Vr. 89 Erster Matt 182. Jahrgang Samstag, 16. April 1952 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Pntrf und Verlag: vrühl'fche Universttüts-Vuch- und SteinöriKferei H. Lange in Siehe«. SchrWettnng und Seschäftrftelle: Schulftrahe 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bi» zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 206/e mehr. Chefredakteur Dr. Fnedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr. H. Tdyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Gießen. Erscheint täglich,außer Sonntags und Feiertags. Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monats-Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illusttiert« , 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Zernsprechanschlüsse unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gieße». Postscheckkonto: Sranffurt am Main 11686. Deutschlands Zahlungsbilanz Deutschland gehört zu den Ländern, die an der Goldwährung fe st gehalten haben. Es würde durch eine Lösung von der Goldwährung auch kaum etwas gewinnen, denn die deutschen Auslandschulden laufen säst durchweg a u 1 fremde Währung. Bei der in Deutschland immer wieder auftretenden Inflationsangst, die eine Folge der Inflationserfahrungen nach dem Weltkriege ist, würde im Inlande eine viel größere Beunruhigung Eintreten als in anderen Ländern, die von der Goldwährung obgegangen sind. Mitte vorigen Jahres schien es, daß die deutsche Währung als Goldwährung nicht zu halten war, da infolge der riesigen Kreditzurückzahlungen der Reichsbank immer mehr Gold entzogen wurde. Mit großer Mühe gelang es, diese Entwicklung aufzuholten. Durch Zentralisierung der Devisen wirtschaft bei der Reichsbank und scharfe Maßnahmen gegen Kapitalflucht soll der Devisenmarkt vor jeder unnötigen Belastung geschützt werden. Damit von außen keine Gefahr droht, ist mit den ausländischen Gläubigern, die kurzfristigen Kredit in Deutschland stehen hoben, ein Stillhalteabkommen getroffen worden, das bis l.März 1933 läuft. Trotzdem haben die Gold- und Devisenverluste der Reichsbank, wenn auch stark verlangsamt, angehalten, bis es allmählich gelungen ist, die Lücken zu schließen, durch die Geld noch dem Auslands abfließen konnte. Die deutsche Devisenbilonz scheint sich nunmehr wieder günstiger zu gestalten. Aber man muß sich klar darüber f(5rt, daß noch nicht alle Gefahren beseitigt sind. Ehe wir untersuchen, ob Deutschland auch weiterhin zahlen kann, wollen wir rückschauend fcststellen, was die deutsche Wirtschaft bereits ausgchal- ten hat. Darüber gibt die deutsche Zahlungsbilanz für 1931 Auskunft. Während bis 1929 laufend große Beträge an lang- und kurzfristigen Krediten aus dem Auslonde nach Deutschland flössen, auch 1930 die Kapitaleinfuhr noch überwog, mußten 19 3 1 allein 5 Milliarden Mark kurzfristige Auslandkredite zurückgezahlt werden. Dazu kamen noch 1,3 Milliarden Mark Zinsen und Tilgungen für Auslanokredite sowie 800 Mill. Mark Reparationszahlungen. Das sind zusammen 7,1 Milliarden Mark. Wie hat Deutschland es möglich gemacht, diese Zahlungen zu leisten? Darüber gibt nachstehende Uebersicht Auskunft, welche die Aktivposten der deutschen Zahlungsbilanz für 1931 enthält: in Mill. RM. Ausführungsüberschuß i. Warenhandel 2 900 Einnahmen und Dienstleistungen 200 Inanspruchnahme der ausländischen Reserven deutscher Banken 1 300 Redisdiskontkredite für die Reichsbank 600 Aufnahme langfrist. Auslandkredite 400 Verlust an Gold und Devisen 1 700 7100 Wie die vorstehende Tabelle zeigt, ist der Ausgleich der deutschen Zahlungsbilanz ermöglicht worden durch Goldausfuhr, ausländische Äredithilfe für die Reichsbank und Rückgriff auf Guthaben im Auslände. Diese Ausgleichsmöglichkeitcn stehen in diesem Umfange, ja, überhaupt nicht mehr zur Verfügung. Am Goldwährungsstzstem werden die Zahlungsbilanzspitzen und die Devisenkursschwankungen durch Abgabe von Gold oder Devisen seitens der Notenbank ausgeglichen. Wie sehr hier die Bewegungsfreiheit der Reichsbank eingeengt worden ist, zeigen folgende Ziffern: 31.3.32. 31.3.31. Goldbestand 879 Mill. RM. 2 823 Mill. RM. Devisenbestand 142 Mill. RM. 188 Mill. RM. Deckungsmitt. zus. 1 021 Mill. RM. 3 011 Mill. RM. Der Goldbestand steht jedoch nicht im vollen Umfange zur Verfügung, da man 90 Mill. Dollar (378 Mill. Mk.- als Deckung für den ausländischen Rediskontkredit abrechnen muß. Die Fähigkeit Deutschlands, effektiv in Gold zu zahlen, ist demnach nur noch gering. Irgendwelche heftige Stöße können nicht mehr ausgehalten werden. Da neue Auslandskredite für Deutschland nicht zu haben sind, hängt seine Zahlungsfähigkeit entscheidend davon ab, in welchem Umfange durch den Außenhand elsüberschuß Devisen zur Verfügung gestellt werden. Wenn wir die Zahlungsfähigkeit Deutschlands prüfen wollen, müssen wir uns ein Bild von seinen Verpflichtungen machen. Es ist selbstverständlich, daß die Einfuhr bezahlt wird. Natürlich werden die vorhandenen kurzfristigen Kreditmöglichkeiten ausgenuht, wenn auch nicht immer in vollem Umfange. Aber der immer noch vorhandene Ausfuhrüberschuß sorgt für die Devisen zur Begleichung der Einfuhr. Darüber hinaus braucht Deutschland einen Devisenüberschuß, um seine sonstigen Auslandsverpflichtungen zu erfüllen. Die Reparationen scheiden zur Zeit aus. llnfer Aufsatz begründet überzeu- ?end, warum es wirtschaftlich nicht mög- ich ist, nach Ablauf des Hoover-Freijahres die Reparationszahlungen wieder aufzunehmen. 'Da Deutschland größten Wert darauf legt, seine Kreditwürdigkeit im Auslande zu betonen und das gestörte Vertrauen wieder zu festigen, ist es bemüht, die Zinsen für die Auslandskredite pünktlich zu zahlen. Das ist bisher auch gelungen, abgesehen von Ausnahmefällen, in denen aber nicht Devisenmangel, sondern finanzielle Schwäche der Schuldner vorlag. Insgesamt werden die Verpflichtungen Deutsch- Oie Genfer Besprechungen beginnen. Oer Reichskanzler in Genf eingetroffen. Bor wichtigen Besprechungen mit den Außenministern der Großmächte. Genf, 15. April. (DTV.) Reichskanzler Dr. Brüning ist heule kur; noch 18 Uhr in Genf eingeiroffen. Lr wurde in Lausanne von Slaaissekretär v. Bülow und Generalkonsul I m m e l e n empfangen, mit denen er die Reife im Kraftwagen bis Genf forlsehle. Don amtlicher deuischer Seile wird daraus hingewiesen, daß der Zweck der Reise des Reichskanzlers nach Genf nichi in einem öffentlichen Eingreifen in die Verhandlungen der Abrüstungskonferenz, sondern in den Besprechungen liege, die der Kanzler in der nächsten Doche mit den in Gens anwesenden Staatsmännern der Großmächte führen wird, die in der kommenden Woche in Genf anwesend sein werden. Morgen trifft der amerikanische Staatssekretär S l i m s o n hier ein. Bis Montag werden auch Simon, I a r- dieu und Grandi nach Genf zurückgekehrt fein. Der Reichskanzler wird mit den genannten Persönlichkeiten eine Reihe von Besprechungen haben, um die schwebenden großen politischen Fragen, die sich von Woche zu Woche enger verknüpfen, zu erörtern. Die gleichzeitige Anwesenheit der an diesen Fragen großes Interesse nehmenden ausländischen Staatsmänner läßt den Zeitpunkt der Kanzlerreise als besonders gut gewählt erscheinen. Nachdem der Kampf um die Reichspräsidentenwahl, in den der Kanzler auch aus außenpolitischen Gründen einzugreifen für seine Pflicht gehalten hat, abgeschlossen und damit die Kontinuität der Reichspolitik auch auf internationalem Gebiete gesichert ist, stehen die für die deutschen Interessen so lebenswichtigen Genfer Verhandlungen des Reichskanzlers unter ganz anderen Auspizien, als es mitten in dem Wahlkampf der Fall gewesen wäre. Otimfone Besuch in Paris. Amerika an der Abrüstung ;u Lande ? nicht interessiert? Paris, 15. April. (WTB.) Staatssekretär S t i m s o n und Frank Kellogg sind in der vergangenen Nacht mit dem Dampfer „Isle de France" in Le Havre angekommen. Stimson ist gegen Mittag in Paris angekommen und hat'an einem vom Ministerpräsidenten T a r d i e u ihm zu Ehren gegebenen Essen teilgenommen. Stimson wird heute abend nach Genf Weiterreisen. Er erklärte Pressevertretern, er werde bestrebt sein, dort mit allen Kräften zumErfoladerAbrüstungs- konferenz beantragen. Seiner Ansicht nach wäre es ungerecht, wenn man die G i b s o n s ch e n Vorschläge als einen Plan ausschließlich amerikanischer Inspiration ansehe, denn er sei doch nur als logische Folge mehrerer bereits von anderen Mächten unterbreiteten Vorschläge anzusehen. Gibson habe seine Vorschläge unterbreitet, weil der Vorsitzende der Abrüstungskonferenz, Henderson, im März einzelne Delegationen ausgefordert habe, bei Wiederaufnahme der Verhandlungen konkrete Vorschläge zu machen. Stimson soll einen Kompromißvorschlag planen, den er dem Ministerpräsidenten T a r - dieu am Freitagabend bereits mitgeteilt haben sott. Dieser Kompromißvorschlag sott darin bestehen, daß die Frage der Landrüstungen und der S i ch e r h e i t von der Frage der S e e - rüstungen getrennt und beide gleichzeitig, doch gesondert behandelt werden sotten. Stimson sei der Ansicht, daß die Landrüstungsfrage eine Angelegenheit sei, die von den europäischen Kontinentalmächten aJ l e i n gelöst werden müsse, während die Seemächte die Aufgabe hätten, in der Frage der Seerüstung eine Verständigung zu finden. An letzteren Verhandlungen wünsche Amerika praktisch und aktiv teilzunehmen, während es mit dem europäischen Sicherheit s- I sich nicht befassen wollten. Ein 'Abkommen dieser Problem grundsätzlich nichts zu tun Art werde Amerika dementsprechend nicht m i t- paben wolle. Die gegenseitige H i I f e l e i - machen. Was England anbelange, so nehme "un9 Jcl eine «trage, die d i e Vereinig- es die gleiche Haltung ein und wolle eben- ten Staaten nicht angehe und mit der sie ’ falls keine neuenDindunge n übernehmen. Deutschland im Wirtschaftskrieg. Reichsministef Wannbold über den München, 15. April. (TU.) Reichswirtschafts- minister Dr. War mb old sprach auf der Tagung des Bayerischen Inbustriellenverbandes. Einzelne Gruppen und Persönlichkeiten erhofften wohl von einer Währungsan derung eine Besserung. Das sei aber ein entscheidender Irrtum. England habe eine innere Staatsschuld von 140 Milliarden Reichsmark. Die deutsche innere Schuld sei dagegen durch die Inflation unter ungeheueren Opfern stark herabgesetzt worden. Eine Währung^ Verschlechterung bringe aber nur für die innere Schuld eine Erleichterung, während die besonders drückenden äußeren Schulden unverändert bestehen blieben. Eine Inflation würde lediglich eine neue Umschichtung mit den bekannten verderblichen Folgere, wie Zerschla- gung des Mittelstandes, Vernichtung der ©par- gelber und weitere Konzentrierung der Großwirtschaft gegenüber einer immer größer werdenden Zahl der Besitzlosen bringen. Die unvermeidliche Folge wäre ferner eine weitere Ausdehnung der gebun- denen Wirtschaft und das Vordringen' der Staatswirtschaft. Die Aufrechterhaltung der Währung erfordere auch die Devisenbewirtschaftung. Allerdings sei das gleichbedeutend mit einer Einschränkung der wirtschaftlichen Freiheit. Diese Einschränkung sei uns aber von außen Zwang der Devisenbewirtschaftung. aufgezwungen, genau so, wie alle anderen Beschränkungen, die im Jahre 1914 begonnen hatten: Damals Krieg mit den Waffen, heute Wirtschaftskrieg. In beiden Fällen sei die Zusam m e n f a f f u n g aller Kräfte und der Einsatz dieser Kräfte zu einem einheitlichen Zweck erfarber l>ch. Dies wäre jedoch bei voller Freiheit unmöglich und deshalb müsse zu Beschränkungen gc- geschritten werden. Die Devisenbewirtschaftung sei für den Kredit Deutschlands und für die Sicherung des Lebensmittelbedarfes im Falle einer schlechten Einte notwendig. Die bisherige Devisenbewirtschaftung gebe noch Freiheit insofern, als die Auswahl des Warenbezuges freistehe. Würde die Zwangswirtschaft auch auf die Waren ausgedehnt, so würde der Eingriff noch viel stärker empfunden werden und voraussichtlich die gesamte Devisenbilanz erschüttern. Freie Wirt schäft sei nur möglich beim Aufhoren des jetzigen wirtschaftlichen Äampfzustandes. Solange dieser Zu stand anhalte, müsse auch fiir den überzeugtesten Anhänger der freien Wirtschaft gezwungenermaßen die Beschränkung der wirtschaftlichen Freiheit gelten. Umkehr sei nur bei Beseitigung des jetzi. gen wirtschaftlichen Kampfzustandes möglich, und das sei die große Frage, die alle Staaten gleichmäßig angehe. War die SA. legal? Ein Brief ^roeners und seine Beantwortung. M ü n ch e n. 15. April. (ERB.) 3m „Völkischen Beobachter" wird ein Brief des Reichsministers Dr. G r o e n e r vom 11. April an Rechtsanwalt Dr. Frank II-, München, veröffentlicht, in dem es heißt: Ihrem Wunsche entsprechend sende ich Ihnen die Mappe mit den Legalitätserklärung c n von Führern der RSDAP., die Sie mir mit Herrn Hauptmann a. D. Goering zusammen übergeben hatten, ergebenst zurück. Ich glaube, daß es all diesen Herren mit ihrem Willen zur Legalität durchaus ernst ist. Aber dieser Wille und diese Erklärungen allein genügen nicht, wenn die Partei sich nicht von Dingen befreit, die ihrem Wesen nach illegal sind. Es ist auf die Dauer ein mit der Staatsautorität nicht zu vereinbarender Zustande daß die Partei eine militärisch organisierte Sonderarmee unterhält, deren Führer, meist alte Offiziere, gerade in dem Bestreben, militärisch weiterzuarbeiten und Besonderes zu leisten, diese notwendigerweise mit der Führung und den Machtmitteln des Staates in Konflikt bringen müssen. Eine solche Organisation wird eines Tages die Partei in die Illegalität treiben. Die Legalität der RSDAP. wird daher erst dann als eine wirttiche und uneingeschränkte betrachtet werden dürfen, wenn sie von allen derartigen Belastungen befreit ist. Mit dem Ausdruck usw. (gez.): Groener. In einem offenen Brief im ..Völkischen Beobachter" nimmt Rechtsanwalt Dr. FrankII. zu diesem Schreiben des Reichsinnenministcrs Stellung. Er beanstandet, daß das Vorgehe n nicht auf die Untersuchung erstreckt werde, ob nicht militärisch organisierte Sonderarmeen des Reiches, besonders der Eisernen Front usw.. im Interesse der Staatsautorität bedenklich erscheinen müßten. Es sei nichts davon bekannt, daß die bewaffneten Alarmvorbereitungen der Eisernen Front mit derselben präzisen Schärfe betrachtet worden seien, wie es den Selbstschuhficherungen der SA. gegenüber 'geschehen sei. Die Reichs- leitung der RSDAP. verwahre sich in aller Form gegen die ilnterftcllung, als ob die SA und SS. eine Belastung des politischen Lebens Deutschlands dargestellt hätte. Der Brief schließt mit der Versicherung, Deutschland werde das legale Wiedererstehen der SS. und SA. erleben. Die RSDAP. beschreitet den Rechtsweg gegen das SA.-Verbot Berlin, 15. April. (ERB.) Die Pressestelle der Reichsleitung der RSDAP. teilt mit: Adolf Hitler hat Rechtsanwalt Dr. Luetgebrune (Hannover) beauftragt, mit allen Mitteln den Rechtskampf gegen die Rotverordnung über die Auflösung der SA. und SS. auszunehmen. Dr. Luetgebrune hat bereits alle erforderlichen Schritte zur rechtlichen Feststellung der Rechtsungültigkeit der Auflösungsverordnung unternommen. Da die Verordnung in wesentlichen Punkten GrundrechtederReichsverfas- sung verletzt. wird es Sache des Staatsgerichtshofes für das Deut sche Reich sein, über die Gültigkeit der Verordnung zu befinden. Daneben werden wegen der vielfach erfolgten Eingriffe in Privat r e ch t e durch Beschlagnahme von Sachen, Schließung von Baulichkeiten u. dgl. Zivi lan - sprüche geltend gemacht werden, so daß die Zivilgerichte zu der Frage der Ungültigkeit der Verordnung ebenfalls Stellung nehmen müssen. Schließlich werden unter Umständen 03er- ftöfje gegen die Strafbestimmungen lands aus seinen Auslandsschulden (Zinsen und Tilgungen) für 1932 auf 1.6 bis 1,85 Milliarden Mark geschätzt, die sich durch Erträgnisse deutscher Kapitalanlagen im Auslande auf rund 1,5 Milliarden Mk. vermindern. Es wird also ein Ausfuhrüberschuß von 1 00 b i s 1 25 Mill. Mark monatlich notwendig fein, um die erforderlichen Devisen zu gewinnen. 3m 3ahre 1931 verzeichnete Deutschland mit 2,9 Milliarden Mark einen Rekord-Ausfuhrüberschuß. Wenn die Handelsbilanz sich im laufenden 3ahre genau so gestaltet hätte, braucht man sich nicht wegen der Devisenbeschaffung zu sorgen. 3n den beiden ersten Monaten des 3ahrcs 1932 ist jedoch der Außenhandelsüberschuß, der tm Oktober vorigen Jahres 400 Millionen Mark betrug, stark zurückgegangen. Er betrug im 3anuar nur 117 Millionen Mark (ohne Reparationssachlieferungen 105 Millionen Mark) und im Februar 97 Millionen Mark (ohne Sachlieferungen 86 Millionen Mark). Wenn auch in den ersten Monaten des 3ahres der Ausfuhrüberschuß stets geringer zu sein pflegt, geht aus der bisherigen Entwicklung doch deutlich hervor, daß Deutschland nicht mehr mit dem hohen Außenhandelsüberschuß des IcchreS 1931 rechnen kann. Dementsprechend wird auch der Betrag, der für Zahlungen in ausländischer Währung zur Verfügung steht, erheblich ge- ringer sein. Man beschäftigt sich in Deutschland sehr ernstlich mit der Frage, welche Rückwirkungen aus dem verringerten Devisenaufkommen entstehen können. Deutfchland will kein Moratorium für seine Auslandszahlungen erklären, weil es größten Wert darauf legt, die Kreditwürdigkeit der deutschen Wirt- sck)afk nicht zu verschlechtern. Auch würden bei einem Auslandsmoratorium sofort neue Schwierigkeiten dadurch auftreten, daß das Stillhalteabkommen gekündigt werden kann. Es herrscht die Aufsassung, daß die Zinszahlungen den Vorrang haben und bei vermindertem Devisenaufkommen eben bie Einfuhr entsprechend gedrosselt werden muß. Das geschieht bereits; denn für April erhalten die Importeure nur 55 v. H. ihres normalen Devisenkontingentes zugeteilt. Man ist auch bemüht, durch Verhandlungen, die teilweise bereits zu Erfolgen geführt haben, d i e Zinssätze für deutsche Auslandskredite zu ermäßigen, um eine Entlastung der Zahlungsbilanz zu erreichen. In industriellen Kreisen wird erwogen, ob nickst eine Unterscheidung zwi- Ischen notwendiger und entbehrlicher Einfuhr gemacht werden kann. Eine kürzlich veröffentlichte Entschließung des Reichsverbandes der deutschen Industrie deutet derartige Gedanken- gönne an. Demgegenüber wird jedoch in der Oesfent- lichkeit daraus hingewiesen, wie schwierig es ist, brauchbare Gesichtspunkte für eine Reglementierung per Devisenzuteilung zu finden, ohne die deutsche Ausfuhr, von deren Umfang das Devijen- auffommen ab hängt, zu gefährden. Irgendwelche italle von Rohstoffmangel find bisher nicht zu verzeichnen. Man ist vielmehr der Auffassung, daß in Deutschland noch abbaufähige Rohstoftlager vor Händen find. Deutschland muß einen Ausfuhrüberschuß haben, rnenn es seine Außenhandelsoerpflichtungen erfül len will. Deshalb bedeuten die französische Kontingentpolitik und die englischen Einfuhrerschwerungen für die deutsche Zahlungsbilanz e i n « st a r k e Belastung. Auch für die privaten Zahlungen gilt die Tatsache baß ste nur durch Waren oder D i e n fl c gclcgtet werden können. Wenn also das Ausland in Deutschland kauft, wird Deutfchland bestimmt zahlungsfähig bleiben, aber auch nur dann. Vnr Dswr-nmig Anlay geven, daß auch bkeSlraf- gerichke sich zu der Frage der Ungültigkeit und Rechtsunwirksamkeit der Verordnung aussprechen müssen. Auf Anordnung des Führers der Partei soll in dieser Weise mit aller Entschiedenheit der Rechtskampf gegen die Notverordnung burchge- führt werden. Minister Treviranus über das Verbot der GA. Essen, 15.April. (CNB.) Reichsverkehrsmini- fter Treviranus äußerte sich auf einer Zusammenkunft mit Vertretern der westdeutschen Presse und der „Jungen Rechten" u. a. zu dem Verbot der LA.- und SS.-Formationen. Ich erinnere daran, sagte der Minister, daß d e u t s ch n at i o n a l e Kreise seinerzeit dem Reichspräsidenten Ebert die Forde- rung gestellt haben, daß er gerade, wenn es sich u m seine eigenen Freunde Hande l e, seine Pflicht als Rcichsoberhaupt ohne Rücksicht auf persönliche Einpfindun- g e n erfüllen und deshalb den Befehl erteilen müsse, die ReichsexekuNve gegen Gochsen und Thüringen anzuordnen. Der Minister teilte mit, daß die bayerische ^otaatsrcgierung schon vor geraumer Zeit den Entschluß gefaßt habe, das SA.-Verbot in Bayern d u r ch z u f ü h r e n. Er erklärte auch, daß er bestimmt wisse, daß die n a t i o n a l s o z i a- listische Führung außerordentlich dankbar sei für die Beseitigung dieses Unruheherdes innerhalb der NSDAP. Davon abgesehen erfahren sie durch das Verbot eine große finanzielle Erleichterung. Einen Vergleich der SA. mit dem Reichsbanner hinsichtlich des Charakters als eines Staats im Staate lehnte der Minister ab. Wenn man einen Vergleich ziehen wolle, so könnte man die SA. nur mit dem 1929 verbotenen Rot-Front-Kämpferbund vergleichen. Im weiteren Verlauf seiner Ausführungen bezeichnete der Minister die Reichsreform als die dringlichste aller Aufgaben. Der Dualismus Reich- Preußen müsse verschwinden. Mit dem jüngsten Beschluß des Landtages, die Geschäftsordnung zu ändern, erklärte sich der Redner nicht einoer standen. Listische Kraft sehen wir nunmehr ein für die eine große Aufgabe dieser Zeit: Der Reichsregie- rung und allen, die guten Willens sind, zu helfen, die furchtbare Wirtschaftsnot zu überwinden. Die angeordneten Maßnahmen sind durchzuführen, ungeachtet des Umstandes, daß die beschluhfassenden Körperschaften des Reichsbanners mit Rücksicht auf die Länder- wahlen erst nach dem 24. April zusammen treten können. Wir werden getreu unseren Bundes- satzungen weiterhin unsere Pflicht gegen Volk und Staat erfüllen." Kein Verbot des Stahlhelms und des Reichsbanners. Das Reichsbanner beugt vor Aufgabe des Kampfcharakters. Reichsbanners gegenüber der SA. betont worden sei. Das Reichsbanner sei nach der Be- weisführung der nationalsozialistischen Leitungen „mit der Kraft der SA." nichtzu vergleichen. Berlin, 15. April. (TU.) Amtlich, chuaenberg hat in einer Erklärung zu dem Verbot der SA. u. a. gesagt, manche Anzeichen sprächen dafür, daß der Auflösung der SA. auch die Auflösung des Stahlhelms folgen solle. Vom Reichsinnenministerium wird hierzu erklärt, daß eine solche Absicht z u keiner Zeit bestanden habe. Auf die in einem großen Teile der Presse erhobenen Forderungen, nach der SA. nunmehr auch die Reichsbannerorganisationen zu verbieten, wird von dem Reichsinnenministerium erwidert, daß selbst in nationalsozialistischen Zeitungen immer wieder die Unterlegenheit des Reichsbanners gegenüber der SA. be- Berlin, 15. April. (SH.) Die Bundes- lei tung des Reichsbanners Schwarzrotgold hat an alle Gauvorstände im Reiche ein Rundschreiben gerichtet, in dem es heißt: „Kameraden! Durch Verordnung des Herrn Reichspräsidenten ist die Nationalsozialist isch «Partei-Armee aufgelöst worden. Damit fäUt für das Reichsbanner die Notwendigkeit fort, weiter in dem Dereitschaftszu- stand zu bleiben, der uns durch die Angriffsvorbereitungen der Nationalsozialisten aufgc- zwungen war. Die Dundesleitung ordnet demgemäß an: 3m ganzen Reichsgebiet sind alle außerordentlichen Schutzmaßnahmen aufzuheben. Mit dem Fortfall der unmittelbar drohenden Angriffsgefahr hören die-.besonderen Funktionen auf, die der Schupo und den Sonderformationen übertragen wurden. 3n der Handhabung des Saalschutzes ist, wo es die örtlichen Verhältnisse gestatten, das Hauptgewicht auf die propagandistische Ausgestaltung der Versammlungen zu legen. Vertrauen schafft Vertrauen. Das ganze Auftreten des Reichsbanners muh, wie bisher, unmißverständlich zum Ausdruck bringen, daß wir uns dem Staats- willen einordnen, die Staatsautorität stärken und stützen. Mehr noch: Cs kommt darauf an, bis in die Reihen unserer Gegner die Heberzeugung zu tragen, daß das Reichsbanner niemals Staat im Staate sein wollte und sein will, daß wir nie daran gedacht haben und nicht daran denken, gegen Recht und Verfassung unsere Ziele mit Gewalt durchzusetzen. Hnsere ganze organisatorische und prvpagan- Die hessische Negierung veröffentlicht weiteres Material. Darmstadt, 15. April. (WTB. Amtlich.) Die hessische Regierung unterbreitet der Öffentlichkeit weiteres umfangreiches Material, dem wir folgendes entnehmen: Bei einer ersten Durchsicht des Materials, das im Zusammenhang mit den Haussuchungen bei den SA.- und SS.-Führern beschlagnahmt wurde, haben sich auch einige Dokumente gefunden, die beweisen, wie notwendig und berechtigt das Verbot war. 3n einem* Briefe des Gaufachberaters für Kriegsbeschädigtenfragen in der Gau- leitung der NSDAP. Hessen, Wey g old, an den nationalsozialistischen Führer Oberlindober, Mitglied des Reichstages, München, heißt es unter anderem: „Zurzeit habe ich die Reform- Vorschläge der gewerblichen Hnfall-Berufsgenos- schenschaften vor. Da haben sich unsere M. d. L. von einem Nichtswisser nämlich etwas einbrocken lassen. Schimpfen können sie alle, das kostet ja nichts, aber besser machen, da fehlen die Kenntnisse und Erkenntnisse der Zusammenhänge. Herrgott haben wir da noch eine Erziehungsarbeit vor uns, bis da nur einmal bei den sogenannten Führern die geistigen Grundlagen vorhanden sind, auf denen man einen Staat aufbauen kann. Deren 3dee vorn Staat ist der einfache Standpunkt: Fressen! Saufen! Schlafen! Damit ist alles auf der Welt für sie da! Unterhalten über Dinge, die über das hinausgehen — unmöglich! Höchstens die Antwort: „Heber was für Blödsinn 3hr politischen Schweine Euch den Kopf zerbrecht! Das bißchen wird von uns geschmissen und dann werdet 3hr mit gehängt! Denn Euch brauchen wir doch nicht! SA. macht das alles ganz allein!" Der Polizei ist ein großes Paket Geheimmaterial der hessischen S S.-F ü h r u n g in die Hände gefallen, in dem sich über ganz Hessen verteilte zahlreiche Geheimadresten und Angaben darüber befinden, wie die SA. in den einzelnen Orten Hessens a l s Gesangvereine S e g e l = klubs,SkatklubsoderBox-un!)Sport- v e reine weiter zu existieren gedenkt. Bei den Aktenstücken eines hohen SS.-Führers wurde ein Brief des Reichstagsabgeordneten Weitzel Oberführer der Gruppe 5 West der. SS. in Düsseldorf gesunden, worin er den SS.-Führern den Wortlaut wichtiger preußischer Polizei- Funksprüch e die nach einem nur wenigen Personen bekannten Geheimschlüssel gefunkt wurden, im Wortlaut übertragen mitteilt. Der Brief lautet: „Anliegend Abschrift eines Telegramms des Ministers Severinq zur Kenntnis. Das gleiche Telegramm sandte ich heute sämtlichen Gauleitungen zur Kenntnis und weiteren Veranlassung. Alles Nähere hierüber am Samstag, gez. Weitzel, der SS.-Grup- penführer West." Es wurde ferner eine Reihe von lebernen Aktentaschen bei den höheren Führern beschlagnahmt. Bei diesen Aktenmappen war kaum eine, aus der nicht bei der Deffnung eine scharf geladene Pistole herausfiel. Außerdem fanden sich in solchen Aktentaschen auch noch andere gefährliche Waffen vor. Oer „Hessische NS.-Kurier" verboten. Darmstadt 15. April. (WTB.) Bei seinem Erscheinen am Freitag wurde der „Hessische ^.'Kurier . eine nationalsozialistische Wochen, jchrift, die der Reichstags- und Landtagsabgeordnete Lenz herausgibt, von der Polizei' beschlag, nahmt. Eine Begründung zu der Beschlagnahme liegt zur Zeit noch nicht vor. — Eine Bezirks- Versammlung d e r Darmstädter NSDAP, verfiel heute abend der Auflösung, als einer der Redner das Verhalten der Polizei bei der Auf- lösung der SA.-Heime als schamlos bezeichnete. Sieben Versammlungsteilnehmer, die dazu aufforderten, der Polizei nicht zu weichen, wurden fest- genommen. Dem Wolffbureau sind von der Gauleitung der hessischen NSDAP, zwei Artikel über- geben worden, die es nicht verbreiten kann, da nach Mitteilung des Landeskriminalamts Darmstadt Zei- hingen, die diese Artikel bringen, sofort verboten werden. Einberufung des hessischen Landtags- Plenums für Dienstag. D a r m ft a b f, 15. April. (WSN.) AufAnlrag der nationalsozialistischen Fraktion hak der Lanblagspräsidenl das Plenum des Landtags auf Dienstag, vormittags 10 Uhr, einberufen mit der Tagesordnung: D i e politische Lage in Hessen, insbesondere Aussprache über das SA.- und SS.- verbot, und Fassung einer Entschließung. Erfolgreiche Berufung des Oberpräsidenten Aoske. Celle, 15. April. (SH.) Vor dem dritten Zivilsenat des Oberlandesgerichtes wurde am Freitag die Berufung des Oberpräsidenten N o s k e gegen das Hrteil des Landgerichts Hannover vom 9. April in Sachen der Werbetätigkeit der „Niedersächsischen Sageszeitung" während des Osterfriedens verhandelt, worüber wir bereits gestern in einer Randnote berichteten. Oberpräsident Noske war persönlich erschienen. Auch der preußische Innenminister hatte einen Vertreter entsandt. Das Hrteil des Senats hebt das Hrteil des Landgerichts Hannover auf und legt der Antragstellerin, d. h. dem Verlage der „Niedersächsischen Tageszeitung" die Kosten des Rechtsstreites auf. In einer kurzen Begründung führte der Vorsitzende aus, daß das Gericht den Rechtsweg nicht für zulässig gehalten habe, da über die Rechtmäßigkeit von Staatshoheitsakten nicht vor den bürgerlichen Gerichten gestritten werden könne. Sprengstoffanschlag in Baden-Baden. Baden-Baden, 16. April. lWTB. Funkspruch.) Der Polizeibericht meldet: In der Nacht zum 16. April gegen 3.30 Hhr früh ist gegen öie Polizeiwache der P o l i z e i d i r e k- tion in Baden-Baden ein Sprengkörper geworfen worden, der die Glasscheiben der Eingangstür zertrümmerte. Beamte wurden nicht verletzt. Ein Polizist bemerkte zugleich einen in raschestem Tempo fahrenden Kraftwagen mit mehreren Insassen. Bei dem bestehenden Verdacht der Täterschaft schritt die Polizei zur Sistierung der Personen, des SS.-Führers Michael Huber und zwei weiterer Nationalsozialisten. Ein Vierter versuchte zu flüchten, konnte später aber ebenfalls festgenommen werden. Die Festgenommenen sind dem Gefängnis eingeliefert worden. Eine Goebbels-Re-e im Berliner Sportpalast. Berlin, 15. April. (TH.) Die Nationalsozialisten veranstalteten am Freitagabend in dem wegen Heberfüllung polizeilich gesperrten Berliner Sportpalast eine Wahlversammlung. Der Berliner Gauleiter, Dr. Goebbels, bedauerte zunächst, daß der Kanzler seinerzeit den Vorschlag, mit ihm eine öffentliche Aussprache zu veranstalten, abgelehnt habe. Er sei deshalb auf folgenden Gedanken gekommen: „Wir haben die Rede des Herrn Reichskanzlers am vorigen Samstag in Königsberg auf Schall- platten ausgenommen. Hnd legal und objektiv, wie wir sind, werden wir diese Rede jetzt zum Vortrag gelangen lassen. Ich hoffe, daß die Polizei das nicht verbietet. Zuerst also wird Herr Reichskanzler Dr. Brüning das Wort haben und bann werde ich mir gestatten, unsere Antwort daraus zu geben.“ Dr. Goebbels bat, die Schnllplatten-Hebertragung der Königsberger Kanzler-Rede in Ruhe anzuhören. Die Versamlü- lung nahm dann auch die halbstündige Rede des Kanzlers mit voller Ruhe entgegen. Wenn Dr. Brüning — so erklärte er — über die Form der Agitation klagt, so hat das deutsche Volk diese Form allzu gut und allzu drastisch an den Plakatsäulen kennengelernt. Wir jedenfalls haben unfern Gegner nicht als Henker dar- gestellt. Wir haben nicht gefälschte Hotelrechnun- gen von ihm veröffentlicht. Die Persönlichkeit des Feldmarschalls ist von uns niemals in Zweifel gezogen worden, nur die Persönlichkeit seiner Hingebung, die heute mit ihm Politik machen, die ihn heute dazu überreden, die SA. zu verbieten. Herr Dr. Brüning behauptet, seine zweijährige Amtszeit habe dem deutschen Staat seine innere und äußere Stabilität zurückgegeben. Wie konnten wir bei dieser Stabilität im Juli des vorigen Jahres vor einem Bankerott stehen? Wie war es möglich, daß bei innerer Stabilität in einem Jahre viele SA.-Leute ermordet wurden und ein Operettenstaat, wie Litauen, Deutschland ins Gesicht spucken durfte? Das Schauspiel der Zerrissenheit in Deutschland ist gewiß bedauernswert, aber wenn der Kanzler bas uns zum Vorwurf macht, so möge er überlegen, daß vor dem Kriege das Schauspiel ber Zerrissenheit von ber Zentrumspartei angefangen worden ist. Das Volk sei gewiß bereit, Opfer zu bringen, aber diese Opfer müßten Bausteine für die deutsche Freiheit sein. Ein wirklicher Außenpoli- tiker hätte mit den 400 000 Aktivisten der SA. an- dcrs operiert, auch wenn er nicht ihre Meinung geteilt hätte. Er hätte in Genf auf diese Leute verweisen können, deren er vielleicht nicht mehr Herr werden würde, wenn man weiterhin mit Deutsch- land Schindluder treibe. Der Zusammenschluß der hessischen Landeskirchen. Marburg, 15. April. Zu der Frage des Zusammenschlusses der Landeskirchen Hessen-Kassel, Nassau, Hessen-Darmstadt, Frankfurt und Waldeck teilen die Unterausschüsse der parlamentarischen Kirchenvereinigungs- kommission mit: In einer Reihe von Pressenachrichten aus der letzten Zeit finden sich über die Frage der Hessen - nassauischen Kirchenvereinigung Ungenauigkeiten, die im Interesse des Fortganges der Vereinigungsverhandlungen richtiggestellt werden müssen. Die mit den Arbeiten beauftragten Unterausschüsse haben ihre Aufgaben nicht teilweise, sondern restlos gelöst, indem sie di« Voraussetzungen einer Einheitskircke in verfassungsrechtlicher und finanzieller Hinsicht eingehend geprüft haben. Der Verfassungsausschuß hat einen Verfassungsentwurf ausgestellt. Die Klärung der febmierigen finanziellen und staatsrechtlichen Fragen hängt vonVerhandlungenmit dem Staat ab; ber Finanzausschuß hat bie Wege für eine Lösung bieser Frage aufzuweisen versucht. Die vorläufig abgeschlossenen Arbeiten Yes Finanz- und Verfassungsausschusses sind dem G e - samtausschuß zur weiteren Behandlung vorgelegt worden. Die Frage des Anschlusses an die Evangelische Kirche der altpreußi- schen Union ist von beiden Ausschüssen nicht erörtert worden; ihre Prüfung lag nicht im Auftrage der Unterausschüsse. Die evangelische Oeffentlichkeit darf gewiß fein, daß die Vereinigungsfrage auf Grund der Vorarbeiten weiter gefördert werden wird. Aus aller Welt. Neue Kreuger-Fälfchungen. Die Stockholmer Morgenblätter wollen aus sicherer Quelle wissen, daß man bei der Untersuchung des Kreuger-Schwindels neueUnregelmäßig- ketten aufgedeckt hat. Kreuger soll nämlich H y - potheken auf Grundstücke in Berlin doppelt beliehen haben. Es soll sich um über 100 Millionen Kronen handeln. Er soll in der Weise vorgegangen sein, daß erHypothekenpfand- briefe fälschte, um diese bann in verschiedenen Kreditinstituten doppelt zu beleihen. — „Sven- ska Morgenbladet" will aus wohlunterrichteten Kreisen berichten können, daß die falschen i t cf-- lienischen Obligationen, die sich unter den Aktiven der kreuger & Toll A.-B. befinden sollen, wirklich existieren, und daß der angenommene Betrag von 300 Millionen Kronen eher zu niedrig als zu hoch ist. Für die Obligationen soll schwedisches Papier verwendet worden sein, weshalb man annimmt, daß sie in Schweden her- gestellt worden sind. Gegen diese Annahme spricht jedoch eine Aeußerung des Chefs des schwedischen Lithoaraphietrustes, in der erklärt wird, es gebe eigentlich nur eine Druckerei in Schweden, die diesen Riesenauftrag hätte ausführen können, und in dieser Druckerei seien die Obligationen nicht her gestellt worden. Der Vorsitzende der schwedischen Sozialdemokratischen Partei, P. A. Hans- son, teilt mit, daß Kreuger die in Stockholm er- scheinende kommunistisch gerichtete, aber nicht mehr moskautreue Zeitung „F o l k e t s D a g b l a b" mit 15 000 Kronen unterstützt habe. Die Transaktionen sollen Mitte 1930 angefangen haben. Spät am Freitagabend trat eine sensationelle Wendung in ber Kreuger-Afsäre ein. Nach Anzeige von ber A. B. Kreuger & Toll und der Prüfungskommission verhaftete die Kriminalpolizei drei Direktoren, die be- schuldigt werden, Kreuger beim Schaffen von fik- tivem Einkommen und fiktiven Guthaben behilf- l i ch gewesen zu sein. verheerendes Grohfeuer in einer Dampfziegelei. In Gochsheim bei Bretten in Baden brach im Betrieb der Dampfziegelei Bott ein Brand aus, der sich mit großer Schnelligkeit auf denl langgestreckten, vierstöckigen Fabrikkomplex au8- dehnte und das Gebäude bis auf die H m - fassungsmauern vollständig zerstörte. Die Feuerwehrder Hmgebung und die Motorspritze von Bruchsal waren dem verheerenden Element gegenüber völlig machtlos; die Motorspritze mußte sich lediglich auf den Schuh der benachbarten Bahnhofswirtschaft beschränken. Durch die große Hitze find die umliegenden Felder völlig ausgedörrt. Brutale Roheit eines Bettlers. Einen ungeheuerlichen Roheitsakt verübte ein Bettler im Osten Berlins. Er klingelte an einer Wohnung. Als ihm nicht gleich geöffnet wurde, löste er eine Messingstange von der Treppe, und als die Wohnungsinhaberin, eine 26 Jahre alte Frau Zische, an die Tür kam und durch das Guckloch schaute, stieß der Bettler mit der Stange durch das Guckloch. Der Stoß traf die Frau mit voller Wucht ins Auge. Die gellenden Schmerzensrufe der Frau alarmierten die Hausbewohner. Während einige sich um die Frau bemühten, eilten andere dem Bettler, der inzwischen geflüchtet war, nach. Auf der Straße schlossen sich Passanten und Polizeibeamte den Berfolgern an. Verrohe Patron wurde eingeholt und festgenommen. Frau Z. wurde sofort in die Charite gebracht. Da der bedauernswerten Frau durch den Stoß mit der Stange auch Glassplitter- der Guckloch- scheibe ins Auge gedrungen sind, werden die Aerzte das Auge wahrscheinlich entfernen müssen. Das Reichsgericht bestätigt ein dreifaches Todesurteil. 2lm 2. Februar d. I. hatte das Schwurgericht Weiden den Knecht Felix Schieber wegen dreifachen Mordes dreimal zum Tode und zum lebenslänglichen Verlust der bürgerlichen Eh- renrechte verurteilt. Auf 'die Revision hat der l. Strafsenat des Reichsgerichts am Freitag die Revision verworfen mit der Maßgabe, daß der Angeklagte wegen drei in rechtlichem Zusammenhänge stehender Verbrechen des Mordes dreimal zum Tode verurteilt worden sei. denn es liege natürliche Handlungscinheit vor, d. h. also, daß das Todesurteil bestätigt und damit rechtskräftig geworden ist. Die Tat ist am 19. Juli in Wendersreuth begangen worden. Dort hat Schieber seinen Bruder, dessen Ehefrau und das kleine Kind seiner Verwandten mit einem Beil erschlagen. Acht Jahre Zuchthaus für den „Schrecken des Siegerlandes“. In Kirchen (Sieg) wurde der berüchtigte Schwerverbrecher und Zuchthäusler Bender vom Schöffengericht wegen schweren Einbruchsbieb- stahls in 13 Fällen zu einer Gesamtstrafe von acht Jahren Zuchthaus und zehn -Jahren Ehrverlust verurteilt. Dender, der berechti^er- weise den Namen „Schrecken des Siegerlandes" führte, war im verflossenen Jahr gelegentlich eines Besuches bei seinem Bruder in Katzenbach von der Polizei festgenommen worden, aber am 31. Dezember v. I. aus dem Hntersuchungsge- fängnis in Wissen ausgebrochen. Er konnte erst dingfest gemacht werden, als er verschiebens Orte bes Siegerlandes burch ein Dutzend schwere Einbrüche in Schrecken versetzt hatte. Bender, der bereits die Hälfte seines Lebens hinter Zuchthausmauern verbracht hat, nahm die langjährige Zuchthausstrafe ohne Zögern an. Eine unterbliebene Exmission. Eine gerichtlich angeordnete Räumung in der Wohnung des Heizers Büttner in Potsdam konnte nicht ausgeführt werden, da ihr ein unerwarteter passiver Widerstand entgegengesetzt wurde. Die Mobeltransporteure nämlich, mit denen der Gerichtsvollzieher gekommen war, erklärten, daß sie „aus Klassensolidarität" mit dem zu Exmittierenden d i e Räumung nicht ausführen würden. Der Gerichtsvollzieher holte andere Möbelträger, die sich jedoch beim Anblick der ärmlichen Wohnung ebenfalls weigerten, die Räumung durchzuführen. Die Exmission mußte daher unterbleiben. 3m Belle verbrannt. ,3n der Steinstraße im Zentrum Berlins wurde die 57 Jahre alte Frau Ulbrich, die schon seit sieben Jahren infolge schwerer Krankheit bettlägerig ist, von einer Nachbarin, die der Kranken das Frühstück zu bringen pflegte, verbrannt in ihrem Bett aufgefunben. Frau Ulbrich hatte ein neben dem Bett stehendes Licht umgeroorf en, das die Kissen in Brand gesetzt hatte. Folgen des blutigen wahlsonntags in Hamburg. In Hamburg sind drei Kommunisten, ein 25jähriger Schauermann, dessen 24jähriger Bruder, ein Landarbeiter, und ein 43jähriger Schlosser, im Zusammenhang mit den blutigen Zusammenstößen am Wahlsonntag, bei denen zwei Nationalsozialisten getötet wurden, verhaftet worben. Die in ihren Wohnungen beschlagnahmten Waffen sind z. T. solchen Kalibers, wie sie bei der Schießerei am Sonntag benutzt worden sind. In der Nacht zum Donnerstag erfolgte die Festnahme von drei weiteren Kommunisten, eines 31jährigen Bäckers, eines 18jährigen Arbeiters und eines 32jährigen Chauffeurs. Die drei letzteren Personen scheinen aktiv an der Schießerei beteiligt gewesen zu sein. Wettervoraussage. Das Tief über den britischen Inseln ist nach Frankreich weitergezogen, während die Storung über dem Mittelländischen Meer sich nach den Donauländern bewegt hat. Zentraleuropa liegt somit unter dem Einfluß tiefen Druckes, und zwar ist dabei für uns die im Grenzbereich zwischen tiefem und hohem Druck herrschende nordöstliche bis östliche Luft maßgebend. In ihrer Begleitung treten vorerst noch zeitweise Niederschläge auf, die Temperaturen schwanken etwas, zumal sich von Südosten her wärmere Luft einmischt. Jedoch wird dadurch in unserem Gebiet feine wesentliche Erwärmung ftottfinben, vielmehr liegen die Werte im Durchschnitt zu tief. Aussichten für Sonntag: Zeitweise stärker bewölkt mit Niederschlag, aber auch Neigung zu Aufheiterung, mäßig warm. Aussichten für Montag: Zunächst noch wenig Veränderung der Wetterlage. Lufttemperaturen am 15. April: mittags 6 Grad Celsius, abends 4,7 Grad; am 16. April: morgens 4,9 Grad. Maximum 7,3 Grab, Minimum 4 Grab. — Grbtemperaturen in 10 cm Tiefe am 15. April: abends 5,8 Grab; am 16. April: morgens 5,2 Grab Celsius. — Niederschläge 1,8 mm. — Sonnenschein- dauer eine Viertelstunde. Aus der Provinzialhauptstadt. Gießen, den 16. April 1932. Jugend ohne Sonne? Hört man heute ältere Leute über ihre Jugend» ,«it sprechen, so pflegt ihnen, häufig auch ihren Zuhörern, das j)erj aufzugehen: waren es doch noch ,ie'iten wirklicher Ungebundenheit, Zeiten, in denen sich der Jugendliche in Wald und Natur ausleben konnte, Zeiten, in denen, an der Not unserer läge gemessen, der Alltag in Haus und Familie noch nicht das Aussehen eines täglichen Grau in Grau trug!. Jugend war damals wirklich noch „Trunkenheit ohne Wein", wie Goethe sie einmal treffend nennt. Und heute? So vieles raubt heute der Jugend Frohsinn, Bewegungsfreiheit und Lebensfreude! Die Enge der Stadt und die Entfremdung schon des Kindes von der Natur, der verschärfte Daseinskampf mit dem Gespenst der Arbeitslosigkeit, das tägliche Donnerwort „Schularbeiten", dos heute eine ganz andere Bedeutung hat als früher! Ist es ein Wunder, wenn die heutige Jugend in ihrem Wesen so anders ist als die einer früheren Generation? Wenn sie ernster, nüchterner, frühzeitig gereifter erscheint? Denkst du z. D. immer daran, liebe Mutter, daß deinem Kinde das Spiel die Seligkeit seines Lebens bedeutet? Daß es seiner Phantasie und seiner Innenwelt im Spiel Ausdruck geben will? Und wie ost hast du dein Kind zugunsten „höherer Rücksich- ten" aus dieser Seligkeit herausgerissen, wie oft hast du, lieber Vater, sein Tun belächelt oder ihm nur Ungeschicklichkeit zugetraut, wenn es etwas in Angriff nehmen wollte, wovon es sich Freude versprach! Wie oft hast du genörgelt, entmutigt und künstlich im Kinde Minderwertigkeitsgefühle genährt, anstatt zu helfen und anzuspornen! Ganz und gar aber geht die Sonne der Jugendzeit für diejenigen Kinder unter, die trotz schwacher Begabung unter aUenJlmftänben durch sämtliche Klassen einer höheren Schule getrieben werden sollen und sogar den „Achtstundentag" nur vom Hörensagen kennen: be- klagenswerte Opfer falscher Anschauungen ehrgeiziger Eltern! Und was leidet nicht das Kind unter der Unverträglichkeit mancher Eltern! Wenn Streit und Lieblosigkeit die Eltern entzweit, wenn der Vater schel- tend aus dem Wirtshaus kommt, wenn das Kind nur immer wegaestoßen wird, da trübt sich auch sein Himmel mehr und mehr. Nie wieder gutzumachen sind die Verheerungen, die dadurch in der Seele des Kindes angerichtet werden, und es muß notwendigerweise ein trauriger, verbitterter Mensch werden. Oder welche seelischen Qualen leidet es, wenn gar die Ehe der Eltern innerlich zerbricht, wenn es zur Scheidung kommt und der Kampf um das Kind beginnt, in dem dieses selbst — der wirk- Uche Leidtragende in der Tragödie — willen- und rechtlos alles über sich ergehen lassen muß' Trübe Stunden, ja Stunden der Verzweiflung und Trostlosigkeit sind in unserer Zeit der (5ri- stenzsorgen und Arbeitslosigkeit über unzählige Familien gekommen. Vorwürfe und Auseinander- fehungen unter den Eltern bleiben nicht aus. Anstatt aber die Kinder ins Freie zu schicken, oder derartige Aussprachen aus den Abend zu verschieben, wenn sie schlafen, läßt man sie Zeuge sein und mit verängstigten Augen dabeisitzen: dadurch werden in ihnen Angstgefühle ausgelöst, die sie noch in den Schlaf hinein verfolgen, ja das Kind kann bei einer derartigen Gedankenlosigkeit der Eltern mit der Zeit Einblick gewinnen in Abgründe, die es um sein heiliges Anrecht an Iugendglück und Iugendsonne betrügen. Wir müssen unserer Tugend die Sonne erhalten! Dazu gehört aber, daß ihr Eltern cucm Kindern Liebe und Wärme in Form der Zärtlichkeit schenkt. 3n jedem Wesen lebt eine geheime Sehnsucht danach, und doppelt und dreifach gilt für die Jugend, was Richard Dehmel einmal den Erwachsenen gesagt hat: „Ein bißchen Güte von Mensch zu Mensch ist besser al- alle Liebe zur Menschheit." Bereichert aber auch, ihr Eltern, den Alltag eures Kindes durch Frohsinn aller Art: gönnt ihm Verkehr mit Freunden und Gleichgesinnten, frohes Spiel, Wanderungen, eine kleine Liebhaberei — alles, was Freude schafft und geldlich zu ermöglichen ist. „Werst euer Päckchen Gram und Plack in den Winkel, ihr Mütter mit der Sorgenstirn", so mahnt Daul Georg Münch. „3m Kinderland muh blauer Himmel sein! Darum zwingt euch zur Freude, ihr Mühseligen und Beladenen dieser Zeit, und ihr werdet für euch selbst reichen Lohn haben, denn die Freude wird euch nachfolgen in eure Werkstatt." Dr. K. W. Hessische Hygiene-Ausstellung. 3m Saale des „Ginhorn" am Kirchenplah wird von morgen ab bis einschließlich 1. Mai die Hessisch e Hygiene - Ausstellung dem Publikum zur Besichtigung zugänglich gemacht. Die Ausstellung kann täglich von 11 bis 19 Uhr besichtigt werden. 3m Rahmen der Ausstellung werden Vorträge von Prof. Dr. P i h e n, Pros. Dr. H a a s und Prof. Dr. v. 3 a s ch k e stattsinden. Die Bürgermeisterei und die Landesversicherungsanstalt Hessen laden in unserem heutigen Anzeigenteil, in dem näheres über die Ausstellung ersichtlich ist. zum Besuche der Schau ein. Bornotizen. — Tageskalender für Samstag: G. F. F., 20 Uhr, „Frankfurter Hof", ordentliche Hauptversammlung. — ®. D. 21.. 20.30 Uhr. „Hessischer Hof. Monats-Versammlung. D. H. D.. 20.30 Uhr, Verbands heim, Uebersüh- rung der neuen 3unggehilsen in die Ortsgruppe. — Baptistengemeinde. 20.15 Uhr. Dartenstraße 13. Vortrag über „Eine letzte Entscheidung". — Lichtspielhaus. Bahnhofstraße: ..Der Sieger". — Astoria-Lichtspiele, Seltersweg: „Fred Thomson« kühnster Ritt" und .Rivalen der Liebe". — Wiesecker Lichtspiele. .Der Kongreß tanzt". — Tageskalender für Sonntag: Stadttheater, „Hauptmann von Köpenick", 18 bis 22 Uhr. — „Einhorn", 11 bis 19 Uhr. Hessische Hygiene-Ausstellung. — Saal des Studentenhauses. 16.30 Uhr. Konzert der Gesangschule 3lse Schmidt-Wissendors. — 3ohanneskirche. 20 Uhr. Kirchenmusikalische Veranstaltung der Gesangschule von Frau Meyer. — Mä^henvereinigung der Lukasgemeinde. 8 Uhr. Festgottesdienst. 15 •Ubr. Liebigshöhe. 10 Gründungsfeier. - Bap- tistengemeinde. 20.15 Uhr. Gartenstraße 13. Vortrag über .Ein großes Erleben". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße. 11.15 Uhr „Entfesseltes Afrika": ab 15 Uhr »Der Sieger" — Astoria-Lichtspiele. Seltersweg. „Fred Thomsons kühnster Ritt" und „Rivalen der Liebe". — Wiesecker Lichtspiele, „Der Kongreß tanzt". — Aus dem Stadttheater-Dureaa wird uns geschrieben: Morgen, Sonntag, die große. Fremdenvorstellung zu ermäßigten Preisen, die Wiederholung des deutschen Märchens von Carl Zuckmayer: .Der Hauptmann von Köpenick". Ueberall im Reich erlebte der „Hauptmann" zahllose Aufführungen, und auch in Gießen ist er der größte Erfolg bcr Spielzeit geworden. 3ntendant Dr. Rolf P r a s ch legte die Aufführung so an, daß gegenüber den größten Bühnen nicht gestrichen zu werden brauchte: im Gegenteil wurde noch ein Bild mehr als gewöhnlich gezeigt. Peter F a s f v t spielt die Titelrolle, im übrigen wirkt das gesamte Ensemble unter Hinzuziehung zahlreicher Statisten mit. Beginn 18 Uhr, Ende 22 Uhr. Ermäßigte Preise. — Dienstag, 19. April, Erstaufführung der Schülertragödie von Friedrich Forster: „Der Graue". Das Schicksal eines Sekundaners. Die Titelrolle spielt Raimund S ch e l ch e r. — Die NSDAP, veranstaltet am Montagabend in der Turnhalle am Oswaldsgarten eine öffentliche Versammlung, in der Abg. Graf Solms und Herr von Graewe sprechen werden. (Siehe heutige Anzeige.) — Astrologische Veranstaltungen finden am Dienstag, 19. April, 15.30 und 18 Uhr im Lichtspielhaus Bahnhofstraße statt. Der Astrologe Erich Wiesel hält Demonstrationsvorträge mit Filmen und Lichtbildern und zeigt dabei u. a. auch die Horoskope bekannter Persönlichkeiten der Gegen- wart. (Siehe heutige Anzeige.) Gießener Wochcnmarktprcise. Gießen, 16. 2lpril. ES kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Kochbuttcr 100 Pfennig das Pfund, Süßrahmbutter 130. Landbutter 120, Matte 25 bis 30. WirskNg (gelb) 15 bi« 20. Wir- sing (grün) 25, Weißkraut 10. Rotkraut 12 bis 15. Gelbe Rüben 10 bis 12. Rote Rüben 10. Spinat 10 bis 15. Unter-Kohlrabi 5 bis 8. Rosenkohl 25 bis 30. Feldsalat 80 bi« 100. Tomaten 50 bi« 60. Zwiebeln 18 bis 20. Meerrettich 30 bis 60. Schwarzwurzeln 25 bis 35. Kartoffeln 4'/,. Aepfel 10 bis 15. Dörrobst 25 bis 30, Honig 40 bis 45. Düsse 35 bis 40, Suppenhühner 70 bis 80. junge Hähne 80 bis 90: Käse 5 bis 10 Pf das Stück. Tauben 60 bi« 70, Eier 6 und 7. Blumenkohl 30 bis 70. Salat 20 bis 25. Salatgurken 50 bis 70. Lauch 5 bis 10. Rettich 10 bis 15. Sellerie 10 bis 40, Radieschen 15 bis 20 Pfennig das Bündel. Kartoffeln 3.80 bis 4 Mark der Zentner: Weißkraut 6 bi« 6,50, Wirsing (gelb) 12 bis 15. ' " Die Museen und der Heidenturm sind am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr bei kleinen Preisen geöffnet. *• Die Schülerzahlen der Gießener höheren Lehran st alten. Das neue Schuljahr hat den hiesigen höheren Schulen wieder Zuwachs an Schülern und Schülerinnen gebracht. Im Gymnasium betrug die Anzahl der neuaufgenommenen Schüler 42. Die Gesamtzahl beläuft sich jetzt auf 230, gegen 215 Schülern im Vorjahre. 9m Realgymnasium wurden 136 Schuler neu aufgenommen. 116 Schüler traten als Sextaner ein, die in drei Parallelklassen unterrichtet werden. Von den Sextanern kamen 77 aus den Gieße- ner Grundschulen. Die Gesamtschülerzahl beläuft sich nun aus 558, gegen 503 im Vorjahre. Die Oberrealschule nahm 72 Schüler neu auf. Die Gesamtzahl beträgt jetzt 535, gegenüber dem Vorjahre mit 596 Schülern. In der Studienanstalt wurden 106 Schülerinnen neu aufgenommen. 102 traten in die Sexta ein. Insgesamt besuchen nun 559 Schülerinnen die Anstalt. Im Vorjahre wurden 607 gezählt. * Bullenversteigerung in Lauterbach. Am Mittwoch. 20. April, 11 Uhr, findet in Lauterbach die erste große Dullenver- fteigerung des Landwirtschaftskammer-Ausschusses für Oberhessen in diesem 3ahre statt. Zur Versteigerung kommen 40 Dullen des Hessischen Fleckviehes, darunter etwa 20 Leistungsbullen. Sämtliche Tiere sind, wie man uns schreibt, durch eine Auswahlkommission vorbesichtigt. Weitere Cofalnadjridjten im 2. Blatt Ibcgetoiue für Deine jfrau, wenn Du nicht mehr Da bist — für Deinen s>ohn, wenn Du ihm nicht mehr helfen kannst — für Deine Tochter, wenn Du nicht mehr für üe fargen kannst Alice - SchuleT^1TwTlln,i| ' ==—""— Tapeten Auch bei trübem Wetter können Sie Wiederholung: 3015 D 1.95 130 Bahnhofstrabe 31 Telephon 3565 2939 A 3017 V 2.40 p. Meter 160 cm breit Großer Posten Einzel-Stores u. Garnituren weit unter Preis abzugeben Größtes Teppich- und Gardinenspezialhaus am Platze Beachten Sie bitte meine Schaufensterauslagen Gestr. Nessel und Leinen, 80 u. 130 cm breit, p. Meter von 0.75 an Anfertigung moderner Dekorationen nach Ihren und eignen Entwürfen bei mäßiger Berechnung — Das Aufhängen, auch alter Gardinen, wird von geschulten Fachleuten ausgeführt bedienen. — Abends bei normaler Zimmerbeleuchtung brauchen Sie kein Blitzlicht mehr. Bitte lassen Sie heute Ihre Kamera mit diesem neuen Film laden, Sie werden überrascht sein. Die neuzeitliche Selbstherstellung geschmackvoller Kleidung Vorführung neuer Wege der Eigenschneiderei und praktischer Herstellung zeitgemäßer Wäsche! Ein Lehr- und Unterhaltungsnachmittag Kaffee und Gebäck steht zum Herstellungspreis zur Verfügung Donnerstag, den 21. April 1932 Beginn 4 Uhr. — Steinstraße 10 Reste in allen Rollenzahlen von 15 Pf■ an Tapetenhaue Nennstiel litit Ooethestraße 7 neben der Handels- u.@eroerbe6anf.0078 Sinniere I öonnoniflms werd, sachgemäß u. preiswert ge- stimmt u. revar. OÖflG.7 Gie6en.Ladwljstr.5p Televhon 2403. Verkael v. neuen u. gebt. Klav. und uni, ca. 115 und 125 cm breit Köper Für Schlafzimmer: Wundervolle Marquisette, sowie Voile und K'eeide, in bunt Bullenverkauf. Die Gemeinde Steinbach beabsichtigt einen fetten Lullen zu verkaufen. Angebote sind pro Zentner Lebendgewicht auf unterzeichneter Bürgermeisterei bis zum Dienstag, dem 19. ö. 211.. nachmittags 2 Uhr, einzureichen, woselbst die Kaufbedingungen befanntgegeben werden. 2966D Gleichzeitig wird ein junger Simmentaler Bulle angekauft. Besitzer solcher Tiere wollen.sich melden. Steinbach, am 12. April 1932. Hessische Bürgermeisterei. Krämer, Torsmull Torfstreu Duug-M Zier-Kiese f. Gärten u. Gräber in größter Auswahl aur Lager. M7SD Gebr. Kahl Telefon 2287. Wiederverkäufer bittenbesondereAn- gebote für Klein- u. Waggonbez.zuverl. Reklamationen gegen die Eioheitsbeweplung sow.Beratung durch 9erm. MAer AmNabrungsergltz Fernruf 4167. iw.d Arbeitsvergebung. Für die Gemeinde Großen-Buseck soll der profilmäßige Ausbau der Wieseck in der Gemarkung Großen-Buseck, etwa 11000 Kubikmeter Erdbewegung und Rasenarbeiten, als Notstandsarbeiten auf dem Wege der werteschaffenden Arbeitslosenfürsorge vergeben werden. Angebotsoor- drucke sind, solange der Vorrat reicht, bei uns kostenlos erhältlich. 299ID Die Verdingungsunterlagen liegen auf Hessischem Kulturbauamt offen, wohin die Angebote verschlossen, mit entsprechender Aufschrift versehen, posksrci bis zum Eröffnungstermin am Mittwoch, 20. April 1932, vormittags 11 Ahr, einzureichen sind. Zur gleichen Zeit erfolgt die Eröffnung der Angebote in Gegenwart etwa erschiene- ner Anbieter. Zuschlagsfrist zwei Wochen. Freie Auswahl bleibt Vorbehalten. Gießen, den 15. April 1932. 2991D Hessisches Kulturbauamt Gießen. ge,;.: H. Steinbach, Regierungsbaurat. Schmücke dein Heim mit einer 25-PL- Tapete Zu haben bei Obermann & Co. e. m. b. H. euD Farbenapezlalgeachlft Gießen, Schulstr. 6. ...............von Mk. 1.40 an 100 130 160 cm breit jetzt mit Ihrer lichtschwachen Box- KameraMomentaufnahmen machen, wenn Sie sich des neuen 26° Scheiner Films 1.80 2.20 p. Meter Thüringer Goldglöckchen, die früheste, geibfietscHge Delikate8- und Selet-KertoffeL Goldglöckchen ist nicht nur die früheste, sondern auch In Qualität und Aussehen die allerfeinste SpeisekartoffeL OoldglSckchcn übertraf in jeder 8«- ziehuo^dieHolianderErstelingdur ch frühe Reife, Güte und höchste Erträge (150 Ztr. pro Morgen keine Seltenheit). OoldglSckchen eignet sich zum Ankeimen und gedeiht auf allen Böden. Da Ich nun 2 Jahre hintereinander das Saatgut (Thür. Goldglöckchen) oon Ihnen bezog, muß Ich es als einen Schlager bezeichnen. sotr-oN den reichen Ertrag wie euch den schonen Geschmack, den Ihre Frühkartoffeln liefern. Johann Oepen, Köln-Roggendor), Da Ich oor 2 Jahren oon Ihnen 25 Pfd. Thüringer Goldglöckchen bezog und diese tm Ertreg und Geschmack alles übertrafen, durchweg Stauden o. 30-35 große Knollen. v । ztrao- m, >x m., , zv. Versand bei frostfreiem Wetter. - Auf alle Aufträge, die auf 'diese Anzeige Innerhalb 8 Tagen eingeben, gewähre Ich 10*/. Rabatt A. Siegfried, Großfahner-Erfurt 283 Thlringer landwlrUchaftl. Zentrel-Saaten»teile Ihr Heim braucht neue Gardinen Nachfolgend bringe ich Ihnen Preise, die Ihnen das Kaufen bestimmt leicht machen Gittertüllstore am Stück, per Meter Mk. 1.60,1.70, 2.40 und höher Tüll am Stück, 100,130,150 cm breit.....per Meter von Mk. 1 — an Dekorations-Stoffe, 65 u. 125 cm breit, von Mk. 1.10,1.25 u. höher Bekanntmachung. Der vom Rat durchberatene Voranschlag unserer Gemeinde für das Rechnungsjahr 1932 liegt vom Montag, dem 18. April l. 3., ab eine Woche auf dem Amtszimmer der Bürgermeisterei zu jedermanns Einsicht offen. Einwendungen können während dieser Zeit schriftlich oder mündlich zu Pro. tokoll gebracht werden. 2987D Die Erhebung einer Umlage ist beschlossen worden. Allendorf a. d. Lahn, den 15. April 1932. Hess. Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lahn. Volk Photo - Winterhoff Kreuzplatz 9. 2989 A Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Langd für Rj. 1932 liegt vom 19. bis einschließlich 25. April 1932 auf unserem Bureau zur Einsicht der Interessenten und Erhebung von Einwendungen offen. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Langd, den 15. April 1932. Bürgermeisterei. Flitz» 3986D Mk. 1.50 Damast 100 Mk. 1.50 Freitag, den 22. April 1932, abends 8 Uhr hm Ingenieur-Schule \ afiV- NaschineooatEltttro- itcnniLHoctt-iTiefbae, Toolnousrri< 6eHeee*\ g0! Herr Heinrich Wilhelm Amann Thema: 02406 Unkostenbeitrag: 40 Pf., Erwerbslose u. Kriegsverletzte 20 Pf. Ortsgruppe Gießen. 3 Uhr statt. 3003 D Billige Tapeten! VI Fritz Bauer, Äpoihekenheiitzer aktiv 1890/91. 3011 A Gießen, den 15. April 1932. 2984 D Gelegenheit, Nähe Verkäufe""] Gießen, Wieseck, den 15. April 1932. 3018 D gerne Rat und Auskunft erteilt. Lehrling 2971 V (02505 verkauft Wieseck, den 13. April 1932. 2942 D MWh I Vermietungen 113- 0.4-Ziüini.-Wohflg. ' ■ » I i. Südviert. (Bahn- ' hofsnähe) sehr gut Vereine Vlatz 4. lrsroV Wohnung OTDÖ [02576 en. chifienb. Weg 24. | Mietgesuche | G' 6SSE*JV 2 Bettstellen Svrungfeder- m. gehr., Heinr. Christ. Eise, Lick, Schäfergasfe. Zu erir. i. t>. Gesch.- Stelle d. G. A. 0258g Zum 1. Juni schöne geräumige Es lind nun S 's,- intet erst« A die Do ^^rgebnisl Irl.,mitte30,welch, an selbst. 911'bcit gewöhnt ist, sucht ab 1. , \uiit vass. Wirkungskreis. Bin im Haush. sow. Küche, Einmachen u. slläh. gut erfahr. Nehme auch Halbtagsstellung au. Gute Zeugnisse steh. 3. Verfüg. Schrift!. Sing. unt. 02358 a. d. G. A. modern, 7 Zimmer, Küche u. Bad, Zen- Iralheiz.u.Warmw., sonnig gelegen, sof. od. svät. zu verm. 5 0 0 5 D Kreuzvlatz 8. Reisende für Schilder und Stahlwaren an sed. Ort ges. Hob. Berd. Muster gratis.2°ß2V Pötters & Schäfer Fabrik. Barmen 34. Alleinst. Bemuteu- witwc sucht 2-Zimmer-Wohn, m. Zubeb. u. clektr. Licht i. gut. Ham'e. Sehr. Ang. 111. Pr. u. 02369 a. d. G. 21. p. Rolle 18 30 45 60 75 95 Pf. Per sos.o.spät.schöne 3-Zimmer-Wohnung m. Badez., Balk. u. all. Zubehör (Neubauwohn.) in ruh. fr. Lage (nahe Anlage) zu vermieten. Schrift!. Ang. unt. 02348 a. i>. G. A. Ein Carlen zirka 650 qm groß, unt. günst. Zah° lunasbeding. z. ver- Heute verschied unerwartet in der Chirurgischen Klinik zu Gießen nach längerem, mit Geduld ertragenem Leiden mein lieber Mann, mein lieber Vater, Schwiegervater, Großvater. Bruder, Schwager und Onkel Hafer- und Weizenstroh Sonntag, 16. Avril, nachm. 1.30 Uhr 1900 Jugend — M.r.B. äugend nachm. 2.30 Uhr 1900 L. Mannsch.- M.T.B. I. Mannsch. Turnplatz am Schis» fcnberg. Weg 5007V Leistungsfähige Kistenfabrik des Thüringerwaldes sucht für Gietzenu. Umgegend bei der Industrie gut eingeführten Herrn als Laden Ter von Herrn Fri- seur Gath seither innegehabte Laden ist v. 1. Mai ander- weit. z. vm. [ so 12D Photo-Haus Borst, Bahnhofstrasre 63. Werkstatt Neustadt 47, zu vermieten. 02590 Näheres A. Becker, Keplerstrabe 9. Fast neues Damenrad gebraucht. Herrenrad zu verk. [02554 Zu den Mühlen 2. VSEev- iehvttus sof. gesucht. [ 5014V Bäckerei Bende, Bahn hosstraüe 12. Samstagabd. 8.30 Uhr Cafö Schwarz Unterfertigter betrauert tief das Ableben seines lieben Alten Herrn Beamt, sucht schöne 4-Zimmer-WoliD. Nähe Bahnhof 11. Kliniken g. Tausch ebensolch.NäheUni- versität. Schr. Ang. u. 02365 a. d. G. A. And. Lahn Garten zu kauf. ges. Mindest. 30-40Mtr. Gartentiefe evtl, mehr. Schr. Ang. u. 02362 a. d. G. A. tourte. Heute toi 1 Derwischen hören einem Mertelstüu ten können beh Aeisesaison des v erwähnten Dilan, Es ist bezeichnei den Duce, da Art in ten fröhl greifen und das fü reiche Räderwerk, Mehr: in einer Sitzungen hat er tat ettlären lasser ium Stieben geschwätzt toot ten also, wollten, krise sei gar nicht vielmehr polit Das heißt man Sack lassen und alle so deutlich, wollten, wo käme bezahlten Charlc Konferenzen? Un elilier Wort un zwungen^maffen Mamillen-Haus Nähe Kaserne, zu mieten evtl, zu kaufen gesucht. Schr. Angebote u. 3019D an den Gien. Anz. Dauerexiftenz für Dame 0. Herrn, auch Krankenpfleg., durch Einrichtung eines Spezialbeil- inftitutes an allen gröff. Plätzen. Das Verfahr. ist int Gebrauch zahlr. Kran- fenhnui. u. Aerzte glänzend begutacht. Berbliiff.Heilcrsolge bei Rheuma, Gicht usw. Zur Einricht, sind mind.200Herford. Schr. Ang. 11. 02384 a. d. G. A. Deutf die AkuitikGefellfciiall m.b.H., Berlin-ReiDickendorlOh Größte, älteste und fülirende Spezialfabrik für Hörapparate. Sehr wichtlgl Alte Apparate werden an! Wunsch geändert. Luche 2-3-Zimnier-Wohnung möglichst Zentrum. Schrift!. Ang. unt. 02346 a. d. G. A. mit guter Schulbildung t. d. Kontor einer hies.Zigarrenfabrik ges. Handschriftliche Ang. u. 2992V a. d. (9. A. Saubere Frau zum Putzen und Waschen gesucht. Schrift!. Ang. unt. 02379 a. d. G. A. Mädchen vom Lande, sucht Stelle zum 1. Mai 1932 oder sofort. Schrift!. Ang. unt. 02367 a. d. G. A. 3-4-Zinnnef-Wohng. v.Beamt.1.6. od. svät.ges.Mretberech- tigungschein vorh. Schrift!, Ang. unt. 02276 du d. G. A» L Pianos Kreuzsait., 250 und 380Mk.,abzug.l°^ Klaviertechn. Urbas, Gießen, Seltersweg 31 Werkstatt zu vermiet. [02401 Kreuzvlatz 12. 200.- Mk. von Selbstgeber zu leihen gesucht. Rück- zal'l. n. Uebereink. Schrift!. Ang. unt. 02386 a. d. G. A. Evirbeitervereiu Sonntag, 17. April Fiilirnng durch üniv. Tierzuchtinstitul Treffpunkt: 2 Uhr Lahnbrücke. [2951V ^amstag,23.Avrrl' abends 8 V» Uhr- i.CafeEbcl [ 5015V ordentliche HauDl-Versammlung T.-O.: 1. Verwalt.- Bericht, 2. Rech» nungsab!., 3. Voranschlag, 4. Vorstands- u. Ausschuhwahlen, 5. Verschiedenes. Anschließend gemütl. Beisammensein. Erscheinen d. Mit gl. iit Pflicht. Kurzschriftverein v. 1861 m. Damen- abteilung, e. B. Haus m. sreiwerd. Laden, Neustadt, u. günst. Beding, zu verk. 0. zu verm. [02592 Näheres A. Becker, Kevlerst.9.TelZ804 Eine Sensation für alle Schwerhörenden bedeutet die neue Erfindung Akustik-Silber-T ype Berkäufer(in) für Stadt und Land, evtl, feste Anstellg. Schriftl. Ang. unt. 02363 a. d. G. 51. Zischkörbe Stück 25 Pf. Fischh. Guxbaven, Morkfstr^^^i^v | Kaufgesuche | Die Gemeinde Lollar sucht einen Simmentaler [02405 Flciffiges, ehrliches LUädchen mit Kochkenntnissen sucht [2995V Srau Tr. Wolf, Walltorstraffe 48. Wiese (3000 qm) zu veisk. Wiesecker Aue, Am Felsgraben. Näh. Ad.Weller, Wieseck, Marb. Str. [02286 Geschäftshaus im Seltersweg billig zu verkaufen. Schriftl. Ang. unt. 02388 a. d. G. A. Einfamilienhaus 3 Zimmer u. Küche nebst Stallung und Garten zu verm. Preis 38 JT. haesD Johann Knorz Pohl-Göns. Serie I II III IV Nachhilfe gut u. billig, erteilt staatl. gevr. Lehrerin. Schriftliche Angeb. unt. 02364 a. d. Gieff. Anz. ß-7-Zifflffl/Wohng. m. all. Zubeh., evtl, m. kl. Garten ges. Schr. Ang. m. Pr. u. 2990V a.d.G.A. 81. MtB in Nähe der Steinstrane zu dachten gesucht. Schr. Ang. über Lage u. Preis u. 3023V a.d.G.A. , Suche Arbeit dauernde, geg. Verleihung einig. 100 -K od. tätige Beteilig. Schriftl. Ang. unt. 02350 a. d. G. A. lieber 1OOOO Rollen Lagerbestände verkaufe ich ohne Rücksicht aüf den früheren Preis Radium Vertreter gesucht die trotz schwerer Wirtschaftslg. mon. 4-600 Mk. 11. mehr verdien, woll. Bes. 0. Privatkund. Vor- kenntn. n. erford. Radium -Theravie GmbH., Frankfurt a. M., Bahnhofsgesucht. [ 2985D । Kochen perfekt. Hnbing, | schriftliche Angeb. Gartenbaubetrieb | unter 02385 an den Schiffend. Weg 23.1 Gieffener Anzeiger. Mi<3 3fe. «Stroh und gutes Wiesenheu und abzugeben. Griinberg 129ssv Hintergasse- Nr. 8. Geschäftsm. sucht für sofort 300 geg. gute Sicherb. Schriftl. Ang. unt. 02382 a. d. G. A. Gesackt sofort werden noch ebrl. ■ fleiß.Pere. z. Errichtung ein. Maschinen- Heimstriokerei. Wir bieten d. Rückkauf d. Fertigware garant. lautend, hohen Verdienst Kein Risiko u. Vor- kenntn., nur kleine Sicherheit erford. Verlang. Sie sofort Gratisauskunft. Fr. J. Kerstian & Co. Berilfl-Halensee 258 Lieferant von Behörden. Gelegenheitskauf! ^r-To.-Lieferwag., da überzählig, günstig aus Privathand abzug. Unter 2 die Wahl.' Pritschemv. od. geschl. Kastemv. Preis je 550,- Mk. Schriftl. Ang. unt. 3016V q. d. G. A. Beu gegen M zu tauschen gesucht. Rübsamen, Mittelsmühle.orZ55 | Varschi6dcnBs~| 2 gebild. flotte 32j. Mädels, berufl.tät., möchten z. gemeins. Touren, Verbring, d. Ferien, Geselligkeit usw. bei getr. Kasse entspr. Partner kennenlernen zw. spät. Heirat. Schrift!. Ana. bei strengst. Diskretion unt. 02375 an den Siebener Anzeiger. Geb. Dame, Ans. 30, ev., svortl., aus gut. Aam., häusl., vermög., wünscht Briefw. m. Herrn in ges. Pos. zwecks Dieses yon allen Schwerhörigen sehnlichst gewünschte Instrument besitzt eine ganz natürliche Sprachwiedergabe, dabei ist auch das geringste Nebengeräusch vollkommen ausgeschaltet. .Jeder, der probiert, ist überrascht über die wunderbare Ruhe und Tonreinheit. Das neue Instrument wird von unserem langjährigen schwerhörigen Sachverständigen und Hauptvertreter Herrn Fr. lehrend, Hannover Lntherstraße 4 (Aknstikhaus) benutzt, welcher am Hontag. dem 18. April 1932, in Gießen Hotel Viktoria, von 10 bis I nnd von 3 bis 5 Uhr Wer fährt nächste 0. übern. Wocke m. Auto n. Lcivzig und nimmt jemand mit gegen Kostenbeitrag. Schriftl. Angebote u. 02396 an den Gieb. Anzg. WoWen Kilometer 15 Pf. 02595 Tel. 3219. Studebaker,6-Znl.- Personeuw., geeignet z. Umbau als Lieferw., gut erb., bill. z. verk., sowie Tornax, 600 ccm, m. Kali-Seitenw., in beslein Zustande, abzugeben. 02404 K. Belke, Auto-Nevaratur, Frankfurter Str. 59 Telephon 3728. sofort gesucht: es steht 4-5 f. Sicherheit gegenüber. Schriftl. Ang. unt. 3020 V a. d. G. A. Gewerbetreib. sucht 4-5000M als l.Hnv.a. Wohnhaus m. Werkstatt. Schriftl. Ang. unt. 02361 a. d. G. A. Bullen (Rotscheck) nicht unter 16 Monaten. Angebote an die Bürgermeisterei erbeten. IdIo- Gelegenheitskaul Mehrere 8/40 PS Opel-Limousinen, Modelle 1929—1930, sehr billig. Ovel, Gießen, Frankfurter Str. 52 Suche f. m. Schwester, 35 $., en., mit sch. Aussteuer, die Bekanntsch. eines sol. strebsam. Herrn zw. spät. Heirat. Witwer mit Kind nicht ausgeschlossen. Schriftl. Ang. unt. 02383 g. d. G. A. Sovtvagsvednev u. Sevkäufev (innen) in Biochemie, Doktorbüchern, Radium tätig gew. z. Verkauf eines Universal- präp. u. hnn. Spezialitäten an Priv. ges. Anerkennungen aus Kundenkreisen und reich!. Werbematerial erleichtern den Verkauf. Gute Dauereristenz u. Berd. Repräs. Bewerb, mit best. Referenzen wollen Off. einreichen unt. L.U. 8102 anRudolfMosse.BerMSW. 100. [2964V Vorher: Der verwand. Komödiant. Freitag, 22. Avril 20 bis nach 23 Uhr Morgen gehts und gut! Samstag, 23. Avril 15.45—18 Uhr Schülervorstellung Romeo u. Julia Zum letzten Male! Sonntag, 24. Avril 19—21.45 Uhr Liebelei Vorher: Ter vor wand. KomSdÄm Diesem Personen, die am 28. Zuni 1931 den [soooD motottflö- UnfflU mM Butzbacher Straffe, beobachtet haben, werden zwecks Aufklärung um Nach- richt gebeten an das letzte Geleite gegeben haben sowie für die vielen Kranz- und Blumenspenden, insbesondere Herrn Pfarrer Sattler für die trostreichen orte am Grabe, sprechen wir hiermit unseren aufrichtigen Dank aus. Die trauernden Hinterbliebenen. L c Samstag,23.Avril, 20.30 Uhr find. i. Vereinsloka! ortalliche General-Versaninilung mit folgender Tagesordnung statt: 1. Berichterstattung 2. Rechnungsablage, 3. Wahl des Vorstandes 4. Wahl der Kommission der Gg. Todt-Stiftung 5. Wahl des Vergnügungsausschusses 6. Etwaige Anträge 7. Verschiedenes Anträge z. Punkt 6 sind spätestens bis Donnerstag, 21. 4.» an den Vorsitzenden einzusend. Der Vorstand. [Stellengesuche) Suche f. mein Mäd- chen angemessene Stellung in klein., gepflegten Haushalt, alleinstehend. Herr oder Dame bevorzugt. Langjährige Zeugn., im Matratzen, ______ _____ ____________ svyttbill. zu verk, I Emil Schultheis, &M05 Ebelstr.18 II. । Göbelnrod. Achtung! Bei gut. Verdienst- niöglirlckeit u. festen Zuschüssen, sofort. Auszahl., an allen größeren Plätzen Dertreier(tn) gesucht. Schr. Ang. u. 02402 a. d. G. A. Es kam dann die nicht etwa al picrenen ®ebtrg8 gefaßt werden d behaupten, wnts' begegnen, singen gegenseitig zu b< sich im TanMni unhöflich sein wi von tanzenden r noch nicht mögli durch den Draht waren die Diplo kicher Zweckbesw tztekkt man sreil' leiltung das pr> gibt sich M Vlier klagen d> sei, aber es ist '< scher nur üuetub Äerireier. Schriftliche Angebote unter 02371 an den Gietzener Anzeiger erbeten. FiirGiscnwarcnge- fchäft, ehrlicher, arbeitsamer, kräftiger Lehrling mit guter Schulbildung per bald ges. Schriftl. Ang. mit Angabe des Alters u. 023.81 a. d. G. A. Klinik, von Dauermieterin ges. Schr. Ang. m. Preisang. u.02345 a.d.G.A. in ruhiger, sonniger Lage, Balkon und Loggia, Zentralheizung, Warmwasserversorgung, Bad, Mansarde, Gartenantell, ab l.Dlai zu vermieten. Schriftliche Angebote unter Nr. 2659D an den Gieffener Anzeiger erbeten. Familien- Zusammenkunft Sonntag, ab. 8 Uhr Postkcller. [02595 Herzlichen Dank an alle, die beim Hinscheiden unseres teuren Entschlafenen ihreTeilnahme in so liebevoller Weise bewiesen haben. Im Namen der Hinterbliebenen: Antonie Seibert, geb. Bräutigam. Piano neu 2757V geg.barf. ^ *700- zu verkaufen. Pianohaus Ancnst Fftrnter, Bahnhosstr. 71 Kräftiger braver Junge in dieLehre gesucht. Konrad Wißner Bäckermeister, Steinstr. 35. 02331 Intelligenter Lehrling Sichere Geldanlage Ein guter Basalt- Pflastersleinbruch, Dreihausen, sofort umständehalb. bill. zu verkaufen. 02575 Wo? sagt die Ge- schäftsstelle d. G.A. i-MU-lWW|MW 5® Klag offener 4-Sitzer.i. best. Verfassung, äufferst preisw. abzugeb. Zu besichtigen: 2982 D Kraftfahrzeug - Reparatur NeiWrail,Gießen narbarger Str. 68 Telefon 2748/49. Weg. Verheiratung des jetzigen, saub. tüchtiges Hausmädchen gesucht, das nähen kann u. in gutem Hause war. [02547 Frau Dir. Dümür, Wetzlar, Hans Rosenburg. Zuverläss., linder!. Mädchen erf. i. all. Hausarb. u. i. Kochen, z. 1. 5. gesucht. Vorzustell. m. Zeugn. 11-12 vorm., 4-5 nachm. Frau Dr. Steger, 02577 Siidanlagc 12 Mädchen v. Lande, 19 Z. alt, welch, d. Haushal- tungssch. bes. bat, sucht Stellg. i. kl. Haushalt evtl, auch zu Kindern. [02597 Näheres bei Keil, Im Gartfcld 12, Tel. 4236. Heirat Schriftl. Ang. unt. 02313 a. d. G. A. •ft»« rKxs bMdlie'erantcn u JWrSs Ägj» WÄ sejtc 9°^.'°us« allen benachbarter 2 Gasherde zu verkauf. [02352 KrofdorfcrStr. 10. Zirka 10 Meter gebrauchtes eisernes Vierkant- Gitter gibt billigst ab.0258a Edgar Borrmann, Gisenhaudlung. Montag, den 18. April 1932, abends 8.30 Uhr, in derTurnhalle, Oswaldsgarten Redner: Graf Solms, Laubach v. Graeve, Gießen Die letzte Notverordnung des Reichspräsidenten! Leeres Zimmer, schön hell, als Büro zu vermiet. Schr. Angeb. unt. 02372 a. 0. Gieff. An zeig. Schön möbl. [02556 Ximmen per sofort zu verm. Lahuitr. 15 p rechts sonniges, möbl. Wd- g. Scblalzimm. zu vermieten. [02374 DSdattlage 16 I» Der Verein Deutscher Menten zu fliehen. I. A.: Werner Raykowski, F.-V. Küche u. Zimmer (Neubau) T. 1—2 Damen zu verm. Preis 25,— Mark. Schriftl. Ang. unt. 02357 a. d. G. Ä. Groff.u. kl. g. möbl. Zimmer zu vermiet. [02566 Moltkestrasre 20 p. Pens. Beamt, sucht 2-3-ZitfliD.-!oliDMg nabe Gieffen. Schr. Ang. m. Preisang. u. 02370 a. d. G. A. 1 groff. od. 2 kleine, evtl, teilw. möbl. Zimmer m. Kolli- Mädchen mit gut. Zeugniss., fuckit Stelle, geht auch auswärts. Schriftl. Ang. unt. 02368 a. d. G. A. Suche f. m. Tocht., 19 I., Mittelschulreife, (Klav.), selb- ständ. i. Kochen, Backen, Einw., perfekt i. Schneidern u. Weiffnäh., Plätt, (ungek.i.herrschaftl. Hause), Stellg. als Stütze 0. Haustochter m. Fam.-Anschl. Schriftl. Ang. unt. 02351 a. d. G. A. ausgebaut, 4. verm. Schriftl. Ang. unt. 2558D a. d. G. A. Beschlagnahmefr. 3-Zimmer-Wolin. mit Zubehör, preiswert zu verm. 2319d Näh. Vrvrlo«r8tr.881. Oer J Don Diese Sc schnack dü strophalen besonderem Um Mitternack heuern dumpfen : Mtn durch ö' unb kupserig grüi Kein @e Moskitonetz hex» Aicht „0 M genug. Ring, «Ik-Wug L °»d t>| „f”' Ä!«-nb bch, 2 °°b,U"d knn »X"«e,nen . Gratuliere. ßi( ^ududi" {4. kjta' btt LZ ft Ich fbp ' ^Mtz in b 'n m< lch°N dc rutschte^ N Ä Jtel g[ü$ 'n die hnUnö ll b3n1te. D-^bsten HaönQoifit. 62 Erdgesch., 6 Zimmern;., a. Wobn.m. Etagengesch., Büro od. Praxisräume fof. z. verm. 02591 Näheres A. Becker, Keplerst.9.Tel.3804 ;)n d. Nähe Gieff. 2 Zimm. m. Küche, Speiset., Bad, Klosett, Gartenanteil, Gas, Dass., el. L. Desgl. 5 Zimmer, sonst wie ob. z. vm. Schriftl. Ang. unt. 02349 a. d. G. A. Metzgerei u. Wohnung in bester Lage, auch als ^Filiale, zu vermieten. Schriftliche Angeb. unt. 02359 o. d. Gieff. Anzeig. Heinrich üoehstätter Brandplatz 1 Landwirt im Alter von 65 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Elisabethe Aumann Wwe., geb. Göbel Ludwig Aumann und Familie. Londorf, den 15. April 1932. Die Beerdigung findet Sonntag, den 17. April, nachmittags um Tausche m. 4-Z.- Wobn. geg. 2-4-3.= Wohn. < »vriedens- mictc). Schriftliche Angeb. unt. 02360 a. d. Gieff. Anzeig. Tausche kleine 3-Zimiw-tonung geg. 4-Zim.-Wolm. t. Südoiert. Schr. Angeb. unt. 02332 a. d. Gieff. Anzeig. | Stellenangebote | Wer für ein Basaltgesch. gesucht. Maschinen alle vorh. Ernstgemeinte schr. Ang. u. 3021V a.d.G.A. Detektiv K. Gerz, Bad-Wanheim, Kur- Straße 17 erlebigtaUe vertrauliche Privat- u. Geschäftsangele- genheiten,wie Auskünfte, Beobachtungen, Ermittlungen, Beschaffung v Be- wek>mat. in Straf- u. Zivilproz. streng diskr. Sprechst.:9b 12'/- ". 3—6 Nbr Geschäftsdrucksachen Rechnungen Brlofblätter Briefumschläge Postkarten Geschäftskarten bat Brühl. Schulstraße 1 Stadttheater Gießen 3 05 D Sonntag, 17. Avril 18 bis 22 Uhr Fremden - Vorstell. Autz. Abonnement. Ermäffigte Preise. Der Hauvtmann von Kövenick. Ein deutsches Märchen von Carl Zuck- map er. Dienstag, 19. Avril 20—22.30 Uhr Ter Graue. Zum ersten Atale! Mittwoch, LO.Avril 19.30 b. geg. 22.15 Allen denen, die unserer lieben Entschlafenen Frau Koiharine Kling, geb.Pbiilwo Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei Oeffentliche Versammlung Suche ein Lokal für Schuhmacherei. Heinrich Blum, Kirchenvl.8. 102^4 [Wohnungstausch] Biete 5-Zimmer- Wohnung mit Bad u. Zubehör für kl. bess. Fam. Suche 4-Zimmcr-Wohn. m. Zubehör. Schr. Angeb. unt. 02398 an den Gieff. Anz. Gut ausgcstattete 3-Zimmer-Wohnung m.Badu.Mansard.- Zimmer Schubert- straffe 6 zu vermiet. Näheres Licher Straffe 5 p. 2920V 2 schöne, gr. sonn. Zimmer m. Küche, ganz od. teilw. möbl., auch leer, zu vermieten. Schriftl. Ang. unt. 02397 g. d. G. A. Zimmer m. Küche u. Gartenant. auf dem Lande billig zu vermiet. [02246 Zu erfrag, i. d. Ge- schäftsfi. d. G. A. Tüchtiges Mädchen das schon in bess. Häusern gedient bat, ges. Zu erfr. i. d. Geschsl. d. G. A. 4 gute junge Pferde zu verk. Näheres Fakob, Eichgärten Nr. 37. [02555 Montag, den 18. 4. sind wir mit einem Transport Ferkel am Bahnhof Kinzenbach zum Verkauf anwes. [2981D Ludw. Herrmann I Bottenhorn. SiifcG. ' ^bach «Ml ''S des enteni Jrt89ruPPe6i»R.. ^stände 1 auf den VI »H --- 30JJ_A_ ation hörenden Erfindung ier-Type ■g gewünschte In- pprachwiedergabe. ausch vollkommen berrascbt über die .nene-Instrument ’ngen Sachverstin- ">t, Hmnir eher 2, in Gießen von 3 hl* 5 I hr 2171V MiiiliiMl ik für Hörapparate, int Wuieh eeliiirt M.T.V. Zonntag, 16. Avrih nachin. 1.30 Uhr IM fügend- MLS.Zugknd nachm. 2.30 llbr [900 L. Mannsch.- N.T.V.l.ManM. luunMamSdw* jenverg.Vrg bootD NT’ I ’ giiDslagabd. 8.31 Ult Cafö Schwarz V g e, p ze ih iS g- it! d. 6- Lamstag.2E' abend? 8-- M jßafeßbell»"O orbcnthdic g»|-iWW s&J-FÄ mm*,3- ist*# WS S*S? SöR »hirihllttb b» — Stadttheater Ertnatz'g'e maver- »gffipW -2SK SW- ivanv-^., tut gdtülejj 3nlif , ZiB lek', itijrtl ■ *' Zilffi t* Nr. 89 Zweites Blatt Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhejsen) Samstag, 16. April 1952 Konferenzen oder Bündnisse? Don unserem römischen ^-Korrespondenten. Rom, Mitte April. ES sind mm gerade zehn Jahre her. daß die erste große internationale Konferenz der Rachkriegszeit, die von Genua, noch sechswöchigem Gerede ergebnislos auseinanderging. Das Beispiel hat Schule gemacht. Unterstützt von der Genfer Redezentrale, die es in der Serienfabrikation von Demosthenes und Ciceros zu einer beachtenswerten Spitzenleistung gebracht hat, wurden die Konferenzen zu einer Branche ausgebaut, die sich getrost neben die Fremdenindustrie stellen darf. Was alles von ihr lebt, angefangen vom Farb- bandlieseranten und Liftboy über die Großmacht Presse hinweg zu den diplomatischen Kabinetten und Zeitregierungen, ist ziffernmäßig kaum erfaßbar. Rur der Bölkerbund hat genaue Aufstellungen über dos verdruckte Papier gemacht und ist zu Ergebnissen gelangt, die wahrhaft imponierend sind. Mit geologischer Wucht förmlich entstanden Papiergebirge, nie hat die Erde solche Höhenzüge des Geistes gesehen. Es ist nicht übertrieben, wenn man sagt, die Erfolge der Konferenzen schrien bis zu den Sternen, kann sich doch^ ein Tertianer ausrech- ncn, daß dieses Papier, Druckseite an Druckseite gelegt, ausreichen würde, um bequem von allen benachbarten Sternen gelesen zu werden. Stellt man freilich neben die technische Wunderleistung das praktische Ergebnis, so ergibt sich auf dieser Seite nur die Zahl 0. Die Volker klagen, daß ihnen damit wenig gedient sei, aber es ist ja notorisch, daß die Völker von jeher nur Querulanten waren. Es kam dann die sogenannte W e l t k r i s i s , die nicht etwa als eine Folgeerscheinung der papierenen Gebirgsbildung oder der Redeflüsse auf- gefaßt werden darf, sondern, wie die Gelehrten behaupten, wirtschaftlicher Ratur ist. Hm ihr zu zwingt Europa zum Rachdenken, zur Rachprü- fung der Bilanz einer dreizehnjährigen Geschäftsführung. für die den Rationen das Ber- trauen der Völker entgegengebracht wurde, als handle es sich um Kreuger. Schrecklich zu sagen, aber es scheint so. als ob es in unserer Politik ähnlich zugegangen sei wie im Geschäft des Zündholzkönigs. Cs soll sogar Staatshaushalte geben, die an dem Konkurs beteiligt find. Italien verlangt also erstens: Streichung der Kriegstribute und -schulden. Zweitens: Abbau der Zollmauern. Drittens: Sanierung der Donau- und Balkanländer. Viertens: Revision der Friedensverträge. Fünftens: Schluß mit den unnützen Konferenzen. Und bann kommt die nicht gerade sibyllinische Erklärung, daß Italien sich vorbehalte, im Herbst seinen Posten im Völkerbund zu prüfen. Wäre die Welt nicht feit dreizehn Jahren durch und durch von dem Gelbkreuz der Heuchelei vergast. ein Aufatmen müßte hörbar werden so ungestüm und unwiderstehlich, daß die Papiergebirge einstürzen. Dringen wir die Erkenntnis auf eine Formel, so lautet sie: Frankreich ist das einzige Friedens Hindernis Die letzte Konferenz in London hat es auch den Blinden offenkundig gemacht. Frankreich ist der Antiquar Europas geworden, der überall auftaucht, wo er Bankrott oder Leichengeruch wittert, um die politischen Rechte notleidender Dölker aufzukaufen. Zwischen dem schon ausgebluteten Oesterreich und der noch gesunden Schweiz etwa besteht nur ein in Geld ausdrückbarer Unterschied. In dem Augenblick, wo auch die Schweiz zum Erliegen tarne, wäre der benachbarte Alt- Händler bereit, ihr unter sanftem Druck die Zonen abzuknufen Auch ein Gebot auf die deutsche Selbständigkeit war erfolgt. Es wäre ein guter Preis dafür bezahlt worden, nur hätte das Volk noch Wucher,zinsen bezahlen müssen. So sieht es in Wahrheit hinter bcn Konferenzen, hinter den Kulissen des Döllcrbunds aus.' Mussolinischer Brutalität blieb stundenrhythmus, wir wollen nicht so unhöflich sein wie ein Leiborgan Mussolinis, das von tanzenden Derwischen spricht. Früher, als es noch nicht möglich war. sich in Sekundenschnelle durch den Draht ober drahtlos zu verständigen, waren die Diplomaten so seßhaft, daß ein fürstlicher Zweckbesuch zu einer historischen Sache wurde. Heute wird alles, das kann man von den Derwischen hören, in trautem tete-ä-tete binnen einem Viertelstündchen bereinigt. Rur Querulanten können behaupten, daß die hochamtliche Reisesaison des vorigen Sommers mit der obenerwähnten Bilanz der Konferenzen endete. Es ist bezeichnend für den Störenfried Europas, den Duce, daß er nun auf feine herrische Art in den fröhlichen Gang der Dinge hinein- greifen und das für die Papierindustrie so segensreiche Räderwerk zum Stillstand- bringen mochte. Mehr: in einer jener berüchtigten nächtlichen Sitzungen hat er durch den faschistischen Großrat erklären lassen. Europa müßte jetzt endlich zum Frieden kommen! Es sei genug geschwätzt worden, die Völker, die Querulanten also, wollten endlich Taten sehen! Die Weltkrise sei gar nicht so sehr wirtschaftlicher, sondern vielmehr politischer Art. Das heißt man nun wirklich die Katze aus dein Sack lassen und aus der Schule plaudern. Wenn alle so deutlich, so unehrerbietig deutlich werden wollten, wo kämen da die Redner hin. did hoch- bezahlten Charlatane. die Großverdiener der Konferenzen? Hnd der Völkerbund, dessen Lebens- elixier Wort und Schrift sind? Scherz — gezwungenermaßen beiseite, denn Mussolini Spione, Mörder und Beirüger. Mein Kampf gegen Anarchie und Bolschewismus. Hon Staatsrat a. D. Wladimir Orloff Copyright Greiner & (5o. Berlin NW 6. Wladimir Orloff, Wirklicher Staatsrat und Untersuchungsrichter für ftaatsgefährliche Verbrechen des ehemaligen russischen Kaiserreiches, ist eine Persönlichkeit von außergewöhnlichem Format. Die Kommunisten setzten bei Ausbruch der Revolution eine Prämie aus seinen Kopf und verfolgten ihn mit ihrem Rachedurst. Orloff gelang es jedoch, den Häschern und Spitzeln der Tscheka zu entwischen und nach Polen zu entkommen, von wo er, mit anderer Barttracht und polnischem kommunistischen Passe versehen, freiwillig wieder in das Reich der Bolschewiken zurückkehrte, um dort als führender Iustizbeamter der Sowjets das wertvollste Material der bolschewistischen Auslandspropaganda zu sammeln und es spater den europäischen Staaten im Kampfe gegen die Kommunisten zugänglich zu machen. Aus diese Weise hat Orloif, den man als einen der besten Kenner des Bolschewismus bezeichnen kann, das Verdienst erworben, dem zivilisierten Europa die wertvollsten Dienste im Kampfe der Staatsautorität gegen die Anarchie geleistet zu haben. Was Orloif als Untersuchungsrichter erlebte, wie er der gehaßte Mann der Bolschewisten und später scheinbar ihr Heiser wird, das gehört zu den bedeutsamsten Dokumenten jener Zeit. I Oer Unbekannte in hundert Masken. Parteiführer und Provokateur. „Zigaretten? Ich habe besonders billige Ware!" Der junge Mann, der in meine Amtsstube in Lodz tritt, kommt dicht an mein mit Akten überfülltes Pult. Er mustert mich mit merkwürdigen Augen. Mir wird unheimlich. Was hat dieser fremde Mensch ' Was will er? Wie gelangt er ohne jede Anmeldung ins Zimmer eines Untersuchungsrichters? Ich frage ihn. „Aber Herr Untersuchungsrichter find doch als besonders liebenswürdig und menschlich gerecht bekannt. Da bin ich einfach draußen durch die unbewachte Sperre gegangen und hier hereingekommen. Ich möchte nämlich — ich meine nur — es wäre doch jammerschade, wenn Herr Untersuchungsrichter nicht doch meine Zigaretten regelmäßig beziehen würden. Von mir kaufen fast alle Ihre Kollegen in Oer Vulkanausbruch Loo Friedrich Schnack. Diese Schilderung des Dichters Friedrich Schnack dürfte anläßlich der jüngsten katastrophalen Naturereignisse in Südamerika besonderem Interesse begegnen. Hm Mitternacht erwachte ich von einem Ungeheuern dumpfen Murren. Was für ein Geräusch? Draußen durch die Rocht zuckten violetter Schein und kupferig grüner Glanz. Ein Gewitter, dachte ich. Rein! Kein Gewitter. Ich schnellte unter dem Moskitonetz hervor und langte nach Streichhölzern. Richt nötig. Licht zu machen. Es war hell genug. Ringsum tanzte die scharfe Helligkeit. Der Bungalow des Ingenieurs, der im Auftrag der Regierung Straßen durch die Ur- toälöer schlug, wurde lebendig. Die Diener kreischten und plärrten. Die Wipfel am Haus um- geisterte und bespülte Glimmen, jagendes Licht: die Büsche flackerten auf und ab. denn wie rasend hob und senkte sich der Schein, gleich einem auf- und niederrollenden Vorhang von Feuer. Ich rannte zur Tür. Aus der Schwelle stieß ich gegen meinen Wirt, der halbangekleidel zu mir stürzte. „Gratuliere! Sie hoben Glück. Genießen Sie einen Vulkanausbruch! Der Alle speit .. .“ Hnd er nannte den Rainen des Kegels, der einen unaussprechlichen Eingeborenenlilel halte. Es war wohl ein sehr vornehmer Berg und von Geistern bewohnt. Dos Gesicht des Ingenieurs kochte im violetten Widerschein. In diesem Augenblick gab es einen horten Schlag, der den Boden wanken ließ. .Zum Kuckuck!" schalt der Ingenieur, „der lönnte'toahr- hallig Tote aufwecken. Ein unverschämter Geselle." Ich sah ihn, vom Ereignis überrumpelt, verdonnert an. „Keine Aufregung!" beruhigte mich mein Wirk, indem er mir auf die Schulter klopfte. „Das Biest ist ziemlich weit von hier, er bellt bloß, beißt nicht. Das tut er öfters. Kommen Sie. kommen Sie schnell!" Ich sprang in meine Kleider. Die Schuhe hielt ich in der Hand, denn der Ingenieur zerrte mich schon über die Veranda. Mit Müh und Rot rutschte ich in die genagelten Stiefel. Der Him- met glühte und lohte. 3m Osten, hinter den Wäldern, dampften blaue, grüne, rote Feuers- . brünftc. Die Luft stank schwefelig Wir rannten den Weg am Fluß entlang, der von fliegendem Glanz überspiegelt war. von unheimlichem Geleucht. Am Ende des Weges arbeiteten wir uns eine steile Hohe hinan,' auf der eine Fahne stand, ein trigonometrischer Punkt in dem von meinem Begleiter vermessenen Gelände. „Sie werden ein gewaltiges Schauspiel haben. Ich Habs schon etliche Male erlebt. Mal stärker, mal schwächer, aber immer gefahrlos. Horen Sie nur, wie die Vogel aufgeregt schreien und die Affen!" sagte der Ingenieur. Die Affen schrien wie Säuglinge. Die Vögel lärmten. Dazwischen Kinderrufe und im Ta! herumirrendes Leutegeschrei. Wir keuchten den Abhang empor. Mir war sehr beklommen zumute. Roch nie hatte ich einen Vulkan aus- brechen sehn, auch drückte die säuerliche Luft aus die Lungen. Es war ein schwieriger Aufstieg. Alle Augenblicke stolperte man über Wurzeln, hing an Zweigen und Dornen fest, verwickelte sich in Ranken. Endlich waren wir oben auf der Kuppe, von wo man einen weilen Ausblick Halle bis auf das ferne Gebirge. Von dort her zuckte der bengalische Schein, kam das Rohren, Heulen, Brüllen. Die Herenglut übertünchte den ganzen Himmel. Auf herumliegenden Fellen ragten ein paar Eingeborene. Gestalten, wie verzaubert und unwirklich. Alles schien unwirklich zu sein, das Feuer in der tageweilen Ferne, die aus dem Schlaf aufgestörte Landschaft, der metallisch oxy- dierle Fluß, die zuckenden Büsche. Heber die feurig hinlaufende Bergkette schnitt der glühende, scharfe Kegel des Vulkans hinaus. Durch das Fernglas blickend, sah ich. daß er sich einen Feuermantel angetan hatte, der unaufhörlich niedexflutete. Grelle Flammenbäche trieften und rauchten von seinem Saum. Es war. als überrönne die Schründc und Risse glühendes Eisen. Oben wuchs der Fenerstamm. der sich zu einem roten Rauchwipfel auswuchs. Seine Glutwolke wogte, quoll und ließ Feuerstaub wie lohenden Wind aus sich rauchen. Der Krater spie Geschosse wie Funken aus. Steine. Brocken, flammenbe Fetzen. Rakelengleich nahmen sie ihre Bahnen. Hnd dumpfe Schüsse dazu, paukende Böller. Blitze stachen aus dem Qualm .Sehr nett, sehr nett!" lobte der Ingenieur. „Ein reizendes Feuerwerk. Schade, daß ich nicht Geburtstag habe, es wäre fast so viel wert, wie ein Fackelzug." Für ihn, den abgebrühten Tropenmenfchen, bedeutete der Anblick des Fenerberqs keine besondere Sache. Lieber wäre mir aber gewesen, er hätte geschwiegen. Die Erscheinung wirkte auf mich mit mystischer Kraft Ich war Zeuge eines Hrgeheimnifses. wie es alle elemenlarischen Ereignisse find. Aber für den Ingenieur war es nichts anderes als ein chemisch-phyfikalifcher Vorgang. wohlgelungen, wenn auch nicht übermäßig aussehenerregend Lavamassen rollten über die Flanke des Kegels, Schmelzflüsse brodelten aus dem alchymistischen Kessel. Mein Auge war gebannt von der Feuermagie und Flammenphanlastik. Strahlende Licht- effekte zerstäubten zu Aschengluten. Die ungeheuere Schmiede dröhnte, krachte und hämmerte. So ging es lange. Dann senkte sich, vom Wind hergetrieben, schwärzlich dichter Aschenregen vom Himmel, und die überfunkelte Landschaft wurde fahl in einer geisterhaften Dämmerung Goethe-Bund. Wilßelm-Vusch-Fc:er Dem Gedächtnis des volkstümlichen deutschen Humoristen. Poeten. Zeichners und Malers Wilhelm Dusch, welcher gestern vor hundert Jahren in Wiedensahl zur Well kam und 1938 zu Mechtshausen einsiedlerisch gestorben ist, war der Vortragsabend des Rezitators Hans Balzer gewidmet. Balzer ist Dusch-Spezialist, er kennt den Mann und sein umfängliches Lebenswerk genau und versteht es. Dufchs scharfen Witz und pessimistisch- philosophischen Humor dem Zuhörer (und in diesem Falle merkwürdigerweise auch: Zuschauer) in Plastischer Reproduktion nahezubringen. Er ist ein lehr geschulter und vielseitiger Sprecher, beherrscht auch gedächtnismäßig den riesigen Sto'f mit müheloser Geläufigkeit: das ganze, ziemlich ausgedehnte Programm wurde ohne Hilfsmittel frei gesprochen. Zwar scheint es in der Ratur der Sache zu liegen, daß bei einem Vortragsabend aus Buschs Schriften notwendigerweise eines feiner wesentlichsten Wirkungsmittel zu kurz kommen muffe: die bildnerische Seite nämlich, die illustrativen Zeichnungen, welche den Tert begleiten und in den volkstümlichsten seiner Dücher immer als von den Versen unzerlrennkich empfunden worden sind. Obwohl Balzer auf die Vorführung etwa von Lichtbildern verzichtete, verstand er es doch, solchen an sich gerechtfertigten Bedenken wirksam zu begegnen; einmal durch die geschickte Zusammenstellung feines Programms, in dem Bekanntes und fast ganz Hnbekanntes gemifchi war und der Rachdruck auf solche Arbeiten gelegt wurde, die entweder im Original ohne Bilder erschienen sind oder diese verhältnismäßig leicht entbehren können. Zum andern durch seinen eigentümlichen Vortragsstil. der sich nicht nur auf eine prägnante rc'zilalorische Wiedergabe des Textes beschränkt, sondcrn das gesprochene Wor. auch gewissermäßea Gin Nehring-Gedöchtnispreis des hessischen Staatspräsidenten. Der Nehring-Preis, den der Darmstädter Bildhauer Adam A n 1 e s im Auftrage des hessischen Staatspräsidenten zum Gedächtnis an den bekannten Flieger und Segelflieger R e b r i n g geschaffen hat, der im letzten Jahre tödlich abslürzle. Schließlich leben wir in dem so aufgeregten Jahre nach der er st en russischen Revolution, und wenn auch äußerlich alles beruhigt zu sein scheint, so brodelt doch der Vulkan unterirdisch weiter, jeden Augenblick bereit, mit neuer Gewalt auszubrechen. Nirgends bekriegen sich die feindlichen Parteien mit jo fanatischem Haß und fö niederträchtiger Roheit wie hier in meinem Revier, das ich mir als richtig bestellter Untersuchungsrichter erwählt habe. Drei Tage drauf. Die Tür öffnet sich. Wer steht lächelnd im Rahmen? Unser Freund, der Unbekannte von neulich! „Hol's der Teufel! Was wünscht er von mir!?" Er verbeugt sich tief, kommt näher, führt eine Dogge an der Leine. Ein wunderbares Tier. Ich bin ein leidenschaftlicher Freund dieser Rasse und vermag nur mit Mühe meine Begeistern g über den Bau und das Aussehen des Hundes zu verbergen. „Ich habe nämlich erfahren, daß Sie Doggen lieben", beginnt er das Gespräch. „Zum Donnerwetter nochmal! Woher wissen Sie denn das schon wieder?!" „Herr Untersuchungsrichter! Ich bin ja nicht zum Verhör hergekommen! Gefällt Ihnen die Dogge? Ich verkaufe sie Ihnen für ein paar Rubel. Einverstanden ?" „Für wieviel?" „Ist doch egal! Wenn Sie's mir gestatten, schenke ich sie Ihnen!" „Machen Sie, daß Sie rauskommen!" fahre ich ihn an. Was soll das nur alles heißen? Was für ein Interesse hat der Bursche, mir eine Dogge u schenken? Will er mich bestechen? Warum? Für wen? „Sie haben mich mißverstanden, Herr Untersuchungsrichter. Ich meine, ich verkaufe Ihnen das Tier fast wie geschenkt!" Auch darauf lasse ich mich, so schwer'» mir roirö^ Lodz. Also werden Sie auch ...?" Ich danke, stehe aus und weise den ausdringlichen mimisch bebildert: es ist zu sagen, daß ein nicht geringer Teil des Erfolges an diesem luftigen Abend auf ein charakterisierendes Mienenspiel zurückzuführen war, welches durch die unübertrefflich-typischen Ausgeburten von Buschs schnörkelfreudiger Zeichenfeder kongenial inspiriert schien. Balzer begann mit ein paar knappen Versen, die — gleichsam als Motto vorangestellt — den Ton angaben: er warnte trotz dem festlichen Anlaß,vor falschem Pathos. (Hnd jener „mangelnde Sinn für Feierlichkeit", von dem ein Selbstbekenntnis des allen Fontane spricht, darf ja durchaus auch auf Wilhelm Busch bezogen werden.' Wir horten also zunächst das merkwürdig zeitgemäß klingende Gedicht vom „Röcker- greis". ferner eine kunterbunte Auswahl un- bebilberter Lyrik aus den drei Bändchen „Kritik des Herzens", „Schein und Sein" und „Zu guter Letzt" Ferner die ziemlich berühmt gewordene Einleitung zum „Bälduin Bählamm", handelnd vom Segen der Dichtkunst und von der werktätigen Bereitung des Butterwecks. Unter den Gedichten die ernsteren, soweit das bei Busch möglich ist. zuerst: so von der Heilkunst, vom Kinderkriegen und vom Vogel, der Humor hat Aber auch vom zerfchmisseneir Teetopf (in herrlich mimischer Vortragsrundung) - vom Beil, das am besten daneben hackt, und von der Tugend. Minder bekannt die Tierfabeln und Sinngedichte. Die Verse von den alten Tanten, von den Spielarten und Stadien der Liebe und Ehr — ein böses Kapitel bei Dusch! bann, als Be trag zur Alkoholfrage, „Die Haarbeulel", eine Bildergeschichte, die auch ohne Illustrationen zu heiterster Wirkung gedieh Der zweite Teil wurde mit der kleinen dramatischen Blumenfabel „Am Vorabend von Rof. s Geöu 1-lag" cingclcitet welche die mimische Cha- rakterifierungsgabe Balzers ins vorteil hafte,>e Licht rückte Zum Abschluß ber ganz unbekannte Dusch brei große Abschnitte aus „Eduards Traum", einem ber. beiden späten Prosaweri». bas vorn Vortragenden mit kühnem Vergleich a i Dufchs .Faust" bezeichnet und übrigens brillo t an den Mann gebracht wurde. DasGanze wirkt wie ein Extrakt aus der stets etwas bitter schmeckenden Lebensphilosophie des großen Humoristen, wie eine späte Sammlung all seiner beliebten Motive von der Tücke des Objekts und den Mißgeschicken des Lebens. Als Zugabe: „Sie Prife". ein schauspielerischer Witz. Es war eine würdige Feier, durchaus im Geiste des Jubilars, ein sehr heiterer Abend, für den sich die Hörerschaft mit herzlichem Beifall beim Vortragenden geziemend bedankte. -y- , Besucher aus meinem Arbeitszimmer, In dem sich Hunderte von wichtigen Akten noch unerledigter Fälle befinden. Draußen schärfe ich noch einmal dem Diener in der Anmeldung ein, ja aufmerksam zu sein und Unbefugte nicht in mein Büro zu lassen, nicht ein. Ich weise ihn aus dem Zimmer und verbiete ihm zum letzten Male jede Rückkehr. Er kommt wieder. Jeden Tag. Immer in neuen Masken. Mit anderen Angeboten. Mal als älterer Bürger im Pelz vermummt. Bietet mir Sreiswert Winterkleider an. Mal als angeblicher bgesandter eines meiner Kollegen. Ob ich nicht Pariser Parfüms unter der Hand kaufen möchte. Da reißt mir denn doch die Geduld, wenngleich ich in aller Stille feine Geschichlichkeit und Ausdauer bewundere. „Wenn Sie sich noch einmal unterstehen sollen, bei mir zu erscheinen, Freundchen, lasse ich Sre ob- führen!" schrie ich ihn an, fest entschlosien, es nach seiner ersten Widerrede anzuordnen. „Leiten Sie eigentlich die Untersuchung in der Mordaffäre des Volksparteilers Karczmark?" fragt er, schon in der Tür. Es ist die erste Unvorsichtigkeit, di« er begeht. Also das wollte er wissen! Nun wird mir vieles klar. „3a!" erwidere ich. Ich will doch einmal sehen, wie weit er geht. „Der Mörder ist ein Mitglied der Polnischen Sozialistischen Partei!" „3a!" „Er ist mein Parteifreund!" gesteht der Fremde. „Und was sollen Sie hier?" Ich stelle die Frage, obwohl mir naturgemäß völlig klar ist, was er antworten müßte, und was er erwidern wird. Er kann nicht eingestehen, daß er meine Bekanntschaft gesucht habe, um mich wegen seines Mörders zu oejtecyen, auszuhorchen und zur Milde zu bewegen. „Ich meine, Pardon, ich will Sie, Herr Untersuchungsrichter nicht kränken, ich will nur von Ihnen erfahren, welche Kaution Sie beanspruchen, um den Täter freizugeben?" Im nächsten Augenblick ist er auch schon auf dem Flur! Meinem Diener drohe ich vor seinen Ohren Versetzung und strengste Bestrafung an, wenn er noch einmal zulasien würde, daß jener Mensch sich mir nähere. Die Warnung nutzt. Er wird nicht mehr oorgelassen. Ein paar Tage später sehe ich ihn aber dochwie- der. Wie ich in einem Polizeirevier einen Mann vernehme, schleppt man ihn unter militärischer Bewachung herein. „Sie? Hier?" „Ja! Ich kann auch anders! Wie Sie sehen!" entgegnete der alte Freund. Ich verstehe seine Andeutung nicht recht. Der Reoieroorsteher klärt mich auf. „Das ist ja A u g u st Fremel. Führer der polnischen Sozialisten! Im Hauptberuf ist er aber bei uns, arbeitet heimlich gegen seine Parteifreunde, zeigt sie, ihre Pläne und ihre Waffenlager an!" „Vorsichtig! warne ich. „Dieser Bursche arbeitet aber auch für die Sozialisten. Er war mehrfach —" bei Ihnen!" vollendet der Reoieroorsteher den Satz. „Das war Falle, Herr Untersuchungsrichter. Er mußte etwas unternehmen, damit seine Parteifreunde nicht argwöhnisch werden! Außerdem ist jeder anständige Spion auf beiden Seiten tätig! Wir von der Polizei wissen das und richten uns auch danach ein!" Es ist der erste Spion, den ich in meinem Leben sehe. Und er macht auf mich einen starken Eindruck. Ob ich damals schon ahnte, daß ich fast mein ganzes Leben im Kampf gegen diese Leute verbringen würde?? Ich beginne mich für August Fremel zu inter- effieren. Wie arbeitet er? Ganz einfach: er wohnt, schläft, lebt in der Polizeiwache, stets von Militär und Polizei bewacht und beschützt. Sein Bruder Richard treibt sich draußen in den Fabriken herum und horcht die Leute aus. Er hat noch zwei geheime Helfer, auch offizielle Mitglieder der Sozialistischen Partei, in Wahrheit für 25 Rubel Einheitsgage im Dienste der Behörde. Sobald die drei „Außendienstler" wieder ausreichendes Material von ihren Spaziergängen und Dersammlungsbesuchen gesammelt haben, unterrichten sie August Fremel. Der übernimmt sodann in der Maske eines Parteigewaltigen die letzten Recherchen, stöbert Waffen aus, verrät, wo sich aufrührerische Bücher, die Mitgliedslisten mit den Quittungsheften befinden. Macht das alles so ungeheuer geschickt, daß auch nidjt die pfiffigsten Ge- nassen das geringste merken Selbst, wenn er inmitten der Soldaten durch die Stadt pilgert, ahnt keiner, daß er ein Verräter ist. Man glaubt, er sei wieder einmal zur Vernehmung festgenommen. Einmal kehren die Brüder Fremel und drei ihrer Helfer inmitten einer Abteilung berittener Uralkosaken ins Revier zurück. Marschieren durch meine Konstantinerstraße. Plötzlich saust eine Bombe aus einem Hause: rein in die Soldatenreihe. Läßt drei Kosaken und zwei Spitzel zusammenbrechen. Weg sind sie. Die Fremels und acht Kosaken liegen auf den Tod. Jeder mit mindestens zwanzig Wunden am ganzen Körper. Rache der Verratenen, die endlich den Schwindel entdeckt hoben. Die Straße wird abgesperrt. Alles wird alarmiert. Das Haus, aus dem die Bombe kam, abgesucht. Vergebens. Kosaken stürmen das Gebäude. Finden einen Mann platt auf dem Fußboden liegen. „Jetzt haben wir dich!" brüllen sie. Der wimmert um Hilfe. Will sich losreißen. Ohrenbetäubender Tumult. Keiner weiß, was los ist. Schon will man auf den Gefangenen losschlagen. Er hat auch eine Wunde. Kann kaum sprechen. Deutet nur aufs nahe Bett. Einer der Kosaken schaut hin. Da liegt eine Uniform. Eine Uniform? Der Kosakenführer brüllt: „Halt! wir haben ja einen Falschen erwischt!" Stimmt, tatsächlich. Als man sich die Uniform ansieht, stellt man fest, daß es mein Kollege, der Untersuchungsrichter Diet ist, der dort wohnt, und der selbst von der Explosion überrascht und verletzt worden ist. Beinahe hätte man noch einen Unschuldigen getötet. Einer kommt auf der Suche nach den Verschwundenen auf die Idee: die Bombenwerfer werden sich im nahen Theater versteckt haben. Polizei und Militär versteckt sich hinterm Theaterausgang. Es wird niemand aus der noch nicht beendeten Vorstellung gelassen. Einzeln gehen die Gäste aus einer kleinen Tür. Jeder muß an August Fremel, der mit Der- bunbenem Kopf auf Posten steht, vorüber, ohne In Auckland (Neuseeland) kam es zu uußerocdenlUch schweren Zusammenstößen zwischen demonstrierenden Arbeitslosen und der Polizei. Die Demonstranten schlugen in der Innenstadt zahlreiche Fensterscheiben ein, worauf die Polizei mit Waffengewalt die Ansammlungen auseinandertreiben mußte. Unser Bild zeigt die Stadt Auckland. — Links in der Ecke der neuseeländische Premierminister F o r b e 5. ihn zu sehen. August Fremel mustert leben. Wehe bem unglückseligen Parteisreunb, ben er auch nur als unbeteiligten Theatergast entbetft hätte. Ich bin auch in ber Vorstellung gewesen. Mit meiner Frau. Als wir durchs Tor schreiten, grüßt August Fremel mich. Nun, wir kennen uns doch zur Genüge. „Auch so ein Schweinehund von Spitzel!" brummt hinter mir einer der Zuschauer und sieht mich mit einem haßerfüllten Blick an. „Warte nur, wir bekommen dich auch noch." Und verschwindet im Dunkel der Nacht in der Menge. Eine Woche drauf müfien wir Richard Fremel von einem Baum ab-schneiden. Seine verratenen Parteifreunde hatten ihm bei lebendigem Leibe acht zwölf Zentimeter lange Nägel in den Kopf geschlagen und aufgehängt. Aus der prvvmzialdauptstadr Gießen, den 16. April 1932. Sein oder Nichtsein? Unter diese Frage stellt« Professor Dr. H o r n e f = f e r von hier eine Vortragsreihe, die er auf Veranlassung der Mittelstandsoereinigung Gießen am Donnerstagabend im gut besetzten Saale des Cafs Leib begann. Der Redner sprach zunächst über das Thema „W irtschaftskrise und Sozialismus". Als Hauptgrund der gegenwärtigen Wirt- schastsnot bezeichnete er den Weltkrieg und das unheilvolle Friedensdiktat. Als verschärfendes Moment sei dann die seit länger als einem Jahrzehnt befolgte außerordentlich schädliche Innenpolitik hinzu- gekommen. Der Sozialismus sei an dem größten Teil des heutigen Elends in Deutschland schuld. Der Redner gab dann einen Uederblick über die wirtschaftlichen Geschehnisse während des letzten Jahrzehnts. Er erklärte u.a., die vom Sozialismus in den Lohnbewegungen durchgedrückte Lohnhöhe habe die Wirtschaft unmöglich tragen können. Mit diesen Lohnerhöhungen sei auch den Arbeitern nicht gedient gewesen, da die unausbleiblichen Preissteigerungen die erhöhten Löhne wieder hinweggenommen hätten und die Lage des Arbeiters auf diese Weise nicht gebessert worden sei. Er erinnerte sodann an die Erhöhung der Beamtengehälter, die den Staat gezwungen habe, der Wirtschaft immer mehr anwachsende Steuern aufzubürden. Demgegenüber sei als richtig anzusehen, daß diejenige Regierung volksfreundlich sei, die die Steuerkraft der Bürger schone, diejenige Regierung aber volksfeindlich handele, die in wenigen Jahren die Steuerkraft aus» sauge, um einigen Schichten des Volkes gefällig zu sein. Er erinnerte hierauf an die Verschwendung von öffentlichen Mitteln, die besonders in den Palastbauten von Ortskrankenkassen, Stadioneinrich- tungen usw. zum Ausdruck gekommen sei. Unter dieser Großmannssucht habe aber wieder die Wirtschaft leiden müssen, die bann, um ihre Gestehungskosten mit ben Lasten in Einklang zu bringen, eine weitgehenbe Rationalisierung habe vornehmen müssen, woburch aber die Arbeitslosigkeit nur noch gesteigert worben sei. Die Rationalisierung könne für bie Wirtschaft und damit zum Bellen des Volkes nur bann Erfolg haben, wenn di« Ueberfchüsfe aus dieser Maßnahme den Betrieben nicht entzogen würden, sondern ihnen erhalten blieben, damit wieder Arbeit aus der Verbilligung der Produktion geschaffen werden könne. Der Staat habe aber der Wirtschaft diese Ersparnisse genommen. Vom Standpunkt des Gesamtwohls aus müsse es als Pflicht der Staatsmacht bezeichnet werden, sich schützend vor den Reichtum zu stellen, nicht wegen des Reichtums an sich, sondern wegen der volkswirtschaftlichen Bedeutung, die der Reichtum Halle, durch den immer wieder Arbeit geschaffen werde. Am gefährlichsten sei aber die Zerstörung des kleinen Reichtums, des mittleren Wohlstandes gewesen, wie sie durch die Enteignung des Haus- und Grundbesitzes vorgenommen worden sei. Ein großer Teil der heutigen Arbeitslosigkeit sei darauf zurückzuführen, daß die Hausbesitzer keine Aufträge mehr geben könnten. Damit seien dem Handwerk und der Industrie gute Erwerbsmöglichkeiten verlorengegangen. Der Sozialismus habe aber auch die öffentliche Hand zum Selbstwirtschaften und damit zum Einbruch in die privatwirtschaftliche Tätigkeit geführt. Wenn ein Gemeinwesen durch seine Betriebe der individuellen Wirtschaft Abbruch tue, wie das heute vielfach geschehe, so sei das nichts anderes als (Enteignung; es sei ein schreiendes Unrecht daß die öffentliche Hand mit dem Gelde der Steuerzahler den privat- wirtschaftlichen Betrieben der Bürger Konkurrenz mache. Die wirtschaftliche Betätigung der öffentlichen Hand mit ihren großen Kapitalansprüchen habe ferner wesentlich zu dem heutigen hohen Zins- sqtz beigetragen und bei dem Kapitalmangel in Deutschland viele Betrieb« zu der gefährlichen Auslandsverschuldung gezwungen. Bei der Prüfung der Frage, auf welchem Wege eine nutzbringende Aen- derung herbeizuführen sei, erklärte der Redner, daß mit den Uebergriffen der Politik in die Wirtschaft Schluß gemacht werden müsse. Er sprach sich gegen die durch die Verfassung geschaffene radikal« Demokratie aus, die alles im Staate nur der Entscheidung durch die bteiten Massen unterstelle. Er lehnte aber auch mit Entschiedenheit eine Diktatur ab, da diese niemals eine dauernde deutsche Staatsform werden könne und nur den Untergang des deutschen Volkes herbeiführen werde. Er erklärte sich mit d^r Beibehaltung eines aus der allgemeinen Wahl hervorgegangenen Parlaments einverstanden, dem aber ein Gegengewicht durch Zusammenfassung der intellektuellen Kräfte des Volkes in einem Parlament der Berufsstände entgegengesetzt werden müsse. In diesem Parlament der Berufsstände müßten die Erfahrung und die Sachkunde der berufenen Staatsbürger zum Besten des Volkes und der Wirtschaft zur Geltung kommen. Alles komme jetzt darauf an, ob das deutsche Bürgertum in sich die Kraft verspüre, ohne Gewalt aus sich heraus den neuen Staat zu erobern und zu gestalten. Der Vortrag wurde mit lebhaftem Beifall aufgenommen. Er wird am nächsten Montag in einem zweiten Referat eine weiter« Ergänzung finden. ** Arbeitsjubiläum. Heute kann Herr Emil Sch ü hier in Gießen auf eine 50jäf>rige Arbeitstätigkeit bei der Firma H. Schaffstaedt G. m. b. H., Maschinenfabrik und Al-maturensabrik zurückblicken. Der Jubilar steht im 64. Lebensjahr und konnte sich bisher der besten Gesundheit erfreuen. Er ist nach seiner Schulentlassung bei der Firma in die Lehre gekommen und bis heute ununterbrochen dort tätig, wobei er es verstanden hat, durch seine guten Arbeitsleistungen sich zum Werkmeister emporzuarbeiten. Durch seine vorzüglichen Charaktereigenschaften und sein freundliches Wesen ist er bei seinen Vorgesetzten und Mitarbeitern gleich beliebt und geschäht, was durch entsprechende Ehrungen am heutigen Tage zum Ausdruck kam. ** Mieterjubiläum. Heute sind 25 Jahre verflossen, daß die Herren Slufbermauer und Laberenz in dem städtischen Hause Lahnstr. 3 als Mieter wohnen. Seit dieser Zeit betreiben sie auch in diesem Hause ein Stukkateurgeschäft. Beide Mieter haben während dieser langen Zeit stets in bestem Einvernehmen mit der Stadtverwaltung gelebt. ** Man dankt f ü r die „Bekanntschaf t". In unserem Schöffengerichtsbericht vom 13. April („Gieß. Anz.", Nr. 88 vom 15. April) war über die Verurteilung eines jungen Arbeiters wegen Einbruchs berichtet worden. Dabei war auch die Rede davon gewesen, daß der Angeklagte „seiner Bekanntschaft" einen silbernen Ring gestohlen diesen aber später zurückgegeben habe. Das in Betracht kommende junge Mädchen bittet uns mittzuteilen, daß es mit dem Angeklagten bisher keine „Bekanntschaft", also kein Verhältnis unterhalten habe und auch jetzt nicht unterhalte, für die „Bekanntschaft" vielmehr danke. ** Bad Selters in Oberhessen, das in den letzten Jahren sich immer größerer Beliebtheit erfreuende Heilbad für Leber, Galle, Rheuma, Gicht, sowie Magen- und Darmleiden, kann — wie man uns schreibt — mit Recht das „zeitgemäße Bad" genannt werden, weil der heutigen Notzeit entsprechend die Preise ganz erheblich gesenkt wurden. In diesem Jahre werden auch wieder die beliebten Pauschalkuren geboten. Außer der anerkannten Heilkraft des Benediktus-Sprudels übt Bad Selters mit feiner waldreichen Umgebung gerade im Frühjahr eine besondere Anziehungskraft aus. Das Kurhaus steht in der kommenden Saison unter neuer Leitung eines anerkannten Hotel- und Küchenfachmanns, wodurch eine erstklassige Verpflegung verbürgt wird. Carl Lmck-Gchoiien 70 Jahre alt. | 'Schotten, 16. April. Eine weit über unser Heimatgebiet hinaus bekannte Persönlichkeit, Lehrer i. R. Carl L i n ck zu Schotten, begeht am Montag, 18. April, seinen 7 0. Geburtstag. Carl Linck wurde 1862 zu Crumbach, Kreis Biedenkopf, in der Nähe von Gießen, geboren als drittes Kind des Lehrers Georg Linck und seiner Ehefrau, einer geb. Fresenius, Tochter des Pfarrers Fresenius, der lange in Nidda, später in Wallau bei Biedenkopf, zuletzt in Crumbach amtierte. Nach dem Tode (1867) ihres Ehemannes siedelte die Mutter Linck mit ihren drei Kindern im Jahre 1869 nach Butzbach über. Dort besuchte Carl Linck die Volksschule, später die höhere Bürgerschrcktz, trat dann in das Lehrerseminar in Friedberg ein, das er 1882 nach wohlbestandenem Examen verlieh. Seine erste Schulstelle verwaltete er in Dad- Nauheim, bis er am 1. März mit seiner Mutte* und seinen beiden Schwestern nach Rudingshain bei Schotten übersiedelte. Der'Vogelsberg, unsere herrliche, heimatliche Landschaft mit ihrem treuen, biederen Menschenschlag hatten es ihm angetan, sie hielten ihn fest. Einer alten, deutschen Eiche gleich wurde Carl Linck mit Land und Leuten fest und fester verwurzelt. 441/» Jahre lang war er als Lehrer in dem traulichen, schön gelegenen Dörfchen Rudingshain tätig. Man merkt es den Rudingshainern heute an, welche treudeutsche, kluge, brave Menschen Carl Linck dank seines ausgezeichneten pädagogischen Talents und seines offenen Verstehens der Vogelsberger Volksseele aus seinen Dorfbewohnern geschaffen hat. Das Dorf hängt in treuer Dankbarkeit an seinem einstigen Lehrer. Ebenso lange war Carl Linck in dem idyllischen Dorfkirchlein als Organist und Vorleser im Gottesdienst tätig. 3m Dereinsleben des Dorfes hatte er die Führung, besonders im Gesang- und im Kriegervexein. Fast täglich führte ihn sein Gang — Sachkenner haben die Wegstrecke als zweimal um den Aeguator herum ausgerechnet — in die nahe Kreisstadt Schotten, mit der er in besonders enge Beziehungen trat und deren Vereins- und gesellschaftliches Lebender besonders befruchtete. Die Gründung der Vogelsberger Volksbank (1906) und der Molkereigenossenschaft Hoherodskopf, die zwölf umliegende Gemeinden zu einer der bedeutendsten Molkerei im Vogelsberg zusammen- schloh, ist sein Werk. Heute noch versieht er den Direktorposten, liebe* 42 3ahxe hat er den Kreis - und Bezirkslehrerverein als Obmann geleitet, dem Hess.. Landeslehrerverein gehörte eral- Vorstandsmitglied an. Ganz besondere Verdienste hat sich Carl Linck aber um unseren heimatlichen Gebirgs- und Wanderverein, seinen lieben VH C., erworben. Am Dau der Clubhäuser auf dem Hoherodskopf, des Dismarckturmes, des Denkmals auf der Herchen- hainer Höhe, an der Einführung des Schisportes (er war einer der ersten Läufer im Vogelsberg) hat er wirksamsten Anteil. Die Vereinszeitschrift des VHC., den „Frisch Auf", hat er als Schriftleiter stets glänzend redigiert. 3n allen Zweigvereinen des VHC. wird daher am 18. April von den vielen VHC.--Schwestern und -Brüdern ihres lieben Carl Linck herzlich und dankbar gedacht werden. Zahllos und wohlverdient sind alle di« vielen Ehrungen, Ehrenmityliedschaften, die ihm von den verschiedenen Derernen und Korporationen verliehen wurden. Noch heute wirkt er unermüdlich für sie alle. Als Mitglied des Kreistages betätigt er sich auch im kommunalpolitischen Leben des Kreises. Stets treudeutsch, deutschnational, geradeaus war sein Sinn gerichtet. 3m Oktober 1928, nach seiner Ruhestandsvev- setzung, bezog Carl Linck mit seinen beiden Schwestern sein „59 Kulturstufen" hoch gelegenes Heim in Schotten mit der herrlichen Aussicht über sein von ihm so geliebtes Gebirge. Froh begrüßt wurde er von uns Schottern, besonders von seinen engeren Freunden, die sich zu mancher frohen Tafelrunde nach des Tages schwerer Arbeit um ihn, den frisch, fromm-fröhlichen, sangeslustigen, nie alt werdenden 3unggesellen gruppieren „und stolz darauf" (Kraftausdruck unseres Carl) sind, ihn mit seiner wackeren VHC.-Stimme und Rednergabe, seinem unverwüstlichen Humor und seiner Lebensfrische gerade in dieser Notzeit den Ihren nennen zu dürfen. Er frischt uns oft auf! älnd darum dem wackeren Jubilar ein herzliches „Frisch Auf" und „Schi Heil!" E.M. • Kirchliche Nachrichten Evangelische Gemeinden. Sonntag, den 17. April. Jubilate. Stadtkirche. 8 Uhr: Pfr. Becker; zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Markusgemeinde; 9.30: Pfarrassistent Knell; 11: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde; Pfarrassistent Knell. — 3o- hanneskirche. 8: Pfr. Bechtolsheimer; 10: Iahresfest des Mädchenbundes der Lukasgemeinde; im Anschluß daran Christenlehre für die Neukonfirmierten der Lukasgemeinde; 9.30: Pfr. Ausfeld; 11: Kinderkirche für die JohanNesgemeinde; Pfr. Ausfeld; 20: Bibelbesprechung im Johannessaal; Pfr. Ausfeld. — Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Pfr. Lenz; zu- 0 Christenlehre für die Neukonfirmierten der rgemeinbe; 11: Kinderkirche für die Luthergemeinde; Pfr. Lenz. — Llisabeth-Kleinkinderschnle. 9.45: Pfr. Lic. Waas. — Klein-Linden. 10: Hauptgottesdienst; 11: Kindergottesdienst. — Heuchelheim. 10: Hauptgottesdienst; Kollekte; anschließend Beichte und hl. Abendmahl für die männliche Jugend. — Wieseck. 9.30: Beichte; 10: Predigtgottesdienst; im Anschluß Feier des hl. Abendmahls; 13.30: gottesdienstliche Feier der Aufnahme der Kleinsten in die Schule (Chorschule). — Atten-Buseck. 9.30: Beichte; 10: Gottesdienst; anschließend Feier des hl. Abendmahls; 13: gottesdienstliche Feier der Aufnahme der Kinder in die Schule. — Kirchberg. 10: Kirchberg; 11: hl. Abendmahl für die Jugend von Lollar; 13.30: Lollar. — Hausen-Garbenteich. 10: Hausen; 13: Garbenteich. — Watzenborn-Steinberg. 13.45: Hauptgottesdienst — Grüningen. 10: Hauptgottesdienst. — Lich. 9.30: Stiftsdechant Kahn; Christenlehre für die männliche Jugend; 12.45: Kindergottesdienst; 14: Stiftspfafrcr Draudt. Katholische Gemeinden. Samstag, den 16. April. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte. Sonntag, den 17. April. 3. Sonntag nach Ostern. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion der Jünglinge; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt; 14: Andacht. — Grünberg. 9.45: Messe mit Predigt. — Hungen. 8: Hochamt mit Predigt. Laubach. 10: Hochamt mit Pre- digtx. 14.30 Uhr: Vortrag und Andacht. — Lich. 10: Hochamt mit Predigt; 20: Vortrag und Andacht. — Nidda. 8.30: Hochamt mit Predigt. — Schotten. 10.30: Hochamt mit Predigt. Lonn tage dienst d erste n. Apotheken am 17.4.32 San.-Rat Dr. Schlievbake. Frau Dr. Marx. Pelikanavotbeke. taluumt? Dr. Gonter. 9D tu Ulasseu — aucU ....... für Sie durch- die Über 114 Millionen R M Gesamtgewinne 39. PREUSSISCH-SÜDDEUTSCHE KLASSENLOTTERIE Bürgermeisterei Gieben 2978 D Landes Versicherungsanstalt Hessen I ATA sdiont die Haushaltkasse/ Schiffen berger Weg Nr. 29. Fernruf Nr. 3247 2965 D 3008 t Gießen, den 6. April 1932 2765 D Garteuttes aller Slvt billigst 2996 D C.Rübsamen,Iernspr.36S9 Und wie steht es um deine Zukunft? Nehmen Sie zum Aufwaschen, Spülen und Reinigen Henkels (w?) ATA pufit und reinigt alles 1Hergestellt in den Persilwerken Landwirtschaftskammer- Ausschuß für Oberhessen Adolf Hitler Dr. Brüning v. Hindenburg Ludendorff Thälmann Otto Braun Hugenberg Mussolini Auch für Aluminium bestens bewährt 1 Aluminium trocken putzen ! Im Rahmen der Ausstellung finden folgende Vorträge statte Freitag, den 22. April, Großer Hörsaal der Universität» Lichtbildervortrag des Herrn Prof. Dr. Pitzen Thema: „Wie können körperlich Behinderte und Krüppel wieder lei«tunK«fähig gemacht werden IT, Dienstag, den 26. April, Großer Hörsaal der Universität« Lichtbildervortrag des Herrn Prof. Dr. Haas Thema: „Wie können wir wieher die Tuberkulose verhüten und hellen?“ Donnerstag, den 28. April, Neue Aula der Universität« Vortrag des Herrn Professor Dr. von Jaschke Thema: „Da* Wesen der Krebwerkrankung und die W affen su Ihrer wirksamen Bekämpfung** Die Vorträge beginnen pünktlich um 20 Uhr Zur Deckung der Unkosten werden 20 Pf. Eintritt erhoben Trauerrosen-Hochstämme u. Schlingrosen alles in la. Qualität Ferner empfehle ich mein reichhaltiges Sortiment in Schnitt- und Felsenstauden. Ziersträucher und Liguster für Hecken- Pflanzung besonders billig. Clematis, selbstklimmender wilder Wein, Beerenobst-Hochstämme u. v. a. / Zeitgemäße Preise Versand nach auswärts / Gegründet 1882 Gartenbaubetrieb Rudolf Schneider Im Filmteil Mit dem Raumluftachlff in* Weltenmeer. Wir und da« Weltall. An den Toren der Unendlichkeit. Die Rätsel de« Himmel«. Allerlei Intere««ante* vom Jfar« und von «einen Bewohnern Eintrittspreise: M. 0.75, L—, 1.30,150, 2.—. Erwerbslose M. 0.50. Vorverkauf: Zigarreuhdla. Löb, Bahnhofstraße. Alle Ehren- n. Freikarten sind ftr diese Sondervorstellung aufgehoben. und der deutschen Republik usw. U8W. Hochstämme und Halbstämme bei Ata haben.das ist der Grund,warum fast jeder Haushalt Ata verwendet Hausfrauen, die das Rechnen verstehen, nutzen heute jede Spargelegenheit. Ata machis Ihnen leicht, beim Sparen, beim Putzen und Scheuem! Für weniges Geld erhalten Sie eine Putz- und Scheuerhilfe von großer Ergiebigkeit und in einer praktischen Streuflasche, die sparsamste Verwendung sichert Sparen Sie beim Scheuern und Putzen wie alle, die Henkels Ata benutzen! Bekanntmachung Betr.: BuHenversteigernng in Lauterbach, am Mittwoch, dem 20. April 1932. Beginn der Versteigerung 11 Uhr vormittags Gemeldet sind 40 Bullen des hessischen Fleckviehs dar La»« *Aent 2>ausger«ch. K-S “,nb der QHo[. °P«tobd!obf ^9 -usamviem Hebe, MW, dm u Schvrk n al, "Ilch Carl Lind ^32» und QBfln« ■■ crtDorben. 3m auJ der Herchen. 9 .des Schjspv^ c™ Dvgelsbera» DereinszeitschM Schrift, allen Zweig» "April A ß '-vrüdern ihres 1 dankbar gedacht 'ient sind alle di« dschaslen, die ihm i und Korporativ« blich für sie alle, etäligt er sich auch >es Kreises. Stets cadeaus war sein r Auhestandsvev« it seinen beiden ’n“ hoch gelegenes chen Aussicht über ' ge. Froh begrüßt sonders von feinen i mancher frohen Derer Arbeit um ü fangeslllftigen, gruppieren „unb ^rres Laris sind, Stimme und Aei> n Humor und lei* )ieser Avtzeit den lischt uns oft aus! jilor ein herzliches 6.X AK s-Ss icbten inden. . Jubilate. r; zugleich Thrislen- >r Mrkusgemeinde: Üinderkirche für die mt Knell. - Jo* mer; 10: Jahressest .gemeinde: im Än- ie Neukonfinnierlen lusfeld: 11: W v Psr.Ausseid: 20. a(; Psr.Ausseld - 1.30: mtonsirmierten der he für die Luther- eth-Kleinkiuderschule. Linden. lOLupt- ,nft - Heuchelheim, anschließend Beichte innige AsK jj ediatgottesdien^ '"l äAS KÄS d von Lollar. lU ' L'SK Besuchen Sie <#e Hessische Hrtiene-Anssiellanh „Kampf den Krebskrankheiten, der Tuberkulose usw.“ Im „Einhorn-Saal** am Kirchenplate, vom IV. April bl« einschließlich 1. Mal Geöffnet täglich von 11 bis 19 Uhr — Eintritt 20 Pfennig Für Erwerbslose freier Eintritt bei Vorzeigung ihrer Ausweiskarte MmigM ein kleines Steingärtchen in Obrem Warten, eine reitfiblübenbe Stauben« rabattc. — Irgendein Plätzchen läfet sich in wenigen Stunben umgeftnlten I Vaffen Sic sich kostenlos beraten unb Vorschlag machen! fonöfiliflftsgOtlnerei ü.Stiiroon. V.T.G. - Scrnruf 4082 Uartenneimnlage,Umgestaltung Billrgste Pflege, Gartenberatung, Svielplätze für Tennis u. ^oort, Denkmal- u. Friedbos- gestaltung. IzseoD MtvOAUNAMMUchK VK«NstMA«g am Sonntag, dem 17. April, abends 8 Uhr, in der Johannes- klrche, zu Gunsten des Evangelischen Schwesternhauses Sologesänge, Duette und Kantaten Leitung: Frau Dr. Meyer. Orgel: Herr A. Habicht • Karten zu 50 und 75 Pf. bei Challier und abends am Kircheneingang Lung und frisch bis ins höchste Sliter burch unseren aus bulg. Knoblauchzwiebeln hergestellten „ERES" Knoblauchsafi Er verjüngt ben ganz. Körver, reinigt Blut und Darm, schafft gesunde Säfte, scheibet Harnsäure unb Tarmgiste aus, beseitigt Fäulnis unb Gärungen im Darm, setzt ben Blutdruck herunter und iftbei Arterienverkalkung Herzleiden, Hämorrhoiden, Blutwallungen Blutandrang zum Kops und Herz, Wechseliabrsbeschwcrden sowie bei Darm-, Magen-, Gallen-, Leber-, Blasen- und Nierenleiden, Gicht, Rheumatismus unb Zuckerkrankheit ein stets bewährtes Naturmittel. 206, v Prel« p.Doppelflasche HM. 2.— Zu haben bei: Viktoria-Drog., Harkt- Straße 5; Löwen-Drogerie, Seilers». 69; Drogerie Bernemann, Bahnhofstraße 17. Mer end Einlajskiitta WeiOe amerikanische Leghorn doppeltgesäumte Barnevelder yonElterntieren, welche im Junghennenjahr 180—260 Eier gelegt haben. Auf den größten Ausstellungen Deutschlands mit vielen 1. und Ehrenpreisen prämiiert 1931 auf der hess. Landesschau in Mainz u. d. LipsiaschauinLeipzigjeeinenLeistungs- preis f. beste Gesamtleistung. Jahrelange strenge FaUnesterkontrolle. Anerkannte Zuchtstation der Landwirtschaftskammer. Die Preise sind dieses Jahr 20 Proz. herabgesetzt. Bei Vorbestellung Sonderrabatt. Glucken mit und ohne Kücken. Rassegeflügelhof Emrich z*tD Röthges Lieh (Oberhees.) Land. Tages-u. Abendkurse Stenographie - Maschinenschreiben Buchführung Vogtsche Privat-Handelsschulen Gießen, Goethestraße 32 --------------------------L2LL üond mH Film u. I bekannten Astrologen Erich Wiesel Lichtspielhaus Gießen rd” Apriini*93?: I 3-30 " 6 Phr nachm.“] Zwei geHchloMwenc Vorstellungen ! 1 Zukünftige Ereignisse Was bringt noch das Jahr 1932? Was wird kommen? Weltkatastrophen 1932/33 Schicksalswende 1932 Was sagen die Horoskope von inbtfl. April- Zs «sK - Hungen. 8 SotzÄ - c>ch d An^ d An^ zortrag un° c^ikil predigi- - —■*-*****17'4^ eke- 2 in der ganzen Welt verbreitet. Was beweisen diese RiesensUmsätzeT Nahezu 4 Millionen ’ ?d.Sadt's Pmiqe Lichtspielhaus-Gießen Sonntag, den 17. April, 11.15 Uhr vorm. Kulturfilm - Frühvorstellung! Ein Tonfilm von Menschen, Tieren und Tierparadiesen des „Schwarzen Erdteils Entfesseltes Afrika Uageatellte, natnrwakre Bilder ven afrikanischem Großwild an! freier Wildbahn Kampf einer Hyäne mit einem Löwen Fang lebenden Wildes / Die tonfilmische Ausbeute einer v l e rs e hn m 0 natl■ e n 3001 c Ferner: Interessante« Beiprogramm Kleine Preise Mk.0.60—1.50. Kinder auf allen Plätzen halbe Preise. Quais* t und Belie" theit! Neue, mod rne Pflug , pen Für jeglici e Boden-erhält- nisse passenoe Kör erformen - Gesenkte Preise — Hauptvertretung: Iw. Werstein Maschinenfabrik Lieh (Oberh.) Fernruf 317 2837 A ü WMV \ 29. Fortsetzung. Nachdruck verboten! Sad Leiters das zeitgemäße Bad heilt Leber, Galle, Magen, Darm, Gicht, Rheuma ERÖFFNUNG AM 1. MAI 1932 Jederkcmn ein Kraftfahrzeug besitzen! ,ue.|AOTOR SACHS FICHTE! & SACHS AG - SCHWEINFURT-M Schone Stoffe Samenhaus Heinrich Hahn Deshalb: denken Sie an Stoffe Kokosstricke; Edel-Raffiabast; Baumwachs usw. 2968 A Verlangen Sie kostenlos illustrierten Hauptkatalog denken Sie an i la Portlandzement weit unter Syndikatspreis! ■ Ferner teerfreie Panne in allen Farben. LeBernard Lospreis < R.-Mark 1 Übernehme laufend 0»«2 Stoffspezialhaus - Gießen, Plockstraße Nr. 16 2994 A Porto u. Liste 25 Pf. 13 Lose in elegant. Donnerwetter fotrtn tr kvfover <*wtot fKnem Luft gemacht und ein richtiges ' in Seide, Wolle, Baumwolle, Kunstseide sowie allen Mischgeweben stehen bei mir in einer einzigartigen Auswahl zur Verfügung Meine guten Qualitäten gelangen zu den bekannt niedrigen Preisen zum Verkauf Stark herabgesetzte Preise, insbesondere für die beliebten Pauschalkuren. Das Kurhaus steht unter neuer Leitung eines erstklassigen Hotel- und insbesondere Küchenfachmannes. Beste Verpflegung, Diätküche, Prospekte durch die Kurverwaltung Bad Selters (Oberhessen). Anmeldungen frühzeitig erbeten 2910 D Einfacher als ein Auto • Sicherer -als ein Motorrad • Billiger als jedes andere Verkehrsmittel I Jeder Fahrradhändler fuhrt es Ihnen unverbindlich vor Ledertasche RM 12.25 empfiehlt A. DinHelmann, Worms Postscheckkto. Frankfurt/M. 20060 sowie alle durch Plakate Kenntlich. Verkaufsstellen Bahnhofstraße / Ecke Wolkengasse Telephon 3403 empfiehlt in bekannter, zuverlässiger Qualität zu zeitgemäßen Preisen alle Blumen-, Gemüse- und landwirtschaftliche Sämereien; Blumenknollen verschiedener Art; Dahlien aller Klassen; Saatkartoffeln; Düngemittel; Gartenwerkzeuge; Rosenpfähle; losgclassen haben würde. Aber er war korrekt hoflicti und gerade das wirkte so unnatürlich an ihm, daß sie einen ehrlichen Zorn gegen ihn nicht unterdrücken konnte. Dann nur zu, wenn er jetzt auf einmal den Unnahbaren spielen wollte. Sie hatte ihn doch anders gesehen und in seinem tiefsten Inneren kennengelernt. Dos wischte keine Zeit mehr aus ihrem Gedächtnis. Im Begriffe, sich noch den Sälen zu begeben, meldete ihr die Schwester den Besuch, der drunten im Wartezimmer eine Unterredung mit ihr erbeten hatte. „Hoben Sie nicht gefragt, wer es ist? — Ich Hobe jetzt keine Zeit", sagte sie etwas ungehalten. „Die Frau ist so verängstiat", wandte die Schwester fürsprechend ein. „Vielleicht hat sie nur ein paar Worte mit Ihnen zu reden." „Ich komme", sagte Margret zu. „Erst muß ich noch mit Chefarzt Wander wegen des Mädchens sprechen, dos morgen operiert werden soll. — Sagen Sic der Frau, daß ich in zehn Minuten komme!" Wander hatte kaum einen Blick für sie, als Margret jetzt neben ihm an eines der Betten trat, an welchem er eben stand. Er sprach ruhig sachlich, welchen Verlauf die Krankheit nehmen werde, und daß der achte oder neunte Tag voraussichtlich die Krisis bringen werde. „Sie holten also eine Operation nicht für nötig?" „Vein!" Sie bog den Kopf auffallend rasch zur Seite. Dieses „Vein" hatte genau so unhöflich geklungen, wie früher oft. Seine Vatur begann sich also wieder einzurenken. Gott Lob! Es war ihr eine richtige Erleichterung, wenn alles wieder ins Geleise kam. Als die Pflegerin zehn Minuten später unter dem Rahmen der Türe erschien und einen Blick zu ihr herübersandte, erinnerte Margret sich ihres Versprechens und schritt gleich darauf nach dem Wartezimmer hinab. Eine Frau erhob sich von dem mit grünem Rips bezogenen Sofa und machte einige zögernde Schritte auf sie zu, hob die Rechte und brachte keinen Ton aus der Kehle. „Doktor Recklinhausen!" sagte Margret knapp, fühlte plötzlich Mitleid und fragte, was sie hergerufen habe. „Die Sorge, Fräulein von Recklinhausen. — Tie gräßliche Angst um meinen Sohn", zitterte die Stimme der Alten. „Er ist wohl hier Bei uns untergebracht?" forschte Margret, faßte nach einem Stuhl und drückte die Frau, deren Knie zu brechen drohten, hinein. Aber der greise Körper hob sich sofort wieder hoch und stand, wenn auch mit allen Zeichen höchster Erregung vor ihr. „Sie haben svtcheN Brand Tn Dir entfachen formte? I Mainzlarer Werkes der Firma Scheidhauer & © i e b i n g AG. Bonn, auf eine 2 5jährige Tätigkeit bei dieser Firma zurückblicken. Im Jahre 1907 leitete er den Aufbau des Main-larsi Werkes, wurde dann als Betriebsleiter in das schon länger bestehende Werk in Duisburg berufen und übernahm im Iahre 1928 die Leitung des Mainzlarer Werkes, dem er mit einem reichen Schatz von fachmännischem Wissen und Erfahrung vorsteht. G (9 r ü n i n g c n, 15. April. Die hiesige 'S ch u l- s p a r k a s se,»die unter Leitung des Lehrers chch. Schaaf steht, erfreute sich auch im verflossenen Jahre reger Spartätigkeit. Trotz der schlechten Wirtschaftslage waren die Einlagen größer als im vorausgegangenen Jahr und betrugen 860 Mark, so daß nach Rückzahlung von 507 Mark das Sparkassenguthaben auf 2821 Mark anwuchs. Die Zahl der Sparer betrug 89, d. s. mehr als drei Viertel der Schüler. Mit Beginn des neuen Schuljahres sparen bereits 100 Kinder, ein erfreuliches Zeichen für den sich immer mehr ausbreitenden Sparsinn. — Die Schülerzahl unserer zweiklassigen Schule ist nach Abgang von 10 Konfirmanden und Einschulung von 19 Rekruten auf 125 gestiegen. Kreis Büdingen. nd. Äidda, 15. April. Zwei Jahre vor Erreichung der gesetzlichen Altersgrenze ist Lehrer Ludwig Runk hier freiwillig in den Ruhe st and getreten. Lieber 40 Jahre hat Lehrer Runk in verschiedenen Orten des Kreises Friedberg als Dolksschullehrer gewirkt, bis er vor zwei Jghren auf seinen Wunsch von Okarben hierher in seine Vaterstadt versetzt wurde. Wie an allen seinen früheren Wirkungsstätten gewann er sich auch hier rasch die Liebe und Verehrung seiner Schüler, deren Eltern und seiner Kollegen. Das Lehrpersonal der hiesigen Volksschule veranstaltete deshalb im Schulhause eine Abschiedsfeier, wobei Rektor M e r g o t t die langjährige, verdienstvolle Berufsarbeit des pflichttreuen Kollegen gebührend würdigte und feine treue Mitarbeit schilderte. Mit den besten Wünschen für fein ferneres Leben überreichte er dem Gefeierten ein großes Bild des historisch merkwürdigen Marktbrunnens unserer Stadt als Geschenk des Lehrpersonals. Lehrer R u n k dankte für die ihm erwiesene Ehre und das schöne Geschenk und versprach, die bisherigen freundschaftlichen Beziehungen zu dem Lehrerkollegium auch ferner zu Pflegen und die Interessen der Volksschule und des Lehrerstandes zu vertreten. Lehrer Runk wird sich nun noch mehr als bisher seiner Bienenzucht widmen. In diesem Fache genießt er weit über die Grenzen Hessens hinaus einen bedeutenden Ruf, den er sich durch Abhandlungen und Vorträge auf Jmkerver- Sammlungen erworben hat. Er ist Vorsitzender des Oberhessischen Dienenzüchtervereins und Schriftleiter des Fachblattes: „Die Biene." — Zum Rachfolger von Lehrer Runk wurde Lehrer Stein in Stomfels ernannt, zu dessen Vertretung aber Schulverwalter Klaus von Gießen vorerst hier eingetreten ist. Preußen. Kreis Wetzlar. O Hochelheim, 15. April. Die Sparund Darlehenskasse (Raiffeisen) hielt dieser Tage unter der Leitung des Vorsitzenden Friedrich Reitz ihre Generalversammlung ab. Der Rechner, Fabrikant Birken stock, erstattete die Jahresrechnung. Die Bilanzsumme beträgt 232 274,12 Mk„ der Reingewinn beziffert sich auf 201,17 Mk., die Rückvergütung in der Kleinverkaufsstelle auf 1289,70 Mk. Die Spareinlagen des Vereins betragen einschließlich der Konten in laufender Rechnung 210 922 Mk. Ausseliehen wurden 167331 Mk., in laufender Rechnung 24 685 Mk. Den Verwaltungsorganen wurde Entlastung erteilt. Der Vorsitzende gab sodann den Beschluß über die neu festgesetzten Zinssätze bekannt. Der Zinssatz für Spareinlagen beträgt 5,50 Prozent, in laufender Rechnung 4,50 Prozent. Für gewährte Darlehen werden 7,50 Prozent erhoben. Im Herbst dieses Jahres kann der Verein auf sein 25jähriges Bestehen zurückblicken. Aus diesem Anlaß soll ein Familienabend stattfinden. Die Mitglieder Johannes Vogt und Rechner Dirke n st o ck gehören dem Verein ununterbrochen seit 25 Jahren an. Wirtschaft. Neue Devisenvorschriften gegen unerlaubte Wertpapiergeschäste. Berlin, 15. April. (WTB.) In den letzten Wochen sind in wachsendem Umfange Versuche unternommen worden, den Erlös aus Wertpapierverkäufen ausländischen Besitzes unter Umgehung der gesetzlichen Bestimmungen in Devisen umzuwandeln. Die zuständigen Stellen haben sich daher veranlaßt gesehen, in einer dem Reichspräsidenten vor gelegten Rotverordnung und in einer 11. Durchführungsverordnung zur Devisenverordnung weitere Beschränkungen auf dem Gebiete des Wertpapierperkehrs anzuordnen. Die Aushändigung aus Ausländerdepots im Inland wird künftig von einer Genehmigung abhängig gemacht, um zu verhindern,, daß die Effekten in die Hand von inländischen Strohmännern gelangen und von diesen als Jnländerbesitz veräußert werden. Bei Stücken, die sich am 12. Ro- vember 1931, dem Zeitpunkt der Einführung der ersten Defchränkung, nicht bereits in einem inländischen Depot befanden, wird außerdem zur Bedingung gemacht werden, daß die Versendung erst binnen einer von der Stelle zu bestimmenden Frist erfolgen darf. In der Regel erfolgen die verbotswidrigen Verkäufe im sogenannten Tafel- geschäft, ohne daß die Ausländereigenschaft des Verkäufers erkannt wird. Daher mußte das Tafelgeschäft allgemein einer Kontrolle unterworfen werden. In der Verordnung des Reichspräsidenten sind außerdem einige Verschärfungen der Strafvorschriften zur Devisenverordnung vorgesehen. 7°/0 Dividende bei ZG -Farben. Frankfurt a. M, 16. April. (WTB. Drahtmeldung.) Der Aufsichtsrat der I G. - Farbenindustrie schlägt der auf den 10. Mai einberufenen Generalversammlung die Verteilung einer Dividende von 7 Prozent, gegen 12 Prozent im Vorjahre, vor. Abgesehen von den auch heute noch nicht weitergegebenen, zu ihn- tauschzwecken bestimmten Stammaktien hat sich der Besitz an eigenen Aktien, der nach einer Mitteilung im Bericht für das Geschäftsjahr 1930 bereits 85 630 800 betrug, auf 114 347 800 erhöht. Im Hinblick auf die Möglichkeit, welche die gesetzlichen Vorschriften der 3. Rotverordnung vom 6. Oktober 1931 hinsichtlich der Kapitalherabsetzung gaben, soll der Generalversammlung vorgeschlagen werden, mit Wirkung vorn 31. Dezember 1931 von diesem Bestand Aktien in Hohe von 110 Millionen Mark ein- z u z i e h e n. Das dividendenberechtigte Stamm- aktienkapital vermindert sich daher gegenüber im Vorjahre auf 685 Millionen Mark. Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviehmarkt. Am R i n b e r m a r f t hat sich der Auftrieb wider Erwarten um fast 200 Stück verstärkt und betrug 1590 Stück, gegen 1403 Stück. Rach ruhigem Geschäft wurde der Markt nahezu ausverkauft. Ochsen ließen im Preise um 1 bis 2 Mk., Kühe und Färsen um je 1 Mk. nach, dagegen blieben Bullen gut gehalten. Der starke Austrieb am Kälbermarkt (1816 gegen 1672 Stück) verursachte erstmals nach den Feiertagen einen leichten Preisdruck, zumal das Geschäft nicht mehr so gut als in den Vorwochen war. Rach ruhigem bis mittelmäßigem Handel wurde jedoch ausverkauft. Die Preise gingen um 1 bis 2 Mk. zurück. Für Schafe entwickelte sich trotz verringerten Zutriebs (177 gegen 204 Stück) nur weizig Geschäft. Erst am Wochenende trat eine leichte Belebung, aber doch ein Rückgang der Preise von 1 bis 2 Mk. ein. Die leicht verminderte Beschickung des Schweinemarktes (5270 gegen 5341 Stück) -jnv ijvchjsG gdiajjaq paajguauuau uiaj rvcgS tzsij kommen, doch konnte sich das vorwöchige Preisniveau gut behaupten. Rach ruhigem Handel verblieb nur geringer Lieberstand. 2m einzelnen notierten per Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen al) 30 bis 33, a2) 26 bis 29, bl) 22 bis 25; Bullen a) 26 bis 30. b) 20 bis 24; Kühe a) 24 bis 26, b) 21 bis 23, c) 16 bis 19; Färsen a) 30 bis 34, b) 26 bis 29, c) 22 bis 25; Kälber b) 41 bis 45, c) 36 bis 40, ck) 30 bis 35; Schafe a) 30 bis 32, b) 23 bis 29; Schweine a) 36 bis 40, b) 36 bis 39, c) 37 bis 39, ck) 35 bis 38, e) 32 bis 35; Sauen 28 bis 32. * * Wiederöffnung der Betriebe von Henschel & Sohn AG. Kassel. In einer Pressebesprechung teilte die Verwaltung der Henschel & Sohn AG., Kassel, mit, daß sämtliche Kasseler Betriebe des Llnternehmens am 9. Mai wieder geöffnet werden zur Ausführung der inzwischen angesammelten Aufträge. * Main - Kraftwerke AG., Frankfurt a. M. - H ö ch st. Der Aufsichtsrat der Main - Kraftwerke AG., Frankfurt a. M. - Höchst, hat beschlossen, der auf den 9. Mai einzuberufenden Generalversammlung für das Geschäftsjahr 1931 die Verteilung von 4 (6) Proz. Dividende auf das 22,4 Millionen Mark betragende Aktienkapital vorzu schlagen. Berlin freundlich. Berlin, 16. April. (WTB. Funkspruch.) Das Rätselraten um die Höhe der Farbendividende war in den heutigen Vormittagsstunden die wichtigste Beschäftigung der interessierten Kreise. Me Llnsicherheit über die Höhe der Dividendenausschüttung wirkte geschäftshemmend, zumal der frühe Samstagbeginn überhaupt den Ordereingang bei den Danken ungünstig beeinflußt. Trotzdem war die Grundstimmung bei Festsetzung der ersten Kurse im Einklang mit Reuyork ziem- lich freundlich, indem die Kurse zumeist als gut behauptet bezeichnet werden. Eine gewisse Enttäuschung ging von der Dividendelosigkeit der Schuckertaktien aus, die übrigen Elektrowerte unter Bevorzugung von Siemens und Dekula lagen aber ziemlich freundlich. Auch Deutsche Erdöl konnten sich auf Dividendenhoffnungen um zirka 1 Prozent bessern. Ferner waren Elektr. Lieferungen plus-plus notiert, ebenso Laurahütte und Gebrüder Iunghans. Chade-Aktien sind mit einem Gewinn von 5,75 Mk. besonders zu erwähnen, anderseits zeichneten sich Deutsche Atlanten, Charlottenburger Wasser und Salzdetfurth durch eine zirka 2prozentige Abschwächung aus. Am Anlagemarkt überwog auch heute die Kaufneigung, d. h. die freundliche Grund- ftimmung. Jndustrieobligationen lagen um zirka 0,75 Prozent gebessert, Reichsschuldbuchsor- derungen waren bis zu 0,50 Prozent höher, dagegen lagen Reichsbahnvorzugsaktlen nur behauptet und Schutzgebiete und Deutsche Anleihen, besonders Altbesitz, schwächer. Bei der Altbesitzanleihe betrug der Anfangsverlust sogar 1 Proz. Im Verlaufe änderte sich an der Geschäftsstille auf den Aktienmärkten wenig, die Kursentwicklung war keine ganz einheitliche. Die Spekulation verhielt sich in Erwartung des Farbencommuniquös weiter abwartend. Am G e l d m a r k t war die Situation heute nach dem Medio schon wieder etwas leichter. Monatsgeld blieb mit 7 bis 8 Prozent nominell unverändert, der Satz für Tagesgeld blieb an der unteren Grenze aber bereits schon wieder auf 5,35, vereinzelt auch schon auf 5,25 zurück. Die Privatdiskontnotiz erfuhr keine Veränderung. Frankfurt unsicher. F r a n k f u r t a. M., 16. April. (WTB. Drahtmeldung.) Die Wochenschlutzbörse eröffnete in sehr stiller Haltung. Vom Publikum lagen keine Aufträge vor, und auch sonst fehlte es an Anregungen. 3m Hinblick auf die Dilanzfihung der IG.» Farben hielt sich die Börse stärker zurück. Weitere Verfehlungen von'Kreuger, die aus Stockholm gemeldet wurden, blieben fast ohne Einfluß, ebenso die schwache Haltung der gestrigen Reu- horker Börse. Der dividendenlose Abschluß bei Schuckert konnte nicht stark verstimmen, da anderseits die Flüssigkeit der Bilanz einen gewissen Ausgleich bot Die Haltung war sehr nervös. Das Geschäft hielt sich aber trotzdem in engen Grenzen, weil die Spekulation keine Llnterneh- mungslust bekundete. Gegen die Abendbörse lagen die Kurse gut behauptet, vereinzelt noch etwas höher. Elektrowerte lagen überwiegend von 0,5 bis 1,5 Proz. fester, nur Schuckert verloren etwa 1,5 Prozent. Von Montanwerten lagen Gelsenkirchen wieder 1 Proz^ hoher, Klöckner dagegen etwas schwächer. Die Farbenaktie eröffnete mit 88 nur knapp gehalten, konnte dann aber etwa 0,75 Prozent anzieh«i. Schiffahrtsaktien zogen um weitere Bruchteile eines Prozentes an. Kunstseidewerte blieben gehalten. Reichsbank gewannen 0,75 Prozent. Von lokalen Werten waren Holzmann gesucht und 3,25 Proz. fester. Am Anleihemarkt schwächten sich Alt- Altbesih 1,13 Proz. ab, auch Reubesitz und Schutz- anleihe gingen wieder etwas zurück. Gold- und Liquidationspfandbriefe still und unverändert. Stahlverein-Obligationen lagen 0,5 Proz. höher. Von Auslandrenten blieben Mexikaner behauptet. Im Verlaufe war die Tendenz schwach und se hr unsicher. IG. verloren 1,5 Proz., die übrigen Werte 0,5 bis 1 Prozent. Rur Gelsenkirchen blieben gefragt, ebenso Holzmann. IG.- Farbenbonds waren mit 80,50 kaum unverändert. Die Zurückhaltung blieb in Erwartung des Far- benkommuniques groß. Am Geldmarkt war der Sah für Tagesgelb mit 4,5 Prozent unverändert. Spielplan der Frankfurter Theater. Opernhaus. Sonntag, 17. April, 15 bis 17.30 Llhr: „Im weißen Rößl". 19 bis gegen 22.30: „Tannhäuser". — Montag, 18.: Geschlossen. — Dienstag, 19., 19 30 bis nach 22.30: „Die Macht des Schicksals". — Mittwoch, 20., 20 bis 23 r „Im weihen Roßl". — Donnerstag, 21-, 19.30 bis gegen 23: „Carmen". — Freitag, 22., 20 bis 23: „Im weißen Rößl". — Samstag, 23.. 19.30 bis nach 22 30: „Die schöne Helena". — Sonntag, 24., 11.30 bis 13: Konzert-Matinee Hoehn. 19.30 bis nach 22.30: „Die schone Helena". Schauspielhaus. Sonntag, 17. April, 17 bis nach 22 Llhr: „Faust", l.Teil. — Montag 18., bis Samstag, 23-, jeweils von 20 bis 22.30 Llhr: Ensemble-Gastspiel Oskar Karlweis in „Ein entzückender Mensch". — Sonntag, 24., 16 bis 18.30 und 20 bis 22-30: Ensemble-Gastspiel Oskar Karl- Weis in „Ein entzückender Mensch". Rundfunkprogramm. Sonntag, 17. April. 7.00: Von Hamburg: Hafenkonzert. 8.15: Katholische Morgenfeier. 9.15: Stunde des Chorgesangs. 10.15: Cello-Konzert. 11.00: Iunge Generation. Gespräch mit einem jungen Akademiker. Geführt von Dr. Dolf Stemberger. 11.30: Von Leipzig: Reichssendung: Kantate. Von Iohann Sebastian Bach. 12.00: Konzert auf Schallplatten. 12.30: Trier: Aus dem deutschen Weinmuseum. Mikrophonbericht. 13.00: Saarbrücken: Liebertragung der öffentlichen Sänger-Kstndgebung anläßlich des 13. ordentlichen Bundestages des Saar-Sängerbundes in Groh-Rosseln-Warndt. 13.30: Schallplattenkonzert. 14.10: Stunde des Landes. 15.10: Stunde der Iugend. 16.00: Wiesbaden: Konzert des Städt. Kurorchesters. 17.30: Zitherkonzert. 18.00: „Mode in unserer Zeit." Vortrag von Käthe von Porada. 18.25: 30 bunte Minuten. 19.05: Rugbh-Länderkampf Deutschland — Frankreich. 19.30: Stiftskirche Stuttgart: Orgelkonzert von Albert Schweitzer. 20.00: Heitere Stunde. 21.25: Rationale Tänze. Konzert des Philharmon. Orchesters Stuttgart. Montag. 18. April. 7.20: Frühkonzert auf Schallplatten. 12.00: Lln- terhaltungskonzert des Rundfunkorchesters. 13.00: Von Köln: Mittagskonzert. 15.20: „Arbeitslosigkeit in Amerika", Vortrag von Frau Dr. Baum. Heidelberg. 16.35: Ein rheinischer Weberjunge erzählt. Improvisation von Paul Laven. 17.00: Von München: Reue Llnterhaltungsmusik. 18.25: „Die geologischen und bergwirtschaftlichen Verhältnisse im rheinfränkischen Gebiet Süd-West-Deutsch- lands", Vortrag von Dr. C. Dönges. 18.50: Englischer Sprachunterricht, erteilt von Oberstudienrat Paul Olbrich. 19.20: „Der Traum auf der Bühne", Bemerkungen zu der Molnarschen Urauf» führung am 19. April. 19.30: Goethe oder Das Gegenwärtige. Ein Gespräch von Egon Vietta. 19.45: Eine Viertelstunde Lyrik. Ina Seidel. Gelesen von Charlotte Christann. 20.00: Stunde der Kammermusik. 20.30: Kassel. Gin Städtebild. 21.15: Schlagerstunde. Robert Koppel. Letzte Nachrichten. Hindenburg fordert gleichmäßige Behandlung der Kampfverbände. Berlin, 16. April. (MTB. Drahtmeldung.) Reichspräsident von Hindenburg hat an den Reichsmini st er des Innern das nachfolgende Schreiben gerichtet: Berlin, 15. April 1932. Sehr geehrter Herr Reichsminlfter! Die das verbot der SA. und SS. aussprechende Verordnung vom 13. April 1932 habe ich vollzogen, nachdem Sie mir in ernsten Morten die Schwierigkeiten der politischen Lage dargelegt und den Erlaß dieser Verordnung zur Sicherung der Staaksau t o r i tät als unbedingt notwendig bezeichnet haben und nachdem die Reichsregierung einstimmig Ihrem Anträge beigetreten war. Inzwischen ist mir durch Uebergabe von Beleg- material mitgeteilt worden, daß ähnliche geartete Organisationen wie die verbotenen auch bei anderen Parteien bestehen. In Erfüllung meiner Pflicht zur überparteilichen Ausübung meines Amtes und zur gleichmäßigen Anwendung der Gesetze muh ich verlangen, daß, falls dies richtig ist, auch diese Organisationen der gleichen Behandlung verfallen. Ich übersende Ihnen anbei das mir zugegangene Material mit dem Ersuchen, es mit dem gleichen Ernst zu prüfen, den ich Ihrem Anträge enlgegengebracht habe und mir alsbald d a » Ergebnis Ihrer Prüfung und einen entsprechenden Vorschlag vorzulegen. Mit freundlichen Grüßen ge;.: von Hindenburg. Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5,5 v.h., Lombardzinsfuß 6,5 v.h. ■.eranlfun a. M. BeNu. Frankfurt a. J)l. Berlin (vchlutz-1 turs | 1-Uhr- Kurs Schluß« j lurfl | -Anfang» Kurs Schluß»l tu es | l'Uhr« Kurs Schluß-' hirei 1 Ansang- Kurs Datum 15.4. 16.4. 15.4. 16.4. Datum 15.4. 16.4. 15.4. 16.4. 6% Deutsche Relchsantethe d. 1927 49,65 — 50 — Hamburg-Amerika Palei . . 6 14,5 — 14,4 15 7% Deutsche Reichsanlethe v. 1929 57 —— 57,65 — Hamburg-Südam. Dampsschiss 0 — — — 5y,% Doung-Anleibe von 1930 . 50 — 50,75 — Hansa Dampsschiss . . . 0 — — 22.5 Deutsche Slnl.-Abloj.-Schuld mit 38,5 Norddeutscher Lloyd .... 6 15,4 15,9 15 15,75 Auslos.-Rechten....... 39,9 38,75 39,5 A.G. sür Verkehrswesen Akt. — — 32,25 —— Desgl. ohne Auslol.-Rechle . . . 3,15 — 3 2,95 Berliner Handelsgesellschaft . 8 83 —- — 8% fielt Bolksstaat von 1929 (rudjafjlb. 102%)...... Commerz, und Privat-Bank. 7 — — — — 42 — 45 — Darmstädter und Nationalban! 8 24 —— — — Lberhessen Provinz-Anleihe mit Deutsche Bank und Auslos.-Rechten....... — —— — — Tisconto-Gesellschast. . . fi 44 — — — Deutsche Komm. Sammelabl. Dresdner Bank...... 6 24 — — — Anleihe Serie 1....... 37,75 — 38,75 —— Reichsbank........ 12 103,5 104 103 104,5 6% Franks. fiyp.-Bank Goldpse 15 unkündbar bis 1935 .... 7% Franks. fiyp.-Bank Goldpse 71,25 —— — — A.E.G........... . 7 24,5 26 25,5 26 Bergmann........ . 9 unkündbar bis 1936 Serie 16 . *y2% Franks. Hyp^Bauk ßlqu^ 70,5 —— — Elektr. LIeserungsgesellschast. 10 — — 55,5 59 Licht und Kraft...... 10 59,5 61 59 60,5 Psandbriese......... 74,5 — — •— Felten & Guilleaume.... Gesellschaft für Elektrische 6/2 30 29,75 32 4'/?% Rheruiche Hyp.-Bank-Llau. Goldpse........... 6% Pr. Landespsandbikesanstall, 75,25 —— — — Unternehmungen . . . 9 51 51,25 51 51,75 Rheinische Elektrizität . . . . 9 67 — Psandbriese R. 19...... 71 — 71 —— Schuckert L Co....... 11 — 46.75 45,5 7% Pr. Landespfandbriesanstalt, Siemens & Halske..... 14 . —' 100,5 98,5 101 Pfandbriese R. 10 70 — — — LahmeyerLCo.. ..... 12 78 4% Oesterreichliche Golvrenie . . 4,20% Oesterreichische Silberrente 12 — 12,13 — Buderus......... . 4 -- — 22 21,65 0.4 — —— Deutsche ErdLI...... . 5 —— — 54,75 55,9 4% Ungarische Goldrenle . . . . 5,75 — 5,65 — Gelsenkirchener...... . 8 33 — 33,13 33 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 — 4,9 — Horpener......... . 0 — — 33 33,5 4'/i% desgl. von 1913..... 5% abgest. Goldmexikaner von 99 — —— 4,9 —— Harsch Eisen........ . 6 —— — 24 25,25 5,5 — —— Ilse Bergbau....... 10 — —- 128 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe 2,1 2,1 2,13 — Klöcknerwerke....... KSln-Neuessen....... . 6 ey, — 19^9 21,4 24 20,25 Serie 1........... 2,1 — — — Monnesmann-Röhren . . . . 6 — — 33,5 34 4% dcsgl. Serie 11....... 2,1 — 2,2 — Mansselder Bergbau .... . 0 — —— 13 12,25 b% Rumän. verelnh. Rente v. 1903 4,5 — 4,5 4,75 Lberschles. Koks werke . . . . 8 — — 31,25 32 4V,%Rumän.vereinh.Rentev.l913 9 —— 9,25 Phönix Bergbau...... *Yi 16,5 —- 17 17,75 4% Rumänische vereinh. Reute 4,12 4,25 Rheinische Braunkohle». , . IC 160 160 tyt% I. Anatolier ...... 13,4 13.4 Rhetnstahl ..«••• 4 • • 6 34.6 au Fronktun a. M. 1 Berlin Schluß«! kurs | l»Uhr« 1 Kurs 1 Schluß-> lurs I Anfang- Kurs Datum 15.4. 16.4. 15.4. 16.4. Riebect Montan......7,2 — — —- — Bereinigte Stahlwerke .... 4 15,25 — 15,4 15,75 Olavi Minen......16'/, —- 10,25 10,75 Kaliwerke Nschersleben ... 10 89 •— 90 90 Kaliwerke Westeregeln ... 10 99 — 100 100 Kaliwerke Salzdetfurth ... 15 - 148 150 148 F. ®. Färben-Industrie... 12 Verein, chem. Industrie Frank- 88,25 88 88,25 87,75 surt a.M........... — — — —— 126,5 18,5 — — Goldschmidt.........O — 18,5 — 30 29,5 28 29,25 Metällgesellschast.......6 28 78,5 iRhlHMM finlimann . ..... 9 28,75 42 32 29,75 32 Zementwerk Heidelberg. ... 7 Cementwerk Karlstadt.....7 — ■ Schultheis Payenhoser ... 16 Aku (Allgemeine Kunstseide) o 38 35,5 53 35 54,65 35,75 Bemberg......... O 34 34,25 34 35 Zellstoss Waldhos.....12 —- — 28,75 28,75 Zellstoss Aschassenburg ... — — — — Dessauer Gas........9 —— — 76 76,5 Daimler Motoren......0 — 8,75 9 Deutsche Linoleum..... — 28 — ^)renstein & Koppel.....0 — 20 21 Leonhard Tietz....... — 55 55 Svenska.........16 —— 7,75 Chade............ — — 192 197,75 yranksmter Maschinen . . . . c Grttzner.......... Mainkrostwerke Höchst a.R.. . — I - — I so.tr —• LüdbellttchuLuik« •••.!£ 4 - Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M. Banknoten. 15. April 16.April Amtliche Rotiemna Amtliche Dotierung Geld Arie« Geld Brief HelsingsorA . 7,343 7,357 7,343 7,357 Wien. . . . 49.95 50,05 49,95 50,05 Prag . . . Budapest. . 12,465 12,485 12,465 12,485 58,94 59,06 60,94 61,06 Sofia . . . Holland . . 3,057 3,063 3,057 3,063 170,68 171,02 170,68 171,02 Oslo. . . . 81,07 81,23 80,32 80,48 Kopenhage». 86,91 87,09 86,76 86,94 Stockholm . 80,42 80,58 78,67 78,83 London. . . 15.88 15,92 15,87 15,91 Buenos Mre^ 1,048 1,052 1,048 1,052 4,217 Reuyork . . 4,209 4,217 4,209 Brüssel. . . 59,01 59,13 59,01 59,13 Italien. . . 21,63 21,67 21,63 21,67 Pari» . . . 16,61 16,65 16,61 16,65 Schweiz . . 81,87 82,03 81,86 82,02 Spanien . . 32,27 32,33 32,42 32,48 Danzig. . . 82,62 82,78 82,62 82,78 Japan . . . Rio de Ian.. 1,389 1,391 1,389 1,391 0.274 0,276 0,274 0,276 Iugostawt«. Lissabon . . 7,427 7,437 7,423 7,437 14,49 14,51 14,44 14,46 Äerlin, 15. April Geld Arlef Amerikanische Noten....... 4,20 4,22 Belgische Noten......... 58,85 59.09 Dänische bloten ......... 86,73 87,07 Englische Noten ......... 15,84 16,57 170,31 15,90 Französische Noten........ Holländische Noten...... . 16,63 170,99 Italienische Noten........ 21,86 21,94 Norwegische Noten........ Deutsch-Oesterreich, t 1OO Schwing 80,89 81,21 Rumänische Noten........ 2,49 2,51 Schwedische Noten ........ 80,24 81,69 80.56 Schweizer Noten. ........ 82,01 Spanische Noten. ......... 32£4 32,46 * UnßatijdjeNölen •••••••• ftr.90 LS «Mot*™ öq>