HM 2 Erst« Matt 182. Jahrgang Srettag, 19. Zebrnar 1932 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen eet> BritfW ent> $itie»rx«trri R. tany ti Steten. Mjriffleihmg uw6 S^wIWrete T. »«nähme von Snjetgen für die Iaqt»nummrr bi» zum Nachmittag vorher. Preis ter l mm höhe für Anzeigen von 27 mm Brette ortlid) 8, auswärts 10 9ieid)spfennig; für Re- dlomeanzklgen von 70 mm Brette 35 Reichspfenm^ platzvorschrist 20*, mehr. Chefredakteur: Dr. Frredr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fe. Wilh. Lange, für Feuilleton Dr H.THgriot; Inr den übrigen Teil Emst Vlumfchein und für den Anzeigenteil Max Filler, fdmtlid) in Gießen. Lrfchemt täglich,außer öonniags und Feiertags. Beilegen: Die Illustrierte Siebener Familienblütter Heimat im Bild Die Scholle Blonats Beiigsprets: Mit 4 Beilagen RM.1.S5 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 Auch bei Richter schein en von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Zernfprechanichlüfie «nt er Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger tiefte«. pOßfcheckkonlo: troffen am Main IHM. Votsthaster Aadolny begründei den deuffchen Abnistungsvorschlag. Genf, 18. Sebr. tWTB. Funkspruch j Lus der heutigen Tagung der Abrüstungskonferenz begründete Botschafter Badolny in längerer, eindringlicher Rede die deutschen Abrüstungs- Vorschläge und führte dabei u. a. auB: lag vielleicht für Deutschland nahe, einfach die gesamten Versailler Bestimmungen über die Ent- tvassnung Deutschlands in einem entsprechenden Konventionsentwurf zusammenzustellen und a I s deutschen Degenentwurf vvrzulegen. Diese Art der Entwaffnung ist in mehreren Staaten vor einer Reihe von 3obren praktisch zur Anwendung gelangt und nach dem Dillen derer, die sowohl diese Entwaffnung als auch den Art. 8 des Dolkerbundsstatuis sestgefeht haben, soll sie die allgemeine Abrüstung einleiten. Dir haben es vvrgezogen, einen anderen Weg zu wählen Denn wir wollen dazu bcilroflen, daß diese Konferenz zu einem positiven Ergebnis führt. So haben wir, ohne die Grundlage der 'Berfailler Bestimmungen zu verlassen, nur die Hauptgrundsätze dieser Bestimmungen vorgelegt, deren Anwendung für alle Staaten wir al- möglich erachten. Anher- dem haben wir noch Vorschläge hinzugefügt, die nach unserer Ansicht eine Abrüstung wirksam und nachhaltig machen können. Unsere derart zustande gekommenen Dorschläge umsassen das ganze Gebiet der Abrüstung. Bvtschaster Radolm) legte daraus die deutschen Abrüstung-Vorschläge zu Lande, zur See und tn der Lust eingehend dar und ging in kurzen 'Bemerkungen auf den Sinn und die Bedeutung der Dvrschläge ein. Dir sind hier, führte er au-, zusammengefommen, um die allgemeine Abrüstung zu vereinbaren Die Vereinbarung soll s ü r u n s a l l e gelten, also auch sürDeutsch- I a n d. Deutschland ist Mitglied des Völkerbünde-, ist ausdrücklich al- vollberechtigtes Mitglied in ihm ausgenommen worden. Für seine Rüstungen hat darum in gleicher Weise wie für alle anderen Mitglieder der Artikel 8 des Dölkerbundsstatutes mast gebend zu fein. Die Äonfercnj roirb sicherlich nicht annehmen motten, haft aaf ein Bnnbe»mi(gl(eb andere Vorschriften Anwendung finden könnten, al» die im Pakt vorgesehenen. 3m übrigen hat vor einigen lagen der 13er- Ireler Ungarn», der verehrte Gras Appony mit unübertressticher Klarheit nachgewiesen, dah die Abrüstungsbeslimmungen der Friedensvertroge durch die nach dem Artikel 8 abjuschliehende neue Konvention ob gelöst werden müßten. Ich kann mich seinen Ausführungen nur anschlietzen und dors hinzufügen, dost es keine Bestimmung im Vertrag von ver- failles gibt, die diese Sachlage ändern konnte. Dabei fäll« cs mir auch schwer, zu glauben, dah der Völkerbund einen .Zustand weiter bestehen lasten sollte, bei dem ein Mitglied seines Rates, das sich mit seiner ganzen Geltung für die Zwecke des Bundes eingefeht hat, auf einem der wichtigsten Tätigkeitsgebiete des Bundes einer besonderen Beschränkung unterliegt Deutschland ist bereit, unter der Voraussetzung, daß die abzuschliestende Konvention für uns die gleiche Bedeutung hat wie für alle anderen Staaten, alle- daran zu setzen, um die Aufgabe der Konferenz zu lösen. Deutschland ist auch bereit gegenüber den anderen Staaten aus daS Bedürfnis ihrer nationalen Sicherheit, nach der sich bekanntlich das zuzulassende Mast ihrer Rüstung zu bestimmen hat jede Rücksicht zu nehmen, soweit die- im Rahmen de? Artikels 8 des Statut-, d. h. unter der Voraussetzung einer tatsächlichen allgemeinen Ab» rü'tung und unter Berücks ich tigung seiner eigenen nationalenSicherheit möglich ist Allgemein kann und darf da- De- dücsnis nach S cherheit nicht die Abrüstung überhaupt ve h ndcrn. Denn auch wir stehen auf dem Standpunkt dast die Sicherheit in erster Linie durch eine weitgehende allgemeine und daher möglichst gleichwirkende Abrüstung gewährleistet wird. Wer nur kleine Kanonen hat, kann nicht mit groben fchiesten, und wer nicht einmal einen Revolver besitzt, kann überhaupt nicht schieben. Das ist doch eine einfache Logik. Ich erinnere daran, dah im Schluhprotokoll von Locarno bereits zum Ausdruck gekommen ist, daß man die Zeit für Verwirklichung der Abrüstung für gekommen erachtet, und dast der Völkerbund schon im Jahre 1928 ausdrücklich festgestellt hat dah der Stand der allgemeinen Sicherheit eine Herabsetzung der Rüstungen gestatte. Den Antrag der fran-.öbkbcn Delegation auf Schaf - fung einer allgemeinenPolizeimacht we.den wir unsererseits mit aller Aufmerksamkeit prüfen. Und nun zum Schlust: Es ist hier zum Ausdruck gebracht worden, dah diese Konferenz keine Friedenskonferenz sei. Ich kann mich dieser Ansicht nicht anschließen. In unseren Augen ist sie eine Friedenskon ferenz, und zwar deshalb, weil sie eine der wichtigsten Frieden sg rundlagen Herstellen und sichern soll zu einer Zeit in der die ganze Welt von einer noch nie da gewesenen Krise erschüttert wird. Wir hoffen und sind sogar überzeugt daß es dem festen Dillen aller hier versammelten Staatsmänner gelingen roirb, auch in der vorliegenden Jrage der Abrüstung die zroeiseüos noch vorhandenen groben Gegensätze zu überbrücken anb ans diese weise dem 3 r I e b e n *• vertrag einen weiteren, bie Schaffung einer friedlichen Atmosphäre störenden Stachel zu nehmen, nämlich den Stachel der Deklassierung hinsichtlich der Abrüstung. Em treffendes Urteil. ,,vi« Marimum an Forderungen mit einem Minimum anSchärfe." Gens, 18. Febr iWTB.) Das Journal de G e n - v e saht den Eindruck der deutschen Vorschläge solgendermasten zusammen: Gin Maximum an Forderungenmit einem Minimum an Scharse. Der deutsche Standpunkt ist von Herrn Radolny mit Geschick, mit Höflichkeit und in dem Geiste der bisherigen Aussprache vor- getragen worden Man kann ihm nicht den Vorwurf der Llnbelehrbarkeit oder der Starrheit machen, der bi-weilen gegen die Vertreter Deutschland-, insbesondere in der letzten Völkerbundsversammlung erhoben worden ist. Zwischen Frankreich und Deutschland feien die Meinungsverschiedenheiten über die Grundsätze, die Ausgangspunkte und die Ziele ungeheuer. Aber keine sei derart, dast man nicht mit Ruhen verhandeln und sich verständigen könne, wenn man wolle. In dieser Hinsicht habe Radolny zu dem Ersolg der Konferenz einen positiven Beitrag geliefert. Der Eindruck bei der französischen Delegation. g imannrhrnbät " ® e n f, 18. Febr. (TU.) Der Führer der französischen Abordnung, Paul-Boncour, erklärte der Presse, dast die deutschen Vorschläge d e r F o r m nach zwar durchaus gemästigt seien, i n • stattlich jedoch für Frankreich völlig u n • annehmbar waren, insbesondere, da die deutsche Regierung den von England und den Vereinigten Staaten grundsätzlich bereits angenommenen A b • kommensentwurs des Völkerbundes als Verhandlungsgrundlagc a b l c h n e. In Kreisen der französischen Delegation wird weiter erklärt: In den Grundfragen sei d i e d e u t s ch e Auffassung unerbittlich, es habe sich an der Auffassung, die Graf Bernstorff in den langjährigen Verhandlungen des Vorbereitenden 21b- ruftungsausschusses vorgetrogen Hobe, nichts ge- ändert. Deshalb fei die französische Delegation auch von den deutschen Vorschlägen nicht überrascht worden. Die deutsche Interpretation des Artikels 8 des Völkerbundspaktes wird von der französischen Delegation abgelehnt. Rach französischer Auffassung müsse der Ausbau völkerrechtlicher Frie- denssichcrungen der Abrüstung v orange he n. Man vermutet, daß die deutsche Forde- rung nach Abschaffung der dem Angriff dienenden Befestigungsanlagen auf Frankreichs D ft b e - Varis, 19. 3*br. (WIB. Funkspruch.) Der so,^republikanische Abg. palnleve Ist vom prä- stdeuten der Republik mit der Kabinetts- b Übung betraut worden und hat den Auftrag angenommen. wie verlautet, sotten die Mitglieder der bisherigen Kammermehrheit einem Kabinett painlevs nicht abgeneigt sein, wenn das Innenministerium mit einem der ihrigen besetzt roirb, in diesem Falle also mit Laval. 3re9l*tnt da» Auto, wurde überfahren und starb kurz darnach. Rach eingehender 'Dewei»aufnähme verurteilte da» Gericht den Motorradfahrer mit Rücksicht aus die Besonderheiten de» Falle» toegm sahrlässiger Tötung an Stelle einer Gesängni»- strase von 5 Tagen zu 5 0 M k. G e l d st r a s c. Ein Krastwagensührer suhr am 14. September 1931 von Friedberg in der Richtung Frankfurt. An dem sog. Dilbelcr Berg nahm er seinen Weg zwischen einem rechts haltenden Milchwagen und einem ihm entgegenkommenden breiten Vieh- tranSportwagen hindurch. In diesem Augenblick suhr hinter dem ViehtranSportwagen ein Radfahrer hervor, wurde von dem Auto erfaßt und schwer verseht: er verstarb einige Zeit später. Auch hier war daS Gericht aut Grund der ausführlichen Zeugen- und Sachocrständigen-Ver- nehmung der Auffassung, daß neben dem Getöteten selbst auch der Krastsahrer schuldhast gehandelt habe und verurteilte ihn antraggemäß mi 15 0 M k. Geldstrafe an Stelle eine» Mvnat» Gefängnis. Die Wetterlage. JJonnerst+tf drn S/ /Vörw OvefWtn'os 0 «fiter. ® ttdetkl ® woing. ® 6tdf den Metionen iieeenaee Z«6- len g-ben d ' Temperatur en Oie um.en leichter Nachtfrost. Lufttemperaturen. Am 18. Februar, mittag^: 4,0 Grad Eelsius. abends minus 0,2 Grad Eelsius. Am 19. Februar, morgen«: minus 4.4 Grad Eelsius Maximum: 4.8 Grad Eelsius, Minimum: minus 5,8 Grad EelfiuS Sonnenscheindauer: 7Vs Stunden Erdtemperaturen in 10 Zentimeter Tiefe. Am 18. Februar, abendS: 0,0 Grad GelsiuS. Am 19. Februar, morgen»: minus 1,6 Grad Telfius. Amtliche Dlnlerfparinachrichten. Schwarzwald. Feldberg: Klar, minul 12 Grad, 30 Zentimeter Pulverschnee, C-portrnby lichkeiten für Ski und Rodel gut. Alpen, Garmisch-Partenkirchen: Klar, rninu» 14 Grad, 15 Zentimeter Pulverschnee, Sportm öglichkeiten für Ski und Rodel gut Holzsubmission. Die Gemeinde Staufenberg verkauft auf dem Wege schriftlichen Angebots folgendes Holz: 1Z50V Vinkerfällung Ficht.-Langholz 1a-Kl „ „ 1b- „ „ „ 2a= „ «• >> 2b= „ " » 3a« „ „ „ 3b- „ Ficht.-Abfchnitte 2a- „ 2b- „ » .i 3a- „ Kief.-Abfchnitte 2b- „ Vindfallhol; von 1931 32: 256 6t. 57,00 fm 665 „ 284,00 „ 394 „ 293,58 „ 94 „ 107,70 „ 7 „ 12,14 „ 4 „ 5,08 „ 2 „ 0,38 „ 3 „ 1,37 „ 1 1,72 „ 2 „ 1,11 „ August 1931: Stämme: Kiefern lb-Kl. 11,81 fm 2a- Kl- 42,93 fm, 2b-Kl. 55,91 fm, 3a-Kl. 7,26 fm, 3b-Kl. 3,05 fm, Weymouthskiefern lb-Kl. 0,25 fm, 2a=511 0,59 fm, 2b-Kl. 0,85 fm, Lärche lb=SU. 1,61 fm, 2b-.Kl. 0,80 fm, 2a=5U. 0,72 fm, lveihianne 2a-Kl. 0,55 fm, 3a-Kl. 3,86 fm. Angebote find, nach Klassen getrennt, bis zum Mittwoch, dem 24. Februar, nach- mittags 2 Uhr, auf hiesiger Bürgermeisterei einzureichen, woselbst die Bedingungen bekanntgegeben werden. Nähere Auskunft erteilt Förster Braun, Daubringen. Staufenberg, den 17. Februar 1932. Hess. Bürgermeisterei Staufenberg. Meyer. 01020 1366 D 01 06 15 106 13 Ang.u.010l4a.G.A. 2 255 4 428 Nutz- und 38 6 lang), Leihgestern, Lang-Göns, Gr.-Linden, Beuern, den 18. Febr. 1932. Die Beerdigung findet Samstag, den 20. Febr., nachm. 3 Uhr statt. fast neu,oerf. „n,5 FraE.Str. 23, L 499 rm 423 „ 34 „ 114 „ 20 „ Reflektanten wollen Ihre Offerte unter Aufgabe von Referenzen und eines ausführlichen Lebenslaufes unter 1343V an die Geschäftsstelle des Gieß. Anzeig, abgeben. Buche-Abschnitte A und N: Stück 4. bis 7. Klasse 17,34 fm, a) Eiche-Abschnitte A und N: Stück 1. bis 6 Klasse 19,66 fm, b) Esche-Abschnitte N: Stück 1. und 2. Klasse 2,28 fm, c) Lärchen-Stämme N: Stück 2b- und 3a-Klasse 2,80 fm, d) Fichten-Slämme N: Stück la- bis 4a-Klasse 62,96 fm, e) Fichien-Abschnltte A und N: Stück 3b- bis 5a-Klasse 3,22 fm, f) Iichten-Derbslangen: Stück 1. bis 3. Klasse Auhholzversteigerung im Walde der Gemeinde Alten-Bufeck am Montag, dem 22. Februar 1932, von vormittags 9 Uhr ab Es kommen folgende Hölzer zum Verkauf: 1357V Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers beim Heimgang unsrer lieben Mutter sagen wir innigsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Marie Veith. Gießen, den 19. Februar 1932. Brandoberndorf, den 17. Febr. 1932. Der Bürgermeister. Stahl. g) Eichen-Derbftangen: 3 Stück 3. Klasse, h) Fichlen-Reisslangen: 81 Stück 4. und 5. Klasse, i) Ruhscheiler: 2 rm Buchen, 4 rm Eschen, 15,6 rm Kiefern, 3 m lang. Das Holz ist ohne Rinde gemessen und ist an die Abfuhrwege gerückt. Zusammenkunft vormittags 9 Uhr im Distrikt Eich- bulch. Alten-Bufeck, den 16. Februar 1932. Bürgermeisterei Alten-Buseck. Nähere' ' Auskunft Alicestr. 22 u. 24. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen lieben Mann, unseren guten Vater, Schwiegervater, Großvater und Urgroßvater Herrn Kaspar Väth Polizei' u. Kirchendiener i. R , Altveteran von 1870/71 im 84. Lebensjahr zu sich zu rufen. Die trauernden Hinterbliebenen: Katharine Väth, geb Will Wilhelm Wissig Wwe. und Familie Philipp Luh XII. und Familie Philipp Albert Arnold und Familie Georg Väth und Familie Karl Väth und Familie. DANKSAGUNG. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden meiner lieben Frau und treusor- Senden Mutter, sowie für die trostreichen Worte es Herrn Pfarrers und für die Kranz- und Blumenspenden sagen wir herzlichen Dank. Friedrich Valentin und Sohn Gießen (Rodheimer Straße 38), den 19. Februar 1932. 344 L> tvrv warmen Sie IhrenBcwerbungm auf Anzeigen ohne Namen Zeugnisse, Urkunden ob. sonst wichtige Papiere bcizufügcn,' Abschriften genügen zur Ginl llung v. AnstcllungÄverhand- unaen. Ost ist uns der Auftraggeber unbekannt und in dkescnZüIlen können wir nichts tun für d. Wiedererlangung der Bewerbungsunterlagen Gietzenev Älnzelsev Brennholzversteigerung Mittwoch, den 24. Februar 1932, vormittags 10 Uhr anfangend, werden im Gasthaus „Zum Bahnhof", dahier, folgende Mengen Holz öffentlich verkauft: Distr. 31b, 38, 39, 44a, 45b, 47 u. 51. 2 rm Eichen-Nutzscheit (1,20 m lang), 90 Eichen-Nutzknüppel (2,40 m lg.), Nadelholzknüppel (2,40 m Brennholz: Eicken-Scheit, Eichen Knüppel, Buchen-Scheit, Buchen-Knüppel, — „ Nadelholz-Knüppel, 1800 Stück Buchen-Wellen. Heute morgen 91/» Uhr entschlief sanft nach kurzem schweren Leiden unser lieber Kurt im Alter von 6 Monaten. In stiller Trauer: W. Damasky und Frau nebst Angehörigen. Watzenborn - Steinberg, den 18. Februar 1932. Die Beerdigung findet am Samstagnachmittag, 3 Uhr statt. Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der ßrühl’schen Druckerei | Vermietungen | Mooerne aiiD Huw-Wo. mit Bad u. Zubeh. zum 1. Avril z. vrm. Frankfnrt.Str.ll3. Alicestraße 24 I. 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Weiter wirken mit der Bauersche Gesangverein, Leitung: Universitäts- Musikdirektor Dr, Temesvary, das Kammer-Orchester der Volkshochschule Gießen, Leitung: Musiklehrer Franz Bauer jun. Die Einwohnerschaft Gießens wird zur Teilnahme herzl. eingeladen. Eintritt unentgeltlich. Zur Deckung der Unkosten wird am Ausgang eine freiwillige Spende erbeten. Die Ausgabe der Platznummem, dih auf die Programme gedruckt sind, erfolgt am Eingang. Saalöffnung: 11% Uhr. Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge Landesverband Hessen, Bezirksgruppe Gießen. Abends 8 Uhr in der Stadtkirche KjrchenmusikalischeFeierstinidefiinlieiinWeltknegGejallenßn Mitwirkende: Frl. Gustel Kühn und FrL Christiene^Par- tenheimer (Gesang), Frau Elfriede Fischer (Klavier), Stadtorganist Heinz Simon (Orgel), das Kammerorchester der Volkshochschule unter Leitung von Musiklehrer Franz Bauer jun. Abends: Programm 20 Pfennig. 1356d Oe H. V.~ J HJ GIBM O Zu unserem Eltern- und Freundesabend Vier-Uhr-Tee mit Tanz Unsere Sie wissen, die Abteilung; Gelegenheits-Preise bietet jetzt an, so lange der Vorrat reicht: Echt Boxkalf Dam.-Spangenschuhe, bequemer Absatz.. 3” Knaben-Sport- Stiefel, In den Größen 31-36. Herren-Halbschuhe,schwarz und braun, alle Größen 5* Feinfarbige Dam.-Spangenschuhen.Pumps Restpaare .... Echt Chevreau Damen-Spangen- Schuhe, erstkl. Fahr.,6.90,Rests. Herren-Lack- Halbschuhe und Boxrind-Stiefel, alle Größen 6<ö Beachten Sie unser G* P. Schaufenster SCHUHHAUS nIjüss __________________________________________ 1373 A Seite trifft frisch ein : Ein großer Posten la SWMI-SlWM garantiert eckte paterno ohne Kerne vom Besten das Beste, 3 pfd. 1.1 C Aussuchen gestattet! KvüÄtehausMttk Frankfurt. Str. 36, Ecke Friedrichstraße Televhon 2103 01024 und morgen auf dem Wochenmarkt, «tand vor der neuen Markthalle. Jagd-Verpachtung. Montag, den 22. Februar 1932, nachmittags 3 Uhr, wird in dem Rathaussaale die Wald- und Feldjagd der Gemeinde! Sleinheim auf weitere sechs Jahre ver-1 pachtet. 1268V > Der gesamte Jagdbezirk umfaßt eine • Fläche von zirka 120 Hektar Laub- und' Nadelwald und zirka 300 Hektar Feld. Der Wald ist 10 Minuten von Bahnstation , Ober-Widdersheim entfernt. Die Feldjagd grenzt an Station Trais-Horloff. Die Bedingungen werden vor der Versteigerung bekanntgegcben. Steinheim, den 15. Februar 1932. Hess. Bürgermeisterei Steinheim. ________________S chmidt.________________ Zagd-Verpachtung. Die Gemeinde Dutenhofen, Kreis Wetzlar, verpachtet am Samstag, dem 5.2När; dieses Jahres, um 3 Uhr nachmittags, auf dem Rathaussaale ihren 528 Hektar, einschließlich 23 Hektar Wald, umfassenden Jagdbezirk. 1365V Derselbe ist in allen Spezialgebieten des Weidmannswerkes rühmlichst bekannt, bezüglich auch auf gute Entenjagd. Dutenhofen ist Bahnstation der Strecke Gießen— Wetzlar. Die Pachtbedingungen liegen vom 18. Februar bis 2. März d.J. zur Einsichtnahme beim Jagdvorsteher offen. Dutenhofen, den 18. Februar 1932. Der Jagdvorsteher. A g e l. Eintritt frei! Kein Trinkzwang l 1362 D Bund der Kaufmannsjugend im D. H. V.,Gruppe Gießen Achtung! I. Gießener Achtung! an KdUiqesucne u.. 01002 an den Gieß. Anz. do„ gestrickt, weiche Qualität . 0.35, 0,25, 0*20 175, 1.20, 0.90, 0.60 3.75, 2.95, 2.50, 1 »75 Büstenhalter, Hautana. Fellina u.a., 1.75,1.00, 0.85. 0*40 Bam.-Binden, Hartmann, Camelia, Pak. 1.35, 0 85, 0*45 Strumpfhaltergürtel. Hüfthalter............... 16000Mk. vonPrioatmannaift Geschäftshaus unk» nen, Ermittlungen, Beschaffung o. Be- weismat in @ traf» Samstag, den 20. Februar, 8.30 Uhr, Cafe Leib, laden wir die Kaufmannsjugend Gießens, ihre Eltern, Freunde der Kaufmannsjugend sowie alle D. H V.-Mitglieder und deren Angehörige herzlich ein. Musik, Schargesänge, Sprechchor, turnerische Uebungen, Hans-Sachs-Spiele Gauvorsteher Auerbach, Ffm., hält die Ansprache, Gaujugendföhrer Stöber spricht das Schlußwort. 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Februar 1932, 19 30 Uhr in der Volkshaüe zu Gießen unt. Mitwirkung der Reichswehrkapelle Veranstalter: Hess. Polizeisportverein e.V., Ortsgruppe Butzbach Eintrittspreise: 1. Sitzplatz RM. 1.—, 2. Sitzplatz RM. 080, Stehplatz RM. 0.50, Stehplatz für Erwerbslose RM. 0.30. Kartenvorverkauf: fließen: 1. Verkehrsbüro, Selterstor, 2. Pohzeiamt Landgraf-Philipp-Platz. Zimmer Nr. 27, (nur für Erwerbslose). - Welzlar: Willi Geis, Engels- gasse o. — Butzbach: 1. Modehaus Bauer. Marktplatz, 2. Polizeiwache Rathaus (nur für Erwerbslose). 1351 u JllllUS SdlulzC/ Kreuzplatz ------------------1367 A Achtung! Neischveftauf. Pfimajußg. Kuhfleisch äPfd.40Pf. Ernst Fleck, Schützenstr. 3 (am Schlachthof). Samstag von 8 Uhr vormittags ab. Neue geräuschlose Weimifljine konkurrenzlos nur •Hk. 252.—. Teil;, bis 24 Ntonatsrat. gelkatt. Schr. Anfr. u. 01008 a. d. G.A. V6F8vhl6li6N68^ 2000 rik. von Geschäftsmann Schnell- Lastwagen fährt am 24. Febr. von Offenbach— ,vrankfurta.M.leer nach Gießen. Gunst. 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Gerz, Bad-Nauheim, Kur- Straße 17 erledig? alle vertrauliche Prioat- u. Geschäftsangelegenheiten, wie Auskünfte, Beobachlun- , ... —- gegen gute Verz. zu U. , wilvroz iireng i leihen ges. Schrift!, dlsk Svrechsf 9b Angebote 12''» 3—6 Uhr I an den 6 X z § — ) y hü* o u c“- 2 — »2 to.ti £ 2 « o - > *3^ Nr. M Zweites Blatt Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Freitag, 19. Februar (952 Das Zuaendherberaswerk in Oberheffen Die Ortsgruppe Gieren des ReichSoerbandeS für Deutsche Iugertdherbergen (DJH.) hielt dieser Tage ihre diesjährige. Hauptversammlung unter der Leitung des Dori inenden. Studienrat Dr. Flörke. ab. Die Geschäft-) ührcrin. Lehrerin Ä. Hoh, erstattete den DeschästSbertcht des vergangenen Jahres, aus dem nachstehende- entnommen sei. Die Mitgliederzahl betrug Ende 1931 insgesamt 328 (1930 : 301). Daneben wurden 471 Dleibenausweilc (1930 . 381) und 139 Führeraus- Weise (1930 124), ausgestellt. Die Gießener Jugendherberge zählte 3057 ilcbcrnadjtun- gen (1930 : 2358. 1929 : 2058). Die Schuljugend wurde durch Schulvorträge (2L Steglich, Burgwart der Jugendburg Freu-burg) für da- Wandern begeistert. Die Gießener Bürgerschaft spendete sreundlichft bei der Haus- und Straßenfamm- lung für den Au-bau und die Erhaltung der Jugendherbergen. Dem Kassenbericht war zu entnehmen, bah die Einnahmen 7196.94 Mk., die Ausgaben 5662,45 Mk. betrugen. Aul Grund der Rechnungsprüfung durch Prokurist Georg und Frl. S t a h 1 h a ck e wurde dem Rechner, Sparkassenobersekretär A. Wolf, Entlastung erteilt. An Stelle de- ausscheidenden Vorstandsmitgliedes v. H a h n wurde H. Szczechin den engeren Dorstand gewählt. Der Dorsihende erstattete sodann Bericht über den Stand der Jugendherbergen in Oberhessen. Endlich ist es gelungen, in Friedberg bessere Derhältnisse zu schassen. Die Aeichsvermögensverwaltung hat in der freigewordenen Schupokaserne geeignete Räume zur Einrichtung einer Jugendherberge zur 'Verfügung gestellt. Leider ist es nicht möglich, die Herberge mit neuem Gerat zu versehen. Diese- must der alten Jugendherberge, sowie der eingegangenen in Salzhausen. entnommen werden. Erfreulicherweise hat sich die Gemeinde Laubach zur Erweiterung der dortigen Jugendherberge bereit erklärt. Die Errichtung eines Rebengebäudes zu der Herberge aus dem HoherodSkops war zum Unterbringen der Rodeln, Schnee chuhe sowie bessere Abortanlagen notwendig. Im allgemeinen ist zu sagen. daß die oberhessischen Herbergen den an sie gestellten Anforderungen vollauf genügen. Zum Schluß gedachte der Dorsihende de- verstorbenen, treuen Herbergsvater- St örmer (Laubach) und der vor wenigen Tagen dahingeschiedenen, fürsorglichen Herberg-mutter der Gießener Jugendherberge, Frau Mandler. Tagung der mittleren Post- und Telegraphen-Beamten. Der Reichsbund der mittleren Post- und Tele- graphen-Beamten, Bezirlsgruppe Darmstadt (Sih Gießen), hielt in Diesten - wie man uns berichtet — seine Jahreshauptversammlung unter Leitung de- Postsekretärs Schmieder -Diesten ab Die Tagung erfreute sich eine- regen Besuchs Der Gauleiter, Postsekretär Oechsler- Karlsruhe, referierte, nachdem man zunächst Or- ganifationefragen behandelt hatte, über bai Thema „Personal- und StandeSfragen der mittleren Beamten der Deutschen Reich-post". Gr ft reifte in feinen Ausführungen die Rotverordnungen und ihre Auswirkungen auf die Beamtenschaft und darüber hinaus auf alle Arbeitnehmerschichten, beleuchtete die Folgen der scharf ein- fchneidenden Maßnahmen, insbesondere auf hem Gebiete der Besoldung-Politik und trat jum Schluffe für die Bildung einer Arbeitsgemeinschaft der mittleren Beamten aller Verwaltungen ein. Die Einmütigkeit der Derfammlung fand ihren Ausdruck in folgender Entschließung. .Die in Diesten versammelten Dertreter der Bezirk-gruppe Darmstadt (Sih Diesten) des Gin Schulpferd geht in dieSchule. Don Paul Copper. Mein Freund Henry 3. Lijsen hat Pferdeverstand und ein Herz für Pferde. Ich glaube, er träumt de- Rachts von nichts anderem, obwohl er alle Tiere liebt. „Aber Pferd ist Pferd, ist das Schönste auf der Welt", tagt er. Run, im letzten Sommer flüsterte er manchmal geheimnisvolle Andeutungen, und vor wenigen Tagen lud er mich dringend zu fich ein. „Sie werden staunen!" Ich habe gestaunt. Lijfen beobachtete feit langem irgendeine holländische Pserdeiarm, und jetzt yat er sich ein Rost dort getauft, einen Rappen. Vater: Derberhengst. Mutter: Oldenburger Stute, also eine nicht alltägliche Zusammenstellung. Aber dem Apollo tat die Dlutvermischung gut. das Temperament des Dollblutvaters, die Bodenständigkeit der schweren Mutter sind zu gleichen Teilen in ihm. Außerdem ist dieser Apoll ein Glückskind unter den Pserden. Dreieinhalb Jahre lang, von der Minute seiner Geburt an, hauste et auf den Koppeln der holländischen Farm, blieb Sommer und Winter. Tag und Rächt in der frischen Luft: kein Wunder, daß der Rappe Lungen hat wie au- Stahl gegossen. Aber einmal wird jede- Wesen aus dem Paradies weggeholt. Auch Pferde können heutzutage nicht ihr ganzes Leben verträumen. Apollo kam zu Henry Lijsen. steht jetzt in einem großen Stall, wo viele Pferde find. Und fünfmal in der Woche geht Apollo abends in die Schule, denn mein Freund will den Rappen „fertig“ machen, auf feine Weise zu einem Schulpferd erziehen. Weil ich ein Skeptiker bin. stets darauf bedacht, die Tierintereffen wahrzunehmen, hat ßiifcn mich zu den ersten Schulstunden eingeladen. Ich soll durch eigene Anschauung sagen, ob ein Gaul geplagt werden muß. wenn er etwas lernt. Lieber Henry! Ich bestätige Dir dankbaren Herzens, daß Du nicht eine Sekunde Dein Pferd gequält hast.' Natürlich bleibt es ein Kampf zwischen Mensch und Tier, ein Kampf um die Anerkennung des Härteren Willens Aber dazu find weder Geißelhiebe nötig, noch Kandarengezerr. keine graul’am: Festung, lein brutales Anschreien, keine Uebermach? von fünf oder sechs rohen Bereitern, sondern immer wieder und recht oft ein Stück Zucker, geduldig leises, unermüdliches Zureden. Lod zur rechten Zeit und deutlicher Tadel. ..Das P^erd muß erst einmal begreifen, daß der Mei'ch e.was von ihm will. Erst dann kann der Me' fch ihm erklären, w a s er will." Zu beidem gehört Zeit, und wehe dem Dresseur, der in Reichsbundes der mittl. Post- und Telegraphenbeamten verkennen nicht die ungemein schwierige Lage, die die Regierung im Lause des vergangenen Jahre- gezwungen hat, in die wirtschaftlichen Belange auch aller Beamten mehrfach stärkste Eingriffe vorzunehmen. Die D rtreter find fich jedoch gleichfalls darüber einig, dah die berufenen Stellen da- früher an einzelnen Besoldungsgruppen, insbesondere an den Assistenten, in bezug auf deren Besoldung begangene Unrecht auch oi- heute nod) nicht wieder gut gemacht haben. Unser Bestreben wird denn auch im neuen Jahre mit allem Rachdruck dahin geben, endlich hier grundlegenden Wandel zu schaffen. Die starken Be- soldungskürzungen haben e ne we terc ernt' indliche Schrumpfung der ohnehin schon äußerst beschnittenen Kaufkraft der unteren und mittleren Beamten zur Folge gehabt, der au-reichende Preis- fentungen auf dem Gebiete der Lebenshaltung immer noch nicht entgcgengeftcllt werden konnten. IHc Dertreterversammlung wird, soweit sie in der Lage ist. mit allem Rachoruä darauf einzuwirken versuchen, dah unseren berechtigten Wünfchen auch in d.eler Richtung endlich in au-reichendem Mähe Rechnung getragen wird. Für die in zahlreichen Anträgen aus der Mitte der Derfammlung vertretenen berechtigten Wunsche hinsichtlich Of cn- baltung fett gelegter Dienststellen. rechtzeitige ilcberfübrung in nächstd. Here Besoldungsgruppen, gerechte Bewertung der Dienstposten für alle mittleren Beamten u. v. a. m . setzt sich die Be- zirksgruppe mit aller Entschiedenheit ein An den Bundesvorstand richten wir die dr.ngende Bitte, bei einer etwa kommenden Besoldunqs-Reuord. nung darüber zu wachem daß die Belange der mittleren Beamten wirksam vertreten werden, insbesondere. dah da- im Jahre 1927 an den Assistenten begangene Unrecht wieder gut gemacht wird." diesen allerersten Anfängen nervös wird, sein Tier anschreit oder prügelt. Er wird die Scheu nie mehr au- dem Gaul wegbringen. Während der ersten vier Stunden lernte Apollo nicht mehr als „gehen". Ja! Der Rappe hat einfaches Zaumzeug auf und einen winzig kleinen Sattel. Am Zaum ist die Longe befestigt, ein dünne-, etwa zehn Meter langes Seil, dessen Ende der inmitten der Reitbahn stehende Dresseur festhält Apollo bewegt sich nun im Kreis, ganz gemächlich, manchmal etwas schneller, wenn er gerade Lust hat. Ist sein Schritt gleichmäßig, schnalzt Herr Lijsen zustimmend, und wenn Apoll gar zu lange stehen bleibt, muntert ihn ein Zuruf wieder auf. Geht es ein bis zwei Runden gut, bekommt der Rappe ein Stück Zucker, und schon in der dritten Runde blinzelt das Pferd von Zeit zu Zeit nach der Reitbahnmitte, ob dsnv auf der Menschenhand nicht wieder einmal ein Stück Zucker liege. Der erste Erfolg ist da: der Schüler achtet auf feinen Meister. Natürlich ist es dem Rappen zuweilen zu dumm, immer im Kreise zu laufen. Er möchte ausbrechen, kreuz und quer durch den Sand laufen, und Lijsen läßt ihm zunächst auch seinen Willen. Steht das Pferd schließlich still, lockt der Lehrer, lockt noch einmal, wenn der Rappe die Ohren spitzt. Zögernd kommt Apollo näher, allzu gut schmeckt der Zucker, aber dann muß man eben wieder im Kreis laufen. Die ersten Male ging Henry Lijfen dem Tier entgegen und führte es an feinen Platz: jetzt kommt es schon von selber zurück, sobald es sich ausgetobt hat: das ist der zweite Erfolg der Dressur. Aber dieses Ausreißen darf natürlich nicht beibehalten werden. Deswegen kommt in der vierten Runde ein schlanker Bauernsohn und schwingt sich auf Apollos Rücken. Der ist unangenehm berührt: aber allzu viel wiegt der Reiter nicht, und Henry Listen steht ja auf feinem alten Platz, spricht die wohlbekannten beruh genden Summ- und Schnalzlaute, und Zucker bekommt man dreimal hintereinander. Also warum soll ein P'erd bann nicht auch mit einem Reiter im Kreise gehen? Unmerklich fast lernt das Tier auf Kommando Schritt geben, traben, abstopven. eine Acht im Sand um'chreiten: unmerklich deswegen, weil der Reiter trotz feines Fliegengewichtes Apollo durch Schenkeldruck und Fersen lenkt und Lijsen mit Wort. Lockung. Zucker Lob und Tadel lehrt, was richtig ist. was falsch, zu welcher Zeit diese-, zu welcher Zeit jenes gemacht werden muh. Riemals wird eine Hebung zeitlich übersteigert. niemals die Peitsche zum Schlagen, stets nur zum ..Touchieren" benutzt, und Lijfen bricht die „Stunde" sofort ab, wenn das Pferd Er- SJt.-'fpont Hallen-Handball-Turnier in der Volkshalle. Am Samstagabend findet in der Gießener DolkShallc eine sportliche Veranstaltung statt, die das Interesse weiter Kreise finden dürfte. Ist es doch daS erstemal, daß jn Gießen ein Hallen-Handball-Turnier ausgetragen wird. An dem Wettkampf, der fich in dieser Form in Frankfurt schon ein großes Publikum geschaffen hat, beteiligen sich insgesamt zwölf Mannschaften der näheren und weiteren Umgebung von Gießen. Veranstalter ist der Polizeifportverein Butzbach Die Auslosung der Begegnungen hat bereits stattgefunden und eS werden folgende Mannschaften aufeinandertreffen: T. u. Spv. Butzbach — DfL. Wetzlar, Tv. Wetzlar — Universität Dießen, Spvg. 1900 — Tv. Großen-Buseck, Polizeispv. Butzbach — Tv. 1846 Gießen, Tv. Heuchelheim — Tv. Pohl-Göns, Mtv. Gießen — Bataillonsmannschaft. Die Spiele werden in der hier vorliegenden Reihenfolge ausgetragen. Die Mannschaften find jedoch in zwei Gruppen geteilt. In Gruppel spielen Wetzlar — Universität. Polizei Butzbach — Tv. 1846 Gießen und Mtv. Gießen gegen Bataillon. In GruppeII finden wir Tv. Butzbach — VfL- Wetzlar, Spvg. 1900 — Tv. Großen- Buseck und Tv. Heuchelheim — Tv. Pohl-Göns. Die Mannschaften spielen je zweimal 7' , Minuten. Da die Spiele nach dem Pokalsystem ausgetragen werden, scheidet der Verlierer jeweils sofort aus. Mit der Austragung der Spiele in Zwischen- und Endrunden werden dann die Sieger der beiden Gruppen fcftgeftellt. Es steht zu erwarten, daß bei diesem Hallen- Handball-Turnier guter Sport geboten wird, sofern sich die Mannschaften an die immerhin wesentlich anderen Platzverhältnisse der Halle (gegenüber dem Spiel im Freien) gewöhnen können. Die Paarungen der einzelnen Mannschaften lassen außerdem erwarten, daß sich spannende Kämpse entwickeln, lieber den Au-gang der Kämpfe läßt fich vorher kaum etwas sagen. Die Vereine hatten Gelegenheit, aus ihren Mannschaften die besten Spieler herauszuziehen, da die Spiele in der Halle nur von sieben Mann bestritten werden können, deren einer als Torhüter, zwei als Verteidiger, einer als Verbindungsmann zwischen Verteidigung und Sturm und die übrigen drei als Stürmer fungieren. Leider muß man in der Reihe der Mannschaften die Handballer des VfB. vermissen, die in letzter Zeit gegen ihre bisherigen Gegner sehr gut abgeschnitten haben. Wie wir hören, ist das Fehlen der Grün-Weißen daraus ^urückzu. führen, daß die Meldung-srist abgeschlossen war, bevor der VfB. seine Handballmannschast ins Leben gerufen hatte Eine Rachmeldung ließ sich nicht mehr ermöglichen. Um da- Programm des Abends zu bereichern, hat der Veranstalter auch noch zwei Fauftball- mannschaften und zwar die Mannschaften des Postsportvereins Frankfurt a. OK. und de- Turnvereins 1 846 Gießen verpflichtet Auch hier wird bei der bekannten Leistungsfähigkeit der beiden Vereine ein fpannender Kampf zu erwarten fein. Zur weiteren Unterhaltung werden außerdem Darbietungen imRollfchuh- k un st laufen (Gießener Eisverein) beitragen. Die Reichswehrkapelle hat ihre Mitwirkung zu- gefagt. (Siehe auch heutige Anzeige.) Schwimmwettkampf der Universitäten in Marburg. Am Sonntag fanden in Marburg im Luisabad Schwimmwettkämpfe der Universitäten Marburg, FrankfurtundGießen statt. Dor einer zahlreichen Zufchauermenge wurde hart um den Sieg gekämpft. Mit Bruchteilen von Sekunden wurde häufig der Kampf entschieden. Dießen war dabei immer der Leidtragende. Während Marburg sich durch feine Freistilfchwimmer auszeichnete. halte Gießen feine Stärke im Brustund Rückenschwimmen sowie in den Damenstas- seln. DiS zur letzten Staffel blieb der Komps unentschieden. Marburg sührte mit 23 Punkten vor Dießen mit 22 Punkten und Frankfurt mit 21 Punkten Die 5 x 50-Meter-Freistilstaffel wurde dann ebenfalls von Marburg vor Gießen gewonnen. so daß es feinen Vorsprung etwas vergrößern konnte. Die anschließenden Wasserball- spiele. die nickt mehr für den Hochschulmehrkampf gewertet wurden, sahen die eingespielten Marburger und Frankfurter Mannschaften über die untrainierten Gießener erfolgreich Der Wanderpreis des Studentischen Ausschusses für Leibesübungen der Universität Marburg blieb für dieses Semester in Marburg. Der Schwimmweltkampf wird jetzt in jedem Semester durchgesührt werden und wurde für den kommenden Sommer Gießen übertragen. Die Ergebnisse. 3xlOO-Meter-Lagen staffel: 1. Marburg 4:08.2; 2. Gießen 4:09,1 (Schaum, Baumann, Meyer): 3. Frankfurt 4:11. 3x50-Meter-Lagen staffel f ü r Stube n t i n n c n : 1. Gießen 2:30 (Heid, Leonhard, Lenhard): 2. Frankfurt 2:35,7: 3. Marburg 2:53,4. müöung zeigt. Ich wollte, man wäre mit dem Schüler P. E. feinerzeit nur halb fo rücksichtsvoll umgegangen. Rach zehn Unterrichtsstunden war Apoll schon nicht mehr „roh", wie die zünftigen Reiter sagen. Er konnte changieren, in Bolten gehen, vorwärts und zurück, stand unbeweglich, unter dem Reiter und allein, bis Lijfen ein neue- Kommando gab Daß keine Quälerei dabei war. ist mir dadurch bewiesen, daß — sobald dem Pferd daS Zaumzeug abgenommen wird — es wie ein Hund dem Freunde Henry folgt auf Schritt und Tritt. Auch die Pilaren, die jetzt an die Reihe kommen, find keine Marterinstrumente, wenn fie mit Maß und Ziel angetoenbet werden. Apollo ist. wie jedes ungeschulte Pferd, schwach auf der Hinterhand. Denn in den Koppeln braucht kein Pferd besondere Kraft gerade in diesen Gliedmaßen. Für das Schulpferd ist das jedoch dringend notwendig, nur wenn alle vier Deine gleichmäßig kräftig find, kommt die Anmut der Gangarten zur Entfaltung. Deshalb also die Ucbung an den Pilaren. zwei Pfosten, die fo beisammen stehen, daß das Pferd bequem, ohne beengende Angst, mit Brust und Dorderfüßen dazwischen stehen kann. Der Kopf wird vom Zaumzeug her an den Pilaren feftgemachl. und das Tier ist nun unfähig, sich vorn irgendwie zu bewegen. Aber die hinteren Beine, die Kruppe, haben jede Freiheit nach links und rechts, und weil Stillstehen langweilig ist. setzt Apoll einmal den linken Hinter'uß noch mehr nach links, zieht den rechten nach und umgekehrt. Lijfen unterstützt durch Reiz und Kitzel diele Seitwärtsbewegungen der Hinterhand, steigert sie und macht fie bewußt. Da- ist alles, und so geht auch diese Lehre ohne Qual in des Rappen Begriffsvermögen ein. Am Schluß der Unterrichtsstunde wird Apollo „nackt ‘ gemacht, ganz ohne Riemenzeug, wie er auf der Weide war. Dann tobt er. teilt, bockt, feuert Sand nach Herzenslust. Aber zuweilen kommt' er auch' unS Menschen nachgelaufen, und so habe ich am Ab'chiedstag. während Ci Ten sich umzog, lange Zeit die weiche warme Pferde- nafe in meinen Händen gehalten, habe den Atem gespürt, ein liebevolles Anschmiegen des Tierkopfes wahrgenommen und Apollo zärtliche Worte zugellüstert. Ich strich ihm die Mähne glatt, klopfte das Halssell und kraute ihn überall Als ich fort ging, notwendigerweise fort geben mußte, hat mir der Rappe nachgewiehert, weit über den Rennplatz hinweg. 100 - Meter - Freistilschwimmen: 1. Marburg 1:12,4; 2 Frankfurt 1:18,4; 3. Gießen 1:18.8 ('Sieben. 3 100-Meter-Druststafsel: 1. Marburg 4:27.4; 2 Frankfurt 4.29.9. 3. Dießen 4:30.2 (Zimmer. Baumann. Rvthmann). 1 00 - M c l e r - R ü ck c n s ch w i m m e n : 1. Gießen 1:29.2 Schaum); 2 Frankfurt 1:40,8; 3. Marburg 1 46.6. 10 0 - Meter - Brustschwim men: 1. Marburg 1:27,8; 2. Dießen 1.34.4 (Baumann); 3. Frankfurt 1.36.5. 3 50-Meter-Brust staffel für Studentinnen: 1. Frankfurt 2:27,6; 2 Gießen 227.7 «Heid. Leonhard, Storck). 3. Marburg 226.3 (distanziert). 5 50 -Met er. Fr ei st i Ist af f el : 1 Marburg 2:39,4; 2. Gießen 2:47.8 «Hechler. Zimmer, Jüngst, Meyer, Schaum'; 3. Frankfurt 2 48.7. Wasserball-Blitzturnier Marburg: Gießen 5:0 (2:0); Marburg Frankfurt 2.1 (0.0); Frankfurt Gießen 3 1 (2:0). Hochschulwettkantpf IGesamt-Ergebnis): 1. Marburg 29 Punkte, 2. Dießen 26 Punkte. 3. Frankfurt 23 Punkte Handball öer Universität Gießen. U. Gießen — Iß. Stuttgart 5:2. Wieder mußte die Handballmannschaft der Universität Gießen nach Heidelberg fahren, um auf neutralem Platze gegen TH. Stuttgart anzutreten. Durch plötzliche Erlra>ikung zweier Spieler mußte Dießen das Spiel mit 10 Mann bestreiten Der schneebedeckte Platz ließ nur schwer ein flüssige» Spiel auskommen. Durch großen Eifer konnten die Gießener das Spiel aber doch für sich entfcheiden. Bis Halbzeit führten fie 2:1. Rach dem Seiten- wech'el trat eine kurze Drangperiode der Stuttgarter ein, die Dießen jedoch dank der guten Leistungen feiner Hintermannschaft glücklich überstehen konnte. Der Sturm legte dann noch einige Tore vor. durch die der Sieg sichergeftellt wurde. Univerli ät Gießen hat sich durch dielen Erfolg die 'Teilnahmeberechtigung an dein Endspiel um die Meisterschast de» Südwestdeutschen Hochschul- kreise- erworben. Der Gegner wird entweder TH. Darmstadt oder Universität Frankfurt fein. Handball.im Gau Hessen (VT.) Tv. Heuchelheim I. — Tv. Pohlgöns I 12:6. Das am Sonntag in Heuchelheim autigetra- gene Spiel gegen die als fpielstark bekannte erste Mannschaft des Tv. PohlgönS wurde von den Einheimischen sicher gewonnen. Der Sieg fiel zwar etwas hoch anS. der Torunterfchied wäre aber noch größer geworden, wenn der Gästetormann besonders in der ersten Halbzeit nicht immer wieder die sichersten Sachen gehalten hätte. Die Plahbesitzer waren dauernd überlegen und zeigten im Sturm viel Durchschlagskraft. Bei dem Spiel Heuchelheim Jugend gegen Pohlgöns II zeigten sich die Einheimischen ebenfalls alS die Belferen und siegten mit 3:1. Lützellinden I — Jlauborn I 7:1. Rach anfänglichem gegenseitigen Tasten der Schwächen des Gegner- entwickelte sich bald ein außerordentlich flottes Spiel. Angriffe wechselten auf beiden Seiten, bald aber gingen die Ein-- heimischen mehr au- sich heraus und steigerten da« Tempo. In einem Alleingang de- Halbrechten erwuchs den Gästen die erste Gefahr, da- erste Tor fiel, der Halbrechte war aber dann noch in kurzen Abständen mit zwei Torschüssen erfolgreich. Bei Halbzeit stand trotz aller Aufopferung des Tormanns der Raubomer da« Treffen bereit- mit 5:0 für Lützellinden. Rach der Pause wurde das Spiel wesentlich härter, die Gäste erzielten da« Ehrentor, während die Gastgeber noch zwei weitere Tove erzielten. Die zweiten Mannschaften der beiden Vereine lieferten fich ebenfalls einen harten Kampf, den Englische Hausmusik im Zeitalter Shakespeares. Das Musikwissenschaftliche Seminar und das Collegium musicum vocale der Landesuniversität demonstrierten gestern im Großen Hörsaal der Uni cerfität englische Vokal, und Instrumentalmusik aus der Zeit um 1600. Einleitend wies Prioatdozent Dr. Rudolf Gerber darauf hin, daß der Abend die Ansicht entkräften solle, die man bei uns von den angeblich in der Musik unproduktiven Engländern im allgemeinen hat. Ein kurzer Ucberblirf über die musikgeschichtliche Bedeutung Englands zeigte, daß dieses Land eine vom 14. bis zum 17. Jahrhundert ununterbrochen sich fortsetzende Musikkultur aufzuweifen i>at, deren erster Gipfelpunkt sich zu Be ginn des 15. Jahrhunderts in der Persönlichkeit John Dunstables verkörpert. Ein zweiter Höhepunkt, der jedoch gegen diesen ersten bereits ein Nachlassen in der selbständigen Produktivität zeigt, fällt in das 16. Jahrhundert. Hier macht sich bereits (Madrigal) italienischer Einfluß (Marenzio und Monteverdi) geltend. Rur aus dem Gebiet der Klaviermusik gelingt eine Neuschöpfung: die Virginal-Musik, die in der englischen Gesellschaft stark verbreitet ist. Die Musik Englands in den letzten drei Jahrhunderten ist unphilosophisch, sie sucht keine tiefen Probleme, fie „dient dem Engländer", wahrend der Deutsche „der Musik dient". Die Vortragsfolge gab einen Querschnitt durch die englische Musik der Shakespeare-Zeit. Zu Anfang zwei Pavanen für vier Violen und Baß, die hoch stilisiert find und nichts Tanzmäßiges an sich haben, bann vier- und fünffttmmige (Ttore von eminenter Ausdruckskraft, die j. T. italienischen (Monteverdi) Einfluß verraten: „what i$ our life?" und „Fusca“, während die drei Airs von Dowland für eine Sing stimme und Laute intimeren Charakter haben. Schließlich noch zwei Stücke für das Dirginal, von denen das eine, „The Bells", im Charakter einer Chaconne ein Glockengeläute nachzuahmen sucht und das andere, „Nancy", einen Dariationen-Zyklus darstellt. Frau Elfe Gerber gab diesen beiden überaus veryerungsreichen Stücken mit sicherer Technik le- bcndigc Gestalt. Die drei Sololieber fang Frau Elsbeth Mueller-Le utert (Ast) sehr schön, von Herrn Herbert Christian auf der Laut« geschickt begleitet, und der Chor oes Collegium musicum vocale fang unter Prioatdozent Dr. Gerbers zielbewußter Leitung frisch und eraft. „What is our life* von Gibbons dürfte wohl den nachhal- tigften Eindruck hinterlassen haben Der starke Besuch und der herzliche Beifall deuten wohl den Wunsch an, in kommenden Semestern wieder derartige Abende zu veranstalten. —r. Keine Deutschland-Rundfahrt 1932. Wirtschaft Bantnoten 16 dortlefiung *Jtad)Dru(f oerboten Gießen, 1 »r zuge> FC ^Teuton a"Watzenborn-Steinberg QIm nächsten Sonntag empfängt die 1. Mannschaft die Liga des DfR. Aßlar zu einem fälligen Gescll?chaftsrückfpiel. Das Vorspiel konnte Aßlar mit 2:0 für sich entscheiden. Die Teutonen müssen zu diesem Kampf mit Ersah antreten. Der Ausgang des Spieles ist offen. „Glaub das doch nicht, Achim, es war gewiß nicht sol Es ist ein Irrtum. Ein Mensch, wie dein Vater es war, der verzweifelte nicht über materielle Röte. Vein, das kann man nicht glauben. Lind Doktor Fahrenkrug hat das ja auch nur angedeutet, wie du mir sagtest. Eine allzu starke Dosis Veronal hatte er genommen. Man kann doch nicht annehmen, daß das absichtlich geschehen ist — er hat eben feinem Herzen meh: mutet, als es vertragen konnte." Hans-Achim zog die Achseln hoch. 3m Begriff, sich zu erheben, sagte sie: „3m übrigen, Hans- Achim, sollst du wissen, daß ich dir nicht im Wege sieben will. Es ist gewiß für deine Karriere besser, wenn du frei bist. Lind nun wollen wir kluges und reiches Mädchen unÜ wirst herrlich und in Freuden mit ihm leben, während ich —" .«Lene, bitte, sprich nicht sol Du weißt nicht, wie schwer mir der Entschluß geworden ist, mit dir darüber zu sprechen!" Er hatte seine Hand auf die ihre gelegt, sah mit flehendem Blick in ihr Gesicht, in dem es von mühsam verhaltenen Tränen zuckte. „Lene, versuche doch, ruhig zu werden, um mich anzuhören! 3ch mutz dir doch noch erklären, wie das alles gekommen ist." Sie zuckte die Achseln, als wollte sie sagen: Wozu brauche ich das noch zu wissen? Aber sie hörte doch zu, als er ihr berichtete. Während er sprach, sah sie an ihm vorbei. Als er ihr aber von seiner allerschwersten, inneren Vot sprach, dah er glauben müsse, daß fein Vater aus Verzweiflung über die drückende Schuldenlast, die sein Leichtsinn ihm aufgebürdet, sich den Tod gegeben, da sah sie ihn an, mit großen, erschrockenen Augen. ,,O Gott, du Aermster!" sagte sie leise, und ihre Finger schlossen sich fest um seine Hand. Lind dann versuchte sie ihn zu trösten: die Mannschaft von Lützellinden mit 5:0 für sich entscheiden konnte. Turnverein Frisch u , Leihgestern. Bei den am Sonntag durchgeführten Gerätemeisterschaften des Turngaues W e t t e r a u (LDT.) konnten die hiesigen Tur- und Richard Schaum den 7. Sieg. Außerdem wurde Richard Schaum 3. am Reck. Rohrbach ist zum 3. Male Gaumeister am Pferd. ner verschiedene eindrucksvolle Siege mit nach Hause bringen. So errang in der Meisterklasse ! Rudolf Rohrbach di« Meisterschaft am Pferd, und Karl Velten den 1. Sieg am Barren sowie den 2. Sieg am Reck. 3n der ^-Klasse wurden Wilhelm Schmitt und Richard Schaum 1. Sieger am Pferd. Am Barren errang Wilhelm Schmitt den 2., Wilhelm Zöller den 4. Kirch La ii ..0 Holzheini bis 14. Februar s tlvnstovche N Wallbach (Kreiö । ßtoei Sonntagen i endlich einen Qj Wbelstunde, Cäi gut besucht. Der < fiel) uni) bet $ schonten allabend Elegante V im eigene; Äk. 125. MaSkonfek ausMaßsto °ach gena fertigt, j Reichsbantdiskont 7 t>. f> Lombardzinsfuh 8 v h. Schweincmarkt in Friedberg. WSR. Friedberg, 17. Febr. Zum heutigen Sch weine markt waren 370 Ferkel aufgetrieben. Bei lebhaftem Geschäft erbrachten bis sechs Wochen alte Tiere 10 bis 12 Mk-, sechs bis acht Wochen alte Tiere 12 bis 18 Mk. und acht bis zwölf Wochen alte Tiere 18 bis 25 Mk. Der Markt wurde geräumt. Letzte Nachrichten. Oer Wetzlarer Bürgermeister-prozeh. Wetzlar, 19. Febr. (WSV. Drahtmeldung.) Unter großem Andrang des Publikums begann heute vor dem Erweiterten Schöffengericht Wh- lar der sog. Bürgermeister-Prozeß. Er brachte insofern eine große Lleberraschung, als d .r eine Angeklagte, Stadtbauinspektor Hepp, in den letzten Tagen einen Dergiftungsversuch mit Lumina! unternommen hatte. Er war gestern nach dem Krankenhaus Wetzlar transportiert worden, wo ihn der in dem Prozeß als Sachverständiger fungierende Marburger Psychiatiker Professor Dr. 3ahrmärker für verhandlungsunfähig befand. Das Gericht setzte auf Grund die'es Gutachtens den Fall Hepp ab und begann die Verhandlung gegen den zweiten Angeklagten, den Betriebsdirektor E h l e r t. totere Sä >5*8" „3ft dir nicht wohl?" fragte sie. „Du siehst so angegriffen aus?!" „3ch habe schlecht geschlafen — richtiger gesagt: ich hab' gar nicht geschlafen. Die ganze Rächt habe ich kein Auge zugemacht." „Ranu! Warum nicht? Was ist denn? Hast du Verdruß gehabt?" „Mehr als das, Lene! Sorgen habe ich, sehr drückende! Mit denen ich allein nicht fertig werde. 2Iber darüber können wir hier auf der Straße nicht reden. Könnten wir nicht in eine Konditorei gehen? Du gehst eine Stunde später ins Geschäft!?" &ie blieb stehen und überlegte. „3ch habe auch noch keinen Kaffee getrunken. 3ch sehne mit sehr nach einer Tasse starken Kaffee." Das bewog sie, einzuwilligen. „Wollen wir zu Schilling gehen?" schlug sie vor. Dis dahin waren es nur ein paar Schritte. Sie waren die einzigen Gäste im Lokal. Hans- Achim bestellte Kaffee. Während der gebracht wurde, sprach man fein Wort, weil das bedienende Fräulein in der Rähe war. Rachdern cs sich entfernt, fragte Helene zaghaft: „Was sind das denn für Sorgen, Hans- Achirn? Etwa Geldsorgen?" „3a, Geldsorgen!" Sie sah ihn betroffen an, dachte: Wenn er mir schon von seinen Geldsorgen spricht, so muß die Sache schlimm sein! Plötzlich spürte sie ein angstvolles Klopfen ihres Herzens. 3hre innere ilnrufjc tapfer nie- kämpfend, sagte sie: „Du hast doch jetzt dein sicheres Einkommen?" Er zog die Schultern hoch. „3m Augenblick hilft mir das nicht viel — ich meine, aus meinem Einkommen kann ich nicht gutmachcn, was von mir verlangt wird." „3a, was denn? Um was handelt es sich denn? Du hast doch keine Schulden gemacht?" fragte sie leise, mit einem Lächeln um den Mund, das sie sich abzwang. „3a, Lene, ich habe Schulden gemacht." Die hielt krampfhaft das Lächeln fest. „Die können nicht groß sein, Hans-Achim!?" „Sie sind sehr groß, Lene. So groß, daß ich sie werde mit meinem Leben bezahlen müssen." Er empfand, daß seine Worte phrasenhaft klangen, und schämte sich. Ganz blaß war sie geworden; aus ihren Augen sah ihn die Angst an. /Bie soll ich das verstehen, Hans-Achim?" Ehe er ihr noch antworten konnte, sagte sie „3ch weiß es, Hans-Achim — du brauchst es mir nicht zu sagen. Du bist darauf angewiesen, eine reiche Partie zu machen. 3ch weih auch, wer die sein wird. Richt du bezahlst mit deinem — uH muß es! Ditte unterbrich mich nicht — es ist schon so, tote ich sage! Du heiratest ein schönes, hin5i/nbouD/ l»'Är sfe ssgk (orn. S"*. srS ssg anlanMauMt 5 ihrem tragische" trag mit oet / durch gegenseitig eine andere geil die Gegenwart, Hah durchsetzt V Dankenbereinigung und zur Börseneröffnung am kommenden Donnerstag nähergetreten wird. Die Börseneröffnung steht im übrigen im Mittelpunkt dec Diskussionen. Die weitere Hinausschiebung der Prolongation der noch schwebenden Terminengagements bis zum 31. März beweist, dah man an einem weiteren allmählichen Abbau der Verpflichtungen festhält. Die beschlossene Effektenbörse zeigt, dah man mit einem größeren Börsengeschäft rechnet, was wohl noch dadurch unterstützt werden soll, dah der Telephonhandel in der Folge unterbunden wird und die Banken verpflichtet werden sollen, alle Kundenorders an die Börse zu bringen. Vorläufig steht man jedoch in Bankkreisen allen diesen Dingen noch etwas skeptisch gegenüber und will erst einmal die Durchführungsbestimmungen des Börsenvorstandes abtoarten, bevor man sich ein abschließendes Urteil bildet. Hierauf ist wohl auch die auffallende Geschäft s st i I l e am heutigen Vormittag zurück- zu ühren. Rur Spezialwerte hatten Umsätze aufzuweisen. So lagen Bankaktien weiter im An- gebot; besonders Danatbank gaben erneut 3 Prozent nach und haben hiermit in wenigen Tagen 25 Prozent ihres Wertes verloren. Auch Schiff- fahrt^werte blieben schwach veranlagt. Während aber Hapag und Lloyd ihren gestrigen Kursstand ziemlich behaupten konnten, verloren Hamburg- Süd etwa 5 Prozent. Ferner r.e gten Reichsbank- anteUe, Reichsbahnvorzugsaktien und Schuldbücher weiter zur Schwäche. 3m Gegensatz hierzu setz e ii' Kcl w rle hr: Aufwärtsbew gung fort, wobei die Kalinebenwerte, Aschersleben und Westeregeln, mehr von der Bewegung profitierten. Interesse erhielt sich außerdem weiter für Chadeaktien und die übrigen Valutapapiere. Der Anlagemarkt blieb vernachlässigt. Pfandbriefe und auch Deutsche Anleihen lagen fast geschä't^l'-s. Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a M. Oberheffen Landkreis ließen. :/: Beuern, 18. Febr. 3m hiesigen Volks bildungsverein sprach stud. vet. Keller, zur Zeit in Gießen, über Bessarabien, insbesondere über die von Deutschen feit 1800 besiedelten Gebiete. Als Auslandsdeutscher und Sohn des Landes Bessarabien berichtete er ausführlich an Hand vieler Lichtbilder über Lage, Bevölkerung, Boden, Erwerb^möglichkciten, Kirche, Schule und politische Derhältniise. Der Vortrag wurde von den zahlreichen Zuhörern mit lebhaftem Beifall ausgenommen. is. Steinbach, 18. Febr. Zu einem Unter» Haltungsabend hatte der hiesige Krieger- verein seine Mitglieder und Freunde eingeladen. Rach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Heinrich Kehler VI. hielt Jungmann Hrch. Leinweber eine Ansprache. Sodann sprach Landwirt Wilhllm Reuter» Dornholzhausen über das Thema „Der Ruf der französischen Schlachtfelder". 3m Anschluß an die eindrucksvollen Ausführungen wurde das Deutschlandlied gesungen. 3m weiteren Verlauf des Abends wurde folgenden Kameraden daS Ehrenzeichen verliehen: für 50jährige Mitgliedschaft Konrad Bender und Louis Wilhelm P ijv für 40- jährige Mitgliedschaft 3ohannes F i nt, Ludwig Haas IV., Heinrich Keßler VI. und Heinrich Roth I.: für 25jährige Mitgliedschaft Eberhard Port, Heinrich Eberhard Haas und Heinrich Haas I. Der 3ungschütze Karl Kloos erhielt die bronzene ..Hassia"-Ehrennadel. Mit dem Vortrag einiger Musikstücke und Ged'chte fand der wohlgelungene Abend seinen Abschluß.- LJ Grohen-Linden, 18. Febr. Hier fand eine stark besuchte öffentliche Versammlung statt, die sich mit der Einführung des freiwilligen Arbeitsdienstes befaßte. Als Redner war der Leiter des Arbeitsamtes Gießen. Regierungsrat Dr. Dues, erschienen, der alle aktuellen Fragen dieser Angelegenheit in erschöpfender Weife behandelte. An der lebhaften Aussprache beteiligten sich der Bürgermeister, mehrere Gemeinderatsmitglieder, Mitglieder des 3ungdeutschen Ordens uni) andere. Die zunächst erforderlichen Schritt« will der Bürgermeister mit dem Gemeinderat unternehmen. )( L i ch, 18. Febr. Morgen kann Prinzessin Marie zu Solms-Hohensolms-Lich in voller geistiger Frische und mit einer bei dem hohen Alter noch erstaunlichen körperlichen Rüstigkeit ihr 9 5. Lebensjahr vollenden. Prinzessin Marie ist die älteste Frau unserer Stadt. 'Lich, 19. Febr. Der Gesellenprüfungs-Ausschuß des Bezirks Lich gibt im heutigen Anzeigenteil bekannt, daß die Anmeldung zur gesetzlichen Gesellenprüfung bis zum 1. März erfolgen muß. 3ntereffenten seien auf die Anzeige aufmerksam gemacht. Für den deutschen Radsport gibt es im Sommer 1932 eine große Enttäuschung mit der nunmehr erfolgten Qibfage der Deutschland-Rundfahrt, die am 17. April in Berlin beginnen sollte. Alle Bemühungen, d e großen Mittel, die dieses Projekt erfordert, zusammenzubringen sind gescheitert, so 1 daß diese Fernfahrt aus finanziellen G ünden in diesem Jahre nicht ausgesahren werden kann. Von Geld imdÄebe Vornan von Grete von Saß. Copyright by Martin Feuchtwanger, Hall« «, (ßezj *SäS W edereröffnung der Börsen am 25. Februar. Derlin, 18. Febr. (WTD) Der Berliner Dörsenvorstand, Abt. Wertpa llerbörse, hat in seiner heutigen Rachmittagssitzung beschlossen, die Berliner Wertpapierbörse am 25. d. Monats für den Verkehr in Wertpapieren und in inländischen Wechseln wieder zu eröffnen. Die Dörsenversammlunzen we - den an allen Werktagen in der Zeit von 12 bis 14 Llhr und an Samstagen zwischen 11 und 13 Llhr stattfinden. Von einer amtlichen Kursfestsetzung wird einstweilen abgesehen. Ein Terminhandel findet nicht statt. Der Geschäftsverkehr unterliegt den bisher gültigen Bestimmungen mit den Abänderungen und Ergänzungen, die der Dörsenvorstand noch beschließen wird. Frankfurt schließ: sich an.. Frankfurt a. M., 18. Febr. (WTD.) Der Do. iand der Frankfurter Börse, Abt. Wertpapierbörse, hat beschlossen, im Einklang mit den vom Berliner Börsenvorstand getro, enen Bestimmungen, die Frankfurter Börse am 25. Februar wieder zu eröffnen. Die Mittagsbörse wird zu den gleichen Zeiten wie in Berlin abgehalten, die Abendbörse findet von 17 bis 18 Llhr statt. 3m übrigen gelten für die Frankfurter Börse die gleichen Vorschriften, wie für den Berliner Börsenverkehr. Fusionsverhandlungen Commerzbank — Barmer Bankverein. _ Berlin, 18 Febr. (WTB.) Die Verhandlungen über eine Fusion der Commerz» und Privatbank AG. mit dem Barmer Bankoer > e i n nehmen, wie mir erfahren, einen günstigen Verlauf. Die Modalitäten der Fusion stehen im einzelnen noch nicht fest. Oiskoniermäßigung in England und Schweden. London, 18. Febr. (WTB.) Die Bank von England hat ihren Diskontsatz von 6 auf 5 o. H. herabgesetzt. (Der Satz von 6 d. 5). war feit dem 21. September 1931 in Geltung.) Stockholm, 18. Febr. (WTB.) Die Schwedische Reichsbank ermäßigte mit Wirkung . vom 19. Februar ihren Diskontsatz von 6 auf 5% o.Sj. (Der Satz von 6 v. H. war seit dem 19. Ok» tober 1931 in Kraft.) Frankfurt schwächer. Frankfurt a. M, 18. Febr. Der Frankfurter Effekten, reiverk:hr eröffnete unter dem Eindruck der schwachen Reuyorker Börse ebenfalls in ab- geschwächter Tendenz, doch hielten sich die Kurssinken. Kein Wunder, daß ihr dabei die erwünschte Grazie mangelte. Der Verkäufer nahm ihr einen Schal von den Schultern, hüllte sie in einen anderen. 3n dem Augenblick trat der Geschäftsführer unauffällig an sie heran, flüsterte ihr zu: „Machen Sie doch nicht so eine Leichenbittermiene." Sie zwang sich ein Lächeln ab, hielt es fest. Es gab ihrem blassen Gesicht einen schmerzlichsüßen Ausdruck. Der Begleiter der Dame sah sie mit bewunderndem Blick an. „Herrlich!" sagte er entzückt. Sein Entzücken galt nicht dem Schal, der aber schließlich von ihm erstanden wurde. Es galt Helene, die nun erlöst war und abtreten durfte. Der Kauf des Hermelinschals, der ein kleine- Vermögen kostete, war nun erledigt. Die glücklich« Besitzerin und ihr Begleiter vernetzen, vom Geschäftsführer bis zur Tür begleitet, den Laden. Dort verneigte er sich tief, trat in den Laden zurück und auf Helene zu. „Hören Sie mal, Fräulein Schadow, das paßt mir nun gar nicht, daß Sie hier mit einem Gesicht herumlaufen, als sei 3hnen eben wer weiß was passiert. Damit verhunzen Sie den vorteilhaften Eindruck, den wir mit unseren Sachen erzielen müssen. Aus müden, hängenden Schultern verliert das schönste Kleidungsstück. Erst recht, wenn dazu noch ein Gesicht gemacht wird wie sieben Tage Regenwetter. Mit solcher Miene können Sie Verkäuferin in einem Sarglager werden. Vielleicht sehen Sie sich nach so einem Posten um. Hier ist für Sie sowieso am 1. 3uni Schluß." Lene sah ihn fest an. ..Soll das eine Kündigung sein?" „3 a." „Lind aus welchem Grunde? Etwa well 3hnen eben meine Haltung mißfiel?" „Rein, obgleich — na, das ist ja jetzt einerlei. Also es ist wegen 3hres hohen Gehalts." „Sie haben mir aus freien Stücken im Februar mein Gehalt erhöht. Wenn ich auf diese Erhöhung für die Sommermonate verzichte?" Es war ein Versuch, um ihre Position zu kämpfen. Der Geschäftsführer zuckte mit den Schultern. ..Die dreißig Mark rechnen nicht. Es blieben immer noch Hweihundertfünfzig im Monat. DaS Sommergeschäft wirft nicht so viel ah, daß wir so hohe Gehälter zahlen können. Wir müssen uns über Sommer mit einer Anfängerin begnügen, die für hundert Mark im Monat arbeitet“ Helene entgegnete kein Wort mehr. Sie dachte: Auch das noch! Rahm es hin mit stumpfer Resignation. Was wollte das auch bedeuten gegen das eine: Sie hatte Achim verloren. (Fortsetzung folgt.) nicht weiter darüber reden — es ist auch Zeit, daß wir gehen." „3ch hätte dir noch so viel au sagen, Gene.“ „Richt jetzt!" bat sie. „Vielleicht bietet sich uns später noch einmal Gelegenheit dazu." Sie gab sich Mühe, stark zu erscheinen, und fühlte sich doch so maßlos elend. — Als sie sich im Geschäft wegen ihres ^uspäte- kommens entschuldigte, und als Grund Kopfschmerzen angab, glaubte man ihr das ohne weiteres. Sie war todblaß, und ihr Gesicht, hatte einen qualvollen Ausdruck. Zum Glück hatte sie gerade wenig zu tun. 3m Laufe des Rachmittags kam Kundschaft, die sie beanspruchte. Eine Dame, in Begleitung eines Herrn, wünschte einen Her- melinfchal zu kaufen. Racheinander mußte Helen« etwa ein Dutzend Schals vorführen. Sie mußte unter scharf prüfenden Blicken hin und her trippeln, darauf bedacht sein, graziös zu erscheinen. Dabei war eine unüberwindlich« Schwäche in ihren Deinen. Müde fühlte sie sich, zum Llm- veränderungen in engen Grenzen. Das nur in geringem Umfange herauskommende Material fand glatt Llnterkunft. Die Llmsahtätigkeit war wieder sehr klein, zumal das Publikum kaum am Geschäft beteiligt gewesen sein dürfte. Elektro- toerte, 3G.-Farben, Reichsbank und einige andere Spezialwerte verzeichneten Kursrückgänge von etwa 1 bis 2 v. H., während Montan- und Schiffahrtsaktien ihren gestrigen Kursstand nur um Bruchstücke eines Prozentes unterschritten. Stärker rückläufig waren nur Bankaktien, von denen Commerz-, Danat- und Dresdner Dank bis zu 2 v. H. niedriger genannt wurden, wogegen Berliner Handelsgesellschaft und DD-Dank, letztere anscheinend auf Stützungen, nur geringfügig niedriger lagen. Durch weiter feste Haltung zeichneten sich Kaliaktien aus, die erneut bis zu 3 v. H. höher bewertet wurden, nachdem schon gestern nachmittag mehrprozentige Kursgewinne eingetreten waren. Rur Bürbach und Wintershall-Kali blieben von der Aufwärtsbewegung ausgeschlossen. 3m Verlaufe war die Haltung schwankend, doch haben sich nennenswerte Veränderungen nicht ergeben. Am Rentenmarkt blieben die Kurse bei stillem Geschäft meist unverändert. Schwach lagen lediglich Reichsschuldbücher (minus 1 v. H.) und Altbesih (minus 0,5 v. H.). Don Goldpfandbriefen waren die Werte der Preuß. Landespfandbrief- Anstalt gefragt und höher. Liquidations-Pfandbriefe gehalten, teils etwas niedriger. Don 3n- dustrie-Obligationen waren besonders elektrische Werte bevorzugt und 0,5 v. H. höher, dagegen Montanwerte schwächer. Reichsbahn-Dorzugsaktien minus 1 v. H. Don fremden Werten blieben Türken fester. Auf die Diskontsenkung der Dank von England wurde die Haltung am Rachmittag etwas freundlicher, doch konnten nur 3G.»Farben bei etwas größerem Geschäft davon profilieren, und zwar etwa 1 v. H. Ferner zogen Kaliaktien erneut etwa 2 v. H. an. Der übrige Aktienmarkt blieb vernachlässigt. Berlin unsicher. Derlin, 19. Febr. (WTB. Funkspruch.) Bei sehr stillem Geschäft herrschte im heutigen Tele- p^on-e.llhc ziemlich unsichere Tendenz. Der feste Reuyorker Dörfenschluß hatte zwar zunächst mit festeren Kursen rechnen lassen, als dann aber das Geschäft in Gang tarn, stellte sich he.aus, dah die Kursentwicklung keine einheitliche Richtung aufzuweifen hatte. Man ist im Moment so ziemlich in jeder Beziehung auf dem toten Punkt ang.kommen. Mit der Diskontentscheidung der Deutschen Reichsbank hatte man nach den gestrigen Ermäßigungen in England, Schweden und Rorwegen vorläufig nicht mehr gerechnet, doch nimmt man an, dah dieser Frage nach der □ Laubach der Turngem Beteiligung der ten Vorsitzenden Zunächst wurde. des verstorbenen gedacht. Dem G daß bei den Wett ner zahlreiche Si die im letzten 9 unter Wicht des Die von dem Re gelegte Rechnung ist günstig. Der se behalten. Die Der geändert und eir langjährige l.Dor verzilttete, wurde Gerichtsvollzieher setzung nach Darr nieder. Für seine sammlung zum ( hatte folgendes E Det ter; 2. Sc Friedrich fiofm ftus; L Turnm. wart W. Qlitf Echweisgut; Dickhard, Fug Zeuamrt W. S Zu Beisitzern wu gust Desch und blieb Eg. Ccha interner Angeleg mit einem Turne 3n Hast band er Kragen und Krawatte um und schlüpfte in seinen Rock. 3m Entree, wo sein Hut und Mantel hing, stieß er auf Eva, die im Degriff war, ein Tablett mit Tassen ins Wohnzimmer zu tragen. Sie wünschten sich guten Morgen, und Eva, die bemerkte, daß er nach seinem Mantel faßte, fragte erstaunt: „Willst du schon gehen? Es ist doch noch viel zu früh. Lind gefrühstückt hast du auch noch nicht? Der Kaffee ist ja fertig. So warte drxh noch einen Augenblick — ich bringe ihn dir gleich herein!" „Llnmöglich, Eval Derzeih — ich muß gehen! Das Frühstück ist nicht so wichtig. 3ch kann es mal entbehren. Auf Wiedersehen, Eva!" Er stürzte davon. 3m Treppenhause blieb er einen Augenblick stehen. Er horchte nach oben. Ob Helene schon fort war? Er sah auf seine Llhr. 3ehn Minuten nach halb acht Llhr war es. Ratürlich war sie längst gegangen. Er mußte zusehen, sie auf ihrem Wege einzuholen. Es gelang ihm auch — gerade als sie von der Hedemann-Straße in die Friedrichstraße einbog. »Du?" fragte Helen« erstaunt, als er vor ihr stand. Sie sah ihn gar nicht sehr freundlich an, schien schlechter Laune zu sein. „Warum bist du gestern abend nicht gekommen?" fragte sie. „3ch habe über eine Stunde vor dem Geschäft auf dich gewartet. Scheußlich peinlich war das. So endlos hin und her zu pendeln in der Leipziger Straße." Er entschuldigte sich. Sie sagte: „Ra, nun ist es ja überstanden! Es ist nett von dir, daß du gekommen bist. Aber viel Zeit haben wir nicht." Sie gingen weiter. Wie sollte er ihr nur daS Tagen, was er auf dem Herzen hatte? 3n dieser Elle? Es erschien ihm unmöglich. „Könnten wir uns heute abend irgendwo treffen, Lene?" „Rein, heute nicht! 3ch habe versprochen, um halb neun Llhr zu Hause zu sein. Elli hat Geburtstag — den will sie feiern. Sie hat ein paar Freundinnen eingeladen, denen sie einen Lee gibt Dabei darf ich nicht fehlen." „Ach, wie ärgerlich I" stieß er hervor. Sie sah ihn von der Seite an. „Wieso ärgerlich? Wir können ja morgen Zusammensein!" Run erst fiel ihr auf, daß er blaß und über- nächtigt aussah. 18.Februar 19. Februar Amlliche Jlotlcrunq Bmlliche ■Möllerung rsv,' Srle" Geld Ärie (lelilngfotl . 6.593 6.607 6,583 6,597 Wien 49,95 50,05 49,95 50,05 Dran 12,465 12.485 12,465 12.485 Budapest 56.94 57.06 56,94 57,06 Sofia 3.057 3.063 3,057 3,063 Holland . 170,43 170,77 170,33 170,67 Oslo 78,67 78,83 78,67 78,83 fiopenhagee. 79,77 79,93 79,77 79,93 Stockholm 80,92 81,08 80,92 81,08 London Buenos "flirrt 14,49 14,53 14,50 14,54 1,028 1,032 1.028 1,032 Neunorf 4,209 4,217 4,209 4,217 Brüssel 58.69 58 81 58,69 58,81 Italien 21,88 21,92 21,88 21,92 Pari« 16,59 16,63 16,58 16,62 Schweiz 82,17 82,33 82,15 82,31 epanien 33 07 33,13 32,97 33,03 Danzig 81,92 82,13 81,97 82,13 Japan 1,474 1,476 1,449 1,451 Rio or .Ian.. 0,209 0,217 0,250 0,252 Jugoslawien. Liiiaüo» 7,463 13.19 7,477 13,21 7,463 13,19 7 77 13,21 Berlin, 18. Februar Geld Brie! flmeritanische 'Jlotee 4,20 4,22 Belgische Noten ....... 58,53 58,77 Dänische Noten ........ 79,59 79,91 Englische Noien ........ 14,45 14,51 Französische Noten........ 16,55 16.61 Holländische Noten ....... 170,06 170,74 Italienische Noten ....... 21.86 21,94 Norwegische Noten ...... 78,49 78,81 Deutsch-Oesterreich, t 100 SchUli-a Rumänische Noten ...... 2,49 2,51 Schwedische Noten ...... 80,74 81,06 Schweizer Noten........ 81,99 82,31 Spanische Noten ........ 32,93 33,07 Ungarische Note» ... ‘fien. sKZL LZrtz * Nh<$ M ’*«4ns töfcÖf feÄ eulet-& 'M • Aus Ä^itaiS 'chluh *bJ®WÄ °urde b JlVlnbn^ tel^Sfcnb' raden Sag S Dilhelm iiff .>-2ö 'Hannes S iA a 4)1 Met Vl ÄK^-S ' HaaS «^? -he Karl or° ^nrd> Ehrennadel. Mt £ Se. und M: i nnshektor tzedv.inhrn eraisiungiversnch en hatte. St war gestern Dehlar transportiert war» Prozeh als Sachverftän» bürget Psychiatiker Protei für verhaMungS'-m» cht setzte aus Grund die'et > e p p ab und begmn die zweiten Qlngcflagtcn, den dast ihr^dabei die^:r« le Der Verkäufer nahm Schultern, hüllte sie m Augenblick trat der Dean sie heran, slustertr >d) nicht so eine Lerchen- Lcheln ab, hielt cS lest. Gelicht einen schmer^lch- Leiter der Dme sah I« ! an. .. entM Sern Sntzu«" ft Ls galt Helene, btt mm ÄjtfiÄ LZKr «xsLZ riibcn, Srst wirb ein Gesrchl Mene *<.® in einem Sarg b cinti1. igung ihfiel^ . einerlei »■tii 1*» *, jM. «f ÄiSr Sy* E- " regnen . *S fefe«' Altfan^grdeitet. ** ** » gnort stumpf -s Ärei» Büdknqrn. • Bübingen, 17. gebt. 5n einer gemeinsamen Versammlung des Verkehrsoereins Bübingen und der Ortsgruppe des Ob fl • und Oartenbouoerein» für den Kreis Bübingen hielt Gartenarchitekt Schwär,- Gießen einen Dortrag über da» Thema „Der Garten und seine Blumen”. Biele Zuhörer hatten sich einaefunbert Bür- Iiermeifler i) fl b ne r begrüßte die Terlnehmer. In einem Vortrag gab der Redner zunächst einen leberblid über die Geschichte und Entwicklung gärt- verischer Kultur und besprach dann die modernen Bestrebungen gärtnerischer Gestaltung An f)anb vieler Lichtbilder zeigte er moderne öartenanlagen ,unb machte seine Zuhörer mit der Technik der Gartenanlage vertraut. Der Redner ließ in Bild und Wort Frühling, Sommer, Herbst und Winter leben, big werden und zeigte außerdem die mannigfaltigen Formen und Farben der Blumen, die sich im Stein- und Stoudengarten anpffan,en lassen Die Zuhärer folgten dem universellen Bort rag mit großer Aufmerksamkeit und dankten dem Redner mit lebhaftem Beifall. Der Bortrag wurde unter lebhafter Anteilnahme interessierter Kreise auch In Ridda gehalten y. Qllbba. 18. Febr. Dieser Xagt sand eint Versammlung der Beamten de» Ortskartell- Aidda statt, in der das Vorstandsmitglied des Hessischen Veamtenbundes. Lehrer Horn, Darmstadt, einen Vortrag über .Wirt- schastskrlse und Beamtenschaft" hielt. Der Redner schilderte die Ausmaße und Erscheinungsformen bet gegenwärtigen Krise, erläuterte deren Ursachen, kennzeichnete die Bedeutung der Repa- rationslasten sur die Wirtschaft. ging auf die Vernichtung großer Vermögenswerte durch Krieg und Inflation ein und umnft die durch die Beschränkung der Ausfuhr, sowie durch die Schwächung der Inlandkauskralt hervorgerusene Arbeit- osigkeit in ihrem tragischen Ausmaß. Er schloß seinen Dor- trag mit der Aufforderung, dazu beantrag?n, durch gegenseitige Verpflichtung und ilntcrftütjurg eine andere geistige Atmosphäre zu schaffen als bie Gegenwart, die leibet noch allzu viel pon Haß durchsetzt sei. Areie Schotten □ Laubach, 18. Febr. Die Hauptversammlung der lurngemeinbe Coubath sand bei starker Beteiligung her Mitglieder unter Leitung des zweiten Vorsitzenden, Gerichtsvollzieher C r a ß, statt. Zunächst wurde d.'r Gefallenen des Weltkrieges und de» verstorbenen Vorstandsmitgliedes W. Braun gedacht. Dem Geschäftsbericht war zu entnehmen, baß bei den Wettkämpfen die Turnerinnen und Turner zahlreiche Siege erringen konnten. Auch hat sich die Im letzten Jahre gegründete Echülerabtellung unter Aufsicht des Reallehrers Haas gut entwickelt. Die von dem Rechner Friedrich Hofmann vor- gelegte Rechnung wurde genehmigt. Der Kasiestand Ist günstig Der seitherige Jahresbeitrag wurde bei- behalten Die veraltete Satzung wurde einstimmig fieänhert und eine Turnordnung geschaffen. Der angjährige 1. Borsitzende, der auf eine Wiederwahl verzichtete, wurde zum 2. Ehrenpräsidenten ernannt. Gerichtsvollzieher Croß legte infolge seiner Versetzung noch Darmstadt das Amt des 2. Vorsitzenden nieder. Für feine Verdienste ernannte ihn die Versammlung zum Ehrenmitglied. Die Vorstandswahl halte folgendes Ergebnis: 1. Vorsitzender Studienrat Vetter; 2. Vorsitzender ß. Schudt; Rechner Friedrich Hofmann, Schriftführer Rudolf I u • st u s; 1_ Turn wart W. Semmler; 2. Turn» wart W Glitsch: 1. Schwimmwart Studienrat Schweisgut; 2. Schwimmwart Oberfefretär Blckhard. Iugendwart Reallehrer Haos: L Zeugwart D. Scharf; 2. Zeug wart W. Silz. Zn Beisitzern wurden gewählt: Fr. Kraft, Au- Susi D e f cf) und Elisabeth Högel. Bereinsdiener lieb Gg 6 cb a r f. Rach Erledigung verschiedener interner Angelegenheiten wurde die Versammlung mit einem Turnerlied geschloffen. Kirche und Schute. Lattdkrctß Giehen. O H o 1 z h e I m. 17. Febr. In her Zeit vom 7. bis 14-Februar fand hier eine Evangelisa- tionswoche statt. QHiflionar ßarlor von Wallbach (Kreis Siegen) diente der Gemeinde an zwei Sonntagen im HauptgotteSdienst, hielt allabendlich einen Vortrag und nachmittags je eine Bibelstunde. Sämtliche Andachten waren sehr gut besucht. Der gemischte Ehor (Leitung W. Engel) und der Kirchenchor von Dors-Gill verschönten allabendlich den Gottesdlenff durch ihre Schach«(?cke. Bearbeitet von W Orb ach. Alle für die Redaktion bestimmten Wil- teilungen. Lösungen ulw sind zu richten an die Schachredaktion des ..Gießener Anzeigers- Problem Nr. 315. Don 3. Slater, Bolton. a e n h 4 1 7 b 8 7 6 5 4 1 2 I v c Schwatz, decke u e g Weiß. Weiß 9 Steine: Kf8; Dgl; Lh3; Sd5, f5; Bb5. d4, c2. e6. Schwatz 10 Steine: Kc4; La2; Sbl, h5; Bb2. b3. dö, f3, 16. g3. Weih zieht und setzt in d t e i Zügen matt. Prob! m Nr 316. Don E- Vorwerk, Lüben. Weih 8 Steine: Kg8; Dcfl; Tc4; Lf7; Sd4, e6; Bf4. g3. Schwarz 8 Steine: Kd5; Tdl; Lei, d3; S«6, f8; Bb7. g6. Weih zieht und setzt In zwei Zügen matt. End piel Nr. 94. Don F. Amelung, AedaL 6 3 2 8 5 4 1 1 h 8 7 6 5 4 3 2 Schwatz, d <• i b e h • b c d e f Weih. Weiß 3 Steine: Kd5: Tc2: Ba5- Schwarz 3 Steine: Ke8; Lf4; Sd8. Weiß zieht und gewinnt. Lksnog des Problems Ar. 311. Don S. Mihallk. l- Otl—e2» (droht 2. Dg4 — 3- Lb7 matt) 1. .. Kf5 2. Dg4 4-1. K\g4 oder xg6 3 Sf6 oder —18 matt. 1. ..x Kd5 2- D c4 - Kxc4 oder —c6 3. Sxbfl oder —b8 matt. 1. .. , Le6 2- Dc2 4-, Kd5 3. LbZ mott tlue der Lchachwrlt. 3m isländischen QUcihcrturnler 1931 siegte 2L Asgeirsson vor 0. Gilser. — Beim Kongreh des Staates Aeuyork in Aome siegte F. Verns» seid ohne Derlustpartle vor Z. Marshall. — 3n Tulsa fand der Kampf um die Meisterschaft der Western State Sheh Association statt. Sieger wurde da- bekannte Schachwundcrlind Samuel Aelchewsli, jetzt 20jähriger Student an der Uni» Ptrfität Lhikaao. ohne Vcrlusipartie mit 4- 71/» vor S- D. Faktor, Ehikago. und V T. Whltaker, Washington. — Dcr 41 Kvngreh des Saalc- schachbundes in OB Ittenberg Iah v. Holzhaufen und Preuße, Aohlau. mit je -s- 51 , vor Deinreb. Halle, mit + 4’/i siegreich — 3n einem Wettkampf Oberpfalz - Viederbayern siegte Oberpfalz mit -4- 22:18. — 3m Stichkamps um die Meisterschaft deS Schwäbischen Schachbundes siegte Grimm, Stuttgart, über Bihl mit 3:1 Punkten. Die Narrenkappe. Splitter und Sparren vom Vedaktionst'sch Auskunft. Das Wirtshaus „Zum Engel" war versteigert worden. Am anderen Tage, als sich der frühere Besitzer, der dicke Faßmichel, zum letzten Male mit wehmütigem Gefühl sein ehemaliges Eigentum betrachtete, kam ein Fremder des WegeS und fragte, höflich fein grüne® Hütchen lullend: „Verzeihung, mein Herr, ist daS das Gasthaus .Zum öngcL'?*' Da schaute ihn der Fahmlchel betrübt an und antwortete: ..Vein, daS ist leider — zum Teufe 1!“ (Lust. BL) Mark Twain und die flraroalte. Mark Twain, der berühmte amerikanische Humorist, ist stets ein blhchen nachlässig in seiner Kleidung gewesen. So machte er eines TageS bei seiner weniger von den Musen gesegneten, wenn auch zu einer gewissen Zeit ebenso berühmten Kollegin Harriell Beecher-Stowe Besuch und vergaß dabei, sich seine Krawatte umzubinden. Er kam zurück, er lief seiner Frau geradewegs in die Arme und bekam für daS Fehlen dieses unerläßlichen Kleidungsstückes eine hübsche Standpauke zu hören. Da setzte er sich voller Zom an seinen Schreibtisch, packte seine Krawatte in ein Päckchen und schickte sie mit diesem Dries an Harriett Beecher-Stowe: ..Meine Frau macht mich daraus aufmerksam, dah ich heute ohne Krawatte bei Ihnen gewesen bin. Sie findet das unmöglich. Wollen Sie also die Güte haben und die halbe Stunde, die ich mit Ihnen verplaudert habe, auch dem Betrachten dieser Krawatte zu widmen. Nachher erbitte ich sie allerdings zurück, denn eS ist meine einzige." Die Konsultation. Der bekannte Berliner Arzt Dr. Heim besuchte zwei Schwestern, zimperliche alte FräuleinS, von denen das eine an Altersschwäche litt. Er verschrieb ein Stärkungsmittel und war schon im Begriff, wieder in seinen Wagen einzusteigen, als die gesunde ihm nachgelaufen kam und entsetzt ausrief: ..Herr Geheimer Aat, waS sagen Sie dazu, meine Schwester hat eben dreimal genießt!" Der humorvolle Helm antwortete, während der Wagen schon davonfuhr: «Prosit! Prositl Prosit!" Lieder. Die ansehnllchen Kollekten kommen der Rheinischen MisslonSgesellschaft in Barmen zugute. Kreis Friedberg. * Münzenberg. 17. Febr. Im Jahre 1931 wurden in der evangelischen Gemeinde Münzerr. berg 10 (14) Kinder getauft, 5 (2) Paare kirchlich getraut, 11 (8) Verstorbene kirchlich bestattet und 9 (16) Kinder konfirmiert. Die Zahlen für 1930 stehen in Klammern. An der Feier deS HL Abendmahls nahmen 1289 (1282) Gemeindeglieder teil, 665 (613) Männer und 624 (669) Frauen. Die 62 HauptgottcSdienste, 27 RebengotteSdienste. 3 Kin- dergotteSdienste und 8 Christenlehren, im ganzen 100 Gottesdienste, waren besucht von 17 527 (14 015) Erwachsenen, 9074 (6971) Männern und 8453 (7044) Frauen, dazu von 6368 (4744) Kindern, daS find pro Woche 49 Prozent (39 Proz.) der Erwachsenen und 50 Prozent (39 Proz.) der Evangelischen. An Liebesgaben gingen ein 2285 (2136) Mark, das sind pro Kopf der Erwachsenen 3,31 (3.08) Mark — Die enttprechendcn Zahlen turTrais-Mü nxe n be r g sind: Taufen 4 (9), Trauungen 2 (3>. Beerdigungen 2 (2). Konllr- micrtc 5 (0); Teilnahme am bL Abendmahl 379 (383 >. nämlich 193 (192 > Männer und 189 (191) Frauen, darunter 17 (21) Hausabendmahle. DaS sind 186,70 Prozent (188.44 Prvz.) der Erwachsenen Die 63 Hauptgottesdienste und 10 Veden, gvttesdienste. im ganzen 73 Gottesdienste waren betucht von 5147 < 4655 Erwachsenen, 2c94 (2537) Männern und 2453 (2118) Frauen, dazu von 1559 (1218) Kindern. Durchschnittlich sind das In jeder Woche 49 Prozent (44 Prvz.) der Erwachsenen und 48 Prozent (42 Prvz.) der Evangelischen. An Gaben gingen ein 561 (556) Mark oder 2.76 (2,74) Mark pro Kopf der Erwachsenen. Gewill>a»»z»g 5. Riefle 38. Prrvßijch.L»bbe»ksche (264. Tttufc ) Etaals.Lotterie Ohne Seträbr Nachdruck verboten Inf jede aeze-ene Nummer sink» zmei -lc>ch bebt Gewinne arsallen. unb zioar |e einer auf die Lose gleicher Nummer te den beiden Hktllunflfn I unb II 8. Zikbungstag 17. Februar 1932 3n der heutigen VormiNaarziebung wurden Gewinne über 400 M. gezogen 2 Mnnn« |e 10OOOO HL 183930 2 »eetne« i« 75000 CM. 28429 6 ja 10000 TL 101376 1 21340 14 ee 6U0U00, 2 zu je 800000, 2 zu Je 20o0üO, 2 zu je 100000, 2 zu Je 76000, 10 zu ,e 50000, 20 zu fe 25000, 134 zu je t"000, 844 zu je 6000, 734 zu je 8000. 2151 zu Je 2000, 4302 zu je 1000, 7018 zu Je 600, 21102 zu je 400 M. Elegante Maßanfertigung Im eigenen Atelier Hk. 12». 138.- 148. 158.- Maßkonfektion aus Maßstoffen mit einer Probe nach genauen Maßen anjro- fertigt Hk. 80.- 08. 108.- Gießen. Telephon 20ÜU Gesetzliche Galqwg (Bezirk Lieb). Anmeldungen zuder!>rübjabrS-Gesellen- vrüfung werden bei dem Unterzeichneten diö zum 1. Mär, entgegengenommen. 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Februar 1932 25oo lerne. Unriane M. 1ooo Dlnkelmenn n Worms oeteoeti Freeliurt >L 20060 evwie i eilet. *ert* kwnH.Verkauf«eL w heben. Cie.d-Loiter e ■■■ heue» de* TbOr nje» 1u»eemi tbcntch UM nue luiammer Mert 125oo iiöctiit?ewinr au «in Doonello» KM 5ooo IWinmer-Dchmg mit ©ab, Mansarderr,immer und sonst. Znbebör in unseren Neubauten am „Aulweg" Per sofort zu vermieten. BflmrnefWfl 1894 ja (Biesen «. G. m. b. H, 1M5 d Konfirmanden- A 13™wiifiq Kommunikanten-A ll^Uyu QualitÄtsware. preiswert blau Kammgarn, Melton Mk. 16.50 18.50 21.- 25.- 29.- Glcßen. Telephon 3080 Vergleichsverfahren. lleber das Vermögen der Firma Josef Lollify. alleiniger Inhaber Joses Eollisy, Möbelhandlung in Gießen, Äaplansgaffe, ist am 17. Februar 1932, 9 Uhr, das Vergleichsverfahren zur Abwendung des Kon- kurfes croifnet.worden. 1363V Der Geschäftsführer Hermann Kirchner, Gießen, Am Nahrungsberg 16, ist zur Bertraucnsperfon ernannt. Termin zur Verhandlung über den Der» gleichsvorkchlag ist auf Jrellag, 11. TNärz 1932, 9 llhr, vor dem Hessifchen Amtsgericht in Gießen, Zimmer Nr. 204, anbe» räumt Der Antrag auf Eröffnung des Verfahrens nebst seinen Anlagen und das Ergebnis der wetteren (Ermittlungen sind auf der Geschäftsstelle zur Einsicht der Beteiligten niederaelcgt Gießen, den 17. Februar 1932. Die Geschäftsstelle des Amtsgerichts. Vornehm I Geschmackvoll I Persönlich) Dieee weeentiicne* Elgeneoneften der gediegenen Familiendrucksache innen in eentreicnen neuieltllenen Ave- fChmngeerten und Pepie-en zu -»Migen Prwlee* d'e Mhl'iche Drecket, Netzen, Sdrotetr.7,Anref 2251 Keine weiße Woche, keine bunte Woche, nein, unsere diesjährige Februar-Sonderveranstaltung, die jedem Käufer außergewöhnliche Vorteile bringen soll, geht unter dem Leitspruch 2 Spar-Wochen und das Denn wir gewähren, trotzdem unsere Preise selbstverständlich jeweils dem tiefsten Stand angepasst sind, auf alle Waren, die im Preise zu dieser Veranstaltung nicht noch besonders herabgesetzt sind, einen Sonder-Rabatt von 10% Das ist ohne Zweifel eine ganz außerordentliche Vergünstigung, die es jedem ermöglicht, unsere bekannt erstklassigen Qualitäten zu denkbar günstigsten Preisen zu kaufen. 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