mkünvigungsblali, erkünöigunasbla» enthält: LusMcung ÖJ - Wohl der Rrexstop nb KlaueMche in $• Die Führung der cpru-? } über die LeMigiw: Dienhnachrichten. m Lieber Steinstr. 63 WLZZ 9ut. Än,ie sie Sachverständnis haben sollten. Ich bin iWi,_ daß das britische Volk einmütig wünscht, )ie Regierung entschlossen für die aanze Strei« In c der Reparationen und der Kriegsschulden ein« •Jt, und daß der Premierminister sich an die '^!ile Italiens stellt und den Ausruf 2- Brünings unterstützt. Dies sollte um „erklärte" Politik sein. Diese Politik braucht «etr nicht unvereinbar zu fein mit der -mcksjchtnahme auf die diplomatischen *5 Bedeckt. 9 womtg. ® oeaedti «Regt» * Schnee a Graupeln. - NeDei K j r . . . . , „ , deren Lage fämll eine sehr lebens! Ittien auf sehr toi dizu solche, die Ommunität von § rippen her verfl gerade während e ivgen Winters ab. (tden. Die Derhäl fugen, und dann rinden Krankheil l>18'19, der Taus rosste, die in ihr S-rippe durchgcmae her über leine ( K^uhsioffe verfügt Alerktoürdigervx jährige Ahvlhmui Krankheitserregers Lebensvorgängen 8um Beispiel ift b Periode sehr deut! sLädling, der Ho dhnl'che Beispiele o-nführen. ist' ke^en zu lennen teht zu hoffen, do schast noch tiefer dringen und allf i:!eit haben wir fragen attfyunefr E zu führen. Srofpt in Qiabt Die Däcker-Jnm J®i'2an& teilen ir Soggenb Pro ßa p eisabbau bei ui «w »«bient k reiftet selbs ihrer D der Drotprei immer 10 B6" anderen hc S Ainist hS? £ei von j. .Bei der D. ä °uch zu beacht seht noch j einigen Wonai des P. «4 Ä« ! M». £”«.«« ifct «t Ich H» kr M ntil teä •» T™1«« Ö ' estrahlung, ^nn. i Äentötend. Eine j ^fluenza-Erkan^ „3 zur Anzahl de, dngs glaubt man, Misse Dedeuiu°g Jtfi zwar dadurc! jiftanb der Aimo □tun gibt es at süssen noch W t offenbar in den C lizgen. Anscheine! cuf ihre Lebens e rem periodisch f^benjähriger D fieigerle Lebensi sch einmal in iHv eiarmc Derniehri ters starker Gisli Iah aber nich toicter eine Erip yen. isrjortr lordi naf O &_ \ 4 Wuibinfi " ‘nitteilt ^ö8fn IÄ 'sin beerbt ^5 I’ unb Hne en.a*‘1 .Men. U»°,? 'iiSl'ixi DZB a bie Pnn» n M »orten »at netjtb^ fite" ft °-b°W' ■%*". um 400 p ^arktoerka bulounglüd. N «u| u m "och Surften!tlk ’JJ' .®ln Mer beiabtit ,er ^nem am Berg it2 ?„» flerle't B Mit einem Loueri d-- >« b,n SI,«b,^ änjongtr b« mL, Der&nt« ; i"®1"'/ e-lih: einer In IjoHnun* ^nhous Bruck, bet jmn Getöteten, ist ebenfalls Ick Verlage. )tn. ErS 0 ?©5 @7, 16 tcrtlt MU •»'«<«?* |MMsi V*’6 ^ > Uilldfld oraussage. « I*' *!*>*.& nb l««e-f "AM »SÄ SO n 'Jlorgenjtunben in «rt THlberung ydltung, _ «(iifli lWbSL»i* äSejsü Samstag feiler, mollig W nzelt £nieniperfltuir; nb, nach'r nfflö: Meist ®Ä’ÄMi8^ 14. i,i «'ALS iniiilN o? 10 an liest säer- «** ,v* «s-K Ohne Gewähr Nachdruck verboten 122384 130230 z CI TROVANILLE 186155 371592 M. UL UL UL 25595 23697 45935 109818 221765 108541 115720 305827 190168 194898 5000 3000 2000 1000 226810 253726 384282 329187 357107 4 ®«toinne ju 26 ®e»inn< ,u 118379 163262 309586 341443 Ubarretdiend fchnelle SchmerzbefeWgung O bei Kopfschmerzen jeglicher Art, Migräne, > , ) Neuralgien und rheumatischen Beschwer« ' Jen durch das ärztlich bestens empfohlene itrovanille. UnschädlichfOrHerzu.Magen. Pulver- od. 12 Oblaten-Packung RM. 1.10 Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je eiuer auf die Lose gleicher Nummer In den beiden Abteilungen I und II Welches find nun die Ursachen für Auftreten |b chtigste das Klima: Kalte, trockene Winter sind ic die Grippe-Erreger weniger günstig, als uchtwarrne. Sehr wichtig ist auch die Bonnen» estrahlung, denn das Sonnenlicht ist ja bat» ^rientötend. Line ältere statistische Untersuchung -06 'U 500 M. 23521 43216 52089 67237 J3072 87325 97874 107166 119553 125740 128298 168264 186698 188703 195476 277512 281112 232491 295916 317018 322525 323901 339775 343688 367351 „36 ®e.to,nn* «u 800 Ul. 19215 24047 42485 45506 114264 160594 225577 248392 249048 32?8^ 29,123 302870 308461 312663 dzlodo 367023 2 ®etotM» |u 100000 M. 47874 6 ®«toinne >o 10 ®«tt)inne >u Ans der Provinzialhaupiüadt. T i e h e n. den 15. (Januar 1932. 7-ZahreS'IrhythmuS der Grippe-Epidemien? Don Dr. med. Kron; Höchberg. Es ist eine auffällige Tatsache, dah die Grippeepidemien in periodischen Schwankungen auftreten jirb es liegt nahe, nach den Gründen zu suchen, varum dies der Fall ist. Ein bekannter Hygieniker hat herausgefunden, tah die Grippe besonders schwer mit periodischer Stgclmäbigfeii in Abständen von sieben Jahren iirftrttt, oder in Zeiträumen, die durch sieben .)ahre teilbar sind. Das ist sehr aussallend! Es gibt zwar fast in jedem Winter «ine Häu- torg von Grippefällen, aber die verheerenden Grippe-Epidemien, deren Opfer Taufende werfen, weisen eben jene merkwürdige Regelmäßig- k.t in ihrer Wiederkehr aus. ** Neubildung der Feststellungs- ausschüsse für Aufruhrschäden. Verschiedene Aenderungen im Milgliederstand haben eine Neubildung der Feststellungsausschüsse für Aufruhrschäden in den drei hessischen Provinzen notwendig gemacht. Dem Ausschuß zur Feststellung von Entschädigungen für Aufruhrschäden in der Provinz Oberhessen gehören auf Grund einer Entschließung des Ministers des Innern folgende Herren an: Regierungsrat Dr. Krüger in Gießen als Vorsitzender, Regierungsrat Dr. Braun in Gießen als stellvertretender Vorsitzender. Als Mitglieder: Fabrikant Georg Almendinger in Grünberg. Schlosser Wilhelm D e u s i n g in Lollar. Dürgcrmeister Fendt in Hungen. Oekonomierat Hofmann in Hof- Güll. Fabrikant Langsdorf in Friedberg. Bauunternehmer Th. Mörschel in Friedberg. Als stellvertretende Mitglieder: Gutspächter Karl Hesse in Otterbach. Landtags- abgeordnetcr Fenchel in Ober-Hörgern. Kreisfeuerwehrinspektor Füller in Friedberg. Zigarrenarbeiter Karl Heidenreich in Schotten. Drogist August Noll in Gießen. Möbel- sabrikant Gustav Ramspeck in Alsfeld. •• Sitzung des Provinzialausschusses. Am Samstag, 16. Januar, 8.30 Uhr beginnend. findet im Sitzungssaale des Regierungsgebäudes zu Gießen eine öffentliche Sitzung des Provinzialausschusses der Provinz Oberhessen statt mit folgender Tagesordnung: Gesuch der Margarete Väth in Trohe um Erteilung der Erlaubnis zum Betrieb einer Schankwirtschaft auf der Mittelsmühle in der Gemarkung Altcn- Duseck: hier: Klage gegen den Bescheid des Kreisamts Gießen vom 25. September 1931. — Klage des Gustav S a ck. Iohs. Balser und Karl Dem zu Rieder-Bessingen gegen die Gemeinde Rieder-Bessingen wegen Aufwertung des Einkaufsgeldes: hier: ^Berufung der Gemeinde Rieder-Bessingen gegen das Urteil des Kreisausschusses des Kreises Gießen vom 21. Februar 1931. — Klage des Kreisamts Friedberg aus Dienstenthebung des Polizeidieners Klein zu Ock st a dt. — Klage des Ludwig Schneider und Gen. in Villingen gegen die Gemeinde Villingen wegen Auswertung des Ortsbürgereinkaufsgeldes: hier: Berufung der Gemeinde Villingen gegen das Urteil des Kreisausschusses des Kreises Gießen vorn 9. Mai 1931. — Klage des Albert Bartels in Schotten gegen den Beschluß des Kreisamts Schotten vom 17. Dezember 1931 wegen Versagung der Erlaubnis zum Betrieb eines Cafss mit Ausschank alkoholhaltiger Getränke im Hause Hauptstraße Rr. 94 zu Schotten. Städtische Drennholzversteige- r u n ge n finden in der nächsten Woche am Montag, Mittwoch und Freitag statt. Siehe heutige Bekanntmachung. * Kohlenverbilligung für Hilfsbedürftige. Das städtis^e Wo^l'ah t^amt veröffentlicht in unserem heut gen Anzeigenteil eine Bekanntmachung über die Durchführung der durch die Reichsregierung veranlaßten Koh'enver- billigung für Hilfsbedürftige. Die bezugsberechtigten Interessenten und die Kohlenverkäu'er seien auf die Bekanntmachung hingewiesen. *• Wohlfahrtsbriefmarken - Verkauf bis Ende März. Das Wohlfahrtsamt Werktarife als Vorausleistung deS Bäcker- Handwerks ansehen. Hoffentlich folgen die Tarife der öffentlichen Werke, aber auch die Mehlpreife möglichst bald dem Preis- abbau nach, den die Däckerinnungen trotz der bisherigen Angemessenheit der Brotpreise jetzt erneut in anerkennenswerter Weise vorgenommen haben. vornottzen. «l TIkJ5'? 8 e 6 t a I e n b c r f ü r Freitag : Stadttheater Gießen. .Verstehen wir un$?“. 20 bi« 22 Ufer - VDA., 20 Uhr, Dortragssaal deS Gießener StudentenhauscS Leihgestemer Weg 16. Dortrag über .DolkStum und Kirche im Ratio- — Universität. Hörsaal 40. ?>' 5H&r. Vortrag .Die Ehe al« Urtatsache des sozialen Lebens". — Lichtspielhaus, Bahnhof- ''rohe: Berge in Flammen". — Astoria-Licht- spiele Seltersweg: .Der Schrei auS dem Tunnel" und .Der neue Weltmeister". ~ 2lus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben Heute. 20 Uhr, als 14. Vorstellung im Freitagabonnement die erste Wiederholung des Zeitstücke« „Verstehen wir un«?" von Peter v. Preradovic, dessen Uraufführung einen so starken Erfolg darstellte. Das Werk diese« deutsch schreibenden jugoslawischen Dichters, von Peter F a s s o t t inszeniert, verbürgt einen anregenden Theaterabend. Die Rolle der Großmutter spielt als Gast Frau Auguste P r asch-Grevenberg, Ehrenmitglied des Meininger Landestheaters Beginn 20 Uhr, Ende 22 Uhr. — Sonntag, 17. Januar, als Fremdenvorstellung zu ermäßigten Preisen Wiederholung der ersolgreichen Weihnacktsinszenierun- gen „Die Wunderlampe", Weihnachtsmärchen von Werner Schmidt unter der Spielleitung von Karl Dolck und „Die Puppensee", Ballett von Haßreiter und Gaul, Musik von Bayer. Spiel- leitung: Heyser, Däulke. Cujs. Ende 18.15 Uhr. — Der Evangelische Frauenverein veranstaltet am Dienstag. 19. Januar, 14.30 Uhr. im Cafe Leib eine Versammlung der Gießener und oberhessischen Frauenvereine, in der Pfarrer H e reich (Wiesbaden) über das Thema .Notzeiten im Lichte der biblischen Wahrheit' sprechen wird. teilt un« mit: Der Vertrieb der WohlsahrtS- brjefmarken 1931 wird bi« zum 31. März verlängert. Die Gültigkeitsdauer der Marken endet erst am 31. August 1932. Außer den bereits in Kur« befindlichen Marken, von denen insbesondere die 8-Psennig-Marke für einen Ortsbrief, die 15-Pfennig-Marke für eine AuslandSpvstkarte und die 25-Pfennig-Marke außer zur Frankierung eines Ausländsbriefes auch für einen Doppelbrief im Inland verwendet werden können, werden mit Rücksicht auf die Porto-Aenderung noch neue Marken zu 6 und 12 Pf. (besonderer Ueberdruck aus den seitherigen Marken) demnächst zur Ausgabe gelangen. Sämtliche Marken sind nach wie vor bei dem Städt. Wohlfahrtsamt. Gartenstraße 2, Zimmer Rr. 9, erhältlich. Es wird ausdrücklich bemerkt, daß nur von den bei dem Wohlfahrtsamt bezogenen Marken 80 Prozent des Reinertrags der Städtischen Nothilfe zugute kommen. „W under der Tierwelt im Wasser." Am kommenden Sonntag, 11.15 Uhr, kommt im Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, wieder ein Kulturfilm zur Aufführung, der sich an den Kreis der Kulturfilm-Liebhaber in seiner Gesamtheit wendet. Der zum Teil biologisch gehaltene Großfilm führt die Tierwelt des Wassers in ihren mannigfaltigen Formen vor Augen. In schönen Bildern werden Meer, Strom, Fluß, Weiher als Hauptwohnbezirke der Wassertierwelt gezeigt. Das Filmwerk bringt eine sorgfältige Auslese von Vorgängen, die in der freien Natur sonst kaum zu beobachten sind und deren Erfassung im Film nur durch jahrelange geduldige Arbeit im Mikrolaboratorium, in den biologischen Stationen der Ufa, sowie auf einer Reihe von Auslanderpeditionen unter Verwendung aller nur erdenklichen kinematographischen Hilfsmittel möglich war. Die niedere Tierwelt, die Tierwelt der Binnengewässer, die Geschöpfe, die an der Grenze von Luft und Wasser existieren, Fische, Muscheln, Ärebfe u. a. m. au« den Bezirken des Süß- und des Deewassers lernt man kennen. Schließlich führt der Film auf den Meeresgrund und läßt hier alle Wunder der Tiefsee erleben Der letzte Teil des Bildstreifens beschäftigt sich mit den höheren Lebewesen, mit Seel chen. Seevögeln und Säugetieren und schließt < 5 mit einer Darstellung von verschiedenen Formen der Fischerei und der Jagden. " Fundsachen. Das Verzeichnis über öl« im Monat Dezember gefundenen bzw. abgelieferten Gegenstände kann an der Anschlagtafel im Flur des Polizeiamts, Landgraf-Philipp-Platz 1, eingefehen werden. Die Empfangsberechtigten werden aufgefordert, ihre etwaigen Rechte innerhalb zwei Monaten beim Fundbureau während der Dienststunden geltend zu machen. •* Gewerkschaftsbund der Anasst e l l t en. In einer gut besuchten Versammmng legte, wie man uns berichtet, der Vorstand des GDA., Ortsgruppe Gießen, Rechenschaft über das Jahr 1931 ab. Als erfreuliche« Ergebnis wurde festgestellt, daß die Ortsgruppe das Jahr 1931 ohne wesentliche Schwächung überstehen konnte. Zunächst erstattete der Vorsitzende den Jahresbericht. in dem er zugleich die wirtschaftliche Lage der Angestelltenschaft kennzeichnete. Was die Arbeit der Ortsgruppe anbetrifft, so verdient hervorgehoben zu werden, daß neben einer Reihe von Tagungen und Vorträgen vor allem die Jugendarbeit gepflegt wurde. Die Erkenntnis, in Fachgruppen und in der Scheinfirmenfabrik Kräfte und Kenntnisse für das Berufsleben zu erwerben, hat in lebhafter Beteiligung an den einzelnen Kursen und Veranstaltungen ihren Ausdruck gefunden. Bei den Berufswettkämpfen war die Ortsgruppen-Scheinfirma vertreten, und ihre Mitglieder konnten mit Erfolg bestehen. 3m Werbekampf errang die Ortsgruppe den zweiten Preis in Form von 20 Büchern, die zusammen mit verschiedenen anderen Anschaffungen den Grundstock für eine Dereinsbibliothek bildeten. Die Bibliothek soll noch im Laufe des Monats Januar den Mitgliedern zur Verfügung gestellt werden. Im Bericht des Rechnungsführers kam zum Ausdruck, daß es durch sorgfältige Ausgabenwirtschaft gelungen sei, das Jahr 1931 ohne Schul- öenlaft abzuschliehen. Rach dem Bericht der Rechnungsprüfer wurde Dem Vorstand Entlastung erteilt. Die Vorstandswahl fand durch die einstimmige Wiederwahl des bisherigen Vorstandes rasche Erledigung. Hierauf hielt der Gaugeschäftsführer Fuhrmann, Frankfurt a. M. einen Vortrag über das Tarifwesen und die allgemeine wirtschaftliche Lage. Der Redner erörterte alle zur Zeit akuten Tagesfragen, beleuchtete die Ursachen und Wirkungen der gesunkenen Kaufkraft, und behandelte eingehend die Lage auf den Auslandsmärkten. Seine Ausführungen klangen aus in dem Wunsche, mit Optimismus in die Zukunft zu sehen und mit Energie und Kraft an den gesteckten Zielen festzuhalten. " Reichskurzschrift - Gesellschaft. Die l.Reichskurzschriit Gesellschaft e. V. Gießen hielt am Samstag, wie man uns berichtet, ihre ordentliche Generalversammlung ab. Aus dem Verwaltungsbericht über das Jahr 1931 war zu ersehen, daß der Verein trotz der wirtschaftlichen Krise auf die Erfolge und Leistungen seiner Mitglieder stolz sein kann. Cs wurden drei Anfänger», drei Fortbildung«., drei Praktiker-, drei Redeschrift- und sechs Diktatkurfe. sowie ein Kursus zur Vorbereitung auf die Handelskammerprüfung mit einer Gesamtzahl von 536 Teilnehmern zur Durchführung gebracht. An Wettschreiben fanden im abgelaufenen Jahre statt: ein Derband^wett'chrei. ben (Darmstadt), ein Bezirkswe'.tschreVen Fried- berg) und ein Dereinswettschreiben. An sämt- m Deutschland gerauchte 3i$ Zigarette (mit Gold) CLUB trem periodisch schwankenden Rhythmus von ß-benjähriger Wiederkehr unterworfen. Diese gelagerte Lebensfähigkeit der Bakterien äußert s»ck> einmal in ihrem massenhaften Auftreten durch «norme Vermehrung, ferner aber auch in befon- Kr« starker Giftigkeit. Daß aber nicht unbedingt alle sieben Jahre lieber eine Grippe wütet, liegt an der besonnen Lage sämtlicher übriger Faktoren. Trifft gne sehr lebenskräftige Generation von Bak- kr.en auf sehr widerstandsfähige Menschen, noch kiii solche, die über einen gehörigen Posten Smmunitdt von früher einmal überstandenen Icippen her verfügen, und spielt sich dies alles yraöe während eine« trockenen, kalten und son- liqen Winter« ab. so wird die Epidemie bald er- tden. Die Verhältnisse können aber auch ander« litgen, und dann kommt es zu einem so verhee- vnden KrankheitSausbruch wie im Jahre 1918 19. der Tausende junger Menschen dahin- tc'fle. die in ihrem Leben noch keine schwere ßrchpe durchgemacht hatten und deren Säfte 6a- VT über keine genügende Menge natürlicher btutzstvffe verfügten. Merkwürdigerweise findet sich dieser sieben- jihrige Rhnthmus nicht nur bei menschlichen Krankheitserregern, sondern auch bei anderen fielen «Vorgängen im Tier- und Pflanzenreich. Beispiel ist die siebenjährige Vermehrungs- privde sehr deutlich bei dem berühmten Forst- st'ibling. der Rönne. Und es ließen sich noch tl"'I'che Beispiele au« der Welt der Lebewesen r'übten. Es ist sehr wichtig, diese Gesetzmäßig- rten zu kennen und würdigen zu können. Doch ►hi zu hoffen, daß Im Laufe der Zeit die Wissen- Mt noch tiefer in diese Zusammenhänge ein- hingcn und allmählich immer mehr die Mög- bbkeit haben wird, den Kamps mit diesen Ratur- hi'ten aufzünehmen und zu einem siegreichen IrtH zu führen. Brotpreis-Ermähiaung in Giadt und Kreis Gießen. Die Bäcker-Innungen Gießen-Stadt und Gie- frn»Land teilen in unserem heutigen Anzeigen- irl mit. daß sie den Preis für Mischbrot unb Roggenbrot von heute ab um 2 '43 f. pro Laib gesenkt haben. Dieser Preisabbau bei unserem wichtigsten Rahrungs- irttel verdient besondere Anerkennung, da die Dckcrmeister selbst noch saft nichts von einer Senkung ihrer Betriebskosten verspürt haben urb der Brotpreis in unserem Bezirk bisher tym immer 10 V* niedriger war, al« in zahlreichen anderen hessischen Städten, deren Brot- Dtttfe vom Ministerium erst unlängst noch als oillig frei von jeder Beanstandung befunden Turbc. Bei der Beurteilung dieser Preissenkung stauch zu beachten, daß die Mehl preise »ii jetzt noch immer gestiegen sind — einigen Monaten kostete der Doppelzentner Lggenmehl 28 Mark, heute kostet er 32 Mark —, 2i< Senkung des Preises für Däckereibriketts nur Mz minimal war, dagegen die Tarife der öffent- iÖ'T Werke und die Soziallasten bis jetzt auch Utz nicht die geringste Ermäßigung erfahren itfen. ferner der Absatz von Backwaren aller 3t infolge der großen Arbeitslosigkeit viel- *t) stark gesunken ist. Trotzdem haben sich Mitglieder der Bäckerinnungen, wie man mit teilt, angesichts der Rot der Zeit zu der irfaeuten Preisermäßigung entschlossen, die sie iultc>ingd gegenüber künftigen Senkungen der i Berlin ergab, dah die Anzahl der täglichen ."irfluenza-Erkrankungen im umgekehrten Verhält- r« zur Anzahl der Sonnenstunden stand. Reuer- tings glaubt man, daß auch die Sonnenflecke eine sswisse Bedeutung al« Klima-Faktoren haben, riö zwar dadurch, daß sie den ElektrizitätS- pstand der Atmosphäre beeinflussen. Run gibt e« aber neben diesen äußeren Ein- flüflen noch sehr bedeutsame innere Ursachen, die Wenbar in den Grippe-Erregern selbst begründet legen. Anscheinend sind die Bakterien in bezug Lif ihre Lebenssähigkeit und Widerstandskrast 1. Ziehungstag 13. Januar 1932 '1 Jetzt: Beutel 35 PL, Dose 75 PL Zu haben in Apotheken. Drogerien und wo Plakate sichtbar. 6608V 371 A NOWACK5 2 möDI. Simmet mitZentralheizung, einzeln od.zusamm. zu vermieten. 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Gleichzeitig werden die hiesigen Kohlenverkäufer aufgefordert, sämtliche von ihnen in Zahlung genommenen Reichsbezugsscheine (durch Aufdruck von Firmenstempel und Abgabedatum entwertet) monatsweise mit doppelter Rechnung beim Wohlfahrts- amt, Gartenstraße 2, spätestens bis jum 5. des auf den Gültigkeitsmonat folgenden Monats einzureichen. Nach Ablauf der Gültigkeit in Zahlung genommene oder verspätet in Rechnung gestellte Reichsbezugsschein-Abschnitte dürfen durch uns nicht mehr vergütet werden. Gießen, den 14. Januar 1932. Bürgermeisterei Gießen (Wohlfahrtsamt). Dr. Seid Bekanntmachung. Betr.: Winterhilfsmaßnahmen der Reichsregierung Zur Verbilligung von Kohle für die hilfsbedürftige Bevölkerung. Für denselben personenkreis wie bei der Fleischoerbilligung werden für Januar, Februar und März 1932 Reichsbezugsscheine für um 30 Reichspfcnnig pro Zentner verbilligte kohle an Hilfsbedürftige mit eigenem Haushalt ausgegeben. 383D Die Ausgabe der Reichsbezugsscheine erfolgt durch das Arbeitsamt (für Alu- und Kru-Empfänger) und durch das Wohlfahrtsamt (für sämtliche von ihm betreute Fürsorgeempfänger), soweit sie nach den Bestimmungen der Reichsregierung hierbei bezugsberechtigt sind. Insofern Abgabe noch nicht erfolgt ist, werden die Berechtigten aufgefordert, die Bezugsscheine für Januar d. I. in den nächsten Tagen zwischen 8 und 12 Uhr vormittags bei den für sie zuständigen Fürsorgestellen abzuholen. Die Bezugsscheine, bestehend aus 2 Abschnitten auf je 1 Zentner verbilligter Koyle verlieren ihre Gültigkeit mit Ablauf des Kalendermonats, für den sie ausgegeben werden. Infolge der verschiedenen Verbilligungsmaßnahmen und Nachlässe sind für Hilfsbedürftige folgende Preise durch die hier ansässigen Kohlenverkäufer eingeräumt worden: 1. Nußkohle I. und II. wohl: Gegen Uebergabe von: RM. Reichsbezugsschein 1,57 10,5 rm Fichtennutzreisig 30 Fichtenbohnenstanaen 3. Kl. Zusammenkunft: Alter Anneröder Weg — 11. Schneise. B. Mittwoch, 20. Januar 1932, 9% Uhr beginnend, aus den Abt. 74, 76, 99 und 120 des Stadtwaldes, Försterei Gießen: [Vermietungen | Schöne grobe 6-Zimmer-Wolinung in bester Lage mit Bad usw. und Zen- tralheiz. per 1.4.32 zu verrn.Schr. Ang. u. 0257 a. d.G. Anz. 4-Zimmer-Wohng. Marburger Str., Nähe Friedhof, per 1. 2.32 zu vermiet. Schriftl.Angeb.unt. 0264 an d. GH. Anz. Große 3qD Kneipe «Xe Heute mittag entschlief sanft nach längerem Leiden meine liebe, gute Frau, unsere treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwägerin und Tante Frau Margarethe Ringleb, geb. Schmidt im 75. Lebensjahr, Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Christoph Ringleb. rm Buchenknüppel rm Eichenknüppel rm Eschen-, Ahorn-, Ulmen- und Lindenknüppel Wellen Buchenreisig 3. Kl. rm Eichen-Nutzrundscheiter (Gar- tenpfosten) 1,3 rm Eschennutzknüppel l.Kl. (2m lang) 3,0 rm Fichtennutzknüppel 1. Kl. (3 m lang, Lattenholz). Zusammenkunft: Licher Straße — 13. Wirksam» erbe-Drucksachen bei Brühl. SchulstraBe 7 Vereine Union« Samstag, d. 16. Jan. 32 Kneipe =5 224er Samstag, 16.1.32, 20 Uhr »an rm „Andres", Sonnenstrahe Wichtige Zusammenkunft I Hurra! Kasperle ist da! Liebe Kinder! Am Sonntag, 17. Januar, naebm. von 3—5 Uhr, ist im Kathol. Vereinshaus wieder Kasperle. Ich erzähle euch auch, wie ich mit meiner Großmutter Weihnachten gefeiert habe und wie das Biribi den Christbaum gefressen hat. / 2 feine Stücke werden gespielt, die verrat ich aber nicht Bringt f. die Unkost. 20 Pf. mit. Die nächste Aufführung ist erst i. Mai. Euer Freund Kasperl Larifari Ein!. Scblafslelle in Grünberg od. Umg. ges. Schr. Ang. u. 0266 an d. Gtz. Anz. |Verschiedenes| Am l.Febr. 1932 erscheint ein Gemeinsames Tarif- Heft (Heft A) für denBinnenverkehr, der von der Allgemeinen Deutschen Eisenbahnbetriebs- Gesellschaft m.b.H. Berlin und der Lenz & Co. Gesellschaft m.beschränkter Haftung Berlin betrie- benenKleinbahnen- Das bisher für die von der Lenz LCo. Gesellschaft mit beschränkter Haftung betriebenen Kleinbahnen gültige Allgemeine Tarifheft (Heft A) vom l.Sep- tember1920 tritt mit dem l.Februar 1932 außer Kraft. [386V Nähere Auskunft erteilen die Dienststellen. Berlin, 14. Jan. 32. Lenz & Co. Gesellschaft mit be- schränkter Haftung. Reinseid. 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Walltorilraße . «MM Strapaz'er' * ,g. 100 cm .....m „pruck iiitit.....01 Nr. 12 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesfen) Zreitag, 15. Mannar (932 Kampf ohne Ende. England und Indien. Don d. Mulden. Als vor einiger Zeit die ersten Sturmzeichen daS Wiederaufflammen des indischen Freiheitskampfes ankündigten, da konnte weder daS Ausmaß noch die Bedeutung dieses Kampfes vorausgeschaut werden, weil das Verhalten aller ausschlaggebenden Machtfaktoren noch nicht fcststand. Heute aber, da nicht nur die na- tionalistifche Partei Indiens, sondern auch die indischen Mohammedaner, das englische Parlament und der indische Dizekönig ihre Taktik festgelegt haben, tritt erst die ganze Tragweite deS erbitterten Ringens inS volle Licht. Mm sich d i e psychologische Atmosphäre zu vergegenwärtigen, in der dieser Kampf beiderseits geführt wird, muh unbedingt, mit kurzem Rückblick auf die beiden Londoner Rundtischkonferenzen, zurückgegriffen werden. Denn sie verleihen dem heutigen indischen Kamps einen ganz anderen Charakter, alS ihn alle bisherigen Kämpfe dort hatten. Sie geben, einerseits, der englischen Regierung einen nicht nuv machtpolitischen, sondern auch ideellen Rückhalt. Aus der andern Seite aber wird gerade an ihm klar, wie sehr Engländer und Inder aneinander vorbeireden und um verschiedene Dinge ringen. In der Tat: war nicht die erste Rundtischkonserenz, die knapp vor einem Jahr zu Ende ging, ein Erfolg im Sinne der indischen Dersaffungsreform? Ist sie nicht über den von den indischen Rationalisten heftig bekämpften Simon-Bericht weit hinausgegangen, indem sie außer der Provinzialoutonomie auch Ministerverantwortlichkeit im Zentralparlament undMm- wandlung Indiens in einen Bunde-- st a a t vorsah? Mnd doch blieb die große nationale Organisation Indiens, der sogenannte All- indische Kongreß, nicht nur dieser ersten Rundtischkonfcrenz fern, sondern selbst nachdem # jene Erfolge feststandcn, war die De teil i- aungEondhisals Vertreter des Allindischen Kongresses an der zweiten Rundtischkonferenz, die oas Werk der ersten' fort» fetzen und weiterführen sollte, durchaus ungewiß. Warum? Weil die ganze Aufmerksamkeit der indischen Rationalisten von dem lokalen K a-m p f, dos Wort im Sinne ganz Indiens genommen, von dem Kampf an Ort Und Stelle mit Englands konkreter Macht weit mehr in Anspruch genommen wurde, als von den Zukunstsreformen der Dersassung, und mochte auch diese Zukunft keine entfernte sein! Mit voller Klarheit trat diese Sinnesrichtung zutage, als Gandhi seine Abreise nach London zur zweiten Rundtischkonferenz davon abhängig mochte, daß die indische Regierung die Gewaltakte, die bei der Steuereintreibung an den Dauern von Gujrat begangen wurden, wiedergutmache. Wenn sich Gandhi dennoch schließlich zur Reise noch London entschloß, so geschah es also Don vorne herein in recht geteilter Stimmung. Mnd da die zweite Londoner Konserenz, infolge der nicht beizulegenden Streitigkeiten zwischen Hindus und Mohainmedanern mit einem völligen Mißerfolg endete, kehrte Gandhi vollends in hoffnungsloser Stimmung nach Indien zurück — die Geduld der indischen Rationalisten aber platzte. Diese äußerste, aber lang vorbereitete Spannung der politischen Atmosphäre macht uns begreiflich, wie sehr die indischen Rationalisten nunmehr eine Entladung, eine endgültigeEnt» fcheidung, herbeisehnen „Diesmal wird es einen schweren Krieg bis zum Ende geben. Ich hoffe, die Ration wird bereit sein, die äußersten Opfer zu bringen", so lautet kennzeichnend die Botschaft an die indische Ration, die Wallabhai Patel, der Präsident des Rationalkongresses, vor feiner Mebersübrung ins Gefängnis erließ. Englands Haltung ist entgegengesetzt Das heißt: in dem entbrannten Kampf will es auch aufs Ganze gehen, aber das Endziel dieses Kampfes für E igland ist: der Aufschub einer endgültigen politischen Entscheidung Vom ultravioletten Licht. on proteflor L>r. Paul Kirchberger. Daß das gewöhnliche Licht aus einer großen Zahl »erfchiedener Lichlarlen besteht, oder noch besser aus- gedrückt, daß es einen oolllommen stetigen Ueber- gang zwischen zwei Grenzlagen darstellt und somit unendlich viele Lichtarten in sich schließt das war lange Zeit ein stark umstrittener Satz, kein Geringerer als Goethe hat Diele Jahre lang einen vergeblichen Kamps gegen diese Wahrheit geführt. Heute >fi es uns eine geläufige Tatsache, daß das sichtbare Licht nur ein ganz winziger Ausschnitt aus dem großen Gebiet der elektromagnetischen Wellen ist, und in gewissem Sinne ist nichts lehrreicher, als sich eindringlich oorzustellen, daß von zwei elektro lAagnetischen Wellenvorgängen, die an sich nicht iinbers verschieden sind wie rotes und blaues Licht der eine vom Menschen als Licht empfunden wird, rrährend der andere die etwa sonst herrschende Dun- ktlheit nicht im mindesten aushclll. Wenn irgendeine Zalsache, so zeigt uns diese, daß unsere Sinne zwar nicht „Betrüger" sind, als die sie mitunter gescholten rrurben, aber boch sehr einseitige Berichterstatter bie uns von ber Welt da draußen ein ganz anderes Bild entwerfen, als dies andere Berichterstatter tun nürden. Man kann es als einen besonders schweren Mangel unseres Auges hinstellen, daß es gerade die kürzeren Lichtwellen, also ungefähr die, die erheblich kürzer sind als ein halbes Tausendstel Millimeter, nichi mehr als Licht wahrnehmen läßt, tnrnn gerobe biese von ben Physikern „ultraviolett" genannten Wellen sinb in vielfacher Hinsicht ganz hervorragenb wichtig Zunächst zeigt uns unsere heutige Physik, baß biese Strahlen sozusagen besonbers „grobkörnig" sinb: man kann sie mit grobem Kies vergleichen, währenb bie übrigen, nämlich bie blauen, gelben, roten unb erst recht bie sogenannten ultraroten Strahlen bie Rolle eines immer feiner roerbenben Sanbes spielen. Denn dos Licht, ober überhaupt bie Strahlung, hat, wie sich seit einem Bierteljahrhunberl immer klarer unb betulicher herausstellt, sozusagen körnigen Aufbau Es ist fein Wunber, baß bie Wirkung in vieler Hinsicht um so stärker ist, je gröber bie Körner sinb, b. h je größer bie Grunbteilchen, aus benen bas Licht besteht. Daß bie Wirkung auf bas Auge hiervon eine Aus- nobrne macht, unb baß bieses nur Licht einer gewißen Mittelsorte als solches empfinbet, ist mertroürbig unb muß als Grunbtatsache hingenommen werben. Oie Kämpfe in -er Mandschurei. Oben: Japanischer Minenwerfer-Dorposten auf der südmandschurischen Strecke. — Unten: Panzerwagen mit Schnellfeuerkanonen werden auf einer nördlichen Eisenbahnstation zusammengestellt. über Indien, und vielmehr der Weg organisierter Reformen. Der ganze Mnterschied der Kompf- taktik zwischen Lord Irwin, dem bisherigen, und Lord W i l l i n g t o n , dem jetzigen Dizekönig von Indien, tritt zutage, wenn man etwa das Gandhi-Irwin-Abkommen vom März 1931 mit der gegenwärtigen Situation vergleicht. Damals Reigung zu Kompromissen, ja zu offenbar faulen Kompromissen, wie die berühmte Freigabe des „friedlichen Streikpostenstehens". heute rücksichtslosester systematischer Kampf, bei dem die Positionen des Gegners eine nach der andern vernichtet werden sollen: Verhaftung der Spihenführer Wallabhai Patel, Gandhi, Iowahartal Rehru (der zu zwei Jahren schweren Kerkers verurteilt wurde): dann, um keine Rachfolger aufkommen zu lassen, massenhafte Verhaftungen unter den Kongreßmitgliedern: und schließlich Erklärung des ganzen All- indisdhen Kongresses für eine illegale Organisation. Der Generalstab des Feindes, der dem ganzen Lande, den Ortsgruppen Parolen und Direktiven gibt, soll vernichtet werden: aber auch die Ortsgruppen selbst werden unterdrückt — um auch hier die Rachfolge auszuschalten. Durch Rot- verordnungen wird auch „friedliches Streikpostenstehen" verboten. Kurz, Willington greift auf der ganzen Front durch. Mag sein, daß diese neue, radikale Kampfes» taktik Englands inderPerson des neuen Vize- königs begründet ist. Dennoch darf nicht vergessen werden, daß auch die ganze Situation heute anders beschaffen ist als bisher. Richt nur kann sich England auf die beiden Rundtischkon- ferenzen als Deweis seines guten Willens berufen, sondern auch machtpolitisch ist ein bedeutsamer Wandel — durch die jüngsten Parlamentswahlen — eingetreten: Willington weiß hinter sich ein durch und durch konservatives Parlament. Rur ein weißer Rabe war jener Abgeordnete der in der Opposition befindlichen Arbeiterpartei, der neuerdings der Regierung einen schweren Vorwurf daraus machte, daß sie nicht abermals mit Gandhi paktierte, und der sogar den baldigen gänzlichen Verlust Indiens durch England prophezeien zu können glaubte. Der überwiegenden Tories-Mehrheit des Parlaments hingegen dürfte eine erfolgreiche britische Kraftprobe in Indien nur recht sein, zumal da die P a r te i ve r hä l t n i ss e in Indien selbst diese Kraftprobe begünstigen. Denn während Gandhi sich in London für den Beschützer aller Aermsten seiner Heimat erklärte und ausdrücklich von feinem Kampf um die Aufhebung der Mnberührbarkeit der niedrigsten Kaste sprach - wurde er bei der Landung in Indien von den Parias mit einer nicht mißzuver- stehenden feindseligen Kundgebung empfangen: ein deutlicher Beweis dafür, daß Gandhis Autorität durchaus nicht die gesamte Hindu-Bevölkerung umfaßt. Schwer ins Gewicht fällt ferner die Haltung der Mohammedaner Indiens. Die Zeiten, da Hindus und Moslems — in der Epoche der indischen Kalifats-Bewegung — Schulter an Schulter gegen England marschierten, sind dahin. Schaukat-Ali, der Führer indischer Mohammedaner, damaliger Bundesgenosse Gandhis, trat diesem in London demonstrativ entgegen. Mnd im Beginn des gegenwärtigen Kampfes in Indien erließ ein anderer Führer der Mohammedaner. Mohammed Jakob, einen öffentlichen Aufruf an feine Glaubensgenossen, in dem er sie aufforderte, die Regierung zu unterstützen, und zugleich die Tätigkeit des Allindischen Rational- kongresses verurteilt. Mnd wie England sich durch die zweite Rundtischkonferenz die Mnterstühung der Mohammedaner Indiens gewann, so hat es durch die erste Konferenz die Dundesge- nossenschast der indischen Fürsten aufs neue gefestigt. Die Mnterstützung der Mohammedaner hatte nicht einmal durch den im Dezember 1931 in Jerusalem abgehobenen, stark antienglisch gerichteten panislamischen Religions- kvngreß irgendeine Einbuße erlitten. Denn Hchau- kat-Ali begab sich zwar aus London nach Jerusalem und hat auch das Angebot eines Sitzes in ber dort beschaffenen Exekutive erhalten, aber ab« gelehnt — aus Gründen, die bisher noch nicht ganz klar sind. • Alle diese Faktoren ermöglichten die Heftigkeit deS englischen Vorgehens. Sein radikaler Charakter scheint aber auch überraschend schnell einen Erfolg erzielt zu haben. Denn nach den jüngsten Meldungen aus Indien macht sich dort ein Abflauen deS Widerstands bemerkbar. Mnd schon treten auf den Plan auch die bekannten Vermittler: Vayakar und Sapru, die bereits nach der ersten Rundtischkonferenz zwischen London und dem Allindischen Rationalkongreß zu vermitteln suchten, und nun zwischen Gandhi und Willington wohl mit Wissen des letzteren, zu vermitteln bemüht sind. Bei der überaus großen Wendigkeit Gandhis, die sich schon öftere* zeigte, ist daS Zustandekommen irgendeiner Zwischenlösung, eines Waffenstillstands, nicht unmöglich. Würde aber ein solcher Waffenstillstand schon jetzt, nach so kurzem Kampfe, indischerseits angc'trebt werden, so wären seine Bedingungen für die indische Rationalpartei durchaus ungünstig. Vor allem würden die Armee-und Polizeihoheit, über die auf der zweiten Rundtischkonferenz verhandelt werden sollte aber infolge der indisch- mohammedanischen Zwistigkeiten nicht verhandelt wurde —, in der revolutionären Atmosphäre Indiens erst recht als Reservate in Englands Hand bleiben, und mit ihnen, neben der Finanzhoheit, die allen Keime immer wieder ausbrechender Konflikte zwischen England und seiner Kronkolonie. Weitere Zunahme deS Lahnschisfahrtsverkehrs. WSR. Diez, 14. Jan. Wie die soeben abgeschlossenen statistischen Angaben über die Lahlisch i f f a h r t im Jahre 1931 erkennen lassen, weist auch dieses Jahr trotz der starken wirtschaftlichen Rotlage eine weitereAufwärts- entwicklung des Frachtverkehrs aus. Die Gesorntverfrachtung betrug im Jahre 1929 = 53131, 1930 = 74 374 und 1931 - 105 482 Tonnen. Man rechnet damit, daß nach Anlage der geplanten Verladerampen in den Städten der Frachtverkehr noch weiter zunehmen wird. In der Hauptsache werden Kalksteine aus dem Mittellahngebiet verfrachtet. Strompreissenkung bei der Heag. WSR. Darmstadt, 14. Ian. Die Heag . die den größten Teil der Provinz Starkenburg mit Strom versorgt, macht bekannt, daß sie im Zug der allgemeinen Preissenkungsaltion oic Grundgebühren des Wohnungs- tarif s von 70 auf 60 Pfennig bzw. für Qteben- raume von 35 auf 30 Pfennig und alle anderen Grundgebühren um 10 Prozent gesenkt hat. Die Einführung des Wohnungstariss mit seinen Preisvorteilen ist nunmehr allen Haushaltungen möglich, da bei Kleinstabnahme die Differenz soweit zurückgezahlt wird, daß auf k e i n e n F a l l der Licht st rompreis über 38 Pfennig (bisher 40 Pf.) liegt. Der allgemeine Grundstrompreis ist bereits im Oktober 1931 um 10 Prozent gesenkt worden. ES tritt eine nochmalige Senkung um 2 bzw. 1 Pf. pro Kilowattstunde in den verschiedenen Staffeln ein. Die Großabnahmepreise senken sich automatisch infolge der Kohlenpreissen- fung durch die in den Verträgen enthaltene Kohlenpreisklausel. Die Preissenkungen bedeuten einen Einnahmeausfall von 225 000 Mark, dem 100 000 Mark Ersparnisse durch die Rotverordnung gegenüberstehen. Die Strompreise des Werks bewegen sich zur Zeit unter den Dorkriegssätzen. Aber dieses oom Auge nicht wahrgenommene Licht ist für unseren Körper keineswegs ohne Bedeutung! Im Gegenteil, nach neueren Anschauungen ist gerade dieser ultraviolette Teil des Lichtes gesundheitlich besonders wichtig Die allgemein bekannte Wir- tunp der Hochgebirge und der Seeluft beruht zum großen Teil auf ihrem Reichtum an ultravioletten Strahlen. Sie sind es, die die bekannte Bräunung der Haut Hervorrufen, die Hauttätigkeit und somit unseren Stoffwechsel anregen. Daß die Bildung der sogenannten Vitamine, jener besonders in den legten Jahren untersuchten, zwar nur in sehr geringer Menge vorhandenen, aber für unser Leben not wendigen Stoffe, durch Bestrahlung mit ultravio lettem Licht begünstigt wird, ist in aller Strenge nachgewiesen In manchen Fällen können sich sogar die Bestrahlung der Nahrungsmittel und die Bestrahlung der sie verzehrenden Lebewesen gegenseitig ersetzen. Die gesundheitsschädlichen Wirkungen, die das Leben in Großstädten und zumal in gejch offenen Räumen, wie Bureau, Fabrik-, Schulräumen ufro. unzweifelhaft mit sich bringt, beruht zwar nicht ausschließlich, aber doch sicher zum erheblichen Teil auf dem Mangel an ultravioletten Strahlen Man hat nun versucht, diesen Mangel ausz^g e chen und auch den Großstädter der heilsamen uitromo letten Strahlen teilhaftig werden zu lassen. Zunächst hat man einen bösen Feind entdeckt, der viele Jahrhunderte lang als gänzlich harmlos galt, nämlich die gewöhnliche Fensterscheibe Sie hält in der Tai ultraviolettes Licht fast völlig fern, was das Auge natürlich nicht merkt, da es >a dieses Licht ohnehin nicht als solches empfindet Neuerdings werden nun Gläser hergcstellt. die ultraviolettes Licht durchlassen Sie sind natürlich etwas teurer als gewöhnliches Glas, immerhin aber brauchte der höhere Preis ihre Verbreitung nicht zu hindern. Allein jedoch werden es diese Gläser kaum schaffen, denn die Voraus setzung dafür, daß sie ultraviolettes Licht durchlassen, ist natürlich die, daß solches Licht vorhanden ist. Nun werden aber gerade die ultravioletten Strahlen zwar nicht von der Luft als solcher, aber doch von verunreinigter Luft, wie wir sie in unseren Großstädten ja leider meist haben, stark zurückgehalten Die eben erwähnten Gläser können also nur dort, wo das ultraviolette Licht nicht schon von der Lust zurück- gehalten wird, heilsam wirken. Das find aber wieder Gegenden, wo dies minder notwendig ist als gerade eben in den Großstädten. Neuerdings ist ein anderer Gedanke zur Abhilfe aufgetaucht. Man weist nämlich dem künstlichen Licht die Aufgabe zu, die das natürliche nicht bewältigen kann, die Lieferung der ultravioletten Strahlen. Grundsätzlich ist dies sehr einfach. Das Licht ist nämlich um so reicher an ultravioletten Strahlen, je heißer die Lichtquelle ist, aus der es stammt. Die Temperatur der Sonye beträgt etwa 5000 bis 6000 Grad Diese Hitze wird von keiner irdischen Licht quelle auch nur entfernt erreicht. An sich ist also kein Licht auch nur annähernd so reich an ultravioletten Strahlen wie das Sonnenlicht. Wenn wir aber bedenken, daß selbst im Hochgebirge und am Meer ein großer Teil dieser Strahlen die Erde nicht erreicht, weil sie von der Luft verschluckt werden, so erscheint der Wettbewerb mit der Sonne wieder aus- sichtsooll Wir kommen ihr aber um so näher, je hoher die Temperatur des Glühfadens in unseren Glühlampen ist Uebrigens ist die Steigerung der Temperatur auch aus wirtschaftlichen Gründen erwünscht, und daraus folgt eben der Drang, für den G.ahdraht Metalle von immer höherem Schmelzpunkt zu bekommen, die eine Steigerung ihrer Tem peratur erlauben Neuerdings versieht man nun Glühlampen, die wegen ihrer hohen Glühtemperatur ein an ultravioletten Strahlen reiches Licht erzeugen, mit Glas, das diese Strahlen durchläßt: denn die bohe Temperatur nützt natürlich wieder nichts, wenn das (Blas der Birne für diesen wichtigen Teil der Strahlen undurchlässig ist Schließlich soll ein Punkt nicht vergessen werden, die Bedeutung der ultravioletten Strahlen für Lichtbildaufnahmen, insbesondere für die ja immer schwie- rige Aufnahme in Jnnenräumen. Daß rote Strahlen auf die Lichtbildplatte nicht wirken, ist ja bekannt, um so stärker ist die Wirkung der blauen, violetten und ultravioletten Strahlen, und auf ihnen beruht vornehmlich das Zustandekommen des Bildes. Es ist aber nun einmal ein Urtrieb des Menschen, photographiert zu werden, und nach einer freilich nicht ganz sicher verbürgten, von einem meiner Freunde aber um so häufiger erzählten Geschichte soll schon der Perserkönig leqres diesen Wunsch geäußert haben: es wurde ihm freilich bedeutet, daß er noch einige tausend Jahre warten müsse, da die Photo graphie noch nicht erfunden fei, worüber er schwer ergrimmt war. Nicht ganz so groß sind die Anforderungen, die heute in dieser Hinsicht an unsere Geduld gestellt werden, aber auch sie erscheinen manchem zu groß, und deshalb hat man ja beispielsweise die Er- inbung des aus Magnesium bestehenden Blitzlicht mlvers gemacht: aber das Blitzlicht hat bekanntlich eine zwei Seiten; zwar ist die Aufnahme längst I vorüber, wenn die eigentliche Blendung des Auges eintritt, aber es scheint, daß die Erwartung eines | sehr grellen Lichteindrucks dem Gesichtsausdruck nü.jt sonderlich zustatten kommt, wie jeder zugeben wird, der sich ein bei Blitzlicht aufgenommenes Gruppenbild ansieht. Auch hier hilft eine ähnliche Lampe, die vor einiger Zeit auf ben Markt gekommen ist. Man steigert bas von ihr ausgehenbe ultraviolette Licht ba- burch, baß man bie Lampe überlastet, also einen besonbers starken, bie Temperatur bes Glühfabens steigernden Strom burch sie hinburchgehen läßt. Da- burch geht sie zwar schnell entzwei, aber was tut ber Mensch nicht alles^ wenn es sich barum handelt, daß er recht schöne Bilder von seiner werten Person erhält! Zeitschriften. — „Philosophie und Lebe n", hg. von Prof. Dr Aua. Messer: Verlag Felix Meiner, Leipzigs Vlil. Iahrg. 1932; viertelst drei Hefte 1,80 Mk., Einzelheft 0,75 Mk. - Das 3a- nuar-Heff ist vor allem Problemen der Rechtsund Staatsphilosophie gewidmet. Mcber Aristokratie und Demokratie spricht Amtsrichter Bach (Stuttgart), über das Problem der Revolution Landgerichtsrat Eberhard «Schwerin), über „die deutsche Frau und den heutigen Staat" Direktor Holzhausen iSonneberg); der Herausgeber behandelt die Idee der freien Rechtsfindung (nach Ernst Fuchs). In der „Aussprache" wird die Idee der Demokratie und das Thema Politik und Weltanschauung erörtert. — Mutter und Kind. Zeitschrift für Ernährung, Pflege und Erziehung des Kindes Verlag Elwin Staude, Osterwieck am Harz Vierteljährlich (3 Hefte) 1,65 Mk. einlchl Porto — Das Geleitwort zum Beginn des neuen Jahrgangs schreibt Prof. Dr. Rott. Es folgt dann eine Plauderei über „Pflege, Ernährung. Erziehung des fünf Monate alten Säuglings" von Oberin D. Woerner, die allen jungen Müttern Fingerzeige gibt, was bei der Pflege und Ernährung des Säuglings zu beachten und was zu vermeiden ist. Prof. Dr. Kurt Blühdorn behandelt das Thema: „Skrophulose", A. Hoffmann das Thema: „Warum so wenige Stotterer geheilt werden". Die Zeitschrift ist für alle jungen Mütter, Säuglings- und Kleinkinderpflegerinnen von Wert; jedes Heft ist anschaulich illustriert. Oberheffen. Oie Verschmutzung der Horloff und der Nidda. WSN. Friedberg. 14.San. 3n einer Erklärung über die neue Verschmutzung der Nidda führt die Direktion des Schwelkraft- werk - Wölfersheim u. a. aus, dah sie im vergangenen Jahre unter Aufwendung hoher Kosten und unter Mitwirkung der zuständigen Behörde einen S t a u t e i ch angelegt habe, in dem die vom Wölfersheimer Werk abfliehenden Schwelwasser gesammelt wurden. Auf diese Weise sollte verhütet werden, dah die Horloff und Nidda dauernd die täglich anfallende Menge au Schwelwasser aufzunehmen hätten. Da der Stauteich nur eine gewisse Zeit die Schwelwässer aufnehmen konnte, habe das Werk die Hoch- wasferperiode der letzten Tage benutzt, um die im Teich gesammelten Wasser der Horloff zuzuführen. Das sei wohl die einzige Möglichkeit, wie das Werk sich vor der Notwendigkeit schützen könne, etwa im Sommer in Zeiten tiefsten Wasserstandes solche Maßnahmen treffen zu müssen. Wenn man Wert darauf lege, das Wölfersheimer Werk in Betrieb zu halten, dann müsse ihm die periodische teilweise Entleerung des Schwelwasserteiches gestattet werden. Wolle man diesen Abfluß verbieten, dann habe man zwar die Genugtuung, daß das Leben der Fische gesichert wäre, die große Belegschaft des Wölfersheimer Betriebs aber auf der Straße läge. Daran habe wohl auch die Behörde zu denken, die den zweifellos vorhandenen Notstand anerkennen und würdigen werde. Dis jetzt habe sich leider keine brauchbare Lösung gefunden, um eine chemische Vorreinigung der Abwässer vornehmen zu können. Das Werk werde für etwaige Schäden angemessenen Ersatz leisten. Gemeinderat in Laubach. □ Laubach, 14. Jan. In der ersten diesjährigen Gemeinderatssitzung gab zunächst Bürgermeister H ö g y einen kurzen Rü^blick über das abgelaufene Jahr und forderte den Stadtvorstand zur weiteren sachlichen Mitarbeit auf. Des weiteren gedachte der Vorsitzende des verstorbenen ältesten Eemeinderatsmitgliei:es Oöerreaileh- rer i. R. Ludwig Gerhard und widmete ihm ehrende Worte. Unter Punkt 1 der Tagesordnung wurde beschlossen, bei Bewilligung von Steuerstundungen vom 1. Januar 1932 ab an Stundungszins en 5 v. H. jährlich zu erheben. Einige jugendliche Arbeiter, die um Beschäftigung bei der Gemeinde nachgesucht haben, sollen in jedem Monat eine Woche beschäftigt werden. Die in der hiesigen Gemarkung gelegene Kreis- obstbaumschule wird im Laufe dieses Jahres aufgehoben. Das Pachtgelände fällt wieder der Stadt zu. In sämtlichen städtischen Wohnungen wird gemäß der letzten Notverordnung mit Wirkung vom 1. Januar 1932 ab die Miete auf 112 Prozent des Friedenssatzes gesenkt. Zum Schlüsse wurde die Erhebung einer Dachreinigungsgebühr von den Eigentümern derjenigen Hofreiten beschlossen, deren Abwässer in Ge- meindebäche oder -gräben fließen, sofern die Hausbesitzer nicht schon zur Zahlung einer Kanal- benuhungsgebühr herangezogen werden. Geflügel- und Kaninchenschau in Gambach. Q Gambach, 12. Jan. Am Sonntag veranstaltete der hiesige Kaninchen- und Geflügelzuchtverein im Saale der Gastwirtschaft T. W. Mohr seine lokale Geflügel- und Kaninchen-Ausstellung unter der Leitung seines Vorsitzenden Wilhelm De rg k. Die Anzahl des ausgestellten Geflügels betrug 140 Nummern, die der Kaninchen 36. Das ausgestellte Material dürfte als sehr gut bezeichnet werden. Preisrichter für Geflügel war Herr S ö d l e r (Nieder-Gemünden), für Kaninchen Herr ü II - t i ch (Gießen). Folgende Züchter erhielten Preise (E = Ehrenpreis, sg — sehr gut). Hühner: Nhodeländer: W. Wächter, W. Schmidt je sg: Whandottes, rebhuhnf.: O. Volk E und sg.: Barnevelder: W. Düringer E, W. Buß sg: Italiener, rebhuhnf.: K. Boller zwei E, K. Doller zwei sg, Fr. Dröder. W. Schuber je sg: Italiener, schwarz: A. Lotz E und drei sg, W. L. Metzger sg: Italiener, aelb: A. Rosenbaum E: Italiener, silber- hals.: O. Decker sg: Leghorn: W. Düringer E, E. Langbein, W. Düringer je sg: Rheinländer, schwarz: O. Klein, W. Buß je E, W.Duß drei sg, W. Düringer sg: Hamburger, schwarz: K. OHIe- muh E, W. Dergk sg: Hamburger Silberlack: E. Langbein E und sg: Goldbrackel: H. Deppler E und sg: Zwergrhodeländer: H. Deppler E: Zwerg- whandottes, schwarz: A. Görlach sg, weiß: A. Görlach sg: Porzellanfarbige Zwerge, F. Dröder E und zwei sg. Enten: Kaki Champell: H. Wächter E, H. Wächter, H. Doller, O. Volk je sg. Tauben: Hessische Kröpfer: W. Schmidt E, W. Schmidt drei sg, Ph. Metzger sg: Strasser: W. Schmidt E und sg: Koburger Lerchen: K. Doller E und drei sg: Drieftauben: H. Müll E, E. Loh sg: Gold- sasan: E. Langbein E. Kaninchen: A l t t i e r e: Belgier Riesen: H. L. Metzger 4 E H Metzger 1. Pr: Weiße R efen: K. Mckttern-Dutz- bach 1. Pr. Deutsche Riesenschecke: G. Metzger 1. Pr Blaue Wiener: W. Buß, E und 2. Pr. Groß- Chinchilla: Gg. Karber, 3. Pr. Klein-Chinchilla: 3. Eiff, 1. Pr. Maska: G. Böck, E, H. Dern, 1. Pr. G. Böck, 2. und 3. Pr. 3ungtiere: Groß-Chinchilla: W. Schmidt 1. Pr. Chin-Rex: K. Mattern, Butzbach, 1. Pr.' Belgier Riesen: R. Rah, 1. und 2. Pr. Deutsche Widder: R. Rah, 1. Pr. H. Mattheis, 3. Pr. De^sche Riesen-Schecke: K. Mattern, Butzbach, Landkreis Gießen. gck. Groß en-Buseck, 14. 3an. 3n seinem Vereinslokal hielt der Gesangverein,Sänge rkranz" am Samstag seine Hauptversammlung ab. Der Vorsitzende Wilhelm Seipp erstattete den Jahresbericht. Der Besuch der Singstunden konnte als gut bezeichnet werden. Dementsprechend waren die Leistungen der unter der tatkräftigen, umsichtigen Leitung des bewährten Chormeisters Nicolai stehenden Sängerschar von gutem Erfolg begleitet. Zum vierten Male wurde der gesamte Vorstand einstimmig wieder- aewählt. Unter Würdigung der für die Veranstaltung eines Wintervergnügens sprechenden Vezirks-Geflügelausstellung in Homberg. ch Hombergl3.Ian. Der hiesige Geflügel, zuchtverein hatte in der Stadthalle die De* zirks-Geflügelausstellung vorbereitet und mustergültig durchgeführt. Lieber 500 Nummern Zuchtstämme, Hühner, Taubem Wasser-und Ziergeflügel wurden gezeigt. Mit der Ausstellung war eine Prämiierung verbunden. Ms Preisrichter fungierten die Herren Pfeiffer, Marburg, und O st h e i m , Echzell. Das ausgestellte Tiermaterial war fast durchweg von ausgezeichneter Beschaffenheit. Nachstehend seien die Träger der zehn Leistungspreise aufgeführt. Den 1. Leistungspreis erhielt H. Reinhard ll., Schlitz, für Orpington (48 P.); 2. Pr. K. Strauch, Homberg, für Nürnberger Samtschwalben (34 P.); 3. Pr. K. Fiß ler, Nie- der-Ohmen, für Rhodeländer (33 P.); 4. Pr. Gg. Keil, Griebendorf, für rebhuhnfarbige 3taliener (33 P.): 5. Pr. O. Södler, Nieder-Gemünden, für weiße Wyandottes (32 P.): 6. Pr. Lehrer Lotz, Nieder-Gemünden, für schwarze Whandottes (30 P.): 7. Pr. W. 3äck, Homberg, für Brünner Kröpfer (30 P.): 8. Pr. H. Hüben- thal, Homberg, für Kröpfer (24 P.): 9. Pr. 3. Döring, Schlitz, für Zwerg-Langshan (24 P.): 10. Pr. K. Krug, Homberg, für Silberbrakel (24 Punkte). Oie übrigen Ergebnisse: Abteilung Zuchtstämme. Hühner. Brahma, K. Kehl, Vurg-Gemünden, sg. 1; Wyandottes weih, K. Kehl, Burg-Gemünden, sg 2: O. Herbst, Nieder-Gemünden, g.; Rhodeländer, K. Fißler, Nieder-Ohmen, 1 und E.; H. Wagner, Dannenrod, g.; K. Wittich, Nieder-Gemünden, g.: Barnevelder, Pfarrer Prätorius, Homberg, g.; Welsumer, L. Otterbein, Nieder-Gemünden, sg. 2: Rheinländer schwarz, Hauptwachtmei- ster Maus, Ruppertenrod, sg. 1; I. Weih, Nieder- Gemünden, sg. 3; Russische Orloff, Ld. Römer, Nieder-Gemünden, sg. 1 und E.: Leghorn weiß, R. 3ung, Zell, g.; Rebhuhnf. 3taliener, K. Wenzel, Zell, g. 2: Gg. Keil, Strebendorf, g. 3; Hch. Reitz, Durg-Gemünden, sg. 1 und ($.; Schwarze Italiener, Hch. Alexander, Rieder-Ohmen, fg. 2; 3. Mennhardt, Homberg, g.; Hamburger Silbersprenkel, O. Södler, Nieder-Gemünden, sg. 3 Abteilung Zwerge. Bantam schwarz, K. Wittich, Nieder-Gemünden, g.; Cochin schwarz, Th. Schmidt, Ermenrod, fg. 1. Enten. Pommern blau und schwarz, O. Södler, Nieder-Gemünden, fg. 1 und E.; L. Römer, Nieder- Gemünden, fg. 2. Hühner. Brahma, O. Södler, Nieder-Gemünden, G, 3 fg. und 1 g.; K. Maus, Münch-Leusel, 1 g.; Orpington gelb, Sy Reinhardt TL, Schlitz, C., 7 fg., 2 g.; Plymouth-Rocks, O. Weller, Schlitz, 1 fg., b.; E. Scholl, Nieder-Gemünden, E., 1 fg., 1 g.; Wyandottes weih, Otto Södler, Nieder-Gemünden, DE., 4 fg.; K. Pfifferling, Schlitz, 1 fg.; Wyandottes schwarz, Lehrer Loh, Nieder-Gemünden, E., 3 sg., 4 g.: H. Alexander, Nieder-Ohmen, 1 fg.; E. Scholl, Nieder-Gemünden, E., 2 fg., 3 g.; K. Wald, Nieder-Gemünden, E., 3 fg.; 3. Seeger, Nieder-Gemünden, 1 fg., 1 g.; Wyandottes gold, Lehrer Heldmann, Uellershaufen, 2 fg., 2 g.; Whandottes silber, Th. Schmidt, Ermenrod, L.-Pr., 2 fg., 3 g., 1 b.; Wyandottes rebhuhnf., K. Maus, Münch-Leusel, 1 b.; Rhodeländer, K. Wittich, 1 fg., 1 g.; K. Fißler, Nieder-Ohmen, 3 fg., 3 g.; Lehrer Stoll, Altenburg, E., 1 fg.; Minorka schwarz, K. Pfifferling, Schlitz, 2fg.; Darnevelder, Sy Fiedler, Nieder-Gemünden, 2 g.; 3. Schühler, Nieder-Gemünden, 3 fg., 1 g.; Pfarrer Prätorius, Homberg, 1 fg.; Welsumer, Ld. Otterbein, Nieder-Gemünden, 1 fg., 1 g.; Rheinländer schwarz, K. Fihler, Nieder-Ohmen, 1 b.; Hch. Tröller, Nieder-Ohmen, 1 g.; Hauptwachtmeister Maus, Ruppertenrod, E., 3 fg.; O. Reichel, Nieder-Ohmen, 2 fg., 2 g.; 3. Weih, Nieder-Gemünden, 2 fg., 1 g.; Italiener rebhuhnf., K. Wenzel, Zell, 1 fg.; O. Hahn, Altenburg, 2 g.; Th. Schmidt, Ermenrod, 3 g.; Sy Euler, Oberbreitenbach, 3 fg., 1 g.; Hch. Reitz, Durg-Gemünden, E., 2fg., 1 g.; Hch. Keil, Strebendorf, E., 4 fg., 2 g.; Italiener schwarz, Hch. Alexander, Nieder-Ohmen, E., 1 sg., 1 g.; 3. Mennhardt, Homberg, 2 g.; Sy Dickert, Schlitz, 2sg.; 3taliener gelb, K. Schäfer, Schlitz, E., 2 fg.; Lehrer Stoll, Altenburg, 1 fg., 1 g.; Italiener silberfarben, K. Werner, Durg-Gemünden, 1 fg., 1 g.; Silberbrakel, Konr. Krug, Homberg, E., 3 fg., 2 g.; Goldbrakei, H. Decker, Homberg, 1 fg., 1 g.; Thüringer Pausbacken, Pfarrer Prätorius, Homberg, 2 g.; Hamburger schwarz, A. Lump, Huhdors, 21g., 1 g.; Holländer Weihhauben, Forstmeister Wagner, Homberg, 1 g.; Leghorn weih, Hch. Tröller, Nieder-Ohmen, 1 sg.; Perlhühner, K. H. Reichert, Nieder-Gemünden, 2sg. Abteilung Zwerge. Cochin schwarz, Otto Södler, Nieder-Gemünden, 2sg., 2 g.; Wyandottes weih, K. Kernbach, Schlitz, E., 2 sg.; Porzellans., federfüßige Zwerge, O. Södler, Nieder-Gemünden, 4 fg.; K. Wenzel, Zell, 1 fg.; O. Decker, Nieder-Gemünden, 1 sg.; K. Seih, Homberg, 3sg.; Langshan weih, I. Döring, Schlitz, 4 fg.; Holländer Weihhauben, Aug. Schlosser, Groh-Felda, 1 sg., 1 g.; Deutsche Zwerge, Hch. Reitz, Durg-Gemünden, G., 1 sg., 1 g.; Bantam schwarz, A. Günther, Nieder-Gemünden, 2fg, lg. Abteilung Tauben. Englische Kröpfer, O. Södler, Nieder-Gemünden, 3sg., 1 g., E.; Altdeutsche Kröpfer, O. Hahn, Altenburg, E., 1 fg., lg.; Hessische Kröpfer und Steigerkröpfer, H. Hübenthal, Homberg, 2 fg., E., 3 g., 3b.; Brünner Kröpfer, weih, W. Jäck, Homberg, DE.» 5 fg.; L. Römer, Nieder-Gemünden, 2 g.; Koburger Silberlerchen, O. Weller, Schlitz, 2fg., lg.; Forellen-Tauben, Gg. Keil, Strebendorf, 2fg.; Hch. Wagner, Dannenrod, 1 fg., lg.; Nürnberger Samtfchwalben, K. Strauch, Homberg, SE., 3 fg., 4 b.; Thüringer Schnippen, K. Strauch, Homberg, 1 fg., 1 g.; Fränkische Samtschilder, K. Strauch, Homberg, 1 sg.; Thüringer Schilder, K. Krug, Homberg, E., 1 fg.; Starhals, K. Krug, Homberg, E., 3fg.; Perücken, O. Krei- ker, Nieder-Ohmen, 1 fg.; Elstertümmler, K. Schäfer, Huhdorf, 1 fg.; K. Krug, Rainrod, 1 fg., 1 g.; Mövchen, K. Krug, Rainrod, E., 2 fg.; Indianer, P. Krug, Nieder-Gemünden, 2fg.; K. Krug, Homberg, 1 fg.; Brieftauben, blau, K. Krug, Rainrod, 1 fg., lg.; K. Schäfer, Huhdorf, 1 fg., 2g.; Brieftauben, dunkel, W. Lang, Rainrod, 1 fg., 1 g.; O. Weller, Schlitz, 1 fg.; Sy Wagner, Dannenrod, lg.; Brieftauben rot, L. Kraus, Nieder-Ohmen, 1 g., 1 b.; Sy Döring, Bernshaufen, 1 fg.; Th. Schmidt, Ermenrod, G., 1 fg.; Gg. Wink, Huhdorf, 1 fg., 2 g.; W. Lang, Rainrod, 3 fg., 2 g.; Brieftauben rot gehämmert, O. Kreiker, Nieder- Ohmen, 1 g.; Hch. Döring, Dernshausen, 1 fg.; L. Kraus, Nieder-Ohmen, 1 b.; W. Lang, Rainrod, 1 b.; Brieftauben rotgefcheckt, Th. Schmidt, Ermenrod, E., 1 fg.; O. Kreiker, Nieder-Ohmen, 1 b.; L. Kraus, Nieder-Ohmen, 2 fg. Abteilung Grohgeflügel. Truthühner bronzef., Hch. Seibert, Rieder-Ohmen, 1 fg.; Emdener Gänse, R. 3ung, Zell, G., 2 fg.; Peking-Enten, O. Weller, Schlitz, 2 fg.; Kaki--Campbell, Hch. Schäfer, Durg-Gemün- den, 1 fg. 4= Nieder-Gemünden, 13. Ian. Der hiesige Geflügelzuchtverein, der erst seit einem Jahre besteht, hat sich mit großem Erfolg an der Dezirks-Geflügelausstellung in Homberg beteiligt. Mit nicht weniger als 100 Rummern war der hiesige Verein vertreten. Die Tiere brachten ihren Züchtern manche wertvolle Anerkennung und manchen Preis. Ein nicht unwesentliches Verdienst an den züchterischen Erfolgen des jungen Vereins hat der Zuchtwart Otto Södler. Zwei der hiesigen Züchter konnten mit Leistungspreisen ausgezeichnet werden. Otto Södler erhielt mit 32 Punkten den 5. Leistungspreis für Weiße Wyandottes, und Lehrer Lotz für schwarze Wyandottes den 6. Leistungspreis mit 30 Punkten. Von 26 zur Verteilung kommenden Ehrenpreisen fielen allein 13 an die Mitglieder des Vereins Rieder-Gemünden. Die Preisträger sind im einzelnen auS der obigen Liste zu ersehen. • + Homberg, 12. Jan. Am Sonntag fand hier im „Frankfurter Hof" eine Bezirksvertreterversammlung der Gef lügelzucht- v e r e i n e des Bezirks II (Alsfeld usw.) statt. Der Vorsitzende Otto Södler, Rieder-Gemünden, dankte im Rarnen des Bezirks dem hiesigen Verein für die mustergültig durchgeführte Dezirks- schau. Die Beteiligung der Vereine an der Schau fei sehr gut gewesen. Sodann trat man in die eigentliche Tagung ein. Rach einstimmigem Beschluß der Versammlung wurde dem Verein Rieder-Gemünden die Dezirksschau für 1932 und dem Verein Msfeld für 1933 übertragen. Eine neue Regelung der Vergebung der Leistungspreise konnte noch nicht endgültig festgelegt werden, da erst die einzelnen Vereine zu den Vorschlägen Stellung nehmen sollen. Der Vorsitzende legte einen Plan vor, den Bezirk durch Grenzlinien in Gebiete einzelner Vereine aufzuteilen, innerhalb deren ein Mitglied nicht aus einem Verein austreten und in einen Rachbarverein übertreten kann. Die Beschlußfassung über diesen Punkt wurde jedoch abgesetzt. Die nächste Dertreterver- fammlung findet tn Alsfeld statt. Gründe beschloß die Versammlung jedoch, angesichts der schwierigen Lage jedes einzelnen, für dieses Jahr von einer Festlichkeit abzusehen. Rach dem Vortrag einiger Chöre fand der Abend feinen Abschluß. • Harbach, 14. Jan. Der vor einigen Monaten mit feiner Gattin hier in der alten Heimat zu Besuch weilende Herr Louis Kühn aus Portland (Oregon, Vereinigte Staaten von Nord- amerita; hat sich — wie an seine hiesigen Verwandten, Landwirt Heinrich Münch und Familie berichtet wird — in seiner neuen Heimat in interessanter Weise über seine Eindrücke in Deutschland geäußert, daß er, der als ^jähriger Junge nach Amerika gekommen war, nach 51 Jahren wiedersah. Herr Kühn hob bei der Schilderung seiner Beobachtungen in Deutschland besonders hervor, Deutschland sei arm, aber es fei das Gehirn Europas, wenn nicht der .Welt. Seine Berichte haben, wie aus dem vorliegenden Artikel einer deutsch-amerikanischen Zeitung hervorgeht, bei seinen Mitbürgern großes Interesse gefunden und den Beweis erbracht, wie wertvoll für die alte deutsche Heimat derartige Besuche von Deutsch-Amerikanern sind. Muschenheim, 14. 3an. Nachdem der neue Lehrer an unserer Schule, der bisher im Neckartal beamtete Lehrer Lehr, in unserem Dorfe Einzug gehalten hatte, brachte ihm am Dienstagabend der Gesangverein „Liede r k r a n z" einen Fackelzug dar, und der Chor sang ein Lied zur Begrüßung. Der Vorsitzende des Vereins, Herr Heck mann, begrüßte den neuen Lehrer, Bürgermeister Decker hieß die Familie im Namen der Gemeinde willkommen. Er gab der Hoffnung Ausdruck, daß der neue Lehrer den Kindern em väterlicher Freund, den Eltern ein wohlwollender Berater und der Gemeinde ein treuer Helfer fein möge. Lehrer Lehr dankte für die Ehrung und versprach, seine ganze Kraft in den Dienst von Schule und Gemeinde zu stellen. Kreis Büdingen. * K o h d e n, 14. Jan. Der Schmiedemeister Karl Schäfer in Kohden bei Nidda konnte am heutigen Donnerstag das Jubiläum des 40jährige n Bestehens seines Geschäftes begehen. Der Jubilar hat es verstanden, fein Geschäft durch großen Fleiß auf seine heutige Höhe zu bringen. Kreis Schotten. # Freienseen, 14.Jan. Dieser Tage hielt das Gräflich Solms-Laubachsche Forstamt in der hiesigen Turnhalle Holoer st eigerungen ab. Die Preise waren ziemlich hoch. Es kosteten: Scheiter 7 bis 8 Mark; Stammknüppel 6 bis 6,50 Mark, Astknüppel 5 bis 5,50 Mark, Stöcke 4 bis 5 Mark und Reisig durchschnittlich 2,50 Mark. Wegen der guten Preise und der großen Nachfrage läßt das Gräfliche Forstamt die Holzhauerarbeit wieder aufnehmen. -r- Eichelsdorf, 14. Jan. Bei der H o l z - Versteigerung aus der hiefigen Försterei waren Kaufliebhaber in großer Zcchl erschienen. Auch die Wetterau war stark vertreten. Die Preise waren infolgedessen höher. Der Raummeter Buchenscheit 1. Klasse wurde mit 8,50 bis 9 Mark gesteigert. Arn Vortage wurden in Ulfa 8 Mark pro Raummeter gelöst. Kreis Lauterbach. l. Lauterbach ,14. Jan. Am Mittwochnachmittag verlor der Führer eines Motorrades mit unbesetztem Beiwagen in einer scharfen Kurve auf der Straße von Reuters nach Lauterbach die Herrschaft über seine Maschine und stürzte die Böschung hinab. Das Fahrzeug überschlug sich und wurde schwer beschädigt. Der Fahrer, ein Reisender aus Frankfurt a. M., erlitt, von einer leichten Kopfverletzung abgesehen, keinerlei Verletzungen. Preußen. Gestohlene Oefen im Bergwerksschacht. Biedenkopf, 14.Jan. (WSN.) Bei den weiteren Nachforschungen der Gendarmerie wegen der großen Ofendieb st ähle auf dem Eisen- werk Ludwigshütte bei Wallau wurde auch ein 15 Meter tiefer Bergwerks st ollen untersucht, nachdem man ihn durch Auspumpen des hohen Grundwassers trockengelegt hatte. Dabei sand man auf dem Grunde des Stollens weitere vier Oefen, die aus Diebstählen auf der Ludwigshütte herrührten und in dem Schacht versteckt worden waren. Bei diesem Fund befand sich auch ein wertvoller Ofen mit elfenbeinfarbiger Emaillierung. Bis jetzt wurden über 30 gestohlene Oefen wieder herbeigeschafft. Kreis Wetzlar- __ • Launsb ach, 13. 3an. In unserer Gemeinde ist die Betreuung der jugendlichen Erwerbslosen den wöchentlich stattfindenden Volksbildungsabenden eingegliedert. Die Höhepunkte dieser Veranstaltungen stellen die musikalischen Unterhaltung^» abenöe dar, für die sich eine Reihe von Personen selbstlos zur Verfügung stellte. Der erste dieser Abende, veranstaltet von der Musik- bereinigung unter der Leitung von Herrn Leib, gestaltete sich zu einer schönen und eindrucksvollen Feier, die den vollen Beifall der Zuhörer fand. O Groß-Rechtenbach, 13. 3an. Auf der Kraftpostlinie Groh-Rechtenba ch— Wetzlar sind mit dem 1. Januar die verbilligten Rückfahrkarten zu 80 Psen- •nig in Fortfall gekommen, da der Verkehrs- Verein Wetzlar seine Garantiebeteiligung zurückgezogen hat. ~ Hörnsheim .14. Jan. Gestern fand eine Holzversteigerung im Eemeindewald statt. Man bezahlte für Buchenscheitholz 20 bis 24 Mk.. Duchenknüppel 16 bis 18 Mk. je zwei Raummeter; für Duchenastwellen 8 bis 9 Mk., für Buchendurchforstungswellen 12 biF 14 Mark je 50 Stück. <> Dornholzhausen, 14.Jan. Auf eine 25jährige Tätigkeit als Hebamme unserer Gemeinde kann die Ehefrau Luise Braun zurückblicken. Aus diesem Anlaß fand gestern abend in ihrem Hause eine schlichte Feier statt, in der Ge- meindevorsteher-Stellvertreter L o tz in Anwesenheit der Gemeindevertretung einen von der Gemeinde gestifteten Sessel als Geschenk überreichte und der Jubilarin die Glückwünsche der Gemeinde aussprach Bürgermeister Dr. Neumann (Groh- Rechtenbach) hatte der Jubilarin ein in herzlichen Worten gehaltenes Glückwunschschreiben zugehen lassen. Frau Braun hat den Hebammendienst während ihrer 25jährigen Tätigkeit stets gewissenhaft und zur vollsten Zufriedenheit der Gemeinde versehen und erfreut sich bei den Gemeindeeinwohnern allgemeiner Beliebtheit und Wertschätzung. Kreis Biedenkopf. T Rodheim a. d. Bieber, 14. Jan. • 3m Hinblick auf die Bedeutung der am 2. Februar in Genf b ginnenden Abrüstungskonfere. z veranstaltete der Kreiskriegerverbari j des Kreises Biedenkopf für den südlich .i Teil des Kreises eine öffentliche Kundgebung, deren Durchführung dem Kriegerverei n Rodheim oblag. Der Saal der Gastwickchajt Bender war bis auf den letzten Platz besetzt. Zur Ausgestaltung der Kundgebung hatte sich d'e Sängervereinigung „Eintracht-Liederkranz" u..t:r Leitung ihres Dirigenten Karl Kümmel zur Verfügung gestellt und mit verschiedenen, dem Charakter der Veranstaltung angepahten Liedern zur Verschönerung beigetragen. Der Vorsitzende des Kreiskriegerverbandes, Karl Jacobi (Biedenkopf), begrüßte die Teilnehmer. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand ein Vortrag des Sekretärs des Dezirkskriegerverbandes, Major a.D. von Reckow (Frankfurt a. M.), über das Thema „Warum Abrüstung?". Der Redner sprach von längst vergessenen Friedenskonferenzen schon vor dem Kriege, vom Wasfenstillstandsabkommen, von dem Diktat von Versailles und der damit verbundenen Knechtung des deutschen Volkes. Mit beredten Worten schilderte er die Lage Deutschlands, das, umgeben von überrüsteten Nachbarn, jeder Willkür ausgeliefert sei. Deutschland habe unter den augenblicklichen Umständen niemals eine volksbefriedigende Zukunft. Der Eintritt in den Völkerbund habe unserem Vaterlande nicht das gebracht, was man sich versprochen habe. Jrn Hinblick auf die Abrüsterungskonferenz fei es Pflicht, aufklärend über die Verhältnisse zu wirken und dergestalt dazu beizutragen, dah die öffentliche Meinung die deutschen Vertreter in Genf unterstütze. Es dürfe in der Welt nicht immer nur heißen „Sicherheit vor Deutschland", sondern endlich „Sicherheit auch für Deutschland". Mit den Worten Selchows: „Erst kommt mein Volk, dann all' die vielen anderen; erst meine Heimat, bann die Welt" und mit einem begeistert angenommenen Hoch auf das deutsche Vaterland beschloß der Vortragende seine eindrucksvollen und dankbar aufgenommenen Ausführungen, die bu4> eine Reihe von Lichtbildern ergänzt wurden. Einstimmig wurde zum Schluß eine Entschließung angenommen, in der für Deutschland die gleiche Sicherheit gefordert wird, die auch für andere Länder besteht. Dillkreis. Lj Eisemroth 10. Jan. Dieser Tage feierte die Hebamme Frau Diebel Wwe. ihr 50. D i e n st- jubiläum. Im Gemeindehaus wurde aus diesem Anlaß eine kleine Feiet veranstaltet. Außer den Vertretern der Hivil- und Kirchengemeinde waren zahlreiche auswärtige Gäste erschienen. Bürgermeister T h i e l m a n n hielt eine kurze Begrüßungsansprache, Landrat B r ü n g e r gedachte in ehrenden Worten der treuen Dienste der Jubilarin. Der Ortsgeistliche, Pfarrer Werner, sprach Worte herzlichen Dankes für die langjährige verantwortungsvolle Tätigkeit der Hebamme. Im weiteren Verlaufe der Feier, die von Gedichtvorträgen der Frauen umrahmt war, wurden der Jubilarin zahlreiche Ehrengeschenke zuteil. Frau Diebel steht im Alter von 74 Jahren und wird auch weiterhin ihren Dienst versehen. Zur Erlangung schöner weißer Zähne und zur Beseitigung des häßlich gefärbten Zahnbelages benutzt nan zweckmäßig die bekannte gute Chlorodont-Zahnpaste. Unter-Vorkriegspreise. Versuch überzeugt. KM en. «5;** tnbarn^ ni? v«i. e QUi [0 ®eflen ber ÄS* > «verN'.^ch ' ^urch 'sl*oilen ^tÄPen> b Stollens ?fl imb 'bstiihlen L "dein o(h?Ler 8ub. 8unb beSr?t"tl ■nbtinfarbiqj[ ff? °“4> fl. ,0 «'»01)1,“ Ug j” *« ®» bL^^'L rsL Jon der Aufjf. •Ä 'n * 'Beifall d?r ' & San. Aus der !• Sanuat die der. ^Uen zu 80 "len. da der Derlei lntlMiIigungrS ,anZ) «in. im <3emeinktDalbftalt He'ßolz 23 bis 24 X 1*^^'Raummeter; m. fu< Mn. U4 Mark je 506tüi t' Aus dnt -dämme unserer De, Luise Braun zurück. > sand gestern abend In Seiet statt, In der De- ■iet Loh in Änloescn. ng einen von der De. ils Geschenk überreichte wünsche der Gemeinde kr.AeumannlVrvh, Warin ein in herzlichen . Mischschreiben zugehen it den tzebammendicnst Tätigkeit stets getvisscn. ticdenheil der Gemeint ei den Gmeindecmvob. heit und DerWtzuni, Senkopf. lebet, 14.3an. 3m der am 2. Sebtua: r stungskonsere ■ skriegerverbco loPf für den füd.i ' ffentüche Sunbflebur- n Kriegertmr/i Saal der Sastwi.l chi 1 )en letzten Platz bcle't lindgebung hatte sich d e cacht'Liederkranz" u;t:r 1 Karl Kümmel zur nit verschiedenen, dem mg angepahien Liedern ragen. Der Borsihende , Karl Jacobi CBit* ilnehmer. 3m Mittel- stand ein Vertrag de? icgerverbandes, Waivr mffurt a.M über das lQ?“ Der Redner sprach .ssenstillstandsabkomm«. cilles und der damit deutschen Kolkes. M" te er die Lage HuA 1 überrüsteten Aachen, ft fei. Deutschland ^b« Mständen niemals ein« st. Der Eintritt'N den !i Da'erla^/ÄM, skonferenz ei e» > unb ^'dah^ie bllentliche O-Z schland . svM^ Deutschlands S dann erst aufgenommf 'bc^db e?°Äu dankäar ^;wI1CV {ine ^^irben. Einst'"' *®ie6KUM! »Ä«** * kttls- ie|erif gan. »f tf'eii' »riet UmliiLe »elf Dotierung »riet v be Jan.. 0.251 0,253 0.254 0,256 Jugoslawien, tiitidboi . . 7.433 13.09 7,447 13,11 7.433 13.34 7,447 13,36 Banknoten. Serttn, 14 Januar <»tfb Arles lamenfanlidie Nolea....... 4,20 4.22 Belgische gioten . ........ 58,33 58,57 Tänitche Violen ......... 78,94 79,26 Snglitche Violen......... 14,37 14,43 irraniöfilche Violen........ 16,46 16,52 168,61 169.29 Jtalleniidie Violen........ 21,23 21,31 Norwegische Noten........ 77,99 , 8,31 Teutlch-cesterreich, 4 100 Cd-Oltafl Numaniiche Noten........ 2,48 2,50 Schwetiiche Noten........ 79,99 80.31 82,06 35.67 -rpanitche Noten. ........ 35,53 tlngariidie Noten........ Reichsbankdiskoni 7 v. H., Lombardzinsfuh S v. h. Oie gestrigen Devisenmärkte. Berlin. 14. Ian. (WTB.) An den internationalen Devisenmärkten war daS Geschäft heute vormittag im allgemeinen jicm- l i 4 ruhig, nur in Pfunden gestaltete es sich etwas lebhafter. Der Kurs konnte sich wieder befestigen, während die anderen Devisen wenig verändert waren, bis auf die Reichsmark, die ebenfalls fester tendierte. Gegen den Dollar eröffnete das englische Pfund fast unverändert zu gestern mit 3,41 und zog gegen mittag auf 3,4240 an, gegen den Gulden auf 8,54. gegen Paris auf 87,43. gegen Zürich auf 17.57 und gegen die Reichsmark auf 14.45 Die Reichsmark stellte sich in Amsterdam auf 58,9750, in Zürich auf 121,50 und in Paris auf 603. Am nachmittag war das Geschäft ziemlich umfangreich. Besonders lebhaft wurden wieder Pfunde umgeseht, die sich erneut befestigen konnten und auf 3,4525 gegen den Dollar an- zogen. Gegen den Gulden befestigte sich daS Pfund auf 8.60. gegen Paris auf 87.96, gegen Zürich auf 17,7150 und gegen die Reichsmark auf 14,55. Der Dollar lag ebenfalls weiter fester und auch die Reichsmark konnte an allen Plötzen erneut anziehen 3n Reuyork stellte sie sich auf 23,70, in Amsterdam auf 59,0850. in Zürich aus 121,60. In Mailand nannte man für die Reichsmark einen KurS von 472 Lchweincmartt in Wiylar. # Wetzlar. 14. Ian. Aus dem hiesigen Schweinemarkt waren 501 Ferkel und 25 Läufer aufgetrieben. Bei lebhafter Rachfrage zogen die Preise leicht an. Cs wurden bezahlt für fünf bis sechs Wochen alte Ferkel 11 dis 13 Mark, für sieben bis acht Wochen alte 14 bis 18 Mark, für neun bi« zehn Wochen alte 19 bis 22 Mark je Stück. Neues für den Bücheriisch. — Prof. Dr. Heinrich Gloel : DerWetz- larer Goethe. 48 Seiten, mit 13 Kunstdrucktafeln, im Kupfertiefdruckumschlag. Kart. 2,70 Mk. Wetzlarer Heimatverlag. Scharfes Druckereien K.G., Wetzlar. (610.) — In diesem Jahre wird Goethe von ganz Deutschland, ja auch von weiten Kreisen des Auslandes gefeiert. Sein Gedächtnis zu ehren, ziemt namentlich der Reichskammergerichtsstadt Wetzlar, die durch ihn zur Wer- therstadt wurde. Gloel beginnt mit einer Schilderung der Kammergerichtszeit Wetzlars und baut damit einen farbigen Hintergrund für Goethes Aufenthalt. „Der Wetzlarer Goethe" steht über dem 2. Kapitel des Werkes. Gloel weiß anschaulich zu erzählen von der ersten Fühlungnahme Goethes in der Wetzlarer Gesellschaft. 1772 erfolgte die Begegnung mit Charlotte Buff, deren Liebreiz und Deren Geistesgaben sein Herz erschlossen. „Jetzt, da er liebte, wurde ihm Wetzlar zum Vaterland" — und zugleich zur Stätte schmerz- lich-sußen Erlebens. Gloel läßt an die Schilderung des tatsächlichen Erlebens in Wetzlar Abschnitte folgen, die Goethes Wesen und Werk in Verbindung mit jenem Erleben mit seinem Blick psychologisch durchforschen und die Bedeutung seiner auf diesem Erleben begründeten Dichtung Herausstellen, besonders den „Werther", der zwar nicht in Wetzlar entstanden, aber in Wetzlar erlebt ist. — Meyers Lexikon. 7. Auflage in vollständig neuer Bearbeitung»)Band XIII (Erster Crgänzungsband), Aabenraa—Engländer. In Halbleder gebunden 30 Mk. Verlag Bibliographisches Institut AG., Leipzig. — Rachdem das Hauptwerk der großen Rachkriegsausgabe von „Meyers Lexikon" in 12 Bänden abgeschlossen ist, beginnt der Verlag jetzt mit der Herausgabe eines dreibändigen Rachtrags (Band XIII bis XV), der rund 40 000 Stichwörter und Artikel mit 1200 Textabbildungen und 170 Tafeln, Karten und Beilagen umfassen soll. Tausende neuer Namen und Begriffe, von denen wir noch vor einem Jahrzehnt nichts ahnen konnten, von der neuesten Atom- und Elektronensorschung bis zum „Eingefrorenen Kredit", von der „Aufwertung" bis zum „Antennenrecht"I Da neben den neuen Stichwörtern auch alle wichtigen Artikel des Hauptwerkes bis zur Gegenwart weitergeführt werden, ist dieser Rachtrag ein selbständiges, in sich geschlossenes Lexikon und eine umfassende Gegenwartskunde. Aus dem Inhalt nennen wir etwa: die Liebersicht über die deutsche 3nnen- und Außenpolitik vom Amtsantritt Hindenburgs bis zur letzten Reichstagssitzung. neben der neuesten Dlutgruppenforschung, der Gersondiät, dem Calmette-Verfahren. eine Zusammenfassung der modernen Literatur, neben dem letzten Statu« ber Banken, den jüngsten Ein- und Ausfuhrstatistiken aller Länder, die Fortschritte der Chemie, Physik und Technik. Das brennende Problem der Abrüstung erhielt einen ausführlichen Artikel, die Arbeitslosigkeit der Welt wird in Tabellen und statistifchen Bildern gezeigt, neue Maschinen der Textilindustrie, des Bauwesens, des kaufmännischen Dureauwesens sind durch Wort und Bild erläutert. Eine Fülle neuer Biographien führen uns Männer und Frauen vor, die während der letzten Jahre in den Brennpunkt des allgemeinen Interesses getreten sind, aus der hohen Politik Brüning und Curtiu«, Bühnen- und Filmgrößen wie die Bergner, Chaplin, Käthe Dorsch, Dattistini: viele-neue Ramen der deutschen und ausländischen Literatur usw. Die zahlreichen farbigen und schwarzen Bildtafeln, die prachtvollen Karten und Stadtpläne sind von der bekannten technischen Qualität, die die Werke des Bibliographischen Instituts von jeher auszeichnet. ») Meyers Lexikon, 7. Auflage, vollkommen neu bearbeitet. 12 Haupt- und drei Ergänzungsbände. Jeder Band umfaßt durchschnittlich 900 Seiten Text und kostet in Halbleder 30 Mk. (nur Band III 33 Mk.). Das ganze Werk enthält über 200 000 Artikel und Verweisungen auf 25 000 Lexikon- spalten mit über 7900 Abbildungen, Karten und Plänen im Text, dazu 400 mehrseitige Textbei- lagen mit rund 1600 Abbildungen, statistischen Liebersichten usw.: rund 800 farbige und schwarze Tafeln, 350 selbständige Karten und Pläne. Holzfreies Papier. Tafeln und Karten sind in den modernsten Vervielfältigungsverfahren hergestellt. Verlag: Bibliographisches Institut AG. Leipzig. laae ihsekieuk-Schule . U r Hin r nhan Fl rr tr n. lecnnnjice^iL TltfCit. Tooinouslrit teWeeen Weri*eieter-*»nilee,efc 11'i.Kw.LHrpiane frei. Restbestände in Damen-Mänteln und -Kleidern Ferbers 384 A Reste-Geschäft Gießen - Mausburg 4 L Inventur-Ausverkauf sna halb geschenkt im Inventur-Ausverkauf bis zum 21. Januar bei MllunWiMllMen zu noch nie dagewesenen niedrigen Preisen! ch an: Rabatt 3M V Couchs u. Sessel zu wirklich Herstellungspreisen, da das Lager in diesem Artikel verkleinere. Möbelhaus NofilmFraökforta.M. 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Mondaufgang 11.15 Ubr. 1622: der französische Lustspieldichter Moliöre in Paris geboren. 1791: der österreichische Dichter Franz Grillparzer in Wien geboren. Taten für Samstag, 16. Januar. „ Sonnenaufgang 8.25 Uhr; Sonnenuntergang 16.45 Mr. — Mondaufgang 11.27 Ufjr; Monduntergang 1.14 Uhr. 1838: der Philosoph Franz Brentano in Marienberg bei Boppard geboren: — 1901: der Maler Arnold Döcklin in Fiesole gestorben: — 1906: Ma- rokko-Konferenz in Algeciras. anlagen und die dunklen Wälder hineinströmten machte Birgit an dem Arm des Konsuls ihre kleinen, behaglichen Spaziergänge. Aach dem Spaziergang gab es eine Stunde der Auhe auf dem Balkon oder im Schatten der hohen Tannenbäume, die auf dem Grundstück der Wirte groß und weitgebreitet standen. Lange konnte Birgit so liegen, hingeschmiegt in den bequemen Liegestuhl, den Schwester Helene ihr so recht behaglich mit Kissen und Decken zurechtgemacht. Konnte hinaufblicken in die leise rauschenden Gipfel der riesigen Tannen, in deren Zweigen kleine Eichhörnchen mit zierlichen Sprüngen rannten, auf denen Vögel sich wiegten, die aus den fernen, dunklen Wäldern herüberkamen. Lange konnte ihr Blick verweilen auf den reinen, schönen Linien der hohen Berge, die sich gegenüber dem Hause jenseits des Hanges ansteigend in herber Klarheit ausbreitetcn. Die Lektüre, die sie sich mitgenommen hatte und die sonst ihre liebste Beschäftigung war, blieb meist unbeachtet. Sie fühlte sich glücklich und wunschlos in der ruhigen Betrachtung der schönen Gotteswelt. Der Welt, die ihr noch viel schöner erschien in dem Gedanken, daß im kommenden Uafcre ein süßes, zart atmendes Wesen neben ihr in den glühenden Sommer hineinträumen, hinein- wachsen würde. Aur ein leiser Kummer wollte sie bedrücken — das war die Trennung von Hans Egon. Aber sie fühlte, daß sie sich und ihrem Kinde diese Zeit der Erholung schuldig war. Erst jetzt, losgelöst von der leidenschaftlichen Zärtlichkeit, die Hans ^9ons Anblick stets in ihr erregte, fand sie wirklich inneren Frieden, wirkliche Verzeihung für lenen Treubruch des geliebten Mannes. Erft jetzt schloß sich die Wunde völlig: erst jetzt gewann Birgit ihre innere Ruhe und Sicherheit zuruck. Der alle Arzt war mit den Fortschritten in Birgits Erholung sehr zufrieden. ,So ist es recht, Frau Gräfin", ermunterte er sie, wenn er allwöchentlich in das kleine Lehrerhaus kam, um nach Birgit zu sehen. „Aur immer Kräfte sammeln, fröhlich sein und unsere herrliche Luft genießen, dann ist mir um unsere und des Stammhalters Zukunft nicht bange." Auch der Konsul sah mit glücklichen Augen die heitere und zuversichtliche Stimmung der jungen £rau. Er machte alles, was er für sie tun konnte, täglich, nachdem Birgit zu Mittag gegessen und geruht, hielt ein bequemer Landauer vor dem Hause, um Birgit und den Vater hinauszuführen in die weiten Wälder, hinaus in die schöne Berg- einfamkeit, in der die Sommersonne aus Bäumen und Gras und Kräutern süßen "Duft lockte, in der die purpurnen Himbeeren und die kleinen Walderdbeeren glühten, in der Häher schrien, die Finken flöteten und die Spechte mit den Hol» Gleichgültig überflog er die Morgenzeitung. Da blieb sein Auge auf einer kurzen Aotiz haften. Diese Aotiz lautete: Wie wir erfahren, wird die Tänzerin Dolores del Fonza in diesen Tagen unsere Stadt verlassen, um sich zunächst nach Stockholm und dann auf ihre Südamerikatournee zu begeben. Das Gesicht Hans Egons wurde fahl. Die Zeitung in seiner Hand zitterte. Wie ein plötzlich vom Wahnsinn Befallener stand er so heftig auf. daß der Stuhl zu Boden krachte. Er ließ das Frühstück stehen. „Den Iagdwagen sofort!" rief er durch das Hprachrohr in das Dienerzimmer hinunter. .Ich kutschiere allein!" Wenige Minuten darauf rollte der leichte Wagen vor das Schloß. Hans Egon schwang sich auf den Sitz und peitschte auf die Pferde ein. daß 'ie, hoch aufbäumend, durch das Tor hinaus- Der Chaussee zu und der Stadt entgegen. Durch das Küchenfenster sah Mamsell Stülp- nagel dem Davonjagenden erschreckt nach. „Allmächtiger Gott!" murmelte sie. „Was soll oas bedeuten? So ist er nur in seinen schlimmsten Zeiten mit den Pferden umgegangen. Wäre nur ".st die gnädige Frau und der Graf Friedrich weder da! Ohne die beiden ist es mit dem Grafen Hans Egon nicht auszuhalten." Als Hans Egon mit den dampfenden Pferden nn die Straße einbog, in der die Tänzerin wohnte, »ilte sein Blick schon voraus, um das Haus zu «rspähen. Ein tiefer Schreck überfiel ihn. Dor der Billa hielt ein geräumiges Gepäckauto, und Paolo der Diener, überwachte das Einladen der großen ^chrankkoffer. die Stück für Stück aus dem Vestibül des Hauses geschleppt wurden. Hans Egon mang vom Wagen, rief Paolo herbei und fragte mit herrischer Stimme: „Wo ist Madame?" Paolo zuckte mit den Achseln. „Madame? — Heute früh abgereist." Hans Egon taumelte zurück, als habe ihn eine Faust ins Gesicht geschlagen. Einen Augenblick versagte ihm die Stimme, dann fragte er weiter: „$jat Madame etwas für mich hinterlassen?" Paolo sah ihn aus kalten Augen an. -Mir ist nichts bekannt. Herr Graf." „Mit welchem Zuge ist Madame gefahren?" Wieder traf ihn der kalte Blick aus Paolos Augen. Allendorf I. in Lollar gegenüber. Allendorf konnte am vergangenen Sonntag auf eigenem Platze verdient den Sieger stellen. Ob eS gelingt, auch auf dem ungewohnten Platz in Lollar Sieger zu werden, ist noch nicht sicher. Handball. Da nach Abschluß der Serie Gießen I. und Krofdorf I. punktgleich an der Spitze der Tabelle stehen, muß em Entscheidungsspiel um die Dezirksmeisterschast stattfinden. Dieses Spiel findet nun am kommenden Sonntag in Heuchelheim statt. Zwei gleichstarke Mannschaften ringen um den Sieg. Die Krvfdorser haben auf Grund ihres raumgreifenben Spieles ein Plus Mit Rücksicht auf die schweren Unfälle bei B-erer. Bobmcisterschaftsläufen am Dienstag Schrciberhau sollten zu den Entscheidungsläufen Donnerstag keine Zuschauern zugelassen werden, ^otzdem hatte sich aber eine recht ansehnliche Zu- fchauermenge eingefunden. Die Rennen verliefen diesmal ohne Unfall, was wohl zum Teil auch darauf zurückzuführen ist, daß die Rennleitung durch Streuen von Sägemehl an einigen Stellen die (Be- jchwindigkeit verminderte. Sieger und Meister dieses Jahres wurde der Berliner Bob „Eva" mit Düse- bau als Führer und Heimann als Bremser mit der Gesamtsahrzeit von 2:44,57. Das weitere Ergebnis: 2. Bob 13 (d. Rewlinski-Mog) Berlin 2:48,58 Min. 3. Bob Jngeborg-Wien (®ebr. Kaltenberger) 2:48,8 Minuten. Ich hab dir verzieh»! Vornan von Elolilde von Stegmann«Stein. Copyright by Martin Feuchtwange r. Halle. Birgit hatte sich in dem kleinen Gebirgskurorte gut eingelcbt. Der Konsul hatte ein reizendes Häuschen ausfindig gemacht, dessen untere Etage, aus drei Zimmern und Küche bestehend, er für seine Tochter gemietet hatte. Es gehörte einem alten, freundlichen Lehrerehepaar, das alles tat. um die vornehmen Gäste zufriedenzustellen. Schwester Helene betreute ihre geliebte Birgit wie eine Mutter ihr Kind. Der Konsul, der sich in der Aähe des Kurplatzes in dem eleganten Kurhaushotcl einlogiert hatte, war fast den ganzen Tag mit seiner Tochter zusammen. Birgit scheute den Aufenthalt unter den vielen Menschen, die diesen berühmten Kurort aufsuchten und jetzt im Juli besonders zahlreich vertreten waren. So nahm auch der Vater fast a lle MaHlzeiten auf der nelkenumftandenen kleinen Loggia ein, die sich von dem Erdgeschoß hinzog und einen wundervollen Blick auf das grüne Bergland mit seinen dahinterliegenden blauen Höhen gewährte. Die würzige Lust hatte Birgits blasse Wangen b^ld mit einem zarten Rot gefärbt; ihre Augen leuchteten, fie suhlte sich hier in der schönen Autur, der reinen Luft, im täglichen Zusammen- fein mit dem geliebten Vater, den sie seit ihrer Verheiratung nicht mehr soviel um sich gehabt, glücklich. Frühmorgens, ehe die Kurgäste aus den Bädern und vom Brunnen her in die gepflegten Park- Hauern im fernen Waldschlag um die Wette hämmerten. „Du behandelst mich wie ein rohes Ei, Däter- chen", sagte Birgit oft lachend und schmollend, wenn der Vater zu besorgt um ihre Dequemlich- ren tDar. „Machen nicht Tausende von Frauen gleiches durch, wie es mir bevorsteht? Und sie sind nicht so umsorgt, so behütet, wie ich verwöhnte Prinzessin." „Da hast du wohl recht, mein Töchterchen", fagte ber Konsul. „Ich bin nicht sentimental und kein Mensch, ber die Wirklichkeit um jeben Preis anbers haben möchte als sie ist. Aber mir gibt es immer einen Stich ins Herz, wenn ich Frauen sehe, bie abgearbeitet, sorgenvoll, elenb ihrer heiligen Stunde entgegengehen. Habe ich nicht immer und immer wieder in unserer Stadtverwaltung versucht, Kummer und Aot gerade solcher Frauen lindern zu lassen? Ist nicht das Mutterheim, das den (Kamen Deiner Mutter trägt, mein eigenes und mein llebstes Werk? Und da sollte ich mein einziges Ä'inö nicht so umsorgen dürfen, wie es mir Herzensbedürfnis ist? Laß dich nur ruhig verwöhnen, meine Birgit. Ich will doch deinem Hans Egon eine ganz gesunde Frau mitbringen, bie sich vor dem, was ihr bevorsteht, nicht zu fürchten braucht." „Ich furch temich nicht", sagte Birgit, und sah mit nachdenklichen Augen in die grüne Waldeinsamkeit. „Wäre ich denn eine Sibelius, wenn ich mich furchten würde? Höchstens bange ich mich vor einem ...“ -Mas ist es. mein Kind?" fragte der Konsul und ergriff Birgits Hand. „(Dor dem Uebermaß des Glücks", erwiderte Dtrgrt leise. „Wenn ich denke, daß bald neben Hans Egon ein neues Wesen mir gehören soll, unser Kind mich anschauen soll mit unschuldigen Augem fuße, winzige Händchen nach mir langen und kleine rosige Glieder sich vertrauensvoll an mich schmiegen wollen — Väterchen, mitunter Denke ich, so viel Glück könnte ein Menschenherz nicht ertragen." Der Vater zog Birgit liebevoll an sich: .^0$ QKenfäenbera kann sehr viel ertragen, meine Birgit, sehr viel Glück und sehr viel Kummer. Gebe ein gütiges Geschick, daß es immer nur die Last des Glückes ist, die dir zu groß erscheint." Wie um Birgit von diesen allzu ernsten Ge- sprachen abzulenken, fragte nun der Konsul: „Wann schrieb eigentlich Hans Egon zuletzt, unb was teilte er dir mit?“ „(Er f$rieb ein wenig flüchtig, aber er entschul- Diflte sich mit den dringenden Erntearbeiten, die ihm keine Muße lassen. Ueberdies bin ich ja auch in kurzer Zeit wieder daheim, und wir werden im Gespräch alles nachholen, was diese Wochen und an geistigem Zusammenleben genommen haben." (Fortsetzung folgt) Gauvorstandssihung im Lahn-Oünsberg-Gau. 2lm Sonntagvormittag findet in Wieseck eine Sitzung des Gauvorstandes statt, in der u. a die Festlegung der Termin« für die diesjährigen Veranstaltungen oorgenommen wird. Schmeling — Walker abgesagt. Der nach langen Verhandlungen vor dem Abschluß stehende Kampf zwischen Weltmeister Max Schmeling und dem Amerikaner Mickey Walker in Miami am 25. Februar ist nun doch gescheitert, da sich die nötigen finanziellen Mittel nicht ausbringen ließen und da Joe Jacobs zu der Ueberzeugung gekommen ist, daß der Kampf ein zu großes Risiko mit sich bringe. Die Möglichkeit, daß der Kämpf an „Madame hat mich nicht ermächtigt, das^zu sagen." Hans Egon stampfte wütend mit dem Fuße auf „Ich werde selbst nachsehen", sagte er. „Halten ©ie die Pferde!" befahl er, unwillkürlich in feinen Herrenton verfallend. ilnö ehe Paolo noch etwas zu erwidern ver- mmhte, hatte ihm Hans Egon die Zügel der un- rubigen Tiere zugeworsen, lief fast durch den blühenden Vorgarten, stieß an scheltende Träger, wich Kisten und Koffern aus unb war enblich in bem Hause verschwunben. Eine töbliche Stille war in den Räumen, die er zuletzt im Glanze der überlauten Festesfreude gesehen: welk dufteten große Blumenspenben, die man Dolores zum Abschied gesandt haben mochte, in den hohen, durchsichtigen Kristallvasen unb in breiten, silbernen Schalen. Aber über allem schwebte ber unverkennbare Dust von weißer Iris jener unvergeßliche Dust, von bem Dolores stets umgeben war. Der einsame Mann ging burch alle Räume, bie von Lebensfreube und überschäumendem Genuß erzählten, die ihm überall von Stunden heißer Liebe sprachen. In wilden Tränen der Sehnsucht glitt alles von ihm ab, was in ihm noch lebte, außer bem heißen, zehrenben Wunsche nach Do^ lores. Er mußte die entschwundene Geliebte Wiedersehen — und er würde fie Wiedersehen... Das schwor er sich zu in dieser einsamen Stunde. uberglitten; kalte Hände griffen im Dunkeln nach den Kühnen, die versuchten, hier die Ruhe des Schlummers zu finden, schauriges Geflüster durchdrang den Raum, und man hatte das Gefühl, daß sich der Boden bewege. Es wurde sogar behauptet, daß zwei junge Leute, die hier die Aacht verbracht hatten, den anderen Morgen vor Schrecken wahnsinnig und mit schlohweißem Haar erschienen. Seltsamerweise haben solche Gerüchte die Menschen nicht abgeschreckt, sondern nur noch den Wunsch gesteigert, etwas Aehnliches zu erleben. Daher bie 2000 Gesuche. Aber fogern man auch hören mag, baß bie Schauerromantik in den Herzen ber mobemen Menschen lebt, so muß doch zur Steuer der Wahrheit festgestellt werben, daß Niemand bisher eine Aacht in ber Schreckenskammer verbracht hat, unb baß bies nach dem festen Entschluß ber Eigentümer von Tussauds Panoptikum auch nie geschehen wirb. Ein wagemutiger Berichterstatter, ber um die Erlaubnis bat. diese Aervenprobe bestehen zu dürfen, wurde entschieden zurückgewiesen. „Wenn es bekannt würde, daß wir so etwas gestattet", erklärte ein Mitglied der Direktion, „bann würden wir mit Gesuchen bestürmt werden, denn auch ohne jede Belohnung, bie natürlich niemals ausgesetzt wurde, möchte mancher gern in der Schreckenskammer schlafen. Das würde dann zweifellos zu peinlichen Vorkommnissen führen. Wir haben nämlich gefunden, daß die Leute, bie bie stärksten Aerven AU besitzen glauben, gewöhnlich die schreckhaftesten sind. Einmal wurde ein Rattenfänger des Abends in die Schreckenskammer geschickt, um dort seinen Beruf auszuüben. Er lachte laut beidem Gedanken, daß er sich etwa fürchten könne, aber nach einer Stunde trommelte er an die Tür unb bat um Befreiung. Mit vor Furcht schlotternden Gliedern kam er heraus unb stammelte, bas „alles auf ihn gesehen habe". Er hatte damit das wirkliche Grausen dieses Ortes erkannt, denn bie Figuren finb so gezeichnet, bah ihre Augen, wo man sich auch befinden mag, direkt aus unS starren." Oer Bär als Lebensretter. Ein seltsames Abenteuer, bei dem ein Bär als Lebensretter auftritt, wird in einem Blatt von Toronto nach den Angaben einwandfreier Zeugen beruhtet. Der Vorfall spielte sich in dem Parry Sund-Gebiet ber kanabischen Provinz Ontario ab Dort hatte sich ein Führer I. P. Iohnston, ber feit Dielen Jahren Jäger in dieser einsamen Gegend begleitet, allein auf den Weg gemacht, um eine neue Spur aufzusuchen. Um eine bessere Aus- ncht zu haben, kletterte er auf den hohen Ast eines Baumes. Der Ast brach ab und er stürzte mit den Füßen zuerst in ben hohlen Stamm. Hier ivar er 36 Stunben lang wie in einer Falle eingeschlossen: er konnte sich in bem engen Gewahrsam kaum bewegen unb litt furchtbar. Da ließ sich plötzlich etwas auf seinen Kopf herab. Er Nam- merte sich baran an. Es war ein großer, schwarzer Jär, der nach seinem Unterschlupf zurückkehrte, ben er in bem hohlen Baumstamm aufgeschlagen hatte. Der Bär war erschrocken, als er das fremde Wesen in seiner Behausung fand, und Heiterte wieder heraus. Iohnston hielt sich an seinem Zottigen Fell fest und wurde von dem Bären aus der furchtbaren Lage befreit, in der er bereits ben sicheren Tod erwartet hatte. Ass beide glücklich aus bem Baum heraus waren, trottete ber TJar baoon, unb ber Führer schleppte sich zu seinen Gefährten zurück, bei denen er völlig erschöpft unb voll Staunen über seine Rettung ankam — ('ffiir möchten uns für bie Wahrheit ber Geschichte vicht verbürgen; sie klingt nach kanabischem Jäger- Latein unb hatte bem seligen Herrn von Münchhausen zur Ehre gereicht.) Eine Aacht in der Schreckenskammer. Andie 2000 Gesuche sind im vergangenen Jahr Utz Madame Tussaud, bie Eigentümerin bes berühmten Londoner Panoptikums, gerichtet worden mit der dringlichen Ditte, die Schreiber eine Aacht in der Schreckenskammer verbringen zu lassen. Sie wollten damit nicht nur eine einzigartige Aervenprobe ablegen, sondern auch „bie Belohnung" erlangen. Dieser Glaube, bah ber- jentge, ber eine Aacht in ber Schreckenskammer öerbringt, bafür einen klingenden Lohn erhält, Lscheint im englischen Volk tief eingewurzelt zu fein obgleich baran nicht bas Geringste wahr ist. In früheren Zeiten erzählte man, baß jedem, ber es wagen würbe, an diesem Ort des Entsetzens zu schlafen, 100 Mark ausgezahlt würden, aber wie es mit solchen Gerüchten geht, die lawinenartig anwachsen, munkelt man jetzt bereits von einer Belohnung von 2000 Mark. Die fabelhaftesten Geschichten werden von denen berichtet, die sich nächtlicherweise in diesem Zimmer des Grauens aufgehalten haben. Sie sollen Geister gesehen haben, die mit drohenden Mienen und furchtbaren Gebärden unter eisigem Anhauch noreinem späteren Termin ftattfinbet, ist jedoch durch aus noch gegeben. Arbeiter-Turn- und E>portbund 2m zweiten Spiel um die Kreismeister- f d) a f t ist Aaunheim am Sonntag in Egelsbach bei Darmstadt zu Gast. Das vergangene Spiel am Sonntag zeigte Aaunheim von seiner besten Seite. 3m bevorstehenden Spiel wird Aaunheim einem der stärksten Vertreter der Kreisklasse ge- genüberstehen unb alle- hergeben müssen, wenn es feinen Anhängern keine Enttäuschung bereiten will. 3m Rückspiel um bie Dezirksmeister- schaf t bes 3. Bezirks stehen sich Lollar I. - bem aum Ausbruck kam. daß der Platz in bester Verfassung ist. 3m Anschluß an bie Berichte ber euijelnen Abteilungsvorstände konnte ben Aus- Fussen Entlastung erteilt werben. Der Kassen- der.cht ergab ein erfreuliches Dilb. Der Bericht beS Rechnungsprüfers. Bürovorstehers Peter, erbrachte zwar einige Deanftanbungen. Die mehr technischer Art waren: bem Kassierer tou*De leboch einstimmig Entlastung erteilt unb ihm der Dank für seine mühevolle unb umfang- rnAe Kleinarbeit ausgesprochen. Die Vorstanbs- wahlen brachten mit einigen geringfügigen Aen- !*tU"9en D:‘c Wiederwahl des bisherigen Dor- stanbes. Auch in ben einzelnen Abteilungen ergaben sich keinerlei wesentliche Aenberungen. Als Leiter ber Handballabieilung wurde Herr Bir- ken stock bestimmt 3m weiteren Verlauf des Abends entschloß sich die Versammlung, den Vorstand zu ermächtigen, ein neues kleineres nr.£Z-e*n^aDd€i^RM' vorstellen' K-'" 15 % a c c g . £ >»'=' N 3 = 2 S- © S es 5 2 's a - s C £«*3 ® fttj) cy ft € 2.C : 2 x> ft <9 ° Aic- £-°H(9 ccy -ec cs 2 2.2 L.. ZE 8 <- =^D 8 2 2 Ao ■?2 2 I E S2 2,2 =.E o E 5 2-k ±*9c7 9 = 5 Z§ L S5J L *.-e~ c = 2 = ^-2 S28=« £ ° = 2: = = S K ”■ E®i*. Z(9 ii 2-M =a = °c” 5e=* «- =x> ±- a 5: cn 3 (9 . — .0 ;= J3 — W „ c:C 2 ~ g 2 5:-6"'ö «ÄLS E «ftLy ® =i5l ! = s5c-= 3^s - £3 Z g§E2jg 2Z2Z ©2 MM JggV R5H£r- O c 2l3- L. 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