Montag, US. August 1952 182. Jahrgang 190 Svirbarrsgabe erlin, 13. August (1DIB.) Amtlich wird ngekatt-1 Volke bewußt zu bleiben. Ein halbamtlicher Kommentar Eine Erklämng der NSDAP ••• -- -/ J u u t y 0" V*----, . die nationalsozialistische Bewegung zell in diesem Jahre nicht stau. ’orschnHen entsprecht Keil »Baustoffe Lager Hammstraße W -Lin'- , o»’*8 Hf in jeder Beziehung zu übernehmen, iö tun man uns dafür die eindeutige Zihrung der Regierung anvertraut. Ist dar nicht der Jall, so kann die nationalsozialisti- |djt Bewegung weder an der Macht, noch üti der Verantwortung teilnehmen. Berlin, 13. August. (IM.) Die Presse- ttlle der Reichsleitung der R S D A P. Wgeteilt: Reichspräsident o. Hindenburg emp- tlu heute nachmittag in Gegenwart des Reichs- ßn,lrrs o. Popen den Führer der RSDAP., VnH Hiller, zu einer Besprechung über die ’ iidjc Loge und die Frage einer Umbildung dec Der Herr Reichspräsident brachte vor seiner Abreise nach Reudeck gegenüber dem Reichskanzler, der sich von ihm verabschiedete, zum Ausdruck, daß, nachdem nunmehr Klarheit über die politische Lage geschaffen sei, mitdergröfztenBeschleuni- gung die zur Behebung der Arbeitslosigkeit vordringlichen Aufgaben gefördert werden mühten. Der Herr Reichspräsident erklärte hierbei dem Reichskanzler, dah er kB s ■Mngstr, h tkirchsregierung. Der Reichspräsident richtete an Hitler (Frage, ob er bereit sei, selbst sowie mit anderen igneten Persönlichkeiten der RSDAP. in die n Reichskanzler v. Papen geleitete Algier ung cinzutreten. Herr Hiller ver- mi ti t e dies und stellte an den Herrn Reichsprä- piiiilcn die Forderung, ihm die Führung der xo ch s r e g i e r u n g und die gesamte Stürmische B^ußung Hitlers durch seine Anhänger bei dem Besuch in der Reichskanzlei. Vor dem Empfang bei dem Reichspräsidenlen hatte im Laufe de» vormittags eine Aussprache des Reichskanzler» mit Herrn Hitler statt- gesunden. In dieser Aussprache hatte sich der Reichskanzler erbolen, dem Herrn Reichspräsidenten Herrn Hitler als Vizekanzler in der gegenwärtigen Regierung vorzuschlagen und ferner weitere geeignete Persönlichkeiten au» der nationalsozialistischen Bewegung mit w i ch- ligen politischen und sachlichen Mini st crien zu betrauen, um dieser Bewegung einen ihrer Starke entsprechenden Linsluh auf die Staatvführung einzuräumen. Rach Reudeck zurück Jetzt vor allem Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. Berlin, 13. Aug. (MTB.) Amtlich wird mit- geleill: Der Herr Rcichsprüfidenl Hal heule, 19.31 Uhr, mil dem fahrplanmäßigen Ostpreuhen- Zug Berlin verlassen und sich für einige Zeit wieder nach Reudeck begeben. ehe Q * He Ve^^en n. ?WaT -sL K Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Neichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Rrichspfennig, Platzvorschrist 20° , mehr. Thefredakteur: Dr. Friede. Wich. Lange. Berantroortlid) für Politik Dr. Fr. Wich. Lange; für Feuilleton Dr.H.THyriot^ für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Gießen. d-4rdtikel 'Berlin. 13. Qlug. (MIT.) Das nega- t oc Ergebnis, mit dem dec Empfang Adolf ilers beim Reichspräsidenten abge- Massen bat, war für die politischen Kreise der rttHshauptstadt keine U e be r r a s ch u n g. 5t(,1er Ausgang stand eigentlich schon heute mit- L fest, nur hatten die amtlichen Stellen das trgreifliche Bedürfnis, auch die letzte Wog- | *[c i t einer Derständigungauszu- fr Öb f en. Dah sie nicht gelungen ist, wird in k Kreisen der Reichsregierung außer or- jentlid) bedauert. Wan unterstreicht, dah dcr Reichskanzler wirklich die A r m e w e i t ou fg em ad) t habe, um dem Führer der natio- »2l1ozialistischcn Bewegung eine a k t i v e und olitive Mitarbeit am Nationalen Wie- «cufbau zu ermöglichen. Adolf Hitler hat i dieser entscheidenden Stunde geglaubt, sich ter sagen zu müssen. 9a6 ^bauern darüber i .n amtlichen Kreisen um so lebhafter a^ es Regierung Papen gewesen ist, die durch die Auslösung des Reichstages, dieAul- 1; bung des SA. - Derbotes und die ü»e i g a be des Rundfunks auch für die rilionalsozialistische Bewegung sehr viel getan Ht, um die Annäherung des Ratio- Italsozialismus an den Staat zu for- km. Diese Linie sollte heute zu einem gewissen Mchluh gebracht werden, indem auch den natto- talen Kräften des Rationalsozialismus Gelegen- kit zu einer maßgeblichen Bet e i l i g u n g in der Führung des Reiches geboten turde. Das war der Sinn der Verhandlungen, sie nun gescheitert sind. In politischen Kreisen beschäftigt man sich nun •.aJürtid) mit der Frage, wie die Entwick - INDFRISCH noblaüchsaft Sfr u.varm. ÄMuldraek :NVERKALKU1G hämorrhoiden, Blutwal- ndrang zum Kopf und uabrsbesehwerd., sowie agen-, Gallen-, Leber-, renleiden, Gicht, Rheu- d Zuckerkrankheit ein tes Naturmittel. Aber mgen Sie nur 58itbringeni' als stärkste Partei mit der Führung der Regierung zu betrauen, wurden die Verhandlungen als ergebnislos abgebrochen. Die nunmehr getroffenen Maßnahmen für die weitere Fortführung des Kampfes der nationalfozialiftifchen Bewegung werden in einer in der kommenden Woche ftattfindenden Fuh- rertagung bekanntgegeben werden. Der Führer verlieh noch am Samstag Berlin. Zu dem amtlichen fiommumque über die Zu- lammentunfl Hillers. Hindenburgs und Mpens, du» in München punllen nichl unbedeu^nde u n. r ich l i g k c i t e n enlhüll, wird die RS DAP. noch Stellung nehmen. Hindenburg fährt nicht noch Sayern. Hindenburgs Entscheidung. Don unserer Berliner Redaktion. Der vorletzte Akt des großen historischen Dra- mas das vor den Augen des deutschen Volkes um die F ü h r u n g d e s R e i ch e s sich abwickelt, hat mit einem Auftritt geschlossen, welcher der Geschichte angehören wird. „Tor Gott und meinem Gewissen kann ich es nicht verantworten, die Staatsgewalt im Reich und in Preußen einer Partei auszuliefern I" Das 85jährige Reichsober. Haupt, in dessen Fähnrichsjahre noch die Bis- marcksche „Konfliktszeit" mit dem preußischen Landtag fällt, die in vielem an die jetzt begonnene und vor uns liegende Epoche erinnert, hat mit diesen Worten eine Entscheidung gefällt, hinter die es kein Zurück mehr gibt. Hitler, vor vier Jahren noch ein vielfach ab- gelehnter Agitator, heute Schöpfer und Führer der größten Massenpartei, die Deutschland je gesehen hat, verlangte die Mcbertragung des Kanzleramtes und des preußischen Ministerpra- sidentenpostens, er forderte darüber hinaus einen solch ausschlaggebenden Einfluß im Reiche, daß man den Reichskanzler Hitler als deutschen Diktator hätte ansprechen müssen. Hindenburg und die beiden führenden Köpfe des Reichskabinetts, Reichskanzler von Papen und Reichswehrminister von Schleicher, waren bereit, Hitler die Vizekanzlerschaft, die Stelle eines preußischen Ministerpräsidenten und drei weitere Mi n i st erst o st e n anzubieten. Hitler hat sich diesem Anerbieten versagt. Der jetzt beginnende neue Akt der Auseinandersetzung um die Deichsführung wird beweisen, ob Hitler richtig handelte, oder ob er die große Chance seines Lebens verpaßt hat. Eines bleibt sestzustellen: der Führer einer Partei von 230 Abgeordneten, der Organisator einer riesigen Volksbewegung, hat mit Recht die Forderung nach einer verantwortlichen Führung erhoben. Keine Partei, am wenigsten in den letzten Tagen das Zentrum, hat ihm den Anspruch auf Verantwortung streitig gemacht. Worin sich jedoch die 63 Prozent der deutschen Wähler vom 31. Juli 1932, die Hitler ihre Stimme nicht gegeben haben, einig waren, das war die Ablehnung einer nationalso - zialistischen Diktatur. Auch im Reichskabinett mag der eine oder an. öere Minister in den letzten Wochen geschwankt haben, wie weit man die Regierungsgewalt an Hitler übertragen dürfe. Reichswehrminister von Schleicher, der vor der Berufung des Reichskanzlers von Papen die Tolerierungsve r - handlungen mit Hitler geführt hatte, ist gewiß in den vergangenen 14 Tagen mehr als einmal mit sich zu Rate gegangen, ob er sich mit der ganzen Autorität seiner Stellung sür Hitlers Kanzlerschaft einsehen solle. Seine Entscheidung ist gegen Hitler gefallen, als ihm die Folgerungen einer Machtübernahme durch Hitler bewußt wurden. Als am Donnerstagabend im Kabinettsrat das einstimmige Bekenntnis zur Fortdauer der Kanzlerschaft Papens erfolgte, waren die Würfel bereits gefallen. Für das Präsidialkabinett Papen kommt jetzt die Stunde seiner eigentlichen De- Währung. Tritt Reichskanzler v. Papen Ende des Monats vor den Reichstag, so dürfte selbst bei einem Auszug der Rationalsozialisten aus dem Parlament oder bei einer Stimmenthaltung jedes eingebrachte Mißtrauensvotum der An- M ü n ch c n , 13. Aug. (WTB.) Wie das . Wolfratshauser Wochenblatt" erfahrt, findet die allzahr- liche Reise des Reichspräsidenten v o n Jinbe n - bürg zum Erholungsaufenthalt in Dietrams- MetzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Druck und Verlag: vrühl'sche Universtrair-Vuch. und Sleindruckerei K Lang« in Sieben, zchriftlettung und Geschäftsstelle: Zchulstratze^r. msbesondere kommt ein Eintritt in die Regierung 1 v. papenfürdieParteinichtinFrag e." ÄW&1 Do aber der Reichspräsident v. Hindenburg Kncn.ni;ftV e» ablehnte, die nationalsozialistische Bewegung Jill» Hindenburg lehnt Hitlers Forderungen ab. Oer Führer der RSOAP. gegen den Eintritt in das Kabinett Papen. - Oie RSOAP. geht in die Opposition n a h m e s i ch e r s e i n. Da bei der Kompronnß- losigkeit der Hitlerschen Forderungen eine Koalition Rationalsozialistnus-Zentrum bis jetzt un-' möglich erscheint, besteht zunächst überhaupt keine Möglichkeit einer parlame nia- rischen Regierungsbildung. Dies kann dem Präsidialkabinett eine ethische und pobt.sche Rechtfertigung verleihen, als g e s ch ä f t s s u h rende Regierung sortzubestehen. Als von Hindenburg 17 Jahre alt war, regierte Bismarck vier Jahre lang gegen den preußischen Landtag, ja, er führte einen Krieg gegen den Willen des Parlaments. Als der preußische Landtag Bismarcks Verhalten hinterher guthieß, lag ein ungeheures weltgeschichtliches Werk vor. Rur wenn das Kabinett Papen eine staatsschöpserifche und wirtschaftsreformerische Leistung vollbringt, die eines Tages das ganze deutiche Volk von rechts bis links überzeugt und versöhnt, wird es vor der Geschichte bestehen. Oie Zentrumsabgeordneien ZooS und Bolz wieder beim Kanzler. Köln, 13. Aug. (ERB.) Wie der Berliner Korrespondent der ..Köln. Vztg." seinem Blatt zu melden weiß, hat der R e i ch s k a n z l e r den Zentrumsabgeordneten Joos und Bolz, die er heute am späten Abend noch m a l s zu sich gebeten hatte, einen Bericht über den Verlaus des heutigen Tages gegeben und ihnen vor allen Dingen das Kommunique der Deichs- regierung zur Kenntnis gebracht. Die Zentruins- abgeordneten haben, wie das Blatt berichtet, diese Mitteilung -entgegengenommen und sich jeder Stellungnahme enthalten. Stahlhelmführer Seldte bei Papen. B e r l i n , 13. Aug. (ERD.) Wie die dem Stahlhelm nahestehende „Kreuzzeitung" berichtet, hatte der erste Bundesführer des Stahlhelms, Franz S e l d t e , der zu einem längeren Aufenthalt in Berlin eingetroffen ist, begleitet von dem Landesführer Dittmeister aD.. v. Morczowicz gestern abend eine längere Unterredung mit dem Deichskanzler v. P a pen. Arn Samstagvormittag stattete der Bundesführer dem Stellvertreter des Deichskommissors, Herrn Dr. Bracht, einen Besuch ab. Stellungnahme desJentrumS Köln, 13. Aug. (TU.) Die „Kölnische Volks- zeitung" bringt eine aus unterrichteten Berliner Zentrumskreisen stammende Stellungnahme zu den politischen Ereignissen d e s S a m s ta g , die wie folgt lautet- „Der heutige Tag hat ganz klar erwiesen, daß sich die R e i ch s r e g i e r u n g sowohl vor wie nach den Wahlen einer Täuschung hingegeben hat. Es hat sich herausgestellt, daß die Warnungen des Zentrums nur allzu berechtigt waren. Die Nationalsozialisten haben maßlose Forderungen gestellt, die ihnen weder der Reichspräsident noch die Reichsregierung bewilligen konnte. Die Verantwortung der Reichsregierung ist damit riesengroß geworden. Sie hat dafür zu sorgen, daß Ruhe und Ordnung in den nächsten Tagen unter allen Umständen aufrechterhalten bleiben. In politischen Kreisen beschäftigt man sich nach wie vor mit dem Ben lauf der heutigen Besprechungen. Man glaubt, daß Her R e i ch s t a g zu dem verfassungsmäßig vorgesehenen Termin nicht einberufen werden wird. Nach dem, was man in lung jetzt weitergehen werde. In der Milhelmstraße wird betont, daß das Reichs- k a b t n e 11 in seiner bisherigen Zusammensetzung weiter arbeiten werde, um die drängenden nationalen Fragen zu lösen. Es ist selbstverständlich, daß die Deichsregierung dafür sorgen werd, daß'Ruhe und Ordnung aufrechterhalten bleiben. Dicht nur der Deichskanzler, sondern auch der Deichspräsident dürfte bei den heutigen Besprechungen mit aller Deutlichkeit daraus hingewiesen haben, dah er gewillt und in der Lage sei, jeden Versuch einer gewaltsamen Neuregelung der Verhältnisse zurückzuschlagen. Derartige Befürchtungen sind aber wohl auch absolut abwegig: denn von Hitler selbst ist mit Bestimmtheit erklärt worden, er denke nicht daran, Aktionen, die einem „M arsch nach Berlin" usw. gleichen, zu unternehmen- Mit Spannung wird man nun der kommenden Deichstagssihung entgegen eben. Die Möglichkeit einer parlamentarischen Mehrheitsbildung wird in politischen Kreisen recht skeptisch eingeschäht, und zwar deshalb, weil die Argumentation und die Ideologie des Rationalsozialismus als Bewegung eine Partei- mäßige Koalitionsbildung ausschlieht. Was weiter wird, wenn es im Reichstage zu dem zu erwartenden Mißtrauensvotum kommt, wird in Ruhe von den verantwortlichen Stellen überlegt werden. Es wäre durchaus denkbar, daß der Reichstag erneut aufgelöst wird. Das aber sind Möglichkeiten, die sich erst Ende dieses oder Anfang nächsten Monats genau über- | sehen lassen werden. ■> mit: jer Führer wurde heute zu Besprechungen zum inhjl 'icchskanzler v. Papen und im Anschluß daran iu Reichspräsident o. Hindenburg gebeten. Bßl ji^| die ihm vorgelegten Fragen, ob er und die «''S* uns- Partei bereit seien, in eine Regierung von ö°nSäftfü ■ > Dopen einzutreten, erklärte der Führer: ?‘5eit<'uflc?nä Dir sind gewillt und entschlossen, die volle Derantroortung für die deutsche Poli- t tzeint täglich, außer bo’tntags und Feiertags, jtilegen: Die Illustrierte fvtener Familiendlätter Linat im Bild • Die Scholle Ulönat$:Bejug$prei$: I I 4 Beilagen RM. 1.95 t«e Illustrierte , 1.80 ^lellgebühr .. , -.25 ul) bei Nichterscheinen n einzelnen Nummern oigt höherer Gewalt, zernfprechanschlüfse ErSammelnummer 2251 schrist für Drahtnach» ,1tn: Anzeiger Stehen? Postscheckkonto: |ailfurt am Main 11686. $iaa t 6 g e ro a 11 in vollem Umfange zu Iktlragen. Der Reichspräsident lehnte diese Forderung sehr bestimmt mit der B e - Dündung ab, daß er es vor feinem Gewißen eri feinen Pflichten dem Vaterlande gegenüber Djfri verantworten könne, die gesamte Regie- tingegeroalt ausschließlich der nativ- «U sozialistischen Bewegung zu über- fcqen, die diese Macht einseitig anzuwenden Itroillt sei. (Er bedauerte, daß Herr Hitler ft nicht in der Lage sehe, entsprechend feinen v o r Im Reichstagswahlen abgegebenen (rMäru ngen eine vom Vertrauen des Herrn Ikichspräsidenten berufene nationale Regie- rong , u unterstützen. Die Aussprache schloß chdann mit einer ernften Mahnung des Sridjepräfibentcn ° " h > N - r , bi« «o« „„„„ ..... ................. .. tim an gekündigte Opposition der RSDAP. r (a(träffigen Unterstützung bei der Erledigung riltcrlid) ,u fuhren und feiner Beran - Aufgaben gewiß fein könne. Klung vor dem Vaterlande und vor dem deut- | • 19 3 "J Regierungskreisen hört, sind Reichsregierung und Reichswehr ebenfalls auf alle Eventualitäten vorbereitet." Echo vom Rhein. Köln, 13. Aug. (ERB.) Der Ausgang der heutigen Verhandlungen zwischen dem Reichspräsidenten und Hitler findet seinen ersten Riedcrschlag in dem Leitartikel der Sonntagsausgabe der „Köln. Ztg." (D. V. P.). Das Blatt betont zunächst, daß die Argumente des Reichspräsidenten gegen einen Reichskanzler Hitler, wie auch seine Auffassung von der Rotwendigkeit eines überparteilichen Kanzlers sicherlich von sehr vielen Deutschen geteilt werden und in weitesten Kreisen Verständnis finden dürften. Trohalledem bleibe aber die Rotwendigkeit bestehen, die Rational- sozialisten zur Verantwortung mit heranzuziehen und für jedes wie immer geartete Kabinett eine MehrheitimReichs- tagc zustandezubringen. „So betrachtet, muhte die Diebertragung des Reichskanzler- ainteS an Hcktler als unvermeidbare poli- tischeRotwendigkeit erscheinen, wenn auch diese Ernennung niemals die Auslieferung der gesamten Macht hätte bedeuten dürfen. Wer das fordert — oder befürchtet — scheint zu vergessen, daß die Rationalsozialisten nicht 51 Prozent, sondern nur 37 Prozent der Stimmen haben." Das Blatt gibt dann der Meinung Ausdruck, es läge kein Anlaß vor, die Lage als endgültig und unabänderlich aufzufassen, auch wenn sich die Verhandlungen im Augenblick fe st gefahren hätten. Dis zum Zusammentritt des Reichstages sei noch zwei Wochen Zeit, die benutzt werden mühten, eine Lösung anzustreben, welche den politischen Tatsachen und R o t w e n d i g k e i - ten entspreche. Wenn Hitler seine Forderungen revidieren und mit der Verfassung in Einklang bringen würde, könnte es dem Reichspräsidenten wohl auch erleichtert werden, ihm unter bestimmten Voraussetzungen, die eine Partciherrschaft verhindern, das Am t des Reichskanzlers zu übertragen. „Richt Hitler", überschreibt die „Kölnische Volkszeitung" (Zentrum) ihre Bemerkungen zur Lage, die in der Feststellung gipfeln, daß die Verhandlungen um die Bildung einer Reichsregierung noch einige Zeit in der Schwebe bleiben würden. Das Zentrumsblatt erklärt weiter, es könnten sich Lieber- rasch ungen ergeben, wie sie bei solchen Gelegenheiten üblich sind. Die Führung des Zentrums werde gut bestehen können, wenn einst die Geschichte der Bemühungen, das Fazit aus den Reichstagswahlen vom 31. Juli zu ziehen, geschrieben wird. Man wisse in Zentrumskreisen, dah die Führung positiv und ohne jede parteipolitische Hemmung an der Lösung aller Fragen der Gegenwart mitarbeite, und dah sie niemals vom Wege des Rechts abweiche: „Das Wohl des Vaterlandes ist ihre Richtschnur." Die Meinungen in Paris. Berlin, 14. Aug. (WTB. Drahtmeldung.) Die Blätter veröffentlichen ausführlich Berichte über die gestrigen Verhandlungen zwischen dem Reichspräsidenten und Hitler. In den Berichten wird betont, das wesentlichste sei jetzt die Beantwortung der Frage wie sich die nationalsozialisti- sche Partei verhalten werde. „E r e R o u o e l l e" erklärt: Angesichts der exorbitanten Forderungen Hitlers war keine Wahl mehr möglich. Im Interesse des Friedens und der inneren nationalen Zusammenarbeit ist es zu begrüßen, daß der Reichspräsident mit Hitler gesprochen hat, aber jetzt muß er mit denjenigen Parteien Fühlung nehmen, die in seinem Kampf gegen den Faschismus seine natürlichen Verbündeten sein müssen: die Deutschrepublikaner und die Demokraten. „Q u o t i b i e n" meint, Hitler habe die einzige Chance, ohne Blutvergießen zu Ehre und Macht zu gelangen, verloren und sei offentsichtlich zu weit gegangen. „P o p u l a i r e" sagt, die nationalsozialistische Bewegung müsse jetzt entweder vor Schleicher kapitulieren und von dem politischen Boden verschwinden oder sich gesenkten Hauptes in die Arbeit des Bürgerkriegs gegen Reichswehr und Polizei stürzen. In einem solchen Kampfe werde Hitler aber unterliegen. Die Terrorbekämpfung in Preußen Umfassende Maßnahmen der Polizei. Berlin, 13. August. (WTB.) Zur Bekämpfung des politischen Terrors hat der kommissarische preußische Innenminister Dr. Bracht folgenden Runderlaß an alle Polizeibehörden einschließlich Landjägerei gerichtet: Nachdem die Verordnung des Reichspräsidenten gegen politischen Terror vom 9. 8. 1932 ergangen ist, haben die Polizei-Behörden und Landjägerei- Beamten alle Kräfte und alle ihnen zur Verfügung stehenden Mittel einzusetzen, um jeden Fall eines Terroraktes auf dem schnell st en Wege aufzuklären. Die bestehenden landeskriminalpolizeilichen Bestimmungen bieten eine vollkommen ausreichende Grundlage zur Erfüllung dieser Aufgabe. Sie geben dafür Gewähr, daß im gesamten Staatsgebiet, insbesondere auch in kleineren Städten und auf dem flachen Land, die mit allen technischen Hilfsmitteln ausgerüsteten, großstädtischen Kriminalpolizeien jederzeit eingreifen können. Ich weise alle in Betracht kommenden Dienststellen nachdrücklichst darauf hin, daß sie der zuständigen Landeskriminalpolizeistelle unoerzüg- l i ch (fernmündlich, drahtlich, auf dem Funkweg oder durch besondere Boten) von allen Terrorakten Meldung zu machen haben. Die LKP.-Stellen werden angewiesen, falls erforderlich, eine Mordkommission zu entsenden. Sie hasten zu diesem Zweck eine ausreichende Anzahl von Mordkommissionen in ständiger Bereitschaft zu halten. Zur Unterstützung dieser Mordkommissionen der LKP.-Stellen sind für den Bezirk jeder Landjäger-Inspektion eine oder nach Bedarf mehrere Hilfsmordkommissionen aus den Reihen der dafür vorgebildeten und besonders geeigneten Landjägerei-Beamten zu bilden. Die Geschichten von Joseph Joachim. Zum 25. Todestage des großen Geigers. 25 Jahre sind nun verflossen, seitdem die Zaubergeige Joseph Joachims verstummt ist, aber keinem, dem es vergönnt gewesen, diesen einzigartigen Harmonien jemals zu lauschen, hat ihre Wundertöne vergessen. Doch auch die gütevolle, bescheidene Persönlichkeit des Meisters lebt unvergessen fort. Einen wertvollen Beitrag zu seiner Charakteristik hat er selbst in einem jener Fragebücher, die das vorige Jahrhundert so liebte und das sich im Besitze der Familie Rodenberg befand, geliefert. Mit jener Gewissenhaftigkeit, die ihm in allem eignete, ist er auch auf diese geistreiche gesellschaftliche Spielerei eingegangen und hat durch die Beantwortung der Fragen ein Dokument von persönlichem Reiz uns hinterlassen: „Deine Lieblings- eigenschaften am Manne? Kraft, Zuverlässigkeit, Milde. Deine Lieblingseigenschaften am Weibe? v Geistige und körperliche Anmut. Deine Lieblingsbeschäftigung? Quartett spielen. Deine Idee von Glück? Immer Reues, Schönes schaffen, und es gut ausgeführt zu hören. Welcher Beruf scheint dir der beste? Der einen ganz ausfüllt, ohne die Teilnahme für andere zu töten. Wer möchtest du wohl sein, wenn nicht du? Jemand, der mit sich zufrieden ist, ohne eitel und flach zu sein. Gibts das? Wo möchtest du leben? Wo ich Gutes wirken kann. Wann möchtest du gelebt haben? Auch wir haben Schönes und Großes erlebt. Welche Staatsform scheint die beste? Die dem Kulturzustand und Charakter einer Ration angepahte. Deine Idee vom Llnglück? Verkannt werden, wo man liebt. Deine Lieblingsschriftsteller? Goethe, Shakespeare, (trotz Tolstoi). Aber auch Eichendorfs, Reuter, Herman Grimm u. a. Deine Lieblingsmaler und Bildhauer? Leonardo da Vinci. Deine Lieblingskomponisten? Die Formbeherrscher, welche dadurch nichts an Tiefe des Gemütes, am freien Flug der Phantasie eingebüßt haben, unsere großen Meister. Deine Lieb- lingsfarbe und Blume? Goldlack. Lieblingshel- den der Geschichte? Hannibal, „wenn auch Zorn, Reid und Gemeinheit seine Geschichte geschrieben haben, sie haben das große, reine Bild nicht ju trüben vermocht." Lieblingscharaktere in der Poesie? Imogen, Fidelio." «Ä^onders charakteristisch für die rührende Schlichtheit von Joachims Wesen ist ein Zug, den Hilfsmordkommissionen müssen aus mindestens drei Beamten bestehen. Sie sind mit dem gesamten erforderlichen, im Bezirk der Landjäger-Inspektion zur Verfügung stehenden kriminaltechnischen Geräte auszustatten. Rötigenfalls hat die LKP.- Stelle verfügbares Gerät der Hilfsmordkommission leihweise zu überlassen. Die Hilfsmordkommissionen sind an einem für das fragliche Gebiet möglichst günstig gelegenen Ort ständig bereitzuhalten und mit einem in ständiger Fahrbereitschaft befindlichen Kraftwagen auszurüsten. Für dauernde Fernsprechverbindung ist zu sorgen. Der ständige Sih der Hilfsmordkommission und ihre Fernsprechverbindung sind den Polizeibehörden, den Landjägerei-Beamten und der Bevölkerung bekanntzugeben. Ausreichende Ablösung ist sicher- zustetten. Die Hilfsmordkommissionen haben 1. bei der Meldung eines Terroraktes in ihrem Gebiet sich auf schnellstem Weg an den Tatort zu begeben und alle zur Sicherung des Tatbestandes und zur sofortigen Verfolgung und Festnahme der Täter notwendigen Maßnahmen zu ergreifen. Die örtlich zuständigen Landjäger- und Gemeindepolizeibeamten sind nach Möglichkeit zu beteiligen. 2. Die LKP.-Stelle ist in jedem Fall unverzüglich zu benachrichtigen (fernmündlich, drahtlich, auf dem Funkwege oder durch besonderen Boten). 3. Im Falle ihres Einsatzes hat sie dafür zu sorgen, dah die Reservekommission ihres Bezirks sofort an ihrer Stelle den Bereitschaftsdienst aufnimmt. Der Fernsprecher der Hilfsmordkommission ist ständig besetzt zu halten. Die Regierungspräsidenten regeln nach Abhörung der LKP.-Stelle umgehend etwa erforderliche Einzelheiten. Größere Gemeindepolizeiverwaltungen haben, soweit noch nicht vorhanden, der große Arzt Prof. Wilhelm Ebstein in seinen Erinnerungen ausgezeichnet hat. Es war im Jahre 1894 als der Künstler eines Tages den Professor in seiner Göttinger Klinik aufsuchte, um ihn wegen seiner Hände, deren geschwollene Fingergelenke ihm Sorge bereiteten, um Rat zu fragen. Er erkundigte sich, ob er in Zukunft mit dem unbehinderten Gebrauch seiner Hände rechnen dürfte, und trotz seines damals bereits im Zenith stehenden Ruhmes fügte er erklärend hinzu' „Ich brauche meine Hände sehr nötig. Ich geige nämlich!" Ebstein, dem dies keineswegs unbekannt war und der dem Meister auch beruhigende Auskunft über seine Hände erteilen konnte, bemerkt in seinen Erinnerungen dazu: „Joseph Joachims Ausspruch: ich geige nämlich, ist für mich immer ein geflügeltes Wort geblieben, das als eines der vielen Zeichen seiner rührenden Bescheidenheit, wohl verdient, auch weiteren Kreisen bekannt zu werden: es charakterisiert den Mann!" Auch manch heiteres Histörchen von Joachim ist im Umlaufe geblieben. Zur Zeit als er noch Konzertmeister in Hannover war, wollte er auch die edle Kunst des Schlittschuhlaufens erlernen. Ein Dahnseger namens Düllmeher bot sich ihm als Lehrmeister an. „So, Herr Joachim," sagte er nach beendigtem Anschnallen der Schlittschuhe, „nu stellen Sie sich mal auf die Schrittschau — so — un nu {mieten Sei bat eine Bein so un dat andere so herut und da lopen Sei hen." Joachim folgte der Weisung, fiel aber bald unsanft auf dem Eis hin. „3a, ja,“ meinte Düllmeher, indem er ihm wieder auf die Deine half, „so licht es bat nich als Viggelinspeelen!" — Mit bem gleichen Humor, mit dem Joachim diese wohlgemeinte Belehrung ertragen hat, nahm er auch ein Erlebnis hin, das sich in London, wo seine Konzerte in jedem Frühjahr das große musikalische Ereignis bildeten, abspielte. Der Künstler, der sich einer bei Musikern damals traditionellen üppigen, Mähne erfreute, trat in einen Friseurladen, doch nur mit der Absicht, sich rasieren zu lassen. Der diensteifrige Friseurgehilfe wollte ihm aber durchaus auch die Haare schneiden, die es seiner Meinung nach recht nötig hatten. Als Joachim aber diesen Angriff auf seinen Kopfschmuck energisch abwies, sagte der gekränkte Figaro schließlich im Tone völliger Verachtung: „Wollen Sie denn wirklich genau so aussehen wie ein deutscher Musiker?" eigene Mordkommissionen zu bilden. Bei den anderen Gemeindepolizeiverwaltungen mit eigenen Kriminalbeamten sind diese Beamten zur Aufklärungsarbeit in vollem Umfang heranzuziehen. Die oben genannten Hilfsmordkommissionen treten zur Mordkommission der LKP -Stelle, falls diese im Bezirk der Hilfsmordkommission tätig ist. Die Leitung übernimmt alsdann der Führer der Mordkommission der LKP.-Stelle. Oie Lage in Hamburg. Hamburg, 13. Aug. (WTB.) Die Waffen- suche derHamburger Polizei im G ä n g e v i e r t e l, die 26 brauchbare Handfeuerwaffen mit dazugehöriger Munition zutage förderte, hal, wie die Polizeipressestelle mitteilt, zur Folge gehabt, das Personen, die sich widerrechtlich im Besitz von Waffen befinden, sich ihrer nunmehr zu entledigen trachten. So sind in den letzten Tagen nicht weniger als 23 zum Teil geladene Schußwaffen von der Polizei gefunden und als Fundsachen bei ihr abgeliefert worden. Während im Zusammenhang mit der Waffensuche am 9. August bekanntlich wichtiges Material über den illegalen Rotfrontkämpferbund gefunden wurde, hat die am 12. August im Einvernehmen mit den preußischen Poli'zeidienststellen erfolgte Durchsuchung der Geschäftsstellen der KPD. und ihrer Nebenorganisationen nichts Belastendes ergeben. Die Polizei vermutet, daß alles, was für sie von Interesse hätte sein können, vorher beiseite geschafft worden ist. Mecklenburg organisiert Gelbstschuh. Schwerin, 13. Aug. (CNB.) Wie der „Niederdeutsche Beobachter" meldet, finden im rnecklenburg- schwerinschen Innenministerium zwischen Staats- minifter Dr. Scharf und den mecklenburg-schwerin- schen Amtshauptleuten Besprechungen zwecks O r - ganifation eines Selbstschutzes statt. Dem Blatt zufolge soll die mecklenburg-schweriner Staatsregierung der Auffassung sein, daß mit Terrorakten d u r ch o r g a n i s i e rt e r Terror- banden gegen Erntevorräte, Gebäude und sonstige volkswirtschaftliche Werte zu rechnen sei, und daß die staatlichen Polizeikräfte, wenn sich diese Fälle häufen, zur Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung nicht ausreichen, so daß Selbstschutzorganisationen eingesetzt werden müßten. Dieser von den Amtshauptleuten zu organisierende Selbstschutz dürfe jedoch, wie ausdrücklich betont wird, nicht den Charakter einer Hilfspolizei tragen. Den Amts- Hauptleuten ist nach der gleichen Meldung außerdem vom Staatsminister Dr. S ch a r f in Aussicht gestellt worden, daß die mecklenburg-schwerinsche Landespolizei zum Schutz der Ernte Streifen durch das Land einsetzen wird. Wirtschaftspolitische Forderungen der SPD. Berlin, 13. Aug. (VDZ.) Die neue sozialdemokratische Reichstagsfraktion hat bereits eine Reihe von Gesetzentwürfen vorbereitet, die sie, wie das Nachrichtenbüro des VDZ. hört, in der nächsten Woche beantragen will. Zu den politischen Forderungen, die in diesen Gesetzentwürfen aufgestellt werden, gehört die Aufhebung der politischen Notverordnungen und die Zurückziehung des Reichskommissars in Preußen. Die wirisch a ft spolitischen Anträge gliedern sich in vier Gruppen. Die erste Gruppe verlangt die Rückgängigmachung des Sozialabbaues und der Massensteuererhöhungen durch Aufhebung der Notverordnung vom 14. Juli 1932, außerdem wird wieder die Gewährung einer Winterhilfe, beantragt. Die zweite Gruppe bildet das Kernstück der sozialdemokratischen Forderungen. Hierzu gehören die Sozialisierung der Schlüsselindustrien, die Verstaatlichung der Großbanken, die Enteignung des Großgrundbesitzes und die Besiedlung des dadurch freiwerdenden Landes mit Landarbeitern und Kleinbauern. Die dritte Gruppe umfaßt ein Arbeitsbeschaffungsprogramm mit öffentlichen Arbeiten, Förderung von Hgus- reparaturen und Beschäftigung von Arbeitslosen in stilliegenden Fabriken und Werkstätten. Die Finanzierung soll durch eine Prämienanleihe und, soweit deren Erlös 500 Millionen nicht erreicht, durch eine Zwangsanleihe erfolgen. Ferner soll die Arbeits- zeit auf 40 Stunden in der Woche verkürzt werden; Eine Dame auf der Krokodil-Jagd. ..Ein Krokodil kann ein Brecheisen mit seinen Zähnen zermalmen. Man kann sich dann auch vorstellen, was einem Menschen im Bereich dieser Zähne passiert." Mit dieser Feststellung beginnt die Engländerin Leonora Gregory, die die Krokodiljagd zu ihrem Lieblingssport erwählt hat, eine Schilderung dieser aufregenden Passion in einem Londoner Blatt. „Aber", fährt sie beruhigend fort, „die meisten Jäger machen keine Bekanntschaft mit einem Krokodilgebiß, denn auch der gefährlichste Geselle wird in der Regel durch einen geschickten Schuh unschädlich gemacht. Die Gesellschaft, mit der ich kürzlich am Golf von Carpentaria in Australien jagte, brachte in einem Monat stattliche Exemplare zur Strecke: zwei von ihnen waren berüchtigte Vieh-Töter, jedes über 5 Meter lang. Die Schwarzen behaupten, daß sie über 100 Jahre alt waren. Die beste Zeit zum Krokodil- Schießen , ist am Morgen, wenn die Sonne auf die schlammigen Sümpfe und Mangroven-Dickichte scheint, die von der Ebbe freigegeben worden sind. Wenn man dann ganz still am ilfer liegt, sieht man bald in der Ferne einen schwarzen Strich und zwei Glotzaugen, die über die Wasserfläche tagen. Run rasch das Fernrohr eingestellt! Der Bursche sieht aus wie ein vorsintflutlicher Wasserdrache und ist vielleicht sein nächster Verwandter. Ganz still liegen bleiben! Er hat sich gewendet und schwimmt auf uns zu. Run rasch angelegt! Gut gezielt! Vielleicht kommt er ganz nahe an das Ufer heran, er wird sich auf seinem Lieblingsplätzchen in der warme Sonne etwa braten wollen. Aber bitte, nicht die geringste Bewegung! Er sieht vortrefflich und weiß genug, um eine Flinte zu scheuen. Da ist er! Gerade über dem Wasser glänzt sein mächtiger Leib im hellen Licht. Alles ist ruhig. Run kommt er heraus. Das mächtige Maul bewegt sich auf uns zu, und seine kurzen, plump aussehenden Deine tragen ihn vorwärts. Mer halt! Ist er wirklich plump? Irgendwer hat mit seinem Ellbogen einen Zweig abgebrochen. Und blitzschnell hat sich der Kerl umgedreht und klatscht ins Wasser. Gerade wie er aufschlägt, trifft ihn mrtn Schuh. Gr schnellt etwas in die Luft, taucht dann unter und verschwindet unter der Oberfläche. Aufgeregt stürzen wir zum Ufer. Da treibt das Krokodil. Man sieht seine schwarzen Umrisse, es muh tot sein. Mein Gewehr- aufgebracht werden. gen Kampf mit Sträflingen in Eberswalde. il Krs ff: || ixntet Unterbrechung eintritt, < Sträflinge hatte sich in das Dienstzimmer der Nacht- i z.Mun'Rlnchmer bei mnrflfhPrimten npfrfifirhsn iinh frfifim mit r-inor ~ , wachtbeamten geschlichen und schlug mit einer Kafsee- vx den Grohrun wird. Damit iw Ueberstunden sollen nur in dringlichen Ausnahme- fällen zugelassen werden. Der finanzielle Mehr, bedarf der öffentlichen Körperschaften, der sich aus diesen Anträgen ergibt, soll nach der vierten Grupp? durch Steuern auf hohe Einkommen und Vermögen, sowie auf Luxusverbrauch durch Tabak und Erdöl! Monopole, Kürzung der hoben Gehälter und Pen. fionen, sowie durch Streichung der Fürftenabfindun, Im Gefängnis von Eberswalde wurde ein Nacht, wachtbeamter von ausgebrochenen Sträf. lingenüberfallen und schwer verletzt. Drei in einer Zelle untergebrachten Sträflingen war es gelungen, die Zellentür aufzubrechen. Der eine der 1 WA. Es ist damit z: I Frankfurter Dun zveiten Hülste des Aug Nid Der neue Sender i Meter arbeiten, weil i lerhand:'.' Empfangso !,’ÄnS"»9i"bn 10000 W. 14 ®«toinn« »u 5000 M. 255083 287724 303136 14 Gewinne xu 3000 M. 157334 163389 250382 48 Gewinne -u 2000 41 l. 72626 125378 159891 177544 179209 199506 234603 244593 247965 341634 46760 203278 94386 111402 In der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen 12 Gewinn» x» 5000 M. 272805 288152 384157 22 Gewinne xu 3000 M. 51339 237530 265415 358311 46 Gewinn, xu 2000 M. 71587 120225 151183 172552 184709 228549 315559 329621 336130 nicht zurückgetehrt ist, wurde heute in der Gemarkung Astheim aus dem Main gelän- d e t. Es befiehl der dringende Verdacht, daß der Beamte von Zelddieben ermordet worden darauf seine Leiche in den Fluß geworfen fe 500000, ICO Schlußprämien zu je 8000, 2 Gewinne zu je 6,000, 2 zu je 3COOOO, 2 zu je 200000. 4 zu je 100000, 6 zu \e 75000, 10 zu je 5'000, 26 zu je 25000, 172 zu je 10 00, 412 zu je 5000, 868 zu je 3000, 2602 zu je 2COO, 5078 zu je 1000, 8540 zu je 500, 25548 zu je 400 M. Von Zelddieben ermordet und in den Main geworfen? WSN. Rüsselsheim, 13.Aug. Die Leiche des Feldschützen Burger aus Astheim der am vergangenen Freitagabend von einem Dienftgang 3gc<^9(3 112 Gewinn, xu 1000 M. 5914 7553 8908 17585 21473 25508 41934 49967 52852 54953 55355 66486 ----- 69618 72794 78526 79541 86913 98132 ----- ------ ------ 129601 144829 396009 198 Gewinn« xu 500 M. 3231 ---- ---- - - 30356 31745 33503 34930 37065 38775 40570 49383 62955 54848 58821 60797 66844 70558 71649 74630 80974 98045 101204 104061 105939 106320 109262 •---- ~ **** r>r'e *135050 sich 5 Boote des veranstaltenden Vereins Rudersport 1913, 3 Boote der Gießener Rudergefett- schäft und 5 Boote des Gießener Ruderclubs Hassia beteiligten. (Sin Lampionrergen, oraani- fiert vorn Ruderclub Hassia, von den Padblern der drei Vereine gefahren, zauberte viel Stimmung über das Wasser und gef iel allgemein gut. Der Abend nahm einen harmonischen Verlauf. ♦* Blühende Kakteen. Heute und morgen ist Kakteenliebhabern Gelegenheit gegeben, tm Hause Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer In den beiden Ableitungen I und II rose-Forschung in Verbindung mit den letzten Erkenntnissen der Psychopathie. Cs hat sich gezeigt, daß bei kaum einem anderen Leiden die Behandlung so streng individuell sein muß wie gerade hier. Keine andere Krankheit hat so viele voneinander verschiedene Typen geschaffen wie die Nervosität. Selbst konstitutionell tritt beim Heer der Nervösen eine so beträchtliche Männigfaltig- keit In Erscheinung, daß sich schwerlich von einheitlichen. festumrissenen Konstitutionsgruppen sprechen läßt. Die Nervosität hat also einen rein persönlichen Charakter, und man darf den Grundsatz aus stellen, daß wohl jeder Nervöse anders behandelt werden muh als der andere. Dio wissenschaftliche Forschung über die Zusammenhänge von Konstitution und Nervosität befinden sich überhaupt noch immer im Anfangsstadium, und die Wechselwirkungen zwischen Körperbau und seelischen Reaktionen sind bei weitem noch nicht zur Genüge geklärt. Bei der noch ziemlich engen Grenze unserer Erkenntnisse läßt sich nicht einmal die Frage nach der Konstitution als Dererbungs- folge generell beantworten. In zahlreichen Fällen ist zwar der Einfluß der Vererbung ohne Schwierigkeiten festzustellcn — so z. B. läht sich beim schwächlichen, körperlich stiefmütterlich behandelten Nervösen nicht selten eine Trunksucht des Vaters nachweisen —, es bleibt aber immer noch ein Rest, der der Ausklärung harrt. Darüber hinaus muh man sich auch darüber im klaren sein, daß allein schon die außergewöhnliche Mannigfaltigkeit der nervösen Erscheinungen gegen den Versuch spricht, bestimmte Formen des Leidens aus ein und derselben Konstitutionsart abzuleiten. Bestimmte Nervösengruppen können, konstitutionell gesehen, ganz wesentliche Abweichungen voneinander aufweisen, genau so wie sich bei einer ganz bestimmten Konstitution sehr wohl starke Veränderungen der nervösen Form ergeben können. Das alles zeigt, wie sehr die Behandlung des Nervösen individuell eingestellt sein muh. Das Trachom wütet... Der deutsche Arzt Dr. Maximilian Pfister, zur Zeit in Hongkong, der kürzlich eine mehrmonatliche Reise unter die westlichen chinesischen Provinzen unternommen hat, gibt in einem Briese an eine süddeutsche ärztliche Wochenschrift einen erschütternden Bericht über die erschreckende Ausbreitung des Trachoms unter der chinesischen Bevölkerung. Das Trachom, auch Körnerkrankheit genannt, ist eine der schwersten Augenkrankheiten, die bei Vernachlässigung zur Erblindung führen kann. Es kommt an der Oberfläche der Dindehaut, namentlich des Oberlids, zu Schwellungen, die das Aussehen von Sagokörnern haben. Aus Dem anfangs vorhandenen Bindehautkatarrh entwickeln sich Entzündungen und Vereiterungen, und auch die Hornhaut wird nicht verschont. Dr. Pflister hält das Trachom-Problem für eines der bedenklichsten, das in China augenblicklich der Lösung harrt. Vom Trachom seien dort mindestens achtzig Millionen Menschen betroffen. Auf absehbare Zeit hinaus jedoch fehlt jede Aussicht, diese sürchterliche Heimsuchung zu bezwingen, denn es mangelt nicht nur an Aerz- ten, zu allem Unglück wird auch durch die Unwissenheit und Schwerfälligkeit der Bevölkerung der Trachom-Epidemie in schlimmster Weise Vorschub geleistet. Schon jetzt dürfte die Zahl der einseitig Erblindeten mit etwa vier Millionen und die der gänzlich Erblindeten mit einer Million anzunehmen sein. Das Heer der Aermsten. die heute bereits die Symptome einer baldigen Erblindung tragen, ist schier unübersehbar. Kein Alter ist verschont. Insgesamt dürfte es, nach den Angaben von Dr. Pfister, heute in China nicht weniger als 20 Millionen Menschen geben, deren Sehfähigkeit durch das Trachom bereits so gelitten hat, daß sie kaum noch in der Lage sind, sich halbwegs zu ernähren. ____guten Gedächtnisleistungen zählt eine englische Zeitschrift einige Beispiele auf: der Schrift- ft eil er Horace Vachell verlor einmal das Manuskript einer Erzählung, die er verfaßt hatte. Da er auch keinerlei Kopie besaß, blieb nichts anderes übrig, als sich hinzusehen und die ganze Geschichte nochmals aus dem Gedächtnis niederzuschreiben. Und er konnte sich an den ganzen Inhalt, und zwar Wort für Wort, erinnern. Manche Maler wieder sind imstande, sich eines Gemäldes in allen seinen Einzelheiten zu erinnern. Turner besah dieses Gedächtnis in hohem Grade. Er schaute sich etwa ein Schiss an, ging dann nach Hause und malte es ganz genau, mit jedem einzelnen Tau und Sparren exakt an feinem Platze, und.dies, obwohl er von Schissen absolut nichts verstand. Ein anderer Maler. Caldecon, ward einmal in Spanien von einem Räuber ausgeplündert. Er hatte nur einen kurzen Blick auf den Räuber werfen können, zeichnete aber ein so genaues Porträt von ihm. daß die Polizei ihn da ach feststellen konnte. Sir Thomas Veccham kann ein großes musikalisches Werk dirigieren. ohne einen Blick in die Partitur zu wersen. Ivor Novello halte einmal die Partitur seiner üngsten Komposition im Auto liegen lassen. Qlber. wie sich Horace Vachell Wort für Wort an seine Novelle erinnerte, hatte Ivor Novello eine Partitur Note für Note im Gedächtnis und schrieb sie in einer fabelhaft kurzen Zeit noch einmal nieder. Oie Brieftaube. Der bekannte Münchner Komiker Karl Valentin erzählt: „Neulich hab l mir was ganz Prak- tischs kaafl. A Brieftaubn. Erstens sparst das viele Porto, und dann kann's die Antwort immer gleich zruckb'ringa. Am Sonntagvormiltag hab i sie aus- probiert. Um zehne denk i mir, schreibst an Brief an ahn bekannten Herrn in Starnberg, wo er wohnt hat, hat's ja g'wußl. Na, bann is bis zum Nittagessen mit der Antwort wieder da. Um zwölse hab i Mittag gessen, dann denk i mir, schaust a bißl zum Fenster naus vielleicht kannst 'as verwarten. Wie i so zum Fenster nausschau, is viere wor'n, denk i mir, gehst a bißl spaziern, gehst ihr entgegen. I geh so die Forstenrieder Landstraßen naus, wie i a Vierlelstund geh, was moanft? . . Mein Brieftaubn. Da is des Luder z' Fuß ganga.“ 3216272 1000 m. 1617 3217 18202 19214 20597 21124 22711 24191 28272 43976 36u67 42243 ----- 62920 80991 81720 108489 112123 124042 ------ ' « inoxiu | 00000 ! "°32 betrug die Zahl der Rundfunkteilnehmer im I rutschen Reiche rund 4,2 Millionen, eine Ziffer, lir inzwischen noch größer geworden fein dürfte. Z'won entfielen 83 v. S). auf Orte mit mehr als 2500 Einwohner. In diesen vorwiegend städtischen Umeinden kamen durchschnittlich 32 Teilnehmer nijf je 100 Haushaltungen. In den Städten mit mchr als einer halben Million Einwohnern wurden in Durchschnitt sogar 46 Teilnehmer auf je hundert tiushaltungen ermittelt (im Vorjahr 44 o. H). Die [uneren Orte bis zu 20 000 Einwohnern wiesen emgegenüber nur eine Dichte von 23 v. H. auf. In geringsten war die Beteiligung am Rundfunk rwt 10 vH. auf dem flachen Lande. Die Entwick- lang der Rundfunkteilnahme wahrend des letzten iihres war allerdings gerade' auf dem flachen :imbe in absoluten Ziffern am stärksten. Hier hat 7 B'' Oäste fanden sich am Samstag auf dem Boots- » Hrficn unb flßrir' tzlatz des Vereins für Rudersport ein, um dort O . Ulassung al9Q24 einige unterhaltsame Stunden bei Konzert und ’ leine 0 ..(„nie, i-6 .ult ^-r*ict>cnen anderen Darbietungen zu verbrin- Die Kapelle des hiesigen Bataillons unter fer Leitung von Obermusikmeister Krautze war- fete mit guter Musik auf und hatte für den Abend em abwechslungsreiches Programm vorgesehen. Märsche, Ouvertüren, Solis für Trompeten, Studentenlieder, Rheinlieder usw. Hangen in den Sommer abend und schufen bald eine angeregte WSN. Es ist damit zu rechnen, daß der neue Frankfurter Rundfunksender in der zweiten Hälfte des August in Betrieb genommen wird. Der neue Sender wird auf Welle 259.3 Meter arbeiten, weil die Welle des allen Senders fi r den Großrundfunksender Leipzig ver- vendet wird. Damit im Rundfunkempfang keine llnlerbr-. hung cintritt, empfiehlt es sich für jeden Rundfun Teilnehmer, beizeiten festzustellen, ob der t-otbanbei ' Empfangsapparat ben Anforberun- gen bes 1 etriebs mit der neuen Welle genügt. Vie größer n und teueren Geräte lassen sich auf die neue Welle ebne weitere- einstellen. Der einfacheren Avparaken kann aber der Fall eintreten, datz Abänderungen notwendig werden, um den neuen Rundfunksender lautstark aufnehmen m können. M mche ältere Geräte sind für den empfang einer verhältnismäßig kurzen Rund- igsbampfer geflranbet sunkwelle überl; mpt nicht geeignet. Durch ®in- OlebeU M bttfw 'e^n kürzerer äpulen ober Heisrer Kon^n- r neWtanbtt Tr atoren wirb ab r in vre.en Fallen leicht Ab- -.(iu V —si 314 Hilfe geschaffen ti. ?rben können. Falls eine 'Be- M'uaÄfabtt von i rctung nottoenbig ober erwünscht ist, wird emp- SwWn madite lit' kl 'vhlen, sich zunäch > an die örtlichen Funkhilfen » IÄl ! .,n wenden. Nach Möglichkeit werden auch die yb*' ^ständigen Telegra.henbauämter und die Post- Schisssb^Aettu g 1T|(Qit(,n Auskünfte erteilen. Damit geprüft wer- Nahe bemdlulMD^ fQnn. wie weit die Apparate den Anforde- )e FayrgaN zu I - ningcn neuen Betriebes genügen, wird VON * M 5 \ I der Inbetriebnahme 1.8 neuen Senders möglichst Iord hatte, stranoek 0.- &Q[t) Qn €inigen CBoTm: .agen ein Versuchsbetrieb von Clacton. W e1ng€rld>kt werden, der die 'öglichkeit einer Stelle. Ferr^r aeri« m Tleuabftimmung gewährt. Die x m werden noch “ beim Anlaufen oere^ ^ 6 Rundfunk bekanntgegeben werden. Es wird Äabraaite w» ^-der darauf hingewiesen, datz die Vornahme der Aenderungen an den Geräten selbst Lache 2 nipuro^'«,•nii erb':l »cerschiedenen anderen Darbietun, ■ u"bSener^nnf' 3; gen. Die Kapelle des hnesigen Q an Ö'Sfi hje SrE 8 £cr Leitung von Obermusikmeister WA W'S-1 S E°dchenmörder. J i)°uie tätigen 18jähnni ' n» xULem |l» ®rmoröften jeiej ------o ...--------------- weßtond. Laz Lchtaßim^ abfolute Zunahme her Rundfunkteilnehmer auf dem r. auf dem Bett Ina « fkiAen Panhp stärker acwelen ist als in ben Städten. !t: „Allez kommt a: erbem noch eine Sifjnur j "'m Fenster ins Freie tmt ______------_______ , Mß vor 2 Uhr nachts au Stelle unter den Staaten der Welt. In den 23er- iellftch hat sich fUr> einigten Staaten entfallen auf je 1000 Einwohner Lehrling geäußert, er h» lttlt Rundfunkteilnehmer, bei uns 64, also die Hälfte. neue Sranffurfer Tiundfunksender, gestanden. 33763Q 378484 378867 393231 396446 399427 190 ».tDinM?u 500 «. 13899 1 7462 30362 32897 aoRRi R53R7 68451 59624 63241 63442 6801 7 7^7» 78272 82618 87631 88274 89617 89666 89864 fl43?2 94332 103472 104739 105379 111355 114604 ?9OQ27 122011 125542 128703 130016 31195 ?3?39B 15232, 155080 167«0 170827 SJL-tfpont Oer gestrige Sport. Die Berichte über die Sportereignis s e d es g e st r i g en Sonntags sind heute srüh, da die B a h n p o st offensichtlich wieder einmal, wie schon oft, unseren Brief über Gießen hinaus mitgenommen hat, bis 8 Llhr bei uns nicht eingetroffen. Wir können daher über den gestrigen Sport erst in unserer nächsten Ausgabe berichten. Gauvolksturnen OT. in Gießen. Die Gießener Turnerschaft, die in dieser Notzeit dem Gau Hessen sein diesjähriges Gauturnfest ermöglicht hatte, will darüber hinaus in dankenswerter Weise auch die Gauwettkämpfe auf dem Fachgebiet des Volksturnens übernehmen. Auf dem VfB.-Waldsportplatz werden sich am Sonntag, den 21. August, die Volksturner des Hessengaues unter Leitung ihres Gaufachwartes Ludwig M a l käme s i u s (Gießen) den Kampfrichtern stellen, die Turner und Turnerinnen in je drei Altersstufen vom Jahrgang 1917 ab, die Altersturner in zwei Stufen vom Jahrgang 1897 ab. In Mehrkämpfen (Drei- bezw. Vierkampf) und Einzelwettkämpfen werden die verschiedenen Arten des Volksturnens (Hoch-, Weit- und Stabhochsprung, Kugelstoßen, Schleuderball, Diskus, Speerwurf, Schlagballweitwurf) ihre Werbekraft entfalten, zumal die Mehr- käinpfe erst Startberechtigung für die Einzelwettkämpfe geben und in den Jugend-Oberstufen der Turner und Turnerinnen die vier Besten in jeder Uebungsart des Mehrkampfes nochmals zu einer Ernscheidung zugelassen werden. Mehrere Staffelläufe (4X75 Meter bis hinauf zu 10Xj-Runde- staffel) werden für den Zuschauer spannende Augenblicke bringen. Europa-Rundflug 4932. 41 Teilnehmer nehmen heute den Wettbewerb auf. Die iwlienische Breda-Staffel in der Halle von Staaken. Die Breda-Maschinen sind die gefürchtetsten Gegner der deutschen Flugzeuge, die schon zweimal den Europaflug zu gewinnen vermochten. W- wW Deutsche Europaflieger haben Pech. Es steht kein guter Stern siber dem deutschen Team beim diesjährigen Europo-Bundflug. Wieder stehen wir vor der Frage, ob einer unserer besten Flieger, Wolf Hirth, vielleicht schon vor dem eigentlichen Beginn des Wettbewerbes gezwungen sein wird, auszuscheiden. Bei einem Trainingsflug über das auf dem Flughafen Staaken aufgebaute Start- und Landehindernis kam Hirth Durch eine Unebenheit des Bodens so unglücklich herunter, daß das ganze Fahrgestell seiner neuen Klemm-Maschine weggedrückt wurde. Es ist fraglich, ob Hirth noch im Wettbewerb bleiben wird, da bekanntlich keine Teile ausgewechselt werden dürfen. Olympia 1932. Ein erfreulicher Tag für die Deutschen. 2eht, wo wir vor dem Abschluß der Olympischen Spiele stehen, stellen sich plötzlich in größerer Zahl deutsche Erfolge ein. Es gab eine angenehme ^leberraschung nach der anderen.. Eine Goldmedaille, zwei „Silberne" und die Garantie für drei weitere Silberne Medaillen konnten errungen werden. Dazu gab es noch einige schöne Placierungen. Einen glänzenden und eigentlich sogar unerwarteten Erfolg erzielte unser Vierer mit Steuermann. Die Mannschaft des Berliner Auderclubs konnte nach einem äußerst erbittert geführten Cndkampf den favorisierten Vierer der Italiener, den Olympiasieger non. 1928, in 7:19 Minuten knapp mit einem halben Meter schlagen. Die nächsten Plätze belegten mit klarem Abstand Polen in 7:26,8 und Neuseeland mit 7.32 6 Minuten. Vach der „Goldenen" der Ruderer warteten unsere Wasserballer mit einer Silbernen Medaille auf. Die deutsche Wasserballmannschaft gewann das letzte Spiel gegen Japan hoch mit 10:0 (3:0). Deutschland und Amerika waren nun mit je 5:3 Zahlern punktgleich, aber die höhere Trefserzahl brachte den Deutschen den zweiten Platz hinter Ungarn ein, während die Bronce-Medaille an Amerika fiel. Die Schwimmer können noch einige andere Erfolge melden. S i e t a s - Homburg gewann die zweite Vorentscheidung im 200-Meter- Brustschwin^men in der Hervoragenden Zeit von 2:47,6 Min. und qualifizierte sich damit für die Entscheidung. Beim 100-Meter-Rückenschwimmen war als einziger Europäer Ernst Küppers in den Endlauf gekommen. Hier belegte der Deutsche einen fünften Platz. Die beiden Vorentscheidungen im 1500-Meter-Crawlschwimmen brachten hintereinander olympische Rekorde, zuerst von Kitamura- Japan mit 19:51,6 Min. und dann von dessen Landsmann Makino mit 19:38,7 Min. Das Turmspringen der Damen wurde von der Amerikanerin P o y n t o n vor ihren Landsleuten Coleman und Roper gewonnen. Die zweite Silberne Medaille des Tages holte Oberlt. Hax im Pistolenschießen, wo er knapp hinter dem Italiener Marigi den zweiten Platz belegte. — Erwin Casmir, der Frankfurter Altmeister, der sich auch am Säbelfechten beteiligte, hat hier die Vorkämpfe und die Vorentscheidung erfolgreich überstanden. Ganz hervorragend waren die Erfolge unserer Amateurboxer. Ziglarski, Schleinkofer und Campe stehen in der Schlußrunde und sind gleichzeitig Europameister geworden. Eine Silberne Medaille ist also jedem dieser drei Boxer selbst für den Fall sicher, daß sie morgen den Schlußkampf verlieren sollten. In der Vorschlußrunde schlug Ziglarski den Amerikaner Lang, Schleinkofer war über den Italiener Alessandri erfolgreich und Campe schlug den Finnen Ahlberg. Berlin gratuliert den Olympiasiegern. Unsere letzten Olympiasieger, die Mannschaft des Berliner Ruderclubs im Vierer mit Steuermann, erhielten zu ihrem großen Erfolge am Freitag zahlreiche Gratulationen. Auch die Stadt Berlin ließ es sich nicht nehmen, den Ruderern ihre Glückwünsche zu übermitteln. Oberbürgermeister Dr. Sahm sandte den fünf Olympioniken ein herrliches Freudentelegramm und drückte in einem weiteren Kabel dem Bürgermeister von Los Angele; seine Glückwünsche zu den vorbildlich durchgeführten Olympischen Spielen aus. Sahm bemerkte in dem Telegramm weiter, daß er bestrebt sein werde, dem Beispiel von Los Angeles nachzueifern und hoffe, im Jahre 1936 feinen amerikanischen Kollegen und recht zahlreiche Bürger in Berlin begrüßen zu können. An den Vorsitzenden des Organisationskomitees der Spiele drahtete Dr. Sahm, daß er die größte Bewunderung und seine Anerkennung für die großartige Durchführung der olympischen Idee aussprechen müsse. Er dankte für die bereits von Los Angeles geleistete Vorarbeit, die für die Spiele 1936 in Berlin von großem Nutzen sein wird. Olympisches Tagebuch. Gold und Silber. Also doch! Endlich, wenn auch reichlich spät, kam ein Tag, an dem die deutschen Farben sich in fast allen Disziplinen durchzusehen vermochten. Nach einem aufregenden Kampf holte sich die Berliner Vierer-Mannschaft im Nutzern eine durchaus verdiente Goldmedaille. Fast zu gleicher Zeit besiegten die Wasserballer eine etwas zerfahrene und ungeübte Mannschaft, die der Japaner, mit 10:0. Dadurch wurde nicht nur Gleichstand mit Amerika erreicht, sondern über diese undisziplinierten Herrschaften hinaus ein kleiner Vorteil — und damit die Silbermedaille. Dazu kam noch die Nachricht, daß der deutsche Oberleutnant Hax bei schwerster Konkurrenz sich gleichfalls eine „Silberne" im Pistolenschießen holte, knapp nach Italien. Wenn man dann schließlich noch bedenkt, daß Brustschwimmer Sietos-Ham- burg. Fechtmeister Casmir und die drei deutschen Boxer Campe, Ziglarski und Schleinkofer sich durch nochmalige Siege für die jeweiligen Entscheidungen qualifizierten, so kann man schließlich beginnen, etwas weniger schwarz für den „Tag des Gerichtes" zu sehen. Verlustliste. Geerling im Krankenhaus, Mehner unpäßlich, Pelher übernervös, Körnig außer Form, Buhh zuerst mit einer Grippe, dann mit einer Zahnfistel behaftet — ein Arzt oder ein Pfleger könnte wohl im Lauf dieser wenigen Tage so manches an der deutschen Mannschaft verdienen. Aber diese Liste ist noch immer nicht abgeschlossen. Nun hat ein Hexenschuß auch unseren besten Sprinter Ionath ereilt, daß er voraussichtlich an den Chikagoer leichtathletischen Wettkämpfen, die am 20. August beginnen sollen, nicht teil- nehmen kann. Der Spitzenkandidat der deutschen Mannschaft soll dort Dr. Pelher heißen. Aber Dr. Pelher — siehe oben. Kurzum, es ist eine Schnur ohne Ende... Küppers konnte nichts bestellen. 3m Gegensatz zu der guten Leistung von Sie- tas landete Küppers in der Nückenschwimm-Aus- scheidung weit hinter Japan auf dem fünften Platz. Gegen die aufgehende Sonne ist nun einmal kein Kraut gewachsen — sie geht auf. und alles andere geht ab. Und es begibt sich dec tragische Fall, daß, so sehr sich die Deutschen wegen ihrer Brustschwimmer in die Brust wer-- fen können, die Rückenschwimmer hinterrücks ge-- fchlagen werden. Indien — nicht zu schlagen. Warum in aller Welt haben wir bloß unsere Hockeyspieler nicht mit nach Olympia gebracht? Eine Silbermedaille mehr wäre uns sicher ge- wesen. Zum Gold hätte es freilich nicht gelangt. Denn den ersten Platz bewahrt seit der Amsterdamer Olympiade eifersüchtig und erfolgreich die indische Wundermannschaft. Man stelle sich vor. daß diese Leute gegenüber der U5^.-Monnschaft einen Sieg 24:1 herausholten. Phantastisch! Die olympische Helena. Sie heißt E-thel Catherwood und hat in dec Endausscheidung das 100°Meter-Rückenschwim- men spielend gewonnen. Aber sie ist Erfolge gewöhnt: denn seit längerer Zeit ist sie ein besonderer Star der in Amerika so beliebten Schön«. heitswettbewerbe, wo sie nicht nur eine Silber-, sondern eine Goldmedaille zu erhalten pflegt. Ein Rücken also, um wahrhaft „vielseitig" zu sein, darf nicht nur schön sein, man muß auch auf ihm in Rekordzeit schwimmen können. Wirtschaft. * Die Indexziffer der Großhandelspreise. Die vom Statistischen Reichsamt für den 10. August berechnete Grohhandelsindex- ziffer ist mit 95,8 gegenüber der Vorwoche um 0,2 v. Sy zurückgegangen. Die Indexziffern der Hauptgruppen lauten: Agrarstoffe 92,1 (minus 1,2 v. H.), Kolonialwaren 83,5 (minus 0,4 v. H.), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 87,5 (plus 0,9 v. H.), und industrielle Fertigwaren 116,0 (minus 0,2 v. H.). Die Indexziffer für Produktionsmittel beträgt 117,9 (unv.), die für Konsumgüter 114,5 (minus 0,4 v. H.). • Aktien - Zuckerfabrik Wetterau, Friedberg. In der Generalversammlung der Aktien-Zuckerfabrik Wetterau, Friedberg, wurde der Abschluß genehmigt und die Verwaltung entlastet. Wie wir erfahren, hot sich das vergangene Geschäftsjahr verhältnismäßig günstig gestaltet, so daß eine Dividende von 8 Proz. ausgeschüttet werden kann. Es wurde beschlossen, auf die Kaufrüben 1,30 Mk. und für die Aktienrüben 1,365 Mk. zu vergüten. Wie aus dem' Geschäftsbericht hervorgeht, entfällt von dem Zuckerkontingent für Deutschland von 40 Millionen Zentner eine Menge von 132 000 Zentner auf die Gesellschaft. Infolge des Zuckerüberschusses mußte die anteilmäßige Anbaufläche der Gesellschaft von 6500 auf 3900 Morgen verringert werden. Frankfurter Eiermarkt. Frankfurt a. M., 13. Aug. In der abgelaufenen Woche hat sich der Absatz leicht gebessert. Die Preise zogen verschiedentlich um 0,25 bis 0,50 Pfennig an, was auf die weitere Verringerung der Zufuhren als Folge des Produktionsrückganges zurückgekührt wurde. Es notierten in Pfennig per Stück ab loco Frankfurt a.M.: Bulgaren 6,50 bis 6,75, Russen 5,50 bis 6, Holländer 6,50 bis 8,50, Dänen 6,50 bis 8,50, Flandern 7,25 bis 7,50, deutsche Landeier 7 bis 7,50, deutsche Frischeier je nach Größe 6,75 bis 8,75 Pfennig. Frankfurter Buttermarkt. Frankfurt a.M., 13. Aug. Trotzdem auch hier eine Ermäßigung der Preise um 4 Mark vorgenommen wurde, blieb das Geschäft während der ganzen Woche außerordentlich still, wobei die starke Erwärmung den Absatz ungünstig beeinflußte. Die Verkaufspreise des Großfmndels lauten (in 1 Zentner-Tonnen): Holländische Butter 125 bis 127, deutsche Butter, beste Qualitäten. 118 bis 122 Mark. Kunst und Wissenschaft. Die Malerfamilie Bode. Wir werden darauf aufmerksam gemacht, daß in unserem Bericht über die Verleihung des Georg- Büchner-Preises 1932 insofern ein Irrtum unterlaufen ist, als der um 1830 in Hanau lebende G. W. Bode der Urgroßvater (nicht Großvater) von Adolf Bode war: außerdem ist Professor Leopold Bode in Frankfurt nicht Schüler von Schwind, sondern von Professor Becker und Professor Steinle gewesen. Bücheriisch. — „Deutsche Illustrierte" Roman-Bibliothek heißt eine Sammlung spannender Romane zeitgenössischer Autoren, die im Verlag Dr. Selle-Eysler AG., Berlin SO 16, erscheinen. Jeder Band ist geschmackvoll in Halbleder gebunden und kostet 1,25 RM. (Band 6: 1,85 RM.). Uns liegen vor:L oMarx-Lindner, „Ein Spiel um die Eh e", ein mondäner Liebesroman ; „Arme kleine Germain e", Eheroman einer schönen jungen Frau, der übrigens auch mit Bildern ausgestattet ist. — (200/201) — Der bei uns in Fortsetzungen erschienene Raman „Elisabeth erobert sich das Glück" von M. A n k e l m a n n , der von unseren Lesern mit besonderem Interesse gelesen wurde, ist im Verlag Martin Feuchtwanger, Halle (Saale), in Buchform erschienen. (189) Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt betdjloflenen Dividende an - Reichsbankdiskont 5 o.H. Lombardzinsfuß 6 v. H. Jranffurt a. 271. Berlin Jranffun a.M Berlin Schlußkurs Schluß». Abend- börft Schlußkurs Schluß». Mittag- börse Schlußkurs Schluß». Abend- börft Schlußkurs Schluß». Mittag- börle Oatum 12-8. 13-8. 12.8. 13-8. Datum 12-8. 13-8. 12-8. 13.8. 6% Scundie :Hcid)saniett)e d.192. o% ehem. 7A>Dt.RelchSanl.v.1929 5'/r°/o Dvung-Anleihe von 1930 Deutsche Anl.Wlöl.-Schuld mii Auslo,.-Rechlen..... Desgl. ohne Auslos.-Rechte . . 6% efjem 8%£>efi. SJolIsftaat 1929 «rückzahlb 102%)...... Oberhejseu Provinz-Anleihe mi Auslos.-Rechten...... Deutsche Komm. Sammelabl. Anleihe Serie i...... 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Banl Goldple. 15 unkündbar bi- 1935 6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Banl Golovn 16 unkündbar bis 1936 6'/.% ehem. 4'A% ^ranks.Hyp.- Boni L'iqu Piandbriese . . . 6%°n ehem. 4%% Rheinische 'Htw.-Banl-Liau-Goldpi'e. . . 6% ehem. 8% Pr. Landespsand- briesanstw Pfandbriefe R. 19 6% ehem. 7% Pr. Landespsand- brtesanstali Pfandbriefe R. 10 4% Oesterretchische Goibrenie . 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente .... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4',!% desgl. von 1913..... 5% abgest. Goldmexilaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie I.......... 4% vesgi. Serie II...... 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4Z4%Ruman.veretnh.Rentev.lül3 4% Rumänische vereinh. Rente 2%% Anatolier...... 63 68,5 59 18,65 5,6 47 45,13 69,75 77,75 78,5 67,5 68 10 1,2 6,1 6,5 5,5 3,3 3,4 3,4 4,2 17,13 62 68,5 58,25 48,4 5,675 53 47 45 69,4 68,5 77,9 78,5 67,5 68 10,25 6,05 6,5 5,5 3,3 3,4 3,4 9,1 4,2 17,13 68,5 59,75 48,5 5,65 44,5 67,5 10,7 1,1 6,05 6,15 5,35 3,35 3,35 4,9 8,5 4,15 17,25 62,25 68,25 58 48 5,65 53,4 44,25 67,5 10^4 6,05 6,1 5,3 5,75 3,3 3,3 3,4 5 8,95 4,25 18,25 vamburg-Amerua Pare. i Hamburg-Südam.Dampslchifi. O Hansa Dampsjchiss . . । Norddeutscher Lloyd.....i A.G. sür Verkehrswesen Akt. o Berliner Handelügeiellschast . i Commerz, und Prival-Bank . 0 Darmstädter und Nationalban! O Deutsche Bank und Disronto-Gesellschaft. o Dresdner Bank...... o Reichsbank ....., A.E.G.. . . . . 0 Bergmann.........g Elektr. LieferungsgeseUschast. 5 Licht und Krast...... g Felten & Guilleaume .... o Gesellschaft sür Elektrische Unternehmungen ... 4 Rheinische Elektrizität . . 5V Schuckert & (So..... . 0 Siemens L Halske..... 9 LahmeyerLCo.......10 Buderus..........4 Deutsche Erdöl.......6 Gelsenkirchener.......8 Harpener..........C Hoesch Eisen.........6 Ilse Bergbau.......10 Ilse Bergbau Genüsse..... itiodnetiueile.......6 Mannesmann-Röhren .... 6 Mansselder Bergbau.....0 Oberschles. Kokswerke .... 8 Phönix Bergbau......4% Rheinische Braunkohlen... 10 Rheinstahl.........e 14,25 15,65 38 89,5 16 18,5 75 18,5 125,25 29,5 80 44 63,75 71 69 125,5 90 29,5 72,75 35,5 55,75 40,75 15 16,75 171 52,25 = 15,9 39,25 88,65 16 18,5 75 18,5 125,5 30 63 79 43,5 64 71,75 69 125 90,25 29,5 72 35 55,25 <0,75 16,75 171 51 14,25 15,13 39 88 53,5 75 61,75 125,25 29,25 21 63 79,75 44 63,65 71 69 124,4 91 29,75 72,13 35,75 56 28,75 131 93,25 24 40,25 14,9 31 16,75 170 51,5 14,9 27 15,9 38,5 88 53,5 75 61,75 126,13 • 30 20,65 65,5 79,5 43,25 64,9 72 69,5 125,4 90,25 30 72,5 35 55,5 29 94,75 23,75 40 31,65 17 170,5 51 Iranlfuri a. M. Oerim Schlußkurs Schluß» Abend- dürft Schluß- wrs Schluß». Mittagbörse Oatum 12-8. 13-8. 12-8. 13-8. Rtebect Montan...... 7,i — — — — Bereinigte Stahlwerke . . . . 0 13,25 13,4 13,25 13,13 Otavi Minen....... 0 14,25 14 14,25 13,9 Kaliwerke Aschersleben . . . 6 96 96 97 98 Kaliwerke Westeregeln . . . 6 102 103 102 103 Kaliwerke Salzdetfurth . . 9 167 165,5 « 165 165 I. G. Farben-Jndustrte . . . 7 88,65 88,5 88,4 88,13 Scheidcanstalt....... 10 139,5 139,5 — — Goldschmidt........ . 0 18 18,5 18,25 18,5 Rütgerswerke....... Metallgesellschaft..... . c 35,75 36 35,4 35,9 . 0 29,5 49 29,25 29,25 Philipp Holzmonn..... . 0 40 40,5 40,25 41,5 Zementwerk Heidelberg. . . Cementwerk Karlstadt. . . . . 4 39,4 39,75 —— — . 0 31 —- — Waich & Kreistag . . . . 0 4 4 — — Schultheis Patzenhoser . . . Aku «Allgemeine Kunstseide) 0 0 39 38,5 56 39 56 38,75 Bemberg... .... 0 34 34 34 33,5 Zellstoff Waldhos..... 0 28,75 29 29 29 Zellstoff Aschaffenburg . . . 0 17,5 17,5 18 — Dessauer Gas . ..... . 7 —- — 86,5 85,75 Daimler Motoren..... . O 14,75 14,75 14,75 14,75 Deutsche Linoleum .... . 0 37 36,75 36,5 36,25 Orenstein S Koppel . . . . . 0 — 25 25,9 Leonhard Tietz...... . 6 40 39 40 39,5 Svenska....... . . O —— — — Chade.......... 12 171 171,5 170 172,75 frankfurter Maschinen . . . Gritzner...... :S — 17,5 17,5 — — Mmnkraftwerke Höchst a. M.. • 41 48,2 _ Süddeutscher Zucker .... • s| 108,751 108 108,25 — Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M 12-August 13-August Amtliche Notierung »cir । 3 nie1 Amtliche (Selb Notierung Brie HelsingforS . 6,284 6,296 6,284 6.296 Wien. . . . 51,95 52,05 51,95 52,05 Prag . . . Budapest. . 12,465 12,485 12,465 12,485 Sofia . . . Holland . . Oslo.... Kopenhagen. Stockholm London. . . Buenos Aires Neuyork . . Brüssel. . . Italien. . . Paris . . . Schweiz . . Spanien . . Danzig. . . Japan . . . Mo de Jan.. Jugoslawien. Lissabon 3.057 169,73 73,23 77,92 75,02 14,62 0,878 4,209 58,39 21,51 16,48 81,92 33,92 81,97 1,079 0,324 6,693 13,34 3,063 170,07 73,37 78,08 75,18 14,66 0,882 4,217 58,51 21,55 16,52 82,08 33,98 82,13 1,081 0,326 6,707 13,36 3,057 169,73 73,23 78,07 75,07 14,635 0,878 4,209 58,39 21,53 16,48 81,92 33,87 81.97 1,069 0,324 6,693 13,34 3,063 170,07 73,37 78,23 75,23 14,675 0,882 4,217 58,61 21,57 16,52 82,08 33,93 82,13 1,071 0,326 6,707 13,36 Banknoten. Berlin, 1Z. August (Selb Brief Amerikanische Noten....... Belgische Noten........ 4,20 58,23 77,89 14,595 16,44 169,36 21,49 73,05 2,49 74,90 81,74 33,73 4,22 58.47 78.21 14,655 16.50 170,04 21,57 73,35 2,51 75,20 82,06 33,87 Dänische Noten....... Englische Noten...... Französische Noten........ Holländische Roten........ Italienische Noten....... Norwegische Noten........ Deutsch-Oesterreich, i 100 Schilling Rumänische Noten........ Schwedische Noten........ Schweizer Noten......... Spanische Noten......... Ungarische Noten........ Znsorn Berlin, 15. M tu: die Ausführungen sbe rs anläßlich der hi? Aeuherung des « bürg über die Mn 9ung dervelM forderlichen Mahn liigsbläller in W des kommenden Die ,Moniag: Henle eine Reihe ' ftobinellssihnngen b Der „Montag zu fein, Linzelheiiei mitteilen zu könnet dieses Programm, 30. August vor den fenllichen vier pun chesehesvorlage übei neben vereinhe: tungsapparate hen die Jrage der I Gbenfo werde der G wer verankert fein. Stellung zu nehmen t Lrbellsdienfips Finanzreform zur Wirtschafts Arbeitsbefchas! werde, wie der „Mo jeden dieser progi lrauenssrage o Der „Montag" gl Mitteilungen ergänze rigkeilen, die sich frage der Hrbt flfjo 5o',n 9. Die ODuft V^'ssamilien^ 6«®°* ...nMagsprt Sg": E" »n t,n&er Sei in AsE Eine halbe Berlin, 15. Hu Vorgängen, die s« Beichspräside lers mit Hitler "fahren wir von dauert worden Partei sich nicht obwohl sie von de Segenkommen erfahi ""e/sührun l°°bern auch öiege JJ 'n Anspruch nehr habe ihm daraufhin , c°S° lei, die M-rtei lu übet(a " ««9 ertläri roo ! 2n" «u. -Rangig 00n ÄÄt ‘“""U Wie r ” U * ai?; Die H; rW i)Qtn 7- äerÄ »i .“""Hr ’-’Äii* Sie Ä rite- ML tzKtz- f h