3549 5578 9503 4518 6835 4399 2568 170518 192788 203424 218923 236004 1 22486 23170 29457 NMZ 147937 149721 ' 175364 195568 207367 219345 237469 262899 281775 254201 3633 273784 '1333 305295 305673 Ml 323501 324973 3946 344597 347737 0347 371530 372592 ■teei. 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Jahrgang Donnerstag, 18. August (952 Erscheint täglich, nutzer Sonntags und Feiertags. Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholl« monatsBtiugsprtls: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Zernsprechanschlüsse unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten- Anzeiger Siehe». Postscheckkonto: $ranfftirt am Main 11686. Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen druck und Verlag: vrühl'sche Univer^air Buch, und Steindruckerei R. Lange in Giehen. Schristleitnng und Geschästrstelle: Schulstratze 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm ‘Breite örtlich 8, auswärts 10 Neichspsennig: für Ne» hlameanjeigen von 70 mm Breite 35 Neichspsennig, Playvorschrist 20“ , mehr. Chefredakteur Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Cange; für Feuilleton Dr.H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Dietzen. Der Reichskanzler über die Ziele seines Kabinetts. Erklärungen an einen englischen Pressevertreter über innen- und außenpolitische Tagesfragen. London, 17. Aug. (WT2.) Der Berliner Reuter-Bertreter berichtet über ein 3 n t c r h i c tr^ doS ihm Reichskanzler v. Papen gewährt hat. Auf die Frage des Reuter-Vertreters, ob der Kanzler glaube, daß seine Regierung kommende Weihnachten noch im Amte sei, antwortete der Kanzler: „Dir werden für lange Zeil im Amte sein." Weiter erklärte Reichskanzler v. Papen, es sei nicht die Rede davon, daß seine Regierung dem Reichstag aus dem Wege gehen wolle. Wie der Reuter-Vertreter erklärt, schien der Kanzler von der Zuversicht erfüllt, daß ein Appell an den gesunden Menschenverstand der Parteien nicht ohne Erfolg bleiben könne, da auch die Parteien sich klar darüber sein mützten, daß es keine Regierung gebe, die an die Stelle der gegenwärtigen treten könne. Sollte jedoch ein Mißtrauensvotum zur Annahme gelangen, so würde die Regierung nach Maß- gäbe der dann geschaffenen Situation handeln, wobei sie in jeder Veziehung die Absicht habe, die Verfassung zu achten. Der Reuter-Vertreter wies dann daraus hin, datz Hitler entschieden bestreite, in seiner Unterredung mit dem Reichskanzler die volle Staatsgewalt verlangt zu haben und bat Herrn v. Popen um eine Aeutzcrung zu diesem Dementi. Der Kanzler erklärte, datz es in dieser Hinsicht gar keinen Zweifel geben könne. Der Führer der NSDAP, habe zugegeben, dah er während der vergangenen zwei Monate mit seinen ungeduldigen Anhängern einen schweren Stand gehabt habe, und habe erklärt, er könne einen Anteil an der Regierungsgewalt nicht annehmen, sondern müsse sie in ihrer Gesamtheit verlangen. Er könne nur für eine Regierung kämpfen, die sich ganz und gar mit feiner Bewegung identifiziere. Auf die Frage des Reuter-Vertreters, ob Deutschland aus dem Völkerbünde austreten würde, wenn seine Ansprüche aus Gleichberechtigung hinsichtlich der Abrüstung keine Berücksichtigung fänden, begnügte sich der Kanzler damit, zu unterstreichen, datz die Frage der Gleichberechtigung auf dem Abrüstungsgebiet für Deutschland eine wichtige Lebensfrage fei, da Deutschland s i ch einer solchen Diskriminierung nicht länger unterwerfen und nutzt länger zulassen könne, dah e£ als Macht zweiter Klasse behandelt werde. Falls Deutschland die Gleichheit auf, dem Gebiete der Sicherheit länger verweigert werden sollte, werde die Reichsregierung die notwendigen Mahnahmen in dem Sinne ergreifen, wie er bereits von General von Schleicher umrissen worden sei. „Deutschland hat weder den Wunsch noch die Absicht, zu rüsten", führte Reichskanzler von Pa- pen dazu aus, „aber es will, datz dir anderen (Rationen i h r Versprechen, abzurüsten, auch halte n." Er fügte hinzu, datz er in Lausanne bei seinen Unterhaltungen mit Premierminister M -acbonold bei dem englischen Staatsmann volle Sympathie für bte deutsche Auffassung hinsichtlich Deutschlands Benachteiligung in der Abrüstungsfrage habe fest stellen tön- ^Weiter bemerkte der Kanzler, datz Deutschland seine Bestrebungen, etwas von dem früheren deutschen Kolonialbesitz zurückzuerha^ ten, noch nicht aufgegeben habe, und unterstrich dabei, datz auch hier wieder der Fall einer nicht z u rechtfertigenden Diskriminati o n z u ungun ft en Deutschlands vorliege, für den früher ober später Abhilfe geschaffen werden müsse. Indessen seien noch keine diplomatischen Verhandlungen über diese Angelegenheiten einqclcitet worben. Wenn dementiert worden sei, datz General von Schleicher solche Verhandlungen erössnet habe, sei das ganz richtig, denn General von Schleicher sei Reichswehrminister und nicht Minister des Auswärtigen. Nachdem der Reuter-Korrespondent dann noch einmal als seinen Eindruck hervorgehoben hat, datz Herr von Papcn hinsichtlich der Zukunft seines Kabinetts durchaus zuversichtlich sei, berichtet er weiter: Der Kanzler gab der Hoffnung Ausdruck, es fei wohl nicht zu befürchten, dah die NSDAP., um ihre Ziele zu erreichen, sich zu illegalen Schritten hinreihen lassen werde. Er habe von Adolf Hitler eine Zusicherung in diesem Sinne erhalten und habe keinen Aniah, Hitler nicht zu glauben. Auf alle Fälle werde die Regierung nicht zau- dem jede Revolte gegen ihre Autorität auf der Stelle mit Waffengewalt zu unterdrücken. Wie die Dinge liegen, erklärte der Kanzler weiter, steht das deutsche Volk jetzt wieder geschlossener denn je hinter seinem obersten Führer, dem Generalselbmarschall von Hindenburg, und ist voll Vertrauen in feine weife Führung. Auf die Frage, ob demnächst ein Rachfolger für Freiherrn von Reurath auf dem Londoner Botschafterposten ernannt werden würde, antwortete der Kanzler xum Schlutz, datz in dieser Angelegenheit noch keine Entscheidung gefallen sei. Aoch feine Arbeiisdienstpflicht. Berlin, 17. Qlug. (ERB.) Zu den Meldungen einiger Zeitungen, die Reichsregierung beabsichtige, den FreiwilligenArbeitsdienst in die Arbeitsbien st Pflicht bestimmter Jahrgänge überzuleiten, hören wir von unterrichteter Seite, datz im Reichsarbeitsministerium von einer solchen Absicht nichts bekannt Französische und englische Zeitungen beschäftigen sich neuerdings sehr eifrig mit unserem Bestreben, aus den militä ris chen Fesseln des Versailler Vertrages herauszukommen und durch einen Umbau der Landesverteidigung den Grad unserer Sicherheit zu steigern. Wir wissen nicht, welche Kräfte im Hintergrund wirken und welche Kreise eine internationale Diskussion über die deutsch« Sicher, heitspolitik entfesselt haben. Unzweifelhaft sind aber Intriga nten am Werke, die uns auch die bescheidenste Verbesserung der Ausrüstung unserer Reichswehr nicht gönnen, aus der anderen Seite aber für sich selbst dre allermodemsten Massen im Interesse ihrer eigenen Sicherheit in Anspruch nehmen. Uns kann es ater schließlich gleichgültig sein, ob man jenseits der Grenzen unseren Bestrebungen sympathisch oder feindselig gegenübersteht und ob man sogar das amtliche französische Rachrichtenbüro einspannt, um in verklausulierter Form von vornherein sestzustellen, daß eine Auflockerung der Bestimmungen des fünften Teiles des Versailler Vertrages nicht in Frage kommt. Wir verhandeln bereits seit langem mit den Franzosen, aber auch mit anderen Völkern über unsere berechtigten F o rd erungen, wir werden auch in den nächsten Wochen erneute Anstrengungen machen, um die Vertragspartner zu einem Verzicht auf die militärischen ‘Bestimmungen zu bringen. Das heißt also, wir streben nach wie vor die m i l i t ä r i s ch e G l e i ch- berechti gung an, nicht weil wir uns mit wilden Ausrüstungsplänen tragen, sondern weil die gescheiterte Abrüstungskonserenz gezeigt hat, daß es für ein Sechzigmillionenvolk auf bie Dauer unerträglich ist, inmitten stark gerüsteter Rationen ungesichert dazustehen. Was wir wollen, ist nicht mehd unb nicht weniger, als uns einen Gre^nzschutz aufzubauen, der militärisch ins Gewicht fällt unb so durchorganisiert ist, dah angriffslüsterne Rachbarn schon durch das Vorhandensein dieser Verteidigung reichlich ernüchtert werben. Sollte die Gegenseite unzugänglich bleiben, bann werden wir eben zur Selbsthilfe schreiten unb die Reichswehr so umbauen müssen, daß auch jeder Pfennig nutzbringend angelegt wird. Heute müssen wir Millionen und Millionen bin- auspuloern, weil uns der Versailler Vertrag eine Wehrmacht beschert hat, bie wegen ihrer Konstruk- Kinanzierungsbesprechungen. Berlin, 17. Aug. (ERB.) Wie wir erfahren, fand heute abend in der Reichskanzlei eine längere Besprechung zwischen dem Reichskanzler und dem Re i ch s b a n k p r ä s i b e n - t c n statt, an ber auch ber Reichswirt - schaftsminister unb ber Reichsfinanz- minifter teilnahmen. Bei biefer Besprechung handelte es sich um die Finanzierung der Arbeitsbeschaffungsmatznahmen der Reichsregierung: sie ist die Fortsetzung einer Zusammenkunft, die bereits heute mitta-g zwischen dem Kanzler unb dem Reichsbankpräsidenten allein ftattgefunden hat. Man muß sie im Rahmen der zahlreichen Ressortbesprechungen se- h-n die in diesen Tagen stattfinden unb bte diesmal' einen etwas anderen Charakter haben als sonst. Früher verstand man unter Ressortbespre- chungen Verhandlungen zwischen den einzelnen Ministerien, in diesem Falle liegt die Leitung immer in ber Hand des Reichskanzlers. Es ist anzunehmen, dah zum mindesten auch noch bie nächste Woche mit solchen Verhandlungen ausgefüllt sein wirb. • Die Stellungnahme der Industrie Berlin. 17. August. (CNB.) Das Präsidium be* Reichsoerbandes der Deutschen I n- b u ft r i c beschäftigte sich heute unter Vorsitz von Dr Krupp von Bohlen und Halbach mit der wirtschaftspolitischen Lage und nahm u. a. - auf Grund eines Referats von Generaldireklor Dr Pietrkowski — zu der Frage der Arbeitsbeschaffung Stellung. Hierüber wird von dem Verband folgende Erklärung ausgegeben: „Dec Reichsverband der Deutschen Industrie vertritt den Standpunkt, dah auf dem Wege sei. In der Verordnung über den Freiwilligen Arbeitsdienst habe die Reichsregierung erklärt, dah sie ihre Aufmerksamkeit der Entwicklung des Arbeitsdienstes widmen werbe. Disher könne jebenfalls ein a u h e r o r b e n 11 i ch e r Er - folg des Arbeitsdienstes sestgestrllt werben. Weiter habe bie Reichsregierung ben Rcichs- kommissar für den Arbeitsdienst aufgefordert, ein Gutachten über bie Cntwicklungsmöglichkeiten im Arbeitsdienst vorzulegen. Dieses Gutachten liege aber bisher noch nicht vor. Wie der Arbeitsdienst weiter ausgedehnt werde, könne daher heute noch nicht gesagt, werden. tion fast bie teuerste der Welt ist. Reichswehrminister von Schleicher hat bereits diesen Umbau in seiner Rundfunkrede angekündigt, der Umbau wird kommen, gleichgültig wie die diplomatischen Verhandlungen ausfallen. Sind wir aber erst einmal wieder so weit, daß wir auch militärisch an Bedeutung gewinnen, dann wird man uns auch auf künftigen Abrüstungskonferenzen etwas ernster nehmen. Denn schließlich füllt nur dessen Stimme ins Gewicht, der ihr besonderen Nachdruck zu verleihen vermag. Das war bisher Frankreich, das als einzigen Gegenspieler das wehrlose Deutschland gegen sich hatte. Kommen wir zur Wehrhaftigkeit, dann sind wir auch für die anderen Nationen wieder ein Volk, mit dem man ganz anders als bisher im Interesse des Friedens und der allgemeinen Sicherheit gegen die Rüstungssanatiker und Friedensstörer Zusammenarbeiten kann. Eine Klarstellung. Berlin, 17. Aug. (CRD.) Ein Berliner Mit« tagsblatt will aus Paris über Berhandlungen berichten können, die in ber nächsten Woche beginnen unb ben Umbau ber Re ichswehr zum Gegenstand haben sollen. Darüber sei auch von englischen Blättern geschrieben worden. Wie wir von unterrichteter Seite hören, ist die Meldung in dieser Form nicht richtig. Bekanntlich haben schon während der Abrüstungskonferenz und auch seither Besprechungen über dieses Thema stattgefunten. Es handelte sich aber nur um formlose Unterredungen, die nicht gleichsam als festumris'ene diplomatische Actionen vor sich gegangen sind. Dah diese Unterredungen noch toeiter geführt teerten, ist eine Selbstverständlichkeit. Wenn eine französische Seite die Meldung über angeblich in näch ster Woche beginnende offizielle Verhandlungen dementieren zu müssen glaubt, intern sie darauf hinteeist, daß derartige Vor- Handlungen erst bann eingeleitet teerten könnten, toenn die Verhältnisse in Deutschland endgültig gesestigt seien, so stellt dies einen unzulässigen Eingriff in die deutschen inneren Verhältnisse dar. Es ist klar, daß derartige Unterredungen gesühnt teerten, toeil sie das gesamte deutsche Volk als i felb ft Der ft ändl ich fordert. einet öffentlichen Arbeitsbeschaffung eine kon- junktursordernde Beeinflussung nicht erreicht werden kann und lehnt alle uferlosen Pläne, die zur Ausführung von Milliardenprojekten von verschiedenen Seilen ausgestellt worden sind, nach wie vor ab. Eine Besserung der innerwirtschaftlichen Lage und eine allmähliche Behebung der Arbeitslosigkeit kann nach Auffassung des Reichsverbandes nur dann erhofft werden, wenn die innerwirtschaftlichen Hemmungen, die die freien Entwickelungsmöglichkeiten beeinträchtigen, beseitigt und die Produktionskosten derartig gesenkt wer- den, daß die Betriebe wieder rentabel wirtschaften können. Es wurde aber anerkannt, daß unter den gegebenen Verhältnissen die öffentlichen Stellen einschließlich der Reichsbahn und der Reichspost die Aufgabe haben, diejenigen Arbeiten mit möglichster Beschleunigung in Gang zu setzen, die zur Erhaltung des öffentlichen Vermögens notwendig find, und zwar in einem erheblich weiteren Umfange als bisher vorgesehen ist. In diesem Zusammenhang wurde auch die Frage des Freiwilligen Arbeitsdienstes und der Arbeitsdienst pflicht erörtert. Dabei wurde festgeftellt, daß ter Freiwillige Arbeitsdienst einer möglichsten Förderung bebarf, unb baß 'm einem weiteren Ausbau des Freiwilligen Arbeitsdienstes auch die organischen Grundlagen für eine spätere Einführung der Arbeitsdienstpflicht gefunden werden können. Vorschläge der Landgemeinden. -Berlin, 17. Aug. (CRD.) Der Präsident tes Deutschen Landgemeinde tag es und des Verbandes der preußischen Landgemeinden Land- rat a. D. Dr. Gereke-Pressel hatte zu Mittwoch zu einem Presseabend im Hause der Deutschen Presse eingeladen, auf dem das Arbeits - befchaffungsprogramm der Landgemeinden erläutert wurde. Dr. Gereke erklärte, es müsse mit allen Mitteln dasür Sorge getragen werden, daß sich alle maßgebenden Organisationen und Parteien zur positiven Lösu ng der deutschen Schicksals- srage, nämlich ter 'Beseitigung der Erwerbslosigkeit , bc.enncn, damit nicht die besten und erfolgversprechenden Vorschläge tes- halb nicht durchgejührt würden, weil sie als Emp- sehlungen einer Parte i oder Organisation von den übrigen ab gelehnt würden. Die Vorschläge der Landgemeinden, die in Leitsätzen mit ausführlicher Begründung zusammengesaßt sind, gehen von folgenden Erwä- gungen aus: Trotz schwerster Verluste aus verschiedensten Gebieten ist uns die Arbeitskraft des deutschen Volles als stärkstes Mittel zur Belebung ter Wirt- schckft geblieben. Diese Aroeitslrast kann heute bei rund sechs Millionen Erwerbslosen nicht annähernd genutzt werden, obwohl genügend Volkswirtschaft l ich wichtige Arbei tsge- legenheiten zur Verfügung stehen. Diese volkswirtschaftlich wichtigen Arbeiten müssen unter Einschaltung der Privatwirtschaft zu vollem Lohn von ber össentUchen Hand durchgeführt werden. Zur Trägerschaft dieser Arbeiten ist die öffentliche Hand deshalb berufen, weil es sich bei den Maßnahmen vielfach um Arbeiten handeln muß, die ihrer Ratur nach nicht im privatwirtschast- lichen Sinne rentabel sind und die infolgedessen von ter Privatwirtschaft nicht in Angriff genommen werten. Zur Finanzierung eines wirklich umfassenden Arbeitöbeschaffungsprogramms muß ein neuer Wog beschritten werden, und zwar bie zinslose krcditschopsung der öffentlichen Hand bei ben öffentlich-rechtlichen Kreditanstalten, die ihre Deckung, wie die Anleihen der öffentlichen Hand bisher, in ter ßteuerfraft der Bevölkerung sinten. Selbstverständlich müßte die Kreditschöpfung von einer zentralen Stelle, am besten von einem eigens mit großen Vollmachten eingesetzten Reichskommissars planmäßig überwacht und begrenzt werden, um jede Gefährdung der Währung V-Röhren. Diese Stufe ist doppelt vorhanden, die eine dient zum Betrieb, die an» dere zur Reserve. Mittels des Zwischenkreises wird die Endstufe 6 an einen sog. Siebkreis angeschlossen, der die Senderwelle von noch vorhandenen Oberschwingungen gründ lichst reinigen soll, damit der Empfang anderer, ferner Sender durch diese nicht gestört werden kann. Der Ausgang des Sieb- kreises ist mit einer doppeldräytigen Energieleitung verbunden, die die im Sender erzeugte und modulierte Hochfrequenzenergie der Antenne zuführt. Die Anlennenleistung des neuen Senders beträgt etwa 17 6W.' gegen nur 1,7 SW. des alten Senders. Die Melle des neuen Senders ist wesentlich kürzer als die des alten (rund 260 gegen 390 Meter). Die Bedienung des Senders erfolgt durch ein in der Mitte des Senderaumes aufgestelltes Schaltpult. Auf diesem sind 3nstrumente angebracht, die die richtige Aussteuerung des Senders zu überwachen gestatten. Hinter dem Bedienungspult befindet sich das Verstärker-, Meß- und Lieber- wachungsgestell, an dem die Besprechungskabel zum Sender endigen. Durch einen Endverstärker auf dem obengenannten Gestell werden die ankommenden Darbietungen verstärkt und zur weiteren Verstärkung dem Modulationsverstärker zugeführt. Die Stromversorgung der neuen Rundfunk-Scnde- anlage erfolgt durch zwei Hochspannungskabel, die von verschiedenen Speisepunkten des städtischen Netzes herangeführt sind, um eine größtmögliche Betriebssicherheit zu erzielen. Um die von dem Städtischen Elektrizitätswerk gelieferte Energie umzuformen, befinden sich im Maschinenraum acht Maschinensätze, von denen die eine Hälfte zum Betrieb, die andere als Ersatz bei Störungen dient. Sie liefern auch die Anodenspannungen für die Stufen 1 bis 4. Ferner sind zwei Queck.sil- berdampfaleichrichter für eine Leistung von je 100 KVA. bei 12 000 Voltspannung vorhanden. Sie liefern die Anodenspannung für die Stufen 5 bis 6. Unter dem Maschinenraum sind b e« gehbare Kabeltunnel vorhanden, in denen die Starkstromzuführungskabel von den Maschinen, den Gleichrichtern ufro., einerseits zu den Schalttafeln und anderseits zum eigentlichen Sender derlegt sind. 3m Pumpenraum, der sich im ftellet befindet, steht die Wasserrückkühlanlage. Diese dient dazu, das an den Röhren der 6. Stufe vorbeifließende und dadurch warmgewordene Wasser wieder abzukühlen, um es von neuem gebrauchen zu können. Hierzu wird am zweckmäßigsten Regenwasser genommen. Da dieses aber nicht dauernd zur Verfügung steht, muß destilliertes Wasser nachgefüllt werden. Um das warme von den Röhren zurückkommende Wasser zu kühlen, wird es in einem Oberflächenkühler von kaltem Wasser umspült. Als Kühlwasser kann gewöhnliches Leitungswasser nicht verwendet werden, weil es durch das Ansetzen von Kesselstein in den Kühlschlangen des Oberflächenkühlers Störungen Hervorrufen könnte. Die englische Billard-Partie. Kleines Erlebnis eines Weltreisenden. Don E. 3- Klötzel. Es war vom Sport die Rede gewesen und davon, wie sehr manche europäische Nationen und vor allem Amerika heute Enaland auf diesem Gebiet den Rang streitig machen. Mister Stroke, der einzige Engländer in unserem Kreis, hatte schweigend zugehört. „Well, ©entfernen", sagte er jetzt, „ich gebe zu, daß die anderen uns in den sportlichen Leistungen hart auf die Pelle gerückt sind, und in manchen Sportarten sogar übertreffen. Aber wir haben immer noch einen Vorsprung: unsere Leidenschaft für den Sport! Sie wird von keinem Volk übertroffen, auch van den Amerikanern nicht, trotz des Riesenlärms, der drüben um jeden Rekord gemacht wird. Wenn es Ihnen recht ist, meine Herren, will ich Ihnen zum Beweise dessen eine Geschichte erzählen." Wir nickten und tranken Mister Stroke zu. „Dor zwei Jahren", begann Mr. Stroke, fuhr ich auf einem kleinen italienischen Dampfer van Mas- sana nach Port Sudan. Wir waren nur wenige Passagiere an Bord, und der einzige Engländer außer mir war ein schon älterer Konsularbeamter. Natürlich waren wir Tischnachbarn geworden und hatten unsere Deckltühle nebeneinander gestellt. „Kennen Sie Aden gut?" war eine der ersten Fragen, die er an mich stellte. Ich sagte ihm, daß ich schon öfter in Aden gewesen sei. „Glauben Sie, daß man in Aden ein vernünftiges Billard finden wird?" Die Frage verblüffte mich. Aber ich konnte ihm versichern, daß es im Imperial-Hotel ein ausgezeichnetes Billard gebe, auf dem ich selbst schon gespielt habe. Nur sei es bei der Hitze in Aden nicht üblich, vor Sonnenuntergang zu spielen, und solange würde unser Dampfer kaum im Hafen bleiben. „Oh", antwortete er, „ausnahmsweise wird man auch am Tage spielen können. Ich habe mich mit einem Freunde verabredet, eine Partie zur Entscheidung zu bringen. Es liegt uns beiden sehr viel daran, zu erfahren, wer von uns der stärkere Spieler ist." „Sie haben Bekannte in Aden?" „Keine Menschenfeele. Mein Spielpartner ist auf dem Postschiff aus Indien, das heute Aden passiert. Er wird eine Stunde an Land gehen können. Ich hoffe, das wird genügen, um die Partie zu beenden." _ "2hr Freund lebt in Indien?" — ,3a, seit neun Jahren." Ich erinnerte mich, daß er mir erzählt hatte, er selbst sei die letzten vier Jahre in Abessinien gewesen. „Und wann", fragte ich erstaunt, „ist jene Partie begonnen worden, die Sie jetzt zum Austrag bringen wollen?" „Vor sieben Jahren, im „Civil and Military Club" von Lahore. Wir waren damals junge Beamte des Civil Service. Ich wurde bald darauf versetzt, aber er ist bis heute in Indien geblieben. Wir beide galten damals als die besten Billard-Spieler der ganzen indischen Beamtenschaft — heut werden uns dort längst Jüngere überholt haben. Jene fetzte Partie zwischen uns beiden blieb unentschieden, und wir brennen beide daraus, sie endlich zur Entscheidung zu bringen." Wir kamen nach Aden und fanden es in Erwartung eines hohen Besuchs. Ueberall war geflaggt, eine Ehrenpforte war am Hafen errichtet, auf allen Kasernenhöfen waren die Truppen im Paradeanzug angetreten und rückten bald danach aus, um Spalier zu bilden. «Was ist los?" fragte ich den Wirt des Imperial- Hotels, in das wir sofort gegangen waren. „Seine Exzellenz der Gouverneur von Bombay kommt mit dem indischen Postschiff hier an und wird der Stadt einen Besuch abstatten. Sie wissen, daß Aden zu seinem Verwaltungsgebiet gehört, obwohl es ein paar tausend Meilen von Indien entfernt ist." Mein Schiffskamerad hatte für diese Mitteilung kein Interesse. Er hatte längst den Rock ausgezogen, eine Queue ergriffen und jagte die drei Elfenbeinballe unermüdlich gegen die Bande. Aus feinem Training weckte ihn erst der Donner der Kanonen von den Forts, die für den Gouverneur Salut schossen, als dessen Dampfer in den Hafen einfuhr, — der gleiche, aus dem der Spielpartner meines Bekannten reifte. „Kommen Sie", sagte er und stellte den Billardstock in das Gestell, „wir wollen ihn abholen." Das Imperial-Hotel liegt dem Anlegeplatz der Boote gerade gegenüber; mit wenigen Schritten waren wir an dem Platz, wo die gesamte weiße Beamtenschaft Adens, der Oberkommissar an der Spitze, Aufstellung genommen hatte. Und da kommen auch schon die Boote, voran das mit dem Gouverneur, einem großen, gut aussehen- den Mann in Tropen-Gala-Uniform. Die Kapellen der weißen und schwarzen Truppen spielten die Nationalhymne, das Militär präsentierte, und der Gouverneur begann, Händedrücke auszuteilen. Schließlich kam er auf uns zu. „Halloh, Jimmy, wie geht's?" rief er beim Anblick meines Begleiters und schlug ihm vor Freude auf die Schulter. „Du mußt nach eine Viertelstunde warten, ich muß erst noch einen Besuch bei der Gattin des Oberkvmmis- sars machen. Wo spielen wir? Im Imperial? Gut — in einer Viertelstunde also." Ich vergaß vor Verblüffung, eine Verbeugung zu machen, als der Gouverneur gleich darauf mir die Hand schüttelte. „War das Ihr Freund?" fragte ich erstaunt meinen Reisegefährten. „Ja", sagte er mit einem verlegenen Lächeln, „das war er. Er hat es ein bißchen weiter gebracht als ich. Damals waren wir beide auf der gleichen Stufe. Er hat schnell Karriere gemacht. Aber wer von uns beiden der stärkere Billardspieler ist, das wird sich nachher ja Herausstellen." Es war noch keine Viertelstunde vergangen, da fuhr das Auto mit dem Gouverneur vor dem Imperial-Hotel vor. „Los, Jimmy", rief er, fünfunddreißig Minuten haben wir Zeit. Wir müssen es diesmal zu einer klaren Entscheidung bringen. Ich könnte es nicht aushalten, wieder sieben Jahre zu warten, ohne zu wissen, wer von uns der Stärkere ist" Sie spielten ausgezeichnet, und einer war dem anderen immer dicht auf den Fersen. Ehe man sich dessen versah, war die Zeit um und der Adjutant mahnte diskret zum Ausbruch. Jimmy war am Zug, aber der Gouverneur war ihm um 137 Points voraus. „Auf Wiedersehn, Jimmy", sagte er, und fegte das Queue aus der Hand. „Ich kann den Dampfer nicht warten lassen. Spiele deine Serie ruhig weiter und funke mir an Bord, auf wieviel Points du es gebracht hast."' Der Gouverneur und feine Suite brachen auf, Jimmy spielte weiter. Er kam auf 133, 134, 135 Points. Er machte den 136. Points. Als ihm der 137. gelungen war, dröhnte kurzer Applaus — und dann wartete alles atemlos auf den nächsten Stoß. Aber der mißlang, die gestoßene Kugel berührte nur einen der beiden anderen Bälle, an dem zweiten rollte sie haarscharf vorbei. „Unentschieden!" Einer der Offiziere eilte hinaus und ließ es durch einen Matrosen von der Landungsbrücke zum Dampfer des Gouverneurs winken, der gerade die Anker gelichtet hatte. Zwei Minuten später kam die Antwort vom Schiff: „Gratuliere! Laß mich nicht wieder sieben Jahre warten, Jimmy. Viel Glück/ Als wir wieder an Bord waren, mit Kurs auf vprt Sudan, sagte mein Gefährte zu mir: „Wissen Sie, ich hätte den 138. Point aud) bekommen können. Aber schließlich ... Sie verstehen ... er ist inzwischen Gouverneur geworden! Und es ist so angenehm, sagen zu können: Der Gouverneur von Bombay ist mir noch eine Billardpartie schuldig..." Meine Tante — Deine Tante. Ich bitte um Entschuldigung. Ich meine nicht jenes ruchlose Glücksspiel gleichen Namens. Das, wovon hier die Rede sein soll, ist etwas überaus Ehrbares und sogar durchaus Nachahmenswertes. In der britischen Hauptstadt gibt es feit Jahr und Tag eine Vereinigung, deren Mitglieder samt und sonders unverheiratete Damen gesetzten Alters sind. Dieser Verein nennt sich, poetisch und dezent, „Jeder- manns Tanten". Oder soll man den Urtext: „Universal Aunties“ etwa so übersetzen: vielseitige Tanten zu vermieten? Was ist der Beruf dieser guten Tanten, die angeblich überall zu Hause fein wollen, wo man sie braucht? Ihre Pflichten beginnen meist dort, wo die Hausfrau versagt, versagen muß. Zum Beispiel: eine jungverheiratete Frau ist berufstätig. Sie kann sich weder um ihren Haushalt noch um ihr Baby kümmern. Abends, wenn der Gatte nach Haufe kommt, findet er eine angebrannte Suppe vor und einen Säugling, der vor lauter Schreien schon ganz heiser ist. So unerfreulich sähe manches englische Familienbild aus, — wenn eben, diese Tanten-in- allen-Gassen nicht wären. Diese Tanten können den Ruhm beanspruchen, die erste organisierte Tantengemeinschaft der Welt zu sein. Mit Statuten, Obertanten und vielleicht sogar Ehrentanten fristen sie ein durchaus bekömmliches fieben. Denn es gibt ja gewiß viele Leute, denen eine gütige Vorsehung weder eine eigene blutsver- verwandte Tante in die Wiege gefegt hat, noch genügend Zeit, um sich tagsüber um die kleinen Dinge des Lebens zu kümmern. Eben diese Leute greifen bann mit Freude auf jene ehrwürdige Organisation derer zurück, die für ein geringes Entgelt, mit Würde und Geschick buchstäblich „jedermanns Tanten" sind. Wobei die Großtante allemal für die Zuverlässigkeit der jeweils vermieteten Tante zu haften hat... Sochschulnachrichten. Der durch die Berufung von Professor Harald Fuchs nach Basel an der Llniversität Königsberg erledigte Lehrstuhl der klassischen Philologie ist dem außerordentlichen Professor Willy TheiLer in Kiel angeboten worden. Vo Dos rom M in ben Babeans Wetrteb herrschte fiAn?enJrüben Tag &bie teX 15 Sinn: an fübferpn r e'b,i anstatt nnf ?°9en trümetn iLbet,°r Re dch Oren (L: Ju aehö s-nb Diet??en Vnt k°nnen. ?en 'st 2 Qn |ii ?Qt es vielen '?^ Ä’Ä "Nter, M ouf h grüner feSiäl 'Nacht, gx ^nhe, d, »In klaube £ lw’U s“‘5 M itn « tiG, "nm ^nMS kJ» jjj rs*« Esä * einen d scstgeno^n MS Liebe -K.H sMhen. Ast heh ^--.nderen °u' LusklänM Dernommi B L -r m » Tn 23 Uhr an dar ®atbl 'TÄ Notfall unter benj. lebhafte Unruh erfreulich, dah esia die Töter zu ernu csemplarifche Deftra Totenged-M Wie in jebem Iah Offijiersoereinigung Nr. 116, vereint mit ter-Regimenter (Res. Rgt. 116, Res.'Inf.-R Rgt. 186 und 418) bi Denkmal des R< her Zeughausk. bei Anloy zunächst guft, 19.30 Uhr. An den Offiziersoereinig hiesigen Bataillons, . und die Bataillonsm nieberlegung am Den alle Gefallenen der o menter statt. Redner bienrat Holzel (@i tiger bei bet Mobilir getreten war, den gar unoerrounbet mitgen sichrer heimgekehrt is Der Tag von Anlo hessischen Regimentei krieg. Die Regiments Wilhelm Nr. 116 sag, war geschlagen. Der b ges lag hinter bem A an seine Fahnen gehes Gegner war aus Stell R 3 Tage lang mit ( OE hatte. Rühmlich nung mit wen, w ben. Aber arvh, sehr lüfte. Kein Tag de;! viele Opfer geforberi Innerhalb weniger 6 mehr als ein Dritt 13 Offiziere waren ben. 340 brave Ui waren mit ihnen in 1° viel war bie Zah waren 20 Offiziere. itibet. UM rfell^rtret?rtÖ "och fe*S ■ÄnÄ «Sgfi rsS ^'ccarb |eL8t$On* ruSs ^>°ch äderte e^j "och Süden. < ^ev- und Leber- die Desprechungslabel h einen Endverstärker Werden die ankoni. am und zur loeiteren nsverstärkcr zugcsührt. oeuen Rundsunk-Tende« >ochspannungskabel, die inkten des städtischen lm eine größtmögliche len. Um die von dem gelieferte Energie um- n Moschinenraum acht le eine Hälfte zum Be- i bei Störungen dient, tenspannungen sür di»- ib Zwei Liuecksil- ’r sür eine Leistung I Boltspannung vorhan- ispannung sür die Stu- aschinenraum sind be- [ vorhanden, in denen >el von den Maschinen, erfeits ju den Schalt- gentlidjen Senber ocr« Z tvesentlich kürzer ? Segen 390 Ä $ erfolgt durch ein jn J ausgestelltes Schalt! Ilrurnente angebracht. Senders zu über. m ^dienungspult be. im Keller befindet, lühianiage. , Mtzren der 6. Stufe zarmgewvrdene Mer 3on neuem gebrauchen zweckmähigsten Regen- es aber nicht dauernd destilliertes Wasser nach- larme von den Röhren Kühlen, wird es in einem m Wasser umspült. Al; ies Leitungswasier mdjt durch das Ansehen von igen desDberslächenkuh» i könnte. jit verstehen . . . « f orbenl Und es ist !■> an‘ j)er Gouverneur von lillarbpartie schuldig. • • KT (bote*1 Deine Tante. rtfl Ich meine nicht jenes Stig Styhis £ Ks f* * ein ivollen- w0 ^e inncn6 Ü Beispiel: - Sie tann it 6etur,.” ihr W I»*# Srt® b!.“*ufi s“ meÄVeW fÄ itcn hefomm11^ durchs W hcnen ew'ß "'^Lne er eine egVaL nod) sK« iinern- jji« * WZ enjeiis Aus der Provinzialhauptfiadt. Giehen, den 18. August 1932. * Oie Brandstiftung im Getreidefeld aufgeklärt. Wie wir gestern bereits berichteten, wurde in der Nacht zum Mittwoch in der Gemarkung Ober-Ofleiden ein A ck e r, der mit Hafer bestanden war, angezündet. Noch qm gestrigen Tage wurden die polizeilichen Ermittlungen in Anwesenheit des Oberstaatsanwalts Dr. Drill- Giehen durch die Landeskriminalpolizeistelle Sieben und die zuständige Ortspolizeibehörde borgenommen. Die Ermittlungen brachten einen vollen Erfolg. Es wurden b t e i'QRä n n e r fe st genommen, die der Tat dringend verdächtig waren. Es handelt sich um Steinbrucharbeiter aus Nieder-Ofleiden, die nach einem scharfen Verhör zum Teil Geständnisse ablegten. Zwei von ihnen beschuldigten den Arbeiter Karl Z i n n k a n n , der selbst zwar kein Geständnis ablegte, jedoch dürfte zweifellos feslstchen, das; er der Täter ist. Zinnkann wurde in Haft behalten, während die beiden anderen auf freien Fuß gesetzt wurden. Zur Aufklärung des Sachverhaltes wurde eine Anzahl Zeugen vernommen. ES ergab sich, dah die Drei Arbeiter am Abend in Homberg waren, dort Einkäufe besorgten, wohl auch etwas getrunken hatten und in angeheitertem Zustande sich mit ihren Fahrrädern auf den Heimweg machten. Nachdem sie anscheinend schon vorher verschiedenen Unfug verübten, gelangten sie gegen 23 Uhr an das Getreidefeld, dessen auf- rechtstehende Garbenhaufen von Zinnkann angezündet wurden. 3n der Umgebung von Ober-Ofleiden hat der Vorfall unter den Landwirten begreiflicherweise lebhafte Unruhe ausgelöst. Gs ist deshalb erfreulich, dah es in so kurzer Zeit gelungen ist, die Täter zu ermitteln. Hoffentlich wird eine exemplarische Destrasung erfolgen. Totengedenkfeier der ehem. 116er. Wie in jedem Jahre, so begeht auch diesmal die Offiziersoereinigung des Inf.-Rgls. Kaiser-Wilhelm Nr. 116, vereint mit den Offiziersvereinen der Tochter-Regimenter (Res.-Inf.-Rgt. 116, Landwehr-Inf.- Rgt. 116, Ref.-Inf.-Rgt. 222, Ref.-Inf.-Rgt 254, Inf.- Rgt. 186 und 418) die Totengedenkfeier am Denkmal des Rcgimentsverbands vor der Zeughauskaferne an dem tyr Schlacht bei Anloy zunächst liegenden Samstag, 20. August, 19.30 Uhr. An der Feier beteiligen sich außer den Offiziersvereinigungen das Offizierkorps des hiesigen Bataillons, die 2. (Traditions-) Kompanie und die Bataillonsmusik. Es findet eine Kranzniederlegung am Denkmal im treuen Gedenken an alle Gefallenen der auf diesem verzeichneten Regimenter statt. Redner ist Leutnant d. R. a. D. Studienrat Holzel (Gießen), der als Kriegssreiwil- liger bei der Mobilmachung im Inf.-Rgt. 116 eingetreten war, den ganzen Krieg im vorderster Front unverwundet mitgcmacht hat und als Kompanie- sührer heimgekehrt ist. Der Tag von Anloy — 22.8.1914 — brachte den hessischen Regimentern die Feuertaufe im Weltkrieg. Die Regimcntsgeschichte des Inf.-Rgts. Kaiser- Wilhelm Nr. 116 sagt hierüber: „Die erste Schlacht war geschlagen. Der blutigste Tag des ganzen Krieges lag hinter dem Regiment. Der Sieg hatte sich an seine Fahnen geheftet. Ein starker und tapferer Gegner war aus Stellungen gejagt worden, die er sich 3 Tage lang mit Sorgfalt ausgesucht und ausgebaut hatte. Rühmliche. Taten, die alle der Erwähnung wert wären, waren allerorten vollbracht worden. Aber groß, sehr groß waren auch die Verluste. Kein Tag des Krieges hat vom Regiment so viele Opfer gefordert, wie dieser Tag von Anloy. Innerhalb weniger Stunden hat es über 1000 Mann, mehr als ein Drittel feines Bestandes, verloren. 13 Offiziere waren auf dem Schlachtfelde geblieben. 340 brave Unteroffiziere und Mannschaften waren mit ihnen in den Tod gegangen. Fast doppelt so viel war die Zahl der Verwundeten. Unter ihnen waren 20 Offiziere. An Unteroffizieren und Mannschaften waren 599 verwundet. 72 wurden vermißt. Der Name Anloy sollte einen schrecklichen Klang in der hessischen Heimat erhalten. Da war kein Städtchen und Dörfchen, in das nicht die Nachricht gedrungen wäre: „Bei Anloy gefallen". Aber darum ist der Name auch zum Ehrennamen der Kämpfer des 22. August geworden. Von allen Kränzen, die sich das Regiment in dem großen Krieg errungen, ist der Kranz von Anloy der schönste. Er wird nie welken. Schützt die Tiere vor Dürft und Hitze. Der Gießener Tierschuh-Verein schreibt uns: Kettenhunde, Ziegen, Kaninchen und Hühner haben oft schrecklich unter der sommerlichen Hitze au leiden, wenn ihre Stallungen den ganzen Tag den Sonnenstrahlen ausgesetzt sind. Jeder Tier- besiher sei bemüht, seinen Tieren die Hundstage nach Möglichkeit zu erleichtern, indem er sie möglichst vor der Sonne schützt. Hundehütten gehören an heißen Tagen in den Echat - t e n und die Ställe sind sorgsam zu lüften. Alle genannten Tiere brauchen in der Zeit Gelegenheit, den Durst mit frischem Wasser zu löschen und sich wenigstens eine Zeit des Tages frei zu bewegen. Das Leben an der Kette, oder im dumpfen Stall ist während des Hochsommers eine Qual. Die Pferde müssen nicht nur im Stall, sondern auch unterwegs getränkt werden. Sie sind dann doppelt leistungsfähig. Wenn der Körper nicht genug Flüssigkeit erhält, tritt Verdickung des Dlutes ein. Schlappheit, unter Umständen sogar Hihschlag können daraus folgen. Daten für Donnerstag, 18. August. 1830: Kaiser Franz Josef I. von Oesterreich in Wien geboren; — 1850: der Schriftsteller Honors de Balzac in Paris gestorben; — 1866: Gründung des Norddeutschen Bundes; — 1870: Sieg der Deutschen bei Gravclotte-St. Privat; Schlacht bei Metz; — 1881: der Komponist Hermann Zilcher in Frankfurt a. M. geboren. •* Dilder von der Felddienstübung unseres Vataillons, die am Dienstag in der Nähe von Elimbach stattfand, sind von heute ab im Schaukasten des „Gießener Anzeigers" zu sehen. Die Dilder bringen verschiedene Ausschnitte aus der großangelegten Hebung und vermitteln einen anschaulichen Eindruck von der Durchführung der militärischen Aktion. *• Sterbefälle in Gießen. 3n der Zeit vom 1. bis 15. August verstorben in unserer Stadt: 3. Marie Wallbott, geb. Zeh. 45 Jahre, Grünberger Straße 75. 4. Otto Schmidt, Hhrmacher- meister, 70 Jahre, Marktstraße 1. 6. Eleonore Wesp, ohne Beruf, 71 Jahre, Wakltorstraße 38. 7. Ludwig Dauer, Schlosser, 50 Jahre. Am Wingert 4. 9. Wilhelm Hennemann, Elektromonteur, 48 Jahre, Ebelstraße 9. 10. Anna Sturm, geb. Keller, Witwe. 57 Jahre. Mühlstraße 6; Elisabeth Appel, geb. Reichler, 58 Jahre, Seltersweg 77. 13. Katharine Hartmann, geb. Kratz, Witwe, 70 Jahre, Neustadt 51. 14. Katharina Schwidt, geb. Dönsel, Witwe, 67 Jahre, Karl-Vogt-Str. 14. •’ Verstärkter Flurschuh während der Erntezeit. Seit einiger Zeit mehren sich die Klagen über vorkommende Flurdiebstähle. Der Minister des Innern hat deshalb die Kreisämter angewiesen, während der Erntezeit dem Flurschuh ihr besonderes Augenmerk zuzuwenden. Die Ortspolizeibchörden seien entsprechend angewiesen und nötigenfalls sollen auch Gendarmerie- und staatliche Polizeibeamte zum Flur- fchuh herangezogen werden. Sonntagskarten zur Wiedersehensfeier der 118er in Worms. Wie die Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. mitteilt, werden zu der am 20. und 21. August in Worms stattfindenden Wiedersehensfeier der ehemaligen 118er von allen Bahnhöfen im Umkreise von 200 Kilometer um Worms Sonntagsrückfahrkarten nach Worms ausgegeben. Die Karten haben Gültigkeit von Freitag, 19. August, 12 Ahr bis Montag, 22. August, 9 Hhr,d. h spätestens bis um 9 älhr muh die Rückfahrt angetreten werden. Vom Badestrand der Lahn. Dav war nicht immer so ... daß in den Badeanstalten in der Lahn ein solcher Hochbetrieb herrschte, wie in diesen Tagen. Es gab manchen trüben Tag in diesem Sommer, an denen sich die Bademeister vor den Sabinen langweilten. Nur wenige Schwimmer beunruhigten das Wasser. Und diese'bedurften des Bademeisters kaum, denn sie konnten schwimmen. Aber jetzt sind die Badeanstalten voll vom frühen Morgen bis zum späten Abend. In Müllers Badeanstalt ist man darüber nicht ärgerlid)... 15 Stunden Babebdrieb. Frühmorgens um 6 Uhr kommen die Ersten. Meist Stammgäste! Jene, die den „Eisernen Bestand" auch an kühleren Tagen bilden. Meist suchen sie die Badeanstalt auf, bevor sie an die Arbeit gehen. Sie verkrümeln sich naturgemäß gegen 7 Uhr wieder. Die letzten gehen so gegen 21 Uhr. Das sind meist die Schwimmer, die Turner, die am Abend spät aus den Geschäften kamen und nun trainierten. Sie können sich so schnell nicht vom Wasser trennen. Es wird immer ziemlich spät, bis die letzten abtrudeln. Kinder beherrschen das Feld. Noch sind Ferien! Die Badeanstalten scheinen deshalb am späten Vormittag und am Nachmittag nur den Kindern zu gehören. Sie nützen den Tag und ihren Groschen Eintritt weidlich aus. Uebrigens sind viele darunter, die ausgezeichnet schwimmen können. Das ist an sich kein Wunder, denn Schwim- men ist seit einiger Zeit Schulfach. Der Sprungturm hat es vielen angetan. Das 5-Meter-Brell ist noch lange nicht zu hoch.. Vom 1-Meter-Brett zu Springen, bedeutet gar nichts mehr. Es gibt natürlich auch Aengstliche, die sich nichts getrauen. Sie bekrönten sich auf das Zusehen. Aber einer ist barunter, ein etwa 8jähriger Bub, in grünem Trikot und grüner Mütze, der schon alle möglichen Finessen macht, Schraube, Hechtsprung, Hocksprung, Salto usw. Vorläufig nimmt er den Sport noch nichi sehr ernst... Das Renommierbraun spielt eine nicht unbedeutende Rolle. Es gibt aber auf diesem Gebiete große Unterschiede. Man kann es auf verschiedene Weise bekommen. Die Sportler haben es in Erbpacht, die Badegäste aber nur auf der Epidermis. Jene behalten es auch im Winter, die anderen steUen bald enttäuscht fest, daß die braune Pracht bleicht, wenn sie die Sonne nicht immer wieder aufarbeitet. Beim Sportler sitzt es tief in der Haut, der Badegast muß sich mit der vergänglicheren Form begnügen. Wasserball am Abend. An einigen Abenden der Woche wird Wasserball gespielt. Meistens spielen die Mannschaften von Schwimmverein und vom Turnverein gegeneinander. 3m Nu sind die Laufstege um das Wasserballspielfeld dicht beseht. Diele Deine baumeln über dem Wasser. Die Zuschauer teilen sich brüderlich tn die Sympathien für Schwimmverein und Turnverein. 3m Wasser geht es sehr lebhaft zu. Die Spieler verständigen sich untereinander mit großem Stimmauswand. Die Pfeife des Schiedsrichters schrillt. Wenn ein Tor fällt, dann füllt für einige Sekunden ein vielstimmiges Geschrei die Luft. Dann aber gibt es wieder Stunden, in denen von den Schwimmern eifrig trainiert wird. Da sieht man dann vorzüglichen Crawlstil, ausgefeiltes Drustschwirnmen, zügiges Langstreckenschwimmen, kurze Spurts. Auf den Laufplanken folgt der Trainer — ganz Aufmerksamkeit — den Schwimmern. Schwimmer sind eine sympathische Gilde... Jn Müllers Badeanstalt herrscht den ganzen Tag über regstes Leben, viel Ilnruhe. Für denjenigen aber, der von des Tages Arbeit kommt, bedeutet sie doch Entspannung, Ablenkung vom Kreis der Pflichten, Anregung und in Verbindung mit der eigenen sportlichen Dewcgung im Wasser eine Erholung, die man nicht missen möchte. Fast ist die Dadeanstalt in diesen Tagen für die vielen Besucher zu klein. Beim Männerbadeverein geht es etwas beschaulicher zu. Auch ist dort für die Badenden mehr Raum gegeben. Zahlreich finden sich die Vereinsmitglieder mit Frau und Kin- dem ein. Oft genug suchen im Laufe eines Tages bis zu 600 Gäste das Bad auf. Das Strandfest des Männerbadevereins fällt m diesem Jahre aus. In vier Jahren will man das 100jährige Bestehen des Vereins, der De- Deutung des Jubiläums entsprechend, feiern. Das städtische Jreibab ist zur Heimstatt für viele geworden, die nicht mit Glücksgütern materieller Art gesegnet sind. Viele Erwerbslose verbringen hier ihre leeren Stunden. Naturgemäß hat hier der Bademeister viel Verantwortung, beim es ist mancher Gast Das Museum des Ruhms. Oer Spezialift für Orden aller Länder. —Hausse in Parteiabzeichen. (Sine Reportage von Heinrich ZRacf. Dreht da die Filmfirma „Pallas" einen neuen historischen Mroßfilm „EineNachtin Peters- b u r g". Dar Manuskript spielt im Zarenhof, es kommen Hunderte von Uniformen in ihm vor, Groß fürsten und ganze Regimenter, und alles muß ganz stilecht sein. Woher aber soviel Stilechtheit nehmen? Natürlich hat die Filmfirma irgend einen früheren russischen Fürsten als Sachverständigen engagiert, und der muß nun dafür sorgen, daß alles bis zum letzten Uniformknopf stimmt. Ein ganz besonderes Kapite' sind die Orden. Wehe, ^venn sie falsch ausgewählt sind, wenn sie falsch sitzen! Aber wo nimmt man sie her? Und wie sehen sie aus? Wenn eine Filmfirma solche Sorgen hat, bann roenbet sie sich an ein kleines halbdunkles Geschäftchen in ber Berliner Fricbrichstraße, dessen Besitzer, em alter Herr, seit mehreren Jahrzehnten Spezia- list für Orden und Ehrenzeichen aller Art ist. 1883 hat er fein Geschäft gegründet, später wurde er Hoflieferant mehrerer Fürstlichkeiten, unter anderem auch des ehemaligen deutschen Kaisers, und 1m Laufe seines langen Lebens ist er nicht weniger als sechsmal prämiiert worden. Er kann viel erzählen. Bei ihm bestellten vor dem Kriege die Herrscher ber meisten europäischen Län- ber ihre Orben, oft drei, vier Waggonla- düngen auf einmal; die Ehrenzeichen, die bi' Brust ber englischen, dänischen, indischen und schwedischen Männer zierten, stammten zumeist aus seinen Werkstätten. Viele ber Orben, die er einstmals in alle Teile der Welt verschickte, sind inzwischen, oft auf dunklen Wegen, wieder zu ihm zurückgekehrt. In den hohen Vitrinen, die die Wände des kleinen Ladens schmücken, kann man die Dekorationen der meisten russischen Fürsten sehen, findet man überhaupt so manchen historischen Orden aus letzter und aus ver- gangener Zeit. Da ist sogar der erste Orden, den Napoleon verliehen hat; da war bis vor kurzem noch ber Orben, den ber Mönch unb Zaren- günftling Rasputin besaß, unb gerade dieser Orden ist in letzter Zeit auf mysteriöse Weise g e» ft oljl en worben. Manchmal kommt es vor, baß ber alte Herr, der Besitzer dieses interessanten Geschäftes, um eine vertrauliche Unterredung gebeten wird. Und daß irgend eine alte Exzellenz ihn bann aufsucht und ihm ihre Orden zum Kauf anbietet ... aus Not. Um leben zu können. Natürlich kauft er sie, obwohl er sie in den seltensten Fällen wieder verwerten kann. Aber ... „man tut so etwas doch aus Pietät". Ausverkauf der Ehren. Aber ist das denn nicht ein Geschäft ber Vergangenheit? Wie kann der Besitzer heute noch existieren? „Gegen früher", so erzählt er, „ist es natürlich kein Vergleich. Aber trotzdem haben wir Spezialisten für Orden noch ganz gut zu tun. Denn in letzter Zeit kommt man ja wieder mehr dazu, bei öffentlichen Gelegenheiten seine Ehrenzeichen anzulegen, besonders in Süddeutschland. Und viele Inhaber solcher Dekorationen lassen sie bei mir kopieren. Nach dem Krieg hatten wir besonders viel dadurch zu tun, daß sich die Frauen und Bräute im Kriege Gefallener die Ehrenzeichen zur E r i n n c r u n g noch einmal anfertigen ließen. Unb bis zum heutigen Tage laufen solche Bestellungen bei uns ein Außerbem ist mir ein Teil meiner ausländischen Kundschaft treu geblieben. Vor nicht allzu langer Zeit erst habe ich vom Schah von Persien ein paar Tausend Orden bestellt bekommen, unb auch König Carol von Rumänien hat mich mit Lieferungen beauftragt. Das Tagesgefchäst aber sind heutzutage die Ab Zeichen. Sehen Sic, ich führe sämtliche Abzeichen politischer und unpolitischer Art, aller Parteien und aller Klubs, die es in Deutschland gibt. Für manche habe ich sogar bas Monopol, |o zum Beispiel für die Abzeichen der neugcgrünbclen So zial-Monarchistischen Partei. Natürlich dürfen wir manche dieser Abzeichen nicht an jeden verkaufen. Gewisse Parteiabzeichen dürfen nur gegen Vorle gung des Parteibuches abgegeben werben, anberc roicber finb für jedermann zu haben. So wertvoll unb infolgedessen jo teuer wie Orben. sind Abzeichen natürlich nicht. Ihr Preis schwankt zwischen zehn und sechzig Pfennigen, während manche Orden früher bis zu taufend Mark gekostet haben, besonders die hohen, die aus edelstem Material bestanden. Mer hier muß es eben die Menge bringen ... und wir verkaufen ja auch ganz gut, besonders vor ben Wahlen war das Geschäft unge- heuer rege. Wenn man einen Blick in die Schubladen und Kästen voller Abzeichen tut, dann kann einem ganz schwindlig werden. Wieviel Vereine und Klubs, wieviel Parteien unb Bünde gibt es doch in Deutschland! Ein paar besonders blitzende und strahlende Sterne fallen zwischen ben Orben auf. Welches Lanb verleiht benn diese prächtigen Stückes Ein sehr friedliches Land. Es find nämlich Kegle r o r b e n. Krieg und Frieden, Vergangenheit und Gegen- wart, alter unb neuer Glanz liegen hier beieinander. Wenn biefe blanken Sterne unb Kreuze reben tonnten, bann würden manche von ihnen sicher erstaun- liche Geschichten erzählen unb viel unter ihnen blu tige unb schreckliche Erlebnisse. Aber sie hängen stumm in ihren Glaskästen, in diesem dunklen, Meinen Laden, der ein recht merkwürdiges Museum ist. Buntes Allerlei. Wann kommt ein gutes Herings-Jahr? 3n unserer Dolksernöhrung ist der Hering seit langem der wichtigste Fisch, hinter dem erst in großem Abstand Kabeljau, Dorsch u. a. folgen. Aber während man früher dieses „Brot des Meeres" nur im gesalzenen Zustande verzehrte, hat bei uns in der Nachkriegszeit der Frischhering immer mehr an Bedeutung gewonnen. Früher wurden frische Heringe, die nicht der Konservierung durch Einsalzen unterworfen waren, nur in ganz geringen Mengen auf den Markt gebracht. Doch mit dem Echleppnetz-Fang, der sich in neuester Zeit auf den deutschen Fischdampfern eingebürgert hat, ist die Verwertung des Frisch- Herings in großen Mengen als gesundes und billiges Nahrungsmittel ermöglicht worden. Der Schleppnehfang, der vor dem Kriege nur ausnahmsweise angewendet wurde, hat in den letzten Jahren durchschnittlich etwa 1,5 Millionen Zentner Heringe geliefert, die mit den in schneller Fahrt geschleppten sackartigen Netzen im Herbst in gewissen Teilen der Nordsee erbeutet wurden. Da Deutschland jetzt etwa ebensoviel frische Heringe wie früher Salzheringe und außerdem noch die gleiche Menge Salzheringe verbraucht, so hat sich der gesamte Heringsverbrauch in Deutschland fast verdoppelt. Der Hering ist also für unsere Ernährung von immer größerem Wert geworden, und um so mehr interessiert uns die Frage, wann man mit einem guten Heringsjahr rechnen darf. Obwohl dieser Fisch seit uralten Zeiten eins der wichtigsten Nahrungsmittel Europas ist und sich die Volksphantasie mit ihm in unzähligen Sagen unb Bräuchen beschäftigt hat, so wußte man doch bis vor kurzem nur sehr wenig über die Lebensweise des Fisches, über die Entstehung und die Wanderung der großen Herings-Schwärme. Durch die Arbeiten der Meeresforschung und besonders durch die Untersuchungen der englischen Biologischen Marine- Station zu Plhmouth hat man aber jetzt in die Lebensgeheimmsse des Herings scharf hineingeleuchtet, und es ist gelungen, ziemlich sichere Grundlagen für eine Vorhersage der Heringsernte zu gewinnen. Wenn z. D. eine große Zahl von zwei Jahre alten Fischen in irgendeinem Jahr auftritt, so kann man mit Sicherheit annchmen, daß für die nächsten 5 Jahre gute Heringsfänge bevorstehen, wenn nicht ungewöhnliche Umstände dazwischen kommen. Eine große Ausbeute an sieben Jahre alten Heringen in einem Jahr weist darauf hin, dah ähnliche Ergebnisse in den nächsten Jahren nicht zu erwarten sind. Die Grundursache für gute und schlechte Heringsjahre sind natürlich in der Nahrung der Fische zu suchen, die wieder in hohem Maße von den wechselnden Meeresströmungen abhängt. Heringe verspeisen zwar vielerlei, aver die Grundlage ihrer Ernährung besteht wie die vieler anderer Meerestiere in den riesigen Mengen von winzigen Organismen, die wir Diatomeen nennen. Diese einzelligen Algen bilden das erste Glied in dem verwickelten System der „Nahrungsketten", die das Steigen und Fallen aller Lebensformen im Meer beherrschen. Die Heringe bis zur Größe von einem halben Zoll nähren sich hauptsächlich von diesen Diatomeen, während sie im nächsten Wachstums-Zustand von 0,50 bis 2 Zoll fast ausschließlich von kleinen Krustentieren leben, und sich in ihrer weiteren Entwicklung bis zu 5 Zoll Länge mit größeren Krustentieren sättigen. Die kleinen Fische werden wieder von den größeren Fischen, von Robben, Seevögeln us.w verspeist, und nur ein verhältnismäßig kleiner Teil der zweijährigen Heringsschwärme entgeht diesem Tode und gelangt zur völligen Reise. Innerhalb dieser verwickelten Verhältnisse gewinnt man jetzt mehr und mehr Klarheit, und zwar ist für die Vorhersage der Heringsfänge die genaue Beobachtung der Diatomeen, die mit Hilfe von besonderen Ünter- suchungsschiffen erfolgt, von höchster Wichtigkeit. Nach der Ansicht hervorragender Meeresforscher wird man bald genügend Material besitzen, um Karten für die Fischer herauszugeben, die ihnen zeigen, wo die an Diatomeen reichsten Strömungen zu finden sind, und hier liegen auch die reichsten „Weideplätze" für Die Heringe. Patentstreit um den amerikanischen Stahlhelm. Ein Rechtsstreit um das Urheberrecht am Stahl- heim wird gegenwärtig gegen die Regierung ber Vereinigten Staaten ausgekochten. Kläger ist ein englischer Ingenieur John Leopold Brodie, ber jetzt in Buffalo lebt. Er sorbert für jeben ber von amerikanischen Soldaten getragenen, nach feiner Erfindung hergestellten 1537 000 Helme einen Betrag von 42 Pfennig, also rund 645 000 Mark. Im Verlause dieses Prozesses würben von dem Vertreter ber Klage Zeitungsabschnitte aus ber Zeit vargelesen, ba biete Helme, die „Zinnhüte", wie bis Soldaten sie nennen, zuerst nach Amerika kamen; sie bringen in erheiternder Weise die verschiedene Aufnahme, die sie gesunden haben, zum Ausdruck. Da heißt es: „Tommys Stahlkappe läßt ihn wie einen Kreuzfahrer aussehen, der Eindruck ist äußerst komisch", und auch von „Puddingformen" an die die Kopfbedeckung gemahnt, ist die Rede. Andere wieder rühmen bas weiche Leder, mit dem die Helme gefüttert waren, und behaupten, daß ber Tommy van dem warmen, aber nicht schweren Kopfschutz be- geistert wäre. Unter ben 100 Entwürfen van Helmen, die seinerzeit dem Britischen Kriegsministerium vargelegen hatten, war der von Brodie aus- gewählt worden. Während ber Erfinder nun für bie von britischen Soldaten getragenen Helme aus Vaterlandsliebe feine Abgabe fordert, erstreckt sich sein Anspruch auf die von England nach Amerika gelieferte Kopfbedeckung. Man sieht der Entscheidung des Gerichts mit großem Interesse entgegen. da, der nicht recht schwimmen kann. Glücklicher» weise: passiert ist bisher noch nichts ernsthaftes. Etwa 1200 Personen besuchen im Laufe des Tages die städtische Badeanstalt. Der UJafferffanb der Lahn ist in diesen Tagen der Trockenheit sehr zurück- gegangen. An der Brücke ragen die Inseln weit aus dem Wasser. Der Kies an den Ufern liegt meterbreit trocken, die Ufer find steiler geworden. Die Temperatur des Wassers ist gestiegen. Ständig zeigte das Thermometer in den letzten Tagen üfer 20 Grad. Die Dadesaison wird aber nicht mehr lange dauern. Es wird auch nicht mehr lange währen. Dann schwimmen gelbe Blätter auf der Lahn. . . . Kirchliche Nachrichten. Israelitische Gemeinden. Israelitische Religionsgesellschaft. Sabbatfeier den 20. August. Freitag abend 7 Uhr; Samstag vormittag 8: nachmittags 4; Sabbatausgang 8.25. — Wochengottesdienft: morgens 6.30; abends 7 Uhr. S.Jl.-d?pott Herbst-Regatta-Startverlosung. 16 Vereine, 60 Boote, 295 Ruderer. 3m Bootshaus des Vereins Rudersport 1913 fand gestern abend die Startverlosung für die am 28. August stattfindende Herbstregatta des Lahnregatta- Verbandes statt. In Anbetracht der Zeitverhältnisse, dürfe, so führte der 1. Vorsitzende des Vereins Rudersport, Herr Leoermann, nach kurzer Begrüßung aus, das Ergebnis noch als günstig bezeichnet werden. Mit mehr als der Teilnahme von 15 Vereinen habe man nicht gerechnet. Die Zahl sei erreicht worden. Leider sei aber für den Großen Achter keine Meldung abgegeben worden, so daß das Rennen ausfallen müsse. Sodann nahm Landgerichtsdirektor Kramer als Unparteiischer die Startverlosung vor. Zur Regatta haben folgende Vereine gemeldet: Limburger RE. RV. Rüsselsheim Gießener RE. Hassia RG. Germania Frankfurt Dortmunder RG. Wetzlarer RC. Limburger RG. Limburger RV. Saar Saarbrücken Weilburger RV. Mainz-Kastel RG. Offenbacher RV. FV. Freiweg Frankfurt Gießener RG. Mainzer RV. Verein Rudersport Gießen. Von den 20 ausgeschriebenen Rennen wurden zu 19 Wettbewerben Meldungen abgegeben. Allerdings müssen drei weitere Rennen ausfallen, da nur je eine Meldung dafür oorlaa. Es fallen Lahn-Jung- mann-Vierer, der Iugend-Gigoierer und der Lahn- Einer aus. Für den Herbst-Vierer starten 7 Boote. Für den ersten Lahn-Vierer 2 Boote, Kurzstreckenrennen 4, Jungmann-Vierer 2, Jungmann-Einer 8, Damen-Dierer 3, zweite Vierer 5, Altherrn-Vierer 2, Staatspräsidenten-Vierer 2, Herbstachter 2, An- fänger-Vierer 2, Junior-Vierer 3, Lahnachter 2 (hierzu hat der Gießener RC. Hassia seinen Achter gemeldet, der gegen den Limburger RV. im Rennen liegen wird), Herbst-Vierer 2 (Kurzstreckenrennen), Jungmann-Vierer 3, Ermunterungs-Vierer 3 Boote. Karl^euieristnicht^.Zwölfkampfsieger Wie aus der neuesten Ausgabe der Turnzeitung des Mittelrheinkreises hervorgeht, ist in der Reihenfolge der Zwölfkampfsieger eine Aen- derung eingetreten. Rach dieser Aenderung ist nicht Karl Reuter vom hiesigen Turnverein 1846 erster Zwölfkampfsieger, sondern der Turner Gg. Göbig vom Mombacher Turnverein. Göbig erzielte 207 Punkte. Karl Reuter steht zusammen mit dem Turner Groh von Wiesbaden mit 206 Punkten an zweiter Stelle. Gauschwimmfest in Frankfurt a. M. Der Gießener Schwlmmverein mit gutem Erfolg beteiligt. Am vergangenen Sonntag fand in Frankfurt das alljährliche Gaufest statt. Durchgeführt vom Er st en Frankfurter Schwimm-Club nahm es in dessen eigenen Rad einen, in Hinsicht auf die Erfolge, recht guten Verlauf, aus dem der gastgebende Verein mit sieben Siegen vor „Mönus" Offenbach mit 6 Siegen als bester im Gau hervorging. Das in einem stillgelegten Ha- fcnarm gelegene Bad erwies sich für die Abwickelung eines derartigen Festes für ziemlich ungeeignet. Allein durch die Wassertemperatur von 26 Grad wurde das Schwimmen der Ortsfremden stark ungünstig beeinflußt, während man den EFSCern den Vorteil des gewohnten Wassers deutlich anmerken konnte. Der Gießener Schwimmverein hatte 2 Lagenstaffeln und 5 Einzelwettkämpfe gemeldet. Sn den Lagenstaffeln der Klassen 1b und 2a mußte er dem EFSC. beide Siege überlassen. Auch in den Brust- und Freistilrennen konnte er sich gegen die starke Konkurrenz nicht durchsetzen. Einen sicheren ersten Preis holte sich Mar S ch ü - ler-Gießen im Kunstspringen. Mit 6 durchweg exakt ausgeführten Sprüngen blieb er mit 63/» Punkten Vorsprung Erster vor Schmitt, EFSC., obwohl die Sprunganlage durchaus nicht den erwarteten Voraussetzungen genügte. Einen weiteren Sieg für Gießen konnte Schaum im 100-Metcr-Herren-Rückenschwimmen der Klasse 1b mit 1:22,6 Min. über Frank, EFSC., davon- tragen. $($. „Teutonia"Wahenborn-G>ieinberg F. L. „Teutonia" I — Hermannstein I 2:1 (2:1). Die 1. Mannschaft hatte Hermannstein im Pokalspiel auf eigenem Platze zum Gegner. Die Gäste, die den Teutonen unterlegen waren, versuchten durch eine außergewöhnlich harte Spielweise den Sieg an sich zu reißen. Während das Spiel in der ersten Halbzeit noch im Rahmen des Erlaubten durchgeführt wurde, artete es in der zweiten Halbzeit reichlich aus. Der Schiedsrichter war daran nicht ganz unschuldig. Die zweite Mannschaft trug in Steinbach ein fälliges Gesellschaftsrückspiel aus, das ein Schiedsrichter vom Platzverein pfiff. Das Ergebnis lautete 4:4. V. f. R. Lich. Vom Wetter begünstigt, hielt der VfB. am Sonntag sein Fußballturnier ab. Das Turnier selbst wurde schon Samstag abend mit einem Treffen der Ersten gegen Rieder-Ursel I eröfnfet, das die spielerisch und sportliche Gästemannjchaft des Süddeutschen Verbandes knapp aber sicher mit 2:1 für sich entscheiden konnte. Am Sonntag begannen die Vorspiele. Zu dem Turnier hatten acht Mannschaften gemeldet, so daß die Meister in der A= und B-Klasse durch Punktwertung ermittelt werden konnten. Da morgens noch feine Entscheidung fiel, mußten die weiteren Spiele auf den Mittag verschoben werden. Rach einem Propagandamarsch aller Teilnehmer durch die Straßen der Stadt begannen die Entscheidungsspiele, die zahlreiche Zuschauer fanden. Anschließend fand in der Turnhalle die von Musikvorträgen der Freiw. Feuerwehrkapelle und Chören des MGV. „Cäcilia" umrahmte Preisoerteilung statt. Der Vertreter des WSV., Herr H. H e n - k e l (Gießen), wies in einer kurzen Ansprache auf die Bedeutung des Fußballsportes hin und überreichte dann den Vereinen Preise und Diplome. Sieger in Klasse A wurde der SC. Nieder-Ursel- Franksurt a. M. vor Großen-Buseck und Garbenteich. Als Preis erhielt der Sieger eine vollständige Mann- schaftsbekleidung. In Klasse B blieb der VfR. Sieger vor Garbenteich, Wieseck, Villingen. Leihgestern und Garbenheim. Der VfR. verzichtete aber zugunsten des Zweiten (Garbenteich) auf den Pokal. Die Vierieljahresbilanz der Reichspost. Aus dem soeben veröffentlichten Bericht der Deutschen Reichspost über das erste Viertel April bis Juli des Rechnungsjahres 1932 ergibt sich, daß der Verkehr in allen Zweigen gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres zurückgegangen ist, so im Schnellnachrichtenverkehr: 5,4 Millionen Telegramme gegenüber 7,2 Millionen im Vorjahr und 556 Millionen Gespräche gegenüber 628 Millionen. Im In- und Auslandsverkehr des Post- und Fernmeldewesens, im Flugpost- und im Seefunkverkehr konnte eine Reihe von Verkehrs- und BetriebSverbefferungen eingeführt werden. Im Funkauslandsverkehr wurden im Berichtsvierteljahr 470 000 Telegramme befördert, außerdem wurden im Seefunkverkehr 18142 Telegramme ausgetauscht und 214 Ferngespräche vermittelt. Die Zahl der Postscheckkonten ist im Berichtsvierteljahr um 1828 auf 1 016 841 gestiegen. Die rund 177 Millionen Buchungen machten zusammen mehr als 26 Milliarden Mark aus, von denen rund 21 Milliarden bargeldlos beglichen wurden. Die Zahl der Rundfunkteilnehmer betrug Ende Juni 4 119 531. Die Gesamteinnahmen im Berichtsvierteljahr werden mit rund 406 Millionen Mark, die Gesamtausgaben mit rund 400 Millionen Mark ausgewiesen. Frankfurter Abendbörse knapp behauptet. Frankfurt a. M.. 17. Aug. Rach der teilweisen starken Aufwärtsbewegung an der Mittagsbörse zeigte sich im Abenvbörsenverkehr eine -gewisse Ermüdungserscheinung, zumal von den Auslandbörsen keine Anregung ausging und auch das Publikum heute abend nur schwach vertreten war. Die Tendenz war indessen als b e h a u p t e t airzusprechen. Lediglich Deutsche Erdöl waren mit plus 0,75 Prozent noch etwas gefragt, während im übrigen gegen den Berliner Schluß -keine nennenswerten Veränderungen eintraten. J.-G.-Farben neigten aber eher zur Schwäche, da wieder einiges Angebot herauskam. Im Verlaufe bröckelten die Kurse infolge der Geschäftsstille meist leicht ab. J.-G.-Farben gingen auf Spiele selbst wurden durchweg in ritterlicher Weise durchgeführt, so daß die beiden vorzüglichen Schiris, Herr Kunze (Gießen) und Herr I o x (Ettingshausen), ein leichtes Amt hatten. Handball im Gau Hessen (O.T.) To. Großen—Linden I — Jnf.-Regt. 15 Gießen, 3. Komp., 8:8 (4:4). Am Samstagabend standen sich in Grohen- Linden diese Mannschaften in einem Freundschaftsspiel gegenüber. Beide Mannschaften führten ein schönes und faires Spiel vor, das nach spannendem Kampfe unentschieden endete. — Am Sonntag weilte der Tv. Großen-Linden mit feiner 1. und 2. Elf in Klein-Linden. Die 1. Mannschaft mußte eine knappe 5:4-Riederlage einstecken. Die 2. Mannschaft spielte mit zahlreichem Ersah und unterlag 3:10. Die Schüler hatten Dornholzhausens Schüler zu Gast und siegten 11:3. Europa-Rundflug 1932. Das Ergebnis der sechs technischen Prüfungen. Am Mittwochabend gewann man allmählich ein Bild von dem Stand der technischen Prüfungen beim Europarundflug, da die größte Zahl der Teilnehmer nunmehr alle sechs Prüfungen (Ausrüstung, Auf- und Abrüsten, Motoranlassen, Oe- ringstgeschwindigkeit, Starten und Landen) erledigt hat. Bei dem bisherigen Wertungsergebnis schneiden die deutschen Teilnehmer, wie zu erwarten war, noch verhältnismäßig schlecht ab, und zwar ist dieses schlechte Abschneiden nur auf die schlechte Bewertung der Ausrüstung und des Aufbaus der Maschinen zurückzuführen. In den fliegerischen Hebungen stehen die deutschen Teilnehmer nicht schlechter da als die anderen Teilnehmer. Die Punkte verteilen sich: Colombo-Italien 222; Zwirko-Polen 222; Lom- bardi-Jtalien 217; Miß Spooner-Cngland auf der italienischen Dredamaschine 216; Donati- Jtalien 215; Stoppani-Jtalien 213; Karpinski- Polen 213; Suster-Jtalien 211; Poß -Deutschland 204; Freh-Schweiz auf der deutschen Klemm- Maschine 204; Hirth -Deutschland 203; Bajan- Polen 198; de Angeli-Jtalien 196; Iunck - Deutschland 195; Morzik -Deutschland 194. Am Freitag findet die D r e n n ft o f.f ü e r - brauchsprüfung über eine Strecke von 300 Kilometer statt. 89,50 Prozent zurück, nachdem sie mit 89,90 Prozent eröffnet hatten. Auch an den übrigen Marktgebieten hörte man etwas ermäßigte Kurse. Im freien Verkehr lagen Dekula mit 100,50 Prozent gegen den Mittagskurs um 0,75 Prozent niedriger. Der Rentenm ar-kt blieb sehr still bei unveränderten Kursen. Reubesihanleihe 5,39, Alt- besitzanleihe 48,75, Schuhgebietsanleihe 3,45, Reichsban-k 126,25, Buderus 34,39, Kali Aschersleben 100,25, Phönix 18,25, Rhein. Braunkohlen 175, Aku 42,25, AEG. 34,39, Zement Heidelberg 46,75, Daimler 15,50, Deutsche Erdöl 74,50, Dt. Linoleum 39,50, Licht & Kraft 81, J.-G.-Farben 89,90, Gesfürel 66,39, Hoch- und Tiefbau 60, Holzmann 48,50, Lahmeyer 96, Rütgerswerke 37,50, Siemens 131, Zellstoff Aschaffenburg 21,50, Reichsbahn-VA. 78, Hapag 16,25, Rordd. Lloyd 16,50. Schwere Strafen wegen Landfriedensbruches. Marburg, 16. Aug. (WSR.) Am Rachmittag des Reichstagswahltages kam es in der Knutzbachsiedlung am Rordausgang unserer Stadt zwischen Bewohnern dieser Siedlung und einer SA.-Abteilung zu einer größeren Schlägerei, wobei verschiedene SA.-Leute Verletzungen durch Stockschläge und Steinwürfe davontrugen. Die Schlägerei entstand dadurch, daß in der Siedlung wohnende Kommuni st en einen S A.- Dl a n n bedrohten, der dann zu seinem Schutze eine Abteilung von etwa 15 bis 20 SA.-Leuten herbeiholte. 16 Bewohner der Knutzbachsiedlung, darunter 7 Frauen, sahen nunmehr unter der Anklage des schweren Landfriedensbruches auf der Anklagebank. Sie behaupteten, von den SA.-Leuten angegriffen worden zu fein, während die Beweisaufnahme ergab, daß die Knuhbach- bewohner zuerst von Knüppeln Gebrauch machten bzw. Steine schleuderten. Das Urteil lautete wegen schweren Landfriedensbruches und Körperverletzung für die Arbeiter Heinrich Trier und Konrad Trier auf je 9 Monate, für die Arbeiter H. Hentrich, Gust. Deusing, A. Friebertshäuser, H. Hildebrand, Wirtschaft. K. Schwarz und Frau Trier auf je 6 Monat- Gefängnis. Die übrigen Angeklagten wurden mangels Beweises freigesprochen. Die zu 6 Monaten Verurteilten erhielten, da sie noch nicht vorbestraft sind, Strafaussetzung mit dreijähriges Bewährungsfrist. GrafZeppelinkommtzurGoeihe-Woche WSR. Frankfurt a. M., 17. Aug. Dr. Hugo E ck e n e r hat dem Arbeitsausschuß für das Goethe- jahr mitgeteilt, daß er gerne mit dem Luftschiff „Gras Zeppelin" über Frankfurt a. M. erscheinen möchte, um zu der Huldigung Deutschlands für Goethe beizutragen. Das Luftschiff „Graf Zevpelin" wird daher vorausfichtlich am Sonntag, 28. August, dem Haupttag der Frankfurter Reichsgoethewoche, die vom 21. bis 28. August stattfindet, am Vormittag über Frankfurt a. M. erscheinen. Das Luftschiff wird voraussichtlich mittels Fallschirm einen Lorbeerkranz abwerfen, der dann am Goethedenkrnaj niebergelegt werden soll. Diese Teilnahme des Luftschiffes „Graf Zeppelin" unter Führung von Dr. Hugo Eckener an der Frankfurter Goethefeicr wird ein besonders eindrucksvoller Beitrag zur Goethe- ehrung sein. Großseuer in Laasphe WSR. Dillen bürg, 16. Aug. Die Holzwarenfabrik L. Koch & Sohn in Laasphe ist' am Dienstagmorgen durch ein Großfeuee vollständig zerstört worden. Große Mengen Halb- und Fertigfabrikate sowie die meisten Holzbearbeitungsmaschinen sind ein Raub dev Flammen geworden. Das Feuer verbreitete sich derart rasch, daß bei der Ankunft der Feuerwehr nichts mehr zu retten war. Das Unternehmen stellte in der Hauptsache Möbelhölzer und Holz- utenfilien für die Druckereibranche her. Der Gesamtschaden wird auf über 100 000 Mk. geschäht und ist nur zum Teil durch Versicherung gedeckt. Die Entstehungsursache ist noch nicht aufgeklärt. Der Firmeninhaber Koch und ein Angestellter namens Wagner erlitten bei den Rettungsarbeiten schwere Drandverletzungen. Abschlußprüfung der Hessischen Höheren Bauschule. * Bingen, 15. Aug. In der Zeit vom 1. bis 6. August fanden an der Hessischen Höheren Bauschule zu Bingen die schriftlichen Abschlußprüfungen des Sommersemesters 1932 statt, denen dann am 8. und 9. August die Begutachtungen und mündlichen Prüfungen folgten. Der Prüfung unterzogen sich insgesamt 46 Prüflinge, die alle bestanden, und zwar mit der Note „Ausgezeichnet bestanden" 5, mit der Note „Gut bestanden" 18, alle übrigen mit der Note „Bestanden". Damit schließt die Hessische Höhere Bauschule zu Bingen in erfolgreicher Arbeit ihr 70. Semester. Das kommende Wintersemester beginnt mit seinen Aufnahmeprüfungen am 10. Otto-, ber 1932. Um auch in dieser Notzeit strebenden jungen Menschen des Bauhandwerks die Möglichkeit zu bieten, sich zu einem tüchtigen Bautechniker als Voraussetzung zum Architektenberuf und zur späteren deutschen Baumeisterprüfung auszubilden, wurde das Schulgeld für das kommende Wintersemester wesentlich herabgesetzt. Aus Oberhessen, aus unserer engeren Heimat, konnten die Schüler Heinrich Becker (Mainzlar), Heinrich Groh (Dirlammen, Lauterbach), und Werner Heinrich (Lollar) die Prüfung bestehen. Die Genannten hatten sich für das Fach „Hochbau" entschieden und qualifiziert. Vezirtsschöffengericht Gießen. * Gießen, 17. Aug. Ein Geschäftsmann, der in Konkurs geraten ist, hat sich gegen d i e Konkursordnung vergangen, indem er seine Bücher nicht ordnungsmäßig geführt und keine Bilanzen gezogen hat. Da es sich um einen unbescholtenen Mann handelt und das Hauptverschulden den Prokuristen trifft, gegen den erst später verhandelt werden kann, nahm das Gericht mildernde Umstände an und erkannte auf eine Ge 1 dstrafe von 200 Mark. Ausgesetzt wurde die Verhandlung gegen einen vielfach vorbestraften Gefangenen in Butzbach, der sich wegen Beleidigung des Gerichts zu verantworten hatte. Sein Auftreten erweckte den Verdacht der Unzurechnungsfähigkeit. Es soll eine gerichtsärztliche Untersuchung und Begutachtung stattfinden. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschloffen Für unverlangt eingesandte Manuskripte ohne beigefüates Rückporto wird keine Gewahr übernommen Anzeigenaufträge sind lediglich an die Geschäfts st eile zu richten. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskant 5 o H. Lombardzinsfuß 6 o. H. Frankfurt a. M. Äerttn Jrantiun a.M. Berlin Schluß!. Abend- börs- Schluß!. Mittag« bärsc Schluß- kurs Schluß« iure Schlnß- kurs Gchlußk. Abend- börs- Schluß« knrs Schluß». Mittag- börtc Datum 16.8. 17-8- 16.8. 17.8. Datum 16-8. 17.8. 16-8. 17.8. 6% Dcupche iKetrfjsanleibe o,192. 6% ehcm. 7 %Dt. Reichsanl. v.1929 6Vi% Boung-Anlethe von 1930 . Deutsche Anl.-Ablös^Schuld mit AuSlos ^Rechten...... Desgl. ohne AuSlos.-Rechte . . 6% ehem 8%.£>eii. BolkSNaat 1929 lrückzahlb. 102%)...... Oberhetzen Provtnz-Anleihe mft Auslos^Rechten...... Deutsche Komm. Sammelabl. Anleihe Serie 1...... 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Banl Golovte. 15 unkündbar bis 1935 6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Banl Goldpte 16 unkündbar bis 1936 5’/i% ehem. 4 Yi% Franks.Hyp^ Bank Liqu Psandbriese . . . 6y2% ehem. 4 >4% Rheinische Hup.-Bank-Ligu.-Goldpse. . . 6% ehem. 8% Pr. Landespsand- briesanstau Psandbriese R. 19 6% ehem. 7% Pr. Landespsand- btiefanflali Pfandbriefe R. 10 4% Oesterretchische Goldrenie . . 4,20% Oesterretchische Silberrente 4% Ungarische Goldrente . . . . 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4/1% desgl. von 1913..... 6% abgest. Goldmexllaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe Serie 1.......... 4% desgt. Serie li....... 6% Slumän. veri inh. Renke v. 1903 4/,%Rumäna,ereinh.Reniev.l913 4% Rumänische veretnh. Rente ?%% Anatolier . 62 68,75 61,5 47,25 45 69,5 69 77,9 78,6 67,5 68 10,5 1,05 6,13 6,75 6 3,2 3,4 3,4 8,9 4,3 17.3 61,5 68,75 61,5 48,75 5,4 53 47,5 46,5 69,25 68,75 78 78,25 67,5 68 10,5 1,25 6,05 6,4 6,5 3,3 3,45 3,4 9,35 4,3 17,65 61,75 68,9 61,5 49,1 5,6 45,5 10,75 6,2 6,3 6 5 9 4,4 17.3 59,75 68,75 61,65 48,9 5,4 46,75 67,5 10,4 6,15 6,3 5,4 6,5 3,35 3,35 9,25 4,4 17,4 vamdurg-Amerua Pau:. . . l Hamburg-Südam. Dampsschiss. 0 Hansa Dampsschiss . . . < Norddeutscher Lloyd.....< A.G. für Verkehrswesen Mt. . 0 Berliner Handetsgesellschast . 4 Commerz, und Prtvai-Bank. o Darmstädter und National-ank 0 Deutsche Bank und Diseonto-Gesellschast... o Dresdner Bank...... o Reichsbant........j A.E.G............Q Bergmann.......... (Helft. LieserungSgesellschast. 6 Licht und Kraft...... e Felten & Guilleaume .... o Gesellschaft für Elektrische Unternehmungen .... 4 Rheinische Elektrizität . . . SB Schuckerl S Co....... 0 Siemens & Halile..... 9 Lahmeyer LCo.......10 Andern- . .........4 Deutsck>c Erdöl.......6 Gelsenkirchener.......8 Harpener..........0 Hoesch Eisen.........6 Ilse Bergbau.......10 Ilse Bergbau Genüsse..... iklöcknerwerte.......6 Mannesmann-Röhren .... 8 Mansfelder Bergbau.....0 Lberschles. AokSwerke .... 8 Phönix Bergbau......4'/, Rheinische Braunkohlen... 10 Rheinstahl.........6 16 16,9 41 88 75 126,25 34 81,25 45 65,5 74 71,5 131,5 33 74 36,5 59 24,25 42 15 17,75 174,5 54.5 16,25 16,5 41 88 75 126,25 34,4 ü 66,4 74 71,5 131 96 34,4 74,5 35,5 59 24,25 41,75 18,25 175 53,5 16 20,5 16,75 40 88 53,5 75 61,75 126,5 33,25 67,5 81 45,25 65,4 73 71,75 131,5 92 33 74,25 36,75 59 28,9 131 95 25,75 41,4 16 33,75 17,9 174,5 54 16,5 22 16,9 40,5 88 53,5 75 61,75 126,75 34,65 69,5 81 46 66,65 74,13 71 130,75 96,5 34,25 73,75 35,75 59 30,25 94,75 26,75 43,9 16,25 35,25 18,25 175,75 54,65 Arant,un a. M. 25erlm Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M. Schluß- kurs Schlugt. Abend- bdrfr Schluß« kurs Schluß!. Mittag- börse 18.August 17.August Amtliche Notierung (^rld | 23rief Amtliche Noiierunq Geld | Brie Saturn 16.8. 17.8. 16.8. 17.8. Helstngfor» . Wien. . . . Prag . . . Budapest. . Sofia . . . Holland . . Oslo.... Kopenhagen. Stockholm . London. . . Buenos Aire» Neuyork . . Brüssel. . . Italien. . . Paris . . . Schweiz . . Spante» . . Danzig. . . Japan . . . Rio de Jan.. Jugostawten. Lissabon . . 6,304 51,95 12,465 3,057 169,78 73,43 78,22 75,32 14.68 0,878 4,209 58,40 21,55 16,49 82,01 33,92 81,97 1,029 0,324 6,693 13,36 6,316 52,05 12,485 3,063 170,12 73,57 78,33 75,48 14,72 0,882 4,217 58,52 21,59 16,53 82,17 33,98 82,13 1,031 0,326 6,707 13,38 Banknoten Riebell Montan......7, Bereinigte Stahlwerke . . . . 0 Otavt Minen....... 0 Kaliwerke Aschersleben ... 6 Kaliwerke Westeregeln ... 6 Kaliwerke Salzdetfurth ... 9 3. G. Farben-Industrie ... 7 Scheideanstalt.......ic Goldschmidt.........0 Rütgerswerke........0 Metallgcsellichaft.......0 Philipp Holzmann......0 Zementwerk Heidelberg. ... 4 Cementwerk Karlstadt.....0 Wayß & Freytag......0 Schultheiß Patzenhofer ... 0 Aku (Allgemeine Kunstseide) 0 Bcmbcrg......... 0 Zellstosf Waldhof..... 0 Zellstoff Aschaffenburg ... 0 Dessauer GaS........7 Daimler Motoren......0 Deutsche Linoleum.....0 Crcnflcin & ftoppel.....0 Leonhard Tietz.......6 Svenska..........0 Chade..........12 Frankfurter Maschinen . . . . 0 Britzner..........0 Matnkraslwerke Höchst a. M.. . 4 Süddeutscher Zucker .... 8 14,5 14 104,75 172 89,5 139,65 20,5 37,75 30,75 47,75 43,5 4,25 41,5 35 35 19^5 14,75 38,75 40 175 109 14 14 100,25 104,75 173 89,9 139,5 23 37,5 32,5 48,5 46,75 4,5 42,25 40,5 35 21,5 15,5 39^5 40 172,5 108 14 14 101 106 171,75 89 20,65 37,4 30,25 47,5 58,25 41,5 36,5 34,5 19,5 87 15,4 38,25 30,5 43 174,25 14,5 1,5 101 106 172,25 90 22,75 37,5 32,5 49 59,25 42,75 39,5 35,5 21,5 89 16 40,13 30 44,5 172 19 108,25 51,95 12,465 3,057 169,78 73,23 78,02 75,07 14.61 0,878 4,209 58,39 21,56 16,49 81.98 33,87 81,97 1,019 0,324 6.693 13, 6,296 52,05 12,485 3,063 170,12 73,37 78,18 75,23 14,65 0,882 4,217 58,51 21,60 16,53 82,14 33,93 82,13 1,021 0,326 6,707 13,36 oerlin, 17-August Geld Amerikanische Belgische Not Dänische Note Englische Notl Französische Holländtjche ST Italienische 91 Norwegische 9 Deuisch-Oeste Rumänische 9 Schwedische 9 Schweizer No Spanische No Ungarische No Noten....... 'N......... 4,20 58,23 77,84 14,57 16,45 169,41 21,52 73,05 2,49 74,90 81,80 33,73 4,22 58,47 78.16 14,63 16,51 170,09 21,60 73,35 2,51 75.20 82,12 33,87 n......... n......... oten........ oten........ oten....... oten........ weich, i 100 Schilling oten........ oten........ ten......... en......... ten........ SiinnW5 ngusmei Stsfl*": -- yoftsche^ 0'i-a. AelWlldb ’ eingelreten in- ifll ävv ' hatten. Mcen d veraieichilcy gut veM M EntwMng bi8 eine Suttoidlung, bi reiz bot, unter D bedingungen sowie Zusagen in Wilsons Kolonien weazunehn stand nichts Darüber i. nicn verlieren müsse lich zu, daß D e u t Ionien nicht angel sailler Vertrag ist, 1 sagen und Dedmgui weggegangen, um schamloser Lügen Deutschland das Re' koloniale Tätigkeit wurde die Schamlos soweit getrieben, der auszuteilen, denn sie Kolonien als Austrc machte zu verteilen, schon über einen Kol Geviertkilometer. De teilung der Erde ui gekommen war, hatt vergessene Landgebic ouszuschliehen. Rui Problem für Deutsä vor dem Kriege, ers wo unter dem Druc koloniale Krie gesetzt wurde. Diese i ' land verdächtigte, das [ einer Ache von Miss bestanden hätte, ist ja ■wbe \o, wie die ni Nt \db\t. Leibn treibt die & koloniale TchutMze i noch ihr Unwesen. I selbst von Macbvr ten Völker bie ßrit kolonialen SchuM so nützt dies Deutsä unmittelbar b ; werden. Deutsch! teils als Rohstoffqu als Siedlungsgebiet chlecht. Wenn in $ * an Deutschlan M der Besitz von j wische Gefahren «is-twa fnung nicht < Ebertracht durch di holt worden. Der Ae viele machtpolitisc Z^echt unter den L ^chen m Uebersee i ^e spielen. Selbst vorhanden wären, setz . hten, so wäre nirfi I '^"VtuTlprod i d-W- »