____ uüfn»1^ Werden die Parteien die Chance nützen? e r. Es sei nun- als Voraussetzung für die Abrüstung aller an- Garantie des gegenwärtigen territorialen Status' Europas gemacht zu haben. Von französisä>er Seite wird ferner geflissentlich verbreitet, daß der englische Plan zur Wiederaus- rüstung Deutschlands führe und damit im Gegensatz zu den allgemeinen Grundsätzen der Abrüstungskonferenz stehe. Ebenso werden in franzö fischen Kreisen die Erklärungen des Präsidenten Henderson kritisiert und Henderson vorgeworfen, allzuweit dem deutschen Standpunkt entgegengekom men zu sein. Dagegen besteht in den übrigen internationalen Kreisen mit großer Uebereinstimmung jetzt die Auffassung, daß die Aufhebung der Entwasfnungsbe stimmungen des Teiles V des Versailler Vertrages und die Anerkennung der theoretischen Gleichbe rechtigung Deutschlands nicht mehr aufzuhalten seien, da die Großmächte — bis aus Frankreich — jetzt der englischen Initiative folgen würden und auf die Dauer der französische Widerstand nicht ausrecht zu erhalten sei. Befriedigung in England. London, 18.OIod. (WTD. Funlspruch.) In einer Bespiechung der gestrigen Genfer Erklärung Sir John Simons zur Abrüstungsfrage unterstreicht „Daily Telegraph" die Vorzüge der briti- schen Anregungen gegenüber dem französischen Plan: die britischen Vorschläge, so sagt das Vlatt, seien klar, offen und praktisch durchführbar, sie zielten auf wirtliche Ab- rüstungsmaßnahmen hin, während sich der französische Plan fast ausschließlich um die Organisation der Sicherheit und nicht um Abrüstung drehe. — „Times" erklärt, es sei ein durchgreifendes Zugeständnis, wenn anerkannt werde, daß Deutschland ein Recht auf dieselben Wafsenarten haben müsse, wie die anderen Rationen. Daß es im Prinzip berechtigt sein soll, eine beschränkte Anzahl kleinerer Tanks Hindenburg. Es gehe heute darum, daß der enge Zusammenhang zwischen dem alten Marschall und dem Volk gewahrt bleibe. Entscheidend werde heute wieder die Person des Generals o. Schleich e r. fyeute, wo der Kurs eines unbegründeten Optimismus vor der letzten unübersteigbaren Mauer angclangt sei, werde auch General von Schleicher seine Zurückhaltung aufgeben müssen. Annahme von A.ijt.gen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm Höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Re- klameanzcigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20“ , mehr. Chefredakteur Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Polllik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton vr H.THyriot: für den übrigen Teil Crnst Dlumschein und für den Anzeigenteil i. D. Th.kümmel sämtlich in Gießen. Berlin. 17. Rov. (111.) In Berliner amtlichen kreisen wird zur Rede des englischen Außenministers in Genf folgendes ausgcführt: Die Rede Sir John Simons zeigt mit erfreulicher Deutlichkeit, daß die englische Regierung bereit ist. dos Abrüstungsproblem tatsächlich vom Gleichbcrechtigungsproblem aus zu behandeln. während der französische Plan zwar anerkennt. daß der Teil V des Versailler Vertrags durch eine für alle Mächte gleichlautende und gleichbindende Konvention erseht werden muß. dann aber schließlich auf Sicherheitssorderungen hinausläust. macht Sir John Simon darüber hinaus, wie er es auch schon in seiner Unterhausrede zum Ausdruck brachte, wirklich praktische Vorschläge zur Frage der Abrüstung. Er betont z. B„ daß der Grundsatz der G l e i ch b e w a s s - uung für alle Staaten durchgeführl werden müsse. Auch über die „no-force dedaration“ (Ablehnung jeder Gewaltanwendung) läßt sich vom deutschen Standpunkt aus durchaus reden, selbstverständlich darf sie keine Voraussetzung für die Anerkennung der Gleichberechtigung Deutschlands sein. wenn sicher auch noch viele Linzelfrageu geklärt werden müssen, so bedeutet die Simon- Rede nach Ansicht Berliner amtlicher Kreise doch einen begrüßenswerten Fortschritt. Dos Wort hat nun F r a n k r e i ch. Ls ist selbstverständlich, daß die Ausführungen Slr John Simons allein Deutschland nicht an den Verhandlungstisch der Abrüstungskonferenz bringen können. Notwendig dazu ist dos Linoerständnis Frapkreichs. auf dessen Schultern die Verantwortung dafür ruht, ob die Abrüstungskonferenz wirkliche Ergebnisse haben wird. Das Wort hat nun Frankreich! Günstiger Eindruck der Simon-Rede in Berlin. — Oie Austastung des Auswärtigen Amts. deren Länder bezeichnet hat. Auch Herriot hat sich dieser zwingenden Logik nicht entziehen können, denn sein Umrüstungsplan ist ja ein Versuch, die Verpflichtung zur Abrüstung zwar widerwillig anzuerkenncn, diese aber so zu gestalten, daß Deutschland auch in Zukunft wehrlos und entwaffnet bleibt. Der englische Außenminister stellt demgegenüber fest, daß es eine unterschied l i ch e Abrüstung für die Völkerbunds st aaten nicht geben darf, daß also auch Deutschland gerade so wie alle anderen Mitglieder berechtigt sein muß, sich alle Waffen zu besorgen, die die anderen Länder auch besitzen. Her- riot will das Gegenteil, denn ihm kommt es darauf an, Deutschland den Besitz schwerer und schwerster Waffen unmöglich zu machen, was er dadurch zu erreichen sucht, daß in seinem Plan nur den Berufsheeren der einzelnen Länder die schwersten Waffen zugestanden werden, die sie heute schon besitzen. Es ist auch sicher, daß innerhalb der von Simon gezogenen Grenzen für die Abrüstung kein Raum ist für K o l o n i a l t r u p p e n , die dos Mutterland innerhalb vierundzwanzig Stunden nach Europa werfen kann. Es ist auch kein Raum dafür, durch eine neue Auslegung des Versailler Vertrags, dos von diesem Vertrag geschaffene europäische Staatensystem für alle Zeiten für unabänderlich zu erklären. Im Gegenteil, England will ausdrücklich die Tür offen halten, die in jener Bestimmung der Dölkerbundssatzung gegeben ist, um von Zeit zu Zeit die unhaltbar gewordenen Verträge und Grenzen nachprüfen zu können. Damit ist eigentlich Herriots Plan erledigt, denn er bietet an keiner Stelle einen Ansatz, um das, was England als Abrüstung für zweckmäßig hält, in den Plan Frankreichs hineinzuarbeiten. Jedoch ist keine Täuschung darüber zulässig, daß auch die Rede Simons die Gleichberechtigung Deutschlands nicht als unmittelbar gegeben fest stellt, sondern diese erst das Ergebnis von Verhandlungen sein lassen will, die die Gleichberechtigung Deutschlands nur st ufen- weise Herstellen. Damit ist Deutschland nicht gedient, beim es trägt nicht die Schuld und n cht die Verantwortung dafür, daß der Versackter Vertrag in Sachen der Abrüstung nicht aus- geführt worden ifL Wohl aber trägt jede deutsche Regierung die Verantwortung dafür, daß die Wehrlosigkeit Deutschlands unter Umstanden den Anreiz bietet, über einzelne Gebiete Deutschlands herzufallen. Dabei ist die Frage der Aufrech^ erhaltung der inneren Ruhe und Ordnung noch nicht einmal gestreift. Oer Eindruck in Genf. Heftiger Widerstand der Franzosen. Genf, 17. Roo. (XU.) Die Vorschläge der englischen Regierung für die Lösung der deutschen Gleichberechtigungsforderung sind auf außerordentlich starken Widerstand der leitenden französischen Kreise gestoßen. Man wirst der englischen Regierung vor, der deutschen Regierung das Geschenk der Gleichberechtigung ohne jede Gegenleistung auf dem Gebiete der allgemein en Sicherheit und der Oer „Völkische Beobachter" zum Rücktritt papenö. München, 18. Rov. (ERD. Funkkpruch.) Zum Rücktritt des Kabinetts Papen schreibt der „Völkische Beobachter", eine Regierung, hinter der kein Volk stehe, sei den schweren Ausgaben, die in den Schicksalsstunden des Deutschen Reichs erledigt werden müßten, nicht mehr gewachsen. An dieser Unmöglichkeit sei Herr v. Papen gescheitert- Es sei wahrlich nicht zu viel verlangt, wenn endlich auch an verantwortlicher Stelle dem Willen und der Meinung des Volkes Rechnung getragen werde. Diese Meinung gehe dahin, daß nunmehr die Stunde gekommen sei, in der ohne Zwischenlösungen Adolf Hitler zum Kanzler ernannt werden müsse. Wan müsse Deutschland nationalsozialistisch führen, um zu verhindern, daß es b o l s ch e w i - st i s ch werde. Oie ersten Empfänge. Hugcnberg beim Reichspräsidenten. Berlin, 18. Rov. (LRB- Fuakspruch.) Wie wir erfahren, haben die Besprechungen des Reichspräsidenten mit den Parteiführern heute vormittag begonnen, und zwar ist in der 12. vor Mittagsstunde alsLrsterGeheimrat hugenberg empfangen worden. Die anderen Besprechungen, die für heute in Aussicht genommen waren, finden erst heute abend statt. Um 18 Uhr wird Prälat kaas zum Reichspräsidenten gehen, und im Anschluß daran folgt Abgeordneter D i n g e l d e y. Heber den Inhalt dieser Unterredung wird, wie bereits gestern angekundigt wurde, an den amtlichen Stellen streng st es Stillschweigen bewahrt wer- den. In unterrichteten Kreisen erwartet man aber auch nicht, daß sich heute irgendwelche positiven Re- sultale ergeben oder auch nur Möglichkeiten, die einen Schluß auf den Ausgang der Aktion des Reichspräsidenten erlauben. Das wichtigste ist zunächst nunmehr die Frage, wie sich Hitler bei seinem morgigen (Empfang einstellen wird, ob er nämlich an feiner Forderung, ihm die Führung zu übertragen, sesthätt, ober ob er bereit ist, sich in den Kreis der Pläne des Reichs- Präsidenten einzugliedern. Ehe hierüber nicht Klarheit geschaffen ist, hat es nach Auffassung amtlicher Kreise keinen Sinn, Vermutungen über den Aus- gang der ganzen Verhandlungen anzustellen. Wie aus dem Münchner Braunen Haus verlautet, hat Hitler die telegraphische Einladung des Reichspräsidenten, zu einer persönlichen Besprechung nach Berlin zu kommen, ; ustimmend beantwortet. Berliner Blätter zur Regierungskrisis. •Berlin, 18. Rov. (ERB.) 2n den Blättern, die in Opposition zu der bisherigen Regierung gestanden haben, wird die Demission des Kam« netts mit Befriedigung ausgenommen. England liegt nicht nur aus taktischen Gründen daran. Deutschland auf den leeren Stuhl am Abrüstungstisch zurückzubrinaen. Darum hat Sir John Simon die Gleichberechtigung Deutschlands in seiner Genfer Rede zwar grundsätzlich anerkannt. aber doch noch einige Zweifelsfragen offengelassen, die zunächst einmal ausgeräumt werden müssen. England weiß selbst noch nicht, wie es zum Ziele kommen soll, den Frieden durch Abrüstung zu verbürgen, aber zunächst das alles offen zu lassen, was unter der Herrschaft öeä Versailler Vertrags die wirkliche Befriedung Europas verhindern muß. Herriot hat sich offen dazu bekannt, den Versailler Vertrag «uneingeschränkt aufrechtzuerhalten, also auch Deutschland die Gleichberechtigung zu verwei- gern sowohl für die Gegenwart als für jede absehbare Zukunft. Es ist das Verdienst Sir John Simons, Herriot klar nachgewiesen zu haben, daß selb st der Versailler Vertrag nicht z u l ä h t. Deutschland als Macht zweiten Ranges zu behandeln. Die Bestimmung der Völkerbundssatzung über die Abrüstung sowie die Einleitung zum Seil V des Versailler Vertrages sind unmißverständlich, gaiu abgesehen davon daß Clemenceau die Entwaffnung Deutschlands zu besitzen, wird als kluge und kühne Anregung bezeichnet. Bescnders befriedigt ist das Blatt darüber, daß von der britischen Regierung als Voraussetzung der Zugeständnisse eine feierliche Erklärung aller Länder verlangt werde, durch die internationale Gewaltanwendung verhindert werden soll, wobei es den Ausdruck „Gewaltanwendung" unter ft eicht, der weit umfassender sei als das Wort „Krieg". Notwendig sei auch, so wird ferner gesagt, daß ein Revisionsmodus geschaffen werde, durch den Verträge, die teilweise oder als ganzes vielleicht veraltet seien, abgeändert werden könnten. In diesem Zusammenhang werde zwar wieder ein strittiges Problem aufgerollt. Man könne aber darauf verweisen, daß der Artikel 19 der Völkerbunds satzung eine Revision im Prinzip unzweideutig anerkenne. Im übrigen befinde sich der Versailler Vertrag tatsächlich schon in einem Prozeß der Umwandlung. Jede Möglichkeit ■ einer Rüstungsverminderung werde aber verschüttet, wenn man daran gehe, die einzelnen Artikel der Völkerbundssatzung formal zu interpretieren. Es sei ein großer Vorteil der britischen Vorschläge, daß sie sich auf die unmittelbare Bora u s - setzung für ein erfolgreiches Vorgehen beschränken: nämlich daraus, Deutschland keinen Vorwand zu geben, sich weiterhin von der Abrüstungskonferenz fernzuhalten. Der „Lokal-Anzeiger" (deutschnatl.) bezweifelt es, ob den Parteien aus Eigenem die Erreichung eines Zieles gelingen werde, für das sie sich dem Vertreter eines autoritären Regierungs- Prinzips versagten, nicht um seiner Person willen, so sehr sie diesen Anschein erweckten, sondern seines Prinzips wegen. Die Parteien wollen sich, d. h. den Parlamentarismus, d. h. den Kuhhandel. Der drohenden Gefahr unabsehbarer Verschleppung werde der Reichspräsident nicht Raum zur Ausbreitung lassen wollen. Er dürfte die Parteien, die überhaupt für einen Versuch positiver Arbeit noch in Frage kämen, vor die unausweichliche Notwendigkeit stellen, sich raschestens auf ein festes Arbeitsprogramm bindend zu einigen, oder aber ihrerseits den Weg wieder 1 r e i 3 ii g e b e n für Männer, die entschlossen seien, auf dem mit der Ausschaltung des parlamentarischen Unwesens eingeschlagenen Weg nach ihrem Gewissen weiterzugehen. Die „Deutsche Allgemeine Zeitung" schreibt, daß der Rücktrittsentschluß des Reichskabi- netts trotz der Verspätung zu begrüßen sei. Die Betrauung Hitlers mit der Regierungsbildung scheine der nächstliegende und dankbarste Ausweg zur Entwirrung der Krise und zur Klärung der politischen Möglichkeiten der Zukunst zu sein. Ein Auftrag an Hitler rufe grundsätzlich keine staatspolitischen Bedenken hervor. Erst wenn sich gezeigt hätte, daß Hitler die Durchführung dieses Auftrages unmöglich sei, könne eine andere Persönlichkeit mit der Bildung einer Regierung der großen nationalen Konzentration betraut werden. Auf jeden Fall müße man Hitler einmal die Chance geben. — Die „Tägliche Rundschau" sagt, man habe diesem Kanzler dis zur allerletzten Minute Zeit gegeben, den Beweis für seinen Optimismus zu erbringen. Heute gebe es nur drei Menschen, die das Schicksal Deutschlands bestimmen. Bestimmend sei der Reichspräsident von Die Gewastenleilung in Preußen. Ein Erlatz des Reichspräsidenten. Berlin, 18.Rov. l WTD.-Funkspruch.) Mit Rücksicht daraus, daß die Verhandlungen übet die praktische Durchführung der im Urteil des Staatsgerichtshofs zum Ausdruck gebrachten Gewaltenteilung in Preußen nicht zum Ziele geführt haben, hat der Reichspräsident zur Behebung der aus dieser Lage entstandenen Schwierigkeiten aus Grund des Artikels 48 Absatz 2 einen Erlaß an den Reich skanzler als Reichskommissar gerichtet, worin die besonders strittigen Punkte, nämlich die Frage der Zeichnungsbefugnis, des Erlasses _ der Verordnungen, Zustimmung zu Haushaltsüberschreitungen, der Beschafsung von Geldmitteln im Wege des Kredits, des Verkehrs mit den Reichsbehörden, des Begnadigungsrechts, der Amtsräume, der Dienstwohnungen, der Teilnahme an den Parlamentssihungrn und der Llnterrich- tung der alten Regierung über die laufenden Angelegenheiten geregelt werden. Dieser Erlaß ist auch dem preußischen Ministerpräsidenten Dr. Braun gleich- zeitig mit einem Schreiben des Reichspräsidenten zugegangen, worin dieser darauf hinweist, daß das Interesse des Reiches und Preußens ein verträgliches Zusammenarbeiten zwischen den Kommissaren des Reiches und den preußischen Staafsministem im Geiste des Leipziger Urteils verlangt. Oie pariser presse zur Krisis in Deutschland. Paris, 18. Nov. (WTB. Funkspruch.) Die Morgenpresse berichtet eingehend über die Ereignisse in Deutschland, doch wird, abgesehen von ver einzelten Kommentaren, zum Rücktritt des Kabinetts von Popen noch nicht Stellung genommen. „Vic t o i r e“ meint, es sei gar nicht ausgeschlossen, daß Papen seine eigene 91 a d) f o l g e antre t e n werde, wenn die politischen Parteien in Deutschland sich nicht untereinander verständigen könnten. — „F igor o" prophezeit, das Präsidialkabinctt von Papen werde durch ein anderes Präsidial tobinett ersetzt werden, dessen Leiter weniger rücksichtslos als fein Vorgänger fein werde. Im übrigen werde die Demission des Kabinetts von Papea seine Zurückhaltung aus Der dritte Faktor sei Adolf H i t l mehr der Augenblick gekommen, die Fäden da wieder anzuknüpsen, wo sie durch die Person des Herrn von Papen zerrissen worden seien. Der Führer der nationalsozialistischen Bewegung dürfe sich nicht länger draußen halten, denn die Dinge trieben sonst in Deutschland einem Chaos zu, dem niemand mehr gewachsen sein werde. Es sei heute vielleicht der letzte Augenblick, die Kräfte der nationalsozialistischen Bewegung in den Staat einzubauen. Heute gehe es nicht mehr um Parteipolitik. Die „Germania" (Zentrum), die den Rück» trittsbeschluß als einen großen Dienst bezeichnet, der dem Lande erwiesen worden sei, spricht von der C h a n c e d e r P a r t e i e n , denen der Weg zur Reuordnung jetzt frei gemacht worden sei. Für taktische Bewegungen, halbe Entschlüsse und primitive Rücksichten des Prestiges fei kein Raum, wo große, das Schicksal des Landes bestimmende Entscheidungen getroffen werden müssen. In diesem Sinne werde jetzt vor allem, deutlicher und folgenreicher als es am 13. August geschehen sei. die Rationalsozialistische Partei vor die große Frage ihrer politischen Bewährung gestellt werden. Run sei die RSDAP. vor aller Oessentlichkett und im Licht des hellsten Tages vor die Entscheidung ge- stellt. ob und unter welchen Bedingungen sie sich in den Staat einschalten und an feinen Ausgaben mitwirken wolle. Die Zentrumspartei habe bereits in klaren Worten zum Ausdruck gebracht, daß fie für das Ziel der Schaffung einer starken, volksverbundenen Führung und für die belchleu- nigte Durchführung ihrer Aufgaben icde verantwortbare Mitarbeit zur Versagung stelle. Sie werde mit aller Kraft und mit einem äußersten Willen zur Sachlichkett daran m.ttoirtcn. daß Die Bemühungen des Reichspräsidenten von dem erhofften Erfolge gekrönt fein werden. Das „D e r 1 ine r T a g e b l a t t" (dem ), meint, es werde Aufgabe der Parteiführer sein. Die Hoffnungen auf einen negativen Ausgang ihrer Besprechungen mit dem Reichspräsidenten zunichte zu machen. Die negativen Ersahrungen, die Herr v. Papen mit den Parteien und mit dem Reichstage habe machen müssen, seien kein Kriterium für die Arbeitsfähigkeit und die Arbeitswilligkeit der parlamentarischen Kräfte. Ob sie bereit feien, mit einem seriösen Kanzler eine sachliche Politik mitzumachen, werde erst dann entschieden werden können, wenn Herr o. Papen endgültig das tfelo geräumt habe. — Die „Dossische Ze itung (dem.) erkennt an, daß der Herr Reichspräsident den Parteien eine sehr faire Chance gegeben habe. Mcm hätte nur gewünscht, daß sie auch auf die Eoziall molraten ausgedehnt worden wäre. An die Schwierigkeiten, die sich hoch austürmen, müsse nicht erst erinnert werden. Der Sorgen und der Zweifel seien genug. Aber wer es gut mit Deutschland meine, werde alles dafür einsetzen. daß die Lösung der Regierungskrise eine Befreiung von dem schweren Alpdruck werde, der feit Monaten aus uns laste. Der „Vorwärts" fordert eine Regierung, die das Gegenteil der Regierung Papen 'ei. sie könne darum kein „papenähnliches" Gebilde und auch feine Reg erung Hitler fein. Eine Präsidial- reg'.erung, die im Vertrauen des Reichsprä'i» deuten allein und nicht auch im Vertrauen des Reichstags ihre Stütze habe, sei nur dann mit der Verfassung vereinbar, wenn sich die Bildung ■einer regierungsfähigen Mehrheit als zunächst völlig unmöglich erweise. Entweder der Reichspräsident berufe einen Staatsmann von Format, der sich trotz allem feine Mehrheit schafft, oder er behelfe sich mit einer Beamtenregierung. Denn was wir fordern, so schreibt das Blatt, ist nicht der Rücktritt dieser oder feier Person, sondern das Verschwinden eines Systems! Nr. 272 Erster Blaff , 182. Zahrgang Sreitag, 18. November 1952 WGietzenerAnzeiger von einzelnen Nummern IV^ WM General-Anzeiger für Gberhessen richten: Anzeiger riehen. $romfiil>icmm0a'in0ii686. Drvtf tmd Verlag: vrW'lch« Unlvr,stt-tt5-vuch- und Ltetudruckerel 8. tanpe in Sieben. Schristleituug und Seschästsftell«: Schul-tratz- r Nil lur diesen 1 schM^ yvey «ton tom I2 2w 3 durste danach Ä Arwchr lag nid eineröchld 9^ 'ton dM 'r°de 'n tyttr fctt 3 Qt3 tootben » noch nicht. n9 iu beanspruche. e> der im grohen M gavd n offenes Wesen zur CaJ der beiden Vergehen A c von drei Donals 1 nicht, toril er es nur thd hat, bah der in die 22aJ cht freit schlimmere Sold ässe und Munition tour! kffchafi. | reuhischer Schahu : DTD.-Handelsdicnft jrtj Tagen ein Umtauschen^ les aus seine am 20. 3ay rückzahlbaren 130 Mill Vs chen Echatzanweilungen n ung der neuen Schatzamt Hälfte des Hemünertti d 100 Prozent, und am 20.3« Prozent erfolgen. Die nnd -rden beim Umtausch :f angerechnet, zum gleim chatzanveisungen auf fed i Verkaufs an Ieuervrckf ner AS, firanffuiA itigt Teneralveüanmiws t M, Hransturt a.T.1 den Abschluß für dar nach Auslösung der 2(0 000 M. einen )) M. ausveisl Der Dorgeltagcn. eine Zu-anE chitals wurde zuruagM- eren BevertungsgrunoM tntowft ofotrW l \1. Dov. 3n Dbetrq jnnerpolitischen Lage ! lation an der i das Geschäft nut cm R nahm. Die Stimmung» ndlich ZU bezeichnen, M.-Farben konnAS^ q25 v. H aliehen, , Marktgebieten nannte KM- Siemens 169. 70, L 7L 13.« 0 91. 1,21 I 21, ' 1t,H I IL te: h E r 12,7» <1 weder auf die deutsche Politik noch im allgemeinen die europäischen Angelegenheiten eine entscheidende Rückwirkung haben. — „A m i du P e u p l e" schreibt, es sei erwiesen, daß die Zusammensetzung des neuen Reichstags nicht die von der Regierung gewünschte Konzentration erlaube. Es sei daher zweifelhaft, ob Reichspräsident von Hindenburg das gelingen werde, was dem Reichskanzler, der sein Vertrauen hatte, mißlungen sei. Man scheine sich in Deutschland nicht die aeringsten Gedanken darüber zu machen, obgleich sich die politischen Parteien darüber klar seien, daß ein Mißerfolg der jetzt beginnenden Verhandlungen die Auslösung des Reichstags und die Einführung der Diktatur herbeiführen würde. polen bereitet die Zioly-Zahlung bei der Danziger Eisenbahn vor. Danzig, 17. Roo. (TU.) Am Donnerstag traf aus Warschau ein höherer Beamter des polnischen Verkehrsministeriums in Danzig ein. der die Vorbereitungen für die Durchführung der Zloty-Zahlungen an die Danziger Eisenbahnkassen treffen soll. Dem Vernehmen nach sollen 4 2 Wechselkassen auf den Bahnhöfen des Danziger Freistaatgebietes eingerichtet werden, bei denen das Danziger Publikum sich dieDanzigerGuldenwährunginZloty zum Zwecke des Fabrkartenkaufs ein» wechseln kann. Da vokauszusehen ist, daß diese Maßnahme, die am 1. Dezember d. I. in Kraft treten soll, einen ungeheurenEntrüstungssturm und Unwillen des Danziger Reisepublikums hervorrpfen wird, der sich in erster Linie gegen die polnischen Wechsel- taffen richten würde, sollen diese Wechselkassen mit Deutsch-Danziger Eisenbahn-Beamten besetzt werden, die von den Polen dem hier verbliebenen Direktionsbureau entnommen werden. Eine Riederlage der Regierung Ziehm. Das Ermächtiguugkgesctz aufgehoben. Danzig, 17. Nov. (TU.) Der HauplauS- schuß des Danziger Dolkstages hat am Don- nerstagmittag mit den Stimmen der Nation a l s oz i a l i ft e n, Sozialdemokraten und Kommunisten auf Antrag der Nationalsozialisten gegen die Stimmen der Regierungsparteien die Aufhebung des am 28. Juni 1932 beschlösset« n Ermächtigungsgesetzes für die gegenwärtige Regierung, das bis zum August 1933 Geltung haben sollte, beschlossen. Es dürfte somit keinem Zweifel unterliegen, daß die Aufhebung des Ermächtigungsgesetzes auch durch das Plenum des Danziger Dolkstages unmittelbar bevorsteht, da Nationalsozialisten, Sozialdemokraten und Kommunisten über zusammen 39 von 72 Stimmen verfügen. Infolge der Entziehung des Ermächtigungsgesetzes müßten in Zukunft wiederum alle Gesetzesvorlagen, die bisher auf dem Derordnungswege erlassen wurden, vom Danziger Volkstag beschlossen werden. Die Sicherung der Arbeits- disziplin in Sowjetrußland. 2R o s kau, 17. Nov. (WTB.) Das gestern veröffentlichte Dekret der Sowjctregierung, welches eine eintägige unentsch u l digte Ar- beitsverfäumnis mit sofortiger Ent- l a s s u n g bestraft, hat, wie die „Prciwda" ankündigt, weitreichende Folgen. Das System der Lebensmittelkarten und Bezugsscheine wird grundsätzlich geändert. In mehr als 200 der größten Fabrikbetriebe werden die bisher dort unterhaltenen sogenannten geschlossenen Der teilungs stellen für Lebensmittel und Gcbrauchswaren, die bisher konsum- vereinsartig aufgezogen waren, geschlossen. Ihre Magazine, Warenvorräte und das gesamte Inventar werden den Fabriksverwaltungen übergeben werden. Soweit die bisherigen Derteilungsstcllen fortbestehen bleiben, werden sie gleichfalls den Fabriksverwaltungen unterstellt Die Ausweisbücher für Arbeiter und deren Familien- Mitglieder werden künftig durch die Betriebs- lei tu ngen aus gegeben. Die Karten sind auf den Namen ausgestellt und verlieren sofort ihre Gültigkeit, wenn die Inhaber entlassen werden. Schon am 15. November hatte die „Prawda" in einem parteiamtlichen Artikel Klage darüber geführt, daß der Uebelstand der sog. „Tekutschest", d. h. der Fluktuation der Arbeitskräfte von Betrieb zu Betrieb, überhand nehme. Dieses Nomadenleben hatte die „Prawda" in dem erwähn» ten Artikel damit erklärt, daß sich die Arbeiter bald in diesem Betrieb Schuhwerk, bald in jenem Klei- düng oder Lebensmittel verschaffen wollten. Als Parallelerscheinung dazu wurde das unentschuldigte Fernbleiben von der Arbeitsstätte angeführt, das beispielsweise in den Kohlenbezirken auf 13 bis 16 Tage pro Kopf und Jahr ge» stiegen ist. Die „Prawda" erklärt heute, die Siche- rung Der Arbeitsdisziplin gegenüber solchen Erscheinungen verlange eine Verbindung aufklärender er- zteherischer Arbeit mit Methoden wirtschaft- lichen Drucks. Steuer Konflikt an der Universität Breslau. Breslau, 17. Nov. (TU.) Nachdem es schon vor einiger Zeit zu Störungen in der Vorlesung des Prof. Cohn gekommen war, gelang es trotz der von den Unioersitätsbehörden und der Polizei getroffenen Sicherheitsmaßnahmen einigen Etüden- ten, in den Hörsaal einzudringen, in dem Professor Coljn seine Vorlesung hielt. Es kam zu einem Handgemenge, in dessen Verlauf ein Student fo erheblich verletzt wurde, daß er -in ein Krankenhaus eingeliefert werden mußte. Auch setzten Stä- rungsversuche vor der Universität und auf den Korridoren ein, so daß der Rektor die Universität räumen ließ und die Vorlesungen ’*m Hauptgebäude ab tagte. Der Dekan oer Rechts» und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Breslau, Prof. Dr. Waldecker hat im Zusammenhang mit den Vorfällen, die sich an ,d«r Universität ereigneten, die Dekanats- fl e f d) a f t e a bgegeben und um minifte« m»len Schutz gebeten. Am Schwarzen -o^lt dev Universität veröffentlichte Prof. Waldecker x-nJL- arun9, der er seinen Schritt mit Brr- oachiigungen begründet, die in einem redaktionellen tlufiaö emes Breslauer Blattes gegen chn gerichtet worden jeten. Oie Handgranatenanschläge in Schleswig-Holstein. Altona, 17. Nov. (WTB.) 3m Sprengstoff- Prozeß wegen der Handgranaten- anschläge in Schleswig-Holstein in der Nacht nach der Wahl am 31.3uli wurden gegen den angeilagten nationalsozialistischen Re.chstagsabgeordneten und Standartenführer Paul Moder acht Jahre Zuchthaus, ge^e.r den Zollwachtme'.ster Plähn. der heute vormittag in einer Sitzungspause des Prozesses aus dem Ger.cht.gebäude floh und noch n'cht gefaßt werden konnte, 61/. 3ahre Zuchthaus beantragt. Gegen G r e z e s ch und Strathmann lautete der Antrag auf je sechs Iahre Zuchthaus, gegen 17 weitere Angeklagte wurden je fünf Jahre Zuchthaus beantragt. Für acht Angeklagte wurde Freispruch beantragt. Außer dem Zollwacht- meister Plähn sind, nachdem in der heutigen Verhandlung vom Gericht die Sicheryeitsbaft gegen mehie.e Angeklagte beschlossen worden war. noch der 35jährige Kaufmann Blaubach und der 32jährige Lagerist Heinrich Korbarg entflohen. Aus aller Welt. Kreuzer „Karlsruhe" in Neuyork. Generalkonsul Dr. K i e p veranstaltete zu Ehren der Offiziere des Kreuzers a r I 8 r u p e“ ein Essen, zu dem der Bürgermeister von Neutzork sowie die Spitzen der Marine- und Militärstellen erschienen waren. Admiral Byrd sandte ein sehr herzlich gehaltenes Begrüß ungstelegramm, in dem der Besuch der ^Karlsruhe" als eine hervorragende Tat der Völkerverständigung und als eine Geste der Freundschaft zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten bezeichnet wird. Zum Abschied gab der Kommandant an Bord der »Karlsruhe" einen Empfang, bei dem herzlich gehaltene Ansprachen zwischen dem Kommandanten und den Vertretern der Bundesarmee und der Marine der Stadt Neuyork ausgetauscht wurden. Kommandant W a ß n e r dankte in einer Botschaft an die Bevölkerung von Neuyork für die herzliche Aufnahme, die die Besatzung der „Karlsruhe" gefunden hat. Lin Opfer der polnischen Spionagepsychose. 3m Preußisch-Stargarder Gefängnis versuchte der kürzlich in Gdingen wegen angeblicher Spionage für Deutschland zu zwei 3ahren Gefängnis verurteilte reichsdeutsche Dersicherungsbearnte Scheil Selbstmord zu verüben, indem er 18 Aspirin- tablettcn verschluckte und sich die Pulsadern aufschnitt. Sofortige ärztliche Hilfe konnte ihn jedoch retten. Darauf trat der Häftling in den Hungerstreik und nahm zehn Tage keine Nahrung zu sich, so daß ihm schließlich gewaltsam Nahrung zugeführt wurde. Scheil ist offenbar unschuldig verurteilt worden, denn er hat nur sein zu einer Kaserne umgewandcltes Vaterhaus in Neustadt auf einer Durchfahrt durch den Korridor nach Ostpreußen photographiert. Deutscher Student in Tirol tödlich abgestürzt. Beim Abstieg vom Kleinen Salstein stürzte, wie aus Innsbruck gemeldet wird, der 23 Iahre alte Studierende der Medizin Stadtbäumer aus Münster i. W. am SüLhang des Berges ab. Seine vier Kameraden konnten nur noch seine Leiche auffinden, die in einem schwer zugänglichen Gebiet lag. Sie wurde von einer Ber- gungsexpedition zu Tage gebracht. hauseinsiur; in Palermo. — Jünf Tote, fünf Schwerverletzte. In Palermo ereignete sich ein schweres Unglück. Ein altes Haus stürme teilweise ein und begrub die Einwohner unter den Trümmern. Fünf Personen wurden getötet und fünf verletzt. Amerikanischer Allmmagnat mit dem Jlug^eug abgestürzt. Das Flugzeug „Spirit of Fun" des amerikanischen Filmmagnaten Arthur Loew, angeblich der schnellste Eindecker der Welt, ist a b g e st ü r z t. Der Pilot wurde getötet, Arthur Loew und sein Rechtsanwalt schwer verletzt. Loew hatte einen Flug von Australien nach Südafrika in kürzester Zeit zurückgelegt. Er wollte nach Beendigung seiner Geschäfte in Kapstadt einen Rekordflug nach England antreten. Loew ist Vizepräsident der Loews Incorporated, die den Metro-Goldwyn» Konzern kontrolliert. Aus Der Provinzialhaupifiadi. Gießen, den 18. November 1932. Herbst im Garten. Dor wenigen Tagen riß noch der stürmische Westwind die Blätter hastig vom Baum, als könne er nicht erwarten, daß bald der Winter komme. Heute fällt Blatt auf Blatt sachte und wiegend zur Erde. Absch'ed des Herbstes. Iu- belnde Freude der Kinder, im raschelnden Laube spielen zu können, all die lustigen Herbstspiele, die jedes Iahr wiederkehren. Freudevolles Erleben all derer, die die Natur lieben und die wissen, daß nach dem Winter wieder ein leuchtender Frühling sein wird. Diele Bäume stehen schon kahl und zeigen die charakterist'sche Eigenart ihrer ewig wechselnden Formen. H.elt sich in diesem Iahre das Laub an sich schon langer als in anderen Iahren, so halten Hainbuchen und Eichen mit leuchtenden Farben immer noch aus. Die Lärchen leuchten am meisten, ehe ihre Nadeln zur Erde schweben, um einen goldenen Teppich auf grünem Grunde zu weben. Wenn dazu noch die Sonne scheint, zeigt der Herbst sein schönstes Gesicht. Wir wollen nicht traurig sein, wenn all das Grün um uns her an Baum und Strauch versinkt, wir wollen vielmehr den Herbst erleben in seiner ganzen Schönheit. Auch der Garten bekommt eine ganz eigene Art. Unser suchendes Auge sieht ihn auf einmal ganz anders, als im üppigen Sommer, voll Farbenreichtum und leuchtender Kraft. H?rb, ganz herb ist der Garten geworden. Die Farben sind zarter und stiller. Uns sind sie wertvoller, weil es die letzten im Grün der Gartenräume sind. Auch der Rasen ist dunkler, als im Keimen des Frühjahres. Alles ist anders und darob nicht minder schön. Der Flieder ist voll üppiger Blütenknospen, denen auch der stärkste Frost nicht schaden kann. Die schöne Weigelie Eva Rathke, die dunkelrote, zeigt den anmutigen Wuchs ihrer Zwe'ge. die leicht sich zur Erde neigen. Es ist ja kein Sterben in der Natur, es ist nur Schlaf und Kräftesammeln, ist nur Ruhe, die dem neuen Au.bru dient. Da blühen auch noch einzelne Verbenen, Ringelblumen, Astern und Stiefmütterchen, und auch das Laternenblümchen will nicht vergessen fein. Und wo der erste Frost den Dahlien nichts geschadet hat, da blühen noch einige Arten in vollendeter Schönheit auf. Die Rittersporne blühen mit kleineren Rispen zum zweitenmal in reinem Blau. Die herbstliche Cimicifuga, die Silberkerze, neigt ihre feinen Weißen Dlüten- rispen zu den letzten wärmenden Sonnenstrahlen des Herbstes. Die Birken sind voller ©olb; zum weißen schlanken Wuchs ihres Stammes ein Herr- ucher Kontrast. Ihnen darf man immer wieder oa« Wort reden, da sie von vielen Laubbäumen der zarteste und schönste ist. Einige Rosen können in der milden Luft noch bis zur Vollblüte gelangen. Die Hecken sind noch grün, nur die Hainbuchen haben rötlich-gelbes Laub. Die Hagebutten der Parkrosen leuchten rot, ebenso die Fruchte verschiedenster Ziersträucher, wie Ko- toneaster, Sanddorn und viele andere. Tiefgolden glänzt das Laub des Gingo biloba, glänzend und verschwenderisch in seiner Pracht. Leise sinkt der Abend hernieder, verwischt, das Blühen und Leuchten von Garten und Landschaft zum träumenden, schlafenden Bilde der Dacht. G. S. G. Vornotizen. — Tages kokender für Freitag. Stadttheater: 20 bis 22 Uhr, „Sechs Personen suchen einen Autor". — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brandplatz: 15 bis 17 Uhr, Ausstellung. — Bund für christlich-evangelische Erziehung in Haus und Schule: 20 Uhr, Iohannessaal, Familienabend. — Lichtspielbaus, Bahnhofstraße: „Der blonde Traum". — Astoria-Licytspiele, Seltersweg: „Lord Aldini, der Schrecken der Verbrecher" und „Die Sünde der Lissy Kraft". — .Der weiße Tod im Himalaya." Himalaya-Expeditionen rücken wieder in den Mittelpunkt deS Interesses. Man rüstet bereits -pi neuem Ansturm auf die höchsten Berge unserer Erde. Aber die vergangenen Expeditionen sind noch nicht vergessen. So wird man am Sonntag sucht versäumen, den Kulturfilm anzusehen, der uu Lichtspielhaus zur Aufführung gelangt Der Film bringt Bilder von der Expedition des Professors Dr. D y h r e n s u r t h. der ja in Gießen kein Unbekannter mehr ist, nachdem er im Rahmen eines Lichtbilderi ortragrs in der Gesellschaft für Erd- und Döckerlunde schon einen Abriß seines Erlebens, ein Bild von den Strapazen und riesigen Leistungen der Expeditionsteilnehmer entworfen hat und die Schönheit dieser gigantischen Dergwelt lebendig werden ließ. Alles wird man nun im lebendigen Filmbild zu sehen bekommen, der noch eindrucksvoller, als es das starre Lichtbild tun Fann, das oft grnug hochdramatische Erlebnis einer solchen Ex- ped-.tion vor Augen führen wird. Daß man auch hervorragende Landschaftsbilder von der Reise durch Indien, von den Kamm- und Paßwande- rungen, vom Aufstieg zu den Bergriesen von über 7000 Meter sehen wird, ist eine Selbstverständlichkeit. Näheres über die Kulturfilmvorstellung ist aus der gestrigen Anzeige ersichtlich. — Hauptmann a. D. Erich Freund in Gießen. Das Institut für Leibesübungen der Universität veranstaltet am Dienstag, 22. Nov., um 20.15 Uhr im großen Saale des Studentenhauses, Leihgesterner Weg, einen alpinen Licht- bildervortrag, in dem der bekannte Alpinist und Bergführer Hauptmann a. D. Erich F reun d- Galtür über „Die Eiswelt der Bernina" sprechen wird. Der Vortragende ist der Gießener Oeffent- lichkeil bereits durch seine Tätigkeit als alpiner Führer der Gießener Studenten und durch seinen Silvretta-Vortrag im vergangenen Jahre bekannt. Da mit einem sehr starken Besuche zu rechnen ist, empfiehlt es sich, von der Gelegenheit des Karten- Vorverkaufes Gebrauch zu machen. (Näheres siehe Anzeige.) * ** Von der Kraft po st linie Gießen — Hochelheim. Seit Mittwoch werden auf der Nachmittagsfahrt nach Gießen (ab Hochelheim 13.06) die Orte Klein-Rechtenbach und Groß-Rechtenbach wieder angcfahren. ** Sterbefälle in Gießen. In der Zeit vom 1. bis 15. November verstarben in Gießen: Am 4.: Hugo Hellwig, Kaufmann, 48 Iahre, Goethestraße 27; 6.: Auguste Hermann geb. Haase, Witwe, 72 Iahre, Ebelstraße 12; 7.: Auguste Nick geb. Wallenfals, Witwe, 90 Iahre, Liebigstraße 24; 9.: Minna Voigt geb. Stohr. Witwe, 80 Iahre, Löberstraße 1; 11.: August Drckorch Büchsenmacher und Kreisfeuerwehrinspektor, 76 Iahre, Schanzenstraße 8; Sonja Schwalm, 6 Iahre, Ludwigstraße 59; 12.: Georg Eisenacher, Heizer, 59 Iahre, Steinstratze 65, 15.: Wilhelm Bernhard, Gärtner, 61 Iahre, Frankfurter Straße 110; Georg Heinrich Kreie, Kandidat der Medizin, 32 Iahre, Licher Str. 29. Oberheffen. 3n d!e Transmission gekommen und schwer verletzt. * Gambach, 18. Nov. Gestern gegen 18 Uhr kam der Sohn des Mühlenbesihers Reimer Hierselbst im väterlichen Betrieb in dieTrans- chission der Wühle. Dem bedauernswerten lungen Manne wurde von dem Getriebe der linke Arm abgerissen, ferner erlitt er Verletzungen am Kopfe und an den Bei nen. Die Freiwillige Sanitätskolonne von Gießen verbrachte den Verunglückten nach dem Krankenhaus in Rieder-Weisel. Landkreis Gießen. 4= Daubringen, 17. Nov. Bei der Treib- I a g b in der hiesigen Gemarkung, die von dem ^agdpächter Fabrikant Rinn von Gießen abgehalten wurde, kamen 49 Hasen und 6 Fasanen zur strecke. Das Rehwild wurde geschont, da es nur auf dem Anstand erlegt werden soll. Die Jagdbeute ist wesentlich niedriger, als in vergangenen Jahren. U Aodh« im a. d. Horloff, 17. Nov. Dieser fanb in der Wirtschaft »Zum Felsenkeller" die Generalversammlung deS Männerge- langvereinS .Sängerkranz" statt. Der 1. Vorsitzende, Ludwig Becker, erstattete den Iahresbericht. In ehrenden Worten gedachte er des verstorbenen Ehrenmitgliedes, Rechner Otto H o f man n I. Anschließend erfolgte die Rechnungsablage durch den Rechner Hermann Rage l. Die Rechnung schloß in Einnahme mit 291,97 Mark, in Ausgabe mit 246,32 Mark ab, so daß ein Ueberschuß von 45,65 Mark verbleibt. Das Vereins vermögen beträgt am Ende des Geschäftsjahres 2165,81 Mark. An Stelle der ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedes Otto Kröll IV, wurde Georg Kröll, an Stelle des Schriftführers Adolf Hofmann Maurermeister Rudolf Kröll neu gewählt. Kreis Vüdingen. △ Nidda, 17. Nov. Kürzlich hat der Unterricht für das Winterhalbjahr in den beiden hiesigen Fach- schulen seinen Anfang genommen. In Anbetracht der ungünstigen wirtschaftlichen Derhältnisie kann man mit dem Besuch der Anstalten zufrieden sein. Die Gewerbeschule (Tagesschule) wird von 17 Schülern besucht. In die landwirtschaftliche Schule traten 19 Schüler neu ein, die landwirt» schaftliche Haushaltungsschule besuchen 18 Mädchen. Bei der Abnahme der Schülerzahl ist der Geburtenrückgang während der Kriegsjahre zu berücksichtigen. Kreis Schotten. v. Schotten, 17. Nov. Die oberste Motorrad- sportbehvrde hat für die Abhaltung des nächstjährigen großen Rennens „Rund um Schotte n" den 5. I u n i 1 9 3 3 (zweiten Pfingstfeierkag) festgesetzt. Am dritten Pfingstfeiertag schließt sich der altherkömmliche große Prämiierungsmarkt an. Der Verein für Handel und Gewerbe wird in Verbindung mit der Stadt an die Ausgestaltung einer Woche „Pfingsten in Schotten" Herangehen. § Ulrichstein, 17. Nov, Der hiesige Zweig- verein des Evangel. Bundes veranstaltete am Dienstag im Grohschen Saal einen Gemeindeabend. Pfarrer D. Fritsch-Rupperts- burg sprach über die Notwendigkeit der evangelischen Bundesarbeit in unserer Zeit. Zurückgreifend auf Luther, sein Lebenswerk und seinen Kampf für das biblisch-reformatorische Christentum ließ der Redner die Zuhörer die kraftvolle Eigenart unseres evangelischen Glaubens machtvoll empfinden, für den vor 300 Jahren der tapfere, edle Schweden- tönig Gustav Adolf kämpfte und starb. Auch heute heißt es, auf der Wacht stehen für unseren Glauben und ihn schirmen gegen die schweren Angriffe von vielen Seiten. Der fesselnde, aus reicher Kenntnis und Lebenserfahrung quellende Dortrag war um- rahmt von zwei geeigneten Musikstücken, die die Kapelle Dauvert mit gewohnter Meisterschaft vortrug. Der Ortsgeistliche brachte den Dank der Versammlung zum Ausdruck und zeigte sodann einen Lutherfilm, von D. Blankmeister verfaßt, der einen tiefen Einblick in das Leben und Wirken des Reformators gewährte. Kreis Lauterbach. Lauterbach, 17. Nov. Gestern vormittag entstand durch die Explosion eines Spirituskochers in dem Hause der Firma H. Heinz ein Zimmerbrand, der nicht unbedeutenden Schaden anrichtete. Sämtliche Vorhänge im Zimmer sind verbrannt, sowie die Fensterrahmen, der Fußboden und mehrere Möbelstücke stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Nur durch das rasche Zugreifen der Hausbewohner konnte der Brand verhältnismäßig schnell gelöscht und noch größerer Schaden verhütet werden, so daß auch ein (Eingreifen der Feuerwehr nicht mehr notwendig war. Preußen. Kreis Wetzlar. WSN. Wetzlar, 17. Nov. Ein etwa 20* jähriges Mädchen aus dem benachbarten Kreisort Donbaden Hatte sich eine kleine Verletzung am Arm zugezogen, die es nicht beachtete. Nach einigen Tagen schwoll der Arm infolge Blutvergiftung stark an. Der Arzt ordnete sofort die Überführung ins Krankenhaus an. Hier mußte der Arm amputiert werden. Nach zwei Tagen furchtbaren Leidens war das Mädchen t o t. <5 Dorlar, 17. Nov. In einer der letzten Nächte ist bei einem hiesigen Kaufmann ein Einbruchs- dieb stahl ausgeführt worden. Der Dieb hat ein Kellerfenster, dessen Glasscheibe einige Tage vorher von Kindern eingeworfen worden war, durch Aufschieben des Verschlußriegels geöffnet, ist in den Keller eingestiegen und hat aus dem Lager des Kaufmanns Nahrungs- und Genußmittel im Werte von etwa 35 Mark gestohlen. Der Rückweg ist durch das Kellerfenster roic^r angetreten worden. Die polizeilichen NachforschMtgen sind noch nicht ab» geschlossen. (Sin Protest des Darmstädter Gtadtrats. Gegen d e Verlegung von Ncichsbch rden. WSN. Darmstadt, 17. Nov. 3n der heutigen Stadtratss itzung wurde einstimmig eine Entschließung ge'aßt, in der eS heißt: „Sie geplante Verleg ung der Oberpostdirektion Darmstadt und des Landesfinanzamts Darmstadt würde eine ungeheure wirtschaftliche Schädigung der Stadt Darmstadt bedeuten. Diesen Schalk: kann eine Stadt wie Darmstadt, die durch den Verlust der Residenz und Garnison und die Verarmung ihres zahlreichen Rentnerstandes schwerer als jeoe andere Stadt in Mitleidenschaft gezogen worben ist, nicht ertragen, ohne daß ihre Lebensgrundlage zerstört wird. Ebensowenig kann es als zweckmäßig und berechttgt anerkannt werden, Reichsoberbehörden nach und nach in einzelnen bevor^ugtenGroßstädtenzu vereinigen Der Stadtrat legt gegen eine Derwal- tungsreform, die den überkommenen Besitz- und Rechts st and und damit das Lebensrecht einer schwer um ihr Dasein ringenden Mittelstadt mißachtet, schärfste Verwah- r u n g ein und erwartet von der Reichsregierung, daß die verheißene Achtung der Eigen- ßaatlichkeit der Länder nicht dchtzurch illusorisch wird, daß man dem Lande Hessen die aus feiner Eigenstaatlichkeit erwachsenen und mit vieler organisch verbundenen Reichsoberbehörden wegninunt. Von der hessischen Regierung darf erwartet werden, daß sie sich dieser das ganze Hessenland schwer schädigenden Maßnahme m i t aller Entschiedenheit widersetzt und chren ganzen Einfluß aufbietet, um eine der Stadt Darmstadt abträgliche Entscheidung abzuwenden." Polizei im Ttadtrat. Q^ei der Beratung von kommunistischen Winterhilfeanträgen kam es zu Tu. multszenen, an denen sich auch ein Teil bet Galeriebesucher beteiligte. Bei den Ausführungen Umschlag sdiuhe neueste Modelle, auf Rahmen wenn man nicht vorzicht, zu warten, bis bet nächste Tag anbricht. Wie durch diese schlechte Fahrgelegenheit die Bevölkerung, die diese Stationen benutzen must, im Winter geplagt ist, mag folgendes Beispiel zeigen: Hat man nur am Amtsgericht Gießen etwas au tun, so s ieht man dort an vielen Türen die Aufschrift: .Sprechstunden nur vormittags von 10 bis 12 Mhr." Um also ab 10 Uhr dort vor- sprechen zu können, stellt man sich im Winter den Wecker auf etwa 6.30 Uhr. damit man den Zug 7.42 Uhr ab Lang-Göns nicht versäumt. Ist man glücklich um 758 Uhr im Bahichof Gießen angekommen, fragt man sich jetzt: .Wohin?" Man ist eventuell gezwungen, den spesenfreien kleinen 'Kaum im Wartesaal 3. Klasse aufzusuchen, der von allerlei Menschen noch belagert und eventuell gerade gereinigt wird. Hat man hieran keinen Gefallen, dann sucht man ein Lokal oder Eafe aus, wenn es schon geöffnet ist. Ohne Zeche, wenn auch noch so klein, gehts hier nicht ab. Und dies alles wegen der schlechten Zugverbindungen, die nun schon jahrelang auf dieser Strecke bestehen. Man wundert sich, daß die Bevölkerung und die Behörden der hier in Betracht kommenden größeren Gemeinden nicht geschlossen an die Gisen- bahndirektion herangetreten sind mit dem Ersuchen, eine Fahrgelegenheit zwischen 9 bis 10 Uhr vormittags, besonders im Winter, zu schassen. Diese Frage wäre gelöst, wenn der beschleunigte Personenzvg 9.59 Uhr ab Butzbach, auf den beiden Stationen Lang-Göns und Großen-Lindcn halten würde. Vielleicht geben diese Zeilen Anlaß, daß die Reichsbahn hier unbedingt etwa« unternimmt, zumal auf der Strecke Langen— Darmstadt in derselben Zeit sieben Personenzüge verkehren. Sollte der Dahn an einer baldigen Aenderung des jetzigen Planes nichts gelegen sein, so ist vielleicht die Post bereit, hier eine Omnibuslinie eventuell schon ab Pohl-Göns. Kirch-Göns, Lang-Göns und Großcn-Linden zur Fahrgelegenheit zwischen 9 bis 10 Uhr vormittags nach Gießen einzurichten, die sich — abgesehen von der Rentabilität — zum Wohle der Allgemeinheit einführen würde. H. B. Wettervoraussage Ein Hochdruckrücken erstreckte sich heute morgen in nordsüdlicher Richtung über Zentraleuropa mit einem Stern über Skandinavien und einem zweiten über Ostdeutschland. Der Einfluß'des hohen Drucks wird zunächst noch kurzes Aufklaren veranlassen, wobei in der Nacht Frost auftritt. Kräftige Stö- rungslätigkeit im Nordwesten wird aber wieder milde Ozeanluft nach dem Festland vortragen, so daß der hohe Druck allmählich abgebaut wird und verbreitete Nebel- und Dunstbildung aufkommt. Dabei ist späterhin auch mit Niederschlägen zu rechnen, die aus den Bergen teils als Schnee niedergehen dürften. Aussichten für Samstag: Nach kurzem Aufklaren und Nachtfrost tagsüber wieder mehr neblig-trübe und langsame Milderung, vorerst noch trocken. Aussichten für Sonntag: Diesiges Wetter, auch nachts milder, Neigung zu Niederschlägen, auf den Bergen teils als Schnee. Lufttemperaturen am 17. November: mittags 1,1 Grad Celsius abends 0.5 Grad; am 18. November: morgens 0 Grad. Maximum 1,2 Grad, Minimum — 0,5 Grad. — Gärtemperaturen in 10 cm Tiefe am 17. November: abends 2,1 Grad; am 18. November: morgens 1,4 Grad Celsius. Kirchliche Nachrichten. Israelitische Gemeinden. Israelitische Keligionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, 19. November. Vorabend 4.30 Uhr; morgens 9 Uhr; abends 4.45 und 5.25 Uhr. ______ Das Belle i!l gerade NW Umwälzende Erfindung!! Der Fubtrittofen Billigster Ersatz für alle Ofenarten und Zentralheizung! Dauerbrand von September bis Mat. Kein Anheizen, sauberster Betrieb. w* mit Auskunft in Gießen: A. Weber. Kirchenplatz23.1. Verkauf in Lieh: Ferd. Zimmer. Eisen handlang. 7977D Billigste Anschaffung. < fa #1 nn kostet d. Dauerheiz.pro LvU-Z»UU Wochef.eingrob.Zimm. Tägl Bedienung nur einige Fußtritte. Heiz-Automaten-Vertrieb । F. C. Weih, Grünberö 5 (Hess.) 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Schwarze Paletots von RM. 28.— an. Herren-Lodenmäntel von RM 12.— an. Lodenmäntel für Bänder von RM. 750 an. Gummimäntel von RM. 9.50 an. Burschen-Mäntel in großer Auswahl und in allen Preislagen. Anzüge in großer Auswahl von RM 18.— an. Joppen in jeder Art von RM 6.50 an. Windjacken. Kletterwesten von RMBJjOan. Knickerbocker von RM.3.95an. Gestreifte Hosen von RM. 2.50 an. Manchester- und Buckskin- Hosen von RM 5.50 an. Berufskleidung in guter Qualität, sehr billig kommunistischen Stadtratmitglieds Fröba sah sir' Oberbure.meister Mueller genötigt, tie Polizei herbeizurufen, die Fröba aus dem ^itzungsjaal entfernte und auch die Tribünen räumen mußte. r) e^requenzberMarburgerLlnivrrsität WSR. Marburg, 17. Rov. Die Einfchrei- bungen der Studierenden zum Wintersemester an unserer Universität haben nunmehr ihr Ende erreicht- Insgesamt werden 3665 Studierende (2590 Männer und 7<5 Frauen) verzeichnet, gegen 3630 (2876 Manner und 751 Frauen) im Wtnterseme- fter 1931732 und 4100 (3190 Männer und 861 Frauen) im letzten Sommersemester. Dazu kommen noch etwa 50 Gasthörer. neuer Mehrkreis-Empfänger für Europa - Empfang TELEFUNKEN 231 einschl. Röhren RM 189,- (Gleichstr. RM199,-) mit eingeb. Lautsprecher RM 29,— mehr Ing. Heinrich Brinkmann GIESSEN 8109 V Neuen Bäue 17 / Bahnhofstr. 58 fe empfinbtn, für tapfere, edle Schweden. - und starb. Auch heulen für unseren Elauben ; schweren Angriffe von f> aus reicher fientünis ende Dortrag war um. n Musikstücken, die die gewohnter Meisterschaft brachte den Donk der und zeigte sodann Blankmeister Der* Mirf in dar Leben und lewährte. terbach. Hob. Testern vormittag sion eines Spiri- [e der Firma h. Heinz er nicht unbedeutenden je Vorhänge im Zimier ienstemhmen, der Fuß. tücke stark in Mitleiden- r durch das rasche Zu- konnte der Brand ü?r- W und noch größerer [o baß aud) ein Ein- mehr nototnblg war. (Angesanbt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Die Personenzugverbindung Lang-Gons—Großen- Linden und Leihgestern nach Gießen. Ter Winterfahrplan auf der Main-Weser- Dahn zwischen Lang-Göns und Gießen enthält folgende Deförderungsrnöglichkeiten: Vormittags ab Lang-Göns 7.42 Uhr, der nächste Zug mittags um 12.08 Uhr. Wer also vormittags aus Lang- Göns und Umgegend nach Gießen will oder muß, ist gezwungen, den Zug 7.42 ab Lang-Göns zu benutzen. Wenn man diesen Zug versäumt, so kann man au* Schusters Rappen oder per Auto, das man eventuell anhält, den Weg antreten. 'lugen. i beides hieV”1^1 '"halten Jfij« lann wtte.,ein- nbtoirtf* < on 17 neu .jn lch-siUcht ^lchul'/b-l»^"' rZB- lolitn. otefi r tziadiiM. »urde.«' s put: unE w ßan* M/S würde t.n« flfH'wV. Dielen löt b»* r Darmstcwl. /&ie alt in $tt - ""'S in. itzlar. Hot. Bin dtM 20- iu6 dem benachbarten hatte sich eine lleme zogen, die es nicht be- MN schwoll der Am ng stark an. Der Arzt ßrung ins Krankenhaus amputiert werdem iren Leidens war das einer der letzten W rann ein Tinbru^ rben. Der Dieb hat < " 15 0COft Saa r des ,t aus dem tager irs-K im Derlaufe bei allerdings stark schrumpfenden Umsätzen voll behauptet blieben. Am Geldmarkt war Tagesgeld etwas gefragt und wurde auf 3,75 v. ch. erhöht. Lchwcincrnarkt in Grünberg. 4- Grünberg, 17. Rov. Infolge des erst vor acht Tagen abgehaltenen GallusmarkteS war der heutige Schweinemarkt nur mit 82 Ferkeln beschickt. Sechs Wochen alte Ferkel kosteten 9 bis 10 Wk., sechs bis acht Wochen alte 10 bis 14 Mk, acht bis dreizehn Wochen alte 16 bis 20 Mk. Cs verblieb geringer lleberstand. Berlin gut gehalten, später befestigt. Berlin, 18. Nov. (WTB. Funkspruch.) Im Gegensatz zu der eher etwas schwächeren Borbörse hatte der offizielle Börsenbeginn eine gut b e - hauptete Tendenz. Zwar lagen vom Publikum kaum Orders vor, so daß die Kurse meist bei Mindestumsätzen notiert wurden, doch schien bei der Spekulation eher das Bestreben zu herrschen, kleine Deckungskäufe zu tätigen. Die Ungewißheit über die innerpolitische Entwicklung übte keinen stärkeren Eindruck auf die Börse aus, da man der Ansicht ist, daß^sich auch bei einer zukünftigen Regierung, ob sie nun ein Präsidial- ober Parteikabinett sein möge, die Wirtschaftspolitik nicht wese n 11 i ch von der augenblicklichen unterscheiden wird. Der schwächeren Tendenz der gestrigen Neu- yorker Börse und dem Rückgang des Auslandsgeschäftes in der Maschinenindustrie stand als ausgleichendes Moment eine recht beträchtliche Erhöhung der Roheisen- und Rohstahlproduktion im Monat Oktober gegenüber. Der heute veröffentlichte Reichsbankausweis per Medio November wurde verhältnismäßig günstig betrachtet, obwohl die Gold- und Devisenbestände um 9,4 Mill, abgenommen haben. Diese Abnahme ist aber. auf die Rückzahlung eines Teiles des Amerika-Kredites der Reichsbank zurückzuführen. Die Kursveränderungen betrugen meist nur 0,25 bis 0,50 v. S). nach beiden Seiten, wöbe, aber doch die Besserungen überwogen. Einige Werte konnten 1 bis 2 v. S). anziehen. Im Gegensatz zum Aktienmarkt war die Stimmung am Ren- tenmar f t als schwächer zu bezeichnen. Reichs- schuldbuchforderungen wiesen Rückgänge von 0,50 v. .f). auf, Schutzgebiete waren fehr schwach, auch Industrieobligationen und Pfandbriefe lagen im Angebot. Im Verlaufe wurde die Stimmung an den va- noblen Märkten allgemein freundlicher. Ausgehend von Farben setzte sich eine Aus- märtsbewegung um 0,50 bis 1 v. ch., bei charpener sogar um 2 v ch. durch Da Material auch im Verlause von der Kundschaft nicht herauskam, nahm die Spekulation an fast allen Märkten Deckungen vor. Am Geldmarkt machte sich die Erleichterung nach dem Medio erst heute bemerkbar. lagesgelb stellte sich an der unteren Grenze auf 4,39 v.ch., vereinzelt war es auch schon mit 4,25 v S). und 4,13 d. f). erhältlich. Monatsgeld blieb unverändert. Pri- Niee moderne Damen- n. Backfisch-Mäntel mit Pelzbesatz in reschmackvollen Farben in allen Preislagen Kinder-Mäntel m. Pelzbesatz 1. Mädchen v. RM. 8.- an Gut erhaltene getragene Herren-Anzüge u. Herren- Mäntel von RM- 12— an. Fracks, bmokings und Cutaway-Anzüge zu verkaufen und zu verleihen Verkaufsraum im L Stock — Zu erfragen im Laden Herren- und Damen klef düng L. ROSENZWEIG / GIESSEN Neustadt 10 (früher Seltersweg) 8116 a unter Leitung deS Direktors des hessischen Staatsarchivs, Lai^estirchenrat D. Hermann, ab. Direktor Pfarrer Röhricht- Darmstadt erstattete den Kassenbericht, Psarrer Dr. Berger- Darmstadt den Gesamtjahresbericht, der ein Bild von der umfangreichen Arbeit des EPD. bot Es schlossen sich die Berichte der drei Provinzial- vertraueusleute und bed Gemeindeblatt»Ausschusses an. Am Rachmittag folgten zunächst drei Kurzreferate von Frau Dr. Pickert über ..Bilderdienst in der Presse", Psarrer R h e i n f u r t - Braucrschwend über „Evangelische Bolksbüchcr- arbeit' und von Pfarrer Job- Mainz über »Evangelische Rundfunk- und Filmarbeit". 3n einer Entschließung wurde gegen den entsittlichenden Einfluß der überhandnehmenden wilden Leihbüchereien Stellung genommen. Den Hauptvortrag hielt Pfarrer H i l s i n g e r - Stuttgart, Geschäftsführer des württembergischen Pressever- bandes, über „Das Apostolat der Presse". Aus reicher Sachkenntnis zeigte er die Schwierigkeiten einer gewissenhaften, ihrer volksbildenden und erziehenden Aufgabe bewußten Presse, und die Rotwendigkeit, die ethischen und religiösen Kräfte des Christentums zur Mitarbeit zu mobilisieren. G.A.-Gport. Gpielvereinigung 1900 Gießen. 1900 AI — SB. Wetzlar AI 4:2 (4:1). Bor dem Spiel des SB. Wetzlar gegen die Sp.Bgg. Fürth trug die Al-Jugend von 1900 gegen die AI.Jugend von Wetzlar ein Freundschaftsspiel im Stadion aus. Starker Rebel und schlüpfriger Boden behinderten die Spieler. 3n dem fairen Treffen war 1900 durchweg etwas überlegen, namentlich in der ersten Halbheit. Besonders zeichneten sich der Linksaußen, die Halbstürmer und der Mittelläufer, aus. Auch die,anderen waren eifrig. Rur der linke Verteidiger war reichlich unsicher. Die Atoei Wetzlarer Gegentreffer gingen indirekt auf sein Konto. Die 1900er konnten vier Chancen ausnühen. Wetzlar mußte oft vielbeinig verteidigen. Rach der Pause blieb 1900 noch überlegen, tonnte aber keinen Erfolg mehr buchen. Sportabteilung des Tv. Wieseck. wieseck I — Garbenteich I 3:3 (2:1). Die 1. Mannschaft des SB. Garbenteich trat am Sonntag in Wieseck zum Derbandsspiel an. Beide Mannschaften kämpften fair. Wieseck hatte zwei neue Spieler, die sich sehr gut anlieben. Auch Carbenteich zeigte ein schönes Spiel. Dis zur Halbzeit führten die Plahbefitzer 2:1. Rach Halbzeit konnte Wieseck auf 3:1 erhöhen. Man nahm an, das Spiel sei für Wieseck gewonnen, aber die Gäste holten auf und erzielten beim Schlußpfiff den Ausgleich. Die Jugendlichen von Wieseck traten auf dem Platz der Spielvereinigung gegen die B-.Jugend von 1900 an. Der Gegner blieb aus. Wiesecks Jugendliche kehrten unverrichteter Sache zurück. Handball der Turnergilde im OHV. Dhv. II — Turn- und Sportgemeinde Rodheim II 2:3. Gießen spielte mit Ersatz, Rodheim trat verstärkt an. Die DchVer verloren, trotzdem sie überlegen spielten und in der ersten Halbzeit bereits mit 2:0 führten. Die DchVer spielten teilweise sehr eigenmächtig. Darunter litt das Spiel. Der Kamps wurde fair ausgetragen. Birkenreiser - Besen 60 Stück zu M 5.- ab hier Heinr. Schtißler Straflebersbach (Olllkr.) LeupinCreme und Seile vorzügliches Hautpflegemittel, seit Jnhren glänzend bewährt bei Ute,Men Ausschlag, Krätze, Hä- mo- rhoiden, Beinschäd , Wundsein usw. ( 020 V Löwen Drog. W.KIIblnger Macht, Seltersweg 78a; Drog. Wlnterhoff, Kreuzplatz 10: Kreuz-Drogerie A. Noll, Bahnhofstn 63; Med.-Drogerie H. Elges, Leiter,»eg 68a. Familien-ürucksachen Verlobungsanzeigen Vermählungsan zeigen Geburtsanzeigen bei Brühl Schulstraße 1 vatdiskonten waren weiter angeboten, doch dürfte dos herauskommende Material glatt Unterkunft finden. Die Umsätze in Reichswcchseln und Reichsschatzanweisungen blieben auch heute sehr gering. Frankfurt: Aktien fester, Renten matt. Frankfurt a. TI., 18. Nov. (WTB. Draht- meldung.)Die Börse nahm den bereits erwarteten Rücktritt b e r Reichsregierung zwar mit betonter Zurückhaltung, aber nicht ungünftig auf. Die Ansichten für eine neue rasche Regierungsbildung sind allgemein recht optimistisch, wobei man vor allem mit einer Wetterführung der seitherigen politischen Linie rechnet. Die Stimmung am Aktienmarkt war daher etwas freundlicher. Die Spekulation schritt zu Rückdeckungen und auch zu kleinen Meinungs- täufen, zumal befriedigte, daß das Publikum keine Offerten zum Berkaus stellte. Gegen die Abendbörse traten durchschnittlich Besserungen von 0,5 bis 1 v. ch. ein. Die Abschwächungen an der geflogen Neuyorker Börse und der wenig befriedigende Bericht der Ma- schinenbauindustrie, der von einem Rückgang des Auslandgeschästs als Folge der Kontingentierung^. Släne sprach, blieben ohne hemmenden Einfluß. Die msatztätigkeit bewegte sich allerdings in sehr engen Grenzen. Am Montanmarkt, an dem angeblich Käufe des Rheinlandes Vorgelegen haben sollen, war etwas lebhafteres Geschäft zu verzeichnen. char- pener gewannen 1,5 v. Sk Rheinstahl 1 v. ch. und die übrigen Werte dieses Marktes von 0,25 bis 0,50 d. S)." Otaviminen erlitten durch den weiteren Rückgang des Kupferpreises einen Verlust von 0,50 Mk. Elektro-, Chemie- und Schiffahrtswerte verzeichn neten Kursbesserungen bis zu 0,5 o. $). und Zell- stosfaktien solche von etwa 1 v. H. Contilinoleum blieben behauptet. Am Rentenmarkt lag vor allem die Schutzgebietsanleihe schwach, wobei Exekutionen für eine Berliner Bankfirma einen Verlust von 0,5 o. S). herbeiführten. Reichsschuldbuchforderungen verloren etwa 0,5 v. ch. Deutsche Anleihen blieben ziemlich gehalten. Am festverzinslichen Markt überwog noch kleine Abgabeneigung, so daß überwiegend Rückgänge von 0,5 bis 1 v. ch. zu verzeichnen waren. Schwächer lagen auch vor allem weiterhin Reichs- und Länderanleihen. Nach den ersten Notierungen ergaben sich auf den Aktienmärkten ©eitere Besserungen, um bis zu 0,5 v. ch., die Eine besondere Gelegenheit! 200Winter-Mäntel und zwar: füttert nur gefüttert nur aus reinwo'lenen Velour- und Boucle- Stoffen, mit großem Pelz-Kragen, ganz aus reinwollenen Diagonal- u. Maren- go-StoHen.in Hotter Sportform, ganz ge- 8120 A NOWaCK Seltersweg 81 gearbeitet, Lack, schwarz und jraun Boxkalt Mk 12.50 10 50 9.75 Q = giessen ir° Gießen: SÄ 8072 A Crepe Hammerschlag Bilanz vom 30. Juni 1932 Laufende Verpflichtungen 831039 80 Erübrigung 2007.91 1445194 83 Die Eiswelt der Bernina 8118 D Jungs 06803 10824 Mitglieder 8112 D Wir hatten vor einig.Tagen Gelegenheit, in Berlin zirka 300 Stück siaeA Alle meine Qualitäten sind gut kauft nur den 8115V 7021V Jede weitere Größe 75 Pfennig mehr! Hallo! Mm Löwen 28 Neuenweg 28 8127 u zum Aussuchen im I. Stock übersichtlich ausgelegt 00 250 Damen Strelchleberwurst. .Pfd. 0.85 Piockwurst. ..Pfd. 0.90 Herren | Prima Oberh. 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ZE’ ■i ®€3 ILE- h§H ss .s* Q.x»: E a±e spe ot cm 3 o - O 3 O 8£ 5 3t,*a lK-=E"5 = X’EScJt ß^ZL^^o ZK-^ LU* LS -O-ZIZ 8 ® 3 «= a c a ^-2 O € ■e x s 1 L gi5< e L £ e . io s ® Ä S A g -& 's s s =5 ID :2 42N- ■S 3 3 M 3 3 aa "5 “ H 8 55 c?si? 5 °s L 8 L ID 10 ± N in 3 g € id ’Ml 8 C M 55 t^aZ§ 3 ■öf|ö H'TZ K u & Asa «LHN sa e m 3 EE E <0 3 £««•■ «'s 8 s ^K_L NL toio ID s? g-- S2 •EID h« €?c •n •rkältung! 3 M s> 'E/s 5 LI 2 3. «jes & E'S? |to .55 igen 3 to 3 3 K8; u ro cu 2'0 £ =to •3 g c a eä±) ieuge yCT3 "E o-. o(D s ID 5 55 8 = iusgelegt = £ Bs5- RE“»? Eö(D^toiÖ-^H 3 c»> 2a^ ^22 £~- 'wolle, S «rsi = 3 E R Mk. 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