irr. 93 Erster Matt Brurf rmd Pertag: vrShi'sche llttiverfitSl5-v«ch. und Steinbruderei K £r den Un- diützt. Wir , iswohl und für Sie er- Eindruck der Ausführungen des deutschen Vertreters auf der Londoner Viermächtekonferenz sehr nachhaltig war, und daß nunmehr ernsthaft nach wirtschaftlichen Möglichkeiten zur Besserung der Lage im Donau - gebiet gesucht wird. Es hat sich erneut gezeigt, daß im Sinne der Londoner Ausführungen Staatssekretär von Bülows bei den Lösungen, die man anstrebt, die realen Tatsachen her Wirtschaft nicht übergangen werden können. Die vier Finanzsachverständigen der einen Volksentscheid über d i e Auflösung ihrer Landtage veranstaltet. In beiden Ländern haben wir das Bild, das ja nachgerade sür die deutschen Bundesstaaten typisch wird, daß die Rechte und die Linke sich in der Mehrheit gerade die Waage holten, sobald eine parlamentarische Regierung nicht besteht. Das Kabinett ist gestürzt oder gurüdgetreten. amtiert aber als geschäftsführend ruhig seit Jahr und Tag weiter, eben weil d i c Voraussetzungen für eine Neubil- bung nicht vorhanden sind. In beiden Ländern sollte also der Versuch gemacht werden, die Verschiebung innerhalb der Wählermalsen. die sich im ersten Wohlgang der Präsidentenwahl gezeigt hat, auszstnutzen, den Landtag auszulösen und eine R e uw a h I auszuschreiben, um so vielleicht eine Mehrheit zu gewinnen. Das Ergebnis ist verschieden gewesen, in Sachsen ist der Versuch mißlungen, in Oldenburg ist er geglückt, aber nur deswegen, weil die Vorbedingungen für den Erfolg ungleichartig waren. Sachsen verlangt ebenso wie Preußen und das Reich die Mehrheit der wahlberechtigten Wähler, während in Oldenburg schon die Mehrheit der Abstimmenden genügt. Hätte Oldenburg die gleiche qualifizierte Mehrheit verlangt, dann wäre auch dort die erforderliche Sttmmenzahl nicht zustande gekommen, denn die psychologischen Erscheinungen, die das 21b» ftimmungsverhältnis beeinflußt haben, liegen in Oldenburg und Sachsen ganz gleich. Rur zwei Zahlen: in Sachsen hatten die Kommunisten. Deutschnationalen und Nationallozia- listen, die sich öffentlich für den Volksentscheid ausgesprochen hotten, am 13. März 1.75 Millionen Stimmen erhalten, am 10. April etwa 1.7 Annahme van Anzeige, für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für \ mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig- für Reklameanzeigen von-70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschnst 20*;, mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wich. Lange. Verantwortlich für Politik Ur. Fr. Wich. Lange,- für Feuilleton Or.H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den Anzeigenteil Mar Filter, sämtlich in Gießen. Organisierung der S i -ch e r h c i t zuwiderlaufe. Es fei klar, daß dieser Vorschlag Gegenstand der gestrigen Befprechung zwischen Mac- donald und Tardieu gewesen sei und weil die Aussprache dem französischen Ministerpräsidenten nicht die Beruhigung gebracht hat, die er davon erwarten zu können geglaubt hatte, hat sich Tardieu entschlossen, sei b st n a ch G e n f zu reisen. Der Gedanke, gewisse Waffen zu oerbie- len, sei gewiß für die nichtunterrichteten Massen verführerisch. Aber er löse nichts oder säst nichts, wie die Franzosen und ihre Freunde beweisen würden. Deshalb habe Frankreich vorgeschlagen, diese Waffen zu internationalisieren. Frankreich sei durchaus nicht gegen den Grundsatz der qualitativen Rüstungseinschränkung oder .Herabsetzung, wie seine Vorschläge bewiesen. Nur sei die Frage, wie dieser Grundsatz angewendet werden würde, und hier komme für die französische Delegation die Sorge um d i e Sicherheit zur Geltung. Deshalb sei Macdonalds und Tordieus Ankunft. in Genf |s opportun wie nur irgendmöglich. Tardieu begleitet Macdonald nach Gens. Verstärkte Abwehr der französischen Delegation auf der Abrüstungskonferenz Brünings Besprechungen in Genf. Klärung -er großen internationalen Kragen. - Vor den Wahlen in Frankreich kein wesentlicher Fortschritt zu erwarten. |M Schulstraße 1$ ’ _ Triei'h^ Oie Reparationsfrage. Genf, 20. April. (TU.) Bon der deutschen Abordnung werden über die bisherigen Verhandlungen des Reichskanzlers Dr. Brüning Mitteilungen gemacht, in denen es u. a. heißt: 3n den zahlreichen Gesprächen, die der Reichskanzler während seines bisherigen Aufenthaltes mit den leitenden Staatsmännern geführt hat, sind sämtliche Gebiete der internationalen Politik, ins- tel'anbere die Abrüstungsjrage, die Re- parationsfroge und die 2)onaufragc erörtert worden. In den Unterredungen mit den italienischen und englischen Außenministern hat ein außerordentlich weitgehender iftib wertvoller Gedankenaustausch über bie Reparationsfrage und damit eine Vorbereitung der Lausanner Kdnfe- r e n z stattgefunden, lieber die Einzelheiten dieser Unterredungen können keine Mitteilungen gemacht werden, jedoch ergab sich, daß in den Gesprächen nicht nur d i e dringende und schnelle Lösung der Reparationsfrage, sondern in Zusammenhang damit auch die Lösung der Wirtschaftskrise in Angriff genommen werden sott. Oie Abrüstung. In der Abrüstungsfrage macht sich der Tlmstand geltend, daß die französischen Wahlen bevor stehen, und bis dahin allgemein keine Reigung besteht, die Dinge in ein entscheidendes Stadium vorzutreiben. Für Deutschland als Abrüstungsgläubige r ist es wichtig, daß nicht der Eindruck entsteht, als ob gewisse Forderungen nurvon Deutschland erhoben werden, sondern daß diese Forderungen auch von den anderen abrüstungsfreundlichen Mächten vertreten werden. ES kann festgestellt werden, daß durch- weg der Wille bestehl, von den allgemeinen Definitionen des Abrüstungsproblems zu den konkreten Fragen vorzustoßen. Diese Fragen sind bereits in den privaten Besprechungen der Staatsmänner Gegenstand nüchterner Lieberlegungen gewesen Der Reichskanzler, der morgen an der Sitzung des Hauptausschusses der Abrüstungskonferenz teilzunehmen gedenkt, hat, wie man hört, sich Vorbehalten, in der Ds- batte dann hervorzutreten, wenn die Verhandlungen eine entscheidende Wendung nehmen und die Situation dies erfordert. Durch die sachliche und ruhige Taktik der deutschen Delegation ist auf der Konferenz bisher das erreicht worben, was mit Rücksicht auf den, lähmenden Einfluß der französischen Wahlen ohne sachliches Zurückweichen für eine tatsächliche Abrüstung erreicht werden konnte. Die häufig zutage tretende Auffassung, daß die bisherigen Verhandlungen der Abrüstungskonferenz vom deutschen Standpunkt aus ein Verschleppungsmanöver darstelle, erscheint nach Auffassung der maßgeblichen deutschen Stelle nicht begründet. Cs wird darauf hingewiesen, daß es in der Genfer Atmosphäre außerordentlich schwierig ist, jetzt zu Formulierungen der deutschen Vorschläge zu gelangen, die der Stimmung in Deutschland entsprechen.' Oie Oonauhilse. _ Die vom Reichskanzler geführten Besprechungen über die Donaufragen haben sehr zur Klärung beigetragen. Es hat sich erwiesen, daß der Ein englischer Vorschlag. Genf, 20. April. (TU.) Der chauptansschuß der Abrüstungskonferenz verhandelte in der heutigen Vormittagssitzung den dritten Punkt der Tagesordnung: gleichzeitige Anwendung der quanti» tativen.und qualitativen Begrenzung durch abfolutes Verbot gewisser Materialien oder gewisser Rüstungskategorien. Der englische Außenminister Simon trat mit außerordentlichem Nachdruck und großer lieberjeib gungskraft für den Vorschlag der englischen Abordnung ein, nach dem sich die Abrüstungskonferenz endgültig für den Grundsatz der qualitativen Abrüstung aussprechen soll, d. h. die Abschaffung, Vernichtung und das Verbot der Verwendung bestimmter Hauptwafsenkategorien. Der englische Vorschlag stellt sich damit vollständig auf den Boden der italienischen und amerikanischen Abrüstungsvorjchläge und in schroffem Gegensatz zu den französischen Anträgen, nach denen die großen Angriffswaffen dem Völkerbund zur Verfügung gestellt werden sollen. Simon betonte, er sei fest davon überzeugt, daß die endgültige Abschaffung und Vernichtung der Großangriffswaffen den ersten entscheidenden ^schritt für die allgemeine A b - r ü ft u n g Larstellt. Voranschlag nicht ausgenommen hat und nicht aufnehmen konnte und England sich aus der Verlegenheit hilft, indem es die Entschädigung über diese Frage einem Nachtragsetat vor behält. Was aber in London buch möglich ist, weil dort die Einnahmen aus der Kriegsentschädigung und die Verzinsung der Kriegsschulden sich ungefähr die Waage halten. Auf diesen Widerspruch der Bilanzierungs- methode spitzt sich nachgerade das ganze Repara- tionsproblem zu.- Ständen wir wirklich in dem Beginn eines neuen Konjunlturaulschwungs. dann wäre der Konflikt vielleicht nicht einmal unüberwindlich. Aber dafür machen sich international immer noch keine Anzeichen bemerkbar. Im Gegenteil. der französische Etat wird den ersten Stoß auszuhalten haben, wenn im Juli das Gold- schiff aus Deutschland nicht kommt. Die Amerikaner haben ihren terminmäßigen Anspruch erst im Spätherbst, und sie werden es dann wieder aus Frankreich und aus England nicht bekommen. Das sollte eigentlich allein schon genügen, um zu zeigen, w i e notwendig eine Verständigung bei der Reparationskonferenz in Lausanne ist. Aber vorläufig ist der Dille dazu auf der Gegenseite zweifellos noch nicht vorhanden. obwohl niemand Antwort auf die Frage geben kann, was eigentlich werden soll, wenn Frankreich. England und die Vereinigten Staaten nach dem 1. Juli vergeblich auf die deutschen Zahlungen warten. 3n der Pause zwischen dem zweiten Wahlgang der Präsidentenwahl und dem Grohwahl- kampf für die Länderparlamente haben, damit wir aus dem Wahlbetrieb nicht herauskommen. am Sonntag O Idenburg und Sachsen «ironischen Schulden sehr stark rechnen, daß ZfNrkreich wieder das Geld aus Deutsch- Luu als Aktivum verbucht hat. während jirif d) la n t> selbst unter Hinweis auf leine 3fctu igSunfäbigtcit entsprechende Titel in seinen tetr englische Schahkanzler hat dem llllnmhaufe feinen neuen Etat vorgelegt: ■rgit zur Freude der Steuerzahler, die daraus ?!Than müssen, daß die starken Belastungen, die i|5:.n: zur Rettung der englischen Währung zu- nrtflu :et wurden, auch weiterhin noch bestehen ■Blot. Aber immerhin, Chamberlain hat das Emfvgende Bewußtsein, daß er seinen Rat in Cfr ng halten wird, auch wenn, wie er selbst Mmtct, die Einnahmen noch weiter zurückgehen. Qllilif ltd)c8 Land, das noch solche Zuversicht haben Mto! Die Vereinigten Staaten haben cm ^Milliarde neuer Steuern be- Nöbllcn, sie werden damit nicht auskommen. Auch Plttr nuh die Steuerschraube weiter angezogen WHfici. Immerhin sind noch Reserven da. weil ^.«Wirtschaftskrise den durchschnittlichen Wohl- MtD) wenigstens in den oberen Schichten nicht qmt.iTnt so erschüttert hat wie bei uns. tu Europa selbst aber wird der Ausgleich Me« ktats ein immer unmöglicheres Kunststück. 15k )cnlen dabei nicht einmal an die Balkan- fil: |a len. die ja dank der französischen Metho- iWEt Sicht vor dem Bankrott stehen. Wir denken s«Ä 'fark auch an Frankreich, das noch vor zNoe 3obren im Gotde schwamm, aber heute auch fÜÖti fast den Anschluß an die notleidenden SiäiXtc erreicht hat. das jedenfalls seine Bilanz mn -jxb halten kann, wenn es die deutschen Attz^entschädigungen auf der Einnahmeseite ein- Wd:. während der deutsche Etat wieder sx'-kul'rmmengeschrumpft ist. daß für Repara- tiifnen kein Raum mehr vorhanden ist: Landnöten. 'Sie deutsche Delegation hat auf der Öen» r Abrüstungskonferenz sich zu ihrem ' len K ompromiß verstanden, sie hat zu- rd&ft im Redaktionsausschuß einer Entschließung zgestimmt, worin der Grundsatz einer all* läiblid) in angemessenen Zeitabständen fort- ) reitenden Abrüstung angenommen r>. allerdings unter der Voraussetzung, daß la jetzige Konferenz bven ersten ent- l) eiben Öen Schritt einer Herabsetzung auf i möglichst niedrigen Stand getan hat. Die htnk gegen dieses Zugeständnis hat sehr rasch gesetzt. Sie geht nicht ganz mit Anrecht da- m au£, daß es voreilig war. jetzt bereits t"‘ige Forderungen zu opfern, ohne dafür o>:s anderes einzuhandeln. Denn Deutschland t damit tatsächlich den Grundsatz einer s o - irrt i gen allgemeinen Abrüstung auf- riabcn und den Franzosen den Trumpf in die nnt> gespielt, daß sie sich jetzt nach der Rich- . c nicht mehr zu decken brauchen, sondern sich ;rauf beschränken können. denerstenSchritt -> g 1 i d> ft klein zu halten unter gleichzeitiger «ausschiebung der einzelnen toppen. ICuf der anderen Seite wird von offiziöser si cher Stelle dem entgegengehalten, daß die i.-^erenz sich, wenn sie diese Entschließung des Urausschusses unverändert annimmt, gegen die iösische These wendet, die nur von einer > grenzung der Rüstungen etwas wissen l und sich klar auf die Notwendigkeit der Jrjftung sestlegt. Die deutsche Regierung wird ♦■aScr nicht ganz leicht haben, mit dieser Recht- ! i flung Anhänger zu finden. Die Neigung zur it ik ist nun bei uns einmal besonders groß. deutsche Oeffentlichkeit ist nervös geworden i* glaubt verlangen zu können, daß, nachdem die Abrüstung Jahr um Jahr hinausgezögert ist. endlich einmal auch etwas g e - eh t, um den Ansprüchen gerecht zu werden, k fcdr aus dem Versailler Vertrag heraus gellt) machen können. I rvtzdem will cs uns scheinen, daß die deutsche r qation vielleicht richtig gehandelt hat, wenn I’ hier nicht hundertprozentig auf ihrer Forsting bestand. Schließlich, daß wir aus An- I t nicht unsere Gleichberechtigung und die Ab- t uig der Siegerstaaten auf den deutschen Erstand würden erreichen können, haben wir wvrher gewußt. Wenn also dieses Ziel in Form zu erreichen ist. daß heute b e - i< 16 der Endpunkt f e ft gelegt wird, ■tnie man sich damit einverstanden erklären. 'Sir. so fürchten wir. ist die Konferenz mit der Mncchme der Entschließung prakttsch nicht um aferra Zentimeter weiter gekommen. Sie hat sich -eine Formel geeinigt, die vieldeutig genug ■ um von jedem anders gelesen toer- M gu können. Die Franzosen und ihre Freunde lyrbtn sich dabei, wie die weitere Aussprache rir - ms ja schon gezeigt Hal. die Herabminderung r Rüstung um wenige hundert oder tausend na denken und werden die Etappen jeweils «in Jahrzehnt hinausschieben wollen, ureud Deutschland die Hauptsache s o - Htt 1 e r l e 6 i g t sehen will und mit ganz t u r - Mn Zeiträumen rechnet. Ob also dieses Ent- ilTitoniinen taktisch richtig war. wird sich erst rite t zeigen können. Vorläufig beweist es nur. rt -auch unter den kleineren Staaten der Wille |l,|i einem positiven Ergebnis vorhanden ist und |lr Frankreich sich nicht stark genug fühlt, um Bwi vornherein jedes Zugeständnis zu sabotieren. lernte*! -•*14 i« tein , ® «»in |[aF9en dic ‘MSV* len. ' l't nut üeid b»r Sä; "'■M Ä“ ■ < 4 fr,! ML toat di? Wen-naT l(ie« rf- Und alz tzj. ln o:S.,te beschtvd. memanb epeine Mutter! 3>« einzelnen Nummern r folge höherer Gewalt. zernsprechanschlLfse 'lier Sammelnummer 2251. Imchrift für Drahlnach- 'Citen: Anzeiger «iehe». poßscheckkonlo: rernffurt am Main 11686. Millionen. Da die erforderliche Mehrheit bei 1,826 lag, war die Möglichkeit eines Durchdringens bei gleicher Wahlbeteiligung also durchaus gegeben. Statt dessen sind nur wenig mehr als 1.3 Millionen Stimmen abgegeben worden. Die radikalen Parteien haben also über 450 000 Stimmen verloren und auch in Oldenburg verzeichnen sie einen Rückgang von rund zwanzig Prozent. Woraus das zurückzuführen ist? Man hat gesagt, Volksentscheide wären nicht populär. Das ist aber doch zweifellos nicht der ausschlaggebende Grund. Sehr viel näher liegt die Vermutung, daß die Zusammenkoppelung so verschiedenartiger Elemente wie der Nationalsozialisten, der Kommunisten und der Deutschnationalen für den Wähler nicht tragbar ist. Wir haben das Gleiche ja im vergangenen Jahr in Preußen erlebt, wo für die Auslösung des Landtages im Volksentscheid auch die Mittelparteien noch eintraten. Da hätte rechnerisch eine Mehrheit unbedingt vorhanden sein müssen. Statt dessen fehlten nachher im entscheidenden Augenblick einige Millionen Stimmen: offenbar deswegen, weil die Kommunisten nur mit halbem Herzen dabei waren wegen der Beteiligung der Rechten, und weil umgekehrt die bürgerlichen Wähler fzch gegen eine so enge Verbindung mit den Kommunisten scheuten. Negative Mehrheiten kann man also wohl im Parlament erzielen, sie bei den Wählern unmittelbar mobil zu machen, ist sehr viel schwi^. tiger. Weshalb praktisch auch mit der Waffe des Volksentscheides nur in den seltensten Fällen etwas anzufangen sein wird. Oeuischland stimmt zu. Botschafter N a d o 1 n y erklärte dazu, die deutsche Abordnung begrüße die englischen Vorschläge aufs wärmste. Es sei bezeichnend, daß diejenigen Angrissswafsen. die nach dem Versailler Vertrag den entwaffneten Staaten verboten wurden, nach dem Weltkriege von den anderen Staaten a in weitgehendsten ausgebaut und verbessert wurden, wie gerade die schwere Artillerie, Tanks, Militärluftfahrt. A-Boote usw. Die Abschaffung dieser Waffen würde entscheidend zu der allgemeinen Sicherheit beitragen. Man würde damit einen entscheidenden Schritt xum Schutz der Zivilbevölkeru n g tun. Die Abschaffung bestimmter Angriffswaffen habe für die entwaffneten Staaten einen Zustand einseitiger Unsicherheit mit sich gebracht, einen Zustand, der vertraglich nicht mit den Bestimmungen des Artikels 8 des Döl- kerbundspaktes in Üebereinftimmung stehe. Die deutsche Abordnung sei daher bereit, sich allen Vorschlägen auf Verbot und Abschaffung einzelner Äüstun^kategorien anzuschließen, jedoch nur unter der Bedingung, daß diele Maßnahmen gleichzeitig für sämtliche Staaten gelten. Der englische Vorschlag genüge jedoch 182. Jahrgang Donnerstag, 21. April 1952 Gietzemr Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen -- inzwischen Herr Drüning in Genf jedem, der lirtBl» ggfilt.c»; c ren und verstehen will, mit aller Deutlich- “!getagt haben dürfte. inD 1 ‘ornmen wir zu dem merkwürdigen Zirkel- ’tMf) daß die Vereinigten Staaten auf T^hfiletSB *3apier wenigstens mit dem Eingang der nid)t da auch b i c Herstellung ber An - gri f fsw affen verboten werben müsse, sinter diesem Vorbehalt sei die deutsche Abordnung bereit, den englischen Vorschlag anzuneh- men Deutschland habe bereits alle Qln- gnfftoaffen obgeschafft. Es sei jetzt unerläß- lich dost dw Abrüstungskonferenz ebenfalls zunächst zur Abschaffung oller schwerer Angriffswaffen als einen Teil der Lösung des Gesamtproblem« schreite. Frankreich verlangt Sanktionen. dsla wische Abordnung hat als -lvortfuhrer der französischen Staatengruppc gegen den Antrag der englischen Regierung einen Gegenvorschlag eingcreicht. der deutlich die französischen Wunsche zum Ausdruck bringt. Wich- 1 .A Ni ^changi\ Lieber die in Harburg-Wilhelmsburg sowie in den Regierungsbezirken Lüneburg und Stade durchgefuhrten Houssuchungen bei Kommunisten wird amtlich mitgeteilt, daß der Verdacht, der zu der Maßnahme geführt hat. durch das Ergebnis der Aktion in vollem Lim fange bestä- tigt wurde. Es wurde erwiesen, daß der verbotene Rote Frontkämpferbund auch weiterhin besteht, und zwar in Verbänden, die in den einzelnen Ortsgruppen der beiden Regierungsbezirke verschiedene Benennungen führen. o Sie schmeckt. Sie ist wie Wein. Aber sie macht die Gesichter weiß und erschrocken. Langsam nur lernt sich wieder diese Nähe der Amsel, der Erde und der Stimmen um das Haus 2 e ablllisihendekl Mass Wiiohm VM letzi Evchem, 20. Ai DergsturztMrvche ■ wird, war der Aerg V Tagen überaui I kn kleinere und gri Laufe des Dienstag fest, daß sich die Sp einen halben Mctc IS iltjr ereigneten wobei die erstci Straße erreich kclheit lieh die St< Berlin, 20. April. (2DIB.) Amtlich. Am 19.iMpril 1932 fand unter dem Vorsitz des Rcichsarbeilsministers eine Besprechung sämtlicher an der Durchführung der landwirtschaftlichen Siedlung beteiligten Reichsminister statt. Die Abwicklung der O st Hilfe mit ihrem großen Landanfall und gleichzeitig die Forderung breiter kreise nach ländlicher An sied- l u n g verlangen eine positive Lösung. Die Reichs- rcgierung sieht in einem großzügigen Siedlung «^v c r k im Osten eine schöpferische Tat des Wiederaufbaues nach all den notwendigen, aber nur negativen Abwehrmaßnahmen zum Schuhe von Staat und Wirtschaft. So kann auch der gegenwärtige furchtbare Druck der Untätigkeit und seelischen Zermürbung von unserem Volk genommen werden. Zwei Millionen Morgen Land, das trotz aller Hilfsmaßnahmen den bisherigen Eigentümern nicht erhalten werden kann, fall zehn- tausende neuer Siedler im deutschen Osten fest verankern. Die Guts- und Landarbeiter. wie die Bauernsöhne des Ostens, in der ölten Heimat neu verwurzelt und mit neuem vlut aus dem Ueberfluß der Landwirtschaft des Westens belebt, bilden einen festen wall zur Erhaltung deutschen Wesens und deutscher Kultur im deutschen Osten. Für Tausende wird die hoffnungslose Erwerbslosigkeit behoben, handel und Gewerbe im Osten können neu oufblühen. Berlin, 20. April. (TU.) 3 m Zusammenhang mit dem Brief des Fraktionsführers des Christlich. Soziolcn volksdicnstcs. Simpfendörfcr. der dem Innenminister die Bedenken der Führung des volksdienstcs zum einseitigen Verbot der SA. und SS. zur Kenntnis brachte, wurden die Mitglieder der Reichsführung des Christlich- Sozialen Volksdienstes, die Reichstagabgeordncten Simpfendörfer und Schmidt - Kassel am Mittwoch ju einer längeren Aussprache empfangen. Der Reichsinnenminister legte die Gründe für das Verbot der SA. und SS. ausführlich dar. Das über andere Organisationen vorliegende Material werde zur Zeit auf das gewissenhafteste geprüft. Der Minister erklärte ausdrücklich, daß er entschlossen sei, auch dort ohne Zögern rücksichtslos durchzugreifen, wo sich bei Durch Siedlung Sicherung des deutschen Ostens. Das Siedlungsprogramm der Rcichsregierung in Vorbereitung. Trotz oller Röte der Wirtschaft und Schwierigkeiten der Finanzen des Reichs ist die Reichsregierung entschlossen, die erfordcr- lichen Mittel b e r e i l; u st e l l e n. Diese neue Siedlung wird aber im Gegensatz zu den Sied- lungen einer wirtschaftlich günstigeren Vergangen- hcit so einfach und sparsam errichtet werden müssen, daß sie dem Siedler auch unter ungünstigen wirtschaftlichen Verhältnissen ein dauerndes Fortkommen bildet. Darum muh aber auch der neue Siedler auf alle übersteigerten Ansprüche verzichten. Rur das Rokwen- digstc an Einrichtungen und Gebäuden aus billigem bodenständigen Material, wo immer möglich aus Holz, kann ihm für den Anfang bereitgestelll werden. 3n umfassender Weise muß der Siedler selb st am Aufbau mitwirken. Der freiwillige Arbeitsdienst muß weitgehende Hilfe leisten. Reue Siedlungsformen müssen ohne bürokratische Hemmungen und Schematismus für dieses Werk gefunden werden. Die Bereitschaft weiter Kreise zur Mitarbeit in allerlei Formen von Gemeinschaften und Bünden muß voll ausgewertet werden. Eine außergewöhnliche Zeit verlangt außergewöhnliche Maßnahmen. Die gesetzgeberischen Maßnahmen zur Förderung dieses Werkes sind in Vorbereitung. Sofort nach Rückkehr des Kanzlers sollen sie im Kabinett verabschiedet werden. 0^81 Lebhaftes Echo der Saiishattsbebatte in England. Chamberlains Budgetrede. - Auch England noch nicht über den Berg. Rach dem Verbot der SA. Der Heichsinnenminister sagt positive Maßnahmen zur Betätigung her Jugend zu. irgendwelchen Organisationen gleiche Erscheinungen wie bei den nationalsozialistischen Nachweisen lichen. Ls sei die angelegentlichste Sorge des Ministers, durch sofortige posi- live Maßnahmen auf dem Gebiete des Sports und des freiwilligen Arbeits- d i c n ft e s den Röten der deutschen Jugend Abhilfe zu schaffen und ihrem natürlichen Drange Zur Betätigung Rechnung zu tragen. Die Volkskonservativen fordern Arbeitsdienst und Siedlung. Berlin, 20. April. (ERD.) Die Volkskonservative Bereinigung wendet sich dagegen, daß das ?? x 'hr i" Verteidigung der staat- lchen Autori tä t für notwendig befundene (Stimmen um das Haus. Von Dorothea Hofer«Dernburg. Gestern war der Gärtner auf dem Balkon und hat die Glyzinenranken beschnitten. Sie liegen noch umher und rascheln, und unter ihnen liegen schlank wie sie, ihre Schatten. H w Baume schauen herüber. Im Trikot? Im Schau- ftnster be. Nacht? Leere Staffage. Vielleicht hängen morgen schon die neuen Frühjahrsmodelle darüber. Mattgrun, mit ein wenig gelblicher Garnierung. Der Himmel schwimmt so lieblich, ohne blau zu sein m einer durstigen Blässe über geduldigen ?XrC ^mfcI probiert. Ganz rund, ganz süß zwitschert sie in den Auspuffton der Automobile, die schnell vorbei sind. Die Amsel bleibt und flötet' Ueberm See ist em Arbeiter im Holz. Schöne zu- friedene Schlage echoen herüber, locker und schallend wie gesundes Sangerräuspern. In der Luft schwillt und schwindet das weiche Knattern eines Albatros Gestern im Vollmond läuteten die Glocken. kräht ein Hahn, wiederholt sich, laut und wohlgefällig, Hunde bellen, mit derselben unermüd- Freude am Lebendigsein, am Geräusch Die Kinder haben auch so unzerbrechliche Stimmen. Hell ohne Anstrengung baden sie leicht und glücklich In u $"Lcin ebbt dunkel und bescheiden das rhythmische Schlagen der Schienen unter dem Guterzug. Leichter Wind weht. In den Glyzinen hängen noch, vom Fasching her, Papierschlangen. Zwei schmale, gelbe Bonder, zwei rötliche. Die roten sind lang. d.e gelben kürzer. Oben haben sie sich zu kleinen Schleifen verschlungen; dos sieht wie eine Pierrot- fraufe aus Die kurzen Bänder schwingen im Wind parallel nut den langen. Pierrot tanzt ohne Kopf — schwebt, immer die gelben, verlassenen Arme neben den langen Pierrotbeinen —, energielos und traurig: springt seitlich sehr hoch, sehr aus Hüften geschwun- gen, schwebt herab. 9 1 1 Wieder läuten Glocken, weither, süßer geworden durch den Weg. Das Balkongitter zerschneidet zwanzigfach denselben Schupo, der sanft beschienen unten vorbeigeht. 1 * N einem roten Locktablett steht gelbglänzend und nachdenklich em Teller mit leeren Eierschalen Wei- den verschleiern, schon ein wenig angetuscht, den Äaynyos. klar und kühl. Sonne liegt nur ganz le'cht darüber, wie Schatten. Die Luft ist klar und Goethes Großmutter erzählt eine Gespenstergeschichte. Von Emil pirchan. Diese Gespenstergeschichte berichtete Bettina von Arnim brieflich an Goethe; er hat sie dann mit kleinen stilistischen Aenderungen für den vierten Band von .Dichtung und Wahrheit" be- stimmt, aber der Herausgeber Eckermann fügte ne leider m den letzten Teil von Goethes Selbst- biographie nicht mehr ein: - - - Die Großmutter kam einst nach Mitter- nocht in die Schlafstube der Töchter und legte sich zu ihnen, weil in ihrer Kammer ihr etwas begegnet war, was sie vor Angst nicht sagen r?nnte. 2lm anderen Morgen erzählte sie. daß etwas un Zimmer geraschelt habe wie Papier. 3n per Hoffnung, das Fenster sei offen und die Luft läge das Papier umher, sei sie aufgestanden, habe aber alles zu gefunden. Da sie wieder im Bett lag, rauschte es immer näher heran; es war ihr, als würde Papier heftig zusammenge- knittert endlich seufzte es tief auf und noch ein- mal dicht an ihrem Angesicht, daß sie es ordentlich anwehte, worauf sie aus Angst zu den Kin- dern gelaufen Kaum hatte sie auserzählt, so ueß sich eine Dame melden, die Frau eines recht @rnt-lGn «freundes von ihr, sie war in schwarzer Kleidung. Da sie nun auf die Hausfrau zukom, ein ganz zerknittertes Papier hervorzog, da wandelte diese eine Ohnmacht an, und dos Herz schwebte ihr vor Schrecken. Jene erzählte nun, ihr Mann sei plötzlich aufgewacht, indem er seinen herannahenden Tod gespürt, er habe daher nach Bopier verlangt, der Freundin noch etwas zu schreien und seine Frau und Kinder ihr zu empfehlen. 3m Schreiben habe ober ihn der -Lodeskrampf ergriffen, er habe das Papier ge- packt, zerbiittert und damit hin und hergefahren au! Bettdecke. Endlich habe er zweimal tief aufgeseufzt und sei verschieden.. . ?ch dies gelesen hatte, erinnerte ich mich soviel ähnliche gruselige Geistergeschichten gehört' za, erlebt zu haben, die von einer starken Wiltons- Übertragung Sterbender über Raum und Zeit hinweg bezeugen Gewiß -weiß man in jeder Fa- erzählen." a^n^t<^en merkwürdigen Erlebnissen zu Meine Urgroßmutter wohnte, so hörte ich als Kmd schon immer wieder davon sprechen, als Elfjährige im Schloß von Kiritein, das an die so mährische Wallfahrtskirche angebaut ist. -2Im Weihnachtsabend gingen alle Erwachsenen zur Ehnstmette, die Kleine blieb allein in ihrem Bettchen zurück. Als man nach Mitternacht heim- kom. fand man das Kind wach, und sie erzählte aufgeregt, aus ihrem ersten Schlummer habe sie em schwarzgekleideter Mann geweckt, er sei um- Jtartbfi$ durch das Zimmer zu jener Ecke geschlurft, dort Hobe er hinter dem Bild etwas herousgeholt und unterschrieben. Man lochte das Mädchen aus, denn die ganze hiesige Gemeinde Ware ja m der Kirche zur Mitternachtsmesse versammelt gewesen. „Doch, doch, es hat mich hier jemanö besucht" versicherte sie, „im Licht jenes -)ellampchens habe ich ihn genau gesehen: Es toar cm Geistlicher, der das linke Auge zugebunden hatte." „So soh mein Vorgänger aus!" rief Öer Pfarrer. Man hob das große Bild und fanb dahinter in einer Rische versteckt einige Dokumente über Stiftungen, Legate für Arme Testamente, die jener Einaug unterschlagen hatte.' 3m gleichen Dorf habe ich selbst erlebt, daß fahrend eines starken Gewitters, am Abend des 1. August 1901 toar es gewesen, starkes Stöhnen und darauf entsetzliches Röcheln vernahmen. Da unter uns eine alte Frau wohnte, so dachten wir, dieser fei etwas zugestoßen. Allein unsere Vermutung bestätigte sich nicht; wir leuchteten daher die ganze Hingebung ab, aber vergeblich ■am nächsten Morgen vertraute uns der Haus- tol“, ou, daß vor zwei 3ahren, auch während eines Gewitters am 1. August, ein altes Weib m den Bach gefallen und an den Folgen des Sturzes in unserem Zimmer verschieden sei t "S?Jon“ "eines Vaterhauses stand ein großer Flügel. Meine Mutter ging mal am Morgen durch das Zimmer, da gab's einen fürchterlichen Knall: der schwere Messingfuß des Bnstrum^ts war mitten entzweigeborsten. Zu gleicher Tagesstunde hatte meiner Mutter beste Freundin mit einem Abschiedsgruh an sie auf den Lippen ausgelitten. Mein Schwager starb in Serbien. 3n dem Münchener Zimmer meiner Schwägerin zerriß zu gleicher Zeit die Tapete von oben bis unten der daran Hangende große Spiegel hat heute 'noch einen großen Sprung. Gibt es nicht Dinge zwischen Himmel und Erde von denen sich unsere Schulweisheit nichts träu- man laßt? Das neue Budget wird der Welt die un6eug> lame Entschlossenheit der Regierung zeigen, die des Landes zu festigen. — „Times" ubt Kritik an den nach Ansicht des Blattes nochimmervielzuhohennationalen Ausgaben und sagt, die Grenze der direkten Besteuerung fei nicht nur erreicht, sondern über- schritten worden, und die Regierung werde sich, so schmerzliche Opfer dies auch erfordern möge, 8u weit energischeren Sparmatznah- m ?n entschließen müssen. — „Morning Post" be- grüßt die Schaffung eines Devisenausgleich- kontos als eine bemerkenswerte konstruktive Maß- nahme^ sagt aber, wenn auch die „Gesundheit" ves Budgets, vom Standpunkt der korrekten Buchhaltung gesehen, willkommen sei, so fehlten doch darin die kleinen Zugeständnisse, die eine Beide S»nl J Bonbon, 19. ( ' "Ach-japanische C loiÄartiMn uni ■SfeHtent des 5 ■ flcnbe Einzelheiten- Die Haussuchung veiKommunisten Der „Rote Frontkämpferbund" ' • wurde illegal fortgeführt. Zeitschriften. 77 Weber 2ß ilhelrn Busch veröffentlicht die Münchner Monatsschrift „Die Kunst" (Verlag Bruckrnann. München) aus der Feder Dr. Robert Dangers eine reizvoll illustrierte biographische Skizze die das vielfältige künstlerische Schaffen des Meisters von ganz neuen Seiten zeigt. Interessant sind zwei Beispiele, die beweisen sollen/ wieviel die Original- zeichnungen Buschs infolge der Uebertragung in die früher üblichen Holzschnittabbildungen von ihrer Ursprünglichkeit eingebüßt haben. Man glaubte qe- wohnlich, Busch hätte alle seine Karikaturen nur so £u^beJn1/^anb9elenf h'ngeworfen. Weit gefehlt! Busch hatte wohl eine natürliche Begabung für Karikaturen, dennoch hotte jede seiner Bildergeschich- ten einen langen Entstehungsweg. Auf großen Skiz- zenbogen erscheinen noch und nach alle Mitspieler, Menschen, Tiere, und Dinge in den nötigen Stellungen und Bewegungen. Nebenher macht sich dann der Künstler m Stichworten eine Art Leitlinie über die Handlung der Bildergeschichte. Ganz zuletzt fügte er eine Verse hinzu, eigentlich nur, wie er selbst sagte, der Eindringlichkeit halber, weil nicht alle Menschen die Bilder „richtig lesen" konnten. .. Berlin, 20. April. (WTB.) Der Polizeipräsident teilt mit: Die nach längeren Beobachtungen am gestrigen Tage vorgenommenen Haussuchungen bei Funktionären des „Antifaschistischen Kampf bundes" und des so- genannten „Roten F r o n t k ä m pfer bu n- de s haben ergeben, daß der verbotene „Rote Srontkämpferbund" illegal fortgeführt wurde. Lieber den Llmfang und die Bedeutung des Fortsetzungsversuchs kann im Augenblick noch nichts gesagt werden. Verbot parteipolitischer Kampforganisationen sich 2 u gegen Organisationen der RSDAP. richte. Obwohl sie den verbote- I^-,^tionalsozialistischen Organisationen äußerst kritisch gegenüberstehe, fordere sie dennoch, daß die Staatshoheit auch gegen links wieder her gestellt werde. Die Volkskonservative Ver- emigung betont, daß die Kräfte ber 3u- 9 end aus parteipolitischer Verstrickung gelöst und durch positive Maßnahmen in denDienst de rRation gestellt werden müßten. Der freiwillige Arbeitsdienst, der in weitesten Kreisen der jungen Generation Widerhall finde, bleibe zu einem Schattendasein verurteilt. Mit dem Fortschreiten der Durchführung des Osthilfe-Siche- r u n g s v e r s a h r e n s lasse sich die Frage nach der Aufwertung des Bodens der als nicht mehr sanierungsfähig erklärten Güter nicht länger bin- ausschieben. H u n d e r t t a u sen d e von Morgen könnten hierdurch dem deutschen Ä«n9J?2If Arbeit und Heimat bieten. Hoffentlich werde die Regierung nach dem 24. April zu Entschlüssen und Entscheidungen kom° Wirtschaftsressorts müßten sich endlich entschließen, neue Ziele der staatlichen Wirtschaftspolitik aufzuzeigen, an denen der Lebenswille der Ration sich wieder aufrichten könne. London. 20^April (WTB.) Die allgemeine Enttäuschung über Chamberlains „puritanisches Budget" kommt auch in den konservativen Dlät- ern zum Ausdruck, die sich damit zu trösten suchen, daß die noch immer ernste Lage keine M o g l i ch k eit zitsofortigenErleichte- LU n 9 e & e r direkten Steuern gebe. Sie spenden dem Schahkanzler im übrigen Anerkennung dafür, daß er keinen ungerecht- 6 ten Optimisrnus gezeigt und alle kleinen Kunstgriffe vermieden habe, die geeignet ^aren, ein falsches Bild zu -geben und dadurch das Budget volkstümlich zu machen. „ Daily Telegraph" sagt: Auch bescheidenste Hoffnungen sind enttäuscht worden- Aber es darf nicht vergessen werden, daß eine gesunde Finanzpolitik indirekte Vorteile bringt hger als die Aufhebung der einzelnen RüstungS- fategonen sei die Schaffung wirksamer ® ® nC H m a & n a b m c n. 3m"Kriegsfälle foll de r Völker bundsrat ermächtigt wer- den, die schwere Artillerie und die Tanks der kriegführenden Mächte zu beschlagnahmen und sie zur Verfügung des angegriffenen S t a a t e s zu stellen. Die Verwendung von Bombenflugzeugen und chemischen Kriegswaffen soll auch un Falle rechtmäßiger Verteidigung verboten sein. Falls jedoch ein Staat diese Bestimmungen überschreite, sei der Völkerbundsrat verpflich- rn"’rFtcJen.F*aa* ’n "®ann du erklären. Sämtliche Bollertundsmächte seien sodann verpflichtet, dem angegriffenen Staat mit Waffengewalt zu Hilfe zu eilen. Die Kriegsschiffe und Üntcrfecboote mit weitem Aktionsradius sollen verboten sein. Eine große Menschenmenge wartet vor dem Londoner Parlament, um den Schatzkanzler Neville Cliom- berlain (Portrat tm Kreis) nut seinem historischen Budget-Koffer kommen^zu sehen. Oochschulnachnchten. Der bekannte Kulturhistoriker Prof. Dr. Georg Stein hausen hat einen Ruf auf den an der LImversitat Heidelberg errichteten ersten deutschen Lehrstuhl für Kulturgeschichte erhalten. Prof. Dr. Theodor Kroyer von der Philosophischen Fakultät der Llniversität Leipzig hat den an ihn ergangenen Ruf auf den Lehr- ftubl der Musikwissenschaft an der Llniversität Köln angenommen. Prof. Dr. Friedrich Seifert von der Technischen Hochschule in München hat einen Ruf auf das Ordinariat für Geschichte der Philosophie an der Llniversität Prag erhalten. » Dr. 3ulius Gautner von der 3uri- stischen Fakultät der Llniversität Zürich hat tfnen Ruf auf den Lehrstuhl für bürgerliches ■aeebt an der Llniversität Königsberg erhalten. ic '«»len nl$6= 2 unf>' Snn der ik N 6^ stz «Ä d°b au 9,n' het liberale fOtu nfl ;■ iNittelners^ - ■ - ■ T ßt H «MD Sie Vergsturzkatastrophe bei Cochem i6criMerg. re abrutschenden Massen am Berghang bei Cochem. (Ausnahme vom letzten Absturz im März 1932.) bet Delt die unbtug» Eoche m. 20. QlbriL (WTB.) Wie zu der JunRervald ratyfer Neville Chom m zu sehen. ie Wein. Aber sie moi! fdirodcn. Langsam i® der Amsel, der Erde uni überzeugt Huben, daß das Land noch keincs- i.-egs über den Berg sei. Wenn es men- sLenmöglich gewesen wäre, so hätte Chamberlain ii-hcr einigen seiner vielen Opfer einige Eric: chterungen gewährt. Die Ankündigung eines Devisenaus- ,i eichkontos findet bei den Mnanzblättern entschiedene Billigung. — »Financial Rews" iüreibt: Zum ersten Male seit vielen Jahren o>-nst das Budget einen mit ehrlichen Mitteln erhielten Lleberschuh auf. stelle mit einem Scheinwerfer beleuchten. Am Berghang zeigte sich eine immer regere Tätigkeit der Fclsmassen, die sich besonders an den beiden Seiten des Bergmassivs ablösten. Kurz vor 23 Uhr lösten sich dann am Fuhr des Felsens ungeheuere Gesteinsmassen, und der Berg setzte sich in Bewegung. Unter donner- artigem Getöse stürzten die Felsmassen ins Tal. Hohe Stichflammen zuckten aus dem Chaos, die durch die Zerstörung der Stromleitungen verursacht worden waren. Gleichzeitig erlosch der Scheinwerfer .der an die Stromleitung angeschlossen war. Als die Lichtleitung nach kurzer Zeit wieder hergestellt war, waren nur noch ungeheuere Geröllmassen zu sehen, über denen bis weit ins Tal hinein dichte Staubwolken lagerten. Die Provinzialstrahe ist über und über von Felsmallen bedeckt. Dauernd losen sich noch Desteinsmassen ab und stürzen über die Geröllhalde in die hochaufspritzende Mosel. Der Berg ist immer noch nicht zur Buhe gekommen. Es scheint sich mit unheimlicher Sicherheit ein weiterer Ab stürz vorzubereiten. 'tthkirsf Irlands Treueid. DerAntrag auf Abschaffung in erster Lesung angenommen. Dublin. 20. April. (XU.) Dor dem dicht- besetzten Irischen Landtag brachte am Mitt- wochnachmittag der irische Ministerpräsident De Dalera das angekündigte Gesetz über die Abschaffung des Treueides ein. Danach sollen die Landtagsabgeordneten von der Ablegung des Treueides zur englischen Krone beim erstmaligen Zusammentritt des Landtages nach den Reuwahlen entbunden Werdern Das Gesetz wurde nach kurzer Verhandlung in erster Lesung angenommen, nachdem ein unabhängiger Abgeordneter formal Widerspruch erhoben hatte. Der Fraktionsführer der Cos - grave- Partei erklärte, daß seine Partei die Dorlage in erster Lesung annehrne. Die behalte sich jedoch vor, zu einem späteren Zeitpunkt einen Zusahantrag zu stellen, wonach zunächst D e r h a n d l u n g e n mit der englischen Regierung über die Frage des Treueides geführt werden sollen, bevor eine endgültige Entscheidung getroffen wird. Falls dieser Zusahantrag nicht angenommen werde, werde die Cos- grave-Partei bas Gesetz in allen weiteren Abschnitten bekämpfen. Die zweite Lesung des Gesetzes findet am Mittwoch statt. >ie Grenze der diiclin erreicht, sondern übt- Regierung werde sich, ! auch erfordern mögt, en Sparmahnab- - „Horning Posl" bf ines DevisenausgläL' verte konstruktive auch die „Gesundhn' idpuntt der lorrtHtr. kommen fei, so sehlm Zugeständnisse, die ei« rc außerordentlich anregende Wirkung auf eine . 71^1.^ § geplagte Ration gehabt hätkdn OtMühw “ -Daily Hera Id" findet, daß eine weitere ' Einschränkung der Ausgaben, zum l) Iq '* Der au.: , nindesten soweit die soziale Fürsorge in iotan8eten Betracht komme, unmöglich sei, und weist dar- vnak^^en bin, daß von einer eventuellen Ve rrn in- ™ btt ^vaut.Ideruna der militärischen Ausgaben sei. Das Arbeiterblatt fragt, ob dies jcbeuten solle, daß die Regierung von der Abrüstungskonferenz nichts erwartet. - Der ! derale .Rews Chronicle" beklagt die Wie- d>ereinführung des Teezolles, der gerade die ärmeren Kreise treffen werde. Ferner ?i.eht das Blatt aus der Budgetrede den Schluß. "usch verossentlicht » Die Kunst (S«J Der Feder Dr. Roben 'rte biographische SM )c Schassen desMeislktt t Interessant sind W n'wicoid die WV ler Utbertragung " litöungcn von ihrer ur l t1 Man glaubte Le Karikaturen nwj morsen, ^eit ge! s.'S SS» inten. Luk eW cher A Leipzlg Iniversltat ; an w Pragirp lersi at London, 19. April. (WTB.) Heber die r.i^isch-japanische Spannung, die in Moskauer c iungsartikeln und in halbamtlichen japanischen ^.Huldigungen zum Ausdruck kommt, meldet der .t»crespondent des Daily Telegraph in Tokio fol- fen.be Einzelheiten: 3m Zusammenhang mit dem alte des Fernen Ostens'mit den wichtigsten russisch- mandschurischen Grenzstationen. T - WUB LIK- Che/la\ \ 1 CH I xr fr Wl M I -'cqr&tincA*aJ'> .'»schlag a u f den Bahntransport j a - irnä scher Truppen am 12. April, bei dem l japanische Soldaten getötet und 50 verletzt teurer. wurden in Charbin 250 Russen und . hinesen verhaftet. 3m japanischen imzenministerimn wurde erklärt, die Sowjetunion i offenbar unzufrieden über 3apans wftreten in der n ördlichen Mansch u r e i. Wenn es zu Kämpfen zwischenRuß- | im) und dem neuen mandschurischen Staate 'Birne, werde 3apan eingreifen, und >a Münzen wie der Anschlag auf den Truppen- • :aisport Könnten sehr ernste Folgen ha- i e l Der Korrespondent fügte hinzu, nach japa- :Jqcn Meldungen belaufe sich die Zahl der ruffi- I fchen Truppen an der Grenze auf 70 000 Mann. Der Times-Kvrrespondent in Tokio meldet: Das japanische Außenministerium erklärt, neun Sowjetdivisionen befänden sich zwar in Defensivstellungen, aber die Tatsache, daß sie überhaupt da wären, zeige, daß man z u einem eventuellen Kampf bereit fei. 3apan habe in der Rordmandschurei und in Korea fünf bis sechs Divisionen. Die japanischen Truppen würden aber von der Grenze femgehalten werden. Die amtlichen Stellen erklären. Japan würde cs sorgfältig vermeiden, Sowjetruß- land Grund zur Aufregung zu geben. Die japanischen Truppen, die an den Operationen östlich von Charbin beteiligt waren, find zurückgekehrt. Ein Teil von ihnen ist nach Lschangtschun abbefördert worden. Die Russen fühlen sich jetzt anscheinend stark genug, um durch ihre Presse ihrem Unwillen über den Verlust ihrer beherrschenden Stellung in der nördlichen Mandschurei Ausdruck zu geben. Demgegenüber scheinen die Japaner darauf zu vertrauen, daß die Russen sichinderDefen- s i v e halten werden und daß der Friede nicht gestört wird. Sie betonen, daß sie nicht die Absicht hätten, russisches Gebiet zu betreten. Generalstreik auf der chinesischen Ostbahn. Tokio, 20. April. (TU.) Am Mittwoch sind sämtliche Angestellten der chinesischen Ostbahn in einen Generalstreik getreten. Dieser ist eine Protest- kundgebuna gegen die Verhaftung von 40 Angestell, ten der Eilenbahn, die im Zusammenhang mit dem Dynamitanschlag auf den japanischen Truppenzug bei Charbin erfolgte. D e r ganze Eisenbahn, d i e n st i ft e i n g e ft e 111 worden. Die japanischen Divisionen, die am heutigen Mittwoch von Charbin nach ihrem Friedensstandort zurückkehren sollten, mußten in Charbin werbleiben. Rach einer Meldung aus Tschangtschun herrscht auf dem ö st l i ch e n Te i! der Ost chinesi - s ch e n Bahn infolge der Tätigkeit der chinesischen Freischärler, die nach japanischen Behauptungen von Marschall Tschanghsueliang organisiert worden sind, ein vollkommenes Durcheinander. Die meisten Japaner haben auf russischem Gebiet Schutz gesucht," wozu die Sowjetbehörden die ausdrückliche Erlaubnis erteilt haben. Eine starke russische Truppenabteilung ruckt von Wladiwostok gegen die mandschurische Grenze vor. Zn russischen Kreisen wird der Verdacht ausgedruckt, daß die Vorgänge bei der Ostchinesischen Eisenbahn und. insbesondere der jetzige Generalstreik auf japanische Anstiftung zurück zusühren seien. Es handele sich nur um ein Manöver, um den alten japanischen Wunsch, den Verkehr von der Ostchinesischen Bahn auf die Japan gehörige Süd- Mandschurei-Eisenbahn abzulenken, zur Durchführung zu bringen. Aus aller Welt 'Der Kaiser nach Westindien eingeladen. Der Gouverneur der ehemals dänischen, jetzt amerikanischen 3ungferninfeln Paul Pearson, der zur Zeit in Washington weilt, überreichte im Staatsdepartement §inc Einladung der Handelskammer von St.Thomas an den früheren Kaiser, seinen Lebensabend dort zu verbringen. Pearson sagte, daß das Klima der 3ungscrninscln sehr geeignet fei für alle Krankheiten der Atmungsorgane, und daß eine Annahme der Einladung nicht nur der Gesundheit des früheren Kaisers, sondern auch dem Fremdenverkehr der wirtschaftlich sehr leidenden 3nseln nützlich sein würde. 3m Staatsdepartement bestehen keine Bedenken gegen eine geschäftsmäßige Weiterleitung der Einladung an das Haus Doorn durch Vermittlung der amerikanischen Botschaft im Haag. Baben verlangt Rcichshilse für feine Universitäten. 3m Basischen Landtag wurde ein von der Regierung unterstützter Antrag angenommen. worin die Regierung ersucht wird, bei der Reichsregierung dafür einzutreten, daß vom Reiche Mittel für die badischen Hochschulen zur Verfügung gestellt werden, insbesondere um die dringend notwendigen baulichen Derbesserungen und die unaufschiebbaren Neubauten bei den 3 n ft i t u - t e n durcyzuführen. (Ein FaltbootAllantiksahrcr verschollen. Der am 14. Oktober von Lissabon aus mit einem Faltboot zu einer Ozeanüberquerung gestartete 31 Jahre alte Kapitän Engler, der den Spuren Rohmers folgen wollte, scheint ebenfalls ein Opfer des Meeres geworden zu sein. Seit einer Dampferbeaegnuna in der Nähe der Kanarischen Inseln am 20.November hat man von dem kühnen Ozeanfabrer nichts mehr gehört, so daß man annehmen muß, daß er den Tod in den Wellen gefunden hat. 25 Jahre Verband Evangel. Kirchl.Irauenvereine inHessen WSN. D a r m ft a b t, 18. April. Aus Anlaß des 25jährigen Bestehens des Verbandes Evangelisch-Kirchlicher Frauenver- eine in 5) essen fand im Städtischen Saalbau eine Fe st Versammlung statt, an der die ehemalige Großherzogin, Prälat Prof. D. Dr. Dr. Diehl, Vertreter der Kirchenregierung, des Landeskirchenamtes, des Dekanats Darmstadt, der hessischen Regierung, der Stadt Darmstadt, ferner Vertreter der evangelischen Verbände und Organisationen, der auswärtigen Vereine, die Ehrenvorsitzende de» Verbandes, Fürstin von Erbach- Scd ö n b e r g und evangelische Frauen aus ganz Hessen lo zahlreich teilnahmen, daß Saal und Galerien dicht besetzt waren. Im 'Namen des Vorstandes des Verbandes Evan- gelijch-Kirchlicher Frauenvereine entbot deren Vorsitzende, Frau Heraeus, herzliche Willkommensgruße. Die Vorsitzende verlas sodann eine große Zahl eingclaufencr Glückwünsche und gab hierauf einen kurzen Rückblick über die Geschichte'dcs Verbandes in den letzten 25 Jahren. Anschließend begrüßte der Prälat der Evangelischen Landeskirche, Prof. D. Dr. Dr. Diehl, die Festversammlung im Namen der kirchenregierung und des Kirchenvorstandes aufs herzlichste und entbot dem Verband herzliche Glückwünsche. Der Superintendent von Starkenburg, Obertirchenrat Dr. Muller, beleuchtete die Bedeutung und den Wert der Arbeit der evanaelischen Frau in der kirchlichen Gemeinde, die eine Vertiefung und Bereicherung für diese darstelle. Aberschulrat Daffinger übermit» teile die Grüße des Hessenvolkes im Auftrage des Staatspräsidenten und Multusminifters, sowie de» Ministers des Innern. Er zeichnete die Tätigkeit der christlichen Frauenwelt seit der Stunde, da die Heilsbotschaft in eine kranke Welt kam. Christliche Art sei. nicht das „Schicksal" verantwortlich zu machen und ckußere Einslussc als alleinige Erklärung gellen zu lasten für das Auseinanderleben unseres Volkes und unserer Gesellschaft, sondern die Erklärung tiefer zu suchen. Er grüße die evangelischen Frauen Hessens. Gebe Gott, daß zum Segen von Kirche, Volk, Staat, Gemeinde und Familie ihr Zusammen- schluß aller Rot Aum Trotze fest, daß ihr Werk gesegnet sei. Im Namen der Stadt und des Oberbürgermeisters sprach Direktor Schrauth dem Verband der Evangelisch-Kirchlichen Frauenvereine herzlichste Glückwünsche aus. Frau Heraeus dankte für die warmen Glückwünsche und gelobte, auch in Zukunft für ein treues evangelisches Glau- bensbcwußtsein cinzutreten. Rach einer Darbietung des PosaunenchoreS sprach die Dorsihende der Vereinigung Evangelischer Frauenverbände Deutschlands, Frau D. Magdalene von Ti 1 ing (Berlin), über da- Thema: „W a s hat Luther uns Frauen heute zu f a g e*n ?“ Die Rednerin wünschte am Schlüsse ihres Vortrages, daß der Verband auch in den folgenden 25 3ahren im Geiste Luther- seine reiche Liebestätigkeit fortsetzen möge. Wettervoraussage. Die Wetterlage zeigt seit gestern keine wesentliche Aenderung. Noch immer lagert das Tiefdruckgebiet über den britischen Inseln, hat sich sogar etwas ab- geflacht. Die milde Südwestströmung an seiner Vorderseite dürste zunächst noch für die Gestaltung unseres Wetters maßgebend sein. Durch sie wird weiterhin vielfach Bewölkung hervorgerufen, allerdings tritt auch zeitweise Aufheiterung ein. Niederschlage sind dabei kaum, ober nur in geringem Maße zu erwarten. Aussichten für Freitag: 3m ganzen mild, teils bewölkt, teils aufheiternd, keine roefenb liriien Niederschläge. Aussichten für Samstag: Noch Fortdauer der herrschenden Wetterlage. Lufttemperaturen. Am 20. April, mittags: 9-9 Grad Celsius, abends: 6,6 Grad (Self.; am 21. April, morgens: 4,6 Grad Cels. Maximum: 10,4 Grad Cels., Minimum: 4,2 Grad Cels. Sonnenscheindauer: 3 Stunden. — Erd tempern t u r e n in 10 Zentimeter Tiefe. Am 20. April, abends: 8.2 Grad ®clf.,am 21. April, morgens: 5,9 Grad Celsius. OBERST mit und ohne Mundstück S 1 G • M ’ B • H VIER URSACHEN: $?abafprci£.. gesunken £abaF|teuer.. ermässigt Herstellung.. verbilligt Verpackung.. vereinfach und ihre Wirkung OBERST früher 5U, (Heute in gleicher Qualität Z'^Ps. Q Gestern morgen ist mein geliebter Mann, unser guter Vater, Großvater und Onkel Heinrich Schaffstädt Kommerzienrat im 82. Lebensjahre sanft entschlafen. Gießen, den 21. April 1932. 3107 D Wir betrauern schmerzlich das Ableben unseres hochverehrten Seniorchefs, des Herrn Kommerzienrat Heinrich Schaffstädt H. Schaffstaedt G. m. b. H. Gießen, den 21. April 1932. 3103 D| 0.15 MWMM »0.Z0 Wir betrauern tief den Heimgang unseres Generaldirektors Herrn Kommerzienrat sämtliche Gemüse zu hllltijslen Tagespreisen! Heinrich Schaffstädt Der Vorstand. 3119 D Gießen, den 21. April 1932. 3128 D Damenräder. 3122V 3105 D Die Beerdigung findet Freitag, den 22. April, nachmittags 2 Uhr statt. 3 stock 0.50 Großen-Buseck, Essen, Hamburg, Mülheim (Ruhr), Bad Oeynhausen und Neuyork, den 20. April 1932. Wirksame Werbe-Drucksachen liefert die Brühl'sche Druckerei In dem Entschlafenen verlieren wir den edel gesinnten, von stetem Wohlwollen beseelten und allzeit gerechten Seniorchef. Sein tatkräftiges Wirken wird uns stets ein leuchtendes Vorbild sein. Er ruhe in Frieden! Er war uns ein idealer Führer und hat durch hervorragende Begabung und unermüdliche Arbeitskraft unser Unternehmen zu hohem Ansehen gebracht. Seinen wertvollen Rat werden wir in der Folge schwer vermissen, sein Andenken in hohen Ehren halten. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Christian Volz Familie Ludwig Schreiner Familie Karl Schreiner Familie Heinrich Schreiner II. Die Angestellten und Arbeiter der Firma H. Schaffstaedt G. m. b. H. Walltorstrabe 2 Tel. 3263 Bahnhofstrabe 51 3101 V Unser Heber Vater, Schwiegervater und Großvater Heinrich Schreiner I. ist gestern früh nach langem schweren Leiden, im Alter von 79 Jahren von uns gegangen. Die Beerdigung findet am Freitag, dem 22. April, nachmittags um 3 Uhr statt. In tiefer Trauer: Katharina Schaffstädt, geb. Pfeil Anni Müller-Schafistädt Fritz Müller Wolf-Diäter Die Beerdigung findet statt Freitag, den 22. April, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus. — Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. 1OO Rasierklingen a. f.Edelst. Raarsch. nur RM. 330 Nachn. 50 Stück RM.2.20 „ Rasierkl. Spezialh. 0. Arnold, Knin-Loneorich Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Isaak Rosenberg Gestern abend gegen 9V2 Ubr verschied nach langem schweren Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Luise Schneider geb. Keller im 01. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbiiebenent Heinrich Chr. Schneider Familie Ludwig Schnabel Otto Aicher u. Frau, geb. Schneider Erich Schneider. Wieseck, Buffalo (USA.), den 21. April IE. Die Beerdigung findet statt: Freitag,22. April.nach- mitt.2 U hr, vom St erbeb ause Kornblumen str.38 aus. 3U9D Harnsäure und ihre Folgen? Trinkt fonder Ulate Spitzenleistung (uur in Originalpackg.mit nebenst. 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April, nachm. ab 2 ithr, versteigere ich im Ldwen, Reuenweg 28: 1 Spiegelschrank (breit), Büfetts, Nähmaschinen, 1 Eisschrank, Betten, Grammophone, Kllchenschränke, Rauch- und Ziertische, 1 Schaukelstuhl, 1 Motorrad (NSU, 2,5 PS), 1 Ardie (3,5 PS), 1 Triumph (500), 1 Schnellwaage (fast neu), 1 Schreibtisch, 1 Kassenschrank. Versteigerung bestimmt. Zu verkaufen: Kleider- und Wäscheschränke, Küchenschränke, Tische, Waschtische, Herren- und 3 AusnahmeTase vom 21. bis 23. April ZUM-Wst........ Alten-Buseck, West-Orange (Amerika), den 21. April 1932. 02485 Kriegenerehi GieBen. Die Beerdigung unseres lieben, Ehrenmitgliedes Kamerad Kommerzienrat Heinrich Schaffstädt Allersveteran von 1870 71 findet Freitag, den 22. d. M., auf dem Neuen Friedhof, nachmitt. 3 Uhr statt. — Um zahlreiche Beteiligung wird gebeten. ftmch stets nur hauchdünn eoftragen, daoecB sofort pokeren? Perwach» ist sehr ergiebig and sparsam. Perwachs erhalten Sie in jedem efa>- schlagfgen Geschäft. Hersteller: Thompson-Werke C.m.b.H^ Düsseldorf. für jeden Fußboden Nr. 95 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Donnerstag, 21. April 1952 Aus der Provinzialhauptffodt. (Sieben, den 21. April 1932. Kommerzienrat Schaffstädt t- Destern frich ist nach langem schwerem Leiden der Seniorchef der Firma Sj. Schaffstaedt G.m.b.H.. Kommerzienrat Heinrich Schafs st ä d t. kurz vor Dollendung seines 82. Lebensjahres verstorben. Mit ihm ist ein hervorragender Dertreter der Giehener Industrie und ein langjähriger Mitarbeiter an den kommunalen Aufgaben unserer Stadt zur letzten Ruhe dahingegangen. Heinrich Schafsstädt war ein Sproß einer alteingesessenen Giehener Familie, deren Stamm- bäum bis zum Dreißigjährigen Kriege zuräck- reicht. Dach dem Besuche der Äahnfchen Dorschule und Realschule machte der nun Verewigte in dem väterlichen Geschäft seine Lehrzeit durch, nach deren Ablauf er in zahlreichen auswärtigen Betrieben zur Erweiterung seiner theoretischen und Praktischen Kenntnisse tätig war Den Feldzug von 1870 71 machte er als Einjährig-Freiwilliger mit. Dach dem Friedensschluh kehrte er in seine Vaterstadt zurück, wo er sich neben seiner geschäftlichen Tätigkeit auch als eifriges Mitglied- und warmherziger Förderer der Turnerei, des Duder- und des Eissports betätigte, ferner der Feuerwehr und zahlreichen anderen Vereinen ein geschätzter Mitarbeiter und Helfer war Im Jahre 1881 übernahm er nach dem Tode seines Vaters die Leitung deS im Sabre 1841 gegründeten Geschäfts, das unter feiner Führung und durch seinen unermüdlichen Fleiß immer mehr emporwuchs und im Laufe der Jahrzehnte zu einem in Deutschland und im Auslände weithin geachteten Unternehmen in der Branche der ge- sundheitStechnifchcn Anlagen wurde. Durch feinen praktischen Blick für alles Technische, durch seine Geistesgaben und durch die Großzügigkeit seines enttchlußfreudigen Handelns gelang eS ihm in eifrigem Streben, einige Erfindungen zu machen, durch deren Verwertung die. Firma Schaffstaedt mit ihren Erzeugnissen in allen Erdteilen einen hervorragenden Dus gewann. 11. a. haben die sanitären Apparate und Einrichtungen der Firma Eingang in die deutsche und die ausländische Handels- und Kriegsschiffahrt gefunden und damit den Damen der Firma und der Stadt Gießen in ckllen Teilen der Welt bekannt gemacht. Obwohl ihn seine Firma stark in Anspruch nahm, versagte der Heimgegangene seine Mitarbeit zum Besten der Gießener Bürgerschaft nicht, als der Dus zur Wahl in die Stadtverordnetenversammlung an ihn erging, durch den er im Dovember 1901 mit einem Stadtverordnetenmandat betraut wurde. Sm Dovember 1907 berief ihn das Vertrauen der Mitbürger auf weitere neun Sabre in die .Stadtverordnetenversammlung. der er — da während der Kriegs- jahre eine Stadtverordnetenwahl nicht vorgenommen wurde - bis zur Deuwahl des Stadtparlaments im Jahre 1919 angehörte. Als Stadtverordneter war er. neben der Arbeit int Plenum, in der Finanzkommission, in der Schuldeputation, in der Theaterkommission. in der sozialpolitischen Kommission und in der Kommission zur Beschaffung von Brennmaterialien, außerdem als Vertreter der Stadt in der Verwaltung der AG. Gießener Volksbad eifrig zum Wohle der Stadt tätig. Bei der Errichtung unseres Stadttheaters gehörte er mit zu den ersten Stiftern für dieses ..Denkmal bürgerlichen Gemeinsinns". Er wurde in den Vorstand des Theaterbauvereins entsandt, wo er als ehrenamtlicher Geschäftsführer des Vereins» segensreich wirkte, bis Ende September 1925 das Theater in den Besitz der Stadt überging. Weiter gehörte er zu den Stiftern bei der Gründung des Dolksbades, ferner Roman von 3- Schneider-Foerstl. Urheber-Rechtsschutz: Verlag O. Meister, Werdau. 33. Fortsetzung. Dachdruck verboten! Die Mädchenaugen wandten sich von ihr ob unb blickten geradeaus. ..Gott! Eigentlich gar nichts!" sagte sie geringschätzig. »Sch habe eine Woche lang geglaubt, ich könnte nicht ohne ihn leben. Damals habe ich Margret gebeten, daß sie ihn mir läßt. Aber sie hat ältere Rechte geltend gemacht. Die Sache ist ja nun in Ordnung! Morgen wird sie seine Frau, und die Geschichte ist erledigt." „Suse? Liebling!" Frau von Decklinhausen unterdrückte mit aller Gewalt das Weinen, welches ihr in der Kehle sah. Was war aus ihrer Süngften geworden Wie sollte sie ihre Worte stellen, um ihr ^Kind zu überzeugen, daß es keinen zweiten Menschen auf Erden gab, der so wie sie alles, selbst das Leben für ihr Glück zu opfern bereit war. Eine ungeheure Angst preßte ihr das Blut nach dem Herzen, so daß es auszusehen drohte. .Wie soll ich morgen von dir gehen können, Suse, wenn ich dich in solcher Stimmung zurücklasse." „Dann wird es erst gut sein, Mama, wenn ihr alle gegangen seid." „Kind!" Die Hände vor das Gesicht drückend, glitt Frau von Decklinhausens Kopf auf die Decke, welche den Körper ihrer Süngften wärmte. Shre Schultern zuckten in wildem, fassungslosem Weinen und über ihr war das schwere Atmen der Tochter hörbar, die lieber ihr Herz verschloß, als daß sie der Mutter Einblick in ihre Dot gab und dieser ihr altes Vertrauen schenkte. Kein Wort fiel. Dur Suses Atemholen und das stiller werdende Schluchzen der geängstigten Frau drangen durch das Zimmer. Die Sommernacht war erfüllt vom Duft der Linden, welche die Chaussee umsäumten. Sn köstlicher Süße verströmte der Holder seine Blütenseele. Schwer und berauschend zog das Duft- gemenge durch die offenen Fenster, an welchen die Gardinen weit zurückgezogen waren. Seht, durch die lautlose Stille der Dacht, hörte man sogar die Wellen des Flusses heraufschlagen und einen schwachen Hall, der von dem Tosen kam, das das Wehr, das eine halbe Stunde unterhalb des Gutes lag, verursachte. 'Frau von Decklinhausen hob den Kopf und sah die Tochter aus vorwurfsvoll verweinten Augen an: »Suse! — Kannst du wirklich so von deiner Slutter Abschied nehmen?" «Ach. Mama--wenn-du Wert darauf legst — — ich war in der letzten Zeit wirklich nicht mmer liebenswürdig und bitte dich, zu ver- >eß er feine Arbeitskraft im Vorstand der Alice- Schule zum Dützen dieser Einrichtung wirksam werden, und ebenso konnten sich die Wohlfahrtsbestrebungen in unserer Stadt seiner eifrigen Mitarbeit erfreuen. Als warmherziger Freund des Mittelstandes betätigte er sich auch lange Sabre im Aufsichtsrat der Handels- und Gc- werbebank. Don dem Gesangverein..Sängerkranz" und von dem Turnverein 1846. die in ihm ein verdienstvolles Mitglied besaßen, wurde er in Anerkennung seiner Förderung der Vercinsinter» esscn zum Ehrenmitglied ernannt. Seine hervorragende industrielle und kaufmännische Arbeit, von der weite Kreise der Bürgerschaft gedeihlich beeinflußt wurden, und feine verdienstvolle Tätig- feit zum Besten der Allgemeinheit wurden im Sahre 1906 von dem früheren Großherzog Ernst Ludwig durch die Verleihung des Titels Kom- merzienrat anerkannt. Deden deckt erfolgreichen Wirken auf seinem großen beruflichen und ehrenamtlichen ArbeitS- fclde waren es aber auch die Schlichtheit und Vornehmheit seines Menschentums, die ihm die Stzmpathie vieler Mitbürger und die Verehrung seiner Mitarbeiter eintrugen. Die hohe Wertschätzung blieb dem charaktervollen Manne auch in vollem Umfange erhalten, seit er sich in den wohlverdienten Ruhestand zurückgezogen hatte. Dem Verewigten wird in nnferer Stadt ein dauerndes ehrendes Gedenken sicher sein. Aepscl 10 bis 15. Dörrobst 25 bis 30. Düsse 35 bis 40. Honig 40 bis 45. lungc Hähne 80 bis 90. Suppenhühner 70 bis 80 Pfennig pro Pfund: Tauben bO dis 70. Eter 6 und 7. Salat 20 bis' 25, Blumenkohl 30 bis 70. Salatgurken 50 bis 70. Sellerie 10 bis 40. Lauch 5biS10. Käle 5 bi» 10 Pfennig pro Stück: Rettich (neue) 25 bis 30, Radieschen 10 bis 15 Pfennig pro Bund. •• Schwerer Unglücksfall. Heute gegen 10.05 Uhr ereignete sich auf dem Bahnsteig 3 des hiesigen Bahnhols ein schwerer Unglücksfall. Der Rangierer Karl Winter von Launsbach, ein verheirateter Mann mit sechs Kindern, geriet auf bisher noch nicht völlig geklärte Weife unter einen rangierenden Wagen, wurde überfahren und erlitt schwere Verletzungen an beiden Seinen. Zwei zufällig anwesende Sanitäter leisteten ihm sofort erste Hilfe. Die Sanitätskolonne brachte den bedauernswerten Mann nach der Klinik. "DieGiehener Freiwillige Feuerwehr hielt am Samstag ihre diesjährige ordentliche Hauptversammlung im .Frankfurter Hof" ab. Jfire Jßnzeigen Vornotizcn. — Tageskalender für Donnerstag. Mittelstandvereinigung: 20.15 Uhr, Cafe Leib. Vortrag von Prof. Horneffer über ..Europa und Deutschland". • ..Einhorn'-Saol: 11 bis 19 Uhr. Hessische Hygiene-Ausstellung. Allee-Schule: 16 Uhr. Steinstraße 10. Lehr- und Unterhaltungs- nachmittag. Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Die Frau von der man spricht". — Astoria-Licht- spiele: ..Mann über Bord" — '21 u 6 dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Morgen, Freitag, 22. April, 20 Uhr, Wiederholung des Operettenfchlagcrs „Morgen gehts uns aut!" Den luftigen Text schrieb Hans Müller nach Motiven einer alten Wiener Posse, Ralph Benatzky erfand dazu die richtige Musik. Heinrich Hub, der auch die Hauptrolle spielt und singt, führte Re- gie. Seine Partnerin: Eva Herms als Gast. Musikalische Leitung Walter Moehl. Die.Tänze der Girls und die Soll studierte Ewald Bäulke ein. 27. Bor- ffellung im Freitag Abonnement zu Operettenpreisen. Ende nach 23 Uhr. — Der größte Lustspiel- erfolg der Spielzeit war, wie auch an anderen Theatern, die englische Komödie „Vater sein da- gegen sehr!" Um den vielen Anfragen aus dem Publikum entgegenzukommen, hat sich die Intendanz enkschlossen, das Stück noch einmal als Volks- DorfteUiing zu kleinsten Preisen zu geben. Näheres wird noch bekanntgegeben. — Die Lehr, und Unterhaltungs- Vorführungen in der Alice- Sch ule finden nicht, wie gestern berichtet, beide heute, Don- nerstog, 16 und 20 Uhr, sondern heute nur um 16 U b r und morgen, Freitag, nur um 20 Uhr statt. Gießener DZochcnmarktprcise. G i e stc n. 21. April. Es, kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Süßrahmbutter 130 Pf. Landbutter 120. Kochbutter 100. Matte 25 bis 30 Wirsing (gelb) 15 bis 20 (pro Ztr. 12 bis 15 Mk.), Wirsing (grün) 25 (pro Zentner 20 bis 22 Mk.) Rotkraut 12 bis 15 (pro Zentner 8 bis 9 Mk.) Weißkraut 10 (pro Zentner 6 bis 6,50 Mk.) Kartoffeln 4.5 (pro Zentner 3.80 bis 4 Mk.) gelbe Düben 10 bis 12. rote Rüben 10 bis 12 6pmat 10 bis 15. Unterkohlrabi 5 bis 8 Grünkohl 10 bis 15. Feldsalat 80 bis 100 Tomaten 50 bis 60. Zwiebeln 18 bis 20* Meerrettich 30 bis 60. Schwarzwurzeln 25 bis 35, werden durch sorgfältige, wirksame Satzausstattung ircr bm wenn Sie sie frühzeitig genug aufgeben die von 96 Mitgliedern besucht war. Dachdem die neugegründete Musikkapelle zwei flotte Märsche zu Gehör gebracht hatte, eröffnete Drandinspektor Wendel die Generalversammlung. Der von Drandinspektor Wenzel vorgetragene Sahres- bericht zeigte, daß die Geschäfte der Wehr in einer Hauptversammlung, einer außerordentlichen Hauptversammlung, sechs Vorstandssitzungen, zwei Ehrengerichtssihungen, sowie verschiedenen Kom- missionssihungen wahrgenommen wurden. Sm Sommerhalbjahr 1931 sanden sechs Hauptübungen statt, die durchweg gut besucht waren. Ferner wurden für die Sungmannschast mehrere Lehrübungen abgehalten, 'wofür deren Leiter, Brandmeister Betz, besonderer Dank ausgesprochen wurde. Die Mitgliederzahl im Sahre 1931 ergab 4 Ehren-, 78 unterstützende und 128 ordentliche Mitglieder. Fünf Mitglieder wurden ausgeschlos- fen. Cs traten 25 Mitglieder der Wehr bei. Auszeichnungen erhielten für 30 Sahre ein Kamerad, 25 Sahre 3, 20 Sahre 6. 15 Sahre 5, 10 Sahre 4 Kameraden. Als besondere Auszeichnung für Verdienste im Feuerlöschwesen wurde Dranddirek- ttor Braubach das Verdienst kreuz I. Klasse des Deichsfcuerwehr-Derbandes verliehen. Die Wehr war beim Derbandskag der Freiwilligen Feuerwehren der Provinz Oberhesfen in Lauterbach, so- wie beim Herbstverbandstag der Freiwilligen Feuerwehren des Kreises Gießen in Lang-Göns und beim FrühfahrSverbandstag in Gießen vertreten. Ter Herbstverbandstag der Freiwilligen Feuerwehren des Kreises Gießen findet am 10. Suli 1932 in Großen-Buseck statt. Dachdem Brandmeister R ö d i g e r nach mühevoller Arbeit die Kasse in Ordnung gebracht-hat, erstattete er Dericht über den jetzigen Kassenstand. Leider muhte bei völligem Abschluß der alten Rechnung festgestellt werden, daß sich der Fehlbetrag auf über 1700 Mk. erhöht. Kamerad Rödiger wurde auf Antrag der Rechnungsprüfer unter Dank für i>ie geleistete Arbeit Entlastung erteilt. Aus der Ersanuahl eines Rechners ging Kamerad Sofcph H e i ß l e r als gewählt beriwr. Durch Tod verlor die Wehr den Kameraden Christoph Hcidelb_ach, bellen Andenken durch Erheben von den cipen geehrt wurde. Die Klänge der Kapelle hielten bie Kameraden nach Schluß der Versammlung noch einige Zeit in bester kameradschaftlicher Stimmung zusammen. " Zehn Sabre Mädchenbund der Lukasgemeindc. Am vorigen Sonntag feierte der Mädchenbund der Lukasgemeinde' das Fest seines 10jährigen Bestehens Der Bund ift auS einer Vereinigung hervorgcgangen. die früher schon jahrzehntelang bestanden hat. nämlich auS der Vereinigung der fonhnnierten weiblichen Sagend der Lukasgcmeinde. Um 8 Uhr sand in der Sohanneskirche ein Festgottesdienst statt, bei dem der Mädchenbund zwei Chöre vortrug und bei dem der neue Wimpel, den die Lukasgemeinde dem Bund ge'chcnkt hat, seiner Bestimmung übergeben wurde. Um 15 Uhr sand in den dichtbefetz- ten Räumen der Liebigshöhe eine Dachfeier statt. Der erste Teil dieser Veranstaltung trug religiösen Charakter. Die Leiterin des Bundes, Frau Anna Heß, sprach in ernsten Worten davon, daß der Bund nur dann Aussicht auf Gedeihen habe, wenn seine Mitglieder sich aus eine religiöse Grundlage stellen. Es machte auf die Versammlung einen tiefen Eindruck, als eine Frau in vieler zu Herzen gehenden Weise Worte der Ermahnung sprach Ein Sprechchor betonte daß der Bund nut ganzer Seele dem deutschen Vater- lande und dem deutschen Volkstum ergeben ist. Der Vorsitzende des Gemeindevereins. Suwelier Doll, beglückwünschte den Bund zu seinem Feste und gab der Hoffnung Ausdruck, daß die Wirksamkeit dieser Vereinigung für die gesamte Gemeinde Segen haben möge. Das Mitglied Frl. Else Wagenbach gab einen Uebervlick über die Geschichte des Bundes. Der zweite Teil diente mehr der Unterhaltung. Mehrere Volkstänze fanden reichen Beifall. Zum Schluß gelangte ein Spiel des im Sahre 1917 an der Ostfront gefallenen Dichters Walter Fles zur Aufführung. Auch dieser Darbietung folgte die Versammlung mit gespanntem Sntereffc. "Dentschnatiobaler Handlungs- aehilfen-Verband. Sn einer gut besuchten Mitgliederversammlung der Ortsgruppe Gießen des DHV. sprach Gauvorsteher Auerbach (^ranf- furt a. M.) über die wirtschastllchs und politische Lage. Der Redner führte u. a. aus, daß mir es gegenwärtig nicht mit einer Krise, sondern mit einer allgemeinen Strukturmandlung in unserer Wirt schäft zu tun hätten. Diese sei hervorgerufen durch die rasche Entwicklung Deutschlands vom Agrar zum Industriestaat. Die Absatzmöglichkeiten für die Industrie seien vor dem Kriege andere gewesen als heute. Jeder Staat lei zur Zeit bemüht, seine Be- dürfnisse aus eigenes Wirtschaft zu befriedigen. Den deutschen Produkten stehe deshalb nicht mehr die ganze Welt offen. Die Rationalisierung der Betriebe habe ein übriges getan. Der Krieg und die Tribute hatten Deutschland außerdem zu einem armen Land gemacht, man habe Kredite aufnehmen müssen, die im vergangenen Sommer überraschend zuriickgezo- gen worden seien und eine Vertrauens' und Kre> ditkrise auslösten. In feinen weiteren Ausführungen sprach der Redner vom Sinn der Wirtschaft, er be- |d)äfhgte sich mit der Gehalts- und Lohnpolitik und der Sozialversicherung, forderte Beseitigung der durch die Notverordnungen hervorgerufencn Hörten, besonders in der Angestelltenoersicherung, befaßte sich kurz mit dem Eiedlungsproblem und umriß die Stellungnahme des DHV. zu allen politischen und wirtschaftlichen Fragen, die sich unter völliger Aus schaltung parteipolllischer Gesichtspunkte auf völkisch-nationaler Grundlage aufbaue. — **»>v im# uticm, ui«ui jviiiul — Freust du dich, daß wir zusammenbleiben?" Suses Kopf glitt ruckhaft in den Racken zurück. „Das darfst du mir nicht antun, Mama! — Man würde sagen, ich hatte dir dein Glück nicht gegönnt! Und Gradnitz würde mich hassen. Er ist immer so gut gegen mich gewesen. Es muh alles bleiben, wie es arrangiert war " »Sch lasse dich unter keinen Umständen allein!" Frau von Recklinhausens Stimme klang jetzt fest und bestimmt. „CßSie soll ich glücklich sein, wenn ich dich einsam weiß!" . zeihen!" Cs klang frostig und wie etwas auswendig Gelerntes, einem Zwange gehorchend, ber nicht aus kindlicher Liebe und Reue geboten war. 5rau von Reckllnhausen verlor jegliche Fassung. „Sch bitte dich, Kind, sage mir nur das eine, womit ich es verdient habe, daß du dich so bis zum Letzten vor mir verschließest! Habe ich nicht immer meine Pflicht getan und die Hände über meine Töchter gehalten, bis zu dem Augenblick, wo ich hoffen durfte, erwachsene Menschen und Gründer ihres eigenen Glückes in ihnen zu sehen?" Suses Schultern «zuckten verräterisch „Seit Gradnitz um dich ist, hast du dich eigentlich nur mehr um ihn und wenig mehr um mich gekümmert, Mama!" „Kind!" .Tu hast nur mehr Augen für den Mann gehabt und nicht mehr für die Tochter!" »Suse!'' „Cs ist ja richtig", unterbrach diese die Mutter. ..Ich bin alt genug, daß ich selber für mich sorgen lärm! Warum sollst du's nicht auch machen, wie die andern alle und zuerst an dich selber denken? — Dieses Recht hat jeder!" „Und das---so etwas--sagst du mir, deiner Mutter ins Gesicht!" Ein heiseres Schluch- zen erfüllte den Raum und drang durch das offene Fenster in den schweigenden Frieden der Dacht. Gradnitz, der das große Zimmer unter der Giebelstube bewohnte und sich noch nicht zur Ruhe begeben hatte, horchte auf. War das nicht? Gleich darauf ein hastiges Klopfen an seiner iTür. Er schlüpfte rasch in seinen Rock und knüpfte die Krawatte wieder fest. Als er öffnete, prallte er im ersten Verwundern zurück. „Du, Elisabeth?" Er wollte die Taumelnde zu sich hereinziehen, aber sie widerstrebte, suchte nach Worten und brachte kein einziges aus der Kehle. Sie erstarben in dem haltlos erschütternden Weinen, das ihr die Tränen ununterbrochen auf das Kleid herniederperlen ließ. Endlich vermochte sie sich so weit zu fassen, daß sie ihm sagte, sie habe ihm wichtiges mitzuteilen. Shm voran, ging sie nach dem Erdgeschoß und öffnete ^hr Arbeitszimmer. Was mochte sie ihm zu berichten haben? — Ein unangenehm beklemmendes Gefühl der Ungewißheit erfaßte ihn. ®rft nach Minuten vermochte sie zu sprechen „Sch muß dir ein großes Leid bereiten Särgen! 2lber ich kann nicht anders! — Mein Kind geht vor!" „Sch verstehe nicht. Ellsabeth!" Er hielt die Finger um die Lehne eines Stuhles gekrampft und sah sie verstört an. -Sch kann deine Frau nicht werden! — Dicht morgen, nicht übermorgen oder ein andermal! Zuerst kommt meine Pflicht als Mutter"' Sie nickte und hielt die Finger übereinandergedrückt. daß ihre Knöchel weih und hart hervor- traten. „Suse ist sehr, sehr unglücklich, Särgen! Sch kann sie unmöglich allein in dieser Skim- wung zurücklassen! Sch hätte keine ruhige Minute an deiner Seite! Smmer würden meine Gedanken von dir weg. zu meinem Kinde eilen! Unser Glück wäre nur scheinbar! Vielleicht kannst du warten! Vielleicht gibt es überhaupt fein Zusammenkommen mehr! Sch weiß es nicht! Weih nur das eine: Daß mein Platz bei meinem Kinde ist. daß ich es als meine heiligste Pflicht betrachte. bei ihm zu bleiben, solange es mich braucht--und daß ich deshalb auch morgen nicht mit dir zum Altar treten und deine Frau werden kann." Doch während sie sprach, tauchte unter der Tür, die nur angelehnt gewesen war, Suses schneebleiches Gesicht auf. Sie hatte nichts als ihr Dachtkleid übergeworfen, das blonde Haar rollte in schweren Locken über ihre Schultern und fiel in seidigen Strähnen in ihre Wangen. — „Mama!" Frau von Decklinhausen fiel in den Stuhl hinter sich, so wild hatte sich das Mädchen an ihre Brust geworfen. „Mama!" Gradnitz ging unbeachtet zur Tür und drückte sie geräuschlos hinter sich zu. Er hatte fein Recht, zu hören, was Mutter und Kind sich zu sagen haben mochten. Suse hatte in ihrer Giebelstube keine Ruhe gefunden und war Frau von Reckllnhausen nachgeeilt. Sedes Wort, das diese mit Gradnitz gewechselt hatte, war für ihr Ohr vernehmbar gewesen. „Vergzb mir, Mama!" Sie umschlang deren Hütten und drückte den Kopf in ihren Schoß. „Du frierst, Kind?" war das erste, was die erschrockene Mutter zu sagen vermochte. Sie nahm ihr großes, gesticktes Tuch von den Schultern, und hüllte die Tochter darin ein. „Suse. Kleines! Du mußt nicht mehr weinen! Wir bleiben zusammen! Sch gehe nicht fort von djr! Das erste Recht an mich hast du, mein Kind!" Die fühlte, wie die Tochter' sie immer fester umklammerte und strich tröstend über deren verwirrtes Haar. „Sch habe schon mit Gradnitz gesprochen? Unsere Hochzeit findet morgen nicht statt... Diemand wird sich deshalb den Kops zerbrechen. Es wäre ohnedies alles in vollkommener Stille vor sich gegangen. — Wenn Margret mit ihrem Mann weggefahren ist, sind nur Er stand noch immer, ohne sich zu regen. Dur mehr du und ich allein, mein Kind! feine Wangen hatten alle Farbe verloren. „Sch * ' ' ' muß dich um eine nähere Erklärung bitten. Elisabeth! Du wirst begreifen, daß ich keine Zusammenhänge finde, so sehr ich mich auch bemühte. dieselben zu ergründen." „Warna, gönn mir's doch!" flehte Suse „Gerade das Einsamsein, das brauche ich jetzt! Sch muh mich wieder zuräckfinden zu mir selbst! •— Sch muh. Mama!" beharrte sie. aks ein schmerzliches Lächeln in bereit Augen trat. „Wenn niemand mehr um mich ist, werde ich am ersten wieder zur Ruhe kommen. — Vielleicht bringe ich es dann so weit, daß ich ihn vergesse! — Wenigstens in meinen Dächten, Mama!" „Doktor Wander?" Suse schüttelte geringschätzig den Kopf. ,.Mal- now. Mama! Du weißt ja nicht, wie ich ihn geliebt habe!" „Mein armes Kind! Und ich hatte keine Ahnung davon!" Ununterbrochen strichen die Weißen Frauenhände über das Haar der Tochter, deren Haupt jetzt wieder in ihren Schoß gebettet lag. „Warum hast du mir nie davon gesprochen, Suse? — Sch begreife jetzt so vieles! Auch das. warum er ging! Und weshalb er so abzumagern begann. Sch habe es immer für beginnende Schwindsucht gehalten und ihm sogar angeboten, für ihn einen Platz in einem Sanatorium au belegen. Hast fru ihn nicht für wert befunden, mein Kind?" Es dauerte Minuten, bis sich der blonde Kopf von ihren Knien hob. ,Sch wollte allein geliebt sein, Mama! '— Und er verlangte — nein, er verlangte nicht! Er bat, ich möchte auch fein Kind an mein Herz nehmen. — Und als er mich ent- • rüstet sah, nahm er auch diese Bitte zurück. Aber ich, Mama--ich wollte nicht die Zweite fein." »Lebt die Mutter feines Kindes noch?" „Sie ist tot!" Frau von Recklinhausens Herz zog sich in unendlichem Mitleid für die Tochter zusammen. Tausende Male kam das vor im Leben! Sie selbst konnte Walnow nicht fo ohne weiteres verdammen. Unddoch! Daß ihr Kind darum litt, das machte sie ihm zum Vorwurf. Dur das allein. Sein Bild verschob sich etwas. Ware eS nicht ehrenhafter gewesen, ihrem Kind unter diesen Umständen fernzubleiben, oder wenigsten« *uocr ihr, der Mutter. Einsicht in feine Vergangenheit gewähren, als Suses neunzehn Sahre nht diesen Dingen zu belasten? !Fortsetzung folgt.) S.A.-'Svort Meisterschaften im Saalsahren im Gau Lahn (BO^st.) 2lm Sonntag fanden in Wehlar-Riedergirrnos die Meisterschaften im Saalfahren des Gaues Lahn im Bund Deutscher Radfahrer statt. Am Vormittag begannen die Vortvettbewcrbe im Radball, daran anschließend wurde der F r ü h- jahrs-Gautag abgehalten, auf dem das Sportprogramm, für das Jahr 1932 festgelegt wurde. Dee Rachmittag brachte dann die Entscheidungen im Radball und Kunstfahren. 3m Zer-Radball lieferten sich die beiden als Sieger aus den- Vorspielen hcrvorgegangenen Mannschaften des Gießener Radfahr-Vereins 1885 (Gebr. Von - Eiff, Keppler und Hauck, Wißner, Deibel) einen fairen Kampf, den die Mannschaft (Gebr. Von-Eiff, Keppler) mit 6:2 Toren gewinnen konnte. 3m 2er Radball standen sich die Mannschaften des Rad-Club „Germania" Gießen (S t o m m e l — B au m) und des Gießener Radfahr-Dereins 1885 (W. Von-Eiff — Keppler) gegenüber, aus dem die „Germanen" nach hartem Kampf mit 5:2 Toren als Sieger hervorgingen. 3m 2er-3ugendradball siegte die Mannschaft des Rad-Club „Germania" Gießen (H a as — S t o m me l) nach Verlängerung der Spielzeit über Radfahr-Derein „Schwalbe" Aßlar mit 4:3 Toren. 3m 2er-Kunstfahrcn wurden die lang ähcigen Gaumeister Gebr. Göbel vom Rad- fahr-Verein Riedergirmes von Frl. Roack.unv Herrn Schmitt vom Radfahr-Vcrein 1885 Wetzlar geschlagen, während Walter Göbel im ler-Kunstfahren die Meisterschaft errang. 3m 6er-Kunstreigen fuhr als einzige'Mannschaft die deS Gießener Radfahr-Dereins 1885 und holte sich somit die Meisterschaft. 3m 3ugend-Kunstfahren zeigten die Fahrer des Rad-Club „Germania" Gießen, Haas und H ö r d e r . schöne Leistungen. Auch in diesem Jahre zeigten die Meisterschaftskämpfe im Saalfahren, daß der Saalsport im Gau Lahn auf beachtenswerter Höhe steht. Tisch-Tennis -er Sp.-Dg. 1900. 1900 — Sportverein wehlar 14:9. Die Tischtennis-Abteilung der Spielvcreinigung 1900 vermochte auch in dem Kampf gegen den spielstarken Wetzlarer Sportverein einen einwandfreien Sieg zu erringen. Die Gießener waren nicht nur im Durchschnitt besser, sondern konnten auch die Wetzlarer Spitzenspieler — Zampetri wurde von Dietrich 3:0 geschlagen — glatt abfertigen. Rachstehend die Ergebnisse (Wetzlar ist jeweils zuerst genannt). Einzel: Fampetri — Dietrich 20:22, 18:21, 17:21; Froomen — Ost 12:21, 17:21, 22:24; Hertstein — 3ung 11:21, 14:21,6:21; Eichenauer — Gebhardt 16:21, 13:21, 14:21; Zerndt - Petsch 16:21. 13:21, 21:16, 7:21; Zerndt — Berger 21:10, 21:18, 21:17; Hertstein — Günther 16:21, 16:21, 21:19, 16:21; Schreier—Laichin- ger 21:17, 15:21, 21:14, 14:21, 18:21; Benner — Beil 16:21, 20:22, 18:21; Frl. Benner - Gros 20:22, 20:22, 21:18, 21:17, 21:18; Fischer — Rickel 21:17, 21:18, 16:21, 16:21, 21:23; Schreier — Topp 18:21, 15:21, 13:21; Melke — Meyerhofs 21:19, 23:25, 21:16, 21:19; Drebes — Ahbächer 11:21. 14:21, 15:21; Sielberg - Hof 14:21. 15:21, 13:21. Doppel: Zampetri-Froomen — Ost-3ung 10:21, 21:19, 21:23, 21:19, 21:9; Hertstein- Zerndt — Dietrich-Petsch 13:21, 21:19, 11:21, 21:11, 14: 21; Zerndt-Fischer — Gebhardt-Brrger 17:21, 17:21, 15:21; Frl. Denner-Eichenauer - Günther-Loichinger 21:19, 23:21, 19:21, 10:21, 19:21; Eichenauer-Willer — Deil-Rikel 21:18, 12:21, 21:13, 9:21, 21:17; Sielberg-Melke - Meyerhoff^Sros 16:21, 21:16, 21:11, 23:25, 21:12; Fischer-Schreier — Hof-Atzbächer 21:19, 21:16, 21: 18; Drebes-Sielberg — Schneider-Topp 21:14, 12:21, 21:18, 13:21, 20:17. Gpielvereinigung 1900 Gießen. Zugendspiele. 1900 1.3gd. gewann gegen BsR. Butzbach 1.3gd. mit 9:0 (4:0). Das letzte Pflichtspiel auf eigenem Platze brachte einen eindrucksvollen Sieg. Die Gäste gaben sich afle Mühe, konnten dem Platz- Verein aber nie gefährlich werden, weil in ihrer Mannschaft der Zusammenhang fehlte. 1900 war eifrig und stets im Vorteil, gute Kombination und schnelle Angriffe ergaben in regelmäßigen Abständen die 9 Tore. 1900 2.3gd. spielte gegen Leihgestern 1.3gd. 5:1. Die Gäste waren nicht so schlecht wie das Resultat besagt, der Sturm vermochte sich nicht gegen die sichere Verteidigung der 1900er durchzusetzen. Diese lieferten ein gutes Zusammenspiel und waren fast stets tonangebend. Die aus den Schülern ergänzte 3. 3ugend konnte sich gegen den kräftigeren G:311er, Klein- Linden 1. 3ugend, nicht durchsetzen und mußte eine 3:0-Riederlage hinnehmen. — 1900 hatte aus den 3üngsten und Kleinsten eine Schülermannschaft gestellt, die sich mit vorbildlichem Eifer gegen die spielstarken Butzbacher schlug und diesen ein Unentschieden von 0:0 abkämpfte. Handball im Gau Hessen (O T.) To. fUein-Cinben I — Tv. hausen I 7:3 (3:2). Beide Mannschaften waren am Anfang ziemlich gleich stark, doch konnte Hausen bald in Führung gehen und den ersten Erfolg für sich verbuchen. Bis zur Halbzeit konnte Klein-Linden stark aufholen, um dann nach Halbzeit dauernd die Führung zu behalten und mit 7:3 den Sieg zu erringen. Tv. Alsfeld 1 — Tv. Grohen-Linden I 4:6. Auf eigenem Platze mußten die Alsfelder eine Riederlage einstecken. Das Spiel begann mit einer leichten lleberlegenheit der Gäste, die auch bald 2:0 führten. Dann wurde der Kampf ausgeglichener und die Gastgeber kamen bis zur Halbzeit ebenfalls bis zu zwei Treffern. Rach der Pause konnten die Einheimischen zweimal die Führung übernehmen, jedoch konnten die Gäste immer wieder ausgleichen. Die letzten zehn Minuten gestalteten sich zu einem scharfen Cnd- * Karlsruher Lebensversi che- rungsbank AG. Das Geschästsergebnis des 3ahrcs 1931 ist trotz der Wirtschaftskrise befriedigend. Der 3ahresüberschuß beträgt 5 610 477 Mark (i. D. 5 555 031 Mk.) trotz Reserve-Stellung von 1 Million Mark für etwa kommende Abschreibungsbedürfnisse aller Art und direkten Abfchrei- bungen von 534 192 Mark. Sahungsmähig fließen an die Gewinnreserve der Versicherten 5 049 429 Mark (4 999 528 Mk.). Aus dem Rettoreingewinn von 561 047 Mk. wird u. a. vorgeschlagen: Zuweisung an den Eebäudeerneuerungssonds 153 020 Mark, 10 Prozent Aktionärdividende 240 000 Mk.. außersahungsmäßig an die Gewinnreserve der Versicherten 133 447 Mark, diese erreicht damit 19,36 Millionen Mark (18,18). Die Versicherten erhalten die gleichen Dividendensätze wie im Vorjahre, soweit Reichsmarkversicherungen in Frage kommen. Berlin freundlicher. Berlin. 21. April.. (WTB. Funkspruch.) Die Tendenz der heutigen Börse war freundlicher, obgleich von einer Gefchäftsbelebung wenigstens zu Beginn des Verkehrs noch nicht gesprochen werden konnte. Die Abreise Tar- d i e u s und Macdonalds nach Genf wurde als ein gutes Zeichen erachtet, und man glaubte, die außenpolitische Situation etwas günstiger beurteilen zu dürfen. Die Spekulation nahm kleine Deckungen vor, die an vielen Märkten 1- bis 2prozentige Gewinne zur Folge hatten. Eine angenehme lleberraschung brachte die D i s - kontsenkung der Bank von England von 3,5 auf 3 Prozent, da man sich einerseits nun auch auf eine Reuhorker Ermäßigung einzustellen beginnt, und da anderseits die Verhandlungen über eine weitere Ermäßigung der Stillhaltezinsen erfolgversprähender aussehen. Der Schritt des Zentralverbandes des Deutschen Bank- und Dankiersgewerbes im Reichswirtschaftsministerium, der eine Milderung der letzten Effekten-Rotverordnung anstrebt, wurde lebhaft begrüßt, denn es hat sich in der Praxis herausgestellt, daß die gegenwärtige Form der Verordnung die Llmsahtütigkeit sehr stark hemmt. 2m Vordergründe des Interesses standen Farbenaktien, doch konnten auch andere Spezialpapiere, wie Schultheiß, Charlottenburger Wasser, Orenstein. Reichsbankanteile, Salzdetfurth usw. 2 Prozent und mehr gewinnen. Chadeaktien waren in Rachwirkung des 12prozentigen Dividendenvorschlages 6 Mark höher, während Elektrische Lieferungen, bei denen die Entscheidung in der Dividendenfrage hinausgeschoben worden ist. 3,5 Prozent einbüßten. Bürbach waren auf ungünstige Pressemeldungen 2,25 Prozent gedrückt. Ilse und Ilse-Genußscheine notierten heute 7 Prozent Dividende. Im Verlaufe blieb die Stimmung freundlich. Bei ruhigem Geschäft kämpf. Bet dem die Gäste durch zwei weitere Tore den Sieg sicherstellten. Tv. Klein-Linden II — Tv. Haufen H 3:3 (1:3). Hausens 2. Mannschaft spielte in der ersten Halbzeit entschieden überlegen, so daß man mit einer hohen Riederlage Klein-Lindens rechnen muhte. Rur der Klein-Lindener Verteidigung und dem Torwart war es zuzuschreiben, daß das Halbzeitergebnis 1:3 stand. In der zweiten Halbzeit raffte sich Klein-Linden auf und erzielte noch den Ausgleich. Arbeiter-Turn- un- Sportbun-. Frühjahrs-Waldlauf. Am vergangenen Sonntag fand in Launsbach der diesjährige Frühjahrs-Waldlauf statt. Trotz des naßkalten Wetters hatten sich über 150 Teilnehmer eingefunden. Der Lauf selbst war als Trainingslauf gedacht und führte die Läufer auf den Höhen entlang, quer durch den Wald zum Sportplatz. Dort trafen die Läufer in guter Verfassung ein. Im Handballspiel standen sich sodann Krofdorf I — Gießen I. gegenüber. Das Spiel endete mit einer 7:2-Rie- derlage der Gießener. Krofdorf ging zuerst in Führung, Gießen sicherte sich aber bald den Ausgleich. Ein weiteres zweifelhaftes Tor brachte dann die Gießener in Führung. Krofdorf bemühte sich nun seinerseits um den Ausgleich, der denn auch nicht lange auf sich warten ließ. In der Folge Ii.lt das Spiel unter der Schiedsrichterleitung. Rach der Pause legte Krofdorf zwei weitere Tore vor und Gießen gab den Widerstand auf, nachdem noch zwei Spieler das Feld verkam es später zu kleinen Schwankungen, dann setzten jedoch erneut lebhaftere Deckungen ein, die eine allgemeine Befestigung zur Folge hatten. Cs herrschte dann offenbar an einzelnen Märkten Materialknappheit, die nicht zuletzt auf das Fehlen der sog. Kofferware zurückzuführen war. Farben, Kaliwerte, Gelsenkirchen, Schultheiß, Dessauer Gas. Aku und viele andere Papiere gewannen 1 bis 2,5 Prozent. Am Pfandbriefmarkt schien das noch vorhandene Angebot heute schlank aus dem Markte genommen zu werden, so daß auch hier eine freundlichere Stimmung vorherrschend war. Deutsche Anleihen freundlich, Altbesih 1.13 Prozent befestigt. Von Auslandrenten waren Bosnier stärker erholt. Mexikaner und Rumänen neigten dagegen zur Schwäche. Reichsschuldbuchforderungen zogen insgesamt um etwa 1 Prozent an. Am Geldmarkt trat heute eine Erleichterung ein, Tagesgeld ging in der unteren Grenze auf 5.4 bis 5,25 Prozent zurück. Monatsgeld blieb mit 7 bis 8 Prozent nominell. Jranffurf fester. Frankfurt a.M., 21. April. (WTB. Drahtmeldung.) Die heutige Börse bot' bei Beginn zwar das gleiche ruhige Bild wie an den Vortagen, doch hat sich die Stimmung weiter gebessert. Die Diskussion über die Reparationsfrage und die Ermäßigung der Londoner Diskontrate um 0,5 Prozent auf 3 Prozent haben die Deckungsneigung der Spekulation verstärkt. Anderseits wirkten die bevorstehenden Wahlen und die neue-Rotverordnung wegen der Effekteng schäfte mit dem Auslände weiter geschäftshemmend. Gegenüber der Abendbörse stellten sich auf den meisten Marktgebieten Kursbesserungen bis zu 1 Prozent und für Spezialwerte darüber hinaus bis zu 2 Prozent ein. IG.-Farben eröffneten zunächst nur um Bruchteile eines Prozentes höher, lagen aber rasch weitere 1 Prozent fester. Von den übrigen Spezialpapieren gewannen Siemens 1,75 Prozent, Reichsbank 1,5 Prozent und AK1I. 1 Prozent. Am Montanmarkt konnten sich Ilse-Genüfse unter Berücksichtigung des Dividendenabschlages um 1,5 Prozent erhöhen, Gelsenkirchen profitierten 1,5 Prozent, die übrigen Werte meist 0,5 bis 1 Prozent. Von Kaliaktien lagen Salzdetfurth bei allerdings sehr kleinem Geschäft etwa 3,5 Prozent höher. Westeregeln blieben nur behauptet. Schiffahrtspapiere besserten sich weiter um 0,25 Prozent, Reichsbahn^ Vorzugsaktien lagen bei etwas größerer ^lmsah- tätigfeit 1 Prozent fester. Von Auslandaktien gewannen Chade etwa 6 Mk. Lahmeyer, die an den letzten Tagen schwach lagen, aber gestern: abend schon 1,5 Prozent anzogen, erschienen heute mit Plus-Plus-Zeichen. An den übrigen Märkten ruhte das Geschäft fast vollkommen. Wirtschaft. lassen mußten. Zum Schluß stellten die Krof- dorfer das Ergebnis auf 7:2 zu ihren Gunsten. Raunheim I — Bezirksmannschafl. Rach dem Handballspiel standen sich Raunheim I und eine Dezirksmannschaft im Fußballspiel gegenüber. Beide Mannschaften zeigten sehr gute Leistungen. Raunheim trat etwas verändert an, die. Bezirksmannschaft rekrutierte sich aus folgenden Spielern: Brück. Burkhardsfelden; Hörstel, Lollar, Melchior, Großen- Buseck; Hinze, Gießen, Schleenbecker, Heuchelheim, Lind, Wetzlar; Ohwald, Wieseck, Ranft, Gießen, Körber, Wiefeck, R. Schleenbecker, Heuchelheim, Franz, Allen- dorf. Es entwickelte sich ein flottes Spiel, beide Torhüter bekamen reichlich Arbeit. Trotzdem verging fast die ganze erste Halbzeit, bis die Dezirksmannschaft zum Führungstreffer kam, dem aber Raunheim sehr schnell den Ausgleich folgen ließ. Rach der Pause lagen die Raunheimer etwas mehr im Angriff, die Dezirksmannschaft kam aber bald wieder auf und riß abermals die Führung an sich. Eine Ecke für Raunheim wurda wenig später vom Halblinken zum Ausgleich ins eigene Tor eingelenkt. 2:?. In der Folge gestaltete Raunheim das Spiel wieder etwas überlegen für sich und sandte einen hohen Dall unter die Latte ins Reh der Gegner. Die Vereinigten kamen Wohl auch noch einige Male vyr das Tor des Gegners, erzielten aber nichts. Vielmehr erhöhte der Linksaußen der Raunheimer durch einen Dom- benschuh auf 4:2 Tore. Dei diesem Ergebnis blieb es unverändert bis zum Schluß. Raunheim verließ mehr als glücklicher, denn als verdienter Sieger den Platz. Während der Pause zeigten die Launsbacher Turner einige gute Liebungen am Reck. Der Anleihemarkt stand unter dem Eindruck der Festigkeit für A l t b e s i h, die 1 Prozent höher eröffneten und später weiter leicht anzogen. Reichsschuldbuchforderungen in späten Fälligkeiten lagen gleichfalls etwas freundlicher. Im Verlaufe machte die Aufwärtsbewegung speziell für IG.- Farben weitere Fortschritte, und der Kurs konnte sich um 2,5 auf 91 Prozent erhöhen. Die Spekulation nahm weitere Deckungen vor, denen kein Material gegenüber« stand. Auch Montanwerte lenkten stärkeres Interesse auf sich und verzeichneten ebenfalls meist Des- ferungen von 1 bis 1.5 Proz., während Elektro- werte auffällig vernachlässigt waren. Am Pfandbriefmarkt überwog das Angebot, und man nannte Bit Kurse für Gold« und Liquidationspsandbriefe etwa 0,5 Proz. niedriger. Am Geldmarkt hat sich die Lage wieder erleichtert, Tagesgeld stellte sich auf 4,5 Prozent. Eingesandt. (Für Form und Anhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Anhaltbare Zustande bei der Straßenreinigung. Ich bin in den letzten Wochen in zahlreichen Städten gegen mittag durch die Straßen gewandert, aber in keiner habe ich es erlebt, daß ausgerechnet in der Zeit des stärksten Verkehrs die Männer des.Besens den trockenen Staub in die Luft schleudern zur Belästigung der atmenden Menschheit und zur Freude der wirbelnden Bazillen. Das geschieht in der Stadt, die de her- vorrgendsle i Hygieniker zu den Ihrigen zäh t: urb" zählt. Die Kehrmänner der Stadt scheinen der gleichen Meinung zu sein, wie ein verstorbener Professor der Aniversität: morgens 8 Ahr das fei ja nach Mitternacht, also für ihre Tätigkeit gänzlich ungeeignet. Früher im'Iahre konnte man allenfalls darauf Hinweisen, daß bei vorheriger Besprengung der Straßen die Gefahr des Glatteises bestünde. Heute kann man uns damit nicht mehr bange machen. B. Rundfunkprogramm des Frankfurter Senders. (Aus der „Radio-Arnschau".) Freitag, 22. April. 7.20: Frühkonzert auf Schallplatten. 12.00: (M, Köln und München): Dlas-Musik. 13.00: Bon Köln: Mittagskonzert. 15.20: Erziehung und Bildung. Gespräch zwischen Amtsgerichtsrat Dr. De- schauer und Assessor Dr. Klöppel. 17.00: Bon München: Vesperkonzert. 18.25: „ Französische Menschen", Vortrag von Hermann Wendel. 18.50: Freiburg: Aerztevortrag: „Kinder, die „ewig" erkältet sind". 19.30: Karlsruhe: Anterhaltungs- konzert des Philharmon. Orchesters Karlsruhe. 20.30: ..Der Flug um die Welt." 21.30: Freiburg: Reue deutsche Instrumental- und Vokal-Musik. 22.45 bis 24.00: Konzert. Kurszettel -er Berliner un- Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5,5 0.5)., Lombardzinsfuß 6,5 0.5). Dalum 6% Deutsche Retchsanletde v. 1927 7% Deutsche Reichsanleihe v. 1929 5/i% Doung-Anleihe von 1930 . Deutsche Anl.-WlöI^SchuId ml, Autlos.-Rechten....... Desgl. ohne Auslos.-Rechte . . . 8% Hell. BoltSslaal von 1929 (tüdjoblb. 102%)...... Oberhessen Provinj-Anleihe mit Auslos^Rechien....... Deutsche Komm. Sammelabl. Anleihe Serie 1....... 8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse 15 unkündbar bis 1935 .... 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse unkündbar bi» 1936 Serie 16 . 4/i% Franks. Hyp.-Bank fiiqu., Pfandbriese......... 4/2% Rhe'nische Hyp.-Bonk-Liau Goldpse........... 8% Pr. LandeLpfandbrtefanstall, Pfandbriefe R. 19...... 7% Pr. LandeSpsandbriesansialt, Pfandbriefe 81.10 ;tior.i|un u. 2)1. 2)erlm (Schluß-! (urt 1 1 »Uhr- Ku es Schluß- turs Anfang- Aur« 20.4. 21.4. 20.4. 21.4. 55 — — _ 62,5 — 63 — 50 — 50 —: 38 38,4 36,4 38,4 2,95 T 3 2,85 49 — 50 — 32 — — — 36 — 36,4 — 72,5 — — — 72 — — — 75,13 — — — 75 — — — 71 — 71,25 — 4% Oesterretchtsche Golvrenie . . 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente .... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4'/r% desgl. von 1913 . . 5% abgest. Golbm^Ianer von 99 4% Türkische Zollanlethe von 191) 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie I ... . . . 4% desgl. Serie II....... 5% Rumän. veretnh. Rente v. 1903 4V,%RumänLereinh.Rcni''v.i9i3 4% Rumänische vereinh. Rente . 8%% I. Anatolier...... — _ — — — — 5,65 5,55 — — 4,9 — — —- 4,9 —— — —— 5,9 5^9 2,13 — 2,13 — — 2.4 —— ——■ » — —— 4,7 — — 9.1 8,75 4,13 W— 4.13 3,95 — — 13,4 — Fronlsun a. 2)1. Berlin Schluß«! für, I 1-Uhr- Kurs Schluß-1 kurs Ansang- Äur< Dalum 20.4. 21.4. .20 4. 21.4. Hainvurg-Amenka Polei . t 14,75 15 14,4 14.75 Hamburg-Südam. Dampsschisi . 0 38 38 Hansa Dampfschiff . . . . 0 Norddeutscher Lloyd .... . 6 15.5 15,25 15,13 A.G. sür Verkehrswesen Akt. — 30,25 29.5 Berliner HandelSgcsellschast . 8 83 —— 83 Commerz, und Privot-Bonk. 7 21,5 — 21,75 — Darmstädter unv Nakionalban Deutsche Bank und 8 23,5 — 23,5 — DiSconto-GeseUschast. . . 6 — — 42,5 —— Dresdner Bank...... 6 23.5 — 23,5 — Reichrbank ....... 12 102,25 — 101,5 103,5 A.E.G......... . 7 32,25 26 25,4 25,5 Bergmann........ . 9 — Eleltk. LieferungSgcsellschast. 10 —— — 55 51,5 Sidrt und Krall 10 60,25 -— 59,75 60.65 Fellen & Guilleaume..... Gesellschasl sür Elektrische 6/i — — 31,5 Unternehmungen .... Rheinische Elektrizität . . . 9 48,5 —— 47,9 47,75 . 9 62 62 62,5 Schultert & Co..... • • 11 — 40,75 40 Siemens & Halßke . . . . . 14 — 97,5 95,75 97.25 Lahmeyer L Co....... 12 69 70 Buderus...... . , , Deutsche Erdöl ...... . 4 — _ 20,5 20 . 6 52,25 — 52,75 52,25 Geilenkirchener ...... . 8 31,75 — 32 32,65 Harpener......... . 0 — — 33,75 Hoejch Eilen..... . . . 6 — — 24,5 24,75 File Bergbau....... 10 — —- Klücknerwerke....... . 6 —— — 21,5 21,5 Köln-Neuessen..... . ManneSmann-Röhren . . . 6/1 _ . 6 _ — 32,5 33 Mansselder Bergbau .... . 0 — —— 12,5 12,5 Oberschlei. KokSwerke . . . Pbönir Bergbau...... Rheinische Braunkohlen. . . . 8 — —— 29 29,65 4/i 16 16.5 16,25 16 10 155 156,25 154,5 Rheinstahl ........ . 6 — 36,5 36,5 $ranl|un o. 1)1.1 Äerlln Schluß- 1-Uhr- 1 Schluß- Anfang. kur4 Kurs | lurd Kur«! Datum 20.4. 21.4. 20.4. 21.4. iHicticd Montan...... 7,2 — Bereinigte Stahlwerke . . . 4 14,75 14,65 14,5 Otavi Minen......16’/, — 10.4 10.65 Kaliwerke Aschersleben . . . 10 86 — 85,5 85,5 Kaliwerke Westeregeln . . . 10 96 96 — 96,5 Kaliwerke Salzdetfurth . . . 15 - 144 146 I. G. Farben-Inbustrte. . . Verein, chem. Industrie Frank- 12 87,75 88,4 87 89,5 surl a. M......... — _ _ Scheideanstalt....... 10 — 124 — — Goldschmidt........ . 0 17 — 17.4 17,25 RütgerSwerke....... . d 27 — 27 27 Melällgesellschast...... , 5 28,25 — - Philipp Holzmann ..... . e 33 33 33 - Zementwerk Heidelberg. . . Cementwerk Karlstadt. . . . . 7 42 . 7 — - Mavk & Frentag ..... . 0 _ _ — Schulthel» Potzenhoser . . . Aku (Allgemeine Kunstseide) 15 55,5 • 57,5 0 32,25 33,25 32,"5 33,25 Bemberg........ 0 33,5 —- 34 35,25 Zellstoss Waldbos..... 12 — — 29 28,5 Zellsloss Aschaffenburg . . . 6 — — 28,5 Dessauer Gas....... . $ — — 76 76,9 Daimler Motoren..... . C 9,5 9 9 Deutsche Linoleum .... . 6 25 — 25,4 25,5 Orenstein & Koppel .... . 0 — 19,75 21,5 Leonhard Tietz...... . 8 — —— 51,5 SvenSka......... 1b — — 11 10,75 Chade ....... 191,5 191,5 197,5 Frankfurter Maschinen . . . . 0 12 — Gritzncr......... . c — Mainkrastwerke Höchst a.M.. . 6 — Süddeutscher Zucker .... 10 91,6 91 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2H. Banknoten. 20. April 21. April Amtliche Notierung Amtliche Notierung <»eld 23rici Geld Ariel Helsingsor» . 7,343 7,357 7,343 7,357 Wien. . . . 50 95 51,05 51,45 51,55 Prag . . . 12,465 12,485 12,465 12.485 Budapest . . 62.94 63,06 64,94 65.08 Sofia . . . 3,057 3,063 3,057 3.063 Holland . . 170,68 171,02 170,68 171.02 Oslo.... 76,82 76,98 77,22 77,38 Kopenhagen. 86,81 86,99 86,81 86,99 Stockholm . 77,52 77,68 78,07 78,23 London. . . 15.87 15,91 15.86 15.90 Buenos Aires 1,043 1,047 1,043 1.047 Ncuyork . . 4.209 4,217 4,209 4,217 Brüssel. . . 58,98 59.10 58,97 59,09 Italien. . . 21,63 21.67 21,62 21,66 Paris . . . 16,605 16,645 16,60 16.64 Schweiz . . 81,82 81.98 81,77 81.93 Spanien . . 33,17 33,23 33,07 33,13 Danzig. . . 82,67 82,83 82.67 82.83 Japan . . . 1,399 1,401 1,399 1.401 Rio de Ian.. 0,279 0,281 0,279 0,281 Jugoslawien. 7,423 7,437 7,423 7,437 Ctliaboa . . 14,49 14,51 14,44 14,46 Berlin, 20 April Geld Dries Amerlkantsche Noten....... Belgische Noten......... Dänische Noten......... Englische Noten ......... Französische Noten........ Holländische Noten........ Italienische Noten........ Norwegische Noten........ 4,20 58,82 86,63 15,83 16,56 170,31 21,76 76,65 2,49 77,34 81,64 33,08 4,22 59.06 86.97 15,89 16,62 170,99 21,84 76,95 2,51 77,66 81,96 33<£2 Deutsch-Oesterreich, i 100 Schilling Rumänische Noten........ Schwedische Noten........ Schweizer Noten......... spanische Noten. ........ Ungarische Noten ........ NI SN 48-90 BEN_SIE_ANJVIARGARINE-VERKAUFS-UNION, ABTEILUNG KOCHBUCH, BERLIN C2, BU Uns bedeutet igromm etnbtti. -Umschau".) ipril %’uP."8™- ^Udesih, di» UnA lpäter weile: uchsvrderungen in !olls etwas ftcunb» Mtoärtßbttuc. heitere Fai!, n.9 um 2,5 aus 91 mon nahm weitere dtcnal gegenüber- 7 stärkeres Inter- Mnsalls meist 2es- • wahrend Stektiv- waren. ' üaerwoz das 2n. ursc für Told- und 0-5 Proz. niedriger. ) die Lage wieder ich aus 4,5 Prozent. Schotten JäSS Halb iS"- 'ttes Thiels üt TZAbelde tressn ,d'e *■ der ing «.&■ ' J'Wtn [a. tS^t erhöhte Än,8Mitb ? ^erdicnter Tie. TO* die e ^tbungen am unter dieser Rubrik . die Redaktion dem :i Verantwortung.) ’ ötraßenreinigung. ■ rchen in zahlreichen ; )ie Straßen gewan- es erlebt, daß aus- rflten Derkehrs die enen Staub in hie ng der atmenden er wirdetnden "La- Stadt, die d e her- .Ihrigen zah V. urd Stadt scheinen der nie ein verstorbener norgens 8 Uhr das o für ihre Tätigkeit m'Iahre konnte man daß bei vorheriger e Vesahr des Glatt- nan uns damit nicht B. illplatten. 12.00: (X »AI. 13.*.* : Erziehung und Dii' ^tsgerichtsrat Dr. De' Klöppel. U.OO: 2°n 18.25: .Sr°MK mann MndeUS.^ {intet, die .ewg « Me- ÜnterhaltunB' Esters Karlsruhe. MLo- Freiburg, l'unt) WMt Aranksurt a-X ' 2L^_ LG ä 65.0» 3.C63 171-« 77.» 86.99 78.23 15,90 1.087 4.217 59.09 21.» 16.» 81.« 33.13 82» 1,481 0.211 7.337 13.« Der Voranschlag des Mises. Msseld für 1932 Wirkung bei Heimatdichters Georg Heft gestern, der für den Hüttenberger Zwei e st. Leih- ävns-247 wertvolle ^zepte/^jedeBa^au ISANHLA KOCHBUCH Mark (42 510 Marke Finanz- und Steuerwesen: Einnahmen 209 428,14 Mark (207 658,63 Mark». Ausgaben 47 668.64 Mark (50 221,58 Marli: Grundstücksverwaltung Einnahmen 945 Mark (945 Mark,,. Ausgaben 500 Mark (500 Mark): Kapitalvermögen und Kopitalichulden: Einnahmen 585 Mark (345 Mark'. Ausgaben 2290 Mark (2105 Mark'. Die Kreisumlagen find für das neue Rechnungsjahr mit 134 000 Mark eingestellt.' gegen 140 000 Mark im Vorjahre Der Eondervorankchlag des Kreiswohl- sahrtsamtes und des Jugendamtes schlicht bei 62 747 Mark Einnahmen und 171 048 Mark Ausgaben mit einem Fehlbetrag von 108 301 Mark ab, der aus allgemeinen Steuermittcln des Kreikes zu decken ist. Die Vermögen-Übersicht nach dem Stande vom. 1. Januar 1932 weist einen Der- mögensstand von 151 600 Mar' und Schulden im Gesamtbeträge von 19 800 Mark aus ach dem Verwaltungsbericht für 1 930 beliefen sich in jenem Vcchnungsjahr die tatsächlichen Einnahmen auf 363 351.13 Mark, die tatsächlichen Ausgaben auf 303 345.36 Mark, fo dost ein ^leberschuh in Höhe von 60 005,77 Mark verblieb. - — v---------^weigverein dem Jubilar ein schönes Heimatbild überreichte, wurde der Abend besonders verschönt. Zur-Haupt- feicr am Montag versammcllcn sich viele seiner Freunde aus nah und fern, besonders aus Vidda Der Kreistag des KreiseS Alsfeld wird sich am kommenden Montag in seiner diesjährigen ordentlichen Tagung mit dem Kreis- Voranschlag für das Vj. 1 932 beschäftigen. Der Voranschlag schlieht in Einnahme und Ausgabe mit 317 707,64 Mark, gegen 332 212,58 Mark im Vorjahre ab. D-.e Doranschlagssumme entfällt im vollen Umfange auf die Detriebsrechnung. deren einzelne Abteilungen wie folgt ablchliehen: All- gemeine Verwaltung: Einnahmen 2700 Mark (im Vorjahre 2500 Mark). Ausgaben 12 902 Mart (tm Vorjahre 14 088 Mark': Polizeiwesen: Einnahmen 10 691 Mart (11991 Mark. Ausgaben 11621 Mark (13121 Mark): Schulwesen: Einnahmen nicht-. Ausgaben 6750 Mark (7800 Mark): Kunst und Wissenschaft: Einnahmen nichts Ausgaben 200 Mark (200 Mark): Bauwesen Einnahmen 2911.50 Mark (3424.95 Mark. Ausgaben 8630 Mark (10111 Mark): Allgemeine Förderung der Wirtschaft: Einnahmen nichts. Ausgaben 4768 Mark (4668 Mark): Wohlfahrtspflege und Gesundheitswesen. einfchl. Erwerbslosen- und WohnungSsürforge: Einnahmen 62 747 Mark (75 148 Mark). Ausgaben 178 868 Mark (186 888 •®an); Anstalten und Einrichtungen: Einnahmen 27 700 Mark (30 200 Mark'. Ausgaben 43 510 RrciS Schotten. — § Schotten. 20. April. Der 70. Geburtstag unseres verdienstvollen Mitbürger- Karl Sind wurde hier in würdiger Weife gefeiert. Ain Samstagabend hielt der hiesige VHE.-Zwcigverein einen besonderen Eh - renabcndsür den Jubilar ab. Durch die Mit- Ober alle deutschen Sender, jeden Freitag vormittag Sanne und EU« plaudern im Radio 2 o cf e I 38 und Arbeiter Adolf V i e r m a n n 33 Stimmen. In Kürze findet Stichwahl zwi» 'schon dem Landwirt Seum und Deigeordneten Kasch m jeder statt. Letzterer ist erst im September v. I zum Deigeordneten unserer Gemeinde gewählt worden. * Michelnau, 20. April. Hier feierten Landwirt Ludwig Odel und Frau das seltene Fest der goldenen Hochzeit Da der Jubilar schon seit Hehn Jahren vollständig erblindet ist, wollte das Jubelpaar den goldenen Hochzeitstag in aller Stille begehen. Dennoch wurden ihnen von den Verwandten und Freunden zahlreiche Glückwünsche und Geschenke übermittelt. Pfarrer Laut von Vidda überbrachte die Glückwünsche des Kirchenvorstandes und des Dekanats Vidda. Oberheffen. Drei Monate Licher Krankenhaus. D Lich, 20. April. Die Stadt Lich hat ihr neu eingerichtetes Krankenhaus zu Anfang dieses Jahres in Betrieb genommen tfur das erste Vierteljahr 1932 kann die Snt- tounung des Krankenhauses als eine recht erfreuliche bezeichnet werden. Vach einer von dem Bürgermeister in der jüngsten Gemeinderats- fihung bekanntgegebenen älebersicht wurden in den Monaten Januar. Februar und März 50 Patienten aufgenommen. Hinzu kommen noch 2 Inf affen. Von den 50 Patienten wurden 37 operiert, 6 an inneren Erkrankungen behandelt. 7 waren ahnäkologifch-geburtshilfliche Fälle (3 gynäkologisch und 4 Geburten). Ambulantchirurgisch wurden 6 Patienten behandelt (nach kleineren Eingriffen sofort wieder entlassen). Heist- luftbehandlungen bekamen 12 Patienten, medizinische Bäder wurden 20 verabreicht. Von den 50 Patienten waren aus Albach 7. ArnSburg 2. Bellersheim 1. Birklar 4. Eberstadt 1. Ettings- Hausen 3. Hattenrod 3, Langsdorf 1. Lich 14, Münster 1, Mufchenheim 6, Vieder-Dessingen 1, Ober-Dessingen 2, Obcrhörgem 1. Steinbach 3. stammen mithin 14 Patienten aus Lich und 36 Patienten von außerhalb. Landkreis Gieften. z. Grohen-Linden, 20. April. Vach einer Uebereinfunft der Landwirte mit der Gemeinde soll der Vohrberg im Wege des freiwilligen Arbeitsdienstes zur Hälfte umgerodet und der landwirtschaftlichen Benutzung dienstbar gemacht werden. Die andere Hälfte des Berges soll dem hiesigen Veit- und Fohrverein weiterhin für Llebungszwcde zur Verfügung bleiben. 8 B e u e r n , 20. April. Am kommenden Sonntag findet in unserer Gemeinde die Nach. bzw. Neu'- wohl eines Bürgermeisters statt. Schon im vorigen fierbft war eine Wahl und eine Stich- mahl abgehalten worden, bei der mit nur rund einem Dutzend Stimmen Mehrheit der Landwirt Johann Karl Bello ff zum Bürgermeister gewählt wurde. Kreis- und Provinziolausschust haben diese Wahl für ungültig erklärt, so daß am nächsten conntag erneut gewählt wird, allerdings auf Grund der im Herbst 1931 maßgebenden Stimmlisten. Kan- didaten sind der Bürgermeister und Landwirt Georg Wilhelm L i n d e n st r u t h , der seit 1926 dos Bür- germeisteramt innehat, und Landwirt Johann Karl B e l l 0 f f. Kreis Büdingen. h. F 0 uerbach bei Vidda. 20. April. Bür- germeifter Dietrich hat nach mehr als 20- jähriger gerechter Und gewissenhafter Amtsfüh- rung wegen Arbeitsüberhäufung sein Amt niedergelegt. Am vergangenen Sonntag fand nun 03 ü r- germei st erwähl statt. Es waren vier Kan- didaten ausgestellt. Landwirt Wilhelm Seum erhielt 116. Molkereibesitzer und Beigeordneter Erwin K a s ch m i e d e r 50, Gastwirt Heinrich und Friedberg, um den alten Mentor des VHE. Vom deutschen Gebirgs- und Wanderverein wurde ihm die silberne Ehrennadel, eine selten 'erst zum zweitenmal verllehen) gewährte Auszeichnung durch den 1. Vorsitzenden Dr. Vruchhöuser. Lllrichstetn, überreicht. Zahlreiche Ansprachen und Vorträge verschönten die Feier. Der Gesangverein Vudingshain war zum Festabend erschienen und' überbrachte im deutschen Lied herzlichste Wünsche. 44 Jahre leitete der Jubilar den Ehor des Vereins mit gutem Erfolg. Ein Quartett de- hiesigen Musikverein- trug ebenfalls verschiedene Stücke vor. Zahllose Glüdwünsche und Geschenke, die Earl Lind erhielt, legten Zeugnis ab von der groben Liebe und Verehrung, die man dem allseits geehrten Manne entgegenbringt. 1 Gedern. 20. April. Am nächsten Sonntag begeht der hiesige Zweigverein des Vogelsberger Höhenclubs sein 50. Jubiläum. Kirche und Schule. 8 S ch 0 11 c n, 20. April. Vahezu 1000 Kirchenbesucher versammelten sich am vergangenen Sonntag in unserer altehrwürdigen Kirche, um von ihrem nach Mainz versetzten Geistlichen. Pfarrer Bornscheuer. Abschied zu nehmen. Der Mannerchor sang zwei ansprechende Chöre. Als Text der Abschiedspredigt war das hohe Lied der Liebe aus dem 13, Kapitel des Korintherbriefes gewählt, über die der scheidende Pfarrer in zu Herzen gehender Weise sprach. Das Bedauern über den Weggang dieses hervorragenden Kanzelredners ist hier allgemein, lieber die Vachfolge ist noch nicht entschieden TEPPICHE sind billig! Bewährte Gebrauchs-Qualitäten Heinrich Hochstätter »Außerdem bieten wir außerordentlich preiswert an: Grießware..Pfund 36 Pf. Pfund 38 Pf Pfund 42 Pf. Hamburg sind gut und preiswert. 810SA Große Größe Größe Teigwaren aus den Fabriken der Großeinkaufsgesellschaftdeutscher Konsumvereine 20.00 36,00 55.00 31.50 47.50 75 00 Teigwaren: Schnittnudeln Sternchen Hörnchen Bruchmakkaroni Fadennudeln.... Ausstellung: Kreuzplatz .........Pfund 45 Pf. .......Pfund 52 Pf. Pfund 36 und 32 Pf. .........Pfund 40 Pf. .........Pfund 68 Pf. .........Pfund 45 Pf. Sonderangebot für Freitag und Samstag Frische Land- und Farmeier 10 Stück 55 Pf. 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