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Annahme von rinze.gr» für die Tagesnummcr bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20" , mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.H.TKyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den Anzeigenteil i.D.TH.Kümmel sämtlich in Bietzen. Oie drei Kreise. Die Welt muß gestaunt hoben, als die Franzosen einen Plan zum Problem der Abrüstung und Sicherheit antündigten und als man in Deutschland zu erkennen gab, dah man an das De.sprechcn Hoffnungen knüpfte. Die Zweifler sagten allerdings sofort, daß man erst abwarten müsse, w e der „plan constructif“ im einzelnen aur ehen werde. Die Zweifler haben Recht behalten. Der französische Plan ist jetzt veröffentlicht worden, und die „drei Kreise", von denen Boncour sprach, und von denen man sich einen Ausweg aus dem unmöglichen Zustand des Hebermilitarismus auf der einen und der erzwungenen Abrüstung aus der anderen Seite erhoffte, sind in blauen Dun st zerflossen. Im Grunde hätte man annehmen müssen, daß ein ^ausgearbeiteter Plan konkretere Züge als die vorausgehenden Ankündigungen tragen würde. Das Gegenteil ist der Fall. Es wird wohl selten «inen Dertragsvorschlag mit so labiler, mit so wenig faßbarer Ausdrucksweise gegeben haben als den „plan constructif". Die „Be- dingi'heiten" und „Gegebenheiten", von denen er spricht, sind so wenig scharf umrissen, dah man selbstverständlich hinter ihnen die Absicht suchen mwj, der entscheidenden Notwendigkeit in den internationalen Beziehungen auszuweich en und hinter einem Schleier Versteck zu spielen. Und wenn das Wort „allmählich" in dem Sprachschatz des „plan constructif“ eine so große Rolle spielt, so wird man auch fragen müssen: warum keine Zahlen? Der Argwohn, mit dem man dem inneren der angecündigten drei Kreise entgegen,ehen mutzte, war — wie das entscheidende dritte Kapitel des 5)er- riot-Planes zeigt — nur allzu sehr berechtigt. Das Sichertsjyftem, das sich Frankreich auf- gcbaut hat, >st für uns völlig unannehmbar. Es verfolgt, wie zu erwarten war, kein anderes Ziel, als die Welt erneut an die unseligen Fric- densoerträge zu binden. Der Kreis der Unterzeichner und Garanten der Verträge soll nur noch er- w.itect werden. Der Völkerbund soll sich zum Hüter der Friedensverträge he.abwü.- , l .n lassen. Sinn nichts weiter als eine Entwürdi- r ung wäre es, wollte man hen Völkerbundsrat „ia.u.if verpflichten, sich bet seinen Entscheidungen ausschließlich an die bestehenden Verträge zu binden. An tvrti Tage, an dem das geschehen würde, wä--e 6j t.m den Völkerbund geschehen. Es gibt keine n.iu.liche Mach! in der Welt, geschweige denn eine k stich gewollte, wie die des V'lkerbundes, die ininae wäre, sich gegen die Entwicklung zu stemmen. Wer verlangt, daß eine Völkerorganisatkon, die nicht gegründet ist w.e ein Kegelllub, sondern deren B.stand auf Iah»Hunderte berechnet ist, sich an den Zustand gefunden betrachtet, wie er gegenwärtig ist, verlangt nicht mehr und nicht weniger als den Stillstand der Welt. Das erinnert an die bezopften Ratsherren des 16. und 17. Jahrhunderts, die Verträge schlossen auf ewige Zeiten. Die Ewigkeit dieser Verträge hat nie lange gedauert, im 16. Jahrhundert nur bis zu der großen Pestperiode, im 17. Jahrhundert dis zum Dreißigjährigen Krieg. Die wenigen, die diese großen Umwälzungen erlebten, fühlten nach Wiederkehr geregelter Zustande kein Bedürfnis mehr, sich auf die für die Ewigkeit geschlossenen Verträge zu berufen. Die politische Verklammerung des fontinentaten Status quo, die sich Herriot zum Ziele gesetzt hat, ist noch wider- nakiirl.cher und für uns noch unerträglicher als ein einfaches Ostlocarno. Wenn wenigstens an die politischen Voraussetzungen des französischen Planes die Anerkennung verdeutschen Gleichberechtigung geknüpft wäre! Aber nach den Vorschlägen Herriots kommt die Gleichberechtigung am Ende. Deutschland wird gleichberechtigt sein, wenn die Welt ab- gerüftet haben wird, Wenn alle Staaten ihren Rüstungsstand auf den Stand der deutschen Rüstungen herabgesetzt haben werden. Allmäh.ich — wie sich am Rande versteht. Dazu bedurfte es keines konstr--.kt.oen Planes. Dazu haben wir schon den Versailler Vertrag. Uns liegt aber gar nichts daran, diesen lag der Abrüstung aufs Neue ins Unbestimmte hinauszuschieben. Nachdem mehr als ein Hohrnchnt ins Land gegangen ist, halten wir jetzt den Zeitpunkt für gekommen, die damaligen Sieger- ftaaten an ihre feierlich übernommene Pflicht zu er.nnern. Die an s ch begrüßenswerte Idee Herriots vo.n gleichen Wchrlystem für alle werben wir auch nicht leichtsinnig isoliert betrachten können. Wir werden, uns an den alten Vorschlag Tardieus c^-nnern müssen, der in den neuen lonstrukt.ven P.an hineingearbeitet wurde. Es ist der Plan von der Hausmacht des 'Völkerbundes, wonach die schweren An- griffswafsen dem Vö.kerbund ausschließlich zur Ve.fügung stehen sollen. Damals ist das Für und Wider einer solchen Dölkerbundsarmee aus- g'cbig erörtert worden. Man hatte den Verdacht — und es ist Frankreich nicht gelungen, die Welt vom Gegenteil zu überzeugen —, daß es Frank.eich nur darauf ankomme, seine schweren Angriffswaffen zu erhalten und sie als Treuhänder des Völkerbundes im eigenen Lande zu verwahren. Es ist möglich, daß Herriot zu diesem Plan Tardieus Ergänzungen konstruiert hat. Vielleicht wird er heute nicht mehr fordern, dah die Völker- Lundswaffen in den Arsenalen der französischen Festungsstädte aufbewahrt werden, sondern in einem neutralen Land. Richt in der Schweiz, wo sie jedem zugänglich wären, sondern i n Spanien. Spanien ist neutral, und Herriot Auch das amtliche Deutschland von dem französischen Abrüflungövorschlag enttäuscht. Eine wirkliche Abrüstung sott durch die ganz auf die Gicherheitsbedürsnisse Frankreichs und die Aufrechterhaltung des Status quo in Europa eingestellten Vorschläge bis in alle Ewigkeit verschleppt werden. Die amtliche deutsche Stellungnahme. Berlin, 15. Rov. (ERD.) Rach Beurteilung der amtlichen deutschen Stellen charakterisiert sich der gestern veröffentlichte französische Plan durch feinen Aufbau von vornherein nicht als als ein Abrüstungsplan, sondern als ein Plan zur politischen Organisierung Europas nach den bekannten französischen Gesichtspunkten. Es sind in neuer Form die alten Gedanken des Genfer Protokolls, die hier wieder aufgenommen werden, und die schließlich auf die Sicherung des territorialen Status quo hinauslaufen. Dabei enthält der Plan zwei wesentliche logische Konstru.. onsfehlec. Er verbindet einmal Maß- ncHmen, die sofort verwirklicht werden könnten und mühten, mit solchen, deren Durchführung lange Zeit erfordern würde. Ferner macht er Sicherheitsvorschläge, die eine bereits vollzogene allgemein« A b r ü st u n g und einen gewissen Rüstungsausgleich zwischen allen Slaaten zur Voraussetzung haben müßten. Die Frage der deutschen Gleichberechtigung wird in dem französischen Plan vollständig offengelassen. Die Verwirklichung unserer Ansprüche wird in eine ungnv. e Zukunft verschoben, wenn auch eine Art Rahmen dafür durch die Bestimmung geschaffen ist, daß in allen Staaten dieselbe heeresorgan.sakion zur Durchführung gelangen soll. Zu Ten einzelnen Punkten des Plans ist folgendes zu bemerken: Soweit das Kapitel I des franzll.fi- schen Plans in Frage lommt, sind hier nach wie vor die in Anlage b zum Locarno-Vertrag fest- gelegten Vorbehalte von Bedeutung, die sich aus die besondere militärische und geographische Lage Deutschlands be- zichen und die ft ';, in diesem Iahr viele Staaten zu eigen gemacht haben. Die vorauszusehende englische Ablehnung einer Erweiterung des Sanltionssystcms hat die französische Regierung dazu geführt, zum Ke.npunkt ihres Sicherheitssystems den europäis'chen kontinenta. len Richtangriffspakt zu machen. Hier erheben sich alle die Bedenken, die deutscherseits seit Iahrcn gegen ein solches System geltend gemacht worden sind. Dle politische Hegemonie, gegründet auf militärische Ucberlcgenheit einzelner Staat.n und Siaalenaruppen wird hier verewigt. Das französische Bündnissystem wird in völker- bundssorm sanktioniert, wobei das ganze System von demjenigen Staat als bequemes Instrument gehandhabt werden kann, der sich mit seinen Trabanten im Völkerlundsrat eine einfache Mehrheit zu schaffen vermag. Besonders charakteristisch für die frcmzösis che Einstellung ist dabei die Einzelbestimmung über bestehende besondere Vereinbarungen, womit natürlich die Entmilitarisierung des Rheinlands gemeint ist, die mit allen sich daran knüpfenden militärischen Konsequenzen in Geltung bleiben soll. Die Vereinheitlichung oder Standardisierung der europäischen Festlandarmeen ist wohl der einzige gesunde Gedanke, den der srar^ösische Plan enthält. Deutscherseits besteht kein ®ru i>, diesen Punkt und den damit verknüpften Vorschlag einer besonderen Dölker- bundsarmee abzulehnen. Sehr zweideutig sind die Ausführungen des fran'ösifchen Plans über die Sonderstellung der Kolonialmächte, die anscheinend ihre 'Kolonialarmeen nicht oder nicht wesentlich abzurusten brauchen. Der größte Teil der französischen Kolonialarmee von 250 020 Mann langgedienter Truppen ist nur wenige Dampfer stunden von dem französischen Mutterland entsernk, zum Teil ist er sogar in Frankreich garnisoniert. Völlig grotesk mutet der Vorschlag an, das den Milizarmeen zu entziehende schwere Material unter einer nominellen Völker- bundskontrolle in den einzelnen Ländern selbst tu lagern und jedem Staat nach seinem Ermessen, falls er sich angegriffen fühlt, wieder zur Verfügung zu stellen. Dah auch andere angegriffene Staaten auf dieses Material zurück- greifen können, ist utopisch, da. ja doch die Angehörigen einer Mikizarmee mit schwerer Artillerie, an der sie nicht ausgebildet wurden, und mit Flugzeugen nichts anzufangen wüßten. Auf diese Weise will Frankreich es vermeiden, seine ungeheuren Mengen schweren Materials durch Zerstörung, die Deutschland hundertprozentig durchführen mußte, auch nur zu reduzieren. Ls sichert sich damit eine lleberlegenheit auf dem Gebiet der qualitativen Rüstungen, die dazu führen muß, die Ungleichheit, die wir bekämpfen, zu verewigen. Alle Gesichtspunkte einer durchgreifenden und radikalen Abrüstung fehlen völlig. Es ist keine Rede von einer Abschaffung der Schisse über 1OOOO Tonnen und der ll-Doote. Zur Abrüstung der Luftstreitkräfte wird nur Bekanntes wiederholt. Die Abrüstungswirkung des französischen Plans müßte, wenn er angewandt würde, recht geringfügig sein. Die nächste Wirkung wäre jedenfalls eine Vertagung der effektiven Abrüstung auf längere Zeit. Der Plan ist auch in seinem bescheidenen militärischen Teil vollkommen aus die französischenDe- dürf nisse und die Entwicklung des sranzösi- scheu Heeres zugeschnitten, das auf dem Wege einer fortschreitenden Verkürzung der Dienstzeit nunmehr an der Milizgrenze angelangt ist. Der Plan sieht vor. daß andere Staaten dem französischen Beispiel folgen sollen, um denAb» stand, der zwischen dem französischen und anderen Heeren besteht, aufrechtzuerhalten. Tatsächliche Gleichberechtigung und die Sicherheit, die aus der allgemeinen Abrüstung entspringt, wird anderen Staaten nicht gewährt. Diese werden auf juristische Sicherungen verwiesen sowie auf den Schuh, den ihnen die französische Armee aus Grund des Artikels 16 zuteil werden lassen würden. Damit soll die politische Suprematie, wie sie sich aus der militärischen Wehrmacht ergibt, verewigt werden. Das Fehlen von konkreten Vorschlägen für die Verminderung der militärischen Kräfte muh auf das schwerste enttäuschen. „Der deutschen Zwietracht mitten ins Heiz." poliiische Tragikomödie um die Ehrung Gerhart Hauptmanns. Die Hauptmann-Feier im Schauspielhaus. Verleihung der Goldenen Ltaatsmedaillc du.ch de t Reichsko. missar. Berlin, 15. Rov. (TU.) Im Staatlichen Schauspielhaus sand am Dienstagabend anläßlich des 70. Geburtstages von Gerhart Hauptmann e.ne würdige Fe.er statt, zu der zahlreiche Vertreter der Re.ch-regierung, der preußischen Behörden, des Diplomat.lchcn Korps, Persönlich- leiten aus Kunst, Wissenschaft, Handel und Industrie erschienen waren. Der eigentlichen Feier ging die Fe st Vorstellung von „Gabriel Schillings Flucht" voraus. Anlchließend versammelten sich die Festteilnehmer, um der Ue&ergabe der Goldenen Staats- medaille an Gerhart Hauptmann bei- zuwohnen. Reichskommissar Dr Brachi hielt bei dieser Gelegenheit eine Rede, in der er dem Jubilar zunächst die herzlichsten und aufr chligsten Glüciwünsche des Reichspräsidenten v. Hindenburg übermittelte. Ramens der Reichsregierung und der kommissarischen preußischen Staatsregierung schloß er sich diesen Wünschen des deutschen Staatsoberhauptes an. Bracht fuhr dann fort: Die Feier Ihres 70. Geburtstages fällt in eine Zeit eigenartiger politischer Konstellation. Es könnte die Frage auftauchen, wer hier in den Räumen des preußischen staatlichen Schauspielhauses am ehesten befugt fei, den Staat zu repräsentieren, der hierher eingeladen hat, um den großen Dichter des deutschen Volkes zu ehren. Ich glaube, es würde sich manche sorgenvolle St.rn der Politiker und Rechtsgelehrten glätten, wenn wir nur die Frage zu lö'en hätten, z u wessen Zuständigkeit die Ehrung Gerhart Haupt wnns gehört. Den Beschluß, den d i e preußische Staatsregierung am Montag gefaßt hat. deckt sich mit der Entschließung, die die Kommissare des Reiches schon vor längerer Zeit getroffen haben. Er ist eine Bestätigung unsres Wunsches, Ihnen zu Ihrem Ehrentage zu zeigen, daß der Staat sich dessen bewußt ist, daß er seinem großen Bürger Dank schuldet. Alle Teile haben sich beeilt, Ihnen diese Ehrung zum Ausdruck zu bringen. Rehmen Sie dies, verehrter Meister, als ein Zeichen dafür, daß Ihre Ehrung eine Sache des ganzen deutschen Volkes ist. das Ihnen die Worte des Florian Geyer „Der deutschen Zwietracht mitten i n s Herz" auch in kommenden Generat onen niemals vergessen wird. Dr. Bracht teilte dann als Kommissar des Reiches für das Land Preußen mit, daß die preußische Staatsregierung den Grundstock z u einer Stiftung gelegt habe, aus deren Erträgnissen jährlich ein oder einige deutsche Schriftsteller, insbesondere der jüngeren Generation, ein Stipendium erhalten sollen, das ihnen ermöglicht, einmal auf eine gewisse Zeit ganz ihren dichterischen Aufgaben sich zu widmen. Diese Stiftung soll den Namen Gerhart - Hauptmann - Stiftung tragen. Die Stipendien sollen nur mit Hauptmanns persönlicher Zustimmung erteilt < werden. Die Stiftung "verfügt bereits über ein Kapital von annähernd 50 000 Mark. Hierauf überreichte Dr. Bracht dem Jubilar die Goldene Staatsmedaille, die bisher erst einmal, nämlich an Mar Liebermann, verliehen worden ist, gleichzeitig mit der dazu gehörigen U r - künde, die das Siegel Preußens trägt. Die Urkunde hat folgenden Wortlaut: „Gerhart Hauptmann wird hiermit In Anerkennung seiner Verdienste um die Kunst die Goldene Staatsmedaille verliehen. Für den preußischen Ministerpräsidenten: Der Kommissar des Reiches, gez. Dr. Bracht, für den preußischen Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung: Der Kommissar des Reiches gez. Koehler/ Gerhart Hauptmann dankte auf die Ansprache Brachts mit herzlichen Worten. Reichspräsident v. Hindenburg habe ihn am Dienstagmorgen als scheint srch umgesehcn zu haben, ob es dort Plätze gibt, wo die französischen Waffen gehortet werden könnten. Ratürlich könnten die Waffen vom Völkerbund dort nicht in Anspruch genommen werden, wenn ein Konflikt so liegen sollte, daß der Völkerbund sie gegen Frankreich gebrauchen müßte. Was heute die Krankheit des Völkerbundes ist. nämlich, dah die Welt nicht wagt, Beschlüsse zu fassen, die der französischen Politik nicht liegen, müßte zu einem dauernden Siechtum des Völkerbundes werden. Rein, so geht es nicht. An bem Wortlaut des „plan constructif“ wird die Welt leicht erkennen, daß es Frankreich nicht auf Abrüstung, Sicherheit und Frieden ankommt, sondern auf die Untermauerung der französischen Hege - monie auf dem europäischen Kontinent. Damit ist für die deutsche Außenpolitik die Richtung wieder gegeben. England über die ungünstige Aufnahme in Berlin überrascht. London, 16. Nov. (WTB.-Funkfpruch.) Die Londoner Blätter sehen heute von jeder weiteren kritischen Aeußerung zu dem französischen Plan ab, offenbar im Hinblick auf die morgen zu erwartende Genfer Rede des britisch^en Staatssekretärs des Aeußeren Sir John S i m o n.- Sie begnügen sich bamir, in Telegrammen aus Berlin, Paris und Genf über den dori entstandenen Eindruck zu berichten. Besondere Beachtung findet die u n g ü n |t i g e Aufnahme der französischen Vorschläge in Deutschland. Der Berliner Korrespondent der „Times" bemerkt, die deutsche Kritik an beinahe allen Punkten des Planes fei vernichtend. Es scheine keinen einzigen positiven Vorschlag zu geben, den Deutschland zu unterstützen geneigt sei. Der Genfer Korrespondent der „Times" sagt: Die Verurteilung des französischen Planes in Berlin hat in Genf überrascht und enttäuscht. Selbst Leute die nicht erwartet hatten, daß der Plan eine günstige Aufnahme finden werde, sind nicht auf eine so feindselige Rückäußerung gefaßt gewesen. Angesichts der deutschen Haltung ist es um so dringender notwendig, daß Sir John Simon in seiner morgigen Rede Vorsicht mit Entschlossenheit verbindet. In Genf hat der französische Plan folgenden Eindruck hervorgerufen: Der Plan ist in vielen seiner Einzelheiten so kompliziert, daß nur eine langwierige Prüfung und Erörterung deutlich machen kann, was eigentlich vor- ge schlag en wird. Man glaubt auch, daß viele der leichter verständlichen Vorschläge keine Aussicht auf Annahme haben werden. Aber trotz dieser Schwächen wird der Plan als eine geeignete Erörterungsgrundlage betrachtet. U. ... L * 3m Haus Sitefl M H ■Beb. 2fu6fi eien: Tue lchen Mill tlafle aus i nichts End ött Unfi Bos Lokal Ser am Sc eine li Sire denn i Wg i hinaus Siefen 8!e Erze preis, je 3.' Ehren und 3-Pt« und 1 DM ®tOv 2.^1 Hati 3. . -K Dod höre, 3uftti unter, ncn Äart um i in d Sie von i lich f nen Q Nutzer Nc ottt öetu v°rz öen. iln nen ®oef Äulh doll in ( 'n g' nicht u>Nd sich ■ ftani' ju er bückt -oau. ’etur De ani ei( in lich :. nri,lr,;: , . . , . „ gtiuiiw ui itijuouer uanoiajaTt mit Dem -Dlta irhSn h»t 6|d?lt^Q r-un9 auf y°r= aus die Wartburg und Eisenach soll als Aatur- Ä SunftPr>inb'& iJiri"'er® LUr schuhpark erklärt werden. Zunächst ist die Schaf. ? einstimmig be- Jung eines Thing-Platzes für Kundgebungen der Jchlossen^a.cut|chlands und Preußens großem ' Verbände, insbesondere der 3ugenDbünbe, vor. Villa sein eigen nennen. Seine Glückszahl sei neun- Ausscheiden der Sroßbeiriebsverbände aus der Haupwemeinschaft des deutschen Einzelhandels. Gerhart Hauptmann im Kreise der unzählige.. Geschenke, die ihm zu feinem 70 (Geburtstage aus allen Teilen Deutschlands zugingen. Aus aller Weil Errichtung eines Kolonial-Ehrenhalns bei Eisenach. „ ’ei" ei9en nennen. Seine Glückszahl fei neun- Darauf ankommt, über, die Fähigkeit absoluter Das ist febr ielhnm" Zehn, und er soll Nummer Eintaulendneunhundert- Jnbofenz. Es ist eine Neigung zu hereditärer I.eyr leltsam , faaen^e? bnt^h' ßmtene sp'elen. Was soll ich Ihnen Paralyse vorhanden, die Sie bekämpfen sollten, so„Entschuldigen oie, Herr Professor, mein Name ift «pallpilz, Max Spaltpilz. Ich bin soeben Zeuge 3nrey Gesprächs gewesen. Es wundert mich sehr, daß ein Mann wie Sie, ein Mann, der doch mehr' weiß als alle andern in diesem Lokal zusammengenommen, daß ein solcher Mann, sage ich, auf unsichere Versprechungen etwas geben kann. Wie können Sie bloß glauben, daß der Mensch, der da eben rausgegangen ist, die zehn Mark einschicken wird? Ich für meine Person, ich meine, ich will wich nicht aufdrängen, aber wenn Sie mir meine Glückszahl sagen würden, dann würde ich ohne weiteres zwanzig Mark in bar zahlen " Mit einem vorwurfsvollen Blick zum Himmel legte Trotter Messer und Gabel hin. „Es ist mein Los, niemals zur Ruhe zu kommen", meinte er voll Resignation. £*ann bemächtigte er sich der Hand des anderen. „Ah", sagte er, „ich sehe vollkommen klar. Sie baben die typische Hand des kontemplativen 'Jlibodjanten. Ihre Charaktereigenschaften sind stark variabel, mit leicht fluktuierender Koloratur. Sie lieben die Bequemlichkeit, verfügen aber, wenn es 1 bet 30er Jahre; sie hatte gehofft, den geistig hochstehenden Mann, für den sie sich aufopferte, der Besserung entgegenführen zu können. Zwei Werftarbeiter in Hamburg tödlich verunglückt. Om Dock 5 der Werft von Blohm & Voß in Hamburg ereignete sich ein schwerer Unfall. Aus noch nicht geklärter Ursache brach ein Gerüst zusammen, auf dem sich mehrere Arbeiter befanden, die mit dem Abheben von Schiffsplatten an dem Dampfer „Biscaya" beschäftigt waren. Die Leute stürzten zehn Meter in die Tiefe. Der 39jährige Schmied K u p l i n und der 46jährige Abbeiter Kühn wurden sofort getötet. Ein Schwerverletzter wurde besinnungslos im Krankenhaus eingeliefert. Sühne für einen politischen Mord. Der Arbeiter Bartel wurde vom Schwurgericht in Ehemnih wegen gemeinschaftlichen Mordes zum Tode verurteilt. Bartel ist am 4- August d. 3. gegen Mitternacht mit einem ihm angeblich unbekannten Kommunisten in das hauptsächlich von Aationalsozialisten besuchte Cafe Herold gegangen, und dort haben beide einen Ueberfall inszeniert, wobei der Unbekannte den Dentisten Krebeck durch Kopfschuß tötete. Bartel hat bisher stets geleugnet, den Unbekannten anders als mit dem Vornamen Zu kennen. Auf der Flucht wurde Bartel in erschöpftem Zustand von der Polizei auf der Straße aufgefunden. Der Unbekannte hatte ihn im Stich gelassen. Die Lkurmkalastrophe in Japan. Ter Taifun hat in weiten Strecken des östlichen Japan Tod und Verwüstung hervorgerufen. Aach den letzten amtlichen Zahlen wurden 26 Personen getötet und 25 verletzt. 26 Per- ' sonen werden vermißt. Etwa 100 Häuser sind völlig zerstört. 2400 beschädigt und 40 000 durch den zusammen mit dem Taifun auftretenden Wolkenbruch unter Wasser gesetzt worden. Auch die Stadt Iokohama hat stark gelitten. Zahlreiche Drücken wurden zerstört und Bäume entwurzelt. 9000 Mark Lohngelder gestohlen. (Sachsen) brachen Unbekannte mit Aachschlüsfeln in ein Kontor ein und stahlen die auf einem Tisch liegenden, in Beuteln verpackten Lohngelder in Höhe von rund 9000 Mk. •- .-y- ' erwiderte der Mann. „Als eie vorhin in meiner Hand lasen, da sagten Sie mir, meine Glückszahl sei acht. Daraufhin wollte ich sofort zu meinem Lotteriekollekteur fahren. Ich benutzte zum erstenmal in meinem Leben einen Autobus. Es war Nummer acht. An der ersten Straßenecke kippte er um, und ich brach mir beinahe das Genick. Ich erkläre, daß Ihre Pech- z a h l zwei ist, und ich werde es sofort beweisen." Darauf gab Max Spaltpilz dem Professor zwei Ohrfeigen, zog ihm damit zwei Zähne aus den Backen, spuckte ihm zweimal auf den Stiefel und ging seiner Wege. Immerhin hatten Tramp und Trotter einhunüert- sechzig Silberlinge bei der ganzen Sache teraus- geholt! lange es noch Zeit dazu ist. Mißtrauen Sie der Freundschaft von Personen, die Sie mit komplizierten Frakturen der Wirbelsäule bedrohen. Sie entbehren nicht einer Inklination für destillierte Ingredienzen; widerstehen Sie dieser Schwäche, oder Sie werden eines Tages unter Meschuggitis gallopantia zu leiden haben. Lassen Sie mich Ihre innere Handfläche sehen! Aha! Ihre stark ausgeprägte Palma läßt bemerkenswerte Schlüsse zu. Sie werden in den nächsten Monaten Erfolge in Beruf und Haus haben, dagegen bleiben Ihnen einige empfindliche Fehlschläge geschäftlicher und familiärer Natur nicht erspart. Eine Ihnen nahestehende Person weiblichen Geschlechts wird das Zeitliche segnen; sie kommt später wieder zu sich, was Ihnen indes keine weitergehenden Nachteile bringt. Hüten Sie sich vor dem Juli! Da Jupiter zwischen Hörnern des Steinbocks steht, muß seine Lage als perikulos angesehen werden. Von der Sonnennähe find schädigende Einflüsse auf ihr (Eerebrum zu befürchten. Nehmen Sie im Juli weder Fliegenpilze zu^sich, noch gurgeln Sie mit Pikrin- jaure. setzen Sie sich au) keinen Skorpion. Und bohren eie nicht mit den Fingern in Hummel- lodjern. eie werden achtundneunzig Jahre alt wer- oen, doch sollten Sie sich vor dem vierundfünfzig- sten, einunbsechzigsten und Zweiundsiebzigsten Jahr tn acht nehmen. Leben Sie in der fritifd)en Zeit oon Prooenceröl und Backobst und entfernen Sie id) babei nie allzuweit von den Nebenräumen Ihrer Wohnung. Ihr Metall ist Alpaka. Ihre Farbe oie Beziehungen zu einer Witwe mit sieben Kindern anzuknüpfen und lassen Sie sich öen Appendix nur am Aschermittwoch heraus- nehmen. Oie Glückszahi. Von Georg Mühien-Gchulte Tramp und Trotter standen auf der Straße. Das Negenwasser lief ihnen zum Herme! und zu den Hosenbeinen heraus, und ihre Laune war die oon brotlosen Hungerkllnstlern. So sehr knurrten ihre Magen, daß es ihnen nicht möglich war, bei dem Spektakel die etimme ihres Gewissens zu hören. Deshalb sagte Tramp: „Es muß etwas geschehen, einerlei ivas." ~rotter sann eine Weile nach, bann meinte er: -Wir werden mal wieder das chirologische Dings probieren.-Damit sind bestimmt ein paar Zechinen zu verdienen. Da drüben ift eine bessere Kneipe. 3dj gehe rein, und du kommst in einer halben Stunde nach." Er betrat bas Lokal in ber Haltung eines Mannes, der Ansprüche zu stellen hat. Zu zwei Damen und einem Herrn setzte er sich Alle Anzeichen ließen darauf schließen, daß seine Tischgenossen volle Brieftaschen und leere Hirnkapseln ihr eigen nannten. Die Damen trugen dicke Ringe an den Fingern und plauderten angeregt oon ihren Komplexen, von Lackfrisuren und Scheidungsaffären. Der Herr, breitschultrig und beleibt, hatte eine halbe Pute, mehrere Kartoffeln und etwas gemischtes Gemüse im Munde. Er las in einer Nummer des „Rat gebers für Kapitalflüchtlinge". Trotter stellte sich ein Menu zusammen, bas ben Mann oon Geschmack verriet. Zwei Tassen Bouillon goß er hinunter und zwei Teller Mocturtlesuppe In diesen See setzte er ein Dutzenb Austern und einen Hummer aus. Er trank eine dicke Pulle dazu und war eben im Begriff, einer ^albslenbe das schwimmen beizubringen, als Tramp kam. Iramp ging halb an dem Tisch vorbei. Dann drehte er sich plötzlich um und eilte mit allen 2ln= Zeichen freudiger Ueberraschung auf Trotter zu. „5ft es möglich, — Herr Trotter? Herr Professor Trotter von ber Abraham-Lincoln-Universität in Alabama?" rief er. "W! Pst! Es soll boch niemand wissen", machte Drotler, ein wenig indigniert. Mit gedämpfter Stimme, daß sie kaum über ein halbes Dutzend Tische im Umkreis hinausbranq, sagte Tramp: „Verzeihen Sie, Her Professor! Mein fxn ging mit mir durch. Weid) ein Glück, daß ich Ihnen noch einmal im Leben begegne! Sie wissen doch, mit wieviel Zweifeln ich damals Ihre Prophezeihungen aufnahm Erinnern Sie sich des langen, schmächtigen Herrn, dessen Schicksal Sie aus ber Hand lasen? Es war mein Schwager, ein armer Dolks- schullehrer. Sie hatten ihm erklärt, in Jahresfrist werde er eine Viertel-Million, ein Auto und eine Berlin, ben 15. November 1932. Das Staatsministerium: Braun, Grimme. Gerhart Hauptmann dankte der preußischen Staatsregierung mit bewegten Worten für diese Ehrung. Die Staatsregierung ist der Meinung, daß sie allein zu einem solchen Hoheitsakt berechtigt sei und daß allenfalls in ihrem Auftrag die kommissarische Regierung die Medaille überreichen könnte. Oesterreichische Ehrung fürHauptmann. „ Berlin, 15. Aov. (WTB.) 3m Auftrage der österreichischen Bundesregierung suchte Gesandter Dr. Frank heute vormittag Gerhart Hauptmann auf, um, ihm das vom Bundespräsidenten Mik- las verliehene Große Ehrenzeichen mit d e m S t e r n sowie das vom Bundeskanzler Dollfuß persönlich an Hauptmann gerichtete Glückwunschschreiben zu überreichen. Gerhart Hauptmann nahm die Auszeichnung und das Be- gleitschreiben mit Worten aufrichtiger Freude an und bat den Gesandten, der österreichischen Bundesregierung seinen besonderen Dank für die ihm, entgegengebrachten außerordentlichen Ehrungen zum Ausdruck bringen zu wollen. Aufregende Verbrecherjagd auf den Dächern. Der Stephansplatz in Wien war dieser Tage Schauplatz einer aufregenden Verbrecherjagd. Zwei Einbrecher hatten in einer Mittelstandsküche einen Einbruch verübt. Die Tat war aber rasch bemerkt worden. Polizei umstellte das ganze Häuser- oiertel und trieb die Einbrecher auf die Dächer, wo sie unter ben Alarmpfiffen der Wache im Kreise oon Dach zu Dach flüchteten, bis sie enblich gestellt werden konnten. Eine zahlreiche Zuschauermenge verfolgte erregt die Menschenjagb in ber Höhe. Beide Einbrecher sind übelbeleumdete Burschen, von denen der eine gerade eben erst aus dem Gefängnis gekommen ist, übrigens ein ausgesprochener Pechvogel. Sein letzter Streich hatte darin bestanden, daß er vvm Keller her in ein Delikatessengeschäft einbrechen wollte. Das Loch war aber zu schmal, um ihn durchzulassen. Er entledigte sich also seiner samt- lichen Kleider und warf das Bündel voran. Beim Einsteigen stieß er aber ein Gestell mit Eiern um, bas mit schrecklichem Getöse umstürzte, so daß eine Polizeistreife aufmerksam wurde. Sie verhafteten den Verblüfften, der splitternackt dastand, ein Stemmeisen in jeder Hand,- übergossen von Eigelb und bedeckt mit Eierschalen. Eine Krankenschwester folgt ihrem pattenien in den Tod. Professor Dr. Paul Ritter, der Mitschöp- I fer der deutschen Schulzahnpflege, war dieser Tage, 71 3ahre alt, nach einem langen Zuckerleiden in Berlin gestorben. Die Krankenschwester Else Berger, die ihn sechs Monate lang betreute, ist ihm, wie die „D. Z." meldet, in den Tod gefolgt. Sie hat sich daS Hinscheiden des Mannes, den sie ein halbes 3ahr mit Aufopferung, aber vergebens pflegte, so zu Herzen'genommen, daß sie sich in der darauffolgenden Aacht mit Leuchtgas vergiftete. Professor Dr. Ritter gehörte zu den berühmtesten Zahnärzten Berlins. 3n den 80er 3ahren waren die Patienten in einem Maße zu ihm geströmt, daß die Hauswirte ihm wegen zu schneller Abnutzung der Treppen Schwierigkeiten machten. Else Berger war Ende lagen, er hat die Nummer gespielt, und sie ist mit bein Hauptgewinn herausgekommen. Heute hat er dreihundert Mille in der Schweiz, ein Schloß am Luganosee und einen Rolls Royce. Zum Morgenkaffee ißt der Mann schon Gänseleberpastete. Er wechselt täglich dreimal bas Hemd. Auf seinem Golfplatz sahn er mit einem Motorrad hinter den Ballen her. Alle Abende geht er mit einer anderen Filmdiva in die Oper. Was für ein Leben, Herr Professor! Haben Sie die Güte, einen Blick in meine ^nb zu werfen, einen einzigen kleinen Blick. Es ist mir bekannt, wie kostbar Ihre Zeit ist, aber ich meifc auch, daß Sie ein Herz für Ihre Mitmenschen haben. Sie edler Wohltäter, Sie! Sagen Sie mir meine Glückszahl, und ich gebe Ihnen gerne die lumpige Gebühr von fünf Mark dafür." »Zehn Mark!" korrigierte Trotter. „Oder zehn Mark. Spielt ja gar keine Rolle." Tramp streckte seine Hand hin. Seufzend beugte s'.ch Trotter darüber. Mit gefurchter Stirn dachte er einen Augenblick nach. Dann flüsterte er Tramp etroas ms Ohr. Der drückte stürmisch die Hand des Professors. _ i^n \äie Dank! Haben Sie ewigen Dank!" d)rie er. Die zehn Mark gehen Ihnen per Postscheck Z" Leben Sie wohl, Herr Professor!" Er stürzte aus dem Lokal, während sich Trotter der Kalbslende zuwendete. Aber er kam nicht über den ersten Bissen hinaus. Der Interessent des „Rat- gebers für Kapitalflüchtlinge" begann nach mehrmaligem, schüchternen Räuspern: Der ständige Ausschuß der kolonialen Reichs- arbeltsgemeinschaft in Berlin hat beschlossen, die seit zwei Jahren in kolonialen Kreisen verfolgten Pläne zur Schaffung eines kolonialen E h - renhains bei Eisenach aufzunehmen und zur Durchführung zu bringen. Ein großes Waldgelände in reizvoller Landschaft mit dem Blick «ohne Gerhart Hauptmann als Dank für fein Lebenswerk, in dem sich das Recht Bahn bricht gegen die Gewalt, der Geist gegen Hochmut und bis Seele gegen alles, was die Seele tötet, zu feinem 70. Geburtstag die Große preußische otaatsmebaiUe für Verdienste um den preußischen Staat zu verleihen. Klient noch!" stöhnte der schwitzende Kühl erwiderte Trotter: »Lnklusioe Glückszahl hatten wir einen Betrag von zwanzig Mark vereinbart. Bezahlung im vor- aus, wenn ich bitten darf." % beponierte zwanzig Mark. "Are Gluckszahl ist acht", sagte Trotter. „Haben^sie Dank, haben Sie innigen Dank!" u-,^aJ ^pattpllZ nahm Hut und Mantel und stürmte davon. Als er verschwunden war, rückte eine der Damen näher an Trotter heran. Nach zwei Stunden hatte er hundertfünfzig Mark eingenommen. Plötzlich gab es eine kleine Störung, (rin Mann, dessen Kops über und über verbunden roar trat an Trotters Tisch heran. Er legte zehn Tlarf hm, rotes seine Hand vor und jagte: Sie mir meine Glückszahl.'" „3l>re Gluckszahl ift dreizehn", meinte Trotter. Verwandte auf Pump. Es kommt nicht feite« vor, daß junge Eheleute sich manche der beiderseitigen Verwandten „schenken", weil sie auf diese Beziehungen keinen besonderen Wert legen. Doch es gibt auch so manchen, der nicht an einem ^Icberfluß. sondern an einem Mangel an Verwandten leidet, und es scheint bei bestimmten Gelegenheiten das Bedürfnis zu bestehen, einen Kranz von „Rächsten" um sich zu vereinen. 3n Paris kann man jetzt für solche Fälle jede belieb.ge Zahl von würdigen Angeyörigen auf Bestellung erhalten. Man nimmt solche Verwandte die man nicht auf natürliche Weise besitzt, einfach auf Pump. Eine unternehmende Gesellschaft hat Rundschreiben m den besseren Kreisen verbreitet in denen sie ihre Dienste zur Besorgung von Verwandten auf Zeit" m jeder beliebigen Er- Meinung und Menge sowie für jede beliebige ^ubietet. Solche geborgte Gäste ^. ^rautigam oder Braut am Morgen Geleit in die Kirche geben £ «?Z).ut<^. ihre Anwesenheit feier- sicher gestalten. Es wird garantiert, daß diese Angehörigen nicht etwa aus ihrer vorüber- a;CJrl/>en Stellung irgendwelche unerwünschten ziehen, sondern daß sie nach Ab- 6ed Scftc£ oder der Feierlichkeit sofort verduften und ihren Auftraggeber dann nicht 61?nen\-68 finb also sehr diskrete Per- ketten, die man für diese Posten aussucht. ^ine Bezahlung, sondern das Ge.chaftliche dieser intimen Angelegenheit wird vorher mit der Gesellschaft geregelt. Man er- abep daß diese gepumpten Verwandten dem M'eter mit der Kleidung ausgestattet werden, die für die,e Gelegenheit erforderlich ist erhalt r (Bcmü^un9en eine Entschädigung gesehen. Die Arbeiten sollen auf dem Wege des freiwilligen Arbeitsdienstes schon bald aufgenommen werden. Für später ist die Errichtung eines Ehrenmals und die Aufstellung von kolonialen Gedenkzeichen auf den zu dem Thingplah und dem Ehrenmal führenden Wald- Pfade geplant. und Kaufhäuser stellt fest: Die Minderheit, die Tienstagvormittag in der Mitgliederversammlung der Hauptgemeinschaft des deutschen Einzelhandels für den Antrag gestimmt hat. daß d i c Zugehörigkeit der Warenhäuser, Einheitspreisgeschäfte und Filialbetriebe zur Hauptgemeinschaft unerwünscht sei, ist so beachtlich, daß eine gedeihliche Zusammenarbeit innerhalb der Hauptgc- meinschaft nicht mehr möglich erscheint. Diese Auffassung wird durch die später erfolgte Annahme des Antrages des Reichsverbandes deutscher Schuhhändlcr bestätigt. Indem die Mehrheit der Hauptgemcinschaft des deutschen Einzelhandels Sonder steuern für einzelne Gruppen des eigenen Berufs st andes fordert und die Steuerausschüfse mit der Ausarbeitung eines entsprechenden Gesetzentwurfes beauftragt, hat sie Paragraph 1 der Satzung, der die Wahrung der gemeinschaftlichen Interessen des Einzelhandels vorschreibt, gröblich verletzt. Deswegen erklärt das Präsidium auf Grund der ihm erteilten Vollmacht den Austritt des Verbandes deutscher Waren- und Kaufhäuser aus der Hauptgrmcinschaft des deutschen Einzelhandels mit sofortiger Wirkung." Berlin, 15. Aov. (TU.) Die Mitgliederversammlung der Hauptgenieinschaft des Deutschen Einzelhandels beschloß mit 134 gegen 71 Stimmen (nach Ablehnung des Ausschluhantrages gegen Warenhaus- und Lebensmittelsilialverbände) die vereinigten Steuerausschüfse der Hauptgemein- schast zu beauftragen, auf der Grundlage einer Warenhaus- und Filialsteuer Anträge auszuarbeiten und der Mitgliederversammlung der Hauptgemeinschaft im nächsten Jahr vorzulegen. Sie beschloß ferner, den Steuerausschuß mit der Prüfung zu beauftragen, ob außerdem nocheine allgemeine Grotz- bet riebs st euer im Einze Ihandel zweck- mätzig erscheint und auch hierüber der nächsten Mitgliederversammlung zu berichten. Die Vertreter der beiden Grotzbe- triebs'verbände, des Verbandes Deutsck^r Waren- und Kaufhäuser und des Reichsverbandes Deutscher Aahrungsmittelfilialbetriebe haben aus Grund dieses Abstimmungsergebnisses d i e Versammlung verlassen und dabei erklärt, dah sie sich ihre weitere Entschlietzung Vorbehalten. Der Warenhausverband hat an die Haupt- gemeinschaft dann folgendes Schreiben gerichtet: „Das Präsidium des Verbandes deutscher Waren- erster mit einem besonderen Schreiben beglückt, in Sonderheit durch den Passus „indem er mir nicht zuletzt für die Vertretung und Verteidigung des deutschen Gedan- kens in der Welt im Geiste die Hand • 3ch verkenne auch den Kummer nicht, so schloß Gerhart Hauptmann, der Ihre (Brachts) Worte beschattet und kann wohl sagen: Ich teile ihn. Der besondere Fall, der die eigenartige politische Konstellation, wie Sie es Herr Reichskommissar bezeichnet haben, zum Ausdruck bringt, soweit er mich betrifft, drückt in der Efft die Bedeutung dieses Kummers nicht aus. Aber ich fühle mich in diesem Augenblick wie Sie w e i t v o n a 11 e r P o l i t i k und ich möchte gern einftummen in ben Wunsch nach einer Ruhepause in dem leider unumgänglichen politischen Kampfleben. Möge das große persönliche Prinzip immer mehr an Macht gewinnen «nö jene (Smigfeit und innere Ruhe fördern. Ine wir alle so heiß ersehnen. Oas Kabinett Vraun bleibt fern. Uebcrreichun \ der Berleihungsurkunde durch Grimme. Berlin 15. Nov. (VDZ.) Vom preußischen b aatsminifteriMm wird mitgeteiU: Die preußischen btaatsminifter nehmen heute an ber Fest- kusführung für Gerhart Hauptmann aa-t9t^eater "icht teil, weil sie es ndjt für richtig halten, im preußischen Staatsthea- ler als Gäste ber Reichsregiernng einer ohne ihre Utitroirfung eingeleiteten Aufführung beizuwohnen inb Preußen festlich zu repräsentieren, bevor sie in bre verfassungsmäßigen Aemler und Arbeiten Mieter eingesetzt sinb. Der preußische Kultusminister Armime wirb als Vertreter ber preußischen Staats- regieruug ber Ausführung in ber Volksbühne beb »obnen. Minister Grimme hatte sich am Dienstag- »ormittag in Begleitung von Ministerialdirektor Dr. brecht zu Gerhart Hauptmann begeben und ihm die derlei fjungsur tu nbe für bie Große preußi- ffie ötaatsmebaiüe überreicht. Die Urkunde hat lolgenben Wortlaut: Aus der provinzialhauptsiadt 2 I Die Bedeutung des Bauernstandes Buntes Allerlei V bc >er gestohlen. lchen Mnbefannk mit ein und stahlen die n Deuteln verpacken i rund 9000 Mk. Im Rahmen der Ausstellung der Gießener Hausfrauenberatung sprach am Montagabend der Direkter des älniverlitätZ-Tierzuchtinstituts Oberer Hardthof. Pros. Dr. Kraemer, über „Sie Bedeutung des Bauernstandes". Ten Ausführungen des Redners sei folgendes entnommen : Rie hingen dunkle Wolken so schwer über deutschen Fluren, wie jetzt. Ueberall sei Leid und Ber- zweifl'.ing anzutresfen. Die eine Erwerbsgruppe tlage heute die andere an. Riemand wisse Wege aus der Rot. Und aus der Geschichte habe man nichts gelernt. Endlich müsse man begreifen, daß das Gewerbe der Bodenkultur, die Landwirtschaft, für die Unsterblichkeit der Ration die Grundlage bildet. Da.s Bauerntum sei das Lebensreferooir einer Ration. Wo der Zustrom vom Lande zu den Städten auf- höre, folge Riedergang und Entartung. Und der Zustrom müsse aufhören, wenn der Bauernstand untergehe. Das lehre schon die Geschichte der Heinen Handelsstaaten des Altertums (Phönizien, Karthago, Venedig), denen die Volkskraft fehlte, um beständig sein zu können. Richt anders sei es in den italienischen Handelsrepubliken gewesen. Tie Städte gingen bald dazu über, die Einfuhr von Getreide zu erleichtern und schnitten dadurch sich selbst den Lebensnerv ab, indem sie den eigenen Bauernstand schädigten. Mussolini gehe heute andere Wege. Er habe die Zeichen der Geschichte verstanden. Offen habe Mussolini gesagt, danieder reaktionär genannt werden müsse, der die Förderung der Industrie jener der Landwirtschaft "vorziehe. In Deutschland sei vieles versäumt worden. Mit den Mitteln der Erwerbs losen- Unterstützung hätte man drei Millionen Dauern st eilenschaffen tonnen. Schon Goethe habe die Bedeutung der Schaffung von Kulturland erkannt und in seinem Faust wundervoll zum Ausdrvck gebracht, älnd ähnlich wie zu früherer Zeit, .-abe sich die Entwicklung auch m Spanien, in den Riederlanden vollzogen, in England durch die Bevorzugung der Industrie nicht viel anders. England opferte die Bauern um der Industrie willen. Aber auch das beginne sich zu rachen. Besser habe cs Frankreich verstanden, seine innere ständische Ordnung aufrecht zu erhalten, weil es im Boden das Vaterland erblickte und dem Dauern allen erdenklichen Schutz angedeihen ließ. Sn Frankreich betrage der Bauernstand immer noch 54 Prozent der Bevölkerung. Deutschland stehe jum Teil durch eigene, zum andern Teil durch fremde Schuld in Rot und Elend. Es müßten endlich die Jahre kommen, in denen sich der Deutsche aus sturer Gründlichkeit zu freierem, weiteren, grohdeutschen Horizonten erhebe. In knappen älmrisscn schilderte der Redner die geschichtliche Entwicklung Deutschlands unter be- )e in Japan. ten Streiken des öst« iftung hervorgerufen. 3<^ien wurden 26, »erlebt. 26 Per-' )d 100 Käufer finb Mzt und WOW Lcmun aufirelenden jser gesetzt worden. Hai stark gelitten, zerstört und Daum r in Adolf Erik Nordenskjöld. Zum lOO.deburfefage des großen Polarforschers am 18. November. Don Professor Dr. (L Aries, Serlin. pump. daß junge M' Hncn Verwandten Bä JSÄ M L. M- T Ä öcben die fcier- 2lnv-s Ä dick **£ vorüber' daß sofort 8eier l^nn ni-ht MW« $5' llnge^Aan f gereS^ecwand^ inpteu ^^gestatte eidung >,xlich >sh Zauber beim $ingtrfier-$ong. Das Fingertier stellt eine besonders merkwürdige Art der Lemuren dar, die einzig au>f Madagaskar vorkommt. Dieses seltsame Geschöpf von Katzengröhe mit rundem starkem Kopf, großen Ohren, einem langhaarigen Fell und buschigem Schwanz hat seinen Ramen von einem gana schlanken Spinnenfinger erhalten, der als dritter an der Hand erheblich dünner und größer ist als die andern. Obwohl sich dieses seltene Tier in manchen Zoologischen Gärten befindet, ist es doch bisher noch nie einem Weißen gelungen, es in Freiheit zu beobachten. Auch Professor B l u n t s ch l i wurde bei seiner Expedition in die älrwälder von Madagaskar dies Glück nicht zuteil. Er schreibt die Tatsache, wie er in der Frankfurter Wochenschrift .Die Umschau" berichtet, dem Umstand zu, daß die Bewohner des mittleren OstenS der Insel, die Detsimisarakas. vor dem Tier, das, sie Ahe-Ahe oder Hs-Hc nennen, eine abergläubische Furcht haben. Rur die Zauberer sollen imstande sein, das Fingertier zu erblicken, ohne dadurch zu Schaden zu kommen. Es sand sich solch ein eingeborener Medizinmann, der sich bereit erklärte, gegen gute Fang-Prämie ein lebendes Fin^ertier zu, verschaffen, aber er wollte unter keinen llmftänben dulden, daß jemand bei dem Fanggeschäft dabei sei; die Waldgeister dürften nicht erzürnt werden. Das Fingertier wurde auch richtig zugesandt. „Seine großen Glotzaugen leuchteten bei Rächt auffällig stark", berichtete Professor Dluntschli, „und ebenso war leicht erkennbar, daß es sich in der Dunkelheit stets gegen das Licht hin zu bewegen suchte. Diese Eigenschaften wer- den wohl bei dem Fang des Tieres abgenutzt und die Hauptkunst dürste darin bestehen, es umsichtig zu packen, da seine Vorderzähne eine recht kraftvolle Waffe sind. Sn der Freiheit braucht es diese, um än morsch gewordenen Baumstämmen die Rinde anzunagen, den Splint herauszubrechen und die Bohrgänge zu eröffnen, in denen sich oft massenweise daumendicke, fingerlange Käferlarven versteckt halten, die es dann mit seinen Spinnenfingem herauShvlt und verzehrt. Sch habe eine Reihe vom Stngerher angerissener Stämme ausgespalten und immer solche Larven oder auch Hundertfüßler und große Tausendfüßler darin gefunden. So werden die ausfälligen Besonderheiten des Körperbaus bei dem durchaus nächtlich lebenden Tier als Anpassungserscheinungen an eine sehr eigenartige Ernährungsweise verständlich." Das ^(Sespensterschiff". In der kleinen französischen Hafenstadt Hon- fleur weiß bestimmt keiner ganz genau, woher das „Geisterschiff" eigentlich stammt. Eines Morgen- war es da, lag vor Anker, sah ein wenig wunderlich aus — und blieb dann da liegen. Die Leute von Honsleur sind nicht neugierig und recht zurückhaltend. Sie wunderten sich freilich über die seltsamen Formen dieses Schiffes, das aus einer ganz anderen Welt, aus einem anderen Sahrhundert zu kommen schien. Das Sch.ff hatte gewiß nie eine große Fahrt getan. Eines Tages wagte sich einer aus Honsleur an Bord dieses Schiffes, das stumm und still und ohne Besatzung dalag. Als der Sommer tarn, mieteten sich ein paar junge Leute in den netten Kammern des „Gespensterschiffes" ein. Seht haben sie es gar blau, ganz hellblau angestrichen und könnten das seltsame Schiss gar nicht mehr missen. Eine crnziehungskräftige Reliquie.. Sm ®e- meinderat hat man sogar ein paar gute Schiffs- zimmerleute beauftragt, das „Gespensterschui fein herzurichten und die Segler ft eilen zu beseitigen. Denn an dem Schiff waren ein paar schadhafte Stellen. Doch die waren mit vieler Mühe und Rot einst künstlich hineingeschaffen worden. Heute weih man es endlich: das Schiff soll eine Rachbildung jener „Santa Maria" sein, die ein gewisser Columbus einst benutzte, um Amerika zu entdecken. Ein reicher Südamerikaner kam vor einigen Sahren auf die seltsame Sdee, sich ein ebensolches Schiff, wenn auch ein wenig kleiner, in Holz nachbilden zu lassen. Der Baumeister tat sein Bestes und schuf chn Meisterwerk der verkleinerten Kopie. Aber als das Schisslein nach Südamerika übergeführt werden sollte, da gab es zwischen dem Südamerikaner und dem Baumeister einen gottserbärmlichen Krach. Die Folge war, daß der Baumeister das Schiff dem Südamerikaner zur Verfügung stellte, während der Südamerikaner die Annahme verweigerte. Srgenb jemand nahm in irgendeinem Auftrag das Schifflein in Schlepv. 11 nb so kam eS als Gespensterschiff nach Honsleur. -en geistig i xu aufot),crtc, 1 können 'S tödlich verunglück. & M in ÄT Unfall. '5a(^ ,M ein ®t. Arbeiter *ben von SchiMat- beschäftigt .^n Meter in die eo KupIin und der Wurden sofort geeichter wurde be- 3 eingeliefert. lachen Mord. wurde Dom Schwur- en gemeinschaftlichen urteilt Bartel ist am Illlernachi mit einem Kommunisten in das alsozialisten besuchte id dort haben beide , wobei der ünbe- öe ck durch Kopfschutz : stets geleugnet, den mit dem Vornamen wurde Varlel in er- Ooluei auf der Strobe le hatte ihn im Stich Frankreich auSzubauen, auf dem m Xr Hauptsache Angehörige der früheren hessischen 2Ugi- menter ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Die Vorarbeiten sind in die Weae geleitet, so daß vielleicht schon im nächsten Sagte an die Ausführung gedacht werden kann. Da die Behörde der Auffassung ist, daß den Bestrebungen des Dolks- bundes jegliche Unterstützung zuteil werden sollte, werden die Bürgermeister ersucht, die Leitung der Sammlung in ihren Gemeinden unmittelbar zu übernehmen und unter Berücksichtigung der örtlichen Verhältnisse nach geeigneter zuvoriger Bekanntmachung, zweckmäßig in Verbindung mit der Schule, durchzusühren. ganzen nordsibirischen Meeres und die Erreichung der „nordöstlichen Durchfahrt" gerichtet. Am 4. Juli fuhr er mit der „Wega" und der „Lena" von Gotenburg ab. Das K arische Meer wurde wieder durchfahren', am Kap Tscheljuskin, der nördlichsten Spitze Asiens, ging es vorbei, und am 27. August.langte man am Delta des Lena an. Hier teilte sich die Expedition. Die „Lena" fuhr den gleich narnigen Strom aufwärts und kam bis über das Werchojanski-Gebirge nach der Stadt Jakutsk. Nor- denskjöld aber zog mit der „Wega" weiter, er erreichte sein Ziel, die Beringsstraße, allerdings nicht, denn dicht vor dem Ziel, an der nördlich der Tschüs tschen-Halbinsel gelegenen Koliutschin-Bai, wurde das Schiff vom Schicksal des Einfrierens ereilt War die Durchfahrt also diesmal auch noch nicht gelungen, so war das Erreichte doch kolossal. Der Teil des von ihm zuerst befahrenen Nördlichen Eismeeres wurde nach ihm „Nordenskjötdsee' benannt. Im nächsten Jahre umsegelte Nordenskjold nun aber die sibirische Nordküste, erreichte tatsächlich bei der Behringsstrahe die langersehnte nordöstliche Durchfahrt und fuhr alsdann um ganz Asien, über den Indischen Ozean, das Note Meer, den Suez- kanal nach Europa zurück. Jetzt war er der Held des • Tages. Uebcrall wurde er im Triumph empfangen. (Er und Schliemann waren die berühmtesten Entdecker ihrer Zeit, und auf manchem Bankett wurden sie gefeiert. Der König von Schweden erhob Nordenskjöld in den Freihermstand. Dieser schrieb sein Werk „Vega’s färd Kring Asien och Europa”, das 1881 zweibändig in Stockholm erschien, und un nächsten Jahre begannen die „Wissenschaftlichen Ergebnisse der „Wega-Expedition" zu erscheinen, deren fünfter Band 1887 herauskam. Nordenskjold hm überhaupt viel geschrieben und seine Zährten an schaulich und anregend geschildert. Ein Engländer, Leslie, gab ein Buch über tue „Arche Voyages” heraus, das auch eine Selbstbiographie Norden skjökds enthält. Im Jahre 1883 fuhr dieser noch einmal nach Grönland. Oskar D i ck s o n , der finanz- gewaltige, unterstützte wie früher so auch diese Ex- pedition. Nordenskjöld wollte das non ihm vermutete eisfreie Innere Grönlands auffinden. Mit Schlitten fuhr er landeinwärts und suchte 130 Kilo meter weit, ohne anderes als Eis zu finden. Die Lappen in feiner Begleitung fuhren auf Skiern sogar 230 Kilometer ins Binnenland, das sich als durchweg eisbedeckt erwies. Aber auch dieses nega tioc Ergebnis war natürlich wertvoll. Den Rest seiner Tage widmete Nordenskjöld der wissenschaftlichen Verarbeitung seiner Entdeckungen, sowie kartographischen und rein geschichtlichen Stu dien prähistorischer Richtung. Er starb am 12. Augu.i 1901 auf der Insel Dalbyo bei Lund. Von seinen beiden Söhnen wurde der ältere, Gustav, ebenfalls Forschungsreisender und besuchte Spitzbergen und Nordamerika, während der jünger^ Erland, als Ethnologe Südamerika bereiste und als Professor in Gotenburg viel über dieses Gebiet veröffentlichte. Ein Neffe Otto, machte Expeditionen in die südliche Arktis und wurde Professor der Geographie in Gotenburg. Den Ruhm des großen Polarforschers hat aber keiner von ihnen erreicht. Gießen, den 16. Rovember 1932. Oie Fahrt ins Blaue. Geht's nach Süden? Gebfs nach Norden auf der Schienen Silberband? Fahrt und Traum sind wahr geworden in das unbekannte Land. Auf geheimnisvollen Wegen schwimmt vorbei der Felder Kranz, und es atmet dir entgegen märchenhafter Ferne Glanz. Aufgetan sind S)etx und Sinne, Not und Sorgen fliegen fort, und zu köstlichem Gewinne lockt dich hell das Zauberwort: Steig fröhlich ein! Vertraue der schönen Fahrt ins Blaue! Du sollst dein Herz erschließen, sollst schwärmen und genießen! Verschaffe dir durch frohe Fahrt Erfüllung, Sehnsucht, Gegenwart! Steig fröhlich ein! Vertraue der schönen Fahrt ins Blaue! Wie ahd) deines Lebens Sterne keuchten, finken und versprühn: Stets liegt unbekannte Ferne Vor dem Hoffen und dem Mühn! Schenke nicht zu viel Vertrauen Deinem Willen und Verstand: selbst die Liebe schöner Frauen führt in unbekanntes Land. Lerne klug das Leben meistern, sei im Kummer nicht verzagt, lern an Edlem dich begeistern, bis dir Petrus gütig sagt: Steig ein, mein Sohn! Vertraue der weiten Fahrt ins Blaue! - Nach Hoffen und Genießen muß sich die Kette schließen! Du sandest auf des Lebens Fahrt Erfüllung, Sehnsucht, Gegenwart! Steig ein, mein Sohn! Vertraue der weiten Fahrt ins Blaue! Puck. Lokalschau des Kaninchen-Zuchtvereins. Der Kan.nchcnzuchtvere.n Gießen veranstaltete am Samstag und Sonntag im „Thüringer Hof" eine lokale Ausstellung. Der Preisrichter, Herr Streb. Offenbach, hatte keine leichte Arbeit, denn die Zahl und Güte der ausgestellten Trere ging über die Grenze einer lokalen Ausstellung hinaus. Besonders stark vertreten waren Weche Ricsen, Groß-Chinchilla, Angora und Hermelin. Die Preisverteilung zeitigte folgendes C r g e b n i s: Be gi che Rie en: Sch: l aas, Ehren- preis, 2. und o. Preis. Snderthal und Feuster, je 3. Preis. Weiße Riesen: Schellhaas, Ehren-, zwei 1. und 3. Preis; Feuster. Ehren- und 1. Preis; Hollricher, Ehren» und zwet 3. Pre is; Otto Becker, Ehrenpreis; K. Keil, 1. und 2. Preis; H. Rinn, zwei 2. Preise. — Deutsche Widder Hollricher, Ehren- und 3. Preis. — Groß-Chinchilla: Sos. Gries, Ehren-, 1- und 2 Preis; H- Stroh, Ehren- und 1. Preis; G- Haarig 2. Preis; W- Schmied, zwei 3. Preise; W. Bender, zwei 1. und 2. Preis; H. Snderthal, 2. Preis. — Graue Wiener: L- Kreiling, 1. Preis. — Blaue Wiener: SchellhaaS, 2- und 3. Preis. — kW tzy NWeie, ’sSä jte unb l'ch, bafi "ner. später L Diese ite« All- mite» •JÄr"« räss -BH »HS“ rmiderte der lionn. ianb lasen, da sagten sei acht. Daraujhm lotfenefolleheur sah- fl[ in meinem Leben mmer ach- An der n, und ich brach nur !, dah Äh" P Trotter einhundert' injen Sache heraus- Von früh auf entzündet sich die Knaben Phantasie an den Heldentaten der Polarforscher. Das Nordlicht, das Packeis, die unabsehbaren Vogel- und Pinguinherden, die Mitternachtssonne und die Kristallpracht der Eisberge — jeder rechte Junge möchte einmal in jene Gebiete mit Vordringen und der Arktis ihre Geheimnisse abringen. Begeisterung erfüllte uns, wenn wir den Namen des großen Nordenskjöld aussprechen hörten, und hoch horchten wir auf, wenn aus der Zeitung von feinen Heldentaten oorgelefen wurde. Und nun feiert man [einen 100. Gedenk-Geburtstag. Nils Adolf Erik Nordenskjöld stammte aus Hel- singfors. Naturwissenschaftliche Studien süßten seine Jugend aus. Vor allem beschäftigte er sich mit Geologie und suchte aus den Urschichten unseres Planeten Antworten auf naturphilosophische Grundfragen zu gewinnen, wie denn naturgeschichtliches Forschen eigentlich bann erst einen höheren Reiz gewinnt, wenn es gleichsam sub specie aeterni, wenn es von einer naturphilosophisch höheren Warte aus geschieht. Sonst verrennt sie sich in öden Spe- zialismus. Aber der junge Nordenskjöld war nun einmal nicht zum Stubenhocker geboren. Schon mit 26 Jahren begleitete er den Polarforscher loreH auf einer Entdeckungsfahrt nach Spitzbergen, der noch immer für die Wissenschaft ergiebigen Insel, wie die kürzlich unternommene botanische Expedition des Greifswalder Prioatdozen- ten Dr. Gesner wieder zeigte. Nordenskjöld fand an dieser Tätigkeit soviel Gefallen, daß er die Fahrt noch zweimal ganz selb, tänbig wiederholte (1864 und 1868). Spitzbergen war damals noch ziemlich unentdecktes Land. Aber die Entdeckerfreude war einmal bei dem Sproß- ling des alten Wikingervolkes erwacht und ließ ihm keine Ruhe. Als in Europa der große Kampf zwi- schen Deutschen und Franzosen ausgesochten wurde, befuhr Nordenskjöld die Westküste von Grönland und bahnte sich neue Wege in das unzugängliche Dinneneis. Er konnte 45 Kilo- Meter ins Innere des Londes bringen unb das Gebiet gründlich untersuchen. Zwei Jahre später finden wir ihn abermals in Spitzbergen, wo er sogar den ganzen Winter über verbleibt. Auch der sibirischen Nordküste hatte er längst Interesse abgewonnen, so daß er sich 1875 zu einer Expedition dorthin entschloß, und zwar benutzte er eine Segel- jocht zu dem Unternehmen, die „Pröoen". Don den Mitteln jetziger Technik war natürlich noch kein« Rede. Nordenskjold durchfuhr mit seiner Mannschaft bas Karische Meer zwischen der Insel Npwaja Semlja und der von Samojeden bewohnten Jalmal- Halbinsel und gelangte bis zur Münduna des Ienisselstromes. Zurück fuhr er mit einigen seiner Gefährten auf dem Landwege über die russische Hauptstadt. Im nächsten Jahre besuchte er die große Weltausstellung in Philadelphia. Kurz daraus aber suchte er das eisige Meer am Jenissei noch einmal auf, diesmal auf einem Dampfer, dem „Pmir", und zwar fuhr er in die Jeniffeimünbung hinein und erforschte den Stromlauf sogar dis zum 71. Breitengrad. Sein größtes Unternehmen fällt in das Jahr 1878. Jetzt war sein Ehrgeiz auf Bezwingung des Weiße Wiener: K. Kirchner. Ehren- und zwei 1. Pre.se; Keil, 2. Preis. — Rheinische Schecken: W. Ullrich, Bundes-Ehren-, vier 1. und ein 2. Preis: H Reuling, 3- Preis. — Ha'en- kaninchen: Ph- Schäfer, drei L, zwei 2-, zwei 3. Preise, H. Becker, zwei 1-, zwei 3. Preise. — Luxkaninchen: Otto Steih, 1., 2. und 3. Preis. — Klein-Ehinchilla: K. Derghöser. Ehren- und 1. Preis; Herrn- Koch, vier 1., drei 2. und ein 3. Preis. — Englische Schecken: L. Kreiling, drei 1. und zwei 2- Prei'e. — Schwarzloh: H Becker, 2. und zwe 3- Preis. — Holländer: H- Becker, zwei Ehren-, 2- und 3- Preis. — Silber: Otto Steih, Ehren- und 1. Preis; Rieolai, Ehren- und 3. Preis. — Rextaninchen: Urstadt, Ehren- und 1. Preis; K. Hoffmann, Ehren-, 2. und zwei 3. Preise; H. Rinn, 1. Preis. — Hermelin: Suft. Bolz, zwei Ehren-, zwei 1-, zwei 2. und drei 3. Preise: Otto Steih, Ehren». L, 2. und 3. Preis. — Angora: Hans R un, „Sohann-Appel-Gedacht- nis-Wanderpreis", drei Ehren-, ein 1., zwei 2. und vier 3. Preise. Taten für Mittwoch, 1«. November. 1632: Tod Gustav Adolfs von Schweden bei Lützen. — 1869: der Geschichtsforscher Hermann Ondcn in Oldenburg geboren. Vor nottzcn. — Aus de» Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Als Dolksvorstellung zu ganz kleinen Preisen heute 15.45 Uhr zum letztenmal die berühmte Lokalposse „Der Datterich von Riebergall mit H u b als Datterich, der auch die Spielleitung dieser humorvollen Szenen hat. Äbcnds 20 Uhr Erstaufführung der Operette .Peppina" von Oesterreicher und Stolz. Spielleitung: Wrede, Moehl, Bä ulke Mit- wirkende: Damen: Deling, Flemming, Schurrt- Süngling; Herren: Förderer, gierment Hub, Wrede. Da die Erstaufsührung der Operette außer Abonnement ist, fallt das Mittwoch-Abonnement heute aus. Die Vorstellung ist öcemoen- vorstellung zu ermäßigten Operettenpreisen. Ende 22.30 Uhr. v Ä . r — Der Bund Haus und Schule veran- stallet Freitag, 18. Rovember, 20 Uhr, einen Familienabend im Sohannessaal. Die Herren Steuerinspektor Klemmrath und Prokurist Slroh werden ihren Lichtbildervortrag beenden, Mitglieder der Militärkapelle ihn musikalisch umrahmen. (Siehe heutige Anzeige.) * "Sammlung für deutsche Krieger, gräber. Der Vollsbund «Deutsche Krieger- grübcrfürsorge" bezweckt die Herrichtung und den Schmuck der Friedhöie, Sammelgräber und Einzelgräber unserer Gefallenen im Ausland. Er hat zu diesem Zweck beträchtliche Mittel nötig, da sehr viele Friedhöfe sich noch nicht in dem Zustande befinden, wie es das Andenken an die Gesallenen und die Ehre des deutschen Ramens erfordern. Rachdem der Herr Minister des Innern für dieses Iahr Sammclerlaubnis erteilt hat, ist die Bezirksgruppe Gießen des Volksbundes mit der Bitte an das Kreisamt Gießen herangetreten, am Totensonntag eine Sammlung von Geldspenden durch Vermittelung der Herren Bürgermeister vornehmen zu lassen. Die Dezirks- gruppe Gießen des Volksbundes beabsichtigt, in Verbindung mit dem Landesverband Hessen, insbesondere einen größeren Krieger-Friedhof in sonderer Berücksichtigung des Bauernstandes. Er gedachte der Iahre des Krieges und der ungeheu» reu Leistung der deutschen Bauernschaft im Dienste der Volksernährung, aber auch der bangen Sorge, die aus dem Bewußtsein erwuchs, daß der wirtschaftliche Mobilmachungsplan fehlte. Industrie und Handel bitten zwar den Ruhm des deutschen Mannes hinausgetragen in alle Welt, das Volk geistig gesördert, gewaltigen Reichtum geschaffen nnd die Verteidigung in der erlebten Form zu führen erst ermöglicht, aber doch mußte man die ungeheure wirtschaftliche Verlag e- r un g , die in unserem Vottskörper vor sich ging, mit Sorge betrachten. Sm Sabre 1803 hätten 18 Millionen Tauern drei Millionen Menschen in der Stadt mit versorgen müssen, heute solle die gleiche Anzahl Bauern für 50 Millionen Menschen in der Stadt die Ernährung sichern. Da sei schon Großes geleistet worden durch den deutschen Bauern. Die Leistungen der Bauernschaft während des Krieges seien leider vielfach schon vergessen, vergessen auch die Zeit, da man sich der entferntesten Verwandten aus dem Lande erinnerte. Die Bauernschaft verdiene aber auch noch in anderer Hinsicht eine anerkennende Würdigung. Die Landbevölkerung stellte die meisten Militärdienstpflichtigen, die Verteidiger bes Vaterlandes. Der Großstädter fühle sich oft dem Bauern geistig überlegen. Der Städler fei aber nur fixer durch ständige Hebung feiner geistigen Kräfte, der Bauer dafür grünbhdier und um so sicherer, weil er den Ablauf des Gejcyehens um sich her genauer beobachten kann. Als elhische Güter erwachsen aus der Landbevölkerung Vaterlandsliebe, ruhig-ernstes Denken, Einfachheit, Sitte und Heimc^ßliebe. Die Bauernschaft könne ihre gesunde Entwicklung aber nur dann beibehalten, wenn ihr die Lebensgrundlage erhalten bleibe. Gegenwärtig sei die Landwirtschaft nicht rentabel. Wenn eine Verelendung des Bauern verhindert werden sollte, im Interesse der gesamten Nation, bann müsse i h m geholfen werden. Vom Bauer hänge vieles ab. Gießen x. B. wäre ohne landwirtschaftliches Hinterland nicht denkbar. Der Bauer war noch immer der beste Kunde der Industrie. Einfachste nationale Pflicht sei es deshalb, auch den Bauer leben zu lassen. Man habe mit manchem Mittel zu helfen versucht, aber das Bedeutsamste bleibe doch immer die Selbsthilfe, in der Form des freiwilligen Verzichts auf fremde TD ar en. Nur durch Abnahme deutscher landwirtschaftlicher Erzeugnisse könne man die unentwegte Arbeit des Bauern ehren, unb nur bann könne man noch hoffen auf die Rettung der Land- wirischast und damit des Vaterlandes, für das zwei Millionen seiner Besten gefallen sind. Der Vortrag wurde verdientermaßen mit anhaltendem Beifall ausgenommen. Srieftoften der Redaktion. lRechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schnstteitung.) Fundsache. M. L. H. Die Polizeibehörde ist verpflichtet, die Fundsachen, die in ihren Gewahrsam gelangten, ordnungsmäßig auszubewahren. Ist der Verderb einer Sache zu besorgen, oder ist ihre Aufbewahrung mit unverhältnismäßlgcn Kosten oder Schwieriakeitcn verbunden, so hat die Behörde die Sache öffentlich versteigern zu lassen und den Erlös in Verwahrung zu nehmen. Ueber offenbar wertlose Sachen, sowie über Sachen, aus deren Versteigerung kein Erlös zu erwarten ist, kann die Polizeibehörde in der ihr geeignet erscheinenden S.J.-fpor/ Wirtschaft Oie Reichspost im 2. Quartal 1932. der Devisenmarkt Berlin — Jranffurl a. ZR* mit Banknoten. 5 o. H. Dberhciicn Provinz-Anleihe ttuolui.-iNcditm Seutfdir st,'mm Sammelabl Anloib 2 ,-ric i 4,20 58,23 72,35 13,94 16,46 168,86 21,50 70,76 2,47 73,90 80,79 34,25 .......... Kurszettel »er Berliner und Frankfurter Börse ' C°plmn ""avWbnen Aftern grien öle W Oer ,ulefil befallenen 31min nh. „„ _ . I rtdb 2ßerfc oerfigen, also fw unter Urnftänben auch oer= Wnfen. Die Aneignung einer Sache, bie einen zßert hot u n d auch einen Versteigerung seriös *3»r» iprtdjt, begründet unter Umständen bie dis,iptinSre aber strafrechtliche und zivile 'Bercntmortunc btr maßgeblichen Stelle. ®- ^.00- Die Höhe des Zinssatzes unterliegt in Jbrem Falle der freien Vereinbarung ba es sich um ?ie Verzinsung eines Kaufschillings 'haivdelt, auf die die Notverordnung vom 8. Dezember 1931 keine Anwendung findet. Der Satz von 10 v. H. erscheint als reichlich hoch bemessen. Die nichtbezahlten Zinsraten bzw. die Differenz zwischen dem gezahlten, tatsächlich aber vereinbarten Zinsbeträge können Sie, falls sich Ihr Schuldner weigert, mehr als 5 ö. f). zu zahlen, durch einen ortsgerichtlichen Zah> lungsbesehl anfordern. Suchen Sie zu einer Verständigung zu gelangen. Uebrigens ist soeben eine Notverordnung erschienen, die die Wirkung einer Hypothekenkündiguna hinausschiebt. Siehe hierzu „Gießener Anzeiger Nr. 268, Rubrik „Wirtschaft". 6 ’u i ' in m •Heirttvameil). o. m % ehern. 7%Tt. «eldi3anl.D löse 6- niiipVliilcihc von 1930 Dcutfdli' .'lnt.-Bblöl -Schuld mit (Hudle licdncn Detn "hiio .'luelo..Rechte 6% ef)fm 8%vei< 2% .vtnnlt Hyp.-Banl ®oiei< i > unfunpbor bis 1935 6% ehern 7% -trunli Hnv.-Bani ®uiov 16 unffinbbür bin 1036 0‘jo„ ehern A V,% IrauksHyp.- Ban vtn« t.iiiobrieie 644% tbem. *y,% yfhelnlidje Ban Vi-iii -®olvv c. 6% ehern 8% Br. Vonoesplanü. brieionii, Lsandbriese R. io «% ehern. 7%^t. Landeepsand- brielanstai Dkandbrie'e N. ir <% üeiietteirtiudte ®olbreme 4,20% Ceflencidilldte ©Ifbenenb 4% llngdilldte (Molbrente . . <% Hugariiche Liaarsrenle v. 1910 444% Dc#fli. von 1913 -|% ab.ieli tbolDmerilancr van 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 l%_lürf'|d)e Bagdadbahn-Anleikr eerie l 4% oe«fii. Serie li . öer lnb- Rente v. 1908 474%Ruman.verrinh.Reniev.l9l:< 4% «umänische oeteintj. Rente Analolie' VfB. III — Dutenhofen I 1:2 (0:2). Aus dem Waldsportplatz lieferten sich beide Mannschaften einen interessanten Kampf, der von der glücklicheren Elf gewonnen wurde. Durch lasches Spiel des Torwarts kam Dutenhofen trotz Spielüberlegenheit der DfBer zu zwei Erfolgen, denen DfD. gegen Ende des Spiels durch Elfmeter einen Treffer entgegensetzen konnte. Die Jugend war spielfrei. Die Schüler gewannen nach guten Leistungen gegen die körperlich stärkeren, aber nicht vollzählig antretenden Schüler Wiesecks 2:0. Vfv. Kurhessen Marburg — 1900 Gießen 10:3 (3:1). Die Blauweißen erlitten im Spiel des Sonntags m Marburg beim VfB. Kurhessen eine empfind- liaje Niederlage, lieber dem Spiel waltete ein unglücklicher Stern. Man wußte im Gießener Lager beim Abschluß nicht, daß man nur mit einer stark ersatzgesckwächten Mannschaft in Marburg antreten konnte. Göbel, Schmidt, Wilhelmi, Glitsch und Luft fehlten Der eingestellte Ersatz war zu früh mit feinen Kräften zu Ende. Darin lag die Hauptursache der hohen 10:3-Niederlage nicht allein. Schlarb II im Tor hatte einen schwarzen Tag. Fast die Hälfte der Treffer kommt auf fein Konto. Der Gastgeber fpielte em ganz großes Angriffsspiel, während er in ben hinteren Reihen schwächer besetzt war. Von Anbeginn an kam der Gastgeber g eich in volle ijabrt, aber auch 1900 wartete zeitweise mit schönen Leistungen auf, besonders solange der Mittelläufer «ch.arb I. den Angriff durch weite flache Vorlagen bediente. Hellmann (diesmal auf Halblinks) war sehr gut aufgelegt. Auch die Außenstürmer Best und Arnold spielten in ansprechender Form. Zeiler und Lippert taten in der Verteidigung das Möglichste. Marburg hatte fast immer etwas mehr vom >vplel. Der Kampf wurde schnell und sehr fair Schneider- Marbach amtierte als schiedsrichter zufriedenstellend. Der Spielverlauf: 3ur Einleitung läßt Schlarb einen verpaßten Roller durch die Beine. Arnold schießt mit Strafstoß von rechts in die linke Ecke den Ausgleich. Ein Einwurf der (Siebener. Ein Marburger entreißt dem Gießener linken Läufer den Ball und wirft über die oeräugte Verteidigung. Fischer besorgte den Rest 2:1. Mißratener Abstoß Schlards. Der Ball kommt sofort zurück und landet bald 'darauf im leeren Tor. Halbzeit 3:1 für Marburg. Jftad) Wiederbeginn kommt 1900 leicht in Vorteil. (Sine j’flante Arnolds nimmt Heilmann an und lenkt 311 IackA, der zum 3:2 einschießt. Bei einem Geplänkel wirft sich Schlarb zu früh und sckläot dann den Ba l vollends ins eigene Tor, 4:2. 1900s An- 9rrfi gibt Arnold Gelegenheit zu einer feinen Vorlage an He lmann, der mit Prachtschuß Wcyand mit ins Tor nimmt, 4:3. Nach kurzem Feldspi-4 fallen dann in einem Zeitraum von knapp 15 Minuten sechs Treffer für den Nlatzverein. Zwei durch Kopfballe. zwei aus Strafstößen, ein Eigentor Zellers im Uebereifer und das zehnte als Schlarb einen schon gehaltenen Ball wieder fallen läßt. Nebenbei war 1990 auch nicht müßig. Heilmann fck'ckte den Lin k'außen Best oftmals mit schönen Vorlagen auf die Reise. Mm war aber im letzten Moment vor dem Tor des Gegners zu unentschlossen. Es brauchte nicht nur bei drei Gegentreffern zu bleiben. 1900 AI — POO All 2:0 (2:0). Durch desen Siez hat sich die A'-Juzend ihre führende Slel.ung s> gele.tigt, daß sie kaum noch ernstlich darin bedroht Werde r kann. Beide Mannschaften svicltm ei'rig und fair und ze'gten recht osip ech-n'e "e'stu -gm. Die AI I g nd war t ch- u'-scy b.sser. Die Läufer zögerten aber oftmals zu lange mit ihren Vorlagen; die Stürmer ver- gaßen fast ganz das Freistellen und f ielten sich 01t sehr ungmau zu. Die AII-Ju^end versuchte ihr Glück im schnellen Avs-iel und mit p glichen Turchuruchen, konnte sich aber gegen die sichere Verteidigung der Al nicht durchsetzen. Vrrteidi- gung und Bormann waren der beste Mannfcha'ts- terl in der All sie waren viel beschäftigt und bestanden ihre Proue gut. An den zwei Toren konnten f;e nichts ändern. 1900 2. Schüler — Lollar Schuler 0:2 ^uVen mit Ersatz und wenig Aussichten nach Lollar. Sie führten ein schönes Fußball Ergebnisse aus dem Gau Gießen-Wehlar. 1. Bezirks klasse (in der 1. Bezirksklasse Tanöen am Sonntag nur Pokalspiele statt): Wetzlarer SV. — VfB. Gießen 1:0 (1:0); Wallau — Bottenhorn 2:3 (0:0). 2. Bezirk sklasse. Oberbiel — SC. Weh- *°r, 3:5 (0:4); Steindorf — Weilburg 3:4; Lohnberg - Burgsolms 5:0 (4:0); Bissenberg gegen Ehringshausen 2:0 (1:0); Lollar — Laubach 7. 0 (3: 0); Steinberg — Butzbach (1:1 (0: 1); Ettingshausen — VfB. Gießen II ausgefallen für Ettingshausen kampflos gewonnen. 1. G a u k l a s s e: Merenberg — Gräveneck 3:1 (1:0); Weilburg II — Holzhausen 2:2; Rieders- harnen - Alm 2:2 (0:2); Allendorf — Stockhausen 3:2 (2:0); Löhnberg II — Hirschhausen 3:1 (1:0); Hermannstein — SC. Wetzlar; Butzbach II — Steinbach verlegt: Wieseck — Garbenteich 3:3 (3:0) für Garbenteich gewonnen; Vieoer-Weisel — Heuchelheim 2:5 (1:3); VfB. Deße-.llll - Dutenhofen 1:2 (0:0); Flensungen gegen Alr:chstein 0:1 (0:1); Geilshausen gegen Grunberg 8:3 (3:2). 2. Gau klasse: Leun — Tiesenbach 3:1 (1:0); Allendors II Stockhausen II 4:1; Garbenheim gegen Schwalbach 1:0; Wetzlarer SD. IV gegen Büblingshausen II 2:6 (0:4); Lollar II gegen Dutenhofen II ausgefallen, für Lollar kampflos 1 gewonnen; Butzbach III - Hochweisel 2:1 (1:0); Muichenheim — Lich verlegt; Flensungen gegen Bobenhausen, Bobenhausen nicht angetreten. Zwei Niederlaq-n . . . Sportverein wehlar I — VfB. Gießen I 1.0. Berlin, 15. Rov. Die Deutsche Deichspost veröffentlicht ihren Bericht über das zweite Viertel (3uli bis September) des Rechnungsjahres 1932. Gegenüber dem Vorjahr ist der Verkehr m fast allen Verkehrszwe.gen zurückgegangen. Gegenüber dem ersten Viertel (April bis 3uni) des laufenden Rechnungsjahres hat sich die Ver» kehrsentwicklung etwas günstiger gestaltet. Die Zahl der Posticheckkonten st eg im Berichtsviertel, iahe um 1638 auf 1 018 479. Der Auslandüber- we.iungsverkehr ist infolge der. Beschränkungen für den zwischenstaatlichen Eeldverkehr auf rund 28 Millionen Mark gesunken, d. h. etwas mehr als d.e Hälfte des Betrags im gleichen Zeitraum des Vorjahres. 3m Schnellnachrichtenverkehr wurden rund 5,7 Millionen Telegramme befördert und rund 533 Millionen Gespräche öer- m.ttcit gegenüber 6,8 Millionen Telegrammen und 597 Millionen Gesprächen im gleichen Zeitraum des Vorjahres. 3m Funkauslandverlehr wurden im Derichtsvierteljahr rund 476 400 Telegramme befördert. Die Zahl, der Rundfunkteil, nehmer bel es s.ch Ende September auf 4 077 347* davon waren von der Zahlung der Gebühren befreit 481 627 Teilnehmer (Blinde, Schwer- kr egsbeschädigte. Arbeitslose usw ). 3n den Mo- n."ten April bis 3uni wurden 199 Schwarzhörer rechtökräft.g verurteilt. Die Gesamteinnahmen im Ber.chtsv.erteljahr werden mit rund 407 Millio- nen Mark die Gesamtausgaben mit rund 408 Millionen Mark ausgewiesen. $ra fturter Abendkörse sehr still. ^Frankfurt a. M., 15. Nov. Die meist schwachen Meldungen von den Auslandsbörsen haben die I Zurückhaltung der Spekulation verstärkt, so daß die Abendbörse ein Bild fast vollkommener Stagnation | In Befolgung des Rundschreibens des Reichs- Verkehrsministeriums und des Erlasses der Provinzialdirektion (Gieß. Anz. Rr.266) betr. Bereifung und Geschwindigkeit L e.. Lastkraftwagen wird gebeten, nach Einbruch der Dunkelheit, zwischen 18 und 20 Ahr. eine P oli zeipa t r 0 u i l l e in der 3o» P_a. nnesstraße zu postieren, wo sich, zum Teil^ ohne Licht, lebhafter Verkehr auch nach der Veröffentlichung, seither abspielte. Lehrgang beginnen. 3m kommenden Winker wird ihm rroch mehrere Male ein Lehrgang folgen, deren jeder in der Regel 30 Feuerwehrleute um. fassen und sechs Arbeitstage dauern wird. Die Kurse sollen immer in den Monaten Rorember bis Februar stattfinden. Landkreis Gießen. ch L i ch, 16. Nov. Bei dem Blumenschmuck. Wettbewerb des Verkehrs, und Der- fchönerungs Vereins, über besten Preisner- tetlung wir vorgestern schon berichteten, wurden oie ersten Preise folgenden Einwohnern zuerkannt: Max Chambrö, Johann Heinrich Schmidt II., Ludwig Weber, Stadt Lich, Elise Röger, Ludwig Le> chens, Johs. Spahr Wwe., Pfarrer Draubt, Architekt Heinrich Lotz, Wilhelm Staubach, Werkmeister Fritz Henne, Lehrer Meckel, Brauerei Jhring-Mel- chwr, Heinrich Jakobi, Schreiner Johann Friedrich Ledermann, Hermann Ludwig, Emil Junker, Karl Thalacker Wtw., Architekt Spahr, Johannes Dietrich, Margarete Cloos, Emil Machalett Wtw. und Prokurist Artur Schäfer. Kreis Lauterbach. -n. La U ter b a ch , 15.Rov. Die Q3au tätig, kert in unserer Stadt hat sich im Verlaufe des Jahres 1932, entgegen den Erwartun- im Frühjahr, verhältnismäßig rege ent- i^rckelt. Abgesehen von kleineren Erneuerungen an alten Häusern wurden acht neue Häuser und ein Lagerhaus errichtet bM. in Angriff genommen. Wohnhausbauten ließen errichten: Bahnbearnter Wilhelm Wel- US ^legraphenbauhandwerker Karl Schwarz Forster Georg Schmidt, Förster Heinrich ®,an6- ZoNsekretar i. R. Karl R ö ller und Oberfteuerfefretar Karl Mölig, Schloss»rmeister Georg O t terbetn, Rektor August Holler und Ärchitekt Georg H e l f e n b c i n, Weinhänd- ler Roger Piton, ein Lagerhaus lieh Maurer- Wetzendors II. errichten. Die Stadt bißt zur Zeit eine Umgehungsstraße zwi- ISen Bahnhofstraße und Alsfelder Straße als älotstandsarbeit ausführen, bei der 40 Erwerbslose Arbeitsgelegenheit haben. «reis Wetzlar. I H o ch e l h e i m, 15. Nov. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats wurde die Haltung des Gemeindebullen auf weitere drei 3ahre an öie alten Ratter neu vergeben. Cs erhält jeder Bullenhalter eine Barentfchädigung von 270 Mk fahrl.ch, außerdem das übliche Heu und den üb- "M ?,aler- Ferner wurde beschlossen, im nächsten Jahr 500lausendeMeterWege- bau im Freiwilligen Arbeitsdienst durchzusuhren. Als Handarbeitslehrerin wurde unter elf Bewerberinnen Fräulein Maria Faber gewählt. '.De Zwischenrunde der Pokalspiele sah eigentlich d:e Grun-Weißen als Gegner von Bot- tenhorn für den vergangenen Sonntag vor. Auf Anregung des Sportvereins Wehlar wurde jedoch als Pokalgegner die 1. Mannschaft der W tz.arer zum Kampfauf dem Waldsvoulplah m t Emwilligung des VfB. bestimmt. Die Wch- lar?r erre.ch^len aber auf eine nicht sehr glückliche« Art, daß d.e Grün-Weihen in Wetzlar antreten mußten. Daß unter diesen Umständen für die E-:chener die Station ungünstig war, lag auf ö:r Hand. Trotzdem traten die VfB.er mit allem 1 S.cg:sw:llen an müssen sich aber mit dem ni. bften aller Ergebnisse geschlagen bekennen. D e Grun°W:.hen hätten das Spiel gewinnen mu! en. Während Deckung und Läuferreihe auher- orbon.t'.ch gesch.ckt und aufopfernd arbeiteten I ucß Der S urin und insbesondere die Mitte jeden £rang und alle Schuhsreudigleit vermissen. Der ! I 'gn:r toar du.ch.aus ebenbürtig, sp.e.te ganz auf c eg, aber auch seine Siiirmer liehen die Durch- sch . gstraft vcrm sien. Das emsige T:r des Tages s.el denn auch aus der Läuferreihe. Da^ Sp.el g. stattete sch von Anfang bis zu n * inLec:,raat; De eifte Spielhälfte stand im rjc ch'n b?r VsVe . S.e s:hten dem Gegner sehr zu Zwe. oder gar drei Tore hätten währ nd d.^er Druck-xriode unbedingt fallen müssen. - 2l" f1 )uwe d)? Jnnensturm versagte. Die wenige . Val c aui das VsB.°Tor h elt Balser sicher, t? । H aber oann doch vom Mittelläufer Gegn.rs durch einen Schuh aus 25 Meter Lni c.nang i hm war dabei die Sicht versperrt) 9 i-V.cgcn bekennen. 3n der zweiten Spielhälfte lagen die Wetzlarer 2n ??r_ m Vorteil. Wehiar leg e mächtig los, um Das Ergebnis zu verbessern. Die Deckung und Verte.oigung der Grün-Weißen arbeitete aber vorzüglich. Va.scr erntete für einige glänzende T.>aoen mel Beifall. Die VfVer dagegen ver- gaoen .in Sturm einige klare Chancen. Ein Schuh g ng an d.e Latte. Der Wetzlarer Torwart hatte ' no, viel zu tun, denn die Gebrüder Tenner schlu- 1 der Verteidigung ab. Zum ! ar' U-cc ..9rin9C?. Gießener noch einmal zum : iTIngr ff über, d.e Offensive ward« aber abgefchla- 1 gen D e Wetzlarer boten sich dem Gegner^in ta- I Dellofer fpieler. ^er Verfassung und es steht zu erwartciu daß sie in der Reihe der Verbands- IP eie noch em gewichtiges Wort mitreden werden. ! 4,22 58,47 72,65 14,00 16,52 169,54 21,5» 71,04 2,49 74,20 81,11 34,39 bot D.e Unterbrechung des Verkehrs durch den preußischen Bußtag trug noch zu der lustlosen Stimmung bei. Auf weitere kleine Abgaben der Kulisse ergaben sich gegen den Berliner Schluß Rückgänge von 0,50 bis 1 0. H., Dekula verloren 1,25 0. H. und SarrPer?e^?^°rD-^ Aus den 14-Millionen-RM.' Berlust-Abschluß gaben Daimler um 0,75 v. H. nach. Auch an den Rentenmärkten war die Tendenz schwacher. Reichsaltbesitz, späte Schuldbuchforderun- gen und fast alle sestverzinsliche Werte gingen bis zu 0,50 v. H. zurück. Im Freiverkehr waren die gestern und heute mittag forcierten ausländischen Eisenbahn-Prioritäten angeboten. Warschau-Wiener gingen um fast 1 v.H. auf 3 v. H. Brief zurück. Neubesttzanleihe 6,55, Altbefitzanleihe 55,50 «chutz- gebietsanleihe 6,50, Dresdner Bank 61,75, Reicksbank 126, Buderus 39, Harpener 71L0, Mannesmann 51, Stahlverein 23,25, AEG. 32, Belula 104,25, Daimler 19 b's 18,75, Scheideanstalt 139 75 JG.-Farben 93 65, Gesfürel 70,25, Holzmann 52, Lahmeyer 109,25, Rütgerswerke 38,75, Siemens 117,50, L. Tietz 43, Hapag 16H0, Nordd. Lloyd 17,25. Eingesandt. (tVür Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Line Bitte an das polizeiaml. Spiel vor, kämpften von Anfang bis Ende mit unermüdlichem Eifer, konnten aber trotzdem nichts gegen den körperlich stärkeren Gegner ausrichten. Das Ehrentor hatten sie verdient, aber dazu fehlte es am nötigen Glück. Handball der Sp.-Vg. 1900. 1900 II — To. Albach I 12:3. Das Samstaanachmittags-Spiel sah die 1900er gut m Fahrt. Ratürlich wirkten sich die aus der 1. Mannschaft genommenen Verstärkungen entsprechend aus. Die Gäste, übrigens Spitzenreiter der Bezirksklasse (3. Bezirk) des Lahn-Dunsberg- Gaues, schienen mehrfachen Ersatz in ihren Reihen zu haben. 3n der ersten Halbzeit waren die 1900er, mit dem Wind im Rücken spielend, jederzeit tor> mrgebend. 3n der Sturmreihe versuchte srch jeder im Torewersen, und mit Erfolg. Ausgezeichnet gefiel auch der neue Mittelläufer. Rach dem Wechsel tauten die Albacher, die lobenswerter Weise nicht locker ließen, immer mehr auf und kamen zu drei Gegentoren. Die Einheimischen konnten allerdings ihre Erfolge auch auf 12 erhöhen. 1900 I — 1900 II 9:3. Hier lag der Fall so, daß von der unterlegenen Mannschaft in der ersten Spielhälfte energischer Widerstand geleistet wurde. 19008 erste Garnitur hatte Mühe, mit einem Tor Vorsprung in die Halbzeit zu kommen. Die zweite Mannschaft spielte auch nachher nicht schlecht, schade, daß dem Hüter zwei große Schnitzer unterliefen. 3m übrigen wäre es wünschenswert gewesen, wenn auf beiden Seiten etwas shstemvoller gespielt worden wäre. Kurze Sporinotizen. Erfolgreiche Gießener Tanzpaare. Der Tanz-Club „Rot-Weiß" Gießen konnte auf dem Internationalen Tanzturnier in Kassel am Samstag in der 6-Klasse den 1. Preis durch Frl. Wehrumund Herrn Laberenz, sowie einen 4. Preis durch Herrn Kobel mit Frl. Driesch erringen. Die beiden Auszeichnungen beweisen erneut, daß auch der Gießener Tcrnz-Elub über tüd^ tige Turnier-Tanzpaare verfügt. Errichtung einer Feuerwehr-Fachschule in Friedberg. WSR. Friedberg. 15.Rov. Auf Anregung der freiwilligen Feuerwehren Hessens wird mit Unterstützung der Hessischen Drandversicherungs- kammer und der Landesjeuerlöschkasfe für die Ausbildung von Feuerwehrführern hier eine Feuerwehr-Fachschule errichtet. Die Vorarbeiten sind soweit gediehen, daß die Schule am 4. Dezember ihrer Bestimmung übergeben werden kann. Am 5. Dezember wird der erste 8eiIIn, 15.7?ovcmbcr •.'ImerUantldie Koten . . . Belgische Noten....... Dänische Noten...... Englische Nölen........ französische Noten........ Holländische Noten........ Italienische Noten....... Norwegische Noten........ Deutsch.Oesterreich, 4 ioo Schwing Rumänische Noten........ Schwedische Noten....... Schweizer Noten......... «panische Noten. ....... Ungarische Roten........ ftron.i iSchluß- furd r, a. Ml. I ^chluiil Abend- | börf ä «chluv- ure er.. tSchlugl. Miiiaa- 66 f.- fatum ■ ÜII Ul ^cr. tuyyuuin ui Sranffurt a.2)l. »tunt , o. 3erlln Schluß- furd 14.11. Sch.ußl. Abend- bS-le * 15-11. Schlußkurs 14.11. c^chlußk. Millag. bSrie Harpener............ Hoesch Eisen.........e 31fe Bergbau ....... 11 Ilse Bergbau Genüsse..... Hlödnetiuene.......g Mannesmann-Röliren .... 8 ManSselder Bergbau.....o Oberschles. Kokswerte .... 8 Phönir Bergbau......41/, Rheinische Braunkohlen... 10 Rhein stahl.......... 16,9 18,13 39,5 90 ■>3,5 75 xi,75 126 32,5 68 92 54 70,4 73,5 70,75 117 109,25 39,25 74 37,5 74 129 97 36,25 52,75 26,5 172 66,5 16,5 17.25 90 53,5 75 61,75 126 32 68,25 92,5 53 70.25 73,5 70,5 117,5 109.25 39 73.5 37 71,5 96,5 35,75 51 21 26 170 65 17,9 26 40 90,75 •>3,5 75 61,75 126.75 32,65 92,65 54,25 70,5 70,25 U7,5 109 39 74 37,75 73,5 37,13 35,75 53.9 39,9 26,75 66 16,4 I 17.5 39 90 25 53,5 75 61.75 126,4 32,13 68.75 93 54 '0,4 73,5 70,25 118,25 38,5 73,75 37 73 36,13 95,5 35,5 51,75 39 26^5 73,5 Juiuin Hlebed Montan.....? ■ Bereinigte Stahlwerke . . . . 0 Ltaoi Minen ...... 0 Kaliwerke Aschersleben ... 6 Kaliwerke Westeregeln ... « Kaliwerke Sal'chetsurtb . . 9 >3 ®- «iarben.InduKrie ... 7 Scheibeanstalt......... Goldschmidt.......... Rütgerswerke........n Metallgeiellschast........ Bhllivv Hotzmann......0 Zementwerk Heidelberg. ... 4 Cementroerf Karlstadt.....0 Wayh & flrentao . . . . 0 Schultheis Payenhoser . . n Mu tmgemetie Kunstseide! 0 Bemberg . n Zellstos, Waldhos . . * * a fteflftoff Aschaffenburg . a Dessauer Gas.....1 7 Daimler Motoren ... 0 Deutsche Linoleum ... * ' 0 Orcnftetn & Kvvpel . . . ’ ’ 0 Leonhard Tietz..... Svenska...... Cbade........' ‘ Zrankfurier M«chtneu . . . . 01 Gritzner........." 0 Mainkrastwerke HöchO a. M.. . 4 Süddeutscher Zucker . ... 1 gl 14.11. -’S, 5 17,13 101 106 164 94,5 141 27,25 39 34 53 46 52 4,65 - >6,75 61,5 43 28 0,25 43,65 44 — — 1 Ä 134,5 15-11- 23,25 17,13 10',5 107,5 162 93,65 139,75 26.13 38,75 34 52 46 54,5 4,6 56 60,5 42,5 28,5 18.75 42 43 158,5 54 14-11. 23,75 17 1 108 162 94,75 39 52,5 58,131 57 61,25 42.75 ! 93,75 20.75 43.9 34.13 44 158.151 25l 134 15-11- 23,5 17,25 102.5 107,5 1 — 94 38,9 57,5 56,5 59.5 42,5 93,25 19,5 42,65 43,13 157 >4- November 15-Novem: er Amtliche rt»eir> Notierung 3ne timtlidx Notierung «t'd | Arie Heisings ors . Men. . . . Prag . . . Budlweft. . Sofia . . . Holland . . LSlo.... Kopenhagen. Stockholm London. . . Buenos Aires Neuyork . . Brüfjel. . . Italien. . . Taris . . . Schwei, . . Spanien . . Danzig. . . Japan . . . Rio de Ian.. Iugosiawien. Listabou . . 6,084 51,95 12,465 3,057 169,13 71.18 72,98 74,18 14,04 0,908 4,209 58,39 21,55 16,49 80,97 34,39 81,77 0,879 0,294 5,634 12,77 6,096 52,05 12,485 3,063 169,47 71,32 73,12 74,32 14,08 0,912 4,217 58,51 21,59 16,53 81,13 34,45 81,93 0,881 0,293 5,645 12,79 6,054 51,95 12,465 3,057 169,23 70,93 72.73 74,08 13,98 0,908 4,209 58,39 21,56 16,50 80,97 34,39 81,82 0,869 0/94 5,634 12,77 6,096 ' 52,05 12,485 3,063 169,57 71,07 72,87 74,22 14,02 0,912 4,217 58,51 21,60 16,54 81,13 34,45 81,98 0,871 0,296 5,646 12,79