llr. 219 Erster Blatt 182. Jahrgang Samstag, 17. September 1952 (Md)etni täglich, autzer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholl» monats=Be$ug$preis: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Zernsprechanfchlüfie anter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Liehen. Postscheckkonto: Sranffurt am Main 11686. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vnick und Verlag: vrühl'sche Universtlüts-Vuch' und Zteindruckerei R. Lange in Sietzen. Lchriftlettung und Seschästsftelle: Zchulftrahe 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20°/, mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Gießen. Den Blick aufs Ganze! Dem deutschen Volke ist in der vergangenen Woche ein «chauspiel vorgesetzt worden, das bei allen, die sich noch einen Rest von Unbefangenheit bewahrt haben, gleichgültig welcher politischen Richtung sie sich zuzählen mögen, Mißbehagen und Enttäuschung ausgelöst hat. Die gereizte Stimmung zwischen Parlament und Reichsregierung hat sich in einen offenen Konflikt entladen, von dessen Fortdauer kein Gutgesinnter etwas Ersprießliches für Deutschlands Wohl erwarten kann. Der Reichspräsident hat den Reichstag aufgelöst, weil er von ihm befürchten mußte, daß er die Aufhebung des Notverordnungswerkes verlangen werde, von dessen Durchführung der Reichspräsident sich eine Ueberwindung der wirtschaftlichen Stagnation verspricht und für das ihm die Mehrheit des Reichstags bislang keinen Ersatz geboten hatte. Die Umstände, unter denen die Auflösung des Reichstages erfolgt ist, hat zwischen Regierung und Parteien einen leidenschaftlichen Streit entfacht, an dessen Ausgang niemand im Volke mehr ernstlich interessiert ist, der aber schon in den wenigen Tagen dieser Woche dem Ansehen des Deutschen Reiches unendlich geschadet hat. Sachlich und leidenschaftslos gesehen ist es für die Beurteilung der politischen Lage gänzlich belanglos, wie sich die Vorgänge in der denkwürdigen Montagssitzung des Reichstags im einzelnen abgespielt haben. Das Entscheidende ist, daß der Reichstag in feiner Mehrheit schon vorher entschlossen war, dem Reichskanzler nicht zu gestatten, sein Programm der Volksvertretung oürzutragen. Die Parteien werden wohl gewußt -haben, warum sie einer sachlichen Aussprache aus- gewichen sind, die die Reichsregierung, wie sie wiederholt nachdrücklich versichert hatte, gewünscht hat und auch durch eine vorzeitige Auslösung nicht verhindern wollte. Weil den Parteien aber die Darlegung des Regierungsprogramms ungelegen kam, solange die Verhandlungen zwischen Zentrum und Nationalsozialisten noch nicht soweit gediehen waren, daß sie mit einem sachlich begründeten Gegenentwurf antworten konnten, waren [ic stillschweigend damit einverstanden, daß durch einen kommunistischen Antrag auf Aenderung der Tagesordnung die Abstimmung über die Aufhebung der Notverordnung und das Mißtrauensvotum gegen die Reichsregierung vorgezogen wurde, obwohl sie sachlich an den Schluß der Aussprache gehört hätte. So mußte sich der Reichstag von dem Reichskanzler in seiner Rundfunkrede sagen lassen, daß er zwar die Tiraden der aus Moskau zugereisten kommunistischen Abgeordneten Zetkin länger als eine Stunde über sich hatte ergehen lassen, den Chef der deutschen Regierung jedoch an der Darlegung seines Programms gehindert habe Diese willkürliche Aenderung der Tagesordnung zwang den Reichspräsidenten, von seinem Recht zur Auflösung des Reichstages Gebrauch zu machen. Auch Reichstagspräsident Göring hat seine ursprüngliche Ansicht dahin revidieren müssen, daß die Auflösung des Reichstags zu Recht geschah. Alle anderen Erörterungen, die sich an die Reichstagssitzung geknüpft haben, drehen sich um Spitzfindigkeiten, die wohl für die Stellung der Parteien in einem späteren Wahlkampf Bedeutung haben mögen, aber sonst kaum jemand interessieren. Das gleiche gilt auch für den umfangreichen Briefwechsel, der erfreulicherweise bald wieder eingestellt wurde. Er hat so wenig zur Klärung und — was weit wichtiger gewesen, wäre — zur Entspannung beigetragen, wie die bisherigen Sitzungen des sog. Ueberwachungsausschus- jes des aufgelösten Reichstags, der auf Beschluß riner nationalsozialistisch-kommunistischen Mehrheit unter dem Vorsitz des Sozialdemokraten Löbe anscheinend alle Anstalten macht, sich als Untersuchungsausschuß zu etablieren, um auf diesem Umwege die Mitglieder der Reichsregierung zu zwingen, vor seinem Forum zu erscheinen und Rede und Antwort zu stehen. Die Absicht, das niederdrückende Schauspiel eines offenen Konflikts zwischen Regierung und Parlament um einen weiteren Akt zu verlängern, findet in breiten Volksschichten, gleichgültig welcher Partei, wenig Verständnis. Dagegen besteht der dringende Wunsch, daß sowohl von der Regierung wie von den Parteien alles vermieden werde, was geeignet fein könnte, neues Del ins Feuer zu gießen, und ernsthaft Wege gesucht werden, die zu einer schnellen Entspannung führen. Reich und Volk find inner-- wie außenpolitisch in einer Lage, in der ein solcher Streit um des Kaisers Bart, wie ihn Regierung und Parteien jetzt anscheinend auspauken wollen, einfach unerträglich ist. Eine Aufhebung der Notverordnungen, wie es der Reichstag verlangt hat, kann der Reichspräsident nicht dulden, weil die daraus zwangsläufig entstehende Unsicherheit nicht nur alle Bemühungen um eine Ankurbelung der Wirtschaft zunichte wachen, sondern auch Staatsfinanzen, Währung und soziale Dersicherungsträger aufs schwerste gefährden müßte. Auch wir haben an den Notverordnungen vieles auszusetzcn, besonders hätten wir stärkere Sicherungen gegen jeden Mißbrauch der sozialpolitischen Ermächtigungen und der Beschäftigtenprämie gewünscht. Aber die noch so berechtigte Kritik am Einzelnen darf nicht verkennen, daß es in diesem Augenblick wirtschaftlichen Tiefstandes in erster Linie darauf ankam, daß überhaupt etwas geschah, das aus dem alten Fahrwasser herausführte und den vernichtenden Kreislauf von Finanznot, neue Steuern, Betriebsstillegungen, Arbeitslosigkeit, Konsumrückgang an einer Stelle mutig zu unterbrechen unternahm. Aber die Vorbedingung für das Glücken eines jeden Plans der Wirtschaftsbelebung, wie er auch ausfehen möge und von welcher Seite er auch in Gang gefetzt werde, ist das Vertrauen in politische Stabilität. Es war eine schwere Versündigung an den Grundgesetzen der Wirtschaft, in einem Augenblick größter psychologischer Anstrengungen einen Wahlkampf herauf- Bayern und die Reichsreform. OerKanzlerfährinachMünchen.-WasplantdasReichskabinett?-Oie„differenzierieEndlösung" „Versöhnung mit der Reichspolitik." Ein Fühler der Nürnberger Zeitung. Nürnberg, 16. Sept. (TU.) Unter der Uebet- schrift „Berföfjnung mit der Reichspoli- t i t ?“ bringt die „Nürnberger Zeitung" Ausführungen, die in ihren Grundzügen im wesentlichen an Berliner unterrichteter Stelle b e ff ä t i g f werden. Das Blatt sagt u. a.: Die Politik dcr bayrischen Regierung gegenüber dem Reich scheint vor einer entscheidenden Kursänderung zu stehen. Unsere Münchner Redaktion hat Spezialinformationen eingeholt, die diesen Wechsel in dem Verhältnis Bayerns zum Reich andeuten. Die Reichsregierung soll nämlich eine bereits sehr weitgehende Fühlungnahme mit der bayrischen Regierung durch Herrn von Lersner hergestellt haben. Wan will Bayern für die kommende Reichsreform weitgehende (Eoenfualgarantien der Erhaltung seiner Selbständigkeit anbieten, insbesondere soll es aber seine finanzielle Unabhängigkeit vom Reich erhalten, durch entsprechende Aenderung des Finanzausgleichs. Die bayrische Regierung selbst hat zu diesen Dingen noch keine Stellung genommen. (Es ist aber anzunehmen, daß sie sich jetzt äußern wird. Entgegen der ursprünglichen Absicht der Reichsregierung, die kommende Reichsreform nach einem hugenbergschen Plan durchzuführen, der die preußische und die Reichsregierung zwar in einer Hand vereinigen sollte, aber die preußische Verwaltung bestehen ließ, hat sich die Regierung Papen nunmehr entfdjleffen, nach eigenen Gedanken noch einen Schrittweiter zu gehen und anchdiepreu- hische Verwaltung mit der Reichsverwaltung völlig zu vereinigen. Die preußischen Provinzen werden Reichsländer werden mit stark dezentralisierten Befugnissen und Aufgaben einer Verwaltung. Die Länder „alter Ord - nun g“, Bayern, Württemberg, Baden und Sachfen dagegen werden in ihrer jetzigen Form be- stehen bleiben. Sie sollen sogar eine oerst ä r k t e Daseinsgarantie erhalten, indem man ihnen wesentliche Teile ihrer früheren finanziellen Selbständigkeit zurück g i b t. Einzelheiten sind in diesen Punkten allerdings noch nicht festgelegt, wenngleich angenommen werden kann, daß der neue Vertrauensmann der Reichsregierung in den Ländern, Freiherr von Lers- ner, bereits komplette Vorschläge nach klaren Plänen gemacht hat. Betonte Reserve in München. München, 16. Sept. (TU.) Zu den Informationen der „Nürnberger Zeitung" in der Frage der Reichsreform erfahren wir von unterrichteter Stelle, daß von einer Kursänderung der bayerischen Staatsregierung nicht die Rede sein kann. Die bayerische Staatsregierung selbst ist es gewesen, die durch die Tleberreichung der schon mehrfach erwähnten bayerischen Denkschrift zur Frage der Reichsreform die 3 rritia - tive ergriffen hat. Gegenwärtig finden im übrigen zwischen der bayerischen und der Reichsregierung Verhandlungen über die Frage nicht statt. Es darf aber als selbstverständlich angenommen werden, daß die Reichsregierung die ihr überreichte bayerische Denkschrift überprüft. Richtig ist, daß Freiherr von Lersner in München weilt und dieser Tage dem Ministerpräsidenten Dr. Held seinen Antrittsbesuch gemacht hat. Die DDE. bemerkt, es möge sein, daß gewisse Kreise in Herrn von Lersner den Träger einer solchen Mission — Bayern, Württemberg, Baden und Sachsen als Länder alter Ordnung i n ihrer jetzigen Form bestehen zu lassen — erblicken. Eine andere Frage sei es, ob man dem Vertrauensmann der Reichsregierung nicht einen sehr schlechten Dienst erweise, wenn man ihm bereits bei seinem Debüt eine Rolle zulege, mit der man bei den Kreisen, mit denen Herr v. Lersner in erster Linie vertrauensvolle Fühlung gewinnen müsse, sich gewiß kein Vertrauen erobern und gewiß keine politischen Geschäfte machen könne. Die bayerische Frage sei kein Objekt für diplo- m a t i s ch e S ch a ch z ü g e. Cs sei selbstverständlich, daß sich die bayerische Regierung mit jeder Reichsregierung ehrlich und sachlich über die Fragen der Reichsreform zu unterhalten bereit sei. Dazu bedürfe es wirklich keines Kurswechsels dcr bayerischen Politik. Solange aber nicht bekannt sei, wie denn tatsächlich die Reichsreformpläne der gegenwärtigen Reichsregierung aussehen, könne man dazu auch keine Stellung nehmen. Der bayerischen Regierung werde es sicherlich willkommen sein, möglich st bald über die wahren Absichten der Reichsregierung auf dem Gebiete der Neuordnung des Verhältnisses zwischen Reich und Ländern unterrichtet zu werden. Bisher sei das nicht geschehen. Die Regierung Papen sei über höchst allgemein gehaltene Aeußerungen einer föderalistischen Gesinnungsweise nicht hinausgekommen. DieBayenscheVolkspartei zurLage Freiheit der Entschließung nach allen Seiten. München, 16. Sept. (Sil.) Die Landesparteileitung der Bayerischen Volkspartei war am Freitag in Anwesenheit des Ministerpräsidenten Dr. Held, des Staatsministers Dr. Goldenberger und des Staatssekretärs Funke zu einer Sitzung versammelt. Wie der amtliche Bericht feststellt, ergab sich volle Einmütigkeit in der Billigung der Haltung, die die Parteiführung und die Reichstagsfraktion in den letzten Wochen bis zum Tage der Reichstagsauflösung eingenommen gaben. Dem Versuch, den Reichstag arbeit s s ä h i g z u machen, um auf diese Weise ein verfassungsmäßiges Funktionieren der obersten Rcichsorgane herbeizuführen, sei volles Verständnis entgegengebracht worden. Für die Bayerische Dolkspartei habe es sich hierbei nicht darum gehandelt, für oder wider den Reichskanzler v. Papen Stellung zu nehmen, sondern sie habe dem deutschen Volke einen neuen Wahlkampf ersparen wollen. Die Bayerische Dolkspartei betrachte eine Politik, deren Weisheit sich auf neue Reichstagsauflösungen beschränkt, als ein Verhängnis für das deutsche Volk. Dies führe zu einer Auflösung des Rechtsstaates und komme letzten Endes den politischen Bestrebungen zugute, die nicht nach Ordnung, sondern nach dem Chaos verlangten. 3n der Ausschreibung von Neuwahlen zum Reichstag innerhalb der in der Verfassung vorgesehenen Frist erblicke die Bayerische Volkspartei die selbstverständliche Pflicht einer Reichsregierung, die sich auf die Autorität eines Reichspräsidenten berufe, der die Verfassung beschworen habe und Hüter dieser Verfassung sei. So sehr die Bayerische Volkspartei den Wunsch habe, daß die Hoffnungen in Erfüllung gehen möchten, die man in weiten Wirtschaftskreisen auf die wirtschaftliche Notverordnung der Reichsregierung setze, so sehr müsse sie sich gegen den mangelnden sozialen Geist dieser Verordnung wenden, dem die Arbeitnehmerschaft nicht nur als gegen ihre materielle Existenz, sondern auch gegen ihr Rechtsempfinden gerichtet, betrachten müsse. 3m kommenden Wahlkampf und für die Zukunft werde sich die Bayerische Dolkspartei gestützt auf ihre 3deale und Grundsätze in voller Selbständigkeit d i e Freiheit nach allen Seiten zu wahren wissen. Neuwahlen zum Reichstag am 6. November. Berlin, 17. Sept. (WTB. Drahlmeldung.) Wie wir erfahren, hat das Kabinett in feiner heutigen Sitzung beschlossen, die Neuwahlen zum Reichstag auf den 6. November 1 932 an- zufehen. Eine amtliche Mitteilyng. ZerschlagungPreutzens kommt nicht inFrage Berlin, 17. Sept. (OB. Funkspruch.) Amtlich. In den letzten Tagen find in einer Reihe von Zeitungen (Erörterungen über die Frage der Reichsreform und angebliche Verhandlungen der Reichsregierung mit Bayern enthalten. Diese Nachrichten und Aeußerungen decken sich, wie von zuständiger Stelle erklärt wird, zum größten Teil nicht mit den Tatsachen. Bei der Konferenz der Reichsregierung mit den süddeutschen Länderregierungen in Stuttgart ist seinerzeit vereinbart worden, daß in der Frage der Reichsresorm er st eingehende (Erörterungen mit den Länderregierungen stattfinden sollen, ehe der Entwurf der Reichsregierung fertiggestellt wird. Diese Verhandlungen mit den Ländern haben noch nicht stattgefunden. Auch die bevorstehenden Reisen des Reichskanzlers und einzelner Reichsminister nach Bayern haben mit der ganzen Frage nichts zu tun. Amtlich wird nachdrücklich erklärt, daß eine Zerschlagung Preußens zubeschwören, der die politische Unsicherheit bis weit in den Winter hinein anbauern lassen wird. Es ist heute nutzlos, die Schulbfrage zu untersuchen. Eine verhängnisvolle Nervosität bei allen Beteiligten und die Ueberspitzung politischer Maximen haben in eine Sackgasse geführt, aus der man mit Mut und Entschlossenheit so schnell wie nur irgend möglich wieder herausfinden muß, soll nicht mehr vor die Hunde gehen, als so problematische Größen wie „Volkssouoeränität" ober „autoritäre Staatssüh- rung“. Das Ideal deutschen Staatslebens kann nur z w i sich e n den Extremen schrankenloser Parteienherrschaft und absolutistischer Diktatur liegen. Eine „autoritäre Staatsführung" bedarf, soll sie auf die Dauer Erfolge haben, des Vertrauens des Volkes, zumindest wirb ihre Aufgabe ihr wesentlich erleichtert wenn sie sich auf eine Mehrheit der Volksvertretung stützen kann. Wir sind deshalb schon unter der Kanzlerschaft Brünings für einen Versuch eingetreten, zwischen Zentrum und Nationalsozialisten jene sachliche, nicht bloß taktisch im Negativen beharrende Einigung herbeizuführen, die unter den gegenwärtigen Mehrheitsverhältnissen die einzige sichere parlamentarische Basis für eine starke Staats- fülirung gewährleisten konnte. Es ist der Oeffentlich- keit bislang noch nicht bekannt geworden, wie weit die beiden Parteien in ihren Verhandlungen über ein fachliches Arbeitsprogramm, das sie dem Herrn Reichspräsidenten als vollwertigen Ersatz für das Notoerordnungswerk Papens hätten unterbreiten können gekommen waren. Soll man etwa aus der Duldung des kommunistischen Vorstoßes in der Montagssitzung des Reichstags, der, wie die Parteien wohl wußten, zwangsläufig entgeaen der ursprünglichen Absicht des Kabinetts die sofortige Auflösung des Reichstags zur Folge haben mußte, auf ein negatives Ergebnis der Verhandlungen schlie- ßen» Hierüber vor aller Deffentlichkeit volle Klarheit zu schaffen, wäre im Augenblick nützlicher, als im Ueberwachungsausschuß Dingen nachzujagen, die unwiederbringlich der Vergangenheit angehören. Nur wenn die Parteien dem Volke beweisen können, daß sie auf dem besten Wege gewesen waren, sich über ein sachliches Arbeitsprogramm mit den gleichen Zielen des Papenfchen Plans zu einigen und eine autoritäre Staatsführung, wie sie der Reichspräsident forderte, zu stützen, werden sie Verständnis für ihre Haltung erwarten dürfen. Verfassungsrechtliche Streitfragen, die in den letzten Tagen bis zum Ueberdruß erörtert worden find, interessieren das Volk, das Taten sehen will, so wenig wie die krampfhaften Bemühungen, einen gänzlich unfruchtbaren Parlamentsbetrieb noch einige Zeit über Wasser zu halten. Ein Berliner Blatt erinnert an eine sehr zeitgemäße Rede des Zentrumskanzlers Dr. Marx aus dem Jahre 1924, die seinen Parteifreunden zur Lektüre empfohlen werden kann. Dr. Marx crflärte damals als Begründung für die Auflösung des Reichstags: „Da es nach den Verhandlungen mit den Parteien feststeht, daß die Mehrheit des Reichstags darauf besteht, einen Weg zu beschreiten, der nach der Ueberzeugung der Regierung das Volk ins Verderben führt, hält sich die Regierung für verpflichtet, die weiteren Verhandlungen über die Notverordnung zu verhindern und die Entscheidung des Volkes selbst anzugreifen... Wer alle geschäftsordnungsmäßigen Rechte des Parlaments in Zeiten besonderer Not bis zur Erschöpfung gebrauchen will, handelt nicht demokratisch, sondern hetzt den Gedanken der Demokratie zu Tode." Noch deutlicher wird Adolf H i t f e r in seinem bekannten Buch „Mein Kampf". Der nalionalsozialistische Führer schreibt dort auf Seite 86 der 7. Auflage in seiner drastischen Art: „Wird nicht die Aufgabe des leitenden Staatsmannes statt in der Geburt des schöpferischen Gedankens oder Planes an sich vielmehr nur in der Kunst gesehen, die Genialität seiner Entwürfe bei der Hammelherde von Hohlköpfen verständlich zu machen, um dann deren gütige Zustimmung zu erbetteln? ----Ist die Unfähigkeit eines Führers dadurch bewiesen, daß es ihm nicht gelingt, die Mehrheit eines durch mehr oder minder saubere Zufälle zusammengebeutelten Haufens für eine bestimmte Idee zu gewinnen? Ja hat denn dieser Haufe überhaupt schon einmal eine Idee begriffen, ehe der Erfolg zum Verkünder ihrer Große wurde? Was aber soll der Staatsmann tun, dem es nicht gelingt, die Gunst dieses Haufens für seine Pläne zu erschmeicheln? Soll er sie erkaufen? Oder soll er angesichts der Dummheit seiner Mitbürger auf die Durchführung der als Lebensnotwendigkeiten erkannten Aufgaben verzichten? Sich zurückziehen, oder soll er dennoch bleiben?---Muß nicht unser parlamentarisches Mehrheitsprinzip zur Demolierung des Führergedankens überhaupt führen?" Vielleicht regen diese Zitate die beiden Parteien, auf die es ankommt, dazu an, ihr Verhältnis zu einer Regierung zu überprüfen, die, mag man ihr vieles oorwerfen, doch das (Eine bewiesen hat, daß sic den Mut zum Handeln besitzt, ohne den heute das deutsche Staatsschiff wie ein schwankender Kahn im Winde auf den Mastern der Krisis um» hertreiben würde. Mäßigung und Klugheit auf beiden Seiten hätten gewiß verhindern können, daß heute ein tragischer Riß mitten durch das nationale Deutschland geht und die voneinander trennt, die einst das gemeinsame Ziel einer Neuordnung k Staates zusammengeführt hatte, ein Ziel, das m heute noch nur durch gemeinsame Arbeit errei—• werden kann. Mäßigung und Klugheit auf beijgej Seiten sind deshalb das Gebot der Stunde, mi»E auch die Wogen des Bruderkampfes noch so „a emporschlagen. Wir brauchen Frieden und k^ani- Kampf, wir brauchen Ordnung und kein El. De- wir brauchen Ruhe und keine Nervosität. De-furtb* mehr Blick auf das Ganze, mehr Derantwortun'ollen das Ganze, mehr Treue dem Ganzen. ---- -A rfr -lnger^Z i. bem »7ha . beim ** . die Aus der Provinzialhauptstadt $ür die Hessische Winterhilfe. Der Sinn der Dohlfahrlskugel-Lotterie. Gießen, den 17. September 1932. Don der Straße der Kraft. Von Neinhold Braun. Wieviel Licht kann breiten Eines Menschen stilles, starkes Schreiten! Die Straße der Kraft... Sie fängt bei unserer Geburt an und hat ihr Ende an der allerletzten Schwelle. Immer ist sie da. Aber in uns liegt die Entscheidung, vb wir sie unter die Füße nehmen oder nicht. Immer sehen wir sie, auch wenn wir nicht auf ihr wandern. Wessen Leben weist nicht eine Stunde auf oder mehrere, oder gar viele, da er sie nicht sehen wollte, da Schwäche irgendwelcher Art ihn zu diesem oder jenem Tun verlockte? Denn nur der Blick des reinen Herzens besteht vor der Straße der Kraft! Wenn wir im Spätschein unseres Lebens Rückschau halten, dann freuen uns am meisten Dis Punkte, an denen wir, die Ueberwinder unserer Abwegigkeit, wieder in unsere „heilige Straße" einbogen. Schön ist es und ein Maßstab für den Wandernden, wenn er im Laufe seines Daseins lernte, die Straße der Kraft mit vertiesterem We- sen, mit dem Auge des weise Erfahrenden ßu betrachten. . anJ>erS sahen wir im jungen Lichte unserer Wanderung die Straße an! Da meinten wir — uns war es das Ratürliche! — sie liege da, wo die Iugend mit fliegenden Haaren und beqeiste- rungserfülltem Blicke daher stürmt. Vielleicht hatten wir nur Freude an den stolzen Wanderern oder sogar nur an den Muskel- und Sportmenschen oder aber am Schritt marschierender Bataillone. Als wir aber älter wurden, erkannten wir, daß alle diese Erscheinungen zur Straße der Kraft gehören und ihre Berechtigung haben, so lange sie iM Dienste des Guten stehen und voll Maß sind, daß sie aber nicht alleinige Beherrscher des Weges sein dürfen und sein letzter Sinn und seine letzte Schönheit sind. Gern gedachten wir jener Strecken, da wir mit Menschen der besonnenen Seele und des klaren Geistes schritten, da wir den starken Leidträgern begegneten. Immer stiller wurde es: immer langsamer gingen die Menschen. Aber wir sahen in Augen, die der inneren Wunder voll waren von der Wesiheit des großen Herzens I 3a, wir sahen Menschen mit zerbrochener Leiblichkeit und erlebten, daß eines Gefesselten heim- in einer Unterredung, daß der Verband 62 Kirchengemeinschaften aus 23 verschiedenen Ländern Europas umfasse. Das Ziel des Verbandes fei: Uneinigkeit und Splitterungen unter den Protestanten zu überwinden und den K a m p f g e g en d i e G ott- los i g k e i t — auch auf kulturellem und politischen Gebiet — aufzunehmen. Grzesinski und Dr.Weiß klagen gegen den„Angnff" Mandatszuwachs erhalten. Die Sozialdemokraten rechnen damit, daß sie zumindest in derselben Stärke wie vor den Wahlen von 1928 in neue Kammer einziehen werden. Der Flieger Ernst Ildet verschollen? Nach einem Kabeltelegramm aus Godhavn hat die Universal-Franck-Film-Expedition seit drei Tagen von dem Flieger Ern st Udet keine Nachricht mehr. Dr. Franck, der Leiter der Expedition meldet seine äußer st e Besorgnis über das Schicksal U d e t s , da sich an der 2500 Kilometer langen Grönlandküste vis Ang- magsalik keinerlei Ansiedlungen befinden, wo Udet für seine kleine Maschine Benzin bekommen könnte. Wie erinnerlich, wurde Udet auf die Nachricht hin, daß die „fliegende Familie" Hutchinson verschollen sei, beauftragt, unverzüglich sich auf die Suche nach dem ver- mißtenFlugzeugzu begeben. Udet antwortete, daß er den Auftrag sofort ausführen werde. 13 Reichswehrpferde durch elektrischen Schlag getötet. In einer der letzten Nächte kam es in der Schweriner Artilleriekaserne zu einem eigenartigen Unfall. Infolge schlechter Isolierung der Lichtleitungen, die vermutlich infolge der herrschenden Nässe entstanden war, erhielten die Leitungen Erdschluß. Hierdurch kamen die eisernen Krippen der Pferde sowie die eisernen Halfterketten der Tiere mit dem Strom in Verbindung. 13 Pferde wurden durch den elektrischen Schlag getötet. Es handelt sich um das Pferdematerial des Trompeterkorps des in Schwerin stationierten Reichswehr-Artillerie- Regiments 2. Unfall eines Berliner Schauspielers auf der Bühne. Dieser Tage ereignete sich im Berliner Staatstheater am Gendarmenmarkt bei der Ausführung der „Piccolomini" ein Unfall. In der Szene, in der Wallenstein vor versammelter Generalität seine Abdankung erklärt, stieß Werner Krauß, Vom Wohlfahrtsamt der Stadt Gie- sl°ich° etuf. I stell«. I 2°!br°te fiugelmänner fl-lßig am 'Bert, der Not der Spielklubseuche ein Ende gemacht habe. Das Spiel als solches werde sich aber niemals austreiben lassen, denn das sei eine morg'S^ er h »Hly 1 bis u es im vergangenen Winter hieß: „Helft", dann stellt die unerbittlich wachsende Not weitester Volkskreise heute an alle die Aufforderung: Jeder muß Helsen!" Gießener Wochenmarktpreise. * Gießen, 19. Sept. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt das Pfund: Kochbutter 100, Süßrahmbutter 130, Landbutter 130, Matte 25 bis 30, Wirsing 8 bis 10, Weißkraut 6 bis 8, Rotkraut 8 bis 10, gelbe Rüben 8 bis 10, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 15 bis 20, Römischkohl 8 bis 10, Unterkohlrabi 5 bis 6, Tomaten 10 bis 15, Zwiebeln 8 bis. 10, Kürbis 5 bis 6. Pilze 25 bis 30, Kartoffeln 3,5 (Zentner 3 Mk.), Frühäpfel 15 bis 25, Falläpfel 5 bis 6, Dirnen 10 bis 20, Zwetschen 10 bis 15, Pfirsiche 30 bis 40, Brombeeren 20 bis 25, Preihelbeeren 30 bis 35, Honig 40 bis 45, junge Hähne 70 bis 80, Suppenhühner 60 bis 80; das Stück: Käse 5 bis 10, Tauben 50 bis 60, Eier 9 bis 10, Blumenkohl 30 bis 60, Salat 8 bis 10, Salatgurken 10 bis 20, Endivien 10 bis 15, Oberkohlrabi 5 bis 8, Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 12, Sellerie 10 bis 25; das Bund: Radieschen 10 Pfennig. Aus aller Welt. Ein Giflmörder zum Tode verurleill. Der Oberlandjäger Springer wurde dieser Tage vom Schwurgericht in Beuthen wegen Mordes zum Tode und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte und wegen schwerer Ur- kundensälschungzu zwei Iahren Zuchthaus verurteilt. Dem Angeklagten war zur Last gelegt worden, eine Frau Mainka in Brosla- witz zur Vermeidung eines Alimentationspro- 4’o°eecfi$ durch ein mit Strychnin versehenes Schoko- 4% u0nfiari-ibon6Dn im April d. 2. vergiftet zu 4% unnati-n. Dieses von einem Sondergericht ae- 57 öS1 Todesurteil ist mit der Verkündung r e ch t s- 4°/°Türk«cheti g. Sofort nach Schluß der Verhandlung 4°/°Türttjcheeichte jedoch der Verteidiger dem Gericht ein 4°/kL', S?ngesuch. Durch die Einreichung dieses Ge- 5%SRumän.ö wird die Vollstreckung des Todesurteils 4^^Rumän,^.tisch verzögert, bis die Gnadeninstanzen 2Ä%U’Ä’Honv . _ , , , probst Pfannenstil unb ber Stockholmer Ober- AtteseSer Weg Wegen GtraßeNbahllbaU statthalter E l m q u i st Reben hielten. Generalsekre- I aefoirrf tär Dr. Gerharbt Ohlemüller, Berlin, erklärte ' 9 ' Bornotizerr. —lagesfalenberfür Samstag. Verein Rubersport unb Akademische Ruberabteilung: 20.30 Uhr, Vorstanbssitzung; 21 Uhr: Monatsoersammlung im Bootshaus. — GDA.: 20.30 Uhr, „Hessischer Hof", Monatsoersammlung. — 224er: 20 Uhr, im Anbres, Zusammenkunft. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die Gräfin von Monte Christo"; 22.45 Uhr: „Rund um bie Liebe". — Tageskalenber für Sonntag. Kraft- post-Gesellschaftsfahrt burch ben Vogelsberg; Abfahrt 9.30 Uhr, Hauptpost. — Verein Rudersport unb Akademische Ruberabteilung: 15.30 Uhr, Abrubern und Vereinsregatta. — Mto.: 15 Uhr, Mtv.-Platz, Hand- ballspiel To. Wetzlar I — Mto. I. — Gießener Rad- fahceroerein von 1885: 15 Uhr, „Karlsruhe", Ver- einsmeisterschasten. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die Gräfin von Monte Christo". t — A-strologischer Experimentalvor- s^a9. Am Dienstag, 20.September, 20 Uhr, findet im Cas6 Leib ein Experimental- unb Lichtbilberoor- trag bes Astrologen Eugen Hammer statt. Nähe- re5 'si aus ber gestrigen Anzeige ersichtlich. Au adf un kv ortrag im Cas6 Leib. 21m Mittwoch, 21. September, 20 Uhr, findet int ©aale des Cafe Leib ein interessanter Rundfunk- Vortrag statt. Oberingenieur Schilling von der Telefunkengesellschaft Berlin wird über das Thema „Rundfunk von gestern und morgen" sprechen. Eine besondere Rote dürfte der Abend dadurch erhalten, daß ein Telephongespräch mit dem auf hoher See befindlichen Ozeandampfer „Bremen" stattfinden soll. (Siehe gestrige Anzeige.) • •• Aenderangen im polizeilichen Meldewesen. Das Polizeiamt teilt mit: Ab 1. Oktober d. I. müssen die Formulare für die Polizeiliche An-, Ab- und Ummeldung in doppelter Ausfertigung beim Einwohnermeldeamt elngereich4 werden Sotmulare sind unentgeltlich beim Ei nwcchivrmel.de amt und bei den Polizei- bezirken zu höben. *• Ein« Vierundachtzigjährige. Am morgigen Sonntag, 18. September, kann Frau M. Thomas, Schistenberger Weg 5 (Wirtschaft „Zum grünen Baum"), in geistiger und körperlicher Frische ihren 84. Geburtstag feiern. SterbefLlle In Dieben. 3n der Zeit vom 1. bte 15. September verftarben in unserer Stadt: 1. Mari« von Düring, geb. MeyerdierckS, 77 Jahre, LudwigSplatz 2; 6. Anna Spengel, geb. Petersen, Witwe, 71 Jahre, Gartenstrabe 17; 10. Hildegard Hardt, 8 Jahre, Hillebrand- Die Notverordnungen vom 1. Dezember 1930 und vom 18. 3uli 1931 haben die Verpflichtung zur Führung von Büchern aus einen weiteren Kreis als bisher ausgedehnt. Für die freien Berufe insbesondere ergab sich eine neue Rechtslage, da nunmehr auch für diese Kreise, welche zuvor nur bedingt auszeichnungspflichtig waren, genaue Richtlinien erschienen sind. Die neuen Vorschriften sind ab 1. April dieses 3ahres in Kraft getreten. 3m Hinblick darauf, daß die Ausführungsbestimmungen jedoch erst viel später, nämlich erst am 22. 3uni, erschienen sind, sollen für die Duchführungspflichtigen feine Rechtsnachteile sich ergeben, sofern sie nunmehr vom 1. Juli dieses 3ahres die Aufzeichnungen vornehmen. Soweit es sich um die Besteuerung nach dem Einkommen, dem Vermögen und dem Ertrag handelt, sind buchführungspflichtig alle Personen, die entweder: . a) einen Umsatz von mehr als 200 000 Mk. haben, der steuerfreie Umsatz dabei einbezogen, b) ein Betriebsvermögen von mehr alS 50 000 Mark gelegentlich der zuletzt am 1. 3anuar 1931 aufgestellten Einheitsbewertung besahen, c) einen Gewerbeertrag von mehr als 6000 Mk. anläßlich der letzten Gewerbesteuerveranlagung angaben, dabei ohne Berücksichtigung irgendwelcher steuerfreier Beträge. Richt der Gewinn allein, sondern erst die Verpflichtung zur Abgabe einer Gewerbesteuererklärung bedingen somit diese erweiterte Auszeichnungspflicht. Da das Rahmengesetz über die Gewerbesteuerpflicht — ein Reichsgeseh — bisher noch nicht in Kraft ist, sind biS auf weiteres die einzelnen Ländergesehe über die Gewerbesteuer maßgebend. Weiterhin ist zunächst auch nur bann die Duchführungspflicht gegeben, wenn der Steuerpflichtige den Cewerbesteuerbescheid vordem 1. April dieses 3ahres erhielt, Unwesentlich ist in diesem Zusammenhang, ob der Bescheid Rechtskraft bisher erlangte oder nicht, da lediglich der $aq und die Tatsache der Zustellung überhaupt bestimmend ist. Heben mehrere Personen den freien Beruf gemeinsam aus, so gilt die Aufzeichnungspflicht für diese Sozietät. Bloße Bureaugemeinschaften werden hierbei nicht als eine Einheit betrachtet. Zukünftig muß jeder Pflichtige laufend Bücher führen, und zwar in der Form, daß sie den Anforderungen, wie sie im § 162 der RAO. dar- gestellt, genügen, d. h. fortlaufend, vollständig und richtig in den Schriftzeichen einer lebenden Sprache. (Eine bestimmte Form der Buchführung ist nicht oorgeschrieben. Cs bleibt somit jeweils dem freien Ermessen überlassen, wie die Buchführung eingerichtet wird und welche einzelnen Konten geführt werden. Die Einnahmen sollen möglichst täglich mit Tinte in ein fortlaufend numeriertes, wenn möglich gebundenes Buch eingetragen werden und dabei auch der Geschäftsvorfall kurz bezeichnet werden. Raturalleistungen usw. müssen dabei selbstverständlich auch Berücksichtigung finden. Eingänge auf Dank- und Postscheckkonto können zu- sammengesaßt für bestimmte Zeiten verbucht werden unter der Voraussetzung, daß die Summe in ihrer Zusammensetzung jederzeit belegt werden kann. Bei Schecks und Wechseln wird man zweckmäßig den Tag der Gutschrift als Eingangstag wählen. Sofern der Rame des Kunden nicht bekannt ist — dieser Fall dürfte insbesondere bet Aerzten eintreten, wenn es sich um eine einmalige Konsultation handelt —, oder kleinere Summen in bar eingehen, kann dieser Betrag mit einem entsprechenden Vermerk zusammengefaßt verbucht werden. Vorschüsse, fremde Gelder usw. sollen jeweils besonders kenntlich gemacht werden, bzw. besonders verbucht werden. Sofern jedoch diese Zahlungen lediglich als Teilzahlung betrachtet werden, kann man sie wie jede andere Zahlung verbuchen. Man tut gut, sich von Beginn an über die Aufzeichnung dieser Beträge Klarheit zu verschaffen, da ein Wechsel in der Duchführungsform nicht tunlich ist. Aehnlich, wie man kleinere Einnahmeposten zusammengefaßt verbuchen kann, besteht auch auf der Ausgabenfeite die Möglichkeit, kleinere, insbesondere regelmäßig wiederkehrende Ausgaben, in einem Posten aufzuführen. Das trifft besonders zu für Ausgaben wie Fahrtkosten usw., ober Posten, für die wegen ihrer Geringfügigkeit kein Beleg zu erbringen war. Der jur Buchführung verpflichtet ist, hat jeweils am Jahresende eine Bestandsaufnahme ju machen, um dann die Bilanz aufzustellen. Gemäß tz 12 Absatz 1, Satz 3 des Einkommensteuergesetzes, der wie folgt lautet: .Bei Steuerpflichtigen, bei denen nach der Art des Betriebes strahe 10; Berta Manger, geb. Schmidt, 64 3ahre, Liebigstrahe 80; 11. Elisabeth Hosch, geb. Schneider, Witwe, 75 3ahre, Kreuzplatz 3; Elisabeth Doll, geb. Krapp, Witwe, 59 3ahre, Kaiser- flllee 2; 12. Marie Röder, geb. Hofmann, Witwe, 84 Jahre, Reustadt 15; 13. 3ohanna Ruckstuhl, geb. Schmidt, Witwe, 62 3ahre, Gnauthstraße 42. , ** S t r a fj e n f p e r r u n g, mitgeteilt vom Ober- Distichen Automobilklub e. D. Gießen (A. v. D.). Die Straße Alsfeld—Renzendorf im Zuge der Straße Alsfeld—Lauterbach ist wegen Ausführung von Klein- pflafterarbeiten vom 19. September ab für jeglichen Verkehr gesperrt. Die Umleitung erfolgt über Eifa— Romrod. baS der 'Berufstätigkeit dienende Vermögen am Schluß der einzelnen Steuerabschnitte wesentlichen Schwankungen nicht zu unterliegen pflegt unb am Schluß des Steuerabschnittes Waren über das übliche Maß hinaus nicht vorhanden sind, ist es zulässig, lediglich den äleberschuß der Einnahmen über die Ausgaben zugrunde zu legen" wird in den meisten Fällen diese Bestandsaufnahme unterbleiben können. Soweit trotzdem eine 3nventur stattfinden muh, ist zu beachten, daß die zum steten Verbrauch bestimmten Materialien usw., als auch 3nventar, das für einen längeren Zeitraum beansprucht werden soll und dessen Anschaffungspreis unter 500 Mark liegt, nicht aktiviert zu werden braucht, sofern von diesen Gegenständen ein gewisser Teil Sonntag, 18. September. 6.15 (Don Bremen): Hafenkonzert. 8.15: Choralblasen, veranstaltet von der Zentralstelle für Kirchenmusik der Evang. Landeskirche Frankfurt a. M. 8.30: Morgenfeier, veranstalten von der Ev. Landeskirche Frankfurt a. M. 9.30: Denkmals- Weihe für die Gefallenen des ehemaligen 3nf.» Regis. 118 in Worms. 9.50l Stunde des Chorgesangs. 10.50: „Dichter als Kulturpolitiker", Vortrag von Dr. Harald Braun. 11.15: „Kleiner Knigge für 1932 (II.)", von Stefan Großmann. 11.30 (Don Leipzig): Reichssendung: Kantate von Johann Sebastian Dach. 12: Konzert. 13: Dlas- musik-Konzert der Städtischen Weilburger Dür- gergaröe. 14.10: Stunde des Landes. 15: Stunde der 3ugent>. 16 (Don Leipzig): Große Kundgebung am Dölkerschlachtdenkmal anläßlich der Gustav - Adolf - Verein - Hundertjahrfeier. 16.45 (Von Mayen): Dundesfest des Sängerbundes für Eifel, Maiseld und Pellenz. 17.15 (Von Ba- den-Daden): Konzert des Städtischen Orchesters. 18: „Der korporative Gedanke im italienischen Staat", Vortrag von Professor avv. Adolfo Ravä, Professor der Universität in Padua. 18.25: Dreißig bunte Minuten. 19.05 (Aus dem Großen Haus des Württ. Landestheaters Stuttgart): Rien-i, große tragische Oper in fünf Aufzügen von Richard Wagner. 22.45 bis 24 (Don Berlin): Tanzmusik. Montag, 19. September. 7.05 (Don Bad Kreuznach): Frühkonzert. 12 (Don Pforzheim): Mittaaskonzert des Symphonietheaterorchesters Pforzheim. 13.30: Konzert auf Schallplatten. 15.20: „Arabischer Kulttanz", Tri- politanische Plauderei von Dieter Dassermann. 17: Rachmittagskonzert. 18.25: „Segen des Meeres", Bilder vom deutschen Heringsfang von Hans von Hülsen. 18.50: Englischer Sprachunterricht. 19.20: Wort und Klang aus Alt-Wien, Mitwirkung: Hansi Riese und Stefan Großmann. 20: Zu Gunsten der Frankfurter Winterhilfe: Dayem-Abend auf der Südwestfunk-Dühne. 22.45 bis 24: Rachtkonzert des Rundfunkorchesters. Dienstag, 20. September. 7.05: Frühkonzert. 12 (Don Freiburg): Unterhaltungskonzert. 13.30: Mittagskonzert. 15.20 bis 15.50: Hausfrauen-Rachmittag. 15.50: Eltern- stunde „3ugenb und Alkohol", Dortrag von Rektor Max Zimpel. 17: Rachmittagskonzert. 18.25: Dortrag. 18.50 (Don Freiburg): Deruss- kundlicher Vortrag des Akad. Derufsamts an der Universität Tübingen, Prof. Dr. Aly, Freiburg i. Dr., spricht über „Schulvorbildung und Universitätsstudium". 19.30: „Der Geigenbau ein Geheimnis, eine Krönst oder handwerkliche Technik?", Vortrag von Adolf Goetz, Hamburg. 20.30: Tre- bitsch-Lincoln, Einer, der mit dem Strom schwimmt, die Geschichte eines abenteuerlichen Lebens, Hörspiel von Emst Ludwig Schark. 21.30; Kompositionsstunde Hermann Roetzel. 22.45 bis 24: Tanzmusik. Dberbeffen. Landkreis Gießen. Wieseck, 17. Sept. Unser Mitbürger Christoph Römer und seine Ehefrau feiern heute in geistiger und körperlicher Frische das Fest der goldenen Hochzeit. Herr Römer, der bereits 82 3ahre alt ist, stand lange im Dienste der Gemeinde. ch Saasen, 16. Sept. Reges Treiben herrscht in unserem Orte. Zur Zeit sind drei Dreschmaschinen bei der Arbeit. Der Drusch soll bis zum Dienstag beendet sein. Die Kartoffelernte ist in vollem Gange und verspricht guten Ertrag. infolge Abnutzung immer wieder frisch ergänzt wird. 3nfolgc dieser steten Aussonderung und Erneuerung tritt eine beachtenswerte Vermögens- Veränderung nicht ein. Am einfachsten wird man derartige Ausgaben über Unkosten verbuchen, wobei selbstverständlich nicht zu weit gegangen werden darf. Größere Anschaffungen, auf die Abschreibungen gemacht werden sollen, sind aufzuführen, zumal toenn es sich um einmalige Ausgaben handelt. Diese Richtlinien sind für die Einkommenerrechnung genügend. Dei der Vermögensbilanz bedürfen sie insofern der Berichtigung, als hier auch am Stichtag diejenigen Gegenstände mit einbezogen werden müssen, die dauernd dem Betrieb gewidmet sind, die aber bei der Einkommensbilanz, deren Ziel die Dewinnermittlung ist, infolge geringer Verschiebungen innerhalb der einzelnen Steuerabschnitte keine Aenderung des Ergebnisses nach sich ziehen. — Eventuell ist in der Vermögenssteuerbilanz noch ein Derichti- gungsposten erforderlich, das sogenannte „Delkredere", das ist eine Absetzung für die voraussichtlich ergebenden Ausfälle. Abschließend sei noch darauf hingewiesen, daß der nunmehr Buchführungspflichtige im eigensten Interesse auf die ordnungsmäßige Aufzeichnung innerhalb seines Wirkungskreises achten soll. Wenn auch eine besondere Ordnungsstrafe wegen Verletzung dieser Vorschriften nicht vorgesehen ist, so kann der Pflichtige sich unter Umständen ein Verfahren wegen Steuerhinterziehung bzw. Eteuergefährdung zuziehen. Eine weitere Gefahr besteht nunmehr nod) für ihn, als das Finanzamt ihn bei nicht ordnungsgemäßer Aufzeichnung seiner Einkünfte einschähen kann. Mittwoch, 21. September. 7.05: Frühkonzert. 10.10 bis 10.40: „Privatklagesache Vieler gegen Götze wegen Beleidigung und Verleumdung", Hörbild von Aktualis. 12: Mittagskonzert. 13.30: Konzert auf Schallplatten. 15.15 bis 16: Stunde der Jugend. 17: Rachmit- tagskonzert des Württ. Tonkünstler-Orchesters. 18.25: Stunde der Arbeit: „Derufsständische 3deen", Gespräch zwischen Heinrich Mertens und Walter Dirks. 18.50: Stunde des Buches. 20: Schuhmann-Abend. 19.30: „Abschied vom Leder- stru -,pf" II., von Paul Laven. 21.10 (Don Breslau): Sudetendeutscher Heimatabend. 22.45 bis 24: Rachtmusik. Donnerstag, 22. September. 7.05 (Don Bad Bertrich): Frühkonzert. 9: Schulfunk: Aus dem Leben in Staat und Wirtschaft, „Dom Rhein und vom Wein", Hörbild von Paul Laven. 12: Mittagskonzert auf Schall- platten. 15 bis 16: Stunde der Jugend. 17 (Von Wiesbaden): Konzert des Städt. Kurorchesters. 18.35 (Don Derlin): „Erinnerung an Weddigen". Vortrag von Kapitänleutnant a. D. Johann Spieß, Wachofsizier auf U 9 unter Kapitänleutnant Weddigen. 19 (Don Derlin): Auftakt der diesjährigen Winterhilfe: Wir wollen helfen! 19.30: Deutsche Reden, Jakob Schaffner spricht. 20: Auf Schallplatten: Der Troubadour, Oper von Giuseppe Verdi. Freitag, 23. September. 7.05 (Von Bad Dertrich): Frühkonzert der Kurkapelle. 12: Konzert auf Schallplatten. 13.30: Mittagskonzert. 18.25: „Streifzüge durch die deutsche Karikatur", von Dr. Leo Schwerins, Köln. 18.50: Aerztevortrag. 19.20: Rachrichten aus Kunst und Wissenschaft. 19.30: Heide und Urwald, eine Schallplattenplauderei von Oskar Ludwig Drandt. 20.30 (Don Mannheim): Eine Liebe in Driefen vor 100 Jahren von Luz Weltmann. 21 (Von Karlsruhe): Symphonie-Konzert des Dadischen Landestheater-Orchesters Karlsruhe. 22.45 bis 24: Stunde der Zeit, Musik und Dichtung unserer Tage. Samstag, 24. September. 7.05: Frühkonzert. 10.10 (Von Hamburg): Schulfunk: Austauschsendung: „Zwischen Hamburg und Kap Horn", Segelschiffmatrosen erzählen. 12: Konzert auf Schallplatten. 13.30 bis 14.30 (Don Donaueschingen): Konzert des Musikkorps des Ausbildungsbataillons des Inf.-Reg. 14 Donaueschingen. 15.30 bis 16.30: Stunde der Jugend. 17: Konzert des Quartettvereins „Lyra", Dortmund-Derne. 18.25: „Die nationale Wiedergeburt der Türkei — Zur zehnjährigen Wiederkehr der Eroberung Smhmas", Vortrag von Dr. Karl Klinghardt, Frankfurt a. M. 18.50: „Ein Werkstudent sucht Arbeit", Vortrag von Herbert Vogt, Dreslau. 19.30: Bei uns zu Lande auf dem Lande, ein Hörbericht. 20 (Dom Festsaal der Liederhalle): Dunter Abend. 22.45 bis 24: Rachtmusik. ft. Harbach, 16. Sept. Gestern gegen 6.30 Mr ereignete sich am Kellerlochsberge, unweit des südlichen Ausganges unseres Dorfes, ein schwerer Lins all. Als der Maurer Wilhelm Engel von hier an seine Arbeitsstätte bei Ober- Dessingen fahren wollte, stürzte er so unglücklich vom Rade, daß er mit schweren Verletzungen am Kopfe blutüberströmt liegen blieb. Rach der Anlegung eines Rotverbandes mußte der Verunglückte in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden. Sein Definden gibt, wie wir von der Klinik erfahren, zu ernsteren Dedenken keinen Anlaß. _ # Watzenborn. Steinberg, 15. Sept. Am eonntagabenb veranstaltete die Wehrloge des deutschen Guttempler erbens „Hessens Die Vuchführungspflicht der freien Berufe. Don Diplomlaufmann Dr. Wilhelm Bachenheimer, Gießen. Rundfunkprogramm. Kampsschar" einen bunten Abenb im Gasthaus gut Krone. Der Saal mar dicht besetzt, Lieder von Herman Löns wechselten mit alten Volkstänzen m bunter Folge ab. Besonders hcrvorgehoben verdienen ein kleines Theaterstück und ein Singspiel. Ungern schieden die Zuhörer, die gerne noch mehr erlebt hätten. Kreis Büdingen. • Michelnau. 15. Sept. Heute mittag kurz nach 12 Uhr brach hier bei dem Landwirt Dauer Feuer aus. Auf einem Stallgebäude, dessen Ober» stock mit Heu und Erntevorräten bis zum -Dach gefüllt war, schlugen plötzlich die Flammen durch das Dach hoch empor. Von der Familie des De- sihers war niemand zu Hause, alle waren wie viele Dewohner unseres Dorfes auf dem Felde. Die Feuerwehr war rasch zur Stelle und konnte das Vieh retten urtb das Feuer noch zurückdämmen, ehe es die angrenzende Scheuer ergreifen konnte. Die Entstehungsursache ist noch nicht aufgeklärt. Masem-Epidemie im Kreise Diez. WSR. Diez, 16. Sept. Im Kreisort Geilnau ist eine Masernepidemie ausgebrochen und hat fast alle schulpflichtigen Kinder erfaßt. Durch die beginnenden Herbstferien tourbe man der Rotwendigkeit, die Schule au schließen, enthoben. Reben den schulpflichtigen Kindern sind auch noch zahlreiche Kleinkinder an Masern erkrankt. Spielplan der Frankfurter Theater- Opernhaus. Dis Sonntag, 9. Oktober, geschlossen. Schauspielhaus. Dis einschließlich Mittwoch, 21. September: „Frauen haben daS gern!* Anfang 20 ilhr. — Ab Donnerstag, 22. September „Zur goldenen Liebe" (Gastspiel der Der- liner Rotterbühnen). o UW » |\P Größte Ausstellung J Repäraturen,komplette Anlagen Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Sonntag, 18. September. 17. Sonntag nach Trinitatis. Stadtkirche. 8 Uhr: P r. Mahr; zugleich Christenlehre für die Ncukon irmierten der Motthäus- gemeinoe; 9.30: Ptarra sistent Knell; Beichte und hl. Abendmahl für Matthäus» unb Markusgemeinbe; 11: Kinberkirche für bie Markusgemeinbe; Pfarr- asfistent Knell. — Johanneskirche. 8: Pfr. Ausfelb; zugleich Christenlehre für bie Neukonfirmierten der Äohannesgemeinbe; 9.30: Pfr. Bechtolsheimer; 11; Kinberkirche für bie Lukasgemeinbe; Pfr. Bechtols- Heimer; 20: Bibelbesprechung im Zohannesfaal; Pfr. Ausfelb. — Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Pfr. Lic. Waas; 11: Kinberkirche für bie Luthergemeinde; Pfr. Lic. Waas. — Llifabeth-Kleinkinderfchule. Fällt aus wegen Umbau. — Saal der neuen Krippe. 11: Kinberkirche für bie Johannesgemeindc. — wiefeck. 9.30; 10.45: Kinberkirche. — Alten-Buseck. 9.30: Beichte; 10: Gottesbienst unb Feier bes hl. Abenb- mahls; 13: Gottesbienst zum Beginn des Konfir- manbenunterrichts. — Grohen-Bufeck. 10.30: Gottesdienst mit Abendmahl. — Oppenrod. 8.30: Gottesdienst. — Kirchberg. 10: Kirchberg; feierliche Eröffnung des Konfirmandenunterrichts; 11: Christenlehre für die weibliche Jugend; Kollekte für den Evangelischen Bund; 13.30: Lollar. — Haufen-Garbenteich. 10: Haufen; anschließend Feier des hl. Abendmahls; 13: Garbenteich. — Watzenborn-Steinberg. 10.45: Kirchweihgottesdienst; 11.45: Kinderkirche. — Gröningen. 9: Hauptgottesdienst. — Lich. 9.30: Stiftsdechant Kahn; Christenlehre für die männliche Jugend; 12.45: Kindergottesdienst. — Rieder-Bestingen. 14: Stiftsdechant Kahn. katholische Gemeinden. Samstag, den 17. September. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte. Sonntag, 18. September. 18. Sonntag nach Pfingsten. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion der Schulkinder; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Prediat; 11: Messe mit Predigt; 14: Andacht. — Grünberg. 9.45: Hochamt mit Predigt. — Hungen. 8: Hochamt mit Predigt. — Laubach. 10: Hochamt mit Predigt; 14.30: Vortrag und Andacht. — Lich. 10: Hochamt mit Predigt; 20: Vortrag und Andacht. — Ridda. 8.30: Hochamt mit Predigt. — Schotten. 10.30: Hochamt mit Predigt. Mittwoch, den 21. September. Gießen. 6 Uhr: Amt. — Hungen. 6.15: Messe. Sonntagsdienst d. 2lmtc u. Avotbeken am 18.9.32 Frau vr. Marr. vr. Menerhoff. Pelikan-Avotheke. ___________Zahnarzt: Dr. Haubach.________«,«70 Master und Wasser ist nicht dasselbe! Leitungswasser schmeckt gut; Regenwasser dagegen nicht. Unb beim Waschen ist es so: Da nimmt man lieber das Regenwasser, weil barin bieWaschlauge besser schäumt. Leitungs- unb Brunnenwasser ist immer hart unb seifenfeindlich. Aber woher weiches Wasser nehmen, wenn — die Regentonne fehlt? Einfache Sache! Mit ein paar Handvoll Henko-Bleich-Soda machen wir selbst das härteste Wasser im Handumdrehen wunderbar weich und zum Waschen geeignet. 4976V Die Witterung ist für den Landwirt ein äußerst unzuverlässiger Geselle, da wir ihren Einfluß auf den Ernteausfall nie zuvor wissen. Um so mehr müssen wir durch richtige Beftellmaßnahmen unb achgemäße Düngung unter besonderer Berücksichtigung des Nährstoffes Kali die Pflanzen vor den Witterungsunbilden schützen. Durch die Herbstdün- rung mit Kali erreichen wir, daß die Saaten ohne Auswinterungsverluste kräftig durch den Winter kommen. 6213V BRIKETTS Zwiebeln gesunde helle Winterware, v. Zentner 4,25 Mk. inkl. Sack versend, ab Station Echzell geg. Nachn.: Ludw. Erb, Kart.- Bers.,Echzell /Wett. Reelle und rasche Bedienung. esoiD die Seife für höchste Ansprüche NUR NOCH Laden mit Lagerräumen mit und ohne Wohnung, in welch, schon Jahrzehnte ein gutgeb. Eier-Engros- u. -Detail-Geschäft betr. wurde, z. vermiet. Samenlians Hesemann, Lindenplalz. 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Brück, Gießen. 65520 Reichsmark-Sparbuch Nr. 9534, lautend auf Namen: Hans Albert Heß, Gießen. Reichsmark-Sparbuch Nr. 15 518, lautend auf Namen: Johannes Altensen, Gießen. Reichsmark-Sparbuch Nr. 22 474, lautend auf Namen Herm. Diercksmöller, Gießen. Aufwertungs-Sparbuch Nr. 22843, lautend auf Namen: Margarethe Krämer, Alten- Buseck. Aufwertungs-Sparbuch Nr. 83227, lautend auf Namen: Marie Stephan, Gießen. Aufwertungs-Sparbuch Nr. 40544, lautend auf Namen: Lina, Karl Fischer Frau, Gießen. Aufwertungs-Sparbuch Nr. 52558, lautend auf Namen: Friedrich Hahn, Trohe. Aufwertungs-Sparbuch Nr. 57371, lautend auf Namen: Anna Alshut, Gießen. Aufwertungs-Soarbuch Nr. 57 763, lautend auf Namen: August Zerbe, Gießen. Aufwertungs-Sparbuch Nr. 62951, lautend auf Namen: Ernst Hofmann, Lollar. Die Inhaber der genannten Einlagebücher werden hiermit aufgefordert, ihre Ansprüche an diese binnen drei Monaten, vom Erscheinen dieser Bekanntmachung an, bei uns geltend zu machen, andernfalls die Kraftloserklärung erfolgen wird. Gießen, den 16. September 1932. Der Vorstand der Bezirkssparkasse Gießen. I. D.: Noll. WantalW Opel ko mb. Lieferwagen, NSU- Motorrad führerscheinfrei, zu verkaufen. 052-2 0. Faber, Fahrzeuge. Zimmer-Wohn. zu vermieten. G. Katz, Ludwigstraße 45. 1. Großer Pferde-Verkauf im Hofe unserer Eisfabrik Frankfurt a. M„ Langestr. 23 mit etwa 30 jungen Arbeitspferden leichten, mittleren und schweren Schlages statt. Gegen bürgermeister- amtl. Ausweis wird Zahlungserleichterung gewährt. Besichtigung: 1 Stunde vor der Versteigerung. Günstige Kaufgelegenheit! Eiswerke J. H. Günther & Co., Frankfurt a. M., Langestraße 23. Tel. 20416. SIIMMt (direkt an Private). Massiv Silber 800 gelt. od. 100 Gr. Feinsilber-Auflage, vornehme Muster (Künstlerentwürfe) z. B. 72teil. 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