Nr. 3 8 Erster Via« IHoniag, 15. Zebruar 1932 182. Jahrgang Drurf vnb Verlag: vrühl'sche U«iverßlül^v»ch- und Stetnöniderci R. Lang« in Rieften. Schnftieitnng und Seschästritelle: $*nntra*ie 7. erzieherischen Tätigkeit sernzuhalten ist. reit des Vertrauen- und der Liebe vollzogen wird. Ein ähnlich lautendes Telegramm haben die Professoren 173200 215360 256931 313212 375134 184073 217191 562 ):: 332615 378335 129909 172174 212397 252636 289530 369844 ren ankes. des und be- nmmtr sind Ml gleich n, und zwar je dar SRummtx ta btn btlba tu I und 11 >5 15 12 >7 18 >2 17 39 90 21 35 75 71 85 69 77 90 19 59 16 )1 53 73 19 30 53 und Dozenten der Universität HaIle Wit - t e n b c r g an den Reichspräsidenten gerichtet. Keine soziaidemolealische Zähikandidatnr. ‘Berlin. 14. ^ebt. (LAB.) Der ..Vorwärts" schreibt zur Reichspräsidcntcnwahl: Die Sozialdemokratie wird nicht den kommunistischen Unsinn mit 2 multiplizieren: Die wird sich nicht ohne sorgfältige Prüfung der Risiken zu einer sozialdemokratischen Kandidatur entschlichen. Für eine bloße Zählkandidatur ist sie sich zu gut. Die Sozialdemokratie kann keinen Kandidaten aufstellen. ohne wirklich um den Tieg zu kämpsen. Die Lozialdemokratie muh im Interesse der Arbeiterklasse alles tun, um wenigstens dem Faschismus den Tieg zu entreißen. Mit anderen IDortcn: sie muß auf einen eigenen Äan- didatcnvcrz ichten. wenn sie einen anderen sieht, durch dessen AufsteUen ein Keil in die Reihen der Gegner getrieben und eine Riederlage der Harzbarger Front herdeigesührt werden kann. 183096 226797 245999 26913* 295958 922978 352808 379529 140390 184759 219997 241031 259278 282877 295920 324769 355650 391921 ll.gebniai 1932 agsiitbung tourten ©etoinne ) M. gezogen 2H 259366 1. 7283 38202 L 52028 90425 103859 251799 281783 292613 320338 342324 389089 Hindenburgs jenseits aller Parteig zen als ein großer einmütiger Akt des Dl nnansjug tliMEüddevllcht i Elaak-Lollerie Nachtmk vnbo.'en politischen Erörterung. Wir bitten den Herrn Reichspräsidenten, sich in diesem Jahre schwerster Entscheidungen erneut ohne Rück- sicht aus Parteien und Gruppen dem deutschen Volk als unabhängigen Treuhänder zur Verfügung zu stellen. Oie Hochschulen Braunschweig und Halle-Wittenberg für die Wiederwahl Hindenburgs. Berlin. 13. Febr. (WTB.) Der Rektor der Technischen Hochschule Braunschweig hat dem Reichspräsidenten eine vom gesamten Lehrkörper unterzeichnete Entschlie hung überreicht, die im Anschluß an den Aufruf der Marburger Hochschullehrer gefaßt worden ist. und in der gefordert wird, daß die Lolkswahl worden Das Staatsministerium wird gefragt, ob es die Einleitung des Disziplinarverfahren« veranlassen und H bis zur Entscheidung Disziplinargerichts von jeder unterrichtlichen Berlin. 14. Febr. tWTB.) Reichskanzler Dr. Brüning hat der National Broadcasting Company folgendes Interview für den amerikanischen Rundfunk gegeben: Auf die Frage, in welchem Umfang Deutschland a b g e r üst e t ist, erwiderte der Reichskanzler. Deutschland hat die durchgreifenden und sehr inS einzelne gehenden Bestimmungen des Teiles V deS Versailler Vertrages über seine Entwaffnung durchgeführt; seine Armee ist aus 1 00 000 Mann beschränkt, die entschei- dendsten Waffen moderner Kriegführung, die andere Staaten als selbstverständlichen Teil ihrer Rüstungen betrachten, wie schwere Artillerie, Tanks und jede militärische Luftrüstung sind Deutschland verboten. Alle Befestigungen an der deutschen West- grenze sind zerstört. Jegliche Mobilmachungsvorbereitungen militärischer oder sonstiger Art sind Deutschland verboten. Die Bewaffnung seines HeereS ist ihm bis ins einzelne vorgeschrieben. Die Auslieferung und Zerstörung des vor und während des Weltkrieges entstandenen Mate rialS an Flugzeugen, Geschützen, Maschinengewehren, Handfeuerwaffen usw. ist in Zehn - tausenden von Kontrollbesuchen in allen Teilen deS Landes auch auf« schärfste durchgeführt worden. Deutschland ist entwaffnet. darüber kann gar kein Zweifel bestehen. Wenn hin und wieder in der Presse gegenteilige Meldungen austauchen, so kommen sie von interessierter Seite, u. a. von der Rüstungsindustrie des Auslandes, die mit Meldungen über angebliche deutsche Geheimrüstungen Stimmung gegen d i e Durchführung der allgemeinen Abrüstung zu machen sucht. wie die Dinge heute liegen, verholten sich die militärischen strafte beispielsweise Deutschlands und Frankreichs für den Kriegsfall etwa wie 1:50. von einer militärifchen Sicherheit Deutschlands gegenüber anderen Staaten kann heute keine Rebe mehr sein. Die militärischen sträsle Deutschlands bilden nicht einmal mehr einen ausreichenden Grenzschutz gegen den Angriff eines ober mehrerer feiner hochgerüsteten Nachbarn. Deutsch- lanbs Wehrlosigkeit ist besonders offenbar im Luftraum. Zu feiner Verteidigung besitzt Deutschland überhaupt kein Mittel. Nicht nur die Jlugroaffe ist ihm verboten, sondern auch jegliche Flugabwehr von der Erde aus. 3m striegssalle wurden die Städte Deutschlands ohne jeden Schuh den Gas-, Branb- und Lxplafivbomben der gegnerischen Jlugieugc ausgesetzt fein. Sie werden mir zugeben. baß bas eine unhaltbare Situation ist. bie bas deutsche Volk mit größter Besorgnis hinsichtlich feiner Sicherheit erfüllen muß. Die Jorberung auf gleiche Sicherheit mit den anderen Völkern ist deshalb eine ganz selb st verständliche Folgerung aus den tatsächlich bestehenden verhüt tnisien. Zu der Frage, was Deutschland genau unter dem Worte .Gleichheit" bei keinen Forderungen auf Abrüstung verstehe, führte Dr. Brüning auS: Wenn wir auf der Abrüstungskonferenz den Anspruch auf Gleichberechtigung und gleiche Sicherheit erheben, so verstehen wir darunter, daß der Zustand einseitiger deutscher Entwaffnung und damit deutscher Unsicherheit aufhören soll. Wenn mir einem einzelnen Lande eine so Deutschlands Forderungen an die Abrüstungskonferenz. Eine ^undfunkanfprache des Reichskanzlers Dr. Brüning an das amerikanische Volk. Kreuzer „Leipzig" in ostpreußischen Gewässern. Königsberg, 13. Febr. (ERB.) Die Reich»- marinedienstftelle Königsberg teilt mit, daß der Kreuzer .Leipzig" am 14. Februar vormittags i n Pi11 au eintrifft, um. wie alle Neubauten bet Reichsmarine vor Reukrug Meilensahrten und Erprobungen zu machen. Während der Aufenthalts in ostpreußischen Gewässern wird das Schiff auf der Reede von Pillau an fern und Samstag und Srnntag, wenn btc E sverhältnikse es gestatten, in den Hafen von Pillau einlaufcn. GichenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Annahme van Anzeiae» für die lagesnummer bis jum Nachmittag vorher. Preis fir l mm höhe für Anzeigen r>an 27 mm $ rette örtlich 8, auswärts 10 Neichspfenmg; für Re- klamran teigen von 70 mm Breite 35 Reichspfemng, platzvorschrist 20', mehr. Chefredakteur Dr. Friede. Wich. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wich. Lange: für Feuilleton Dr H.Tdynot; für den übrigen leil Ernst Blumschein unb für den Anzeigenteil ‘Dlaf Filter, sämtlich in Gießen. L 37151 39885 80908 85701 8203 172435 175775 176092 >ö 274853 285831 288238 Erscheint täglich, außer Sonntags unb Feiertags Beilagen: Die Illustrierte ©iefiener Familien blätter Heimat m Bild Die Scholle Monats-Bezugspreis: Tiit 4 Beilagen RM. 1 95 Ohne Illustrierte „ 1.80 FufteBgebühr.. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Zentsptechanschlüsse enter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Gießen. Postscheckkonto: Stettin rt am Main 1168«. i'.'S 265>3u i5ooJR. Aff**«*'* Als„Iugenderzieher" geduldet (iin Beitrag zur Uulturpolitik in Preußen. Berlin, 13. Febr. iTU.) 3n einer großen Anfrage macht die Fraktion der Deutschen Dolkspartei im Preußischen Landtag darauf aufmerksam, daß der Studienassessor Herbert in Kassel in der Zeitschrift .Das andere Deutschland" Artikel veröffentlicht, die die im K r i t qc gefa (lenen Soldaten und Heerführer aus das S ch 11 m m ft e beschimpfen. So heiße es, wie in der Anfrage ausgeführt wird, in einem Artikel, für den Herbert verantwortlich «zeichnet, u. a : -Das Sterben besorgt der Mann Dorrn Feind". »Die Schlacht» hofdnektorcn mit der Schlächtermütze «Stahl- helm,. unb dem Schlächtermcsser i 298782 32 50149 i. 1267 4829 ^noiO^ 0045 100846 10 K°S ® S WM W,W z'WW 1929,SM 63516 Mg ■888 'S A gg $4«, g M. gcM" ® M072 151840 f S Ä m283 Der Mmelstrett vor dem Völkerbundsrat. Genf. 13. Febr. (WTD.) Der Völkerbund s r a t ist heute nachmittag zu einer Sitzung zusammengetreten, um gemäß dem Antrag der deutschen Regierung zu den Verletzungen des Memel st atuts durch die litauische Regierung Stellung zu nehmen. Deutschland ist durch den Staatssekretär v. Bülow vertreten. Der litauische Außenminister Zaunius. der sich zuerst geweigert hatte, zu den Verhandlungen zu erscheinen, ist in Genf eingetroffen und hat am Ratstisch Platz genommen. Der Ratspräsident, ^cr Vertreter Frankreichs Paul-Voncour äßt d'e deutsche Beschwerde verlesen. Oie deutsche Beschwerde. systematische Verletzung der Memek- aritonomie durch Litauen. Staatssekretär v. D ii l o w schilderte dann die Vorgänge feit der Absetzung des Präsidenten des Direktoriums, Böttcher, durch die litauische Regierung. Er wies nach, daß die Reise, die Böttcher in Begleitung zweier Mitglieder des Landtags nach Berlin unternahm, durchaus privaten Charakter getragen habe und erklärte weiter: Die Maßnahmen des Gouverneurs stellen eine flagrante Verletzung desMemel st atuts dar. Die Spitze der autonomen Verwaltung, der Träger der durch internationalen Vertrag garantierten Memelautono- >nie, das Direktorium, ist unter Verletzung des Statuts gewaltsam beseitigt worden. Diese Verletzung ist um so ernster, als die litauische Regierung noch am 30. Januar durch ihren Gesandten in Berlin der deut- schen Regierung die ausdrückliche Erklärung hat abgeben lassen, daß Litauen die international garantierte Autonomie des Memelgebietes achten werde. Die jüngsten Vorgänge sind ein Glied in einer langen Kette von litauischen Maßnahmen, denen die me- melländischc Bevölkerung seit Jahren ausgesetzt ist. Das Memelgebiet steht seit langen Jahren ohne Grund unter dem Kriegs- zustand, der rücksichtslos angewandt wird. Die Bevölkerung ist in der Ausübung wesentlicher Grundrechte, wie der Presse- und Versammlungsfreiheit, auf das stärkste beschränkt. Das hindert auf der anderen Seite nicht, daß die litauische Presse im Memelgebiet hemmungslos gegen das Memcldirektorium agitieren darf, und daß bei jeder sich bietenden Gelegenheit chauvinistische litauische verbände im Memelgebiet für die Beseitigung der Autonomie demonstrieren können. Die Memelbevölkerung leidet unter politischen Bedrohungen, wie man ste sich schlimmer kaum vorstellen kann. Die Bevölkerung des Memelgebietes ist nach ihrer Sprache, noch ihrer Abstammung und nach ihrer Kultur deutsch. Daran ist nichts durch die Tatsache geändert worden, daß das Memelgebiet von Deutschland abgetrennt und von den alliierten und assoziierten Mächten unter die Souveränität Litauens gestellt worden ist. Diese Uebertragung der Souveränität an Litauen ist ausdrücklich unter den Bedingungen der Memel- konvcntion und des Memel st atuts erfolgt Nachdem dieser Zustand nun einmal geschaffen worden ist, hat die deutsche Negierung die Pflicht — und das Memelstatut gibt ihr das Recht — mit allem Nachdruck darauf zu bestehen, daß das Memelstatut wenig st ens seinem Sinn und Zweck nach beobachtet wird. Es ist die Aufgabe des Völkerbundsrats, alle nötigen Maßnahmen zu ergreifen, damit der - vorllegende Rechtsbruch wieder gutgemacht wird, und damit auch in Zukunft die dem Memelgebiet zuerkannte Autonomie gewährleistet wird, die, wie es im Statut heißt, dazu dienen soll, die überlieferten Rechte und die Kultur seiner Bewohner zu sichern. Litauische Ausflüchte. Kow.io fühlt sich provoziert. Der litauische Außenminister Zaunius erklärte: Die Vorgänge im Memelgebiet beträfen an sich die deutsch-litauischen Beziehungen nur soweit, als die litauische Regierung es für angebracht gehalten habe, in Berlin wegen der Reise des Landespräsidenten Böttcher zu protestieren. Böttcher habe in Berlin nicht nur mit dem Kalisyndikat, sondern auch mit dem Auswärtigen Amt verhandelt. Die „Deutsche Allgemeine Zeitung" habe zu berichten gewußt, daß sich diese Verhandlungen auf die Frage der Zulage für die Beamten im Memelgebiet bezogen haben. Zaunius sprach von einem Bestechungsversuch der deutschen Regierung zur Llnterhölung des gegenwärtigen Zustandes. Die deutschen Zeitungen des Memelgebietes würden mit deutschem Geld unterstützt, und der Vizepräsident des Memellandes erhalte auf ein Konto in Tilsit Summen aus der deutschen Stiftung. Es sei für die litauische Regierung unmöglich gewesen, eine neue Provokation hinzunehmen, die die gemaßregelten Persönlichkeiten im Einverständnis mit den deutschen Stellen unternommen hätten. Es handele sich um eine Verletzung des Memel- st atuts durch Böttcher, begangen durch Amtsausübung im Ausland und Verstoß gegen die litauischen Strafgesetze. Zaunius betritt den deutschen Charakter der memelländischen Bevölkerung unter Hinweis auf die Erklärungen der Friedenskonferenz von 1919, ebenso die rücksichtslose Handhabung des Versammlungsverbotes, wozu er erklärte, daß nur 1 Prozent der beantragten Versammlungen aus Gründen der Sicherheit verboten würden. Auch Rachrichten über einen Aufmarsch litauischer Verbände erklärte er als vollkommen unbegründet. Litauen halte an den Verträgen fest und gebe die ausdrückliche Versicherung ab, daß es sich durch keine Provokation von seinem Wege werde abbringen taffen. 9er Hat fordert Bericht über die Rechtsfrage ein. In einer kurzen aber gründlichen Replik widerlegte Staatssekretär v. Bülow die von dem Vertreter Litauens vorgebrachten Rechtfertigungsversuche. Die Tatsache, daß die litauische Regierung die harmlose Reise Böttchers und zweier Mitglieder des Landtags nach Berlin zum Anlaß genommen habe, um sich des ihr unbequemen Direktors des Landesdirektoriums zu entledigen, spreche für sich. Er wolle annehmen, daß die Erklärung Zaunius' über die Ruhe im Memelgebiet eine Prophezeiung sei. Tatsächlich streifen in der Stadt Memel Militärpatrouillen umher, was nicht gerade ein Beweis dafür ist, daß im Mcmelgebiet Ruhe herrsche. Zum Schluß seiner Ausführungen betonte der deutsche Vertreter noch einmal mit allem Rachdruck, daß eine schwere Verletzung des Memel st a t u t s vorgekommen sei, daß die litauische Regierung nichts das geringste Recht gehabt hätte, Den Präsidenten des Direktoriums abzusehen, solange er das Vertrauen des Landtags besah. Der Völkerbuirdsrat beschloß darauf, den norwegischen Delegierten C o l b a n als ständigen Berichterstatter für die Memelfrage unter Hinzuziehung weiterer Juristen zu beauftragen, in kürzester Frist einen Bericht über die Frage, ob das Vorgehen der litauischen Regierung eine Verletzung der Memelkonoention darstellt, zu erstatten. Col- Mchskonserenz der Republikanischen Verbände. /B " lin, 14. Febr. (TU.) Im Demokratischen Elubhaus trat am Sonntagnachmittag das Kartell der Republikanischen Verbände Deutschlands zu einer Reichskonferenz zusammen. Der Bundesvorsitzende des Reichsbanners Schwarzrotgold, Hätte rmann, sprach über die ,,Abwehr gegen die Staatsfeinde". Zusammen mit den freiheitlich gesinnten politischen Organisationen des Bürgertums, werde es der Eisernen Front gelingen, in diesem Frühjahr nicht nur Hitler zu schlagen, sondern die große Aufgabe zu lösen, aus Deutschland endlich eine wahre soziale Republik zu machen. An den Vortrag knüpfte sich eine lebhafte Aussprache, in der scharfe Kritik an dem Erlaß de s Reichswehrministeriums über die Zulassung von Nationalsozialisteii zur Reichswehr geübt wurde. 21m Schluß der Tagung wurde folgende Entschließung angenommen: „Die Reichskonferenz des Kartells der Republikanischen Verbände Deutschlands verwirft jedes schwächliche Paktieren mit Organifationen, Bünden und Parteien, die den heutigen Staat und feine Verfaffungsgrundlagen verneinen. Sie warnt vor einer überklugen Taktik der Konzessionen. Dem mit allen Mitteln Zur Macht strebenden Gegner der Demokratie darf die Republik nicht selbst das Tor öffnen Die Reichskonferenz fordert von den Republika- Nlschen Führern, daß sie bei der bevorstehenden Reichspräsidentenwahl und bei den Landeswahlen sich allein von dem Willen leiten lassen, den sozialen Volksstaat und ein geordnetes Staats- wesen zu sichern, Diktaturgelüste und Terror zu brechen. Der Zusammenschluß aller Republikaner bau hat bereits am Sonntagnachmittag die vertrauliche Ausarbeitung des Berichtes an den Völker- bundsrat über die Memelfrage begonnen. Colbcm sind beigegeben worden der Jurist der italienischen Abordnung, P i l o t i, der Jurist der französischen Abordnung, Basdzvant, sowie der Jurist der englischen Abordnung, Malkin. An den streng vertraulichen Beratungen des Ausschusses nimmt allein der Leiter der politischen Abteilung des Völ- kerbundsfekretariats, der japanische Untergeneralsekretär Sukirnura teil. Dieser Ausschuß hat zunächst nur über d i e Rechtsfrage zu entscheiden, ob der litauischen Regierung nach der Memelkonvention ein Recht auf Abberufung des Präsidenten des Memeler Landtags zustehl. Von litauischer Seite wird jetzt die Frage aufgeworfen, welche Sicherungen die litauische Regierung gegen einen etwaigen Mißbrauch der Amtsgewalt des Präsidenten des Memeler Landtags besitzt. Diese Frage steht zunächst jedoch in keiner Weise zur Verhandlung, da erstens ein Mißbrauch der Amtsgewalt durch den Präsidenten Böttcher inkeinerWeise vorlieat, ferner nach dem deutschen Antrag zunächst nur d i e Rechtsfrage zu entschei'- den ist, ob die litauische Regierung durch die Absetzung des Präsidenten Böttcher einen flagranten Bruch der Memelkonvention begangen hat. verpflichtet die leitenden Staatsmänner, auf die Kräfte dieser schwarzrotgoldenen Front gestützt, der Rot der Zeit mit den Mitteln des sozialen. Volksstaates, wie ihn das Werk von Weimar vorfieht, zu begegnen und nach innen und außen dre deutsche Republik zu verwirklichen." 50 Millionen Reichsmark für Roistandsarbeii. Berlin 12.Febr. (CNB.) Die Deutsche Gesell- chaft für öffentliche Arbeiten AG. wird für Not- ftanbsarbeiten im Baujahr 1932 vorläufig 30 Millionen RM. bereitfteUen. Die Mittel hierfür stehen aus laufenden Einnahmen an Zins- u n d T ilgungsbeträgen aus früher gegebenen Darlehen zur Verfügung. Eine spätere'Er- meiteruna des Programms ist in Aussicht genommen. Zu dem genannten Betrage treten die Mittel, die von der A r b e i t s l o s e n v e r sichern ngsan st alt gegeben werden, so daß insgesamt zunächst rund 50 Millionen Mark für Notstandsarbeiten verfügbar sein wür- den. An greifbaren Arbeitsgelegenheiten sind Proiekte in ausreichendem Umfange vorhanden Es werden in erster Linie fortgeführt werden die Saidenbachtalfperre bei Chemnitz, der Rügendamm • bte Elektrifizierung der Strecke Augsburg—Ulm- Stuttgart, die Staustufe der Rhein-Main-Donau- AG. bei Erlabrunn, die Neckarkanalisierung und die Ockertalsperre der Harzwasserwerke bei Osterode. Die Arbeit des preiskommiffars. Berlin, 13. Febr. (WTB.) Die Verhandlungen des Reichskommissars für Preisüberwachuna mrt dem Speditionsgewerbe haben zu fo» I genbem Ergebnis geführt: Die auf Grund der 1 Rotverordnung vom 8. Dezember 1931 um 10 Prozent gesenkten Tarife sind bei Rohstoffen, Kohle, Baumaterialien, Lebensmitteln um weitere 10 Prozent, bei Halbfabrikaten u m. weitere 5 Proz. zu senken. Sine weitere Senkung der Tarife wird nicht vorgenommen bei Fertigfabrikaten und Genußmitteln. Die Prüfung der Düngemittel preise der Düngersyndkate hat ergaben, daß für die laufende Frühjahrssaison eine Preissenkung nicht erfolgen kann. Oie Fleischverbittigungsattion für Erwerbslose. Erleichterung für die Landwirtschaft Berlin, 13. Febr. (TU.) Die Mitte Dezember von der Reichsregierung eingeleitete Fleischverbilligungsaktion für Erwerbslose wirn in ihrer Bedeutung für die Landwirtschaft vielfach unterschätzt. Die Aktion führte zu einer nicht unbedeutenden Entlastung der V i e h m ä r k t e. Die praktische Auswirkung wurde allerdings durch einen Rückgang unserer Viehausfuhr und starken Beschickung der Viehmärkte durch die Landwirte beeinträchtigt. Der Rückgang der Ausfuhr beruht auf einer neuen Abwehr Maßnahme seitens der Länder, die uns bisher große Mengen Viehes ab nahmen. Durch die Verbilligungsaktion wurden in bisher 9 Wochen 45 Millionen Pfund Frischfleisch um 30 Pf. gegenüber dem Tagespreis verbilligte. Dies entspricht einer Viehmenge von 225 000 Schweinen oder 45 000 Rindern. Diese Diehmenge wäre ohne die Fleischverbilligung nur schwer abzugeben gewesen, denn die Arbeitslosen hätten ihren Fleischverbrauch zweifellos stark eingeschränkt, wenn sie die üblichen Tagespreise für das Fleisch hätten bezahlen müssen. Neuer Angriff auf die Wusung-Forts abgeschlagen. Schanghai, 14. Febr. ($11.) Am Sonntag sind Truppenteile der 9. japanischen Division in der Stärke von 12 OOOOItann in Schanghai gelandet. Die Truppen sind sehr gut ausgerüstet und sehen sich aus verschiedenen Regimentern, darunter aus zwei in Tokio stationierten, zusammen. Der Truppentransport erfolgte im Hinblick auf die kommende Offensive gegen Wu- sung und Tschapei. Am (Sonntagabend) oder Montagmorgen ist die Ankunft von weiteren 1 0 000 M an n japanischer Truppen angekündigt. Die Truppen werden zum größten Teil bei den Ausladeplätzen der Internationalen Riederlassung an Land gesetzt werden. Die Japaner unternahmen am Samstag bei schwerem Schnee sturm einen neuen Angriff auf d i e W u s u n g f o r t s, der sich bis in die Morgenstunden ausdehnte. Soweit sich aus den am Sonntag vorliegenden Berichten schließen läßt, ist der Angriff vollkommen fehl- geschlagen. Rach chinesischen Berichten haben die Japaner mindestens 2000 Mann an Toten und Gefangenen verloren. Der Angriff begann mit einem großen Bombardement der japanischen Schifssgeschüh-e.darauf wurden mehrere Infanterie-Kompanien vorgeschickt, die den Wusungkanal mit Pontons überschreiten sollten, an dessen anderer Seite die chinesischen Stellungen sich befinden. Die Chinesen empfingen die übersehenden Japaner mit einem rasenden Maschinengewehrfeuer. Erst in den späten Abendstunden gelang es etwa 1000 japanischen Soldaten, den Kanal zu überqueren. In dem darauf folgenden Rahkampf zeigten sich jedoch die Chine- sen erneut überlegen. Aus aller Welt. Mißglücktes Altenlai auf einen Riviera-v-Zug. Der V.Zug Ventimiglia — Paris ist am Sonntag kurz vor 19 Uhr etwa 5 Kilometer vor der Einfahrt nach Marseille bei der Ortschaft La Pomme entgleist. An einer Ueberführung hörte man plötzlich eine Explosion. Die Lokomotive fuhr noch etwa 100 Meter weiter, während der Gepäckwagen und der Speisewagen sich ineinanderschoben. Die drei nächsten Schlafwagen sprangen aus dem Gleise und glitten die 6 bis 8 Meter tiefe Böschung hinunter. Trotz des ernsten Unfalls find nur einige Reisende unerheblich verletzt worden. Die Entgleisung des v-Zuges Ventimiglia— Paris bei Marseille ist auf ein Attentat z u - rückzuführen. Die Untersuchung hat ergeben, daß der Zug in die Luft gesprengt werden sollte. Als der Zug die Unfallstelle passierte, ist ein Sprengstoffkörper explodiert. Verschiedene Augenzeugen wollen gesehen haben, daß vor dem Unfall zwei verdächtige Personen sich an der Eisenbahnstrecke zu schaffen machten. Das Attentat wird von der Untersuchungsbehördc in Zusammenhang ge- bracht mit dem Anschlag, der am 9. Februar auf den Zug verübt wurde. Man vermutet, daß wieder dieselben Täter am Werke waren, die damals den Zugführer überfallen wollten, um sich der von ihm verwalteten, mehrere taufend Franken enthaltenen Kasse zu bemächtigen. (Ein Aula stürzt in die Elbe. Ein aus der Richtung Herrenkrug kommender Magdeburger Wagen, der mit einer Person besetzt war, fuhr aus bisher ungeklärten Gründen auf den Perfonensteig, durchbrach das hölzerne Brückengeländer und stürzte in die alte Elbe. Der Wagen durchschlug teilweise die Eisdecke und blieb mit nach oben gekehrten Rädern im E is hängen. Die Feuerwehr barg den Insassen, der schwere Verletzungen, anscheinend auch einen Schädelbruch erlitten hat, und sorgte für seine Ueberführung in das Krankenhaus. Mit feinem Ableben muß gerechnet werden. Der Wagen wurde bald gehoben. Attentat auf einen Rechtsanwalt im Gerichtsfaal. In Rostock hat sich bei einem Termin vor bem Arbeitsgericht im Ständehaus ein schweres Verbrechen ereignet. 2m Verlause einer Verhandlung zwischen dem Ingenieur Schwiedeps und dem Rechtsanwalt Dr. Moncke fielen von feiten des Schwiedep persönliche Beleidigungen. Die im Zuhörerraum anwesende FrauSchwie- deps gab auf Dr. Moncke aus einer Pistole plötzlich einen Schuh ab, der ihn am Racken traf. Die Verletzung soll jedoch nicht lebensgefährlich fein. Brandstiftung in einem Dorfe bei üoburg. 2n dem Dorfe Hntetrtoafungen brach an zwei verschiedenen Stellen zugleich Feuer aus, das zwei Wohnhäuser, vier Scheunen, vier Stallungen und mehrere Rebengebäude ein- äscherte. Zahlreiches Vieh ist in den Flammen umgekommen. Es liegt unzweifelhaft Brandstiftung vor. Aljechin und Jlohr Sieger im internationalen Schachturnier. Das soeben in London zu Ende gegangene Internationale Schachturnier wurde von dem Weltmeister Aljechin gewonnen. In der Endrunde brachte er es gegen Sir John Thomas nur auf ein Remis. Der Tscheche Flohr wurde zweiter. Die europäische Schönheitskönigin. Aus den europäischen Schönheitsköniginnen, die gegenwärtig an der Edte d' Azur wellen, wurde in Nizza „M l ß Europa" gewählt. Den Sieg trug „M i ß Dänemark^ davon. Es handell sich um die 19jährige Aase (Haufen. Robile Luftschifskonstrukleur für die UdSSR. General Nobile hat mit Zustimmung Mussolinis in Moskau einen Vertrag für vier Jahre mit der russischen L u f t f a h r t b e h ö r d e abgeschlossen. Nobile wird im April seinen Wohnsitz von Rom nach Moskau verlegen. Er hat sich verpflichtet, im Sommer d.I. an der arktischen Expedition nach Nikolaus-II.-Land (jetzt Nordland genannt) teilzunehmen, die zur Zeit von dem arktischen Institut in Leningrad vorbereitet wird. (Eine romantische Liebesgeschichte. Prinz ßennart, der 22jährige Enkel des Königs Gustav von Schweden, teilte aus dem Stockholmer Königspalast Londoner Blättern telephonisch mit, daß er demnächst auf einem Londoner Standesarn t die Ehe mit Karin Rißwandt, der Tochter eines Stockholmer Kaufmannes, eingehen werde. „Wir kommen nach London, um zu heiraten", sagte er, »nichts kann mich daran hindern, auch nicht der Widerspruch meines Großvaters, des Königs. Karin und ich lieben einander zu sehr, um uns durch irgend etwas von unserem Vorsatz abbringen zu lassen. Wir verliebten uns — fast sieben Jahre ist es her — auf den ersten Blick. Seitdem sind wir unzertrennlich. Rach der Hochzeit gehen wir auf mein Schloß Mainau im Bodensee. Wenn ich Schweden übernächste Woche verlasse, kehre ich meinem Vaterland für immer den Mücken." Zelluloid-Explosion in Altona. Eine schwere Explosion aus bisher iwch nicht geklärter Ursache ereignete sich in einem Ladengeschäft für Kunstgeaenstände aus Zellulvid- maffe. Einer dieser Zelluloidgegenstände dürste in Brand geraten sein und die Flammen müssen sogleich auf dem ganzen ßagerbeftanb übergegriffen haben. Die Schaufensterscheibe wurde auf die gegenüberliegende Straßen-, feite geschleudert. Der Besitzer und ein Angestellter des Ladens erlitten erhebliche Verletzungen. Während der Arbeit der Feuerwehr brach die durch die Explosion erschütterte Kelle r d e ck e ein, so daß zwei Feuerwehrleute ver- sch ü 11 e t wurden. Beide wurden geborgen, doch ist einer von ihnen schwer verletzt. Die Wetterlage. 53ä. 5- 2 0^ Oslo ° I S3 \ -9\ \ warj -* -3 MX Vncn 'M Z/J® Germ" ------------------Sciiiy ^atooen i ||||||vp IVZT Owolkenlos, oneuer. anaiD Dtdetkt.® wolkig. ® oeaeciti «Regen, * Schnee a Grauptin. - Heoei K GrWiUer.(§)Wind$Ulie.«O' «he •eichte» Ost nissige» Süosudwest stürmischer norijwert Sie steile fliegen mit dem Winde. Pie oeiden Stationen stenenden Zal» en geben die Temperatur an. Pie Linien verDinden Orte mit gleichem tut Meeresniveau umgerechneten Luftdruck Wettervoraussage. Weiter südwärts über Deutschland ist milde Luft vorgedrungen und verursachte Frostrückgang. Dementsprechend ändert sich auch das Temperaturbild und stuft sich ab. In Rorddeutschland liegen die Werte schon etwas über Rull, und in Mitteldeutschland herrscht Frost bis zu 5 bis 6 Grad, der im südlichen Teil des Reiches weiter bis zu 15 Grad zunimmt. Durch den hohen Druck über den britischen Inseln, der sich weiter gekräftigt hat, wird ozeanische Lust nach dem Festland gebracht, die sowohl durch ihre höhere Temperatur, als auch durch ihre Bewölkung den Rachtfrost weiter obschwächt unb tagsüber die Werte über Rull ansteigen läßt. Aussichten für Dienstag: Milderung und nur leichter Nachtfrost, dunstig ober wolkig mit Aufheiterung, vereinzelt etwas Niederschlag. Aussichten für Mittwoch: Nachts leichter Strahlungsfrost, meist trocken, weiterhin dunstig oder wolkig mit Aufheiterung. Lufttemperaturen am 14. Febr.: mittags 1,7 Grad Celsius, abends minus 2,1 Grad: am 15. Februar: morgens —4,4 Grad. Maximum 2,7 Grad, Minimum —8 Grad. Erd temperaturen in 10 Zentimeter Tiefe am 14. Febr.: abends —1,4 Grad, am 15. Febr.. morgens —2,2 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 2 Stunden. fl «-'"kü i »WA ! Sieben Wifi a «reifen ÄT 2mdj dun,acLf tätii WlleE' mo j®»«»Ä ASS * Reinigung Bfyndilat LV. tn Mgründer und bis ausgezeichnet. Sie Entwickelung i gegangene an hervor rung wurde das Gm mit kaufmännischer formarbeit ausgebau Saserzeugungstechnn sehen Finanzen und aus dem Gaswertgr nur immer gestattete! in unserer Nr. 299 v läßlich des 75jähngi berichtet. M das Gestalt nicht mehr ix der Dersoraungswirt schlasene, als Mann Arbeitsleistung, gew den, er konnte aber ligsten Strebens 1 veil die Derhältn ihm und der Stadtv Jahren alle Neugest Trotz der Schwierig in den letzten zehn in vorbildlichster D wertvollen Bestand t mögens gemacht. ®b Leiter des Wassern sagen Anermüdlich Versorgung unscn Wasser auch für di sicherzustellen. Der i behälters in der A eine Aufspeicherung jemals verzeichneten ermöglicht und dam lerer Dasserversorg Dachen erzielt tviri weiterer Quellenerso seine besonderen Der! hat die Bevölkerung ^m mangelhasten i betriebe des Privat an die Stadt unter si Achtung hm einwan brachte dasAolksbad °us zeitgemäße Höh d'e städtischen Finanz ltuge kaufmännische? galten, dast er sich Aodepreisen und bestc !M trägt. De> M Förderer aller diese Tätigkeit als * Irland erka Mstergülj M m gleiche, lQ,nD-Nlchm »haraktereigen chaftei ? mit feinster m Stert® Endlagen hun dieses ch? bei Sn s'ÄnI« Hasten. 3etl e ®«en tüt»] - Ä Ning jn rieten. ^Mche Daurisch! «säwS toi7. Auz^hofst uns g'Nbie Mas ■ ML '---L-r fr."»». „ S5Unflft>tte "tut, ■ Stift b0[ii. ^ttlit;- W«tt& Mu 18 2000 Dan^ baben nb?r&tme! V9ann 1 !öetic. ;e.'ÄomDm^?'tQu| »Ur. rer Seite -Die «hiLiL!^ Mer mit „’n Ringer. m S'Lns'«« in irvvs . Wten 2lb(mx. L^rn, auch nicht bn Trovvaters, des Zi«? " einanderLTO 2 5f 6on unserem 2orsq i?r Siebten uns - auf den erste« toir unzertrennlich wir auf mein Schloß Sl-j eJ? x6) toeinem •cn luirfcn. lofioo in »Ilona. ion aus bisher noch nicht >nete sich in einem Laden« Mstände aus Zelluloid- Zelluloidgegenstände dürfte 1 und die Flammen müssen anzen Lagerbeftand >aben. Die Schausenster- gegenüberliegende Slrahcn- r Besitzer und ein 2nge- erlitten erhebliche Jerlet- '.r Arbeit der Feuerwehr k-losion erschütterte fiel* zwei Feuerwehrleute der- iöe wurden geborgen, doch «Wer verletzt. WlaQt. ■J -H )6se6V»1 4’ sliuNrt U* - D1(Oa„T Si-»l‘KKK* jit ußit" ltn loniruit ■ooraueW # „w- 55« fr*4’ uni »»äs«*: steige"^ Milderung ft et-oas (ciA - Nittv°^hjn h* t tto-keN' rfcgs 'AU' 2 w*" SÜSS Der Besuch Mussolinis bei Papst Pius E Direktor Gteding +. Gestern Dormittag ist tn <*ffen, wo er tm 21n- schluh an eine Dienstreise da- Wochenende besuchsweise bei seinen Kindern verbrachte, der Leiter der städtischen GaS- und Wasserwerke und de* Volksbades. Direktor August Steding. an einem Herzschlage im 62. Lebensjahre verstorben. Wit ihm wurde ein Mann auS einem arbeit*- reichen Leben jäh abgerufen, der al* Beamter und al* Mensch vorbildlich war und dem in weiten Kreisen der Bürgerschast grobe Sympathien entgegengebracht wurden. August Sie ding, am 14. Januar 1871 in Holzminden geboten, war nach vollendetem Schulbesuch zunächst ein Jahr al* Volontär in einer Maschinenfabrik tätig, verbrachte dann fünf Semester an einem Maschinenbau-Technikum und vier Semester an einem Polntechnikum. Born 1. Januar 1896 bi* 30. September 1899 war er al* Assistent beim Gas» und Wasserwerk in Gießen tätig Am 1. Oktober 1899 übernahm er al* Direktor die Leitung der städtischen GaS» und Wasserwerke in Tarnowitz iOderschlcsien. jetzt au Polen gehörig), wo er bi* zum 30. Juni 1908 wirkte Von Tarnowitz kehrte er am 1. Juli 1908 al* Direktor der GaS- und Wasserwerke der Stadt Gießen hierher zurück, wo et seine zweite Heimat sand. Am 1. Januar 1923 wurde ihm neben der Direktion der Ga*- und Wasserwerke noch die Leitung de* von da ab in städtischen Besitz übergegangenen Vvlk-bade* übertragen. *21 eben seinem Amt wat er noch in össentlichen Funktionen tätig al* Vertrauensmann der Be- tus*genossenschaft der Ga*- und Wasserwerke, Sektion VI Mainz, al* Beirat der Wirtschaftlichen Vereinigung der Ga*- und Wasserwerke, Da*- kok*syndikat AG. in Frankfurt a. W., sowie al* Mitgründer und bi* jetzt Vorstandsmitglied deS DeteinS für Luftfahrt in Gießen. Für feine Verdienste um die Allgemeinheit während der KtlegS- jahte wurde er mit dem Hess. Kriegsehrenzeichen und dem Preuß Ehrenkreuz für KtiegShilf-dlenst ausgezeichnet. D'e önttoidelung unserer Stadt bat der Heimgegangene an hervorragender Stelle wegweisend und gestaltend mit beeinflußt Unter seiner Führung wurde da* Gaswerk in rastloser, aber doch mit kaufmännischer Vorsicht durchgesührter Re- formarbeit au*gcbaut und der fortschrittlichen GaSerAeugungStechnik angepaßt. soweit die städtischen Finanzen und die räumlichen Verhältnisse auf dem GaSwertgrundstüd die Beugeftaltung nur immer gestatteten. Eingehend wurde darüber in unserer Ar. 299 vom 22. Dezember v. 3 anläßlich do* 75jährigen Bestehens de* Gaswerk* berichtet. Daß da* Gaswerk in seiner heutigen Gestalt nicht mehr den berechtigten Erfordernis len der VersoraunaSwirtschast entspricht, hat der Entschlafene, al* Mann der korrekten und vollgültigen Arbeitsleistung. gewußt und schmerzlich empsun- den, er konnte aber trotz besten Willen* und eifrigsten Strebens die Sachlage nicht ändern, weil die Verhältnisse auf dem Kapitalmarkt ihm und der Stadtverwaltung schon seit mehreren Jahren alle AeugestaltungSpläne zunichte machten. Trotz der Schwierigkeiten der Zeit, insbesondere in den letzten zehn Jahren, hat er das Gaswerk in vorbildlichster Weise geleitet und es zu einem wertvollen Bestandteil unseres städtischen Vermögen- gemacht. Gleiche* ist über sein Wirken al* Leiter des Wasserwerks und des DolkSbade* zu sagen Unermüdlich war er darauf bedacht, die Versorgung unserer Stadt mit einwandfreiem Wasser auch für die schwierigsten Sommermonate sicher,zustellen. Der Dau de* neuen großen Wasserbehälters in der Bähe der Ganseburg, durch den eine Ausspeicherung von Wasser weit über den jemals verzeichneten größten Tagesbedarf hinaus ermöglicht unb damit absolute Sicherstellung unserer Wasserversorgung auch in schwierigsten Wochen erzielt wird, sowie die Jnangriffnaßme weiterer Quellenerschließung bei Ouedborn sind seine besonderen Verdienste auS jüngster Zeit. Jhm hat die Bevölkerung es auch zu danken, daß aus dem mangelhaften und notleidenden Vvlksbad- Betriebe des Privatbesitzes nach dem ilebergang an die Stadt unter seiner Leitung eine nach jeder Richtung hin einwandfreie Einrichtung wurde Er brachte das Volksbad baöe.e^mfd) und hygienisch auf zeitgemäße Höhe, belastete dabei aber nicht die städtischen Finanzen, sondern verstand e* durch kluge kaufmännische Führung d e en Betrieb fo zu gestalten, daß er sich bei durchaus erschwinglichen Dadepreisen und bester Leistungsfähigkeit vollkommen selbst trägt. Weiterhin war er stet* ein eifriger Förderer aller Luftiahrtbestrebungen. weit er diese Tätigkeit als außerordentlich wichtig für unser Vaterland erkannt hatte. Seinem mustergültigen Wirken als Beamter entsprach in gleicher Vortrefflichkeit fein Ver- halten als Menfch und Gießener Bürger. Edelste Eharaktereigenfchaften zierten allezeit dielen Mann mit feinster menschlicher Gesittung, strengstes Gerechtigkeitsempfinden gegenüber ledermann. soziale und wohlwollende Gesinnung gegen seine Untergebenen und Mitarbeiter, unverbrüchliche Pflichttreue, warmes Mitgefühl und stete Hilfs- bereititbaft für alle-Schwachen und Notleidenden, echt deutscher Sinn und heiße Liebe zu Volk und Vaterland, liebenswürdiges und persönlich be- scheidenes Wesen, das waren stets die starken Grundlagen, auf denen sich das edle Menschentum dieses Mannes aufbaute. Vielfach nahm der Sntfch.afene Veranlassung, direkt und indirekt im Stillen Werke der christ.ichen Aach st en. re be und deutsche* Aufbauarbeit zu leisten. Durch lein Wir- ken hat er sich bei vielen, insbesondere aber bei de- nen. die neben feiner Familie ihm menschlich am nächsten standen und feinen hohen Wert als echter deutscher Mann am tiefsten embfinbcn pnn- ten, für alle Zeit ein ehrenvolles Denkmal ge- schassen. . ... Als ausgezeichneter Leiter wichtiger städtischer Betriebe und al* guter Mensch wird August Steding für alle Zeit unvergessen bleiben. Daten für Montag. 15. Februar. Sonnenaufgang Z.42 Uhr, Sonnenuntergang 17.37 Uhr — Mondaufgang 10.24 Uhr, OTonö- untergang 2.38 Uhr. 1564 der Physiker und Astronom Galileo ©aale» in Pisa geboren. — 1781: Gotthold Achraim Lessing in Braunschweig gestorben. - 19^ der englische Staatsmann Lord Herbert Henry AS- auith in London gestorben. Pornonzen. — TageskalenderfürMontag.^ Lichtspielhaus. Bahnhofstraße. .Salto MortUe - Au* dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben Heute, 20 Uhr. geschlossene Sondervorstellung des ZeitstüdeS »Verstehen wir Mustolini (Mitte), umgeben von Würdenträgern Italiens und de» Vatikan», in der Loggia Raphael im Vatikan. uns?" von Peter v. Preradovie, mit Frau Auguste Prasch-Grevenberg als Gast in der Rolle der Großmutter. — Dienstag, 16. Februar. Wiederholung der beliebten Schwankoperette „Die tolle Lola" von Kadelburg und 21 ebner, mit der flüssigen Musik von Hugo Hirsch. Sin Srsolg auf der gaiuen Linie Die beste Gelegenheit, Lachen. Musik und Rhythmus zu genießen. Beginn: 20 Uhr, Ende: 22 30 Uhr — DieVtaatswissenschastlicheFach- fchast an der Universität Gießen veranstaltet am Mittwoch, 17. Februar, 20.15 Uhr. im StudentenhauS. Leihgesterner Weg, einen Vortragsabend Ss spricht Prosessor B e s s o n o s s, Moskau, Volkswirtschaftlicher Bat der Berliner Handelsvertretung der UdSSR. über : .D i e Grundlagen der so w j etrusf i f chen P l a n w i r t f ch a f t". Es ist daS erstemal, daß ein führender Volk-Wirtschaftler der Sowjetunion in Gießen spricht Der Vortrag wird, so schreibt man. uns. Auskläruna geben über die tatsächlichen wirtschaftlichen Verhältnisse in Ruß- land. (AähereS in der heutigen Anzeige ) Aationalsoziaristische Kundgebung. Jm Lass Leib fand am Samstag abend eine öffentliche nationalsozialistische Kundgebung statt, in der Herr Tressz über das Thema „Vom Proletariat zum Arbeiterlum' sprach. Der Redner beschäftigte sich zunächst mit der hessischen Landtag-Wahl und betonte, in politischer Hinsicht sei hier das sehr starke Eindringen der Aationalsozialisten in das Lager de* Marxismus besonder« beachtenswert, während die histo- rische Bedeutung dieser Wahl darin bestehe, daß nach ihrem Ausgang zum ersten Male seit dreizehn Jahren da* Zentrum machtpolitisch auS- geschaltet sei und in der praktischen Politik keine Rolle mehr spiele. Der Redner erklärte weiterhin die nationalsozialistische Bereitschaft zur Re- Sierungsbildung in Hessen, er nannte dafür al* ritte Bedingung, daß nur ein Minister für die Regierung in Betracht komme und dieser 21 a- tionalsozialist sein müsse. Die ASDAP. sei bereit. mit dem Zentrum politisch zusammenzuarbeiten, allerdings müsse da* Verhältnis zwischen dem AationalsozialiSmus und dem Zentrum auf dem Bibelwort „Sr sott dein Herr sein" aufgebaut werden Hierauf wandte sich der Redner seinem Thema zu und besprach dabei ausführlich die Sntwidlung der SPD. und des Marxismus. Sr begrüßte es. daß tn Hessen bereits 60 000 2lr- beiter den Weg vom MarriSmus zur nationalen Front gesunden hätten. Weiter hob er hervor, daß wahrer Sozialismus VolkSgenossenschastsgeist sei. aber niemals in der internationalen Verbell- derung bestehe. Aach einer ausführlichen Schilderung der Verhältnisse in der Vorkriegszeit und der Umwandlungen in den Rachkriegsjahren erklärte der Redner u. a., der Manismus habe dem Arbeiter die Arbeit zum Fluch, statt zum Segen gemacht. Demgegenüber wolle die ASDAP. der Arbeit wieder einen Sinn geben und den Arbeiter, wie überhaupt jeden, der tm Dienst am Volk arbeite, zu einem gleichberechtigten Menschen innerhalb der deutschen Volksgemeinschaft auf der Grundlage des sozialen und national- bewußten Volksgenossenlchaftsgeiste* machen Der sozialste Staat sei der, in dem eine möglichst große Zahl zufriedener Einzeleristen-en vorhanden sei. Um dies zu erreichen, führe die ASDAP entichiedensten Kampf dagegen, daß die internationale Hochfinanz Deut chland al* eine Kolonie ansehe und ausbeute. Es sei unerträglich, daß unser Staat die Sinkaslierungsma'chme für das internationale Bankkapital sei. Der Redner wandte sich in diesem Zusammenhang gegen Die Währung auf der Goldbasis, durch die allem die Macht der internationalen Hochfinanz begründet werde. Sr erinnerte weiter daran, daß die vom MarriSmus immer verkündete internationale Solidarität bisher noch niemals für Deut chland praktisch in Erscheinung getreten fex. vielmehr nur als Phrase sich erwiesen habe. Mit diesem ganzen Treiben wolle die ASDAP. gründlich Schluß machen, ebenso doIIL mmen wolle sie nvl dem Bolschewismus und mit der Gottloseiwropa- ganda. sowie anderen gegen das Christentum und die gute deutsche Kultur gerichteten Bestre- bungen aufräumen. Sie wolle dafür einen auf soziales Smpfinden gegenüber jedem deutschen Volksgenossen aufgebauten Sozialismus mit bewußt nationaler Einstellung errichten und eine Aristokratie der Arbeit schassen, in der ieder Volksgenosse nur nach ferner Arbeitsleistung für fein Volk beurteilt werde. Am Schlüsse wie der Redner auf die bevorstehende Tagung des Reichstags hin. Er erklärte hierzu, daß Reichslanftcr Dr. Brüning mit leeren Händen vor den Reichstag hintreten müsse, da alle feine Versprechungen und Hoffnungen nicht verwirklicht worden feien. Der AationalsozialiSmus fordere heute fein Recht. Denn Brüning mit seinem Kabinett zurüdtreten müsse, bleibe dem Reichspräsidenten von Hindenburg keine andere Möglichkeit, al* Minister Dr. Frid mit der Bildung des neuen ReichSkabinettS zu beauftragen Damit werde die ASDAP. jedoch noch nicht endgültig an der Macht fein. Da* Kabinett Frid werde vielmehr sofort alle Landtage tn den Ländern und den Reichstag auflöfen und das Volk überall In Aeuwahlen nach seinem Willen befragen. Einen Tag nach diesen Wahlen, wenn überall da* deutsche Volk zum letzten 2Hale gesprochen habe, würden die Hitlersahnen über allen Straßen wehen. Die Rede wurde mit lebhaftem Beifall auf genommen. •• D t e (Eintragungen in d i e Hinden- darg-Listen sind am Samstag auch in unserer Geschäftsstelle abgeschlossen worden In»gesamt haben sich durch diese Einschreibung in unserer Statt 2064 Personen für dle Wiederwahl des Reichopräst- benten van Hindenburg ausgesprochen. •• Reifeprüfungen an den Gießener höheren Schulen. In der vergangenen Woche wurden an den hiesigen höheren Schulen die Reifeprüfungen durchgeführt Die Prüfungen zeigten durchweg sehr günstige (Ergebniffe. Im Realgymnasium konnten von 37 Schülern 36 da» Reifezeugnis erhalten Die Abiturientinnen der Studienanstalt, 17 an der Zahl, bestanden sämtlich die Prüfungen Auch im Gymnasium tonnte jedem der 11 Abiturienten da» Reifezeugnis ausgestellt werden An der Ob errealfd)ule hatten sich 58 Schüler zu den Prüfungen gemeldet. Einige der Teilnehmer mußten zurüdgewie'en wer- den, ein Schüler verstarb tun vor dem Examen, 50 Schüler haben die Reifeprüfung bestanden. •• 3>ien ft Jubiläum bei her Reichsbahn. Der Reichsbahnlokomotivführer Wilhelm Volk. Wilhelmstr. 52. kann heute auf eine 25- jährige Dienstzeit bei der Reichsbahn zurüd- bliden. •• Eine Fünfundacht zig jährige. Frau Louise Schmitt, Wwe., geb Lettermann, wohn- host Kanzleiberg 7, feiert heute bei bester geistiger und lvrperlicher Gesundheit ihren 85. Geburtstag. Cberbeffen. Landkreis (Stehen. ä. Wiesed, 13. Febr Der Gerne in berat beschäftigte sich in seiner gestrigen Sitzung mit einem erneuten Gesuch der Freien Tennis- vereinigungGießenum äleberlassung eines weiteren Platzes Grundsätzlich wurde dem Gesuch zugestimmt. Der Platz soll im ersten Jahre während der Jnstandsehung frachtfrei überlassen werden Aach Fertigstellung wird der Pachtprei» bestimmt. — Aachdem einige Mitbürger gegen den Beschluß des Gemeinderats aus äleberlassung des Platzes am Badhaus an Ludwig Deibel Einspruch erhoben hatten, mußte der Gemeinderat diesem Einspruch stattgeben. — Einem Gesuch der Otto B c d c r Witwe, den zugesagten Weideplatz statt für sechs Jahre für zwölf Jahre zu verpachten, soll aus wirtschaftlichen Gründen entsprochen werden, jedoch wird nach sechs Jahren der Pachtpreis neu geregelt- — Aach einem Sch eben der FeldbereinigungSgesell- schäft soll die Gemeinde die Jnstandhaltung der Drainagen übernehmen. Wenn auch der Gemeinderat grundsätzlich der Sache zustimmen will, so sind doch noch einige Rechtsfragen zu klären, und es mußte diese Angelegenheit vertagt werden — Ein großes Schmerzenskind für Wlc- fed sind die Getränke- und die D i erst e u e r. Trotzdem in der letzten Sitzung deS Gemeinderats die Getränkesteuer wiederholt abgelehnt worden war. mußte sich der Gemeinderat erneut mit der Sache befassen, da durch die Ablehnung der Getränkesteuer eS nicht möglich wäre, die inzwischen eingesührte weitere Erhöhung der Biersteuer rüdgängig zu machen. Unter den gegebenen Verhältnissen, die für die Wirte doch noch einen kleinen Vorteil gegenüber der erhöhten Diersteuer bedeuten und in der Hoffnung, doch noch eine Zuweisung aus dem ReichSauS- gleichsstod zu erhalten, erklärte sich der De- mcinbcral einstimmig für die E i n s ü h r u n g der Getränkesteuer. — Bei dieser Gelegenheit machte Bürgermeister Schomber Mitteilung von den großen Lasten, die der Gemeinde durch die wirtschaftliche und soziale A o 11 a g e bereits entstanden (jnb. So betragen die Lasten der Wohlsahrtssürsorge vom l.Llpril 1931 diS 31. Januar 1932 27 079.58 Mk.. für Armenpflege 921 Mk.. für Mietunterstützungen 271 Mk-, für Krisenunterstützungen bzw Zuschuß der Gemeinde zur Krisensürsorge bis 30. Juni 1931 3623 Mk. und ab 1. Juli 1931 8726 Mk., die noch abzuführen sind Die Dohlfahrtslaften für Februar und März 1932 werden auf 12100 Mk geschätzt. Daß es unter diesen Verhältnissen nicht möglich ist» den Gemeindehanshalt ohne Unter- stützung von Staat und Reich burchzufübren, müssen die vorgesetzten Stellen emschen Srklär- Uch ist auch, daß infolge der Avtlage die Gelder für Wa'ser. GraS. Pacht Steuern schlecht eingehen Betragen doch die AuSstände der Ge- mcinbe hierfür 44 OM Mk- • Steinbach, 14. Febr. Der hiesige Turnverein vereinigte dieser Tage seine Mitglieder und viele Gäste zu einem Werbeabend Die junge Turner-Musikkapelle leitete mit einem Marsch den Abend ein. Der erste Borsitzende, Glaserrneister Haas, wies in seiner Begrüßungsansprache auf die vielseitige Arbeit hin. die Im Turnverein zu in Wohle der Heranwachsenden Jugend geleistet wird. Jm Verlaufe deS Abend* zeigten die verschiedenen 2lbteilungen des Verein* die Möglichkeiten turnerischer Betätigung in zahlreichen Hebungen Die Ausführungen legten Zeugnis ab von der eifrigen Arbeit, die in den Turnstunden geleistet wurde und fanden lebhaften Beifall. Der Vorsitzende ermahnte zum -Schluß alle Turner und Turnerinnen, dem Verein die Treue zu halten, tue Eltern forderte er auf. bi« Kinder zum Besuch der Tumstiinden anzuhalten. ---Sich. 14. Febr. An seinem 85. Geburtstag« wurde gestern auf dem diesigen Frieddose der Steueraufleher i. R. Joh. Jakob Schäfer zur letzten Ruhe getragen. Der Verstorbene, der sich hier und in der Umgebung hoher Wertschätzung erfreute, nahm im Jnfanterie-Regiinent 115 am Feldzuge 1870 71 teil und wurde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Anfang* der 80er Jahr« kam er als Steuerauffeher in untere Stadt. Stiftspfarrer Drauth würdigte In seiner Grabrede die hohe Pflichttreue deS langjährigen, fleißigen und zuvorkommenden Beamten. Der Posaunenchor entbot dem Entschlafenen mit zwei Ehorälen einen letzten Gruß, die Ortsgruppe Gießen des ReichSbiinde* der Zollbeamten verband mit der Kranzniederlegung einen warmempfun- denen Aachruf. 4- Lauter, 13.Yebr. Gestern feierten Konrad Schäfer und seine Ehefrau Helene, geb. Schäfer, daS> Fest der goldenen Hochze i t. Veld« stehen im 74. Lebcnsiadr. Der Gesangverein, dem der Jubilar lange Jahre al* aktiver Sänger angehörte. brachte dem Jubelpaar ein Ständchen. Preußen. Breie Wetzlar Z Krofdorf, 14. Febr. Ein Antrag der Jagd» Pächter auf (Ermäßigung b e» Pachtprei- s e s der Gemeindejagd wurde vom Ok- mcinberat abgelehnt. Ebenso will die Gemeindevertretung eine Mietsjenkung für die Dienstwohnungen der Lehrer und be» Gemeinbcförsters nicht anerkennen. 6ttühiMaa»iUfl 5. Klasse 38. Preußijch.SädbeuIsche (264. Prevtz.) Staat»-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Aus jede aezogene Kummer sind zwei gleich hob» Gewinne gefallen, und zwar je einer aus die Lose gleicher Nummer in den beiden Wteilungen I und II 4.8iehung»tag 12. Februar 1932 3n der heutigen Dormittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen 2 e<*inM r* 25000 an. 36SSS0 10 loini n 1OOOO an. 261 BO32B 234343 28060» 396217 _ _ 16 e*hme *■ 6000 08. 48145 60541 183687 164344 186582 236890 331265 322877 123369 205639 345255 124675 215786 204606 294735 368655 160773 180436 217116 319750 169560 199773 244982 359607 161438 290897 167240 192511 243749 351858 171166 200286 286089 365273 46 ewinn. m 2000 M. 26357 37336 50378 62488 82568 83499 89860 102386 112442 121841 125895 149549 149671 188527 240624 243066 247379 260539 346294 355139 367736 378285 398144 74 »«ein«« en 1000 40794 143893 ------ ------ ------ ------ ------ , 7Q366 238826 299773 307039 18 •»©Inn« ,u 3090 TL 153688 168779 184312 393355 383105 65675 72801 73890 74411 111097 153430 189578 205322 218527 248615 276010 845982 375606 393645 114406 157101 192040 206601 220360 258179 281465 359836 377751 394992 122300 173628 193109 208825 224962 259034 304546 367305 380388 124674 174096 194582 209271 225203 270,01 30-1653 668760 380568 99271 147437 184687 204695 216893 245552 274181 340642 373922 389803 144838 174182 201927 214002 245539 ■ 370976 382055 172 «Winne in 500 OJL 889 1840 8446 9461 11081 11897 11943 12712 15724 17187 17846 22958 29753 33066 34099 36649 46956 52981 53010 61666 63955 -------------------- 85095 91409 92460 94461 In der heutigen Nachmillagsziehung wurden Gewinn« über 400 M. gezogen 4 •»tmnnt |» 10000 M. 288445 387335 6 »«BieM |1 5000 an. 88317 249173 269717 24 »eBtitn. |U 3000 an. 61722 114276 131260 140835 244064 245595 250782 252739 288492 10544 19152 35762 38300 8994 42133 47131 98 •etttr.n* tn 1000 Oll. 295547 351947 199079 202615 282842 292782 322544 344555 177918 225543 305026 355934 112114 137803 183457 216095 266373 301244 341265 117269 147243 187087 221203 266621 305641 350970 186500 270649 319342 98847 129684 166010 212967 260740 297935 336746 185010 262914 315674 397264 124522 163363 192011 240712 285172 324324 374931 74279 127604 163631 203'", 31 249241 287573 324449 379319 120689 153676 187766 229592 270310 310179 371254 292220 325158 359966 62 ®»tt>inn« in 2000 Ul. ---- ---------------- 50142 50577 57738 104650 146525 149368 155936 ----- ------ ------ ------ ------ 203697 392340 396708 155505 129583 168279 199138 216447 228526 238526 271187 301349 315073 325830 356951 367138 397073 188046 206238 219343 231646 249632 265017 279478 303524 316139 328417 376342 399925 122168 165497 194210 215321 227417 232864 261196 270869 294548 312163 324613 351218 365784 391073 135641 181381 200523 218511 231350 249480 263094 276936 304133 315182 327606 359070 375070 397716 113420 159025 192701 212559 227199 232044 257276 266811 293445 309887 318875 350653 335583 337644 188732 206369 221191 231871 251123 266248 2805/8 30 >>15 3180'2 4 340814 365229 382592 386625 _____ ______ 220 »ro.nn« in 500 8550 14835 15725 25610 29249 30021 33202 33801 35618 36257 45951 47596 48282 65509 66265 75409 77394 78484 00453 80658 84500 91781 97813 98118 109379 II1673 111856 ------ ------ ------ ------ 143801 i Im Gewinnrade verblieben: 2 Prämien zu je SuODOO, 2 Gewinne zu je 5-OXX), 2 zu je mx», 2 zu je 20U0VJ, 4 zu je lOffO), 6 zu je 75u00, 10 zu je 50X0, 24 zu je 26000, 162 zu je 1'000. 43' au je 5000, 859 zu je 9000, 25 8 zu je 2’J10, 5180 zu je 1000, 8510 zu ,e 500, 25634 zu je 400 M. 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Overettenvreife Die tolle Lola Operette in 3 Akten nach S; adelburg von Redner. „ Musik v. HugoHirsm u. Ki. Kpl., 2260 Hbu., Ei., Ki. u. Wellen. Annerod, am 15. Februar 1932. Hess. Bürgermeisterei Annerod. Horn. Es wird eine Umlage erhoben, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Grüningen, den 13. Februar 1932. Hess. Bürgermeisterei Grüningen. Euler $*11 in S In der Aordgru Entscheidung in der einen 2:1-Eieg über S fingen 05 den Titel en Hesfen-Hersfeld üben inerode fertigte Einbec schlug Northeim mit l ilt hier noch keine ende In Abstiegsgesahr si Grone, Northeim, Ein. An zweiter Stelle hir führenden Göttinger 0i mit 24:12 P„ vor € 3n der Südgrup 30:6 Punkten den ' Sonntag fertigte sie meister SC. 03 mit schlug Germania Fu! 21:11 Punkten an dri A-rburg, die 22:12 ühtburg fertigte Hör NM der Sie 'M den beiden hiesi, Bern lebhafter Betr spannenden Kampf sa der Licbigshöhe zwisck Welver einigun Sommer an den bayerischen Seen, Kulturfilm 1254 C Holzversteigerung im Anneröder Wald. Donnerstag, den 18. Februar 1932, Beginn 10 Uhr, Grünberger Straße, Abteilung 16: 1258D Schnittholz Fichte 4a und 4b 2,87 Im, Langholz N Fi. la 8 Stet. 1,32 fm, 15 Fi. Derbstangen 1. Kl., Ei. Rundscheit u. Kpl. (Gartenpfosten) 7 rra, 2 rm Kiefer Rdscht., 2,5 m lang, 22 rm Latteholz, 3 m lang, 3 rm Lär. Nutzkpl., 3 m lang, 20 rm Bu. u. Ei. Scheit, 4 Hainbu. Rdscht., 87 Ki. u. Fi. Rdscht., 18 Ei. u. Hbu. Kpl., 26 Fi. lager wandern... ... habe ich nochmals Preisabstriche vorgenommen, daß es sich lohnt, auf Vorrat zu kaufen Karrsbesttzev-Setrew e.O. / Gletzen Am Donnerstag, dem 18. Februar 19Z2, abends 8 Uhr pünktlich, im Saale des (5af6 Leib, Walltorsiraße 28. (Lubttäums-) ^auvtvevsammluttg Tagesordnung: 1. Iahresbericht 2. ^echnungöablage 3. 25eridjf der Rechnungsprüfungskommisfion 4. Vortrag über-. Hausbefttz und 4.Llotvevovdnuttg von Verbandssyndikus Herrn Willy Schäfer, Offenbach a.M. Hieran anschließend: Seßev des 25 lühv. Bestehens desBevelns Unsere Mitglieder nebst Angehörigen werden um zahlreichen Be- Am Samstag, dem 13.Februar, vormittags VjQUhr, entschlief sanft nach kurzer, schwerer Krankheit im 66 Lebensjahre, mein innigstgeliebter Mann, unser lieber, herzensguter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Christian BeppeM, Kellner Am Mittwoch, 17. Februar 1932, abends 8.15 Uhr spricht im Studentenhaus, Leihgestern er Weg 16 Prof. Bessonofff, Moskau Mitglied der sowjetrussischen Handelsvertretung in Berlin, über die Grundlagen d. sowjetrussischen Planwirtschaft Einführungs-Vortrag Prof. Dr. Lenz, Gießen: Dienstag, den 16. $e6r.!932, nachm. 2 Llhr, sotten im,LöwerF, Neuenweg 28 dahier, bzw. an Ort und Stelle (Bekanntgabe erfolgt im Versieigerungölokal) zwangsweise gegen sofortige Barzahlung versteigert werden: Schirme, Schreibtische, Bücherschränke, Sofas, Schuhe, 1 Strumpftheke, Ladeneinrichtungen, Handschuhe, Hüte, Strohhüte, Schreibmaschinen, Sessel, 1 Rohrgarnitur, 1 Weinpumpc, Wertpapiere, 1 Registrierkasse, Hemden, Mützen, An- zugstofse, 1 Schnellwaage, 3 Fremdenzimmer, 1 Schleifmaschine, Schleifbänke, 1 Ausstellungsschrank, 1 Motor, 1 Ruhebett, 1 Staubsauger, 1 Kohlen- und Gasherd, 1 Büfett, 1 Kredenz, 1 Ausziehtisch, 1 goldene Uhr mit Kette, 1 Kleinkraftrad, Bücher, 1 Bertiko, 1 Auto (Opel), 1 Glasschränkchen. 1240D Hebbel Gerichtsvollzieher in Gießen, Wilhelmstraße 6II, Telephon 4039. Die Beerdigung findet Dienstag, den 16. Februar, nachmittags 4 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. 0950 Dienstag, 16. Febr. Monats-Versammlung im „Augustiner" 1. Neuaufnahmen. 2. Abhaltung von Vorträgen. [I24Id Erscheinen dringend Ter Vorstand. Das Beste vom Besten! JMMl'SlMW garantiert echte Paterno 3 pfb. 1.10 Mk. erhalten Sie bestimmt im Früchtehaus Klein-Auto in gutem Zustande gegen bar au kaufen ges. Schr. Ang. unt. 12571) a. d.GH.Anz. Das Buch von Kaplan Fahsel über Konnersreuth zum Preise von Mk. 2.40, sowie alle anderen Bücher des Verfassers erhalten Sie in der Pfeiflersdien Buchhandlung Walltorstraße 21 Zum 1. April 1932 WM gesucht, das als Nebenbeschäftigung d. Haus- u.Wirtschafts- Verwaltung i. Bootshaus der Gießener Bndergesellsch. 1877 übern. Freie Wohn, ist vorh. Schr. Ang. sind an den Vorstand zu richten. »2tsv Geschäftsverlegung! Meiner weiten Kundschaft zur Kenntnis, daß ich mein Molkerei- und Feinhostgeschäit von Ludwigsplatz 8 nach Kaiserallee 7, schräg gegenüber, verlegt habe. 0945 Aögel nisten i Zeieral "Us einer Hambl Lon Hen An schönen Wintert, ^onnt schein! he Jn Äebel eingehüllt ^uern der Häuser s * ft* ArA 5 Stau und blutig StÄ9re8enfeiti9 , ^°"nenfmsternis. Sieben ^i^^tuchk - ein 1 Mbei MS« itk-16 etut4 -c-rZs Reisende: Ä überall gesucht. Hobe Provision m Jahre ncmiejuruMa " b durch Zolle gefordert D bat, wird von diesen Ma „an auch am starkst P Japan und China stk U nahezu entgegenge1 Otto Wallburg - Reinhold Berndt - Adolf Wohlbruck - Valerie Boothby Ein zaubervoller, herrlicher Film aus der bunten, farbigen Welt des großen internationalen Zirkuslebens, von gewaltigem Ausmaß. - A'em- raube de Sensationen, die in grandioser Steigerung die spannende Am 13. d. M. verstarb unser langjähriges Mitglied Herr Chr. Bepperling Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 16. Februar, nachmittags 4 Uhr, statt Wir bitten unsere Mitglieder um zahlreiche Beteiligung. Kellner-Verein Giefeen Der Vorstand. __________________________1251 P| Bekanntmachung. Der Nachtragsvoranschlag der Gemeinde Grüningen für das letzte Vierteljahr Rj. 1931 liegt vom 16. Februar 1932 acht Tage lang auf hiesiger Bürgermeisterei für jedermanns Einsicht offen. Einwendungen Bahnbofstr. 48 II. | Mietgesuche | Suche eine MinR-M. Nord-, Westanlage oder deren Nähe. Sdir.Ang. unt. 0940 a.d.Gieh. Anzeiger. | Stellenangebote| Erste Bremer Kaffeegrofrrösterei bietet 0951 Damen n, Herren bei d. Vertrieb ihrer erstklass. Kaffee- und Teesort. groß. Verdienst. Schr. Ang. u. 0951 a. d. GH. Anz. ! Vermietungen | 9teuen Baue 25 II l-MlU.-MNIW nebst groh.Veranda, Badezimmer, Mäd- chenzimm., Bodenkammer und reichlichem Zubehör zum 1. Avril evtl, früher zu verinieten. Besichtigung werktags zwischen 13 u. 15 Uhr. 1238V Dr. Spohr Rechtsanwalt. 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Mfttolü findet ven'.Smo- N^e'ksereti. k,Landstädt6enbe Gießen- MK Vereino^"^ W- ;;S2* i",ss; ojlbbaltunj [iiD ickte w lagen zu icht. lern, neliier. »terib_ ungey llr.38 Zweites Blatt Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)Montag, 15. Zedruar 1952 Japan kämpst um seinen Absatz. Die japanisch-chinesischen Wiftschastsbeziehungen. Der neueste Wochenbericht des Instituts für Äon- juukturforschung besaßt sich mit der Loge ich Oft- osten. Die tieferen Ursachen für den Konflikt zwischen Japan unD Chino sind, wie ausgeführt wird, in der Entwicklung der Wirlschoftsstruktur dieser bei- den Landet in den letzten Jahrzehnten zu suchen. Der Bruttoproduktionswert der japanischen Industrie dürfte 1928 etwas über 7 Mrd. Yen betragen haben. Mach japanischen Schätzungen entfallen 60 Prozent dieser Produktion aus die Aus- fuhr, andere Schätzungen geben die Ausfuhrquote nur mit 40 bis 50 Prozent an, indes ist auch dieser Prozentsatz noch immer zwei, bis Dreimal so hoch wie in anderen hochkapitalistischen Ländern. Daraus ergibt sich, daß d i e Ausfuhr für die japanische Volkswirtschaft von ausschlaggebender Bedeutung ist und daß jede größere Störung des Luslandabsatzes die japanische Wirtschast empfindlich treffen mutz. In den letzten Jahren boten nun Indien und China, die wichtigsten Ausfuhrmärkte Japans, aus strukturellen Gründen nichtmehrdieglei. d) e n Absatzmöglichkeiten wie bisher. In diesen Gebieten entstanden mehr und mehr eigene Indu ft r len, die innerpolitischen Wirren Chinas und schließlich die allgemeine Schrumpfung des Welthandels infolge der Weltwirtschaftskrise erschwerten die Lage noch weiter. Dazu kam, daß auch durch die Abkehr vom Goldstandard nicht verhindert werden konnte, daß in China, das bis vor kurzem mehr als ein Drittel der japanischen Ausfuhr aufnahm, der Absatz japanischer Waren unter dem Einfluß eines politischen Boykotts auf zunehmende Schwierigkeiten stieß In China selbst mit seinen fast 500 Millionen Menschen wird, seitdem China im Jahre 1930 seine Zollauto n c m i e zurückerhalten hat, die inländische Industrie durch Zölle gefördert. Da Japan unter allen Landern den größten Anteil an der chinesischen Einfuhr hat, wird von diesen Maßnahmen naturgemäß Japan auch am stärksten betroffen. Japan und China stehen als Wirtschatssgebiele mit nahezu entgegengesetzten „Druckoerhältnissen" sich gegenüber. Japan ist ein Land, dessen Industrieproduktion erheblich größer als die Aufnahmefähigkeit des einheimischen Marktes ist. Chinos Industrie ist im Vergleich zur Große des Londes erst wenig entwickelt. Es liegt nahe, bar, sich ber javanische Ausfuhrdruck in erster Linie auf bin chinesischen Markt auswirkt. Japans Anteil an ber djinefifdjen Wirtschaft hat sich do- her in ben letzten Jahrzehnten rasch erhöht, am Außenhandelsumsatz z. B. von 19 Prozent im Jahre 1913 auf 25,4 Prozent im Jahre 1929. Bon besonderer Bedeutung für die gegenwärtige Lage ist die steigende Zahl der japanischen Industriewerke in China, die zum größten Teil in Schanghai ansässig sind. In der Baumroollinbuftrie hat sich die Zahl ber japanischen Werke von drei im Jahre 1915 auf elf im Jahre 1919 und 45 im Jahre 1931 er- hohl. Die chinesische Baumwollindustrie umfaßte 1931: Arbeiter insgesamt 255 256, davon in japanischen Unternehmungen 77 792, Spindeln 4,2 Millionen, davon in japanischen Unternehmungen 1,6 Millionen, Webstühle 33 580, davon in japanischen Unternehmungen 14 082. Das gesamte im Erwerbs- unternehmen angelegte japanische Kapital in China betrug nach Angabe des früheren Fi- nanzministers Imouyo Ende 1924 etwa 794 Millionen Pen, wovon 631 auf die Mandschurei, 162 Millionen auf das restliche China entfielen. Neue Investierungen dürften seither in erheblichem Umfange zu diesen hinzugetreten fein. Neuere Schatzungen geben das in chinesischen Industrie- und fjan- delsunternehrnungen investierte japanische Kapital mit 1,4 Mrd. Pen an. Diese Betrage stellen den weitaus größten Teil der gesamten japanischen Aus- landanlagen dar. Als Absatzgebiet für japa- nifche Waren hat vor allem M i 11 e l ch i n o (Schanghai) große Bedeutung. Dagegen sind Süd- china und die Mandschurei wichtige B e - z ugsgebiele für Rohstoffe der japanischen Wirtschaft (Sojabohnen, Oelkuchen, Kohle und Noh- eifen). 9J.-fpor( Fußball in Hessen-Hannover. 3n ber Qlorbgruppe fiel am «Sonntag die Entscheidung in der Meisterschaftsfrage. Durch einen 2:1-Sieg über Sport Kassel holte sich Göttingen 05 den Titel endgültig. Tura Kassel schlug Hessen-Hersfeld überraschend mit 4:0, Gr.-All» merobe fertigte Einbeck 05 mit 7:1 ab und Grone schlug Northeim mit 2:1. 3n der Abstiegsfrage ist hier noch keine endgültige Klärung cingctrcten. 3n AbstiegSgefahr find noch: Gr.-Allmerode. Grone, Northeim, Einbeck und Sp. Vg. Göttingen. An zweiter Stelle hinter den mit 32:2 Punkten führenden Göttinger 05em liegt Sp. Verein Kassel mit 24:12 P, vor Sport Kassel mit 21:11 P. 3n der Südgruppe hat Vorussia Fulda mit 30:6 Punkten den Titel ebenfalls sicher. Am Sonntag fertigte sie den vorjährigen Bezirks- meister SC. 03 mit 3:1 Toren ab. Hessen 09 schlug Germania Fulda mit 2:1 und liegt mit 21:11 Punkten an Dritter Stelle hinter Germania Marburg, die 22:12 Punkte zählt. Kurhessen Marburg fertigte Horas mit 8. 0 ab. Fußball Oer Gießener Mannschaften. Bei den beiden hiesigen Sportvereinen herrschte gestern lebhafter Betrieb. Einen außerordentlich spannenden Kampf sah man auf dem Platz an der Liebigshöhe zwischen den Mannschaften der Spielvereinigung 1900 und des VfB. Friedberg. Die 1900er lieferten eine überraschend gute Partie — wohl das schönste Spiel, daS von der Mannschaft in dieser Saison gezeigt wurde — und siegten verdient mit 3:1 Toren (Halbzeit 1:1). Einen prächtigen Kampf lieferten sich auch die 1. Iugendmannschaften Der beiden Vereine. 2: 1 endete das Treffen für die Gießener. Das Spiel der 2. Mannfchaft fiel auS. Rauborn trat nicht an. Die Lehrmannfchaft verlor gegen die spielstarke Elf von »Teutonia" Watzenbom-Stein- berg auf eigenem Platze mit 0:3. Die 2. 3ugcnD weilte in Marburg bei ber 1.3ugcnb der (Germanen und verlor mit 0:2. Die 2. Schuler spielten gegen die 1. Schüler von Müschen heim unentschieden 1:1. Die L iga deS D f B. war spielfrei. Die 2. Mannschaft überfuhr auf dem Platz in Wieseck die 1. des PlatzbesiherS mit 9:1 Toren. Die 1.3ugenD spielte gegen Garbenteich unentschieden 1:1 und die 1. Schüler erreichten gegen Die Schüler von Wieseck auch nur ein Unentschieden von 2: 2. Süddeutsche Fußballmeisterschaft. Niederlagen der Favoriten. An diesem Sonntag ging es bei Den süddeutschen Meisterschaftsspielen in beiden Abteilungen recht lustig zu. Es ergab verschiedene Ueberrafcbungen. So büßte in derAbteilungRordwest Die favorisierte Frankfurter Eintracht in Neckarau gegen Len VfL mit c-ner 2 0-Riederlage zwei wertvolle Punkte ein. Damit liegt nach den 3er- luftpimftcn gerechnet der T‘2. Neckarau mit Der Eintracht zusammen in Führung. Aber dichtauf folgt der FSV. Frankfurt. Der nach feinen Hie- Derlagen gegen Worms und SSalDbof gegen Den Sa arm elfter FK. Pirmasens einen klaren 6:1-Lieg erfocht Wormat a Worms und Der FSD.Mainz trennten sich nach einem ausgeglichenen Spiel mit einem Remis von 2:2. Recht spannend ging es in Saarbrücken zu. wo Der FB. Saarbrücken nach überlegen durchgeführtem Spiel fc nen knappen 1 0-Sieg gegen Den SV. Daldhos lediglich einem Eigentor der Waldhöfer zu verdanken hat. 3n Der Abteilung öüDnft lieferte d.esmal Die SpVg Sürth Die ileberrafdjung Sie ließ sich von Dem ZV. Anstatt mit 1 0 Die bciDen Punkte abnebmen Gegen Bauern München mußte Der Karlsruher FV nach fünf Unentschieden mit 4:0 Die erste Niederlage e.nstecken. Pforzheim war wiederum in guter Verfassung und gewann gegen München 18b0 mit 2 0. Mit 6 2 wurde der VfB. Stuttgart vom 1. FE. Rürnberg überfahren. Oie Deutschen Gkimeisterschasten. D. Moh-München gewinnt den 16,2 Kilometer-Langlaus. Mit Dem über 16,2 Kilometer führenden Langlauf wurde am Freitag — wir berichteten bereits kurz darüber — die deutsche Skimeisterjchaft in Schreiberhau emgeleitct. Zahlreiche BJinterfport- Gäste hatten sich eingefunben, nur ber starke jroft — am jreitagmorgen herrschten 11 Grad Kälte — hielt bie schlesischen Zuschauer noch in ihren war- men Zimmern zurück io daß ber Start am Freitag- früh fast unter Ausschluß ber Oeffentlichkeit erfolgte. Sieger des Rennens wurde der Münchener W. Motz in 1:09:53,8. Im Kampf um die Plätze lieferten sich die Bayern ein scharfes Treffen, aus Dem Willi Bogner erfolgreich heroorging und dabei nur sechs Sekunden mehr als der 'Münchener Sieger benötigte. Der Borarlbcrgcr Meister Rudi Matt belegte in 1:10:41,4 den dritten Platz, während der jugendliche Münchener Steinhäuser in 1:11:04,4 einen hochachtbaren vierten Platz belegte. Der als Leichtathlet bestens bekannte Münchner W. K o e ■ n i g lief in der Altersklasse die beste Zeit in 1:20:25, in Klaffe II wurde der Deutschböhme Ettrich m 1:21:17,3 erster Preisträger. In Klaffe III siegte der Wiener Horn in 1:38:42. Bayern zum sünftenMaleStaffelmeister Die Deutschen Ski-Meisterschaften in Schreiberhau wurden am Samstag mit chem 40-Kilome- tcr-Canglauf, Dem Langlauf der HeereS-Skiläufcr und Dem Damen-Abfahrtslauf fortgesetzt. Zahlreiche Besucher hatten sich eingefunden. Als erste starteten die Läufer zum 40-Kilometer- S t a f f e 11 a u f. Hier waren bie baherischen Vertreter weitaus überlegen und sie belegten auch mit ihren bei Den Mannschaften die ersten Plätze. Tie zweite bayerische Mannschaft lieferte ein schnelles Bennen und führte fast über Die ganze Strecke. Bogner brachte Bayern 2 in Führung und seine Mitläufer Krebs, Mytz, Darchin- g e r und Gustl Müller dehnten Den Vorsprung bis Aum Ziel auf fünf Minuten aus. Als nächstes wurde Dann Der Langlauf für Heeresa ngehörige gestartet, bei Dem die Würzburger 3nsanteristen in ihrer Klasse eine ganz hervorragende Leistung boten unD auch Die besten Plätze belegten. Bei Den Mittclgebirgs-tz truppen wurde Gefr. S ch i e s z e l (3.-R 20 Passau» Sieger, und bei Den Hochgebirgstruppen kam Obergesr. S ee w e g (Pionier-Batl. 7 München) als erster ein. Der Darnen-Abfckhrtslaus sah die Breslauerin Frl. Heinzelmann in Front. Akademische Winterspiele. Der Canglauf. Die 8. akademischen Skiwettkämpfe aller Länder, die in Grindelwald zur Durchführung gelangen, wurden mit dem 14-Kilometer-Lang- I a u f fortgesetzt. Bei ausgezeichneten Schneeverhältnissen und schönem Winterwetter konnten in allen Klassen achtbare Zeiten erzielt werben. 3n Der HaupMasse siegte der Turiner Holzner in 1,11,48.2 vor Dem Münchener Rommel in 1,13,26.3. 3n Klasse II gab es einen schönen deutschen Erfolg durch Dr. v st e r m e i e r (München), Der in 1,13,37,1 siegte. Der Slalomlauf. 3m Dritten Wettbewerb Der 8. Akademischen Ld» Wettkämpfe aller Länder im Grindelwald, Dem Slalomlauf, schnitten die Deutschen Vertreter weniger günstig ab. Eine führende Volle spielten Diesmal die InnSbrucker. von Denen Dellekarth in Der schwierigen Gefchicklichkeits-Prüfung mit 2:14,8 Minuten Die beste Zeit Des Tages herausholle 2iad> ihm belegten feine Landsleute Solcher mit 2:16 Min. und Hans Qlcuner mit 2:16.2 unb H ßcubner in 2:20.3 Min. Die nächsten Plätze Der Münchener Rommel kam in 2.34.8 Min. erst an 7. Stelle ein. 3n Klasse II siegte Dr. Steiner iSt. Gallen) in 2.28.6 Min . während Dr. Öfter- meier iMünchen) mit 3:01 4 Min. nur Dritter wurde. UI.Winter-Olympiaöe ®röltum#braalen wieder Olympiasieger Troy starker Regengüße konnte am Donnerstagnachmittag auf ber Olnmpia-Schanze in Lake Placid das Skispringen zur Kombination abgewickelt werden. Fast 15 000 Zuschauer waren erschienen und sic bekamen auch trotz des feuchten und pappiacn Schnees hervorragende Leistungen zu sehen. Die Sprünge lagen durchweg an der 60 Meter Grenze und sie wurden fast ausnahmslos in guter Haltung gestanden. Der beste Mann mar der Norweger Hans Binjarengen, ber mit 62,5 Meter einen neuen Schanzenrekord aufstellte. Im Gesamtergebnis fiel aber der Sieg an seinen Landsmann Grottums- braaten, der auf Grund feiner guten Zeit im IN- Kilometer-Langlauf beim Springen nur auf Sicher beit auszugehen brauchte Der jetzt 33jährige Gröt- tumsbraaten hat bie Kombination bereits bei ben Olympischen Winterspielen 1"2N m St. Moritz ge wonnen. Das Ergebnis: Kombination (18-Kilo meter-Langlauf unb Sprunglauf) 1. Hans Gröt- tumsbraaten (Norwegen) Note 446; 2. Die Steeneu (Norwegen) Note 436,5, 3. Hans Binjarengen (Nor wegen) Note 434,6; 4. Sverre Kolterub Note 418,7; 5. Ericsson (Schweben) 'Note 402,3; 6. Borton (Tschechoslowakei); 7. Czech (Polen); 8. Simounek (Tschechoslowakei). Das Klassement der Nationen stellt sich nach dem großen Erfolg der 'Norweger in ber Kombination wie folgt: 1. Amerika 78; 2. Nor wegen 49, 3. Äanaba 36; 4. Schweben 24, 5. Oesterreich 15; 6. Finnland 10; 7. Schweiz 5; 8. Deutschland 4; 9. '.Rumänien 3, 10. Belgien, Italien unb Tschechoslowakei je 1 Punkt. Finnischer Sieg im 50-ftilomcler-Daurrlauf. Zur allgemeinen Uederraschung kam am Sams- tagmittag boch noch ber am Vormittag abgesagte 50'Kilometer-Ski-Dauerlauf zur Durchführung. Man hatte ollerbings eine neue Strecke wählen müssen unb auch auf dieser waren bie Schneever haltnisse burchaus nicht cinroanbfrei. Die zweite Uederraschung in biesem Wettbewerbe war der große Erfolg ber Finnländer, bie bie beiben ersten Plätze besetzten, wahrenb bie favorisierten Schweden ganz zurückfielen. Das Ergebnis: 1. Saarinen (Finnland) 4:26,48 Std., 2. Ci i la nen (Finnland) 4 28,07 Ltd.; 3. !R u b ft a b ft u e n (Norwegen) 14:31,40 Stb.; 4. Die Hegge (Norwegen) 4:32,03 Ltd., 5. Beftab (Norwegen) 4:32,14 Stb.; 6. Utter ft r ö m (Schweben). Vögel nisten in Dampfkesseln. Feierabenddesuch auf einer Hamburger Abwrackwerft. Bon Heinrich Hauser. An schönen Wintertagen, wenn auf dem Land die Sonne scheint, liegt Hamburg oft in einem kalten Rebel eingehüllt. Die Wärme, die aus Den Mauern Der Häuser steigt, ist stärker als Der geringe Frost. Dieser Bebel sieht aus wie Feuer- raud), grau und blutig. Alle Farben scheinen verwischt und gegenseitig aufgehoben, wie eine verschmierte Palette. Man sieht die Sonne wie bet einer Sonnenfinsternis. An solchen Tagen fahre ich hinüber in das seltsame Riemandsland, das zwischen Hamburg unb Harburg liegt. Dort liegt, am Köhlbrand- kanal. Die Abwrackwerft. Der Dampfer .Phönix", der zwischen Hamburg und Harburg verkehrt, ist Der älteste Hafendampser, Den wir hier haben. Mit seinen großen Schaufelrädern, mit seiner schwarzen Haut erinnert er an einen eilig rudernden Pinguin. Mit diesem Schiff fahren keine Fremden. Die Passagiere sind Stammgäste, Milchmänner mit ihren schottischen Hunde!arren, Hausierer mit Wachstuchballen, Bauernfrauen mit Kiepen, Zollbeamte mit schwarzen Eapemanteln und grünen Mühen Die Milchmänner sammeln sich um Den Grog- ausschank hinter dem Maschinenhaus. Die rauhen, rasselosen, starkknochigen Köter lagern sich zwischen die Räder ihrer hochbeinigen Gefährte^ )“.ncxl1’ wenn ein warmer Ocldunst von der Maschine her sie streift. Diese schottischen Karren sind die ty- pischsten Fahrzeuge für Hamburg, Skelette von Wagen; die Milchkannen hängen an Haken an ber Unterseite des Gestells. Wir fahren von Den Landungsbrücken elbab- wärts, legen an bei den Altonaer Brucken uno steuern Dann herüber nach Dem Rordufer und in den Köhlbrandkanal hinein. Wenn man den Hamburger Hafen kennt und liebt. Dann wird man jetzt bei jedem Wiedersehen traurig gestimmt. Der Hafen sieht wie eine aufgeräumte gute Stube am Sonntag aus. Er erinnert an die trostlose Zeit von l91^- ^16 Deutschland keine Schiffe hatte, ^.^.^^ouetten der Krane an Den Schuppen regen sich nicht. Das Pochen der Riethämmer auf den großen Werkten, das dem ganzen Hafen Schwung und Rhythmus gab, hat aufgehört. Fast alle Hellinge liegen leer. Der größte Teil der kleinen Fahrzeuge, die das Hafenbild lebendig machten, die Barkassen und Fährboote, sind aufgelegt. ES gibt nur eine Stelle im Hasen, wo das alte Geben herrscht: daS ist Der „Russenschuppen". Roch blüht der Handel mit Rußland. Wir passieren den Walterdorfer Hasen, ein riesiges neues Hasen, decken, gebaut für den Bedarf Der Zukunft. Es ist eine bittere 3ronic, daß gerade dieser Hasen heute angefüllt ist mit einer ungeheuren Flotte. Aber diese Flotte liegt still; sie ist aufgelegt. Die Masten, die Schlote, die weißen Ausbauten überragen die Kaimauer in vielen Reihen dicht an dicht. Kein Rauch steigt aus den Schloten auf. 3m Räherkommen bemerkt man, daß Die Farben Der Rümpfe unD Der Ausbauten stumpf geworden sind, daß Rost streifen an den Schloten entlang- laufen, daß die schwarze Außenhaut mit Mennigflecken' ausgebeffert ist. Es find Hunderte von Schiffen, die hier liegen, eS find 700 000 Tonnen Schiffsraum, mehr als ein Siebentel der ganzen deutschen Flotte. Darunter besinden sich Schiffe wie Die „Cap Polonio“. die zu dem Stol.; des deutschen Schiffbau- zählen. Darunter befinden sich Schiffe, Die neu von Der Werst gekommen sind, Schiffe, Die daS Meer nur bei Der Probefahrt getragen hat. Ilie habe ich den grauenhaften Starrkrampf untere» Wirtschaftslebens so ungeheuerlich symbolisch DargefteUt gesehen. Die Abwrackwerft liegt am Korbmacherfand. Mit Den runden Dächern ihrer Schuppen sicht sie aus wie einer Der versteckten Flughäfen im Krieg. Sie hat eine hölzerne Pier nach Dem Äö&lbranD- kanal zu. ein Slip, um Schiffe auf Den Strand zu ziehen, und ein großes, verwildertes Gelände dahinter als Lagerplatz für die Trümmer. 3m flachen Wasser liegen schwarze Schiffsrümpfe. Die schon Der Außenhaut entkleidet find. Mit ihren nackten Spanten sehen sie wie Walgerippe aus. Zur Seite geneigt, liegen sie im Schlick, ein entmaftetcr Segler, zwei Dampfer, wie sie im Krieg in Amerika aus Holz gebaut wurden. Schwimmende Särge, die einmal Millionen gekostet haben; heute weniger wert al» daS schlechte Holz, aus dem man sie baute. Räher am Ufer ragen aus Dem Wasser Dampfkessel. sonderbar nackt und entblößt, fast mitlciD- erweckend mit ihren runden, gliederlofen Tonnen- leibern und Den kurzen, schief liegenden Ansätzen der Schlote. Sie scheinen so ausgesetzt, so verlassen, wie Babys. Denen Die Mutter fortgelaufcn ist. Sin sonderbarer Zaun umgibt das Werstgelände. Cr besteht auS lauter ineinandergellochtenen Ringen. Drahtgeflecht, tiefrot von Rost: es find Minennetze aus dem Krieg. UnD jetzt trete ich ein in Den seltsamsten aller Friedhöfe. Es ist ein verwilderter Ort. GraS und Gestrüpp umwuchern die Schiffstrümmer, fo daß man im ersten Augenblick in einen Zaubergarten einzutreten meint Da wachsen Schisfsschlote aus Dem Gras wie Baumstümpie Schisss-Ventilatoren recken große, rostige Mäuler gespenstisch au- Ge- sträuch. Ankerketten liegen in Brennesselgestrüpp wie Schlangen aufgeroilt Die Füße verwickeln sich in versteckte Drähte. Man stolpert über einen mächtigen Baumstamm, und es ist ein Mast. Wie Vogelscheuchen erheben sich allenthalben Skelette von Maschinen, mit riesigen Zahnrädern, Ankerwinden, Donkeykessel, Rudermaschinen. Keslclrohre winden sich zwischen Hecken von Relingsstühen und Geländern. Man muß vorsichtig gehen zwischen Den Fußangeln Der Ankerslunken; zwischen scharskantigen Blechen. Die verrostet aus Dem Boden stechen, zwischen halb versunkenen Schienen, Riet- köpsen und Schrauben. 3n ihrem Verfall haben Die Dinge wieder or. ganische Gestalt gewonnen. Die Ratur hat sie ohne Zögern überwuchert. Der Rost, Der Erde vermählt, scheint wie ein Dünger für allerlei Unkraut. Die Vögel bauen Rester in Den Höhlungen Der Dampfkessel, die Anker überziehen sich mit Moos, und Die Winden ranken sich um da- Takelwerk der Masten. Mitten in diesem Zaubergarten, auf rätselhafte Art dahingelangt, liegen Die Schiffe verschollener Zeiten. Da sind Die Dampfbarkafsen. Die von Den alten AfrikaDampfern aus durch die Brandung fuhren. 3hre Schlote sind mit Segeltuch verbunden. das Teakhol.z der Kajüte ist gebleicht und ausgelaugt. Balken stützen ihren scharfen ÄicL Da sind Die Kajüten großer Schiffe mitten auf Die Wiese hingestellt. Die Hühner picken in Der Sec- grasmatraye des Kapitäns. Schafe weiden daS GraS. das aus Der Kommandobrücke sprießt. Da sind Zlußdampser von füdamerikanischen Strömen nut flachem Boden und großem Heckrad. Da sind Rettungsboote verschollener Konstruktion mit gebogenen Davit- und zersprungenem Hol^. Da sind Scheinwerfer von Kriegsschiffen, dreifach gestaffelte Bettgestelle von Auswandererfchiffen, Ru- dermafchinen, Steuersegmente und Maschinentele- graphen. 3ch sehe feinen Menschen: die wenigen Arbeiter der Werft sind in den Schuppen tätig. 3d) gehe und klettere durch meinen Z^uvergarten, ich drehe an Ventilen, durch Die lein Dampf mehr strömt, ich versuche die Hebel Der Dampfwinden. ich Drehe das Steuerrad, das kein Schiff mehr lenkt, iw lege Den Mafchinentelegraphen auf volle Fahrt voraus. 3d) rauche meine Pfeife im Damensalou und sitze auf Dem ©elänDer Der geheiligten Korn- manDobrüdc. 3ch fahre in Gedanken auf Den braunen, crDgefättigten Strömen Brasiliens, und die Brandungsbarkasfe trägt mich auf Dem Kamm Der Brandungswelle an Den weißen, heißen Sand von Afrika. 3ch bin tn Der Takelage eine« Segelschiffe» im Passat unb stehe wieder auf dem eisernen Dea eines Minensuchbootes in der Rordsee wie vor vielen 3ahren. 3ch versehe mich in das Dasein Der Kapitäne Dieser Schiffe 3n Den verrosteten Auswandererkojen liegend, lebe ich mich hinein in .Die Angst und in das Hoffen dieser Menschen. 3d) spüre Dem Leben der Heizer nach, Die vor Den rostigen Feuertüren gestanden haben, und Dem Des Matrosen, dessen Hand das Steuerrad umfaßte. Die Abwrackwerft ist mir ein Zaubergarten aus Traum und Erinnerung. Zeitschriften. - Der .Kunstwort". (Verlag Georg D. W. Eallwey, München.) - DaS Februarheft interessiert zuerst durch das ^Russische Tagebuch" von Peregrinus, das in Der Fülle Der vornehmlich auf das politische und wirtschaftliche russische Problem sich beschränkenden Berichte über Rußland sich dadurch auszeichnet, daß hier zum ersten Male ein scharfsichtiger, welterfahrener Beobachter unS daS Rußland und den russischen Menschen von heute auf Dem Grunde seelischer unD erb* Hafter Derwachfenheit zeigt. Ein Aufsatz „6til- gefetze pflanzlicher Formgestaltung im Lichte Goethescher Äaturanschauung" von HanS Andre zeigt, welch starke Antriebe die neuere Raturbetrachtung und Raturphilofophie, ja sogar Die craltc Forschung Durch Goethes großartige Einfälle unD Studien empfangen hat. Die „Losen Blätter" bringen eine der Seegeschichten von Martin Luserkc. .Der Dwnpfer, Der aufs Land heraufkam" Schellenberg fchreibt über Den nordischen Dichter Andreas Haukland. BricciuS fährt in der Betrachtung der Wirtschaftskrise fort. Megerle weist auf Polen als einen ber gefährlichsten politischen Brandherde Europas hin. Das Heft schmücken Wiedergaben nach Werken Rudolk Schlichters, eigenartige Schilderungen starker innerer Erlebnisse; ferner Photos des schottischen Malerphvtogravhen David Octavius Hill, der bereits zu Beginn der Photographie porträtistische Gipfellerstungen vollbrachte. i Kanada Eishockeysieger. Wirtschaft Banknoten. Relckivbankdiskonk 7 o. h Lombard,insfoft 8 o 6. Von Geld und Liebe. 12 Sortierung Nachdruck verboten. Vornan von Sreie von Goß. Copyright by Martin Feuchtwanger, Halle eine Erhöhung um 1 Mk. Der Markt wurde ausverkauft. Nachdem in dec letzten Zeit das Kälbergeschäft sehr zu wünschen übrig gelassen hatte, zeigte sich in der vorigen Woche wieder stärkeres Interesse, so daß die Preise um 1 Mk. anzogen. Der Auftrieb betrug 1411 gegen 1516 Stück und wurde glatt geräumt. 21m Schafrnarkt verursachte der erhöhte Zutrieb (471 gegen 266 Stück) einen Preisfall von 2 Mk., nachdem in den Tagen vorher sich die Preise gut erholt hatten. Das Geschäft war nur mittelmäßig, doch wurde auch hier ausverkauft. Obwohl die Beschickung des Schweine- marktcs mit 6011 Stück gegenüber der Borwoche nur wenig geringer war, setzten sich an diesem Markt die stärksten Besserungen durch. Die steigenden Preise bewirkten bei der Land- wirtschaft Zurückhaltung im Verkauf, so daß die Händler schon etwas mehr anlegen mußten, SU bekommen. Aach anfangs mittel- mäßigem Geschäft ließ es gegen Ende der Woche wieder nach, da die Metzger die erhöhten Forderungen nur zögernd bewilligten. Der Markt wurde geräumt. Die Preisbesserungcn betrugen für Schweine von 120 bis zu 300 Pfund durchweg 3 biL 4 Mk. Jni einzelnen notierten per Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen al 30 bis 33, a2 26 bis 29, b2 22 bis 25; Bullen a) 27 bis 30 b) 21 bis 26; Kühe a) 25 bis 27, b) 20 bis 24, c) 15 bis 19; Färsen a) 31 bis 34, b) 27 bis 30, c) 22 bis 26; Kälber b) 36 bis 40, c) 30 bis 35 d) 26 bis 29; Schafe al 25 bis 28, b) 20 bis 24* c) 16 bis 19; Schweine b) 40 bis 43, c) 40 bis 43* d) 38 bis 43, e) 35 bis 40, g) Sauen 28 bis 35.' Die deutsche Mannschaft hat in Lake Placid durchaus das gehalten, was man sich von ihr versprechen durfte. Holzversteigerungs - Termine. Dienstag, 16. Jebruar. Hessisches Forstamt Schiffenberg: Zusammenkunft in der Wirtschaft von Georg Sommer IV. zu Watzenborn, 9 älhr. Hessisches Forstamt Grünberg: Zusammenkunft im „Weißen Stoß“ zu Queckborn, 9.30 Mr. Staatliche Oberförsterei Krofdorf: Zusammenkunft bei Klinke! in Odenhausen a. d. L., 9 Ahr. Wochenbericht oom Frankfurter probuktenmorkt. Am Brotgetreide markt machte sich erstmals etwas größeres Angebot in Weizen bemerkbar. da scheinbar der eine oder andere Landwirt aus Geldmangel verkaufen wollte. Da anderseits die Mühlen in Anbetracht des schwachen Mehlgeschäfts nur wenig Ware aus dem Markte nahmen, bröckelten die Preise gegenüber der Borwöche um 3,50 Mark ab. Weizen, hessischer hessen-nassauischer und unterfränkischer Herkunft mit einem Hektolitergewicht von 74 Kilogramm stellte sich auf 245 bis 244 Mark per Tonne. Am Roggenmarkt hielt die Verstimmung wegen der Abgaben der halbamtlichen Stelle an. Ob- toopl an manchen Tagen diese Stelle überhaupt mcht im Markte war, zeigten die Preise keine Neigung zum Steigen. Die Notiz ging um 1,50 Alark auf 223,50 Mark per Tonne zurück. Am Gerstenmarkt blieb die Notierung für Braugerste mit 180 bis 185 Mark per Tonne zwar unverändert, doch neigte auch hier die Tendenz eher zur Schwäche. Am M e h l m a r k t blieb der Absatz schleppend. Die Preise für Weizenmehl wurden leicht ermäßigt, während Noggenmehl unverändert blieb. Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 mit Aus- tauschweizen 36,75 bis 37,90, do. Sondermahlung 35 bis 36,15, Weizenmehl, niederrheinisches Spe- zial 0 mit Austauschweizen 36,75 bis 37,65, do. Sondermahlung 35 bis 35,90, Noggenmehl 60- prozentige Ausmahlung 31 bis 32 Mark je 100 Kilogramm. Trotzdem die Kartoffelbestände nach dem letzten Bericht der Preisberichtsstelle beim Deutschen Landwirtschaftsrat mit 21,8 Millionen Tonnen um etwa 1 Mill. Tonnen kleiner als im Vorjahre Jmö, erhielt der K a r t o f f e l m a r k t hiervon keine Anregung. Die Tendenz war weiter ruhig, n hiesiger Gegend gingen auf 2,65 bis 2,70 Mark per 50 Kilogramm bei Wag- gonbejug zurück. Wochenbericht oom Frankfurter Schlachtviehmarkt. 2Im Binder markt war der Geschäftsgang zwar ruhig, immerhin gestaltete sich die Umfaß- tatigfcit etwas lebhafter als an den vorangegangenen Markttagen. Mehr Beachtung fanden vor allem Ochsen, Kühe und Färsen, während Bullen etwas vernachlässigt wurden. Die Preis- benerungen betrugen durchschnittlich etwa 2 Mk. ^Julien verzeichneten nur in der unteren Gattung Schluß-Tabelle: 6 Spiele 32:3 Tore 11:1 Punkte 6 „ 27:5 „ 9:3 „ 6 „ 7:26 „ 4:8 6 „ 3:34 „ 0:12 „ Die 1. Kanada 2. Amerika 3. Deutschland 4. Polen Die drückte seine Hand. Oben öffnete ihr Friedrich die Tür. Helene fiel es auf, wie verstimmt der Bru- Der war. ..QSag ist dir, Friedrich?" fragte sie, die Hand auf feinen Arm legend. ®r antwortete nicht gleich. Helene ließ nicht nach. „Ich fühle deutlich, daß bei dir etwas nicht stimmt. — Es wäre gewiß gut, du sprächest dich mir gegenüber aus." Er machte eine Drehung mit der Schulter, so daß ihre Hand von seinem Arm glitt, sah Helene OTiitfC (T’ überlegte er, ob er ihrer Aufforderung nachkommen sollte. Endlich sagte er: „Es ist gut gemeint von dir, Lene. Mer weißt du, es gibt so Dinge, über die man nicht reden iAaU$ 5rUKöem Aächststehenden nicht. Man muß schon zusehen, mit ihnen allein fertig zu werden. H 0 9Q,b ihm recht Sie kannte das aus X 6,(2 ahnte, was es war, wor- über Friedrich nicht reden mochte. borbar ßange standen sie so da. Plötzlich sagte Friedrich: to.ir beide sollten machen, bast w,r von hier fortkommen." ihm auf mU CinCm langen, fragenden Blick zu „Warum, Friedrich?" Jland "eues Geben zu beginnen, um h bu> hier kommt man otxß nie zu etwas. Man fann schon dankbar sein dienen!"^ Möglichkeit hat, sein Brot zu ver- hmg!"Cr eine sehr gute ©tel- »^as heißt gute Stellung? Sie ist einiaer. maßen lohnend. Aber was ich auch dafür in Kauf nehmen muß! Daß ich den Wagen und U ?^age instand zu halten habe, ist felbstverständ- mnb ?"mste im Haushalt verrichten fTnhf^ h»» iU putzen, die Teppiche zu den Staubsauger in Betrieb zu setzen - Öre^^tl9na6i.9e Sräulein eingetauft hat aus ben Geschäften abzuholen —, das ist nieder- IracAlg! — Man ist der reine Kuli!" „Elednch, wie kannst du das sagen!" ad retrtoQ ln solcher Stellung als etwas anderes angesehen? Ansehen hat hier nur der, der Geld hat." y stand erreicht hatten, ist zu erkennen, daß große Baisse-Engagements laufen. Nur wenn die amerikanische Wirtschaft auf Grund der Kreditausweitungen importfreudiger werden würde, könnte auch Deutschland von der Entwicklung profitieren. Da politisch eine gewisse Beruhigung zu entstehen schien, zumal die offizielle Erklärung zu der ReparationLkonferenz und die Haltung Hindenburgs zur Präsidentenwahl einen guten Eindruck machten, hielt die Spekulation trotz höherer Kurse mit Verkäufen sichtlich zurück. Kleines Kaufinteresse des Publikums genügte also schon, um in den einzelnen Werten Materialknappheit hervorzurufen. Selbst gegen die höheren Samstag-Schlußkurse waren 1- bis 2prozentige Besserungen keine Seltenheit. Die Umsatztätigkeit war aber verhältnismäßig gering. Bankaktien und Schiffahrtswerte waren nicht nur behauptet, auch Montanpapiere, mit Ausnahme der weiter bevorzugten Braunkohlenwerte, wiesen keine größeren Kursveränderungen auf. Die Kohlenwerte lagen dagegen stark beachtet und bis zu 5 Prozent höher. Auch am Elektromarkt erhielt sich etwas größere Nach- frage, doch gingen die Gewinne hier im allgemeinen nicht über 3 Prozent hinaus. Sonst hatten noch Julius Berger und die Kaliwerte etwas stärkere Steigerungen aufzuweisen, während die Favoriten der letzten Tage, auch Schuberts Salzer, weniger beachtet waren. Nur die Valutawerte setzten ihre Aufwärtsbewegung fort. Neichsbahnvorzugsaktien und Farben-Donds gewannen je 1 Proz., Schuldbücher etwa 0,5 Proz. Auch Deutsche Anleihen konnten sich bis zu 0 5 Prozent bessern, während sonst der Anlagemarkt stark vernachlässigt blieb. 3m Lause des Vormittags traten gegen die festen Anfangskurse leichte Abbröckelungen ein, da die bekannt- werdenden Außenhandelsziffern für Januar 1 9 3 2 nicht befriedigten. Einmal betrug der Ausfuhrüberschuß nur noch 105 Millionen und einschließlich der Reparations- sachlieferungcn nur 117 Millionen, aber auch mengenmäßig haben die Zahlen einen stärkeren Rückgang erfahren. Letzteres ist natürlich die Auswirkung der wirtschaftspolitischen Schuhmaß. nahmen der einzelnen europäischen Länder. Frankfurter Getreidebörse. F r a n k f u r t a. M.. 15. Febr. An der Frankfurter Getreidebörse herrschte auch zum Wochen- beginn recht feste Tendenz. Das Angebot ff Brotgetreide sehr minimal, doch hielten 1’9 Ac -Umsätze tn engen Grenzen, da besonders ble Mühlen in Anbetracht des schwachen Mehl- geschaftes nur den notwendigsten Bedarf deckten -^le Preise erfuhren trotzdem Preissteigerungen bei Weizen bis 5 Mark, N oa- gen bis 2 Mark. Sommergerste und Hafer buEauf^ letzten Preisbasis behauptet. Am Mehlgeschgft haben sich einige Besserungen ergeben, trotzdem nahmen die Mühlen eine neUC, ber Preise, und zwar um 40 Pfennig pro Doppelzentner bor Noggenmehl blieb unverändert. Am Futtermittelmarkt war die Stimmung zwar ruhig aber nicht unfreundlich. Ss wurden notiert: Weizen 1, gut. gesund, tCDdnne 1 Prozent Auswuchs 250; Rog- gen 225; Sommergerste für Brauzwecke 185; Ha- J50 bis 155; Weizenmehl, füö- Wä*®'Sv S52*01 0- mit Austauschweizen 37,15 btS 38 30, Sondermahlung 35,40 bis 36,55; Wei- renmehl,^ niederrheinisches. mit Austauschweizen 37,15 bis 38,05; Sondermahlung 35,40 bis 36%; ?7(?9^Smc^ 31 bis 32; Weizenkleie 8,60 bis Aoggenkleie 9,00; Erbsen, je nach Qualität für Spe^sezwecke 26 bis 35; Linsen, je nach Qua- Speisezwecke 24 bis 52; Heu, süddeut- troden 5,00: Weizen- und Noggenstroh, drahtgepreßt 4,00 bis 4,25- Weizen- und Noggenstroh, gebündelt, 4,00 bis 4 25- Treber, getrocknet 12,25 bis 12,50. Tedenz: fester' ’ Die Indexziffer der Großhandelspreise. Die vom Statistischen Reichsamt für den 10. Februar berechnete Großhandelsindexziffer ist mit 99,6 gegenüber der Vorwoche um 0,3 v. H. gestiegen. Die Indexziffern dec Haupt- puppen lauten: Agrarstoffe 93,6 (plus 1,6 v H ) Kolonialwaren 90 9 (plus 0,4 v. H.), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 91,5 (minus 0,3 v. H.) und industrielle Fertigwaren 122,2 (minus 0,7 rrY-)V.?lc Indexziffer für Produktionsmittel ftellte fuß auf 120,3 (120,8) = minus 0,4 v. H., und für Konsumgüter auf 123,6 (124,8) - minus 1,0 v. H. Aeue Aufwärisbewegung in Berlin. Berlin. 15. Febr. (WTB. Funkspruch.) Er» wartungsgemäß beantwortete der Berliner Platz die Neuyorler Samstagshausse mit einer neuen tlbetoegung. Man nimmt wohl an, daß die Festigkeit in Neuyork nicht ohne Rück- wirkungen auf die übrigen europäischen Ausland- borfen bleiben wird, obwohl zu beachten wäre, daß in diesem Falle doch erhebliche Unterschiede zwischen der europäischen Wirtschaftslage und rpr.m bestehen. Zunächst muß auch immer wieder darauf hingewiesen werden, daß die Bewegung drüben zweifelsohne technisch forciert ist. denn an den Börsenkrediten, die mit etwa 500 JKillipnen einen noch nie dagewesenen Niedrigst- »Das wird überall auf der Welt so sein." „Möglich! Das weiß ich nicht! Aber das weiß ich- m anderen Ländern sind die Lebensbedin- gnngen leichter. - Man kann sich eher etwas schaffen wie hier! „Na, ob das wirklich so ist? — Vaters Bruder dreißig Iahren ausgewandert ist. hat gewiß nichts geschafft. Wahrscheinlich ist er tröst - log zugrunde gegangen, sonst Hütte er doch gewiß einmal etwas von sich hören lallen.“ »Schon möglich, daß er nichts geschafft hat Onkel Max. Wir bei£ haben ihn 'a nicht gekannt. Er war vielleicht ein Schlummcr- ropf. Helene lächelte. „Erinnerst du dich noch, daß Mutter uns, als wir noch Kinder waren, oft auf Onkel Max Der- -^.hat. Wenn der eines Tages aus Amerika zuruckkame, dann sollten wir alles haben, was unser Herz begehrt." "nv’n2lC^f,.2eiöcr cr nur nie gekommen." »vielleicht kommt er noch, Friedrich! Ich male "ss^-^^w/ilen aus, wie es wäre und was man alle« haben wurde, wenn dieser mysteriöse Onkel Max dollargesegnet eines Tages bei uns er- lajiene. „Na, na!" sagte Hans-Achim zweifelnd. „Ich denke, wir lassen das lieber bleiben" n.ü ■ fnrn? langweilig! Da kann ich Ihnen nicht lA nett’ baß Sie gekommen sind. A lausweilte mich gerade entsetzlich. Sie müssen mir Gesellschaft leisten. — Sie haben doch Zeit?" „Leider sehr wenig, gnädiges Fräulein. Ich muß in die Dank zurück." „Ach, Unsinn! Ich lasse Sie nicht fort! Ietzt toerben wir erst einmal ein Stündchen miteinander pi.nuoern — Kommen Sie mit in mein Zimmer! ^icr finde ich es nämlich reichlich ungemütlich." Rose erhob sich aus ihrem Sessel. Auch Hans- Achlm stand auf. Sie diese kalte Pracht nicht auch un- fragte sie lächelnd. Er ließ seinen JHitf über den prunkvoll eingerichteten Raum gleiten und richtete ihn darauf auf Rose, prächttg^ist^' Smpfangssalon geradezu „3a, das ist er! Viel zu prächtig! — Na ich rann es nicht ändern. Also gehen wir." Wie von unsichtbarer Hand wurden die Türen, die zum nebenan liegenden Zimmer führten, au«- einandergeschoben. Sie schritten durch eine Flucht von Zimmern. Rose erzählte: -mnm%aoht»Un,eCet. Qlten Sachen, die noch ton Warnas Aussteuer herstammten, ins obere Stockwerk schaffen lassen. Er wollte alles neu haben. » r! ^»a0.89 81,90 33,33 Industriekartoffeln, hiesiger Gegend, per 50 Kilo» gramm 2,75 Mark, Frachtparität Frankfurt a. 3L. bei Waggonbezug. Tendenz: stetig. Frankfurter Lchlachtvtehmarkt. Frankfurt a. M., 15. Febr. Auftrieb: Rin- der 1409 S ück; darunter Ochsen 374, Bullen 127 Kühe 454, Färsen 410. Kälber 622, Schafe 75* Schweine 4813. Es wurden notiert: Ochsen, voll- fleisch.ge, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts lungere 30—33, ältere 26—29, sonstige Vollfleisch ge. jüngere. 22-25; Bullen, jüngere, voll'lei. ch.ge höchsten S llachtw.rts 27-30. sonstige v II- fleilch ge oder ausgemästete 21—26; Kühe, jmv gere. vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 25 bi« 27, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 20 bi« 24, ffeifdjige 15—19; Färsen (Kalbinnen, Iung- rinder), vollsleisch'ge, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 30-33, vollfleischig? 26—29, fleisch-ge 22—25; Kälber, beste Mast- und Saugkälber 35—38, mittlere Mast« und Saugkälber 30 bis 34, geringe Kälber 25—29; Schafe, Mast- lammer und jüngere Masthämmel, Weidemast 28 bis 30, mittlere Masllämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 24—27; Schweine, voll- fleischige Schweine von zirka 240—300 Pfd Lebendgewicht 42—45, desgl von zirka 200—240 PB Lebendgewicht 43—45, desgl. von zirka 160—200 Pfund Lebendgewicht 41—45. fleischige Shweine t>on zirka 120—160 Pfd. Lebendgewicht 36—42 Sauen 33—38. Marktverlauf: Rinkw ruhig, nahezu ausverkauft, Schweine ruhig, geringer äleber- stand, Kälber und Schafe langsam, geräumt. Frankfurter Eiermarkt. >.• V r *nn t.1u r * a. M., 13. Febr. Das im Laufe Weser Woche eingetretene Frostwetter bewirkte am hiesigen Markt ein leichtes Anziehen der Preise. Da auch die Produktion verschiedentlich sehr knapp ae- morben dt und die Nachfrage seitens der Händler rtwas besser war, zeigte der Markt eine festere Grundstimmung. Es notierten in Pf. per Stuck ab loco Frankfurt am Main: Bulgaren 7,25 bis 7,50, Jugoslawen 7,00 bis 7,50, Rumänen 7,00 bis 7 25 bis 7,00, Holländer 6,50 bis 9,50, Dänen 6,j0 bis 950, Flandern 7,50 bis 8,00, Schlesier 7,00 bss 7ch0, Bayern 7,00 bis 7,50, Dt. Frischeier 7,50 ■ 9Ä Vn’ und ausländische Mittel, und Schmutz- eier 6,00 bis 7,00. ilßrn bann die Summe auf einmal bezahlen. — Allerdings — bindende Versprechungen gebe ich Ihnen nicht. Hans-Achim beschloß, sich nun doch Münch- meßet zu offenbaren. J^rA zing zu diesem Zwecke in seine Wohnung. ©1^0 befand sich letzt tn der Villa in der Hitzig, ßraßc. Hans°Achim betrat die Villa zum ersten Male und war überrascht von der stilvollen Aufmachung des Hauses. Von einem Diener nach seinen Wünschen befragt, erhielt er zur Antwort, daß der Herr Kommerzienrat verreist sei „Auf längere Zeit?" fragte Hans-Achim. „Darüber kann ich leider keine Auskunft geben. ' »3ft. das gnädige Fräulein auch mit verreist?" ®je mich- bitte, dem gnädigen Fraulein melden." das gnädige Fräulein zu Hause ist sagte der Diener mit Zurückhal- tung, und nahm die Karte entgegen, die Hans- Ach im ihm reichte. Nach wenigen Minuten kam er zurück. ^Das gnädige Fräulein läßt bitten.“ - Aiit ausgestreckten Händen empfing ihn Rose glückseliges Lächeln im Gesicht. „Endlich lassen Sie sich auch mal wieder bei uns sehen! Er küßte ihre Hand. „Ia! Ich treffe es unglücklich! Ihr Herr Vater ist verreist?" „Ia, allerdings!" Sie sah zu ihm auf. „So sollte Ihr Besuch nur Papa gelten’" fragte sie enttäuscht. u „3$ hatte vor, Ihren Herrn Vater um einen -Rat tn einer für mich wichtigen Angelegenheit zu bitten , antwortete er ausweichend. 0 J0?,?,0- was macht man da? Papa wird voraussichtlich zwei Wochen fortbleiben. Er ist in dort angeblich zu tun“, fügte sie -^A.^uzu. „Da wird Ihnen nichts weiter ubngbleiben als zu warten, bis Papa zurück- aStufto?® ,ol[ten toir i6n t°l°sr°phi,ch „Um Gottes willen!" m vielleicht telephonieren Sie mit ©i?ifblC Angelegenheit doch wichtig für miA gespannter Erwartung an. Er schüttelte mit dem Kopse. »Nein, das geht nicht!" r rr .Also das geht auch nicht. Ia, was sollen wir da machen? Sollen wir beide zu ihm egen?" - Und ehe er noch anttoortVn tonnt!’ rief sie enthusiastisch aus: „Herr Tönnies das w«r- „och wir eZ toch maL, Wurde Papa mächtig imponieren." I erste Platz zu. Amerika erhielt die Silberne, Deutschland, das am Vormittag Polen 4:1 geschlagen hatte, :: die Bronzene Medaille. Berlin, 13.§ebnioi'_______ Amerikanische yiotra...... Belgische Nolen........* Dänilche Noten......... SngMche Noten......... Französilche Note»........ Holländische Noten........ Itaticniiche Noten ...... Norwegische Noten .....i Deutsch.cesterreich, i 100 Gchlllina Rumänische Noten .... Schwedische Noten...... Schweizer Noten........ Spanische Noten...... Ungarische Noten ...... Devi enmarkt Berlin — Frankfurt a. M. 13. Februar 15. Februar Amtliche t»el" Notierung »rief Amtliche Notierung Geld ' »rie Hclsmgsmcl . Wien . . Prag . . . Vudapeft . . Sofia . . . Holland . , Oslo . . Kopcnbage». StorNiolm London. . . Buenos Aires Neuport Brüssel. . Italien. . . Paris . . . Schweiz Spanten Danzig . . Japan . . . Rio de Ian.. Jugoslawte». LillaLo» . . 6.494 49.95 12.465 56,94 3.057 69.93 78,62 79,77 81,07 14,48 1,028 4,209 58,74 21,84 16,59 82,08 33,47 81,97 1,489 0,250 7,463 13,19 6,506 50,05 12.485- 57,06 3.063 170,27 78,78 79,93 81,23 14,52 1,032 4.217 58,86 21,88 16,63 82,24 33,53 82,13 1,491 0,252 7,477 13,21 6.524 49.95 12,465 56.94 3,057 169,93 78,82 79,82 81,07 14.49 1,028 4,209 58,64 21,84 16,59 82,14 33,27 81,97 1,484 0,250 7.463 13,19 6,536 50.05 12,485 57,06 3,063 170,27 78,98 79,98 81,23 14,53 1,032 4,217 58,76 21,88 16,63 82,30 33,33 82,13 1,486 0,252 7,477 13,21 IUI «1« 50* 12.888 57.* 3.*3 170.27 71* 75.* ii .n U.M I.M 4.217 M.7I 21.* 16,$3 N.M 12.13 1.4* 4.20 s ,w 79,53 14,44 16.55 169,56 21,12 "8/44 2.49 >0.89 81.90 33.33 6.524 49.95 12.465 56.94 3,057 169,93 78,82 79,82 81,07 14.49 1.028 4,209 58.64 21,84 16,59 12,14 33.27 81.97 1.484 0,250 7,463 13,19 4.22 IV. 79.11 14.50 16.61 170.24 21,90 78,76 2.51 81.71 82.22 33,47 I5$ti rw Tung 8rfr i^ÖT" 10.05 .485 , 7,06 .063 0,27 8,78 3,93 1,23 1,52 .032 ,217 8,86 1,88 6.63 1,24 3,53 1,13 ,491 1,252 ,477 3,21 'aolea. •jfete,, SM « ruh-g ZVW-fl. no>. k langsam^? Uebn. rvsZPr -'S 7,50 7,(6 *»iM3uTy n ' Nntfart a.A. । £omtarö|lnifof| 8 o t ls«Achim zweifelnd. .Ich ieber bleiben." Sa kann ich Ihnen nicht dah Sie gekommen sind. ade entschlich. Sie müssen — Sie haben doch Zeit?" gnädiges Fräulein. Ich t.“ ässe Sie nicht fort! Jetzt ein Stündchen miteinander Sie mit in mein Z>« ich reichlich ungemütlich ihrem Sessel. Auch tz-ns- lte Pracht nicht auch lächelnd, kr lieh seinen )oll eingenchtettti fan darauf auf Lose. Smpfangssalon geradezu -iU E Iso gehen wir. Aanb wurden die Türen, chritten durch eint * e*ti*5sy ;ommmn’£ neu haben. : IB8?eSS5* IkNlttähS* 'n Same. Der i ?2rÄ!e« 1 WB» und lockend ite Ottomane kostbare S^che ^tw**** tniei ef * ME Ergehe" StfSfÄ k hinweg. 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