r'L * * Ba & Jtehft k ?®nn. M. el diese tflJ? b'christ bej^J? Men LZ- ® »•« mirfe K dr» St« n!t ;V™ Kta ftlt ch noch?- 4 vollen M, en betrogen, |Dn, Ae Lach« an,: scherz, den 6ir 1 'reue mich, bad >en TeldverlufteS e er und nchm t an sich, ,jch lt» auszuhallen, oeise dafür, dah erbrechcrisch fc, a Sie nicht bare liegen bereite ) inkauf 497 A WEC18 jleigerung rel firofbotf. Januar 1932,ÖJ )i|fr. 19 ““,h L inh Knüppel, "f. * 400rm 6*"> e>!er $• .gv pon * 1$ $udK" Ä""' ONTINENTAb DI ER-. SALDIER-. =ult-Rechen- IASCHINEN Gen.-Vertf.: ■WERT Frankfurt a. M. SchlUentni« >9 ynrufHiniiaiS? jaratarwerkrtätt. r Bliro-MaiM>ea aller Art achtririg. l verpaanel 9emartu"9 <43 WM 4870 Hr.ll drttes Blatt 182. Jahrgang Donnerstag, 21. Januar 1952 Erscheint täglich, außer Sonnlags und Feiertags. Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild ■ Die Scholle Monats Bezugspreis. Mit 4 Beilagen NM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bei Nichterscheinen oon einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Zerufprechauschlüsie unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Gieße». Postscheckkonto: Stanlfurt am Main 11686. Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen Dnid und Verlag: vrühl'fche Universilätr-V»ch. und Steinöruderei R. Lange in Gießen. Sdfriftldhing und Geschäftsstelle: SchulNraße 7. Annahme oon Anzeige» für die lagesnummer bis zum Nachmittag oorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen oon 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Neichspfennig: für Re- klarneanzeigen von 70mm Brette 35 Reickspfennig, Playvorschrist 20’ . mehr. Chefredakteur Dr. Fnedr. Wilh. Lange. Derantwortlich für Dolitik Dr. Fr. Wilh. Lange: für Feuilleton Dr H.IKyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlurnschein und für den Anzeigenteil Mcyr Filler, sämtlich in Gießen. England giblVerschiebung derTribuikonferenz bekannt. Oie Vorverhandlungen ohne Ergebnis. - Oas „provisorische" Eröffnungsdatum des 25. Januar unmöglich. Ein erster Erfolg der Pariser Verschleppungstaktik. London. 20. Jan. (WIB.) Das „ J o r e i g n Office“ veröffentlich! ein Kommunique, in dem es heißt: ' „Die Verhandlungen zwischen den an der Lausanner Konferenz hauptsächlich interessierten Regierungen sind noch nicht beendet. Ls liegt auf der Hand, daß die Konferenz nicht schon am 2 5. Januar, dem provisorisch festgesetzten Datum, eröffnet werden kann. Weitere Verhandlungen finden gegenwärtig statt. Vie britische Regierung hofft, daß binnen wenigen lagen eine b e - friedigende Vereinbarung über das ein- zusKlagende Verfahren zustande kommt.“ 2Uan glaubt, daß sich diese Verhandlungen min- beftens bis zu m^ Freitag hinziehen werden, da auch die parlamentarische Lage in Frankreich hierbei zu berücksichtigen sei. Sollte es noch möglich sein, irgendwelche Vereinbarungen zuslande zu bringen, so will die englische Regierung eine kurze Verschiebung der Konferenz um einige Tage anstreben und daran feslhal- len, daß die Konferenz von verantwortlichen W i n i ft e r n beschickt wird. Trotz der Bemühungen um das Zustandekommen der Konferenz, werden die Aussichten für das Gelingen pessimistisch beurteilt. Offensichtlich laufen die gegenwärtigen Verhandlungen darauf hinaus, eine Formel zu finden, die den Beteiligten, vor allem Frankreich, die Wöglichkeit läßt, das Gesicht zu wahren. Der „Star" rechnet mit einer Sachverständigenkonserenz, die „Lmpschlangen“ ausarbeiten wird. Diese sollten dann einer Konferenz im November vorgelegt werden. linkt Hinweis auf die Mitteilung des „5or- reign Office" erklärt „Times", die europäischen Staaten müßten ihr äußer st es tun, um f i ch selb st zu helfen, bevor f’.e irgendeine Hilfe von Amerika beanspruchen. Selbstverständlich komme eine endgültige Lösung im Augenblick bei den vollkommen auseinander- gehenden Ansichten der Regierungen nicht in Frage. Aber man sollte Deutschland eine Gelegenheit geben, zu erklären, was es zu sagen hat, um in gemeinsamer Beratung zu erwägen, was sofort geschehen kann. Die Tatsache, daß in Frankreich und in Preußen bald Wahlen fällig sind, hat zweifellos eine starke Rückwirkung auf die Abrüstungskonferenz, ist aber kein ausreichender Grund, eine Reparationskonferenz aufzuschieben. Das Blatt wiederholt feine Erklärung, daß keine Rede von einer .gemeinsamen Front" gegenüber Deutschland oder gegenüber denDer- einigten Staaten sein könne, und bezeichnet die Behauptung, daß ein loser Aufschub eine Besserung bringen kann, als m e h r a l s t ö r i ch t. Unsicherheit in Paris. Paris, 21. San. (WTD. Funkspruch.) Die Tatsache, daß die Konferenz in Lausanne a m kommenden Montag nicht beginnen kann, wird in der französischen Presse verzeichnet, aber noch nicht allgemein kommentiert. „Echo de Paris" schreibt, Reichskanzler Dr. D r ü n i n g bereite sich darauf vor, einen vor zwei Jahren unterzeichneten Vertrag zu zerreißen. England müste sich entscheiden. Wenn es an seiner Ideologie festhalte, sei alles zu befürchten. Frankreich dürfe es nicht dazu kommen lassen, daß die Zeit gegen es arbeite, und daß der 1.3ult herankomme, ohne daß eine Entscheidung getroffen sei. Frankreich müsse Deutschland zu spüren geben, daß es in vielen Dingen d i e Hilfe Frank- reichs nicht entbehren könne. Rach Ansicht des .Matin" sei es falsch, zu behaupten, daß die Baseler Sachverständigen fest- gestellt hätten. Deutschland könnte nicht mehr bezahlen. Sie hätten nur gesagt, es könne gegenwärtig nicht zahlen. Auch hätten die Sachverständigen nie die Annullierung des Doungplans ins Auge gefaßt, sondern für eine Gesamtberichtigung der Regierungsschulden, also Reparations- und Kriegsschulden zusammen. Jetzt drohe Deutschland mit Initiative, die ernste Rückwirkungen auf das Ausland haben würden, aber Frankreich lasse sich keine Erpressungen gefallen. Der Erekutivausschuh der R a d i k a l e n P a r- te i faßte gestern eine Entschließung, in der erklärt wird, daß die Regelung der Zahlungen von Bolk zu Volk für die Wiederherstellung des allgemeinen Wohlstandes gleichzeitig von allen Gläubigerstaaten vorgenommen werden mühte, damit nicht ein Land, namentlich nicht Frankreich, unerträgliche Lasten zu übernehmen hätte. Der Erekutivausschuh betont schließlich, daß d i e Wahrung der Rechte Frankreichs nicht die für die wirtschaftliche Organisierung Europas und die Erhaltung de» Friedens unerläßliche deutsch-französische Verständigung verhindern dürfe. Layton berichtigt sich. Eine beschleunigte Endlösung dringend notwendig. London, 21. Ian. (WTB Funkspruch. > Daily Mail hatte sich in ihrem gestrigen Leitartikel, in dem sie für Beibehaltung der Reparationen eintrat, auf die Londoner Rede Sir I. W. L a y t o n s vom 13. Januar berufen. Layton sandte daraufhin dem Blatte eine längere Erklärung, worin es heißt. Das Herausreißen eines Teiles seiner Rede aus dem Zusammenhang gäbe einen falschen Eindruck von seiner Haltung gegenüber dem Reparationsproblem Er habe in feiner Rede ausgcführt, daß es v i e I besser für alle Beteiligten einschließlich England sei, wenn die politischen 3af)lungen vollkommen annulliert würden Layton bespricht dann die überaus schädlichen Wirkungen der Reparationen und zieht aus dieser Darlegung folgende Schlußfolgerungen: 1. (Es Ist viel besser, die Kriegsschulden zu annullieren, als das Risiko einer neuen Störung nach dem Vorbild der Störungen der beiden letzten Jahre ein- zugehen. 2. (Es ist von größter Wichtigkeit, eine endgültige Regelung s o schnell wie möglich zu erreichen, denn der Prozeß des Wiederaufbaues kann nicht beginnen, so lange diese Zahlungsverpflichtungen über der Welt hängen. 3. Wenn e» für die Bereifung eines Weges zu einer allgemeinen Vereinbarung nolroen- d i g ist, daß einige Zahlungen geleistet werden, um bestimmte Ausgaben zu decken, dann sollten die Deutschland auferlegten Summen f o bescheiden sein, daß sie die Stellung des normalen Welthandels nicht ernstlich stören können. Layton betont schließlich, daß er im Einvernehmen mit seinen Kollegen vom Baseler Sachverständigenausschuh sest überzeugt sei, daß eine endgültige Festsetzung der deutschen Verbindlichkeiten zum frühe st möglichen Zeitpunkt eine dringende Notwendigkeit für die Erholung der Welt fei. DeMland leint eine provisorische Verlängerung des Sooverseierjghres ad. Erneute englische Fühlungnahme in Berlin. — Oer Reichskanzler spricht sich scharf gegen jeden Versuch einer erneuten Verschleppung der Konferenz aus. Berlin, 20. Jan. ((ERB.) Aus London liegen Nachrichten vor, wonach die englische Regierung durch ihren Berliner Botschafter bei der Reichsregierung h a t sondieren lassen, ob Deutschland mit einer Verlängerung des Hoooer-Woratoriums durch ein zweites Fcierjahr einverstanden sein würde. Das ist, den englischen Informationen zufolge, von D r. Brüning abgeIehnt worden. Diese Darstellung entspricht den Tatsachen. (Es ist richtig, daß Sir horace R u m b o I b am gestrigen Dienstag eine längere Unterhaltung mit dem Kanzler gehabt hat. (Eine andere Antwort, als Dr. Brüning ihm gegeben hat, konnte er schon deshalb nicht bekommen, weil die Verlängerung des Hoover-Jahres nur eine Maßnahme fein würde, die im Rahmen des Qoung-planes bleibt und öle L ö - f u n g erneut für längere Zeit hinaus- zögert. Außerdem würde ein zweites Hoover-Jahr die Uebernahme weiterer deutscher Verpflichtungen bedeuten. Die Sachverständigen, die ja schließlich auch von Frankreich mitberufen worden sind, haben aber ausdrücklich festgestellt, daß Deutschland nicht zahlen kann, daß die Initiative zur Beseitigung der gegenwärtigen Schwierigkeiten über den Joungplan hinausgehen müssen, und daß Gefahr im Verzüge ist. Sie haben die Regierungen kategorisch aufgefordert, s o schnell wie möglich zu handeln. Dieser Bericht der Sachverständigen muh für die weitere Entwickelung mahgebend sein, wenn es gelingen soll, die Welt über die Krise Hinwegzubringen. Bis zum Ablauf des Hoover-Jahres, also bis zum 1. Juli, sind es noch über fünf Monate. Das ist nach deutscher Auffassung eine ausreichende Zeit, um eine oernunftgemähe Lösung herbeizuführen, die die Verlängerung des Feierjahres überflüssig machen würde. Leider läht es Frankreichs Haltung aber immer zweifelhafter erscheinen, ob die Konferenz von Lausanne zu dem vorgesehenen Zeitpunkt beginnen kann. Die Wahl von Lausanne entspricht dem französischen Vorschlag, dem England und schließlich Deutschland zugeslimmt haben, obgleich namentlich die Reichsregierung gern einen anderen Konferenzort gesehen hätte. Frankreich hat auherdem erreicht, dah der Konferenzbeginn verschoben wurde. Die sran- zosische Regierung hat zwar vermieden, zu dem Datum des 25. Januar ihre offizielle Zustimmung zu erflären. Bisher ist im letzten Stadium der Konferenzvorbereitung aber immer nur vom 25. Januar d i e Rede gewesen, und Frankreich hat schon durch sein Stillschweigen sein Einverständnis kundgegeben. Run scheint es jedoch, dah wegen des Datums neue Schwierigkeiten ausgetaucht sindl Man spricht schon davon, dah infolge des französischen Sträubens mit einer erneuten Verschiebung der Konferenz zu rechnen sei. Dieser Eindruck beruht vorläufig auf ausländischen Stimmen, die die Möglichkeit andeuten, dah England nichts anderes übrig bleiben werde, als die Einladung zur Lausanner Konserenz zurückzuziehen. Auch wenn diese Ankündigungen sich bestätigen, kann kein Zweifel darüber fein, dah d i e Reichsregierung mit aller Entschiedenheit gegen eine erneute Verschiebung der Konferenz ist. Die neue Phase der deutschen Zollpolitik. Der deutsche Außenhandel für 1931 schließt bei einer Einfuhr von 6632 Millionen Mk. und einer Ausfuhr von 9206 Millionen Mark mit einem Ausfuhrüberschuß von 2.6 Milliarden Mark ab. 3m Verhältnis zu den Vorjahren bedeutet das wertmäßig eine starke Umwälzung, denn die Einfuhr erreichte 1930 10,2 Milliarden Mark, während die Ausfuhr ungefähr mit 12 Milliarden Mk. abschloh. Mengenmäßig ist dagegen der Unterschied nicht so groß, denn die Veränderung hat sich hauptsächlich aus der Pr e i s s e i t e abgespielt, das heißt, nicht nur die Preise für Rohstoffe, Lebensrnittel und Halbzeug sind getunten, also sür die wichtigsten Einfuhrwaren, auch die Ausfuhrpreise für Fertigwaren konnten nicht annähernd auf der Hohe des Vorjahres gehalten werden. Der Ausfuhrüberschuß von 1930 erfährt allerdings eine Einschränkung durch die Sachlieferungen in Höhe von 750 Millionen Mark, während 1931 für nicht viel mehr als 320 Millionen Mark abgestohen wurde. Mit einem solchen Ergebnis des Außenhandels, wie es für 1931 vorliegt, konnten wir unter normalen Verhältnissen zufrieden sein, aber da Die Verhältnisse nichts weniger als normal sind, bleibt ein Rest, der zu tragen peinlich ist. Auch der Außenhandel Englands weift für 1931 eine ungewöhnliche Entwicklung auf. Während 1929 für 24 Milliarden Mark Waren eingeführt wurden, betrug die Ausfuhr rund 17 Milliarden Mark. Der Einfuhrüberschuß von 7 Milliarden Mark konnte aber durch andere Einnahmen aus der Zahlungsbilanz glatt abgedeckt werden, ein Vorgang, der sich im Knsenjahr 1931 nicht wiederholte Einer Einfuhr von 17,5 Milliarden Mark stand eine Ausfuhr von nur 9 Milliarden Mark gegenüber, so dah sich ein Einfuhrüberschuß von 8.5 Milliarden Mark ergeben hat. für dessen Abdeckung weder die Kapitalzinsen noch die Einnahmen aus dem Frachtenverkehr ausreichen. Rein zahlenmäßig gesehen liegen die Dinge also so. daß die deutsche Ausfuhr mengen- und wertmäßig zum erstenmal überhaupt die englische Ausfuhr überholt hat. daß also das eingetreten ist. was England durch seine Teilnahme am großen Kriege verhindern wollte. Bei den englischen Zahlen ist noch zu berücksichtigen, daß seit Ende September die englische Währung abgeglitten ist. so daß die deutsche Ausfuhr wertmäßig mit etwa 500 Millionen Mark über Der englischen Ausfuhr liegen Durfte. Wir wissen, daß England diele ungewöhnliche Entwicklung feine- Außenhandels durch den 11 ebergang zum Schutzzoll zu bekämpfen sucht, wobei unverkennbar ist. daß diese Maßnahmen sich in der Hauptsache gegen die deutsche Einfuhr richten. England hat durch den Boykott feiner Waren in Indien zweifellos schwere Verluste erlitten, was sich besonders darin zeigt, daß die Ausfuhr von Baumwollwaren von drei Milliarden Mark im Jahre 1929 auf anderthalb Milliarden Mark im Jahre 1931 zurückging, wobei wieder der Währungsverfall zu berücksichtigen ist. England hat bisher noch keinerlei Maßnahmen getroffen, um da» Pfund zu befestigen, so daß alle Länder die mit England im engen Warenaustausch stehen, eine Unsicherheit und Ungewißheit in Rechnung stellen müssen, die Den Wiederaufstieg des internationalen Warenaustausches hindern Unter diesen Umständen ist Deutschland z u Gegenmaßnahmen gezwungen worden Eie sind zunächst in der Rotverordnung vom 18. Januar 1932 enthalten, wobei die Umschreibung gewählt ist, daß die Einfuhr von Waren aus Ländern, die den Goldstandard aufgegeben haben, mit Ausgleichs zollen belastet werden kann. Es handelt sich also nicht nur um einen Butterzoll allein, allo auch nicht um einen Bu11erkrieg, sondern um Maßnahmen, die vor allem auch der Sicherung der deutschen Währung und Wirtschaft Dienen Wenn wir weiter mit einem Zollschutz handelspolitisch arbeiten, Der Dem Absinken anderer Währungen nicht Rechnung trägt, so wird die Folge zunächst Die sein, daß wir mit Waren überschwemmt werden, Aumal unS alle Länder mit hochentwickelter agrarischer Veredelung-Wirtschaft preispolitisch dadurch überlegen sind, daß sie mit weit geringeren Gestehungskosten arbeiten als Deutschland. DaS ist wieder eine Folge der außerordentlich hohen öffentlichen Lasten, die Die deutsche Wirtschaft zu tragen hat. Daß Ausgleichszölle auch auf Butter und andere agrarische Erzeugnisse gelegt werden können, ist also nur durch die wirtschaftliche Entwicklung bedingt, nicht aber durch die Abficht, den regelmäßigen Warenaustausch und Warenverkehr mit Ländern zu hemmen, die die deutsche Wirtschaft zu ihren besten Kunden zählt. Daß dies vor allem die sogenannten neutralen Staaten sind, ist besonders zu bedauern, aber wieder ein Beweis Dafür, Daß eS zunächst und allein Die Tributpolitik ist, Die nicht nur Die Deutsche Wirtschaft, fonDern die getarnte internationale Wirschaft unter Druck setzt Vergeltungsmaßnahmen gegen Deutschland, die sehr kurzsichtig und unverständig in der neutralen Presse angekündigt oder angedroht werden, die auch sonst aus ihrer Abneigung gegen Deutschland kein Hehl macht, werden in ihrer Auswirkung auch die neutralen Länder treffen. Es hat also gar keinen Zweck, sich bei den Auswirkungen aufzuhalten, wenn die Ursache des Verfalls der internationalen Wirtschaft und De« internationalen Handels so offen zu Tage liegt. Wenn die neutralen Länder sich für den Wiederaufstieg der internationalen Wirtschaft einsehen wollen, wenn sie es für zweckmäßig und angebracht halten, der Hochschuhzollwelle zu begegnen, so ist dies nur möglich, wenn sie sich in Die Kampffront gegen Die Tributpolitik einreihen Wenn es nicht gelingt, 1932 mit Der Tributpolitik aufzuräumen, so wird die völlige Zerrüttung des internationalen Handels unvermeidlich sein. Soll also Europa, soll Die Wirtschaft der ganzen Erde erst in sich zusammenbrechen, ehe die Völker daraus die Lehre ziehen, daß Die Tributpolitik Die Ursache des Unheils ist? Wenn es schon feinen Kapitalismus ohne Kapital gibt, wobei Die Rutzanwendung für Deutschland nahe- liegt, gewinnen. Die Fortführung der Geschäfte durch das gegenwärtige Ministerium ist ein denkbar unerfreulicher Zu st and, der sich nicht lange aufrechterhalten lassen wird, weil d i e beiden radikalen Parteien, die Nationalsozialisten und die Kommunisten, zusammen im Landtag eine Mehrheit bilden, mit der sie jede Regierungsmaßnahme unmöglich machen können. Die Forderung der NSDAP., die hessische Regierung solle künftig nur noch aus einem Mini st er bestehen, ist sehr populär und das Zentrum würde sich ihr nicht entgegengestellt haben, wenn es auch mancherlei Bedenken gegen eine solche radikale Vereinfachung hat. Voraussetzung wäre allerdings gewesen, daß dieser Minister im Falle einer Koalition keiner der beiden Regierungsparteien angehört hätte. Die bisher eingebrachten Anträge der NSDAP. — ich erinnere nur an die Anträge über die Einsetzung eines Untersuchungsaus- schu sses, an die demagogischen Anträge bezüglich der Winterhilfe — beweisen, wie schwierig eine Zusammenarbeit mit dieser Partei für das Zentrum geworden wäre. Aber das Zentrum hatte geglaubt, im Interesse des Landes einen Versuch nicht ablehnen zu sollen. Die Weiterentwickelung der politischen Situation in Hessen hängt nicht vom Zentrum ab, sondern in erster Linie von der NSDAP. Es ist ein Antrag auf Auflösung desHessischenLandtages gestellt. Es wird sich zeigen, welchen Weg die NSDAP, dann geht." Der volksparteiliche Landtagsabgeordnete N i e p o t h hat den Antrag eingebracht, die Berechnung der Normal- und Mehrst eilen in den Volksschulen im Vorjahre zugrunde gelegte Meßzahl von 4 5 wird beide ha l te n. Die notwendigen Lehrkräfte sind, falls es die finanzielle Lage des Staates dringend erfordert, durch Auflösung der Sonderklassen und Einschränkung des Fortbildungsschulunterrichts frei zu Zentrum und Nationalsozialisten in Hessen. Der Zentrumsfrakiionsführer Abg. Hoffmann über den Ausgang der Koalitionsverhandlungen und die künftige Entwicklung der politischen Lage. den. Die japanischen Bewohner haben zu einer Massenversammlung aufgerufen, um weitere Beschlüsse zu fassen. Das japanische Konsulat hat gegen das Vorgehen der Schutzpolizei der internationalen Niederlassungen protestiert mit der Beschuldigung, daß diese zuerst auf die Menge gefeuert habe. Von Tokio aus sind mehrere Flugzeuge, ein Kreuzer, vier Zerstörer und eine Abteilung Marineschützen nach Schanghai kommandiert worden, da sich der japanischen Kolonie eine wachsende Beunruhigung bemächtigt hat. Paris, 20. Jan. (CRB.) Mit einer Regelmäßigkeit, die die Zweckhastigkeit solcher Kampagnen in durchsichtiger Weise enthüllt, tauchen immer dann, to:nn dieReparations- oder Abrüstungsirage erneut ernsthaft zur Lis- kussion stehen, in der franzöiischen Presse oder in den Parlamentsausschüssen D e - richte über angebliche deutsche Ge» heim rüst ungen und Verstöße gegen die Abrüstungsbestimmungen des Versailler Vertrages auf. 3m Kammerausschuß für auswärtige Angelegenheiten suchte General Bourgeois nachzu- we:sen, daß Deutschland entgegen den Bestimmungen des Versailler Vertrages eine gewaltige Armee vorbereite, und zwar durch die jährliche Ausbildung einer großen Zahl von Unteroffizieren, die aus der Reichswehr, sobald sie ausgebildet feien, ausschieden, um neuen Rekruten Platz zu machen, sowie durch Heranbildung von Offizieren sowohl in der Reichswehr wie in besonderen Schulen, die durch den Vertrag verboten seien. Deutschland könne im Konfliktsfall eine erste Stoßarmee von beträchtlicher Stärke aufstellen, die körperlich glänzend durchgebildet sei und deren militärischer Geist in häufigen Zusammenkünften der neuen Einheiten mit den alten Kaders der aufgelösten Regimenter gepflegt werde. Diese Ausführungen des französischen Generals sind nichts als eine Wiederholung der seit der Schaffung der Reichswehr in böswilliger Absicht frei erfundenen Behauptungen. Dasselbe gilt von den weiteren Ausführungen des Generals Bourgeois über die angebliche Fähigkeit der deutschen Industrie, im gegebenen Fall die technische Eine Denkschrift Wagemanns für Geld- und Krediireform. Oei- Aoi-schlag einer verschiedenartigen Deckung für große und «eine Danknoten Umwandlung der kurzfristigen Kredite der öffentlichen Hand in Anleihen zur Deckung des dem Konsumbedarf dienenden „Kleingeldes". Ammemarchen von deutschen Geheimrustungen Bewußte Tendenzlügen französischer Senatoren als Ablenkung von den eigenen Lüftungen Frankreichs. den k leinerenDanknoten undMünzen macht. Weiter wird darauf hingewiesen, daß diese 3dee eine Vermehrung des Rotenum- l a u f e s und eine verschieden hoheDek- k n n g für die beiden Geldkategorien des Planes zur Folge haben würde, wobei nur die erstgenannte Gruppe eine volle Deckung im bisheri- gen Sinne, die zweite eine geringwertigere Dek- kung erfahren würde. Gegenüber der 2lbsicht, mit diesem Plan das Auftauen eingefrore- * Kredite herbeizusühren, verhält sich die öffentliche Meinung ziemlich skeptisch, zumal das vorgeschlagene Verfahren einen vollständigen Strukturwandel, sowohl der Reichs- bank, wie der Großbanken voraussetzen würde. Diese letzteren nämlich sollen gezwungen werden bestimmte unverzinslicheGuthabenbei Aeichsbank für diejenigen Teile ihrer Aktiven zu unterhalten, die künftighin für Girozwecke liquide bleiben mühten Konkursfalle gegen jeden Zugriff ge- chutzt bleiben sollten. Die Aeichsbank ihrerseits sollte im gewissen Umfange auch mit Hilfe des "an Wertpapieren neben dem Mittel der Diskontpolitik den Kapitalmarkt regu- heren. Das Projekt, mit dem man sich in Regierungskreisen noch nicht befaßt hat, das aber als rem private Arbeit bezeichnet wird, dürfte noch .y?Lr^n Gegenstand von Erörterungen und Kritik bilden. Aus aller Welt. Ein bolschewistischer Entführungsversuch in Bukarest. Großes Aufseheii erregt ein politischer Ent- führungsversuch. Sowjetrussische Emissäre hatten den Auftrag erhalten, sich des in Rumänien lebenden Diplomaten Atschebekoff zu bemächtigen und nach Rußland zu bringen. Dieser war im 3ahre 1921 diplomatischer Vertreter der Sowjetunion in Bern. Später organisierte Ahchebekoff als Privatsekretär Stalins die GPU. Dann wurde er nach Konstantinopel entsandt, wo er in den Verdacht geriet, m i t Trotzki in Verbindung zu stehen. Er wurde daraufhin sofort zurückberufen, weigerte sich aber, nach Moskau zurück» zu kehren. Seitdem galt er als ein erbitterter Gegner der Sowjets. Es heißt, daß die sowjet- russische Regierung eine Million Dollar aus- geseht hatte, um seiner habhaft zu werden. Der Kapitän eines in Konstanza liegenden griechischen Dampfers hatte sich bereiterklärt, Atsche- bekoff nach Odessa zu bringen. Der Kapitän ist verhaftet worden. 3n Bukarester Kreisen glaubt man, daß dieselben Leute an dem Ent- suhrungsversuch beteiligt sind, die in Paris die Entführung des Generals Kutiepoff durchgeführt hatten. Beim Gottesdienst ausgeplündert. In Kirdjali (Südbulgarien) überfielen fünf maskierte und schwer bewaffnete Banditen eine Moschee während des Gottesdienstes Etwa 30 türkische Beter mußten die Hände hochhalten, während die Räuber ihre Opfer durchsuchten und das erbeutete Geld [oroie die Wertsachen in einem Gebetsteppich sammelten. Ein Türke, der kein Geld bei sich hatte, wurde ausgezoqen und verprügelt. Dann forderten die Räuber daß die Andächtigen für das glückliche Entkommen der Räuber beten sollten. Danach mußten sich alle Anwesenden mit dem Gesicht auf den Boden legen worauf die Banditen die Moscheetüren abschlossen und fluchteten. Die Eingeschlossenen wurden erst nach zwei Stunden befreit. Die Nalriumexplosiou in Norwegen. Die gemeldete Natrium-Explosion in der elektrotechnischen Fabrik von Vad- 0 e l m bei Bergen konnte nach längeren Bemühungen e r stickt werden. Das Feuer hat zwei La- gergebaude mit etwa 60 Tonnen Natrium völ° li,g zerstört, ferner eine Anzahl kleinerer Hauser uni) einen Teil der Fabrikanlagen ver- mchtet. Mehrere Personen, die sich an den Rettungsarbeiten beteiligten, erlitten durch den mit Gas vermischten Rauch starkeVerbrennun- g e n . Dieser Rauch trieb in dichten Schwaden bis zu der 2 Kilometer von der LlnglÜcksstelle entfernten Stadt Vadheim selbst. Die Verbindung mit der Brandstelle ist dadurch besonders er- schwert, daß die Telephonleitungendurcb e t nen Erdrutsch zerstört worden sind, der f1"6. FHe der durch das milde Wetter verur- sachten S ch n e e s ch m e l z e in den Bergen ist. Raubmord auf der Straße. , ?n-Ajudenburg wurde unter einer Eisen- bghmiberfuhrung gegen 20 Uhr der Werkstudent ^ter Miosga von einem Unbekannten durch <^Schuff.e getötet. Miosga brachte mit , Tochter eines Fleischermeisters Geld in ^^^^^""lappe vom Geschäft nach der Wohnung. Unter der Gisenbahnübe^ machen. Bei Heraufsetzen der Klassenstärke würden in vielen Schulen geradezu katastrophale Zustände eintreten, nicht zuletzt weil die Klassenstärke errech. net wurde auf Grund der Schülerzahl vom 10. Mai 1931, während durch Abgang eines schwachen Kriegsjahrganbes und Zugang eines normalen Jahrganges die wirkliche Schülerzahl den angenommenen Stand erheblich übersteigt. Da es im Interesse der Gesamtbeoölkerung liegt, die normale Volksschule als Fundament der Aüdung in Takt zu halten, erscheint es richtig, eine Einschränkung — wenn sie die finanzielle Lage des Staates dringend erfordert — bei d e n Einrichtungen vorzunehmen, die man in den letzten Jahren ohne Rücksicht auf die Kosten groß- zugig ausgebaut hat. Der Abg. Äiepoth beantragt weiter, im Reichsrat die Bemühungen der Württemberqischen Regierung, eine K o n ze ss i o n s p f lich t der Warenhäuser und Einheitspreisgeschäfte durchzusetzen, zu unterstützen, da das Vordringen der Warenhäuser und Einheitspreisgeschäfte auch in mittleren Städten eine weitere Beeinträchtigung der Existenzmöglichkeiten des Mittelstandes bedeutet. ^SN. Darmstadt, 21. 3an. Das Darmstädter Tagblatt veröffentlicht eine Unterredung mit dem Fraktionsführer des hessischen Zentrums, Ministerialrat Hoffmann. 3n der Unterredung erklärte der Zentrumsführer u. a.: Der Nationalsozialismus hat ohne Zweifel einen außerordentlich großen Wahlerfolg errungen, aber d i e S ch l ü s s e , die die NSDAP, daraus zieht, s i n d f a l s ch. Es ist nicht so, daß das hessische Volk in seiner Mehrheit wünscht, daß nunmehr nationalsozialistische Politik in Hessen gemacht werden soll. Den 37 Prozent nationalsozialistischen Stimmen stehen 63 Prozent entgegen, die die NSDAP, ablehnen. Die Anhänger des Zentrums sind ganz fest geblieben und haben bei der Wahl zu erkennen gegeben, daß das Zentrum in der hessischen Politik auch künftig das Bollwerk bilden soll gegen den Radikalismus von rechts und links. So sehen die Ereignisse in Wirklichkeit aus, und die NSDAP, muß allmählich sich anschicken, die Lage nüchtern zu betrachten. Das Zentrum war gewillt, aus der veränderten politischen Lage die Folgerungen zu ziehen, und einer Regierungsbildung durch die NSDAP, keine Schwierigkeiten zu bereiten. Das Zentrum war auch grundsätzlich bereit, über die gestellten Forderungen mit sich reden zu lassen. Daß das selbstverständliche Verlangen der Zentrumspartei, über die Angelegenheit zu verhandeln, Yon der NSDÄP. als eine Ablehnung betrachtet wurde, beweist, daß der Wille der NSDAP., mit dem Zentrum eine Koalition einzugehen, nicht ernst gemeint war. Die NSDAP, ist stark geworden, weil sie es sich in der Opposition leisten konnte, immer nur grundsätzliche Forderungen aufzustellen. ihre Werbekraft lag gerade in ihrem Radikalismus. Sobald praktische Arbeit geleistet werden muß, muß die NSDAP. 90 v. H. ihrer Forderungen a u f g e6 en und ebenfalls wie alle Parteien, die in der Regierung sind, mit Wasser kochen. 3ch glaube nicht, daß die NSDAP, sich in I eine praktische Politik einlassen I 20.3an. Der Präsident des Statisti- schen Rerchsamls, Prof. Wagemann, hat einen Reformplan zur Geld- und Kredit- r e f o r m ausgearbeitet und zwar in Zusammenarbeit mit einem Kreis von Kennern der Wäh- nmgs-, Kredit- und Dankverhältnisse. Die Untersuchungen der Denkschrift erstrecken sich in der Hauptsache auf folgende Punkte: a) Neuordnung Reichsbank (Aenderung der Deckungsbestimmungen und Valutapolitik), b) Umschuldung der fur3friftigen Verschuldung der öffentlichen Hand, c) Reform der Giralverfassung und in Verbindung damit Umbildung des Banksystems, d) ordnungs- mäfjlge Abwicklung der eingetretenen Kapitalverluste Für die Deckungsbestimmungen der ? V. ^JV1n t wird vorgeschlagen, daß in Zukunft zwischen „großen Noten" und „Heingeftüdel- ten Noten' unterschieden werden soll. Die Summe dec umlaufenden großen Noten, der Re- servedepositen der Kreditinstitute und die Giroguthaben bei der Reichsbank (mit Ausnahme der •f°£u , Reiches) sollen a) mit 40 v. H. mit Gold und deckungsfähigen Devi- 'C ,mit dem Rest durch gute Handels- wechse l gedeckt werden. Die Summe der kl ei n- x 4" ?oten und der Giroguthaben des Reiches bei der Reichsbank sollen a) bis zum betrage von drei Milliarden Mark durch eine öffentliche Schuld ge- ?«nfr-Ltoc1&n,r5.b) darüber hinaus gegen festver- zlnsliche Schuldverschreibungen und durch Lorn- c) darüber hinaus sollen fieinge- stuckelte Noten ohne jede Beschränkung gegen r Devisen und gute Handels- ? H arru geben werden. Der neue Zu- 12 allmählich bis zum 3ahre 1936 herbei- gesuhrt werden. Valutapolitik der Reichsbank wird dabei vorgeschlagen daß eine Zentralisierung b a I u t an scher Zahlungen bei der Reichsbank auch für die Zukunft beibehalten werden soll. ^ung der kleingestückelten Noten er- % ^"ld in Höhe von drei Milliarden * ?m zweckmäßigsten dadurch geschaffen d - kurzfristigen K r e d it e der öffentlichen Hand in Anleihen umgetoanöelt werden. Hierdurch soll eine Umschuldung der kurzfristigen toerben 6Unfl vssenllichen Hand herbeigeführt . D^eform der Giralverf assungsoll ^urch erzielt werden, daß die Einrichtung von ?^llonlen künftig k o n z e s s i o n i e r t wird und ehre Deckung für die Giralkonten verlangt □ Neuordnung des Dank» und tikr1 soll die volle gesetzliche lür die großen Reichsbank- ^^lder und für die großen Roten festgelegt d^ kleinen Noten ähnlich wie nu? Vnc beschränkte Zahlungs- - ^erhalten sollen, insofern, als bei Zahlungen kT ^^vu^verkehc der Annahmezwang aus fünf- * 9«€.febn.<& beschränkt wird. Nur Unr die Giralabteilungen der Kredit- banken müssen sie unbegrenzt in Zahlung nehmen. 3? 2er %Iiner Presse wird der Vorschlag den Präsident des Statisti- lchen ?eichsamtes, mit verschiedenen Mitarbeitern üotlegt. lebhaft erörtert. Dabei steht im Vorder- grunb die währungspolitische Zielsetzung, die CÄü t% r n b v o ? c nn uxn 9 »wischen dem der Guterproduktion und dem Großhandel dienenden Teil des Geldes, also den großen $X x!» Cr und dem giralen Geld und den für den Konsumbedarf zirkulierenAusrüstung des Heeres in kürzester Frist zu schaffen. General Bourgeois behauptet weiter, daß die Vorbereitung auf den Krieg in Deutschland von einer sehr aktiven Propaganda zugunsten der Revanche begleitet werde, daß die Kinder in den Schulen in diesem Sinne unterrichtet würden und daß gewisse Schulbücher sogar zu diesem Zweck abgefaßt seien. — Wenn General Bourgeois erklären zu können glaubt, daß eine derartige Propaganda für den Krieg getrieben werde, darf wohl gefragt werden, auf welche Anzeichen eigent- Nch Herr Bourgeois diese Behauptung stützen will. Die Parteien des deutschen Volkes, die zu der gegenwärtigen Reichsregierung in Opposition stehen, fino nicht minder friedensgewillt als die Mehrheit des deutschen Volkes, die die friedliche Außenpolitik des Kabinetts Brüning stützt. Senator E c c a r d hat im Ausschuß behauptet, daß die Militärausgaben im deutschen Budget verstreut und verschleiert und in Wirklichkeit höher seien, als zugegeben werde. Insbesondere sei mehr als die Hälfte des Polizeibudgets für rein militärische Ausgaben bestimmt, und das Pensionsbudget diene tatsächlich großenteils zur Besoldung der mit militärischen Arbeiten beschäftigten Reserveoffi- ziere. — Demgegenüber ist mit aller Deutlichkeit festzustellen, daß die Behauptungen übev Verschleierung der eigentlichen Ausgaben für die Reichswehr durch Verschiebung der Etatstitel einer jeden Grundlage entbehren und eine bewußte Irreführung der französischen öffentlichen Meinung sind. Auflösung des japanischen Parlaments. Tokio, 21. 3an. (WTB. Funkspruch.) Das Parlament trat heute nach der Neujahrspause wieder zusammen. Es erfolgte jedoch bereits heute nachmittag seine Auflösung, um der Ncglerungspartei, die gegenwärtig von 466 Kam- mersihen nur 171 Stimmen hat, die Möglichkeit zu geben d u r ch Neuwahlen eine ar- «2$ fa&igc Mehrheit in der Kammer |u erlangen. Die Neuwahlen dürften am 20. Februar staltfmden. Schwere Unruhen in Schanghai, «luhfle Stratzenkimpfe zwischen Chinesen und Japanern. Rtäan9^' 20 3an. (TU.) 3n Schanghai suchen am Mittwochfruh große Unruhen aus. C b tLn Shanern stürmten durch Al. Straßen und griffen die chinesische Urn»0 u u • um sich wegen eines am Samstag erfolgten chinesischen Angriffes auf fünf lapamfche Mönche zu rächen. Die 3apaner bewarfen die Straßenbahnwagen mit Steinen, zertrümmerten Hunderte von Schaufenstern und s e tz - Lc" bre‘ chinesische Fabriken in LranJ‘x?n verschiedenen Stellen kam es zu Senergefechten zwischen der chinesischen Polizei rfüLiiZ «?^^^ranten. Dabei wurden zwei chinesische Polizeioffizlere und ein 3apaner g e - tötet. Spater drang die Menge gegen die internationalen Niederlassungen vor. Aus beiden ^urde scharf geschossen und eine große Anzahl von Personen wurde schwer verwundet ba^unter ein englischer Polizeioffizier. r„„le Behörden der internationalen Nieder- lassungen mobilisierten sofort sämtliche Polizei- Jft J1/,™ liegenden japanisch^en 9 lch.isfe wurden in Gefechtsbereitschaft 9c*e6t und lapamsche Matrosen patrouillierten vün^'^Stadt- Der Oberbefehlshaber des ja" panischen Geschwaders hat nach Tokio um V e r - uugen telegraphiert. Sämtliche hn?,8 hr?e r.u ö,cn ^«nationalen Niederlassungen finb von starken Polizeiabtellungcn besetz und verbarrikadiert worden. Am Nachmittag konnte die Ruhe einigermaßen wieder hergestellt wer- führung kam in gebückter Haltung ein Mann herbei, der zunächst den Eindruck eines Betrunkenen machte. Auf wenige Schritte Entfernung gab er auf Miosga zwei Schüsse ab, und es kam zwischen den beiden Männern zu eine. »Handgemenge, während dem Miosga die Artentasche entrissen wurde. Als die Begleiterin, die auf die Schüsse hin die Flucht ergriff, sich wieder den beiden näherte, gab der Täter auch auf sie einen Schuß ab, der aber sein Ziel verfehlte. Dann flüchtete der Räuber. Miosga ist seinen Verletzungen erlegen. Der Konflikt an der Universität Halle. Wie in Universitätskreisen erklärt wird, hat sich in der Dozentenschaft die Stimmung in den letzten Tagen zu Ungunsten Prof. Dehns ent- wickelt. Seine Schrift „Kirche und Völkerversöh- nung, Dokumente zum Halleschen Konflikt" stoße allgemein auf scharfe Ablehnung. Wie verlautet, haben sich Rektor, Senat und Theologische Fakultät bereits an den preußischen Kul- tu sm i nister gewandt, da er es allein in der Hand habe, den Frieden in Halle wiederherzustellen. Ob diese jüngste Entwicklung, wie behauptet wird, die Gefahr einer Schließung der Uni- ocr fi tat tatsächlich akut werden lasse, könne im Augenblick noch nicht übersehen werden. Geheimrat Duisberg feiert sein Goldenes Doktorjubiläum. Von der Preußischen Akademie der Wissenschaften nra Geheimrat Duisberg, Vorstandsmitglied der -Farben, zur Erinnerung an seine vor 50 Iah- ren (21. Januar 1882) in Jena erfolgte Promotion zum Dr. phiL ein Diplom überreicht. Großfeuer zerstört ein Hotel. Durch ein Großfeuer wurde ein Hotel i n Cornwall (England) vollkommen zerstört. Die Hotelgäste, die sich in Nachtkleidung aus dem Hotel flüchten mußten, verloren zum großen Aeil ihre vollständige Reiseausrüstung. Anter den Gästen befand sich auch der O6er- kommissar für Südafrika. Wettervoraussage. r^9Crt das Hochdruckgebiet im Sudosten mit seinem Kern über den Donau- dessen Einfluß sich weiterhin Über Deutschland erstreckt. Dabei bewegen sich auch heute in den bodennahen Luftschichten infolge Ausstrahlung und kontinentaler Kaltluft' die K^raturen unter bem Gefrierpunkt, während die Berge tm Bereich warmer Luft immer narb «ÄT 2 bis 6 ®tai> über Aull «usweiU Obtooljl durch die neue Störung über 3sland Warmluft südwärts vordringt, wirkt bei uns sich vorerst noch der Hochdruckeinfluh aus. Aussichten für S r e i t a a ■ 'TRoiforRiir trocken*^' und dunstig mit Aufheiterung, Sufttemperaturen am 20. Januar: mittags 28 ®raö Celsius, abends minus 2,4 Grad; am 21 Januar: morgens minus 1,2 Grad Marimnm' 3 n Grad, Minimum 3,7 Grad. - Erdtemv/rm.^n in 10 cm Tiefe am 20. Januar: abends 1,0 Grad- am 21. panuar: morgens 1,0 Grad Celsius. - Sonnet schemdauer 5| Stunden. 0 n n Amtliche Wintersportnachrichtev. mö®Weü ^ntim-ie?DHnee?de?h°^cht. Sp°Ä Alpen: Garmisch - P a r t e n ki r ck» - n- 3t 2 Zentimeter Schnee verharscht, Sportmogllchkeit stellenweise. DkW. Senkung 5 in Mer W e? weiter, boR m. In ^eulfd;(anb v°! ÄriÄ eS^Mttn Zwcck nV?.UtSeol,«rtli' J m ^opa. e , ttct^ darf Dol)( .^"reichtn eigeni. ”*"« »ütenS in n b,(r -u der flt. in Dppofüion sieden »Üt als die Mchk-i fnedl.chr au^npolnif Ausschuß behauHIei. oben im beut- ■eut unb brx, Clt höher seien, all re sei mehr als die ets für rein mili. . .und das Pen« >lich grohenteils zur l'tärischen Är- . Aeservrossi. ist mit aller ®cut» Behauptungen über i Ausgaben für bic Jng der EtatStilel hren unb eine be? der französischen ePPbaU s ürbti IS eines CS h Uber. °h> bei e?oIferuna !-8t ML °n8bmSn^ MM” de: w !ung ein Mann her« ' eines Betrunkenen Entfernung gab er mb eS tarn zwischen liandgemenge, iltentafche ent- Begleiterin, bic aus ergriff, sich wieder t Täter auch aus der aber sein Ziel Räuber. MioSga ist erlegen. lioerfitäf Halle. rtlärt wird, hat sich imung in den letzten rof. Dehns ent- > und Wkerverföh. chen Konflikt' flöhe ehnung. Die veo int und Theologifchc 'euhifchen Kul- er es allein in der [le wiederherzustelleii. wie behauptet wird, ehuna der Unl- .rden taffe, könne >m en werden. isberg lotloriubiläum. nie der MisfenAD BorstandsnnOedder an seine vor 50 W $n>n>ouon erreich'. ein Hotel. . rde ein 2J )mmen zerstört Dl tkleldung au« fiten, verloren zwo je Aeifeausrustu^ ; auch der Ober cito. ft?»* -it »«ä L w uni :«io!‘“6aau®ii«»1* “if 1,4 3.« Arad. *°P .n >» e,bS&' ” i6S»- **£ md- S- Aus Der provmzialhaupiüaDt. ® leben, den 21. Januar 1931. Liebe und Seife. Line Frau an die Frauen. Reine Frau hat das Recht, sich um irgendwelche Angelegenheiten zu kümmern, solange sie die ihr xuaeöiefenen Pflichten, für die sie doch hauptsächlich geschossen wurde, nicht erfüllt hat. Reine Frau hat da- Recht, s.ch um Politik, öffentliches Leben oder Wohltätigkeit zu lummem. bevor nicht ihr Wann gut versorgt und satt ist, -r seelisch und körperlich, bevor nicht ihr ganzer Haushalt mit viel Liebe und viel Seife behandelt ist und bevor nicht ihre Rinder mit allem versehen sind. waS sie für die De- sttrnmung oder den Zufall des Taaes brauchen. Ist es nicht bemerken-wert, bat) da- Zeitalter gehäufter Unruhe, Unzufriedenheit, Derbrechen, Unglauben, Untreue im häuslichen und öffentlichen Leben, Scheidungen und jugendlicher Straf« fälligkeit zusammenfällt mit der sogenannten Frei- heitsbewegung der Frau? Die Frau wurde ja eigentlich nicht geboren, um frei zu sein, sie wurde zu groben und vornehmen Pflichten geboren. Wmn sie diese Pflichten vernachlässigt, ober bewußt verneint, stürzt sie baS Gleichgewicht alle- Leben- Reine geistreiche Wortgaukelei unb keine bkn- benbe Zeitmeinung kann den naturgemäben Ausbau der Dinge verändern. Die erste und natürliche Aufgabe der Frau ist, ein Heim, einen Wann unb Rinber au haben, sich Ihrer anzunehmen unb sie zu hüten mit ihrer ganzen Stärke unb ihrer ganzen Seele. Alle- anbere kann sie bann erst tun, wenn sie diese Pflichten erfüllt hat. Da- sind eigentlich alte Wahrheiten, die aber in der heutigen Zeit mehr verfochten werden müssen, al- je. Es gibt doch wahrlich keine bessere Derhütung jugendlicher Gtrasfättigleit. al- eine liebevolle, treusorgende Mutter, die selbst in schwerer Rotzeit sich ihren Rindern opfert. Unb bah bie Erziehung ber Rinder mit Liebe unb Seife noch immer ber Eckpfeiler menschlicher Gesittung ist. kann wohl selbst nicht in biefem Zeitalter ber Umwandlung bestritten werben Gewih Die Frau braucht nicht derart eln- gefpannt zu sein, dah sie — bildlich gesprochen — mit einer Hand bic Wiege schaukelt unb mit ber anbern gleichzeitig ben Pfannkuchen toenbet Aber bic Entwicklung ber Frau in ben lebten Jahren, bie bi- zu rot gelackten Fingernägeln führte, wirb in anbete Dahnen gelenkt werden müssen, wenn da- kommende Geschlecht wieder bessere Zeiten sehen soll. Man könnte den sogenannten Schönheit-salon al- da- Derfaille- der Frau bezeichnen. Die Zukunft wird ausräumen müssen mit ber überspitzten Bewertung aller Aeuherlichkeiten, zu ber letzten Enbe- bie Freiheitsbewegung ber Frau führte Sie wirb aufräumen mit ben Rarrheiten der Mode und der Sucht nach Abenteuern. Sie wird aufräumen mit den ungerechtfertigten hohen Ansprüchen der Frauen von £eute und wird die Erkenntnis bringen, dah auch in ganz bescheidener Umwelt Heim und Glück gegründet werden können. Die Frau von heute hat vielfach Sehnsucht, eine Dauerwellen-Lorelei wie Greta Garbo zu sein. Die Frau von morgen wird notwendigerweise wieder zu ihrer Destimmung zurückkehren Mit Seife unb Liebe ein Heim für Mann unb Rinber zu schaffen Frau M. A. (tiieftener rSochcnmar «Preise. * ®lefien, 21. Ian. ES kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Rochbutter daS Pfund von 80 Pf an, Dutter 100-110, Matte 25-30 Pf. da- Pfund, Käse 10 Stück 50-120 Pf., Gier 11 Pf da- Stück, Wirsing 8—12, Weihkraut 7—8, Rotkraut 8—12. Gelbe Rüben 10—12, Rote Rüben 10—12, Spinat 15—20, Untcr-Äoblrabi 5—6, Grünkohl 8-10. Rosenkohl 15 20. Feldsalat 60 bi- 80. Tomaten 60 -70, Zwiebeln 12—15, Meerrettich 30—60, Schwarzwurzeln 25— 35, Rartoffeln 4, Aepfel 8—10. Dirnen 8—10. Dörrobst 30 bi- 35. Honig 40 50, Rüffc 35—40, Enten SO bi- 100, Junge Hähne 80— 90, Suppenhühner 80 biS 90. Gänse 90 100 Pf. daS Pfund. Tauben 50 - 60. Dlumenkohi 30-70. Salat 20-25, Endivien 10—15, Ober-Kohlrabi 8—10, Lauch 5—10, Rettich 10-15, Sellerie 10-40 Pf. das Stück. Äartoffcln 3.00-3,50. Weißkraut 4.00- 5.00, Wir- sing 7.00- 8.00, Rotkraut 7.00- 8,00 Mk. p. Ztr. VornoNzen. — TaacSkalender für Donnerstag. Gesellschaft für Erd- unb Völkerkunde, 20.15 Uhr, Reue Aula, Lichtbilder-Vortrag über ^Forschungen in der Rord-Mandschurei". — Lichtspielhaus. Bahnhofstraße: ..Der kleine Seitensprung". — Astoria-Lichtspielc, Scltersweg: .Die Todesfahrt im Weltrekord" unb .Der Leidensweg einer Mutter". Die Gulaschkanone in den Schulen. Ein hervorragendes Winterhilfswerk unserer Garnison. Einr bedeutsame und anerkennenswerte örgän- Aung der Fürsorgearbeit der ©iehener Winternot- yllsc wird seit gestern von unserem Bataillon durchgeführt. Ls handelt sich um dieSpeifung von Rindern der hiesigen Volksschulen, bie an jedem Werktage mittag- erfolgt. Zunächst ist für diefeS HillSwerk eine Zeitdauer d o n b r e i Monaten vorgesehen. Die Rosten der Rinderspeisung werden auS freiwilligen Spenden aller Ungehörigen der Garnison bestritten, wobei die Of iziere. die Militärbeam- ten. Unteroffiziere unb Mannschaf.cn auf einen Teil ihrer Besoldungen zu Gunsten deS HilsSwcr- keS verzichten. Die MittagSlpeisung umfaßt zunächst 104 Kinder, von denen 46 bie Pcstalozz.schule, 19 bie Schlllerschulc und 39 bie Goetheschulc besuchen. Tic Auswahl der Rinber wurde unter loyalen Gesichtspunkten vorgenommen wobei der Schularzt, die Schulleitungen und dc- Wohlfahrtsamt zusammenwirkten, besonders beachtet wurde dabei der allgemeine ErnährungSAustand der Ri. der unb der Rinderreichtum der betreffenden Familien. Die Essenabgabe erfolgt für bie Rinder der Pestalozzi- schule und der Schillerschule in der Schulküche der PestaloA-ischule. für bie Rinder der Goetheschulc in der dortigen Schulküche Mitglieder d?S Lehr- körper- der Prstalozzischu c bzw. Ler Eo t e'chule und bie Hau-meister der beiden Schulen find bei der Durch ührung diefeS Hihswcrkcs in anerkennenswerter 'Steife um bic Versorgung bet Rinder bemüht. 2Ln jedem Werktag — Sonntags fällt die Speisung au- — um die Mittagszeit erscheint auf den Höfen der Pestalozzischule und der Goetheschulc eine Feldküche deS Bataillon-, bic das Mittagessen fertig zum Verspeisen heranbringt. Rund 100 Cller Essen, also noch dem derzeitigen Stande auf jede«, Kind rund 1 Liter, sind In der Gulaschkanone enthalten. Die Portionen werden au- der Feldküche in grabe Suppenkessel gefüllt und aus diesen im Speiseraum der Schulküchen in die einzelnen Eh. gesähe verteilt! selbst diese Gesähc sind von der Reichswehr zur Verfügung gestellt, während bie Löffel vom Wohlfahrtsamt beschafft wurden. Die Rinder speisen gemeinsam an langen Tischen. Gestern mittag gab e- ReiSsuppc mit Rindfleisch, bic den Rindern so vortrefflich — Aus dem ©tabttfocalcrbureau wird uns geschrieben: Zum letzten Male, Freitag. 22. Januar, als 15. Freitag-Abonnementsvorstel- lung bie Wiederholung ber stürmisch begrüßten Sllvcstcrinszenicrung ber Zauberposse „Lumpaci- vagabunbus" von Johann Restroh. Musik von Adolf Müller. Spielleitung blefer durch Gesang, Tanz, Akrobatik auSgcschmücktcn heiteren Angelegenheit hat Rarl Heyser, musikalische Leitung Fritz Eujö, Tänze Ewald Bäulte. — Sonntag, 24. Januar, 18.30 Uhr. Wiederholung der erfolgreichen Uraufführung des Zeitschauspicls „Verstehen wir uns" von Peter v. Preradovic. Die Rolle ber Großmutter spielt Frau Auguste Prasch-Grevenbcrg. Ehrcnmitglieb bcs Meininger LanbcSthcatcrS. Ende 20.30 Uhr. — Der Bund „Haus und Schule" hält am morgigen Freitag, 20 Uhr, im Iohanncssaal einen Familienabend, bei dem Medizinalrat Dr. W a I g c r einen Vortrag halten wird. Der Verein für christliche Musik hat seine Mitwirkung zugesagt. Räheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich. • •• Sonntagsrücksahrkarten Lollar — Gießen. Die Reichsbahndircktion Frankfurt am Main hat einem Antrag des Bürgerverein S Lollar entsprochen und die Einführung von Sonntagsrückfahrkarten für bie Strecke Lollar — Gießen—Lollar beschlossen. Die Sonntagskarten sollen bereits in den nächsten Tagen ausgegsben werben. Die Maßnahme der Reichsbahndirektion wirb von ber Bevölkerung von Lollar und Umgebung sicherlich lebhaft begrüßt werden. •• Schweinepest. Das Polizeiamt teilt mit: 3m Gehöft Marburger Straße 66, vormals Heistermann, ist bic Schweinepest feftgcftellt. Gehöftsperrc ist ungeordnet. " „Von Hans Sachs bis Ringel- n a h." Alexander Starke, ber amüsante Plauderer und Vortragskünstler aus Rümberg. war am DienStag beim Kaufmännischen Verein unb OrtSgewerbcvcrcin in Gießen zu Gast unb unterhielt in der biS auf ben letzten Platz besetzten Reuen Aula ber Universität seine aufmerksamen und beifallsfreudigen Zuhörer zwei Stunden lang auf bas angenehmste Sein Gastspiel war zugleich ein interessanter Streifzug burch ben deutschen Humor einiger Jahrhunderte unb schon mundete, daß eine ganze Anzahl zwei Züge vertilgte, wobei dem ersten .Kapitulanten^ rasch immer weitere folgten. D'.e leitenden Herren des Wohlsahrt-amteS. zwei Herren deS BataillonS unb die Vertreter der beiden Zeitungen wohnten dieser ersten Speisung der Kinder bei. Man konnte fich durch Beobachtung der Organisation, wie auch durch eine kleine Kostprobe baoon überzeugen, daß für bie Kinder nach jeder Richtung hin, namentlich auch durch die hervorragende Qualität de» Esten», ausgezeichnet gesorgt wird. Die kräftige unb sehr schmackhafte Rei-suppc mit reichlichen Fleischstücken machte der Kochkunst der Militärküche alle Ehre Zu beachten ist dabei, daß da- Essen für die Rinder nicht aus ber allgemeinen Svldatcnküche stammt, die für die Mannschaften natürlich auch eine bernorragenbe Beköstigung liefert, fonbem für sich gekocht wird. Der Speisezettel für bic Kinder-MittagS- kost wird sehr abwechslungsreich gestaltet. Täglich erhalten die Kinder Fleisch, und Atoar etwa 150 Gramm pro Kops. Der gestrigen ReiSsuppc mit Rindfleisch folgte am heutigen Donnerstag eine gute Linsensuppe mit ein paar Würstchen pro Kind, am morgigen Freitag wer- den bie Kleinen Rinbsleisch unb Schweinefleisch Ausammcngekocht mit Schnittbohnen unb Äartoffcln verzehren können, für den Samstag sicht der Speisezettel Schweinefleisch mit Erbsen unb Kartoffeln vor. Jeweils am Ende ber Woche wirb ber bpc sczcttel für de folgcnbc Woche ausgestellt, wobei immer alS Grunblage gilt, dah die Kinder eine tägliche Fleischportion von rund 150 Gramm pro Kops erhalten. Die Leitung der Küche hat sich aber auch in entgegenkommender Weise bereit erklärt, etwaigen Sonderwünschen einer größeren Anzahl Kinder nach dieser oder jener Speise möglichst Rechnung zu tragen. Unsere Garnison vollbringt mit dieser Kinderspeisung eine Tat. die alS persönliches Opser jedes einzelnen Soldaten unb als vorbildliche Aufbauarbeit an der Heranwachsenden Generation volle Anerkennung unb ben Dank aller sozial empfindenben Menschen verdient. Möchten die Spender an diesem edlen Werke zum Besten wirklich hilfsbedürftiger Rinder so viel Freude erleben, wie die Kleinen an dem täglich reich beschickten Mittagstisch. deshalb bedeutungsvoll, weil die Zuhörer sehr eindrucksvoll auf die Unterschiede in der Form ber witzigen Schilderung hingewiesen wurden und so die Wandlungen mijcrlebten. denen das deutsche Geistesleben auch im Humorvollen ausgesetzt war. Ueber den oetben Scherz des Inhaltes hinaus waren die ersten drei Darbietungen (eine Historie aus dem Straßburger „Ulen- spiegel", „Der Bauer und der Saumagen" von Hans Sachs und die ..Geschichte von einem Edelmann und einem Maler auS Augspurg" auS dem „Rachtbüchlein"), ein feiner Genuß für die Zuhörer, der besonders im Hören der charakteristischen markanten Sprache des Mittelalter- bestand. Die Darbietungen aus dem „Philosophischen Ehzuchtbüchlein" (Johannes Fischart 1545 bis 1590) und aus den „Kanzelpredigten" von Abraham a Santa Clara (1644 bis 1709). in denen das zarte Geschlecht hart tituliert wurde, wirkten In ihrer Darstellungsweisc kaum mehr verletzend, entfesselten vielmehr starken Beifall. Einige Volkslieder zur Laute, mehr oder weniger bekannt, brachten dem Vortragenden ebenfalls viel Beifall. Aus den Zeiten deS Barocks und des Rokokos und ber nachfolgenden Zeit hörte man kleine Geschichten von Gellert, („Der grüne Esel"), von Lessing („Die eheliche Liebe"), von Hebel unb von Auerbacher und schließlich einige Schnurren von August Kopisch. in denen der Alte Fritz auftauchte und mehr oder weniger verbrieften Anekdoten die Grundlage gab. Einige Lieder aus der Biedermeierzeit atmeten den Humor des Gemütlichen. Von den Humoristen der neueren Zeit hörte man Daumbach unb Ciliencron, schließlich zwei prächtige Skizzen von Wilhelm Busch unb zwei Proben von Christian Morgensterns grotesker und doch nachdenklich spöttischer Kunst. Von Ringelnah s prägnanten Gedichten hätte man gerne einiges mehr gehört. .Der Münchner im Himmel" und das „Lied vom Schwalanscher" von Ludwig Thoma sanden uneingeschränkten Beifall. Der Rezitator, der seine Vorträge durch den mimischen Ausdruck und die mundartliche Illustration zu beleben verstand, mußte sich zu einigen Zugaben verstehen Die beiden Stunden, die der Kaufmännische und Orts- aewerbeverein seinen Mitgliedern und Gästen bot, waren dazu angetan, die Zuhörer für kurze Zeit dem Alltag zu entreißen. — Die Altersvereinigung 1882 1932 hielt im Hotel Schütz ihre erste Hauptversamm- lung ab Rach dem Bericht des Vorsitzenden K.Dirlamm ist die Zahl der Mitglieder inzwischen wesentlich gestiegen: auch auswärtige Afterskollegcn haben ihre Beteiligung zugesagt. Bei ber Wahl der Fahnenscktton wurde Willi Rathenow al- Fahnenträger, die AfterS- tollcgcn Först er und Schäfer al- Fahnen- begleitet bestimmt. Die Ucbergabc ber Fünszigcr- fahnc durch bie AfterSvercinigung 1881 31 soll In der nächsten Hauptversammlung erfolgen. Rach Erledigung der geschäftlichen Angelegenheiten erfreute der Lokaldrchter L. Frech durch Vortrag eines seiner Gedichte. Auch bic AfterSkollcgcn DöngcS. Flecken st ein und Lehrmund trugen durch ernste und beitete Darbietungen zur Verschönung des Abends bei. Große (Straffammer Gießen. 'Gießen. 19 Jan. Ein Arbeiter hatte eine ihm von der Bürgermeisterei feinet Wohnort- ausgestellte Arbeitsbescheinigung hinsichtlich bet Zeitdauer ber von ihm geleisteten Arbeit verfälscht und in dieser Form nachher bei dem Arbeitsamt zweck- Erlangung von Arbeitslosenunterstützung cingcreicht. Durch da- Schössen» gericht wat er wegen einfacher Urkundenfälschung au einer Geldstrafe verurteilt worden. Aus die Berufung der Staatsanwaltschaft wurde bas Urteil aufgehoben und bet Angeklagte, da er bic Fälschung tn der Absicht begangen hatte, sich einen Vermögensvorteil zu verschossen, wegen schwerer Urtundenfälschung zu einer Woche Gefängnis verurteilt. Ein früherer Poftagent aus Selter- verfolgte gegen bas Urteil bcs ^twe terten Schöffengerichts, burch das er wegen Verbrechen- im Amt zu einer Zuchthaus st tafe von einem Iaht unb zwei Monaten verurteilt worden war, Berufung. Der Angeklagte hatte in zahlreichen Fällen mit cingezahlten PostanwcisungS- unb Zahlkartcnbeträgcn geschoben unb zweck- Ver- mcibung ber Entbeckung bieset Schiebungen da- zur Kontrolle bet Einnahmen bestimmte Annahmebuch. bas au- durchlaufend numerierten UcbcrwcisungSblättetn besteht, unrichtig geführt. Rach seinen Angaben fühlte er sich zum Ersah bcs ihm au- ber Postkassc angeblich gestohlenen baren Gelbe- unb ber Postwertzeichen verpflichtet. Da hierzu ihm aber eigene Mittel fehlten, entzog er auf eine gewisse Zeitspanne bie jeweils cingeliefcrtcn Zählkarten unb Postanweisungen dem ordnungsmäßigen Postverkchr unb sanbte diese erst mit den auf späteren Postanweisungen unb Zahlkarten cingezahlten Geldern an das Postamt. Bei der Revision stellte sich weiter heraus, daß ber Angeklagte auch eine größere Zahl von Drucksachen unb Zählkarten unterbrückt hatte Unter Aushebung bcS erstinstanzlichen Urteils würbe heute gegen ihn wegen Fälschung einer ihm anvertrauten Urkunde, schwerer Amtsunterschlagung unb Unterbrückung von Briefen auf eine Gefängnisstrafe von einem Jahr unb fünf Monaten erkannt. Erweitertes VezirkSschöffengericht Gießen. * Gießen. 20. 3an. Um zur Meisterprüfung zugclaffcn zu werden, brauchte ein Installateur ein Zeugnis über seine Lehrzeit. AIS er ein solches, ausgestellt von einer auswärtigen Firma, vorlegtc, wurde ihm erklärt, cs sei gefälscht. Zum Beweis seiner Unschuld erstattete er Anzeige gegen s i ch selbst bei der Staatsanwaltschaft. Die Ermittelungen führten zu dem für den Anzeiger unerwünschten Ergebnis, daß er tatsächlich bie Urkunbc gefälscht hatte. Gr hatte sich deshalb heute mit einem Geschäftsmann, den er zur Beihilfe qc- wonnen hatte, vor Gericht zu verantworten. Beide Angeklagte waren geständig. Sic erhielten Strafen von einer Woche und von fünf Tagen Gefängnis. Kirchliche Nachrichten Israelitische Gemeinde». Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, 23. Januar. Vorabend: 5 Uhr; morgens: 9 Uhr: abends: 5.15 und 5.55 Uhr. Israelitische Religionsgesellschask. Sabbatfeier, den 23. Januar. Freitagabend 4.40 Uhr: Samstagvormit tag 8.30; nachmittags 5.15; cabbalauegang 5.55 Uhr. — Wochengottcsdienft: morgens 7; abends 4.30 Uhr. 3# Herrlich ist der Großstadt Jagen, - Lärm und Hetz wird Melodie. „Duft“ und „Qualm“, die beiden wagen Heute sich an eine „Sie“. Einen Tanztee zu besuchen Ist nun der Beschluß zu viert, Und nach Tanzen, Tee und Kuchen Jeden eine Ramses ziert Ein Quartett der guten Düfte Steigt vergnüglich in die Lüfte. RAMSES O MÜ^cicarette Offenbach a. M. (Nordring 62), Gießen (Goethestraße 69). 0.58 1 Liter nur bereitung, 0389 Nußschinken, ca. 1,5 bis 1.80 2 Pfund 1 Pfund | Stellenangebote 1 Pfund nur | Vermietungen | Mietgesuche | W!F ÖQ CDRUCKSACHEN Vw b IX ü Ke Brühl’sehe Druckerei | Kaufgesuche | MM “S den versteigert: 531D illlllllllllllllllllllllllllllllllll pngeboJ Kittel Holzversteigerung ohne Arm .. Stocke Irm; Schulzen «WM« | Wißmar, den 19. Januar 1932. Der Gemeindevorsteher. Bittendor Am 19. Januar 1932 verschied in Offenbach am Main unsere liebe Mutter und Großmutter Heute früh starb nach kurzer, schwerer Krankheit unsere hebe Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante Bitte beachten Sie unsere Schaufenster und vergleichen Sie unsere Preise and Qualität mit denen der Konkurrenz! 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Kl. 46 6t.;1 Nutzfcheiter rin: 11 Eiche (2,20 m lange Gartenpfosten), 10 Hainbuche, 5 Kiefern.' Brennholz: Scheiter rm: 43 Buche, 121 Eiche, 8 Kiefer; Knüppel rm: 86 Buche, 72 Hainbuche, 116 Eiche, 1 Aspe, 2 Fichte; Reisig 3. Kl. rm: 117 Buche) 39 Hainbuche, 30 Fichte (Schichthausen); Reisig 4.Kl. rm (unaufgearbeitet): 51 Eiche, 5 Kiefer. Freitag, den 29. Januar, aus den Abteilungen Ober-Seilbach 1, 2, 6, Nieder-Seilbach 7, 12 Nutzholz: Stammholz: Fichte 10 St. la-Kl., 4 St. Ib-Kl., 3 St. 2a-Kl; Derbslangen Eiche 2 St. 2. Kl., 10 St. 3. Kl.; Fichte 21 St. 1. Kl., 59 St. 2. Kl., 435 St. 3. Kl.; Reisffangen 414 St. 4. Kl., 180 St. 5. Kl.; Ruhscheiler Hainbuche 5 rm. Brennholz: Scheiter rm: 8 Buche, 109 Eiche; Knüppel rm: 115 Buche, 28 Hainbuche, 68 Eiche, 1 Lärche, 2 Fichte; Reisig 1. Kl. rm 45 Elche; Reisig 3. Kl. rm: 155 Buche und Hainbuche; 35 Fichte (Schichten); Reisig 4. Kl. rm (unaufgearbeitet) 15 Eiche. , Zusammenkunft an beiden Tagen %10 Ahr, am Pslanzgarten in Disir. 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Und mit gut gespieltem Zorn und schulmeisterlicher Ueberhebung weist sie dar- aus bin, dab Deutschland dank seiner Verschwendungssucht am Rande deS V a n k e r o 11 S stehe, weil es eben eine schlechte Finanzwirtschast geführt und im groben etil daraufloSgelebt habe Hat eS denn nicht in diesen Jahren fast 24 Milliarden vom Auslande geborgt und zahllose LuxuSbauten, die jetzt aus den sranzösilchen Dörfern den Dauern im Film gezeigt werden, errichtet, Milliarden für ..Müßiggänger". d. h. Arbeitslose, verschwendet und feine Beamten übermäßig hoch bezahlt? Diese Behauptungen, auf die man leider deutscherseits bisher nicht in der richtigen Weise geantwortet Hai. beginnen sich allmählich in der Weltmeinung sestzusetzen. Es ist daher höchste Zeit, dah man sich einmal mit den sranzö- sischen StaatSsinanzen und ihrer Geschichte beschäftigt. Und da kommt man zu einem überraschenden, für die Welt sicher neuen Ergebnis: dab nämlich nirgendwo eine f o grenzenlose, alle Vorstellungen über!reffenbc Mißwirtschaft in den StaatSsinanzen geherrscht hat. wie in den letzten zwölf Jahren in Frankreich: Frankreich hat nämlich heute eine Staatsschuld von 474 Milliarden Franken — also von etwa 8 0 Milliarden Goldmark. d. h etwa das Dreizehnfache dessen, was eS an Staatsschulden vor dem Kriege hatte. Und das. obgleich sich die Kosten des gef am 1 e n K r i e- ges für Frankreich nur a u f 224 Milliarden gestellt haben und eS den Wiederausbau der zerstörten Gebiete im Betrage von 102 Milliarden Franken * restlos von Deutschland bezahlt erhalten hat. (Selbst die Franzosen geben amtlich zu. dab sie „nur" noch 30 Milliarden für die zerstörten Gebiete zu erhalten haben würden, eine Berechnung. die allerdings willkürlich etwa 8 Milliarden Mark deutsche Leistungen nicht berücksichtigt.) GS ergibt sich hieraüs also die Tatsache, dab Frankreich seit Beendigung deS Krieges nicht weniger als 240 Milliarden Franken, das sind 40 Milliarden Goldmark neue Schulden gemacht hat — um von den Geldern zu schweigen, die eS sonst noch vom Auslande erhalten hat! Welche Bedeutung dieser Summe zukommt, ist dabei aus der Tatsache zu ermessen, dast der ganze französische Haushalt sich nur aus etwa 8 Milliarden Goldmark im Jahre stellt. Frankreich hat also in zwölf Jahren daS auAgegeben. was eS nur in 17 Jahren hätte ausgeben dürfen. Wenn das keine Verschwendung oder Mißwirtschaft ist. dann aller- dingS haben Worte ihren Sinn verloren! Roch grotesker wird das Ergebnis dieser Finanzorgie. wenn man einmal nachprüft. woher Frankreich diese verschwendeten Summen genommen hat, und wie diese Ausgaben im einzelnen entstanden sind. Vor dem Kriege gab es bekanntlich in Frankreich fo gut wie keine direkten Steuern: der Staat lebte in der Hauptsache aus den Einkünften der Zölle, Accisen und Monopole — einfach, weil der französische Bürger vor allen Staatsbürgern der Welt der steuerfcheuste war. Als der Krieg ausbrach wurde daher in Frankreich die Parole ^-Korrespondenten. ausgegeben, dab der Ärieg nicht durchLteu- e r n finanziert werden dürfe, weil das dem Patriotismus der Pwus schaden würde. Man zog es vor zu pumpen, und zwar sowohl im In- wie im Auslande, und legte so den Grundstein zu den französischen Auslandschulden und der Entwertung deS Franken. Don den 224 Milliarden Kriegskosten wurden nur 38 Milliarden durch Steuern im Inland« ?e d e ck t. 44 Milliarden waren durch 2 n - eiben im AuSlande hereingekommen, und der ganze Rest von 142 Milliarden war imInland« geliehen worden. Ziffern, die allerdings damals einen lehr viel höheren Goldwert hatten, da ja damals der sranzösische Franken immer noch etwa 50 Goldpfennig wert war. Anstatt nun aber nach Beendigung des Krieges zu sparen und eine vernünftige Finanzwirtschast zu beginnen, taten die Franzosen alles, um ihre Ausgaben bis inS Ungemessene zu vergröbern. „L e Boche payera tout“ — diese Vorstellung beherrschte die französische öffentliche Meinung in einem solchen Umfange, dast eine Ausgabenwirtschaft einseyte. die alles Mast verloren hatte. Man hielt nicht nur zunächst eine Riesenarmee weiter unter den Waffen, sondern zahlte auch sofort phantastische Summen sür den Wiederaufbau der zerstörten Gebiete aus und finanzierte sämtliche übrigen Kriege, die eS noch in der Welt zu führen gab: den polnisch-russischen, den griechisch-türkischen, den syrischen und die Interventionskriege in Rußland. Welch groteske Vorstellungen damals herrschten, zeigt, dab z D. bei dem Wiederaufbau der zerstörten Gebiete durch Gesetz ermöglicht wurde, dab die Dewohner dieser Gebiete einMehrsacheSdeSVorkriegs- wertes ihres Desitzes verlangen durften, so dab Summen gezahlt wurden, die gelegentlich das Vierfache deS eigentlichen Wertes erreichten! Kein Wunder, dast die Ausgaben deS Jahres 1919 allein sich auf 54 Milliarden Franken stellten — von denen aber nur 11 Milliarden im Jnlande durch Steuern aufgebracht wurden, während der Rest davon, wieder 11 Milliarden, im Auslande geborgt wurde? Und warum? Weil sich das französische Volk gegen jede Erhöhung der Steuern sträubte, so dab kein Finanzminister in der Lage war. die erforderlichen Deträge auf diesem Wege hereinzubringen, sondern gezwungen war. zur Anleihe bei der Dank von Frankreich, d. h. zur Inflation zu schreiten! ^s wäre reizvoll, einmal genau zu schildern, wie in den nun nachfolgenden Jahren die Politik der französischen Finanzminister zu immer neuen Schulden im In- und Auslande, zu der maßlosen Ueberfteigerung der Tributsorderungen und zum Sturz des Franken führte, und wie immer wieder Minister, die doch Steuern einzusühren versuchten, daran scheiterten, wie z. D. 1924 Poincarö, der eigentlich darüber fiel, dah er seinen Landsleuten für sechs Milliarden neue Steuern jumutetc, — aber das würde zu weit führen. Wichtig allein ist die Tatsache, dast während aller dieser Jahre die französischen Finanzen ein Defizit auswiesen, obwohl Deutschland phantastische Summen bezahlte obwohl die Alliierten Frankreich immer, weiter borgten bzw. stundeten und obwohl die sranzösische Zahlungsbilanzseit 1921 aktiv war. es also der französischen Wirtschaft ermöglichte, grobe Summen im AuS:ande anpi egen! Denn die Tatsache, dast der Frank ständig fiel, gestattete eben gleichzeitig eine ständige Vergröberung des französischen AuSlandabsaheS und brachte grobe Gewinne Rur hatte dieses System eben einen Fehler: AIS der Franken 1926 auf einem Kurse von 243 für daS Pfund angelangt war, hatte auch das Ausland genug und zwang so zu einer Aenderung des bisherigen Kurses, so dab Frankreich 1926 einen Teil seiner Auslandschulden konsolidieren muhte. Wie geschickt es dabei seine Rotlage auSzunutzen wuhte. zeigt, dast es in seinem Schul- benabtommen mit den Engländern sich von diesen 65 Prozent seiner Schulden und in dem ersten 2b- kommen mit Amerika von 1925 sich immerhin be- Wie es in Lausanne aussehen wird, wenn cs nach Frankreichs Wünschen geht. Eine Endlösung des Weltschuldcn-Problems soll auf der Konferenz nicht erörtert und das Moratorium nur provisorisch verlängert werden. Inmitten der halb verkohlten Trümmer des Stuttgarter Schlosses stieß man bei den Aufräu- mungsarbeiten auf die völlig unbeschädigte Holzfigur des „Wackeren Schwaben", die während des Krieges als Symbol der Opferfreudigkeit im Schlöße aufgestellt und „benagelt" wurde. reite 58 Prozent schenken liehen, ohne allerdings das amerikanische Abkommen zu ratifizieren - was den Grund zu der großen Verstimmung zwischen Amerika und Frankreich legte. Wie geschickt Poincare 1926 die S t a b i 1 i s i e - rung des französischen Franken durch- gesührt hat, ist bekannt 3r hat eS verstanden, den Zwang, den das Ausland ausübte, und der dazu führte, daß das französische Budget endlich ehrlich aufgezogen wurde, zum Schaden des Auslandes auszunützen, das mit dem Frank spekulierte Die etwa drei Milliarden Goldmark, die er mit der Frankenspekulation veid ente. wurden den Industrien dieser Länder entzogen und systematisch nach Frankreich übergeführt, das nicht zuletzt damit jenen ungeheuren Goldschatz anzuhäufen begann, der sich im Tresor der Dank von Frankreich befindet. Wie grob auf der anderen Seite das Loch im französischen Staatssäckel war, ergibt sich jedoch daraus, daß Poincare zur Stabilisierung des Franken nicht weniger als elf Milliarden Steuern in einem Jahre anfordern muhte. Aber bis es zu dieser Kraftanstrengung der Franzosen gekommen war. muhten sieben Jahre vergehen, in denen sich die Staatsschulden auf die genannten 474 Milliarden Franken vermehrt hatten! Wenn Poincare also tatsächlich nicht nur den Franken stabilisiert, sondern auch den französischen Staatshaushalt in Ordnung gebracht hat — so geschah das aus Kosten des Auslandes, dem er mit den Schuldenabkommen die Gelder und mit den Tributen die Möglichkeit einer wirtschaftlichen Erholung genommen hatte. Denn ohne die 1,2 Milliarden Goldmark der deutschen Tributzahlung jährlich wäre der französische Staatshaushalt (infolge seiner phantastisch übersteigerten Militärausgaben) eben nicht au zugleichen gewesen, sondern hätte das bisherige Defizit weiter aufgewiesen Und ohne die SpckulationS- ?:ewinne hätte sich der Franken nicht stabilisieren assen! Die Ausgabenwirtschaft des frairzös schen Staates war aber auch mit dieser Aktion Poincare« Gießener Gtadttheater. John von Prahlet): „Kops in der Schlinge". Sin englisches Kriminalstück, sehr interessant, sehr spannend. daS seine Berliner Aufführungsserie bereits hinter sich hat. ES ist gemacht im Stil und nach den grobschlächtigen und allerdings meist unfehlbaren Rezepten der Magazingeschich- tan. Aber während eS z. D. bei Wallace, der inzwischen etwas auS der Mode gekommen ist. nur um eine aufregende Abendunterhaltung und um einen gutangedrehten Bluff des verehrlichen Publikums geht, handelt es sich hier um ein ernsthaftes Problem: wieder einmal: Sturm gegen den Indizienbeweis . Em Mord ist geschehen Der Mörder ist verurteilt. Der Staatsanwalt hat plädiert. Das Gericht hat gesprochen. Der Verurteilte soll in wenigen Stunden hingerichtet werden. In den wenigen Stunden vor der Vollstreckung, von abends bis mitternachts, wirb — in der Wohnung des Staatsanwalt« — der Fall noch einmal aufgerollt, durchgesprochen, kritisch beleuchtet. Die Mechanik deS Justizapparates wird einer experimentellen Proöe unterzogen, das Retz der Deweissührung noch einmal Masche für Masche kontrolliert. Ein kleiner Rollentausch wird in Szene gefetzt: der Staatsanwalt wird in die Rolle des Angeklagten versetzt. Ein Parallelfall wird gemeldet, der sich kurz nach jenem Urteilsfpruch zugetragen hat. Ein unbescholtener Mensch gerät in die peinliche Lage, für zwei belanglos erscheinende Rachmittagsstunden sein Alibi nachweisen zu müssen. Das gelingt — erst nach mancherlei, die Spannung verschärfenden Hemmungen und Widersprächen. Das Retz zieht sich enger, immer enger. Was ist ein Alibi, welche Rolle spielt der Zufall, welche Verkettung von an sich nebensächlichen Tatbeständen erlaubt einen Verdacht, worauf gründet sich eine Anklage auf Leben und Tod? Ein blutiger Singer, eine Schnapsflasche. ein abgerissener Knopf, ein Dündel ins Wasser geworfener Briefe — jede dieser Alltäglichkeiten für fich allein scheint harmlos und unverfänglich: ihr Zusammentreffen fährt zu phantastischen und ungeheuerlichen Schlußfolgerungen Der erste Mordfall ist abgeschlossen: das Schicksal des Verurteilten scheint nach den herrschenden ^Begriffen und Rechtsgepflogenheiten nicht mehr aufzuhalten, der zweite Mordfall aber, der in der kurzen Zeitspanne entdeckt wurde, die dem Verurteilten noch geschenkt ist, beginnt sich — in der schrittweisen Aufklärung, die der Zuschauer unmittelbar miterlebt — auf eine merkwürdige und verwirrende Art mit jenem ersten zu verbinden. Hier wie dort häufen sich die belastenden und eintreifenben Ergebnisse einer schnell fortschreitenden Untersuchung zu einer (scheinbar) erdrückenden Last unwiderleglicher Deweise. Und der vorn Staat eingesetzte öffentliche Ankläger wird zum Angeklagten, zum Verdächtigen, der sich in Widerspräche verwickelt, der falsche Aussagen macht, dessen Alibi fragwürdig erscheint. Ein blutiger Finger, ein Flaschenetikett, ein fehlender Knops werden zum entscheidenden Indiz — Wir müssen hier abbrechen, wir können der Klärung der beiden Fälle — aus guten Gründen — nicht vorgreifen. Dei Kriminalstäcken ist eS, wie man sich erinnern wird, dem Reserenten nicht gestattet, den Gang der Handlung lückenlos bis zu Ende zu berichten damit dem späteren De- sucher nicht die Spannung genommen und die Pointe verraten werde. Und damit nicht, was hier wesentlicher ist, der Zuschauer in seinem persönlichen Eindruck beeinslußt, in seinem Rach- denken und seinem Urteil gehemmt werde. Es kommt dabei nicht so sehr auf das Stück als auf das Problem an, das dem Stück zugrunde liegt- Ist das Problem abgetan, dann mag man noch einen Augenblick beim szenischen Vorgang verweilen und sich einige Fragen beantworten. Was haben Sie beispielsweise am Denehrnen des Staatsanwalts auszusehen? Und ist der Schluß so. wie Sie ihn erwartet haben ... oder haben S:e etwas vermißt? Wenn ja — was haben Sie vermißt? Oder wie hätten Sie das Stück von Herrn Dradley enden lassen? Zu diesen und anderen interessanten Fragen regt die vom Dramaturgen Kähne vortrefflich geleitete Aull hcung dr ngend an Obwohl Dradley viel direkter und viel weniger raffiniert arbeitet als Wallace, setzt die Spannung in diesen geschickt und vublikumSwirksam angekurbelten und gesteigerten Dialogen bis kurz vor dem letzten Vorhang nicht aus. (Rur die Juristen und die geübten Kriminallchwartenleser sehen schon im zweiten Akt die Losung kommen ) Es wurde auf der ganzen Linie vorzüglich gespielt: die Dekoration von Löffler erinnerte an die Szenerie im ..Hexer" und war in Stil und Stimmung sehr sicher auf die Fabel abgestimmt. Karl H e y s e r (Frank Dearden ) in der schillernden Gestalt des Staatsanwalts wiederholt hier zum Teil feine bemerkenswerte Leistung in der .,Voruntersuchung", die ja mit dem englischen Stück nicht nur äußerliche Becuhrungs- punkte aufweist: er wurde indessen auch dem gewissermaßen passiven Teil seiner an sich sehr aggressiven Rolle durchaus gerecht. — Sein Gegenspieler ist Hauer, der hier als Hauptmann Mason und im übrigen mit der etwas farblosen Bezeichnung ....Kriminalist" vorgestellt wird: seine Rolle ist viel eindeutiger und geradliniger, übrigens typisch in der englischen Krimi- nal-2iteratur: er spielt sie so sympathisch wie sie ist, energisch und mit Gefühl : eine unfehlbare Mischung Maria Koch hat die psychologisch und dramaturgisch wichtige Mittelsigur der Lady Harriet mit gutem Instinkt menschlich zu erhellen und zu erwärmen versucht. — Fasso11 (Percy Grainger) baute die kleine, aber ziemlich entscheidende Szene des medizinischen Sachverständigen mit klugem taktischen Einsatz in die Handlung ein. — Agathe W a 11 h e r - L e d e r e r und Wolfgang Kühne belebten die GesellschastSszene des Mittelaktes mit zwei hübschen, humorvoll detaillierten Chargen: 'Beatrice Doering und Walter Michel rundeten daS Ensemble angenehm ab. DaS Publikum war mit gespannter Aufmerksamkeit bei der Sache. Lebhafter Beifall. hth. Seltsame blinde Passagiere Blinde Passagiere sind auf den großen Dampfern keine Seltenheit, und ein glücklich gelungenes Beispiel, das in der Presse berichtet wird, findet häufig sofort Rachahmung. Die Zahl der Ras- fauer weiblichen Geschlechtes auf den von Amerika abfahrenden großen Schiffen hatte fich in letzter Zeit fo gehäu't. dah die Gesellschaften bekanntgaben, sie würden von nun an auch gegen Stauen bei denen man bisher häufig ein Auge zugedräckt hatte, mit rücksichtsloser Strenge Vorgehen Die Anregungen find meisten« Adent'urer- lüft, auch manchmal Rot und der verzweifelte Wunsch, aus unerträglichen Verhältnissen h. raus- zukommen. Immerhin war der Kapitän des Dampfers , Anchiscs" doch höchlichst erstaunt, als er die Geschichte einer Frau vernahm, die ohne Fahrkarte an Bord gefunden wurde, gerade als das Schiss die Anker lichten wollte, um die australischen Gewässer zu verlassen Sie aab an. sie fei Mutter von sechs Kindern, die ihr furchtbar zu schaffen machten, und der Arzt habe ihr an« empfohlen, eine Seereise zu unternehmen, um dadurch ihre Rerven zu kräftigen Sie hatte nun keine andere Möglichkeit gesehen um diese Kur durchzusähren, als sich unbemerkt an Bord zu schleichen. Sie wurde natürlich, zu ihren sechs Kindern, die sie nötig brauchten zuräckgeschickt. Unter den blinden Passagieren finden sich Tiere mindestens ebenso oft wie Menschen, und mit diesen kann man noch mehr Schwierigkeiten haben Kürzlich beobachtete man auf dem Dampfer »Ma- iestic" der White Star-Linie einen häds chen braunen Assen, der auf irgendeine Weise an Bord gekommen war und das Schiss zehn Tage in Aufruhr versetzte. Das Tier, das die Fahrt seit Reü- york mitmachte wurde von der Mannschaft Jenny getauft und zeigte eine große Unverfrorenheit. Der Affe verbarg fich nicht wie der menschliche blinde Passagier, sondern tauchte immer wieder an den unpassendsten Stellen auf und wußte sich der Verfolgung mit großem Geschick zu entziehen. Fallen wurden aufgestellt, hatten aber nicht den gewünschten Erfolg. So spottete Jenny tagelang aller Bemühungen, sie zu fangen, und lebte sehr üppig von Früchten, die sie sich durch häufige Räubereien verschaffte Aber der Alle trieb d e Unverschämtheit zu weit und fand sich einmal in der Kabine deS Kapitäns, eine große Weintraube in den Pfoten. Türen und Fenster wurden sofort fest verschlossen, und ein Offizier schritt zur Verhaftung. Aber Jenny ließ sich nicht so geduldig fangen, wie es wohl ein Mensch getan hätte sondern verteidigte fuf), so gut sie konnte unö biß den Offizier heftig in den Finger. Schließlich aber wurde sie doch in festen Gewahrsam gebracht. Die meisten blinden Passagiere der Tierwelt finden sich auf Frachtdampfern, auf die sie mit der Ladung gelangen. Besonders die Da- nanen-Schiffe führen immer einen Keinen zoologischen Garten mit sich, der nicht weiter beachtet wird, wenn er sich nicht unangenehm bemerkbar macht. Unter diesen blinden Passagieren. d>e die Bananen als Versteck benutzen, sind nicht selten Schlangen, die meist harmlos sind. Es gibt aber auch eine sehr giftige und gefährliche Viper von hellgrüner Farbe, die aus West-Indien stammt und mit den Bananen an Bord gelangen kann Öod)fd)ulnad)ricbfen. Amtlich wird die Ernennung des Prof Tr Friedrich Oeh 1 kers van der Technischen Hochschule in Darmstadt zum ordentlichen Professor für Bo» tanif an der Universität Freiburg i. 23. als Nachfolger von Dltmanns bestätigt. Hem Ordinarius Dr. Harald Fuchs in Königsberg i.Pr. ist der durch den Weggang vonPro- Ifcffor Kurt Latte nach Göttingen erledigte Lehrstuhl der lateinischen Sprache unb Literatur an der Universität Basel Angeboten waren. 22 i^ürtleßung Nachdruck verdaten. und Vorbehalt- Steigende Arbeitslosennot in Oberhessen Der Bericht des Arbeitsamtes Gießen über die Lage des Arbeitsmarktes beim Jahresbeginn. - Freiwilliger Arbeitsdienst im Gange. Zch hab dir verzieh»! Vornan von Eloiilde von Gtegmann «Girin. Copyright by Martin Feuchtwange r. Halle. Der freiwillige Arbeitsdienst soll eS ArbeitS- losen, insbesondere solchen jugendlichen Alters, ermöglichen, ihre brachliegende Arbeitskraft — ohne Eingehung eines Arbeit-Verhältnisse- — in selbftgewahlter ernsthafter Gemeinschaftsarbeit un- -Ihre Agenten haben das DahamogeschLft In 2hrem Auftrag und nach Ihren Weisungen systematisch ruiniert. Sie werden mir jetzt sofort schriftlich erklären, daß Sie auf jede Forderung gegen daS HauS Lund und auch auf meine Bürgschaft verzichten, dah Die sämtliche Anteile auS dem Dahamageschäft dem Hause Li loS zur Verfügung stellen. Sonst Übergebe Ich daS Material noch heute den hiesigen GerichtSbehör- oen. Die werden dann hinter Zuchthausmauern genügend Zeit haben, darüber nach^udenken, dah man nicht ungestraft angesehene Kaufmannshäuser durch Schurkerei vernichten darf." Bankier Triefen lachte höhnisch auf: eder griff seine Hand nach dem Herzen. Er rang nach Luft, stand auf, schwankte. -Dater". schrie HanS Egon verzweifelt auf und wollte zuspringen. »Rühr mich nicht an", konnte der Konsul noch mit leiser Stimme röcheln, indes er. wie um sich dct Berührung dieses Menschen zu entziehen, rückwärts taumelte. Hart fiel er im Riedergleiten gegen die offene, scharfkantige Stahltür deS Geld- fchrankes. sank wie leblos zu Boden, indessen au« einer Wunde am Kopfe langsam und zäh Tropfen um Tropfen BluteS hervorquollen. HanS Egon fchrie auf bei diesem Anblick, und gleichen Augenblick wurde die Tür aufgerissen, ga« entsetzte Gesicht des alten Prokuristen er- schten M k^r Oeffnung. Der alte Mann hob mit riner^Gebärde des furchtbarsten Schreckens die Ä geschehen? WaS haben Sie ihm Allmächtiger Gott, mein Herr Konsul I" Ed er kniete bei der leblosen Gestalt nieder ^uch HanS Egon bückte sich jetzt. »Helfen Sie mir, ihn aufzuheben", sagte et » u1.UIjLn’fl^e Miene, seine Hände unter den w» Regungslosen zu legen. Drohend sah der Prokurist zu dem Grafen auf. .Rühren Sie mir meinen Herrn nicht an! Unsere treuen Leute und ich, wir werden unseren Herrn Konsul hinaustragen." schienen in der Tür die erschreckten Gesichter der Angestellten. • R in] Hausflur waren verhallt. Rur hastiges Gehen in der oberen Etage, Laufen und Türenschlagen zeigten Hans Egon an, dah man H 5cn Konsul bemühte. Gin heran- rollender W.ig.n mochte der de« al en HauSarzte« gewesen fein. 8 ee »H^^unten aber war eine beängstigende Stille. HanS S^on stand allein in diesem Raume, wie ^Ä?>ous der Gemeinschaft der Menschen. Wüste Bilder der Angst und des Schreckens kreisten hinter seiner Stirn. -JS toat der Konsul ihm gesagt, türmte sich vor ihm auf wie eine drohende Gestalt, die mit würgenden Händen näher und näher auf ihn zu anZusammenhänge niÄ tol51G F Ulcht. was mit dem unheilvolle Bilde geschehen, wie man e« mit KT ihm6 S3n&aJ? versehen, wie man ** ihm in Beziehung gebracht. Wie war e« ^)ie Polizei gerade auf ihn jenen furchtbaren Verdacht geworfen? 9 felne? .^amen mißbraucht, um ein Verbrechen zu verdecken, daS so grausame Folgen Aber war jetzt nicht Zeit, darüber nachzu- Äfür ifrlTe fflc^.herlMirtC’ um '° A lFvrtsetzung folgt.) »Sie eröffnen mir Ja da eine angenehme Aussicht, Herr Konsul Sibelius. Aber ich werde hinter diesen gastfreundlichen Mauern deS Zuchthauses bestimmt nicht allein fitzen. Ich werde eine Gesellschaft haben, die Die nicht vermuten." „Die sprechen in Rätseln", sagte der Konsul angewidert. „ES interessiert mich durchaus nicht, welcher zweifelhafte Ehrenmann Ihre Zuchthausstrafe .teilen wird." „Auch nicht, wenn ich Ihnen sage" — hier hob Gricsen seine Stimme drohend —. »daß eS Ihr gräflicher Schwiegersohn sein wird?" Der Konsul trat einen Schritt zurück. »Sind Sie von Sinnen, Herr! Wissen Sie, was Die da reden?" „Ich bin nicht von Sinnen, Herr Konsul. Mer vielleicht war eS Ihr Schwiegersohn, alS er das Rauensteinsche Bild aus der Schloßgalerie entwendete Dieses Bild lagert auf den Rainen des Grafen HanS Egon von Rauenstein im Zollhafen. Und wissen Vie, WaS der Rahmen de« Bilde« enthält? Dokumente enthält er. Dokumente, die unwiderlegbar Hinweisen auf die Teilnahme deS Grafen HanS Egon Rauenstein an einer berüch- tigten Rauschgiftfchrnugqelei. G« kostet mich nur ein Wort an die Kriminalpolizei, und der Herr Gras sitzt hinter Schloß und Riegel." Der Konsul umklammerte die Lehne deS schwer- geschniüten Stuhle-. „Diese wahnsinnige Anschuldigung ist nicht- weiter als eine Ausgeburt Ihrer Schurkenphan- taste", hörte er sich wie au« weiter Entfernung sprechen. Der andere lachte roh: „Fragen Sie doch Ihren samosen Schwiegersohn, Herr Konsul Sibeliu«. Aber vergessen Sie nicht, ihn dabei auch gleichzeitig über seine In der Gewerbe- und Maschinenbauschule Gießen werden Angehörige des Baugewerbes, der Holz- und Metallverarbeitung in Kursen mit zirka 70 Teilnehmern fachlich nachgeschult, besonderer Wert wird auf den Unterricht in technischem Zeichnen, technischem Rechnen und Werkstoffkunde gelegt. Verwandte Berufe werden in kleinen Lehrgruppen zu Vpeztalunterricht in den Werkstätten zusammengefaßt zu praktischer Vertiefung deS mehr theoretisch Gezeigten. In Sonderkursen, die der Verein In Sonderkursen, die der Verein für Gleit- und Segelflugsport Homberg abhält, ist 24 ar- beitSlosen Technikern, Schreinern und Schlossern Gelegenheit gegeben, in der Gewerbe- und Maschinenbauschule nach Zeichnung äußerst genaue Arbeit auSzuführen und manche bisher von ihnen wenig gebrauchte Verfahren durch Uebung ken- nenzulernen. neuesten Beziehungen zu der schönen Dolores zu befragen. Und wenn Sie dann noch meine Ver- zichterklärung haben wollen. Herr Konsul, dann treffen wir unS vielleicht am besten bei der Kriminalpolizei." Verzweifelten Herzens war der Konsul abge- retst, ohne Gustav Lund sichere Rettung verheißen zu können. Was er auch Schlimme« befürchtet haben mochte, diesen einen Schlag hatte er nicht erwartet. Immer noch, während der Zug ratternd durch daS schwedische Land mit seinen grünen Schluchten und aufragenden Bergen sauste, versuchte er die Drohung des Bankiers als einen bösen Schach- zug zu deuten in dem Spiel gegen sich und da- HauS Lund. Aber allzu sicher schien ihm der Mensch in seiner Beschuldigung gewesen zu sein. Etwas Wahres mußte daran fein — aber was? ®r wünschte schon die Aussprache mit HanS Egon herbei, denn die Wirklichkeit konnte nicht Peinigender sein als die« Zweifeln und Fragen, dies Grübeln ohne Antwort. Die ganze Rächt konnte er keine Ruhe finden. Die Decke deS engen DchlafabteilS schien wie ein Eifengewicht über ihm zu schweben. Gr riß das Fenster auf, um ein wenig frische Luft zu schöpfen, «ein Herz lag schwer wie ein Stein in der Brust, sein Atem ging mühsam. Vergebens suchte er seine Gedanken zur Ruhe zu bringen und auf friedlichere Gebiete zu lenken. Aber immer wieder drängte sich Birgit- Bild dazwischen, die mit ahnungslosem Lächeln einer glücklichen Frau durch den Sonnenschein des heiteren Kurortes wandelte. Die nichts ahnte von dem Schlag, zu dem das Schicksal drohend auSgeholt. Vom Zuge aus hatte Sibelius feinen Schwiegersohn telegraphisch zu einer Unterredung in feinem Hause ersucht. HanS Egon trat Pünktlich jur festgesetzten Stunde in daS Privatkontor deS Schwiegervaters. Der Konsul stand, mit dem Rücken nach der 'Sur, vor dem großen eisernen Geldschrank und schien Papiere hinetnzulegen. Jetzt wandte er sich um. HanS Egon wunderte sich, daß der Schwiegervater ihm nicht wie sonst zur Begrüßung mit heiterem Lächeln die Hand entgegenstreckte, vielmehr die elegante Gestalt de» jungen ManneS mit einem drohenden Blick musterte. Eine dumpfe Angst stieg In dem jungen Grafen auf. Zu sehr war er in diesen letzten Tagen von Schuldgefühlen geängstigt gewesen, als daß er nicht Überall Gefahr wittern mußte. Mit müder Bewegung wandte sich der Konsul von dem Geldschrank fort, dessen Tür halb offen blieb. »Setz dich", sagte er kurz, .ich habe mit dir zu reden. HanS Egon nahm Platz und sah mit unsicherem Blick dem Konsul in« Gesicht. G« fiel ihm auf. ter sachkundiger Leitung in nützlichen Arbeiten, die sonst nicht in Angriff genommen würden, zu betätigen und aus der Arbeit selbst, sowie durch nebenhergehende Dildungsmahnahmen körperliche und geistige Schulung zu empfangen. Der freiwillige Arbeitsdienst darf nicht die Arbeitskraft dem Arbeitsmarkt fernhalten und Arbeiten an sich ziehen, die Im freien Arbeitsderhält- ni« durchgeführt werden können. Vor allen Dingen hat der freiwillige Arbeitsdienst den tiefen Sinn, jungen Menschen, die sich gegen einen erzwungenen Müßiggang auflehnen, Gelegenheit zu geben, ernsthaft zu schaffen und in nützlicher Arbeit, die sonst nicht getan würde, ihrem Leben wieder Ziel und Inhalt zu geben. Die freiwillige Arbeit soll mit einem Dienst für die Mlgemein- heit verbunden sein. Im Gebiet des Arbeitsamt« Gießen werden zur Zeit zwei Maßnahmen de« freiwilligen Arbeitsdienstes gefördert. ES handelt sich hier um die Errichtung von Sportplätzen und um Wiederinbetriebsehung eines Gemeindesteinbruch«. Weitere Arbeiten für etwa 100 Arbeitsdienstwillige sind in Vorbereitung. Bei den Maßnahmen, die gegenwärtig ausgeführt werden, werden 60 Arbeitsdienstwtllige beschäftigt, die für ihre Arbeitsleistung je 2 Mk. täglich aus Mitteln der Reichsanstalt erhalten. Berufliche JortbildungSmaßnahmen. Zweck der Maßnahmen für die berufliche Fortbildung der Erwerbslosen ist die Erhaltung und Förderung des beruslichen Können«. Besonderes Augenmerk richtet daS Arbeitsamt auf die Schulung der jugendlichen Erwerbslosen. Diese sind nicht so lange beruflich tätig gewesen, dah daS in der Praxis Erlernte auch über die Zeit der Arbeitslosigkeit voll erhalten bleibt: außerdem ist namentlich in den handwerklichen Berufen festzustellen, daß die verminderte Detätb» gungSmöglichkelt, die jedem Betrieb durch die Depression aufgezwungen ist. den jugendlichen Arbeitenden nicht immer Gelegenheit gibt, ihre fachliche Ausbildung auf den Stand zu bringen, der in einer Zeit normaler Beschäftigung erreicht und zu Zeiten einer guten Konjunktur gefordert wird. Die Beobachtung dieser Mängel der Ausbildung, die den jungen Arbeitenden in seinem beruflichen Fortkommen erheblich schädigen, da sie die Einordnung in den Arbeitsprozeß erschweren, legt die Verpflichtung zur Hilfe auf. Diese Hilfe besteht in der Einrichtung von Arbeitskursen, die von Fachlehrern und Lehrmeistern gehalten, die erwähnten Schäden beheben oder zum mindesten mindern sollen. Zur Zeit sind von dem Arbeitsamt Gießen nachfolgende Kurse eingerichtet für arbeitslose Jugendliche ohne Rücksicht auf die Art ihrer Unterstützung: „Dein Schweigen genügt mir, du hast e« also getan: Weiter: Hast du die« Bild benutzt, um tn seinem Rahmen eine Korrespondenz InS Ausland zu schmuggeln? Eine Korrespondenz über deine Verbindung mit einer Rauschgiftzentrale?" HanS Egon fuhr flammend auf: „Bon wem stammt diese infame ßüge?" „DaS Bild', erwiderte der Konsul, „soll im Stockholmer Zollhafen liegen: es ist als dein Eigentum deklariert. Ein Feind meines HauseS hat davon Kenntnis bekommen: erteil! diese Kennt- nid benutzen, um dich der Staatsanwaltschaft zu überliefern, wenn ich nickt mit einer ungeheuren Summe dnS Schweigen dieses Menschen erkaufe. Diese Zahlung aber würde bei der augenblicklichen Wirtschaftslage den Bankerott meine« Hauses bedeuten. Wa« hast du mir darauf zu sagen?' HanS Egon wartete nur darauf, zu Worte zu kommen: „Vater, wie konntest du nur einen Augenblick denken, daß ich mich einer solchen Schurkerei schuldig machen würde! Ich leugne die Entnahme dieses Bilde« nicht, aber eS geschah vor langer Zeit. Auch habe ich eS nicht zu verbrecherischen Zwecken benutzt, sondern um..." . „Run", fragte der Konsul zurück, „zu welchem Zweck?" HanS Egon zögerte einen Augenblick, dann gestand er entschlossen: „GS war damals der einzige Geldweg. den ich mir erschließen konnte, um einer bestimmten Dame Aufmerksamkeiten erweisen zu können." Der Konsul sah seinen Schwiegersohn scharf an »Ich errate, wer daS ist. Und ha t du die Beziehungen zu dieser Dame auch völlig gelöst? Bist du nach der Aussöhnung mit Birgit nie wieder mit dieser Dame zusammengekommen? Run, kannst du mir da« versichern? Mit deinem Ehrenwort versichern?" Gin heNe« Rot Überflog da« schöne, verstörte Gesicht HanS Egon«. Gr setzte zum Sprechen an aber Me Stimme versagte ihm - er senkte toi Kops. ~ der sonst so beherrschte Konsul schrie e« beinahe hinau«, so daß seine Stimme im unteren Stockwerk zu hören sein mutzte - „du hast dein Ehrenwort gebrochen. Dann ist auch die ungeheuerliche Beschuldigung jenes schmutzigen Menschen In Stockholm wahr. Ich habe einen Schurken, einen Verbrecher zmn Schwiegersohn." Die Kurve der Arbeitslosigkeit ist in unserem Bezirk weiterhin im Ansteigen begriffen, doch dürste der Höhepunkt Snde Februar erreicht werden. Fast in allen Beruss- gruppen ist, wie die untenstehende Ausstellung .zeigt, eine Zunahme zu verzeichnen. Die Zoll- maßnahmen und daS Sinken deS englischen Pfundes haben für verschiedene De- rufsgruppen in unserem Bezirk verschlechternd gewirkt. Auch die Beendigung der Holzhauerarbeiten veranlaßte eine Zunahme der Arbeitslosigkeit in fast allen Derufsgruppen. Rur ganz wenige Derufsarten, und hier in erster Linie die Papierindustrie, sind verhältnismäßig gut beschäftigt. 22 Betriebe haben, um ihre Arbeitskräfte wegen schlechten Geschäftsganges vor Arbeitslosigkeit zu schützen, Kurzarbeit eingeführt. Zur Zeit arbeiten in 22 Betrieben 682 Personen verkürzt. Die Betriebe gehören folgenden Derufsgruppen an: 10 Betriebe der Metallindustrie, 8 Betriebe der Tabakindustrie, 1 Betrieb der Hornwarenindustrie, 1 Betrieb der Holz- tearenindustrie, 1 Betrieb der Gummiwarenindu- strle und 1 Betrieb der Färberei. 3 weitere Betriebe, und zwar 2 der Schuh-Industrie und 1 Zahnlabrik, haben Kurzarbeit angemeldet. Am Ende deS Monats Dezember 1931 standen dem Arbeitsmarkt 15 879 Arbeitsuchende zur Verfügung gegenüber 13 738 deS Vormonats und 13 741 deS Vorjahres. Aus den Mitteln der ReichSanstalt wurden 6018 Personen unterstützt. 4943 Personen erhielten Krisenunterstühung. Im Bezirk deS Arbeitsamts Gießen erhielten 1547 arbeitsfähige Personen WohlfahrtSunterstühung. Im Monat Dezember konnten wir 1919 männliche und 61 weibliche Arbeitsuchende In Arbeit vermitteln. 119 Arbeitsuchende wurden von ihrem früheren Arbeitgeber in Arbeit zurückgerufen. keineswegs zu Ende Der Staat erhöhte nach der Stabilisierung nicht nur seine Ausgaben von neuem, sondern begann auch ein Rüstung-- Programm, da« auf Jahre hinaus rieftge neue Ausgaben nötig machte. Und die Franzosen, die die ganzen Jahre hindurch auf Kosten des Auslandes in SauS und BrauS gelebt hatten, dachten natürlich nicht daran, sich elnzuschränken Rur war diese neue Periode der französischen Finanzwirtschaft nicht mehr v:rschlelert: eS gab weder daS große Loch de- Wiederausbaues der zerstörten Gebiete, noch den fallenden Franken, sondern nur noch die Referven der Tributzahlungen und der französischen Auslandkredite, au« denen diese Qültto rt- schäft gespeist werden konnte. Der Widerstand der Franzosen gegen die Revision de- DaweSplanes und Die unmögliche Lösung de« Boungp'anS ist ja nickt zuletzt darauf zurückzusühren, daß Frankreich sich eben nicht einschränken wollte, sondern weiter auf Kosten des Auslandes zu leben gemachte. ilnb so wird denn aych erklärlich, warum Frankreich ab 1929, nach der Reuregelung der $ri6ute, begonnen hat, feine Gelder aus dem AuS- lande zurückzuziehen. Die Trag die der Kreditentziehung, d e zum Zusammenbruch Lester- reichs, zur deutschen Krise und zur P, undkr.se geführt hat, läßt sich so konsequent auf die Ausgabenwirtschaft des franzls.schcn Staat S zurück- führen, der wie ein Vampir das Blut der Wirtschaft — daS Geld — auS den ausländischen Staaten herauSgezogen hat, um nicht selbst sparen zu müssen! Die Bilanz dieser zwölf Jahre ist also sehr eindeutig: Frankreich ist der Topf, in dem daS Geld der Welt verschwunden ist. und das durch die Verschleuderung von fast 43 Milliarden Goldmark die Ursache des wirtschaftlichen Zusammenbruche« der europäischen Mächte wurde. Kleine Strafkammer Gießen. * Gießen, 15. Januar. Ein hiesiger Kaufmann wurde vom Amtsgericht wegen fahrlässiger Körperverletzung zu einer Geld st rase von 12 Mark verurteilt. Er öffnete die nach der Mitte der Straße gehende Türe seines haltenden Auto« und traf einen von hinten kommenden Radfahrer an der Hand, so daß dieser verletzt wurde und so zu Fall kam, daß er von einem anderen, gerade daherkommenden Auto überfahren wurde. Der Angeklagte erstrebte durch seine Berufung ein freisprechendes Urteil. Da« Berufungsgericht hielt aber ebenfalls eine Fahrlässigkeit für gegeben und verwarf die Berufung. Ein auswärtiger Händler erhielt vom Amtsgericht wegen Vergehens gegen die Verordnung oes Reichspräsidenten (Anschlägen nicht behördlich zugelassener Plakate) eine Geldstrafe von50Mark evtl, fünf Tage Gefängnis. Seine gegen dieses Urteil eingelegte (Berufung wurde kostenfällig zurückgewtesen. Dagegen wurde daS gegen einen Spengler toegen des gleichen Vergehens ergangene, auf -Wei Monate Gefängnis lautende Urteil eines anderen oberbefsifchen Amtsgerichts auf (Berufung aufgehoben und der Angeklagte frelgc* sprachen. E« war nickt zu erweisen, daß er andere al« genehmigte Flugblätter verteilt hatte. Zwei Studenten wurden In erster Instanz mit anderen Angeklagten wegen groben Unfugs und Widerstands zu Geldstrafen verurteilt. Während die übrigen Verurteilten das Urteil rechtskräftig werden ließen, verfolgten die Studenten Berufung. Obwohl die Beweisaufnahme sich für sie nicht günstig gestaltete, konnte daS Berufungsgericht doch nicht den Beweis für völlig schlüssig erachten und sprach die Studenten frei. Ein Srrtum der Belastungszeugen fei mit Rücksicht auf das damals herrschende Gedränge nicht völlig auszuschließen, zumal die anderen Zeugen bekundeten, die zwei Angeklagten hätten sich in keiner Weise strafbar gemacht. Für weibliche Erwerbslose hat zu Beginn Me* ses IahreS für 24 Teilnehmerinnen ein Koch- und RähkurS in der Micefchule angefangen, der eifrig besucht wird. 60 Angehörige der kaumännischen Berufe werden In Einheitsstenographie und Maschinenschreiben in Kursen, die bei der (Logischen Handelsschule vom Arbeitsamt eingerichtet sind, gefördert. Da gerade in diesem (Berufe die ®efa£t Der Minderung der Fähigkeiten durch die Arbeitslosigkeit groß ist, ist auch das Interesse, an den Kursen besonders stark. Außerdem haben Gewerbe- und Fortbildungsschulen deS Amtsbezirks und das Politechnikum Friedberg jugendlichen Arbeitslosen unentgeltliche Teilnahme an bestehenden Kursen ermöglicht. Berufsberatung. Im Monat Dezember nahmen 197 Ratsuchend« (121 männliche, 76 weibliche) die Berufsberatung 312mal (USmal wiederholt) in Anspruch. 58 der erstmalig die (Beratung in Anspruch nehmenden Besucher waren Schüler und Schülerinnen höherer Lehranstalten, davon die Hälfte Abiturienten. Auch eine Anzahl Arbeitsloser holte sich Rat und Auskunft über Fortbildungs- und Umschulungsmöglichkeiten. Die 121 männlichen Ratsuchenden äußerten 47, die 76 weiblichen 19 verschiedene Berufswünsche. Bei den Knaben zeigt sich gegenüber früher eine größere Streuung der BerufSwünfche als bei den Mädchen, die allerdings auch weniger DerusSmöglichkeiten haben. Die „Unbestimmten" und diejenigen, die kaufmännische Berufe begehrten, standen bei beiden Geschlechtern wiederum an erster Stelle. Alsdann wurden von den Knaben verhältnismäßig am meisten die Berufe des BäckerS (10), Weißbinders (7) und Elektroinstallateurs (5) gewünscht, von den Mädchen die der Schneiderin (11) und Hausgehilfin (10). DaS erhöhte Interesse für letzteren tote für den Bäckerberuf hängt großenteils auch mit der Rotlage der Gltern zusammen, die ihre Kinder in Kost unter gebracht haben möchten. Der Lehrstellenmarkt (und nicht bloß in Oberhessen) steht augenblicklich toie der ArbeitSmarkt völlig unter dem Druck der Wirtschaftskrise. Die meisten Arbeitgeber toissen Immer noch nicht, ob sie zum Frühjahr Lehrlinge einstellen sollen. E« wäre eine möglichst baldige Anmeldung der Lehrstellen zu wünschen, damit die Eltern nicht au« 2lngst, keine Lehrstelle für ihre Kinder zu finden, wahllos jede nächstbeste glauben annehmen -u müssen, wodurch natürlich eine vernünftige Be- rufSauslese erschwert wird. Oberbetfen. Gemeinderat in Schotten. ? S ch o 11 e n, 20. Ian. AuS der jüngsten Sitzung deS Gemeinderats ist u. a. zu berichten: Um die ausgesteuerten Erwerbslosen zu beschäftigen, nahm der Gemeinderat eine OriLbIich- tigung an verschiedenen Punkten vor und beschloß, eine Reihe von Arbeiten in kommender Zeit durch die Erwerbslosen durchführen zu lassen. So soll die Karl-Weberstraße bis zum Ausgang auf die alte Straße durchgesührt, verebnet, mit Wasserleitung und Kanalisation versehen werden. Die alte Straße wird bi- zum Spießwald weiter durch- Igeführt und soweit nötig, chaussiert und herge- tellt, ebenso der Feldweg nach der Marienruhe m Giertal. „Die P ostkraftwagenllnieSchotten — r i Hit ein hat sich für den (Berfepr nach dem hohen Vogelsberg als unbedingt notwendig et- totefen. Die beteiligten Gemeinden mußten Zuschüsse leisten, die bei der jetzigen Rotzeit nicht mehr von ihnen aufgebracht werden können. Der Gemeinderat bewilligte seitens der Stadt einen Zuschuß von 400 Mark pro Jahr und hofft, daß die Postverwaltung die L.nie aurschterhält. Der Prämiierungsmarkt am 3. P, lagst. feiertag wird in der üblichen Weise abgehalten wie alt und elend diese- Männergeficht geworden. Wieder daS er vor der Reise elastisch und straff gekannt. Er wagte nicht zu fragen; so herrschte eine Weile ein unheilvolles Schweigen in dem stillen Raum. Gndlich begann der Konsul: „3$ wünsche verschiedene Auskünfte von dir. Ist eS wahr, dah du aus eurer Galerie ein kostbare- Bild ohne Zustimmung de« Grafen Fried- rick entfernt hast, ja?" Graf Egon senkte den Kopf. Berufsgruppen ßanbto. Forftw. Dezember November Dezember 1931 414 1931 344 1930 514 Bergbau Industrie der Steine 469 484 105 und Crden 1770 1445 1657 Metallindustrie 2518 2154 2155 Ehern. Industrie 18 20 9 Spinnstoffgewerbe Papierindustrie Lederindustrie 103 24 166 93 24 132 67 26 151 Holzgewerbe Nahrungs- u. Genuß- 854 716 848 mittel-Gewerbe 762 654 1620 Bekleidungsgewerbe Gesundh.u.Körperpfl. 418 350 356 120 106 106 Baugewerbe 2964 2630 2568 Beroielf.-Gewerbe 81 81 90 Kunstgew. Berufe 6 6 3 Theater, Musik 33 27 24 Gastwirtschaft 220 198 123 Verkehrsgewerbe Häusl. Dienste 633 497 405 349 293 167 Lohnarb. wechs. Art 2809 2501 1973 Maschinisten u. Heizer 103 71 76 Kaufm. Angestellte Büroangestellte 704 643 495 90 78 69 Techniker 207 188 122 Freie Berufe 14 13 12 15879 13738 18741 Freiwilliger Arbeitsdienst. 18 Df4-g3 18. H-f6? h b 8 8 7 7 6 6 5 5 4 3 3 2 2 1 1 b Se6, 11; Bb4, c6, g4. am 8. ... 8. c7-c5? hallen!' gar Weif, hat seine de» Schöne weiße Zähne: Chlorodont Unter- Vorkriegspreise! Weih Weih auch noch zieht und 11 Steine: setzt in drei Zügen matt. Ka6; Dg8; Tbl, e5; Ldl, g7: 15. ThS-fS 16 b7>. c6 17. Sd7-b8 dies- d « - 10. 11. 12. 13. 14 15. d e Weib. Kelxd2 Sb5-d64- D^4 — f4 Sßl-ß Lfl -b5 Tal -el An den 839 15. ... 16 Lb5xc6 17. Sßxd4 SS drohte Matt 10. c5xd4 11. Ke8-e7 12. Dd8-f8 13. Sb<-c6 14. Df8-g7 2. Bezirls'Geflügel'Gchau in Allendorf a. d. £öa. Henborf a. d. Lda., 17. Jan. Die 2. Deslügel-AuS Heilung 9. Lb4xd2+ der Rochade hat hier 1. e2-e4 2. d2-d4 3 Sbl -c3 4. Lei - g5 5. e4-e5 6 Lg5-d2 7. Ddl-g4 1. e7-c6 2. d7-d5 3. Sg8-f6 4. Lf8-b4 5. h7 —h6 6. Sf6-d7 7. ß7-g6 Dies schwächt die schwarzen Felder am König-« slügel ganz empfindlich: am besten geschieht hier 7.....Kf8. 8. H2-h4 Weih greift mit Recht den geschwächten Flügel schars an, um eine weitere Cwferung desselben zu erzwingen. Spenden gingen in Merlau 1024 Mk. und in Orten Flensungen, Stockhausen und 3lSdorf Mark ein. evangelischen Kirchspiels Merlau für das Jahr 1931 weist 20 Taufen, 21 Konfirmationen, 15 Trauungen und 15 Beerdigungen aus. Für die einzelnen Orte deS Kirchspiels ergeben sich folgende Zahlen: Merlau: 7 Taufen, 10 Kon- ftmationen. 6 Trauungen, 8 Beerdigungen: Flen- Diehen und Mainz in Frankfurt a. M. 22. November 1931 am 2. Brett gespielt. Weih: stud. mcd. E. Röhrich, Dietzen. Schwarz: O Zerban, Mainz. (..Lust. Bl.") Unglaubliche Geschichte. Schach'Ecke. Bearbeitet von W Orbach. 9. Sc3-b5 Die Verhinderung nicht- zu bedeuten. net. Die Holzhauer können nunmehr, da noch ein Teil deS LoSholzes zu fällen ist, einige Wochen beschäftigt werden. Ärcie AlSfeld. ll. Merlau, 18. Jan. Die Statistik Vie Narrenkappe. Splitter und Sparren vom NebakttonStisch. Literarische Verwandtschaft. Der berühmt« französdch« Schriitsteller ÄI er ander DumaS der älter« war einmal bei einem literarischen T«, bei dem ein paar Novellen seine- Lohne- vorgelesen wurden. Danach trat ein« Dame auf ihn zu: „Sie sind der Vater dieser reizenden Arbeiten? Ich beglückwünsch« Sie!" — „Din Irrtum, gnädig« Frau, ich bin der Großvater." Unverschämtheit. Knur hat eine entzückende Dame kennengelernt. Als er sie abend- nach Hause bringt, sagt sie zu ihm: „Wollen Sie nicht einmal zu un- zum Abendbrot kommen?" „Mit dem gröhten Vergnügen, Gnädigste. Wann wäre eS Ihnen recht T~ „Ach. da- itt ganz gleich, morgen, übermorgen. Sonntag?" „Gut, ich werd« mir die drei Abende frei- Schwarz 7 Steine: Kc3: Dg6; Lh6; Ba4, c4, d3, g5. 8 h fungen (in der gleichen Reihenfolge): 8, 9, 7, 5; Stockhausen: 3, 1, 2, 1; JlSdors: 2, 1, 1. “ Partie Nr. 231. Französisch« Verteidigung. Die nachfolgende sehr interessante Partie wurde im Wettkampf der hessischen Städte zwischen ___aus c6 und Schwarz konnte den Punkt c6 aus andere Art nicht decken. - . Figuren mächtig postiert; der entscheidende Schlag kann nicht mehr fepi sein. Din Reisender, der aus Pari- kam und seinen Freunden nicht genug erzählen konnte von den Wundern dieser Stadt, sagte schliehlich, um ihren Fragen ein Dnde zu machen: „Und denkt euch, im Jnvalidenhaus befindet sich ein Soldat von Napoleons Gard«, der so zusammen geschossen ist, dah nur die Nase von ihm übriggcblieben ist. und diese wird auf Kosten deS Staate- mit Schnupftabak unterhalten!" Din altbekannter Fehler, vor dem man sich in dieser Eröffnung hüten muh. Derselbe gestattet dem Sc3 das Eindringen nach d6! womit die Partie bereit- so gut wie entschieden ist. Notwendig war daher 8. .. .. a6. Die schwarze Stellung war natürlich unhaltbar, aber dieser Befreiung-Versuch beschwört ein sasche- Ende herauf. 19 Sd4 - f5+1 Sehr hübsch gespielt. 19. 19. e6xß 20. e5xf6-|- + 20. Ke7xf6 21. Dg3-e5 matt. Weih hat die verfehlte Eröffnung de- Rachziehenden in klarer und überlegener Weise -um Siege au-genutzt werben. Auch eine Prämiierung und Verlosung wird damit verbunden sein. Die Mieten In den städtischen Gebäuden, auch in den neuerding- errichteten, wurden um 10 Prozent gesenkt. Die Stun - dung-zinsen wurden vom Gemeinderat aus 5 Prozent festgesetzt. Rach der eingetretenen Fälligkeit werden 12 Prozent Zinsen gefordert. Der Gemeinderat erhob Protest gegen die hohen, laut Notverordnung fester'eh'.en Verzugszinsen, di« für die Wirtschaft nicht tragbar seien. Eine Mainzer Flugvereinigung .Luft - Sport Hessen" beabsichtigt, demnächst einen Flugtag hier abzuhalten. Die Stadt unterstützt die Sache ideell, eine finanziell« Beteiligung wurde abgelehnt. SvIahre DHC in Ridda. X Nidda, 20. Jan. Der Zweigveretn Nidda deS DHC. beding SamStagabend die Feier feine- 50jährigen Best ehenS und zugleich das diesjährige AuSzeichnung-fest. Der grobe Saal im .DambrrnuS" war von den DHEern und ihren Angehörigen voll beseht. Darunter sah man auch eine gröbere Anzahl von DHC- Brüdern und -Schwestern ouS Diehen, Frankfurt, Büdingen, Schotten u. a. Vom Hauptvor- stand waren der 2. Vorsitzende Linck und Apotheker Scriba (Schotten) erschienen. Der Dor- sitzend« deS JubelvereinS, Oberlarrdmesser E i ch, begrüht« in herzlichen Worten und hielt dann die Festrede, in der er außer der Geschichte deS Vereins besonder- dessen Ziele behandelte. Die Versammlung sang darauf gleichsam al- Treugelöbnis zum DHE. da- DogelSoerglied von Slard Briea- Leb. VHEbruder Heh von Lei^eftern trug mehrere seiner stet» mit grobem Beifall aufgenommenen Gedichte und Schwänke vor. In bekannter, von Begeisterung getragener längerer Ansprache übermittelte Lehrer Linck die Glückwünsche und Grütze de- Hauptvorstande- und gab den stet- guten, sreundschastlichen Beziehungen der Rach- barstädte Schotten und Nidda und ihren Zveig- vereinen in herzlicher Weise Ausdruck. Bei vorzüglicher Stimmung wechselten dann Musikvvr- trage, Duette, Wundartgedtchte und ein Zwiegespräch von zwei Ridoaern mit gemeinsamen Gesängen ab. Diejenigen Mitglieder de» Zweig- verein» Nidda, die sich im vergangenen Jahre am eifrigsten an den Wanderungen beteiligt hatten, wurden durch eine Auszeichnung geehrt. Auch die noch lebenden wenigen Mitglieder, die sich bei der Gründung de» Vereins beteiligt hatten, wurden ausgezeichnet. erste Sprecher des Turn-Gesangverein- Karl ZeschkY würdigte die Verdienste des Jubilar» und entbot die herzlichsten Wünsche zum neuen Lebensjahr. Das Konzert, von der Blau-Weiß- Kapelle fein umrahmt, war für Chorleiter und Sängerschar ein voller Erfolg. * EichelSdorf, 19. Jan. Dem Landwirt Ludwig Möser von hier wurde beim Ausputzen älterer Obstbäume die rechte Hand von einem stürzenden schweren Aste so stark gequetscht, dah der kleine Finger aus dem Gefüge der Hand gerissen wurde und diese weitere schwere Der- uchungen erlitt. — Da bei der kürzlichen Holzversteigerung nicht alle Wünsche befriedigt werden konnten, wurden noch mehrere hundert Raummeter Brennholz durch Han dabgabe abgeseht. Duchenscheitholz 1. Klasse wird mit 7 Alk., Buchenknüppel 1. Klasse mit 4.50 Mk., Buchenreisig mit 0,80 Wk. berech- Schwarz. d e f e Dann ging Direktor Lehr vom LandwirtschaftS- amt Lich auf die Betriebsmittel des Landwirt» ein. Er betonte besonder-, dah gerade in dieser schweren Notzeit der Landwirt nicht an den produktiven Betriebsmitteln (Kunstdünger, Kraft- futtermittel, Saatgut und Pflanzenschutzmittel) sparen dürfe. Zum Schluß sprach Bürgermeister Müller den Rednern für ihr« interessanten Ausführungen den Dank der Versammlung aus. < Langd, 20. Jan. Frau Katharine Ron- thaler, Ehefrau von Gastwirt und Altbürgermeister Otto Ronthaler, feierte in geistiger Frische und körperlicher Gesundheit ihren 8 7. Geburt S t a g. Dor kurzem konnte das Ehepaar diamantene Hochzeit feiern. — Hier fand dieser Tage die erste Holzversteigerung statt. Für je 1 Raummeter wurden gelöst: Buchenscheiter 6 bi- 7,50 Mk., Buchenknüppel 4 bi- 4,50 Mk., Duchenstöcke 4 bis 5 Mk., Buchenreiser 1 bis 1,20 Mark, Eischenscheiter 5 bi- 6 Mk., Eichenknüppel 3 bis 4 Mk., Eichenstöcke 3 bis 4 Mk.. Eichen» knüppelreiser 1 bis 1,20 Mk. Das Buchen- und Eichenstammholz wurde an die Firma A. Schä - fer in Hungen durch Handabgabe verkauft. Kreis Schotten. X Schotten, 19.Jan. Der Schottener Männerchor gab am Samstag in der gut besetzten Turnhalle sein diesjähriges Winterkonzert. Die sorgsam ausgecoählten Chöre, die an die Sangeskunst der Sänger hohe Anforderungen stellten, wurden unter der bewährten Leitung des verdienstvollen Dirigenten Louis Süsse! ausgezeichnet zu Gehör gebracht und ernteten reichsten Beifall. Frl. Lent T äu bert (Dießen) fang mit ihrer prächtigen, gut geschulten Altstimme meh.ere Lieder von R. Strauß, Mendelssohn u. a. und wurde sehr gefeiert. Ein schöne» Singspiel, von einheimischen bewährten Kräften gut wiedergegeben, beschloß den offiziellen Teil. Anschlieherch nahm der Derein eine Ehrung vor. die dem Ehrenvorsitzenden, Dachdecker ei- befttzer Wilhelm Sngel, galt Dieser beging am Tage deS Konzerts seinen 76. Geburtstag. Der Alle für di« Redaktion bestimmten Mitteilungen. Lösungen usw lind zu richten an die Schachredaktion de» .Gießener Anzeigers- Problem Nr. 312 Von 3. Jespersvn, Sdendborg. 1. Bezirk» war dem hiesigen Geflügelzucht- verein übertragen worden und fand in der Zeit vom 15. bi» 17. Januar im Saale de» Gasthauses Ranft statt. Al» Preisrichter waren Otto Soedler- Rieder-Gemünden und 3. K o l» 1er« Bad-Nauheim tätig. Rund 250 Nummern wie» die Schau auf. Sine ganz« Reihe Ehren- preif« von Dereinen und Geschäftsleuten von hier und auswärts gestiftet, standen zur Verfügung. Der Besuch der Ausstellung war sehr gut. Don den PrämiierungSergebnifsen seien nur die wichtigsten mitgeteilt. (SS bedeuten: DS — Bundes-Ehrenpreis : S — Ehrenpreis: fg — sehr gut: g — gut: b ---- befriedigend.) Für die besten Leistungen in der Abteilung Hühner konnte den Züchtern H. Pfeiffer, Droßen-Buseck für Plymouth RockS, gestreifter Hahn, und Wiih. Biedenkopf, Münster, in Abteilung Tauben für Kobuvger Lerchen j« ein BundeSehrenpreiS zuerkannt werden. Gr oßgeflügel: Puten, Ldw. Riebergall, Allendorf Lda. fg 1. Wassergeflügel: Gmdener Gänse: L. Göbel, Londorf fg 1. Japanische Höckergänse: L. Riebergall, Allendorf Lda. g 3., auf Gänse fg 2., K. Reinhard, Allendorf Lda. E. fg 1. Zucht stämme (Wassergeflügel): S, sg 1., R. Schmidt, Kolbenmühle, Laufenten, forellenfarbig, f g 1. Oberforstmeister Eckstein, Grünberg: zahm« Stock-Enten, b. S. Mann-, Allendorf Lda.: toe’,ie Laufenten. Wassergeflügel, EinzelauSstel- lung: S. fg Alfr. Hahn, Droßen-Bufeck. Or- pingtvn gelb, Erpel: ®, fg 1. W. Rachtigall, Allendorf Lda.: fg 3. derselbe in Laufenten weiß: g K. Monk, Allendorf Lda. und b Joh. Rachtig all, Londorf: Laufenten weih: Laufenten schwarz: Ehr. Ranft. Allendorf Lda. f g 1.; Or- Pi^gtvn gelb: A. Hahn, Grohen-Buseck g 2. Hühner (einzel): Plymouth RockS: Hch. Pfeiffer. Droßen-Buseck sg 1. sg2 und fg 3: Welsumer rebuhnfarbig: W. Biedenkopf, Münster, g 2; Welsumer g3. Rhodeländer: Hch. Münster, Hattenrod, S. fg 1, a 2 und g 3; Wilh. Hofmann, Lollar, g2 u. g3; 6. Manns. Allendorf (Lda.), g 2. WyandotteS. weiß: R. Weicker. Allendorf (Lda.), g 2. fg 1 und g 2; WyandotteS, schwarz: W. Lich. Londorf. S, fg 1, Ludw. Schwalb. Alten- Buseck, fgl; Whandottcs. rebhuhniarbig: E. Walter, Daubringen. g 2 und b: WyandotteS: K. Grb, Wieseck, fgl. Süsser: R. Schmidt. Kolbenmühle, dreimal g 2. Darneselder: K. Sprankel. Lauter, b: Hch. Krieb JlfchHausen, 2 b: K. Reinhard. Allendorf (Lda.), g 2. Minorka. schwarz: E. Walter. Hattenrod, zweimal g 2; Hch Schneider, Wieseck, 2 b: Minorka. schwarz, rvsenk.: ö. sq 1 und fg 2; 2. Seibert Wieseck. fg2. Rdeinländ:r. schwarz: Hch Draut, Hattenrod, fgl; Hch. Reinhardt, Allendorf (Lda.). b und g2: Rheinländer, schwarz: Hch Traut Hattenrod. S und fg 1: Hch. Rein- Hordt, Allendorf (Lda.), b. Italiener, rebhuhnf.: Wich. Rachttaall. Allendorf (Lda.). S und fgl: R. Schmidt, Kolbenmühle, fg 2: O. Fink, Hattenrod, g, L. Krieb, Allendorf (Lda.), zweimal g: W. Walther VII.. Daubringen, b. Italiener, rebhuhnf.: O. Fint Hattenrod fgl und b: W. Mö- buS. Hattenrod, g 2: W. Walther VII., Daubringen. g und b: K. Erb, Wieseck. E und fgl: W. Nachtigall, Allendorf (Lda).. fg 2; Hch R.inhardt, Allendorf (Lda), b: L Wagner, A ten-Duseck, fg 1 und sg3: Hch Weiset Alten-Buseck, fq 2; R. Schmidt, Kolbenmühle, g.; L. Krieb. Allendorf (Lda.), b. Italiener, schwarz: 3. Burk, Londorf. g2: 2. Gäbet Londorf, g2; L.Lich Londorf, g2. Jtallener. schwarz: 5t Sspich, ßotlar. E und fgl: 3. Durt Londvrs. fg.; L. Schwalb. Alten-Bufeck. fg: Ä. Arnold. Droßen-Bufeck, g. Italiener, weiß: H DörrIV., Münder. 9, fg 1 und g2 K Schmidt. Allendorf (Lda.). fgl. Jta iener. gelb: 2 Hahn, Allerr-Bufeck, g 2: Hch Henckel Droßen-Bufeck fg 1, 9. fgl und fg 2. Italiener, gestreift: Chr. Ranft, Allendorf (Lda.). S, fgl; L. Lich Londorf, fg2; K. W. Lich Londorf, g 2; Hch Dün» elder, Reiskirchen, E, fg. 1: K. Schmrdt (Allendorf (Lda ), fg 2: L. Lich. Londorf, a. Italiener, rebhuhnf., rv- fent: Hch Schäfer. Winnen. S. fgl und g2. Brackel. filber: Hch Müller Dießen, g 2 und g 3. OstfNefifche Silbermeven S. Schwarz. Uollar, fg 1, E. fg 1. fg 2 und fg 3. Zwerg« (Zuchtstämme): Deutsch«, goldhal- Ttg«: Fr. 3Wei I.. Grünberg, g 2; K. Haupt Kesselbach, g. Cochin, schwarz: W. Doucarde. Wieseck, a2. WyandotteS, schwarz: Chr. Ranft. Allendorf (Lda.). g2; W. Lich IV.. Londorf. S. fgl. Langshan, fchwarz: R. Schulze. Lollar. 6. fgl und fgl. Deutsche Zwerge (silberhalsig): Wild. Schmidt Wieseck, E. fgl. fgl. fg2. Mille- fleur: Ludw. Olemoh, Londorf, g. Bantam, fchwarz. Alb. Fuchs, Lollar. 6. fgl: W. Lotz. Allendorf (Lda.). b.: A Fuchs, Lollar, g 2. Dold- febright: L. Lich, Londorf, g2. Tauben: Koburger Lerchen: W. Biedenkopf. Münster. DE, fg 1. Baadetten, Steinhei- mer, weih: K. Sieg, Münster, fgl; Hch. Müller. Ruttershausen, fg 1. g. Heffi'che Kröpier, fchwarz: Fr. Schomber. Keffelvach, fg 1; 2. Olemoh. Keffel- bach. E, fgl. Hessische Kröpser, blau m. B: L. Olemoh, Kesselbach, fgl; Friedr. Schomber, Kesselbach. fgl; W. Lich IV.. Londorf, fg2. Hef- sisch« Kröpser. fahl: Fr. Schomber, Kesselbach, fg. Elster Kröpfer, schwarz: 5t Römer. Nordeck. g2; L. Lich V., Londorf. g3. Französische 5^röpfer, schwarz geherzt: Hch. Haupt Lumda, g.; gehämmert: Hch. Haupt, Lumda, fgl; rot geherzt: Hch. Haupt, Lumda, g 2. Elster Tümmler, rot. blau: K. Römer. NordÄ b. Steiger, schwarz: 3. Durt Londorf, fg; rot. L. Lich V., Londorf, G, fgl. Tauben, rot: Fr. Schomber, Keffelbach, g 2; L. Lich. Londorf, g 2. Mohrenköpfe, fchwarz: Ober- forstm. Eckstein, Grünbcrg. fgl, g2. Schildtau- btn. rot: H. SchönhaiS, Grünberg, fgl und g2. Silberfchuppen: Hch. Schönhals, Grünberg, g 2. Forellentauben: L. Wagner. Alten-Duseck. fg 1. Rönnchentauben: L. Lich. Londorf, E, fg 1. Schön- heitSbrieftaubeTi. hellblau: Fr. Jöcket Grünberg. fgl. Schönheitsbrieftauben, blau: K. Zimmermann, Lollar, g2 und g 3. Schönheitsbrief- tauben. rot: 5t Zimmermann, Lollar, E. fgl und fg 1. Landkreis Wietzen. * Klein-Linden, 20. 3an. Der Sportverein Klein-Linden hatte für Samstagabend au einem UnterhaltungSabend eingeladen. Der erste Dorfitzende Walter Adolph begrüßte di« Teilnehmer. Daufuhballfachberater Henkel, Dießen, sprach über Zweck und Ziele des Fuh- ballsportS. Den Spielbericht erstattete Spielführer Walter Speier. Schiedsrichter Tehner vom Westdeutschen Spielverband ermahnte die 3ugend zum korrekten Derhalten beim Spiet Den schön verlaufenen Abend schlossen gesellige Unterhaltung und gemeinsam gesungene Lieder. W Lollar, 20. Jan. Die Hassia-Ju» gendgruppe .Hindenbura" veranstaltete am Samstagabend im Saalbau ,Zum Schwanen" einen Winterspielabend. Gut vorgetragene Konzertstücke der aus Angehörigen der Ju- aendgruppe zusammengestellten Kapelle. von Jungmannen und Jungmädchen flott gespielte Theaterstücke. Gesang von Junqvolkliedern, Ge- dichtvorträge il a. m B ldtten dieDortragSkolge, die den Besuchern unterhaltsame Stunden bereitete. Der Jugendabteilungsführer wie» in einer Ansprache auf die Bedeutung und Ziele der Hassia- bzw. Kyffhäufer-Jugendbewegung hin und gedachte der Arbeit b~r eigenen Gruppe. + Grünberg. J. 3an. Am Sonntagabend hielt der hiesig« Männergesangverein in der Turnhalle ein Konzert ab. das sich eines überaus zahlreichen Besuches erfreute. Die Chöre, geistliche und weltliche, kamen klangrein zum Dortrag und zeugten von fleißiger Schulung. Der Chorleiter des Dereins, Musiklebrer Fritz Leib (Gießen), der seit etwa einem Jahre diesen Posten bekleidet erbrachte den Beweis, daß unter seiner sicheren Stabführung der Derein gute Leistungen zu bieten imstande ist Wesentlich verschönt wurde der Abend durch die beiden Solisten: Konzert- sänger Kurt Richter (Tenor) und Adolf Schwarzlose (Trompete). Beide ernteten reichen Beifall, wofür sie mit Zugaben dankten. Auch auf schauspielerischem Gebiete verfügt der Derein über gute Kräfte, die unter der aefchickten Leitung ihres ersten Dorsihenden, Uhrmacher» meister Richard Jöcket mit viel Lust und Lieb« und ebenso großem Beifall daS Lustspiel .Der Herr Senator" von Schönthan und Kadellrurg auf führten. Der Derein kann die Veranstaltung als einen vollen Erfolg buchen. ch Lich. 20. Jan. Der hiesige K r i« y e r v e r e i n hatte auch in diesem Jahre wieder bte Reichswehrkapelle deS Gießener Bataillons unter Leitung von Obermusikmeister Krauß« zu einem Konzert verpflichtet, das am Samstagabend in der Turnhalle stattfand. Kamerad Fischer begrüßte die Kapelle, die DLste und die Kameraden. Er erinnerte an den Tag der Reichsgründung vor 61 Jahren und forderte zu treuer Mitarbeit am Wiederaufbau unseres Vaterlandes auf. Das Programm des Abends brachte in seinem ersten Teil in der Besetzung für Streichmusik vorzügliche Wiedergaben der Werke großer Tonkünstler. Der zweite Teil des Konzerts brachte Darbietungen für Blasorchester Besonder- gefielen wieder die Märsche für Heroldsfanfaren und Kesselvauken. Das Publikum dankte mit stürmischem Beifall, der die Kapelle zu verschiedenen Zugaben zwang. II Bellersheim, 20. Jan. Am Samstagabend führte im Angermüllerfchen 6aale Lano- wirtfchaftsaffeffor Schin« is - Darmstadt den Film „Wie die Saal, fo die Ernte" vor. Di« Zuschauer sahen in schönen. Haren Bildern die mühsame, aber wertvolle Arbeit in verschiedenen Saatzuchtstellen bei der Herstellung von Originalsaaten. Anschließend hielt der Dorführende einen kurzen Dort rag über di« Anwendung der Düngemittel bei den verschiedenen Fruchtarten. Srieffoflen der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) 3- in B. Der Grundstückseigentümer ist zahlung»- pflichtig. Er hat den betr. Beitrag bei der fßereie* barung des Pachtpreifes mit zugrunde zu legen. Lösung de» Problem- Rr. 308. Don Fr. Düble t, Rostock. 1. Dd8-a51, Sg7-e6. 2. Da5-f5+L Ke4xf5. 3. Lc4 -d3 matt. 1. .. N Th4xf4 2. Sh2-g3-j-, Ke4-c3. 3. Da5-el matt. 1.....Ld4-c3. 2. Da5 Xc3 ufw. 1.....beliebig 2. Di5-el! ul®. Lösung de» Endspiel- Rr. 93. Studie von Dr. Schumer, Döslau. Weiß am Zuge erzwingt das RemiS wie folgt: 1. Sg3-e4!, ü2 —dl U. 2. Ld6-e7-e, Kh4-h5l (2. . Kxh3 ? 3. Sf2+ usw.. oder 2. .. n g5. 3. Lxg5+. Kh5 4 Lf7 matt.) 3. Se4-g3+, Kh5 Xho. 4. Le7-f8+ mit andauerndem Läuferfchach auf 18, e7, d6, c5 ufw. 1. ..., Lbl-b. 2. Kb2! usw. «uS der Schachwelt. 3m Stichkampf um die Lande-meisterfchaft von Deutschland zwischen Dogoljubow und Dr. Rödl siegte Dogoljubow mit -f- 2 bei 4 Remisen. Der Schachmeister W- Orbach spielte kürzlich im Dchachllub zu Limburg gegen die zehn stärksten Spieler simultan und gewann alle Partien. Wirtschaft. * Vereinigte We st deutsche W a g - gonfabriken AG.. Köln-Deutz. Bei der Vereinigte Westdeutsche Waggonfabriken AG., Köln-Deutz, verminderte sich in dem am 30. Juni 1931 beendeten Geschäftsjahr der Rohüberschuß auf 3,45 (4,40) Milt. Mk. Aach Abschreibungen in Höhe von 0,98 (1,07) Mill. Mk. verbleibt ein Reingewinn von 1,01 (1,27) Mill. Mk., woraus eine auf 5 (7) Prozent reduzierte Dividende verteilt, der gesetzlichen Aücklagc wieder 120 000 Mk. überwiesen und wieder 261 295 Mk. vorgetragen werden sollen. Der Umsatz sank auf etwa 30 Mill. Mark. Von diesem Aückgang entfielen mehr als 30 Prozent aus das Auslandgeschäft. Die notwendigen Selbsthilfemahnahmen werden vor allem in der Weiterführung der eingeleiteten Konzen- trationsbcwegung erblickt. * Hessische und Herkules -Bierbrauerei AG., Kassel. Die Hessische und Herkules-Bierbrauerei AG., Kassel, erzielte in dem am 30. September 1931 abgclaufenen Geschäftsjahr einen Aohgewinn von 0,43 (0,74) Mill. Mark. Aach Abschreibungen in Höhe von 279 123 (387 366) Mk. verbleibt ein Reingewinn von 148 384 (351 878) Mk., aus dem der am 8. Februar stattfindenden Generalversammlung die Verteilung einer Dividende von 5 v. H. (11 v. H.) auf die Stan?»naktien und von wieder 6 v. H. auf die Vorzugsaktien vorgeschlagen werden soll. 32 271 (36 766) Mk. sollen vorgetragen werden. Aach dem Bericht hatte die Gesellschaft infolge der katastrophalen Verschlechterung der Gesamt- Wirtschaftslage und ^lebersteuerung des Bieres gegen das Vorjahr einen Absahrückgang von 25.3 v. H. und gegen das Jahr 1928 29 einen solchen von 29,3 v. H. zu verzeichnen. Zurückhaltung in Frankfurt. Frankfurt a. M., 20. Jan. Tendenz: fester. Der Frankfurter Effektenfreiverkehr zeigte nach den Rückgängen der vorhergegangenen Tage heute eine festere Tendenz, wobei man auf die Blättermeldungen über einen Plan Prof. Wage- manns zur Kreditausweitung der Reichsbank im Wege einer neuen Deckungsform des Rotenumlaufs verwies. Angesichts der noch immer ungeklärten Frage der Lausanner Konferenz und der gestrigen Regierungserklärung in der französischen Kammer, die diese Frage völlig überging, herrschte jedoch weiterhin Zurückhaltung. Trotz dieser unklaren außenpolitischen Lage und einer neuerlichen Erklärung der Reichsbank, daß sie jedes inflationistische Experiment strikt 0 b l e h n e, setzten sich auf fast allen Märkten Kursbesserungen durch, die bei Spezialwerten, wie J.G.- Farben, Siemens, Reichsbank u. a. etwa 2 bis 3 v. S). betrugen. Auch für Montanwerke erhielt sich einiges Interesse, während private Bankaktien unverändert blieben. Das Geschäft hat keine besondere Belebung erfahren, doch blieb die Stimmung auch im weiteren Verlaufe unter leichten Schwankungen recht freundlich. Am R e n t e n m a r k t ergaben sich aus dem gleichen Motiv wie am Aktienmarkt für Gold- und Liquidations-Pfandbriefe Besserungen bis zu zirka 1 v. S). Reichsschuldbuchforderungen und Reichsaltbesitz nannte man gleichfalls etwas höher, während im übrigen nur sehr wenig Geschäft und geringe Veränderungen zu verzeichnen waren. Rur Farben-Bonds und Reichsbahn-Vorzugsaktien konnten sich um 1 bis 2 v. H. erholen. Stärkere Zurückhaltung in Berlin. B e r l i n, 21. Ian. (WTB. Funkspruch.) Unter dem Eindruck der vorläufig vertagten Lausanner Konferenz zeigte der heutige Freiverkehr schon zu Beginn stärkere Zurückhaltung. Da Die nächste Entwicklung in der Außenpolitik nunmehr recht undurchsichtig geworden ist, nahm man weiter Glatt st ellungen der Engagements vor, so daß die Kurse, die schon gestern abend nachgebende Tendenz gezeigt hatten, auch heute erneut zur Schwäche neigten. Das Angebot als solches war relativ klein, und die Rückgänge hielten sich auch meist in engeren Grenzen. Der Stimulus von gestern, der Wagemann sche Währungsplan, sei nach der bekanntgewordenen Einstellung der Regierung ebenfalls als so gut wie erledigt zu betrachten, so daß eine Flucht in die Sachwerte nicht mehr nötig sei. Die Festigkeit Aeuyorks blieb anderseits eindruckslos, da man sie hauptsächlich auf Deckungen zurückführen wollte, und für die Festigkeit der deutschen Werte im Auslande fand man keine plausible Erklärung. Ein gewisser Einfluß bei der heutigen Ge- schäftsunlust ging zweifelsohne von dem langsamen Aäherrücken des Ultimo aus. Gerüchte aus der Eisen» und Maschinenindustrie waren ebensowenig, wie die Diskussionen um die Dividenden der führenden Gesellschaften dazu angetan. die Unternehmungslust der Spekulation zu vergrößern. Am Bankenmartt waren die Veränderungen relativ gering, nur Handelsanteile, Danatbankaktien und Reichsbank büßten bis zu 1 Prozent ein. Schiffahrtswerte lagen behauptet, Kunstseideaktien waren sogar eher fester, auch Kalipapiere wurden eher gefragt, während Montan- und Elektrowerte zur Schwäche neigten. Farben büßten zunächst nur etwa 0,5 Prozent ein, gingen dann später aber erneut um 2 Prozent zurück, und auch die übrigen Spezialwerte wie Charlottenburger Wasser, Dessauer Gas, Julius Berger, Hamburger Elektrizitätswerke usw. waren rückgängig. Interesse erhielt sich dagegen für Deutsche Erdöl und Karstadt, für letztere anscheinend im Zusammenhang mit der Aufforderung zum Aktienumtausch. Anleihen und Pfandbriefe lagen vernachlässigt und ebenfalls eher schwächer, Reichsbahnvorzugsaktien verloren etwa 1 Prozent. Frankfurter Schlachtvichmarkt. Frankfurt a. M., 21. Jan. Auftrieb: Rinder 98, Kälber 984, Schafe 344, Schweine 781 Stück (darunter 243 Litauer). Es wurden bezahlt für 100 Pfund Lebendgewicht: Kälber. Beste Mast- und Saugkälber 35 bis 40, mittlere Mast- und Saugkälber 30 bis 34, geringe Kälber 26 bis 29. Schafe. Mastlämmer und jüngere Masthämmel, Weidemast 24 bis 27, mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 18 bis 23. Schweine. Vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund 38 bis 40, von etwa 200 bis 240 Pfund 37 bis 40, von etwa 160 bis 200 Pfund 36 bis 40, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 34 bis 38 Mark. Marktverlauf: Kälber sehr schleppend. Schafe langsam, Schweine schleppend, ausverkauft. Pfund, Dollar und Reichsmark besser. Berlin, 20. Ian. (WTB.) An den internationalen Devisenmärkten war das Geschäft heute vormittag nicht bedeutend. Der holländische Gulden konnte sich fast allen führenden Devisen gegenüber befestigen, während das e n g l i s ch e Pfund unter Schwankungen eher wieder etwas schwächer tendierte. Der Dollar konnte sich ziemlich gut behaupten, die Aorddevisen und die Südamerikaner waren fast unverändert, Madrid lag knapp behauptet. Gegen den Dollar Zechten im Turngau Hessen (OT ). Gaufechtertag. _ Sie Fechterjchaft des Turngaues Hessen hielt am Sonntag in Gießen ihren diesjährigen G aufechte rtag ab, der aus allen Fechterriegen gut beschickt war. Vom Gauvorstand nahm Gauoberturnmart W. Will (Gießen) an den Beratungen teil. Der vom Verhandlungsleiter, Gaufechtwart Kühn (Friedberg), erstattete umfassende Jahresbericht nahm in sachlicher Kritik eingehend Stellung zu den fechtsportlichen Geschehnissen des abgelaufenen Jahres, das trotz der schlechten Wirtschaftslage der Gaufechterschaft weiteren Zuwachs brachte und vor allem das noch junge Frauenfechten in erfreulicher Aufwärtsentwicklung sah. Nachdem der Turnverein G r ü n b e r g den Fechtbetrieb wieder ausgenommen hat, zählt der Gau jetzt 8 Riegen mit insgesamt 195 Fechtern und Fechterinnen. Die entsprechende Zahl des Vorjahres lautete 178. Zu diesem zahlenmäßigen Aufstieg kommen auch Fortschritte im Können. Die vertiefte Lehrgangsarbeit der letzten Jahre hat die verschiedenartigen' „Schulen" früherer Jahre mehr und mehr zugunsten einer einheitlichen Ausbildung zurücktreten ' lassen, was sich wieder günstig auswirkt in ausgeglicheneren und im Durchschnitt besseren Leistungen. Aus der fleißigen Kleknarbeit einzelner Riegen ist ein verheißungsvoller Fechternachwuchs hervorgegangen, dem es letztes Jahr erstmals gelang, die langjährigen Spitzenfechter des Gaues bei den Wettkampfoeran- taltuygen auf zweite und dritte Plätze zu oerwei- en. Des längeren verweilte der Bericht bei den ver- chiedenen fechterischen Veranstaltungen des Jahres 1931, von denen die Beteiligung am Gauturnfeft in Marburg und der eindrucksvolle Florett-Mann- fchaftskarnpf in Friedberg besondere Erwähnung verdienen. Bemerkenswert ist u. a. der Erfolg des Grünberger Fechtwarts Fritz Noll (früher'Gießen), der bei den mittelrhcinischen Kreismeister- schaften auf Degen sich den Uebcrtritt in die Kreisfonderklasse erkämpfte. Die sahungsgemäß ausgeschiedencn Mitglieder eröffnete das Pfund mit 3,4525, um später auf 3,4413 nachzugeben, gegen mittag erholte es sich aus 3,4475. Gegen den Gulden notierte es 8,56, gegen Paris 87,59, gegen Zürich 17,65 und gegen die Reichsmark 14,6350. Die Reichsmark stellte sich in Amsterdam auf 58,60, in Paris auf unverändert H98, in Zürich auf 120,80, später 120,55. Im Laufe des Aachmittags konnten sich Pfund, Dollar und Reichsmark wieder befestigen, dagegen war der holländische Gulden eher eine Kleinigkeit leichter. Gegen den Dollar konnte das Pfund wieder auf 3,4625 anziehen, gegen den Gulden auf 8,6150, gegen Paris auf 88,09, gegen Zürich auf 17,75 und gegen die Reichsmark auf 14,67. Der Dollar und die Reichsmark zogen in Amsterdam über 20 Cents an, die Mark notierte 58,6550. Devisenmarkt Berlin - - Frankfurt a. ZR. 20.Januar 21 .Januar Amtliche Notierung Amtliche Notierung (Rflb 3 rief Geld Briet $>el|ing|ote . 6,194 6,206 6,204 6.216 Wien. . . . 49,95 50,05 49,95 50,05 Prag . . . 12,465 12,485 12,465 12,485 Budapest . . 56,94 57,06 56.94 57,06 Sofia . . . 3,057 3,063 3,057 3,063 Holland . . 169,53 169,87 169,43 169,77 O6lo . . . . 78,52 78,68 78,92 79,08 Kopenhagen. 79,72 79,88 80,02 80,18 Stockholm 81,02 81,18 81,07 81,23 London. . . 14,44 14,48 14,53 14,57 Buenos Aire« 1,038 1,042 1,038 1,042 Nennort . . 4,209 4,217 4,209 4,217 Brüssel. . . 58,64 58,76 58,64 58,76 Italien. . . 21,08 21,12 21,12 21,16 Baris . . . 16,57 16,6 16,56 16,60 Schweiz . . 82,12 82,28 82,09 82,25 Spanien . . 35,66 35,74 35,66 35,74 Danzig. . . 82,07 82.23 82,07 82,23 Japan . . . 1,548 1,552 1,558 1,562 Rio be ftan.. 0,254 0,256 0,254 0,256 Jugoslawien. 7,443 7,457 7,453 7,467 Lissabon . . 13,14 13,16 13,24 13,26 Banknoten. Berlin, 20 ßanuür Gelb Brief Amcrilanische Noten , . . 4,20 4,22 Belgische Noten..... 58,48 58,72 Dänische Noten..... ■ Ä ■ ■ 79,54 79,86 Englische Noten..... . . . - 14,40 14,46 Französische Noten.... Holländische Noten .... 16,53 169,16 16,59 169.84 Italienische Noten .... 20,96 21,04 Norwegische Noten. . 78,34 78,66 Deulsck^Oesierrelch, • 100 Schilling Nnmönische Noten 2,48 2,50 Schwedische Noten .... ■ * • . 80,84 81,16 Schweizer Noten..... 81,94 82,26 Spanische Noten..... 35,53 35,67 Ungarische Noten .... Rcichsbankdiskont 7 v. £>.. Lombardzinsfuh 8 v. h. des Gau- Fechtausschusses, der 2. Gau-Fechtwart Hahn (Bad - Aauheim) und der Schriftwart Brack (Friedberg) wurden wiedergewählt. In der allgemeinen Aussprache wurde beschlossen, beim diesjährigen Gauturnfest von einer Wettkampfbeteiligung der Fechter abzusehen und dafür ein Oberstufen-Fechten der Fechterinnen durchzuführen. Den Gaumannschaftskampf, der in diesem Jahr auf Säbel geht, erhält Tv. Wehlar. Dem Gaufechtertag war am Vormittag unter Leitung des Ganfechtwarts eine Unter ft ufen- Prüfung vorausgegangen, die im Florett von 7, im Säbel von 2 Bewerbern bestanden wurde, unter letzteren befindet sich der Fechter Haas vom Tv. 1846 Gießen. Handball im Gau Hessen (O. T.) Am Sonntag hatte die 1. Mannschaft de» Tv. „Gut Heil" Grohen-Buseck die l.Elf des Tv. Allendorf a. d. Lda. zu Gast. Die Gäste stellten eine in jeder Beziehung gut eingespielte Mannschaft, die mit vorbildlichem Eifer das Spiel bestritt. Der Busecker Mannschaft sah man indessen an, daß sie eine längere Spielpause hinter sich hatte und noch nicht recht in Form war. Der Sieg der Gäste mit dem Ergebnis von 3:4 Toren (1:3) war verdient. Die Busecker hatten bei ihren Torschüssen reichlich viel Pech. Handball im Lahn-Dünsberg-Gau. D. H. D. Gießen — Wißmar l 1:7 (0:4). Veide Mannschaften trafen sich am vergangenen Sonntag zu einem Freundschaftsspiel auf dem Sportplatz in Launsbach. Die D. H. V.-Mann- schäft trat mit Ersah an. In der ersten Viertel- stunde war das Spiel gleich verteilt. Schöne Chancen der Wihmarer gingen ins Aus. In der 17. Minute erzielten die Wihmarer das erste Tor. Gießen versagte im Zusammenspiel oftmals und konnte nicht verhindern, daß von feiten der Wihmarer bis zur Halbzeit noch drei weitere Treffer folgten. Aach Seitenwechsel spielten die Gäste flotter, so dah sie das Ehrentor retteten. Demgegenüber war Wißmar noch dreimal erfolg» reich. Das Spiel wurde auherordentlich fair durchgeführt. V. f. Sich. Lich I — Dutenhofen I 3: 4. Zu einem spannenden Kampfe gestaltete sich das Spiel zwischen den ersten Mannschaften von Dutenhofen und Lich auf dem Platze in Lich. Cs war ein Spiel zweier gleichwertiger Mannschaften bei dem die glücklichere Elf den Platz als Sieger verlieh. Bei diesem Spiele zeigte sich wieder der grohe Fehler, den die Läuferreihe der Rasen- spielcr gar zu oft begeht; anstatt den Ball ihren Stürmern zuzuschieben, schießen die Läufer den Ball einfach nach vorne, ohne zu überlegen, wohin. Ist dieser Fehler einmal behoben, so dürste die noch junge Elf einen beachtlichen Gegner darstellen. Sportabteilung des Turnvereins Lollar Lollars 1. Handballmannschaft weilte am Sonntag in Londorf zu Gast und trug ein Gesellschaftsspiel gegen die dortige 1. Mannschaft aus. Die Londorfer, bekannt als eine körperliche Mannschaft, behandelten die Lollarer ziemlich unsanft. Lollar konnte gegen diese harte Mannschaft nicht viel ausrichten. Gleich zu Beginn wurde Lollars Mittelläufer für das ganze Spiel kampfunfähig und konnte nur noch • als Statist im Sturm mitwirken. Durch öiefeu Ausfall geschwächt, blieb Lollar trotz überlegenem Feldspiel immer etwas im Hintertreffen. Die schönsten Angriffe der Gäste wurden duvch hartes Spiel der gegnerischen Verteidiger zunichte gemacht. Mit dem Halbzeitpfiff kam Londorf zum ersten Erfolg. Aach dem Wechsel zog Lollar mächtig los und wollte das Spiel für sich entscheiden, aber die Gegner verteidigten mit allen Mitteln. Lollar kämpfte nun auch härter, konnte aber den Torwart der Platzbesitzer, der in großer Form war, nicht schlagen. Durch schnelle Durchbrüche kam dagegen Londorf zu drei weiteren Toren. Mit 4:0 muhte sich Collar geschlagen bekennen. Tisch-Tennis im VfB. Die Tisch-Tennismannschaft im VfB. schlug die Turnier-Mannschaft des Tisch-Tennis-Clubs „Grün-Weiß" Bad-Aauheirn mit 10:5 Punkten. Entgegen der Vorhersage hatten die Hiesigen nicht nur ein Plus aufzuweisen, sondern sie konnten einen überzeugenden Sieg erkämpfen. Trotzdem bei Gießen die beiden Spitzenspieler ausfielen, wurden von 10 Herren-Einzel 7 und von 5 Herren-Doppel 3 gewonnen. Bis heute haben die VfB.er ein Spiel verloren und drei gegen namhafte Gegner des hiesigen Bezirks (Bad- Aauheim steht mit an erster Stelle) gewonnen. Nachstehend die Ergebnisse (VfB. Giehen jeweils zuerst genannt): Herren-Einzel: Eisebach—Hammann 1:3, Dr. Adler—Molz 2:3; Gebhardt—Heh'er 3:2, Berger—Herold 3:1, Günther—Graff 3:0, Marx- Hermes 1:3, Günther—Heh 3:1, Treser—Reichardt 3:1, Wertheim—Franz 3:1, Bepler—Waldschmidt 3:1. Herre n-D oppe 1: Eisebach/Gebhardt—Ham- mann/Hehler 1.3, Dr. Adler Günther—Herold/ Graff 3:1, Berger/Marx—Molz Heß 3:1, Dr. Adler/Treser—Hermes Reichardt 3:2, Wertheim/ Bepler—Franz/Waldschmidt 1:3. Frankfurter Hatten-Sportfest. Beim Frankfurter Hallensportfest am kommenden Samstag in der Festhalle werden auch die Handballer zu Wort kommen. Da der Hallen- Handball in Frankfurt besonders beliebt ist, wurden drei schöne Paarungen zwischen Mannschaften der DT. und der DSD. zusammengestellt. — Die Mannschaft der Sportgemeinde Eintracht, die im Hallen-Handball eine besondere Stellung genießt, trifft auf die junge Mannschaft der Turngemeinde Sachsenhausen, die beim vorletzten Turnier lleber- raschungssieger wurde. Der zur DT. gehörende Stadtsportverein, der bei diesem Turnier in der Vorrunde Eintracht ausschaltete und ins Endspiel kam, hat den Fußballsportverein als Gegner erhalten, der eine der besten Frankfurter Mannschaften besitzt. Der erst in letzter Zeit stark aufgekommene IG.-Sportverein hat den Turnverein Aiederrad als Gegner, der am letzten Mittwoch gegen den Turniersieger Eintracht nur ganz knapp verlor. Aus dem Amtsverkünbigungsblatt. * Das Amtsverkündigungsblatt Ar. 5 vom 19. Januar enthält: Stand der Maul- und Klauenseuche in Hessen. — Die Einfuhr von Vieh aus stark verseuchten Gebietsteilen. — Die Ankörung von Privathengsten. — Unfälle auf Bahnübergängen. — Der Geschäftsgang beim Kreisamt Gießen. — Wiederbelebung der Bau- Wirtschaft durch steuerliche Begünstigungen. — Die Behandlung der Zugtiere im Winter. — Freiwillige Leistungen des Bezirksfürsorgeverbandes. LichtspielhausGießen| Goethebund -Gießen Nur Sonntag, den 24. Januar, 11.16 ührvorm. 10. Kulturfilm-Veranstaltung Ein Ufa-Knltnr-GroßHim: Ewiges Hellas Ein herrlicher Griechenland-Film von den Statten der Antike und dem Hellas von heute mit all seiner bnnten, romantischen Gegenwart. Thesaloniki. die Hauptstadt Mazedoniens. — Der sagenumwobene 6ättersitz Olymp, — Die unzugänglichen Felsenklöster von Meteora. — Delphi. Die Weltstadt Athen. — Das Stadion aus Marmor.. — Der Wunderbau der Akropolis. — Die Heiligtümer von Eleusis. — Der Peloponnes. — Korinth. — Die Bucht von Nauplia. — Das alte Sparta. — Das Paradies von Kalmata. — Das tausendjährige Kloster Megaspilion. — Das immergrüne Korfu. — Die Böcklinsche Toteninsel. — Korfu, die schönste Insel Griechenlands. Ferner: Ufa - Ton - Wochenschau. K!oine Preise: Mk°.e° bis 1.50. Jugendliche zahlen halbe Preise. Die Mitglieder des Goethebundes erhalten Karten zu Mk. 050u. 1.- geg. Einlösung des Gutscheins Nr. 7 aus dem Gutscheinheft des Goethebundes. Vorverkauf: Tageskasse, Hapag-Reisebüro, Seltersweg, Musikalienhandlung Challier. 5350 Glyzerinmilch 0.45, 0.80 gebraucht die Haut eine besondere Pflege. Die Ge- tshaut wird spröde, ± d. öftere Waschen sind die Hände noch empfindlicher. — Hier hilft: Glyzerin .... 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Jungebuchen, Langebuchen und Lau- bachskopf: rm Scheitholz: Buche 533, Eiche 40 (36 rund), Kiefer 4 (rund), Fichte 3 (rund); Knüppelholz: Buche 62, Eiche 24, Fichte 2; Reiferhol;: Buche 288, Eiche 41; Stockholz: Buche 2. 533D Unterstrichene Holznummern bedeuten Handabgaben, wie Losholz u. dgl. Hessisches Forstamt Grünberg. Bekanntmachung. Der Rachtragsvoranschlag der Gemeinde Ober-Bessingen für das letzte Vierteljahr Rj. 1931 liegt vom 22. Januar 1932 bis einschließlich 28. Januar 1932, auf der Bürgermeisterei offen. 536D Einwendungen hiergegen können innerhalb dieser Frist schriftlich oder zu Protokoll bei der unterzeichneten Bürgermeisterei oorgebracht werden. Es wird eine Umlage erhoben, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Ober-Bessingen, den 21. Januar 1932. Hess. Bürgermeisterei Ober-Bessingen. Keil. Bund Haus und Schule Freitag, den 22. Januar, 8 Uhr, im Johannessaal: Familien - Abend Vortrag von Herrn Med.-Rat WAL GER 524 D Der Verein für christliche Musik wirkt mit. — Alle Mitglieder und Freunde sind herzlich eingeladen. DER VORSTAND. Geschäfts-Drucksachen Briefumschläge bei Brühl, Schulstraße 7 SÄ«. Astoria-Lichtspiele ■ I Heute bis einschließl. Sonntag, den 24. Januar: i. Doppel - Programm | Die Wslahrt m weiw Ein sensationeller Kriminalfilm mit IP unerhörtem Tempo und Spannung I DerLeidensweg einer Mutter Ein Sensationsschauspiel in 6 Akten ________541 C