Nr. 13 Erst« Blaff 182. Jahrgang Samstag, 16. Januar 1952 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Dmrf und Verlag: vrühl'fche Universitülr-Vvch- und Steinbruderei H. Lange in Sieben. Schriftlettnng und Sefchästrstelle: Zchullttabe 7. »«nähme von Anzeige« für di« lagesnummcr bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm HSH« für Anzeigen von 27 mm Breite örUid) 8, auswärts 10 Reichspfennig- für Re- klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzoorfchrift 20', mehr. Chefredakteur Dr. Frredr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr. H. Tdyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Mar Filter, sämtlich in Gießen. Erscheint täglich, außer Sonntags urfb Feiertags. 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Gleichzeitig gedachte er Herrn Vriand loszuwerden, der ja schon bei den wichtigen außenpolitischen Verhandlungen des vorigen Jahres im Schatten Lavals gestanden hatte und der nun der Rechten geopfert werden sollte, für die der Mann von Locarno seit jeher das rote Tuch war. Rebenbei suhlt Aristide Vriand sich diesmal vielleicht wirklich so wenig wohl und widerstandssähig, daß er einen längeren Land- ausenthalt in der Rormandie dem Verbleiben am Quai d'Orsay ehrlich vorzieht. Immerhin ist Herrn Laval biefe Ausbootung seines Außen- m..usters nicht auf den ersten Anhieb gegluckt. Mit alter Zähigkeit und Schläue hat Brian» den Ministerpräsidenten zur Gesamtdemission des Kabinetts gezwungen und sich mit diesem guten Abgang die Möglichkeit zur Rückkehr in die Leitung der auswärtigen Geschäfte unter einer anderen politischen Konstellation, die vermutlich schon die Kammerwahlen in diesem Frühjahr ergeben werden, offengehalten Laval wollte rechts und links seine Regierung untermauern, um die Verantwortung für die in den wichtigsten Fragen der französischen Außenpolitik, Reparationen und Abrüstung, bevorstehenden Entscheidungen auf möglichst viel Schultern zu verteilen, damit aber auch zugleich seine eigene Stellung als Vertreter Frankreichs auf den Konferenzen von Genf und Lausanne dem Auslande gegenüber durch ein besonderes Vertrauensvotum stärken. Auch das ist ihm nicht geglückt, obwohl er bereit war, dafür einen hohen Preis zu zahlen und Herrn H e r r i o t. dem Führer der Radikalf ozialisten in der Kammer, das Außenministerium zu überlassen, das Laval selbst gerne verwaltet hätte, £>erriot hätte auch wohl f ewollt, aber Jcine Partei verweigerte den Könens. Sie lehnte cs ab, die Verantwortung für eine Außenpolitik in dem Augenblick zu übernehmen, in dem sie sich anschickt, in den Wahlkampf zu ziehen, der wesentlich um den Hauptpunkt der Außenpolitik, Kriegsschulden und Reparationen gehen wird. Laval ist sich wohl schwerlich ernsthaft darüber im unklaren gewesen, daß er sich bei den Radikalsozialisten einen Korb holen würde. Aber er hat sich nun wenigstens durch dieses Angebot, die Verantwortung mit der bisherigen Opposition zu teilen, gegenüber späteren Kritikern den Trumpf in die Hand gespielt, daß er ja für Herstellung einer nationalen Einheitsfront bereit gewesen sei, daß die Linke jedoch sein großzügiges Anerbieten, die Verhandlungen in Lausanne und Genf durch einen von ihr gestellten Außenminister maßgebend zu beeinflussen, aus wahltaktischen Erwägungen ab- gelchnt habe. Ein etwas mageres Ergebnis, wenn man, wie Herr Laval, auszoq, nm zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Vriand ist zwar ausgeschifft, aber da sich die Radikalfozialisten versagten, ist dem Ministerpräsidenten nichts anderes übrig» geblieben, als auf den Gedanken eines nationalen Konzentrationskabinctts zu verzichten und wieder seine alten Mitarbeiter um sich zu versammeln Laval selber übernimmt statt des Innenministeriums, das er bisher verwaltete, die Leitung des Quai d'Orsay — nach dem passiven Verhalten Vriands während des letzten Jahres im Grunde also keine Veränderung —, Andre T a r ö i c u, der stärkste Mann des Kabinetts, wird Nachfolger des verstorbenen Maginot als Kricgsministcr, die damit frei- werdenden Ministerien des Innern und der Landwirtschaft sind den bisherigen Unterstaatssekre- tären Eathaka und Fould zugesallen. Also im ganzen eher eine noch stärkere Konzentrierung nach rechts, denn der Ausfall Daginots, der die Verbindung Aur radikalen Rechten ausrechterhielt, ist durch den Fortgang Vriands, der der Linken als Symbol einer Verständigungspolitik galt, mehr als ausgewogen. Laval, Tardieu und der Finanzminister F1 a n d i n bcs>.nmen nun allein das Gesicht des neuen Kabinetts, das uns in Lausanne und Genf gegenübertreten wird. Mit Rücksicht auf die Dahlen und die im Wahlkampf zu erwartende scharfe Kritik der Opposition, werden die französischen Unterhändler jeden Schritt vorsichtig trägen und vmlleicht dazu neigen, Entscheidungen grundsätzlicher Art hinauszuzögern, bis sich der Ausgang des Wahlkampfes und das Schicksal ihrer Regierungsmehrheit einigermaßen überblicken läßt- Die Tendcnzpn zur Verschleppung einer endgültigen Lösung der Reparationsfrage, die bisher schon von Paris aus wirksam waren, dürften also durch den Kabinettswcchsel im Zusammenhang mit den Wahlen neue Triebkraft erhaltest haben. Es ist weiter damit zu rechnen, daß Frankreichs Vertreter auf der Konferenz von Lausanne nun auch aus innerpolitischen Gründen auf ein Provisorium hinsteuem, auf eine vorläufige Regelung für die nächsten zwei oder drei Jahre, die alles in der Schwebe lassen wird und, da sie sich ängstlich scheuen wird, die Grundursachen der Krisis anzusassen, niemandem Helsen kann- Ob die R a d i k a l s o z i a l i st e n, die große Aus- England für eine Vechandlungspause. Zn Lausanne nur Verlängerung des Moratoriums und Zusicherung eines endgültigen Plans für eine zweite Konferenz im Sommer. - Inzwischen Verhandlungen mit Amerika. London, 15. Ian. (TU.) Der deutsche Botschafter Freiherr von Reurath besuchte Donnerstagabend den englischen Auhenrninl- st c r, mit dem er die Tributfragen und die V o r - Bereitungen für d i e Lausanner Konferenz besprach. Der englische Außenminister unterrichtete den Botschafter über die jüngsten Strömungen, die sich im englischen Kabinett zugunsten einer kurzfristigen Verlängerung des Tributmoratoriums durch die Lausanner Konferenz bemerkbar machen, durch diederWeg zu einer endgültigen Re- gelung der Reparationsfrage offen- bleiben soll. Entgegen Gerüchten hält das englische Kabinett daran fest, daß die Lausanner Konferenz planmäßig am 2 5. Januar beginnen soll, vorausgesetzt, daß Frankreich zu diesem Zeitpunkt daran teilnehmen kann. Man hofft in London zuversichtlich, daß das neue französische Kabinett im Laufe der nächsten Woche sein Vertrauensvotum von der Kammer erhalten wird, so daß dann dem Erscheinen der französischen Vertreter in Lausanne nichts mehr im Wege steht. Außenminister Simon und der Schahkanzler Reville Chamberlain werden, so verlautet an zuständiger Stelle, bestimmt nach Lausanne fahren, während die Teilnahme des Han- delsministers R u n c i m a n angesichts der voraussichtlichen Veränderungen des Programms der Konferenz und im Hinblick auf die große Belastung, die die Vorbereitungen für die neue Handelspolitik mit sich bringen, zweifelhaft geworden ist. Die Botbcreilungen der englischen Regierung zur Konferenz stützen sich, wie bestätigt wird, aus den sogenannten Lilyplan, der vorsieht, daß die Konferenz zunächst ein kurzes Tributmoratorium für Deutschland beschließt, so daß auch über den 1- 3 u 11 1 9 3 2 hinaus feine Bargeld- Itibule gezahlt werden und daß n a ch 21 b - . lauf einiger Monate die Konferenz erneut Zusammentritt, um sich dann einem plan zur endgültigen Losung zuzuwenden. Man hofft, auf dieser Grundlage schon vordem Zusammentritt der Konferenz eine (Einigung zwischen England, Frankreich, Italien und Deutschland zustande- zubringen, wofür die Anzeichen günstig beurteilt werden. Aus durchaus zuverlässiger Quelle verlautet, daß England den Plan eines Sonderabkommens oder einer Sonderverständigung mit Frankreich vor dem Zusammentritt der Lausanner Konferenz endgültig aufgegeben hat. Cs wird betont, daß während der Verhandlungen zwischen den englischen und französischen Finanzsachverständigen in Paris England keine Verpflichtungen eingegangen ist und auch in Zukunft keine Sonderabmachungen ein- gchen werde. Die englische Politik lege vielmehr Gewicht auf eine allgemeine Verständigung zwischen den europäischen hauptsächlichsten Gläubigermächten und dem Schuldnerstaat Deutschland über die großen Linien der in Lausanne einzuschlagenden Politik. Die englischen Bestrebungen gehen dahin, auf der Lausanner Konferenz eine Verlängerung des Tridutmoraloriums um etwa fünf bis sechs Monate zu bewirken und es wird Wert darauf gelegt, daß die Mächte sich schon in Lausanne daraus sestlegen, die Erörterung eines Planes zur endgültigen Regelung des Schuldenproblems in Angriff zu nehmen. Möglicherweise wird die englische Regierung von sich aus diesbezügliche allgemeine Richtlinien bekanntgeben, die als Ausgangspunkt der Verhandlungen dienen könnten. Rach kurzer Sitzung soll dann die Konferenz — dem englischen Wunsche nach — bis zu einem Zeitpunkt vertagt werden, der s o frühzeitig liegt, daß Amerika rechtzeitig in die Lage verseht werden kann, die europäische Lage noch einmal vor dem 15. Dezember nachzuprüsen, an dem die nächsten interalliierten Schulden Zahlungen an Washington fällig werden. lieber Einzelheiten, worunter z. D. besondere Zusagen an Deutschland oder Pläne Über die Art des Herantretens an Amerika fallen, sind noch keine Beschlüsse gefaßt worden. Man verkennt , englischerseits nicht, daß möglicherweise mit einem Widerstand Frankreichs zu rechnen ist, \ insbesondere gegen etwaige Verspre-, chungen einer endgültigen Lösung. I Deutscherseits würde man bei einer etwaigen Annahme des englischen Planes Wert daraus zu legen haben, ganz bestimmte Garantien zu erhalten, daß die Verhandlungen über eine endgültige Lösung bis zu einem bestimmten Zeitpunkt noch in diesem Jahre ausgenommen werden, daß die Rückwirkungen der Krise auf Deutschland gebührend berücksichtigt und die vom deutschen Kanzler gemachten Erklärungen nicht außer acht gelassen werden. Frankreich wünscht Vertagung her Konserenz. Paris will einer Entscheidung ausweichen, da noch keine Vorverständigung mit England. Paris, 16. 3an. (WTB. Funkspruch.) In einem offensichtlich inspirierten Artikel wirft der Auhen- potitiker des „Petit P a r i f i e n“ die Frage auf, ob es nützlich fei, die Lausanner Reparalionskonse- rrn; überhaupt abzuhallen. Der (Erfolg dieser Konferenz hänge von dem (Erfolge der Verhandlungen zwischen London und Paris ab. man halte es französischerfeils für unmöglich, dem deutschen Schuldner Reparationsnachlaß zu gewähren, ohne vorher von dem amerikanischen Gläubiger eine entsprechende Zusage erhalten zu haben. Obwohl sich in England eine gewisse Tendenz im Sinne der französischen These bemerkbar zu machen scheine, blieben die Meinungsverschiedenheiten außerordentlich groß. Die Zeil bis zum Konferenzbeginn fei fo kurz, daß eine vorherige Verständigung sich als unwahrscheinlich herausstelle. Auch der englische Wirtschaftspolitiker Keynes habe auseinandergefeht, daß die Lage für eine endgültige Regelung auf der Lausanner Konferenz noch nicht reif fei. wenn es sich, wie Keynes anrege, nur darum handele, ein versprechen der Alliierten zu erreichen, noch in diesem Iahre Deutschland präzise und endgültige Vorschläge über Konzessionen Zu machen, scheine die Reife nach Lausanne keineswegs unerläßlich zu fein. Ebensowenig sei sie notwendig, um ein Abkommen zu erzielen, die Entwicklung der Krise während sechs Monaten zu versolgen, bevor man den oben erwähnten Vorschlag mache. All das feien Versicherungen, die Berlin a u ch auf anderem Wege gegeben werden konnten als auf einer Konferenz. Dr. Brüning werde in Lausanne feine Haltung nicht fühlbar ändern und feine Stellungnahme werde immer darauf hinauslaufen, daß Deutschland nicht mehr zahle. Der Vertreter Frankreichs könnte eine derartige Erklärung nicht mit anhören,ohne zu reagieren, und das würde die deutfch-sranzösischen Beziehungen nicht gerade verbessern. Statt der gewünschten Entspannung laufe man also Gefahr, nur eine Verschärfung der gegenwärtigen Lage herbeizuführen, und das am Vorabend der Abrüstungskonferenz, die an sich schon genügend Gründe zu Meinungsverschiedenheiten bieten werde. Es wäre also vielleicht vorteilhaft, die Lausanner Konferenz zu vertagen und die Zeit bis zum 1. Juli dazu zu benutzen, um über das äußerst verwickelte Reparation^- und Schuldenproblem ein Verständigungsterrain mit England ZU suchen und zu finben. Der Außen Politiker des „Petit Parifien" fügt hinzu, daß man in interessierten französischen Kreisen diese Ansicht zu teilen scheine. ft irb Amerika seinen Sianbpnnki überprüfen? Optimistische Eindrücke aus Washington. - Hoover erwartet Europas Vorschläge zur Schuldenfrage. London, 15. Jan. (TU.) Der Washingtoner Berichterstatter des „Daily Telegraph" schreibt, die Artikel Mussolinis hätten in amtlichen Kreisen nicht überrascht. Präsident Hoover habe immer wieder betont, daß der erste Schritt nicht von Wishington, sondern von Europa ausgehen müsse. Rach seiner Ansicht sei es am besten, zu warten, bis sich die europäischen Mächte über d i e Tribute geeinigt hätten. Ein solches Vorgehen würde seine Stellung für den Fall stärken, daß späterhin die europäischen Mächte mit genauen Vorschlägen f ü r eine Revision oder Streichung der Kriegsschulden an Amerika h'erantreten sollten. Hoover werde dadurch, daß er keinerlei Verantwortung für die Entscheidung in Europa habe, in die Lage verseht, noch einmal an den Kongreß heranzutreten und ihn darauf aufmerksam zu machen, daß sich das amerikanische Parlament den Ereignissen in Europa nicht verschließen dürfe. Die öffentliche Meinung in Amerika, auf die Mussolini Bezug nehme, verlange einen Ausweg aus der Wirtschaftskrise und werde jeden Schritt gut- heißen. der von den erwählten Führern empfohlen werde. Die Amerikaner beurteilten zwar die Schuldenfrage von einem anderen Gesichtspunkte aus als die Europäer, sie würden aber schließlich doch im Interesse des Can« deseineEtreichungderKriegsschul- ben gutheißen. Der Berichterstatter deS „Daily Telegraph"" stellt schließlich fest, daß sich deutlich die Reigung bemerkbar mache, die amerikanische Haltung noch einmal zu überprüfen. Der „Daily Erpreß" meldet aus Reuyork, daß ein amerikanischer Frontwechsel in der Kriegsschuldenfrage a l s sicher betrachtet werde. Die Kongreßmehrheit, die den Ideen Hoovers noch vor einem Monat feindlich gegen- übergestanden habe, werde ihre Stellungnahme erneut nachprüfen. Selbst die schärfsten Gegner einer Streichung oder Herabsetzung der Schulden hätten jetzt nach der deutschen Erklärung, daß weitere Tributzahlungen unmöglich seien, erkannt, daß eine Lösung gefunden toetben müsse. In Washington spreche man bereits ganz offen die Ansicht aus, daß den Vereinigten Staaten nichts anderes übrig bleiben toerbe, als entweder die Kriegsschulden freiwillig herabzusetzen oder überhaupt nicht zu erhalten. Eine „Exchange"-Meldung aus Washington besagt dagegen, daß die Mussolini-Artikel in gewissen Kreisen nur wenig Sympathie gesunden hätten. Die Kongreßführer seien noch immer gegen eine Echuldenstreichung unb m'inten, Europa solle zahlen ober feine Zahlungsunfähigkeit erklären. In amtlichen Kreisen sühle man jedoch, daß eine Regelung der Tribut- unb der Kriegsschuldenfrage dem Geschäftsleben helfen würde. ficht haben, aus dem Wahlkampf als Sieger her- vorzugehen unb auf Grunb einer starken Mehrheit in ber neuen Kammer das Kabinett Laval« Tardieu-Flandin durch eine Regierung der gemäßigten Linken abzulösen, dann auch bereit fein werden, sich durch die T a t zu den Grundsätzen einer Politik der Solidarität der Völker zu' bekennen, die ihre Presse oft und laut genug verkündet hat, das muh noch abgewartet werden. Erinnern wir uns nur, daß es gerade Herr Edouard H e r r i o t war, der unter dem Einfluß von Leuten wie Franklin-Bouillon unb Paul- Boncour in ber Abrüstungsfrage z. B- als einer der lautesten Rufer im Streite für Frankreichs angeblich bedrohte Sicherheit durch scharfe ständige Kontrolle der deutschen Entwaffnung und die Annahme des berüchtigten Genfer Protokolls im Völkerbund „zusätzliche Garantien" zu schaffen suchte. Und war es nicht wieder Herriot, der im Kampfe gegen die deutsch-österreichische Zollunion ein Mann der schärfsten Ton- a r t war, der sich von keinem noch so lauten chauvinistischen Schreier in eifernder Entrüstung über diesen angeblichen Schlag gegen den pan- europäischen Gedanken, wie er ihn auffahte, überbieten lieh? Deutschland geht also in jedem Falle, wie auch immer schließlich die Wahlen in Frankreich ausfallen mögen, schweren Kämpfen entgegen. Die deutsche Regierung will die Entscheidung darüber suchen, ob unser Volk weiterhin nach dem Willen Frankreichs unter dem wirtschaftlichen unb moralischen Druck von Tributleistungen gehalten werben soll, die sich nach ben sehlgeschlagenen Experimenten des Dawesabkom- mens unb des Voungplans als uneinbringlich und wirtschaftszerftörend herausgestellt haben* Die deutsche Regierung will ferner eine klare Antwort auf dir Frage haben, ob unser Volk weiterhin als Ration minderen Rechts behandelt werden soll, der man, nachdem Deutschlands Entwaffnung seit zehn Jahren durchgeführt ist, die Erfüllung der in Versailles vertraglich übernommenen und seitdem mehrfach bekräftigten Verpflichtung zur allgemeinen Abrüstung auch in Zukunft rotzigen Herzens versagen kann. Die deutsche Regierung hat dem Volke durch ihre Rot- verordnungspolittk der letzten Iahre unerhörte Opser auferlegt, um für den Kamps, ber uns die Befreiung vom Joch der Tributlasten bringen •oll, finanziell so gerüstet zu sein, daß wir dieses Mal unser Rein, auf das sich die Regierung festgelegt hat, auch dann ausrechterhalten können, wenn Frankreich schwerstes Geschütz aufsahren sollte. Die deutsche Regierung hat durch rigorose Beschränkung ber Ausgaben unb schärfste Anspannung ber letzten Eteuerreserven übelwollenden Gegnern im Auslände ben Dorwurf auS der Hand gewunden, als ob Deutschland eine verschwenderische Ausgabenwirtschaft treibe, um sich fernen dem Auslande gegenüber übernommenen Verpflichtungen zu entziehen. Die öffentliche Meinung der Welt außerhalb Frankreichs, ein nicht zu unterschätzender Bundesgenosse, hat diese grundsätzliche Wendung in der deutschen Finanzpolitik anerkannt. Ihr Riederschlag findet sich in den Berichten der beiden Sachverständigenausschüsse, und gestützt auf ihr Votum konnte der Chef der deutschen Regierung den Botschaftern Englands und Frankreichs erklären, daß Deutschland nicht mehr in der Lage sei. weitere Reparationszahlungen zu leisten. Er hat weiter keinen Zweifel darüber gelassen, daß Deutschland auf der Konferenz von Lausanne auf einer endgültigen Lösung bestehen müsse und sich mit• irgendwelchen vorläufigen Regelungen, die nur Unsicherheit und Mißtrauen in die weitere Entwicklung verstärken mühten, nicht zufrieden geben könne. Die deutsche Regierung treibt also die Reparationsfrage, die den deutschen Wiederaufbau seit Kriegsende immer wieder verhindert hat, auf die Spitze. Die Lage i st bitterernst. Frankreich wird bis zum äußersten einer radikalen Bereinigung widerstreben, die Bereinigten Staaten halten sich zurück, auf Englands Llnterstühung ist nur sehr bedingt Berlaß, ausschließlich Italien scheint bereit zu sein, in Lausanne an Deutschlands Seite zu treten. Trotzdem muß die deutsche Regierung den Stein ins Rollen bringen und eine Entscheidung erzwingen, sollen die schweren moralischen und materiellen Opfer nicht wiederum vergebens gebracht sein. Gewiß Grund genug für den Leiter der deutschen Politik, sich ähnlich wie Laval, sein künftiger Gegenspieler in Genf und Lausanne, nach Rückendeckung umzu- schauen und den Versuch zu machen, die gemarterte, in sich zerrissene, in allen Rerven gespannte Ration durch ein gemeinsames Bekenntnis zum höchsten und reinsten Symbol deutschen Wesens emporzureißen und durch Bekundung eines Willens zusammenzuschweihen zu einer starken, lückenlosen Front des ganzen deutschen Volkes,' das über allem Hader und Zwist der Parteien und Stände, Klassen und Weltanschauungen nicht die Pflicht vergißt, in der Stunde ernster Entscheidungen geschlossen hinter die Männer zu treten, in deren Hände die Vertretung der gemeinsamen nationalen Sache gelegt wurde. War der Gedanke des Reichskanzlers wirklich so absurd, wie er heute fast erscheinen mag, wo er von Parteitaktik zerpflückt und zerzaust am Boden liegt und Deutschland wieder einmal der staunenden Welt ein klägliches Bild innerer Zwietracht bot, wo ein Zusammenstehen der Ration auf das Ausland stärksten Eindruck gemacht hätte. Brünings Vorschlag ging dahin, durch Zu- sammenwirkenallerParteien von Hitler bis zu den Sozialdemokraten einen Reichs- tagsbeschluh herbeizuführen, der mit der für Verfassungsänderungen notwendigen Zweidr'.ttclmehr- heit die am 12. Mai ablaufende Amtsdauer des Reichspräsidenten von Hindenburg verlängert hätte. Brünings Ziel war einmal, unserem Volke schwere innerpolitische Kämpfe in einer Zeit zu ersparen, wo alle gesammelte Kraft der großen außenpolitischen Auseinandersetzung zugewandt sein muß, und zum anderen dem Volke den starken innerenHalt, der von der Persönlichkeit des Feldmarschalls ausgeht, auch für die kommenden schweren Iahre zu bewahren, der deutschen Außenpolitik aber die außerordentliche Werbekraft des Mannes zu erhalten, der für die Welt Symbol deutschenSelbstbehaup- tungswillens geworden ist. Es war des Kanzlers selbstverständliches Recht, ja seine wohlverstandene Pflicht, die von ihm angestrebte gemeinsame Dertrauenskundgebung der Parteien für Hindenburg, wenn sie zustande gekommen wäre, als stärkste und nachhaltig st eRücken- deckung für seine Arbeit in Lausanne zu betrachten und auszuwerten. Lind das um so eher, als Hindenburg niemals ein Hehl daraus gemacht hat, daß Dr. Brüning der Mann seines persönlichen Vertrauens ist, dessen Politik er billigt. Die Aktion des Reichskanzlers ist gescheitert. Den tief beschämenden Vorgängen der letzten acht Tage noch einmal in allen Einzelheiten nachzugehen, wollen wir uns und unseren Lesern ersparen. Den Kanzler oder seine verantwortlichen Mitarbeiter trifft vielleicht der Vorwurf zu Recht, zwei möglich« Wege, die ihn zum Ziel hätten führen können, nicht auseinandergehalten zu haben. Entweder Geheimdiplomatie oder volle Oef- fentlichkeit. Zog er die parlamentarische Lösung der von der Verfassung vorgeschriebenen regulären Volkswahl aus den oben geschilderten Gründen vor und wollte er sich hierfür die Mitwirkung der Parteiführer vorweg sichern, mußte er ^greiflicherweise für strengste Diskretion bis zur Beendigung der vorbereitenden Aktion Sorge tragen, um Empfindlichkeiten zu schonen, Intriguen zu unterbinden, Konterminen auszuweichen und Kuhhändel auszufchalten. Fühlte er sich indessen stark genug, das Volk als Bundesgenossen gegen etwa widerstrebende Parteien ins Feld zu füh- ren, um die Volkswahl zu erzwingen, wenn di« parlamentarische. Lösung auf unüberwindliche Widerstände stieß, dann bedurfte es sorgfältiger Vorbereitung der Oeffentlichkeit, um rechtzeitig seinem Vorhaben günstige Stimmung zu schaffen, bevor seine Aktion begann. Der Kanzler hatte sich für den Weg geheimer Fühlungnahme entschieden, der seiner Ratur zweifellos gemäß war, geriet dann aber mitten in den Verhandlungen mit Hitler aus Gründen, die nicht völlig klargestellt sind, auf den zweiten Weg auf dem er ausglitt, sobald die Verhandlungen von der Gegenseite in die Länge gespielt wurden und auf dem er schließlich böse zu Fall kam, als die Führer der Opposition nach mehrtägigem Palaver untereinander, mit ihren Parteiinstanzen und Mannern des Kabinetts endlich mit dem Rein herausrückten, das ihnen schon lange auf der Zunge gelegen hatte. Hitlers politischer In- stinkt hätte ihn vielleicht davor bewahren können. sich in diesem Trauerspiel um Deutschlands Wurde in eine wenig beneidenswerte Rolle hin- eindrängen zu lassen. Er hat jedenfalls anschei- nend zu Beginn der Verhandlungen mit dem Kanzler ein gewisses Verständnis für dessen Vorschlag an den Tag gelegt und ist offenbar erst nach seiner Fühlungnahme mit Hugenberg und unter dem Einfluß einiger „Unversöhnlichen" seiner eigenen Partei zu der Absage gekommen, die er dann wenigstens in die denkbar höflichste Form eines Briefes an den Kanzler und einer von seinem Beauftragten dem Reichspräsidenten überreichten Denkschrift kleidete, so daß von seiner Seite vermiedeii wurde, noch unnötig Porzellan zu zerschlagen, wo die Ration ohnehin schon vor einem Scherbenhaufen stand. H u g e n - Ein seltener Jang der Berliner Polizei. Zalschmiinzerwerkstatt ausgehoben. — Feudales Ehepaar auf dem Wochenmarkt bei frischer Tat verhaftet. Der Falschgeldzentrale in der Berliner Kriminalpolizei ist ein sensationeller Fang geglückt, und zwar konnten der 42 Iahre alte Dr. Cornell Sala b a n , Autor mehrerer juristischer Bücher, und dessen 33jährige Ehefrau als Falschmünzer entlarvt und fe st genommen werden. S. hat bereits seit dem Iahre 1929 falsche Zwei- Mark-Stücke hergestellt und zusammen mit seiner Frau auf den Berliner Wochenmärkten umgesetzt. Insgesamt sind von den beiden bisher mehr als 30 000 dieser raffiniert hergestellten Falschgeldstücke in den Verkehr gebracht bzw. als Fälschungen angehalten worden. Salaban bewohnte in Lichterfelde eine luxuriös eingerichtete zweistöckige Villa, wo er nachts in einem verborgenen Kellerraum die Falschstücke auf einer Prägemaschine herstellte. Sein zahlreiches Hauspersonal ahnte nichts von dem dunklen Treiben seines Dienstherrn, der das Leben eines begüterten Privatmannes führte, das er scheinbar aus den Erträgnissen seiner wissenschaftlichen Arbeiten bestritt. Die Entdeckung erfolgte durch die Anzeige eines Obst- und Gemüsehändlers, der auf den derberg, der als Führer der Deutschnationalen spater ebenfalls hinzugezogen worden war, benutzte jedoch die Gelegenheit, dem Reichskanzler in einem der Oeffentlichkeit übergebenen Brief mit betonter Schroffheit erneut schärfstes Mißtrauen und Kampf bis zum äußersten anzukündigen und den Rücktritt der Regierung zu verlangen, ohne, wie man es Wohl hätte erwarten können, auch nur mit einem Wort die Bereitwilligkeit seiner Partei anzudeuten, bei einer Wahl durch das Volk für den Feldmarschall einzutreten. So hat der Reichskanzler seine Wünsche zu Grabe tragen müssen und nun scheint ungeachtet des Ernstes der Stunde und der Bemühungen, die Person des Reichspräsidenten gus dem kleinlichen Parteigezänk herauszuhalten, ein hemmungsloser Kampf aller gegen alle entfesselt zu fein. Die Rationalsozialisten melden für die Präsidentenwahl bereits eine eigene Kandidatur an für den Fall, daß Brüning bis dahin nicht zurückgetreten sei, ja, radikale Heißsporne der Partei scheuen sich nicht, den Reichskanzler als Wortführer des deutschen Volkes und Anwalt seiner Interessen auf der Tributkonferenz in Lausanne auf das schwerste zu diskreditieren, seine Verhandlungsfähigkeit anzuzweifeln und dem Ausland« laut zu verkünden, daß Brünings „Rein" ja nicht ernst gemeint sei, Deutschland erwarte nichts anderes, als daß der Kanzler aus Lausanne auch wieder eine Riede r l a g e mit nach Hause bringen werde. Das ist eine Kampiesweise, die aus innerpolitischen Bedürfnissen jede Rücksicht auf die Interessen der Ration bedenkenlos beifeiteschiebt. Solche Methoden haben die gleichen Leute, die sich heute ihrer bedienen, noch vor kurzem den Sozialdemokraten in lauter Empörung vorgeworfen. Wo bleibt hier das Machtwort Hitlers, den als souveränen Führer der nationalsozialistischen Bewegung die volle Verantwortung trifft für den unermeßlichen Schaden, der durch die Fortsetzung einer solch hemmungslosen Polemik den vaterländischen Interessen zugefügt wird? So kann es unmöglich weitergehen, wenn Deutschland sich nicht im Endkampf um die Befreiung von den Tributen schon in der vorbereitenden Phase die erste schwere Riederlage in blindem Selbstzerfleischungswahn durch eigene Hand beibringen will. Das überaus peinliche Schauspiel der letzten Tage war schon eine außenpolitische Schlappe, die wir noch zu spüren bekommen werden. Kann sich unser Volk nicht in letzter Stunde zusammen- reihen und das innerpolitische Parteigezänk zu- rückstellen. bis außenpolitisch die Entscheidung gefallen ist? Können unsere Parteien nicht einmal selber eine jede ihrer Stelle die nationale Disziplin und Selbstzucht aufbringen, die sie vom Gegner verlangen und beim Ausland stets bewundern? Sollte es nicht möglich sein, statt uns ganz auseinanderzureden und, während in Lausanne die Tributverhandlungen beginnen, daheim in wilden Parteiorgien blindfanatisch aufeinander loszuschlagen, das ganze Volk trotz allem, was schon geschehen, um die ehrwürdige Gestalt des großen alten Mannes zu sammeln, um den uns die ganze Welt beneidet? Dann aber tut Eile not. Mahrauns Vorschlag, dem Feldmarschall durch Volksentscheid erneut das Amt des Reichspräsidenten zu übertragen, ist gut gemeint und aller Anerkennung wert, scheidet jedoch aus, da er vor Ablauf der Amtsdauer technisch nicht mehr durchgeführt werden kann. Es muh also dabei bleiben, daß ein Ausschuß politisch nicht gebundener Männer von Rang und Ansehen Hindenburg erneut die Kandidatur für die Präsidentenwürde anträg't und die Parteien von den Rationalsozialisten bis zu den Sozialdemokraten bedingungslos auf die Aufstellung eigener Kandidaturen verzichten. Auch unter dieser selbstverstündlichen Voraussetzung ist die Uebemahme der Kandidatur eine schwere Zumutung für den greifen Feldherrn und bedeutet das große bittere Opfer seines Lebensabends, ein Opfer, das unser Volk sich wahrlich nicht verdient hat. Hindenburg und die presse. Dortmund. 15.Ian. (ERD.) Im Westfä- lifch-Riederrheinischen Institut für Zri.ungs- forschung sprach Oberregierungsrat Dr. Heide von der Presseabteilung der Reichsregierung über „Pressepolitik im neuen Deutschland". Dr. Heide wies auf die grundlegende Aenderung in der Auffassung der Regierungsstellen hin, die die Presse nunmehr als selbständigen, gleichberechtigten Faktor betrachten, streifte hierauf die Schaffung und die Arbeitsweise der Presseabteilung des Auswärtigen Amtes und kam schließlich auf die Unterrichtung des Reichspräsidenten durch den Chef der Presseabteilung zu sprechen. Diese Information sei so umfassend, wie kaum eine zweite auf der Welt. Es verdiene hervorgehoben zu werden, daß Reichspräsident v. Hindenburg trotz seines hohen Alters ein« Reihe maßgebender Zeitungen selbst gründlich studiere und wahrend des Vortrages des Reichspressechefs von verblüffender Sachkenntnis zeugende Fragen zu stellen pflege. Die ihm vorgelegten Zeitungsausschnitte seien häufig mit zahlreichen Randbemerkungen versehen, die bewiesen, wie sehr der schiedenen Wochenmärkten im Westen der Stadt sein Geschäft betrieb und verschiedentlich falsche Zweimarkstücke bekommen hatte. Der Händler beobachtete eine Frau, die bei ihm zwei Apfelsinen gekauft und mit einem falschen Zweimarkstück bezahlte. Er sah, wie sie sich dann mit einem Manne traf. Die Frau ging die Stände entlang. kaufte hier und dort eine Kleinigkeit, dann begegneten sie sich wieder und der Mann steckte ihr heimlich neues Falschgeld zu. Die Beamten konnten feststellen, daß die Frau 3 9 Falsch- stücke in Zahlung gegeben hatte. Zehnmal hatte sie für 10 Pfennig Suppengrün gekauft und jedesmal ein Zweimarkstück g'e w e ch s e l t. Getrennt verliehen sie den Markt und trafen sich einige Strahenzüge weiter. Hier bestiegen sie vor den erstaunten Augen der Beamten, die sie beobachtet hatten, eine elegamte Horchlimousine und fuhren davon. Auch auf dem Emserplatz in Wilmersdorf erschien das Paar und machte seine Einkäufe. Rachdem es etwa sieben Stücke aus- gegeben hatte, wurden der Mann und feine Frau verhaftet. Reichspräsident den Pressefragen seine Aufmerksamkeit zuwende. ASDAp. und Präsidentenwahl. Die Partei hat sich ihre Entsck,lüfte Vorbehalten. München, 15. Ian. (CRB.) Wie die Pressestelle der Reichsleitung der RSDAP. mitteilt, find die von verschiedenen Blättern verbreiteten Meldungen, dah in den Verhandlungen um die parlamentarische Verlängerung der Amtszeit des Herrn Reichspräsidenten seitens der nationalistischen Parteiführung über d i e Kandidatenfrage für die verfassungsmäßige Volkswahl verhandelt oder auch nur gesprochen worden sei, völlig unzutreffend. In den Verhandlungen habe nur die Liquidierung der „verfehlten Brüning-Aktion" in einer für die Interessen des deutschen Volkes erträglichen und angemessenen Weise zur Debatte gestanden. Darüber hinaus habe die RSDAP. zur Volkswahl selb st in den Verhandlungen keinerlei Stellung genommen und sich ihre Entschlüsse Vorbehalten. Richtigstellungen der Reichsregierung. Berlin. 15. Ian. (CRB.) Amtlich. Die im „Völkischen Beobachter" ausgestellten Behauptungen, Reichskanzler Brüning sei von autoritativer ausländischer Seite darauf hingewiesen worden, daß er ohne die Unterstützung Hitlers als nicht verhandlungsfähig angesehen w.rde, werden von unterrichteter Seite als frei erfunden und aus der Luft gegriffen bezeichnet. Von zuständiger Stelle wird die Meldung, daß der Führer der RSDAP. Adolf Hitler in der Frage der Präsidentenwahl einen neuen Be - s u ch beim Reichskanzler abstatten werde, als unzutreffend bezeichnet. Die in dem Schreiben Hitlers an den Reichskanzler angekündigte Denkschrift über die verfassungsrechtlichen Gründe für die Ablehnung einer parlamentarischen Verlängerung der Amtsdauer des Reichspräsidenten ist bisher in der Reichskanzlei noch nicht eingegangen. Verstimmungen in der Harzburger Front. Berlin, 15. Ian. (CRB.) 3m Hinblick auf bi« vorn 18. bis 23. Ianuar stattfindenden Kammerwahlen an der Universität B« r - I i n veranstaltete heute abend der Wahlblock „Stahlhelm und Deutschnationale" eine Kundgebung, auf der Major a. D. v. Stephani, der Landessührer des Stahlhelms Berlin, scharf gegen die Rationalsozialisten Stellung nahm und ihnen vorwarf, aus der Harzburger Front ausgebrochen"ju fein, indem Hitler an feine Anhänger die Losung ausgegeben habe, eine eigene Liste für die Kammerwahlen aufzustellen. Den Forderungen Hitlers, auf der Wahlliste an führender Stelle vertreten zu sein, könne der Block „Stahlhelm und Deutsch- nationale" nicht stattgeben, da die Rational- sozialisten noch nicht die 51 Prozent der Wähler hinter sich haben. Mit besonderer Schärfe wandte sich v. Stephani gegen das System der Rationalsozialisten, den Deutschen zum Sozi a l i st e n zu machen. Stephani lehnte das Wort Sozialist ab; denn es bedeut« nichts anderes, als daß der deutsche Arbeiter zum Proleten gemacht werden soll«. Di« Rationalsozialisten gehen auch, so betont« v. Stephani zum Schluß, darin fehl, den Faschismus aus Italien auf Deutschland übertragen zu wollen. Deutschlands Stärke liege in seinen Stämmen und nicht in einem Einheitsstaat, wie er von den Faschisten propagiert werde. Die Arbeit des Preiskommissars. Berlin, 15. Ian. (TU.) Wie der Reichskommissar für Preisüberwachung mitteilt, haben bisher insgesamt 65 Werke ihr« Strom» und Gaspreistarife herabgesetzt. U. a. find Lichtstrom- preissenkungen eingetreten in Bremerhaven um 5 Pf., in Dresden (Sächsische Werke) von 48 auf 46 Pf., ferner in Eberswalde, Görlitz, Halberstadt, Halle, Hildesheim, Küstrin, Löwen, Luckenwalde, Lüneburg, Rordhausen, Oberhausen, Stettin und Wiesbaden. Die Gastarife sind u. a. in folgenden Städten gesenkt worden: Bremerhaven, Siegen, Buxtehude, Wiesbaden, Halberstadt, Glatz, Eberswalde und Plauen. — Die Vertreter des Verbandes Deutscher Spediteure haben mitgeteilt, daß ein« 10proz«ntige Senkung durch» geführt worden sei in Mainz, Chemnitz, Berlin und Leipzig. Im Wuppertal ist eine 20proz«ntige Kürzung der Tarife eingetreten, während in Landsberg a. d. Warthe die Kürzung 33 v. H. gegenüber dem Stand vom 31. Dezember 1931 beträgt. — Auch di« Kleinverkaufspreise für Brennspiritus sind feit dem 1. Ianuar um 10 v. H. niedriger. Die Preise für Verbandstoffe sind allgemein um 10 v. H. gesenkt worden. Ein deutschnationaler Antrag auf Landtagsauflösung. Darmstadt, 15. Ian. (ID$71.) 3m hessischen Landtag hat der deutschnationale Abgeordnete Böhm einen Antrag auf Landtagsauflösung eln- gebracht. (Eine Begründung ist dem Antrag nicht beigegeben, aber er geht wohl von der Tatsache aus, daß nach dem Scheitern der national- sozialistischen Verhandlungen mit dem Zentrum die Aussichten für eine Regierungsbildung bei der gegenwärtigen Zusammensetzung des Landtags gering erscheinen. Für die Annahme des Auflösungsantrages ist eine Zweidrittelmehrheit notwendig, die nur bei Zustimmung einer der beiden seitherigen Regierungsparteien (Zentrum und Sozialdemokraten) erreicht wird. Die Rational- fozialisten haben sich zu dem Antrag noch nicht geäußert. Keine OevalvationSpläne. Berlin, 15. Ian. (CRB.) Amtlich. In der Presse tauchen wieder Gerüchte auf über eine von der Regierung beabsichtigte Devalvation durch Herab stempel u*n g-4> er Zahlungsmittel. Von unterrichteter Seite wird hierzu mitgeteilt, dah derartige Pläne von keiner verantwortlichen Stelle auch nur erwogen worden sind. Die öffentliche Erörterung der an sich ganz unmöglichen Gerüchte sei nur dazu geeignet, eine schädliche Wirkung hervorzurufen. - Oie Biersteuer. München, 15. Ian. (TU.) Nach einer Mitteilung des Bayerischen Brauerbundes sind die letzten Meldungen über eine angeblich bevorstehende Senkung der Biersteuer falsch. Der Reichsfinanzminister habe vielmehr erklärt, daß er zur Zeit keine Senkung der Biersteuern in Aussicht stellen könne. Damit kämen aber auch die Voraussetzungen für eine Bier- Preissenkung in Wegfall. Der Bayerische Brauerbund hat deshalb in einem Telegramm an den Reichsfinanzminister auf die ungeheure Bestürzung und Erregung in Bayern wegen der Ablehnung der Biersteuersenkung hingewiesen. Die bereits verfügten Preisherabsetzungen beim Brau- und Gastwirtegewerbe müßten ohne Mitwir- kuna des Fiskus völlig verpuffen und ein Massen- sterben der Brauereien wnb Gastwirtbetriebe sei unvermeidbar, wenn sich nicht im letzten Augenblick noch eine andere Auffassung durchsetze. Heute finden Verhandlungen mit dem bayerischen Preiskommissar, Prof. Dr. Zahn, über den Bierpreis statt. Oie Kündigung verheirateter weiblicher Beamter. Berlin, 15. Ian. (CRB.) Der Reichspost- minister hat _ nachstehende Verfügung erlassen: „Wenn in Fällen, in denen verheirateten weiblichen Beamten das Dienstverhältnis gekündigt worven ist, sich herausstellt, dah die wirt- schaftlicheVersorgunguichtmehr gesichert erscheint, so ist die Kündigung zurückzunehmen. Es entspricht nicht der Absicht des Reichspostministeriums, dah die Kündigung in der Schwebe gehalten und die Beamtin über den Ablauf der Kündigungsfrist hinaus auf Widerruf beschäftigt wird. Gegebenenfalls würde die Kündigung später von neuem auszusprechen sein. »»* Ä» fc* äußerte n lungen wre. feien in den H" er Stärke. L« Ul erhalten. W 3m Nordosten i unaewöhnuc Stuber 7 Me um fflülele hi den toi Hess", i" heimgesucht voll aus W 21 lv Personen 2eich am Lake ist infolge des drei Meier hohe das Becken v Intima 1000 schliefen und du sich besai Personen er laubt, daß 31 ini. Die meister itn Dächern Aus einer Auf der bei die Alle Maas den drei ftc einem Eisenbahi gerötet. Die gebung von 3 3au einer new sich aus dem Sy jur Abkürz dahnbrücke den lommenben Zu< auf das Ne Herannahe ter junger Mai sprang im letzte werte sich ans vor dm Tode Aus der, E Dah Oie polnische Flui. Ter BevölkrrungsdruS auf die deutsche Oslgrenze. Warschau, 15. Ian. (Täl.) Rach vorläufigen Angaben über die zweite Volkszählungin Polen ist in den letzten zehn Iahren ein Bevölkerungszuwachs um 1 8,9 v. H. zu verzeichnen, das sind rund 5 Millionen mehr a l s im Iahre 1921, wo 26,8 Millionen Einwohner gezählt wurden. Demnach hat Polen heute 31,9 Millionen Einwohner ohne das in den Kasernen untergebrachte Militär. Der größte Bevölkerungszuwachs ist in den östlichen, also zum überwiegenden Teil in den von Richtpolen bewohnten Wojewodschaften festzustellen. Er beträgt durchschnittlich 34,2 v. H. An zweiter Stelle stehen die Zentralwojewodschaften mit 19,3 v. H. Dann folgen die südlichen Wojewodschaften mit 13,7 v. H. und schließlich die westlichen mit 11,7 v. H. Der geringe Zuwachs in den westlichen Bezirken wird u. a. auch auf dieMassen - Verdrängung der Deutschen zurückge- führt. Don allen Städten weist Gdingen den größten Bevölkerungszuwachs auf, nämlich 854,7 v. H. Es zählt 30 200 Einwohner. Englands Politik in Indien. Der Erfolg der starken Hand. London, 15. Ian. (Täl.) Bei der Abreise des Ausschusses der englisch-jnd.schen Kon e:enz legte der Staatssekretär für Indien, Sir S. Hoare, vor der Presse den Standpunkt der englischen Regierung dar. Er habe gehofft, auf Gandhi mäßigend eingewirkt zu haben, aber die indischen Rationalisten, unter denen sich zahlreiche Kommunisten befänden, hätten leider d ie Oberhand gewonnen. In.olgedessen hätte die Regierung eingreifen müssen. Die Regierung habe vorgezogen, in drastischerWeisemit einemSchlag und im ganzen zuhandeln, statt allmählich hier und da vereinzelt vorzugehen. Das sei die sicherste und letzten Endes auch die humanste Methode. Bisher habe sie hierdurch bereits große Erfolge erzielt. Sowohl an der Rordwestgrenz«, wie in Bengalen und in den bereinigten Provinzen sei d i e auf * rührerische Bewegung im Abflauen. Die notwendigen Maßnahmen würden, so versicherte Hoare, keine Stunde länger in Geltungbleiben, als unbedingt notwendig sei. Oer Brand bei Sarrasani. Die behördliche älnterfuchung der Brandursache im Zirkus Sarrasani hat ergeben, daß mehrere Zirkusangehörige trotz Verbotes im Ankleideraum geraucht haben. Das Feuer ist demnach höchstwahrscheinlich auf Unachtsamkeit zurückzuführen. Von den Elefanten werden zwei dauernde schwere Folgen der Brandwunden davontragen und zwei andere werden erblinden. Dl uni) hell sich daß über t Goethe schrie. Eg au Frau ich Ihnen nur echustehn vom Wen wir ni »Win von Men funkle und 'M ihnen hin 3 genug dar ifr .5 alle sind AM worden Ke, des rech A daß man MAhlle ffraö >n ein i, W \to:rö ei' I^Aucht^ Bä will c hm?? mit mJÄ* Ha Jkns SSthSne S bei'h.Er, 8 Ire 7 Helft der Gießener Winternothilfe! über die DieältesteGtadtanlagevonGießen von 400 D sowie unschöne Hautfarbe verwendet man am besten die schneeig-weiße Creme Leodor, die gleichzeitig eine vorzügliche Unterlage für Puder ist. — Die kühlende und heilende Wirkung tritt besonders im Winter in Erscheinung, wenn Hände und Gesicht durch Einwirkung der Kälte stark gerötet sind. Auch bei spröder und aufgesprungener Haut, insbesondere bei dem so lästigen Juckreiz der Haut, leistet die Creme vorzügliche Dienste. In allen diesen Fällen trägt man sie in dünner Schicht auf und wiederholt dies mehrmals täglich, abends in stärkerer Schicht. Der nachhaltige Duft dieser Creme gleicht einem taufrisch gepflückten Frühlin^sstrauß von Maiglöckchen, Veilchen und Flieder, ohne jenen berüchtigten Moschusgeruch, den die vornehme Welt verabscheut. — Leodor-Kühl- = role PackunS; Leodor-Fett-Creme, blaue Packung. — Wirksam unterstützt durch Leodor- Edel-Seife. — Unter-Vorkriegspreise. — In allen Chlorodont-VerkaufssteUen erhältlich. besteht. ES soll zu diesem Zweck schon in den nächsten Tagen mit einer umfassen den Sammlung von alten Kleidungsstücken begonnen werden. 3n dankenswerter Weise hat hierzu der Kommandeur unseres Bataillons. Herr Oberstleutnant Klepke, wiederum die Hilfe der Reichswehr zur Derfügung gestellt, die sich bereits bei der bisherigen Durchführung deS Winterhilfswerkes in hervorragender Weise betätigt hat. Bei der Kleidersommlung werden Fuhrwerke der Reichswehr mit Begleitmannschaf- ten unb einem Trompeter vor den Häusern erscheinen, der Beginn der Sammlung wird jedeS- rnal durch Trompetensignal angekündigt werden. Hoffentlich wird auch diese Sammlung zu einem guten Ergebnis sühren. Weiterhin hat unsere Garnison eine Spei- sung von Schulkindern vorgesehen, die in ben nächsten Tagen beginnen soll, ebenso hat sie mehrere Konzerte der Dataillons- kapelle zugcsagt, wobei der Erlös der Win- ternothilfe zugeführt werden soll. Auf der bei Dordrecht in Holland über die Alt« Maas führenden Eisenbahnbrücke wurden drei staatliche Landmesser .... einem Eisenbahnzug ersaht und auf derStelle getötet. Die Landmesser nahmen in der Um« ajbung von Zwijndreht Vermessungen für den Dau einer neuen VlaaSbrücke vor. Eie befanden ■ sich aus dem Heimwege nach Dordrecht, wobei sie pr Abkürzung deS Weges die Eisen- l>ohnbrücke benutzten. Hm dem ihnen entgegen- ionnnenden Zuge auSzuweichen, begaben sie sich ''aus das Rebengleis. Sie überhörten das Herannahen des Gegenzuges. Ein vierter junger Mann, der in ihrer Begleitung war, Drang im letzten Augenblick aus di« Seite, klammerte sich an- Brückengeländer und wurde so vor dem Tode bewahrt. sche Nut. erungsdkvl! che Vfigrenze. (W Wai) vorläufigen e Volkszählung >n »ebn Jahren ein De- 8 um 18,9 V.H. ju vtt- 5 Millionen mehr DO 26,8 Millionen Ein- hrmnach hat Polen heu e c ohne das in den Kaser- är. Der grögtc Devölke- n östlichen, also zm den von n festzustellen. Er betragt An zweiter Stelle^ vdschasten imt 1« ”a<68 ml. W ivohner. Bornotizcn. — Tageskalender für Samstag Stahlhelm. 20 Alfjr, Cafe Leib, Reichsgründungs- feier. — D. H. D.: 20.30 Uhr, im Heim, Lony- Seele und des Geiste- müssen alle Diktate einer unvernünftigen Welt zuschanden werden! Das Wort vom Hinübersegnen, laßt es nicht ein Wort bleiben! Der deutfche Genius ruft uns auf in einem seiner größten Söhne, in Goethe! Vor Gericht. Ich will erzählen, wie es war: Wir spielen jetzt schon zwanzig Jahr... Beim Skat — ich weiß es selbst nicht wie — da heißt es: Mancher lernt es nie. Denn immer, nie könnt' ich's verstehn, hat er geschunden auf die Zehn: ich denke oft noch meines Schrecks, das war nun einmal sein Komplex. And spielte er dann gegen mich, so äugte er auf jeden Stich. Unb haft' ich alles unter Dach, er zählte regelmäßig nach. Als bester Freund, ich sag es hier, mißtraute er beim Spielen mir. Doch niemals bracht er mit Verstand den Spieler dann in Mittelhand. Wir hatten jeden Abend Krach, doch hinterher lieh es dann nach, und nach dem Spiel war alles gut, dann faßt ich wieder neuen Mut. Doch an dem unheilvollen Tag da ging es wieder Schlag um Schlag: Durch seine kindische Manier verlor ich einen Grand mit vier! Doch leider kam dann noch viel mehr: Er äugte wie ein Luchs umher. Ich hatte wiederum ein Spiel und war mit Mühe fast am Ziel, doch durch sein Schinden auf die Zehn, blieb ich mit 59 stehn! Da schlug ich mit dem Blumentopf ihn, leider Gottes, auf den Kopf. Puck. Osten ausbaute, in diesem Teil zugeschüttet und im Jahre 1484 auf ihm der Stadtrirchturm errichtet, dessen etwa 3,40 Meter breite Fundamente auf einem kreuzweise verlegten ^hwellenrvst liegen. Gleich im Anschluß an die fertiggestellte Burg wurde die Stadt Gießen angelegt und ousgebaut, und die Einwohner aus den umliegenden Orten Selters, Achstadt, Kropbach hier angesiedelt. Auch der Verlaus der Stadtmauer richtete sich durchaus nach den Geländeverhältnissen und umschloß den Stadtkern, parallel mit der Wieseck laufend, in einer Birnenform. Da der wirtschaftliche Zweck der Stadtgründung in einer mögt chst weitgehenden Erfassung des Verkehrs bestehen sollte, wurde die Marltbildung dadurch erreicht, daß die von der Reustadt her geradeswegs in den Reuenweg laufende West-Ost-Verbindung nach Rorden zu abgebogen wurde und in die Rord-Süd-Verbindung spitzwinklig einlief (jetzige Markkskrahe). Die Stadt hat von Anfang an drei Tore gehabt, da bei nur zwei Toren die Gestaltung des Marktplatzes eine andere hätte sein müssen. Von der alten Stadtmauer haben sich bei der Errichtung des MarkklaubengebäudeS wertvolle Reste in Form eines Turmes von 10 Meter Durchmesser und eines langen Stückes Mauer gefunden. Der einzige jetzt noch vorhandene Rest der alten Stadtmauer steht in der Dreihäusergasse am Durchgang von der Wagengasse zur Sonncnstraße. — Der Zeitpunkt der Stadtgründung liegt nicht genau fest. Erwiesen ist nur, daß im Jahre 1248 Gießen Stadtrechte gehabt hat. — Das Schloß am Kanzleiberg ist nach der Formengebung veralten Architekturteile wahrscheinlich erst in der zweiten Halste des 13. Jahrhunderts errichtet worden, nachdem Gießen im Jahre 1265 durch Kauf an den Landgrafen von Hessen übergegangen war. Das Resultat der Untersuchung über die älteste Stadtanlage Gießen ist, daß die Grundgedanken des ersten Stadtbauplanes aus dem 13. Jahrhundert die gleichen gewesen sind, wie sie auch heute dem Reichsstädtebaugeseh zugrunde liegen. Reicher Beifall des bis auf den letzten Platz besetzten Saales dankte Stadtbaurat Gravert für seine reichhaltigen, von guten Lichtbildern unterstützten Ausführungen. Im Schlußwort sprach der Vorsitzende dem Redner den Dank des Vereins aus und bedauerte, daß in Anbetracht der vorgerückten Stunde eine Diskussion, die sicher sehr anregend geworden wäre, nicht mehr angängig sei. Ca"bla9WL,'le«< ÖOn bet t J“5 °'e Verfügung erlassen: nen verheirateten Weib- ■ enstverhältnis gekündigt teilt, dah die Wirt- ungirichtmehrge- die Kündigung zurücl- richt nicht der Absicht ns, dah die Äünbigung alten und die Beamtin Kündigungsfrist hinaüi wird. GegcörnenfaU/ pater 6on neuer sjjjs in 3M r finden §««»• tdpunkt der i mä, lehuttt- haben/btta ireich- )encn Mr d ij ldcn. KcMien M nen. $egiem n muffen- im gnn!. wreini^ ) hier und ba tzKus 'ÄS» SS d-n A> ** Sparmaßnahmen des Kreise« bei der Fürsorge für Geisteskranke usw. UJom Kreisamt Gießen wird uns mitgeteilt: .Zum Ausgleich des Haushalts des Kreises Gießen hat der Kreisdirektor auf Grund be« § 2 der Verordnung des Hessischen Gesamtministeriums zur Sicherung der Haushalte von Gemeinden, Gemeindeverbänden und sonstigen Körperschaften deS öffentlichen Rechts vom 2o. September 1931 bi« Bestimmungen des § 4 der Kreissahung. die Durchführung der Reichsvervrdnung über die Fürsorgepslicht vom 13. Februar 1924 betreffend. Wonach der Bezirksfürsorgeverband die HLlfte der von den Gemeinden für hilfsbedürftige Geisteskranke, Schwachsinnige, Blinde, Taubstumme, Krüppel, Epileptische und für Wochenfürsorge endgültig aufzuwendenden Pflegekosten Übernimmt, mit Wirkung vom 1. Januar 1932 auf gehoben. An Stelle der generellen Regelung wird künftig der Kreisausschuß des Kreises Gießen von Fall au Fall entscheiden, in welchem Verhältnis sich Der Kreis Gießen an den in den ftrafje, Vortrag mit Lichtbildern über „Die verbandspolitische Bedeutung der kaufmännischen Stellenvermittlung im D. H. V ". — Geflügel, und Vogelzucht-Verein: 20.30 Ahr, Gastwirtschaft Henkel, Monats-Versammlung. — 224er: 20 Ahr, „Andres", wichtige Zusammenkunft. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Berge in Flammen". — Astoria-Lichtspiele: „Der Schrei aus dem Tunnel" und „Der neue Weltmeister". — Tageskalender für Sonntag. Stadttheater Gießen: „Die Puppenfee", vorher „Die Wunderlampe", 15.45 bis 18-15 Uhr. — Katholisches Dereinshaus: 15 bis 17 Ahr, Ka- sperle-Theater. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: 11.15 Ahr, „Wunder der Tierwelt im Wasser": ab 15 dlbr, „Berge in Flammen". — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Morgen Sonntag, 15.45 Albr, als Ftemdenvorstellung zu ermäßigten Preisen Wiederholung der.beiden allseitig mit größtem Beifall aufgenommenen Weihnachtsinszenierungen „Die Puppenfee", Ballett von Haßreiter und Gaul, mit der Musik von Bayer. Spielleitung Karl Heyser, musikalische Leitung Fritz Eujö, tänzerische Gesamtleitung Ewald Bäulke. Dazu „Die Wunderlampe", Weihnachtsmärchen von Werner Schmidt. Spielleitung: Karl Dolck. Beide Aufführungen unter Mitwirkung des gesamten Ensembles und vieler Kinder, riefen das Entzücken der jugendlichen, wie der erwachsenen Zuschauer hervor. Ende 18.15 Ahr. — Dienstag, 19. Januar, zum letztenmal die Traukndichtung „Hanneles Himmelfahrt" von Gerhart Hauptmann. Spielleitung: Peter Fassott. Beginn 20 Ahr, Ende 22 Ahr. — Kasperle-Theater. Morgen von 15 vis 17 Ahr im Katholischen Vereinshaus Kasperle-Theater. Zwei frohe Stunden für große unö kleine Kinder sind sicher. Siehe gestrige Anzeige. — DieGesellschast für Erd- und Völkerkunde veranstaltet am Donnerstag, 21. Januar, 20.15 Ahr, in der Reuen Aula der Uni» versität einen Lichtbildervortrag. Dr. Walter E t ö tz n e r, Dresden, spricht über Forschungen in der Rord-Mandschurei. Räheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich. " Buchhändler Ernst Legler t Der Seniorchef der Rickerschen AniversitätSbuchhand- lung. Buchhändler Emst Segler, tfl gestern nach kurzer Krankheit verstorben. Der Verewigte hat sich durch seine langjährige und eifrige Mitarbeit als Schriftführer des Gießener Konzerlverein« um die Förderung der Allgemeinintcrcssen unserer Bürgerschaft sehr verdient gemacht. Durch seine hingebungsvolle Arbeit im Vorstande des Kon- ^ertvcreins, namentlich auch in den Iahreiz der Inflation» >eit und der W eker'ceses.igung unserer willschaftlichen Verhältnisse, hat er in hervorragender Weise mit gewirkt an der Erhaltung des Konzertvereins als eines der bedeutendsten Kulturfaktoren unserer Stadt. In der Geschichte de« ©ichencr Musiklebens und seiner Förderer wird die Tätigkeit deS Heimgegangenen stets in ehrender Weise vermerkt bleiben. Aus der provmzialhcmptftadt. Gießen, den 16. Januar 1932. Wahre Noigemeinschast! Von Reinhold Braun. Segnen heißt: In Liebe schwingen und den anderen ganz durchklingen hell und warm und gut und klar, sich für ihn zur Drücke breiten, daß er kann beruhigt schreiten über Abgrund und Gefahr. Goethe schrieb bei einem Besuche der Wartburg an Frau von Stein: „Hier oben! Wenn ■ Ahnen nur diesen Blick, der mich nur kostet au'zustchn vom Stuhl, hinübersegnen könnte!" Fühlen Wir nich! manchmal, wie wenig Sc^enZ- ftcom von Mensch zu Mensch ist, wieviel nugr oil dunkle und überschwere Gedankenfracht zwilchen ihnen hin und her geht, wie sich manche nicht genug darin tun können, dem andern mit fristeten Voraussagen Gemüt und Geist zu be- inften? Dir alle sind in ein neues Opsergängertum 91 Hellt worden. Aber wem der Sinn und die Mrde des rechten OpsergängerS aufging, der icifo, daß man nicht mit hängenden Schultern, glanzlosem Auge und dem Schritte der Welkheit schreiten darf, daß vielmehr das echte Opferwesen ich darin kundtut, mit seinem tiefsten Sein fraft- Jtib lichtvoll zu den andern fick) „hinüberzuseg- kh" in Wort und Blick und jeglicher Gebärde. Goethe konnte in dem erwähnten Briese gleichem eine Idylle zu der Freundin hinübersegnen. Dir sind in ein Schicksalsdrama verstrickt. And ^entsprechend ist Art und Gehalt des von -16 geforderten inneren Tuns. Rur ein Deutschland einer solchen starken, Hellen, seelischen 2c- b»ndigkeit wird ein Land des wahrhaften Widet- bandes, der Anbeugsamkeit und der nimmer» rtoen Sehnsucht ins Licht und in die Freiheit ■"‘ui. Schwäche und Dunkel zu verbreiten, ist ileichbedeutend mit Verrat an seinem Volke. I!rr der ist Rotbezwinger, der ihr mit klarem klick und festem Herzen zu begegnen weih, der ch mit andern Rotgenossen zu schöpferischer Ge- oeinschaft zusammenfindet. Jeder Morgen, der uns zu ncu?m Lichte und Qun weckt, will ein Aufruf an uns sein, uns bineinzusegnen mit unfeem ganzen Menschen in Xu kommenden Tag. Schon die erste Viertel- iimde wahrer Hausgemeinschaft kann eine Tat Jaistellen. Solche Art des tapferen, sinnvollen ^bens hebt uns hinweg über manche Sorge, nacht sie kleiner in unfern Augen, und Wir sind bewahrt vor kleinlichem Verhalten. And es gibt 'och fo viel Kleinlichkeit unter den Menschen, ii? den Ballast dieser Tage vermehrt. Laßt uns einander Helfer sein zu Licht und rechter Kraft in Räh und Ferne, was wir tun tri treiben! An diesem heimlichen Diktat der ©woitmios CBnener Qnafö bedeckt •wolkig. •Mdeckt eltege^ ♦ Schnee ^^roupeia ■ Nebel K Cewirer.^)windstille O, seht »eichte» Ost ■nissifle» Südsüdwest q stürmische» «lordwesl Oie Wene fliegen mit dem wmdc Pie beiden Stationen stenenoen Zab- len geben die Temperatur an. Oie Linien uerpmden Orte mit gleicht» tutctecresniveau umgereebneten Luftdruck Wettervoraussage. 2luch heute ist in der Lustdruckverteilung des kontinentalen Hochs und des Tiefs über Island keine Verschiebung zu erkennen. Rur weitere ozeanische Luft mit Morgentemperaturen von 10 bis 12 Grad dringt an der Südseite der Islandstörung über den Kanal und England vor, die auch Deutschland Weiter überfluten wird, so daß trotz des hohen Druckes das seitherige milde, neblig-wolkige und regnerische Wetter mxb anhält. Auss ichten für Sonntag: Weiterhin diesiges und wolkiges Wetter, mild, zeitweise etwas Regen. Aussichten für Montag: Fortdauer des milden, neblig-wolkigen und zu Regen neigenden Wetters mit kurzem Aufklaren. Lufttemperaturen. Am 15. Januar: mittags 6,7; abends 6,9; am 16. Januar: morgens 5,1 Grad Celsius. Maximum 7,2, Minimum 1,0 Grad Celsius. Niederschläge 0,3 mm. Sonnenscheindauer 2% Stunden. — Erdtemperaturen in 10 Zentimeter liefe. Am 15. Januar: abends 3,8; am 16. Januar: morgens 2,6 Grad Celsius. einzelnen Gemeinden erwachsenden Kosten für Geisteskranke usw. beteiligt.“ “ Gi n Fünfundachtzigjähriger. Am kommenden Montag feiert der Landwirt Heinrich Noll VII., wohnhaft Neustadt 47, in großer geistiger und körperlicher Frische seinen 85. Geburtstag. "Dernäch st «Rindvieh-(Rutzvieh-) Markt findet am Dienstag, 19. Januar, statt. Der nächste Schweinemarkt wird am Mittwoch, 3. Februar, abgehalten. Räheres in der heutigen Bekanntmachung. '* Die Museen und der Heidenturm sind am Sonntag zwischen 11 und 13 Ahr bei kleinen Preisen geöffnet. " Die staatliche Stenographieleh- rerprüf ung haben die Herren Fidel Dalken und Richard Strauch, beide aus Gießen, in Darmstadt bestanden. ' FriedbergerFrühjahrspferde'' markt. Die Anmeldungen zur Prämiierung beim Friedberger Frühjahrspferdemarkt können vom 18. Januar ab bei der Bürgermeisterei Friedberg vorgenommen werden. Interessenten mögen die heutige Anzeige beachten. Vie Mettei-Iage. In einer Sitzung des Werbe- und 6 am - melaus schusses der Gießener Winter n o t h i l s e, die gestern nachmittag im Wohl- sahrtsamt stattsand, ergab sich, daß zur Linderung der Rotlage in breiten Schichten unserer Bürgerschaft weitere Hilfsmaßnahmen unbedingt er f o r d e r l i ch sind. Am die Geldmittel zur Erfüllung dieser Aufgaben herbei- zuschassen, soll in der ersten Hälfte des Februar wieder eine Haussammlung in allen Teilen der Stadl vorgenommen werden, der sich in der zweiten Hülste des Februar an einem Tage eine allgemeine Strahensammlung anschließen soll. Die Wintemothilfe bittet alle Mitbürger, die noch über regelmäßiges Arbeitseinkommen verfügen, auf- dringendste, diese Geldsammlungen tatkräftig zu unterstützen. Am ganz besorrderS drängenden Rotständen ab- zuhelsen, ist die beschleunigte Beschaffung von Kleidungsstücken erforderlich, nach denen große Rachfrage der Hilfsbedürftigen Rekordsommer In Amerika. 3m Nordosten der Bereinigten Staaten herrschen ungewöhnliche 6ommertemperatu- r«n, die stellenweise bis 26 Grad Celsius erreichen- Seit über 50 Jahren hat es eine solche Rekord- irärme um diese Zeit nicht gegeben. Ein Orkan -outete kn den Staaten Mifsissippi und Ten- nessee, die außerdem von Hochwasser heim gesucht wurden. 5000 Personen haben sich auf Dächer und Bäume geflüchtet und warten angstvoll auf Hilfe. In der Gegend von Trenton wurden 10 Personen getötet und viele verletzt. Der Deich am Lake Grassy und dem Tallahatchiestuß >st infolge des Hochwassers geborsten. Eine üfccr blei Meter hohe Wassermasse ergoß sich ü b e r b a 6 Becken von lippo. Das Wasser drang | *11 etwa 1000 h ä u | e r ein, deren Bewohner schliefen und nichts von der Gefahr ahnten, in her sie sich befanden. Man befürchtet, daß viele 'Zersonen ertrunken sind. Das Rote Kreuz plaubt, daß 30000 Personen obdachlos (ir.ö. Die meisten Familien mußten die Nacht auf ben Dächern verbringen. Aus einer Lisenbahnbrücke Überfohren. Hebet dieses Thema sprach am dritten Vortragsabend des Oberhessischen Ge- schichtsvereinS der Gießener ©tabtbaurat Gravert. In einer Einführung, die er seiner Begrüßung anschloß, schilderte der Vorsitzende. AniversitätsbibliothekS-Direktor Prof. Dr. Ebel, in kurzen Zügen die vorhandene Literatur über Gießens Vergangenheit. Der Vortragende führte nach einem sehr interessanten Aeberblick über die geologischen unö tektonischen Grundlagen des „Gießener Beckens" bezüglich der ältesten Anlage unserer Stadt etwa folgendes aus: Der Stadtkern von Gießen ist auf einem kleinen Höhenrücken entstanden, der im Wieseckdelta etwa 2 bis 3 Meter aus dem übrigen Gelände herausragte. Heber diese Insel liefen von Rorden nach Süden und über die Süd- spitze von Osten nach Westen wichtige alte Der- kehrsstraßen. Sie war ringS umflossen von der Wieseck. die etwa an der Kreuzung Moltkestraße— Ostanlage durch den Botanischen Garten hereinkam. Genau aufgestellte Höhenschichtenpläne sollten den RachWeis erbringen, daß die Wieseck nicht nur auf der Ostseite, sondern auch auf der Rord- feite über den Lindenplatz, über die Kreuzung Wehsteingasse—Auf der Bach und „Hinter den Ställen" entlang an der Sandgasse die Insel umfloß. Auf der Rordwestspihe dieser Insel ist die Arzelle von Gießen, die Burg (Sieben, etwa um die Mitte des 12. Jahrhunderts von dem Grafen Wilhelm von Gleiberg errichtet Worden. Diese Burg enthielt etwa sechs Buramannensihe. Ein RachWeis über die Existenz eines Pallas oder eines Bergfriedes, die den Schluß zuließen, daß in dieser Burg der Graf von Gleiberg selbst residiert hätte, hat sich bisher nicht erbringen lassen. Die Burg scheint vielmehr eine Art Verwaltungsstelle für den auf der linken Lahnseite gelegenen Gleibergschen Besitz gewesen zu sein. Don vier in dieser Burg errichteten Durgmannen- häusern haben sich die Kellergrundrisse wiedergefunden, so daß aus den Abmessungen derselben die Größe der höchstens zweigeschossigen Wohngebäude bestimmt Werden kann. Die Burg hat entgegen der Schenckschen Annahme eine wesentlich größere Ausdehnung gehabt und der Verlauf der Burgmauer, die ja noch auf der Westseite zu erkennen ist, entspricht durchaus den natürlich gegebenen Geländelinien. Der sowohl auf der West- wie auf der Ostseite jetzt noch erkennbare Durggraben ging hinter der Kirche nach Rorden weiter in die Wieseck. Er Wurde allerdings, als die Stadt sich im Anschluß an die Burg nach Aus aller Welt. Llly velnhorns Flüge in» himalajagebiel. Elly Brinhorh ist von ihren Himalaja-Flügen rach Kalkutta zurückgekehrt. Wie die Fliegerin ndtteilt, erreichte sie Im Hochgebirge eineHöhe von 4500 Meter, wobei sie noch einen Fluggast an Bord hatte. Als sie später ohne Begleitung flog, erreichte sie über 50 00 Meter Höhe und kam bis dicht an das Mount Everest - Massiv heran. Aeber den mit ewigem Eis bedeckten Höhen traf die Fliegerin starke Böen an. Elly Beinhorn äußerte sich dahingehend, daß es ihr wohl gelungen wäre, noch höher zu kommen, wenn sie,weniger Gepäck im Flugzeug gehabt hätte und wenn sie sich eines Hö hen- atmungSgerätes hätte bedienen können. Auf jeden Fall erscheine eine Hcberfliegung des Mount Everest durchaus möglich, allerdings ndt einet anderen Maschine. Hierzu gehörten je- l»och außerordent.iLe Vorbereitungen. Die Böen feien in den Himalaja-Bergen von ungeahnter Stärke. Elly Beinhorn hat zahlreiche Gletscheraufnahmen gemacht und hofft, aus den Bildern weitere interessante Aufschlüsse y» erhalten. |W M Größte Ausstellung I Reparaturen,komplette Anlagen Statt besonderer Anzeige. Aus einem arbeitsreichem Leben wurde am 15. Januar Herr Ernst Legler IraMisveM Gießen, London. Leipzig, den 15. 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Tat und Gedanken Teilnahme bezeugt, allen, die ihr im Leben Freundschaft geschenkt haben, herzlichen, innigen Dank. Königsberg, den 15 Januar 1932. AlZ Politik ( Aus iede^ mit Sur« ben Doylott vorstellen- verzlchten in Indien kehrt 'N flU,e länderbrauS heißt es, »'-e treiben. SfiT*5 <“* “'M Mos nicht ständen |em M Macht beha> ,chen Angelegen statt zum Auhc Fragt man 0 lind, was ein 1 deuten würd' und Zähigkeit sobald die Sir so wird regel sändcr ist voi („trader"); wer wird, seine H wird es ihn | losten, gegen Möglichkeit po ist setzt das sei Heber die w einer etwa er die Englände auch außer Indien zu b« danken. Sie gelungen ist, zu bannen, d erfolgen wird Für den Ä in ihrem voi Engländern fi eine groß Grohindu Kriegszustand eigenenB es gröhtenfeil haben. Daher Dohkottbewegi zu Hilse (ame1 sches Kap namentlich d entwickelt. D Merchants - an, daß sie nisse führe, nicht erfolgst nähme der Hausweb, Boykott. Der noch n ausgehende ' gehorsam den Radikale hallen. Es h( Meinung hör lagen. Gandhi ob bie Englön den beiden 2li Konferenzen, ■ Pa Eipper, well, gjs strophe in innerunge sahrenden J$anif ist jenes ge Gemüter ast Mst angesichts T'-re sind dem Wefert als Meiler Don Panik in sei N ausbrid)!, a K-LL Ünnlos Nbarn Qnrterft ttberftamPi' £ en nd)er Kat kann: der Üteie Q|)r st- 8h*. l ‘ E'Ner P «ZSd-u'ichk '»4 e” 6t«i •°Wung hle k Iroliten „,9, war len 8QurUs der ü ’P^gen9!^ in d-r Ä. nervö /inem^bom Nr. 15 Zweites Blatt 3U JU »V in. Nf.29 In Süddeutschland stand auf dem Marktplatz einer mittelgroßen Stadt der Wanderzirkus I. Die Raub- lierdressur, die letzte Nummer feiner Nachmittagsvorstellung war eben zu Ende, und acht Löwen trollten aus der Manege zurück, durch den vergitteren Laufgang in ihre Käfigwagen. Sieben Löwen iprangen Dom Grasboden über eine Kiste in ihren Stall auf Rädern, der achte will es auch tun, aber die Kiste wackelt, fällt um, drückt gegen den Laufgang, dort, wo er mit einem Lederriemen am Käfigwagen befestigt ist. Der Zufall wollte, daß der Lederriemen brüchig war eine öeffnunq klaffte in der Vergitterung, und der Löwe, erschrocken oder reiselustig, spazierte in die Freiheit. „ Schöne Freiheit! — eine Gasse, die tn den otaU mit vierzig nervösen Pferden führte. Sofort erkannte der Raubtierdompteur die Gefahr einer Panik. Mit einem Sprung, der auch bei der Olympiade auf- gefallen wäre, schnellte er über den Gittertunnel und SE im ans. Ihr. u. 15U. non. und. terr. 0S9 ro. rott, für >rge- ame im i-»l drivat i »i. 'v”Dotbef ni?eJ sshki 3oo6X ßW UM e«f*t tlm, ÄEA Hemt itocttfl |£ Heirat ÄS | Vereine Jungdeutsche Bewegung jungieaticbirOria Volksaat. Bekhin: TicnAaa, 10. 20.30 Ubr- Hotcl fiöblct: Miiignte! rdema: Lobnlm? tiiicrung u. Slrbcit? beicrianung. lUebtter: i'crr.w öatteur Sfoji®» MW i”., A » S'LS Pamf im Zirkus. Don Paul Eipper. (Kipper, einer der besten Kenner der Zirkuswelt, gibt anläßlich der Sarasani-Kata- strophe in Antwerpen einige interessante Erinnerungen aus feinen Erlebnissen mit der fahrenden Welt. Panik ist jenes heftige Erschrecken, das unerwartet die Gemüter aller Lebewesen ergreifen kann, die Angst angesichts der plötzlichen Katastrophe. Auch Tiere sind dem panischen Schrecken nicht weniger ausgcliescrt als Menschen, und daher fürchtet der Zirkusleiter von allen Unglücksfällen am meisten eine Panik in feinem Reich, ob sie nun während der Nacht ausdricht, am frühen Morgen oder dann, wenn das Spielzeit angefüllt ist mit Taufenden von Besuchern. Was nützen Organisation, Disziplin und alle Sicherheitsmaßnahmen, wenn die Instinkte der Selbsterhaltung jedes atmende Lebewesen rasend machen sinnlos, mordbereit? Wenn der eine mit seiner Angst den zweiten, dritten, hundert, tausend Nachbarn ansteckt, ein Ozean des Unheils jede Rct- tung niederstampft? Aus dreißig Jahren Zirkusverbundcnheit weiß ich von mancher Katastrophe, weiß auch, daß etwas helfen kann: der Mut des einzelnen, die Selbstverleugnung dessen, der im Mittelpunkt der urfprüng- lichen Gefahr steht. Vorausgesetzt, daß nicht der Brachten einer Sekunde verloren geht, Unheil und Abwehr blitzschnell einander folgen. Debole'Aw- an den Stadttheater Gießen- «- Äs ■.Weier- HKS S. 3tht"li,l0 ~ flöt’.! >16* ronK ufit-j »»nÄ- Oer Boykott derInder. Politische Eindrücke von einer Weltreise. Don Or. Paul Rohrbach. Kalkutta. Dezember 1931. 2lus jedem Gespräch hier, mit Ändern wie mit Europäern, geht eins mit aller Klarheit hervor: daß die entscheidende Frage im Verhältnis Indiens zu England heute die ist, ob durch den Boykott gegen englische Waren die englische Politik so weit zur Nachgiebigkeit gebracht werden kann, wie die indischen Nationalisten sich das vorstellen. Was die Nationalisten wollen, ist nichts weniger, als daß England daraus verzich ten soll, eine politische Macht in Indien auszuüben. Das Wort „Macht" kehrt in allen Diskussionen wieder. „Die Engländer brauchen nicht aus Indien hinauszugehen“, heißt es, „sie mögen ihre Geschäfte weiter betreiben, das zukünftige freie Indien wird vielleicht auch englische Beamte, Offiziere, Aerzte in seinen Dienst nehmen, so gut wie es amerikanische, holländische, deutsche nehmen wird, solange es noch ausländische Kräfte nötig hat. WaS nicht sein soll, unter keinen Umständen sein soll, ist, daß d i e Engländer bie Macht behalten, irgend etwas von den indischen Angelegenheiten zum Nutzen Englands anstatt zum Nutzen Indiens zu entscheiden." Fragt man die Inder, ob sie sich darüber klar sind, was ein solcher Verzicht für England bedeuten würde, ob sie eine Idee von der Stärke und Zähigkeit des englischen Willens haben, sobald die Dinge einmal hart auf hart gehen, so wird regelmäßig geantwortet „Der Engländer ist vor allen Dingen ein Händler („trader"); wenn er keine Gelegenheit mehr haben wird, seine Waren in Indien zu verkaufen, so wird eS ihn gar keine so große Alebertoinbung kosten, gegen Wiebererlangung ber Handels- moglichkeit politische Verzichte au leisten." Dies ist jetzt das feste D.n.schema bei den Nationalisten. Heber bie weltpolitischen Wirkungen einer etwa erzwungenen Aufgabe Inbiens burch die Engländer, über die Gründe, bie England auch außer aller Handelspolitik hat, sich in Indien zu behaupten, machen sie sich keine ®e- banlen. Sie glauben fest. baß. fobalb es ihnen gelungen ist, alle englischen Waren aus Inbien zu bannen, bie Kapitulation Englands erfolgen wird und muß. Für den Warenboykott haben bie Nationalisten in ihrem vorjährigen Felbzug, in bem sie den Engländern tatsächlich große Verluste beibrachten, eine große Hilfe von ihren eigenen Großindustriellen gehabt, die durch diesen Kriegszustand eine gute Chance erhielten, ihre eigenen Betriebe auszubauen, und bie es größtenteils auch mit Riefengewinnen getan haben. Daher war es nur natürlich, baß sie ber Boykottbewegung mit bebeutenben Gelbmitteln zu Hilfe kamen. Vs ist privates einheim i - iches Kapital in Inbien vorhanden, und namentlich bic Textilindustrie ist stark entwickelt. Manche Geschäfte — Swadeshi Cloth Merchants — zeigen auch in gewöhnlichen Zeiten an, baß sie nur einheimische Erzeugnisse führen. Dazu kommt Ganbhis bekannte, nicht erfolglose Propaganda für bic Wieberauf- nahme ber indischen Hausspinnerei und Hausweberei, gleichfalls unabhängig vom Boykott. Der noch weit über bloßen Warenboykott hin- ausgehende Plan des „bürgerlichen Ungehorsams" (Cis iI Disobediencc) wird von den Radikalen vorläufig im Hintergründe gehalten. Es heißt, hierzu müsse man erst Gandhis Meinung hören. Besonnenere indische Stimmen sagen, Gandhi werde auch imstande sein, zu sagen, ob bie Engländer es ehrlich meinen: erstens mit den beiden Angeboten in den beiden Londoner Konferenzen, zweitens, und das hauptsächlich. 4Üiäbriger Hand, toct er nut flut(n Michail mochte ha M: verbnratn. "-christliche Anacd unter 0304 an br. 'medener flmeign. Um entlaufen. Erkennbar burä schwarzen flovh Hört auf den Gunter, ähuliei. gegen SeloDnunt Hessischer Hoi Grimberg &ernfpr.2. LaD Weiire Trabtk'.-? For Hündin, bt u. schwarz gezenr-r aus den Manien „Here" hörend na Ureitag entlaufen. Äbzugeb. geg. Belohnung Äobnbon str.42p.LrÄnta^ wird gewann. I:: ■ Cießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Samstag, 16. Januar 1952 mit dem in den englischen Regierungserklärungen wiederholt begegnenden Wort, bis verlangten Garantien — Militär, auswärtige Politik. Finanzen, für gewisse Fälle auch bic Polizei, vorläufig unter englische Kontrolle — sollten nicht be initio fein, sondern nur einen Uebergangsstand zum „full dominion Status“ bilden Mir hat der Führer der Nationalisten in Kalkutta. der an der Spitze der städtischen Selbstverwaltung steht, ausdrücklich gesagt: „Wenn wir eine Gewähr dafür hätten, daß nach einer bestimmten Frist, sei es selbst nach einer Reihe von Jahren. England bic Macht in Inbien in indische Hänbe übergibt, so bah wir untere eigene auswärtige Politik, unsere eigene Handelspolitik. unsere eigene Finanzpolitik machen können, dann würden wir bereit letn uns jetzt mit England auf ber DasiS ber Round- Table-Äonferenj zu einigen." AllerbingS hielt auch biefer Gewährsmann einen solchen Gang ber Dinge für weniger wahrscheinlich als bic schließliche formelle Ansage bes Boykotts. Eine immer wieberholte Rebe ber Inbcr ist: .Wir haben keine Waffen, aber wir wollen gar feine unb brauchen keine. Zum Boykott geboren keine, unb feilte es bei ber Erklärung des .bürgerlichen Ungehorsams" zur Steuer- unb Pachtverweigerung kommen müssen, so werden Dauern unb Stäbler bic Strafe ohne Wiberstand tragen; bie Englänber können nicht eine Million Ere- hitorcn anstellen ' Alles das wirb mit der größten Bestimmtheit vorgetragen: auch bah heute jeher indische Bauer wisse, wer Gandhi sei. und daß Gandhis Parole ..von allen dreihundert Millionen Indern befolgt werden wird" Rach meinem Empfinden könnten sich, bevor bicS Programm nach seinen ßeitgebanten in gewünschtem Sinn abgerollt ist, boch verschiebene Sachen, bic bic Inbcr jetzt nicht in Betracht ziehen, im politischen Raum hart gestoßen haben Ich beschränke mich heute auf bic Wiedergabe des indisch-nationalistischen Standpunkts und denke, bas nächste Mal, etwa von Delhi aus. etwas über ben englischen Etanbpunkt zu berichten. Vimiensiedlung und Kolonialfrage. Don Dr. Ernst Michael. „Wirb unsere Volkswirtschaft in ihrer heutigen Form, ber noch immer stark überwiegenden Industrie- unb Exportwirtschast. je wieder in der Lage sein, allen deutschen Menschen Arbeit und Brot zu geben?“, bas ist bic bange Frage, bic sich heute Millionen Deutsche immer toieber stellen unb ... verneinen. Darum treten auch Zwei Probleme mehr und mehr in ben Dorbcr- grunb: Die völlige Ausnutzung bes uns verbliebenen beutschen Bobens burch Innen- kolonisation unb bie Ausweitung bes brutschen Lebensraumes burch bie Rückgewinnung ber uns geraubten Kolonien. Um eine richtige Einstellung zu biesen beiben Lebensfragen ber Ration zu bekommen, ist es nötig, sic einmal auf ihre Bedeutung für bic Heber» toinbung ber Gegenwartsnot hin zu untersuchen. Werben bie Möglichkeiten ber Binnensied- I u n g meistens ft art unterschätzt — etwa durch Anwenbung bes Schlagwortes „Volk ohne Raum" auf ganz Deutschlanb — so gibt man sich bezüglich ber Unterbringung großer Men- schenmassen in überseeischen Gebieten meiner Meinung vielfach übertriebenen Hoffnungen hin. Gewiß hanbelt es sich z. D. in unseren früheren Kolonien um bcsiedlungs- fähige Flächen, bie bas 40—SOfachc bes für bie Innenkolonisation in Frage tommenben Bobens umfassen. Das bcbcutct aber keineswegs, baß wir nun brühen ohne weiteres auch bas 40—bOfache an Menschen unterzubringen vermochten. Vielmehr würben bie Siebler brühen als Viehzüchter unb Plantagen besitzet bas Vielfache von bem Lanb nötig haben, was ber binnenbeutsche Siebler für feine intensive Wirtschaft braucht. Diesem steht auch, wenn eine entsprechende Zollpolitik mit ber Dinncnsieblung einhergeht, ber für gärtnerische unb tierische Erzeugnisse boch ungeheuer aufnahmefähige beutfehe Markt zur Eroberung bereit, wäh» renb bet Kolonist brühen infolge Fehlens solcher nunnv.ttelbaren Absatzmöglichkeiten auf bie Cßerforgung ferner Mä.rk 1 e angetoie- s e n unb bamit in viel größerem Maße bem Moment ber Unsicherheit unterworfen ist. Hier, in ben Absatzschwierigkeiten, ist Wohl auch der Hauptgrund dasür zu suchen, daß die großen Kolonialländer in letzter Zeit mit ber Erschließung neuer Gebiete nicht recht vorangekommen sinb, ja baß sogar Rückwanderungsbestrebungpn aus manchen ber Gebiete, wie Kanaba unb Bel- gisch-Kongo. feftjuftellen sind. Daß Holland, anstatt Menschen in seinen Kolonien unterjuhrin- gen, bie Zuibersee trockenlegt, um baburch Zehnoer|perrte feinem Löwen den Weg. Mit feinem anderen Hilfsmittel als den ausgeftretften Händen und feiner, dem Tier wohlbekannten Stimme. Und mit etwas Mut. Der Löwe blieb stehen. Wahrscheinlich fühlte er sich unbehaglich, so allein, ohne seine Kameraden. Er brummte ein bißchen; das hört sich bei Löwen nicht ganz ungefährlich an, bleckte aus Verlegenheit die Zähne und drehte sich im Kreise. Aber der Mann ging zwei Schritte voran, und die Raubkatze kroch unters Rädergcstell. „Bretter her!", schrie jetzt der Dompteur, denn er wollte den Ausreißer ein» kesseln. Nach drei Seiten gelang es auch; als die Stallburschen eben das letzte Gitterstuck oorschieben wollten, brüllte der Löwe, lief quer über die Stall- gaffe unb verschwand unterhalb der Gradins. Mit Gradins bezeichnet man die Sitzeinrichtungen des Zirkus, das Holzgerüft des aufsteigenden Amphitheaters. Unterhalb der Gradins ist ein Hohlraum, in dem die Garderobenkisten, Requisiten und Geräte abgestellt werden. Hier hatte also der Löwe vielerlei Verstecksmöglichkeiten, denn der Hohlraum läuft ja im Kreis rund um das Zirkuszell. Das Schlimmste aber war die Tatsache, daß nur ein loses Segeltuch diesen Raum absch'oß von der Außenwelt. Dem Dompteur schoß es augenblicklich durch den Kopf, daß eben jetzt die sechstausend Besucher. abzogen, darunter wohl die Hälfte Schulkinder, geschloffene filaffentrupps. „Was geschieht, wenn der Löwe die Leinwand — aus Versehen nur — zur Seite schiebt und plötzlich in der Nachmittagssonne steht, unter tausend Kindern?" Zwanzig Sekunden hat der Mann vielleicht überlegt: da i schickte er die Stallburschen, Reiter und Artisten links und rechts in ben niedrigen, halb- dunklen Tunnel „Jeder nimmt einen Prügel in die Hand! Haltet euch außen an der Leinwand, und wer den Löwen siebt, winkt seinen Nebenmann! Nicht schreien, mich still holen!“ So geschah's. Mit einem Besen als Schutzwaffe hat der Mann, Schritt für Schritt, harmlos auf den Löwen einredend, die große Bestie immer tiefer in ben Hohlraum getrieben, bis zum Durchlaß in bie Manege. „Da geh hinein!“ sagte er, beim er wußte, daß das Innere des Zuschauerzeltes inzwischen men- schenleer geworden war. Der Löwe bummelte in eine Parterreloge, schmiß bie Stühle um, legte sich unb wartete, bis er mit Fleischstücken in seine Transport fifte gelockt würbe. „Es hätte natürlich auch anbers ausgehen können“, meinte ber Zirkusmensch. „Aber man barf bie Ruhe nicht verlieren." Schlimmer, unberechenbarer, ist solch ein Unfall von Tieren, wenn er währenb ber Vorstellung geschieht. Einer meiner liebsten Zirkusfreunde, Fritz Fischer, tausende kleingärtnerischer Siedlungen zu schaffen. hängt aufs engste mit der angeschnittenen Frage zusammen. Auch wir Deutsche würben als Besitzer überseeischen Eieblungsbodens nicht sofort Zehn- geschweige benn Hunberttausenbe unterbringen können, sondern zu einem ganz allmählichen Aufbau eines Kolonialreiches gezwungen sein. Wenden wir uns nach diesen kritischen Vorbemerkungen der praktischen Frage zu. ob Deutschland. so gerecht und toohlbcgrünbct sein Anspruch auf den verlorenen Kolonialbesitz auch ist, schon in nächster Zeit mit der Wiedergewinnung von Kolonialhoden rechnen bars. Leiber wird man biese Frage, wenigstens im Hinblick auf bic für Mitteleuropäer besonbers geeigneten Gebiete Afrikas, verneinen müssen. Bei Deutsch-Sübwest, wo ber beutsche Devöl- kerungsteil heute wieher eine erfreuliche Stärke erreicht hat. wirb her heftige Widerstand ber zum Mandatar bestellten südafrikanischen Union zu überwinden fein, unb ein deutscher Vorstoß auf Rückgabe Deutsch-Ostafrikas, der sich gegen einen der empfindlichsten Punkte her englischen Politik (Sicherung der Kraftlinie Kairo- Kapstadt) richten würbe, wirb, so fürchte ich. so lange unterbleiben müssen, wie wir in un- ferm Ringen um bic Beseitigung her brüdenbften Fesseln des Versailler Diktats aus eine freunb- schaftlichc Gesinnung Englands angewiesen sind. Diese nüchterne Uebcrlegung müßte eigentlich unter bem Druck ber Gegenwartsnot dazu führen, erst einmal alle Kraft hort zusammenzufassen, wo wir nicht auf das Entgegenkommen fremder Mächte zu warten gezwungen sind, fon- bem noch jeben Tag mit her Arbeit beginnen können, nämlich in Deutschlanb selbst. Für Millionen werden neue Lehens- möglichkeiten erschlossen, wenn wir endlich Herangehen: 1. an bic lanbwirtschaftliche Erschließung bes in Gröhe von etwa 10 Millionen Morgen in Deutschland noch vorhandenen O e ö - lanbs (Moor, Heibc usw.s. 2. an bie Melioration von schätzungsweise 30 Millionen Morgen landwirtschaftlich genutzter Fläche durch Ent- unb Bewässerung, 3. an bie Gewinnung fruchtbarer Gebiete burch Eindeichung geeigneter Küstenstrecken unb unb vor allem 4. an bie dichtere Besieblung bes national aufs schwerste bedrohten Ostens. trat vor Jahren auf einem Berliner Rummelplatz in einer kleinen Menagerie auf. Mit zehn ausgewachsenen Tigern. Ich wußte, daß er sich auf feine Tiere und sich selbst verlassen konnte. Aber in jener Vorstellung kam er beim Wegstellen eines Postaments zu nahe an seinen Liebling, den Königstiger, der aus Zärtlichkeitsvcrlangen oder aus Spielerei mit der linken Vorderpfote nach dem Dompteur griff. Weil an einer Tigerpfote fünf Krallen fitzen, hakte sie bei der Berührung auf Fischers Schulter fest, unb der Mann drehte sich um, wollte sehen, was hinter ihm los sei. Nun erschrak der Tiger, sprang unb hing in seiner ganzen Länge auf dem Rücken des Dompteurs, biß sich aus Angst in seinem Nacken fest. Zuerst hatte das Publikum geglaubt, hier werde ein besonders sensationeller Drqfurtrirf gezeigt; aber als Fritz Fischer taumelte und Blut über sein helles Kostüm floß, sprangen die Hunderte von Menschen wie eine Brandung hoch; Frauen kreischten, als seien sie selbst in Lebensgefahr. Da hat ein Mann die Situation gerettet, im allerletzten Augenblick, ehe bie Menschen sich selber zu Tode trampelten. „Sitzenbleiben, sonst stirbt der Dompteur!" Inzwischen schleppte mein guter Fritz Fischer seine grausige Last zum Eisengitter, schup- perte sich bis der Tiger losließ, zu Boden rutschte. Dann hat er blutüberströmt seine zehn unruhigen Tiere in den Laufgang getricoen, lächelnd — wie nur ein pflichtgetreuer Artist es kann — eine Verbeugung zum Publikum gemacht und hat bann neun Wochen auf Tod und Leben im Krankenhaus gelegen. * Die schlimmste Gefahr aber, bie ich im Zirkus erlebte, haben fiebentaufenb Menschen überstanden, ohne auch nur eine Ahnung davon zu verspüren. Das war in Schweben, als während einer ausverkauften Vorstellung ein Gewitter losbrach, verebbte, und plötzlich ein Wirbelsturm nachfegte. Der Direktor, ber niemals fönst bie Ruhe verlor, wurde aschgrau im Gesicht. „Der Kapellmeister soll Krach machen, soviel die Instrumente hergeben." Dann lixß er bie Eisendeckel vor die Käfigwagen legen und die Elefanten an allen vier Beinen festketten. „Für ben Fall, baß der Sturm das Stall zelt fortreiht.“ Die Vorstellung ging pausenlos weiter. Aber wer nicht dringend in der Manege gebraucht wurde, stand draußen an den großen Tauen, die unser 52-Meter- Spielzelt hielten. „Stellt die schweren Tanks auf die Ankerpsähle. klammert euch an jeden Fetzen Schnur!“ Es war keiner unter uns, der nicht wußte, was auf dem Spiel stand. Wenn irgendwo in der Lein- wandkuppel ein Riß war, ber Orkan sich darin verfing, krachte das ganze Zelt zusammen, unb bann wäre wohl von den siebentausend Menschen keiner lebendig geblieben. Denn selbst wenn wir in unserer heutigen Lage plötzlich bic afrikanischen Siedlungsgebiete zur freien Verfügung wiederbekärnen würde meiner Meinung bie Binnensiedlung an erster Stelle stehen müssen, weil sie aus nationalen Gründen das Dringlichere ist. Vornehmste Ausgabe ist unb bleibt bic Sicherung deS mitteleuropäischen Raumes, mit dem wir Deutschen schickfalhast verbunden find. Kein Zweifel kann daran bestehen, daß er in den Gebieten östlich der Elbe ernstlich gefährdet ist. D e Grenze zerstückelt. baS Land auf unserer Seite durch jahrzehntelange Abwanderung entvölkert, und brühen ein junge- Volk, dessen Menschenmassen schon deshalb einen immer unerträglicheren Druck auf unsere Ostgrenzen ausüben müssen, weil feine Geburtenziffer mehr a IS * das Doppelte s o hoch ist wie bei uns. Nur einen wirkungsvollen Grenzschutz kann es hier geben: Hunderte und Aberhunderte von deutschen Bauerndörfern. Erst wenn die nationale Gefahr im Osten gebannt wäre, dürste sich der deutsche Mcnschen- ftrom über die Meere in heimatserne Gebiete ergießen. soviel müßten wir aus den Ereignissen her jüngsten Vergangenheit gelernt haben. Und noch aus einem dritten Grunde muß in Deutschland heute zunächst der Gedanke der Din- nensiedlung mit aller Gewalt vorwärtsgetricben werden. In den letzten Jahren hat der Geburtenrückgang geradezu bedrohliche Ausmaße angenommen. Deutschlands Großstädte gehen dem Schicksal der Vergreisung ober gar dein des völligen Ausstcrbens entgegen, nur bie bäuerliche Bevölkerung verfüg! noch über einen Geburtenüberschuß. Sic gilt es daher in erster Linie durch die Binnensicdlung zu vermehren, damit wir so wieder zu einem wachsenden Volk werden, das seinen Dodön nicht nur verteidigen, sondern auch hn die Gewinnung fehlenden Siedlungslandes denken kann. Und so ist es gerade vom Standpunkt des Kolonial- freundes zu bedauern, daß wir die Zeil seit Kriegsende für die Siedluna nicht besser nutzten. Denn nur ein Deutsch and. das innerhalb seiner Grenzen jedes Eckchen ausnuht, ein Deutschland, das über bic dann steigende Geburtenziffer einer landwirtschaftlichen Bevölkerung von nicht mehr 13 sondern 20 Millionen verfügt, das wird seine Ansprüche auf Lebensraum in Europa unb jenseits des Meeres allen Gewalten zum Trotz durchzuschen in ber Lage sein. Hessische Landwirtschaftliche Woche in Darmstadt (20. bis 22. Januar.) Im Rahmen der Hessischen Lanbwirisch a f t l i ch c n Woche, die in der Zeit vom 20. bis 22. Januar in Darmstadt abgehalten wird, findet neben einer Reihe von Tagungen landwirtschaftlicher Organisationen auch ein Vortragskursus statt, für den namhafte Redner gewonnen wurden U. a werden sprechen Prof. Dr Sessous (Gießen) über das Thema „Welche Ratschläge können dem Landwirt in heutiger Zeit auf dem Gebiete des Acker- und Pflanzenbaues gegeben werden?". Obcr-Regierungsrat Dr. Morneweg (Darmstadt) über „Die Bedeutung des Reichsmilchgcsetzes für die Landwirtschait' und Professor Dr. Kleberger (Gießen) über „Düngung und Fütterung in ber heutigen Zeit". 2m Anschluß an die Vorträge findet jeweils eine Aussprache statt. 3m Verlaufe ber Tagung hält ber Hessische Canbbunb seine LaNdesvcrsammsung ob: der Landespferdezuchtvercin für Hess n hat Generalversammlung, in der der Abteilungsvor- stand Dr. Denker (Darmstadt) einen Vortrag über „Die Landcsvferbezucht in ber hessischen Lanbwirtschast 1932“ halten wird. In der Haupt- Sie sind eine Stunde später vergnügt nach Hause gegangen, unb mir haben auf Direktionskosten einen tüchtigen Schnaps getrunken. Tonfilm: „Berge in Flammen". Der Schneeschuh- unb Hochgebirgssilrn. her in feiner motivischen Eintönigkeit nachgerade zu verflachen begann, erhält durch bie Einbeziehung einer historisch funbierten Kricgshanblung neuen Antrieb und neue bramatischc Energien. Der Krieg Wieberum ist hier von einer bis jetzt wenig beachteten Seite her aufgespürt und bar- gestellt worben; wie die Romanschreiber und Chronisten der Jahre von 1914 bis 1918 allmählich alle Fronten und Kriegsschauplätze in ihre Schilderung ausgenommen haben, so wenden sich nun die Kameraleute von ben Kraterselbem der Westfront nach Sübcn: hoch in ben Dolomiten lief die österreichisch-italienische Front. Luis Tren ker. der — aus manchem früheren Berg- unb Ski-Film gut bekannt — bas Manuskript geschrieben unb gemeinsam mit Karl Hartl Regie geführt hat. bemerkt zu seiner Arbeit folgendes: „bet Film zeigt entscheidende Momente aus den Kämpfen in den Dolomiten. Die Sprengung des Col bi Lana, die von mir miterlebten Kämpfe am Lagazoi. sowie bie verwegenen Gänge einzelner Tiroler Soldaten in ihre vom Feind besetzten Heimatorte gaben die Motive zu seinem Inhalt. D'.c Handlung ist alfo. wenn auch in ihren Zusammenhängen frei gestaltet, dokumentarisch belegt." Der Film ist regiemäßig eine vorzügliche Leistung; die Ausnahmen sind klar und schon und stellenweise so. daß man sich wundem muß. wie sie zustande gekommen sind. Die Handlung ist einfach unb von einer aus her mili- lärischen Situation sich ergebenben, unmittelbaren Spannung: bie Italiener tre'ben nach einem ab- gewiesenen Sturm auf ben Berggipfel Svreng- stollen vor. um bie von ben Äaiferiägem gehaltene Stellung mit Ekrafit in bie 2u’t gehen zu lassen. Das Bild des Winterkrieges im Hochgebirge erscheint hier in seiner ganzen barbarischen Brutalität. An den Schwierigkeiten, unter denen dieser Film zustande gekommen ist. kann man ermessen, unter welchen Bedingungen und mit welchen Mitteln hier seinerzeit gekämpfi worden ist. Die Besetzung ist allenthalben gut gewählt; neben Trenker, der auch eine Hauptrolle spielt, sind vor allem Claus Clausen. Lifsi Arna und Luigi Serventi zu nennen. — Der Film läuft seit gestern im Lichtspielhaus. — r — Versammlung des Vereins zur Förderung der Grünlandwirtschaft spricht Generaldirektor Dr. Hamann (Darmstadt) über „Die Bedeutung der Grünlandwirtschaft und der Futterkonservierung für die Landwirtschaft Hessens". Außerdem tagen der Landesverband der hessischen Geflügelzuchlvereine. der Verband hessischer landwirtschaftlicher Genosse wschaften, die hessischen Saat- ba u stellen, der Landesverband der Hausfrauenvereine, der Landesverband der Ob st- und Gartenbauvereine. 3n der letztgenannten Versammlung behandelt Obstbauinspektor E n k l e r (Gießen) das Thema: „Welche Lehren ergeben sich aus dem 3al)r 1931 für unseren Obstbau?". Oberheffen. Gtadtvorstandssihung in Alsfeld. Alsfeld, 15. San. Sn der jüngsten Sitzung des Stadtrates wurde die Mietsenkung auf Grund der Vierten Notverordnung geregelt. Vach Vorschlag des Finanzausschusses wurde beschlossen, die Mietsenkung um 10 Prozent der Friedensmiete bei Altwohnungen und eine Senkung von 10 Prozent auch für die Neubau» wohnungen vorzunehmen. Ein Antrag der Geschäftsstelle des LandbundeS bezweckte die Herabsetzung der Standgelder für die Viehmärkte in Alsfeld. Cs wurde beschlossen, das Standgeld für Großvieh von 30 Pfennig auf 25 Pfennig für das Stück Vieh und für Schweine und Kleinvieh von 20 Pfennig auf 15 Pf. für das. Stück Vieh zu ermäßigen. Die Neufassung der Feingoldklausel, die von der Landeskommunalbank-Giiozen- trale für die von ihr den Gemeinden gegebenen Darlehen angeregt worden ist, war in der vorigen Sitzung zurückgestellt worden, um noch nähere Erkundigungen einzuziehen. Snzwischen ist ein auf» klärendes Rundschreiben der D^nk ergangen worin diese darauf hinweist, daß die Aenderung der Fassung durch die Notverordnung vom 9. Oktober 1931 bedingt sei, der man sich anpassen müsse. Auch das Snnenministerium hat feine Zustimmung erteilt. Srgendwelche Tesorgnisse wegen Verschlechterung der Währung liegen der Maßnahme nicht zugrunde. Auf Grund dieser Aufklärung wurde der beantragten Neufassung der Feingoldklausel zugestimmt. Ein Gesuch der Fleischerinnung Alsleld wegen Anlage eines Fernsprechanschlusses im städtischen Schlachthof wurde abgelehnt, da hieran nur die Metzgerinnung Snteresse hat und die Stadt sich daher an den Kosten nicht beteiligt. Unter Mitteilungen entspann sich eine längere Aussprache über die Volksküche, über die von verschiedenen Seiten Beschwerde geführt wurde. Snsbesondere wurde bemängelt, daß der Preis von 10 Pfennig für das Essen zu hoch sei. worauf der Rückgang der Besucherzahl um etwa die Hälfte zurückzuführen sei. Der Vorsitzende erklärte, daß er auf Grund dieser Kritik eine alsbaldige Sitzung des Wohlfahrtsausschusses des Ortsverbandcs der freien Wohlfahrtspflege, der die Vo ksküche ins Leben gerufen hat, beantragen werde. Außerdem wurden Beschwerden über die Art und Weise der Veranlagung der Bürger st euer vorgebracht, zu denen der Vorsitzende eingehend Stellung nahm und die er auf Grund der bestehenden Bestimmungen der Dürgersteuerverordnung zurückwieS. Gemeinderai in Hungen. d. S) u n g e n, 15. San. Sn der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde beschlossen in der Angelegenheit dcs Abbaues der 5. Schulst eile an unserer Volksschule die Entscheidung des Ministers abzuwarten. Die im Sahre 1923 zur Auslosung gebrachten städtischen Schuldverschreibungen werden nunmehr entsprechend aufgewertet. Wegen der Herabsetzung der Sagdpacht haben die Sagt)- Pächter beschlossen, das zuständige Einigungsamt anzurufen. Dem Arbeitergesangverein „Eintracht" wurde der Rathaussaal für die älebungsabende zur Verfügung gestellt. Landkreis Gießen. I Daubringen, 15.Ian. Der Gesangverein Saubringen hielt dieser Tage im Vereinslokal seine Generalversammlung ab. Der erste Vorsitzende, Kaufmann Wilhelm Roth, gedachte zunächst des im letzten Sahre verstorbenen Ehrenmitgliedes Weimer, dessen Andenken in üblicher Weise geehrt wurde. Sodann gab er einen Bericht über das abgelaufene Dereinsjahr. Die Arbeitslosigkeit hat auch auf das Dereinsleben ungünstig eingewirkt. Sie war die Ursache, daß im Laufe des Sahres 13 Mitglieder austraten. Eine sehr große Zahl der Sänger ist arbeitslos, und aus diesem Grunde mußten die Singstunden etwa ein halbes Sahr lang ausfallen. Dank dem Entgegenkommen des Dirigenten (Berufsschullehrer Eberle, Lollar) ist der Verein nunmehr wieder in der Lage, regelmäßig Singstunden abzuhalten. Der Verein hat sich im verflossenen Sahre mehrfach an öffentlichen Veranstaltungen in der Gemeinde beteiligt. Er nahm ferner am Wertungssingen des „Lumdatal-Sängerbundes" in Oden Hausen (Lahn) mit sehr gutem Erfolg teil. Der Singstundenbesuch muß als gut bezeichnet werden. Eine Reihe von Sängern konnte für regelmäßigen Besuch der Singstunden ausgezeichnet werden. Es erhielten die goldene Ehrennadel (für zweijährige Anwesenheit in jeder Singstunde): L. Kraushaar und H. Weimer. Die silberne Ehrennadel (für fleißigen Sing- stundenbesuch im verflossenen Sahr) bekamen: W. Schäfer, L. Reif, W. Michel, W. Alba ch, H. K n ö ß und L. A l b a ch. Dem Vorsitzenden Wilhelm Roth wurde für besondere Verdienste um den Verein auf einstimmigen Beschluß des Vereins die vom „Hessischen Sänger? bund" gestiftete Ehrennadel verliehen. Die Vorstandswahl erbrachte die einstimmige Wiederwahl des gesamten seitherigen Vorstandes: 1. Vorsitzender ist W. Roth, 2. Vorsitzender W. Vogel, Rechner H. Latsch, 1. Schriftführer L. Klingelhöfer, 2. Schriftführer W Dort, Zeugwart K. Bolte, Fahnenträger W. D o - g e l, Stellvertreter K. Bolte, Besitzer L. Kraushaar, Stimmenvertreter K. Wei- mer I., K. Weimer II., A. Kümmel, H. Schäfer, Dereinsdiener H. Weimer 11. Die Rechnungsablage gab in Anbetracht der Verhältnisse ein günstiges Bild. Einer Einnahme von 449,76 Mark stand eine Ausgabe von 347.32 Mark gegenüber, so daß ein Ueberschuß von 102,44 Mark verblieb. Sm Schlußwort richtete der Vorsitzende an die Sänger die Aufforderung, auch in schwerer Zeit dem Verein die Treue zu halten. WL-SMen in einer Manischen Missionsschule 4 M5 Unser Bild zeigt eine reizende Aufnahme aus einer Schule für kleine Negermädchen, wie sie von den Missionsschwestern im Innern Afrikas zahlreich eingerichtet worden sind. Die kleinen Mädchen, die nicht wie ihre europäischen Alterskameradinnen mit gefalteten Händen, sondern mit gekreuzten Armen dem Unterricht folgen, lernen schreiben und rechnen, und was sie von den Missionsschwestern nicht verstehen, erklärt ihnen die schwarze Erzieherin noch einmal. Industrie- und Handelskammer Gießen. Heber die jüngste Sitzung der Sndustrie» und Handelskammer Gießen für die Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach wird uns berichtet: Vor Eintritt in die Tagesordnung begrüßt der Vorsitzende, Herr Fabrikbesitzer L. Rinn, die Versammlung und heißt insbesondere die drei neuen Mitglieder, die Herren H. Spring, W. Denninghoff und S. Maternus, herzlich willkommen 3n warmen Worten dankt der Vorsitzende dem Mitglied Herrn W. L. Rühl aus Großen-Buseck für die in 25 Sahren der Kammer geleistete wertvolle Arbeit und rühmt die in den kaufmännischen Kreisen des Bezirks immer aufs neue anerkannte geschäftliche Exaktheit und Korrektheit des Subilars, dessen Zugehörigkeit zur Kammer diese auch weiterhin erhoffe. Herr Rühl dankt für diese ehrenden Worte und verspricht weitere treue und fleißige Mitarbeit. Sn einem kurzen Rückblick auf das vergangene Sahr führt der Herr Vorsitzende u. a. folgendes aus: „Das Sahr 1931 war für Deutschland ein Krisenjahr schlimmster Art. Man braucht dabei nur an die schweren Tage im Suli und an die sich folgenden Notverordnungen zu denken, die selbst den Leitern der solidesten und am besten fundierten Betriebe Angst und Sorge um das Weiterbestehen ihrer Unternehmungen gebracht haben. Die im Dezember heraus- gekommene 4. Notverordnung legt Beschränkungen und Belastungen auf, die kaum zu tragen sind. Trotzdem muß man anerkennen, daß gerade diese Notverordnung bei all den vielen Härten, die sie mit sich bringt, trotz des Schadens, den sie neben manchem Nutzen anrichten wird, eine mutige und zielklare Tat der Regierung war. Sn den Zeiten, in denen wir leben, läßt sich mit halben Mitteln nicht regieren. Es ist hoch anzuerkennen, daß das deutsche Volk diesen folgenschweren Verordnungen gegenüber so still hält und damit die harten Notwendigkeiten anerkennt. Die Regierung hatte vor Erlaß der 4. Notverordnung Bedenken in diesem Punkt, sonst wäre die vorhergehende Besänftigungsansprache des Reichskanzlers nicht gehalten worden. Der Blick in das kommende Sahr erscheint fas! noch trüber als der Rückblick ins vergangene. Seit Sahren liegt das Grundübel in den Tributlasten, die Deutschland nicht mehr bezahlen kann und mit denen endgültig Schluß gemacht werden muß, da es bei den sinkenden Einnahmen schon ungeheuer schwer hält, bin inneren Etat in Ordnung zu bringen. Die letzten Konferenzen haben die Unfähigkeit Deutschlands zu weiteren Tributlasten anerkannt, und in vielen Veröffentlichungen ist — nicht nur von deutschfreundlicher Seite — nachgewiesen worden, daß der von Frankreich für den Wiederaufbau angeforderte Betrag durch Deutschland bereits weil überzahlt ist. Trotzdem steht Frankreich einer gänzlrchen Aufhebung ablehnend gegenüber zugunsten eines zweijährigen Moratoriums. Nach meiner Meinung ist uns mit solchen halben Leistungen nicht geholfen, die den lastenden Druck der Unsicherheit nicht von uns nehmen, das so notige Vertrauen zerstören und einen gedeihlichen internationalen Verkehr unmöglich machen. — Die 4. Notverordnung bringt uns mit außerordentlich starken Eingriffen in das freie Wirtschaftsleben Preis» und Kostensenkung. Daß hierbei einer natürlichen Entwickelung zum Schaden der Betroffenen vor» gegriffen wird, kann bei dem schwachen Stand vieler Unternehmungen zur Katastrophe führen. Schon jetzt häufen sich Vergleiche, Moratorien und Konkurse in einem Ausmaß, daß eine zuverlässige Beurteilung der Sicherheit von Forderungen kaum noch möglich ist. Es wird langer und mühsamer Arbeit bedürfen, bis sich Handel und Sndustrie auf die neugeschaffenen Verhältnisse einigermaßen eingestellt haben und es vermieden wird, noch weiter von der meist schwachen Substanz zu zehren. — Alles in allem genommen, sind bei dem überaus traurigen Rückblick auch die Zukunftsaussichten mehr als trübe. Trotzdem müssen wir mit starkem, unbeugsamem Arbeitswillen in das neue Sahr hineingehen und die Hoffnung behalten, daß es uns Ende 1932 besser gehen möge als zu Anfang." — Der bisherige Vorstand, bestehend aus den Herren Fabrikbesitzer Ludwig Rinn als Vorsitzendem, Kommerzienrat Gustav R a m s p e ck und Bankdirektor Ludwig Grießbauer als stellvertretenden Vorsitzenden, sowie Herrn Kaufmann Carl Röhr als Rechner wird auf. Vorschlag des Herrn August Noll durch Zurus einstimmig wiedergewählt. Für diesen erneuten Beweis des Vertrauens dankt der Herr Vorsitzende namens des Vorstandes. Der Voranschlag für das Rechnungsjahr 1 9 3 2, welcher, den Erfordernissen der Zeit entsprechend, Abstriche bei den einzelnen Positionen vorsieht, wird genehmigt. Der von der Kammer öffentlich angestellte und beeidigte Wirtschaftsprüfer und Bücherrevisor, Herr Hermann Will, erstattet ein Referat über die steuerlichen Auswirkungen der 4.Notverordnung, an welches sich eine ersprießliche Aussprache anschließt. Der Kammershndikus berichtet über die Vorschläge, welche die Württembergische Staatsregierung zur Bekämpfung von Mißständen auf dem Gebiete des Einzelhandels der Reichsregierung unterbreitet. Diese Vorschläge, welche die Reichsregierung ihrerseits dem Reichswirtschaftsrat zur Beratung überwiesen hat, beziehen sich auf: die Zulässigkeit der Bezeichnung als Einheits- preisgeschäft, die Verhinderung unlauterer Machenschaften bei der Bezeichnung von Waren, die Ermächtigung der Verwaltungsbehörden zur Handelsunterfagung, die Einführung einer Erlaubnispflicht für Warenhäuser und warenhausartige Unternehmungen in Gemeinden unter 20 000 Einwohnern. Wegen der vorgerückten Stunde konnte in eine gründliche Einzeloeratung der Vorschläge nicht eingetreten werden; sie sollen aber Gegenstand von Verhandlungen zwischen der Kammer und den Einzelhandelsorganisationen des Bezirks sein. Verschiedene Vorfälle aus der jüngsten Vergangenheit geben der Handelskammer Veranlassung, der Kaufmannschaft des Bezirks eindringlichst nahezulegen, sich vor Kreditgewährung in jedem einzelnen Falle altbekannter und angesehener Auskunfteien zu bedienen. Am Schluffe der Sitzung dankt Herr Kommerzienrat R a m s p e ck noch einmal dem Herrn Vorsitzenden für die umsichtige Führung der Geschäfte und gibt unter dem lebhaften Beifall der Versammlung der Hoffnung Ausdruck, daß er noch recht lange seines Amtes als Vorsitzender der Kammer zum Besten von Handel und Sndustrie walten möge. Herr Rinn dankt herzlich für diese ehrende Kundgebung. CO Klein-Linden, 15. Jan. Ein Kursus über Säuglingspflege, Verbandlehre und Krankenpflege für die Mädchen des letzten Sahr» gangs der hiesigen Mädchenfortbildungsschule ging in dieser Woche zu Ende. Der Kursus, unter Leitung von Frl. Griebel- Giehen, dauerte vier Wochen und wurde von 15 Mädchen aus Allendorf (Lahn) und Klein- Linden besucht. — Ein Zeichen des gewaltigen Geburtenrückgangs in unserem Dors ist es, daß Ostern 1932 nur 19 Schulrekruten in die Volksschule aufgenommen werden. Das sind etwa 60 v. H. weniger, als vor dem Krieg, wo alljährlich 45 bis 50 Kinder an Ostern Aufnahme in die Volksschule fanden. ! Hungen, 15. San. Die Reitergruppe Hungen und Umgegend hielt hier ihre diesjährige Generalversammlung ab. Zunächst wurde die Wahl eines Schriftführers 6or- genommen, bei der einstimmig Herbert Schneider» Utphe gewählt wurde. Die von dem Rechner Robert Wagner erstattete Rechnungsablage zeigte einen günstigen Stand; dem Rechner wurde Entlastung erteilt. Die Dereinsbeiträge für das kommende Sahr wurden auf 50 Pf. gesenkt. Dem Sahresbericht war folgendes zu entnehmen: Zu Beginn des Sahres wurde ein Achenbach-Fahrkurs abgehalten, dessen Prüfung 20 Fahrschüler bestanden. Sm März nahm die Reitergruppe an der Konstitutionsprüfung in Schotten teil. Am 27. und 28. Suni fand das Reitturnier in Hungen statt, das sich zu einem großen Erfolg gestaltete. An diesem Tage wurde die von Hungener Samen gestiftete Standarte der Reitergruppe Hungen geweiht. Am 18. Oktober fand die Querfeldein-Stafette nach Laubach statt. Der hiesige Verein durchritt die Strecke Hof Graß — Hungen — Dillingen — Laubach in 40 Minuten. Am 22. November wurde das in zwei Klassen auszutragende Rennen um die von Dr. Schmidt gestifteten Wanderpreise ausgetragen. Weiterhin befaßte sich die Generalversammlung mit der Ausgestaltung der am 24. Sanuar aus Anlaß des 70. Geburtstages von Landstallmeister a.D. Schörke nach Darmstadt reitenden oder fahrenden Stafette. Kreis Friedberg. O Gambach, 15. Jan. Am Mittwoch veranstaltete der hiesige Obst» und Gartenbauverein im großen Rathaussaal eine gut- besuchte Versammlung, in der Garteninspektor Rentsch von der Obstbauschule in Friedberg i einen Vortrag über „Neupflanzungen und Pflege von Ob st bäumen" hielt. Der Redner gab manche Anregung und beachtenswerten Rat und fand für seine Ausführungen ein aufmerksames und dankbares Publikum. Sm Anschluß an den Vortrag wurden verschiedene Anfragen gestellt, die von dem Vortragenden eingehend beantwortet wurden. Sm weiteren Verlaufe der Versammlung wurde noch das Thema „Schädlingsbekämpfung" aufgerollt. Man beschloß, vor allem eine Karbolineumspritzung der Zwetschen- bäume durchzuführen. Der Redner gab auf besondere Anregung Ratschläge für die Süßmostbereitung. Ein Antrag auf Herabsetzung der Beiträge für den Hauptverein wurde einstimmig angenommen. Zum Schluß fand noch eine Freiverlosung von 14 Obstbäumen und 4 Nistkästen statt. Kreis Vüdingen^ ! Echzell, 15. San. Sn gut besetztem Saale hielt der hiesige Apbeitergesangverein sein diesjähriges Wintervsrgnügen ab. 3m Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Auftührung einer Operette, die großen Beifall fand. Gleich- gute Aufnahme wurde den Gesangseinlagen zuteil. Kreis Alsfeld. ^Alsfeld, 15. San. Ein originelles und beacht nSverles Kunstwerk h ben Schüler verschiedene. Klassen der hiesigen Oberrealschule unter Anleitung von Oberreallehrer Dotter geschaffen, nämlich ein Modell des Römerkastells Saalburg in der Gröhe von 1,65 zu 1,05 Meter. Das mit großer Sorgfalt ausgeführte Modell gibt ein anschauliches Bild von einem militärischen Lager zur Zeit der Römerschaft in Deutschland unter den Kaisern Hadrian und Antoninus Pius. -s- Nieder-Gemünden, 15.Jan. Der bekannte Geflügelzüchter Otto S ö d l e r von hier erzielte auf der mit 10 000 Nummern beschickten „Lypsia-Schau". in Leipzig (8. bis 10. Sanuar) in der Klasse der „Porzellanfarbigen Zwerge" dis beste und zweitbeste Leistung. Sn der genannten Klasse waren 100 Nummern ausgestellt. O. Söd- ler erhielt auf seine ausgestellten Tiere: 1 sg.« 1 C., 1 sg. 1 ZE. (Ehrenpreis und Zusahehren- preis), 1 sg. 2 und 1 g. •<» Nieder-Gemünden, 13.Jan. Der sangverein „Eintracht" hielt in der Gastwirtschaft Schäfer feine Sahres-Hauptversamm- lung ab. Der Präsident Carl gedachte zunächst des verstorbenen Mitglieds Bürgermeister 2 etter. Aus dem Sahresbericht ging hervor, daß der Verein zur Zeit 75 Mitglieder zählt. Sm vergangenen Sahre wurden 54 Uebungsstundcn abgehalten. Der Verein beteiligte sich an dem Gaufest in Stockhausen und an dem Sängerfest in Homberg. Die Dechnungsablage ergab in Einnahme und Ausgabe den Betrag von rund 400 \ Mark. Das Vermögen des Vereins beträgt insgesamt 1400 Mk. Die Prüfung der Kasse gab au keiner Beanstandung Anlaß. Dem Rechner wurde Entlastung erteilt. Die vom Vorstand in der letzten Sitzung ausgearbeiteten Sahungsänderim- gen wurden zum Teil angenommen. Sm Anschluß daran hielt Der zweite Vorsitzende Feldmann eine kurze Ansprache, in der er die Verdienste verschiedener langjähriger Mitglieder würdigte. Sn Anbetracht seiner Verdienste um den Verein wurde der erste Präsident Carl, der dem Verein 23 Sahre als aktives Mitglied angehörte und 11 Sahre als Vorsitzender tätig war, unter gleichzeitiger Überreichung eines Chrendiploms zum Ehrenpräsidenten ernannt. Der Schriftführer Karl Gonter, der dem Vorstand ebenfalls 11 Sahre angehört, wurde zum Ehrenmitglied ernannt. . Für 23jährige Mitgliedschaft wurden die Herren 1 H. Decker VIII., Ludwig Schott, Heinrich Linker und Konrad Seng zu Ehrenmitgliedern ernannt. Zum Nachfolger des Präsidenten Carl wurde Otto Schlosser, zum zweiten Vorsitzenden wurde Lehrer Lotz gewählt. Die übrigen Vorstandsmitglieder wurden wiedergewählt. Bei der Behandlung verschiedener interner Angelegenheiten wurde u. a. beschlossen«, den Beitrag auf 20 Pf. pro Monat festzusetzen. -er. Homberg, 13. San. Der hiesige Männergesangverein hielt in seinem Dereins- lokal eine Feier ab, die der Ehrung langjähriger verdienter Mitglieder galt« Der Vorsitzende Krug hielt nach einleitenden Chordarbietungen unter Leitung des Dirigenten V i e h m a n n eine Ansprache, in der er die Sangesbrüder und den Bundesvorsihenden des Ohm-Lumdatal-Sängerbundes, Becker, willkommen hieß. Er würdigte dann die Treue, die dis Subilare dem Verein auch in schlechten Zeiten gehalten haben. Der Bundesvorsihende wies auf die Bedeutung des Abends hin, betonte, daß die Treue und der Eifer der alten Sänger den Sungen Ansporn sein möge, dankte im Namen des Hessischen Sängerbundes den alten aktiven Sängern, und forderte auf zur weiteren Pflege des deutschen Männergesanges. 3m Anschluß daran wurden die Mitglieder Georg Groß, Wilhelm N e b- h u t h und Lorenz Helm mit je einer goldenen Ehrennadel für 50jährige aktive Sangestätigkeit ausgezeichnet, nachdem ihnen in Mainz bereits der Hessische Sängerbrief ausgehändigt worden war. Das Mitglied Heinrich G u n t r u m erhielt die goldene Ehrennadel gleichzeitig mit dem Sängerbrief. Der Sänger Heinrich Kuhl erhielt für 40jährige Sangestätigkeit die silberne Ehrennadel des Hessischen Sängerbundes. Ein gemütliches Beisammensein, durch einige Darbietungen des Chores verschönt, beschloß die würdige Feier. =er. Homberg , 15. San. Die diesjährigen Hol zhau er arbeiten sind nunm hr nach vierwöchiger Arbeitszeit beendet. Cs wurde vorwiegend Brennholz aufgearbeitet. ss. Grebenau, 13. San. Eine Arbeiter- Kolonne von 12 Mann aus dem Odenwald ist in diesen Tagen in Reimenrod eingetroffen, um in der staatlichen Försterei Kiefernzapfen zu brechen. Die gesammelten Zapfen kommen in die staatliche Klenganstalt nach Gammelsbach, werden dort ausgeklengt und die Förstereien werden dann mit dem gewonnenen Samen nach Bedarf beliefert. — Bisher wurden in unserem Orte zwei Postbestellungen täglich durchgeführt. Eine der Zustellungen fiel nunmehr den Sparmaßnahmen der Post zum Opfer. Die mittags ankommenden Postsendungen müssen dadurch einen ganzen Tag liegenbleiben und können vorerst, auch nicht vom Empfänger abg«* J ein« /& & für®»' Ä* wurde *'tr gerne) pellt- i Krofdorf SaIcnbtSe & 92 Sterbefalle 5 219 Geburten $ie Gesamt'^ & und Launs 10. Oktober 1930 «et aus fen e,r Äffern: Dort file; Staudesan kr ’ Krofdorf (K Dehbergl: bb.c und Dihmar). boulen und vc i Detzber krGemein berichten: Der nächst des bun fiorbenen Gen Mdann tour Schmidt, al Die diesjährig Gemeindetoald losen in eint dies nicht am Dege der all geführt Werder der Aachbargei die Station uns 50 Mark M O Hoche solöenenH Eheleute Land Heinz und K Jubilar ist 73, Sirdj Lai 3 Lollar, Kirchspiels $ Ziffern: Kirchlich, MM 50 und 2 auf die einzelnen 23 Zeerdigm senberg lauteten d folge 5:4:12, für p 7:7:13 und ’ 0 Holzheil W Statistik k durden 15 Kinder bilden waren es dulden 8 Paare M der Hauptg Wittszahl der 1 Kauen und 80 K 4® statt 3m ganz ^Abendmahl (8 Kben der Mchf y ein. Das b das Opfer v > Trüninge in unserer K »5 Haare »Men, 3 M «udigt. J Dahenbo Laufenen Sabj Nnde 42 § Minder (71 KL tes ftr S" ä vK SÄ ZHr Dark gebest &thnulInro ZK »EUTSC, ■** * ■«»berg. ' Ain Hj,. {••rftÄ s Und K^r Lrd. »äfrte -?*s .Nieten LW*’* ch das Ja2y®l«btt °llt. wVf^ Atzung d^.v°d. tot S-W"« Mage sn. jM.aul bt. -BSs ibittftcü JÄ!S Cn ^Wagen^ lsfeld. 'J ®n orirnntlfej uni p " 9 ben SAüfer v». ,*" oSer,^ V6n Vberreallehrrr l“’®»benTi ÄÄ &Ä ld unter dm Kaisern öen 15 3Qn. bb Utv Sodler von hi« 300 Hummern beföidm Ä bis 10. 3amiarl ■Hanfartigen Zwerge" bii tung. 3n der genannte, ■etn ausgestellt. 0. Svd> »sgestelltm Tim: l|g. "preis und Zusahehrw den, 13.3an. Der ®e< a 4 t" hielt in der Tast- e 2ahrer-HauptvcrIam7. Carl gedachte zunächi rds Mrgmneister 2e!> bericht ging hervor, taj ) Mitglieder zählt. 3n. rdm 54 Lebungsftund'i n beteiligte sich an bcu ind an dem Eängerstl! , igsablage ergab in Gin* :n Betrag von rund IN des Vereins beträgt ir.:- Irüfung der Kasse gab . lah. Dem Rechner tour!« vom Xorftanb in lv iteten LatzungSärrde.-- genommen. 3m Qlnlc b Zorsihenbe Feldma i 1 der er die Verdic r er Mitglieder toür6i:: ierdienste um den Vc-" it Carl, der dem Bei : Mitglied angehörte u! er tätig war, unter gk v eines Ehrendiploms jus it. Der Lchriflführer Kar! rsiand ebenfalls 11 3ahn Ehrenmitglied ernannt ichast wurden die Herrn >öig Schott, §emni Seng zu Ehrenmitgl'c- chsolger des Präsidenlel chlosscr, zum MM | Ätoial »** hielt tn einem/(“ 'fl, ?Sng”^«*£ auch « QL wies au1 e dah di- :nds h'LnAen2unga ' Namen des 4-"" rite im n alte" alt'M rg®rD^nct goibcr,r Im mit i«« ihnen in .. . ward«- ■io 'a^trumcr6^ del glc'Mu h l crb^ )cr tigle'l^l Ein gcmü dndflb-£®olbictä )Ul^e* ifmürbigeS eschlob DlL dics ahrZ l^L^unmhr r6e.s>urhl k-"s M;- 5A?s&S 2*5 3*Ä? )e”5' n-n Ö^s.ndungen^ W «bl*,» cht * lolt werden, da der Empfänger einen Abholungsantrag stellen muh. für den außerdem noch eine entsprechende Gebühr zu bezahlen ist. Alan hofst, Last die geplante Londpostverkraftung eine Aenderung zum Besseren bringt. Starkenburg. (Line halbe Million für Wohnungsbau gestiftet. WSR. Rüsselsheim, 15. San. Dr. Fritz Opel scn. hat zur Schaffung von gesunden und Zweckmäßigen Wohnungen für Minder- oemittelte in Rüsselsheim in hochherziger Weise einen Betrag von einer halben Million Reichsmark gestiftet. Die Stiftung wurde von dem hessischen Gesamtministerium genehmigt. Der Betrag wurde bereits vor einiger Seit der gemeinnützigen Baugenossenschaft als ..Dr.-Frih-Opel-Baustiftung" zur Derfügung gestellt. Preußen. Mrcie Wetzlar. 3 Krofdorf, 15. San. Bei den Standesämtern des AmtSoezirks Atzbach und LaunSbach sind im Kalenderjahre 1931 182 Geburten, 102 Heiraten, 92 Eterbesälle beurkundet worden. (1930 waren es 219 Geburten, 95 heiraten, 82 Sterbefälle. > Die Gesamt-Cinwohner-ahl das Amtsbezirks 2h- bach und LaunSbach betrug bei der Personen- standsaufnahme am 10. Oktober 1931 12 232, am 10. Oktober 1930 12 080. — Die Statistik verzeichnet aus den einzelnen Standesämtern folgende Ziffern: Dorlar (Atzbach, Dorlar, Garben- freim): 41 Geburten, 21 Eheschließungen, 24 Sterbe» fülle: Standesamt Dutenhofen verzeichnet in der gleichen Reihenfolge die -Ziffern 29:12:8; Krofdorf (Kinzenbach, Krofdorf, Gleiberg und Vetzberg): 56:34:31; Launsbach (Launsbach und Wißmar): 46:22:26; Salzböden (Oden- Hausen und Salzböden): 10:13:3. 6 Befcber a, 15. San. Aus.der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung ist folgendes zu berichten: Der Gemeindevorsteher gedachte zunächst des durch einen Anglücksfall plötzlich verstorbenen Gemeindevertreters S t e i n m ü l l e r. Alsdann wurde dessen Rachfolger, Wilhelm Schmidt, als neuer Verordneter eingeführt. Die diesjährige Holzfällungsarbeit im Gemeindewald soll durch die Wohlfahrtserwerbs- lvsen in einwöchiaer Pflichtarbeit und, soweit dies nicht ausreicht, von der Bürgerschaft im Wege der allgemeinen Handdienstleistung ausgeführt werden. Für die Schwesternstation Der Rachbargemeinde Rodheim a. d. Bieber, welche die Station unserer Gemeinde mit betreut, wurden 50 Mark Zuschuß bewilligt. O Hochelheim 14. San. Das Fest der goldenenHochzeit feiern am 19. Sanuar die Eheleute Landwirt und Presbyter Friedrich Heinz und Katharina, geborene Althen. Der Subtlar ist 73, seine Frau 72 Sahre alt. Kirche und Schule. Landkreis Gießen. 0 Lollar. 14. San. Die Statistik des Kirchspiels Kirchberg verzeichnet folgende Ziffern: Kirchliche Trauungen sanden 43, Beerdigungen 50 und Taufen 82 statt. Davon entfielen auf die einzelnen Gemeinden: Lollar 23 Trauungen, 23 Beerdigungen und 41 Taufen, für Staufenberg lauteten die Ziffern in der gleichen Reihenfolge 5:4:12, für Mainzlar 7:10:11, für Daubrin- gen 7:7:13 und für Ruttershausen 1:6:5. O Holzheim, 14. San. Aus unserer kirchlichen Statistik sei folgendes mi getei't: Getauft wurden 15 Kinder (8 Knaben, 7 Mädchen), Konfirmanden waren es 4 (1 Knabe, 3 Mädchen), getraut wurden 8 Paare und beerdigt 19 Personen. Die Zahl der Hauptgottesdienste betrug 62, die Durchschnittszahl der Besucher war 284 Manner, 221 Frauen und 80 Kinder. Rebengottesdienste fanden 46 statt. Sm ganzen empfingen 1645 Personen das hl. Abendmahl (8.5 männliche, 840 weibliche). An Gaben der Rächstenliebe gingen insgesamt 5338 Mark ein. Das bedeutet bei einer Seelenzahl von 1153 das Opfer von nahezu 5 Mark pro Person. > G r ü n i n g c n, 14. San. Sm Sahre 1931 würben in unserer Kirchengemeinde 8 Kinder getauft, 5 Paare Kraut, 7 Kinder konfirmiert (4 Knaben, 3 Mädchen), und 3 Personen kirchlich beerdigt. ' Watzenborn-Steinberg, 14. San. Sm abgelaufenen Sahre wurden in unterer Kirchen- gemeinde 42 Kinder getauft, 27 Paare getraut nnd Iß Kinder (7 Knaben, 9 Mädchen) konfirmiert. 2uffäl*ig gering war die Zahl der Beerdigungen, et fanden deren nur 9 statt. An Gaben christlicher Liebe wurden 2250 Mark gespendet bzw. in Beiträgen abgeliefert. Am hl. Abendmahl nahmen 2509 Personen (1087 Männer, 1422 Frauen) teil. Kreis Schotten. O Groß-Eichen, 14. San. Sm Sahre 19 31 wurden in unserem Kirchspiel 18 Kinder getauft (darunter 6 in Klein-Eichen». Konfirmiert wurden 15 Kinder, 8 Knaben und 7 Mädchen, (darunter 1 Mädchen aus Klein-Eichen). Getraut wurden 11 Paare (darunter 4 zu Klein-Eichen). Kirchlich beerdigt wurden 11 Gemeindeglieder (2 ouS Klein-Eichen). Sn Groß-Eichen wurden 69 und in Klein-Eichen 28 Gottesdienste gehalten, die insgesamt von 4859 Männern, 5474 Frauen und 4409 Kindern besucht wurden. An der Christenlehre nahmen 163 Burschen und 191 Mädchen teil. Ter Kindergottesdienst wurde von 857 Knaben und 528 Mädchen besucht. Am hl. Abendmahl nahmen 487 Männer und 520 Frauen teil. An Gaben christlicher Liebestätigkeit gingen insgesamt 942,53 Mark ein. O Sellnrod, 14. San. Aus der Statistik unseres Kirchspiels ausdemver- gangenenSahr ist zu berichten: Getauft wurden 16 Kinder (6 in Altenhain); konfirmiert 16 Kinder. 10 Knaben und 6 Mädchen (5 Knaben und I Mädchen aus Altenhain); getraut wurden 12 Die Finanznot des Kreises Wetzlar. Erhöhung der Kreisumlage, der Burger- und Biersteuer abgelehnt. WSR. Wetzlar, 15. San. Der Kreistag des Kreises Wetzlar hielt gestern eine Sitzung ab, in der die finanzielle Lage des Kreises eingehend erörtert wurde. Landrat M i ß verbreitete sich in längeren Ausführungen über die Finanzlage deS KreiseS, die sich fortschreitend verschlechtere. Am Schlüsse des Rechnungsjahres werde sich voraussichtlich ein Fehlbetrag von 712 922 Mark ergeben. Der Fehlbetrag werde sich um den Betrag ermäßigen, den etwa der KreiS auf einen erneut zu stellenden Antrag auf Staatsbeihilfe erhalten wird. Die bisherigen Anträge auf diese Zubilligung feien daran gescheitert, daß die Kreis steuern nicht in dem erforderlichen Maße erhöht worden sind und auch die brei- einhalbsache Bürgersteuer, sowie die erhöhte Dier- steuer in den Gemeinden des KreiseS noch nicht eingeführt waren. Wenn die Kreissteuer, die bereits jetzt 75 Prozent betrage, nicht erhöht werde, wäre die Gewährung einer Staatsbeihilfe in Frage gestellt. Landrat M i h wandte sich gegen die Auffassung in der Konferenz der Gemeindevorsteher des Kreises Wetzlar, daß der KreiS Wetzlar die von der Regierung verlangten Erhöhungen nicht vorzunehmen brauche und trotzdem seiner Anwartschaft auf eine Ltaatsbeihilfe nicht verlustig gehe. Auch der Staat würde, wenn er eingreifen müßte, das Geld aus den Taschen nehmen, auS denen der KreiS seine Steuern und Abgaben nimmt. Die Aussprache, die zum Teil in daS allgemein- politische Gebiet Übergriff, nahm zeitweise scharfe Formen an. Die Redner aller Fraktionen vertraten den Standpunkt, daß der KreiS Wetzlar auch ohne die verlangten Cr- hödüngen Anspruch auf eine Staats- b e ip i l s e au8 dem AuSgleichssondS habe. Die Aussprache ergab bann auch die einmütige Ausfassung, daß die von der Regierung verlangt« Erhöhung der KreiSumlage, der Bier- und Bürgersteuer vom Kreistag nicht verantwortet werden könne und abzulehnen ist. Landrat Miß nahm im weiteren Verlauf der Sitzung Stellung zu den Gerüchten über bk Zusammenlegung der KreiSsparkasse und der Städtischen Sparkasse. Die trüberen hierüber geführten Verhandlungen seien nicht weitergeführt worden. Man habe die Angelegenheit auf sich beruhen lassen, weil die Verhältnisse zu unklar seien. An sich sei aber der Gedanke einer Verschmelzung gut und richtig. Rach Erledigung einer Reihe von kleineren Vorlagen schloß der Kreistag nach sechsstündiger Dauer. Rundfunkprogramm. Sonnldg, 17. Januar. 7.00 ilßr. Don Bremen: Hafenkonzert. 8.15: Morgenfeier der freireligiösen Gemeinde Offenbach a. M 11.30: Von Leipzig: Reichssendung: Kantate. 12.00: Von Kassel: Mittagskonzert des kleinen Philharmonischen Orchesters, Kassel. 14.10: Stunde des Landes. 15.00: Stunde der Sagend. 16.00 bis 18.00: Von Wiesbaden: Konzert des Städtischen Kurorchesters. 18.00: Einführender Vortrag zur Oper »Die schalkhafte Witwe", von Crmanno Wolf-Ferrari, anläßlich der Erstaufführung im Kasseler Staatstheater. 18.25: Die Dämmerstunde. Leitung: Falke-Leonhardt. 18.55: Vortrag. 19.20: Sportnachrichten. 19.30: Erziehung im Zoo. Von Hans Siemssen. 20.00: Symphoniekonzert des Frankfurter Orchestervereins. 21.00: (M. und München): Hilf dir selbst. Hörspiel von Auditor. 22.50 biS 24.00: Tanzmusik. Montag, 18. Januar. 7.20: Frühkvnzert auf der Kino-Orgel. 12.05: Konzert. 13.05: Von Köln: Konzert. 15.20: .Beruf ober Erwerb", Vortrag von Charlotte von Reichenau. 17.05: Von Baden-Baben: Konzert bes Städtischen Kurorchesters. 18.40: .Meine Erlebnisse bei den Zigeunern", Vortrag von Elisabeth von Schmidt-Pauli. 19.05: Englischer Sprachunterricht. 19.40: Tägliche Begegnungen. Arbeitsvermittler und Arbeitsloser. 20.00: Don Berlin: Reichsgründungsseier. Ansprache von Reichsminister Dr. Groener. 20.30: Goethe- Gespräche. Dr. Waldemar Staegemann und Heinz Woefter. 21.10: Großer Saal des Saalbaues, Frankfurt a. M.: VI. Montagskonzert. 22.20 bis 24.00: Winterfest 1932 des Singchors der Württ. Landestheater zugunsten seiner Llnterstühungs- taffe. .Alles will zum Theater." Don Fritz Schaetzler. Dienstag, 19. Januar. 7.20: Frühkonzert. 12.05' Don Berlin: Konzert. 13.05: Don Köln: Konzert. 15.20 bis 15.50: Haussrauen-Rachmittag. 17.05: Konzert des Rundfunkorchesters. 19.05: .Die Bestimmungen der Rotverordnung vom 8. Dezember 1931 über die Preissenkung", Dortrag von Regierungsrat Dr. Luttinger. 19.45: Anekdoten, erzählt von Theodor Brandt. 20.00: Don Berlin: Unterhaltungskonzert der Berliner Philharmoniker unter Leitung von Dr. Wilhelm Furtwängler. 22.00: Don Berlin: Zeitbericht. .Das Ende des britischen Freihandels." 23.00 bis 23.30: Tanzmusik des Tanz-Ensembles der Stuttgarter Philharmoniker. Mittwoch, 20. Januar. 7.20: Frühkonzert auf Schallplatten. 10.20 bis 10.50: Schulfunk. .Wer malt das schönste Bild?" Eine Anregung mit einem Wettbewerb von Studienrat Schäfer-Simmern. 12.05: Don Berlin: Konzert. 13.05: Don Köln: Konzert. 15.15 bis 16.00: Stunde der Sugend. 17.05: Konzert des Rundfunkorchesters. 18.40: .Taub und blind — Zur Metaphysik der Sinnesorgane", Vortrag von Werner Deubel. 19.05: »Rechenkniffe. Lustiges und vorteilhaftes Rechnen", Dortrag von Dr. Karl Menninger. 19.20: .Bei unbekannten Dölkem in Portugiesisch-Guinea". Dortrag von Prof. Dr. Br. Struck, Dresden. 19.45: Freiburg: Volkstümliches Llnterhaltungskonzert. 21.00: Eine Viertelstunde Lyrik — Richard Dillinger — Sprecher: Dr. Erich Fortner. 21.30: Musikalisches Kuriositäten-Kabinett I. 22.40: Die Großmarkthalle. Hörbericht von Emst Rebhut. Donnerstag, 21. Januar. 7.20: Don Berlin: Frühkonzert. 9.00 bis 9.40: Don Leipzig: Schulfunk. »Aus dem Leben in Staat und Wirtschaft" — Besuch im Reichsgericht. 12.05: Don Berlin: Konzert. 13.05: Don Köln: Konzert. 15.30: Stunde der Sugend. 17.05: Aus dem großen Saal des Städtischen Saalbaus, Darmstadt: Konzert des Snstrumental- Der- eins, Darmstadt. 18.40: Stunde des Films. »Regisseure bei der Arbeit." Don Dr. Fritz Hock. 19.05: „Sgnaj Seipel", Dortrag von Dr. Werner Thormann. 19.45: Wagner-Abend. 20.30: Länder-Querschnitt III. Frankreich in seiner Kunst. 22.35 bis 23.30: Tanzmusik. Freitag, 22. Januar. 7.20: Frühkonzert. 12.05: Don Berlin: Konzert. 13.00: Don Köln: Konzert. 17.05: Rachmittagskonzert des Philharmonischen Orchesters. 18.40: »Zum 10. Todestage Papst Benedicts XV.“, Dortrag von Wilhelm Guide. 19.05: Aer^tevor- trag: »Homöopathie und Raturwissenschast. 19.35: »Musikalische Grundbegriffe — Shr Wesen und ihre Bedeutung", Dortrag von HanS Rosbaud. 20.05: Staatstheater Kassel: Die schalkhafte Witwe. Komische Oper in drei Akten. Musik von Crmanno Wolf-Ferrari. 23.00 bis 24.00: Tanzmusik. Samstag, 23. Januar. 7.20: Frühkonzert auf Schallplatten. 10.20 bis 10.50: Schulfunk. „Aus dem Standesamt." Hörbild von Actualis. 12.05: Konzert. 13.00: Konzert. 15.15: Jugendstunde. 16.20: Rach Frankfurt: Rachmittagskonzert des Rundfunkorchesters. 18.35: .Spuchauslchußsihung eines Arbeitsamtes", Hör- bericht von Sturnus. 19.15: Spanischer Sprachunterricht. 19.45: Funkbericht. 20.05: Alm: Bunter Abend. Conference: Maria Rey. 22.50: Dom Hallensportfest aus der Festhalle, Frankfurt am Main. Sprecher: Ernst Rebhut. 23.10 bis 24.00: Tanzmusik des Tanz-Ensembles der Stuttgarter Philharmoniker. Paare (8 in Altenhain); kirchlich beerdigt 12 Gemeindeglieder (8 in Altenhain). Cs wurden in Sellnrod 63 und in Altenhain 26 Gottesdienste gehalten, die insgesamt von 3848 Männern, 3806 Frauen und 3031 Kindern besucht wurden. An der Christenlehre nahmen 87 Burschen und 141 Mädchen teil. Zum hl. Abendmahl gingen 508 Männer und 595 Frauen. An Gaben christlicher Liebestätigkeit gingen insgesamt 508,65 Mk. ein. Auch im vergangenen Sahre war unsere Pfarrstelle verwaist und wurde von Groß-Eichen aus unter Zuziehung von benachbarten Geistlichen mitverwaltet. Holzversteigerungs - Termine. Montag, 18. Januar. Hessisches Forstamt Rabenau, Londors: Zusammenkunft am Sagdhaus. 10 llßr. Fürst zu Solms-Lichsche Forstverwaltung: Zusammenkunft Straße Lich—Garbenteich (Waldeingang), 10 Ußr. Gras zu Solms-Laubachsches Forstamt: »Solm- fer Hos'^ zu Laubach, 10.15 Ußr. Bürgermeisterei Albach: Zusammenkunft am Waldeingang Eiserchand, 9.30 Ußr. Fürst zu Solms-Braunselssches Forstrevier Hungen: Zusammenkunft Gastwirtschaft Strack zu Dillingen, 10 Llhr. Büchertisch. — Ern st Kratzmann: DasLächelndes Magisters Anselm us (oder Das Leben des Hanns Meinrat Maurenbrecher aus Dinkelsbühl). 50. Tausend, 399 Seiten, Seinen, 3,60 Mk. Derlag Adolf Luser, Wien V, Spengergasse 43. (609.) — Meinrab Maurenbrecher, der junge ungelehrte Kaufmannssohn, der auf dem ihm vererbten Boden gläubiger Rechtschaffenheit so fest und sicher zu gehen meint, daß ihn keine Zweifel anwandeln konnten, empfängt unvorbereitet, wie einer vom Blitz getroffen wird, das Wunder einer Liebe. Sie läßt ihn zum Derbrecher werden und bleibt trotzdem sein ganzes Dasein hindurch fein schönster Besitz. — Kratzmann, Gymnasialprofessor in Wien, läßt seine Geschichte zu Goethes Zeiten spielen und hat die Lebensbeichte eines Großvaters für feinen Enkel mit dem Mantel der Kulturhistorie umgeben. — Der Derlag hat dem Buch eine gediegene Ausstattung zuteil werden lassen. — Alle und neue Volkstänze Gesammelt von Elfriede Car io. Klaviersah von Günther P o o k. Dildschmuck nach Scherenschnitten von H. G i e s e ck e. 10. neubearb. Auslage. 62 S. Kart. 2 Mk. Derlag von B. G. Teubner in Leipzig und Berlin 1931. (575) — Die Reubearbeitung erfolgte vor allem in musikalischer Hinsicht. Es wurde ein neuer Klaviersatz geschrieben, der allen Ansprüchen genügen dürfte und leicht spielbar ist. So ist noch engere Verbundenheit von Tanz. Melodie und mußkalischem Satz erzielt worden. Die musikalische Grundlage bilden bekannte Volkslieder. Die Beschreibung der Sandformen bedient sich der heute üblichen AuSdruck-weise. Srieffoffen frer Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlich kett der Schriftteitung.) t. J. in G. 1. Ihr Mietvertrag — auch der nur mündlich vereinbarte ist ein solcher — unterlag der freien Vereinbarung, da es sich um Aftermiete handelt. Aus gnindsätzlichen Erwägungen müssen wir ein Urteil darüber ablehnen, ob der Mietpreis in einem Falle der Sachlage entspricht. 2hfl dem Wohnungsamt können Sie Auskunft über den Friedenswert der Wohnung erhalten und darnach sich ein Urteil bilden, ob der Mietpreis für die leeren untervermieteten Räume sachentfprechend ist. Die von Ihnen übernommenen sonstigen Kosten und Lasten entsprechen einer von Ihnen eingegangenen freiwilligen Verpflichtung. 2. Im Falle der Bedürftigkeit, die nachzuweisen wäre, können Sie das Gesuch um Mietbeihllse an die Stadt richten. • Gewinnauszug 4. Klasse 38. Preußisch-Eübbeutsche (264. Preuh.) Staats-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gelallen, und zwar je einer aus die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II 2. Ziehungstag 14. Januar 1932 In der heutigen Bormiltagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen 4 •rt.firat eu 10000 ®t. 123537 385196 4 »«winne »u 5000 M. 45499 140156 6 »«winne tu 3000 M. 66206 195998 346908 8 •ewinne |u 2000 u 500 D<. 6797 14138 30211 49739 64542 160733 171265 177071 196037 200840 202149 209462 217624 264566 283666 288945 291911 298397 350571 385972 395549 Die Ziehung der 5. Klasse der 38. Preußisch- Süddeutschen (264. Preußischen) Staats-Lotterie findet vom 9. Februar bis 14. März 1932 statt. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Sonntag, 17. Januar. 2. Sonntag nach Epiphanias. Stadtkirche. 9.30 Uhr: Pfarrer Becker; 11: Kinderkirche für die Markusgemeinde, Pfarrer Becker; 17: Pfarrer Mahr. — Johanneskirche. Kirchenvisitation durch Dekan Qußmann; 9.30: Pfarrer Bechtols- Heimer; 11: Kinderkirche für die Lukasgerneinde, Pfarrer Bechtolsheimer; 17: Pfarrer Ausfeld; 20: Bibelbefprechung im Iohannesfaal, Pfarrer Bechtolsheimer. — Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Pfarrer Lenz; 11: Kinderkirche für die Luthergemeinde, Pfarre«» Lenz. — Llijabeth-Kleinkinderfchule. 9.45: Pfarraffiftent Knell. — 3m Saale der neuen Krippe. 11: Kinderkirche für die Iohannesaemeinde, Pfarrer Ausfeld. — Klein-Linden. 10: Hauptgottesdienst; 11: Kindergottesdienst. — Miefeck. 10. — Kirchberg. 10; Kirchberg; 13.30: Mainzlar. — Alten-Vufeck. 10; 13: Kinderkirche. — Hausen-Darbenteich. 10: Hausen; 13: Garbenteich. — Watzenborn-Steinberg. 10.15: Hauptgottesdienst; 11.15: Kinderkirche. — Grüningen. 13: Hauptgottesdienst. — Lich. 10: Stiftsdechant Kahn, 12.45: Kindergottesdienst; 14: Stiftspfarrer Draudt. katholische Gemeinden. Samstag, den 16. Januar. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte. Sonntag, 17. Januar. 2. Sonntag nach Epiphanie. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe, Kommunion der Jünglinge; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt; 17.30: Andacht. — Grünberg. 9.45: Messe mit Predigt. — Hungen. 8: Hochamt mit Predigt. — Laubach. 10: Hochamt mit Predigt; 14.30; Vortrag und Andacht. — Lich. 10: Hochamt mit Predigt; 20: Dortrag und Andacht. — Ridda. 8.30: Hochamt mit Predigt. — Schotten. 10.30: Hochamt mit Predigt. Mittwoch, 20. Januar. Hungen. 7.30 Uhr: Messe. Sonntagsdienst d.Aerzte u.Avotheken am 17.1.32 Frau I)r.Marr. Or. Steinreich. Pelikanavotheke. ___________Zahnarzt: Dr. Adam. D Die Hamburg-Südamerikanische Dampfschiffahrts- Gesellschajt veranstaltet in der Zeit von Mitte März bis Mitte Juni vier billige Mittelmeerreifen. Die Preise für diese Reisen sind gegen das Vorjahr noch weiter herabgesetzt. 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Arllllerie-, Barde-, Kavallerie-, Krieger-, Marino- n. Plonier-Vereiu, B O B., O.V.O. 1914. Ollii.-Vereinig. ehern. 116er, 116er Lantlw., ehern. 118er, Verein ehern.Lelbgard., ehern. 116er, ehern. 168er, ehern. Leibdrag., ehern. 222or, ehern. 80er, ehern. Kavall. Bleflen n. ümg., Reiohabnnd |ttd. Frontaold. Trotz mein, bekannt niedrigen Preise gewähre ich auf alle regul. Waren einen 4 (10/ Sonder-Rabatt von I U /o Durchge webte Teppiche (IN Muster durchgehend wie beim echten Perser, IAi| 250x580 fetzt 15-1.-, 200x500 früher 280.- letzt O O Mechan. Smyrna - Teppiche (1(1 exfro schwere Qualität, la Wolle Kg U 2150x550letzt 1 IO - 200x500 früher 145.-letzt Ulf Rückgratverkrümmung! «IfittA. Erfolge ohne Berulvstörmig. B. G. in B. fdjxcibt: . meine Xortitcr ivtcbcr zu einem lebenvsreudig. D/cnfchcnttiib gemach,", v. C. in B.: «,Die seitl. Verkrümmung ist ganz verschwund.. es gebt mit immer gut. ;ich kann leben Tag niiebcr nrbcttcii". 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Die Erste empfängt nämlich den augenblicklich spielstärksten Gegner der Gruppe die erste Elf von D u t e n h o f e n. Im Hinblick au ycn letzten Spielen gezeigten Leistungen der Rasenspieler (sie konnten ihre bisherigen Spiele der Rachrunde alle siegreich gestalten) durste em spannender Kampf zu erwarten sein. ' Handball im VfB. Die Handballmannschaft des VfB. hat die sehr spielstarke, eifrige und besah sie Mannschaft des Turnvereins Lang-Göns zu Gast. Es wird der Auf. bietung aller Kräfte bedürfen, wenn die Grün- weißen sich gegen diese Mannschaft ehrenvoll behaupten wollen. Die Turner sind außerdem was die Spielerfahrung anbetrifft, den Hiesigen weit voraus und werden sich den Sieg nicht streitig machen lassen rrDie b!lI)e£r,9e Mts Haltung, die die junge Handballmannschaft des VfB. eingenommen hat, läßt allerdings hoffen, daß der Gegner auch nicht im Handgalopp Sieger wird. Handball im Gau Hessen (O. T.) Rach langer Pause tritt am morgigen Sonntag dum ersten Male wieder die erste Mannschaft des Turnvereins „Gut Heil" Großen-Buseck zu einem Freundschaftsspiele an. Gegner ist die erste Mannhaft des Turnvereins Allendvrf (Lahn). Die Gaste sind sehr spielstark und konnten in den letzten Verbandsspielen mit dem seitherigen Mei- ster des Gaues Lahn-Dünsberg (ADT.) die erste Stelle einnehmen. Der Ausgang des Kampfes ist offen. _ Heuchelheim erwarten am Sonntag Heuchelheims 1. und 1. Jugendmannschaft die 1 und 2. Mannschaft des Tv. Münchholzhausen. Die Spiele waren ursprünglich auf den 2. Weihnachts- tag angeseht, mußten aber damals wegen der schlechten Witterung ausfallen. Die Gäste stellen spielstarke Mannschaften ins Feld, so daß mit spannenden Kämpfen zu rechnen ist. Sporiabieilung des Turnvereins Lollar Am morgigen Sonntag spielt die l.Hand- gegen die gleiche des Turnvereins Londorf in Londorf. Die Platzbesitzer spieGictzener Wochenmarktpreise. * Gießen, 16. Jan. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Kochbutter, das P und von 80 Pfennig an, Butter 100 bis 110, Matte 25 bis 30, Käse (10 Stück) 50 bis 120, Wirsing 8 bis 12, Weißkraut 7 bis 8, Rotkraut 8 bis 12, Gelbe Rüben 10 bis 12, Rote Rüben 10 bis 12, Spinat 15 bis 20, Sinter-Kohlrabi 5 bis 6, Grünkohl 8 bis 10, Rosenkohl 20, Feldsalat 60 bis 80, Tomaten 50 bis 60, Zwiebeln 12 bis 15, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 25 bis 35, Kartoffeln 4, Aepfel und Birnen je 8 bis 10, Dörrobst 30 bis 35, Honig 40 bis 50, Nüsse 35 bis 40, junge Hähne -und Suppenhühner je 80 bis 90, Enten und Gänse je 90 bis 100; Tauben (Stück) 50 bis 60, Eier 11 bis 12, Blumenkohl 30 bis 60, Salat 20 bis 25, Endivien 10 bis 15, Ober-Kohlrabi 8 bis 10, Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 15, Sellerie 10 bis 40; Kartoffeln, der Zentner 3,00 bis 3,50 Mark, Weißkraut 4,00 bis 5,00, Wirsing 7,00 bis 8,00, Rotkraut 7,00 bis 8,00 Mark. Goethe bleibt stecken. Auch das ist Goethe geschehen, allerdings in jüngeren Jahren, bei der Eröffnung eines neuen Dergstollens in Ilmenau, 1784. Goethe lieh die bei dem Unternehmen beteiligten Honoratioren zusammenbitten, er wollte ihnen eine feierliche Eröffnungsansprache halten. Er hatte die Rede vorher ausgeschrieben und auswendig gelernt und trug sie vor, aber mitten in einem Satz versagte sein Gedächtnis, er blieb stecken. Das Manuskript hatte er in der Tasche, aber er wollte den Faden selbst finden, und so sah er die Zuhörer mit unverwandten Augen an, ohne sich — so erzählt ein Augenzeuge — auf ein Verlegenheitsgestammel einzulassen. Sein würdig-ernstes Wesen hielt sie in Dann, es herrschte lautloses Schweigen, dann fand er sich wieder zurecht und beendete die Rede, als ob nicht das Geringste vorgefallen sei. Dorn Einglas. Die Berichte vom Wiener Kongreß erzählen von einem Holländer van der Driele, der in der Versammlung der vornehmsten Gesellschaftskreise, die sich dort zusammengefunden hatten, großes Aufsehen erregte, weil er ein Monokel trug. Das Einglas, das nunmehr rasch zum Zeichen des eleganten Herrn wurde, war aber bereits früher bekannt, und jener Holländer ist nicht etwa fein erster Träger gewesen. Wie in einem Aufsatz der Frankfurter Wochenschrift „Die Umschau" hervorgehoben wird. findet sich bereits au einem Kip e.- stich von Jan Collaert nach einem um 1575 entstandenen Gemälde von Stradanus, das eine Straße mit Drillenhändlern darstellt, im Vordergründe ein Mann, der ein gestieltes Einglas vor das rechte Auge hält. Aber während dies mehr ein Lorgnon gewesen zu sein scheint, ist der erste, von dem wir hören, daß er ein richtiges Monokel trug, der berühmte Daron von Stosch, der ums Jahr 1730 als großer Kunstsammler, Kunsthändler, Archäologe und Abenteurer in Rom lebte. I. G Kehtzler, der Verfasser einer viel zitierten Reise- beschreibung, der ihn dort 1740 kennenlernte, berichtet von ihm: »Wegen seiner blöden Augen be- iHent er sich eines Fernglases, so mit einem dünnen Zettchen am Dock befestigt ist. Die Haut um sein Auge /st also gewöhnt, daß sie sich fest um dieses Elas schließt und er nicht nötig hat, solches mit den Händen daran zu halten. Dieses „Fernglas" wurde aber im 18. Jahrhundert von Kurzsichtigen noch verhältnismäßig selten getragen und erhält erst gegen Ende des Jahrhunderts die Dezeichnung der Anzeige eines Londoner Optikers W. Jones von 1813 werden Eingläser mit silberner oder goldener Fassung zum Preise von 6 bis 54 Mark angeboten, und 1819 berichtet der Hallenser Theologe Riemeher aus London, die 1 ungen Elegants wären hier mit „Glasaugen" be° tpaffnet bi<> fie sich „anklemmten" und mit denen n? ft"? Vorübergehenden beaugenscheinigten. Ger- stacker berichtet später in seiner Novelle „Die Freikugel noch als etwas Llngewöhn'iches von einem Jemen Forsteleven, der „manchmal eine kleine Lorgnette zwischen Auge und Rase klemmte". Die Krönung des Wildschwein-Königs. Im Nordosten von Transvaal lebt der Basuto- Stamm der „Wildschweine", die sich so nach ihrem Totem-Tier nennen. Diese heidnische Tiervereh- rung ist mit dem Ahnenkult eng verschmolzen, da Der Stamm glaubt, von dem betreffenden Tier abzustammen. Dei diesen Basutos wurde kürz- lich ein neuer Oberhäuptling, den sie Wildschwein- Romg nennen, feierlich eingesetzt. Der Missionar Hoffmann schildert diese eigenartige Ärö- nung in den „Berliner Missionsberichten". Der frühere Oberhauptling Senthumula war 1925 ge- ftort^n, und sein Stellvertreter Sam Mamabolo wollte nun feinen Sohn als König ernteten. Ein A?°ues Programm wurde aufgestellt, wobei sich besonders die Dolksschul-Lehrer beteiligten, die in den vielen Schulen von Mamabolo-Land die Heranwachsende Jugend unterrichten. Sim 10 Llhr des d°r Millionär in dem Hauptstadt-Dorf. „Von hoher Felswand auf dem Jerge hinter dem Dorf grüßte das mit weißer ^^^Ä.^^^^^^?ein"-Wappen mit der Mamobolo-Wildschwein aus $ ' und überall sah man das gleiche Bild hS und an den Häusern. In der Mitte oA^utzes stand eine Bretterbude mit Blumen und Girlanden verziert. Und bann tarnen die Seftgafte: schwarze Menschen, aber nicht mehr im Lendenriemen, der früher einmal die einzige Da- Ä^Ebldung war, sondern alle in anständigen orC bis 5000 kamen zusammen. Die Autos der Weißen rollten heran von nah und fern, über 50 weihe Menschen. Der Eingebore- nen-Kommissar, Dr. Jenner aus Pietersburg, erhöhten blumengeschmüK ten Buhne Platz, neben ihm Bischof Fuller Oberst Wolfs und ich. Eine Musik-Kapelle marschierte auf und brachte unter den Klängen eines Mar- ^es den lungen „König", gut gekleidet, im neuen Zilinderhut vor die Bühne. Reben Km fchritt ein hoher Würdenträger, voran sein Onkel, der bisherige stellvertretende Oberhäuvt- lwg. er trug die Königs-Standarte, einen Dusch schwarzer Straußenfedern auf langem Stabe Danach begann der Eröffnungs-Gottesdienst; unsere schonen lutherischen Choräle klangen über den Festplatz.... Es folgte die Verlesung der Slr- len in der Gauklasse des Lahn-Dünsberg-Gaue- und sind Tabellenführer, während Lollar in der Bezirksklasse im 2. Bezirk die Tabelle anführt. Lollar tritt am Sonntag in starker Aufstellung an und wird den Londorfern den Sieg nicht leicht machen. Londorf hat allerdings den Vorteil des eigenen Platzes und wird wohl alles daranseyen. das Spiel für sich zu entscheiden. Die 2. Handballelf trägt ein rückständiges Verbandsspiel ‘ gegen Aliendorfs 2. Mannschaft in Lollar aus. Das Vorspiel sah Lollar mit 4:3 in Front, während der Ausgang des bevorstehenden Treffens offen ist. Dei den Fußballern herrscht Ruhe, nur die Dritte fährt nach Gießen zu 1900, um dort einer kombinierten Mannschaft gegenüberzutreten. Ein Sieg der Lollarer würde ein Achtungserfolg bedeuten, da die Mannschaft erst das zweite Spiel austrägt. Tisch-TemiiS im VfB. Arn morgigen Sonntag trifft die Tisch-Tennis- rncmnschaft des VfD. im Saale des Cafe Ebel im Klubkampf auf den Tisch-Tennis-Klub „Grün- Weih", Dad-Rauheim. Rauheim hat eine spielstarke Mannschaft. Es wird den Hiesigen nur mit Mühe gelingen, ein Unentschieden zu erreichen. Näheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich. Dortmunder Sechstagerennen beendet. Das Dortmunder Sechstagerennen wurde am Donnerstag beendet. Das starke holländische Paar van Kempen/Pijnenburg lieh sich den in der letzten Nacht gesicherten Vorsprung nicht mehr entreißen und verteidigte die Spitze hartnäckig gegen alle Versuche des starken Feldes. Gegen 7 Slhr gab es noch eine Sensation, da die Mannschaft Schon/Gv* bei hie Waffen streckte. In der letzten Stunde gab es noch 20 Spurts, vo» denen van Kempen allein neun gewann. Gefahren wurden in den 145 Stunden 3599,400 Kilometer. Der Schluß stand des Rennens war folgender: 1. Piet van Kempen/Pijnenburg 458 Punkte; 1 Runde zurück: 2. Rausch/Hürtgen 278 Punkte; 3. Charlier/Deneef 164 P.; 2 Runden zurück: 4. Kroll/Maidorn 226 P.; 5. Dülberg/Tietz 158 D.t 6. Wambst/Droccardo 58 P.; 5 Runden zurück: 7. Rieger/Schenk 134 Punkte. Kirche und Schule. Professor Georg ßerschensteiner f. 3n München ist am Freitag der bekannte Pädagoge Geheimrat Professor Dr. Georg Kersch en. st e i n e r im 78. Lebensjahr verstorben. Kerschensteiner am 29. Juli 1854 in München aeborem mar ursprünglich Volksschullehrer, studierte spater Mathematik und Physik und wirkte als Gym. nasiallehrer in Nürnberg, Schweinfurt und Mün- chen. Hier wurde er 1895 als Stadtrat in die Lei- tung des Schulwesens berufen; in dieser Stellung setzte er sich für eine gründliche Reform des Volks- und Fortbildungsschulwesens ein, die bald auch von anderen Städten als vorbildlich nachgeahmt wurde. Sein Bestreben war, die Volksschule zur Vorschule der praktischen Arbeit zu machen: aus der Fortbil- dungsschule gestaltete er eine Berufsschule, die den Bedürfnissen des gewerblichen Lebens angepaßt war. In zahlreichen Vorträgen trat Kerschensteiner jur seine Ideen ein, außerdem verfaßte er eine Fülle von Schriften, im Reichstag, dem er von 1912 bts zu dessen Ende angehörte, hatte er Gelegenheit, feine Ideen unmittelbar zu vertreten. Seit 1919 war Kerschensteiner als Honorarprofessor für Pädagogik an der Münchener Universität tätig. Um die höhere Mädchenschule. Der engere Vorstand des Deutschen P h i l o. lo g in n enver b andes hat folgende Entschließung gefaßt: Auf Grund sorgfältiger statistischer Er- Hebungen hat der Vorstand festgestellt, daß die Auswirkungen der Notverordnungen und die akuten Finanzschwierigkeiten der Länder und Gemeinden die Selbständigkeit des Mädchenbil- dungswesens verhängnisvoll beeinträchtigen. Schließung von einzelnen Mädchenschulen in kleinen Städten, Zusammenlegung einziger höherer Mädchenschule mit einer von mehrerer höherer Knabenschulen des Ortes Abbau von Oberstufen der Mädchenanstalten, Aus- schaltung des erzieherischen Einflusses der Frau für weite Kreise der weiblichen Schuljugend sind vollendete Tatsachen. Sie deuten auf eine bedrohliche R ü ck e n t w i ck l u n g der höheren Mädchenschule. Dieser Abbau steht in krassem Gegensatz zu der erst jüngst gewonnenen Erkenntnis von Stadtbehörden und Elternschaft wie notwendig ein hochwertiger und selbständiger' Bil- dungsaufbau für die weibliche Jugend im Rahmen der Gesamtkultur Deutschlands ist. Nur wenn alle einsichtigen und beteiligten Kreise den Gefahren ent- gegenroirfen, kann erreicht werden, daß die höhere Mädchenschule über die Krise hinweg in ihrer Substanz erhalten bleibt. Es darf auch in schwerster wirtschaftlicher Not nicht vergessen wer- daß gründliche Bildung einen Eigenwert für die Entwicklung der Persönlichkeit bedeutet und sich auch im materiellen Existenzkampf erfolgbringenS auswerten läßt. hundert Jahre Gustav-Adolfvereln. &er 'n Leipzig 1832 gegründete Gustav-Adolf-Verein hundert Jahre seine Liebesarbeit an den evangelischen Glaubensbrüdern im 3m. und Auslande geleistet. Viele Millionen Taler und Mark sind von Leipzig und von den Hauptver- einen des Vereins in diesem Zeitraum in die Diaspora hinausgegangen, um Kirchen und Schulen zu bauen, Pfarrer und Lehrer zu besolden, Arme, Kranke und Elende zu betreuen und überall mit warmherziger Bruderliebe das drückende Gefühl der Vereinsamung und des Verlassenseins zu über- wmden Helsen. Nicht mit einem lauten Jubelfest soll Der (Srinnerunastag begangen werden, sondern mit einer trotz allem zuversichtlichen Gedenkfeier im Nahmen einer Hauptversammlung des ae« iü'?oernrr@ufta%2I?0lfz?rerein51 ^er das ganze Jahr 1932 soll vom Gustav-Adolf-Verein als ein beionders arbeitsreiches und pflichterfülltes begangen werden. 2Us em ernster festlicher Auftakt ist die Feierstunde am 16. Januar inderSt. Motthäikirchein mC *9 anzusehen. Hier wird der langjährige Vorsitzende des Zentraloorpandes des evangelischen Vereins der Gustao-Adolf-Stiftung, Geh. Rat Prof, v. Or. FR endtorff, die Versammlung begrüßen und zu einer im Hinblick auf die wachsende Not gesteigerten Arbeit am Werk auffordern. So- n.ann,. inttx auf 121,65 und in Paris auf 608,50. Die deoifen waren ebenfalls fester. sich zweckmäßigerweise an die öffentlichen Wetterdienststellen, die gerne mit der An- cinschlägiger Literatur usw. die- gäbe von . , nen werden. — D- Red. Oie Wetterkarte. Wie sie entsteht und was sie berichtet. gen die Reichsmark auf 14,7150. Die Reichs» m a r t konnte sich nach vorübergehender Abschwa» chung wieder etwas bessern und schloß in SImftcr* dam mit 69,0750, in Zürich mit 121,65, wahrend sie sich in Neuyork auf 23,74 stellte. Die Norddeoisen blieben ziemlich fest. Der Pen konnte sich stärker befestigen, Mailand tendierte schwächer. Der Dollar lag auch am Nachmittag recht schwach. Die beabsichtigte Krediteirpansion in den Vereinigten Staaten hat eine gewisse Beunruhigung hervorgerufen, und es wurden Dollarabgabcn vorgenommen. In Amsterdam schwächte sich der Dollar bis auf 249,1550 nach 249,45 heute früh ab. Das Pfund war auf Gewinnmitnahmen wieder etwas leichter und ging auf 3,4825 gegen den Dollar zurück, gegen den Gulden stellte es sich auf 8,69, gegen Paris auf 88,90, gegen Zürich auf 17,9150 und ge- il werten, M "<**, £>riie hinweg in I9r n ! eib! Es barf auch 1 No! nicht vergessen WJ SSL- gtrlln, 15.Januar ümeritantidie Sloten....... öelfllfdjf Noten......... Taniicke Noten....... . tenglifdie Noten......... irtanjöüjdie Noten........ Holländische Noten........ Italienische Noten........ Norwegische Noten........ Deutsch-Lcllerrcich, • 100 EchMing Numänische Noten...... Schwedische Noten........ Schweizer Noten. ........ Spanische Noten. ........ Ungarische Noten ....... Reichsbankdiskont 7 v. k). alfo jeden entbehrlichen Pkennig fparm, damit Du im Älter einen Kot- grokchen haü; aber fo Haren, daß Deine Familie fofort verlorst iü: ata &teMiH»dutuw4i4.4 Audi für DICH gibt es eine vorteilhafte Lebensversicherung. Frage den Versidierungs-Fadimannl b Schule. Serf^eofldnct f. re**Q9 der bekannte M, Dr. Georg Kerschen, hr verstorben. -Aul, 1854 in Münch,, iVolksschullehrer, sludirrle hysik und wirkte als lgym. l. Schweinfurt und Mön. ' als Ttadtrat in die Lei- Men; in dieser Sltlluni noliche Reform des Volks, enr ein, die bald auch doi " bildlich nachgeahmt wurde. Bolksschule zur Borschu!, machen: aus der gorttil- eine Berufsschule, die bn 'blichen Lebens angepatzt trägen trat Kerfchenstcio,r herbem verfaßte er "e"2n, fandeln ,ins. St. ^"Vher '-W* Wochenbenchl vom Frankfurter Produttenmarkt. Obwohl in der abgelaufenen Woche der Hm- jng des Geschäftes gegenüber der Vorwoche itwas zurückgegangen ist, zeigte sich weiter eine bemerkenswerte Festigkeit auf den meisten Markt- (dielen. In erster Linie sind die Dreiserhöhun- (ir auf die knappe Dersorgungslage zurückzu- »ähren. Am Brotgetreidemarkt war besonders -loggen knapp angeboten, so daß eine Preis- letgerung von 5 Mk. Per Tonne eintrat. Am LLeizenmar kt war insbesondere hochwertiger lZeizen knapp offeriert; dies führte zunächst zu -oer Erhöhung um 2,50 Mk., doch trat später ftuber eine Abschwächung um 1 Mk- ein, da bie t «chfrage im Hinblick auf bas toieber ruhiger I.Dorbcne Weizenmehlgeschäft nachgelassen hatte. !tr Rotierungen stellten sich wie folgt: Weizen 4-Kilogramm-Hektoliter-Gewicht 233,50, Roggen r-Kilogramm-Hektoliter-Gewicht 220 bis 222,50 Wart Am Gerstenmarkt war bas Geschäft burch ne geringen Käufe ber Brauereien klein, doch rat eine Besserung um rund 10 Mk- per Tonne in, fo daß sich die Rotiz auf 185 Mk. per Tonne teilte. Der Hasera bfah gestaltete sich nach V< vor schwierig, da der Konsum nur für beste . Qualitäten Interesse bekundete. Die Dotierung Hieb mit 147,50 bis 155 Mk. gegen die Vorwoche mteränbert. Am Mehlmarkt trat in dieser Woche Rach- (riae besonders nach Roggenmehl hervor, wäh- das Geschäft in Weizenmehl etwas ruhiger «eworden ist. Der Roggenmehlpreis zog um 1,75 Mk- an und wurde mit 30,75 bis 31,75 Mk. cartlich notiert. Weizenmehl lag unwesentlich söher und stellte sich wie folgt: Weizenmehl. LUb., Spezial 0. mit Austauschweizen 35,10 bis •6 Mk-, Weizenmehl, Sondermahlung, 33,35 bis ■4,25, Weizenmehl, Niederrhein-, Spezial 0, mit dustauschweizen 35,10 bis 35,75, Weizenmehl, nederrhein., Spezial 0. Sondermahlung, 33,35 bis 34,00 Mk.. alles per Doppelzentner. Der Futtermittelmarkt zeigte ebenfalls (rtc Befestigung, besonders für Kleie, da der Anfall der Mühlen sehr knapp und die Rach- Irage etwas besser geworden ist. Kraftfutter- niltel lagen ruhig und in den Preisen kaum ver- entert. Weizenlleie zog um 0,75 Mk. auf 8.65 Mk. -ut Roggenkleie um 0,50 Mk. auf 9,25 Mk. bet Doppelzentner an. Am Kartoffelmarkt blieb die- Stimmung nDeränbert ruhig Industriekartoffeln, hiesiger 0egcnb, kosteten weiterhin 2,70 Mk. per Zentner, Zcachtparität Frankfurt bei Waggonbezug. Wochenbericht »om Frankfurter Schlachtviebmarkt. Der Frankfurter Schlachtviehmarkt hatte in bet laufenden Woche wieder eine meist schwächere Tendenz zu verzeichnen, die nach wie vor auf Me starken Zutriebe zurückzuführen ist. Ander- V’ltt wird aber die Bauernschaft durch bie Rot Xizu gezwungen, Dieh zu verkaufen, bamit sie tie laufenben Steuern begleichen kann. Daß auch in der laufenben Kampagne mit weiterhin hohen ■ Austrieben zu rechnen sein wirb, zeigt die neueste Aeichsviehzählung vorn 1. Dezember 1931 des Sta- I itischen Reichsamts, wonach der Viehbestand für iir Hauptgattungen nach wie vor recht groß ist. Der Großviehmarkt verzeichnete trotz cr- -hlen Auftriebs (1688 gegen 1605 Stück) eine leichte Besserung, und zwar bei Ochsen um 1 bis 2, bei Dullen um 2, Kühen um 1 und Färsen um I bis 2 Mk. Der Handel war jedoch ruhig. — Am Schweinemarkt machte sich nach der er- Üblichen Preisminderung in der Vorwoche in ter laufenden keine Erholung bemerkbar, im ©cgenteil, die Preise lagen erneut um 3 bis 4 Mk. licorlger. Das Geschäft war schleppend, so daß ncrklicher Heberstanu verblieb. Die Beschickung dar mit 6521 Stück um etwa 300 Stück größer. Seit der Kälbermarkt verfolgt, an dem eine aber- - Don einer rnerlllchen Preisbai se wird in letzter tätige Preisminderung um 2 bis 3 Mk. eintrat, das vor allem auf den erhöhten Zutrieb zurück- l-'iihrt wurde, ber 1717 Stück gegen 1369 Stück cuivies. Der Marktverlauf war sehr schleppend, mb bie Metzger verhielten sich äußerst reserviert. - Der Schafmarkt wurde zu leicht anziehen- kn Preisen geräumt, da die Rachfrage etwas klfer war, als sonst und auch der Auftrieb mit 315 Stück eine Verringerung um etwa 110 Stück eufvies. 3m einzelnen notierten per Zentner Lebend- -twicht in Reichsmark: Ochsen: al) 30 bis 33, ti) 26 bis 29, bl) 22 bis 25; Bullen: a) 27 ks 31, b)22 bis 26; Kühe: a) 24 bis 27. I) 20 bis 23, c) 15 b.s 19; Fürs en: a) 30 bis 33. b 26 bis 29. c) 22 bis 25; K ä l b e r: b) 36 bis 40. ' 31 bis 35. d) 27 bis 30; Schafe al) 25 liÄ 28, b) 18 bis 24; Schweine: b) 38 bis 40, 0 38 bis 40, d) 37 bis 40, e) 34 bis 39. in das Tief hinein und im Hhrzeigerfinn au« dem Hoch hinaus. 3m Hoch muß die abfliehende Luft durch aus der Höhe absinkende Luftmassen erseht werden, im Tief geht die unten von allen Seiten einströmende Lust nach oben. Hieraus erklärt sich auch das Wetterverhalten der einzelnen Gebiete, denn absinkende Luft muß sich nach physikalischen Gesehen, da sie unter größeren Druck gerät, erwärmen und relativ trockener werden (Aufheiterung im Hoch), aufsteigende Lust muß sich abkühlen und relativ feuchter werden (Bewölkung und Riederschlag im Tics). Da an den einzelnen Seiten ber Druckaebilbe immer bie- felbe Windrichtung herrscht, z. B. an der Südseite eines Tiefdruckgebietes westlicher Wind, an der Westseite nördlicher Wind, an ber Ostseite löblicher Wind usw.. fo kann auch hieraus auf bie QWoiXtnlos.0 neittr omib otde<«L ®woi*io. eot4t Schnitt- und Wagnerholz Eiche o 1,70 (dabei 11 Deichseln), Akazie 3 0,76, Fichte 2,38; Derbstangen 7p — Fichte 0,32. Z- 3 Die letzten Holzversteigerungen § finden statt: Montag, 25. Januar: © Schwarzwald - Höler; Dienstag, 3 F? 26. Januar: Hard; Mittwoch, c? 27. Januar: Erlesberg-Häuserberg. Fürst zu Solms-Lichsche Forstverwaltung. Aufforderung! Folgende Einlagebücher b3m. Hinter» legungsscheine der Bezirkssparkasse Gießen sind abhandengekommen: 4470 Nr. 6 714 lautend auf Namen Eberhard und Dieter Köttgen, Gießen; Nr. 14 141 lautend auf Namen Dr. Willi Kreutz, Gießen, Kaiserallee 2; Nr. 15 645 lautend auf Namen Georg Goß, Gießen, Katharinengasse 9; Dir. 17 347 lautend auf Namen Elisabeth Bissert, Gießen, Ludwigstr. 45; Nr. 18 164 lautend auf Namen Otto Wich. Velten, Lang-Göns, Mohr- m gaffe 5; Nr. 24 318 lautend auf Namen Lina Schwalb, Großen-Buseck, Oberpforte 9; Aufwertungs-Nr. 24 541 lautend auf Namen Carl Schmidt, Steinbach; Aufwertungs-Nr. 76 378 lautend auf Namen Käthe Ruckes, Wieseck, Lichtenauer Weg 19; Hinterlegungsschein zu Aufw.-Sparbuch Nr. 78 270 lautend auf Namen Marg. Hrch. Sehrt Ww. in Rödgen, Gießener Straße 17. Die Inhaber der genannten Einlagebücher, bzw. Hinterlegungsscheine werden hiermit aufgefordert, ihre Ansprüche an diese binnen drei Monaten, vom Erscheinen dieser Bekanntmachung an, bei uns geltend zu machen, andernfalls die Kraftloserklärung der Sparbücher erfolgen wird. Gießen, den 15. Januar 1932. Der Vorstand der Vezirkssparkaffe Gießen. Zacheis. Ruhholzversteigerung. Mittwoch, den 20. Januar 1932, kommt in den Waldungen der Gemeinde Ettingshausen folgendes Nutzholz zur Versteige- rung: 4210 Eichen-Skämme 1. Kl. 4 St., 0,86 fm 2. „ 33 „ 11,28 „ 3. „ 22 „ 17,67 „ Kief.-Langholz 2a- „ 6 „ 3,23 „ ■1 2b- „ 7 „ 5,25 „ 3a- „ 18 „ 23,31 „ #1 3b- „ 2 „ 3,15 „ • tr 4a= „ 3 „ 6,40 „ Kief.-Abschnitte 2a- ,, 2 „ 0,80 , e • 2b- „ 6 „ 3,43 „ la 3a- „ 10 „ 8,26 „ ff 3b- ,, 8 „ 7,09 „ la 4a- „ 5 „ 6,08 „ ft 4b= „ 1 „ 0,50 „ Ficht.-Langholz la- „ 77 „ 11.87 ,. 1b- „ 65 „ 20,85 „ aa 2a- „ 60 „ 36,29 „ ■ « 2b- „ 19 „ 19,32 „ • e 3a- „ 4 „ 6,03 „ aa 3b» w 16 „ 34,15 „ ft 4a= „ 2 „ 4,43 „ Ficht.-Abschnitte 2b- „ 2 „ 1,08 „ ff 3a- „ 4 „ 3,82 „ ff 3b- M 1 „ 1,37 „ aa 4a- w 6 „ 8,31 „ ft 4b= „ 7 „ 8,08 „ Fichten-Derbstangen l.Kl. 90Stück aa 2. „ 198 „ 3. „ 486 „ Fichten-Nutzreisig in Schichthaufen 21 rm. Die stärkeren Klassen sind Schnittholz und für Schreiner bestens empfohlen. — Zusammenkunft vormittags 9 Uhr Ried- itein (Licher Weg), Waldeingang. Ettingshausen, den 16. Januar 1932. Hess. Bürgermeisterei Ettingshausen. D p p e r. Ill.14 Kl» Vit1'"“ ar, als ob ;n>isl hollen und 6ng kinoernehme Ä beschlossen roori nach einigen lager tfthete elf ec Dweeika ben 1 ten, das fehl b neilere 6‘ 2Ho iMb die Beratung nieder aufjui eine endgültige ffuns- anb Schul Ne Klärungen de leri, Seulschland s vileriellen ur kur,' iverden als frt, bie deshalb ge kn ungerecht, benr N hi der verzlveisel langen, eine I Mltn. Er habe kein Mlreich zu brüäüi pxkn. - Observe; Ingriffen deutscher C Waylons und Mlicher seien, als d>e seit dem 1 M und beständig Sblicn. So verziveil I des deutschen ' «Imgcn, daß es ^uerzahlern^ berk Deutschs, auch an den '^ungteilneh, ,'^lY Telegraph- '""kreich an b( ""blroujsch 2, roüJbe ihre 8 S"1 '-in I ill * Ei"az ande 1,6,5 3igefli„ ^iberfref 1. • ÜO, es hA toeib £8*1 r-K Agierten 5-8 s LS- §4 *g dri