Das Ergebnis der Landtagswahl in Hessen. Trotz erneuten starken Anwachsens der NSDAP. keine absolute Mehrheit der Rechten Ruhiger Verlauf der Wahl. Am Vorabend mehrfach politische Zusammenstöße. Lpd Der Wahltag ist in Hessel, soweit man es überleben kann, ruhig verlaufen. Am Sams- lag honen die großen Parteien noch einmal mit aller Macht ihre Wahlpropaganda entfalte» Am Wahltage zeigte das Strafjenbilö kaum Aendcrun- grn. Die Polizei war zwar in Bereitschaft, brauchte aber nicht einzugreifen Wohl auch in Anbetracht des sommerlichen Wetters blieb die Wahl'detei I • g u n g zum Teil hinter den Erwartungen zurück Bis Mittag hatten etwa 50 bis 60 o. H der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Eine gewisse Wahlrniidigkeit, heruorgerufen durch die häufigen Wahlen der legten Zeit, machte sich außerdem bemerkbar, fo daß mit einer Wahlbeteiligung von etwa 71 d. jr). gegenüber 82,4 d. Sy bei der letzten Land- tagswahl gerechnet werden kann. In Mainz ist der Wahltag durchaus ruhig verlaufen. Die Straßen zeigten das übliche Feiertags bild, und nur bic- wenigen Plakate an den Wahl- lokalen erinnerten an die Bedeutung des Tages. In im neuen Landtag. Partei: Landtagswahl 19. 6. 1932 SoOaldemoklvten....... 172 545 Zentrum........... 10H603 Sozialist. Arbeiterpartei..... 11 697 Äoinntuninen......... 82 111 Liste Leuchtgcns........ 2 079 ........ II NSTAP............ 328 313 veii Trmohaten........ 4 925 Nationale Einheitsliste...... 25 175 der Nacht vom Samstag auf Sonntag kam es in einigen Straßen der Altstadt zu schweren Zu fammenstoßen zwischen Nationalsozialisten und Kommunisten, bei denen auch Schüsse gewechselt wlirden. Es gab auf beiden Seiten Verwundete Sieben Personen wurden mit ernsten Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Die Polizei, die mehrere Verhaftungen vornahm, säuberte die Straßen und verhinderte weitere Zusammenstöße. Wie polizeilich mitgeteilt wird, sollte in Geinsheim (Kreis Groß-Gerau» eine sozialdemokratische Versammlung (tattfinben, zu der onbtag4mahl ft. 11. 1931 ReichsPrV. 10. 4. 1932 Mandate: bisher: 168 101 _ 17 15 112 444 — 10 10 23 106 — 1 2 106 790 67 396 - 10 — —— — 10 857 1 1 291 183 313 429 32 27 4 613 68 208 — 2 ft Mitglieder des Reichsbanner- aus Groß-Gerau und Trebur erschienen waren. Bei der Ankunft der Reichsbannerleute in GeinSheim kam es a.i schweren Zusammen st ößen mit politisch Andersgesinnten'' Vier Vertonen wurden lchwe' und mehrere leicht nerleht. Gegen 22,30 Uhr kamen Gendarmerie und em QBagcn mit *Sd)uh Polizeibeamten aus Darmstadt in Geiiisheim an. Die Ruhe war alsbald wiederhergestellt Die polizeiliche Untersuchung ist hn Gange ®in Einwohner von Geinsheim wurde verhaftet sich von ähnlichen Experimenten für die Reichstags- mahlen etwas Besseres zu versprechen Alle vor- eiligen Versuche in dieser Richtung ohne den aus dem Volke gewachsenen ideellen Unterbau und ohne bedeutende Persönlichkeiten als Führer zu neuen Ufern mußten scheitern Die Zeit muß reif sein für den Gedanken einer bürgerlichen Sammlung, für eine große Partei, die die biirgerlichen Tugenden wieder als ein politisches Glaubensbekenntnis herauszustellen wagt Daß wir inoefsen an diesem Punkt noch lange nicht sind, dürste das Schicksal der „Nationalen Einheitsliste" in Hessen zur Evidenz bewiesen haben. Ls ist besser, in Zukunft Experimente zu unterlassen, die den spater einmal fruchtbar werdenden Gedanken einer bürgerlichen Sammlung nur vorzeitig kompromittieren Immerhin wird den zwei Mandaten, die die Nationale Einheitsliste erringen konnte, bei der hart auf hart stehenden Zusammensetzung des neuen Landtags erhebliche Bedeutung zukommen, ebenso wie dem einen deutsch nationalen Abgeordneten, der seinen Sitz behaupten konnte. Das Schicksal der nationalen Einheitsliste werden die Deutschnationcilen vermutlich und mit Recht als Bestätigung dafür nehmen, daß ihre Taktik, allein zu bleiben, die richtige war Dank ihrer Verbindung mit Führern des Landvolks — die, wie schon gesagt, sich auf verschiedenen Listen verteilt hatten — haben die Deutschnationalen auf dem platten Lande wohl überall ihre Ziffern verbessern können, in den Stabten allcrbings konnten sic meist ihre Position nicht behaupten, so baß her im Ganzen zu verzeichnende Zuwachs für ein zweites Mandat nicht ausreichte. Die ausgesprochenen Sieger des Tages sind die N ationalfoziali. ft e n , wenn sie auch, wie vben schon näher ausgc- fuhrt, das taktische Ziel dieser Landtagswahl, die absolute Mehrheit allein ober zusammen mit den kleinen Parteigruppen der Rechten noch nicht erreicht haben. Die Nationalsozialisten, die im Wahl- fampf wiederum mit Massenversammlungen von kaum vorstellbaren Dimensionen, für die Hitler, Straffer, Goebbels und andere Prominente der Partei als Redner gewonnen waren, aufgewartet hatten, haben namentlich in Oberhessen, ihrer eigentlichen Domäne, in allen Kreisen, azich im Kreise Friedberg, was besondere Beachtung verdient, gegenüber der letzten Landtagswahl sehr be- trächtlichen Zuwachs zu verzeichnen, wenn auch die bisherigen Höchstziffern der Reichspräsidenten- wahl vorn 10. April 1932 nur im Kreise Friedberg wieder erreicht wurden. Aehnlich ist auch das Bild in den beiden anderen Provinzen, wobei jedoch besonders bemerkenswert ist die erhebliche Zunahme in Rheinhesten auch gegenüber den Zahlen der Präsidentenwahl, die damals hinter dem Ergebnis der letzten Landtagswahl zurückgeblieben war, also doch wohl ein Beweis, daß die Anziehungskraft des Nationalsozialismus auch in bisher aus- gesprochenen Domänen des Zentrums noch keineswegs die Grenze des Möglichen erreicht haben dürfte. Oie (Stabilität der Währung. Berlin. 18. 3uni. (XU.) Don zuständiger Stelle wird daraus hingewiefen. daß die Mainzer Wahlrede des früheren Reichskanzlers Brüning eine SteUe enthalte, die geeignet sei. mißverstanden zu werden. Dr. Brüning habe unter Bezugnahme auf die Währungssragr gesagt daß die deutsche Oeffentlichkeit wachsam sein muffe, damit nicht noch einmal namenloses Unglück über Deutschland hereinbreche. Rach Ansicht der zuständigen Reichs- ftelle kann diele Aeußerung den Eindruck erwecken. als ob die Reichsregierung irgendwelche Währungserperimente beabsichtige. Demgegenüber wird auf die vor einiger Zeit veröffentlichte Verlautbarung der Reichs- regierung hingewiefen, daß keinerlei Wäh - rungsmahnahmen. die das Vertrauen m die Stabilität der Währung beeinträchtigen könnten. beabsichtigt leien. Der Reichskanzler spricht von Lausanne. Oie deutsche Oelegation braucht die Hilfe der Heimat. — „Nur der einheitliche nationale Wille kann uns retten.- Berlin. 18 3um für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Rs- Klameauzeigen von 70 uun Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20" . mehr. Chefredakteur Dr. Fnebr. TOilh. Lange. Verantwortlich für Polu k Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr Thoriot. für den übrigen Teil Ernst Dlumschecn unb für den Anzeigenteil Mar Filter, sämtlich in (stießen ■n der Psychiatr.-N fgund als beamteter As. > ich mich in Gießen t für Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen öndachziegel iesloch (Baden) | naturrot und in allen Farben i, I engoblert arbbeständig jszeichnungen (jLOllarTelefonW iterlalien rtf.od.Hlodltrbgebotei.h* erscheint täglich,außer sonniog» unö Feteriags. Beilage”: Die Ilustrierle Siebener Familien blätter Reimst im Bild • Die Scholle Hlonois Bejiigsprets: Mt 4 Beilagen RM. 1.95 ,th«e Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr.. . -.25 üach bei Nichterscheinen ioh einzelnen Nummern »folge höherer Gewalt. Kernsprechanschlükse unter Sammelnummer 2251. 'Inschrift für Drahtnach- ichten: Injeiger »ieszen. Postscheckkonto: zroalsuri am Main 11686. 3pelproflramm ither - St°ne jiidee" in -SÄS* ihrer! haft hiermit zur ffß heutigen Tage ab m her dem Lichtspielhaus,J paratur-Werks ten Kunden ... iBüBS! reswunde unddie6' eien las’8” ,in.« Re#is»’ur_ ..I" ÄÄ Keine Märung. Da» Ergebnis brr gestrigen Lanbtogswahl in Hkssen Hai kaum Ueberrajchungen gebracht Trotz ttr beträchtlicher Wahlerfolge der National- ' Z i a I i ft c n , die ihre Stichmenzohl um 37 (»00 Stimmen gegenüber der letzten Landtagswahl und .i noch 15 001) Stimmen gegenüber der Reichs- .'yasibentenwahl vom 10. April dieses Jahres cr- iihen konnten, hat bie Wahl wiederum keine ’loren Mehrheitsverhältnisse gebracht i >d) ben bisher vorliegenden amtlichen Feststellun ei werben 32 nationalsozialistische Abgeordnete in t«n neuen Landtag einziehen Die Partei hat allo ht wie in Oldenburg und Mecklenburg aus eige- Kraft die absolute Mehrheit aufzubringen ver- '«1)1. Aber auch wenn der deutschnationale Ab- :f rrbnetc unb die beiden Abgeordneten der Ratio- »len Einheitsliste bei der Wahl des Staatsprnsiden- ,ii dem nationalsozialistischen Kandidaten ihre rdmmen geben, was ohne weiteres anzunehmen ist, 1 immen die Nationalsozialisten nicht zum Zuge- je Stimmen stehen sich gegenüber unb cs ist kaum rahrscheinlich, daß wie in Mecklenburg eine Nach- : »fung des Wahlergebnisses ein anderes Resultat fleben wird. Man wird also damit rechnen mus- 11. daß bie aus vielerlei Gründen beklagenswerte t'Iitische Unklarheit bei uns in Hessen auch die "d)ftc Zukunft beherrschen wird Da konfessionell ri« bevölkerungspolitisch das Land Hessen ein an- • öernd genaues Spiegribild des Reichsdurchschnitts ti, ergeben sich auch Schlüsse für bic kommenbe Zcichstagswahl, die nicht grade ermunternd sind, lid) hier ist, wenn man die gleichen Zahlen zu- tnandelegt, bic bei der schlechten Wahlzeit zwischen sco Ernte und in den großen Ferien für bic Rechte rher noch abgeschwächt werben, keine klare Mehr- “ilsbilbung zu erwarten. Das Zentrum bleibt, m es auch mit ber Linken keine Regierungsmehr t mehr zu bilden vermag, doch auch für eine «ierungsbildung der Rechten unentbehrlich. Da t anzunehmen ist, daß das Zentrum nach dem imz Brünings den Schritt nach rechts tut, zu n es sich vor dem Sturz nicht hat entschließen uuen, wird wohl auch in Zukunst das geschafts- i|ienbc Kabinett Adelung weiter am Ruder ft ben betrachten mir nun das Wahlergebnis nn Ein- um, fo ergibt sich unsere Vermutung M tätigt, z die Sozialdemokraten aus der Rück r in bie Opposition nach dem Kabinettswechsel im «ich trotz ber Kürze der Zeit bereits beträchtlichen vfeen ziehen konnten Sie haben mit rund 172 500 Immen gegenüber 166 000 Stimmen bei der letz- ■ Landtagswahl 2 Mandate zuruckerobern können. der Provinz Oberhessen mußten sie allerdings, ; Ausnahme bes bis an die Tore von Frankfurt chenden Kreises Friedberg, liberal! leichte Rück- ige buchen. Aber sie haben diese Verluste nament- in den großen Stabten Mainz unb Ossenbach chlick; wettmachen können. Hier vor allein wohl Kosten ber K o m m u r. i st c n, bie erfreulicher- ift trotz der Pnpcnschcn Notverordnung, bie ihrer ■paganbo sicher sehr gelegen gekommen war, im nzen sowohl, wie auch in den Einzelergebnissen r beträchtliche Einbußen erlitten haben unb statt ! 10 Abgeordneten nur mit 7 in ben neuen Land- einziehen werben, wenn auch gegenüber ber ichspräsibentenwahl, bic überraschend geringe fern für bie Kommunisten gebracht hatte, eine nähme um runb 15 000 Stimmen festgestellt wer- i muß — Das Zentrum hat nicht in gleichem i sie die neue Ehanee der Oppositionsstellung aus- 6?n können wie die Sozialdemokraten. Es hat rar im ganzen 4000 Stimmen einbüßen müssen, t doch seine Mandatszahl behaupten können. t leichte Zunahme der Stimmen zahl in Ober- len unb anbern oorwiegenb protestantischen Be- len erlaubt wohl ben Schluß, baß auch manche malige Angehörige anderer bürgerlicher Parteien - Mitte aus einem Gefühl der Heimatlosigkeit raus diesmal dem Zentrum ihre Stimme gaben, merkenswert ist auch, baß das Zentrum in seiner etlichen Domäne Rheinhessen unb auch an ber I C|ftra6e Verluste verzeichnen muß, bin im Kreise l-rsheim z. B. säst 1000 Stimmen ausmachen. Ein rLgcs Desastrc haben, wie bei ber Stimmung in n breiten Wählcrmassen zu erwarten gewesen war, : wenigen Splitterparteien erlitten. Weder dem —ud) des Friedberger Dr. Leuchtgens, eine irönlichkeitswahl ins Feld zu führen, noch den r n o r r a t c n ist es gelungen, auch nur einen i)tungscrfolg zu erringen, während die oojia- ssti s ch e Arbeiterpartei in Gemeinschaft i der Kommunistischen Opposition doch mit POO Stimmen ein Mandat erringen konnten. Einer besonderen Betrachtung bedarf die N a t i o- hie EinheitsIiste Wenn auch die vielfache tr*ltung des Hessischen Landvolkes auf NSDAP, kcu-tschnationale, Liste Leuchtgens und Nationale • meitsliftc für letztere eine falsche weil viel zu 1 iw Dergleichsziffer in Erscheinung treten läßt, innen die Verluste der auf der Nationalen Ein Htfclifte vereinigten Parteien der bürgerlichen ptre doch schwer genug, um einiges Mißtrauen >ie Richtigkeit des hier unternommenen Der- tp- zu rechtfertigen Die Wähler haben nicht mit m cht in der Nationalen Einheitsliste lediglich ic Addition alter Parteien gesehen, die ihrem Mänbigen Auftreten keine Zugkraft mehr zu iL-ten. Auch daß die Liste keine neuen Namen hctc, mag ihr zum Nachteil ausgeschlagen sein, I mbanfbar biefer Gesichtspunkt auch gegenüber hin erscheinen mag, die sich in langen Jahren ‘; h bas politische Leben in Hessen verdient gemacht h«n. 3m ganzen wird man ben Versuch, durch rif gemeinfamc Liste den bürgerlichen Parteien Triebkraft zuzuführen, als völlig mißlungen :r cd)ten müssen. Und cs muß heute ichon nach i in Hessen wenn auch in kleinem Rahmen qe> litten Erfahrungen eindringlich gewarnt werden. ’chen„........- r-tfÄ......y JsGIESSEN Oase 3n Vergleich gese Ergebnis derhesfischen Landtagswahl tzt zur Landtagswahl oom 15. Koo. 1931 u. zur Reichspräfldentenwahl vom l0.Aprtl!932 MF / &^3879 Städte, Kreise, Provinzci Wahlvorschlag .... Landtagsw. 3 RcichsPrW.3! Landtagsw. 3! Wahl» berechtigte Wahlbeteiligung % Sozialdemokraten 1 Zentrun 2 SAP. i (Komm Opp.) 3 Kommu nisten 4 . Liste - Leuchtgens 5 Deutsch national Volksp. 6 e NSDAss 7 Hess. Demokr 8 Nat. Einheitsliste 9 Br 4 Provinz Oberheffen Gießen (Stadt) .... 15. 11. 31 10. 4.32 19. 6. 32 24 201 24 803 79,5 72,75 4 240 3 879 988 1 138 221 165 1 879 952 1324 19 924 645 9 012 8 299 9 496 81 159 2 234 1 277 Gießen (Land) .... 15. 11.31 10. 4. 32 45 500 81,6 12 150 163 537 2 304 1 243 1 849 — 400 16 398 19 308 18 633 123 4 947 19. 6.32 46 201 — 11 360 208 311 166 1 585 125 834 Klaus Heim, der durch die Bombenattentate im Jahre 1930 die Öffentlichkeit auf die furchtbare No, des Bauernstandes lenken wollte, ist jetzt durch bin Beschluß des Preußischen Landtags aus der Hoß entlassen. Alsfeld........ 15. 11.31 10. 4.32 19. 6.32 25 407 25 776 81,1 3 630 3112 935 943 143 131 873 432 594 102 160 477 12 809 15 336 14 917 72 97 2 110 356 15,11.31 4240 Büdingen...... 15. 11. 31 10. 4.32 19. 6.32 29 234 28 968 78,8 5 038 4 869 261 321 284 264 2 518 1 258 1 576 168 303 406 12 266 15 084 14 328 128 112 2 276 489 vollendet haben, kann der Vorsitzende des Arbeitsamtes die Krisenunterstützung für weiteres Wochen gewähren, wenn die Lage des Arbeits- Marktes dies erfordert. Oie Abgabe zur Arbeitslosenhilfe. glaubt Halle ber E bei dem Usehr starke # «ne W asa am l?Vtc Lberechl'glen fremder 192 ^Dohl nut 73 Friedberg....... 15. 11.31 10. 4.32 19. 6.32 61 939 61 818 83,7 14,861 15 186 5 453 5 555 1 305 647 5 760 3 569 4 480 780 752 1 097 17 060 20 780 20 839 403 425 6 141 1442 Lauterbach...... 15. 11. 31 10. 4. 32 19. 6. 32 20 296 20 532 81,1 82,2 1 963 1 676 660 734 97 134 714 278 355 44 452 566 10 062 12 869 12 205 47 90 2 546 1 017 Berlin, 18. Suni. (WTB.) Unter dem 18. 3uni 1932 sind die Du r ch f ü h r u n g s ver. Ordnungen für die Abgabe zur Arbeitsloseilhilfe erlassen worden. Es sind zwei Verordnungen Schotten....... 15. 11. 31 10. 4.32 19. 6.32 18 603 18 761 78,8 79,9 2 121 1 869 77 66 97 80 668 274 424 40 126 294 9 704 12 371 | 11 887 153 125 1 801 208 erschienen, einmal für die Abgabe von denjenigen Steuerpflichtigen, die die Abgabe an die Finanzämter zu entrichten haben, und eine entsprechende Verordnung f ü r den Einzug durch die Krankenkassen. Das Einzugs- verfahren durch die Krankenkassen schließt sich eng an die Erhebung der Beiträge zur Kranken- un) Arbeitslosenversicherung an. Die Regelung der den Krankenkassen für ihre Tätigkeit zu zahlendes ÄKudgan Hm rund 6 ^igkciteerschm Wdc bei der > --W an'am, ^tider denkbar M Es wäre b< rt&ng des gestn kn Ansang Mn Miesses,b MDtigsstunde zeig U» vergleich zu Mutnz lief). 2is MWticher Bete, Keinen. Etwa u ■|M so daß erst Epg den Austrieb Provinz C Starkenburg Darmstadt (Stadt). . . 15. 11. 31 10. 4.32 19. 6.32 67 219 84,3 12 465 13 805 3 944 4 002 572 276 6 579 4 096 4 202 75 1 377 911 25 832 22 140 25 230 849 632 5 667 4 322 -oecguiung ersvlgr oeionoers. Aus aller Welt. Darmstadt (Land) . . . 15. 11. 31 10. 4.32 19. 6.32 40 115 89,6 12 691 12 990 479 496 513 318 6 365 4 164 4 777 65 169 170 12 310 12 977 13 803 218 198 2 802 1129 Rücktritt Dr. Furtwänglers als Leiter der Bayreuther Jefffpiele. Dr. W. Furtwängler ist von seinem Posten clä| Bensheim...... 15. 11. 31 10. 4.32 19. 6.32 49 539 80,0 6 044 5 585 8 988 8 038 553 324 6 740 5 213 5170 49 453 363 12 941 15 870 15 414 170 149 3 595 1088 musikalischer Leiter der Bayreuther Festspiele zu- rückgetreten. Der Grund liegt in prinzipiellen Differenzen mit Frau Winnisred Wagner. MkÄr Beirachtun Etors der star Eta Einheitsliste Eill. und der Kc Dieburg....... 15. 11. 31 10. 4.32 19. 6.32 43 985 84,2 7 938 7 583 6 848 6 260 609 349 4 603 3 304 4118 54 181 252 14 434 16 582 16 703 110 95 1953 542 Begeisterter Empfang des „Graf Zeppelin" in Rotterdam. Das Luftschiff „Graf Zeppelin" ist nach einer I Rundfahrt über Holland und Norddeutschland glatt in Rotterdam gelandet und zum Heimflug! nach Friedrichshafen wieder gestartet. Beim Si- scheinen des Luftschiffes über der Stadt ließen alle j Mchitionalen habe etwa EM dagegen Ei 8) Stimmen eri Eteirt ist aber EtaSfte abgegebe Eia 150 Stimme Mü: Zahlen crrei Mm in der Ann Lbyticm von pol WLählern, die st Erbach........ 15. 11. 31 10. 4. 32 19. 6.32 32 112 78,4 5 424 5196 951 924 246 317 3 279 1 944 2 451 48 311 294 13 114 16 108 15 371 202 129 1 857 740 Groß-Gerau..... 15. 11. 31 10. 4.32 19. 6.32 44 938 82,7 8 620 9 039 2 498 2 470 962 575 9 961 7 594 7 608 135 183 313 11 349 11 839 12 733 260 246 3 106 896 Schiffe im Hafen ihre Sirenen ertönen, währens die schätzungsweise 150 000 Personen zählende unübersehbare Zuschauermenge, unter her sich auch zahlreiche aus Antwerpen gekommene Bcl- gier befanden, in begeisterte Zurufe ausbrach. Nach der Landung entstiegen die Teilnehmer an der Rundfahrt der Kabine, unter ihnen der Prinzgemahl Heinrich der Niederlande und der Heppenheim..... 15. 11. 31 10. 4.32 19. 6.32 36 189 70,4 3 354 2 734 8 661 7 545 412 266 4 940 3 857 4 205 29 154 155 6 192 8 547 7 823 117 115 1497 423 Ebi noch am ehe I-»'chn, ’urütfjufü ■ lüÄtlauf des 1 meinem üblic Offenbach (Stadt) . . . 15. 11. 31 10. 4.32 19. 6.32 58 707 85,0 10 166 13 483 5 647 5 448 9 951 4 270 7 058 6 273 6 064 37 1 083 603 11 997 11 782 13 422 176 275 4 001 1863 deutsche Gesandte im Haag Graf Zech. Ein verhängnisvoller Irrtum. Einem verhängnisvollen Mißverständnis ist in Em nickt einige kc Mw bedauerliche Ein Alter von Offenbach (Land) . . . 15. 11. 31 10. 4. 32 19. 6.32 69 676 87,2 16 132 16 580 12 631 11 817 2 566 985 12 404 9 342 10 611 63 244 836 12 488 13 855 14 644 164 172 2 804 1242 Berlin ein Polizeibeamter in Ausübung seines Berufes zum Opfer gefallen. Einem Polizeirevier wurde gemeldet, daß in der Wohnung einer Witwe ein Einbruch verübt worden sei. ' M Provinz R heinhe ffen Das Revier entsandte drei Beamte, da nach Angabe der Hausbewohner die Diebe noch'.n der Wohnung sein sollten. Einer der Deam« ten ging die Hintertreppe hinauf, seine beiden Kollegen die Dordertreppe, um eine Flucht bet Einbrecher zu verhindern. Die beiden Beamten hörten Schritte in der Wohnung, glaubten, M es sich um die Einbrecher handele und fragten wiederholt, wer da sei. Da keine Antwori erfolgte, gaben die Beamten zwei Schüft c durch die Tür ab, die den Oberwachtmeister der durch die Hintertür in die Wohmmz eingedrungen war, in die Brust trafen. W einem lauten Hilferuf brach der Beamte zusaw men. Jetzt erst erkannten seine Kollegen ihren Irrtum, Sie brachen die Tür auf. Der Verletzte tourbt in bedenklichem Zustande ins Krankenhaus gr- Eine Mdem Schlitze asten Dörfern Mainz (Stadt) .... 15. 11. 31 10. 4.32 19. 6.32 102 081 73,7 17 940 19167 18 516 18 419 2 254 1 056 14 311 8 016 10 826 57 1 565 880 24 000 21 005 24 393 271 396 6 447 2 870 ^Äten Tiehen, Oli Lauterbach un JW-ltag Wer t£.um dort an pmen stank & d.e Tauern, M und di« u ^3 machten MM, aus dem gekommen wa miiftang umeinander d 'Menden stän ! Storni ^■mnw AA und nur Mainz (Land)..... 15. 11.31 10. 4.32 19. 6.32 22 186 85,3 3 107 2 999 6 366 6 310 199 ~111 2511 1 444 1911 23 228 156 5 393 5 403 6 077 31 35 961 270 Alzey........ 15. 11.31 10. 4.32 19. 6.32 28 151 80,4 3 462 3 685 4 209 4 248 241 174 1 535 730 1 002 14 134 289 11 350 11 656 12 325 260 399 1570 889 Bingen........ 15. 11. 31 10. 4.32 19. 6.32 31 881 74,2 2 866 2 863 9 044 8 629 450 270 1 497 894 1027 47 362 278 6 917 6 466 7 962 141 278 2 349 649 bracht. heuwagen vom Zuge überfahren. Von einem von Kreuzungen bei Rornanshom am Bodensee kommenden Zuge wurde zwischen Güttingen und Altnau an einem schrankenlosen Ueberaang ein Heuwagen überfahren. Der atff dem Wagen mitfahrende Landwirt, seine Fraiv »nd deren Vater wurden sofort getötet. Eine Dienstmagd wurde schwer verletzt. Niedergeschlagenheit bei den amerikanischen üriegsveteranen. Oppenheim...... 15. 11. 31 10. 4.32 19. 6.32 33 355 81,6 4 262 4 208 6 208 6171 184 191 1 326 636 928 11 335 260 13 436 13 921 14 545 268 278 1286 556 Worms (Stadt) .... 15. 11. 31 10. 4.32 19. 6.32 35 455 83,9 4 895 5 270 3 219 3119 411 223 6 312 3 630 4 795 27 552 469 10 580 9 256 11 808 201 219 3 741 1 242 ideUnÄ.^abei Worms (Land) .... 15. 11. 31 10. 4.32 19. 6.32 34 271 81,9 4 732 5 382 5 698 5 754 301 216 2 653 1 111 1 751 38 409 525 11 539 11 903 13 762 168 176 2 517 734 In dem von Regen durchweichten Lager b® Kriegsveteranen herrscht st a r k e Niederge- schlagenheit über die Abstimmung des Bui« dessenates, der mit entscheidender gewaltiger Meh-- heit die Ausgabe von 2i Milliarden Dollars fä die Bonus-Zahlungen ablehnte, und dadurgy Präsident Hoover vor der delikaten Aufgabe t>i- wahrte, durch sein Veto das Gesetz zu zu bringen. Die Veteranen versuchten einen erneuten Marsch nach dem Kapital Sie wurden jedoch von der Polizei aufgehalttt, die alle drei vom Lager nach der Innenstadt füb- renden Brücken abgeriegelt hatte, und mit Knist» ’M?d« Ä enL'^°u »Sly Das Gesa mterge bnis Oberhessen...... 15. 11.31 10. 4.32 19. 6.32 225 180 81,3 44 003 41 951 8 537 8 965 2 684 1 732 14 716 8 006 10 602 1 319 3 117 5 070 87 311 104 047 102 305 1 007 1 132 22 055 5 623 Starkenburg..... 15. 11. 31 10. 4.32 19. 6.32 442 480 83,1 82 834 87 185 50 647 47 000 16 384 7 713 61 929 42 829 49 266 1 779 4 155 4 331 120 657 129 684 135 133 2 266 2 011 27 282 12 333 peln und Tränengas stundenlang in Bereitschas: tand, bis die Veteranen endlich den Versuch al11 hoffnungslos aufgaben. Man rechnet mit eine» baldigen Abzug größerer Gruppen, dies um': ' & N de rS- Rheinhessen...... 15. 11.31 10. 4.32 19. 6.32 287 380 82,0 41 264 43 715 53 260 52 638 4 040 2 452 30 145 16 561 22 243 213 3 585 2 704 83 215 79 698 90 870 1 340 1 780 18 871 7 219 eher, als der Bonus-Plan wenigstens für diese Ses ion endgültig erledigt ist. Schweres Explosionsunglück auf einem englischen Petroleumdampfer. In Montreal (Kanada) entstand an Doü öes englischen Petroleumdampfers „Cymbeline" ber auf Trockendock liegt, eine schwere Explosion ‘ Don dem Schiff sind bis jetzt 23 Leichen geborgen worden. .Unter den Toten befindet M kr S-üßrcr der Feuerwehr und drei Feuerwehr- Eute, die von der zweiten Explosion bei ihrtt | Löscharbeit überrascht wurden. Hessen (Gesamtergebnis) 15. 11.31 10. 4.32 19. 6.32 955 040 82,4 168 101 172 545 112 444 108 603 23 108 11 897 106 790 67 396 82111 2 079 10 857 11 267 291 183 313 429 328 313 4 613 4 925 68 208 25175 -^tionale Einheitsliste, sind zusammengeschlossen DBP., Staatspartei, Christl.-Soz. Bolksdienst Volksrechtspartei Le s. Landvol PD.) und tBP.) und k, Wirtscha Liste 8 (Hcs Liste 7 (N tspartei. >. Dem.), SDAP.) I as Wahlergebnis in Gießen Lahlbcjirk.. finb, hier Anwendung zu Propa- mit ihrem ©trab« gegliedert g der Wahler- iDften Weise zu en >, wenn der ©tim» tzlar ai den J)i linier* in esserstecher von 10. gesamt..... 15. 11.31 Shon vor der Mittagsstunde begann der Zu* ro-n aus der ganzen Umgebung. 2Ju« dem •£ von Breungeshain zog «ine bunte Schar von le-schon herauf, die erst lichter wurde als die t?-n« im Westen hinter einer Wolkenbank verband und die Dunkelheit hereinzubrechen »2t«. Aus den Tälern herauf und über Di« ihen marschierten di« Kolonnen der VA. ge» gegen einen Arbeiter von Großcn-Linben, der bei der Versammlung durch den Saal gerufen hatte, der Prioatkläger habe einen Reichsbannermann gestochen. Beweis für dessen Täterschaft war aber nicht zu erbringen; auch wurde er in Wetzlar des Vergehens der Körperverletzung freigesprochen. In dem ersterwähnten Falle scheiterten alle Der- gleichsverhandlungen, insbesondere an der Schwere der Beleidigung, die namentlich in ihrem letzten Teil gefunden wurde. Daß der Angeklagte infolge eines allgemeinen Ortsgesprächs in Hochelheim auf die Wahrheit dessen, was man ihm über die frag- Hitler auf dem Hoherodskopf Gießener ^rudergesellschaft siegt in Staffel. Siege im Ersten Achter und im Vierer. Eine nationale Kundgebung bhri dem ©chl-tzerland, au« der Wetterau uni) te allen Dörfern deS BoqelSbergeS. au« den k r:cn Diesten. Bidda, Bübingen. Hungen, Als- Lauterbach und Schotten kamen am ©ams- kucbmitlag Menschen hinauf zum HoherodS» k‘. um dort an der Hitler-Kundgebung teil- Liehmen Da standen sie beieinander die ©tädter bb die Bauern, bi« Frauen und Männer, die liei und die Jungen, diejenigen, die zu Fuß p Weg machten und jene, die im ©c$«5i)linbcr- iegen. auf dem Motorrad oder auf dem ©tahl- V gekommen waren. lein Mistklang störte erfteullcher weise da» Nebeneinander der sonst so verschiedenartig er- jprinenben Stände, die sich hier zusammenge- gefunben hatten. :blaucr Himmel wölbte sich von Horizont zu Sont, und nur einige Wolken warfen von zu Zeit leichte ©chatten über Täler und l. die sich, so weit daS Auge reicht«, m und erhabener Großartakeit zu >nd itoei CBerorbS « Nabt von den3 Abgabe an bid ^ea haben, unb mj 9 Jut ben ßij "lassen. DaS M °nken!assen schlich ^'lräge zur kranken- 9, E.Die UtgtiuM, 'bre Tätigkeit zu zaÄ Inders. H ler Dell. . Jurfroanglrr» Bayreuther Jeflfpiete. ist von seinem Pos!» Dahreucher Fesispiü d liegt in prinzipi, lit FrauWinni!« Bemerkenswert ist, daß der Ruderer Flimm bet dieser Kasseler Ruderregatta für die Gießener Rudergesellschaft seinen 25. Sieg buchen konnte. Aus diesem Anlaß wurden dem Ruderer die Herz- lichsten Glückwünsche übermittelt. Wie nachträglich feftgcfteQt wurde, konnte auch Becker bereits bei der Regatta in Trier (vor 14 Tagen» seinen 25. Sieg für die GRG. verzeichnen. Die Verdienste der beiden Ruderer wurden gebührend gewürdigt. at c,n nl 2?!^ vl w 1 Erdendem angeklagten Redakteuer verfaßten, so doch auf feine -Veranlassung erschienenen längeren Bericht über eine in Hochelheim abgehaltene nationalsozialistische Versammlung, die mit einer Schlägerei geendet hatte. U. a. hieß es darin, in dem Saale sei plötzlich ein Reichsbannermann von Wetzlar zusam- mengerissen, durch einen Messers'^ k— köpf erheblich verletzt und als .. . , Augenzeugen, die sich der Polizei zur Verfügung stellten, der Privatkläger bezeichnet roorben; dieser Messerheld sei eine Zierde der Gießener Universität. In der „D o l k s ft i m m e“ zu Frankfurt am Main ist dann über die gleichen Vorgänge berichtet und u a. ebenfalls gesagt worden, den Privatkläger hätten Augenzeugen als Messerstecher n ®°Uf ft uM . 'Fuß fortfetjtcn. Auf der Fahrt in den Vogel«- 1 r$ wurden den Besuchern der Sonnwendfeier den Feldern und Wiesen, au« den Bauern- :m'cm der passierten Dörfer manche« -eX’1- prüfen und dabei die Hand zum bekannten liehen Vorgänge hinterbracht hatte, vertrauen konnte, vermag ihn als Redakteur nur wenig zu entlasten. Er erhielt wegen Beleidigung und übler Nachrede, begangen durch die Presse, eine Geldstrafe von 40 RM und der Beleidigte darf das Urteil in feinem entscheidenden Teile im An- Am Sonntag fand in Kassel die diesjährige Kasseler Ruder-Regatta von Fulda statt, die vom Nordwestdeutichen Regattaverband durchgeführt wurde. Die Regatta nahm bei ausgezeichnetem Wetter und gutem Besuch einen glänzenden Verlauf. Die Gießener Rubergesellschaft war diesmal wieder sehr stark verrieten und sicherte sich zwei beachtliche Siege. So holten sich die Ruderer Wei- dig, Hartmann, Flimm, Strauch, Köhler, Becker, Neurath, Götz, St.: Loh unangefochten den 1. Sieg im Ersten Achter, den sie überlegen und mit drei längen Vorsprung von RD Kastel in 7:01g an sied bringen konnten. Den Ersten Vierer konnten sie sich mit der Mannschaft Flimm, Becker, Köhler, Hartmann, St. Loh ebenfalls sichern und zwar in hatte, die „ , . ganbalärm von Zeit zu Zeit erfüllt hätten, wäre von dem Wahltag kaum etwa« zu bemerken fle- wesen. Unb e« ist schließlich ja auch begreiflich, daß die Parteien sich die kostspielige Werbung in den letzten Tagesstunden vor der Wahl ersparen, denn unser Volk ist in allen seinen Teilen so stark Abendstern angewiesen waren. •* Gegen die Waren-Automaten. Der Kaufmännische Verein teilt uns mit, daß sein Ober« verband, der Deutsche Verband Kaufmännischer Ver« eine gegen den Plan interessierter Kreise, auf Straßen' und öffentlichen Plätzen in größerer Zahl Woren-Automaten aufzustellen. die einen erroelter ton Vertrieb von Waren (z.B. Lebens, und Genuß- mittel aller Art, Tabakwaren, Textilwaren ufro.) dienen sollen, aus volkswirtschaftlichen Gründen beim Reichswirtschaftsminifter Einspruch erhoben hat, weil durch diese Art des Warenoertriebs eine empfindliche Schädigung des regulären Handels und zunehmende Arbeitslosigkeit bei den kaufmännischen Angestellten zu befürchten'sei. Wertvolle Stiftung für die Marburger Universitätsbibliothek. Marburg, 18.Juni. (WSN.) Die wertvoll» Bibliothek, sowie der Handschriften« n a ch l a h des vor einiger Zeit verstorbenen Geheimrats Geldner in Marburg, eines der bedeutendsten Indologen, ist als Stiftung in den Besitz der Marburger Universitäts-Biblio« thek übergegangen. Unter dem Nachlaß befindet sich der ungefähr 50 000 Belegstellen umfastende Index zum Rigveda, ausgearbeitete Vorlesungen auf dem Gebiete des Buddhismus ufw. ‘Stau Kienle will sich im Ausland erholen. WSN. Frankfurt a. TI., 18. Juni. Frau Dr. Kienle, die bekannte Frauenärztin, gegen die in Stuttgart ein umfangreiches Strafo. riahren und neuerdings auch in Frankfurt zwei Fälle wegen Zuwiderhandlung gegen die Bestimmungen des § 218 StGB, schweben, hat Frankfurt a. M. Der- lassen. Sie meldete sich am 15. d. Mts. auf dem zuständigen Polizeirevier ab. Von dieser Abmeldung hat der Untersuchungsrichter keine Kenntnis erhalten. Wir erfahren, daß Frau Dr. Kienle einen Nervenzusammenbruch erlitten hat, und daß sie die Absicht kundgab, sich im Ausland zu erholen. In Begleitung der Aerztin befindet sich ein bekannter Schauspieler. Seitenteil der .^berhessischen Volkszeitung- auf Kosten bt» Angeklagten veröffentlichen lassen, Jrt den beiden anderen Fällen erfolgte C 1 n ft e 11 u n q des Verfahren», nachdem der Richter aus dem Ergebnis der Beweisaufnahme die Uederzcu« gung gewonnen hatte, daß die Notverordnung des Herrn Reichspräsidenten vom 7.10.31, 6. Teil, Kap. 1, § 7, die in derartigen oallen eine Einstellung des Verfahrens vorsieht, sobald die Schuld des Taters gering ist und die folgen der Tat unbedeutend finden habe. von rund 40000 Menschen. di« vielen Auto«, für die Unmenge Motorräder waren im Walde zwischen Farn und Tann', sowie am Waldrand an der Straße zum Klubhaus Parkplätze hergerichtet worden. Boch nie sah der Hoherodskopf so viele Menschen, lieber all herrschte lebhafte« Treiben. ®« wurde gescherzt und gelacht, wenn auch der Grundton des Ernste« die Oberhand behielt. Allgemein sielen Schliher- länder Bäuerinnen und Bauernmädchen in ihren schönen farbenfrohen Trachten auf. Viele Blicke folgten ihnen. Gegen 19 Uhr begrüßt« Gauleiter Lenz die Teilnehmer der Kundgebung besonders die Bauern. Gr wies in toeniaen Worten auf die Bedeutung des Bauern für Die Volksaemeinchsaft und für da« Vaterland hin. Die Kundgebung solle getragen fein von dem Gedanken: über den Sternen für Gott — auf der Grd« für unser Vaterland! Dann sprach Prinz August Wilhelm von Preußen. Er sprach zunächst vom Sinn der Bewegung. Der Führer sei die Verkörperung des Kampfeswillens des ganzen Volkes, das nicht sterben wolle und nicht sterben dürfe. „Diele in Deutschland hoffen auf eine Wendung zum Besseren, wir aber, die wir hier sind, glauben an eine Wendung zum Wiederaufstieg und wir sehen schon das neue Deutschland. Das Feuer- ftjmbol des Abends soll ein Symbol unserer glühenden Herzen sein." Hauptmann Goering sprach über die Bedeutung der Hestenwahl. Er for- berte daß das neue Deutschland auf neue Säulen gegründet werde. Die Wahl in Hessen fei ein Teil- ausschnitt im Werk der Erneuerung des Reiches. Deutschland könne nur wieder aufgebaut werden durch eine Bewegung, die aus der Rot geboren wurde. Spät erst kam Adolf Hitler. Die Dunkelheit war längst hereingebrochen, als er erschien und vom Provinzieller 0 r a f 6 o I m s mit dreifachem „Heil' begrüßt wurde, das vieltausenb- stimmig von der Menge ausgenommen, dem tfuhrer entgegcnschallte, um einmalig groß und ohne Echo im Raum des Unendlichen zu verklingen. Dann breitete sich für Augenblicke tiefe Stille um den Berg, bis Hitler zu sprechen anhub und seine Stimme klar und durch Lautsprecher um ein Vielfaches verstärkt die Zuhörer in ihren Bann zog. ,Lch glaube nicht', so erklärte er u. a., „daß eine andere Partei imstande angegeben. Gegen die Schriftleiter der beiden genannten Zeitungen erhob der Student Privatklage, ebenso gegen einen Arbeiter von Grohen-Linden, der bei der Zett von 7:45 Min. vor Angaria Hannover und Staffelet RD Im Kaiserpreisoierer, den die Gießener Rudergesellschaft auch belegt hatte, mußten sich die Hiesigen, durch einen Bootsschaden ge- handicapt, mit dem zweiten Platz begnügen. Der Sieger in diesem Rennen fiel an die Akademische Ruderverbindung Angaria-Hannooer. Im Ersten Einer startete 3 o bt, er muhte sich aber diesmal mit einem 3. Platz zufrieden geben. Aus der provenzialhauptiladt. Gießen, den 20.3uni 1932. Preffeprozeß in Gießen. Drei im engen Zusammenhang stehende und auf politische Vorgänge zurückzuführende Privat- klagen wegen Bele ibigung — 3. T. burch bie Presse begangen — fanden am Freitag durch den Gießener Einzelrichter ihre Erledigung. Privatkläger war ein Gießener nationalsozialistischer Student aus Grohen-Linden, der sich am 31. Januar 1 I. an einer „Saalschlacht in Hochelheim' beteiligt haben sollte. Unter dieser Ueberschrift brachte die „V b e r h e s s i s ch e Volkszeitung" in Nr. 28 vom 3.2.32 einen, wenn auch nicht von "Ser geglaubt hatte, bie gestrige Landtag-Wahl | Siehen werbe bei bem herrlichen ©ommertag । jft wie bei bem Wahlgang vom 15. November I 3 eine sehr starke Wahlbeteiligung, vielleicht fcr noch eine Steigerung gegenüber bem Bo- r kr bringen, mußt« sich gestern abenb al« ent« ul$t bekennen. Dem starken Austrieb ber Wahl- frvügung am 15. November 0.3. (79,53 Proz. v Stimmberechtigten), im Vergleich zur Wahl -t 13. November 1927 (51,46 Proz.), steht bei bet cgen Wahl mit 73,47 Proz. ber ©timmberech- K a ein Rückgang ber Wahlbrteili- von runb 6 Proz. gegenüber. Diese stdigkeitSerscheinung ist nur zu bebauem, 1 ei gerade bei ber gestrigen Wahl ganA befon- daraus ankam, bie Meinung ber ^Dähler- ;:f! in ber benfbar weitreich ^chen Es wäre bebauerlich, rüdgang des gestrigen Tage« in unserer Bür« 'öaft den Ansang eine« verringerten wähl« . I schen Interesses bebeuten würbe. Bereit« bis Mittagsstunde zeigte sich, baß bie Wahlbetei- um im Vergleich zum November v. 3. zu toün- •.3 übrig ließ. Dis gegen 12 Llhr war erst ein uchschnittlicher DeteiligungSsatz von 22,3 Proz. . Mrzeichnen. Etwa um 16 ilbr waren 53,5 PrvA. z»stellt, so baß erst bie letzte Ötunbe ber Wahl- t tiung den Auftrieb bl« zu 73,47 Proz. brachte, r'ti einer Betrachtung der einzelnen Wahlziffern v besonders der starke Rückgang der in der Na- u a’en Einheitsliste vereinigten Parteien, sowie «PD. und der Kommunisten auf. Auch die : tchnationalen haben im Vergleich zur vorigen . diagswahl etwa | an Stimmen eingebubt. : '."SDAP. dagegen hat ihren Besitzstand noch um Ei 480 Stimmen erhöhen können. Besonders bell kenswert ist aber das Anwachsen der für die (i trumslifte abgegebenen Stimmen, die gestern r n um 150 Stimmen höheren Stand als bisher i allen Wahlen erreichten. Man wird wohl nicht st zehen in der Annahme, daß dieses Plus auf |r Zustrom von politisch Heimatlosen, oder von Wählern, die sich von der Unterstützung des \i trums noch am ehesten eine Stärkung der Teilte rÄÄtaai unt.rW.6 M ,-ft Lt» von einem üblichen schönen ©ommersonntag. Brrtn nicht einige kommunistisch« ©prechchöre, in it Iran bedauerlicherweise auch Buben und Ma- fcj im Alter von 8 bi« etwa 12 3ahren eln- Geheimerat Or. llsinger t- In Maini, wo er im Ruhestand lebte, ist. wie wir heute früh unmittelbar vor Redattwnsichiuh erfahren gestern nach längerer Krankheit der frühere Pronintz'aldirektor von Rheinhessen. Geheime Rat Dr. U s i n g c r . verstorben Der Verewigte hat ein Alter von 66 Jahren erreicht. Geheime Rat Dr. Usi n ge r war vom l.Marz 1910 bis 1. Februar 1922 als Prooinzialdirektor der Provinz Ob er Hellen und Kreisdirektor des Kreises Gießen in Gießen tätig. • •• Kein«*A 11er tumsf unbe. Bei Ausschach, tungsarbeiten in ber Sonnenstrahe wurden am camsiag in 1,70 Meter liefe neben Gesaßscherben zahlreiche Knochenrefte gefunden. Die Ihileriuctuing durch bas Geologische unb Palaeonlologilche Institut ber Universität ergab, bah bie Knochenreste zumeist von Haustieren stammen, unb zwar hanbett es sich oorroiegenb um Hornzapsen von Rinbern, Geflügel- knochen usw. Da verschiebene Knochen, darunter auch ein Wirbel, mit einem scharfen Gegenstand glatt durchgeschlagen waren, scheint es sich um Abfall- refte einer Metzgerei zu handeln, worauf auch Aus- agen von Anwohnern hindeuten. Die Reste, bie in einem bunflen, holzreichen Schlick vorkamen, erweckten zunächst ben Einbruch als ob sie älter wären unb bie im Untergrund von Gießen bekannte alt- alluviale Torfschicht angeschnitten wäre. Funbe von Leder Gesäßscherben. Glas, Dachschiefer zeigten aber zweifellos, daß es sich um recht jugendliche Ablagerungen handelt. _ , •* Absturz eine« Kinde« Gestern nachmittag stürzt« da« sieben Jahre alte Böhnchen des im Wetzlarer Weg wohnenden Buchdrucker« Frank von der an der westlichen ©eite de« Wetzlarer Weg« befindlichen Grenzmauer auf da« etum sechs Meter tiefer gelegene Bahngeländc hinab. Der bedauernswerte Kleine erlitt dabei einen komplizierten Bruch des linken Armes und muhte der Chirurgischen Klinik zur Behandlung zugeführt werden. . •• CutounfalL Am Samstagnachimttag rannte das Personenauto eines Gießener Gemüsehändlers, das von dem Besitzer selbst gesteuert wurde, kurz vor dem Dorfclngang von Klein-Lindcn aus der Wetzlarer Straße gegen einen Apfelbaum und wurde so schwer beschädigt, daß es abgeschleppt werden mußte. Dem Besitzer war auf der Fahrt eine Gemüse- liste ins Rutschen gekommen^ bet dem Versuch, die >ciste zurechtzurücken, steuerte er gegen den Baum. Trotz Zersplitterung der Windschutzscheibe wurde der Fahrer an Gesicht unb Hänben nur unbcbcutenb verletzt. Der Wagen wurde völlig zertrümmert •• Verladerampe a u f Bahnhof Abendstern. Die Deutsche AeichSbahn-Gescil- schäft hat auf Bahnhof Abendstern eine Laderampe für Kopf- und ©eitenVerladung errichtet. Damit ist den Wünschen zahlreicher Interessenten (Holzverlader usw.) entsprochen worden, die seither aus die Mitbenutzung der Rampe der Tonwerk» wäre, eine Kundgebung dieser Art und dieses Ausmaßes zu veranstalten. Das Ziel sehen wir klar vor uns. lieber alles hinweg muß ein neues Reich em stehen, weil ein neues Volk erstand Der Geist tzes Widerstandes muh uns erheben unb befreien von bem Druck, ber Jahrzehnte auf uns lastete. Das Reich unb bas Volk wurden zerrissen durch Interessentenhaufen unb ist dadurch ohnmächtig gemacht worden Deutschland kann aber nur wieder zu innerer Kraft gelangen, wenn sich jeder besten bewußt ist, daß er ohne den anderen nicht leben kann Jeder muß wis fen, daß jeder (eben muß Der Städter muh willen, daß ber Bauer leben muß. Der Bauer muh willen, bah er nicht fein kann ohne ben Arbeiter Die Nationalsozialisten haben es bewiesen, bah sich alle zusammenstnben können. Wir banken Gott so rief ber Rebner aus, bah bie Jugend bei uns steht; sie wird das Werk vollenden, das wir begonnen haben. Deutschland hat eine über tausendjährige Vergangenheit, Deutschland muh eine tausendjähriae Zukunsi haben. Die Zunkunst aber gehört uns Die Fragen ber Zukunft berühren uns alle, unb so müllen wir alle baran mitarbeiten unb sie uns erkämpfen. Tragen sie unsere Gedanken hinaus, verbreiten sie unsere Ideen, daß sie wie Feuer, bas vor uns aufglüht. in bie Herzen fallen. Helfen Eie ber Bewegung zum Sieg! Mit einem „Heil!" beschloß Hitler seine Ansprache. Vieltausendstimmig Hang auch jetzt roieber bas „Heil!" ber Menge. Das Deutsch (anblieb, gemeinsam gesungen bclchloß bie Kundgebung. während über die Gesichter bas warme Rot bcs Sonnenwenbseuers hellen Glanz breitete unb bas Licht ber Flammen bie Fahnen zu einem wehenben Fanal werden ließ. Mit bem Kampflied der Nationalsozialisten klang die Kundgebung aus. ©er Abschluß. <$« war inzwischen sehr falt geworden. Der Mond kam heraus, groß und klar, und goß sein Licht über Berge und Täler, ©eltsam stritt das Licht des VachtgestirnS mit dem lebendigen Bot de« ©onnwendscuerS. Al« die letzten Klänge deS Liedes verhallt waren, kam urplötzlich Bewegung in die ungeheure Menschenmenge. Alle« strömte zu Tal. Jedermann hatte sein Ziel. Die Auto« und Krasträder rollten im Lichte der eigenen ©cheinwerfer eine« hinter dem anderen zu Tal. eine einzige geheimnisvoll gleißende Schlange. Die ©A.-Leute marschierten zum großen Teil in geschlossenere Trupp« wieder ab. 3n Breungeshain staute sich die Meng« noch einmal zu einer erregenden Fülle von Leben. Geräuschen, Busen, Drängen; viele suchten ihre Omnibuste und Lastkraftwagen. die sich erst allmählich au-lösen konnten. Die Kraftwagenlenker mußten mit überwachen ©innen ihre Fahrzeuge durch da« Gedränge führen. Die Polizei hatte alle Hände voll zu tun, um den Verkehr zu bewältigen. Allmählich aber flaute der Strom der Menschen und Fahrzeuge- ab, es wurde stiller und stiller und das sonst so unberührte Dörfchen Breungeshain verfiel wieder der Buhe, aus der eS für einen Tag sehr stark herausgerissen wurde, für einen Tag, wie ihn das Dorf und der Berg bisher noch nicht erlebt hatten und ihn Wohl auch so schnell nicht wieder erleben werden. politisiert, dah der einzelne Wähler oder die Wählerin sich weder durch Flugblätter, noch durch ©prechchöre und ähnlich« Dinge in der Entschließung zur Stimmabgabe dürsten beeinflussen lassen. Bei dieser Buhe des Wahltage« hatte erfreulicherweise auch die Polizei ihr Amt al« Hüterin der öffentlichen Ordnung leicht, bi« schließlich tun vor dem Schluß der VÄhlzeit doch noch eine Schlägerei an der Schanzenstraße Ecke Westanlage entstand, in die di« Polizei schlichtend eingreifen mußte. Dort waren einige Angehörige der Eisernen Front mit einigen Mitgliedern der BSD AP. aneinander geraten, wobei es auf beiden Seiten etwa« Mutige Köpfe gab, die ärztlich« Inanspruchnahme erforderlich machten. Die Polizei sah sich aber nicht zu Verhaftungen veranlaßt. Der fernere Verlauf de« Abend« brachte barm erfreulicherweise feine weiteren Störungen. Einzelergebniffe aus Oberheffen. Stabt Friedberg. ©da. 1554 (1530), Zentr. 533 (521), ©AP. 57 (163). Komm. 548 (694), Leuchtgen« 107, Dntl. 177 (143), BSDAP. 2395 (2340), Dem. 87 (78), Bat. Einh.-List« 401 (947). Bad-Bau heim. ©da. 850 (799), Zentr. 543 (471), ©AP. 47 (22), Komm. 374 (480), Leuchtgen« 6, Dntl. 280 (316), BSDAP. 2649 (2124), Dem. 126 (116), Bat. Sinh.-Liste 290 (628). Butzbach. ©DA. 841 (914), Zentr. 216 (221), ©AP. 8 (35), Komm. 116 (218), Leuchtgen- 1, Dntl. 60 (52), BSDAP. 956 (1019), Dem. 35 (68), Bat. Sinh.- List« 244 (417). Stadt Vilbel. ©da. 1854 (1527), Zentr. 267 (250), ©AP. 46 (108), Komm 454 (35), Leuchtgen« 2, Dntl. 18 17) BSDAP. 1070 (906), Dem. 22 (21), Bat. Sinh.-Liste 120 (361). g des „Vias 3tppriii' I otterbam. Zeppelin" ist nach M 1 unö Nlllddcutschlan! ■ nbet unb jum HeiniM ieder gehärtet. Seim I über der Stabt ließen V Sirenen ertönen, roibie M Personen zählende kV 1 ti u e t m e h c, umr ■ Antwerpen gcloinineiu W jeisterte Zurus« iV ig entstiegen die Teil-M Kabine, unter ihm, V h der Niederlande nag Gras Zech. airvoller Irrtum. llen Mihverständnii iiV mter in Ausübung M allen. Einem PolizruM in der Wohnung M ich verübt öorbfi■ drei Beamte, da nach W 1Cr die Siebe not» 1 sollten. Einer der ÄW ■e^c Hinauf, W rppe, um eine em- Die beiden DE ■ Dohnung. glaubten M wÄsä tcrtür m die di« Brust tra«»W brach der Deanite^-1 11 IE KolINLs Nr au' Ser MrleY'e ri „i« in» to**1 SW * schwer vertc?^ i »«*** irlsen zum Hoherodskopf. 3elc kamen in übervoll besetzten ^utobuften, : 'ich mühsam auf engen Straßen rauf sch oben, ri endlich in Breungeshain zu verichnaufen. 'iSrenb die Insassen den Weg -um Berggipfel Auf dem Hoherodskopf jc für den Empfang der Maften alles vvrbe- I-.1 <1. Für die Redner war eine feste Tribüne ?cut, Wirtszelte waren hergerichtet. Dre meisten .-sicher hatten sich ihre Verpflegung aber sewst r-lpobracht. Bach den anstrengenden Marschen b dann auch zunächst ein allgemeine« Vriern r. Die Standartenkapelle der ©A. 116 unterhielt it flotter Marschmusik, die durch zwei Lcurt- tefjer überall deutlich vernehmbar war. Für Ä -- » !-t° 6,5 r der®" S“£ er nach °« nb mdJJ Sozial- bemo- haten 1 Zentrum 2 SAP. (Komm. Cpp.) 3 Kommunisten 4 Liste Leucht- gens 6 Teutsch- nationale Bolksp. 6 RS DAV- 7 H-N- Demokr. 8 Rat. Einheitsliste 9 208 50 10 166 1 17 476 4 36 225 38 11 110 2 21 616 9 88 276 54 10 106 1 25 497 4 39 226 39 8 90 1 37 563 5 57 299 31 11 125 1 29 444 4 27 201 60 7 124 1 27 623 8 77 192 65 8 62 2 64 600 7 67 226 128 8 30 — 38 604 8 68 196 142 6 39 — 35 618 20 99 155 92 5 35 — 81 689 21 97 200 62 7 21 1 61 538 13 141 112 60 6 15 e— 42 494 11 103 147 67 6 18 2 42 454 8 104 394 58 24 27 — 14 605 8 52 168 37 6 90 — 36 623 1 77 203 24 11 91 21 420 8 43 213 47 8 79 2 18 48/ 6 42 166 77 6 84 2 41 433 10 59 72 17 9 12 3 6 112 4 12 3879 1138 165 1324 19 646 9496 159 1277 4240 988 v 221 1879 26 924 9012 81 2208 Sensatioilsromane, die das Leben erfand Lausanne. Lrtschafi Sranffurt a.M. Berlin Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 7N. IS Wr* börse 17.6. 18.6. 17.6. 18.6. 11,25 6 Banknoten. 43 3,75 ar 3,13 16 4,85 5,75 4,55 8 8 9 1,05 5,13 5,75 4,75 5,13 2,25 2,25 2,25 12,13 26 86,5 16 18,5 30 18,5 124 20 niemals, daß und daß sein war zerrüttet Frau hat sich wieder erholt. sie feinem Wunsche gehorcht hatte, Erbe nicht sein Stint) war. Die Ehe bis zu feinem Tode, und auch die von diesem furchtbaren Erlebnis nie 68,25 36,5 52,25 65 57 117 77 24 40,25 14 17,5 159.75 42 Eine ungewöhnlich schöne Dame der britischen Gesellschaft, die einen reichen Mann geheiratet hatte, erzählte der Verfasserin, daß sie auf allen ihren Reisen junge Leute ermutigt habe, bis sie sich in sie verliebten. Dann habe sie sich von ihnen glühende Liebesbriefe schreiben lassen, die sie stets in ihrer Handtasche bei sich trug. Sie tat das, wie sie erklärte, nur um sich Sensationen zu verschaffen. Ihr Mann, der sie über alles liebte, war sehr eifersüchtig . 5 . 8 . 0 . b 10 . 6 6V, . 6 0 . 8 4!r: 10 10 6¥, 9 . 0 11 14 12 9 4,75 5,75 5,13 2,25 2,3 2.3 Norddeutscher Lloyd . . . . , A.G. für Verkehrswesen Akt. , Berliner HandelZgesellschast. Commerz, und Prival-Bank . Darmstädter und Nationatbank Deutsche Bank und Tirconto-Gesellschast. . . Dresdner Bank...... Retchrbank........ A.E.G............ Buderus...... Deutsche Erdöl ... Gelsenkirchener ... Harpener...... Hoejch Eisen. .... Ilse Bergbau .... Klöcknerwerke .... Köln-Neuessen. . . . Manneimann-Röhren Mansfelder Bergbau . Oberfchles. Kokswerke Phönix Bergbau. . . Rheintiche Braunkohlen Rheinstahk..... Iiellen & Guilleaume. . Gesellschaft für Elektrische Unternehmungen . . Rheinische Elektrizität . Schucker« & Eo. .... Siemens & Halske . . . LahmeyerL Eo.. ... • Die Indexziffer der Großhandelspreise. Die vom Statistischen Reichsamt für den 15. 3uni berechnete Großhandclsinde xzi f ° fer ist mit 96,0 gegenüber der Dorwoche um 0,4 v. H. gesunken. Me Indexziffern der Hauptgruppen lauten: Agrarstoffe 91,7 (minus 1,0 v. H.), Kolonialwaren 84,5 (minus 0.9 v. H.), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 87,0 (minus 0,2 v. H.) und industrielle Fertigwaren 117,7 (minus 0,2 v. H ). 2,5 2.45 4,3 7.4 3.13 15,9 2,4 2,75 2,45 7.4 3.25 15.9 und streng denkend. Bei ihrer Rückkehr nach Hause legte sie die Handtasche bei einem gewöhnlichen Abendessen zwischen sich und ihren Mann, so das, er nur zuzugreifen brauchte, obwohl sie genau mufjtc, daß ein einziger dieser Liebesbriefe ihre Ehe zer stören und sie gesellschaftlich vernichten tnußte. „Ein. mal", so sagte sie mit leuchtenden Augen, „nahm er die Tasche wirklich, spielte mit ihr und öffnete dei- Schloß. Ich dachte, er wird nachsehen, aber er tat cs nicht. Es war der aufregendste Augenblick meines Lebens." Diese „größte Spielerin", wie sie Lady Duff Gordon nennt, entging, so unwahrscheinlich cs Hingt, der Entdeckung, während andere Frauen, die jede Vorsicht anwenden. um ihre Liebesgeschichten zu verbergen, so oft ertappt werden. Einmal nahm die Verfasserin an einem Hochzeitsempfang der besten Gesellschaft teil. Die Braut, die I einen jungen, schönen Offizier liebte, hatte gegen ihren Willen einen anderen Mann heiraten müssen, i [ Als alle Gäste anwesend waren, wandte sie sich : plötzlich wütend zu ihrer Mutter, .zerriß den kost- I baren Hochzeitsschleier in zwei Stücke, warf ihn zu | Boden, trampelte darauf unbjticf: „Du hast mich I an einen Mann verheiratet, den'ich-verabscheue, und | ich werde ihn bis zu meinem Todestag verabscheuen. I Jede Stunde, die ich mit ihm verbringe, wird für I mich eine Unglücksstunde l,"in." Von der berühmten Schauspielerin Ellen lerrtj, I deren Vertraute sie war, berichtet Lady Duff Oor^i don, daß sie ihr erzählt habe, die Tragödie ihres 1 Lebens fei ihre Verheiratung mit dem großen Maler i G. F. Watts gewesen. Der Zünftler war alt genug, t um ihr Großvater zu sein, während sie noch fast ein Kind war, und er mar stets eifersüchtig. Das führte ; zur Katastrophe. Sie besaßen einen intimen Fo- rj milienfreunb William Godwin, den Ellen oft allein | besuchte, ohne daß sich jemand etwas dabei dachte. | „Eines Abends", so erzählte Ellen Terry", „besuchte ich ihn und fand ihn schwerkrank zu Bett. Sein Zu- | stand war so bedenklich, daß ich alle Aeußerlichkeiten vergaß und die ganze Nacht bei ihm verbrachte, in- j dem ich ihn pflegte. Als ich am nächsten Morgen nach Hause zurückkehrte, war er auf dem Wege zur Besse Z rung. Mein Gatte erwartete mich mit meinen Eltern « in feierlicher Würde: sie beschuldigten mich der Un< | treue und schienen entsetzt über das, was ich in aller I Unschuld getan hatte. Ich versuchte, ihnen aus- « einanderzusetzen, daß ich die Nacht, von der sie so I Schlimmes annahmen, damit verbracht hatte, einem 1 Schwerkranken Umschläge zu machen, ihn nach dem ti Badezimmer und zurück zu bringen. Aber sie j glaubten mir nicht und hielten mich für eine 23er I morfene, und mein Mann weigerte sich, mich jemals I wiederzusehen." Da sie nicht wußte, wo sie sich hin- I wenden sollte, ging sie zu Godwin zurück. Einige | Jahre später, nachdem sie ihn lieben gelernt halte, schenkte sie ihm ihr Herz. Der Iugendklubkampf der Spielvereinigung 1 900 gegen S C. 1880 Frankfurt endete mit einem Siege der ®ie« ßener Jugendlichen. 83:74 Punkte lautete das Ergebnis für die Gastgeber. bessern, wobei die erwähnten Hinausstellungen erfolgten. Dun war es um die Mannschaft geschehen. Die neun Mann konnten den Ansturm der Mitteldeutschen nicht mehr aufhalten und es fielen drei weitere Tore. Das Spiel der Frauen. Die Damen von Lharlottenburg mit 4:1 in Front. Wie im vergangenen Jahre, so hatten sich auch diesmal wieder der Sportclub Charlottcnburg und der Turnverein „Vorwärts" Breslau für das Endspiel qualifiziert. Die im Vorjahre knapp siegreichen Schlesierinnen mußten sich aber diesmal mit einer klaren Niederlage bescheiden. Charlottcnburg dankt diesen Sieg in erster Linie der größeren Schnelligkeit und dem besseren und genaueren Zuspiel und nicht zuletzt der überragenden Spielform der Spielerin Klusenwerth. Breslau zeigte auch eine recht gepflegte Leistung, war aber in seinem technischen Können der durchgebildeteren Leistung der Berlinerinnen nicht gewachsen. Der S p i e l v e r l a u s : Schon nach sieben Minuten schoß Frl. Klusenwerth den ersten Treffer. Die gliche Spielerin stellte in der 15. Minute den Halbzeitstand her. Nach der Pause verbesserte Breslau durch Frl. Müller auf 2:1. Ein Strafwurf von Frl. Bechtoldt und ein weiterer Treffer von Frl. Klusenwerth stellten aber den SCC.-Sieg sicher. 9,25 i,1 4.95 5,9 Handballspiele: 1900 1. — OSC. ließen 1. 9:5; 1900 l.-Tv. Allendorf 1. 8:3. Süd gegen West 0:1. Ein Spiel zugunsten des Olympia-Fonds der TSR. Rachdem der Süden schon im Endspiel um den Dundespokal in Leipzig eine unerwartete Niederlage einstecken mußte, brachte ihm das Freundschaftsspiel gegen Westdeutschland eine weitere noch überraschendere Diederlage. Denn die Mannschaft Süddeutschlands galt als äußerst stark, während der Westen auf verschiedene gute Spieler verzichten mußte. Aber trotz ihres Anterliegens führten die Süddeutschen ein sehr gutes Spiel vor, wie überhaupt das ganze Spiel sehr fesselnd und von hohem Riveau war. Die süddeutsche Mannschaft war im Felde oft drückend überlegen und hatte auch mehr Torchancen als ihr Gegner, doch war der Sturm zu wenig durchschlagskräftig, außerdem hatte der Westen in seinem Torwart 'Duchloh einen Mann, der einfach alles hielt und die bestgemeintesten Schüsse vereitelte. Das Treffen war von 15 000 Zuschauern besucht, der Reinertrag fließt bekanntlich dem Olympiafonds der Deutschen Sportbehörde zu. Schiedsrichter war Dr. B a u w e n s. Das Spiel begann mit einigen schönen Kombinationen der Süddeutschen, doch wurden diese Angriffe sämtlich abgeschlagen. Hierauf wurde das Spiel ausgeglichener. In der 36. Minute fiel dann der einzige und entscheidende Treffer. Der westdeutsche Linksaußen gab eine schöne Flanke nach innen, die dem freistehenden Rasselnberg schuß- gerecht vor den Fuß tarn, der auch für Jakob unhaltbar einsandte. Rach der Pause war dann meistens der Süden im Angriff. Alle noch so gut gemeinten Vorstöße aber fanden in der aufmerksamen Verteidigung und vor allem in dem hervorragenden Buchloh ihren Meister. Kurz vor Schluß setzten die Westdeutschen noch zu einem kraftvollen Endspurt an, der aber auch keine Aenderung mehr herbeiführte. 5“”' . sgs- . gtWn SÄ“11 äfft«* “S-h (inlerSanimelnurT M" ... «flr 1 SftSe 79.$el6bergfeff im Taunus. Frankfurter Io. 1860 gewinnt das völsungenhorn. ^Mit dem Mannschaftskampf um das Völsun- genhorn nahm am Samstag das 79. Feldberg- turnfeft seinen Anfang. Der siebenmalige Sieger, Frankfurter Turnverein 186 0, war seinen Mitbewerbern nicht so überlegen, wie man erwartet hatte. Trotzdem errang er wieder einen klaren Sieg und brachte den wertvollen Wanderpreis damit zum achten Male in seinen Besitz. Von den einzelnen Hebungen des Kampfes mußten die Frankfurter den Weitsprung abgeben. Im Hochsprung und in der 4 lOO-Meter-Staffel mußten sie sich mit der Rödelheimer Turngemeinde und der Tumgemeinde Fulda in den Sieg teilen, während sie im Kugelstoßen und Schleuderballwerfen alleinige Sieger blieben. Das Ergebnis: 1. Frankfurter Turnverein 1860 981 Punkte, 2. Turnverein Bieber 920 P., 3. Rödelheimer Turngemeinde 863 P., 4. Turnverein Bad Homburg 786 P., 5. Tumgemeinde Fulda 774 P. Westdeutsche Leichtathletik-Meisterschaften. In Essen wurde am Samstag der erste Teil J>cr diesjährigen Leichtathletikmeisterschaften der Männer im WSV. abgetoidelt. Das Wetter war kühl und windig und wirkte sich auf dieLeistungen ungünstig aus. Es fehlten auch einige der gemeldeten Kanonen. Borchmeher blieb wegen einer Magenkrankheit dem 200-Meter-Endlauf fern, während KiIp - Düsseldorf (10 000 Meter) und Walper t-Kassel (1500 Meter) überhaupt fehlten. Am zweiten Tage sanden sich in Essen 5000 Zuschauer ein. Bei angenehmem Wetter gab es im allgemeinen nur Durchschnittsleistungen, da die Dahnverhältnisse sehr zu wünschen übrig ließen. Besondere Erwähnung verdienen die Leistungen von Schaumburg, Danz und Debus. Schaumburg holte sich die 5000 Meter ohne Kampf leicht in der guten Zeit von 15,17 Minuten, während Danz über 800 Meter sicher vor Lesebre siegte. Der Kölner Werfer Debus wartete mit guten Leistungen auf. Westdeutsche Frauenmeisterschasten. Frl. heublein-Barmen wirst Weltrekord: 40,84 Meter Diskus- Auf der städtischen Kampfbahn Höing zu Hagen gelangten am Sonntag die westdeutschen Frauenmeisterschaften in der Leichtathletik zum Austrag, die bei guten Witterungsverhältnissen auch über einen ansprechenden Besuch quittieren konnten. Die sportlichen Leistungen standen auf beachtlicher Höhe und da es auch an spannenden Kämpfen nicht fehlte, dürfte die Deranstallung als ein voller Erfolg gebucht werden. Die relativ beste Leistung vollbrachte die Barmer Olympia-Kandidatin Heublein, die den Diskus 40,84 Meter weit warf und damit den bestehenden Weltrekord ganz erheblich übertraf. Auch die vor kurzem erzielte neue Weltbestleistung der Polin Weih (Lodz) liegt mit 40,39 Meter (dieser Rekord ist 6i«e «nkrrri Paris, 20. Meldung.) Parisien' bench ttbun9Ä ® Papen hatte- ® habe zu versteh. durch die zaM sehr enttau schließlich n'ch Olad) der Austa diesmal d a s l e seutlichkcit den- fahren ließ, ohr Popen halte eine siche und slnanz Wer für nottt stellung der Dährungsa sen werden, um ungenutzt blieben niederliege. Der Venn die Laust neuen deuts herung aus würbe, diese Tal [amen Eindru Würbe. 4% Oeftcrrcttfjifdic Goldrcnte . . 4,20% Oesterreichische Gitbencntc 4% Ungarische Goldrentc .... 4% Ungarische StaatSrentc v. 1910 4!4% deSgl. von 1913..... 5% äbgcst. Goldmexitaner von 99 4% Türkische Zollanleibe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie I........... 4% dcegl. Serie II....... 5% Rumän. Vereins,. Rente v.1903 45jARuman.vereinh.Rcntev.1913 4% Rumänische vercinh. Rente . 214% > Anatolier...... Sf35.-19OO 5:1 (1:1)! Dos Fußball-Lokaltreffen der beiden Ciga- mannschaften von VfB. und 1900, das gestern hör etwa 1000 Zuschauern ausgetragen wurde, nahm einen sehr spannenden Verlauf und fand mit dem verhältnismäßig hohen Sieg der VfB er einen überraschenden Ausgang. Die Plahbesitzer waren besonders in der zweiten Halbzeit sehr gut, während die Blauweißen gegen Ende bedenklich abfielen. Wenngleich Schlarb zwei Tore halten mußte, so war der Sieg der Grün-Weißen doch vollkommen verdient. Der beste Mann auf dem Platz war B i n g e l in der Verteidigung des bekanntlich noch nicht anerkannt) erheblich unter der von Frl. Heublein erzielten Weite. Die Barmerin legte auch auf das Kugelstoßen Beschlag, wo sie mit ihrer Leistung von 12,66 Meter allein auf einsamer Höhe blieb. Auch in den übrigen technischen Hebungen gab es gute Leistungen. Im allgemeinen konnten sich die bewährten Athletinnen der letzten Jahre behaupten. 3m Segelflug von Darmstadt über den Rhein. Der Segelflieger Peter Riedel hat in den letzten Tagen zwei bemerkenswerte Segelflüge ausgeführt. Am Montag startete er im Schlepptau eines Motorflugzeuges auf dem Flugplatz am Döllensalltor, segelte über den Rhein bei Oppenheim, über Kreuznach bis in die Rahe von Kirn a. d. Rahe, also 85 Kilometer Luftlinie, und landete bei Hahnenbach 2.30 Stunden nach dem Start. Das Ausklinken erfolgte in einer Höhe von 650 Meter. Riedel konnte günstige Windverhältnisse ausnutzen und fein Flugzeug bis in eine Höhe von über 1700 Meter schrauben. Ein neuer Segelflug führte ihn jetzt nach Worms. In 800 Meter Höhe wurde er geschleppt, dann steigerte er die Höhe bis zu 1000 Meter und flog dann über den Rhein. Die Landung erfolgte glatt zwischen der Landstraße Bobenheim und der Eisenbahn. Die Memoiren der Lady Duff Gordon, die unter dein Titel „Diskretionen und Indiskretionen" vor kurzem in London erschienen sind, machen in der englischen Gesellschaft das größte Auffehen, weil die reichlich vertretenen „Indiskretionen" erstaunliche Enthüllungen aus dem intimsten Leben der Aristokratie enthalten. Die Lady, die ein von der besten Gesellschaft besuchtes Modegeschäft unterhielt, war die Vertraute vieler ihrer vornehmen Kundinnen und erfuhr von ihnen Geständnisse, die alles übertreffen, was die Phantasie in einem Sensationsroman erfinden könnte. Ein paar dieser Geschichten seien hier mitgetcilt. Ein reiches und vornehmes Ehepaar bekommt feine Zünder, nicht durch Schuld der Frau. Der Ehemann, der seinen uralten und ruhmvollen Namen nicht ausgelöscht sehen möchte, sagt zu der Frau, die eine Dame von größter Zurückhaltung und ehelicher Treue war: „Du maßt mir untreu werden, damit wir einen Sohn bekommen. Die einzige Bedingung, die ich stelle, ist die, daß du keinen Bekannten zum Liebhaber nimmst." Die Gattin entschließt sich nach furchtbaren Wochen der Uebcrlcgung und des Zweifels eines Abends, nach Piccadilly zu gehen, wo leichte Damen Herrenbekanntschaften suchen, fest entschlossen, die Nacht mit einem Manne zu verbringen, üon_bem sie nur Jugend und Gesundheit verlangte. „Sie weinte bitterlich, als sie mir das Abenteuer schilderte", schreibt Lady Gordon. „Ich wußte nicht, wie ich mich benehmen sollte", erklärte sie. „Aber als ein Mann mich begrüßte, lächelte ich ihn an und ließ ihn reden. Doch als er mich fragte, wohin wir gehen wollten, wußte ich nicht, was er meinte, und konnte ihm keinen Ort angeben. Daraufhin wollte er nicht mit mir gehen. Er schien ängstlich. Völlig verzweifelt ging ich nach Hause, und bei meinem zweiten Versuche ging es mir nicht besser. Aber bei dem dritten fand ich einen ,netten Jungen*, der zu Ferien in London war. Mit ihm verbrachte ich ein Wochenende, und fein Sohn ist jetzt der Erbe unseres Namens und unserer Besitzungen." Doch dieses Opfer der Frau, deren Liebhaber nie ihren Namen erfuhr, brachte keinen Segen. Der Gatte vergab ihr tim die deutsche Handdallmeislerschast Oie Turner und Turnerinnen verlieren. * Chemische Werke vorm. H. u. E. Albe r t, Wiesbaden-Amöneburg. Die Chemischen Werke vorm. H. u. E. Albert, Wiesbaden-Amöneburg, erzielten im Geschäftsjahr 1931 einen Detriebsgewinn von 1,07 (Erträge aus Beteiligungen von 0,32 und Zinsen- und sonstige Kapitalerträge von 0,07 Mill. Mk.). Zum Ausgleich der Entwertungen, insbesondere von Beteiligungen, wurde die vor zwei Jahren gebildete Rücklage für Sonderabschreibungen soweit noch vorhanden, aufgelöst und ein weiterer Betrag von 400 000 Mk. der in der Goldbilanz gebildeten Sonderrücklage entnommen. Außerdem wurden noch mehrere kleinere, bisher unter Kreditoren verbuchten Reservekonten herangezogen und ausgelöst, so daß in der Gewinn- und Verlustrech- nung noch außerordentliche Erträge in Höhe von 1,84 Mill. Mk. erscheinen. Unter Berücksichtigung von 0,23 Mill. Mk. Vorjahresvortrag ergibt sich ein Bruttogewinn von 3,17 (1,91) Mill. Mk. Demgegenüber erforderten Allgemeine Unkosten und Steuern 1,02 (1,15) Mill. Mk., Abschreibungen 1,89 (0,59) Mill. Mk. Der sich einschl. Vorjahresvortrages ergebende Reingewinn von 251 400 M. soll auf neue Rechnung vorgetragen werden (im Vorjahr Reingewinn 229 107 Mk.). Frankfurter Eiermarkt. Frankfurt o. M., 18. Juni. Infolge bei weiter zurückgegangenen Produktion hat sich dos Angebot merklich verringert, was eine neue Heraufsetzung der Preise um etwa 0,25 bis 0,50 Ps. i>cr Stück zur Folge hotte, zumal einige Länder, die nur wenig Produktion haben, stärker als Käufer auftraten. Das Geschäft an den hiesigen Konsum blieb dagegen weiter gering, und die Rack- srage erstreckte sich hauptsächlich auf deutsche und holländische Eier. Es notierten in Pfennigen pcr Stück ab loco Frankfurt o. M.: Bulgaren 5,75 bis 6, Jugoslawen 6 bis 6,25, Rumänen 5,75 bis 6. Russen 5,25 bis 5,75, Holländer 6 bis 8, Dänen 6 bis 8, Flandern 6,75 bis 7, deutsche Landeier: 6,75 bis 7, deutsche Frischeier 6 bis 8. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hmter den P°pi°r°n °ng-,llhrt-n ZM-rn geben d!e Höhe der zuletzt befdjloffenen Dividende an. - Rcichsbankdiskont 5 x>.S>, Lombardzinssuß 6 n.tz. Die Neuis seWntzic Sammlung' Berlin, 19, starker Beteilig! Deutschen Tolks tag zusammen, führte u. a. c Dinge ist bei dann doch urr gegangen. 2 an prattiffyn : Widerlegung ön Mennig zu fon bildung erwies < verhängnisvoller der Derantv nalsozialiste DTP. Hal ihre Sammlung d E:e Hal a b e r a > geschäht, die auf vorhanden Waren >vurs machen, dah Delvegung gesch Segen jeden ms Werden wir Privatwirtschaft ;n,b Dehrhastigke “kn hnb Kräfte der g, AbesAaufchzi den Kampf ver Grunölaae un werden/ ^ren Wählern ,„4n den Dortrao k"d'ges Larges ÄW wurde fl' A>, uug mit erd ,,Me ernsthaften Weg $o$5 fi AuMand auf Nsorönt/nq jn U f^en, fl "1 Mo(f klar/: Sb Mien Unn Un~er ®iüi öeuff* Cr9Qn' diestz 8' alle , - * *W| Stz'Stz LAKr °rdert er n?e9ieru; 3ur iu'r °°n b»r , ?“'■ i 'S 11?”*« , bursS»- Bor 5000 Zuschauern kamen am Sonntag in Chemnitz die Endspiele um die zweite deutsche Hand- ballmeifterschaft zwischen den Männer- und Frauen- mciftern der DSB. und DT. zum Austrag. In beiden Spielen fielen die Siege verdient an die Vertreter der DSB. Polizei Weißenfels siegt überlegen mit 9:2 (3:2). Das Endspiel der Männer verlief leider nicht so, wie man es von einem derartigen Ereignis erwarten sollte. Auch sportlich tarnen die Zuschauer nicht ganz auf ihre Kosten, da die Weißenfelser Polizisten in der zweiten Halbzeit das Spiel vollkommen beherrschten. Leider waren die Herrnsheimer Turner der Nervenprobe nicht gewachsen. Als dann schließlich zwei Wormser das Spielfeld verlassen wußten, gab es für sie nichts mehr zu retten. Der Spielverlauf: Das Spiel begann mit einer ikberrafdjung. Schon nach drei Minuten lag Herrnsheim durch Seebach und Embach mit 2:0 in Führung. Doch Weißenfels ließ sich nicht verblüffen und stellte bis zur Pause das Ergebnis durch drei Torwürfe von Dreikorn, Lindner und Seiler auf 3:2. Bis dahin war der Kampf völlig offen. Rach der Pause wurden die Polizisten klar überlegen. In schneller Folge erhöhten sie durch Dreikorn (2) und Hille auf 6:2. Run wurden die Wormser nervös und versuchten mit allen Mitteln das Ergebnis zu ver- ÄS börfc Bergmann.........-) EIcktr. Lieserungsgesellschast. 10 Licht und Krost Datum Hamburg-Amerila Pater . . . 6 Hamburg-Lüdam.Dampsjchisj. o Hansa Dampsjchtfs.....o Franksurr a. 2)1. Schluß« hirt Schluß!. Abend» börse Schluß» hir4 Echlußk. M^Uaa- börse Datum 17.6. 18.6. 17.6. 18.6 6% Deutsche Reichsanlcihe d.1927 53 51.5 51,5 7% Deutsche Rcichsanteihe v.1929 58.5 59 58 _ 5' ;% Doung-Anleibc von 1930 . 57,13 59 57,13 59,5 Deutsche Anl.°Ablos.-^ä)uld mit AuSlos.-Rcchte»....... 37,5 37,75 37,25 37,9 Desgl. ohne AusIos.-RelSte . . . 3.4 3.45 3,4 3,55 8% Hess. Bolleslaat von 1929 cruekzoblb. 102°o)...... 46.5 46,5 _ Oberhesscn Provin;-A>6eihe mit Auvlos.-Rechten....... 36,5 36,5 _ _ Deutsche Komm. Lammclabl. Anleihe Serie 1....... 34,25 — 34.25 34 8% ot Jugoslawien. Lissabon . . 6,993 7,007 6,993 7,007 14,01 14,03 13,94 13,96 11 11,65 11 — 40 -— 19,25 19,75 12,25 12,75 12,25 26,5 26 26,75 86,5 86,5 86,5 16 16 16 18,5 18,5 18,5 30,25 30 30,25 18,5 18,5 18.5 124 123,75 124 20 20,13 20,13 17,75 18,75 18.4 —— 60,5 61,5 68,75 68 68,25 3b 37,13 37,25 52,25 52,25 52,65 — 64,25 56 56,5 56,5 11/ 116,75 117.25 11 77 76,5 25,5 25,75 26,25 64 63,75 63,9 43 42,75 43,4 47 45,65 47,5 — 27 26,75 — 88 24 23,65 23,75 — ■ I. ■ 40 39,5 40,25 13,5 14 12,75 — 33 33 17,5 17,4 18 158 158,5 157 42,5 42,25 43,13 Berlin, 18-Zuni Geld Brief Amerikanische Noten....... Belgische Noten......... Dänische Noten ......... 4,20 58.38 83,18 15,22 16.50 169,76 21,58 74.65 2,49 77,94 81,79 34.53 4,22 58,62 83.52 15.28 16.56 170.44 21,66 74,95 2.51 78.26 82.11 34,67 Englische Roten......... Französische Noten...... . Holländische Noten........ Italienische Noten........ Norwegische Noten........ Teulscl^Lesterrcich, ä 100 Schilling Rumänische Noten . . . Schwedische Noten...... Schweizer Noten......... Spanische Sloten......... Ungarische Noten ........