I auszubilden, wurde do; " nde Wintersemester wejeni- $'* DOm 1. bis urx^n ^°^ren $au- ’m Itatt, denen dann am egutadjtungen und münd- 2er Prüfung unterzogen 0e, die alle bestanden, und ^gezeichnet bestanden' 5, jben* 18, alle übrigen mit )°mit schließt die hessische gen in ersolgreicher Arbeit Wende Wintersemester be. meprüsungen am lO.Dflo- eit strebenden jungen Men- die Möglichkeit zu bieten, Bautechniker al; Woraus iruf und zur späteren deui- ier aus i., i**«* ?l«n Nui I । ft ftaltS59D('he»od) üsiffls ;s$£t9 'kfurter (9O(lJLDon 2t. " Laasphe ML f* nt>$ nicht aulMrt und ein «Kl !' ^bei den -andverlehunger? Prüfung >6eren Äauschule unserer engeren cheimot, nrich Becker (Kain,Vari. ien, Lauterbach), und Wer- die Prüfung bestehen. Ji( bas Aach „fiodjbau" ent- tzM Wen. Ein Teschästsmonn, b;r at sich gegen die Äon- gangen, indem er W äßig gcsührt und keine Dies sich um einen unbescho-- d das Hauptverschulden den den erst später verhandel Gericht mildernde Umstande ^e Geldstrafe von 20V Verhandlung gegen emen iaeibigung des «> n hatte. Sein Aufttelen «' «... Nniurechnungo eine gerichtsärztlich« Unter* ngjtatthnbeir_______—_ sHevattioiu I6 HI, IT llhr. 5ütn»log tSSM । , |in» l.Wi» “ * richten. ___ Srif M 6.296 52.0$ I2.W ZW 78,Ü 75,Ö l«F o.m 4.217 St.« ri.z 16,9 0,11 33.93 82.13 1,L i,s 6,70t 13,3« 58. 77,W ii.j! ii.« 169.1' 21-52 73,05 2>9 71.00 «1,80 33,73 51,95 12365 3,057 169,78 73,23 78,02 75,07 11.61 0,878 1,2« 58,« 21^ 16.19 81,9 33,87 81-9 1-0 0.32 6.693 13. 9,47 78.11 11-9 16.5! 170'2 2.5[ 8: 33'9 2,05 ,485 ,063 0,12 3,57 8,33 IS,« I1J2 0,882 4,217 58,52 21.59 16,53 82.17 33.98 82,13 ,031 0,326 6,707 13.38 yr. 193 Erstes Blatt 182. Jahrgang Donnerstag, 18. August 1932 Erscheint täglich, au her Sonntags und Feiertags. Beilagen: Die Illustrierte Giehener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monats Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Zernsprechanschlüsse unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siehea. Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vnitk und Verlag: vrühl'sche Univerfclütr-Vllch. und Steindruckerei R. Lange in Stehen. Zchriftleitung und Geschäftsstelle: Schulttrahe 7. Annahme von Nnzetgeu für die Tagesnummer bi» zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8. auswärts 10 Reichspfennig; für No- Klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20°, mehr. Ehesredakteur Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Gießen. DeuischlandbrauchlKolomen 3n zwei Jahren werden es fünfzig Jahre, -ast Deutschland in die Reihe der Kolonialvölker eingetreten ist. Was Deutschland in dreistig Jahren als Kolonialmacht geleistet hat, wird unwiderlegbar bestätigt und bewiesen durch einen Vergleich der Zustände und Verhältnisse, in denen sich die deutschen Kolonien bei der Lieber- nähme durch die deutsche Regierung befanden, mit denen, die sie bei Kriegsausbruch erreicht hatten. Wären die deutschen Kolonien nicht unvergleichlich gut verwaltet worden, so hätten sie die Entwicklung bis 1914 nicht erreichen können, eine Entwicklung, die den sog. Siegern den Qln- ieiz bot, unter Vruch der Waffenstillstands- dedingungen, sowie unter Bruch der kolonialen Zusagen in Wilsons 14 Punkten sämtliche deutsche Kolonien wegzunehmen. 3n Wilsons 14 Punkten stand nichts darüber, dast Deutschland seine Kolonien verlieren müsse, denn Punkt 5 gab ausdrücklich zu, dast Deutschlands Recht auf Kolonien nicht angetastet werden solle. Der Versailler Vertrag ist, wie über so viele andere Zusagen und Bedingungen, auch über Punkt 5 hinweggegangen, um in Teil 4 unter Anhäufung schamloser Lügen in einem Dutzend Artikeln Deutschland das Recht auf kolonialen Besitz und loloniale Tätigkeit abzusprechen. Immerhin wurde die Schamlosigkeit der Zufallsieger nicht soweit getrieben, den kolonialen Raub unter sich auhuteilen, denn sie zogen es vor, die deutschen Kolonien als Austragsgebiete unter die Siegermächte zu verteilen. Dabei verfügte England 1919 schon über einen Kolonialbesitz von 30 Millionen Geviertkilometer. Deutschland, das bei der Verteilung der Erde um ein Jahrhundert zu spät gekommen war, hatte sich begnügen müssen, fast vergessene Landgebiete für sich zu erwerben und aufzuschließen. Run stellt sich das koloniale Problem für Deutschland heute anders dar, als vor dem Kriege, erst recht aber im Jahre 1919, wo unter dem Druck der Versailler Mächte die loloniale Kriegsschuldlüge in Gang gesetzt wurde. Diese Kriegsschuldlüge, die Deutschland verdächtigte, dast seine koloniale Politik aus einer Reihe von Missetaten an den Eingeborenen bestanden hätte, ist ja nun auch ausgeräumt, gerade so, wie die niederträchtige Kriegsschuld- lügc selbst. Leider treibt die Kriegsschuldlüge, wie auch die koloniale Schuldlüge im Versailler Vertrag noch ihr Unwesen. Wenn aber schon in Lausanne selbst von Macdonald im Namen aller gesitteten Volker die Kricgsschuldlüge mitsamt der kolonialen Schuldlüge preisgegeben wurde, jo nützt dies Deutschland nichts, wenn nicht daraus unmittelbar öie Folgerungen gezogen werden. Deutschland braucht Kolonien, teils als Rohstoffquellen, teils aber und vor allem als Siedlungsgebiet für das wagemutige junge Ge- jchlecht. Wenn in Versailles der schamlose koloniale !Haub an Deutschland u. a. damit begründet wurde, daß der Besitz von Kolonien für Deutschland außenpolitische Gefahren schaffe, denen es nach feiner Entwaffnung nicht gewachsen sei, so ist auch diese Niedertracht durch die Entwicklung in Europa über- holt worden. Der Versailler Vertrag hat in Europa jo viele machtpolitische Reibungsflächen geschaffen, erst recht unter den Siegerstaaten, daß die Reibungs- jlächen in Ueberfee im Vergleich dazu kaum eine Rolle spielen. Selbst wenn diese Reibungsflächen vorhanden wären, selbst wenn für Deutschland aus dem Besitz von Kolonien außenpolitische Gefahren drohten, so wäre nicht der völkerrechtswidrige Raub der deutschen Kolonien die Folgerung, sondern die Wiederher st ellung der deutschen Wehrhoheit. Schon beim Eintritt Deutschlands in den Völkerbund bat o t r e- | e m a n n ausgesprochen, daß Deutschland zu gegebener Zeit den begründeten Anspruch auf die deutschen Kolonien wieder anmelden werde. Dazu ist es zunächst nicht gekommen, weil Dawes- und Voungtribute nicht nur die deutsche Wirtschaft, sondern auch die deutsche Politik in Fesseln legten. Endlich hat aber das Versagen Brünings dazu geführt, daß Deutschlands Recht und Anspruch auf Kolonien zunächst liegen blieben, wozu auch die persönliche Einstellung Brünings gegen uberfeei hen Besitz Deutschlands entscheidend mitgewirkt haben mag. Reichskanzler v. P a p e n hat dieser Tage den Präsidenten der Deutschen Kolonialgesellschaft, von Linde quist, empfangen, was so oder so ausgelegt werden kann, aber sicher ein Beweis dafür ist, dast Deutschland auf fei ne Io« lonialen Rechte nicht ve r z i ch t e t hat und nicht verzichten will. Der Wiedereintritt Deutschlands in die Reihe der Kolonialmächte ist eine Voraussetzung dafür, dast der Aufstieg der Wirtschaft in internationalem Maßstab nach dem Zusammenbruch der Rachkriegskonjunktur möglich ist. Deutschland ist übervölkert, denn es hat aus den geraubten Gebieten im Osten einen deutschen Menschenzustrom von fast zwei Millionen aufnehmen müssen, für den sich wohl Wohnstätten, aber keine wirtschaftliche Arbeit schaffen läßt. Es bedeutet einen Verrat an der Menschheit, Deutschlands organisatorische Energie von der kolonialen Erschließung anderer Erdteile auszuschalten, insbesondere auch in Hinsicht darauf, daß nur der Besitz kolonialer Gebiete dem deutschen Volk wieder Lebensraum schaffen kann. Wenn Deutschland seine kolonialen Ansprüche im Völkerbund anmeldet, so kann diese Anmeldung nicht damit widerlegt werden, dast die Mächte, die heute die früheren deutschen Kolonien verwalten, sich schon gewisse Besihrechte erworben hätten. Auch Frankreich hat nicht gezögert, im Versailler Vertrag das sog. Aequatorialabkommen von 1912 wieder rückgängig #n machen, das uns für den Was Popen plant... Aus der Linie Hindenburgs! — Was geschieht, wenn der Reichstag aufgelöst wird? — Landesverteidigung und Kolomalfrage. Unser Berliner P. E.-Mitarbeiter hatte ein Gespräch mit einer maßgeblichen, hohen politischen Persönlichkeit, in dem diese ihm die Pläne der Reichsregierung folgendermaßen skizzierte: Endlösung. Frage: „Die Verhandlungen mit Hit - l e r sind gescheitert. Was will die Reichsregierung jetzt tu n?" Antwort: „Die Reichsregierung bedauert, daß Hitler die Zeichen der Stunde nicht erkannt hat und der Aufforderung des Herrn Reichspräsidenten nicht nachgekommen ist, mit teilzunehmen an der Verantwortung für die Geschicke des Vaterlandes. Die Reichsrcgierung, die sich des vollen Vertrauens des Reichspräsidenten bewußt ist, — ist nicht mehr gewillt, Rücksichten zu nehmen auf Komplikationen, die morgen eintreten könnten. All jene Maßnahmen, die die Stunde fordert, werden von der Regierung in die Wege geleitet werden. Und dies nicht in der Form des Kompromisses eines Uebergangs- kabinetts, sondern als Endlösung!" Ruhe und Ordnung wird gesichert. Frage: „Wenn aber .geputscht' werden würde?!" Antwort: .Hitler hat dem Reichspräsidenten die Zusicherung gegeben, daß er eine .legale Opposition' führen wolle. Ob diese sich lediglich auf Artikel, Reden und Parlamentsaktionen beschränken wird, ist zur Stunde nicht bekannt. Im übrigen hat die Reichsregierung bereits Maßnahmen getroffen, durch die jeder Putschversuch im Keime unterdrückt werden könnte. Nachdem jedoch bisher alles ruhig verlaufen ist, liegt kein Anlaß zu irgendwelchen Beunruhi- gungen vor. Die Reichsregierung ist auch keineswegs gewillt, die Nationalsozialisten in der Aus- Übung ihrer legalen Opposition irgendwie zu behindern." Organische Arbeitsbeschaffung. Frage: „Welche Arbeiten wird die Reichs- regierung in Angriff nehmen?" Antwort: „Manche Leute stellen sich die Gesetzgebung so vor, daß heute etwa der Kanzler mit einem Zettel erscheint, auf dem zwanzig Punkte notiert sind, und erklärt: ,Das und das wollen wir machen .. .* So geht das natürlich nicht. Klar schwebt dem Reichspräsidenten und der Reichsregierung das Ziel vor, dem sie gemeinsam zustreben. Aber auch die notwendigen gesetzlichen Maßnahmen müssen organisch wachsen. Eine Reihe von sehr interessanten Referenten-Entwürfen werden in diesen Woche im Mittelpunkt der Kabinettsberatungen stehen!" „Richt außerhalb aller Möglichkeiten." Frage: „Kommt die a l lg e me ine D i e nst- pflicht?" Antwort: „Die Vertreter der Reichsregierung haben dem Ausland klar und deutlich unsere Forderung übergeben: Bis zur nächsten Abrüstungskonferenz müssen alle Staaten in gleicher Weise wie wir abgerüstet haben! (Sie sind dazu ja durch die internationalen Verträge verpflichtet!) Sollte dieser Aufforderung jedoch nicht nachgekommen werden, fo wird die Regierung unverzüglich dafür Sorge tragen, daß die Sicherung unseres Landes entsprechend ausgebaut wird. Der Reichswehrminister hat in seiner Rundfunkrede schon darauf hingewie- jen, daß diese Umorganisation keineswegs mit neuen Kosten verbunden zu sein braucht. Wahrscheinlich wird man zu einer Verkürzung der Dien st zeit kommen, gewiß würde unsere Bewaffnung eine andere werden. Die Einführung einer allgemeinen Dienstpflicht kann in der Zukunft nicht außerhalb aller Möglichkeiten liegend angesehen werden!" „Reue reguläre und produktive Arbeit». Möglichkeiten." Frage: „Was geschieht zur Verminderung der Arbeitslosigkeit?" Antwort: „Es ist der ausdrückliche Wunsch des Reichspräsidenten, daß die Reichsregierung m i t größter Beschleunigung Maßnahmen beschließt, die zu dem mit Ihrer Frage gemeinten Ziele führen. Eine Reihe dahingehender Referenten-Entwürfe werden wohl noch in dieser Woche das Kabinett beschäftigen. Neben der schon mehrfach erörterten Erhöhung der Zahl der Arbeits- dienstteilnehmer von 80 000 auf 200 Ö00 Mann hat man jetzt auch neue reguläre und produktive Arbeitsmöglichkeiten ins Auge gefaßt. So könnten, um ein Beispiel zu nennen, durch Abwrackarbeiten bei der Reichsbahn 50 000 Mann beschäftigt werden." Gegen den kulturbolschewismuv. Frage: „Was denkt die Regierung zur Bekämpfung des K u 11 u r b o l f ch e w i s m u s zu tun?" Antwort: „Gesetzgebung in den kulturellen Fragen ist in erster Linie Sache der Länder. Die Reichsregierung kann hier nur anregend wirken. Doch schon der letzte preußische Erlaß zeigt, daß die Regierung nicht gewillt ist, Verrohung d e r S i 11 e n und Mißachtung der christlichen Weltanschauung zu dulden." Preußen und da» Reich- Frage: „Was wird aus Preußen?" Antwort: ,Einstweilen verhält sich die Reichsregierung abwartend, bis feststeht, ob es dem Preußischen Landtag gelingt, einen Ministerpräsidenten zu wählen. Als ein Ziel der Reichsregierung wird man jedoch die Personalunion Preußens mit dem Reiche betrachten können." Die äolonialfrage. Frage: „Bekommen wir wieder Kolonien?" Antwort: „Es trifft zu, daß zwei Minister Vertreter von deutschen Kolonialorganifationen empfangen haben. Wenn auch im Augenblick die Frage kaum aufgerollt werden wird, — so wird doch die Regierung sie keineswegs aus dem Auge lassen." wahlreform durch Rotoerordnung? Frage: „Wie steht es mit der Wahl» r e f o r m ?" Antwort: „Auch diese Frage ist zunächst nicht akut. Sollte es jedoch abermals zu einer Auf- löjung des Reichstags kommen, so würde auf dem Verordnungswege eine Wahlreform durchgeführt werden. Der neue Reichstag würde dann schon nach diesen veränderten Bestimmungen gewählt werden. Es trifft zu, daß auch an eine Heraufsetzung des Wahla11ers gedacht wird." Hindenburg» Linie. Frage: „Was sagt Hindenburg?" Antwort: „Die gesamte Macht im Staate hat sich im Laufe der letzten Entwicklungen immer mehr zum Reichspräsidenten hin verlagert. Durch die Ablehnung der Forderung, einen Partei- m a n n mit der Bildung des Kabinetts zu betrauen, hat Hindenburg die Linie der kommenden Po l i t i k klar oorausbeftimmt. Nachdem Hitler die ihm angebotene Stellung als Vizekanzler und jede Mitverantwortung abgelehnt hat, wird der Reichspräsidenten weiter mit dem Kabinett Papen-Schleicher regieren, das fein volles Vertrauen genießt. Die Regierung wird ihre kom- menben Entschlüße unabhängig vom Willen einzelner Parteiführer treffen, ge- horchend nur den Notwendigkeiten der Nation. Das ist der Wille des Reichspräsidenten. Diese Linie — Hindenburgs Linie — liegt jetzt klar zutage!" Frage: „Und wenn Partei-Kombinationen versuchen würden, diese Linie zu durchkreuzen?" Antwort: „Von dem einmal eingejchlagenen Wege wird nicht mehr abgewichen roerben!" Oer Reichstag einberufen. Berlin, 18. August. (WTB. Funkspruch.) Der Präsident des Reichstages hat nach einer Rücksprache, die er heute mit dem Reichskan;- l e r hatte, den Reichstag auf Dienstag, 3 0. August, nachmittags 3 Uhr einberufen. England über papens Erklärung. Ein zutreffendes englisches Unmöglich! London, 18. QIug. (WTB. Funkspruch.) Die Unterredung des Reichskanzlers v. P a p e n mit dem Berliner Korrespondenten des Reuter, bureaus wird in der Presse viel beachtet. „Daily Telegraph" veröffentlicht sie auf der Hauptseite. Der diplomatische Korrespondent des „Daily Telegraph" schreibt, außer der mandschurischen Frage bereite das Problem der deutschen Forderung nach Gleichberechtigung auf dem Abrüstungsgebiet der britischen Regierung ernste Sorgen. Beide Fragen würden augenblicklich äußerst sorgfältig erwogen. Man sei der Ansicht, daß es unmöglich sei, eine Macht ersten Ranges für unbegrenzte Zelt in einer untergeordneten Stellung zu halten. Aber ein Anspruch auf Gleichheit der Rüstungen zu Lande könne einen solchen auf Gleichheit in Flotten- und ßuftrü ft ungen nach sich ziehen; er könne sogar zu entsprechenden Forderungen auf politischem Gebiete führen. „Daily H e r a l d" hebt besonders die deutsche Forderung nach Gleichheit auf dem Gebiete der Sicherheit hervor. Diese Forderung erhält besondere Bedeutung durch einen heute im „Daily Telegraph" veröffentlichten Bericht über eine f r a n zösische llntertoafferarmaöe, die „mächtigste der Welt". 3n diesem Bericht heißt es, Frankreich besitzt dreimal soviel Unterfeeboote Verzicht auf Marokko den sumpfigen Entenschnabel" am Kongo überlieh. Kamerun und Togo sind buchstäblich von Deutschland urbar gemacht und zu einer Entwicklung geführt worden, wie sie wenigstens in Afrika fein anderes Kolonialgebiet unter fremder Herrschaft erreicht hat. Dasselbe gilt auch für Deutsch - Ostafrika, das eine blühende Provinz war, das in seiner Gestaltung nach jahrzehntelanger deutscher Arbeit sogar äußerlich von den benachbarten englischen und portugiesischen Gebieten abstach. Gewiß werden die angelsächsischen Mächte nicht zögern, Deutschlands koloniale Ansprüche zu unterstützen, denn von der Durchführung dieser Ansprüche ist es abhängig, ob Deutschland noch die politischen Lasten aufbringen kann, die ihm durch den Dawes- und Voung-Plan auferlegt worden sind. Auch die private Verschuldung Deutschlands kann nur abgebürdet werden, wenn Deutschland durch den Besitz von Kolonien die heute brachliegende wirtschaftliche Energie zur vollen Höhe entfalten kann. Das deutsche Volk wird die Reichs- regierung bei der Anmeldung der kolonialen Ansprüche Deutschlands kraftvoll unterstützen, zumal diese Politik des nationalen Wiederaufstiegs auch dazu beitragen kann und muh, die zermürbenden innerpolitischen Gegensätze zu überwinden. Gerüchte um den früheren Kaiser. Haag 17. Aug. (ERD. 1 Auf die Anfrage eines Mitgliedes der Zweiten Kammer über Gerüchte wegen einer angebli ch e n Rückkehr d e s früherendeutschenKaisers nach Deutschland erwiderte der Ministerpräsident, daß ihm nur außerordentlich vage, unkontrollierbare Gerüchte zu Ohren gekommen feien. Die Regierung werde, wie sie bereits mehrmals versichert habe, mit größter Aufmerksamkeit darauf achten, daß für Holland aus der dem früheren Kaiser gewährten Gastfreiheit keine Rach » teile entstehen. Agrarpolitische Forderungen Hugenbergs. Berlin, 17. Aug. (ERB.) Der deutschnationale Führer Hugenberg skizziert in einem unter der Niederschrift „Sie Zeit i ft ö al“ im „Tag" veröffentlichten Aufsatz Grundlinien einer Agrarpolitik, die sofort in Angriff genommen werden mühten. Nachdem eine gute Ernte eingebracht fei, müsse man dafür sorgen, dah der Landwirt für sein Getreide einen anständigen Preis bekomme. Richt ein Getreidemonopol fei zu diesem Zweck erforderlich, sondern der private handel müsse erhalten bleiben. Fehle das Geld, so könne man, da das Getreide in spätestens einem Jahre um- gesetzt sei, Kredite durch vier Dreimonatswechsel beschaffen. Das sei keine Inflation, sondern die solideste Rotendeckung. Außerdem müsse man dafür sorgen, daß die Produkte der bäuerlichen Veredelungswirtschaft, Vieh Butter, Milch, Eier, einen rentablen Preis erlangten. Eine solche Politik fei notwendig zur Erhaltung eines lebensfähigen Bauernstandes und zur Wiedergutmachung der bis jetzt begangenen Fehler. Der Staat müsse Einflüsse abwehren und stillegen, die dem . Bauern das Recht der Erhaltung seinesj Hofes genommen hätten. Cs dürfe kein Pfund der wichtigsten bäuerlichen Deredelungserzeug- nisse mehr ins Land kommen, als der Markt ohne Beeinträchtigung eines auskömmlichen Inlandspreises vertrage. Ohne Schädigung der Industrie und des Handels fei das nur mit K o n - tingentierungsmaßnahmen, nicht mit Zöllen zu machen. — Außerdem müsse man die Entschuldungsfrage anpacken. Man müsse weitherzig Steuern und Lasten für den Bauer stunden. Das Steuerwesen, das landwirtschaftliche Kredit- und Genossenschaftswesen müßten reformiert und die Zentralen der landwirtschaftlichen Absahorganisationen nach kaufmännisch gesunden Grundsätzen ausgebant werden. Mit dieser Arbeit fei bisher noch nicht an gefangen. Cs sei darum hö chste Zeit, dah fachgemäß gehandelt werde. Die gute Ernte dürfe nicht enteignet und verschleudert werden. Enteignung der Teilnehmer deS spanischen putsches. Paris, 17. Qlug. (WTB.) Wie Havas ans Madrid berichtet. hat Ministerpräsident A z a n a heute in der Kammer einen Gesetzentwurf bekanntgegeben, der die Enteignung des Grundbesitzes sämtlicher an dem letzten Putsch beteiligten Personen vorsieht. Cs wurde ein Ausschuß zur schleunigen Prüfung der Vorlage eingesetzt. Der enteignete Landbesitz und ebenfalls die Einkünfte aus diesem Besitz sollen zugunsten der Qlgrarceform Verwendung finden. tote Großbritannien. Insgesamt werden etwa 25 neue Unterseeboote innerhalb eines Iahres zu dieser Llnterseebootflotte hinzukommen. Seit einigen Iahren steht Italien, so heißt es in dem Artikel des „DailyTelegraph" weiter, im Wettbau von Unterseebooten an zweiter Stelle. Kein Konflikt zwischen Papen und Luther Berlin, 18.August. (CNB. Funkspruch.) Zu den Gerüchten über Zwistigkeiten zwischen dem Reichskanzler und dem R e i ch s b a n k - Präsidenten in der Frage der Finanzierung der Arbeitsbeschaffung erfahren wir, daß in den Besprechungen zwischen den beiden Herren von gestern sich die gegenseitigen Standpunkte genähert haben. Bon einem Konflikt kann nicht die Rede sein. Besprechungen mit Graf Hettdorf. Berlin, 18. Aug. (LU.) Zu der Fühlungnahme zwischen Zentrum und National- s o z i a l i st e n verlautet nach der „DAZ." in politischen Kreisen, daß vor einigen Tagen eine Aussprache zwischen dem preußischen Zentrumsabgeordneten Dr. Graß und dem SA.-Führer Graf H e l l d o r f stattgefunden habe. Polizeiwaffen für Linksorganisationen. Ausgabe mit Genehmigung des früheren berliner Polizeipräsidenten. München, 18. Aug. (1BIB. Funkspruch.) Die dem „völkischen Leobacher" gemeldet wird, soll der z. Zt. in Urlaub befindliche Regierungsdirektor Goehrke aus dem Berliner Polizeipräsidium im März dieses Jahres folgende Waffen ausgegeben haben: An den Deutschen Metallarbeiteroerband Berlin 70 Pistolen und 3 500 Schuh Munition, an die Konsumgenossenschaft Bet- l i n und Umgebung 90 Pistolen und 5000 Schuh Munition, an die Verlagsgesellschaft des A D G B. Berlin 40 Pistolen und 1000 Schuh Munition, schließlich an das Reichsbanner Berlin 40 Pistolen und 2000 Schuh Munition. Die Aus- folgung der Waffen soll mit Genehmigung des damaligen Polizeipräsidenten Grzesinski erfolgt sein. Auherdem hätte, so behauptet das Blatt, Regierungsdirektor Goehrke den Nachtdienst habenden Beamten befohlen, daß Angehörige der NSDAP, in jedem Fall in das Polizeipräsidium einzuliefern feien, wenn sie verhaftet würden, dah ihre Entlassung nicht zu schnell zu erfolgen habe, während er sich über die eingelieferten Reichsbannerleule die Entscheidung selb st vorbehalten habe. Der Polizeipräsident in Berlin teilt hierzu folgendes mit: „W affenerwerb- scheine und waffenlagergenehmigun- gen, die von der früheren Leitung des Polizeipräsidiums — übrigens ohne Beteiligung des Regie- rungsdireklors Goehrke — an die genannten verbände erteilt worden sind, sind bereits vor einiger Zeit wieder zurückgenommen worden. Die Waffen find eingezogen worden." Oer Verfaffungsstreii Preußen—Reich. Berlin, 17. August. (TU.) Ueber den Inhalt der Erwiderung der preußischen Staats- minimer auf die Klagebeantwortung der Reichsregierung in dem Rechtsstreit über die Einsetzuna eines Reichskommissars in Preußen erfahren wir folgendes: Die Erwiderung schildere zunächst eingehend die Vorgänge am 20. Juli und an den folgenden Tagen. Es würden im einzelnen die Vorwürfe der Pflichtverletzung widerlegt, welche die Reichsregierung gegen Preußen erhoben habe. Darüber hinaus werde festgestellt, daß sämtliche Vorwürfe erst nach Erlaß der Verordnung des Reichspräsidenten den Ministern mitgeteilt und daß einige sogar erst am 5. August nachträglich zur Begründung der Verordnung herangezogen worden seien. Der Vorwurf der Reichsregierung, daß das preußische Ministerium de- Innern nicht mit der genügenden Energie gegen die Kommunisten vorgegangen sei, werde an der Hand eingehenden Tatsachenmaterials widerlegt. Außerdem, so werde erklärt, sei das Vorgehen des Reiches schon formal zu beanstan- den, denn Voraussetzung einer jeden Exekution auf Grund des Artikels 48, Absatz 1, sei — wie das auch 1923 gegenüber dem Lande Sachsen der Fall gewesen sei — eine vorhergehende Mitteilung an die Landesregterung, in welchen Vorkommnissen eine Pflichtverletzung gefunden werde. Erst wenn die Landesregierung trotzdem keine Abhilfe schaffe, sei die Reichsexekulion zulässig. Die Reichsregierung habe jedoch der preußi- schen Staatsregierung vor der Absetzung des Mi- nisterpräsidenten Braun und des Staatsministers Severing keinerlei Mitteilung über Pflichtverletzungen des Landes Preußen zukommen lassen, oder sie um Abhilfe ersucht. Der Erklärung liege ein umfangreiches Anlageheft bei. Aus einer Niederschrift über das Gespräch des Staatssekretärs Dr. Abegg mit zwei kommunistischen Abgeordneten ergebe sich, daß Dr. Abegg von diesen mit Nachdruck die Einstellung aller Terroraktionen der Kommunisten gefordert habe, daß er also keineswegs, wie der Herr Reichskanzler in seiner Rundfunkrede vom 20. Juli behauptet habe, „seine Hhpd dazu geboten hat, Führern der Kommunistischen Partei die Verschleierung illegaler Terrorabsichten zu ermöglichen . Zugleich mit den früheren preußischen Staats- Ministern hatten auch die sozialdemokratische Fraktion und die Z e n t r u m s f r a k t i o n des preußischen Landtags wegen der Einsetzung des Reichskommissars beim Staatsgerichtshof Klage gegen das Reich erhoben. Die Reichsregierung hätte in ihrer Erwiderungsschrift bargetan, daß diese Fraktionen nicht legitimiert seien, sich der Klage der bisherigen Staatsminister anzuschließen. Auf die Streitschrift des Reiches haben jetzt die Fraktionen ihre Antwort dem Staatsgerichtshof überreicht. Die Antwort schließt sich zunächst den Ausführungen des preußischen Staatsministeriums an. Zur Frage der A k t i d • ß e g i t i m a t i o n der Fraktionen bemerken die Fraktionen u. a., daß in dem vorliegenden Streit zwischen dem Reich und einem Lande im Sinne des Artikels 19 der Reichsverfaf- fung neben der Staatsregierung auch der Land- t a g als zuständiges Organ zur Vertretung des Landes legitimiert sei. Gehe man davon aus, daß der Landtag und damit die Fraktionen als Teil I piccards Stratosphärenflug. Oer Ballon über Graubünden. Zürich, 18. August. (WTB. Funkspruch.) Nach einer Meldung eines der den Ballon verfolgenden Kraftwagen befand sich Piccards Ballon um 8.30 Uhr über Sargans (Kanton Graubünden) in einer Höhe von etwa 14—16000 m. Er bewegte sich mit einer Geschwindigkeit von etwa 40 km in südlicher Richtung. Zunksprüche vom Ballon piccard. Bern, 18. Aug. (WTB. Funkspruch.) Aus der Gondel Piccards wurde um 9.40 Uhr folgende Funkmeldung abgesandt: „Fliegen gegen Meran, sind auf halber D i st a n z". Ein weiterer Funkspruch aus der Gondel lautet: „Hier alles gut. Messungen gut. Höhe 14000 bis 15000 Meter." Um 9.08 Uhr wurde der Ballon von St. Anton am Arlberg über dem Hohen Riffler gesichtet. 16 500 Meier. — Sehr kalt. Bern, 18. August. (WTB. Funkspruch.) Um 11.31 Uhr sandte Professor Piccard folgenden Funkspruch: „Haben Engadin und Samaden überflogen, Höhe 16 500 Meter. Hier alles in Ordnung, aber sehr k a 11." Weiter meldet Professor Piccard: Werden bald niedergehen, um Adriatisches Meer zu vermeiden, Gardasee in Sicht." Wie aus S u l d e n berichtet wird, ist seit 11.15 Uhr der Ballon vom Drtler aus zu sehen. Er steht in sehr großer Höhe ziemlich unbeweg- l i ch. Die Bergung -er „Niobe". Die Hebeschiffe über der Liegestelle des „Niobe"-Wracks in der Kieler Förde. Wie von der Marineleitung mitfleteilt wird, sind die Bergungsarbeiten an der „Niobe" soweit ae- diehen, daß der Bug und ein Teil des Vorderschiffes an der Wasseroberfläche erschienen. Anregungen zu Sammlungen für einen Ersah der „Niobe". Aus allen Teilen des Reichs erfolgen Anregungen zur Einleitung von Sammlungen für den Ersatz des gesunkenen Segelschulschiffes „N i o b e\ Der Flottenbund deutscher Frauen und der Deutsche Flottenoerein bitten uns, hierzu mitzuteilen, daß sie sich mit einem entsprechenden Aufruf an die deutsche Oeffentlichkeit wenden werden, sobald die dazu notwendige behördliche Erlaubnis vorliegt und sobald nach Hebung des Schiffes die Frage klargestellt ist, daß eine Ersatzbeschaffung notwendig wird. des Landtags zur Mitwirkung an der staatlichen Willensbildung berufen feien, so werde man die Sach-Legitimation der Fraktionen auch im vorliegenden Falle anerkennen müssen. Da die Reichsregierung durch die Ernennung von Kommissaren versuchte, in Preußen die Staatsgewalt durch Reichsorgane auszuüben, bestehe Streit darüber, wer in einem Lande befugt fei, die Staatsgewalt auszuüben. Das fei ein innerstaatlicher Verfassungsstreit, in dem die Fraktionen nach der Reichsoersassung Klage erheben könnten. Durch das Vorgehen des Reiches fei auch das Recht der preußischen Volksvertretung beeinträchtigt worden, im Wege der parlamentarisch-demokratischen Regie- rungssorm an der Regierungsbildung beteiligt zu werden. Oer Ohlauer Prozeß. Brieg, 17. Aug. (CNB. Eigene Meldung.) In der heutigen Verhandlung des Ohlauer Prozesses erklärte einer der Hauptzeugen, der Apotheker W e 11 f e, er habe den Eindruck gehabt, daß manche der Ueberfallenen bis zur Unkenntlichkeit zugerichtet worden seien. Von einem anderen Augenzeugen will er gehört haben, dah der Führer des angreifenden Trupps, der Ortsgruppenführer des Ohlauer Reichsbanners, der Angeklagte Blech gewesen sei. Dann folgte die Vernehmung der ersten E n t • lastungszeugen, ausschließlich einige Verwandte der Angeklagten, die über den Aufenthalt der Angeklagten am Sonntagabend Bekundungen machen sollen. Dabei wurde lediglich der Angeklagte L i s s e durch einen Zeugen entlastet. Dieser sagte aus, daß der von mehreren Personen gesehene Lisse ein Verwandter des Angeklagten sei und diesem sehr ähnlich sehe. Kurz vor der Mittagspause wurden noch einige Reichsbannerleute als Zeugen vernommen, deren Aussagen ebenfalls zur Entlastung der Angeklagten dienen sollen. Da das Gericht aber Bedenken gegen ihre Aussagen hat und sie ferner im Verdacht der Mittäterschaft stehen, werden sie unvereidigt gelassen. Kurz vor Schluß der heutigen Verhandlung brach eine der angeklagten Frauen infolge Ueberanftrem gung zusammen. Die Beweisaufnahme am Nachmittag bemühte sich, die Rolle des angeklagten sozialdemokratischen Stadtrates Ma n ch e zu klären. In der Voruntersuchung war festgestellt worden, daß Stadtrat Manche sich in einem Haufen von etwa 20 anderen Personen befunden hatte. Die vor Gericht gehörten Zeugen sagten Im Gegensatz hierzu aus, daß Manche allein an der Stelle angekommen wäre, und dort auf SA.-Leute geschossen hätte. Das Gericht vertagte sich dann auf Donnerstag früh. Sondergerichis-Llrteile. Breslau, 17. Aug. (WTB.) Dor dem Breslauer Sonder gericht hatten sich ach tKommunisten wegen schweren Landfriedensbruches, Versuch er Ge angenm'e rei- ung, schweren Aufruhrs und Körperverletzung zu verantworten. Biese Straftaten haben sich am 22. Oktober v. I. ereignet; damals wurde ein Trupp Nationalsozialisten von Kommunisten Überfällen, ein Nationalsozialist und zwei Polizeibeamte wurden verletzt. Zwei Kommunisten wurden zu je eineinviertel Iahren Gefängnis verurteilt, einer zu neun, drei zu je sechs Monaten Gefängnis. Ratibor, 17. Aug. (WTB.) Das hiesige Sondergericht verurteilte in seiner ersten Sitzung den parteilosen Schneidergesellen P z y z y l la aus Natibor zu einem Iahr Gefängnis, da er von einer Landjägerstreife im Besitz einer Mauserpistole mit sechs Schuh angetroffen wurde. Aus aller Welt. Oas Große Los gezogen. Berlin, 18. Aug. (WTB. Funkspruch.) In der heutigen Vormittagsziehung der Preußisch-Süddeutschen Klassenlotterie wurde das große Los im Betrage von 500 000 Mark auf die Nummer 2 4 0518 gezogen. Der Gewinn ist in beiden Abteilungen nach Niel e r f ch l e s i e n gefallen. Neubau einer deutschen Schule in Finnland. In Anwesenheit des deutschen Gesandten Dr. B ü- sing sowie von Vertretern der finnländischen Schulbehörden wurde in Helsingfors die Grundsteinlegung für den Neubau der deutschen Schule vorgenommen. An der Feierlichkeit nahmen auch zahlreiche Mitglieder der in Finnland ansässigen deutschen Kolonie teil. Line köpenickiade vor Gericht. Vor dem Schöffengericht Berlin-Mitte fand die Verhandlung gegen den Gerichtsvollzieher Brehm, den Hausverwalter Sternberg und den ehemaligen Justizwachtmeister S a g e r t statt, die sich im Jahre 1928 ein tolles Stück geleistet haben. Der Hauswirt des Hauses, in dem Sternberg und Brehm wohnten, ein Architekt Schm oll er, hatte den sehnlichen Wunsch, gerichtlicher Sachverständiger zu werden und hatte sich an Sternberg gewandt mit der Bitte, ihm durcy seine Beziehungen bei der Erreichung dieses Zieles behilflich zu sein. Sternberg setzt sich mit dem Gerichtsvollzieher Brehm in Verbindung. Brehm veranlaßte den ihm bekannten ehemaligen Justizwachtmeister Sagert gegen Zahlung von 100 Mark ihm die notwendigen Urkunden zur Bestallung gerichtlicher Sachverständigen zu beschaffen, was Sagert auch prompt erledigte. Schmoller bekam eine schöne Bestallungsurkunde zusammen mit einem Begleitschreiben des Kammergerichts, das die Unterschrift des Kammergerichtspräsidenten T i g g e s trug. Dies genügte Schmoller jedoch nicht; er wollte persönlich vor Gericht vereidigt werden. Auch dieser Wunsch wurde ihm erfüllt. Er erhielt eine gefälschte Vorladung zur Vornahme des Eides, und als er im Kammergericht erschien, war in einem leer- stehenden Sitzungssaal bereits alles bestens vorbereitet. Brehm nahm, mit einem falschen Bart ausgestattet, als „Richter" die Vereidigung Schmollers zum gerichtlichen Sachverständigen vor. Nach einiger Zeit fiel Schmoller jedoch ein, daß die Bestallungsurkunde keine Angabe darüber enthielt, wofür er eigentlich Sachverständiger war, und dadurch kam die Sache heraus. Das Gericht verurteilte den Gerichtsvollzieher Brehm zu einem Jahr sechs Monaten Gefängnis und den Angeklagten Sagert zu acht Monaten Gefängnis, während Sternberg wegen Mangels an Beweisen freigesprochen wurde. hohe Zuchthausstrafen für Straßenraub. Das Schwurgericht Essen verurteilte den 25jähri- gen Schäfer zu a ch t Jahren einem M o - nat Zuchthau s und den Händler B e l w i d zu sieben Jahren Zuchthaus. Der Kaufmann Nupieter wurde zu vier Jahren einem Monat Gefängnis, der 17jährige Bruder des Belwid zu zwei Jahren und einem Monat Gefängnis verurteilt. Die vier Verbrecher hatten vor kurzem einen Kassenboten der Commerz- und Privatbank am Hellen Tage auf der belebtesten Straße Bottrops Indien erhält eine neue Verfassung. Lord W. illingdon, der englische Vizekönia von Indien. Nachdem die zweite Round-Table-Konferenz ergebnislos geblieben war, hat die englische Regierung jetzt Indien eine Verfassung gegeben. Danach erhalten die verschiedenen Religionsbekenntnisse entsprechend ihrer Stärke Sitze in den Prooinzialparla- menten zugewiesen. 37 Sitze sind für weibliche Abgeordnete reserviert. überfallen, scharf beschossen und ihm eine Geldtasche mit 9700 Mark geraubt. Tödlicher Unfall in einer SA.-Schule. In der SA.-Schule in Kreiensen (Braunschweig) ereignete sich ein Unglücksfall, der dem 21- jährigen SA.-Mann Fritz Lampe aus Hannover das Leben kostete. Die Landjägerei berichtet, daß Lampe, der im Pförtnerhaus der SA.-Schule tätig war, mit einer Pistole hantiert habe, die ihm von dem 40jährigen Küchenchef Kasel abgenommen wurde, weil dieser mit der Waffe Versuche machen wollte. Plötzlich sei ein Schuß losgegangen und habe Lampe in die linke Seite getroffen. Der Verletzte wurde in die Göttinger Klinik eingeliefert, wo er trotz einer sofort oorgenommenen Operation oerftarb. Kasel wurde dem Amtsgericht vorge- führt, nach seiner Vernehmung aber wieder auf freien Fuß gesetzt. Zwei Bergleute tödlich verunglückt. Auf der Essener Schachtanlage „Emil" geriet ein Arbeiter beim Bedienen der Förderung zwischen Schacht und Förderkorb. Bei dem Versuch, dem Verunglückten Hilfe zu leisten, stürzte ein Maschinen- fteiger in den Schacht. Beide Verunglückte sind ihren Verletzungen erlegen. Verhaftung eines Schwindlers. In Berlin wurde auf Veranlassung einiger Kriegsinvaliden der frühere Landmesser Max Dreyer fe st genommen. Dreher hatte sich in den letzten Iahren als „Arzt" betätigt und sich mit dem Zentralverband deutscher Kriegsbeschädigter in Frankfurt a. M. in Verbindung gesetzt. Er erreichte es, daß man ihn dort als Syndikus anstellte. Ohne ärztliche Kenntnisse hat er bei Kriegsinvaliden Untersuchungen vor- genommen, Rezepte und Gutachten ausgestellt und ist auch mehrfach beim Gericht als Zeuge ausgetreten. Verschiedentlich hat er Invaliden Geldbeträge für die Untersuchungen abgenommen, obwohl sie unentgeltlich hätten erfolgen müssen. Auf eine Anfrage von Invaliden an den Zentralverband kam der Schwindel heraus. Spanische kampsstiere ausgebrochen. — Zwei Tote, fünf Schwerverletzte. Ein schweres Gewitter, begleitet von Hagel- jchlag, entlud sich nach einer Meldung aus Madrid in den letzten Tagen über verschiedene spanische Provinzen. Bei Villa Rosa wurde die Umzäunung eines Weideplatzes, auf dem sich sechs für den nächsten Stierkampf bestimmte Stiere befanden, vom Sturm umgerissen, so daß die Tiere entweichen konnten. Die wütenden Stiere rasten in die Stadt und töteten auf ihrem Wege zwei Einwohner, während fünf andere, die sich ebenfalls nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen konnten, schwere Verletzungen erlitten. Absturz eines französischen Marineflugzeugs. — vier lote. Bei einem Nachtflug stürzte ein französisches Marineflugzeug mit vier Mann Besatzung unweit von Bicerta ab. Der Apparat ging in Flammen auf. Die Besatzung ist umgekommen. Verkehrsunglück in Frankreich. — 15 verletzte. Ein zwischen Lyon und Noanne verkehrender Autobus fuhr infolge Reifenbruches in voller Geschwindigkeit gegen einen Baum. Ter Wagen wurde regelrecht gespalten. Don den 20 Insassen sind 15 mehr oder weniger schwer verletzt worden. verheerendes Unwetter in Französisch-Destafrlka Die Gegend von Bamako in Französisch-Westafrika wurde in den letzten Tagen von schweren Wolkenbrüchen heimgesucht, die großen Schaden anrichteten. Eine Eisenbahnstrecke wurde ausgerissen, was die Entgleisung eines Zuges zur Folge hatte. Die Zahl der Opfer soll beträchtlich sein. Sechs Eingeborene wurden von einem Wirbelsturm erfaßt und kamen ums Leben. Hunderte von Cin- geborenenhäusern sind vernichtet worden; die Wege sind teilweise unbefahrbar. Grohfeuer in einer ungarischen Gemeinde. In der ungarischen Gemeinde Ducsus-Szent- Lahlo entstand ein Großfeuer dns binnen wenigen Minuten sechs Wohnhäuser und 2 0 Wirtschastsgebäude einäscherte. Eine 52jähr. Frau konnte sich aus einem in Flammen stehenden Hause nicht mehr retten. Sie wurde später in einer Mehlkiste, wohin sie sich geflüchtet hatte, ausgefunden, starb aber kurz daraus. Bei den Löscharbeiten, an denen sich die Wehren von zwölf Dörfern und auch der Stadt Zala-Eger- ßeg beteiligten, wurden zwei Männer schwer verletzt. Der Sachschaden ist bedeutend. Spinale Kinderlähmung in Ungarn. 3n Szegedin sind 22 Kinder unter spinalen Lähmungserscheinungen schwer erkrankt. Die furchtbare Seuche hat bereits drei Todesopfer gefordert. Die Aerzte versuchen jetzt eine neue Jmpfmethode, indem sie das Blut des Vaters oder der Mutter des erkrankten Kindes dem Patienten einimpfen. Die deutschen Tanzlehrer tagen. Der Allgemeine Deutsche Tanzlehrerverband hatte seine Mitglieder zur Tagung nach Bad Kissingen geladen. Den Austakt bildete ein Kunsttanzabend mit Szenen aus dew xSKZÄ in die.^' Arische 1OW‘ sv erb and. WS Steh AbM * .«SZ fcsis L'LÄ'L LrvS dem MaueMe nu Mer den Anfang Strichen, des H« Schauspiels, das un ß hoben andere serläuser gaben den merkt aber |ti denn das Dasein b stimmte Striche geb gegenden Hal der J obachtung. In solch Ende Juni oder 21 punkt, da der So> Aufenthalt an solche sondern wird beftin nis dieser Luftwond auf Miesen und M reiches fileintierlebe: chiedensten Arten Und zur selben Zeit der Stattlichsten aus Kronschnepfe. In tre alle diese Reisesexe Stätten, solche, die i Bei ihrer Flugsicher grohe Rolle. Bleibt so der Du meisten Raturbeoba Mauersegler, diesem Rahe des Menschen die emsigen Turms- jedes äinü den M Flugspiele, es fehlen Bogel bei der Insel die ganze Geschäftig des modernen Mensä W lange dauert Relfr nach dem Sn spätesten Anlvtnmlit krähe, die Henle lei ist in deutschen fi Drossel, und der ® grasmücke, deren wohl kaum sestgest Seine Würgerarter Ende geht, und di- sammeln, wenn di, halten, hat uns Sommergäste verl Vielleicht ist es «ufbruch im allger Llchtspfelhaus.^ah' -onderoeranstaltum ^siraße gelangt flI gäfifj bteas den 5>os des . Gießener t ließen, 18 q K*. Wwtt NN 3 Al Ä.$Qt kS « ft'J Brüche z?Nelle bi« bis 60, gurken in i:» N ss&äs* die eng(i|*f » Sur'* i£Än*WI» «L,ur oiiMi*' ■fet* * tlto sh-sn» «fe». W“ pe.QU9 ^nnootr -anbjagerei berichtet, haft ff hb:r ??-*«« hantiert habe, bi ^udjendjef Kasel obg? w't tzr Nasse Versuche • ein 6^6 losatgangen hnte Seite getroffen. Der »ttmger Klinik eingeliefert ’orgenommenen Operation dem Amtsgericht varge- ihmung aber wieder aus ödlich verunglückt. itanlage „Emil" geriet ein ' der Förderung zwischen Bei dem Versuch, dem • ften, stürzte ein Maschinen. Beide Verunglückte sind n erlegen. es Schwindlers. aus Veranlassung einiget Ähere Landmesser Ma, men. Dreher hatte sich j .Arzt" betätigt und lid) d deutscher Kriegsbelchä- H. in Verbindung gelegt, in ihn dort als Syn« chne ärztliche Kenntnisse i >en llnferfudjungcn vor« * hitafiten auigeftellt und :■ Veiidjt aU Leuge | hat et Invaliden ®ti- angen ab genommen,, ot« satten einigen müssen, xoaüben an den Zentral« bei heraus. sgebrochen. — Zwei M oeroerlchte. ter, begleitet von W>' iner Meldung aus Madrid verschiedene spanische P ° i wurde die Umzäunung aus dem sich echs fu ertimpf bestimmt Sturm umgenllen lo M ntpn Die wütenden Sture töteten aus ihrem Wege d fünf andere, die Mfbn Sicherheit bringen tonnten, gen erlitten. ^Mrineslugzeugr.- L ei" f-« , m a e t o m m e n. 1 ,9.x _ 15 verlehle. anrtdd). „j^enDct nd ^Es>t?cheS m Äeifenbru^^^ gegen ernen^nden rlrechtgespa schwer ,hr oder weniger iw in JraH^S&t' ^'"«»eren WftfiTA fltoben he-mg^Ichaftrecke wurde ine eines ßntflIci( der Opfer >f» Die v°vr(in» tour' 6,"’e erfrtt «”* belstu1 . von ®in' US5*~. i & rildwti Gemeindk- .ngansö^ .^iü- Gemeinde binnen » Dohn^-.cherte "ÄW*” >aden iingarfl. 09 Kinder ..gntu , ireil« j,6t «"' jjitr. gÄ* p «** Aus der Provinzialhauptstadt SJi.-tfport Aus dem Lahn-Oünsberg-Gau em, |o baß bet Uxiaaen jetzt von einem recht eigenartigen Leben erfüllt ist. Wie wir hören, will ber Wagenbesitzer bie Tiere, solange er ben Wagen nicht braucht, nicht stören. Dalletr .Eoppelia". Neben den Ensembletänzen wurden Spitzenleistungen hervorragender Büh- nentönzer gezeigt. 3n besonderen Lehrgängen wurden die neuesten Erscheinungen des modernen Gesellschaftstanzes gezeigt. Der Erfolg der Tagung war die Schöpfung des .Deutschen Tanzes", der durch die Mitglieder deS ADTB. Eingang in die Gesellschaft finden soll. Den Abschluß bildete eine historische Tanxschau .Die kulturelle Entwicklung des Gesellschaftstanzes von 1588 biS 1932“. Der ADTB. konnte mit dieser Tagung zugleich sein lOjähriges Bestehen feiern. — Der Reichsverband Deutscher Tanzlehrer (Präsident Erwin Pommer-Leipzig), dem 12 deutsche Landesverbände angeschlossen sind, Städtewettkampf der Turnergilden des OHV. in Wiesbaden. Die Turnergilben des Gaues Main«Wefer im Deutschnationalen Handlungsgehilsen-Derband hielten am Sonntag auf ber Kampfbahn „Kleinfeldchen" in Wiesbaden ihren 2. Städtewettkampf ab. Die Kämpfe ber Turnergilben wurden immer als Mann« fchafts.Fünfkämpfe ausgetragen. Der Wettkampf war sehr gut besucht. Es starteten 26 Mannschaften. Jede Mannschaft bestand aus 5 Kämpfern. Es waren die Städte Darmstadt, Frankfurt a. M., Gießen, Hanau, Kassel, Mainz, Marburg, Offenbach und Wiesbaden vertreten. Den eigentlichen Kämpfen ging am Samstagabend auf der Kampfbahn eine Kundgebung im Fackelring voraus. Aus Gießen st artelenZMannschaften, 2 A‘ und 1 Jugendmannschaft. Der Ehren-Wander« preis wurde zum erstenmal von ber A-Mannschast ber lurnergilbe Gießen errungen, ber Jugend- Wanderpreis von der Offenbacher Jugendmannschaft. Die Sieger des Ehren-Wanderpreises sind Gg. Schwan, Gust. Koch, Willi Hahn, Karl und Hans L i n f e m a n n, Gießen. Ferner erhielten den 1. Preis für die Bestleistung im Keulenwerfen (56 Meter) Karl Hahn- Gießen, im Weitlprung H. Betz- Gießen (5,56 Meter). Die zweite Mannschaft erhielt bei der Gesamtwertung den 7. Preis. Die B- (Jugend-) Mannschaft erhielt in der Gesamt- wertung den 5. Preis. Außerdem konnte sich die erste A- und B-Mannschaft noch weitere 2. und 3. Preise sichern. In Anbetracht dessen, daß bie Gießener Turnergilde im DHD. erst 8 Monate besteht, sind die Erfolge als sehr gut anzusprechen. Die Konkur. renz war sehr stark: die schärfsten Gegner waren die Turnergilben Frankfurt a. M., Offenbach, Mainz unb Kassel. begeht im August seine Tagung in Leipzig, wo zugleich daS 40jährige Iubtläum der Genossenschaft Deutscher Tanzlehrer (Borsitzender Robert Köller- Dresden) stattfindet. ®ic Hochschule (Leitung Gustav E n g e 1 h a r d t-Leipzig, bietet den Mitgliedern Fachausbildung in Geiellschafts- tanz, rhythmischer Gymnastik. Dühnentanz und deutschem Volkstanz. Anerkannte Fachkräfte stellen sich in den Dienst der Tagung. Ein Kunsttanzabend (Leitung Hofballettmeister Köller) bildet den Abschluß deS Kongresses, der außer der Lösung wichtiger Wirtschaftsfragen die Der- einheitlichung des modernen Gesellschaftstanzes anstrebt. Dollar mit den beiden 9t e i n ft ä b 11 er und 5). Schmidt ber Sieg nicht zu nehmen. Selbe lagen mit ihren erzielten Zeiten klar vor bem 3. L o w (Atzbach). Im Brustschwimmen war gleichfalls ein Dorlarer Ro l s h a u s e n, ber Sieger. 2. würbe hier E. Deibel (Lollar) unb 3. 21. 21 u c r (Mainzlar). Bei der Jugend zeigte sich im 50 • 3R e t e r • Freistil Klinkel (Lollar) seinen Gegnern klar überlegen und erzielte mit 34 Sek. eine schöne Zeil. Die beiden nächsten, Ufer (Garbenheim) unb Hengst (Dorlar), lagen um 2 Sek. hinter bem Sieger. Im Brustschwimmen siegte erstmals L u b ro i g vom Tv. Kinzenbach in der erstklassigen Zeit von 34 Sek. und ließ ben 2 und 3. um mehr als 4 Sekunden hinter sich Bei den Frauen war gleichfalls Dorlar durch Frl. A11haus erfolgreich, welche vor Schleen« becker (Kinzenbach) die 50-Meter-Freistil in 38,1 Set. erstmalig gewann. Dritter wurde L. Müller vom Tv Lollar. Bei ber Altersstufe siegte Groh (Atzbach) vor Kraft (Wißmar) Im Staffelschrolmmen über 4X50-Meter für Männer war Dorlar nicht zu schlagen unb siegte unangefochten in der guten Zeit von 2:34,3 Min vor Lollar, bie 2:39,6 Min. benötigten unb Atzbach. Bei der Jugend war Lollar vor Garbenheim erfolgreich. Handball Tv. Rodheim 1 — Tv. Beuern 1 10:4 (7:0). Die mit nur 10 Mann antretenbe Mannschaft ber Gäste hatte in ber ersten Hälfte nicht viel zu bestellen und lag bis zur Pause mit 7 Toren im Hintertreffen. Nach ber Pause wurde Beuern besser und erzwang ein offenes Spiel. Während den Gästen in dieser Phase noch 4 Treffer gelangen, erhöhte Gießen, den 18. Qluguft 1932. Abschied der ersten Zugvögel. In ber ersten Hälfte August haben uns die ersten allgemein bekannten Zugvogel verlassen, bie Mauersegler. Seit Mitte Mai etwa weilten sie auf beut« jchem Boben. Ihr munteres Treiben, ihr ftänbiges Hin und Her, ihr rascher unb gewandter Flug so hoch über Dächern und Türmen, ihr lautes Gebaren lenkte bie Aufmerksamkeit auch bes hastenden Groß- ftäbters auf sie. Jnsektenfang von früh bis spät, bis bas Abenbrot am westlichen Himmel verblaßte, bildete ihre Hauptbeschäftigung. Jetzt sinb sie fort. Nur noch die Mehlschwalben erfreuen uns durch ihren graziösen Flug unb auf dem Lande unb in ben Borstädten die Rauchschwalben, die aber beide mit bem Mauersealer nicht oerwanbt sinb. Aber den Anfang des Aufbruchs nach südlichen Strichen des großen sich alljährlich wiederholenden Schauspiels, das uns bie bunte Welt der Zugvogel gibt, haben andere Vögel gemacht: Strand- und Wasserläufer gaben den Auftakt. Von deren Treiben merkt aber selbst der Landmann nur wenig: denn das Dasein dieser munteren Vogel ist an bestimmte Striche gebunden. Nur in manchen Küsten- gegenben hat ber Mensch Gelegenheit zu ihrer Be- obachtung. In solchen Gegenden zeigen sie sich schon Ende Juni ober Anfang Juli, also zu einem Zeit- ounkt, da der Sommer erst* begonnen hat. Ihr Aufenthalt an solchen Stätten ist nicht von ungefähr, sondern wird bestimmt durch das Nahrungsbedürf- nis dieser Luftwanderer. In nassen Sommern, wenn auf Wiesen und Weiden Pfützen entstehen, die ein reiches Kleintierleben begünstigen, steht man die ver- schiedensten Arten dieser zierlichen flinken Vögel. Und zur selben Zeit zeigt sich auch ein anderer, einer der Stattlichsten aus der Welt der Sumpfvögel: Die Kronschnepfe. In trockenen Jahren dagegen roandern alle diese Reisefexe weiter und suchen sich andere Stätten, solche, die ihnen ausreichend Atzung bieten. Bei ihrer Flugsicherheit, spielt die Entfernung keine große Rolle. Bleibt so der Durchzug dieser Luftwanderer den meisten Naturbeobachtern verborgen, so ist es beim Mauersegler, diesem etwa zehn Wochen in nächster Nähe des Menschen hausenden Vogel, anders. Wenn die emsigen Turmschwalben fort sind, dann merkt jedes Kind den Wandel: Es fehlen die muntern Flugspiele, es fehlen die schrillen Stimmen, die diese Vogel bei der Jnsektenjagd Horen lassen: es fehlt bie ganze Geschäftigkeit, die so recht zu der Hast bes mobernen Menschen paßt. Nicht lange dauert es, da treten andere bie weite Reise nach bem Süben an: ber Pirol, einer ber spätesten Ankömmlinge im Frühjahr, die Mandelkrähe, bie heute leider nur noch spärlich vertreten ist in deutschen Landen, die Nachtschwalbe, ber Drossel- und der Getreide-Rohrsänger, die Sperbergrasmücke, deren Vorkommen in Westdeutschland wohl kaum festgestellt ist, die Fliegenschnäpper, ein- zelne Würgerarten u. a. Und wenn der August zu Ende geht, und die Storche sich auf den Wiesen ver- sammeln, wenn die Kraniche im Moor Flugübungen halten, hat uns bereits mancher der gefieberten Sommergäste verlassen. Vielleicht ist es gut, daß der Mensch von ihrem Ausvruch im allgemeinen wenig merkt. sch. Bornotizcn. — Tageskalender für Donnerstag. Lichtspielhaus. Bahnhofstraße: 16, 18 und 20.30 Uhr Sonderveranstaltungen „Italien". -.QuvBadis?" 3m Lichtspielhaus Bahnhofstraße gelangt am morgigen Freitag, am Eams- tag und am Sonntag der Film „Quo Dadis?" zur Aufführung, in dem Emil 3anning« als Utero die Hauptrolle trägt. Der Film führt in die Zeit der Ehristenversolgungen zurück, führt nach Dom. an den Hof des grausamen Kaisers Aero, in tue Giestcner Xi*ouic iuil. -1 ip i'C < h. • Dießen, 18. Aug. Es kosteten auf dem Heu- tigen Wochenmarlt: Süßrahmbutter 130 Pfennig das Pfund, Landbutter 120 bis 130, Koch- butter 100, Matte 25 bis 30, Käse, das Stück 5 bis 10 Wirsing, das Pfund 6 bis 8. Weißkraut 6 biS 7, Rotkraut 10, Gelbe Rüben 8 bis 10, Rote Rüben 8, Spinat 20, Römischkohl 8 Bohnen grün und gelb 15 bis 20, Unter-Kohlrabi 5 bis 6, Erbsen 20, Tomaten 20 bis 25, Zwiebeln 10, Pilze 20 bis 25, Kartoffeln 3,5, Kartoffeln, Zent- ner 3 Mk., Frühäpfel, das Pfund 15 bis 25 Pf- Birnen 15 bis 30, Dörrobst 30 bis 35, Zwetschen 25 bis 30, Mirabellen 35 bis 40, Reineclauden 25, Pfirsiche 35 bis 60, Brombeeren 25, Honig 40 bis 45, 3unge Hähne 80 bis 90, Suppenhühner 60 bis 80, Tauben, das Stuck 50 bis 70, Eier 8. Blumenkohl 30 bis 60, Salat 8 bis 10, Salat- gurken 10 bis 25, Einmachgurken 2 bis 3, Endivien 10 bis 15, Ober-Kohlrabi 8 bis 10. Rettich 10 bis 12, Radieschen, das Bündel 8 bis 10 Pf. Gauschülerturnen in Waldgirmes. Das Schülerturnen, das in diesem Jahre erstmals auch die Schülerinnen teilnehmen sah, hatte mit einer Teilnehmerzahl von annähernd 450 alle Erwartungen weit übertroffen. Nach einer vorauf gegangenen Kampfrichtersitzung nahm bie Veranstaltung unterßeitung besGaufchülerturnwarts Wagner (Lollar) seinen Anfang. Am Vormittag mürben zunächst bie Staffeln gelaufen. Die Schüler liefen um ben neugestifteten Wanderpreis des Lahn-Dünsberg-Gaues eine 4mal 100-Meter fliegende Staffel, während bie Mädchen eine 4X50-Meter-Penbelstasfel austrugen. Welches Interesse biefe Einlagen bei solchen Veranstaltungen bilden, zeigte bie Teilnahme bei den Schülern. Es Hefen hier nicht weniger als 18 Staffeln, bei denen als Sieger der To Wieseck mit einer Zeit von 53,9 Sek. hervorging. 2. wurde Lollar mit 54,0 und 3. Rodheim mit 56,2 Sek. Die Staffel von Haufen lief die gleiche Zeit wie Rodheim unb kam nur durch das Los an die vierte Stelle Bei den Schülerinnen war Lollar die beste Mannschaft in 33,3 Set., 2. Wieseck 34,4 Sek. und 3. Staufenberg 35,5 Sek Bei dem Turnen schnitten am besten bie Vereine Wieseck. Lollar, Waldgirmes. Rut- t e r s h a u s en und Steinbach ab Eine starke Beteiligung hatte gleichfalls das in Atzbach ftattfinbenbe Gauwettschwimmen aufauroeifen Während bei den bisher ftattgefun- denen schwimmveranstaltungen meistens die Vereine Atzbach Dorlar. Garbenheim und Lollar vorne zu finden 'waren, ist nun die Vorherrschaft fast aus nahmslos auf Dorlar und Lollar übergegangen •3m 100-M eter - Freistil für Männer war Schwere Strafen für einen Lleberfatt. WSN. Mainz, 17. August Nach zweitägiger Sitzung verurteilte das Dezirksschofsengericht wegen einfachen unb schweren ßanbfriebens- bruches die Reichsbannerleute: ben 22jährigen Mechaniker Abam Eberts zu 1 Jahr 8 M v - noten, den 22jährigen Arbeiter Valentin Schmitt unb ben 24,ährigen Arbeiter Johann Hauff zu je 1 Iah r, ben 25jährigen Arbeiter Andreas Baabe zu 9 Monaten, ben 30jähri- gen Arbeiter Hermann Weber unb ben 23jährigen schlosser Thcobor Ziegler zu je 8 Monaten, ben 23jährigen Fuhrmann Ludwig Schlosser unb ben 20jahrigen Schreiner Konrad Schröder, alle aus Oppenheim, zu |e 5 Monaten G e - sängnis. Gegen Eberts, Bauer unb Baade erging wegen Fluchtverdachts sofortiger Haftbefehl. Am frühen Morgen des 23. Februar wurde ver- sucht, das Gartenhaus bes sozialbemokratischen Reichstagsabgeorbneten Steffan in Oppenheim in bie Luft zu sprengen. Es wurden zwei Nationalsozialisten verhaftet, die aber wieder aus der Hast entlassen wurden. Am Abend des Attentats fand in Oppenheim eine Versammlung der NSDAP, statt. Der Redner dieser Versammlung, der Schriftleiter Dr. Roder aus Oppenheim, und sechs seiner Genossen wurden nach der Versammlung gegen Mit- ternadjt auf ber Mainzerstraße in Oppenheim von Reichsbannerleuten überfallen unb zum Teil er- heblich verletzt. Einer ber Nationalsozialisten erhielt einen gefährlichen Messerstich in ben Leib, mehrere Fahrräber ber Ueberfallenen würben zertrümmert. In der Urteilsbegrünbung wurde ausgeführt, daß mit Rücksicht auf ben politischen Terror unbebingt höhere Strafen am Platze feien, als sie früher in derartigen Fällen erkannt worden wären. Die Ruhe und Sicherheit könne nur mit den strengsten Strafmitteln wiederhergestellt werden, und zwar ganz einerlei, welcher politischen Richtung die Täter angehören. Jrn vorliegenden Falle seien gegen die bisher unbestraften Angeklagten besonders hohe Strafen verhängt worden, weil sie nicht allein aus einem Rachegefüyl heraus gehandelt unb während der Verhandlung bas Gericht absichtlich irreführen wollten, sondern auch aus bem Grunde, weil sie die Zeugen zu ihren Gunsten zu beeinflussen versuchten, bie Unwahrheit unter Eid auszusagen ** Ruhestanbsversetzung beim Minist e r i u m. Ministerialrat Dr. U r ft a b t beim hessischen Ministerium ber Finanzen, Abteilung für Forst- unb Kameraloerwaltung wurde auf Grund des Gesetzes über bie Altersgrenze in Verbinbung mit bem Gesek über bie Einstellung bes Personalabbaus in Hessen ab 1. September in den Ruhestand versetzt. •* Vor dem Ertrinken gerettet. Arn vorigen Samstag gegen 19 Uhr rettete der Dermal- tungsfetretär Heinrich Müller von der hiesigen Stadtverwaltung ein etwa 15 Jahre altes Mädchen vor dem Tode bes Ertrinkens. Das Mädchen schwamm aus bem städtischen Freibab in ber freien Lahn nach ber Brücke zu, wurde aber anscheinend auf der Hohe der Pulvermühle von den Kräften verlassen unb ging unter. Herr Müller, der den Vorgang beobachtete, griff sofort zu, brachte das Mädchen, bas bereits ohnmächtig war, über Wasser unb an bas rechte Ufer ber Lahn. Die Verunglückte kam halb roicber zu sich unb würbe in bie Babe- anstatt zurückgebracht. ** W e s p ennest im Automobil. Der Be- sitzer ber Geflügelfarm W. D i 11 m a r hat in diesen lagen in feinem außer Dienst stehenden Personenkraftwagen eine seltsame, gleichzeitig aber auch etwas gefährliche (Einquartierung erhalten. Ein Volk Wespen hat sich am Plafond des Wagens ein oroßes Nest gebaut, das wie ein feingeflochtenes Körbchen an der Decke hängt. Die Wespen fliegen durch einen Spalt an der Windschutzscheibe aus und Der Gastgeber ferne Torzahl auf 10. Das Spiel war jederzeit fair und spannend. Tennislanderkampf Deutschland — England. Der Tenniskamps Deutschland—England in Köln stand nach bem ersten Tage 4:4. Paula von Reznicek schlug die matte Engländerin Betty Ruthall 6:4, 6:1 und Haensch war über Tinkler 9:7. 6:4 erfolgreich. Ueberraschend kam auch der Sieg von Rourney-Haensch über Lee-Tinkler mit 7:5, 6:2, die damit den Gleichstand herstellten. Der zweite Tag des TennisländerkampfeS Deutschland gegen England in Köln hatte unter der großen Hitze zu leiden. ES hatten sich auch nur etwa 1000 Zuschauer eingefunden. 3m ersten Spiel siegte Tuckey gegen Wetzel-Pforzheim sicher in drei Sähen 6:1, 2:6, 6:2. Den fünften und letzten Punkt für Deutschland holte Dr. Buß mit einem 9:7, 8:6-Siege über den Engländer Wilde. Run gaben die englischen Spieler kein Match mehr ab. Frau Whittingstall schlug Frl. Horn- Wiesbaden 6:4, 6:4, Ruthall-Lee siegten über Krahwinkel-Buß 6:4, 7:5, Heeley-Wilde waren über Frau Schomburgk-Rourneh mit 6:2, 6:1 erfolgreich und Miß Stammers-Tuckey waren mit 6:4, 1:6, 6:1 über Frl. Peih-Wehel erfolgreich. Das letzte Spiel des Länderkampfes zwischen Heeleh-Stammers und Frau Schomburgk-Frl. Horn mußte wegen der einbrechenden Dunkelheit abgebrochen werden, die Engländerinnen führten bis dahin nach zwei Sähen mit 6:4, 8:6. Da dieses Spiel nicht gewertet wurde, ist also der Länderkampf mit einem 9:5-Siege der Engländer ausgegangen. Gcwinnauozug 5. Klasse 39. Preußisch-Süddeutsche (265. Preuß.) Staats-Lotterie. Ohne Gewähr Nachdruck verboten 7. Ziehungstag 16. August 1932 3n der heutigen Dormlttagszlehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen 4 ® 000, 2 zu je 800000, 2 zu je 200000, 4 zu je 100000, 6 zu je 75000, 6 zu je 50030, 24 zu je 25000, 152 zu je 10 00, 856 zu je 5000, 776 zu je 8000, 2232 zu je 2000, 4444 zu je 1000, 7446 zu je 500, 22290 zu je 400 M. Verantwortlich für Politik: I. D.: Ernst Blumschein. „Haarglanz“ neutralisiert das Haar, d. h. er bindet die noch Im Haar verbliebenen Rikalireste des Waschmittels, die durch Ihn rückstandlos herausgespült werden. „Haarglanz* erhalten Sie mit jedem weißen Beutel Schwarzkopf - S c h a u m po n, dem milden Haar- pflegemittel und auch mit dem hochwer । tigen, kosmetisch wirksamsten Schwarz- I köpf-Extra. Für Blondinen „Extra- [ Blond“, die aufhellende Spezial - Sorte I ■ ----------- OBERST k auch ohne Mundstück bas reich ausgestattete Sberst-Älbuml Es ver« A hoppelt Kre Freude beim Sammeln der schönen Soldaten-Bilder. Zn jedem guten Zigaretten- Geschäft können Sie das Älbum für l Mk. erhalten. WALDORF-ASTORIA G.M.B.H ^Salz, ( ^sW t; .M Die symbolischer auf Befehl der Gräbern Hoooei rikanische Presse lichste aller 2m nachdem die Flar zehrt hat und die vertrieben worden Presse in den „Lumpen und La nisten und Anarc countri)" in eine In Wirklichkeit pen noch Äommr Landstreicher öori schon der ein ß. und, beim gehler Oessentlichkeit zur zum großen Teil päischen Sinne des die SBeftfront nier Ott 1 spater in die t andere waren ^>nn daden srch die und ^erschvdenen geltend machen unter den Tauki daten, die mit N sprechen erinnert volle Furcht ver! der mindestens 1 tauchen. Es mare t'ch 1917 davon Mnmpf gegen do Eine rauchende aU59cbrhete in d- WS*”? SS* Kin zu pH Si M will erzäl £nn Tiere bh0| Menschenkinder. ^e»ge Crsahrunx oberster (t Geduld! Es js, km gutes Bild zu s?« dnVWn- do LL L° AtelSanz l! ->uf AieLB^ Md. Qbc? ?Ctn 5k ''Quinoä r, ,n w !°dum mit ibw ??'eren tol'4d 4e^ben “■“‘"efAi- '8ai,ta an der ^^e 2il m -d)l j^un dreh Ich u 'reMst, to ’inöet j'0 Unö sch bQt "'cht Nei QQt Sti$ lt Sie TI Wfflle a 71 und n Jeinac teQ,lt" 6a86i' ^^löh ^ende Ans eigener Kaffee-Rösterei: Stets Irisch gerösteter Kaffee, feinste Mischungen, in verschiedenen Preislagen l/4 Pfii ml.......80, 75, 70, 60 und 55 Pf. Warenabgabe nur an Mitglieder! e. G.m. b. H 5900 A Konsumverein Gießen u. Umg. Nur erstklassige Produkte, zur Behandlung von Leder, Linoleum, von unserer ehern. Fabrik der Großeinkauf» - Gesellschaft deutscher Konsumvereine Hamburg: Bohnerwachs, weiß und gelb 1-Kilo-Dose..................1.60 RM. Vo-Kilo-Dose..............90 und 60 Pf. VrKilo-Dose..............50 und 32 Pf. Bohnerwachs, flüssig...........Flasche 1.50 RM. Bodenbeize... */2-Kilo-Dose 95, VrKilo-Dose 52 Pf. Schuhkreme, schwarz, gute Oelware Dose....................40 und 22 Pf. farbig, Oelware............Dose 25 Pf. schwarz, Wachsware.......Dose 15 Pf. Tomaten- Nudeln: Oie Gießener Berufsschule im Spiegel der Statistik. Die Berufsschule, früher Fortbildungsschule, in der Stadt Gießen wird nach der Statistik für 1932/33 von 1333 (im Vorjahr von 1641) Schülern und Schülerinnen besucht. Die Schule gliedert sich in drei Abteilungen, in eine gewerbliche, eine kaufmännische und in eine Mädchen-Berufsschule, welche wiederum nach den drei Jahrgängen zerfallen, in eine Oberstufe mit 519 (727) Schuler, in eine Mittelstufe mit 419 (539) Besucher und in eine Unterstufe mit 395 (375) Schüler. 3n der gewerblichen Abteilung werden 747 (954), in der kaufmännischen Abteilung 262 (308) und in der Mädchen-Berufsschule 324 (379) Besucher unterrichtet. Unter der Gesamtzahl von 1333 Besuchern der Anstalt sind 51 (52) vom Hundert, welche von auswärts kommen, darunter 85 (153) aus dem preußischen Amt Krofdorf-Gleiberg, Buchdrucker und Dentisten aus der Provinz Oberhessen, sowie Schüler aus den näheren Gemeinden um Gießen, wie Wieseck, Heuchelheim, Klein-Linden usw., welche keine Berufsschule für junge Leute unterhalten. Der gewerbliche Teil der Berufsschule zerfällt in 17 Abteilungen oder Gruppen wie folgt, wobei die angegebenen Zahlen die Schüler angeben: Schlosser, Former und Schmiede 33 (57), Elektrizitätsbranche 58 (72), Mechaniker, Optiker, Dreher und Uhrmacher 61 (67), Auto- und Fahrradmechaniker 38 (40), Bau-, Kunst- und Geldschrankschlosser 48 (44), Bau- und Möbelschreiner sowie Drechsler 65 (60), Sattler, Polsterer, Tapezierer, es erlauben, sucht man darum, trotz unserer Notzeit auch dieses kulturelle Gut zu pflegen und zu fördern. Nicht zuletzt haben es sich die Kirchenchöre zur Aufgabe gemacht, hier vertiefend zu wirken. Die Leitung des Verbandes hessischer evangelischer Kirchenchöre hat schon im vorigen Jahr auf der Orbishöhe in Zwingenberg eine wohlgelungene Freizeit zu diesem Zwecke veranstaltet. Der Erfolg ermutigt sie, auch in diesem Jahr wieder zu einer solchen einzuladen. Waren es im vergangenen Jahr besonders die Dirigenten von Starkenburg, die zahlreich an dem Kursus teilnahmen, so soll die Veranstaltung in diesem Jahre ganz besonders den oberhessischen Dirigenten zugute kommen, wobei jedoch nicht ausgeschlossen ist, daß, soweit möglich, auch aus den anderen Provinzen Dirigenten zugelassen werden. Die Freizeit findet diesmal in Lauterbach vom 26. bis 30. September statt, also in der ersten Woche der Herbstferien. Sie steht unter der musikalischen Leitung von Herrn Studienrat Vorngässer- Darmstadt und Herrn Dr. Struve -Kassel vom Finkensteiner Vund. Einführende Vorträge haben ferner zugesagt Oberkirchenrat D. Wagner- Gießen, Landesjugendpfarrer Lic. vonder Au - Darmstadt und Pfarrer Marr-Darmstadt. Die Teilnehmer wohnen in dem schönen Erholungsheim Eichhof und finden dort volle Verpflegung. Alles Nähere ist bei dem Vorsitzenden des Evangelischen Kirchengesangvereins für Hessen, Pfarrer Marr, Darmstadt, Liebigstrahe 20, zu erfahren. Schlußtermin für die Anmeldung ist der 1. September. Hausfrauen, Immer neue genußreiche dabei nahrhafte und billige Mahlzeiten lassen sich mit den wohlschmeckenden GEG-TEIGWAREN zueammenstellenl Außerdem empfehlen wir: Grünkern, neuer Ernte............Pfund 40 Pf. Kartoffeln......................10 Pfund 35 Pf. Neue Fettheringe...............10 Stück 52 Pf. Für die Kuchenbäckerei: Weizenmehl, Spez. 0...............Pfund 23 Pt Weizenmehl, Auszug..............Pfund 26 Pf. Weizenmehl, feinstes Kuchenmehl......Pfund 28 Pf. Gelbgießer, Spengler, Steinmetze, Graveure, Holz- und Elfenbeinschnitzer, Modelleure, Töpfer und Bandagisten 33 (58), Weißbinder, Maler, Stukkateure 74 (94), Buchdrucker, Buchbinder, Steindrucker, Schrift- und Stempelsetzer (Provinzklasse) 56 (77), Schneider und Schuhmacher 62 (74), Gärtner 28 (22), Metzger 17 (19), Friseure, Haarsormer und Perückenmacher 71 (82), Bäcker 71 (82), Landwirte 17 (22), Lohnarbeiter 42 (28), Sammelklasse 19 (25). In den kaufmännischen Fach klassen, denen 24 Dentisten aus der Provinz angegliedert sind, erhalten im Ganzen 26 (157) Schüler Unterricht. Die Mädchen-Berufsschule zerfällt in drei Abteilungen, und zwar: Hauswirtschaft 158 (179), kaufmännisches Personal 89 (103), gewerbliches Personal 89 (103) Besucher. Unter dem weiblichen kaufmännischen Personal sind eine Anzahl Mädchen doppelt aufgeführt, welche in der beruflichen Ausbildung in den kaufmännischen Fach- klassen mit kaufmännischen Lehrlingen zusammen unterrichtet werden, in der Mädchen-Berufsschule aber auch in hauswirtschaftlichen Dingen Unterricht erhalten. Im laufenden Schuljahr sind gegenüber dem Borjahr drei Klassen eingespart, weil die Gesamtfrequenz der Anstalt seit 1931/32 zurückgegangen ist. Smgefreizeii für Dirigenten evangelischer Kirchenchöre. Dom 26. bis 30. September in Lauterbach. Der erzieherische Wert der Musik wird mehr und mehr erkannt. Wo die Kräfte und Mittel Wettervoraussage. üebec Zentraleuropa lagert der hohe Druck mit seinem Kern über den Alpen, welcher sich noch weiter aufgebaut hat. Gleichzeitig ist durch die nördliche Störung über Norddeutschland ozeanische Luft eingebrochen, die dort zu verbreiteten Nebel- und Dunstbildungen geführt hat. Mit der Einmischung von feuchter Luft auch nach dem südlichen Teil des Neiches ist bei uns neben Dunstbildungen in den Morgenstunden im Laufe des Tages mit erneutem Aufleben von Gewittertätigkeit zu rechnen. Aussichten für Freitag: Morgens stellenweise dunstig, tagsüber aufheiternd, schwül, aufkommenoe Gewitterstörungen. Aussichten für Samstag: Fortdauer des sommerlichen Wetters mit weiteren Gewitterstörungen. Lufttemperaturen am 17. August: mittaas 31,6 Grad Celsius, ' abends 21,6 Grad: am 18. August: morgens 18,2 Grad. Maximum 32 Grad, Minimum 14,5 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 17. August: abends 28,8 Grad: am 18. August: morgens 21 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 12% Stunden. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uh:. Samstag nachmittag geschlossen. Für unverlangt eingesandte TPanuffripte ohne beigesüotes Rückporto wird keine Gewähr übernommen. doppelspitze Form, E® 5 reihig . .... . . . Stück 8 • Kernseife getb : Stück s 300 gr. 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Eine rauchende Trümmerstätte. verschwelte Zelte, ausgebrannte Lastwagen, und ein paar hundert Verwundete in den Lazaretten Washingtons, das ist alles was von dem „Zug der Veteranen" übriggeolieben ist. Solange die Veteranen und ihr Tros, von rund 10 000 Menschen in Washington im Angesicht des Kapitols lagerten, wagte die ame* Deutschland einen „Kreuzzug für die Demokratie und gegen die Barbarei" zu führen. Solange es Amerika gut ging, benötigten die alten Krieger die Einlösung der staatlichen Versprechen nicht. Erst als die große Not, von der man achselzuckend und spottend vernommen hatte, den Ozean übersprang und sich auch in Amerika heimisch M-' ,V, 6Ä6‘iii| 11 Sabte Lb," feit ®hn »ermn? 6tn »fang™ »e, &>■ bin™ ehr x”"61 h "N Kri? dein j)p9eNe letzt. De^ugbore auJtö&eten (v n>. 4Qbltei f,t( ■ «S iff