nr. 218 Kvübausgabe 182. Jahrgang Zreitag, s6. September 1932 Erschein» täglid),außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte (Bießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monat,-Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr . , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. ,'sernsprechanschlüsse unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Stehen. Postscheckkonto: firanlfurl am Main 11686. GietzeiierAnzeiger Genera!-Anzeiger für Gberhessen Drvrf vnd Verlag: vruhl'fche Univer^lais-Vuch' und Stcinöruderei R. Lange in Sietzen. Schriftlettung und Geschäftsstelle: Zchulstratze 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für \ mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Ne» klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfenmg, Playvorschrist 20° , mehr. Chefredakteur Dr. Fnedr. Wllh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Gange; für Feuilleton Dr H.Thyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Gießen Wird papen vor dem Untersuchungsausschuß erscheinen? Besuch des Vorsitzenden Lobe beim Reichskanzler. — Das Kabinett beharrt auf seinen alten Bedingungen. Berlin, 15. Sept. (CNB.) Der frühere Reichstagspräsident Lobe, der jetzt Vorsitzender des Ausschusses zur Wahrung der Rechte der Volksvertretung ist, hat. in dieser Eigenschaft heute vormittag mit dem Reichskanzler v. Papen Fühlung genommen. Gegenstand der Besprechung soll der gestrige Beschluß einer nationalsozialistisch kornrnuni- stischen Mehrheit gewesen sein, den Kanzler und an- de re Regierungsmitglieder zum Zwecke einer Untersuchung vor einen Untersuchungsaus- schuß zu laden. Nach der „Dossischen Zeituna" hat Reichskanzler v. Papen dem Abg. Lobe eruärt, daß die Regierung das Erscheinen vor dem Untersuchungsausschuß ebenso ablehne, wie vor dem Ueberwackungs- ausschuß, solange der Reichstagspräsident Göring nicht die Behauptung widerrufen habe, daß die Abstimmung über die kommunistischen An- träge, die nach der Auflösung des Reichstags stattgefunden hat, gültig und wirksam sei. Die „Voss. Ztg." bemerkt dazu weiter: Der Konflikt bleibt latent. Seine besondere Bedeutung erhält er dadurch, daß die Regierung bisher noch immer keinen Termin für die Neuwahlen bekanntgegeben hat, und daß ein offenbarer Z u - fammenhang zwischen dieser Tatsache und dem noch immer ausrecht erhaltenen zweiten Teil des Göringschen Briefes besteht. Bei einem Essen, an dem Hitler, Göring, Goebbels, der frühere italienische Minister Federzoni und einige Mitglieder der italienischen Botschaft teilnahmen, soll Göring erklärt haben, er sei fest entschlossen gewesen, den Reichskanzler unter keinen Umständen zu Worte kommen zu lassen, da er von vornherein gewußt habe, daß die Regierung den Versuch einer Abstimmung mit der R e i ch s t a g s a u f l ö s u n g beantworten würde. Beleidigungsklage Görings gegen den Reichskanzler. 'Berlin, 15. Sept. (VdZ.) Reichstagspräsident Göring hat den Rechtsanwalt Dr. Frank II. beauftragt, gegen den Reichskanzler von Papen Privatklage zu erheben und Strafantrag zu stellen wegen der vom Reichs, kanzler bei verschiedenen Gelegenheiten öffentlichen erhobenen Vorwürfe, daß Reichstagspräsident Göring bewußt verfassungswidrig gehandelt habe, als er im Verlause der Reichs- tagssihung am Montag dem Reichskanzler das Wort nicht gegeben habe. Insbeson- de re werde die Beleidigung darin erblickt, daß der Reichskanzler in einem Schreibenan den Reichstagspräsidenten vom 12. September 1932 sagt, die Wortversagung wäre ein schwerer Verstoß gegen die Verfassung, weiter darin, daß der Reichskanzler in seiner Rundfunkrede in weitester deutscher Öffentlichkeit dem Reichstagspräsidenten den Vorwurf bewußt verfassungswidriger Haltung machte, und endlich darin. . daß der Reichskanzler in der amtlichen Erklärung der Reichsregierung vom 13. September dem Reichstagspräsidenten wiederum öffentlich den Vorwurf des Miß- brauches der Verfassung zum Rachteil der Reichsregierung macht. 3n der Klage wird betont, daß Göring bei Llebernahrne des Amtes des Reichstagspräsidenten sich verpflichtet habe, sein Amt in Lieberein st immungmit der Verfa-ssung auszuüben. Er erblicke daher in den Aeußerungen des Reichskanzlers eine seine persönliche Ehre schwer kränkende Kundgebung. Göring spricht im Sportpalast. D e r l i n. 15. Sept. (TL1.) In einer national- sozialistischen Kundgebung im überfüllten Berliner Sportpalast sprachen am Donnerstagabend Reichstagspräsident Göring und Dr. Goebbels. Göring erklärte u. a.: Ein neuer Gegner für unsere Bewegung ist aufgetaucht. der sich von anderen vor allem darin unterscheidet, daß er erheblich dümmer sein muß, denn wäre er das nicht, wie könnte er sich unterfangen, einer Bewegung entgegenzutreten, die kampfgewohnt einen Gegner nach dem anderen überrannt und niedergeworfen und den Klassenkampf zurückgedrängt hat. Glaubt man, daß diese Bewegung vor dem kleinen Häuflein der Reaktion zurückweichen würde? Deshalb wird es Sinn und Zweck des kommenden zwölften Wahlkampfes sein, die Reaktion, die sich hinter unseren Rücken geschlichen hat, hinauszuwerfen. Daß sich ausgerechnet Herr v. Papen über unsere Verhandlungen mit dem Zentrum aufregt, ist um so merkwürdiger, als er selbst noch vor drei Monaten diesem selben Zentrum als Abgeordneter angehört hat. Ich protestiere feierlichst. daß man mir heute vorwerfen will, ich hätte nur den abgelebten Parlamentarismus retten wollen. Rein! Ich will das deutsche Volk vor Liebergriffen schützen, soweit ich das auf diesem Platz zu» tun vermag. Göring ging dann auf die Ereignisse in der Reichstagssihung ein: Er sei durch Witze, die in der Umgebung der Regierung über das Schicksal des Reichstages gemacht worden seien, zu der Erkenntnis gekommen, daß man den festenEnt- schlußgehabt habe, esnichtzurAbstim- mung kommen zu lassen. Man wollte ver- schleiern. wie groß das Mißtrauen gegen das Kabinett war. Lieber das Formaljuristische dieser Vorgänge wird der Untersuchungsausschuß zu entscheiden haben, über die moralische Seite entscheidet allein das Volk, über die politische Bedeutung wird die nächste Wahl entscheiden. Was immer die Iuristen feststellen mögen: Wir wissen heute, daß 19 Zwanzigstel Herrn v. Papen nicht mehr haben wollen. Wenn der Reichskanzler heute sagt, er hätte die Abstimmung nicht gescheut. dann können wir nur sagen: Wir kennen unsere' Papen-Schleicher. Unsere Parole lautet: Mit dem deutschen Volk für seine nationale und soziale Freiheit! Das Zentrum zur Krisis. Die Berhandlunsten um eine Mehrheit im Reichstag Berlin, 15. Sept. (DDZ.) Eine Tagung des Zentrumsvorstandes wurde eingeleitet durch eine kurze Ansprache des Parteivorsitzenden Prälat Dr. Kaas, der im einzelnen aussührte: Bereits der letzte Wahlkampf ist gegen unseren Willen und gegen unseren Rat entfesselt worden. Die Versuche der Regierung, mit den Hauptsiegern des letzten Wahlkampfes die Voraussetzung für ein stabiles politisches Weiterarbeiten zu schassen, sind nach kurzem Anlaufen zusammengebrochen. Erst in diesem Augenblick hat die Zentrumspartei im staatspolitischen Pflichtgefühl den Versuch unternommen, aus der Volksvertretung heraus eine arbeite- bereite Mehrheit zur Stützung einer autoritären Staatsführung zu bilden. In dem Augenblick, wo im Gefolge dieser Bemühun- g e n der aus den letzten Wahlen hervorgegangene Reichstag „droht e", arbeitsfähig z u werden, sah das Kabinett von Papen ihn als feinen Feind an und beschloß, den im Werden begriffenen Sammlungsprozeß durch eine nochmalige Auflösung zu unterbrechen. Niemals hat eine Regierung von dem angerufenen Volks- roiUen eine so vernichtende Antwort erhalten. Wir sind jederzeit bereit, ehrlich an der organischen Ausgestaltung der Verfassung mitzu - arbeiten. Denen aber, die mehr an das Zerstören als an das Ausbauen denken, werden wir als Verteidiger der Bolksfreiheit und eines gesunden Fortschrittes nachdrücklichst entgegentreten. Der geschäftsführende Parteivorsitzende Abg. Joos betonte- Unser Ziel war Sdjaffuncj von Möglichkeiten, eine Regierung zu bilden, die sich auf eine Parlamentsmehrheit stützen, Vertrauen im Volke haben und die volle Innehaltung der Verfassung garantieren konnte. Wir haben deutlich sichtbar werden lassen, daß uns in keinem Zeitpunkt der Verhandlungen der Gedarke eines einseitigen Parteienkabinetts vorschwebte, daß wir im Gegenteil nach einer Lösung suchten, die eine ft arte Staatsführung ermöglichte. Unser Ziel wäre auch erreicht, hätte sich die Reichsreaie- rung darum ernsthaft bemüht. Hinsichtlich der Zusammensetzung einer neuen Reichsregierung war man sich nicht im Zweifel über das entscheidende Recht, das dem Herrn Reichspräsidenten zusteht. Und was das Programm praktischer Arbeitsbeschaffung betraf, so hatten sich die Sachbearbeiter beiderseits auf Richtpunkte geeinigt, die gesunden wirtschaftlichen Grundsätzen gemäß waren. So hätte eine Verständigung zwischen Reichspräsidenten und Reichstag zustande kommen können. Die Verordnung zur Vermehrung und Erhaltung der Arbeitsgelegenheit. Berlin, 15. Sept. (WTB. Funkspruch.) Eine Verordnung des Reichsarbeitsministers zur Vermehrung und Erhaltung der Arbeitsgelegenheit bringt nicht nur Durchführungsvorschriften über die Bestimmung der selbständigen Betriebsabteilung, den Wert der Sachbezüge und den Kreis derjenigen Personen, die bei Vermehrung der Arbeiter und Singe« stellten nicht zu zählen sind, sondern stellt auch die Berechnung der vorhandenen Belegschaft unb ihrer Vermehrung grundsätzlich auf die 40-Stunden-Woche ab. Demgemäß wird eine Vermehrung der Arbeitnehmerzahl, die nur durch Verkürzung der Arbeitszeit bis auf 40 Wochenstunden erzielt ist, nicht angerechnet. Umgekehrt wird denjenigen Arbeitgebern, die in den Monaten Juni bis August durchschnittlich eine geringere als 36ftünbige Wochenarbeitszeit hatten, die Zahl der tatsächlich neu eingestellten Arbeitnehmer erhöhtangerechnet. Dadurch wird die Ungerechtigkeit vermieden, daß Arbeitgeber, die bereits früher die Arbeit gestreckt hatten, jetzt schlechter gestellt werden als diejenigen, die durch Verminderung der Belegschaft eine volle Beschäftigung von 48 Stunden aufrecht erhalten haben. Ebenso wird vermieden, daß der Arb.eitsverdienst der vorhandenen Arbeiter und Angestellten, der bei Verkürzung der Arbeitszeit naturgemäß schon eine Minderung erfährt, außerdem auf Grund der Verordnung durch Unterschreitung der tariflichen Sätze weiter verkürzt werden kann. Eine solche doppelte Kürzung würde nur in den Fällen eintreten, in denen ein Betrieb so viele Arbeitnehmer neu einstellte, daß dadurch nicht mehr die Kürzung der Arbeitszeit ausgeglichen würde, sondern darüber hinaus eine Vermehrung der Beschäftigung einträte. Damit ist auch der Gefahr oorgedeugt, daß infolge Kürzung der Arbeitszeit trotz Vermehrung der Belegschaft eine Minderung der Gesamtlohnsumme eintritt. Ein genügender Anreiz für die Arbeitgeber, auch bei unverändertem Arbeitsbedarf zur 40-Stunden-Woche überzugehen und die Zahl der Arbeitnehmer zu vermehren, bleibt erhalten, weil in Aussicht genommen ist, bei der Gewährung von Steuergutscheinen für die Mehrbeschäftigung von Arbeitnehmern von einer Verpflichtung mit der Beschäftigungszeit Abstand zu nehmen. Die 400 Mark wird der Arbeitgeber also auch dann erhalten, wenn die Vermehrung seiner Belegschaft nur auf einer Verkürzung der Beschäftigungsdauer und nicht auf einer Steigerung der Produktion beruht. Deutschlands Absage an Genf. Ein Schreiben der Reichsregierung an den Vorsitzenden der Abrüstungskonferenz. Berlin, 15. Sept. (IDIB.) Die Reichs- regierung hat heule in der Frage der bevorstehenden Bureausihung der Abrüstungskonferenz ein Schreiben an den konferenzvorfihenden henderfon gerichtet, das ihm morgen in Genf überreicht werden und dann zur Veröffentlichung gelangen dürfte. Henderson, der in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Abrüstungskonferenz Ehrengast bei einem Frühstück des Nationalen Friedensrates war, betonte in einer Rede erneut, daß die Abrüstungskonferenz nicht fehlschlagen dürfe. Deutschlands Aufrüstungsanspruch (Henderson meint den deutschen Anspruch auf Gleichberechtigung in der Wehrfrage) wird das gegenwärtige Bureau und schließlich die Abrüstungskonferenz in ihre kritisch st - Lage bringen. Wenn Deutschland sich von der Konferenz zurückzöge, könnte es sich die Meinung gewisser Leute in Europa entfremden. Sicherlich gibt es einen besseren Weg, der hoffentlich eingeschlagen werden wird. Warum sollten die alliierten und assoziierten Mächte nicht sofort zusammenkommen und anerkennen, daß, was in ihren Namen 1919 gejagt wurde, ihnen eine Verpflichtung auferlegt, bei sie s i ch nicht entziehen können? Warum sollten sie nicht Öffentlich erklären, daß es ihre Ab- sichk ist, diese Stellung der Inferiorität zu beseitigen und in größtmöglicher Eile Deutschland die Gleichheit des militärischen Status zurückzugeben? Lieber Deutschlands Forderung herrscht innerhalb der Konferenz zu einem so großen Teil eine Ansicht zugunsten einer Erfüllung des deutschen Anspruchs, daß wir meiner Ansicht nach in der nächsten Woche mit unserer Arbeit fortschreiten können in der Lleberzeugung, daß dies schließlich nur eine Frage in der Arbeit der Konferenz ist — ich gebe zu, eine wichtige Frage — aber eine, die, wie ich glaube, mit gutem Willen und dem Geiste der Versöh- nung, dem Geiste, der diejenigen charakterisierte, die die Deutschen 1919 veranlaßten, sich zu binden, nicht nur zum Vorteil Deutschlands, sondern Europas und der Welt geregelt werden kann. Lord Cecil erklärte, daß Deutschlands Forderung, seine Rüstungen nach den gleichen Grundsätzen geregelt zu sehen, wie die anderen Staaten, unwiderlegbar sei. Rie- mand könne die in Paris unterzeichneten Dokumente ausrichtig lesen, ohne das zu verkennen. Dies müsse durch eine Reduzierung der Rüstungen der anderen Staaten und nicht Erhöhung der Bewaffnung Deutschlands erreicht werden. Wenn die Konferenz Aufrüstung Vorschlägen sollte, so würde dies mit einem Gebrüll der Wut und des Hohns empfangen werden. Deutschlands Recht ausSicherheit Der -lufklärunqsausfchuß für nationale Sicherheit fordert praktische Gleichberechtigung. Berlin. 15. Sept. (Sil.) Der Aufklä- rungsausschuhfür nationale Sicherheit, dem der Arbeitsausschuß deutscher Der- bände, bie Arbcttsgemein.chaft für deutsche Wehrverstärkung und der Deutsche Reichskriegerbund Kyffhäu'er angehören, weist in einem Schreiben an te.i Reichsauhenminister u. a. darauf hin, daß d i e f r a n z ö s i s ch e A n t w o r t auf die deutsche Denkschrift in der Gleichberechtigungsfrage keineswegs den L e b e n s n o t w e n d i g k c i - ten des deutschen Volkes in bezug auf seine Sicherheit Rechnung trage. Frankreich wage es. die berechtigte deutsche Forderung auf das Mindestmaß an nationaler Sicherheit mit der Forderung nach Erhöhung der angeblich unzureichenden französischen Sicherheit zu beantworten. Frankreich habe seit 1923 seine Mehrausgaben um 50 Prozent erhöht und die Abrüstungskonferenz dadurch „vorbereitet", daß es die gewaltigen Aufwendungen für Rüstungen in den letzten vier Iahren noch um weitere 30 Prozent gesteigert habe. Werde dem deutschen Rechtsstandpunkt nicht Rechnung getragen, so werde das klare Recht gebrochen und Deutschland erlange seine Handlungsfreiheit wieder. Die Reichsregierung müsse unzweideutig daran festhalten, daß für Deutschland unter keinen Llmständen eine Stellung minderen Rechts in Frage komme. Voraussetzung für weitere Verhandlungen sei das Zu geständnis der vollkommenen praktischen Gleichberechtigung. Deutschland suche seit Iahren im Völkerbund sein Recht zu erlangen. Frankreichs Sabotage habe dies verhindert. Cs sei eine Verhöhnung des deutschen Volkes, wenn gerade Frankreich jetzt Deutschland an diesen Völkerbund verweise. Der Katt Daubmann. Erklärungen des Heinikehrers vor der Berliner Preise. Berlin, 15. Sept. (CNB.) Die Reichsoer- ciniguna ehemaliger Kriegsgefangener veranstaltete eine Pressebesprechung, um dem heimgekehrten Oskar Daubmann Gelegenheit zu geben, die Berliner Presse über Unstimmigkeiten, die bei der bisherigen Untersuchung zutage getreten sind, aufzuklären. An der Besprechung nahm Hauptmann a. D. B u mü lle r vom Regimentsverein des 2. Bataillons Reserve-Infanterieregiment 111, dem Daubmann angehörte, teil. Hauptmann Bu- müller erklärte u. a., daß im ganzen im Lause der Untersuchung etwa 25 Punkte aufgetreten seien, denen man in der Öffentlichkeit Zweifel entgegenbrachte. Nach und nach sei ein Punkt nach dem anderen zugun st en Daubmanns ausgeklärt worden. Daubmann selbst trat der vielfach in der Öffentlichkeit laut gewordenen Auffassung entgegen, daß seine Eltern Zweifel an seiner Iden- tität hätten. Das stimme absolut nicht. Daubmann weigert sich, so erklärte er auch heute, den Namen des Schiffes und des Kapitäns anzugeben, der ihm auf seiner Flucht Unterstützung gewährt hat. Er habe dem Kapitän damals das Ehrenwort gegeben, ihm keine Schwierigkeiten durch Nennung des Namens zu machen, und dieses Ehrenwort halte er. Das Auswärtige Amt, so wurde anerkannt, habe in der Angelegenheit Daubmann alles getan, was im Moment getan werden konnte. In den nächsten Tagen wird das Auswärtige Amt eine Sondernote an Frankreich richten, in der besonders — und das ist zur Zeit das Hauptverlangen Daubmanns — ein Lokaltermin in Constantine, einer Strafanstalt bei Tunis, stattfinden soll. Botschasterwechsel in Rom, London und Paris. Berlin, 15. Sept. (TL1.) Wie die „DAZ." meldet, soll Botschafter von Schubert, der soeben von einem Besuch in 'Berlin nach Rom zurückgekehrt ist, dort nur noch kurze Zeit bleiben. Er habe berfts das Agrement für seinen Rachfolger nachgesucht: Als solcher werde Herr von H a s s e 11, der Schwiegersohn des Großadmirals von Tirpih und gegenwärtige Gesandte in Belgrad, nach Rom kommen. Wie weiter in diplomatischen Kreisen verlaute, sei die zeitweise bestehende Absicht, den Londoner Bot - schafterposten noch weiter für den Reichs- auhenminister Freiherrn von Reurath offenzuhalten, aufgegeben worden. Unter den Kandidaten für diesen Posten seien zeitweise Staatssekretär von Bülow, später auch Ministerialdirektor Köster, der Chef der Personalabteilung im Auswärtigen Amt, genannt worden. Reuerdings werde damit gerechnet, daß der deutsche Botschafter in Paris, von Hoesch nach London gehe. Gehaltskürzungen in Oldenburg ab 1. Oktober 1932. Oldenburg, 15. Sept. (WTB.) Die nationalsozialistische Regierung des Freistaates Oldenburg hat durch Verordnung eine Kürzung der B e - amten • und Angestelltengehälter für Staat, Gemeinden und alle Körperschaften des öffentlichen Rechts ab 1. Oktober 1 932 vorgenommen. Die Kürzung beträgt für Iahresgehälter über 2500 bis 3000 Mark 3 v. H., zwischen 3000 bis 6000 Mark 6 v. H., zwischen 6000 und 9000 Mk. 9 v. H., zwischen 9000 und 12 000 Mark 12 v. H. und bei Gehältern über 12 000 Mark 20 v. H. Die Gehälter der nationalsozialistischen M i n i ft e r werden um 3 v. H. gekürzt, nachdem sie bereits ab 1. August 1932 einer Sonderkürzung von 10 o. H. unterworfen worden waren. Feuernde Banditen berauben einen Geldtranspori in Berlin. 33 000 Mark erbeutet. — Ein Beamter erschossen. Die aufgeregten Zeugen des Raubüberfalls an der Tatstelle (X). tF ■ ■ ■ M, Berlin, 15. Sept. (WTB.) Nach den bisherigen Ermittlungen hat sich der in einem Teil der gestrigen Ausgabe bereits gemeldete Raubüberfall vor dem Rathaus Charlottenburg folgendermaßen abgespielt: In der neunten Vormittagsstunde, als vier Beamte der BVG. aus der Girokasse, die sich im Rathaus Charlottenburg befindet herauskamen, wurden sie von vier jungen Burschen übersal- I e n. Zwei Beamte, die die Kiste trugen, in der sich 33 100 Mark in 10-, 20- und 100-Mark-Scheinen für die morgige Lohnauszahlung befanden, wurden von dem Leiter des Betriebsbahnhofes Helmholtz- Straße, Meyer, und dem Chauffeur des Wagens auf dem Wege von der Kasse bis zum Auto gedeckt. Die Burschen schlugen aus die Träger der Kiste ein, die den Holzkasten fallen ließen und feuerten gleichzeitig auf die Begleiter sechs Schüsse ab. In der allgemeinen Verwirrung ergriffen die Räuber blitzschnell die Kiste und warfen sie in eine bereit- stehende dunkelblaue Mercedes-Benz-Limousine, mit der sie davonrasten und im Gewühl des Straßenverkehrs unerkannt entkamen. Der Vorsteher des Betriebsbahnhofes in der Helmholtz-Straße, der 56jährige Otto Meyer, hat einen Kopfs ch u ß erhalten, an dessen Folgen er eine Stunde später im Krankenhaus Westend verstarb. Tie täglichen Transporte, die von sämtlichen Betriebsbahnhöfen nach den Girokassen durchge- führt werden, sind bisher immer ohne polizeilichen Schutz gewesen. Der Wagen, den die Räuber zu ihrem Lieberfall benutzten, ist gestern in der Landshuter Straße gestohlen worden. OasOiebesauio herrenlos aufgefunden Berlin, 15. Sept. (TU.) Am Donnerstagmittag nach 12 Ahr wurde der von den Geldräubern zur Flucht benutzte Kraftwagen auf der Chaussee nach Moorlake zwischen Wannsee und Glienicke aufgefunden. 3m Auto befand sich nur noch die leere Holzkiste, in der das Geld aufbewahrt worden war. Von den Tätern selbst fehlt jede Spur. Für ihre Ergreifung sind insgesamt 20 0 0 M k. Belohnung ausgesetzt worden. Äationalsozialisiischer Antrag auf Auflösung des Danziger Volkslages. Danzig, 15. Sept. (TA.) Der nationalsozialistische Antrag auf Auflösung des Danziger Dolkstages ist am Donnerstag- nachmrttag dem Bolkstagspräsidenten überreicht worden. Da für diesen Antrag 15 Stimmen notwendig waren, die Nationalsozialisten aber nur über 13 Stimmen verfügten, haben die sieben kommuni st ischen Abgeordneten den nationalsozialistischen Antrag mitunterzeichnet, so daß der Antrag mit 20 Stimmen gestellt ist. Aeber den Antrag wird in einer der nächsten Sitzungen des Bolkstages ab- gestimmt werden. Ob er angenommen wird, hängt von der Haltung der Sozialdemokraten ab. Die bürgerlichen Parteien werden schon im Hinblick auf bevorstehende wichtige Genfer Entscheidungen gegen den nationalsozialistischen Antrag stimmen. Eine neue Mittelsiandspariei. Berlin, 15. Sept. (VDZ.) Aus Kreisen der Wirtschaftspartei wird mitgeteilt: Am 12. September fand in der Berliner Handwerkskammer eine Versammlung von Angehörigen des bürgerlichen Mittelstandes von Groß-Berlin und aus der Provinz Brandenburg statt. Man kam zu dem Ergebnis, daß nach dem bedauerlichen Versagen der politischen Parteien ein Zusammenschluß des bürgerlichen Mittel st a n - des auf neutraler wirtschaftlicher Grundlage erfolgen müsse. Der Grundgedanke der Wirtschaftspartei an sich sei gut gewesen. Leider sei auch diese Partei das Qpfer nicht nur der politischen Entwicklung, sondern auch eigener Fehler in personeller unh politischer Hinsicht geworden. Es wurde beschlossen, sofort die Grundlage für eine neue Sammlung der bürgerlichen Mittelschichten auf wirtschaftlicher Basis zu schaffen. Einstimmig wurde die Gründung dieser Organisation vorgenommen, die den Namen „Bürgerliche Vereinigung für Handwerk,HandelundGewer be" trägt. Die bürgerliche Vereinigung wird alle Kreise der bürgerlichen Mittelschichten zum Anschluß auffordern. Am Mittwoch LandtagSsihung in Preußen. Berlin, 15. Sept. (VDZ.) Es kann jetzt als feststehend betrachtet werden, daß der Preußische Landtag am kommenden Mittwoch, dem 21. September, zu seiner nächsten Plenartagung zusammentritt. Der Tagungsabschnitt dürfte nur kurz sein, eventuell nur zwei Sihungs- tage umfassen. Es gilt als so gut wie ausgeschlossen, daß noch ein früherer Termin gewählt wird. Die Tagesordnung soll erst in den nächsten Tagen den Mitgliedern zugestellt werden. Aach dem gegenwärtigen Stande wird in parlamentarischen Kreisen nicht damit gerechnet, daß bereits am 21.September die Wahl eines Ministerpräsidenten vorgenommen wird. Voraussichtlich wird die Tagesordnung u. a. Anträge auf Durchführung der Gemeindewahlen am 1.Oktober enthalten, sowie die Beendigung der Debatte über Bergwerksfragen. Vom Sondergericht $u 10 Zähren Zuchthaus verurteilt. Berlin, 15. Sept. (TA.) Die Erste Kammer des Sondevgerichts beim Landgericht I verurteilte nach zweitägiger Verhandlung den 57jährigen Kommunisten Karl Berger wegen versuchten Totschlags in Tateinheit mit schwerem Landfriedensbruch zu zehn Jahren Zuchthaus. In den Abendstunden des 5. September war am Wedding der nationalsozialistische Sturm 100 in ein anderes Verkehrslokal gezogen und beim Einzug in das neue Derkehrslokal von Kommunisten mit Zurufen „Aot-Front!", „Aie- der!" sowie mit Steinwürfen bedacht worden. Es kam zu einem F e u e r g e f e ch t, be' dem 30 Schüsse fielen, die hauptsächlich von g.'n« ste r n aus abgegeben wurden, jedoch niemand verletzten. Ein Nationalsozialist büßte dadurch einen großen Teil seiner Sehkraft ein, daß ihm ein mit ätzender Flüssigkeit getränkter Lappen ins Gesicht geschlagen wurde. Oie Eisenbahn - Katastrophe in Algerien. Schwankende Verlustziffern.-Noch ungeklärte Entstehungsursache. Schwierige Aufräumungsarbeiten. Paris, 15. Sept. (TA.) Das schwere Eisenbahnunglück bei Tlemcen in Algerien hat, wie die letzten hier eingetroffenen Nachrichten bestätigen, doch etwa 100Soldaten der Fremdenlegion das Leben gekostet. Die gleiche Anzahl wurde verletzt. Die A u f r ä u - na SPANIEN Sevilla Malaga Oran ‘UNGLÜCKS Mekn6S MAROKKO S.bel 'n.,Hida Abbes (2äSS^eff. Voltsstaat 1929 7 6,75 6,8 6,75 (rüdaaljlb. 102%)...... Oberhelsen Provinz-Anleihe mit 62 62,5 62,75 63,25 Auslos.-Rechten...... Deutsche Komm. Sammelabl. 50,5 50 — — Anleihe Serie 1...... 49,65 50 49,9 49,75 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Banl Goldvse. 15 unkündbar bis 1935 6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Banl 72,75 72,75 — — Goldvse 16 unkündbar bis 1936 5'/,% ehem. 4«/t% Franks.Hhp.- 72 72,5 — — Bank Miqu Psandbriese . . . b'/r% ehem. 4 k% Rheinische 78,13 78,5 — — HNV.-Banl-Ligu »Goldpse. . 79,4 79 — — 6% ehem. 8% Pr. LandeSpsand. brieianftai! Psandbriese R. 19 6% ehem. 7% Br. LandeSpsand- 71 71 71 71 briefanstall. Psandbriese R. io 70,5 — — 4% Oesterreichische Goldreiue . 4,20% Oesterreichische Silberrentc 10 10 _ 10 1,2 — 1,2 1,3 4% Ungarische Goldrente .... 7,45 7,45 7,5 7,45 4% Ungarische StaaiSrente v. 1910 — 7 6,8 4%% kcsgl. von 1913 .... — — — 5,95 5% abgest. Goidmerikaner von 99 7 6,75 — 7 4% Türkische Zollanlethe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe 3,8 3,8 3,85 3,8 Serie 1......... 4 4,15 4,35 4,25 4% desgl. Serie II...... 4 4.25 4,13 4,05 '% Rumän. vereinh. Rente V.1903 5,75 6,1 6 6,25 t'/r%Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente 10,25 11,4 10,5 11,5 5,4 5,5 5,5 5,35 r^% t. Anatolier...... 18,75 18,75 19 18,4 Frankfurt a.M. Berlin Schlußkurs Schluß!. Abend- börfe Schluß, kurs Schluß!. Mtltag- börsc ' Dalum 14.9. 15.9. 14.9. 15.9. vamvurg-Amerua Pare. . . u 18,75 18 18,25 18,13 Hamburg-Südam. Dampsschlsj . O Hansa Dampsschisj . . . ( _ .. 7g 75 Norddeutscher Lloyd .... . ( 18,9 A.G- sür Verkehrswesen Mit. . 0 42?5 41 75 Berliner Handelsgesellschaft . 4 91 91 91.5 Commerz, und Prival-Bank . O 56 56 Darmstädter und Nationalban 0 Deutsche Bank und Diseonto-Gesellschast. . . 0 75,5 76 76 76 Dresdner Bank...... 0 63 63 63 63 Reichsbank........ 1! 130,25 129,5 130,5 129 A.E.G........... . 0 32,75 31,75 33 31,25 Bergmann........ . 0 — 20,75 21 Elektr. LtescrnngLgesellschast. 5 70,5 71,9 69,5 72 Licht und Straft...... k 87,5 86,4 87,5 85,5 Felten & Guilleaume.... 0 55,5 56,5 56 57,4 Gesellschaft für Elektrische Unternehmungen .... 4 74,75 73,5 74,25 73,25 Rheinische Elektrizität . . . SB 72 70 70,75 71 Schlickert & (So....... c 77,5 — 78,25 77 Siemens L Halske..... s 138 —— 138,4 135,25 Lahmeher L (So....... 10 111,5 112 110 111,75 Buderus......... 3R,75 39 39 ?5 Deutsche Erdöl...... 5 76,5 39^5 Gelsenkirchener...... 8 38,65 40,75 38,4 40,75 Harpener......... O 77,5 77 77,5 76,75 Hoesch Eisen........ 6 36,5 36,5 Ilse Bergbau....... 10 _ 133 131 Ilse Bergbau Genüsse . . . RIocknerivcrke....... 6 _ 34 34,5 34,5 Mannesmann-Rährcn . . . 6 55! 53,75 54,9 54,4 ManSselder Bergbau .... 0 22,5 24 23 23,75 Oberschlei. Kokswerke . . . 8 18.5 38,5 Phönix Bergbau 1% 26 76 75 75 75 25 Rheinische Braunkohlen . . . IO 177 171,5 Rheinstahl ........ 6 71 69 71 69,13 Frankfurt a.151. Berlin Schlußkurs Schlußk. Abmd- börse Schluß, kurs Schlußk. Mittag, börfe Datum 14.9. 15.9. 14.9. 15-9. Rtebcck Montan...... 7,1 — — — — Bereinigte Stahlwerke . . . . 0 20,25 20 20,4 19,65 Olavi Minen....... 0 — — 16,75 16,75 Kaliwerke Aschersleben . . . 6 105 — 106 106 Kaliwerke Westeregeln . . . 6 — 112 112 Kaliwerke Salzdetfurth . . . 9 — — 174,5 174,5 I- G. Farben-Industrie . . . 7 101 100 101,25 100,13 Scheideanstalt....... 10 135,25 135,5 — — Goldschmidt........ . 0 28,9 29 28 28,5 Rülgerswerke....... . 0 37.75 38 37,5 37,5 Metallgesellschaft...... ■ o| 36 37,5 36 37,5 Philipp Holzmann..... Zementwerk Heidelberg. . . Cementwerk Karlstadt. . . . . 0 53 53,5 53 53,25 . 4 . 0 53 52,5 Waytz & Freytag..... . 0 5 4,75 6 Schultheis Patzenhofer . . . Aku (Allgemeine Kunstseide) 0 0 56,5 54,5 55,5 56,25 55 54,65 Bemberg..... 0 66,5 65,5 66,5 65 Zellstoff Waldhos .... 0 41,75 40 Bellftoff Aschaffenburg . . . Dessauer Gas .... 0 — — 28,5 92 19,75 43,5 35,65 46,75, 28,25 91,75 19,75 43,5 35,5 47 Daimler Motoren . . . 20 44 Deutsche Linoleum . . . Orenstein L Koppel . . . . Leonhard Tietz..... SvenSka...... . 0 . 0 0 12 44- 45,5 Chade..... . 178.5 175,5 Frankfurter Maschinen . . 0 - Gritzner . . ..... Mainkras: weile Höchst a. M. . 0 24,5 25 25,5 Süddeutscher Zuck« . . . , 136 - 126 124,5 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a.2R. 14-September 15. September Amtliche Notierung Veld | 25riei Amtliche Notierung Geld | 2ries HelsingsorS . Wien. . . . Prag . . . Budapest. . Sofia . . . Holland . . Oslo.... Kopenhagen. Stockholm London. . . Buenos Aires Neuyork . . Brüssel. . . Italien. . . Paris . . . Schweiz . . Spanien . . Danzig. . . Japan . . . Rio de Ian.. Jugoslawien. Lissabon . . 6,304 51,95 12,465 3,057 169,28 73,68 75,97 75,12 14,66 0,913 4,209 58,31 21,62 16,49 81,23 33,87 81,97 0,989 0,314 6,493 13,36 6,316 52,05 12,485 3,063 169,62 73,82 76,13 75,28 14,70 0,917 4,217 58,43 21,66 16,53 81,39 33,93 82,13 0,991 0,316 6,507 13,38 Sanfnoten. 6,304 51,95 12,465 3,057 169,28 73,63 75,87 75,02 14,64 0,913 4,209 58,31 21,62 16,49 81,23 33,87 81,87 0,989 0,311 6,493 13,34 6,316 52,05 12,485 3,063 169,62 73,77 76,03 75,18 14.68 0,917 4,217 58.43 21,66 16,53 81,39 33,93 82,03 0,991 0,313 6,507 13,36 Serlin, 15. September Geld Brief Amerikanische Noten....... Belgische Noten......... Dänische Noten......... Englische Noten......... Französische Noten........ Holländische Noten........ Italienische Noten....... Norwegische Noten........ Deutsch-Oesterreich, i 1OO Schilling Rumänische Noten........ Schwedische Roten........ Schweizer Noten......... Spanische Noten. ........ Ungarisch« Noten..... • • 4,20 58,15 75,70 ' 14,60 16,45 168,91 21,56 7345 2,49 74,85 81,05 33,73 4,22 58,39 76,00 14,66 16,51 169,59 21,64 73,75 2,51 75,15 81,37 33,87