llllni, Wen leichmäßige psverbände. 8. DralMtlbung.) . indenbutg hat er Jmrn dar SÄ W Ztz ■•'S SrA -jfi* II ? ”1 6in 9L V iR /r*n ent. >:el Jijj 18.30 £12.00:^ ft« 13.00: ^.ArbeitWg. ®r. ^4 J ^ebrrjunge et- ßflS-17.00: Ton m-s'k. 18.25: ,®ie SJ^rtotniife ^ud^Desi-DeM. ngeS. 18.50: Eng. 6°n Oberstudien. i -irmim auf der barschen Urauf» ®wff)c oder Daz ’fn Egon Tieita. ■ 3na Seidel. Te- n. 20.00: Stunde 1 Sin Städtebild. Koppel. 15.21prll 1932. inifftt! , uub SS. auf i.Äyck M W in ernsten TDorten er polUi|d)tn । dieser Verordnung aatrauforitäl big bezeichnet ha- zgierung einstimmig bergab« von Beleg- iß ähnliche ge- i wie die oer- eren Parteien jur überparteilichen i jur gleichmäßigen ich verlangen, i diese vrganl- n Behandlung fjnen anbei dar mir m Ersuchen, e» mH den ich * Mn’ ad mir alsbald do» ung und einen lag oorjulegen. ihinbenburg- ®t15 49-9? 12,4Ö 60-94 3,057 170-68 80,32 86,76 78,67 15-fl 1,0<8 4,209 59-01 21,6 16-61 81,86 32,2 82,62 1,389 ,274 7,4« 14,44 i a*L "*lSi 50.05 12-485 61.0« 3,063 171-02 SO-«» 86,94 78,» 15,?l 1,052 4-217 59-1 21- 16,Ü 82-« 32-" 82- 1,391 0,276 7,437 14,46 ftöntfntlji ‘ i^nT n. —W„ -—4^0 58,85 86,73 15, 16.7 170-L Sb?« 10-89 2^9 80,2* ii'S 32,.3* 59'S 87.07 15-8 & 2,51 SO," 82- njf Ur. 90 Erstes Blatt 182. Jahrgang Montag, 18. April 1952 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen tmirf und Verlag: vrühl'fche Univerfitätr-Vuch- und Stetnöruderei R. Lange in Stehen. Schristlettnng und Sefchäftrftelle: SchulNrahe 7. Annahme van Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis ffir \ mm höhe für Anzeigen von 27 mm Brette örtlich 8, auswärts 10 Neichspfennig; für Re» Klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrist 20°, mehr. Chefredakteur: Dr. Fnedr. Wild. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange: für Feuilleton Dr.H.Tkyriot: für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Gießen. Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags. Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • DieScholle Monats Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM.1.S5 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Zernfprechanschlüfle unterSammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnach» richten: Anzeiger Gieße». Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686. Hindenburgs Brief an Groener. Oer Reichspräsident fordert gleichmäßige Behandlung aller parteipolitischen Kampfverbände. Berlin, 18. April. (1DIB.) Amtlich, wie wir ßhon in einem Teil der Samstag-Auslage unseres Tlalles berichteten, hat Reichspräsident von fiinöenburg an den Reichsmini st er des ; Innern das nachfolgende Schreiben gerichtet: Berlin, 15. April 1932. Sehr geehrter Herr Reichsminister? Die das verbot der SA. und SS. aus- I siechende Verordnung vom 13. April 1932 habe i at in einem Vortrag in Essen noch hinzu- gefügt, daß deutschnationale Minister wie Gärtner irx Bayern und Dehlinger in Württemberg „als Tuser im Streite" für die Auflösung der SÄ. auf- getreten seien. Daß zweifellos ernste Gründe und Erwägungen für den Beschluß der Reichsregierung urib für die Unterzeichnung des Reichspräsidenten non Hindenburg maßgebend waren, ist überall empfunden worden. Damit ist aber der Einwand nicht behoben worden, der gerade auch von bürgerlicher Seite gegen diese Notverordnung geltend gemacht nj-urbe, nämlich bic Tatsache bes einfeiti- g #n Vorgehens gegen bie SA., während enbere politische Armeen unangetastet bleiben sollte u. Reichspräsident von Hindenburg hat von dieser ä limmung, die in breiten Schichten des Landes herrscht, Kenntnis genommen und hat auch das Ma- Inial geprüft, das ihm übergeben wurde. Daraus ditnimmt er, daß ähnliche Verbände „auch bei enberen Parteien" bestehen und fährt in seinem 3 ^reiben an den Innenminister Groener das Folgende aus: „3n Erfüllung meiner Pflicht zur überparteilichen Ausübung meines Amtes und gleichen Anwendung der Gesetze must ich verlangen, baß, falls dies richtig ist, auch diese Organi- lationcn der gleichen Behandlung t>c r f a 11 e n. Ich übersende Ihnen anbei das mir ^gegangene Material mit dem Ersuchen, es mit dem gleichen Ernste zu prüfen, den ich Ihrem Anträge entgegengebracht habe, und mir baldigst das Ergebnis Ihrer Prüfung »nd einen entsprechenden Vorschlag vorzulegen." Das Vertrauen der großen Masse des deutschen 7I2»lkes zu seinem Reichspräsidenten erfährt durch dieses Schriftstück eine neue Rechtfertigung. 3n Horen Worten hat Hindenburg seinen Willen -dr Gerechtigkeit und zur unparteilichen An- exnbung der gesetzlichen Rotwendigkeiten hier Ausdruck gebracht. Der Reichspräsident benschtet sein Amt als Sachwalter des deutschen Erlies und als Hüter des inneren Friedens. 3 :ran haben wir niemals gezweifelt und das bat dieser Schritt bewiesen. Wohl aber klingt dem Schreiben Hindenburgs eine Kritik an bi c Verantwortlichen, die eigentlich diejenigen 11 Verlegungen von selbst anstellen mußten, auf i; c sie jetzt vom Reichsoberhaupt hingewiefen morden, daß nämlich derartige Maßnahmen nur 1 < n n vom deutschen Volke verstanden werden »unten, wenn sie gleichmäßig gegenüber den 3-riDatarmccn aller Parteien angewandt ÄLrden. OerFuhrer desReichsbanners bei Groener. 1*8 e r! i n , 16. April. (WTB.) Der Reichsminister es Innern Dr. Groener hatte gestern den Füh- ’t des Reichsbanners, Herrn h ö l t c r m a n n , zu tj gebeten und ihn um Stellungnahme zu i» in der Presse gegen bas Reichsbanner cr= :Dienen Vorwürfe ersucht. Herr Höltermann hat lern Minister erwidert, daß diese Vorwürfe :i,be gründet seien, daß er aber zur Vermeidung aller Mißdeutungen bereit fei, bie e r f o r • b e r l idjen Maßnahmen zu treffen. höltermann nahm auf einer Besprechung mit Vertretern der Presse Stellung gegen bie von vcr- schiebenen Seiten auf das Reichsbanner gerichteter Angriffe. Er verwahrte sich vor allem entschieden dagegen, daß man das Reichsbanner mit den auf- gelosten Sturmabteilungen der NSDAP, vergleiche. Das Reichsbanner sei seinerzeit gegründet worden zur Abwehr gegen bie Z u st ä nbe, bic sich feit bem hitle r°P u t s ch entwickelt hätten. Alle Abwehrmaßnahmen, bie bas Reichsbanner in letzten Zeit zum Schutz gegen bie SA. ergriffen habe. Berlin, 16. April. (XU.) Das Schreiben des Reichspräsidenten von Hindenburg an Rcichsinnen- Minister Groener wird in den Berliner Blättern eingehend kommentiert. Die „Deutsche Zeitung" bezeichnet den Brief Hindenburgs als einen schweren Schlag für bie Reichsbanerparteien, bie soeben noch ihre Anhänger aufgeforbert hätten, bem Reichspräsidenten ihre Stimme zu geben. Die Reichsregierung habe die Pflicht gehabt, bereits von sich aus das Material von Amts wegen zu prüfen. Der „Berliner Lokalanzeiger' schreibt: Soll es keine „Privatarmeen" jm Deutschen Reich mehr geben, so muß auch das Reichsbanner verboten werden — unabhängig davon, ob es sich im Augenblick taktisch tarnt ober nicht. Das Schreiben hinbenburgs gebe der preußischen Regierung Gelegenheit, zu beweisen, daß sie überparteilich dem Staatsinteresse diene. — Die „D e u t s ch e Ta g e s z e i t u n g" führt aus, daß der Bries des Reichspräsidenten, der der ganzen über- parteilichen Einstellung Hindenburgs entspreche, i n nationalen Kreisen aufs lebhafte ft e begrüßt werde, die es als ein schweres Unrecht empfanden, daß bei den Verbotsmahnahmen mit zweierlei Maß gemessen und dem Nationalsozialismus verboten werde, was bem Reichsbanner erlaubt fei. Die Belastung bes Namens hinbenburg burch das übereilte Entgegenkommen bes Reichskabinetts gegenüber einzelnen Ländern, insbesondere Preußen, habe der Reichspräsident selbst abgeschüttelt. — Auch die „Deutsche Allgemeine Zeitung" begrüßt den Brief und schreibt: Ohne dem Ergebnis der gewissenhaften Prüfung durch Groener vorzu- greifen, darf man wohl annehmen, daß Hindenburg das ihm vorgelegte Material gegen diese Organisation (die Eiserne Front) für ausreichend hält, um Berlin, 17. April. (WTB. 'Amtlich.) Von Rcichswehrminister Dr. n. e. Groener wird der Presse ein Aufsatz über das SA.-Verbot zur Verfügung gestellt, in dem es heißt: Die Auflösung der SA.- und SS.-Organisationen der RSDAP. hat in der Presse ein lebhaftes Echo hervorgerufen. Wenn in einer Zeitung die ablehnende Haltung in die Worte zusammengefaht wird: Der Staat steht links, so muß ich eine solche Auffassung von meinem Standpunkt völliger Unparteilichkeit a b l e h n c n. Es gibt bestimmte Grundgesetze des staatlichen Lebens, die völlig unabhängig sind von dem Wechsel der Regierungen. Zu diesen Grundgesetzen gehört die Pflicht zur Gewährleistung der unbedingtenSicherheit allerStaats- Bürger und die Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung. Dazu gehört vor allem, daß die Macht im Staate nur von den Organen des Staates s e 1 b st ausgeübt werden darf. Wer es unternimmt, die Autorität des Staates zu untetgri ben, fegt sich mit diesen Grundgesetzen des Staates in Widerspruch und muß es sich gefallen lassen, daß der Staat ihn in die Schranken der staatlichen Ordnung z u r ü ck w e i st. In einem Teil der Presse ist nun die Meinung vertreten worden, daß die Regierung nach dem preußischen Wahlspruch „suum cuique“ auch den Stahlhelm und bas Reichsbanner, min- beftens aber das Reichsbanner Hölle auflösen mässen. Diese Forderung konnte ich mir nach sorgfältiger Prüfung nicht zu eigen machen. Weder der Stahlhelm noch das Reichsbanner sind mit ben nationalsozialistischen ftampf Organisationen in bezug auf ben militärähnlichen Eha ' ratter bes Aufbaues u n b der Funk- tionsregelung zu vergleichen. Jedoch habe ich schon im Februar gegenüber Bestrebungen bes Reichsbanners, als eine '21 r t Schutzpolizei aufzutreten, nachbrucklich Verwahrung eingelegt. Wenn das Reichsbanner sich in den letzten Monaten gegenüber dem Auftreten der SA. hat bewegen lassen, seine Organisation für etwaige gewaltsame Auseinandersetzungen zu stärken, so erwarte ich von der Ein- sicht der Führung des Reichsbanners, daß, abgesehen von den bisherigen Veränderungen, alle diese Maßnahmen in kärzester Frist rückgängig gemacht werden. Die Verschärfung der parteipolitischen Gegensätze und die allgemeine Notlage haben dazu beigetragen, daß die militärähnlichen Organisationen der NSDAP, schon durch die Tatsache ihres B e st e h e n s allmählich eine immer größere Gefahr für bie etaatsautorität wur- feien sofort noch der Auflösung der SA. rückgängig gemacht worden. Das Reichsbanner habe nichts zu verbergen. Das gesamte Altenmaterial der Organisation könne jederzeit ein- gesehen werden. Stabe und andere Einrichtungen militärischer Art könne es freilich nicht auflösen, weil es etwas berat t i g e 5 beim Reichsbanner nicht gebe. Es müßte bie Rcichsbannerleute, bie sich bei ber Vorbereitung für bic beiden Wahlgänge der Reichs- Präsidentenwahl für Hindenburg geschlagen hätten, erbittern, wenn heute die Auslösung des Reichsbanners gefordert werde. ein Verbot ber Eisernen Front zu rechtfertigen. In der Tat reichen ja auch bie Unterlagen, bie bic Oesfentlichkeet selbst besitzt, schon lange bei weitem aus, um bie Eiserne Front als bewußte Drohung mit dem Bürgerkrieg zu kennzeichnen. Die „Dossische Zeitung" meint, das Reichsbanner brauche eine Prüfung nicht zu scheuen. Es sei weder eine Armee noch weniger eine Partei-Armee. 2hm gehörten unterschiedlos Republikaner aller Parteirichtungen an. Der entscheidende Unterschied zwischen der aufgelösten braunen Armee und dem Reichsbanner sei, daß die SA.- und SS.-Derbände Formationen darstellten, die gegen den Staat wirken und eingesetzt werden sollten, während das Reichsbanner eine ausgesprochene Schuhorganisation für den Staat und die Verfassung sei. - Der sozialdemokratische „Aben d" führt u. a. aus: Wäre es richtig, daß bei anderen Parteien Organisationen von gleicher Gemeingesährlichkeit wie die SA. bestünden, so müßten auch diese der Auslösung verfallen. Ob der Stahlhelm eine solche Organisation darstellt, entzieht sich unserer Kenntnis. Es ist aber sehr wahrscheinlich, daß das dem Reichspräsidenten Angegangene Matetial sich'nicht auf den Stahlhelm, sondern auf das Reichsbanner bezieht. 3ft aber das der Fall, so wird das Reichsinnenministerium dem Reichspräsidenten sehr bald mitteilen können, daß nichts weiter vorliegt, als ein Versuch ge- wissenlofer Irreführung, und daß es keine Reichsregierung geben könne, die bereit sei, für das Verbot verfassungstreuer, die Republik schützender, streng auf dem Boden der Gesetzlichkeit stehender Organisationen die Verantwortung zu übernehmen. ben. Mein Entschluß, diese Gefahr zu beseitigen, stand bereits seit Monaten fest. Gegenüber den Behauptungen, daß die Auflösung als eine Maßnahme des Wahlkampfes gegen bie NSDAP, aufzufassen sei, weise ich daraus hin, daß die Betätigung ber Partei f e ( b ft in keiner Weise behinbert ist. Ich stehe jeboch auf bem Stanbpunft, daß der Meinungskampf der Parteien ein Kampf bes ©ei ft es, nicht der Gewalt sein darf. Die Auflösung der SA. ist also keine Maßnahme gegen die Partei, sondern läßt vielmehr der Partei die Möglichkeit, im Wettstreit mit den anderen Parteien, ihre Auffassungen und Forderungen zu vertreten. Herr Hitler hat einem ausländischen Korrespondenten gegenüber die Vermutung ausgesprochen, daß Reichskanzler Dr. Brüning unter dem Druck des französischen Ministerprä - sidenten Tardicu gehandelt habe. Diese Behauptung hätte aus dem 'Munde des Herrn Hitler niemals kommen dürfen. Herr Hitler dürfte selbst wissen, wie man solche leichtfertige und offenbar beabsichtigte üble Nachrede zu beurteilen hat. Wenn Herr Hitler mit Drohungen arbeitet, sich im Ausland über bie deutsche Regierung zu beschweren, so wird man über diese Art von Politik, die ein bezeichnendes Bild auf seinen 0 harakter und seine nationale Einstellung wirft, kein Wort zu verlieren haben. Die hie und da ausgetretene Behauptung, als ob das Verbot erfolgt sei, weil die SA. dem Ausland gegenüber als militärische Macht in Betracht gekommen wäre, ist eine völlige Verdrehung der tatsächlichen Gründe für die Auslösung. Eine solche ünterftellung weise ich auf das allerschärfste zurück. Ich sehe darin auch eine schwere Beleidigung aller anderen Vo 1 ksschich - ten, die ebenfalls bereit sein werden, wenn es gilt, die Heimat zu schützen. Die Landesverteidigung ist eineEhrenfrage des ganzen deutschen Volkes, nicht SachecinerPartei. Die Befürchtung, daß manche bisher der SA angehörenden jungen Leute derOddachlosig- feit preisgegeben würden, ist durchaus abwegig. Schon in den Ausführungsbestimmungen der Rotverordnung ist den Regierungen der Länder aufgegeben worden, alle Maßnahmen zu treffen, um bisherige Angehörige der SA. vordieser Rotlagezu bewahren. Stets ist es eine der wichtigsten Aufgaben des Staates, der Jugend des Volkes Lebens- und Betätigungsmöglichkeit zu geben. Meine Bemühungen in der nächsten Zeit werden dahin gehen, die gesamte deutsche Jugend ohne Ansehen der Das Echo desHinden-urg-Briefes. Swener über bie Gründe für das SA.-Verbo1. Partei in Sportorganisationen zusammenzufassen zur Ertüchtigung von Kör- per und Geist und zur Pflege staatspolitischen Denkens und Wollens. Ich gebe mich der Hoffnung hin, daß diese Maßnahme dazu beitragen wird, die verschiedenen vielfach aus idealen Motiven sich befehdenden Kreise unserer jungen Generation wieder einander näherzubringen. Wie amtlich verlautet, ist die Veröffentlichung des Reichsministers Groener keine Antwort auf den Brief des Reichspräsidenten an den Reichsminister. Sie ist vielmehr zeitlich vor diesem Bries verfaßt worden. Reichsminister Groener wird das ihm übermittelte, Mate r i o l pflichtgemäß und schnellstens mit größter Genauigkeit prüfen, lieber weitere Schritte kann zur Zeit noch nichts gesagt werden, da sie von dem Ergebnis der Prüfungen abhängen. Oer Volksentscheid in Sachsen gescheitert. Dresden, 17. April. (TU.) Die Abstimmung über den Volksentscheid auf Auslösung des Landtags, an dem sich die Deut sch- nationalen, die Rationalsozialisten und die Kommunisten beteiligten, ergab bei 3 664 047 wahlberechtigten eine Stimmabgabe von 1 392 254 (davon 53 442 Reinstimmen), so daß der Volksentscheid in der Minderheit geblieben und damit abge 1 ehnt ist. Auflösung des Oldenburgischen Landtags Oldenburg, 17. April. (MTB.) Rationalfozia- listen und Kommunisten Hollen im Dezember 1931 ein Volksbegehren auf Auflösung des Oldenburgischen Landtages, der am 17. Mai 1931 gewählt worden war, eingeleitet. Mit rund 80 000 Stimmen (20 000 Stimmen waren nur nötig) ging zunächst Mitte Januar das Volksbegehren durch, heute wurde der Volksentscheid durchgesührt. Maßgebend war die Majorität der abgegebenen Stimmen, jür den Volksentscheid hatten sich Rationolsozialisten, Deutsch- nationale, Kommunisten und Landvolk eingesetzt, die zusammen im jetzigen Landtag die Mehrheit haben. Sozialdemokraten, Staatspartei und Zentrum hatten Mahlenthaltung beschlossen. Ls wurden abgegeben 12 5 365 Stimmen mit 3a, 5796 mit Rein. Ungültig waren 1079 Stimmen. Damit ist das Schicksal des jetzigen Oldenburgischen Landtages besiegelt. Die Reuwahlen werden wahrscheinlich am 2 9. Mal stattfindcn. Keine Kürzung her Beamtengehälter. Berlin, 16. April. (TU.) Amtlich. Der nationalsozialistische Reichstagsabgeordnete G. Strasser hat am Freitag in einer öffentlichen Rede in Hannover u. a. erklärt, daß die Reichsregierung eine Notverordnung ausgearbeitet habe, wonach die Beamtengehälter nach den Wahlen zunächst um 5 und später um 10 v.H. gekürzt werden sollen. Die Landtagswahlen seien deshalb oorverlcgt worden, um die Kür- jung der Beamtengehälter bereits ab 1. Moi in Kraft treten lassen zu können. Diese Behauptungen Gregor Strassers werden unter Hinweis auf die Königsberger Rede des Reichskanzlers an zuständiger Stelle nachdrücklichst dementiert. Weder sei eine Notverordnung über eine Kürzung der Beamtengehölter i n Vorbereitung, noch in Aussicht genommen. Angesichts der immer wieder auftauchenden Behauptungen über derartige Absichten der Reichsregierung müsse jetzt die Frage untersucht werden, ob nicht über ein amtliches Dementi hinaus noch weitere Schritte gegen Verbreiter derartiger Unwahrheiten unternommen werden sollten. Hitler und die Auslandpreffe. 'Berlin, 17. April. (ENB.) Der „Montag" verbreitet die Nachricht, daß Adolf Hitler wegen Behauptung, er habe vor der ausländischen Presse erfläd, die Auslösung der SA. sei unter Frankreichs Druck erfolgt, durch Rechtsanwalt Luetgebrune gegen sich selb st Antrag aus Einleitung eines Disziplinarverfahrens gestellt habe^ Für die Dauer des Ber- fahrens habe Hitler Suspendierung von den A m t s g e f ch ä f t e n bei der braunschweigischen Regierung beantragt. Hitler soll gleichzeitig gegen den Chefredakteur des „Berliner Tageblatts" Theodor Wolff und gegen den Schriftleiter Dr. Rebholz Strafantrag g e ft e 111 haben, da er niemals die obenerwähnte und vom „Berliner Tageblatt" wiedergegebene Erklärung abgegeben habe. Keine Verbindung zwischen Hitler und Ivar Kreuger. Berlin, 18. April. (TU.) Die Stockholmer Zeitung „Sozialdemokraten" gibt an, daß man in den Papieren 3 D ar Kreugers neue sensationelle Entdeckungen gemacht habe. 11. a. soll man eine Quittung in Höhe von fünf Millionen Pesetas von König Alfons von Spanien und eine in Höhe von 100 OOO Mark von Hitler gefunden haben. Die RSDAP. o löfit Lazu durch den Abgeordneten Hinkel erklären, daß diese „Enthüllung" von A bis 3 frei erfunden ist. Weder Adolf Hitler persönlich noch die RSDAP. noch ein Beauftragter derselben hat jemals von Ivar Kreuger oder einem Beauftragten des Zündholzkönigs irgendeinen Geldbetrag erhalten. Alle diesbezüglichen Veröffentlichungen sind erlogen. Als ebensolchen Schwindel bezeichnen wir alle sogenannten „Kombinationen", die darauf hinauslaufen, den Eindruck oufkommen zu lassen, der englische Oelkönig Deterding finanziere die RSDAP. Die Besprechungen in Genf beginnen. Oer Reichskanzler besucht den amerikanischen Staatssekretär Stimson. Genf, 17. April. ($11.) Die mit großer Spannung erwarteten Besprechungen der in Genf anwesenden leitenden Staatsmänner der Großmächte haben am Sonntag begonnen. Reichskanzler Dr. Brüning begab sich in den frühen Morgenstunden zur Messe in der deutschsprachigen Kirche St. Donifazius und machte alsdann einen längeren Ausflug in die Umgebung Genfs, von dem er erst in den Rachmittagsstunden zurückkehrte. Um 17.30 Uhr stattete der Reichskanzler gemeinsam mit Staatssekretär von Bülow Staatssekretär Stimson und dessen Gattin einen Besuch ab, der sich bis 19 Uhr hinzog. lieber diese erste Unterredung, der weitere folgen werden, wird von deutscher Seite keine amtliche Mitteilung veröffentlicht. Das Programm des Reichskanzlers für die nächste Woche ist sehr umfangreich. Eine große Anzahl von Einladungen liegen bereits vor. Ferner wird der Reichskanzler mehrfach die leitenden Staatsmänner bei sich sehen. Am nächsten Samstag veranstaltet der internationale Genfer Presseverband das traditionell gewordene Pressefrühstück. Die Verhandlungen der Abrüst umgskonferenz beginnen nach einer mehrtägigen Unterbrechung am Montagvormiltag im Hauptausschuß mit der Aussprache über die mit dem Artikel 1 zusammenhängenden grundsätzlichen Fragen. In Beantwortung des scharfen Vorstoßes von Tardieu und der durch die Grandi-Rede und die amerikanischen Vorschläge gekennzeichneten Richtlinien wirb nunmehr auch von deutscher Seite Stellung genommen werden. Die Rede, die Botschafter R a d o l n h im Hauptausschuß als zusammenfassende Darstellung der deutschen Abrüstungspolitik halten wird, ist bereits ausgearbeitet. Der Zeitpunkt für die Rede steht jedoch noch nicht fest. Der Reichskanzler hat vorläufig nicht die Absicht, im Haupt - ausschuß selbst das Wort zu ergreifen: ebenso ist es noch ungeklärt, ob der Reichskanzler überhaupt an den Sitzungen des Hauptausschusses teilnehmen wird, solange nicht die Anwesenheit von Tardieu und Stimson und der sachliche Verlauf der Verhandlungen ein unmittelbares Eingreifen des Reichskanzlers doch im Interesse der deutschen Abrüstungspolitik unerläßlich macht. Die Woche kündigt sich als e i n e politische Woche ersten Ranges an. Sämtliche großen internationalen Fragen, die Tribut- und die Donaufrage, die Entscheidung über die Abrüstungsfrage, die internationale Wirtschaftskrise und die deutsch-französischen Beziehungen werden in vertraulichen Besprechungen der Staatsmänner behandelt werden. „Das Geschäst muß im Gange bleiben." Or. Schacht wirbt in einer Rundfunkrede an Amerika um Vertrauen für Deutschland. Berlin, 16. April. (TU.) Bei der Eröffnung der deutschen Vortragsreihe des „International Radio-Forum" in Berlin am 16. April hielt Der frühere Reichsbankpräsident Dr. Hjalmar Schacht eine Rede, in der er u. a. folgendes ausführte: Als ich im Herbst 1930 meine amerikanischen Hörer zum ersten Male in aller Oeffent- lichkeit auf die katastrophalen Folgen der sinnlosen Rachkriegspolitik für das gesamte Geschäftsleben der Welt und insbesondere für die deutsche Wirtschaft aufmerksam machte, stieß ich vielfach noch auf Verwunderung und Unglauben. Die Ereignisse der letzten 18 Monate haben mich voll gerechtfertigt. Wenn ich damals pessimistischen Empfindungen Raum gegeben habe, so glaube ich heute in etwas zuversichtlicherem Tone zu Ihnen sprechen zu können. Richt, als ob ich irgendwo in der Welt eine materielle Besserung des Geschäftslebens entdecken kann. Aber ich bemerke doch an vielen Stellen eine psychologische Wandlung zum Besseren. Der ökonomische Wahnsinn des Krieges ist überall erkannt. Jetzt wird es immer klarer, daß die internationalen Rachkriegsverträge vielfach nur eine Verewigung dieses ökonomischen Wahnsinns bedeuten und deshalb in vielen unhaltbar sind. Richt nur Deutschland und die Länder, die mit ihm im Kriege unterlegen sind, sondern auch eine Reihe der Liegerländer und neutraler Länder haben ihre ökonomischen und finanziellen Reserven ganz oder beinahe aufgezehrt. Zwei Momente spielen dabei mit: 1. daß ohne ein gedeihliches geschäftliches Leben auf die Dauer kein Staat existieren kann, weil die Steuern sonst ausbleiben, die die Fincmzen des Staates tragen, und zweitens, daß eine Welt, die nur von politischen, aber nicht von ökonomischen Bestrebungen geleitet wird, d e n i n - ternationalen Kredit außer Funktion setzt, und das ist das besondere Signum der jetzigen weltweiten Depression. Das Geschäftsleben Deutschlands und folglich eines großen Teiles der übrigen Welt steht still. Es scheint nur Anerkennung zu verdienen, daß angesichts dieser Umstände das deutsche Volk dennoch einmütig entschlossen ist, alle seine privaten Schulden zu bezahlen, einerlei, ob die Schuldner Ge- schästsleute oder Staaten sind. Ich habe die feste Ueberzeugung, daß es dazu auch imstande sein wird. Es mag sein, daß auch für die fundierten privaten Schulden noch einmal vorübergehend Abmachungen über einen Aufschub nötig werden. Aber letzten Endes wird kein Inhaber deutscher Anleihen zu Schaden ko m- m e n. Vorbedingung freilich hierfür ist, daß d i e jetzige Stillhaltepsychose überwunden wird. Das laufende Geschäft darf nicht daran zugrunde gehen, daß man die für den Umsatz nötigen Kredite im Eis konserviert. Je länger der kurzfristige Umsatz stockt, um so mehr gefährdet man die fundierten Anleihen. Das Rächstliegende wäre gewesen, rechtzeitig ein bloßes Transfer- Moratorium auszuspre- Frühling auf dem Hochmoor. Von Leon Freiherrn v. Campenhausen. Irgendwo in dem unfaßbar komplizierten Zellenstaat des menschlichen Körpers steht eine Weckuhr. Das ist gewiß. Man braucht sie nicht aufzuziehen, noch zu stellen. Man nimmt sich beim Einschlafen vor: Punkt halb eins. Und man erwacht. Ich fahre aus dem Schlaf, entzünde die Kerze. Es ist vierundzwanzigeinhalb. Um ein Uhr besteige ich die Brettdroschke. Daß man die in Deutschland nicht kennt! Es gibt nichts Besseres. Ein langes federndes Brett auf vier Rädern. Unter dem Brett läuft ein Lederriemen, der auch bei stärksten Stößen das Brechen des Brettes verhindert. Tiefer, rechts und links, je ein schmales Brett für die Füße. Ich steige auf, setze mich rittlings auf dos Lederpolster, das auf das Brett geschnallt ist. „Vorwärts, Mascha." Zwanzig Jahre ist die kleine, braune Stute alt. Sie hat ihre Erfahrungen. Wenn sie in der Frühlingsnacht an die Brettdroschke gespannt wird, weiß sie, wohin es geht. Man braucht auf den Weg nicht zu achten. Man kann daran denken, wie schön es gestern war, und wie schön es heute sein wird. Acht Kilometer durch Dick und Dünn. Leichter Nachtfrost hat eine dünne Kruste über den Schlamm gebreitet, durch den Mascha eifrig einherstampft. Der Weg wird trockener, sie fällt in Trab. Am nordischen Sternhimmel blitzt und flimmert, leuchtet und glüht es. Der große Birkenwald wird durchquert. Die riesigen weißen Stämme mit den mächtitzen Kronen stehen gespenstisch im silbernen Sternschem. Schwarz und drohend ragt ein ungeheurer Espenstamm. Hier verlasse ich den Weg. Mascha rutscht in den Graben und klettert heraus. Hopp, die Brettdroschke wippt, springt aus dem Graben und rollt weiter, lieber Aecker, Wiesen und Weiden, durch Wälder, durch schlammige Löcher, über Stock und Stein. Halt. Eine Kiefer steht einsam am Rande des riesigen Hochmoors. Mascha reibt ihre Nase an der borkigen Rinde. Sie kennt den Platz. Ich binde sie an, breite eine Schaffelldecke auf ihren Rücken und schleiche in das Dunkel der Nacht. Tief zum Boden bück: ich mich und sehe einen schwarzen Haufen vom Himmel sich abheben. Er ist es. Der Birkhahnschirm. Ich eile hin, schlüpfe hinein und setzte mich auf das Heidekraut, das ich auf seinen Boden gebreitet habe. Ich habe noch viele SchirUe m dem weiten Gebiet, aUg selbst gebaut, Erlenstangen geben das Gerüst, Fichtenäste die 23er- kleidung. Noch ist es Nacht. Ein Waldkauz ruft. Irgendwo in der Ferne bellt ein Hund. Ein Stern blitzt zwischen den Aesten in den Schirm herein. Da rauscht es hoch oben durch das Dunkel dahin. Als brandeten schäumende Wogen gegen sandigen Meeresstrand. Weiter, unaufhaltsam weiter ziehen Zugvögel dem Norden zu. Dort der Stern, eben funkelte er noch in goldigem Schimmer, jetzt schrumpft er, verblaßt. Und hier und hier, es ist, als glitten die Sterne zurück in das unendliche All. Ihr silbernes Licht ermattet, verlöscht. Von Osten her weht weißlicher Schein über den blauschwarzen Himmel. Eine Lerche erhebt sich, noch eine. Leise, zaghaft beginnt ihr Triller. Einen Augenblick später rauscht es heran. Hier und dort und dort. Und wieder rauscht es vom Hochmoor her, wieder und wieder. Sie kommen, sie kommen! Von überall her. Sie fallen ein. Rings um den Schirm. Hier drei, dort fünf, dort zwei, dort sieben. Und dort abseits einer. Sie sind alle da. Totenstille. Nicht eine Feder rührt sich. Da klingt es leise, fragend: „Tch — ch?" „Tschuhui!" zischt ein anderer. Und wieder einer, und noch einer. Sie zischen, springen hoch, zischen wieder. Einer beginnt zu kullern. Dort noch ein zweiter. Das fahle Licht vom Osten zieht weiter, dehnt sich über den Himmel, senkt sich zur Erde. Milchige Dämmerung breitet sich über dünne Nebelschleier, die leise über den Boden ziehen. Sie balzen. Es kocht und brodelt. Die Luft ist erfüllt vom Rodeln der Hähne. Jetzt sieht man sie deutlich. Ein altes und doch stets neues, herrliches Bild. Ein Bild, das man nicht vergißt, weil man es mit feiner Seele gesehen hat. „Ko, kö, arr —" dort kämpfen zwei. Dort balzt einer, zwei Schritte vom Schirm entfernt. Der Hals gesenkt. Weiß leuchtet der Stoß zwischen schwarzen zitternden Sicheln. Dort drüben der einsame Hahn, was der nur hat? Er steht, lang und schmal, und sichert zum Hochmoor hin. Von dort her, über das unendliche ebene Moos kommt es heran. Riesige Schwingen rudern und wuchten, schlagen im Rhythmus die diesige Luft. Kraniche. Vier Kraniche, grau, über dem braunen Moor. Sie erheben sich, schwenken im Halbkreis, verhalten, lassen die langen Ständer hängen senken die Hälse und — fallen mitten zwischen den Birkhähnen ein. Alles ist verstummt. Die Kraniche sichern — es sind keine zehn Schritte bis zu meinem Schirm. HyM jchen sich an, der dritte wendet des dem Das Tabakgewerbe in der Wirlschafiskrisis. Reichsfinanzminister Dietrich gegen ein Tabakmonopol. Berlin, 16. April. (ERB.) Bei einer Kundgebung' der Reichs-spihenorganisation des Großhandel mit Tabakwaren nahm Reichsfinanz- minister Dietrich zu den Wünschen des Tcrbak- großhandcls Stellung. Bei den indirekten Steuern habe man Fehler gemacht. Das habe man besonders bei der Bier steuer erlebt, die man notgedrungenerweise wieder habe ermäßigen müssen. Hoffentlich würde der Konsum dadurch wieder gesteigert werden. Beim Schnaps stehe man vor einer ähnlichen Situation. Die Regierung habe, als die Lage in der Zigarettenindustrie sich zuspitzte, eine Aenderung der Steuer vorgenommen. Run sehe man einen gewaltigenRückgang im Verbrauch der Zigarren. Daß auch die Rauchtabakindustrie in eine schwierige Lage geraten sei, komme chm unerwartet. Er habe aber auf eine Belebung gerade auf diesem Gebiete durch die Abwanderung des Zigarettenverbrauchs zum Rauchtabak hin gerechnet. Er werde aber die Sachlage erneut untersuchen lassen, und sei selbstverständlich gern bereit, alle Wünsche im einzelnen nachzuprüfen. Allerdings werde es nicht möglich sein, Aenderungen bei der Umsatzsteuer für das Tabakgewerbe zu machen, denn durch eine zu komplizierte Gestaltung der Steuer würde man die Schwierigkeiten nur erhöhen und müßte den Derwaltungsapparat wieder vergrößern. In der Frage der Ausgleichs st euer sei die Regelung nur provisorisch, man werde erst die Erfahrungen abwarten müssen. Eine große Sorge könne er heute dem Tabakgewerbe abnehmen: Er denke nicht an ein Tabak- mo nopol. — Abgesehen davon, daß es in der heutigen Zeit ganz unmöglich sei, ein solches Monopol durchzufuhren, würde man im Höchstfälle 100 bis 200 Mill, mehr Einnahmen darauf erreichen können, dafür aber unzähligen Menschen die Existenz vernichten. Die Tabaksteuer sei zweifellos das beste Stück in den Reichsfinanzen. Die Regierung denke nicht daran, hier durch die Einführung des Monopols störend einzugreifen. Man habe auch einen Auslandsachverständigen um ein Gutachten über die Monopolfrage gebeten. Auch dieser habe erklärt, daß im gegenwärtigen Augenblick dem Deutschen Reich kein Tabakmonopol empfohlen werden könne. Damit habe man sich den Rücken gedeckt gegenüber denen, die vielleicht versuchen möchten, mit Hilfe des Auslands Deutschland ein Tabakmonopol zu oktroyieren. Oie Senkung der Branntweinsteuer. Berlin, 16.Aprile (VDZ.) Nach dem Absatz- bericht der Reichsmonopolverwaltung für Branntwein für die Zeit vom 1. Januar bis 31. März ist der Absatz von Trinkbranntwein auf 46 726 hl gegenüber 87 764 hl in der gleichen Zeit^des Vorjahres gesunken. Das bedeutet ein fast völliges StockendesTrinkbranntweinabfatzes. Im gleichen Quartal des Betriebsjahres 1928/29 wurden noch 223 873 hl abgesetzt. — Das Reichsfinanzministerium hat die Vorarbeiten jetzt abge- schlossen, so daß das Reichskabinett in einer feiner nächsten Sitzungen über die Ermäßigung der Branntwein st euer beschließen kann. Geplant ist eine Senkung der Hektolitereinnahme v o n 4 RM. a u f 2,50 RM., was eine Herabsetzung des Verkaufspreises der Monopolverwaltung von 6 a u f 4 R M. zur Folge haben wird. chen. aber gleichzeitig die Möglichkeit vffenzu- laffen, daß der deutsche Schuldner in Reichs- ma r k auf einem deutschen Konto zahlte. Der Transfer aber konnte einem späteren geeigneten Zeitpunkt Vorbehalten bleiben. Die Folge eines solchen Vorgehens wäre sicherlich gewesen, daß die ungeheure Erschütterung des deutschen Bank- und Dorsenwesens vermieden wurde und daß das Geschäft im Gange blieb. Vie Schwierigkeiten des Transfers werden in den nächsten Monaten sicherlich zunächst noch steigen. Was aber nicht steigen darf, ist die weitere Lahmlegung des G e - s ch ä s t s. Das deutsch Volk hat hierüber jetzt klare Einsicht gewonnen. Darum bin ich fest überzeugt, daß Deutschland in kürzester Zeit wieder ein vertrauenswürdiges Glied der internationalen wirtschaftlichen Gemeinschaft sein wird. Die Ausländer sind leider oft geneigt, in Deutschland ein Erwachen chauvinistischer und selbst militaristischer Gefühle zu sehen. Richts ist falscher als dies. Die derzeitige Bewegung in der deutschen öffentlichen Meinung ist vielmehr der A u s - druck eines wachsenden Verantwortungsgefühls und des Wunsches, durch größere eigene Initiative zur Wiedergesundung der Welt und zur Wiederherstellung eines gesteigerten friedlichen internationalen Verkehrs beizutragen. Eine Oankeskundgebung -es Reichspräsidenten. Berlin, 16. April. (WTB.) Der Herr Reichspräsident gibt folgendes bekannt: Anläßlich meiner Wiederwahl zum Reichspräsidenten sind mir aus allen Teilen der Bevölkerung sowie von Ausländsdeutschen so zahlreiche Glückwünsche zugegaygen, daß ich unmöglich jedem einzelnen zu danken vermag. Ich bitte daher alle, die meiner in diesen Tagen durch Telegramme, Briefe oder durch sonstige Aufmerksamkeiten gedacht haben, auf diesem Wege Moore zu, und der vierte stelzt mit langem Schritt noch näher an den Schirm heran. Die Birkhähne streichen ab. Einer nach dem andern. Räumen den Platz. Plötzlich laufen alle vier Kraniche durcheinander. Sie springen, weiten die Schwingern jagen sich im Liebesspiel. Dann streichen sie ab. Wieder schlagen die grauen Schwingen, weiter und weiter, sie flimmern durcheinander und verrinnen im bläulichen Morgendunst. Ich verlasse den Schirm. Der Osten rötet sich, die Sonne naht. Der Moorschneehahn, der am Hochmoorrand in den Krüppelweiden sein heiseres Balzgelächter erschallen ließ, ist verstummt. Kiebitze taumeln über den Sumpfwiesen, in der Ferne ruft Der Ringel- tauber. Ich kehre zu Mascha zurück. Ueberall flöten die Singdrosseln, fingen die Lerchen. Die Erde dampft. Die gelbe Bachstelze ist auch schon da. Sie trippelt am Wassergraben entlang und wippt mit dem Schwanz. Ich besteige die Brettdroschke und fahre heim, während der kupferrote Sonnenball über dem endlosen Hochmoor aufsteigt. Kleine Scherze. Ein englischer Geistlicher befand sich in den Tagen der jüngsten spanischen Revolution im Lande Don Quijotes. In einem Restaurant setzte man ihm hier zum zweiten Frühstück einen Milchkaffee und einen Teller mit Champignons vor. Diese Mahlzeit schmeckte ihm so gut, daß er eine Wiederholung wünschte. Aber wie sollte er dies dem Wirt begreiflich machen, da er nicht ein Wort spanisch sprach? Kurz entschlossen, griff er zu Papier und Bleistift und zeichnete zwei Pilze und eine Kuh auf. lind der Erfolg? Dienst- beflisfen brachte der Wirt zwei Regenschirme und ein Dillet für den Stierkampf herbei. • Max Klinger, der große Künstler, diente 1876 in Leipzig sein Jahr als Einjähriger ab. Aus dieser Zeit hat uns einer seiner Kameraden eine hübsche Geschichte aufbewahrt. Bei einer Musterung entging es dem Sergeanten nicht, daß die Patronentasche des Einjährigen Klinger der vorschriftsmäßigen Blankheit entbehrte. Grollend lieh er seinen Blick mehrmals von der Patronentasche bis zur Helmspitze und dann wieder zurück- toandern, bis er endlich seinem Herzen in den verächtlichen Worten Luft machte: „Und das nryrlt lich Maltzrmretzrr!" meinen herzlichen Dank entgegenzunehmen und überzeugt zu sein, daß jedes Zeichen der Verehrung und Anhänglichkeit gerade in dieser schweren Zeit meinem Herzen aufrichtig wohlgetan hat. Reichspräsident v. Hindenburg. "/ ~ Aus aller Welt. Gaswolke über Harburg. Auf dem bei den CajjDungstreppcn in Harburg liegenden Dampfer „Courier" Der Harburger Dampf, schiffahrtsgesellscyaft wurden Sonntag morgen gegen 7 Uhr sieben Personen der Besatzung und ein Passagier durch Einatmen von Gas unwohl. Die Erkrankung, die eine lähmende Wirkung auf die Atmungsorgane hatte und Hustenreiz und starke Kopfschmerzen verursachte, nahm keinen ernsteren Charakter an. Die Ursache war eine starke (Basmolfe, die bei nördlichem Winde aus Richtung Harburg-Wilhelmsburg kam und ihren Niederschlag auf dem Dampfer fand. Sämtliche Metallteile auf Dem Dampfer, besonders die Messing, und Kupferteile, waren mit einer weißen Schicht überzogen. Obwohl sofort Ermittlungen angestellt wurden, konnte die Ursache des Gasgeruchs nicht festgeftellt werden. 50 Jahre Berliner Philharmonisches Orchester. Das 50jährige Bestehen des Berliner Philharmonischen Orchesters wurde im festlich geschmückten Oberlichtsaal Der Berliner Philharmonie durch einen Festakt gefeiert. Anwesend waren u. a. die Witwe des ersten Dirigenten des Philharmonischen Orche- fters, Frau v. Bülow, die diplomatischen Vertreter Englands, Frankreichs, Oesterreichs und Bel- giens, ferner Vertreter von Reich, Staat und Stadt Berlin. Staatssekretär Zweigert überbrachte die Glückwünsche von Reichspräsident und Reichsregie, rung. In launiger Ansprache führte er aus, daß die Philharmoniker, um es ressortmäßig auszudrücken, gute Innenpolitik trieben; denn sie hätten sich eine eigene Verfassung gegeben. Sie verfolgten aber auch eine gute Außenpolitik, Flugzeug erseht Hundeschlitten. In Alaska, wo der Verkehr bisher fast ausschließlich durch Hundeschlitten ausrechterhalten wurde, hat jetzt das Flugzeug eine viel bessere und engere Verbindung mit der Außenwelt hergestellt. Bevor ein Flugzeug zu seiner Reise durch diese weiten Schneewüsten aufsteigt, werden die verschiedenen Stationen auf drahtlosem Wege angefragt, was sie brauchen, damit es ihnen das Flugzeug bringen kann. Alle nur erdenklichen Bedürfnisse werden dabei angegeben, u. a. verlangt man nach falschen Gebissen, Bärenfallen, Diolinsaiten usw. Das Flugzeug kann auch Rah- rung mitnehmen, die schnell verdirbt, und auf diese Weise den einsamen Siedlern von Alaska Genüsse verschaffen, die ihnen der so viel langsamere Hundeschlitten nie liefern konnte. Natürlich sehen die Hundeschlittenposten in diesem schnelleren Konkurrenten der Luft eine Geschäftsschädigung und suchen ihnen das Handwerk zu erschweren. Davon erzählt einer der bekanntesten Piloten von Alaska, Crosson, der in vier Jahren Wege von mehr als 4000 Kilometer, die früher nur von Hundeschlitten zurückgelegt wurden, überflogen hat, in der „Rew Vorker Herold Tribüne". Ein Flieger, der in den Wüsten des sogenannten 40°Meilen-Gebietes zu einer Zwangslandung gezwungen war, muhte fast das Doppelte dieser Entfernung zu Fuß zurücklegen, bis er ein sogenanntes „Weghaus" erreichte. Das ist eine primitive Unterkunftsstätte, die gewöhnlich von einem Siedler unterhalten wird. Als er glücklich an diesem Rettungsasyl angelangt war, da konnte er ein Plakat lesen, das heutzutage in Alaska nicht ungewöhnlich ist und das lautete: „Unterkunft und Verpflegung 2 Dollar den Tag. Flieger werden nicht ausgenommen!" Diese wenig gastfreundliche Haltung erklärt sich daraus, daß die Postbeförderung mit dem Flugzeug sich billiger und sicherer gestaltet als mit dem Hundeschlitten, der bis vor einiger Zeit der einzige „Briefträger" in Alaska war. Im Verlauf eines Fluges von etwa 300 Kilometer geht das Post- flugzeug 26 mal herab, um entweder Postsachen abzuliefern oder anzunehmen. Durch Die Flugzeugverbindung werden Gegenstände in diese Einöden gebracht, die früher niemals hingelangten So werden Bergwerksmaschinen nach entfernten Dergwerkslagern transportiert; kürzlich wurden bei einem solchen Transport Maschinen im Gewicht von 60 Zentner glücklich nach dem hohen Rorden gebracht. tw( btt 's Dr. ^rfler? hurd) die l KZkL« x 'K-i'-l«61 - tp-f ^Utere^^erl. fcsäjg Line §lou ^3 Geist auf dem Wes- [üfll1* da ihre Sprache im Ausland ebensogut wie im Sn« lanö verstanden werde und der internationalen Der- siündigung diene. Die Zuführung guter Musik an die breiteste Maste zum geringsten Eintrittspreise sei schließlich auch eine ausgezeichnete So- zialpolitik. Staatssekretär Zweigert überreichte dann Generalmusikdirektor Dr. F u r t - »angler die Goethe-Medaille. Ober- Bürgermeister Dr. S a h m stellte mit Genugtuung fest, daß durch die letzten Magistratsbeschlüste die Zukunft des Orchesters als gesichert angesehen werden könne. Im Anschluß an den Festakt dirigierte Dr. Furtwängler die Neunte Symphonie ron Beethoven. Marga von Etzdorf in Siam abgestürzt. Die Fliegerin Marga v. Etzdorf ist über dem irlugplatz Donmuon bei Bangkok abge- >lürzt. Ihr Flugzeug „Äieck-in-die-Welt" ist völ- ligzertrümmert. Die Fliegerin selbst hat nur leichtere Verletzungen, Verstauchungen »nd Schürfungen, erlitten. Das Flugzeug war eben geftartet und befand sich noch in geringer Höhe, rls der Motor aussetzte. Es gelang der Fliegerin zwar, die Maschine wieder auf die Start- Jache aufzusetzen, doch überschlug sich der Apparat. In Bangkok erhielt die Pilotin, die Ich bekanntlich auf dem Rückflug nach Deutschland befindet, ärztliche Hilfe. Line Frau wandert durch die Welt. Die Amerika-Wanderin Margarethe Geist, die stn jahrelangen einsamen Fußreisen Bord-, Mittel-und Südamerika durchstreift hat, letzt nach zweieinhalbjährigem Aufenthalt in Bremen ihre Wanderungen durch Europa fort, »m diese wahrscheinlich über den Balkan »nd Klein-Asien nach Persien hin aus- zudehnen. Augenblicklich befindet sich Fräulein Geist auf dem Wege durch Berlin. Don hier aus geht es zunächst nach Dresden. Fräulein Geist führt im Bucksack etwa 80 meist selbst aufgenom- rr.ene Lichtbilder mit, um unterwegs Vor- träge halten zu können. Bestrebungen, die in dieser Schau »um Ausdruck kämen, in Liebereinstimmung stünden mit dem von der Aerzteschaft vertretenen Geist der Wissenschaft und der wissenschaftlichen Medizin. Mit Anerkennung wies der Redner weiter auf die klare volksbelehrende Lenden» der Ausstellung hin. Rektor Beul brachte das 3nteresse des Stadtfchulamts Gießen und der Lehrerschaft an der Ausstellung zum Ausdruck und teilte mit, daß die Oberflaffen der Schulen die Missteilung besichtigen würden. Präsident Dr. h. c. Reumann von der Landesvcrsicherungsanstalt Hessen sprach sodann über die Beweggründe und Ziele, die für die Landesversicherungsanstalt bei der Veranstaltung dieser Ausstellung maßgebend sind, die in dem Aussatz aus der Feder von Präsident Dr. Reumann im »Gießener Anzeiger" Rr. 82 vom 8. April bereits zum Ausdruck kamen. Die Besichtigung dieser Ausstellung ist jedermann angelegentlich zu empfehlen, da sie eine Fülle aufklärenden und belehrenden Materials enthält. 3m Dorraum des Ausstellungssaales hat man zunächst Gelegenheit, die Heilanstalten in Hessen durch eine Reihe belichteter Bilder in großen Zügen kennenzulernen. 3m Saale selbst trifft man gleich rechts vom Eingang zuerst auf die Krebsabteilung, die nach den Angaben des Dorsihenden des Hessischen Landesverbandes für Krebsforschung, Llniversitätsprofessor Dr. von 3 a s ch k e (Gießen), hergerichtet wurde. Anschließend kommt die Tuberkulose-Abteilung, in den verschiedenen Krankheitsarten bargestellt, sodann lenkt die Abteilung »Gesundheit und Hygiene" die Aufmerksamkeit auf sich. Sehr beachtenswert ist eine Anzahl von Präparaten, an denen man die verheerenden Wirkungen der Tuberkulose und des Krebses erkennen kann. Aufschlußreiche Belehrung und zugleich eindringliche Mahnung bieten dem Besucher weiter die Abteilungen Geschlechtskrankheiten, Krüppelfürsorge, Säuglingspflege, Derfehrsordnung, Sport, Wohnungswesen, Zahnpflege und Ernährungswirtschaft. Üeberall wird erstrebt, durch Plakate, Photographien, tabellarische Liebersichten, Modelle und Präparate usw. dem Besucher den Anschauungsunterricht und die Ruhanwendun^ daraus für seine Lebensgestaltung so eindringlich und überzeugend wie nur irgend möglich zu machen. Wer mit Aufmerksamkeit die verschiedenen Abteilungen durchwandert, wird zweifellos von dem dargebotenen Material vielfältigen Ruhen für seine Gesundheitspflege mitnehmen können. Vornotizen. — Tageskalender für Montag. Mittel- standsvereinigung, 20.15 Uhr, Eafs Leib, Vortrag von Prof. H o r n e s f e r über „Der Geist des neuen Staates". — NSDAP., 20.30 Uhr, Turnhalle am Oswaldsgarten, öffentliche Kundgebung; Redner Abg. (9raf Solms und Herr v. G r a e w e. — Einhorn-Saal, 11 bis 19 Uhr, Hess. Hygiene-Ausstellung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der Sieger '. — Wiesecker Lichtspiele: „Der Kongreß tanzt". — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Morgen, Dienstag, 19. April, 20 Uhr, Erstaufführung des Schauspiels „Der Graue" von Friedrich Forster, unter der Spielleitung Peter Fassotts. Diese Schülertragödie ist das erste Werk des Autors. In der Gießener Inszenierung spielt die Titelrolle Raimund Schel - ch e r. Seine beiden Gegenspieler sind Frau Maria Koch und Wolfgang Kühne. Die Vorstellung gilt als 27. Vorstellung im Dienstag-Abonnement zu gewöhnlichen Preisen. Ende 22.30 Uhr. — Eine astrologische Veranstaltung findet am morgigen Dienstag, 15.30 und 18 Uhr, im Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, statt. Der Vortragende, der Astrologe Erich Wiesel wird sich, wie man uns mitteilt, insbesondere mit Fragen der Zukunft beschäftigen. Film und Lichtbilder werden den Vortrag unterstützen. Näheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich. ♦ ** Ministerialpersonalie. Der Oberstudiendirektor an der Liebigs-Oberrealschule in Darmstadt Dr. Otto Kammer wurde mit Wirkung vom 30. März ab zum Vortragenden Rat im Ministerium für Kultus und Bildungswesen mit der Amtsbezeichnung „Ministerialrat" ernannt. ,e Sterbefälle in Gießen. 3n der Zeit vom 1.—15. April verstorben in Gießen: 1. Peter Paul Dortants, Kaufmann, 50 3ahre, Rord- anlage 24. Charlotte Güngerich, geb. Pfannmüller, 76 3ahre, Ludwigstrahe 72. 2. Gustav Hartbrod, Formermeister, 57 3ahre, Licher Straße 57. 3. Helene Heßler, geb. Weiß, 63 3ahre, Bahnhofstraße 29. 4. Dietrich Born, Gerichtsvollzieher i. B, 81 3ahre, Ludwigstraße 35. 5. Luise Hein, geb. Martin, Witwe, 79 3ahre, Schottstrahe 17. 7. Margarete Wilhelm, geb. Simon, 67 3ahre, Licher Straße 21. 3ulius Bräutigam, Werkmeister i.B., 82 3ahre, Weserstraße 82. 9. Wilhelm Amend, ohne Beruf, 66 3ahre, Bahnhofstraße 73. 14. Friedrich Dauer, Apothekenbelitzer, 66 3ahre, Frankfurter Straße 4. •• 3u na deutscher Orden. Man berichtet uns: Die Bruderschaft Gießen des 3ungdeutschen Ordens hielt am vergangenen Dienstag einen Konvent für Schwestern und Brüder ab. Der Abend stand ganz im Zeichen des Ausgangs der Reichs- Präsidentenwahl. Bruder C l o tz gab zunächst einen Lieberblick über die Arbeit und Stellung des Ordens im Kampf um den Reichspräsidenten, sowie über die notwendigen Folgerungen und Erfahrungen für den weiteren Derlauf des jungdeutschcn Kampfes. »Die Einstellung des Ordens für Hindenburg war ein Gebot der Treue und ein Gebot unseres Bekenntnisses zur Dolksgemeinschaft. Wir 3ungdeutschen sehen in der überparteilichen Persönlichkeit des Reichspräsidenten das 3deal der Dolksgemeinschaft." Hindenburg sei nicht nach links oder rechts gerückt, oder hinabgestiegen in den Hader der Parteien, sondern er habe weite Kreise des Dolkes zu sich emporgezogen und sie mit einem Staatswillen erfüllt, den diese vorher nicht kannten. Der verflossene Wahlkampf habe Freunden und Feinden des Ordens die Stärke der 3ungdeutschen Bewegung deutlich gezeigt. Allein von Gießen aus seien dauernd zirka 30 jung- deutsche Redner in den Versammlungen des Hindenburg-Ausschusses eingesetzt worden, die in Hunderten von Versammlungen auf Grund ihres positiven jungdeutschen Gedankengutes für den Weg der stetigen Entwickelung und des Aufbaues unter Hindenburg sich eingesetzt haben. Auch die Wanderabteilungen (WA) seren als Klebekolonnen Tag und Rächt unterwegs gewesen und hätten Heldferdienste geleistet. Die jungdeutschen Schwe^itibtnburg, M Harburg. Kreppen in Harburg der Harburger Vamps. Sonntag morgen gegtr. der Besatzung rch Einatmen von Am Samstagnachmittag wurde im Saale des früheren „Einhorn" am Kirchenplatz die He s - ner äwu»»7's^ ^ lösche Hy g i en e - Au sst e l l u n g, die bis .» das »in L* Einschließlich 1. Mai hier gezeigt wird, rn Gegen» .-jfenen, bis er 1 wart zahlreicher geladener Gäste eröffnet. Bür- “rteiebte- tt: germelfter Dr. Seid begrüßte im Rainen der hie gevod^^j Ö labttxrtoaltung die Veranstaltung dieser lehr- wird. 21^ rechen Schau in unserer Stadt und betonte die 1 .,f„n(ii war. Mjfj-b ’.ohc Bedeutung des durch diese Ausstellung Reich Staat unb 6kü Hntersuchungsapparaten ist dies durchaus möglich, eiae'ri überbrachte'! Ebenso notwendig wie in den ersten Schul- Wwnt unb Reichsreg» >»ochen eine Llntersuchung der Kinderaugen auf 1 führte er aus, des Weitsichtigkeit ist. ist auch die Feststellung, ob ef ressortmäßig au«: bei den ABC-Schühen nicht auch eine Anlage zur lifi trieben; btnn r1 Kurzsichtigkeit vorhanden ist. 3m Gegensatz zur nilima aeacben. Sie w Weitsichtigkeit ist die Augenachse beim kurz- t Außenpolitik sichtigen Kinde, mit dem normalen Auge ver- glichen, zu lang, und hie meist angeborene An- AnnhrftflÜffen. schnellerem oder langsamerem Tempo mit dem YUN Ablauf der einzelnen Schuljahre. Es gibt ge- erfefcr bisher faft ow- rabeju eine typische Form von Schulkurzsichtig- Men ausrechterha-lL j>jc dadurch beginnt, daß die Augen der atfug eine viel bM gchüler durch zu langes Lesen überanstrengt toer- j. hxr Außenwelt ho, ben, und der gleichmäßige Druck der geraden eUq iU seiner M Augenmuskeln, die außen an der Lederhaut des Mßen aussteigt, werk Mgapfels anliegen, bedingt eine stetige Aus- > aus drahiloskmD^ dahnung des Augapfels nach hinten, durch die : x damit cs Ao w iederum das Maß der Kurzsichtigkeit vergrößert Alle nur erber'1 mird. k M nnaeaeben. u-c Nicht minder wichtig wie der Brillenausgleich 1 m-ftissen. Aärenfallr. beim weitsichtigen, schielenden Kinde ist die recht- ? #nnn auch eilige Verordnung der ausgleichenden Gläser ,u^Ch»rhirbt und beim kurzsichtigen Kinde, um das Fortschreiten sLrn von Alaist der Kurzsichtigkeit auf- oder gar hintenan zu ‘S lo öiel hnen oer 3atuI. liefet; bunte- t einer krJJJfc Ton, bet tn v i-»ÄS . v. . .... " v.iivi ovLieitjuyie ivyuu jjuuut uiiv iung Die eine labmenbt | Märchenbücher in die Hände bekommen, schauen gane hatte unb husten. § u.nd begreifen gelernt und sich wohl auch schon zen verursachte, nahm r bemüht, in den eigenartigen schwarzen Lettern Jn. Die Ursache war.! und Ziffern herumzubuchstabieren. Doch sind den e, Die bei nördlichem 1 Augen bisher noch keine besonderen Leistungen j Harburg.Wil- .... - - .... - n Niederschlag aus dem Metallteile aus dem Ising, und finpferleile, en Schicht Übermittlungen ungeteilt des Gasgeruchs nicht f L'frWts 1928,20 lcBt - Dos »äs göße Bedeutung des durch diese Ausstellung gebotenen Anschauungsunterrichts für die Ge- 'u-ndheitspflege und die soziale Fürsorge. Er Sanfte der Veranstalterin der Ausstellung, der stern unterstützten durch eifrige Mitarbeit die Organisationsarbeit des Ausschusses, dessen Leitung in Händen eines Ordensbruders lag. Jedoch fei die wertvolle Llnterstützung seitens anderer hin- denburgtreuer Kreise auch besonder- gewürdigt, die in ebenso selbstloser Weise Zeit und Kräfte opferten. An den Bericht de- Großmeisters (Dr. E l o tz) schloffen sich ergänzend an die Berichte der Kolonnenführer, der Redner und der anderer Mitarbeiter. 3m Anschluß daran entwickelte sich eine Aussprache über die bevorstehenden Ausgaben; in großer Einmütigkeit wurde die Führung des Hochmeisters M a h r a u n erörtert und anerkannt, wie sie schon anläßlich des Reichskomturkapitels am 21. März ihren Ausdruck sand. Handarbeit gegen Maschinenarbeit. Am Freitagvormittag wurde im Lichtspielhaus Bahnhofstraße ein Werbefilm besonderer Art gezeigt. Die Austria- und Perusa- G- m. b. H. München, lieft nach dem Drehbuch ihres Verkaufsdirektors Grözingcr einen Film Herstellen, in dem zwei 3deen veranschaulicht wurden. Es handelt sich darum, die Maschinenarbeit wieder durch Handarbeit zu ersetzen, einen Teil der Menschen, die bisher der Erwerbslosigkeit anheimgefallen sind, wieder in den Produktionsprozeß einzugliedern. Die Perusa-Zigaretten» fabrik in München hat den Weg dazu bereits beschritten, viele Arbeiterinnen zur Herstellung der Zigaretten eingestellt und so den ersten Hand- arbeitsgroftbetrieb geschaffen. 3n anschaulicher, zum Teil auch heiterer Form schilderte der Film die Entwicklung der 3oee aüs der ersten bc- schließeuden Sitzung bis zum durchgeführten Plan und dem Aufmarsch der Arbeiterinnen. Konform mit diesem Gedanken der Llmstellung von der Maschine zur Handarbeit geht eine zweite 3dee, die das in letzter Zeit reichlich ausgewachsene Zugabewesen ablösen soll. Durch die Gründung der sogenannten „Fedag", der Feriengemeinschalt beutfefter Arbeitnehmer, soll erreicht werden, daß den Arbeitnehmern die Möglichkeit gegeben wird, eine Serienreife zu machen. Die durch den Wegfall übersteigerter Reklame und des Zugabewesens eingesparten Mittel (der der „Fedag" angeschlossenen Firmen), sollen der»Fedag" zur Verfügung gestellt werden, damit den Sammlern der Fedag- marlen nach einer bestimmten Zeit und auf Grund einer bestimmten Anzahl gesammelter Marken eine 14tägige Serienreife finanziert werden kann. 3n geschickter Weise verknüpfte der Autor des Films außerdem die 3ntereffen des Tabak- spe^ialhandels mit seinen 3deen, indem er diesen Geschäftszweig zum Mittler zwischen Konsu- mentenfchaft und der Fedag macht. Der technisch und filmisch geschickt angelegte Bildstreifen wurde von den zahlreichen Besuchern mit Aufmerksamkeit verfolgt. ** Der Garten und seine Blumen. Die Gießener Hausfrauenberatung hatte für Donnerstag abend zu einem Vortrag des Gießener Garten- architekten Schwarz eingeladen, der über das Thema „Der Garten und feine Birnen" sprach. Der Redner wies darauf hin, daß Gartenkultur schon Jahrtausende alt sei; er erinnerte an die hängenden Gärten der Semiramis, sprach von den Gärten der Karolingerzeit und betonte, daß gerade Deutschland durch seine zentrale Lage in Europa vielen fremdländischen Einflüssen ausgesetzt gewesen sei. Lange Zeit habe sich eine spezifisch deutsche Gartenkultur nicht entwickeln können, denn es seien englische, italienische und französische Formen in der Anlage des Gartens bevorzugt worden. Heute könne man indessen von einer rein deutschen Gartenbaukunst sprechen, die führend in der Welt und vorbildlich geworden sei. Der Sinn des deutschen Gartens liege in der Haupt- fache darin, erweiterten Wohnraum darzustellen unb eine Stätte des Friedens und der Ruhe zu sein. Diesem Gedanken gerecht zu werden, sei heute die Ausgabe der Gartenbaukunst. In seinen weiteren Ausführungen wies der Redner an Hand von vielen instruktiven Lichtbildern die vielerlei Geftaltungs- möglichkeiten nach, die für den Garten gegeben sind. Cr zeigte die Anordnung der Blumen, der Blumen- sträucher, der Hecken, den Ausbau des Gartens zur Landschaft in sich selbst, die Verwendung von Fels und Stein im Zusammenhang mit der Pflanze, die Plastik, die Treppenanordnung, den Steinplattenweg, den Rasen, das Wafserbassin im Rahmen des Gartenbildes u. a. m. Schließlich machte er feine Zu- Hörerinnen in bunten Bildern mit der vielfältigen Schönheit der Blumen bekannt, die in einem Garten untergebracht werden kann. Der Vortrag dürfte den Zuhörerinnen manche wertvolle ideelle und praktische Anregung gegeben haben. Der Vortragende fand für seinen lehrreichen und unterhaltsamen Darlegungen verdientermaßen dankbare An- ertennung. •• Schweinef suche. Das Polizeiamt teilt mit: Unter dem Schweinebestand der Wirt- fchaftsabteilung der Verwaltung der Llniver- fitätskliniken ist die Schweineseuche feftgcftellt. Gehöftsperre ist angeordnet. 30000 M. Korstgelder unterschlagen. WSR. Wetzlar, 17. April. Das hiesige Erweiterte Schöffengericht verurteilte den fefemali- gen Forstkassenrendanten von Krofdorf. Gastwirt und Metzger Friedrich Freund, wegen fortgefetzten Verbrechens im Amt unter Zubilligung mildernder Umstände zu z w e i 3ahren Gefängnis. Freund hatte der Kasse nach und nach etwa 30 000 Mark unterschlagen und das Geld für sich verwandt. Seine Verfehlungen hatte er durch falsche Buchungen zu verdecken versucht. Oberheffen. Gememderat in Grünberg. 4- Grünberg, 16. April. Der Gemeinde- r a t beschäftigte sich in seiner jüngsten Sitzung zunächst mit der Erhöhung der Grundsteuer für Gebäude und Bauplätze auf den Landesdurchschnittssatz. Der hiesige Ausschlag beträgt 25 Pfermig von 100 Mark Steuerwerk, gegenüber 38 Pfennig des Landesdurchschnitts- satzes. Bei den anderen Realsteuern liegen die Ausschlagslähe sämtlich über dem Landesdurchschnittssatz. Für 1931 kann diese Erhöhung nur noch für das letzte Vierteljahr beschlossen werden und würde bei einem Aufkommen von schätzungsweise 1000 Mark etwas zur Minderung des durch die stark angeschwollene Wohlfahrtslasten entstandenen Defizites von etwa 15 000 Mark beitragen, dessen restlose Deckung aber auch durch einen kürzlich erhaltenen Verwaltungskostenbeitrag von 2100 Mark und eine etwaige Zuwendung aus dem AuSgleichsfondS beS Reiche- nicht gelingen würde. Rach längerer Aussprache tourbe die Erhöhung für 1931 mit St imrnengleiH- heit abgelehnt. Auch die Erhöhung für 1932 verfiel der Ablehnung, trotzdem da- Kreisamt diese empfohlen und sogar ihre zwangsweise Verfügung in Aussicht gestellt hatte, sofera nicht ein ausgeglichener Voranschlag zustandkäme. Al-dann beschäftigte man sich mit einem Rach, trag zum Ortsbaustatut. Hier hatte man in| letzten 3ahre auf mehrere Eingaben von Aw» licgcrn neuer Straßen, die sich gegenüber dey Bewohnern älterer Straften benachteiligt fühlte^ einschneidende Aenderungen beschlossen, die da» hin gingen, daß man die Kosten deS HaupckanalL der sie ganz belastete, und die Kosten der Strafte« Herstellung, des Gossenpflasters und des Gelände» erwerbeS, die sie zu einem Drittel zu tragen hatten, auf die Stadt übernahm. Diese Aenderung hatte nicht die ministerielle Genehmigung gefunden. Der nun vom Bürgermeister vorgelegt- Rachtragsentwurf sieht folgendes vor: Die Anlieger tragen zum Hauptkanal pro laufenden Meter 4 Mark bei, zu den Kosten der Strafte« Herstellung und deS GofsenpflasterS werden ftt mit je einem Drittel herangezogen. Außerdent wird bei Einrichtung der ersten Straßenbeleuchtung jeder Anlieger, dessen Grundstück einest Ausgang zur Straße aufweist, auf eine Entfernung von je 50 Meter nach beiden Seiten voq der Lampe, mit 6 Mark Kostenanteil herange» zogen. Der Gemeinderat stimmte zu. Landkreis Gictzcn. OO Klein-Linden, 17.April. In unsere» Kirche hielt am Freitagabend ein Vertreter bet Basler Missionsgesellschaft einen Vortrag übet „21 er3t lieft e Mission". Der Vortragende, bei bis zum Iahe 1929 als Missionar auf dem in» bischen Archipel wirkte, sprach über die Lebensge» wohnheiten der Malaien, über die Fürsorge des ärztlichen Missionars für das leibliche Wohl dieser Naturmenschen, die keinerlei Äranfenpflege kennen unb über bie Seelsorge ber ärztlichen Missionare, I” Eberstabt, 17. April. Unsere einklassig» Volksschule hat im neuen Schuljahr eine Klassenstärke von 58 Schülern: 36 Knaben und 22 Mäd» tften. Die Klassenstärke bleibt im Vergleich zuN» Vorjahr unverändert, da 1 Knabe unb 1 Mädchen entlassen unb 2 Mädchen neu ausgenommen wurden. Kreis Schotten. O Wohnfeld, 17. Avril. Der hiesige Gemeinderechner Konrad Frth feierte dieser Tage bei bester Gesundheit seinen 8 0. Geburt - tag. Das Rechneramt wurde ihm bereits im 3ahre 1896 von der Gemeinde übertragen, das er nun schon feit 36 3ahren mit vorbildlicher Pflichttreue und Gewissenhaftigkeit verwaltet. Kreis Lauterbach. WSN. Lauterbach, 16.April. In der Näh« des Kreisortes Ilbeshausen ist ber mit feinem Wohnwagen dort weilende Julius Herbst aus Rauschenberg beim Holzsuchen länas des Schwarz- batftes in bas Wasser gesturzt und ertrunken. Der bedauernswerte Mann litt an Epilepsie, von der er anscheinend während des Holzsuchens am Wasser überrascht wurde und da» durch in den Bach fiel. Preußen. Kreis Wetzlar. Z Groß-Rechtenbach 17. April Auf ein« 25jährige Tätigkeit an ber hiesigen Volksschule kann Lehrer Messerschmidt von hier zurückblicken. Aus diesem Anlaß fand gestern abend eine Ehrung des Jubilars im Schulsaale statt, an welcher ber Gemeinbevorsteher, bie Gemeindevertretung, ber Schulvorstand, Vertreter der Kirchengemeinde, der Gesangverein „Liederkranz" und der Posaunenchor teilnahmen. Gemeindevorsteher Krill würdigte in einer Ansprache die Verdienste des Lehrers um die Schule unb überreichte als Geschenk der Zivil- gemeinde eine Standuhr. Für die Kirchengemeinde sprach Pfarrer Harth (Klein-Rechte,^ ich), ber das gute Verhältnis zur Kirchengemeinde unterstrich, die 23erbienfte des Jubilars als Organist und Recy- ner ber Kirchenkasse heroorhob unb ebenfalls ein Geschenk in Gestalt eines wertvollen Buches überreichte. Lehrer Messerschmibt dankte für bie ihm zuteil geworbenen Ehrungen. Im übrigen wurde bie Feier burch Gesangoorträge des Gesangvereins „Liederkranz" und durch Posaunenvorträge des Posaunenchors verschont. Wettervoraussage. Im Bereich kühler Luft ist bereits wieder Temperaturrückgang eingetreten, der namentlich im östlichen Deutschland noch begünstigt durch Bewälkungs. abnaftme die Tiefsttemperaturen während der vergangenen Nacht stellenweise bis unter den Gefrier- punkt brachte. Auch bei uns wird zunächst bie Wol- kenbecke zeitweise zur Auflösung kommen, woburch ber nätfttliche xemperaturrürfgang im Flachlanbe bis zum Gefrierpunkt unb etwas barunter fortschrel- ten wirb. Nieberschläge sinb vorerst keine zu erwarten. Jedoch dürste sich später mit dem Vordringen wieder feucht-kühler Luft an der Rückseite ber Finnlanbstorung etwas wechselhaftes, im ganzen kühleres Wetter mit einzelnen Niederschlägen üoer Deutschland einstellen. Aussichten für Dienstag : Neblig-wollig und dunstig mit Aufheiterung, zunächst trocken, bei nächtlichem Aufklaren Abkühlung bis um den Gefrierpunkt. (Schluß des rebaflioneUen Teils.) Wie erreichen Sie schnell das gesunde Gewicht? Ein Fabrikdirektor — Herr L. in T. — hat folgende Erfahrung gemacht: Sein Gewicht war durch eine ernsthafte Erkrankung bis auf 103 Pfund gefunden. Sein Arzt verordnete ihm schließlich Ovo- maltine. Der Patient trank sie täglich — unb schon nach wenigen Wochen war sein Gewicht wieder um 8 Pfund gestiegen. Er trank Ovomaltine weiter unb brachte es bis auf 138 Pfund, also das normale Gewicht eines kräftigen Menschen. — Das ist nur einer von den vielen tausend Fällen, in denen Ovomaltine geschwächten Personen rasch zu neuen Kräften verhalfen hat. 3029V Ovomaltine wird als Frühstück oder Zwischenmahlzeit in Milch. Kaffee ober Tee getrunken und schmeckt vorzüglich. Schon mit einer Dose zu 1,15 RM. aus ber nächsten Apotheke ober Drogerie können Sie einen Versuch machen. Wollen Sie erst eine kostenlose Geschmacksprobe, so erhalten Sie biese von Dr. A. Wander G. m. b. H., Abt. 79, Osthofen (Rheinhessen). ££„„ IPIFIENMIIG- §PA\RBUCH H AMUSIFRA\V Neu! Neu ! verkaufen. 0241« s ACHTUNG! 3008 C 02412 Kreuzplatz 5 02416 Und wie steht es um deine Zukunft? aber Mufti fragt im Neuformhaus, was ich eilen muß, damit ich gefund bleibe, tüchtig wachle und in der Schule rasch lerne I Was sagen die Adolf Hitler Dr. Brüning v. Hindenburg Ludendorft' Horoskope von Thälmann Otto Braun Hugenberg Mussolini Hch. Flach, Schneidermeister verzogen nach Neuenweg 9' Weiner!) Anfertigung ff. Herren- und Damengarderobe 024 7 Im Filmteil Mit dem Raumluftschiff ins Weltenmeer. Wir und das Weltall. An den Toren der Unendlichkeit. Die Rätsel des Himmels. Allerlei Interessantes vom Mars und von seinen Bewohnern Eintrittspreise: M. 0.75. 1—, 1.30,1.50, 2.—. Erwerbslose M. 0.50. Vorverkauf: Zigarreahdlg. Löb, Bahnhofstraße. Alle Ehren- u. Freikarten sind für diese Sondervorstellung aufgehoben. Berufst Wulm 19 I., sucht v. sofort Kost und LogiS bei neHt.Leuten.Zimm. kann m. and. Mädchen geteilt werden. Schr.Preisangebot. u. 02408 a.d.G.A. und der deutschen Republik usw. usw. 3.30 n.öl'hr nachm.l Gehring & Co. G.m.b.H. Unkel Rhein 410. Bullenverkauf. Die Gemeinde Steinbach beabsichtigt einen fetten Dullen zu verkaufen. Angebote sind pro Zentner Lebendgewicht auf unterzeichneter Bürgermeisterei bis zum Dienstag, dem 19. d. M., nachmittags 2 Uhr, einzureichen, woselbst die Kaufbedingungen tefanntgegeben werden. 2966V Gleichzeitig wird ein junger Simmentaler Dulle angekauft. Besitzer solcher Tiere wollen sich melden. Steinbach, am 12. April 1932. Hessische Bürgermeisterei. Krämer. Familien-Drucksachen Verlobungsanzeigen Vermählungsanzeigen Geburtsanzeigen bei Brühl. Schulstraße 7 [Vermietungen | 3-Zimmer-WohnuQg NI. Küche u. Balkon wegzugshalber evtl, sofort zuvermieten. Hinter den Schieü- 02413 gärten 22 p. | Mietgesucne | 2 leere Zimmer oder 2 Zimmer und Küche, Höchstmiete 25 Mk., sofort oder zum 1. Mai gesucht. S chriftl.Angeb.unt. 02407 an den G. A. Nur Dienstag, I" 19. April 1932: L Merger Pferde-Versicberungsvereio | zu Grünberg (Hessen). Die ordentliche Mitgliederversammlung findet Sonntag, den 84. Avril 1932, uachm. 2 Uhr, im (Gasthaus der Frau Adolf Revv Wwe., Grünberg, statt, wozu ich die Mitglieder einlade. Tagesordnung: 1. Rechenschaftsbericht 2. Rechnungsablage 3. Bereinsangelegenheiten. Um recht zahlreiches Erscheinen wird gebeten. 4033 d Grünberg, den 16. Avril 1932. Schäfer, Direktor. Eröffnung! Dienstag, den 19. April 1932, eröffne ich mein neues Luiengesthäii Damen- und Herrenkleidung L. Rosetizweig Gießen, Neustadt 10 (früher Seltersweg) Telephon 4069 Besichtigen Sie bitte meine 4 Schaufenster! ________________2931 A JHT astrologische W He Sonderveranstaltung « Wrr-.ll Film u. Demonstrationsvortrag «bekannten Astrologen Erich Wiesel Lichtspielhaus Gießen Uebermorgen Ziehung! Hessische Pferdemarht-Lotterie Darmstadt-Mainz Ziehung am 20. April 1932 »S’® 7 OOO Ä A ©SO Ä22OO | Pferd . . . 1OOO Gewinne . 2 OSO Lospreis «a Porto u. Liste 25 Pf. R.-Mark 1.3 Lose in elegant. Ledertasche RM 12.25 empfiehlt A. DinKeimann, Worms Pootscheckkto. Frankfurt/M. 20060 sowie alle durch Plakate kenntlich. Verkaufsstellen I Zwei geschlossene Vorstellungen!! Zukünftige Ereignisse Was bringt noch das Jahr 1932? Was wird kommen? Weltkatastrophen 1932/33 Schicksalswende 1932 Das echte Kassler Simonsbrot ist nun wieder regelmäßig frisch zu haben im Reformhaus Wegen Erkrankung des jetzigen schulentlassenen sm.D Mädchen nachm. zu 3jährig. Jungen gesucht. Fran Dr. Wolf Walltorstr. 48. | Verkäufe | Garten zirka 1000 qm. am südl. Nahrungsberg zus. od. getrennt zu Oer Kaffee den Sie suchten •ist endlich da! Pfund 75 PI. Em m ericher Kaffee- Ersatz- Mischung mit 50% ff. Bohnenkaffee Eine Spitzenleistung in Geschmack und Aroma. Selten große Ergiebigkeit. Fix und fertig gemahlen und gebrauchsfertig. Probe zu Diensten! Emmericher EiDedilion Seltcrsweg 39. 8027 A Stellenangebote 1 Znverl. Person fiirdort.Bezirks- siliale als Gene- raloertr. gesucht. Hoberdauernder Verd. Beruf gl. (kosten!.) so9?d in Damen und Herrenlileidung Ich bitte meine verehrte Kundschaft von Gießen und Umgegend, mir das bis jetzt entgegengebrachte Vertrauen weiterhin darzubringen. Einige Beispiele meiner preiswerten Qualitäten: Herren-Anzüge Sakko. Sport u. Knickerbocker, teils 4teilig Mk. 12.50. 22.50. 28.-. 35.-. 38.- und höher Der moderne Slipon. . . .Mk. 35. und höher Gabardinemüntel. blau u. färb., v. Mk. 30. au Trenchcoat in. gumm. Plaidfutter. v.Mk. 26.50 an Gninmiinäntel, blau und farbig . . v. Mk- 12. an Iiodenmäntel..............von Mk. 16.50 an Sommer-Lodenjoppen........von Mk. 8.- an Windjacken..............von Mk. 6.90 an Hosen, teils Streifen und Anzughosen, Mk. l.lo, 3.50. 6.90 und höher Knickerbocker und Sporthosen, Mk. 4.95, 7.50. 9.50 und höher Berufskleidung in großer Auswahl Auch preiswerte Damenmäntel in verschiedenen llualitälen Näh. A. Becker ______Kevlerstr. 9. Fast neues Herrnrad zu verkaufen, oros Klein-Linden Wetzlarer Str. 58. 8 ßögar Borow. 6lfenWlnng. ist des Talers nicht wert, gilt heute wieder wie früher. Schon vor 50 Jahren war Dr. Thompson's Schwan Seifenpulver in Millionen sparsamen Haushaltungen die gute aber billige Waschtag- und Reinemachhilfe. Heute mag die sparsame Haus- srau Schwan Seifenpulver erst recht nicht entbehren, weil der niedrige Preis von nur 24 Psg. das Haushalten erleichtert! Dr. Thompson's Schwan Seifenpulver. Heu: Schwanpulver Doppelpaket zu 44 Psg. Zum Bleichen und Klarspülen der Wäsche Seifix, Paket 14 Pfg. Turn-Amiile laut Vorschrift Bleu Indanthren Große so. m.1- jede weitere Größe 15 Pf. mehr Bleu Indanthren bessere Qualität Größe 60, M. X— jede weitere Größe 25 Pf. mehr. Julius Schulze Kreuzplatz ?039A Ruhhoizverkäufe. Freitag, den 22. l. 2fi.» 9 Uhr, bei Gastwirt Zchepp, Saasen, aus den Förstereien Reinhardshain und Saasen: 18 Stck. Liche 2. bis 4. Kl. = 11 fm; 22 Stck. Kiefer 2a- bis 2b-Kl. = 22 fm; 16 Stck. Lärche la= bis 2b-Kl. = 4 fm; ferner 841 Stck. Verbund Reisstangen. 3024V Am gleichen Tage, nachmittags 1 Uhr, bei Gastwirt Schultheiß, Lumda, aus den Förstereien Atzenhain und Lumda: 48 Stck. Liche 1. bis 5. Kl. = 36 fm; 1 Stck. Douglasie 2a-Kl. = 1 fm. Samstag, den 23. l. Ul., 9 Uhr. bei Gastwirt Görnert, Queckborn, aus Försterei Harbach: 46 Stck. Liche 1. bis 5. Kl. = 33 frn; 2 Stck. Buche 4. und 1 Stck. Eber- esche 3. Kl. = 1 fm; 8 Stck. Kiefer 2a- bis 3b-Kl. = 8 fm; ferner 94 Stck. Derb- und Reisstangen; 132 rm Ruhreisig (Fichte in ganzer Länge). An jeden der drei Stammholzverkäufe reiht sich eine kleinere Brennholzversteigerung an. Grünberg, 15. April 1932. hessisches Iorstamt Grünberg. Dienstag, den 19. April 1932/ nachmittags 2 Uhr, sollen im Auto* Gelegenheilskaul! 1,8-Ltr.-Ovel-Dor- führ.-Limousine, wenig gefaßt., weit unter Preis. ?to4A Ovel, Gießen Frankfurter Str. 52 Opeb Zweisitzer 4PS., (Packard), überholt, neu lack, und bereift, M. 500 Autobedarf Wagener Gießen [m,5d Fernsprecher 4120. Opelwagen Zweisitzer offen 4^20 nur 11 800 Kilometer gelaufen, in bestem Zustande, vreisw zu verk. Nah. in der Gesch.-Stelle d. Gieb. An;. E FKaufgesuchel Ferkel zu kaufen gesucht. Prov.Pflvgaanstalt. Verschiedene?] Tiefen. Personen, die am 28. Juni 1931 den hoooD Hlotorroö- Mll MM Butzbacher Strahe, beobachtet haben, werden zwecks Aufklärung um Nach- rirbt gebeten an Emil Schultheis, (tzöbelnrod. Dienstag WochenmarJit Fliis* das Pfd. von 40 Pf. an Kabeljau o. K. Pfd. 30 Pf. Filet 02409 das Pfd. 40 Pf. Marktlanbe 1 n. 2. Vor Kauf eines Automobils HANOMAG zur Probe fahren. Modernste technisch.Ausrüstung,hoh.Leistung billiger Betrieb. Probefahrt kostenlos. Autobedarf Wagener Gießen Fernsprecher Nr. 4120 3026 » ArterienverkalküDg? dann d.crsolgr.Kur Knoblauchsaft Allium venenum Kränlerhaas Jung das Fachgeschäft in d er Schu Ist ratze. Detektiv K. Gerz, Bad-Nauheim, Kurstraße 17 erledigt alle vertrauliche Privat- u. Geschäftsangelegenbeiten, wie Auskünfte, Beobachtun- gen, Ermittlungen, Beschaffung v Be- weismat. in Straf- u. .^ioilproz. streng diskr Svrechst.:9b 12*/93—6 Uhr. Vereine ml kni Cfil ’Ujj N Heute Montag: *IA mmerstutzen- Abschießen und Becherschießen M-» Donnerstag, den 21. Slvril nicht Hotel Köhler, sondern Hotel Hopseld. Dienstag, 19 .4., 20.80 Probe /o, a I v?; & o ja! r-r/ im Vereinslokal Stadttheater Gießen 3 05 D Dienstag, 19. Avril 20—22.30 Uhr 27. Vorstellung im Dienstag-Abonn. Gewöhnliche Preise Zum erstenmal! Der Grane Schauspiel von Friedrich Forster. ,,Löwen"/Aeuenweg 28, dahier, bezw.an Ort u. Stelle (Bekanntgabe erfolgt im Versteigerungs- 1okal)zwang6weise geg.sofortige Barzahlung versteigert werden: 1 Spülstein, 1 Badewanne, 1 Kassenschrank, 1 Schreibmaschine, Motoren, Kesselglieder, 1 Zentralheizungsküchenherd, Bücher, 4 Ladeneinrichtungen, 1 Friseurladeneinrichtung, Damenwaschtische, Warenschränke, 1 Ausstellungsschrank, 1 Fahrrad, Ferngläser, 1 Stoffsessel, Schleifbänke und Maschinen, 1 Heftmaschine, 3 Fremdenzimmer, 1 Roll- schreibpult, Schreibtische, 1 Aktenrollschrank, 1 Vertiko, 1 Schnellwaage, 1 Kleiderschrank, 1 Büfett, 1 Kredenz, 1 Strumpftheke Klaviere, Schuhe aller! Art, Hüte, Mützen, 1 Registrierkasse, 1 Radioapparat, 1 Bohnermaschine, Handschuhe, Strümpfe, Hemden, Stoffe, 1 Dulkanisieranlage, Sofas, 1 Diwan, Glasschränke, 1 Bücherschrank, Schirme, Stöcke, 1 Grammophon. Wilhelm Hebbel 303ID Gerichtsvollzieher in Gießen Wilhclnrstraße 6 II — Telephon 4039 Lichtspielhaus Gießen Wieder ein Ereignis fürGießen Käthe v. Nagy Hans Albers DER in dem neuen Ufa-Tonfilm SIEGER Musik: Werner R. Heymann Gesang: Domgraf-Faßbenderl Heymanns Weisen singen die weltberühmten Comedian Harmonists! Täglich 4, 6 und 8.30 Uhr U 3034 C Mi Roman i Urheber-Rechtssi 0- Fortsetzung. ..Margret such, mr die veröngfi 'yr tauglich erscl Die Greisinne Öaö„ ne unwillk Surucktrat. 5?" ^ecklinhausc An an Ihnen ^blutet dar .^"e, Heiligsie ledm anderen er Mutter. - n! Men muffen/ m 26nen alte * Sicb« i' !>- Wen; ^barrn-n^?u' g-bt di uwsieht -N "ach KZZ» Lottes" Cn ?ebi >en »rji ’h - .?"?tter ü( Wiße» * Öä* "LS-A S SA» Ser Segensatz Frankreich ° »ine Heun» her Molche ' u Ml)esterrei fei - Aumaniei »--»»-"«Id- Rumänien—3ugo wesentlicher wirtschastuc landssinanzi den politischen 4 absehen,. Aber -enden Schuldere doncr Gespräche kannt, dahder struktive Dorsch! liner Korrespom und Italien „sic hätten". Nun gi aber wir bleiben Ergebnisse lwen sind) öpr Trend schon Wahlen r Der Wahlk gönnen und Hal dieus Wahlprvj vor allen gar Punkte, und sein der Finanzlage terelsant war c Erfolge der Au Satz, datz der 0 zwischenRcj gebracht habe u diese Berbindun bestimmt ist das Staatsmann aus daraus Neues fi Echuldenfrage ni< Politik ganz in Mise weiterläusi töt und allen Dr jungen, hatte lchi ^nvch austührtichei 3m Dahttarnt große, aber kein die Programme höchstens in bei düngen, nicht a rungen untersch vor allem ii Der bisherigen unter ihr die gekommen sind. er. MW Vereine in n S iaus6iel® bchvn ilöer in billige >eil der richtert! ge. cc rz, ir ille alle' & Ul' !N, le-' ring >b l Heule Mvnwst- A7.immerntut7.en- UXbHchießennnd \ Bechernchleßen Dieailag-18 A., Probe IM Tonnerötag, den 21. ÜÜlril nidil Hotel Köhler, sondern Hotel HopselS. the v.Nagy S’!da$Selb= Stadttheater Gießen 3 t$r 97'iio'ritellu«9 EM»!.»»' Zum ernennmi ner Grane TdmuivielL ^Ssl itrno^> 57/ I Er. 90 Zweites Blatt Zwischen den Konferenzen. Außenpolitische Umschau. Don Dr. Otto Hoehsch, o. ö. Prof, der Geschichte an der Universität Äerlin. Der Fehlschlag der Londoner Konferenz war keine besondere Lieberraschung. Wird das für Tardieus llebcreifcr und seine sich sehr schnell in den Absichten immer enthüllende „Aktivität" eine Lehre sein? Wird aber diese Erfahrung. nicht die erste dieser Art, auch eine Lehre sur Macdonald und die englische Aufzenpolitik sein? Eine Lehre nämlich dahin, dost solche Konferenzen wirklich vorbereitet werden müssen? An der bemerkenswerten Cntschlie- fzung des „Groszen Rates" der faschistischen Partei in Italien sieht man iwas wir ja auch alle fühlen), wie sich aus solche Weife überhaupt Idee und Methode der internationalen Konferenzen abnuhen und alle Welt das Vertrauen darauf verliert. Aber was an ihre Stelle sehen? Der Gegensatz war und ist taktisch und sachlich. Frankreich wünscht eine Vier-Groß-Mächte- Konferenz, Deutschland «mit Italien) eine Reun-Mächte-Konferenz «Großmächte und Donaustaaten zusammen). Wesentlicher ist das, daß der französische Plan auf gemeinsame Aktion für und von Oesterreich-Lingam—T fchechoflowa- kei — Rumänien Jugoslawien ausgeht, der deutsche auf das gleiche für Oesterreich-Lingam - Rumänien—Jugoslawien- Bulgarien. Roch wesentlicher ist, daß Deutschlands« Interessen wirtschaftlicher, die Frankreichs und Englands finanzieller Art sind, (wenn wir von den politischen Hintergedanken Frankreichs einmal absehen). Aber bei der naturgemäsz nun einsct- zenden Schulderörterung zum Fehlschlag der Londoner Gespräche hat die „Times" jedenfalls anerkannt, dast der deutsche Vertreter in London „konstruktive Vorschläge" gemacht habe, und ihr Berliner Korrespondent stellte fest, dast Deutschland und Italien „sich noch niemals so nahe gestanden hätten". Run gehen in Gens die Gespräch? weiter, ober wir bleiben dabei, dast nach wie vor wirkliche Ergebnisse (wenn deren überhaupt zu erwarten find) por Beendigung der deutschen und französischen Dohlen nicht zu Stande kommen werden. Der Wahlkampf in Frankreich hat begonnen und hat knapp einen Monat Zeit. Tar- öieus Wahlprogramm ist nicht sehr ergiebig, hat vor ollen gar keine neuen fruchtbaren Gesichtspunkte, und sein Lob der Finanzpolitik steht mit der Finanzlage Frankreichs im Widerspruch. In- teressant war aus der Rede der Hinweis auf Erfolge der Austenpolitik und darin wieder der Sah, dast der Voungplan die Verbindung zwischenReparationen und Schulden gebracht habe und selbst das Hoovermoratorium diese Verbindung nicht habe lösen können. So bestimmt ist dos noch von keinem verantwortlichen Staatsmann ausgesprochen worden, wenn auch daraus Reues für die französische Taktik in der Schuldenfraqe nicht folgt. Dast Tardieus Austen- Politik ganz in der alten, starren, defensiven Weise weiterläust, trotz aller lebendigen Aktivität und allen Drängens nach sog. positiven 2d» jungen, hotte schon seine Rede vor dem Senat ^noch ausführlicher gezeigt. Im Wahlkampf spielt die Austcnpolitik eine groste, aber keine entscheidende Rolle, weil sich die Programme der Linken und der Rechten höchstens in den Formulierungen und Degrün» dungen, nicht aber in den tatsächlichen Forderungen unterscheiden. So wird der Wahlkampf vor allem in der Finanzfrage gemacht. Der bisherigen Mehrheit wird vorgeworfen, wie unter ihr die Finanzen Frankreichs heruntergekommen sind. Das ist nun nicht zu bestreiten. MAI«;« MM Vornan von 3- Schneider-Foerstl. Urheber-Rechtsschutz: Verlag D. Meister, Werdau. 0. Fortsetzung. Rachdruck verboten! Margret suchte nach einem Wort des Trostes für die verängstigte Frau und fand keines, das ihr tauglich erschienen wäre. Die Greisinnenstimme klang jetzt dicht vor ihr, dah sie unwillkürlich noch einen Schritt weiter zurücktrat. „Sie dürfen nicht glauben, Fräulein von Recklinhaufen, dast ich das billige, was mein Sohn an Ihnen verschuldet hat. — Mein Herz hat geblutet darüber. Denn für mich war er der Beste, Heiligste, in meinen Augen war er über jeden anderen erhaben. Das ist mein Recht als Mutter. — ilnb hätte ich ihn im Zuchthaus suchen müssen, meiner Liebe zu ihm hätte das keinen Abbruch getan. — Sagen Sie mir wenigstens das eine, ob er Ihnen Abbitte geleistet hat!" „Er hot es getan!" beruhigte Margret. Ein Aufatmen hob die Brust der Greisin. Wiederum zitterte ihre Stimme durch den Raum: „Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie das Verlangen gehabt, reich zu sein. Heute aber wünsche ich es. Bis zum letzten Pfennig würde ich Ihnen alles zu Füßen legen, wenn ich damit meinem Sohne Ihre Liebe erkaufen könnte." „Meine Liebe ist nicht käuflich", sagte Margret kühl. „Gott segne Sie für diese Worte, Fräulein von Recklinhaufen", ehe sich's diese versah, hatten zwei Frauenhände ihre Rechte emporgehoben und sie an einen bebenden Mund gedrückt, kiesten diese plötzlich los und hoben sich ihr gefaltet entgegen: „Was muh üf> tun, daß meinem Sohne Erbarmen wird?" Margret suchte nach Worten: „Es ist gar kein Grund gegeben, dah er hier seine Tätigkeit aufgibt und sich nach einem anderen Wirkungskreis umsieht. Ich habe ohnedies im Sinne, mich selbständig zu machen. — Da sind wir dann einander aus dem Wege." „Geht Ihr Erbarmen nicht weiter, Fräulein von Recklinhaufen?" Run brach die Frauenstimme in leisem Weinen. „Ist er nicht gut, mein Sohn? Lind treu? Lind tüchtig? — Wenn Sie ihm nur einen Funken Liebe entgegenbringen können — um Gottes Barmherzigkeit totllen, die er an Ihrer eigenen Mutter üben soll, haben Sie Mitleid mit ihm — und mit mir!" Margret wagte keinen Schritt mehr in den Lichtkreis frer Lampe zu setzen. Vor ihr kniete die 5rau am Boden und drückte den Körper an ihr weißes Gewand. Etwas in ihrem Inneren tat sich Hietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Montag, 18. April (952 Die Lieberschüsse und Reserven sind verbraucht. Das Rechnungsjahr zeigt ein Defizit im Haushalt, ist tatsächlich nicht im Gleichgewicht. Man must zu allerlei Schiebungen greifen. Die Finanzführung der Kammermehrheit und ihrer Finanzminister ist diskreditiert, und das verstärkt das Gefühl der Linficherheit überhaupt. Die Krise kommt in Frankreich nicht so sehr oder nicht im gleichen Maste von der wirtschaftlichen Seite her. sondern von der finanziellen. Man hat auch dort dos Gefühl, dast der Boden nicht mehr ganz sicher ist, und blickt nach E n g- lond, wo Währung und Finanzen sich poch anerkennenswert behaupten. Denn hier ist das Defizit des Staatshaushalts in einen Lieberschuh verwandelt, konnten die Schulden an Frankreich und Amerika zurückgezahlt werden. Das neue Budget kann vielleicht sogar mit Steuerermäßigungen, namentlich einer Herabsetzung der Einkommensteuer rechnen. Die Opferwilligkeit und Disziplin des englischen Steuerzahlers hat sich wieder einmal glänzend gezeigt. Sicher ist die Wirtschaftskrise damit durchaus ckicht überwunden und auch auf der Finanzlage ruht der Druck der ungelösten Schwierigkeiten der Reichspolitik und des internationalen Schuldenproblems. Aber hier in England zeigt sich schon, wieviel in der heutigen Krise das psychologische Moment bedeutet. Man hat wieder Vertrauen gefaßt. Man sieht, daß dieses Vertrauen dazu führt. Goldströme aus dem Ausland nach England zurückfließen zu lassen, sogar aus Indien, und dost darum das Pfund wieder langsam nach oben geht. So wenig die Wirtschaft eine Wendung zum Besseren zeigt, diese Rückkehr des Vertrauens ist doch sehr wertvoll. Man geht optimistischer an die Dinge, man ist vvr allem Frankreich gegenüber viel sicherer. Denn man braucht keine Angst vor jenen Drohungen der Bank von Frankreich mehr zu haben, durch Abzug ihrer Guthaben den englischen Kredit zu erschüttern. Insofern kam Tardieus übereifriger Vorstoß jetzt eben gut ein halbes Jahr zu spät. Cs scheint, daß England mit einem eigenen Vorschlag zur Lausanner Konferenz kommen will. Schon ist bekannt, daß es nicht damit rechnet, diese Konferenz werde eine endgültige Lösung bringen. Lind darin ist ja richtig, dast der entscheidende Schritt dafür von Amerika jetzt im Sommer ganz zweifellos noch nicht erwartet werben kann. Deshalb will man in England (so scheint der Plan von Sir John Simon zu fein, der wohl Herrn von Bülow in London noch angedeutet worden ist), eine vorläufige Verlängerung des Zahlungsaufschubes. dabei aber, was dos Reue ist, eine internationale Kommission, die feststellen solle, was Deutschland bisher tatsächlich gezahlt hat und wie hoch Frankreichs Ausgaben für den Wiederaufbau seiner zerstörten Gebiete tatsächlich gewesen sind. Der Plan ist noch nicht spruchreif genug, als dast er schon eingehend besprochen werden könnte. Die Gefahren, die in ihm für Deutschland liegen, leuchten ohne weiteres ein. so erwünscht uns an sich eine derartige Unter- suchung, die längst schon hätte in die Wege geleitet werden müssen, über unsere tatsächlichen Leistungen und Frankreichs wirkliche Wiederaufbau-Aufwendungen wäre. Das Vertrauen, das m England wiedergekehrt ist oder wiederkehren will, will in Amerika ganz und gar nicht kommen. Die Krise der Wirtschaft bessert sich nirgends und die Finanzlage wird schlechter und schlechter. Amerika hat keine Schuldenlasten aus dem Kriege und hat trotzdem jetzt eine Steuerpolitik machen müssen von einer auf, wie der Himmel brausten, aus dessen Wvlken- bergen plötzlich ein erlösendes Rauschen und Brausen kam. „Sie werden ihn Nicht verlieren!" Ihr Gesicht lag tief zu dem der Knienden herabgeneigt. „Sie werden ihn behalten dürfen. Ich werde mit ihm sprechen!" „Lim Gottes willen nicht! — Er würde es mir nie verzeihen, wenn er wüßte, daß ich für ihn gebeten habe!" „Dann nicht!" tröstete Margret. „Ich werde einen anderen Weg suchen, wie ihm zu helfen ist!" „Sie belügen mich nicht?" fragte die ©reifin, wollte aufs neue die Hände heben, fühlte sich aber mit aller Kraft emporgehoben und in einen Stuhl gedrückt und legte den erschlafften Körper haltsuchend gegen die Rückenlehne. „Rein, ich belüge Sie nicht", versprach Margret. „Wenn er morgen zu Ihnen kommt, ist alles bereits geregelt. — Sie dürfen Vertrauen zu mir haben. — Doktor Wander wird seine Stellung hier nicht aufgeben. Für die Kolonien ist er zu schade." „Aber lieben, nicht wahr, Fräulein von Reck- linhausen, lieben können Sie meinen Sohn nicht?" lallte die scheue Stimme zu ihr auf. Sie sah das schwache Lächeln in Margrets Gesicht und hörte den etwas zögernden Klang aus deren dunklem Alt: „Ich muß erst mit mir selbst ins Reine kommen. — Morgen werden Sie auch das erfahren. — Jetzt muh ich zu meinen Patienten. Kommen Sie recht gut nach Haufe. Lind sorgen Sie sich nicht. Es wird sicher alles recht! — Gute Rächt! — Auf Wiedersehen!" Sie führte Wanders Mutter selbst noch bis in das Treppenhaus und wartete an der Pforte, bis die Klinke hinter ihr einschnappte. Eine Weile stand Margret reglos. Sie hatte ein Versprechen gegeben, von dem sie selbst nicht einmal wußte, ob es sich verwirklichen ließ. Rur über das eine bestand fein Zweifel mehr: Sie liebte ihn. Der Himmel schien offenzustehen! Aus tausend Bronnen quoll das belebende Rah und verströmte eine erfrischende Kühle in die dumpfe Luft der Säle, die von dem gedämpften Licht der Racht- ampeln erhellt waren. Das Brausen und Klat- schen, das gegen Simse und Giebel schlug, hatte die kleinen Kranken zuerst geängstigt. Run aber neigte sich, bald da, bald dort, ein Köpfchen zur Seite und schlief in wohligem Ermüdetsein in wonnesame Träume hinüber Margret beendete ihren Rundgang und blieb dann vor dem Zimmer stehen, in welchem sich der Chefarzt aufzuhalten pflegte. Roch nie in ihrem Leben war sie so verzweifelt ratlos gewesen. Wohl über ein Dutzend P'ön' bette ri? schon erwogen, aber bei näherem Besehen er- i Scharfe, die der deutschen gar nichts nachgibt. Aoch im August vorigen Jahres hatte Hoover erklärt, er sehe keinen Grund, die befchlossenen Steuerherabsetzungen wieder rückgängig zu machen. Er. wie der Schaysekretär. haben natürlich die schwierige Lage gesehen, aber nicht den M u t gehabt, neue Steuern zu f o r b € r n. Run war ein Riesendefizit da. und das Repräsentantenhaus hat nht 327 gegen 64 Stimmen die Erhöhung von Steuern rund um 1 Milliarde Dollar (— 4 Milliarden Mark!) angenommen. Der Kongreß ist durchaus kapitalistisch gestimmt und hat trotzdem zu diesen Steuererhöhungen greifen müssen, mit denen übrigens auch em Behördenabbau und eine Reorganisation der Verwaltung zu Sparzwecken einhergehen sollen. Diele Steuerbelastung geht bereits über die der Kriegszeit hinaus. Den Kredit Hoovers und seiner Partei wird das nicht heben und im Senat wird sicher leidenschaftlich darum gekämpft werden. Das ist ja nun eben das Schwerste in der Weltkrise. was auch bei den Londoner Beratungen über die Donaufrage und bei den weiteren Genfer Besprechungen auf europäischer Seite besonders empfunden wird: die beinahe katastrophale, immer schwieriger werdende Wirtschafts- und Finanzlage Amerikas. Ratürlich kam S t i m s o n jetzt nach Genf nicht nur. um einige Wochen die Ab- rustungstommisfion zu leiten, sondern um auch in der Schulden frage und in der Finanz f r a g e mindestens sich zu orientieren. Wir können an den Ernst der amerikanischen Abrüstungswünsche, die, wie Hoover erneut betont bat. aus Rüftungsbegrenzung im allgemeinen und im besonderen für die Angriffswaffen geben, durchaus glauben. So herum suchte Hoover ja längst zu Ergebnissen zu kommen und beides zugleich voran zu treiben, die Finanzfrage wie die Abrüstungsfrage, und aus diese Weife wiederum den Boden für Zugeständnisse in der Schuldenfrage zu lockern, deren Llnvermeidlichkeit er längst begriffen hat. Aber immer mehr muß er sehen, daß er nicht die nötige Kraft dahinter gefetzt hat. als er noch möglich war So wird Simson zwar wiederum, wie bei seinem vorjährigen Aufenthalte in Europa, sich von dem großen Ernst der Lage in Europa überzeugen. Aber wir wissen von vornherein, daß das irgendwie Wesentliches an der. heutigen Gesamt - Haltung Amerikas nicht ändern wird, nicht ändern kann. Mit Recht klagt Europa d i e Starrheit Frankreichs in der Schuldenfrage an. aber ebenso mit Recht kann es sagen, daß die amerikanische Politik in dieser Frage durchaus nicht aus der Höhe war und ist. 1900-23f8.1:2 (0:1). VfB. siegt verdient. Das ist das Bemerkenswerteste daran: die DfBer siegten verdient. Der Sieg tarn unerwartet, ergab sich aber aus dem Spielverlauf mit nahezu Selbst- Verständlichkeit. Die Ueberraschung war trotzdem allgemein. Einen großen Teil der Ueberraschung bedeutete anderseits dos fast völlige Versagen der 1900er. Die Blauweißen lieferten eines ihrer schlechtesten Spiele in diesem Jahre. Die DfBer waren besser als sonst, einheitlicher, wuchtiger und eifrig. Dazu voll des Selbstvertrauens. Voll des Willens zum Sieg. Vollends dann, als sie sahen, dah mit den Blauweihen nicht allzuviel los war. Die Mannschaften traten mit geringfügiger Aen- deruna in der am Freitag genannten Aufstellung an. VfB. war durch Balser: Leutheuser, Bingel: Feuster, Kreß, Knaus: Ritter, Lehrmund, Haupt, Seibel und Wagner vertreten: 1900 schickte Schlarb: Jäckel, Zeiler: Henrich, Heilmann, Glitsch: K. Schmidt, Goebel, Wilhelmi, Arnold und Lippert ins Feld. Für beide Vereine bedeutete diese Ausstellung das stärkste, was gestellt werden konnte. Etwa 1500 Zuschauer fanden sich zu diesem Spiele ein. Es wurde ein spannender Kampf geboten, der sich allerdings nicht auf großer sportlicher Höhe bewegte. Man sah viel fehlerhaftes Spiel. Das Kombinationsspiel besonders von feiten der 1900er ließ sehr zu wünschen übrig. Einheitliche Aktionen sah man selten, klare Angriffe kamen wenig zustande, die Ballbehandlung ließ bei Spielern beider Mannschaften die nötige Eraktheit vermissen. Man beschränkte sich gegenseitig auf Zerstörungsarbeit, spielte dabei oft reichlich hoch, so daß der Zusammenhang unter den Spielern verloren gehen mußte. Lediglich verschiedene Einzelleistungen vermochten zu begeistern. Erwähnenswert ist, daß 1900 die technisch bessere Mannschaft stellte, die aber leider den Offensivgeist zu Hause gelassen hatte und höchst unproduktiv spielte. Die Grünweißen dagegen spielten von Anfang an auf Sieg. Wuchtiger, vor allem aber eifrig genug, um für einen Sieg die Voraussetzungen zu schaffen. Das Tor der 1900er resultierte aus einem Elfmeterball. Das Strafstoßverhältnis lautete auf Grund der massiven Spiel- weise, die fich J)ie Grunweihen angelegen fein ließen, für den Sieger wenig günstig, obwohl das Spiel im allgemeinen fair ausgetragen wurde und sich niemand ernsthaftes zu Schulden kommen ließ. Wingenfeld (Fulda) griff aber auch von An fang an durch. Unter feiner korrekter Leitung bedeuteten Fouls die akute Gefahr, herausgeftellt zu werden. (Der sich keiner der Spieler ausfeften wollte ...) -So verlief das Spiel dank der vorzüglichen Schiedsrichterleitung ohne ernsteren Zwischenfall. Auch das Publikum war brav. Oer Gpielverlanf. Der Spielverlauf sah die beiden Mannschaften zunächst reichlich aufgeregt. Es dauerte geraume Zeit bis man fich fand. Die 1900er hatten eher Kon- takt. Die Platzbesitzer arbeiteten infolgebeffen eine Feldüberlegenheit heraus, die vom Publikum zunächst als selbstverständlich und erwartet hingenoin- men wurde. In der 2. Minute ging bereits ein Strafstoß über das VfB -Tor: 3 Minuten später stoppte Bingel einen gefährlichen Angriff. In der 6. Minute ging wiederum ein Ball nach lauer Abwehr der VfB -Verteidigung über das Tor. Die Grünweißen fanden sich nun besser, die Ueberlegen- heit der 1900er hielt aber noch an. Goebel brachte einen sauberen Schuß an, der aber von Balser gehalten wurde. 2 Minuten später mußte Balser wieder eingreifen, denn aus einer Ecke ging ein Schuß wieder gefährlich auf das Tor. In der 17. Minute brachten die VfBer einen schönen Angriff nach vorne, der aber von der gegnerischen Verteidigung dadurch gestoppt wurde, daß der Ball ins Aus getreten wurde. In der 25. Minute fiel das 1. Tor. Wagner flankte zu Ritter und dieser verwandelte in fabelhafter Manier durch Kopfball. Großer Jubel herrschte auf der Waldseite. Der Rest der 1. Halbzeit stand im Zeichen gleichoerteilten Spieles. Mit 1:0 für VfB. wurden die Seiten gewechselt. Rach der Pause eröffneten die Gaste eine Offensive auf das Tor der 1900er. Die Bälle gingen aber stets daneben. Die Blauweißen schafften sich wiesen sie sich sämtlich als unbrauchbar. Sie fand keine Möglichkeit, das Versprechen, welches sie der verängstigten Frau gegeben hatte, eirrzulöfen. Cs war auch keines der Kleinen so bedenklich krank, daß es nötig gewesen wäre, ihn rufen zu lassen. Je weiter die Rächt vorrückte, desto größer wurde der Zwiespalt in ihr. Das, was sie zu- aesagt hatte, erschien ihr außer jeder Möglichkeit der Erfüllung. Sonst pflegte sie sich, wenn sie Rachtdienst hatte, etwas auf die Ottomane des Zimmers zu legen, das den Aerztinnen zugewiesen war. Heute fand sie keine Minute Ruhe. Rebenan lag Doktor Wander und schlief wahrscheinlich. Die schwere Operation, die er am Rachmittag auszuführen gehabt hatte, war sicher nicht spurlos an seinen Rerven vorübergegangen. Lind hier drüben war sie und zermarterte sich das Gehirn, wie ihm unö der armen Frau zu helfen war. Cs ging schon gegen vier Llhr früh, als sie das drittemal den Rundgang durch die Säle antrat. Ihr Kopf hämmerte. Es war unklug gewesen, ein solches Versprechen zu geben. Run drückte es, wie tausend Fesseln nicht zu drücken vermocht hätten. Lind sie sand nichts und nichts, was sie hätte tun können, ihr Wort einzulösen. Run war es sogar Zorn, was sie für ihn empfand, weil er diese Lage geschaffen hatte. Müde und zerschlagen ging sie nach ihrem Zimmer zurück. Kurz nach sechs Llhr hörte sie ihn das seine verlassen. Die Tür klappte leise. Dann ging fein Schritt den Korridor entlang, die Treppe hinab. Ein Schrecken ohnegleichen durchfuhr sie. Er hatte sich ablösen lassen. Sonst pflegte er nicht vor sieben Llhr wegzugehen. Run war auch die letzte Möglichkeit, mit ihm zu sprechen, vorüber. Die Frist, sich zu entschließen, war abgelaufen. Lind irgendwo in der Riesenstadt wartete die Frau, der sie versprochen hatte, daß sie den Sohn behalten und nicht an die Fremde verlieren sollte. „Sie belügen mich nicht?" hatte sie gefragt. Es war nichts als billiger, wertloser Trost gewesen. den sie ihr gegeben hatte. Als um sieben Llhr die Stunde der Ablösung für sie schlug, winkte sie unten auf dem freien Platze einem Auto. In rascher Fahrt trug es sie dem Zentrum zu. Wenn sie in der nächsten Viertelstunde keine Lösung fand, war es das erstemal in ihrem Leben, daß sie ein Wort, welches sie gegeben hatte, brechen muhte. • Doktor Wander war zu Haufe todmüde in fein Wohnzimmer getreten, hatte rasch seinen Kaffee, welchen ihm die alte Haushälterin brachte, bin- untemestürzt und sich dann auf das Bett geworfen. So durfte das nicht weitergehen. <3r hatte gefühlt, wie ihm gestern bei der Operation die Hände zitterten. Das konnte sich eines Tages in fürchterlicher Weise rächen. Wenn man anderer Leben zu verantworten hatte, verlor das eigene an Wert und Wichtigkeit. Jetzt für den Augenblick galt es. die schreckliche Erschlaffung, die ihn umklammert hielt, durch eine Stunde Schlafes zu beseitigen. Dann kam das Gesuch an die vorgesetzte Stelle um seine Entlassung aus der Klinik. Dann noch die Fahrt zur Mutter. Drüben auf seinem Schreibtisch rasselte das Te- kephon. — Mochte es! — Er hörte, wie seine Haushälterin in den Apparat sprach: „Der Herr Doktor hat sich eben zur Ruhe gelegt! Ja! — Er war die ganze Rächt im Krankenhaus. — Dringend? Sv? Dann werde ich ihn also wecken." Er sah schon zur Hälfte aufrecht. „Herr Doktor, dringend!" Ein weißer Kopf streckte sich zur Türe herein und verschwand wieder. Er nahm sich nicht einmal Zeit, in seinen Rock zu schlüpfen. In Hemdärmeln stand er vor dem Apparat und setzte den Hörer ans Ohr. „Hier Doktor Wander." „Menschenskind. du bist der größte Duckmäuser unseres Jahrhunderts!" „Swensen. du?" Die Stimme im Apparat schnitt ihm jedes weitere Wort ab. „Ich stehe direkt Kopf! Meine Frau lacht, wie ich sie schon lange nicht mehr lachen gehört habe. Lind Schwester Lenore weint sich die Augen rot. — Schließlich kann ich dich hier am Apparat nicht gut an den Haaren schütteln. — Aber meinen Glückwunsch nimm, alter Knabe! Das heiße ich, seinen Freunden eine Lieberrafchung bereiten." „Swensen!" Wander dachte nichts anderes, als daß es nicht ganz richtig in dessen Kopf aussehen müsse. „Ach was! Such dich jetzt nicht rauSzubeißen", lachte es durch die Drähte. „Wann ist es dir denn angenehm, daß wir kommen? — Wie du jetzt schlafen kannst, ist mir schleierhaft! Das bringt nur ein Arzt fertig. — Alfo auf Wiedersehen! Lind tausend Wünsche auch von meiner Frau und Lenore! — Aus Wiedersehen!" Wander griff fich an den Kopf und suchte sich klar zu werden. Vielleicht war er mit einem Titel bedacht worden! Sanitätei- ober Medizinal - rat. Er hatte nie darnach geschielt. Man war nicht einen Kreuzer mehr wert, als man vor sich selbst bei ehrlichster Erforschung blieb. Ihn deswegen aus dem Schlaf zu reißen, war wirklich nicht der Mühe wert gewesen. Er ging in fein Zimmer hinüber und ließ die Rolläden noch etwas tiefer herab, als' draußen im Flur die Klingel einen Generalwirbel fchlug (Fonsetzung folgt.) jedoch bald wieder nach vorne und Balser hatte Gelegenheit, seine Geistesgegenwart zu beweisen. Lippert gab später einen scharfen Ball in die linke untere Ecke. Der VfBcr hielt hervorragend gut. Die Grünweißen rückten vorübergehend stark auf, mußten die Führung im Feldspiel aber bald wieder den Plotzbesitzern überlassen. Arnold verschoß einen Strafstoß aus aussichtsreicher Position an der Strafraumgrenze. Die 1900er hatten auch weiterhin verschiedene Torchancen, die allerdings nicht ausgenützt wurden. In der 20. Minute kamen die VfBer durch Lehrmund zum zweiten Tor. Lehrmund verwandelte in entschlossenem Nachschuß, vorbei an Schlarb, der sein Tor verlassen hatte, zum zweiten Erfolg. Wenig später entwickelten sich aber vor dem VsBer-Tor einige höchst kritische Situationen; die Verteidigung klärte aber immer wieder. Die 1900er drückten weiter, waren aber verschiedentlich unbegreiflich hilflos und ließen sich immer wieder die Bälle nehmen. Bald darauf gab der Schiedsrichter einen Elfmeterball für 1900, der von Henrich gut getreten wurde. Balser berührt das Leder wohl, es entglitt ihm jedoch und ging ins Netz. Die Blau- weißen strengten sich für den kurzen Rest der Spiel- zeit noch einmal an, zum Ausgleich reichte es aber nicht mehr. Etwas matt klang das Spiel aus. Kritik der Mannschaften. Das Spiel hat die Verteidigung des VfB. gc- wonnen. Balser, Bingel und Leuthcuser standen wie eine Mauer, gegen die die 190er immer wieder und meist vergeblich anrannten. Balser war im Tor ausgezeichnet. In der Läuferreihe gefielen besonders Kreß und Knaus. Kreß wurde wenig angegriffen. Knaus war eifrig, dabei verhältnismäßig sicher. Im Sturm gefiel Haupt durch seine technische Arbeit, die immer mehr Aufbauarbeit war. Seibel war sehr aktiv und ging energisch vor. Einheitliche Arbeit war allerdings im VfB.-Sturm selten zu sehen. Lehr- mund, Ritter und Wagner teilen ihre Pflicht. Das, was an Technik fehlte, wurde von der Mannschaft durch anhaltenden Eifer ersetzt. Das gab, wie schon erwähnt, den Ausschlag. Die 1900er gefielen weniger gut. Vor allem bereiteten sie ihren Anhängern eine schwere Enttäuschung. Wenn sie sich auch im Feldspiel eine stetige leichte Ueberlegenheit sichern konnten und den gegnerischen Tormann immer etwas mehr beschäftigten, so ließen sie doch vieles von dem vermissen, was man zu sehen von der Mannschaft gewohnt war. Bedenklich litt das Spiel darunter, daß Heilmann bald nach Beginn sieb wieder eine Verletzung am Fuß zuzog und ziemlich ausfiel. Im Tor brauchte Schlarb nicht allzuviel zu beweisen. Zeiler und Jäckel boten nichts Außergewöhnliches. In der Läuferreihe war Glitsch sehr gut. Henrich war nicht so, wie sonst. Im Sturm versagte Arnold fast vollständig. Hier war ' Goebel der Beste. Lippert war auch nicht auf gewohnter Höhe. Er mußte auf drei verschiedenen Plätzen Dienst tun. Eine Lehre brachte das Spiel: Die Mannschaften scheinen sorgfältigeres Training nötig zu haben. Es genügt nicht, daß die Mannschaften Sonntag für Sonntag von Wettspiel zu Wettspiel eilen. Wettspiel kann Training nicht ersetzen. Die Unsicherheit am Ball wirkt sich über das ganze Spiel aus. Die Kombination fußt auf der Ballbehandlung. Eine größere Zuschauergemeinde, eine Sportgemeinde, die nicht nur zum Lokaltreffen kommt, kann nur durch bessere Leistungen gewonnen werden. Solange es nicht anders wird, müssen die Vereine mit 400 Zuschauern pro Sonntag zufrieden sein. Günther Groenhoff erhält den Nehring-Gedächtnispreis. Der vom hessischen Staatspräsidenten Adelung im vergangenen Jahre zur Förderung des deutschen Segelflugwesens und zu Ehren des bekannten Darmstädter Fliegers Johannes R e h - ring an dessen Todestag gestiftete Wanderpreis „Aehring-Gedächtnispreis" wurde heute, am 16. April, dem Tage, an dem vor zwei Jahren Johannes Rehring den Tod fand, zum erstenmal vergeben. Aach der Ausschreibung der Rhön- Aossitten-Gesellschaft ist der Preis für denjenigen deutschen Flieger bestimmt, der im letzten Jahre die höchste anerkannte Höhe über dem Start mit einem motorlosen Flugzeug erreicht hat. $>cr Ehrenpreis, eine schöne Arbeit des Darmstädter Bildhauers Adam Antes, wurde dem bekannten Segelflieger Günther Groenhoff zuerkannt. Staatspräsident Adelung beglückwünschte Groenhoff in einem Schreiben herzlich zu dem Preis, den er durch hervorragendes Können und unermüdliches Streben den zahlreichen Ehrungen der letzten Monate angereiht habe. Bezirks-Geräteweitkampf in Heuchelheim. Bei dem Winter-Geräte-Wetturnen, das der 2. Bezirk des Gaues Hessen am Sonntag zu Heuchelheim durchführte, errangen den ersten Sieg in der Turner, stufe im Neunkampf Karl Seipp, Tv. Großen- Linden, in der Jugend-Oberstufe im Achtkampf Kurt Faber, To. Großen-Linden, und Heinrich Rinn, Tv. Heuchelheim, in der Jugend-Unterstufe im Siebenkampf Otto Röhrsheim, To. Krofdorf, in der Schülerstufe im Siebenkampf Hermann Sch arge, Tv. Großen-Linden. Wirtschaft. Oer Reichsbankstaius Mitte April. Berlin, 18. April. (WTB. Funkspruch.) Aach dem Ausweis der Reichsbank vom 15. Avril hat sich in der zweiten Aprilwoche die gesamte Kapitalanlage der Dank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten um 151,7 Millionen auf 3 486,6 Millionen Reichsmark verringert. Im einzelnen haben die Bestände an Handelswechseln und -Schecks um 150.0 Millionen auf 3020,6 Millionen Reichsmark, die Reichsschatzwechsel um 0,4 Millionen auf 3,3 Millionen Mk. und die Lombardbestände um 1,3 Millionen auf 99,1 Millionen Mk. abgenommen. An Reichsbanknoten und Rentenbankscheinen zusammen sind 89,0 Millionen Mark in die Kassen der Reichsbank zurückgeflossen, und zwar hat sich der Umlauf an Reichsbanknoten um 85.3 Millionen auf 4000,4 Millionen Mark, derjenige an Rentenbankscheinen um 3,7 Millionen auf 402,6 Mill. Mk. verringert. Dementsprechend haben sich die Bestände der Reichsbank an Rentenbankscheinen auf 24,6 Millionen Mark erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 384,4 Millionen Mk. eine Zunahme um 14,2 Mill. Mark. Die Bestände an Gold und deckungs- fähigen Devisen haben sich um 32,7 Millionen auf 987,8 Mill. Mk. vermindert. Im einzelnen haben die Goldbestände um 19.0 Millionen auf 859.8 Mill. Mk. und die Bestände an deckungsfähigen Devisen um 13,7 Millionen auf 128,0 Mill. Mk. abgenommen. Die Deckung der Roten durch Gold und deckungsfähige Devisen beträgt 24,7 Prozent gegen 25 Prozent in der Borwoche. Wochenbericht vom Frankfurter Produktenmarkt. Am Roggenmarkt war das Geschäft in deutschem Roggen am freien Markt infolge des knappen Angebots zwar nicht groß, doch wurden höhere Preise bezahlt, als die amtliche Notiz mit 225 Mark per Tonne anzeigt. Beim Roggen hält man die Versorgung bis zum Ende des Wirtschafts, jahres für ausreichend, falls natürlich nicht etwa hier eine besonders starke Verringerung der zweit- händigen Bestände eingetreten ist. Am Braugerstenmarkt beschränkte sich das Geschäft »weiter nur auf kleine Abrufe der Brauereien. Die Tendenz muß jedoch als fest bezeichnet werden; die Notiz erhöhte sich um 5 Mark auf 195 bis 200 Mark per Tonne. In Futtergerste blieb das Geschäft , lebhafter, und man zahlte beinahe dieselben Preise, wie für Braugerste. Die stetigere und. festere Grundstimmung am Hafermarkt hielt weiter an. Der Haferpreis blieb bei mäßigem Angebot und guter Konsum- Nachfrage mit 162,50 bis 170 Mark per Tonne un- verändert. Das M e h l g e s ch ä f t hat in der abgelaufenen Woche keine besondere Belebung erfahren. Das Roggenmehlgeschäft war stetig, jedoch bei etwas nachgebenden Preisen. Es notierten in RM. per dz: Weizenmehl südd. Spez. 0 mit Austauschweizen 39,25 bis 40,25, do. Sondermahlung 37,50 bis 38,50, Weizenmehl Niederrhein. Spez. 0 mit Aus- tauschweizen 39,25 bis 40, do. Sondermahlung 37,50 bis 38,25, Roggenmehl, 70prozentige Ausmahlung, 29,25 bis 30,25. Der Kartoffelmarkt lag [ef)r ruhig und die Preise um 10 bis 15 Pf. per Zentner niedriger. Industriekartoffeln hiesiger Gegend per 50 Kilogramm bei Waggonbezu^ 3,15 bis 3,20 Mark. * D i e Indexziffer der Großhandelspreise. Die vom Statistischen Reichsamt für den 13. April berechnete Großhandelsindexziffer ist mit 98,5 gegenüber der Vorwoche fast unverändert. Die Indexziffern der Hauptgruppen lauten: Agrarstoffe 94,9 (plus 0,2 o. H.), Kolonialwaren 88,3 (unverändert), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 89,3 (minus 0,2 v. H.) und industrielle Fertigwaren 119,7 (minus 0,1 v. H.). Frankfurt still und uneinheitlich. F r a n t f u r t a. OT, 18. April. (WTB. Draht- meldung.) Die erste Börse der neuen Woche eröffnete in meist etwas schwächerer Haltung. Der schwache Schluß der Neuyorker Börse blieb fast ohne Einfluß; dagegen verstimmte die Zahlungseinstellung des Deutschen Kreditvereins. Vom Publikum lagen keine Orders vor, auch sonst fehlte es an Momenten, die die Börse hätten anregen können. Die Spekula- tion übte starke Zurückhaltung- wohl auch im Hinblick auf die bevorstehenden Preußen- wählen. Bei sehr kleinem Geschäft war die K u r s- g e ft a 11 u n g gegenüber dem Wochenschluß u n • regelmäßig. Auf einigen Marktgebieten kam Angebot heraus, das nur zu ermäßigten Kursen untergebracht wurde. Vor allem waren IG. offeriert und 2,5 v. H. niedriger. Anscheinend hat der nur 7-v. H.-Dioibenbenoorschlag und der geringe Rückkauf von eigenen Aktien beim Publikum Verkaufsneigung ausgelöst. Am Elektromarkt war die Kursbildung sehr uneinheitlich. Während Elektrische Lieferungen 3 v. H. anzogen und Licht & Kraft gut behauptet waren, gingen Siemens um 2,5 v. H., AEG. um 1,75 o. H. und Schuckert und Gesfürel um je 1 v. H. zurück. Montanaktien lagen im großen und ganzen ziemlich unverändert. Von Braunkohlenwerten verloren Rhein-Braunkohlen 5 v. H. Laurahütte erschienen mit Plus-Plus-Zeichen. Schiffahrtswerte hatten Veränderungen um Bruchteile eines Prozents nach beiden Seiten. Von Nebenwerten zogen Süddeutsche Zucker 0,5 v. H. an, Holzmann und Waldhof blieben gehalten, Reichsbank lagen unverändert. Am Anleihenmarkt gingen Altbesitz erneut, um 1 v. H. zurück. Von fremden Werten zogen Rumänen leicht an. Gold- und Liquidationspfandbriefe waren weiter gefragt und höher. Von Industrieobligationen blieben Stahlverein behauptet. Nach den ersten Kursen stellten sich, ausgehend vom Elektromarkt, überroiegertb kleine Besserungen ein, die jedoch im Verlaufe nicht behauptet blieben. IG. gingen von 86,75 auf 86 zurück. Reichsbank gaben 1 o. H. und Gelsenkirchen 0,75 v. H. nach. Elektroaktien konnten sich dagegen behaupten. Die Umsatztätigkeit ging auf ein Minimum zurück. Berlin schwächer, dann uneinheitlich. B e r l i n, 18. April. (WTB. Funkspruch.) Der erste Tag der neuen Woche brachte an der Börse eine etwas schwächere Tendenz, da die Schalterschließung der Deutschen Kreditoerein AG., Berlin, einige Unsicherheit ausgelöst hatte. Die Wirkung zeigte sich in einer J’tärferen Zurückhaltung der Spekulation, zumal die Unternehmungslust durch das enttäuschende Farben-Communiqus und den matten Schluß der Neuyorker Samstag- börse an sich schon gelitten hatte. Auch die Ende der vorigen Woche erlassene Verordnung über das Effet- tengeschäft mit dem Auslande wirkte geschäftshemmend. Im Publikum scheint sich aber trotz des ungewissen Ausganges der Preußenwahlen etwas Kaufneigung zu erhalten, und besonders die Nebenwerte und reinen Kaffapapiere lagen auf kleine Anschaffungen ziemlich freundlich. Nur vereinzelt waren an diesen Märkten Verluste von mehr als 1 v. H. festzustellen, während Farben, Siemens und Kaliaktien 2 v. H. und etwas darüber oer- loren. Rheinische Braunkohlen gaben sogar um 3 vH. nach. Im Verlaufe war die Kursgestaltung uneinheitlich. Schultheiß hatten bei etwas lebhafterem Geschäft eine Aufwärtsbewegung um 3 v. H. zu Der- zeichnen, konnten sich aber dann nicht behaupte^ und gingen um 2 v. H. unter den höchsten Stand zurück. Farben und Siemens konnten sich um 1 bis 1,5 v. H. erholen, während Rheinische Braunkohlen erneut 1 v. H. einbüßten. Im übrigen betrugen die Veränderungen nach beiden Seiten nur bis zu 1 v. H. Der Reichsbankausweis für die zweite Aprilwoche beeinflußte die Haltung der Börse in wenig günstigem Sinne. Die Verminderung der Gold- und Devisenbestände um 32,7 Millionen verstimmte, da dies eine Verschlechterung der Deckung gegen die Vorwoche um 0,3 v. H. auf 24,7 v. H. zur Folge hatte, denn die Notenrückflüsse betrugen nur 89 Millionen Reichsmark. Deutsche Anleihen waren etwas schwächer, besonders Altbesitz gingen um mehr als 0,5 v. H. zurück. Ausländer waren ziemlich unverändert, Ana- toller lagen schwächer. Pfandbriefe waren nach ruhiger Eröffnung etwas angeboten und leicht abbröckelnd. Industrieobligationen gaben im Einklang mit den Aktienmärkten überwiegend etwas nach. 8-v. H.-Hoesch-Obligationen eröffneten 3 v. H. höher. Reichsschuldbuchforderungen blieben gut behaupte!. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 18. April. Die Frankfurter Getreidebörse eröffnete die neue Woche in recht fefter Tendenz. Das Angebot in Inlandbrot- getreibe war weiter knapp, was besonders am Weizenmarkt zu beobachten war. Hiervon ausgehend konnten auch die übrigen Märkte leicht anziehen. Die Mühlen traten etwas stärker als Käufer auf, da sie weitere Deckungen vor der Veröffentlichung der Vermahlungsquoten vornehmen. Am Mehlmarkt war das Geschäft ruhig, die Preise für Weizenmehl (Sondermahlung) haben eine Erhöhung von 1 Mark erfahren. Futterartikel lagen zwar ruhig, aber recht fest. Es wurden notiert: Reizen 267,50—270, Roggen 225, Sommergerste für Drauzwecke 195—200, Hafer 165—172,50, Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 mit Austauschweizen 39,25—40,25, Sondermahlung 38,25—39,50, Weizenmehl, niederrh. mit Austauschweizen 39,25—40, Sondermahlung 38,25—39,25, Roggenmehl 29—30, Weizenkleie 10,85—11, Roggenkleie 11-11,25, Erbsen 26-35, Linsen 24—52, Heu 5—5,25, Weizen- und Roggenstroh, drahtgpreßt 4,75, gebündelt 4,75, Treber, getrocknet 12,25—12,75. Tendenz: stetig. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 18. April. Auftrieb: 1332 Rinder; darunter 325 Ochsen, 110 Bullen, 476 Kühe, 360 Färsen. 686 Kälber, 43 Schafe, 4530 Schweine. Es notierten: Rinder. Ochsen: voll- fleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts: 1. jüngere 32 bis 35, 2. altere 28 bis 31, sonstige vollfleischige (jüngere) 24 bis 27; Bullen: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 27 bis 31, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 23 bis 26; Kühe: jüngere, voUfleischige, höchsten Schlacht- Werts 25 bis 27, sonstige Vollfleische oder aus- aemästete 22 bis 24, fleischige 16 bis 21; Färsen (Kalbinnen, Jungrinder): vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 32 bis 35, vollfleischige 28 bis 31, fleischige 24 bis 27. Kälber. Beste Mast- und Saugkälber 40 bis 44, mittlere Mast- und Saugkälber 35 bis 39. geringe Kälber 30 bis 34. Schweine. Bollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 38 bis 40, vollfleischige Schweine von etwa 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 36 bis 40, vollfleischige Schweine von etwa 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 36 bis 40, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 33 bis 38. Marktverlauf: Rinder mäßig rege, nahest ausverkauft, Schweine ruhig, ausverkauft, Kälber und Schafe mittelmäßige geräumt. Frankfurter Eiermarkt. Frankfurt a. M., 16. April. Obgleich die Zufuhren von frischen Eiern weiter im Zunehmen begriffen sind, machte sich in den ersten Tagen der abgelaufenen Woche im Hinblick auf die am 18. d. M. in Kraft tretende Handelsklassenverordnung, die bekanntlich die Stempelung Vorsicht, von seiten des Groh- und Einzelhandels verstärkte Rachfrage bemerkbar, weil die Vorräte noch zu alten Bedingungen verkauft werden dürfen. Am Ende der Woche war es jedoch wieder merklich ruhiger, da der Absatz an den Konsum -weiter schwach blieb. Deutsche Frischeier lagen 0,25 Pf. höher, im übrigen blieben die letzten Preise unverändert. Es notierten ab loco Frankfurt per Pfennig je Stück: Bulgaren 5,75 bis 6, Jugoslawien 5,5 bis 5,75, Rumänen 5,5 bis 5,75, Holländer 5,5 bis 7, Dänen 5,5 bis 7, Flandern 6 bis 6,25, deutsche Landeier 6,60 bis 6, deutsche Frischeier 5,75 bis 7,25. Aus dem Mainzer Siadirat. Fortsetzung des Theakerbekriebes. — Zusammenschluß der Mainzer und Wiesbadener Gaswerke angenommen. Mainz, 16. April. (WSN.) In der heutigen' Stabtratssitzung mürbe die Fortführung be 5 Theaterbetriebes in allen Svielgattungen für bie Spielzeit 1932/33 beschlossen unter der Voraussetzung, daß aus städtischen Mitteln kein höherer Betrag als 350 000 Mk. zur Verfügung gestellt zu werben braucht. Der-» Bürgermeister und ber Intenbant wurden ermächtigt, bie ersorberlichen Verträge obzuschließen. Dem Zusammenschluß der Mainzer und ber Wiesbabener Gaswerke stimmte der Stabtrat gegen vier Stimmen zu. Der Vorsitzende des Finanzausschusses Appel führte zu diesem Punkte aus, bie gemeinsame Arbeit hätten Mainz und Wiesbaden dazu geführt, alles Trennende beiseite zu lassen und selbst durch die Ueberfpringung ber Lanbesgrenzen in gemeinsamer Zusammenarbeit Vorteile für ihr Wirtschaftsgebiet herauszuholen. Durch bie Zusammenarbeit würden 1,3 Millionen Mark erspart, ber G a s p r e i s könne um 3 Pfennig gesenkt werden. Rundfunkprogramm. Dienstag, 19. April. 7.20: Frühkonzert auf Schallplatten. 12.00: Konzert der Kapelle Berndt Buchbinder. 13.00: Von Köln: Mittagskonzert. 15.20 bis 15.50: Haus- frauen-Rachmittag. 17.00: Musikalische Jugendstunde des Philharmonischen Orchesters Stuttgart. 18.25: „Zum 50. Todestag von Charles Robert Darwin", Vortrag von Dr. Ernst Müller. 18.50: Mannheim: „Ein Sportarzt gibt Auskunft". 19.30: „Der Mann ohne Ausweis." Eino Erzählung aus dem Berliner Rorden. Von Der- nard von Brentano. 20.00: Streifzug durch Alt- Frankfurt. Zwischen Gestern und Heute. 21.00: Modest Mussorgsky. 22.45 bis 24.00: Nachtmusik. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe ber zuletzt beschlossenen Diyibenbe an. — Reichsbankbiskont 5,5 v.H., Lombardzinsfuß 6,5 v.H. ^rantiuri a. 3)1. | Berlin Franksun a. JJ1. Berlin Frankfurt a. .VI. Berlin Schluß» iure 1-Uhr- Kurs Schluß-! Anfang, hird | Kurs Ech'Uß«| 1-Uhr- lurd 1 K»rs Schluß« i Ansang- kurs 1 Kurs Schluß-1 lurs | 1-Uhr» Kurs Echluß- lurs Anfang- Kurs Datum 16.4. 18.4- 16.4. 18.4. Datorn 16.4. 18.4. 16.4. 18.4. Datum 16.4. 18.4. 16.4. 18.4. 6% Deutsche S 7% Deutsche ff 6¥i% D°ung- Deutsche Anl Auslos.-Reck Desgl. ohne A 8% Hess. Voll (rückzahlb. 1 Oberhessen P Auslos.-Reck Deutsche Som Anleihe Ser 8% Ötantl. 15 unkündbc 7% Franks. f unkündbarb <%% Kranlf. Pfandbriese anfa Tampsjchiss .....0 lorvdeutscher Lloyd.....6 l.G. für Verkehrswesen Aki. . . berliner Handelsgesellschaft . 8 Commerz, und Privat-Bank. 7 Darmftäbter und Nationalbank 8 deutsche Bank und DiSconto-Gesellschaft... 6 dresdner Bank...... 6 steichsbank........12 U.E.G............7 Bergmann.........9 Lleklr. Lleserungsgesellschaft. io !icht und Kraft......10 Zelten & Guilleaume .... 6’/, Hesellschost für Elektrische Unlernehmungen .... 9 Rheinische Elektrizität .... 9 Lchuckert & (So. ...... 11 Siemens & Halske . • • • • 14 Lahmeyer LCo...... . 12 gudcrue . . ....... 4 Deutsche Erdöl.......5 Gelsenkirchener.......8 Zarpener..........0 Zoejch Eisen........6 Vfe Bergbau......10 ilöcknerwerke .... 6 iöln-Neuessen . . . 6% NanneSmann-Röhren .... 6 Ransselder Bergbau . . . . 0 -berschles. KokSwerke ... 8 sthönix Bergbau......4% Rheinische Braunkohlen. . . 10 Nyelnslahl ......,6 15 15,4 32 83 23 24 24 104,5 27 57 61 32 50,5 66 100,5 78 21,5 55 34,13 19,13 12,5 17 159 35 14^5 15,75 25,25 60 61 49,65 44 98 34 J> 34,25 154 35,25 15,9 15,13 32 83 22,75 23,75 44 23,75 f06 27 59,5 61,5 35 50,75 45,5 100 77 21,5 57 35,25 33,75 26,5 128 23 34,75 13 31,75 17,75 159 35,5 14,9 15,65 31,5 104,5 25,4 60,5 34,25 49,65 46 96,65 78 55,4 34,5 33,25 26,9 34,9 31,25 17,25 156 Riebeck Montan......7,2 Bereinigte Stahlwerke .... 4 Otavt Minen......16'/. Kaliwerke Aschersleben ... 10 Kaliwerke Westeregeln . . . io Kaliwerke Salzdetsurth ... 15 I. G. Farben-Inbustrie ... 12 Verein, chem. Industrie Frank» 16,4 11 90 100 151 88 62 126 17 29,5 28,5 32 42 44 21,5 35 37 30 29 9 26,5 55 197,5 14,5 90,5 Illlll £ |£| |8 KI I I 1 1 1 8 | | | | | | | 1 IMS co cm co cr> 16 11 92 100 149 88,5 17,25 29,4 28,5 32 60 37 39 30 78 9,4 27 21,75 55,25 9 195 16 11,25 89,5 98 85,25 28,5 31 — 59 35,25 37,75 30 78,5 9,5 21,75 53,5 10 rovinz-AnIeihe mit ten....... tu. Sammelabl. le 1...... yp.-Bank Goldpse ir bis 1935 .... yp.-Bank Goldpse is 1936 Serie 16 . Hyp.-Bank 2iqu^ Scheideanstalt.......10 Goldschmidt.........0 RütgerSwerke........5 Metallgelellichast.......6 Philipp Holzmann......8 Zementwerk Heidelberg.... 7 Cementwerk Karlstadt.....7 SLayb & Freytag......0 Schultheis Papenhoser ... 15 Aku (Allgemeine Kunstseide) 0 Bemberg......... 0 Zellstoff Waldhof.....12 Zellsiosj Aschassenburg ... 6 Dessauer Gas........9 Daimler Motoren......0 Deutsche Linoleum.....6 L renltein & Koppel.....0 Leonhard Tietz.......8 Svenska.........1b Chade .......... Frankfurter Maschine« . . . . 0 Grihner.........o Mainkraftwerke Höchst a.TL. .6 he Hyp.-Dank-Ligu. oeSpfandbriesanstalt, R. 19...... oespsandbriesanstalt, R. 10..... tische Goldrente . . eichlsche Silberrente Goldrente . . . . Slaatsrente v. 1910 on 1913 ..... oldmcxikaner Von 99 Hollanleihe von 1911 iagdadbahn-Anleihe 4% desgl. Se b%Mumän.v »k%Rumän. 4% Rumänis 8J4% I- Anal- rie II ....... ereinh. Rente v. 1903 vereInh.Renlev.1913 he veretnh. Rente . lier..... . 64/76 Qw)D€UI|d)M • • • • 10 Devisenmarkt Berlin — Jrantfurf a. M. Banknoten. 16. April 18. April Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld Bries Geld Bries Helsingsor» . 7,343 7,357 7,343 7,357 Wien. . . . 49,95 50,05 49,95 50,05 Prag . . . Budapest . . 12,465 12,485 12,465 12,485 60,94 61,06 62,94 63,06 Sofia . . . 3,057 3,063 3,057 3,063 Holland . . 170,68 171,02 170,68 171,02 Oslo. . . . 80,32 80,48 79,92 87,01 80,08 Kopenhagen. 86,76 86,94 87,19 Stockholm . 78,67 78,83 78,17 78,33 London. . . Buenos Aires 15,87 15,91 15,90 15,94 1,048 1,052 1,048 1,052 Neuyork . . 4,209 4,217 4.209 4,217 Brüssel. . . 59,01 59,13 59,01 59,13 Italien. . . 21,63 21,67 21,63 21,67 Paris . . . Schwei, . . 16,61 16,65 16,60 16,64 81,86 82,02 81,82 81,98 Spanten . . 32,42 32,48 32,67 32,73 Danzig. . . 82,62 82,78 82,62 82.78 Japan . . . Rio de Ian.. 1,389 1,391 1,389 1.391 0,274 0,276 0,279 0.281 Jugoslawien. 7,423 7,437 7,423 7,437 Luicchoo . . 14,44 14,46 14,49 14,51 Berlin, 16. Avril Geld Bües Amerikanische Roten....... 4,20 4,22 Belgische Noten......... 58,85 59,09 Dänische Noten......... 86,58 86,92 Englische Noten......... 15.83 15,89 Französische Noten........ Holländische Noten ........ 16,57 170,31 16,63 170,99 Italienische Noten....... 21,81 21,89 Norwegische Noten........ 80,14 80,46 Deutsch-Oesterreich. » 100 Schilling — Rumänische Noten . ....... 2.49 2,51 Schwedische Noten........ 78,49 81,68 32,43 78,81 Schweizer Noten. ........ 82,00 32^7 Spanische Noten......... Ungarische Noten ........ Jtontfutljjn. Etadtrai. <5. - Zusammen- Adener ßasroerfe i. ) 3n der heutigen ' 1 die Fortfüh« iebes in allen Spiiheit 1932 33 ng, dog aus fläbti> ig als 350000 HJH. eben btaudjt. Dito mt wurden «mch- e ab^dMen. der Mainzer und leite stimmte bet zu. Der Sßotpßtnbt t führte zu diesem Mrbeil hätten Main; 1, alles Iren; und selbst durch die nzen in gemeinsamer ihr Wirtschaftsgebiet Wmenarbeit würden der S a s p r e i s esenkt werden. gramm. ÜpriL Matten. 12.00: Äon* chbinder. 13.00: Don ) bis 1550: Haus« Musikalische Jugend« >n Orchesters W TÄg SSLÄ-g Streifzug durch s, i und Heute. 2100- 2100: Hachtmuflk. 50-—2?0 's 5-40 25 dK s&- Jt^’^bet, Lr i'Ss ’SSfc* »ette 27 ftSwS M 36 bon etwa 160 U 06l£A fleischige ■al1*»' ': 4,1wr mäßig 2 ruhig, aus? Etelmahig Markt. ^-.Obgleich die Mn im Zunehmen .den ersten Tagen ÄSbieam Handels klassenver. Wung vvrsieh,, Pudels vnftärkte - Vorräte noch iU 'erben dürfen. Am 'ch toieder merklich en Konsum.teilet ■>er lagen 0,25 Pf. letzten Prelle un- vcv Frankfurt per 5,75 bis 6, 3ugo* nen 5,5 bis 5,75, .5 bis 7, Flandern 5.60 biS 6, deutsche •n E E ST E e’T E E E~ cy t> A 53 er. 5 B« iE d = U) B . S o B BZ .E B ■e 5 B L IS c ° E 2-S e * s - oQ B L ®E E 3 o -- _®E 2 t> m B Q 1- Ä- 3 3 C .z 2 cy s 5 e? r 2 (S CS® ü) © LESE X0 ■e ECc~«‘ «® © **z es fiö o isS E (S 2 B AZ ’E®^ "5 ,-H sr oCy §A’i *L2ggZ» u.tDZ 3 ,^(S±2 Bo -■2. s’S 8 *6- 3- % o ä = *» Z- e H u :EA © = 5? o er. • 9 o 2 5? 2.23® > E £ E m o B Ef H «E“s E-Z= = . = 5^3 = 2y «N GQ 2 g> «e Z «K6 5 . . zts- 'E' .lS ZDE 2 m-E 5 ei'? g8«sSsls •ti B 5 t’g'e = » © o p .» s 82re •.«: 0-2 =(s -s: c - 5 *e 3® oE^O a - o E E , sr "Z C 3 E ® BA” , in A —O u CS . C ■5? *2© B £ -IS c" E n _ Ä «3 g to E c E s.c 3 5-A^An^i - V. ysa in - s 3 g 2 3 s w 3 c SA AZ E““^ ..Sö 2 L> c o ° E- o o o — _ C t=fl=-p o £ c>-» |s5f-§S| = A = ZA c^i e 3 »•- CSX. z Bl® - (Si *A 3 es. ■e 3 5 E BZ 1 Z E © -. E 8 (S A ts z B ® 3 •e-e- B Z» B •e ■Ep55 i-z’“«'55 3 S rz .t S-L?z ET Sv c 3 e A -H -E (S 53 92-: Äai€ in . in £ 8 ,2«|B g cAB 2 Z — " Z-V — U- —- r_« cy Q ü O , PSSJQSSPKDSAISA ;AA = A |© R pH E S <3 E O to^- ’S C7© 53 c 53 B 82 8Sc?B e a s m ■Eu. c ~ E 3 § ’ m S L z :a :3 53 *© (S 2^§ E®*“ 5 iS 2 ©. a E “ •OL L Q. O Q •n© 2 S? Sß m Aß« Ss: © z o E -E" B ®Z 3 K(S o-E -•€=0« §2 * BZ 2T--_ e= • -z ®BLZ -EisE EÄ =te ottlDZl § § g w_.^- = cS -c - £A ° o * — » 'ZS e'e e 3 €-uB„_ cs 3 3 E _ ä3® iS?-Z in cE = u Z = z - «A’Sj- c€g ■Z 3 = 2 33 z■©=. XD e -» • —— . o er 3 ä E 3 s E E-»3 ■" E 3 TSArf Z 3 3 £ A 3 e EEP -I8| — c . e EID - - £“2 ^t)H — - E o „ Ä a. c o S-L2 3ß := x C ä ZKZeZ. -a^E^T ^BFßDA o 3' a ' 5* “ P 3 «*> S3 o§w3 t^Eä if^s — o 2 X> Q E - “ efi, ■i^si IkAHtzs . - o S 3 £ 5 JO 5 o e e A SS'= e 3 --.---A -.So- =s-eB — in =£ sä 5# 1 e-e - o’E K B-H 3 67 I 3^E-8®Z"'° <1 e 5 5 8 y ■ 5 o 5 6) 2 - c ex«, to 3 ey 6) = - D. 2 C re . 5 2 e 3- ——* O: a-2. y 2 2! O , 2 " er ro '* : =c "* c o •d- (£ -! *-S?S o- — -ötlffE SS13 H ._-o V -• = ®SW -;<2 s O O y O ft 2. 5 W* 3 er 2" -~> — ” c tfi ft S-2F 3 5 3 *' ** 3 O ° • • ro _ re 3 -< ft — 3 3 — Q"3 E ‘ - gft O = 3 2 cm er 3 er r 3 0 3 er ZIS a. o 3 2 ~ 3T er TT 2 AL 2 5 ftO = =3 -HL Z§ 3M2 2- 2.5'13 ss"Zo. 3 3 3,a _ er - © q 3 er 2. 8 O" o o • - -ft *-< —-2' 3 D 3 3 — 5 8 8 ca' %! 3 CD 3 ft 3 •Seo ■ äs 3 3 ■ 3 ■ — er = ,-, er y 2 3 - 3 c "" ” 5, 5 3.2.8 3 y . n ft ~— 2- 3 3 5 8. 3 3P 0 3 3 3 to eHE 5 = & @2 § ~ 5 ■* M-L ZAZ 8 ■O -G 3 O .2 = O- 3 s « - H 3 3 2-3 .CO — - - "*&) 2 3 er' 2-''8 ZTo 3 ft 2,5 o 3 3° 33 2 E. crCP3 8 2. — S e -- «ft? 2 2 _. ft q <-t 8 to _^,M^ MZ-8 EMLS ZZ ,L 8 -3* ~~ a 3 2 'ET = 3 „CP 3 •3 ' 3 2-^ 8 8 ® O: -ft CO er er o 3 2 3 8 3? 2 2 ~ 3 <0 — _ — ra" <9 2-*O 3 - =$ e ■=• e 3 E — ■ "31 • -ft 5-= 5 es 22. „/i* °- -MZ§ o 3- 3 Z^8 = 3 3 2-3§S •=r -■ 8" o 0 3 3 0. ö° 3 3 iS' o er er — -ft to — = EZ o. 2. er CO Z —. _ 2. 3= «2g *$eS- 2."8 8 ro 3 3 2 c® 1 o ' T»?3 ^3 (fierte 3 A^^,3 «3-5 cZ t3cSs-5 3erifH§:i “ * "Ziff ,ca 3 3 er o 3- er- ro §• AS 2 " -ft o „ o @* er er . -ft —. 2. L-l 3 " ffH- 03 ö Ls: 8. 0 Z. oD "3 3 8 , >r> ^51 _. er 3 SST 0=3- 3 er — - O —*-1 G D er D W 3" 3 8 erq" 8 8 M M S> o <3 O 0 ■ö U'-. s.» " M y CO 8 o er to SQ er 3 o —> to 3 X er ft 2, 3 Zs er 3 3 Ä> er yer 23® "00 M. er 8 5- O: i? ft - 5-g E iü a to "ft* er—, Ee r< c 2 O: B O 3 " e EZ 3 e-a 8'5. or 5.-. -^cr3 ^.%-to 2 o ft ft 2 — «-ft ''' -- 3 2 3 y o o er 3 - 2 2 tS <5*r- e. 95t —• o 2. *t Z8-- 2. —~=r ,crft o (ö 2 wo - e ft er ft 3 ft Cr er -3 O__30 S 3-3 3-'_ -- E = 3 8 L er o 3 2-S. 3.2.-^ 2.2 ft 3. e - . 3 ft er 1 i 3 2 ” 3 — h foS® __3 ft G 5. — <- 3 Z- '-Z G tS er or "S-ft 2 80 yÄ- 3 o 3 to 3 3 —» 3 -IO 3 er 8 o 3 3c 8 8 o ex too- "E 3 3 c "G to 'ft^ 8 öe 5 2 ~ Q" 0 er3 '^-"8 o O er LS- D p *T> X/ *-f V> " 1 h 3 co er ° 3 3 cr to , % Z-EL 25 "1 O _ =5 - o 3 3 er o "3? 3* ft er 8 0 " B " M2-3 -■Sg 2„ 0 G" 3.1S-—' a «er 8=3 8 2 3 L 3 ft 2 ft-3-ff-3 ft_ c-S*" - 3 5 ■* über be Ä r e i Darmstadt.--- Jensheim----' Dieburg Erbach Grob-Serau. - • Heppenheim Offenbach..•••■ AIrseld Büdingen Friedberg Eiehen... Lauterbach.... Schotten------ Alzey Bingen...-••• Mainz Oppenheim...- Worms Betr.: Die Gebii 2 Die nachstehe treffend vom 6. fehlen Ihnen, di Gießen, den An Stelle de (Reg.-Bl. 5.80) bührenordnung i Die hebammi lichen Leistungen l.Für Unterfuc nung der he! 2. Für die Unk der Geburiszi 3. Für den Beif von 6 Stund 4.gür den Be Geburt odei Hebamme bi Für jede , der Hebamm 5. Zuschlag für für die Hilfe, oder bei ärzi 6- Für eine im und des Kap 7- Für jeden de den ersten 1( Wird die 1 Stunde den Für weite Satz. 8- Für außerord bis zu welchem g ^er Jtiff obge, devlfchen 8. ^^ichland erachte । Ä E'Nfachen Besä Malten und sieht f< flfli Ä-b asgyer*. De um die erst , . ?eut ^'tig im®M Del frn.-eftnilnitn de> Legation n°r Dolferb55f?hu,lan Pentoei r^g D°n R * Unbr SÜS^ji