sfe £ i «***».£ Lofoten. >7 bä!!, J MH t?Mit l j Doch Ä trQJ g^*i,*1J5 ?* bin ^ M Nebm^^nq LK'L lotÄ k"-t h*SA» Pwb teile: IL?1 ienvn kleir- ** *S3Sj -Bä3 eryvd hch m bie n4 ’ bobe mir einen imft du!" Xa* 'bt du. miet. tne X, “QÄ.W Wan. 2j 1 nnch noch in «£} ^nämlich toirC'4 P Doktor 3nibru teme ©ema^lin nicht rtvandten bedauernd dm JU* ent. >and gekuht. Aun, by loleit Ich begreife Ci, «. lolch wmdnschd, ?>!. altem. Dein, mai ln- I Joris, folgt । jiäitshaus ,0fH< P*,<1 ,t»'N p Laden let Lage auS eFalron-AisÄ ng M ZchnktlieNE ... rtorlTl. ..«.irt Ur. 116 Erster Bfoff 182. Jahrgang Freitag, 20. Mai 1952 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen polfdftdfonto: Kranfturt am Main 11686. Ümtf und Dtrlog: vrühl'fch« llniverfilLtr-vuch' und ötemdruckerei B. Lange in Sieben. SchnMettung und Seschästrstele: 5chulstrabe 7. Annahme p»n Jlnjelacw für btt Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm Höhe für Anzeigen von 27 mm Drette örtlich 8. auswärts 10 Neichspfenmg,- für Re- Nlameanzeigen von 70 mm Brette 35 LKeidtspfenniq, Playvorfchrift 20% mehr. (Ibefrebahteur Dr. ^nebr. Wild. Lange. Derantworllich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr. fy. Ibnriol; für ben übrigen Teil Ernst Blumschein und für ben Anzeigenteil Mar Filter, sämtlich in Bietzen. Erscheint täglich,autzer Sonntags unb Feiertags. Beilagen: Die Illustrierte Btetzener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monat, Bezugspreis: Mit 4 Beilagen NM. 1 95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. , — 25 Az^h bei Nichterscheinen vSn einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Zernfprechanschlüsse unter Sammclnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Polens WirWaslskrieg gegen Danzig vor dem Völkerbundsral. Günstige Entscheidung für Danzig. — Polen zieht seine Beschwerde gegen den Völkerbunds- Kommissar zurück und darf das Zinanzstrafgefeh künftig nicht mehr anwenden. - Vertrauensvotum für Graf Gravina. Genf, 19. Mai. (TU ) 3m völkerbundsral gelangte die Frage der Sperre des freien Wirtschaftsverkehrs Danzigs nach po- I e n durch die polnische Regierung zur Verhandlung. Die Stadt Danzig Hot vor dem Völkerbundsrot das Unrechtmäßige des polnischen Verhallens auf Grund der abgeschlossenen vertrage nochgemiesen. Der Staatssekretär im Joreign Office, Lden, legte dem Rat einen Bericht und eine Entschließung vor, die dos Ergebnis der Verhandlungen der letzten Tage mit der Danziger und polnischen Abordnung bilden. Der Bericht und die Enlschliehung wurden vom völkerbundsrot einstimmig angenommen. Rad) der Entschließung muß jede Entscheidung des Danziger Völkerbundskommissars in der Frage der „Action directe“ ihrem Geist und Buchstaben noch sofort durchgeführt werden. Der Danziger Völkerbundskommissar wird beauftragt, unter Hinzuziehung von Sachverständigen in kurze st er Frist eine endgültige Entscheidung über bie Regelung des Handelsverkehrs zwischen Danzig und Polen zu erstreben. Polen zieht seine Beschwerde gegen die erste für Danzig günstige Entscheidung des Danziger vülker- bynbsfommiffars über den Danziger Derebelungs- verkehr nach Polen zurück, bis zu der Entscheidung des Danziger Völkerbundskommissars und verpflichtet sich, bas bereits in Kraft gesetzte polnische F i • nanzstrasgeseh, bas ben Danziger hanbels- verkehr nach Polen völlig lahmlegt, nicht mehr onzuwenben. Der Danziger Scnatspralident Ziehm begründete in einer grundsätzlichen Erklärung den Standpunkt Danzigs. Er führte u. a. aus. es sei zu begrüßen, daß der Bericht des Berichterstatters Eden mit voller Klarheit sich auf den Standpunkt des Ratsbcschlusscs vom 13. Mörz 1925 stelle, wonach weder die Danziger noch die polnische Regierung gegeneinander lemals eine..Action d i r c c t c“ unternehmen dürfen Wichtiger aber als die Entscheidung über die „Action dircctc“ sei die endgültige materielle Erledigung. Man wisse sehr wohl, daß auch Danzig von dem allgemeinen Wirtschaftsniedergang nicht verschont bleiben könne. Worüber Danzig sich beschwere. sei die besondere Verschärfung der Wirtfchaftslage durch Maßnahmen der polnischen Regierung; die polnischen Maßnahmen seien geeignet, den Danziger Handel und der Danziger Industrie einen neuen sehr schweren Stoß zu versehen. Sie bildeten geradezu einen afu - ien Wirtschaftskrieg Polens gegen bic Danziger Waren Es sei daher von besonderer Bedeutung, daß der Rai die große Wichtigkeit feststelle, so schnell wie mög- I i ch eine materielle Regelung erfolgen zu lallen. Rach dieser Erklärung des Danziger Senats- Präsidenten kam es im Bölkerbundsrat zu einer großen politischen Aussprache. Der deutsche Vertreter. Graf Welczek. betonte, die Entwicklung des Verhältnisses zwischen Danzig und Polen erfülle die deutsche Regierung mit besonders ernster Sorge. Die deutsche Regierung hoffe, daß die Regelung, wie sie jetzt vorgefchlagen sei. dazu führen werde, die gegenseitigen Spannungen zu beseitigen. * Der polnische Außenminister Z a l e s k i erklärte. daß die polnische Regierung bisher stets vermieden habe, in den Danziger Fragen eine Atmosphäre fortgesetzter Streitigkeiten herbeizuführen. Die polnische Regierung wünsche im gemeinsamen Interesse Danzigs und Polens eine Losung zu finden, da Danzig ja durch viele Bande mit Polen verknüpft k-i Der Danziger Völkerbundskoinmilfar Gras Gravina betonte, es fei seine Pslicht. den Völkerbundsral auf die ernsten Folgen der bedrohlichen Spannung zwischen Polen und Danzig für das Danziger Wirtschaftsleben aufmerksam zu machen 5r richtete bann einen dringenden Appell an die Danziger unb polnische Regierung, eine Atmosphäre zu schäften, bie zu einer balbiqcn befriedigenden Regelung der außerordentlich schwerwiegenden Slreifragen beitrage. Aus der Sitzung des Völkerbundes ergibt sich, baß der polnischen Regierung nach dem angenommenen Beschluß jeber direkte Eingriff in ben Danziger Handelsverkehr verboten worden ist. In den lebenswichtigen Danziger wirtschaftssragen ist zunächst allerdings noch keine Lösung geschaffen warben, bie palen bie bisher angewandten Druckmahnahmen gegen den Danziger Hafen endgültig unmöglich macht. Die endgültige Regelung ist jetzt in die Hände des Danziger völkcrbundskommissars gelegt worden. Besonders bedeutsam mar das einstimmige Vertrauensvotum, das trotz der fortgesetzten Angriffe der polnischen presse aus den Danziger völkerbundskommissar diesem widerspruchslos und einstimmig vom Rat ausgesprochen würbe. Starke Kritik an der Ausgaben- wirtschast des Völkerbundes. Wird die englisch - französische -lilcintzcrr- schäft im Sekretariat gebrochen? Gens, 19. Mai. (TU.) Der Antrag der englischen 'Regierung aus grundlegende Erspar nismaßnahmen durch Herabsetzung der Zahl und der Geholter der Beamten beim Völkerbund, gelangte am Donnerstag im Völkerbundsrat zur Verhandlung. Don französischer Seite sind Versuche im Gange, den englischen Vorstoß unwirksam zu machen und eine jede Herabsetzung der Gehälter der Dölkerbundsbeomten zu verhindern. Der Generalsekretär des Völkerbundes, Sir Erik Drummond, hat dem Völkerbundsral eine Denkschrift eingereicht, die nach ihrer Tendenz sich gegen bie Einschränkung des Völker bundshaushafts und die Herabsetzung der (Behälter der Völkerbundsbeamten auslpricht. Sir Erik Drummonb weist darauf hin, daß die außerordentliche Ausdehnung des Aufgabenkreises des Volker bundes eine Einschränkung des Haushalts unmöglich mad)c. Die Gehaltsregelung der Beamten sei im Hinblick auf die außerordentliche Teuerung in Gens erfolgt, die bisher nach keine Verminderung erfahren habe Der englische Staatssekretär Eden wies daraus hin, daß in England Stimmen der Kritik an der Finanzgebarung des Völkerbundes laut geworden feien. Der Völkerbund müsse sich in der Einschränkung feiner Ausgaben den von samt lichen Regierungen heute ergriffenen Sparmaßnahmen a n p a f f c n. Der Präsident des Kontrollaus- fchusscs, O f s u (f i) (Tschechoslowakei), lehnte nachdrücklichst die Verantwortung des Ausschusses für die fortgesetzte Ausgabenerhöhung der letzten Fahre ab. Die Regierungen hatten trotz aller War nungen immer wieder neue Kredite bewilligt, so daß sie allein die Verantwortung für das außerordentliche Anschwellen der Aus gaben trügen. — Die weitere Aussprache wurde auf Freitag vertagt. Diesen Fragen wird grundsätzliche Bedeutung beigemessen, da weitgehende Sparmaßnahmen eng mit der gesamten Reorganisation der politischen Leitung des Volkerbundssekretarials zusammenhängen und zwangsläufig zu einer Abschaffung der G e - neralsekretöre und damit der heutigen englisch-französischen Beherrschung des Dölkerbundssekretariats führen müssen Es erscheint unerläßlich, daß die deutsche Regierung an diesen Arbeiten praktischen Anteil nimmt, um die feit Fahren vorgebracht"n berechtigten Forde rungen Deutschlands auf maßgebende Teilnahme an der politischen Leitung des Völkerbundssekretariats zu sichern. Die Mgierungskrisis in Japan. Aussichten auf eine Einigung zwischen Heer und Konservativer Partei. Tokio, 19. Mai. (511.) Am Donnerstag fanden Verhandlungen zwischen dem Präsidenten der Seiyukai-Partei (Konservative). Suzuki und dem nationalistischen Kriegsminister A r a - k i, der die Armee vertritt, über die Zusammensetzung und das Programm des neuen japanischen Kabinetts statt. Wie verlautet, ist dabei bereits eine Verständigung getroffen worden, so daß mit der Kabinettsbildung durch Suzuki bereits am Freitag gerechnet wird. Der Kaiser. der den Rücktritt des bisherigen Kabinetts noch nicht angenommen hat, hat sich allerdings noch nicht entschieden. Die maßgebenden Verhandlungen zwischen dem Kaiser und dem „älteren Staatsmann" Prinz S a i o n j i sollen spätestens Freitagmorgen stattfinden. Rach Meinung politischer Kreise hat sich Prinz Seionji zu einer weitgehenden Berücksichtigung der Wünsche der Armee bereiterllärt. Man rechnet allgemein damit, daß Suzuki Ministerpräsident. 3 oshida. der jetzige lapanische Botschafter in Rom, Außenminister. Shoda, Finanzminister, General A r a k i Kriegsminister und 1.Vizeadmiral 6 uc t f u g u Marineminister wird. Das Heer fordert eine energische Säuberung der Partei und eine Hilfsaktion für die Landwirte und die kleinen Kaufleute. Dieser Punkt, der auf den ersten Blick innerpolitischer Ratur zu sein scheint, ist von grundlegender Bedeutung. Man darf nicht vergessen, daß das Heer traditionsgemäß den Reichtum verachtet und daß Offiziere wie Soldaten, die aus den Landkreisen stammen, mit den armen Landwirten sympathisieren, die von Steuern zugunsten der Großindustrie und des Großhandels erdrückt werden Das Heer will also da < beseitigen, was es als einen Mißbrauch oes Partei- s y st e m s betrachtet, und ist der Meinung, daß die Dess.rung der Lage der landwirtschaftlichen Gemeinden wesentlich ist. Die Politiker aber können sich nicht zu fest in diesem Sinne binden, da ihre Macht ui der Hauptsache von dem gegenwärtigen System abyongt, das incngerVerbindung mit den Interessen des Handels und der Industrie steht. Die Richtlinien der neuen japanischen Außenpolitik sollen sich von der Politik des bisherigen Kabinetts scharf unterscheiden. 3n bezug auf die Mandschurei soll die Politik der eisernen Hand durchgeführt werden, während gegenüber Schanghai keine Acnderung eintreten soll. Was die Sowjetunion angehe, so solle keine wesentliche Aenderung eintreten, doch können Verwicklungen entstehen, wenn die Sowjetregierung Japan in der Mandschurei Schwierigkeiten bereiten sollte. Konstituierende Sitzung der nationalsozialistischen Preußenfraktion Adolf Hitler gibt der Fraktion die politischen Richtlinien. Berlin, 19. Mai. (BDZ.) Wie der nationalsozialistische Pressedienst bekanntgibt, trat die nationalsozialistische Fraktion des neuen Preußischen Landtages zu ihrer konstituierenden Sitzung in Berlin zusammen. Die Fraktionssitzung, die im Hotel Prinz Albrecht begann, stand im Zeichen der Anwesenheit Adolf Hitlers. Ruf das stürmischste begrüßt von den 162 neugewählten preußischen Abgeordneten der nationalsozialistischen Bewegung nahm der Führer das Wort, um in ein- stündiger Rede die großen politischenRicht- linicn für den Preußenkamps der Fraktion bekanntzugeben. 'Adolf Hitler führte u. a. aus. die nationalsozialistische Bewegung, die heute Deutschland sei und die Zukunft der Ration in Händen halte, wisse, was sie der deutschen Geschichte schuldig lei. insbesondere auch Preußen, das einst so viele 3ahrzehntc der Träger der deutschen Geschichte und der Gründer des Deutschen Reiches war. Die nationalsozialistische Bewegung habe nicht 13 Zähre gekämpft, um die Politik des heutigen Deutschland in irgendwelchen Koalitionen fortzusetzen. Sie sei sich der Verantwortung vor ihren 13 Millionen Wählern bewußt, deren Wille es sei. daß es anders werde Der Kampf werde nicht geführt, um Minister- posten zu besetzen oder um jeden Preis in eine Regierung cinzutretcn Gegenüber den guten Ratschlägen unterer partcipol'- tischen Gegner, erklärte Rbolf Hitler, stellen wir fest, daß wir eine 3nstanz zur Prüfung unserer Rcgicrungswürdigkeit in Deutschland außer uns nicht anerkennen. Wir haben in Preußen heute die stärkste Position inne, die jemals eine Partei gehabt hat. Es gibt in Preußen keine Regierung, die wir nicht wollen. Unsere Preußenfraktion ist im Augenblick eine der stärksten 3 n - ft r u mente der Reto e g u n g. sie ist die Gruppe, mit der d i e Endschlacht geschlagen werden kann. Die Rationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei wird ihre Politik nur von eiskalten Hebcrlegungcn leiten lassen. Die Hoffnung unterer Gegner, daß wir die Rerven verlieren würden, ist trügerisch. Zn ben weiteren Ausführungen des Führers kam die unbedingte Geschlossenheit und Disziplin zum Ausdruck, welche die Fraktion mit der Bewegung und ihrem Führer verbindet. Der Führer schloß mit einem Appell an die Fraktion zu zähester Arbeit und Pflichterfüllung für die Bewegung und damit für die ganze Nation. Er sprach der Fraktion und ihrer Führung fein vollstes Vertrauen aus und v e r • pflichtete jeden einzelnen der nationalsozialistischen Abgeordneten durch Handschlag. Der Fraktionsführer Ä u b e dankte dem Führer mit den begeistert aurgenommenen Worte, „Dos Werk Adolf Hitlers, die NSDAP, und damit Deutschland, Heil'" Unter großen Ovationen verließ Adolf Hitler die Fraktionssitzung, nachdem er vorher noch den । ältesten Abgeordneten. Erzellenz General der Fn- I fanterie, flijmann, besonders begrüßt hatte Die Fortsetzung der konstituierenden Fraktions- sitzung der NSDAP, fand im Fraktionssaal b - s P i e u ßlsch e n L o nbt o g s u-'u D-1 Frak tionsfiibrer Muhe gab der Fraktion für die weitere Arbeit und den Kampf im einzelnen die notwendigen Richtlinien und Weisungen. Folgende Zufammen seftung des Fraktionsvorstande s wurde he- fanntgegeben Abg .Hube als Fraktionsfubrer, '21 bg. Loh ) eals erster Stellvertreter, Abg. Heinz H a a k e als zweiter Stellvertreter, Abg. H i n f I e r als Frak tionsgefchaftsführer Ferner gehört dem Vorstand als Mitglied der Reichsleitung an Abg. Oberleutnant Schulz, Schatzmeister der Fraktion ist Abg. Dr. Copclmann. Die presse zu Hitlers Richtlinien. Geringe Aussichten für eine Apalttion. Berlin. 20. Mai. (XU.) Zu den Richtlinien für die Preußenfraktion nehmen einige Berliner Blätter Stellung Die ..Germania' entnimmt detz Richtlinien, daß die nationalsozialistifche Bewegung offenbar nicht gewillt lei. in irgend eine RegierungSkoalition einzutreten. Wenn die RSDAP eine Koalition nicht eingehen wolle, bann werde Sie al- lein die Verantwortung für bie’c Schlußfolgerung. bie sie aus der Wahl des 24 April ziehe, zu tragen haben. Das Zentrum könne getrost weiter abwarten. — Die ,.D A Z." hebt hervor, daß die Richtlinien keineswegs als k o a I i t i o n i f re u n b I i d) anzusvre- chen seien. Es bestehe burchaus bic Möglichkeit, baß statt langwieriger unb komplizierter Der- banblungen eine neue Auflösung beS Landtages erstrebt werde. Die ..Börsenzeitung" hält es hinreichend klargestellt, baß bic RSDAP. in keine preußische Koalition einzutreten bereit sei. bic etwa auf bet Grunblage ber Brüningpolitik gebilbet bzw. auf bic Unterstützung ober Tolerierung ber gegenwärtigen Reichsregicrung verpflichtet werben sollte. Der „Angriff" (RSDAP ) schreibt u. a Die Möglichkeiten ber Rcgicrungöbil- bung sinb. zumal bic Richtlinien die Adolf Hitler ber nationalsozialistischen Fraktion erteilt hat. noch nicht befanntgegeben sind, noch völlig offen. Der bisherige Preußische Landtag hat bekanntlich die Bestimmung ber Geschäftsordnung über bie Wahl des Ministerpräsibenten geändert, so bah ein Winisterpräsibcnt nur von einer absoluten Mehrheit gewählt werden kann. 3m neuen Preußischen Canbtag sinb nun bic Mchrheiksverhältnissc ganz anbers geworben Schon jetzt steht fest, baß eine Besci tigung biefer Rcnberung leicht möglich erscheint Es würde bann also toieber eine Wahl des Ministerpräsibenten mit relativer Mehrheit möglich sein, b h cs würde, wenn im ersten Wahlgang fein Ergebnis erzielt wirb, eine Stichwahl zwischen ben beiben Kanbidaten erfolgen bie bie meisten Stimmen haben Diese Stichwahl dürste den nationalsozialistischen Kandidaten, besten Person gleichfalls noch von Adolf Hitler befanntgegeben wird, als Sieger sehen. Oasprogramm derNGOAP. Eine Erklärung des Hraklioussührers ftubc Berlin, 19. Mai (TU.) Der Führer der nntio- nalfozialistifchen Landtagsfraktion, 21bg. Kube, äußert sich im „Nationalsozialistischen Preußischen Pressedienst" über die dringendsten Ausgaben des neuen Preußischen Landtages folgendermaßen- „Der neue Landtag hat außerordentlich bedeutsame Auf gaben zu lösen. Im Vordergrund steht nicht — wie man es von gewisser Seite wahrhaben will, die Regelung der preußischen Finanzen, sondern d i e Regelung des deutschen Rechts in Preu ßen und die Säuberung der Verwaltung und der Polizei, sowie der Schule von ungeeigneten Elementen." „Die preußischen F i . nanzsorgen leiten sich aus dem Unvermögen des Reiches her, die für die Länder im Finanz- loftenausgleich vorgesehenen Summen zur '.Verfügung zu stellen. Die Regierung Brüning hat stör- fer als irgendeine ihrer Vorgängerinnen seit dem November 1918 die finanzielle Stellung der Länder in Frage gestellt. Alle Sparsamkeitsmaßregcln der Länder gehen in den letzten Fahren auf « o ft e n der mittleren und unteren Beamten, der Staatsangestellten und der Staatsarbeiter und gleichlaufend damit auf Kosten der Oie mcindeoerwaltungen Hier gibt es eine Grenze, die wir Nationalsozialisten aus Gründen sozialistischer Gerechtigkeit nicht überschreiten mol- len. Den Zermürbungsfeldzug Stegerwalds gegen das Berufsbeamtentum lehnen wir ab. Selbstverständlich verlangen wir scharf sie Sparsamkeitsmaßnahmen, besonders gegenüber den unerhörten Spitzengehältern der Mi Nister, der Oberbürgermeister, der Oberpräsidenten, Polizeipräsidenten, Regierungspräsidenten, Ministe rialdirigenten und der Ministerien in ihrem Leerlauf überhaupt. Die Regierungsoizeprasiden- t e n in Preußen sind die überflüssig st e E i n- richtung, die man sich denken kann und die nur ous dem Kuhhandelsbedürsnis der ftoalitionspar feien ihr hochbesoldetes Dasein verdanken. Diese Ge- Hölter werden wir aus dem Haushalt streichen. Weitere finanzielle Einzelheiten werden wir im Houptauslchuß nachdrücklich zum Vortrag bringen." Äube betont bann weiter, daß sich feine Fraktion insbesondere einer Bereinigung der Rechts- pflege widmen werde. Sie werde einen Unter iuchungsauslchuß einsetzen, der sich auf Grund des non Gottfried Zarnow in den beiden Bonden der „Gefesselten I u st i z" gesammelten Materials gründlich mit den preußischen Justizmethoden auseinandersetzen werde. Nach scharfen Angriffen auf die Personalpolitik des preußischen Justizministeriums erklärte Kube, daß der M i n i st e r dankbar sein werde, wenn man in die Personalpolitik seines Ministeriums einmal gründlich hineinleuchte, zumal der Minister als alter Berufsrichter dos saubere Rechtsempfin den habe, das den preußischen Richter von jeher auszeichnc. Auch die Femeprozesse würden gründlich untersucht werden. OieLandtagswahleninHeffen Das Zentrum für Vorverlegung des Wahltermins. Di n g en, 19. Mai. (WER.) Das rheinhessische Zentrumsblatt, die „M.R. V." in Dingen, tritt füreineDorverlegung der hessischen Landtagswahlen ein. Das Dlatt schreibt: Unter dem Eindruck des unerwarteten Urteils des hessischen Staatsgerichtshofes hat die hessische Regierung die Reuwahlen etwas plötzlich und unüberlegt auf den 3. Juli fest» gesetzt. Sie hat dabei nicht bedacht, daß zu dieser Zeit dringende landwirtschaftliche Arbeiten einsetzen, daß überhaupt gerade diestz Jahreszeit für Wahlen denkbar ungünstig ist. Wir richten daher an die hessische Regierung das Ersuchen, den Wahltermin so früh wie nur irgend in o g - lich zu legen; vielleicht a u f den zweiten Sonntag im Juni. Denn wenn schon noch einmal gewählt werden muß, dann möglichst rasch, damit die Epoche des leidigen und schädlichen Kampfes soviel wie möglich abgekürzt wird. Oer Zusammenschluß der hessischen Landeskirchen. WSR. Marburg, 19. Mai. Der Marburger Kirchenausschuh faßte in der Frage des Zusammenschlusses der Landeskirchen folgende Beschlüsse: Der Ausschuß für die Vereinigung der Landeskirchen von Hessen-Kassel, Wiesbaden, Frankfurt a. M., Waldeck und Hessen-Darmstadt ist der Ansicht, daß es vor dem Abschluß seiner Arbeiten erforderlich ist. die D es ch l ü s s e der Landeskirchentage von Hessen-Kassel und Rassau hinsichtlich der Prüfung der Anschluhfrage an Preußen zu erledigen. Die Kirchenregierungen werden gebeten, diese Frage baldmöglichst zu klären. Dis dahin werden d i e Derhandlungen ausgesetzt. Im Interesse der Förderung der Marburger Verhandlungen muß es Sache der Kirchenregierungen sein, ihrerseits die Klärung der staatskirchenrechtlichen Fragen, die sich bei der Schaffung einer überstaatlichen Kirche ergeben. durch Verhandlungen mit ihren Ländern zu fördern. Diese Beschlüsse wurden einstimmig gefaßt. Oer Brandes „Georges Philippar". Bericht des Kapitäns. —Auch drei Mainzer gerettet. Das französische Ministerium für die Handelsmarine veröffentlicht den ersten o f f iz teilen Bericht des Befehlshabers des verbrannten Dampfers „Georges Philippar" Kapitän Vicqu. In diesem Bericht heißt es.' Am 16. Mai um 2 Uhr nachts wurde mir mitgeteilt, daß ein Passagier „Feuer in einer Kabine" gemeldet habe. Ich begab mich sofort an den Brandort und muhte feststellen, daß das Feuer rasch um sich griff, obgleich alle Löschmahnahmen ergriffen waren. Ich lieh daraufhin stoppen und 808»Signale geben. Die Funkstation, die Hilfsfunkstation und der elektrische Generator am Oberdeck st a n - Gießener Gtadttheater. Gastspiel des Mainzer Ltadttheatcrs: „Der fidele Bauer" von Leo Fall. Das letzte Gastspiel, mit dem die Mainzer sich für diese Spielzeit von uns verabschiedeten, brachte abermals eine Operette älteren Schlages, den „Fidelen Bauern" in einem Vorspiel und zwei Akten von Viktor Leon, Musik von Leo Fall, ein Werk, das seinerzeit zu den populärsten Stücken seiner Gattung zählte, in früheren Jahren zahllose Aufführungen erlebte — auch in Gießen wurde es schon gegeben — und, wie man sich überzeugen konnte, noch heute seine Anziehungskrast nicht verloren hat. Das Libretto von Leon ist einfach und volkstümlich, ohne große Ansprüche und leicht verständlich, gemischt aus derber Komik und einiger Sentimentalität, die indessen auch in den dramatischsten Augenblicken nie die Oberhand behält; die Handlung ist aufgebaut auf den psychologischen und sozialen Gegensätzlichkeiten zwischen Stadt und Land, zwischen Dauern und „feinen Leuten", wobei das Land zwar immer triumphiert und die Stadtleute ein bißchen zu kurz kommen, — aber es löst sich zum Schluß alles in operetten- mähiges Wohlgefallen und Heiterkeit auf, so daß in niemandes Gemüt, mit welcher Partei er es auch halte, ein Stachel zurückbleiben kann. Die Tatsache, daß der Dauernbub Stephan in der Stadt eine schlechterdings erstaunliche medizinische Karriere macht, und daß das Familienfest der aus verschiedenen Sphären des Geistes und der Herkunft stammenden Verwandten am Ende alle Gegensätze überbrückt, muß jedermann versöhnlich stimmen. * Die Partitur gehört zu den gelungensten und in ihren Hauptstücken auch beliebtesten Schöpfungen von Leo Fall: sie ist durchsichtig und ein- gänglich, entspricht allenthalben dem Libretto und wirkt in den Schlagern, denen der „Fidele Bauer" vornehmlich seine unverminderte Beliebtheit verdankt — etwa dem berühmten Heinerle- Duett, das in früheren Jahren ein Gassenhauer war wie heute die „Liebe der Matrosen" — noch erstaunlich frisch und unverbraucht. ♦ Das Gastspiel des Mainzer Stadttheaters hinterließ in allen Stücken einen vorteilhaften Eindruck. Die Regie von Alfred von Krebs stellte eine hübsch eingespielte, flüssige und geschickt besetzte Aufführung heraus, welche die volkstüm- den fast gleichzeitig in Flammen. Die Passagiere dieses Decks, die von dem Feuer überrascht worden waren und nicht mehr aus ihren Kabinen fliehen konnten, erstickten. Einige, die ins Meer sprangen, konnten gerettet werden. Ich konnte zwei Rettungsboote und vier kleine Kajütboote zu Wasser lassen. Die Geretteten wurden von den drei Schiffen „Sow- jetskaja Rests", „Contraktor" und „Mahsud" ausgenommen. Die Passagiere bewahrten Kaltblütigkeit, die Offiziere und die Mannschaften hielten sich bewundernswert. Nach einer Meldung des Filialleiters der Schifffahrtsgesellschaft in Aden darf dieZahlderGe- retteten auf 718 veranschlagt werden, so daß man von insgesamt 49 Passagieren ohneNachricht ist. Englische Passagiere erzählten, auf dem Dampfer habe v ö l l i g e r M a n. gel an Organisation geherrscht. Die Mannschaft habe sich völlig auf die Bekämpfung der Flam- Berlin, 19.Mai. (111.) Das Reichskabinett setzte am Disnnerslagnachmittag feine Beratungen über die Finanz-, Wirst'chafts- und sozialen Fragen weiter fort. Die Beratungen wurden nach kurzer Zeit abgebrochen, um am Freitag um 21 Ähr fortgesetzt zu werden. In unterrichteten greifen rechnet man nunmehr damit, daß die Beratungen das fiabinetf Mitte bis Ende der nächsten Woche abgeschlossen sind, da nach der Bereinigung der mit den sozialen haushalten zusammenhängenden Fragen die Klärung der weiteren Fragen des Reichshaushalts und der Arbeitsbeschaffung verhältnismäßig schnell vonstatten gehen dürfte. Ls dürste nunmehr fesistehen, daß eine Vereinheitlichung der Arbeitslosenfürsorge nicht erfolgt. Es dürfte lediglich eine gewisse Angleichung der Krisenfürsorge an die Arbeitslosenversicherung erfolgen, und zwar dürste sich bei beiden die Notwendigkeit her- ausgestellt haben, die Anter st ühungsdauer zu verkürzen. Es scheint an eine Herabsetzung der Aitterstühungsdauer auf je 16, nach anderer Lesart auf je 13 Wochen gedacht zu fein. Zum Ausgleich der Fehlbeträge in den Gemeindehaushalten dürfte man weiter an die Beibehaltung der Bürger ff euer denken, um die Unterstützung der Wohlfahrtserwerbslofen sicherzustellen. An weiteren Maßnahmen zur Ausgleichung der Sozialhaushalte dürste an eine Kürzung der Invalidenrenten und an eine Einbeziehung sämtlicher Fe st besoldete n, also auch der Beamten, in die Krisen- steuer gedacht sein. Eine Entscheidung ist jedoch in allen diesen Fragen noch nicht gefallen. Fest steht lediglich, daß die Einführung der Bebürf- tigf eit spr üfung für die Arbeitslosenversicherung und die Krisenfürsorge a b g e l e h n t worden ist. wie die „DAZ." erfährt, ist geplant, an Stelle der Krisen st euer eine allgemeine Belüftigung« ff euer treten zu taffen, für die gegenwärtig ein Durchfchnittsfah von \% bis 2 v. h. vorgesehen sei. Allerdings solle die zweite Rate der veranlagten Krisen st euer noch bezahlt werden. * Auch der Deutsche Bcamfenbunb hat nunmehr in einem Telegramm an ben Reichskanzler nachbrücklich Einspruch gegen neue wirtschaftliche Bela ft ungen bet B e - lieben Akzente der Operette, besonders im ersten und zweiten Akt, wirkungsvoll zur Geltung brachte. Die Herren Löffler (Dekoration) und Keim (Beleuchtung) vom einheimischen Regiestab unterstützten die Inszenierung nach besten Kräften. Die musikalische Leitung hatte diesmal Kapellmeister Hans Lenzer; er schöpfte mit seinem Orchester die vielseitigen Möglichkeiten der dankbaren Partitur aus und verstand die gepflegten Solopartien wie die kräftig und diszipliniert singenden Chöre nachdrücklich einzusehen. Von der Landbevölkerung, die an diesem Abend in jeder Hinsicht die Lleberhand behielt, sollen Edmund Eichinger, ein Lindoberer von kernigem Humor. Martin Jäger-Westphal, als gemütvoller Bauernvater Mathaeus Schcichel- roither. und Herta Greefs. welche die Anna- mirl sehr lustig und temperamentvoll spielte und sang, an erster Stelle genannt werden. Insbesondere das Terzett voll der Infanterie, Artillerie und Kavallerie im Mittelakt wurde von ihnen recht witzig an den Mann gebracht und fand verdientermaßen lebhaften Anklang. Den Stephan Scheichelroither, der eigentlich fast wider Willen in der Stadt ein vornehmer Herr wird, gab Friedrich Kemps, der sich mit der Titelrolle im „Vogelhändler" hier bereits angenehm eingeführt hat auch diesmal gesanglich in guter Form, obgleich gelegentlich von den der Partie anhaftenden Sentiments ein wenig beengt. Der Schlager des Mittelaktes war natürlich das Heinerle-Duett. das von der kleinen Liefe! Schwaneke und von Mary Schürmann- Kovacs sehr hübsch, korrekt und stimmungsvoll vorgetragen wurde und alsbald wiederholt werden mußte. Don den Dorfbewohnern wären iroch Hans Schnabel (Vincenz Lindoberer) als Stimmsüh- rer des Bauernburschen-Quartetts und Carl Goebel als Obrigkeit Zopf zu erwähnen. Auf der Gegenseite: Gretl Goldau (Friederike); Erich K e d d y als schnoddriger Husarenleutnant; Anny Peters und August S t i e r als für- nehmes Geheimratsehepaar, sehr etepetete. e Der Besuch war in Anbetracht des herrlichen Maiwetters und der vorgerückten Saison recht passabel; es gab freundlichen Beifall und mehrere Wiederholungen. hth. men beschränkt, daß die Passagiere nicht rechtzeitig gewarnt wurden. Infolge überstürzter Dichtung der Schotten seien viele Passagiere wie in einer Halle eingesperrt und in den Flammen umgekommen. Die sonst auf großen Schiffen üblichen Probealarme seien niemals veranstaltet worden. Auf dem „Georges Philippar" befanden sich auch drei Mainzer, der Bauführer Valentin mit seiner Frau und ein Monteur, die, wie ein jetzt an die Angehörigen gerichtetes Telegramm besagt, ge r c t t e t wurden. Die Geretteten waren zwei Jahre auf Montage in Jndochina durch die Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg, Werk Gustavsburg, und befanden sich jetzt auf der Reise nach der H e i m a t. Während die Frau des Bauführers und der Monteur an den arabischen Strand gesetzt wurden, ist Valentin durch widrige Umstände der schwierigen Rcttungsarbeiten jenseits an der afrikanischen Küste abgesetzt worden. amten erhoben, die schwere Erschütterungen und Zusammenbrüche zur Folge haben müßten. Oie personalfragen. Die Notwendigkeit einer völligen Umbildung des Kabinetts. Berlin. 19. Mai. (Sil.) Der „Deutsch e". das Organ der christlichen Gewerkschaften umreibt die innerpolitische Lage u. a. wie folgt: „Eine Ergänzung des Kabinetts ist notwendig. Das Reichswehrministerium ist zu besetzen. desgleichen das Wirtschaftsministerium. Ob Groener tatsächlich die Leitung des Innenministeriums behalten wird, ist fraglich. Weiter ist anzunehmen, daß der Kanzler auf die Dauer das Außenmini st erium nicht mitverwalten will. Die Minister Schiele und Schlange scheinen gefährdet, wie die Haltung der Parteien zu den unerledigt gebliebenen Mißtrauensanträgen erkennen lieh. Auch der Finanzminister Dietrich ist seit längerer Zeit u m st r i t t e n. Es ist begreiflich, daß es sich hier um mehr a l s um eine Ergänzung des Kabinetts handeln würde. Es würde sich um eine völlige LImbildung handeln. Der Kanzler könnte allein darüber nicht entscheiden. Der Wille des Reichspräsidenten müßte mit entscheiden. Es muß also zuerst die Frage geklärt werden: Ergänzung oder Llmbildung des Kabinetts. Selbst bei den nationalsozialistischen Führern, die wie Straßer für eine Annäherung an Brüning sind, ist keine Reigung vor der Reparationskonferenz in Lausanne — man muß übrigens mit Heldinnen auf hoher See. Vor einiger Zeit kam ein kleiner deutscher Dampfer nach dem Hafen Fremantle in West- auftralien. Das Schiff schien verlassen, niemand war an Deck zu sehen, und als der Lotse an Bord kam, da sand er eine Frau am Steuer. Er erfuhr, daß sich der Schoner auf der Fahrt von Mauritius nach Melbourne befunden hatte, als die ganze Mannschaft von einem schweren Fieber befallen wurde. Die Seuche griff um sich, bis ihr alle Matrosen erlagen. Dann mußte auch der Koch dran glauben. Der Kapitän wurde von der Krankheit ans Bett gefesselt; ihm folgte der Steuermann, und als einzig Gesunde blieb die Gattin des Kapitäns übrig. Auf ihr lag die ganze Last der Steuerung und der Pflege der beiden Kranken. Sie hatte auch ein Baby an Bord, das erst während der Fahrt geboren worden war, und auch dieses erkrankte. So sah sich diese Frau von lauter Leidenden umgeben; sie mußte die Mannschaft pflegen, die Toten bestatten, für Rah- rung sorgen, die ganze Arbeit auf dem Schiff versehen; sie ganz allein. Lind sie tat alles, brachte den Schoner glücklich durch alle Gefahren. Aber als ihr Schiff den Hafen erreichte, starb das Kind, und da brach sie infolge der übermenschlichen Anstrengung zusammen. Die Geschichte von dieser Heldin auf hoher See erzählt der englische Marineschriftsteller A. I. Williers in seinem Buch „Seebären von heute". Der Verfasser. der selbst viermal in Segelschiffen um Kap Horn gefahren ist. weiß noch einige andere erstaunliche Geschichten von solchen Heldentaten der Meeramazonen zu berichten. Da ist die Erzählung von dem englischen Schiff „Primrose Hill", das gerade Kap Horn umfahren hatte, als die Pocken an Bord ausbrachen. Kapitän Wilson und seine beiden Steuerleute, die einzigen, die das Schiff lenken, konnten, mutzten am selben Tage ihre Arbeit aufgeben. Kaum ein Matrose war noch imstande, seinen Dienst zu verrichten, und die Lage des Schiffes wurde immer verzweifelter. Aber Wilson wurde von seiner Frau begleitet, die viele Jahre mit ihm auf hoher See gewesen war. Sie allein blieb von der Krankheit verschont, und sie ergriff das Kommando des Schiffes. Als die noch arbeitsfähigen Matrosen die Frau am Steuer sahen, forderten sie, datz der nächste Hafen angelaufen werden müsse. Aber Frau Wilson erwiderte, sie würde das nicht tun, solange noch ihr Mann lebe; es sei ihre Pflicht, das Schiff nach Tacoma zu bringen, um dort zur rechten Zeit die Ladung abzuliefern. Die Matrosen mutzten sich ihren Befehlen fügen. Sie hatte ein Baby bei sich, und auch dieses wurde von den Pocken ergriffen. Zu all den Gefahren und Mühen, die sie rings einer Verschiebung rechnen — auhenpvliM tischeVerantwortung mit zu übernehmen. Richt einmal darüber herrscht Klarheit, ob unÄ unter welchen Bedingungen die Rationalsozialisten bereit sind, in Preußen sich mit dem Zentrum zu verständigen. Wenn also der Kanzler mit der Möglichkeit — wenn nicht Wahrscheinlichkeit — rechnen muß, daß die Rationalsozialisten eine Liebernahme der Mitverantwortung ab- lehnen werden, so muh er an eine (5 r g ä n • jüng des Kabinetts denken. Ein deutscher Bund - für freie Wirtschaftspolitik. Am 21. Mai findet im Reichswirtschaftsrat eine Kundgebung statt, auf der Professor Dr. Brandt (Berlin), Professor Dr. Eucken (Freiburg i. Br.), Professor Dr. Gerlofs (Frankfurt a. M.), Direktor Karl Lange (Verein Deutscher Maschinenbau-Anstalten, Berlin), Generalkonsul Dr. v o n L e w i n s k i (Berlin), Rudolf Löb (in Firma Mendelssohn & Co., Berlin) über das Autarkieproblein sprechen werden. Diese 'Kundgebung ist die erste Veranstaltung des neugegründeten Deutschen Bundes für freie Wirtschaftspolitik E. V., in dem sich führende Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Wissenschaft zusämmenaefunben haben. Zweck des Bundes ist, sich auf Wissenschaft- lieber Grundlage gegen d i e immer mehr z u - nehmende geistige Verwirrung auf wirtschaftspolitischem Gebiete zu wenden, insbesondere gegen 21 utarfiebc ft re- bungen, Planwirtschaft und Staats- sozialismus, Subventionspolitik und Währungsexperimente. Er tritt ein für ein selb st verantwortliches Unterneh - m er tum und für eine der deutschen Wirtschaft dienende und ihrer Stellung in der Weltwirtschaft entsprechende Außenhandelspolitik; dabet will er besonders bestrebt fein, das Verständnis bet deutschen Volkes für die nationale Bedeutung der deutschen Führerstellung im Welthandel zu heben. Der Bund will dieses Ziel verfolgen rein nach nationalen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten, unbelastet und unabhängig von parteipolitischen Bindungen und Bestrebungen. Das vorläufige Präsidium setzt sich zusammen aus dem Hamburger Bürgermeister Dr. Petersen, dem Fabrikanten Wilhelni Vögele (Mannheim, M. d. RWR.) und dem bekannten Münchner Nationalökonomen Geheimrat Professor Dr. Ad. Weber. Dem Bunde gehören u. a. ferner noch an Generaldirektor Böger (Hamburg, stellvertretender Vorsitzender der Hamburg-Amekika-Linie), Geh. Regie- rungsrat Dr. Demuth, Syndikus der Jndustrie- und Handelskammer zu Berlin, Alexander F l i n s ch (Berlin). Generaldirektor Paul Hager (Remscheid), Direktor Dr. Haller vom Siemens-Konzern (Sie- mensstadt), Präsident des Deutschen Industrie- und Handelstages Dr. Gr u n d (Breslau), Professor Röpke (Marburg), Generaldirektor Dr. S ch u - lein (München), Präses G. Scipio (Bremen), Professor Dr. Terhalle (Hamburg), Senator Wi11hoefft (Hamburg). umgaben, kam nun noch die Angst um das Leben des Kindes. Vier Tage lang verließ sie das Deck nicht, außer um nach den Kranken zu sehen, denn das Wetter war schlecht, Eisberge drohten rings herum, und das Steuern war eine schwierige Arbeit. Doch sie brachte das Schiff durch alle Fähr- lichkeiten, und als man wieder in sicheren Gewässern war, da wurde die Mannschaft gesund. Einer nach dem andern. Do gelangte die „Primrose Hill" glücklich nach Tacoma, nur durch die heroische Aufopferung dieser Frau, und wenn nicht die Matrosen von diesem erstaunlichen Erlebnis erzählt hätten, dann hätte niemand etwas von der Tapferkeit der Frau Wilson erfahren. Heutzutage begleiten wenige Frauen ihre Männer auf hoher See, aber Williers ist doch mit einigen gefahren, die seine hohe Bewunderung erregten. „Einst war ich auf einer kleinen Barke", schreibt er, „deren Herr sterbend am Krebs lag. Seine Frau war bei ihm, um ihn auf diesem elenden» kleinen Segelschiff zu pflegen, und obwohl das Arbeit genug für sie war, kümmerte sie sich doch auch noch um uns Matrosen, sorgte mütterlich für uns und steckte uns manche "Nahrungsmittel zu, wenn wir Hunger verspürten. Wir hätten für diese Frau alles getan, für dieses edle, gütige, sich aufopfernde Wesen, das einer Heiligen glich. Sie kannte keine Furcht und keine Müdigkeit. Sie vollbrachte Liebermenschliches, und sie blieb auch aufrecht, als ihr Gatte starb..." Zeitschriften. — Im Maiheft vom „K u n st w a r t" (Verlag G. D. W. Callwey, München) prüft Wilhelm Michel die Gründe der heute so erschreckend tiefen „Kluft zwischen den Generationen", die er vor allem der beispiellosen Tempobeschleunigung der kulturen Um« bilbung der letzten Jahrzehnte zuschiebt. Johannes Meßner zieht bie „Bilanz bes ökonomischen Liberalismus", wobei er bas zu weit getriebene inbivi- dualistische Wirtschaftssystem und bie individualistische Gesellschaftstheorie strenger Kritik unterzieht. Im literarischen Teil fesselt eine aus dem Englischen übertragene Novelle „Der geheime Teilhaber" von Joses Conrad. Proben großer zeichnerischer Kunst geben mehrere graphische Arbeiten des Münchners Josef Schari, den Peter Muthmann vorstellt. Einige bezeichnende Wiedergaben von Bauwerken Theodor Fischers zusammen mit einer Glosse von Karl Baur bringen das bedeutende Lebenswerk dieses Architekten aus Anlaß seines 70. Geburtstages in Erinnerung. Erwähnenswert sind ferner zwei Umschau- Aufsätze weltpolitischen Inhalts von Karl Megerle über die Hintergründe von Tardieus Donauplan und über die serbische Königsdiktatur in Siidslawien. Die Beratungen des Reichskabinetts. Oie Finanzierung der Arbeitslosenfürsorge. — Kommt eine allgemeine Beschästigungssteuer? Aus aller Welt. keine Verkäufe aus dem Mainzer Domschah. In London wird gegenwärtig eine Ausstellung deutscher mittelalterlicher Kunst gezeigt, die bestritten ist durch Leihgaben aus dem Mainzer Domschah und anderem deutschen Kirchenbesitz. Im Zusammenhang mit dieser Ausstellung sind Artikel erschienen, die unter Hinweis auf die Ausfuhrliste des national wertvollen deutschen Kunstgutes auf das Schicksal des Welfenschahes Hinweisen und die möglicherweise schon perfekte Veräußerung dieses nationalen Kunstgutes nach dem Ausland befürchten. Dazu teilt das Bischöfliche Ordinariat in Mainz mit, datz bei der gegenwärtig in London stattfindendcn Ausstellung ein Verkauf dieser Gegenstände nicht in Aussicht genommen sei. Es kommt vielmehr daraus an, durch diese Ausstellung in England Interesse f ü r den Mainzer Dom zu wecken und die Wege für den Verkauf von Domlosen zu ebnen. „Do X“ nach Reufunbland unterwegs. Das deutsche Flugschiff „Do X“ ist vom Long-Jsland-Dund nach St. Johns (Reufundland) gestartet. An Bord befinden sich 13 Mann Besatzung sowie die bekannte Fliegerin Antonie S t r a ß m a n n. In St. Johns soll ein Aufenthalt genommen werben, um 25 000 Liter Brennstoff aufzufüllen. Das Gesamtgewicht bes Flugschiffes auf dem Fluge nach Europa beträgt etwa 54 Tonnen. Antonie Straßmann fungiert als Hilfspilot. Sie wirb als erste Europäerin über den Ser neue Gouverneur des Memellandes. ft o re n o , 19. Mol. (IDIB. Junflprud).) Der Präsident hat heule den litauischen Generalkonsul in London, Gylys, i u m Gouverneur de, Mcmelgcbiet, ernannt. Der neue Gouverneur tritt bereit, heuteZelnen Dosten in Memel an. Wie verlautet, soll in den nächsten lagen da, DI« reflorlum 5 I m a i 11, zurücktreten. Gouverneur Gylys Hot der Presse erklärt, daß er seine Ausgabe zunächst darin sehe, zwischen den Nationen und den verschiedenen Religion,gemein- schasten de, Memelgebiete, da, beste Einoer« nehmen herzuslellen. Ls sei sein ernsteste, Bestreben, die Beziehungen de, Gebiete, zur litauischen Zentralregierung innigft zu gestalten und alle Kontroversen an, dem Wege z u räumen. Er hasse, dasz man ihm in Memel da, unerläßliche Vertrauen cnlgegenbringe. Die deutsch- litauischen Beziehungen zu verdes- s e t n, sei Aufgabe der Regierungen, er wolle aber al, Gouverneur alle, dazu beitragen, wo, diesen Bestrebungen dienlich sein könne, denn da, Me- melgebiel müsse eine Brücke zwischen Deutschland und Litauen sein. Die wünsche der memelländischen Bevölkerung würden Ihm Richtlinien für seine Arbeit sein, solange sie sich I m Rahmen der Autonomie bewegten. Niederschlagung des Verfahrens gegen Becker und Meyer? Kowno, 19. Mai. (IU.) Die die Telearaphen- Union aus zuverlässiger Quelle erfährt, steht im Zusammenhang mit der am Mittwoch erfolgten Erklärung, daß 'das Belastungsmaterial gegen Schulrat Meyer und den Reichsdeutschen Beck er nichtausreiche, eine völlige Nie- derschlagung der Anklage bevor. Der Untersuchungsrichter für besonders wichtige Angelegen heilen, Novisky, mußte sich noch am Donnerstag- mittag im Auto nach Memel begeben, um an Ort und Stelle eine beschleunigte Nachprüfung des Untersuchungsmaterials vorzunehmen. Zolls die nachträgliche Untersuchung keine neuen Gesichtspunkte bringen sollte, so ist mit der Haftentlassung des Schulrats Meyer schon am Freitag zu rechnen. Dagegen dürste Becker erst nach der Rückkehr des Unter,udjungs- richters freigclaflen werden Atlantik fliegen und führt Schreiben des Bürger- meister, Walker an Hindenburg und Sahm und der „Neuyork Warnen State Federation" an die deutschen Frauenverbande mit. Die „Do X" wird über et Johns, die Azoren. Bigo und Southampton fliegen. Erste Erfolge in der drahtlosen Klischee Ueberlragung. Zu der ersten Meldung über die sensationelle Erfindung der Radio • Typo - Gesellschaft, die drahtlose Dildübertra- gung in Allscheeform, wird noch ergänzend mitgeteilt, daß nach einem neuerbing« beim "Norddeutschen Lloyd emgegangenen Telegramm von Bord seine- am 19 Mai in Neuyork ctntrcf- senden Schnelldampfers ..'Bremen“ auch die weiteren Versuche der gleichen Art zur voll st en Zufriedenheit gelungen sind. Die Entfernung. über die hinweg die drahtlose lieber- tragung vor sich ging, betrug mehr al- 4500 Kilometer. Exotischer Besuch in Berlin. Der zur Zeit auf einer Europareise befindliche zweite Sohn des Königs Ibn Saud von H e b | d) a s, Emir Feffal, wird zu einem Besuch in Berlin eintreffen Voraussichtlich kommt Emir Fessal mit einem Flugzeug im Flughafen Tempelhof an. Emir Fessal wird als offizieller Gast der Reichsregierung im Hotel Adlon Wohnung nehmen. Der Hauptzweck seines Besuches ist die Ueberreichung eines Handschreiben, des Königs Ibn Saud, das eine Stärkung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und dem Hedschas bezwecken soll. In Vertretung des abwesenden Reichspräsidenten wird Reichskanzler Dr B r ü n i n g den Gast zur Entgegennahme diese, Handschreiben, empfangen Planmäßige Plünderung von Lebensmittelgeschäften in Leipzig. In Leipzig kam cS zu Plünderungen von Lebensmittelgeschäften. DaS Vorgehen der Täter war in allen Fällen gleich. In einem Fall wurde der Geschäftsinhaber sogar mit der Schußwaffe zur Duldung der Plünderung gezwungen. Es ist anzunehmen, dasz die Plünderungen von einer zentralen Stelle aus planmäßig vorbereitet worden find Dazu kommt, daß zwilchen 11 und 12 Uhr verbucht wurde. Erwerbslosenkundgebungen in der stark belebten PeterSftraße durchzusühren. um dadurch Polizeikräfte zu sperren. Den Plünderern fielen große Mengen Butter und Dürft fottne Fleisch in die Hände. In einer Butter- Handlung in Leipzig-Lindenau drangen zwanzig junge Burschen ein. Die erklärten, daß sie von der Nothilfe kämen und den Laden aus- räumen müßten. Der Führer der Plünderer hatte eine Schußwaffe in der Hand, mit der die Verkäuferin, die Hilfe holen wollte, bedroht wurde. Beim Aussteigen auf der falschen Seite vom Zuge überfahren. In München stieg in Bahnhof Fasanerie-Nord d i e Ehefrau eines Münchner firaftroagenfübrers_mit ihrem fünf Jahre alten Sohn auf der falschen Seile de, von Landshut nach München verkehrenden Per- sonenzuge, trotz der dort angebrachten Abschrankung aus. Beide wurden nach dem Aussteigen, das weder vom Zugpersonal noch von dem Aufsichtsbeamten gesehen werden konnte, durch einen einfahrenden Zug überfahren. Das Kind war sofort tot, die schwerverleßte Frau ist während der Verbringung ins Schwabinger Kran- kenhous gestorben. Dom Umfallen den Grabstein erschlagen Ein eigenartiger Unglücksfall ereignete sich a u f dem Kölner Südsriedhos. Ein Friedhofs- arbeiter, der mit dem Ausschachten eines Grabes beschäftigt war, wurde von dem sehr schweren Grabstein eines daneben liegenden Grabes, der plötzlich umschlug und in das ausgeschaufelte Grab stürzte, tödlich verletzt Erst nach vieler Muhe gelang es, die Leiche des Verunglückten zu bergen. Deutscher Dolksbildungstag. Vom 16. bis 19. Mai hielt die ® cfcll- ' schaft für Volksbildung ihre 62. Hauptversammlung in Berlin-Dahlem ab Die erste öffentliche Hauptversammlung leitete Dr. P ach nicke, der Vorsitzende der Gesellschaft, mit einer AuSfprache über .Goethe und wir" ein. in der er a*S me Aufgabe des Volkeb'ldners hinstellte. durch Planmäßige Arbeit für Leben und Derk deS Gefeierten in den schaffenden Schichten Verständnis zu erwecken. Goethe volkstümlich zu machen. Dr. Johannes Tews sprach über ..Die geistige Rot unserer Zeit und daraus sich ergebende Er- ziehungs- und Bildungsaufgaben' Seine Ausführungen gipfelten in einer Entschließung m der angesichts der dauernden Verminderung der Arbeitszeit und der Ausdehnung der Muße die Erziehung zu einer zweckmäßigen AuS Nutzung der Mußestunden durch die DolkSbildungSvereine gefordert wird. Am zweiten Derhandlungstage berichtete Fritz Stach über die Entstehung, die Arbeitsweise und die Arbeitsergebnisse der insbesondere für Lehrer und Schulleiter bestimmten Arbeitsgemeinschaft für freie Volksbildung, und Rektor Richter. Ketzin, über ..Volksbildung und Lehrerschaft'. In der zweiten Hauptversammlung erstattete der Geschäftsführer der Gesellschaft. Dr Tews, einen Bericht über die Tätigkeit der Gesellschaft im Jahre 1931 32. G. Ehmke behandelte ..Die neuen Leihbüchereien und ihre sittlichen Gefahren", die neben guten Schriften hauptsächlich minderwertiges Schrifttum an jeden, auch jugendliche Leser und Kinder ausgeben. Der hierin begründeten großen sittlichen Gefahr für die Heranwachsende Jugend ist durch eine bessere literarische Erziehung der Jugend durch Bereitstellung größerer Mittel für Schüler- und Volksbüchereien und durch eine völlige Umgestaltung des Büchereiwesens zu begegnen. Entschließungen de, Deutschen Lehrerverelns. Aus der 40. Dertreterversammluna des Deutschen Lehrervereins wurde eine Entschließung angenommen, in der es u a. heißt: Der Versuch, die Krise durch Einschränkung der Ausgaben für Lohn und Besoldung und durch Senkung der Preise zu beheben, ist ergebnislos geblieben. Die Pflege und die Hebung des Binnenmarktes erfordert die Steigerung der Kaufkraft der Arbeitnehmer und Serbe a u d) e r. Alle Finanzmahnahmen und wirt- fchaftlichen Aufbauplane sind deshalb so durchzuführen, daß das Realeinkommen keine weitere Einbuße erleidet und daß die Arbeitslosen wieder in das Wirtschaftsleben eingegliedert werden. In einer zweiten Entschließung wird festgestellt, daß Not- und Sparoerordnungen die Lehrerschaft vielfach ungerecht behandelt haben und daß die Verordnungen darüber hinaus in vielen Ländern dazu benutzt worden sind, den Dolksschullehrer in feiner Arbeit und öffentlichen Bewertung herabzudrücken. Die Vertreterversammlung des Deutschen Lehrervereins erbebe gegen diese Maßnahmen, wie gegen die Eingriffe in das Beamtenrecht der Länder s ch ä r f ft e n Einspruch und verlange ihre Aufhebung. Drei Kinder verbrannt. In Buckingham (Quebec, Kanada) kamen beim Brande eines House, drei Kinder im Alter von drei, fünf und elf Jahren in den Flammen um. Ihre Mutter und weitere fünf Kinder konnten von der Feuerwehr gerettet werden. Wettervoraussage. Infolge der kräftigen Erwärmung schrumpft das Hochdruckgebiet allmählich zusammen und wird mehr südöstlich' zurückgedrängt. Damit wird den Ausläufern des Atlantiktiefs die Möglichkeit gegeben, auf dos Festland vorzugreifen und Anlaß zu Gewitterstörungen zu geben, die auch leichte Abkühlung zur Folge haben. Da jedoch die Störung keine große Energie besitzt, dürfte eine wesentliche Beeinflussung durch sie nicht stattfinden, im großen und ganzen bleibt also das sommerliche Wetter erhalten. Aussichten für Samstag: Schwüles Wetter, nach Gewitterstörungen vorübergehend leichte Abkühlung. Aussichten für Sonntag: Teils bewölkt bis austieiternd, vereinzelt noch etwas Gewitterregen. Lufttemperaturen am 19. Mai. mittags 24 Grad Celsius, abends 16,9 Grad' am 20. Mai: morgens 15 Grad. Maximum 24,1 Grad, Minimum 9,2 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 19. Mai: abends 22,4 Grad: am 20. Mai: morgens 15,8 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 14 Stunden. (Schluß des redaktionellen Teils.) was ist Neurasthenie? Dies Wort hat einmal jemand in humorvoller Weife so erklärt: „Haste nie, doch raste nie. Sonst hast du die Neurasthenie.- Das beste Mittel gegen Neurasthenie, Nervosität ist tiefer, ruhiger Schlaf, innere Ruhe. Das ist gar nicht so schwer Besonders wenn man den coffetnfreien Kaffee Hag trinkt, der Herz und Nerven schont und niemals den Schlaf stören Rinn. 3574V Nichts anderes I - Es gibt eben keine creme, die das hautver-wandte Eurem andere Haut- enthlltl • • SOLDATEN W OBERST mit und ohne THunöstucF Bilder der Vorkriegs Armee liegen den OBERST ParFungcn bci.DieSamm i; lung ergibt eine lücfm-L lose Übersicht über die farbenfrohen Uniformen berVorFriegszeit. y OBERST wendet sich aber nicht nur an Öen Diebhaber dieser J prächtigen Bilden sondern noch viel mehr an den sachverständigen Rauchers Sie hat ihren Preis von 5 auf 3 5 Pfennig gesenkt/ohne ihre. Qualität zu verrinn gern und bietet damit zum ersten Mal wieder Friedens-Qualität ZU Friedens-Preis raffle: «« C • M ' B • H MÜNCHEN 312 verschiedene Uniform-Bilder enthält die Sammlung, eingeteilt in 26 Serien zu 12 Bildern. Jedes Armee-Korps ist mit seinen Truppenteilen vertreten. 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"SV 0-2. 5 as w» gsf«, 2 ■ ■ 2 £5: 5 43 g» 5|®®«S'erS 3 •? p p g — p El o = _ 8 r» 9-3 n ff» 2. !%o e ff) " a i5? o S hiss o ® s f# 5 ö£»a 2 ? 3.43a»-? ,e - a' 3 s H — 2.a w J2, ~ 5;3 =• 2 ’-S'-a-e o to =. ZKa & "Sery K3° -=■ o: 2. ff» ff» a 3 o o-o. ---« = 2.Z ©8 ff)~ = 7-.= ö 7;«" -3 a2.=;ff»g2 o- _,25'’ 0 Ö0-3 3 r; —• = O U' <-rt o <—> O" »2a 3 — 5-i 5 " o ffisao O -I ° O 3--» c 8 <3" 3 43 a 2. 3 82 8 5 8 5 3 8 8 5 er 3 o s v> 2. c* o 3 O II se o r» . O — •er —- T o o 8 o er >3 " O,® = 2. ’-a = iS = I3- —3 - 3;= "=■ A-a®«- or 43 eyo; 2 3 E 3 ~a er co . • w ro " " 2.-- öäs 8 S §55 Ä- = a^@= ^a -1 o o * * 22 Z o Z Z /7\ 6^ o -2 Cf z —« R « =» ” - 2.-3-^-3 o uoffi^s 2-^83^- = O = E 3 er o - H ö: -§.2 3 = 3 2-2,3® "3 o o> o o E 2.^3 o 2.» s 3 3 3 0 ^-2. =12 S'o 3 O a^^o= 28 3 8'3 2.^ = 5- a-ä3 =2.o S -.je—- - ^3 O 3 A D a £ä CB CD —■ or A 3 ri o tr o "a^ -•» ~3_=,- o 3 a. 2 ^-3" 3: o ET D 3 §ZZ.3ff»Za^ 3 2o'’orarE3. 85aE-3;5"u'ex = 'o -=22^3^3 ®^3 O c " O er 3 O- er 3 n E> 3 — •=-- — oIQ. E 3 a . o - 3 Oror o O 3 2> 2 453 "* —.3 o er o 0,3 ~2 3 T5 » -- - W Ä’ooS.'’^? 5 ®’ -2=*-°ro'. §-» = 2. öa 3 2.6). 2-3 3 2 3. 3 2. --' 3 m a.3T 3 2 = er = 3 §-ff)o 3 - a _ 2 § ! S ® ff) ® ' E: er ' A co -- s = E_ er 3 3 “t So co 3 er e a o ’ 3 ? 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Deshalb soll eS daS Unvermeidliche genießbarer machen, mit dem daS Leben nun einmal ouS dem Lebenszweck heraus verkoppelt ist und daS sich je nach dem Beigeschmack, den der einzelne damit verbindet, .Arbeit" nennt. DaS Wochenende möchte die Wochentagskost des ewigen Einerlei mit der irischen Würze der Aaturnähe appetitlicher machen, die körperliche oder geistige Magenverstimmung durch den Odem, der draußen frisch weht, beheben, damit Körper und Deist in d,c Gleichgewichtslage Aurüdfcfrrcn können, die zur Bewältigung neuer Ausgaben erforderlich ist. Mit vielem anderen trägt auch daS Wochenende nur einen neuzeitlich zurechtsrisierten Ramen. .Um in der Ratur getreuen Armen von kalten Regeln zu erwärmen", flüchtete man schon früher, als eS noch keine motorisierten Kilometerfresser gab, ouS der Enge der alltäglichen Umgebung in die Weite der freien GotteSwelt. Diese machten ihren SonntagsauSslug, jene eine Landpartie. Bei dieser Rückkehr zur Ratur haben sich also nur daS Tempo, die Mittel und sonstigen Formen geändert. Der Zweck ist der gleiche geblieben. Man will einmal für Stunden ausspannen, einmal keinen Aktenstoub schlucken und keine Zahlen auf der Rehhaut tanzen sehen, 'und wie man sonst noch die Löblichkeit des Tuns umschreiben mag. Der Kosferapparat, der die neuesten Schlager her- unternäsclt, ist an die Stelle der Männerquartetle getreten, die den .schönen Wald, so doch da droben" besangen. Auch die Aufmachung, in der man heute den wohltätigen Einfluß von Licht. Luft und Sonne auf sich wirken läßt, hat sich, nicht immer zum Vorteil ihrer Träger, den gewandelten hygienischen Anschauungen angepaßt. Die Länge dieses Raturgcnusscs endlich ist zum Teil eine Folge wirtschaftlicher Vorgänge. Doch das, was das Wochenende sein will und sein sollte, ist unverändert der Mensch geblieben, in seinem naturbeding- tcn Drang nach Erholung. Denn schon: .Am siebenten Tage aber ruhte Er". Roch der Bibel also der vornehmste Grundsatz des Wochenendes. Eine Woche in den Sielen der ^Tretmühle" verbracht. verdient sich einen Ausspann von selbst, weil nur in einem gesunden Körper auch ein entsprechender Geist wohnberechtigt sein kann. Ob man nun zu Fuß oder im Paddelboot wandert, ob man mit dem Motorrad entlegenen Zielen au- strebt, oder im bequemeren Auto, oder mit der guten alten Eisenbahn sich irgendwohin .Der- platzt", immer sollte das Wochenende nicht Sport, sondern Schauen und Erleben all des Tausendfältigen fein, das am Auge vorüberzieht, damit es das Gemüt besonne, damit es den Blick wieder freier werden läßt und den Sinn in die Weite deS um uns Wirkenden erhebt. Dann vergißt sich manches Mcnschlich-Allzurnenschlichc und wird, weil es unvermeidbar ist. in seiner Härte gemindert. und ..neues Leben blüht aus den Ruinen" der Kümmernisse und Beschwerlichkeiten, mit denen wir uns heute alle, jeder au seinem Teil, herumschlagen müssen. Dann wird auch dos Wochenende der äungbronnen sein, den die Mutter Ratur für alle diejenigen sprudeln läßt, die sich noch die Fähigkeit erhalten haben, in jedem Strauch und in jeder Blume das Wunder zu erblicken, dessen Werden und Sein von der Kraft ausgeht, die in ihren winzigsten Bruchteilen auch den Menschen werden ließ und sein läßt. jOMiOtniier Roman von Gerl Rothberg. Copyright by Martin Feuchtwanger, Hall«. 19. Fortsetzung. Rachdruck verboten! Ansbrück begrüßte ihn in aller Form erst einmal. , John Harrison lachte dann breit, weil er sich seines Verstoßes bewußt wurde. Er entschuldigte sich, wurde dann aber gleich ernst. Rehmen wir gleich noch ein bißchen hier Platz, lieber Doktor? Alice, es ist dir doch recht? Ich komme eben von einer höchst verfänglichen Unterredung. Denken Sie mal, lieber Doktor, einer der Herren behauptete, ein Rumäne hätte versprochen, die Pläne, die Sie ausgearbeitet haben, unserer Konkurrenz zu bringen." ..Wann hat der Herr dieses Versprechen gegeben?" Ansbrücks Stimme klang schwer. Mistreß Harrison wurde blaß, nickte xin bißchen ängstlich von einem zum andern. • .Dann? — Ja, ba$ muh vor einigen Monaten gewesen sein." „So? Dann ist alles gut. Dieser Rumäne wird die Pläne niemals ausliefern können, denn er erhält sie nicht." Das klang sehr bestimmt. Harrison atmete sichtlich erleichtert auf. Dann sagte er: „Richt wahr? So ist es ja sehr gut. Es wäre ja auch alles wertlos, wenn man uns diese Pläne ausschnüsselte und von der Konkurrenz verwertete. Ich war tatsächlich ein wenig verdattert. Das ist gut so. daß Sie mich gleich an Ort und Stelle beruhigen konnten: ich hätte bestimmt eine schlaflose Rächt gehabt, denn solche Gauner, solche Spione arbeiten doch mit allen Mitteln. M.t jedem Mittel! Sie schrecken vor nichts zurück und sind gefährlich im allerhöchsten Grade." „Allerdings!" Rudolf Ansbrück sah im Geiste die schöne Lisa in die Arme eines solchen Menschen taumeln. In die Arme dieses Ilzenescu! Pfui! Mister Harrison nahm sich vor. feine Frau aber doch noch eingehend zu befragen, weshalb sie eigentlich den auch ihm sehr liebenswerten Ansbrück herbestellt habe. Doch dann lächelte er vor sich hin. Frau Ansbrück war verreist! Aha. eine kleine Meinungsverschiedenheit oder gar ein kleiner Krach? Unb da sollte seine Alice wahrscheinlich vermitteln. Run. das war eine Rolle, die ihr vorzüglich lag. Das hatte sie nämlich Hinter den Kulissen. Ein Theaterbesuch über der Vuhne. Ort des Geschehens daS Bühnenhaus deS Gießener Stodttheaters Heber die Bretter, die bekanntlich die Welt bedeuten, soll ZuckmayerS ..Hauptmann von Köpenick" gehen. Im Theaterkaal vor der Bühne wartet Kopf an Kopf — durch das berühmte Guckloch im Vorhang konnte man daS ..Vorfeld" gut übersehen — die theaterfrohe Menschenmenge auf das interessante Bühnenstück, über der Bühne oben auf der Drücke ist diesmal mein Platz Etwa 7 Meter unter mir liegt die Bühnen- fläche, um mich herum und über meinem Kopfe ein Gewirr von Apparaten. Seilen, Schiebern usw. daß dem Beschauer schier Hören und Sehen vergehen kann. Auf der Bühne, zehn Minuten vor Beginn der Vorstellung, geht s noch sehr gemütlich zu. Schauspieler und Schauspielerinnen kommen und gehen, begrüßen sich und plaudern, beschauen ihre Ko- ftümierung noch einmal mit kurzem kritischem Blick im Spiegel, stehen unschlüssig herum, pendeln hierhin und dorthin, der Inspizient geht noch einmal prüfenden Blickes durch das Geschiebe. Riemand von ihnen ahnt, daß hoch oben auf der Bracke im Halbdunkel ein Beobachtungs- Posten sitzt, der sich den ganzen Bühnenzauber einmal hinter dem Vorhang aus der Vogelperspektive ansehen möchte und sich zu diesem Zwecke das bilderreiche und mit den raffiniertesten Mitteln der Bühnentechnik arbeitende Zuck- mayersche Stück vom „Hauptmann von Köpenick" ausersehen hat. Auf der Drehbühne, mit der bei diesem Stück die rafche Folge der Bühnenbilder ermöglicht wird, lieht man von oben herab die verschiedenen Lokalitäten bereits aufgebaut, in denen das Schicksal deS „HauptmannS" sich in spannungsvoller Folge abwickeln wird. So eine Art „Allerwelts-Zimmereinrichtungen" kann man da in Augenschein nehmen, und man kann dabei bemerken, welcher ungeheure Apparat an Einrichtungsgegenständen aus dem Theaterfundus und an Menfchenkraft erforderlich ist. um bei diesem Stück den Besuchern des „Hauptmanns" das vielseitige Milieu der Handlung vor Augen zu führen. Das Gongzeichen ertönt zum ersten Male Männlein und Weiblein verschwinden lautlos Wie weggeblasen von der Bühne. Rur zwei Personen verbleiben: die eine in Offiziersuniform mit aufgeknöpftem llniformrod und umgefchnall- tem Degen (das ist aber noch nicht der. sondern nur c i n Hauptmann) und ein lahmer und krummer Schneidergeselle. Dieder ertönt der Dong, und nun rauscht der Vorhang in die Höhe. Das Spiel beginnt, der „Hauptmann" tritt seinen Gang über die Bühne an. Völlige Dunkelheit herrscht im Bühnenhaus und natürlich auch auf der Brücke, die von der einen Seite der Bühne $ur anderen Passiermöglichkeit bietet. Rur das Bühnenbild, vor dem die Theaterbesucher in großer Spannung lauschend sitzen, ist so weit erhellt, wie der Dille des Dichters unb die Vorschriften der Spielleitung es gestatten. Der Beobachtungsposten und die beiden wachhabenden Feuerwehrleute schauen interessiert auf da» sieben Meter unter ihnen f,ch abwidelnde Schauspiel herab. Aber sie sehen nicht nur die handelnden Personen im Bühnenbild, sondern he bemerken auch im Halbdunkel, unmittelbar an den Eingängen zum Bühnenbild, die in Sprungbereitschaft stehenden anderen Rollenträger. die auf das Stichwort warten und dann pkellgeschwinb und doch in gelassener Selbstverständlichkeit in die offene Szene hineinspazieren. Die Beobachter sehen ferner im Scheine der unten aufblifjenden Taschenlampe des Inspizienten, wie geschäftige Bühnenarbeiter Stück auf Stück der Einrichtung zu neuen Bühnenbildern bc# .HauptmannS" aus der Tiefe des Bühnenhauses heran- bringen unb bereit stellen, um nach Schluß bes ersten Bühnenbildes ben ganzen .Bühnenzauber" eilfertig unb geräuschlos wegzuräumen unb an der frei geworbenen Stelle cm neues Bühnenbild aufzubauen. Der Vorhang fällt. Da« erste Bild ist beendet. Die Drehbühne, kreisrund wie ein Ka- russellboden und viel größer als ein solcher, wird von kräftigen Männerfäusten in Bewegung gesetzt: daS neue Bild wird eingebreht. Im Hanbumbrehen „steht cs". 5>er Vorhang rauscht wieder empor, bas zweite Bilb wirb gespielt. Unb schon sinb bic Bühnenarbeiter, arbcitscisrig wie bic Ameisen, beim Fortschaffen bes ersten Bildes und beim Aufbau eines neuen. Geräuschlos geht die Arbeit vor sich. Flüsternd werden die Anordnungen bes „Zimmerarchitekten" gegeben. Wie ein Uhrwerk läuft ber ganze Apparat seinen Gang, der sich von der Beobachtungsstelle aus so cinrad) barbictet unb doch eine unheimliche Arbeit und Mühe bereitet bat, bis daS Danze in allen Teilen aufeinander ein- gesuchst war. Und wie beim ersten unb beim zweiten Bilb geht es bann etwa vier Stunden lang weiter, bis bic 18 Di Iber bic Bühne passiert haben. Ein ungeheuer spannendes Schauspiel, das sich da nicht nur vom Theatersaal aus gesehen, sondern auch über ber Bühne beobachtet vor ben Augen bes Zuschauers abwickelt. Alle möglichen Volkstypen sinb in ben Rahmen ber Hanblung eingespannt, stehen hinter bem Dühnenbilb als sriebliche unb geruhsame Zeitgenossen herum, um im nächsten Augenblick bei ihrem Stichwort auf ber Bühne im grellen Rampenlicht als Offizier, „Polyp" (Berliner Schuhmann in ber blauen Vorkriegsuniform mit ber Pickelhaube», Bolle- junge ober Dollemäbchen (Personal ber bekannten Berliner Molkerei Dolle). Handwerksleute, „Penner", Halbweltpflanzc, als Soldaten im Urlaubs- anzug ober in ber Dicnstuniform mit aufgcpflanz- tem Seitengewehr, als Bürgermeister von Köpenick, Ratsdiener, Polizist usw. usw. aufzutreten. Ein kunterbuntes Gemisch von Figuren, die samt unb sonbers unter bem einen Leitgebanken stehen: bem „Hauptmann von Köpenick" zu einer wirkungsvollen Aufführung auf ber Gießener Stabttheaterbühnc zu verhelfen. Taten für Kreitaq, 20. Mai. Sonnenaufgang 4.28 Uhr, Sonnenuntergang 20.15 Uhr. — Mondaufgang 21.35 Uhr, Monbuntergang 3.44 Uhr. 1764: der Bildhauer Gottfried Schadow in Berlin geboren: — 1798: der Stenograph Wilhelm Stolze in Berlin geboren; — 1799: der Schriftsteller Ho- nors de Balzac in Tours geboren; — 1846: Generaloberst Alexander von Kluck in Münster geboren; — 1917: Ende ber Frühjahrsschlacht bei Arras. Pornotizcn. — Tagcskalender für Freitag: Stadttheater. 20 bis 22 Uhr. .Seitensprünge". - (Safe Leib, 20.30 Uhr. Vortrag von Therapeut Herrmann. — Lichtspielhaus. Bahnhofstraße: .Die Schlacht von Bademünde". auch daheim im Kreise der Verwandten und Freunde schon tun müssen. Und sie hatte sich in dieser Rolle immer erfolgreich betätigt. Wenn er bloß an seinen Reffen Bobby dachte! Und an dessen Frau Lizzi! Der endgültige Krach hatte schon vor der Tür gestanden, und heute lebten sie wie bic Turteltauben! Alles bas Derbienst seiner Alice! Ja, ja. eine Fluge Frau war boch viel wert, sehr viel! Unb Mister Harrison nahm sich vor, boch lieber nicht zu fragen. Was brauchte er beim auch in alles seine Rase zu stecken? Er hatte schon geschäftlich immer genug zu denken und gönnte seinen Gedanken auch gern einmal Ruhe. Aber bic Versöhnung mit bem reizenben Frauchen mußte f>crrli einem Radfahrer ausweichen, es streifte dabei je- | doch den im gleichen Augenblick auf seinem Motorrad vorbeifahrenden Lehrer Kratz aus Ruppertenrod, der stürzte un einen komplizierten Un- terschenkelbruch erlitt. Die Freiwillige Sanitäts- kolonne vom Roten Kreuz leistete dem Verunglückten die erste Hilfe und verbrachte ihn dann nach der Chirurgischen Klinik. *• Vermißt. Seit 16. Mai wird der Arbeiter Heinrich Scheuermann, der am 10. Januar 1908 in Sachsenberg (Waldeck) geboren wurde und zuletzt in Klein-Rechtenbach (Kreis Wetzlar) wohnhaft war, vermißt. Der Mann ist 1,65 Meter groß, blond, breitschultrig und hat blaue Augen. An einem Arm trägt er eine Tätowierung (Hufeisen oder Pferdekopf). Er war mit grouschwarzem Anzug (ohne Weste), dunkelblauer Mühe, braunen Halbschuhen, weißem Oberhemd, weißem Gummikragen mit Selbstbinder bekleidet und trug keine Ausweispapiere bei sich. Rachrichten über den Derbleib des Mannes erbittet die Polizeibehörde in Groß-Rechtenbach (Kreis Wetzlar). ** Ihre n 79. Geburtstag begeht heute, wie man uns mitzuteilen bittet, Frau Margarethe Engel, Reuen Baue 2 wohnhaft. Wirtschaft. * Tellus AG., für Bergbau - und Hütte n i n d u st r i e, Frankfurt a. M. Die Gesellschaft, die im vorigen Jahre eine Sanierung durch Aktieneinziehung und Zusammenlegung der verbleibenden Aktien im Verhältnis 5:1 auf 540 000 Mark vorgenommen hatte, beruft auf den 14. Juni ihre GV. für das Geschäftsjahr 1931 ein. Die Verwaltung beantragt, den im abgelaufenen Jahre erzielten kleinen Ueberschuß von rd. 2500 Mark in die Reserve zu stellen. (Im Jahre 1930 war ein Verlust von 2,70 Millionen Mark ausgewiesen worden, der durch die Sanierungsmaßnahmen beseitigt wurde.) * Harpener Bergbau AG., Dortmund. Im Geschäftsjahr 1931 verminderte sich das Roherträgnis der Harpener Bergbau AG., Dortmund, aus Kohlen, Koks und Briketts auf 12,00 (18,07) Millionen Mark, der Abteilung Eisenkonstruktion auf 0,20 (0,53), aus Handel und Schiffahrt auf 0,71 (1,02) und die Einnahmen aus Hausmieten und Landpachten auf 2,48 (2,54) Millionen Mark. Demgegenüber konnten die Generalunkosten auf 4,60 (5,30) Millionen Mark gesenkt werden. Steuern erforderten 4,41 (6,87) Millionen Mark. Nach 6,00 (7,16) Millionen Mark Abschreibungen ergibt sich nach Verrechnung des Gewinnvortrages von 156 125 Mark ein Verlust von 3,65 Millionen Mark (i. V- aus 183 290 Mark Gewinn 6 Prozent Dividende auf die D.-Aktien). Zwecks Deckung des Verlustes und stärkerer Abschreibungen soll das 110 Millionen betragende AK. durch Einziehung von 20 Millionen Mark Vorratsaktien auf 90 Millionen Mark herabgesetzt werden. Von dem entstehenden Buchgewinn in Höhe von 7,5 Millionen Mark sollen nach Deckung des Verlustes 2,46 Millionen Mark zum Ausgleich von Wertminderungen und 1,39 Millionen Mark zur Deckung sonstiger Verluste verwendet werden. Die Förderung des Unternehmens sank auf 79 Prozent der Jahresmenge 1930, die Kokserzeugung auf 68 Prozent, der Gefamtabfatz an Kohlen, Koks und Briketts war um 16 Prozent niedriger als im Vorjahre. Im Jahre 1932 seien Besserungen noch nicht in Erscheinung getreten, der Absatzrückgang habe sich fortgesetzt. $ronffurf schwach. Frankfurt a. TR.. 20. Mai. (WTB. Draht- Meldung.) Die heutige Börse eröffnete wider Erwarten ip erneut schwacher Haltung, nachdem man noch auf Grund der leichten Erholung an der Äbendbörse mit weiterem Deckungsbedürfnis der Spekulation gerechnet hatte. Da aber die innerpolitische Lage durch die in der gestrigen Fraktionssihung der Rationalsozialisten eingenommene Haltung eine weitere Verschärfung erfahren hat, kam auf fast allen Marktgebieten wieder Material heraus, wobei sowohl die Dankkundschaft, als auch die Kulisse als Derkäufer auf traten. Momente, die der Börse hätten eine Stütze geben können, lagen nicht vor und auch von der Reuyorker Börse ging keine Anregung aus. Bei wieder nur kleiner älmfatj tätigfeit ergaben sich im Durchschnitt R ü ck- g ä n gc bis zu 1 Prozent. Darüber hinaus verloren von Spezialwerten IG. 1,75 Prozent, Licht & Kraft 2 Prozent, Siemens 1,5 Prozent und Allgemeine Lokal- und Kraftwerke 1"/-, Prozent. Auch am Montanmarkt wurde die bisherige Widerstandskraft gebrochen, es traten hier ebenfalls Verluste bis zu 1 Prozent ein. Gelsenkirchen gingen später sogar um 1,25 Prozent zurück. Niedriger tendierten außerdem Reichsbank, I Schiffahrtswerte, RWE. und Rütgerswerke, die 1 bis zu 1 Prozent schwächer tendierten. Relativ behauptet blieben dagegen Schuckert, Zellstoff Waldhof, Stahlverein unb Deutsche Linoleum. Rach den ersten Kursen trat auf größere Käufe seitens der Banken eine Erholung für einige Werte bis zu 1 Prozent ein. Doch blieb die Haltung unsicher. Am Rentenmarkt lagen Reichsschuldbuchforderungen weiter flau unb erneut 1 Prozent niebriger. Ebenso gingen Altbesitz um 0,25 Prozent zurück. Golb- unb Liquidationspfand- briefe lagen nur wenig.veränbert. Kommunalobligationen neigten bagegen meist zur Schwäche. Don fremden Werten zogen Anatolier leicht an. 2m Verlaufe hielt die G e s ch ä f t s st i l l e an, und die Kurse unterlagen leichten Schwankungen. Doch hielten sich die Veränderungen in engen Grenzen. Gelsenkirchen konnten 1 Prozent ihres Verlustes wieder aufholen. Am Geldmarkt bestand einige Rachfrage, so daß sich der Sah für Tagesgeld auf 4,5 Prozent erhöhen konnte. Berlin uneinheitlich. Berlin, 20. Mai. (WTB. Funkspruch.) Rach- dem die gestrige Frankfurter Äbendbörse kleine Erholungen gebracht hatte, glaubte man im heutigen Dormittagsverkehr, daß sich diese Besserungen heute an der Börse würden behaupten können. Diese Hoffnungen wurden jedoch durch die offiziellen Anfangskurse enttäuscht. Auf den meisten Märkten lag wieder etwas Angebot vor, unb bic Spekulation befunbete keine Steigung, diese Ware aufzunehmen. Die gestrige Reuyorker Börse war zwar im allgemeinen gut stetig, doch vermochte hiervon keine Anregung auszugehen, zumal die älmsatztätigkeit auch in Amerika sehr eng begrenzt ist. Gegen die gestrigen Mittagsschluhkurse ergaben sich zahlreiche Verluste bis zu 1 Prozent. Darüber hinaus waren Kaliwerte bis zu 2,5 Prozent, Ilse 4 Prozent, RWE., Akkumulatoren, Feldmühle und Leopoldsgrube bis zu 3 Prozent abgeschwächt. Bürbach, Chadeaktien und Stöhr waren demgegenüber bis zu 2 Prozent fester. Im Verlaufe war die Tendenz recht uneinheitlich; IG.» Farben und Gelsenkirchen lagen fester und schienen die Allgemeinstimmung zunächst in günstigem Sinne beeinflussen zu wollen. Später wurde es jedoch auf den meisten anderen Märkten wieder bis zu 1 Prozent schwächer. Contigummi fielen durch einen Rückgang von 1,75. . Prozent auf. Auch Gaswerte neigten weiter zur -Schwäche. Die gesamte politische Situation, die der großen Steinkohlenhalden und andere Rachrichten aus der Wirtschaft lösten eine leichte Verstimmung aus. Die Anlagemarkte neigten gleichfalls überwiegend zur Schwäche. Lediglich Altbesitzanleihe waren eine Kleinigkeit erholt. Recht flau waren dagegen Reichsschuldbuchforderungen, die erneut etwa 1,5 Prozent einbüßten. Auch Reichsbahn-Vorzugsaktien gaben nach. Ausländer lagen völlig geschäftslos, nur Anatolier waren gefragt unb anziehenb. Am Gelbmarkt war Tagesgelb nach Erledigung der Steuerzahlungen wieder leichter und ging in der unteren Grenze auf 5,25 Prozent zurück. Monatsgeld blieb mit 6 bis 8 Prozent nominell. Schweinemarkt in Homberg. -er. Homberg, 19. Mai. Der gestrige Schweinemarkt war mit 510 Ferkeln beschickt. Für 6 bis 8 Wochen alte Ferkel wurden 10 bis 12 Mark gezahlt. Der Markt war gut besucht; es verblieb nur geringer Heberst and. Schweinemarkl in Wetzlar. 0 Wetzlar, 19. Mai. Auf dem gestrigen Schweinemarkt waren 490 Ferkel unb 11 Läu- ferschweine aufgetrieben. Bei schleppendem Handel wurden folgende Preise bezahlt: Für 5 bis 6 Wochen alte Ferkel 13 bis 15 Mark, für 7 bis 8 Wochen alte 16 bis 18 Mark, für 9 bis 10 Wochen alte Ferkel 19 bis 22 Mark je Stück. Läuferschweine kosteten je nach Gewicht 24 bis 28 Mark. Es per- blieb Ueberstand. Kirche und Schule. Kreis Schotten. -i- S ch o 11 e n, 18. Mai. Unter dem Vorsitz von Schulrat H a s e n z a h l fand in der hiesigen Schule eine amtlicheDezirkslehrerkon- ferenz statt, in der -der Vorsitzende über „Goethes Stellung zur Erziehung" referierte. In weitgestecktem Rahmen zeigte der Redner, wie die Erziehungsgrundsähe Goethes, die er in seinen Werken niederlegte unb praktisch verwertete, auch heute noch Geltung hätten unb jebem Lehrer unb Erzieher wegweisenb sein könnten. Lehrer Bl ei (Schotten) sprach über des Thema „Goethes Dichtungen in der Volksschule". Er bezeichnete es als wünschenswert, baß nicht allein die schönsten lyrischen Gedichte und Balladen, sondern auch Szenen aus Goethes Dramen, die Höhepunkte der Handlung darstellen, den Oberklassen zugänglich gemacht werden. Anschließend gab Schulrat Hasenzahl Mitteilungen bekannt, die sich auf schulische und erzieherische Fragen bezogen. Amtliche Äezirkskonserenzen mit gleichen Themen sanden dieser Tage auch in Gebern, Laubach unb Ulrichstein statt. ' Oberheffen. pft'ngstmarki in Schotten. 8 Schotten, 19. Mai. Am Pfingstdienstag fand — wie schon kurz berichtet — der altbekannte Prä- miierungsmarkt statt. Der Markt war mit Vieh gut beschickt, lieber 200 Stück Großvieh, 30 Stück Kleinvieh, je 20 Ziegen und Pferde und über 700 Stück Schweine waren aufgetrieben. Der Han- del ging flott. Eine sehr große Zahl von Markt- besuchorn fand sich ein. Der Landwirtschaftskammer. Ausschuß für Oberhessen war durch seinen Vorsitzenden, Oekonomierat Breidenbach, und seinen Generalsekretär Dr. Wagner (Gießen) vertreten. Für das Preisgericht war es keine leichte Aufgabe, unter dem zahlreichen Prämiierungsoieh die beste Auswahl zu treffen. Besonders fiel das hervorragend gute Vogelsberger Rotvieh auf, vor allem aus Rudingshain und Wingershausen. Die Stadt hatte für Prämiierungszwecke etwa 1100 Mk. Zur Verfügung gestellt, davon wurden allein an das Vogelsberger Vieh etwa 800 Mark verteilt. Trotz des mittags cinsetzenden Regens herrschte starker Marktbetrieb. Der hiesige Musikverein stellte die Markt- und Tanzmusik. Auch eine Verlosung war mit dem Markt verbunden; die Lose waren sämtlich abgesetzt. Der altbekannte Markt hat auch in diesem Jahr wieder seine Anziehungskraft bewahrt. Landkreis Gießen. W i e s e ck, 19. Mai. Die Hessische Wanderausstellung „Gesundheitspflege und soziale Fürsorge" wird vom 20. bis 24. Mai in Wiescck, Saal Hormann, gezeigt. Verbunden mit der Ausstellung sind drei öffentliche Lichtbildervorträge. Am Freitagabend spricht Privatdozent Dr. med. Rossenbeck, Oberarzt an der älniversitäts-Fraucnklinik in Gießen, über das Thema „Kampf den Krebskrankheiten". Am Sonntagabend spricht der Leiter der Ausstellung Herr L. Avemarie über „Linser Kampf gegen die Volkskrankheiten in der heutigen Wirtschaftskrise". Professor Dr. med. Pihen behandelt am Dienstagabend das Thema „Können körperlich Behinderte und Krüppel wieder leistungsfähig gemacht werden?", Der Besuch der Ausstellung und Vorträge ist jedermann zu empfehlen. Reiskirchen, 19. Mai. Die hiesige Kameradschaft „F r o h s i n n", eine Burschenvereini. gung; konnte am 2 Pfingstfeiertag auf ihr zehnjähriges Bestehen zurückblicken. Eine Anzahl auswärtiger gleichgesinnter Vereine hatte sich zu diesem Tage eingefunden. Der erste Vorsitzende Karl Linde n st r u t h begrüßte die Gäste bei dem Stiftungsfest in würdigem, einfachen Rahmen. Der übliche Pfingsttanz hielt die Gäste und Freunde des Vereins lange Stunden beisammen. T Stockhausen, 19. Mai. An Stelle des verstorbenen Bürgermeisters Jochim wurde dessen ältester Sohn zum Bürger m ei st er unserer Gemeinde gewählt. Ein Gegenkandidat war nicht Kurszettel -er Berliner un- Frankfurter Börse. Devisenmarkt Berlin — Jrbnffurf a. 2H. Banknoten. 6 v. H. 2.51 78,68 82.48 34,67 2,49 78,34 82.16 34,53 Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt bejchloffenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 v. H, Geld 4,20 58,93 84,33 15,41 16,57 170,56 21.66 77,00 ~ZrTeF 4,22 59,17 84,67 15,47 16.63 171.24 21.74 77.30 gerlln, ]9.J? Hamburg-Südam. Dampfschiss. 0 Hansa Dampsschiss . . . . 0 Norddeutscher Lloyd.....6 A.G. sür Berkehrewesen Akt. . . Berliner Handeisgesellschaft . 8 Commerz, und Privat-Bank . 7 Darmstädter und Nationalbank 8 Deutsche Bank und Disconto-Gesellschast... 6 Dre-dner Bank ...... 6 Retchöbank .......12 A.lL.G............7 Bergmann.........9 Elektr. LieserungSgesellschast. 10 Licht und Kratz......10 Felten & Guilleaume.... 6h Sesellschast sür Elektrische Üntcrnehmungen .... 9 Rheinische Elektrizität .... 9 Schuckert L So.......11 Siemens L Halile ..... 14 Lahmeyer L Eo....... 12 Buderus..........4 Deutsche Erdöl . ......6 Gelsenkirchener.......8 Harpener..........0 Harsch Eisen.........6 3He Bergbau.......10 Klücknerwerke ........ 6 Köln-Neuessen.......6% P? an neL man n-R ähren .... 6 Nlonssclder Bergbau.....0 Oberschles. Kokswerke .... 8 Phönix Bergbau......4% Rheinische Braunkohlen... 10 Rheinstahl.......... 12,4 17 20 35 20 22,4 65.5 50,5 68,75 54 79 24,75 56,5 41,25 40,9 25,25 37 13 18,25 156 40 — 11,4 114,75 22 63,5 24,5 41 36,9 13 39,25 11.13 39,5 22 12,25 31 83.5 17.5 20 35 20 115,13 22.65 18 61 65.5 33 49,75 69 54.25 107 78,5 24.65 57,25 40,9 40,9 26 126,5 27 37 13,5 33 18,5 155.25 40,75 10.65 39,75 11,65 30,75 • 114,75 22,25 61,5 63,75 38 49,25 54.75 106 78 25 56,75 40,75 40 25,75 122,5 25,25 36,25 33 18,25 156.75 39,75 Rieveck Monion......7,2 Vereinigte Stahlwerke .... 4 Otavi Minen......16'/, Kaliwerke Aschersleben ... 10 Kaliwerke Westeregeln ... 10 Kaliwerke Salzdetfurth ... 15 3. ®. Farben-Jndustrie... 12 Verein, chem. Industrie Frank» surl 0. 9)i........... 16,25 88 97 147 91 127 18.25 26 27 42 42,75 41 4,75 35,75 35 30,5 223 11 33,75 53 201,5 17,13 98,25 16.25 89,25 126,75 26,25 27 — 30 33,75 16 10.25 88 97 147 90,13 18,28 27 27 42,5 = 56.5 36 34 30 23,5 78 11 34 22.5 52,25 12.5 201 17,65 »7,75 15,75 10 85.5 95 145,5 ' 90 26.75 — 42,25 = 56.5 35,25 33,5 29.5 . 77,75 10,65 34 22 53 11.75 203 Scheideanstall ...... 10 Goldschmidt.........0 RütgorSwerke . ....... b Metallgelellschast.......5 Philipp Holzmann . ..... 8 Zementwerk Heidelberg. ... 7 Cementwerk Karlstadt. .... 7 WanbLFrevlag......0 Schultheis Pavenhoser ... 15 Aku (Allgemeine Kunstseide) 0 Bemberg......... 0 Zelliloss Waldbo«.....12 Zellstoss Aschassenburg ... 6 Dessauer GaS..... 9 Daimler Motoren ...... 0 Deutsche Linoleum.....6 Ctenfictn & Koppel ..... 0 Leonhard Tie- ....... 8 SvenSka..... 15 Chade............ Frankfurter Maschinen . . . . 0 Grchner..........0 Maintrastwerke Höchst «.M.» . 6 Süddeutscher Zucker .... 10 19.Mai 20. Mai Amtliche Notierung Amtliche Notierung meld Seiet Geld Srie« Helsingsor» . 7.123 51.95 7,137 52,05 7,123 51,95 7,137 52.05 Prag . . . Budapest . . 12.465 12,485 12,465 12,485 —— - — Sofia- . . . 3,057 3.063 3,057 3,063 Holland . . 170,93 171.27 170,93 171,27 Oslo. . . . Kopenhagen. 77,17 77,33 77,02 77,18 84,52 84.68 84,42 84,58 Stockholm . 78,52 78.63 78,62 78,78 London. . . Buenos Aires 15,45 15.49 15,43 15,47 1,018 1,022 1.008 1,012 Neuqork . . 4,209 4,217 4,209 4.217 Brüssel. . . 59,09 59.21 59,06 59,18 Italien. . . 21.67 21.71 21,66 21,70 Paris . . . 16.605 16,645 16,605 16,645 Schwei, . . 82.34 82,50 82,34 82.40 Spanien . . 34.67 34,73 34.77 34.83 Danzig. . . 82.72 82,83 82,72 82.88 Japan . . . 1,319 1,321 1.319 1,321 Rio de Ian.. 0.317 0.319 0.318 0,320 Iugoslawte». Ctilobon . . 7.423 14,09 7,437 14,11 7,423 14,09 7,437 14,11 ausgestellt. Die Verpflichtung durch dos Krei-amt Gieren fand gestern statt. Der neugewählte Bürgermeister ist 26 Jahre oll und dürfte wohl der jüngste Bürgermeister in Hessen fein. Sein Vater, der sich »roher Wertschätzung ersreute, befletbete das Amt 20 Jahre lang DLich, 19 Mai. Am ersten Psingstfeterlag srü morgens spielte der hiesige Posaunenchor an den freien Plätzen unserer Stadt und erfreute mit seinen guten Bortragen von Chorälen und geistlichen Liedern alt und jung. — Alter gewohnter Sitte gemäß trug der Mannergesangverein ,.C ä cifia" in der Frühe des zweiten Feiertags unter Leitung feines Chormeisters, Lehrer I l g c (Butzbach, an einzelnen Stellen der Stadt Mannerchöre vor und sicherte sich damit den Dank und die Anerkennung der Einwohnerschaft. Areis Schotten. * Rainrod, 19. Mai. 2lm zweiten Pfmgst- fetertag hielt der hiesige Turnverein sein diesjähriges Anturnen ab. zu dem der Turn- rerein Unter-Schmitten al< Galt erschienen war? Etz wurde in zwei Riegen an Darren. Reck und Pferd geturnt. Sämtliche Uebungen legten von fleißiger Winterarbeit Zeugnis ab. Der erste Turnwart R Schwab zeigte mit einer Riege eine Anzahl schöner Freiübungen. Unter der Leitung von Herrn Dingel zeigte die Damen, riege des Turnvereins Unter-Schmitten einen ausgezeichneten Gesangsreigen. zum Schluffe boten die Turnerinnen i^och crattc Hebungen am Darren. Sämtliche turnerischen Dorführunaen wurden verdientermaßen mit lebhaftem Deisall ausgenommen. Der erste Schriftwart W.Schmidt dankte den Turnerinnen und Turnern für ihre Siten Leistungen und ermahnte zu weiterer treuer rbeit im Äenste der Turnerei Anschließend spielte die Kapelle deS Turnvereins zum Tanz auf — Der Turnverein beabsichtigt, im Laufe dieses SommerS mit Hilfe der Gemeinde und mit Unterstützung von Turnfreunden eine Dadeonstalt an der Ridda zu errichten. Preußen. Konflikt mit der Kreisverwaltung. <> Hörnsheim. 19. Mai. Der Wohlfahrtsausschuß unserer Gemeinde hat in seiner Mehrheit seine Aemter niedergelegt, do das Kreiswohlfahrtsamt über die Be- schlüfse des Ortswahlfahrtsausschusses hinweggeht. Ferner soll die Dertraulichkeit der Sitzungen seitens einiger Mitglieder nicht gewahrt worden sein. Bei der Neubildung des Ausschusses ist e» nunmehr zu einem Konflikt mit der Kreisverwaf- tung gekommen. Die auf Aufforderung des Kreis- Wohlfahrtsamtes von dem Gemeindevorsteher vor- aeschlogcncn neuen Mitglieder sind von der Kreisverwaltung abgelehnt worden. Der Gemeindevorsteher soll andere Mitglieder Vorschlägen. Die Mehrheit der Gemeinde, die dies oblehnt, steht auf dem Standpunkt, daß der Ge- meindeoorsteher, der schon lange Jahre die Gemeinde verwaltet, am besten weiß, wer sich zum Mitglied des Ausschusses eignet und daß eine B e - setzung nach parteipolitischen Richtlinien nicht in Frage kommen kann. Kreis Wetzlar. • Aus dem Kreise Wetzlar, 20. Mai. Am kommenden Sonntag wird der Reichstagsabgcord- nete Landrat i.R. v. Bismarck in Lützellinden und in Ebersgöns in öffentlichen 23er- fammlungen auf Einladung des Provinzialverban- de» der Deutschnationalen Dolkspartei sprechen. Landrat v. Bismarck, der während des Volksbegehrens in Preußen seines Amtes entsetzt wurde, ist — wie man uns mitteilt — der beste Kenner der ländlichen Verhältnisse und der Not der Bauern. (Siehe heutige Anzeige ) Mrcie Bicvcnkopf. >:x Rodheim ckd Dieber. 19. Mai. Am vorigen Dienstag wurde der im Ruhestand hier lebende Hauptlehrer Höhn unter starker Anteilnahme der Einwohnerschaft zur letzten Ruhe geleitet. Der Heimgegangene war vom Jahre 1878 ab bis zu seiner Pensionierung an der hiesigen Schule tätig. AlS Dirigent des früheren Singvereins und als langjähriger Organist hat er fich neben feinem Amt noch um unsere Einwohnerschaft verdient gemacht. Der allgemein hochgeschätzte Mann hotte ein Alter von 80 Jahren erreicht. öJl.-'fpott Handball im Gau Hessen (O. T.) Io. Klein-Linden I — lurngefellschaft Offenbach II 5:7 (3:4). Die Offenbacher Gaste spielten ein hervorragendes Spiel, in dem kein Mann ein Versager war. beson- der» überragte der Mittelläufer durch seine Glanzleistungen. Klein-Linden arbeitete trotz seiner fünf Ersatzleute ebenfalls sehr eifrig, konnte aber Offenbach den Sieg nicht nehmen. Io. Nieder-weifet 1 — Id. Lang-Gon» (fomb.) 2:5 (2:4). Am ersten Feiertag weilte eine kombinierte Monn- schäft des I v L a n o - G o n s bei der 1 Mannschaft des I p. Nieder-Weisel. Die Platzbesitzer zeigten schönes Kombinationsspiel und waren im sield- spiel überlegen, wahrend anderseits sich der Sturm gegen die Gaste-Hintermannschait nicht durchsetzen konnte Die Stürmerreihe der Gaste konnte indessen den Sieg für ihre Mannschaft sicherstellen. Id. Lang-Gon» (fomb.) — Spog. 1900 Gießen (fomb.) 4:6 (4 2) Am zweiten Feiertag hatte der I v. Lang- Gons zu einem Rückspiel eine kombinierte Mannschaft derSpiclvereinigung 1900Gießcn zu Gast. Die Gastgeber setzten den Blauwcißen energischen Widerstand entgegen und konnten in der ersten Halbzeit das Spiel überlegen gestalten. Die Gaste, die die körperlich stärkere Mannschaft stellten, fanden sich in der zweiten Halbzeit bester und konnten nach einem spannenden Kampf noch knapp den Sieg an sich reißen. Gpielvereinigung 1900 Gießen. Iugendspiele an Pfingsten. Die 1. Jugend war am ersten Feiertag in Wiesbaden bei der A-3ugcnb vorn dortigen SC Rass au 1900 war infolge seines besseren technischen Spiel- stets leicht im Vorteil. Deim Seitenwechsel stand das Spiel 1:0 für 1900 Als nach der Paule Rossau durch Unachtsamkeit des Tormannes den Ausgleich erzielte, setzte ein scharfer Kampf um den Sieg ein. den die Gießener fast mit dem Schlußpfiff an sich rissen Am zweiten Feiertag war die 1. Jugend bei der A-3ugenb des SV- Diedrich. Deide Mannschaften lieferten sich einen fairen Kampf, den 1900 bis zur Pause mit 2.1 für sich entscheiden konnte In der zweiten Halbzeit wurden die Dlauweißen, die nur noch mit zehn Mann spielten. sichtlich überlegen und stellten das Resultat auf 3:1. doch der Gastgeber holte kurz vor Schluß noch ein Tor auf. Endergebnis 3: 2 für 1900. Die 2. Jugend weilte in Oberlahnstetn ueb verlor dort am ersten Feiertag gegen den dortigen Dezirksmeister. die A-Jugend des SC- O b erlab n ft c i n 10 1 Schuld an der hohen Niederlage trägt nur der Tormann durch lein leicht- finniges Spiel in der zweiten Halbzeit. - Der Gegner für den zweiten Feiertag ließ die Dlauweißen aus unbekannten Gründen im Stich Da» für fprang die 2 Jugend vom SE Oberlahnstein ein 1900 hatte umgeftcllt und führte ein bedeutend bester» Spiel vor. fo daß der Gegner fich mit 7 0 geschlagen bekennen mußte Die 1. Schuler hatten fich die Schülermann- fchast der T u SpG Rasfovia aus Rastau verpflichtet. Es kam aber keine Schüler-, sondern eine recht kräftige Jugendmannschaft Der Krästeunterschied war so groß, daß 1900 trotz seines belferen Zufammenlpiels und der befleren Ballbehandlung nicht viel zu bestellen hatte und eine unverdiente 7 1-Riederlage einstecken mußte. Die 2.Schüler fertigten am ersten Feiertag durch unermüdlichen Eifer und Siegeswillen die bedeutend stärkeren Schüler aus Dieber mit 2:0 ab. — Arn zweiten Feiertag standen sie in Datenbasen der dortigen Schülerrnannlchaft gegenüber, die aber fast nur aus Jugendlichen bestand: somit eine aussichtslose Sache für die Kleinsten. Diefe mußten fchliehlich mit einer 0: 3-Riederlage den Platz verlassen. (Sporfoerein 1928 Garbenteich. Garbenteich 1 — Fußballspariverein Frankfurt (Kes.) 4:4 (1:1). Am ersten Psingltfeiertag sand in Garbenteich ein Propagondalpiel der 1. Mannschaft deS Sportvereins 1928 Garbente^ch gegen die Reserve deS FutzballfportvereinS Frankfurt a. M. statt, das mit dem oben verzeichneten Resultat obfchloß. Schon bald nach Spielbeginn gab eS auf beiden Seiten brenzliche Situationen Garbenteichs Sturm setzte kurz hintereinander dem Gegner einige wuchtige Dallschüsse hin. bei denen die Platzbesitzer in der 18. Minute zum ersten Erfolg kamen- Dis zur Pause konnte Frankfurt au6- gleichen Dald nach dem Seitenwechsel stellte der Halblinke der Garbenteicher durch Alleingang das Resultat auf 2 1. Frankfurt glich bald darauf auS und übernahm hierauf die Führung. Dann stellte Garbenteich den Ausgleich wieder her, und in wechselnder Folge wurden nun bis zum Schluß die gegenteiligen Torschüsse erzielt. Deide Mannschasten gefielen durch ihr ausgezeichnetes Spiel nach jeder Richtung hin. Jugendfpiel: Garbenteich 1. Jugend gegen Riederursel 1. Jugend 2:3 (1:1). Die Zwischenrunde zur DIV.-Miflerschast. Am Sonntag, 22. Mai, wird der Kamps um die Deutsche Fußballmeisterschaft fort- gesetzt. Vier interessante Spiele stehen auf dem Pro- gramm. Nachdem in der ersten Runde die schwächeren Gegner restlos ausgeschicden find, ergibt sich für die diesmaligen Paarungen eine gewisse Gleichmäßigkeit der Gegner, so daß also — noch dazu beim Pokalsystem — in keinem Treffen eine bestimmte Voraussage gemacht werden kann, wer von den beteiligten Mannschaften diese zweite „Auslese" sieg- reich überstehen wird. Die Paarungen wurden wie folgt festgesetzt In Frankfurt: Eintracht Frankfurt — Tennis Borussia Berlin: Schiedsrichter: Dondelinger (Köln). In Leipzig: Pol. SV. Chemnitz — Bayern München: Schiedsrichter- Siebert (Forst). In Hamburg: Holstein Kiel — 1. FC. Nürnberg: Schiedsrichter: Dischereit (Berlin). In Bochum: Schalke 04 — Hamburger Sportverein: Schiedsrichter: Maul (Nürnberg). Süddeutschland hat noch drei Vertreter in der Meisterschaft, ist also neben dem Norddeutschen Verband der einzige, der alle seine Mannschaften durch die erste Runde brachte. Da er auch zahlenmäßig am stärksten vertreten ist, so ist man wohl versucht, sich stark der Hoffnung hinzugeben, daß die „Deutsche" wieder einmal dem Süden zusällt. Doch letzt das „Pokalsystem" hinter allen Optimismus, hinter alles Können immer ein großes Fragezeichen. DieAiannschaflen-dieÄuSsichten „Eintracht gegen die „Veilchen" heißt die Paarung in Frankfurt. Der Süddeutsche gegen den Berliner Meister. Wenn man auch geneigt ist anzunehmen, daß dieser Gang „im eigenen Heim" für die Einfracht nicht allzu schwer werden dürfte — auch die letzten Ergebnisse sprechen dafür — so mochten wir doch vor einer Unterschätzung der Berliner warnen. Denn Tennis Borussia ist eine ausgesprochene Stiinmungsmannschcht, die sehr leicht imstande sein kann, am Sonntag sämtliche Papierformen illusorisch zu machen. Und Eintracht? lieber die Heimspiele der Frankfurter Mannschaften sind die Meinungen schon lange sehr geteilt. Es wird also einen harten Kampf geben — und einen sehr knappen Eintracht-Sieg. Der 1. FC. Nürnberg muß nach Hamburg zu den wuchtigen Holsteinern. Wenn Kalb spielen kann und nicht allzu heißes Wetter herrscht, dann wird wohl der Klub auch diesen schweren Kampf siegreich beenden. Für die ausgezeichnete Stürmerreihe der Kieker ist das einzig wirksame Gegenmittel eine starke gegnerische Deckung. Und mit Kalb steht und fällt hauptsächlich dieser Nürnberger Mannschaftsteil. Bekannt ist ferner auch, daß heißes Wetter namentlich den älteren Spielern des 1. FC. Nürnberg nicht besonders zusagt. Unser Ohne Gewähr 2. Ziehungstag 289453 * 143691 • 260759 396846 6 »r» nnt |U 6000 W. 2 »telnn« iu 3000 M. 4 ®e®tnn« iu 2000 M. 26 ®«tDinn« in 1000 M. 179558 193961 232956 Nachdruck verboten .19. Mai 1932 Die Ziehung der 3. Klasse der 39. Preußisch- Süddeutschen (265. Preußischen) Etaatslotterle sindet am 15. und 16. Juni 1932 statt. Kirchliche Nachrichten. Israelitische Gemeinden. Israelitische veligionsgemelnde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, 21 Mai Vor- abend 7 45 Uhr, morgens 8.30; abends 8.30 und 9.10 Uhr Gewiunauszug 2. Klasse 39. Preußisch-Süddeutsch« (265- Preuß.) Slaats-Lotteric. In der heutigen Dormittagszikhung wurden Gewinn« über 300 M. gezogen über 300 M. gezogen 2 •ttnlnnt «u 50000 M. 3040 2 »<»inni in 10000 TL 13578 4 »«>»■■• zs 3000 ®L 309050 341910 8 »«pinne DSD Polizei Weißenfels — Sp Vg Furth in Weißenfels: Polizei Dessau — Polizei Derlin Dei den Frauen trifft der Sieger des Spieles Dresdener SC - DE Eharlotlenburg am b. Juni im Gndfpiel auf Eintracht Frankfurt DT TiD. Derlin Mtv. Herrenhaufen in Derlin: TFK. Riederpleis — Tv. Worrns-HerrnS- heirn in Krefeld Kaifee 5ag - gut bis zum letzten Tropfen, dabei coffeinfrei — deshalb vollkommen unschädlich« Leichte Unterwäsche besonders preiswert und gut Herren-Netzjacken 0.50 1.10. 0.80. .1.95.1.60. weiß oder gelb, dicht oder porös. 2.25.1.65. 2.50. 0.50 .1 25. 0 75. Herren-Kniehosen porös oder dicht.... 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