Pn>d vn- verlos: vrüßl'fche Untver^iair-Vuch. und Steinöruderei R. Lange in Kietzen. Schriftieitung und Seschäflritelle: ZchuFttaße 7. --------- jüiinB Erscheint täqltd), außer Sonntags und Jeurtags. Beilagen: Die DDuftrttrle ®i DaS deutsche Luftschiff Graf Zeppelin hat heute morgen feine erste Landung auf holländischem Boden aus dem uqtocit der deutschen Grenze liegenden neuen Flughafen Twente vorgenommen. Trotz der frühen Stunde hatten sich Zehntausende von Zuschauern eingefunden. Hunderte von Menschen waren schon am Vorabend an- gekommen, und brachten die Vacht in Zelten auf dem Flughafengelände zu. Ungefähr um 7.30 Uhr erschien der Gras Zeppelin au« südöstlicher Richtung und ungefähr um 8 Llbr erfolgte die Landung. die einen sehr glatten Verlauf nahm. Die Landung-mannschast bestand aus zahlreichen Mitgliedern von Sportvereinen, die schon mehrere Tage vorher eingeübt worden waren. Der Ankunft deS Luftschiffes wohnte u. a. auch der deutsche Gesandte im Haag. Graf Zech bei. der im Flugzeug eintraf. Dem Führer deS Luftschilles, Kapitän Lehmann, wurden vom Bürgermeister von Enschede Geschenke überreicht, die von den Textilindustrien in Enschede eistenS zu diesem Zweck berge ft eilt worden waren. Hm 8.15 Uhr begaben sich die ungefähr 25 Teilnehmer an der Rundfahrt Twente — Rord- d e u l s ch I a n d Z u i d e r f e e .’i 0 l t : r • dam an Bord. Unter ihnen befanden sich auch Prinzgemahl Heinrich, der Minister für die Landesverteidigung Deckers und der Minister für öffentliche Arbeiten Rehmer. Ungefähr um V.-9 Ahr verließ das Luftschiff unter begeisterten Zurufen der Menge den Flughafen und nahm nordöstlichen Äur« in Richtung auf Deutschland. Heute nachmittag gegen ‘,-6 Llhr wird da« Luftschiff auf dem Rotterdamer Flughafen erwartet. bürgerlichen Parteien der gemäßigten Rechten eine entsprechende Aufforderung, die indessen abgelehnt wurde. Damit ist jedoch der Aufmarsch noch keineswegs beendet. Auf der Linken haben die Demokraten, die einstigen Radikaldemo, traten, die den Weg zur Ltaatspartei und natürlich erst recht nicht den zur .Rationalen Einheitsliste" mitgemacht haben, eine eigene Liste aufgestellt, die mit der sozialdemokratischen Lifte verbunden ist. Schließlich erscheinen am äußersten linken Flügel die mit der Sozialistischen Arbeiterpartei zusammengeschlossene kommunistische Opposition und die Kommunisten reinster Observanz. Also trotz aller Sammlungsbeftrebungen rechts wie links noch immer eine reiche Auswahl: neun Listen suchen das Interesse des Wählers. Aber trotz vieler Reichhaltigkeit wird diesmal die Ent- scheidung den meisten leichtfallen, wenn sie sich klar vor Augen halten, daß es darum geht, einen arbeitswilligen und auch arbeitsfähigen Landtag zu schassen, alsy em Parlament, das auf Grund klarer Mehrhe.tsverhältniffe imstande ist. eine Regierung auf die Deine zu stellen und damit dem jetzigen, längst unerträglich gewordenen Provisorium ein Ende zu machen. Die das Volk zur Verantwortung beruft, müssen auch in die Lage verletzt werden, die Verantwortung voll und ganz zu übernehmen. Klare Verantwortlichkeiten setzen klare Mehr- heitsverhältnisfe voraus, die nur dann geschaffen werden, wenn die Rationalsozialisten und die zur Mitarbeit mit ihnen grundsätzlich bereiten bürgerlichen Gruppen zusammen im neuen Landtage die Mehrheit erhalten. Roch immer ein weiter Spielraum für persönliches Temperament und weltanschauliche Lieberzeugung. Aber besonnen und seiner Verantwortung bewußt sollte noch einmal jeder Wähler im stillen Kämmerlein mit seinem Gewissen zu Rate gehen, ehe er morgen an die Wahlurne tritt und mit feiner Stimmabgabe mitentfcheidet über Wohl und Wehe unseres über alles geliebten Hessenlandes. öS Ä 'S 11* tl ä L123 5L95 12,465 3.057 170.23 74.78 83.82 78-57 15.34° 0.94« 1,209 58.49 21.» 16-53 81.7 ti 67 SL22 .299 ,3'2 .993 14,01 Die Nominierung Hoovers. Prohibition und Schuldenproblem im republikanischen Parteiprogramm. pariser Echo. Paris, 18.Juni. (WTB Funkspruch.) Die fron- Mischen Tlorgenblättcr beschäftigen sich eingehend mit der Erklärung der Mächte in Lausanne. Das „Journal" schreibt, die Reparationskonsercnz sei zu Ende, die Konferenz der wirtschaftlichen Wiederher st ellungdcr Welt beginne. Auch müsse man freimütig zugeben, daß der 'floungplan wirklich tot sei. — „Volonte" hebt den sympathischen Eindruck hervor, den Reichskanzler von Papcn durch seine Rede und seine privaten Unterhaltungen gemacht hat, und erklärt, in diesen ersten Verstand- lungstagen in Lausanne zeichne sich ein Wille zur Tat und ein guter Wille der Verständigung ab. — Der radikale „Quotidien" schreibt, wird man eines Tages erleben, daß tröst der formalen Vorbehälte Frankreich gezwungen fein werde, feinen Gläubigern Zahlungen zu leisten, ohne von seinem Schuldner Geld bekommen zu haben? Ein Hinweis auf diese nur allzuwahrscheinliche Hypothese genüge, um die ernsten Schwierigkeiten hervorzuheben, mit denen Herriot gegenwärtig zu kämpfen habe. — „Figaro- erklärt, er befürchte sehr, daß diesmal die Regelung der Reparationen eine vollständige und endgültige sei und daß Frankreich von Deutschland keinen Pfennig mehr erhalten werde. — Kommuniftentumulte in Ludwigshafen. Ludwigshafen, 25. Juni. (WTB. Funkfpr.) Zu starken Zusammenrottungen von Kom- muniften kam es gestern in der Bismarckstraße und in der Friesenheimer Straße vor dem Lolal der Nationalsozialisten. Auch sonst kam es wiederholt zu Tumulten. Die Ruhe konnte erst nach Mitternacht wiederhergestellt werden. Die Polizei mußte fortgesetzt tätig sein, um die Ansammlungen zu zerstreuen und entstehende Schlägereien zu schlichten, wobei des öfteren auch vom Gummiknüppel Gebrauch gemocht werden mußte. Im nördlichen Stadt- teil wurde die Polizei von der erregten Menge mit Psui-Rufen und Beleidigungen, wie „Bluthunde" ufw., empfangen. Aus einzelnen Fenstern wurde» die Beamten mit Blumentöpfen und Fla- fchen beworfen, wobei drei Beamte leicht verlegt wurden. Insgesamt wurden 25 Personen fest- genommen. ÄÄ 'toi Ä iurid* :1W!> Mittelparteien und DTkvp. Berlin, 17. Juni. (ERB.) Geheimrat Wildhagen (Leipzig) hatte in einem Telegramm an Dr. Hugenberg die Frage der Zusammenfassung der Mittelparteien und einer Beteiligung der DRVP. an dieser Aktion angeschnitten Aus daS Q(nt- Worttelegramm bat heute Dr. S 0 lf mit folgendem Telegramm ertoiberi .Auf daS Telegramm deS Herrn Geheimrat Wildhagen vom 15. Juni namens unseres Arbeitsausschusses antwortete Herr Schmidt (Hannover) unter Wiederholung deS Vorschlages vom 30. März anläßlich der Landtagswahlen, wonach alle bürgerlichen Re st st im men auf die deutschnatio- naleListevereini gt werden möchten. Liniere Frage ging aber nicht dahin, ob die DAlDP. .eine Verstärkung ihrer Arbeit" begrüßen würde, wie Sie telegraphieren, sondern obdieDAVP. uno ihr Führer bereit wären, anderen bürgerlichen nationalen Gruppen zur gemeinschaftlichen Arbeit die, Hand zu reichen. — Muß ich somit aus dem Telegramm des Herrn Schmidt entnehmen, daß die DRVP. und ihr Füh- ter allen Kräften des nationalen Bürgertums, die nicht unter, sondern mit der DRVP. arbeiten möchten, die Hand zur Zusammenarbeit verweigern?" Stahlhelm gegen das Llniformverbot der süddeutschen Regierungen. Berlin, 18. Juni. (ERB. Eigene Meldung.) Die Bundespressestelle des Stahlhelm teilt mit: Der Lan- desverband Baden-Württemberg des Stahl- heims hat gegen das von der badischen Regierung erlassene Uniformverbot schärf st en Protest eingelegt. Er wird mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln gegen das Verbot vorgehen. Weiter hat der Landesverband Bayern des Stahl- heims wegen des neuen bayrischen Uniformoerbots ein Telegramm an den Herrn Reichs- Präsidenten und an den Reichsinnenminister gerichtet, in dem er ein Borgehen gegen die Maß- nahmen der bayrischen Staatsregierung wünscht. ---- 17 3««' z ftattfinben, jedoch sind zahlreiche i nz e l b e sp rech u n g e n zwischen den leitenden Ministern vorgesehen Der italienische Außenminister Grandi wird dem Rcichsaußeckminister Washington. 17. 3uni. (WTB.) 3m Weißen Hause herrscht unverhohlene Befriedigung über das gestern nacht angenommene republikanische Parteiprogramm, dessen 3nhalt man als hundertprozentigen Sieg für Hoovers Ansichten bezeichnet. Präsident Hoover selbst hat sich seit Beginn der Chicagoer Verhandlungen von der Außenwelt fast gänzlich abgeschlossen, um nicht in den Parteikampf hineingezogen zu werden, jedoch verfolgt er mit Spannung den Gang der Ereignisse. Die gestrige sehr bewegte Aussprache über d i e Prohibiti.on hörte er sich im Radio an. Hoover steht aus dem Standpunkt, daß die Forderung auf Aufhebung des Alkoholverbots schwere moralische Schädigungen gehabt haben würde, denn günstigenfalls hätte diese Aushebung erst in zwei 3ahren in Kraft gesetzt werden können, inzwischen aber würde das Bewußtsein der bevorstehenden Annullierung zu «chaotischen Zuständen geführt haben. Die jetzt beschlossene Fassung, nach der der Bundeskongreß die Verfassungsänderung gutheißen soll, in der den Einzel st aaten dasRecht zur Regelung des Alkoholvertriebes zurückgegeben wird, aber die trocken bleibenden Staaten mit DundeSgewalt schützt, und die W i e- dereinführung der .Flüster"-Kneipen verhindert, entspricht dem Vorschlag Hoovers und bedeutet weder inhaltlich noch zeitleidenschaft gezogen, obwohl diese seit der Uebcr- nahrne der Parteiführung durch Hugenberg nicht mehr an der Verantwortung für die Reichsgeschäfte teilgenommen hatten. Die letzten Landtagswahlen brachten diesen Gruppen, die vorher noch einschließlich der Staatspartei über 24 Mandate verfügt hatten, ganze 6 Abgeordnete. Wahrlich ein Menetekel, das nicht überleben werden konnte. Man suchte entschlossen die Folgerungen aus der Riederlage zu ziehen, ohne indessen jetzt schon freie Bahn für etwas ganz ReueS zu schaffen. So kam die .Rationale Einheitsliste" zustande, auf der Deutsche Volkspartei. Dolksrechtspartei, Christlichsozialer Volksdienst, Wirtschaflspartei, Staatspartei und ein Teil des Landvolks ihre Kandidaten gesammelt haben. Also vorerst nur eine Einigung bürgerlicher Parteien, aber immerhin ein Schritt zur Einigung des Bürgertums, die vielleicht der in Aussicht stehende Reichstagswahlkampf in einer neuen Partei bringen wird, wenn es gelingt, für die kommende bürgerliche Sammlung bis dahin schon die ideellen Voraussetzungen zu schaffem Richt alle bisherigen Parteien zwischen Zentrum und Rationalsozialiften haben sich diesem Schritt der ..Rationalen Einheitsliste" angeschlossen. Wie schon angedeutet, sieht das Hessische Landvolk, einst die stärkste Gruppe auf der Rechten, feine ..Prominenten' auf verschiedenen Kandidatenlisten. Einer seiner markantesten Führer aus den ersten Zeiten schärfster Opposition gegen das Kabinett Ulrich-Henrich, der Friedberger Beigeordnete Dr. Leucht- gens. hat eine eigene ..Lifte" ausgestellt, um wieder die Bedeutung der Einzelpersönlichkeit gegenüber den vorherrschenden politischen Mas'en- benxgungen zur Geltung zu bringen. Die Deutschnationalen haben sich an der ..Rationalen Einheitsliste" nicht beteiligt. Sie laben analog der Politik Hugenbergs im preußischen Wahlkampf auch in Hessen in ihrer eigenen Partei den geeigneten Sammelplatz für das nationale Bürgertum und richteten an die anderen lich eine radikale Aenderung, da diese Aenderung von Dreiviertel aller Einzelparlamente, mit je Zweidrittelmehrheit ratifiziert werden muß.Selbst der erste Schritt, die Q3illigung durch Zweidrittelmehrheit beider Häuser des Dundeskongresses, dürfte geraume Zeit in Anspruch nehmen, da im gegenwärtigen Kongreß bisher sämtliche Anträge auf Milderung des Alkoholverbotes nicht einmal die einfache Mehrheit erhielten. Als weiteren Erfolg bucht man im Weißen Hause die Richterwähnung der Repa- rationenundalliiertenKriegsschul- ben. Wie hier in der letzten Woche gemeldet wurde, wünscht Hoover die Lausanner Verhandlungen möglichst nicht zu behindern. Weiter möchte er bezüglich der Verhandlungen mit den Alliierten auf Grund der Lausanner Ergebnisse freie Handhaben. Deswegen wurden Staatssekretär S t i m s 0 n und Finanzminister Mills nach Chicago entsandt mit dem Auftrag, die Ausnahme der letztjährigen Resolution des Kongresses gegen die Herabsetzung der Kriegsschulden im Parteiprogramm zu verhindern. 'Allerdings wurde als Gegenleistung darauf verzichtet, Hoover SM 0 - ratorium als weltrettende Tat zu preisen. Man entschloß sich, diese Frage ganz unerwähnt zu lassen und sie dadurch von den bisherigen Fesseln zu befreien sowie aus dem Gebiet der Parteipolitik herauszunehmem 7.13" 52.« > 12.4« | Aus zur Heffenwahl! Der Hessische Landtag, der aus den Wahlen vom 15. November vorigen Jahre» hervorgegangen war, trug nicht die Züge großer Langlebigkeit an der Stirn. Die Mehrheit für die feit den Tagen des Umsturzes herrschende Regierung der Weimarer Koalition war zwar zerbrochen, aber auch die Opposition hatte im neuen Parlament von sich aus keine Mehrheit. Wenn auch die Nationalsozialisten damals schon mit 27 Mandaten zur weitaus stärksten Partei angewachsen waren, bot sich doch für die bis- hörige Opposition allein keine Möglichkeit, eine Re- aierung zu bilden, da die Nationalsozialisten ihren Damaligen Erfolg fast ausschließlich auf Kosten der bürgerlichen Parteien davongetragen hatten, die in den früheren Landtagen schon in heftigem Kampf gegen die Regierung gestanden hatten. Eine Regierung, die sich auf eine feste Mehrheit im Parlament stützte, konnte also nur zustande kommen, wenn es gelang, eine Brücke zwischen Zentrum und Nationalsozialisten zu schlagen. Der Versuch dazu ist gemacht worden. Beide Parteien haben programmatische Erklärungen ausgetauscht, die ;war nicht grade von überwältigender Zuneigung zeugten, aber immerhin sachlich genug waren, um bei ernstem Willen auf beiden Seiten Verhandlungen und schließlich auch eine Probeehe zu ermöglichen. Dabei spielte die Frage des Staatspräsidenten eine Rolle, die Nationalsozialisten wollten für diesen einzigen politischen Posten (die andern Minister sollten nach ihmn Vorschlag künftig fortfallen) einen der ihrigen präsentieren, während das Zentrum eine neutrale unpolitische Persönlichkeit vorgezogen hätte. Aber in der Hauptsache scheiterte Vas Zusammen- kommen doch an der verschiedenen Einstellung der beiden Parteien zur Reichspolitik. Die Nationalsozialisten standen zum damaligen Reichskabinett in schärfster Opposition und forderten auch für Hessens Vertreter im Reichsrat eine entsprechende Instruktion, während das Zentrum von der unbedingten Unterstützung des aus ihren Reihen her- vorgegangenen Kanzlers jede Beteiligung an einer Koalitionsregierung der Rechten abhängig machte. So blieb also die neue große Tiaffenpartei der Rechten trotz eines beispiellosen Wahlsieges und des damit ganz eindeutig zum Ausdruck gebrachten Volkswillens auch weiter von der Verantwortung ferngeholten zum schweren Schaden von Land und Volk. Denn das nun schon mehr als ein halbes Jahr dauernde Interregnum eines geschäftsführenden Kabinetts konnte in allen Zweigen des öffentlichen Lebens, wie alle unklaren Verhältnisse und halben Maßnahmen, nur von denkbar ungünstiger Rückwirkung sein auf Staatsautorität und Staatsmoral in allen Zweigen des politischen Lebens. Das neugemahlte Parlament jedoch war, da jede Grundlage für positive Arbeit, das Zusammenwirken von Regierung und Landtag, fehlte, dazu degradiert, die Plattform für Agitation und Propaganda abzu- !leben. Man wird angesichts der wahrhaft nieder- chmetternden Bilanz dieser Landtagsperiode doch •em Zentrum die ernste Frage vorlegen müssen, ob es im Sinne einer staatserhaltenden Politik lag, diese verhäiianisvollen und noch unabsehbaren Folgen seiner Enthaltsamkeit mit in Kauf zu nehmen, um eine Bewegung von der verantwortlichen Mitarbeit im Staate auszuschließen, unter deren Fahne sich damals schon mehr als ein Drittel, heute in einzelnen Ländern mehr als die Hälfte der Bevölkerung gesammelt hat. Daß das Zentrum auch heute, wo es keine Rücksicht mehr zu nehmen hat auf die von ihm nicht mehr beeinflußte Reichspolitik, keine Neigung zeigt, feine Politik gegenüber dem Nationalsozialismus zu ändern, sieht man in Preußen, Bayern und andern Ländern, wo ebenfalls bislang wenigstens keine Verständigung versucht, geschweige denn zustande gebracht wurde. Damit versagt sich das Zentrum einer im hohen Sinne staatserhalten- den und konservativen Aufgabe, dem Nationalsozialismus den Ucbergang von der radikalen Opposition zur verantwortungsbewußten Mitarbeit zu erleichtern, einer Aufgabe, die dasselbe Zentrum einst willig übernommen hat, als es galt, in den letzten Kriegsjahren die Sozialdemokratie an den Staat heranzuführen. Dem Rationalsozialismus bleibt allo nichts anderes übrig, als weiterzukämpsen bis er allein oder gemeinsam mit zur Zusammenarbeit mit ihm bereiten Gruppen der bürgerlichen Mitte und Rechten die absolute Mehrheit im Parlament errungen hat. das Zentrum also zur Regierungsbildung nicht mehr braucht. Darum geht es für die nationalsozialistische Bewegung in diesem Wahlkampf, den zu erzwingen sie aber aus sich heraus ohne Hilfe anderer Parteien nicht die Möglichkeit hatte. Deshalb fiel ihr die Hngültig- keitserklärung der letzten Landtagswahl durch den Staatsgerichtshof, so überraschend sie für sie selbst wie für daS ganze Land kam, wie ein Geschenk in den Schoß. Aber auch dem Zentrum und den Sozialdemokraten, die sich offenbar auf ein mehrjähriges Interregnum des geschäftsführenden Kabinetts Adelung—Kirnverger eingerichtet und den Spruch des Staatsgerichlshofs sicher nicht begrüßt hatten, kam unverhofft Wahlhilfe. Der Sturz des Kabinetts Brüning entließ das Zentrum aus der Verantwortung für die in der Periode der Rotverordnungen besonders unpopuläre Reichspolitil und die Sozialdemokraten, denen der Kanzler harte Opfer zugemutet hatte, kehrten mit einem hörbaren Aufatmen der Erleichterung in die Opposition -urück. Beide haben trotz der Kürze der Zeit, diese neue Chance nach Kräften ausgenützt. Auch im Raum zwischen dem Zentrum und den Nationalsozialisten ist es nicht still geblieben. Die letzten Wahlkämpfe mit dem gewaltigen Anschwel- len der nationalsozialistischen Bewegung haben die bürgerlichen Parteien der gemäßigten Rechten jerrieben und auch die Deutschnationalen in Mit» [90Mi3, •Qmpfqeift n 5ltr' Herr t!? 81- MU I D Q^eim£,Drm" ~ I in « r I ZW Die Chancen btr ihr. I ■ ) uber bin Hausen ®?[n I 1,8 "«änderte cituatio: I «einen Seite bebauen I Ä ft005 Mrai I Tut habet 1(1. meil nL I eher an einer verletzun. I ■WannidiQft werden bc I Einträchtig,, -ilubccdcn. 1 ?nVmmer iel>r oliv I E T°r noch ist Lip-I doch eigentlich mit t -1 rnnben js, als es 8ui-1 ^(Christ spielt erftbasl Blauweißen.) Jen ßeilmannr, so ist bn I "ussall Seipels b ■ | r doch noch mit an. Der I ‘ zum Borteil gereiche?, I i|t bestimm, nicht schick I Ionier Techniker, aber eihe des hervorragend I . Obwohl sich Knau; -1 hnct entwickelt hat, uü I und geschickt zu manij^J r in der Läuferreihe b.”l Gegner. Die Stürme b.. I i solchen Lokaltressen irr I e Blatter und man uv! I nzahl verpaßter Telegen-1 jnö „Aus"schüsse verlasici 1 t es will: das Gießener I sich nrchr nehmen Imin, I Rahmen zu veifchaffcn. 1 DQtlcl man eo ipso, dch I fetzen, nicht nur, um V. I sondern auch, um d 1 j 'ein Mallfpiel ist. 1 jiel nicht bringen. - Sp.-Äg. 1900. bereits einen Klublci-? I nun auch die Jugendlich«» auf den Plan. Der M unq hat die in 5*1 ifte geltende leichtotblenI SSO auf eigenem W JI werden sich in diesem ^ -1 -eite her zeigen m I Vlüngerl'^^I e Wettkämpfe vor. I 0 M Mer, I M lislustötffen, w ßeter, ®ciifpn'n9. W , Nundenftassei g ___, ttr. M Erstes Blaff 182. Jahrgang Samstag, 18. Zunt 1052 ^Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhefsen Aus aller Welt. Der deutsche Flottenbesuch in Schweden. Der deutsche Folttenbesuch in Schweden verlief weiterhin programmäßig. Admiral Albrecht legte an der Gruft der Königin einen Kranz*nieder als Dank für ihre Hilfstätigkeit an den deutschen Kriegsgefangenen und an den notleidenden deutschen Kindern. Anläßlich des gestrigen Geburtstages König Gustavs hatte das deutsche Geschwader reichen Flaggenschmuck angelegt und Königssalut geschos- s e n. Der Besuch des deutschen Geschwaders schloß mit Bordfesten auf der „Königsberg" für das schwedische Marinekorps und die deutsche Kolonie und mit Sportkämpfen zwischen deutschen und schwedischen Mannschaften im Stockholmer Stadion. Admiral Albrecht wurde kurz vor der Abfahrt des Geschwaders vom König in Audienz empfangen. Das Interesse der schwedischen Oeffentlichkeit war bis zum Ende des deutschen Besuches überaus lebhaft, der in jeder Beziehung erfolgreich verlief. Seldte im Rundfunk. Der erste Bundesführer des Stahlhelms, Seldte, wird voraussichtlich im Laufe der kommenden Woche im Berlin im Rundfunk einen halbstündigen Vortrag über „Das Wollen des Stahlhelms für Volk und Staat" halten. Die Uebertragung der Rede als Reichssendung durch alle deutschen Sender ist beantragt. Brandstiftung in drei Berliner Schulen. Am Freitagabend ereigneten sich im Norden Berlins seltsame Schulbrände. In drei Fällen brach in Klassenzimmern verschiedener Schulgebäude Feuer aus. In zwei Fällen konnte Brandstiftung einwandfrei nachgewiesen werden. Polizei und Feuerwehr haben die Nachforschungen nach dem oder den Tätern eingeleitet, ohne jedoch bisher eine Spur finden zu können. In allen drei Fällen gelang es der Wehr, in kurzer Zeit Herr über die Flammen zu werden. Die Untersuchung der politischen Polizei erstreckt sich vor allem Darauf, ob die mutmaßlichen Brandstiftungen mit den Elternbeiratswahlen in Zusammenhang stehen. Rasender Schaljapin. Bei einem Gastspiel der russischen Oper in der „Op£ra Comique" in Paris, bei dem Mussorgskis „Doris Godunow" mit Schaljapin in der Titelrolle zur Aufführung gelangte, kam es, wie uns berichtet wird, zu einem aufsehenerregenden Zwischenfall. In der Szene zwischen Doris Godunow und Tschuiski verfehlte der Tenor seinen Einsatz, was Schaljapin veranlaßte, auf offener Szene seinen Partner mit Schimpfworten zu überschütten. Dann wandte er sich gegen den Dirigenten Steinmann, dem er zurief, das) er keine Ahnung vom Dirigieren habe, er wolle selbst die Leitung des Orchesters übernehmen. In höchster Erregung schlug Steinmann seinen Dirigentenstock entzwei und schleuderte die Stücke gegen die Dühne. Schließlich gelang es dem Derwal- tungsdirektor der „Opera Comique“, die erregten Künstler zu beruhigen, so daß die Dorstellung zu Ende geführt werden konnte. Steinmann nahm diesen Dorfall zum Anlaß, seine Entlassung zu beantragen. Konflikt zwischen Senat und Studentenschaft an der Freiburger Universität. Freiburg, 18. Juni. (ERD. Funkspruch eigene Meldung.) Die Freiburger Studentenschaft hat beschlossen, wegen der zwischen Senat und Studentenschaft entstandenen Spannung grundsätzlich jeder gemeinsamen Deran- staltung künftighin fernzubleiben. Die Ursache des Konfliktes liegt darin, daß der Senat dem Wunsch der Studentenschaft um Aen- derung einer Verordnung, nach der der Studentenschaft die politische Meinungsfreiheit und deren Aeußerung beschnitten worden sein soll, nicht nachgekommen ist. Tagung des Vereins für Kommunalwirtschaft und Kommunalpolitik. Die Jahresversammlung des Vereins für Korn- munalwirtschaft und Kommunalpolitik, zu der die leitenden Kommunalbeamten aus dem ganzen Reiche erschienen sind, wurde in R o st o ck eröffnet. Ministerialdirektor Dr. von Leyden aus dem preußischen Innenministerium hielt einen Vortrag über die Kommunalfinanzen und beleuchtete dabei besonders die durch die neue Notverordnung in den Gemeinden geschaffene Lage. Das Ergebnis dieser Notverordnung fei als eine annähernde Sanierung der Herneindefinanzen an* zufprechen. Wettervoraussage. Die Störung im Nordosten ist nach der Ostsee und dem östlichen Deutschland zurückgewandert und dehnt ihren Einfluß auch westwärts nach dem übrigen Teil des Reiches aus. In Schlesien ist es in der verflossenen Nacht zu Niederschlägen gekom* men, die eine Höhe von 10 Millimeter überstiegen haben. Die durch den Druckfall hervorgerufene Aenderung der Luftzufuhr wirkt sich sowohl auf die Temparaturen, als auch auf unseren seitherigen Witterungscharakter aus, so daß mit dem Vordringen der Bewölkung auch einzelne Niederschläge nicht ausgeschlossen find. Aussichten für Sonntag: Zeitweise bewölkt, Temperaturen zwischen Tag und Rächt sich mehr ausgleichend, tagsüber keine weitere Wärmezunahme, Möglichkeit zu einzelnen gewitterartigen Riederschlägen. Lufttemperaturen am 17. Juni: mittags 20 Grad Eelsius, abends 13,6 Grad; am 18. Juni: morgens 16 Grad. Maximum 22,8 Grad, Minimum 6,8 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 17. Juni: abends 26 Grad: am 18. Juni: morgens 17,3 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 13% Stunden. Oer letzte Tag im hessischen Wahlkampf. Brüning spricht in Mainz. Mainz, 17. Juni. (WSN.) In der heutigen Kundgebung der Mainzer Zentrumspartei anläßlich der hessischen Wahlen führte Reichskanzler a. D. Dr. Brüning folgendes aus: Ich freue mich aufrichtig, daß Sie mich auch heute mit unverminderter Herzlichkeit begrüßt haben. Man wird von mir nicht annehmen, daß schmerzliche und bittere Erfahrungen, die mich persönlich und menschlich betroffen haben, mich irgendwie körperlich ober seelisch auch nur im geringsten so weit erschüttern konnten, daß ich nicht bereit bin, außerhalb der Regierung weiterzukämpfen, daß der Weg eingehalten wird, innerpolitisch und außenpolitisch, den ich in den langen zwei Jahren begonnen habe. Und wir werden dem deutschen Volke zeigen, welche Pflicht der Verantwortung es mnerhalb einer Oppositionsstellung gibt. Allerdings werden wir niemals dem Auslande sagen, diese Regierung, die in Lausanne verhandelt, hat keine Mehrheit im deutschen Volke hinter sich, jo wie man es mir gegenüber in dem schwersten Augenblick vaterländischer Geschichte getan hat. Nein, in der Außenpolitik kennen wir nur ein einziges Deutschland. Kein Wort wird über untere Lippen kommen, das die Stellung unserer Regierung in den Verhandlungen schwächen könnte. Alles werden wir aerne tun, um (i e zu stärken, auf dem Wege fortzugehen, den ich bewußt und klar überlegt in den letzten zwei Jahren gegangen bin. Es ist interessant, daß mit einem Mal die Tonart der Presse, die mich jahrelang als Schwächling oder Verräter hingestellt hat, auffallende Milde in der Vertretung außenpolitischer Belange an den Tag legt. Ich werde nicht über die Vorgänge, die zum Rücktritt des Kabinetts geführt haben, in der Oeffentlichkeit sprechen, nicht, weil ich etwas zu verbergen hätte, aber ich bin der Ueberzeugung, daß in jeder Lage, in der sich ein Politiker befindet, er alles daran setzen muß, die Autorität des Staates zu stärken und den Glauben an die Autorität, soweit er kann, aufrechtzuerhalten. Sie werden von mir auch nicht verlangen, daß. ich in eine heftige Polemik gegen die neue Regierung eintrete. Ich kann allerdings der neuen Regierung nicht zugestehen, Geschmacklosigkeiten au begehen, wie sie es in dem Aufruf getan hat. der sich gegen die alte Regierung richtete. Dieser Aufruf war auf das Budget abgestimmt, man fände einen Trümmerhaufen vor, infolgedessen dürfe das deutsche Volk der neuen Regierung nichts übel nehmen. Ich habe ein kaum zu deckendesKasfendefizitübernom- m en und in zweijähriger schwerster Krise dafür gesorgt, daß das Kassendefizit nicht g e st i e - g e n ist und daß keine neuen schwebenden Schulden gemacht worden sind, eine Tatsache, die in allen Ländern der Welt in den vergangenen zwei Jahren einzigartig dasteht. Es war alles geschehen, wenn auch in anderer Form wie jetzt, um das zu erwartende Defizit von Reich, Ländern und Gemeinden für das kommende Jahr ebenfalls abzudecken, weil ich es für meine Pflicht hielt, nach Lausanne zu gehen mit einer absolut sicheren und einwandfreien Finanzgebarung der öffentlichen Hand, so wie es das Prinzip der vergangenen zwei Jahre gewesen ist, unter härtesten Opfern zwar, aber mit Sicherheit im Rücken. Kann ich es verantworten vor dem ganzen übrigen Deutschland, den lebensfähigen Grundbesitz im deutschen O st en zu retten mit Aufbietung aller gesetzlich nur deutbaren Möglichkeiten und gleichzeitig darauf verzichten, den nicht lebensfähigen Grundbesitz im Osten der Siedlung zu erschließen? Das war eine Zumutung, die ich nie und nimmer akzeptieren konnte. Ich habe alles daran gesetzt, um dem lebensfähigen, Ueberschuß produzierenden Großgrundbesitz aufzuhelfen. So war es ebenso meine Pflicht, auch daran zu denken, daß Hundert- tausende von armen K l einbauern in Westdeutschland, im Hunsrück, im Westerwald und in Süddeutschland sehnsüchtig Ausschau ■ halten, um eine Scholle auch einmal für sich zu bekommen. Das war kein Siedlungsbolschewismus, den wir damit gemacht haben. Es sieht fast so aus, als ob man nur den Beamten Abzüge über Abzüge zumutet, den Arbeitern Kürzung der Löhne und Sozialleistungen und auch dem Mittelstand Steuern aufbürdet und nur einer ganz kleinen Schicht keine Opfer abverlangt. Damit war für mich etwas gerissen, was nicht wieder heilen konnte. Wenn nun die neue Regierung kommt, und einen Teil des Gesamtplanes der alten Regierung in veränderter Form veröffentlicht, aber mit anderen Dingen, wie z. D. mit dem freiwilligen Arbeitsdienst, Arbeitsbeschaffung und Aehnlichem wartet, wenn wir nichts davon hören, was mit der Siedlung gemacht wird, dann darf es uns die Regierung nicht übet nehmen, wenn wir solches Stückwerk ablehnen. Die Zentrumspartei wolle auch in Zukunft im Verein mit allen Parteien und Konfessionen, die guten Willens seien, die Zukunft Deutschlands aufbauen helfen. Die Agrarpolitik der ASDAp. Von der Pressestelle der Gauleitung Hessen der RSDAP. werden wir gebeten, folgende Leitsätze zur nationalsozialistischen Agrarpolitik bekanntzugeben: 1. Die deutsche Landwirtschaft muß mit der Zeit die alleinige Ernährerin des gesamten deutschen Volkes werden. Deshalb und aus Gründen zukünftiger Finanz- und Wirtschaftspolitik ist die Steigerung des Ertrages der heimischen Landwirtschaft eine Lebensfrage für das deutsche Volk. 2. Ein wirtschaftlich gesundes, kaufkräftiges Landvolk ist auch für die Industrie, die immer auf den Binnenmarkt angewiesen ist, von entscheidender Bedeutung. 3. Der Rationalsozialismus sieht aber auch im Landvolk den Hauptträqer völkischer Erbgesundheit, den Jungbrunnen des Volkes und das Rückgrat der Wehrkraft. 4. Die Ursachen der heutigen Landnot liegen in der verständnislosen Haltung des Systems gegen den Bauernstand begründet. Sinnlose Steuerpolitik, falsche Zollpolitik, ungeheure Preisspanne, hohe Produktionskosten (elektrischer Strom und Dünger). 5. Deshalb fordern wir deutsches Bodenrecht und deutsche Bodenpolitik, a) der deutsche Boden dient nur dem Aufenthalte und der Lebensdersorgung des deutschen Volkes. In diesem Sinne ist der deutsche Boden von den Bodenbesitzern auf das gewissenhafteste zu verwalten, b) wir erkennen das Erbrecht deutscher Volksgenossen für den recht- mäßig erworbenen Boden an, c) der Dauer hat nur eine Steuer zu zahlen und zwar die Doden- ertragssteuer, d) der deutsche Boden ist auf keinen Fall zu Spekulationszwecken zu mißbrauchen, 6. Aus bevölkerungspolitischen, nationalen und sozialen Gründen fordern wir deutsche Siedlungspolitik, die das Leben der Siedler sicherstellt. 7. Die berufsständigen Organisationen haben die Pflicht durch sozial gerechte Arbeitsverträge den deutschen Landarbeiter in die bäuerliche Berufs- gemeinfchaft fest, einzugliedem. 8. Der tüchtige Landarbeiter muh die Möglichkeit haben, in den Siedlerstand aufsteigen zu können. 9. Die Bedeu- hing des Berufsstandes erfordert staatliche und berufsständische Förderung jeglicher Fachausbildung durch geeignete Lehrkräfte. (Landjugendheime, Dauernhochschulen, Degünstigung für begabte, mittellose Landjugend.) 10. Der Dauer hat unter allen Umständen ein Recht auf einen Arbeitsertrag seiner Tätigkeit. Die Wirtschaftlichkeit der Detriebe muh wieder hergestellt werden. 11. Die gegenwärtige Rot des Volkes ist die Rot des Landvolkes. Rur durch die Kraft, die Energie und den Tatwillen der nationalsozialistischen deutschen Freiheitsbewegung kann diese Volksnot behoben werden. Haben Dauer und Arbeiter Geld, hat's die ganze Welt. Landvolk und Deutschnati'onale. Von der Pressestelle der Deutschnationalen Dolkspartei wird uns u. a. geschrieben: Die politische Uneinigkeit im Dauern- und Dür- gerstand hat die in diesen Ständen ruhenden wertvollen Volkslräfte zur Ohnmacht verurteilt. Vielfach wissen die Angehörigen dieser Stände, insonderheit auf dem Lande, nicht, wie sie bei der Hess. Landtagswahl am morgigen Sonntag wählen sollen. Es hat sich aber in den letzten Jahren immer gezeigt, daß ihre Forderungen, besonders die des Landvolks, nur im Rahmen einer fe ft gefügten politischen Bewegung zu verwirklichen sind. Als eine solche Bewegung stellt sich die Deutschnationale Dolkspartei dar, der sich zahlreicheLandbundführeran- geschlossen haben und auf deren Kadidatenliste langjährige Vertreter des Hess. Landvolkes im Landtag stehen. Jahrelang hatten die Vertreter des Hess. Landvolkes mit den Deutschnationalen im Landtag eine Fraktionsgemeinschaft. Sie haben dabei festgestellt, daß das Wohlergehen des Landvolkes den Deutschnationalen stets am Herzen lag. Darum kann es für das hessische Landvolk diesmal keine andere Möglichkeit geben, als mit den Deutschnationalen gemeinsam in den Mahlkampf zu ziehen und ihn zu einem siegreichen Ende zu führen. Eine Kundgebung Hugenbergs. Darmstadt, 17. Juni. (TU.) Geheimrat Hugenberg hat an den Landesverband Hessen der DRDP. folgendes Telegramm gerichtet: Die DRVP. bekennt sich zu dem Gedanken, daß gesundes Eigenleben der Länder, föderalistischer Staatsaufbau Voraussetzung für die Gesundung des Reiches ist. Starke DRVP. ist festes Dollwerk gegen Zwangswirtschaft, Staatssozialismus, Kulturzersetzung. Richt Reden uni Massenwahn, sondern nüchterne Arbeit, staatsmännischer Wille und wirtschaftliche Vernunft retten dem Dauern die Scholle, bewahren den Arbeiter vor Arbeitslosigkeit, gewährleisten die Existenz des Handwerkers und Kaufmanns. Frei die Arbeit, frei die Wirtschaft, frei das Vaterland." Oie hessischen Demokraten. Von der Pressestelle der „Hessischen Demokraten" schreibt man uns: Die Hessischen Demokraten führen den Wahlkampf zum Hessischen Landtag unter der Parole „Staatspolitik geht jetzt vor Wirtschaftspolitik". Unbeschadet ihrer Prinzip.ell:n Ablehnung soz alistischerWirtschafts- formen halten sie dafür, daß der Ansturm autokratischer Mächte jetzt die Existenz des Staates überhaupt untergraben. Die bedingungslose Einordnung des Bürgers in den Staat tritt nur durch das Bewußtsein gleicher Rechte und gleicher Pflichten ein. Die Zerstörung der Demokratie macht die Einbürgerung der-früher internationalen Arbeiterschaft rückgängig. Die politische Gleichberechtigung ist der unentbehrliche Ausgleich für das Schicksal der wirtschaftlichen Ungleichheit. Erstes Frühstück. Von Hans Kafka. Das mit dem Frühstück in Tarent fing folgendermaßen an: Anmutig sah ich auf der Hotel- terrasse vor Kaffee, Eiern, Drötchen und Marmelade — da befand ich mich also amEndeEuropas, in einem süditalienischen, auf einem flachen Meeresfelsen herrlich vorgebauten Darockstaat, gegenüber Griechenland, nicht allzuweit von Malta, an der Schiffahrtspforte nach Arabien, Palästina, Indien und Gott weiß noch wohin — und wieder stand dieses ewige allen Städten der Erde gemeinsame Hotelfrühstück vor mir. Während ich noch die Eierschalen herabklopfte, kletterte irgendein Dootsmann vom Wasser bis zu mir herauf: eine Zeitlang guckte er mir noch zu, dann entschloß er sich endlich, mich in einem etwas komplizierten, mit griechischen Wörtern gemischten Dialekt anzureden: „Herr, lassen Sie dieses Essen!" Ich wollte mir das nicht zweimal sagen lassen — aber was bot er mir denn zum Ersah an? Ich sollte, wenn ich ihn recht verstand, im Laden daneben etwas Salz und Brot kaufen, ja, Magari (unübersetzbares Wort) auch für ihn natürlich — und dann mitkommen. Mit der Handbewegung eines Kardinals lud er mich dann ein, in seinem Doot Platz zu nehmen. Salz und Drot hielt ich hilflos in der Hand. Wir fuhren fort von dem Felsen, auf dem die Akropolis stand, vorbei an vielen Fischernetzen, in denen sich offenbar bei eintretender Ebbe die abwandernden Fische fingen — hinaus ins Mare Pinudo. Dort ragten irgendwo ein paar Pfähle über den Meeresspiegel; dort hielten wir an; brachen mit der Hand die frischen Austern massenhaft von der Austernbank, öffneten sie schnell (wie leicht man so einen Griff lernt) und aßen sie mit dem gesalzenen Drot: — ein, zwei, drei Dutzend. Dagegen war das Frühstück in Cagnes für Mer (auf einer Höhe zwischen Rizza und Cap Ef'QIn- tibes) ein heroisches. Man mußte nämlich dazu um 5 Uhr früh aufstehen. Man mußte eine Zeitlang über Land gehen, über die menschen- ünd autoleeren Straßen, vorbei an den Plätzen des Rizzaer Golfklubs und beinahe bis zu der alten Burg der Grimaldi hin: und dieser Gang war nur um 5 Uhr möglich, denn dieses Frühstück gab es nur in den Monaten Juli und August — und in diesen Monaten war es für den immerhin nötigen Rückweg später als um 6 Uhr entschieden zu heiß. Also ließ man sich um 5 Uhr wecken, einmal kam die Sonne strahlend von oben herab und auch noch von dem wunderbar blauen und unbewegten Mittelmeer unten mit unverminderter Stärke herauf — und bann trabte man an den Häusern, in denen Jean Cocteau oder Tristan Tsara oder Frau Witwe Maupassant noch schlafend lagen, an dem verlassenen ©arten Renoirs vorbei^ — und bog eine halbe Stunde später quer über die Wiesen in das Tal der Feigenbäume, deren herrlich geschweifte Aeste wie weit geöffnete Arme zum Derweilen einluden; sie brachen fast unter der Last der Früchte. Ganz kühl und frisch war jede einzelne Frucht, außen grün, innen weiß, rosa, purpurrot und schwarz, mit einem deutlichen Strich-Ornament der länglich feinen Kerne, und, da man von Schönheit allein nicht leben kann, nahrhaft und süß genug, um eine ganze Morgen-Mahlzeit zu ersehen, man ah und trank zugleich. • Und schließlich: von der Reichhaltigkeit des schwedischen Frühstücks hatte ich immer gehört, und mich, als ich Schweden endlich betreten sollte, besonders darauf gefreut. Wir fuhren nämlich damals frühmorgens mit einem Motorboot von Gilleleje, dem dänischen Seebads los und sollten nach drei Stunden auf der anderen Seite sein — in Moelle, dem bezaubernden kleinen Bad am Kulba-Vorgebirge. Unser Morgenhunger brachte den Motor schließlich auf den dritten Gang, um halb neun schon sausten wir an den Felsblöcken und Grotten des Steilufers vorbei, dort oben ging wohl der berühmte „italienische Weg' und diese Häuser waren unzweifelhaft Hotels — Hotels mit vorbereitetem Schwedensrühstück. Wir landeten im Hafen und erstiegen die Anhöhe, betraten die Hotelhalle und sogleich auch den kleinen Vorraum, wo die Tafeln standen, mit deren Tellern, Schüsseln und Gläsern man sich selber zu bedienen hatte. Was da aufgebaut war, übertraf alle Erwartungen. Uns fiel im Augenblick keine kalte und keine warme Vorspeise und Speise der Welt ein, die wir da vermißt hätten. In bester Ordnung bot sich uns eine verkörperte Enzyklopädie der Kochkunst dar, schier unübersehbar und durch ihre Fülle beinahe schon wieder den Appetit verderbend, aller Anfang war wirklich schwer. Als wir dann noch Likörbatterien entdeckten, die von den besonders geformten Schwedenpunsch-Flaschen gewissermaßen angeführt wurden, kannte unsere Begeisterung keine Grenzen. — Aber dann fielen uns noch Sektkühler mit offenen Flaschen auf; da griffen wir uns an den Kopf: welch ein Land, dieses Schweden, welch ein schwedisches Frühstück! Als wir uns endlich versorgt hatten und schwer tragend den großen Speisesaal betraten, prallten wir zurück. Jedes Land hat seine Sitten — aber darauf hätte uns Daedecker oder sonstwer denn doch vorbereiten müssen — daß so ein Schwedensrühstück nur im Smoking beziehungsweise in größtem Abendkleid eingenommen werden darf. Es brauchte noch einige Zeit, bis wir darauf kamen, daß es mit diesem Schwedenfrühstück doch nicht so ganz stimmte. Dieser Morgen folgte nämlich auf irgendeinen schwedischen Festtag — und das, woran wir um neun Uhr fröhlich teilnahmen, war noch das Souper vom letzten Abend. Dom deutschen Büchermarkt. Das Krisenjahr 1931 hat natürlich auch auf dem Büchermarkt tiefgehende Spuren hinterlassen, wie nicht nur der vor kurzem veröffentlichte Bericht des Buchhändler-Börsen-Vereins zeigt, sondern noch klarer die statistische Uedersicht, die Ludwig Schön- rock wie alljährlich im Buchhändler-Börsenblatt veröffentlicht. Die Zahl der Verlags-Veröffentlichungen hat gegenüber dem letzten Vorkriegsjahr um über 30 Prozent abgenommen und ist um 20 Prozent niedriger als die Höhepunkte Verlegers- scher Tätigkeit in der Nachkriegszeit. Während noch bis vor kurzem die Zahl der jährlichen Veröffentlichungen über 30 000 lag, lind im Jahre 1931 nur 24 074 Veröffentlichungen gezählt worden. In den einzelnen Gebieten steht die schöne Literatur mit 14,21 Prozent wie immer an der Spitze. 3422 Neuerscheinungen wurden hier gezählt. An zweiter Stelle erscheinen religiöse Bücher, die 8,87 Prozent der gesamten Erzeugung mit 2134 Nummern ausmachen. Mit fast 7 Prozent sind die Schulbücher vertreten, die mit 1652 Veröffentlichungen gezählt werden. Die Bücher, die dem Gebiet der Rechts- und der Sozialwissenschaft angehörcn, machen je rund 6 Prozent mit 1421 und 1404 Neuerscheinungen aus. Es folgen Technik und Handwerk mit 1329 und Medizin mit 1198, Geschichte und Volkskunde mit 1182 Neuerscheinungen; die Prozentsätze sind ungefähr dieselben wie im Vorjahre. Gering war die Düchererzeugung auf dem Gebiet der bildenden Kunst und des Kunstgewerbes, der Musik, des Theaters und des Tanzes. Die kleinste Gruppe, die aufgezählt wird, ist die Kriegkwissen- schaft mit 221 Neuerscheinungen, die nicht einmal 1 Prozent der Gesamtheit ausmachen. Es geht daraus hervor, daß die Literatur über den Krieg, die in den Vorjahren ins Uferlose angewachsen war, wesentlich an Interesse verloren hat. Dagegen ist die Anzahl der Veröffentlichungen über Ehe- und Familienfragen, deren Zunahme bereits 1930 festge- stellt wurde, auch 1931 angestiegen. Kriminal- und Detektiv-Romane scheinen noch immer einen starken Leserkreis zu finden. Ueberraschender ist es, daß nach der Zahl der anacführten Titel mehr lyrische Gedichtsammlungen erscheinen, während man doch schon glaubte, daß für Lyrik überhaupt kein Publikum mehr zu finden wäre. Die Nachfrage nach Me- moiren und Biographien hat angehalten, wie auch die nach Gegenwarts-Literatur, die Aufklärung über die heut so verworrenen Verhältnisse zu bringen sucht. Die Schriften, die der Technik dienen, haben sich gut behauptet, und das gleiche gilt von naturwissenschaftlichen Werken. Ueberhaupt kommt der Verfasser zu dem Ergebnis, daß das halbwissenschaftliche Buch immer mehr in Aufnahme kommt, während Kitsch- und Sensations-Literatur 1931 erfreulicherweise mehr als sonst zurücktreten. Der Rückgang der Erzeugung verteilte sich in diesem Jahre unvermindert auf alle Monate, und selbst im Oktober, wo sonst ein so großer Aufschwung der Neuerscheinungen eintritt, machte sich nur ein geringes Anwachsen der Bücherzahl bemerkbar. Der Gesamtpreis der Neuerscheinungen läßt sich auf ungefähr 142 000 Mark berechnen, das entspricht etwa einem Durchschnittspreis von 6 Mark pro Sud). In einzelnen Abteilungen aber liegen die Durchschnittspreise viel niedriger und zeigen gegen das Vorjahr einen Rückgang von 25 bis 12 Prozent. • Dabei sind die lOprogentigen Herabsetzungen durch die Notverordnung noch nicht eingerechnet. Es ergibt sich also, daß der Ladenpreis im ^Durchschnitt be- I trächtlich niedriger liegt als 1930. PrK * Ü I'f.- ,PrO ’aterlanj) « ”»> l, den 6tQnt2? $’• orung drr.srL J""*«* lÄ'n> UnenNrltt»'y°!ltil^ d«rte bi« etüd, 'eIfl -« ÄSE a Comique“, öi« ^dchbie 3or«S5j ^-.ettinmannT °ö- I«lnr Entlassung^ 1 u"b Slub nach der der Ctubtn« nmingssreiheit und dem ür kommunalwirlschosl unalpollllt. I des Vereins für Äom. imunalpolilil, zu brr die Mn aus dem ganzei urde in Rosto >r. von Legden aus üflerium hielt einen finanjen und beteuchiel! die neue ’Nototrorbnuri jene Lage. Das Ergebnis als eine annähernde neinbefinan^en a» mussage. Dften ist nach der Dftlct and juriidgemanbtrt und westwärts nach dem uv- ». 5n 3d)k|ien ist er ir a ÄieberMyen aetoni 10 Millimeter übtr|litc(i Dmäsali hervorgeru'--! - wirkt sich sowohl aus it aus unseren seilhrngn so datz mit dem I1?!1 ivch einzelne Niederschlag onntag: vischen Tag und tagsüber keine veüeri chkeit zu einzelnen y ■f Juni: mittags 20 ®ro> d: °m Wni.mor^ Drad, Minimum 8Z «w» 0 cm liefe offl Juni: morgens 17,3 «ra mW 13K Stunben.__ Sr> dem LchnikMyond^ Et 1198, Geschichte mü SKSjä •yss® I ausmachem " * ahme bcrncl,Lminal- u,J hat ohn:9cefttlärunfl.;-‘: “ wt*1 T»«* * ! nehr10 (liieratur ' sfe? ■ sLss of^r W ellt jjj achte s>W," $er Wg »*£&•**? ien labt > etwa - Klos 6er ProDinu'dfbaupWotH Dietzen, den 18. 3uni 1932. 3a! Don Xeinbolö Braun. 2" einem Briefe Goethe» an einen Freund stehen folgende prächtige Satze: „Hl» Änab pflanzte ich ein Kirschbäumchen im Spielen- es wuchs, und ich hatte die Freude, e» blühen zu sehen. Ein Maifrost verderbte die Freude mit der Blüte, und ich mutzte ein Jahr warten; da wurden sie schön und reif. Aber die Boaei hatten den größten Teil gefresien. eh' ich eine Kirsche versucht hatte. Ein ander Jahr waren'» die Raupen, dann ein genäschiger Nachbar, dann der Meltau. Und doch wenn ich Meister über einen Garten werbe, pflanz' ich doch wieder Kirsch- bäumten, trotz allen Unglucksfallen gibt» doch soviel Obst, datz man satt wird ' Da» >st das Goethesche 2 a. einst al» Zweiund- zwanzigjähriger gesprochen, da» immer wieder in dem Leben diese» Einzigen in mannigsacher Gestalt dasteht, da» den fttrn seiner Weisheit bildet und wie ein Kristall ist, der da» hindurchgehende Licht de» Daseins farbenvoll spreitet. ,34) pslanz doch wieder Älrld)bäumd)en!e Und: „Trotz allen Unglucksfällen gibt's doch soviel Obst, datz man satt wird!" Fürwahr, da» ist ein Stück de» „deutschen Tröste»", den Gustav Freytag preist al» ein Kleinod der deutschen Seele. . Und unsere Geschichte zeigt'» genugsam auf. Die» «Pmm,r ^ederl Die» unverwüstliche „Dennoch!" Diese» Umschaffen von Trümmerland in neue» Bau- oder kaatland! Die» herzhafte Zu- und Anpacken, damit neue Gestalt werde, dem schier Unmöglichen an einer Ecke, an einem Zipfelchen das Mögliche abringen! Immer Im Anfang stehen mit mutiger Seele, das Wartenkonnen de» echten Ja-Sagers In ollen Logen beweisen die Unbeirrborteit und den Glauben an das Leben und seinen Schöpser! Innig mit diesem Ja zum Leben ist da» Ja dem Menschen gegenüber verknüpst. Man sollte ein Ohr für das Io eine, Menschen bekommen* Es. gibt welche, die spielen den Würdigen, und doch ist ihr Ja die Gabe auf einem Schaumlöffel, mit der Stunde in ein Nichts sich verflüchtigend. Sie gehören au den Gefährlichsten unter den Blendern. Wohl dir. wenn du einer guten Zahl von denen in deinem Leben begegnest, die ihr Jo aus der Tiefe herousholen, ungelenk vielleicht und zögernd, an denen es Wahrheit ward, datz jeder echte Ja-Sager ein Kampfer ist, der das Wissen in sich trägt, datz diese» so kurze Wort eine» der gewaltigsten und gewichtigsten ist, schwerer Tropfen au» dem ewigen Schicksalsbrunnen, datz alle Heiligkeit der Seele ihm Hülle und Inhalt sein mutz. Mit welchem Ernste einer zu dem Worte steht, mit dem gleichen Ernste steht er zu der Wahrheit de» Leben» überhaupt, zu den höchsten Dingen de» Zeitlichen und Zeitlosen, steht er zu Gott! Umgekehrt ist'» dasselbe. Wenn einer so in da» Wesen de. Ja bewußt und reinen Willen» voll eingedrungen ist, dann hat er damit ein Stück seine» innersten Fundamente» geschaffen. Und e» ist ein gute» Fundament. So klingt da» Ja von Mensch zu Mensch mit dem zum Leben und seinen' höchsten Werten zusammen. Und Stunden gibt e», da es wie Schild- und Schwertklang Ist. Der heldische Mensch trat in die Erscheinung. Er kämpft seines Daseins Kamps treu bi» zum Ende. Und ist er geschieden, bleibt noch ein Licht seines Wesen» auf vieler Weg und in vieler Seelen... Rein Aushang her Wahlergebnisse am Sonntagabend. Da» Hess. Pollzeiamt Gietzen übermittelt an» die nachstehende Verfügung: „Die Bekanntgabe der Wahlergebnisse am Abend de» 19. und In der Nacht jum 20. Juni 1932 durch Lautsprecher, in der Art der Lichtreklame, durch Au»hängen in Sdyiufcnftern oder In den Verlag»- n. Druckerei- gebäuben der Zeitungen, ihrer Filialen und den Zeitung»kio»ken ist verboten, well diese Art der Verkündung der Wohlresuttote zu Ansammlungen und bei der herrschenden grotzen politischen Spannung zu Störungen der össent tichen Ordnung und Sicherheit sühren kann Die Mitteilung durch Bundfunk gibt jedermann eine ausreichende Gelegenheit, die Wahlergebnisse ungestört und ungesShrdet zur Kenntnis zu nehmen." Auf Grund dieses Verbots müsien wir die Bekanntgabe der Wahlergebnisse bl» Montag früh verschieben. Wahlzeit von S bis 17 tlhr! Gs sei besonders daraus hingewiesen, datz bei der morgigen Landtagswahl die Wahllokale von 8 bis 17 Vhr (5 Uhr nachmittags, zedlsnet sind, im Gegensatz zur Wahl im November vorigen Äahres, bei der von 9 bis 18 Uhr gewühlt wurde. In Gemeinden unter 1000 Einwohner beginnt die Wahlzeit erst um 10 Uhr, sie endet aber auch um 17 Uhr Dringend notwendig ist frühzeitige Stimmabgabe, wenn man dem enahrungSgemätz gröberen Andrang in den AachmittagSstunden entgehen will. Wohltätigkeit-Veranstaltung des Zrauenvereins vom 2Rokn Kreuz für Deutsche über Gee. Der Frauenverein vornRotenKreuz sür De utsche über See tritt auch in diesem Jahre mit einer größeren Veranstaltung an die Oesfentlichkeit. Am Samstag, 25. 3uni, findet in den Räumen der Liebigshöhe eine Wohltätig- keitsveranstaltung statt, d.e den Besuchern einige frohe Stunden bereiten soll. Zum Zwecke der Unterhaltung hat man den Hapag - öchnelldampser .W a d a i" gechartert, der mtcr dem Kapitän Hub eine lustige Steife nach Ucberfee antreten soll. Die Ausreise beginnt pünktlich um 20 Uhr Für Unterhaltung der Passagier« ist durch künstlerische Darbietungen, durch Tombola, Bordspiele, Preistanzen usw. ge- lügenb gesorgt. Der Reinertrag soll der Arbeit des Frauenvereins vom Boten Kreuz für Deutsche iber See zugute kommen. Die Arbeit des Verein« gilt den deutschen ■Brübern und Schwestern, die fern der Heimat »hne den Schutz deutscher Gesetze, ohne innigere deutsche Volksgemeinschaft leben und sich doch ihr deutsches Volkstum erhalten. Diele der Ausge- wanderten haben sich unter großen Opfern eine bescheidene Snstenz gegründet. Die Brüder und Schwestern im Ausland, als eine Zelle wertvollster deutscher Art, hüten zu helfen, ist die Aufgabe des Vereins. Dabei sucht der Frauenoerein die übernommene Pflicht auf einem Gebiete zu erfüllen, das von jeher der Frau am nächsten lag, auf dem Gebiete der Krankenpflege. Tüchtige, vielseitig auSgebildete Schwestern helfen benen, die unter dem ungesunden Klima Schaden gelitten haben, sie bedeuten für alle Siedler einen grotzen •Segen; sie Helsen den Wöchnerinnen durch sorgfältige Pflege, ebenso allen, die der Hilfe In Krankheitsnöten bedürfen. 3n den gröberen Ansiedlungen wurden Heime errichtet und unterhalten, und insbesondere In Deutsch-Süd- westasrika, wo heute wieder etwa 14000 Deutsche leben, wurden umfassende HilsSmahnah- men getroffen. 3m Prinzessin-Bupprecht-Grho- lungSheim ist den Farmern Gelegenheit zur Gr- hvlung In frischer Seeluft geboten. DaS Herzogin- Adolf- Friedrich-Kinderheim wurde gegründet, ein Wöchnerinnenheim und der Georg-Ludwig-Kin- dergarten wurden geschaffen. 3n Windhuk besteht im GlisabethhauS ein Wöchnerinnenheim (mit einer Frauenklinik verbunden), das schon viel Gutes wirken konnte. Zwei der Schwestern des Verein- arbeiten im Borden des Lande- im Otavi-Minen-Lazarett, in Omaruru ist eine kleine Kranken st ation entstanden, zwei weitere Schwestern schassen in Portugiesisch-Angola. 1931 mutzte auch In Deutsch-Ostasrika die Arbeit wieder ausgenommen werden. 3n Südamerika und in Oft- akien (Tsingtau) wirken deutsche Schwestern deS Verein-, die nicht nur Krankenpflegerinnen sind, sondern Trägerinnen deutscher SinneSart und deutscher Kultur, welche die Ausgewanderten immer wieder aus- Aeue in ihrer Treue zur alten Heimat bestärken. Um auf allen Stationen, die ganze HUfsarbeit an den Deutschen Im Au-land sortsühren zu können, will die Gießener Ortsgruppe deS Frauen- oereine vom Boten Kreuz für Deutsche über See ihr Schärflein beitragen. Der für diesen Zweck bestimmten Wohltätigkeit-Veranstaltung ist in Anbetracht des guten Zwecke- zahlreicher Besuch zu wünschen. Oberhessischer Runfhwrcin. Dach mehr als einjähriger Pause kommen jetzt im Oberhessischen Kunstverein wieder einmal süddeutsche Künstler zur Ausstellung. Gs ist eine Gruppe von etwa 15 Künstlern und Künstlerinnen. die sich unter dem Damen .Künstler- frci6 1 930 München" »usammengeschlossen haben. Del der großen Zahl der Teilnehmer ergeben sich naturgemäß Werke der verschiedensten künstlerischen Auffassung. Und so bringt diele neue Ausstellung Arbeiten in Oel, Aquarell, Holzschnitt, Badierung usw. Die Fülle des Material- konnte der Ausstellungsraum nicht ganz fallen, so datz ein Teil der Arbeiten in Mappen aufgelegt werden mutzte. Die Vielseitigkeit des AusstellungSmaterialS gestattet autzcrdem inter- cllante Vergleich-Möglichkeiten hinsichtlich der künstlerischen Qualität. 2s sind zum größten Teil Arbeiten, die im vorigen Jahre auch auf der großen Münchener Kunstausstellung gezeigt worden sind. Senkung der Feldbereinigungszinsen. WSD. Amtlich. Die Kosten der Feldbereinigung werden zum Teil von der StaatSkasie getragen, zum andern Teil von ihr vorgelegt und demnächst von den Feldbereinigung-gefellfchaften ersetzt. Diese schlagen ihre Aufwendungen auf die beteiligten Grundeigentümer aus AIS Finanzierungsinstitut für die Feldbereinigungen war früher die Landeskreditkalle tätig, deren Aufgabe eS war. für die Feldbereinigunasgesellschaften langfristige Anleihemittel au beschaffen, mit deren Hilfe die Staatsvorlage abgedeckt werden konnte. Bei der heutigen Lage des Geldmarktes läßt sich dieses Umschuldungsverfahren zur Zeit nicht mehr durchführen. Die hessisch« Regierung hat deshalb, um die weitere Durchführung von Feldbereini- G.Jl.-fpOTt ' (Sauturnfest in Gießen. 2fm Samstag. 2. Juli und am Sonntag. 3. Juli werden die Turnerinnen und Turner des Gaues Hessen in großer Anzahl zum Gauturnseft erwartet, dessen Durchführung beim 100. Gauturntag der Gießener Turnerichaft übertragen wurde. Die Vorbereitungen für die große Veranstaltung sind in vollem Gange. Der Meldeschluß für die Wett- kämpfe ist allerdings noch nicht abgclaufen. (Xer- mln ist der 22. 3uni) man rechnet aber mit einer starken Beteiligung, zumal der größte Teil der Wettkämpfer erst am Sonntag e nzuireifen braucht. Für Sonntag 3.3uli ist für 8 Uhr ein gernem- famer Empfang am Bahnhof vorgesehen und geschlossen wird man dann zur Doikshallc marschieren dort beginnen bereit- um 9 Uhr die Wettkämpfe. Weitere Spiele der Gießener Sportvereine. Bereit» heute nachmittag treffen sich auf dem Waldjportplatz die Ligareserve de» VfB. und die 1. Mannschaft der Epieloereinigung 1926 Leih- fleftern zu einem Freundschaftsspiel. Beide Mann- schalten sind al» sehr spielstark bekannt, die Kräfte dürsten un^tfe^r gleichverteilt sein, die Gegner lieferten sich in den bisherigen Spielen schon immer spannende Kämpfe und sollten auch diesmal nicht enttäuschen. Der Ausgang de» Kampfe» ist offen AiK Sonntag tritt die 1. Jugend des VfB. zum Spiel um die 3ugcndmeisterschaft des Gaues Dießen — Wetzlar gegen die 1. 3u- genb von Wetziar-Diedergirmes an. Das Spiel wird auf einem neutralen Platz, in Dutenhofen ausgetragen Beide Mannschaften haben sich die Gruppenmeisterwürde errungen und beide dürfen alS sehr spielstark bezeichnet werden Die VfBer. die über eine bessere Technik verfügen sollten aber ben Oieoer stellen können Die 1. Schülermannschast tritt auf eigenem Platz gegen die 1. Schüler von Lollar an Man erwartet einen spannenden Kamps. Die 2. Schüler haben die 1. Schüler von Daubrin- gen zum Gegner. Die Spieloerelnlgung 1900 hat am morgigen Sonntaa nur die 2. und die 3. Mannschaft noch im Gefecht. Die 2. tritt gegen Grünberg 1. an und sollte ohne große Anstrengung den Sieger stellen. die 3. spielt gegen Groß Auheim (bei Bad Hom- bürg). Da die Mannschaft de» Gegners nicht klar beurteilt werden kann, wird man gut tun, sie zunächst einmal ernst zu nehmen. Die 1. Jugend empfängt auf eigenem Platz die 1. Jugend von Weilburg und hat sich damit einen beachtenswerten Gegner verschrieben, die 2- Jugend tritt gegen Büblingshausen 1. Jugend an und wird sich sehr anftrenaen müssen, während die eine Schülcrmannschaft auf die Schlier von Grünberg trifft Um die Deutsche Handbattmeisterschast E» hat in dem nun zu Ende gehenden Spieljahr mancherlei Ueberraschunaen gegeben, die meisten im Turnerlager, die größte aber bei ben Sportlern in Gestalt einer unverhofften Niederlage de» viel- fachen Lteloerteidiger» PSV Berlin durch den PSL. Welhenfel». Zwei ganz neue Mannschaften werden um den Titel Deutscher Meister kampien, der am Sonntag zum zweiten Male und zwar in Chemnitz vergeben wird IST. Herrnsheim lvorm» und PSV. weihensel» heißen die diesmaligen Titelanwärter, Vertreter zweier MMelslädie, von denen der Polirel-SV. Weißenfels noch am bekanntesten ist. Die Worin- jer haben sich erst durch die Erringung der DI- Meisterschaft einen Namen gemacht. Erstmalig überhaupt an den Ausscheidungsspielen der DI.- und deutschen Meisterschaft beteiligt, haben sie am wenigsten zu verlieren. Doch dars der neue Turner- meister nicht unterschätzt werden. Obwohl nur Zweiter de» Mittelrheinkreise», gelangte Herrnsheim doch in die letzte Entscheidung Das Können der Wormser soll zwar nicht ganz an das der Weißenfelser herankommen. — Schiedsrichter Ist Dull- s chl ä g e r - Mto. Friedenau. — Bei den Turnerinnen ist alle» beim alten geblieben. Wieder liegt die Entscheidung zwischen Io. Borroärl» Breslau und SL. tharloltenburg. die sich schon im Vorjahre einen hartnäckigen Kampf lieferten, aus dem Vorwärts mit 4:3 al» Sieger hervorging Die Breslauer Turnerinnen werden alle» daranfetzen, ihren Titel erfolgreich zu verteidigen. Daß sie auch in diesem Jahre das Zeug da- zu Haden, deutscher Meister zu werden, verraten ihre Ergebnisse in den Vorspielen. Der Endspurt ist die Stärke der Breslauerinnen. Er hat ihnen im vergangenen Jahre gegen Charlottenburg zum Siege verhalfen und wird auch wahrscheinlich dies- mal wieder ausschlaggebend sein. Leiter diese» Spiele» ist I l g n e r • Leipzig. Schmeling hoher Favorit. Amerikas Dorfachleute stellen in allen Blättern übereinstimmend fest, daß sich Mar Schmeling in ausgezeichneter Form befind« und unbedingte Lßancen für den Kampf gegen Sharked hat. Diese Feststellung macht sich auch in den Wetten bemerkbar, bte jetzt 13:10 für Schmeling stehen. gungen möglich zu machen, seit einigen 3ahrcn den Feldberelnlgungsgesellfchasten die rückständige Staatsvorlage langfristig gestundet. Zu diesem Zwecke wurden die Verbindlichkeiten der einzelnen Gesellschaften in AmortisatlonSdarleben umgewandelt, die zu dem gleichen Zinsfuß zu verzinsen sind, den der Staat selbst bei Ausnahme von Geld zahlen muh: der Tilgungssah ist verschieden sestgeseht, je nachdem, ob die Massegrund- stücke bereits verkauft sind ober nicht. Den Wünschen der beteiligten Kreise Aechnung tragend, hat die hesiische Regierung im Hinblick auf die allgemeine Votlage der Landwirtschaft, über die bisherige Regelung hinausgehend, folgende- angeordnet: Für diejenigen Feldberelni- gungsgesellschasten, die bisher ihren normalen Verbindlichkeiten an Zinsen und TilgungSbeträ- gen in vollem Umfang nachgekommen sind, wurden mit Wirkuna vom 1. April 1932 die Zinsen auf 4 v. H. herabgesetzt. Falls die Massegrund- stücke noch nicht verkauft sind, ermäßigt sich der Zinssatz auf 3 v. H. Um auch solchen Feldbereinigungsgesellschaften diese Vergünstigung zugute kommen zu lasten, die bisher mit ihren Zins- und Tllgungszahlungen im Rückstand geblieben sind, wurde bestimmt, daß für diese die gleiche Regelung dann Anwendung finden soll wenn bis zum 1. Oktober 1932 die rückständigen Tilgungen vollständig, und die rückständigen Zinsen mindesten- xur Hälste beglichen werden. Damit im übrigen Den Feldbereinigung-yesellschasten, die in Der Lage sind, außerplanmäßige Tilgungen zu leisten, ein Anreiz hierzu geboten wird, wurde weiter angeordnet, daß für jede Mehrtilgung über den festgesetzten Prozentsatz hinaus, d. h. über 6 v. H, sofern die Massegrundstücke verkauft sind, und über 1 v. H.. sofern sie noch nicht verkauft sind, ein Rachlaß aus die Kapitalschuld in Höhe von 50 v. H der jeweiligen Mehrtilgung au gewähren ist. Dieser Rachlaß an Zinsen und Kapital muß von den Feldbereinigungsgesellschaften den einzelnen Landwirten in derselben Weise zugute gebracht werden, wie er der FeldberelnlgungSgesell- schast vom Staat gewährt wurde. Zuchtviehversteigerung in Alsfeld. Di« am Mittwoch, 22. 3unt, in Alsfeld stattfindende Zuchtviehverstelge- rung des Landwirtschaf tskammer-Au-schufe- für Oberbellen wird, wie man uns mitteilt, endgültig mit 28 Bullen des hesflschen Fleckviehs, die von einet Kommission vorbesichtigt wurden, beschickt. Außerdem kommen 13 Sbct und einige Sauen des veredelten Landschweins zum Verkauf. Die Versteigerung beginnt um 11 Vhr. 3n- tereffenten seien auf die heutige Anzeige besonders hingewiesen. -rornotiren. — Tage-kalender für Sam-tag: Eiserne Front, 20.30 Uhr. .Liebig-höhe". öffentliche Wahlkundgebung. — GDA., 20.30 Uhr, .Hess Hof", Monatsverfammluna. — Lichtlpielhous. Bahnhofstraße: .Wilde Orwideen "und .Da-Mädel von der Hafenkneipe". — Tageskalenderfür Sonntag: Ober- hestischer Kunstverein, Turmhaus am Drandplah, 11 bt8 13 Uhr. Ausstellung: Münchener Künstler- kreis 1930. — Lichtspielhaus. Bahnhofstr.: .Wilde Orchideen "und .Das Mädel von der Hafenkneipe". — Aus dem Vtadttheaterbureau wird uns geschrieben: Erstmallg wird in dic'cm 3ahre daS Snfcmble des hiesigen SiadttheaterS den Sommer über im Landeslhealcr Darmstadt gaftieren. Ss ist dadurch der Gicßncr 3ntendanz gelungen, unferm Gießener Snfemble wieder, wie in früheren 3ahren, eine wenigstens teilweise Sommcrfpielzeit zu sichern. Vorgesehen ist zunächst eine etwa fiebenwöchige Spielzeit. Eröffnet wird die Spielzeit am Sonntag. 10. 3uli, mit Harpen» terS entzückender Komödie: ,... Vater sein dagegen sehr!". öae Schicksal des Einzelnen steht del den Canbtagtroablrn am morgigen Sonntag ebenso im Mittelpunkt der reiflich zu erwägenden Entscheidung, wie da» Schicksal de» Hessenvolke» In seiner Gesamtheit. Grsamtnot ist heutzutage mehr denn se Einzelnot! Zeder verantwortungsbewußte Wähler und jede gewisienhaste Wählerin macht die Stimmabgabe bei dieser Erkenntnis der überragenden Bedeutung der morgigen Wahl für die engere Heimat und auch im Hinblick auf die Eigenschaft der Hesienwahl al» Gradmesser für die große politische wahientsck»eidung im Reiche sich selbst zur unerläßlichen Pflicht! •• D le Museen und der Helbeniurm sind am Sonntag zwischen 11 und 13 Vhr bei kleinen Preisen geöffnet. •• Ueberfällc auf Nationalsozia» liften und Besucher der Hitler-ver» In m in l u na. Wie die Leituna der Ortsgruppe Wieseck der NSDAP un» heute fi ub berichtet, sind gestern abend im Anschluß an die Hitler-Vellnrnm- hing zahlreiche nach Wieseck heimkehrendc und durch Wieseck marschierende Nationalsozialisten, so- wie Besucher der Versammlung überfallen und mißhandelt worden. Dabei erlitten einige Personen Verletzungen am Kopse, anscheinend soll ein Mann auch nut dem Messer in den Kovs gestochen worden fein. Als Täter glaubt man Mitalieder der Korn- munistifchen Partei in Betracht ziehen zu müssen. Die Vorgänge sind zur Anzeige gebracht worden. Es wäre dringend zu wünschen, daß anhand dieser Falle nachdrückliche» behördliches Eingreifen erfolgt, zumal schon seit längerer Zeit über gleichartige Dor- ganae in Wieseck Klage aesuhrt wird. ** SchluSnuS-Aoend im Bad-Rauhe l m« r Kurhaus. Man schreibt uns: Der bereits traditionell gewordene Schlusnus-Abcnd in Bad-Rauheim, findet in dieser Saison am Mittwoch. 22. 3uni. 20.15 Uhr. im großen Bühnensaale des Kurhauses statt GS ist sehr zu begrüßen, daß der deutsche Sängersürst Heinrich SchluSnuS sein« Zusage für den Arien- und Lieder-Abend gegeben hat, der bei Zeitgemäßen Preisen stattfinden wird. Wieder wird der Meister und Könner deS LiedcS von seinem stän- d.aen Pianisten Franz Rupp (Berlin! am Flügel begleitet. Kammersänger Heinrich Schlusnus wartet mit einem neuen Programm auf. das mit Liedern von Schubert, Wolf und Loewe und Arien auS Opern von Mafsenet und Verdi ein Fest der menfchlichen Stimme vermitteln wird. Man beacht« di« heutige Anzeige. •• Dackvortrag im Gase Leib. Aus Veranlassung der Glektro-Gemeinschast Gießen werden am kommenden Donnerstag und Freitag Im Saale d«S Casä Leib Dr. Oetker- Dack-Dorlräge gehalten. 3n Verbindung mit den Vorträgen wird das Backen vom einsachen Rapskuchen bis zur fertiggarnierten Torte gezeigt werden. RähercS wird Anfang nächster Woche im Anzeigentell bekanntgegeben. Kii-chlicße Tlotbricbfen. Evangelische Gemeinden. Sonntag, den 19. Juni. 4 Sonntag nach Trlnltati». Stadtkirche. 8 Uhr. Psr. Becker, zugleich Ehrlsten- lehre für die Neukonfirmierten der Markusaemeinde; 9.30: Pfr. Mahr: 11: Kindertirche für die Matthauv- gemeinde: Psr. Mahr. — Johannesklrche. 8: Pfarr- afflftcnt Mnell; zugleich Christenlehre für die Neu- konfirmierten der Lukasgemeinde: 9.30: Pfr. Müller; 11: Hinderkirche für die Iohannesgememde: Pfr. Müller; 20: Bibelbefprethung Im Iohannessaai; Pfr. Lic. Waas — Kapelle de» Alten Irledhof». 9.30: Pfarrasfiftent Knell, 11: Kinderkirche für die Luther- gemeinde: Pfarrassistent Knell. — Elisabeth-Klein, kinderschule. 9.45: Psr. l.ic. Waas, 11: ttinderkirche für die Petrusgemeinde; Pfr. l.ic. Waas. — Klein- cinden. 9: Hauptgottesdienst; 10: Kindergottesdienst. — Heuchelheim. 10: Gottesdienst (Katechismuslehre fällt aus). — wieseck. 9.30; 1045: Kinderkirche. Katholische Gemeinden. Samstag, den 18. Juni. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte. Sonntag, den 19. Juni. 5. Sonntaa nach Pfingsten. Gießen. 6.30 Uhr- Beichte; 7: Messe; Kommunion der Kinder, 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt; 14: Andacht — Grünberg. 9.45: Messe mit Predigt. — Hungen. 8- Hochamt mit Predigt. — Laubach. 10: Hochamt mit Predigt; 14.30: Vortrag und Andacht. — Cid). 10: Hochamt mit Predigt; 20: Vortrag und Andacht — Ridda. 8.30: Hoch, amt mit Predigt. — Schotten. 10.30: Hochamt mit Predigt. ' onniart .-n . c n ■ 19.B.82 Örau Dr. Marr. Dr Stemreidi. (knnelavotbeke. Zahnarzt: Dr. Wolltet. *D Verantwortlich für das Feuilleton: i. V. Dr. Fr. D Lange. Soll man die Kehle oder den Körper erfrischen? Man kann dem ermatteten Körper durch einen kühlen Trunk das vorübergehende Gefühl der „Erfrischung" verschaffen. Die wirkliche Erfrischung besteht aber darin, daß man den durch die Hitze em- ftanbenen Mraflocrluft von innen her ausgleicht und Damit die Ursache der Ermattung beseitigt ... Diele Leute haben hierfür ein einfache» und praktische» Rezept gefunden. Sie schütten ein paar Teelöffel der bekannten Ovomaftine Kraftnabrung in falte Milch, falten Tee oder auch Wasser und rühren so lange um, bi» sich die Ovomalline gelost hat. Da» schmeckt dann ganz vorzüglich! besonders pifont ist es, wenn man noch etwas feingehacktes Eis beifügt Diese „Ddo» maltine falt" erfrischt nicht nur im Mdmeni. sondern stärft den ganzen Organismus, denn sie geht sofort Ins Blut über. 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Die Marktlauben werden für die Zeit vom l.Juli 1932 bis 30.Juni 1933 neu vermietet. Die Bedingungen für die Vermietung find bei der Standzeichenstelle au dem Wochenmarkt und im Stadthaus, Bergstraße 20, Zimmer Nr. 12, erhältlich. Schriftliche Angebote sind unter Verwen- ®roR-55t Atem Py- I ^uer^taum «Zimmer 83am zuvÄm^br, Herrn- und Schlaf- b ^unmer, in freier Qrabenftraße 11 Lage sof. od. später 4426 D Das Heugras von zirka 1 Morgen, Gemarkung Walltor nahe bei Wieseck zu verkaufen. Bahnhofstr. 221. | Kaufgesuche | Bauplatz in der Lage zwischen Kliniken,—Südanl. od. auch Haus z.kauf. ges. Schr. Ang. unt. 4655D a. d.Gß.Anz. Gut erhalten., weiß emailltr. KÜCh6llhBni zu kaufen gesucht. Schristl. Ang. unt. 03771 a. d. G. A. Gebr. Pumpe zu.kauf.gesucht.Gefl. Ang.anÜ.vregoriua, Hammstraße 3. | Empfehlungen| Maurer-u.Bßtonarbßi sowie Reparaturarbeit führt billigst aus 0330t Otto Weimer, Ludwigstraße 57, Tel. 2223 seuche schutzgeimpft. Auftriebszeit am Markttage von 7 bis 8 Uhr vormittags. 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Juni 1932, vormittags 10^ Ilhr. auf dem Wochenmarkt, beginnend in der Marktlaubenstraße, öffentlich versteigert. — Näheres siehe Anschlag an der — Bedingungen sind beim Marktmeister erhältlich, sie werden vor der Platzvergebung verlesen. 4623A Gießen, den 18. Juni 1932. Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Dr. Rosenberg. IBekaantmachnnO! Bctr : Zucinviehversleigernnfi in Alsfeld am Mittwoch, dem 22. luni 1932. Beginn der Versteigerung 11 Uhrvorm. Zur Versteigerung kommen: 30 Fleckviehbullen, 13 Eber und 2 tragende fungsauen des veredelten Landschweins. Gießen, den 10. Juni 1932. Landwirtschaftskammerausscbub ©rcB. Coger mit Verkaufsraum und Büro, Seltersweg 71, zu günstig. Bedingung, z. vrm. Näh.: A. Becker, 51kevlerstraße 9 Seltersweg zu vermieten. 0M1* Näheres:A. Becker, ^evlerstraste 9. Kleine Werkstatt mit elektrischem Licht zu vermieten, l 03782 Steinstrane 52 Beschlagnahmfreie 3-Zimmer-Wohnung z.1.9.32 evtl, früher gesucht. 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Hl Zweites Blatt Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oderhessen) Samstag, 18. Juni 1952 Vereine Nachdruck verboten I 13 Fortsetzung. Radio-Ueberttag.' '^en-Mg^ olonnadet geg. eriie Zidirrir. W leiben flciua; pmien Dünltlidi ec. >m voraus. Scbrif- Angebot, uni. A7- fl.ö.ßiefulnwiiit:. Außenpolitische Umschau. Don 10t. Cito Voeysch, o. o. pro,. Der Geschichte an Der Unmerfifdt Serlin. Die Lausanner Konferenz ist besser, die bisherige derartige Zusammenkünfte vorbereitet war. den. und wir erkennen selbstverständlich den (Eifer Macdonalds und den entschiedenen Willen (Eng. lands in der Dichtung einer absoluten Streb chung der Reparationen gern an. Bon allen Sei. ten klingt es ja auch, daß nun auch formell und uneingeschränkt mit den Reparationen Schluß ge- macht werden mässe. Aber die bekannten Hindernisse sind und bleiben da! Elisabeth erobert sich das Glück Vornan von Margarete Ankelmann Copyright by M. Feuchttvanger, Halle. Was soll denn dieses „par compensalion" heißen? Entgegenkommen in der Schuldenfrage gegen deutsches Entgegenkommen in Donausragen? Das sind aber doch olles unausgegorene Ideen? Was scststcht. ist: daß die Schuldenzahlungen Frankreichs u. (Englands an Amerika erst am 15. Deymber d. I. wie- der fällig werden. Wenn sie also wollen, können sie zunächst einmal aus Reparationszahlungen Deutsch- lands verzichten, ohne selbst in die Tasche zu greisen Im übrigen brauchen wir zu diesen gequälten Verhandlungen um Endlösung oder Moratorium nichts weiter zu sagen. Ein Fortschritt wäre es natürlich, wenn aus Europa eine formelle Erklärung an die Adresse Amerikas erfolgte, d. h. von den europäischen Gläubigern Deutschlands, daß sie mit den Reparationszahlungen Schluß in (i d) en wollen. Da am 15. Juni der republikanische Parteikonvent angefangcn hat und am 27. Juni der demokratische folgt — beide in Chikago —. so kommt ja nun auch bald etwas Klarheit in die amerikanische Situation. Wird diese auch von einer anderen Seite Herkommen, die ebenso wichtig ist, nämlich von der Seiteder Währung, genauer gesagt der Frage des Festhaltens am Goldstandard? Soeben ist der endgültige Bericht der Goldkommission des Völkerbundes erschienen, der sich unbedingt für die Wiederherstellung der Goldwährung ausspricht mit den bekannten Bedingungen: freier Warenaustausch, Lösung der Kriegsschuldfrage, Bud- getgleichdcwichl Eine Minderheit der Delegation hat sich dabei dahin ausgesprochen, daß die Hauptursache für die Preisgabe oder Gefährdung der Goldwäh rung in der schlechten Verteilung der Goldreserven bestehe, und fordert eine inter* 224er Samstag, 1S.b.3i . 20.00 Uhr:. Snfammenhiiin Zum Andres. KIM Sonntag, 19- M nbenös 8K Ubr: iw jungOeutlw Setoegung. Staats-- bmgerabes m nhr! 8eginn:’"“{t? or O-y 21 ■’ Untere lini« ÄST? bet(^euÄ KU WZ 46490 & MMi'. ich'varzer Stbaim bunb mit brn.mr Psoten. W:‘ ? Anlweg Bessere, ev. WUsOSsil g/jLm.g.flutiicu' u.Bermi>g.,wiini!t:t iweltsHeiratdieK? 'nnntidmitei.tvnnl l.b.miits.Beamil-n ). 45 d. alt. Numeri inQcn.SctiT.^ngr, S.uTOa.b.iU Neuntes Kapitel. Seit jenem Opernabcnd hatte Elisabeth Lothar von Gckcrtsburg nicht wieder zu Gesicht bekommen. Die Wochen waren vergangen. Gemütlich lebten die beiden Frauen zusammen. Sie beide verstanden sich von Lag zu Tag besser, waren fast immer einer Meinung. Sogar in der Hinsicht, daß es viel schöner war ohne Herrn von Eckertsburg und daß es gut war, daß er für einige Zeit hatte verreisen müssen. Dor seiner Neise noch hatte er ein Theater- abonncmcnt besorgt für die Oper, von dem beide Damen häufig Gebrauch machten. Elisabeth arbeitete fleißig. Ihre gesangliche Kunst machte ebensolche Fortschritte wie ihr schauspielerisches Können. Das ganze Konservatorium war voll von ihrem großen Talent. Sie galt als die Musterschülerin der Opernschule: im Februar sollte sie zum ersten Male öffentlich auftreten, bei einem Opernabend des Konservatoriums. Sie strahlte vor Gluck, als sie Frau Schelmer diese Botschaft brachte. Elisabeth hatte sich auch mit einigen Gefährten der Opernschule angcfrcundet. lebenslustigen jungen Menschen, mit denen sie ab und zu zusammenkam. „ , Da war Traute Steiner, ein funsundzwanzig- jähriges, hübsches Mädchen, schwarzlockig, braun- äugig voll Temperament und Nasse. Sie war Elisabeth die sympathischste ihrer Gefährtinnen. Traute Steiner hatte ihr Studium fast abg^ schlossen, war von der nächsten Saison ab nach Wiesbaden engagiert, zuerst mit ganz kleinem Gehalt. Traute hatte von Anfang an Elisabeth liebgewonnen. Sic hatte zuerst Besuch bei ihr gemacht und war von Frau Schelmer sehr herzlich ausgenommen worden. Man hatte einen reizenden Abend verlebt, und Frau Schelmer hatte vcr- sprechen müssen, bald mit Elisabeth zu Steiners zu kommen. Frau Steiner war die Witwe eines Arztes, eine lebhafte, temperamentvolle «yrau. das^lrditd ihrer Tochter Frau Steiner und u-bl. Schnitt Angebote u. 0381' an den «sich. fo, nationale Zusammenarbeit der Hauptgoldtänder zur Wiederherstellung der Preise und der Währungen. Ja, das wissen wir ja nun glücklich alle! Dagegen ober steh«, daß bie(e internationale Zuiammenarbeii einfach nicht vorwärts kommt, daß der Kamps um Gold und Devisen in den odjulbnerlänbern, darunter auch Deutschland, immer zweifelhafter und daß die Strömung in den Vereinigten Staaten immer stärker wird, den Goldstandard zu verlassen, weil ein Staat mit diesem Riesengebict und diesen Möglichkeiten wirtschaftlicher Selbstgenügsamkeit sich schließlich auch eine Inflation leisten kann. Immer hoher steigen die Wasser, und da wird nun so unzureichend und zögernd an einem Brennpunkt gearbeitet: in Oe st erreich zanken sich die Gläubiger mit der Bundesregierung um Bundcshaf- tung und Verpflichtungen Oesterreichs, es werden sogar gefährliche Anregungen laut, der Ausland- entroertung des Schillings im Innern Rechnung zu tragen durch einmalige Devalvation und Neustabilisierung auf einem andern Goldstandard. Das heißt, daß, während die Auslandverpflichtungen natürlich auf Dollar lauten, der Gläubiger also gesichert wäre, der Ocsterreicher den ganzen Bankzusammenbruch noch einmal auf feinem Rücken ausgetragen sehen sollte! Hilfloser und egoistischer kann eigentlich eine „Hilfsaktion" und die ihr zugrunde liegende Aus sassung der Gläubiger nicht fein. Da kann man sich nicht wundern, wenn in der Welt die Meinung zu- nimmt, der Goldstandard fei eben nicht mehr aus- rechtzuerhalten und damit auch nicht das kapitalistische System im bisherigen Sinne Wichtige Nebenoorgänge seien nur kurz verzeichnet. Der Senat I r l a n d s hat de Valera in der Abschaffung des Eides auf den König zugestimmt, aber verlangt, daß dieses Gesetz nicht sofort in Kraft trete Inzwischen hat unter Vermittlung des Königs und des Thronfolgers das englische Kabinett mit de Valero angetnüpft und dieser war sogar in London Eine Einigung ist aber nicht zustande gekommen Nun war am 14. die Jahresrate der Landablösungs- Idjiilb fällig, deren Zahlung de Valero eingestellt hat Der Streit wird sich nun im wesentlichen noch Ottawa verlegen und vielleicht in die großen Fragen der Reichszollbestrebungen überhaupt einmünden. Am 7. Juni hat d i e S ch w e i z noch oieljohrigem Kampf einen Sieg im fog. Zonen st reit davongetra- gen. Frankreich muh die zollfreien Zonen seines Staatsgebietes um Genf herum wieder Herstellen — für die Schweiz ein großer Erfolg, für Europa im ganzen ohne Bedeutung. Im Memelgebiet sind sich (Ernennung des neuen Gouverneurs, Zusammen- tritt des Landtags, Bildung eines rein deutschen Direktoriums und Beginn des im Haag anhängig gemachten Memelprozesies gefolgt. Litauen hat eine 'Niederlage nach der anderen einftecken müssen und zieht hoffentlich nun die Lehre daraus, die Memel- frage verständig zu behandeln. Wenig beachtet hat man es, daß ei n türkischer Besuch in Moskau war und mit ebensoviel Pomp der italienisch-türkische Freund- schaftsvertrag in Rom verlängert und gefeiert worden ist. Die Linie ist nicht unwichtig, im besonderen und im allgemeinen: Rom-Angora-Moskau, unter dem Gesichtspunkte der Rohstosslieferung und der politischen Orientierung! Ebenso gehört in das Kapitel der Machtbeziehungen da s polnisch französische Verhältnis, das berührt wird durch die Kritik der französischen Linken an der (Erneuerung des französisch polnischen Militärbündnisses und die Weigerung Frankreichs, Polen für feine Gdinger Bahn das fehlende Geld des Zweiten Abschnittes zur Verfügung zu stellen. Indes glauben wir nicht, daß Frankreich irgendwie geneigt ist, von dem polnischen Bündnis abzugehen, in dem es ein Symbol für die Ordnung von Versailles sieht. Die französische auswärtige Politik bleibt nach wie vor auch unter Herriot und mit seinen Formeln starr: Sicherheit, Reparation, Heilig- feit der Verträge ... Wir glauben auch nicht daran. beiden Mädchen zu lauschen, die wunderbar zusammenklangen. Zuweilen gesellte sich als Dritte im Bunde Helene Franke hinzu. Sie war die Tochter eines reichen Fabrikanten, studierte Musik nur zu ihrem Vergnügen. Sie war groß, ziemlich mager, aschblond und fast häßlich. Das, was an ihr entzückte, war ihre herrliche Altstimme. Helene Franke war eines jener bedauernswer- ten Geschöpfe, die unter dem Reichtum ihres Elternhauses leiden. Verzogen bis über die Maßen, umgeben von jedem erdenklichen Luxus, sehnte sie sich nach einem Manne, der sie um ihrer selbst willen liebte — und immer wieder mußte sie die traurige Erfahrung machen, daß cs nur ihr Reichtum war, der die Männer zu ihr führte. Diese Ersahrung hatte sie früh reif werden lassen. Sie urteilte abfällig über alle Menschen, kritisierte verächtlich alle Männer. Aber sie war eine gute Kamerun. Frau Steiner unb Frau Schelmer mochten Helene Franke nicht besonders gut leiden. Helene Franke war ihnen zu schwerblütig, glich im Ver- hältnis zu den anderen beiden Mädchen mehr einer dreißigjährigen Frau: ihr fehlten die Schwungkraft und die Belebtheit der Jugend. Weil Elisabeth sich indes zu Helene hingezogen fühlte, Mitleid mit ihr hatte, wurde das ernste Mädel häufig zu den gemütlichen Abenden zu- gezogen, und die beiden Frauen fügten sich Elisabeths Wunsch. , Elisabeths erstes Weihnachtssest in der Fremde war vorüber. Frau Schelmer hatte einen wunderschönen Baum geschmückt, liebevoll Geschenke für ihren Schützling ausgesucht. Auch Elisabeth hatte ihrer «Pflegemutter einige Kleinigkeiten beschert, und es wurde ein harmonischer und geruhsamer Abend, verklärt von dem Gedanken an die tote Muttcr. Lothar von Eckertsburg hatte nichts von sich hören lasten. Silvester feierte man zusammen mit Frau Steiner und Traute. Man war außerordentlich vergnügt. Elisabeth hatte Frau Schelmer ihr Bild geschenkt, worüber diese so entzückt war. daß sie dem Mädchen einen Kuß gab und ihr vorschlug, von nun an gegenseitig du zu sagen. 3n fröhlicher Laune wurde Brüderschaft getrunken. Eckertsburg hatte zu Neujahr einige Zeilen an Elisabeth geschrieben, ihr alles Glück gewünscht und sie gebeten, sich immer an ihn zu wenden, wenn sie ihn brauche. Mit ihrem alten Professor hatte Elisabeth Weihnächte- und Neujahrsgrüße getauscht. Sie hielt den guten, alten Mann immer aus dem lausenden über ihre Fortschritte: wußte sie doch, daß er das größte Intereste an ihrer Zukunst hatte. Zwei Tage nach Neujahr kam noch ein Paket für Elisabeth. Sie öffnete e3; ein Ausdruck des er ist ein anständiger Mensch. Aber ich weiß auch, daß seine freue mich für (Fortsetzung folgt) An oft unerträglich ist, und ich dich, daß du deine Ruhe hast. Ich verstehe feine Haltung dir gegenüber nicht recht. Er weiß doch sonst so gut mit Frauen um- zugchen, kann lehr nett sein. Du bist doch ein so reizendes Geschöpf: ich möchte wissen, warum er nicht liebenswür^ ger zu dir ist." ..Ach Gott. Tante, er ist halt mein MLzen, und er will mir zeigen, daß er nichts anderes sein will." „Ach. du meinst, er will eine Respektsperson für dich sein? Ja. weißt du. Kindchen, den Lothar kennen wir beide nicht ilnö das ist es. warum ich mich immer ärgere. Man kommt sich verraten und verkauft vor. ihm gegenüber.“ Elisabeth muhte lachen. ..Nun lachst du mich auch noch aus. Elisabeth. Willst ihn vielleicht noch in Schuh nehmen?' „Nein. Tante, das will ich gar nicht. Aber es ist besser, wir lassen dies Thema fallen. Ich darf nicht vergessen, daß ich ihm viel Dank schulde. Jetzt muh ich an den Flügel, tüchtig üben. In vierzehn Tagen 'chon ist der Overnabend. Du glaubst nicht, Tante, wie ich mich darauf freue. Aber alle find schon aufgeregt und haben mächtig Lampen lieber." „Du nicht, Elisabeth?" „Ach. ich weih nicht recht Eigentlich nicht Ich freue mich so, einmal spielen zu können. Ein vollständig durchnäßt werden, daß sie vorläufig unbrauchbar sind. Außerdem sind unsere Kreuzer nur einige Zeit los", sagte Frau Schelmer. „Ich habe ihn gern, den Lothar, ich weiß, mit Nachdruck. „Worum denn?" fragte der Politiker mit plötzlich neu erwachender Furcht, „ich denke der Kamps ist zu Ende." Der Offizier lächelte Ihm zu. „Das kleine Dor- postengeplönkel ist vorüber: da haben Sie recht — aber ich müßte die strategischen Fähigkeiten der Herren Japaner doch sehr unterschätzen, wenn wir nicht innerhalb der allernächsten Zeit mit der feindlichen Flotte selbst einen Zusammenstoß erleben Die gegnerischen Luftstreitkräfte haben ihre Arbeit getan — uns ausgesucht, in Kämpfe verwickelt und geschwächt und aufgehalten. Ich wette hundert gegen bißchen aufgeregt, fa, das bin ich vielleicht: aber nur deshalb, weil ich den Abend kaum erwarten kann. Doch daß ich bange bin oder Herzklopfen habe, das könnte ich nicht sagen. Am meisten Angst haben unsere männlichen Kollegen. Kammersänger Perlberg ist ganz verzweifelt und sagt immer, die Herren sollten sich ein Beispiel nehmen an dem Mut des schwachen Geschlechts. Wundervoll wird Traube sein. Sie singt die Elektra herrlich." Schon saß Elisabeth am Klavier, spielte einige Takte aus der Straußschen Oper. Dann fiel ihre Stimme ein; sie hatte die Partie der EhrysotherniS zu singen. Elektras Schwester. Elisabeth fang mit Eifer und Hingabe. Frau Schelmer hörte ihr andächtig zu. Anfang Februar fand der Opern abend statt, an dem sich die jungen Sänger und Sängerinnen zum ersten Male der großen Oessentlichkeit fän» gerisch und darstellerisch vorstellten. Man spielte Richard Strauß' Oper „Elektra". Die Aufführung war gut besucht. Die Elektra fang Traute Steiner, die eine Generalprobe ihres Könnens abzulegen hatte, ehe sie nach Wiesbaden ging. Auch die Darsteller der Klytämnestra und des Orest hatten ihre Engagement-; beide gingen schon Ende des Monats nach München. Es war seltsam mit Elisabeth. Alle hatten sie bewundert, daß sie bis -um letzten Augenblick surchtlos blieb, nicht einmal von dem Lampen- ficber der übrigen angesteckt wurde. Nur ein unmerkliches Zittern hatte sie befallen, als sie hergerichtet und geschminkt wurde, ein Zittern der Erwartung und der Freude. Es prickelte ihr in den Fingerspitzen, als sie jetzt im griechischen Gewand hinter der Bühne stand. Der ganze Kulissenzauber drang auf sie ein: der Geruch der bemalten Leinwand, das hastige Hin und Her der Beleuchter unö Bühnenarbeiter, die gedämpften Befehle der Regisseure und Inspizienten. Dazwischen pendelten die Aufführenden, die plarllos herumliefen, leise ihre Stimmen Probten und fast gereizt antworteten, wenn man sie etwas fragte. Elisabeth lehnte still und reglos in einer Ecke und nahm mit großen, glänzenden Augen all das Neue in sich auf. das sich ihr heute bot. Dann, als der erste Gongschlag ertönte, tat ihr Herz einen heftigen Schlag. Gespannt, Hcbemb wartete sie auf ihr Stichwort. Wie im Traume hörte sie den Wechselgesang der schwatzenden Mägde, vernahm sie Elektras Soloszene. Jäh schoß Elisabeth ein Schreck durch den Körper. Gleich würde sie drankommen. Perlberg stand neben ihr, sah ihre plötzliche Erregung. .Ruhig. Fräulein Psilipp. Nicht nervös werden 1" Entzückens kam über ihre Lippen. Ein kleines Bild lag vor ihr, das ihr Vaterhaus darstellte. Eckertsburg hatte es für sie malen (offen. Es bekam seinen Platz über Elisabeths Bett. Mitte Januar tauchte Eckertsburg plötzlich in Leipzig auf. Elisabeth wollte ihm für da- Bild danken, streckte ihm die Hand entgegen. Er machte fein hochmütigstes Gesicht, tat, als ob er die Hand nicht sah. Als er gegangen war, brach Elisabeth in Tränen aus. Es gelang Frau Schelmer nur schwer, sie zu beruhigen. Bei seinem Besuch am nächsten Tage war Elisabeth nicht anwesend. Frau Schelmer machte ihrem Ncssen die bittersten Vorwürfe über sein seltsames Verhalten. Eckertsburg antwortete nichts, ging fort. Zwei Tage lieh er sich nicht sehen: am dritten Tage erschien er, um sich zu verabschieden. Elisabeth war nicht zu Hause, und als sie zurückkam, lag ein großes Bund herrlicher Tulpen für sie da und ein kleines Pakctchen. Es enthielt ein Etui mit einem schmalen, goldenen Armband. „Zur Versöhnung" stand auf der Visitenkarte, sonst kein Wort. Eckertsburg war wieder toeggereift, auf sein Stamm gut nach Westfalen. „Gottlob, Elisabeth, jetzt sind wir ihn für daß Herriot. obwohl er sich offenbar jetzt des bc kannten eigentlichen langjährigen Träger» der französischen Außenpolitik. Philipp Berthelot», entledigt hat eine neue oorwärtstreidende Formel finden Ubr werden d.e beiden der angekündigten am wird. (Er, und noch mehr die außenpolitisch ge- «schulteren und klügeren Routiniers der französischen Außenpolitik um ihn herum werden wohl vielmehr im Augenblick in Lausanne daraus achten, ob sich nicht wiederum ein französisch englisches Gejchasi auf Ä o ft e n der anderen, also vor allem Deutschlands, machen ließe! Denn sie wissen, daß England in seiner komplizierten und oielfahtgen Beanspruchung auf der Welt zu einer eigenen starken europailchen Aufbaupolitik weder fähig noch c.gent- sich auch willen» ist Wenn -man heute jagt, England habe den Schlüssel zur Lage in der Hand, jo ist da» sicher eine lieber- treibung Aber natürlich soll die deutsche Politik alle» benutzen, was der im Grunde willige und einsichtige Macdonald in Lausanne anbahnt und anstrebt! ür die Aufnahme je eines Flugzeugs eingerichtet: ie find keine schwimmenden Flugplätze. Und gerade ctzt würde ein Luftaufklärungsdienst von größtem Nutzen für uns fein", fchlyß der Offizier feine Rede IV. Oie Schlacht. Endlich hatte sich der Politiker so weit von seinem Schrecken erholt, daß er imstande war Ausschau zu halten. Die Fahrt des Schisses war so vermindert worden, daß es fast stillzuslehen schien. In- folgedessen Hatte auch der atemraubende Gegenwind nachgelassen. Hinten am Horizont lagen dunkle Rauchwolken. In geringer (Entfernung lag der eine der großen Kreuzer, der bisher auf gleicher Höhe mit dem Flaggschiff gewesen war, bewegungslos und stark zur Seite geneigt. Aus der aus dem Wasser ragenden Seite rann ein halbes Dutzend schäumender Bäche: die Schiffspumpcn schienen mit höchster Anstrengung zu arbeiten. Die Geschütze waren nach Möglichkeit nach der oberen Seite her- umgcworfcn, um das Gleichgewicht wiedcrherzu- stellen. Mehrere Zerstörer dampften langsam um den beschädigten Kreuzer, von dessen Kommandobrücke ununterbrochen Lichlsianale abgegeben wurden In etwas größerer (Entfernung lag einer der leichten Kreuzer ebenfalls bewegungslos mit weit in das Wasser gesenktem Bug, während noch ein anderer in einer dunklen Wolke von Rauch und weißem Dampf, die Mittschiffs entströmten, den Blicken beinahe gänzlich entzogen war. (Er war von mehreren wohlgezielten Bomben getroffen worden. Eine davon hatte wohl den Weg in den Maschinenraum gefunden, so wenigstens informierte ihn der Offizier. Das merkwürdige Flugzeugmutterfchiff war gänzlich verschwunden. „Durch Torpedos in den Grund gebohrt", klärte ihn der Offizier auf. „Dieser Verlust ist stanz befon- ders unangenehm, wir haben noch eine Menge brauchbarer Flugzeuge übrig behalten, die jetzt keine Unterkunft mehr haben. Beim Versuche, sie an Bord zu nehmen, werden die meisten zerschellen oder |o eins, daß der Feind in unmittelbarer Nähe ist, um uns den Rest zu geben!" Ungläubig betrachtete der Politiker den Sprecher. „Aber das muh doch der Admiral auch wissen! Warum bleibt er denn an Ort und Stelle und weicht der Gefahr nicht aus?" „(Er weiß es ebenso gut wie wir alle, aber Sie werden ihm doch nicht etwa zutrauen, daß er feine halbe Flotte im Stich läßt: das kann und darf er höchstens tun, wenn es zum Schlimmsten kommt, und auch bann tut er es noch nicht, wie ich ihn kenne " Der Politiker fuchte mit angstvollen Blicken den Horizont ab; er hatte zwar keine Ahnung, au» wel- cher Richtung der Feind zu erwarten war, und vorläufig war auch noch nichts zu entdecken. Er fah nur die eigenen Schiffe, sieben an der Zahl, drei davon schwer beschädigt, und die Zerstörer, die das Geschwader zum Schutz gegen etwaige Unterseeboote umkreisten. Hoch oben in den Lüften schwebten einige Flugzeuge, aber da sich niemand um sie tümmene, waren cs wohl die eigenen. So verging eine Viertelstunde. „Da oben hat einer etwas bemerkt", rief der Offizier plötzlich aus. „sehen Sie, er gibt uns Signale" Wiederum begann der bunte Reigen gegebener und erwiderter Flaggensignale an den Mafien Wiederum entströmten den Schornsteinen dunkle Rauch- massen, selbst von den beschädigten Schiffen — der Politiker bemerkte, daß die Schlagseite des großen Kreuzers wesentlich geringer war; es kam Bewegung in die Flotte. Gefechtsordnuna wurde eingenommen und auf Befehl des Flaggschiffs ein neuer Kurs ein- geschlagen Die Sonne befand sich nicht mehr in ihrem Rücken, sie hatten sich nach Süden gewandt. Von unten wurde gemeldet: „Fliegermelduna: Vier feindliche Kreuzer von der Kakoklafse, vierzig Meilen Ostsüdost, Kurs auf Südwest, und vier Schlachtkreuzer der Kongoklasse 15 Meilen, 2% Strich von Steuerbord achtern, Äurs auf Süd " Der Offizier wiederholte die Meldung und gab den zweiten Teil durch ein anderes Sprachrohr weiter. Dem aufwärts gerichteten Blick des Offiziers folgend, gewahrte der Politiker zwei lange metallene Arme, die sich langsam bewegten: es war der Entfernungsmesser. „Was bedeutet denn das 2% Strich Backbord achtern?" „Na, hinken links: wie ich mir gedacht habe, sie verfolgen uns!" Seine Züge wurden ernst. Er hielt die schmalen Lippen fest aufeinandergepreßt. „Können wir denn nicht entschlüpfen?" Der Offizier zuckte die Achseln: „Ohne den vor- angegangenen Luftkompf von vorhin wäre es vielleicht möglich gewesen, da wir normalerweise .30 Kno- ten zurücklegen können, wahrend die feindlichen Schlachtkreuzer eine Geschwindigkeit von 27 Knoten nicht überschreiten können Aber im Augenblick bringen wir es höchstens auf 20 Knoten; es sei denn. Seeschlacht im Chinesischen Meer! Ein spannendes Zukunftsbild von kommenden Kriegen um den (Milten Ozean. Don Z. Dritten Austin. Wirtschaft Machdruck verboten Ohne Gewähr 2. Ziehungstag 16. Juni 1932 141806 124619 136612 196445 199168 245208 311674 283399 295791 327448 335939 380264 274521 326800 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M. 42,75 43 180 38,75 3,75 163872 174262 216458 271688 281158 293163 130584 255672 99447 156462 253460 313110 105233 169593 268446 317822 160014 260117 115809 169613 280656 321599 86595 37562 312391 91400 63996 15084 70527 205273 331600 160354 62925 118757 228792 337902 282581 296868 151013 258868 352789 63615 184633 355211 66920 130625 239037 310567 26,25 63,75 42,5 46,25 26,13 234 39,5 32,5 17,13 156,5 42,5 0 12 6 V 0 6 0 8 u 14,75 48 100 25,75 63,75 42,75 45.65 27 23,65 39,5 14 33 17,4 158,5 42,25 24 40.25 14 17.5 159.75 42 9 1,05 5,13 5,75 4,75 5,13 2.25 2,25 2.25 fici 2 Veto nn« *u 6000 M. 6 (Betolnne ju 3000 M. 8 Gewinn« ju 2000 M. 341473 16 ®eu>inn« zu 1000 M. 184121 197803 203178 283726 108595 125028 160779 ene furchtbaren Wassersäulen neben den Schlacht- chlffen der Japaner hervorzurufen. Er blickte auf 34,5 32 26.25 16,5 1,4 30 „15 700 ... 15 300!" Die Stimme des Offiziers wurde von den Detonationen der feindlichen Granaten erstickt. Wieder sprangen die Wassersäulen mit elementarer Gewalt in die Hohe; eine davon überflutete das Deck. Das Schiff machte eine scharfe Wendung, um der nächsten Salve zu entgehen, zu seinem Glück, denn an derselben Stelle schlugen die Granaten ein. Plötzlich entdeckte der Politiker etwas Furchtbares. In einer Wolke von dunkelstem Qualm wurde ein brennender Kreuzer in die Hohe geschleudert, stürzte ins Meer zurück, verschwand gleich darauf in den Wellen. Es war das eine ihrer Schwesterschiffe. Das konnte doch noch nicht die eigentliche Schlacht sein. Denn, der Feind war Io noch gar nicht in unmittelbarer Nähe; dann würde es erst richtig los- Gewlnnauszug 3. Klaffe 39. Preiibifch-Sübdeulfcye (265. Preuß.) Staats-Lotterie. 36 ti'etvlnn« zu 800 M. 8435 36408 41902 65627 74378 111032 124849 135642 151410 275839 280308 287201 307190 310493 386499 62 Gewinn« ju 500 M. 7130 23012 65271 82037 84047 102267 110780 126745 128606 9,25 1,1 4,95 5,9 2,4 2,75 2.45 7,4 3,25 15,9 3n der heutigen Vormittagszkehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen 2 ®«tolnne zu 10000 M. 12037 . k> . 8 . 0 . 6 10 . 6 . 6 n . 8 4V1 io . 6 S(f)ulthet6 Pavcnholer ... 16 Alu (Allgemeine ftunfHelbe) - o 311749 325988 391355 Die Ziehung der 4. Klaffe der 39. Preußisch- Süddeulschen (265. Preußischen) Staatslotterie findet am 13. und 14. Juli 1932 statt. 6 Gewinn« zu 5000 M. 8 Gewinne zu 3000 Q1L 313172 10 Gewinn« zu 2000 M. 350710 371503 32 Gewinn« zu 1000 M. 174010 189487 204827 268945 269346 326150 389534 2,4 2,5 24 7,4 3.05 15,9 298386 330094 61968 128874 385730 40 Gewinne zu 800 011. 8647 21640 27396 338^9 100496 174699 180780 228833 235340 237958 259772 279811 283452 296134 305367 309942 361806 363341 376511 386930 56 Gewinn« .u 500 9». 39909 41183 83046 97413 Uenibcra ... BcIHtoff Waldhos . . Bellftoff »ifchoffcnburg Dcllaucr GaS . . . . Daimler Motoren . . Deutliche L'lnoleum . Crcnflcln & Koppel . Leonhard Tietz . . . Svenska...... Cbade ...... Stu KWch.. In der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen gehen! Angesichts dieser furchtbaren Lage richtete er noch einmal sein Glas auf die immer deutlicher sichtbar werdenden feindlichen Kreuzer ... 14 900 ... ein unendlich greller Widerschein vor seinem Glas ... er hörte nichts ... niemand hörte mehr etwas auf diesem plötzlich geborstenen Schiff- Einige hundert Seemeilen in östlicher Richtung entfernt setzte eine japanische Transportflotte mit schwerster Festungsartillerie beladen friedlich ihren -Z.rL?i,s,. Miigk Kunst und Wissenschaft. (Eine Neuausgabe von Hans Francks Fridericus. Soeben erscheint in einer sehr reizvoll ausae- statteten verbilligten Neuausgabe im Verlag Albert Langen-Geor^ Müller, München, Hans Francks Fridericus. Der nunmehr sehr wohlfeile Band allseitig anerkannter Geschichten vom Großen Koni^, der bereits das 16. Tausend erreicht hat, dürfte in dieser neuen Form sehr schnell weitere Freunde, namentlich in den Kreisen unserer natio- gdjmudflütf des Kritzstadi und etgtn. Dieses Siä Menvald, liegt hgtn Schloß gekr lir Gälten und M vom Schloß hird) die Lande jjonge eines bewc ron dem saubere ins waldumschlos^ berg, bas Zent 615 Ziel des I mlerisch an bei ; baren Kirche gek das Liebliche de her mit dem He schwarzen Schul Früh am m Porf jU‘i)orf. j), l®a(öe9, zeigt uns I 0 e ft e r b u r g, F nn deutschen Ju I Iforlen für Somi r -'hl die Fahrt, n | en weidenden Di | M, bis plätzliä k dt- Drei seid I figenumroobener, r bieten hier siebe I lHes Bild von I Lchönheit. I Welter geht e. | "s weithin sichtb tOm Horizont al [til feinem ftattli I 'ldöchern und l W (ein lOOOjät i uugmarsch bring ' ™ reizvollen Ge ‘ lchr gut ausruht i hohr-Grer ! xannenbäderlan! 'Hochschule, auf in Modelleuren "chnikern für d Ziegelindusti A°uch Endpun vtraßenbahntinii rheinabwarls, lr Stark l Bonder-k te SS Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 o. H, Lombardzinsfuß 6 v. H Buderus...... Dr-uftM« Srbkl . . . lAelleiiklrchener . . . Harvener .... Voesch Ollen..... Ilse Bergbau .... Rlüdnermerfe .... Kftln-Neuesten.... PtanneSmann-RShren Manofeldrr Bergbau L berjchles. Kotswerte Phbnir Bergbau Rheinische Braunlohleu Nhetnstahl..... kutionen, doch gingen auch hier die Verluste kaum über den allgemeinen Rahmen hinaus. Nur Chads- aktien waren mit minus 4 Mark bedeutend niedriger, Elektrische Lieferungen verloren 2 Prozent, während anderseits Elektro Schlesien 3 Prozent höher notierten. Sonst waren wieder Braunkoylenwerte etwas stärker gedrückt. Dortmunder Union büßten 1% Prozent ein, und Montanwerte bröckelten etwas ab. Bemerkenswert fest eröffneten Eisenbahnverkehrs, mittel, die entgegen den bisherigen Erwartungen eine Dividende von 4 Prozent ausschlltten sollen, doch wurde die heutige Steigerung um 4 Prozent durch eine Bestenkauforder von 2 Mille hervorgerufen. (Entgegen der sonstigen Geschäftsstille war die Umsatztätigkeit in Bekula heute etwas «roher. Es wurden Rückkäufe getätigt, zumal die Auslandab, gaben ausblieben und das Papier bei einer voraussichtlichen Dividende von 10 Prozent als billig an- gesehen wird. Auch im Verlaufe trat keine Geschäfts- belebung ein, die Tendenz war bei kleinen Abweichungen nach oben und unten alS gehalten äü bezeichnen. Am Pfandbriefmarkt neigte das Publikum weiter eher zu Abgaben. Das Geschäft war still, doch wurden eher schwächere Kurse taxiert. Industrieobligationen büßten etwa 0,25 bis 0,5 v. H. ein. Deutsche Anleihen waren ebenso wie Reichsbahnvorzugsaktien behauptet, auch Reichsschuldbuchforderungen gingen unverändert um. Der Geldmarkt war weiter ganz unverändert. Buhbach -Licher-Eisenbahn AG. Die diesjährige Aufsichtsratssitzung der Butzbach —Licher-Eisenbahn AG. mit anfchsießender Generalversammlung tagte gestern mittag unter dem Vorsitz von Direktor Dr. Stephan im „Hessischen Hof" in Butzbach. Der Vorsitzende teilte mit, daß ein neuer Barver- l u st von rund 31000 Mark entstanden sei, der sich aber dadurch auf fast 100000 Mark erhöht, daß keine Rücklagen für die Materialerneuerung gemacht werden konnten. Alle Sparmaßnahmen konnten nicht ausreichen, um einen Ausgleich zu schaffen. Daß diese Maßnahmen, soweit sie Personen betrafen, ohne Härte durchgeführt wurden, konnte ausdrücklich betont werden. Sollten in Zukunft die Einnahmen noch weiter zurllckgehen, so muß wohl noch mehr mit dem Autobetrieb für den Personenverkehr übergegangen und der Güterverkehr nach Bedarf von der Bahn bewältigt werden. Hierüber wird eine svätere Generalversammlung eventuelle Beschlüsse fassen müssen. Da aber im neuen Jahre eine gewiße Besserung eingetreten ist, soll noch einige Zeit abgewartet werden, zumal auf das Eisenbahnpersonal Die nötige Rücksicht genommen werden muß. Die schwierige Lage des Unternehmens, das aus dem Vorlahre schon einen Verlust von 67 000 Mark übernehmen mußte, wird noch zu manchen Verhandlungen führen müssen, damit die Bahn für die Gemeinden erhalten werden kann. Dem Vorstand und dem Aufsichtsrat wurde Entlastung erteilt. Infolge der Verordnuna für die Aktiengesellschaf- teil. mußte eine Neufassung verschiedener Para- graphen des Gesellschaftovertrages beschlossen werden. Die neuen Satzungen wurden genehmigt. Zum Schluß sand die Neuwahl des Auf. s i ch t s r a t e s statt, da nach den gesetzlichen Bestimmungen sämtliche Aufsichtsratsmitglieder zurücktreten mußten. Es wurden wiedergewählt: Dr. Stephan (Berlin), Defonomierat Hofmann (Gießen), Bürgermeister Geil (Lich), Beigeordneter Kling (Bad-Nauheim), Pfarrer Nies (Ettings- Haufen), Direktoren S e e n k e und Stoepyafius (Berlin), Direktor Vogt (Butzbach). Neugewählt wurden Landtagsabgeordneter Fenchel (Ober- Hörgern), Beigeordneter Dr. Schmidt (Butzbach), Direktor K a b i f ch und Regierungsbaumeister Hübner (Berlin). In der an die Generalversammlung anschließenden Sitzung des Aufsichtsrates wählte dieser zu seinem Vorsitzenden Dr. Stephan und zu dessen Stellvertreter Defonomierat Hofmann. Einige Zahlen mögen zeigen, wie sehr die Dahn unter der wirtschaHlichen Depression leidet. Während im Dorjahre noch 381 967 Personen befördert wurden, waren es im abgeschlossenen Geschäftsjahre nur noch 244 518, also rund 140 000 weniger. Der Güterverkehr ging von 157 ODO Tonnen auf 78 600 zurück, nahm also rund 50 Proz. ab. Dementsprechend beliefen sich auch die Detriebseinnah- men, die 1930 406 000 Mk. betrugen, nur noch auf 258 184 Mk. Diese Zahlen reden eine sehr deutliche Sprache über die Lage der Dahn, die nur dadurch erhalten werden kann, wenn alle interessierten Kreise ihre Kräfte anspannen, um das für unsere Gegend doch schwer entbehrliche Unternehmen zu erhalten. öforfe Zurückhaltung in Berlin. Berlin, 18. Juni. (WTB. Funkspruch.) Heute rin ob£ Willen in d tzL frs1 | S»ioonjot | Sh® tef SÄ. I^üuem zu ur I W N°umi ur !Job aui her fj i ^-Buschen, ' Wiub begeben Hai Mt gehl es, MM Wirb ba «Ms anderes, i dygenbüd), SHorle mW dekDag J ütoppodjer I M wo nach em I M einige Zis' Min Lchnee m jrt gefunben Utthaus unb t^Llfin freunbli iri Klausur, zeil mi por allem d Runbfunkproqramm. Sonntag, 19. Juni. 6.15 Uhr: Don Hamburg: Hafenkonzert. 8.15: Morgenfeier, veranstaltet von der Daptisten-Ge- meinde Frankfurt a. M. 9.15: Stunde' des Chor» aesangs. 10.C0: Konzert, zum 50. Geburtstag von ijgor Strawinsky. 11.CO: „Mamba", Rovelle von Fr. Hartfeldt. 11.30: Don Leipzig. Reichssendung: Kantate, von Ioh. Seb. Dach. 12.00: Weilburg (Lahn): Konzert der Kapelle der städt. Weilburger Dürgergarde. 13.00: Mikkagskonzert. 14.10: Stunde des Landes: „Freilichtspiel im Westerwald". Ein Bericht von F. Vater, Braubach, mit Szenen aus dem Freirachborfer Heimatspiel „Dal- zar von Flammersfeld". 15.00: Stunde der Jugend 16.00: Pforzheim: Konzert. 18.00: Rüdesheim: Aus einer Jugendherberge, Mikrophonbericht von H. Huffzky. 18.25: Dreißig bunte Minuten. 18.55: „August Strindberg" (zu seinem 20. Todestag). Vortrag von H. Kesser. 19.30: Dingen: Der Mäufe- turm. Am Mikrophon: Dr. P. Laven. 20.00: Der tapfere Soldat, Operette in drei Akten; Musik von O. Straus. 22.00: Zell am See (Oesterreich): Sommernachtssest in Zell am See. 23.00 bis 24.00; Tanzmusik. Montag, 20. Juni. 7.05 Uhr: Dad Mergentheim: Frühkonzert des Philharmonischen Orchesters. 12.00: Konzert auf Schallplatten. 13.00: Unterhaltungskonzert des Rundfunkorchesters. 15.20: „Gibt es bei der heutigen Wirtschaftsnot noch geschulte häusliche Hilfen für die Mutter und Hausfrau?", Vortrag von F. Müller, Kassel. 17.00: Rachmittagskonzert. 18.25: „Gibt es heitere oder traurige Musik", Vortrag von Herrn Dr. Wilhelm Lurje, Frankfurt a. M. 18.50: Englischer Sprachunterricht. 19.30: Aus deutschen Opern. Unterhcltungs» konzert des Philharmonischen Orchesters. 20.40: Der saturnische Liebhaber, Tragikomödie in drei Akten von Rob. Walter. 21.50: Des Knaben Wunderhorn, Volkslieder, romantische und moderne Vertonungen. 22.45 bis 24.00: Rachtmusik. )le Schiffe ber eigenen Flotte; Die belben großen Kreuzer feuerten mit allen Geschützen, beten Schuß- bereich achtern lag; überall fliegen bic Wassersäulen hoch. Jetzt gewahrte er auch Spuren von Torpedos der eigenen Flotte, bte als letztes Mittel bem Feind entgegengeschleudert wurden. zrankfnNkr Malchlnen . . . . 0 Äritzner .......0 •JRaintraftrocrfe Hftchsl a. M.. . 6 6übbeutld)cr Zucker .... 10 Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar ft einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I unb II v Ul . . J. .. 4>ci, Arant ur u. Derltn <• miuV» :ur4 fiun Schluß-! I ur Wn|a g- fiurd B>chluß- turd 1-Uhr- fturd Schlug- urd Antana- fiurd Datum 17 6 18 6 17 6 18 6 'Datum 17 6 18 6 17 6 18 6 v% Dcutidjc tHetdwmiicilK v. iiiz. 53 — 51,5 — .yanwutfl-viniertta Pate. . Vamburfl-Sftbain. DamM|chis| ■ 11,25 _ 11,65 11,13 7% $ciitfd)c 8lcld)4anlcl1)f v.1029 38,5 — 58 — 0 _ 40 yvunn-ÖInlrlbr von 1930 . 57,13 — 57.13 — Hania Dampsichiil . . 0 _ ___ 19,25 _ Deutsche ttlnl.-VlbliM.-Sdmlb mit 37,5 Olorobeutldicr Dlvijb .... 6 12.13 — 12,75 12,4 tfIufllo1.4Red)leu...... Dr»nl. ohne VIuSlol^Rechte . —— 37,25 37,13 A.'ft. lür ycrtcbriivelcn AN. 26 26 26,5 3,4 3,425 3,4 3,4 Berliner Hanbel«nclell|cha|t . 8 86,5 _ 86,5 8% Hell. volkSstnat von 1020 llommerz. unb Privat-Bank . 7 16 - 16 - - (riidiafjlb. 102%)...... 46,5 — —■ —• Darmstabter unb Olattonalbont 8 18,5 _ 18,5 _ Cbrrbrllcn Provinz-Anleihe mit Deutsche Bant unb Auelol.-Rechten . . Deutiche Komm. Lammelabl. 36.5 — •— TiScouto-Weleillchast. . . 6 30 _ 30 _ Dredbner Bant...... 6 18.5 _ 18,5 _ Anleihe Scrlr 1 .... 8% i3rnnt|. Hnp -Bank Kolbpse 34,25 — 34,25 — Reichebant........ 12 124 — 123,75 124 15 untftnbbar bli 1085 7% Rrantl. Hvv.-Banl fflolbpfc 67,5 — — — A.S.G........... Bergmann........ 7 9 20 19,75 20,13 18.75 20 untftnbbar ble 1036 Serie 16 . 4%% Atanfl. Hhp.-Banl ßlau.- — — — — Cletir. 8lc|cninfleocfcnid)aft. Xildit unb »Traft..... 10 10 68,25 68,75 60,5 68 58,5 68,75 Pfandbriefe... ... 4^1% fRhelnlldfC Hyp.-Vanl-Ltou 77 — — nelfen & Guilleaume .... ß'/s «clfllldinft für Mettrlfcha 36,5 37,13 ölolbine. . . 6% Pr. Lanbe»p|anbbr1e|anstaN, 75,25 — — Untcmcbinunncn .... (Hhelnlfdic Glettryitftt . . . ft 0 52,25 65 — 52,25 64,25 52,25 P|nnbbrle|e R. 10..... 7% Pr. LanbeSpsanbbrlelanstall, 68 — 68 Sdtudert & ($u....... Siemens & Halste..... 11 14 57 117 56,5 116,75 55,75 116 Plmibbrtele M. io — — — Lahmeyer & l£o....... 12 77 — 77 ;yrantiuri a. JJi. Derliu V-uuuß- lurd l-Ubr- Gelb 1 Drie ^elllnflfoti , 7,123 51,95 7,137 52,05 7,093 51,95 7,107 52,05 Vraa . . . 12,465 12,485 12,465 12.485 Budapest . . — — — Sofia . . . 3,057 3,063 3,057 3,063 Holland . . 170,23 170,57 170,13 170.47 Oslo . . . . 74,78 74,92 74,83 74.97 Kopenhagen. 83, f)2 83,98 83,37 83,53 Stockholm . 78,57 78,73 78,12 78,28 tionoon . . 15,345 15,385 15.26 15,30 Buenos Aire 0,948 0,952 0,948 0,952 Neuyork . . 4,209 4,217 4.209 4.217 Brftffel. . . 58,49 58.61 58.54 58.66 Italien. . . 21.50 21,54 21,50 21.54 Pari» . . 16,53 16.57 16,54 16.58 Schmelz . 81,97 82,13 81,97 82,13 Spanien . 34,67 34.73 34.67 34.73 Danzig. . 82,22 82,38 82.22 82,38 Japan . . 1,299 1,301 1,289 1,291 Rio be Ian.. 0,325 0,327 0,325 0,327 Iuaostawien Lillabon . . 6,993 7,007 6,993 7.007 14,01 14.03 13,54 13,96 1 I 1 50.25 33 32 50.13 33.9 31,75 . !*♦ ,UI 1 Banfnoten. Äerlin. 17. Juni Gelb 2'rlef . 26,25 25,9 Bmeritaniiche Noten....... 4,20 4,22 79 75 qo 75 Belgifdie Noten ......... 58,33 58,57 _ 11 75 Dftniiche Noten......... 83,63 83,97 Ofl Englildie Noten......... 15,305 15,365 ?9 5 Franzülifdie Noten........ 16.49 16,55 Hollünbifche Noten........ 169,86 170,54 Italieniiche Noten........ 21,58 21,66 Noewegifche Noten........ 74,60 74,90 Dcutfdi-Ccftcrrrld), i 100 6djIlling —— Rumünifdie Noten........ 2,49 2,51 —— Schwedische Noten........ 78.39 78,71 14,5 —— Schweizer Noten......... 81,79 82,11 —— Spanifche Noten......... 34,53 34,67 100 100 100 Ungartldjc Noten ....... Wandern und Reisen • Bäder und Sommerfrischen Fahrt durch -en Westerwald nun hinaus in den Sommermorgen! Der H. entgegen. land gespielten Stücke. Tasche. Und Sonne UM isch-EMils-t aalr-Lolleck. Kan ,D°m Öjrn- *'-■ *°ulenb x. ■ * I°hr Ä h ■ Hrci'en unserer^W '•3unl. ’Ä'jS'ul LLEl 2O.wS| D-Gingen: in die, Akten: 21u"l mL^lVeKerreZI "»6«. 23.00 bii 2U| ). Juni, Wanderfahrten. Katzen furt — Greifenthal — Elgershausen — Greifenstein — Edingen. Wir fahren mit Sonntagskarte nach Katzenfurt, überschreiten den Bahnkörper und gehen vom Wegweiser auf guter, von Dbftbäumen bestandener Landstraße durch Greifenthai, einer ehemalig sranzösi- fischen Niederlassung und später an dem reizvoll gelegenen Forsthaus Langengrund vorüber bis zur nächsten Querstraße, wo wir auf blaue Stricke stoßen. An dem Schnittpunkt haben wir eine hübsche Aussicht in das Ulmbachtal. Wir gehen jetzt dem Zeichen rechts noch und gelangen alsbald an der bekannten Lungenheilanstalt Waldhof Elgershausen mit einer alten Wallfahrtskapelle, in einem kleinen stillen Tal gelegen, vorüber durch den Wald nach Dorf und Ruine Greifenstein, auf die sich beim Verlassen des Waldes ein herrlicher Blick bietet. (Gute Einkehr bei Simon.) Wir besichtigen die ausgedehnte Burganlage sowie die Schloßkirche mit reichen Stuckarbeiten und steigen auf dem kürzesten Weg mit unterwegs prächtigen Blicken hinab noch unserem Endziel Edingen. Wanderzeit höchstens 3 Stunden. uid vor allem die alte Bibliothek, ein wahres Schmuckstück de» Klosters. Dann geht es der alten '.^csidenzstadt und Trutzsesle Hachenburg ent. negen. Dieses Städtchen, das einzige auf dem hohen Westerwald, liegt reizend um den von dem wuch- iifen Schloß gekrönten Schloßberg Inmitten blühender Gärten und Anlagen. Dleilenroeit schweift der 'Hlick vom Schloßberg in die Ferne. Wieder geht es iurd) die Lande durch Kord noch Unnau Am Hange eines bewaldeten Bergkegels gelegen, hat man icn dem sauberen Dorschen einen schönen Fernblick in« waldumschlossene Tal ober Nister. Marien- t «rg, das Zentrum des Westerwaldes und/Zugleich kc>5 Ziel des läge», war bald erreicht. Es liegt rtalerifd) an der Berglehne, von der weithin sicht- taren Kirche gekrönt. In höchster Höhe vereinigt sich toi Liebliche der Wiesen, Buchen, und Tannenwäl- ter mit dem Herben der ausgedehnten Viehweiden, shwarzen Schutzhecken und schweren Basaltblöcken. Früh am anderen Morgen geht es weiter von ?orf zu -Dorf. Höhn, die Kraftzentrale des Wefter- Dtilbes, zeigt uns seine modern eingerichteten Werke, !B e ft e r b u r g , sein schönes altes Schloß, das heute ioi deutschen Iugendvereinen gemietet, selbst seine Zsorten für Sommerfrischler geöffnet hat. Westwärts ceM die Fahrt, wieder durch blühende Landschaften, in weidenden Viehherden vorbei. Dorf reiht sich an :)crf, bis plötzlich unter uns da» helle klare Wasser 'les Steife Iber Weihers aufleuchtet. In ligenumroobener, landschaftlich reizvoller Gegend liden hier sieben idyllische Weiher ein unvergeßliches Bild von besonderer (Eigenart und seltener Schönheit. Weiter geht es, bis die glockenförmigen Dächer I les weithin sichtbaren Schlosses Montabaur sich oom Horizont abheben. Das freundliche Städtchen mit seinem stattlichen gotischen Rathaus, seinen Gie- leldächern und Fachwerkbauten konnte im Hohre 19)0 (ein 1000jähriges Bestehen feiern. 30 Minuten u ußmarsch bringt uns in das Kur Hotel Waldesruhe iei reizvollen Gelbachtale, in dessen Räumen es sich |f br gut ausruhen läßt. Höhr-Grenzhausen, der Mittelpunkt des htannenbärferlanöcs, hat eine Staatliche Keramische st «chschule, auf der Schüler aller Herren Länder u Modelleuren und Malern, Ingenieuren und Technikern für die Porzellan-, Steingut-, Majolika- i u»b Ziegelindustrie ausgebildet werben. Grenzhausen ifi auch Enbpunkt der von Koblenz ausgehenden S-iraßenbahnlinie. lieber Balten bar geht es jetzt I lEelnabroärts, links ben Rhein, rechts ben rebenbe- vßanzten Hängen bes Wefterwalbes entlang über JteutDieb in bas Wiebtal hinein, um roieber bie Hihe zu suchen, bis wir bas schöne Rengsborf Punkt 12 Uhr rollte ber Wagen aus Betzborf, Sem Ausgangspunkt unserer Fahrt hinaus in Rich eing Daaden, Emmerzhausen. Don hier aus erfliegen wir ben Stegskopf. Schöne Wege führen Burd) dunklen Tannenwald, über dicke, weiche Gras- Hatten bis in den Aussichtsturm hinauf, ber 655 Meter über bem Meeresspiegel liegt. Da ftanben oir nun hoch oben auf bem türm, zum erstenmal ;epadi von ber herben Schönheit bie,er Landschaft mö schauten in die Weite über die endlosen Hoch ochen des Wefterwalbes im Narben bi» ins Sauer- unb hinein zum Kahlen Asten, im Westen hinüber ju ben Rheinbergen, im Sübtn zum Taunus mit l’intm Feldberg und im Osten zum Dünsberg bei «steßen Davor lagern sich Felder und Wiesen, Durchzogen von langen Reihen dunkler Tannen den Lchutzhecken, die den an die Hänge geduckten Dörfern ben kalten Wind abhalten. Dann ging es mit dem Omnibus weiter über glatte sckone Straßen, von beiden Seiten mit Eber- udj.n eingerohmt, an Viehherden vorbei die aus hftiagrünen Weideplätzen friedlich grasen, nach Friedewald. Schon von weitem grüßte das sattlicke Schloß mit feinen Zinnen seinen türmen unb Mauern zu uns herüber. Umfriedigt von feinen Men Mauern und seinem alten Park, liegt da» Schloß auf der Hohe und schützt so die schmucken Uauernhäuschen die sich vertrauensvoll in seinen Schutz begeben haben. Weiter geht es, bergauf, bergab, durch Wald und fcinv 5mMn U Feld. Nie wird das Auge müde, immer wieder gibt rö 19 ivv I r- "was anderes, neue», anziehendes zu sehen, lieber ”OrWt a Langenbach, Morien, Luckenbach, Streithausen bringt ffliM iii5 jetzt der Wagen in ein ganz wundervolles Tal aMxtiuKSdcr Kroppacher Schweiz, ins Nistertal. Dort uÄfrm»'niten, wo nach einer alten Legende vor vielen, vielen 0 u fahren einige Zifterziensermonche mitten im Winter nhJ i 1 • 9i^on*It i Mischen Schnee und Eis einen blühenden Weißdorn 5h nrvrk^C 1 'crauch gesunden haben haben sie auch ein neues c m dicht> Botteshaus und das Kloster M a r i e n ft a 11 ge- baut..(Ein freundlicher Pater führt uns durch Kirche Ulb Klausur, zeigt uns Kreuzgang, filoftergarten entdeckten. Nun ging es auf den vielgewundenen Straßen de» Liedtales und ihrer kleinen Seiten- bäcye hinauf bis Waldbreitbach. Diese» anmutige Dörfchen verdankt seinen guten Ruf als Luftkurort und Erholungsstätte seinen hart an den Ort herantretenden Waldungen und der rauschenden Wied. Die klimatischen und landschaftlichen Vorzüge der Gegend haben um Waldbreitbach einen Kranz von Niederlassungen erstehen lassen, die dem Wohl der leidenden und erholungsbedürftigen Menschen dienen. Der müde Städter findet hier alles: reine, würzige, ozonreiche Luft, unberührte Natur, zwang- iofes Leben ohne Aufwand, behagliche Unterkunft und gute Verpflegung, bequeme Wanderungen, Schwimm-, Licht- und Sonnenbad im ausgebauten Strandbad, Gelegenheit zur Angelfischerei und zur Ausübung des Rudersports und nicht zuletzt biedere, frohe und gastfreundliche Menschen. Weiter geht die Fahrt durch deutsche Wälder über Höhen und durch tiefe Täler nach Hönningen, der untergehenden Sonne entgegen. Bon da rheln- aufwärts nach Koblenz, dem Endpunkt der Fahri Hinter uns liegt der Westerwald, ein Gebirgsland von eigenartiger Form, ein Heimatland von intimem Charakter. Leider nur allzu oft übersieht man dieses Stück deutschen Mittelgebirges, desien Besuch sich lohnt. Besucht den Westerwald, erholt euch unter deutschen Eichen und Buchen und schaut, wie der urwüchsige deutsche Bauer eng mit seiner Hcimat- scholle verbunden ist, für die er lebt und stirbt. überlegen, was mitzunehmen ist, und was man unter Umstanden unterwegs laufen kann. Kannen wir überhaupt einen Rucksack sachgemäß Zacken? Aber sicher! denkst du. Abwarten! Welch üble Erfahrungen haben wir schon auf Wanderungen gemacht Der eine mußte alle halbe Stunde umpacken, weil ihn etwas druckte, der andere hatte unnötiges Zeug mitgenommen und die Hauptsache ocrgelfen. Ehe wir loswandern, stellen wir uns auf einem Zettel zusammen, was wir eigentlich mitnehmen wollen. Ich habe eine solche Liste, die schon über zehn Jahre alt ist, und immer wieder tut sie mir gute Dienste. Darin werden alle Gegenstände sorgsam nebeneinander auf den Tisch gelegt, kleine Sachen (Kragenknöpfchen, Zwirn. Nadel, Hausapotheke usw.) kommen gesondert in Tuchbeutel. Die» besondere Einpacken von kleinen Gegenständen hat (ich sehr gut bewährt. Ist es doch schon vorgekommen, daß die Seife mit dem Messer in Berührung kam, oder gar mit einer Tafel Schokolade in Gemeinschaft geriet! All das wird durch die Sonderpackung vermieden. Ist alles da, bann wird der leere Rucksack flach auf den Tisch gelegt, und alle größeren Kleidungsstücke kommen nun zuerst hinein, damit uns der Rucksack bequem auf dem Rücken liegt Die Anordnung der übrigen Sachen ergibt sich bann von selbst. In ber heutigen Zeit, in ber man fast alles unterwegs laufen tonn, sollte man nicht zu viel Lebensmittel, vor allem keine leicht verderblichen, mitneh- men, es sei denn, daß wir eine Wanderung unternehmen, die uns nur durch Wald und Heide führt Was wir aber an Lebensrnitteln mitnehmen, sei möglichst nahrhaft Kräftige» Brot, viel Obst, auch gedörrtes, Schokolade und eine Dauerwurst genügen in den meisten Fällen. Als Getränk hat sich kalter Kaffee (ohne Milch!) immer noch am besten bewährt, auch kalter Ice. Alkohol nimmt ein echter Wanderer überhaupt nicht mit. Schokolade ist auf der Wanderung keine Leckerei, sondern ein gutes Stärkungsmittel. Man wähle nur bittere Sorten! Im übrigen kommen wir sicher an klaren Quellen vorbei. Dann aber nicht zu hastig trinken! Zuerst bas Blut abkühlen, Handgelenke in bas kalte Naß' Dann vorsichtig gurgeln, unb zuletzt schluckweise trinken! Sollte unterwegs ber Durst zu heftig werden, bann helfen sehr gut getrocknete Pflaumen, auch eine Zitrone, unb mag sie noch so herbe schmecken, hilft über bas Durstgcfühl hinweg Der Anzug soll bequem unb leicht fein unb recht viele Taschen enthalten. Die Hände müssen beim Wandern frei sein. Gegen Witterungswechsel nimmt man einen Lodenmantel ober eine Winbjacke mit, beibe geben prachtvolle Rückenkissen im Rucksack. Besonbers wichtig sind bie Schuhe. Niemals trage man ganz neue: denn sonst kann uns Irgenbcinc Druckstelle schon ben ersten Wandertag verleiden Die Schuhe werden gut eingefettet. Die Strümpfe sollen aus Wolle fein. Haden wir empfindliche Füße, dann empfiehlt es sich, morgens und abends ein kaltes Fußbad zu nehmen, ober auch bie Füße mit einer guten Creme ober mit Del einzureiben. Man vergesse auch nicht ein Paar leichte Hausschuhe mit auf die Wanderung zu nehmen, um am Avend den müden Füßen die notige Ruhe zu geben. Die kleine Hausapotheke, die wir mittragen, braucht nicht umfangreich zu fein. Aber wir müssen etwas gegen lästige Insektenstiche haben, einige Heftpflaster bei leichteren Verletzungen usw. Eine gute Wanderkarte und ein Kompaß kommen in die Warum in die Ferne schweifen? Durch die heutigen fataftropfjaltn Geldverhästnisse ist für viele die unbedingt nötige Erholungsreise in Frage gestellt. Das wirkt sich besonders verhängnisvoll aus für die Ueberarbeitetcn unb bie geistig ober körperlich schwer Erschöpften. Man will unb muh bei bem schweren Konkurrenz- kämpf seine Kräfte erhalten und auffrischen. Doch werden die Mittel zur Reise und Erholung immer von neuem eingeschränkt Reisen in weitere Fernen sind den meisten unmöglich geworden. Hier bietet unsere engere Heimat mit ihren mannigfachen Naturschönheiten noch manche leider viel au wenig bekannte Gelegenheit zum völligen Ausspannen. Wer kennt z. B. jenseits des Dünsberges das eigenartig reizvolle berg, und waldreiche Hohen- | o I m | e r Land? Diele Gießener kennen allenfalls noch Königsberg mit seiner schönen neu her- gestellten Burg. Kurz dahinter liegt die Wasser- scheide, man blickt auf neue Höhen und Täler und glaubt sich in eine ganz andere Gegend versetzt. Hohensolms hat Naturschönheiten, vor allem einen Fernblick, wie man ihn selbst in höheren Gebirgen selten findet. Liegen morgens Stalsmunt, Diana- bürg, Greifenstein und der ganze Hohe Westerwald greifbar nahe vor uns, so ist nachmittags bie klarste Sicht auf Gießen, Wetterau, Vogelsberg, Rhon, Marburger, Kasseler und Wittgensteiner Land. Die untergehende Sonne spiegelt sich dann wohl in den Fenstern des Feldbergturmes und beleuchtet die Taunushöhen. Durch die Lage in fast 500 Meter Höhe ist die Luft absolut staubfrei und rein. Selbst in den heißesten Sommermonaten kennt man keine sog Brut Hitze, ebensowenig wie Staub und Geräusch von Eisenbahn und Industrie, die den tiefen Nachtschlaf, den diese Höhenlage bedingt, stören könnten. Die Aus- wähl an kurzen und längeren Daldspaziergängen ist unendlich reich und die Natur noch überall wohltuend unberührt. Der Verkehrsverein bemüht sich, billige Erholungsunterkunst zu vermitteln. Je nach Ansprüchen unb Ruhebebürftigkelt sind alle Mag- lichkeiten geboten: Iugenbherberge unb Schloß für Wanbernbe, Gasthäuser, Prioatzimmer unb Arzt- haus für längeren Aufenthalt. Genauere Auskunft gibt ber Vorsitzende de» Verkehrsoereins Hohensolms, Wetzlar-Land. mtt [mb Mi M unb jroar |t einer ummtt In ben beiden I unb II lö.Iuni IM n'ehung mürben Stminne - gezogen 2037 13726 8595 125028 150779 6595 298386 330094 1 37562 61968 128874 12391 385730 47 21640 27396 33?^ 228833 235340 298134 305367 303.-Ü 9096943n83 83046 97413 94619 136612 14'6* 196445 199168 245?): 283399 295791 31164 327448 33-939 33O2&4 Ziehung würben ©ewir.M t. gezogen 16084 62925 296668 ss 'S ssZ ZZS SLSS (tatt Butzbach — Haufen — Hausberg — Cfpa — Butzbach. Am Bahnhof Butzbach (Sonntagskarte) überschrei- ten wir ben Bahnkörper unb steigen die mit schonen Dillen bebaute Taunusftrahe empor zum Wald, an besten (Eingang wir einen hübschen Rückblick haben. Schwarze T führen uns bur* Hochwald zu bem reijenb über einem Wiesentalchen gelegenen Dörfchen Hausen. Hinter bem Ort beginnt ber Ausstieg zu dem 4S6 Meter hohen Hausberg, von dessen Holz- türm man einen umfassenden Rundblick über die fruchtbare Wetterau mit zahlreichen Dörfern und ber Burg Münzenberg im Mittelpunkt hat linier seitheriges Zeichen leitet uns hinab bis zur Pilgram seiche, von wo wir jetzt schwarzen Strichen nachgehen, burch bas freundliche Dorschen Cspa kom» men, da» namentlich zur Zeit ber Blüte einen un- gemein lieblichen Anblick bietet, unb |pater blaue otriche treffen Diese Zeichen fuhren uns nunmehr an bem anmutig gelegenen Forstdaus Butzbach mit guter Verpflegung vorüber, zumeist burch Walb, ein Stück am Limes entlang zum Schrenzer. wo sich uns wieder ein schöner weiter Blick über bie Wetterau erschließt Nach kurzer Zeit erreichen wir noch insgesamt olerftünbiger Wanderung unser Endziel Butzbach. Büchertisch. — ö . Kolben» &CDCT unter stärkstem 'Beifall in sechs deutschen Großstädten gehalten hat. Der Dichter deS.Paracelsus" bcfcimt sich zu ber an ihn gerichteten Frage, ob die deutsche Kultur am Ende sei. die ihn veranlaßt hat, zu seinem unbesiegbaren Glauben an die LebenSmächtigkeit und LebenSbestimmt- beit deS deutschen BolkeS. Die Frage nach dem Ende der deutschen Kultur siebt er nicht alSeine ZweiselS-, sondern alS Gewissensfrage: die heutige Zeit erscheint ihm nicht als ÜIntergangS-, sondern als ISknbeyit. Besondere Bedeutung erhält die Bede dadurch, daß Kolbenheyer daS große deutsche Lebensproblem mit zwingender Logik in Beziehung zu setzen weiß zu den Lebensfragen Europas und der ganzen weihen Baffe überhaupt Die Grundanschauung deS Dichters geht dahin, dah Europa nur m 11 dem deutschen Bolke leben könne, daß ein deutscher Untergang auch den Untergang der abendländischen Kultur in sich beschließen würde. Kolbenheyer ruft daS deutsche Dolk dazu auf, an sich zu glauben und den Kampf um eine neue Lebensform der weihen Menschheit seiner Berusung gemäh zu (übten. 3m zweiten Teil der Schrift umreiht Kolbenheyer die Aufgabe der deutschen Dichtkunst alS einer für jenen Kampf wichtigen LebcnSmacht. Er nimmt Stellung gegen den Mißbrauch dieser LebenSmacht, ruft zur Erkenntnis deS hohen LebenswcrleS ber Dichtkunst auf und fordert von den Dichtern selbst Verantwortung vor der deutschen Aot und vor dem deutschen Leben. — Earl Zuckmayer: Die Affenhochzeit Aovclle 102 Seiten. Illustriert von Dro- feffor Emil Orlik. 3n bunter Gefchenklassette 3.50 Mk. Propyläen-Berlaa. Berlin. (121 ) — Dies ist die Geschichte eines lebendigen HochzeitS- geschenkes. Ein Maler geht auS, ein Angebinde zur Eheschließung seines FreundeS au besorgen und kommt mit einem Assen wieder heim. Aicht etwa bildlich gesprochen — was bei Zuckmayer auch möglich wäre —, sondern mit einem leibhaftigen AhesuSäffchen namenS Eolombine. DieS tleine, halb rührende, halb dämonische Tier richtet in der Häuslichkeit des in fein Mitbringsel verliebten Malers Derheerungen an, eS gefährdet besten Ehefrieden und künstlerische Tätigkeit, stis- tet heillose Verwirrung aus dem Polterabend, findet aber am Ende — das ist der liebenswürdige und fein empfundene Schluß der Erzählung — auf eine sehr sinnvolle Weise die Zuflucht und behütete Heimat, die es trotz allem verdient. — ZuckmayerS neue Arbeit vereinigt in sich alles, waS man an ihm kennt und schätzt: Unbefangenheit und Urwüchsigkeit, Zartheit und Humor, anschaulich^ Aähe und Fülle des Lebens, Liebe zu aller Kreatur: sie sei aber nicht nur um ihrer selbst willen hier angezeigt, sondern eS dars vielleicht gerade bei dieser Gelegenheit wieder einmal an ben Erzähler unb auch an den Lyriker Zuckmayer erinnert werden, den man über ben stürmischen Erfolgen feiner Bühnenwerke vielfach zu Unrecht vergißt ... oder gar nicht kennt. Und doch ist daS Bild seiner Wesenheit sehr unvollkommen, wenn man von den Gedichten und den Novellen nichts weih, die freilich viel weniger populär geworden sind als feine in ganz Deutsch- ßad ifeltcrs das xeltgemäße Bad heilt Leber. Galle. Magen. Darm, Gicht, Rheuma Stark herabgesetzte Preise, insbesondere für die beliebten Pauschalkuren. Dis Kurhaus steht unter neuer Leitung eines erstklassigen Hotel- und insbesondere Küchenfachmannes. Beste Verpflegung. Diätküche, Prospekte durch dde Kurverwaltung Bad Selters (Oberhessen). Anmeldungen frühzeitig erbeten 7 Tag» Freipeasloa. Näh im Prospekt des Nordsee-Hotel BORKUM führendes Haus, direkt am Meer. Volle Pension von 6 Mk. an. Hotel-Prospekt in der Geschäftsstelle des Gieß. 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Stone - in Wilde Orchideen Ihre Verlobung geben bekannt GRETEL ZEISS-BEST FRITZ BELITZ Doppelfalzziegel Ideal-Hohlfalzziegel J engobiert Wetter-, frost- und farbbeständig Mehrfach höchste Auszeichnungen Vertreter: EHch Carle, Lollar Telefon 84 Laden-Geschäft mit Reparatur-Werkstatt rWn tonnen wie eröffnet habe Eintrittskarten zu Mk. 1.00 sind an der Kasse der Handels- und Gewerbebank sowie auch an der Abendkasse erhältlich Die Geburt ihres zweiten Sohnes zeigen an: Siudienrat Or. Adolf Kulessa und Frau Freda-Elisabeth, geb.Dethcke stellen die Verbindung her zu Ihren Erzeugnissen. Man stellt sich die Beschaffenheit Ihrer Waren so vor, wie man Briefbogen, Briefumschläge, Poft- karten, Rechnungen, Geechäftskarton Ihres Hauses beurteilt. Legen Sie dosrtalb Wert auf gepflegte Druckarbeiten. Wir bieten eie Ihnen. Brühl'sche Druckerei, Gießen, Schulstraße 7, Anruf Nr. 225i Morgen Sonntag: Radio-Uebertragung der Wahlergebnisse J. ft H A USER. GIESSEN AM OSWALDSGARTEN jp für die fi “lahme um rund - Das 'M Die neue CH Frauenverein vom Roten Kreuz für Deutsche überSee Ortsgruppe Gießen Achtung! Radfahrer! Unserer werten Kundschaft hiermit zur gefälligen Kenntnis, daß ich vom heutigen Tage ab in der Bahnhoistrafee 29 gegenüber dem Lichtspielhaus, ein Orig.WieslocherTondachziegel Wiesloch (Baden) sowie einfarbige und gemusterte Kleiderstoffe kaufte ich persönlich an einem der größten deutschen Fabriklager weit unter Preis und stelle diese Ware zu Preisen zum Verkauf, die alles seither Gebotene in den Schatten stellen: Wiederbeginn der Sprechstunden Montag, den 20. Juni Dr. med. Th. Reine wald Facharzt für Ohren-, Nasen- u. Halsleiden Frankfurter Strafe 10 Autofahrten km 15 PL 03801 Telephon 3219 Nationale GinvettsListe Unser Wahlbüro, Geltersweg 83, ist auch am Sonntag geöffnet. Für diejenigen unserer Wäh erinnen und Wähler, die am Gehen behindertsind, können am Wahltage Wagen im Wahlbüro angefordert werden. Samstag, den 25. Juni, 8 Uhr abends, in den Räumen der Liebigshöhe Wohltätigkeits-Veranstaltung Garlegwirtschaft „PulveroiDlile“ herrlich an der Lahn gelegen Kurhaus Bad-Nauheim Mittwoch, 22. Juni, abends 8l/< Uhr, großer Bühnensaal: Arien- und Lieder-Abend Kammersänger HEINRICH SCHLUSNUS erster Bariton der Staats-Oper Berlin Deutschlands erfolgreichster Sänger — Neues Programm! Schubert, Wolf, Loewe, Massenet,Verdi Eintritt einschl. Garderobe 1.70, 2.40, 3.20, 3.90 u. 4.70 Mk. Vorverkauf an der Theaterkasse. 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Ma N, tafc die aus i ■ßijdje Unklarhe -:®ite Zukunst bf iri deoölkerungspi eijtrni genaues < üi ergeben sich c Nkichstagswahl, d Luch hier ist, wer rmbelegt, die bei 1- (Ernte und in i Nach langer Assistententätigkeit an der Psychiatr.-Neurologischen Universitätsklinik Heidelberg und als beamteter Arzt in sächsischen Heilanstalten, habe ich mich in Gießen als Facharzt für Er lm.6ouitn’- doch |eine , 1 3unat Möbel u.Polstermöbel gut und preiswert kaufen Sie am vorteilhafteste direkt b. Hersteller Metzger&Schlecht Möbelfabrik, Münzenberg. Sie erhalten dort nur Qualitätsware zu günstigen Bedingungen. Gangbare Modelle vorrätig und Neuanfertigung nach jed. Wunsch und Holzart kurzfristig. 03731 tfl 4644 D M Bremen? ■w -r I * r noch abgeschl N erven- u. Gemütskranke Hit mehr zu bili Regierungsbilbunc 'djt anzunehmen :!urz Brünings