Samstag. 20. August 1932 182. Jahrgang Ür. 195 Erstes Statt ; , ■ ■ 2 ■ n "w. 72? stört a- ig.äagufl Milliardenkredite für Arbeitsbeschaffung. „Wer von uns zweifelt denn noch daran", so erklärte mit erhobener Stimme der Führer des Deutschen Landgemeindetages und zugleich des Verbandes der preußischen Landgemeinden, Landrat a.D. Dr. Gereke, »daß es in Deutsch- im negativen Sinne etwas sagen liehe. Es scheint, als ob zunächst die beiderseitigen Forderungen dargelegt worden seren, während die eigentlichen Verhandlungen darüber noch ausstehen. Ein« Mitteilung über den Inhalt der gegenseitigen Forderungen wird vorläufig von den Derhandlungsparteren ab- Grundzüge dieses Programms wird der Reichskanzler in feiner für den 28. August vorgesehenen Rede vor den weftsälifchen Bauern bekanntgeben. Brüning bei Schleicher und KaaS. D e r l i n , 20. Aug. (CAD.) Wie die .,DAZ." zu berichten weih, hat der frühere «Reichskanzler Dr. Brüning dieser Tage eine Aussprache mit Reichswehrminister v. Schleicher gehabt. Dr. Brüning habe sich im Anschluß an diese Besprechung nach Rom begeben, um dort mit dem Vorsitzenden der Zentrumspartei, Prälaten Dr. Kaas, wegen der innenpolitischen Entwicklung in Deutschland Fühlung zu nehmen. Eine Warnung an den „Vorwärts". Berlin, 20. Aug. (ERB.) Durch ein Schrei- ben des Polizeipräsidenten wird der „Vorwärts", wie das Blatt selbst mitteilt, wegen eines am 14. August veröffentlichten Artikels „Zurück zum Rechtl" verwarnt. Der einem weiteren Verstoß gegen die gesetzlichen Vorschristen wird dem Blatt ein längeres Verbot angedroht. In den Ausführungen des genannten Aufsatzes wird den Mitgliedern der Reichsregierung, wie es in dem Schreiben des Polizeipräsidenten weiter heiht, der Vorwurf einseitiger Parteiregierung gemacht. 3n dem Schreiben heiht es am Schluß: „Sie verstoßen daher gegen die Verordnung des Reichspräsidenten gegen politische Ausschreitungen vom 14. Juni 1932 und würden mich zrr einem Der- bot des „Vorwärts" berechtigen. Wenn ich diesmal von einem Verbot der Zeitung noch absehe, Frage der Neubildung der preußischen Regierung ist heute fortgesetzt worden mit einer Aussprache zwischen dem Landtagspräsidenten K e r r l und dem Vertreter des Zentrums sie mit ihm zusammen am Ring gestanden hätten und erst von einem nationalsozialistischen Motorradfahrer angegriffen worden seien. Günstig stehen die Aussagen ferner für den AngeklagtenM e i e r, von dem bisher Reichswehrangehörige mit Bestimmtheit behaupteten, ihn in Ohlau gesehen zu haben. Zwei Zeugen bekunden, dah er um jene Zeit in einem Vorort von Ohlau getanzt habe. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft werden noch einmal neu geladene Entlastungszeugen gehört, die im wesentlichen die bisherigen Schilderungen über den Lleberfall auf den Trecker und die Schießerei an der Ohlebrücke geben. Damit ist die Beweisaufnahme erledigt. Rach einer längeren Pause stellen die Verteidiger den Antrag, drei weitere Entlastungszeugen zu vernehmen. Das Gericht beschließt, diesen Anträgen zu entsprechen und vertagt dann die Weiterverhandlung auf Samstag 9.15 Llhr. 3m Anschluß an die Verhöre der neugeladenen Zeugen werden die Vertreter der Staatsanwaltschaft das Wort nehmen. Die Urteilsverkündung dürfte am Samstag erfolgen. Neue Sondergerichts'Llrteile. Die Strafkammer in Halle a. S. verhandelte gestern gegen 24 Kommunisten aus dem Mans- felder Lande, die unter der Anklage des Land- sriedensbruches standen. Die Beschuldigten hatten am 25.3uni einen Rachtmarsch unternommen, auf dem es zu Zusammenstößen mit politischen Gegnern gekommen war. Drei Angeklagte wurden zu je sechs Monaten, 14 zu drei und vier zu 4 Monaten Gesängnis verurteilt. Hauptmann Förtsch wurde an Stelle des zum Reichspressechef ernannten Majors Marcks mit der Leitung der Pressestelle des Reichswehrministeriums betraut. Berlin, 19. Aug. (TA.) Ein Artikel im p r e u h. Pressedienst der RSDAP- nimmt in scharf polemischer Weise gegen die Reichsregierung v. P a p e n Stellung. Es heißt darin u. a.: „Wenn das Kabinett Papen sich dem Reichstag stellt, dann werden über 600 Abgeordnete „Olein“ zu ihm sagen, denen die 36 Deutschnationalen gegenüber- stehen. Wenn sie gleichwohl im Amte bleiben und das oppositionelle Parlament nach Hause schicken wollen, so mag — abgesehen von dem, was dann kommt — der Buchstabe der Versassung unverletzt sein. Der Sinn des Grundgesetzes aber würde durch eine solche Maßnahme tödlich getroffen, denn sie bedeutet nichts anderes, als dah die Herren Papen-Schleicher entschlossen sind, gegen den Willen von 95 Prozent des deutschen Volkes, von dem za wohl nach der Verfassung die Staatsgewalt ausgeht, zu amtieren und zu regieren. Woher Herr v. Papen unter solchen Am- ständen den Mut nimmt, von Achtung vor der Versassung zu sprechen und sich selbst eine lange Amtsdauer zu prophezeien, ist unersindlich. Einstweilen sind alle, aber auch alle Möglichkeiten von der Auflösung des Reichstages bis zum Rücktritt Hindenburgs, von der Ausschreibung von Reuwahlen bis zur Richtbeteiligung der RSDAP. an diesem Mahlgänge, von der Verschiebung neuer Dahlen durch das Kabinett bis zur erzwungenen Abdankung dieser Regierung völlig offen. Die sie ausgenuht wer- UBS _____ 296 ,05 485 063 1,12 1,37 1,03 5.23 4,66 ,882 ,217 18,51 >1,62 5,535 82.16 33,9 82J| 1,021 0,326 6,707 13-36 gelehnt. „ . 3m übrigen hat das Zentrum den La n d - tagspräsidenten gebeten, mit Rücksicht auf den Katholikentag die nächste Landtags- sihung nicht am 1. September, sondern am 2 5 August anzuberaumen. Präsident K e r r l dürfte noch heute über diesen Wunsch entscheiden. Reichskanzler und Reichsbankpräsident einig Berlin, 20. Aug. (ERB. Funkspruch.) Die Ve- fprechungen zwischen dem Reichskanzler und dem Reichsbankpräfidenten find auch gestern forlgesührt worden. Die wir von unter- richteler Seite hören, haben sie zu einer voll- ständigen Einigung geführt. Die wertvollen Anregungen, die Dr. L u t h e r zum wirtschaslspro- gramm gegeben hat, werden als Unterlagen für das wirtschaftliche Aufbauprogramm verwertet. Die 58.^ 77.$ 16- 169.$ 21,5* 7235 2,49 to 81. 3339 Berlin, 20. Aug. (VDZ. Funkspruch.) wie das Rachrichtenbureau des VDZ. meldet, hak der Präsident des Preußischen Landtags k e r r l nunmehr das Landtagsplenum für Donnerstag, 1. September, 13 Uhr, zufammen- berufen. Die Tagesordnung sieht große politische Debatten über die Einsetzung des Reichskommissars in Preußen und die verschiedenen blutigen Zusammen st öhe vor. Für Freitag, 2. September, sind Abstimmungen angeseht, u. a. auch über die verschiedenen Berg- wcrksanträge, vor deren Befchluhsafsung das Haus in feinem letzten Sihungsabfchnitt beschlußunfähig gemacht worden war. Der Aeltestenrat, der am Donnerstag, 1. September, vor Plenarbeginn zu- fammentritt, wird zu entscheiden haben, wie lange der Septembersihungsabschnitt dauert und ob und wann die Wahl des Ministerpräsidenten auf die Tagesordnung gesetzt wird. Die Fühlungnahme zwischen Zentrum und Rationalsozialiften in der w, "ft 58,41 77.* 1<-S 1°» 170.® 21'8 73.75 {1 Oesterreichs Trauer um Schober. Wien, 20. Aug. (WTD.) Bundeskanzler Dr. Dollfuß richtete an die Witwe des verstorbenen Altbundeskanzlers Dr. 6 cf) o b e r ein Beileidstelegramm, in dem es u. o. heißt: „Mit Altbundeskanzler Dr. Schober scheidet eine der markantesten Gestalten Oesterreichs, deren Wirken ohne Unterbrechung und mit reichen Erfolgen dem öffentlichen Leben gewidmet war. Die großen Erfolge ,die er dank seines hohen Blickes, seiner Tatkraft und unermüdlichen Arbeit erzielte, werden in der Geschichte Oesterreichs unvergessen bleiben.“ Sämtliche Blätter geben der tiefempfundener» Trauer um den Verstorbenen Ausdruck und würdigen seine Verdienste um Oesterreich als Beamter, besonders in der Zeit des Umsturzes. sowie seine politische Tätigkeit. 6,296 52.05 12,435 3,063 170.12 73,27 77-98 75.08 14J5 0,882 4217 53,52 21-62 16. 82.1^ 33,93 82.U UL o.U 6,7g 13.36 Scharfe Kampfansage der NSDAP „Einstweilen sind alle Möglichkeiten offen". so geschieht das in der Erwartung, dah Sie sich fortan größter Zurückhaltung befleißigen.“ Oer neue preffechef des ReichswehrministerinmS. iN. 3uni 1932 einen S. LS «0 tis Ms cben mit itu» ,, ÄÄ Kh167!o,78)®illionen Wem bereits 10 v.h nal-ed)u(bDerfd)reibungtn schultet sind, mürbe bc- 111 c,ne weitere leilaus- 3ar angelünbigt. >8 Maschinenfabrik rii (Hanomags, Hannover. 1931 einen Aerlust von 'N Tieichsmark, bei Ab- 134) und SonberQbjdjre'. ien Reichsmark. Der ®e. Mitteilung gemasi § 240 er innerbelgifcben id)flft. Nachdem bereits - iation der belgischen Stick- nunmehr unter der 8c- beige des producteurs Genossenschast ins Leben aus die technische Verein- I der Betriebe bezieht. Das sich auf 100 000 Franks, öht werden. An der 6e- ebeutenöen Werke teil, na. Produits chimiques de grais azotes. tfwfe freutMf. 9.2lug. %uf Omni) bet Aeuyork ^'rrfchke auch techin freunblichr ift vrckch icbod) reist moiMmartt toaim die B’IUnmyn bis ju 0,53 ^eichsbml unb bchudest I brigen Delle blieben go tz gut behauptet. t zeigte sich weitere Aa». I anleih«, während beutiie I iqe estverzinsliche Man. 1 gleicht Mert mm. I blieben Ungar. ,@olbrente | >m WittagAMU unver. I Oleubefit) 5,50 » I ichsbank 129.50. Mannes I 50 Etahlverem 15,63. M I che'Erd°l74 M-Sar^i I Schösserhof.Dmding M I preußischer Landtag zum 1 September einberufen Nie Fühlungnahme zwischen Zentrum und RSDAP. heute fortgeseht. » an ist als G°Iamch-it n.cht neu. und qu* Sie Liderung, die Arbeiten nach einem lest- Eiligem mehrere J-Hre umlastenden Plan mit eiüem Äeichskammistar str.Arbettsbelchastung an der Spitze zu betreiben, überrascht Den Zenner der Wirtschaftspläne nicht. Aeberraschend, und umwälzend ist ledoch folgende . Ein sübrender Kommunalverband Jteut unter scharfen Angriffen auf die Reichsbankleitung und unter Hintansetzung der Ernwande der führenden LstLllen Verbände die Forderung auf, meh- rere Milliarden für neue Kredrre zur Verfügung zu stellen. Dem Einwand, daß eme solche Kreditausweitung eine Alllationsgefahr heraufbeschwöre, wird folgende These entgegen gesetzt die Mark ist im Ausland gefährdet toenn in Deutschland nichts geschaht und die Wirtschaft dem Rande des Abgrunds immer Sie ist nicht gefährdet, wenn eine | planmäßige Vermehrung des Geldumlaufes geschallen wird, die unter strengster Kontrolle n rr d-0- Zw ccke der rob 3n- llati°"am.^well Planlos mehr Geld ausgegeben wurde als verantwortet werden konnte Eme Planmäßige Kreditausweitung zum Zwecke der Arbeitsbeschaffung stärke die Wirtschaft und dos Vertrauen zur deutschen Wirtschaft. Dem Einwand daß immer neue Kredite ausgegeben werden mußtem well die für die Arbeitsbeschaffung angelegten Gelder ja erst nach langer Zit produktiv werden und zurück- fließen könnten, wird entgegengehmlten daß der ichtbare p r odu k t i v e Endzw eck der Kultivierungsarbeiten eine solche laufende Kreditbcrgabe erklärlich mache und rechtfertige. Die Bereitstellung und Begrenzung der Kredite soll nach den örtlichen Verhaltnissen ausgetellt werden. Die Gemeinden haben die Aufgabe, alle in ihrem Gebiet möglichen Aufbauarbeiteni ju- sammenzustellen und demgemäß zinslose Anleihen von den öffentlich rechtlichen Kreditanstallen zu fordern. Die Berechtigung über die Hö^ der Anleihen wird durch Kreditausschusse der Lander geprüft. Zinslosigkeit und ausschließ- liche Verwendung für die Arbelts- b e s ch a f f u n g sind das Kennzeichen dieser Anleihe Die Arbeiten sollen zu vollem Lohn aus- qeführt werden, weil nur eine Konsumver- größerung bei vollem Lohn der Wirtschaft ^Mes/s ^Programm ist das einzige, das ohne die Struktur der deutschen Wirtschaft völlig zu ändern, in großem entscheidendem Ausmaße eine Arbeitslosenhilfe bringen will. Man hort daß auch der Reichspräsident von Hindenburg für diesen Plan sehr lebhaftes 3nterelle gezeigt bat so daß die Konsequenzen dieses Vorgehens des Landgemeindetages nicht abzusehen sind. Dr. Gereke Reichskommiffar für Arbeitsbeschaffung? '■Koriin 19. Aug. (ERB.) Wie die „Tägl. Rundschau" 'wissen will, beabsichtigt die Reichs- reqierung, einen besonderen Relchskommis- far für Arbeitsbeschaffung emzusetzen. Der Präsident des Landgemeindetaaes^ Dr. Gereke, soll die meisten Aussichten haben. Oer Ohlauer Aufruhrprozeß. Briea 19 Aug. (ERD.) 3m Ohlauer Aufruh'rprozeh wurden frnite vormittag in der Hauptsache E n t l a st u ng s zeu gen gehört Durch drei von ihnen wurde der An^llagte ötiQ I 2 isse wesentlich entlastet. Sic bekundeten, daß Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Rs» dlameanzeigen von 70 mm Breite 35 Relchspfennig, Platzvvrschrist 20“ , mehr. Thesredakteur Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Lrnst Dlumschein und für den Anzeigenteil Max Fister, sämtlich in Gießen. Öen, ist Sache des Führers, wir werden nicht zu kreuze kriechen! Wir stehen in der Opposition, nicht um der Opposition willen, sondern um Deutschlands willen. Man hat uns diesen Kamps aufge- zwungen, und man soll sich nicht darüber tauschen, daß er bis zur Entscheidung gehtl Wir fühlen uns dem Schicksal verhaltet, und wir wissen, dah der Berliner Vertreter des Reuterbureaus wohl in nicht allzu ferner Zeit eine Neuigkeit nach London kabeln wird, deren 3n- halt Herrn v. Papen als schlechten Propheten kennzeichnet.“ Frankreich und die deutsche Wehrforderung. Der „Demps" fragt nach Gegenleistungen. Paris, 19. Aug. (ERB.) „Temps" beschäf. tigl sich in seinem heutigen Leitartikel mit den Erklärungen, die Reichskanzler o. Papen durch das Neuterbureau hat veröffentlichen taffen. Darin werden die Forderungen nach Rüstungsgleichheit und nach Gleichberechtigung auf kolonialem Gebiet von dem offiziösen Blatt bekämpft. An dem Tage, an dem — so schreibt der „Temps“ — die deutsche Regierung eine diplomatische Partie von solcher Wichtigkeit einleiten werde, werde sie klug handeln, sich nicht leichtfertigen Illusionen hinzugeben, indem sie etwa auf Vor dem Lhcker Sondergericht, dessen erste Sitzung gestern in Lötzen abgehalten wurde, hatten sich vier Kommunisten wegen eines vor acht Wochen erfolgten Llebersalles auf einen nationalsozialistischen Werbeumzug zu verantworten. Rach Vernehmung von etwa 20 Zeugen (hauptsächlich Teilnehmern des nationalsozialistischen Tlmzuges) fällte das Gericht folgendes Urteil: Der Angeklagte Hausmann, zwei 3ahre drei Monate Zuchthaus, die Angeklagten Serocka und Paninka je eineinhalb 3ahre Zuchthaus und der Angeklagte Klimmeck zehn Monate Gefängnis. Den drei ersten Angeklagten wurden die Ehrenrechte auf die Dauer von vier 3ahren aberkannt. Her Mallion. ohne $erbinblid)leil der Heilung.) . _h nenercÜ nicht zu benot- • rS der Einkommen- {Et erd*“’ ltnisje. s*?s TtoT 51,95 12,465 3,057 169,78 ■73.13 77,82 74,92 14.61 0,878 4.209 58.4J 21. $ 16.50 »’-S 33,87 82,08 0,999 0,32« 6,0 13,3» krscheini täghd), außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat >m Bild Die Scholle Ulonats Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM. 1.9b Ohne llllusttierte , 1.80 Zustellgebühr. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer (Bemalt 8ernsprechonschlüsse unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Gießen. poftschecktonio: Sranffurt am Main 11686. h 8cn°lien unh £piil« ben- Vo- N D°rbeVChn Witb. I le ner beitimr,??r"i blf I >en fciuÄ I GiehenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Dmd und Verlag: Vrühl'jche Univer^lüts-vuch- und Zleindruckerei R. Lange tn Gießen. Schnftleitung und Geschäftsstelle: 5chulftraße 7 land für Milliarden Arbeitsmög- lichkei ten gibt? Sie werden nicht ausgenuht, weil man noch nicht den Mut findet, eine grundsätzlich neue Linie der Wirtschaftspolitik einzuschlagen, obwohl man in den bisherigen Bahnen längst nicht mehr wei^r- kommtl" Dr. Gereke, ein ruhiger und sachlicher Redner, leitete mit diesen Sähen die Verkündung eines Wirtschaftsprogramms ein, dessen umwälzende 3deen bisher noch von keiner führenden Organisation der Wirtschaft so deutlich und radikal ausgesprochen worden sind. Und Dr. Gereke begründete anschließend, weshalb gerade ein Verband, dessen Bindungen an amtliche Stellen sehr eng sind, der in feinem Tagewerk auch nicht dazu berufen ist, große Wirtschaftspolitik zu betreiben, mir einem so umwälzenden Programm an die Öffentlichkeit trete. „3n Berlin weiß man an- sdheinend immer noch nicht, wie dicht die deutsche Wirtschaft vor dem Zusammenbruch steht. Wir, die wir 46 OOO deutsche Landgemeinden vertreten, sind über die --hältnisse der deutschen Wirf schast besser un .richtet, als irgendein wirtschaftlicher 3ntercssenverband. Geschieht nichts Entscheidendes, so sehen wir den Weg, den Deutschland in diesem Winter zu gehen hat, klar vor Augen: ein großer ^eil derGen^indenist i ~~- -J a fc. Das Datum des 1. September für e,nfad> nicht mehr >n beüSage d-n Aw°rbsl^°n die PIen°rfih-ng-n Ist aUetöings infofern Ungünstig X Afe tÄS ÄÄ gemäb«. west nm biefe Z-i, in (Elfen ber «°.h°- Ung-r und &etenbnn5. m litentog flafffinbel, an dem b.e Zentrum-abge- Kann man“, so erklärte Gereke im Rainen des ordneten teilzunehmen wünschen. Das Zentrum Hai Landgerneindetöges, „ohne eine Kreditaus» öesbalb Bemühungen unternommen, den Tagungs- Weitung, die eine M i l l i a r d e n s u m rn e er- tcrmin um einige Zeil hinauszufchieben. reicht Arbeitsbeschaffungspolitik in einem Ausmaße betreiben, daß den Arbeitslosen Am OieNStag Fortsetzung OCF Koalitionsverhandlungen in Preußen. wickelte er das Wirtschaftsprogramm des Land- Verlin, 20. Aug. (VDZ.) Wie das Rach- aemeindetages. Er fordert Ausbauarbei- n^tenbureau des VDZ. hört, werden die Ko a- ten Me eine K r e d i t v e r m e h r u n g von fitionsbesprechungen zwischen Ratio- mehreren Milliarden erfordern. Sie n al s o z i al i st e n und Zentrum m Preu- sollen das Land verkehrsmäßig erschließen, die k€n kommenden Dienstag fortgesetzt werden, Ernährung des deutschen Volkes aus eigenem tD05€i sich bisher über den Stand der Verhand- Dodenwachstum sichern und bevölkerunc^politi- sangen — nach Meinung unterrichteter barla* schen Belangen Rechnung tragen. Ernahrungs- mentarischer Kreise — weder im positwen noch politische Ausbauarbeiten zur Sicherung der negativen Sinne etwas sagen liehe. Cs scheint, Selbstversorgungsgrundlage des deutschen Volkes f üß zunächst die beiderseitigen sollen folgende sein: wasserbautechnischer Ausbau der deutschen Stromgebiete von der Mundung vis zur Quelle, Eindeichungen und Entwässerungs- arbeiten zur Reugewinnung und Verbesserung landwirtschaftlicher Nutzflächen Ruff orstungen Aus Doden-Meliorationen ist besonderer Wert zu legen. Volkspolitisch sollen die Ausbauarbeiten das Ziel haben, bevölkerungs- und wehrwirt- schaftliche Grundlagen zur Wiedergewinnung der Rutschen Weltgeltung zu fallen. Bauem- und Handwerkersiedlung, vornehmlich m Ostdeutsch land, gärtnerische und halblandliche Siedlungen in den Großstadt- und 3ndustriegebieten. Same- rung der unhaltbaren Wohnverhältnisse m ^n Altstädten. Derkehrspolitisch ist an die^Ersthlie- ßung und Daureismachung deÄ flachen Landes durch Dau großer Schnellverkehrsverbindung^i aller Art und Ausbau des dazu Sehorigen Rah verbindungsnehes gedacht. Dazu gehört auch der Ausbau der Wasserstraßen Schaffung e.neÄ engen Rehes von Flugplatzen. Druckenbau D Äraft-, Wasser- und Gaswerken nebst Leitungs Kl ’ gewisse Meinungsverschiedenheiten spekuliere, die zwischen den Mächten bestehen könnten Die deutschen Forderungen auf Rüstungsgleich- hcit seien rechtlich unannehmbar. Wenn aber die Reichsregierung den juristischen Boden verlasse, müsse sie die Frage auf das politische Gebiet übertragen, und dann würde eine eventuelle Verhandlung einen ganz besonderen Charakter haben Welche politische Gegenleistung könne Deutschland bieten, damit sein verlangen Berücksichtigung finde? Das ganze weitgehende Problem der solide garantierten allgemeinen Sicherheit würde durch diese Forderungen aufgerollt werden und würde die Lösung fast unmöglich machen. Nach einer Polemik gegen Bestreben auf „Ver- prcußung der deutschen Politik" beschäftigt sich das Blatt mit der Anmeldung kolonialer Aspirationen Deutschlands, zu denen es sagt, man würde sich irren, wenn man glaube, daß diese Frage regulär durch den Völkerbund gelöst werden könne. Es sei nicht der Völkerbund gewesen, der die Mandate verteilt habe. Diese Verteilung sei durch direkte Verständigung unter den Mächten erfolgt. Es handele sich hierbei um Entscheidungen ausgesprochen politischen Charakters, die der Völkerbund nicht abändern könne. Neue Waffenfunde. 3m Kreise Schmalkalden wurden bei Mitgliedern des Reichsbanners, der Eisernen Front und der SPD. Haussuchungen nach Waffen vorgenommen. Cs wurden Gewehre, Revolver und Munition gefunden. Die Besitzer der Waffen wurden verhaftet. * Die gestern in Hann. - Münden verhafteten fünf der KPD. nahestehenden Personen sind wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Verschiedene Wuppertaler Warenhäuser wurden gestern nachmittag wieder von unbekannten Personen mit Tränengas heimgesucht. Wie aus den Meldungen an die Polizei hervorgeht, haben die Täter fast zur gleichen Stunde in vier Geschäftshäusern — zwei in Barmen und zwei in Elberfeld — während der Hauptgeschäftszeit Gaskapseln geworfen. Rach den Anschlägen verlieb das Publikum fluchtartig die Räume. Zwei Geschäfte mußten geschlossen werden. Unterzeichnung von Abkommen von Ottawa. Ottawa, 19. Aua. (WTBZ Die englische Delegation hat heute bereits Abkommen mit Indien, Südafrika und Reufundland unterzeichnet. Die Unterzeichnung mit Südrhodesien, Australien und Reuseeland steht bevor. Wie verlautet, beziehen sich die hauptsächlichsten Vergünstigungen für Kanada aus dem bevorstehenden Abkommen mit England auf Aepfel, Milcherzeugnisse, Speck, Vieh, Kartoffeln und Getreide. Admiral Zenker, der am Donnerstag in einer Göttinger Klinik im Alter von 62 Jahren verstorben ist. Aus aller Welt. Oie Bergungsarbeiten am Wrack der „Hiobt". Kiel, 20. Aug. (WTB. Funkspruch.l Gestern abend sind die Hebeleichter „Kraft" und „Wille" noch einmal gesenkt und ausgepumpt worden, wodurch es gelang, das Wrack der „Niobe" weitere 30 Meter an den Strand der Holtendorfer Bucht heranzubringen. Man ist zu der Ansicht gekommen, daß der Strand an der Holtendorfer Bucht am besten geeignet sein dürfte, das Wrack aufzunehmen, da dort im Gegensatz zu den tieferen Lagen der Bucht der Boden schlickfrei ist. Der Bug des Wracks ist um einige weitere Meter aus dem Wasser herausgekommen, so daß man jetzt das ganze Vordeck übersehen kann, jedoch sind die Deckluken und die Niedergänge zu den Logis noch immer nicht- frei. Man konnte daher im Laufe der Nacht noch nicht an die Leichen gelangen. Uebri- gens will man auch, solange sich das Schiff noch >n gutem Wasser befindet, davon Abstand nehmen, es leer zu pumpen, da man befürchtet, die Leichen durch den starken Sog zu zerstören. Gegen 22 Uhr wurden die Arbeiten für die Nacht eingestellt. Man hofft, die Leichen im Verlaufe des heutigen Tages bergen zu können. Heute früh strömten bereits wieder Hunderte von Menschen an die Kieler Landungsbrücke, um sich nach Holtendorf übersetzen zu lassen, von wo aus man den besten Ueberblick über den Stand der Arbeiten hat. In Holtendorf werden auch heute wieder die Landungsbrücken von Gendarmerie und Schutzpolizei abgesperrt, die nur Inhaber von Dampferkarten passieren lassen. — Gestern abend fand in einer hiesigen Oberrealschule eine würdige Feier für die Toten der „Niobe" statt, die insbesondere dem ehemaligen Schüler Helmuth Pfeffer galt, der bei dem Untergang der „Niobe" sein Leben lassen mußte. Vermählung des Prinzen Gustav Adolf von Schweden. Das Coburger Standesamt gibt folgendes Aufgebot bekannt: Seine königliche Hoheit Gustaf Adolf Oskar Friedrich Arthur Edmund Prinz von Schweden, Herzog von Faefterbotten, Leutnant im schwedischen Leibregiment in Stockholm, Residenzschloß, mit Ihrer königlichen Hoheit Prinzessin Sybilla Calma Alice Bathildis Feodora von Sachsen-Coburg-Gotha, Veste Coburg. — Wie verlautet, werden von näheren Anverwandten des Brautpaares auch König Gustaf Adolf von Schweden, das Kronprinzenpaar von Norwegen sowie der Prinz von Wales an der in Coburg am 20. Oktober stattfindenden Vermählungsfeier teilnehmen Gronau in Prince Rupert. Der deutsche Flieger v. G r o n a u ist in Prince Rupert (Britisch-Columbrai gelandet. Mollifons Transozeanflug geglückt. Wie aus St. John in der kanadischen Provinz Reu-Brunswick berichtet wird, ist der Flieger Molli s o n, der in Port Marnock (3rland) zum Flug nachAmerika gestartet war, in Penn- sield, etwa 70 Kilometer von St. 3obn entfernt, gelandet. Pennfield liegt ungefähr 850 Kilometer von Reuyork entfernt. Mollison flog mit einer Stundendurchschnittsgeschwindigkeit von 140 Kilometer. Er war 30 Stunden und 20 Minuten in der Luft. Zur ileberquerung des Ozeans von Irland bis nach Halifax auf der Insel Reu. Schottland brauchte er die Zeit von 24 Stunden und 10 Minuten. Die Landung ging glatt von- statten. Sein Flug ist insofern bemerkenswert, als er die erste Lleberfliegung des Atlantischen Ozeans durch einen leichten Eindecker dar- stellt. Mollison, der sofort nach der Landung seine Frau, die Fliegerin Amy Johnson, von dem Gelingen des Transozeanfluges benachrichtigte, wird zunächst eine kurze Rast in St. John halten, um sich von den Strapazen des Fluges auszuruhen, und dann nach Reuyork weiterfliegen. Unfall des Skimeisters Hannes Schneider. Beim Brand eines Touri ft enheims in St. Anton (Arlberg) zog sich der bekannte Skimeister Hannes Schneider, der an den Rettungsarbeiten teilnahm, eine schwere Rauchvergiftung zu. 300 000 Mark nach Berlin und dem Rheinlande gefallen. In der Preußisch-Süddeutschen Staatslotterie ist auf das Los Nr. 2 4 4 9 7 5 ein Gewinn von 300000 Mark gefallen, das in der ersten Abteilung in Achtelteilung in Berlin und in der zweiten Abteilung ebenfalls in Achtelteilung im Rheinland gespielt wurde. Ende des Prozesses Wolf-Kienle? Die Stuttgarter Aerztin Frau Dr. Wolf- Kienle, die Hauptangeklagte in dem großen, noch im Stadium der Voruntersuchung befindlichen Prozeß um den §218, die sich vor einiger Zeit aus Frankfurt a. M. nach Frankreich begeben hat, will sich dort — wie das „Stuttgarter Reue Tageblatt" berichtet — mit einem Amerikaner verheiraten und nach Amerika auswandern. Das Blatt vertritt die Ansicht, es könnte sehr wohl der Fall eintreten. Daß die Flucht von Frau Dr. Kienle aus Deutsch, land das Ende des großen Prozeßes bedeuten lvürde. Ein hunderteinjähriger t- In Hostel (Eifel) st a r b der älteste Einwohner des Kreises Schleiden und auch wohl der älteste des Rheinlandes, der 101jährige Wilhelm Z ü l l. Roch vor wenigen Wochen, am 15. Juli d. I., konnte Züll in erstaunlicher körperlicher und geistiger Frische seinen Geburtstag feiern. Der Volksmund nannte ihn „den ewigen Züll", weil er noch als 100jähriger Garten- und Feld, arbeiten verrichtete. Wilhelm Züll entstammte einem Geschlecht langlebiger Menschen: seine Mutber wurde 93 Jahre alt, drei Brüder 84, 92 und 91 Jahre. Der Verstorbene hinterläßt eine unverheiratete 80jährige Tochter, die dem Vaber den Haushalt führte. Großer Sprengstoffdiebstahl bei Trier. In der Rähe von Trier sind aus dem Lager des Generalvertreters einer Essener Spregstoffabrik 62 Kilogramm Ammonit und 52 Kilogramm Schwuczpulver gestohlen worden. Schweres Einsturzunglück. — 2 Tote, 3 verletzte. Bei den Instandsehungsarbeiten an dem Bene- diktiner-Abteigebäude in Echternach (Luxemburg) stürzte altes Mauerwerk ein. Dabei wurden zwei Arbeiter aus dem deutschen Ort Bollendorf getötet. Ihre Leichen wurden aus den Trümmern geborgen. Drei Arbeiter wurden teils schwer, teils leicht verletzt. vier Personen an Pilzvergiftung gestorben. Die Pilzvergiftung im Hause des Bergmannes K r a h l in Reuserbitz bei Teplitz, über die bereits berichtet wurde, hat jetzt zwei weitereTo. d e s o p f e r gefordert. Außer den Eltern und einem Kinde starben noch zwei andere Kinder der Familie. Ein Kind liegt noch krank darnieder. Inzwischen hat sich ein ähnlicher Dergiftungs. fall in Teplitz selbst ereignet. Hier st a r b e n der Bergmann Bernatschek und seine Frau nach dem Genuß von Knollenblätterpilzen, die sie nicht als giftig erkannt hatten. Die Zahl der Todesopfer in den beiden Dergiftungsfällen beträgt jetzt insgesamt sieben. Fliehender Einbrecher erschossen. In der Fuhlentwiete in Hamburg wurde dieser Tage ein fliehender Einbrecher von einem Ordnungspolizisten durch drei Schüsse nie- Das Geheimbuch. Eine hanseatische Anekdote. Lon Karl Lerbs Durch eine der Hansestädte geht ein Wollmakler, groß, schwer, grobknochig, mit hartem Gesicht, ge- fträubtem weißen Schnurrbart und aufstarrendem weißen Haar —: immer noch, obzwar gealtert, draufgängerisch und zu gewaltigen Taten bereit. Er war, bevor er sich durch den letzten großen Schlag ein beträchtliches Vermögen erwarb und es mit klugem Entschluß festhielt, an der Wollbörse seiner Vaterstadt der gefürchtetste Mann, da er oft genug mit brutaler Faust in das vielrädrige Getriebe des Marktes eingriff und der besonnenen Großzügigkeit der patrizischen Handelsherren durch ruckweise Spekulationen von unerhörter Waghalsigkeit die verblüffendsten Scherereien bereitete. So brachte er, unveränderlich grobschlächtiger Plebejer und biedermän- nischer Jobber, seine Tage in einem fortwährenden Hin und Her zwischen Reichtum und Verschuldung zu und riß viele kaufmänniiche „Existenzen" erbarmungslos mit sich in dieses halsbrecherische Auf und Ab. Von diesem Makler, M. mit Namen, erzählt man sich, daß er einstmals, um die Mitte seiner Laufbahn, aus einem furchtbaren Waffengang mit einer der größten Antwerpener Spekulationsfirmen als Sieger heroorging. M. besaß einen Sohn, der ein lustiges Vöglein war und sich glänzend darauf verstand, beträchtliche Summen auf die charmanteste Art sich verflüchtigen zu lassen, — ohne daß er diese (vom Vater ererbte) Fähigkeit einstweilen durch einen öfteren starken Anlauf zu geschäftlicher Tüchtigkeit ergänzte. Es ist nicht verwunderlich, daß dem Alten dieses heitere Spiel schließlich auf die Nerven fiel; so packte er den Sprößling eines guten Tages, einem wohlgemeinten Freundesrat folgend, auf die Bahn, auf daß er als Volontär bei eben jener Antwerpener Firma feine Talente vervollkommne. Dies Verfahren, obzwar zunächst erfolglos (denn man kann auch in Antwerpen Geld loswerden, und Brüssel liegt nicht weit), trug dennoch gute Früchte. Als M. eines Tages über dem unerfreulichen An- blick eines Antwerpener Telegramms, das die Aufforderung zur Einzahlung von Marken enthielt, wütend eine schwarze Brasilzigarre verqualmte, ging em eingeschriebener Brief des Sohnes ein, dem M., gleichgültig erst, dann mit runden Augen und heftig schnaufend, schließlich wutbebend folgendes entnahm: er, der Vater, werde sich gewiß entsinnen, daß er seit Jahren infolge andauernden Schief, liegens an der Terminbörse bei den Antwerpenern häufig in die Kreide geraten sei. Als nun der Chef gestern mittag auf einen telephonischen Anruf hin sich in solcher Hast entfernt habe, daß er die Geheimbücher wegzuschließen vergaß, habe er, der Sohn, beim Herumschnüffeln ein Geheimres- kontra entdeckt. Hierin sei er auf ein Konto des Vaters gestoßen, und daraus gehe klar hervor daß die Firma in unerlaubter Weife „doppelte Buchführung" betreibe. Man habe in diesem wie in anderen Fällen Jahre hindurch in den offenen Abrechnungen andere Kurse in Ansatz gebracht, als die tatsächliche Rechnung des Vaters gehandelten — mit dem Erfolge, daß der Vater im offenen Konto bei der Firma mit zehntausend Franken belastet sei, während sein Geheimkonto ein Guthaben von nahezu hunderttausend Franken aufweise. Ein Nachweis dieses Schwindels sei natürlich kaum möglich, da man vorsichtigerweise immer solche Kurse in Anrechnung gebracht habe, die im Verlauf der betreffenden Tagesbörse tatsächlich vorgekommen seien. Die Tagesschwankungen habe man eben eingcftri- chen. Herzliche Grüße, und was man dabei tun solle. M. tat dreierlei. Er stieß unter dem Eindruck des ihm aufgehenden riesigen Seifensieders die Brasilzigarre in den Aschenbecher, daß sie wie eine Trompete aussah. Er rannte fünfmal durch das Kontor, daß die Scheiben klirrten. Er prüfte Geldschrank und Bankbuch und fand beide Stätten leer. Hierauf dachte er tief nach. Ergebnis: er hieb den Huk verkehrt auf den Schädel und brach, den Brief in der Hand, wie ein grimmiger Bär ins Kontor eines Freundes ein, dessen taktische Talente er schätzte. Mit diesem hatte er eine lange und geheime Besprechung, nach deren Beendigung er hinterhältig grinsend ein Telegramm folgenden Wortlauts an seinen Sprößling nach Antwerpen richtete: „Drahte wo Buch tagsüber liegt und wie es aus- 5)ie Antwort, prompt eintreffend, lautete: „Im Privatkontor auf Kopiertisch stop großer Tintenfleck auf grauem Deckel." Hier hatten die beiden Herren eine abermalige, aber kürzere Erörterung und fuhren nach ihrer Beendigung mit dem nächsten Zuge auf Kosten des Freundes nach Antwerpen: M. stiernackig, geduckt, mit tückisch funkelnden Augen und zu je-ber Gewalttat entschlossen; der Freund schmal, diplomatisch und verschlagen lächelnd. In Antwerpen begab sich das Paar unverzüglich auf das Schlachtfeld, will sagen In das Geschäftshaus der fraglichen Firma und in das Prioattontor des Chefs. M. fand mit geübtem Blick sofort Tisch und Reskontro, klemmte den verbindlich parlieren- > den und in unbehachicher Spannung aalglatt sich windenden kleinen Belgier rettungslos in einer I Ecke fest und gab ihm über Reife, Befinden und Wetterlage bereitwillig Aufschluß: indessen der Freund sich bescheidentlich zurückhielt und sein Tun hinter dem breiten Rücken des Gefährten erfolgreich verdeckte. Nach Ablauf von fünf Minuten empfahl sich der Freund unter einem freundlich gesäuselten Vorwand, während M. die elektrisch geladene Atmosphäre des Zimmers noch eine Weile mit allerlei Redensarten füllte — um dann, plötzlich, die riesige Faust schwer auf die Schreibtischplatte gestützt, seinem langsam erstarrenden Gegenüber folgende mehr als halblauten Eröffnungen zu machen: Er, M., sei ein leidenschaftlicher Sammler von Geheimbüchern aller Art, und wisse sich in dieser Liebhaberei mit seinen Geschäftsfreunden von der heimischen Börse einig. Da er nun erfahren habe, daß sich hier im Kontor ein besonders interessantes Buch dieser Art befinde, so sei er mit dem Entschluß gekommen, koste es, was es wolle, dieses Stück seiner Sammlung ein- zuoerleiben. Freilich kenne er aus geschäftlicher Erfahrung die Unentbehrlichkeit solcher Bücher und wolle sich daher in diesem Falle mit einer Abschrift eines ihn besonders fesselnden Kontos begnügen — einer Abschrift, die sein Freund jetzt eben bei einem Notar Herstellen zu lassen sich gestatte. Ganz ohne Zweifel würde der Besitzer von allen Fachleuten um die es seltene Stück beneidet werden. Zu weiteren Be prechungen über die Verwendung von Buch und Ab chrift sei er, M., im Hotel bereit. Hierauf pustete er den aufspringenden Gegner verächtlich um, schlug ihm die Tür vor der käseweißen Nase zu und trat durch eine Gruppe auseinanderstiebenden Kontorpersonals dröhnenden Schrittes den Rückmarsch an. Der Belgier brauchte geraume Zeit, bevor er sich so weit erholt hatte, daß er an M. einen seiner Leute als Boten senden konnte: M. solle sofort das Buch herausgeben. Der Bote kehrte zurück und bat feinen Chef inständig, von einer weiteren Verwendung feiner Person in dieser Angelegenheit absehen zu wollen. M. würde in einer Stunde nach Hause zurückkehren, Fahrkarten habe er schon. Der Belgier mußte demnach den schweren Entschluß fassen, die Verhandlungen persönlich in die Hand zu nehmen. Er faßte ihn und tat es. Als er nach Ablauf einer Stunde mit dem Buch unter dem Arm in der sich aus der Lage natürlich ergebenden Stimmung in sein Kontor zurückkehrte, stellte er folgende Bilanz auf: 1. Er war einen Scheck über hundertundfünfzigtausend Franken los geworden, gegen Quittung. 2. Er hatte die Reisekosten bezahlen müssen, für drei Personen, denn M. junior war natürlich ebenfalls heimgekehrt. 3. Er kannte nunmehr den Sammelwert eines Geheimreskontros, denn er hatte das feinlge auslösen müssen. 4. Er fjatte eine Bestätigung unterschreiben müssen, die dergestreckt. Der Verletzte ist im Hafenkranken» haus seinen Verletzungen erlegen. Er hatte mit einem Komplizen einen Einbruch in ein Radiogeschäft verübt. Die Ordnungspolizei hatte beide beobachtet und wollte sie stellen, als sie das Geschäft betraten. Als die Einbrecher die Flucht ergriffen, machte der Beamte nach mehrfachem Anruf von der Schußwaffe Gebrauch. Der Name des Erschossenen ist noch nicht bekannt. Blitz schlägt in eine Moschee. Ein heftiges Gewitter, das sich nach einer Meldung aus Belgrad über Pec, einer in der Nähe der albanischen Grenze gelegenen Stadt entlud, richtete durch das Zusammentreffen mehrerer unglücklicher Umstände heftige Zerstörungen an. Ein Blitz schlug in das Minarett gerade in dem Augenblick, als der Muezzin die Gläubigen zum Gebet rief. Der Muezzin war auf der Stelle tot, ein zweiter Blitz, der dem ersten unmittelbar folgte, schlug in das Dach der daneben liegenden Moschee und schmolz die Bleiausgießungen der Dachziegel. Die Folge davon war, daß die Moschee kuppel ein stürzte und zahlreiche Gläubige unter sich begrub. Drei Tote und viele Schwerverwundete wurden aus den Trümmern heraus- geholt. Wettere Todesopfer der spinalen Kinderlähmung in Ungarn. Die Erkrankungen an spinaler Kinderlähmung in Szegedin, über die bereits berichtet wurde, nehmen weiter zu. Bis jetzt sind fünf lobe s o p f e r zu verzeichnen. Die Zahl der erkrankten Kinder hat sich auf 27 erhöht. Hungersnot im lleberschwemmungsgebiet der Rordmandfchurei. Die Zahl der bei der Riesenüberschwem- mung in den Tälern des Sungari und Ronni ertrunkenen Chinesen wird jetzt nach Meldungen aus Charbin mit 30000 angegeben. Hunderttausende von Flüchtlingen sind infolge Mangels an Lebensmitteln dem Verhungern nahe. Die Weizenernte der heimgesuchten Gebiete ist vollständig vernichtet. Die Getreidelager und Scheunen steh"n unter Wasser In CH rbin e b't treffen täglich Hunderte von Flüchtlingen ein, die vergeblia) Leoensmittel verlangen, da Charbin zu Dreivierteln unter Wasser steht und selbst einer Hungersnot nahe ist. Die Flüchtlinge wurden in Zeltlagern untergebracht. Ansteckende Krankheiten haben bereits viele Opfer gefordert. Jungfernfahrt eines amerikanischen Atlantikdampfers. Der von der United States Line neu eingestellte, 24 000 Tonnen große Dampfer „Manhattan" ist auf seiner Iungfernreise nach Europa im Hamburger Hafen eingetroffen. Ec wird mit feinem Schwesternschiff „Washington" den regelmäßigen Passagierdienst zwischen Reu- hork und Hamburg versehen. Wettervoraussage. Ter hohe Druck wird zunächst die Schönwetterlage noch erhalten. Die starke Erwärmung hat jedoch Darometerfall zur Folge, so daß sich von Westen her flache Störungen allmählich vor- schieben können. Somit gelangt auch kühlere ozeanische Luft nach dem Festlande, die vorübergehend lokale Gewitterstörungen zur Folge haben wird. Die Großwetterlage wird aber dadurch nicht stärker beeinträchtigL Aussichten für Sonntag: Noch vielfach heiter und heiß, doch aufkommende lokale Gewitter- ftörungen. Aussichten für Montag: Teils aufhci- ternb, teils bewölkt mit Neigung zu Gewitterstörungen. Lufttemperaturen am 19. August: mittags 31 Grad Celsius^ abends 22,8 Grad; am 20. August: morgens 19 Grad. Maximum 31,5 Grad, Minimum 14,5 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 19. August: abends 28,9 Grad; am 20. August: morgens 22,4 Grad. — Sonnenscheindauer 11% Stunden. Verantwortlich für Politik: 3.93.: Ernst Blumschein. ihm im Geschäftsverkehr mit M. künftig große Vorsicht aufnötigte.; 5. Er hatte den Notar bezahlen müssen. Zur selben Stunde fuhren M., sein Sohn und der Freund, heimwärts. M. entwarf behaglich grunzend einen Plan für eine neue Riesenspekulation, mit der er von seinem neugewonnenen Stützpunkt aus die Welk aus den Angeln zu heben gedachte. Der Freund las den Handelsteil der „Nieuwe Rotter- damsche Courant" und lächelte. M. junior war in tiefes und förderliches Nachdenken über den Wert geschäftlicher Tüchtigkeit versunken. Der Erzähler besitzt die Beweise dafür, daß alle vier Beteiligten aus den Erfahrungen dieses Tages Nutzen gezogen haben. Zagt) nach der Riesenschlange als Zerien-Vergnügen Ein Ferienoergnügen nicht gewöhnlicher Art bietet sich gegenwärtig den Gästen von Horley in Gurret), freilich ohne das Hinzutun einer rührigen Bade. Verwaltung. Dort ist eine über 3 Meter lange Riesenschlange aus einer Menagerie entwichen und eine Schar unternehmender Feriengäste, einschließlich einer Gruppe von jungen Mädchen, machte sich in ihren Strandpyjamas, die sie wohl für die geeig- nelfte Kleidung zur Schlangenjaad hielten, auf die Suche nach der Entkommenden. Unter dem Namen Sybilla wird die Schlange in dem hinter ihr erlas- senen Steckbrief geführt, der auch besagt, daß sie 13 Zentimeter dick und silbergrau ist. Besondere Merkmale: sie liebt es, junge Lämmer zu verschlucken. Bevor ihr Verlust bekanntgeworden war, hat ein Mann sie um Mitternacht sich quer über die Landstraße fortwälzen und auf einen Baum klettern gefefjen, aber er hielt es für besser, nichts von sei- nem Abenteuer mitzuteilen, da er sich die Erschei- nung nicht zu erklären wußte. Die 3äger sind durch eine öffentliche Bekanntmachung davon in Kenntnis 6^setzt worden, daß Sybilla völlig harmlos ist, da ihr die Fangzähne fehlen. „Was würden Sie tun, roenn Sie auf Sybilla stießen?" fragte einer der 3ager„einen Polizisten. „Das möchte ich von Ihnen wissen', lautete die Antwort. „Nun, ich würde einen Polizisten holen", meinte der Amateur-Jäger. „Be- vor Sie einen finden, ist die Schlange längst verschwunden", höhnte einer der Anwesenden. „Das ist wohl möglich", erwiderte mit unerschütterlichem Gleichmut der Hüter der Ordnung. „Schlangen sind schnelle Tiere." — Aber mit allen diesen Erwägungen ist Sybilla noch nicht eingefangen, sondern erfreut sich weiter ihrer FreiheiL M Sieb Sei Ion * Ä'ch w's- **mV"'" , d der rühr"" e Und a" " erD ÄJ n fiel« ®,r von den vl m.chanwi zu sammeln, ;-«S 2 ,,u eigen mache indeh der findet ^ 2°, nur weV?ti« Beharrende und CtiU seines Lebens; er m immer groß stm m des Göttlichen. Ruhe schreitet, und jeder Kraft von ihm emph Ruhevolle schenkt sä verkörpert die Wahr Wer bei 1 Kann nich Solcherweise Ben not in unseren Ta nihigt, so wenig am geholt wird. Zuviel Werke, zu viel Schl ewigen Linie fehlen, lichkeit des aus der j Und dann fehlt bi ruhigung durch die li aus Liebe". Wer ab ist auch wahrhaft in Gottesnähe ist. Mehr Beruhigung' Aus Liebe stark s und Hoffnung in and zes Wesen, ist das be einer in dieser unrul Wer r Nachdem wir in bei fjener Anzeigers" ber unserem Leserkreise a verdrehte Mädel" von Abschluß gebracht hab tot Bnvs'Mlichung e wertes, tois zweiseiiv- nung verjvigt werden die jüngste Arbeit ein Anzeiger" noch nicht sich aber bereits sei lichen Leistungen ai romans einen ang auch in großen beut' mit bestem (Erfolg Roman heißt: „Rem vor . >st ein Roman eigener Art in eine, miteinander verbind aus dem Leben, in b< erHung und Kamp 5Ws die beifimr Die Autorin weih sinn, flüssigen Stil diesem ihren jüngsten .°^'gen,So entsta Wen wird, an be g unserer Lesersch Senfli* ^w'ß, mit T" 'chung jeberma; unb Unterhalts«,^ Le -, Bo Wr-s »Qu° vadis?“. _ J ^Flebermau«"48 raussage. zunächst die Schönwetter« > starke Erwärmung hat r Folge, so dah sich von irungen allmählich vor« gelangt auch kühlere m Seftlanbe, öle vor« terltörungen jur Folge «erläge wlrö aber ba- ächtigt. inntatz'. Noch Mach »mmende totale ®twW«« Montag: Teils aushci- it Neigung zu Eewitter« 19. August: mitlaas 31 28 Srad; am A). August: num 31,5 Grad, Minimum ercturen in 10 an W >8,9 Grad: am 20. August. . Lonnenscheindauer H/« .KÄ-d h5,n die @[äut,:ft,n den °°r auf be a s ,!n »* ersten unmL'"''°>. neben id baL'olfitt ^HQenVy^” ’B die - iesopfe; ,mun9 in Ungarn. uteel#!"b'tut. ää erhöh?'" ber er'rank. «Hemmung,gebiet ndschurei. Müngen sind tosolge >eln dem Derhun« Mrnte der heimgesuchten vernichtet. $je "e^n unter Wasser 3„ "ch Hunderte von Flucht« ßeoenÄmittei verlangen, rerdierteln unter seiner Hungersnot nahe den in Zeltlagern unter« 'ankheiten haben beert. rnsahrt n Allantikdampsm. rtes Line neu eingestellte, »chscr „Manhattan" ernreise nach Eu« Hasen eingetrossen. Er ksternschiss .Washington" gierdienst zwischen Äeu« ^hen. i(: g.<3.: Ernst Blumschein. mit M. künftig große Dor- hatte den Notar bezahlen -en M. sei" Sohn und der ' Niesenspekoloilon, mit der wenen ®W"j'L’USj ä rÄ* Seite M. junior war M lacheae. . Wert Nachdenken über den versunken. . ■ flge e Beweise bafj < M Erfahrungen dieses 0 ^jesensch^nst icht gevohnlL 5ur. tiften o°"ZAnD°de. ufun% Wer lang' ne ub" ^wichen und Menagerie ««Sß'm*’4 igen MaMn. . ^l''7l ten ous d.» in9enl°Ü öem^'J icntien. unter . trla|‘ ber au» davon in J jf. da le mit " Schlangen^ '«■ä'ÄsS Aus der provinzialhaupistadt — weibl. teilt sich wie folgt: 26—39 Wochen Arbeitszeit 908 männl. 239 männl. 39—52 Wochen Arbeitszeit 473 männl. 209 weibl. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: i — Wiesecker Lichtspiele, 20.30 Uhr, | „Die Fledermaus". \fadJedesSrunnen-oderleilungswasserßfhart! Nehmen Sie zum Aufwaschen. Spülen und Reinigen Henkels 8 IIamItA Henkels IBasch-und Bleich-Soda HvlU*V macht hartes Utasser weich 831 1236 928 290 44 weibl. 56 weibl. in Wiesbaden. „Quo vadis?“. 2 38 2 267 sich wie folgt 203 weibl. 93 weibl. 13 weibl. 81 122 61 29 3 7 14 21 Der auf: o 3 425 männl. 1049 männl. 47 männl. - 43,1 v. S). - 30,5 v. H. - 2,6 v. S). -- 16,2 o. S). - 7,6 o.H. in Alu. und Kru. Arbeitsdienstwillige Notstandsarbciter Wohlfahrtserwerbslose Nichtunterstützte Anwartscha.stszeit ■ Unter st ützung ver« hatten 2537 Zuschlagsempfänger. Die 3285 männl, und 293 weibl. HUE. in der Krisensürsorge gliedern sich wie folgt auf: männl, weibl. ledig waren verheiratet waren verwitwet bzw. geschieden Die nachgewiesene ! zpr Erlangung der Unterstützungszeit bis 13 Wochen hatten „ über 13—26 „ „ „ über 26—39 „ „ „ über 39 „ „ zurückgelcgt. Das Arbeitsamt Gießen im Juli 1932 Geringer Rückgang der Arbeitslosigkeit. Bei der Ortsklasscngliederung teilt sich die Hauptunterstützungsempfängerzahl in Alu. wie folgt auf: Ortsklasse A (Gießen u Bad-Nauheim) 196 männL, 74 weibl. Ortsklasse B mit mehr als 10 000 Einwohner (Friedberg) 35 männl., 11 weibl.: in den übrigen Orten 1290 männl., 224 weibl. An Wartezeit mußten die Hauptunter« stützungsempsänger zurücklegcn bevor sie Unterstützung erhielten wie folgt: — Tageskalender für Samsta g: Gie« 6cner Hubertlub . 20.30 Uhr Mitgliederversammlung. — DHV., 20.30 Uhr, im ficim, Ehrung der Sieger vom Städtewettkampf x V*CV d Gießen OofllxdP1 Plocksrr.12 VIV fJV* Tel. 3170 |W |^ • GrößteAussrdlung | ■’Reparahjren.komplel'te Anlagen — Tageskalender für Sonntag: Gießener Turnerfchaft, DfB.-Waldfportplatz, (Bau- Dolksturnen, ab 9 Uhr. — Verein Rudersport und Akadem. Ruderabteilung, Bootshaus, Sommerfeft. — Omnibusbetrieb Hoos, Geselljchaftsfahrt zum Edersee, Abfahrt 7 Uhr: Ludwigsplatz. — Kraft- poft-Gefellschaftsfahrt, Abfahrt 9 Uhr Hauptpost, in den Taunus. — Staudengärtnerei Schwarz, Rosen-, Dahlien, und Stauden-Ausstellung, 9 bis 20 Uhr. — Lichtspielhaus, Bahnhofstr., ab 14 Uhr, „Quo vadis?“. — Wiesecker Lichtspiele, 20.30 Uhr, „Die Fledermaus". Gics;cner 2Sochenmarktpreisc. 'Gießen, 20. Aug. Es kosteten auf dem Heu. tigen Wochenmarkt: Süßrahmbutter 130 Pf. das Pfund, Landbutter 120 bis 130, Kochbutter 100, Matte 25 bis 30, Käse (Stück) 5 bis 10, Wirsing 6 bis 8, Weißkraut 5 bis 6, Rotkraut 10, Gelbe Rüben 8 bis 10, Rote Rüben 8, Spinat 20. Rö- mischkohl 8, Dohnen (grün und gelb) 15 bis 20, älnterkohlrabi 5 bis 6, Erbsen 20, Tomaten 20 bis 25, Zwiebeln 10, Pilze 20 bis 25, Kartoffeln 3*/t (der Zentner 3 Mk.), Frühäpfel 15 bis 30, Dirnen 15 bis 30, Dörrobst 30 bis 35, Zwetschen 25 bis 30, Mirabellen 35 bis 40, Reineclauden 25, Pfirsiche 35 bis 60, Brombeeren 20 bis 25, Ho« nig 40 bis 45, Suppenhühner 60 bis 80. junge Hähne 80 bis 90; Tauben 50 bis 70 Pfennig das Stück, Eier 8 bis 9, Blumenkohl 30 bis 60, Salat 8 bis 10, Salatgurken 10 bis 25, Einmachgurken 2 bis 3, Endivien 10 bis 12, Oberkohlrabi 8 bis 10, Rettich 10 bis 12; Radieschen, das Bündel 8 bis 10 Pfennig. •• Verhaftung von Chinesen. Am Frei« tagmittag wurden sieben Chinesen wegen Vergehens gegen die Paßvorschriften von der Polizei sestgenom« men. Die Leute wurden heute vormittag dem Amtsgericht vorgeführt. Nach Feststellung des Sachverhalts wurden vier der Verhafteten nach Zahlung von Geldstrafen wieder auf freien Fuß gefetzt, die übrigen drei verblieben in Haft bis zur Beschaffung ordnungsmäßiger Pässe. Diese Leute wollen ihre Papiere angeblich nach Berlin geschickt haben. •* Wem gehört das Poigtländer Reise-Fernglas Nr. 3012? Der heutige Polizeibericht meldet, daß der derzeitige Besitzer das Fernglas vor etwa zwei bis drei Zähren im Bergwerkswald, wo es mit einem Mantel und einem Hut zufammenlag, entwendet haben will. Eigentumsberechtigte wollen ihre Ansprüche auf Zimmer 24 der hiesigen Kriminalpolizei geltend Die Zahl der Arbeitsuchenden ist im Berichtszeitraum um rund 1.8 v.H. gefallen. Das geringe Zurückgehen der Arbcitsuaiendenzahl ist zum Teil auf eine unwesentliche Besserung des Arbeitsmarktcs, zum Teil auf die durch die Notverordnung eingeführte Hilfsbedürftigkeitsprüfung zurückzuführen. Die Landwirtschaft und die Industrie der Steine und Erden sowie das Metallgewerbe zeigten sich im Berichtszeitraum noch aufnahmefähig. Am Ende des Monats Juli standen dem oberhessischen Arbeitsmarkt 14 668 Arbeitsuchende, gegenüber 14 953 des Vormonats und 9895 des Vorjahres zur Verfügung. Arbeitslosenunterstützung erhielten 2065 Personen, gegenüber 2360 des Vormonats und 3694 des Vorjahres. Die Arbeitslosenziffer ist hier in bezug auf den Monat Juni um rund 12,5 v.H. gefallen. Krisenfürsorge wurde 4266 Personen, gegenüber 4628 des Vormonats und 3315 des Vorjahres gewährt. Auch hier ist die Hauptunterstützungsempfängerzahl um rund 7,8 v. H. gefallen. Wohlfahrtsunterstützung erhielten 2383 Personen, gegenüber 2483 des Vormonats. 3m freiwilligen Arbeitsdienst waren 4475 Personen beschäftigt, gegenüber 3603 Personen des Vormonats. Vermittelt wurden im Juli 554 Personen, gegenüber 484 des Vormonats. An Neuzugängen waren 2703 Arbeitsgesuche zu verzeichnen, gegenüber 2446 des Vormonats. 2408 Arbeitsgesuche erledigten sich ohne Mitwirkung des Arbeitsamtes, gegenüber 2310 des Vormonats. Zieht man die einzelnen Unterstützungsarten im Vergleich xur Gesamtzahl der Arbeitsuchenden, ergibt sich folgendes prozentuales Verhältnis: Hauptunter ft ützungsempfänger 52 und mehr Arbeitszeit Die 1521 männl, und 309 weibl. HUE. in der Alu. ohne Wartezeit 20 männl. Tage Wartezeit 84 „ „ „ 226 „ „ „ 757 „ 434 „ Familienstand gliedert aräber in Feindesland, ihre Ausstattung im Sinne deutschen Empfindens, fei die große Aufgabe auch in unseren Tagen der Rot. Zwar unterhielten die Franzosen die Gräber, aber es bedürfe doch wesentlicher Rachhilfe durch die Uebernahme der Patenschaften für die Friedhöfe als dem geeigneten Weg zu ihrer Erhaltung. 3n vielen Bildern sah man im weiteren Verlauf des Vortrages die endlosen Gräberreihen, in der Gegenüberstellung auch die Gräber der Engländer. der Amerikaner und der Franzosen, sowie die großen Gedenkstätten um Verdun. Die Schilderungen über die Eindrücke in Reims, in Laon, in vielen anderen Orten, in denen die Deutschen gekämpft und gelitten haben, ließen den Krieg von der tragischen Seite her zutiefst nacherleben und tiefen zugleich die Erinnerung an die Toten lebhaft wach. Die Zuhörer folgten mit gespannter Aufmerksamkeit. •' Italien im Film. Eine Reise des Deutschen nach Italien, sei es in Wirklichkeit, sei es im Geiste durch den Film, gilt weniger dem Italien der Gegenwart, als dem Italien der Bergangenheit- Weniger den Menschen der lebenden Epoche, als jenen der versunkenen. Jener toten Menschheit, die ihrer Größe in ihren Werken ein Denkmal setzte. Rie wird man diesen Werken der Architektur, den Bildwerken. den Schöpfungen der plastischen Kunst die Bewunderung versagen können. (Gleichermaßen damit nicht gesagt sein will. daß in Deutschland, in unserem Baterland. nicht ähnliches zu finden wäre!) Der Film brachte das Italien der Vergangenheit in großartigen künstlerischen Bildern nahe und lieh tiefen Einblick gewinnen in jene Welt, die nur noch mythisch in untere Tage herüberleuchtet. Die überaus reizvolle Landschaft Rorditaliens, die herrlichen Seen (Gardasee. Comersee) mit den Dörfern, die sich einfügen wie Diamanten in das Gold, zogen vorüber. Rom erstand vor dem geistigen Auge. Die Engelsburg und der Palatin, die großartigen Palazzos und Tempel, die Triumphbogen und das Kolosseum, Forum Romanum und Forum Trajanum. die Via Appia, Roms Heerstraße des Altertums und die Gräberstätten Inzwischen ist die Zahl der Hauptunterstützungs- empfänger in der Arbeitslosenversicherung, sowie in der Krisenfürsorge weiterhin gefallen und zwar zählten wir am 15. August d. I. = 1521 männliche und 309 weibliche Hauptunterstützungsempfänger in der Arbeitslosenversicherung und 3285 männliche und 293 weibliche HUE in der Krisenfürsorge. Es dürfte von Interesse sein, wie sich die Zahlen der Hauptunterstützungsempfänger in der Arbeitslosenversicherung aufglicdern. Teilt man die Zahl nach der zurückgelegten Unterstützung auf, so ergibt sich folgendes Bild: Bis zu 6 Wochen zurückgelegte Unterstützungszeit 504 m., 72 w.; über 6 bis 13 Wochen zurückgelegte Unterstützungszeit 606 m., 94 w.; über 13 bis 20 Wochen zurückgelegte Unterstützungszeit 411 m., 143 w. machen. ** D i e Einweihung des erneuerten Dünsbergturmes findet am Sonntag, 2 8. August, nachmittags statt. Der Dünsberg« verein lädt in unserem heutigen Anzeigenteil alle Heimatfreunde zu der Feier ein. Unsere Mitbürger sollten sich die Gelegenheit zu diesem Ausflug nicht entgehen lassen. " Eine Rosen-. Dahlien - undStau- den-Ausstellung wird am morgigen Sonntag in der Staudengärtnerei Schwarz (gegenüber der „Stadt Lich") gezeigt. Blumen- und Gartenfreunde sind herzlich eingeladen. Die Ausstellung ist von 9—20 Uhr geöffnet. Rähöües ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich. ** Zuchtvieh -Versteigerung des Landwirtschaftskammer - Ausschusses. Die nächste Zuchtvieh-Versteigerung des Landteirtschaftskammer-Ausschusses Oberhessen findet gelegentlich des Hcrbstmarltes in Ridda am 5. September statt. Die Versteigerung beginnt um 9.30 Uhr. Zum Auftrieb kommen 18 Eber, zur Hälfte deutsches Edelschwein, bzw. veredeltes Landschwein, ferner 10 vorbesichtigte Fleckviehbullen, darunter 6 Leistungsbullen. ** An deutschen Kriegergräbern in Frankreich. Im Filmraum der Zeughaus- kaserne am Landgraf-Philipp-Platz sprach dieser Tage im Auftrag des Volksbundes für deutsche Kriegsgräberfürsorge Direktor G e r m a n-Darm- stadt vor vielen Angehörigen des hiesigen Bataillons über seine Eindrücke von einer Reise zu den deutschen Kriegergräbern in Frankreich. Die Reise hatte den Vortragenden über Metz nach Verdun, nach Reims, Laon und durch den Ardennenwald über Sedan wieder nach Deutschland geführt. Vor dem geistigen Auge erstand den Soldaten den Zuhvrern, ein Bild von den Kamp- fen um Verdun. In eindrucksvollen Worten wußte der Vortragende das Gigantische des Ringens um Verdun darzustellen, an Hand von Lichtbildern zeigte er die endlosen Gräberreihen, unter denen abertausende tapferster deutscher Soldaten begraben liegen; er führte im Geiste und im Lichtbild in die wenigen noch erhaltenen Schützengräben und in die Trichterfelder, in denen sich die deutschen Krieger in tapferer Gegen- wehr bis zuletzt gehalten hatten. Der Redner sprach von den Forts Vaux und Douaumont und deren Erstürmung und vergaß nicht, bei all dem der Toten zu gedenken, Die auf dem größten Schlachtfeld aller Zeiten ihr Leben lassen mußten. Das Volk dürfe, so führte er u. a. aus, feine Toten nicht vergessen, wenn es würdig sein wolle, zu leben. Die Erhaltung der Kneger- Gießen, den 20. August 1932. Beruhigung. Von Reinhold Braun. Mit einem einst in Deutschland einflußreichen Manne faß ich im Gespräch beisammen, und unsere Gedanken spannen sich um das Geschick des Vaterlandes. Für ihn war das „Ende Germaniens" gekommen. Er konnte keinen Glauben mehr an die Zukunft Deutschlands aufbringen. Ich erlebte einen, der rührend tätig war und nicht glauben konnte. Und als ich dann einige Tage später Worte von ihm vernahm, die er vor Zeitgenossen sprach, Worte, rednerisch groß und mit dem Ziel, Beruhigung zu verbreiten, erlebte ich schmerzlich jene Kluft, die sich leider allzu oft zwischen dem Menschen und seinen Worten auftut. Hier liegt der Kern der gesunden Beruhigungs- Tat: Wer beruhigen will, muß Glauben haben, das Wunder der quellenvollen, jafagenben Ruhe in sich selber. Ein stetes Werk muß er in seinem Innern treiben, wie Goethe es tat: „Aus allem, was ich von den vier Enden der Welt höre, zieh' ich immer meine eigene Nutzanwendung. 9m stillen Kraft und Fähigkeit zu sammeln, zu halten und auszubreiten und aufs Glück zu warten, wo das möchte zu brauchen fein." Wer Ruhe geben will, muß zu den innerlich Zähen und Tiefwurzelndcn gehören. Sein Wesen muß um die wahren Gnadenorte wissen; nimmer darf er vom echten Herzbluten lassen. Vor allem aber muß er Jakob Böhmes, des Schusterphilosophen, Wort fidi ganz zu eigen machen und es leben: „Wer Gott findet, der findet alles mit und in ihm." 9a, nur wer in der Ruhe Gottes ist, wird der Beharrende und Still-Starke bleiben in allen Nöten seines Lebens; er wird nicht klein werden, sondern Immer groß sein in seinem Glauben an den Sim des Göttlichen. Ruhe wird er bereiten, wo sein Fuß schreitet, und jeder der guten Willen hat, wird Kraft von ihm empfangen auch ohne Worte. Dieser Ruhevolle schenkt schon dadurch, daß er „ist". Er verkörpert die Wahrheit des Satzes: Wer bei Gott weiß festzusteh'n Kann nicht aus den Fugen geh'n. Solcherweise Beruhigung Schaffende tun bitter not in unseren Tagen, da so viel obenhin beruhigt, so wenig aus den letzten Gründen heraus- geholt wird. Zuviel Eintagsfliegenhastigkeit ist am Werke, zu viel Schlagwort. Treue und Kraft zur ewigen Linie fehlen, die grundhafte innere Wirklichkeit des aus der Höherwelt Lebendigen. Und dann fehlt das Höchste häufig. Die Beruhigung durch die liebende Tat, durch das „Dasein aus Liebe". Wer aber wahrhaft in der Liebe ist, ist auch wahrhaft in der Ruhe, weil echte Liebe die Gottesnähe ist. , Mehr Beruhigung heißt darum auch: Mehr Liebe! Aus Liede stark sein, still und heiter, Glauben und Hoffnung in anderen entzünden durch sein ganzes Wesen, ist das beste und segensreiche Werk, das einer in dieser unruhevollen Zeit tun kann. Linser neuer Roman. Nachdem wir in der gestrigen Nummer des „Gießener Anzeigers" den mit großer Anteilnahme m unserem Leserkreise aufgenommenen Roman „Das verdrehte Madel" von Anny von P a n h u y s zum Abschluß gebracht haben, beginnen wir heute mit der Veröffentlichung eines neuen großen Roman- Werkes, das zweifellos mit nicht geringerer Spannung verfolgt werden wird. Wir bringen diesmal die jüngste Arbeit einer Autorin, die im „Gießener Anzeiger" noch nicht zu Worte gekommen ist, ine sich aber bereits seit Jahren durch ihre vortrefflichen Leistungen auf dem Gebiete des Zeitungsromans einen angesehenen Namen gemacht hat. auch in großen deutschen Blättern sind ihre Arbeiten mit bestem Erfolg abgedruckt worden. Der neue Roman heißt: „Renates Vermächtnis" von Hertha Fricke. Es ist ein Roman, der zwei Frauenschicksale ganz eigener Art in einer ungemein fesselnden Handlung miteinander verbindet, eine ergreifende Schilderung aus dem Leben, in der Liede und Entsagung, Pflicht- crfäUung und Kampf gegen die dunklen Machte des Schicksals die bestimmenden Motive fintr Die Autorin weiß Phantasie und Wirklichkeits- sinn, flüggen StU und natürliche Spannung in diesem ihren jüngsten Werk mit glücklicher Hand zu vereinigen. So entstand ein Roman, der aUgemcin gefallen wird, an dem insbesondere der weibliche Teil unserer Leserschaft feine Freude haben wird Wir sind gewiß, mit der heute beginnenden Veröffentlichung jedermann^ eine überaus genußreiche und unterhaltsame Lektüre zu bieten. Bornotizcn. an dieser Straße wurden tm Bilde lebendig» Pompejis tote Herrlichkeit und RcapclS bunte lebendige Pracht, das Inferno des Vesuvs, diese Dämonie der Raturgewalten, die schon Goethe zu begeisternden Worten hinrih. das alles konnte den tiefen Eindruck nicht verfehlen, den der Film auszulöien vermochte. Roch lernte der Besucher dcS Lichtspielhauses Bahnhofstraße Sizilien und seine klassischen Stätten (Girgenti, Taormina, 'Syrakus. Mefsina) kennen, bis zum Schluß weniger häufig gesehene Bilder von Venedig den Reigen schlossen. Dankbar und angeregt verließ man das Hau- " Sonderfahrten nach den Bayerischen Alpen, Tirol und Salzkammergut. Das Lloyd-Reisebüro und das Hapag- Reisebüro veranstalten demnächst gemeinsam sech- billige Sonderfahrten in die Bayerischen Alpen, nach Tirol und in das Salzkammergut. Di« Fahrten, die in der Zeit vom 4. biS 11. September stattfinden. führen in die schönsten Gebiet« der Bayerischen Alpen (Mittenwald, Traunstein. Kochel am See, Oberammergau, Tirol, Oehtal und in das Sahkammergutl. Es ist hervorzuheben, daß die Teilnehmerpreise, die je nach dem Reiseziel 69 50 biS 92,50 Mark betragen, sämtlich« Kosten der Reise, einschließlich der ilnterfunft mit voller Verpflegung und 'Bedienung, sowie viele Ausflüge und Veranstaltungen einschließen. Sie sollen es denen, die sich noch keine Reis« haben gönnen können, ermöglichen, zu einem ungewöhnlich billigen Preis schöne^ Ferientage au verleben. Mittenwald ist der höchstgelegen« Luftkurort der Bayerischen Alpen, umrahmt von hochalpinen Gipfeln der Bayerischen und Tiroler Alpen. Wer fich mehr für Gebirge und Dee interessiert, dem bietet die Fahrt nach Prien am Chiemsee, oder Kochel am See unbedingt das. was er sucht. Die Fahrt nach Traunstein und dem Salzkammergut fchließt den Besuch des idyllischen „Weißen Rößl am Wolfgangsee" ein. Für Freunde eines Aufenthalts in einem Tiroler | Hochgebirgsort ist die Fahrt inS Oehtal zu empfehlen, wo Aufenthalt in älmhaufen, 1036 Meter über dem Meeresspiegel, vorgesehen ist. Rähere» I ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich. Hartes, also kalkhaltiges Wasser ist zum Wäschewaschen ungeeignet. Schon wenige Gramm Kalk in 100 Liier Wasser vernichten über >/« Pfund Seifel Das muß jede Hausfrau wissen! Geben Sie jedesmal vor Bereitung der Waschlauge einige Handvoll Henko Bleich-Soda in das Wasser. Dadurch wird es weich wie das schönste Regenwasser, und das Waschmittel wird voll ausgenutzt. - Auch zum Einweichen der lasche gibt es nichts Vorteilhafteres als die seit 50 Jahren bewahrte Preußen. Kreis Wetzlar. > Wißmar, 19. Aug. Am frühen Abend ertrank heute beim Baden an der Eisenbahnbrück« der 24jähr. Sattlergeselle Willi P r i n z von hier. Er konnte erst nach einiger Zeit gesunden teerten, so daß die tatkräftig unternommenen Wiederbelebungsversuche leiderer- folglvs blieben. Der Tod des fleißigen jungen Mannes erweckt allgemeine Teilnahme; er sollte eine Warnung vor dem Baten an nicht besonders als Dateplah bezeichneten Stellen sein. KALT im 79. Lebensjahre. Leihgestern, Gießen (Bismarckstraße 40 part), den 20. August 1932. 5963 D Auf Kinderwagen gebe ich 25% Rabatti 04836 §em S [04815 Gießen, o Die Beerdigung findet Sonntag, den 21. August nachm. 4 Uhr statt O48SS 5941 1000,—. Kurze Wartezeit. 5683V im Alter von 75 Jahren. Londorf, den 20. August 1932. Di« Beerdigung findet am Montag, dem 22. August 1932, nachmittags 4*4 Uhr, in Londorf statt 5964 D Klein-Linden, den 19. August 1932. 5953 D e. G. m. b. H. erbaut EiHlÄMliliSIlftW und Ratensystem. 5924V zu verm. 04818 H für Oberhessen. Schriftliche Ahgebote unter 5950D an den Gieß. Anzeiger erb. Der Stahlhelm B. d. F. Ortsgruppe Gießen In tiefer Trauer: Marie Eifert. Auguit Kilbinger Nachfolger Lederwaren nnd Betseartihel, Seltersweg 67 [Vermietungen | I-Zimmer- Heute morgen entschlief mein lieber Mann, Bruder, Schwager, Onkel und Großonkel Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Löb Hammerschlag und Kinder. Heuchelheim Gießen. Str. 74e/w Der Ktahlteii Gießen, den 18. August 1932. Der lungstahlhelm Stahlhelm-Spielmannszug -um 1. Oft. zu vermiet. Schr. Ang. u. 5937 D a. d. G. A. Z'ZlM.'Ml!. mit Küche z. 1.9.32 Die Beerdigung findet Sonntag, den 21. August, nachmittags 47* Uhr, in Leihgestern statt Beamtenkredile Langfristige Kredite bis RM. 6000,—. Rückzahlbar RM. 15,— monatl. pro RM. Röstkaffee-V ertreter der regelmäßig die Läden besucht, v. bedeut. Hamb. Import-Rösterei ges. erothkarst - Komm. - Ges., Hamburg H. BMW.-Limousine 5/25-PS-Hag 4/16-PS-0pel-2Si!z. sehr gut erhalten, preiswert abzug. 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Gat.innerb.5-6rg. >4859 6jL Ur. 195 Zweites Blatt Gietzenu Anzeiger (General-Anzeiger für Gbetheffen) Heist Hindenburg helfen! Gin Aufruf der Hindenburg-Spende zum SS. Geburtstag des Reichspräsidenten Breslau und wurde 1897 als städtischer Lehrer nach Breslau berufen. Hier wirkte er während zwölf Jahren, schied dann aus dem Schuldienst aus und lebte seither als freier Schriftsteller in Breslau. — Kellers liebenswürdiger Humor und seine gesunde, allem Aesthetentum abholde Art sind cs, die seinen Büchern grohe Verbreitung gesichert haben. Wir nennen von diesen: die Romane „Waldwinter" (1902, 250. Aufl), „Die Heimat" (1904, 161. Ausl ), „Der Sohn der Hagar" (1907, 214. Aufl ), „Die alte Krone" (1909, 162. Aufl.), „Die fünf Wald- tädte (1910). Besonders anregend liest sich der bekannte, 1915 erschienene Roman „Ferien vom Ich", dessen Grundgedanke, eine Erholungsstätte zu schas- en, in der man Namen, bürgerliche Stellung, Geld und Zeit für einige Wochen im Jahr vergessen kann, zum Teil von Johannes Müller in Elmau verwirklicht worden ist. Von Kellers neueren Romanen seien ,^Hubertus" (1918), „In fremden Spiegeln" (1921), „Die vier Einsiedler" (1923), „Die drei Ringe" (1924), „Für Alt und Jung" (1925) er- Oberheffen Landkreis Gietzen. Montag, 22. August. Eewinnauszug Nachdruck verboten Ohne Gewähr 9. Ziehungstag 18. August 1932 7297 35908 44608 68083 63748 96092 99301 131865 168192 177900 182296 6634 27517 32586 36610 88 Gewinn« ju 10OO M. 55272 57025 71033 97511 107454 108273 3030 4939 5618 212 Gewinne ?u 500 UL 2004 2271 Kreis Büvtngcrr buctsrage des Xerchspraf idcn 8n der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen der Hindenburg-Spende veröffentlichen folgenden 4 ®«toUme tu 10000 M. 30412 86509 232366 Aufruf: ,Am 2.Oktober d.J. wird Reichspräsident von 15972 2 2418 28216 42435 47656 60268 64506 7 34 53 76122 82327 96483 99535 109694 132594 ftdfen Sie uns durch Ihren Beitrag, hinden- bürg zu feinem 85. Geburtstag die Möglichkeit 1 04 ®«toinne ,n 1000 M. fdjaffen, auch weiterhin der erste Helfer seiner notleidenden Kriegskameraden zu sein. Stärkt seine Stiftung! helft Hindenburg helfen! Die Geschäftsstelle der Hindenburg- jjik y v । i . mit hnA 387629 des Gemeinderats. Rundfunkprogramm 125831 Sonntag, 21. August. Sn Reichen Widerhall fand die Anregung. Acht Kunst und Wissenschaft Oer Schriftsteller Paul Keller t- Gewinnrade verblieben: 194879 271484 302170 175187 269043 301770 365454 142667 199347 275641 298425 339603 394214 210260 350910 212780 278173 320504 187638 256705 294781 398103 113816 167100 203069 231948 314239 359590 97685 123215 145310 148584 161052 171720 202018 231014 246133 272575 291182 348334 374427 129251 173625 260226 289660 317993 104411 127507 164397 178075 223162 245492 263342 284924 317750 342426 377267 166798 227116 300501 358794 111895 126606 145831 157123 162313 173077 207170 231398 247253 276344 299955 352898 377565 131524 180352 204037 239063 316582 390522 137650 199123 261665 297444 331762 394121 104816 127659 165388 179156 226318 251447 268477 301581 320739 349497 379790 112382 132812 145898 158170 163991 173290 211219 231928 250328 280881 313706 355729 378024 223234 272309 307571 143009 181767 206273 244951 322983 392735 176910 270902 311038 378475 119336 133499 147804 159042 169245 189176 212795 238097 255048 285636 318733 360437 388037 226762 229472 240804 280276 289108 292125 329837 345868 363349 146578 186491 211464 259191 326404 144504 241534 278184 302822 367299 195916 274604 318341 393789 119453 139587 148186 159634 170768 189256 226159 238316 259610 287023 322347 364432 393922 164909 192078 212142 302257 334565 155.416 252632 286164 307418 373697 112026 160550 195297 222183 304300 352446 122549 142855 148416 169677 170983 189444 229952 242598 262187 290063 337166 369082 113949 294642 257137 287954 314703 383904 154514 176337 210401 244259 261712 283I80 309641 330413 376552 399786 161736 217301 296536 355373 108021 128691 167279 192550 231101 261903 269837 302002 321979 360775 385239 109034 136697 171818 194254 242432 258232 272231 302664 324698 366851 387922 222388 242475 385476 141898 174560 203487 243296 259947 274343 304779 327020 371258 390945 6533 7679 14677 15854 18410 22887 24367 25432 33375 34291 34581 39871 52689 52767 53223 59782 63368 66985 76251 79406 83558 89151 92170 95070 Mn ul Keller wurde am 6. Juli 1873 in Arnsdorf (Schlesien) geboren, besuchte das Lehrerseminar in 1057 4932 7095 7506 37125 49480 203680 242927 62694 158833 4890 86439 5. Klasse 39. Prcußisch.Sllbbcutsche (265. Preutz.) Staats-Lotterie. 2 Octoinn« zu 500000 M. 246518 2 detotnne zu 25000 M. 107718 2 Gewinn« zu 10000 M. 311351 L Gewinne zu 5000 M. 57052 ( 20757b übergehen? _ Die unterzeichneten Mitglieder des Kuratoriums 8 Gewinn« tu 5000 W. 293430 24 ®etoinne tu 3000 M. 162081 178260 197853 331102 341517 365318 82 Gewinn« >n 2000 W. Breslau, 20. Aug. (WTD. Funkspruch.) Der Schriftsteller Paul Keller ist hier heute früh im Alter von 59 Jahren gestorben. 16 G«winne zu 3000 M. 269483 311865 315629 60 Gewinn« zu 2000 M. 6 pen beteilt ba3u mit, d°h SBeiiräae auf bae Boftldietftonto ber fjmbenburg.apenbe Berlin Dir. W und bei f?i8enben Bauten e t e Litt, un!, Wibmunj stammen aus dem G-d-i,rwrrk. do» die ^i nben bu r g-Spenbe Sr ® e. ten in der Verlagsanstalt Otto Stollbecg erscheinen laßt. 7« cÄn und bei folgenden Banken entaeaenaenom. men werden Reichs-Kredit-Gesellschaft AZ., Per m, Deutsche Bank und Disconlo-Gesellichafl Berlin: Bayrische Hypotheken- und Wechselbank München, Bankhaus Gebr. Slrnhold, Dresden: Bankhaus Men- delssohn & Co., Berlin. der Hingabe an die Person Hindenburgs mit uns einigen Freunden und alle sonstigen Verehrer bitten wir, soweit sie zu geben in der Lage sind: bg. Grohen-Duseck. 19. Aug. 3n verhältnismäßig kurzer Zeit wurde durch den freiwilligen Arbeitsdienst ein erstaunlich großes Stück Arbeit geleistet. Durchschnittlich 30 6 zu je 75000, 6 zu je 50000, 20 zu je 25000, 136 zu je 10000, 320 zu je 5000, 696 zu je 3000, 1982 zu je 2000, 4014 zu je 1000, 6658 zu je 500, 20050 zu je 400 M. 7.05 (Bad Homburg): Frühkonzert des Kurorchesters. 12: Unterhaltungskonzert des Fränkischen Kammerorchesters. 13.30: Konzert auf Schallplatten. 15.20: „Ein rheinischer Weber- junge erzählt", Improvisationen von Paul Laven, 17: Nachmittagskonzert. 18.25: Stunde der Arbeit. 18.50: Englischer Sprachunterricht. 19.30: Schlagerstunde. 20.15: Feierabend, Hörbericht von Paul Laven. 21.15: Kammermusik für Bläser. 22.45 bis 24: Nachtmusik. 3960 10308 14180 14885 15399 27757 29209 43676 46792 69989 63715 80044 81556 81769 94191 103059 111965 113274 117391 aerer Zeit den G e m e i n d e r a t s s i tz u n g e n ferngeblieben, obwohl dringliche Punkte der Erledigung harren. Der auf diese Weise wiederholt 3n der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen 2 Prämien zu je 3000, 2 Ge. leiem, uu uui ci, v“ ----- ■' „ lcmdes Rechnung zu tragen und von allen rauben- den Festen abzusehen. Wolle man seines JO. ®e- burtstoges doch gedenken, so solle man seinen Beitrag zur Hindenburg - Spen d e geben zu der Reich und Landerregierungen inzwischen aufgerufen knHnn 'D»i*pn Widerhall fand die zln - Durch die von Hindenburg aus diesen Mitteln errichtete und unter seiner Leitung stehende Stiftung hat der Reichspräsident bisher insgesamt 5,2 q, i f (innen Reichsmark verausgabt und damit in Zehntausenden von Fallen harte Rot beheben Ob2Iud)nböe? 85.Geburtstaa des Reichspräsidenten wttd^bei der drückten Lt Deutschlands keinen Anlaß zu rauschenden Feiern bieten tonnen. Zu Im je 500000, 100 Schlußprämien zu roirme zu je 300000, 2 zu je 200000, 4 zu je 100000, 6.15 (Don Bremen): Hafenkonzert. 8: Choralblafen, veranstaltet von der Zentralstelle für Kirchenmusik der Evang. Landeskirche Frankfurt a. M. 8.15: Morgenfeier, veranstaltet von der Evang. Landeskirche Frankfurt a. M. 9.15: Stunde des Chorgesangs. 10 (Freiburg): HvKerichtvom __ ...IS UUIUI |CUIC , L . - ~ I - -V - » , das Ganze mehr denn je das Symbol bester deutscher Kräfte, die schließlich doch den endlichen Dergünstigung ebenfalls zugute kommen. Die 2In- unb Abschaffung eines Gemeindeebers und Ziegenbockes fand die Genehmigung des Gemeinderats. Als Feldschluß wurde der 20. Oktober jeden Jahres sestgesetzt. Die Beratung des Waldwirtschaftsplans für 1933 wurde zurückgestellt. Der Gemeinderat beschloß die unwiderrufliche Anstellung des Etadtrechners Berges. Die Erhebung der Bürger st euer für das Jahr 1932 wurde in der gleichen Höhe wie im D o r j a h r e beschlossen. Ein vorliegender Nachtrag zur Ortssahung, die Benutzung der städtischen Kanäle betreffend, fand die Genehmigung 0 Hungen, 19. Aug. Verschiedene Bürger unserer Stadt mußten in diesen Tagen eine Enttäuschung erleben. Sie fielen in Gutgläubig- ! , Watzenborn-Steinberg, 19. August. Schon seit Wochen bestehende kommunalpoli- tische Gegensätze in unserer Gemeinde, die aus einer Beschwerde mehrerer Bürger gegen die Beschäftigung eines Gemeindcratsmitglie- des als Aufseher bei den Fürsorgearbeitern und den Arbeitsdienstfreiwilligen entstanden ist und vom Kreisamt die Entlassung des Gemeinderatsmitglieds forderte, haben sich leider auch auf die Gemeindevertretung übertragen. Ein großer Teil der Gemeinderotsmitglieder ist schon seit län- Dergrekord 1932 am Schauinsland. 11.50 (Durg- garten in Tri berg): Mittagskonzert des Kur- orchcsters. 12.50 (Freiburg): Hörbericht vom Internationalen Rennen um den ADAC.-Dergrekord 1932 am Schauinsland. 13.05: Konzert auf Schall- platten. 14.10 (Freiburg): Endergebnisse vom Internationalen Rennen um den ADAC.-Berg- rckord 1932 am Schauinsland. 14.30: Stunde des Landes. 15 Uhr: Stunde der Jugend. 16 (Karlsruhe): Bunter Nachmittag, ein Querschnitt durch die Sommeroperette. 18: „Dor einer großen Wanderung", von Karl Zimmermann. 18.25: Dreißig bunte Minuten. 19 (Don Leipzig): Schwimm-Meisterschaften der Deutschen Turnerschaft in Erfurt: Sprecher: Hans Grüniy. 19.30: Kleine Stücke für Cello und Klavier. 20.10: Bunter Abend. 22.45 (Aus Herne): Deutsche Wasserball-Meisterschaft des Arbeiter-Turn- und Sportbundes Hellas-Berlin — Hannover-Linden. 23 bis 24: Nachtmusik. der Hindenburg-Spende wissen, wie sehr die Möglichkeit persönlich helfen zu können, unserem allvere'hrten Generalfeldmarschall und Reichspräsidenten die Last des Amtes tragen hilft Unsere in 188 ®«tornn« tu 500 M. 3580 4838 5254 5427 5954 13887 17454 19946 20241 24325 31376 36254 41831 47799 52846 53164 53564 61340 67448 74022 75122 77254 79916 90457 91474 93956 94323 102280 ------ ------ ----— 112320 125831 von Men- interfelbl- leit einem Manne zum Opfer, der bettelnd von Haus zu Haus ging, sich mit der Empfehlung eines guten Bekannten, in dessen Auftrag er geschickt sei, jeweils einzuführen wußte und dadurch höhere Beträge als sonst zu geben üblich ist. erh ell. War man schon über die Empfehlungen erstaunt, so war man erbost, als man erfahren mußte, dah ein Schwindler sein Unwesen getrieben hatte. Der Mann, der sich insbesondere alleinstehenden Personen als lungenkranker, stellenloser Kaufmann vorstellte, war gut gekleidet, etwa 1,70 Meter groß. 40 bis 45 Jahre all und trug einen bräunlichen Anzug sowie einen hellgrauen Hut. Internationalen Rennen um den ADAC.^Derg- rekord 1932 am Schauinsland. 10.40: „Hellere Woselfahrt", von Dr. C. Schulz, Koblenz 11: „Das neue nassauische Landestheate^, Dortrag und Gespräch: Intendant Max Derg-Ehlert. Oberregisseur Hans Stiebend und Regisseur Horst Hoffmann. 11.35 (Freiburg): Horbericht vom Internationalen Rennen um den ADAC.- Geheimrat Duisberg, Franz delssohn, Landesdirektor o. W M e n k i n und andere Mitglieder des Kuratoriums . . . z— v .. . er tAlnnnnon Millionen stellte das deutsche Volk Hindenburg zur Verfügung und half ihm damit den Herzenswunsch erfüllen, persönlich fernen f r i e gsino a • l, den Kameraden und ihren Hinter blieb en en helfen zu können. — . Hindenburg 85 Jahre alt. Was er Deutschland bedeutet, brauchen wir nicht erst zu jagen. In der heutigen Zeit schärfster inncr- und außenpolitischer Belastung und Gegensätze ist er uns durch seine selbstlose S)i n 9 n b e a g harren. Der auf diese Weise wieoeryoil beschlußunfähige Gemeinderat hat nun kürzlich auf Grund der Notbeftimmungen eine Sitzung abgehalten, um wenigstens die dringlichsten Wohlfahrtsanträge zu erledigen. Eine weitere Sitzung, die vorgestern stattfinden sollte, mußte wiederum vertagt werden, da nur vier Gemeinderats» mitglieber anwesend waren. In der Einwohnerschaft wird immer dringender der Wunsch laut, daß nun endlich der Zwist beseitigt werden und die Gemeinde- ratssitzungen wieder in ordnungsmäßiger Weise stattfinden möchten. 'schwer lastet die Sorge auf Deutschland und jeden einzelnen Aber soll der 2. Oktober unbemerkt vor- Wiederaufstieg von Volk und Reich gewährleisten. Als sich die Deutschen daheim und draußen im Jahre 1927 rüsteten, um den 80. Geburtstag des Generalfeldmarschalls und Reichspräsidenten zu feiern, da bat er, der schwierigen Lage des Vater- *__ a____ unh nnn All Ort m II Im PH» tog. Tübingen. 19. Aug. Die Entlohnung ber im Freiwilligen Arbeitsbien st stehenden Leute sott insofern eine Verbesserung erfahren, als die ©emeinbe den verheirateten Arbeitern einen F ö r b e r u n g s s a h zuzahlt, bet sich in ber Höhe von 50. 30 unb 20 Pfennig pro Tag bewegt. Den lebigen Arbei- lern sott bei vorliegender Bedürftigkeit diese großes Stuck arbeit geleitet, ’^urcmconuriia) ou Arbeiter haben den Lauf der Wiese ck vom sogenannten „Hexenpfuhl" bei Trohe bis zur „Pfingstbrücke" unmittelbar vor unserem Dorfe reguliert. Die Leitung der Arbeiten lag in den Händen der Daufirma Schneider in Heu- chelheim. Dem Vernehmen nach sind Unterhandlungen im Gang, die Vachufer innerhalb des Ortes befestigen zu lassen, da durch starke Strömungen stellenweise nicht unerheblicher Schaden herbeigeführt wurde. — Ein großer Teil besonders der jugendlichen Dorfbewohner hofft, daß nach der Erledigung der vorgenannten Arbeiten ihr sehnlicher Wunsch nach einem Schwimmbad doch noch in Erfüllung geht, zumal durch die Feldbereinigung ein geeigneter Platz dafür vorgesehen ist. Unsere hiesigen, durch gute Leistungen bekannten Sportler, empfinden das Fehlen eines Bades besonders schwer. — Unser neuer Pfarrer hat, von Gemeinde, Kirchenvorstand und Posaunenchor herzlich begrüßt, das neu hergerichtete Pfarrhaus bezogen und wird morgen feine Antrittspredigt halten. Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hl'he Gewinne gefallen, und zwar je cinci auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I unb II Oer ^Zalke" der akademischen Segelfliegergruppe. Erste Starts auf der Wafferkuppe. Die akademische Segelfliegergruppe (angeschlossen dem Gießener Verein für Luftfahrt) hat soeben in Gemeinschaft mit der Jungflieger- gruppe dieses Vereins den Bau eines Leistungs-Segelflugzeuges vom Typ „Falke" vollendet. Als Werkstatt diente neben der des Vereins für Luftfahrt ein geeigneter Raum des neuen Studentenhauses am Leihgesterner Weg. Das Flugzeug hat eine Spannweite von 12,60 Meter und eine Länge von 5,25 Meter. Es wird in diesen Tagen von hier aus auf die Wafferkuppe befördert, um dort seine ersten Segelflüge zu unternehmen. Die Maschine ist gleichzeitig für den Motor- Schleppflug eingerichtet. Es ist zu erwarten, daß, wenn die Flieger in zwei Wochen von der Wasserkuppe zurückkehren, auch über unserer Stadt einige Motor-Schleppflüge veranstaltet werden. Leichtathletik der Sp.-Äg. 1900. Der für kommenden Sonntag in Frankfurt vorgesehene Klubkampf für Aktive und Frauen gegen den SE. 1880 ist von den Frankfurtern inzwischen abgesagt worden. Es tritt also nur die Jugend die (Reife nach Frankfurt an, und zwar geht es zu den groß angelegten Aationalen Jugenbwett-- kämpfen des IG.-Sportvereins. Die 1900er sind in der A.ÄIaffc im 1500-Meter-Lauf (Berg- Höfer I.), im 400-Meter-Lauf (Salzberg) und Dreikampf (bzw.) Hochsprung (Herrmann) im Wettbewerb. In der 6-Klasse ist Berghöfer II. für mehrere Konkurrenzen gemeldet, während Koch III. in der L-Klasse fein Glück versuchen will. Da auch eine Mädchenklasse (Jahrgang 1916 und Jugend) eingelegt ist, wird die Spvgg. 1903 hier vertreten sein. Es steht zu erwarten, daß sich die eine oder andere 1900erin bis in die Entscheidungen durchsetzt. Falls alle Wechsel klappen, sollte auch die 4xl00.Meter-Staffel, die mit Lösch, Lippert, Wehling und Diehl vorgesehen ist, nicht ohne Aussichten sein. Die Farben des OSC. Gießen vertreten diesmal nur zwei Jugendliche. Gold- s ch m i d t läuft die 1500 Meter in der A-Klafse und Laudon nimmt am Kugelstoßen der B* Klasse teil. Bei der in Frankfurt zu erwartenden starken Konkurrenz ist es fraglich, ob der OSE. auch diesmal einen Sieg mitbringt. Arbeiter-Tum- und Sportbund. Der kommende Sonntag sieht im weiteren Verlauf der Kreisklassenspiele Gießen I — Aieder- Florstadt I auf dem 'Trieb gegenüberstehen. Die Gäste zählen zu den stärksten Mannschaften der Kreisklasse. Gießen wird gut daran tun, wenn es zu diesem Spiele alle zur Verfügung stehende Kräfte heranholt. Ein interessantes Treffen wird es am Sonntagvormittag in Heuchelheim geben, wo sich Heuchelheim I und Wieseck I gegenüberstehen. Obwohl Heuchelheim den Vorteil des eigenen Platzes hat, dürften die technisch besseren Gäste die Siegesaussichten haben. Vaunheim I empfängt Aieder-Wöllstadt I. Auch in diesem Spiele dürfte der Kreismeister der Berlin schwächer und still. Berlin, 20. August. (WTB. Funkspruch.) Bis kurz vor Festsetzung der ersten Kurse hatte man trotz der Kursverluste an der gestrigen Neuyorker Börse mit einer ziemlich widerstandsfähigen Tendenz gerechnet, da einmal die innerpolitische Situation nicht ungünstig beurteilt wurde, Aum anderen die weiter eingetretene Gelderleichterung anregte. Auch rechnete man mit kleinen Rückkäufen der Börse, die gestern in stärkerem Umfange realisiert hatte. Da aber bis um 11 Uhr der Ordereingang bei den Banken nur sehr spärlich war und auch sonst Anregungen besonderer Art (die Auslandsbörsen sind zum Teil geschlossen) nicht Vorlagen, zeigte die offizielle Eröffnung unsichere und meist eher schwächere Tendenz. Spezialwerte, wie einige Montanpapiere und Rhein-Braunkohlen, Westeregeln, Autoaktien, Feld- mllhle, Dortmunder Union und Polyphon eröffneten zwar bis zu 1 v. Sj. fester, das Gros der Pa- piere büßte aber bis zu 0,75 v. Sj. ein, und Werte, wie Bank, Elektrischer Werte, Julius Berger, Stöhr, Gebr. Iunghans, Linoleumaktien, Gesfürel und HEW. büßten bis zu 1,50 o. Sj. ein. Auch Schiff» beHere sein. Dorheim I ist am Sonntag in Erb- stadt zu Gast. In der er st en BezirkSklasse sollte Gießen II aus Londorf zwei Punkte nach Hause bringen. LoUar l ist in Daubringen zu Gast. Ob es zu einem Siege der Gäste reicht, ist fraglich. Allendorf-Lahn I hat Oberndorf I zum Gegner und sollte auf eigenem Platze Sieger werden. Hungen I wird aus Saasen Sieg und Punkte mit nach Hause nehmen. Großen-Linden I hat Alsfeld 1 zum Gegner. Großen-Duseck I ist in Burkhardsfelden zu Gast. Man erwartet ein spannendes, gleichverteiltes Spiel. In der Jugendklasse treffen sich: Heuchelheim — Gleiberg: Krofdorf — Lcmnsbach; Staufenberg — Alten-Buseck. Am kommenden Sonntag finden in Odenhausen (Lahn) die diesjährigen leichtathletischen Wettkampfe des 3. Bezirks statt. Vormittags beginnen die Mehrkämpfe der einzelnen Klassen, denen die Einzelkämpfe und Vor- entscheidungen in den Mannschaftsläufen folgen. Nachmittags findet die Fortsetzung der Einzelkämpfe sowie die Entscheidungskämpfe statt. Es liegt ein befriedigendes Meldeergebnis vor. fahrtsaktien lagen weiter im Angebot. Ungünstige Nachrichten über die Geschäftsentwicklung im Aku- Glanzstosfkonzern beinflußten die Kunstseidenwerte, von denen Aku im Verlaufe weiter rückgängig waren. Am Rentenmarkt war eine zuverlässige Tendenz zunächst nicht erkennbar. Deutsche An- leihen, Reichsbahnvorzugsaktten und Reichsschuldbuchforderungen neigten aber eher zur Schwäche, ebenso lagen die Kurse der variabel gehandelten Jndustrieobligationen, soweit sie schon zustande kamen, etwas niedriger. Auslandsrenten zeigten im allgemeinen nur geringe Veränderungen. Das Interesse für Ungarische Goldrente hielt an. Auch im Verlaufe blieb es r e ch t st i l l. Nur für Spezialwerte, besonders für einige Montanpapiere und die in Berlin gehandelten Kolonialwerte, machte sich Interesse bemerkbar. Schwächer lagen im Verlaufe dagegen Vogeldraht, die 1,50 v. H. gegenüber dem Anfang einbüßten. Auch Feldmühle litten unter Angebot und gingen um 3 v. H. zurück. Das Geschäft war aber auf allen Märkten äußerst gering, es trafen nicht einmal, wie sonst an Samstagen, verspätete Publikumsorders ein. Am Geld- Wirtschaft. markt machte die Erleichterung Fortschritte, der Satz für Tagesgeld stellte sich allgemein auf 5,25 o. H. an der unteren Grenze. Frankfurt sehr still. Frankfurt a. M., 20. Aug. (WTB. Drahtmel- düng.) Infolge des Börsenbeginns am Samstag lagen heute von der Kundschaft zunächst noch keine Orders vor, so daß bei Beginn des amtlichen Verkehrs die Börse ein sehr st i l l e s Bild bot. Die Spekulation übte Zurückhaltung, nicht nur wegen des schwachen Schlusses der gestrigen Neuyorker Börse, sondern auch wegen der immer näher heran- kommenden Zeit des Parlamentsbeginns. Gegenüber der gestrigen Abendbörse war die Kursgestaltung zwar etwas unregelmäßig,, überwiegend ergaben sich jedoch auf kleine Realisationen der Kulisse Rückgänge von 0,5 bis 1 o. H. Relativ widerstandsfähig lag der Montanmarkt, an dem Stahlverein und Rheinstahl je 0,25 v. H. anzogen, und die übrigen Werte unverändert waren. Am Elektromarkt setzlen AEG. 0,5 v. H. und Lahmeyer 1,5 v. H. schwächer ein, während Licht & Kraft 0,75 und Gesfürel 0,25 v. H. freundlicher lagen. Von den Werten des Chemiemarktes verloren IG. 0,90 v. H., Rütgers- werke 1 o. H. und Metallgesellschaft 0,5 o. H. Schifffahrtspapiere lagen nur knapp behauptet. Von sonstigen Werten eröffneten Holzmann und Zellstoff Aschaffenburg bis zu 1 v. H. höher, anderseits gaben von Kunstseidenaktien Aku 0,5 v. H. nach. Im Verlaufe blieb der Geschäftsgang außerordentlich schleppend, und da vom Publikum keine Orders eingetroffen waren, schwächte s i ch die Tendenz weiter leicht ab. IG. gingen um weitere 0,5 v. Sj. zurück, dagegen zogen von Montanwerten Stahlverein 0,25 o. Sj. an. Im großen und ganzen waren die Veränderungen nur unbedeutend. Am Rentenmarkt gingen Deutsche Anleihen bis 0,25 o. H. zurück, Goldpfandbriese waren meist unverändert, während sich Liquidationspfandbriefe bis zu 0,5 v. Sj. erholten. Von Auslandrenten gewannen 4,5-o. H.-Goldrumänen 0,5 o. H., Bagdadbahn (Serie 1) blieben nur knapp behauptet. In Schutzgebietanleihen kamen nur noch kleine Umsätze zustande, doch konnte sich die erhöhte Abendbörsen- notiz von 3,80 o. Sj. gut behaupten. Tagesgeld war zu 4,25 d. Sj. unverändert. (Schluß des redaktionellen Teils.) Das neue Programm der Ingenieurschule Technikum Strelih ist soeben erschienen. Die Schule ist seit dem 31. März 1931 staatlich anerkannt und seit dem 4. April d. I. auch im Sinne der Baumeisterverordnung. Die Schule erfreut sich trotz der Ungunst der Konjunktur eines guten Besuches aus dem In- und Auslande. 5604V ist und bleibt das beste Brikett! Beachten Siel — — — — — — — — — Neue Besen kehren besser! Also merken Sie vor: Radio-Schwan Seltersweg 64 BehagllcheVorführungsräumeI Illustrierte Preisofierten liegen lür Sie bereit! — Die Technik schreitet fort — Die Berliner Funk-Ausstellung bringt die neuesten Errungenschatten der Funk Technik. Alles wartet aut Siel 5930d Rosen-, Dahlien- und Stauden-Ausstellung am Sonntag, dem 21. August 1932 in der Staudengärtnerei Schwarz gegenüber der „Stadt Lieh“ Wir laden alle Blumen- und Gartenfreunde herzlich ein Von morgens 9 bis abends 8 Uhr Jeder 25.Besucher erhall einen schönen Blumenpreis Machen Sie einen Spaziergang zu uns! Sie werden viel Freude erleben! 594 id Ausschneiden I MW9 Aufheben! Wir geben hiermit unsere Geschäfts- Eröffnung bekannt und bitten Sie, uns im Nachfolgenden das größte Vertrauen entgegenzubringen, sowie uns in Ihren Bekanntenkreisen bestens zu empfehlen. 1. Beseitigung v. Zahlungsschwierigkeiten v.M. 5.-an 2. Garant. Qeltrelb. v. Geldbeträgen). Art, 10% d. Betr. ..Wirtschaftliche Rentabilitätsgestaltung von Geschäften und Betrieben.........v.M.10.-an 4.TechnlscheKonstruktionen|egllcherArtv.M.35.-an 5. Patent- und Musterschutz-Anmeldungen Inkluslv Pat.-Amt-Geb.................v.M.40.-an 6. Garant Verwert In In- u. Ausland, einmalig M. 30.- Kaufm.-Techn.-Büro, Gießen, Mühlstr.2, Inh. H. Standhaft, Zlv.-Ing. u. Organisator Augenarzt Dr. Gros von der Reise zurück! 04832 Von der Reise zurück Dr.Weyl Facharzt für Hals-, Nasen-, Ohrenleiden 5946d Dr.Wolf praktiziert wieder Sporn. Bor wetefol< (BtoBen-Elnöen Die Aktionäre unserer Gesellschaft werden hierdurch zu der am 3. September 1932, 18 Uhr, im Ralhause zu Großen- Linden stattfindenden 5952D otdenttitQen (Benecflloecfammlung eingeladen. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes und Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 1931; Vorlage der Bilanz sowie der Gewinn- und Derlustrechnung für 1931. 2. Beschlußfassung über die Genehmigung der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung und über die Verteilung des Reingewinns. 3. Entlastung von Vorstand und Auf- sichtsrat. 4. Beschlußfassung über die Wiederherstellung der durch die Verordnung des Reichspräsidenten vom 19. September 1931 mit Beendigung der Generalversammlung außer Kraft tretenden §§ 9—14 der Satzungen. 5. Neuwahl des Aufsichtsrats. 6. Wahl eines Bilanzprüfers für 1932. 7. Verschiedenes. Zur Teilnahme an der Generalversammlung sind diejenigen Aktionäre berechtigt, die ihre Aktien ohne Gewinnanteil- und Erneuerungsschein bis spätestens am 27. August 1932 in Großen-Linden bei der Gesellschaftskasse oder bei einem deutschen Notar hinterlegen. Im Falle der Hinterlegung bei einem Notar ist die Bescheinigung des Notars in Urschrift oder in Abschrift spätestens einen Tag nach Ablauf der Hinterlegungsfrist bei der Gesellschaft einzureichen. Die Hinterlegung gilt auch dann als ordnungsmäßig erfolgt, wenn eine Bank Aktien mit Zustimmung der Gesellschafts- fasse für sie bis zur Beendigung der Generalversammlung in Sperrdepot genommen hat. Großen-Linden, den 13. August 1932. Der Vorstand. Zement la Portland ganz erstklassige Qualität zu ermäßigten, ganz billigen Frei- uisD sen, weit unter Syndikat-Preis C.Rübsamen Fernsprecher 3659 lSlÄEssMeimW der SIM (Biesen. Mittwoch, den 24., und Donnerstag, den 25. August 1932, soll das Grummetgras von den städtischen Wiesen öffentlich meistbietend versteigert werden und zwar: Mittwoch, den 24. August 1932: 6% Uhr (Zusammenkunft am Schlachthof) von den Wiesen im Neustädter Feld, bei dem Schlachthof, Hohleiche und auf der Insel. 9% Uhr (Zusammenkunft am Viadukt in der Ederstraße) von den Wiesen in der Schwarzlach in 7 Abteilungen. 11 Uhr (Zusammenkunft in der Restauration von Georg Schrimpf, Kaiserallee 4) die Wiesen an der Thromschen Fabrik, eine Wiese hinter der Kläranlage, von den Wiesen am Weiher, am Ohleberg, im Heegstrauch und am Alten Steinbacher Weg (Rußland). 14 Uhr (Zusammenkunft in der Restauration Philosophenwald) von den Wiesen im Wiesecktal und an der Eselswiese. Donnerstag, den 25. August 1932: 9 Uhr (Zusammenkunft an Ort und Stelle) an der Anneröder Straße, von den Wiesen am Altentisch und Utersbrun« nen; anschließend an der Rödgener Straße von den Ochsenwiesen und den Wiesen im Stolzen Morgen. 13 Uhr (Zusammenkunft an Ort und Stelle) von den Wiesen des Gas- und Wasserwerks in den Gemarkungen Rödgen und Großen-Buieck. Steigliebhaver, welche die Wiesen zu besichtigten wünschen, wollen sich an den städtischen Wiesenmeister Klos, Bückingstraße 4, wenden. 5868C Gießen, den 15. August 1932. Bürgermeisterei Gießen. I.D.: Dr. Hamm. Werbe-Drucksachen bei Brühl, SchulstraB« 7 ab Montag 22. August 1932 5925 D Zwangsversteigerung. Am Dienstag dem 23. August 1932, vormittags 11 Uhr, wird im versteige- rungslokal „Zum Löwen", Neuenweg 28, dahier, 5958D ein neues Schlafzimmer aus Eichenholz, bestehend aus: zwei Bettstellen, einem Kleiderschrank (ohne Jnnenspiegel), zwei Nachtschränkchen (ohne Marmorplatten), einem Waschtisch (ohne Marmorplatte, ohne Aufsah und Beschläge) öffentlich meistbietend gegen sofortige Barzahlung versteigert. Möckel Vollziehungsbeamter der Allgemeinen Ortskrankenkasse Gießen-Land. Bekanntmachung betru Zuchtviehversteigerung inTlidda amMontag,dem 5.(5epfemberl932. Beginn der Versteigerung 9.30 Hl)r vormittags. Zur Versteigerung kommen 10 Fleckviehbullen und 18 Eder, je zur Halste deutsches Edelschwein und veredeltes Landschwein. Gießen, den 18. August 1932. 6931D Landwirtschaftskammer,Ausschuß ___________für Oberhesten. Bekanntmachung. Der vom Rat durchberatene Voranschlag für Rj. 1932 liegt vom 29. August ab eine Woche lang auf der Bürgermeisterei zur Einsicht offen. 59360 Einwendungen können während dieser Zeit schriftlich ober zu Protokoll vorgebracht werden. Ruttershausen, den 18. August 1932. Bürgermeisterei. Schwarz. SIMM I üannonlums werd, sachgemäß u. pretSwert gestimmt u. revar. s.kvettmL Gie6en.LndwiOstr.5p Lelevbon 2403. Verkant v. neuen u. gebr. Klav. Wasserdichte Wagenplanen sowie Erntedecken und Erntesäcke in jed. Größe liefert billigst 6äid M. Eh. Mühlstein Sackfabrik Gießen An der Margareten- Hütte 5, Telephon Nr. 2132. Wanzen u. jedes Ungeziefer vertilgt gewissenh. u. diskret u. sckriftl. Garantie. Vergasg. Auch ausw. [04954 Kammerjäger Schomber, Gießen, Kirchenvlah 18 __Tel. 3983. Teepilz z. Bereit, ein. ges. Erfrischungsgetrt^. Kränterbans Jung J-achgeschöst f. Gesundheitspflege in der Schmstr. loaasi Wintersaaten uperphosphal* flmmon-Super MUTSCHE SUPEPPHOSPHATINDU5W BEIU.IN.W15 GM.B.N. . 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Trrgen.die sich vorschn 'm eine Talmulde Hambach «Mausen. b unvermutet nah M Zwinger an bet Ho ruhigen Gröhe, ün ' fast Peinlich berührt' Versuch einer Erneue such, den man auf «egeben hat, und i doppelten Auine dot eine Trost, daß eii Sträucher diese 1 pseudo-venezianischer -wen werden, wie im Süden, die von t schont blieb. Sie ist Morden, deren zer Waft geschlossenen 6öJ*n °bfall EGnartig schiebt j °^ren und leitet sa £ 'n diese Die Ebene untei Me, bis drüben übei Wnjii MW WM "• «™cm sie sich auflehnt gegen jede Erstarrung, 1832 I>ie Männer hinausxog auf daS Schloß, ob nicht bie in der Fron behauenen Steine die Weinbauern die schwarze Fahne fei nauf tragen hießen? Erst das 2ahr 1832 gibt der Kästenburg kms Gesicht und weist ihr den Platz in der Geschichte zu, der üjr, der weit inS Land Dorgeschobenen, zubcstimmt scheint: Dorposten zu sein für eine 3bee. Erst das Ikahr 1832 gibt ihr auch den Barnen Hambacher Schloß, den schönen Barnen, der hell und mutig beginnt und dunkel und trotzig schließt. Erholung? 58050 f. wenig Geld - schönste Sommerfrische! Landhaus Seim, Lardenbach lBogelö- berg, 3 Min. v. Stctt. Weickartshain), tm log.Seental, inm. berrl.Wiefen u. Wald., in wohlt. Stille, kur» b. Erholungsstätte s. jederm. Reichl, u. abwechslungsr..llüch., 4 Mahl,, f. nur 2,80 Mk. icTaa. Anfr. a.: Heinrich Seim, Lardenbach (Cbetbcff.) müssen, wenn man Genaues über unsere jetzigen heißen Augusttage erfahren will. Allgemein jchcint es festzustehen, daß die durchschnittlichen Schattcntemperaturen der letzten Tage zwischen 34 und 35 Grad Celsius liegen. Diese Resultate. wenn sie auch in einzelnen Gebieten um einige Bruchteile von Graden überschritten wurden, gehören keineswegs ins Reich des Ungeheuerlichen und Anormalen. Im Lauf der letzten Jahre ist vielfast in Deutschland eine sommerliche Temperatur von 36 Grad gemessen worden. Diese Wärme konnte man als die „R ormaltemperatur" der bei, Fachwerk und di« breiten Tore dc- Winzer- hauseS geben ihr das Gepräge, mehr aber noch die Bebengehänge, die ein paarmal von HauS zu Haus sich über die Straße schwingen. 3m Herbst hängen von den Gewinden herab die blauen prallen Trauben über der Gasse und am Waldrand fallen mit dumpfem Laut die stacheligen Bälle der Äaftanffh auf die Erde. Anden grünen Schalen springen die braunglänzenden Früchte biS in die Gass« hinunter. Dann hat daS Dorf etwas von einem italienischen Dergnest. Manchmal schäumen die Hügelwellen hoch auf: 3m Frühsommer, wenn den ganzen Schloßberg hinauf die Edelkastanien blühen mit grüngelben langen Dlütenrispen, locker und flockig. Tann hat der höchste Wellenkamm eine Schaumkrone und trägt das Schloß, die alte Kästenburg, leichter noch und müheloser hoch als sonst. 3m Herbst gerät das Wellenspiel in einen farbigen Ausruhr, vom Grün und Gelb der Wingerte bis zu dem durchsichtigen Gold der Buchen und hinauf zu dem dichten Braun der Kastanienwälder. Wenn die bunten Wasser im Spätherbst langsam wieder den Berg hinunterrieseln und die letzten Farbspritzer in den Rebengehängen der Dörfer sich halten, dann lassen sie das Schloß oben zurück, erruft und unberührt steht es einen Winter lang, bis das Wellenspiel wieder sachte anhebt. Es ist schön, von Beustadt her über den Bollensattel nach dem Hambacher Schloß zu wandern. Ganz fern scheint es zu liegen, immer wieder verschwindet der Kästenberg mit dem einfachen, geschlossenen Komplex des Baues hinter anderen Bergen, die sich vorschieben, immer wieder gelangt man in eine Talmulde, in die die Häuser von Hambach auslaufen, bis das Schloß dann ganz unvermutet nah und groß auftaucht. Der alte Zwinger an der Bordseite ist schön in seiner ruhigen Größe, im Burghof freilich steht _ man fast peinlich berührt vor dem kläglich mißglückten Versuch einer Erneuerung des Schlosses, ein Versuch, den man auf halbem Wege wieder aufgegeben hat, und wenn auch der Anblick der doppelten Ruine doppelt verstimmt, so bleibt der eine Trost, daß eines Tages die Bäume und Sträucher diese Ucbcrrefte eines verfehlten, pseudo-venezianischen Stiles fröhlich überwuchert haben werden, wie die schöne, mächtige Mauer im Süden die von dem Erneuerungsversuch verschont blieb. Sie ist bie einzige grüne Efeuwand geworden, deren zerbrochene Fenster in feinen, bildhaft geschlossenen Ausschnitten den Blick auf die im Süden abfallenden Devghänge fretgeben. Kulissenartig schiebt sich hier ein Hügel vor den anderen und leitet sachte zur Ebene über. Cs ist diel Melodie in diesen sanft geschwungenen Linien. Die Ebene unterbricht sie, eine breite Fermate, bis drüben überm Rhein die bläulich verdämmernden Höhenzüge des Odenwaldes und des Schwarzwaldes sie noch einmal aufnehmen wie ein zartes Echo. Don der frühen Geschichte der Burg spricht man eigentlich nicht viel, obwohl sie weit zuruck- reich t. 3m 11. 3ahrhundert Reichsfeste, dann tm Besitz des Hochstiftes Speyer, wurde fie im Bauernkrieg zerstört und im Frondienst wieder aufgebaut. Der 30jährige Krieg und das für die Pfalz so traurige 3ahr 1689 zerstörte sie von Einkehr einladen. Der mächtige Bergfried oberhalb des Ortes ist der Rest der Stammburg des Hauses Nassau. Dauer der Wanderung etwa 4 >4 Stunden. Wetzlar — honigmüble — Stoppelberg — Wetzlar. Bom Bahnhof Wetzlar (Sonntagskarte) durchschreiten wir die alte Reichsstadt, um hierauf auf guter Landstraße nach Nauborn zu wandern. Mitten im Ort führt ein Pfad nach links in die Höhe, wo er sich parallel der Landstraße am Berghange her- windet und prächtige Blicke in das Wetzbach- oder Sicbenrnühlental gewährt. Bei einem Felsvorsprung, auf dem eine Ruhebank angebracht ist, steigen wir hinab in das Tal und gelangen alsbald nach der idyllisch gelegenen Honigmühle (Wirtschaft). Hier treffen wir auf das L des Lahnhöhcnwegs, dem wir jetzt folgen. Dauernd durch Wald steigen wir empor zum 402 Meter hohen Stoppelberg, um von dessen steinernem Turm die prächtige Aussicht zu genießen. Unser Zeichen leitet uns hinab, an dem bewirtschafteten Kirschenwäldchen vorüber, zurück zu unscrm Ausgangspunkt Wetzlar. Wanderzeit 4 Stunden. Die) — Schaumburg — Gabelstein — Rupbachtak — Laurenburg. Zu dieser schönen Lahnwanderung wählen wir als Ausgangspunkt das malerisch am Einfluß der Aar in die Lahn gelegene Diez und gehen roten Strichen nach über Birlenbach in langsamem Anstieg zu dem prachtvollen Schloß Schaumburg, das sich beherrschend auf einem hohen Basaltregel über der Lahn erhebt. Vom Schloßturm bietet sich eine wundervolle Rundsicht. Wir steigen nun abwärts nach Balduinstein, das von einer Burgruine überragt ist, und von hier gelben Strichen folgend über den Talhof, die Landstraße nach Cramberg überschreitend und am Wald entlang weiter bis zu einem Schild: Zum Gabelstein, einem 100 Meter senkrecht zur Lahn abfallenden Felsen mit herrlicher Aussicht. Wir folgen dem Weg bis zu einer Waldwiese und auf dieser weiter zum Dorf Steinsberg. Etwas unterhalb des Dorfes führt uns ein steiler Fußpfad hinab in das romantische Rupbachtal, das wir abwärts gehen, um alsbald zu unserem Endziel Laurenburg zu gelangen, wo einige gut geführte Gaststätten zur Jedesmal, wenn das Thermometer in der fommer- lichen Jahreszeit hock hinaus will, bis es die ve- deutliche Nachbarschaft der Fieberzone erreicht hat, taucht dieser Sah in den halbamtlichen Feststellungen über die gemessenen Temperaturen auf: „Die ältesten Leute können sich nicht erinnern, jemals hierzulande eine solche Hitze erlebt z u haben ..." Wenn man dieser Sache allerdings auf den Grund geht, dann will es scheinen, als spränge man mit jenen ehrwürdigen „ältesten Leuten" etwas leichtsinnig um. Nimmt man an, daß alte Leute im allgemeinen ein etwas schwaches Gedächtnis Haden? Oder lähmt die Hitze das Gedächtnis Sei dem, wie dem wolle: diese Augusttage, mit ihrer tatsächlich erstaunlichen Hitze, haben den Rekord der in Deutsch, land seit dem Jahre 18 50 gemessenen Temperaturen noch nicht einmal ganz erreicht, geschweige denn Überboten. Um dies' zu erkennen, sind einige grundsätzliche Feststellungen notwendig. Solange es in Deutschland eine meteorologische Wissenschaft gibt, konnte cs noch nicht einwandfrei festgestellt werdem daß bei uns jemals eine Temperatur von 40 Grad im Schatten und darüber geherrscht hat — genau so wenig wie 35 Grad Kälte je unterboten worden sind. Alle Mutmaßungen, die in den letzten Tagen die Runde machen, und die kühn behaupten, die diesjährige Hitze sei gar nichts im Vergleich mit anderen Sommern, in denen manchmal 44 Grad im Schatten geherrscht haben sollen, sind nichts anderes als Ausgeburten jener Hitze, die von diesen Alleswissern aus diese Weise so stark übertrieben wird. Eine wissenschaftlich exakte Feststellung der Hitze in einem ganzen Land und sogar in einzelnen Gebieten dieses Landes ist deshalb außerordentlich schwer, weil man hier mit Bruchteilen von Graden rechnen muß. Deswegen kann man auch die tatsächlichen Rekorde nur dann erkennen, wenn die ein- wandsreien Ergebnisse der einzelnen Hitzegebiete in allen Einzelheiten vorliegen. Mehr als einmal kommt es bei den diesbezüglichen Tabellen auf 0,1 Grad Celsius mehr ober weniger an. Deswegen wird man sich auch noch bis September gedulden Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Sonntag, 21. August. 13. Sonntag nach Trinitatis. Stadtkirche. 8 Uhr: Pfarrassistcnt Knell, zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Mat- thäusgemeinde; 9.30: Pfr. Heß aus Darmftabt; 11: Kinderkirche für bie Markusgemeinbc; Psr Becker. — Johanneskirche. 8: Pfr. Ausfeld; zugleid) Christenlehre für die Neukonfirmierten der Johannes- gemeinde; 9.30: Pfr. Bechtolsheimer; 11: Kinderkirche für bie Lukasgemeinde; Pfr. Bechtolsheimer; 20: Bibelbefprechung im Johannessaal, Psr. Müller. — Kapelle des Allen Friedhofs. 9.30: Psarraffistent Knell; 11: Kinberkirche für die Luthergemeinde; Pfarrassistent Knell. — Liisabeth-Kleinkinderschule. Fällt aus wegen Umbau. — 3m Saale der neuen Krippe. 11: Kinberkirche für bie Johannesgerneinde; Pfr. Ausfelb. — Klein-Linden. 9: Gottesdienst; Christenlehre für die weibliche Jugend; 10.15: Kinder- gottesbicnit; 15: Kindcrschulfest. — Heuchelheim. 10: Pfr. Lic. Waas (mit Christenlehre für die weibliche Jugend). — wieseck. 9.30: Gottesdienst; Missionskollekte. — Alten-Aufeck. 13: Gottesdienst; Missions- kollekte. — Kirchberg. 10: Kirchberg; Opfer für die Brüderrnission; 11: Christenlehre für die weibliche Jugend; 13.30: Lollar. — Haufen-Garbenleich. 10: Haufen; 13: Garbenteich. — Watzenborn-Steinberg. 13: Feierliche Eröffnung des Konfirmandenunterrichts; Opfer für die Jugendpflege; 14: Kinberkirche. — Grüningen. 10: Feierliche Eröffnung des Konfirmandenunterrichts; Christenlehre; Opfer für die Jugendpflege. — Lich. 8: Feldgottesdienst an der Turnhalle; Stiftspfarrer Draubt; Posaunenchor; 9.30: Stiftsdechant Kahn; Christenlehre für die weibliche Jugend; Kollekte; 12.45: Kindergottesbienst. Katholische Gemeinden. Samstag den 20. August. Gießen. 16 30 und 19 Uhr: Beichte. Sonntag, 21. August. 14. Sonntag nach Pfingsten. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe. Kommunion der Kinder; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt? 14: Andacht. — Grünberg. 9.45: Messe mit Predigt. — Hungen. 8: Hoch- amt mit Predigt. — Laubach. 10: Hochamt mit Predigt; 14.30: Vortrag und Andacht. — Lick. 10: Hoch- amt mit Predigt; 20: Vortrag und Andacht — Nidda. 8.30: Hochamt mit Predigt. — Schollen. 10.30: Hochamt mit Predigt. Gasthaus zur Waldlust hpft feit 1860 — Größtes bürget. Garten- ÄÄ Inh. Friti Haag. Bet* Hanpt- ■. Taaw«fr: fiüWtW öeffltli! Gasthaus Hessischer Sos «uO Sommerfrische in schönsterbenlage de Vogelsbergs, ringsum Laub^ und Nade; walder, Badegclcgenh. m da u. offene Liegeterasie mit berrnmem Ausblick. Luftige, laubere Zimmer u. ge pflegte, anerkannt gute Küche. Jrc£ton» nreis Mk. 3.50. Bef.: 3- H-Kubel. Karlsruhe und Stuttgart schlugen mit 39,4 bzw. 38,7 Grad Im Schatten alle lokalen Rekorde. Damit ist aber schon die Aufzählung der deutschen Höchst- temperaturen erschöpft. Wenn man in diesen Tagen also hört, wie mit phantastischen Ziffern um sich geworfen wird, wie zuweilen Ucbcrtreibungcn Vorkommen, die 10 und 15 Grad überschreiten, bann tut man wohl, das erhitzte Haupt weise au schütteln. Deutschland ist nun einmal keine tropische Nation, und man braucht sich bloß den Bau und die Lebensweise der in Deutsch- land angesiedelten Menschenkinder ein wenig vor Augen zu halten, um bie» einzusehen ... Besucht die perle des Ohmtales Homberg, Ohm, Oberheffen Gute und reichliche Bervsiegung. Auto-Garagen - Große Terrassen Badegelegenheit - Eigener Park. Frankfurter Hof 49nD Besitzer: Heinrich Teeg I. \ Jlordseeöad Jnsel Juist Da» vornehme Famlllenbad dar Mordtee 17 km langer, sehr breiter, reiner feinsandiger Naturstrand ohne Buhnen und Bauten, der innerhalb von 1—3 Minuten von allen Häusern erreichbar ist. Hotel-Pensionspreise in der Vorsaison von 5.50 Mk. an einschl. Bedienung, in der Hochsaison von 6.50 Mk. an einschl. 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Loos, Kirchenplatz 13, denken und mein Silber verkaufen!" „Und dann, Mama?" „Ja, dann ... das weih ich auch antwortete die ältere Dame verzweifelt. „Lah nur, Mama! Gräm dich nicht. Man muh jeden Tag wagen und jeden Tag ertragen, wie er kommt. Einmal muh es besser werden!" Tröstend streichelte Eva-Marie die blassen kleinen Hände der Mutter. Dann schenkte sie aus einer unendlich feinen Kanne sehr dünnen Kaffee in die schönen, alten Tassen und machte die Brötchen zurecht, die mit erbärmlich wenig Butter und billigem Mus mehr verziert, als gestrichen wurden. Eva-Marie von Diemen bekam die Stellung! Ein Grohindustrieller, der in einem eleganten Berliner Borort seine prachtvolle Billa hatte, schrieb ihr, dah er um Borstellung der jungen Dame bäte und schickte sein Automobil. Erwartungsvoll fuhr Eva-Marie dahin, begleitet von den Sorgen und Ratschlägen der Exzellenz. Ein Diener in schlichter, blauer Livree empfing Gva^-Marie und führte sie erst zu dem Herrn des Hauses. Es war ein wenig schöner Mann mit nicht sehr klugem, aber energischem Gesicht. Etwas Kühles, Abwehrendes ging von ihm aus. „Meine Frau ist diejenige, welche zu wählen hat, gnädiges Fräulein!" sagte er in ruhigem, geschäftsmähigem Ton. „Ich suche keine Pflegerin für sie. Diese ist vorhanden, und der Arzt ist mit ihren Leistungen zufrieden. Ich suche nur eine angenehme Gesellschafterin für meine sehr leidende Frau, jemanden, der versteht, ihre Stimmungen, die in ihrem Leiden ihren Ursprung haben, abzuschwächen und ihr Gemüt aufzuheitern, wenn es not tut. Sie müssen wissen, ob Ihnen dies liegt! — Natürlich kommt es in Allen denen, die uns zu unserer silbernen Hochzeit mit Geschenken, Glückwünschen und sonstigen Ehrungen so überaus reichlich bedacht haben,sagen herzlichsten Dank Karl Wagenbach, Reichsb.-Obersekretär und Frau Marie, geb. Müller Lollar, den 20. August 1932 Ihre Vermählung geben bekannt Emst Büiiner Anna Suttner, geb. Wei'der Ehringshausen Gießen, Riegelpfad 98 20. August 1932 Gießen Worms Mühlstraße 20 p Weckerlingplatz 3 20. August 1932 Willi Schnee Unterfeldwebel, 4. Komp., 15. 3./R. Frau Else, geb. Spies Gs laden ein: Ferd. Kreiling Wwe., „Zum Treppchen Friede. Volkmann II. W. Rinn, „Zum Schwanen" I. Günderoth, „Zur Ludwigsburg" _________________________________________________________________5933 D Wissenschaftliche Werke Sondergeo-ei oar Brühl'schen Druckerei Jazzmusik der Kapelle Weller Große, spiegelglatte Tanzfläche - Schöne Gartenwirtschaft Anerkannt gute und billige Bedienung I Tanzkarten für Herren nur 1.— Mark — Damen tanzen freil ________________________________ 5938D „Ich kann nicht mehr bekommen!" seufzte die Dame und faßte sich an die Stirn. „Und die Kohlenrechnung, das Gas, das elektrische Licht..." „Mama!" beruhigte das junge Mädchen. „Ueberlast mir das Rechnen!" „Ja, mein Kind, gewiß gern! Aber du plagst dich mit deinen feinen Spitzenarbeiten und schleppst mich mit durch! Ich kann das nicht mehr verantworten. Lieber must ich schon meine kleinen Anerster Linie darauf an, ob sie meiner Frau fonti pathisch find. Kranke sind oft eigenartig in bezug auf ihre Wünsche und ihren Geschmack. Mir persönlich würden Sie zusagen!" Eva-Marie wustte trotz ihrer gesellschaftlichen Gewandtheit nicht, was sie hierauf antworten sollte. „Ich hoffe, dah das Leiden Ihrer Frau Gemahlin ein vorübergehendes ist!" sagte sie, um etwas zu antworten. „Das weist ich nicht!" Der Mann trommelte nervös auf der Platte seines riesenhaften, geschnitzten Schreibtisches. „Ich wünsche es selbstverständlich und hoffe es auch! Aber die Aerzte sagen einem selten die Wahrheit! Wenigstens micht, wenn der Fall hoffnungslos ist! Bielleicht ist es auch besser so!" „Barmherzig gewist!" sagte Eva-Marie. Der Mann tat ihr leid. Sie hatte das Gefühl, dah er litt. Seine kühle, geschäftsmäßige Art hatte einen kaum merklichen traurigen Unterton. Er klingelte. Der Diener kam und führte sie über einen langen, teppichbelegten Gang in ein angebautes Gartenhaus. Eine Pflegerin öffnete die Tür zu einem Hellen, freundlichen Zimmer, in dem unter vielen Palmen und anderen schönen, gepflegten Pflanzen Helle Peddigrohrmöbel standen. Auf einem Liegestuhl lag die Kranke. Sie hatte ein durchaus angenehmes Gesicht. Das dichte, blonde Haar hing in zwei Zöpfen über die mageren Schultern herab. Sie streckte der Ankommenden freundlich die blasse, feine Hand entgegen. „Rehmen Sie Platz, Fräulein von Diemen!" Eva-Marie nahm in dem bequemen Rohrsessel Platz, der neben dem Krankenlager stand. Es war ein wenig Krankenstubeatmosphäre. Der Duft der frischen Pflanzen mischte sich mit einem vornehmen Parfüm, das von dem weichen Kleide der Leidenden ausging. Ihre Erscheinung war gepflegt und geschmackvoll, trotz des augenblicklich hilflosen Zustandes. Auf der hellem Samtdecke lag eine Mappe mit feinen Radierungen. „Stimmungsbilder von der Insel Rügen", stand in schön gezeichneter Schrift auf der Außenseite. Eva-Maries Augen hielten interessiert darrir fest. „Kennen Sie Rügen?" fragte die Dame. „Es ist meine Heimat, ich bin dort geboren!** antwortete das Mädchen warm. Da fingen sie an, von der Insel zu sprechen. Bon den Kreideufern, von den Buchenwäldern, vom verträumten Putbus, von den stillen Seen. Es war nicht, als ob sich Eva-Marie um eine Stelle bemühte, es war, als ob alte Bekannte, die sich gern haben, von gemeinsamen Erinnerungen plauderten. „Wir reisen im Sommer nach Rügen!" versprach die Kranke mit einem so glücklichen Gesicht, als ob ein Kind sich auf die Ferienreise, freute. Dame. „ Fünf Marie?" „Kronemann Mark für das rate dir!" hochprozentig, anerkannt bette Sorte, liefert billigst C. Rübsamen, Fernspr. 3659. Sonntag, den 21. August Konzert Anfang 4 Uhr. Eintritt frei 5945 D Sonntag, den 21., und Montag, den 22. August 1932: Mirmes wozu freundlichst einladet Gastwirt Karl Gommerlad „Zum Holländischen Hof". WaldeSlutt am Llughafen Schattiger Waldaufenlhalt. Tief gel. Schoppen! Heute abend Uebertragung des großen yunkvotvourris von der Berliner Funk-Ausstellung — Morgen Sonntag: Konzert mit anschließendem Tanz! Blaujacken-Iazz-Llavelle! Frischer Apfelkuchen / Täglich geöffnet Sa Außen Die große Pol wie wir s'e^uN leben, m der 14 bereitet. Das ist nen Osten un Fall, als tn 6 maM-hanzoslst allzuviel bedeu^ Der Spruch oe melstreit an historische W hältnissen mchts wahrhaftig nid)1 wichtigsten PM ten sowohl innfl wie materiell Falle Böttcher Litauens ein ge keine Ruhe. Ro weder dem Dor statuts und unt denklichcr Weis weiterzugehen, und auch seine delt haben. Die viel zu fomalis veränität im 2lu dem Memelstatl Ordnung Recht ben, nämlich di onal gewährleist derheit. Aber hält, ist überha, letzter Zeit hat i Einsicht und gu nügt l icht! Un Kow 0 eher di mit dem Meml steigern. Während die mehr als einen " Stelle tritt, sich das zentrale S -ar Irin Prvgral wer rnrhr Ledei s ch e Sitnativn, dem die dah kommissivi Gens vorlegen In kurzer < scheinend zur September be Nennung des auhervrdentli Japans in t die aufsehene Reuhorker ,, gleichen Tage menhang. Die Kundgi der Crnennun sie bedeuten | sichtige. Die ( selbständigen <• ja nicht. Auch durchaus Jemi des Avlkerbun! lchtton-Kommis llQ) behauptet derbe die Bese h°n als unbegi ^Womnu für Faha, daß man sich Kurei „de im W'ch spielt ' » die An vufammem uuszuspreche» Wli' Ä"unb »ftten 6 SÄ’ V W Eft* und die m 1 1,01 & KIRMES in derlurnhalle zu Heuchelheim 4r|d)"”'S8'i W"1 9. Die M eSft höhtt-r ' pM-L Sratiliurldmnw Vornan von Hertha FriSe llrheberrechtsschuh: Verlag Oskar Meister, Werdau Nachdruck verboten. 1. Auf der geschweiften, blitzblanken Kommode mit den zierlichen Messingbeschlägen im Zimmer der Exzellenz von Diemen spielte die Morgensonne. Exzellenz hatte noch schönes braunes Haar, das glatt und dunkel mit dem alten Mahagoni um die Wette spiegelte. Sie rieb mit dem Staubtuch ein Fleckchen von der alten Meißner Base, die sie liebevoll betrachtete. „Ich habe gehört, Eva-Marie, daß man heute von Sammlern noch einigermaßen Preise für solche Sachen bekommt! Ich werde mich wohl entschließen müssen, mich davon zu trennen, obwohl diese Base ein Brautgeschenk meiner Mutter ist!" Das junge Mädchen, an das diese Worte gerichtet waren, deckte gerade den kleinen, zierlichen Rähtisch am Fenster mit zwei Tassen zum Frühstück. Das Eßzimmer hatte man vermieten müssen in dieser schweren Zeit. „Wer will dir etwas dafür geben, Mama?" fragte sie und legte ein paar winzige Brötchen in den silbernen Frühstückskorb. „Der Händler Kronemann!" antwortete die „Was schreibt Onkel Hans, Mamachen?" Wer die beiden vornehmen Erscheinungen der Damen in ihrer geschmackvollen Umgebung gesehen hätte, hätte wohl nicht ohne weiteres die stille Rot gespürt, die sie durch Plaudern zu verbergen suchten, und die doch jede bitter empfand. ■ „Onkel Hans ladet mich ein nach Großkubih. Aber du kannst nicht fort, Eva-Marie! Und ich mag dich nicht so schutzlos hier allein lassen!" Eva-Marie lächelte ein wenig amüsiert. „Mamachen, du bist noch sehr aus vorrevolutionärer Zeit! Meinst du, daß junge Mädchen noch heute von Mamas und Tanten beschützt werden müssen? Ich wünschte wohl, daß Onkel Hans dich für längere Zeit dorthin auf das Gut holte! Ich ginge dann schon meinen Weg und hätte die schöne Beruhigung, daß du statt der prima Margarine gute Butter bekommst und keine Rot littest!" „Wenn du mitkämest, mein Kind!" Ein sehnsüchtiges Wünschen stand in den Augen der Aelteren. „Du weißt, daß ich das nicht möchte? Meine Kusinen mögen prachtvolle Mädchen sein, aber sie haben mich nun einmal nicht gern!" Eva- Marie zog eine kleine Falbe zwischen die dunklen Augenbrauen. „Weil du temperamentvoller und klüger bist, als die beiden langen, langweiligen Dinger!" „Möglich, Mutting, aber das ändert an der Tatsache nichts! Jedenfalls wüßte ich dich dort gut aufgehoben in dieser elenden Zeit! Ich wüßte wohl, was ich täte!" Es waren leise Worte, die das schöne Mädchen aussprach, leise und verhalten, als verriete sie zu viel von starken, heimlichen Wünschen. „Du wüßtest, was du tätest? Was denn, Eva-Marie?" „Wir vermieteten auch unsere letzten beiden Zimmer, Mama! Du weißt, für solche antiken Interieurs zahlen die Leute noch anständig. Wohnungen mit Küche sind begehrt! Und erschrick nicht, kleine Mama —" Wieder kam das amüsierte Lächeln, das dieses Mädchengesicht so reizend kleidete. „Du hättest genug Geld für deine persönlichen Dedi s«risse, und ich suchte mir eine passende Stellung." „Stellung? Eine von Diemen!" Die Dame verzog schmerzlich den feinen Mund. „Du mußt nicht so altmodisch sein, Exzellenz Mama! Denke dir, dann kann diese von Diemen wieder echten Kaffee trinken, elegante Schuhe tragen, statt der selbstgummibesohlten, ein neues Kleid, wer weiß, was noch alles! Gönnst du mir das nicht?" „Ach, mein gutes Kind!" Eine Träne rann über die Wange der Exzellenz, die sich an die neue Zeit nicht gewöhnen konnte und die alte. gediegene Lebensführung so schwer entbehrte. Eva-Marie aber wurde ganz aufgeräumt. Sie bediente die Mutter, die nicht eigentlich ihre Mutter, sondern eine rührende Stiefmutter war, zärtlich, holte noch eine behütete Tafel Schokolade zur Vervollständigung des mehr als bescheidenen Frühstücks und trug ein hoffnungsfrohes Leuchten in den klugen, grauen Augen. Wenn die gute Mama nur untergebracht war, wenn sie nur nicht einsam sein und Rot leiden brauchte! Eva-Marie von Diemen würde schon den Flug wagen, den Flug in die Ferne, in die Weite, heraus aus allem Engen, Erbärmlichen, was sie beengte. — Sie nahm die Zeitung. „Eine verständige, junge Dame aus besten Kreisen, musikalisch, heiter, geduldig und reisegewandt, wird zur Gesellschaft und Begleitung einer leidenden Dame gesucht. Pflegerin und genügend Personal vorhanden." „Sieh, Mama, das könnte ich!" sagte Eva- Marie vergnügt und zeigte auf das Inserat. „Möchtest du dich daraufhin melden?" fragte zaghaft Frau von Diemen. „Hab ich schon!" meinte munter das Mädchen. „Wenn nun die Dame etwas Ansteckendes hat! Wenn nun — ach Gott, Kindl" „Wenn, wenn ... Mutting, kleines, vorsichtiges Mutting! Wenn ich die Stelle nur überhaupt kriege! Alles andere sehen wir nachher schon!" Eva-Marie lachte und umarmte die besorgte Dame, die so hilflos aussah und es doch so rührend gut mit ihr meinte, seit sie ihres Vaters Frau geworden war. ilnd doch hing diese treue, liebe Dame oft wie ein hemmendes Gewicht an der vorwärtsstrebenden Kraft ihrer Jugend. Auf zur MeWMkWes Slelnstraße 29 20. August 1932 Sonntag, den 28. August, 15 Uhr Einweihung des erneuerten 59190 Diinsbergturms VfIIHIIr | Ul 1 I Her^lichenDank allen lieb.Bekannten, ; Nachbarn und Freunden, die meiner * anläßlich meines 86. Geburtstages so liebevoll gedacht haben 04858 Statt Karten! Hans Eise Eleonore Eise, geb. Einbrodt Vermahlte 6 billige Sonderfahrten! 4. bis 11. September 1932 Bayerische Alpen, Tirol—Oetztal Salzkammergut Beachten Sie bitte, daß in den angegebenen Preisen Eisenbahnfahrt, Unterkunft, volle Verpflegung und die laut Programm vorgesehenen Autoausflüge, sowie Bedienungsgelder und Kurtaxe eingeschlossen sind. Kochel am See..........69.80 M. Oberammergau—Ettal......69.50 M. Prien—Chiemsee.........75.00 M. Mittenwald.............75.50 M. Traunstein—Salzkammergut. . 79.00 M. 04822 r M. 1 158- _o_e. . m. £80“ lo. R. 1