Nr.2l? Kvübausgabe 182. Jahrgang Donnerstag, 15. September 1952 Erscheint täglich.außer Sonntage und Feiertags. Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle DlonaU-Bejngspreis: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr. , -.25 Auch bei Nichterscheinen Don einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Zernsprechanschlüfse unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Liehen. Postscheckkonto: Sranffurt am Main 11686. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Dnitf «nd Verlag: vrühl'sche Univer^air-Vuch. und Steinöruderct R. Lange in Stehen. Schnftleitung und Geschäftsstelle: Zchulstrahe 7. Annahme oon Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen oon 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für No- klameanjeigen von 70 mm Breite 35 Nelchspjennig, Platzvorschrift 20" , mehr. Theftedakteur Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Gange; für Feuilleton Dr H.THynot; für den übrigen Teil Ernst Diumschein und für Den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in (Biegen. Der Lleberwachungsausschuß tagt weiter. Konstituierung als Untersuchungsausschuß zur Klärung der Vorgänge in der Reichstagssitzung des 12. September. auf dessen verlangen zu erscheinen. Dieser Pflicht kann sich die Reichsregierung wirksam nicht entziehen durch Berufung auf eine juristische Meinung, die sie eingestandenermaßen ablehnt und tatsächlich nicht beachtet. Dieser Antrag wurde gegen die Stimmen der Deutschnationalen angenommen. 3m Ueberwachungsausschuh des Reichstags führte Reichstagspräsident Göring aus Reichs- tagssihungen aus der Vorkriegszeit eine Reihe von Beispielen an, das; auch damals die Dertreter der Reichsregierung im Bundesrat während einer Abstimmung nicht das Wort zu materiellenMitteilungenhättener- halten können. § 43 der Geschäftsordnung des alten Re chstags habe das ausdrücklich ausgeschlossen. Als dem Fürsten Bismarck einmal während einer Abstimmung das Wort erteilt worden sei, sei dies damals als eine besondere Ausnahme bezeichnet worden. Der Reichstagspräsident sei also nach dem Wortlaut der Verfassung, wie auch nach allen parlamentarischen Praktiken nicht befugt gewesen, dem Reichskanzler das Wort zu erteilen, nachdem die Abstimmung bereits begonnen hatte. Abgeordneter Schmidt-Hannover (im.) bezeichnete den lebhaften Briefwechsel des Reichs- tagspräsidenten und dessen — wie er sagte — krampfhafte Ausgrabungen aus den Geschäftsordnungen des Jahres 1883 als Rückzugskanonade, um sich aus verfahrener Lage zu retten. Die Wortmeldung des Kanzlers sei erfolgt, ehe die Abstiminungshandlung im Gange war. Abgeordneter Wegmann (Z.) stellte nun folgende Entschließung zur Aussprache: Der Ausschuß zur Wahrung der Rechte der Volksvertretung nimmt zu dem Schreiben des Herrn Reichspräsidenten an den Reichstagspräsidenten vom 13. September 1932 wie folgt Stellung: 1. In der Sitzung des Reichstags vom 12. September 1932 hat der Herr Reichstagspräsident die Abstimmung über die kommunistischen Anträge eröffnet, bevor der Herr Reichskanzler sich zum Worte gemeldet hatte. Rach der Geschäftsordnung nnd nach feststehendem parlamentarischen Gewohnheitsrecht durfte der Reichstagspräsident nach Er Öffnung der Abstimmung keine IDorterteilung mehr vornehmen, auch nicht an einen Vertreter der Reichsregierung. Die Richlunterbrechung des Abstimmungsvorganges bis zur Feststellung und Verkündigung des Ergebnisses entspricht sowohl der Reichsversassung als auch der Geschäftsordnung. 2. Die Verordnung über die Auflösung des Reichstags wurde während der Abstimmung auf den Tisch des Herrn Reichstagspräsidenten niedergelegt. 3. Das Ergebnis der Abstimmung (Annahme der Anträge auf Aufhebung der Notverordnungen und die Entziehung des vertrauens gegenüber der Reichsregierung) hat keine staatsrechtliche Wirkung, weil inzwischen der Reichstag aufgelöst war. Die allgemein politische Bedeutung dieser Abstimmung, bei der 512 Stimmen gegen die Regierung von Papen abgegeben wurden, wird davon nicht berührt. Abg. Frank (RS.) erklärte, daß seine Fraktion mit den ersten beiden Punkten der Resolution Wegmann einverstanden sei, dagegen nicht mit dem dritten Punkt. Sie halte nach wie vor an dem Standpunkt fest, daß die Regierung auf Grund des für sie vernichtenden Abstimmungsergebnisses hätte zurücktreten müssen. Auch damit sei die nationalsozialistische Fraktion nicht einverstanden, daß der Herr Reichspräsident entgegen dem festen Willen des deutschen Volkes die Regierung von Papen weiter stütze und erhalte. Abg. T o r g l e r (K.) bezeichnete die Weg- mannsche Resolution als volles Rückzugsmanöver. Man wolle auf dem Wege des Kompromisses zwischen Zentrum und Rationalsozialisten nun alles tun, was di« Regierung verlange. Abg. Dr. Pfleger (Bayr. vp.) hielt es für not- roencig, daß zunächst einmal die Vorgänge in der Reichstagssihung vom 12. September 1932 ganz genau geklärt werden mühten. Die Äußerungen des Reichstagspräsidenten, einzelner Abgeordneter und einzelner Zeitungen seien in den entscheidenden Punkten durchaus widerspruchsvoll. Abgeordneter W e g m a n n (Z.) zog nach den ablehnenden Aeußerungen der Nationalsozialisten seine Resolution zurück und beantragte nunmehr folgendes ZU beschließen: Dor Ausschuß hält daran fest, daß das Nichterscheinen des Reichskanzlers und des Reichsinnenministers vor dem Ausschuß gegen den klaren Wortlaut und den klaren Sinn des Artikels 33 Absatz 1 der Reichsversassung verstoßt. Die Reichsregierung hat die Abstimmung des Reichstags über das Mißtrauensvotum nicht anerkannt, sie ist nicht zurückgetreten, amtiert vielmehr uneingeschränkt weiter, von dieser Tatsache ausgehend, hat der Ausschuß das Erscheinen des Reichskanzlers und des Reichsinnenministers verlangt. Bei dieser Sachlage hatten die Mitglieder der Reichsregierung die unbedingte Pflicht, vor dem Ausschuß Runmehr erklärte Abgeordneter Marum (S.): Für die Entscheidung der Frage, ob die Abstimmungen des Reichstags vorn 12. September 1932 staatsrechtlich wirksam sind, ist die Klärung der Vorgänge in der Sitzung belanglos, weil von allen Seiten anerkannt ist und feststeht, daß der Reichstag vor Beendigung der Abstimmung bereits rechtswirk- f a m aufgelöst war. Die sozialdemokratische Fraktion hält aus diesem Grunde den Antrag aus Beweiserhebung über die Vorgänge in der Reichstagssitzung vom 12. September 1932 für überflüssig. Auch Abgeordneter W e g m a n n (Ztr.) schloß sich dieser Ansicht an. Abgeordneter Schmidt (Hannover) (dn.) er- flärte. Haben die vereinigten Mehrheitsparteien wirklich die Absicht, über so widerspruchsvolle und widersinnige Anträge weiter abzustimmen? Das Spiel dieses Ausschusses ist der w i r - kungsvollste Anschauungsunterricht über einen versunkenen Parlamentär i s m u s für das deutsche Volk. Ich bedauere, daß die Verhandlungen dieses Ausschusses nicht im Rundfunk verbreitet werden können. Das deutsch« Volk wäre von der Vergötzung der Mehrheit und dem Parlamentsunfug endgültig kuriert Die Reichsregierung will den Briefwechsel nicht fortsetzen. Berlin, 14. Sept. (TU.) In der heutigen Sitzung des Reichskabinetts find Beschlüsse nicht gefaßt worden. Die Reichsregierung beabsichtigt, wie amtlich mitgeteilt wird, nicht, den Briefwechsel mit dem Reichstagspräsidenten Göring fortzusetzen. Es werde lediglich noch ein abschließendes Schreiben des Reichspräsidenten an den Reichstagspräsidenten gesandt werden. Im übrigen seien heute zwei vom Reichstagspräsidenten Göring und dem Abgeordneten Löbe unterzeichnete Schreiben beim Reichsinnenminister und beim Reichspräsidenten (mit Abschrift an den Reichskanzler) eingegangen. Für die Beteiligung der Regierung an den beiden Reichstags- ausschüsien dürfte nach Ansicht der Reichsregierung durchaus eine dem Verlangen der Reichsregierung entsprechende Erklärung des Reichstagspräsidenten Göring genügen, da ja aus seinem Schreiben hervorgeht, daß er sich mit den Auffassungen des Ueberwachungsausschusses identifiziert hat Die Reichsregierung hat sich noch nicht mit der Frage des Termins der Neuwahlen beschäftigt: ebenso hat sie auch noch nicht zu der Frage Stellung genommen, die in den Beratungen des Ueberwachungsausschusses zum Ausdruck gekommen ist, daß nämlich nach der Verfassung die beiden ständigen Ausschüsse das Recht haben, sich als Untersu- chungsausscbüsse zu konstituieren und dann in dieser Eigenscyast die Mitglieder der Reichsregierung v o r l a d« n können Berlin, 14. S«pt. (WTD. Funkspruch.) Di« Plän«, welch« schon seit langem nach der Rich- tung bestanden, die mannigfaltigen Vereinigungen, welche sich der körperlichen Ausbildung der Jugend widmen, zu gemeinsamer Arbeit zusammenzufassen, haben nunmehr ihrenorganisatori'chenAbschluhg«. funden. Der Herr Reichspräsident hat unter dem 13. September folgenden von dem Herrn Reichskanzler und dem Herrn Reichsminister des Innern gegengezeichneten Erlaß an den Reichsminister des Innern gerichtet: „Die deutsche Iugend ist die Zukunft unseres Volkes. Seit Iahreu habe ich daher mit besonderer Anteilnahme alle Bestrebungen verfolgt, die ihrer körperlichen Ertüchtigung galten. Die Stählung des Körpers, die Erziehung der Jugend zur Zucht, Ordnungsliebe und Kameradschaft und zur Opferbereitschaft für die Gesamtheit sind Ausgaben, deren sich anzunehmen der Staat die pflicht hat. Ihre Lösung wird in der Zusammenarbeit mit allen Vereinigungen oer- schiedenster Art erfolgen können, die schon bisher sich diesem Werk an der deutschen Jugend gewidmet haben, und denen ich für diese Arbeit danke. Am für die Zukunft alle Kräfte, denen die körperliche Ertüchtigung der deutschen 3u- genö am Herzen liegt, zu gemeinsamer und ein- Runmehr zog Abg. Dr. Pfleger (Bayr. vp.) seinen Antrag auf Beweiserhebung zurück. Abg. Tor gier (Komm.) und Abg. Frank (Natfoz.) nahmen aber den Antrag von neuem wieder auf. Diefer Antrag wurde von der Mehrheit, die sich aus Nationalsozialisten und Kommunisten zusammenseht, an genommen. Alle übrigen Parteien stimmten nicht für diesen Antrag. Da infolge der Annahme dieses Antrags der Ausschuß zur Wahrung der Rechte der Volksvertretung in einen llntersuchungsaus- s ch u ft gemäft Artikel 35 Abs. 3 der Reichsverfassung umgewandelt wurde, erhob sich jetzt die Frage, wann und wie die nächste Tagung und die Zeugenvernehmungen vorbereitet werden sollen. Abg. Dr. Oberfohren (Dn.) erklärte, es sei von Interesse, festzustellen, ob die Mehrheits- Parteien dieses Ausschusses auch entschlossen seien, Herrn v. Papen im Falle seiner Weigerung, zu erscheinen, vorführen und verhaftetz zu lassen. Vorsitzender Abg. Löbe (Soz.) erwiderte, daft man sich mit dieser Frage erst zu befassen haben werde, wenn eine solche Weigerung wirklich erfolgen sollte. Reichstagspräsident Göring: Ich glaube nicht, daft der Reichskanzler die Gesetze rniftachten wird. Damit war die Sitzung beendet. Der Termin einer neuen Sitzung ist noch nicht festgelegt worden. Es ist auch noch zweifelhaft, wann der Vorsitzende. Abg. Löbe (Soz.), den Ausschuft wieder einberuft. 3u Görings erstem Schreiben an den Reichspräsidenten. Berlin, 14. Sept. (TU.) Zu ber Tatsache, daft der gestrig« erste Brief des Reichstagspräsidenten an den Reichspräsidenten irgendwelche H ö f l i ch k e i t s f o r m e l nicht enthielt, verlautet nunmehr, dah di« Form dieses Dri«fes am heutigen Mittwoch Gegenstand einer Aussprache zwischen dem Direktor beim Reichstag und dem Staatssekretär des Reichspräsidenten war. Der Direktor beim Reichstag wies hierbei darauf hin, daft dieses Schreiben nicht als ein persönlicher Brief des Reichstagspräsidenten an den Reichs- Präsident, sondern als die amtliche R o t i - fizi« rung eines Beschlusses eines Reichstagsausschusses anzusehen sei und daher in der für di« Liebermittlung solcher Beschlüsse ü 6 - lichen geschäftsmäßigen Form geschehen sei. Irgendeine Absicht sei daher in der formellen Abfassung des Schreibens nicht zu erblicken, im Gegenteil hätte der Reichstagspräsident zunächst das Fehlen der Höflichkeitsformeln bemängelt und erst nach der ihm gewordenen Mitteilung, daft dies die übliche Form sei, sich mit der Weglassung einverstanden erklärt. Der Reichspräsident hat von dieser Darstellung Kenntnis genommen und die Angelegenheit als erledigt bezeichnet. heitlicher Arbeit zusammenzufassen, berufe ich hiermit ein Reichskuratorium für Jugendertüchtigung. Ich bestelle den Reichsminister des Innern zu feinem Vorsitzenden und den General der Infanterie a.D. Edwin oon Stülpnagel zum geschäftsführenden Präsidenten. Ich beauftrage den Reichsminister des Innern, geeignete Persönlichkeiten. die auf diesem Gebiete besondere Lr- sahrnngen besitzen, als Mitglieder des Kuratoriums zu berufen, die Satzungen mir zur Genehmigung vorzulegen und alle Maßnahmen zur Durchführung dieses Erlasses im Benehmen mit den sonst beteiligten Reichsministerien zu treffen. gez. oon Hindenburg, gez. von papen. gez. Freiherr oon Gayl. Das mit diesem Erlaß berufene Reichskuratorium für Jugendertüchtigung soll nicht in die Freiheit der bereits bestehenden Verbände eingreifen oder zu den Stellen, die die Forderungen von Turnen und Sport sich schon bisher zur Ausgabe Smacht haben, in irgendwelchen Gegensatz treten. n dem neuen Reichskuratorium für Jugendertüchtigung sollen vielmehr Vertreter derjenigen Verbände z u s a m me nge f a ß k werden, die — mögen sie auf beruflicher oder Der Papierkrieg wir- eingestellt. Oie körperliche Ertüchtigung der Lugend. Ein Erlaß des Reichspräsidenten. — General von Stülpnagel übernimmt die Leitung. — Ausbildung für den Geländesport. politischer oder konfessioneller Grundlage organisiert sein — daneben aber der körperlichen Ausbildung der Jugend ihre besondere Aufmerksamkeit zugewandt haben, oder in Zukunst zuwenden werden. Diesen Verbänden soll ihre Arbeit vor allem dadurch erleichtert werden, daß geeignete Lehrkräfte heran- gebildet werden, die in der Lage sind, eine auch wirllich wertvolle Ausbildung zu vermitteln. A l l- gemeine Leibesübunge n sollen in den General d. Inf. a. D. EdwinvonStülpnagel. dafür bestehenden Vereinen selbstverständlich weiter betrieben werden. Durch das Reichskuratorium für Jugendertüchtigung soll hauptsächlich die Sportart gefördert werden, für die sich der Ausdruck „G e l ä n d e s p o r t" eingebürgert hat, d. h. diejenige sportlich« Betätigung, die den jungen Mann aus den Turnhallen und von den Sportplätzen hinausführt in das freie Gelände, wo er in Wanderungen, in Ordnungsübungen und Geländespielen seinen Körper stählen und zur Willensstärke, Ausdauer, Selbstbeherrschung, Kameradschaftlichkeit und Opferbereitschaft erzogen, woseineLiebezurngemein- samen Vaterland und zum Boden der Heimat gestärkt werden soll. Das Reichskuratorium für Jugendertüchtigung, an dessen Spitze der Reichsminister des Innern steht, wird seine Absichten und Pläne im engen Einvernehmen mit den Landesregierungen durchführen. Die Dertreter der Landesregierungen werden vom Reichsminister des Innern als Mitglieder des Kuratoriums berufen werden. 20 Lager für die Fugendertüchiigung. Berlin, 14. Sept. (TU.) Wie der „Lokal- anzeiger" erfährt, sind die Vorbereitungen für die neu äu schaffende Organisation für die Jugendertüchtigung bereits dadurch getroffen, daft die Lehrer zum größten Teil aus- gebildet sind. Die Leitung der ganzen Organisation wird ehrenamtlich erfolgen. Die Geländesportschul en, die bestehen, werden vom Reich zur Ausbildung übernommen. Als Sportlehrer kommen im allgemeinen frühere Offiziere in Betracht. Cs werden etwa 20 Lager in Deutschland gebildet, in die je 100 bis 200 Mann je drei Wochen ausgenommen werden, und zwar ohne Parteiuniform. Cs werden Drillichanzüg« getragen. Die Verpflegung in den Lagern ist unentgeltlich. Hin- und Rückreise zu den Lagern sind gleichfalls .frei. Sonstige finanzielle Zuschüsse werden nicht 'gewährt. Die Art der Ausbildung erfolgt im wirklichen Geländespiel mit bewußter Abkehr von amerikanischen Sportfor- men. Als Lager kommen zum Teil frühere Truppenübungsplätze in Betracht. Heber den Betrag von 1,5 Mill. Mark, die im Etat für die Jugendertüchtigung vorgesehen sind, stehen keine weiteren Mittel zur Verfügung. Cs ist nicht beabsichtigt, irgendeinen Verband, der schon bisher in ähnlicher Weise gearbeitet hat, zum Grundstock für die Aufgaben des Reichskuratoriums zu machen, sondern alle Verbände, die gewillt sind und die Gewähr dafür bieten, entsprechend den Richtlinien für die Jugendertüchtigung zu arbeiten, sollen z u den Aufgaben herangezogen werden, ohne daß ihr Eigenleben in irgendeiner Weise gestört werden soll. Der zum geschäftsführenden Präsidenten des Reichskuratoriums berufene General der Infanterie Edwin von Stülp- nagel ist zuletzt KommandeurdesWehr- kreises IV in Dresden gewesen. Cs handelt sich dabei nicht um den General von Stülpnagel, der nach seinem Austritt aus der Reichswehr in die Leitung der Berliner Dörsenzeitung eingetreten ist. Französische Hetze. Paris, 14. Sept. (Sil.) Der Berliner Berichterstatter des „Journal" schreibt zu der durch Verordnung geschaffenen Einrichtung des „Reichskuratoriums für Jugenderziehung", daß es sich um eine verkappte militärisch« Ausbildung der Jugend handele. Man könne sich des Eindrucks nicht erwehren, daß die neue Organisation nur dazu geschaffen fei, dem stehenden Heer einen in jeder Beziehung militärisch ausgebildeten Organismus zur Seite zu stellen. Es sei sehr wahrscheinlich, daft dieser Organismus di« Reserven für di« von der Reichsregierung beabsichtigte Bürgerwehr liefern werde. In ausländisch diplomatischen Kreisen Berlins sei man der Auf» Kinder an' au „Oie Gräfin von Monte Christo". Die Gesamtzahl der seit dem 1. Januar d. I. in Berlin zur Meldung gelangten Fälle von Kinderlähmung beträgt nach einer Mitteilung des Städtischen Bachrichtenamtes zur Zeit 5 7. 3m Einvernehmen mit dem Polizeipräsidenten hat der Oberbürgermeister angeordnet, daß mit Rücksicht auf die Kinderlähmungsfälle die Herbsttermine für die 3mpsung gegen Pocken aufgehoben werden, um Massenansammlungen von Kleinkindern zu verhüten. fassung, daß dieser neue Geseheserlaß des Reichspräsidenten mit den Militärklauseln des Versailler Vertrages nicht in Einklang gebracht werden könne. 28. August bis 3. September mit. Danach beträgt die -Zahl der Erkrankungen 228, die Zahl der Sterbefälle 1 6, während in der Vorwoche (21. bis 27. August) 162 Erkrankungen und 1 7 Todesfälle gemeldet worden sind. Dies bedeutet ein weiteres bemerkenswertes A n w a ch - s e n der Erkrankungen an spinaler Kinderlähmung. 3n diesem 3ahr sind bis zum 20. August einschließlich insgesamt 867 Erkrankungen und 7 5 Sterbefälle dieser Krankheit zu verzeichnen. Eine Llebersicht der Woche vom 21. bis 27. August ergibt, daß der Regierungsbezirk Stettin besonders zahlreich von Krankheitsfällen betroffen ist. während West- und Süddeutschland in dieser Zeit im Vergleich mit anderen Bezirken nicht in gleichgroßem Umfange solche Erkrankungen aufwiesen. sehen Sie, ich wollte die Platte erst heute mal meiner Tochter Vorspielen — vielleicht tauschen wir sie noch um!" Aus aller Welt. Zunahme der Erkrankungen an spinaler Kinderlähmung. Das Reichsgesundheitsamt teilt jetzt die Zahl der aus dem gesamten Reich gemeldeten Erkrankungen und Sterbefälle der spinalen 3n einer der letzten Rächte entstand in der etwa 1000 Einwohner zählenden Gemeinde Villa Rendena bei Trient aus bisher unbekannter -Ursache ein ungeheures Schadenfeuer, dem 85 Häuser zum Opfer fielen. Don dem ganzen Dorfe sind nur vier Häuser stehenge- blieben. Die Bevölkerung ist in den umliegenden Orten vorläufig behelfsmäßig untergebracht worden. Keine Einstellung des verfahrens gegen Max Sklarek. Wie die Justizpressestelle mitteilt, hat das Kam- mergericht als Beschwerdeinstanz den Antrag des Max Sklarek, das gegen ihn schwebende Strafverfahren wegen dauernder Verhandlungsunfähigkeit vorläufig einzustellen, z u- rückgewiesen. Professor Heilborn f. 3n Breslau ist der Professor der Staatsund Rechtswissenschaft Paul H e i l b o r n, 71 Jahre alt, plötzlich gestorben. Heilborns Forschungen galten in erster Linie dem Staats - undVölkerrecht. Zahlreiche völkerrechtliche Arbeiten Heilborns haben weit über die deutschen Grenzen Beachtung und Anerkennung gefunden. Er galt als deutscher Völkerrechtslehrer, der im Ausland bestens bekannt und sehr geschätzt war. 3n Eberswalde (Mark) sind sämtliche Schulen bis zum 12. Oktober geschlossen worden, um einer weiteren Verbreitung der spinalen Kinderlähmung vorzubeugen. Dieser Tage war bereits das erste Todesopfer dieser tückischen Krankheit zu beklagen. wieder zwei Dörfer eingeäscheri. Wie aus Straßburg gemeldet wird, brach in Hütten.heim nachts in dem Anwesen des Landwirts 3aeg, vermutlich infolge eines schadhaften Kamins, Feuer aus, das sich mit rasender Schnelligkeit ausbreitete und sechs große Bauernhöfe in Schutt und Asche legte. Sämtliche Erntevorräte wurden ein Raub der Flammen. Der Schaden beziffert sich aus rund 700 000 Franks. Rieder gebrannt sind das Wohnhaus des 3aeg sowie der Dachstuhl eines zweiten Wohnhauses, sechs Scheunen, zehn Stallungen, zehn Schuppen und acht Tabaksarren. Der Schaden ist nur zum Teil durch Versicherung gedeckt. Aus dem Gesehgebungsausschuß des Hessischen Landtags. WHP. D a r m st a d t. 14. Sept. 3m Gesetzge. bungsausschuß des Hessischen Landtags wurde der Zentrumsantrag auf Maßnahmen zur Bekämpfung von Dienenkrankheiten ein ft im* Hochschulnachnchten. Professor Dr.-3ng. Karl Vorrnfelde an der Landwirtschaftlichen Hochschule Bonn Osdorf hat einen Ruf an die Land wirtschaftliche Hochschule in Berlin als Rach folger von Professor G. Fischer abgelehnt. mang in der Woche vom Dieser Film wird vermutlich einen ähnlichen Erfolg haben wie seinerzeit „Die Privatsekretärin", denn er ist, wie uns scheint, auf ähnlichen psychologischen Voraussetzungen aufgebaut. Er hat eine hübsche Idee, ein apartes musikalisches Leitmotiv und eine ausgesuchte Besetzung. Die Fabel: eine junge Filmstatistin, die nichts hat und nichts ist, geht auf der Außenprobe mit einem Pelzmantel und einem Auto, die ihr nicht gehören, durch und fährt mit einer völlig überrumpelten, befreundeten Kollegin im Achtzigkilometertempo ins Blaue hinein, davon. Wie das Abenteuer sich entwickelt, steigert und ausgeht, muß sich natürlich jeder selber "-sehen. Es ist die Romantik von 1932, die sich hier ftut: der Zufall spielt dabei eine Rolle, die er sonst eigentlich nur im Märchen spielen darf ober in ichlechten Romanen; aber auf eine so freundliche und sogar verblüffende Weise, daß man nicht böse sein kann. Dabei geht alles noch gut aus, nicht mit einem gewiifermaßen knüppeldicken happy end fon- öcrn sozusagen mit einem blauen Auge. Regie: er hat Sinn für Phantastik und Realistlk seines Drehbuchs, für Spannung, Tempo und kultivierte Aufnahmen. Die Gräfin ist Brigitte wr Lm"r t. an9te, nicht mehr begegnet, freundliches Wiedersehen; sehr charmant in dieser Stegreifrolle. Dann Rudolf Forster, den man immer mit Vergnügen hehl, er ist ein Herr schlechthin, und man erinnert hier wieder an seinen Großfürsten in „21 na ne . Gründgens macht einen Hochstapler von bezaubernder Frechheit. Wiemann: ein sym- patl),scher junger Kollege; außerdem in größeren Aufgaben: Lucy Englisch und Oskar Sima. — Tongo-Lied „Niemand fragt uns" stammt von a 9 und wird bestimmt seinen Weg machen. Der Film erschien gestern zum ersten Mal im Lichtspielhaus. —r— dess Die technisH für das Detr danach beträc 3212 180 Kub Gesamtmenge । unä Industrie? Automaten n 266 933 Kubik! abgeliefert 584- Derk 122 085 $ größt ™ Juli 1931 n e"r°gesabsaud Führern ter Armee gebildet, um für Ruhe und Ordnung zu forgen, da es den Anschein hat, als ob Da Vila versuchen könnte, die Macht wieder an sich zu reihen. Der provisorische Präsident, General Blanco, ist z u - rüdgetreten. Eisenbahnkatastrophe inAlgerien Französischer Militärzug in einen Abprund gestürzt -120 Tote, 150 Verletzte. Paris, 14. Sept. (TU. Funkspruch.) Wie aus Oran (Algerien) gedrahtet wird, ist ein Pcrso- n e n z u g, der 510 Fremdenlegionäre — Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften — von Del Abbes nach Uschda beförderte, in der Rühe von Tlemcen in einen Abgrund g e st ü r z t., Man nimmt an, daß das Unglück auf die Unterspülung des Eisenbahndammes infolge starker Niederschläge zurückzuführen ist. Die Zahl der Todesopfer des Unglücks wird auf 12 0 geschäht, die der Verletzten, unter denen sich sehr viele Schwerverletzte befinden, auf 15 0. Da die wagen quer und untereinander festgeklemmt in der Schlucht liegen, ist die Bergung der Opfer sehr schwierig. Außerdem sind die Verkehrsmöglichkeiten zur Unfallsfelle ungünstig. „Bavaria —* „Wie? Schon wieder Ihre Schallplatte?! Das ist ja eine unerhööööör —" „Norden —" „Die neueste Tauberplatte hat meine Frau bestellt? Schicken Se se mal schnell her, das ist ja wunderbar! — Verreisen? — Nee, meine Muttel verreist nicht, wir haben doch unsere schöne Laube in Pankow —" „Baerwald —" „Leitung besetzt!" „Zentrum —" "Die neueste Tauberplatte?! — Denken Sie, Fräulein, eben spielen wir diese Platte, warten Sie einen Augenblick! Hören Sie?! Ja, es gibt Gedankenübertragungen, die wir uns kaum zu erklären vermögen, dotieren Sie unsere Adresse und besuchen Sie unsere okkultistischen Abende „Im Zauberbann" allabendlich von neun bis zwölf, Eintritt frei —" „Steglitz —" „Sie müssen falsch verbunden sein! In meinem Hause wird keine weltliche Musik geduldet —" Fraulein Müller mit schwankenden Knien- „Icmnowitz —" ."Meine Frau? Nein, Fräulein! Meine Frau hat eben einem munteren, gesunden Knaben das Leben geschenkt. Hurraaaa!" „Huuuuuu — bitte Pankow, Fräulein!" „Hier bei Friseur Schmidt —" . "^ch wollte nur fragen, ob nicht zufällig, es wäre ja möglich —" (£s roirb heftig an ber Zellentür geklopft. f '?rauJeitl Müller broht zusammenzubrechen, mit letzter Kraft öffnet sie bie Tür. „Cine grau Schmibt möchte Sie sprechen", flüstert ihr die jüngste Verkäuferin zu. „Frau Schmibt?????" ■^r““,fin Müller geht nach vorn in ben Laben, wo untersetzte, resolute Frau neben bem hin sro -rr unö. !^r freundlich entgegenlächelt: „Fräu- komme zufällig hier vorüber unb mochte mir die bestellte Platte—" Augenblick, bitte!" — Fräulein Müller d?e Luft N-N ' würde sie plötzlich so leicht, daß iihPrrpMrb s arVb,e Decke hebt. Im Handumdrehen auffeuhpnh 6 ÖQS d.oket unb kann sich nicht enthalten, ^„lseufzend — mit einem Blick auf ben Chef — fi?lt können von Glück sagen, gnäbige 5rau, eben soÜte ber Bote zu Ihnen abfah?en!" ^rÄinAJ$ÜmnL^är1e ias i° «"ch nicht gewesen, mein Wann -u^rau Schmidt seelenruhig, „mein Mann hat erst übermorgen Geburtstag, aber Eine halbe Stunde Angst. Von Hans Werner Ludwig. Ort ber Hanblung: Ein Grammophongeschäft bes V Westens. Zeit: Samstagnachmittag. Vier Grammophone spielen, brei Kunben sitzen mit ungebulbiger Miene abseits unb warten auf Bedienung. Die Verkäuferinnen jagen hin unb her beruhigen, ziehen bie Kurbeln ber Apparate auf legen neue Platten ein, preisen an, (oben steigen Die Leitern an ben Regalen hoch — Wo'chenenb- betrieb. Das Telephon läutet. Die Verkäuferinnen hören es nicht. Das Telephon läutet roieber. Die Verkäuferinnen hören es, aber ffe hören es boch roieber nicht. Dar Telephon läutet zum brittenmaL Fräulein Muller springt in bie Zelle. «Hier ist bie Grammophon G. m. b. Hmelbet sie sich. „So! Hier ist Frau Schmibt mit „bt", Lubwigs- burger Straße 37, vierte Etage, rechts. Fräulein, dos ist ja eine schöne Bedienung, wie lange soll ich denn hier —" „Wie bitte? Ich kann Sie nicht —" „Eine schöne Bedienung ist das! Ich warte hier eme halbe Stunde, jawohl, ich habe die Uhr neben mir liegen —" „Wie bitte?" Ich kann Sie leider nicht oerstehenl" „Was? Sie können mich nicht verstehen?! Wer sind Sie denn eigentlich? Wie heißen Sie denn?" „Müller." „So, Müller! Na also, Fräulein Müller, ich sage Ihnen, wenn die Sachen nicht pünktlich —" „Welche Sachen, bitte?" „Aber lassen Sie mich doch ausreden! Ich brauche ' sofort — denn ich verreise — die neueste Tauberplatte, bis drei Uhr muß sie in meinem Hause fein, haben Sie verstanden?" „Jawohl! Die Tauberplatte können Sie sofort haben!" „Aber wenn ich mich nicht darauf verlassen kann —" „Sie können sich darauf verlassen!" „Sonst muß ich Sie Ihrer Direktion melden!" „Nein, Sie können sich ganz bestimmt darauf verlassen, gnädige Frau!" „Ich brauche die Platte bis drei Uhr, sonst —" Gewiß, gnädige Frau —" Also, ich verlasse mich darauf. Guten lag!" Guten Tag — gnädige Frau!" mig für erledigt erklärt, da inzwischen auf die 3nL» tiative tes Reichsinnenministeriums ein Gesetzentwurf zur Bekämpfung der Faulbrut fertiggestellt wurde und zur Zeit dem Biologischen Reichsinstitut zur Begutachtung vorliegt. Der nationalsozialistische Antrag, der ein S ch ä ch t v e r b o t fordert, wurde bei Stimmengleichheit abgelehnt. Die in der gleichen Frage vorliegenden Eingaben des Landesverbandes gesetzestreuer Synagogen- gemeinden und des Hessischen Tierschuhvereins wurden dadurch für erledigt erklärt. Einstimmige Annahme fand ein Zentrumsantrag, der Vorstellungen bei der Reichsregierung fordert, die in Artikel 165 RV. vorgesehene berufsständische Vertretung der Arbeiter- und Angestelltenschaft alsbald einzurichten. Auf den sozialdemokratischen Antrag zur Förderung der Dompfaffenzucht in den vberhessischenGebirgsgebie- ten machte der Regierungsvertreter erläuternde Ausführungen, wonach auf die dortigen Verhältnisse im Rahmen des Tierschutz- und Raturschutz- gesehes Rücksicht genommen werden soll. Der Antrag wurde daraufhin für erledigt erklärt. Der Ausschuß stimmte noch einer Reihe von Eingaben entsprechend den Vorschlägen der Regierung zu und nahm die Aenderung der Landesgebührenordnung für Rechtsanwälte in gewissen Zwangsversteigerungssachen zur Kenntnis. Der Ausschuß setzt seine Beratungen am Dvnners- tag der kommenden Woche fort. W Sie Äöge> St ,uXd sagt ö« Reise anlreien, h0It findet chr (fieflt ihr zurua brachtet- Der f benlmgbe'Mgen Dir VMN, ° nicht, wer ihnen Dir wissen au serer Heimat ■ Begleitung ve Rudud ist 14° sich bie juuaer schwalbe hält die Slate, bie Vögel, denken i lassen. 3m Fi die neuen L Schnee und C Sind es Na bctanlassen, ih und den ferner zum mindesten im Herbst ist i. die Angst vor es gibt sehr v mit uns über st haben. Zudem sehr gut genäl Prüfungen fest so schwer tote; Der will bi ger befällt, tot Vögel, die in erregt unb slc es vielleicht t Zeiten, die un land zu Verb im Blute? Es find nod Sie Dicke d Tagen nach der hören, wenn sie zu/trcöen, wenn Scschret am Hü Wandernde D ein arvhes M erfüllt von D den Tieren gh’ fenber Höhe ü weit in ferne, Fraulein Müller läßt ben Hörer in bie Gabel fallen. Die neueste Tauberplatte, benkt sie, bis brei Ar ZU Frau Schmibt mit „bt", wie war boch bie Adresse? Ja, wie war bloß bie Abesse? Um Gottes W'llen! Die Abresse? - Bleich verläßt Fräulein Muller bie Telephonzelle. Sie fürchtet bie Melbuna an bie Geschastsleitung, einen heillosen Krach . brohenbe Entlassung — nicht auszubenken! Der Aufsichtsherr ist eben vom Mittagessen ae- kommen. „Was fuhren Sie benn für lange Privat- gesprache, Fraulein Müller?" „Es war kein Privatgespräch, es war eine__" gerufen'^™ Augenblick wirb ber Aufsichtsherr ab« Fräulein Müller, vor Schreck schon ganz rot be= finnt sich nicht lange unb stürzt in bie Telep'hon- Z^^uruck Vielleicht?! - Ein Blick auf bie Arm- Danpunr lagt sie erbleichen: noch eine halbe Stunbe' Sie schlagt bas Telephonbuch auf. Als sie ben Buchstaben „Sch gefunben, blättert sie neun Seiten, neun ganae, Doüe Seiten Schmibt mit „bt"! Das tanzt vor ihren Augen. Trotzbern ergreift sie ben Hörer: „tfraulem, bitte Westenb —" „Hier ist Schmibt —" „M, Verzeihung, Ihre Frau Gemahlin hat oor- hln hier angerufen unb eine Grammophonplatte__" „Nee, Fräulein bas muß ein Irrtum ein, meine Frau ist schwerhörig —" ’ „Entschuldigen Sie —" „Fräulein, bitte, Merkur —* „Frau Schmibt!" „Gnäbige Frau, Sie hatten vorhin eine Grammophonplatte bestellt — „Wat, Sie finb wohl janz verrückt!" „Bavaria —" „Verzeihen Sie, Ihre Frau Gemahlin hatte —" „Wie? Meine Frau hat schon wieber eine Platte bestellt? Fräulein, ich bezahle bie Platte nicht! Ich komme überhaupt nicht für Einkäufe auf, bie meine Frau ohne mein Wissen —" „Bitte Kupfergraben —" „Hier ist Schmibt, jawohl, Räucherwaren en gros — wie? Aber ich bin ja gar nicht verheiratet! Aber warten Sie boch, Fräuleinchen, beshalb können wir uns boch ein bißchen unterhalten —" „Bismarck —" „Geheimer Justizrat Schmibt ist am Apparat — wie? Meine Frau? Nein! Das dürfte schwerlich zutreffen, da meine Frau seit drei Wochen bei meinem Schwiegersohn im Anhaltischen weilt und ihren Aufenthalt auch kaum vor weiteren zwei Wochen beenden dürfte. — Nein, es war keine Störung!" Die Frage der Diskonlsenkung. Die Reichsbank verlangt Beseitigung der mternationalen B ndungen. Berlin, 14. Sept. (TU.) wie ber DHD. von maßgebender Seife Höri, ist gemäß einem Antrag der Reichsbank in bie Tagesordnung der am kommenden Montag stattfindenden Sitzung bes ver- roaltungsrates der V3Z. die Beseitigung der internationalen Bindungen des Bank- g e f e h e s ausgenommen worden. Paragraph 29 bes Gesches besagt bekanntlich, bah der Diskontsatz minöeftens 5 v. h. zu betragen hätte, so lange bie Deckung während einer Bankausweis- wochc ober länger ununterirochen unter 40 v. h. liege. Rach ben letzten Ausweisen bewegte sich bie Deckung um 25 v. h. An sich ist burch das Lausanner Abkommen neben den Reparationen auch die genannte Bindung in Fortfall gekommen. Das Lausanner Abkommen ist jedoH noch nicht ratifiziert, das Gesetz daher noch in Kraft. — Eine Fühlungnahme des Reichsbankpräsidenten Dr. Luther mit der BIZ. im Juli d. I. in dieser Frage hatte ein ungünstiges Echo. Auf Grund des inzwischen fortgesetzten Meinungsaustausches nimmt man jedoch jetzt an, daß man am Montag zu einer Lockerung des Paragraph 29 I kommen wird. — wie weit danach die Reichsbank I von der Möglichkeit einer Disfontfentung Gebrauch machen wird, steht heute noch nicht fest. Das hängt von der politischen Lage und der Lage am Geldmarkt ab. Es ist jedoch anzunehmen, daß eine Herabsetzung um 1 v. h. auf 4 v. h. erfolgen wird. WirWastspMjscheForderungen der Bauernvereine. Berlin, 14.Sept. (CRB.) Dom 12. bis 14-September tagten ter Vorstand und verschiedene Ausschüsse ter Vereinigung ter Deutschen Christlich » n Bauernvereine, äleberein- stimmend kam zum Ausdruck, daß zwar die Regierungsmahnahmen das ernste Bestreben erkennen lassen, die zur Wiederbelebung unserer Wirtschaft erforderlichen Maßnahmen durchzuführen aber doch im wesentlichen auf die Bedürfnisse der Großindustrie eingestellt sind. Die Dauernvereinsmitglieder wiederholten daher mit Rachdruck die seit langem vertretene Forderung, daß der ^leberschüttung unserer Märkte mit ausländischen landwirtschaftlichen Erzeugnissen durch das Wittel der Einfuhrkontingentierung Einhalt getan wird und daß ferner auf dem Gebiete der Steuerpolitik und der Zins- und Lastensenkung diejenigen Maßnahmen ergriffen werten, die erforderlich sind zur Erhaltung der Produktionsgrundlagen ter Landwirtschaft. Diese Forderungen fanden ihren Riederschlag in einer einstim- mig angenommenen Entschließung. Oer Deutsche Gewerkschastsbund zur Notverordnung. Der Deutsche Gewe.kschaftsbund, Landesverband für Hessen, legt in einer Entschließung gegen bie neue Rotverordnung der Reichsregierung den a l l e r s ch ä r f st e n P r o t e st ein. Bon den einzelnen Maßnahmen der Rotverordnung, die einen starken sozialen Rückschritt darstellen, müssen insbesondere abgelehnt werden d i e Steuergutscheine, soweit sie Geschenke auf Kosten ber Arbeitnehmer sind, die L o h n - und Gehaltssenkungen in jeder o v r m. Schon die jetzigen Löhne und Gehälter reichen zum Leben nicht mehr aus. Reue Kür- zungen führen zu einer grenzenlosen Verelendung ber Arbeitnehmer unb zur weiteren Zerstörung ber Gesamtwirtschaft, anstatt sie zu be- leben. Die christlich-nationale Arbeitnehmerschaft wendet sich mit aller Schärfe gegen die Ermächtigung der Reichsregierung, ohne jedes Mitbe- Aus der Provinzialhauptstadt. Gießen, den 15. September 1932. Vögel ziehen südwärts ... Müde lächelnd geht die Statur zur Ruhe. Ein« feierliche Stille zreht ein. Felder und Wälder fchweigeiu Di« Sommervögel ziehen fort. Auch unser treuer Hausgenosse, der Storch, rüstet sich. Roch einige Tage, und der Wanderruf der Kraniche wird durch die Luft hallen. Hoch, in sonnenhellen Lüften, nachts durch Rebel und ziehende Wolken, geht ihre weite Fahrt. Aber durch Rächt und Rebel hindurch sieht das Rogelauge schon das «rs^nte Land, jenseits des Meeres. Die wandernden, scheidenden Rögel, sie künden uns den Herbst. Wer möchte sie nicht begleiten in südlich«, schöne, lachende Gefilde? Selten noch Hingt ein Rogellied auf. Rur die Stare schwärmen laut und durchziehen die Obstgärten, die Schwalben versammeln sich auf den Drahtleitungen. Doch auch ihr Gezwitscher ist leiser, zum Teil schon zürn Geflüster geworden. Wenn sie uns alle verlassen haben, ist es vollends Herbst. Wer sagt den Vögeln: 3hr sollt jetzt eure Reise antreten, ihr müßt nach Süden fliegen, dort findet ihr «ine neue Heimat? Wenn im deutschen Raterland der Frühling wiederkehrt, fliegt ihr zurück an die schönen alten Plätze, an denen ihr eure ersten Tage im Sonnenschein verbrachtet. Wer sagt das all den kleinen Sängern, den langbeinigen Zugvögeln? Wir wissen, wohin sie reisen. Wir wissen aber nicht, wer ihnen den Weg zeigt in dunkler Rächt. Wir wissen auch, das die jungen, hier in unserer Heimat geborenen Rögel, sehr ost ohne Begleitung der alten Tiere reisen. Der alte Kuckuck ist schon längst fort. Riel später rüsten sich die jungen Schreier zur Reise. Die Rauchschwalbe hält es am längsten bei uns aus, und die Stare, diese rechten Schwärmer und Strichvögel, denken oft nicht daran, Deutschland zu verlassen. 3m Frühjahr sind sie di« ersten, die uns die neuen Lieder Vorsingen, auch wenn noch Schnee und Cis die Erde decken. Sind es Rahrungssorgen, die unsere Zugvögel veranlassen, ihrer Heimat den Rücken zu kehren und den fernen Süden aufzusuchen? Das erscheint zum mindesten sehr fraglich. Denn gerade jetzt im Herbst ist ihr Tisch noch reichlich gedeckt. Auch die Angst vor der Kälte kann es nicht fein, denn es gibt sehr viele kleine Rögel, die den Winter mit uns Überstehen, wenn sie nur etwas Futter haben. Zudem sind die Rögel gerade im Herbst sehr gut genährt. Man hat durch Versuche und Prüfungen festgestellt, daß sie jetzt etwa dreimal so schwer wiegen wie im Frühjahr. Wer will die Unruhe erklären, die unsere Sänger befällt, wenn der Herbst naht? 3a, selbst die Vögel, die in Käfigen gehalten werden, werden erregt und flattern gegen ihre Gitterstäbe. Gab eS vielleicht vor vielen, vielen tausend 3ahren Zeiten, die unsere Rögel zwangen, unser Vaterland zu verlassen, und liegt ihnen das noch im Blute? Es sind noch gar viele Rätsel zu lösen. Die Blicke der Menschen richten sich in diesen Tagen nach dem Himmel, wenn wir die Kraniche hören, wenn sie in keilförmigem Flug dem Süden zustrcben, wenn Wildgänse in schräger Linie mit Geschrei am Himmel dahinziehen. Wandernde Vögel, wandernde WolkenI Es ist ein großes Abschiednehmen. Unser Herz wird erfüllt von Wehmut und leiser Sehnsucht, es den Tieren gleichzutun und dort oben in leuchtender Höhe über Berge und Täler zu fliegen, weit in ferne, sonnenbeschienene Länder! L. Technische Bilanz des städtischen Gaswerks. Die technischen Ergebnisse unseres Gaswerks für das Detriebsjahr 1931/32 liegen jetzt vor, danach beträgt die Gesamtabgabe von Gas 3212 180 Kubikmeter. Es entfallen von dieser Gesamtmenge auf Gas für Leucht-, Koch-, Heiz- und 3ndustriezwecke 2 443 089 Kubikmeter, durch Automaten gegen Vorauszahlung geliefert 266 933 Kubikmeter, an die Gemeinde Wieseck abgeliefert 58 496 Kubikmeter. Selbstverbrauch im Werk 122 085 Kubikmeter. Den größten Monatsumsah brachte der 3uli 1931 mit 399 640 Kubikmeter, den größten Tagesabsatz hatte das Gaswerk am 23. Mai 1931 mit 11800 Kubikmeter, die geringste Monatsabgabe wurde abgegeben im Februar 1932, nämlich 237 840 Kubikmeter, der geringste Tagesabnahme wurde am 28. März 1932 geliefert. Der durchschnittliche TageSgasverbrauch stellt sich auf 8776 Kubikmeter. Die Produktion von Koks belief sich im abgelaufenen Betriebsjahr auf 5818 Tonnen, an Teer auf 358 Tonnen, an schwefelsaurem Ammoniak aus 57 Tonnen, an Graphit auf 6 Tonnen. Der Kohlenverbrauch in 1931 32 stellt sich für das Werk auf 8250 Tonnen. Das gesamte Rohrnetz des Gaswerks hatte Ende März 1932 eine Länge von 58 231 laufend« Meter, bei 2438 Hausanschlüssen mit 6737 Gasmessern und 1431 Gasautomaten. Auch der Verbrauch an Gas ist gegenüber dem Vorjahr, infolge des Darniederliegens der 3ndustrie, aber nur um 7 v. H. zurückgegangen. Sonntagsrückfahrkarten zur Kölner Herbstmesse. Anläßlich der Kölner Herbstmesse 1932 können Sonntagsrückfahrkarten für die Besucher der Sondergruppe „Haus- und Küchenbedarf" — Dauer vom 18. bis 20. September d. 3. — und für die Besucher der Gastwirtsmesse — Dauer vom 17. bis 25. September — ausgegeben werden. An die mit einem von der Messe- und Ausstellungs- Ges. m. b. H. ausgefertigten Ginkäuferausweis für die Sondergruppe der Herbstmesse „Haus- und Küchenbedars" versehenen Besucher können von allen im Umgreife von 200 Kilometer von Köln gelegenen Bahnhöfen — also auch von Gießen und umliegenden Bahnhöfen — Sonntagsrückfahrkarten nach Köln an folgenden Tagen und mit folgender Geltungsdauer ausgegeben werden: 17. September (Samstag) geltend ab 12 Uf>r bis zum 19. September (Montag) 12 Uhr (spätester Antritt der Rückreise): 18. September (Sonntag) geltend ab 0 Uhr bis zum 19. September (Montag) 12 Uhr (spätester Antritt der Rückreise): 19. September (Montag) geltend ab 0 Uhr bis 24 Uhr (spätester Antritt der Rückreise): 20. September (Dienstag) geltend ab 0 Uhr bis 24 Uhr (spätester Antritt der Rückreise). An die mit einem vom „Provinzial-Wirtever- band Rheinland" ausgestellten Delegierteausweis oder mit einer Eintrittskarte zur Gastwirtsmesse versehenen Besucher der Kölner Gastwirtsmesse tonnen von allen Bahnhöfen, bei denen Sonntagsrückfahrkarten nach Köln bereits aufliegen, diese Sonntagsrückfahrkarten abweichend von der sonst geltenden Regelung auch ausgegeben werden am: 17. September (Samstag) geltend von 0 Uhr bis zum 19. September (Montag) 12 Uhr (spätester Antritt der Rückreise): 22. September (Donnerstag) geltend ab 0 Uhr bis 24 Uhr (spätester Antritt Der Rückreise): 24. September (Samstag) geltend ab 0 Uhr bis 26. September (Montag) 12 Uhr (spätester Antritt der Rückreise). Daten für Tonnerstav, 15. Leptembcr. 1834: der Geschichtsschreiber Heinrich v. Treitschke in Dresden geboren; — 1882: der Unterseebootführer Otto Weddigen in Herford geboren; — 1926: der Philosoph Rudolf Eucken in Jena gestorben. Taten für 16 Leptembcr. 1858: der englische Politiker Sonar Law in Neu- Braunschweig geboren, — 1927: der Hygieniker Max von Gruber in Berchtesgaden gestorben. ** Zum Beginn der Spielzeit des Stadttheaters schreibt uns die 3ntendanz: Das Stadttheater Gießen stellt in seinem 1907 vollendeten Prachtbau ein Dokument theaterliebenden Opferwillens dar. Eine stetig wachsende Abonnentenzahl biwies im Verlauf der 25 3ahre sichtbares 3nteresse und die mit regem Besuch bedankten Leistungen der Künstlerschaft haben den Bau vor 25 3ahren gerechtfertigt. Die Tradition des Gießener Theaterlebens bürgt für die allgemeine Erkenntnis, daß unser Theater auch in den kommenden 25 3ahren fortbestehen muß. Sichern Eie sich einen festen Platz an bestimmten Tagen und uns die künstlerische Arbeit durch Erwerbung eines Abonnements. Die Kasse nimmt ab 25. September täglich in der Zeit von 10 bis 13 Uhr Anmeldungen entgegen; schriftliche Bestellungen werden täglich erledigt. Eröffnet wird die 3ubiläumsspielzeit am 2. Oktober mit einer Festvorstellung von Goethes „E g m o n t" in der 3nszenierung von 3ntcn- bant Dr. Prasch; die musikalische Leitung liegt in Händen von Universitätsmusikdirektor Dr. Temesvarh. — Die vorjährigen Abonnenten, die in der kommenden Spielz«it 1932/33 ihren alten Platz beibehalten wollen, werden dringend gebeten, ihren Anspruch bis Samstag, 17. September, geltend zu machen. Die Kasse hat ausnahmsweise die Meldefrist bis zu diesem Tag« als den letzten Termin verlängert; ab 18. September muß über die Plätze anderweitig verfügt werden. — Theaterabend« wie zum Beispiel im Rahmen der vorjährigen geschlossenen Deamtenvorstellungen finden in der kommenden Spielzeit 1932/33 nicht statt. Mondfinsternis gut beobachtet. Allen Pessimisten zum Trotz, di« noch um die Mittagsstunde glaubten, daß von der Mondfinsternis ja doch nichts zu sehen sein werde, weil die Wolken neidisch die Sicht verbergen würben, war die Monbfinstemis gestern abenb doch ausgezeichnet zu verfolgen. Bald nachdem der Mond über den Horizont heraufgekommen war, schob sich der Kernschntten, der sich verhältnismäßig klar von der Hellen Fläche des Rachtgestims abzeichnete, über die Mondscheibe. Allmählich, gegen 22 Uhr, bedeckte der Schotten der Erde die Mondscheibe soweit, baß nur noch ein feiner, glänzender Saum den ursprünglichen Glanz der Vollmondscheibe verriet. Alles andere war anfänglich nahezu schwarz, später, bei der fast vollständigen Bedeckung des Mondes durch den Schatten der Erde, in ein dunkles, bräunliches Rot getaucht. Allmählich aber wurde die glänzende Fläche wieder größer, und wer kurz vor Mitternacht wieder zum Himmel emporsah, konnte den Mond wieder in klarer Pracht am nächtlichen Himmel sehen. Die Mondfinsternis war viel beobachtet worden. Auf allen Straßen und Plätzen standen die Menschen in kleinen Gruppen beisammen und besprachen das Ereignis, das, so natürlich es auch fein mag und so gar nicht außerordentlich, doch einen geheimen Reiz ausübt und viele in seinen Dann zog. Für einige Stunden waren die Menschen, mehr oder weniger, dem Weltraum und seiner Unendlichkeit im Geiste näher, als es vielleicht sonst der Fall fein mag. " 10. Herbstfreizeit d es Vereins evangelischer Lehrer und Lehrerinnen in Hessen. Dom 1. bis 8. Oktober findet im lieblich gelegen, christlichen Erholungsheim „Waldesruhe" in Auerbach an der Derg- straße die 10. Herbstfreizeit des „Vereins evangelischer Lehrer und Lehrerinnen in Hessen" statt. Konrektor im Ruhestände Weimar aus Frankfurt a. M. wird jeden Morgen einen zeitgemäßen, biblischen Vortrag halten, an den sich eine De- sprechung anschlieht. Die Rachmittage sind ganz der Erholung gewidmet. Zur Teilnahme sind alle hessischen Lehrer und Lehrerinnen willkommen. " Derufswettkampf im DHV. Der deutschen Volkswirtschaft tüchtige kaufmännische Mitarbeiter heranzubilden, hat sich der Deutschnationale Handlungsgehilsenverband zur vornehmsten Ausgabe gemacht. Richts kann den Ehrgeiz zu beruflicher Leistungssteigerung mehr wecken und fördern, als Derufswettkämpfe, bei denen die junge Kaufmannsgeration zeigt, was sie kann. Am 6. Rovember 1932 finden in rund 75 Orten des Freistaates Hessen und der Provinz Hessen-Rassau kaufmännische Derufswettkämpfe statt, an denen jeder 3ungfaufmann teil- nehmen kann. Oie Autostraße Frankfurt - Heidelberg - Mannheim. WSR. F r a n t f u r t a. M. 14. Sept. Wie aus Karlsruhe gemeldet wird, hat der badische Staatspräsident gestern in Berlin den Reichskanzler aufgesucht und mit ihm eine Reihe von Fragen erörtert, die das Land Baden betreffen. 3n erster Linie wurde der Plan einer Autostraße Frankfurt—Heidelberg-Mannheim besprochen, welche mit einem Kostenaufwand von 8 Millionen Mark erbaut werden soll. 75 Prozent dieser Ausgaben sind Arbeitslohn. Finanzielle Aufwendungen dafür find weder vom Reich noch von den Ländern zu machen, es bedarf nur der Zustimmung des Reiches dafür, daß für die Benutzung dieser Autostraße eine Gebühr erhoben werden darf. Der Reichskanzler hat eine wohlwollende Prüfung dieser Frage zugesagt. Nachtübung im Herbstmanöoer. Tas Gießener Bataillon kehrt am Freitag zurück. Mühlhausen (Thür.). 14. Sept. Seite heute, Mittwoch früh, sind im Brigade- Manöver der 5. Division umfangreiche Kampfhandlungen im Gange, die ununterbrochen, also auch nachts, bis zum Donnerstag gegen mittag anbauem werben. Das Pressequartier rückte heute früh gegen 7.30 Uhr aus unb kam erst heute abenb gegen 19 Uhr toiebet in bas Quartier zurück. Unser Gießener Bataillon war toicber hervorragend an den Kämpfen beteiligt. Am Donnerstag rückt es nach Langensalza ins Quartier, wird bort am Freitag srüh verladen und trifft am gleichen Tag um 17.34 Uhr wieder in Gießen, ein. Wenn die Soldaten in Gießen ankommen, haben sic anstrengende Tage hinter sich gebracht. Die Be- Dollerung unserer Stadt, die der Reichswehr schon bei ihrem Auszug in bas Manöver einen herzlichen Abschied bereitete, wird sicherlich nicht verfehlen, die Soldaten ebenso herzlich zu empfangen. Kirchliche Nachrichten. Israelitische Gemeinden. Israelitische Rcligionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, 17. September. Vorabend 6.15 Uhr; morgens 8.30, abends 6.45 und 7.25 Uhr. Israelitische Religionsgcsellschajt Sabbatseicr den 17. September. Freitag abend 6.10 Uhr; Samstag vormittag 8; nachmittags 4; Sabbatausgang 7.25. — Wochengottesdienst: morgens 6.30; abends 6 Uhr. „Ich bin Cariouche!" Oer Verbrecherkönig des französischen Rokoko. Die berühmten Verbrecher der Weltgeschichte sind stets von einer gewissen Gloriole umgeben gewesen, denn die Bewunderung kühnen Mutes und romantischer Abenteuer ist nun einmal tief eingewurzelt im Menschenherzen, wie u. a. die Vorlieb« für Kriminalgeschichten zeigt. Diese Räuber-Häuptlinge der Vergangenheit besaßen aber auch sympathischere Züge als die heutigen „Unterwelt-Könige", die ihren Beruf als reines Geschäft betreiben; sie waren edelmütig ober erschienen wenigstens so, hatten ein Herz fürs Volk und plünderten nur die Reichen aus. Sie sind daher zum Teil sehr volkstümlich gewesen, wurden in Dänkelgesängen verherrlicht, auf die Bühne gebracht und leben noch heute in einer reichen Literatur fort. Dies ist auch bei dem berühmtesten Räuber- hauptmann des französischen Rokoko der Fall, bei Louis Dominique Cartouche, der ums 3ahr 1693 geboren wurde unb in der kurzen Zeit von 1719 bis 1721 derberühmteste MannvonPa- r i s war. Leider sind die Akten seines Prozesses bei den Brandstiftungen der Commune verbrannt, und wir besitzen nur eine Studie von D. Maurice, die auf dem Studium dieser Dokumente beruht. Es gibt aber eine größere Flugschrhten- Literatur. deren wichtigste Stücke jetzt in einem Reudruck von Fernand Fleuv.t neu gedruckt worden sind. Wenn die Taten und Abenteuer Cartouches in vielem an das Unwesen der heutigen amerikanischen „Gangsters" erinnern, so wirken sie doch lustiger und graziöser, wie es dem Geiste der damaligen Zeit entsprach. Cartouches Vergangenheit dis zu der Zeit, da er als genialer Verbrecher in Paris aus tauchte, liegt ziemlich im Dunkeln. Er soll mit zwölf 3ahren von Zigeunern entführt worben sein, war bann Lakai und dann Soldat und lebte mehr schlecht als recht so dahin, bis man 1719 von ihm zu sprechen anfing. 3n diesem 3ahre sah er eines Rachts, als er auf dem Pont-Reuf spazieren ging, einen Mann, der sich gerade über das Geländer schwingen wollte, um sich in die Seine zu stürzen. Cartouche hielt ihn am Deine sest und zog den Verzweifelnden zurück, der ausrief: „3ch will mich lieber ertränken als bankrott machen!" Der Retter wurde zu dem Selbstmord-Kandibaten, der sich als ein gewisser Perrichvn vorstellte, von solcher Zuneigung ergriffen, daß er ihm 3000 Livres gab, die er gerade in der Tasche hatte, und ihm versprach, den Rest seiner Schuld zu Hause auszuhändigen, indem er bemerkte: „Die Straßen sind nicht recht sicher", gewiß ein sachkundiges Urteil. Am folgenden Tage berief der Wohltäter eine Gläubiger-Versammlung und befriedigte alle Ansprüche mit 24 000 Livres, indem er erklärte, das Geld stamme von seinen Freunden. die kein sehr ehrbares Geben sührten, und sich das Gebet eines ehrlichen Mannes sichern wollten. Als aber die Gläubiger mit ihrem (Selbe das Lokal verlassen hatten, wurde es ihnen von der Dande Cartouches sofort wieder ab. genommen. . . Es war in der Zeit der kurzen Scheinblüte, die durch das Papiergeld desSchottenLaw hervorgerufen war. Alles spekulierte und verdiente Geld, das man in kostbarem Schmuck zur Schau trug. Die Spießgesellen Cartouches sahen also ein reiches Arbeitsfeld vor sich. Einige von ihnen erwählten zu ihrer Spezialität, die goldenen und silbernen, oft mit Diamanten besetzten Degenknäuse der vorübergehenden Herren mlt einem festen Griff von der schwachen Klinge ab- zubrechen und dann zu verschwinden. Diese Diebstähle wurden so zahlreich, daß man d i e Mo de wechselte und nur noch einfache Stahllnäuse trug. Der Führer aber begügte sich nicht mit solchen Kleinigkeiten: er stahl im Großen und wagte sich an die höchsten Herrschaften heran. Einer seiner Vertrauten, den er dem neuen türkischen Gesandten entgegengeschickt hatte, arbeitete so trefflich. daß der Pascha, als er in Paris anläm, die Hülste der kostbaren Geschenke für Ludwig XV. vermißte. Ein anderer, der die Wegelagerei zur Kunst ausgebildet hatte, erbeutete bei einer Gelegenheit 462 000 Livres, ein andermal 50 000 usw., riesige Summen für damalige Zeit. Cartouche selbst, ein Heiner, u n - scheinbarer Mann, ein richtiger Pariser „Gamin", zeigte sich ebenso keck wie galant. Eines Rachts, von den Wachen verfolgt, flüchtete er sich in das Schlafzimmer der Frau Marschallin von Doufflers und „bat“ sie mit vorgehaltenem Revolver, ihm Unterkunft zu gewähren und ein Souper zu verschaffen. Die Dame, die schon in den Sechzigern war, brauchte für ihre Unschuld nicht zu sorgen, versteckte ihn hinter einen Wandschirm und ließ voller Angst das Beste auffahren, was Küche und Keller bot. Am Morgen verließ sie ihr nächtlicher Gast und revanchierte sich mit 100 Flaschen des besten Champagners, die er aus dem Keller eines reichen Fi- nanzmannes stehlen ließ und ihr zuschickte. Cartouches Bande bestand aus einer „unbegrenzten Zahl von Personen", jedensalls aus mehr als 365, von denen 35 Frauen waren. Außer diesen gigantischen Spießgenossen arbeitete er aber noch mit einer Füll« von Zuträgern zusammen, die ihn auf „große CoupS* aufmerlfam machten, mit Gastwirten, die ihm reiche Gäste verrieten, und vor allem mit den Hütern des Gesetzes. Daß er feine Räubereien so unverschämt lange Zeit durchführen konnte, war nur möglich, ebenso wie bei den amerikanischen Gangsters, infolge der D e st e ch l i ch k e i t d e r P o I i z e i. Er konnte sich ruhig einmal gefangennehmen lassen, denn er wußte, daß er durch ein reichliches Geldgeschenk doch wieder freikommen würde. Außerdem flößte schon sein Rame eine panische Furcht ein. Als der Verhaftungsbefehl gegen ihn von einem Ausrufer öffentlich verlesen wurde, erhob sich plötzlich in der dichtgedrängten Menge eine Stimme, die rief: „3ch bin Cartouche!" Eine Sekunde später war alles auseinandergesto- ben, und allein auf dem Platze stand ein kleiner Mann, umringt von ein paar Kumpanen. Schließlich aber ereilte ihn hoch das Schicksal. Er wurde von einem Gardisten verraten und barsuß. nur mit dem Hemde bekleidet, aus dem Bette geholt. Man erzählt, daß der Dichter Legrand, der ihn damals auf die Bühne brachte, zusammen mit dem Schauspieler Quinault bei dem Gefangenenaufseher erwirkte, daß Cartouche ihnen all« seine Streiche im Pariser Argot erzählen mußte, um einen möglichst realistischen Eindruck für die Dichtung und das Spiel zu erhalten. Beinahe wäre er aus dem Chatelet-Gesängnis entflohen: er war schon durch ein Abzugsrohr auf die Straße gedrungen, als das Dellen eines Hündchens ihn verriet. So ereilte ihn das Schicksal. Er wurde am 26. Rovember 1721 öffentlich a u f dasRad geflochten, nachdem man ihn nach dem damaligen Drauch erwürgt hatte. Buntes Allerlei. Wenn der Mond seinepflicht nicht tut.. Der Gemeinderat des Ortes Coalville in der englischen Grafschaft Leicestershire hatte eine Beschwer de erhalten, durch die ein Arzt darüber Klag« führte, daß die Straßen des Ortes bei Rächt so dunkel wären, daß man nur mit Hilfe eines Lotsen nach Hause gelangen könne. Die Beschwerde mußte als berechtigt anerkannt werden, aber die Gemeinderäte erklärten sich selbst für schuldlos. Der Uebeltäter sei niemand anders als der Mond. Er hatte in der fraglichen Rächt eigentlich die Pflicht, zu scheinen, aber er hatte diese böswillig verletzt und sich hinter Wolken verborgen. Der Gemeinderat beschloß daher, diesen unzuverlässigen Straßenbeleuchter abzusetzen und statt dessen sofort die Zahl der Laternen zu vermehren, auf die man sich besser verlassen könne. Herr und Hund als gegenseitige Lebensretter. Innerhalb einer Minute hat ein Herr seinem Hund das Leben gerettet und hat von diesem den gleichen Dienst empfangen. Der Herzog von Zelies, ein früherer Anwärter auf den Thron von Albanien, der jetzt als Rechtsanwalt an den Pariser Gerichten tätig ist, unternahm in früher^ Morgenstunde mit seinem Terrier Echerif einen Spaziergang an den Seine-Kais. Scherif entdeckte eine Wasserratte und sprang ihr von seinem Herrn ermutigt, in den Fluß nach. Nachdem er das Tier getötet hatte, geriet er beim Zurückschwimmen in die Schlingpflanzen des Flusses und ging unter. Der Herzog, der die Not des Hundes beobachtete, zögerte keinen Augenblick, sondern sprang ins Wasser, befreite den Hund und brachte ihn ans Ufer. Aber während Scherif sich behaglich das Wasser abschüttelte, verletzte sich der 1 Herzog eine Schlagader am Sein an einem spitzen Flaschensplitter und brach ohnmächtig unter großem Blutverlust zusammen. Nun war die Reihe an dem Hund. Er heulte und kläffte so jämmerlich, daß ein Bootsmann aufmerksam wurde und mit seinem Fahrzeug herbeiruderte. Er kam dem Bewußtlosen zu Hilfe, legte ihm einen vorläufigen Verband an und brachte ihn dann ins Krankenhaus. Ohne die Aufmerksamkeit des Hundes wäre fein Herr wahrscheinlich verblutet. Oas nennt man Berufung. Man soll einen Menschen stets an die Stelle sehen, für die er seine überragende Begabung bereits bewiesen hat. Dieses gesunde Prinzip hat sich auch die Verwaltung eines italienischen Gefängnisses zu eigen gemacht. Unter ihrer Fuchtel waren unter anderem drei Falschmünzer interniert. Wie sollte man diese begabten Fungens beschäftigen? Der Herr Direktor kam zu der Ueber^eugung. daß sie sich, ihrem „Zivilberuf" entsprechend, am besten vermutlich in der mechanischen Werkstatt bewähren würden. Und dieser Uederzeugung haben denn die ehrenwerten Drei auch bestens entsprochen... Eines Tages wurde nämlich im näheren Umkreis des Gefängnisses ein Mann festgenommen, der falsch« Münzen in beträchtlichem Umfange umzusehen versuchte. Cs stellte sich heraus, daß man es in ihm mit einem Gefängniswärter zu tun hatte, unter dessen Oberhoheit die drei Gauner zu arbeiten pslegten. Sie hatten, dem überstarken Trieb ihrer Begabung folgend, selbst im Kittchen ihren eigentlichen Beruf wieder ausgenommen und munter Falschgeld hergestellt! — Run haben sie Gelegenheit, länger, als ursprünglich vorgesehen war, über die Vervollkommnung ihrer scheinbar doch noch nicht ganz einwandfreien Methoden nachzudenken. 3n die mechanische Werkstatt allerdings wird man sie vermutlich nicht wieder ein- stellen §.4.-fpori Zum Zußballkampf Schweden — Deutschland. Für den cm 25. September im Nürnberger Stadion stcttsinbcnden Fuszball-Länderkampf Deutschland-—Schweden sind jetzt die beiden Mannschaften ausgestellt worden. Die deutsche Aufstellung ist allerdings noch nicht endgültig, jedoch dürfte es keine wesentlichen Aenderungen mehr geben. D'iit Ausnahme von Knöpfle, Appel und R. Hofmann wurden nur bayerische Spieler beriieksichtigt. Die deutsche Elf wäre sicher noch stärker zu stellen, jedoch mühte sie auch in der vorliegenden Aufstellung stark genug sein, um die Schweden zu schlagen. Recht vielversprechend scheint vor allem der Sturm zu sein. 3n der schwedischen Mannschaft tauchen einige Namen aus dem Nachwuchs auf. Die deutsche Mannschaft: Tor: Jakob (Jahn Regensburg): Munkert (1. FC.Nürnbergs. Ha ring er (Bayern München): Apvel (Berliner SD. 92), Leinberger (Sp. Dgg. Fürth), K n öp f le (FSB. Frankfurt): Berg- maier, Krumm, Rohr (alle Bayern München), Richard Hofmann (Dresdener SC.), Kund (1. FC. Nürnberg). Spielverbot für Nürnberg-Fürth. Wegen des Länderspieles Deutschland — Schweden besteht am 25. September in Nürnberg-Fürth ab 12 Altyr Spielverbot für alle Mannschaften. Die Terminliste der Gruppe Nordbayern hatte allerdings von vornherein auf das Länderspiel insofern Rücksicht genommen, als für diesen Tag nur zwei Bezirksligaspiele angeseht wurden, die beide auswärts stattfinden, und zwar Würzburg 04 gegen DfR. Fürth und Bayreuth gegen Würzburger Kickers. Alle anderen Mannschaften sind spielfrei. „Club" und „Kleeblatt" werden auch eine Anzahl von Spielern für die Ländermann- fchaft abgeben müssen. Vor neuen Leichtaihleiiksiegen? wieder gegen Frankreich und die Schwei). Am kommenden Sonntag stehen die deutschen Leichtathleten wieder an zwei Fronten, in Düsseldorf gegen Frankreich und in Weimar gegen die Schweiz. Bisher haben die Leichtathleten eine großartige Erfolgscrie hinter sich, alle bisher ausgetragenen 19 Länderkämpfe wurden gewonnen, darunter auch gegen England, Japan und Oesterreich, Ungarn. Der erste Kampf kam im Jahre 1921 gegen die Eidgenossen zum Austrag, die auch unser häufigster Gegner waren. Elfmal mußten die Schweizer die Ueberlegenheit der deutschen Athleten anerkennen, so daß man im vorigen Jahre die Vertretung unserer Interessen einer fast nur süddeutschen Garnitur überlassen konnte. Auch diesmal dürfte die deutsche Mannschaft stark genug sein, um das Dutzend Siege voll zu machen. Schwerer ist es dagegen in Düsseldorf gegen Frankreich. Die deutsche Vertretung mußte einige Aenderungen erfahren, es müßte aber nach den letzten Leistungen trotzdem noch zu einem neuen Erfolge reichen. Sechsmal konnten wir die Franzosen bereits schlagen, aber es wurde in den letzten Jahren schon recht knapp, so daß man bei der Aufstellung sehr vorsichtig vorgehen mußte und stets das Beste stellte. Dank unseres guten Läufermaterials und des besseren Durchschnitts kann man am Sonntag mit zwei weiteren deutschen Siegen rechnen. * I n der deutschen Mannschaft beim Athletikkamps gegen Frankreich am Sonntag in Düsseldorf bestreiten infolge einer Absage von Wichmann (SEE.) nunmehr Paul (Stuttgart) und Le- febre (Düsseldorf) den 800-Meter-Lauf, während Dr. Peltzer und Schilgen (Darmstadt) über 1500 Meter starten. Indien siegt weiter. e 3n Wien gegen Oesterreich 6:1 (3:0). Einen neuen großen Sieg errangen die indischen Hockeyspieler am Mittwoch in Wien gegen die österreichische Nationalmannschaft. Obwohl sie bereits das achte Spiel innerhalb von elf Tagen austrugen, konnten sie doch dank ihrer Technik und unverwüstlichen Konstitution, die sich recht tapfer wehrenden Oesterreicher überlegen mit 6:1 (3:0) besiegen. Tilden & Co. in Nürnberg. Im Anschluß an die Weltmeisterschaften der Tennis-Professionals in Berlin gibt Tilden in der Heimat des jungen Meisters Hans N ü ß - lein, in Nürnberg, am 28. September ein Gastspiel. Tilden wird hier mit Nüßlein, Barnes und Najuch zusammentreffen. Zum Austrag kommen auf den Plätzen des Nürnberger Stadions zwei Einzel- und ein Doppelspiel. Tilden spielt gegen Nüßlein, Najuch gegen Barnes. Im Doppel treten Tilden-Darnes gegen Nüßlein-Na- juch an. Gefängnis für Angriff auf den Schiedsrichter. Die Staatsanwaltschaft Mannheim hat einen Heidelberger Fußballspieler vier Wochen Gefängnis für eine Tätlichkeit gegen einen Schiedsrichter zudiktiert. Der Spieler hatte den Schiedsrichter derart geschlagen, daß eine schwere Trommelfellverlehung die Folge war. Trotz Widerspruchs des Verbandes ließ sich der Schiedsrichter nicht abhalten, Strafanzeige zu erstatten. Eine eindringliche Warnung für die Rowdies auf den Fußballfeldem! Keine Unterstützung mehr sürKayeOon. Die letzten Mißerfolge des englischen Rennfahrers Kaye Don mit seinem Doot „Miß England III“ haben sich recht ungünstig für ihn in finanzieller Hinsicht ausgewirkt. Lord Wakefield, der bisherige Geldgeber für Kaye Dons Rekordversuche, erklärte, aus persönlichen Gründen keine weiteren Mittel mehr zur Verfügung zu stellen. Hauptjagdschießen des „Hubertus". Der „Hubertus", Verein weidgerechter Jäger, Sitz Gießen, hielt wie alljährlich als Abschluß einer Reihe von llebungsschießtagen am vergangenen Sonntag sein Hauptjagdschiehen auf seinen Ständen am Schühenhaus ab. Die Beteiligung am Hauptschiehen war befriedigend, die Leistungen erfreulich. Das ist um so bedeutsamer, weil in der jagdlichen Praxis ein weidgerechtes Jagen ohne eine gewisse Schiehfertig- keit nicht denkbar ist. Nur dann ist ein rasches Töten des Wildes möglich, durch das ihm unnötige Qualen erspart werden, und nur dadurch bleiben wirtschaftliche Werte vor dem Verkommen bewahrt. Die Ergebnisse. Chrenscheibe (40-Ringscheibe) 1 Schuh: 1. Aug. Kilbinger, 39: 2. v. Bentheim, 32; 3. Jeh, 30 Ringe. VLa nderpreis des S ch ühenvereins Giehen (wie oben): 1. Hch. Schwall, 40; 2. All- Oie Lage der deutschen Maschinenindustrie im August 1932. Berlin, 13. Sept. Vom Verein Deutscher Maschinenbau-Anstalten, dem Spihenverband der deutschen Maschinenindustrie, wird uns geschrieben: „Das Augustgeschäft verlief ruhig. Die Anfragen vom In- und Ausland gingen über den Stand der letzten Monate nicht hinaus und führten im allgemeinen noch nicht zu einer Vermehrung der Aufträge. Nur imLandmafchinen- g e s ch ä f t verursachte die stärkere Nachfrage der Jnlandkundschast eine Belebung, die auch Neueinstellungen von Arbeitskräften zur Folge hatte. Das Auslandgeschäft war recht still; der Geschäftsverkehr war durch Devisen- schwierigkeiten und andere Ausfuhrerschwerungen nach wie vor stark behindert, auch kamen weniger Ruhlandaufträge zum Abschluß. Immerhin führten die in den letzten zwei bis drei Monaten eingetretenen leichten Auftragsteigerunge n z u einer weiteren kleinen Erhöhung der Arbeitszeit auf rb. 39V2 Wochenstunden und zu einer Zunahme des Beschäftigungsgrades von 30 auf 31 Prozent der Normalbeschäftigung. Mehr als die Hälfte der Beschäftigung der Deutschen Maschinenindustrie entfällt zur Zeit immer noch auf die Ausfuhr. Gröhe Werte sind für den Wiederaufbau der Vertretungen der deutschen Maschinenindustrie im Auslande im letzten Jahrzehnt auf gewendet worden. Nachgewiesenermahen haben 1931 fast 10 Millionen Deutsche unmittelbar und mittelbar von der Ausfuhr gelebt. Cs wäre ein schwerer Fehler der deutschen Wirtschaftspolitik, die Ausfuhr noch mehr als bisher dadurch zu gefährden, daß Deutschland zu dem Experiment einer Zwangsregelung der landwirtschaftlichen Einfuhr übergeht und damit der Abschliehung der übrigen Welt gegen deutsche Fertigerzeugnisse Vorschub leistet. Der Druck auf die Preise deutscher landwirtschaftlicher Erzeugnisse kommt bei der gegenwärtigen Lage nicht so sehr vom Ausland, als mendinger jun., Grünberg, 38; 3. Pascoe 37 Ringe. Rehbock: 1. Pascoe, Dutenhofen; 2. v. Bentheim; 3. 2eh; 4. Mangelsdorff. Trollender Keiler: 1. v. Bentheim; 2. PH. Nicolaus; 3. Pascoe; 4. Schäfer, Leihgestern; 5. Mangelsdorff; 6. Bieler. Wurftauben (10 Tauben): 1. Allmendinger, Grünberg, 9; 2. Schmall, 9; 3. Pascoe, 8; 4. Drück, Rödgen, 6; 5. Kammer, 6 Treffer. K i p p h a s e (10 Hasen): 1. Pascoe, 9; 2. Schäfer, 8; 3. Schenck zu Schweinhberg, 8; 4. v. Dent- heim, 7; 5. Kleinhans, 7; 6. Allmendinger, 7; 7. Mangelsdorff, 7 Treffer. Aus dem Schiehen auf die Wildscheiben wurden folgende Vereinsmeisterschaften ermittelt und vergeben: Kugelmeister 1932: Dr. v. Bentheim; Schrotmeister 1932: August Pascoe; Hubertus- meister 1932: August Pascoe (der damit zum achtenmal diese Würde errang!). Der Präsident des Allgemeinen Deutschen Jagdschuhvereins, mit dessen Landesverein Hessen der „Huoertus" sehr eng zusammenarbeitet, hatte für die beste Gesamtleistung die Broncemedaille des ADJD. gestiftet, die damit ebenfalls der Vorsitzende des Vereins, Herr Pascoe, errang. Kurze Sportnotizen. Die süddeutschen Meisterschaften im 50-Kilometer-Gehen und 25-Kilometer-Laufen, die am 18. September in München stattfinden sollten, wurden wegen zu schwacher Beteiligung abgesagt. Die Wahlversammlung der DSB. (Deutsche Sportbehörde) findet am 2. Oktober in Köln statt. Hein keil wird nach dem Erfolg seiner Maschinen im Europarundflug jetzt den Bau von Sportflugzeugen serienmäßig aufnehmen. * Stapel, der erfolgreiche deutsche Straßenfahrer, gewann im Nungesser-Stadion zu Dalenciennes ein Omniumfahren gegen Pesenti, Barthelsmy, Leducq und Rebry. C i l l y Äußern wird nach ihrem kurzen Gastspiel in Breslau nun wieder bis zum Frühjahr aussetzen, da sie nach ihrer langen Krankheit für den regulären Tennisbetrieb doch noch zu schwach ist. Am Gordon-Benett-Wettfliegen der Freiballone, das am 25. September in Basel beginnt, nehmen 17 Ballone teil. Deutschland ist mit den drei Ballons „Deutschland", „Barmen" und „Stadt Essen" beteiligt. vielmehr von der katastrophal gesunkenen Kaufkraft der inländischen Bevölkerung, insbesondere der Jndustriearbeiterschaft. Jede Störung unserer Außenhandelsbeziehungen würde Millionen von Arbeitern der Exportindustrien mit vermehrter Arbeitslosigkeit bedrohen, ihre Kaufkraft für landwirtschaftliche Erzeugnisse noch weiter schwächen uni) damit den Preisdruck noch verschärfen. Oie Krafifahrzeugproduktion im Juli 1932. Berlin, 14. Sept. Der Absatz von Personenkraftwagen ging nach „Wirtschaft und Statistik" im Juli gegenüber dem Vormonat um 11 v. H. von 5114 auf 4547 zurück, während sich der von Lastkraftwagen und Krafträdern mit 717 gegen 731 bzw. 4989 gegen 5228 kaum verringerte. Der Absatz von dreirädrigen Kraftfahrzeugen stieg leicht voy 978 auf 1102 Stück. Die Produktionsentwicklung war nur in der Kraftradindu- strie rückläufig (2800 gegen 4405), während die Herstellung von Personen- und Lastkraftwagen (4555 gegen 4588 bzw. 749 gegen 759) sowie von dreirädrigen Fahrzeugen (1097 gegen 1014), die saisonmähig ebenfalls einen Rückgang erwarten lieh, sich ungefähr auf dem im Juni erreichten Stgnd behauptete. Im Vergleich zum. Juli 1931 machte der Kraftradabfatz etwa zwei Drittel, der von Lastkraftwagen rund 60 v. H. und der von Personenkraftwagen über 90 v. H. der damals erreichten Höhe aus. Die Ausfuhr in der Kraftfahrzeugindustrie entwickelte sich günstig. Der an sich geringe Auslandabsatz von Krafträdern betrug das 2,5fache des Vormonats, auch die Ausfuhr von Personenkraftwagen hatte eine Zunahme aufzuweifen. * Zur Frage der Reichsbahn-Aufträge. Der Verein Deutscher Eisen- und Stahl- Industrieller hat in einer an die Generaldirektion der Deutschen Reichsbahn gerichteten Eingabe die große Arbeitsnot der Eisenwirtschaft dargelegt und nachgewiesen, daß der große Arbeitsmangel für Jn- landslieferungen hauptsächlich* auf die Zurückhaltung Wirtschaft. der öffentlichen Hand zurückzuführen ist. Im Inter- esse einer besseren Beschäftigung der deutschen eisen- schaffenden Industrie und zahlreicher Zweige der Verarbeitung, wie des Lokomotiv- und Waggonbaues, der Eisen- und Stahlwarenindustrie, der Eisen- und Stahlgießereien, der Signalbauanstalten, des Dampfkessel- und Apparatebaues, der Rohrleitungsindustrie usw. macht der Verein den Vorschlag, daß unverzüglich ein großer und langfristiger Beschaffungsplan der Reichsbahn aufgestellt wird. Mit Rücksicht auf die Entlastung der Reichsbahnfinanzen durch den Pakt von Lausanne und durch die neue Notverordnung des Kabinetts von Papen dürfte die Finanzierung eines neuen Beschaffungsplanes normalen Umfanges im Laufe der nächsten 12 Monate keine unüberwindbaren Schwierigkeiten haben. * Verhandlungen über deutsche C i - senbahnmaterial - Lieferungen an Degien. Es wurde kürzlich gemeldet, daß anläßlich der deutsch-belgischen Verhandlungen über die belgische Kohlenkontingentierung Deutschland als Kompensation Aufträge für die Lieferung von Eisenbahnmaterial an Belgien im Werte von 21 Millionen Francs erhalten hätte. Diese Meldung eilte den Tatsachen etwas voraus. Wie von den zuständigen Stellen in Berlin und Brüssel mitgeteilt wird, ist ein Vertreter des belgischen Handelsministeriums bereits unterwegs nach Berlin, um mit den deutschen amtlichen Stellen über et- toaige Industrie-Kompensationen für die herabgesetzten Kohlenkontingente zu verhandeln. * Verkaufsvereinbarung zwischen der Edelstahlwerk Röchling AG. und der 8 c> ci 61 ö Lorraine. Die Edelstahlwerk Röchling AG., Völklingen, und die 8oci6t6 Lorraine Miniere et M^tallurgique in Diedenhofen (es ist dies die frühere Carlshütte des Röchling-Konzerns in Diedenhofen) haben sich, wie WTB.-Handelsdienft erfährt, zur Vermeidung einer unwirtschaftlichen Konkurrenz für den gemeinsamen Verkauf von Edelstahl in Frankreich, Belgien und Spanien zusammengeschlossen. Die Soci£t£ Lorraine hat vor kurzem die Erzeugung von Edelstahl in ihren neuen Anlagen aüfgenommen und will diese planmäßig in größtem Stil entwickeln. Die Edelstahlwerk Röchling AG. befürchtet dagegen, daß nach der Rückgliederung des Saargebiets der Absatz nach Frankreich zurückgehen wird. Daher sei ein Zusammengehen das Gegebene gewesen, zumal die von Röchling geschaffene große Verkaufsorganisation auch in Zukunft wirksam ausgenutzt werden könne. Sranffurfer Abendbörse behauptet. Frankfurt a. M., 14. Sept. An der Abend- börse setzten sich in Nachwirkung des Mittagsverkehrs meist neue kleine Erholungen durch, im allgemeinen blieben die Kurse gut behauptet. Das Geschäft war sehr klein und beschränkte sich nur auf Umsätze innerhalb bet Spekulation. Etwas Anregung boten bie wieder festeren Kurs- melbungen von ben Auslandbörsen und die Preisbesserungen für Metalle und Baumwolle. Gegen den Berliner Schluß ergaben sich Besserungen von 0,5 bis 1 Prozent, wobei Montanwerte bevorzugt waren. AEG. und J.-G.-Farben eröffneten zunächst nur behauptet, waren aber bann im freien Markt etwas höher, ebenso wie bie übrigen Werte im Verlaufe etwas anzogen. Weiter fest lagen Lahmeyer mit plus 1,5 Prozent. 2m späteren Verlauf bröckelten bie Aktienkurse infolge der Geschäftsstille wieder leicht ab. Am Rentenmarkt war es seht still. Deutsche Anleihen hörte man zunächst auf unveränderter Basis, später zogen Alt- und Neu- besihanleihe je 108 Prozent an. Späte Reichs- schulbbuchforberungen lagen mit 63 Prozent etwa 3/r Prozent höher. Neubesitzanleihe 7, Altbesitzanleihe 53,90 bis 54, Schuhgebietsanleihe 4,35, Reichsbank 130,25, Buberus 38,75, Gelsenkirchen 38,65, Mannesmann 54,75 bis 55, Phönix 26, Rheinstahl 71, Stahlverein 24,25, Aku 56,25 bis 56,50, AEG. 33 bis 32,75, Demberg 65 75 Gchwememarkt in Gießen. Aufge trieben wurden auf dem gestrigen Schweinemarkt: 141 Ferkel. Ferkel bis 6 Wochen kosteten 12 bis 14 Mk.; 6 bis 8 Wochen alte 14 bis 16 Mk.; 8 bis 13 Wochen alte 18 bis 20 Mk. Das Geschäft vollzog sich schleppend. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) Anfrage 1872. Wenn der Hauseigentümer nicht ausdrücklich auf die Anforderung der betr. Gebühren verzichtet hat, was von Ihnen zu beweisen wäre, so liegt in seiner Handlungsweise lediglich eine Bummelei, die nunmehr vom Zwangsverwalter behoben werden soll, der alle dem Hauseigentümer zustehen- den Rechte zu wahren verpflichtet ist. Eine Verjährung ist noch nicht eingetreten. Durch die Nachforde- rung erwächst Ihnen kein Schaden, sondern nur eine Unannehmlichkeit. Sehen Sie zu, daß Ihnen nunmehr Ratenzahlungen gewährt werden. Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 o. H. Lombardzinsfuß 6 v. H. Frankfurt a. M. Berlin Frankfurt a.m. Berlin Frankfurt a. m. Berlin Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a.M. Schluß» kurs Abend« börse Schluß« turs mittag« börse Schlußkurs Echlußk. Abend« börse Schluß« kurs Echlußk. mittag« bör!e Schluß« kurs Echlußk. Abend« Schluß« kurs Schluß,, mittag« börse 13. September 14-September Amtliche Notierung Geld | Ärici Amtliche Notierung Geld | Brief Datum 13-9. 14.9. 13.9. 14.9. Datum 13.9. 14.9. 13.9. 14.9. Latum 139. 14-9. 13.9. 14.9. 6% Srutich? Retchöanieihc o. 192. 6% ehem. 7%Tt. Reichsanl. v.1929 5'/z% Aoung-Anlcihe von 1930 Deutsche Anl^Ablöf.-Schuld mli Auslos.-Rechten...... Desgi. ohne Auslof.-Rechte . . 6% ehem 8%£>efL BollSslaat 1929 lrückzahlb. 102%)...... Obcrheffen Provinz-Anleihe mit Auslof.-Rechten...... Deutsche Komm. Sammelabl. Anleihe Serie 1...... 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bani Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 6% ehem. 7% Franks Hyp.-Bani Goldvie 16 unkündbar bis 1936 6!/2% ehem. V/t% Franks.Hyp^ Bant Liau Psandbrtele . . . 6/2% ehem. 4«/,% Rheinische Hnv -Bank-Liau.-Goldpse. . • 6% ehem. 8% Br. Landespfand. briesanstal' Pfandbriefe. R. 19 6% ehem. 7% Pr. Landespfand- briesanstalt. Pfandbriefe R. 10 4% Oesterreichische Goldrente . 4,20% Oesterreichische Sllberrentc 4% Ungarische Goldrente .... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4’/z% desgi. von 1913..... 5% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie!........... 4% desgi. Serie II....... 5% Rumän. vercinh. Rente v. 1903 4^%Rumän.vereinh.Rentev.l918 4% Rumänische vereinh. Rente 214% ■ Anatolier...... 67,5 79,4 53 5,5 62,5 50,5 50 73 78,5 79,75 71 70 10,25 1,25 7.65 7 7 3,9 3,95 3,9 6,25 10,5 5,5 18,75 67 78 63,3 53,9 7 62 50,5 49,65 72,75 72 78,13 79,4 71 10 1,2 7,45 7 3,8 4 4 5,75 10,25 5,4 18,75 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 cq.u?r~ 1 1 °2 m <0 v—r*» co \T) co 67,5 78 53,9 6,8 62,75 49,9 71 1,2 7,5 3,85 4,35 4,13 6 10,5 5,5 19 Hamburg-Amenta Pme. . . . v Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Hansa Dampsschifs . . . < Norddeutscher Lloyd.....< A.G. für Verkehrswesen Akt. . 0 Berliner Handelsgesellschaft . 4 Commerz, und Prival-Bank . 0 Darmstädter und Nationalbanl 0 Deutsche Bank und Disconto-Gesellschaft... 0 Dresdner Bant...... 0 Reichsbant........1: A.E.G............0 Bergmann.........0 Elektr. LieserungSgesellschaft. 5 Licht und Straft...... 6 Felten & Guilleaume.... 0 Gesellschaft für Elektrische Unternehmungen .... 4 Rheinische Elektrizität . . . bV SchuckertSEo....... 0 Siemens & Halske ..... 9 Lahmeyer & Co.......10 Buderus..........4 Deutsche Erdöl.......5 Gelsenkirchener.......8 Harpener..........0 Hoesch Eisen.........6 Ilse Bergbau.......10 Ilse Bergbau Genüsse..... Ulöckncrmerke........6 Mannesmann-Röhren .... 6 Mansfelder Bergbau.....0 Oberschlei. Kokiwerke .... 8 Phönix Bergbau......4'/, Rheinische Braunkohlen... 10 Rhetnstahl.........6 17,13 18,4 41,5 91 56,5 19,25 75,5 19,25 129 30,75 83 55 73 72,5 78 135 104,75 35,75 77,5 35,25 79 98,5 34,25 51 22 26,25 177,5 66,5 18,75 19,25 42,5 91 56 75,5 63 130,25 32,75 70,5 87,5 55,5 74,75 72 77,5 138 111,5 38,75 38,65 77,5 55 22,5 26 71 18,4 29,13 18,5 43 91,25 56,65 75,75 63,65 130,25 32,25 20,75 71 84 54,75 73,25 71,5 76,5 136 105 37 75,9 37,75 77 35 97,75 34 53 24 37,75 25 176 67,65 18,25 28,25 18,75 41,75 91,5 56 76 63 130,5 33 20,75 69,5 87,5 56 74,25 70,75 78,25 138,4 110 39,25 76,5 38,4 77,5 36,5 133 99 34,5 54,9 23 38,5 25,75 177 71 Riebeck Monian......7,2 Vereinigte Stahlwerke . . . . 0 Otavi Minen....... 0 Kaliwerke Aschersleben ... 6 Kaliwerke Westeregeln ... 6 Kaliwerke Salzdetfurth ... 9 I. G. Farben-Jndustrie ... 7 Scheidcanstalt.......10 Goldfchmidt.........0 Rütgerswerke........0 Metallgefellschaft.......0 PhiliPV Holzmann......0 Zementwerk Heidelberg. ... 4 Lemeniwerl Karlstadt.....0 Wayß & Freytag......0 Schultheis Payenhoser ... 0 Mu (Allgemeine Kunstseide) 0 Bcmberg......... 0 Zellstoff Waldhof..... 0 Zellstoff Aschaffenburg ... 0 Dessauer Gas........7 Daimler Motoren......0 Deutsche Linoleum.....0 Orcnstein & Koppel.....0 Leonhard Dietz.......6 SvenSka......... 0 Chade............ Frankfurter Maschinen . . . . 0 Gritzner..........0 Mamkraftwerke Höchst a. M.. .4 Süddeutscher Zucker.....8 19 17,5 107 114 175 98,25 134 28 39 35 51 52,5 5,4 51,5 42 28,5 19,5 44 49 173 24,75 55,5 125 20,25 105 101 135,25 28,9 37,75 36 53 53 56,5 66,5 20 44 45,5 24,5 136 19,65 16,5 106,5 112 174 100 29 38 35,75 52 5 56 53 63,75 41 28,75 89,5 19.75 44,5 34,9 46,5 177,5 24 126 20,4 16,75 106 112 174,5 101,25 28 37,5 36 53 4,75 55,5 56,25 66,5 41,75 28,5 92 19,75 43,5 35,65 46,75 178,5 - 126 >elfmgsorS . Prag . . . Sudapest . . Sofia . • . Holland . . Oslo.... Kopenhagen. Stockholm ionbon. . . SuenoS Aires steuyork . . Srüssel. . . Italien . . . Laris . . . Schweiz . . Spanien . . banzig. . . ^apan . . . ito de Jan.. Jugoslawien, rissabon . . 51,95 12,465 3,057 169,23 73,63 75,92 75,12 14,65 0,913 4,209 58,31 21,61 16,19 81,18 33,87 81,97 1,989 0,316 6,493 13,34 6,316 52,05 12,485 3,063 169,57 73,77 76,08 75,28 14,69 0,917 4,217 58,43 21,65 16,53 81,34 33,93 82,13 1,991 0,318 6,507 13,36 Banknoten. 6,304 51,95 12,465 3,057 169,28 73,68 75,97 75,12 14.66 0,913 4,209 58,31 21,62 16,49 81,23 33,87 81,97 0,989 0,314 6,493 13,36 6,316 52,05 12,485 3,063 169,62 73,82 76,13 75,28 14,70 0,917 4,217 58,43 21,66 16,53 81,39 33,93 82,13 0,991 0,316 6,507 13,38 «eritn, 14-September llmerikantfche Noten....... Belgische Noten...... Dänische Noten......... Lnglische Noten......... französische Noten........ holländische Noten........ Italienische Noten....... lorwegische Noten........ Deutsch-Oesterreich, * 100 Schwinä stumänische Noten........ Schwedische Noten........ schweizer Noten......... spanische Noten........ Ungarische Noten ........ Geld 4,20 58,15 75,80 14,62 16,45 168,91 21,56 73,50 2,49 74,95 81,05 33,73 r~ Aries 4,22 58,39 76,10 14,68 16,51 169,59 21,64 73,80 2,51 75,25 81,37 33,87 s°""' . flieN , böhtT« ® voftschtM"; MDD | . MhrhMit be< ! hing gestellt W- M Wirth und । über Allgemeine | MLLR 1 reite in Der) Den. Die Vordem : geschlossen, daß da jtens aus breiter i werden kann. „vpserbereitschaß dein engeren Begri eine 6 n t p o I i 11 i eine Befreiung ai Parteienhaffes und Jlationalifierung, ei schen Gemein sozialen und pc ken hinaus eint । Aus dos Geling I großen Teile die f gestellt. Ruhige am I mirrung durch den | cnlrückt sind, habe: üigkeiten, die sich ergeben, früher un Oessenllichkeit selbs | fischen Revue „Rc Hal soeben eine Sd herausgegeben. 3n lapitel sagt er, da Unausgeglichenheit nur von der S gend her übers, ben Jungen mögfi len zu begraben un tonnten l\e sich ai ihrer Generali Generation - Luch ein einziges Land 1 tinents auf [einen Auffassung, daß na Deutschland a in dieser Mahnung Deutung eines Wei w dessen Begrünt einleitend sagt: „Di, unseres Bottes!" D sännt, daß er der ! in ihrem mehr oder dem Klassen- und ls "euen Gemein Tie Richtlini oung erfolgen soll, f nf anificrunq der einfeil » und vc Aurnhallen hinau -°«che süchtig, werden sM CBnn! X? ^"bespiele so M dn Nunt LZrr issSte sSä ÖobenL^ daz die Zulaw ^' ®ie P sSS: xrb kann tDohf r SU' Äschers Men ^rbohrt F-rKr