Mittwoch, 17. August 1952 182. Jahrgang 192 Erstes Blatt Zeugenvernehmung im Ohlauer Prozeß 16. iS <*’2'*65 485 ,063 1,07 3'37 8,23 5,23 ittn. M ■. BML-- rn) errang die Goldene 6äbe[fed)tcn. ins ir 366 hergabe von 200 oder 300 Millionen R2TL zu Arbeilsbeschaffungszwecken, zu der er gründ- fähllch bereit ist, die Bedingung gestellt, daß der Betrag innerhalb eines Zeitraums von längstens 15 Monaten zur Reichsbank zurückflieht. „675 1,882 1,217 58,52 21,57 16,52 82,13 33,88 82, 3 1,051 0,326 6,707 13,36 [footeö. nuicrlidjes 5abritaiion** die WeilcrbeMNtz'^ •n und 900 bis M0 1” Igebe'^tn \n be>.iachi!n jiunft m xunb 600 bis ba bie gegenroarligi Lr- 1 beträgt. bbörje weites lest. Zusammenstöße in Berlin. Berlin, 16. Aug. (XU.) 3n den Abendstun. den des Dienstag kam es an elf verschiedenen Stellen der Stadt zu Zus amm enr0 t tunge n von Kommuni st en, die gegen die Reichs- regierung und die Rotverordnungen demonstrieren wollten. Die Polizei zerstreute die Ansamm» hingen und nahm etwa 25 Personen fest. Zu einem ernsteren Zwischenfall kam es im Norden Berlins in der Weihenburger- strahc wo ein Polizeibeamter von mehreren Männern überfallen wurde. Der Beamte schlug die Angreifer in die Flucht, wurde aber bei der Slaatsautontät in Gefahr! Die S t a a t s a u t 0 r i t ä t ist unabhängig von itn Parteien, sie steht über der Regierung. Sie klimmt den Grad, in welchem sich der Burger in97 1,029 0.L4 6,693 13,3- Berfolgung von einer anderen Gruppe aus beschossen. Cs fielen etwa 20 Schüsse. Der Beamte erwiderte das Feuer. Bei der Schießerei wurde ein Mann, dessen Personalien noch nicht feststehen, durch einen Oberschenkelschuß verletzt und muhte ins Krankenhaus geschafft werden. 3m Reiche. Zwischen Angehörigen der KPD. und der RSDAP. kam es in Duisburg.Hamborn gegen 2 Uhr früh gestern zu einem Zusammen- stoß, bei dem es mehrere Verletzte gab. Als zwei Polizeibeamte einschreiten wollten, wurden sie bedroht, so daß einer von ihnen gezwungen war. zweimal zu feuern. Sechs Personen. die an der Schlägerei beteiligt waren, wurden festgenommen und ins Polizeigefängnis eingeliefert. Sie werden sich vor dem Sondergericht zu verantworten haben. In Essen wurdern gestern zwei Kriminalbeamte bei der Durchsuchung einer Wohnung nach illegalen kommunistischen Schriften von den Wohnungsinhabem mit vorgehaltener Pistole überfallen. Die Waffen versagten jedoch, und es gelang den Beamten, die Angreifer zu überwältigen und einen von ihnen festzunehmen. Dem zweiten Angreifer gelang es zu entkommen. Aus Lauenburg wird gemeldet- Ein Gerichtsvollzieher. der gestern früh unter dem Schuh mehrerer Polizeibeamten die Wohnung eines Kommunisten zwangsweise räumen wollte, wurde mitsamt den Polizisten von einer kommunistischen Menge angegriffen. Aus dem Hause wurde kochendes Wasser auf die Beamten gegossen. Die Beamten wurden mit Steinen und Knüppeln mißhandelt. Die Räumung tonnte durchgeführt werden. 3,00 170,12 73,57 78,33 75,48 14 B 0,882 4,217 58.52 21,g 16,53 82.17 33.?8 82,13 1,031 0,326 6,707 13,38 Arbeitsdienstpflicht geplant. ■Sellin. 17. 2Iug. (£MJ Sie Tkiterarfreit ter Reichsregrerung an vordringlichen Aufgaben ter Arbeitsbeschaffung liegt gegenwärtig m Em- 6,3M 51.95 geht, wie der „Lokalanzeiger erfahrt, in der Richtung des Hebergangs zur Arbeits - d i e n st p f l i ch t. Das werde voraussichtlich m ter Weise geschehen, daß man bei einigen Jahrgängen der Jugendlichen den Dezug ter Unter- sristigkeit ist eine der Haupteigenschaften, die ein Handelswechsel nun einmal haben muh. Würde man die Laufzeit auf mehr als 15 Monate aus- dehnen (ein regulärer Handelswechsel ist eigentlich ein Dreimonatswechsel), so würde die Reichsbank Gefahr laufen, dah ein Teil des Kapitals, mit dem sie arbeiten muh. immobilisiert wird, weil die ausgegebenen Kredite eingefroren sind. Das Schicksal der deutschen Großbanken im 3uli 1931 würde ihr dann drohen, eine Möglichkeit die kein verantwortlicher Leiter der Reichsbank auch nur einen Augenblick außer Betracht lassen darf. Ganz sicher würde z. B. Dr. Schacht in diesem Punkte nicht weniger wachsam und zurückhaltend sein als Dr. Luther. Wenn man also die Reichsbank zum Träger der F 1 n a n- jierung des vorliegenden Arbeitsbeschaffungs- Programms machen will, so wird man der Forderung Dr. Luthers, daß eine Mobilisierung der investierten Mittel gesichert sein soll, Rechnung -Ts 58,« 78,36 L Ä 73,55 2^51 & 82.« 33.« —iTw1 OieFinanzierungdesArbeitsbeschaffungsprogramms Warum die Reichsbank Widerstand leistet. Hitlers Forderungen. Eine halbamtliche Erklärung. Berlin, 17. Aug. (ERB. Funkfpruch.) Gegenüber den von der Rationalfozialisti- fchen Partei über die Unterhaltungen vorn Samstag gegebenen Darstellungen wird von unterrichteter Seite an den bisherigen Angaben entschieden festgehal ten. Es wird daraus hingewiesen, daß die Reichsregierung bereits eine Reihe von Einzelheiten bekanntgegeben habe und dah auch die Auslassungen maßgebender Führer der RSDAP., wie Dr. Goebbels und Graf He11dorf, die Beweisführung der Reichsregierung zu stützen geeignet seien. Im übrigen wird nochmals von unterricht teter Seite festgestellt, dah nicht, wie in einem nationalsozialistischen Artikel behauptet wird, von der Reichskanzlei eine Meldung ausgegeben worden sei. wonach die Entscheidung des Reichspräsidenten bereits ge’a len sei. ehe die Besprechung mit Hitler stattgefunden habe. Röhm bei Schleicher Berlin, 17. Aug. (ERB.) Reichswehrminister v. Schleicher hat, wie der DAZ." aus politischen Kreisen berichtet wird. . nationalsozialistischen Stabschef Röhrn am Atan- tag empfangen. -T20 58.tt 78.0* 1*H 16- 169.* 21,5 73,25 2^*9 gekommen seien. Die Landjäger seien daraufhin mit dem Gummiknüppel in der rechten und der Pistole in der linken Hand gegen die Menge vorgegangen. In demselben Augenblick seien aus der Menge heraus 10 bis 15 Schüsse gegen die Polizei gefallen. Gemeinsam mit der Breslauer Schutzpolizei seien die Landjäger am Steindamm eingesetzt worden, wo aus mehreren Häusern heraus auf die Nationalsozialisten geschossen worden sei. Polizeihauptwachtmeister P h i l i p 0 w s k i bekundete. der Hauptangeklagte D u r n i rf habe bei einer der Schlägereien seinen Leuten zu- gerufen: ..Reichsbannerleute. Iaht euch nicht provozieren!" Schließlich habe Durnick sich auf Veranlassung des Zeugen bemüht, feine Leute zurückzuhalten. Die SS.-Leute habe er, Philipowski, einhalten wollen, sei aber nicht dazu gekommen, da diese bereits von Reichsbannerleuten mit Steinwürfen und Stöcken überfallen und niedergeschlagen worden seien. Oberlandjägermeister R a h m e l erklärte, er sei in eine Menge von 100 Reichsbannerleuten geraten, die ihn mit dem Ruse empfangen hätten: „Straße frei für die Eiserne Front!" Diese Demonstranten seien sämtlich mit Gummiknüppel ausgerüstet gewesen. Als er später mit seinen Beamten den Ring gesäubert habe, seien sie mit dem Ruf „Ihr Mörder!" empfangen worden. Rach der Meldung eines anderen Beamten hätten sich die beiden Hauptange- klagten, die Gewerkschaftssekretäre Durnick und Stulik, mit erhobenen Schlagwerkzeugen gegen die vorgehenden Landjäger gestellt. In ähnlichem Sinne sagen die anderen Landjäger aus, die an verschiedenen Stellen der Stadt eingesetzt wurden. 3m weiteren Verlauf des Prozesses wurden 40 Zeugen, unter diesen verschiedene bei dem Ausruhr stühung von ter Bereitwilligkeit Mit Heber- nähme von Arbeitsdienst abhängig macht. Kaufmanns Abschied. Berlin, 17. Aug. (ERB. Funkspruch.) 3n ter täglich stattfindenden Direktoren-Kon- ferenz des Auswärtigen Amtes rich- tete heute Staatssekretär von Bülow freundliche Worte an ten bisherigen Leiter ter Presse- abteilung ter Reichsregierung, Ministerialdirektor Dr. von Kaufmann, ter zum letzten Male an diesen Besprechungen teilnahm. Staatssekretär von Bülow dankte Herrn von Kaufmann für die wertvolle Hnterstützung und politische Beratung, die das Auswärtige Amt in den langen Iahten seiner Tättgkeit in ter Presseabteilung von ihm erfahren habe. Dr. von Bülow gab auhertem seiner Freute Ausdruck, daß Herr von Kaufmann wieder in den diplomatischen Dienst zurückkehren und an verantwortungsvoller Stelle im Auslände Verwendung finden werde. Annahme von »nzeiaen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Brette örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Brette 35 Reichspfennig, Platzvorschrist 2O°,a mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämttich in Gießen. rcschetnt täglich, außer Sonntags und Feiertags, kflogen: Die Illustrierte bußener Familienblätter ^etmal im Bild • Die Scholle Jlonats:Be3ug$prei$: Tld 4 Beilagen RM. 1.95 )tyte Illustrierte , 1.80 s^tellgebühr.. , -.25 juch bei Nichterscheinen ioi einzelnen Nummern Tifolge höherer Gewalt. ZernsprechanschlSsfe mier Sammelnummer 2251. 5Schrift für Drahtnach- ckten: Anzeiger Sieben. Postscheckkonto: renffurt am Main 11686. h. de? ‘b,n ^>885 'n iur Qlu8uLIe,n 75, auf ffgf. Um c,n9en, 9c- 7 zum J}®*». der otften i„n?,e^n lo dah bei 1?« gab Ä« KÄ el in 2 2Ä ner * ä le.Qlug. An ter Ihing weiter bestehen, da von den Auslandsbvcicn :c waren etwas reger als sen doch bewegten sw sich mhalb der Spekula^ Schluß ergaben sich über- s zu 0,50 Prozent und im weitere ‘Befeftigungen 'm“ Witkin *' „,Vefe* ar6n Melih und tftanl idation. Acichsschuldbnch Fälligleiten waren . rFSfe V. öü 47 bis 89,5V.! ^13150. Brieg, 16. Aug. (WTB.) Im V h l a u e r A u s > ruhrprozeß vor dem Brieger Sondergericht begann heute die Zeugenvernehmung mit der Der- nehmung des Ohlauer Bürgermeisters chaun- s ch i l d. Dieser sagte aus, er habe am Sonntag- vormittag die SA. durch Ohlau nach Brieg fahren sehen und nicht bemerkt, daß es dabei irgendwie zu Provokationen gekommen wäre. Für den Sonntag- nachmittag war nach Ohlau ein Kommunisten- treffen einberufen. Don diesem habe er befürchtet, daß es abends zu Zusammenstößen kommen konnte. Don dem Reichsbannertreffen in Lasko- witz habe er nichts gewußt. Die ersten Zusammenstöße seien ihm völlig überraschend gekommen. Mit dem Ohlauer Ortsgrüppenführer des Reichsbanners, dem Angeklagten Blech, habe er sich sofort in Verbindung gesetzt und von ihm gefordert, daß er seine Leute zurücknehmen sollte. Blech habe entgegnet, der Bürgermeister möchte erst dafür sorgen, daß die SA. Ohlau verlasse. Gemeinsam mit dem Vertreter des Landrates habe er die Landjägereibeamten aus dem Kreise Ohlau alarmiert u. sich gleichzeitig mit der Polizei in Brieg in Verbindung gesetzt, daß diese alle SA.-Transporte, soweit sie die Stadt noch nicht verlassen hätten, zurückhalten möch- ten. Das sei aber nicht mehr möglich gewesen, da die Nationalsozialisten bereits unterwegs waren. Rechtsanwalt Dr. Braun hält dem Zeugen vor, daß in den Kreisen der Angeklagten gegen ihn, den Bürgermeister Mißtrauen insofern bestehe, als man annehme, der Bürgermeister habe die pohAei- lichen Maßnahmen absichtlick hinausgezögert. — Der Zeuge Dbcrlanbjäger Schön sagte aus. er sei abends nach Ohlau gerufen worden. An der Postbrücke seien die Polizeibeamten auf etwa 150 Reichsbannerleute gestoßen, die der Auf- forterung, die Straße zu räumen, nicht nach- **-TT3F 52'05 12.485 Don unserer Berliner Redaktion. Wer ein Geschäft anfangen will, muh zunächst einmal Kapital anlegen, und eine Regierung, die die Wirtschaft ankurbeln will, muß gleichfalls ein bestimmtes Kapital aufs Spiel sehen. Ihre Hauptaufgabe ist es, die Arbeitsbeschaffung so zu gestalten, dah das aus- gewandte Kapital nicht nur sicher angelegt ist, sondern auch in nicht allzu langer Zeit wieder GietzeimAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vrvtk und Verlag: vrühl'lche llmverstlüls-vuch. und rieindruckerel K Lange in Stehen. Schriftlettung und Geschäftsstelle: Zchulstratze 7. grundsätzlich zugesagt. Da aber die Kredite nur im Wege einer Rediskontierung aufge- bracht werden können, muß dafür gesorgt werten, dah die Gelder innerhalb eines Zeitraums von 15 Monaten wieder disponibel sind. Der Widerstand der Reichsbank richtet sich ausschließlich gegen längere Prolongationen. Es wird bei ten Verhandlungen, die zwischen Reichsbank und Reichsregierung gepflogen werten, ein Weg gefunden werten müssen, auf dem die Bedingungen ter Reichsbank erfüllt werten können. In Aussicht genommen sind neben dem ursprünglichen Arbeitsbeschaffungsprogramm, das bekanntlich landwirtschaftliche Melio- r a t i o n e n , Wege- und Straßenbauten, sowie Fluhregulierungen und Kanalbauten umfaht, in ter Hauptsache Reichsbahnaufträge an die Industrie zur Erneuerung des Eifenbahnoberbaus, Arbeiten zur Förderung der Kleinsiedlung, die Ermöglichung umfangreicher Hausinstandsehungsarbeiten usw. Da es sich hier vorwiegend rm Leistungen hantelt, deren Ruhen in nicht allzu langer Zeit realisierbar ist und durch die auch privatwirtschast- liche Mehrerträge erzielt werden, so wird es nicht unmöglich sein, sie zunächst durch kurzfristige Gelder zu finanzieren, an deren Stelle dann später langfristig fundierte Kredite ter Privatwirtschaft oder öffentlicher Stellen treten können. Führende Sozialdemokraten haben in den letzte Wochen den Gedanken erörtert, durch einen Volksentscheid Hindenburg zum , w»- - Rücktritt zu zwingen, falls dieser national» zelbesprechungen der dafur L^e^na sozialistische Minister in das Reichskabinett te- den Ressorts. Die M>sicht dcr Deichsregierung riefe- ^Ind nationalsozialistische Zeitungen sind seit beim Ausbau d^ ter Entscheidung vom 13. August am Werk, die' c‘ erfaBrL m bcr Mythische Gestalt Hindenburgs zu verkleinern und ihn als „müden, alten Mann", ter die Realität ter Zeit nicht mehr überschaue, zu schildern. Der .Angriff" von Dr. Goebbels geht darüber Handes und wird zur Beute herrschsüchtiger liquen oder feindlicher Rachbarn. Die Staats- utorität ist kein meßbarer Wert, aber sie gebet zu jenen imponderabilen Kräften, die, wie ; Bismarck erkannt und ausgesprochen hat, -in Staatsmann und keine Partei mihachten acf, soll nicht der Staat selbst vor die Hunde . . - t?ten Inbegriff der Staatsautorität ist niemals flüssig gemacht werden kann um dann von neuem e Regierung noch weniger ist es das Paria» für Arbeitsbeschaffungszwecke zur Verfügung ge- wvt. f entern allein das Staatsober, stellt werden zu können. Denn ein einmaliges n u h f Unternehmen zur Beschäftigung von Arbeits- Im Dorkriegsstaat. der auch seine schweren kräften gibt immer nur für eine bestimmte Zeit iarteienkämpse zu durchleben hatte, stand der Arbeitsgelegenheit. Ist das Geld dann nicht legriff der Staatsautorität unbedingt fest. Als wieder flüssig so muh, wenn man die Arte ter oc 18 Iahren das damalige Sinnbild dieser nicht abermals auf die Strohe setzen und unter- Kirtorität ter Kaiser, zu den Waffen rief, folgte stützen will, neues Kapital zur Verfügung ge- ;,n das gesamte Volk einschließlich der Sozial- stellt werden. Das wäre dann eine Schraube ohne omofratie, die zwar dem Programm nach die Ente. . . .. . . Monarchie verneinte, in der Rotstunde des Volkes Die Reichsbank, die ia heutefastdie -mzige i-doch die Staatsautorität über das ^artei. ®elöquel(c für alle: größeren iroaramm stellte. Was auch gegen die späteren plane ist, wehrt sich gegen jeted Projekt, bei dem Reoicrung^fünfte der Sozialdemokraten gesagt das angelegte Kapital nicht innerhalb einer heberten muß - und es läßt sich sehr viel da- stimmten Zeit wieder zu ihr zuruckkehrt. (egen sagen —, das Beispiel vom August 1914 | Reichsbankpräsitent Dr. Luther t)af Jur ole acf gerade in diesen Tagen als ein Vorbild fic alle diejenigen hingestellt werden, die sich ton marxistischen Gedankengängen fern glauben. Jenn es hat ein Angriff auf die Staats- cutorität als solche eingesetzt, der m seinen ttrhängnisvollen Folgen noch gar nicht erkannt . » it und der zu Ehaos und Anarchie führen muß, Hierin, nicht etwa in ter H o h e des Betrages, Venn ihm nicht rechtzeitig Einhalt getan wird, besteht die Meinungsverschiedenheit, Die Regierung wird im Parlament eine über- die den Reichsbankpräsidenten Dr. Luther zu balligente Mehrheit gegen sich haben. Riemais einem Hindernis für die Arbeitsbeschaffungspläne !urfte es eine amtierende Regierung gegeben der Reichsregieiung zu machen scheint. Aber wird laben die von mindestens fünf Sechsteln des ein anderer Re ichsbankp rasident, der virla'ments abgelehnt wird. Da es einer rein an Stelle Dr. Luthers die Verantwortung für wtionaUozialistischen Regierung jedoch ebenso die deutsche Währung übernehmen muhte m moiöglich wäre, eine Mehrheit zu finden, wie diesem Kardinalpunkt nachgiebiger sein? thter Regierung der Brüning-Koalition, und da Das ist nicht wahrscheinlich, denn tee Aufbrin- bec Zwang zur Regierung und Sü^rung heute gung der 200 oder 300 Millionen Mark mußte in Deutschland größer und zwingender ist als über Akzepte erfolgen, bie *m Portefeuille der •ctrald zuvor, tritt die Frage einer Regierungs- Reichsbank liegen und als vollgültige Ha n Oe l s° d.lliaung durch das Parlament zurück hinter das wechsel behandelt werden Jollen. Sie Murj- Lrsordernis, die S t a a t s a u t o r i t ä t als > — — h-“ -"n 1c Id) e aus den Unmöglichkeiten des Parla- aie-ntes. in denen die beiden radikalen Flügel- MTteien über die absolute Mehrheit verfügen, rn retten. Inbegriff der heutigen Staatsautvrität ist ter vom Volk mit absoluter Mehrheit ge- irä<e Reichspräsident von Hindenburg. §8 entspricht nicht den Gesehen einer Derno- fratie im deutschen Sinne, wenn das Volk seinen nit überwältigender Mehrheit gewählten Führer m den staatlichen Funktionen sofort wieder ein- mlchränken, oder zu fesseln versucht. Der letzte Reft einer Staatsgesinnung, die heute noch durch ile Parteien hindurchgeht, ist m ter Person toe Reichspräsidenten verkörpert. Wird auch die- !cc Rest noch in ten nächsten Wochen und Mo- ntten zerstört, bann, gute Rächt. Deutsches Reich. Ls muh leider festgestellt werten daß die Aw- It-iffe gegen die Maßnahmen der Regierung sich Mmer schärfer gegen die Regierung als Institution überhaupt richten, und daß tragen muffen. diese Angriffe vorderPersondesReichs- Der weg einer Finanzierung über die Reichs- vberhauptes nicht Haltmachen. banr empfiehlt sich um so mehr, als über die Auf zwei Hauptsäulen ruht die Zukunft der allgemeinen Grundsragn der Arbeitsbeschaffung D-lker. Es ist einmal diejenige der Ehrfurcht eeveits volle Uebereinffimmung hergestellt ist. W Di-ma-ck. i>cr in d-r «°ich---gi°rung seinem letzten Iahrzehnt dem deutschen Volke ___" über das Menschliche hinausgewachsen und zur nrythischen geschichtsbildenden Kraft geworden \ hinaus und Prägt begriffe di^: Jett. to ar von einem jungen, vorschnell handelnden $cr allein ten Kommunisten Vorbehalten geblieben ganze ShirlM üderlegr allem lieferte ein vvrzi mehr Tore fielen, lag der Läufer und befonbi beit des Sturmer. 5 Hel kurz vor Schluß n 1500 1. Schüler — Stz. wurde sofort ein Ausflug nach dem Schloß Witt, genstein unternommen, das hoch oben über dein Kurort liegt, den Ausslüglern aber eine kleine Ent- ** Kraftpo st-Gesellschaftsfahrt nach der Saalburg und König st ein." Die Reichspost veranstaltet am kommenden Sonntag wie- SSA isk"',. „inen fd)°ne" fahrt finde! Sonntag « ** „Italic n." Das Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, zeigt am morgigen Donnerstag in brei Vor- fteüungen (16, 18 und 20.30 Uhr beginnend) einen Film unter dem Titel „Kennst du das Lan^ Italien?" Der Film, ein deutscher Kulturfilm, zeigt in fünf Teilen die mannigfachen Schönheiten des Landes, die Menschen und die Bauwerke der Antike. Näheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich. ** Fahrt an den Eder-See. Der Eder- See mit feiner imposanten Talsperre, jenes Fleck- chen Erde, das die Wunder moderner Technik mii Gießen, den 17. August 1932. Statistisches aus dem Hessischen Sängerbund. Der Hessisch« Sängerbund gliedert sich in 30 Gaue. Davon entfallen auf die Provinz Starkenburg 12, Rheinhessen 6, Oberhesse n 1 0 und auf Gebiete außerhalb Hessens 2. Die Gaue gliedern sich wieder über 5 2 9 Der - einsorte mit rund 770 Vereinen. In diesen Vereinen sind insgesamt 26 431 aktive, 9129 beitragsfreie und 37 188 inaktive Mitglieder, zusammen 72 748 Sänger vereinigt. Don den aktiven Sängern entfallen auf Starkenburg rund 8900, auf Rheinhessen 6630, auf O be rh essen 7100, und auf außerhessische Vereine rund 3800 Sänger. Don den beitragsfreien Sängern (solche, die nicht im Erwerbsleben stehen) entfallen auf Starkenburg 3600, Rheinhessen 2100, Oberhessen 2100 und außerhessische Dereine 1330. Aus diesen Zahlen ergibt sich, daß rund 25 Prozent der aktiven Sänger n i ch t im Erwerbsleben stehen. Insgesamt hat der Hessische Sängerbund 1 4 0 Ehrenchormeister, nachdem durch den Tod drei Ehrenchormeister ausgeschieden sind. Der Hessische Sängerbund veranstaltet durch seine Gaue jährlich je ein Wertungssingen (Liedertag), wobei Kritiker den Fortschritt der Dereine beurteilen. Diese Wertungssingen schlie- ßen mit einer gemeinschaftlichen öffentlichen Kundgebung an dem betreffenden Platz des Wertungs. singens. Alljährlich finden öffentliche Werbe- sin gen statt, die das Dolkslied in die breiten Massen der Bevölkerung tragen sollen. In gewissen Abständen finden durch den Hessischen Sängerbund in Verbindung mit dem Hessischen Kultusministerium Chormeisterkurse statt, die die Dundesidee verwirklichen sollen. Alle fünf Jahre findet dann ein Hessisches Sängerbundesfest statt, das erstmals in Mainz, das zweitemal in Darmstadt abgehalten wurde. Diese Dundesfeste sollen eine Heerschau in musikalischer, wie auch in organisatorischer Beziehung sein. Helft -en Blinden! In Friedberg wurde vor einiger Zeit der Oberhessische Blindenverein gegründet, der sich die Aufgabe gesetzt hat, der großen Rot unter den Blinden in unserer Provinz nach Kräften zu steuern. Di« erforderlichen Mittel sollen durch eine für die ganze Provinz bewilligte Haussammlung beschlossen werden, die in diesen Wochen hier in Gießen erhoben wird und der im Interesse des guten Zwecks bester Erfolg zu wünschen ist. Der Kollektant des Dereins, Herr Durmester, führt eine schriftliche Genehmigung des Kreisamts bei sich. Mit der Reichspost in das hessische Hinterland. * Die Kraftpostfahrt in Bas hessische H i n t e r l a n d, die von der Reichspost veranstaltet war, gestaltete sich für alle Teilnehmer zu einem vielseitigen schönen Erlebnis. In rascher Fahrt brachte der Omnibus die Ausflügler über Robheim unb bann nördlich über Fellingshausen, Frankenbach, Erba über Glabenbach unb Biedenkopf nach Laasphe, dem reizvoll im schmalen Tal gelegenen Luftkurort, der im Sommersonnenschein einen denkbar freundlichen Eindruck auf die Besucher machte, lieber Berg unb Tal führte die Fahrt. Durch Wölber unb an reifenben Getreibefelbern vorbei, durch freundliche Orte des hessischen Landes fuhren die Ausflügler. Es gab viel zu sehen. Nach der Ankunft sich das Städtchen, das, am Berghang gelegen unb von der Burg überragt, sicherlich vielen gut gefal. len hat. Bald aber war wieder die Zeit zum Aus. bruch gekommen. Das Lahntal entlang, auf präch. tiger glatter Straße, in rascher Fahrt fuhr der Om. nibus Marburg zu. Allenthalben waren die Bauern der Dörfer auf den Spaziergängen unterwegs. Nun sah man viele Trachten, die ja in der Marburg» Gegend noch häufiger sind als in anderen Gegenden des hessischen Landes. Mancher Gruß würde gewechselt, lieber dem Lande lag jener sonntägliche Friede, der in, nichts ahnen lassen will von dem, was unserer Gegenwart an Not und Sorge vek- bunden ist. Die Bauern saßen vor den Häusern unb ruhten von der schweren Arbeit der Erntetage aus. In Marburg angekommen, war für viele der Aus- flugsteilnehmer das Schloß das Ziel, es wurde viel photographiert, es fehlte nicht an allerlei Unterhalt tung. Verschiedene ältere Herrschaften saßen bei einem Schoppen unb überließen es ben jüngeren, bie steilen Gassen ber Stabt zu gehen. Gegen 19 Uhr fanb man sich roieber im Omnibus ein, ber dann die Teilnehmer der unterhaltsamen Fahrt, innerhalb einer Stunde wieder nach Gießen zurückbrachte. Mit einer Fülle ber Einbrücke, insbesonbere erfüllt von vieler landschaftlicher Schönheit ber weiteren Hei« mat, befriebigt, unb ber Reichspost dankbar für ben schönen Ausflug, langte man in Gießen an. Bornotizen. — Tageskalender für Mittwoch. Al- tersocreinigung 1881—1931: Generalversammlung bei Bönsel, Gabelsbergerstraße. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Leichtsinn, Liebe und ein Mädel". ^ran,fUr um^i,lerr k die R ' tz Schwan K& °n' VS ff B, »toloern H Eben ftürjten, um « KimeWMI- Eit! Dirlorm. p dm Uebtrjall aufe , , ,-------,------.... —.........——.....-ö —J seiner Breda. Cr erre der eine Kraftpostfahrt, bie diesmal die Teilnehmer fangen, die er bisher K w,or i en Stack ___________________________________, fLn u"^"tz gMn.de vergossen hatte unb oben anlangte, stand r>W^-rnndeN wack man vor verschlossenen Türen. Schade! Indessen vinen iÄS ht Segen 17 Sab. 6taafen wurden Prüfungen des dieser Tag lief Jur der Deutsche C> Landung das Fayrgc jldoch wird Cuno den zvischen hat c;ne große de ersten sechs technis |t daß sich bereits ein Weit ergibt. Cs sind Ausrüstung, des Auf- u anlassens, der Gering! Aus der provinzialhaupistadi. Jugendliche suchen ihren Beruf. Oer Jahresbericht der öffentlichen Berufsberatung. Im 3. Berichtsjahr, vom 1. Juli 1931 bis 30. Juni 1932, wurde die Berufsberatungsabteilung des Ar- beitsamts Gießen von 1135 Ratsuchenden (731 männlichen, 404 weiblichen) 2659mal in Anspruch genommen. 284 = 25 v. H. der Erstbesucher (180 männliche, 104 weibliche), darunter 109 Abiturienten («innen), tarnen aus höheren Lehranstalten, die übrigen hatten Volksschulbildung. Die männlichen Ratsuchenden äußerten 103, die weiblichen 37 verschiedene Berufswünsche. Der verhältnismäßig größte Teil aber sowohl ber männlichen wie ber weiblichen Erstbesucher, unb zwar insgesamt 280 = 24,6 v. h. hatten keinen bestimmten Berufswunsch. Dieser hohe Prozentsatz der „Unentschiedenen" cha- ratterijiert die große Berufsnot nicht einmal zur Genüge, denn erfahrungsgemäß kommen noch viel mehr Schulabaänger mit allerdings bestimmten, aber innerlich doch wenig gefestigtem, sehr labilem Berufswunsch zur Beratung. Am meisten begehrt (von Knaben 93, von Mäd- chen 121 mal) waren bie kaufmännischen und Büroberufe. Alsdapn folgten für Knaben bie Berufe (bie Zahl in Klammern gibt bie Häufigkeit des gleichen Berufswunsches an): Bäcker (45), Metz, ger (31), Schuhmacher (30), Friseur (29), Elektr.- Inst. (28), Autoschlosser (27), Maler unb Weißbinder (22), Gärtner (20), Kunst- unb Bauschlosser (16); unb für Mäbchen: Schneiderin (70), Hausge- hilfin (40), Krankenschwester (8). Zur möglichst einwandfreien Feststellung voraussichtlicher Berufseignung waren eine Reihe psychologischer Eignungsuntersuchun- gen notwendig (für das Buchdruckgewerbe wurden sämtliche Berufsanwärter geprüft) und in 67 gesundheitlich bedenklichen Fällen auch noch besondere ärztliche Untersuchungen, die von den Uni- versitätskliniken vorgenommen wurden. Eine große Zahl von Arbeitgebern ließen sich einzustellende Lehrlinge vorher schriftlich begutachten unb 117 mal mußten wir an Ratsuchende schriftliche Auskünfte erteilen. Offene Lehrstellen tarnen 256 zur Anmeldung (206 für Knaben, 50 für Mädchen), von denen 212 = 83 v. H. (169 Knaben, 43 für Mädchen) durch unsere Vermittlung besetzt werden konnten. Die an- haltend schlechte Arbeitsmarktlage hat auch ben Lehrstellenmarkt sehr ungünstig beeinflußt. Allgemein wirb über den Rückgang an Lehrstellen geklagt. Häufig ist kaum Arbeit für die schon beschäftigten Lehrlinge vorhanden, so daß für diese besondere Maßnahmen geplant wurden, um die erfolgreiche Ablegung der (Sefellenpvüfung zu gewährleisten. Der Lehrstellenmangel hätte für die berufsuchende Jugend katastrophal werden können, wenn nicht infolge der Kriegsgeburtenausfälle bedeutend weniger Kinder aus der Schule entlasse« worden wären. In den Nebenstellensprechstunben Friedberg, Alsfeld, Büdingen, Lauterbach unb Schotten fanben 741 Beratungen unb 60 Lehrstellenver» m i 11 lu n g e n statt; das ist fast ein Drittel dec gesamten Beratungs- und Vermittlungstätigkeit. Zu Ostern 1932 kamen im Gießener Arbeits- : amtsbezirk (Oberhessen) 2224 (1096 Knaben, 1128 Mädchen) Volksschüler zur Entlassung ' (höhere Schüler und Schülerinnen waren es 687). Nachdem die Zahl der Volksschulabgänger mit jedem Jahre abgenommen hatte, wird sie an Ostern 193t zum erstenmal wieder zunehmen und zwar gegenüber 1932 um rund 900. Sämtliche abgegangenet Volksschüler (-innen) erhielten unser „M erk- blatt für die Berufswahl" ausgehändigt Außerdem wurden von den beiden Fachkräften bet Berufsberatung in den Oberklassen von Volksschu- len und höheren Lehranstalten 41 Unterrichts- stunden über bie Berufswahl abgehalten. Eine Reihe von Artikeln bienten zur weiteren Aufklärung ber Öffentlichkeit vornehmlich über bie Praxis ber Berufsberatung. Aus Mangel an Mitteln mußte manches im Interesse ber berufsuchen- gedachte Vorhaben zurückgestellt werden. Den bereitwilligen Helfern der öffentlichen Berufsberatung gebührt für ihre unentbehrliche Mitarbeit großer Dank; so dem Universitätsinstitut für experimentelle Psychologie, den schon erwähnte» Kliniken und nicht zuletzt der verehrlichen Lehrerschaft unb den Herren Schulärzten für die Ausfüllung der als Grundlage der Berufsberatung bienenden Schülerkarten. Aus allen Schichten der Bevölkerung, vielfach auch aus Lehrerkreisen, wird dir sich jvuem Sonderinteresse gegenüber streng new tral verhaltende Berufsberatung nicht bloß immer einer Lehrstelle wegen, sondern alf Rat- unb Auskunftsstelle in Berufs- fragen vermehrt in Anspruch genommen. Tro) abermaligen Rückgangs der Zahl schulentlassener Jugendlicher konnte auch in diesem Berichtsjaht wiederum die Besucherzahl unb zwar um 170 erhöht werben. Nicht unerwähnt darf bleiben, bnf sich die Wirtschaftskreise gleichfalls mit fteigenbei» Interesse der Berufsberatung zuwenden. Wohl Hal sich die Zahl zu besetzender Lehrstellen infolfl« verschlechterter Wirtschaftsverhältnisse nicht vermehrt, aber doch die Zahl anmeldender Lehrherren Die Schüler trugen onauä und gewann« A'de Mannschasien t kämpften von Anfang H>he unermüdlich um ergab M aus einem Verteidigung. VfB. 'Iv.l.Iugend-her«, Surn v dieM.-Iuger k Die Gäste i ab€r An -Lni(fr gewachsen. So U LTRA ■■■■■4 ■■■■■4 2™""e >■■■■■■ r 4»i»i illllM] ■■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■/ ■■■■■¥ «■■y • *■■■■■■! !■■■■■ !■■■■■ !■■■■■ !■■■■■ ■■■■■■ jeeeel ■■■■4 Die deutschen Tennismeister suni-Sarnstag um Mitternacht wurden, wie man ogen davon- Ltifofjren. Einer der Töter trug eine schwarze Oe« itsmoste. Am Tatort hatte einer der Täter seine SJi.-tfport Prüfungen des Rundfluges fortgesetzt. zum Schluß. Vorher: Kinzenbach II und sellschastssahrl M f|jff||||||ff||^^M w erinnern wird, zwei Rote-Kreuz-Spendensamm« die sich auf dem Heimweg befanden, an der konnte wenig Autodiebe und Straßenränder. Frankfurt a. M., 15. Aug. (WSN.) An einem Europa-Hundslug 1932. Staaken wurden am Dienstag die techni- rner einzigartigen Schönheit der Natur so glücklich jtreini, war am letzten Sonntag das Ziel der ersten k>feNschastsfahrt, die der Omnibus-Betrieb S) o o s ■ ' tnnerod veranstaltete. Vorbei am altehrwürdigen Harburg ging die flotte Fahrt durch sommerlich einige Ecken gut abgewehrt. Zur Spiel 3:1 für Dorheim. Nach dem if der Saalburg, in fiöc rg, sowie in Bod-Nauhk ieberum für die Teilnch» abwechslungsreich gcsialr Uhr und endet um 20 ü ließen. 5 Lichtspielhaus, WV- n DoEÄag is>«'< M Ähr bNinne nb) mtt rennst totoio •r Huiiurfilm, zech in fr n Schönheiten des ßanwt luwcrke der Antike. Aäheii zeige erMich. , Eder-See. Der nten Talsperre, jenes ßW tinber moderner Techno b Kiitze verloren. Es gelang der Kriminalpolizei, als- (bald den Ueberfall aufzuklären und die Täter girmes I 3:1. Grohen-vuseck I — Saasen I 9:0. Annerod I — Hausen I 4:3. Zn Annerod lieferten sich beide Mannschaften ein spannendes Spiel. Abwechselnd teilte man sich in die Führung, bis es den Platzbesitzern gelang, mit knappem Resultat den Sieg zu behalten. Krofdorf I — Gleiberg 1 2:1. Ein Lokalderby lieferten sich diese Gegner auf ihrem gemeinschaftlichen Platze in Krofdorf. Nur durch überreichliche Abwehr konnte Krofdorf gegen die besseren Leistungen das knappe Resultat halten. Gleiberg Jugend — Krofdorf Jugend 2:0 Toren. Grünberg I — Alsfeld II 3:1. In Grünberg bleiben die Platzbesitzer stets im Vorteil. Alsseld konnte jedoch außer einigen Ecken vorerst nichts zählbares erreichen. Bis Halbzeit führte Grünberg 2:0. In der Folge errang noch jede Mannschaft je ein Tor. Allendorf I — Wetzlar I 2:1. In der ersten Spielhälfte waren die Gäste etwas im Vorteil und führten bei Halbzeit mit 0:1 Toren. Nach Seitenwechsel ging Allendorf aus sich heraus und konnte den Sieg erringen. Handball. wieseck I — Gießen I 6:6. Nach langer Pause lieferten sich diese Mannschaften auf dem Wiesecker Platze wieder einmal ein flottes, faires Spiel. Wieseck war in der ersten Spiel- Hälfte etwas überlegen und führt bei Halbzeit mit 4:2 Toren. Nach Seitenwechsel trat Gießen mehr in Vorteil und konnte Ausgleich und Führung übernehmen. Bis Schluß stellte jedoch Wieseck obiges Unentschieden her. Saasen war in Großen-Buseck zu Gast und gegen die technisch besseren Platzbesitzer nur ausrichten. Vorher standen sich Großen-Buseck II und Beuern I gegenüber. Auch hier konnten die Platz- besitzer einen einwandfreien 2:0-Sieg für sich buchen. anlassens, der Geringstgeschwindigkeit und der , . klart- und Landeeigenschaften. Dabei steht an inb König ft ein/S vorderster Stelle der Italiener Colombo mit im lommenben Sonnlag m seiner Breda. Er erreichte bei den sechs, Prü« bic bicsmal bie leilnelp " “ ........ i soll. Aufenthalte sind k itmfs: von (Tramm. — Rechts: die Schweizerin Frl. P a y o t. der Pole Zwirkov erreichen. (Spielvereinigung 1900 Gießen. Alsfeld 1. Jugend — 1900 1. Jugend 0:1 (0:0). Die 1. Jugend weilte mit der Liga in Alsfeld und trug dort gegen die Jugend des Sp.-V. 06 ein Gesellschaftsspiel aus. 1900 war fast die ganze Spielzeit überlegen: die Verteidigung vor allem lieferte ein vorzügliches Spiel. Das) nicht mehr Tore fielen, lag an dem schlechten Zuspiel bet Läufer und besonders an der Unentschlossenheit des Sturmes. Der siegbringende Treffer siel kurz vor Schluß nach einem Eckball. 1900 1. Schüler — SV. Wetzlar 1. Schüler 1:0 (0:0). Die Schüler trugen ihr erstes Spiel dieser Sai- |on aus und gewannen es mit Glück knapp 1:0. - Den stürzten, um ihnen mit Blitzesschnelle die Flamen Fahrt inn u cainmelbüchsen zu entreißen und im Wagen do > T'chn zurückbrochte. , P,fflhn,n hpr Tätpr trua eine fdimnrxp ~ WLrs« I fc st zunehmen. Durch den Fall wurden nach und nach noch eine weitere Zahl Straftaten aufgedeckt, die auf das Konto der Räuber- und Diebesbande kommen. Das Verfahren ist so weit gediehen, daß jetzt von der Staatsanwaltschaft Anklage gegen nicht weniger als elf Personen erhoben wurde. Hauptbelastete dürften der Koch Paul Fuchs, der Kupferschmied Adolf K o ch, der Bäcker Karl Rein- Hard, der Motorfchlofser Kafpar Reinhard, der Spengler Willi Kohl, der Ausläufer Hermann Zinkand, der Spengler Philipp Umpsen- b a ch und der Packer Alois H a u f e r fein. Als Heh- ler wurden angeklagt ein Friseur, ein Dachdeckergeselle und eine Ehesrau. Der Raubüberfall auf die Rotekreuzsammler wird Fuchs, Koch und den beiden Reinhards zur Last gelegt. Die Beschul- bigten leisteten sich eine Reihe verwegener Wildweststückchen. Fuchs, Zinkand und Koch stahlen in der Bürgerstraße das Auto eines Arztes und fuhren damit nach der Eckenheimer Landstraße, wo man ein Wasserhäuschen aufbrach. In Fechenheim wurde die Beute geteilt Auf der Rückfahrt paffierte ein Zwischenfall. Man fuhr gegen die herabgelassene Schranke der Hasenbahn und als ein Wächter verlangte, daß sich die Autofahrer auswiesen, zog Koch eine Parabellumpistole und drohte den Wächter zu erschießen. Koch ergriff dann das Steuer des Wagens und über Fechenheim—Offenbach fuhr man nach dem Affenthorplatz in Sachsenhausen, wo man den Wagen stehen ließ. Es wurden noch eine Reihe weiterer Einbrüche und Autodieb st ähle ausgeführt. Gestohle Autos fanden sich im Chausseegraben bei Bieber, im Wasserweg, in der Schwa- nenstraße und in der Jahnstraße wieder. Mit einem ! in der Hochstraße gestohlenen Auto fuhr man an ' einem Haus in der Gartenstraße vor, wo man vier Keller ausbrach und mehrere Koffer und 20 Flaschen . Wein stahl. Der Wein wurde bei einem Gelage mit einer befreundeten Familie getrunken Die beiden Nachbarn lieferten sich ein scharfes Spiel. Die Einheimischen gingen hier zuerst in Führung, doch stellte Rodheim den Ausgleich bald her. Nach verteiltem Feldspiel gelang es Rodheim in Führung zu gehen. Die Platzbesitzer stellten aber wiederum den Ausgleich her. Dabei blieb es bis xum Sthluh. Vorher: Kinzenbach II und Wald- ihrt. Gegen 17 Uhr wurde die Heimfahrt ange- tfen, die noch in Bad-Wildungen durch einen ingeren Aufenthalt unterbrochen wurde Mit ein- rechender Dunkelheit erreichte der Omnibus wieder liefen. Die Fahrtteilnehmer trennten sich in dem icwufjtfein, einen schönen Tag verlebt zu haben, je gelungene Fahrt findet auf allgemeinen Wunsch in nächsten Sonntag nochmals statt. Näheres jrtber ist aus dem Anzeigenteil ersichtlich ZIGARETTE ::: PFENNIG MILD-SUSS AROMATISCHE 905 NM Ml. Original«Roman von Anny von panhuys. Copyright by Verlag A. Bechthold, Braunschweig. 36 Fortsetzung. Nachdruck verboten! Sie fuhr mit dem Taschentuch über die Äugen. ..Ich kann's nie mehr zu dir sagen, das Wort stört mich jetzt. Ich mag dich nicht mehr leiden und ich wünschte, du hättest dieses Haus nie betreten, dann wäre das Traurige nicht geschehen. Dein Mißtrauen trägt die Schuld an ollem." Noch hilfloser sah Melchior Stampferl die blonde Lil an, die für ihn der Inbegriff alles Guten und Wertvollen auf Erden war. Er fragte leise und angstvoll: „Aber das ist doch nicht so, Lil, nicht wahr? Du wünschest doch nicht im Ernst, ich hätte dein Haus niemals betreten?" Lil war innerlich nicht mehr zurechnungsfähig. Sie, die keiner Fliege ein Leid hätte antun können, war in diesem Augenblick grenzenlos hart gegen den alten Mann. Sie erwiderte, ohne sich zu besinnen: „Ia, es ist mein voller Ernst." Da drehte sich Melchior Stampferl langsam um und ging zur Tür. Kein Wort sprach er mehr, nur an der Tür wandte er sich noch einmal zurück und seine Augen baten und flehten. Lil machte eine Bewegung der Abwehr. „Ich habe dich zwar rufen lassen, aber geh jetzt lieber, dein Anblick ist mir zuwider." Da senkte der Alte tief den Kopf, und gleich darauf fiel die Tür hinter ihm ins Schloß. Lil lief erregt durch das Zimmer. Sie hatte das Gefühl, jetzt irgend etwas tun zu müssen, etwas, wodurch die überstarke Erregung ihrer Nerven wieder in leidliches Gleichmaß käme. Ihre ganze Hilflosigkeit hatte sich in Zorn verwandelt, und der richtete sich gegen Melchior Stampferl. Der alte Clown ging in sein Zimmer. Wie «in Nachtwandler schritt er auf dem Gange an Franz vorbei: er schien nichts zu sehen und zu hören. Franz dachte: Was mochte den Alten nur innerlich so stark beschäftigen, daß er so geistesabwesend war? Der hatte es doch wahrhaftig gut. Verdiente viel Geld und lebte hier, als besäße er wirklich Verwandtenrecht. Franz überiegte, ihm selbst ging es sehr gut, seit er wieder in dies Haus gekommen, aber der alte Clown hatte es noch viel besser wie er. Hätte" Franz gewußt, wie es in dem alten Manne aussah, den er fast ein wenig beneidete, wäre er erschrocken gewesen. Melchior Stampferl betrat sein Wohnzimmer und schloß die Tür sorgfältig hinter sich zu. Niemand sollte ihn stören, er hatte voiel nachzudenken. was nun werden sollte nach dem Schrecklichen, nach dem Wehetuenden, was ihm Lil gesagt hatte. Die Tür zum Schlafzimmer stand offen und die Augen des Alten streiften das bequeme Bett mit der schneeweißen Wäsche und den eleganten Waschtisch mit dem großen Kristallspiegel darüber. Wie schön und bequem alles war, was ihn in den zwei Stuben umgab, die ihm Lil so selbstverständlich zur Verfügung gestellt, als gehöre er zu ihr. Onkel, Onkelchen! hatte sie ihn oft angeredet und er hatte das Wort jedesmal mit dem Glücksempfinden entgegengenommen, wirklich au Lil zu gehören. Lil war für ihn der beste und wertvollste Mensch der Welt. Er war schon am Versinken gewesen, im tiefen Schlamm des Elends, als sie ihn rettete. Er stand dicht vor dem Brotloswerden, als sie seine Stühe wurde. Was wäre ihm, dem Alten, den man nicht mehr brauchte, weiter übrig geblieben als ein freiwilliger Tod. Irgendwo unterwegs, dort, wo der Zirkus Gerhard ihn fortgewiesen hätte, würde er sich aufgehängt haben. Ein Strick und ein fester Kiefernast hätten genügt, seinen armseligen Körper ins Ienseits zu befördern. Lil war seine Lebensretterin geworden, Lils starke, junge Kraft hatte ihn, den Niedergesunkenen, wieder hochgeholfen, ihn in ein Leben geführt, das einem Märchen glich, wenn er an seine frühere Existenz zurückdachte. Er war durch sie ein mitberühmter, ein sehr wohlhabender Mann geworden und weil sie ihm die Nechte eines alten Freundes, eines Verwandten gewährt, ein zufriedener, glücklicher Mensch. Sein lebelang war er einsam gewesen. Früh waren die Eltern gestorben. Arme, kleine Tagelöhnersleute in einem bayerischen Dorf. Als Iunge hatte er reihherum essen müssen bei den Bauern und sein Heim war bei der alten Veronika, einer Schwester seiner Großmutter und seiner einzigen Verwandten. Die konnte nur schimpfen und zetern. Kaum erwachsen, riß er aus, zog mit einer Wandertruppe fort in die Welt, die er nicht kannte, nach der er sich aber krank gesehnt. Er erwartete Wunder von ihr. Doch kein Wunder kam, so sehr er auch wartete. Er war Clown geworden. Ein paar Iahre in der Wanderarena waren seine Lehrzeit gewesen. Er war nicht schlecht in seinen Leistungen, aber es gab viel bessere, und wenn er in seinen guten Iahren auch ein paarmal bei größeren Unternehmungen ein Plätzchen fand, rutschte er doch immer wieder nach unten. Wenn er es jetzt so richtig betrachtete, war sein Leben sehr arm gewesen. Die Tage hatte er verdöst in den Wagen des fahrenden Volkes und abends war er in das bunte Narrenkleid geschlüpft. Kein Glück lag irgendwo dazwischen, keine Liebe. Die Mädchen wollten von dem Mann mit dem frühverwitterten Gesicht nichts wissen. Und so war das Leben, von dem er so viel erwartet und erhofft, hingegangen, .stumpf und alltäglich. Aber als er gar nichts, gar nichts mehr erhoffte, als er sich am Ende seiner Fahrt glaubte, da geschah das Wunder. Er strich über die damastseidene Hausjoppe und lächelte. Ein feiner Herr war er geworden durch Lil. Einer, den Hunderte von Kollegen beneideten. Mit scheuer Ehrfurcht erzählte man sich wohl in kleinen Artistenkreisen von „Fix und Nix". Unö er war Nix, er war der Partner des gefeierten kleinen Fix, der in Wirklichkeit eine schöne junge Dame war, die aus einer Gesellschaftsschicht stammte, von der ihn eine ganze Welt getrennt sein lebelang, Und zu der er jetzt beinahe gehörte. Die früheren Bekannten von Lil, die alle zu ihr kamen, sie zu begrüßen, fragten auch stets nach ihm. ilnö dann wurde er gerufen und erschien im eleganten Anzug, ein gepflegter vornehmer alter Herr. Er trank dann Tee mit den Herrschaften, unterhielt sich ruhig und selbstverständlich mit einer Baronesse oder der Frau eines Frankfurter Fabrikbesitzers, als kenne er keine anderen Kreise: und er fühlte sich sehr, wenn Lil ihn vor anderen manchmal „Onkel" nannte und hinzufügte, er wäre ihr ein lieber, zuverlässiger Freund geworden, den Sie nicht mit „Sie'^ anreden könne. Melchior Stampferl blickte verstört. Nun war das alles vorbei, nun war sein Glück aus. Lil hatte erklärt, sie könne das Wort Onkel nie mehr zu ihm sagen und sie möge ihn nicht mehr leiden. Sie wünschte, er hätte dies Haus nie betreten. Die Hände des alten Mannes fanden sich zusammen wie zum Gebet, krampfig drängten sich die Finger aneinander. Was sollte er nun noch auf der Welt, jetzt war seine Stunde gekommen. Er hatte zuletzt ein paar herrliche Iahre gehabt, noch länger so ein Glück und Nuhm, in Wohlhabenheit und Zufriedenheit leben zu dürfen, wäre zuviel vom Geschick verlangt gewesen. Er wollte dankbar sein für alles, was er noch Schönes hatte erleben dürfen und sich still davonmachen. Ich wünschte, du hättest dies Haus nie betreten, dann wäre das Traurige nicht geschehen. Dein Mißtrauen trägt die Schuld an allem! klang es ihm im Ohre nach und er flüsterte: „Ich wünschte, du hättest dies Haus nie betreten!" Er fuhr sich übet die Augen. Was sollte er noch hier, nun mußte er gehen, ja, nun mußte er gehen. Er stand auf und schrieb einen langen Brief, dann ging er aus. In einem Zigarrenladen suchte er sich im Adreßbuch der Stadt die Wohnung des Dr. Sturm und schrieb dann im Laden gleich die Adresse auf den Umschlag des Briefes. Er bat um eine Marke und fragte nach der Lindenstraße. Er erhielt Auskunft und dachte, er wollte den Brief lieber selbst dorthin tragen, wo er hin sollte. Dann war er wenigstens ganz sicher, daß er richtig ankam. Hier in Frankfurt befanden sich die Briefkästen draußen an der Haustür oder in den Hauseingängen. Also war es nicht schwer, bett Brirs selbst in den Briefkasten Dr. Sturms zu werfen. Er nahm ein Auto und ließ sich bis zur Ecke der Lindenstraße fahren, stieg dann aus und 'suchte die Hausnummer, die er bald fand. Ein nettes Haus war es, in dem der Mann lebte, um dessentwillen er jetzt Lil verloren hatte und mit ihr die Lust, weiterzuleben. Er sah einen kleinen Vorgarten mit niedrigem Gitter, neben der Gartentür war ein Briefkasten angebracht. Bequemer konnte er es gar nicht haben. Nun schnell den Brief hinein in den Spalt und dann fort. So ein Mann wie Dr. Sturm erhält fast mit jeder Post Briefe, dachte er, nachdem der Briefträger das nächste Mal geklingelt hatte, würde das Mädchen ihrem Herrn auch einen Brief mit einer ungestempelten Marke auf den Schreibtisch legen. Noch «inen Herzschlag lang zögerte die Hand, den Brief in den Kasten zu werfen, dessen Oeff- nung wie das schwarze, nur ein wenig geöffnete Maul eines fremdartigen Tieres war. Noch einen Herzschlag lang erwog er, ob er sich nicht still mit dem Briefe wieder davonmachen sollte. Vielleicht -? Iäh sprang die Hoffnung auf, Lil tat es vielleicht schon leid, was sie zu ihm gesagt und was ihr in einem Moment ganz toller Erregung entfahren war, sie suchte jetzt vielleicht schon nach ihm, um ihm zu sagen, sie wäre ihm nicht böse. Aber gleich darauf glaubte er wieder ihre Stimme zu hören: Geh jetzt lieber, dein Anblick ist mir zuwider. Um seine Lippen zuckte es, seine Recht« streckte sich aus, und schon lag der Brief im Kasten. Nun gab es kein Zurück mehr! dachte der arme Melchior Stampferl, von einem Weg ohnegleichen geschüttelt wie von starkem Fieber. 26. Kapitel. Das Wiederfinden! Nachdem Melchior Stampferl den Brief ht den Briefkasten Werner Sturms geworfen, stand er noch ein Weilchen regungslos in bange Ge« danken verstrickt. Er achtete nicht darauf, was um ihn herum vorging und die Vorübergehende^ nahmen auch kein Interesse an dem alten Herrn, der so voll Wichtigkeit einen Brief in einen Brief» kästen versenkt hatte. Werner Sturm, der von einem Patientenbefuch in der Nachbarschaft nach Haufe kam, nahm aber desto mehr Interesse an dem alten Herrn, den er auf den ersten Blick an dem verwitterten Gesicht erkannte, obwohl er es nur im Profil sah. Was bedeutete das, warum hatte der alte Clown mit so scheuem Getue einen Brief in seinen Briefkasten geworfen? Was stand in dem Brief? Es handelte sich sicher um etwas Gemeines und Niederträchtiges. (Fortsetzung folgt) Denken Sie an Stoffe, denken Sie an L* Bernard Statt Korten Or. Wilhelm Weber, Apotheker Gießen, Leihgestemer Weg 22 Darmstadt, Gutenbergstraße 38 5867 D iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiii jiiiiiiii 5889 D An diese*1 Gesunder, kräftiger Iunge angekommen! Was Reico ist? 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Schlapp und Kinder Anna Schlapp Ludwig Schlapp Mainzlar, den 17. August 1932. Radio-Schwan Seltersweg 64 Auto-Garage geg. bar z. kauf. ges. Schriftl. Ang. unt. 04783 an d. G. A. Liederkranz Heute (Mittwoch) Philosophen wald Propaganiiistin gesucht für Laden- vrovaganda eines Markenartikels. Schriftl. Ang. unt. 04781 an d. G. A. 3m August 1932 Zu Hause: Sonntag, den 21. August 1932 Eine neue Köche put und billig aus dem Spezial-Geschäft für Küchen-Möbel Küchen-Blum • Gießen • Bahnhofskolonnaden m Gießen Unsere Mitglieder sind zu d. am 18. d. Mts. int Bootshaus „Rudersport" statt- findendenFamilien' abend des Orchester Vereins eingeladen. Rege Beteiligung erwünscht. 5882d Samstag. 20. ds.M. Abendgang nach d. Forstgarten. Treff' vunkt 8IS Uhr Univ.' Bibliothek. Wirksame erbe-Drucksachen bei Brühl, Schulstraße 7 Während unserer Fufepflege-Werb etage vom 18. bis 25. August ist ein Fuß-Spezialist der Deutschen Schollwerke zur kostenlosen Fußprüfung und Beratung persönlich anwesend. Nach langem schweren, mit großer Geduld ertragenen Leiden entschlief gestern in der Klinik zu Gießen unser lieber Bruder, Schwager und Onkel Wilhelm Schlapp im 26. Lebensjahre. schmerzt es. Später tritt Hornhautbildung hinzu. Diese vorge- fchrittene Spreizfuß» bildung kann durch Dr. Scholl s Einlagen sofort gelindert und gebessert werden. D?Scholls Dienst am Hisse W Einem Teil der heutigen Ausgabe bd Gießener Anzeigers liegt ein Prosvett der Fa. Sckuhhaus Süß, Gießen, bei. 5888d Harmonium wie neu, billig ver- käuflich. 5751D Harmoniumbau Straube. Lick Aus Privathand Ws, Betten, SAiinke, Stuhle, Bliöettnöm.u.o.m. billig zu verk. 5878d Zu besichtigen Wiesenstraße 3 Kanfgesnche Heg mit Küche und Bad gesucht. Schristl. Angeb. unt. 04776 an den Gieß. Anz. KinderlosesEhepaar sucht sofort kleine Wohnung oder leeres Zimmer. Schriftl. Ang. unt. 04785 a. d. G. 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E nur der, dessen Dc für regelmäßige Stoffe sorgt. ®ei enthält, also Obst Fe.t und Wasser Richtige Mun 2nstandyaltung bürste nicht zu h charf, am zweckn lchoüsche Lösunc "SN,. L,„ «JnÄ!tln» I n sich J toWi; uh «61 r-L-rr-L ' Wn inu » r?L«ÄL nur ciny,fn *>, ’ctsTto“’4S Vi Ob er t;x .7 - “n® auf, Lil tat sZKr 2\J? Anblick ifhj< ' ld mehr.' dachte der aw. S&**' toM ^erfindenl r fiÄ k" Aries ',' ■L®h,r? SMvrsen. ftc ?$ in bange L ^iete nicht daraus, ha uno die Vorübergehend * °n dem alten Herr einen Dnefin einen'Sni W einem Patientenbesuj °ch Hause kam, nahm abc an dem alten Herrn, ba ■ an dem derditterten er es nur im Profil sL anm hatte der alte Klod- men Dries in seinen Arie». 1 stand in dm Dries? tz . m etwas Gemeines ur: JW folgt) ernard ungmitArlAbesheif» / >ofi)t1trin, btttyt ’d) i en fai Debet, Apcheitt chSuIenbergstraßeZ« 1932 58670 ! nge angefommen! ; WM und Kau ; len Se' L«8! !&«■** in der chelv- geb.um 2*3 L. KM Ur. 192 Zweiter Blatt Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Dberhessen) Mittwoch, 17. August 1952 Aus dem Reiche -er Frau Tägliche Erholung ist für die Hausfrau unbedingt erforderlich. Eine halbe Stunde nach dem Essen sich hinlegen, bringt die gespannten Nerven zum Abschwingen. Während dieser Zeit muh allerdings wirkliche Ruhe herrschen. Auch für die Hausfrau ist ein Wochenend nötig: der Sonntag muh möglichst von Arbeit entlastet sein. Das zweite Erfordernis ist der jährliche Urlaub. Wie jeder Berufstätige, sollte die Hausfrau einmal im Jahr ihren Urlaub haben, frei von den ständigen Haushaltssorgen. Mit Unterstützung einer Verwandten, einer Freundin läht sich ost ein Haushalt über diese Zeit versorgen. rüberspringen ging nicht. Bei einem anderen Doch wieder nur ein schmaler Dalken als Ueber- gang, so dah man richtig jonglieren muhte. 2ch war immer in Sorge, wie die Doys mit ihrer Hängematte rüberkämen. Aber das ist eben ihr Element. Sie gi'.gcn ganz frei und sicher hinüber, während ich .nid) an jeden Ast anklammern muhte. Klaus sah sehr stolz in seiner Hängematte. ab und zu sah ich sein rotes Hütchen und sein rosiges Gesichtet austauchen. Er sah. als wäre es eine Selbstverständlichkeit, dah die schenzis ihn — den bwana ndogo, den kleinen Herrn — trügen. Als wir um die Ecke von Werners bogen, sahen wir eine bexbody stehen, und schon dämmerte uns die Ahnung, als ob uns Herr Möhn abholen könnte. Tatsächlich sahen wir ihn und seine Frau, die gleich mit uns loswollten. Aber das liehen Werners nicht zu. Wir muhten erst frühstücken, und wir liehen uns auch nicht lange nötigen. Dann konnten wir gleich noch etwas Praktisches kennen lernen, nämlich Mettwurst in Holzasche zu konservieren. Unsere Wurst war stets schon nach einigen Wochen ungenießbar, weil bei der grohen Hitze alles Fett heraus- gelaufen war. so dah sic trocken und geschmacklos wurde. Herr Werner schnitt eine auf seine Methode aufbewahrte Wurst an und sie schmeckte so herrlich, dah wir es nachnahen wollen. Wir haben uns neulich eine Fliegcr-Dcnzin- tonne von Wbeya mitbringen lassen, die beZommt man da ganz billig. Rudi hat sie durchgeschnitten, und nun. nachdem wir sie gründlich vom Rost reinigen liehen, haben wir einen feinen Waschkessel. Ich hatte immer solche Rot mit der Wäschekocherei. Run ist es ideal. Möhn hat im gleichen Jahre wie wir angefangen — nur drei Monate später. Aber dies Dierteljahr macht, dah er ein Zahr später Ernte hat als wir: denn er konnte nicht alles so vor- bereiten dazu war bis zum Auspflanzen der jungen Kasfeebäume die Zeit zu kurz. Auher- dem versäumte er viel Zeit, indem er Frau und Sohn abholen muhte. So kam er erst zum Pflanzen als es eigentlich schon zu spat war. Da merkt man halt doch den Unterschied. Sonst ist er uns — bei allerdings größerem Geldverbrauch — in vielem voraus. So hat er schon die Ziegel für sein Steinhaus fertig, efenfo alles Holz Wellblech und alles fonstige 'Baumaterial. Außerdem hat er em Rauchhaus und eine Menge südafrikanischer Edelobstbäume. Run das ist uns zunächst nicht das wichtigste, wenn es auch schön ist. Wir werden schon im Kindergesellschasi im Zeichen der Milch. Don Erna Horn. Schon die Kleinen geben gerne eine lustige Gesellschaft. wenn die Mutter so lieb ist. es zu erlauben; wie die Alten sungen. so zwitschern die Jungen. Natürlich wird die Einladung dann auch für Die kleinen Gäste zurecht gemacht und auf deren Fähigkeiten im Aufnehmen der vorgesetzten ---peisen be- rechnet. In erster Linie kommt dazu natürlich Milch in Betracht. Sie ist gesund, beschwert richtig genossen die kleinen Magen nicht und ist — preiswert, eine Tatsache, die heute durchaus nicht zu unterschätzen ist. Blumen, die sich selbst gießen — Gier, die beim Kochen nicht platzen können — kinderleichtes Schneiden von Glas — „entschmacklichtes" Ein- nehmen von Medizinen — Milch, die nicht überlaufen kann —. das alles und vieles mehr sah und lernte man ’m einer kurios lehrhaften Ausstellung, die kürzlich von einem Frauenblatt in Berlin veranstaltet wurde und den selbstwirtschaftenden Junggesellen und die Beherrscherin des Haushalts mit einer Kollektion verblüffender und dabei ganz einfacher Kniffe, mit denen sich das Leben erleichtern läßt, bekannt machte. Das Daseitt ist heute schwierig genug zu bewältigen. Warum sollte man sich da nicht sagen lassen, auf welch» Weise zum Beispiel Fliegen unter Garantie von der Küche femjußaltcn sind. Man gibt eine Menge Kraft her, nur weil es alle möglichen kleinen Tücken des täglichen Lebens gibt, über die man sich zu ärgern hat. Meist sind diese Tüden, wie man auf der lustig instruktiven Schau erfährt, durch Tricks, die jedes Kind handhaben kann, aus der Welt zu schaffen. Wenn wir heute schon nicht auf Rosen gebettet sind, warum sollen wir dann unsere kurzen Tage nicht dort, wo es möglich ist, und sei es nur, wie in diesem Fall, in der Küche und im Haushalt, etwas verdaulicher machen! Was lernen wir alles in dieser Ausstellung der „1000 Tricks" ? Es können nicht alle tausend geschildert werden, aber schon die folgende Auswahl wird die Leserin, auch den Leser, den bewußten kleinen Tücken des täglichen Lebens gegenüber zum routinierten Hinweg-Zauberer machen. Man sehe sich die Brille auf und lese: Eier kommen in geplatztem Zustand auf den Tisch: der Hausherr runzelt die Stirn, die Hausfrau wäscht die Hände in Unschuld. „Höhere Gewalt", sagt sie. Sie irrt. Ein winziger Trick leistet Wunderdienste man durchsteche das Ci vor dem Kochen mit einer feinen Radel. Platzen ausgeschlossen. Was sagt die geehrte Leserin nun? Salz wird im Streuer mit Borliebe feucht. Man kann es ihm ein für allemal austreiben. Das Mittel? Ein paar Reiskörner zwischen das Salz gemischt! Sie saugen die Feuchtigkeit in sich ein. Einer Hausse in Salzstreuern steht nun nichts mehr im Wege. Die Dorsten der Kleiderbürste sind weich geworden. Anderes mag mit ihrer Hilfe noch zu entfernen sein, Staub nicht. Wegwerfen? Mitnichten. In eine Mischung, halb aus Wasser, halb aus Milch gelegt - und die Dürste ist wieder auf der Höhe. Zimmerpflanzen machen schwere Sorgen, wenn wir verreisen. Zur Rachbarin tragen? 3n wasser bieten. Eine wesentliche Erleichterung hat die Schönheitspslege der Hausfrau durch den bequemen, auch gesundheitlich begrüßenswerten Bubikopf erfahren. Empfindliche Kopfnerven haben unter dem Druck allzu reichlichen Haares und namentlich von Haarnadeln gelitten. Die Pflege der Kopshaut und des Haares ist viel leichter und zweckmäßiger bei kurzem Haar durchzuführen. Auch Leibesübungen sollten von der Frau, die keinen Sport treibt, regelmäßig durch- gesührt werden, morgens oder abends. Sie erhalten jung und elastisch und wirken einer Neigung zur Fülle entgegen. Um schlank zu bleiben, ist freilich die geeignete Kost immer die erste un- unumgängliche Boraussehung. Tausend Tricks für den Haushalt Aus einer lehrreichen Ausstellung. — Zur Nachahmung empfohlen. Landpartie in Oeutsch-Ost. Aus -en Briefen einer deutsch en Pflanzer dfrau Don Erika Lange. Sowchira P. O. Mbozi, im Sommer 1932. Wir sind nun unversehens in die Trodenzeit und damit in die kalte Zeit gekommen. Morgens und abends ist es oft schon empfindlich kalt, jedenfalls finden wir Sommerverwöhnten das Io. An sich sind 16 Grad Morgentemperatur ja keine fälle, aber b:r Wind ist so eisig. Morgens und aoends lassen wir uns immer em Becken mit Glut bringen. Der Regen ist nun anscheinend endgültig aus 1350 Millimeter genügen ja auch. Aber mit einem Schlage ist alles wieder trocken. Wenn ich jetzt noch im Garten pflanzen will, muß ich sofort gießen lassen und dann wohl regelmäßig jeden zweiten Tag. Andererseits sind wir über die Trockenzeit ganz froh, es wurde zu feucht und mu tig im Haus und in den Koffern. Nun kann wieder alles schön lüften. Am Sonntag haben wir uns endlich mal zu einem kleinen Ausflug aufgerafft. Wir beschlossen. zu Möhns zu gehen, die eine Stunde von uns entfernt wohnen. Eigentlich ist das für unsere Verhältnisse ja kaum eine Entfernung, aber in der Regenzeit ist ein Besuch doch nicht möglich. Da ist das Gras derartig naß, daß man wie eine gebadete Katze ankommen würde. Das konnten und mochten wir mit dem Kleinen nicht riskieren. Deshalb warteten wir bis zur Trockenzeit mit unterem Besuch. Zu Möhns führt nur ein schmaler Negerpfad, mit der Kinderkarre durchzukommen ist unmog- [ ch. Ich hatte deshalb für den Kleinen eine Decke genäht und eine Art Hängematte daraus gemacht. Wir banden die Decke an zwei lange Stangen, und vorn und hinten mußte ein Boy tragen. Rudi prophezeite mir Unheil und steckte zur Dorsicht einige Bindfäden ein. Wie recht er hatte! Schon nach wenigen hundert Meter riß das erste Band und etwas später das zweite. Mir wurde schon recht ungemütlich, wenn das so weiter gehen würde! Aber es machte sich schließlich doch besser, als wir gedacht hatten, und wir kamen wohlbehalten bei Werners, bei denen wir vorbeimußten, an. Aber, ich kann euch sagen — ein Weg! Das Gras schlug mannshoch über uns zusammen. Rudi mußte mir immer wieder den Weg bahnen. Dann ein Dach ohne Brücke! Da mußten wir erst Schuhe und Strümpfe ausziehen, Pension geben? Unnötige Komplikationen! Unsere Blumentöpfe gießen sich fortan selbst! Man hat nur folgendes zu tun: ein wassergefülltes Gefäß etwas erhöht aufstellen, einen Daumwollstreifen von 4 Zentimeter Dreite und einem Diertcl Meter Länge mit dem einen Ende ins Wasser fauchen, das andere Ende in die Erde eingraben, daö Ganze dann seinem Schicksal überlassen. Die Erde saugt das Wasser nach und nach in den Blumentopf hinunter. Man kann sich auf diese kleine botanische Selbstversorgung ruhig verlassen. Und vergnügt an die Riviera fahren. 3n Glas soll ein Loch gebohrt werden. Eine Unmöglichkeit? Durchaus nicht. Aus die betreffend. Stelle wird ein Tropfen Terpentinöl getan. Dann wird ein Stahlbohrer in die Hand genommen. Man bohrt. Und das Glas scheint in Holz verwandelt zu sein. Erdflöhe bedrohen die Zimmerpflanzen. Was tun? Nicht verzweifeln. Man opfert ein paar Streichhölzer. Den Kopf nach unten, so werden sie in die Erde gesteckt. Kein Crdsloh wird sich fürderhin zu zeigen wagen. Die tickende LI hr auf dem Nachttisch stört den Kranken. Man könnte sie ja wegstellen; aber dann weiß der Patient nicht, wo er sich in der Zeitrechnung befindet. Biel zweckmäßigeres Mittel: über die Uhr ein Glas gestülpt! Ein Wasser-, ein Einmachglas, je nach der Größe. Geniale Erfindung. nicht wahr? Medizi neinnehmen stört den Kranken ebenfalls in der Gemütlichkeit. Rizinusöl? Eher will er... Moment mal, Herr Patient! Kauen Sie doch „vorher" eine kleine Portion Apfelsinenschalen; und dann schlucken Sie das Un- schluckbare. Run? Eine Delikatesse glauben Sie geschluckt zu haben? Ra sehen Sie! Die M i lch . . . kurz, die Hausfrau sagt sich: gegen Milchüberkochen kämpfen Götter selbst vergebens. Aberglaube! Man versuche es so: innen an den Topfrand Butter gestrichen! Eine Kleinig- feit genügt. Und fortan wird Milchüberkochen zu den Unzulänglichkeiten des Mittelalters gehören. Beim Kochen ist Eigel b übriggeblieben. Das Weiß hat sich selbständig gemacht und in Schaum aufgelöst. Höchste Gefahr für das Gelb. Es liebt einzutrocknen. Die Hausfrau macht schwere Stunden durch. Run. sie brauchte es gar nicht! Sie gehe an die Leitung und setze das Eigelb unten Wasser. So bleibt es frisch, legt auf Eintrocknen keinen Wert mehr. Das Eigelb des Kolumbus, denken Sie, nicht wahr? Die Spargelkonservenbüchse soll geöffnet werden: einer unserer Angstkomplexe. Wird der Dosenöffner die Spitzen beschädigen? Er wird! Herbst auch Augen bekommen, um wenigstens unsere Zitronen und Pfirsiche zu veredeln. Die Bäume haben sich ja prächtig gemacht. Eben habe ich auch nochmal den Spargel gehackt. Der ha? sich auch zu meiner Zufriedenheit entwickelt. ebenso der Rhabarber, so daß wir übers Iahr schon wieder etwas weiter sein werden. Rudi ist. wie immer, viel draußen. Er läßt vor allein jetzt den neuen Kaffee freihacken, damit er nicht im Grase erstickt. Er ist schon gewachsen und guckt schon aus der Farnkrautüberdachung heraus. Hofsentlich hält er die Trockenheit schön durch! Wir beneiden immer unsere Rachbarn Ackers um ihre Ochsen und den Pflug. Wenn man das nötige Geld mal dazu hätte, die Anschaffung würde sich bald lohnen- Hier sind manche Pflanzer auf dem Standpunkt angelangt, daß sie nichts mehr für Anschaffungen tun. Private und Tanganhika-Gesellschafts- Gelder sind restlos verbraucht, und neues ist kaum zu erhoffen. So sehen sie, daß es gerade zum Leben reicht. Es herrscht hier also ziemliche Hoffnungslosigkeit. Aber wenn uns mal der Mut sinken will, so sage ich: Ach was. verhungert ist noch niemand hier, so werden wir auch schon durchkommen. Die Reger fangen so ganz, ganz allmählich an, zu begreifen, daß wir wirklich alle arm sind. Bisher glaubten sie es einfach nicht. Cs ist ja auch wirklich schwer, ihnen das klar zu machen. Wenn man sagt, ich bin arm. so gehen sie auf die Wäscheleine zu. wo das Kleinste schon dafür sorgt, daß täglich etwas hängt. Und da zählen sie: 15, 16 Lappen, ja. das kommt ihnen wie großer Reichtum vor. wo sie doch nur einen oder, wenn sic schon etwas kultivierter sind, zwei bis drei haben ... Kein noch so vorsichtige- Oessnen hilft. Etwa- anderes hingegen hilft. Seien Sie auf ein schwieriges Experiment gefaßt: machen Eie bei Spargelkonserven einmal eine Ausnahme und offnen Sie sie — auf der Bodenseite! Lausmasche n laufen, nein: rasen den Seidenstrumpf der geehrten Leserin von oben bi- unten hinunter. Da kann man nichts machen, lautet hier üblicherweise die Parole. O. man kann schon etwas machen! Man warte nicht, bi- die Laufmasche geboren ist. Vorher schon steppe man den Strumpf zehn Zentimeter vom oberen Rand einmal ringsherum. Viel Aerger wird ungcar- gert bleiben. Das Brot in der Brotbüchse wird trocken. Schicksalslügung? Kein Schicksal, gegen das kein Kraut gewachsen. Das Kraut ist in diesem Fall ein Apfel. Die Hälfte ober mehrere Stücke davon in die Büchse gelegt — und das Brot quittiert in Form einer mehrtägigen Verlängerung der Haltbarkeit. Der innere Zusammenhang? fragen Sie die Wissenschaftler. Hauptsache: der ßifetL Alles gebt! Selbst die Generaltücke im Geben des Herrn der Schöpfung — die Kragenknopstücke ist zu überwinden. Wieder mal ist der Kostbare auf den Boden gefallen. Knöpfchen, wohin rolltest du? Auf allen Vieren kriecht der Besitzer durchs Zimmer. Vergebens. Was tun? Riemand wußte für diese Situation bisher ein Allheilmittel. Die Trick.Ausstellung gibt auch darauf Antwort: Besitze - wei Kragenknöpscl! Gleich wenn sich die kleine Schar oerfammel hat, bekommt sie einen guten, vollschmeckenden Kakao und einen leichten Sandkuchen; nicht zuviel, denn es gibt noch zum Spaß aller einen Ueberrafdjungs« pudding. Das ist ein schöner, mit Schlagratzm verzierter Danillepudding, in den sofort nach dem Ein- füllen in die Form allerlei kleine Geschenkchen, wie Ringe, Püppchen, Glaskugeln, Bonbons und ähnliches, fein säuberlich in Pergamentpapier gewickelt und mit Faden umwunden, eingedrückt wurden. Sind dann die Bäuchlein alle voll, die Gesichtchen fpielbcgieriq, dürfen sie die Eisenbahn und den Stcinbaukcisten bewundern und auch ein lustiges Pfänder- oder Wettspiel beginnen. Als Lohn gibt es selbstgemachte Karamelbonbons, dazu läßt man einen halben Liter Milch mit 300 Gramm Zucker, zwei Vanillezucker und ein Stückchen Schokolade dick und braun kochen. Während dieser Zeit, ungefähr breioiertel Stunden, muß man fleißig rühren. Wenn die Masse dicklich ist, gießt man sie sofort auf eine mit Mandelöl bestrichene Kuchenplatte und schneidet sie in kleine Würfel. Nach dem Erkalten lassen sich die Bonbons brechen. Ehe die Kinder nach Hause gehen, bekommen sie noch eine mehr luftige als sättigende Schaumspeise, einen Schneemann aus Reis. Dazu setzt man aus schön steif gekochtem, mit Zucker und Vanille, sowie eiwas Salz abgeschmeckten, kalten Milchreis einen Schneemann auf eine große Glasplatte. Den Unterteil formt man in einem niederen breiten Becher, der mit Wasfer erst ausgespült wurde, und stürzt ihn, daraus setzt man einen dicken Kloß und obenauf einen kleineren als Kopf. Die Arme sind .zwei angedrückte Reiswürstchen, die eventuell mit Zahn- stochern unsichtbar gehalten werden. Als Augen, Nase, Mund und Knopfe vorne runter bekommt der Schneemann gelbe und dunkle Weinbeeren eingesetzt. Dazu steckt man aus Buntpapier noch eine spitze Mütze und als Besen ein kleines zurechtgemachtes Aeftchen auf. Eine Tasse süßer Rahm wird steif geschlagen und ein halbes Pfund feiner süßer Quart unter ständigem Rühren daran gegeben. Man gibt einen Eidotter, Vanille, etwas Zitronensaft und nach Oe- schmack Zucker daran und zum Schluffe den steis- geschlagenen Schnee des Eies. Wer die Creme rosa liebt, kann einen Löffel Himbeersaft darunter mischen. Natürlich braucht man — in diesen schweren Zeiten, und damit es keine verdorbenen Bäuchlein gibt — nicht dies alles für eine Kinderaesellschäft vor- zusehen; die Rezepte sind nur als Anregung und kleine Auswahl gedacht, von der man beliebig Ge- brauch machen kann. Oie Küche im Sommer. Allerlei erprobte Rezepte. Zitronenspeise (amerikanisches Rezept). Das Gelbe von drei bis vier Eiern wird mit 150 Gramm Zucker und dem Abgeriebenen einer Zitrone und dem Saft von zwei Zitronen sehr schaumig gerührt, mit einem Glas guten Weißwein und zehn Blatt aufgelöster weißer Gelatine vermengt und unter stetem Schlagen mit der Schneerute bis zum Aufkochen gebracht. Dann nimmt man vom Feuer, zieht schnell den sehr steifen Schnee der Eiweiß darunter, füllt in eine kalt ausgespülte Stürzform, die auf Eis gestellt wird. Orangenlimonade (amerikanisches Rezept). Die Schalen von acht Drangen werden abgerieben und mit vier Pfund feinem Zucker vermischt. Darauf gießt man 1J4 Liter gekochtes heißes Wasser und läßt es einen Tag zugedeckt in einem Porzellan- gefäß stehen. Den nächsten Tag lost man 35 Gramm Zitronensäure in etwas Wasser auf, gießt dies dazu, rührt um und läßt das nun drei Tage ruhig stehen (öfters umrühren). Danach durch ein feines Tuch seihen und in Flaschen füllen. Bei Bedarf mit frischem Wasser ober Sprudel verdünnen. Schmeckt herrlich. Französischer D b st k u ch e n mit Johannisbeeren Heidelbeeren, Brombeeren oder Weintrauben. Man bestreicht den abnehmbaren Rand eines Kuchenbleches mit Wasser und legt dann die Kuchen- form völlig mit einem nicht zu dünn ausgerollten Butterteig aus, füllt diesen mit getrockneten Erbsen bis zum Rande, überdeckt bas Ganze mit einem buttert?eftrichenen Papier unb bäckt ihn bei guter Hitze etwa 15 Minuten. Dann werben bie Erbsen ausgeschüttet unb statt ihrer bie sauber ausgesuchten Beeren, bie man reichlich mit Zucker vermengt hat, eingofüllt bis zum Ranb. Daraus wirb ber buchen noch so lange in ben heißen Ofen gestellt, bis bie Beeren burch unb burch heiß sinb. Bei Heidelbeeren mengt man unter ben Zucker noch einen Teelöffel Zimt unb zwei bis . brei Eßlöffel Biskuit- ober Zwiebackbrösel. Dieser Beerenobstkuchen schmeckt sehr gut unb wirb auch von ben Herren gern gegessen. Warbeit und Schönheitspflege Auch die Hausfrau kann gut aussehen und jung bleiben. Don Dr. W. Schweisheimer. E- ist nicht schwer, schön zu bleiben und jung auszusehen, wenn man nichts anderes zu tun hat, als sich darum zu kümmern. Diel schwerer hat es da eine Hausfrau, die selbst tätig ist und sich den anstrengenden Verrichtungen des Haushaltes unterzieht. Trotzdem ist zweifellos die Verbindung von anstrengender Hausfrduentätigkeit und erfolgreicher Schönheitspflege möglich. Es muß nur eine bestimmte Zeitspanne am Tag für diesen Zweck geopfert werden, und diese Zeit läßt sich bei richtiger Einteilung gewinnen. Am wichtigsten ist immer die Körperpflege mit Wasser. Es reinigt nicht nur, sondern bringt auch die Hautgefäße in stete Bewegung, sorgt für bessere Durchblutung der Haut und verschafft der Haut damit die Elastizität und frische Farbe. Morgendliche oder abendliche Abwaschungen werden zweckmäßiger durch häufiges Baden oder Duschen erseht; die Wirkung ist viel erfrischender. Die Handpflege wird auf allzu alkali- reiche Seifen verzichten. Sie sind zu scharf, reizen die Haut und lassen sie aufspringen. Die Haut bleibt weich, wenn nach dem Waschen ein mildes Ginreibemittel benützt wird. Kurz gehaltene Rä- gel sind für die berufstätige Frau notwendig. Richtige Fußpflege ist für das allgemeine Wohlempfinden wie für die tatsächliche Arbeitsfähigkeit von Bedeutung. Die Senkung des Fußgewölbes, die in Fuß und Dein viel Schmerzen verursacht und Gehen und Stehen beeinträchtigt, kann dusch geeignete Schuheinlagen ausgeglichen werden. Im übrigen ist es gerade mit Hinblick auf diesen Punkt notwendig, daß die Hausfrau nicht unnötigerweise ihre Arbeit im Stehen verrichtet. Die Zubereitung des Essens. Bügelns usw. kann bei geeigneter Anordnung des Arbeitsplatzes vielfach im Sitzen stattfinden. Bei der Pflege des Gesichtes verdienen einige allgemeine Gesichtspunkte besondere Hervorhebung. Salzreiches, zu hartes Wasser wird nicht von jeder Gesichtshaut vertragen. Salzarmes, ab- gekochtes oder Regenwasser („weiches" Wasser) bekommt einer solchen Haut besser, auch durch Zusatz von Soda oder Seife wird hartes Wasser gemildert. Das Abtrocknen muß sorgfältig geschehen. Pudern oder Fettzusah nach dem Waschen wird einer solchen Haut Vorteil bringen. Waschungen mit verdünnten Lösungen von Alkohol oder Essig erweitern die Blutgefäße in der Haut, sorgen für größeren Dlutzustrom und können dadurch zu einer Belebung des Teints beitragen. Zahlreiche Hautstörungen im Gesicht entspringen aus einem Gesamtleiden des Körpers, und können nur mit seiner Besserung schwinden. Fettsucht und andere Stoffwechselleiden erfordern entsprechende Behandlung. Bessern sie sich, so schwinden die Flecken und Schäden im Gesicht von selbst. Von größter Bedeutung ist richtige 'Dar rn- tätig t e i t: ein zu träger Darm ist Llrsache vieler Hautschädigungen. Die Wirkung von Hefe« Präparaten bei manchen Gesichtsverunreinigungen ist wohl von ihrem Einfluß auf den Darm aus zu erklären: ebenso die der sogenannten Blutreinigungstees. Ein junges Aussehen bewahrt nur der, dessen Darmtätigkeit in Ordnung ist und für regelmäßige Entfernung giftig wirkender Stoffe sorgt. Geeignete Kost, die viel Zellulose enthält, also Obst, Gemüse, schwarzes Brot, auch Fe.t und Wasser, ist auch hier die Grundlage. Richtige Mundpflege wird vor allem für Instandhaltung der Zähne sorgen. Die Zahn- bürste nicht zu hart, das Zahnwasser nicht zu scharf, am zweckmäßigsten irgendeine dünne alkoholische Lösung, wie sic die üblichen Mund Wirtschaft. Besserung des ReichöbankauSweises. Berlin, 17. Aug. (WTB. Funkspruch.) Nach bem Ausweis derReichsbank vom 15. Au g u st hat sich in der zweiten Augustwoche die gesamte Kapitalanlage der Bank in Wech- sein und Schecks, Lombards und Effekten um 132,2 Millionen auf 3410,1 Millionen Mark verringert. 3m einzelnen haben die Bestände an Handelswechseln und -Schecks um 130,4 Millionen auf 2913,5 Mm. Mark, die Bestände an Aeichsschatzwechseln um 2,5 Millionen auf 24,6 Millionen Mark abgenommen und die Lombardbestände um 0,7 Millionen auf 106,8 Millionen Mark zugenommen. An Reichsbanknoten und Rentenbankscheinen zusammen sind 82,1 Millionen Mark in die Kassen der Reichsbank zurückgeflossen, und zwar hat sich der Umlauf an Reichsbanknoten um 79 Millionen auf 3743,1 Millionen Mark, derjenige an Rentenbankscheinen um 3,1 Millionen auf 400,1 Millionen Mark verringert. Dementsprechend haben sich die Bestände der Reichsbank an Rentenbankscheinen auf 27 Millionen Mark erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 338,5 Millionen Mark eine Zunahme um 4,6 Mill. Mk. Die Bestände anGoldunddeckungs- fähigenDevisen haben sich um 5,4 Millionen auf 899,8 Millionen Mark erhöht. 3m einzelnen haben die Goldbestände um 143 Millionen aus 763,1 Millionen Mark und die deckungsfähigen Devisen um 5,3 Millionen auf 136,7 Mill. Mark zugenommen. Die Deckung der Roten durch Gold und deckungsfähige Devisen betrug am 15. August 24 Prozent, gegen 23,4 Prozent am Ende der Vor- toDd>e. Berlin weiter freundlich. Berlin, 17. August. (WTB. Funkspruch.) Zu Beginn der heutigen Börse konnte man erkennen, daß sich die Aufwärtsbewegung der K u r s e, die schon in den letzten Tagen in Schwung gekommen war, auf Grund des anhaltenden Publikumsinteresses ziemlich einheitlich fort setzte. Die innerpolitische Ruhepause hat die Störungsmomente so gut wie ganz beseitigt, und das wieder sehr feste Reuyork von gestern hat die bisher skeptische Beurteilung der amerikanischen Haussebewegung etwas gebessert. Hinzu kam, daß rein markttechnische Momente, wie Baiuepositionen der Spekulation, Materialknappheit usw. kursstei- gernd wirkten. Bevorzugt waren wieder Spezialpapiere, d. h. im Kurse besonders niedrig stehende Werte und die am Arbeitsbeschaffungsprogramm profitierten Aufbauwerte. Zahlreiche Papiere erschienen sogar mit Plus-Plus-Zeichen. So hatten AEG., Aschaffenburger Zellstoff, Berliner Maschinen und Julius Berger dieses gern gesehene Zeichen, aber auch sonst waren Gewinne von 2 v. H. und mehr keine Seltenheit. Farben konnten heute kräftig anziehen und mit plus 1,90 v. H. die 90- Grenze nehmen. Schiffahrtsaktien waren ebenfalls lebhafter und bis zu 1,50 v. H. gebessert. Schwachstromwerte gewannen bis zu 2 v. H., Maschinenaktien bis zu 1,75 v. H. Bauwerte setzten ihre Aufwärtsbewegung um 2 o. H. fort. Ein 2prozentiger Gewinn der Aschaffenburg-Zellstoff entspricht genau 10 v. H. des effektiven Wertes. Bon Elektropapieren zeichneten sich Lahmeyer durch einen 4,75prozentigen Gewinn aus, der eine Folge von ca. 10 Mille Nachfrage war, wobei vielleicht die Hoffnungen auf die Finanzierung des Düna-Kraftwerkes, die allerdings vorläufig noch Schwierigkeiten machen soll, eine Rolle spielten. Renten waren dagegen vernachlässigt. Deutsche Anleihen neigten eher etwas zur Schwäche. Auch Jndustrieobligationen waren nicht immer preishaltend, während Reichsbahnvorzugsaktien ihre Aufwärtsbewegung fortsetzten. Bon Auslandsrenten waren 4prozentige Mexikaner etwas gebessert, während Mazedonier zur Schwäche neigten. 3m Verlaufe wurde das Geschäft zwar etwas ruhiger, die Tendenz blieb aber unverändert freundlich. Eine gute Kritik fand der Reichsbankausweis für die zweite Augustwoche; besonders die Gold- und Devisenzunahme um 5,4 Millionen und die Besserung der Deckung auf 24 nach 23,4 Prozent wurden beachtet. 3m Vordergrund des 3nteresses standen allerdings weiter die Spezialpapiere, zu denen im Berlaufe noch Kunstseideaktien hinzukamen. Am Geldmarkt war immer noch keine wesentliche Entspannung nach dem Medio festzustellen, da Lohnzahlungen und der bevorstehende rheinische Zahltag störten. Der Sah für Tagesgeld hielt sich bei 5,5 Prozent an der unteren Grenze und ging nur vereinzelt bis auf 5,4 Prozent herunter. Die übrigen Sähe erfuhren keine Veränderungen. Rach Reichsschahwechseln und Reichsschahanweisungen besteht weiter nur geringe Rachfrage. Der Privat- diskontmarkt zeigt ziemlich ausgeglichene Haltung. Frankfurt fest. Frankfurt a. M., 17. Aug. (WTB. Draht- Meldung.) An der heutigen Börse machte die A u f w ä r t s b e w e g u n g weiterhin erhebliche Fortschritte. Bei ziemlich leb- haften Umsätzen ergaben sich durchschnittlich Kurserhöhungen von 1 bis 2 Prozent. Vom Publikum lagen etwas größere Kauforders vor, denen sich die Spekulation mit Deckungen und Meinungskäufen anschloh. Reben der weiter starken Befestigung der Auslandbörsen verwies man auch auf die innerpolitische Lage, in der eine gewisse Beruhigung eingetreten sei. Das Hauptinteresse erstreckte sich besonders wieder auf sog. 3nvestitionswerte. Aber auch andere Marktgebiete erfreuten sich besserer Rachfrage. Die stärksten Kursgewinne verzeichneten wiederum Bauwerte7 Am Montanmarkt stellten sich durchweg Befestigungen von 1 bis 1,25 Prozent ein, nur Gelsenkirchen langen anfangs knapp behauptet, um aber Die industrielle Weliprodukiion. Im Wochenbericht des Instituts für Konjunkturforschung wird geschrieben: Die industrielle Warenerzeugung der Welt ist in den letzten Monaten weiter zurückgegangen. Die monatliche Indexziffer der industriellen Weltproduktion (1928 -- 100, Saisonschwankungen ausgeschaltet) sank von 76,1 im Januar auf 67,0 im Juni 1932. Gegenwärtig werden rund 10 Prozent weniger Jnduslriewaren erzeugt als im Jahre 1913, auf den Kopf der Bevölkerung berechnet, etwa ein Fünftel weniger als 1913. Besonders scharf abwärts gerichtet ist die Erzeugung vor allem in Frankreich und in den Vereinigten Staaten von Amerika. In Deutschland hatte sich der Rückgang vorübergehend etwas verlangsamt, weil saisonmäßige Kräfte und exogene Faktoren (Russenaufträge) einige Anregung gaben. Neuerdings scheint sich aber der Abschwung wieder schärfer durchzusetzen. Von den Ländern, die den Goldstandard verlassen haben, hat Großbritannien neuerdings einen Rückschlag zu verzeichnen. In Japan hält die Steigerung der Produktion — allerdings bei zunehmender Währungsentwertung — an. Die Industrieproduktion Sowjet-Rußlands zeigt in den letzten beiden Monaten einen gewissen Rückgang, der mit Saisoneinflüssen und Mängeln in der technischen Leitung begründet wird. Bemerkenswert ist vor allem der scharfe Rückgang in den Produktionsgüter erzeugenden Industrien, während die Berbrauchsgütererzeugung sich demgegenüber im allgemeinen besser behauptet hat. Die deutsche Industrie wurde gegenüber 1928 durchgehend zurückgedrängt. Ebenso haben die Vereinigten Staaten von Amerika sehr stark an Boden verloren. Großbritannien' vermochte neuerdings — relative — Fortschritte im Kohlenbergbau, in der Roheisengewinnung und im Maschinenbau durchzufetzen. Englands Anteil an der Welttextilproduktion aber geht zurück. — Aehn- lich war bisher die Entwicklung in Frankreich. Jedoch wirkt sich hier die neuerliche Verschärfung der Krisis sehr ungünstig aus. Eine Sonderstellung nimmt Sowjet-Rußland ein, das seinen Anteil in wichtigen Produktionsgüterindustrien erhöhen konnte. Weitaus geringer ist jedoch die anteilmäßige Zunahme in wichtigen Verbrauchsgüterindustrien, z. B. in der Textilindustrie. später gleichfalls bis zu 1 Prozent anzuziehen. Am Chemiemarkt hat das Angebot in 3G.-Farben scheinbar nachgelassen, so daß eine Besserung von 1 bis 1,5 Prozent zu verzeichnen war. Die Rebenmärkte dieses Marktes verzeichneten ebenfalls Erhöhungen von 0,5 bis 1 Prozent. Kursavancen von 0,5 bis 1,25 Prozent hatten ferner Reichsbank, Schiffahrts-, Kunstseide- und Zellstosfaktien, sowie Deutsche Linoleum, Daimler und Leonhard Tietz. Conti Linoleum und Gebr. 3unghans waren unverändert. Der Rentenmarkt lag außerordentlich still. Deutsche Anleihen und Reichsschuldbuchforderungen blieben nur knapp behauptet. Von fremden Werten zogen Anatolier 0,25 Prozent an. Goldpfandbriefe lagen anscheinend infolge von Tauschoperationen gegen Aktien 0,5 Prozent schwächer. Liquidationspfandbriefe tendierten aber eher um eine Ruance fester. 3m übrigen verzeichnete der festverzinsliche Markt keine nennenswerte Veränderung. 3m Verlaufe blieb die feste Haltung bestehen und die Rebenwerte zogen 0,5 bis 1 Prozent an. Von Montanwerten waren Mannesmann stark gesucht und erneut 1,5 Prozent höher. Auch Kaliaktien kamen mit Erhöhungen bis zu 2 Prozent zur Rotiz. An den übrigen Marktgebieten blieben die erhöhten Kurse gut behauptet. Das Geschäft wurde aber etwas stiller. Tagesgeld war zu 4,5 Prozent unverändert und nur vereinzelt etwas gefragt. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 17. Aug. Es wurden notiert: Weizen, neue Ernte, 214 bis 210; Roggen 167,50; Wintergerste für Brauzwecke 170 bis 167,50; Hafer, in ländisch er, alte Ernte, 160 bis 177,50; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 mit Austauschweizen 35 bis 36,10; Roggenmehl (60 v. H.) 25,50 bis 26,50; Weizenkleie 8,65; Raggenkleie 8,50; Weizenmehl, Niederrhein. mit Austauschweizen 35 bis 35,85 Mark. — Tendenz: ruhig. Oberheffen. Landkreis Gießen. v Londorf, 16. Aug. Einen genußreichen Rachmittag bereitete am Sonntag das Musikkorps des Ausbildungs-Bataillons 15 Marburg unter Mitwirkung des Gesangvereins „Germania" Beltershausen den hiesigen Einwohnern durch ein Konzert mit Gesang. Die Darbietungen fanden stürmischen Beifall. Besonders gefielen die Lieder für gemischten Chor und einige Lieder mit Orchesterbegleitung, sowie mehrere Volkslieder. Allgemein wurde der Wunsch geäußert, ein solches Konzert auch an einem Winterabend einmal zu hören. ♦ Lich, 16. Aug. Die Stadt Lich läßt zur Zeit am Fuße des Breuerbergs in nächster Rähe der Reitbahn kleine Bohrversuche nach Wasser vornehmen. Man hofft dort eine ergiebige Quelle zu finden. Kreis Friedberg. Z Butzbach, 16. August. Die Kraftposten Butzbach —Hochelheim und Butzbach — Ziegenberg haben auch in dem abgelaufenen Vierteljahr April-Mai-Juni mit einem Fehlbetrag abgeschnitten, so daß die von den beteiligten Gemeinden (Hochweisel, Münster, Langenhain, Niederkleen, Dornholzhausen, Pohlgöns, Kirchgöns und Stadt Butzbach) gewährleisteten Garantiesummen inAnspruch genommen werden mußten. Kreis Büdingen. ? R i d d a , 15. Aug. Die Himmelsbach - sche Holzindustrie, die ehedem über 300 Arbeitern Arbeit und Brot gab, sieht sich infolge Auftragsmangels gezwungen, den Betrieb von Monat zu Monat zu verkleinern. Von dem Häuflein der noch Beschäftigten wurden in den letzten Wochen wiederholt Entlassungen vorgenommen. Einem großen Teil der Angestellten wurde gekündigt. Man fürchtet sogar, daß das Werk eines Tages gänzlich zum Erliegen kommt, was die wirtschaftliche Lage unseres Städtchens aufs stärkste beeinflussen müßte. Der Betrieb war von jeher überwiegend mit der Schwellenlieferung für die Reichsbahn beschäftigt. Da diese aus wirtschaftlichen Gründen den Verbrauch stark eingeschränkt, ist das Absinken der Deschäftigungskurve unvermeidlich. Das Bauhandwerk ist sowohl hier, wie in der engeren Umgebung, während des ganzen 3ahres verhältnismäßig gut beschäftigt. Maurer, Zimmerleute, Weißbinder, Dachdecker, Bau-Schreiner u. a. haben fast laufend Arbeit, da neben Reubauten auch Instand- sehungsarbeiten in größerer Zahl ausgeführt werden können. Kreis Alsfeld. * Homberg, 16. Aug. Rachdem die Mitwirkung mehrerer Reit- und Fahrvereine des nördlichen Oberheffen gesichert ist, findet am 24. und 25. September ein großer Reitertag in Homberg (Oberhessen) statt. Es wird mit einer Beteiligung Don mindestens 150 Reitern gerechnet. Gewipnauszug Ohne Gewähr Nachdruck verboten 6. Ziehungstag 15. August 1932 90619 139123 393286 173 24831 26186 30211 294903 302768 344813 362706 383323 392480 111506 114351 160871 230686 248703 235221 238649 240404 310971 314067 319586 361104 373751 393728 149676 226929 247296 126972 153259 187756 199139 207706 221629 238865 266591 285553 310409 328688 353851 380296 137452 164416 234838 264441 320019 363433 396574 135504 158938 188920 203450 214937 227835 244302 271481 300522 319725 336124 361102 139163 177691 235432 265696 323879 364242 120148 143549 165578 189503 204518 216835 234399 252568 273683 301333 323291 343946 370847 142093 186432 236041 269990 326105 372437 122102 147937 170516 192786 205424 218923 236004 254201 273784 305295 323501 344597 371530 125857 149721 175364 195566 207367 219345 237469 262899 281775 305673 324973 347737 372592 130342 149472 217740 237892 292205 334014 373813 132806 154084 188520 200542 213752 227027 241351 271308 289921 314217 331183 360054 381159 5. Klasse 39. Preußisch-Süddeutsche (265. Preuß.) Staats-Lotterie. Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II 273225 290873 292694 347683 355863 360122 399907 116 Gewinn« zu 1000 M. 35785 41271 44208 50046 51191 51762*56332 58483 66323 70546 105772 116188 123198 129270 ------ 131704 131818 ------ ------ ----- 216 Gewinn« ,u 500 Olt. 19321 22486 23170 29457 29530 32552 38688 40952 41083 42101 42562 42996 44161 44878 49517 50662 53632 63442 63584 77914 79167^79356 ^3660i 66^56 94888 96543 98140 99542 4 Gewinn« ju 10000 M. 180134 352309 16 Drwinne zu 5000 M. ' 59915 64814 107320 163798 189515 212694 270882 18 Srwinne zu 3000 M. 54089 121156 203464 229238 266376 345808 383508 60 Gewinne zu 2000 M. 4150 19841 39160 50308 77528 82465 111188 115273 153997 159009 159328 178461 192034 201425 ----- ---- 3n der heittigcn Nornutlagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen 3n der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen 2 D«winns zu 10000 M. 237032 ___8 Gewinn- zu 5000 M. 63403 170705 370401 20 Gewinne zu 3000 M. 20387 49131 326351 174771 193239 216881 268336 312378 152776 323479 70 Gewinne zu 2000 M. 177028 267192 279976 306386 362585 369736 376220 100 Gewinne,o 1000 M. 144703 197077 213875 238105 298092 354480 391850 132450 177411 135811 185689 189667 212250 237823 291138 350698 379431 145409 198109 215838 238954 302171 360457 394238 166537 200684 216779 250075 330272 366152 137329 189416 309327 377417 91948 179281 202051 220750 265469 333839 374259 109056 148497 260708 314508 385375 113201 151935 265496 350008 387005 128399 184902 210257 22.S951 28206b 350363 375732 - --------- 20024 20997 25526 25869 32320 40869 43827 58390 90211 ----- 131970 ------ ------ ------ - - --- -- ----- 16736 18844 22980 39722 59729 63427 74097 79977 82789 ------ ------ 126557 ------ ------ ----- 101082 134243 163109 170197 205770 254343 273326 286803 302039 319489 338732 341678 361294 104269 140914 161364 182441 222193 256190 279597 294606 304354 322216 339793 346422 386146 106515 142643 165735 184774 229368 266191 280200 295024 310367 327334 340043 350820 389767 118829 143336 167943 201953 230045 266436 281746 297984 310471 332977 340290 353693 392310 104005 138950 157686 174115 208442 254363 276659 293584 303709 320458 339070 341988 375586 122321 143595 168018 204811 247590 272936 284033 299014 317459 333696 340353 361219 . 194 Gewinne ,u 500 M. 2067 10830 12398 15492 20199 23899 24054 41727 49232 50487 51375 53695 63895 67323 68432 70818 76701 79620 80949 9787-- Im Gewinnrade verblieben: 2 Prämien zu je 600000, 100 Schlußprämien zu je 8000, 2 Gewinne zu je 500000, 2 zu je 300000, 2 zu je 200000, 4 zu je 100000, 6 zu je 75000, 8 zu je 50000, 24 zu je 25000, 158 zu je 10000, 868 zu je 5000, 804 zu je 3000, 2366 zu je 2000, 4656 zu je 1000, 7768 zu je 500, 23378 zu je 400 M. Kraftpoft * GefelHcbahsf abrt am Sonntag, 21. August, mit Aufenthalten in Usingen von 10.30 bis 11.00, Saalburg von 11.30 bis 12 30, Königstein von 13.15 bis 14.45 (Schloß und schöner Taunusblick), Bad Homburg v. 15.15 bis 16.45, Bad-Naubeim vonl7.30 bis 20Uhr. Abfahrt Hauptpost Gießen 9 Uhr, Rückkunft 21 Uhr. Fahrpreis 4 RM. Kartenausgabe Hauptpost — Schalter 6 — bis spätestens Samstag 18 Uhr. 5877 d Lichtspielhaus Gießen nachmitt. 4 Uhr Einlaß 3.15 Ende 5.45 Uhr nachmitt. 6 Uhr Einlaß 5.45 Ende 7.45 Uhr Karten von Mk. 0.80 bis Mk. 2.00. Schüler nur nachmittags halbe Preise. Näheres siehe Plakate. Einmalige Sonder-Veranstaltung Donnerstag, 18. Sept. 1932 abends 8.30 Uhr Einlaß 7.45 Ende 10.15 Uhr 5866 C Nur drei Vorführungen I Kennst du das Land ITALIEN Ein deutscher Kultur-Film von antiker Baukunst, von Land und Leuten in fünf Teilen. Mit besonderer Musik - Bearbeitung _________für den Film. Sonntag, den 21. August Gesellschaftsfahrt zum GKKVfM (Schloß Waldeck, Bad-Wildungen) Abfahrt 7 Uhr: Ludwigsplatz Preis inkl. Motorbootfahrt. Mk. 5.60 Karten bis Samstag 18 Uhr O477R bei Germer & Wagner, Neuenweg Omnibu^betrieb C. Hoos. Eine Wohltat bei dieser Hitze ist unsere Herren- Bluse C. Röhr & Co. 5873 D BetMmingHMMt sucht ■1-2 Zimmer als Büro zentral gelegen, z. l.Sevt. Schriftl. Ang. mit Preis unter 5879V an den Gieß. Anz. Wissenschaftliche Werke Sondergeoiei aai Brühl'schen Druckerei Achtung! Patent-Neuheit! Tüchtige Damen u. Herren an allen Plätzen zum Besuch von Privaten, Geschäften u. Hotels sof. ges. 04784 Hieronimus, Giefeen, Bleicbstr. 7. GlWMlWS-MsleiMW. Das Grummetgras von den staatlichen Wiesen wird versteigert: 58640 1. in Gemarkung Alten-Buseck: Montag, den 22. August, vormittags 9% Uhr, in der Otto Rabenauschen Wirtschaft zu Alten-Buseck; - 2. in Gemarkung Staufenberg: an demselben Tage, nachmitiags 12% Uhr, in der Wirtschaft „Zum blauen Hecht" in Saubringen; 3. in Gemarkung wieseck: Dienstag, den 23. August vormittags 10% Uhr, in der Wirtschaft „Zur Ludwigsburg" in Wieseck, an der Straße Wieseck—Alten-Buseck; 4. in Gemarkung Gießen: an demselben Tage, nachmittags 2 Uhr, im Philosophenwald bei Gießen. Auskunft erteilen zu 1 Förster i. R. Müller zu Alten-Buseck, zu 2 Förster Braun zu Daubringen, zu 3 und 4 Förster Brück zu Rödgen, sowie das Forstamt. Gießen, den 15. August 1932. Hessisches Forstamt Gießen._______ Vergleichsverfahren über das Vermögen des Hermann Leib, Inhabers der Firma Georg Leid & Sohn in Gießen. 1. Der in dem Vergleichstermin vom 5. August 1932 angenommene Vergleich wird hierdurch bestätigt. 2. Infolge der Bestätigung des Vergleichs wird das Verfahren aufgehoben. 5876D Gießen, den 12. August 1932. Hessisches Amtsgericht. Frische Seefische G. G. Meinheim Aaünlwfstrasre 61 5759 o Telefon 3866 AlinMtWS-WsleimM öer SM Wen. Mittwoch, den 24., und Donnerstag, den 25. August 1932, soll das Grummetgras von den städtischen Wiesen öffentlich meistbietend versteigert werden und zwar: Mittwoch, den 24. August 1932: 8% Uhr (Zusammenkunft am Schlachthof) von den Wiesen im Neustädter Feld, bei dem Schlachthof, Hohleiche und auf der Insel. 9% Uhr (Zusammenkunft am Viadukt in der Ederstraße) von den Wiesen in der Schwarzlach in 7 Abteilungen. 11 Uhr (Zusammenkunft in der Restauration von Georg Schrimpf, Kaiserallee 4) die Wiesen an der Thromschen Fabrik, eine Wiese hinter der Kläranlage, von den Wiesen am Weiher, am Ohleberg, im Heegstrauch und am Alten Steinbacher Weg (Rußland). 14 Uhr (Zusammenkunft in der Restauration Philosophenwald) von den Wiesen im Wiesecktal und an der Eselswiese. Donnerstag, den 25. August 1932: 9 Uhr (Zusammenkunft an Ort und Stelle) an der Anneröder Straße, von den Wiesen am Altentisch und Utersbrun- nen; anschließend an der Rödgener Straße von den Ochsenwiesen und den Wiesen im Stolzen Morgen. 13 Uhr (Zusammenkunft an Ort und Stelle) von den Wiesen des Gas- und Wasserwerks in den Gemarkungen Rödgen und Großen-Buseck. Steigliebhaber, welche die Wiesen zu besichtigten wünschen, wollen sich an den städtischen Wiesenmeister Klos, Bücking- straße 4, wenden. 58680 Gießen, den 15. August 1932. Bürgermeisterei Gießen. J.V.: l)r. Hamm. Doppelhera GIBT BLUT- KRAFT-U. STARKE NERVEN VERBLÜFFEN DE ERFOLGE PROBE FLASCHE 1,95 • GROSSE FLASCHE 3.70a. 4 65 DOPPELHERE-DRAQEES f5O • Zu haben in den nachstehenden Drogerien : 0. Wlnterholf, Krenzplatz 9 10; C. Seibel, Frankfurter Str.; Herrn. Elges, Seltersweg 68a. Grünberg: Karl Schott und sämtliche Filialen. 5190 V Donnerstag, den 18. August d. 3., nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im „Löwen", Neuenweg 28, dahier, zwangsweise gegen Barzahlung: 5881V 1 Sessel, 6 Vertikos, 7 Nähmaschinen, 3 Chaiselongues. 2 Radios, 13 Sofas, 2 Kühlschränke, 7 Schreibmaschinen, 1 Haarschneidemaschine, 1 Friseurtoi- lette, 5 Tische. 19 Stühle, 5 Schreibtische. 3 Gläserschränke, 1 Wirtschaftsbüfett, 1 Badeofen mit Wanne, 9 Flaschen Branntwein, 1 Musikapparat, 1 Bild. 5 Büfetts, 2 Kommoden. 2 Kredenzen. 2 Teppiche, 1 Standuhr, 2 Bücherschränke, 3 Diwans. 2 Spiegel, 1 Wäscheschrank. 1 Kafsenschrank. 4 Kleiderschränke, 2 Grammophone, 2 Waren- schränke, 100 Topfpflanzen, 1 Flascheneinweichbecken. 1 Vitrine, 1 Waschtisch, 1 Bett, 1 Fahrrad, 1 Rauchtisch, 1 Pia- nino, 1 Ständerlampe. Ferner an Ort und Stelle (Bekanntgabe erfolgt im Dersteigerungslokal): verschiedene Spielwaren, Besen, Christbaumschmuck, 1 Agawagen, 2 Horch- Personenwagen, 1 Opel-Personenwagech 2 Schweine. Wöll, Gerichtsvollzieher in Gießen Ludwigstraße 33 — Telephon 3239