rSi x. 8*;* KZS L i'Äft 5otbut9 mehren ^itl”. Mteb§Ä verlor D'e Tiehe.^luf, mil >6Q*tt^anH tags. - ö? hu dik Tugend 2:1^' ®ieten ®MKn 2:|. D'e @Qftneb,”e6n »u« 1 den ©affin .r streng c M n, Telephon 2W1 AM "astm sodann die Sieger« >fe: l. Walter Jierau« !. Wilh. Schmidt-Wald« ader°Jodheim, 112. 3 2. Alb. Drescher-Lollar. iseck, 108. 6. Ludwig Lev« 7. Waldemar Giote-L.-l« -l'Lollar, 99. 9. tzci. tz Karl Agel-Lollar. 95 Ü. Otto Jgcl-Jhbach 118 ‘ dheim, 114.3. §d). h. Dcpler-Kinzenbach. 11L leck, 110.6. Georg Depler« ^d. Keller-Rodheim. 105. 104. 9.KarlHeitz-D!> st ck, 'Kinzenbach. 103. 9. Löw. M). Wustat-Ahbach >03. rgirmes, 101. 10. Wilh. )1 P. Lilly Werner-Wies eck. 127 nt-Wieseck, 118. 3. D-d. 117. 4. E. Pseisser-Laun»« I-Uainzlar. 111. 5. Anton i Wilh. Woos-Lollar. 108. elbach. 104.8. 206. Sch-ei- . Stamm-Waldgimes. 100. linnes. 99. 10. 2L Äotban« ffümmel-Wieseck. 99 P. . P. Hildebrandt-Dicleck, eincr-Wieseck. 120.3. Lma , Seipp-Lollar. 112. 5. 5. ina Lvh-Dieleck. je 10». -Kinzenbach. 104.7. Anna Jugustc Möser-Dieseck, -Dieseck, 97 P. e Maßanfertigung renen Atelier 125.- 13S.- 1^'-1681 ifektion aßstoffenmit™0^” Inhabers öcro 1 Gießen Sesch'«^.,.m ermin am w Prüsungs * S <59*5 die runßÖgjJ 5od) '^8"nie'stb'^. Keiß ''^Wptiti^ÄenbuK nr. 41 Erster Matt 182. Jahrgang Donnerstag, 18. Zebruar 1952 Erscheint täglich, nutzer Sonntags und feiertags. Beilagen: Die Illustrierte Gtetzener ^amilienblätter Heimat im BUd • Die Scholle 8l«nat«< Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Zenisprechanschlüste unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnach- richten Anzeiger tieften. pastschecklonto: stransfurt am Blain 11686. MetzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Vrvck Mtib Verlag: vrühl'sche ll«iverßtütr-vlich- 11Ö Stetwöniderei R. tauge In Rieften. Sdfnftlettnng und Geschäftsstelle: Schnlstrafte 7. Annahme M* Anzeigen für die Tagesnummer dis zum Nachmittag vorher. Preis für \ mm höhe für Anzeigen von 27 mm Brette örtlich 8, auswärts 10 Neichspfennig; für Re« klamean zeigen von 70 mm Brette 35 Neichspsennig, Platzvorschrift 20'. mehr. Chesredadteur Dr. Fnedr. Will». Lange. DerantwoNlich für Dolttik Dr. 5c. Wilh. Lange: für Feuilleton Dr H.THqriot: für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Mar Zitter, sämtlich in Giehen. Oie deutschen Abrüstungsvorschläge in Gens überreicht. Deutschland fordert allgemeine Abrüstung nach den Grundsätzen feiner eigenen Entwaffnung. Berlin, 18. Febr. (ERB. Funkspruch.) Der Führer der deutschen Delegation aus der Genfer Abrüstungskonferenz, Botschafter N a d 01 n n, hat dem Vorsitzenden der Konferenz die deutschen Abrüstungsvorschläge überreicht. In der heutigen 'Versammlung wird Botschafter Nadolny die deutschen Vorschläge im einzelnen begrün den. Der deutsche Borfchlag führt aus: Die deutsche Negierung Hal als Abschluß der Arbeiten der vorbereitenden Abrüstungskommission den von dieser ausgcarbeiteten Konventionsentwurf abgelehnt, aber in Aussicht geftcUt, datz sic sich auf der Konferenz mit allen Kräften darum bemühen werde, int Verein mit den anderen Staaten für die Erreichung des Abrüstungszieles den richtigen Weg zu finden. In diefem Sinne legt die deutsche Delegation die nachstehenden Vorschläge der Konferenz vor Bei der Ausarbeitung der Vorschläge ist die deutsche Delegation davon ausgegangen, datz in Deutschland sowie drei anderen Staaten d i e Abrüstung bereits feit einer Reihe von Jahren durchgeführt ist, und zwar aus Grund einer Festsetzung derjenigen Mächte, die den Artikel 8 der völkerbundssatzung versaht und die zugleich erklärt haben, datz diese den ersten Schritt zu der In der Satzung vorgesehenen allgemeinen Abrüstung bilden sollte. Sie wird daher von deutscher Seite als richtunggebend für die Abrüstung sämtlicher völkerbundo- mitgtieder angesehen, zumal es Im Völkerbund nur grundsätzlich gleichberechtigte Mitglieder geben kann, von denen keine» diskriminiert werden darf. Die Grund- fätze für die allgemeine Herabsetzung und Verminderung der Rüstungen, deren Festsetzung der Konserenz obliegt, können für sämtliche Bunbeemilglifbcr und diejenigen Länder, die sich seiner Abrüfkungsaktion anschiietzen, nur die gleichen fein. Die nachstehenden Vorschläge, die, ohne erschöpfend sein zu wollen, die Auffassung der deutschen Regierung in groben Zügen wiedergeben, zielen daraus ab, eine wirksame. alleHü« stungssaktoren umfassende R ü- stungsverminderung und -begren- zung durchzusühren. Die enthalten diejenigen fundamentalen Maßnahmen. die vor allem f ü r d i e Verhinderung eine- Angriffe- wichtig sind. Die Vorschläge beruhen auf dem Grundsatz, das) künftig nur ein für alle Staaten in gleicher Weise geltende- A b r ü st u n g - s tz st e m bestehen kann, das bei Einsetzung möglichst niedriger Rüstungszahlen für a(le Staaten eine gerechte und wirksame Lösung de- Abrüstungsproblems ermöglichen würde. Sie tragen überdies der Notwendigkeit Rechnung, die nationale Sicherheit der Dölker, so wie dies in Artikel 8 der Satzung vorgesehen ist, zu berücksichtigen. Indem die deutsche Delegation diese Dorschläge der .Konferenz unterbreitet. legt sie Wert daraus, ihren Standpunkt dahin zusammenzusassen, datz die deutsche Regierung nur eine solche Konvention für annehmbar hält, deren Destimmungen f ü r sie in gleicher Weise gelten wie für die anderen Staaten. 1. Lcmdstreitkräste. A. Personal. 1. Das Personal der Landstreitkräfte soll allgemein nur im Wege freiwilliger Verpflichtungen rekrutiert werden. ä 2. Sollte sich diele Regelung auf der Konferenz als undurchführbar erweisen und daher den Staaten allgemein dieWah 1 deS Wehrsyst e m s ü b e r l a f f e n bleiben, so müssen bei Wehrpslicht- heeren d i e ausgebildeten Reserven, die bekanntlich den Hauptbestandteil der Kriegsheere bilden, 'ngemessen bewertet und eben- sali- in die allgemeine Beschränkung einbezogen werden. 3. Staaten mit MilizsYstem müssen auf jeden Fall eine ihren besonderen'Verhältnissen Rechnung tragende Berücksichtigung finden. 4. Für die Offiziere ist ein möglichst niedriger, für alle Staaten gleicher Prozentsatz der Gesamtstärke des Personals feft- zusetzen, der nicht überschritten werden bar*. 5. Die Polizei, die Gendarmerie und ähnliche Verbände müssen begrenzt und Bestimmungen unterworfen werden, die ihre militärische Verwendung ausschliehen. B. Material. 6. Die Unterhaltung und Verwendung nachstehen, der Kampfmittel soll ohne Einschränkung allgemein untersagt werden: a) außerhalb von Festungen und Bescstigungs- plagen Kanonen über 77 mm und Haubitzen über 105 mm, b) innerhalb von Festungen und Befestigungs- Plätzen Kanonen über 150 mm und Haubitzen über 210 mm; c) Geschütze aller Art mit einem Kaliber von über 150 mm ; d) Kampfwagen jeglicher Art. 7. Die danach erlaubten Waffen sind für jeden Staat nach Art und Menge nebst einem einheitlichen Zuschlag als Ersatz für Ausfälle feft- zusetzen Für diejenigen Staaten, die keine eigene Rüstungsindustrie besitzen, können außerdem gewisse Reservebestände zugelasten werden. Die jemgen Waffen, die über die zugelassenen Mengen hinaus vorhanden sind, müssen vernichtet werden. C. Befestigungen. 8. Die Anlage und Unterhaltung von Festungen, beseitigten Plätzen und Werken, die wegen ihrer Rähe zur Landesgrenze eine unmittelbare Bedrohung des Nachbarstaates bar- ftellen und etwaige Maßnahmen der KriegSver- hütung beeinträchtigen könnten, soll verboten werden. (Wegen der Äüftenbcfeftigungen siehe unter 11. C.). 2. Geestreiikräste. A. Material. 9. Die Höchsttonnage der einzelnen Schiffe ist unter gleichzeitiger proportionaler Verminderung der Gesamttonnage herabzu- sehen. Kein Kriegssahrzeug soll fünftig eine größere Wasserverdrängung als 10 000 Tonnen oder ein Geschützkaliber von mehr alS 280 Millimeter haben. 10. Dav Halten von Flugzeugträgern wird allgemein untersagt, da, wie unter lll. au-gesührt, das Halten von Cuftftreit- l r ä f t e n zu Lande und zu Wasser verboten werden soll. 11. Die llnterwasscrfahrzeuge sind ab zuschafsen und zu verbieten. 12. Folgende „Begriffsbestimmungen" werden, soweit es sich nicht um Spezial- und von einer Begrenzung ausgenommene Fahrzeuge handelt, eingeführt: a) L ini enfchiffei Kriegsjahr zeuge mit enter Wasserverdrängung über 6000 Tonnen oder einem Geschützkaliber über 150 mm; b) Kreuzer: Kriegsfahrzeuge mit einer Was- IcrDcrbrängung über KOO Tonnen oder einem Geschützkallber über 105 mm; c) Zerstörer: Kriegssahrzeuge, deren Master- Verdrängung 800 Tonnen und deren Geschütz- • kaliber 105 mm nicht überschreitet. 13. Das nicht schwimmende Material der Marine ist für jeden Staat nach Art und Menge festzusetzen. B. personal. 14. Da- Personal der Marine soll allgemein nur im Wege der freiwilligen Verpflichtung rekrutiert werden. Jedoch wird das System dem für da- Personal der Landstreit- kräste festzusehenden DegrenzungSshstem anzupassen sein. 15. Für die Offiziere und Deckoffiziere ist ein gewisser Prozentsatz der Gesamtstärke festzusetzen, der nicht überschritten werden darf. C. Befestigungen. 16. Die Küstenbefestigungen können grundsätzlich in dem gegenwärtigen Umfange b e - fteben bleiben, jedoch sollen Befestigungen, die natürliche Wasserstraßen beherrschen, verboten werden, um allen Rationen die freie und unbehinderte Durchfahrt durch diese Wasserstraßen zu ermöglichen. 3. Lufistreitkräste. 17. Die Unterhaltung jeglicherLust- streitkräfte wird verboten. Das gesamte bisher im Dienste, in der Reserve oder auf dem Lager befindliche Material der Luststreitkräfte ist zu zerstören, mit Ausnahme der Massen, die auf die den Land- und See- streitkrästen zugebilligten Beständen übernommen werden. 18. Das Abwerfen von Kampfmitteln jeder Art'aus Luftfahrzeugen sowie die Vorbereitung hierfür ist ohne jede Ausnahme zu untersagen. 19. Um die Durchführunades Verbotes jeglicher militärischer Luftfahrt unter allen Umständen sicherzustellen, ist unter anderem folgendes zu sagen: a) jede Ausbildung und Fortbildung in der Luftfahrt, die einen militärischen Charakter oder Zweck hat; b) jede Ausbildung und Tätigkeit von Wehrmachtsangehörigen in der Zivilluftfahrt. c) Luftfahrzeuge zu bauen, zu hallen, einzu- führen, oder in Verkehr pi setzen, die in irgendeiner Weise gepanzert oder g e; schützt sind, ober die mit Einrichtungen für Aufnahme von Kriegsmaschinen jeder Art wie Stammen, Maschinen- gewehre, Torpedos, Bomben oder mit Visier- oder Abwurfeinrichtungen für solche Kriegsmaschinen versehen sind; d) die Unterhaltung irgendwelcher militärischen Zwecken dienender Beziehungen zwischen Militär- und Marineverwallung und der Zivilluftfahrt. 4. Allgemeine Bestimmungen. A. Chemische Waffe. 20. Verbot der militärischen Verwendung von StickgaS. Giftgas oder ähnlichen Gasen und allen ähnlichen Flüssigkeiten. Stossen oder Verfahren sowie aller Mittel des Bakterienkrieges wie auch die Vorbereitung der Verwendung dieser Kampsmittel. B. Waffenhandel und Herstellung. 21. Die Sin- und Ausfuhr von Kriegswaffen und deren Munition sowie von Kriegsgerät ist grundsätzlich zu verbieten. Jedoch muß für diejenigen Staaten, die nicht in der Lage sind, die für sie festgesetzten Mengen an Waffen. Kriegsgerät und Munition herzustellen. die Möglichkeit sichergestellt werden, die erforderlichen Mengen aus dem Au-lande zu beziehen. 22. Die Herstellung von Kriegswassen und Munition, sowie von Kriegsgerät dars nur in beftimmten privaten und staa11ichen Fabriken oder Werkstätten erfolgen, die der Oessentlichkeit bekanntzugeben sind. Die Regierungen verpflichten sich, durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, daß die Produktion nicht die Mengen überschreitet, die für sie und zur Ausfuhr an Staaten ohne Rüstungsindustrie zugelassen sind. C. Ausgaben. 23. Entsprechend der in Artikel 8 der Völkerbundssatzung enthaltenen Verpflichtung der Völkerbundsmitglieder. in der offensten und erschöpfend ft en Welle alle Auskünfte über den Stand der Rüstungen auszutauschen, muß sich der Austausch der Rüstungsangaben auch aus die R ü st u n g s a u s g ache n erstrecken. D. llebcrwachung. 24. Die Durchführung und Einhaltung der Abrüstungsbestimmungen ist durch ein für alle Staaten gleiches Verfahren der äleberwachung sicherzustellen 5. llebergangsbestimmungen. 25. Soweit die Durchsührung der vorstehenden Vorschläge Maßnahmen technischer ober organisatorischer A r t notwendig macht, wird die Konserenz über da- Verfahren und über die Fristen Bestimmungen sestzusetzen haben, nach denen sich die einzelnen Staaten bei der ileberfübrung ihrer heutigen Rüstungen auf den der Konvention entsprechenden Rüstung-stand zu richten haben. Oie kommende Reichslagssitzung. Oie Mißtrauensanträge der Opposition. — Große politische Aussprache. Brüning sucht die Entscheidung. Berlin, 17. Febr. (VDZ.) Zu Beginn der Ple- naroerHandlungen des Reichslages in der nächsten Woche werden die R a k 1 0 n a l s 0 z i a l i st e n einen Tnifttraueneantrag gegen da» Gesamtkabinett Brüning und einen Antrag aus Auslösung des Reichstages einbringen. Gleichartige Anträge sind von den Deutsch- nationalen zu erwarten. Die Lammuni st en haben bereit» am heutigen Mittwoch einen Miß- traucnsantrag gegen das Reichskabinett und einen besonderen gegen Minister Groener eingebracht. Der Aeltestenrat des Reichstages, der für Montag einberufen ist, wird sich mit der Frage zu beschäs- tigen haben, ob diese Mißtrauensanlräge mit der Beratung über den Termin für die Reichspräsidentenwahl, der oorläufig als einziger Punkt auf der Tagesordnung bet ersten Reichslagssihung am Dienstag steht, verbunden werden sollen, ober ob ble Mißtrauensvoten a l» besonberer Punkt auf bie lagesotbnung gesetzt werben. 3n dem letzteren Falle würbe immerhin ble Möglichkeit bestehen, baß eine Mehrheit be» Reichstages ber Aussetzung aus bie lagesorbnung widerspricht und dadurch eine baldige Entscheidung übet die Mißtrauensanlräge verhindert. Da jedoch die Regierung, wie in parlamentarischen ft reifen verlautet, fclbft den Wunsch hat, schon aus außenpolitischen Gründen eine klare Entscheidung herbeizusühten, so rechnet man damit, daß die Beratung über den Vorschlag der Reichstegietung zur Festsetzung des Termins der Präsidentenwahl zu einer großen Aussprache über bie gesamte Politik der Reichstegietung in den vergangenen Monaten ausgestaltet wird, an der sich von jeder Fraktion mehrere Redner beteiligen, die also drei bi» vier Tage in Anspruch nehmen dürste. Rach Abschluß dieser Aussprache würbe dann nicht nur über den Termin für die Präsidentenwahl, sondern auch über die Mißtrauensanlräge und damit über da» Schicksal des ftablnetts Brüning entschieden werden. In diesem Sinne dürfte sich ber Aeltestenrat am Montag aussprecheu. Bisher ist nicht vorgesehen, daß bic große politische Aussprache etwa burch längere Darlegungen bcs Reichskanzlers Dr. Brüning eingeleitet wird. Ls ist vielmehr beabsichtigt, daß nur Reichsinnenministet Groener zu Beginn ber Sitzung ba» Wort nimmt, um ben Vorschlag ber Reichstegie- rung für bie Präsibentenwahl zu begrünbeu. Dr. Brüning hält sich jeboch zum Eingreifen In bie Debatte bereit 3c nach bem Verlauf ber Aussprache werben bet Reichskanzler ober auch anbete Regie- rungsmitglieber bas Wort nehmen. Das Schicksal des Kabinetts Brüning wird wieder, wie schon mehrmals im wesentlichen von ber Haltung bet DvP., de» Landvolkes und der Wlrtschastspartei gegenüber den Mlß- frauensanfrägen abhängen. Diese Fraktionen werden ihren Entschluß wahrscheinlich wieder bis zum letzten Augenblick zutückhatten. 3hte Fraktlon»- sltzungen sind für Montag und Dienstag anbr- raumf. Oie Oeutschnationale Volkspartei zur Präsidentenwahl. Llmfaffende Vollmachten für Or. Hugenberg. Berlin, 17. Febr. (TU.) Die Deutjchnat'onale Pressestelle teilt mil: „Der Vorstand der Deutschnationalen Volkspanei trat am Mittwoch in Berlin zu der angefünbigten Sitzung zusammen. Der Sitzung des Vorftanbes wohnte der in ber letzten Tagung ber Parteivertretung in den Parteioorstanb gewählte Prinz Oskar von Preußen erstmalig bei. Dr. Hugenberg begrüßte ihn auf bas herzlichste und wertete seine Zugehörigkeit,zum Parteivorstand als ein sichtbares Zeichen ber engen und treuen Ver bunbenbeit der Deutschnationalen Bolkspartei mit bem Haufe Hohenzollern. öobann wies Dr. Hugenberg baraus hin, baß seit einigen Wochen als Ergebnis des klaren und unentwegten Kampfes der Partei gegen die verderbliche Herrschaft der schwarz- roten Parteien insbesondere auch gegen das Kabinett Brüning und das von ihm vertretene Lyftem i n steigendem Maße ein Zustrom von Kräften zur Partei eingesetzt habe. Dr Hugcndcrg berichtete darauf über die durch die Reich-Präsidentenwahl ge'chaffene pollftfche Lage. Dabei wurde auch über die bei der RSDAP. bestehenden Absichten Mitteilung gemacht. In vollständiger Ucbereinftimmung aller Landesverbände und Vorstandsmitglieder begrüßte der Dorstarrd die Stellungnahme des Parteiführers gegenüber dem Versuch Brüning-, den Reich-präsideillen durch den Reichstag wiederwählen zu lallen und die Veröffentlichung der Parteileitung, die den Kamps gegen die von der schwarzroten Koalition getragene Kandidatur H in denburgs ankündigt. Der enge Zusammenhang zwischen Preußen- wahlen und Reich-Präsidentenwahl wurde eingehend erörtert und da bet betont, daß der Reichspräsident durch die Politik deS Reichskanzlers Brüning, die seit Sommer 1931 aus ein Stattfinden der Preußen wählen nach der ReichSpräfi- dentenwahl gerichtet war. in eine für ibn recht peinliche Lage hineinmanövriert worden ist, in der et sich zur Zeit desindet, und in den letzten Wochen befunden hat. Der Vorstand billigte öie Zurückhaltung. die seitens der Deutschnationalen Partei aus besonderen Gründen in derRennung von Kandidaten geübt wurde. Allseitig wurde betont, daß der ausschlaggebende Gesichtspunkt für die Behandlung der Reichspräsidenten- frage der in Harzburg verkündete Kampf gegen das System sein muß. Dabei wurde die Frage geklärt, bei welchem Vorgehen die größte Ar^ahl von Stimmen für die nationale Opposition erzielt werden kann. Zum Schluß der Beratungen erklärte der Vorstand einstimmig, daß er alle ©eitere Entscheidungen in der Frage der Reichspräsidentenwahl vertrauensvoll in die Hand von Dr. Hugenberg lege Der Vorstand faßte ferner eine Entschließung in der Memelfrage und zur Aufhebung der die Meinungsfreiheit einschränkenden R otverordmmgen, die am Donnerstag veröffentlicht werden. Das Zentrum rüst für Hindenburg auf. Berlin, 17. Febr. (WTB.) Die Deutsche Zentrumspartei hat einen Aufruf erlassen, in dem es u. a. heißt: Das deutsche Volk steht vor der Wahl desjenigen, der ihm Hüter der Verfassung, Garant der Ordnung, Symbol seines Einheitswil lens sein soll. Diese hehre und schwere Aufgabe ist heute nur gewährleistet in den Händen einer Persönlichkeit, die über dem trennenden und verhetzenden Kampf parteiischen Geistes steht, der nicht Gefolgsmann und Diener einzelner politischer Gruppen ist, sondetn Führer und Repräsentant der D o l k s g e s a m t h e i t. Mehr als irgendein anderer verkörpert diese Eigenschaften der bisherige Reichspräsident Generalfeldmarschall von Hindenburg. Was an Gegenkandidaten genannt wird und genannt werden kann, ist angesichts der Gesamtlage nicht die Bejahung, sondern die Verneinung deutschen Einheitswillens — im besten Falle unverantwortbare Schwäche. Gegenüber der schon heute der Geschichte angehörenden, i m I n - und Auslande in einzigartiger Achtung stehenden, im Krieg und Frieden bewährten, in glorreichen und dunklen Stunden erprobten Heldengestalt Hindenburgs sinken seine parteipolitisch gekürten und parteipolitisch belasteten Gegenspieler zur Bedeutungslosigkeit herab. Verhetzung und Demagogie ist ihr Weg zur Macht, Unfähigkeit und Gewalttätigkeit wäre ihre Betätigung im 'Besitze der Macht. Der Versuch, dem deutschen Volke di e s e n Wahlkampf zu ersparen, ist gescheitert. Eine einzigartige Gelegenheit der Sammlung im Innern, friedlicher Kraftbekundung nach außen, ist versäumt worden. Im Vertrauen auf die Zu- stimmung und Unterstützung ungezählter Volksgenossen außerhalb unserer Reihen bekennen wir Mitglieder der Deutschen Zentrumspartei uns über alle politischen und konfessionellen Schranken hinweg in staatspolitischem und volklichem Gemeinschaftsgei st zu Hindenburg und proklamieren ihn freudig und entschlossen auch als den Kandidaten unserer Wahl. In gewollter Verneinung alles Trennenden wollen wir den 13. März zu einem B e k e n n t n i s t a g v o l k s b e jahende n Einheitswillens, sammelnden Gemeinschaftsgeistes machen. An unsere Freunde in Stadt und Land ergeht darum der Ruf, sich der Bedeutung dieser Wahl und der Größe ihrer Verantwortung bewußt zu sein. Aufstieg oder Riedergang, Friede oder Kampf. Ausbau oder Zerstörung hängt ab von der Führerweisheit und Charakterstärke, der geistigen und sittlichen Reife, der Ausgeglichenheit und Unparteilichkeit des Mannes, in dessen Hand in dieser beklemmend ernsten Stunde die Wahrung der deutschen Geschicke gelegt wird. Unsere Wahl ist getroffen. Sie ist auf den Würdigsten gefallen, den eine deutsche Mutter für diese Rotzeit geboren hat. Deutschlands Wiederaufstieg ist mit dem Ramen Hindenburg verknüpft. Sein Sieg wird Deutschlands Sieg sein! Berlin, den 16. Februar 1932. (gez.) Kaas, Vorsitzender der Deutschen Zentrumspartei. Oer Michslandbund lehnt eine Wiederwahl Hindenburgs ab. Berlin, 17. Febr. (TU.) Vom Reichs- landbund wird mitgeteilt: „Es ist der Oeffent- lichkeit bereits bekannt, daß der Geschäftsführende Präsident des Reichslandbundes, Graf von K a l ck r e u t h , sowohl für seine Person wie auch für den Reichslandbund es abgelehnt hatte, dem sogenannten Sahm-Ausschuh beizutreten. Hieraus wurde schon mit Recht geschlossen, daß der Reichslandbund einer Wahl Hindenburgs, die von der Linken und der Mitte propagiert und gestützt würde, ablehnend gegenüber st eh t. Die Stellungnahme des Landbundpräsidiums zur Kandidatur Hindenburgs, die auch der des Bundesvorstandes des Reichslandbundes entsprach, hatte Graf Kalckreuth in einem bisher unveröffentlichten Schreiben an die Führer der Rationalen Opposition wie folgt zum Ausdruck gebracht: „Den Gedanken, bei einer Volkswahl die Wiederwahl Hindenburgs durch die Rationale Opposition zu unterstützen, halte ich nur dann für möglich, wenn Hindenburg durch entscheidende Schritte eine Trennung vonderLin- ken und ein Bekenntnis zur.nationale n Seite vollzogen hat. Solche Schritte könnten in der Berufung eines nationalen Reichskabinetts oder in der A u f l ö s u n g des j e tz i g e n R e i ch s- tages liegen. Ohne daß Hindenburg für seine Person eine f(are politische Entscheidung zur natio- nalen Seite zum Ausdruck gebracht hot, kann ich mir ein Eintreten für die Persönlichkeit Hindenburgs bei der Reichspräsidentenwahl nicht vorstel- len. Rücksichten auf Hindenburg etwa aus seiner Ehrenmitgliedschaft im Reichslandbunde oder seinen früheren historischen Leistungen als Führer im Eine erregte Sitzung Darmstadt, 17. Febr. (WHP.) Präsident Dr. Werner eröffnet die Sitzung zur Weiterberatung der Großen Anfragen um 10.30 Uhr. Beim Herein- kommen liegt ein P l a k a t „2 Jahre Nazi-Mord" auf dem Tisch des Hauses, das der Abgeordnete Lenz (Rats.) holt und zerreißt. Abg. Widmann (S.) wird wegen der Flugblattoerteilung zur Ordnung gerufen. Der Präsident teilt mit, daß der Lleltestenrat eine Beschränkung der Redezeit beschlossen hat. Die Kommunisten protestieren gegen diese Einengung ihrer parlamentarischen Tätigkeit. Der Vorfall in Vrehenheim. Lei; fordert Eingreifen der Rcichsaufsicht. Abg. Lenz (Rats.) verliest eine scharfe Erklärung wegen der gestrigen Vorgänge in Bretzenheim. Dort wurden 40" Nationalsozialisten beim Zettelverteilen von z a h l r e i che n Kommuni st en überfallen und mißhandelt. Nach nationalsozialistischer Darstellung wurden auch Schüsse abgegeben. Als der Redner von einem v o l l - ständigen Versagen des hessische n Staates zum Schutze des Lebens und der Sicherheit spricht, erhebt sich ein lebhafter Tumult. Der Redner fordert schleuniges Eingreifen der Reichsaufsicht und richtet an seine Anhänger die Aufforderung, auch gegen die Verordnungen zum Schutze des Lebens und Eigentums des Staatsbürgers von allen Notwehrmitteln Gebrauch zu machen. (Hört! Hört! links; Beifall bei den Natf.) Abg. Galm (Komm.) erklärt, als er von den Rationalsozialisten als „Staatenloser" empfangen wird: „Ich bin Deutscher (Pfui-Rufe der Rat.- Soz.), und ich habe mich dessen nie geschämt, ich bin Sozialist und Kommunist, und ich habe mich dessen nie geschämt, aber es ist bald schamvoll, hessischer Abgeordneter zu sein (der Präsident ruft den Redner zur Ordnung), wenn man mit den Rationalsozialisten in dieser Weise Zusammenarbeiten soll. (Zuruf bei den Rat.-Soz.) Wir haben gestern die Androhungen der Rationalsozialisten gehört. Wir haben nur dagegen Verwahrung eingelegt, aber was sich heute hier abgespielt hat, das ist die offene Aufforderung zum Bürgerkrieg. Crneuter Tumult. Polizei erscheint im Hause. — Die Sitzung wird unterbrochen. Ungeheuerer Tumult entsteht. Der nationalsozialistische Abgeordnete Hauer drängt gegen den Redner vor. andere Rationalsozialisten schließen sich an. Auf der anderen Seite stürzen Sozialdemokraten und Kommunisten zum Schutze Weltkriege können mich nicht von der Feststellung entbinden, daß die Wahl Hindenburgs im Jahre 1925 nicht d i e von seinen damaligen Wählern erstrebte Wendung in der Führung des deutschen Staates gebracht hat, sondern im Gegenteil sich als Stütze des von uns als schädlich festzustellenden gesamtstaatlichen und gesamtwirtschaftlichen Zustandes in Deutschland ausgewirkt hat. Die Beflissenheit, mit der jetzt Mitte und Linke für die Kandidatur Hindenburgs eintreten, erweist die Richtigkeit meiner Auffassung." „In der Tat enchüllt das Echo der Linkspresse nach der Annahme der Kandidatur durch Hinden- bürg bereits jetzt eindeutig den Zweck, den die Linksparteien bei dieser Kandidatur verfolgen, Zwiespalt und Unsicherheit in die Reihen der Nationalen Opposition zu tragen, wenn versucht wird, diesen Zweck dadurch zu verhüllen, daß man durch Hinweis auf die hohen menschlichen Qualitäten Hindenburgs und seine Leistungen im Weltkrieg an eine Gefühlswelt appelliert, die bei jedem Nationalgesinnten lebendig ist und ihn den Schritt Hindenburgs aufs Tiefste bedauern läßt. Der Reichslandbund muh daher infolge der durch den Entschluß des Feldmarschalls geschaffenen Lage seine Wiederwahl ad- lehnen, unabhängig von der noch zu erwartenden Lösung der Kandida'tenfrage durch die Nationale Opposition. Der Reichslandbund kämpft für die Besetzung des Reichspräsidentenpostens durch eine Persönlichkeit, die Deutschland von der Beherrschung durch die verhängnisvollen Kräfte befreit, die für die Irrwege unserer bisherigen nationalen und Wirtschaftspolitik verantwortlich sind." m He fischen Landtag. vor. Fäuste erheben sich, der Präsident verläßtseinenStuhlundunterbricht die Sitzung. Mitten im tollen Wirbel erscheinen zwei uniformierte Polizisten im Türrahmen hinter dem Präsidium. Wilde Pfui-Rufe der Rationalsozialisten erschallen: „Wer hat die Polizisten gerufen?" Darauf verschwinden die Uniformierten wieder. Roch mehreren Minuten gelingt es einigen Besonnenen, die Streitenden auseinanderzubringen. Der Präsident unterbricht die Sitzung auf eine Stunde. Er beruft den Aeltestenrat. Dieser beschließt, daß in Zukunft solche Erklärungen nicht mehr abgegeben werden dürfen. Rach der Wiedereröffnung der Sitzung sind die Rational- sozialisten draußen geblieben. Abg. Galm (Komm.) fordert von der Regierung eine klare und bündige Entscheidung zum Schuhe der arbeitenden Bevölkerung. Abg. R o st (Komm.) bezeichnet die Rationalsozialisten als die Angreifer von Bretzenheim. Die bisherigen Ermittelungen machten es wahrscheinlich, daß der Abgeordnete Buttler von der nationalsozialistischen Feme überfallen wurde oder daß er sich selbst verletzt hat. Abg. Zinnkann (S.) erklärt, die sozialdemokratische Fraktion weise die Lenzsche Erklärung nach Form und Inhalt zurück. Die Regierung arbeite verfassungsmäßig. Die Erklärung des Abgeordneten Lenz fordert seine Anhänger auf, den Weg der Illegalität zu beschreiten. Wir ersuchen die zuständigen Ministerien mit aller Entschiedenheit dafür zu sorgen, daß jedem Ra- tionalsozialist gegenüber, der nach den Anweisungen seines Gauführers handelt, die Gesetze mit aller Schärfe zur Anwendung gebracht werden, und jedem Staatsbürger die Ausübung seiner staatsbürgerlichen Rechte gewährleistet ist. Wir wünschen, daß der Landtogspräsident die Geschäftsordnung rücksichtslos und unparteiisch zur Anwendung bringt. Die Darstellung der Regierung. Innenminister Leuschner gibt darauf folgende Erklärung ab: „Zu dem von dem Herrn Abg. Lenz vorgetragenen Ueberfall in Bretzenheim habe ich durch die Polizei zunächst feststellen lassen, daß v e r l e tz t e P e r s o n e n bis jetzt noch nicht ermittelt werden konnten, ebenso sind alle N a ch s o r s ch u n g e n n a ch Waffen bei den de- teilioten KPD.-Mitgliedern erfolglos geblieben. Es sind in der Zwischenzeit 11 Personen in Polizeihaft genommen worden. (Zwischenruf: „Wer ist das?") Die Auffassung, die aus der Erklärung des Herrn Abg. Lenz spricht, bedeutet den Bür- 9 er krieg. (Sehr richtig!) Wenn alle Gruppen und Parteien sich diese Auffassung zu eigen machen wurden, wäre es mit dem deutschen Staate zu Ende. Ich erkläre deshalb hier ausdrücklich, daß die Ordnung und Sicherheit in Staat und Bevölkerung nur von polizeilichen Organen aufrechterhalten und durchgef ührt wird. Ich warne ausdrücklich jedermann, den Weg der sog. Selbstilfe zu beschreiten. Die staatlichen Organe werden gegen jeden derartigen Versuch rücksichtslos und unparteiisch Vorgehen." Die Finanzlage. Die Beratung wird dann fortgesetzt bei der Großen Anfrage über die Ausführung des Reichstpar- gutachtens. Die Rationalsozialisten erscheinen jetzt wieder im Hause. Abg. I u n g (Rats.) greift die Finanzpolitik der Regierung an. Wenn das Zentrum wissen will, was wir unter „System" verstehen, dann sehen Sie sich hier nur die Minister Adelung, Kirnberger und Leuschner an. Die Regierungsparteien haben 1918 einen sauberen Staat übernommen, der auch finanziell gesund war. (Heiterkeit.) Ieht aber hat die Regierung Hessen finanziell totregiert. Ieht kündigt sie rücksichtslose Sparmaßnahmen an, weil die Macht des Rationalsozialismus sie dazu zwingt. Bei der Etatsberatung werden wir Einsparungsanträge stellen, die dem Volke wirkliche Erleichterungen bringen. (Hört, hört! Abwarten!) Staatspräsident Adelung erwidert: Wenn unser im Vorjahr vorgelegter ausbalancierter Voranschlag im Endergebnis einen Fehlbetrag aufweist, dann waren außerstaatliche Verhältnisse stärker als unser Einfluß. Cs ist eine Illusion, die ich zerstören muh, daß wir hier auf Ministersesseln kleben. Es würde mir ein Vergnügen sein, wenn Sie, Herr Iung, schon als Finanzminister hier sähen und dem hessischen Volke Ihre Sparmaßnahmen plausibel zu machen versuchten. Ich bin sicher, daß dann die in einem Teil des Landes bestehende Stimmung nicht mehr anhalten wird. Der Redner hätte wissen müssen als Wormser, daß Hessen durch die Besatzung eine zusätzliche Rot erdulden muhte, an der ganz Deutschland mittragen muß. Wenn man uns so einfach Ziffern aus 1914 vorhält, so vev- giht man den veränderten Geldwert, vergißt den verlorenen Krieg und die sozialen Lasten. Bisher haben wir von Rationalsozialisten nur Anträge erhalten, die enorme Mittel beanspruchen, ohne dah gesagt wird, woher die Mittel kommen sollen. Finanzmini st er Kirnberger erklärt, daß trotz veränderter Geldverhältnisse und neuer Aufgaben für den Staat der neue Etat beinahe die Endsumme des letzten großherzoglichen Haushaltes erreichen werde. Speziell unser Justizetat ist einer der billigsten aller Länder. Alle Illusionen und Einwendungen des Vorredners werden bei der Etatberatung in nichts zusammenfallen. Abg. Lux (Soz.) erklärt, wenn in Hessen nach der bisherigen Art der Nationalsozialisten gewirtschaftet worden wäre, die sogar Vermögensmittel (Eisenbahnschuld) für laufende Ausgaben verpulvern wollen, dann wäre Hessen schon längst bankrott geworden. Abg. Dr. N i e p o t h (D. Vp.) erklärt, das Spargutachten habe die siebenjährige Politik der Dolks- partei völlig gerechtfertigt und die nationalsozialistischen Behauptungen widersprechen den Tatsachen. Wir haben, da wir die Macht nicht hatten, vielfach u m s o n st gepredigt, bis die Not die Regie- rungsparteicn zwang, langsam unseren Weg einzuschlagen. Die Nationalsozialisten können hier ebenfalls vier Jahr lang Opposition treiben und sie wird erfolglos fein, wenn sie nicht energisch i n d i e Regierung drängen und die Verantwortung übernehmen wollen. Abq. Hainstadt (Z.) erklärt: Bisher habe die hessische Regierung beim Reich erfolgreich mit der These gekämpft, daß Hessen durch die Besetzung überaus schwer geschädigt werden ist. Jetzt sind die Nationalsozialisten dem Staat und dem Volk in den Rücken gefallen und haben dadurch eine schwere Schuld und Verantwortung auf sich geladen. Wer könne behaupten, daß in Hessen nichts gespart worden sei angesichts der Tatsache, daß seit 1924 2712 Menschen aus dem Staats- dienst entlassen wurden. Wettete Anfragen der ASDAP. Es folgt die Große Anfrage der Rationalsozialisten über Beamtenernennungen. Abg. Klaas (Ratsoz.) kündigt an, wenn die Rationalsozialisten zur Macht kämen, würden die beförderten Parteigünstlinge revidiert und die Verantwortlichen vor den neuen Staats- g e r i ch t s h o f gestellt. Abg. Widmann (Soz.) polemisiert gegen den Vorredner. Abg. Ritzel habe für den Odenwald außerordentlich Wertvolles geschaffen. Die RSDAP. habe durch F r i ck in Cchüringen ja selbst erstaunliche Leistungen in der Anstellung von Parteigünstlingen und Parteibevorziehung gezeigt. Ministerial-Direktor Schäfer betont, daß die Maßnahmen der Regierung völlig korrekt seien. Beförderungen seien nicht verboten, daher auch bei Polizei und im übrigen Dienst überall erfolgt. Es folgt die nationalsozialistische Große Anfrage über das Ruhegehalt des Mini- sters Korell. Abg. Klo st ermann erklärt, im kommenden nationalsozialistischen Staat gebe es feine Pensionen mehr. Staatspräsident Adelung erwidert, dah Herr Frick ebenfalls für die Liebergangszeit eine Pension bezogen habe. Abg. Jung (Nats.) betont, daß die Regierunas- antwort zu der nationalsozialistischen Großen Anfrage über die Verwendung der Mittel aus der Rhein- und Ruhrhilfe, Westhilfe usw. völlig um den Kern der Dinge herumgehe. Die nationalsozialistische Fraktion verlange eingehende Aufklärung über die Verwendung der Mittel und deren Kontrolle. Min.-Rat Hechler gibt dann Aufklärung über die Verteilung und Verwendung der Mittel. Die Regierung hat keine Veranlassung, wegen der Verwendung des Rhein-Ruhr-Fonds durch die Handwerkskammer und Handwerker-Zentralgenossenschaft etwas zu beanstanden. Auch ein Verlust aus dem Westhilfesonds bei der Handwerkskammer ist nicht zu befürchten. Fürstenabfindung und Notverordnung. Beschlüsse des Rechisausschnssetz. Berlin, 17. Febr. (VDZ.) Der Rechtsausschuß des Reichstages nahm die Abstimmungen über die I Neuregeluna der Auseinandersetzung mit den Fürstenhäusern vor. Nach Ableh- nung weitergehender sozialdemokratischer und kommunistischer Anträge wurde gegen die 6 Stimmen der Deutschnationalen, der Deutschen Dolkspartel und der Landvolkpartei mit 15 Stimmen der Sozialdemokraten, des Zentrums, der Bayerischen Volkspartei und der Christlich Sozialen sowie der Kommunisten ein sozialdemokratischer Antrag angenommen. Dieser besagt, daß die an ein vormals regierendes Fürstenhaus zu entrichtenden wiederkehrenden Leistungen, wenn sich die wirtschaftlichen Voraussetzungen für diese zu ungunften des Landes wesentlich verändert haben, in Anwendung der Grundsätze der Notverordnung vom 24. August 1931, also wie b i e Beamten gehälter, heradge - setzt werden können, lieber das Maß der Herabsetzung entscheidet auf Antrag der Landesregierung eine „R e i ch s s ch i e d s st e l l e", die beim Rcichs- innenminifterium zu bilden ist, und von diesem, dem Reichsjustiz- und dem Reichsfinanzministerium durch je ein Mitglied besetzt wird. Wenn die Leistungen herabgesetzt werden, die unmittelbar der Erfüllung privatrechtlicher Verpflichtungen des Berechtigten zu dienen bestimmt sind, sollen sich diese in demselben Verhältnis ermäßigen, in dem die entsprechenden Leistungen des Landes herabgesetzt sind. Das Arbeitsprogramm der Reichsregierung. Der Etat. — Tie Arbeitslosigkeit. Berlin, 18. Febr. (CNB.) Nach der Rückkehr des Reichskanzlers aus Genf haben in den letzten Tagen Beratungen stattgefunden, in denen das Arbeitsprogramm der Reichsregierung durchgesprochen worden ist, daß sich für die nächste Zeit außer auf die Regelung der Santenfrage auf die Fertigstellung des Reichshaushaltes für 1932 sowie auf die Pläne, die mit der Ar- beitslofenfrage und dem Arbeitsbeschaffungsprogramm im Zusammenhang stehen, erstrecken wird. Man hofft an zuständiger Stelle, daß der Reichs- Haushaltsplan in nächster Zeit bereits dem Reichsrat zugeleitet werden kann. Die Reichsregierung wird dem Reichsrat und dem Reichstag einen ausgeglichenen Etat vorlegen, in den a u ch B e - träge zur Schuldentilgung eingestellt sind. In Verbindung mit dem Etatausgleich sind eine Reihe von Plänen erörtert worden, die das Ziel verfolgen, die Ausgaben für die Arbeitslosen zu vermindern. Die Pläne des Reichskommissars Goerdeler gehen u.a. davon aus, durch die Vereinigung der Arbeits- lofenverficherung, der Krisenfürsorge und der WohlfahrtSLrwerbslosenfür- sorge eine Vereinfachung herbeizuführen, die gleichzeitig auch das Ziel hat, die Finanznot der Gemeinden zu vermindern. Das Reichskabinett wird sich ferner in der nächsten Zeit auch mit den Arbeitsbeschaffungsplänen beschäftigen. Hier liegen Vorarbeiten aus dem Reichswirtschafts- minifterium vor. Außerdem werden dabei die Pläne erörtert werden müssen, die von gewerkschaftlicher Seite ausgestellt worden sind. Eine einheitliche Kabinettsvorlage ist indessen noch nicht zustandegekom- men. Eine Zeniralgeschästsstette des Hindenburgausschuffes. Berlin, 17. Febr. (TU.) Der zur Vorbereitung des Wahlvorschlages Hindenburg von Oberbürgermeister Dr. Sahm gegründete Hindenburg-Ausschuß hat seine Tätigkeit beendet. Für die in den einzelnen Ländern und in den preußischen Provinzen schon bestehenden und noch in Bildung befindlichen Hindenburg- Wahlausschüsse ist eine Zentrale Geschäftsstelle in Berlin eingerichtet worden. Sie führt den Ramen „Hauptgeschäftsstelle der Hindenburg-Ausschüsse". Für die Zentralstelle wird ein überparteiliches Kuratorium gebildet, dessen Zusammensetzung alsbald bekannt gegeben wird. Oie Wetterlage. Afc'ftlvoc/] *75j Wo'doyan 5 4 b 6 ws Koch.. itnf 5 Oslo — vi 3 G wesenlos <3 neuer. O halt) Bedeckt» wolkig. ® bedeckt •Rtgee, * Schnee △ Graupeln BMebel K Gewit’^r,® Windstille. «O Xhr leichter qsi -rassiger Südsüdwest q stürmische tordwesl Oie Piene fliegen mit dem Winde. Pit oeiden Stationen dienenden Zahlen geben die Temperatur an. Pie Limen verbinden Orte mit gleichen tut neeresmveau umoerechneten Luftdruck Das Hoch dehnt jetzt seinen Kern von England quer über Deutschland bis nach Rußland hin aus. Während das deutsche Küstengebiet im Bereich ozeanischer Lust liegt, welche die Temperaturen teilweise über Null hält, treten in Mittel- und Süddeutschland unvermindert Strahlungsfröste auf. Vorerst ist noch keine Aenderung des Witterungscharakters zu erkennen, so daß die nächtlichen Strahlungsfröste noch anhalten, während tagsüber durch die Sonnenenergie die Erwärmung mehr und mehr zunimmt. Aussichten für Freitag: Vielfach dunstig ober neblig-wolkig mit Aufheiterung, trocken, Nachtfrost. Lufttemperaturen am 17. Februar: mittags 3,9 Grad Celsius, abends —3,5 Grad; am 18. Febr.: morgens — 8,2 Grad. Maximum 4,5 Grad, Minimum — 8,4 Grad. Erdtemperaturen in 10 Zentimeter Tiefe am 17. Februar: abends — 0,6 Grad, am 18. Frebruar: morgens —1,5 Grad Celsius. Sonnenscheindauer 7 Stunden. KD Sn’tUn9'n nu? *nt. - 0 tQUs .?nn sich isfi; KKL Nie', bif ? 9re0'‘nira tzW ™«6» „n$d>»iif< 6,5 **4S£ 'programn, ■Gierung, ’rtcitsb^ii ’?Ä%b"Ä ZDZ Ätl*JIa8f a“l die "» tan «7b,I ,? ' lm ™ 8«fcim«bani der ^eich». ^bereits bem Reichs Äkta^,erun8 °>>rb Jwdjstag einen aUs. dem Inben aud>B«. .Eingestellt dem Ctalausgkid) fmb »örtert worben, L L ,Uen für bie Ar- U"b‘rn- Die Pläne b« °Ner gehen u.a. bawn 10un0 der Arbeit,- der Äri|en|ür|orgf serwerbslojenlur, zherbeiMhren, bie gleich- d'e Finanznot der «Lern. Las Reichzkabinm lachsten Zeit auch mil den gsplänen beschäftigen, aus bem Reichswirtschaft^ m werben babci bi« Plane bie von gewerkichastlicher sind. (Eine einheitliche Ra- i noch nicht zustanbegekom. lgeschästsßelle irgauSschuffes. ($11) Der zur Sorberti* ti Hindenburg von Ober- hm gegründete Ainhtn* ic Tätigkeit btcn- njelnen Ländern und in en schon bestehenden und dttchen Hindenburg» \\ eine Zentrale ®t» Ktlin eingerichtet worden »Hauptgeschäftsstelle der Für die Zentralstelle rteilicheS Äurato» , Zusammensehung al-bald iefferloge. aAC r::5tf.s WO SOS- <7 Februar' ,g ^br in l°6$ao. Wl| «* ©1 L(3 0® V^rV L Aus der pwvmsiakhauvistakit D t e tz e n. den 18. Februar 1932. Milderung der Bürgersteuer. lieber die Ermäßigung der Bürger» steuer für lohnsteuersreie Arbeitnehmer, ins» besondere für Kurzarbeiter, ift eine zweite Verordnung zur Durchführung der Bürgersteuer 1931 ergangen, die erstmals für den am 10. Ie- bruat 1932 fäll.g werdenden Teilbetrag der Bürgersteuer 1931 gilt 3n einem Rundcrlah gibt der ReichSslnanzminister die Borlchr.sten. die die zweite Bürgersleuer^Durchführungvverord- nung regelt, bekannt. <5* hecht darin u. a: 21ach der Bürgersteuerverordnung ermäßigt sich der ^andeSsotz für Personen, die einkommen- steuerfrei sind, aus die Hälfte. Hierbei ist jedoch nicht daS gegenwärtige Einkommen, sondern daS Einkommen von 1933 mastgebend. Der Grund für diese Regelung liegt darin, dah die Bürgersteuer von vornherein mit den zutreffenden Beträgen angefordert werden sollte: ti sollten damit Bkeinung-versch edenheiten über die Höhe der Bürgersteuer zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ausgeschlossen werden und die Arbeitgeber von einer Prüsung und Rechenarbeit über die Höhe der einzubehaltenden Bürgersteuer entlastet werden. Da aber bei der Ausstellung der Steuerkarten für 1932 das zuletzt festgestellte Einkommen da« de« Jahre- 1930 war, muhte auf diese- abgestellt werden Diese Regelung wirkt sich jetzt Infolge der inzwischen eingetretenen auherordentlichen Vermehrung der Kurzarbeit in Verbindung mit den Lohnrückgangen sehr hart aus. Diese Härten sollen nun durch die Zweite Verordnung zur Durchführung der Vürgersteuer 1931 beseitigt werden Die Verordnung betrifft also lediglich die Steuerpflichtigen, die im Jahre 1 9 30 noch f o viel verdienten, daß fie nicht einkommen- steuerfrei waren, und von denen daher in der Steuerkarte nicht bereit« die Häls te de- niedrigsten Steuersätze- angefordert worden ist. während ihr gegenwärtiger Lohn die Lohnsteuersreigrenze nicht übersteigt. Bei -bieten Lohnempsüngern ermäßigt sich nach der neuen Verordnung die einzelne Bürger- steuerrate aus die Halste des angeforderten Betrag«. wenn der Pflichtige bei der maßgebenden Lohnzahlung, von der die Dürgersteuer einzube- halten ist. einen so geringen Lohn erhält, daß von ihm eine Lohnsteuer nicht einzubehalten ist. Daneben bleiben selbstverständlich bie biibe eigen Vorschriften über bie allgemeine Freigrenze bestehen, nach denen der Arbeitgeber von der Einbehaltung der Vürger- ftcuerrate völlig abzuseßen hat. wenn der Ar« beit-lohn. von Dem Die Rate an sich hätte abgezogen werden müfsen, 42 Mk. monatlich. 20 Vkk. vierzehntägig. 10 Mk. wöchentlich oder 1.70 Mk. täglich nicht übersteigt. Die Arbeitgeber haben hiernach bei allen Dür- gersteuerpflichtigen. deren Arbeitslohn zwar die allgemeine Vürgersteuerfreigrenze. nicht aber die jeweilige Lohnsteuerfreigrenze übersteigt, zu prüfen. ob bereits in der Steuerkarte nur die Hälfte, des niedrigsten Steuersätze« angefordert worden ist, oder nicht. Ist bereits nur die Hälfte an» gefordert worden, so ändert sich an der Einbehaltung diese« Betrage« nicht«. Ist jedoch der volle Betrag angefordert worden, so hat der Arbeitgeber von dem lohnsteuerfreien Arbeitnehmer nur die Hälfte Der angeforderten Rate einzubehalten. Ob der ganze oder bereit« nur der halbe niedrigste Steuersatz angesordert worden ist, ergibt sich au« den ersten beiden Sähen der Bür- gersteucranforderung (S. 4 der Steuerkarte 1932). 'ung muß sich der ^Arbeitgeber gegenwärtig halten, daß der volle niedrigste Landessah für einen Unverheira- teten 6 Mark beträgt. Der volle niedrigste Steuersatz ergibt sich daher dadurch, daß man diesen Betrag (6 Mk ) mit bem von der Vemeinbe erhobenen Hunbertsay, ber in Satz 1 ber» Dürgersteueranforberung angegeben ist, vervielfältigt. Wenn bie Dürgersteuer z. B- mit insgesamt 300 Prozent erhoben wird (d. h. mit einem Zuschläge von 200 Prozent), so beträgt der . volle Satz also für Unverheiratete 3x6 Mk. 18 Mk. Ist ber CBürgerfteueranfotbe- rung in diesem Falle der Betrag von 18 Mk, d. h. also der volle Sah jugrunbegelegt, so hat ber Arbeitgeber bei bem lohnsteuersreien Arbeitnehmer bie einzelne Bürgersteuerrate, bie sich au« ben bisherigen Ansorberungen ergab, zu halbiere» Ist jedoch bei der Dürgersteueranfor- berung nicht von dem vollen Satze von 18 Mk., sondern von dem halben Satze von 9 Mk au«- gegangen, so hat der Arbeitgeber die angeforderten Raten ohne Aende ung einzubehalten. In ben weitaus meisten Fällen, in benen hiernach ber Arbeitgeber nur bie Hälfte der angc- forberten Rate vom Arbeitslohn einzubehalten hat, wirb sich bie Steuer be« Pflichtigen auch endgültig um ben nicht einbehallenen Betrag mindern. Ob tatsächlich endgültig die Hälfte Der Rate wegfällt. b. h. nicht nur nicht vom. Arbeitgeber einzubehalten ist. fonbern auch vom Pflichtigen nicht felbft zu entrichten ist. hängt von seinem Vermögen unb von seinem sonstigen Einkommen ab. Preisschilder anbringen! Da« Xrei«amt Gießen hat burch eine Bekanntmachung im neuesten Amtsver^ünb.gungsblatt ba« Polizeiaml Gießen, bie Bürgermeistereien ber Canbgemeinbcn und die Gendarmeriestationen des Kreises beauftragt, zu kontrollieren, ob die Anordnungen des Rcichskommissar« für Preisüberwachung hinsichtlich des Au«hang« von Preisschildern in den in Betracht kommenden Gewerbebetrieben durchgesührt sind. In der Bekanntmachung wird weiterhin folgende« verkündet: Wirb festgestellt, dah bem Preisschilder- zwang nicht oder nicht vollkommen nachgekommen ist, so sind die betreffenden Gewerbetreibenden zunächst aufzufordern, innerhalb einer Frist von 24 Stunden ordnungsmäßige PreiS childer anzubringen. Bleibt die Verwarnung fruchtlos. so ist un« unter Darstellung der Verhältnisse Bericht zu erstatten, damit wir wegen Schließung bei Gewerbebetrieb- daS Weitere veranlassen können. Ruhebänke auf der Höhe des^odtbergS Aus unserem Leserkreise wirb die Ditte geäußert. die Stadtverwaltung oder der DerkehrS- unb Derschönerungsverein möchten auf der Höhe be 8 Rodtberges zwischen dem Friedhof unb ber Eisenbahnstrecke weitere Ruhebänke für Spaziergänger schossen. Wir möchten diese Ditte an die Stadt bzw. an den VerkehrS- und DerschönerungSverein befürworten. An biefer OieArbeiismarktlageinOberheffen Weitere Verschlechterung Da« Arbeitsamt Gießen teUt in feinem 3a- nuar-Derlcht, be fen zufammenfaffende- Sr- gcbm« wir gestern schon meldeten, über die Ar» beitimarltlage in Oberhefsen in ben einzelnen BerufSgruppen folgenbe« mit Land- unb Forstwirtschaft. Die Marktlage hat sich weiter verschlechtert Vermittlungen konnten nur in wenigen Fällen, unb hier meisten« Welker, getätigt werben. Im allgemeinen halten bie Landwirte mit der Einstellung von Arbeitskrästen noch zurück Vielfach haben Landwirte aus Gründen der Lohn- ersparnis Arbeit-kräfte. die sie in früheren Jahren im Winter hindurch beschäftigten, in dtetern Jahre freigefeyt Die Gemeinden mit Waldbesih haben ihren Holzeinschlag beendet. Dagegen haben einige oberheffifche Förstereien, nachdem sie das geschlagene Holz versteigert haben, den Holzeinschlag fortgesetzt. Verschiedene Förstereien haben d e Holzhauer ausgcwechselt. 3m Berichtszeitraum konnten 360 arbeitsuchende Personen au« verschiedenen DerusSgruppen als Holzhauer vermittelt Werren Dem Arbeit-markt standen Ende 3anuar 518 Personen zur Verfügung gegenüber 641 de« vorigen Jahre« Industrie bet Steine unb Erden. Die Marktlage ist unverändert schlecht geblieben. Das Frostwetter hat dazu geführt, dah einige Steinbruchbetriebe ihre Arbeitskräfte entlüften mußten. Reichsbahnaufträge für Bahn« schotter liegen zur Zeit nur in geringem Umfange vor Wir zählten am Schluffe der Derichtszeit 1966 arbeitsuchende Steinarbeiter, gegenüber 1930 de- Vormonat-. Metallindustrie. Die Lage in der oberhessischen Metallindustrie hat keine Veränderung erfahren. Allenthalben wird über Auftragsmangel geflagt. Aussicht auf eine baldige Besserung sowohl für ba« Handwerk, al« auch für die Industrie besteht zur Zeit noch nicht Dem Arbeitsmarkt standen 2684 Metallarbeiter zur Verfügung, gegenüber 2378 de- Vorjahre- Spinnftoffgetocrbe. Die Lage für die oberhessifchen Webereien hatte fich im Verichtszeitraum wieder gebelfert. ®inc Weberei hat die vor Weihnachten entlüfte nen Weber und Weberinnen nach Eingang eine- neuen Auftrage« wieder zurückgerufen. Dem Arbeit-markt standen 94 Arbeitsuchende, gegenüber 84 de« Vorjahre« zur Verfügung. Papierindustrie. Die oberheffifch-rn Papierfabriken sind zur Zeit gut beschäftigt Als Arbeitsuchende meldeten sich 29 Facharbeiter, gegenüber 29 be« Vorjahre«. . Holz- und Schnitzstoffgewerbe. Die Ma Liege im Holz- unb Schnitzstosf Gewerbe ist in unserem Dezirk uneinheitlich- Währenb verschiedene Sägewerksbetriebe Arbeitskräfte entlassen haben, haben zwei ‘Betriebe Arbeitskräfte zur Erledigung vorübergehender Arbeiten zurück- gerufen. Wir zählten 996 Arbeitsuchende, gegenüber 1151 de« Vorjahre«. Rührung«- unb Genuhmittelgewerbe Die Arbeit-Marktlage im Rührung«- und ®e- nußmittelgewerbe neigt zu einer weiteren Verschlechterung. Die oberhessischen Zigarrenfabriken haben im Berichtszeitraum Tabakarbeiter und -arbeiterinnen entlassen. Derschiedentliche Ankündigungen von Wiedereinstellungen wurden nicht durchgeführt. Die oberhesfischen Brauereien klagen ebenfalls über Auftragsmangel Eine Brauerei beabsichtigt, demnächst Kurzarbeit ein- zusühren. Eine oberhessische Teigwarnfabrik hat einige Arbeiterinnen entlassen, da keinerlei Aufträge vorliegen unb für bie vorhandenen Vorräte Absatzmöglichkeiten zur Zeit nicht vorhanden sind. Dem Arbeitsmarkt standen 773 Personen zur Verfügung, gegenüber 1739 des Vorjahre«. in allen BerufSgruppen. Bekleidungsgewerbe Die Arbeit-marktlage für da« Bekleidungsgewerbe tendiert nach einer Verschlechterung hin. Sowohl die Äleibcrfahnten, al« auch bie Schuhfabriken klagen über Auftragsmangel. Eine ober- hrif'sche Schuhfabrik hat nach Eingang eine« kurzfristigen Auftrage« die kürzlich entfallenen Arbeitskräfte wieder eingestellt. Die Beschäftigung dürfte jedoch nur kurzfristig fein. Die übrigen Schuhfabriken arbeiten verkürzt Arbeitslos waren 441 Personen, gegenüber 458 des Vorjahre«. Baugewerbe. Die Marktlage im Baugewerbe dürfte vorerst keine Defferung erfahren. Der Zugang an Arbeitsuchenden ist hauptsächlich auf Beendigung der Holzbauerarbeiten zurückzuführrn. Bauaufträge liegen zur Zeit noch nicht vor. Verfügbar waren 3349 Bauarbeiter, gegenüber 3546 deS Dorjahre«. DerkehrSgewerbe Auch in der Arbeit-marktlage beS VrrkehrS- gewerbe« ist keine Besserung zu verzeichnen. Von einem Abrus von Zeitarlei ern eiten« d r Reichs- bahn zu zusätzlichen Arbeiten ist bi« jetzt noch nicht« bekannt getoorben. In ben Kurorten stehen Krastsahrer in größerer Anzahl zur Verfügung. Den Arbeilsmarkt belasten 681 Arbeitsuchende, gegenüber 499 de« Vorjahres. Angestelltenberu'e Die Lage be« Angeslelltenmarkle- hat im Berichtszeitraum eine weitere Verschlechterung erfahren. Belastend wirkt hauptsächlich die Ont- laffung von Jugendlichen (Kvntorpersonal). Als stellensuchend mclbeten sich 1132 Personen, gegenüber 792 be« Vorjahres. Berufsberatung. Die DerusSberatungSabteilung wurde mit 440 Beratungen sowohl gegenüber bem Vormonat, al« auch gegenüber bem gleichen Monat im Vorjahre erhöht in Anspruch genommen. 221 Ratsuchenbe (137 männliche, 84 weibliche) wurden zum erstenmal, die übrigen 219 wiederholt beraten. Unter ben Besuchern befand sich wiederum auch eine größere Anzahl höherer Schüler und Schülerinnen, sowie ältere Rat- und Auskunft- suchende. Bei mehreren Jugendlichen war vor ber endgültigen DerufSentscheibung noch eine spezielle ärztliche Untersuchung notwendig. Immer wieder kommt es vor, daß sich Ellern, meist au« Unkenntnis über die Derus-ansorderungen. über aussallend körperliche Gebrechen unb Leiden ihreS^Kinder, die von den gewünschten Berufen völlig auSIchlleßen, Hinwegfetzen wollen. Für die Beruf San wär ter des Duchdruckgewer- bes haben wir besondere Eignungsprüfungen abgehalten. Die Beruf-Wünsche der 137 männlichen erstmalig Ratsuchenden bezogen sich auf 44, die der 84 weiblichen auf 17 verschiedene Berufe. Don den Knaben waren in folgender Reihenfolge die Berufe de« Kaufmann«, Friseur«, Autoschlosfer«, Bäcker«, Metzger« unb Schuhmachers, von ben Mädchen die ber Hau-gehilfin, Verkäuferin und Schneiderin am meisten begehrt. 26 v. H. aller ratsuchenden Knaben unb Mädchen (ein gestiegener Prozentsatz) hatten keinen bestimmten Beruf-wünsch. Die große allgemeine Dauerarbeitslosigkeit. die jeden Berus auf unabsehbare Zeit überfüllt erscheinen läßt, macht die Berufswahl noch unsicherer unb schwieriger ali sie sonst schon ist. GS wäre dringend zu wünschen, wenn sich die Arbeitgeber mehr als bisher zur Lehr- ling«etnftcllung entschließen könnten, denn auch die DerufSnot der Schulabgänger ist aktuell und ruft nach Abhilfe. Von 32 Reuanmeldungen offener Lehrstellen (20 für Knaben, 12 für Mädchen) konnten 20 besetzt werden. 3m Außenbezirk fanden 152 Beratungen und fünf Lehrstellenvermittlungen statt. landschaftlich herrlich gelegenen Stelle unterer nächsten Umgebung befinden sich zwar schon zwei Ruhebänke, beide sind aber an schönen Tagen mit lebhaftem Dpaziergängerverkehr in der Regel ständig beseht. SS dürste u. E. nicht schwer sein, neben der jetzigen Ruhebank in der Rähe ber Eisenbahnstrecke noch eine zweite auf-ustellen, die auch für die Bearbeitung der benachbarten Acker- grunbftüdc nicht hinderlich wäre. Eine zweite Sitzgelegenheit könnte wohl an der schönen Hecke de« Dchnkörper« am Rordabhang des RodtbergeS geschaffen werden. Die Ko en für zwei derartige Ruhebänke dürften wohl nicht fo erheblich fein, daß daran die Erfüllung der Bitte zahlreicher Spaziergänger fcheitern müßte. Es würde von weiten Kreisen der Bevölkerung dankbar begrüßt werden, wenn der hier geäußerte Wunsch schon zu Beginn de« Frühjahr« Erfüllung fände. (Yirtzcncr Wochenmarktprcisc. - Gießen. 18. F br. Es kosteten auf dem heutigen Wochemnaru. Kochbutter 90, Süßrahmbutter 130. Landbulter 110, Matte 25 - 30 Ps. da« Psund, Käse 5-10. Gier 9 Vs. da« Stück, Wirsing 10 20, Weißkraut 8-10, Rotkraut 10-15, Gelbe Rüben 10—12, Rote Rüben 10—12. Spinat 25 bis 30. Unter-Kohlrabi 5—6, Grünkohl 15—20, Rosenkohl 20— 25, Feldsalat 100-120, Tomaten60 bi« 70. Zwiebeln 18—20, Meerrettich 30—60, Schwarzwurzeln 25- 30, Kartoffeln 4. Aepfel 8 bi« 15, Dirnen 10—12. Dörrobst 25— 30, Honig 40 bi« 50. Hüfte 35—40. Junge Hähne 80—90. Suppenhühner 80—90 Pf das Pfund, Tauben 50— 60, Blumenkohl 30—70, Salat 25—30, Endivien 15 biS 30, Ober-Kohlrabi 3-10, Lauch 5-10, Rettich 10 bi« 15. Sellerie 10—40 Pf. das Stück. Kartoffeln 3,00—3.50. Weißkraut 5—6, Wirsing 9—11, Rotkraut 7—10 Mk. per Zentner. Vornotizen. — TageSkalender fürDonnerStag. Musikwistenschaftl. und En-l schcs 6cm rar der Lande-univers tat. 2 .30 Uhr im Großen Hörsaal .Englische Hausmusik im Ze taller Shakcfpoa eS". — Krieoerverein Gießen, 2 .30 Uhr .Poftkel'er-, Haupt-Versammlung. — Hau-besitzer-Verein, 20 Uhr. Lass Leib 25 Haurtversamm'ung. — Schachklub Dießen, 20.30 Uhr. Gase Krämer. Mitglieder- Derfammlung. — Alice-Schute. Reues Schloß. 11 bi« 13, 15 bi« 17 Uhr. Handarbeit«-Seminar- Ausstellung. — Lichtfpie haus. Bahnhofstraße. .Meine Frau die Hochstaplerin". — Astoria-Licht- sPi eie. Seltersweg .Jngagi" und .Raub im Wester preß". — Au« dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Morgen. Freitag. 20 Uhr, Wiederholung be« Fasching-schwank« ..Die drei Zwillinge" von Impekoven und Mathern. Ein wirklich amüsanter Abend! 19. Vorstellung im Freitag-Abonnement, gewöhnliche Preise. Beginn 20 Uhr, Ende 22.15 Uhr. — Sonntag, 21. Februar. „Erna Sarasin", das interessante Berliner Schauspiel, al« Fremdenvorstellung zu ermäßigten Preisen. Beginn 19 Uhr. — Die Theologische Fachschaft veranstaltet am Freitag. 20 Uhr, im Hörsaal de« Kunstwissenschaftlichen Institut« einen Vortrag. Professor Dr. Rud Schäfer, der bekannte Illustrator der Schäferbibel, fvricht über das Thema „Stimmungen und Tatsachen in der christlichen Kunst". Siehe heutige Anzeige. — DastfpielVernd-Henrich-Könia«. seid. In drei Spätabendvorstellungen gastiert am Freitag. SamStag und Sonntag im Lichtspielhaus Bahnhofstraße die rheinische Lu st spiel truppe Bernd-Henrich-König-feld vom Apollo-Theater zu Düsseldorf mit zwei Schwänken. Unter dem Titel „Pröpken, der Schrellen der 9-Dragoner" und ..Dören ist Trumps" gelangen zwei Lach- schlager zur Ausführung, die zwei unterhaltsame Stunden gewährleisten dürften- Die Vorstellung beginnt jeweils um 22 45 Uhr. (Räheres ist au« der heutigen Anzeige ersichtlich.) Daten rilr Donnerstag, 18. Februar 1546: Martin Luther in Eisleben gestorben. 1564: der Bildhauer M.chclangelo Buonarotti in Rom geworben. 1890: der ungarische Staatsmann Graf Julius Andrassy in DoloSca bei Fiume gestorben. * • Abendandacht für Studenten. Die letzte Abendandacht dreies Wintersemesters findet morgen um 20 Uhr pünktl ch in der Kapelle auf dem illten Friedhof statt. Die Andacht hält der mit der ctubententeelforge an der Landesuniversität beauftragte Prioatdozent der Theologie Lic. Brunner. • • Gefallenen-Gedenkfeiern t n den Synagogen. Wie man un« mitteilt, werden am Samstagvormittag in beiden hiesigen Synagogen Gedenkfeiern zu Ehren der Gefallenen stattfinden. • • Lehrgänge für R e ch t S st u d e n t e n. Um den Rcchtsstudenten. und zwar auch denjenigen. die im nächsten Sommer Semester ihr Studium beginnen werden, eine unmittelbare Anschauung von ben Einr.chtungen ber Justiz unb dem Geschäftsgang bei ben Gerichten zu vermitteln. folten für biete Studenten auf Anregung be« heffischen Justizministers auch in diesem Jahre bei dem Amts- und Landgericht Gießen iment- Sltllch Lehrgänge stattfinden, deren erster bri m m t # geriet Gießen am 1. März. 16 Uhr. im Saal 201 beginnen wird In den Herbstserien wird sich an biefem Lehrgang ein solcher bei dem Landgericht anlch.ießen, zu dem nur solche Teilnehmer jugclaften werden, die sich bereits an dem amtsgerichtlichen Kursus beteiligt haben. Gefache ber Studenten, die sich an bem ersten Lehrgänge beteiligen wollen, sind d>- spätestens 27 Ifb Mts bei dem Landgerichtspräsidenten zu Gießen eiwrureichen. “ Äufrunbung von Teilbeträgen auf 5 und 10 Ps unzutäffig. Der Beauftragte des Neich>kommisiar-> für Preisüberwachung für Hessen und Hessen-Nassau teilt mit: E> wird beobachtet, daß beim verkauf von kleinen Morgen Waren (K ober S Pfund) vielfach nicht der sich bei der Division herausstellende Teilbetrag, einschließlich einer Ausrundung ber Bruchteile von Pfennigen auf volle Pfennige, erhoben, sonbern baruber hinaus eine Ausrundung aus Fünfer ober Zehner ober gar noch mehr vorgenvmmen wird. 0 n derartige- Verfahren ist unberechtigt und unzulässig Statthaft ist lediglich eine Aufrundung auf die nächsten vollen Pfennige. ee Todesfälle in Dießen. C» verstürben in Gießen in der Zeit vom 1 bl» 15. Februar: 1 : Christian Waas, Odertelegraphensekretär i. R.. 69 Jahre, Am Kugelberg 29 2. Karl Feldbau», 8 Jahre, Schloßgasse 9. 3.: Friederike Koch, ged. Münch, 72 Jahre, Bahnhofstraße 12; Marie Bolz, Haushälterin, 58 Jahre, Ludwigstraße 47. 5 : Marie iiricbel, geb Spath, Witwe, 73 Jahre, Bismarck- st raße 36 6.: Marie Mandler, geb. Hoßfeld. 62 Jahre, Asterweg 27 9.: Marie Winterstein, ged. Koch, Witwe, 86 Jahre, Goethestraße 57. 10.: R.ch.ird Geißler, Arbeiter, 50 Jahre, In tiobere Hof 3; Luise Valentin, geb. Nikolai, 73 Jahre, Rod- Heimer Straße 38. 11. Margarethe Leith, geb Kreiling, Witwe, 64 Jahre, Bahnhofstraße 64; Helene Lather, geb. Langer, 56 Jahre, Crednerstraße 35. 13 : Prof. Johanne» (Fif, Oberlehrer i. 91., 83 Jahre. Goethestraße 68; Christian Bepperling, Kellner, 65 Jahre, Brandgasse 4 •* Konzerttn den Kliniken. Am Sonntag gaben die Schüler von Klein-Linden den Patienten der Heilstätte SelterSberg und der Klinik für Rasen-, Hals- und Lchrenkrante ein wohi- aelungcne- GesangSkonzcrt. Ernste und heitere Liedervorträge wechselten mit Vorträgen von Gedichten und ließen die Patienten für einige Stunden ihr Leid vergessen. " Der Evangelische Arbeiterverein veranstaltete am Sonntagabend im Verein-lokal eine Dcrsamm'ung, d e sich mit der Preissenkung und deren Au-wirkung bescö.i tigte. Rach einem Referat von Oberwerkmeister Schnabel und eingehender Aussprache wurde von der V rsammlung geforbert, bei dem Mittelrheinischen Verband cd. Arbeitervereine dahin zu wirken, daß der Gesamtverband von den maßgebenden Stellen eine den Einkommensverhältnissen der Arbeitnehmer angc- paßte Preissenkung fordert. ** DHL. Gießen. Ein klarer Wintertag begleitete am Sonntag rund 70 Angehörige de« VHE Gießen bei ihrer Februarwanderung. Der Marburger Straße entlang ging eS zu den Hängen de« Hangelstein. Aus leicht verschneiten, wenig bekannten Waldpfaden wurde zunächst der „Dnautheiche" ein Besuch abgestattet. Hier könnte sich die zuständige Behörde Den Dank der Qlatur- sreunde durch Freilegung de« Platze- und Anlegung eines fletncn Pfade« erwerben. Mit Umgebung der höher gelegenen Teile deS Hangel- ftein« führte der Weg an der Teufck-kanzel und Union-linde vorüber zum Daubringer Paß. Die fonft von hier fo schöne Fernsicht war die-mal leider verschleiert, doch entzückte der Blick auf die nahen Dörfer der Rabenau, auf Burg Staufenberg und ba« Dusecker Tal. Im nahegelegenen Alten-Duseck wurde Mittagsraft gehalten, um hierauf bei hellem Sonnenschein durch Trohe und Rödgen hinter letzterem die Höhe zu ersteigen, wo man bei einer reizvoll gelegenen Jagdhütte eine prächtige Aussicht genoß. Vorbei an einer mächtigen 700jährigen Eiche ging e«, die Oriin» berger Straße überschreitend, nach Annerod, um bei guter Verpflegung und froher Stimmung die Zeit bi- zum Heimmarfch zu verbringen. " Ein fetterDiebsiahl. Wie die Landes- kriminalpolizeiftelle in Gießen meldet, wurde in der Rächt zum Mittwoch in Wallernhausen bei Ridda ein Einbruch verübt. Die ungebetenen nächtlichen Gäste schleppten aus der Vorratskammer das Fleisch und die Wurst von zwei fetten Schweinen fort, ohne daß die Hausbewohner etwas bemerkten Die Ueberraschung am anderen Morgen wird für die Geschädigten natürlich schmerzlich gewesen sein. Wohm die . guten Frühstücker" gekommen sind und wer sie sortgeschleppt hat, ist biS jetzt noch nicht bekannt. ** D i e Maul- und Klauenseuche in Oberhessen. In Heuchelheim und in Burkhardsfelden (KreiS Gießen) ist die Maul- und Klauenseuche amtlich feftgestellt worden. In Heuchelheim ist der Gemeindebezirk zum Sperrbezirk, die Gemarkung zum BeobachtungS- gebiet, in Burkhardsfelden die Hofreite des Hch. ?i ä u f e r III. zum Sperrbezirk und der Ort und te Gemarkung zum DeobachtungSgebiet erklärt worden. In Friedberg-Fauerbach und in Lauterbach ist die Maul- und Klauenseuche erloschen. J?athri*ten. Evangelische Gemeinden. Freitag, den 19. Februar. Kapelle be« Alten Fr echosS. 18 Uhr: Passionsandacht. Pforrafs. Knell. 20 Uhr pünkt- fich Abendandücht für Studenten. Lic. Drun - n e r — Elifabeth-Kleinkinderschute 20 Uhr: PasfionSandacht Pfarrer Lic. W a a S. Israelitische Gemeinden. _ Israelitische KeHglon»gemelttbe. Gottesdienst in der ögnagofle (eubanlaqe). Samstag, 20. Februar. Vorabend: 5.45 Uhr: morgens: 9 Uhr, Gedenkfeier zu Ehren der Gefallenen: abends: 6 und 6 40 Uhr. Israelitische Reiiglonsgefellfchast. Sabbatfeier, den 20. Februar. Freitagabend 5 25 Uhr: Sam-tagvor- mittag 8.30 Uhr, Gedächtnisfeier zu Ehren der Gefallenen im Weltkriege: nachmittags 6 Uhr: Sabbat- ausgang 6 40 Uhr — Wochengottesdienst: morgen» 7 Uhr, abends 5.30 Uhr. ler aber mit NIVEA-ÖL Schmerzloses vorheriges Rasieren Einreiben mit NIVEA ME LICHTSPIELHAUS • GIESSEN der Schrecken der 9. Dragoner 2 Stunden Lachsalven Ferner: Filmprogramin Eintrittspreise: 0.60 bis 1.50 Reichsmark Morgen Freitag, den 19. Februar. Samstag, den 20.,u. Sonntag, den 21. Feb., nur abends 10.45 Uhr: Heute Donnerstag Premiere Die Lachbombe des Abends Boxen istTrumpf Sonntag, 21. Febr., 11.15 Uhr vorm. Zum Helden-Gedenktag \ j »/■ Weitere Darsteller; —Ä W Maly Delschaft, Alfred Abel, \ ✓ /ß. Theo Dingen, Frits tirtinbaum. ® | yj/ Hermann Vallentin. Meine Frau — die Hochstaplerin. eine Geschichte von den abenteuerlichen Streichen einer reizenden, kleinen Frau, die das Glück ein wenig korrigiert und sich mitsamt ihrer „besseren“ Ehehälfte resolut „nach oben schiebt“. Ein temperamentvoller Film voller Spannung und Witz, der Ihnen zwei Stunden ausgiebigster Heiterkeit bereiten wird. Großes Beiprogramm Das verlorene Paradies • Ufa-Ton-Woche Gastspiel Bernd Henrichs-Königsfeld der beste rheinische Komiker m. seinem Burlesken-Ensemble vom Apollo-Theater Düsseldorf die führende Varletti-Bühne Deutschlands in seinem tollsten Militär - Lachschlager Pröpken Das Geheimnis der U-Deutschland Ein historisches Bilddokument aus dem Weltkriege. Vom Handelsboot xnm U-Kreuzer. Grenzenlos war die Verblüffung der Entente, als 1916 gänzlich unerwartet im Hafen von Baltimore ein deutsches Handels-Unterseeboot, die berühmt gewordene „U-Deutschland“, auftauchte. — Die " wildesten Gerüchte über diese Fahrt schwirrten durch die ausländische Presse. Ein völlig unbewaffnetes Tauchboot hatte die scharfe Blockade durchbrochen und 30 zur Verfolgung eingesetzten englischen Kriegsschiffen gelang es nicht, die „U- Deutschland“ aufzubringen. Die von dieser Fahrt und späteren Kreuzfahrten der in yU-Kreuzer 155“ umgewandelten ,,U- Deutschland“ existierenden Original-Film^ aufnahmen sind nach vielen Schwierigkeiten vom Reichs-Archiv nach ISjährig. Verbot freigegeben. Der Führer des U-Kreuzers HerrKorvetten-Kapitän a.D. Meusel wird seinen Film persönlich mit einem Vortrag begleiten. Das Hohelied I Dentseher Heist 1 Deutsche Treue! Deutscher Mut I DeutscheTaplerkeitl Ein unvergeßliches Erlebnis für jeden Deutschen I Eintrittspreise: 60—150 PL Jugendliche haben Zntrltt 1 ________________________________________________1327 C in der Stadtkirche. 0.67 nur Studentenhaus gegen Ausweis.1 18170 Hllllllllllllllllllllllllllllilllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll Astoria-Lichtspiele gesucht. 0988 Seltersweg 44. 6 Akten. 13260 Mäusburg 3 Telephon 2829 aus rein. Kammgarn mit Einschlag aus deinem KONSUMVEREIN I FarbigeÄnzüge 37.50 32.00 26.50 21.50 Kommunion-Anzüge Stets frischer Röstkaffee Schlager’s Strick-Anzüge 1387 A Pfund 42 Pf. Pfund 60 Pf. Pfund 68 Pf. Pfund 72 Pf. Stück 22 Pf. 75 n. 68 Pf. 45 u. 38 Pf. habe ich jetzt vorrätig! Bitte Schaufenster beachten! Pfund 42 Pf. Pfund 45 PL Pfund 42 Pf. Pfund 45 Pf. Schnittnudeln (Eierware) Fadennudeln............. Suppeneinlagen.......... 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Ausführende: Der akad. Gesangverein, verstärkt durch Mitglieder des Bauerschen Gesangvereins; der Gießener Orchesterverein: der Knabenchor der höheren Lehranstalten, Leiter: Oberreallehrer Hch. Blaß. Solisten: Marg. v. Winterfeld, Ruth Arndt, Max Meili, Erich Meyer - Stephan. — Orgel: J o h. N e b e 1 i n g. .— Am Klavier: Mimi Bock. — Solovioline: Wilh. Schattier Eintrittskarten: RM. 2.—, 3— und 4 — bei Ernst ChaHier und abends an der Kasse. Studentenkarten RM. 1— nur im Vorverkauf bei Herrn Sekretär Ritter und im neuen Abwechslung im Zubrotl Nichts mundet am Abendtisch so gut wie ein kleiner Leckerbissen OEO-Marinaden Wer über den Verbleib des [imD MMkS Mkl Sohn des Philivv Pfeiffer, Grotzen- Bnseck, Auskunft geben kann, möge dieses bei dem Pfleger Karl Hels, Gr.-Buseck, Schützenweg 10, melden. |Verschiedenes| Prima MniMz ofenfertig, ä Wagen 5—6 Ztr. 5.—RM. Raub im Westexpreß Ein unerhört spannenderSensations- film aus dem wilden Westen in Warenabgabe nur an Mitglieder! 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S Testes au8$ Sem >flt hÄ" kn bie i fernen und h; * * T°nggL I n & ihr? gt,Zeigen »t A « üf bÄNte’n-f flkachdrua- *i»n Todestag ÄÄ i leises /Optimismus stiften Tatsachen 6 Äau\ fr" £f. ersten das durch .d 0 nicht au sonde n/brmmenden Fo Er wartet zw- fein Vorgänger. Dmn 5 Sn. 8*^ /mÄenMnersuhr. oll der Mektivme einer politischen 3dee Können des »weh« sagt, dem Arbeiter d Dem Tauern sitzt das e als der Äoct des eto psychologischen Lehren versucht man, in der zi zu tragen. Drei Grundsätze zeu Bevorzugung der War übertriebenen Proouki des Arbeiters und Eryc seit Surch Beseitigung i Ä 6. durch Hebung des völkemng, und schliehlio rung der Bohstofse getoi - Jer Schlachtruf n$i bic natürliche Schluhso Ersahrung, die die Sov die Sucht nach einer Bel |ig zur llnwirtschaftliö Len großen Staatsgüter sie in zwei Jahren Der guter deutscher oder ai eine Lebensdauer von ze nützt eine Unzahl groß Wische Zusammenhang tion sich zu 66 p. H. a und in ihnen eine io schr herrscht, daß die Men Ergebnis stehen? In di tat soll z.B. die Tnh am Ende des zweiten Honen Tonnen betrag Orienllerungsplüne bi 22 Millionen. Das e dieses vernünftige Z wirtschaftlich ir daß die Dcrsasser der gemäßsgt und Vorsicht hat nunmehr erfahren Muten kann, und das ist, daß dieser zweite ?; lenes.Hungerkredits" Nr. 41 Zweites Blatt Donnerstag, 18. Februar 1952 Siebener Anzeiger (Senerai-Anzelger für Gderheffen) Hedwig CouechS-Mahler SS ^ahre alt Schriftstellerin Frau Hedwig Eourfh, Die eie cblieBlich Sonntag itilm die bi- 1940 ab-ubaucnde HauSzin-stcucr bereit- früher ubgcbaut werden könne, und bafi an deren Stelle eine TRictcaumftcuer trete, wodurch dann diejenigen Hauseigentümer, die ihre Hauszin-steuer abgelöst hätten, benachteiligt seien, werden von der Reichsregierung mit allem Nachdruck al- gänzlich unbegründet hingestellt. Mahler begeht am 18. Februar ihren 65. @e- burt-tag. eie hat etwa 150 Romane geschrieben, die m einer Gesamtauflage non 22 Millionen Exemplaren nerdreitet sind. D. Meusel ch mit einem iehV?,,lth enOeuhchmi ie hrt*i htrtttl tertverein ar 1932,1930 Uhr -htes Konzert h # Passion femesvary. rein, verstärkt durch Mit- reim; der Gießener Or ■'höheren Lehranstalten, Heb. Blaß. tnth Arndt, Maxflelll. ;el: J oh. Nebel in g. - ioline: Wilb. Schattier ■ - bei Ernst Challier enkarten EM. 1.- nur im Bitter und im neuen IH7D MNNMUMMM jbrol! ! kleiner Lec^55* naden ffungfe». "envartpf ^n" rühmt „ an- auchte.~WnF" .diese dische 555$ W -n Schwierig. lach l$ährit empor, die mit weißem Gischt au- Prall und Gcgenprall zerschäumen. Die Gewalt der Strömung ist minutenlang in Aufruhr, und peitscht, zu Widerstand und Wehr aufgebäumt, ihren Grimm gegen die Ufer hin. Die auf- ünd nicder» gezerrten Drückenkähne knirschen und knarren an ihren Ankerketten und Tauen. Die Fischer- nachen schaukeln wie Kinderwiegen. Dennoch sind die Fischer jetzt abgestoßen und arbeiten sich in wilder Berg- und Talfahrt durch den Wellengang an das letzte der fünf geschleppten Kohlenschiffe heran. Es zieht einen Aachen hinter sich her. in den die Wellen schlagen An ihn flohen die Fischer ihr Doot und einer klettert kühn in den Anhänger. 3m Au hat er Kette und Tau befeftigt. und cm Zweiter von den drei Dootsinfasfen steigt noch zu ihm über So lassen sie sich bequem eine Stunde lang stromauf fahren zu ihren Fangrevieren im Altrhein. Rußlands zweiter Fünfjahresplan Asien sott ein neues Europa werden. Don unserem X.-Derichterftatter. , u. U018; chen". Dr. med. Eharlotte Zfchocke zeigt in ihrem Artikel .Schlecht verwahrte Arzneien bedrohen Gesundheit und Leben des Kinde-", wie gefährlich eS ist, wenn Eltern Arzneislaschen, Flaschen mit Säuren, Putzmitteln usw. in unverschlossenen Schränken stehen lassen. Aecht aufschlußreich ist die Gegenüberstellung eines falschen und eincs richtigen Speisezettels für das kleine Kind Das Heft bringt auch eine Preisfrage, die besonder- die Mutter des Aeugeborenen interessieren dürfte. Don der Erziehung des Sohne- erzählt Elisabeth Goldsmith in ihrem Artikel .Der schwierige Herr Sohn". — Die Zeitschrift bringt, besonder- für junge Mütter, stets eine Menge von praktisch erprobten und brauchbaren Ratschlägen und Anregungen. ?agi ■ der Wildnis ier und ngeln Afrikas- itexpreß pannenderSensations. J wilden Wert®» Brat-. Geleeheringe- kl«i-D1Sen .. (onsumverE,n* Regierung und Handwerkskammer 'Darmstadt 17. Febr. Der Hessische Minister de- Innern (Arbeit und W.rtfchaft) antwortet auf eine Anfrage des Abg. Schreiber über die Geschäftsführung der Hess Handwerkskammer und der Handwerkerverein i- gung folgendes: .Der Regierung ist bekannt, duft aus Handwerkerkreisen Dorwür c gegen den Do> - stand der Hessischen HandwerkSlammer und dr Handwerkervereimgung wegen angeblich pllichtwi» drigcr Verwendung von staatlicherscits dem Handwerk zur Verfügung gestellten Mitteln erhoben waren. Die erhobenen Vorwürfe und Anfragen von Interessenten sind in der letzten (40 ) Hauptversammlung vom Vorstand der Handwerkskammer als unbegründet aufgeklärt worden. Aach dem Ergebnis dieser Verhandlungen lag für bie Regierung kein Anian zum Einschreiten vor.. Die Regierung ist stets bereit. über die Verwendung der ReichSinittel füc die Ahein-Ruhrhilfe und die sogen. Westhilse auf Verlangen dem Landtag Auskunft zu erteilen.** HeffHandwerker'Zentralqenossenschast MSN. D a r m ft a b t, 17 Febr. Unter Aufsicht dos Amtsgerichts Darmstadt fand heute die Fortsetzung der 27. ordentlichen Generalversammlung der Hessischen Handwerker - Zentralgenossenschaft Darmstadt statt. 'Von der außerordentlich stark besuchten Versammlung mur- den sämtliche Punkte der Tagesordnung (Bestätigung des Remsionsberichte», Genehmigung der Jahresbilanz. Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat, Herabsetzung des Grundkapitals von 500 ÖOO auf 250 000 Mark und entsprechende Satzungsänderungen) einstimmig genehmigt. Sämtliche Anwesen- den traten einmütig für die Erhaltung des Institutes ein, das dem hessischen Handwerkerstand in den langen Jahren seines Bestehens schon wertvolle Dienste geleistet hat und das jesit und in den bevorstehenden schweren Zeiten als Ärebitftelle besonders notwendig ist. In den Aufsichtsrat wurden für die aus^eschiedenen Mitglieder neu- bzip. wiedergewählt: Schreinermeister Frölich (Groß- Zimmern), Lchreinerinelfter H a u b a ch (Gießen), Rhein-Miniaturen. Don Peter Bauer Der Strom ist stark zusammenaefchrumpft. Liegt schmal in feinem Bett wie ein Abgemagerter. Das schräg geschichtete Ufergestein ist wert aus dem Wasser gewachsen. Man sieht deutlich an dem lehmfarbenen Dclag der roten Sandsteine, wie hoch die Wogen sonst spülten, da er noch breit und kraftgcschwellt von Regcnmasscn und Schnee- schmelzen übcrzuschäumen drohte. In den Duchten bilden sich eanbbantc. Hier atmet der Strom mit sanftem Wellenschlag Aus seinem Auf und Aieder bleiben immer schmale Striche von Kieseln und mittigen Kornern auf den Sandsäumen sitzen, die such nach und nach xu neuen, weiter ins Wasser ragenden Schichten auswachsen. Es ist ein Spiel von Flut und Ebbe im Kleinsten. Zwar schwemmen kerne Muscheln und Seepferdchen an. über häufig ftndet der Pslanxensreund zwilchen Schillstuckchcn und Deidenblättern die eigenartigen züchte der Wassernuß angetrieben, die wegen ihrer öeltcn- heit als Aaturdenkmal geschützt sind und wegen ihrer schwarzen Farbe und ihrer vier stachl ge Zipscl im Volksmund Teuselskople Alflen Die Luft riecht nach Teer UeberaN glanzen die srischgesirichenen Lastkähne und Doote wie lackiert Zwei radfahrende Wanderburschen haben ihre Vehikel ans Ufer gelegt und reparieren, auf Steinblöden sitzend, ihre Ersatzstrumpfe Emsig und ernst werden Radel und Faden geführt Mit wenig ®cfd)id zwar, aber mit viel Die geöffneten Koffer neben ihnen verraten ihre ganze Habseligkeiten. Zwei Taschentücher . mit Rheinwasser ausgewaschen, zum -"vanen auf dem Gestein ausgebreitet. Es ist gut, oav die Sonne die Mittagsstunden schon sowarm: zu vergolden weis). Einer der Strurnpsflicker ptent vergnügt vor sich hin: .Wenn du einmal dem Herz verschenkst. . ." Zwischen den Tragkähnen der Landungsbrüden pendeln die angefetteten bald von der Strömung, bald von ihren olb zweier Jahre auf 1400 Mark = 25 o. f). der Kirchensteuer. — Aus der Statistik unserer evangelischen Gemeinde ist zu berichten, daß die Zahl ihrer Mitglieder sich auf 1905 beläuft. 66 Houptgoitesdienste waren durchschnittlich von 133 Männern, 165 Frauen und 26 Kindern besucht (1930: 122 Männer, 142 Frauen, 26 Kinder). Der Gesamtbesuch der Hauptgottesdienste belief sich auf rund 21 400 Personen. Weiter wurden zehn Nebengottesdienste und 41 Kindergottesdienste gehalten. Am heiligen Abendmahl beteiligten sich 1858 Personen, davon 857 Männer und 1001 Frauen. Die Statistik verzeichnet u. a. weiterhin 13 Trauungen, 11 Geburten und 24 Konfirmanden. An mildtätigen Gaben wurden insgesamt 814 Mark aufgebracht. U Grohen-Linden. 16. Febr. Am SamS- tag hielt der Kurzschriftverein Grohen- Linden seine Jahreshauptversammlung. Aus dem Geschäftsbericht, den der erste Vorsitzende, Reichsbahnassistent G ü m b e l. erstattete, war eine rege Vereinstätigkeit festzustellen. Die llebungsabende fanden regelmäßig statt. Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene wurden und werden noch abgehalten. An dem Bezirkswett- schreiben in Friedberg haben einige Mitglieder mit gutem Erfolg teilgenommen. Die Jahresrechnung wies einen günstigen Stand der Kasse auf, dem Rechner wurde Entlastung erteilt. Dei der Vorstandswahl wurde der seitherige Vorstand einstimmig wiedergewählt. 4 Langd, 16. Febr. Der hiesige Krieger- verein hielt dieser Tage seine Generalversammlung. Aach der Begrüßungsansprache des Vorsitzenden wurde der toten Kameraden deS letzten Jahres und der Gefallenen gedacht. Der Beitrag wurde von 3 ML auf 2,40 ML herabgesetzt. Der zum Kriegerverein als Schuhabteilung übergetretene Schützende rein hat sowohl die Mitgliederzahl als auch das Vermögen des Vereins vermehrt. Die Rechnungsablage zeigte einen ansehnlichen Aeberschuß. Kreis Büdingen. og Ortenberg. 16. Febr. Am' 19. Februar sind es fünfzig Jahre, daß die Freiwillige Feuerwehr in unserem Städtchen besteht. Die Gründung erfolgte damals unter Bürgermeister Roth. Die Kommandan e.r waren Gerichtsvollzieher Vehberger, Kaufmann Albert S 5 h n g e, Kaufmann Friedrich Lenz jun. und für kurze Zeit Schlossermeister Friedrich Becker. Am 21. Februar soll eine den Verhältnissen angepahte schlichte Feier im „Darmstädter Hof" abgehalten werden. Bei dieser Gelegenheit wird eine Ehrung 2er beiden einzigen noch lebenden Gründer, der Ehrenmitglieder Carl Suhl und Otto Grom, stattfinden, und zwar wird die Verleihung des Ehrenkreuzes durch den Landesverband der Hessischen Freiwilligen Feuerwehren erfolgen. Dor der Feier ist Kirchgang. Eine Sitzung des Verbandes der Freiwilligen Feuerwehren desKrei- ses Büdingen findet am gleichen Tage im Gasthaus D i l l e m u t h statt. Die offizielle Ju- Von Geld und Liebe. Vornan von Grete von Sah. Copyright by Martin Fevchtwanger, Hall« 15 Fortsetzung. Nachdruck verboten. Sie setzte eine wichtige Miene auf. .Sie werden staunen, was ich mir für einen Kreis geschaffen habe!" „Ich?" fragte er gedehnt. Sie nickte. ,3a, es ist doch ganz selbstverständlich, daß Sie auch kommen werden.'' Er schüttelte langsam den Kopf. .Leider ganz unmöglich — ich habe eine Verabredung für heute abend." .Mit Freunden?" „3a, mit Freunden!" log er. Gr hatte vor. Helene vom Geschäft abzuholen. Sie erwartete ihn. Rose begehrte auf: .Das gibt es ja gar nicht! 'Das heißt Freunde!" Er lächelte. .Herren, mit denen ich befreundet bin." „Unsinn! Außer mit mir sind Sie mit niemand befreundet. 3ch dulde keine andere Freundschaft neben mir." „3ft da» nicht ein bißchen gewalttätig?" „Vielleicht ja! Aber so bin ich nun mal. Damit muffen Die sich abfinden. Also Sie kommen? ilm fünf Uhr — ja? 11 nb nun will ich Sie auch gleich daraus vorbereiten, wen Die bei mir treffen werden. Da ist ein Pianist: Frank Hasse, ein gottbegnadeter Künstler. Ich lernte ihn bei 3nc Stevenson kennen, meiner ehemaligen Gesellschafterin: die hat einen großen und sehr interessanten Freundschaftskreis. Man kommt gern zu chr. weil sie hochgebildet und hervorragend musikalisch ist. Sie werden Sie auch heute kennenlernen. 3a — und dann werden Sie Baron Stendhal treffen und den Maler Costa Andree." „Das wird ja aber eine regelrechte Herrengesellschaft". bemerkte er lächelnd. „Run — wenn schon! Aber es ist gar nicht so. 3na Stevenson wird noch eine von ihren vielen Freundinnen mitbringen — ich weih allerdings nicht, welche. Es ist mir auch ganz gleich. Ich hätte am liebsten Evi gebeten, zu kommen: aber sie hätte meine Ditte gewiß abgeschlagen. Der Trauer wegen geht sie ja noch nicht aus — nun ja, das verstehe ich." „3ch befinde mich in der gleichen Stimmung wie meine Schwester", sagte Hans-Achim und sah Rose ernst an. „Run ja! 2lber ein Mann ist doch nicht so empfindsam wie eine Frau. Und schließlich kann man mit gutem Gewissen eine Stunde Zerstreuung genießen, auch wenn man Trauer hat. Ich Buntes Ein Prinz als Bühnenmaler. Ein Mitglied der in Schweden herrschenden Dynastie Bernadotte ist gegenwärtig beschäftigt, die Dekorationen für die Aufführung eines neuen Dramas zu malen, dessen Held fein Vorfahr, der Begründer der Dynastie, ist und das „Der erste Bernadotte" heißt. Der Verfasser ist ein begabter junger schwedischer Dramatiker Herbert Grevenius. dec das Lebensschicksal des französischen Generals Bernadotte, der als Karl Johann XIV. den schwedischen Thron bestieg, gestaltet hat. Der junge Bühnenmaler ist Prinz Sigwart, Herzog von llpland, der zweite Sohn des Kronprinzen Gustav Adolf. Die künstlerische Begabung ist in diesem Geschlecht nicht selten. Ein Großonkel Prinz Sigwarts, Prinz Eugen von Schweden, ist Maler, fein Onkel. Prinz Wilhelm, ein bekannter Romanschriftsteller. Eine $rou hält vier Männer gefangen. Donna Carmela, ein streitbares Weib und Mutter von fünf Kindern, hatte ihren Ehegatten dazu veranlaßt, ihre bescheidene Hütte im blühenden Bellagio zu verlassen und sich in einer dunklen Vorstadtstraße Mailands niederzulassen. In der Hoffnung auf reichliche Einnahmen hatte das Ehepaar dort mit Hilfe eines Vermittlers einen Gemüse- und Fruchtladen erworben, für den es alle seine Ersparnisse — 7000 Lire in bar und 3000 Lire in Wechseln — auf den Tisch gelegt hatte. Der frühere Besitzer hatte ihnen nämlich versichert, daß der Gemüseladen eine wahre Goldgrube sei. Als es sich aber zeigte, daß dik Wirklichkeit diesen Versicherungen keineswegs entsprach, begann Donna Carmela, sich nach ihrer Hütte in Bellagio zurückzusehnen. Sie wandte sich an den Vermittler und an den früheren Ladenbesitzer mit dem Ansinnen, sie wolle ihr Geld wiederhaben, denn sie fühle sich betrogen. In Begleitung zweier Freunde begaben sich die ahnungslosen Männer in den Gemüse- biläurnsfeier findet später im Laufe Les Jahres statt und wird mit dem Kreisfeuerwehrtag verbunden. Kreis Schotten. Schotten, 16. Febr. 3n der Bezirks- lehrerkonferenz am Samstag gedachte der Obmann, Lehrer Blei, Schotten, des frühen Heimganges des Lehrers Ludwig Fuhr zu Rudingshain. Die Versammlung ehrte das Gedenken an den entschlafenen Kollegen. Hierauf sprach der Schriftführer des Hessischen Landeslehrervereins. Lehrer Horn, Darmstadt, über die Wirtschafts-, beamten- und schulpolitischen Verhältnisse im Reich unter besonderer Berücksichtigung der Lage Hessens. Der Redner schloß mit dec ernsten Mahnung, mehr denn je fest und vertrauend zur Organisation zu stehen. Eine lebhafte Aussprache folgte der mit starkem Beifall aufgenommenen Rede. § Feldkrücken, 17. Febr. Bei der Bürger- meist erwähl am Sonntag wurde der seitherige Bürgermeister, Gastwirt Louis Kaiser, mit einer Mehrheit von 18 Stimmer wiedergewählt. Er erhielt 94 Stimmen, der Gegenkandidat, Schuh- machermeister Jakob Rühl, 76 Stimmen. )—( Ruppertsburg. 16. Febr. Die 50. ordentliche Generalversammlung unseres Män- nergesangvereins, die unter dem Vorsitz von Wilh. Port stattfand, nahm einen schönen Verlauf. Dem Jahresbericht war zu entnehmen, daß der Verein zur Zeit 33 ordentliche und 87 außerordentliche Mitglieder zählt. Die Rechnungsablage durch den langjährigen Rechner Wilh. Lehr II. ergab einen Kassenbestand von 100 Mk. und ein Darvermögen von 557 Mk. Die Beiträge wurden auf vierteljährlich 40 bzw. 60 Pf. herlade Sie ja auch nicht zu einem Ball ein, sondern zum Tee in kleinem Kreise. Wenn Die wünschen, werde ich dafür sorgen, daß nicht einmal musiziert wird." An seinen Schreibtisch zurückgekehrt, sann er nach. Was würde nun werden? Würde er sich dazu durchringen Helene aufzugeben, um Rose au heiraten? Helene auf geben? Hieß das nicht, bas Letzte, 'Beste verlieren? Er seufzte tief auf, schloß für einen Augenblick die Augen, Herrgott, sollte es denn ?;ar keinen anderen Ausweg geben? — Vieleicht! — Aber wie ihn finden? Er sah keine Möglichkeit. Wenn ihm nicht ein glücklicher Zufall zu Hilfe kam, dann — er atmete tief und schwer auf —, dann muß ich mein Schicksal auf mich nehmen. Ich habe es selbst verschuldet, sagte er sich, aber dadurch wird das' Unglück nicht leichter zu ertragen sein. Um fünf llhr ging er nach Hause. Diesmal öffnete ihm die Mutter die Tür, was sonst Gva tat. Sie flüsterte ihm zu: „Eva hat Besuch — komm mit in mein Zimmer!" „Fahrenkrug ist bei Eva", sagte die Mutter, als die Tür sich hinter ihnen geschlossen hatte. „Cr wird Cva fragen, ob sie seine Frau werden will. Ich sprach ihn vorher." 3n Hans-Achim zuckte der Gedanke auf: Von Evas Antwort wird es abhängen, ob er mir hilft. — Vielleicht kommt jetzt die Rettung — vielleicht? „Was wird Eva ihm antworten?" fragte er. Die Mutter zuckte mit den Schultern, sah auf ihre Hände, die in ihrem Schoß lagen. „Ich habe den Eindruck, daß Eva nicht gerade viel für ihn übrig hat", sagte Hans-Achim. Die Mutter hob den Blick zu ihm. In ihren «rohen sprechenden Augen war ein schmerzvoller Ausdruck. „Sie liebt ihn nicht — aber ob sie feinen Antrag zurückweisen wird...?" Wieder hob sie die schmalen Schultern. „Ich glaube es kaum! Es ist doch eine gute Versorgung, die er ihr bietet — ich sagte dir das schon vor einigen Tagen." „3a, eine gute Versorgung." „Allerdings verlangt das Leben, dgs sie an seiner Seite haben würde, Selbstverleugnung — ob sie sich das klarmacht? Ich hatte gar keine -Zeit, mit ihr darüber zu sprechen — alles kam so rasch und unvermutet." Sie atmete tief auf. „3n mir ist ein so wunderliches Gemisch von Gefühlen", gestand sie danach. „Einerseits wünsche ich. daß Cva sich entschließen möchte, und dann sage ich mir doch wieder: es wäre traurig. Eva hat noch so gar nichts von ihrer 3ugenb und ihrem Leben gehabt." HanS-Achim seufzte tief auf. Die Unruhe in Allerlei. laden, wo es eine lebhafte Auseinandersetzung gab. Als ihre Vorwurfe und Forderungen nichts fruchteten, griff Donna Carmela zu wirksameren Mitteln: sie ohrfeigte ihre Widersacher, warf ihnen ihre schweren Holzschuhe an den Kopf, riegelte die Tür ab und stellte sich davor, mit einem mächtigen Küchenmesser bewaffnet. Richt eher wollte sie ihre hilflosen Gefangenen freigeben, als bis sie ihr Geld wiedersähe. 3n solcher Rot ersann der schlaue Vermittler eine List: unter dem Versprechen, die verlangten Wechsel holen zu wollen, bewog er Donna Carmela, ihn „für -ein paar Minuten" herauszulassen. Er lief geradeswegs zur Polize'wache und ho te E .sah. Die Polizeiagenten fanden die übrigen drei Männer noch immer in der Gefangenschaft des streitbaren Weibes, das standhaft das große Messer schwang. Der Ueberrnacht aber gelang es schließlich, sie zu entwaffnen und unter der Anklage gewaltsamer Freiheitsberaubung abzuführen. Drei Krrioffeln für 1400 Francs. Ein Rekordpreis für Kartoffeln wurde kürzlich unfreiwilligermaßen von einem Ladenbesiher in Paris bezahlt. Der Mann, der ein Geschäft in der Rue Louis Blanc führt, wurde telephonisch von einem Herrn angerufen, der den Rarnen eines seiner besten Kunden nannte. Der An- rufende bat um eine Gefälligkeit: er habe in einer bekannten Lederwarenhandlung in der Rue de la Bo^tie einen Einkauf gemacht und das Paket zu seiner Bequemlichkeit nach dem Laden in der Rue Louis Blanc schicken lassen: der Besitzer möchte doch die Rechnung bezahlen und das Paket aufheben, bis er es abhole. Dieser alte Schwindeltrick wirkte auch diesmal. Das Paket wurde abgegeben und die ordnungsmäßig ausgestellte Rechnung mit 1400 Franks bezahlt. Aber als im Laufe des Tages das Paket nicht abgeholt wurde, da schöpfte das Opfer doch Verdacht, öffnete es und sand darin drei sorgsam in Deidenpapier eingewickelte Kartoffeln. abgeseht. Die seitherigen Vorstandsmitglieder Friedrich Diehl III. und Karl Konrad wählte man einstimmig wieder. — Ein gewaltiger Preissturz machte sich bei der jüngsten Holzversteigerung bemerkbar. 1 Raummeter Duchenscheit, das vor drei Wochen 7,50 Mk. kostete, wurde jetzt nur noch mit 5,50 Mk. bezahlt. t. Wohnfeld. 16. Febr. 3n der Generalversammlung des hiesigen Krieger- und Schützenvereins erstattete, nach kurzer Begrüßung der Mitglieder durch den Vorsitzenden, der Rechner des Vereins den Kassenbericht. Die Kasse wurde in Ordnung befunden und dem Rechner Entlastung erteilt. 3m weiteren Verlaufe der Versammlung wurde beschlossen, dem verstorbenen Ehrenmitglied, dem Vogelsberger Heimatdichter Peter Fuchs, einen Gedenkstein (der an seinem Geburtshaufe angebracht werden soll) zu widmen. Preußen. Kreis Wetzlar. # Atzbach, 15. Febr. 3n der jüngsten Sitzung dec Gemeindevertretung stand zunächst die im Zusammenlegungsverfahren neu projektierte Wegeanlage auf der Tagesordnung. Gemeinderatsmitglied Koch hatte den Antrag gestellt, die Gemeinde gegenüber den anderen Beteiligten für das Wegenetz zu 1 Prozent Geländemehrleistung heranzuzichen. Es stellt sich nach längerer Aussprache heraus, daß infolge Schwierigkeiten die Mehrbelastung der Gemeinde nicht angängig ist. Einstimmig beschloß die Vertretung, einem Vorschlag des Bürgermeisters ihm wuchs von Minute zu Minute. Was würde werden? Das Warten wurde unerträglich. Er sah auf seine Uhr. „Du hast vor. auszugehen?" fragte die Mutter. „3ch hatte es vor — aber jetzt kann doch nicht die Rede davon sein." „Warum nicht? So geh doch! Evas Entschluß erfährst du noch immer früh genug." Er sah sie unschlüssig an. „Rein, ich will doch lieber hierbleiben." Die angstvolle Spannung in ihm hielt ihn hier fest. Mochte Helene mal vergebens warten. Er würde sie am nächsten Morgen sprechen. Dann wußte er auch davon, wie alles werden würde. Er würde sich auch einmal richtig mit ihr aus- sprechen müssen — sie muhte auch endlich klar sehen... Eva trat ein, sagte, als wäre das weiter gar nichts: „Ich habe ihn fortgeschickt!" Mutter und Bruder starrten sie an, als hätte sie etwas Anbegreifliches begangen — etwas, das nie mehr gutzumachen war. Aber keiner von ihnen sagte ein Wort. Eva fühlte die Enttäuschung, die sie ihnen bereitet hatte, war ein wenig bedrückt davon. „Schließe das Fenster, Eva!" bat die Mutter, die fröstelnd ihre schmalen Schultern zusammen- zog. Eva schloß schweigend das Fenster. Sie verlieh dann daS Zimmer, um das Abendessen zu bereiten. „Run wird er mir die Zimmer auf kündigen", sagte Ottilie, „und seine Töchter wird er nicht weiter von Eva unterrichten lassen. Daß man in so bedeutungsvollen Augenblicken an Unbedeutendes denken kann!" „Für uns ist das vielleicht nicht unbedeutend." Rebenan deckte Eva den Tisch. Man hörte ihren leichten Schritt, das leise Klappern von Tellern. Und bald danach sah man sich am Tische gegenüber. Ein lastendes Schweigen herrschte zwischen den am Tische Sitzenden. Eva atmete befreit auf, als die Mutter sich vom Stuhl erhob und sich auch gleich darauf zurückzog. Run hatte sie Gelegenheit, mit Hans-Achim zu sprechen. Sie wußte von der Sache mit Gisevius. Fahrenkrug hatte mit ihr davon gesprochen. Totgeschwiegen konnte sie nicht werden. Aber sie wollte HanS-Achim nicht gleich damit überfallen. Sie deckte den Tisch ab, trug das Geschirr in die Küche und kam dann ins Zimmer zurück. Hans-Achim sah die Schwester an. Sie schwieg. Endlich sagte fie hart: „Du hast auf seine Hilfe gerechnet. HanS-Achim — er hat eS mir gesagt — auch, daß er dir unbedingt geholfen hätte, wenn ich ihn nicht fortschicken toürbel" entsprechend, nach Abschluß deS Zusammenlegungsverfahrens den WegenutzungSerlöS besonders zu verwalten und ihn ausschließlich für die Unterhaltung der Gemeindewege zu verwenden. — Die Vertretung nahm Kenntnis von einer Regierungsverfügung über den evtl. Zusammenschluß der Gemeinden Atz- bach und Kinzenbach zu einem ®efamt* schulverband. Die Bildung eines Gesamtschulverbandes soll die Ersparnis einer Lehrer st eile bezwecken. — Zu der am Schluß bekanntgegebenen Aufstellung über die Verteilung von Staatsmitteln für die Volksschullasten innerhalb dcs Amtsbezirks Aybach-Launsbach kam die Vertretung zu dem Entschluß, daß die Gemeinde Atzbach zu u n g ü n - st i g bedacht worden sei und die Verteilung daher nicht als richtig anerkannt werden könne. Kreis Biedenkopf. T Wa ldgirmes , 16. Febr. Bei der gestrigen Rutzholzversteigerung waren die Preise gegen voriges Jahr sehr niedrig: sie stellten sich wie folgt: Eichenschnittstämme pro Festmeter 10 bis 17 Mark, Fichtenstämme 10 bis 13 Mark, Kiefernstamme 9 bis 11 Mark, je zwei Meter Eich-m- scheitholz 12 bis 17 Mark, Rollscheit (2 Meter lang) 10 bis 12 Mark, Fichtenstangen 1. Klasse 1,20 bis 1,50 Mark, 2. Klasse 0,80 bis 1,00 Mark. *■ -— Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter vieler Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Maulwurfskrieg! Die Ortsschelle verkündet in einigen Orten deS Kreises Gießen den Krieg gegen einen unserer nützlichsten Insektenfresser unter den Säugetieren: den Maulwurf. Wenn Behörden diesen Vernichtungskrieg veranlassen, muh ich ihm hier entschieden widersprechen. Mein Wohnsitz ist auf dem Lande, und ich darf wohl behaupten, daß ich Feld und Wald und das Tierleben kenne. 3m Selbe verschwindet jede Hecke, die Schuh und Brutstätte für Singvögel, Hühner und Fasanen bietet. Mit Absicht nenne ich hier auch Hühner und Fasanen: auch sie vernichten Unmengen schädlicher Insekten. Als Gegenleistung steckt man im Frühjahr Hecke und Wegrand an und überliefert manches Leben den Flammen. Würdig schließt sich hier das Vorgehen gegen den Maulwurf an. 3ch glaube nicht, daß der schwarze Gräber sich so vermehrt hat, daß Belohnungen für seine Vernichtung nötig sind: im Gegenteil ist die Arbeit des Maulwurfs im Felde begründet durch die Menge Ungeziefer, die durch den milden Winter veranlaßt wird, an der Erdoberfläche zu leben; hier ist Jagdrevier und Deute, daß der Boden dabei nach oben kommt, ist kein Schaden: außerdem sind die Hügel leicht zu verebnen. Wwzu also Vernichtung? Einmal ist es die Mäuseplage, das andere Mal dec Maulwurf, der Dauernmüh und Arbeit vernichtet. Wer trägt die Schuld? Vielfach der Dauer selbst. Wird nicht im Cigenjagdbezirk, genannt Scheuern, jeder Kauz und jede Schleiereule mit dem Flobert herunter» geknallt, hat man nicht einen Vernichtungskrieg gegen die Tagraubvögel veranlaßt. Hier wäre für die Behörden etwas schärfer zuzufassen, um manchem Besitzer die so beliebte „Spatzenflinte" zu verleiden. Es fehlt gerade, daß den „Raturfreunden", sprich Jagdschädlingen, in Feld und Wald ihr Tun und Treiben unter dem Deckmantel des Maulwurffangens belohnt wird. Schützt den Maulwurf und er wird eS euch danken, Schaden zu bringen liegt nicht in seiner Absicht. Ein nasses Frühjahr mit starken Regenfäl- len vernichtet viele. Ausgleich schafft die Ratur immer, tritt das Gegenteil ein, so suche der Mensch, die Krone der Schöpfung, die Schuld bei sich. Gr.—R. 3it Hans-Achirns Gesicht schoß eine heiße Blut- tvelle, die abfloh und eine tödliche Blässe hinterließ. Empörung über Fahrenkrugs Verrat. — Scham über sich selbst brannten in ihm. Hnb dabei war ihm zumute, als verließe ihn alle Kraft, als müsse er jeden Augenblick vor lauter Hilflosigkeit zusammenbrechen. Es war ein Durcheinander von Gefühlen, das ihn für einen Augenblick wirr und elend machte. Eva sprach weiter: „Achim, ich stand dieser Sache ganz ahnungslos gegenüber; ganz tlar übersehe ich sie auch jetzt nicht — ich weiß nur, daß GiseviuS eine Forderung von zwanzigtausend Mark an dich bat. Du wirst mir einmal sagen, tote daS zu- sarnmenhängt. Jetzt nicht, HanS-Achim — ein andermal! Lind wenn ich dir helfen kann, HanS» Achim, dann tue ich es mit tausend Freuden." Ohr Blick ruhte auf seinem Gesicht, das ettoaS Gequältes hatte. Seine Lippen waren blaß. „Du denkst vielleicht, daß ich eben die einzige Möglichkeit, dir zu helfen, von der Hand gewiesen habe. 3a, Hans-Achim, das muhte ich! Man kann ja schließlich nicht fein Leben für Geld hinwerfen. Siehst du das ein?“ Er vermochte nicht zu antworten, nickte nur. „Wir werden einen anderen Ausweg finden. Sicher, Hans-Achint! Hab' nur Zuversicht!" Ihre Stimme Hang plötzlich weich, ergriff ihn. Er spürte ein Würgen in der Kehle und ein Brennen in den Augen und bemühte sich, das Zucken seiner Mundwinkel zu verbergen. Impulsiv nahm cr Evas Hand und preßte seine Lippen darauf. „Hab' Dank, Eva!" Sie streichelte seinen Arm... Die Rächt verbrachte er schlaflos. Er rang mit einem Entschluß. Als der Morgen kam, war dieser noch immer nicht gefaßt. Hans-Achim staunte über sich selbst. Was bin ich doch für ein schlapper Kerl! Er stand vor dem Spiegel und rasierte sich. Reugierig betrachtete er fein eigenes Gesicht. Das war scharf geschnitten, hatte Züge, die auf Energie schließen ließen. Keiner hätte es für das Gesicht eines Schwächlings gehallen. Ja, bin ich denn wirklich ein Schwächling? Die Frage stieg in ihm auf. Weil ich nicht so einfach über ein Menschenleben hinweggehen kann? Weil ich mich nicht dazu entschließen kann, der Lene zu sagen: „Du, jetzt müssen wir Abschied nehmen — unser Traum von Liebe und Glück ist ausgeträumt. Ich muß heiraten, muß eine reiche Partie machen, um mich zu arrangieren." Halb acht Uhr war eS. O je, die höchste Zeit! Jetzt ging Helene. Wenn er sie treffen wollte, mußte cr sich beeilen. (Fortsetzung folgt) Wirischaff Cbnc ®e»5br Nachdruck verbvlen 362901 70460 76681 79104 97.933 99344 Zonen Pastor i R. 1217 0 Statt Karten Fräulein Anna Koch bi bei über Gießen, den 18. Februar 1932. (KM9 01031 1335D FeinsteFisch-Filets GieSen. am 18. Februar 1932, 1341 D abzugeben. 3u erFrag. in der Beschs», d. Gin. 9h. Tluhholzverstetgeeung der Gemeinde Ahbach 87762 138459 200642 282758 359756 146168 179658 203714 255376 299315 3744 80 108493 140506 205314 295802 376798 1157S5 137909 170018 200872 215430 964401 288662 308167 316008 334926 347238 372116 105654 142778 152497 187201 210460 218544 231516 270404 296689 331394 360959 377688 145196 175537 192055 242883 297286 365043 362153 88498 39406 321083 86574 123239 166229 337336 123913 169228 269105 354989 107425 130239 158246 192992 229051 258807 267818 301295 319452 342375 370249 158759 184335 235221 284484 342098 391962 95996 118602 149589 168019 204826 216207 228829 261224 289609 312594 356774 367992 398389 100815 136660 150021 183122 209226 218372 229715 262170 292165 324855 360095 377614 143205 171360 188762 237002 290507 353507 117834 138604 174633 215075 250779 264881 308505 329600 376844 110334 146532 154119 198088 210651 219618 238237 287934 299539 338770 362563 381985 119600 139249 175421 216417 262355 266165 26 1616 309288 331422 317160 364633 383771 105524 130087 143223 181966 220257 255856 267148 294746 311950 364619 383991 113903 148498 157294 198847 212516 220961 253468 288130 304605 343440 364491 386533 155358 183547 215617 273771 320416 377795 115055 148514 164666 200031 213745 225980 260401 288897 305304 355712 365568 395510 L Die fremden eine Zunahme 114121 135444 166814 193000 237711 282424 307330 314279 334298 343075 370932 180 t «rirrt ’a 600 ■ - 4385 5490 13164 18018 29219 30825 40173 43204 60737 63037 63412 69572 Am 17 dieses Monats verschied sanft im 73. Lebensjahre nach einem Leben voll Mühe, Arbeit und Fürsorge unsere liebe Schwägerin,Tante und Kusine Auguste Bepperling Wwe. und Angehörige. 1332D 46 fm 71 HD 6 fm 64 „ 5 „ Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgänge unseres lieben Entschlafenen, besonders iür die trostreichen Worte des Henn Pfarrers und die letzte Ehrung der Vereine, saßen wir auf diesem Wege unseren aufrichtigen Dank. r A :en bas noch nicht gan< sicher weist, denn die Cagc must genau geprüft werden. Zch werde ieljt die üblichen Demarchen unternehmen und zunächst dem Senats- Präsidenten und dem Kammerpräsidenten einen Belud) abftatten. alsdann werde Ich mH Laval und Ta r bi tu sprechen. tolo-Geligenhe'Iskäol^ Mehrere 1-t-Lieferwi 138118 162672 188049 236562 285898 350310 399821 204 »twinne 1« 500 M. 1074 2724 2966 3200 13154 15062 24981 27329 28581 36646 37203 37920 38350 41233 41461 48188 49958 54582 55464 67678 59613 64008 66091 67292 81892 86239 87584 91637 91762 32834 166387 241228 111690 232478 305337 3391 44800 64268 69681 10 •■ 5000 ®. 327261 390416 8 ffrt-.nne |u 3000 ZL 341901 28 «talent .« 2000 <3t. ab. Einige Spezialwerte, besonders wieVer Elektro- aftien, HG.-Farben und Reichsbankanteile, 2 e<»inM |u 25000 M. 2 •teinne |u 10000 16 •«» nn« >u 5000 4". 219318 292240 300707 14 9'tD.rne ,u 3000 M. 179721 316793 33:994 Im Namen der Verwandten: Prof.Dr. Laubenheimer, Frankfurt am Main 64165 91925 121853 132834 152343 205810 256047 301003 372835 376115 80 •«S'.nnt ii 1000 CT. 3560 5651 17549 24823 36782 40673 47710 51402 56667 69332 77291 79224 Der Vorstand der Sektion 6 der Berufsgenossenschaft dei Gas-und Wasserwerke Urfey, Vorsitzender 7. gitbungstag 16. Qtbtuat 1932 3n der heuligrn DormitlagszieKung rouritn Gewinne über 400 M. gezogen 2 r> 26000 CT. 150463 2 flkunnee iu 10000 TL 328502 Letzte Nachrichten. painlev^ mit der Bildung des Kabinetts beauftragt. Paris, 18. Jebr. (DIB. Zunkfpruch.) Der Ab- geordnete Painleoc, der um 10 11 hr im Lichte ankam, verlieh dieses um 10.30 Uhr und erklärte Pressevertretern: Der Präsident der Republik hat mich mit der Bildung des neuen Ministeriums beauftragt. Ich habe ihm eine möglichst baldige endgültige Antwort oerspro- d)en, vielleicht schon für heule abend, obwohl ich Blutarmut, ßleidisutht ©Schwächezustände- 'UWd'en erfofyre/cMffa/npfr Bfuc/e/'.ffeinrif/s- Herr August Steding unerwartet aus seinem arbeitsreichen Leben abberufen worden. Der Heimgegangene hatte bei unsrer Sektion die Ehrenämter eines Vertrauensmannes für die Aufgaben der Unfallverhütung seit 1918 und eines Mitgliedes des Vorstandes seit 1922 Inne. Ausgezeichnet durch Lauterkeit der Gesinnung und hohe Pflicht- auttassung hat er seine reichen Kenntnisse und Erfahrungen unermüdlich und erfolgreich der Erfüllung unserer sozialen Aufgaben gewidmet Das Andenken des verdienten Mannes und lieben Kollegen wird uns unvergessen bleiben. Nachruf! Am Sonntag, dem 14. d. M., ist der Direktor der Stildf. Gesund Wasserwerke In Hieben Verkäufe ilMWWülW Etagenham in schön. Lage für 20000 RM. (rentiert au 15 .)bei 5000 NM. Anzahl. au verkauf Naber eL J. Baer,Oatanlage M. Wissenscnaftliche Werke Sonoergeoie« Uo. Brühl'schen Druckerei In der btuHgen Nachmillaaszicbultg wurden Gewinne über 400 M. gezogen 83165 182471 367977 119877 168282 KM.Men sowie 0992 2 Lieferwagen zu verkaufen. 0. Faber, Fahrzeuge Mülsistraste 22. 6/25 PS- Drennabor Personenwagen. Baujahr 1928.6fach gut bereift, m. Sill- wettemerdeck,durck;« revariert. versteuert und versichert für Mk. 400.— zu verk. Lckr. Angeb. unter 1338V an d. G.A. Theolog. Fachschaft Am Freitag, lern II. Febnar 1831, abends 8.15 Uhr, spricht im Hörsaal des Kunstwissenschaft!. Institutes, Ludwigstr. 84. Pro!. D. lad. Schlier, df-r belc Illustrator der .Schäfer- • Dor der Wiedereröffnung der Frankfurter Börse Der FranFurter Bör- fcnvorsland hat beschlossen, sofort mit dem Börsenvorstand In Berlin in Verbindung zu treten, damit die Börsen im Reich spätestens Mille nächster Woche wieder eröffnet werden können. Wenn auch zunächst amtliche Dotierungen nicht ftattfinden und die Grekutionen nur beschränkt zulässig fein sollen, so dürfe dies nur einen vorübergehenden Zustand bedeuten, der um so rascher beseitigt werden wird, je schneller eS gelingt, einen regelmässigen Börsenverkehr wiederherzu- ftellen. • Di e Devisengenehmigung für die Wareneinfuhr. Mit Rücksicht darauf, dah sich der Eintritt von Zahlungsverpflichtungen für Ruhholzverkauf. Durch schriftliches Angebot sollen aus dem Gemeindewald verkauft werden: Fichten-Stämme. 1333V 222 Stämme la-Klasse = 41,46 fm, 107 Stämme Ib-SUaflc = 33,95 fm, 17 Stämme 2a-Klasse = 9,99 fm, 2 Stamme 2b-Äla|fc = 1,72 fm, 1 Stamm 3a-Alasle 0,92 fm. Angebote sind, getrennt nach Masten, bis zum 25. Februar, nachmittags 2 Uhr, auf der Bürgermeisterei einzuretchen, wo auch die Bedingungen eingesehen werden können und die Oesfnung stattfindet. Leihgeftern, am 16. Februar 1932. Bürgermeisterei. „Stimmungen und Tatsachen In der christlich. Kunst" Eintritt 50 Pf. Studenten karte 25 PL Kiufqesuc.ie | WM gesucht, am jeb-ten im Ludoien. »dir. Haupt-NiAderlaprv «przv Eiial-lpolheae, -aratflalx 86 Eichestämme Kl. 2 bis 6 mit Eichenutzholz, 2 m lang 8 Buchestämme ÄL 3 und 4 102 Fichtestämme Kl. la bis 4b 9 Kieferstämme ÄL 2a bis 3b Agbach, den 17. Februar 1932. Der Gemeindevorsteher. scheinen auf 18.8 M.ll. Mk. erh^hi «Selber zeigen mit 370,7 Mill. Mk tm 37.8 M Hinnen Mark. ultlen lagen aber an beute weiter im An- ntbof. und mit Ausnahme der Dedibank, in benen anscheinend gestützt wird, abermals 1 bis 2 Pro ent besser Besvnde s stark gedrückt waren hierbei Danataktien Auch in Schisfah-llwerten bleit das Angebot auf gestriger KurSöasis an. -lud) die Balutawerte bühten gegen ihre gestrigen Prima Sofligetfte und Saollmskl Importeure hn voraus nicht immer genau fest» Hellen labt, hat der Reichswirtschaftsmtmster sich bannt cinnerftanben erklärt, dah die firmen, welche allgemeine Genehmigungen für die Wareneinfuhr besitzen, bis zu einem Betrage von 10 Prozent des monatlichen Höchstbetrages ohne besondere Genehmigung her Devisen bewirtschaft tungsstcllen Zahlungen im Dorgrsif auf den Höchstbetrag des nächsten Monats leisten und nicht ausgenützte Beträge auf den nächsten Monat übertragen Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M. Der Aeicksbankstaius Mitte Februar Berl in. 17. Sehr. Bach dem Ausweis Ser ReichSbank vom 15. Februar hct sich in 5er zweiten Fcbruarwoche die gesamte Äa- sita Ian läge der Bank In Wechseln und Schecks. Lombards und Effekten um 171,3 Mill, auf 3602.1 Mill. Mk. verringert. Im einzelnen haben die Bestände an Handelswechseln und Schecks um 212,3 Mill, auf 3249 5 Mitt. Mk. und He Bestände an Leichslchahwechseln um 17 9 Mitt, euf 4,2 Mill, abgenommen, d.e Lombardbestände xdi 58,9 Mill, auf 187,9 Mitt. Mk. zugenommen. 2ln Reichsbanknoten und Renten- Hankfcheine n zusammen sn d 124 4 M il. ML in die Kassen der Reichsbank zurückgeslos- len, und zwar hat sich der Umlauf an Retchs- lanfnolen um 12),9 Mitt auf 4155,2 Mill. Mk. derjenige an RentenbanNche.nen um 3 5 Mill, auf ^W,5 Mill. ML verringert Dementsprechend haben *ch die Bestände der Reichsbank an Rentenoank- Esscxlloon n*w. penemlühcrboltbia. Opel. Gießen yranfmrtei LtrSL. :%.•** z der Morgen » ÄSH MM *** ^.3»' je, W MVtc. . es. 0 treffen » Aenn 61 D.loh.Knblo iod Belhel blttst mit Posaunenchtityn von Oberhessen und Kreis Wetzlar in der Johanncsklrche nicht am Samstag, sondern Freitag, 19. Februar, abds 8 Uhr. Eintritt frei! Programm 10 Pf. Kollekte für Bethel! Gesangbücher mitbringon! 56 ,u 2000 OK. 23579 38247 51564 89534 142535 145463 168258 193398 208177 226319 226488 231760 232166 2' 550 23 191« 246458 249709 249969 250060 257289 303277 308681 309277 315324 321870 354398 354692 364507 112 »ettnne m> 1000 711. 2382 14795 18638 46117 52073 58427 68482 59381 633,7 64583 73304 73594 74162 75271 9P428 09976 101795 112132 114181 Ht schoß eine heiße Aut- ne tödliche AM hinter- Fahrenkrugs Arrai. - brannten in ihm. Uno e als verliehe ihn alle ien 2Iuaenblid vor lauter rechen. ES Mr ein Durch- bas ihn für einen Augen- achte. der Lache ganz ahnungt- K W si- °uch < rot, dah DtseviuS em Mausend Ml M M mal äi licht, HanS-Achim - cm -dir es mit seinem e Lippen varen bläh. toiii »»* du dasetn" nut #» Ä*&>ig w* Hab nur o ... Mlichve^Ä ein Fischerei-Derpachtung. Samstag, den 20. d. 2H., nachmittags 3 llhr, werden auf dem hiesigen Rathaus die Fischereigewässer der Gemeinde Dutenhofen öffentlich meistbietend verpachtet. Die Bedingungen werden im Termin bekanntgegeben. 1324V Dutenhofen, den 18. Februar 1932. Der Gemeindevorsteher. Agel. Höchstkurle bis zu 3 Mk ein, während Äaliaftien weiter beobachtet waren und mit Aufnahme von Bürbach und Wintershall ihre letzten Kurse hielten 2m Slcktromarkt betrugen die Rückgänge ebenso wie bei Farben und den Tarifwerten etwa 2 Prozent Wontanpapicre waren relativ gut behauptet. Don festverzinslichen Werten lagen Landschaften und Liquidation-Pfandbriefe, die teilweise noch zu Ablölung-zweden gefragt find, recht gut gehalten Goldpfandbriefe waren ziemlich vernachlässigt, Onbuftrieobligationen und Aommunalanleihen waren bis zu 1 Prozent gedrückt 2uch in Reich. schuldbuchsorderung:n trat größere- Rngebot hervor, so dast der Kur- eben- falls um etwa 1 Prozent nachgab Während Farbenbond- etwa 1 Prozent verloren, büftten Rcich-bahnvorzugSakllen etwa 2 Prozent gegen gefiern ein Don den Deutschen Anleihen war die Rllbesitzanleihe etwa 0.75 Prozent gedrückt, während die Reubesitzanleihe vernachlässigt lag 3m Lause des Dormittag- wurde die Tenderrz allerdings wieder etwas freund sicher, besonder- blc etwa- überra'chende Diskontermästigung der "Dank von England von 6 auf 5 Prozent machte einen guten Eindruck. Sronffurf gut behauptet. Frankfurt a. M., 17. Febr 3m Anschluh an die Erhollmg von gestern nachmittag zeigte auch der heutige Schalterverkehr Im Zusammenhang mit der erneuten Befestigung in Neuyork eine weiter freundliche Tendenz. Das Geschäft hielt sich aber in engen Grenzen, und die wenigen Umsätze wickelten sich meist nur Innerhalb der Spekulation >"Z.rS I. ?zrniz 7amt. ä-'S"S ■äS-e "»‘ürS ■ecntoDf. B,lt Allie bto elIten1 i) le jtD#i 1 ^efer-. S^knftanQ * '? ■ Bekanntmachung. ' Der von dem Gemarkungsvorstand durchberatene Voranschlag der Feldflcmar- kung Oberfklnberg für das Rj. 1932 liegt vom 20. Februar 1932 ab 8 Tage lang auf dem Büro der hiesigen Bürgermeisterei I offen. Wahrend dieser Zeil können Ein- . Wendungen hiergegen schriftlich oder i mündlich oorgebracht werden. Es wird eine Umlage erhoben, wozu auch die Aus. märter beizutragen haben. 1336D Watzenborn-Steinberg, 17. Febr. 1932. Der Gemarkungsoorsteher. ,5 lenwahl ist bei den Rechtsparteien immer noch < le ne klare Linie geschaffen. Frankreichs überparteiliches Kabinett ist nur als älebcrqang an» Zusehen, und die Verhandlungen in Genf brachten ebenfalls keine Anregung. 6o standen Bankenbereinigung und Börfeneröfsnung weiter im Bor- 110327 114418 140941 •♦156428 208884 227765 314510 316332 5Me Bestände an®olb und deckungs- |ät>igen Devisen haben sich um 22 Will. n Gang kam, stellte sich heraus, dah nur einzelne Marktgebiete ihr gestriges Riveau nicht halten konnten, und bah andererseits eine Reihe von Spezialwerten noch über gestern lag. Politisch l>it sich nichts geändert. Zu der Reichspräsiden- ®dDhuianMug 5. «lasse 38. Preussisch-Lüdbeulsche ($64. Vreafc.) 6taats-8etletk Fandt ■ S'«-6ä,?y fildtfli M '!l auf M > 3m •L tWk ^le unb -NL'L ÄJüSä fleQin btn Aaultvusi fln :r Wtoatie Traber sich |6 Ebnungen für lebte Der- Mnleil ist die 'Arbeit de begründet durch bk Efurfi den milden Winter Erdobersläche zu leben, ,®eule. dah der Dvden ift rein Tchaden, lucher- cht zu derebnen. Wozu mal ist ei die Mule- ial der Waultvurs, der it vernichtet. Wer trägt c Dauer selbst. Wird nicht annl Scheuern, jeder Kauz ilt dem Flobert herunter« t einen Dernichtunatkrieg veranlaßt. Hier wäre Iür irfer zuzusassen, um man- liebte .öpatzenslinte" zu )e, daß den .2?aturfreun» igen, in Feld und Wald nter dem Deckmantel det nt wird. und er wird ei euch ban- i liegt nicht In seiner 2b- ahr mit starken Aegensäl- Ausgleich schasst die Datur [enteil ein, so suche der :r Schöpfung, die Schuld fflr.-X etwa 1 bis 154 v. H. an. Sehr fest tendierten von Brauereiwerten Schultheist Patzenhaser, die 4 v. ch. gewannen. Die Nebcnrnärkte lagen sehr ruhig und gegen gestern gut behauptet. Schiiiahrispapiere waren heute aus der ermästigten Basis etwas gesucht, während Aschaffenburger Zellstoff offeriert wurden und bis zu 2 v. H. nachgaben. 9m Verlaufe machte sich Schwächeneigung bemerkbar, da Gerüchte über ein ungünstiges Zusammen- legungsoerhällnis bei den Grostbanken verstimmte, auch trug die grobe Geschäftsstille zu der Realisationsneigung der Kulisse bei. Die Kurse gingen in der Mehrzahl wieder auf ihr gestriges Abendniveau zurück, nur Schiffahrtswerte blieben gefragt. Don Bankaktien lagen Danal- und Eommerzbank im Angebot und etwa 2 bi« 3 v S). schwächer. Am Anlagemarkt war die Stimmung ziemlich gut behauptet und nur vereinzelt mit Neigung zur Schwäche. So blieben Goldpsandbriefe angeboten, die erneut i bis i v. H. einbüfjten. An den übrigen Märkten ergaben sich kein« besonderen Veränderungen. Von Auslandsrenten waren türkische Anleihen und Goldmerikaner gesucht. Deutscher Verband für psychische Hygiene Im Deutschen und Oesterr. Alpenverein hält am Freitag, dem 19. Februar. 8 Uhr aLende, tm Hursaal des Physiologischen Instituts. Friedrichstr 24. Geheimrat Sommer einen Vertrag über psychische Hygiene der Leibesübungen, besonders der anderun en, der inhaltlich den Schluß der Reihe on \ orträgen ^®r psychische Hygiene bildet. Wir weisen daher auf diesen fliQjP ortrag hin. Der Vorstand. -Klavier hell, nufch.vol.,wen. gesv.,fast neu, billig zu verkauf. Lchristl. Angebote unt. 0!i97 a.d.Giest.Anzeiger. Zu verkaufen: 1 Warenschrank mit Glosauslav, 3.70x2.60x53. 2 Rahmen mit Lchiebctsir.,verglast 3.20X2.25,4 Suren 2.40x2.' 0,2 Türen 1 HauStür, massiv mit Verglasung. 2Flügel,2.40xi.OO Auskunft imD Marktplatz 10. Am ZHontag, dem 22. Februar 1932, vor- wiltags 10 llhr, werden in der ©aft- wiriichafi Tasch zu Atzbach nachstehende Nutzhölzer öffentlich meistbietend versteigert: Pfund von 40 Pf. an ■■■■ ft. Koch-Fl»chc aller Art Pfund von 30 Pf. an ■■■ <»rtinr Heringe, große 1 Pfd. 20 Pf., 3 Pfd. 55 Pf Brat*cheIlflNche . Pfund 30 Pf. Floßhackibichc. . . . Pfund 45 Pf. Hrhollen. Umunde*. llcilbott Salm Fischhaus »Cuxhaven* Marktstraße 23 WA ^Telephon 2417 Vereinigung und ^orsenerössnung weiter im Borde, gründe des Interesses. Der Berliner Börscn- »orstand wird erst heute nachmittag zu den not- torndigen Fragen Stellung nehmen, und das G heimni- um die Bankensanierungen wird erst 'n den einzelnen Bilanzsihungen. die zum Teil ■ noch Ende dieser Woche, zum Teil erst Anfang nächster Woche ftattfinden. gelüftet werden. Dank- «mrnlonndW Wot- 6elflt1d)f Hotte Tdniljjf Rotte JnfllHcht RoL-e .7iänt»Md>< Rotte OoiioRfiid r Rotte .Italkniid t Rotrn Rotmtfitld't Roitn Truifch-C rfltnHdi, SuTiintfAr Rfttn €din-toifd)r Rotte ed-mtUcr Roten feOOTtld-t Rotte Unflenid't Rotte Reichsdankdiskont I o. k, camdardzlnsfust S o h. trranlfurter Lchlachtvichmarkt. Frankfurt a. M., 18. Febr. Auftrieb: 165 Rinder, 1119 Kälber. 217 Schafe, 867 Schweine. Es wurden notiert Kälber, beste Mast- und Saugkälber 35 — 38, mittlere Mast- und Saugkälber 30—34, geringe Kälber 25—29, Schafe, Mastlämmer und jüngere Masthärnrnel, Weide- mast 28—30, mittlere Mastlämmer, ältere Mast- hämmel und gut genährte Schafe 24—27, fleischiges Schafvieh 20—23, Schweine, vollfleifchige Schweine von zirka 240—300 Pfd. Lebendgewicht 40— 43, deSgl. von zirka 200-240 Pfd. Lebendgewicht 40—43, deSgL von zirka 160—200 Pfd. Le- bendgewicht 39—42, fleischige Schweine von zirka 120—160 Pfund Lebendgewicht 35—40. Marktverlauf: Kälber ruhig, Schafe rege, geräumt, Schweine schleppend, auSverkaust. 17. ikbraer II Jrtre» 8rnt