auch mit mir nach Hause. Glauben Sie mir: die Leute, mit denen Sie 9°ben, die gefallen mir alle nicht, bißchen gefallen sie mir. Entweder es sind reiche Leute, die -eigen, daß sie Sie nicht für HL es Jinb Richtstuer, die es auf -iS abgesehen haben und von denen Sie ich nichts Gutes versprechen dürfen. (Fortsetzung folgt.)/ Englisch-persischer Oelkonflikt vertagt. Genf, 19. Dez. (WTB.) Der englisch-persische Oelkonflikt, den England auf Grund des Artikels 15 des Dölkerbundspaktes vor den Döl- kerbund gebracht hat, wurde heute vom D ölk er- b u ndsrat nach einer kurzen Verhandlung zunächst auf die Januartagung des Rates, die am 23. Januar beginnt, vertagt. Die Vertagung war von dem Vertreter Persiens beantragt worden, der in der heutigen Sitzung erklärte, daß die persische Recsierung nicht in der Lage sei, sofort zu der Frage Stellung zu nehmen. • Oie Ostsiedlung. Derlin, 20. Dez. (VDZ.). Im ©icMungd- ?nbschuß des Reichstags wurde mit den Stimmen der Rationalsozialisten, der Sozialdemokraten, der Kommunisten, des Dolksdienftes und zwei deutsch- nationalen Stimmen gegen eine deutschnationale Stimme sowie gegen die Stimmen des Zentrums und der Bayerischen Vollspartei «in Antrag angenommen, in dem es heißt. Die Renten der mit Reichsmitteln angesetzten Siedler werden mit Wirkung vom 1. Juli vonfünfProzentauf drei Prozent herabgesetzt. Die Herab, setzung wird vorläufig auf zwei Jahre be- fristet. Für die mit Ländermitteln angesetzten Siedler ist eine gleiche Regelung anzustreben. In allen Härtefällen sind die zuständigen Stellen zu ermächtigen, weitere Hilfsmaßnahmen durchzuführen. Sä.ntlich« nach der In,lation ent- NAMM« Vornan von Margarete Ankelmann. Copyright by Martin Zeuchtwanger, Hall« (Saale) Wirtschaft. erfrischende , lebendige Musik, die sich dem bäurischen Charakter des Spieles gut einfügte. 3m wesentlichen waren es drei Bilder, die am Zuschauer vorüberzogen: Das Bild von der Verkündigung des Engels an Maria: dann wie 3osef und Maria Herberge suchen: schließlich wie d^e Hirten die Engelsbvtschast empfangen und in Demut und Herzenseinfalt das Kind anbeten. Der Gegensatz zwischen der äußeren Grobheit und llr- wüchsigkett bei den Hirten einerseits und der Herzensinnigkeit auf der anderen Seite wurde besonders gut herausgearbeitet. "Adventsfeier des Iungdeutschen Ordens. Wan berichtet uns: Der Iungdeutsche Orden Gießen hielt im überfüllten Saale des Hotels „Hindenburg" mit zahlreichen Casten ferne diesjährige Advents'e ec ab, deren Ausgestal- tung die Schwesternschaft übernommen hatte. Aach einem kurzen Lorspruch begrüßte Schwester G e b- Hardt die Gäste und Ordensangehorige. D.e Arbeit der Schwesternschaft habe, so wurde mitgeteilt, jetzt zur Gründung einer Iungmädelschar §eführt. Eine weit größere Aufgabe sei den Iungdeutschen Schwesternschaften erwachsen in der Werbung und Verbreitung der Kenntnis des neuen Buches Artur Mahrauns „Der große Plan", das den Weg aus dem Chaos von Staat und Wirtschaft weise und genauere Vorschläge üb.'r das „Wie" der bevorstehenden Lösung mache. 3n der weiteren Folge der Feier wechselten Einzelgesang. Chor, Vorspiel und Vortrag mit- «inanl^r ab und schufen damit eine Feierstimmung, die einen würdigen Rahmen fand durch Adventskränze und Lichter, mit denen der Raum ausgeschmückt war. Den Höhepunkt brachte die Ansprache des Ordensbruders cand. theol. Seipp, des verdienstvollen Amtsleiters beim Hessischen Heimatwerl. „Friede auf Erden" sei die Mahnung sür die Adventszeit. Doch mancher Verzweifelnde werde angesichts der großen Rot und des älngeistes dieser Tage fragen: „Wo ist Friede?". Deshalb werde ;edem christlichen Menschen zur Ausgabe, seine christliche Gesinnung auch in der Praxis auszuüben. 3m 3ungdeutschen Orden werde der Brudergeist gepflegt, aber dar- üoer hinaus übe man dienende brüderliche L.ebe gegenüber allen Volksgenossen. H lse gegen die Arbeitslosigkeit sei ein Beispiel christlicher Gesinnung in der Tat. Der Kampf dürfe nicht um Position und Macht und nicht um Organisationen und Personen gehen. Die Losung zu beherzigen, durch brüderli-,-a-ristlic en Ge.st um) Tat zu wirken, das sei der Sinn der Vorbereitung auf Weihnachten der Adventszeit. Ein Schluß- spruch beendete die Feier, deren Verlauf von tiefer Wirkung war. Anschließend bewirtete die Schwesternschaft die Anwesenden mit Kaffee und Kuchen. "Leistungsabbau in der Sozialversicherung der Bankange st eilten. Don der Reichsfachgruppe Banken des Deutschnatio- nalen Handlungsgehilsenverbandes wird mitgeteilt: Die Angestellten des privaten Bankgewerbes sind in ihrer überwiegenden Mehrzahl nicht in der Reichsversicherungsanstalt für Angestellte (RfA.), sondern im Teamtenversicherungsverein des deutschen Bank- und Bankiergewerbes versichert. Der Aufsichtsrat dieses privatwirtschaftlichen Gebildes in der deutschen Sozialversicherung hat jetzt eine wesentliche Herabsetzung der nach dem 1. 3anuar 1933 zu bewilligenden Ruhegelder und Hinterbliebenen-Renten beschlossen. Wie die Reichsfachgruppe Tanken des DHD. mitteilt, ergeben diese Herabsetzungen, daß durch die Zusammenwirkung des Teschlusses mit der Herabsetzung der reichsgesetzlichen Renten der RfA. durch die Reichsnotverordnung vom 14.6.32 die sog. Grund-Rente im Teamtenver,icherungsrer- ein für die neuen Renten-Empfänger von 840 Mk. auf 696 Mk. jährlich fällt. Ferner kommen die Ansprüche auf Rentensteigerung für die Beiträge in der Inflationszeit (vom 1.8.21 bis 31.12.23) in Wegfall. Die Witwen sollen von diesen gekürzten Renten nicht mehr, wie bisher, 60 Prozent, Kem nur 50 Prozent erhalten; die Waisen denen nur noch (statt 50 Prozent) 40 Prozent von der gekürzten Rente. Diese .Beschlüsse hatten begreiflicherweise lebhafte Auseinandersetzungen in den Tanken ausgelöst und zu Einsprüchen beim Reichsaufsichtsamt für Privatversicherung geführt. 3n den Einsprüchen wurde vorgeschlagen, den Aufsichtsratsbcschluß aufzuheben und einer außerordentlichen Generalversammlung unter Vorlage einer versicherungstechnischen Bilanz die Möglichkeit zu geben, etwa notwendige Leistungsherab- sehungen unter Mitwirkung aller Beteiligten beschließen zu lassen. Das Reichsaufsichtsamt scheint aber die Verhältnisse als so dringend angesehen zu haben, daß es sich über alle Einsprüche hinwegsetzte und die Leistungsherabsehung nunmehr genehmigt hat. " Maul - und Klauenseuche inOber- bessen. 3n Ober-Horgern wurde die Maul- und Klauenseuche amil.ch festgestellt. Sperrbezirk ist die Dreihäusergasse in Ober- Hörgern, Deobachtungsgebiet die Gemeinde Ober- Hörgern. Tagung der Lichtspieltheaterbesitzer. WSN. Frankfurt a. M., 20. Dez. Der Verband der Lichtspieltheaterbesitzer von Hessen und Hessen-Nassau hielt hier seine Generalversammlung ab. In seinem Geschäftsbericht gab der Vorsitzende Matter einige interessante Zahlen über die Arbeit des Verbandes im vergangenen 3ahr bekannt. Die Lage des Lichtspielaewerbes wird in dem Bericht als nach wie vor schlecht bezeichnet. 72 Theater in Hessen und Hessen-Rafsau mußten wahrend des Sommers schließen. Rur 51 wurden im Herbst wieder eröffnet. Der Verband, der im Laufe des 3ahres eine große Anzahl wichtiger Erleichterungen für seine Mitglieder erreichen konnte, hat auch für das kommende 3ahr ein großes Arbeitsprogramm aufgestellt. Dor allem wird angestrebt die Anerkennung der Film- Wochenschau als vollsbildend, die Teilnahme der Lustbarkeitssteuer an dem Steuergutscheinsystem, eine weitere intensive Behandlung der Dergnü- gungssteuerfrage usw. Der Wirtschaftsprüfer F. Trapper, Frankfurt, sprach über das Thema: „Wie spart man Steuern?". 6(hämmer Ausgang einer Schwarzsahrt. WSN. Friedberg, 20. Dez. Obwohl er nichts vom Autofahren verstand, setzte ein junger Mann in Ober-Flor st adt den Lieferwagen eines befreundeten Händlers in Bewegung und mochte die Straße unsicher. Bald darauf verlor der Leichk- finnige die Gewalt über den Wagen, geriet beim Abspringen zwischen die Wagentür und einen Baum und erlitt hierbei lebensgefährliche Verletzungen. Im hiesigen Bürgerhospital wurde Bruck der Schädelbasis festgestellt, außerdem wurde dem jungen Mann ein Ohr abgerissen. «KölnerSchahanweisungen. Wie die Kölner städtische Pressestelle mitteilt, ist zwischen der Stadt Köln und dem Vertreter der 3nhaber von Schahanweisungen der Stadt Köln aus dem Zähre 1929, Ministerialdirektor a. D. Bail, auf ähnliche Weise wie in Frankfurt a. M eine Einigung über eine teilweise Rückzahlung der Schuldverschreibungen erzielt worden. Es soll hiernach auch den Besitzern von Kölner Schuld »rschreibun- gen eine Teilzahlung von 10 Prc.ent angeboten werden. Weiterhin sollen die Scha^Verschreibungen weitgehend in Zahlung genommen werden. Der von der ersten Gläubiger Versammlung gewählte Beirat hat diesem Vorschlag einstimmig zugestimmt. Berlin im Verlause abbröckelnd. _ Berlin, 21. Dez. (WTD. Funkspruch.) Das Ge- schäft war zu Beginn des offiziellen Verkehrs wieder recht ruhig, und die Kursgestaltung war von Zufallsorders abhängig. Es konnten sich Bes- serungen bis zu 1,50 o. H. durchsetzen, denen wiederum Rückgänge im gleichen Umfange geaen- überftonöen. Die Grundstimmuny konnte als eher etwas freundlicher bezeichnet werden, da durch die Maßnahmen der Reichsregierunfl zum Schutze des inneren Friedens und durch die endgültige Annahme der Amnestievorlage innerpolitisch eine Beruhigung eingetreten ist. Von den Auslandsbörsen, die überwiegend schwächer verkehnen, konnte eine Anregung nicht ausgehen, und auch in einigen deutschen Werten erfolgten in Neunork Gewinnmitnahmen. wenn auch der große Teil der deutschen Industriebonds noch festlag. Aus der Wirtschaft lagen sehr wenig Nachrichten vor: die IG.-Farben haben im Rohmen des Arbeitsbe- schaffungsprogramms 4000 Neueinstellungen vorgenommen, der Kupferpreis ist wiederum erhöht worden usw. Die Spekulation nahm in verschiedenen Montanpapieren und auch in Farben Deckungen vor, doch kam in letzteren wieder Material heraus, so daß ich der erhöhte vorsorgliche Kurs nicht ganz behaupten konnte. In Montanen erfolgten gleichfalls nach den gestrigen Realisationen Deckungen, Werte wie Vereinigte Stahl, Phönix und Hoesch lagen aber weiter gedrückt. Man wies aus die offizielle Stellungnahme zu den in letzter Zeit anha tenden Gerüchten über die Verkäufe des Auslandes hm, und es hat in gewisser Hinsicht beruhigt, daß auf keinen Fall Gffektensperrmark zur Bezahlung von Exportkäufen genommen werden §ann. Erwähnenswert war die Befestigung von Dortmunder Union um 3,50 v. H. Der Re n t e n rna r kt war ruhig, doch freundlich veranlagt. Für Pfandbriefe zeigte ich wieder Nachfrage, und auch Reichsschuldbuchorderungen lagen 0 25 dis 0,50 v. H. höher. Irn Verlaufe ließ das Geschäft weiter stark nach, und es ergaben sich daher überwiegend Schließung einer oberhessischen E.fensteingrube. ll. Stockhausen (Kr. Gießen), 20. Dez. Mit Ende dieses 3ahres wird das hiesige Bräunst e i n be r g we r k, das den Vereinigten Stahlwerken in Düsseldorf gehört, nach Ausbeutung der Erzvorkommen geschlossen. Ter Belegschaft von etwa 80 Mann wurde zum 3ahres- schluß gekündigt. Tödliches Brandunglück einer Iran. * Nidda, 20. Dez. Heute mittag kam die 61 Jahre alte Ehefrau des Reichsbahnassistenten Jendroszek von hier in der Küche ihrer Woh-. nung einem offenen Feuer zu nahe. Dabei fingen die Kleider der Frau Feuer, das sich leider so schnell ausdehnen konnte, daß die bedauernswerte Frau am ganzen Körper schwere Brandwunden daoontrug. Mit dem Krankenauto der Freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz im Gießen wurde die Frau schleunigst der Chirurgischen Klinik zugeführt. Hier erlag die Bedauernswerte im Laufe der Abendstunden den schweren Brandwunden. Schwerer Unfall beim Sprengen. WSN. H i tz k i r ch e n (Kr. Büdingen), 20. Dez. Beim Steinsprengen des Freiwilligen Ar- beitsbienftes zwischen Kefenrod und Bind- s a ch s e n löste sich nach einem Schuß, als die Leute bereits wieder an der Arbeit waren, ein etwa sechs Zentner schwerer Stein, der einem 22,01)= rigen jungen Mann aus Hitzkirchsn den Fuß bis z u r F e r s e w e g c i ß. Der Bedauernswerte wurde nac dem Büdinger Krankenhaus und von da in die Gießener Klinik übergeführt. 1500 Mark Pachtgeld gestohlen. • Olibba, 23. Dez. 3n dem Orte Echzell wurde einem Landwirt das erst durch strengste Sparsamkeit angesammelte Pachtgeld in Höhe von 1500 Mark gestohlen. Wie der Diebstahl möglich war und wer der Täter ist, weiß man noch nicht. (Der Vorfall ermahnt erneut dazu, größere Geldbeträge nicht zu Hause aufzubewahren, sondern zur Kasse zu bringen. Die Red.). Autounfall durch Glatteis beiBüdingen WSA. Büdingen, 2). Dez. Bei Mittelgrün d a u kam am Sonntagmittag auf der Landstraße nach Büdingen ein mit einem Ehepaar und Kind besetztes Auto aus Frankfurt a. M. infolge Glatteis ins Schleudern und rannte gegen einen Baum. Bei dem starken An- prall trug der Mann erhebliche Kopfverletzungen, die Frau eine Gehirnerschütterung davon, das Kind blieb unverletzt. Don einem hiesigen Einwohner, der die Llnfallstelle passierte, wurden die verletzten Eheleute und das Kind in das hiesige Hospital verbracht. Landkreis Girften. • 61 a u f e n 6 e r g, 2X Dez. Aus eine 2 5 jäh - r i ge Tä ti g kei t bei der Firma Rinn L C l o o s, Zigarrcnf abri.en Heuchelheim Gieren, Filiale Staufenberg, konnten die Arbeiterinnen Marie Muhl und Elisabeths Heidt zurückblicken. Anläßlich dieses Jubiläums wurde beiden durch den Oberkontrvlleur der Firma, Herrn K l e i n k e , im Auftrage der Geschäftsleitung ein Diplom, sotvie ein Geldgeschenk überreicht. - a- Burkhardsfelden, 19. Dez. Gestern nachmittag fand die Weihnachtsfeier der Klein! lnderfchule statt. Unter Glockengeläut Rückgänge. Am Geldmarkt blieb Tagesgeld weiter sehr leicht und mit 4,13 bzw. 4 v. H. an der unteren Grenze erhältlich. Privatdiskonten waren in Vorbereitung zum Jahresbeginn weiter angeboten. Die Nachfrage war nur gering. Reichswechsel und Reichsschatzanweisungen biteben um- satzlos. Frankfurt still und uneinheitlich. Frankfurt a. TL, 21. Dez. (WTB. Drahtmel- düng.) Die heutige Börse eröffnete in sehr ruhiger Haltung, da keinerlei Anregungen Vorlagen. Im Hinblick auf die bevorstehenden Weih- nachtsfeiertage übte man ftarfe Zurückhaltung. Die Kulisse schritt dabei noch zu kleinen Glattstellungen, während eine Publikumsbeteiligung fast ausfiel. Gegenüber der gestrigen Abendbörse war die Kursgestaltung uneinheitlich. Im großen und ganzen ergaben sich nur geringfügige Veränderungen. Weiter fest lagen nur Reichsbankanteile mit plus 1,5 v.H., wobei man Hoffnungen auf eine unveränderte Dividende (im Vorjahre 12 o. H.) hegte. Etwas höher setzten ferner Allgemeine Lokal und Straft mit plus 1,25 v. H. ein, ebenso lagen Deutsche Linoleum nach dem gestrigen Kursverlust um 2 v. H. erholt. Die übrigen Marktgebiete lagen ausgesprochen uneinheitlich. JG.-Far- ben, zunächst noch 0,40 o. H. höher, gaben spater den Gewinn wieder ab. Scheideanstalt eröffneten unverändert, Goldschmidt verloren 0,75 v. H. Elektrowerte lagen durchweg gut behauptet. Don Montanwerten lagen Stahlvereinsaktien, wie Gelsenkirchen, Phönix und Rheinstahl, bis zu 0,75 v.H. niedriger. Stahloerein selbst büßten 1 v. H. ein. Höher notierten Mannesmann mit plus 1,13 v. H. und Laurahütte in Weiterwirkung der Russenaufträge mit plus 1,5 v. H. Don Schiffahrtswerten zogen Hapag 0,25 v.H. an, Norddeutscher Lloyd bröckelte leicht ab. Kunstseide war nur kaum behauptet, und am Zellstoffaktienmarkt gaben Wald- bof etwa 2 o. H. nach. Die Nebenwerte lagen ge- schäftslos. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a.M 21. Dez. (Drahtmeldung.) Die Getreidebörse verkehrte in lustloser Tendenz. Das Angebot war im Vergleich zur Nachfrage etwas stärker, die Preise erfuhren jedoch keine nennenswerte Veränderung. Das Mehlgeschäft war trotz abermals ermäßigter Forderungen sehr schleppend, ebenso lagen Futtermittel bei abbröckelnden Preisen fast geschäftslos. Es wurden notiert: Weizen 202,50 bis 203,50 Mark Roggen 162,50 bis 164, Sommergerste für Brauzwecke 180 bis 185, Hafer (ausländischer) 132 bis 137, Weizenmehl (süddeutsches, Spezial 0) 28.15 bis 29, Weizenmehl (niederrheinisches) 28 bis 28,25, Roggenmehl 22,25 bis 23,25, Weizenkleie 7,60, Roggenkleie 8,25 bis 8,15 Mark. marschierten die Kleinen von der Kleinkinderschule zur Kirche. Nach einem gemeinschaftlich gesungenen Wechnachtelied trugen sie unter Führung ihrer greifen Lehrerin die Weihnachtsgeschichte vor, die durch Weihnachtslieder umrahmt wurde. Dann hielt Pfarrer Frank eine kurze Ansprache. Nach einem gemeinsam gefangenen Liede fand die Feier ihr Ende. Die Bescherung der Kinder fand in der Kleinkinderschule statt. — Schwester Elisabeth Stotz wurde am 2. Dezember 81 Jahre alt. Sie übt ihre Tätigkeit noch in voller Rüstigkeit aus. Unter ihren jetzigen Schülern befinden sich schon Urenkel ihrer ersten Schüler. r. Lang-Göns, 19. Dezember Den Auftakt zu den winterlichen Unterhaltungsabenden gab am Samstag der hiesige K r i e g e r o e r e i n, der das Musikkorps des 1. Bataillons, 15. Jnf.-Regiments unter Leitung von Obermusikmeister Krauße für ein großes Abend-Konzert gewonnen hatte. Das sorgfältig zusammengestellte Programm brachte volkstümliche Musik in bunter Abwechslung mit Mi- litärmärschen. Werke von Joh. Strauß, Supps, Verdi, Offenbach, Meyerbeer und Waldteufel wurden so formvollendet und exalt vorgetragen, daß die Zuhörer durch ihren lebhaften Beifall mehrere Zugaben erlangten. Besonderen Anklang fand auch ein Solostück für zwei Trompeten (Solisten: Unterfeldwebel Hofmann und Gefreiter Kleinert), daneben seien noch hervorgehoben die Reichsritter-Fanfaren, die mehrmals wiederholt werden mußten. Nachdem der Vorsitzende des Vereins, Karl Nern, den Dank aller Zuhörer aus- gesprochen hatte, folgte zum Abschluß der große Zapfenstreich mit dem Deutschlandlied, das von allen stehend mitgesungen wurde. Den zahlreich Erschienenen (die Turnhalle war Überfüllt) wird dieser Abend unvergeßlich bleiben. 0 Holzheim, 2o. Dez. 3n diesen Tagen rutschte das sechsjährige Söhnchen des Arbeiters Feiling beim „Eisfischen" auf der glatten Mauer der Wäschbach, einem ungefähr drei Meter tiefen Weiher, aus und fiel ins Wasser. Erst als ihn dieses zum drittenmal emporstieh, gelang es dem 21jährigen W. G l a u m, den Zungen, dessen Gesicht bereits ganz blau war, zu retten. Wäre die Hilfe wemae Augenblicke später gekommen, so wäre der Kleine ertrunken. — Bereits seit einer Woche sind die Holzhauerarbeiten im Gemeinde- und Markwald im Gange. Vorläufig sind nur vier Erwerbslose und elf bedürtige Arbeiter daran beteiligt. Es sollen 500 Festmeter Holz geschlagen werden. . U Steinheim, 19. De^ De cm Holzschnec- den flog dem Knecht des Landwirts Friedrich Keil ein Scheit Holz in das Gesicht, wobei der Backenknochen und der Oberkiefer zerschmettert wurden. Der Bedauernswerte mußte in die Klinik nach Gießen verbracht werden. Kreis Friedberg. 4= Kirchgöns, 19. Dez. Dieser Tage ereignete sich in unserem Dorfe ein Unglücksfall. Eine ältere Frau glitt am Morgen beim Füttern, als sie mit zwei Eimern Getränk in den Stall wollte, auf dem Hausstein (Treppe vor dem Hause) infolge Glatteis aus und stürzte so unglücklich, daß sie einen Beinbruch erlitt. Da niemand von ihren Angehörigen zu Hause war, lag die bedauernswerte Frau in ihren Schmerzen, bis einige Männer aus der Nachbarschaft auf ihr Jammern herbeieilten. Kreis Alsfeld. ll. Rieder-Ohmen, 20. Dez. Beim Schlittenfahren erlitt heute das 4 3ah re Obecheffen. alte Söhncken des Einwohner« Jeremias Rahrgang II. einen Oberschenkelbruch, als es mit dem Schlitten stürzte. Das bedauernswerte Kind wurde nach der elterlichen Wohnung verbracht. G.A.-Sport. Gerätemannschafiskampf in Lollar. Waldgirmes siegt vor Kelsterbach, Lollar und Mörfelden. Der Turnvereln Lollar hielt am Samstag einen großen turnerischen Werbeabend, verbunden mit dem erjtmals zum Austrag kommenden Mann- schaftskamps der Turnvereine Kelsterbach, Mörfelden (beide Main-Rod-Gau), Waldgirmes und Lollar (Lohn-Dünsberg-Gau), ab. Der Abend wurde eingeleitet durch Körperschule der Schülerinnen des veranstaltenden Vereins. Bürgermeister Schmidt (Lollar), als 1. Vorsitzender des Tv. Lollar, begrüßte Teilnehmer und Gäste. Verbandsvorsitzender Lehrer Zöller (Hausen) ehrte den Gau-Ehrenturn- uxart Schmidt (Launsbach) durch Heberreichung der goldenen Ehrennadel des ADT. Nach dem Aufmarsch der Turner begann der Kamps am Pferd. Die beste Mannschaft an diesem Gerät war Lollar. Es erreichten: Lollar 132 Punkte, Waldgirmes 126 Punkte, Kelsterbach 121 Punkte und Mörfelden 104 Punkte. Am Barren waren die Leistungen der Mannschaften ausgeglichener und besser. Lollar war hier oorh Pech verfolgt. Waldgirmes kam auf und konnte sich an diesem Gerät gegenüber Lollar 10 Punkte mehr sichern. Die Führung ging somit an Waldgirmes über. Stand des Kampfes nach diesem Gerät: Waldgirmes 253, Lollar 249, Kelsterbach 244, Mörfelden 221 Dünkte. Am Reck sah man mitunter glanzvolle Leistungen. Lollar hatte hier wieder Pech (abgebrochene Hebung) und verlor an Punkten nicht unwesentlich. SBalbgirmes vergrößerte den Vorsprung erneut und hatte n.cht einen einzigen Versager aufzuwoisen. Auch Kelsterbach zeigte hier schöne Leistungen. Der beste Turner des Abends, Hardt (Kelsterbach), zeigte mit feiner Vorführung die beste Hebung des Abends. Auch der 42jährige Kreuder (Mörfelden) zeigte außer Ferber (Waldgirmes) mit die schönsten' Hebungen am Reck. Stand des .Kampfes nach dem Reck: Waldgirmes 386, Lollar 369, Kelsterbach 366. Mörfelden 339 Punkte. Bei den Kürfreiübungen, die von je zwei Turnern einer Mannschaft ausgeführt wurden erreichte Kelsterbach die höchste Punktzahl, dichtauf folgten Mörfelden und Lollar. Kelsterbach überholte so noch die Mannschaft von Lollar um einen Punkt und setzte sich an die zweite Stelle. Das Endergebnis brachte folgende Punktzahlen: 1. To. Waldgirmes 429,; 2. To. Kelsterbach 417; 3. To.Lollar 416; 4. Mörfelden 388 Punkte Di« turnerisch ausgeglichenste Mannschaft stellte Lollar. Die höchst,: Punktzahl erreichte Hardt (Kelsterbach) mit 104 Punkten. Nach einer Ansprache des ersten Vorsitzenden des Lahn-Dünsberg-Gaues D a u p e r t, nahm Derbandstumwart Wagner (Lollar) die Siegerehrung vor. (Sinoefattöt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrit stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) BJinterfportroünftfje in Gießen. In jedem Winter lieft man kurz nach Eintritt des Frostwetters, daß Kinder, wie auch Erwachsene auf Teichen oder anderen Gewässern eingebrochen und ertrunken sind. In Gießen haben wir die schone Eisbahn, die in jeder Hinsicht Sicherheit bietet. Was nutzt aber diese Einrichtung, wenn sie infolge der jetzigen sehr hohen Eintrittspreise von vielen Kindern nicht benutzt werden kann. Bei der augenblicklichen großen Not dürften zahlreiche Eltern nicht, in der Lage (ein, ihre Kinder zu abonnieren oder ihnen für eine einmalige Benutzung 20 Pf. zu geben. Ein Eintrittspreis von 10 Pf. dürfte für die heutigen Verhältnisse ausreichend [ein. Hoffentlich verschließt der Vorstand des Eisvereins sich dieser Anregung nicht und ermöglicht durch Herabsetzung der Eintrittspreise weiteren Streifen die Benutzung der Bahn. — Der Rodelfport wartet noch immer auf reichlichen Schneefall, der hoffentlich nicht mehr fo lange aus- bleibt Dann gibt's wieder Leben an den drei Birken. Hier hat die Stadtverwaltung in lobenswerter Weife eine Bahn Herrichten lassen, die nur einen Fehler hat: sie hat nämlich zu wenig Anfangsgefälle. Da augenblicklich auf dem Trieb Erdbewegungsarbeiten ausgeführt werden wäre es ein Leichtes, durch Heberhöhen der Abfahrtstelle um ungefähr 1 Meter die Bahn zu verbessern. R. A. Wettervoraussage. Während in Aachen und überhaupt in Westdeutschland Morgentemperaturen von +13 Grad gemessen wurden, Herrichten in unserem Bezirk wieder bis zu 6 Grad Frost. Da sich der hohe Druck und die Strömungsverhältnisse über dem Festland weiter erhalten Haden, wird auch in der Gestaltung der Wetterlage vorerst keine wesentliche Aenderung eintreten. Vorhersage für Donnerstag: Weiterhin vielfach Aufklaren mit Nebelbildungen, trocken, Nachtfrost. Vorhersage für Freitag: Noch keine wesentliche Aenderung in Aussicht. Lufttemperaturen am 20. Dezember: mittags 0,7 Grad Celsius, abends —3,5 Grad; am 21. Dezember: morgens —5,5 Grad. Maximum 0,8 Grad, Minimum —5,8 Grad. — (ErStemperaturen in 10 cm Tiefe am 20. Dezember: abends —1,6 Grad; am 21. Dezember: morgens —2,9 Grad Celsius. — Sonnenfcheindauer 3% Stunden. weitere Lokalnachrichten Im 2. Blatt Der moderne Weihnachtsmann bei Köhler, fjaue der Herren, und Knabenbekleidung, Gießen, 5e(- tersweg 17, bringt vielen etwas. Man merkt so recht, daß er dort feine Zentrale hat. Da drängen sich die Knaben, Iungherren und Herren in Begleitung ihrer (Eltern oder Verwandtem um ihre Wünsche anzubringen. Wenn schon die Kleinen besondere Wünsche haben, wie muß da erst der Wunschzettel der Großen aussehen! Der moderne Weihnachtsmann bei Köhler interessiert sich für alles und ist eifrig bemüht, jedem Freude zu machen. Seit Vorrat ist einfach unerschöpflich in allen Bekleidungssachen für männliche Familienangehörige. Es ist deshalb für jeden ratsam, der etwas haben will, zum Weihnachtsmann bei Köhler, Gießen. Seltersweg, zu gehen. 9039A Gießen und Langen, den 21. Dezember 1932. 07456 Fest-Preise! Gießen, den 20. Dezember 1932. 9032 D ScHtie Heuchelheim, den 21. Dezember 1932. 07446 o.K Pfd.284 Bekanntmachung tote Versicherte über 21 Jahr, SCHUH HAUS vom 9046 A Spirituosen 1. Vers 8O43D Es fehlte Festgeschenk Liebigstraße 43. 9047 D gemustert Mk. 3.90, 2.95 NaOut-Beflügel-Körnerlnller Krawattenhemden, angerauht, gute Qualität Mk. 2.50, 2.00 noch billiger! 9037 A Modehaus Salomon 9026 D Schulstr. 4 Praktisch denken- Schuhe schenken Damen-Hauskittel, Zephir mit schön. Besatz, o. Arm, St 2.-, Herren- Niedertreter gewähre bis Weihnachten trotz meiner billigen Preise einen Extra-Rabett von.... Ueberschuhe aus braun und schwarz Matt-Gummi, ab Kamelhaar-Umschlagschuhe schöne Muster.mitFilz- und Ledersohle, bes.billig Damen-Jumpsrschürzen aus gut Siamosen od. 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