l. len lar. Ä; KZ! S'SjS'S *jrä*ä LLL-ÄÜ ttkops mSZ® »•iS &S£ ft «ÄÄ sprach, Auler. soviel -Telangvereint ve> »richten. leinben. h-ft. Cabbatjei» bn }r; samstag oormib batausgang 9.41). - ^■•30; abends 7.15 llljt luauflühtung! :b einmal dh igf. !M Schlckulswende ’gSfflSS SÄ slppel“"t ?de?ed,7S« SnfSchlMto 1Unto>»1,eben SN-S stage i3i KkS^ u Zolles gQ Zreitag, 17. Juni 1932 ür. ho Srübausgabe 182. Jahrgang Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vnttk und Perlag: vrühl'fche Unwe^tai^vuch. und Stetnörnderet R. Lange in Giebel. Schriftleitung und Geschäftrttelle: SchuMraßeT. Annahme von »nzeigen für bie lagesnummtr bi» zum 91ad)mittag vorher. Preis für 1 mm Höhe für Anzeigen von 27 mm Brette orthd) 8, ausmärt» 10 Reichspsennig: für 'Re* Nlameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspsennig, piatjDorldjrift 20' , mehr. Cbffrebaktcur Dr. Fnedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Vohiili Dr crx. Wilh. Cange; für Feuilleton Dr H.2bnrtol; für den übrigen Teil Ernst Dlumschem und für den Anzeigenteil Mar Filter, fämtlid) >n (Riehen Erscheint täglich, aufjn Sonntags und Feiertag». Beilagen: Die Illustrierte Gietzener Familienblätter Heimat tm Bild Die Scholle fflonati’Bejagspreis: Mit 4 Beilagen WDl.1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. . -.25 Auch bei Nichterscheinen oon einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Zerulvrechanschluste inler Sammelnummer 2251 Anlchrift für Drahtnach- richten Anzeiger riehen. poUfdicdfonto: zronkfnrt am Main 11686. Oie Aufhebung des SA.- und Uniformverbots. 3m Schloßhotel von Ouchy. Von links nach rechts: Außenminister oon Neurath: Italiens Finanz- Minister Mosconi: Reichskanzler oon Pape n: Macdonald; der französische Mmisterprastdent Herriot. 0er Reichskanzler spricht mit Herriot. Eine bcfr>evtgcndc Atmofphäre. Lausanne, ‘16. Juni. (WTB.! Heute mittag fand eine Zusammenkunft zwischen Reichskanzler v. Papen und dem französischen Ministerpräsidenten H e r r i 0 t statt. Bei der Besprechung gab Reichs- lanzler v. Papen dem französischen Minister- präs'.denten eine Darlegung der innenpolitischen Situation in Deutschland, die er in ihren Einzel- heiten schilderte. Weiter wurde eine eingehende Besprechung der ganzen Konlerenzgegenstände durchgeführt. die in sreundschaftlichslcn Formen verlief und als ergiebig angesehen werden darf. Die Besprechung dauerte über eine Stunde. Her» r i 0 t hat Donnerstagabend im Hotel Savoy" dem Reichskanzler im Beisein des Reichsaußenministers einen Gegenbesuch abgestattet. Kurz vorher hatte der Reichskanzler eine einstündige Unterredung mit Macdonald über die letzten Ereignisse in Deutschland und die innen- und außenpolitischen Ziele der Reichsregierung. Auf deutscher Seite wird fest gestellt, daß in den Besprechungen mit Herriot und Macdonald durchaus der Wille, eine Grundlage für die allgemeine Regelung zu finden, hervorgetreten ist. Herriot hat in der Unterredung weitgehendes Derständnis gezeigt. Wieweit allerdings Herriot in der Lage lein wird, bei diesen Entschlüssen den deutschen Wünschen entgegenzukommen, ist die Frage. Aufschub her deutschen Zahlungen aus unbestimmte Zeit? London, 17. Juni. (WTB. Funkspruch.) Die britische und die französische Delegation haben sich, wie pertinax dem „Daily Telegraph" aus Lausanne meldet, auf einen von Sir John Simons ausgearbeitelen Entwurf eines Abkommen» geeinigt, in dem die Fälligkeitstermine der deutschen Zahlungen auf unbestimmte Zeifverschoben werden. Man hoff!, durch diese Regelung ein ungestörtes Arbeiten dec Konferenz sichern zu können. Aus der Formulierung des Entwurfs glaubt Pertinax entnehmen zu können, daß die Lausanner Konferenz fich außer mit Repu- rations- auch mit allgemeinen europäischen wirtfchasts - und Finanzfragen befassen und entweder selbst ober in Form oon Ausschüssen so lange tagen wird, bis eine endgültige Lösung der Probleme gefunden ist. Mussolini und das deutsche London, 17. Juni. (DTR. Funkspruch.) Mussolini betonte einem Vertreter des „Daily Expreß" gegenüber, daß alle Völker, des Geredes falt. Taten sehen wollten. Die Zeit der Reparationen sei zu Ende, wenn Deutschland „Rein" sage, werde auch Italien ,Jl e i n" sagen. ©er Erlaß der neuen Notverordnung des Reichs gegen politische Ausschreitungen. I nen niemals ein Aufreihen einer längst überwundenen geschichtlichen Irennungslinie herbeiführen. Das Reich ist eine unzerreißbare Lin heil. Länderregierungen und Reichsregierung würden ein Wiederaufrichten der Mainlinie ebensowenig dulden, wie das gesamte deutsche Volk ohne Unterschied der Partei. Zu Beginn der lebenswichtigen Konserenz oon Lausanne kann das völlig unberechtigte Gerede oon der Mainlinie dem deutschen Volk nur schweren Schaden bringen. Ich bitte die ganze deutsche Presse, dieses Thema überhaupt nicht mehr zu erörtern. Stahlhelm und Notverordnung. Berlin, 16. Juni. (5U.) Die heute erschienene .Stahlhelm-Zeitung" sagt über die Aushebung des Tlnisormverbots und die Freigabe der SA. u. a.: „Die Aufhebung des UniformüerbotB gibt dem Stahlhelm endlich sein feldgraue» Ehrenkleid wieder, dessen Entziehung ausgerechnet durch das Kabinett der.Frontsoldaten" nicht nur als eine Behinderung seiner nationalen Arbeit, sondern als eine schwere Kränkung wirken mußte Mit aufrichtiger Freude begrüßen wir auch die Aushebung des S A - B e r b 0 t s, das wir vom ersten Tage ab alS unberechtigt und schädlich bekampst haben. Mögen Stahlhelm und SA. nach dem Wort unseres ersten Bundesführers in Breinen in Zukunft in ehrlicher Kampfgemeinschaft dem gemeinsamen 3iel der inneren und äußeren Befreiung des Vaterlandes entgegenmarschieren! In den Ländern, in denen die Systemsparteien, wenn auch nur geschäftsführend. noch am Ruder find, soll die Absicht bestehen, die Aufhebung des SA.-Verbots durch die Reichsregierung mit dem M i 11 c l eigener Rotverordnungen zu sabotieren oder durch Anwendung des Aufmarsch- Berlin. 16. Juni. (WTB.) Amtlich. Gnt- sprechend ihrer Erklärung bei der Ucbernahmc der Geschäfte hat die Reichsregierung dem Herrn Reichspräsidenten Vorschläge zur Milderung der seit März 1931 erlassenen politischen Ausnahmevorschristen gemacht Reichspräsident und Reichsregierung lassen sich bei ton neuen Vorschristen von der Absicht leiten, die durch die früheren Rotverord- yungen erheblich eingeschränkte politische Freiheit namentlich für die wichtige bevorstehende Wahlentscheidung teilweise wieder herzu st eilen. Die'Reichsregierung hat die Vorschristen. die nunmehr rechtens sind, in einer neuen Verordnung zusammengestellt. Auf dem Gebiete de» Versammlungsrechts find die Bestimmungen über1 bie Anmeldung und das verbot von öffentlichen politischen Versammlungen, oon Versammlungen und Auszügen unter freiem Himmel und oon den sogenannten Lastwagenfahrten gestrichen. Ein vorheriges Verbot von solchen Versammlungen und Aufzügen ist nicht mehr gegeben. Co lle jedoch die Wiederherstellung der Der- sammlungsfreih.'it zu S örungen der öffentlichen Ruhe führen, so .st dem Reichsminister des In- r.crn d e Ermächtigung gegeben, erneut für das Reichsgebiet oder einzelne Teile Bestimmungen über d e Anmeldung und das Verbot von Versammlungen zu treffen. Die Befugnis der zuständigen Landes- und Ortspolizeibehörden. Versammlungen unter freiem Himmel wegen unm ttelbarer Gefahr für die öffentliche S cherheil auf Grund des Artikels 123 Absatz 2 der Re cksverfassung zu verbieten, ist durch die neuen Vorschriften selbstverständlich nicht berührt. Vollständig aufgehoben werden durch die neue Verordnung sämtliche einschränkende n Bestimmungen über Plakate und Flugblätter politischen Inhalts mit Ausnahme der kommunistischen ©ottMenberoeaung. Dagegen haben hie Bestimmungen über das Verbot periodischer Druckschriften im we- srntlichen aufrecht erhalten werden müssen Der bisherige Vebowgrund der Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, der wegen feiner weitgehenden Fassung besonders zu Beanstandungen Anlaß gegeben hatte, ist jedoch durch einen neuen Verbots gründ ersetzt worden, nach welchem das Eijchemen einer periodischen Druckfchrist dann auf gewisse Dauer unter- foat werden kann, wenn in ihr eine Vernsfent- lichung enthalten ist. die lebenswichtige Interessen des Staates dadurch gefährdet, daß unwahr oder entstellte Tatsachen behauptet oder verbreitet werden (9e- dacht ist hier etwa an unwahre Behauptungen, durch welche die Währung ober Interessen der Landesverteidigung gefährdet werden Die Höchst- dauer des Verbotes einer Tageszeitung ist von 8 auf 4 Wochen herabgesetzt worden. ?u denjenigen früheren Verordnungen, an deren Stelle die neue Rotverordnung tritt, gehört auch lic Verordnung vom 13 April 1932. durch welche "die sogenannten m i l i t ä r i h n l i ch e n Otqa- nifationen der R 6 DAP. aufgelöst wurden. Der Herr Reichspräsident hatte schon alsbald nach dem Erlaß dieser Verordnung den Wunsch geäußert, daß allgemeine und gleichmäßig anzuwendende Vorschriften für alle Verbände solcher Art erlassen werden möchten. Al» Ersah für die Bestimmungen, die daraufhin zunächst in der Verordnung vom 3. Mai 1932 über politische Verbände getroffen worden waren, sind in die neue Verordnung Vorschriften aufgenommen worden, nach denen politische Verbände, deren Mitglieder in geschlossener Ordnung öffentlich aufzutreten pflegen, auf verlangen des Reichsministers des Innern verpflichtet find, ihm ihre Satzungen und sonstigen Bestimmungen über ihre Organisation und Tätigkeit vorzulegen. Die verbände sind ferner verpflichtet, an diesen Bestimmungen und an ihrer Satzung jede Aenderung vor,unehmen, die der Reichvministcr des Innern zur Sicherung der Staatsautorität für erforderlich halt. Rach der Festlegung dieses weitgehenden, sich auf alle Verbände solcher Art trffrerfenben Reich»- aussichtsrechls war es vom Standpunkt der gleichmäßigen Behandlung geboten, auch der RSDAp. bei der Reubildung solcher verbände keine besonderen S d) r a fiten aufzuerlegen. Schließlich ist auch das sogenannte 11 ni form- verbot in die neue Verordnung n ich t w t e • her aufgenommen worden. Tie Reichstag e- rung hat sich zu seiner Aufhebung nicht ohne Bedenken entschlossen. Sic erwartet, daß gerade dce Wiederzulassung der Uniform die Jubrer in öt€ Lage versetzen wird, unbedingte Disz 1 p 11 n unter den Mitgliedern der Verbände zu hatten. Sollte sie sich hierin getäuscht sehen und die Wie- derzulassung der sogenannten ParteiuniforTnen Zusammenstöße zwischen den Anhanges der gegnerischen Verbände zur Folge haben, so wurde sie genötigt fein, mit scharfen Bestimmungen. zu denen ihr daS oben erwähnte Aus- sichtSrecht die Handhabe bietet, gegen die f ch u l d i g e n V e r bä n de e i n z u sch r e i t e n. haben sich somit Reichspräsident und Reichsregierung entschlossen, eine weitgehende Milderung der bisher bestehenden Aus- nahmevorschriftefi eintreten zu lassen, so haben sie gerade deswegen geglaubt, politische Ge - walttaten mit strengen Strafen belegen zu müssen. Wer glaubt, die in weitem Umfang wieder hergestellte politische Freiheit zu Gewalttaten gegen den politischen Gegner mißbrauchen zu können, den soll die ganze Schärfede» Gesetzes treffen. Die Reichsregierung erwartet oon den Polizei- und Straf- verfolgungsbehörden, daß fie mit Strenge gegen derartige Gewalttätigkeiten oorgehen und die Täter rascher und fühlbarer Bestrafung zuführen werden. Der Reichspräsident und die Reichsregierung erwarten von dem deutschen Volke und insbesondere von den politischen Parteien und Verbänden, daß die größere Freiheit des politischen Leben», welche durch die neuen Vorschriften gewährleistet wird, nicht erneut zu einer Verwilderung der politischen Sitten führt, und daß fich die politischen Führer aller Grade ihrer Verantwortung für die Ausrechterhaltung der öffentlichen Orbmmg in Deutschland bewußt sind, und das ihre dazu tun, um die politischen Kämpfe in dem Rahmen zu führen, der einer gesitteten Ration würdig ist. Reichspräsident und Reichsrcgierung lassen andererseits keinen Zweifel darüber, daß, wenn diese Erwartungen sich als trügerisch erweisen sollten neue und scharfe Ausnahmevorschristen die unvermeidbare Folge sein müßten. Em Vries des Reichspräsidenten. Berlin, 16. Juni. (WTB.) Der R e i ch s p r ä - s i d e n t hat an den Reichsminister Oes Innern, Freiherrn von Gayl, im Zusammenhang mit dem Erlaß der politischen Notverordnung folgendes Schreiben gerichtet: „Sehr geehrter Herr Reichsminister! Anbei übersende ich Ihnen die von mir vollzogene D e r 0 r d n u n g gegen politische Ausschreitungen zur Veröffentlichung. Ich habe die mir von der Reichsregierung oorgeschlagenen weit- gehenden Milderungen der bisherigen Vorschriften in dem Vertrauen darauf vor- genommen, daß der politische Meinungs- kamps in Deutschland sich künftig in ruhigeren Formen abspielen wird, und daß Gewalttätigkeiten unterbleiben. Sollte sich diese Erwartung nicht erfüllen, so bin ich entschlossen, mit allen mir versassungs- mäßig zustehenden RI i tteln gegen Ausschreitungen dieser A rt vorzu- gehen. Ich ermächtige Sie, diese meine Meinung J bekanntzugeben. Mit freundlichen Grüßen bin ich ' Ihr ergebener gez.i von Hindenburg." Es gibt feine Mainlmie. Frcißcri von Wat)l über Reich und Länder. Berlin, 16. Juni. (WTB. Funkspruch.) Vor Vertretern der Presse führte Reichsinnenminister Freiherr oon Gayl im Anschluß an die Der- offentlidjung der Verordnung gegen politische Aus- schreitungen im besonderen Hinblick auf das Verhältnis von Reich und Ländern folgendes aus: Durch die ganze Presse sind in den letzten lagen Mitteilungen über Meinungsverschiedenheiten gegangen, welche zwischen den Regierungen einiger Länder und der Reichsregie, r u n g über diese Notverordnung bestehen. Die Tatsache, daß einzelne Regierungen schwere Sehe n t e n in der Aussprache der Herren Minister- Präsidenten mit dem Kabinett beim Empfang durch den Herrn Reichspräsidenten geäußert haben, ist richtig. Wir haben jede dieser Aeußerungen entgegengenommen, sorgfältig geprüft und gegen unsere eigenen Gedanken pflichtgemäß abgewogen. Unsere Entscheidung ist aber für bie Verordnung in der heute vorliegenden Form gefallen. Das Kabinett hat einen einmütigen Beschluß gefaßt. Der Herr Reichspräsident hat nach enigehenden Vorträgen die Verordnung vollzogen. Sie ist nunmehr geltendes Recht, das die Reichsregierung zu bewahren hat. Meinungsoerfchiedenheiten zwischen einzelnen Länderrcgierungen und der Reichsregierung sind selbstverständlich. Da» schließt nicht au», daß, wie früher in anderen Fällen, auch bei der Durchführung dieser Verordnung ein gutes undsachgemähesZufammcnwirkeu oon Länderrcgierungen und Reichsregierung statt, finden wird. Ich lege den größten wert auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit allen Ländern. Im FVsammenhang mit diesen Dingen ist in der Presse von einem wiederauf- richten der Mainlinie die Rede gewesen. Sachliche Meinungsverschiedenheiten zwischen den süddentfchen Ländern und dem Reich fön- Oie erste Begegnung in Lausanne. ■ MMT I 1 MUI ■ ---1 Verbots illusorisch zu machen. Wir möchten annehmen, das; die Reichsregierung derartigen Durchkreuzungsversuchen ihrer Politik mit der nötigenEnergieentgegentreten wird. 3ni übrigen warnen wir die betreffenden Länder- rcgierungen, den Bogen der Anterdrückungspolitik gegen die nationale Bewegung zu Überspannen. Er könnte ihnen eines Tages eklig um die Ohren fliegen!" Die ASDAP. fordert Durchsetzen derRotverordnungmdenLändern München, 16. Juni. (111.) Zur Aushebung des SA.-Verbotes durch die Reichsregierung bringt die „Nationalsozialistische Parteikorrespondenz" einen Artikel, worin der Freude darüber Ausdruck gegeben wird, daß sich die Reichsregierung der Erkenntnis der staatspolitischen Notwendigkeit dieses Schrittes nicht entzogen habe. Aber gerade deshalb sei um so mehr zu erwarten, daß die zuständigen Reichsstellen nunmehr auch ihre Verordnung im ganzen Reiche mit der gebotenen Tatkraft zur Durchführung bringen. Schon hätten die Regierungen in Bayern, Baden und Preußen erklärt, ihre bisherigen Bestimmungen aufrecht- zuerhalten. Das sei eine offene Sabotage des Sinnes und Inhalts der erlassenen Reichs- Gesetzesoorschriften, gegen die die NSDAP, ein u n - verzügliches Einschreiten der Reichsregierung erwarte. Die Disziplin der nationalsozialistischen SA.- und SS.-Verbände bie te die absolute Gewähr dafür, daß ihrerseits eine unmittelbare Gefahr für die öffentliche Sicherheit nirgends bestehe. Die Reichsregierung habe nunmehr zu zeigen, ob sie gewillt sei, ihren durch die Notverordnung gegebenen Anweisungen im Reiche Geltung zu verschaffen oder ob sie durch die Hinnahme von offenen Brüskierungen des Reiches durch die Länder ihre Autorität restlos aufs Spiel setzen wolle. Widerstände in Süddeuischland. Baden hält das Uniform« verbot aufrecht. „Mit Rücksicht auf besondere örtliche Verhältnisse." Karlsruhe, 16.3uni. (SU.) Der badische Staatspräsident Dr. Schmitt erklärte der Presse, er habe in der Unterredung der süddeutschen Regierungsvertreter mit dem Reichspräsidenten in Gegenwart des Reichskanzlers über die Aufhebung desSA. - Verbot s u. a. gesagt, die Aufhebung des SA.»Verbots schädige das Ansehen des Reichspräsidenten, weil er das Verbot erst vor kurzem erlassen habe. Wenn man in dem SA.-Verbot eine Einseitigkeit und deswegen eine Ungerechtigkeit erblicke, so sei das SA-Verbot aus diesem Grunde nicht aufzuheben, sondern auf alle Militär- ähnlichen Verbände auszudehnen. Das badische Staatsministerium lehne einstimmig die Verantwortung für die Ruhe in Baden bei Aufhebung des SA.-Verbotes ab, ti>eil_ Baden fein Militär und auch nicht genügend Polizei habe. Gerade jetzt während der W a h l z e i t dürfe das Verbot er st recht nicht aufgehoben werden. Auf eine besondere Frage des badischen Staatspräsidenten habe der Reichskanzler erklärt, es sei selbstverständlich, daß, wie auch das Reich entscheide, die Länder nicht gehindert seien, alle diejenigen Maßnahmen zu treffen, die mit Rücksicht auf besondere örtliche Verhältnisse erforderlich feien. Wie nun amtlich mitgeteilt wurde, hat der badische Innenminister mit Rücksicht auf die in Baden gegebenen Verhältnisse entsprechend einer früheren badischen Regelung ein allgemeinesUniformverbot ausgesprochen. Auch das in Baden bestehende Demonstrationsverbot bleibt durch die Reichsverordnung unberührt. Das Verbot von Geländeübungen ist bis auf weiteres verlängert worden. Oer Vollzug der Notverordnung in Bayern Beschränktes Bersammlungsoerbot. München, 16. Juni. (WTB.) Amtlich wird mitgeteilt: Das am 10. Juli 1931 erlassene und durch Anordnung vom 30. März 1932 bis 30. September 1932 verlängerte Verbot von politischen Versammlungen unter freiem Himmel einschließlich der Aufzüge und Propagandafahrten, gleichviel ob uniformiert oder nichtuniformiert, bleibt durch die neue Rotverordnung des Reichspräsidenten unberührt. Politische Versammlungen unter freiem Himmel und politische Aufzüge jeder Art sind also nach wie vor verboten. Rach der neuen Rotverordnung werden nunmehr alle Zuwiderhandlungen gegen die auf Artikel 123 Absatz II der Reichsverfassung gestützten Anordnungen dieser Art und damit auch Zuwiderhandlungen gegen das bayerische Aufzugsverbot m i t Gefängnis bestraft. Heber das Tragen Das Ende eines Wunderkindes. Ein Rechengenie im Armenhaus. Im Budapester Armenspital liegt seit einigen Wochen ein Mann, der einstmals die ganze Welt mit seinen Leistungen in Erstaunen versetzte, dessen an Hexerei grenzende Rechenkunststücke als kleiner Knabe Kaiser und Könige bewunderten. Als sechsjähriger Junge war Moritz Frankl auf der Höhe seines Ruhms, und sein Vater machte mit ihm große Reisen durch die ganze Welt, auf denen er überall seine fabelhafte Begabung unter Beweis stellte. Er war das Muster eines Wunderknaben, ein kleiner, körperlich kümmerlich entwickelter Junge, nut dessen Gesundheit Raubbau getrieben wurde, und der nur dazu da war, seinem Vater Geld einzubringen. Der kleine Frankl löste die unglaublichsten Rechenaufgaben mit phantastischer Genauigkeit und mit der Schnelligkeit einer Maschine, endlose Zahlenreihen addierte er innerhalb weniger Minuten, Multiplikationen und Additionen, bei denen die meisten anderen Rechenkünstler versagten, machten ihm ebenfalls keinerlei Schwierigkeiten. Eine, Zeitlang glaubte man, daß der kleine Frankl Helfershelfer haben miißte, bis einige Kapazitäten sich davon überzeugen konnten, daß tatsächlich alles ohne Schwindel zuging. Vor einem Auditorium bekannter Wissenschaftler löste Moritz Frankl als Siebenjähriger die ihm von einem Universitätsprofessor gestellten überaus komplizierten Aufgaben mit der gleichen Geschwindigkeit wie alle Aufgaben zuvor: es bestand seitdem kein Zweifel mehr, daß man es bei dem Jungen mit einer Abnormität sondergleichen zu tun hatte. Der alte österreichische Kaiser Franz Joseph war ein besonderer Bewunderer 'der phänomenalen Kunst des kleinen Frankl, wiederholt zitierte er ihn zu sich und stellte ihm allerlei Aufgaben. Einmal glaubte er den damals Neunjährigen bei einem Fehler ertappt zu haben. Er nannte ihm die Zahl d?r Regimenter der österreichisch-ungarischen Armee, die Zahl der Offiziere, Unteroffiziere und Soldaten und die Besoldung in den einzelnen Rängen, innerhalb weniger Sekunden nannte ihm das Kind die jährlichen Ausgaben für die Besoldung der gesamten Armee. Der alte Kaiser erklärte daraufhin, daß diese Summe falsch sei, mußte sich jedoch eines besseren belehren lassen, denn das Wunderkind hatte bei von Uniformen bei bestimmten Anlässen werden für Bayern noch besondere polizeiliche Vorschriften ergeben. Oie Durchführung in Hessen. Darmstadt, 16. 3unL (WSN.) Amtlich wird mitgeteitf: Rach Inkrafttreten der neuen Reichsnotverordnung ist in Hessen für politische Versammlungen usw. folgender Rechtszuftand eingetreten: Das am 7. Rovember 1931 erlassene verbot von politischen Versammlungen unter freiem Himmel, Demonstrationen, Auszügen, Umzügen, Durchmärschen und Sammeltransporten aller Art (z. 23. Lastkraftwagen) tritt wieder in Kraft. Die für d i e Zeit des Ivahlkampfes bis zum 18. Juni-1932 einschließlich erlassenen Erleichterungen für die Genehmigung von Versammlungen unter freiem Himmel und der dazu erforderlichen An- und Abmärsche in geschlossenen Gruppen durch die zuständigen Polizeibehörden bleiben bestehen. Lediglich Versammlungen in geschlossenen Räumen sind nicht mehr anmeldepflichtig. Auf Grund der neuen Reichsnotverordnung Absatz 1 Ziffer 1 § 14 werden alle Zuwiderhandlungen gegen die hessischen verbotsbestimmungen mit Gefängnis bestraft, neben der auch auf Geldstrafe erkannt werden kann. Das bisher auch für Hessen bestehende allgemeine Uniformverbot ist durch den § 20 der neuen Reichsnotverordnung aufgehoben worden. Der hessische Innenminister bedauert diese Maßnahme, sieht sich aber zur Zeit außerstande, eine andere Regelung zu treffen, die er im Interesse der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung für dringend erforderlich erachtet hatte. Oie Durchführung in Württemberg. Stuttgart, 16. 3uni. (WTB.) Die heute vom Resch erlassene politische Rotverordnung wird in Württemberg ohne Einschränkung durchgeführt. Rur das im September erlassene Verbot von Versammlungen bleibt bestehen. Straßers Rundfunkrede in München und Stuttgart verhindert. Berlin, 16. Juni. (TU.) Am Mittwoch sprachen, wie der „Angriff" berichtet, die nationalsozialistischen Abgeordneten Straßer und Hinkel bei dem Reichsinnenminister vor, um gegen die Maßnahmen der Länderregierungen Württemberg und Bayern Einspruch zu erheben, die die Rundfunkrede des Reichstagsadg. Straßer nicht über die Sender in München und Stuttgart gehen ließen. Bei dieser Gelegenheit wies der Reichstagsadg. Straßer darauf hin, daß die Nationalsozialisten es sich vorbehielten, in den Ländern, in denen s i e über Rundfunksender zu verfügen hätten, die Reden p o l i tischer Gegner nicht zu übertragen, solange die süddeutschen Länder erklären sollten, die Reden von Nationalsozialisten auf die in Frage kom. menben Sender nicht zu übernehmen. seiner Berechnung richtig die Tatsache zugrunde gelegt, daß es am Geburtstage des Kaisers für die Mannschaften und Unteroffiziere doppelte Löhnung gab. lieber diesen Vorgang wurde seinerzeit in allen Zeitungen viel geschrieben, und er trug dazu bei, den Ruhm des Jungen in besonders Hellem Licht erstrahlen zu lassen. Der alte Kaiser nahm sich übrigens des Kindes persönlich an; er veranlaßte insbesondere, daß der Junge einen ordentlichen Unterricht erhielt und etwas für feine Gesundheit getan wurde Eine Zeitlang wohnte der kleine Moritz Frankl sogar im Schönbrunner Schloß. Als der Krieg ausbrach, war das Interesse an dem Rechengenie natürlich mit einem Schlage erloschen. Man hörte während der Kriegsjahre noch vereinzelt von ihm und seiner Begabung, aber die Not der Zeit lieh ihn immer mehr in Vergessenheit geraten. Als sein Vater starb, stellte es sich heraus, daß er Riesenschulden hinterließ, die gesamten enormen Einnahmen aus den Vortragsreisen des Kleinen waren restlos verspielt, und vertrunken. Mit zunehmendem Alter, d. h. bereits mit achtzehn Jahren, begann das unnatürlich starke Gedächtnis des jungen Frankl nachzulassen, vor allem wohl infolge der übermäßigen Beanspruchung in den Kinderjahren. Als ihm während einer Veranstaltung mehrere Fehler unterliefen und er ausgepfiffen wurde, erlitt er einen Nervenzusammenbruch, und damit begann fein Niedergang. Eine Zeitlang war er in der statistischen Abteilung einer Behörde tätig, doch wurde er bald als untauglich entlassen. Der Verfall in geistiger und körperlicher Hinsicht nahm schnell seinen Fortgang, und zuletzt fristete Frankl ein kümmerliches Dasein als Wanderartist. Vor kurzem brach er auf der Straße in Budapest zusammen und liegt nun hoffnungslos und anscheinend geistig völlig umnachtet im Armenspital darnieder. Oie Spinne als Erfinderin des Taucheranzugs. Maurice Materlinck, der feinsinnige Tierbeobachter, hat jüngst der Wasserspinne, der Arygoneta, eine lebendige Studie gewidmet, und es lohnt sich wohl, diesen rätselhaften Sonderling unter den Spinnentieren in seinen ganz einzigartigen Le- Oer Maiuschka-Prozeß in Wien. Oer „Geist Sco" als Zeuge. — Matuschkas Selbstbezichiigung nicht ernst genommen. Wien. 16. Juni. (TH.) Am Schluß des ersten Verhandlungstages wird noch der Anschlag von Jüterbog besprochen. Der Vorsitzende erinnert Matuschka daran, daß damals bei Jüterbog der Versuch mit dem Schneidebrenner gemacht wurde. Matuschka erklärt, er wisse das nicht. Plötzlich springt er auf und beginnt doch von dem Schweißapparat zu erzählen und schildert, wie dieser nicht funktioniert habe. Er gibt dann an. daß er in Berlin eine Sekte habe gründen wollen zum Zwecke von Attentatsausführungen. Er habe sich in Berlin Turkulugia Prokop genannt. Der Vorsitzende befragt ihn dann über das Attentat von Dia Torbagy. Darauf sagt Matuschka, daß nichts hätte passieren können. Hm den Erfolg dieses Anschlages befragt, sagt Matuschka, das möchte er nicht wissen. Mit starker Betonung sagt der Vorsitzende: 22 Tote!, worauf Matuschka zu schluchzen anfing und sagt, wenn jemand geschrien hätte: „Was ist mit meinen Kindern?". so hätte ich geschrien: „Ich bin der Schuldige!" Als ihm der Staatsanwalt den Gegensatz zwischen dem Stil seiner Briefe und dem schlechten Deutsch, das er' jetzt spricht, vorhält, sagt Matuschka unter allgemeiner Heiterkeit, daß er Bismarcks Briefe abgeschrieben habe. Am zweiten Verhandlungstag hat das Publikumsinteresse wesentlich nachgelafsen. Zu Beginn der Verhandlung wird Matuschka noch einmal kurz vernommen. Das Hauptinteresse des Vorsitzenden und des Staatsanwalts gilt der Frage, ob Matuschka seine Behauptung, daß derGeist ihm alles befohlen habe, aufrochterhal- ten wolle. M. antwortet mit 3a. Die Vernehmung der Zeugen ergibt nichts Wesentliches. sie sind meist nur in geschäftlicher Beziehung mit M. zusammengekommen. Einer der Zeugen erklärt ihn für sehr normal, die übrigen bestätigen seine rasche Entschlußfähigkeit, Rervo- fität bei Verhandlungen und seine Frömmigkeit. Die Geschäftsfreunde Matuschkas bezeugen ihm seine G e s ch ä f t s t ü ch t i gk e i t. Während der weiteren Zeugenvernehmung kommt es zu einem bezeichnenden Zwischenfall. M. ist mit einer Schilderung über Einzelheiten nicht zufrieden. Er ruft daher erregt: „Ich will, daß hier die Wahrheit ans Tageslicht kommt. Es ist mir ganz gleichgültig. ob ich durch irgendwelche Angaben belastet werde. Ich will die Wahrheit sagen, ich will die Wahrheit sagen!" Der frühere Maschinenfabrikant Leo Schabe n s k h , der in den Phantasien Matuschkas angeblich dieRolledes.,GeistesLeo" spielte, berichtet, er sei Matuschka bald nach der Rückkehr aus Berlin begegnet. Matuschka war sehr zerstreut und aufgeregt und habe gesagt, ihm sei etwas Schreckliches passiert. Argwohnersüllt habe der Zeuge dann plötzlich zu Matuschka gesagt: „Beichten Sie, wo Sie waren, erleichtern Sie 3T>r Gewissen." Matuschka habe aber nur ausweichende Antworten gegeben. Heber irgendeinen Zusammenhang seines Ramens mit dem angeblichen Geist Leo wußte Zeuge nichts anzugeben. Einmal habe Matuschka ihn auf das Po lizeiplakat über Ansbach mit der Ergreif er Prämie von 4000 Schilling aufmerksam gemacht. Gr sagte dabei zum Zeugen: „Sie können sich viel Geld verdienen. Sie können den Attentäter der Polizei ausliefern!" Auf die verwunderte Frage, wie Matuschka zu dem Attentäter komme, erwiderte dieser: „Ra, i ch bin es ja selbst"; dazu habe er höhnisch gegrinst. Der Zeuge glaubte, Matuschka mache einen schlechten Witz. Erst nach dessen Verhaftung sei ihm dieser Vorfall wieder in Erinnerung gekommen. Der Besitzer einer Zündschnurfabrik gibt an, Matuschka sei ihm immer verdächtig erschienen. Schon zwischen Ansbach und Jüterbog habe er seine Meinung der Polizei mitget^lt, sei aber ausgelacht worden. Matuschka bekommt bei dieser Aussage einen roten Kopf, weint, wischt die Tränen aus den Augen und lallt unverständlich vor sich hin. Als dann das Modell einer von Matuschka erbauten Turbine vorgeführt wird, die er in die Donau einbauen wollte, um damit die Bundesbahn elektrisch zu betreiben, äußert Matuschka eine kindUche Freude. Er erklärt, daß ihm d'e Anschläge 10 000 Schilling gekostet hätten. Der Vorsitzende stellt dazu fest: „und 22 Tote!" . ... 4 $t3 •r-fe Leib t' Deutb Er i>ic ^,.xe lve'l I if.t} Ä’t'p- 2s.' ' ÄÄ Ä Acgiervng SÄ men d°h'E dcr aber E em" ! trorten sei. ; Senfrum gar kem ; |2 fünfte der ' schloffen geilen. I foiibt keine ander rung habe bilden 12 Punkte belvuht wicht habe, dah !> unö dannt in ov gehen müllen,JM damals noch bene ficn habe vermeii |cn nicht mit dem in Preußen gege Die Möglichst! positiver Arbeit und damit habe verloren, es |e Die Stimm ung deSVürgertums. Ein Telegr mmwechscl mit den Dentschnat tonalen. Berlin, 16. Juni. (TU.) Geheimrat Wildhagen- Leipzig hat an Dr. Hugenberg nachstehendes Telegramm gerichtet: „Ich bitte um Drahtantwort, ob Sie und Ihre Partei sich an der Arbeit für die Zusammenfassung und den gemeinsamen Wahlkampf des nationalen Bürgertums beteiligen wollen. Im Auftrage des gestern gewählten Arbeitsausschusses für die Zusammenfassung des Bürgertums." Darauf hat in Abwesenheit Dr. Hugenbergs Hauptmann a. D. Schmidt- Hannover wie folgt drahtlich geantwortet: „Die Arbeit der DNVP. und ihres Führers war und ist auf die Zusammenfassung aller gegen Zwangswirtschaft, Staats« fozialismus und Kulturzersetzung kämpfenden Aufbaukräfte der Nation gerichtet. Die DNVP. begrüßt jede Maßnahme, die geeignet ist, Stimmverluste antisozialistischer Gruppen zu verhindern. Beweis: Reststimmenoorschlag Dr. Hugenbergs vom 30. März, dessen Annahme durch die bürgerlichen Mittelgruppen eine wesentliche Verstärkung der Rechtsfront gebracht hätte. Die Wirkungsmöglichkeiten der Mittelgruppen find - inzwischen weiter verringert. Die DNVP. ist heute auch nach Zeugnis führender mittelparteilicher Kreise einziger wirklicher Garant für erfolgreichen Widerstand gegen wirtschaftszerstörende Entwicklung. Sie begrüßt jede Entwicklung.' Sie begrüßt jede Verstärkung ihrer Arbeit. Dr. Hugenberg, zurzeit Süddeutschland, erbittet zu seiner näheren Orientierung noch Drahtantwort, welche Parteien oder Gruppen von politischer Bedeutung hinter dem durch Sie vertretenen Ausschuß stehen." gez. Schmidt-Hannover. bensgewohnheiten zu beobachten. In klarem Wasser kann man bisweilen diese kleinen, kaum einen Zentimeter langen Tierchen von dunkler Farbe auf- und niedertauchen sehen, die nach der Beschaffenheit ihrer Atmungsorgane zum Leben auf dem Festland bestimmt erscheinen und durch ein unergründliches Geschick zum Dasein im Wasser verurteilt sind. Um überhaupt im Wasser leben zu können, müssen sie die ihnen gemäße Atmosphäre mit sich bringen; so wurden sie, wie der natur- forschende Dichter sagt, zum Erfinder des Taucheranzugs. Wenn man scharf beobachtet, so kann man rings um diese Spinnen eine Art Luftkissen wahr- nehmen, das sie einhüllt und bisweilen einem leuchtenden Küraß ähnelt, der sie vom Hals bis zum Ende des Hinderkörpers umgibt. Unter besonderen Beleuchtungsbedingungen erscheint dieser wie in eine Quecksilberkugel verwandelt. An den Füßen einiger anderer Spinnen kann man einige hundert Kugeln, an Härchen befestigt, erkennen. Von Zeit zu Zeit steigt eine dieser Wasserspinnen an die Oberfläche empor, um ihren Luftvorrat zu erneuern. Denn wenn auch ihre aufgespeicherte Luftmenge an verschiedenen Tagen verschieden ist, so sorgt sie doch stets für eine genügende Reserve. Aber die Wasserspinne ist nicht nur die Erfinderin des Taucheranzugs, sondern auch der Taucherglocke. Unter den Blättern der Wasserpflanzen bemerkt man große Luftkugeln, die wie durch ein Wunder aufgehängt erscheinen. Hier hat die Was- scrspinne ihr Nest, ihr Speisezimmer und ihre Wochenstube. Wie können nun diese 1 bis 2 Kubikzentimeter großen Luftkugeln mitten in dem flüf- figen Element standhalten und ihre runde Form bewahren? Ein Netz aus Seide umgibt sie und hält sie zusammen, dessen Fäden so fein sind, daß man sie nicht wahrnehmen kann, wie es auch sehr schwer ist, das zarte Tau zu erkennen, mit dem sie festgemacht sind. Man kann zeitweilig rings um eine Spinne bis zu fünf solcher Taucherglocken zählen, die sie angefertigt mit Luft gefüllt hat und in die sie sich gelegentlich zu einem Schlummer stündchen zurückzieht. Dieses Wunderwerk der Technik wird von seinem kleinen Baumeister im Dunkel der Nacht hergestellt. Welche Fülle der Erfindungskraft und Kunstfertigkeit liegt in dieser Vorrichtung beschlossen, die es dem Tiere ermöglicht, unter den seiner Natur wesensfremden und feindlichen Bedingungen zu leben! Hoover Nieder Präsidenlschafis- kandidal der Republikaner. Die Hoover-,.Plattform" vom Partei- konvent gebilligt. Chicago, 16. Juni. (TU. Funkspruch.) Der Re« publikanische Parteikonvent hat am Donnerstag« nachmittag den Präsidenten Hoover wieder als Präsidentschaftskandidaten' auf« g e ft e 111. Die auf dem Konvent gebilligte Plattform Hoovers, die sich im übrigen mit der Wahlplattform der Republikanischen Partei deckt, sieht folgende Forderungen vor: Einberufung einer i n - ternationalen Währungskonferenz, Beibehaltung der dehnbaren Schutzzölle, Förderung freundschaftlicher Beziehungen zu den übrigen Mächten, jedoch ohne politische Bündnisse, Vollmacht für den Kongreß zur Einberufung einer internationalen Konferenz zu Beilegung der Streit- * fragen im Fernen Osten im Falle der Nichterfüllung des Artikels 2 des Kellogg-Vertrages, Billigung der Teilnahme Amerikas am Haager Schiedsgericht, Abrüstung unter Beibehaltung der Flottengleichheit mit England und Beibehaltung der gegenwärtigen Armeeftärke. Die Frage der Kriegsschulden und Tribute sind in dem Programm nur kurz erwähnt, anscheinend, um irgendwelchen Schwierigkeiten oorzu- beugen. Das Programm wendet sich gegen eine unmittelbare Unterstützung der Arbeitslosen. Es sei ein Schutzzolltarif für die natürlichen Hilfsquellen des Landes notwendig, darunter für die Erzeugnisse .! der Land- und Forstwirtschaft sowie des Bergbaues und der Erdölindustrie. Erforderlich sei ferner ein ftrenges Einwanderungsgesetz. Kreugers „Geist" me dei sich. Während einer der letzten Sitzungen, die der Untersuchungsausschuß der Kreuger-Affaire in seinem Pariser Privatbüro abhielt, ereignete sich ein merkwürdiger Zwischenfall. Die Unterredung, die sich eifrig mit der überaus verwickelten Angelegenheit beschäftigte, wurde plötzlich durch das Schrillen der Telephonklingel unterbrochen. Eins der Mitglieder nahm den Hörer ab, aber niemand antwortete, und man beruhigte sich damit, daß es wohl eine falsche Verbindung gewesen sei. Nicht lange darauf klingelte es wieder, und wieder war niemand am Telephon, doch legte man der Sache auch jetzt noch keine Bedeutung bei. Als aber die Klingel das dritte Mal durchs Zimmer gellte, ohne daß sich am andern Ende der „Strippe" jemand meldete, da bemächtigte sich der Anwesenden eine unheimliche Stimmung. Man wurde den Eindruck nicht los, als ob irgend ein Versuch von einer geheimnisvollen Stelle gemacht werde, mit ihnen in Verbindung zu treten, und wer konnte das anders sein in diesen Räumen, in denen der große schwedische Finanzmann sich das Leben genommen hatte, als der G e i st Kreugers selbst? Doch da es alles nüchterne und verständige Geldleute waren, so schüttelte man die Beklemmung ab, und fuhr in der Besprechung weiter fort. Doch kaum hatte man den Geist vergessen, da meldete sich das Telephon von neuem, und nun war die Aufregung allgemein. Alle sprangen erregt auf und sahen sich ; verdutzt an. Da hatte einer der Herren einen glücklichen Einfall. Er kniete nieder und begann den Tisch sorgfältig zu untersuchen. Seine Vermutung bestätigte sich. Ein geheimer Draht verband die Telephonklingel mit dem Tisch, an dem Kreuger gewöhnlich zu sitzen pflegte. Der Herr, der an diesem Platz saß, hatte durch zufällige Berührung des verborgenen Kontaktes immer wieder die Klingelzeichen ausaelöft. Die Entdeckung ist ein neuer Beweis für di e Kunst des Bluffens, in der Ivar Kreuger Meister war. Die Geheimanlage diente ihm wohl häufig öfters dazu, um irgend ein unangenehmes Gespräch abzubrechen, denn mit einer unbemerkten Bewegung rief er das Klingelzeichen hervor und konnte sich dann entschuldigen, irgend eine unwirkliche Unterhaltung auf einer seiner Privatleitungen mit Newyork, Berlin oder London führen zu müssen. | heule sitze die Re I. berger immer no | mos ihr beliebe, I kabinell vom L - macht werden ki Drein neaat 1 durch NTDAP. | reichlich ©ebraud M gerliche Wöhler, I RSDAP. seine I über diese negoti I gewesen sein. Z i m iglitfjfeikn hat I leien des Landl, Die überrasch i habe die bürgert hellt, ob sie toc; | ikifen Doranttelle sic angesichts der gcüums das Ci gehen tollten. Tu t von den hessischer Man habe sich; c'ncs klaren und schiessen; Kamps gegen l rechts, (Einfreie dc ! ks sei bisher in ! haushalt der öss< 1. und danach die E s dadurch sei das L' deinen getötet toi I sozialistischen Te übernommen, di E Kien dann das 3c I benö- Schuld vo Iwnden. &>q?n h II '^Mlitik mü Mchn. guch [ ■ Sft1 bisher 8( || luhrte Kamps mi in anderem i ÄSs; & 7 hätte i rn*™w; 6 "i*. 1E ""Willig M, . ®*i[t r,?d-» &■«! Oie Ziele der nationalen Einheitsliste GenlW, Die kaiholischen Frauen und die Wahl hätte die Wegsteuerung von Vermögen Am Geldmangel sei ja die Verwirklichung sowie für die Neuregelung ff enger immer noch im sattel, und sie tonne tun, Im -j ihr beliebe, weil sie jo als gesch.iftsfiihrendes binett vom Landtag nicht verantwortlich ge- In acht werden könne. Von der Möglichkeit einer denn er bedingt. neue Kapitaldecke in Deutschland zu schas- fen, denn heute habe man ev doch nicht nur mit einer Wirtich.ifts-, sondern auch mit einer Vertrauens- und Kreditkrise zu tun. Erst müßten Mutt. ht" vom Panci' der Länder und der Kommunen damaligen Sparguthaben eine erfolgen. Nur auf diese Weife sei allmählich bei Antrages gescheitert, aber viele Hoffnungen l< ien dadurch erst geweckt und dann enttäuscht iptrbcn. Auch der Amnestie-Antrag der RSDAP lei bolschewistisch, denn er gefährde die Unabhän- gngfeit der Richter und bringe die Politik in d ie L chtspflege hinein. Die Rationale Einheitsliste 't: aus Grund ihrer Stellungnahme für die Pri- xrtwirtschast und für daS Privateigentum, gegen die Zwangswirtschaft, gegen jede Kommu lalisierung und Sozialisierung, gegen die Kontur, renj der öffentlichen Hand — abgefehen von Licht, Sa», Wasser und Beförderungsmittel — mit Betrieben au» Steuermitteln gegen die eigenen Steuerzahler, gegen jede neue Inflation, gegen Konsumvereine. Lhape-Gefchäste ufw., gegen alle nirtschastlichen, finanziellen und steuerlichen Experimente. Oer Redner erklärte s.ch weiter mit einer Ver- r igerung der Regierung auf zwei M i n i st e r u.ib auch mit einer Herabsetzung der Zahl b : t Abgeordneten einverstanden, aller- k ngs nicht bis auf 3D. weil hierbei den Sach- dcrständ.gen der Ministerien nicht genügend Sach- r irftänb.ge in den Landtagsaus'chüssen entgegen- g stellt werden könnten: auf 56 Abgeordnete ; gen jetzt 70. also 20 Prozent weniger, könne nn aber herabgehen. Ferner verlangte er. daß n in endlich in Helsen wieder eine verantwortliche Regierung gebildet werde. Wahrheit und Klarheit in der Etaats- hJjrung, aber auch in der Propaganda der Par- tcen Platz greife und nicht jedem Stande die H:füllung aller Wünsche versprochen werde. Mil daS gar nicht möglich sei, und Förderung b»s Angestellten-Mittelstandes erfolge. Er for- krte dann aus. bei der Wahl dalür zu sorgen. Dcf) die Schlüsselstellung des Zentrums auf die Nationale Einheitsliste übergehe, ermahnte das 12 Punkte der RS DAP. feien denn auch fo be- ’ololfcn gewesen, dah auf dieser Grundlage über- j h-iupt keine andere Partei eine Koalitionsregie- nntfl habe bilden können. Die RSDAP. habe diese | 11 Punkte bewußt so scharf gehalten, weil sie ge- ujufjt habe, dah sie andernfalls in die Regierung unb damit in die Verantwortung hätte hinein- 1 ben müssen, was sie ober mit Rücksicht auf den •> email noch bevorstehenden Wah.kamps in Preu- h, über die politischen Fragen der Gegenwart Die Rednerin wies zunächst besonders auf die Komplikationen Hin, die eintreten konnten, wenn eine Partei allein an die Macht tarne und dadurch die Bcstrebungen gefördert wurden, die sich schon jetzt in bedenklichem Umfange gegen den katholischen Volksteil richteten. Deshalb fei die Wahl in Hessen wieder so bedeutungsvoll, weil sich an ihrem Ausgang erkennen lasse, ob ein sozialer Volks ftaat oder ob eine Diktatur dem Doltswillen ent- spreche Nichts fei in unserer Gegenwart nötiger, denn eine vernünftige, solide Mitte Es läge etwas Großes darin, wenn die Wahi in Hessen einen guten Ausgang für die Mitte nehme und eine klare Absage an die Parteien des Umsturzes und des Radikalismus erfolge. Deshalb dürfe jetzt niemand müde werden, und jedermann müße seiner staatsbürgerlichen Pflicht als Wähler genügen. 3n ihren weiteren Ausführungen ging die Vortragende dann auf die Zusammenhänge des Sturzes des Kabinetts Brüning ein und wies auf die mancherlei Kräfte hin, die be wirkt hätten, daß Brüning nicht in offener Feld- schlacht vor der berufenen Stelle, vor dem Reichstag, fiel, fonbern durch den Reichspräsidenten abbe rufen worden sei. 3m Augenblick regiere eine Prä- sidialregierung Die Nationalsozialisten würden, !o- balb sie in diesen Zeiten der Not an die Regierung kämen, zugestehen müssen, daß sie es auch nicht Sten. ^giilia " M n 6iWn, die Iw ibielt, ereignete sich ‘ We Unterredung, » «ra» * : s*; ht ">c,rtt'Ä5 flnW wer tonnte I» denen Je ■ 9 n haft 2ebe(". ? ! » * rs f.e bL[|)|euie w- rftönM^®1« ob, un) «BettemmunS . fflUf weiter fj* J sich & [fen. ö\Ciuf< «un Inn i^J; rt^ÄJ einen < der TCjegann l«. [dien. l3,. nerbanb S «?£ VS 'M*' Str ü« ’ " mW®1 ‘ ifter § dazu, ' oufig f abjubr* n BewegJ W konnte l'^jerh°y Treu und Glauben ro i e b e r b e r g e ft e (It werden, früher sei bie Winschaft nicht roieber auf- zu richten. Die Rednerin polemisiert dann gegen die NSDAP., bie nicht aus dem Boben be» Privat- eigentums stehe, unb warnte, bie,er Partei auch nur als Exoeriment zur Macht zu verhelfen, well babei bie Gefahr für unser ganzes Wirtschaftsleben viel zu groß sei. ö» sei dringend notwendig, daß zwischen den Links- unb Rechts Sozialisten vernünftige unb besonnene Vertreter ber bürgerlichen Parteien stünden, die mit Sachkenntnis an die Dinge herantreten unb bie ganz eindeutig auf dem Boden des Privateigentum» stehen. Dringend notwendig fei ein Deutschland frei von Sozialismus unb frei von Radikalismus (Lebhafter Beifall.) gimmermeifter $reiöel-$onnot>er machte dem Bürgertum zum Vorwurf, daß es in den letzten 13 3ahren geschlafen habe unb auch heute noch Ichlafe Vielleicht zum letzten Male habe da» Bürgertum jetzt bie Chance, sich zu behaupten unb sich vor dem Sozialismus zu bewahren Bet den Wahlen in Hessen als Vorläusee ber Reichstagswahlen müße sich entscheiden, ob ber alte Bürgergeist noch aufrcchterhalien werbe, ober ob bas Volk zum Sozialismus übergehe, ber doch alle» töte Es sei von großer Bedeutung, daß In Hetzen zum ersten Mole dos Bürgertum sich zu einer geschlossenen Abwehrfront gegen jeden Sozialismus zu- fammengefunben habe heule feien Partelforderungen nicht», wo es um Deutschland, um eine große deutsche v ärger- fultur und damit um die Erhaltung de» Vaterlandes gehe. Der Redner wies dann auf die schwer bedrohten Sozialoersicherungseinrichtungen u auf die dort in Erscheinung getretenen gewerkschastl. Einflüsse hin, gegen die das Bürgertum Front machen muffe. Auch der von ber Großinbustrie und ber Großland- wirtschaft erhofften neuen 3nflation müsse von allen Bürgerkreisen mit Entschiedenheit entgegengetreten werben, jeboch (ei dazu ein festerer Zusammenschluß aller bürgerlichen Parteien als bisher erforberlid). Weiter forderte der Redner energische Maßnahmen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, er nahm mit Nachdruck Stellung gegen weitere Rationalisierung und Maschinisierung in der Industrie, durch die die Arbeitslosigkeit nur noch vermehrt werde, verlangte die Wiederherstellung ber freien Wirtschaft im Bau- Bewerbe unter (Einräumung einer entsprechenben eberganaszeit, wünschte probuktioe Gestaltung ber Arbeitslosenfürsorge, trat für starken Schutz ber Kirche unb ber Kulturarbeit ein unb rief zum Schluß zur Mitarbeit an ber Verwirklichung blefcr Forderungen durch Unterstützung der Nationalen Einheitsliste auf, zum Wohle Hessens und des deutschen Vaterlandes (Starker Beifall.) 'fe I »eiche oft gleich I \ I LU°°«.. I iKesWi°> I ? M ber Sfr 0 “t9tD0fh*Ur7ni le I 1 L tSösB stzs Z-sK । wie dieser:,* $1?atuWa mache : 11 told>et 'n Srimie, : chnursabrik gibt an •»Äd wischt die Trä. ' 11 unverständlich Dot : einer von Da,' !Hlne vvrgesührt ! embflwn wollte, um I M in betreiben, w Schilling gekvliet J. 2llt dazu fest: .unb v Bürgertum. nur der politischen Realität, nicht aber einet Massenstimrnung sich zuzuwenden unb von diesem Gesichtspunkte auS die Rationale Einheitsfront zu wählen. (Lebhafter Beifall.) $rou leuiferb^arburg wie« auf die große wirtfchaftliche Rot de« Mittelstände« hin unb forderte dann zum Kampf gegen den Lozialismu« von link- und rechts für ein freies &taat«bürgertum al« die schaffende und treibende Kraft im Staate auf Es müsse dafür gesorgt werden, dah nicht nur da« vorhandene Privateigentum erhalren bleibe, sondern bah möglichst weite Kreise sich ebenfalls Privateigentum erwerben könnten vor allem sei dafür einzutreten, daß da» den Rentnern und Sparern durch die Inflation genommene und durch die Auswertungsgefche bei reellem nicht wieder hergestellte Privateigentum geschaffen werde. 3cne Inflation fei Sozialismus tn schlimmster Form, sei Dolschewismus gewesen. Die Erhaltung unb Wieberherüellunh des Privateigentums sei aber auch notwendig wegen der Auswirkung ber Gerechtigkeit auf die seelische Einstellung der betroffenen Volksgenossen Es müsse für Arbeit and für die Wertbeständigkeit der Früchte dieser Arbeit gesorgt werden: das sei aber ohne die Wiedergutmachung de« Inflationselend- nicht zu erreichen. Die Rebnerin nahm bann gegen bie sog. Entschuldungslüge, gegen bie Zinstridute an ba« Ausland, gegen die Kapitalflucht unb bie Geld- Hamsterei Stellung, kritisierte behördliche Geldverschwendungen und die immer größere Einschränkung der Kaufkraft weiter Bevölkerung«- kreise. Durch alle diese Dinge sei der Bürgersinn totgeschlagen worden. Unverantwortlich- leit fei es, dah nach dem Glend jener Inflation gewisse Kreise heute schon wieder mit dem Gedanken einer neuen Inflation spielen Die Schulbnerkreife dürften nicht glauben, baß sie babei gut abschnei den würben Wenn un» bie Tribute erlassen würben, müsse für die früheren Anleiheschulden be» Reiche», 111101. ■tun n e u a t i d c n Mehrheitsbilbung ■burch’ NSDAP unb Kommunisten sei dagegen hat nm Gebrauch gemacht worben Mancher bür- ,erliche Wähler, ber im November v 3». ber tnnhiVJt1 ■ 1 öDAP seine Stimme gegeben habe, werbe )entMbiinflh®hh.llbrr bif,f "rgalioe Mehrheitsbilbung wohl erstaunt Jm ■.enefen fein Zwischen biesen beiben Mehrheits- jbrigen mit Der Mb D rl Wildheiten hatten bie anberen bürgerlichen Par- kirn bes Landtags ohne Einfluß geftanben Die überraschende Ausl sang des Landtages hai-e die bürgerlichen Parteien vor die Fra^e gebellt. ob sie weiter kleine MeinungSverschieden- b/iten voranstellen und getrennt bleiben, oder ob sie angesichts der Zusommengeh'rigkeit deS Tür- gertum« da« Einigende betont unb zusammen- erben sollten. Diese Fragestellung sei insbesondere ton den hessischen Wirtschastskreisen ausgegangen. 2Han habe sich zum Zufamntengehen auf Grund tmc« klaren und einwandfreien Programms ent- fhlossen: «ampf gegen den Sozialismus von link» unb rechts, Eintreten für bie privalwlrtfä-aft unb bas Privateigentum. 2m Gase Leib traten gestern abend bie in der Nationalen Einheitsliste zusammengelchiofsenen Parteien — Deutsche Dolkspartei. Wirtschaftspartei, Landvolkpartei, Lhriftlich-sozialer Dolks- Ctenft, DolkSrechtpartei unb Staat-Partei - mit einer Dahlkunbgebung vor die Giehener Wählerschaft. AIS erster Redner sprach Bürgermeister Or. Aiepoth'Gchlih. 2r kritisierte zunächst die andauernde Veunruhi- cung ber Wirtschaft durch die .Wahlen am laufenden San b", durch deren Auswirkung t'.e Produktion und der Warenabsatz immer mehr Je stört werde, weil niemand wisse, wohin politisch ie Fahrt gehe. Sodann wies er auf die vor- jährige hessifche LandtagSwahl hin, lei der nach der Parole .ES muß anders werden" sllerbinge manches anders, aber nicht besser ge» corben sei. Das Bürgertum habe sich zwar im Ilovember v. Is. ebenfalls stärker als früher an i uer Wahl beteiligt, bas Ergebnis sei aber ber | Einzug von 27 ober richtiger 26 Rationalfozia- I I ften im Landtag gewesen. Die bi- dahin herr- 1 fchende Regierungsmehrheit lei dadurch in die I 2linderheit gekommen Die Möglichkeit einer ■ neuen Regterungskoalltion zwischen | centrum und RSDAP habe bestanden: letztere !| habe auch zum Schein entsprechende Verhandlun- aen eingeleitet, eS sei aber noch nicht einmal bet? versuch einer Wahl b e<8 StaatSpräsi- ! Joe n t e n gemacht worben, er (Redner) habe sogar M t nen bahinzielenben Antrag im Landtag gestellt. ökr aber nicht einmal auf die Tagesordnung gesetzt | morden sei Die RSDAP. habe eben mit dem ! Zentrum gar keine Regierung bilden wollen. Die Aus Der Proütn^idlbuuptflaöi Gießen, den 17. Juni 1932 Anlagenpflege. — Kindersp elplätze. Mit dem Ausbau und der Herrichtung der West anlage hat der Grüngürtel unserer Stadt eine lobenswerte Vervollständigung erfahren Das ist um so erfreulicher, als für diese Herrichtung sicher sich nicht allzu viel an Geldmitteln zur Verfügung stand unb das, was geschaffen wurde, mit geringen Mitteln erreicht werden mußte Die Grünanlagen der Stadt sind den Bürgern ein willkommener Ort der Erholung und mancher wird im Lause de» Frühjahrs wieder mit viel Freude beobachtet haben, wie sich alles gut entwickelte. Die einzelnen ichänen Baumgruppen prägen sich deip Gedächtnis ein, Veränderungen, Umpflanzungen. Röckfchnltte ufw fallen sofort auf, Neuanpflanzun gen werden mit ständigem 3nler.'tze verfolgt. Der sachgemäße Rückfchnitt der Sträucher hat in diesem Frühjahr unb im gegenwärtigen Sommer einen nicht endenwollenden Blütenflor zur Folge gehabt Besonders gefielen die schönen Forsythien die, wie alleZiersträucher. dann erst gut wirken, wenn sie in Gruppen gepflanzt werden: nicht minder gefielen die verschiedenen Spiraeen in Gemeinschaft mit den Berberitzen und vieles andere mehr Aber es stehl auch mancher prachtvolle Baum in den Anlagen der feine Schönheit nicht genügend offenbaren kann, weil er durch andere, minder wertvolle Bäume der Sicht entzogen ist. Da steht zuw Beispiel in der An- Inge am Alten Friedhof eine wunderschöne Hänge- buche, die erst bann richtig zur Geltung kommen würde, wenn in der nächsten Umgebung etwas mehr freier Raum geschaffen würde Solche Prachtbäume, deren es in unseren Anlagen noch manche gibt, müssen frei stehen, wenn sie voll zur Wirkung kommen sollen Sie brauchen die freie Fläche, die ihre Formwirkung bann auch im Winter vorteilhafter erscheinen läßt. Die Gießener Anlagen sind schön, und es bedarf kaum einer grundlegenden Kritik Eines aber wird vielen Bürgern insbesondere den Müttern, aufgefallen fein und immer wieder auffallen: es find nicht genügend Spielplätze für bie Kinder vorhanden. Es find einige solche Spielplätze In dem einen ober besser machen könnten. Damit würbe ihr Anwachsen zum Stillstanb kommen. Reichskanzler Brüning habe, bevor er nach Lausanne gehen wollte, bie Ge wißheit verlangt, ob er das Vertrauen besitze, das ihm berechtigte, das Volk zu vertreten, gleichzeitig habe er aber auch bestimmte Forderungen aufgeftcUt, die das ijincinregieren unverantwortlicher Stellen verhindern sollten. Brüning habe sich stets dafür eingelegt, daß Deutschland frei werde von Iributlaften, er habe aber klanglos abgehen müssen, nachdem eine Wühlarbeit von politischer, sozialer, militärischer und auch von konfessioneller Seite her gegen ihn eingesetzt habe und von Erfolg begleitet gewesen fei. Bedenklich müffe es in der Gegenwart stimmen, wenn davon geschrieben werde, daß es an der Zeit fei, daß der Protestantismus und das Volk durch ihn unb die völkischen Kräfte erneuert werden müsse So falle die Entscheidung in diesen Tagen auch für den Fortbestand des christlichen Staates, in dem ber katholische Dolksteil arbeiten, leben, seinen Kult ausüben und feine Kinder katholisch erziehen könne Die Aufgabe der katholischen Frau bestehe darin, gegen Unwahrheiten, Verleumdungen, und Gedankenlosigkeiten aufzutreten, mit einem guten Wort zur rech ten Zeit unb am rechten Ort Gutes zu stiften und bamit den Sinn des wahren unb durchdachten Wortes zu erhöhen. Geistlicher Rat Dekan Beyer ermahnte im An- schluß an den Vortrag die Zuhörerinnen, das Ge- hörte weiterzutragen, und erinnerte außerdem an bie Zeiten bes Kulturkampfes. anderen Anlagenstück geschaffen worden, sie genügen aber nicht den Anforderungen, bie sich als gegeben erweisen. Die meisten Kinder sind auf die Straße angewiesen, wenn sie sich tummeln wollen, und sie sind in jener ständigen Gefahr, die eben lebhafter Verkehr mit sich bringt. 3n Großstädten hilft man sich mit der Absperrung einiger Straßen, die bann für Kinder frei und gefahrlos werden Für Gießen ist eine solche Maßnahme sicherlich nicht nötig, denn die Plätze in den Anlagen reichen sicher sich aus. Wippen, Sandkasten, Höngepfosten sind leicht und ohne hohe Kosten anzubringen, Rasenflächen ließen sich den Kindern zugänglich machen. Dor einiger Zett wurden am Lutherberg die Flächen ber ehemaligen Kleingärten zu einer schönen Wiese Umgestaltet. Die Kinder dürfen sie aber bei Strafe, die bie Eltern zu gewärtigen haben, nicht betreten. Diese Rasenfläche könnte sehr wohl zum Spielen frei- gegeben werden Wenn man sie gar noch mit einem Planschbecken vervollständigen würde, bann wäre das für die Kinder ein Eldorado und ein Born ständiger Freude Wenn dann einmal der Rasen etwas sehr zertreten werden sollte und unansehnlich wird, bann genügen einige Wochen Schonzeit, um ihn wieder erstarken zu lassen 2lnf dem Wege der Notstandsarbeit ober des freiwilligen Arbeitsdienstes ließe sich diese Arbeit sicherlich machen. Den Müttern könnte dadurch manche Sorge abgenommen werden, unb ber Jugend wäre gebient. So wie am Luther- berge läßt sich sicherlich bei eingehender Prüfung auch an vielen anderen Stellen der Stadt ein Platz finden, der der Fugend überlasten werden kann S. Keine Straßenmalerei zur Wahl. Line wohlmeinende Darnung bet Stadtverwaltung. Die Stadtverwaltung warnt wiederholt davor, Straßen, Plötze und öffentliche Gebäude aus Anlaß ber am 19.3uni ftattfinbenben Landtagswahl mit Austchriften zu versehen. 3n jedem Falle ber Zu- roiberhanblung wird Strafantrag gestellt und darauf hingewirkt werben, baß strengste Bestrafung eintritt. Durch bie Beseitigung ber Aufschriften entstehen ber Allgemeinheit Kosten, bie un- bedingt vermieden werden müssen. Die Stadtverwaltung wird neben der Bestrafung auch bie Ein- Ziehung ber entstehenden Kosten für bie Entfernung ber Aufschriften betreiben. |tn ’ßartei brdt, sich Einberufung einer in- - ungsko'nserenz, Schutzzölle, Forderns: n zu den übrige» ischeBündnisse, ur Einberufung einer Beilegung ber Streit- Falle ber Aichlechl- .ellogg-Vertrages B meritas am haacur ntcr Beibehaltung Cer mb unb Beibchaltur: arte. Die Frage der Tribute sind z erwähnt, anschrd Ediöieriglciten varzu-W kS sei bisher Immer bekämpft worden, daß tm Mstcushalt der öffentlichen Hand erst die Ausgaben sich gegen eine unmit- mb danach die Einnahmen bestimmt worden seien, 'rbeiiblofen. (Ss sei ei° I k^durch sei da- Verantwortungsgesühl des ein- Men Hilfsquellen d« «u ie Inen getötet worden. Unter dem Einfluß dieser für bie Erzeugnis ' nalistischen Tendenz habe der Staat Ausgaben H (omie bes Scrgbauü ? jiL.-rnommcn, die er nicht tragen könne, und es 'Llidi fei ferner tiifljk-nen dann das 30-Millionen-Desizit unb die schwe- Ic-nbe Schuld von etwa 70 Millionen Mark ent- |:anbep. Gegen diese sozialistische Wirtschaft-- und manzpolitik müsse, tote bisher von ihm (Redner) f>"'chehen. auch künftig energisch gekämpft werden. C efer bisher gegen Den Links-SozialiSmus ge- lü.brtc Kampf müsse auch dem Sozialismus gelten, her in anderem Gewände und unter anderem Ra- Oie neue Uniform der E>A. Gras H e 11 b o r f, der Führer der Berliner SA., In der neuen Kleidung der nationalsozialistischen Sturmabteilungen. •• Vereinfach ungen im Vermessung«- unb Feldbereinigungswesen. Das hessische Gesamtministerium veröflentlicht soeben eine neue Verordnung zur Vereinfachung der Staatsverwaltung auf dem Gebiete deS Der» mestungs- und FeldbereinigungSwefens. Danach kommen die bisherigen Dermessungsämter unb Feldbereinigungsämter (Abteilungen) in Wegfall. An ihre Stelle treten neue Dienststellen mit der Bezeichnung „Dermessungsamt". die dem Landesvermessungsamt unterstehen. •• Freiballon über Gießen Heute früh gegen 8 Uhr näherte sich, aus nordöstlicher Richtung kommend und mit der Südwest Windstromuna treibend, ein Freiballon in ziemlicher Höhe dem Weich- bild unserer Stadt. 3m Frühsonnenfchein stand Der Ballon als goldgelb leuchtende Äugel herrlich vor dem tiefblauen Hintergrund des Himmels. Es mar ein Anblick, an dem man feine helle Freude haben konnte. •• Sonntagsrückfahrkarten zu den Frankfurter Goethefc st spielen. Zu ber Mitteilung über die Ausgabe von Sonntagsrückfahrkarten zu ben Goethe-Festspielen in Frankfurt a. M. ist nachzutragen, baß die Fahrkartenausgaben der Reichsbahn außer den bereit« genannten Sonntagskarten auch die^M i 11 w o ch s - Sonntagsrückfahrkarten zum Theaterbesuch in Frankfurt ausgeben, die zu ben Goethe- festspielen ebenfalls Geltung haben. Die zur Sicherung gegen mißbräuchliche Benutzung vorgesehene Abstempelung ber Sonntagsrückfahrkarten erfolgt in Frankfurt an der Abendkasse der Goethe-Festspiele. Zu ben für diele Fahrkartenausgabe in Betracht kommenden Bahnhöfen zählen außer Gießen noch Lollar, Großen-Linden. Lang-Göns, Butzbach, Dab-Rauheim und Friedberg ** Derkehrsunfall. Gestern gegen 22 Ahr fuhr in ber Walltorstraße ein Radfahrer einen Mann an, der ben Fahrdamm überqueren wollte. Durch ben Anprall wurde der bedauernswerte Mann zu Boden geworfen, wobei er eine Verstauchung des Handgelenkes und Verletzungen an den Deinen davontrug Die Freiwillige SanitätS- kolonne vom Roten Kreuz verbrachte den Verunglückten nach ber Chirurgischen Klinik. Hitler Ehrenbürger von Schotten. • Schotten, 16 Juni. Der Gemeinderat von Schotten ernannte in geheimer Abstimmung mit 10 gegen 3 Stimmen bei einer Stimmenthaltung ben Führer bet RSD21P. Adolf Hit - l e r zum Ehrenbürger derStadtSchot- t e tl Oer neue Mainzer Stadttheater« Intendant. WSR. Mainz, 16. Juni. In der gestrigen Sitzung de« Mainzer Stadtrats wurde der seitherige Intendant in Zürich. Trede. mit großer Mehrheit zum Rachfolger des nach Kassel berufenen Intendanten Klitsch gewählt. Parteipolitik im Mainzer Stadtrat. WSR. Mainz, 16. Juni. In der gestrigen Sitzung des 2 t a b t r a t i wurde ein Antrag der Rotgemeinschalt des Main «er Mittelstandes, der den Austritt ber Stadt Mainz ander Mainzer Spar-..Konsum- unb Produktionsgenossenschaft forderte, nach heftiger Debatte mit 29 zu 29 Stimmen abgelehnt. Die SPD. - Fraktion hatte in einem Antrag gefordert, baß Beamte, Angestellte und Arbeiter, die der R S D A P. angeboren und fid> in dieser Partei betätigen, g e - fünbi-gt werden, und, soweit es sich um unwiderruflich angestellte Beamte handelt, das Disziplinarverfahren mit dem Ziel der Dienstentlassung ohne Ruhegehalt durchzusühren ist Dieser Antrag wurde von fast sämtlichen Parteien a b g e l e h.n t. In der Debatte wurde an die Zeit des Sozialistengesetzes erinnert unb darauf hingewiesen, baß die Annahme eines solchen Antrags dazu führen müßte, daß ein Spitzel- t u m unb eine Schnüffelei in bie Beamtenschaft hineingetragen werde. Der Stadtrat nahm schließlich eine Protestentfchließung gegen die Regierungserklärung an, bie bamit begrünbet würbe, daß durch die neue Regierung bie Sozialleistungen in einem Maße ab- pebaut würden bah die Stadt zur Schaffung neuer Einnahmequellen gezwungen werde. tfirdilidie Jiochricbfen. Israelitische Rel'gion-gerneinde. Gottesdienst in ber S nagoge (Südaniage). Samstag, 18. 3uni 1932. Vorabenb: 7.45 11$r. Morgens: 8.30 Uhr. Abenbs 9 unb 9.40 Uhr. Ein Mädchen entdeckt den fünften Erdteil Als erster deutscher Flieger nach Australien.—Zm Tropenfchauer. Es ist schwer, ein Held zu sein. 850 Kilometer über Wasser. '.ton Elly Beinhorn. Wirtschaft über die & Der deutsche Außenhandel im Mai Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt velchlosfenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 o. H, Lombardzinsfuß 6 v. H. Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2H. Banknoten. 3. 4. 5. „ Ku „ a'l< reichsre onftaltu 4% Oesterretchtlche OolDtente . . 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente ... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4'4% be«nl. von 1913 . . 6% abflcfi. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zvllanlcthe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie I 4% desgl. Serie II...... 5% 91 u mäu. vereint,. Rente v. 1903 4^%Rumün.vereinh.Rentev.l913 <% Rumänische vereinh. Rente . 2%% I. Anatolier Liefe vrisfad oerlünhigungsbk Sleichzeitig t Watzenborn-!- Hess ich an der verabredeten Flußmündung volle 5 Minuten warten muhte, bis sie ganz gemütlich angeflogen kamen. Der Staffelführer nahm die Spitze und ich flog mit den anderen beiden Booten in einer Linie, so daß sie mich immer im Auge behielten. So gut bin ich selten bewacht worden. Ihre Maschinen waren etwas langsamer als meine Klemm, aber ich konnte meine Geschwindigkeit ohne Schwierigkeit so ruduzieren, dah wir immer gleiches Tempo flogen. Sieben volle Stunden dauerte es, bis ich wieder Land sah, das bedeutete einen Gegenwind von über 30 Kilometer in der Stunde auf der gesamten Strecke. And dazwischen nicht ein Dampfer, nicht das kleinste Doot — nichts als Wasser, Himmel und einige fliegende Fische und der Schatten der Haie. Ich sah ehrlich schwarz, wenn ich überlegte, hier „wassern" zu müssen. Bon Zeit zu Zeit kam mal eines der Flugboote ganz dicht herangebrummt um zu photographieren, 1,15 5 1,75 4,9 2,25 2,3 7,4 3,5 16 und im Borbeifliegen zeigten sie mkr auch noch schadenfroh ihre vollen Teetassen und die brennen* den Zigaretten. Und dann kam wieder einer der großen Momente meiner Flugreise: mein neuester Erdteil tauchte auf: die Küste von Australien. Das war überwältigend schön und ich vergaß wieder alle kleinen und großen Sorgen. — Doch nie hat mein Motor so gebrummt, wie bei dem Ge- schwaderflug über der Bay von Port Darwin, noch einige Abschiedsrunden und „Danke"-Winken für die Kameraden der RAF. und ich verfügte mich zu meinem Flugplatz. — Richtige Kabelstöße um» pfingen mich hier. Begrüßung von offiziellen und offiziösen Stellen. Privatleute. Alle australischen Behörden, berühmte Flieger — der ganze Kontinent hatte Glückwünsche geschickt und ich kam mir recht klein und häßlich und beschämt vor: und so bekam ich gleich am ersten Tag in Australien einen kleinen Begriff von der wundervollen Gastfreundschaft, die mich hier erwartete. 9 1,15 5,25 5,5 4,75 5,13 2,25 2,25 2,25 7 3,4 16 9 1,2 5,5 5,25 5,13 2,25 2,25 2,25 4 7 3,5 15,75 Copyright 1932 by „Academia“, Berlin. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Kokettiert habe ich mit dem Gedanken schon lange, schon seit Kalkutta — als ich dort von Marga von Etzdorfs Schwierigkeiten mit dem Rückflug über die Mandschurei aus Japan hörte. And ursprünglich wollte ich ja auch nach Japan: so aber sah mir die Sache doch reichlich brandig aus, und da ich von Java ja irgendwohin weiter fliegen muhte, nahm ich mir mal die große Landkarte vor und stellte fest, dah da unten auf der südlichen Halbkugel ja eigentlich nur noch Australien übrig blieb, das außerdem von mir noch nicht persönlich entdeckt war. Bei Dandoeng sah Kapitän Pattist von der Militärfliegerei, der im vorigen Jahr mit einem dreimotorigen Focker die Strecke nach Sidney einmal geflogen war. Das ganze Material, Karten usw. konnte ich bei ihm ansehen. Er riet mir ziemlich stark ab — nachdem ich mir selbst auch noch alle Karten, Wetterberichte und Tabellen langsam durchgearbeitet hatte, kam ich zum Entschluß: wenn überhaupt, dann nur die kürzeste Wasser st recke, und zwar von Timor- Koepang nach Windham zu fliegen. Die ganze Strecke beträgt etwa 750 Kilometer, davon aber nur 500 Kilometer über See. Der andere, und am meisten benutzte Weg ist von Koepang nach Port Darwin 850 Kilometer und davon eigentlich alles über die offene See. Dazu: um diese Jahreszeit war mit unbedingter Sicherheit mit starkem Gegenwind auf der ganzen Strecke zu rechnen. Also wäre es Blödsinn gewesen, sich mit einer kleinen, einmotorigen Maschine auf ein solches Risiko einzu- Ia|fen. Allerdings: diese Maschine hatte bisher über die 18 000 Kilometer auch noch nicht eine Sekunde versagt — aber man soll die Götter nicht versuchen. Im letzten Moment kam die große Enttäuschung: ein Kabel aus Wyndham und die Rachricht, daß der Platz dort völlig unbrauchbar wäre, weil durch Regen re st los versumpft. Blieb also nur Darwin. Die Entscheidung war nicht ganz einfach. Der Gedanke, als erster deutscher Flieger mit dem ersten deutschen Flugzeug nach Australien zu kommen, hatte mich schon sehr stark gefaßt — aber es sprachen eben doch allerlei Dernunftgründe dagegen. Es wäre letzten Endes doch recht dumm gewesen, anstatt eines lebenden kleinen Helden ein ersoffener Idiot zu sein — denn das sind dann doch alle Leute, die bei solchen Gelegenheiten dann nicht reüssieren. Aber schon erschien eine Kabelnachricht, dah drei englische Flugboote von der Royal Air Force (K^nigl. Luftstreitkräfte) in Singapore nach Port Darwin fliegen wollten. And damit war also die Situation gerettet. Sofort fragte ich an, ob sie mir erlauben wollten, die lange Wasserstrecke sozusagen i m Schlepptau zu folgen. Die RAF. hatte nichts dagegen, schrieb mir aber, dah sie natürlich im Ernstfall keine.lei Verantwortung ür mciue Sicherheit übernehmen kannten, denn im Falle einer Rotlandung von mir in schwere See könnten sie nicht ein Flugboot mit einem Mann Besatzung zu meinen Gunsten riskieren. Ich war froh und glücklich, dah ich wenigstens wie ein braves Hündchen an ihrer Seite fliegen durfte. Ich rechnete mir das so aus: sollte ich not„wassern" müssen, dann wird eben durch Funk ein in der Rähe fahrender Steamer auf mich aufmerksam gemacht. Mein Schwimmort war dann bekannt und ich konnte sofort herausgesischt werden. D M aJL? Men El ai UM eine Schrumpfung der Ausfuhrmengen, und zwar bei den Rohstoffen um 15 v. H., bei den Fertigwaren um 4,5 v. H. Insbesondere haben im Mai Frankreich, die Vereinigten Staaten von Amerika, die Niederlande und Großbritannien in erheblich geringerem Umfange deutsche Waren aufgenommen. Der feit Ende vorigen Jahres anhaltende Rückgang der Ausfuhr nach Großbritannien und feinen Kolontalstaaten hat dazu geführt, daß die deutsche Handelsbilanz mit dem britischen Imperium bereits passiv ist. Der Absatz nach Rußland und auch der nach China hak im Mai eine Steigerung erfahren. Die Hemmnisse, auf die in ^nehmendem Maße der Auslandsabsatz deutscher Waren trifft, haben zu dem bisher tiefsten Stand der deutschen Ausfuhr geführt: den 447 Mill. RM. im Mai 1932 standen noch im Oktober des vergangenen Jahres 879 Mill. RM., im Oktober 1929, als die Ausfuhr ihren Höchststand erreichte, 1247 Mill. RM. gegenüber. Schallet man die Preisbewegung aus, so ergibt sich für den mengenmäßigen Umfang der Ausfuhr im Mai 1932 gerade noch die hälfte ihres mengenmäßigen Umfangs im Oktober 1929. Der Preisrückgang, der bisher eingetreten ist, bedeutet, daß heute für die Bezahlung einer nominell unveränderten Schuld 36 o. H., gemessen an den Ausfuhrdurchschnittswerten, mehr an Waren ausgeführt werden müssen als im Jahre 1928. Die Handelsbilanz schließt im Mai mit einem Ausfuhrüberschuß in hohe von 87 (April 45) Millionen Reichsmark ab. Einschließlich der Reparations-Sachlieferungen . beträgt der Ueberfchuß 96 Mill. Reichsmark. 8elr" 6er Geme jur Erhebun g Steinberg ®'rD Sieben, den » H- Don dem Regen wurde die Maschine immer schwerer, so daß ich sie trotz Vollgas und Zureden einfach nicht auf gleicher Höhe halten konnte, sondern ständig wegsank. Lind das über den Bergen und nicht hoch über ihnen. Ich muß schon sagen: es war recht unangenehm und ich hatte das Gefühl völliger Ohnmacht. Endlich, endlich kam wieder etwas Licht in die Sache — und dann plötzlich war ich wieder draußen aus der Suppe. Lind als Bima in Sicht kam, war ich doch recht froh — selbst das Gefühl, hier kein weißes Gesicht, wie mir bereits angekündigt war, zu sehen und mal wi eder „unter Wi l den" zu sein, imponierte mir nicht mehr so sehr. In Java hatte ich schon fleißig malayisch gepaukt und jetzt konnte ich damit glänzen. Die Eingeborenen waren hilfsbereit und freundlich und mit der Verständigung klappte es auch. Am nächsten Tag Start nach Koepang. War das Wetter am Tage vorher schon schlecht gewesen, so wurde es heute ausgesprochen unangenehm. Ich hatte mal wieder restlos die Lust verloren und dachte: das geschieht dir recht, was willst du da auch schon in Australien. Ich mußte mich immer an den Wolken vorbei und hindurchmogeln. Von Zeit zu Zeit kam ich immer wieder in die Suppe. Lind zum netten Abschluß ging es dann noch 15 0 Kilometer über See. Aber auch das ging vorüber und an der Küste von Timor, der östlichsten Sundainsel kam ich genau an dem beabsichtigten Punkt heraus. Die drei englischen Boote lagen schon an der Boje in Koepang und die Besatzung war recht erstaunt, daß ich bei dem Wetter überhaupt durchgekommen war. Ich gestehe, daß ich ebenfalls sehr erstaunt war. Alle Leute, die zu meinem Empfang draußen gewesen waren, hatten sich gerade wieder in die Stadt begeben, da ich ja doch nicht kommen würde, und nur Herr „Shell" hatte aus persönlicher Liebenswürdigkeit und Glauben an meine Zuverlässigkeit noch ausgehalten. Leider wurde ihm beides schlecht gelohnt, denn als erstes riß ich ihm seinen schönen schwarzen Gummimantel weg und legte ihn über meinen Motor. Als nächstes muhten alle Oelpapierschirme der Eingeborenen daran glauben und sogar ihre Dananenblätter, die sie sich zum Schuh über den Kops häelten. Lind es goß vom Himmel herunter, was nur runter kommen konnte! Mir wurde ganz schwach beim Zusehen. Der nächste Tag war ein Ruhetag, weil die Flugboote eine kleine Lieberholung der Motoren vornehmen wollten. Das paßte mir ausgezeichnet, denn ich muhte nach dem Regen unbedingt vor dem Seeflug einen längeren Probeflug machen, um zuverlässig feststellen zu können, ob nicht doch Wasser in die Tanks und die Magneten gekommen war. Pfui Teufel, war der Platz aufgeweicht. Mit knapper Rot kam ich gerade noch am Ende des Platzes zwischen den ersten Bäumen vom Boden weg und dachte mit gemischten Gefühlen an den nächsten Start mit voller Last. Erst verschluckte sich der Motor ein paarmal: also hatte er doch eine Portion Feuchtigkeit abbekommen. Kein sehr angenehmes Gefühl — ausgerechnet vor einem Wässerchen von 850 Kilometer Breite. Also noch einmal alles durchgesehen und alle Teile der Klemm nett gestreichelt — ja, und nun konnte man nur abwarten... ! Abends war letzte große General-Sitzung mit meinen Fliegerpapas von der Royal Air-Force. Ich bekam meine letzten Instruktionen: wo ich sie zu einer bestimmten Minute an der Südküste von Timor treffen sollte: bei dem zu erwartenden Gegenwind durste ich auch nicht eine Minute verschenken und umsonst, mein Benzin verfliegen, und si? mußten außen um die Insel herum. Ich versprach, ein gutes Kind zu sein und ging mit den Hühnern ins Bett. So ganz tadellos habe ich in dieser Rächt nicht geschlafen? Ls ist eben doch nicht so einfach, ein „Held" zu sein ... Was mir am meisten Sorge machte, war der Start am nächsten Morgen, denn zu irgendwelchen Experimenten war keine Zeit. Vor der angelegten Zeit konnte ich nicht starten, denn dann vergeudete ich unnütz den kostbaren Brennstoff. Lind kam ich nicht auf die Minute heraus, dann verpaßte ich den Anschluß an die Boote. Ich träumte mit unangenehmer Deutlichkeit, daß ich mitten auf dem Platz bis über die Achsen im Dreck steckte und ähnliche scherzhafte Dinge. Aber es klappte. - Lind ich war sogar mal wieder pünktlicher als die vielen Männer, auf die Auf Grund s und des Artikels die Vergnügung LEI nehinigung des 31911 |ur d>c erlafjen: Mel H § 21 die Vergnügung- folgender Fnssun 1 Sie Steuer b *1 für» 2. .. «- ■ m, fle^T Nct I H Adent der km fip und den I ’teflen 6c?Jie9cn I -?ll der ÄIMhalt 0 Ni gar L OI9e i. Ver Schluß« kurs Schlugt. Abcnb- bSrs Schlug« nir» Schluß!. Mittag. bSrse Dalum 15.6. 16 6 15.6 16.6 6% Deutiche Reichsameihe v. 192 — 53 53 53 7% Deutsche Reichsanleihe &. 1921 59,5 59 59,5 59,5 6Vi% Doung-Anlelhe von 1930 Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld ml 56 56 56 56,65 Auslos.-Rechten 37,25 37,7 37,75 37,5 Desgl. ohne Auslos.-Rechte . 8% Hess. Volksslaal von 1929 3,35 3,35 3,3 3,3 irückzahlb. 102%)...... Oberhelsen Provinz-Anleihe ml — 46,5 46,75 — Auslos.-Rechten . . Deutsche Komm. Commelabl. 36,5 36,5 — — Anleihe Serie 1 .... 8% Franks. Hyp.-Bank Goldvfe 34,13 34,5 35 35 15 unkündbar bis 1935 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse 66 66 — — unkündbar bis 193g Serie 16 4'/2% Franks. Hyp.-Bank Liou.. — — — — Pfandbriese. . 4V-% Rheinische Hyp.-Bonk°Ligu 76,75 76,25 — — Goldpse. . 8% Pr. Landespsandbrscsanstalt 74,9 75,13 — — Psandbriese R. 19..... 7% Pr. LandeSpsandbriesanstalt 68 — 68 68 Pfandbriefe R. io — — — — rran' ur a. V Berlin nan u . । btt Schluß« kurS Schluß«. Abend- döri Schluß« turS Schlugt. Dlrlag« bSrie Schluß» kurS Gchlußk. Abend- börse Schluß- turS Schluß! Mittag« börle Datum 15 6 16.6 15.6 16 6 Datum 15.6 16 6 15.6 16.6 Hamburg-Amerita Pake. Hamburg-Südam. Dampsschif t 11.75 11 11,25 11 Riedeck Monian . . . 7. - — — —- —- . 0 — —- — 41,5 Bereinigte Stahlwerke . 4 >6,5 16,65 16,25 15,9 Hansa Dampsschiss . 0 — — 20 — Ltavi Minen .... 6'/, 10,75 10,75 Norddeutscher Lloyd .... . 6 12,4 27,5 12 12,25 12 Kaliwerke Aschersleben 10 82,5 81 82,5 82 A.G. für Verkehrswesen Akt. — 28,5 27,13 Kaliwerke Westeregeln 10 91 91 91 91 Berliner HandelSgcsellschast 8 86 86,5 86 87 Kaliwerke Salzdetfurth 15 145,5 145 148 148 Commerz, und Prival-Bank . 7 16 16 16 16 Darmstädter und Nationalbank 8 18.25 18,5 18,5 18,5 Deutsche Bank und I. G. Farben-Induslrie 12 92 91,75 92,5 91 Disconto-Gesellschast. . . 6 30,5 30 30,5 18,5 124,75 30 Verein, ckem. Industrie Frank- Dresdner Bank...... Reichsbank ....... 18,25 124.75 18,5 124,25 18,5 124 - _ 12 Schetdeanstalt.... 10 134,75 135 — — Goldschmidt..... . 0 16 16,25 16,5 16,13 A.E.G......... . 7 19.65 20 19,9 19,9 Rütgcröwcrke .... . 6 32 32 32,75 31,25 Bergmann........ . 9 18,25 18,4 Metällgelcllschast. . . 25 25 25 26 Elektr. LicserungSgeseflschaft. 10 — — 62,5 62,75 Licht und Ärafl . . Felten & Guilleaume.... Gesellschaft für Elektrische 10 6/; 68 36 67,5 36 68 36.75 67 36 Philipp Holzmann . . Zementwerk Heidelberg Cementwerk Karlstadt. • • . 8 . 7 . 7 31,75 38,5 31,5 38,5 32,5 31,5 Unternehmungen . . . Rheinische Elektrizität . . . . 9 3,25 66 32,5 65 53,5 66 52 64,5 Wayh & Frcytag • - . 0 4,5 47s1 4 4,4 Schuckert S üo....... 11 58 57,5 58,5 55,4 Siemens & HalSke..... 14 113 116 1’8,5 116,25 Schultheis Payenhofer 16 —— — 51,5 51 Lahmeyer & Co....... 12 77.75 77,5 77,75 77 0 32,5 32,25 32,5 32,25 Bemberg... 0 32 32 32,5 31,5 Buderus ......... . 4 _ 26 26.25 26.13 Zellstoff Waldhof . . 12 24,5 26,5 25,5 26,4 Deutsche ErdSI...... . 6 64.13 64 63,9 63,4 Zellstoff Aschaffenburg - . 6 19,75 16 17.75 17,25 Gelsenkirchener...... . 8 43 42 42,65 42,25 Dessauer Gas .... . 9 — — 77,5 78,65 Harvener........ . 0 46,25 45,25 45,75 45,75 Daimler Motoren . . . 0 11 «5. 11,25 12 11,5 Hoesch Eilen........ . 6 26.65 27,5 124 Deutsche Linoleum . 31 30,75 31 30,5 Ilse Bergbau....... 10 —- — 126,5 Orensletn & Koppel . . 0 —— — 21,25 21,75 Klöcknerwerke....... . 6 24 24 23,4 23.13 Leonhard Tietz . . . . 8 54 54 54,9 54,5 Köln-Reuessen....... 6Yi Svenska...... 16 — — 6 6,5 Mannesmann-MShren . . . . 6 40 40,75 40,13 39,5 Cüade ..... 182,5 181 182,25 180,5 Mansselder Bergbau .... . 0 •3,5 13 13,75 13,75 Oberschlel. Kokswerke . . . . 8 33 32 75 Frankfurter Maschinen . 0 _ _ _ PHSntr Bergbau...... Rheinische Braunkohle«. . . V/i 10 18 164 17,5 163 18 164 18 161,5 Grthner......... Mainkraftwerke Höchst a. M.. . 0 . 6 14,65 48 14,65 48 14,75 — Rheinstahl ..... . fi 41.75 41,75 41,75 41,25 Süddeutscher Zucker . 10 — 97 15.3unl 16 Juni Amtliche -Notierung f*elD | Lrie Amtliche Dotierung Geld | »rie Helsingfor» Wien. . . . Prag . . . Budapest. Sofia . . . Holland . . Oslo . . . . Kopenhagen Stockholm . London. . . Buenos Aires Neuyork . . Brüssel. . . Italien. . . Paris . . . Schweiz . . Spanien . . Danzig. . . Japan . . . Rio oe Ian.. Jugoslawien. Lissabon . . 7,143 51,95 •2,465 3,057 170,48 76,22 84,22 78,92 15,41 0,948 4,209 58,64 21,58 16,55 82,07 34,67 82,42 1,309 0,325 6,993 14,07 7,157 52,05 12,485 3,063 170,82 76,38 84,38 79,08 . 15,45 0,952 4,217 58.76 21,62 16.59 82,23 34,73 82,58 1,311 0,327 7,007 14.09 7,143 51,95 12,465 3,057 170,43 75,52 84,17 78,87 15.415 0,948 4,209 58,59 21,53 16,55 82,07 34,67 82,37 1,309 0,325 6,393 14,05 7,153 52,05 12,485 3,063 170,77 75,68 84,33 79,03 15,455 0,952 4,217 58,71 21,57 16,59 82,23 34,73 82,53 1,311 0.327 7,007 14,07 gerlin, 16. Juni Sdb Vries Amerikanische Noten....... 4,20 4,22 Belgische Noten......... 58,41 58,67 Dänische Noten......... 83,98 84,32 Englische Noten......... 15,375 15,435 Französische Noten........ 16,51 16,57 Holländische Noten........ 170,06 170,74 Italienische Noten........ 21,59 21,67 Norwegische Noten........ 75,35 75,65 Deutsch-Oesterreich, i 1OO Schilling Rumänische Noten........ 2,495 2,515 Schwedische Noten........ 78,69 79,01 Schweizer Noten......... 81,89 82,21 Spanische Noten......... 34,53 34,67 Ungarische Noten ........