llr. 15Z Erstes vlall 182. Jahrgang Dienstag, H. Juni 1952 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener FamilienbläNer Heimat im Bild Die Scholle Monats-Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Zernsprechanschlüsse anter Sammelnummer 2251. Anschrift |üi Drahtnach- richten Anzeiger «letze». Postscheckkonto: granlfnn am Main 11686. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vnick und Derlag: vrühl'fche Univer^ialr-Vuch' und Steinöruderei R. Lange in Gießen. Sdfriftleihing und Geschäftsstelle: Schusstraße 7. Annahme oen Anzeigen für die lagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen oon 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Neichspfennig: für R- klamean figen oon 70 mm Breite 35 Neichspfennig, Playvorjchrist 20* , mehr, dbefrebakteur Dr. Fnedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr Fr Wilh. Gange; für Feuilleton Dr tz Idyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für beit Anzeigenteil Max Fiste», sämtlich in Gießen. Heute erscheint die neue Notverordnung. Oie Sicherung des Reichshaushalts. — Starke Abstriche an den Leistungen der Arbeitsiosenfürsorge und Sozialrenten. — Einheitliche Arbeitslosenhilfe aller Beschäftigten. Oas Loch im Sozialetat. (feine halbe Milliarde uuaufbringlich. Berlin, 13. Juni. ehr einfach: sind bie anberen Regierungen ber Well bereit, aufihre eigenen Lander ganz oder teilweise dieRüstungsbeschränkungenanzuwen. Den, Die Den besiegten Sänbern nach dem Kriege auferlegt würben? „Times" meint, baß die völlige Abschaffung ber großen Kriegsschiffe unb Geschütze, ber Tanks, Unterseeboote unb Flugzeuge unter Den herrschenben Derbältnissen nicht moglich, vielleicht nicht einmal wünschenswert sei, vertritt aber bie Auffassung, daß manches in Richtung qualitativer Abrüstung getan werben könne. Vor Aushebt iu des SA.-Verbot. Die neue Notverordnung über milttärähn« ltchc Verbände. Berlin, 13. Juni. (TU.) Ueber ben Inhalt ber bcDorfteocnben innerpolitischen Notverorbnunst erfährt Die „Deutsche Tageszeitung" folgenbc Einzelheiten: Die neue Notverordnung wirb sich auf bie Notverordnungüberbie„m i I i t ä rähnlichen Berbänbe" vom 5. M a i stützen, wonach solche Berbänbe unb ihre Satzungen einer gewissen K o n t r o l l e bes ReichsInnenministers unterliegen, ber ermächtigt wirb, bie entsprechenben Dorschriften zu erlassen. In Sius- führung bie,er Bcrorbnung wirb Die neue Derorb- nung im wesentlichen folgende» bestimmen: 1. Aushebung des Verbots der SA., S S. unb Der übrigen verbotenen nationalsozialistischen Organisationen. 2. Aushebung be» Uniformoerbote s. 3. Unterstellung ber Wehroerbänbe einschließlich ber SA. usw. unter bie Aufsicht bes Reichs- Innenministeriums. Aus bem Letzteren und aus ber Derorbnung vom 5. Mai ergibt sich, baß bie Führer ber SA zunächst Ihre Satzungen bem Reichsminister zur Prüfung vorzulegen haben. Dabei bürsten Dann bie notroenbigen Berabrebungen über alle Einzelheiten, insbefonbere über bie fünf- tiae Gliederung und Verwendung ber S A. getroffen werben. Oie neue Mittelpartei. Heute abend (tzrttiidungSversammlnng. Berlin, 13. Juni. (TU.) Die Einladungen zur Gründungsversammiung der neuen Bürgerportei sind ergangen für Dienstag, den 11 Juni, abends. Sie find unterschrieben von Dr. Eckener, Geheimrat Wildhagen- Leipzig, Potschaster a. D. Dr. Sols und Ehrenpräsident ber Hanbwerks- unb Gewerbekammer Plate. Für bie Neuaründung kommen nur noch in Frage bie bisherigen Mitglieder ber Dolkspartei ber Wirtschaftspartei, ber Dolkskonfer- oatioen unb ber Schlange-Flügel bes Lanb- volks. Der Weber-Flügel der Staatspartei, ber ursprünglich auch mitmachen wollte, hat unter ber Einwirkung oon Dietrich seine Zusage wieder zurückgezogen. Die Form der neuen Gründung ist folgendermaßen gedacht: Die neue Partei wird gegründet und Die Führer Der alten Parteien geben an ihre Organisationen und Parteimitglieder bie Empfehlung, sich für bie neue Partei einzusetzen. Erst, wenn Die neue Partei bei den Wahlen einige Erfolge auszuweisen hat, werben sich bie alten Parteien auflösen. Der Parteiführer soll auch erst morgen abenb bestimmt werben. Man spricht zur Zeit von Jarre». In einem Teil ber Presse wirb im Zusammenhang mit ben Verhandlungen über die Bildung einer bürgerlichen Sammelpartei ber Mitte u a. auch ber Name des Leipziger Oberbürgermeisters Dr. Öoerbeler als Führer biefer Partei genannt. Wie die „TU." erfährt, hat Dberbürgermiefter Dr. ©oerbeler noch vor wenigen Tagen die Einbeziehung feiner Person in bie Erörterung über eine neue Partei abgelehnt. OreiZahreZuchthaus fürAbel Ter Metuetd einest moralisch haltlosen Psychopathen. München, 13. Juni. (ENB ) Im Meineidspro- zch Abel wurde ber Angeklagte 21 bei wegen zweier Verbrechen bes Meineides zu drei Jahren Zuchthaus unb sieben Jahren Ehrver - 1 u ft verurteilt. Die Host wird wegen Flucht- gefahr aufrechterhalten. In der Begründung des Urteils wird festgestellt, daß die zur Terlefung gelangten früheren Urteile gegen Abel, sowie das Gutachten der Sach- verständigen und auch seine eigenen Angaben ihn als einen pathologischen Lügner, sowie als einen Mann von ungeheurem Geltungsdrang erscheinen ließen. Hinsichtlich der Angaoen der Ze u g e n ist daS Gericht überzeugt, daß diese d i e Wahrheit gesagt haben. Es ist allerdings richtig, daß ihr« Angaben, so besonder- bei Mi- glioraki, einige Divergenzen zeigen, die sich aber aus der inzwischen verstrichenen langen Zeit erklären. In der Houpl'ache haben die Zeugen s i ch nicht widersprochen, sondern nur in Kleinigkeiten. Es war nun die Frage zu prüfen, ob der Paragraph 51 zuzubilligen sei. Das Gericht ist nach dem Gutachten der Sachverständigen zu der Ansicht gekommen, daß dies nicht zulässig fei. Die Frage, ob wissenllichcr Meineid oder Falsch- eid vorliege, habe das Gericht dahin beantwortet, daß wissentlicher Meineid vorliege. Der Angeklagte hatte ja auch genügend Zeit, hd> die Sache zu überlegen, da er vor dem Prozeß Hitler- Graefe sich mit dem Rechtsanwalt Dr. Hirschfeld Oie Formel für Lausanne. Verhandlungstechnisches Moratorium". Der Wahlkampf in Hessen Hitler-Kundgebung in Minz. den $ arteiuniformen eine stete Bedrohung des inneren Friedens und zugleich den Ausdruck des latenten Bürgerkriegs. Linser Vaterland bedarf in schwierigster Wirtschaftsnot erst recht der Ordnung und Buhe. Durch Aufhebung oder Abschwä- werden solle. Mit 226 die Frage bejaht, die Debatte und die gleichfalls zugunsten dürste. Die Zahl der ganzen Haus entschieden gegen 175 Stimmen wurde Die Dienstagsitzung wird Abstimmung bringen, die der Veteranen ausfallen Inanspruchnahme des Rundfunks durch die I^eichsregierung. Viele Rinder kranken an den Folgen abgeschluckter Nadeln, Drahtstücke und Nägeln, die sich im Netzmagen in der Herzgegend meist festsetzen und oft Todesursache werden. Hofmann geht kühn vor, macht in der Flanke des Tieres einen Einschnitt und bringt mit tastender Hand in der ganzen Länge des Armes bis zum Sitz des Fremdkörpers ein. Er hat in vielen S A.- und S S.- V e r b o t s verlaufen. Die Reichsregierung glaube, ein Wiedersehen dieser Organisationen werde zur allgemeinen Beruhigung beitragen. Es sollte ermöglicht werden, die Jugend zu nichtmilitärischen Zwecken, zur körperlichen Ertüchtigung und Schulung zusammenzufassen. Man denke also offenbar an eine Verwirklichung der Pläne des früheren Reichsinnenministers Groener. Davon versprächen sich die Ministerpräsidenten Süddeutschlands nichts, weil sie befürchteten, daß das Wiederauftauchen von Uniformen zu schweren Störungen der öffentlichen Ordnung und Sicherheit führen werde, hätten sie die Reichsregierung dringend aufgefordert, ein a l l g e - m e i nes Verbot sämtlicher — auch der jetzt vorhandenen — Organisationen zu erlassen. Daß die Reichsregierung sich dazu entschließen werde, dürfe als ziemlich a u s g e s ch l o s - s e n angesehen werden. Ob und welche Folgerungen sich aus der Aufhebung des SA.-Verbots für Süd- deutschland ergäben, hänge von dem Wortlaut der neuen Notverordnung und ihrer Auslegung ab. Unter Umständen wäre es denkbar, daß die süddeutschen Regierungen mit eigenen Verordnungen eingriffen. Aus aller Welt. 20000 Veteranen in Washington. chung des SA.- und SS.-Verbots würden jedoch wieder neue Gefahrenquellen geschaffen. Darum ergeht diese Warnung im Interesse der Buhe, Ordnung und des Friedens für Volk, Staat und Reich." Unter starker Polize'.bewachung wurde tmRe * Präsentantenhaus über -die Frage beraten, ob die Gesetzesvorlage über die Auszahlung der Ve r s i ch e r u n g's^u m m e an d i e Kriegsveteranen dem Ausschuß abgenommen und vom „ .. - - Veteranen wuchs in den letzten zwei Wochen auf 20 000 Mann an. Man rechnet, daß, wenn die Abstimmung im Unter* haus erfolgt, etwa 25 000 Kriegsvete* Bayern und das Kabinett Popen Oie süddeutschen Länder gegen Aufhebung des SA.-Verbots. ranen versammelt fein werden. Die Demonstranten sind teils in Rotbaracken, teils in leerstehenden Schuppen oder auf freiem Feld untergebracht. Sie haben jetzt durch Wohltätig* keitsveranstaltungen und Schenkungen Rah* rungsmittel und Barfonds erhalten und entfalten eine sehr rege Propaganda unter den Parlamentariern und den Gouverneuren der einzelnen Staaten. Sie fordern diese durch Tele* gramme, in denen sie eine bestimmte Frist sest* setzen, auf, in der Bonusfrage Farbe zu bekennen, andernfalls sie ihre Wiederwahl verhindern würden. Eine starke Gruppe der Veteranen droht sogar mit der Bildun g einer dritten politischen Partei. Man erwartet die Abstimmung im Dundessenat und die Stellungnahme Hoovers, der noj> bis vor Monatsfrist sich entschieden gegen die Ausgabe der zur Auszahlung benötigten 2,5 Milliarden Dollar ausgesprochen hat. Ein Kind durch einen stürzenden Ast getötet Oluf dem Schulhof der früheren Realschule Weidenstieg in Hamburg hatten LI n t e r st ü t - zungsempfänger Aufstellung genommen, um ihre Llnterstützung in Empfang zu nehmen. Ein durchgefaulter starker Ast einer in ■ dem angrenzenden Hofe stehenden Akazie, der in den Schulhof hineinragte, fiel plötzlich auf die wartende Menge. Ein sieben Monate altes Kind, das sich auf dem Arm einer 70jährigen Frau befand, wurde am Kopf getroffen und getötet. Reun weitere Personen wurden verletzt und mußten in ein Krankenhaus überführt werden, konnten jedoch zum größten Teil nach ärztlicher Behandlung wieder entlassen werden. Auf dec Spur des deutschen Fliegers Bertram. Bei Perth (West-Australien) entdeckten Eingeborene 100 Meilen nordwestlich von Wyndham d i e Spuren von zwei Weißen. Die Spuren führten nach Süden. Man glaubt, daß es sich um den Ozeanflieger Bertram und seinen Be- zleiter handelt. Die Eingeborenen fanden ein mit '. B. gezeichnetes Taschentuch und ein Zigarettenetui mit eingravierter Widmung in beut- Ramsch- f$cr Sprache. Die Finber übergaben diese Gegen- zu Geld zu kommen, da fein Anwesen stark verschuldet sei. Fünf Todesopfer eines Familiendramas. 3n Sächsisch-Regen in Siebenbürgen spielte sich ein blutiges Familiendrama ab, dem fünf Menschenleben zum Opfer fielen. Ein reicher Bürger der Stadt, Georg Kosch, hatte vor drei Jahren sein Vermögen unter seine beiden Söhne aufgeteilt. Er selbst lag gelähmt und krank im oberen Stock seines Wohnhauses. Der eine der beiden Brüder, Oskar Kosch, der bei der Aufteilung Landbesitz und ein Sanatorium erhalten hatte, verlor infolge der Wirtschaftskrise alles, was er hatte und lebte in größter Armut in einem Zimmerchen des väterlichen Hauses. Der zweite Bruder, Karl Kosch, ein Arzt, dem bei der Austeilung das Wohnhaus zugefallen war. wünschte, daß der Bruder die Wohnung verlasse und erwirkte eine gerichtliche Räumungsverfü- 0«ng. Als sein Bruder Oskar von dieser Verfügung erfahren hatte, äußerte er: .Ich werd» Berlin, 13. Juni. (CNB.) Der Reichsinnen. Wähl' und setzen sich mlmster hat im Einvernehmen mit dem Rcichspost- Arbeit für bie arost Minister -inen Erlaß über die Inanipruch. Der Kam!, ä-a-n d nayme des Rundfunks durch die Reichsregierung herausgegeben. Die Reichsregierung behält sich in diesem Erlaß vor, den Rundfunk täglich eine halbe Stunde lang innerhalb der Stunde von 18.30 b i s 19.30 Uhr für Vor- träge in Anspruch au nehmen, in denen die Aufgaben und Absichten der Regierungerläutert werden sollen. Die Durchführung dieser Regierungsvorträge im einzelnen wird von der Dradag geleitet werden. Die Vorträge sollen über den Deutschlandsender gehalten und auf alle Sendegesellschaften übertrag en werden. Fällen die Operation mit Erfolg oorgenommen und vor vier Jahren vor einer großen Versammlung be, „Deutschen Veterinärrats" gezeigt, wie die Operation auszuführen ist. Man fragt sich, wie es möglich ist, daß ein Mann von den Verdiensten und Charaktereigenschaften Hof. manns aus den genannten Anlägen so folgenschwer gemaßregelt werden konnte. Es ist unverständlich, daß ein Minister eines Kabinetts, dem der Landtag längst fein Mißtrauensvotum ausgesprochen hat, noch so in Hessen schalten und walten kann. Diesen rücksichtslosen Gebrauch der Staatsgewalt zu parteipolitischen Maßregelungen konnte sich Leuschner doch nur leisten, weil ihm immer noch das Zentrum, die Sozialdemokratische Partei und ihre Trabanten den Schild halten. Was sagt das Hessenvolk dazu? Professor Dr. 0,11, Geheimer Medizinalrat. Brüning Spitzenkandidat des Zentrums in Hessen. WSR. M a i n j, 13. Juni. Der Lantesausschuß der hessischen Zentrumspartei nominierte zur kommenden Reichs t agswa hl als Spitzenkandidaten für den Wahlkreis 33 Reichskanzler a. D. Dr. Brüning. Die beiden nächsten Kandidaten sind Dr.Dokius, Rechtsanwalt in Main?, und Oberregierungsrat Knell, Darmstadt, denen noch weitere zwölf folgen. Gleichzeitig wurde an Reichskanzler a. D. Dr. Brüning folgendes Telegramm gesandt: .Der heute in Mainz tagende Landesausschuh der hessischen Zentrumspartei nominierte Sie einmütig als Spitzenkandidat für den Wahlkreis 33 zur kommenden Reichstagswahl. Die hessischen Zentrumswähler erkennen nach wie vor Ihre erfolgreiche Rettungsarbeit am deutschen Volk und Vaterland an. Mit Ihnen als Spitzenkandidat gehen wir siegesbewußt in den Wahlkampf." Ferner wurde folgende Entschließung an den Herrn Reichspräsidenten gesandt: -Der Landesausschuß der hessischen Zentrums- Partei richtet an den Herrn Reichspräsidenten und an die Reichsregierung in letzter Stunde das dringende Seuchen, neben Reichswehr und Polizei im Reich oder Staat keinerlei private oder parteigebundene Wehrorgan i- fatinnen zuzulassen, ebenso das bestehende Uniform- und Waffenverbot beizubehalten, eventuell noch xu verschärfen. Die noch nicht radikalisierte friedliche Bevölkerung sieht in sche Frage sei überhaupt nicht so sehr eine Frage ber Wirtschaft unb ber Finanzen, sonbern eine Frage ber Willensbilbung, ber einheitlichen gemeinsamen Grunbauffassung bes beutschen Volkes. Wenn unser Volk geistig, seelisch, moralisch unb ba- mit insbefonbere politisch saniert werbe, werbe es seine jetzige Wirtschaftskrise überwinben, weil es seine tiefste Not bamit überrounben habe. Zwei Ideen beherrschten heute unser Volk: ber internationale Marxismus unb ber bürgerliche N a - t i o n a l i s m u s. Beibe gelte es miteinanber aus- zusöhnen, bamit nicht bas Volk ganz burch den Kampf biefer beiben Geistesrichtungen zerstört werbe. Es gebe keinen Nationalismus, ber nicht letzten Enbes in den Sozialismus rnünbe, unb es gebe keinen Sozialismus, ber sich nicht zuletzt von ber Klasse loslöse unb aufgehe im Dien ft e ber Nation. Der Nationalsozialismus habe sich zum Ziel gesetzt: ein großes starkes Deutschland ein Hort ber Freiheit unb bamit bes Rechtes, einen Staat ber Macht, ber Größe unb ber Stärke unb zugleich ber sozialen Gerechtigkeit. Dieser Kampf sei jetzt in ein entscheibenbes Stabium getreten. NSDAP, und Mittelstand. besprochen hatte. Das Gericht ist ferner zu der Lieberzeugung gekommen, daß in beiden Meineidsfallen dem Angeklagten der Paragraph 157 (Strafmilderungsgrund) zu gebilligt werden müsse, weil er bei wahrheitsgemäßer Aussage eine B e - leidigungsklage zu gewärtigen hatte. Strafmildernd kam in Betracht seine psychopathische Veranlagung, ferner, daß er in einer politisch bewegten Zeit seine Angaben machte; erschwerend seine Vorstrafen und die Lrpressungsversuch mit einer Brieftaube. ' * In der Holzhausenstraße in Frankfurt a. M. ^eanitenniapregelungen. würbe in einem Vorgarten ein Karton mit werden um Ausnahme Sender Zeilen g°. Ä ™ „3n Alsfeld sind ber Kreisdirektor Stamm- ""de, der Empfänger solle in kürzester Frist die l e r und der Kreisvetertnärarzt Dr. Hofmann -taube flie0en lassen, nachdem er ihr an jedes Bein vom Ministerium des Innern aus parteipolitischen einen Tausendmarkschein gebunden hätte. Die be- Anlässen schwer gemaßregelt worden. Der Fall nachrichtigte Polizei ließ die Taube fliegen, die durch Stammler ist in ber Oeffentlichkeit bekannt geworden. Zwei Polizeiflugzeuge verfolgt wurde. Die Taube “b!;V‘e Maßregelung des Veterinärrats Dr. H o f - ging aber bald nieder und f l e I i n e i n en frem- aW™ aVr nt$ einige Worte an dieser den Taubenschwarm ein. Die weitere 93er- 28 3aD«'im Kr°i-°Al-s/ld " - KrkiÄ-l°r°nLr°rz! [°‘8SÄ “T?* i>°$ 1(1 verdienstlich gewirkt unb sich bort ein eigenes Heim b Iaubc in ihren heimatlichen Schlag zuruckge- geschaffen, bas er mit seiner Familie bewohnte. Jetzt hi)xt unb ber Absenter benachrichtigte den Konsul, lebt er getrennt von dieser, weil er strafweise mit der baß er die Folgen der Anrufung ber Polizei zu Wahrnehmung ber Geschäfte bes Kreisveterinäramts tragen habe. Schließlich gelang es boch, b e n E r - be*r?ut "^de. Presser zu fassen. Es hanbelt sich um einen folgenschwere Maß- 68jährigen Mann, der angibt, daß er den eigen- funden, weil die 15jährige Tochter ^Hofmanns bie । Erpressungsversuch unternommen habe, um Schupo vhotographierte unb ein junger Mann namens Schmibt in Hofmanns Garten in einem Baume ein Schilb mit ber Aufschrift „Wählt Hitler!" angebracht hatte. Dr. Hofmann lag bamals erkrankt zu Bett unb wußte von biefem Schild nichts. Seine Rechtfertigung half nichts, Hofmann mußte zu feinem und des Staatssäckels Schaben am 2. Mai ben Dienst in Erbach antreten. Dr. Hofmann ist als pflicht- beflissener Beamter bekannt unb in feinem früheren Wirkungskreis allgemein hochgeschätzt. Er hat seinem Namen als Tierarzt über Deutschland, hinaus einen guten Klang gegeben unb erstmalig eine schwere Magenoperation beim Rinbe ausgeführt burch bie beträchtliche Werte ber Landwirtschaft gerettet werben. WSR. Mainz, 13. Juni. Auf dem Sportplatz am Fort Bingen fand eine große Kundgebung der RSDAP. statt. Etwa 20 000 Menschen füllten den Platz. Als erster Redner sprach Drombacher-Nürnberg, der aus der Geschichte den Beweis zu führen suchte, daß das Christentum nur dadurch groß geworden sei, weil es sich von der Politik ferngehalten habe. Er warf dem Zentruwv or, daß es seine Ideale immer wieder verkauft und verraten habe, und daß es das System des Parlamentarismus verteidige, das in seinem tiefsten Innern ein unchristliches System sei. - Rach ihm ergriff Prinz August Wilhelm von Preußen das Wort. Er sei stolz auf seine Vergangenheit, nut dem gleichen Stolz und der gleichen Freude bekenne er sich aber zu dem Kommenden, dem neuen Dritten Reich. Die Rationalsozialisten duldeten keinen neuen Separatismus, auch wenn man ihn mit einem monarchistischen Mäntelchen ber- brämen wolle. Der Rationalsozialismus müsse den furchtbaren Klassenkampf überwinden, dann werde der Marxismus daran sterben. Nach 21 Uhr erschien, von ber Menge mit Begeisterung begrüßt, Abolf Hitler. Seine Ausführungen aalten der Geschichte seiner Partei, bie aus kleinen Anfängen in kaum 14 Jahren zur größ- ten unb mächtigsten Organisation in Deutschland herangewachsen sei. Er wies baraus hin, baß die N o v e m b e r - P a r t e i e n, bie ein Volk unb einen Staat übernommen hätten, ber, roenn auch in einem langen schweren Kriege auf bas äußerste angespannt unb aufs äußerste belastet, trotz- bem wohl bas Beste repräsentierte, was es in ber Welt in biefer Art gab, bieses Volk unb biefen Staat vollstänbig ruiniert hätten. Die ganze beut- Von der Gauleitung Hessen der RSDAP. werden wir gebeten, mitzuteilen, daß die RSDAP. für den hessischen Mittelstand folgende Forderungen auf gestellt hat: 1. Die Schaffung eines gesunden Mittelstandes und seine Erhaltung. 2. Einschränkung des hessischen Staatshaushaltes und eine Lastenverteilung, die dem größtenteils heute verarmten Mittelstand st" weit mehr wie jetzt gerecht wird. 3. Warenhaus-, H; Filial* und Konsumvereinssteuer. 4. Richtgenehmi- I : gung von Einheitspreisgeschäften und Ramsche . .... . - -.....-----— bazaren. 5. Wirksame Gesetzgebung gegen Schwarz- stanbe bem Pater Cubero von ber Drysbale-Mis- arbeit jeder Art. 6. Aufhebung aller staatlichen fion- Der Funb verstärkt bie Hoffnung, baß Bertram und städtischen Regiebetriebe. 7. Bevorzugung "?d fein Begleiter noch leben. Als Pater Cubero aller Kleinbetriebe bei staatlichen oder städtischen bie Nachricht durch besondern Eilboten in Wyndham Lieferungs- oder Arbeitsvergebungen. 8. Verwal- erhielt, erteilte bas Äriegsbepartement ber West- tungs* und Aufbauvereinfachung der Handwerks- australien Airways die Genehmigung, ein Flug, fammcr und Derufsgenossenschäften durch Zu- 3 e u g nach Wyndham zu senden, um nach Bertram fammenkgungen und noch mögliche erhebliche Ein- 3" suchen. Darauf wurde in der Nähe der Drysdale- sparungen. 9. älntersuchungsausschuß zu den Dor- Mission ein schweres Wasserflugzeug gegangen innerhalb der Handwerkskammer und funden. Bei dem Apparat wurde ein Zettel entdeckt Handwerkerzentralgenossenschaft. 10. Einstellung des Inhalts, daß die Insassen durch den Busch der rücksichtslosen Beitreibung der Rhein- und g e w a n d e r t seien. Der deutsche Flieger Hans Ruhrkredite und Lieberprüfung der Vorgänge bei Bertram und sein Begleiter waren am 15. Mai der Vergebung der betr. Gelder. 11. Stundung von Koetang nach dem östlichen Teil von Ti- aller rückständigen Steuern und Abgaben, sowie m o r (Nieder!. Indien) aufgestiegen und seitdem Einstellung von Zwangsverfahren. vermißt worden. schweren Folgen, besonders im Fall Hitler wo sie eine Pressefehde gegen Hitler einleiteten und schwere Angriffe gegen diesen auslösten. Miinch-N, 13.3uni. CSU. 8unffrru<6.) Sie .D-y« t i sch-St a ° tsz t g." schreibt unter der 8 6 /lIL mrra mt Überschrift „Ausgeräumte Schwierigkeiten? ' zu WZ? =-6 "nnderwerliger Psychopath mit hy. bem @rgebniä 6er Berliner Ausspruchs, daß die Le'' S S°°°rezu dem Typus der Anschauungen der Länder sich in ihrer kritischen Befriedigung ihrer Einstellung zu den politischen Maßnahmen der Geltrnigssucht auf Llnwahrhelten nicht ankomme. Reichsregierung vollkommen decken. Sachlich sei Der S t aa t sa nw a l t war m feinem Plädoyer festzustellen, daß von einer fühlbaren Entspan- au tem Ergebnis gekommen, daß die eidlichen nungim Verhältnis zwischen Reich und Ländern E^lärungen Abels sowohl in .der Angelegenheit schwerlich die Rede sein könne. Rach des Garels-Mordes wie auch.rm Prozeß Hitler- bayerischem Llrteil habe die Reichsregierung nicht Draefe wegen der angeblichen italienischen Gelder vermocht, die süddeutschen Bedenken gegen Prtlers f'Z als vollig unwahr herausgestellt ihre einzelnen Maßnahmen oder Pläne zu zer- haben. Abel sei ein gemeingefährlicher streuen. Zusammenfaffend fei für den Augenblick Lugner. Der Staatsanwalt hatte eine Gesamt- zu sagen, daß die süddeutschen Regierungen, ins- strafe von fünf Jahren Zuchthaus und Erklärung besondere Bayern, für die neue Rotverord- dauernder Ertesunfährgkert beantragt. nung jede Verantwortung ablehnen und insbesondere nicht die geringste Derantwor- -JtS-lUfVWCI/l hing übernehmen für gewisse Maßnahmen in ter- titlh selben, deren Durchführung ihnen nur mittelsGe- UNV ^anona^ozmnsmus. Walt möglich erscheint. Der „Bayerische Kurier" Berlin, 13. Juni. (TU.) In bem Münchner . n.. . _ Meineibsprozeß Abel soll ber nationalsozialistische Manche Wunsche ber Lanber auf bem Gebiete ber Rechtsanwalt Frank II erklärt haben, baß bie Finanzen unb bes Haushalts, aber auch rein poli- Reichswebr eine einzige national- tische Wünsche würben von ber Reichsregierung sozialistische Zelle sei. Das Reichswehr- noch vor bem Erlaß ber Notverordnung berück- Mysterium teilt hierzu mit, baß noch geprüft sichtigt werden. Völlig ergebnislos sei werbe, ob Rechtsanwalt Frank IItatsächlich eine die Aussprache über bie Aufbebuna bes derartige Aeußerung getan habe. Es sei selbstver- I IP 01 "Usyevung bes stänblich, daß bie Reichswehr ihre unpoli tische Haltung beibehalten habe unb beibehalten werbe. — Nach Mitteilung ber nationalsozialistischen Partei korr ei ponbenz hat Rechtsanwalt Dr. Frank II im Abel-Prozeß folgenbes ausgeführt.- Die Nationalsozialisten haben es gar nicht nötig, i , ,, .. die Reichswehr zu zersetzen. Die Reichswehr ist ber Lire nationale Einheitsliste, einzige noch vorhanbene große Machtfaktor Deutsch- m m ' lanbs. Sie ist infolge ihrer grunbsätzlichwelt. c n der Nationalen Einheitsliste geht uns ein anschaulichen Einste 11 ung ber national- m dem es u. a. heißt: Am 19. Juni wird sozialistischen Bewegung sehr nahe gebracht. Es wäre der hessische Lanbtag neu gewählt! Er soll ben bis- also für uns keineswegs mehr nötig na= Lanbtag, ber nur sechs Monate bestand, tionalsozialistische Zellen in ber Reichswehr zu bil- I Eosen unb — bas ist unser Wille —, einen besse- den. Abolf Hitler hat immer ben Stanbpunkt ein- fre" an fei"e Stelle setzen. In bem letzten Lanbtag Genommen, daß eine unterirdische Wühlarbeit bie er Uen 12 Kommunisten, 15 Sozialbemokraten unb Art einer sauberen und offenen Kampfstellung wie . Nationalsozialisten, d. h. 53 von 70 Abgeorbne- sie der Nationalsozialismus inne hat, zuwider- ten' bierJoIc9e? Parteien angehörten, bie sich korn- lau f e n würde. munlstlfch unb sozialistisch nennen unb betätigen. ________ Das Bürgertum, bas früher in Hessen bie aus- schlaggebenbe Rolle gespielt hatte, war ausgeschaltet •jDCOilllCnvCrrrClCr l unb sieben bürgerliche Parteien (ohne bas Zentrum) beim Reichsinnenminister. !LUr Manbate Sie waren ein. ro Ä, r4 „ .. r, . - , ' . flufelos und mußten sehen, wie die verschiedenen Berlin, 14. Ium. (^DZ.) Reichsinnen- sozialistischen Parteien sich in unmöglichen Forbe- ENister Freiherr von Gayl empfing die rungen zusammenfanben. Unerfüllbare Winterbei- Vertreter des Deutschen De amte nbun- hilfeanträge, bie neue Steuern in Höhe von 20 Mil- des in feiner Eigenschaft als Deamtenmimster. lionen Mark bedeutet hätten, wurden angenommen 45on den Ver^etern wurde vor allem darauf es wurde darauf losbewilligt und Versprechungen ylngewiefen, daß durch die Rotverordnungspolitik gemacht, wie kaum vorher in einem deutschen Par- ter letzten Jahre m der Beamtenschaft ein (ament; der gesunde soziale Gedanke wurde in Miß- * r bet Rechtsun- kredit gebracht, von einer vernünftigen Steuer- und Sicherheit entstanden sei. Ferner wurden die Wirtschaftspolitik war nicht mehr bie Rebe Aus Fragen ter Deamtenpolltik überhaupt behandelt ber furchtbar ernsten Sorge um bas Bürgertum unb die Rotwendigkeit der A u f r e ch t er h a l - heraus haben sich bie verschiebensten Serufsoerbänbe tung der Vereinigungsfreiheit der unb die bürgerlichen Parteien zusammengefunden Beamtenschaft erwähnt. Der neue Reichsinnen- und nach langwierigen Verhandlungen einen ge= Minister verwies auf seine lange Tätigkeit als meinfamen Wahlvorschlag herausgebracht der den Beamter sowie auf seine Arbeit im Reichsrat Namen Nationale Einheitsliste führt. 'An dem hin. Er erklärte, daß er mit großer Sorge Einigungswerk sind beteiligt die Hausbesitzerver- m ten letzten Jahren wahrgenommen habe, in bände, bas Hanbwerk unb ber gewerbliche Mittel- welch starkem Maße die Rechtssicherheit des De- stand, die Industrie, die Kaufmannschaft usw. und rufsteamtenhims gefährdet wurde. Außerdem folgende Parteien: Landoolkpartei, Deutsche Volks- chilterte erdenErnstderfinanzpoliti- Partei, Christlich-Sozialer Volksdienst, Staatspartei, bor in ben Cänbern ©irtfehaftspartei unb Volksrechtpartei; bie Volks- unb Gemeinben. De.chsinnenminister von konservative Vereinigung hat ihr wohlwollenbes Gayl sprach sich grundsätzlich für das Berufs- Einverständnis erklärt. Mit der „Nationalen Ein- teamtentum aus, vor allem aber f ü r d i e W i e - heitsliste" ist erstmalig in Deutschland ein Zusam- de rhe r st e Nun g der Rechtssicherheit menschluß auf größerer Basis erfolgt unb ein roert- ter Beamtenschaft. | voller Anfang für den großen Gedanken der bürgerlichen Sammlung gemacht. Einwandfreie Person- lichkeiten aus allen Schichten der Bevölkerung — Bauern und Arbeiter, Beamte und Wirtschaftler, Angestellte und freie Berufe — stellen sich zur Wahl und setzen sich mit ihrem Ansehen und ihrer --- große Sache des Bürgertums ein. Der Kampf gegen den Sozialismus, für eine Vernünftige und durchführbare, daher dem Volke wirklich augute kommende Sozialpolitik, der Kampf für freie Wirtschaft unb Privateigentum, bie Stärkung des bürgerlichen Einflusses im Parlament, mit bem konkreten Ziel ber Erreichung einer ausschlag- gebenben Stelluna, bas sind die Ziele der Nationa- len Einheitsliste. Letzten Endes aber geht es um die bürgerliche Geltung überhaupt, die naturgemäß bei allen sozialistischen Parteien wenig Förderung findet. tat aber 6$: ^Druderr »■ sitzend die 6 Verb an $ r e Hben Verband Lptreserat L Zeit der Sozialvers'ch^ Neue große ' W« Serbanbm unb lNußM (en Arbeitsin Wch-kassenu Ausgaben, die einzusparen. * ben, baß großaArariern Millionen gZ wenbigslen Versicherung^ des Berbande- slussung ber durch die Wal Mitglieder!>n im letzten 3ah an R-nten haben. In ub geltliche Recht Fällen wurde, zialen Gericht« bänder zahlte einhalb »c »erstorbenen von Vertreter darunter aud bann das Wo gen Ehrung Lerbandsmitg missionswahle Abschluß. der Reich, 3n diesen 35. Bundesta berechtigten s berechtigten i maligen Ang Wehrmacht u der wesentlrd steht darin, f' geschiedenen Zeit nach Ab 5q nach am riums des gungsanwär planmäßige ten, muß d, tung beigem bel,r«9 30 Unter die einen Land runa und i Zuchthaussti Meben, öa, Die uns daz tat-Gesellscha Engerer tua größere Pox Namen der verschiedenen zirksleiter uni trat er an di wünschte, daß er in die Wei. werde. Da Ä Dbelsorscher führte, der ein wurde ihm eir daraufhin ein seinen bisweil S’<5 eindeutig ?"S«ers habe Toqtheroereinic aereiniguna (i W lebende is Haii 2- Sehen, aber mit mir die ganze Samilie.“ Äurx daraus streckte er den Bruder durch «inen Kopfschutz tot nieder. Der Frau de« Bruder« und feiner gerade zu Besuch weilen- *7.heirateten Schwester bereitete er dasselbe Schicksal Seiner Dichte gelang es. gu f lü ch t e n und die Polizei -u benachrichtigen. Der Täter hatte inzwischen die Leichen seiner Opfer auf den Hof geschleppt und sich dort durch einen Schutz in den Mund selbst entleibt. nlte 3a ter.ber gelähmt am Hoffenster sthend die gany TragLdie mitansehen mutzte, sank vom Schlage getroffen tot z u Boden. Verbandstag der Arbeltsinoaliden. 3n Breslau fand der Aerbondstag de» Zentraloerbande» der Arbeitsinva. liden und Witwen Deutschlands statt. Der Berbandsvorsigende Karsten wie» in seinem Hauptreferat darauf hin. dah der Derbandsiag in eine Zeit der schlimmsten wirtschaftlichen Not und der stärksten politischen Krise fallt. Die Etats der Sozialversicherung sind auf das schwerste erschüttert. Neue arotze Abbaugesahren drohen. Gegen weitere Eingriffe in da» soziale Rechtsgebiet wird sich der Verband mit äußerster Kraft zur Wehr setzen. Soll und muß gespart werden, so fordern die organifier- ten Arbeitsinvaliden, daß die Ausgabensetten im Reichskassenbuch revidiert werden mit dem Ziele, Ausgaben, die in der heutigen Zeit überslüssig sind, einzusparen. Der Reichsregterung muß gesagt wer- den, daß ebenso sehr nbie man der Industrie, den Großagrariern und den Großbanken Hunderte von Millionen gegeben hat, mindestens auch die notwendigsten Mittel zur Sanierung der gefährdeten versicherungszweige gegeben werden. Die Tätigkeit des Verbandes hatte sich nicht nur an der Beeinflussung der Gesetzgebung ausgewirkt, sondern auch durch die Wahrnehmung des Rechtsschutzes für die Mitglieder sind starke Erfolge erzielt worden die im letzten Jahre allein mehr als 3 Millionen Mark an Renten Mehr, und Nachzahlungen betragen haben. In über 4 Millionen Fällen wurde unentgeltliche Rechtsauskunft erteilt und in über 40 000 Fällen wurden die Derbandsrnitglieder vor den so- zialen Gerichten vertreten. Die Sterbekasse des Der» banbe» zahlte in den letzten drei Jahren fast eineinhalb Millionen Mark an die Hinterbliebenen der verstorbenen Derbandsrnitglieder aus. Eine Reihe von Vertretern der Behörden und Organisationen, darunter auch Reichstagspräsident Lobe, nahmen dann das Wort zur Begrüßung. Nach einer würdigen Ehrung der großen Anzahl der verstorbenen Derbandsrnitglieder und nach Erledigung der Korn- missionswahlen fand dieser Derbandstag seinen Abschluß. Bunbrelag bet Reich»bunde» der Zivildienskberechtigten. In diesen lagen findet in Schwerin der 35. Bundestag des Reichsbunde» der Zioildienft- berechtigten statt. Der Reichsbund der Zioildienft- berechtigten ist eine Organisation von 130 000 ehemaligen Angehörigen der alten Armee, der neuen Wehrmacht und der Schutzpolizeien der Länder. Eine der wesentlichsten Aufgaben der Organisationen besteht darin, für eine Sicherung der Existenz der aus- geschiedenen Soldaten und Polizeibeamten für die Zeit nach Ablauf der Dienstverpflichtung einzutreten. Da nach amtlichen Ermittlungen des Reichsministe- riums des Innern zur Zeit etwa 50 000 Dersor- gungeanroärter auf die ihnen gesetzlich verbriefte planmäßige Anstellung als Beamte fett Jahren warten. muß der diesjährigen Tagung erhöhte Bedeutung beigemeflen werden. „Lin sittenloser Prophet." Unter dieser Svitzmarke erschien ein Bericht über einen Landwirt zlngcrer, der wegen Kindesentführung und aus anderen Gründen zu mehrjähriger Zuchthausstrafe verurteilt wurde. Es wurde angegeben, daß Angerer ein Bibelforscher sei. Wie uns dazu von der Wachtturm Bibel- und Trat- tat-Gesellfchaft mitgeteilt wird, ist dies unwahr. Angerer war nie Bibelforscher. Um sich jedoch größere Popularität zu geben, benutzte er den Namen der Bibelforscheroereinigung, was ihm bei verschiedenen Gelegenheiten durch die örtlichen Bezirksleiter untersagt wurde. Dor ungefähr 5 Jahren trat er an die Bibelforschervereinigung heran und wünschte, daß die Wasserlaufe an ihm vollzogen und er in die Reihen der Bibelforscher aufgenommen" werde. Da Angerer die religiöse Anschauung der Bibelforscher nicht teilte und einen Lebenswandel führte, der einem Christen in keiner Weise entsprach, wurde ihm ein Anschluß verweigert. Angerer wurde daraufhin ein großer Gegner der Bibelforscher. In seinen bisweilen tagelangen Versammlungen hat er die» eindeutig dokumentiert Die Versammlungen Anaerers haben mit den Versammlungen der Bibel- forfchervereinigung nichts zu tun. Die Bibelforschervereinigung kennt auch einen Titel „Prophet" für jetzt lebende Personen nicht. Aus der prvvmztalhauptftadt. Dietzen, den 14. Juni 1932. Wir frühstücken im Garten. Gereizte» Zwiegespräch. „Ich verstehe dich gar nicht! Jetzt, wo wir den kleinen (Barten Haden und ein Stückchen von Gotte» freier Natur, solltest du dankbar fein." „Da» bin ich la auch', jagte er, indem er einen Ohrwurm vom Tisch streifte und mit dem Mester eine Wespe auf der Butter totzuschlagen versuchte. „Wegen der einen Wespe braudu man doch nicht gleich die Laune zu verlieren. Wenn man sie in Ruhe läßt, tun sie einem nicht» " „Da hast du recht. Die Natur hat ja alle» so weise eingerichtet. Es ist doch wirklich wunderbar, daß eine Fliege viel länger schwimmen kann al» ein Ohrwurm " Wie kommst du darauf?" ./Der Ohrwurm, der jetzt in der Milch schwamm, ist soeben untergegangen und vermutlich ertrunken, während die Fliege, die mit ihm um die Wette schwamm, sich noch ganz tapfer hält und vorwärts kommt." „Tatsächlich. So hol doch die Fliege heraus und laste sie sich erholen. Und den Ohrwurm auch." ,Lch kann ja Wiederbelebungsversuche bei ihm anstellen." „Nun sei doch nicht so bissig! Die paar Tierchen in Gotte» freier Natur sollten dich doch nicht stören!" „Wenn du beim Esten so gern Tierchen um dich herum hast, können wir ja im Keller frühstücken Dann kommen noch ein paar kleine Astelchen und ein paar niedliche Mäuschen dazu." „Das ist luftig! Komm, ich schenk dir noch eine Tasse ein." ,J3a6 nur. Ich trinke nicht gern kalten Kaffee. Der schöne, frische Morgenwind kühlt alles jo schnell ab, und so heiß ist es noch nicht, dah ich Eiskaffee möchte. Außerdem scheint das mit den Wespen auch nicht zu stimmen, denn soeben stach mich eine in den Nacken, ohne daß ich sie gereizt oder geneckt hätte. Und außerdem jei mal so freundlich und nimm die Kompanie Ameisen au» der Marmelade. In dieser schweren Zeit sollte man auch In solchen Dingen sparen/ „Tatsächlich, da sind ein paar darin. Da» kommt aber nur daher, weil du den Deckel nicht auf das Glas getan hast." „Gewiß, du hast recht. Aber stell den Fuß des Sonnenschirms doch nach der anderen Richtung. Der schöne, frische Morgenwind aus Gottes freiem Himmel bläst ihn sonst um, und er rumpelt uns auf den Fruhstückstisch." „Ich sagte dir doch gleich, daß der Fuß zu schwach fei." Natürlich! Aber wer rechnet denn mit einem Taifun in dieser Jahreszeit!" „liebertreibe doch nicht immer gleich derart. Wenn man aber den ganzen Tag im Bureau sitzt. Ist man gegen den kleinsten Hauch empfindlich." „Gewiß. Aber selbst die Geschöpfe der freien Natur sind es. So vermochte jetzt die große Hummel ihr Seltensteuer nicht mehr herumzureißen und segelte aus diesem Grunde in die Milch Vermutlich aber wollte sie sich nach dem Befinden der ihr verwandten Fliege erkundigen." „Nimm das große Tier noch heraus. Das ist doch ekelhaft" „Das will ich nicht sagen. Hummeln sind reinliche Tiere. Sieh mal, wie sie sich setzt die Flügel putzt. Und wie geschickt sie das macht! Guck mal, einmal link», einmal rechts! Ja, und was ist denn das? Ach, ‘ein Vöglein flog über uns! Siehst du, da liegt es! Nicht das Vöglein! Und wie rücksichtsvoll, auf den Tellerrand zu zielen und nicht auf die Butter!" „Das bringt Glück. Sei nur nicht fo empfindlich!" „Es ist weife von der Natur eingerichtet, daß Kühe nicht fliegen können! Aber jetzt muß ich fort." „Du haft doch noch eine halbe Stunde Zeit." „9a, aber ich möchte vorher doch in der Stadt noch etwas frühstücken." Bornotizen. — Tageskalender für Dienstag: Eaf6 Leib, 20 Uhr, Vortrag über die Entstehung und einzige Beseitigungsmöglichkeit des Stotter* übel«. — Lichtspielhaus, Bahnhofstrahe: „Bomben auf Monte Carlo". — Eine Wahlkundgebung der Nationalen Einheitsliste findet am nächsten Donnerstagabend im Tafs Leib statt. Es werden sprechen Bürgermeister Dr. N i e p o t h (Schlitz), Frau Teuf- f e r t (Harburg) und Reichstagsabg. Fr ei del (Hannover). (Siehe heutige Anzeige.) — Anthroposophische Arbeitsgruppe Dietzen. Am morgigen Mittwoch, 15. Juni, 20.15 Uhr. hält Herr Dr. Leiste- Magdeburg Im Auftrage der Anthroposophischen Arbeitsgruppe Dietzen in der Universität. Hörsaal 45, einen einleitenden Vortrag über drc von Dr. Rudolf Steiner begründete .Anthroposophie'. (S.ehe heutige Anzeige.) — Der Dewerbeverein Dietzen hält am nächsten Montag 20.15 Uhr im KrauSmüller- faal. Voethestratze 7. seine Hauptversammlung ab Nähere» ist au» der freut:gen Anzeige ersichtlich Der Gießener Voranschlag für 1932. Von ber Stadtverwaltung öitfr unS mUgeteilt Der Voranschlag der Stadt Dietzen für daS Aj. 1 932 schließt in Einnahme und Ausgabe mit 6 873 143 34 Mark gegenüber 7 290 646,32 Mark im Vorjahre ab. Di« De- trieb»redbnung tr< st einen ungedecktenFehl- betrag von 489 035,87 Mark gegenüber 304 800,91 Mark im Vorjahre auf. Jubiläum des Verbands evangelisch' kirchlicher Zrauenvereine in Hessen. Am Sonntag hielt der Verband evangelisch-kirchlicher Frauenvereine in Hessen für die oberhefsischen Vereine in D i e- tzen seine Hauptversammlung ab. Da der Verband in diesem 3at>re auf fein 25jährige» Bestehen zurückblicken kann, ging der Versammlung ein Festgotte»dienst in der Stadtkirche voran». Vach einleitendem Orgelspiel des Organisten, Lehrer Simon, sangen die vereinigten Frauenchöre, geleitet von Lehrer Simon, den Lhoral .Tut mir auf die schöne ®forte". Mehr alS tausend Besucher lauschten der ' Festpredigt des Superintendenten Oberkirchenrat 6. W a g n e r, die aus da» Gleichnis aus Luka» 15 von dem verlorenen Droschen ausgebaut war und sich zusammensassen läht in die drei Sätze: Verlieren ist unsere Aot, Suchen ist unsere Ausgabe und Finden ist unsere Freude. Der Frauenchor txr Petrusgemeinde unter Leitung von Pfarrer Lic. D a a « trug anschließend den Ehoral vor: .Lobe den Herren, o meine Seele". Mit dem Demeindegesang: .Run danket alle Dott" fanb die Feierstunde ihr Ende. Die Jahresversammlung wurde im Saale des Eafö Leib von der ersten Vorsitzenden, Frau Proseftor Heraeu S (Offenbach a. M.), mit DegrühungSworten eröffnet Sie begrüßte besonders die neubeigetretenen Vereine von Lich, Aieder-Florstadt und Döbelnrod. Dann erstattete die DeschästSsührerin, Frl. Wahrendorf (AlS- bach a. d. Dergstratze), den Jahresbericht au- dem nachstehendes entnommen sei: Der Verband zählt Ende 1931 215 Vereine mit 38 000 Mitgliedern (freute 225 Vereine). 3m verflossenen Jahre wurde die Votgemeinschast gegründet. Sie will den durch die Dottlosenbewegung besonder» gefährdeten Gemeinden belfert. 3m Erholungsheim in Aieder-Aamstadt wurden vier Freizeiten für Frauen und Mütter von Erwerbslosen und eine Mütterfreizeit abgehalten. Don der Arbeit in den KreiSvereinen wird namentlich dem Kreisverein Gietzen Achtung gezollt. Die Kaffenverhältnisse stehen recht günstig, einer Einnahme von 9652 Mk. stehen 8500 Mk. in Ausgabe gegenüber. Psarrer AuSfeld (Dietzen) überbrachte die Grüße der Vereine von Gietzen und machte auf die Pflichten der einzelnen Mitglieder aufmerksam. Mit größtem Interesse folgte die Zuhörerschaft dann dem Vortrag der Dorfihen- den, Frau HeraeuS über .Rückblick und Ausblick auf die DerbandSarbeif. Die Rednerin gedachte der großen Verdienste der beiden ersten Vorsitzenden, Frau Pfarrer Strack (Birkenau), die vis 1919 den Verband leitete, der tfrr folgenden Fürstin von Srbach-Schönberg, 1919 bis 1932, und gab einen interessanten Einblick in die in dem verflossenen Dierteljahrhun- dert geleistete Arbeit, die sich u. a. mit der Mäd- ch-enpslichtlortbildungsschule, der Mutterfchuhbe- toegung, der Landkrankenpflege, dem Heimatdienst im Weltkrieg u. a. m. beschäftigte. Für die Zukunft findet sich überreiches Betätigungsfeld in der Gegenarbeit gegen die Gottlosenbewegung, ferner in der Behebung der Familien- und Iugendiwt und überhaupt in allem, was freute nötig ist, um christlich-deutsche Kultur zu schützen. Opferbereitschaft bei ernster Frömmigkeit sind die Grundlagen, die nötig sind, um diese Ziele zu erreichen. Reicher Beifall folgte den Ausführungen. Daten siirDonnerStag, 16. Juni. 1858: König Gustav V. von Schweden auf Schloß Drottnlngholrn bei Stockholm geboren; — 1871: Ein- zug der aus Frankreich heimkehrenden Truppen In Berlin; — 1922: Teilung Oberjchlesiens; — 1929: der General der Heilsarmee William Booth in London gestorben. (Siebener Wochenmarktpreise. Süßrahmbutter 1.30; Landbutter 1,10 bi» 1.20; Matte 25 bi» 30; W r«ing (2 Sp nat 20; Rä- mi'chkohl 12 bi» 15. Bohnen 45 cpargel 35 bi« 55. Erbsen 45; M.ichgemüfe 10 b:» 12. Tomaten 45 bi» 55; Zwiebeln 15, Rhabarber 8 bi» 10; Kartoffeln (alte) 4.5. Karto'feln (neue) 15 bi« 20; Aepiel (ausländische) 50 bi» 60; Dörrobst 30 bi» 35; Kirschen 40; Stachelbeeren (unreife) 30; Erdbeeren 1.03 b.» 1,20; Honia 40 bi» 45; ;unge Hähne 80 bi» 90; Suppenhühner 70 bi« 80: SWe Stück 5 bi« 10; Tauben 50 bi» 70; Eier 7; Blumenkohl 40 bi» 60. Salat 8 bi» 10; Salatgurken 35 bi» 45; Ober-Kohlrabi 12 bi» 15; Rettich 10 bi» 15; gelbe Rüben Bund 12 bi» 15; Radieschen 8 bi» 12; Kartoffeln Zentner 3.80 bi« 4,00 Mk. •• Von der Landesuniversität. Dr. med. Rens du Me » nil de Rochemont, der sich für da» Fach der Inneren Medizin und Strahlenheilkunde zu habilitieren wünscht, wird Donnerstag, 16 Juni, 17.30 Uhr pünktlich, in ber Kleinen Aula, Ltidwigslrahe 23. über da» Thema „lieber die soziale Seite de» Problem» ber Krebsbekämpfung" eine Probevorlesung halten " E i n Achtzigjähriger. Der Immobilienmaller Derfon Katz. Ludwigstraße 45. begeht am morgigen Mittwoch in körperlicher und geistiger Frische feinen 80. Geburtstag. Der Jubilar geht heute noch feinem Berufe nach. •• Keine Goebbel»-Versammlung In Gießen. Wie wir von zuständiger Seite der NSDAP in Gießen hören, findet die für morgen, Mittwoch, abend in der Voikshalle vorgejehene Wahl- Versammlung der NSDAP, mit Dr Goebbel» als Redner nicht statt, da Dr. Goebbel» im Preußischen Landtag nicht abkömmlich sein werde. Fall» er sich in letzter Stunde doch noch werde frei machen können, werde er voraussichtlich in N i d d a sprechen. •• Deutsche» Turn- und Spor tabzei» chen im Schwimmen. Am morgigen Mittwoch, 19 Uhr, und am Sonntag. 11 Uhr. können in bet Mü.ler'chen Badeanstalt die Prüfungen für da» Deutsche Turn- und Sportabzeichen int Schwimmen abgelegt werden. * Stoffmalerei im Dienste kirchlicher 5t u n ft zeigen die in einem Schaufenster der Buchhandlung der Pilgermifsion (Plockstratze) ausgestellten neuen Paramente der Wiesecker bloche _ •• Sterbefälle in Dießen, In der Zeit vom 1. bi» 10. 3uni verstorben: 1. Margate de Duill, geb. Frank, Witwe. 74 Iahte. Wetzlarer Weg 77; 3. Luise Schoch, geb. Magin. 49 Iahte, Sicher Straße 106; 5. Franz Schmidt. Metzger- meister. 78 Iahte. Landgrasenstrahe 6; 6. Christ ine Hecket, geb. Ragel, Witwe. 82 Jahre, Drandgafse 4; Jakob Hau. ohne Berus, 72 Iahte, Sicher Straße 74; 7. Karl Löbsack. Händl«, 71 Iahte. Walltorstraße 36; Heinrich Köhler Dastwirt. 55 Iahte. Aulweg 32; 8. Heinrich Topp. Werkstättenvorsteher l. R.. 54 Iahte. Krof- dotset Straße 10; 9. Marie AlthauS. geb. Deucker. 57 Iahte. Asterweg 64. •• HeugraSversteigerung. Da» Heu- gra» der Stadt Gießen soll am Freitag. 17. und SamStag. 18. Juni, öffentlich versteigert werden. Interessenten feien auf die Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil aufmerksam gemacht. Hekoga'Tagung in Darmstadt. D a r m ft a b t, 13. Juni. (WEN.) Hier fanb eine Auffichtsrat»sitzung und die diesjährige ordentliche Generalversammlung d e r He koga, Darm ft abt, statt. Der Aussichtvrat beauftragte den Vorstand, mit Nachdruck darauf hinzuwirken, dah mit dem Bau der Gasfernleitung begonnen werden kann. Die Generalversammlung hat dem Antrag de» Aufsichtsrate» entsprechend die Regularien genehmigt ^unb die auf Auflösuna der .Hekoga" gerich. ' *tetcn Anträge abgelehni. Wettervoraussage. Das Hochdruckgebiet im Norden hat sich noch gekräftigt. Die aus ihm ausfltefjenben trockenen Lust- massen überfluten weiterhin -Deutschland so daß da» schöne Sommerwetter noch erhalten bleibt. Aussichten für Mittwoch: Weiterhin heiter, heiß und trocken. Aussichten für Donnerstag: Noch keine wesentliche Aenderung. Lufttemperaturen am 13. Juni: mittag» 26,2 Grab Eelsius, abends 17,6 Grad; am 14. Juni: morgens Iß,7 Grad Maximum 27,8 Grad, Minimum 10,4 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm liefe am 13. Juni: abends 27 Grad; am 14 Juni: morgen» 17,8 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 14K Stunden. Verantwortlich für das Feuilleton, i. 23. Dr. Fr. W. Lange. • Gießen. 14. Juni. Ds kosteten auf bem heutigen Wochenmarkt: Kochbutter Pfunb 90; Erdbeer Rezept bereiten > c Opekta keine »fallt tuender) ohne Waner zum Kochen bringen and 10 Minuten brau- tenddurchkochen.Hieraul eine Normal flasche Opekta „flüssig“ zu 96 P/g. sotoie den Saft einer Zitrone hin- einrühren tu sofort In Glä- eet lullen. Genaueste Kochanleitung mit Rezepten liegt ieder Flasche bei Vorsicht beim Opekta-Eln- kaui' Nicht zu oerwech- teln mit ähnlich lautenden Geliermitteln. Opekta ist nur echt mit dem dampfenden 10-Mtnuten-Topf. Marmelade ?funtg. für etwa 2 Pta. Marmelade, und Kartons zu 45 ?fg. fOr etwa 4 Ptd. Marmelade. Genaue Sezepte liegen feder Packung bei. ■iseihges Kochbuch ml' Uber 100 ausführlichen Beredten für Marmeladen. Gelees, Tonenübergüsse, Els und iQBspeisen In den Geschäften erhältlich oder gegen Voreinsendung von 20 Plfl- In Briefmarken von de» 09Echiffenberg Telephon 2283 Schönster Ausflugsort Gießens Versäumen Sie nicht bei dem schönen Wetter durch den grünen Wald nach dem herrlich gelegenen Schiffenberg zu wandern. Besonders reizend sind Abendausflüge im Mondschein nach Schiffen- bergs Altan, um sich von dort aus an dem entzückenden Mndlandschastsdild zu erfreuen. — Samstag auf Sonntag: Vollmondnachi! „11D Junges Mädchen f. Haushalt gesucht. Vorzustellen zwisch. 4 und 5 Uhr nachm. Zu erfragen in der Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers. [Stellengesuche) ^uaje zum 1. Juli Stellung i. kl. Haushalt. 22 I. Zu erfr. i. d. Gesch.- Stelle d. G. A. 03723 Bekanntmachung. In unser Handelsregister, Abteilung B, wurde am 10. Juni 1932 bei der Firma Hausgesellschaft der Fabrikarbeiter mit beschränkter Haftung in Gießen folgendes eingetragen: Die Liquidation ist beendigt und die Firma erloschen. Die Vertretungsbefugnis des Liquidators ist beendigt. I Gießen, den 11. Juni 1932. 4512D __________Hessisches Amtsgericht.__________ SMM-NWNM der Stadt Gießen. Freitag, den 17., und Samstag, den 18. Juni 1932, soll das Heugras von den städtischen Wiesen öffentlich meistbietend versteigert werden, und zwar: 4504C Freitag, den 17. Juni 1932: 8% Uhr (Zusammenkunft am Schlachthof) von den Wiesen im Neustädter Feld, bei dem Schlachthof, Hohleich und auf der Insel. 9/ Uhr (Zusammenkunft am Viadukt in der Lderstraße) von den Wiesen in der Schwarzlach in 7 Abteilungen. 11 Uhr (Zusammenkunft in der Restauration von Georg Schrimpf, fiaiserallee 4) von den Wiesen im Heegstrauch, Rußland, Ohleberg, Am Weiher, Throms Garten, eine Wiese hinter der Klaranlage und vom Obstbaumstück in der Licher Straße in vier Abteilungen. 14 Uhr (Zusammenkunft in der Restaura- Zahl der Genossen 167 8 175 2 Wiesen am Wartweg lca.2'/« Morgen)u.nmLeih- gesternerWeglca.l Morgen) zum Heu- macyrn-abzug. «?1D Rechlsanw. Rothenberger Bahnhofstraße 761. 8 Morgen Seugvas abzugeben. 03722 Landgraf-Phll.-Pl. 10. | Kaufgesuche | Gut erhaltener Eis-Konservator zu kaufen gesucht. „Bürgcrhof" Plockstrahe 5. (0OTie Gebrauchte WÜNche mangel mit Gestell zu kauf, gesucht. Schrifll. Angebote y. 03719 a. d. G. 2( (Verschiedenes | Werbeteiligt sich an d. Unkosten eines schnellen, schönen 6-Zjlinder-Aulos Schriftl. Ang. unt. 03715 a. d. G. A. Verkäufe Eioiamilienhaus m.Garten, Heizung, schöne freie Lage, billig zu verkaufen. F. Baer t03717 Ostanlage 43 I. SSUtO- 3719 A (Beiegenöeiisiaufei 1,8-Lit.-Ovel-Vor- führungslimounne wenig gefahr., weit unter Preis. Ovel, Gießen, Frankfurt. Str. 52, Tel. 2847. AUTO Stöwer, 8 24 PS. m. Allwetterverdeck, s. gut erhalten, billig abzugeb. Schr. Ang. unt.03727a.d.G.A. Gebr. emaillierter Herd m.Gasanschluß wegzugshalber zu verk. Ludwigstr. 701 2türiger Gisfchvank 1 Weinschrank,Kommode, Fluraarde^ robe, Sofa, Tisch, 6 Stühle umzugshalber zu verk. 03728 Anzuseh. 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'S ■eS c? . c ">ae —. a — XD _ c r» jo «ja c SS® Ec"3. e c E ■=■' »*— a 2 •£ c Z :-5 l. ff- S-* xO 3 . = . «-.p. t ^3 Ä e? *- ff «$ 4D*C— *1 — «« t = 2 öS k-S-^ = 2 c ~ -K 32 E5 CAgJ eß ° - Ä v> — xr ä*C = *- CO- 3.-0 «- “ — ±-St 2 Z-x ä t- EÄ A Ä c — c — — >s o — = «’»• ■ Es » 3 S c E S9 c-z^£i eeEJ8»=E» C .*C ” c »ES.O 3 .ff C ff V .iy« c .-^Z 3~ » - 3 "*5^s<8 C X * S 5 r-» । • * 5?is .^c?x: i ö „ . 33— es w SaS" e>±.° Z «^(5 w E s * o = 5 '2' •o “ ■= 2 3 2 .S E §* e 'S c „ £A a "5 2 Ä- e r> £> = 55»- fs cs <» -2 •s? E o# jO -9 o 5 3 £ 3 8» c 'S 8 ,96 e c BF -Ä es — Q H .5 c ,. e 3 N ■e (S 2 Y S A 3 S •e B 6/ I ■- —- °EEl. « *£— e 3 C 2 -2 E „■e e-e o eu v SS" ® o c Ä . c H ±" 3 TB s '58< E e"z; t© s* c* c5A S 5 MS er. s c CJ 8 —XD XD «» », M *C C 89 c 3 3-Z A ff A s— . 3 t* - ez a a„2 ö2*" c €£ =e c a. c «J So- 3 « Es 2 c ZL Le- 2 <9 , c *• = £c S .2 :5C«- 5 w 5 c — Z-S) = .E 3 i O c — s s~e <- C ff-T7 £3® = = i ;/ = ff 5 - C .3 C- a£ ^2 ^toc 3 ? 5 "* 2 c B E | ~ e c 1ZSAZ- E E ± e, <- 2 O <7 ^ A ff S o = 1?=E L E-e — •— ■— - . 3 S*j® ■es c = E 2 g 3 ff -O — c, XD hi5 O — C c»S S"2- •2 E E ff — Ct, -E L ' SÄ*8 -3C7 £ B ei- £ ,„3i- — X3- . ctz^ß °^-LL « B" 5=5=^$^. S c, ^-^-3 "5 ,9.-Zxo2- 2- c r o c ■ -•---65 3 OH ff ff H E“ B 2Z. c ff- - Li 3 C®' c = E-5AaS. -4,;?Op5 3 2-0 ff . ffxDE«tg2s = Ä .•*§1 -ffrS^e'ffc^ = ff—-E2 ff -5-^ ff. pari £ — xd ff c ^ffff ff => ■§ ff c £ £ = - ff XD C — «C >D 3 c, C 3 .Ls E^xf0 c «> ■ — a e 61 - c-i-e S*® E O ff. o - _ff ff 2^19. «22 o S E ff 3 A p = i=.e * § — ff 2 -o-ff -Les S c 'S? ff ,K t sh 4 ^L« s :=ffei7F ^-,EE-L ■IW? ffl'1 3 3 <3. —. 1 o ögg g>^g-ffare45» •—>«« 2.Ü 2 -, o «61re =f. §§2»^a? Öiun «3 3 3 3 3 <§: «3 y sca Ä3 Gl*®' g. ~ S Cachdn>^'flt ff CD <3 a E 8 5 2 car- S)ff d n" 3 2.8 * ffi w BiftÄS 2 E 3 CD Cd :Cfl 5 8 Ä- 5 T3 § a" ex-er er c ö'1 3 8 SgßS 8 61 CD £5u> «3 " ffla'1 3 8 rsa’ ;» 8 s® .61 ff 3- 5 -=r gaa-a A,Aro » er 3 2 «tC» ff ts 8 ff a» u> ÖD 2 ■£ 3 aa 5 *? ■3 3 E E Q ©A ff ° s®® ff ffi5' ® 3 ÄS .5 3 3^ Ä- c i.~a -= 8 S-ts 8 öö?? ■a_2 v> 3 2 «2 a E §>Z -3 a □n 3 ™ = 8 «s^gi VH'Sca ea Gl 3 WE ff V 3 ff 45» a O 5 Wff o 3 o,3 A A a Cfl o ■ gff 3 2.q ff 3 QDto S^S^o © 3 = = g Z-Z 8 a» E-s- - 3 3 3«e öD ^5 R ff 3:2 ÖG) 5 8 §egg3S. 8 E. d =.<2.0 .>2 8-Cfl ö3- 3 o Gl 2 e@e3o3 3 ff s 3 $S = Gl 2.5? gs Haff-DaZL 8 a 3 SgB n 3 == D 3 3 a-3 = a = 05?« g » 3 o 8 Are D 38 5 8& S'I.r 3 CD C3 *cr öd aro 3 •■ u> 3 2 ff3,L ’a 3 a a sa —a a o M«1 8 ? ti Sä 8 ö =B® az? a8 2-S.y 2. = a® ö ■ 2 3 E 3 8 3 ff d g 2 S § § Ä o 5 3 S» -D «8 ■3 Cf? 3 Gl = lii a 5 s® ö a «ö y D a 8 3 Gl« P 8 3 3 2 3 3 ti V> m e 3 g 3 3 8 3« 3 er8 ' D 3 A 8 V> ff O S 3 O CJ> t-O aff3 3^ "* er ea - 3 §2 8 Cr? 3 8 8 D CD 3:2 •t U> <-t 3 aa ä-sa SS «o a 3 *a' 8£®-ff5re g ff ÖD Gl 8-"■ff'1 3 ' r-o-S-ä 3«-. _.D a= 3 o 3. "-61 ZffffsE- 5 3 D "3 £2 3ZLffSff= = ff -< 8 D — cr( So-ff-ff3^- D o A 2 S 2^g 3 0° Ä D 2.a| 3?< 3-2?“ -a ff (?**» = S3 ty 2. 5 2 « = a" 3 8 8 3Z 2 « -- <0 o a öQ-E.czar g o «i3, 3 K o er aGiff 3e: 3 3 „a 8.8 Der Bir !'eht jjchei Hafenstadt, stnd. Er (ä die Straß, und links , des Erklär« Herrfchaster Hafenrundf« wenn er n ^°Pf von Redereien "ach 6t. Pc stadt! .Aber die "icht hinaus Hafenbecken »ürbigteit i — 2. « er re. 3 3 3 3:ff'&C — 3 _ C: ? Sa-3-2.«' 3 o - s-tsi r*-> ’ _. 3 »3 -45» 3 O .-t3§ -i o te W5H a^ rs 1 O I 3 o 3 D 8^ 0 ro Qoj ; er_ o E §<2.-3= 2 tS2 8 o a ,—. 15 --re 3. Ul o Sa:3 3 ff-ff 3 §:f «> ffare3 a| „ 3 a 8 3 "CD 3ä? §sä»r öteg-.g o p a ” § 3 = Cfl § S- er o Q Öl ff iSo g, j~« g 2 Ö3&D 2 o 3 8 SL 3 2° Glff o % ff CD er 3 p o ^ 2" 3-ffff ff >5"« a ff 3 S ro 2 ,a° « ZK 3 ntSE 3 a"-Z- -3.y?_ ff K ff — 3 -1 D U> 3ffZZ §^.a ;a3 3 ff D. 3 3 3 =: ia p: 2 2 3 3 Lre r1 cd -ff ff o 8 3 S3 er re 2 - o _-ff 3 3 Glff • S 8 re 3 01 N •ff erä- D 3 ° O ti 3 r^ 3- ff 2« 8 ^oo3 2.® 2.Ö8Ö to ^2 öo ff ss' e d's a Bff'1 - ro 6 ff ZZ8 o 8 3 oi^a s " s -O rFO er CD . o o CP 3 0 O öT>"ff ca^ 2 2,(5-2, =: = a L-r graf *,e9t !ch°n °'e endlose 5 °>n Wc Kw, tot, M beijer 3u unterftü .,?°ch >ch 'den. 9d) fs Hon »rh? Maglgen da«, nicht . Da sind »er diest kleinen s "d°r diese .uur dj gibt es ^°6e La der H uni °b,t ,.Bö| Araße hj Zackige rn Äl Mocks 3 g VI O Ö? re A 3 c :g o a o -3a 3 3 Is re 3 a 3 2 gG)Z.§: d §3-3, o. »s’s^^i^S^Sa 45X0 CD S&5“3 3 2.'3' ff a 3 o' Gl 2 **“ 3 8 ff’ Z>3 ff 3®a 3 Gl a|:f L'-a 8 2 2s p 3 a 8 re _ —- o 3 ff- CD O - o ■:v3^ «.2 5?o R 0-8 D ff aff 5 2 - ff CD =-3 ■ s.ats -32 -S ca 553 s re" D o 31 —' 3 3aGi5 ,w a 2 3 3 =•* 01 re 3; 3 Wff 0 O 3,3-2 E5 re re.ffff3A 3 Cgi= D Ag‘ « w ff 2.8 «AJJI3 Z ?3«Lg 8 'P’öd'9* " m h.i3ä® 3 ff-aff ?ff 3 E-3 O$=2 ^.CoäreCr) reff ~ ^8 3 co 0 S‘ ÖB g 2-K tS P -re- ff e _ ;■ 8 S 3f 8 [ ro<§ a3-0 p p. 2 3-^2 uaj PCD- 2. 3 " ro 8 "re ?aa^a®«§©«a c g .re 0 0 610 g.s, fu“*S Am b-I°L" 04«’ S'A Wfäb®- £(*’» DalcsMla Äordomerlka Tf«i's südamerikamsch hon gut beton Lorgenstnd. 01 ngteiten Mp Regierung oes bei verschiedet Dirren entgeg LchVierigkeites lanischen < deren mit tea dcnWM'llw 'ie Konzerne1 tnung jv i ^nbestände i stellen. Sie J allen Jolkssch' den Salpeters slrvwten in bv livnszngc. bei traltungspala und Salpeterl vor einem 3o der zu gären. ’ bestraften Ä Mn stellte fr Unzufriedene Präfidentfchc tritt TR01 Der Staat umvirat um Regierungss tur. Tas P wurden gefc die Durch o/ismus t wurde, daß fchlagnah dvner '8'*tn fchen. Aber es handelte fchen oder 1 Am Sieg Aekämpsuni deren Epih« stas sind e Organisatio tcs befon&ei die nori die das Lai fchen Pvliti Pital verscl dienste leist ihr 3beolo( Universität mfse in Ei breiter Do! LS re 3 §3 8 - - ff8 3 re Glff .ff.^^ffGl a-^Z K ■^ -cP 3 3 Cr? 3 3: r 3 re ti re " d ca r"3 ff8 CO 3 -ff ff-" •3 re re 5 . ga 8 «S ETffo:’ S-C^cD're 8 ^2^8 ~ 3 8 2 3*3,® cd 3 " 3 ÖP re re- 3 tSe 5 to ;• re re p re re- <3 8 3. 3 3 .. ff " 8 2 2 <3 G-ff 5 cra D 3- E _cn re. S.asE D C 0 > « ca KZZ 3 A'^a o re- O* 3 E-- 3 re?: 3 3a 1 H§ff3 2 ff ■ ■ 2 2 a ■D=ff, • re p ff - -. re re w K- » 3 erm2 _ w re- O Ul C c 8 qaa- 5 s*3 . 2 ( Z8-K ZHa-.Z. p-o —- 3 ff 3 g re o er • 3 3 ff S g®3 2, ff ° 5 8 Z.Q3' AS-G1 •3a f_E 3 g® 3 &«2aa3 8 2 re 3 D __ R, 3ZgoL§ = 83 3 3 g3 AA?off 3 2 '2-3 ff re ,a« ga^-ä~ ^^2.3-are 3 a-s’ff'S " - La j», re - $3**9 3d ff 3 an -re. D re 3 "■«‘■ST 2 'S. _ 3 - E &®3 p 3 ff — o w 11^3 §g: E 5 5». ff 2 3 d. re re « E ff 4<> ff 2.^'""'WZ «re 3 3 ff g wo ff §■ 3 0^ ff g 3 2.—G>1 3 ff OZ 3^0 re zre — 2 W® ~ 2 ffsys.= re 3 re -ff re. P 3 E ca ti = o: 3 c ' D.CD m 8 g-as.1 ^2 3»S- Gl? 2 re .öas13 82 oaco a 8 ■ÖD 3 3 3 b 1 —». ■_ Ul ro 1«»1 —1 * y ®. re g -ff 3 g 3 3. re re •® 2 "•—,to^g =» 8 SC__re a3 0 3 L5Z3 GIS ga „ :g 3 l S'go’tD E 3. re ra ff 2- ° r* ff a-3 Ö3 3 2 3 Ö8S- 2 S>a ff c- =. re u> p: re D = re in C (2 ®ff,-ff 3 ff «8 ireCD >5 D re, SfffoS E re 3 5* a* e-csa d. Cp--3« A?f 3 8.%'t 61 d E 3 A VI <-• —re D* " E er 3 D VI V> 8 3 8 3 8 8 3 3 8 8 ÖD 5 8 3 8 ca 3 8 8 8 d VI VI G» 8 v» ts • 3®- rSffS 3 Gl ,-sL 3 D _. vi 3ca__ a 2.53- O? re ff ff r- VI re. ff 3 r-« 2-0 ff r a =-Ö? re P g — ro re czi an 5 o ul LS? ft Dienstag, 14. Juni 1952 Siebener Anzeiger tGeneral-Anzeiger für Gberhefjen) Kt. 157 Zweites Statt und o ftehe hie ■' ?or ihr war unhckiHct non bcm, DcutWn Weiens an bir heften IraDitionen bc» tnun ftn, um bo* Volk nod) out’ facher pcrieibiqen zu tonnen Und wenn sie io ordentlich beim Erzählen sind bann muhen wir '-Binnenländer untere Ohren id)on jehr weit aufiperren, bamit wir den Snarf in Ham " * i und uns die Pointe Der JlationalfovoUemus k* rin Üppdl an ben Aemcinschastsgcist. Pclennlnis zum Hundert- projenligrn volksgenosienlum. weil die NSDAP, die Hälfte des Polte» hinter sich gebracht Habe, oerlange fic auf Grund diefer Leistung die Führung her deutschen Nation (ßanganhaltenbcr starker Beifall ) Ter Führer eines Volkes |ei der, der vorher |d)on verstanden habe, Führer zu werden und zu sein. Das deutsche Volk wolle die bisherigen Führer nicht mehr, es habe das Vertrauen zu ihnen verloren. Hitler habe bisher die politische Lage richtig beurteilt und das getan, was organisch richtig war. Darum habe Eitler heute allein das Recht und die Mag lichkeit, das Bolt zu fuhren. Zunächst fei es jetzt notwendig, das D e r t r a u e n wiederherzuftellen und gleichzeitig der G c r e ch t, g feit wieder Kettung zu verschassen. Dazu In an- haltende politische Erziehung des Volkes notwendig Der Staat habe vor allem die graste Aufgabe, die gesamten Strafte der Ration |o zu mobilisieren, dast für den Kaufmann, die Waren am Äai zu empfan gen, er besorgt die ganze Abfertigung^ zieht 'Proben, untersucht die angefommenen Partien aus Bescho digung und nimmt deren Ausbesserung vor. Er wiegt die Waren und transportiert sie unter Um ständen sogar selbst zu seinem Lager, hier hat er natürlich für sachgemäste Einlagerung und Ueber wochung der Waren Sorge zu tragen — Manch. Ware wird von Pen Duarticrsleuten wahrend der Lagerung auch bearbeitet So z B der Stafao. Es gibt viele verschiedene Sorten Statao Die Sorten werden hier gemischt oder „gestürzt", wie der fach männische Ausdruck lautet Wenn mir einen Blick auf den vierten Boden werfen, sehen wir die Ceunfrei der Arbeit, Zwei trennen die Sacke auf, zwei fahren sie zu einem viereckigen Ausschnitt im Boden, unter dem ein grobes Drahlsieb angebracht ist. Run werden verschiedene Sorten angefahren. Die einen Kakaobohnen fehen violett aus, die anderen grau Die Sacke werden über der Oestnung ausgelchuttet Ein Mann steht dabei und milcht die Bohnen mit einer holzschanfel durcheinander. Der Kakao läuft durch das Sieb auf den Dritten Boden und wirb dort wieder neu eingesackt Solche Arbeiter führen die Speicherarbeiter aus. welche bei den Ciuartiersmannsfirmen angeftcUf sind. Aber meistens legen die Ouurlicrsleutc aua) iclbft mit Hand an — auch heute noch, denn diese Junit hat sich aus ehemaligen Speicherarbeitern entwickelt. , Bei Der Arbeit geht es natürlich ort lustig zu Wenn wir so dabeistehen und Zusehen, wie Der Kakao durch das Sieb lauft, entwickelt sich schnell eine angeregte Unterhaltung. Und mit Hamburger □uarticrsleuten „inarft" sich» gut. Das heißt ich lenne von den S1 Hamburger Quartiersmanns | firmen nur eine, aber bei dieser findet sich immer noch ?>eit für „'n lütten Klvhnsnack". Die Angestell len sind alle richtige Hamburger, und sie stecken voll Kelchichten und Witzen. Auch die Arbeiter, von denen manche ichon Jahrzehnte frei der Firma sind, sind prächtige Leute Man findet manches Original darunter Und es ist erfreulich zu sehen, in welch nettem Verhältnis sie zu ihren Vorgesetzten stehen Das bringt eben Die gemeinsame Arbeit so mit sich Bruch herbeizuführen 3m ganzen betragen Die Nordamerika Nische n Finanzinteressen in C Hile etwa eine Milliarde Dollar citn wenn sich auch die ertten len«at,onellen Meldungen mcht bewahrheiteten. Io ist doch da» Programm Der neuen Regierung eine l Kampfansage an Die Vereinigten I Es erscheint nicht ausgeschlossen, dast. nachdem I er!« der Bann durch Chile gebrochen, sich au* andere in Bedrängnis geratene luöamcnla- Nische Staaten der Felle In zu entledigen versuchen .werben Die ihnen Nordamerika politisch und si- | nanAicli auferlegt hat Präsident Hoover stellte im September 1930. als die Wogen von Revvlu- Honen über fast allen Ländern Südamerika» zu- fammenschlugen. den Grundfal auf. dast Die Bereinigten Staaten nur eine solche Regierung aner- I kennen würden. d,e ihre internationalen Verpflichtungen anerkennt Die norbamcrifanU*cn | 3ntereflen find in Chile gelährdet. wenn au* ein Bruch vorläufig nicht verzeichnet werden kann. Ter Umsturz ist ein Sturm ^eidicn. dessen Folgen abgewartet werden müssen. Reben Menko besitzt Chile den stärksten prozentualen Anteil der Arbeiterbevolkerung. es besitzt auch in den sog „2t o t o felbstbewustte Mi'ch- singe, die zu ,edem politischen Abenteuer neigen. Tas revolutionäre Experiment Davilas kann deshalb eine unerwartete Wendung nehmen, zumal wenn es den Moskauer Emissären gelingt, im Trüben zu sischen und neue Unruhen hervorzurufen, denn es unterliegt keinem Zweifel. imst Abgesandte der Komintern eine eifrige Tätigkeit in Südamerika entfalten. Die Regierung Dav,las must ferner mit der Mitte und dem euDen des Landes rechnen, wo sich die groben Guter des spanifchblütigen Adels und reiche Siedlungen bodenständiger Bauern und Kolonisten (barunter viele DeutscheI befinden, die keineswegs mit agiarsozialistischen Mastnahmen zufrieden fein dürften 3n jedem Falle klingt aus Chile em neuer Alarmen! an Die verantwortlichen Staatsmänner der Welt, dast die allgemeine Rot Der Menschheit nicht durch Die verstaubten Methoden Der Vergangenheit gelindert werden kann, wenn eine allgemeine Katastrophe vermieden werden soll. st S DAV tnupfrnb fall.) ... - .. neuen Keift einer Volksgemeinschaft heraus, obinvhl planmastig Klaslenhaft zwilchen Öen einzelnen ptan Den erzeugt worden fei. Der Ausstieg Dieter Bewe gunq |ci nur metaphstsilch zu erklären. unD zwar durch Die UeberwinDung der französischen Revvlu tion Der Rational|vzialismus wolle d,e Wieder aufrich'.una von Ehre, Freiheit, Vaterland, Liebe zum Volksgenossen, Pflichtgefühl, Bekenntnis zur Arbeit aller Wertmesser der Person, Heule stehe man am Ende der liberalen Epoche. Die R«DAP. sei bereit, sie obzuläsen und durch die neue W elt - anschauung Des Kemei nscksa I t sge da n - tens zu ersetzen (Bestall ) Die Stabilisierung der deutschen Ration von heule wäre nid}' mnghd) ge welen ohne Die kornpromiftlose Haltung der RvDu 1 Ihrer Arbeit allein sei es zuzuschre'ben, Dofz heute Millionen Deutsche wieder an eine öeutlche Zukunft glauben und sich Dafür einsetzen wollten Grenzlinie zwilchen Apnstas und Marr»ltcn Kommunisten, namentlich in den unteren vXilJtcn. nicht Immer leicht zu ziehen ist. trotzdem sie slck> weltanschaulich leindlich gegenüberstehen Jeden- falle ist das Haupt der siegreichen Revolution. Don Carlos Davila. weder Marxist noch Kommunist Eher dürfen ihn tue Rationallozialisten für sich reklamieren Davila ist ein Freund und Vertrauter des letzten Diktators von Chile. General 3 banez, den man den Mussolini Südamerikas nannte, und ein Bewunderer des saschistilchen Regimes AIS Botschafter in Washington galt er seit wahren als einer der schärfsten Gegner des nordarnerikanifchen Geschäfts- Imperialismus in den lateinamerikanischen Staaten, er weigerte sich, die Tragweite der Monroe-Doktrin anzucrkennen und tonnte auf der panamerikanischen Konferenz in Havana nur mit Mühe davon zuruckgehalten werden, einen offenen RSDAP. habe nichts zu tun mit Dem Deutsch- lanD vor dem Kriege, soweit es beamtet die Staatsführung hatte Die NSDAP, bekenne sich ZU den grasten Grundsätzen nationaler Politik, sie bekenne sich zu der Sauberkeit und Unbestechlichkeit des alten Deutschen Berroaltungsapparals, zu den lugen- Den. Durch die Deutschland grast wurde. Sie habe nichts zu tun mit dem Liberalismus, Aiaffendünkel. nichts mit der Einschätzung des Men- schen nach Besitz, Geburt oder zuruckgeleaten cx mester, nichts mit der Zurücksetzung Der Arbeiter chaft vor dem Kriege Alle diese Erscheinungen seien Verfälschungen des deutschen Wesens, Die Durch die 3Deen der französischen Revolution zum Durch bruch gekommen seien und jetzt überwunden werden imistten Die NSDAP, anerkenne das Aufkommen . Der deutschen Arbeiterbewegung als wichtige Inter essenvcrtretung im deutschen Volke, als letzten Ver such des deutschen Arbeiters, als Freund in die Deutsche Ration ausgenommen zu rocrDen (Bei fall.) Die RSDAP. habe auch nid)ts zu tun nut Dem, was man Revolution nannte und was nichts anderes gewesen sei als die Auspeitschung schlechter Qualitäten in einem krankgewordenen Volke. Die Bewegung der NSDAP entstand, als Die Zer storung Der Deutschen Staatskraft Durch international orientierte Parteien und Die Barle zur dar- kling Der eigenen Machtpositionen auf Kosten Des Staates zutage trat. Die Bewegung fei entstanden in einer Zeit, in Der alle guten Kräfte Des alten Dieser köstlichen Früchte mischt sich Der penetrante Geruch von Häuten. Wir steigen Die Treppe hinauf zum ersten BvDen. Hier ist ein Raum als Kontor eingerichtet, ein anDerer Raum ist abgetrennt als Friihstucksbude für Die Arbeiter. — Die BoDen sind hoch, bei geschlossenen Lucken aber immer sehr Dunkel. Aus eisernen Stützbalken ruhen grafte, schwere Doppel-T-Träger und über Diese sind starte RachDruck, auch mit Quellenangabe, verboten! London. 3uni 1932 Der Umsturz in Chile hat in Der Cun und m Den politischen Kreisen. Die m Südamerika interessiert. lind. austerorDentliches Auf le hen erregt und eine gewisse Besorgnis Der- vorgerufen Da England grobe Anstrengungen machte gerade in Südamerika ein c r w c i t e r t c » Absatzgebiet für seine Produkte zu finden, und da nebfn der USA. auch f c b r b e Deuten De britische Kapitalien in -argentinischen und chilenischen Unternehmungen angelegt worden sind 3m besonderen find D,e S i s e n b a h n e n mit englischem Gelbe gebaut, auch die -citwe.sig still- gelegte grobe Transandenbahn, die Den Jestland- rerkehr zwischen ben beiden Ozeanen quer durch ben Kontinent vermittelt, stand unter engsilcher Kontrolle D,e Entsendung der Kommission unter Lord d Abernon zum Studium des sudame- rikanischen Marktes, undDie vom Prinzen von Wales persönlich in Buenos Aires eröffnete bri- tifdje WeltwirtschaftSausstellun g äcu- gen für die Anstrengungen Londons, den durch Rordamerika gefährdeten Einstuft wieder zu Holzbohlen gelegt Wenn wir nun so von Boden zu Boden ficigcn und überall einen Blick durch die Türen werfen, \o |chcn wir die großen Räume anqcfulll nut ctapcln von Kisten und Säcken verschiedenster Arll Hier lagern Waren.aus aller Herren Ländern: Rosinen aus der Türkei Kalifornien und Persien. Apr.kosen aus Spanien und Kalifornien. Getrocknete Bananen aus Britisch-West-Afrika und Brasilien. Sardmen aus Portugal. Kakao aus Britisch West-Afrika, 3aoa Ceylon^ Brasilien und Venezuela. — Guate mala Menko, Brasilien und Venezuela schicken ihren Kaffee. Aus Arabien kommt Roh Gummi zur Einlagerung. Aus Argentinien und Indien Roh Glimmer. Aus Spanien und Italien Haielnuhkcrne und Mandelkerne. Aus Ungarn und Frankreich Wal nüffe. In geländerten Räumen lagern Haute aus Südamerika und Afrika, aus China und Indien. Ebenlo Käse aus Norwegen und Dänemark, la macht man in Gedanken eine ganze Wellreste raU, wenn einem eine solch stattliche Reihe von Waren und Ländern aufgezählt wird. Buchstaben Des Alphabets benannt — Die einzelnen Häuser sinD ganz smnmetrstch gebaut: In Der Mitte Do* Hauses läuft Die Treppe hoch. Rechts und links davon geht es durch schwere, eiserne Türen auf die einzelnen Boden. Von austen sind diese kenntlich durch die „Lucken". Das sind grohe breite Holz- türen mit vergitterten Fenstern. Tagsüber stehen sie meistens offen. Rur eine Kette hangt Davor Damit niemanD herausfällt. Durch Diese Türen rocrDen Die Waren „ausgenommen' unD „abgesetzt Und zwar mit Der htzDraulischen oder elektrischen Winde, Die vor Den Luken entlanglauft. Wenn man Die lange Reihe Der Lagerhäuser hinauf!(baut, sieht man oben auf jebem Haus zwei kupscrgeDeckte Dachreiter, Die ,u einem kleinen Vorbau ausgebilDet sind Dort liegen Die Rollen, über welche Die WinDe lauft. -Lie WinDen aller Lagerhäuser einer folgen ctrafce wer- Den von einem Werke aus gespeist Morgens um 7 Uhr werden sie von dort aus angestellt und nachmittags punkt 16 Uhr werden sie alle wieder außer Betrieb gefetzt. Zur Bedienung der Winde lauft an Der Hauswand neben den Lucken eine Cucnftange. Durch einfaches Verschieben Der Stange nach oben unD unten fetzt man die Winde in Bewegung Ganz so einfach ist Das BeDienen aber Doch nicht Die WinDe hat nämlich auch ihre Mucken, Die man kennen must. Wenn man eine schwere Kiste Daran hängen hat, muß man fchr vorsichtig -u Berte gehen. Die Stange geht oft lehr '^.plötzlich gibt es einen Ruck, unD Die WinDe sauft hoch-Das jsl fchr gefährlich. Durch Den Ruck können sich D.e Kisten leicht einmal aus Der Umklammerung losen Hamburger Quartiersleute. Jon Hans (9. König. Der BinnenlanDei, Der nach Hamburg kornnst, sieht sicher alle SehensrourDigkeiten Der flroBcn Hafenstadt Was für ihn eben «chenswurlngkeitcn sind Er lastt sich in einem bequemen Autobus durch tue Strasten fahren und braucht nur "ach rechts und links zu schauen und aufmerlfam Den Ißorten nach SI.PouN geführt. - Nun. das .ft bft ®ett. 3n der Viestener VolkshaUc sprach gestern abend vor etwa .3000- Zuhörern Der bekannte nationalfoMaliftifd-** Reichstagsabgcordn. Gregor gtraher über i Rationalsozialismus und seine Ziele Zu Beginn der Kundgebung teilte der promnsleifer der t^raf Solms mit, prominente Personen in Diesten hätten versucht der RSDAP. erschwerende Bedingungen für die kommende Hitler-Versammlung zu stellen Derartige Unverschämtheiten verbitte sich die RSD AP. ein für allemal. Eine Stadt wie Giesten sollte froh sein und es sich iur °"rc$n1Sni wenn der Führer der RSDAP $U>oIf Jitter hierher komme Diese Prominenten, die sich letzt zu Mitessern bei der RSDAP. machen toolücn, Hütten heute überhaupt nicht mehr mitzusprechen. Kcichsiagsobg. Gregor Straßer der bei seinem Erscheiiren in Der Volkshalle mit stürmischem 3ubel und mit Blumengaben auS Kinderhand begrüstt wurde gab zunächst der Ueberzeugung Ausdruck, dast die RSDAP. am 19. 3uni in Hessen und am 31. 3ult im Reiche d e Mehrheit erlangen werde. Damit werde das crile Ziel, die Machtergreifung im Staate, erreicht werden: Dann werde das zweite Ziel folgen, alle Deutschen zu Rationalfozialisten zu machen Der Redner betonte Dann, Dast Die R^DAP. vor dem Kriege nicht bestanden habe, infolgedessen schuldlos fei an den Fehlern der Vorkriegszeit. Die Die RSDAP bekenne l. Men'chen auf fein natur! ches Auskomnien Lie Internationale habe Dem deu tf chen Ar bet t er no Die RSDAP denke nicht daran ihre Aufbauarbeit für Deutlchfand von autzer halb DeutlchlanDs fabotieren zu lallen Vic ’ei auch Feind der pazif'stiichen Parole der Kriegs I d enstverweigercr weil Die nasivnallozialifsilche Bewegung im deutfchen Sinne soztasift'lch 'et Die gewaltige Steigerung Der Rot in Deutschland sei vor allen, Darauf zurück Zufuhren, Dast Die Negie runflen bishy Die Fähigkeit zur Führung nicht be- (eilen batten Wer Das -teuer einer Ration ei grein, muffe an feine Fähigkeit glauben und dessen sicher fein. Wer ein Volk nicht regieren fonne^mulle feine i, Unfähigkeit eingestehen und abtreten. Ic:taiker Bei Die RSDAP. lei graft geworden aus Dem iechiigk.it ben Gemeinschaltsgeist wecke in Der Bewegung ibentiid) mit dem Ra mit dem Willen, alle cdiugniaftnahme und herumerstürzen. Die Lagerhäuser sind meistens so angelegt, Datz sie mit brr Rückleite an einem Kanal ober „e et liegen. Damit Waren jeDerzen auch mit Barkauei unD Schulen angcheferl rocrDen können. Wir finden also auf Der Rückseite Der Hauser gleichcrrnasten Lucken mit WmDen. Die Lucken sinD alle numeriert Das ist besonDers für Die Anlieferung zu Da ter wichttg. Da Die Fiete ja keine -trastennarnen haben und D,e Häuser Da auch nicht numenertnb. Denn ich Dem Ewerfuhrer läge: „Block L, Lucke weist er, wohin er zu fahren bat. Wir wollen jetzt einmal einen «lick in "nes di', (er Lagerhäuser werfen unD eine Quartier.mann- firma besuchen. Leim Betreten Treppenhau,es mehl un^ gleich ein Gemisch von Duften an Aus bcm Keller^ Dringt Ananas Geruch Dort lager Ananas aus Ecylon unD Daroai. Mit Dem lüft D?c katastrophale Wirtschaftslage der meisten lüdamerikanilchen Staaten war natürlich in Lon- Don gut bekannt, im besonderen war Ehsie da» SorgenNnd. Da neben den wirtschaftlichen Schwierigkeiten em p o li 11sches Ehaos Drohte Die Regierung des Präsidenten Montero zeigte sich bei verschiedenen Gelegenheiten ohnmächtig. Den Wirren entgegcnzutretcn Sie geriet austcrdem in Schwierigkeiten mit den mächtigen norbamen- konischen Finanzkonzernen, im besonderen mit dem Salpetcrkonzern Der -Eosach m Den 375 Millionen Dollar investiert worDen waren r ie Konzerne weigerten sich, sich der D cd 11 c ri • g zu fügen unD einen Teil ihrer Derbe der Staatsbank zur Verfügung zu überaus kritisch. 3n enbestände der -------- stellen Die Lage wurde -------- , allen Volksschichten begann es zu garen. Die aut Den ealpclerfclDern brotlos gewordenen Peone strömten in Die Städte, veranstalteten Demonstra- tivnSzuge bedrohten die Regierung und d,e Ver- waltungSpaläste der nordamerikamschen -Kupfer- , und Salpeterkonzerne: in der Flotte. Die bereits vor einem Jahr gemeutert hatte, begann es Wie- Der zu gären Die Begnadigung der mit Zuchthaus bestraften Meuterer brachte keine Beruhigung. Run stellte sich das Fliegerkorps an die op'tze Der Unzufriedenen, rückte in 60 Kraftwagen gegen Den Prasidentschaltspalast an unD erzwang Den Ruck- tritt Monteros unD seiner Regierung Der Staatostreich in Santiago gelang. Ein Triumvirat unfvr D on Karlos D a v 11 a zog \n Da« Regierungspalai« em unD verhängte Die Diktatur Da» Parlament wurde aufgelöst, Die Banken wurden geschlossen, und Da Die neue Regierung Die Durchführung eines S taa t Moji - oIismiis rerhinDete unD Das Gerücht verbreitet wurde Dast die ausländischen Kapitalien be- schlagnahmt werden sollten, begann in Lon- Doner FiMinzkreisen eine Alarmstimmung zu Herr- scheu Aber bald lauteten die Rachrichten anders es handelte sich Doch nicht um einen kommunissi- scheu oder sozialdemokratischen Putsch. Am Siege Der Revolution war Die „Liga zur Bekämpfung des Imperialismus" beteU'gt an Deren Spitze die _Apristas stehen. Die Apri- stas s'-nd eine patriotische, nordamerikafeindliche Organisation, die in den Oststaaten des Kontinentes besonders stark ist. Sic bekämpft in erster Lime Die nordamerikanischen Konzerne. Die das Land ausbeuten, aber auch die e,nheimi- schen Politiker, die sich angeblich dem fremben Kapital verschrieben haben und ihm Handlanger- Dienste leisten Ihr Führer ist Hana dcJa Sorte ihr Ideologe der Professor für Völkerrecht ari der Universität von Lima, Dr. Ulloa. Die Anhalt- uisse in Siidamerika und der kulturelle Tiefstand breiter Dolksschichten bringen es mit sich, dast die Der Ralionalsvzialismus und feine Ziele Gregor Siraßer sprich! in Sichen vor etwa 3000 Personen. |ta,ilber die ijafenruiibtabrt ludri ihre ni*t binau» zum Satterrtofer »afen. Wcn' etfen, die in lcBtcr jcit eine trounge oeh«^ Nein tot, still und abgestorben. Em ^t^utterndes Bild'dessen Eindruckskraft man kaum durch Zohlen -on den bW W» rebexv 3d) wollte nur zum Ausdruck bringen dast cs in Hamburg manche Sehenswürdigkeit g'bt, «zu welcher Der 'BinncnlänDcr, falls er Nicht einen e n- fdilagigen Bekannten oder Verwandten in Hamburg hui, nicht immer geführt wird. , , □ Da sind z. B. Die Hamburger Quartierslcute. Zu einer diefer^Firmen wollen nur heute einmal einen Heinen Spaziergang machen unD uns Dort einiges über Diesen Beruf erzählen loffcn. Für Die vielen ein unD auslaufenden Waren aibt cs im Hamburger Frcihasengebiet nawrlich arofte Lagerhäuser. Die meisten Dieter Hau'er gehören Der Hamburger Freihafen Lagerhaus Ge,ell- jchajk und Diese vermietet sie oDcr einzelne Etagen ober BoDen" an Firmen, Die Dann Die Einlagerung °0N W°°°N übernehmen. - We gehen eme -nge Strafte hinab, an Deren einer eeitc sich hohe fech stückige rote Backsteinbauten erheben, oic finb alle SU Blocks sufammengebaut. Die Blocks sind nach Den nah»mu». in erqrei e Wider Nun ist aber noch Einiges zu jagen über Die „Quartierslcute" selbst. Diefc Quartiersmannfirmen übernehmen Arbeiten, Die weit über Den Amgaben kreis eines Lagerhalters hinausgehen. Sie sinD eine »amburqer Spezialität unD für Den Handel Der Welthafenstadt unentbehrlich Das Jtlltcr Diel cs Gewerbes roirD auf 230 Jahre geschätzt. — Vor einiger Zeit feierte z.B. Die Firma Reutch L Eon,, ihr 20Uiahriges Bestehen. Im Besitze Der Firma be- finDct sich noch Die alte Grundungsakte. — Es taten sich immer vier zusammen und mieteten cm Quar- Her. Jedes Quartier rourDc mit Dem Namen eines der Teilhaber und dem Zusatz .. ft CEomorten bezeichnet Diese Firnicnbenennung hat sich bei Den □uarticrsleuten bis beute erhalten -,ch jaqte fchon, Daft em Quartiersmann mehr ilt als nur em Lagerhalter. Er hat sich 'm Laufe Der MZ l Kww. -ch ausgezeichneten Warcnkcnntnis. Er übernimmt es | nicht verlorengeht. — Deuttchiand bestelle standen, oder mii stiege»den Fahnen m Da: neue ?eutfd)kmD waren sie in aur- einer Zelle ion Arbeitern und Fronstoldaten entstanden iBestall i xer bercflgt q’c nach innen wirkende Sozialismus. Der Durm v c Oer Llmstur; in Chile. (Sturmzeichen für den nordamerikanischen Geschästsimperialismus. Bon unserem ^.-Berichterstatter § 3 's v? [8 s o 5? S tf « 3 S tf ,2s? tf®** 2 o tf " * ' S 2 ' 2.2c-?«! "-ZS.MSZS Wotf^*, c S ~o£q - -»- r. 1 y cz ra 32=0: n?" 3-2:03.02. ® 0 2 s 2.= -2. ® - 2 3^2=® ! fZkn o "iS 1 J 5 5 0 3 > äs'1 cf3 §-»2; ??? tfi'-.O'0 00 ’ = ! o" * 7- 5^° = nZnL. - '3i*Ä:c = Uirdh S n 9 s S 9 ”c2.S säK3S älHS sie nach außen hick den bestmöglichsten Einsatz zur Sicherung des gesamten Volkes darstellen. Um in Deutschland das Vertrauen zur Staatsführung wiederherzustellen, müßten die Verbrecher am Volkswohl streng bestraft werden, nicht aus Rache, sondern um des Prinzip» willen. Wenn die Staatsführung das Vertrauen des Volkes gewonnen habe, müsse sie das große Problem der Arbeitsbeschaffung lösen, um dem deutschen Menschen endlich wieder Arbeit zu geben. Der Redner sprach sich in diesem Zusammenhang dafür aus, jedem Deutschen durch eine Aenderung des § 163 der Reichsverfassung ein obligatorisches Recht auf Arbeit zu geben. Weiter forderte er als organisch richtig die Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht. (Anhaltender starker Beifall.) Unter Hinweis auf die deutsche Arbeitskraft und den deutschen Bodenschotz trat der Redner für die beschleunigte Inangriffnahme von Meliorationsarbeiten, Wasserstraßen-, Deich- und Dammbauten, Landstraßenbau usw. ein, wobei für Millionen von Menschen Beschäftigungsgelegenheit gegeben sei. Diese Arbeitsbeschaffung höbe sich nach dem Grundsatz zu richten: Arbeit schafft Kapital, aber nicht erst Kapital und dann Arbeit. Wenn in Deutschland das erste große Projekt der Arbeitsbeschaffung ohne Finanzierung durch die Börse durchgeführt worden sei, dann sei die Börse tot. Der Redner forderte weiter die Schließung unserer Grenze zur linier- bindung aller entbehrlichen Einfuhren an über- flüssigen Lebensmitteln. Durch diese Sperre für Luxus- und überflüssige Lebensmitteleinfuhr könne Deutschland jährich 2,5 Milliarden Mark ersparen, die zur Stärkung der heimischen Wirtschaft durch Absatzsteigerung und zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit verwandt werden könnten. Das Arbei^slosenproblem werde im großen und ganzen gelöst sein, wenn zwei Millionen Menschen wieder in Arbeit kämen. Zur Erreichung dieses Zieles forderte der Redner auch eine energische Senkung des Zinsniveaus, sowohl im Innern/ wie auch nach außen hin, auf einen Satz von 3 oder 4 Prozent. Politische Schulden (Tribute) erkenne die NSDAP, nicht an, private Schuldverpflichtungen werde sie aber nach Treu und Glauben anerkennen mit der Maßgabe der vorerwähnten Zinssenkung. Dahinziclende Verhandlungen mit unseren ausländischen Gläubigern seien sofort ein- zulciten. Wenn die NSDAP, die Hilfsmittel des Staates besitze, werde auch das Versailler Diktat ein Museumsstück werden. Dann sei auch das große Problem der germanischen Rasse in Europa überhaupt zu lösen, und damit müsse bei der Uebernahme des Staates begonnen werden. Mit dem Kabinett P a - p e n habe die NSDAP, nichts zu tun. Brüning sei nur deswegen entlassen worden, weil er die Forderung gestellt höbe, auf zwei Jahre den Reichstag nicht einzuberufen und diktatorisch zu regieren. Dieser Forderung Brünings habe Hindenburg nicht stattgegeben, und er habe dabei nur pflichtgemäß nach den Regeln der Demokratie gehandelt. Das große Ziel des Wahlkampfes bestehe vor allem auch darin, das Zentrum auszuschalten. Wenn eine nationale Bewegung das Zentrum nicht mehr zur Regierungsbildung brauche, dann sei für das nationale Deutschland seit 1870 zum ersten Male der Weg frei. Auf die NSDAP, werde die Wählerschaft mit Sicherheit rechnen können. (Langanhaltender stürmischer Beifall.) Anschließend folgte der genieinsame Gesang der ersten Strophe des Deutschlandliedes. Die Kundgebung schloß dann mit dem Gesang des Horst- Wessel-Liedes. Oie Politik des Zentrums. Oer 2. Vorsitzende der Zenirumspariei spricht in Gießen. Die Gießener Ortsgruppe der Zentrumspartei nahm am Sonntagabend in einer stark besuchten öffentlichen Versammlung im Katholischen Der- einshaus Stellung zu den politischen Fragen der Gegenwart. Als erster Redner sprach der 2. Dor- sitzende der Zentrumspartei, Reichötagsabgeordneier Zoos. Reichskanzler Brüning sei nicht gestürzt, weil das Parlament ihm'das Dertrauen entzog, sondern weil ihm überraschend das weitere Dertrauen der höchsten Stelle des Reiches versagt worden sei. Formell habe Hindenburg gehandelt, tatsächlich hätten aber unverantwortliche Stellen die Karten so gemischt, daß der Kanzler unmittelbar vor seinem Ziele zum Sturz kam. Die Welt könne so wenig wie viele Deutsche begreifen, warum man diesen Kanzler nicht die letzte Etappe habe zurücklegen lassen, damit er hätte beweisen können, daß er seine Sache richtig geleitet und trotz aller Hindernisse zum erfolgreichen Abschluß bringen konnte. Das deutsche Rein in der Reparationsfrage habe nur Brüning sprechen können. Er war auf dem Wege, Deutschland die Defrei- ung von der politischen Schuldenlast zu verschaffen und ihm seine militärische und politische Gleichberechtigung wieder zu sichern. Stichhaltige sachliche Gründe für seinen Sturz seien nicht vorhanden. Seine Politik der Rotverordnungen habe den Sinn gehabt, im Rahmen eines großen Planes der Befreiung Deutschlands und der Wiederbelebung seines Wirtschaftslebens zu dienen. Brüning habe dem Volke die falsche Auffassung genommen, als ob wir schon über den Berg hinweg seien, er habe das Volk zur Realität zurückgeführt und zu größter Sparsamkeit gezwungen. Brüning habe die Bilanz nicht nur gefordert, sondern er habe sie auch gezogen und strenge Selbstdisziplin vom ganzen Dolke verlangt. Er habe auch an der Währung festgehalten und dafür gesorgt, daß der Bankerottgeist im deutschen Dolke nicht die Oberhand gewann. Der Redner warnte eindringlich vor irgendwelchen Manipulationen, die eine zweite Inflation her- beisühren könnten. Bei einer Auseinandersetzung mit den Gegnern Brünings betonte der Redner u. a., daß ein so wahrhaft christlicher und konservativer Mann wie Graf W e st a r p von Hugenberg verdrängt worden sei und jetzt aus dem politischen Leben verschwinden werde, sei außerordentlich bedauerlich. Für die Reichsleitung der Deutschnationalen Volkspartei sei es ein Verhängnis, daß Hugen- berg die Geschicke dieser Partei leite. Sodann polemisierte der Redner gegen die nationalsozialistischen Führer, von denen er behauptete, sie könnten niemals eine Bewegung des Aufbaues schaffen, sondern lediglich Propaganda machen. Sie hätten jedenfalls bisher noch nicht bewiesen, daß sie eine Leistung vollbringen könnten, und sie würden unfähig fein, das zu schaffen, was sie der Wählerschaft versprochen hätten. Weiter warnte der Redner die Industrie, die Landwirtschaft und den Mittelstand, der RSDAP. zu folgen, weil deren Sozialismus, wenn er echt sei, den Tod für diese Wirtschaftsschichten bedeute; sei dieser Sozialismus aber nicht echt, dann werde auf der anderen Seite eine riesige Enttäuschung eintreten. Brüning habe sich ehrliche Mühe gegeben, auch die Rechtsparteien mit in die Verantwortung zu nehmen. Er habe nach den Preußenwahlen Dinge vorbereitet, mit denen sich auch die Deutschnationalen und Elisabeth erobert sich das Glück Roman von Margarete Anlelmanri Copyright by M. Feuchtwanger, Halle. 9 Fortsetzung. Rachdruck verboten! Mit großen Augen sah Elisabeth auf das Instrument. Ein Iubelruf entfloh ihren Lippen. Der Traum ihrer Seele war nunmehr in Erfüllung gegangen — unerwartet und plötzlich. Sie würde auf diesem wundervollen Instrument spielen dürfen. Das war ja gar nicht auszudenken. Das Musikzimmer war in Hellgrau gehalten; ein breites, flaches Ruhebett aus silbergrauem Samt stand an der einen Wand, der Boden war mit einem hellgrauen Smyrnateppich bedeckt. Einige Klubsessel und ein niedriger Tisch bildeten die übrige Einrichtung. Auf der einen Seite des Musikzimmers lag der Wintergarten, der ziemlich groß war und voll von Blumen. Es leuchtete und duftete, daß man nichts merkte von Winter und Kälte, daß man sich in den Frühling verseht glaubte. Don der anderen Seite des Musikzimmers aus betrat man das dunkel möblierte Speisezimmer, in dem der Frühstückstisch gedeckt war. Frau Schelmer und Elisabeth waren gerade mit ihrem Rundgang fertig, als es draußen läutete. Elisabeth wurde blaß. Ietzt, jetzt würde Herr von Eckertsburg kommen. Wie würde diese Begegnung ausfallen? Frau Schelmer ging hinaus, ihren Reffen zu begrüßen. Wenige Minuten später trat Herr von Eckertsburg allein ins Zimmer. „Guten Tag, Fräulein Pfilipp. Ich freue mich, Sie in Ihrem neuen Heim begrüßen zu dürfen. Hoffentlich haben Die die erste Rächt recht gut verbracht." Elisabeths Blässe war einer glühenden Röte gewichen. Jetzt mußte sie ihren Wohltäter auch noch anlügen, so tun, als ob sie wirklich hier geschlafen hätte. Aber es ging nicht anders — sie hätte ihm ihr Fernbleiben nicht erklären können. „Danke, Herr von Eckertsburg. Es gefällt mir fejjr gut hier. Alle sind gut zu mir... ich... „Weshalb fürchten Sie sich eigentlich vor mir, Fräulein Pfilipp?" fragte plötzlich Herr von Eckertsburg, Elisabeth scharf ansehend. „Ich... ich... fürchte mich nicht." „Rein? Dann ist es ja gut. Es läge auch nicht der mindeste Grund dazu vor. Aber wollen wir uns nicht sehen und ein wenig plaudern? Meine Tante wird sicher gleich erscheinen." Gehorsam wie ein Kind, ließ Elisabeth sich auf einen Sessel fallen. Das Herz klopfte ihn: bis zum Hals herauf. Stumm blickte sie auf die Hände, die in ihrem Schoß ruhten. Der Mann betrachtete das Mädchen, ließ keinen Blick von ihr. Studierte die weichen, zarten, mädchenhaften Züge, sah auf die Hände, die sehr nervös miteinander spielten. Elisabeth Pfilipp hatte keine Angst vor ihm? Ach, du kleines Mädchen, du kannst nicht heucheln, dachte er. Man liest dir jeden Gedanken von der Stirn ab. Ein Lächeln legte sich um seinen herben Mund. Wenn Elisabeth jetzt aufgesehen hätte, sie würde sich gewundert haben über die Weichheit, die jetzt aus diesem Gesicht sprach. Aber sie wäre sicher zu Tode erschrocken über den Blick, mit dem er ihren Kopf umfaßte und ihre ganze Gestalt. Rur einen Augenblick lang hatte sich der Mann seinen Empfindungen hingegeben, dann hatte er sich wieder ganz in der Gewalt. Dann gab er sich' einen Ruck, sein Gesicht war kalt und hart wie immer. „Ich hoffe nur, daß es Ihnen hier gefallen wird, Fräulein Pfilipp. Frau Schelmer dürfen Sie sich ganz anvertrauen. Sie ist ein Mensch, der für alles Derständnis hat. Ich bin überzeugt davon, daß Sie beide sich bald ganz verstehen werden. ülnd jetzt zu Ihrem Studium! Cs steht Ihnen frei, alles zu lernen, was Sie nur wollen, lieber die pekuniären Fragen brauchen Sie sich nicht die leiseste Sorge zu machen.' Das ist alles geregelt. Sie brauchen nichts zu tun als fleißig zu lernen und unsere auf Sie gesetzten Hoffnungen zu erfüllen." Elisabeth saß da und rührte sich nicht. Wie schrecklich das jetzt wieder war! Sie kam sich vor wie ein Schulmädchen, das vor einem strengen Examinator saß. Dieser Mann war schrecklich. Richt auszudenken, daß sie täglich mit ihm unter einem Dach weilen sollte. Schwer seufzte sie auf. Wie sollte sie nur dieses Leben ertragen? Seine Gegenwart legte sich beklemmend auf ihr Herz; ihr Denken verwirrte sich, sobald er zugegen war. Sie wußte nicht, wie das weitergehen sollte. Sie war glücklich, als Frau Schelmer erschien. „Hast du deinen Schützling begrüßt, Lothar? Wir beide haben uns schon miteinander ange- freundet — nicht wahr, Elisabeth? Und wissen Sie, was ich Ihnen Vorschlägen möchte? Sagen Sie doch auch Tante zu . mir, das wird viel netter sein als so eine steife Anrede — ja?" Elisabeth sprang auf, ging hinüber zu Frau Schelmer und ergriff strahlend die daraereichte Hand. „O ja, wie gern ich das tue. Ich hab Sie ja schon so lieb gewonnen .. ." Eckertsburg hatte erstaunt und stirnrunzelnd zugesehen. Was war das mit' diesem Mädchen? Wie verändert es auf emmal war! War er wirk- Kundgebung der Eisernen Krönt. Die Eiserne Front veranstaltete am Sonntagabend auf der Liebigshöhe eine Wahlkundgebung. Als erster Redner sprach Herr Richter (Düsseldorf). Der Redner kennzeichnete zunächst einen der Wahlkundgebung vorausgegangenen Demonstrationszug als Ausdruck des einmütigen Willens zum Kampf gegen die Reaktion. Der Wahlkampf sei notwendig geworden, weil die Reaktion der Meinung sei, jetzt ohne Mühe zur Macht im Staate gelangen und die Mehrheit erringen zu können. Tie nationale Opposition sei der Meinung, daß ihr in Anbetracht der ständig sich 'steigernden Rot der Sieg leichter zufallen werde. Man gehe einer noch schwereren Zeit entgegen, wenn es der SPD. nicht gelinge, am 19. Ium in Hessen und am 31. Iuli im Reich die Mehrheit zu erringen. Das neue Kabinett lasse für die breite Masse nichts erhoffen. Hitler, der Mann der Groß- und der Schwerindustrie, stehe dahinter. Die Rationalsozialisten seien die Schrittmacher des Iunkertums und einer neuen Monarchie. Wenn die RSDAP. angreife, dann werde man ihr die Reihen der Eisernen Front entgegenstellen. Man bekämpfe die Führer der SPD. mit allen möglichen Verleumdungen in der Hoffnung, daß doch etwas hängen bleiben werde. Die Arbeiterschaft dürfe jenen Leuten keinen Glauben schenken, sondern müsse in den kommenden Tagen wie ein Mann hinter ihren Führern stehen. Der Reichsbannerführer höttermann erklärte, die Arbeiter würden in den kommenden Wahltagen um ihre Freiheit zu kämpfen haben. In Hessen falle eine Vorentscheidung für die Reichstagswahl, die entscheidend sein werde nicht nur für das Geschick Deutschlands allein, sondern mitbestimmend für das Geschick Europas. Im Osten, in Asien wetterleuchte es wieder. Das Gewitter werde an Europa nicht spurlos vorübergehen, und es gebe Kreise, die das Volk wieder skrupellos in einen Krieg Hetzen würden. Die 100 000 Mann Reichswehr werde es nicht schaffen können, vielmehr werde es die Arbeiterschaft wieder sein, die breite Masse, die den Krieg zu führen haben werde. Die Regierungsgewalt sei wieder in den Händen der Aristokratie und der Militärs. Das sei schon einmal so gewesen, und Deutschland schlitterte damals in den Krieg. Diese Gefahr liege wieder nahe. Cs würden dann wieder Opfer verlangt, die dann sehr leicht wieder umsonst sein könnten. Man spreche bei den Rationalsozialisten immer wieder vom „System". Es werde aber auch unter dem Regime der Rationalsozialisten nicht besser werden. Cs gelte endlich, sich in Deutschland auf die eigene Kraft, sei es auch auf die außerparlamentarische Kraft, zu besinnen. Cs müsse endlich gezeigt werden, daß es nicht möglich sei, die SPD. auszuschalten. Cs gelte endlich, dem" Vater Arbeit und den Kindern Brot zu geben. Es sei notwendig, gründlich zu sozialisieren. Die Rationalsozialisten hätten bewiesen, daß sie nicht gewillt seien, sozialpolitische Forderungen zu erfüllen. Deshalb gelte es umsomehr, die in dieser Hinsicht Unzufriedenen' aus den Reihen der Rationalsozialisten zu gewinnen. Hessen von Hitler frei zu machen, sei Rotwendigkeit und große Aufgabe. Die Iugend müsse sich Deutschland erobern und als Staat so gestalten, wie sie ihn haben wolle. (Lebhafter Beifall.) Dor Beginn der. Versammlung bewegte sich ein Demonstrationszug der Versammlungsteilnehmer unter Vorantritt von Marschmusik durch eine Anzahl Straßen unserer Stadt nach der Liebigshöhe. In dem Zuge wurden neben einigen Fahnen in den Farben Schwarzrotgold auch eine große Anzahl roter Parteifahnen der SPD. mitgeführt, die zum Teil mit den drei Pfeilen der Eisernen Front versehen waren. die RSDAP. hätten einverstanden erklären können; aber in diesem Augenblick sei er gestürzt worden, weil man ihn nicht mehr habe stürzen können, wenn er in Lausanne und auf der Weltwirtschaftskonferenz erfolgreich gewesen sei. Das Verbot der SA. und SS. sei auf das dr'i ngende Verlangen der zwei maßgebenden Führer der deutschen Reichswehr erlassen und durchgeführt worden; acht Tage später seien diese Herren aber umgefallen. Brüning habe in dieser Sache mildernd eingewirkt, aber die Reichswehrführung habe das SA- Verbot verlangt. In der Frage der Siedlung habe Brüning keine Reigung zu Experimenten gezeigt, obwohl von der RSDAP. auch an Enteignung ohne Entschädigung gedacht worden sei. Brüning habe die Großgüter im Osten, etwa zwei Millionen Morgen, die nicht mehr gesund zu machen seien, für das Reich erwerben und zu einem bestimmten Preise als Siedlungsland verwenden wollen. Der östliche Großgrundbesitz habe sich gegen Brünings Plan gewehrt, weil er einen höheren Preis für die Landabtretung herausholen wollte. Zur sozialen Frage bemerkte der Redner, jedermann müsse sich darüber llar fein, daß, wenn die Bindungen im Tarif- Wesen fielen, auch keinerlei Bindungen für Preise und Zölle mehr bestehen bleiben könnten. Die Regierung P a pen werde in ihren kommenden Rot- Verordnungen die vom Kabinett Brüning vorgesehenen Bestimmungen zur Einschränkung auf sozialem Gebiet noch ganz außerordentlich verschärfen. Das Zentrum verlange mit Entschiedenheit, daß die staatsbürgerliche Freiheit und die freiheitliche Gesinnung in vollem Umfange gewahrt bleibe. lich ein so bärbeißiger Mensch, daß man Angst vor ihm haben mußte? Daß Elisabeth Pfilipp sich vor ihm fürchtete, nicht wagte, den Mund aufzutun? „Oh, Fräulein Elisabeth, ich sehe, wie schnell Sie sich mit Tante Liese angefreundet haben. Warum find Sie zu mir so ganz anders? Din ich wirklich so schrecklich?" Elisabeth war dunkelrot geworden; scheu und verlegen stand sie da, fand keine Antwort. Frau Schelmer kam ihr zur Hilfe. „Was frägst du da für dummes Zeug, Lothar? Das kannst du dir doch denken, daß zwei Frauen schneller miteinander Freundschaft .schließen können als ein Mädchen und ein fremder Mann. Elisabeth muß sich doch erst an dich gewöhnen. Du wirst sehen, wie gut ihr euch dann verstehen werdet. Du weißt doch selbst, wie schroff du manchmal sein kannst, und wie finster du oft aussiehst. Daran muh man sich erst gewöhnen; aber dann weiß man um so besseq was für- ein guter Mensch du bist." Ietzt war es Eckertsburg, der verlegen wurde. Was fiel Frau Schelmer ein, sein Loblied zu fingen? Das sah ja aus, als ob er sich bei Elisabeth einschmeicheln wollte. Und das war, weiß Gott, nicht seine Absicht. Sie war eine von den Vielen jungen Geschöpfen, deren Leben er der Kunst erschließen wollte, weiter nichts. Rur, daß sie ganz allein in der Welt stand, keinen Menschen mehr hatte, und daß man sich ihrer intensiver annehmen mußte als ihrer Kolleginnen. Wanda kam, die Herrschaften zum Frühstück zu bitten. Siebentes Kapitel. Gleich nach dem Frühstück mußte Elisabeth sich auf den Weg ins Konservatorium machen. Cs war ihr ein wenig bange. Aber sie dachte an ihre Kunst und hoffte, gut abzuschneiden. Sie durste nur den Mut nicht verlieren. Sie- wurde von Professor Walter empfangen, der sie begrüßte und sie ins Prüfungszimmer begleitete. Man prüfte lange und eingehend. Cs waren anstrengende Stunden für Elisabeth. Sie war völlig fremden Menschen ausgeliefert, die keine Rücksicht kannten und bei denen es um nichts ging als um das Können des Prüflings. Das Resultat war gut für Elisabeth. Sie wurde der Opernschule des Kammersängers Perlberg zugeteilt, dessen Schüler schon am Ende ihres Studiums an gelangt waren. Der Unterricht wurde zu einer Freudenquelle für Elisabeth. Gesanglich brauchte sie nicht mehr viel zu lernen, Professor Landar hatte da wundervoll vorgearbeitet. Es handelte sich hauptsächlich um den dramatischen Unterricht, und der machte ihr viel Freude. Spielend begriff sie, was Kammersänger Perlberg seinen Schülern vor- mtmte, was er unter Technik und unter dem Ge- Der Redner warnte weiter vor Autarkie-Bestrebun- gen und forderte unbedingte Sicherung der Gleichberechtigung aller Katholiken, die auf dieser Grundlage gerne mit den anderen Konfessionen in Frieden Zusammenleben und gemeinsam den Kampf gegen Gottlosigkeit und andere liebel unserer Zeit führen würden? Jedoch sei dazu gleiches Recht für alle Konfessionen erforderlich. Er wies weiter darauf hin, daß Brüning niemals vom Parteibuchbeamtentum etwas habe wissen wollen, sondern immer für das rein sachliche Berufsbeamtentum ohne Berücksichtigung der Parteizugehörigkeit gewesen fei. Nach dem Verschwinden der übrigen Mittelparteien fei das Zentrum der Sammelpunkt aller p o - litjsch Heimatlosen, die nicht die Herrschaft einer einzigen Partei wünschen und einen Fels suchten, an dem sich die Wogen des Radikalismus brechen können. (Langanhaltender stürmischer Beifall.) Landiagsabg. Weckler-Rockenberg behandelte kurz einige Fragen der hessischen Politik. Er beschäftigte sich zunächst mit dem 12-Punkte- Brief der NSDAP, in Hessen gelegentlich der Regierungsbildung nach den vorjährigen Landtagswahlen und machte die Fraktion der NSDAP, für das Scheitern dieser Verhandlungen verantwortlich. Der Führer der NSDAP, in Hessen habe übrigens selbst erklärt, daß sie nicht die Absicht hätten, in die Regierung einzutreten. Wenn eine Fraktion von 27 Mitgliedern eine solche Stellung einnehme, könne man nicht mehr von Verantwortungsbewußtsein sprechen. Er erörterte weiterhin die Verhandlungen im Finanzausschuß des Landtags bei der Frage der Diäten-Festsetzung und kam dabei zu dem Ergebnis, daß die von der Fraktion der NSDAP, oorgeschla- gene Regelung mehr Geldaufwendungen erfordert habe, als der alte Modus. Der Redner behandelte bärdenspiel verstand. Alles mußte ineinandergreifen, um ein vollendetes Kunstwerk erstehen zu lassen. Elifabeth war eine aufmerksame Schülerin. Ihr Auge, ihr Ohr nahm all das Reue auf, was ihr Professor Landar nicht hatte lehren können, weil er nur das Gesangliche beherrscht hatte. Hier aber trat etwas in ihr Leben, was schon von der Schulzeit an ihre Phantasie beschäftigt hatte. Schon damals, als sie die kleinen Wandervorstellungen in ihrer Heimatstadt besuchen durfte, als sie „Die Jungfrau von Orleans" und „Wilhelm Teil" sah, schon damals war ihr Wesen ganz erfüllt worden von dem, was droben auf der Bühne vor sich ging. Kammersänger Perlberg hatte großes Interesse an seiner neuen Schülerin, die alle seine übrigen Schüler in den Schatten stellte, dank der genialen Begabung, die sie in sich trug. Auch zu Hause fühlte Elisabeth sich sehr wohl, hauptsächlich deshalb, weil sie allein mit Frau Schelmer lebte. * Ein Stein war ihr vom Herzen gefallen, als sie gehört hatte, daß Herr von Eckertsburg nicht in seiner Leipziger Stadtwohnung zu wohnen pflegte, sondern draußen, auf seinem Gut CckertS- berge. Sie verlor nie die Scheu vor ihm, auch dann nicht, als Frau Schelmer ihr allerlei aus dem Leben des seltsamen Mannes erzählt hatte. Lothar von Eckertsburg war sehr reich und sehr .einsam. Seine Eltern waren früh gestorben, Ge- 'schwister hatte er nicht. Frau Schelmer, die Schwester seiner Mutter, hatte nach dem frühen Tod ihres Mannes lange Jahre mit ihm zu- sawmengelebt; häufig war er auch unterwegs gewesen, hatte die halbe Welt bereist. Aus Frauen schien er sich nie viel gemacht zu haben. Sein ganzes Interesse galt der Kunst, und einen großen Teil seines Vermögens verwandte er dazu, junge Talente auszubilden. Er hatte indes in dieser Hinsicht viele traurige Erfahrungen machen müssen, so daß er der kalte,' egoistisch scheinende, spöttische Mensch geworden war, als der er sich den Menschen gegenüber zu zeigen pflegte. Er hatte sehen müssen, daß das Entgegenkommen, die Gunstbezeugungen der Mädchen, die er förderte, viel weniger seiner Person galten als seinem Reichtum, und er war nun so weit, nicht mehr an uneigennützige Liebe glauben zu können. Im allgemeinen pflegte er sich um seine Schützlinge persönlich nicht zu kümmern, überwachte nur ihre Ausbildung. Daß er bei Elisabeth eine Ausnahme gemacht hatte, daran waren Professor Landar und Professor Walter schuld, die das verwaiste und mittellofe Mädchen der besonderen Obhut des Mäzen empfohlen und es erreicht hatten, daß er sie seinem persönlichen Schutz unterstellte. (Sortierung folgt) Wirtschaft in 25 1931 arbeitet zu retten, der durch einen Erdrutsch verschüttet wurde. Nachdem es gelungen war, eine Luftleitung nach unten zu führen, stürzten neue Erdmassen nach, die das bis dahin unternommene Hilfswerk wieder vernichteten. Der 'Brunnenarbeiter, der nunmehr bereits zum Schluß noch in kurzen Ausführungen Fragen De« Siedlungswesens, wobei er für den katholischen Dolksteil in Deutschland volle Gleichberechtigung und Achtung seiner politischen und religiösen Rechte verlangte. Mit einem Appell an die Wählerschaft, am nächsten Sonntag für das Zentrum einzutreten, fand die mit großem Beifall aufgenommene Rede ihren Abschluß. [obres. Im Lause des Monats Mai stellten 3211 Personen erneut Arbeitsgesuche, gegenüber 2812 des Dorrnonats und 2838 des Vorjahres. 2890 Arbeite- gefudje erledigten sich ohne Mitwirkung des Arbeitsamts, gegenüber 3981 des Vormonats und 3028 des Vorjahres Im Berichtsmonat konnten von uns 519 Personen in Arbeit vermittelt werden gegenüber 429 des Vormonats und 710 des Vorjahres. Namentlich angeforbert von dem früheren Arbeitgeber wurden im Berichtsmonat 10 Personen, gegenüber 32 des Vormonats und 653 des Vorjahres. Mit Notstands- arbeiten wurden bei 13 Maßnahmen insgesamt 156 Personen beschäftigt. 3m freiwilligen Arbeitsdienst arbeiteten am Schlüsse der Berichtszeit 3035 Personen, dach hat • diese Zahl in der Zwischenzeit eine weitere Steigerung erfahren, so daß zur Zeit ein viertel der Arbeitsuchenden im freiwilligen Arbeitsdienst arbeitet. DieArbeitsmarkilageinOberheffen Oie Zahl der arbeitssuchenden fast unverändert — Stärkere Inanspruchnahme des freiwilligen Arbeitsdienstes. nenbet Woche die Heuernte allgemein In Hang kommen. — Di« Lagerfrucht beim loggen, der durch die schweren Regengüsse der letzten Wochen entstand, hat sich zum größten Teil wieder aufgerichtet und steht gleich den andern Halmen in voller Blüte. Der Schaden ist dadurch nicht so groß geworden, als anfänglich befürchtet wurde. Kreis Alsfeld. ss. Grebenau, 13. 3uni. Der 45jährige Landwirt und Müller Äarl Ä o r e 11 von Rieder- Iofsa kam mit seinen Kleidern in der Wühle dem ®et| . . tu . . tanjia . . . 13 6 14.6 13 6 14-6 6% Deultche Wttm.sin.ciM o.iö'.’- 7% Drilliche Reichdanleide v. 192V 6y,% öoung.einldbi- von 1930 Deutsche MnL-ÄblM.-Stiulb mit tluilof.-Srditcn . . - - • • Delgl. ohne Äuilof.-Sedtte . • 8% Heft. ®ol»ftaat von 1929 trüttzahlb. 102%) .-•••• Cbctticfien Provinz-Lnleibr mit »u4lof.-»e,% de4g>. von 1913 .... 60* Soldmexikaner von 99 4% Iürfiid>e Sollanletbevon 1911 4% $ütfi|e Bagbabbabn-anleibc 4---"kÄgll Lese II...... • 5% Nirman. vermnb. Rente v. 1903 4Z4%Rumün.oereinh.AenleoaSi3 4% Rumänlfcke vcreiich. diente - 8 L Anatolier • •••••■ hierin e’O'lus»: Bnfa. lur- I Kurt Dcoi enmarkl Berlin — Frankfurt a. M. 13.3 «nl 14 Juni Smtlidx Tfotimmg (frei'1 | Mr Vmtltche Dotierung (frelb | Erie« .tianirun a. JJL ütrim -Uf# 1 1-Ubr- n r4 cSchiuv- tur« 1 Anfang- Rur# Datura 13 6 14 6 13 6 14.6. tNtebtd IRontan...... — — — — derefnlale Stabfrorrfe . . . 4 16.5 16.9 16.75 16,25 11 — 10.65 '0,9 flaltraerfe •.'l’tfrflfbm - . • 10 85.5 85.5 84.4 85,4 flait-.ptrft Sfftetffleln . . . 10 95.5 — 94 92.5 lallrretfe Lall den u Nb . . . 15 146.5 148 149 — 3 ». -awen-Intutrne . . ir 92 92,5 91,25 S2 Setein. idem. Industrie Frank. furt a. fU......... —— — — e dielt* an halt....... 10 134 — — Otclstdunitt........ . 0 16 5 —— — 18,5 Rütfiertwerie....... . 6 33.75 —— 33,25 33.5 ISetaßflelenidiaf t...... . 5 25 25 25 25 PdUwv trutr.ann..... . b 32.25 — 32,75 32,75 «emenroerf Herdelberg. . . iefflentraerf S-r.stadt. . . . * 7 38,5 — — — Baue Ä ..... . 0 4.5 — 4,5 — edjuitb«« Scvfiboi« . . . 15 — — 47,4 48 gQu i All gemeine ÄunMetbe) 0 34 — 34,5 33.25 Bemberg ... 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DL. . «5,25 — - S üddeulf cher Z uder . . . . - - 38 7.143 51.95 12465 7,157 52.05 12,485 7,143 51.95 12,465 7,157 52.05 12,485 3,057 3.063 3,057 3.063 170.63 170.97 170,63 170,97 76.97 77,13 76,82 76 98 84,47 84.63 84,42 84,58 79,17 79.33 79,12 79,28 15.465 15.505 15,46 15.50 0.948 0.952 0,948 0.952 4.209 4,217 4.209 4.217 58,73 56 M 58,70 58,82 21,60 21.64 21, 59 71,63 16.585 - 16.625 16,58 46,62 82,77 82,43 82.21 82,37 34,67 34,73 34,67 34,73 82.52 82 68 82,47 82.63 1,319 1,321 1,319 1,321 0,325 0,327 0,325 0,327 7.043 7.057 6,993 7,007 14,09 14,11 14,09 14,11 Banknoten Vamhurc-virrnla 1-ale. 1 — — 11,13 12,13 — (-amburfl-eübam. tanurffatifl . c — — 43,5 — —— Hanf« iampfid tff . c — — — tzorvdeurfcher Llovd ... • 6 12.13 12,13 12 12.13 37.75 tL®. für Serkebrtwefen Akt. — —— 28.75 28,5 2,4 Sedtner Handelkgefel-fchaft . f- 87 — 87 dometen* und Vrival-Bank . 16 16 — X 14 — TX c berichtet Lo»werie . . . . 8 — — 324 33 3,6 Thcnt^ Bergbau. ... Rbetuliche Braun ko bleu. • . 4h 10 18,75 165 18,75 18.75 164,5 11,5 166 1 15,5 Sibetnstabi........ . 6 40,5 41,75 40,5 41,5 Derim, 13 Juni Brief Smerikonifche 7 :en....... 4,20 4,22 velglfche Roten......... 58,56 58,80 Tüntf che R-tev......... 84.28 . 84.62 Lnallfche Roten ......... 15.425 15,485 yraniolllche Roten...... . '6.545 16.605 CoCinbti^ Rote,........ 170,26 170,94 Htaiie-ffche Roten........ 21,59 21,67 Roeraesifch« Roten........ 76.80 77.10 Trurfch-cestenri», 4 100 Echilltntz Rumcniftte 71c tm ........ 2.495 2.515 tfdK ten . ....... 78,99 79.31 schwer er Roten . ....... 82,09 82.41 Lpsnrich« Roten . ........ 34,53 34,67 Ungarijchc ........ SJL-tfpott Bootsweihe der ATV. Irheinfranken. | Während der ersten Halbzeit vermochten sich die , J Gäste noch einigermaßen zu halten und das Halb- im tim die Deutsche Fußballmeisterschaft der nach den Vorlguscrgebnissen nicht mehr erwarten war. Besonders hervorzuheben sind -u die Jin Nahmen ihres 29. Stiftungsfestes feierte die akademische Turnverbindung „Rheinfranken" am zeitergebnis von 2:1 lautete durchaus noch nicht hoffnungslos, wenn auch die Watzenborn-Steinberger allzudeutlich fühlten, daß dieses Halbzcit- ergebnis eigentlich nur der Unentschlossenheit des Gießener Sturmes zu verdanken war und nicht etwa den eigenen Leistungen. So stand die zweite Halbzeit völlig im Zeichen der Platzbesitzer und in regelmäßigen Abständen fiel ein Tor nach dem anderen. Lchrmund gefiel durch einige Prachtschüsse. Die VfDer brauchten sich nicht mehr allzuviel Mühe geben, sie arbeiteten auch nicht so sorgfältig, wie cs sonst der Fall ist, so daß das Spiel hauptsächlich gegen Schluß jeden Reiz verlor. Das Treffen litt unter einer mangelhaften Schiedsrichterleistung. Gchwimm-Länderkampf Deutschland —Frankreich 2:0. Ueberlegener Sieg in her Staffel. — 3.2-Lrfolg Wasserball. Im Wasserballspiel kamen die Deutschen 3U einem 3:2(1:1)-Sieg, der ihrem überlegenen opiel nicht ganz entsprach. Der deutsche «türm spielte zu zerfahren, sonst hätte er mehr Tore schießen müssen. Auch der sonst wenig beschäftigte Erich Rademacher im Tor hatte keinen guten Tag, die beiden Gegentreffer der Franzosen waren haltbar. In den Rahmenkümpfen kam es leider nicht zu dem erwarteten Zusammentreffen von Deiters mit dem französischen Weltrekordmann Taris. Beide blieben den weiteren Kämpfen fern. Dafür schuf Derichs im 100 Meter Crawlschwimmen mit 1:01,3 Minuten eine recht gute Leistung. Die Magdeburger Rekordschwimmerin Luise R o ck e gewann das 200 Meter Brustschwimmen der Frauen in 3:19,5 Minuten und das 100 Meter Crawlschwimmen in 1:21,4 Minuten. Großen Beifall erzielte im Turm-Schauspringeil der Altmeister Lp- b er-Berlin für seine sehr schönen Leistungen. 1900’6 Leichtathleten in Kassel. Auf der schwach besuchten Hessen-Kampfbahn wurden am vergangenen Sonntag die Bezirksmeisterschaften ausgetragen. Die Ergebnisse können als sehr gut bezeichnet werden, trotzdem gerade die Laufleistungen durch die Hitze und die viel zu harte Laufbahn ungünstig beeinflußt wurden. Alle Spitzenkönner von Hessen-Hannover waren mit wenigen Ausnahmen vertreten, jedoch fehlte auffallendcrweise Kurhcssen-Kassel ganz. Der Gau Gießcn-Wetzlar war durch die Spiel- Bcreinigungsleute und Kilo vom VfL. Wetzlar sehr gut vertreten. Konnten doch die 1900er im Gesamtergebnis den zweiten Platz belegen, der unter Berücksichtigung der kleinen Teilnehmerzahl als ganz hervorragend bezeichnet werden muß. Besonders eindrucksvoll war der Start der 4 100-Meter-Stafsel, die trotz eines vollkommen verunglückten Wechsels die gute Zeit von 44,6 Sekunden erzielte und die Kasseler Hessen-Preu- steu nur zu einem sehr knappen Sieg kommen ließen. vergangenen Sonntag im Universitäts-Bootshaus die Taufe eines Ruderboots im Beisein einer stattlichen Zahl von Damen und Altherren. Der schmucke R i e m e n - G i g v i e r e r lag mit Grün iinb Blumen geschmückt in der Halle. Der Vorsitzende des .Altherrenbundes, Regierungsbaurat Weife, übergab das Geschenk im Rainen der einzelnen stiftenden Altherren der Aktivitas. Er brachte zum Ausdruck, daß das Rudern im akademischen Turnbund bereits von einer großen Zahl don Korporationen (teilweise schon seit einigen Jahrzehnten) gepflegt wird als Zweig der Leibesübungen, als Turnen im Jahn'fchen Sinne und im Sinn der ATB, im Streben nach dem Erziehungsziel „mens sana in corpore sano“ zum Dienst an Bolk und Vaterland. Er beglückwünschte die Rheinfranken, daß sie, nun als erste Gießener Korporation im Besitz eines eigenen Bootes, jetzt auch diesen wertvollen Sport ausüben können. Die Altherrenschaft hege die Ueberzeugung, daß die Rheinfranken auch hier, wie sie das schon in anderen Zweigen der Leibesübungen immer unter Beweis gestellt haben, durch Erfolge ihr Streben nach eigener Leistung zeigen werden und dadurch auch noch weiter unter der Gießener Studentenschaft die Pflege der Leibesübungen anzuregen uni) zu verbreitern imstande seien. . - Run vollzog die Tochter Seiner Magnifizenz, Fräulein B a n s e l o w , den Taufakt auf den Ro- men „Rheinfranken". Darauf brachte der Sprecher der Aktivitas, sind. jur. Lahme, den herzlichen Dank und die Freude der Aktiven zum Ausdruck und übernahm das Geschenk mit der Versicherung, daß man sich dessen würdig erweisen wolle. Unter dem Gesang des Bundeslieds brachte eine Mannschaft das Boot zu Wasser und trieb es mit flotten «chlägen, unter der Freude der "Anwesenden über die schnittige Form und den (eid)tcn Lauf lohn- aufwärts. So wurde ein neuer Abschnitt in der Tradition der Korporation eingeleitet. _ Im Düsseldorfer ^stheinstadion erschienen am Sonntag mehr als 5000 Zuschauer zum 6. Schwimm- Länderkampf Deutschland—Frankreich. Die Zuschauer hatten die Freude, den dritten deutschen Sieg zu erleben, nachdem in den vorausgegangenen Begegnungen neben zwei deutschen Erfolgen drei Unentschieden zu verzeichnen gewesen waren. «d)on in der 4 mol 200-Meter-Crawl-Staffel kannte die deutsche Staffel Schwartz-Derichs-Balk- Deiters mit 9:44,8 Minuten und mit 20 Meter Vorsprung vor den Franzosen A. Vandeplancke, Ra- varre, F. Vandeplanke, Taris (10:02,1 Minuten) den ersten Punkt buchen. Die beste Einzelzeit der Stas- felschwimmer erzielte der Franzose Taris mit 2:16,1 Minuten, während der Deutsche Deiters als Schluß- , mann ohne Kampf die Zeit von 2:21,3 Minuten erreichte. I VfB. Gießen. Es läßt sich nicht leugnen, daß das Spiel der Liga des VfB. Gießen gegen die 1. Mannschaft von „Teutonia" Watzenborn - Steinberg" eine große Enttäuschung war. Indirekt schuld daran waren die Gäste, die nichts, oder nur wenig von dem zeigten, was man eigentlich erwartet hatte. Das Borspielergebnis, den Sieg der Teutonen über die VfBer, darf man, nach dem was man am Samstag sah, sehr Wohl als irregulär bezeichnen. Mit 9:2 Toren wurden die Gäste von den Ligistendes VfB. geradezu überfahren. Die Teutonen konnten sich zu keiner Einheit finden, spielten von Anfang bis zum Ende ohne shstemvollen Aufbau, sie waren in der Ballbehandlung niemals sicher genug, um das Leder in klarer Kombination nach vorne zu bringen, der Ball wurde ihnen (es fiel den Gastgebern nicht schwer) immer wieder abgejagt und so spielte sich der Kampf immer mehr in der Hälfte der Gäste ob, als vor dem Tore der Gießener ab. Balser hatte wenig Arbeit. Die zwei Tore konnte er kaum verhindern. Für die Teutonen konnte die Aiederlage sehr leicht noch höher lauten, wenn nicht der Tormann Happel, der der beste Monn auf dem Platze war, durch sein hervorragendes Spiel manchen Angriff zunichte gemacht hätte. Lieber den Spielverlauf ist nicht viel zu sagen. Lmks: Haring er, der Bayern-Verteidiger, bei der Abwehr. — Rechts: Torwart Schmitt (Eintracht) wehrt ab. & , ..4. I s % Wurfleistungen von Kilo- Wetzlar, der 5000- Mctcr-Lauf von Schaaf (1900) und die 400 Bieter Hürden von H. Jung (1900), sowie der 400-Mcter- Lauf von K a t t m a n n (Kassel). Ergebnisse: Gesamtergebnis: 1. Hessen-Preußen Kassel 40 P.; 2. Spiel-Bereinigung 1900 Gießen 30: 3. Hessen 09 Kassel 15 P.: 4. BfB. Marburg 12; 5. Sport-Berein Fritzlar 7 P. 4 > 100°Mctcr°Staffel:l. Hessen-Preußen 1. Mannschaft 44,5 Sek.; 2. 1900 Gießen 44,6 Sek.; 3. Hessen-Preußen 2. Mannschaft 45,4 Sek., Felsing verliert an Boden. Schickctanz und Koch laufen und wechseln ganz ausgezeichnet und brin- die Staffel bis aus 4 Meter heran. Müller als Schlußmann holte auf und nur Brustbreite trennt ihn im Ziel vom 1. Sieger. 4 1 500 -Meter-Staffel: 1. Hessen- Preußen 1. Mannschaft 18,15,8 Min.; 2. 1900 Gießen 18,58,0 Min.; 3. Hessen-Preußen 2. Mannschaft 19,13,1 Min. Die 1900er Gerhardt, Reih, Peters S ch a a f-, beschränken sich darauf verhalten den 2. Äeg zu erlaufen. Die 4x400Meter°Staff^l gewann Hessen-Preußen 1. Mannschaft in 3,38,7 Min. 100 Mcter: 1 Krück, VfB. Marburg, 11,2; 2. Rusitska Hess.°Pr.; 3. Müller, Gießen 1900; 4. Koch, Fr., Gießen 1900. Mit Krück gewinnt — durch Frühstart begünstigt — ein junges Talent. Müller offensichtlich deprimiert, kann sich nicht entfalten und muß sich zum Schluß noch gegen Koch wehren. 2 00 Meter: 1. Krück, BfB. Marburg, 23,1; 2. Rusitska Hess.-Pr. 23,3.; 3. Koch. Fr., Gießen 1900, 23,6. Hier ist es der Kasseler, der mit Frühstart obgeht. Koch zeigt sich von seiner besten Seite, er erzielte im Vorlauf 23,4 Sek. 400 Meter: 1. Kattmann 51,9; Hessen-Preußen. 8 00 Meter: 1. P c t c r s, Gießen 1900, 2,05,6;' 2. Meister Hessen 09 2,06,2; Peters zeigt wieder seinen kraftvollen Stil und gewinnt überlegen. 1 5 0 0 M e t e r: Christoph. Göttingen 05, 4,16,7; 2. Reitz, Gießen 1900, 4,27,0; Reih hält ober den 2. Platz sicher. 5000 Meter: 1. Schaaf, Gießen 1900, 16,14,1; 2. Gerhardt, Gießen 1900, 16,17,0; 3. Ionas, Göttingen 05. 17,21,5; Schaaf gewinnt wie er will. Gerhardt lief feine beste Zeit. 400 Meter Hü rden: 1. Jung, Gießen 1900, 60,8; 2. Löwenbaum, Hess.-Pr., 60,9. Jung zeigt einmal mehr seine Vielseitigkeit und eine feine Sprungkroft, die ihm zum Sieg verhilft. Hochsprung: 1. Kroatz, Hess.-Pr., 1,78. Weitsprung: Felsing, 1900 Gießen, mußte sich mit dem 4. Platz begnügen. Stobhoch: 1. Jung, Gießen 1900, 3,10 Meter; 2. Schröer, ASC. Göttingen. 3 Meter; Jung sprang nicht weiter, um sich für die späteren Konkurrenzen zu schonen. Dreisprung: 1. Waldeck-Hessen 09 13,01; 2. 3u n g, Gießen 1900, 12,27; Jung machte nur zwei Sprünge und begnügte sich mit dem 2, Sieg. Speerwerfen: 1. Kraft. Fritzlar. 47,90Met. Diskuswerfen: 1. Kilo.. VfL. Wetzlar, 43.32 Meter; 2. Gugel. Gießen 1900, 39,90 Meter; Unteroffizier Gugel ist durch einen vor- aufgegangenen dienstlichen Eilgepäckmarsch stark gehandicapt. Kugelstoßen: 1. Kilo, Wetzlar, 13,61 Meter; 2. Gugel, Gießen 1900, 12,52 Meter. Hier ist Kilo klar überlegen. Schleuderball: 1. Gary, VfB. Marburg, 46,55 Meter. Hammerwerfen: 1. Gary, VfB. Warburg, 36,48 Meter; 2. Gugel. Gießen 1900, 27,98 Met. Fünfkampf: 1. Dorst, Hess.-Pr., 2957,32 P.; 2. Waldeck Hess.-Pr. 09 2967,12 P. Sie sparen Arbeit Zeit und Geld Kochen Sie MAGGI* Suppen. Sammeln Sie MAGGI-Gutscheine, es lohnt sich I Gewerbeverein Gießen Montag, den 20. Juni, 8% Uhr, im Krausmüllersaal Goethestraße 7 Haupt-Versammlung Tages-Ordnung: 1. Jahresbericht über das abgelaufene Vereinsjahr 2. Vorlage der Rechnung 1931/32 3. Voranschlag 1932/33 4. Festsetzung des Mitgliederbeitrags 5. Vorstandswahl 6. Verschiedenes Anträge müssen 3 Tage vorher beim Vorsitzenden eingereicht sein. Georg Haubach, Vorsitzender. 4,nfiD An heißen Tagen verlangt auch der'Fuß leichte Bekleidung. Das Beste für den Sommer sind weiße Leinen- und Strandschuhe Geschäfts-Drucksachen Rechnungen Briefblätter Briefumschläge bei Brühl, Schulstralle 7 GesSxarten Statt Karten! Ihre Vermählung geben bekannt Das brauchen Sie jetzt 95 Pf. Duisburg, den 14. Juni 1932 4505 D Was Ist 03714 Badetuch, Frottd 1.95, 1.50, 75 Pf. schönen Farben 1.45, 95, Wasser-Sportbälle und Schwimmtiere 4520 A 95 Pf. 75 Pf. 25 Pf. 95 Pf. 95 Pf. 2.45 r r Aermellose Pullover mod. Muster, 2.95,95, Bade-Anzüge für Damen und Herren, in Gießkannen 7 Liter, Weißblech..... Gießkannen schwer verzinkt, 10 Liter (Gummi)....... Badekoffer groß 95, 50, .Stück Dr. med.FosefZacobi Assistenzarzt an der Universitäts-Rerventtinik Helene Zacobi, geb. 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