nr. 201 KvübauSgabL 182. Jahrgang Mittwoch, H- Vezemder 1952 Erschein» täglich, nutzer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gietzener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Dlonati Bezugspreis: Mit 4 Beilagen 91111.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Hernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Stehen Postscheckkonto: Zronkfvrt am Main 11686. GiehenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Pnid und Verlag: vrühl'sche Univerfitäts-Vuch- und Steindruckerei R. Lange in Gießen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schukltraße 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 nun Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Ne« Klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspsennig, Platzvorschrist 20" , mehr. Chefredakteur , Dr. Frredr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Gange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den An« zeigenteil i.D.TH.Kümmel sämtlich in (Biegen. I I 1 f I - Das Kabinett Hernot gestürzt. Oie Kammer nimmt mit 402 gegen 187 Stimmen in der Schuldenfrage einen Entwurf der Ausschüsse an, der die Zahlung der Oezernberrate ablehnt. — Oie Regierung mit ihrem Vorschlag in die Minderheit verseht. Oer Vorschlag des Kabinetts. Frankreich zahlt unter Vorbehalt. Paris, 13. Dez. (WTB.) Der heule vormittag abgehaltene Kabinettsrat Hal folgende Note an die Negierung der Vereinigten Staaten aufgesetzt, die am Nachmittag dem Plenum der Kammer unterbreitet werden wird: Die französische Negierung nimmt Kenntins von der Antwort des Staatssekretärs vom 8. Dezember, di« der Negierung der Vereinigten Staaten die Möglichkeit lässt, olle Tatsachen zu prüfen, die den französischen Nevisions- o n t r a g und seine Prüfung durch den Kongress und das amerikanische Volk betreffen. Die fran- zös.sche Negierung ersucht um die sofortige Eröffnung von Verhandlungen zur NevisioneinesSyftems, das fortan un - vereinbar ist mit der rechtlichen und tatsächlichen Lage, wie sie geschaffen wird durch das auf Antrag des Präsidenten Hoover eingeführte Moratorium, sowie durch die daraus sich ergebenden Folgerungen, auf Grund deren d i e Reparationszahlungen ausgesetzt wurden. Die französische Regierung wird am 15. Dezember 19,261 Millionen Dol - I a r zahlen. Sie wird verlangen, dass diese Zahlung auf die in den neu abzuschliehenden Abkommen festgesetzten S chuldenbeträge angerechnet w:rd. Sie seht die Negierung der Vereinigten Staaten davon in Kenntnis, dass Frankreich, solange die durch das Moratorium geschaffene Lage beibeholten wird, und falls eine allgemeine Neuregelung der internationalen Schulden nicht erfolgt, tatsächlichundrecht- lich äusser Stande sein wird, künftig die Lasten eines Systems zu tragen, das sich ehrlicherweise nur rechtfertigen lässt, wenn dadurch auch dieVegleichungderNeparationener- folgt. Oie Kammer lehnt nb. Eine stüt mische Sitzung. Paris, 13. Dez. (WTB.) Die Kammer bietet heute das gleiche Bild wie gestern: vollzähliges Erscheinen der Negierung s m i t g l i e d e r und der Abgeordnet e n , vollbesetzte Tribünen, starkes Polizeiausgebot im Ordnungsdienst um das Gebäude. Als der Präsident die Sitzung eröffnete und dem Abgeordneten Louis Marin das Wort erteilte lagerte über der Versammlung bereits fieber- hafteSpannung. Louis Marin fand die geeignete Atmosphäre für seine scharfen A n - griffe gegen die Regierung und gegen die Vereinigten Staaten vor. Er nannte Herriots gestrige Ausführungen widerspruchsvoll und verlangte, dass die Folgerungen aus Hvovers Moratoriumsinitiative gezogen wer. den Niemand wolle das gegebene Wort brechen. D e r t r a g s b r ü ch i g sei aber Hoover geworden. Seine Initiative entbinde Frankreich jeder Verpflichtung. Hoover habe behauptet, das Moratorium würde Deutschlands Lage bessern. Das Gegenteil sei aber der Fall, und ganz Europasei mit in denStrudel gezogen worden. Der Vaseler Sachverständigenbericht gebe Frankreich Waffen in die Hand, deren man sich aber nicht mehr bedienen könne, wenn man an Amerika zahle. Alles, was man erreicht habe, fei höchstens, dass jetzt in Deutschland eine Militärregierung am Ruder sei. Marin bezeichnete ferner den deutsch-französischen Handelsvertrag als verhängnisvoll für Frankreich und reihte ihn unter die zahlreichen Enttäuschun- gen ein, die Frankreich erlebt habe. Wan müsse eine klare Entscheidung treffen, die laute. Zahlungsverweigerung! Das sei auch taktisch richtig, um zu einem annehmbaren Abkommen mit den Vereinigten Staaten und somit zur Erhaltung der Lausanner Abkommen zu gelangen. Eine Drohung Amerikas mit einem Zollkrieg gegen Frankreich wäre gegenstandslos; denn die amerikanischen Zölle seien ohnehin hoch genug. Nach Marins Rede wurde die Sitzung für eine Stunde bis 17 Uhr (französischer Zeit) ausgesetzt, um den Ausschüssen die Vorbereitung chrer Berichte zu ermöglichen. Nach Wiederaufnahme der Sitzung um 1730 Uljr gab der Generalberlchlersiatter Lamoureux die Entscheidung der vereiniglen Aus- s ch ü s s e für Finanzen und auswärtige Angelegenheiten bekannt, die sich in der Pause dahin geeinigt hatten, dass die Zahlung der Dezemberrate aufgeschoben werden soll, bis die Regierung der vereinigten Staaten sich zu der (Einberufung einer Konferenz, aus der das gesamte Schutdenproblem zu regeln wäre, bereit- erklärt habe. Die Kammer könne die Zahlung vom 15. 12. nicht einmal mit Vorbehalten mehr gutheihen. Die Erklärung Lamoureux' wurde aus säst allen Vänken mit ungeheuerem Beifall ausgenommen. und man beschloss die sofortige Beratung. H e r r i o t gab mit scharfen Wendun- | gen seiner Verwunderung Ausdruck, dass die I beiden Ausschüsse den Vorschlag der 2te» | gierung, dessen Beratung er sorvece, n i cp t einmal erwähnt hätten. Der Vorsitzende des Finanzausschusses, M a l v y, teilte daraus mit, dass der Finanzausschuss von dem Antrag der Regierung alle Paragraphen angenommen habe, aber den Passus über die Zahlung am 15. Dezember abgelehnt habe. Aus diesem Grund sei der neue Text angenommen worden. Mehrere Redner verzichteten darauf auf ihr Wort, damit sofort zur Abstimmung geschritten werden könne. Auch der Kammerpräsident sprach sich für den Schluss der Debatte aus. Rach längeren Ausführungen des Abgeordneten 'Seigert) wurde der Schluss der Generaldebatte angeordnet. Ein Mitglied Der radikalen Kammerfraktion hat dem von der Regierung eingebrachten Text zur Schuldenfrage als Gegenentwurf zur Entschliessung der Ausschüsse wieder ausgenommen. Kur; vor der Abstimmung richtete der Generalberichterstatter, der radikale Abg. Lamoureux, an herriot die Frage, ob es stimme, daß Amerika die englischen Vorbehalte angenommen habe. Der Ministerpräsident habe im Laufe seiner Ausführungen darauf hingewiesen. — Es war Lamoureux unmöglich, eine Antwort zu erhalten, da der Kammerpräsident ihm das Wort c b f d) n i 11 und der Ministerpräsident ihn dringend ersuchte, nicht auf der Frage zu bestehen. hierauf wurde der Antrag des Abg. Chauvin, der den Regierungsenlwurf wieder a u f n i tu m t — den der Auswärtige Ausschuß und der Finanzausschuß der Kammer in seinem wesentlichen Punkte, nämlich der Zahlung am 15. Dezember, abgelehnt hatte —. von der Kammer, wie bereits gemeldet, mit 402 gegen 187 Stimmen im Plenum abgelehnt. Nach Verkündigung des Ergebnisses haben Ministerpräsident herriot und sämtliche Minister den Sitzungssaal verlassen. Die Sitzung dauert an. Was nun? Paris, 14. Dez. (CNB Funkspruch.) Nach einer Sitzung, die mit kurzen Unterbrechungen über 15 Stunden dauerte, hat die französische Kammer i n ein^m Zustand ungewöhnlicher (Erregung und Verwirrung den Vorschlag Der Regierung, mit Vorbehalt an die Vereinigten Staten zu zahlen, mit 402 gegen 187 Stimmen a b - gelehnt. Das Ergebnis stand seit gestern fest. Ueberraschend ist nur, in welchem Masse die zur Debatte stehende Frage zersetzend auf die Regie rungsparteien, ja sogar a u f _b i e Partei herriots s e 1 b st, gewirkt hat. Stellt man die Frage: Was nach dem stürz der Regierung herriot?, so weiß niemand eine Antwort, außer der einer nationalen Regierungsbildung unter Hinweis auf einen analogen Zustand, wie der 1926 nach dem Sturz des Franken eingetreten war und der jur Regierung der nationalen Einigung unter Poincar 6 führte. Ader es gibt im Augenblick keinen Poincarö in der französischen Kammer und es dürfte dem Präsidenten der französischen Republik schwer fallen, eine Persönlichkeit zu finden, die eine Sammlung vornehmen könnte. r)erriot ist nicht wegen einer politischen Frage gestürzt worden, sondern wegen einer nationalen Frage. Rücktritt der belgischen Regierung. Brüssel, 13. Dez. (WTB.) Ministerpräsident de Brocqueville teilte im Ministerrat mit, dass er dem König seine Demission überreichen wird. Damit ist das Kabinett zurückgetreten. 3n seiner letzten Sitzung befasste sich das Kabinett mit der am 15. Dezember fälligen Kriegsschuldenzahlung an Amerika und beschloss einstimmig, die Dezemberrate nicht zu zahlen. Oer Eindringling von Doorn nach Deutschland abgeschoben. Mit 15 Zähren Zuchthaus vorbestraft und vermutlich geistesgestört. Doorn, 13. Dez. (TU.) Heber den Vorfall ist noch ergänzend zu berichten, dass der Verhaftete bereits seit Samstag in Doorn geweilt hatte. Die Nacht zum Sonntag hatte er im Hotel „van Harten" verbracht, wo er sich unter dem Namen eines M. von Hilliensklod aus Dormagen eingetragen hatte. Er war im Besitz einer hellbraunen Aktentasche, in der sich vermutlich die Parabcllumpistole befand. Wohin der Mann auch ging, überall nahm er die Aktentasche mit. Am Sonntagnachmittag üb erstieg er zum erstenmal die Mauer der Besitzung Doorn und wurde im Park vom Personal an- gehalten und hinausgesetzt. Am Montagnachmittag wurde er zum zweitenmal auf der Besitzung angetroffen und der Polizei übergeben. Bei seiner Vernehmung durch die holländische Landjägerei erklärte er, dass er keineswegs die Absicht gehabt habe, einen Anschlag auf den Kaiser zu verüben. Er habe dem Kaiser lediglich persönlich einen Brief überreichen wollen. Die bei ihm vorgefundene Waffe sollte dazu dienen, sich der Wachhunde zu erwehren und sich nötigenfalls den Zugang »um Kaiser für den Fall zu erzwingen, dass die Dienerschaft ihn an seinem Vorhaben bindern sollte. Der Eindringling heisst, wie die Ermittlungen inzwischen ergeben haben, Heinich F u e ck e und wohnt in Neuss a.Rh., Kettlerstrasse 26. Die holländischen Behörden halten Fuecker für g e i st e s- g e st ö r t. Der E.ndringling ist am Dienstag zur Grenze gebracht und dort den deutschen Behörden übergeben worden. Er ist in das Gefängnis des Greiizkommissariats in Emme r i ch eingeliefert wordeü. Fuecker ist 33 Jahre alt, ledig und Sohn achtbarer Eltern. In jungen Jahren war er H.lssbeamter bei der Reichsbahn. Später war er einmal bei Eisenbahndiebstählen zwischen Köln und Neuss beteiligt und wurde dann in mehreren Strafen zu insgesamt 15 Jahren Zuchthaus ver- urteilt. Lieber die Hälfte der Strafe hat Fuecker verbüsst und wurde vor einigen Monaten bis 1935 mit Bewährungsfrist begnadigt. Vor der letzten Verurteilung war er V/a in der Irrenanstalt Dülkey zur Untersuchung. Bei Festnahmen ist er mehrfach entsprungen und war immer schwer bewaffnet. Nach Ansicht der Polizei kann er wohl kaum einen Anschlag beabsichtigt haben. Es handelt sich vielmehr um einen Simulanten mit grossem Geltungsbedürfnis. ii t* ee r: NL H VVy i. */- L, W f A l - ''4'V v- ■■ Haus Doorn, der Wohnsitz Wilhelm» II* Um die Sozial - Aotverordnung. Der Haustzaltsausschutz beschließt Aushebung der Notvct ordn ing übe» dieKiirzung der Sozialleiftungen. Berlin, 13. Dez. > VDZ.j Der Haushaltsausschuss des Reichstages lieh sich über die Verhandlungen des Unterausschusses wegen Aufhebung der lohnpolitischen Derord- nung vom 5. September Bericht erstatten. Im Unterausschuss hat die ReichsrLgierung durch den Neichsarbeitsminister erklären lassen, dass sie die Verordnung vom 5. September m i t einer gewissen Uebergangsrege- 1 ung aufheben wolle, so dass die Tariflöhne Wied e^hcrge stellt werden. Eine generelle Ablaussfrist werde bis zuin 31. Dezember 1932 vorgesehen. Diese Frist soll für Betriebe, die nachweislich noch Aufträge auszuführen haben, die aus Grund der gekürzten Lohnsätze hereingenommen wurden, und denen nachweislich bei sofortiger Aufhebung der Verordnung ein Schaden entstehen würde, auf Antrag vom Schlichter his 31. Januar 1933 verlängert werden können. Ausserdem habe die Reichsregierung die Absicht, die inzwischen ergangenen Aussührungsverord- nungen äusser Kraft zu setzen. Der Ausschuss nahm diese Mitteilung zur Kenntnis. Der Ausschuss beschäftigte sich dann mit den Anträgen, die eine Milderung oder Aufhebung der Notverordnung vom 14. Juni verlangen. Zu Beginn der Aussprache bat Reichsarbeitsminister Syrup, bei den Anträgen über die Aufhebung der Notverordnung vom 14. Juni daran zu denken, dass der finanzielle Bestand der sozialpolitischen Einrich- 'tungen von dieser Verordnung abhänge. Abg. Karsten (Soz.) begründete den sozialdemokratischen Antrag, die Notverordnung vom 14. Juni außer Kraft zu setzen. Er verwies auf die trostlose Lage, in der sich die Erwerbslosen befänden. Lchg. Dr. Schmidt- Eichwalde (Dntl.) beantragte, die Reichsregierung zu ersuchen, alsbald einen Gesetzentwurf vorzulegen, durch den die sozialen Härten der Notverordnungen, insbesondere vom 9. Dezember 1931 und vom 14. Juni 1932, beseitigt werden. Die Notverordnungen, die von der Regierung Brüning erlassen worden seien, gäben der 3uni=» Verordnung an sozialen Härten nichts nach. Abg. Reinhardt (NS.) erklärte, die Juni- Notverordnung übertreffe an sozialer Ungerechtigkeit und Brutalität alles bisher Dagewesene. Die Küijung der Arbeitslosenunterstützung und der Sozialleistungen sowie die Bestimmungen über die Zeitliche Begrenzung des Anspruchs auf Unterstützung, die Verschlechterung der Reichsversorgung und die Abgabe zur Arbeitslosenhilfe, die Beseitigung der Freigrenze bei der Umsatzsteuer und die Salzsteuer müßten unbedingt fallen. Ministerialdirektor IB e i g e r f vom Reichsor- beitsminiskerium wies auf die finanzielle Tragweite der Notverordnung vom 14.3uni für die verschiedenen Zweige der Arbeitslosenhilfe hin. 3m Frühsommer d. 3. bestand in der gesamten Arbeitslosenhilfe ein Defizit von rund 900 Millionen Mark. Dieses Defizit ist durch die Verordnung vom 14. 3tnii, und zwar durch Einsparungen und Erhöhung der Einnahmen ausgeglichen worden. Wenn die vorliegenden Anträge auf Aufhebung der Notverordnung angenommen würden, so würde sich wiederum ein Defizit von 80 Millionen Mark im Monat ergeben. Die geordnete Unterstützung der Arbeitslosen wäre also nicht mehr gesichert. Die gegenwärtigen Sätze lägen zweifellos a n der unteren Grenze d e s sozial Vertretbaren und müßten erhöht werden, sobald die wirtschaftliche Lage es irgendwie gestatte. Ebenso könne die Organisation der Arbeitslosenhille, wie sie jetzt sei, nicht befriedigen. Zweifellos werde die Reichsregierung sich um Veränderungen und Milderungen bemühen. Ministerialdirektor Krohn vom Reichsarbeitsministerium erklärte, die Beiträge der Invalidenversicherung seien von 90 Millionen monatlich im Jahre 1929 bis auf rund 53 Millionen monatlich im Jahre 1932 zurückgegangen. Im Jahre 1931 habe sich bereits ein Fehlbetrag von 188 Millionen ergeben. Dieser Fehlbetrag märe in den folgenden Jahren ohne die Notverordnung so hoch geworden, daß das gesamte realisierbare Vermögen zu einer Dek- fung nicht mehr ausgereicht hätte Tran d«r Auswirkungen der Notverordnung müsse man im Jahre 1933 noch mit einem Fehlbetrag von 125 Millionen bei der Invalidenversicherung rechnen. Die A n g e ft e 111 e n ve r s i ch e r u n q habe zwar zurzeit noch erhebliche Ueberichüsse Da ie aber nicht oersicherungstechnisch vollständig gesichert sei, sei auch hier eine Kürzung der Leistungen nm-. wendig. In der Unfallversicherung stiegen die Umlagebeitragssätze infolge des Rückgangs der Lohnfummen stark an. Im Kohlenbergbau habe der und einem heidi gen Moränenzuge steht. Dort, auf dem weißen Elchlaufe Wipfel einer breitschirmiöen Föhre ist Bewegung, schwarzbrauner Ki Ein Auerhahn steht auf schwankendem Ast und ast Leise noch nah Nadeln. Er reckt den Hals, dreht den Kopf, öffnet Läufe zu sehen. 2 Den ©cbnabef, erfaßt ein Büschel Kiefernnadeln und hastige Bewegung ruPft ihn ab. Zerstäubend rieseln Schneebrocken durchs Gezweig. Weshalb der Führer des Züricher Eilzuges das Haltesignal überführ, ist noch nicht geklärt. Die Luzerner Eisenbahndirektion hat sofort uie Un« tersuchung ausgenommen. Sinne der Regierung, aufzuheben beschlossen hat. Es muh indessen nun darauf hlngewiesen werden, dah die Beschlüsse des haurhaltsaucschusses keine bindende Kraft haben. Die Verordnung, mit der er sich beschäftigt hat, bleibtunoerandert in Kraft. Der vorgeschriebene weg ist, dah die Beschlüsse de» Haushaltsausschusses an die Vollversammlung des Reichstags gehen, der zu ihnen Stellung nehmen muh. Die Aushebung der Verordnungen ist schon deshalb praktisch nicht möglich, weil namentlich ihre wirtschaftlichen Maßnahmen inzwischen viel zu sehr in unser ganzes wirtschaftliches Dasein eingeflochten sind. So beurteilt man die Beschlüsse des Ausschusses auch mehr als Ausfluh des Agitationsbedürf- n isfer und erwartet, dah der Reichstag ein viel starkeres Gefühl für veranl- worlnng an den Tag legen wird, zumal er sich sicher darüber klar sein wird, dah die Reichsregierung die Aushebung der Notverordnungen nicht hlnnehmen könnte. Das wäre schon deshalb nicht möglich, weil es nach ihrer Ansicht vor allem jetzt darauf ankommt, alles zu vermeiden, was die wirtschaftliche Beruhigung irgendwie beeinträchtigen könnte. Unter diesen Umstanden mihl man den Beschlüssen des Haushaltsausschusses auch keine praktische Bedeutung bei. und der Bayerischen volksparlei, wonach d i e Härten aller sozialpolitischen Rotverordnungen, insbesondere der vom 8. Dezember 1931 beseitigt werden sollen. Mit dem gleichen Stimmenverhältnis wie bei der Aushebung der Notverordnung wurde dann noch ein sozialdemokratischer Eventualantrag angenommen, der eine Dinlerbeihllfe auch für die alleinstehenden Arbeitslosen sowie die Wohlfahrtserwerbslosen vorsieht. Diese Dinterbeihil'e darf von den Jüt- sorgeoerbänden auf die ZusohunterstÜhung nicht an- gerechnct werden. — Ministerialdirektor Weigert (ReichearbeitLministerium) wies vor der Abstimmung darauf hin, dah dieser Beschluh für die Dauer des Winters eine Ausgabe von 14 0 Millionen Mark bedeuten würde. Keine praktische Bedeutung. Die Notverordnung bleidt i nverändert in Kraft. Berlin, 13. Dez. (ERB.) 3n Regierungskreisen wurden die Beschlüsse des haushalts- ausschufses des Reichstags erörtert, nach denen die Notverordnung vom 14. 6. 1932 aufgehoben werden soll. Bei der Verordnung handelt es sich um die Senkung der Sozialrenten usw. Sie ist nicht zu verwechseln mit der Verordnung vom 4. 9. 1932, deren I ozialpolitischen Inhalt der Reichstag, durchaus im I Die Arbeitsbeschaffung. Wünsche der Landgemeinden. Berlin, 13. Dez. (£U.) Vom Landkreistag wird mitgeteilt, daß zwischen de/n Reichskommissar für Arbeitsbeschaffung und dem Präsidenten des Landkreistages, Dr. von Stempel, eine eingehende Besprechung über die Arbeitsbeschaffung stattgefunden hat. Das Ziel, die unerträgliche finanzielle Belastung der Bezirksfürsorgeverbände durch Senkung der Wohlfahrtserwerbslosenziffer fühlbar zu vermindern, könne nur durch unmittelbare öffentliche Arbeitsbeschaffung er- reicht werden. Man sei sich darüber einig, dah schnell st es Handeln unbedingt geboten sei, wenn dieser Zweck erreicht werden solle. Durch beschleunigte Arbeitsbeschaffung auf dem Wege über Vergebung öffentlicher Aufträge werden nicht nur den Gemeinden und Kreisen Erleichterung gebracht, sondern die dadurch hrrvorgrrufeae größere Beschäftigung der Privatindu- st r i e lasse weitere fühlbare Erleichterungen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt eintreten. Die Finanzierung — der wichtigste Teil des Problems sei bis in alle Einzelheiten durchgespro- chen worden. Dieser Besprechung komme deswegen große Bedeutung zu, weil am Mittwoch im Reichskabinett die Frage bereits zur Erörterung komme. Beitragssatz etwa 9 Prozent des Lohnes erreicht. ' eine Aufhebung der Nolverord- n u n g vom 14. Juni würde für die Sozialver- sicherung eine Mehrbelastungvonrund 30 0 Millionen jährlich bringen. Die Re.chsregierung sei sich bewuhl, dah die Jloloerortnung auch auf dem Gebiet der So- zialversicherung auherordentliche här- l e n gebracht habe. Beim Lrlah der Notverord- nung habe es sich aber um Sein oder ^Nichtsein der Reichsversicherung gehandelt. Die Reichsregierung werde weiter versuchen, die harten irn Rahmen des Möglichen zu mildern. Abg. Erfing (Z.) verlangt die Einbeziehung ver Anträge seiner Fraktion, die nur die Besei- ngung der Härten und Ungerechtigkeiten wollen, Wwie erne Gesetzesvorlage zur Vereinfachung und -verbllngung der gesamten Sozialversicherung. Mit einem Beschluß, die Verordnung ganz aufzuheben, sei niemanden gedient. 3m Gegenteilent- rteije ein ungedecktes Defizit Don 300 Millionen. Der dadurch gegebene Zusammenbruch der Sozialversicherung werde das Vertrauen noch mehr erschüttern, und alle Leistungen der Sozialversicherung würden in Frage gestellt. — Johannes Meyer — beginnt ganz sachlich und endet ganz romantisch. Sie ist straff, fi.mgerccht und verfügt über hübsche Einfälle. Die Silhouette des Kölner Stadtbildes und der Domtürme wurde beispielsweise als rein photographisches Motiv sehr glücklich ausgenutzt. Gilgi (eigentlich Gisela Kron) ist Brigitte Helm: schlicht, natürlich und angenehm undämonisch: darstellerisch ungefähr auf der Linie ihrer „Gräfin von Monte Christo". Gustav D i e ß l: ein ebenbürtiger Partner, obwohl der Schriftstellertyp, den er zu spielen hat, heute nahezu aus- gestorben sein dürfte. Wundervoll das kleinbürgerliche Adoptivelternpaar.- Biensfeldt und Helene F e h d m e r. Unter den jungen Mädels fällt Jcsfie Dihrog durch ihr frisches Temperament sympa- thisch auf. Sonst: Ernst Busch und Hermine Sterler. Musik: Franz Grothe; Texte: Fritz Rotter. — Der Film läuft seit gestern im Lichtspielhaus. -r- Schweres Eisenbahn - Unglück im Güisch-Tunnel bei Luzern. Bisher sechs Tote und 15 Verletzte geborgen. spärliche Auskünfte über das Unglück gibt erklärt, daß über die Anzahl der Toten und Ver- letzten noch keine endgültigen Angaben vorlägen, beziffert die Polizeidirektion die Zahl der Toten mit sieben. Elf Kinder beim Schlittschuhlaufen ertrunken. Bei Roxheim (Pfalz) brachen 6 Mädchen im Alter von 15 bis 6 Jahren auf dem Allrhein beim Schlittschuhlaufen ein. Nach etwa eiuffünbigen Rettungsarbeiten konnten alle verunglückten Kinder nur als Leichen geborgen werden. Am schwersten von dem Unglück betroffen wurde die Familie des erwerbslosen Schlossers Jakob w e i n h, die allein fünf Mädchen bei dem Unglürf verlor. Das 15jährige Mädchen der Familie Weinh hatte sich bei dem Einbruch der sechs Kinder an das Ufer retten können und versuchte nun, ben anderen Geschwistern Hilfe zu bringen. Dabei """de es aber von einem der Geschwister, das sich an die Fünfzehnjährige geklammert hatte, wieder in das wasser gezogen und ertrank. Das Ee- zicksamt Frankenthal hat den Eltern das Beileid ausgesprochen und eine Unterstützung zugesagt. ■8“ sArecklichen Llnglück werden noch fol- g^rde Einzelheiten gemeldet: Die auf so tragische Wnse ums Leben gekommenen Kinder befanden rnad^il? Heimwege von der Schule. Etwa 50 Meter von der elterlichen Behausung begaben sie sich auf die etwa zwei bis drei Zentimeter dicke Eisdecke des Altrheins. Als die Kinder etwa 30 bis 40 Meter vom Ufer ^^!-?^en. brachen sie ein. Das älteste der Mädchen, die 15jährige Helene Weinh. rettete sein dreizahriges Schwesterchen das sich ebenfalls auf dem Eise befand, ans Ufer. Bei dem Versuch, den anderen Geschwistern zu Hilse äu kommen, wurde sie von einem der Kinder, das sich an das Mädchen geklammert hatte, ins Wasser gezogen. Die Feuerwehr nahm sofort Deraun"sa"beite vo". Wenderbelebu"gs- versu che waren je'v ir allen F.B? er ol o'. * 3n Senheim (Kreis Zell) an der Mosel brachen auf einem zugefrorenen Tümpel zehn Kinder durch die dünne Eisdecke. Auf ihre Hilferufe eilten einige Leute herbei, denen es unter größten Anstrengungen gelang, fünf Kinder lebend zu retten. Die übrigen fünf Kinder konnten nur tot geborgen werden. Es handelt sich um vier Mädchen und einen Knaben im Alter von 9 bis 14 Jahren. Tonfilm: „E ne von unS^. Dieser Tonfilm (nach dem Roman „Gilgi" von K e u n) behandelt das neuerdings überaus beliebte Thema des modernen, berufstätigen jungen Mädchens. Es entsteht hier eine Kreuzung aus Re- portage und Roman, eine wunderliche Mischung oon Romantik und neuer Sachlichkeit. Bedenklich, Daß der Film, wie schon der Titel anzudeuten scheint, einen typischen Fall zu schildern vorgibt, während weder der Fall typisch, noch die Heldin als „eine pon uns gelten kann, das heißt eine von den Zehn- taufenben von jungen Mädels, die heute im Bureau und hinter Schreibmaschinen sitzen. Zwar ist Gilgls Schicksal, so wie es der Film vor dem Beschauer entrollt, nicht durchaus unmöglich ober unglaub» roürbig (bas sogenannte Leben ist oft romantischer unb sogar kitschiger als bie Literatur) — aber es ift in seinen Einzelheiten Zusammenhängen unb Begleitumstänben so beschaffen, daß die Deroll- gemeinerung, die z. B. die Bauchbinde des Buches nahelegt, mindestens übertrieben anmutet. Die Regie 2lög- Dr. Schmidt - Eichwalde (dn.) forderte nochmals eine Beseitigung der sozialen Härten, vor allem eine Aufhebung der Renten- und Unter- stühungskürzungen, hält es aber für falsch, auch sämtliche anderen Maßnahmen der Zuni-Verord- nungen, zum Beispiel die Steuermaßnahmen, mit aufzuheben. Auch sei es nicht möglich ld:e Bestimmungen, die sich auf die Beiträge zur Arbeitslosenhilfe bezögen, aufzuheben, da dadurch die finanzielle Grundlage für . die Zahlung der Unterstützungen beseitigt werden würde. Er beantragte daher, den sozialdemokratischen Antrag so zu ändern, daß diese Rotver- vrdnung nur bezüglich der Unter st üt- zungskürzung außer Kraft gesetzt werde. Abg. M o r a t h (D. Dp.) verwies auf einen vom Reichstag gefaßten Beschluß, wonach keine Beschlüsse gefaßt werden könnten, durch bie neue Ausgaben entständen, wenn nicht gleichzeitig für Deckung gesorgt werde. Abg. Reinhardt (Rat.-Soz.) war der Auf- faffur.g. daß die Außerkraftsetzung der Rotverord- nung keineswegs zu einem Zusammenbruch der Sozialversicherung führen müsse. Es liege bei der Regierung, Gesetzentwürfe einzubringen, die die Frage neu regelten. Dis zum Wiederzusam- mentritt des Plenums habe sie noch hinreichend Zeit. Dabei könne sie ja die nationalsozialistischen Deckungsvorschläge aufgreifen. Ministerialdirektor Krohn hielt sich für verpflichtet, auf die außerordentliche finan- zielleTragweiteeines Aufhebungs- beschlusses der Juni-Rotverordnung hinzu- weisen. Diese Aufhebung könne von der Invaliden-. Unfall- und Knappschasts-Pensionskasse nicht durchgeführt werden, da diese Versicherungen nicht über die Mittel verfügten, um die dann geschaffenen Sätze zu zahlen. Ministerialdirigent Weigert schloß sich dieser Erklärung vom Standpunkt der Arbeitslosenhilfe in ihren drei Formen: Versicherung, Krisenfürsorge und öffentliche Fürsorge an. Oki der Aufhebung der Verordnung könnte eine geordnete Unterstützung derAr- beitslosen in diesem Winter nicht durchgesührt werden, auch könnte die Hilfesür die Gemeinden nicht mehr weitergeleistet werden. Wenn auch mit diesem Ausschußbcschluß die Aufhebung tatsächlich noch nicht als durchgesührt angesehen werden könne, so sei ein solcher Teschluß an sich schon pep.-.e1, au e o le-tiiche Unruhe in die weiten Kreise der Arbeitslosen zu bringen. Darauf wurde mit 24 Stimmen der National- fozialiften, Sozialdemokraten und Kommunisten unter Annahme eines sozialdemokratischen und eines kommunistischen Antrags beschlossen, die Notverordnung vom 14. Juni außer Kraft zu sehen. Alle anderen Abgeordneten hatten sich an der Abstimmung nicht beteiligt Angenommen wurde ein deutfchnalionaler Antrag mit sämtlichen Stimmen bei Nichtbeteiligung des Zentrums 1 Leise noch etwas näher. „Hau, hau, hau." Wieder Bewegung. Der E.ch schiebt sich weiter. Hat er mich wahrgenommen? Nein, er steht wieder. Und nun wendet er. Das Haupt tritt hervor. Ein Schaufler. Ein Zwölfenderschausler. Aber nun ist wieder bas Blatt verdeckt. „Hau, hau, hau." Plötzlich wenbet ber Elch ben gewaltigen Körper. Das Blatt ist frei. Ein harter Knall. Eine Flucht, noch eine, immer kürzer, noch eine, ein Stämmchen splittert, ein dumpfer Ausschlag auf den weichen Schnee. Es ist still. Ich eile hin. Da liegt der Recke des nordischen Urwalds schwarzbraun auf seinem weißen Lager, die weißen Läufe hingestreckt. Sagrei stürzt mir entgegen, springt an mir hoch. Aus seinen Augen leuchtet Freude. Der Tag geht zur Neige. Abenddömerung breitet sich über bas Land. Wieder ziehen bie Krähen burch bie glasige Luft, unb in der Hütte im Wald zirpt mieber das Heimchen am warmen Herd. „Kchrt, Sagrei, wir wollen nicht stören." Zurück, und im Bogen um den alten Herrn. Eine Fuchsspur kreuzt unseren Weg. Ein Tritt vor den andern. Nirgends eine Elchsährte. Weiter, es wird kälter. Die Wolken teilen sich. Grünblaue Flecken erscheinen zwischen dem Wolkengrau. ^ort hinten, am Rande ber Dickung scheint eine ^?°e F^rte zu stehen. „Komm, wir wollen Nachsehen. Wieber nichts. Ein Baummarder hat hier gejagt. liefe Löcher, groß und breit, hat er bei ledern Sprung in den weichen Schnee gedrückt. Der kurze Wintertag ist weit vorgeschritten. Jetzt laisen wir das Kreilen sein und durchqueren den Espenjungwuchs. Leise schieben wir uns gegen den Wind ins verschneite Gehölz. „An die Leine, Sagrei." Auch hier nirgends Fährten. Wir dringen weiter ein. Nichts. Plötzlich stößt Sagrei vor, zerrt an der Leine. Ich stehe unb horche. Da knackt ein Zweig. »Los, Sagrei, unb mach deine Sache gut." In langen Sätzen stürmt er davon, daß ber Schnee stiebt. Unb jetzt setzt sein Geläute ein. In hohem Distent. Weit fort burch Jungwuchs unb Heide- Wald. Klingend schatten bie Töne burch bie schnee- reine Luft. 2ch folge langsam und horche. Und warte. .. Ich warte auf den Augenblick, da das hohe Geläute in tief tönenden K ong umschlägt. Es währt nicht lange oiejes Mal. Don fern her bringt schnee- gebämpft ber heißersehnte Laut: „Hau, hau, bau!" Tief, kurz unb abgerissen hallen bie einzelnen Töne. Stanblaut! Der Elch hat sich gestellt. Sagrei verbellt ihn. Er ist ein Meister in seinem Fach. Jetzt schnell heran. Durch alten Fichtenbestanb über bas freie Moor. Immer näher bröhnen bie Töne. Jetzt in bas Stangenholz. Unb nun Vorsicht. Langsam weiter. Immer gegen ben Wind. Vorwärts Es kann nicht mehr weit fein. Lautlos schleiche ich durch ben weichen Schnee. Stehe und horche. Prüfe den Wind. Noch einige Schritte. Ich bücke mich, spähe durch das Stangen- Holz. Vor mir zwischen den dunklen Nadelholzstammen: vier weiße Birkenstämmchen? Sie bewegen sich, verschieben sich. Die Elchläufe sind es! Die vier Eichjagd im Winter. Don Leon Freiherrn von Eanipenhaufen Zögernd weicht die Dezembernacht. Vereinzelte Schneeflocken sinken sachte dem Boden zu. Ich roepe noch einen Fichtenast in bas knatternbe Herb- feuer und lösche die Kerze. Summend beginnt bas Waner zu sieden. Auf dem Kessel klappert der Deckel, und weiße Dampfwvlkchen puffen in bie rauchige Hütte. Neben dem Fenster hängen am Holzpslock Drilling unb Jagdhorn. Dor dem Herd sitzt Sagrei, die Elchbracke und verfolgt mit den Augen jede meiner Bewegungen. »Na, mein A ter, heut gibt es was. Wir warten noch ein Stündchen. Wir lassen die Elche mal frische Fährten machen." Heute Nacht haben sie nicht viel geäst, sie werden es jetzt in ber Dämmerung nachholen. Lang werben bis Fährten ja nicht fein, benn bei Neuschnee treten die Elche nur wenig umher. Durch das kleine Fenster bringt matter Schein. Schneeoerschüttet stehen die Fichten. Tief hängen die verschneiten Aeste herab. Schnee, Schnee, dämmerndes Zwielicht. Nebelkrähen ziehen über den Wald ber Küste zu. Wieder und wieder in endloser Reihe. 3mmer heller wird es in ber Hütte. Das Heimchen am Herde ist verstummt. »Jetzt gehen wir, Alter." Sagrei springt auf, stellt sich an mir hoch, hebt die Lefzen unb Feigt im Lachen sein weißes Gebiß. Wir treten hinaus. Klirrend fällt bie Tür ins Schloß. Vom niederen Dachfirst rutscht ein Stück Schnee und plumpst zu Boden. Quer durch den Fichtenwald gehe ich mit Sagrei. Wir schlagen zwischen Moor und Mischwald einen weiten Bogen. Wir wollen bas Espenjungholz, bas längs ber Senke sich breitet, umkreisen. Leicht atmet die Lunge bie reine Schneelust. »Jetzt, Alter, haben wir es nicht schwer, die Fährte zu halten." Das wissen aber bie Elche eben» sogut und richten sich danach ein. 3n langen Sprüngen ist ein Eichhorn hier entlang gehupft. Ein Loch hinter dem andern im wei- ajen «chnee. Und dort Schneehasenspuren kreuz unb quer. _5efct liegt volles Tageslicht über dem Wölb. -Ulattes, milchiges, nordisches Dezembertageslicht, I unter langsam ziehenden, grauen Wolkengebilden. -wir nahem uns einer Kieferngruppe, die auf । Am Schauplatz des Unglücks. Zu dem Unglück im Gütsch-Tunnel wird weiter gemeldet, daß der Tunnel mit Trümmerhaufen angefüllt ist. Aerzte bemühen sich um die Verletzten, die zum Teil aus den Wa- geutrümmern herausgeschnitten werden müssen. Glücklicherweise war der erste Wagen des Gottharder Zuges leer. 3n dem ersten Wagen des Züricher Eilzugs, der am schwersten betroffen Wurde, befanden sich etwa 20 Personen, die sämtlich verletzt bzW. getötet wurden. Dieser Wagen schob sich zur Hälfte in den Gepäckwagen hinein. Die Ramen der Toten konnten noch nicht restlos fest gestellt Werden, doch soll es sich durchweg um schweizerische Staatsangehörige handeln. SWierigeAufräumungsarbeiieu Die Ausräumungsarbeiten im Gütsch- Tunnel werden sehr erschwert, weil sich die Trümmer der Lokomollven unb W-gen bis zur Tunneldecke türmen. Die Schwei ha p parate sind «nunter- । brachen in Tätigkeit, um die i nein and« rge preßten i Ci (-enteile zu lösen. Nach dem Zusammenstoß entstand im Tunnel durch Kurzschluß ein Brand, ber aber halb gelöscht werben konnte. Unter den Toten befindet sich außer den beiden Lokomotivführern auch ein Zugführer. Wie kie Eisenbahn- .Inspektion Luzern mitteilt, konnten sämtliche Der» uiglüdten in den Krankenhäusern untergebracht werden. Um 19 Uhr bofanben sich keine Verletzten mehr unter ben Trümmern. Die Verletzten weisen Schadelbrüche, Schenkelbrüche, Ellen- bogenfrakturen und Quetschungen auf. Unter ihnen befindet sich auch eine junge Berlinerin, Fräulein Willis Stock, die aber nur eine leichte Unterschenkelquetschung erlitt. Erschütternd war es, wie die unverletzt gebliebenen Passagiere einer nach dem anderen wie aus einer Hölle entronnen aus dem Tunnel wankten. Mehrere hatten einen Nervenschock erlitten. 6od>fd>ulnoalten: die Rettungsmannschaft konnte nur mit äußerster Vorsicht zu Werke gehen. Weil die Wagen so geborsten Waren, dah sie jeden Augenblick völlig zufammenzubrechen drohten. DieDunkelheit machte das RettungsWerk im Tunnel noch schwieriger. Während die Eifenbahninfpektion in Luzern nur f Märt 1 "e iin. iufeti ad) tiroa le ®ttun. b°tgen Sofien °lln, 3g. "beldris r Jamin, fiin. nun, *• dabei das sich wieder >°s Le. Delleid lagt. och lvl. L VN der en De« vei bis cheins. n Ufer älteste eintz, ad sich :r. Del a Hille Kinder, ite, inS sofort >"gs. vl D;, ibra- \W :dt.N baun R, M c -M N i toerttn. und einen jren. ng. tt. ndkreistez enten ki Angehende g ßattge- finan« fürsor- Wohl- Ibar zu eibar« ng «• üg, dast jctcn lei, Lurch be» iece über nicht nut rung ge* e.ie grö« ilinbu« jngen auf Die Fi« des Pa- rchgespro« deswegen Voch im rörtenmg chlich und !ich und wette des jurhe bei- iotin sehr eia Aron) angenehm der Linie >Liehl'- Schrift' hezu aus- inbürgcr- id Helene illt M l fqmpo1 Hermine le: Fritz Lich^ hat de" rftuhl der ,indo,^ s nren *' bekannte ^enle'den iefjen)- ifen-- um> tgiied «' nek,-er 3 Ordin«' »hat y wZcrlM g-fiih*1,9. nl^pr'l Aus der Provinzialhauptstaöt. 9er Weihnachtsbaum und seine Geschiße. 3n diesen Tagen sind die Weihnachtsbäume wieder auf dem Warbt erschienen. Für uns rst der Christbaum mit dem Weihnachtsfest unlösbar verbunden, und doch ist es, wenigstens m seiner heutigen Form, noch nicht so alt, w.e mancher denbt. Der älteste Weihnachtsbaum, den wrr kennen. ist für das Jahr 1634 in Straßburg bezeugt. Er trug bunte Papierrosen, Aepfel und 3u ©eigen, die zu dreien und vieren durch di« Straßen ziehen. Sie werden sich an einer Ecke aus stellen und zu spielen beginnen, oder sie werden in den nächsten Hof treten und dort ein Ständchen geben; sie erscheinen plötzlich in der Hintergrund und machen zwischen zwei Stationen eine hastig« Musik, die vom Lärmen des Wagens übertönt wird, aber sie wissen: in diesem Raum können ihnen die Menschen nicht so leicht entgehen, und trenn dann einer mit hin- gehaltener Mühe zwischen den Sitzreihen entlang acht und Geld «insammelt, geben ihm viele. Ich habe einmal einen beobachtet: zwischen dem Halle- fchen Dor und der Kochstratze klimperte er solo ■einen Fox, sammelte und bekam etwa fünfzig Pfennige, schlecht gerechnet. An der Koch- straße stieg er aus, ich hinter ihm drein und in den nächsten Wagen; dort das gleich«. Als er sammelte, hatte er etwa dreißig Pfennige, schlecht gerechnet, eingenommen; als er zu mir kam, erkannte er mich wieder, stutzte und lächelte dann verschmitzt. Solch? Musikanten tarnen neulich auch in die gutbürgerliche Bierstube in Wilmersdorf und wollten sich vor den Gästen aufbauen, aber der Wirt, ein gutmütiger Ostpreuße, nahm sie nach hinten: „Dort sind die Kegelbrüder im Dcr- einszimmer", sagte er. Dorther vernahm man denn ihre frischen und munteren Stimmen, sie sangen Studenten- und Wandervogellieder und kamen mit zufriedenen Gesichtern zurück, setzten ihre Kappen auf und stürzten davon, denn es war der Samstag nach dem Monatsersten, da sind die Kneipen und die Börsen noch einigermaßen gefüllt, da muß man die Konjunktur ausnützen. Der Wirt meinte, daß die Jungens bei den Kegel- brüdem je «ine Mark verdient haben konnten. And wieder auf der Hintergrund. Zwischen Wittenberg- und Nollendorf-Platz, wo di« Dahn ans Licht fliegt, tritt plötzlich ein jun^- Bursch auf, hat sich halb entkleidet und zeigt die Derrenlungen seiner Muskeln an Armen, Rücken und Brust: „(Sin stellungsloser Artist, der gezwungen ist, sich auf diese Weise seinen Unterhalt zu» verdienen, bittet di« Herrschaften um geschäht« Aufmerksamkeit!" Man hat das nun schon so oft gesehen, man hat sie fo oft gehört, es sind immer andere, aber di« Mitfahrenden ziehen immer noch ihre Börsen. Auf lauf an einer Straßenecke, natürlich wieder um einen jungen Menschen; er hat ein geöffnetes Köfferchen zu feinen Füßen und preist etwas an — was verkaufen sie nicht alles! Socken, Strümpfe, Kravatten, hochfeines Briefpapier — „mit feiiengeiütterten Briefumschlägen, die Post für die Herren Kavaliere, in eleganter Mappe" — ein kleines Instrument, das das Tropfen der Kannen verhindert, Streichhölzer, Taschenmesser . . . überall diese kleinen fliegenden Läden, in den Hauseingängen, unter den Torbogen, auf den Treppenfluren, an den Woh- nungstüren, alles ist verboten, der Schupomann darf «s nicht wissen, er darf auch die beiden Leute nicht dulden, die sich in der Nähe der Kranzler- Ecke, nahe von Unter den Linden ausgestellt haben und einen entsetzlichen Singsang hören lassen, manches dürfte der Schupo nicht hingehen lassen, aber er tut, als wisse er von nichts und sieht krampfhaft auf die andere Seite. Die Friedrichstraße... war sie nicht einmal der glänzende Traum, die Derkörperung aller Berliner Herrlichkeiten? Heut« ist sie die Straße der kleinen Bazare, der billigsten Läden, der 95-Pfennig-Artikel, der sogenannten Kunstläden und Kunstauktionen, billig, billig! Die ehemalige City ist gesunken und verkommen, und ob sich auch schon vor Jahren ein „Ausschuß zur Hebung der City" gegründet hat, die Friedrichstraße ist Lainodj in einem unaufhaltsamen Abrutsch begriffen. Erinnert man sich noch der kleinen vornehmen Bar neben dem Kaiserkaffee? Hier befindet sich heute eine Bierstube mit bürgerlichem Mittagstisch, überall die Automatenrestaurants, Brötchen füreinenGroschen, alles billig, billig, alles auf Hast und Ausbruch berechnet. Das Sinnbild dieses ganzen Derfalls aber ist die Gegend nördlich des Friedrichstraßenbahnhofs, unterhalb der Weidendammer Brücke. Auf diesem Gelände stand einst die Pepiniere, kein schöner Dau, aber alt, ehrwürdig und verwittert. Dieses Haus wurde abgerissen, da sollt« ein Hochhaus hin, das erste Berlins; aber dann kam der Abrutsch der City, überall wuchsen die Wolkenkratzer, nur nicht hier. Dafür wurde der Raum anders ausgenuht, man hat dort, schlecht und billig, eine Art Dazarstrahe hingesetzt, eine Reihe niedriger Baracken, und hier stinkt es immer nach ranzigem Fett. Das kommt von einer Kartoffelpuffe r k ü ch e. Dann sind dort untergebracht: Laden mit falschen Brillanten und unechten Stei- nen, ein „S p i e l s a l o n" , wo man „Pferdchen" laufen lassen und sich in „Ceschicklichleits- spielen" üben kann, deren Zulässigkeit nicht in allen Fällen polizeilich feststeht; da sind Läden mit Büchern, Kramzeug und Tand, Stehbier st üben, und immer der Gestank des ranzigen Fetts — Symbol der City, billig und schlecht. Diese kleinen Läden, Likörbars und Spielsalons dauern alle immer nur einige Zeit, dann wird das rote Schil d „Zu vermieten!" an die Schaufenster geklebt; ein kleines Gewerbe hat in einer großen Stadt fein Ende gefunden. Geht das Geschäft nicht mit Zigarren oder Büchern, muß man einen Leitartikel hinzunehmen, das find die „Le hbi.ch:r, ohne Pfand, w chm lich von 10 Pfennigen an". Erstaunlich die Masse der Leihbüchereien, di« in den letzten Jahren aus dem Toden geschossen ist! Sie haben bereits einen „Reichsverband" gegründet, der ihre „Belange" wahrnehmen soll, aber auch die Verleger und Soriimenler wehren sich dagegen. Diese Büchereien konnten, kundig und sachgemäß betrieben, ein Segen sein und dazu dienen, dem Dolk in diesen Zeiten die Freude am guten Buch zu erhalten und ihm über diese sorgenvollen und bücher- losen Tage hinwegzuhelfen. Aber eben: nicht die Freud« am guten Bach wird hier gefördert, sondern der Anreiz zu Schmutz und Schund („streng wissenschaftlich") wird hier erweckt und genährt, denn diese Bildungsinstitute werden von ganz zufälligen Leuten geleitet, die dem angeblichen „Bedürfnis ' ihrer Leser schmeicheln wollen und daher diese Bücher aufdringlich zur S^ iu stellen. Wer einmal die Kulturgeschichte r schwarzen Jahre schreibt, wird an diesen Er Meinungen des '"^rliner Lebens, in denen sich zu einem gut Teil das deutsche spiegelt, nicht vorübergehen können... Neues für Öen Dücheriisch. — Ewald Banse: Raum und Volk im Weltkriege, mit 11 Kartenbeilagen, Gerhard Stalling Verlag, Oldenburg i. O. Broschiert 4,80 Mk., Ganzleinen 5,80 RM. — (445.) — Raum und Dolk sind dasjenige an einem Kriege, was vorher da war, was ihn erst ermöglichte und was auch nachher noch da sein wird. Aus diesem Gesichtswinkel heraus untersucht der Verfasser, Professor an der Technischen Hochschule, Braunschweig, die Bedeutuna des Raumes und des Volkes, zugleich auch der Wirtschaft und des Verkehrs, der Technik und des Volkscharakters für die Kriegführung, und erläutert das an Beispielen aus dem Weltkriegs. Er zeigt, daß nur ein seelisch vorbereitetes Volk einen Krieg zu gewinnen vermag. Er beweist ferner, daß die Kriegführung seit der englischen Einflußnahme auf den Weltkrieg nicht mehr nur ein heldisches Erlebnis ist (wie wir noch 1914 dachten), sondern außerdem eine wirtschaftliche, eine technische, ja vor allem «ine psychologische Angelegenheit. Die neue Methode der Kriegsbetrachtung muß unserem Volke auch für zukünftige Kriege nutzbar gemacht werden. So erweitert sich das Buch zu einem Abriß der Wehrwissenschaft und zeigt, was als nationale Lehre des Weltkrieges für unser Volk zu wissen und nachzuachten notwendig ist. — Jean Prövost: Geschichte Frankreichs feit dem Kriege. Uebersetzung von K. W. Körner. Drosch. 4 Mk., kart. 4 80 Mk., Leinen 6 Mark. Verlag Engelhorns Nachf, Stuttgart. — (473.) — Jean Prevost schuf hier keinen dickleibigen Geschichtswälzer mit trockenen Abhandlungen, sondern einen knappen fesselnden Bericht von Den politischen, wirtschaftlichen und charakterlichen Wandlungen und Veränderungen, die unser westlicher Nachbar durchmachte. Es ist eine Geschichte der öfsent ichen Meinung, des „öffentlichen Denkens", wie Prevost sagt; alles erscheint uns noch einmal, aber im französischen Spiegel gesehen: der Friedens- schluß und die Folgen, die Ruhrbesetzung, die Frank- Inflation, die Rüstungen, die Goldyortung und die Wirtschaftskrise bis zum heutigen Tag. Man könnte Prsoost als den französtschen Knickerbocker bezeichnen. Sein Buch ist voll von interessanten Tatsachen, psychologischen Abhandlungen z. B. über den französischen Sparer, den Steuerzahler, den Nationalismus, — knappen Charakteristiken der französischen Staatsmänner, eingehende Untersuchungen der Wandlungen in Literatur und Mode usw. Wer sich mit dem Problem Deutschland-Frankreich auseinandersetzen will — und wen gehen diese Fragen nicht an? — der sollte diesen wichtigen Beitrag der Gegenseite lesen. — Blodigs Alpenkalender (Verlag des Blodigschen Alpenkolenders, Paul Müller, München 2 NW. 8, Hirtenstraße 15) ist, für das Jahr 1933, zum 8. Male erschienen. Wenn man diesen Kalender durchblättert, ergreift einen Erinnerung und Sehnsucht nach den Bergen. Was von Jahrgang zu Jahrgang sinnfälliger wird, ist die große Sorgfalt in der Auswahl der Bilder, der Abwechslung der Motive in Berg und Tal — Jahreszeiten, Leben in den Bergen, Tier- und Pflanzenwelt — so daß die steigende Zahl der Kalenderfreunde verständlich wirb. Der Jahrgang 1933 zeichnet sich vor seinen Vorgängern auch durch vergrößerte Bilder und seinen verbilligten Preis (2,90 Mk.) aus.-(348) — Köhlers Illustrierter Flotten- Kalender ^Wilhelm Köhler Verlag, Minden in Wests.) bietet in gewohnter Reichhaltigkeit eine Fülle des Wissenswerten und Unterhaltenden. Don seemännischen Ereignissen aus jüngster Zeit, von den neuesten Fortschritten in Schiffbau und Schi ff- fahrt, von Tankschiffen und von unseren neuen Kreuzern, von Fleugzeugen im Dienste der Fischerei, von Eisenbahnen, die die Se« durchkreuzen, erzählt der Köhlersche Flotten-Kalender ebenso anschaulich wie von den Eroberungsfahrten des b*< S.jj.-lpori Sp -Vg.iWO - Union Äiederrad in Wirtschaft und M.n.n.itt.M.a.Uanb.^ bem Be'rbänb ber 3®”n 96 50 Gier Ed°k°.G°n->„°n,ch°ft-n fomie bem 9ieid)5Derbanb । 3utfe^?52^apag'18 50. 58,4 j 57,65 19 98,4 57,13 63,75 47 101,5 46.75 61,13 26 25 34 177.5 76 97,5 150 29,4 42,5 34 57,5 46.75 57,5 29,5 152 96,5 154 29,25 42,25 34 46 37 42,5 151,5 46 83,75 47,25 84.75 30 152 4.20 58.11 70,56 13,65 16,39 '68,86 21,49 70,36 2,46 74,70 80,74 34,23 4,22 58,35 70,84 13,71 16 45 169,54 21,57 70,64 2,48 75,00 81,06 34,37 1 IN u 0 0 57,25 63 48 28,25 19 46 42,5 152, 30,65 1 56,5 I Arbeiter-Turm und Sportbund. Gießen I — Altenstadt I 1.1. 37,75 I ♦ 1,5 155 45,5 84 48,5 84,5 129 100,5 47,25 60,65 25 35 180,25, 75 45,9 84 47,5 85,4 50,13 129 101 46,5 61,25 "5,25 42,4 34.25 179 76 sephine Siebe den Wunsch vieler kleiner Leser erfüllt und berichtet wieder von den Oberheudorser Buben und Mädel. Gerade mit ihren bekannten Dorfkindergeschichten aus Oberheudorf hat sich die Verfasserin längst die Herzen ihrer jungen Leser erobert, und alle freuen sich darauf, wieder Neues 98,4 I 29,65 42,75 \ Krchner ........... Matnkroftwerke Höchst a.M. ... Süddeutscher Zmker ........ Schmidt — Blaß 21:10, 19:21, 21:17, 20:22, 21:14. Doppelspiele: Reichel-Gros — Junker-W. Luh 21:9, 21:10, 21:14; Treser-Frau Hauser — K. Volk-Blaß 16:21, 21:12, 19:21, 21:10, 21:16; (Bäh- Rosenbach — Hankel-Mchl 21:13, 21:7, 21:12; Koch- Schmidt — Schwarz-Hch. Luh 21:15, 21:18, 21:15. Wintersport-Veranstaltungen im Sauerland. rzinsfuß s v H. Devisenmarkt Berlin - Frankfurt <2JL 5 ®. Iarben-Industrie Scheideanstalt Goldschmidt RütgerSwerke Metallgesellschaft Die wenigsten Tore schossen7^ VfL- Osnabrück acht in acht Spielen, BC. 05 Düsseldorf a^t in zwölf Spielen. Gronau 09 neun in zehn cptelen, Ratingen 04 neun in elf Spielen, RS. Oberhausen neun in zwölf Spielen. Die wenigsten Tore erhielten: For- tuna Düsseldorf, Arminia Bielefeld, Union Reck- lingVaufen alle sieben Tore, Westfalin Scherlebeck, Preußen Münster beide acht Tore. 58, 46,5 ! 59 45,4 84,4 48,75 85.4 52,25 100 47,4 60,9 25,25 43,9 34,9 181,75 75.9 96,75 29,4 42,25 34 Deutscher Spezialgeschäfte in Porzellan, Glas, Haus- und Küchengeräten ist eine Vereinbarung zu- standegekommen, der zufolge sich die Reichsfachver- ?ran?!. DeJPfl,d)ten, alle Kampfbeschlüsse eiuzustellen. Auf die Mitglieder soll stärtstens eingewirkt werden, die Verabfolgung branchefremder Zugaben zu unterlassen. frankfurter Abendbörse still. 98,5 | 57,9 64,9 । 46,5 Schultheis Patzenhofer Mu (Allgemeine Kunstseide) ... o Bemberg................... . 0 . 0 . 7 . 0 0 0 6 12 57,75 64,9 | 46,5 28,13 j 8,75 46,5 i 41 155 i Zellstoff Waldhos .... Zellstoff Aschaffenburg Dessauer Gas Daimler Motoren .... Deutsche Linoleum .. Orenstein S Koppel .. Leonhard Tietz...... 2hade.............. Philipp Holzmann o| Zementwerk Heidelberg .....' J Cementwerl Karlstadt........ n| Wayß L Frehtag ...........‘ 0| Zahlungen an Ausländer inner- ?aIb™Ö€E Freigrenze. Vereinzelt ha- den Ausländer ihre inländischen Kunden u ndschreiben darauf hingewiesen, daß Zahlungen an Ausländer im Rahmen der Freigrenze ohne weiteres zulässig sind. Da der- artige Mitteilungen geeignet sind, einen Inländer zu strafbaren Handlungen zu verleiten, wird erneut darauf hingewiesen, daß eine Inanspruchnahme der Freigrenze nicht gestattet ist, wenn ein Inländer in demselben Kalendermonat bereits eine Genehmigung einer Tevisenbewirtschaftungsstelle erhalten hat. Lediglich bei für Reisezwecke erteilten Genehmigungen ist die Inanspruchnahme der Freigrenze neben der Genehmigung zulässig. Inhabern von allgemeinen Genehmigungen zur De- zahlung einer Wareneinfuhr ist die Inanspruchnahme der Freigrenze neben der Genehmigung nur öann gestattet worden, wenn die Zahlungen im Rahmen der Freigrenze für andere Zwecke als $U* einer Wareneinfuhr erfolgen. Maßnahme gegen das Zugabe-Un- wesen. Zwischen dem Rekofel (Reichsoerband Deutscher Kaufleute des Kolonialwaren-, Feinkost- V. f. K Lich. Cid) I — VfL. Gießen III 7:0. Unm Angriff. Altenstadt wurde nervös und nach roe« n.gen Minuten gelang es den Platzbesitzern, in Füb- 101,25 | 101,25 19.13 ! 45,9 ! ZeM | ~ yricf Die vpielvereimgung hat sich für den kommenden -onntag als Gegner der 1. Mannschaft einen Vertreter der Mainkreisliga zum Freundschaftsspiel ver- pflichtet: Union Niederrad. Die Gäste stellen eine fe^jr fähige Mannschaft, so daß man einen spannenden Kampf erwarten darf, wenn die Gießener alle Kraftreserven einsetzen. Die Mannschaften treten faxender Aufstellung an: fluberufl ............... 0 2)eutfrei Iungen auf dem Kriegspfad" Hessey und Westfalen für Zweier- und Vierer-' überall mit Begeisterung gelesen werden. Zwei Bobs. Schulklassen bilden die feindlichen Parteien, beide um ihre Häuptlinge geschart, die die andern an I OC0CI|TCrivr ultlpfOn^ Deist und Körperstärke überragen. Selbstverständ- bCF lÖICHCr ^ü6boUfl>iclCr ltd> betrachtet es jeder Anführer als Ehrensack)e, • nr ,,, -* , den Gegner durch Klugheit und Scharfsinn zu jf “S \ tn? das übertrumpferr. Das ideale Gebiet für öerartiae ^uuderfprel gegen Belgien gleich die Heimreise Unternehmungen bildet der herrliche See der Hei- auch^m mat mit seinen Duchten und Inselchen und die begrüßt. Beim ihn umgebenden Hügel und Täler. Da wird der Jn übertraf der Empfang Wald zum Urwald die Uferwiese zur Präri^ Bundesregierung hatte sich das Waldtal zur Teufelsschlucht, wo hinter je- ? Bundeskanzler Dr. dem Dusch der Feind lauern kann. mrhVbrn* Deg^ungsansprache 1 und sprach der Mannschaft tm Rainen der Regierung seinen Dank aus. Rach weiteren Ansprachen begab sich die Mannschaft auf den Bahnhofsvorplatz, wo ihr, ebenso bei dem Zug durch die Straßen der Sta.dt, neue, begeisterte Ovationen zuteil wurden. Grünberg I — Grüningen I 4:1. Grünberg, technisch besser als die Gäste, ging bereits nach wenigen Minuten in Führung und er- hohte auch «uf 3:0. Bei diesem Stand blieb es bis Halbzeit. Nach Seitenwechsel lag Grüningen mehr im Angriff und konnte auch zum einzigen Tore kommen. Durch Elfmeter erhöhte Grünberq auf 4:1. Bezirksklasie Um irie ^fterschaft der zweiten Waldgirmes I — Heuchelheim U 1:2. Heuchelhemr übernahm bald die Führung und konnte bis Halbzeit auf 2:0 erhöhen. Nach Seiten- wedM lag Waldgirmes mehr im Angriff und holte ^rKDr<.ar^<- Xro^ Ueberlegenheit der Plotz- besitzer blieb es bei diesem Ergebnis. wieseck III — Lollar II 6:2. Aefe6 lieferten sich beide Mannschaften ein ^reundschastsspie . Wieseck, technisch besser als die Gaste, errang mit 6:2 Toren einen verdienten Sieg. Marburg I — Londorf I 5:2. mA Marburger als Platzbesitzer zeigten ein flaches Paßspiel, gegen das Londorf auch mit körperlichem r^\M‘- cUffommen konnte. Marburg übernahm bald die Führung und stellte den Sieg sicher. Launsbach I — Wißmar I 1:6. Wißmar, spielerfahrener, legte sechs Tore vor, denen ßaunsbad) nur mit viel Glück das Ehrentor entgegensetzen konnte. Wehlar I — Raunheim II 3:2. In Wetzlar sah man ein flottes, faires Spiel das die Wetzlarer mit viel Glück für sich entscheiden formten. Vorher standen sich Wetzlar II und Raun- Herrn Jugend gegenüber. 3:3 lautete das Ergebnis. Krofdorf I — vehberg I 4:0. In Krofdorf lieferten sich diese Mannschaften ein flottes scharfes Spiel. Die Platzbesitzer konnten einen sicheren 4:0-Sirg landen. Handball. Vuhbach I — Gießen I 0:3. 3um letzten Serienspiel der Handballer traf man P.^ m Butzbach. Die Platzbesitzer zeigten auch in mefem Spiele, daß sie wesentlich an Spielstärke gewonnen haben. Es reichte aber doch noch nicht, um den taktisch befferen Gästen den Sieg streitig zu nrachen. Gießen war dreimal erfolgreich und sicherte sich damit die Bezirksmeisterschaft. nau 09, Essen-West 81 und Essen 99, Preußen Bochum, Germania Marburg, Germania Mudersbach und SV. Elz. Ohne jeden Punktverlust ist nur noch Fortuna Düsseldorf. Ohne Niederlage außerdem VfL. Benrath, Borus,,a Fulda, Arminia Bielefeld, SV. Höntrop Ohne Sieg Ratingen 04, Westfalin Ahlen, Gronau 09, Germania Marburg. » m/iften Tore schossen: Fortuna Düffel- . . . - Dorf 78 tn Zwölf Spielen, Alemannia Aachen 56 n‘9en Zimten gelang es den Platzbesitzern, in Füh- m 15 spielen, VfR. Köln 46 in 14 Spielen, Bon- ^ng zu gehen. Drei Minuten später war der Aus- ner FV. 46 in 15 Spielen, Schalke 04 41 in elf gleich hergcftellt. Das Spiel wurde schärfer Auf «pieken. beiden Seiten gab es noch gute Torgelegenheiten, uieiften Tore erhielten: Jugend 3" Erfolgen re.chte es aber auf keiner Seite. Bergheim 50 in 15 Spielen, BE. 05 Düsseldorf 49 Dor biefom Spiel standen sich Alten-Bustck Iu- m zwölf Spielen, SC. 03 Düren 44 in 15 Spielen. 9!™ unt) Wieseck Jugend um die Gruppenmeister. -v . ----- , n . n- . r . ,, — । fd)aft gegenüber. Das Spiel endete 2:2, fo daß noch ettn Entscheidungsspiel notwend g wird. Hm Sonntagvormittaa standen sich Gießen n — Wieseck II mit nur je 10 Mann auf dem Trieb gegen über. Auch hier sah man ein flottes Spiel Bis Halbzeit stand der Kampf 2:2. Dann wurde Wieseck merklich besser und konnte bis Schluß mit 6:2 Toren Sieger werden. ießen Zranrrun a. JJi. Schluß furt I Schlupf I ifbenb- | börf Schluß- lurd Schiußk. Miilag- | bö fr ■dium 12.12. : 13.12. 12.12. ! 13.12. 6% Deunche rHetdicanlcibe v. l»2j 6% c6em.7% Dt.Relch-anr v. 1929 .6,5 77,25 76.5 78 , 92,5 76 91,5 92 91 5 Bounq-Anieihk von 1930 .. T--titsche Sinl.-Ablos.-Schivd ml 75 | 76,5 75,5 •jluelcn. Micrfitcn ...... 58,9 6.7 1 59,13 6,55 58,8 6,7 1 58^65 Deegi. ohne Änslos.-Nechte 6% ebem.8% Hess. BotlSstaat 1929 'rürfsa&lb. 102%) .. 70,25 70,65 70,65 Cberfjellen Provinz. Anleihe' mi 72 Ausloi.Rechten ............ Deutsche Komm. Sammclob I.Än 57 — - - leihe derlei mit Ausiol.^iechten 6% e&fm. 8% .tranff ©nv.=i»anl 54,9 54,75 54,5 54,25 tSoidvfe. 15 untünöbar bis 1935 c-’^eöem. 7% strnnts. Hnp.-Ban! , v>oiöpfe. 16 unfüuvbar bis 1936 ebem. 4V2% Franks. Hnp. Bank-Ltou..Pfanvbriefe ... 6%% ehern. 4-/,% Rheinische 83 84,5 - - bt)D.-yanb£inu.r(8oi6pfr 6% --hem. 8% Pr. L-anbrn-fanb 86 87 - — Briefanflali, Pfanbbnese M. 19 6%/hem 7% Pr. Lanbe.^sand 79 79,5 — 79 briefanfiall, Pfandbriefe R. 10 79 79,5 - ^°^?^rretchische «vidrenir... 8.4 1,05 5.65 5.4 4j2°% Lefterreichtsche Cilberrente 4 " ungarische Wolorcnic 1 5,75 5,6 1 5,75 5,6 1,05 5,65 5,4 3,4 3,75 « -6 Unnariidie Staatoreiite v. 1910 % besgi. von Ion ... i»? ÄOelt. Koibmerifancr von 99 » SoUanieihe von 191, 4/o lürfiftfie Bagbabbabn Anleihe Lene I........ 6,75""! 3,7 3,75 6,5 3,7 4°o Serie 11... . 4/d 5,9 9,25 4,6 4 4 4,1 ! 4,15 4,1 ^ooWlmdn- "ereinh. Rente v. iöm 4,15 ^'""an.vereinh.Reniev.1913 "ereinh. Rente .. o%% Süiatultcr..... 9,2 4,65 4,55 4,55 22 1 21,75 21,75 | —» • oib ur u. _zi. «Jcriui Schluß, kurs Sch ußl. Abend- bö-fe Schluß» fürs Schfußf. Mittag» börfe Oatum 12.12. | 13-12. 12-12- 1 13.12. vamburg.Amerika.Patcl .. >8,5 18,5 18 75 1 18,75 Hamburg-Lüdam. TampfschM 0 Hansa Dampfschiff........... Norddeutscher Lloyd ......... 0 0 ■9,5 19,5 19.65 i 1 i() ~ 91.05. für Bcrkehrswesen Wt. .. Berliner Handelsgesellschaft.... 0 4 46,5 88.75 46,25 88 46,4 88.75 46,5 88 n Commerz und Privat-Bank... Deutsche Bant und Diseonto- 0 53,5 53,5 53,5 53,5 Gesellschaft................ O 75 75 ZS Dresdner Bank.............. Reichsbank ............... O 1 61.75 129,5 61,75 130 61,75 130,25 61,75 130,9 '-1.S.G............ <> 33,75 32,75 33,75 32,5 Elektr. LteferungSgeselifchaft ... 5 74,5 75 74 Licht und Kraft ....... 95,65 94.75 95,75 94,75 Zelten & Guilleaume ........ Gesellschaft für Elektrische Unter- O 55 55,25 55,75 55,5 nehmungea............... 73 73,5 73,25 73,9 Rheinische Elektrizität ........ 5 84.5 84,5 84,75 83,75 ^chuckeN L Eo.......... O 77,75 78.25 77,75 77,75 Siemens & yalele........... LahmeyerLEo.............. 11 124,75 114 124 113.5 125,5 114 123 112,75 Itranfiun a.M. Berlin Schluß» fürs Schlugt. Abend» börs Sch uß» fürs Schluyf. Ml tag» Oaium 12.12. I 13-12- 12.12. 13.12. tUcremiflte «tabtwetto....... t Otavi Minen ......... 0 Kaliwerke Aschersleben....... « «aliwerke Westereaeln..... « Kaliwerke Satzdetfurth....... g 30.75 15.5 109 114,5 172 32.25 15,5 171 31,13 15,5 109,5 114.5 172 32,13 15 109 115 171 12-Oczember 13-D