nr.H5 Krühausgabe 182. Jahrgang Dienstag, 2’. Juni 1952 (Er|d)tinl tägllch, außer Sonntags und Feiertag«. Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle monaliBeiugsprets: Mit 4 Beilagen RM. I 95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bei Nichterscheinen oon einzelnen Nummern infolge höherer ©jroolt üernsprechanschlüsse unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger riehen. Postscheckkonto: granlfurt am Main lickS. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberhessen Cmtf nnd Verlag: vrLhl'sche UnwerfNüls-vuch» «nd Steinöruderei K Lange in Gießen. Zchriftlettnng und Seschäflrstelle: SchuMaße 7. Annahme von Hnjelaen für die Tageinummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8. auswärts 10 Reichspfennig, für Ns- hlameanjeigen von 70 mm Brette 35 Neichspsennig, Dlatzvorschrift 20', mehr. (Iheirebakienr: Dr. Frtedr. Wilh. Lange. Derantwortlich für Vshnli Dr. Fr Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.TKgriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Mar Filler, iämtlid) in Gießen. Einkommen über 12000 Aeichs- marl sollen weagefleuert werden. Ein kommunistischer "Antrag imHauptausichutzvcsPrcutzischcnLandtags ani enommen. Berlin, 21. 3uni. (VDZ. Funkspruch.) Der hauplausschuß des Preußischen Landtags hat einen kommuni ft ifchen Antrag angenommen, worin das Staatsrninisteriurn ersucht wird, alle (Einlommtn, soweit f i e 1 2000 Reichsmark im Jahre über ff eigen, re ft- los wegzusteuern. Die „den Großkapikaliflen, den Direktoren, der oberen Bürokratie, den Groh- pcnsionären und anderen überflüssigen Linkommens- beziehern weggesteuerten Linkommenteile" sollen zur höheren Unter st ühung aller U n - terstühungsempfänger und zur Arbeitsbeschaffung verwandt werden. Für den Antrag stimmten aufter den fi o m m u - niften die Sozialdemokraten, dagegen die Deutfchnationalen; Nallonalsozlallsten und Zentrum enthielten sich der Stimme. (Ein weiterer kommunistischer Antrag, der das Staatsrninisteriurn ersucht, die durch die letzten Notverordnungen angeordneten Linkommenkür- jungen und Steuern nicht durchzuführen, wurde mit den Stimmen der Antragsteller, der Nationalsozialisten und Deutschnationalen angenommen. Annahme sand auch ein nationalsozialistischer Antrag, wonach das Staatsminisserium ersucht wird, aus die Reichsregierung einzuwirken, die östlichen Landgrenzen gegen den Zuzug der polnischen Industrie und Landarbeiter auch weiterhin zu sperren. Bekanntlich ist von der Reichsregierung.eine Grenzsperre für das Jahr 1932 verfügt worden. ©er ©eutsche Richferbund gegen die Amnestievorlage. Leipzig, 20.Juni. (TU.) Der Vorstand des Deutschen Richterbundes hat eine Entschließung gefaßt zu dem Entwurf eines Gesetzes über die G e - Währung von Straffreiheit, der nm 22. Juni erneut zur Beratung im preußischen Landtag ansteht. In dieser Entschließung heißt es u. n., daß der Deutsche Richterbund gegen eine Amnestierung fei, weil sie stets die Gefahr in sich trage, daß in weiten Kreisen d i e Dichtung vor dem Strafgesetz und dem Richterspruch herabgemindert werde. Eine besondere Gefahr erblickt der Deutsche Richterbund bei dieser Vorlage ober darin, daß die Straffreiheit auch auf die schwer st en Verbrechen gegen Leib und Leben sich erstrecken soll sofern sie nur aus politischen Beweggründen begangen sind. Bisher sei eine der Tat auf dem Fuße folgende Amnestierung von Mord und Totschlag in Deutschland nie beschlossen wor- den. Ein solches Absehen von Strafe müsse zu neuen Straftaten dieserA r tgeradezu a u f r c i 3 e n. Npch dem Entwurf sei auch Straffreiheit vorgesehen für alle aus politischen Beweggründen begangenen Straftaten, die bis zum 3n traft treten des Gesetzes verübt worden seien. Da bis zur Verkündung mindestens noch zwei bis drei Wochen vergehen müßten, würde in der Zwischenzeit e t n Freibrief für Verbrechen gegeben sein. Auch übertrage der Entwurf die Entscheidung darüber, ob eine Straftat aus politischen Beweggründen entsprungen sei, den Gerichten, die Nachprüfung der Entscheidung mit der Befugnis zur Atz^nderung aber einem neunköpfigen Amnestieausschuß des Land' tags. Dies aber bedeute die Unterstellung der Gerichte unter d i e Kontrolle des Parlaments als einer übergeordneten Instanz. Der Deutsche Richterbund warnt vor den schweren Gefahren für die Strafrechtspflege. Um dieGültigkeitderGparnoi- verordnung in Preußen. Hochlchullchrcr-undL'eamtcnbcstimmungcn verfaszungHwidrig. Leipzig, 20. Juni. (WTB.) 2m Verfassungs- streit der dcutschnationalen Fraktion des Preußischen Landtages gegen das Land Preußen auf Feststellung der B e rf a ssun g swi d r i g k e i t der preußischen Sparnotverordnung vom 12. September 1931 wurde heute vorn Vorsit- zenden des Staatsgerichtshofes für das Deutsche Reich die Entscheidung verlündet. Danach werden folgende Vorschriften der Sparnoiverordnung für verfassungswidrig erklärt: 1. Die Vorschrift über die Lehrer an den wifsenschaftlichenHochschulen. 2. Die Vorschrift über die Rückwirkung der Bor- schrist betreffend den Vegriff des Dienstun» falls im Polizeibeamtengesetz. 3. Die Vorschrift über Versetz u n g in ein anderes Amt, soweit sie die Pflicht zur Annahme eines Amtes von geringerem Range be» ^^Die Vorschriften, soweit sie solche beim Inkrafttreten der Vorschriften b e r e i t s i m A m t e stehendeVeamte berühren, deren Aufgaoen- kreis mit dem eines unmittelbaren Staatsbeamten nicht unmittelbar vergleichbar ist. 5. Die Vorschrift, soweit sie Aenderungen de r Vezüge oder der Einreihung bei ^nkrast- treten der Vorschrift bereits in Dienst st e - henderVeamten zuläht. Versteifung der Lage in Lausanne. Vollsitzung auf unbestimmte Zeit veriagi. — ©ie Franzosen beharren in veriraulichen Einzelbesprechungen aus einer Abschlagszahlung. Lausanne, 20. Juni. (TU.) (Eine Unterredung zwischen herriot und 2Ti a c bona l b, an ber ber französische Finanzminister Germain-Marlin teilnahm, dauerte den ganzen vormittag. Nach französischer Mitteilung soll herriot einen umfangreichen plan vorgelegt haben, der die Zustimmung ber fran- zösischen Regierung gefunben Hal unb ber bie gesamten politischen unb wirtschaftlichen Fragen bc- hanbell. Die Unterrebung zwischen herriot unb TRacbonalb wird als Ausgangspunkt für entscheidende Reparations- und Abrüstungsbesprechungen angesehen. Die heutige Nachmittagssihung der sechs einladenden Mächte im Chateau Ouchy dauerte kaum zehn Minuten. An der Besprechung nahmen die Chefs der sechs einladenden Mächte teil. Ueber die Sitzung wurde eine kurze amtliche Verlautbarung veröffentlicht, in der mitgeteilt wird, daß der Präsident der Repa- rationskonserenz, Macdonald, seine Kollegen über bie jetzt begonnenen Besprechungen unterrichtet hat. Diese Besprechungen würben jetzt zwischen b e n einzelnen Aborbnun- gen fortgesetzt werben. Um diesen Besprechungen die Möglichkeit der Entwicklung zu geben, fei beschlossen worden, die auf Dienstagvormittag einberufene Vollsitzung ber Reparationskon- ferenj auf unbestimmte Zeil z u verschieben. Der unerwartete Beschluß, bas Schwergewicht ber Bcrtjanblungen ber Tributkonseren; jetzt völlig i n bie privaten Besprechungen zu verlegen und keine offiziellen Sitzungen mehr abzuhalten, erklärt sich aus der durch die letzten Genfer Abrüstungsbefprechungen und der Unterredung Herriot-Macdonald geschaffenen Lage. In englifchen fireifen hält man es für zweckmäßig, daß d i e sranzöfifchen Vorschläge zur Reparations- und Abrüstungsfrage in direktem Gedankenaustausch mit den einzelnen Mächten erörtert werden. In dieser neuen Methode zeigt sich wieder das bekannte englische Bestreben, ossiziellen fionferenz- sihungen möglichst aus dem Dege zu gehen unb bie Schwierigkeiten in privaten Unterrebungen zu er- lebigen. 3m unmittelbaren Anschluß an bie Sitzung fanb im Hotel „Beaurivage" eine Breimädjte- besPrechung statt, an ber beutscherseits ber Reichskanzler und der Reichsauhen- m l n i ft e r, von englischer Seite Macdonald und der englische Handelsminister Runciman, von französischer Seite herriot und ber französische Finanzminister Germain-Martin feil- vahmen. Die Besprechung bauerte über zwei Stunden. vereinbarungsgemäß würbe ber Presse nichts mitgeteilt. Zunächst würbe in Anwesenheit von herriot unb bem französischen Finanzminister oer- bgabelt. Diese kehrten jedoch nach einiger Zeit in ihr Hotel zurück, so daß die weiteren Besprechungen allein zwischen den deutschen und englischen Ministern ftallfanben. Unmittelbar nach ber Sitzung fand im Hotel Savoy eine Sitzung der deutschen Abordnung statt, in ber der Reichskanzler und der Reichsauhenminifter die übrigen Herren ber beut- fchen Abordnung über ihre bisherigen Besprechungen unterrichteten. Aus ben privaten Besprechungen am Montag ergibt sich, bah bie Lage s i ch nicht g e ä n b e r t hat. Die Franzosen beharren auf ihrer bisherigen Stellungnahme unb forbern im Falle einer Streichung ber Iributzahlungen eine b e u t - s ch e Abschluhzahlung durch Verpfändung n o n Eisenbahnobligationen. Auch in ber Abrüstungssrage hält die französische Regierung an ihrer Forderung ber I e b l g 11 d) haushaltsmäßigen Lösung fest. Die Lage hat sich bamlt weiter versteift. London beklagt Herriots Eigensinn Der französische Ministerpräsident in Paris scharf gemacht. Londoner Eindrücke. Herriot ist aus Paris ciqensinniser zurndgckcßrt. London, 21. Juni. (WTB. Funkspruch.) Die Londoner Morgenpresse berichtet aus Gens, daß die Abrüstungsverhandlungen zwischen den Delegationen Englands. Frankreichs und Amerikas in verschiedenen Richtungen gute Fortschritte gemacht hätten, wenn auch noch nicht von einer endgültigen Vereinbarung gesprochen werden könnte. Die Rachrichten der Morgenblätter aus Lausanne lauten weniger erfreulich als die aus Gent. Immerhin wird betont, daß es voreilig wäre, auch nur von einer Stockung der Verhandlungen zu sprechen, wenn auch zwischen der englischen For- derung nach völliger Beseitigung der Reparationen und dem französischen Verlangen, daß Deutschland „nach Wiederherstellung der wirtschaftlichen Wohlfahrt" noch irgendwelche Zahlungen leisten solle, noch kein Ausgleich habe her- gestellt werden können. Der Lausanner Berichterstatter Reuters nennt die Erklärung Herriots vor französischen Presse- Vertretern, eine völlige Annullierung Per "Reparationen erlege Frankreich viel größere Opfer auf als England, unvollständig und irreführend. Die Erklärung zeige deutlich die Weite derKluft zwischen dem englischen und dem französischen Standpunkt. Herriot sei während seines Pariser Aufenthalts offenbar unter den Einfluß von Kreisen d er Rech ten gekommen; infolgedessen sei seine Haltung etwas eigensinniger geworden. Herriot sucht die Engländer zu bekehren. Ministerpräsident Herriot erklärte der französischen Presse, daß vorläufig eine Llebereinstim- mung zwischen der deutschen und französischen Auffassung nicht b e st ä n d e. ES fänden in erster Linie Verhandlungen mit der englischen Regierung statt, da der englische Ministerpräsident teilweise die deutsche Auffassung unterstütze und die französische Regierung Macdonald von der Richtigkeit der französischen Auffassung überzeugen wolle. Sobald eine Mebereinftimmung zwischen England und Frankreich hergestellt sei, würden die Beratungen von französischer Seite mit der deutschen Regierung Beginnen. Er, Herriot, wolle in den nächsten Tagen eine Unterredung mit dem Reichskanzler haben. Die englische Regierung trete für eine völlige Streichung der Reparationen ein, der sich jedoch die französische Regierung widersehe, da sie auf Grund der internationalen Schuldenrcgelung einen Anspruch auf ' T Tr e n Ueberschuß von Zahlungen von 359 Millionen Goldmark habe, während England nur 66, Italien 35, Belgien 68 Millionen Goldmark beanspruchen könnten. Hieraus ergebe sich eindeutig, daß Frankreicht an der endgültigen Schuldenregelung bei weitem am meisten interessiert sei Die Dreimächtebesprechung in Gens. Erhebliche Schwierigkeiten in der Abrüstungssrage. Dens, 20. Juni. (ERD. Eigene Meldung.) Lieber die Besprechungen der amerikanischen, englischen und sranzöfifchen Abrüstungsdelegier- ten wird mitgeteilt, daß man mit einem eingehendem Studium der verschiedenen konkreten Fragen begonnen habe, und daß diese Fragen systematisch nacheinander und mit dem Ziel praktischer Lösungen durchgesprochen wurden. Die Besprechungen zielen darauf ab, im Lause der nächsten drei Wochen zu praktischen Ergebnissen der Abrüstungskonferenz zu kommen. Man läßt durchblicken, daß solche Ergebnisse unbedingt erreicht werden müßten mit Rücksicht aus die Vereinigten Staaten, deren Haltung in der Frage der politischen Zahlungen sich wahrscheinlich noch mehrver st eisen würde, wenn nicht wenigstens einige der Abrüstungsfragen, mit denen sich die Konferenz beschäftigt, schon in diesem Sommer positiv gelöst werden. Gerüchtweise verlautet, daß die Frage einer Abrüstungskontrolle, ferner Fragen, die sich aus eine Regelung der schweren Angriffswaffen beziehen, besprochen worden seien. Der amerikanische Plan einer Festsetzung der Heeres stärken nach einem bestimmten Schlüssel soll ebenfalls behandelt worden sein. Die drei Hauptdelegierten sollen in ihren privaten Besprechungen auf erhebliche Schwierigkeiten gestoßen sein, es wird infolgedessen fraglich, ob schon Mitte der Woche die anderen Delegationen zu den Besprechungen hinzugezogen werden. Sir John Simon und G r a n d i haben sich wieder nach Lausanne begeben. Die Anträge, auch die Bestimmungen des vierten Teils fürGemeindenundGemeindever- bände in weiterem Umfange als im ersten Sah geschehen und die Vorschriften über die Begründung des Deamtenverhältnisses für verfassungswidrig zu erklären, werden zurückgewiesen. Nationalsozialismus und Kabinett Hapen. Eine Lirafscrrcde in Köln. Köln, 20. Juni. (TU.) Gregor Strasser hielt in Köln eine Rede, in der er betonte, daß es jetzt in der Schickfalsstunde der ersten Etappe des nationalsozialistischen Kampfes unmittelbar vor bem Siege darauf ankomme, die Nerven zu bewahren. Heber die neue Regierung sagte Strasser, daß das Kabinett von Popen bestimmt nicht die Maßnahmen durchführen werde, die der Nationalsozialismus von einer deutschen Staatsführung erwarte. Die bisherigen Taten des Kabinetts, besonders die Auf- Hebung des SA.-Verbots, seien kein Verdienst, son- dem eine Selbstverständlichkeit. Auch die Reichstagsauflösung sei keine besondere Tas, sondern nur eine logische Folgerung der polnischen Entwicklung und des gegenwänigen Zustandes. -Las Kabinett von Popen aber, für den in 14 Zähren geschaffenen fürchterlichen Zustand heute verantwortlich zu machen, sei eine Infamie, die nur Ine verbrecherische Sophistik der «schwarz Roten fertig» bringen tonne. Durch die kommenden Reichstogs- wohlen müsse die Schlüssel st ellung des Zentrums endgültig vernichtet werden. Die jetzige Zwischenlösung werde nicht dauer- haft sein. Hitler habe die Mehrheit des deutschen Volkes in seinen Reihen gesammelt. Er habe durch dieses Vertrauen das Recht zur Staatsführung erworben. Er werde dieses Recht ausüben und dem Volke den Glauben an die Gerechtigkeit wiedergeben. ©er „Angriff" an die Adresse des Reichsinnenministers. Berlin, 20. Juni. (TU.) Der nationalsozialistische .Angriff" weist unter Bezugnahme auf die letzten Vorgänge in München darauf hin, .daß die von der Reichsregierung gewährleistete und im Sinne Hindenburgs versprochene Freiheit der Wahl zum Reichstag zu einer blutigen Farce wird, wenn die Reichsregierung nicht schleunigst ihre Pflicht tu t." Diese Zusammenstöße seien der Auftakt zu den seit langem schwebenden, nunmehr aber ganz offen sich an- dahnenden marxistischen Bürgerkrieg. Im Zusammenhang mit der vom Reichsinnen- ministcr auf Mittwoch einberufenen Länder- konserenz mit den Innenministern erklärt das Blatt ferner, daß das Reichsinnenministerium bei Beginn der durch die letzte politische Rotverordnung begonnenen Politik so ziemlich alle Energie habe vermissen lassen. Wenn der Reichskanzler in seiner Rundfunkrede aus Lausanne gesagt habe, es sei in dieser Zeit unmöglich, Deutschland zu führen und dabei .Bewegungen gegenüber fremd zu bleiben, die instinkt- und willensmähig den Lebenswillen Deutschlands verkörpern", so sei das ein guter Sah, den sich Gayl hinter die Obren schreiben sollte, wenn er die Herren Held, Bolz und Leuschner empfängt. Vielleicht belehre die vom .Angriff" angekündigte kommunistische General st reikhetze den Reichsinnenminister dahin, daß es sehr gut wäre, .einmal auf un4 zu hören, als, wie es anscheinend geschieht, sich auf die Informationen unb Einflüsterungen der Leute ausschließlich zu stützen, die in seinem Ministerium schon unter seinen Vorgängern die öffentliche Meinung im Sinne der Linken und des Zentrums machten." ©as bayrische Llniformverbot wird „verankert". München, 20. Juni. (TU.) In der Begründung des nunmehr an den Landtag gelangten Gesetzentwurfes zur gesetzlichen Verankerung des Uniformverbotes wird erklärt, daß der Entwurf den Zweck verkolgt, den Inhalt der auf den Paragraph 64 der bayerischen Verfassung gestützten Rotverordnung in das ordentliche Recht übcnuleitcn. Rach dem Entwurf sollen die staatlichen Polizeibehörden die Befugnis erhalten, zur Abwehr von Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung vorübergehend allgemein verbindliche Vorschriften zu erlassen. Ihre Geltungsdauer ist auf drei Monate beschränkt. Rur das Ministerium des Innern soll Vorschriften mit längerer Geltungsdauer erlassen können. Im übrigen wird darauf verwiesen, daß auch das badische Polizei st rasgesetzbuch eine Vorschrift enthält, die sachlich das gleiche Der Eindruck der Hessrnwahlen im Reich r । außeroröenrltd) großen Hitze 1 | des Tages die Schienen ausgedehnt hatten. stieß und vollständig zersplitterte. Die übrigen Wagen waren ebenfalls schwer beschädigt. Die Trümmer versperrten den gesamten viergleisigen Bahnkörper. Unter den Schwerverletzten befinden sich der Lokomotivführer. Die Ursache des Unglücks ist noch nicht bekannt: doch wurde von Sachverständigen die Ansicht geäußert, daß sich infolge der außerordentlich großen Hitze während Durch ein schweres Zugunglück bei Great Bridge- ford in der Nähe von Stafford (Mittelengland) wurden vier Passagiere getötet und über ein Dutzend Reisende schwer verletzt. Die Zahl der Leichtverletzten ist noch nicht festgestellt, ist aber sehr groß. Der Zug bestand aus vier Wagen, von denen der vorderste mit der Lokomotive zusammen- ergaben, liegt ein Verschulden dritter Personen nicht vor. Schweres Zugunglück in England. Blutige Radrffch-Gedenkfeiern in Kroatien. Belgrad, 20. Juni. (WTD.) 3n fast allen Gemeinden Kroatiens fanden heute Gedächtnisfeiern zu Ehren der Kroatenführer Stefan R a d i t s ch, Paul Raditsch und Basa r i t s ch e k statt, die außer in drei Städten ohne Zwischenfälle verliefen. In Brod muhte die Polizei Demonstranten, die einen wegen kommunistischer Propaganda Verurteilten aus dem Gefängnis zu befreien suchten, mit Waffengewalt zerstreuen. Ein Demonstrant wurde getötet. Bei einem Zusammenstoß mit Demonstranten in Iastrebarska wurde ein Gendarm schwer verletzt. In S p a l a t o mußte die Polizei gegen Demonstranten vorgehen, die feindselige Rufe gegen die Regierung ausstießen. Sechs Personen wurden verhaftet. Aus aller Mett. Auf dem Wege zur Arbeit tödlich verunglückt. • Der Arbeiter Jakob Klein aus Dieburg, der bei den Güldner Motorenwerke in Aschaffenburg bc- schaftigt war wollte Samstag morgen mit seinem Motorrad auf der Darmstädter Straße zur Arbeit fahren. Dabei geriet er aus einem bisher noch nicht geklarten Grunde von der Fahrbahn ab, rannte gegen einen Chausseebaum und zog sich dabei so schwere Verletzungen zu, daß der Tod St eile sofort eingetreten sein durste. Wie die bisherigen polizeilichen Ermittlungen Lausanne. 20. Juni. (TU.) von amtl. belgischer Seite wird mitgeteilt: Die Vertreter Belgiens. Hollands und Luxemburgs haben nach Prüfung durch die beteiligten Außenminister ein Abkommen über die gegenseitige und fortschreitende Senkung der wirtschaftlichen Schranken paraphiert. Dieses Abkommen werden sie unverzüglich den beteiligten Regierungen zur endgüttigen Billigung unterbreiten. Das Abkommen entspricht den Grundsätzen, die verschiedentlich vom Völkerbund festgelegt waren. Das Abkommen steht allen Staat en offen. Ls enthält eine Präambel, in der sich die beteiligten Staaten, überzeugt, daß die fortschreitende Verwirklichung " einer größeren Freiheit des Handelsverkehrs eine der Hauptbedingungen des Wohlstandes der Welt ist, zu diesem Abkommen verpflichten. Sie sind von dem Wunsche beseelt, daß durch ein gemeinsames Vorgehen der an diesem Abkom- men beteiligten Regierungen sie zur Verbesserung der allgemeinen Wirtschaftslage beitragen werden. Sie verpflichtensichgegenseitig.keine neuen Zölle zu erheben und durch eine jährliche Zollbeschränkung von 10 v. h. zu einer gewissen Herabsetzung des gegenwärtigen Zollniveaus zu gelangen. Sie verpflichten sich außerdem, unter sich keine neuen Maßnahmen der Einfuhr- und Ausfuhr-! Handelskonvention zwischen Holland, Belgien und Luxemburg. Fortschreitende Zollsenkung als Mittel zur Belebung des Handelsverkehrs. Oer Beitritt allen Staaten frei. menkunft sofort stattfinden zu lassen. Ehe die betreffende Nachricht von.Warschau nach Danzig gelangt sei, sehe sich die Danziger Regierung zu ihrem Bedauern genötigt, die polnische Neuerung darauf hinzuweisen, daß sie die Ziffer 1 der Vereinbarung vom 29. Juni 1925 nicht beachtet habe, wonach sie, sobald sie von dem Zeitpunkt einer Ankunft eines Kriegsschiffes in Danzig Nach, richt habe, von dieser Benachrichtigung sofort den Senat der freien Stadt Danzig in Kenntnis setzen werde. Da dies bisher nicht geschehen sei sehe sich die Danziger Regieruna ferner genötigt, die Polnische Regierung zu ersuchen, die ihr zugegangene Mitteilung auf schnellstem Wege an die Danziger Regierung westerzuleiten. Es wurde dann die höchst unerwünschte Lage eintreten, daß die gemeldeten Schiffe in Danzig einträfen, ohne daß vorher die in Ziffer 2 des genannten Abkommens vorgesehene Besprechung eines gemeinsamen Programms stattgefunden habe. Am Samstag hat die polnische Regierung sich dann aus den Standpunkt gestellt, daß vor den Programmbesprechungen zunächst noch festgestellt werden müsse, ob seitens amtlicher Danziger Stellen etwa eine G i n Übung zu diesem deutschen Kriegsschissbesuch in Danzig nach Berlin gegangen Senat hat festgestellt, daß dies nicht der ^otl ist, und daß die polnische Vermutung nicht zutrifft. Gleichzeitig hat er nochmals zu einer Besprechung des Programms eingeladen. sind sämtliche Arbeiter der Kupferbergwerke und in Valparaiso die Angestellten der O m n i b u s- gesellschaften, sowie die Beamten der Handelsmarine in den Streik getreten. Das Armeeoberkommando hat den Eisenbahnarbeitern ein Ultimatum gestellt, in dem sie mit Entlassung sowie Verhaftung und Aburteilung vor einem Kriegsgericht bedroht werden, falls sie den Dienst nicht bis Montag vormittag wieder ausgenommen haben. Der, frühere chilenische Diktator Ibanez reifte mit Erlaubnis der neuen chilenischen Junta nach Santiago de Chile ab. Politische Kreise rechnen damit, daß Ibanez sich in der einen oder anderen Form wieder an der Regierung be- teilt gen wird. Vor seiner Abreise erklärte Ibanez, daß er sich für d i e Bildung einer Diktatur einsetze, da die k o m m u n i ft i s ch e Gefahr in Chile mit drastischen Maßnahmen ein für allemal beseitigt werden müsse. Chile sei bei der letzten Revolution beinahe eine bolschewistische Republik geworden. Polnische Unverschämtheit. Warschau unterschlägt die Anmeldung einrö deutschen KriegSschiffsbesuchS in Oanzig. Alpenlandschaft bringt er zarteste Farben unter, vermittelt dabei aber viel räumliche Tiefe. „Winterliches Rhöndorf", „Industrie am Rhein" und „EUel- maar" von Geo Tyroller sind charakteristisch gesehen, in der Farbe aber nicht immer glücklich. Carl Wolf malte Hunde, Foxterriers so pastös, so weich, daß man die Tiere fast streicheln möchte. Zu seiner „Chiemseelandschaft" behält man dagegen einigen Abstand. Einen neueren Naturalismus pflegt Toni Bichl in einem Stilleben von Früchten und Blumen, ohne dabei viel Gegenliebe zu finden: L. Brandenburg zeigt „Blaue Blumen". August Pinker- n e l l e mit feinen beiden Blumenstilleben „Phlox" unb (Slimen" vermag sich nicht über ben Durch, cljnitt zu erheben. Jos. Denzinger ruft mit (einer Gliederpuppe" sehr widersprechende Gefühle wach, bas Blumenstilleben „Alpenveilchen" ist dem- gegenüber sehr sicher angelegt. Karl Er11 malte ein niederes „Motiv aus Burghausen" und ein zarteres aus den bayerischen Bergen. Erwin Äette- ™Q.n,n 'st mit einer sehr klaren Alpenlandschaft h' f®Ut ^fallen Karl Eberts duftige Aqua- relle die bei .aller Einfachheit des malerischen Vor- wurfs eine feine Wirkung erzielen. Von Fritz A r 11 hangen einige im Aufbau und der farbigen Be- fonhmßaSchäften aus, von denen be- J? °.6 Neuburg am Inn" und „Taormina SRilhpfm Q besonbers erwahnt zu werben verdienen. Wilhelm Kokle hat sich mit liebevoller Einfühlung beg bäuerlichen Menschen angenommen ben er mit einer virtuosen Bleistifttechnik in seiner' ganzen Be- Ä9!D!aUrI|entnr,d,I?Cnt Tiefe festzuhalten weiß. 1 znr r f mn verdient em hegenber weiblicher U"b 9Mam» UBaunl*) Hochschulnachrichken. tor$ber I?1? Nichnrb G r e e f, langjähriger Direk- I in h Universita saugenklimk ber Charits in Ser- hn beging ’n Men lagen seinen 70. Geburtstag f Assistent bei Schweigger, habilitierte sich 2 "J Berlin, unternahm Stubienrelsen in Dft> und Westpreußen sowie Posen unb würbe 1897 außerorbentlicher Professor unb Direktor ber berliner Augenklinik. 1927 wurde Greef eremitiert. Er «st Mitherausgeber des Archivs für Augenheilkunde sowie ber „Optischen Runbschcm". In München ist der Senior der tierärztlichen Fakultät, Prof. Dr. Erwin Voit, im Alter von 80 fahren gestorben. Der Airstorbene hatte sich 1886 für das Fach der Physiologie in München habilitiert, war 1888 Professor an der Tierarzneifchule unb hat diese im Jahre 1911 an die Universität München als Fakultät übergeführt. Geheimrat Voit war Mitglied der bayerischen Akademie der Wissen- schäften und Mitherausgeber der Zeitschrift für Biologie. Zu Ehrenmitgliedern der Deutschen Bota- Nischen Gesellschaft wurden ernannt die Professoren Drude (Dresden), Haberlandt (Berlin) T s ch i r ch (Bern), M e r r i l (Neuyork), Priaschnikoff (Moskau), Stapf (Kiew) unb Went (Utrecht). In Weinheim a. b. Bergstraße ist im Alter von 76 Jahren ber ehemalige außerorbentliche Professor an ber Universität Leipzig Carl von Babher gestorben. Der bebeutenbe Germanist war Bearbeiter bes Grimmschen Wörterbuches. Prof. Dr. Ebuarb Schwyzer ist von der Universität Bonn als Nachfolger von Geheimrat Wilhelm Schulze auf den Lehrstuhl für vergleichende unb indogermanische Sprachwissenschaft ber Universität Berlin versetzt worben. Der Berliner Privatbozent Dr. Karl Theobor Kipp hat ben Ruf an bis Rechts- unb Staatswissenschaftliche Fakultät der Universität Bonn angenommen. Zum Rektor ber Universität Breslau wurde der Semitist Prof. Karl Brockeimann gewählt. Prof. Wilhelm Köhler, ber Direktor des Weimarer Museums unb Professor für Kunstgeschichte an ber Universität Jena, übernimmt bie Kuno- Francke-Professur für beutsche Kunst unb Kultur an der Harvard-Universität. Der Lehrstuhl der Botanik an ber Universität HE 'st an Stelle von Professor K. N o a ck bem a. o. Professor Wilhelm Troll in München angeboten worden. 3 besagt, wie der im Entwurf vorgeschlagene Artikel des bayerischen Polizeistrafgesehbuches. Die Kreditaktion für Oesterreich' Noch immer kcineAntwort der Negierungen. •?^nfAr2?'r?uJ)L (TU.) Der Präsident des Ge- nlschten Ausschusses für die österreichische Anleihe- am Montag an die Regierungen • Englands, Frankreichs und Italiens eme Mitteilung gerichtet, daß der Ausschuß seine -Ausgabe hinreichend vorbereitet habe, und nun auf d i e Heb ermittlung derAnsichten ocr biet Regierungen toartc. Die Mitteilung unterstrich nochmals die Wichtigkeit unb 8U fassenden Entschlüsse. Bekanntlich sollen sich an der Anleihe von 300 Millionen Schilung. Frankreich mit 100 Millionen, S£9£-n?rmit Sincr Umwandlung des kurzfristigen 100-Mlllionenkredites in einen langfristigen Krebst, Italien mit 30 Millionen beteiligen, während die übrigen 70 Millionen Schillinge auf einige neutrale Staaten verteilt werden sollen. In dem Vrief des Vorsitzenden soll ausdrücklich darauf hingewiesen werden, daß Oesterreich zu einem i\rr??8'ermDrat°r' um schreiten würde. TnUs bis nächsten Donnerstag, den 2 3. Juni, eine Zustimmung der Regierungen zu dem vorliegenden Kreditplan nicht vorliege. Liidurchsichlige Lage in Chile. 3banez kehrt aus der Verbannung zurück. Santiago de Chile, 20.Juni. Die Regierung dementiert die Meldung, daß eine neue Gegenrevolution der chilenischen Flieger ausgebrochen sei. Die Streikbewegung, bie Enbe ber vorigen Woche bei ben Eisenbahnarbei- tc r n begonnen hatte, behnte sich während des Sonntags auf größere Teile Chiles aus. In Santiago Obertzeffischer Kunstverein. Künstlerkreis München. Die Ausstellung bes Oberhesfischen Kunstoereins, bie am Sonntag im Turmhaus am Branbplatz eröffnet würbe, stellt bem Beschauer 15 Künstler vor Die Ausstellung bringt — so barf man wohl sagen — jebem etwas unb vermag bamit bem Einzelnen viel zu geben. 15 Künstler zeigen ihre Werke und das bedeutet, daß 15 Persönlichkeiten an ben Betrachter herantreten unb geroürbigt sein wollen. Die oerschiebensten Temperamente finden in den Bildern ihren Ausdruck, obwohl ihnen Eines gemeinsam erscheint: bie Münchener Schule. Das braucht aber nicht zu bebeuten, baß ihrer Jnbividualität irgendwie Gewalt angetan setz denn nirgends schasst der Künstler freier als in München. Einige Verwandtschaft, die zwischen den Werken bes einen ober anderen festzustellen ist, mag mehr barauf zurückzuführen sein, baß bie meisten Mitglieber bes Kreises Süddeutsche sind. Eine stille feine Freude bedeutet es, dem Land- schaftsempfinden des einzelnen Künstlers nachzufühlen, ihren oft so verschiedenen Auffassungen von Architektur nachzugehen, ihrem Raumgefühl nachzuspüren, gegeneinander abzuwägen, wie sie die Blumen betrachten und nachschaffen, unb wie sie ben Menschen sehen . Absolut gemeinsam ist ihnen eine große Sorgfalt ber Technik unb Sicherheit ber Zeichnung, wie auch ber Farbebehanblung. Einige hulbigen ohne inneren Wiberspruch ber Impression und treten dadurch dem Betrachter oftmals näher, als man in diesen Tagen wahr haben möchte, lieber bie generelle Vielfalt hinaus, bie sich auf bie Unterschiede der Künstler gründet, ist die Schau noch besonders abwechslungsreich durch die Verschiedenartigkeit der Techniken, in denen die Bilder ausgeführt sind. Man sieht Gemälde in Del, in Tempera unb Aquarell Bleistiftzeichnungen, Rabierun- gcn Holzschnitte, Aqua-Handdrucke, bie zum Teil in Mappen untergebracht sind unb nicht übersehen werben sollten. Es ist schwer zu sagen, wem ber Künstler bie Krone in bieser Ausstellung gebührt. Einige finb in ihrer Art kaum zu übertreffen. Friebrich Gurli11 malt Deutschnationalen und der Liste Leucht- gens keinen Nutzen gezogen. Von Interesse dürfte sein, daß rund 5003 Stimmen der Nationalen Einheitsliste mangels einer Listenverb'mdung unterdenTifch gefallen sind. Ein Aufruf der NSDAP, nach der Wahl. In einem Ausruf,der Gauleikung Hessen der RSDAP., die uns mit der Bitte um Veröffentlichung zugeht, heißt es: Hessische Parteigenossen! Die Iuniwahlen sind vorbei. Die Lügen und Verleumdungen gegen uns sind an der Vernunft unserer hessischen Volksgenossen zerschellt. Keiner von uns hat sich durch terroristische Aeberfälle ein» schüchtern lassen. Mit beinahe 20 Prozent Zuwachs au Stimmen beendigen wir diesen Kampfabschnitt, indessen der Gesamtmarxismus 2 Mandate verloren hat. Den Sieg verdanken wir der zähen Arbeit aller hessischen- Parteigenossen. Im Austrag des Führers und im Namen der Gauleitung Hessen spreche ich den Mitkämpfern für ihre opfervolle Arbeit Dank und Anerkennung aus. Am Samstag, dem 25. Juni, beginnt der Groß- kampf für die Reichstagswahlen Ende Juli. Wir haben keine Zeit, auszuruhen, sondern nur den fanatischen Willen. Deutschland frei zu machen von allen Schlechten, Faulen und Dummen und dann den Staat Mols Hitlers im Geiste unseres Nationalsozialismus zu errichten. Darum Parteigenossen: Fertigmachen. Antreten und vorwärts marsch zum endlichen Sieg! Interieurs, prunkvolle katholische Kirchen bes bayc- rifdjen Barock, Rokoko-Zimmer von faszinierenber P/ochtz die er zwar sehr realistisch miebergibt, sie aber doch mit einer eigenen Stimmung erfüllt. Das Peterskirche in München", ein Kabi- nettftuef biefcr Art Malerei, oerbient ben bevor- 3J*gten Platz, ben man bem Werke einräumte. Die y. roie der Maler bie Farbe in ben Dienst ber Zeichnung stellt, ist unnachahmlich. (Man barf nicht vergessen, des Künstlers Mappe aufzuschlagen, in ber man 110^(6^ mele feine Dinge, Linolschnitte Aqua- Hanobrucke, skizzenhaft angelegte Temperablätter üorfinben wirb.) Nicht unerwähnt bleiben dürfen biejöilber „Roter Audixnzsaal im Schloß zu Ans- bach unb „Inneres ber Tyeatinerkirche" Hansjörg De u ringer ist (mit einer einzigen Ausnahme) ausschließlich mit Motiven aus bem bunten Suben vertreten. Die dalmatinische Küste an? roir in seinen Bildern ' griechischen Inseln gaben chm babei gleichzeitig Gelegenheit, das Land mit dem Me" zu verbinden unb hier Wirkungen von hohen malerischen Reizen zu erzielen. In ber Hauptsache [mb es Aquarelle, in benen er die Lichtfülle des Südens festhält unb in aller Zartheit miebergibt, opne sich m ber Komposition zu wiederholen Bor allem zeichnet er sehr klar unb gibt jegliche 2lrd)b tettur (bie in seinen Silbern meist bas bestimmende Element darstellt) überzeugend wieder. Ueberraschend bei aller Einfachheit ist bie klare Wirkung bes Bil- °es Dalmatmische Bäuerinnen beim Holzholen" m ^Schieb mair führt mit seinem Gemälde „Verdächtiges Gluck" in die düsterste Kaschemme er malt hart unb mit grellen Farben Apachen' figuren, unb gebt babei einen eigenen Weg ber in bem vielleicht bedeutsameren Werk „Arbeitslos" noch starker herauskommt. Daneben sieht man jeboch Lanb- schasten von ihm, bie ein sehr zartes Landschafts- gefuhl verraten. ' Prof. Gustav S ch m i b t zeigt ein Blumenstilleben „3ris unb em zweites „Rosen", bie er beibe in einem biffufen Lichte auflöst unb bamit zu einer großartigen Wirkung steigert. Die Blumen konnten impressionistischer nicht gesehen werben. Man verweilt gerne länger oor ben beiden Werten. Jos. Koch offenbart mit dem Bilde „Winter am Dorfweiher" em verinnerlichtes Landschaftsempfinben. In einer Danzig, 20.Juni. (WTB. Funkspruch.) Die Pressestelle des Senats teilt mit: Die beutsche Regierung hat burch ihren Gesanbten in Warschau am 17. Stai bie polnische Regierung, ber bekanntlich bie Führung ber auswärtigen Angelegenheiten der Freien Stadt Danzig übertragen ist, gebeten, der Danziger Regierung für den 23. Juni einen Besuch deutscher Kriegsschiffe anzu melden. Diese Mitteilung istbisherinDanzignicht eingegangen. Inzwischen hatte aber die Dan- 3igcr Regierung am 16. Juni, da ber Zeitpunkt bes Besuches unmittelbar bevorstand, die beteiligten Stellen in Danzig z u einer'Besprechung über das Programm öes Besuches ein» geloben. Die polnische diplomatische Vertretung lehnte eine Beteiligung an bieser Besprechung ab, ba bie amtliche Nachricht über ben Besuch in Danzig noch nicht vorläge. Die Danziger Regierung antwortete hierauf, sie stehe zwar grundsätzlich auf bem Stanbpunft, daß bie Voraussetzung für biefe Zusammenkunft, nämlich d i e ordnungsmäßige diplomatische Anmeldung des deutschen Kriegsschiffbesuches vorliege. Da der Senat angenommen habe, daß die formelle Uebermittlung ber betreffenden Nachricht an die Danziger Regierung lediglich durch irgendwelche technischen Hinderungen verzögert sei, sähe er in Anbe- tracht der Kürze ber zur Verfügung stehenben Zeit keine Hinbemisse, bie vorgesehene Zusam- Berliner Pressestimmen. Wiederum keine klare Eni cheidung. B e r l i n, 20. Juni. (Sil.) Die Berliner Presse nimmt in eingehender Weise Stellung zum Ergebnis der Wahlen in Hessen. Der „Berliner Lokalanzeiger" (Hugenberg) schreibt, was bei der Neuwahl des Hessischen Landtages erreicht werben sollte: Eine klare Entscheidung zwischen rechts und links, zwischen nationaler Opposition und Systemparteien, ist abermals nicht gelungen. Die Stimmen stehen unter Zurech- nung der Mittelsplitter gleich zu gleich, trotzdem die Nationalsozialisten wieder erheblich gewonnen haben. — Die ,DAZ." (Gern. Rechte) erklärt, die Nationale Einheitsliste, die eine Schlüsselstellung erwartete, habe die in sie gesetzten Hoffnungen nicht erfüllt. Im Gegenteil, der Versuch einer Sammlung der bürgerlichen Mitte ist geradezu katastrophal gescheitert. Die Deutsch- nationalen haben sich gut behauptet. Das Zentrum bleibe aber entscheidend. — Die „G e r in a n i a“ (Zentrum) ist der Ansicht, daß es weder in Hessen noch im Reich eine Volks- mehrhcit gebe, die eine nationalsozialistische Parteiherrschaft aufgerichtet sehen wolle. Politisch und parlamentarisch habe sich an dem bisherigen Zustande in Hessen n i ch t s g e ä n d e r t. — Die „Vosslsche Zeitung" (Dem.) schreibt, die Niederlage der „Einheitsliste" dürfte allen Versuchen, für die Reichstagswahlen eine verschwommene Neubildung zu improvisieren, endgültig den Garaus machen. Die Hessenwahl gebe aber keinen sicheren Schlüssel für die bevorstehende Reichstagswahl, sondern verstärke nur die Angewißheit. — Der sozialdemokratische „Abend" stellt mit Befriedigung den Vormarsch der SPD. fest und ruft zu verstärktem Kampf gegen die National- sozialisten und das Kabinett Papen auf. Auswirkung der Listenverbindungen. -6/äI. Darmstadt, 20. Juni. Die Listenderbin- dungen bei den hessischen Wahlen haben sich bei öen bisherigen Feststellungen zugunsten der S o^i a l d e m 0 k r a t e n so ausgewirkt, daß diese durch ihre Verbindung mit den leer ausgegangenen Demokraten ein Mandat gewonnen baben. Dagegen haben die N a-t i 0n a l s 0 z i a- listen durch ihre Listenverbindung mit den beschrönkung zu ergreifen, außer in besonders bestimmten Fällen. 3eber weitere Staat hat die Möglicykeit, unter ben gleichen Bedingungen wie die unterzeichneten Staaten diesem Abkommen beizutreten. * In Konferenzkreisen wirb diesem neuen Schritt der belgischen unb hollänbischen Regierung grundsätzliche Bebeutung beigemessen, ba damit zum ersten Male die Frage ber europäischen Zollsenkung von Regierungen in Angriff genommen ist, nachdem ber Versuch, zwischen Deutschland unb Oesterreich zu einer Zollunion zu gelangen, aus politischen (Brünben verhindert worben war. Günstige Aufnahme in LISA. Washington, 20. Juni. (LU.) Das heute in Genf paraphierte älebcremfbTnmen zwischen Belgien, Holland und Luxemburg über eine Zollunion, der möglicherweise auchdiefkandina- vischen Staaten beitreten, findet trotz seiner antiamerikanischen Tendenzen in Washington eine günstige Aufnahme, da die amerikanische. Regierung stets die Ansicht vertreten hat, daß d i e Zollmauern um bie kleinen Länder ein Haupthindernis für die Erh 0 - lung der Weltwirtschaft darstellen. Die amerikanische Regierung würde statt dessen die Zusam m enfassung natürlicher Wirtschaftsgebiete in Zollunionen bevorzugen und sehe diese nordische Zollunion mit gleichen Augen an, wie den Donau-Zollunionsplan. W'ff nidp “? rt-flj ssfes SÄ'- «Aä” * * SW nod) lange ernst uni uns in diesem Somn w, » " Kräfte stahlen, W fcott hi. Sonne. Sen» ^endektt-, M 6cn1 b-i uns e Wenn jemand irgi floltung zu besuchen Hebung in neuester . u wünschen, unbeku vielleicht einer ernst Iran, einem Travers. 6pa&, d.h. einen zui erwarten hat. Das itc Belüftigung, Zeitoer sich belustigen, eigent entsprechend: sich (be breit machen" beans als zu einem bloßen auch ber Wunsch „Di ihn bringen soll, ni Hal der Ausbruch bod vor der Formel, mr Unterhaltung wünsch Amüsieren Eie sich gi laut weist hier aus französische amuser sperren (museau M die Zeit vertrödeln. 18. Jahrhundert in b gebraucht. Bei ßel/ir ballen, beluftigen. i groß, daß man gleich Wir entlehnte (vor Lazu bildete man eil 31. Holz, Buch der Z gebraucht, und die Z Bergnügling (bei P. 12), gar nicht zu Scherze geläufigen P Welschwörter haben d nicht ganz verdränge Aber warum roünli Vergnügen? Bergnü ennster Beschäftigung schiller schrieb eine d-s Vergnügens an 9(e)nügen hieß urfpr zufrieden machen: bi schneie ben Zustand ber hamburaer Rat unter dem titel „Z herausgeben tonnte u «°tt vergnügt (ein k »nbers froher Stimi hervorbringt, nennen Vergnügungen wird örobfinn bezogen. Als Sollen Kin Die moderne Kor ruen u, 115 ^effltern Unn“ JE’i e 65 Mägli 1 ln der M Li.nr ,mu& man al »»«iIfeK b, jung aufhQfJ" wen / 6el<*Wtirt ^issbesuch- H(n- Eh« bie bf. Witter!,. Dii schwer b([d)äbigi. unten Diergkifigrn Kletzien befinden ochc be$ Unglüds von Ächversiän- ch infolge der Hitze während nt Hollen. au nochDon. ^nziger Reaie. die polnijche A, Ä* *''« s,‘e' gefchehcn an« feiner gtnö- ersuchen, die ihr fchnellsteni ng weilxrzuleiicn. mschle Lage ein- e in Danzig ein« Ziffer 2 des ge« 'ne Besprechung ittgefunben habe. litrung fitf) bann i vor den Pro« feftgesielll wer. Danziger Stellen diesem deutschen Berlin gegangen ah dies nicht der Bermulung nicht mir zu einer iben. puimiaje 1 1925 nichl brach, ’n dem Zcilpunll in Saiyig Noch. hl'Mg fofort •3'9 in Kenntnis Direktor der $«• eef eremitiert Er ir Augenheilkunde tierärztlichen fr- im üll«»"“ it ho«- sich » München ■ ü «wE i die "nioersilo Seheitneol $oit A*Ä Zeilfchr'ft für eichen Bola.' >n ernannt die haberlondt rAl (91euu°rl'. j p s (Kiew) und s '"ist von der Uni »«“niwr' fiurl Theodor ;#ät r°"° “n h„, Univer^' Fgioai;; , Oünchen ° Aus Der Promnzialhaupistavt. Gießen, den 21. 3uni 1932. Sommer 1932. Wenn die Sonne am 21. Juni um 16.23 Uhr über dem Wendekreis des Krebses steht, zieht der . eommer bei uns ein. Der Frühling mit seiner Blüten Pracht liegt dann hinter uns, und unser 1 Auge freut sich jetzt an dem reifenden Getreide, an den sich färbenden Früchten. Das Leben scheint einen besonderen Höhepunkt erklommen zu Haden. Luft, Licht und Sonne erquicken die unter den All« tagslasten (thron’ seufzende Menschheit. Der Sommer ist die Hochzeit des Jahres. Je sonnenspenden, der er ist, desto größer sind unsere Ernteerwartun« acn und desto hochgcstimmter find die Menschen. Es »st eine alte Erfahrung, daß zwischen der seelischen Wrundftimmung der Menschen und der Sonne tiefe Beziehungen bestehen, von denen sich „astrologische Weisheit" nichts träumen läßt Sonnenschein ist die Voraussetzung für eine optimistische Grund- ftimmung der Menschen. Wenn der Mensch im Somiuersonncnschein morgens erwacht, dann oei gißt er die Schwierigkeiten, die ihm am Abend noch unüberwindlich erschienen, und schöpft neuen Mm und neue Straft zu ihrer Uebcrroindung. Es laßt sich nicht mit mathematischer Sicherheit nachweisen, wie die Beziehung zwischen Wetter und Mensch ift Aber wenn wir uns einen schönen Sommertag vergegenwärtigen und ihn mit einem naßkalten verregneten Tag des Vorjahres in Beziehung setzen, so glauben wir es auch ohne diesen mathematischen Nachweis, daß z. B die Zahl der Selbstmorde in sonnenarmer Zeit viel größer ist, als in schönen Sommertagen. Der Sonnensommer ist der beste Freund der Menschen, und gerade wir, die wir ein schweres Schicksal erleben, sollten für einen Sonnen- sommer, wie der diesjährige es zu werden ver« spricht, besonders dankbar sein. Gibt uns doch seine Sonne neuen Lebensmut und neue Lebensenergien, die wir bitter nötig haben, denn die Zeiten werden noch lange ernst und schwer bleiben. Deshalb laßt uns in diesem Sommer gesund an Leib und Seele baden, laßt uns die körperlichen und geistigen Kräfte stählen, laßt uns Energien aufspeichern. „Siel Spaß." Wenn jemand irgendeine gesellschaftliche Ceran- ftaltung zu besuchen geben», pflegt ihm feine Umgebung in neuester Zeit beim Abschieb viel Spaß zu wünschen, unbekümmert barum, baß ber Besuch vielleicht einer ernsten Unterhaltung, einem Vortrag, einem Trauerspiel u. ä. gilt, wo man kaum Spaß, b. h. einen zum Lachen reizenden Scherz zu erwarten hat. Das italienische Zeitwort spasso heißt Belustigung. Zeitvertreib, bas Zeitwort spassarsi sich belustigen, eigentlich bem lateinischen expandere entsprechen!»- sich (behaglich) ausbreiten: unser „sich breit machen" beansprucht einen größeren Raum, als zu einem bloßen Scherz nötig wäre. Mag jeboch auch ber Wunsch „Diel Spaß!" bem Gegenstand), ber ihn bringen soll, nicht immer angemessen sein, so hat ber Ausdruck doch ben Vorzug eines Lehnwortes vor ber Formel, mit ber man vorher jemand gute Unterhaltung wünschte und auch jetzt noch wünscht: Amüsieren Sie sich gut! Viel Amüsement! Der Rasen, laut weist hier auf französischen Ursprung hin. Das französische amuser heißt eigentlich bas Maul aussperren (museau Maus wie italienisch muso), bann: bie Zeit vertrödeln. Bei uns würbe es im 17. unb 1». Jahrhunbert in ber Bebeutung auf- unb sesthaltcn gebraucht. Bei Lessing unb Wieland heißt es unterhalten, belustigen. Das Bedürfnis danach war so groß, baß man gleichzeitig auch noch bas französische Claifir entlehnte (vorn lateinischen placere gefallen). Dazu bildete man ein Beiwort pläsierlich, bas noch A Holz. Buch ber Zeit 276, von Werthers Leiben gebraucht, unb bie Zusammensetzung Pläsiersisch für Dergnügling (bei P. Heyse 1872, Kinber ber Welt, I, 2), gar nicht zu reben von bem wohl nur im Scherze geläufigen Pläsieroergnügen. Man sieht, bie Welschworter haben boch bas alte beutsche Vergnügen nicht ganz uerbrängen können. Aber warum wünschen heute viele nicht mehr viel Vergnügen? Vergnügen kann man ja sogar bei ernster Beschäftigung ober Unterhaltung empfinden. Schiller schrieb eine Abhandlung über ben Gründ) des Vergnügens an tragischen Gegenständen. Der- g(e)nügen hieß ursprünglich soviel wie durch Ersatz zufrieden machen: das Hauptwort Vergnügen bezeichnete den Zustand völliger Befriedigung, so baß Der Hamburger Ratsherr Brockes seine Gebichte unter bem Titel „Jrbisches Vergnügen in Gott" herausgeben konnte unb noch heute jemanb in feinem Gott vergnügt sein kann — dabei pflegt er in besonders froher Stimmung zu fein, auch was diese hervorbringt, nennen wir Vergnügen. Die Mehrzahl Vergnügungen wird nur auf Veranstaltungen zum Frohsinn bezogen. Also: Diel Vergnügen! C. M. Sollen Kinder barfuß laufen? Die moderne Körperkultur hat es mit sich gebracht, daß bas sonst nur auf bem Canbe übliche Barsußlausen ber Kinber zur Sommerzeit seinen Einzug auch in bie Stäbte gehalten hat. Soll man bie Kinber barfuß laufen lassen, ober nicht? Aengst liche Eltern lehnen cs entsetzt ab, anbere meinen, cs gäbe nichts besseres für bie Entwicklung bes Kinbcs, als es möglichst viel unb bei jeher Gelegenheit barfuß laufen zu lassen. Der richtige Weg liegt, wie meist, in ber Mitte. Sehr zarte und anfällige Binder muß man allerdings erst auf das Barfuh- laufen trainieren, sonst erkälten sie sich doch. Allerdings wird die Gefahr der Erkältungen meist überschätzt. Im Gegenteil, der unbekleidete Fuß hat, wenn er genügend fleißig bewegt wird, eine viel ungehemmtere unb bessere Blutzirkulation, als ber in ben Schuh eingezwängte. Anbers bagegen ift es, wenn man auf kaltem Boden, vor allem auf Steinboden, barfuß längere Zeit steht ober sich nur wenig bewegt. Dann ist allerbings bie Gefahr einer Cr- lältung unleugbar vorhanden. Man kann infolgedessen den Eltern nur den Rat erteilen, je nach den Umständen zu verfahren unb bafür zu mrgen batz ihre Kinber sich, wenn sie sich barfuß in ber Wohnung aushalten, genügend) fleißig Bewegung madjen. Mit Recht weisen viele Aerzte darauf hin, daß der unbekleidete Fuß gegen ben harten Zimmer- und Psiasterboben nicht genügend) Unterstützung hat unb bei Kindern mit schlaffen Gelenken unb Bändern iniolgcbcffen durch bas Barsußlausen aus solch hartem Boben bie Gefahr einer Plattfußbildung besteht. Darum ist bei Kindern mit Neigung zur Platt« ober Knickfußbilbung bas Barfußlau en auf Holz- oder Steinboden zweifellos nicht unmfabrhd), unb sie müssen erst durch methodische Fußubungen gekräftigt werben, ehe sie es °hne Schaden o ragen. Ganz anbers ist es auf Wald« ober Wiel en« boben. Diese Böden sind weicher und elastischer, durch ihre zahlreichen Unebenheiten üben sie auf bie Fuhunterfläche einen energischen Reiz aus |o Daß sich bie Muskeln unb Sehnen kräftig zusammen- ziehen müssen. Man kann geradezu behaupten, daß das Barfuhlaufen auf solchem Naturboden em *• Stadttheater-Personalie. Raimund Schelcher der im hiesigen Ensemble seine Büh- nentätigfeit begann und während zwei Spielzeiten dem Ensemble angehorte, wurde mit Beginn der Wintersvielzeit 1932/33 an das Neue Theater Frank- furt a. M verpflichtet. "Neue Stark st romleitungGieße n— Wetzlar. Die Preußische Elektrizitäts-Aktien- Gesellschast baut von bem Umspannwerk Gießen ab biS zu ihrer Station Wetzlar eine neue Starkstromleitung, da bie bisherige, zum Abbruch kommenbe Leitung ben Anforderungen nicht mehr genügt. DaS Preußische Staatsministerium hat ber Preuh. -ren angeführten giffern geben die Höhe 6er zuletzt betroffenen Dlmdende an. - Relch-daukdi-tE s o.H, Lombordzinsfuß 6 t>. S). jrannur. a. jji. 2)tn.. Schluß- kurs Schluß!. Abendbörse Schluß. Iur4 Schlußk. Mittag« börsc SOatum 18.6 20 6. 18.6 20.6. 6% Deullche iHeichMnicthe v. 192. 51,5 — _ 7% Deutsche Reichsanleihe v. 1929 b!4% Doung-Anleihe von 1930 . Deutsche AnI.-AbIö!.«Schuld mit 59 59.5 — 59,5 59 60 59,5 60 Auslos.«Rechten ....... 37,75 38,13 37,9 37,9 Desgi. ohne Auslos.-Rechte . . 8% Hess. Bolksstaa, von 1929 3,45 3,7 3,55 3,65 (rückzahlb. 102%)...... Oberhessen Provinz-Anleihe mit 46,5 — — — Ausloj.-Rechten...... Deutsche Komm. Sammelabl. 36,5 36,5 — — Anleihe Serie 1....... 8% Franks. Hyv.-Bank Goldpse — 33,75 34 34 15 unkündbar bis 1935 .... 7% Franks. Hhp.'Bank Goldpse 66,75 66,25 — — unkündbar bis 1936 Serie 16 . 4«/,% Franks. Hhp^Bank Liqu.- 66,75 66,25 — — Psandbriese......... V/$% Rheinische Hhp.-Bank-Liqu. 77,13 77,75 — — Goldpse........... 8% Pr. LandeSpfandbriesanstalt, 75 75,25 — — Psandbriese R. 19...... 7% Pr. Landespjandbriesansialt, — 67,5 63,25 — Pfandbriefe R. 10 — — — — 4% Oesterretchilche Gvldrente . . 9 — _ 8,75 4,20% Ocstcrreichische Cilberrente — — — 4% Ungarische Goldrentc .... 4,75 — 4.85 4,75 4% Ungarische StaatSrente v. 1910 5,75 — 5,75 5,7 4Vi% desgi. von 1913..... — — 4,55 5% abgeft. Goldmexikaner von 99 5,13 5 5 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anlcihc 2,25 2,3 2,4 2,25 Serie ............ 4% desgi. Serie II . . ■ ■ . - • 2,3 2,4 2,5 2,4 2,3 2,3 2,45 2,3 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 — — 4,3 4k%Rumön.vereinh.Rentcv.l913 — 7 7,4 7 4% Rumänische vereinh. Rente . 3,13 3,1 3,13 3,1 8 »4% 1 L-04M-» ... 16 15,5 15,9 15,5 Fronklun 0. M. Berlin Schluß« fürs Gchiußt. Abend- bßrfr Schlußkurs Schlußk. Millagbörse Datum 18.6 20 6. 18.6. 20 6. Hamburg-Amerika Pake, . . . t Homburg-Cüdam. Dampfschiff. o Hansa Dampfschiff .....o Norddeutscher Lloyd.....6 A.G. für Verkehrswesen Akt. . . Berliner Handelsgesellschaft . 8 Commerz» und Privat-Bank. 7 Darmstädter und Nationaibank 8 Deutsche Bank und Disconto-Gesellschaft... g Dresdner Bant...... & ReichSbank........12 A.E.G............7 Bergmann ......... z teltftt. LIeserungSgesellschaft. 10 Licht und Kraft......10 Felten & GuUlcaume.... 6% Gesellschaft für Elektrische Unternehmungen .... 9 Rheinische Elektrizität .... 9 Schuckert & Co.......n Siemens & Halske ..... 14 Lahmeyer L Co.. ..... 12 Buderus..........4 Deutsche Erdöl ....... 5 Gelsenkirchener........ Harvener........... Hoesch Eisen.........e alle Bergbau......... Klöcknerwerke ........ 6 Köin-Neuessen.......ey, ManneSmann-Röbrea .... 6 Mansselder Bergbau.....0 Oberschiei. Kokswerke .... 8 Phönix Bergbau......4yt Rheinische Braunkohlen... 10 Rhetnstahl.........e 11 12,25 26,5 86,5 16 18,5 30,25 18,5 124 20 17,75 58,75 36 52,25 56 117 77 25,5 64 43 47 24 40 13,5 17,5 158 42,5 10,75 12 26 86,5 16 18,5 30 18,5 126 20,75 67,4 36 52,5 64,5 57,75 117 76,25 25,5 64,5 42,5 47,25 22,75 40,4 13 17,25 160 43,75 11 19,75 12,25 26,75 86,5 16 18,5 30,25 18,5 124 20,13 18,4 61,5 68,25 37,25 52,65 56,5 117,25 76,5 26,25 63,9 43,4 47,5 26,75 88 23,75 40,25 12,75 33 18 157 43,13 10,9 19 12 27,25 87 16 18,5 30 18,5 125,75 20,65 18,75 57,25 67,13 35,65 52,65 64,25 57,65 117,75 76 26 64,13 42,65 47,5 25,5 120,75 23,25 40 13,75 33 17 158,5 42,75 ärannun u. jjl Berlin Schluß- kurs Schlußk. Abend« börse Schluß« kurs Schlußk. Mittaq- börse Datum 18.6. 20.6. 18.6 20.6. Riebeck Montan......7,2 __ _ _ Bereinigte Stahlwerke .... 4 16 15,65 16,4 15,9 Otavi Minen......16•/, Kaliwerke Aschersleben ... 10 10,75 12,13 ii 11,13 84 82,5 82 83 Kaliwerke Westeregeln ... 10 91,5 91,5 91 91.5 Kaliwerke Salzdetfurth ... 15 146,5 147 146 I. G. Farben-Jndustrie ... 12 91,5 91,25 91,5 91,5 Verein, chem. Industrie Frank« surl a. M........... Scheideanstalt.......10 134 134,5 Goldschmidt...... . . O 16 16,5 16,75 16.9 Rutgcrüwerke........5 32,75 32,75 33,25 32 9 Mctällgesellschaft.......6 25 25 25 25 Philipp Holzmann......8 32,6 Zementwerk Heidelberg.... 7 38,5 38,25 Cemcntwerk Karlstadt. .... 7 37.5 Wayß & Freytag......0 4 4 4 3,75 Schultheis Patzenhofer . . . 1& 50 6 49,75 33,25 31,5 25,4 Aku (Allgemeine Kunstseide) 0 Bemberg......... 0 34,75 32 26,5 17 33,5 32 25,5 17 34 31,75 25,9 Zellstoss Waidhof.....12 Zellstoss Aschaffenburg ... 6 Dessauer Gas........9 80 Daimler Motoren......0 11 114 Deutsche Linoleum.....5 28,5 28 11,25 Orenstein & Koppel.....0 Leonhard Tietz........ Svcnska.........15 54 54 54?25 22 53,5 Cha de........... 174J1 174 6,25 172 175,5 Frankfurter Maschinen ..... 0 Gritzner........... 14,75 14,75! 14,65 14,75 Mainkraftwerke Höchst a. M.. .6 Süddeutscher Zucker .... iö| 100 1001 100,25 100 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt o. 2H. 18.3unl 20.Juni Amtliche Notierung Amtliche Notierung ffiflÖ 1 Sriel Geld Ariel Helsingfor« . 7,093 7,107 7,063 7,077 Wien. . . . 51,95 52,05 51,95 52,05 Prag . . . Budapest . . 12,465 12,485 12,465 12,485 Sofia . . . 3,057 3,063 3,057 3,063 Holland . . 170,13 170,47 170,13 170,47 Oslo. . . . Kopenhageu. 74,83 74,97 74,97 75,13 83,37 83,53 83,27 83,43 Stockholm . 78,12 78,28 78,02 78,18 London. . . 15,26 15,30 15,25 15,29 Buenos Aires 0,948 0,952 0,948 0,952 Neuyork . . 4,209 4,217 4,209 4,217 Brüssel. . . 58,54 58,66 58,54 58,58 Italien. . . 21,50 21,54 21,50 21,54 Paris . . . 16,54 16,58 16,54 16,58 Schweiz . . 81,97 82,13 81,99 82,15 Spanten . . 34,67 34,73 34,67 34,73 Danzig. . . 82,22 82,38 82,22 82,38 Japan . . . 1,289 1.291 1,289 1,291 Rio de Ian.. 0,325 0,327 0,325 0.327 Jugoslawien. Lissabon . . 6,993 13,94 7,007 13,96 6,993 13,89 7,807 13,91 Banknoten. Aerlin, 20.3uni Geld Arie? Amerikanische Noten....... Belgische Noten......... 4,20 58,38 83,08 4,22 58,62 83,42 Dänische Noten......... Englische Noten......... 15,21 Französische Noten........ 16,50 16,56 Holländische Noten........ 169,76 Italienische Noten........ Norwegische Noten........ 21,58 74,80 . 2L66 ' 75,10 Deutsch-Oesterreich, i 100 Schilling Rumänische Noten........ 2,49 77,84 81,81 34,53 2,51 78,16 Schwedische Noten........ Schweizer Noten......... Spanische Noten. ........ 82,13 Ungarische Noten........ 34,67 Ut, 14» ® ,S-i” ÄH ÄÄ 6 JU LLS Äföf** Sei K Ä “ Hei, deren ö fließen Mackt» tzE-d-r«"' Mt rfritaw* lnimsgruppe, dem vom Zentrum halb viel persönliche G. Iolkspartcl «M führende bayerisch' der auch dei hinter den Kulisse; Aamen Bayerns auszutreten. Laß die Bayers die Reichsregierung trauensmänner in allen Mitteln der lismus niederzuhn Hauptsache dadurch heute wie immer 1 diese Belange in gebende Stellung schreckt sie auch h es auch vor dem S wieder getan hat, bringen. Alle Mi' die sich mit der ch oder der Dvlkspai derzeitige bayerisi zufällig fein Lay« aber es liegt ihm der Bayerischen 2 süddeutschen Lände häuslicher Streit w die überwältigende muß schließlich au Partei und ihren f fordern, den ihr E das deutsche Schic Zeitläusten sehr nc 2n B a y r e u t l kriseln. Teil dem als Letzter sozusag, Wagners Lebensw äusetzen, ist (0 etn dochenherrschc ausgebrochen. Sinei Witwe,Frau Win Mr säst ausgeftc oererfeits beanfpr Leiter der Festsi fensche und auch W Wagner. Di Men Konflikte, die Jahren der c f’eIe «fe größeres '">°nz>elle Not uni musikalischen Welt. Qt)et do ^Weiten , W daraus ent SL®“ «inn ÄÄ &* ä r ®gNrieb , mitSnnö!c§a- an den £ !.c,nI' eröffn^ .estro j AachNZesck, e°n,ni di- ^°en leben. Elchen 2 wohl d'e m KS hnn. tzvram $ ■SS 5nfe dl Fund r s ^rn 5