Montag, 14. Mär; 1952 «r. 62 Erstes Matt 182. Jahrgang J4 >4 •0 iS s S 39&Ö36 249'46 262328 285788 3269 3 345148 368243 Z3221 ibculjit jtteric achdiulk verbot«« S.Marz 1932 wurden Gewinne en 1 135936 207866 I s & «s«g IS ’ SJ s ’ A 378,33 i Theater. ^März, 15jo !ann Don 2,. Sambal ober l°S. U. Me, eln- Sitnitag vrqualo Tosfv nach 23 Uhr hingen mit der März, 20 bi? nnek. Frcitug, 2ank Demo 22 Hf>r: CBanf imtlie Schimck März, 15 bis s 23 Ufr: 3m arz, 19.30 bie Stag, 15. März, nde Holländer. 30 Ufr: Rigv. bis nach 22.30 ärz, 20 bis 23 :ag. 19. März, jäuler und der urg. Sonntag, aftion. nedizinische 2n- erteilen. Dir fragen. 'er Hochantenne t abhängig. Die ufftcllung eines erben, (fine bett Betrieb einer toeiidunfl c:nd genügt daher. einen Ävharat 1 toenw Sie t3 clüeb nehmen, angemeldet zu letzte Quittung weiteren Fragen i beim Postamt tcn. Das Ergebnis der Präsidentenwahl. Keldmarschall Hindenburgs Wiederwahl im zweiten Wahlgang gesichert. — Bon 37 660 377 insgesamt abgegebenen Stimmen entfielen 18 661736 auf den Reichspräsidenten, an der absoluten Mehrheit fehlten also nur 168 452 Stimmen. Ferner erhielten Hitler 11328 571, Thälmann 4 971079 und Ouesterberg 2 557 876 Stimmen. „»«*•** -gen Snnabme Hi Injeigew für die lagesnummcr bi* zum Nachmittag vorher. Preis für 1 *m hohe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, au*wärt* 10 Reichspfennig; für Re- Klameanzeigen von 70 mm Brette 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20'. mehr. Chefredakteur Dr. Frredr. Will». Lange. Derantworttich für Politik Dr. ftr. Wilh. Lange: für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen led Ernst Blumfchein und für den Anzeigenteil Max Fistcr, sämtlich in Glesien. südwestdeutschen Wahlkreisen Württemberg. Baden und Hesfen-Darmftadt, schließlich noch in Hamburg. Hitler ftanb in den Wahlkreisen Pommern. Schleswig-Holstein und ChemniN Zwickau an erster Stelle, die absolute Mehrheit wurde für ihn in keinem Wahlkreis erreicht. Besondere Beachtung verdient der Dahllrei? Merseburg, in dem die drei Kandrdaten Hindenburg. Hitler und Thälmann mit 286 700 273 000 und 201 000 sich stark einander nähern Luch tm Wahlkreis Ost-Hannover blieb Hitler nur um rund 12 000 Stimmen hinter Hindenburg znrück. & *n unb 2etbit. S einig, S-Satbto fest. X ^Nsb^ 'reise. itetf ?5oVOkn* 7ctrett'.d) $ ..^offeln 4 ? '2’orrobft 25 80 bis 8v ,85 bis 40 ^Mier i bi» 35, e?n. b's 10; Lauch r,e 10 bis 40 i°^Cln ^cnltt fronten und Gehsteige bemalt worden. Die Zahl der wegen dieser Malereien in der letzten Woche Zwang-gestellten beläust sich auf rund 600 Personen. Flugblätter werden aus allen Straßen in Mengen.verteilt. Trupp- von Erwerbslosen tragen Wahlausruse durch die Stadt Flugzeuge wersen Flugblätter ab. Lus öffentlichen Plätzen und breiten Berlehr-straßen sind große Leinwandplakate, die von Baum zu Baum oder von einem Lampenmast zum anderen gezogen sind, angebracht. Die nationälsozialisti» schen Berkehrslokale sind meist an der Strahen- front au-geschlagen mit Bilder von Hitler mit dem Hakenkreuz und den Worten ..Parole Hitler!' In den Arbeiterwohnvierteln sieht man häufig die Sowjets ahne oder Fahnen mit dem Bilde Thälmanns auf den Häusern wehen und in den Fenstern und Balkon- hängen. Ln dem Gebäude der „Boten Fahne" am Bülowplah sind etwa 100 Bilder des kommunistischen Kandidaten angebracht Selbst die Wilhelmstraße hat heute etwas von ihrer sonst so vornehmen Buhe verloren. Die Polizeiposten sind verstärkt worden und immer wieder sammeln sich Gruppen von Beugierigen vor dem PalaiS de- BeichSPräsidenten an. r«* Ml snv ig-äflsltele: Schnilratze 7. wirb. Betrachten wir noch kurz das Wahlergebnis nach landschastlichen Gesichtspunkten, so fällt zunächst auf. daß der Westen und Süden die größte Zahl der Wahlkreise aufzeigt, die eine absolute Mehrheit für den BeichSPräsidenten gebracht hoben, während Hitler seine Srlolge durchweg in Bord- und Ostdeutschland gehabt hat. Das ist bei flüchtiger Betrachtung deshalb überraschend, weil Hitler Katholik und Süddeutscher ist, der gegenüber Hindenburg, dem protestantischen Sohn ber Ostmark, hätte im Hintertreffen fein müssen So sollte man wenigstens meinen. Aber es ist zu beachten daß die nationalsozialistische Agitation naturgemäß unter der seit Jahren schwer notlei« deichen Landwirtschaft treibenden Bevölkerung des platten Lande» auf fruchtbaren Boden fallen mußte. 3n unserer nächsten Bachbarschaft haben dafür ja die oberk^ssischen Kreise Alsfeld, schotten. Lauterbach und Büdingen, die alle eine überaus starke nationalsozialistische Mehrheit gewählt haben, ein schlagendes Beispiel gegeben Zn den ostelbischen Provinzen Preußens kam dazu noch der Einfluß des Beichslandbundes. So konnte Hitler in Schleswig-Holstein und Pommern Hindenburg an Etimmenzahl überholen. Sehr starke Mehrheiten ergaben sich dagegen für den Reichspräsidenten in Öen rheinisch-westfälischen Wahlkreisen, in Baden. Württemberg und ganz besonders in Dahern, dem Ausgangspunkt der nationalsszialistischen Bewegung Auch H e s s e n hat sich mit 428 000 Stimmen also mit absoluter Mehrheit für Hink^nburg entschieden Interessant ist noch das Ergebnis in Hamburg, wo beide radikalen Flugeiparteien ebenso wie in Hessen gegenüber den Bürgerichafts- wahlen bereite wieder einen Rückgang aufweisen, der bei den Kommunisten sogar die Septemberwahlen des Jahres 1930 noch unterschreitet. Bach dem wir nun wochenlang im schärfsten politischen Kampf gestanden haben, darf man wodl wenigstens bis zum Osterfest auf einen allgemeinen Waffenstillstand hoffen Er ist schon um deswillen dringend wünschenswert, daß sich die erhitzten Gemüter wieder beruhigen und inS Unerträgliche gesteigerte Spannungen sich lösen. Für die praktische politische Arbeit wäre es ohnehin am vorteilhaftesten, den zweiten Wahlgang, für Öen schwerlich noch irgendwelche Sensation zu erwarten ist, mit einem Minimum an gegenteiliger Verhetzung zu bestreiten. Dem Ziel der Volksgemeinschaft, das doch alle sich ihrer Beranb- (Sine absolute Mehrheit also mehr als die Hälfte der abgegebenen Stimmen, erhielt Reichspräsident von Hindenburg in insgesamt 17 von 35 Wahlkreisen, und zwar im schlesischen Wahlkreis Oppeln, in den westdeutschen Wahlkreisen Weier-Ems. Westfalen- Bord. Westfalen-Süd. Köln-Aachen. Koblenz- Xricr. Düsseldorf-West, ferner in sämtlichen 4 bayrischen Wahlkreisen (öarunter Oberbayern mit der überhaupt höchsten abgegebenen Stimmenzahl von 978 000 für Hindenburg.. weiter in den beiden sächsischen Wahlkreisen Dresden-BanGen tmb Leidig, hi den M 9 16E 2055i5 7 242391 260703 280841 Wortung für das Ganze bewußten politischen Führer anstreben. könnte mit einer weitgehenden Ausschaltung aller Agitation auf allen Seiten nur gedient werden Die bald darauf folgenden Preuhenwahlen bieten ja wieder hinreichend Gelegenheit. im Wahlkampf die Kräfte zu messen. Vor der Schlacht. Berlin am letzten Tage des rsahlkalilpfes. Berlin, 12. März. (XH.) Am Samstag steht die Bcichshauptstadt unter dem Eindruck eines Wahlkampfes, wie er bisher kaum erlebt wurde. Sämtliche Anschlagsäulen haben in der Bacht wieder ein neues Gesicht bekommen. Die einzelnen Parteien haben neue, riesenhaste Plakate herausgebracht. Vielfach sind die Anschlagsäulen in den Werbedienst für einen einzigen Kandidaten gestellt worden. Man sieht überlebensgroße Bilder Hindenburgs, das mar- kannte Gesicht Düsterbergs, viele meterhohe Aufrufe der Bationalsozialisten und reichbebilderte Anschlagsäulen der Kommunisten. Klebe- und Malkolonnen haben eine rege Tätigkeit aungeübt. Trotz verstärkter polizeilicher Wachsamkeit sind in der Bacht wieder zahlreiche Häuser- Reffentiments nicht entschtießen konnten, den radikalen Sprung au Hitler zu wagen. Darunter werden auch viele sein, die erst einmal abwarten wollten, wie der Hase lief, und glaubten, mit ihrer Entscheidung für den zweiten Wahlgang immer noch recht zu kommen. Sie werden sich heute allerdings zusummcn mit allen denen, die überhaupt nicht zur Wahl gegangen sind, sagen müssen, daß sie ihr Ei neben das Rest gelegt haben, denn die Entscheidung ist ja tatsächlich, wenn auch formell ein zweiter Wahlgang notwendig wird, schon für Hindenburgs Wiederwahl zweifelsfrei gefallen, und man wird sich von keiner Seite um ihre Stimmen bemühen, denn weder kann Hitler mit ihnen, die außerordentlich große Spanne von 7,3 Millionen, die ihn von Hindenburg trennt, wesentlich verringern, noch benötigt sie der Reichspräsident zur Erlangung der relativen Mehrheit, die für den Zweiten Wahlgang ja lediglich erforderlich ist. Damit ist auch der Politik H u g e n b e r g s kein Erfolg beschert gewesen. Die Deutschnationalen werden im zweiten Wahlgang nicht das Zünglein an der Waage sein, wie ihr Parteiführer es erhofft hatte. Das einzige Ergebnis dieser Sonderkandidatur ist, um zweihundert» tausend Stimmen willen einen zweiten Wahl- lang erzwungen zu haben, dessen Ausgang heute chon feststeht und der deshalb weder den Deutsch- nationalen noch der Rechtsopposition überhaupt irgendwelche politischen Erfolge bringen kann. Wie oorauszusehen war, haben sich der S t a h l h e l m und ein persönlich sympathischer Bundesführer Duster- berg ohne Rot in eine Situation hineinmanovrieren lassen, deren Peinlichkeit gegenüber dem Ehrenvorsitzenden fjinbenburg jetzt erst ganz empfunden Tuefterbcrg Hindenburg Hitler rhalu ann Wahlkreis OS '6 ‘1 gvalsvo;^ lUiltpjuq ). Wahl 3. 32 d.-Wahl 3. 32 OS 6 itzvmMl x>n OS 6 ]qva(ytiv| d.-Wahl 3.32 08 ü pivaisbüp ■o 2 «eX Z" Z2 K?- 8* £ T £ V. l.Lswreußen..... 1392053 133946 205738 509766 467546 402189 236507 116444 124 375 2. Berlin......... 1540675 90701 145032 5.58 771 514189 247 247 158257 370965 408646 3. Potsdam 11..... 1369 643 116780 164178 565396 528113 326087 184037 205 142 217950 4. Potsdam 1...... 1390498 132680 159500 506276 531211 374415 215933 229679 230806 5. Frankfurt a. b. O. 1084677 123207 119086 409403 476472 338046 204595 81521 84 26X 6. Pommern...... 1210703 198 386 242720 360980 400142 391450 237080 94522 85955 7. Breslau........ 1274756 95 276 541 869 403269 259227 96 862 83133 8. Liegmtz ........ 9. Ovveln........ 816580 62839 58549 338027 433979 275084 142173 46741 41447 871318 54 653 101 568 369841 349219 185300 63565 102699 110633 10. Magdeburg..... 11. Merseburg ..... 1120124 99007 73729 471019 597537 351029 191398 107417 98389 971 703 103542 65413 286719 368556 273708 168677 201378 205574 12. Thüringen ... 1526554 168 332 54283 507859 745741 450589 244121 216606 192259 13. Slblesioisi-Holfl.. 1087972 61888 54569 393323 485382 417861 21028b 100250 94 329 14 Weier Ems..... 1016688 81835 53695 467435 552541 271504 166117 70176 50853 15. Ofthannover.... 16. Südbannovcr- Braunichweig ... 712642 77716 46217 252300 361815 240653 118672 49 115 1351874 71570 61953 602056 750063 468181 283430 87 829 63764 17 Wesiialen Rord . 1615898 75534 79015 868 344 930962 318607 161993 173943 152475 18.Westfalen Süd .. 64385 54615 789769 363263 195466 279 441 239663 19. Hessen Rossau ... 1731905 63011 44 554 737 225 885107 51- 284990 167171 13714X 20. Köln-Rachen.... 1507 155 31909 34816 819854 768564 215949 169510 182786 169157 21. Sohlen^irier ... 817908 52859 29242 420415 457029 155586 94 157 52185 40143 22.TüiicldorftLst .. 1475401 47 267 59421 594208 610500 334722 210162 319808 321294 23. Düsseldorf Lest . 1208394 .54591 59010 564405 576282 262691 168784 190023 176116 24. Oberbayern- Schwaben...... 25. Niederbayern ... 1687970 31176 31 498 978484 834 500 376187 218326 116109 82172 818977 8372 8093 473620 372337 150240 72 159 42787 28431 26. Franken ....... 27. Wal t.......... 28. Dresden-Bautzen 1675625 61978 31833 812858 982 271 558246 281 118 89128 65122 613426 11300 3628 282 497 306281 196134 106325 63.365 48994 1345527 77416 .">786 625874 730182 342998 180530 148416 139556 29. Leipzig ........ 30.Ebemmtz Zwickau 939 1x7 36412 30727 455279 509143 237665 115987 145001 142251 1301789 55653 49716 410310 561829 487879 264 854 236093 204959 31. Württemberg ... 1783971 83959 55202 850453 855223 369718 131683 145142 131735 1569909 28546 32688 720412 790818 385505 226655 148326 112975 33. Hessen Tarmüadt 949339 16185 11901 427837 505258 280176 137 962 104 853 84499 34. Homburg ...... 914284 37 969 31376 446091 435350 200420 144 684 123908 135279 35. Mecklenburg .... 608745 61232 53059 240321 297611 181432 100244 45442 4273h Gesamtergebnis [42982912 2557876 ,2457686 18661736 ,20437437 11328571 6379672 (4971079 4590160 Ser Wahltag in der Reichshanptstadt. Bei außerordentlich starker Beteiligung ruhiger Verlauf. 'Berlin, 13. März. (WTB.) Obwohl der Samstagabend noch eine große Versammlungsflut sämtlicher Parteien Berlins als letzte Vorbereitung für den heutigen Wahlsonntag brachte, sind die Dacht und der Wahltag selber v o ( l! o m * M Reichskanzler Dr. Brüning verläßt nach der Stimmabgabe das Wahllokal, men ruhig verlaufen. Schon in den ersten Vormittagsstunden herrschte besonders in den westlichen Vierteln sowie in den ausgesprochenen Arbeiterbezirken starker Andrang zu den Wahllokalen. Das Wetter war trübe. Abgesehen von kleineren Schnecschauern blieb cs jedoch trocken. Don einer größeren Wa hlpropa- ganda war am Sonntag in Berlin im Gegensatz zum Vortage der Wahl, an dem sich eine wahre Papierflut über die Hauptstraßen ergoß, kaum noch etwas zu bemerken. Lediglich einige Flugzeuge kreisten über dem Häusermecr, um für Hindenburg bzw. für Hitler zu werben. Im Gegensatz zu früheren Wahlen hatte die Schutzpolizei, die sich in erhöhter Alarmbereitschaft befand, verhältnismäßig wenig Anlaß zum Einschreiten. Größere Polizei- aufgebote machten sich in den Straßen kaum bemerkbar. Ab und zu durchfuhren lediglich Polizeischnellwagcn sowie Radfahrerpatrouillen die Bezirke, in denen sich bei früheren Gelegenheiten häufig Zusammenstöße ereigneten. Zahlreiche Häuser trugen F l a g g e n s ch ni u ck. Man sah viele schwarzweißrote sowie nationalsozialistische und — besonders im Borden und Osten der Stadt — kommunistische Fahnen. In der Mittagsstunde ließ der Andrang der Wähler zu den Wahllokalen wie üblich nach, setzte jedoch schon am frühen Vachmittag wieder sehr lebhaft ein. Zu dieser Zeit traten auch bereits die sog. Wah»lschlepper in Erscheinung. Eie gingen von Haus zu Haus und ermahnten die Bewohner zur Wahlurne zu gehen. Damit verbunden wurde meist noch eine letzte mündliche Propaganda. Wie stark die Anteilnahme der Be- völkerung an der Aeichspräsidentenwahl war, geht u. a. auch daraus hervor, daß schon am Vormittag viele alte und gebrechliche Leute aum Teil in Begleitung ihrer Pfleger die Wahllokale auf» suchten. Das Hauptinteresse der Berliner bildeten wie immer das Vegierungsviertcl und die Wahllokale, in denen die Minister ihrer Wahlpflicht genügten. Bereit- kurz noch 9 Uhr erschienen im Cafe Vudloff m der Kanonierstraße Reichskanzler Brüning, Veich-ernäh- rungsminister Schiele, Staatssekretär M e i ß * n e r und der preußische Iustizminister Schmidt. Zahlreiches Publikum sowie Filmopcrateure und Photographen belebten außerordentlich stark das Straßenbild. Der preußische Ministerpräsident Braun wählte in Zehlendorf, während der Führer der Deutschnctionalen Volkspartei, Dr. Hugenberg, in seinem zuständigen Wahllokal in Dahlem seine Stimme abgab. Das Ccho im Ausland. Englische preffestimmen zur Präsidentenwahl. London, 14. März. (WTB. Funkspruch.) Wegen der späten Bekanntgabe des endgültigen Ergebnisses nahmen nur wenige Blätter redaktionell zu dein Ergebnis der Wahlen Stellung. Eie begnügen sich juit der Wiedergabe der Berichte ihrer Korrespondenten. Außer der nationalistischen „Daily Mai l" halten alle Dlät- ter die Wiederwahl des Reichspräsidenten von Hindenburg im zweiten Wahlgang für gesichert. Soweit sie kritische Bemerkungen machen, drücken sie ihre Befriedigung über die Größe des Erfolges aus. „Daily Mail" hebt die beträchtliche Unterstützung hervor, die Hitler gefunden habe. Andererseits sei es ergreifend, zu wissen, daß der alte Ärieger Hindenburg sich nur von seinem Pflichtgefühl zur Kandidatur habe bestimmen lassen. Die Welt habe nur den Wunsch, Deutschland auf einer gesunden Grundlage wieder hergestcllt und fähig zu sehen, seinen Teil zur Lösung der internationalen Schwierigkeiten beizutragen. Der liberale „Vcws Ehr o nie le" spricht von einem Weg des gesunden Menschenverstandes und des Ordnungssinnes über die doppelte Unvernunft des Rationalismus und des Kommunismus. Das Blatt urteilt: Feld- »narschall von Hindenburg werde bei der zweiten Wahl unzweifelhaft wiedergewählt werden. Das Ergebnis werde in ganz Europa mit einem Gefühl der Erleichterung begrüßt werden, aber die Verteilung der Stimmen sei eine Warnung, daß die Atempause vielleicht zu kurz sein wird, wenn der aus Deutschland l a - stende Druck nicht erleichtert werde. »Daily Mirror" sagt: die Welt wird sicher erleichtert sein zu hören, daß der mehr als 80jährige Soldat noch immer volkstümlich in Deutschland ist. Irgendeine plötzliche Aenderung der politischen Tendenz Deutschlands würde der Entwicklung in der Dichtung auf ein neues und besseres Europa nicht förderlich fein. „Daily Telegraph" sagt in seinem Leitartikel zu den deutschen Wahlen: Selten hat es in der letzten Zeit eine Gelegenheit gegeben, wo soviel von der Entscheidung der Bürgerschaft eines Landes abhängt. Die ganze Zukunft der deutschen Republik steht auf dem Spiele. Ein Wahlgang zu Hitlers Gunsten würde in einer Zeit, wo die Staatsmänner Europas den ernstesten Problemen gegenüberstehen, die internationale Lage in schwere Verwirrung gebracht haben. Hindenburg tritt dafür ein, daß die verzweifelten Schwierigkeiten seines Landes entsprechend der Politik des Kabinetts Brüning irr stetiger Arbeit durch disziplinierteOpferbereitschaftund Beobachtung der nationalen Verpflichtungen gelöst werden sollen. Wofür Adolf Hitler eigentlich eintritt, ist noch niemals deutlich mitgeteilt worden. Hindenburg, ein nationaler Held und noch immer die geachtet st e Persönlichkeit im deutschen öffentlichen Leben, ist von einem Gegner herausgefordert worden, dessen Wahl möglicherweise zum Bürgerkrieg im Innern und ganz bestimmt zu einer katastrophalen internationalen Lage geführt habe. „Daily Telegraph" schließt: sachkundige Beurteiler halten den endgültigen Sieg des Feldmarschalls für sicher. Amerika über den Ausgang der Präsidentenwahl. Veuyork, 14. März. (WTB. Funkspruch.) Die Blätter berichten aus Washington, daß das Wahlergebnis In amtlichen parlamentarischen Kreisen mit größter Befriedigung ausgenommen worden sei. Der Erfolg Hindenburgs werde unter Berücksichtigung aller ihn» stände als glänzend angesehen. Obgleich Stimson unt> andere leitende Persönlichkeiten sich jeden Kommentar versagen, sei doch bekannt gewesen, daß die amerikanische Regierung die Fortdauer des gegenwärtigen Regime« erhofft und besonders die Auswirkungen eines Hitler-Siege- auf Europa als bedrohlich angesehen habe. Senator Pittmann bemerkte, Hindenburg habe Deutschland die Sympathien der ganzen Welt gewonnen. pariser Blatierstimmen. Paris, 14.März. (WTB. Funkspruch.) „Petit Parisien" schreibt: der Erfolg Hindenburgs hat die optimistischsten Annahmen überstiegen. Er hat den endgültigen Sieg ziffernmäßig nicht erringen können, aber vom moralischen Gesichtspunkt aus betrachtet, war der gestrige Tag ihm ausgesprochen günstig und dieser Eindruck ist sicher geeignet, die Wähler im zweiten Wolfgang stark zu beeinflussen. — „Journal" schreibt: eines ist sicher: Hitler ist sehr weit von dem Siege, auf den er rechnete oder zu rechnen vorgab, entfernt. Die Franzosen werden von der jetzt bereits als sicher erscheinenden Wiederwahl des Reichspräsidenten von Hindenburg eine merkliche Aenderung der allgemeinen Politik Deutschlands nicht erwarten. Wir wissen genau, daß der Sieger von Tannenberg und Hitler die gleichen Ziele verfolgen: Reparationsstreichung, Vertragsrevision, Abschaffung der Zwangsmaßnahmen des Versailler Vertrages, und daß ste nur hinsichtlich der Anwendung der Mittel sich unterscheiden. — „Röpublique" schreibt: die Waage hat sich zugunsten der Anhänger der Ordnung gesenkt. Hitler hat nicht mehr als 30 v. H. der abgegebenen Stimmen erhalten. Bei den letzten Wahlen in Oldenburg, Hessen, Hamburg und Baden waren ihm 40 v. H zugefallen. Er verliert also zum ersten Male eine Schlacht, aber ihm stand der gefährlichste Konkurrent gegenüber. Die Wahl Hindenburgs im zweiten Wahlgang ist sicher, wenn Hitler seine Kandidatur aufrechterhält. — Der sozialistische „Populaire" schreibt: trotz dem von den Nationalsozialisten geschickt ausgebeuteten Elend bis heute hat Adolf Hitler weniger als ein Drittel der abgegebenen Stimmen erzielt. Die wahren Besieger Hitlers sind die Sozialdemokraten. Oie NSDAP, nach Oer Wahl. Hitler seyt ocn Kampf fort M ü n ch e n . 14. März. (ERB. Funkspruch. Eigene Meldung.) Adolf Hitler hat einen Aufruf an alle Nationalsozialisten erlassen, in dem er sagt, der Angriff gegen die Zentrums-Marxistenfront müsse s o» fort in der schärssten Form erneut aus- genommen werden. Er habe schon in seinen Reden angekündigt daß ganz gleich, wie die Wahl ausginge, der 14. Marz die Nationalsozialisten wieder an der Arbeit sehen werde. Es darf heute keine Rücksicht geben. Entsprechend der Ausgabe werde die nationalsozialistische Propaganda einer neuen UeberPrüfung unterzogen. Der erste Wahlkampf sei beendet, der zweite habe mit dem heutigen Tage begonnen. Er werde auch ihn mit seiner Person führen. Die Pressestimme der Neichsleitung der NSDAP, schreibt zur Reichspräsidentenwahl u. n.: Die Wahl habe in ihrem ersten Teil Hindenburg die von den Trägern dieser Kandidatur erwartete Ni ehrst e i t der abgegebenen Stimmen nicht gebracht. Den jetzigen Machthabern sei es noch einmal gelungen, die Stunde der Abrechnung aus kurze Zeit h i n a u g z u s ch i e b c n. Die nationalsozialistische Bewegung werde den Kampf nunmehr mit verdoppelter Kraft fortsetzen. Wenn Hitler gewählt wäre. Em Interview des amc. iranischen Reporters Knickerbock r Berlin, 12.März. (CAD.) Der bekannte amerikanische Journalist Knickerbocker kabelte seinem Blatte ein ausführliches Interview mit Hitler, in dem dieser erklärt habe, die Entscheidung in der Deichspräsidentenwahl werde erst im zweitenWahlgang fallen, und dann sei der Ausgang nicht zweifelhaft. Es sei unverantwortlich von Brüning gewesen, daß er den Generalfeld marschall einer t r a -- gischenDiederlage ausgesetzt habe. Auf die Frage, waSgeschehen würde, wenn Hitler Reichspräsident würde, habe dieser geantwortet: In den: Augenblick, in dem ich zumReichs- Präsidenten gewählt werde, wird Brüning demissionieren, und es werden Deichstagswahlen ausgeschrieben werden. Die Behauptung, daß ich ohne den Reichstag regieren wolle, ist absolut falsch. Die Rotver- ordnungen werden dann rückgängig gemacht werden, wenn wir was geschaffen was an ihre Stelle treten kann, und der V e r s a i l l e r Vertrag wird dann erledigt fein, wenn auf einer neuen Konferenz an seiner Stelle ein anderer Vertrag abgeschlossen wird. Knickerbocker wies darauf hin, daß die deutschen Gewerkschaftsführer von Hitlers Regime das gleiche Schicksal befürchteten, daß die organisierten Arbeiter Italiens ereilt habe und daß man vielleicht unter diesen Umständen den Generalstreik in Deutschland verkünden werde, worauf Hitler geantwortet habe: „Ich glaube nicht, daß man ernstlich an einen solchen Generalstreik gegen mich denkt: denn jeder derartige Versuch würde mit einem völligen Fiasko enden. Die Führung eines solchen Generalstreiks würde letzten Endes in die Hände der Kommu- n i st e n fallen, und dann würden die bürgerlichen Parteien, die mich jetzt bekämpfen, gezwungen sein, mich auf den Knien zu bitten daß ich sie mit meinen Leuten gegen die Roten beschützen solle." Oie Landtagswahlen in Mecklenburg - Strelih. Neu-Strelitz, 13. März. (WTB.) Nqch dem amtlichen Endergebnis der Landtagswahlen in Meck- lcnburg-Strclitz erhielten Stimmen Mandate 16 166 (19 366) 10 (13) 1588 (1554) 1 (1) 3 035 (14 056) 4 (10) 14 233 (1 955) 9 (1) 5 450 (3 572) 3 (3) 18 469 (10 634) 11 (8) 796 (0) 0 (0) Sozialdemokraten Verband der Haus- und Grundbesitzer vereine Bürgerliche Mitte Nationalsozialisten Kommnnisten Deutschnationale Christlich-Soziale In Vergleich gesetzt sind die Zahlen der letzten Landtagswahl vom 29. Januar 1928. Selbstmord des schwedischen Zündholz- königs Zoar Kreuger. Stockholm, 12.Mär;. (MTV.) Der Schwedischen Tclegraphenagenlur wird aus Paris gemeldet, daß der Zündholzkönlg 3oar Kreuzer dort heute vormittag Selbstmord durch Erschießen verübt hat. ftreuger ist am Freitag aus Amerika, wo er sich zwei Monate lang gufgehalten halte, in Paris ein- getroffen. Am Samstag um 11 Ahr sollte er auf Ivar Kreuger. - Grund einer Verabredung eine geschäftliche Befpre- chung mit einem Herrn Litoran haben. Der schwedische Finanzmann ließ jedoch auf sich warten, so daß Ciloran unruhig wurde und die Sekretärin ßreuger» anrief. Es zeigte sich, daß uie Tür zum Schlafzimmer des Zündholzkönigs verschloffen war und daß aus mehrfaches Klopfen niemand antwortete. Man brach die Tür auf und sand 3oar fireu- ger vollkommen angezogen auf seinem Bett. Reben ihm lag ein Revolver. Der sofort herbeigerufene Arzt stellte Tod durch Herzschuh fest. Auf dem Tisch neben dem Belt sand man einen an Herrn Litoran gerichteten Brief, in dem Kreuger erklärt haben soll, dah er oon einer schweren Krankheit vergeblich Heilung gesucht und daher beschlossen habe, aus dem Leben zu scheiden. Die Aerzte, die er in Amerika befragte, hätten ihm keine Hoffnung auf Genesung gegeben. Der Brief befindet sich in den Händen der Polizei. Aus dem Slerbehaus erfahrt die Telegraphen- Union ergänzend, dah in dem Schlafzimmer der möblierten Wohnung Kreugers drei Briefe gefunden wurden, von denen einer an die Schwe- ff er des Toten gerichtet war. Der Zündholzkönig fei in letzter Zelt außerordentlich nervös und niedergedrückt gewesen, so dah die Aerzte ihm geraten hätten, sich oon der Arbeit zurückzuziehen. 3n Paris behauptet sich entgegen der obigen Lesart das Gerücht, dah finanzielle Gründe für den Selbstmord Kreugers maßgebend gewesen seien. Ivar Streuger, der Zündholzkönig, wurde 1880 in Kalmar in Schweden geboren. Seine Vorfahren sind aus Deutschland ausgewandert: sie stammten aus Wismar. Als 19jähriger legte Kreuger fein Jn- aenicurexamen in Stockholm ab und reiste daraufhin in die Vereinigten Staaten. Auf der Heimreise rettete er ein Mädchen vor dem Ertrinken und er- warb sich dadurch die Goldene Rettungsmedaille. Als einzige andere wichtige Auszeichnung nahm er 1927 das Großkreuz der französischen Ehrenlegion an. Don 1903 bis 1907 arbeitete er als Bauunternehmer in Südafrika. Nach Schweden zurückgekehrt, gründete er die B a u f i r in a Kreuger & Toll, die 1911 in eine Aktiengesellschaft und dann zur Holdinggesellschaft umgegründet wurde. Später wurde daraus die, Dachgesellschaft des Z ü n d h o l z t r u ft s. Schritt für Schritt eroberte Kreuger die Streichholzindustrie der ganzen Welt. In über 40 Ländern unterstanden 150 Fabriken mit rund 50 000 Arbeitern der Kontrolle des schwedischen Zündholzkönigs In vielen Ländern erwarb Kreuger das ft a a t l i ch e Z ü n d h o l z in o n o p o l, indem er Anleihen gewährte, die sich zusammen auf über 1 Milliarde Mark belaufen. (Deutschland allein 500 Millionen Mark.) Außer auf die Zünd- holzindustrie erstreckte sich der Einfluß des Kreuger- konzerns auch auf die Erzgruben, Banken, Telephon- und Zellstoffinduftrie. Vor einigen Wochen erwarb der Kreugerkonzern auch die große Goldgrube Boliden in Nordschweden. Die Kreuger-Unternehmun- ß; hatten so riesige Ausmaße angenommen, daß die Uebersicht immer inehr er- werte. Man ist in Schweden der Ansicht, daß das Unternehmen durchaus solide ist, sich aber i n Liquiditätsschwierigkeiten befindet. Im Vorjahre ist der Börsenwert der Kreugerpapiere um . über eine Milliarde Kronen gesunken. Die Nachricht Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 1230 Hut 16 bis 17 Uhr Samstag aadjmiliag geschlossen Für unverlangt eingcfanble Manuskripte ohne ,eigefügtes Rückporto wird feine Gewähr übernommen. Anzcigcna.ifträgc sind lediglich an dir Geschäftsstelle zu richten. vom Tode Ivar Kreugers erregt in ganz Stockholm größtes Aufsehen. Kreuger war persönlich außerordentlich geachtet und beliebt. Am Gesellschaftsleben nahm er fast nicht teil. Er war unverheiratet. Seine Eltern leben in Stockholm. Schutzmaßnahmen in Schweden. Stockholm, 13. März. (WTB.) Wie gemeldet, hatte die Regierung auf Grund des Todes Ivar Kreugers noch zu gestern abend eine Pressekonferenz einberufen. In ihr erklärte der schwedische Bankeninspektor, Kreugers Tod brauche keine Erschütterungen ernster Art für daS schwedische Bankgcwerbe herbeizuführen. Die Engagements der Banken seien im allgemeinen in einer beruhigenden Weise sichergestellt. Wie der ebenfalls zu der Konferenz erschienene Ministerpräsident mitteilte, wird die Regierung dem Reichstag sofort einen Gesetzentwurf vorlegen, durch den die Möglichkeit geschaffen werden soll, einzelnen Llnternehmungen für begrenzte Zeit Zahlungsaufschub zu gewähren. Der Ministerpräsident und der Danken- inspektor unterstrichen, daß cs von außerordentlicher Bedeutung sei, daß die Oefsentlichkeit die Ruhe behalte. Die Möglichkeit einer mehrtägigen Dörsenschließung wird erörtert. Dagegen ist keine Dankenschliehung beabsichtigt. Starker Eindruck in Paris. Die Ursachen der.rinainschwiengrciten. Paris, 13. März. (WTB.) Der Tod Kreugers hat in Frankreich die größte Ueberraschung, wenn nicht gar große Bestürzung hervorgerufen. Kreugers finanzielle Beziehungen zu ftanzösischen Unternehmungen scheinen mannigfacher Art zu sein. Der „Matin" weist heute vormittag auf diese Be- Ziehungen hin und schreibt: Es ist das Gerücht im Umlauf, daß der französische Staat Kreuger mehrere hundert Millionen Franken schulde. Eine besonders qualifizierte Finanz- Persönlichkeit habe mitgeteilt, daß dieses Gerücht jeder Begründung entbehre. Die Schwierigkeiten Kreugers feien auf A n l e i h e n zurückzuführen, dis er einigen Ländern bewilligt habe, die seit den Wäh- rungsschwierigkeiten Moratorien zu erklären gezwungen gewesen seien; er selbst habe in Eng- land und vor allem inAmerika deshalb Bank, kredite in Anspruch nehmen müssen. Im ganzen gesehen könne dieser Krach, so schließt der „Matin", in keiner Weise Frankreich oder die fron- zösischen Banken berühren, vor allem die amerikanischen Finanzkreise würden die unmittelbarsten Folgen zu tragen haben. Amerika und die Kreugerunternehmen. Reuyork, 13. März. (WTB.) Reuter meldet, daß gestern die Papiere des Kreu ger- und Toll-Konzerns in großen Mengen auf den Markt geworfen wurden, noch ehe die Dachrichten über den Tod Kreugers eingetroffen waren, die erst nach Börsenschluß bekannt wurden. Die Verkäufe erreichten ungefähr ein Viertel des ganzen TageSumfatzes. 165 000 Stück Kreugeraktien wurden zu einem Preis gehandelt, der zum Schluß etwas unter Tageskurs lag. „Dew Bork Times" sagt, in Wallstreet zweifle man wenig daran, daß Kreuger, wenn er noch ein paar Stunden länger gelebt hätte, sich vor einer großen internationalen Abstoßung seiner Werte gesehen hätte. Ungefähr 2,5 Millionen von diesen Anteilen seien in den letzten zwölf Monaten aus europäischem Besitz in die Hände t>er Ame rikaner übergegangen. Während seines letzten Besuches in Wallstreet habe Kreuger versucht, auf jede Weise die Dotierungen seiner Papiere hochzuhalten. Oie englische presse zum Zoll Kreuger. London, 14. März. (WTB. Funkspruch.) Die Blätter weisen darauf hin, daß eS sich bei Kreugers Unternehmen nicht um leichtfertige Spekulationen eines Abenteurers handelte. Sie seien das Ergebnis der Kalkulation, die nur durch die unerhörte wirtschaftliche Depression, das Einfrieren der Kredite usw. um* geworfen worden sei. .'Times" sagt: diese unglückselige Angelegenheit wird vielleicht der Allgemeinheit deutlich machen, in welchem Maße das Geld- und Kreditsystem der Welt zusammengebrochen ist, und zwar infolge der Art und Weise, in der die politischen und wirtschaftlichen Angelegenheiten der Welt seit dem Kriege verwaltet oder vielmehr verbogen worden sind. .Daily Telegraph" zufolge verlautet, daß keine britischen Banken von dem Kreugerschen Tod in Mitleidenschaft gezogen werden. Klus Oer W'lMpl f’?aufS p%‘i feSi M AorA kartenverka» ausgänge"^ storbcnen an Häuser haben malt aufgelte 3m Mfonen W 13.30 M U der französisch ziaatsoberhäu irilnetzen. * Ser Erz bl yerdier, r tie nur kurze ? auf te" richteten Kat-Ü litt errichteten Mimt tarn die Tra glühe ich vor d vor dm franz Aristide Drian (einem Ruhm i «danken seiner in ihm das Str Ordnung zu kc Zeit voraus. E ungerechten Ri ausgeglichenem Vor dem Ä' ttn Sntfpamu | ßen M-Hten, erfüllen hatte, internationale öanktionspolit Zersöhnungspi | sichre lang er Acheninimster und Gegenstn ; in seinem Can aus dem QIu • strebte er zu, 1 bandmeer, de . dann wieder . er auch lang' , reicht hat. 3 die grausam Sommer 1930 schichte Frank Pro» Jabtif. Der Pro feiner offentl interessanten Sie Firma 3. erhob gegen verksroll hab ihr Tetri führt werde, i modern ringe v°n dem Sinti hin von der beiträge zu Vorgänge im Ä an die Wen seien KM erfolge mehr, wie die web der Fc Heizung des. Und einer Maschinen in nungssähjgkej Wanlage m ’S. bll Firn Hessisch liegen den der Eich N sei ftän Mtgt. Ze! M mit ' Uttings^ y&t SS Ms ! Mn SÄ’* Ste ' Niki'»?0? %*{$ Mit SonnUg-, den <5 #31, ■ /-aifo - ±S^tOi RoS. n ; vsrhanden. Die Kessel seien nicht als Maschinen unt t»urer# W aizusehcn, sondern als notwendiger Bestandteil ÄaN^ jeder Seifensiederei. Kühl- und Mischmaschine Gastliche D«' । bienten zur Llntcrstützung der Handarbeit, fo dah * Dl* ehlte ul®-un'* 1-18 deren Vorhandensein nicht auf einen fabrik- der tu-fo uif mäßigen Betrieb geschlossen werden könne, nes", l^iÄt dcr Das Äreiiamt Schotten hatte durch De- >c- ick Der scher Lage Weibliche Zugend und Frauenbewegung. Allgemeine Deutsche Frauenverein (Deut- StaotSbürgetinnenverband) hatte dieser zu einem Vortrog von Frl. Anneliese ■**K an maschinellen Einrichtungen eine Kühlmaschine. ,Dei Schnitzelmaschinen und eine Mischmaschine d-m Standpunkt, dah der Betrieb der Firma Sa- imiel als fabrikmäßig anzusehen sei. Das Out- achten des Gewerbcaussichtsamts befaßte sich sehr ciigehend mit der Streitfrage. Es betonte zum Schluffe, daß das GcwerbcaufsichtSamt anfangs Loeifel an der Zugehörigkeit des Unternehmens Simuel zu Fabrikuntcrnchmen gehabt habe, dah Kalbfleisch über »Die Stellungnahme einer Vertreterin der jüngeren Generation zur Frauen- bewegung" geladen. Die Wahl des LhemaL üble «ine starte Zugkraft aus. Der Saal im Hotel „Hindenburg" wies eine erfreulich große Menge auch jugendlicher Zuhörerinnen auf. Die Rednerin führte ungefähr folgendes aus: ..Die Tatsache besteht, dah die jüngere Frauen- generation in ihrer großen Mehrheit der Frauen- sieht man, daß das, was in bezug auf äußere Befreiung, auf die Rechte der Frau, innerhalb eines Dreiviertcl-ZahrhundertS erreicht wurde, sehr viel ist. Wenn man also davon ausginge, müßte einem die Stellungnahme der jüngeren Frauengeneration, die doch als erste unbeschwert die Frächte dessen genießt, was in der Kampfzeit der Bewegung geschaffen wurde, merkwürdig erscheinen. Stell: man aber dieser äußeren Entwicklung einmal die innere gegenüber, so erkennt man, dah dir Frauenbewegung, z. T. durch die Verhältnisse von der geistigen Linie abgedrängt, nicht voll der ihr von den Kün- bennnen und Verfechterinnen vovgeschriebenen Idee folgen formte. Diese Grundidee ist die beweaung gleichgültig oder gar ablehnend gi genübersteht. Bei einem geschichtlichen Hebet61 i /Lod in erden- — Aus Oer PromnxiolbauDtftoOt Gießen, den 14.März 1932. provinzialauSschuß'Gihung. Fabrik- oder handwerksmäßiger Betrieb. Der Provinzialausschuh hatte sich in feiner öffentlichen Sitzung am SamStag mit einer interessanten Gewerbeangelegenheit zu befassen. Die Firma 3. Samuel, Seifenfabrik in Gedern, erhob gegen den Eintrag in 6 ie Hand- werkSrolle Einspruch mit der Begründung, daß ihr Betrieb nicht mehr handwerlsmäßig geführt werde, daß es sich vielmehr hier um einen modern eingerichteten Fabrikaetrieb handele, der »vn dem öintraa in die HandwerksroUe und mithin von der Zahlung der HandwerkSkammer- bti träge zu befreien fei. Sämtliche Arbeitsvorgänge im Betrieb würden mit Maschinen, reiche an die Kraftanlage (Elektromotor) ange- '4Ionen seien, ausgeführt. Die Beheizung der Kessel erfolge durch einen Dampfkessel und nicht iriehr, wie die- früher im handwerksmäßigen Be- tiieb der Fall gewesen sei, durch direkte De- drizung des Kessels mittelst ilntcrfeuerung. An Hand einer Aufstellung über die vorhandenen Maschinen und Siedekessel, sowie über die Leistungsfähigkeit de- gesamten Betriebs, die durch ? i- Vorhandensein einer modern eingerichteten Kühlanlage noch bedeutend gesteigert werde, Der- wat die Firma ihren Standpunkt. Die Hessische Handwerkskammer vertrat dagegen den Standpunkt, dah der Betrieb der Firma Samuel als handwerksmäßig anzusehen u-ib der Einspruch abzulchncn sei 3n dem Belm eb sei ständig ein gelernter Seifensieder beschäftigt. Besitzer und Frau arbeiteten Hand- Derllich mit. Auch bestehe die Möglichkeit der Lehrlingsausbildung. Außer einem Seifenkoch- teffel und einem Kessel für Seifcnpulver leien 6‘St Mltn frlonhd) Tkltllschaj,,. ®Qt “nDerbeirakt 1 fluf ®tunb btf ; fleftetn abenb eint in ’bt ttflättt bff reuger« Tod braucht n, "nster Ar, 7 herbei,ulührnr im üügemti. Ucheraestellt Wren- crschientm , &le 2e-iming Vesthniwurs not- " geschaffen Werber ie&munaen sür ngsausschub ent und der Danken. 8 von auherorden!. e Oessenilichkeit dir t einer mehrtägiger. > erörtert. Daaeaen bsichtigt. Im Paris, tschwieriglkitk«. । Der Tod -reugm Ueberralchung, wenn vorgeruscn, Änugcri inzösischen Untemt- 2Irl zu fein. mittag auf diese 8«> ift bas ßtrüd)i in )e <5taatXre^ llionenstran. MiWerir Man;- datz dieser Eerücht Die Lchwierigleii-n n zurülkzuführen, die ibe, die seit den Dch । r i c n 3U erklären ge- ’lbft habe in 6ng- rika deshalb Bank- ebmen mü(|fn. Krach, |o \W nkreich ober die fron, r ollem die a m c r I • je wurden die un- i haben. zeruntemehmen. ,2®.) Deuter meldet, e des Äreu fltr- n groben Den« eworsen toutben, t den Tod Kmgeck » nach Dörsenschluh laufe etreijten un- nzen TageSumsatz^ r wurden »u ein ° Lchlub cilvas unter ig daran, H (1554) i (14056 4 , ll (1955 ' (3572) i ’> M ii ; „ (0) o S jjjal Ausschuß wurden die Vertreter der 2 rma, der Industrie- und Handelskammer Fried- b 32 wegen Versagung der Erlaubnis zum Betriebe einer Gastwirtschaft im Hause Wald- strahe Rr. 20 zu Dad-Rauheim. Die Klage wurde kostenpflichtig Aurüc^ctoiefen. Streitwert 2^00 Mk. Weiter wurden koslenpflichtig zurückgewiesen die Klagen 1. de- BezirksfürsorgeverbandcS KrciS WormS gegen den DezirkSfürsorgeverbanb Kreis Giesien wegen Erstattung von Pslegekosten für daS uneheliche Kind Smst Helmut Iansohni 2. des DFD. Stadtkreis Bielefeld gegen den Dezirlssürsorgeverband Friedberg in Sachen Unterstunung des Konrad Padberg- 3, deS Bezirkslürsorgererbandes Schlüchtern gegen ben Bezirkssürsorgeverband Fr edberg In Sachen Pflegekosten für das Kind Slltiede Herber aus Ulmbach. den schien: bet anderen Gelegenheiten erfolgte erneute Füblungnahme mit ihren Sond erungen und Richtigstellungen. Sip tragische- Drama, nicht da« eines Mannes, sondern das einer Generation, der Generation der Vorkriegszeit, der KriegSzcit und der Rachkriegszeit, die zwischen ollen biden Ge- genfähen bi» jetzt noch nicht ihr Gleichgewicht finden und sich noch nicht anpaffen konnten 3 an der im Uhrensaal de» Ouai d'Or- say aufgebahrten Leiche Briand« voruberziehen. Auf schwarzem Erepe, das den Sarg bedeckt, ruht ein Kruzckir Um 11 Uhr wurde der Roum, in dem sich der Sarg befindet für das Publikum geschloffen und die Vorbereitung gen zur Errichtung bet Tribüne im ©arten de-Außenministerium». wo d e Trauer- feer stattfindet, getroffen. 3n den Straßen, die zum Außenministerium führen, flauen sich bereit« am Vormittag die Massen, und zahlreiche Post- kartenverkäufer bieten an ben Untergrundbahn- ausaangen Ansichtskarten mit dem Bilde de« Verstorbenen an. Die öffentlichen Gebäude haben Halbmast geflaggt, und auch zahlreiche Kaufhäuser haben fchwarz umflorte Zahnen auf Halbmast aufgesteckt. 2m Uhrensaal be» Quai b Orsay, der nur 250 Jterfonen Platz bietet, versammelten sich gegen 13.30 Uhr Präsident Doume r. die Mitglieder der sranz.sischen Regierung und die Vertreter der Staatsoberhäupter, die an der BeisetzungSsciet teilnehmen. Einige Minuten vor 14 Uhr erschien Jet Erzbischof von Pari«. Kardinal verdier, und nahm die religiöse Zeremonie Me nur kurze Zeit dauerte, vor. Unter benÄlan- aen be« Ehopinschen Trauermarsche« begann dann Me offizielle Zeremonie Sech» Männer trugen den mit der Trikolore bedeckten Sarg au« dem Gebäude auf ben vor dem SingangSgitter zum Garten cr- 7ichteten Katafalk. Von der gegenüber dem Katafalk errichteten Tribüne au» hielt Ministerpräsident Tardieu dann die Trauerrede. 3m ‘Hamen Frankreich« prüfte ich vor ben Vertretern von 57 Rationen unb Kor dem französischen Volk bie sterblichen Reste Aristibe Briand«. Er war der Franzose, der zu seinem Ruhm und aus seine Gefahr dem Stieben«- gedanken seinen ungekürzten Gehalt zu geben unb in ihm da« Streben unserer Zeit nach einer neuen Ordnung zu konzentrieren wußte. Sr war seiner Zeit voraus. Er lernte auch daS bittere Gefühl ber ungerechten Riederlagen kennen, er nahm da- mit ouSgeglichenem Herzen auf sich. Dor dem Krieg erblickte Briand in der inne- nn Entspannung die Vorbedingung für die großen Dflichten, bte Frankreich nach außen hin zu erfüllen hatte. Rach bem Kriege wollte er bie internationale Entspannung. Initiator einer SanktionSpolitik im Jahre 1921. Vertreter einer Versöhnung-Politik seit 1925, ging Briand acht Oahre lang erst als Ministerpräsident, bann al» Außenminister seinen Weg durch die Strömungen und Gegenströmungen ber öffentlichen Meinung in seinem Lande und in der Welt, ohne da« Ziel' cm- dem Auge zu verlieren. Auf dieses Ziel strebte er zu. wie der Wanderer im asrikanischeni Sanbmcer, ber drei Schritte vorwärts macht und bann wieder zwei zurück und zufrieden ist. wenn et auch langsam cm Abend seine Etappe er» reicht hat. In gewissen Stunden erlebte Btianb Sie grausame Enttäuschung, beispielsweise im Sommer 1930. al« die edelmütige Geste der Geschichte Frankreich« so schlecht verstanden zu wer- Oie Trauerfeier für Briand. Ministerpräsident Tordieu spricht am Sarge des ehemaligen Außenministers. nes . Iu» M M' Das KreiSamt Schotten hatte ourw .oe- Jd vieUE xiLc« fc6Iuf) üom iz Oktober 1931 dem Einspruch ber >n» hit(t>PCI? Firma Samuel entsprochen und die Kosten des nt> ist, UNV Herfahrens der Handwerkskammer zur -Last gebrochen gdegt < nßeiten Gegen diesen Beschluß erhob die Handwerks- i Ängeiesten^jMehr fammer Klage beim Provinzialausschuß. In der waltet ober > )U< inündlichen Verhandlung vor dem P r o v i n - Ä • “ •.......... Durchdringung der Welt auch mit dem weiblichen Ptinziv. wie es Helene Can 9* n ben Worten geprägt hat: ..Darauf kommt es an, daß bie Frau aus der Welt des Mannes eine Welt schafft, die das Gepräge beider Geschlechter trägt.“ Statt dellen ift die Frau, z. T. bedingt durch die sprunghafte Entwicklung, die die Bewegung durch Kr.cg und älmstur> genommen und die ihr keine Gelegenheit gelassen hatte, organllch in die Idee hineinzuwachfcn, zu sehr in die Lebensformen des Mannes gezwungen worben, oder hat, besonders in den Jüngeren, wohl vorübergehend ihre Londerart aufgegeben, statt sie ber Welt aufzuprägen Dies Aufgehen in männlichen Lebensformen ober bedeutet eine Vergewaltigung weiblichen Wefen«. die nur zu leicht zu einer Reaktion führen konnte. Dazu brachten e« die wirtschaftlichen Verhältnisse mit sich daß die Frauen ganz notgedrungen in ben Kampf um die Existenz hineingezwungen wurden, und fo bildete sich zu Unrecht bie Meinung, al« fei bie Frauenbewegung ein Konkurrenzkampf gegen den Mann. löste somit ganz selbstverständlich auch in Frauenkreisen, die an fich der Bewegung fern- Schanden hatten, eine Abwehr dagegen aus. und ie nationalsozialistifche Bewegung sammelte diese Kräfte, die sich gegnerisch zur Frauenbewegung einstellten. S« gilt daher jetzt wieder, die ursprüngliche Idee Nar herauszuftellen. unb die Ausgabe, die uns Jüngeren dabei zusällt. ergibt sich von selbst. Rachdeiii die äußere Befreiung zum großen Teil gelungen ist. kommt es letzt darauf an. die „Urkräfte der Frau", ihre spezifisch weiblichen Geistes- und Geelenkräftc. erst einmal wieder zu wecken und dann zu freier Wirllamkeit nach außen zu bringen. Unb gerade in dieser Zeit ist unsere Ausgabe leicht zu erkennen - empsinden wir doch alS Rolwendigkeit. dieser Welt des krassesten MateralismuS. dieser Welt de« Halses, des unverhüllten Egoismu« unsere Werte entgegenzusetzen — dies aber ist die Bestätigung für die Berechtigung dessen, was Frauenbewernrng im letzten Grunde will." Der flar auf gebaute Vortrag, der. wenn auch aus dem persönlichen Empfinden der Rednerin geboren, doch das Denken und Fühlen weiterer Kreise ber weiblichen Iugenb toicbcrgab, löste lebhaften Beifall aus, bem Frau Paula Seib. die Vorsitzende, in herzlichen Worten Ausdruck gab. In der angeregten Aussprache traten noch viele Anregungen unb Gedanken zutage, daß die Absicht, im Laufe des Sommer- wieder eine Vertreterin ber Jugend um einen Vortrag zu bitten, dankbar begrüßt wurde. Gleiberg'Äui-gwift Gebaffian Aiebergall f. In ben Morgenstunden de» vergangenen Samstag» verstarb im Evangelischen Schwesternhaus in Gießen Durgwirt Sebastian Riebergall im Alter von 74 Jahren. Mit ihm ist eine weithin bekannte unb geschätzte Persönlichkeit au« bem Leben geschieden, lieber fünf Jahrzehnte war ber Verstorbene auf Burg Gleiberg ansässig. Am 1. Oktober vorigen Jahre« konnte er auf eine 50jährige Tätigkeit als Kastellan zurückblicken. In diesem halben Jahrhundert hat er seine Kräste in hohem Maße in ben Dienst der Burg und be« DleibergvereinS gestellt. Er leistete nicht nur bie ersten äußerst umfangreichen Aufräu- mungsarbeiten, bei denen u. a. daS Drund- gemauer beS bi« bafcin unbekannt gebliebenen viereckigen Bergfriede« freigelegt wurde, sondern er erschloß die Ruine immer mehr, indem er in jahrelanger Arbeit den Schutt ber 1646 zerstörten Mauern auS den Räumen und Gängen entfernte. Sein unermüdlicher Fleiß und feine Rechtlich kett gewannen ihm da« Vertrauen der Dorfbewohner, er bekleidete lange da« QImt eine» Gemeindeverordneten, dem Pre-byterium gehörte er bis zu seinem Tode an. Dem Gast- wirte-Derein Krofdors-Rodheim unb ilmgegenb war er lange ein Vorsitzender, der das Vertrauen ber Mitglieder im höchsten Maße genoß. Die Achtung all derer, die öfters mit ihm in Berührung kamen, gab Zeugnis davon, daß fein redliches Wirken anerkannt wurde. Mit seiner vor ihm Heimgegangenen Gattin konnte er im vorigen Jahre die goldene Hochzeit feiern. Sebastian Riebergalls Rame wird für alle Zeiten mit der Geschichte der Burg und be« Gleiberg- verein« auf« engste verbunden bleiben. Die Beerdigung findet am morgigen DienStagnachmit- tag statt. Die Teilnehmer aus Gießen wird der OmnibuS. der sonst nur Samstags und Sonntag- nach Bedarf fährt, am Dienstag 14.50 llhr (ab Oswald-garten) nach Gleiberg (bi- zur Linde) bringen. Bornotizcn. — Tage-kalender für Montag. Schützenverein Gießen: 20.30 llhr. IahreS-Haupt- Versammlung. — Singsaal deS Realgymnasium-: 19.30 lthr. Schüler-Vorspiel mit Amalie Holzapfel. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: ..Stürme der Leidenschaft". — AuS dem Stadttheaterbureau wird un« geschrieben: Die für heute abend angekündigte geschlossene Vorstellung ber .Tollen Lola" fällt wegen eine« Tobe«falle« in ber Familie eine« Hauptdarstellers au«. Die gelösten Karten behalten ihre Düttigkeit. Morgen. Dienstag, 19.30 Uhr. al« 22. Vorstellung im Dicn«tagabonnement Wiederholung von Zuckmayer« deutschem Märchen .Der Hauptmann von Köpenick'. Die Spielleilung de« Intendanten Dr. Rolt P r a s ch läßt da« Stück in einer ungekürzten Folge von 18 Bildern vor- überziehen. Peter Fassott spielt die Titelrolle. Beginn 19.30 Uhr, Ende nach 23 äthr. Mittwoch. 16. März, Wiederholung de« großen Luftspielerfolges .. . . Vater sein dagegen fehr!" Beginn 20 2hr. — Schüler-Konzert von Amalie Holzapfel. Die Musikschule von Amalie Holzapfel veranstaltet am heutigen Montag. 19 30 älhr, im Singsaal de« Realgymnasiums ein Schüler-Konzert, zu dem Frl. Waltraut S ch ä 11 - 1 c r und Mud. Helmut Roloff ihre Mitwirkung zugesagt haben. Vorträge für ^wei Klaviere, Geige-. Klavier- und Solodarb'.elungen werden den Abend au-süllen. Zur Ausführung gelangen Kompositionen von Mozart. Beethoven, Schumann unb Reger. Der Reinertrag ber Veranstaltung kommt den Anstalten von Bethel zugute. 2kähcreä, ift au« der Anzeige vom Samstag ersichtlich. " fDlilitärperfonalicn vom Infanterie-Regiment 15. Der Kommandeur des 15. Znf.-Regts., Generalmajor von Schickfus und Neudorfs scheidet mit dem 31.Mär; aus dem Heeresdienst aus. Zum Kommandeur des 15. Jns.^Rgts. wurde Cberiticutnant Kienitz, jetzt Kommandeur des 3. Bataillons Inf. Reats 18, ernannt. Kommandeur des 3. Bataillons Znf.-Regts. 15 wurde Oberstleutnant vonApeil, setzt beim Stabe der 6. Division, der jetzige Kommandeur de» 3. Va. taillon, Ins -Regt». 15, Oberstleutnant G a d k e . trat zum Stabe des Int Regt» 15. Oberstleutnant Roth. Kommandeur de» 2 Bataillon» Inf -Regt» 15, würbe zum Kommandanten de» Truppenubung»platzes Ohrdruf ernannt. Zum Kommandeur de» 2. Bataillon» Inf -Regt». 15 wurde Major Behlchnitt, jetzt beim Stabe be» Artillerie-Führer» V. ernannt " 25 Jahre treuer Mitarbeiter. Am morgigen Dienstag kann der Bullaniseur 3atob Muller au« Lützellinden auf eine 25jährige Tätigkeit bei ber Firma Gießener Stempel- unb Farbenfabrik. Joseph Ärcutcr. zurückblicken. Dem Jubilar wurden von seiten der Firma, de» Bureaupersonal« und seiner Arbeitsfollegen zahlreiche Ehrungen zuteil •• Geschäfts- unb M i e t j u b i l ä u m. Am morgigen Dienstag kann Frau Mathilde Spier, geb. Rachmann, auf ein 35|äbtige« Bestehen ihre» Putz- unb Modewarenaeschastes im Haufe des Herrn Karl Roll. Bahnhofstraße« wrüdbliden. Die Inhaberin hat es ixrftanben. sich in ihrem au»gebehnten Kundenkreis alles 'Vertrauen zu erwerben unb da« Geschäft auf beachtliche Hohe zu bringen Gleichzeitig feiert Frau Mathilde Spier da« Mielerjudiiaum über ben gleichen Zeitraum. " Zwei Tage Fuhrverkehrssperr« in ber Liebigstraße Das Poltieiamt Gießen teilt mit: Wegen Umlegung der Bedienung»- stelle für tue Schrankenanlage am Bohnüberaang in der Liebigstraße wird die Liebigstraße zwilchen Frankfurter Straße und Ludwigstraße am Dienstag, 15 März, und'Mittwoch. 16. März, in der Zeit von 7 bi« 17 älhr für den Verkehr mit Fuhrwerken aller Art gesperrt. Die Umleitung erfolgt durch die Dilhelmftroße bzw. Alicenftraße. "DerReichsbahn-Turn-undSport- verein hielt seine Iahreshatlptverfaminlung im Hotel Kobel ab. Der vorn geschäft-führenden Vorsitzenden. Oberbabnhossvorsteher Heinzes- mann. erstattete Geschäftsbericht zeigte, daß die Dereinstätigkeit und der Sportbetrieb im vorigen Jahre erfreuliche Fortschritte machten. Eine Mannschaft der Kleinkaliber-Schießabteilung errang bet dem Pokalschiehen in Marburg mit 433 Ringen die höchste Punktzahl und damit den ersten Preis. Auch die zum Gaufrauenturnei, nach Butzbach entsandten Turnerinnen konnten mit Preisen bedacht heimkehren De>n von dem Vereinsrechner. ReichSbahnsekrelär Schütz, vorgetragenen Kallenbeticht war zu entnehmen, baß bie finanziellen Verhältnisse be« Verein« gesund sind. Im Auftrage der Kossenprüfer würdigte ReichSbahnsekretär P a u l h die übersichtliche Kassenführung unb beantragte Entlastung de» Kassierer« unb be« Gesamtvorstande«, die einstimmig erfolgte. Der vor kurzem in« Leben gerufenen „Alte-Herrenriege" wurde lebhafte« Interesse entgegengebracht. Don der Einweihung ber Turnhalle soll mit Rücksicht auf die schlechten Zeitverhältnisse zunächst Abstand genommen werden. Oie Wetterlage. o Vüfttflloi. ® fititer. o nm otdecn e-oinaeetdcteu * StMte a Creuitm V 6r-itUf.(g)vind)i'ii< «Ov*» UKMcr 0$u y nl»'0tr Sadr>3»e$l Qiturmiicher -ordveil Bit Mene ruegcfl *«t dem winde Du Boom Sunoeen jimensm Ze> Un get>f" die Temperatur an v-e im-m eerBindt» Orte mit fllCKhce Out neerejnieeau umgerechneiea Luttdruti Wettervoraussage. Während in unserem Gebiet durch den Einfluß hohen Drucke« nächtliche Fröste auftraten, die bis in bte Morgenstunden andauerten, wird Mittel- unb Süddeutschland von Warmlult der skandinavischen Störung gestreift. Hier lagen die Morgentemperaturen 2 bis 4 Grad über Rull, der Himmel zeigte stärkere Bewölkung unb mehrfach traten Riedetichläge auf. Der Einfluß ber Störung dürfte sich noch weiter südwärts ausdehnen, fo baß auch bei un« ber Rachtfrost langsam abflaut und zeitweise Bewölkung aufkommt. Aussichten für Dienstag: Milderung und Rückgang de« Rachtfroste«, zeitweise stärker bewölkt, keine ober nur vereinzelt geringe Riederschläge. Aussichten für Mittwoch: Wechselnd wolkig mit Aufheiterung, weitere langsame Milderung wahrscheinlich. Lufttemperaturen am 13. März: mittag» 3,9 Grad Celsius abends —2,4 Grad: am 14. März: morgens — 5,7 Grad. Maximum 4,7 Grad, Minimum —6,2 Grad. — Crdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 13. März: abends —0,2 Grad: am 14. März: morgens — 0,2 Grad Celsius. — Sonnenjcheindauer VA ctunben. Der richtige Weg zur Erlangung schöner weißer Zähne hätzli«oesLrbic, 3o6nbelage» ist folgender: Trüden Sie einen Strong Qlorobonl» Zahnpaste auf bieSoden« lHlorvdom-Zahnbürste (SoeMdürst« mit Qttcßntem Borftrnfchniv), dürften Eie Ihr 6thü| nnn nach allen Testen, auch mm unten nach oben, tauchen 6u erst |twi bie Bürste In Wasser unb fpClen Eie nrti Chforodont.Munbwc-ster unler Durgeln gründlich nach. Ter^rloig wirb Sie überraschen! Der rnWarbfre .-;aqn3tlag ist vrrlchwunbrn unb ein herrllche» Erfühl ber Frische bleibt pirüd. Hüten Sie sich vor minbci* wenigen, billigen Nachahmungen unb »erlangen Eie drüsstch «hlorodembZahiwaste. Unter-Lockries»prekse. ANNA STEN -J& Trauer W&M K&iQer- Itotänß, •torrwtfaMutfa Kyjnc8?no'*M’9ave UamAfiritotezrawi NOWACKsöo 3.1 c — «sä c S a Z X.: 2 3 Od* eOfl •25' <03~' 5 = c* s?£= 0 u S '- 3~ ° x'E o = 2 ”hÄ c ä - t Bi d-^-> §£§f( S = ~Q ES» ,5.2 to^S „Olbas“ hilft bei Oia» Schlaflosigkeit Herz- tl nervösen Leiden. KräuterhausJling, in d. 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Auskunft durch 5 11D Pfarrer Kullmann, Berstadt (Oberh.). Die Beerdigung findet Dienstag, den 15. März, nachmittags 3l/2 Uhr, von der Burg Gleiberg aus statt die Rolle von 15 Pfennig an in großer Auswahl Für Hausbesitzer sehr günstige Kautgelegenheitl Danksagung. Für die uns bei dem Heimgange unseres lieben Entschlafenen erwiesene Teilnahme und letzte Ehre sagen wir allen unseren innigsten Dank. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgang unserer heben Entschlafenen, für die vielen Kranz- und Blumenspenden, sowie für die liebevolle Pflege während ihres Krankseins und allen denen, die ihr während dieser Zeit Gutes erwiesen haben, unseren herzlichsten Dank. Ganz besonderen Dank dem Gesangchor sowie dein Bezirksvorsteher der Neuapostolischen Gemeinde für die trostreichen Worte am Grabe. Familie Hch. Hetterich. Nach schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden entschlief sanft im Evangelischen Schwesternhaus zu Gießen unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Sebastian Niebergall, Burgwirt Gießen andarbeit Seitenweg EMIL NINGS / Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Paul Niebergall Am 12. März verschied nach kurzem schweren Leiden der Gründer und I. Vorsitzende unseres Vereins Herr Sebastian Niebergall Burg Gleiberg Die Beerdigung findet Dienstag, den 15. d. M., nachmittags 31/, Uhr, von der Burg Gleiberg aus statt. Wirte-Verein Krofdorf-Rodheim. Der Vorstand. Am Samstag entschlief sanft nach kurzem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden unsere herzensgute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Louise Valentin geb. Laudit Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, den 14 März 1932. Die Beerdigung findet Dienstag, den 15. März, nachmitags 3 Uhr, aut dem Neuen Friedhof statt. [Stellenangebote ----\ Existenz Gen.--Vertreter als dort.Bezirks- leiter ges., hoher Berd.,Ort u.Be- ruf gl. lkostenl. Anleitung). aoosD Habmann&Mttller Hilden (Bhid.) 449 Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: M. Levi Auch heute noch unübertroffen! Hauptvertretung: Georg Schieferstein, Maschinenfabrik Lieh (Oberh.), Fernsprecher 317 2024 A Die Liebe als Glück und Verhängnis, die Liebe als Triebfeder zum Guten und Bösen, die Liebe als lebensbeherrschendes Moment — sie ist es, die in der dramatischen Handlung die Menschen folgenschwer verstrickt. Und der Film wirkt deshalb so ungeheuer packend, weil er restlos im i Menschlichen wurzelt. 2013 c 1 Ferner: Gnies Beiprogramm - Ula-Ton-Wocbe A Das Urteil derWelt: ~r Weit üb er 200000 Orig. Sack Drillmaschinen in allen Ländern der Erde verbreitet. Das Urteil zweier Generationen: „Einer der ersten war meinVater, der sich um das Jahr 1869 eine Sack’sehe Drillmaschine mit der Nr. 858 zulegte. Die Maschine arbeitet also schon etwa 60 Jahre und ist heute noch in dem Zustande, daß sie meinen Nachkommen immer noch eine Reihe von Jahren dienen kann. Da s Material istun verwüstlich und so dauerhaft, daß außer den Scharspitzen noch keine Reparaturen daran vorgenommen wurden. Mit der Maschine drille ich jahraus, jahrein allein meine Saaten vom Roggen bis zu den Bohnen. Die Saat ist innerhalb der Reihe eine ganz gleichmäßige.Fehlstellen oder sonstige Unregelmäßigkeiten kenne ich überhaupt nicht“. Samstag abend 9 Uhr verschied unerwartet infolge Herzschlages meine heißgeliebte Gattin, unsere treusorgende Mutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau lobanna Levi, geb. Flörsheim im 62. Lebensjahr. Wer sie kannte, weiß was wir verlieren. Tapetenhaus Nennstiel jetzt Goethestr. 7 •--------- I lAltbau). Schrift!. IMf C D EZC DRUCKSACHEN ptneeb. unter 01608 W En Ix E> EnBrOhrache Druckerei ’ rm den Gieh. Anz. 500BardinenReste und Abschnitte zur Leitung d. 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Die Beerdigung findet Dienstag, den 15. März, nachmittags 3’/, Uhr, auf dem Neuen isr. Friedhof statt. Blumenspendcn dankend verbeten. 01616 Garbenteich, den 10. März 1932. 1959 D Wertpapierdrucke Aktien, Schuldverschreibungen Wertpapiere bei Brühl. Schulstrafie 1 [Vermietungen | Beschlagnahmeireie 2 Zimmer u. Küche i. Hinter!), z. 1. Avril zu Demi. Zu erfragen !WI"d Marburg.Ltr.40v. | Mietgesucne | Beamter s. hübsche 4-gimmer- Wohnung Suche 2 frischmelk. Kühe Alter u. Milchleistg. angeben. 2021D Georg Vorbach. Eberatadt, Lieh Land. Kleine Hobelhink mit Werkzeug zu kaufen gesucht. Schriftl.Angeb.unt. 1850D a. d. Gtz. Az. Stadttheater Gießen >995D Dienstag, 15. März 19.30 bis nach 23Uhr 22. Borstellung im Dienstag-Abonn. Gewöhnliche Preise Der Hanptmann von Köpenick Ein deutsch. Märch. von Zuckmaner. ♦es o cn o r— ö rq = E = Ä fM tC o* ö e <5 Öl »— .e- *5 l>*> e 1 Ä g B bclD 8 = «. = ä| E L XD B L 8* * äS? E E Zg L Q S ff. °r * j= 5i< = .E e Ex g o C 5 -e I ä 5$~2 5« - » = XZ- ig (9 e = 5 2? Q — — 6S = 5 f; E 3 = BS€ jifj M . g€ ■?5 = B'S«2 3ä Z'.E & £a T . ,gÄ3 = >2 2* 3 . E 2 = E 2- ' AEE 2§ -e®* -L- 2 — Q 2 Z “2 <Ö®£^Ä I 2 o sI -LZ 25 = 2 2 4^ ZI 3(0 = -S €E = § £si-=e 2 FL E -o E iA = z!iSi5p ZII=«ee 'O'y ^a = .ba E -2 Z •e Q L ES ZU a i hl 5l|i •e4 e 3. S." If 0 s5: «GZ e 2 EZ 2 = 2 = = 3 •' 5, 5 5 ~ ff 5 _2 = E -I: F = g = ? = £ ZZ-. =SE”S= Ä2-ZZ^ *S=. = ?E itl Z-Z °. 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Äg'g " v L 3° S-Q 5^95= u> O o ' Sä» U* 8 88 3.0 22,0t1 ö D U> 8 co 8 3 2.q 5 n. 3 3 rs »■'8 3 %y- n,5E6)stre 8 3 -3-h «- 8 a* D CM 3 = 3.ß"g Z ScO 3 s-S* A61 3! = ES 28 8"gr ’S 3 5 LS3 3 ä?>» c g£'° ScTiS- 3^H3I w al 3 8. •-« 8 o 3 LSL3 m- q 3 A 3 " 61 5 8» I» 8 S3Ö er 3 r» * ®8 Z08 2 a.'» Ita * 3 ST E-3 3C yg." y ""8-L-3 C -T-l ?* 3 3 I-® Ao'S 3 y” « 3 8 f £?==.. §W1 CT3 3 s Le-ZZ LksZTS tS£-n ,3 FZ 3 «38 _ TS 5? ''- mä^33 3 3 5*2 3 3 §^.= o8 ^c2 8 «=r Z 2 <» o o 3- <3;^ 3 AZ^ SJF^ö® 0 a I LS Ls 2-5 o c - -t «» ms y? 8H 3 er ^S/crä 2.133 5 S-- Z2-= • * s w 1 3 T nntoi- CöZ 2 - -8 a.x-H* z '3So2 L^ZZ--3 ^|f5 it|5 - C _S ä <» ** q 3 - ' r-, •* . 2Z. « er E.TT - §3 SGÜ TffB ■0 m 3 W- tir aöltgesi««? Z3 8 Z 2a ® Äo 2 o %r?3 - ä^3 - G__3 I!|5fb -ZKLLL^ 2 ZA srirs3^ 3 °gs --,8 s er q «• 2 o s« = 8 =-8 S-Zca 5 -- ’S. o „ 2, 3 —. 4^** 08*9 F-S o S O tr> «-TZ 3 5.Z rq> O. ... jr G — 2 56)Z2.öO~ So O -1 3 e^3 2. 8 ZLZZ ZF^8- %2g* 3 8§ x^Eo Ae - 3 3» 5* A» <3 3 z 2. — F ®o.£ . % Z-ZLS^-Z- ZssLZsss § 5 5 o 2 "2” 2 2-A8" — - tf> —: __ O er 0 8*8 — - 3 -e. Ä FZL 3T»'1 y»h 3.8/5=) ™ 3 2 2 d 8 Z e 2. t-, er 3 r» P z‘lt3,-?28'1 Z Q. _ 5 3 0:3 8gi| 3 2 '£)O 5 q“3 •ÄE _ a F5Sä 5 za S- »£sf. .e ~<=r S 3 3.8 ? ® 3 Z31^. 2.3 cam K .5 3 S e 83 =■' Z-ZE" o = erZZKLlS^-Z S82S2?'P§2ä o - - •£=£?'» 8 ro Cr ?t»--31 I"'3 3*78. ' 3. er 3 8"a 88 8 2.- - " A2. 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X 2 ro 3 2‘—, 3 3 « 3 Z G.OP n ©LS 618 o 5 i-3 sr 0 ,L 8 8 qF= t$ =2~mi 8 G O 5.0 3 "ro F r = 2 A Zr m ®o 3 2- 8 LS a 2 a 3 Nr. 62 Zweiter Blatt Lietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)Montag, 14. März 1952 Die Reichspräfidenienwahl in Hessen. Oie Ergebnisse im Kreise Gießen. In den nachstehenden tabellarischen Uedersichten über die Wahlergebnisse im Streife Giessen und in der Provinz Oberhessen haben mir den gefangen Wahlresultalen die Ergebnisse der 1! a n b t a g s • wähl vorn vorigen Jahre und der Reichstags- wohl oom September 1930 gcgenübergestellt. Diese Gegenüberstellung war bei den Äandidaiuren Duester- berg, Hitler und Thälmann einfach-, bei Duestcr berg wurden die deutfchnationalen Stimmen, bei Hitler die Stimmen der NSDAP., bei Thälmann die Stimmen der Kommunisten, der Mom- munislischcn Opposition und der Sozialistischen Ar- bcitcrparlei tum Vergleich berangezogen. Dagegen muhten für die überparteiliche Kandidatur des Felb- Marschalls von Hindenburg die Stimmen derjenigen Parteien als Vergleich gegenüdergestelU werden, die ein ausdrückliches Bekenntnis zur Kandidatur Hindenburg abgegeben hatten- es sind dies: Hessischer Landbund, Christlich-Sozialer Bolksdienst, Deutsche Volkspartei, Bolksrecht-Partei, Deutsche Staalsparlei. Zentrum. Radikaldemokratische Partei und die Sozialdemokratie. Xncfterbcrg Hindenburg Hiller Thälmann — — — _ — Gemeinden <3 ZK ,Sival . 31 OK imigll h ™c _ £ « h «ah . 32 'a — OK voi-L Q Ci -3 — *= *3 — c — n n S2 Illbl 15. ichs 14. *3 52 Z L-- ichs i > ST HPi nbt 15. is ichs 14. Sr#- 35 7* Aldach........... 2 1 _ 122 140 166 87 64 1 3 7 Allendors o. b. Lahn...... 17 ß 19 243 194 344 185 191 61 22 40 19 Allendors a. b. Lda....... 8 9 13 239 267 550 581 524 95 10 19 9 Allertshausen......... — — 1 49 80 105 137 112 22 2 3 — Alten-Buscck......... 3 6 16 332 307 496 303 297 68 129 142 69 Annerod........... — — 233 209 284 127 108 3 8 2 Bellersheim......... 1 2 142 135 260 198 176 26 8 8 1 Beltershain......... 9 *• 3 29 110 146 110 32 — 2 — Bersrod........... 6 1 5 102 123 202 144 108 22 3 7 2 Bettenhausen........ — 2 48 48 93 168 177 94 1 — 1 Beuern........... 5 « 324 286 430 243 203 62 33 49 16 Birklar........... 1 1 219 174 228 53 78 8 3 8 3 Burkhardsfelden....... I 17 233 234 304 139 129 11 2 5 6 Climbach.......... 4 3 1 51 68 82 88 72 14 1 2 — Taubringen......... 4 3 Iß 362 292 377 168 160 67 60 90 44 Torf-Öill.......... 3 6 14 14 29 206 267 225 35 — 1 Eberstadt mit Arnsburg .... K 4 4 124 113 260 205 209 31 1 4 1 Ettingshausen........ 12 8 4 71 87 214 257 227 6« 20 9 Garbenteich......... 4 1 1 347 330 489 159 148 32 65 67 49 Geilshausen ......... I — — 67 84 169 225 210 42 — — 1 Gießen........... 1057 924 840 11764 7543 11018 6825 9012 3714 1564 2100 1730 Göbelnrod . ........ 4 —— 40 89 HO 118 70 25 12 6 3 Großcn-Buscck........ 13 14 39 629 572 886 502 430 82 53 69 22 Großen-Linden........ 25 13 846 723 1096 571 572 241 48 95 15 Grüuderg.......... 25 11 27 603 495 696 821 874 478 24 31 52 Grüningcn......... 21 1 148 211 293 178 162 54 13 15 4 Harbach........... 5 3 7 98 175 164 141 45 12 3 1 Hattenrod.......... 1 1 1 71 76 156 144 109 21 —— 9 1 Hausen........... 1 2 1 195 149 231 88 83 33 34 33 17 Heuchelheim......... Iß 32 66 1032 987 1191 560 485 119 111 117 79 Holzheim.......... 43 22 4 372 364 671 317 336 39 3 3 — Hungen.......... 9 3 W 469 452 585 632 603 364 4 12 7 Inheiden.......... -— — 1 140 152 199 149 130 70 7 5 o Hesselbach ......... 1 3 6 173 137 177 84 95 21 — 3 2 ft lein-Linden......... 29 20 18 694 656 831 422 431 171 46 61 21 Langd ............ 1 22 31 167 319 304 109 — — 1 Lang-Göns......... 54 37 36 530 498 686 512 486 234 16 26 7 Langsdorf .......... 12 8 8 198 185 356 279 280 107 8 14 5 Lauter........... 62 18 12 75 50 98 127 140 76 12 3 Leihgestern.......... 40 17 14 446 293 713 357 340 122 91 161 24 Lich mit Hof Albach, Eolnhausen und Muhlsachsen...... 38 18 37 988 758 1058 543 754 275 29 45 24 Lindenstruth......... 2 1 — 97 129 145 58 28 21 10 14 6 Lollar............ 32 19 50 970 772 1089 399 483 128 47 124 43 Londorf........... 3 6 19 274 259 393 326 310 46 4 12 4 Lumda........... 1 — 1 46 76 162 194 170 35 2 1 2 Mainzlar.......... 2 — 4 173 182 352 220 184 14 13 20 3 Münster........... — 1 7 89 53 105 70 81 41 6 15 14 Mrzschenheim mit Hof-Güll . . . 3 8 9 146 133 261 171 191 29 4 9 1 Rieder-Bessingen....... 1 3 i 92 73 127 78 60 15 5 29 18 Nonnenroth......... — 4 2 50 54 118 143 127 54 — 2 — £ bdonchvfcn......... 7 o 3 187 166 209 133 151 54 6 16 2 Ober-Bessingen........ 2 2 3 67 81 124 76 72 23 1 4 2 £ ber-Horgern........ 17 2 2 96 122 191 106 96 6 — 2 — Odenhausen mit Appenborn . . 7 — — 83 74 133 93 106 9 — 8 6 Oppenrod.......... 2 2 2 62 104 134 79 39 9 2 4 3 Cuedborn.......... ti 1 134 153 243 189 128 20 4 9 Rabertshausen mit Ringelshausen — — 1 8 9 36 92 84 14 — 4 — ReinhardShain........ — — 2 46 54 124 116 65 12 — 3 — Reiskirchen.......... 5 2 10 253 272 322 212 201 65 31 39 22 Rodheim mit Hof Graß .... 1 — 1 41 33 107 178 171 93 1 3 — Rodgen........... — 7 1 280 276 347 111 86 21 33 44 23 Röthge»........... 1 — 1 53 76 HO 61 31 5 3 3 Rüddmashausen....... 2 3 213 233 330 231 182 44 8 16 1 Ruttershausen mit Kirchberg . . 11 2 1 139 162 234 93 37 12 25 51 7 Saaien mit Bollnbach, BeitSberg und Virberg........ 2 1 3 136 128 167 149 123 54 8 19 — Stangenrod......... — — 1 64 73 133 134 115 42 — 1 — Staufenberg mit Friedelhausen . 6 1 21 340 325 424 193 171 41 16 20 11 Steinbad).......... 18 3 li 285 33b 411 291 270 44 4 11 3 Steinheim.......... — 2 3 70 56 149 220 >?-> 66 3 3 2 Stockhausen......... 1 — _ 24 45 50 36 29 12 — — 2 Trais-Horloss......... — 1 — 132 124 177 103 87 54 6 13 3 Treis a. d. Lda........ 6 4 15 345 394 550 379 306 69 32 40 9 Tröste............ — 1 73 65 79 13 16 10 62 69 53 Utphe............ 10 9 3 95 111 154 185 171 77 3 3 o Bilfingen.......... 5 1 4 075 310 415 311 245 81 11 31 3 Dayenborn mit Steinberg . . . 11 5 18 666 660 814 644) 579 269 74 102 92 Weickartshain........ 5 — 1 47 55 107 157 127 48 — 1 2 DeiterShain......... 6 1 13 29 43 184 256 246 25 1 3 — Vieleck........... 7 22 1089 912 1376 348 351 129 779 899 438 1738 1324 1529|30152 2492^37337 24413 25410 8941 3611 4941 3052 Oer Wahltag in Gießen. Nach einem Wahlkampf, der zwar kurz, aber reich an Versammlungen und an Flugdlanwerbung war. brachte der gestrige Tag der R e i ch s p r ä s i d e n - tenwohlinGiesicn eine Beteiligung der Wah. lerschast an der Abstimmung, wie wir sie hier nur selten zu verzeichnen hatten. Von 24 844 Stimmberechtigten machten 21 339 Personen von ihrem Stimmrecht Gebrauch. An gültigen Stimmen wurden 21 238 abgegeben = 85,89 o. H Zum Vergleich sei daran erinnert, daß bei der hessischen Londtagswahl am 15. November o. I. 80 o. H . bei der Reichstags- wähl am 14. September 1930 = 78,72 v. H. der Wählerschaft an der Urne erschienen waren: bei früheren Wahlen in unserer Stadt war der Prozentsatz der Abstimmung noch erheblich geringer Die außerordentlich starke Stimmabgabe ist natürlich auf die hohe Bedeutung der gestrigen Wahl zurückzu führen, sicherlich aber auch ein Niederschlag der sehr regen Serfdmmlungstätigfeit in den letzten zwei Wochen und schließlich Ergebnis des gestrigen gün ftigen Wetters, das große Menschenmengen auf die Straße und damit zu den Wahllokalen lockte. Bereits bis zur Mittagstunde war in allen Wahllokalen die Beteiligung an der Abstimmung jo stark in Erscheinung getreten, daß man durchweg 50 o. H. der Wählerschaft bei der Stimmabgabe bemerkt hatte. Bis gegen 17 Uhr war der Prozentsatz aus 75 bis 80 v. H. angestiegen, den Rest der Steigerung brachte, wie immer, die letzte Wahlstunde von 17 bis 18 Uhr. Betrachtet man das Wahlergebnis der Stadt Gießen im einzelnen, io ist zunächst ein Ansteigen der Hindenburg -Stimmen gegenüber der vorjährigen Landtagswahl und der Reichslagswahl vom September 1930 festzustellen. Während die Parteien, die gestern für die Kandidatur des Feldmarjchalls eintraten, bei der Landtagswahl am 15. November v. I. 7543 Stimmen errangen und bei der Reichstagswahl im September 1930 11 018 Stimmen verzeichneten, entschieden sich gestern für die Parole Hindenburg 11 763 Wählerinnen und Wähler. Aus ansteigender Linie zeigte der gestrige Tag auch den Kandidaten der Deulschnattonalen Dolkspartei und des Stahl- Helms. D u e st e r b e r g, für den in der Stadt Gießen 1057 Stimmen abgegeben wurden, während die deutfchnattonale Parteiliste bei der Landtagswahl im vorigen Jahre 924 und bei der Reichstagswahl im September 1930 insgesamt 840 Stimmen erreichte. Im Gegensatz zu diesen beiden Kandidaturen steht das gestrige E>-aebnis der Kandidatur des national sozialistischen Führers Hitler, der 6825 Stimmen aus sich vereinigen konnte, gegen 9012 bei der Land tagswahl und 3714 bei der Reichstagswahl. Auch der kommunistische Kandidat T h a l m a n n brachte es gestern in unserer Stadt nur aus 1564 Stimmen, gegen 2100 bei der Landtagswahl und 1730 bei der Reichstagswahl. Schließlich fei noch das Wahl kuriosum der Kandidatur des in ..Slaatspension" hinter Gefängnismauern weilenden Kandidaten Winter verzeichnet, für den sich in Gießen, entgegen allen Erwartungen, doch immerhin 26 Leute mit ihren Stimm zetteln aussprachen. Von 2 zersplitterte Stimmen in Gießen entfielen je eine auf den früheren Kaiser in Doorn und auf den General Ludendorff. Am Samstagmiltag ging uns. wie wir in der Auflage für die Stadt Gießen noch mitteilen konnten, vom Polizeiamt Gießen das auf Anordnung des hessischen Innenministers für ganz Hessen erlassene Verbot des Aushangs der Wahlreful- tatc in der Nacht des Wahltags zu. Infolgedessen mußten wir auf die Durchführung unseres bis in alle Einzelheiten vorbereiteten Wahldienstes verzich- len. Da wir dos Verbot allen Lesern in der Stadt am Samstag noch mitt eilen konnten, gab es gestern abend nicht die von früheren Wahlen her gewohnte Menschenansammlung vor unserem Geschäftshäuser die Schulstrahe zeigte ihr gewohntes Sonmagsgesich:. Auch in den übrigen Straßen der Stadl gai* es keinerlei Menschenansammlung Die W a h I - nacht verlies überhaupt allenthalben erfreulicherweise ruhig, so daß die Po- lijki, die natürlich umfaffenbe Vorkehrungen zur Sicherstellung der ossenilichen Rübe und Ordnung getroffen halte, keinen Anlaß zum Einschreiten fand. Erfreulicherweise verlies der Wahltag trotz flarfcn Publikumsoerkehrs in den Straßen ruhig Dagegen mußte man die bedauerliche Tatsache verzeiclmen, daß sich in der Rächt zum Sonntag Unberufene durch Gewalt Eintritt in die Stadtkirche verschafft und aus dem Kirchturm eine rote Fahne angebracht hatten. Bei Tagesanbruch wurde dieser Streich, dessen Täter die Polizei hossenllich ermitteln und der gerechten Strafe zuführen kann, entdeckt, und die Fahne sofort von der Polizei entfernt. Ferner mußte die Polizei in der Nacht zum Sonntag wieder fünf „S t r a 6 e n f d) r e i b e r" in Obhut nehmen, die der Meinung waren, mit Farbentopf und Pinsel die Straßen der Stadt „verschönern" zu müssen: auch für diese liebereifrigen wird das gerichtliche Nachspiel heute vor dem Schnellrichter nicht ausbleiben. Oie Ergebnisse in der Provinz Oberhessen. Steife Ptäfid.-Wahl 13. 3. 32 Landtagswahl * 15.11.31 g. _____________ n Reichstagswahl 14. 9. 30 Präfid.Wahl 13. 3. 32 Ä LairdtagSwahl ? 15.11.31 ■ 5 Reichstag-wahl 14. 9. 30 Präfid.-Wahl 13. 3.32 Landtagswahl A 15.11.31 q Reichstagswahl 14. 9. 30 r ti IE II SI - )gomsvv,quoz Reichs tagSwabl 14. 9. 30 Gießen..... Alsfeld..... Lauterbach. . . . Schotten..... Büdingen .... Friedberg .... 1738 1039 1324 160 452 126 303 752 1529 439 1223 30152 4547 3961 8565 29883 24925 37338 24413 6748 10466 14882 .5216 7494 11713 4152 7762 11928 7702 13416 13827 26958 37671 18275 2.5410 10062 17060 8941 eoio 3445 7146 3611 752 491 500 5543 4941 1016 811 765 10065 3052 859 401 222 1890 4108 3117 83378 75701 114147 95038 87314 35033 13097 20400 10532 Wettere Ergebnisse in Hessen und Hessen-Nassau. Das Gesamtergebnis im Wahlkreis Heffen-Oarmstadt. Duesterberg 16 185 (10 857) Hindenburg 427 837 (353 481) Hitler 280 176 (291 189) Thälmann 104853 (130 906) Winter 1903. Provinz Starkenburg. Duesterberg 4159 (4155), Hindenburg 194 617 (163 029), Hitler 116 256 (120 657), Thälmann 64 487 (78 320), Winter 992. Provinz Rheinhessen. Duesterberg 7406 (3585), Hindenburg 150 341 (114 735), Hitler 68 882 (83 215), Thalmann 22 269 (34 185), Winter 425. Stadl Darmstadt Duesterberg 1339 (1327), Hindenburg 32 625 (22 916), Hitler 18 769 (25 832), Thälmann 5653 (7151), Winter 98. Stadl Offenbach. Duesterberg 757 (1083), Hindenburg 30019 (19990), Hitler 10 290 (11997), Thälmann 11457 (17 009), Winter 12-1. Stadl Mainz. Duesterberg 2516 (1565), Hindenburg 58 734 (43195), Hitler 16 659 (24 000), Thälmann 11006 (16 565), Winter 97. Stadt Worms. Duesterberg 619 (552), Hindenburg 17 067 (12 056), Hitler 10 768 (10 580), Thälmann 1578 (6723), Wmter 73. Stadl Butzbach. Duesterberg 50, Hindenburg 2122, Hitler 756, Thälmann 169, Winter 1. Stadl Bad-Rauheim. Duesterberg 273, Hindenburg 2782, Hitler 1986, Thälmann 460, Winter 9. Stadt Friedberg. Duesterberg 177, Hindenburg 4068, Hitler 1795, Thälmann 729, Winter 12. Vilbel. Duesterberg 26. Hindenburg 2422, Hitler 813, Thälmann 650, Winter 9. Stadl Groß-Gerau. Duesterberg 52, Hindenburg 1704, Hitler 1300, Thälmann 866, Winter 17. Stadt Rüsselsheim. Duesterberg 56 Hindenburg 3328, Hitler 1005, Thälmann 1539, Winter 7. Stadl Bingen. Duesterberg 288, Hindenburg 6836, Hitler 1107, Thälmann 407, Winter 11. Stabt Erbach. Duesterberg 28. Hindenburg 902. Hitler 1031, Thälmann 238, Winter 0. Wahlbeteilig. 90 Proz. Stadt Bensheim. Duesterberg 72. Hindenburg 3612. Hiller 1563, Thälmann 661. Wahlbeteiligung 90 Prozent. Stadl Frankfurt a. 211. Duesterberg 5643 (7135), Hindenburg 198151 (203 299), Hitler 96 963 (68 498), Thälmann 58129 (49 441), Winter 720. Stabt IBiesbaben. Duesterberg 2155 (2875), Hindenburg 57 299 '54 751 * A-Her 32 101 '26 932). Thälmann 12111 (12 44»), 3BtnW KÄ. Stadl Hanau. Duesterberg 783 (474), Hindenburg 10 790 (13 022), Hitler 6241 (3461), Thälmann 8018 (7195), Winter 94. Stadl Jnlba. Duesterberg 506 ( 228), Hindenburg 11601 (10 383), Hiller 2413 (2017), Thälmann 1645(641), Winter 30. Stabt Kassel. Duesterberg 7696 (6345), Hindenburg 52 242 (60 499). Hitler 37 043 ( 27 060), Thälmann 11 280 (9583), Winter 162. Stobt Marburg. Duesterberg 1471 (1352), Hindenburg 6317 (6519). Hiller 6384 (3516), Thälmann 836(641), Winter 22. ft reis Marburg. Duesterberg 1216 (2406), Hindenburg 6490 (10 472), Hitler 11648 (9561), Thälmann 1264 (1579), Winter 0. Kreis Biedenkopf. Duesterberg 2593 (888), Hindenburg 8602 (16 701), Hitler 16 928 (7412), Thälmann 1245 (566), Winter 55. Stadt Wetzlar. Duesterberg 611, Hindenburg 6028, Hitler 2508, Thälmann 940, Winter 0. Kreis Wetzlar. Duesterberg 2386 (2240), Hindenburg 18 661 (27 303), Hitler 16 565 (5599), Thälmann 3127 (1848), Winter 50. Stadt Herborn. Duesterberg 354. Hindenburg 1180, Hitler 1270, Thälmann 231, Winter 6. • Stadt Dillenburg. Duesterberg 497. Hindenburg 1572, Hiller 1529, Thälmann 130, Winter 6. Villkreis. Duesterberg 3429 (768), Hindenburg 9137 (17 613), Hitler 17 288 (7548), Thälmann 1601 (886), Winter 46. Stadt Limburg. Duesterberg 187, Hindenburg 5345, Hitler 1558, Thälmann 230. Kreis Limburg. Duesterberg 968 (369), Hindenburg 23136 (25 432), Hitler 7088 (3123), Thälmann 1980 (1451). Winter 79. Oie Berufsschullehrer über die Verkürzung der BerufSschulzeii. Dom Bezirksverein Gießen (Landesverband Hessen) im Reichsverein hauptamtlicher Lehrer an BerusS- und Fachschulen wird unS mitgeteilt - Der in Frankfurt a.'HL tagende Hauptausschuh der hauptamtlichen Beruf sschuttehrerkäfte Hessens faßte folgende Entschließung: „Der Landesverein Hessen deS ReichSver- bandes der hauptamtlichen Lehrerschaft deutscher Berufsschulen weiß, daß in Zeiten der Hot Einsparungen auf allen Gebieten gemacht werden müssen, er verwahrt sich aber mit aller Entschiedenheit gegen die Berkürzung der dreijährigen Berufsschulzeit, oder gar gegen die ÄuS- schulung eines Teils der werktätigen Jugend aus der PflichtberusSschule, zumal biefe Beschulung, nach der Reichsvcrsafsung gewährleistet ist. Rach einmütigem Urteil aller Fachkreise hat sich die moderne hessische Berufsschule in allen ihren Abteilungen durchaus bewährt. Daß sie eine verhältnismäßig neue Einrichtung ist, darf lein 9.1'fpor/ In der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen geehrt. Kreis Schotten. 286734 299538 329916 349758 374206 382551 131047 387934 396109 2 Prämien zu 120558 150634 174545 225040 271950 324514 347480 128952 154534 211650 230541 264720 127917 158426 190482 241392 315284 399764 Ohne Gewähr 27. Ziehungstag 128304 175241 217800 272844 351407 128686 154066 167905 195035 207812 253096 290925 335855 380136 76331 100076 125405 143760 161550 213564 244507 282762 317556 343272 360279 388956 118834 141926 164810 224371 271594 101445 126087 158310 175155 200587 223455 233702 264964 325222 344260 366468 129058 191524 222948 299981 366301 133540 156153 174866 196227 212709 253727 296715 351798 382049 101502 125465 148748 187799 218046 254430 284481 322581 346681 368825 111670 137332 159238 183380 206259 224599 236057 289920 326311 345046 376122 152649 197439 227529 303962 387887 134556 160200 181626 196668 215049 254632 301004 358570 383034 126949 155293 184191 239582 314582 161715 185257 197408 225670 260397 331252 363102 163288 190086 200224 226108 271140 333390 369496 134570 156124 211857 236728 270078 306182 338430 352402 385452 161376 192619 253135 322310 165003 185868 215734 230371 265187 3I4788 334739 353929 386527 141860 156780 213255 237118 277938 312181 342537 355682 388355 161608 194274 253525 357328 173709 187553 219636 232596 257615 318669 338890 354214 389183 111526 126964 150087 196885 219783 254596 164459 185733 210675 227768 247301 311311 331285 352062 381467 Nachdruck verboten 10. März 1932 Grund für eine Einschrumpfung sein. Wir haben die feste Hoffnung, daß die Regierung am De- rufsschulsystem nichts ändern wird, bitten aber die Volksvertreter Hessens dringendst, unter allen Umständen an der dreijährigen, im Artikel 145 der Reichsverfassung verankerten, allgemeinen Berufsschulpflicht festzuhalten. Ein 9- Schuljahr kann niemals die Berufsschule, oder einen Teil derselben ersehen." er Rast, denn es waren noch drei Stunden bis zur Flut. Er schlief ein und träumte so lange, bis ihn die erste Flutwelle weckte. Hierauf tat der wackere Schneidermeister das einzig Richtige, nämlich er lief, was ihn seine Beine tragen konnten, der Insel zu. Lind er lief nicht schlecht, denn er legte die fünf Kilometer lange Strecke in nicht ganz zwanzig Minuten zurück. Seltene Kraft und Ausdauer zeigte ein Dachdeckerlehrling in Philadelphia. Auf einem zehnstöckigen Bureaugebäude hatten die Dachdecker einen Schaden auszubessern. Einmal nach Feierabend verschloß der Meister wie stets die Bodentür, vergaß aber dabei, daß einer der Lehrlinge noch am Dach beschäftigt war. Dem Jungen gefiel es nicht, die Rächt auf dem Dachboden verbringen zu müssen, zumal er für den Abend eine Kinokarte hatte. Er entdeckte auf der Feuermauer einen Blitzableiter, und kurz entschlossen kletterte er daran hinunter. Man kann sich den Schrecken des Jungen vorstellen, als er bemerkte, daß der Draht etwa in der Höhe des dritten Stockwerks in eine verdeckte Rille führte, von wo aus er in der Mauer — wciterlief, also für ihn praktisch zu Ende war. Eine Weile hing der Lehrling zwischen Himmel und Erde und schrie um Hilfe, aber niemand hörte ihn. Da der Sprung in die Ties. Jen sichern Tod bedeutete, so versuchte er den Weg zurück. Mit dem zähen Willen zum Leben gelang ihm die ungeheuerliche Leistung, acht Stockwerke an dem dünnen Drahtseil emporzuklettern. Richt nur, wenn es ums Leben geht, verleiht die Angst Riesenstärke, auch bei geringeren Anlässen entwickeln sich oft ungeahnte Kräfte, was folgende Geschichte beweist. Ein Zahnarzt in England hat sich heimtückischerweise einen Angstmesser gebaut, der ihm jederzeit den Angstgrad der Patienten anzeigt. Die Armlehnen des Operationsstuhls sind nach der Art von Kraftmessern mit starken Federn versehen, und ein Zeiger verrät dem Arzt, mit welcher Kraft der Patient die Lehnen umklammert. Obwohl auf die Frage des Doktors nur selten jemand zugibt, Angst zu haben, beweist der gehässige Zeiger das Gegenteil und zeigt besonders vor dem Zahnziehen auch bei zarten Menschen eine Anzahl von Druckkilogrammen, deren sich fein Athlet zu schämen brauchte. Gewinnauszug 5. Klasse 38. Preußisch-Süddeutsche (264. Preuß.) Staats-Lotterie Rastatt mit nicht weniger als mit 7:0 abfertigten. München 1860 fiel mit seiner 4:3-Riederlage gegen den BfB. Stuttgart auf den vorletzten Den L a n g l a u f der Holmenkol-Skirennen am Samstag gewann der Norweger O. Hagen, der die 17 Kilometer in 1:17,02 Stunden zurücklegte. Auf den nächsten Plätzen folgten Bergendahl, Gröttums- braaten und Lundby. Hochschulnacbncbten. — Der Ordinarius für öffentliches Recht an der Universität Köln, Professor Dr. Fritz Stier- S o m l o. ist nach längerem Leiden im Alter von 59 Jahren gestorben. Der weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannte Rechtslehrer ist am 21. Mai 1873 in Berlin geboren, wo er auch zum Dr. jur. promovierte. 1901 habilitierte er sich an der Universität Bonn, 1904 erhielt er dort seine Ernennung zum Professor. Im Jahre 1910 gründete er die Akademie für kommunale Berwaltung in Düsseldorf — ein Gebiet, das stets zu seinen bevorzugten Interessen gehörte — 1912 wurde er Direktor der Hochschule für kommunale und soziale Berwaltung in Köln und 1919 ordentlicher Professor für Staats-. Derwaltungs- und Völkerrecht an der Liniversität Köln. Er hat zahlreiche Schriften hinterlassen, eine umfangreiche Fachliteratur über verwaltungsrechtliche Fragen, Probleme der Arbeiter^ Versicherung und des Arbeiterschutzrechtes und des Völkerrechts. Gemeinsam mit Elster gab ec seit 1926 das Handwörterbuch der Rechtswissenschaft und später die Grundrisse der Rechtswissenschaft heraus. Auch die Grundfragen der modernen deutschen Politik und die Verfassung des Deutschen Reiches haben ihn in einem feines Werke beschäftigt. Oderhessen. Landkreis Gietzerr. * Geilshausen, 12. März. Dem Bericht über die Sängertagung des Lumdatal- Sängerbundes in Rr. 69 des „Gießener Anzeigers" vom 10. März ist berichtigend nachzutragen, daß zum Schriftführer des Sängerbundes nicht Ludwig Hofmann, sondern Willi Hofmann, Geilshausen, gewählt wurde. — Der Gesangverein Geilshausen zeichnete die Sänger Wilhelm Lu hl-, Wilhelm Luhll., Heinrich Wallenfels und Heinrich Luft für fleißigen Singstundenbesuch mit der silbernen ' Ehrennadel aus. Willi Hofmann und Ludwig Kriep wurden für zweijährigen ununterbrochenen Singstundenbesuch mit der goldenen Radel Rundfunkprogramm des Frankfurter Sender». (Aus der „Radio-Umschau".) Dienstag. 15. März. 7.20: Frühkonzert. 12.05: Von Berlin: Konzert. 13.05: Don Köln: Mittagskonzert. 15.20: Haus- frauen-Rachmittag. 15.50: „Ein rheinischer Weberjunge erzählt", Improvisationen von Paul Laven. 17.00: Operetten-Konzert. 18.35: „Welche Goethe-Ausgabe soll ich wählen?" Ratschläge von Dr. Josephine Rumpf-Fleck, Bibliothekarin des Frankfurter Goethe-Museums. 19.05: Stunde der Bühne. 19.35: Jazz auf zwei Flügeln. 20.00: Von Berlin: Konzert der Berliner Philharmoniker. 21.00: Aufruhr in Krähwinkel. Eine radiotechnische Kleinstadtgeschichte. 21.45: Diolinkon- zcrt. gespielt von Elisabeth Bischoff, München. In der heutigen Nachmittagszlehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen 2 Gewinn« zu 50000 M. 320272 2 Gewinne zu 10000 M. 252840 8 Octoinne zu 5000 M. 46928 80942 261498 3405Ö3 14 Gewinn» »u 3000 M. 231540 235849 241450 Im Gewinnrade verblieben: je 500000, 2 Gewinne zu je 50000, 4 zu je 25000, 8 zu je 10000, 32 zu je 5000, 60 zu je 8000, 180 zu je 2000, 340 zu je 1000, 582 zu je 500, 1794 zu je 400 M. 1000 M. 30363 32138 54469 59602 ---- ----- ----- ----- 104277 5 5 deutsche Sportler fahren gemäß dem Beschluß des Deutschen Olympia-Ausschusses zu den Olympischen Spielen nach Los Angeles, und zwar: 18 Leichtathleten (davon 6 Frauen), 12 Schwimmer (1 Frau), 2 Boxer, 2 Ringer, 3 Gewichtheber, 2 Fechter (1 Frau), 11 Ruderer, 3 Teilnehmer für den modernen Fünfkampf und 1 Segler. * Im Handball-Städtekampf W^sbaden gegen Frankfurt kamen die Frankfurter in Wiesbaden zu einem knappen 5:4= (2:2-) Sieg. * Bei den Skirennen um den Kandahar- Becher in St. Anton (Tirol) gewann O. Furrer (Zermatt) den Abfahrtslauf vor David Z o g g (Arosa). Bei den Damen siegte im Abfahrtslauf die Favoritin Hedi Lantschner (Innsbruck) vor Hilde Sturm (Arlberg). 2 Gewinn« |u 25000 M. 85003 4 Gewinn- tu 10000 W. 303922 369019 6 Gewinn« 5000 W. 44102 179746 343516 _ 32 Gewinne »u 3000 M. 51233 53408 90276 107868 171011 221747 307148 307860 312107 313866 325729 355610 362024 369914 371796 381840 76 Gewmn« zu 2000 M. 18459 31487 45365 73549 81935 89467 92636 94935 99890 1135o8 121575 - - ------ 154090 164749 166264 203577 206579 208418 234185 248166 267579 338434 339058 349256 Wirklich rechtzeitig über den Rand der Böschung. Dann flog der Suppenwagen in die Luft und hinterließ nichts als einen tiefen Trichter im Boden und Verwüstung im weiten Umkreis. Der Chauffeur war mit dem Schrecken davongekommen. Er hatte keinen Ehrgeiz, einen Rekord aufzustellen: daher mußte man ihm glauben, daß er den Sprung ohne Zwischenlandung ausgeführt habe, obwohl dies eine fast unglaubliche Leistung darstellte, denn schlecht gerechnet übersprang Toos einen Raum von fünfeinhalb Meter ohne Anlauf. Die ungeheuerlichen Leistungen im Weltkrieg sind größtenteils in Vergessenheit geraten, doch wird jeder Frontsoldat überzeugt sein, daß damals angesichts des Todes sämtliche offiziellen Weltrekorde an Kraftleistungen überboten wurden. So erzählt beispielsweise die Regimentsgeschichte des zweiten italienischen Bersaglieri- Regiments, von einwandfreien Augenzeugen bestätigt, wie der Korporal Luigi Bonaventura sein Leben vor einem österreichischen Flammenwerfer rettete. Bei einem Angriff am Hochplateau der Sieben Gemeinden gelang es den Bersaglieri, durch eine zerschossene Stelle des österreichischen Drahtverhaues zu kommen. Da begann das schreckliche Kriegsmittel sein Verderben zu speien und vernichtete in wenigen Sekunden alles, was der Feuerstrahl erreichte. Der Flammenwerfer bestrich das Gelände von links nach rechts, so daß der Korporal, der sich am anderen Flügel befand, noch einen Augenblick Zeit zur Rettung hatte. Den einzigen Ausweg, die Flucht zurück, versperrte das an dieser Stelle unbeschädigt gebliebene Drahtverhau. Gerade bevor ihn der Feuerstrahl erreichte, nahm der Korporal auf dem schlechten Schneeboden einen kurzen Anlauf und sprang in voller Rüstung mit dem Gewehr in der Hand über das ungefähr ein Meter siebzig hohe Hindernis. Er kam heil zurück in die Sturmstellung und versuchte später hinter der Front auf Wunsch seines Kompanieführers noch öfter einen Sprung unter ähnlichen Umständen, doch gelang ihm die Wiederholung der Leistung nie wieder. Eine beträchtliche Angstleistung vollbrachte ein Schneidermeister aus Amsterdam, der auf einer der westfriesischen Inseln seine Sommerferien verbrachte. An einem sehr heißen Tag ging er zur Zeit der Ebbe weit ins Wattenmeer hinaus, um sich in dem frisch-feuchten Sand einmal gründlich auszulaufen. Endlich müde geworden, hielt Fußball der Gießener Mannschaften. Die VfBer hatten gestern die Liga von „Vik- toria" Aschaffenburg zu Gast. Man sah ein prächtiges Spiel. Die VfBer zeigten sich von ihrer besten Seite. Der Kampf stand bei Halbzeit 2:2, zum Schluß aber 4:2 für Aschaffenburg. Die 2. Elf des VfB. verlor mit 10 Mann in Oberbiel gegen die dortige 1. mit 0:3. Die 3. mußte sich von der 1. Mannschaft der Wiesecker ebenfalls mit 1:2 geschlagen bekennen. Die 1. Jugend spielte gegen Ettingshausens 1. Jugend erfolgreich mit 2:0, und die 2. Jugend konnte gegen die 1. Jugend von Klein- Linden einen 4:1-Sieg erringen. Die Liga der Spielvereinigung trug ein Verbandsspiel gegen die Liga des Sportklubs Wetzlar-Niedergirmes aus. Die 1900er behielten nach einem spannenden und harten Stampf mit 4:0 Toren das bessere Ende für sich. Die Mannschaft dürfte sich mit diesem Sieg den 2. Platz in der Tabelle endgültig gesichert haben. Die Ligareferve gewann gegen die 1. von Schotten mit 4:2, die Lehrmannschaft spielte gegen Daubringens 1. 0:0, die 4. verlor in Werdors gegen die dortige 1. mit 5:1, die 5. Mannschaft erzielte auf eigenem Platze gegen die 2. Mannschaft von Schotten nur ein mageres Unentschieden von 1:1. Das Spiel der 1. Jugend fiel aus, da die Jugendlichen von Schotten nicht komplett antraten. Die 2. Jugend brachte der 1. Jugend von Braunfels eine hohe 7:1- Niederlage bei, die 1. Schüler blieben über die Schüler von Dutenhofen mit 3:0 Sieger. Die Handballmannschaft der Spielvereinigung 1900 konnte das Spiel gegen die 1. des Turnvereins Heuchelheim mit 8:6 auf des Gegners Platz gewinnen. Die Handballmannschaft des VfB. verlor das Spiel gegen die 1. Mannschaft des Turnvereins Allendorf (Lahn) mit dem gleichen Ergebnis. Fußball in Heffen-Hannover. Um den Abstieg. Die Fußballspiele in Hessen-Hannover brachten am Sonntag einige überraschende Ergebnisse. So konnte in der 91 orbgruppe Hessen Hersfeld den Gruppenmeister Göttingen 05 2:1 schlagen und damit zwei wichtige Punkte erringen. Auch Iura Kassel packte es, wenn auch knapp, in Grone mit 2:1 und bleibt dadurch Sport hart auf den Fersen. Von den Spielen in der S ü d g r u p p e konzentrierte sich das Interesse auf d-n Kampf Hessen 09 gegen Kurhessen Kassel, der für die Abstiegsfrage von großer Bedeutung war. Die Kurhessen blieben glückliche Sieger, so daß erst die noch ausstehenden Kämpfe die Entscheidung bringen werden. SE. 03 blieb- in Horos 5:2 (1:1) siegreich. Oie süddeutschen Fußballspiele. Am gestrigen Sonntag beherrschten fast ausschließlich die Favoriten das Feld. Mit mehr oder minder deutlichen Siegen unterstrichen sie ihre Ansprüche auf den Endsieg. Trotzdem ist die Lage noch ungeklärt. In der Abteilung Rordwest holte sich die Frankfurter Eintracht gegen den SV. Waldhof nach einem dramatischen Kampf einen knappen 3:2-Sieg, nachdem es bis zur Pause noch 2:2 gestanden hatte. Eine sehr eindrucksvolle Revanche nahm Wormatia Worms für ihre 4:0- Riederlage im Vorspiel an dem VfL- Äeckarau. Die Reckarauer mußten sich auf dem Wormatia- platz mit 4:1 geschlagen geben. Der lachende Dritte in diesem Falle ist der FSV. Frankfurt, der zwar gegen den FD. Saarbrücken 2:1 verlor, aber immer noch Chancen auf den zweiten Platz durch die Reckarauer Riederlage hat. Pirmasens hat offensichtlich wieder Anschluß an seine alte Form gefunden. Denn gegen Mainz gab es nach einem ständig überlegenem Spiel einen klaren 5: 0-Sieg. In der Abteilung Südost mußte die Sp.-Vg. Fürth vor 10 000 Zuschauern die Heber- legenheit des Karlsruher FV. mit 3:0 (1:0) anerkennen und von dem dritten auf den vierten Platz absteigen. Mit diesem Sieg hat der 1. FC. Rürnberg, der gegen den 1. FC. Pforzheim einen 5:1 Erfolg errang, einen seiner gefährlichsten Rivalen wenigstens vorläufig verloren. Eine ganz überragende Partie lieferten die Münchener Bayern, die trotz einiger Ersatzleute den FV. 288386 308512 369986 372872 . 56 ®«toinn« fu 2000 M. 2287 26807 36469 74622 75645 81601 92115 101118 109083 146260 159738 162345 168492 189537 212931 236643 244311 266161 276075 293269 297024 327468 341414 341685 347785 350524 370373 370669 106 Gewinn« »n 1000 M. 5180 5220 16417 17202 40178 41220 43788 59283 61771 68198 77506 79940 85333 87323 103960 104604 104629 106068 115870 ----- ------ ------ ------ 132565 Zeitschriften. — Mutter und Kind. Zeitschrift für Ernährung, Pflege und Erziehung des Kindes. Ver«- lag Emil Staude, Osterwieck a. H. Vierteljährlich (3 Hefte) 1,65 Mk. emschl. Porto. — Das Märzheft leitet Walter Loose anläßlich des 100. Todestages v. Goethes mit einem Artikel „Goethe in seinen Gesprächen über das Kind" ein. Dr. E. Schur gibt wichtige Erläuterungen in feinem Beitrag „Lungenentzündung des Kindes kann man oft vermeiden". Als oberstes Gebot, müsse gelten, das Kind vernünftig, der Jahreszeit entsprechend nicht zu warm und nicht zu kalt zu bekleiden und es viel ins Freie zu bringen. Dr. Rothmann berichtet über „Pflegemutter und Pflegekind", Prof. Dr. Blühdorn über „Fiepet und Fiebermessung im Kindesalter". Weitere Beiträge wie „Kindergesellschaften". „Im Schachdorf", „Gemüsekonserven als Säuglingsnahrung, „Vererbungsplauderei", „Gerade Beine und gesunde Füße" usw. werden dazu beitragen, bet Zeitschrift neue Freunde zuzuführen. Platz der Tabelle. Schwimm-Meeting in Straßburg. Am Samstag begann im Städtischen Schwimmbad zu Straßburg ein zweitägiges Schwimm-Meeting, bei dem sich alle guten Schwimmer aus Frankreich, Belgien, Holland, Deutschland und der Schweiz ein Stelldichein gaben. Die beiden deutschen Meister Deutsch (Breslau) und Deiters (Köln) konnten je ein Rennen gewinnen. Deutsch halte sich das 100-Meter-Rückenschwim- men in 1:14,4 Min. nach schwerem Kampf gegen den Franzosen Roual. Deiters gewann sein 100-Meter-Freistilschwimmen leicht in 1:02,6 Minuten, wurde aber im 500-Meter-Freistilschwimmen von dem Franzosen Taris geschlagen. Außer einer 3mal-50-TZards-Staffel, die von der Ausländerstaffel Whtz, van Essen, Deutsch gewonnen wurde, waren die übrigen Wettkämpfe des Abends nur national besetzt. Auch am Sonntag wies das Schwimmfest im Städtischen Schwimmbad wieder einen glänzenden Besuch auf. Von den drei internationalen Wettbewerben des Sonntags fielen zwei an Deu'schland. Deiters gewann wieder das 100-Meter-Freistilschwimmen in 1:02,6 Min. überlegen vor dem holländischen Meister, van Essen und Deutsch waren im 200-Meter-Rückenschwimmen in 2:44,4 Min. klar vor dem Franzosen Roual in Front. Im 200-Meter- Freistilschwimmen blieb erwartungsgemäß der französische Weltrekordmann Taris in Front. Die Ergebnisse der internationalen Wettbewerbe : 1 00-Meter- Freistil: 1. Deiters, Köln, 1:02,6 Min. 2. van Essen, Holland, 1:05,2 Min. 3. Pages, Paris, 1:06,4 Min. 4. Martinez, Paris, 1:06,8 Min. 200 - Meter - Rückenschwimmen: 1. Deutsch, Vreslau, 2:44,4 Min. 2. Roual, Paris, 2:50,2 Min. 3. Blitz, Belgien, 2:50,8 Min. 200-Meter-Freistil: 1. Jean Taris, Paris, 2:18,2 Min. 2. Deiters, Köln, 2:18,6 Min. 3. Guilini, Belgien, 2:30,2 Min. 4. Diener, Colmar, 2:31,2 Minuten. Kurze Sportnotizen. Der Hockey-Re prüf en tat626 41643 41965 88487379674188 56 87168 89037 I 119455 120366 1 149345 149390 ----- 173709 2 Prämien za 60 IP |t 8M0- ), 582 au 1t 600, . des Kinde«. Mr A Dicrtelia-ri'ch J' „ Da« MN" chdes 100. W* Artikel J sä?-? * *«* s csdltrt i’Ä» Archt ®i )t im s belang bor£n, inMrttnKh^ omo^Vnn, un$ tfemic ü . Die rettot der 0 SS SS * Ä £»*** Wirtschast. Berlin schwach unter dem Eindruck der Kreuger-Gchwierigkeiten. Berlin. 14. März. (DTD. Funkspruch.) Den Erwartungen bei Dormiltags entsprechend «öffnete die heutige Börse in s ch w ä ch e r e r H a l . tung Die Stimmung war recht deprimiert. Der gute öinbrud des gestrigen Wahlausganges und di« überraschend große Mchrhe-t für Hindenburg wurden überschattet von dem Freitode Ivar Äreuaeri, über dessen Ursache man sich noch kein klares Bild machen kann. Doch sind die Dachwirkungen aus die Weltoörsen nicht äu übersehen, und auch die Folgen für Deutschland bleiben ab zuwart en. Die Stockholmer Börse ist vis aus weiteres geschlossen. ein Dinfluß aus die schwedische Valuta stellte sich auch schon ein, denn die Lchtve- benkone wurde im Lause des Vormittags aus London mit 18.25 nach 13,08 schwacher gemeldet. Hier wurden Svenskaaltien zunächst 35 Ml. unter ihrem Samstagkurs genannt, später zeitweise mit 50 Prozent ihres Samslagwertes gehandelt. Die Aktie der deutschen Zentralnotenkreditbank, an der Krcuger ebenfalls interessiert war, büßte gegen Samstag nur zirka 4 Prozent ein Mit- gerissen wurde dagegen in stärkerem AuSmahe das zweite wichtige Auslandspapicr der Berliner Börse, die Ehadeaktie, die schon zu Beginn zirka 10 Mk verlor uyd im Derlause der ersten Börsenstunde noch einmal um 10 Dlk. nachgab. Sonst sielen noch I.-G-Farben mit einem Verlust von zirka 4 Prozent durch besonders schwache Haltung auf, wobei die ungünstigen Dividendeschätzun« gen weiter wirkten. An den übrigen Dlärkten war die Tendenz zunächst widerslandssahiger, später aber, als einige« Geschäft ftattsand, bröckelten die Kurse doch meist um 1 bis 3 Prozent ab Salzdetfurth verloren zirka 4 Prozent, Polyphon 3 Prozent, Schubert & Salzer bis zu 4 Prozent, Siemens bis zu 6 Prozent. Schultheiß 3 Proz, Julius Berger 3.50 Prozent usw Akkumulatoren, die zunächst ebenfalls weitere 4 Prozent nachgegeben hatten, wurden im Derlause 6 Prozent höher gehandelt Im allgemeinen blieb die Stimmung an den Aktienmärkten auch späterhin recht matt und die Kurse neigten weiter zur Schwäche. Die Spekulation beteiligte sich wenig am Geschäft, ba sie anscheinend erst den öinbrud der Ärcuflcr- Schwierigkeiten auf die Auslandsbvrsen abwar- ten wollte, doch zeigten in den Mittagsstunden einlaufende Meldungen, daß das Ausland erwar- tungsgemäß schwächer reagierte. In den festverzinslichen Werten hielt das Angebot meist an, die Tendenz neigte allgemein zur Schwäche. Deichsschuldbuchsorderungen buhten zirka 0,5 Prozent ein. Deutsche Anleihen waren bis zu 1 Prozent gedrückt, auch ReichsbabnvorzugSaktien und Farben-Dvnds lagen schwächer Letztere verloren im Verläufe, im Ginklang mit der Aktienbewegung. bis zu 3.5 Prozent. Am Geldmarkt blieb die Situation unverändert angespannt. Auch Frankfurt sehr still. F r a n k f u r t a. W-. 14. März. (WT2. Drahtmeldung.) Tendenz: schwach. — Während man aus gründ des WahlresultatS mit einem festeren Börsenverkehr hätte rechnen können, eröffnete die neue Dörsenwoche in sehr stiller Tendenz, da der Freitod de« schwedischen Großfinanz- manne« Ivar Kreuger die Börse sehr überrascht und verstimmt hat, obwohl die Auswirkungen innerhalb Deutschlands noch nicht abzusehen sind. Bereits im vorbörslichen Verkehr nannte man gegen den Samstag 1 dis 3 Prozent niedrigere Kurse, die bei Beginn des amtlichen Verkehrs zum Teil noch werter unterschritten wurden- Das Angebot in den international gehandelten Werten war sehr stark, wobei man überwiegend Verkäufe aus dem A u s l a n b e bemerkte Da die Ausnahmeneigung sehr gering war. zumal auch die Spekulation zum Wochenschluh durchweg glattstellte, hat das Kursniveau einen merklichen Stoh erfahren Datur- gemäh sehr schwach laacn Lvenfka. ohne dah hierin größeres Geschäft ftatlge'unden hätte, gaben Svenska rund 50 Prozent ihres Wertes der Vorwoche her. Von den übrigen Auslandaktien wurden Ehadeaktien dadurch in Mitleidenschaft gezogen und verloren etwa 17 bis 20 Mk. Unter starkem Druck standen ferner ID -Farben. Deichs- bank. Siemens und die Mehrzahl der übrigen Glektrowerte. bei denen sich unter recht lebhaftem Geschäft Kursverluste bis zu 5 Prozent einflellten. Montan-. Bank-. Schiffahrt«- und Zellstoffaktien gaben meist bis zu 1 Prozent nach. Gelsenkirchen etwa 2 Prozent. Am Kalimarkt betrugen die Rückgänge 2 bis 3 Prozent Im Derlause ging das Kursniveau bei Heinen Umsätzen weiter leicht zurück und die Stimmung war sehr unsicher. Man verhielt sich im Hinblick aus die Grössnungs- kurse der Auslandbörsen abwartend, später lagen einige Spezialwertc um Bruchteile eine« Prozentes erholt, wobei man Großbanken als Käufer beobachtete. Der Dentenmarkt blieb von den Vorgängen um Ärcuacr zunächst f a ft unberührt, wenngleich auch hier überwiegend Verkäufe vorgenommen wurden und die Kurse 0.25 bis 0,5 Prozent, teilweise bis zu 1 Prozent zurückgingen. Anleihe-Altbesiy blieb gut gehalten. Schuldbuch- forberungen, IG - Farben-Bonds verloren 1 bzw. 1,5 Prozent. 3m späteren Verlause lag die Börse sehr still und kursmäßig kaum verändert ID -Farben und andere Spezialwerte schwankten mit 0,25 bis 0.5 Prozent nach beiden Seiten, während das Gros im Aktienmarkt geschästslo« lag. Am Geldmarkt war Tagesgelb mit 6.5 Prozent gefragt Drei enmarkl Berlin — Frankfurt o. M. iz.iMn 14 IMn ■mflidw «rlh Ätfitrund ■mtlifti ®Clt> ^•ttrrnng Brtel St*-: 6.S93 7,007 6.993 7,007 O 85 50,05 49,95 50,05 Trco 12. «5 12.465 12.465 12 485 But-opefl . 56.94 57.06 56.94 57.06 Gofu 3.057 3.063 3.057 3.063 pottaad 169,73 170,07 169,83 170.17 C«lo 83,02 83.18 82,77 82.93 ecpratxigte. 84,27 84,43 84,02 14,18 kiockdolw 84,32 84,48 82.52 82.68 Loudon 15.29 15.33 15.25 15.29 vueoo« Stiel 1,073 1.077 1,073 1,077 ‘Vruoort Brtfld 4 209 4.217 4.209 4,217 58,69 58.81 58,69 58.81 21,81 21,85 21,81 21,85 16,56 16,60 16,57 16.61 11,57 81,73 81.59 81.75 eranifB 32,37 32.43 32.37 32.43 Tanjtg 82,02 82.18 82,07 82,23 3 auch | ü t den zweiten Wahlgang zur Verfügung stelle. Eitler-Aufruf an die (52L München, 14. März. »LDB. FunNpruch) Adolf Hitler wendet s.ch in einem Aufruf an die LA. SS. und die Hitler-Jugend, in dem es u. a. beißt, der Kampf müsse sofort auss neue beginnen. Mit dem 14. März setze dasRin - gen um den entscheidenden zweiten W a h l a a n g ein. Wenn alle Parteigenossen fanatisch iore Pslicht erfüllen, würde auch diele Ausgabe gelöst werden. Die Propaganda sei fetzt m i t größter Intensität vier Wochen lang fort- zusühren. Am 10. April müßte, koste es. was es wolle, dieses Ziel erreicht sein. Der Dank liege nur in endgültigem Sieg. Starter Eindruck des Wahlergebnisses bei der BIZ in Basel. Basel, 14.März. (WTB. Funkspruch) Obwohl Hindenburg im ersten Wahlgang um die Reichspräsidentschaft nicht die absolute Mehrheit auf sich vereinigen konnte, bat doch der unbestreitbare Sieg bei den in Basel zur Zeit versammelten internationalen Zinanzleuten außerordentlich ft arten Eindruck hervorgerIlsen. Man hält Hindenburgs Wiederwahl für sicher Dach Ansicht der Dank für internationale Zahlungen schaffe dieser Erfolg eine wertvolle Garantie für die Stabilität der deutschen Währung, und für die Sicherheit Deutschlands vor dem Bürgerkrieg. Der- schiedene Mitglieder de» Tferwaltungsrates der BIZ. verfehlten nicht, daraus hinzuweisen, daß e« hohe Feit sei, Deutschland in der Frage der Reparationen weitgehend st entgegenzukommen, um so die eitrcmc Welle, die bereits unerwartet stark an- geschwollen sei, wieder zum Abebben zu bringen. Kircblicbe Nachrichten Katholische Gemeinden. Dienstag, den 15. März. Gießen. 18JO Uhr: Fastenandacht. Mittwoch, den 16. März. Hungen. 7.15 Uhr. Messe. Freitag, den 18. März. Gießen. 18.30 Uhr: Fastenandacht. Man muß die Aeserden dort einfetzen, wo der Kamps Aussicht aus Erfolg hat. Diese Worte Friedrichs d. Gr. gelten auch für den Landwirt in seinem derzeitigen Kampf um die Wirtschaftlichkeit seine« Betriebes. Die Aussicht auf gewinnbringendes Arbeiten ist auch heute noch gegeben durch den Einsatz einer sachgemäßen Doll- Düngung mit ausreichendem Kalianteil. Man erzielt damit erhöhte Ernten und senkt so die Produktionskosten. Die stärkste Reserve des Landwirts in der Feld- und Wiesenwirtschaft ist die Kalidüngung. 1423V Bilanz «in 3i.SezeinberlM Aktiva. 1. Kasse.................... 6 367.03 2. Spar- und Dorschußverein Wieseck....... 183.60 3. Warenbestand: ») Derkaufstelle 1 ....... 7 451.49 b) Derkaufstelle II....... 6 236.99 e) Derkaufstelle III....... 17 382.92 31 071.40 4. Außenstände: ») Derkaufstelle I .......7 919.44 b) Derkaufstelle !l....... 6 75293 c) Derkaufstelle III....... 2 381.23 17 053.60 5. Immobilien................. 4000.— 6. Mobilien................... 1 000 - 7. Beteiligungen L. H. D...... . 500.— . Zvag........ 100 — 600.— 60 275.63 Passiva. 1. Hypotheken.................. 657.50 2. BausondS.................. 7 000.— 3. Reservefonds................. 6 342-61 4. Betriebsrücklagen............... 8500.— 5. Geschäftsanteile................ 2 095.— 6. Duihaben der Lieferanten........... 13 429.50 7. Guthaben der L. H. D.............4 118.11 8. Gewinn 1931 ................. 18 132.91 60 275.63 Vorstehende IahreSrechnung und Bilanz liegt 8 Tage zur Sinficht der Mitglieder in der Gefchäftsstelle Kornblumen- straße 12 osten. 2003 d ümöHiIrtf0)8111191« fionfimoereio t.6.n6.6. zu Meint Der AufstchtSrat. Der Dorstanb. Generalversammlung. Samstag, den 19. März, abends S^Llhr, Generalversammlung bet Gastwirt Georg Keller. Tagesordnung: Puntt 1. Geschäftsbericht Punkt 2. Vorlegung der Jahresbilanz und Genehmigung derselben. Punft 3. Verteilung des Reingewinns. Punkt 4. Entlastung de« Vorstände«. Punkt 5 Verschiedenes. Der Vorstand. Bekanntmachung. Der vom Gemeinderat durchderatene Voranschlag her Gemeinde Setten Hausen für das Rechnungsjahr 1932 liegt vorn Dienstag, dem 15. März, bi» Montag, den 21. März 1932, zur Einsichtnahme und zur Erhebung von Einwendungen auf dem ’Surcau des Bürgermeisters offen. Cs wird eine Umlage erhoben, zu der luch die Ausmärker beantragen haben. Bettenhausen, den 13. März 1932. Bürgermeisterei Bettenhausen. Leidner. 2023V la Kabeljau o.Sl., d. Pfd-LS-» Seelachs 0. K., b. Psd.274 Fst. Filets d. Pfd. 404 Gr. Heringe d. Pfd. 184 Flußfische aiactilaiibe, Stan dl und S Geschäfts-Drucksachen KXÄ7 BriefumechiMge bei Brühl, Schulstraße 7 G« ec nafti Karten Sonder Angebot! Weit über 10000 Rollen Tapeten(LaKerbestände) du Btckilcht an! «ei Irüirti Preis: Serie 1 20 Pf. per Rolle Serie 2 30 Pf. per Rolle Serie 3 45 Pf. per Rolle Serie 4 60 Pf. per Rolle Serie 5 75 Pf. per Rolle Serie 6 95 Pf. per Rolle Die diesjährigen Neuheiten in Tapeten und aparten Dekorations-Stoffen sind eingetroffen. Verlangen Sie bitte Mustervorlage. Sie werden erstaunt sein, über die niedrigen Preise. Heinrich Hochstätter • Brandplatz 1 ___________________________________________________________________________________________________________________________2u17 > Dienstag. den 15. März 1932, nachmittag, 2 Uhr. sollen im „Cörocn“, Neuenweg 28, dahier, biro. an Ort und Stelle (Bekanntgabe erfolgt im Bersteigerung»- lokal) zwangsweise gegen sofortige Barzahlung versteigert rottben: 2009D 1 Grammophon. Büfetts, Kredenzen, 3 Fremdenzimmer. Schreibtische. 1 rlk tcnrollschrank. Sofas, Klaviere, 1 Standuhr, 1 Lampe, Spazierstocke, Schirme, Stoffe, Strohhüte, Hüte. Schuhe aller Art. 1 Strumpsthekc, 1 Registrierkaste, Motoren, 1 Radioapparat, 1 Bohner maschine, 2 Personenwagen, 1 Schnell- waagc, 1 Friseurladeneinrichtuna^ Damenwaschtische, 1 Warenschronk. Rasierstühle, 1 Goniometer, 1 Zielfernrohr, 1 Mikroskop, 1 Nivellierinstrument, 1 Der. tiko, 1 Fernglas, Bücher, 1 goldene Uhr mit Kette, Schreibmaschinen, 1 Rippenwalze, 1 Rechenmaschine, 1 Bücher- schrank, 1 Chaiselongue, 1 Kastenschrank. Hebbel, Gerichtsvollzieher in Gießen Dilhelmstraße 6II — Telephon 4039 mMMu töninöuug zm (Sraetül-Berlommluiie am 17. Mar» 1932, 17.30 Ubr, in den Geschäftsräumen des BereinS. Tagesordnung: 1. Erstattung de« Geschäftsberichtes für 1931. 2010V 2. -atzungen und Geschäftsordnung. 3. Berschicdencs.Der Vorstand. Jagd-Verpachtung. Donnerstag, den 17. d. M., nachmittag» um 2 Uhr, kommt die der Gemeinde Rod- Heim zustehendc Jagd im hiestaen Gemeindehaus nochmals unter den seitherigen Bedingungen auf weitere sechs Jahre zur Verpachtung. Die Äuswahl unter den drei Lembietendcn bleibt vorbehalten. 2014D Rodheim a. d. Horloff, 11. März 1932. Hessische Bürgermeisterei Rodheim. BMW fahren heißt Unkosten sparen Reparaturwerkstatt Ersatzteil-Lager. Otto Faber, Automobile, Gießen ■ ■ ■ und Pr< 8 i Sichere den Lohn Deines Heisses, schütze Deine Saaten vor Lager. Roel. Dürre, lleriecheo Schädlingen und Unkräglern _ WWW L, 1 I Möler Berfonenroagen 12 34 PS, gebaut 1917, in tadellosem Zustand, Dorteiloaft als L'icferroancn zu verwenden, gea. ein betnebSfähigLlein- Auto zu tauschen. Tchriftl.Anaeb.unt. 20V6V a. dMLlnz. 1000-1500 Mk. auf vnvothek au« Prioaiband gesucht. Sicherdeil Vorhand. Schri fttLknaeb.uru. 01604 a. d.G. An;. Kauft Lose 1 R M. Lose 1 R M. Gießener Pferdelose 817 Pferde-, Wert- u. Bargewinne Ziehung: 17. März Mm Alei Mm meiden Roman von 3- Schneider-Foerstl. Urheber-Rechtsschutz: Verlag O. Meister, Werdau. 2. Fortsetzung. Nachdruck verboten! Eine Helle Stimme schrie etwas aus dem Nebenraum. „Margret! Am Gottes willen! So komm doch, Qltargret!“ „Wie hast du mich erschreckt, Mama", tadelte das dunkle Organ der Schwester. „Das macht die schwüle Luft. Es gibt sicher noch ein Gewitter- Heute." Suse fühlte, wie von einem feuchten Tuch Wasser auf ihre Wangen herabrann. Dazwischen brannten die Küsse, welche die verängstigte Mutter auf ihre Lippen preßte. „Das ist doch noch nie gewesen, Margret", stammelte diese fassungslos und zwang ein Lächeln um ihren verblaßten Mund, als ihre Jüngste den hämmernden Kopf vom Kissen hob. „Ist es nun besser, mein Kind?" Suse richtete sich, von Mutter und Schwester zugleich gestützt, taumelnd auf. „Mir ist so erbärmlich", klagte sie. „Gib mir doch irgendein Pulver, Margret." Frau von Nccklinhausen war schon aus dem Zimmer und kani mit Baldriantropfen und einer Essenz zum Einreiben zurück. Nach zehn Minuten war Suse bereits wieder so weit, daß sie mit den anderen nach dem Eßzimmer hinabgehen und sich an den Abendtisch setzen konnte. Sie sah nach Lenore hinüber, deren Mick besorgt auf ihren farblosen Wangen lag. Ob fte Malnow lieb gewinnen würde? — And er? — — Er hatte ja gewußt, daß auf Recklinhausen ^Dci Töchter zu freien sind. Eine bessere Gelegenheit, zu Besitz und Ansehen zu gelangen, konnte cs für ihn gar nicht geben. 3ft es die eine nicht, wird cs wohl die andere sein. „Ich--“ Suses Hände schlugen schwer auf die Kante des Tisches. „Was ist denn nun wieder?" erregte sich Margret. „Du mußt dich legen, Kindl" „Ich gehe mit dir auf dein Zimmer." Alle drei Frauen zugleich sprachen auf sie ein, als sie plötzlich aufschluchzend die Finger über das Gesicht preßte. And Suse weinte! Weinte aus Schmerz und Zorn und zum ersten Male aus Ekel und Abscheu vor dem Leben, das ihr bisher so einzig schon und begehrenswert erschienen war. Ich werde nie heiraten! Nie! Nie! Nie! schwor sie sich, immer noch mit den Tränen kämpfend. Eine halbe Stunde später schlief sie, die Hände • in denen Lenores geborgen, wie ein übermüdetes Kind auf ihrem Giebelzimmer ein. Berehrteste Freundin! Meine über alles geliebte Elisabeth! Erlaube, daß ich diese Anrede gebrauche. Ich habe mir das durch geduldiges Warten in fünf langen, überlangen Jahren redlich verdient Alle Bedingungen, die Du mir damals gestellt hast, sind jetzt.erfüllt: Ich ließ Dich in ungestörtem Frieden um Deinen Toten trauern, weil er der Bater Deiner Kinder war. Von Deinen Töchtern ist nun jede in einem Alter, daß sie über sich selbst zu bestimmen vermag. Mein Sohn hat sich vor vierzehn Tagen mit Doris Gibson verlobt und wird mit ihr über den Ozcan reifen, da sie ihr Heim in Neuhork aufzuschlagen gedenken. — Meine Liebe hat — wie Du damals befürchtetest — in diesen fünf Jahren um nichts ab-, aber um so mehr zugenommen. Ich habe alles so gehalten, wie Du es gewünscht hast. Ich habe Dich nicht mit Bitten gequält, nie die Ruhe Deiner Tage gestört, und was in den Nächten an Sehnen und Wünschen von meinem zu Deinem Herzen ging, das habe nur ich allein zu erfragen gehabt. Dich hat es nicht berührt. Darf ich nun hoffen, Elisabeth, daß Du jetzt ein Ohr für mich hast? Sprichst Du jetzt das „Ja", das Du damals nicht zu sprechen gewagt hast, aus all den Gründen, die nun wegge- sallen sind? Muh ich noch einmal fünf Jahre an verschlossenen Türen warten? Ich lege Dir mein Bild bei. Heute, das erstemal, bitte ich, mir einen Platz in Deiner Nähe zu gönnen. Ich bin, der ich immer war. Nur meine Haare sind etwas früh ergraut, aber daran trägst Du Schuld, Geliebte. Sei mir an meinem Lebensabend die Sonne, auf die ich immer hoffe. Ich habe so schwer zu tragen gehabt. Du weißt es, Elisabeth. Schreibe nur ein einziges Wort, ob ich zu Dir kommen darf. Dein treuergebenster Hans Jürgen Gradnih. Frau von Recklinhausen saß mit verblaßten Wangen und horchte auf die Stimmen ihrer Töchter, welche die Treppe herabkamen, faltete den Dogen rasch ineinander und schob ihn unter den Stapel Zeitungen, die auf ihrem Schreibtisch lagen. Als Schritte sich ihrer Türe näherten, rieb sie sich mit den Knöcheln der Finger Farbe auf ihre schneeigen Wangen. Ihre Züge trugen den Ausdruck ängstlicher Spannung, der sich erst wieder verlor, als die Tritte sich den Korridor hinunter nach dem Garten vernehmen ließen. Ihre Hände tasteten wieder nach dem Dogen und glätteten ihn behutsam. „Meine über alles geliebte Elisabeth!" Flammen schlugen ihr wie Fackeln in das eben noch kalkige Gesicht. Sie verspürte das Mut vom Herzen nach dem Halse jagen, und wie es von dort nach den Schläfen schoß. Sie sprach seinen Namen vor sich hin. Dann noch einmal. Ihre Stimme schmeichelte, fang, liebkoste, war ganz andachttrunken. Kann ich denn noch lieben? dachte sie und horchte in sich hinein. Jetzt nach all den langen, langen Jahren? So ließen, wie ich einmal den Toten geliebt? „Ich kann es noch! Alles, alles kann ich noch!" jubelte es in ihr. Sie fühlte die Hitze ihres Mutes, das ihr wie Feuer in die Wangen brannte. Ihre Hände glühten. Sie mußte sie auf die polierte Platte des Schreibtisches legen, um ihnen Kühlung geben zu können. Alle Dedingungen sind erfüllt, schrieb Grad- nitz, und sie mußte ihm recht geben. Was hinderte sie noch, die Frau des Mannes zu werden, dessen Liebe ihr schon als Mädchen gegolten hatte? Margret würde irgendwo eine Praxis ausüben. Lenore war zweiundzwanzig und sehr gereift. Nur Suse — — „Ach was, laßt mich in Ruhe!" kam soeben deren junge Stimme durch das offene Fenster vom Garten herauf. „Nur keinen Mann! Ich halte es mit dir, Margret! Ich heirate nie! And du, Lenore — du kannst ja — —“ den Malnow nehmen, hatte Suse sagen wollen, in das stille schmale Gesicht der Schwester geblickt und dann beschämt den Kopf an deren Schulter verborgen. „Was kann ich denn?" hörte Frau von Recklinhausen ihre Zweitälteste fragen. Wie dieseStimme ihr immer ins Herz schnitt! Als ob sie durch alle Täler des Leides gegangen wäre. „Du bleibst auf Recklinhausen", nahm Suse das Wort wieder auf. „Wir beide, Margret und ich aber, raufen uns draußen durch hie Welt. And wenn wir dann müde und verekelt sind, kommen wir wieder nach Hause und verstecken uns bei dir!" Frau von Recklinhausen fühlte eine kalte Welle durch den Körper gehen. Das Mausen ihres Mutes verebbte. Sie erhob sich und schritt nach dem Fenster. Von den Töchtern ungesehen, hing ihr Dlick an deren Gesichtern. Wie ähnlich Margret dem Toten sah. Sie hatte genau dieselben scharf geschnittenen Züge, welchen das kurze Haar eine männliche Note gab. Lenores einstmals sanft gerundete Wangen waren schmal, beinahe eckig geworden. All ihre Mutterliebe hatte die Tochter nicht vor der furchtbaren Enttäuschung zu bewahren vermocht, die sie hatte erfahren müssen. And Suse? Sie glaubte einen ihr unbekannten Zug um deren Mund wahrzunehmen. Was war mit dem Kinde? Frau von Recklinhausen vernahm ein leises Klopfen und ging nach der Türe, um nachzusehen. „Kommen Sie nur herein, Herr Malnow", ermunterte sie diesen, als er zwischen Türe und Angel sprechen wollte. „Nein, Sie stören ganfc gewiß nicht! Ich bin ganz allein!" Er war in Schweiß gebadet. Das kühle Dämmer des großen Raumes umschmeichelte ihn wie ein laues Dad. Mit einer raschen Bewegung tupfte er sich die Tropfen von der Stirn und setzte zum Sprechen an. „Würden Sie mir von heute sieben Ahr bis morgen früh um sechs Ahr Urlaub gewähren können, gnädige Frau?" Er sah ihren erstaunten Mick und setzte hastend bei: „Ich toerbc den Cntgang an Arbeitszeit am nächsten. Sonnabend wettzumachen versuchen und schon von zwei Ahr früh ab auf dem Felde sein!" Die Erregung, mit der er das sagte, und die ganze Art seines Auftretens, flöhte ihr Mitleid mit ihm ein. „Selbstverständlich können Sic gehen", beschied sie freundlich. „Die Koffer meiner Tochter sind wohl noch an der Dahn?" „Nein, gnädige Frau! Sie stehen bereits auf dem Zimmer des Fräulein Doktor!" „Wer hat sie gebracht?" „Ich selbst! — Während der Mittagspause!" erklärte er. „Es war sonst niemand abkömmlich. Sie später zu holen, hätte Zeitverlust bedeutet." Da sie ihn nur ansah und ihm zunickte, hielt er dies für eine Entlassung, verneigte sich und drückte die Türe hinter sich zu. . Sie blieb an dem Schreibtisch gelehnt stehen und blickte noch immer nach der Richtung, in welcher er gestanden hatte. Komisch, daß- sie beinahe etwas wie Liebe für diesen Mann empfand. Nicht Weibes-, aber Mutterliebe, so daß sich ihre Gedanken immer wieder daran verloren, wie glücklich sie wäre, wenn sein und Lenores Herz sich finden würde. Er war, wie er ihr selbst gesagt hatte, zwar völlig mittellos, aber hatte zwei nimmermüde Hände, die den Mangel an Geld reichlich wettzumachen vermochten. „Ich stehe vollkommen allein und besitze keinerlei Verwandte mehr", hatte er ihr auf eine diesbezügliche Frage geantwortet, ihr Erstaunen bemerkt und ein feines Rot auf die Wangen bekommen. Dann hatte er ihr, wenn auch zögernd. Einblick in seine Verhältnisse gegeben. Sein Vatev war Prokurist eines kleinen Handelshauses in Hamburg gewesen und in dem Jahre gestorben, in welchem er seine Matura am Gymnasium abgelegt hatte. Er hatte dann vier Semester Medizin studiert und war, um der Mutter picht länger zur Last zu fallen, an eine.landwirtschaftliche Hochschule gegangen. Seither hatte er immer mit kurzen Anterbrechungen auf verschiedenen Gütern Stellungen inne gehabt. Frau von Recklinhausen kam es erst in diesem Moment zum Bewußtsein, daß sie ihn gar nicht gefragt hatte, ob auch feine Mutter gestorben war. Jedenfalls, sonst wurde er doch nicht gesagt haben, er stehe vollkommen allein. (Fortsetzung folgt.) Jn jede MiMs gehören: MAGGI5 Erzeugnisse (SU sie helfen sparsam wirtschaften b Sammeln Sie MAG GP Gutscheine, es lohnt sich! Herren-Anzüge......von 28-^ an Burschen-Anzüge. von 18.- an Knaben- Anzüge 950«« Herren-Hosen ... von 2 an Gummi-Mäntel Loden-Mäntel Gab ardin e-M äntel Sport-Kleidung und Berufs-Kleidung CARL HORN 008 A Vogtsche Privat-Handelsschulen Gießen und Herborn Beginn des neuen Schuljahres: 7. April 1. Höhere Handelsschule für Schüler mit Obersekunda reife. Dauer: 2 Semester. 2. 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Geschäftsdrucksachen Rechnungen Briefblätter Briefumschläge Postkarten 6eschäftskarten bei Brühl, Schulstralle f Nassauische Landesbank Wiesbaden Zinssdieineinlösung Auf Grund der Vierten Notverordnung des Herrn Reichspräsidenten, vom 8. Dezember ISA. wfed mit Wirkung vom 1. Januar 1932 ab der Zinssatz unserer 7°/0 und 8% Goldpfandbriefe und Gold-Kommunalanleibe« auf 6°/0 herabgesetzt und unserer 4l/3% Liquidations-Goldanleihe auf 5l/2% erhöht. Es ergeben sich mithin für die vorgenannten Gold-Pfandbriefe und Goid-Kommuuateuleihen folgende Zinsscheinbeträge: Liquidations-Goldanleihe, verzinslich bis 31.12.1931 mit 4'/.. %. ab 1.1.1932 mit 5l/?% Gold-Pf andbriefeu.Gold-Kommunalanl., verzinslich bis 31.12.1931 mit 7%. ab 1.1.1932 mit 6% Gold-Pfandbriefeu.Go Id- Kommunalanl., verzins« lieh bis 31.12.1931 mit 8%. ab 1.1.1932 mit 6% Für die bis 31. 12.1931 einrchl. fällig. Zinsscheine der aufgedruckte Betrag J5’M Für den am 31.3. 1932 fälligen Zinsschein Ml Für die am 30. 6, 1932 u. später fällig. Zinsscheine ML Für die bis 31. 12. 1931 clnschL fällig. Zinsscheine der aufgedruckte Betrag ML Für den am 31. 3. 1932 fälligen Zinsschcin Ml Für die am 30. 6. 193t u. später fällig. Zinsscheine 3LÄ 3.50 3.25 3.- 4 — •A— 3.- 7 6.50 6.-*- 8.- —— 6.— 17.50 16.25 15.— 20- 17,50 15.- 35.- 32.50 30.- 40 — 35.- 30.— 70.- 65.— 60.- 80.— 70.- 60.— 175.- 162.50 150- 200.- 175.— 150.- Für die bis 31. 10. 1931 elnschl. fällig. Zinsscheine der aufgedruckte Betrag Ml Für den am 30. 4. 1932 fälligen Zinsschein Ml Für die am 31. 10. 1932 u. später fällig. Zinsscheine ML 1.12 bzw. 1,13 1.30 137 bzw. 1.38 2.25 2.59 2.75 4.50 5.18 5.50 11.25 12.95 13.75 22.50 25.90 27.50 45 — 51.80 55.- Die Beträge der am 30. 4.1932 fälligen Zinsscheine unserer Liquidations - Geldanleihe sind in der Weise errechnet, daß der Zinsbetrag für RM. 100.— Kapital auf volle Pfennige nach oben abgerundet festgestellt und der Wert der Zinsscheine der größeren Stücke durch Multiplikation dieser Einheit gefunden wurde. Der mit RM. 1,29'/, zahlbare Zinsschein der Stücke von RM. 50.— ist ebenfalls auf volle Pfennige nach oben abgerundet. 2018 V Wiesbaden, den 8.März 1932. Direktion der Nassauischen Landesbank Dr. Lammers Hartmann