langen. Er konnte auf diese Weise bis in Vorhalle des Schlosses vordringen, wurde er jedoch angehalten. Ec erklärte auf, öafj er den ehemaligen deutschen Kaiser d i e Dort dar- spre- würdigen Vorfall in Zusammenhang gebracht, der sich bereits am Sonntag ereignete. Als am Sonntag ein Kraftwagen durch das Außentor der Besitzung, an dem sich stets zwei holländische Landjäger aufzuhalten pflegen, hindurchfuhr, gelang es einem fremden Wann, hinter dem Automobil unbemerkt durch das Tor zu jchlüp- f e n und fo in den dahinter liegenden Park zu getroffen. Der deutsche und der französische Botschafter hatten sich zu seiner Begrüßung auf dem Bahnsteig eingefunden. Macdonald ist in ausgezeichneter Stimmung zurückgekehrt. Auf die vielen Glückwünsche, die ihm wegen des Ergebnisses der Fünfmächtekonferenz ausgesprochen wurden, erklärte er: „Es ist zwar ein tüchtiges Stück Arbeit gewesen, aber wir haben es Gott fei Dank geschafft. Das ist nun der zweite Schritt!". Reurach wieder in Berlin. Berlin, 12.Dez. (TU.) Reichsauhenminister Freiherr von Reurath ist Montag um 15.51 Uhr mit dem fahrplanmäßigen Zuge von Genf kommend in Berlin eingetrossen. A m st e r d a m , 12. De;. (TU.) Am Montag ereignete sich im Haufe Doorn ein Aufsehen erregender Zwischenfall. Ein Unbekannter war über die Gartenmauer geklettert und hatte sich Eingang in das Schloß verfchafft. Als er von einem Diener in einem neben dem Arbeitszimmer des Kaisers liegenden Turmzimmer entdeckt wurde, versuchte er zu flüchten, wurde aber überwältigt und der im Schloß befindlichen Polizeiwache übergeben. Bei einer Durchsuchung des Mannes fand man ein langes Dolchrneffer fowie eine Pistole. Offenbar hatte der Mann, bei dem es sich um einen deutschen S t a a t s a u g e h ö r i g e n handeln soll, die Absicht, einen Anschlag auf den Kaiser zu verüben. Die Dienerschaft des Schlaffes will den Unbekannten schon seit einigen Tagen in der Umgebung des Schlosses beobachtet haben. Er scheint eine günstige Gelegenheit abgepaßt zu haben, um seinen Plan auszuführen. Es ist noch nicht aufgeklärt, ob es sich um ein planmäßig vorbereitetes Attentat, oder um die Tat eines Unzurechnungsfähigen handelt, oder ob man es mit einem bloßen Einbruchsverfuch zu tun hat. bei dem sich der Täler bewaffnete, um einer Festnahme gewaltsamen widerstand entgegensetzen zu können. Allerdings spricht der Umstand, daß der unbekannte Eindringling sich schon vor mehreren Tagen in Doorn aufgehalten Hal, in der offenbaren Absicht, die örtlichen Verhältnisse genau kennenzulernen, und eine günstige Gelegenheit zur Durchführung feines Vorhabens auszukundschaslen, mehr für eine planmäßige Vorbereitung. Bedenklich mutet an, daß der Eindringling bis in ein Turmzimmer gelangte, das sich ganz in der Nähe des Arbeitszimmers des Kaisers befindet, ehe er entdeckt und überwältigt werden konnte. Der Zwischenfall wird mit einem anderen merk- Mordanschlag auf das Leben Kaiser Wilhelms geplant? Eine seltsame Derhastung im Haus Doorn. - Geisteskranker oder Verbrecher? chen müsse. Als man ihn aber für einen Gei- ffesfranfen anfafj, wurde er der Polizei übergeben. Als diese jedoch den häfiling, der deutsch sprach und augenscheinlich ein deutscher Staatsangehöriger war, nach einiger Zeit wieder auf freien Fuß fetzte, erklärte er, daß er bald wieder ; u - rückkehren werde. Diese Ankündigung, die man anfangs nicht allzu ernst nahm, ist wahrscheinlich von dem Manne jetzt verwirklicht worden. Oer Eindringling ein Geisteskranker? Doorn, 13. Dez. (ERB. Funkspruch.) Der in Haus Doorn festgenommene Eindringling hat der Polizei mitgeteilt, daß er Feder heiße und aus Dormagen (Rheinprovinz) stamme; sein Alter hat er mit 33 Jahren angegeben. Der Mann war gut gekleidet und macht äußerlich keinen ungünstigen Eindruck. Er wurde nicht im Hause selbst, sondern am Hellen Nachmittag im Park von einem Bediensteten festgenommen und auf die Wache gebracht, wo er erklärte, daß er sich mit dem Revolver durch Luftschüsse habe bemerkbar machen wollen, falls er den Kaiser im Park getroffen hätte. Den Dolch habe er bei sich geführt, um gegebenenfalls einen Wachhund unichädlich machen zu können. Der Mann machte einen geistig nicht normalen Eindruck. schen Gleichberechtigung vollzogen werden müssen. Dieser Grundsatz ist jetzt ausgestellt. Pertina? erweist uns im »Echo de Paris" die Gefälligkeit, jeden Zweifel an dieser Tatsache auszuräumen: „Die Anerkennung der Gleichberechtigung ist nicht mehr eines der Ziele der Konferenz, wie Herriot noch am 6. Dezember verkünden ließ, sondern sie ist jetzt eine der Grundlagen der Konferenz geworden. Sie ist also n i ch t m e h r d e r E n d p u n k t s o n d e r n der Ausgangspunkt." Man sollte sich nut diesem Zeugnis begnügen und nicht durch allzu enge Auslegung einen Fortschritt verkleinern und dadurch in der Tat gefährden. Macdonald wieder in London. London, 12. Dez. (WTB.) Ministerpräsident Macdonald ist um 16 Uhr in London einge° Aufrüstung auf den Stand der anderen Stau- ten ausdrücklich nicht anerkannt wird, folge die Frage, wie die deutsche Gleichberechtigung praktisch erreicht werden solle. Das Abkommen ergebe auf der einen Seite die Tatsache, daß Deutschland wieder bereit sei, an der Abrüstungskonserenz teilzunehmen, und auf der anderen Seite keinerlei Tatsache, aus der die Hoffnung zu entnehmen wäre, daß Deutschlands Schutzlosigkeit in absehbarer Zeit ein Ende nehmen wird. Oer „Völkische Beobachter" zum Genfer Ergebnis. München, 12. Dez. (TU.) Zu der Genfer Einigung schreibt der „Völkische Beobachter" unter der Ueberschrist „Jetzt beginnt e r st der Stampf um b i e wirkliche Gleichde > r e d) t i g u n g" u. a.: Bei einer flüchtigen Kritik müsse sestgestellt werden, daß Freih. v. Neurath die unzweideutige Anerkennung der Gleichberechtigung nicht erreicht habe. Die verklausulierte Erklärung, die zwar die theoretische Anerkennung unserer Forderung enthalte, die aber noch non den übrigen Konferenzstaaten anerkannt werden müsse, sen nicht das, was man erwartet habe. Schon die nächsten Beratungen auf der Abrüstungskonferenz; würden nun zeigen müssen, ob es Neurath gelinge, diese Aner- tennung in den tatsächlichen Beratungsergebnissen durchzusetzen und die zu er- wartenden französischen Ablenkungsmanöver zu durchkreuzen., Der zweideutige Wortlaut der Entschließung gebe jedenfalls den französischen Aus- lcgungskünsten volle Auswirkungsmöglichkeit und verpflichte den deutschen Vertreter zu h ö ch st e r Bereitschaft. Nur in einem wird dem Verhalten Neuraths zugestimmt, daß er auch für das entwaffnete Oesterreich, Ungarn und Bulgarien ge handelt habe. (Erldjeint täglich, aiifoei Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat an Bild Die Scholle Monatsvezugsvreir: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bet Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. .Hernfprechanschliisse unter Sammelnummer 2251. Anschrift tür Drahtnach- richten: Anzeiger Gießen. Postscheckkonto: Jranlftirt am Blain 11686. Was sagt man in Deutschland zur Genfer Formel? Berliner preffesiimmen zum Künfmächiepaki über die Gleichberechtigung. Auch an der Voraussetzung braucht man sich nicht zu stoßen, daß die Gleichberechtigung in einem System verkörpert werden soll, das allen Nationen Sicherheit bietet. Wenn die Franzosen in der Versteifung auf ihre bekannte Sicherheitsthese Schwierigkeiten machen wollen, so könnten wir nun durchaus unsere besonderen Sicherheitsforderungen den französischen entgegenstellen, und dann hätten wir vielleicht die wirksameren Argumente: das entwaffnete und in seinen Grenzgebieten entmilitarisierte Deutschland im Herzen Europas, umgeben von waffenstarrenden Nationen. Die Schlacht ist noch nicht geschlagen! Aber wir gehen in den Cndkampf aus einer verbesserten Position. Die Bestimmungen des Versailler Vertrags forderten zwar auch die allgemeine Abrüstung. Aber es war nicht ausgesprochen, daß sie im Rahmen der beut* einer Schlacht, die der europäische Friede gewonnen habe. Oie Oeutschnationalen sind skeptisch. (Gefahren und Lücken des Genfer Pakts. Berlin, 12. Dez. (CAB.) 3n einem Kommen- tar zu dem Genfer Fünsmächteablommen wenden sich die Mitteilungen der DAVP. dagegen, daß die Wiederbeteiligung Deutschlands an der Abrüstungskonferenz ohne den Vorbehalt einer tatsächlichenund nicht nur theoretischen Anerkennung der Gleichberechtigung zugestanden worden sei. In der Erklärung oer fünf Mächte sei, so heißt es dann weiter, ausdrücklich nur gesagt, daß „einer der Grundsätze, die die Konferenz leiten sollen", die Gleichberechtigung ist und daß „die Art und Weise der Anwendung dieser Gleichberechtigung" erst aus der Konferenz selbst erörtert werden soll. Das Versprechen Deutschlands, Streitfragen nicht mit Gewalt zu losen, könne von den Gegnern in eine Anerkennung des Status quo, ja sogar in ein Bekenntnis zu Ost-Locarno um= aefälfd>t werden. Wenn zum Schluß von den Mächten erklärt werde, man werde ein „Abkommen ausarbeiten, das eine wesentliche Herabsetzung und eine Begrenzung der Rüstungen herbeiführt, so sei dies platonische Versprechen nur von geringer Bedeutung. Gerade hier sei der Zusatz zu vermissen, daß Deutschland abgerüstet habe und daß die Abrüstung der anderen Staaten auf einen der deutschen Rüstung entsprechenden Stand erfolgen müsse. Daraus, daß n'ch der französischen These die Abrüstung in Etappen erfolgen soll und daß das Recht Deutschlands zur Der neue Start. Bom Grundsatz zur Wirklichkeit. Von unserer Berliner Redaktion. Das monaielange Ringen um den Fortgang der Abrüstungskonferenz ist mit der Geburt einer neuen Formel beendet worden, die nach dem Urteil maß. gebender deutscher Stellen ausreicht, um uns die Rückkehr an den Konferenztisch zu ermöglichen. Genau genommen ist mit dieser Feststellung schon alles Wesentliche ausgesprochen. Die Formel ist e i n e Laufplanke, die über den bestehenden Abgrund gelegt worden ist, aber der Abgrund < s e l b st hüt sich nicht geschlossen. Die Staats- ' männer sind sich aber in der Kennzeichnung der l Kluft einig geworden. Man darf sich also nicht । darüber hinwegtäuschen, daß aus dem Wege von der grundsätzlichen Anerkennung bis zur tatsächlichen Verwirklichung der deutschen Gleichberechtigung noch schwere Kämpfe geführt werden müssen. Diese Erkenntnis darf aber nicht dazu fuhren, daß aus irgendwie innenpolitisch gefärbten Gründen ein unbestreitbarer außenpolitischer Fortschritt verkleinert wird. Solche Kritik kann zu einer nationalen Gefahr werden. Wenn in der deutschen Oessentlichkeit die Bedeutung der Genfer Kontor- diensormek herabgesetzt wird, wenn wir f e 1 b ft aus ihr weniger herauslesen als wir vor der Rückkehr in die Abrüstungskonferenz erreichen mußten, fo geben wir ja in den kommenden schweren Verhandlungen der andern Seite die Argumente in die Hand. Dann kann man in Genf dcr Auslegung der deutschen Unterhändler und der deutsche" Regierung mit dem Hinweis gegenübertreten, daß sie über die Interpretation i । maßgebenden Kreisen der deutschen Oeffent- lichkeit hinausgehe m Es muß also bis zu einem hohen Grade für das außenpolitische Zusammenwirken von Regierung und Oessentlichkeit der Grundsatz gelten, daß Vereinbarungen, die noch nichts Endgültiges dar- stellen, sondern Ausgangspunkt weiterer Verhand- [ungeii sein wollen, in ihrer materiellen Bedeutung eher aufgebauscht als verkleinert werden müssen. Nur so gibt man dem Diplomaten an der Verhandlungsfront die Möglichkeit, mit dem Hinweis auf die Stimmung in der Heimat in große Enttäuschung auszubrechen, wenn spätere Ergebnisse sich allzuweit von einer allgemeinen eigenen Auslegung entfernen. Wir müssen uns aus diesen Gründen auf den Standpunkt stellen, daß nunmehr an der Anerkennung der deutschen Gleichberechtigung auf dem Rüstungsgcbiet kein Zweifel mehr sein kann. Die Auffassung der Regierung kann nicht stark genug unterstrichen werden, daß wir nach der Genfer Vereinbarung vom Sonntag völkerrechtlich einwandfrei die Möglichkeit gewonnen haben, den deutschen Rüstungsftand nach eigenem Er- messen zu bestimmen, wenn das Ergebnis der Abrüftungslonferenz nach unserer Auffassung die Gleichberechtigung nicht verwirklicht. Wir sind nur s o lange in unserer Bewegungsfreiheit eingeengt, wie die Verhandlungen der Abrüstungstonserenz das Zustandekommen einer allgemein gültigen und allgemein befriedigenden Abrüstungsko.rvention möglich erscheinen läßt, die an die Stelle des Teiles V des Versailler Vertrages zu treten hätte. Findet diese Hoffnung ihre Eriüllung nicht, kommt es nicht *u einer allgemeinen Abrüstungskonvention, die den anderen Wachten gleichartigen Zwang wie uns auferlegt, dann wird natürlich die Gleichberechtigung zur Rüstungsfreiheit. Die deutsche Außenpolitik, die nach dieser Richtung im Ausland in letzter Zeit viel verdächtigt wurde, hat keinen Zweifel daran gelassen, daß ihr ein solcher Ausgang keineswegs erwünscht scheint. Sie erstrebt nicht die deutsche Ausrüstung, sondern die Nivellierung durch allgemeine Abrüstung. Nur • so ist der vierte Teil der Genfer Vereinbarung zu verstehen. Es ist ein Erfolg unserer Diplomatie, daß ! nicht nach dem englischen Vorschlag die Bestimmung in die Derständigungsformel ausgenommen ^wurde, nach der eine Aufrüstung irgend eines Staates unter keinen Umständen erfolgen dürfe. In diesem Falle hätte alle grundsätzliche Anerkennung und hatten alle schonen Versprechungen praktisch wenig Sinn gehabt. Die Franzosen hätten sich ganz nach ihrem Belieben Zeit nehmen können, in Zwischenlösungen von minimalem Ausmaß, die man zeitlich unendlich auseinander zu ziehen vermöchte, dem deutschen Ver.angen nach Schaffung eines Zustandes wirklicher Gleichberechtigung nur zum Schein nachzukommen. Wenn jetzt im vierten Teil der Genfer Formel ein Abkommen ins Auge gefaßt ist, das einer künftigen Revision unterzogen werden soll, so ist an keiner Stelle gesagt, daß Deutschland nicht auch schon für eine solche Zwischenlösu ng den Anspruch der Gleichberechtigung erheben kann. Schon ein solches erstes Abkommen muß in Ersetzung des Teiles V des Versailler Vertrags für alle otaaten gleichartige Verpflichtungen zur Einschränkung der Rüstungen enthalten. Wie weit wir dann unter Berücksichtigung unserer finanziellen Lage von den Möglichkeiten der Umrüstung Gebrauch machen wollen, das muß ganz uns überlassen bleiben. Wir würden wahrscheinlich bas Maß einer wiedergewonnenen Rüstungsfreiheit umso weniger ausfüllen, je mehr wir aus dem Verhalten der andern Mächte den Eindruck gewinnen, daß eine Zwischenlösung nur vorübergehenden technischen Schwierigkeiten des Abbaus Rechnung tragen soll, nicht aber einem unbedingten bösen Willen Tarnung zu geben versucht. Auf jeden Fall gibt uns bie Anerkennung der Gleichberechtigung ein st a r - les Druckmittel in der Richtung auf die allgemeine Abrüstung in die Hand, und das haben offenbar die englischen und amerikanischen Staatsmänner erkannt, als sie für diese Lösung arbeiteten. Berlin, 12. Dez. (TU.) Die Berliner Blätter beschäftigen sich sehr ausführlich mit der Genfer Einigungsformel. Der „Angriff" (RSDAP.) spricht von einem faulen Korn p r omt h. Frankreich habe nach wie vor die Möglichkeit, die deutsche Gleichberechtigungsforderung durch entsprechende Gegenforderungen zu durchkreuzen. Sehr bedenklich mute auch der Teil IV der Erklärung an. Hätte Frankreich wirklich den heldischen Willen, zu einer allgemeinen und gleichen Abrüstung zu gelangen, so hätte es nicht der gegenwärtigen verklausulierten, von Unklarheit und Fußangeln durchsetzten Schlußerklärung bedurft. Man sei Deutschland äußerlich und in den juristischen Formulierungen etwas entgegengekommen, weil sich in der Tat herausgestellt habe, daß sich ohne Mitwirkung Deutschlands in der ganzen Abrüstungskonferenz praktisch überhaupt nichts erzielen lasse. Es wäre zu wünschen gewesen, daß die deutsche Vertretung sich der Stärke ihrer dadurch erzielten Position umfangreicher bewußt gewesen wäre, als dies anscheinend der Fall gewesen sei. Die „D e u t s ch e Z e i t u n g" (alldeutsch) sagt, die Formel enthalte alles und nichts. Sie sei zweifelsfrei die gelungenste Mischung aller der Elemente auf dem Papier, d e sich in Genf unversöhnlich gegenüberstanden und sich auch weiterhin gegenüberstehen würden. Der Kampf müsse weiter gehen, älnsere Losung sei nicht Genf und nicht die Abrüstungskonferenz, sondern Deutschlands Recht auf den ausreichenden Schuh seiner Grenzen. — Der „Lokal - Anzeiger" (dtschnatl.) meint, tatsächlich müsse bei jedem einzelnen Punkt der Verhandlungen auf der Abrüstungskonferenz noch einmal um dieprak - tische Gleichberechtigung gekämpft wer. den. Die Genfer Vereinbarung bedeute daher nur eine theoretische Anerkennung der deutschen Gleichberechtigung. — „Der Tag" (dtschnatl.) stellt fest, daß in Genf der englische Standpunkt gesiegt habe. Die älnsicherheit der abgerüsteten Staaten solle bleiben. Die „Gleichheit der Rechts bedeute kern gleiches Schwertrccht. Wir brauchten keine Formel, sondern Sicherheit durch eigene Waffen. — Die „Kreuzzeitung" (Stahlhelm) wägt das I Plus und Minus ab und bezeichnet den Genfer Ausgang als einen deutschen Punktsieg, der aber erst noch in der Verhandlungspraxis der Abrüstungskonferenz zu festigen und auszubauen fei. Jede Beschränkung der Abrüstungs- und Sicherheitsdebatte auf das europäische Festland sei zu verhindern und der überall außerhalb Frankreichs anerkannte Grundsatz, daß die Sicherheit auch durch Abrüstung verstärkt werde, herauszuarbeiten. — Die „DAZ" (gern. Rechte) nennt das, was Reurath nach Hause bringe, einen Wechsel auf die Zukunft. Zum Freudentaumel oder gar zu der Behauptung über eine Erschütterung des Versailler Diktats liege leider kein Anlaß vor. 3m Gegenteil: Gerade Genf habe wieder bewiesen, wie fest die Klammern von Versailles um uns geschlossen seien. Deutschland habe eingelenkt, vielleicht einlenken müssen. Das sei alles. Hebet die Genfer Formel werde in acht Tagen fein Mensch mehr sprechen, wohl aber über die Rückkehr der deutschen Dertreter in die Kon- I ferenz. Von ihnen hänge nun das Weitere ab. Die „Germania" (Zentr.) bezeichnet die Genfer Formel keineswegs als so eindeutig, daß sie jeder 3nterpretationskunst standhalten würde. Ader in den entscheidenden Punkten erlaube sie keine doppelsinnige Auslegung: Die Gleichberechtigung der zwangsweise entwaffneten Staaten wird als Grundsatz anerkannt. Führe die Konferenz zu einem positiven Ergebnis, so trete auch Deutschland in den vollen Genuß her vereinbarten Abrüstung und Angleichsmatznahmen. Scheitere sie, so gewinne auch Deutschland seine Verhandlungsfreiheit zurück, da der Abschnitt V des Versailler Vertrages zu bestehen aufgehört habe. Die historische Tragweite der Genfer Formel stehe damit unverrückbar fest. Die „D o s s i f ch e Zeitung" (Dem.) sagt, jetzt beginne ein neuer Start der Abrüstungskonferenz. Es werde die Aufgabe des Deutschen Delegierten sein, die Regierungen immer wieder an die Einlösung des Versprechens zu erinnern, das sie den Volkern mit der Einberufung der Konferenz gegeben hätten. -- Der „Vorwärts" (Soz.) nennt das Ergebnis der Fünfmächtekonferenz eine Ve» Minderung der internationalen Spannungen insbesondere zwischen Deutschland und Frankreich. — Der „Dörsen-Courier" (Dem.) spricht von llnnahme oon Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmitiag vorher. preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspsennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig. Platzvorschrift 20" , mehr. Chefredakteur Dr. Friedr. Will). Lange. Verantwortlich für Politik Dr Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für öen übrigen Teil Ernst Dlumschein undlür^enAn- zeigenteil i. D.TH.Kümmel sämtlich in (Biegen. General-Anzeiger für Oderhessen Cnld nnb Verlag: vrLhl'iche llnwerfilälr-vuch- und Steinöruderel H. Lange in Sieben. Schriftleitung und S-schäflsNell-: Schnütrab- 1. nr 295 Erstes Blatt 182. Zahrgang ’ Dienstag, 15. Dezember 1952 Gießener Anzeiger Polen über das Genfer Ergebnis peinlich überrascht. Warschau, 12. Dez. (TU.) Die Überschriften der Blätter über den Meldungen aus Gens zuin Ergebnis der Fünfmächtekonferenz lassen erkennen, wie sehr die seit langem befürchtete Gleichberechti» gung für Deutschland in Polen überrascht hat. Schon jetzt wird darauf hingewiesen, daß diese Gleichberechtigung „ohne Sicherhettsbürg- schäft" gegeben worden sei, was ein „e n t s ch i e - denes Nachgeben zu Gunsten Deutschlands" bedeute. Das, was eines der Endziele hätte sein sollen, so sagt der nationaldemokratische „Kurier Warszawski", sei nun gleich zum führenden Grundsatz geworden so wie es eben Deutschland gewünscht habe. Die Gleichberechtigung Deutschlands sei in einer vollkommen konkreten und desinttiven Form zugesprochcn worden, weil die Sicherheitssrage erst in einem gemeinsamen System berücksichtigt werden solle, das in der kommenden Llbrüstungskonvention Ausdruck finden werde. Darin liege ein entschiedenes Zugeständnis zugunsten der deutschen These. Herr v Neurath habe in Genf einen vollen Erfo.g gehabt. Wiederaufnahme der diplomatischen deztehungen zwischen China und Rußland. Genf, 12. Dez. (TU.) Die divlomatischen und konsularischen Beziehungen zwischen China und Sowjetrußland sind nach jahrelanger Unterbrechung am Montag wieder in normaler Weise ausgenommen worden. Zwt- Id)en Litwinow und dem chinesischen Gesandten Jen fand ein schriftlicher Notenaustausch tatt, in dem die beiden Regierungen erklären, daß ie im Interesse der friedlichen Beziehungen zwischen >en beiden Völkern beschlichen, die vor einigen Jahren unterbrochenen normalen diplomatischen und konsularischen Beziehungen wieder in ool- lem Umfange oufzunehmen. Volkskommissar Litwinow übergab der Presse eine Erklärung, in der gesagt n>irt>, daß die Politik der Sowjetunion die Aufrechterhaltung normaler Beziehungen mit allen Staaten gebiete und den Abbruch von Beziehungen nicht als ein angemessenes Mittel zur Regelung internationaler Fingen betrachte. Rach einem Hinweis auf die große Sylw vathie, die die Sowjetunion für China und seine Gleichberecktiyungsbestrebun- gen hege, wird in der Erklärung zum Schluß betont. das; die Sowjetunion durch keinerlei geheime politische Kombinationen und Abmachungen gebunden sei und daß infolgedessen die Verbesserung ihrer Beziehungen mir einem Lande nicht die Verschlechterung ihrer Beziehungen zu einem anderen bedeute. Führertagung desSiahlhelms Ltralfund, 11. Dez. (XU.) Auf einer von über 250 Führern besuchten Tagung deS Stahlhelm in Stralsund erklärte der Bundeskanzler deS Stahlhelm, Major a. D. Wagner, durch den Rücktritt der Regierung Brüning sei di« Bahn für eine echte nationale Revolution staatsmännischer Art im Sinne des Stahlhelm frei geworden, bringend warnte Major Wagner davor, der gegen den Adel betriebenen Hetze zu unterliegen. Der preu- hische Landadel stelle die geborene Fuhrerschicht dar. Zu raten bleibe, den f re iwt l i g e n Är- beitesdienst in soldatische Hand zu geben, ihn vom Arbeitsmirristeriuin zu lösen, dem Reichskanzler zu unterstellen Schlei, cher verstehe es in seiner gewandten Art, eine Menge von Schwierigkeiten und auch viel Kritik beiseite zu räumen. Seine augenblicklichen Maß- nahmen stimmten aber, wenn sie echt seien, bedenklich Seien sie dagegen, was bei Schleicher nicht unmöglich erscheine, nur Tarnung, dann stehe ihm die Krast des Stahlhelm zur Verfügung. Anzustreben bleibe stets eine nationale öppofition. Zum Schluß wies der Redner noch aus die Agitation der Polen in Schweden Die feierliche üeberreichung der Aobelpreise in Stockholm. König G u st a v V. von Schweden überreicht dem diesjährigen Träger des Nobelpreises für Chemie, Dr. Irving L a n g m u i r (USA.), die Verleihungsurkunde. — Ganz links. Kronprinz G u st a o Adolf von Schweden, seine Gattin und (hinter dem König) seine Schwiegertochter Prinzessin Sybille hin, der mit dem Hinweis auf die Verwandtschaft Schwedens mit Deutschland durch Germanentum und Protestantismus planmäßig zu begegnen, dringend notwendig erscheine. Die Vereinigten Vaterländischen Verbände fordern Einstellung des Parteikampfes. Berlin, 12. Dez. (TU) Die Vereinigten Baker- ländischen Verbände Deutschlands geben als Ergebnis der Sitzung ihres Gesamtvorftandes am 10. Dezember 1932, an der auch die Vertreter anderer großer vaterländischer Verbände teilnahmen, bekannt: „Das neue Kabinett, ob es uns gefällt oder nicht, werden wir lediglich nach seinen Taten beurteilen. Das mutige und geschickte Auftre- t e n unseres Außenministers begrüßen wir. Die außenpolitische Lage, die Not und Sorge der meisten Familien und die Erregung der um Arbeit und Lebensziel ringenden Jugend gebieten Einstellung des inneren Partei- kampfes. Wir drohen an der Selbstsucht der Parteien zugrundezugehen. Dies zeigt nichts deutlicher als die Entwicklung der einst von uns begrüßten nationalsozialistischen Bewegung zu einer Partei, deren Reichstags- raktion der Begnadigung von Landesverrätern zu- timmte. Neuwahlenkämpfe, Krise und Ag tation ind das letzte, was wir brauchen. Wir fordern dagegen alle Einsichtigen auf, s i ch zusammenzuschließen zu geistiger, sittlicher und staatlicher Erneuerung und zu einmütigem Kampf gegen die bol chewIstische und polnische Gefahr." Eine Erklärung des Abg. Goebbels. Berlin, 12. Dez. (TU.) Der „Angriff" veröffentlicht folaende Erklärung Dr. Goeb- bels. „3m Kommentar des „Angriff" vom 9. Dezember, erst« Ausgabe, zu dem Urlaub des P.-G. Straßer waren einige taktloseBe- merkungen enthalten, die nicht m e i n e Billig u n g fanden. Da ich am ganzen Tag vorn frühen Morgen an im Reichstag beschäftigt war, habe ich sie erst zu Gesicht bekommen, als sie leider schon gedruckt waren und sofort veranlaßt, daß sie in der zweiten Ausgabe wegblieben. Dem dafür verantwortlichen Schriftleiter habe ich eine scharfe Rüge erteilt. Die in der gegnerischen Presse daran geknüpften politischen Kommentare gehen damit, vor allem soweit sie meine Person betreffen, von falschen Voraussetzungen aus und sind in jeder Beziehung irrig. Ich betone, wie so oft schon nun noch einmal zu allem Ueberfluh, daß ich in der Partei keine besondere Richtung vertrete. Es gibt bei uns überhaupt nur eine Richtung und das ist die, die der Führer bestimm t.“ Oie Arbeitsbeschaffung. Besprechungen beim Reichskommissar. Berlin, 12. Dez. (WLB ) Der R e i ch s k o m- missar für Arbeitsbeschaffung empfing heute den Präsidenten des Reichslandbundes Gras K a l ck r e u t h, sowie mehrere Herren des Reichslandbundes und besprach mit ihnen die Frage der Arbeitsbeschaffung im Zusammenhang mit der Lage der Landwirtschaft. Am Rachmittag waren die Vertreter aller Richtungen der Gewerkschaften bei dem Reichskommissar zu einer Aussprache über das ArbeitsbeschajfungSprogramm und die Wünsche der Gewerkschaften. Dabei wurde von allen Vertretern der verschiedenen Organisationen d e Ro wend g e t der beschleunigten Durchs ührung eines öffentlichen A r be i t s be s ch a f s un as - Programms zu normalem Lohn unterstrichen. Ein neues Direktorium der faschistischen Partei Rom, 12. Dez. (WTB.) Mussolini hat heute ein neues Direktorium der Faschistischen Partei ernannt. Die bisherigen Bizesekretäre der Partei, Professor M a r p i c a t t und Abgeordneter Rechtsanwalt Adtnolfi, sowie der Der- waltungssekretär Abgeordneter Ma r i n e l l t wurden in ihren Aemtern bestätigt. Neu ernannt wurden Professor Deffenu, Dr. Pavolini, Dr. P e r o t t i, Rechtsanwalt Serena, Ingenieur M a r t i g n o n I und Professor Spizzi Auffallend ist der neuerliche rasche Wechsel im Parteidirektorium, der allerdings dem von Mussolini immer energischer vertretenen Grundsatz entsvrichi, die wichtigen Posten nicht lange In Benfe l b e n Händen zu belassen. Aus aller Welk. Der erste ungarische „psennigtauschzug" in Berlin. Auf dem Berliner Bahnhof Friedrichstraße traf dieser Tage der erste „P s e n n i g t a u f ch z u g" mit rund 4U0 Ungarn ein; darunter befanden sich mehrere General«, hohe Staats- und Kommunatbcamte, e Polizeiofsiziere mit ihrem Kommandeur, die Hamburger Kollegen einen Besuch abstatten werden, der Chef des Budapester Verkehrsamtes und der Chef der Feuerwehr. — Die Pfennigtaujch- züge find eine Erfindung des Leiters des ungarischen Handels- und Verkehrssenates, Dr. Basar- h e l n t. Ihn wurmte es, daß die Devisenbestimmun- gen oer beiden Länder den für die wirtschaftlichen und freundschaftlichen Beziehungen so w chugen Besuch auf Gegenseitigkeit unmöglich machten. So kam er auf den Gedanken, daß die Ungaren die Reise der Deutschen in ihrem öanbe bezahlen und umgekehrt. Aus diesem „Pfenn gtausch"°Wege bleibt das Geld im Lande und bringt uns überdies liebe Gäste. Die Ungarn besuchten den Weihnachtsnuirkt der Berliner Künstler; außerdem sind Besichtigungen und Empfänge vorgesehen. Schrecklicher Tod eines Kindes. In Bruchweiler bei Idar (Nahe) trank das zweieinhalb Jahre alte Töchterchen der Familie Hartmann in einem unbewachten Augenblick aus einer Kaffeekanne den darin befindlichen heißen Kaffee. Das Kind erlitt schwere innere Verletzungen und mußte in das Krankenhaus gebracht werden, pro es unter schrecklichen Qualen gestorben ist- Geldschrankeinbruch in der Teupitzer Stadkkafse. Mehrere Geldschrankknacker versuchten In der Nacht zum Dienstag Im Gebäude der Stadtkass« in Teupitz einen Geidfchrank aufzuknacken. Als sie von zwei Beamten der Gemeindcpolt- zei Überrafcht wurden, eröffneten sie sofort ein Schnellfeuer auf die Beamten, die das Feuer erwiderten. Einer der Beamten erhielt einen Schulterschuß. Die Einbrecher entkamen unter Zurücklassung ihres Werkzeuges In einem Auto in Richtung Berlin. Wettervoraussage. Noch immer hat das östliche Hochdruckgebiet kontinentale Luftzufuhr fortbestehen lassen und die ozeanische Störungstätiakeit von dem Festland fern- geha.ten. Da aber bei Island ein ziemlich kräftiges Tief erschienen ist, das bei seinem östlichen Weiter- zua den hohen Druck über Skandinavien weiter aboaut, so wird damit auch bei uns ein Drehen der Winde über Süden mehr nach Westen zu statt- finden. Die bereits in der Hohe über uns lagernde Warmluft wird bann durch ozeanische Lust unterstützt und kann ihren Einfluß nach dem Boden zu geltend machen Der starke Frost nimmt also von der Höhe nach den Tallagen ab, und die Temperaturen kommen tagsüber schon über den Gefrierpunkt zu liegen. Dabei entstehen neben Dunst- und Wolkenbildungen auch Niederschläge, die zunächst als Schnee auftreten und wahrscheinlich später in Regen übergehen werden. Aussichten für Mittwoch: Abschwächender Nach.frost, zwischenzeitlich aufklarend, dann dunstig und bewölkt, Neigung zu Niederschlägen. Aussichten für Donnerstag: Fortschreitende Milderung, vielfach bewölktes Wetter, vereinzelte Niederschläge. Lufttemperaturen am 12. Dezember: mittags— 2,6 Grad Celsius, abends — 4,2 Grad; am 13 Dezember: morgens —4,8 Grad. Maximum —2 Grad, nächtliches Minimum —6 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 12. Dezember: abends —1,8 Grad; am 13. Dezember: morgens —2,5 Grad. — Sonnenscheindauer 5% Stunden. (Schluß des redaktionellen Teils.) Der haushalt von heute stellt an die Hausfrau besonders hohe Anforderungen, denn das Sparprogramm macht auch vor der Küche nicht halt, und es heißt mehr denn je „auskommen mit den vorhandenen Mitteln" Als wahre Freunde erweisen sich auch jetzt die bewährten Maggi^Erzeugnisse. 8797A ll ■■■ OtEOH Mrimtwafy wäg Jas ist lutdstMs ODEON !f Ton lebt. Die Künstler ihen greifbar vor Ihnen — d bereiten Ihnen Genüsse lesenster Art. — Verlangen ! 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Durch dieselbe Generalversammlung ist die Erhöhung des Grundkapitals um 50 000 Reichsmark durch Ausgabe von 50 Inhaberaktien zu 1000 RM. beschlossen worden. Das Grundkapital beträgt jetzt 155000 Reichsmark. Balthasar Nuhn ist aus dem Vorstande ausaeschieden und Kaufmann Hermann Schelm in Lollar zum allein vertretungsberechtigten Vorstandsmitglied bestellt worden. 8799V Gießen, den 8 Dezember 1932. Hessisches Amtsgericht.__________ Becanftoltungen imJoDre 1933 Wir ersuchen, alle für 1933 vorgesehenen Veranstaltungen (Kongresse, Tagungen, Ausstellungen, besondere Sport- und Ber- elnvveranstaltungen) dem Städtischen Verkehrsamt, Stadthaus Bergstraße, fchrift- lich oder miinhlid) (Fernsprecher 2851) baldmöglichst mitzuteilen. 8800C Gießen, den 10. Dezember 1932. Bürgermeisterei Gießen (Verkehrsamt). I. V.; gez. Dr. Ham m. Bekanntmachung. Bei der am 4. Dezember finttnefun- denen Borstands- und Beiratdwaln wurden nachstehende Herrett gewählt: a) In den Borstand: Latin Josef; b) In den Beirat: Kaufmann Leovold Blum, Lehrer Bernhard Klein, Kaufmann Manfred Rosenbaum. Dao Protokoll und die Anlagen liegen drei Tage lang oüf deut Büro deS Unterzeichneten offen. Einwendungen gegen die Wahl und gegen die Person der Gewählten können tvährend der JDffenleguttgdfrift bei demselben vorgebracht tuerben. 8815D Gießen, den 13. Dezember 1932. Israelitische Ncligionögesellschaft Gießen. _______Der Borstand: A. fröhlich. 2 bis 3 Studenten welche über unbeschränkte Freizeit verfügen, finden sehr gute Verdienstmöglichleit Schriftliche Angebote unter 07288 an den Gießener Anzeiger erbeten. Jnpcnleur- Fh'ßzeußbHU.FlIeger- ngimuur ichu|e, papICrtechnik Schule Elg. Lehrwerkstätten Maschinenbau, ... . Elektrotechnik. Uf tt | RI 9 f Automobllbau I W 1 IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIHIIIIIIIIIIIIIIIIIIHIIII mann er» iiiiiiiiNiimiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiuuui Weißwaren kanff man vorteilhalt bei Grode Detektiv K. Gerz, Bad-Manheim, Kor- atraßel?. uemgiolit oertiaultdte Bt ivat- Geichäftoangete- aenbetten. w«e Aut" kiinfte.Beobachtun' gen. Erm'ttiungen Beschaffung o Be- weivmat in Teran u. . tvilvroz streng öbb Svrechtt. Ob ioil . q__g Hin 07294 GrOUCFrankf .Strabe WUlMt! Warne luerd.v. Ankauf, Beleihung ob. Pfändung der in der Wohnung deüKauf- mann, Kie n-Lin- den, Bergstraße 5, befindlichen Wob- nungv - Einrichtung und Möbelstücke, da dieselb. mir gehören I. Lobotta, Fulda. Mittwoch, den 14. Dezember ab 2 Uhr, ver- st ' gere ich im Löwen, Neuenweg 26, wegen Ausgabe des Haushaltes: 2 Betten fompl mit Federzeug, 1 Spiegel- schrank, t Waschtisch und 2 Nachttische m t Marmor t ilder (durchaus künstlerisch gesehene Aufnahmen) gezeigt, die man im Zusammenhang mit diesem Vortrag nicht hätte missen mögen. So hörte man von dem Schiffseigner und feiner Familie, von den stets luftigen Dienern und den anderen Teilnehmern der Expedition, man lernte das Schiff und feine interef|anten Einrichtungen kennen, erfuhr vom Leben an Bord und der Gemeinsamkeit, die für Monate unter allen Teilnehmern bestand und sich, wie der Redner sagte, fast zum Freund- schastsverhältns verdichtete. Man hörte ferner von jenen zähen, leistungsfähigen, unverwüstlichen Chinesen, die das Schiss Tag für Tag stromaufwärts ziehen, wenn nicht ein günstiger Wind in die großen Segel fällt und den Menschen die Arbeit abnimmt. Eingehend sprach Dr. S t o e ö n e r von den „Trödlern", die am Ufer entlang ständig singend im Rhythmus, der auch ihrer Arbeit eignet, das Schiff ziehen, so, wie es ihre Väter und Generationen vor ihnen getan haben. In den Bildern sah man die schmalen Wege entlang dem Fluß, die schwindelnden Pfade, die in Fe.,en, zum Teil hoch über dem Wasser, gehauen sind und den Treidlern gefährlicher Weg sein müssen. Den Höhepunkt aber bildeten die Schilderungen der Fahrten durch einzelne der 18 großen Stromschnell^n, die den Fluß Helft der Winiernoihilfe! überaus gefährlich machen, die Mannschaft auf eine übermenschliche Kraftprobe stellen, wahrend vom Deck des Schisses her die Trommel anseuemd und erregend zu den Treidlern hinüberktingt an das Land und der Schall sich hundertfach an den Fels- wänden bricht, die im Stromschnellengebiet steil aus dem Flußbett aufragen. D«r Redner )üp«.\e feine aufmerksamen Zuhörer noch im Geiste in jene kleinen, porzellanzarten Tempel, die sich häufig ober- und unter- yalb der gefährlichsten Stellen des Flusses befinden, in denen der Schiffer sein kleines Opfer bringt und um den Beistand der Götter für schwere Fahrt bittet. Man hörte ferner von der wissenschaftlichen Arbeit der Expedition während der großen Stromsohrt, die sich über drei Monate und über eine Entfernung von über 2000 Kilometer erstreckte, um dann die Wissenschaftler erst an jenem Punkte zu sehen, von dem aus ein 600 Kilometer langer Landmarsch zu den eigentlichen, Forschung-hätten beginnen sollte. Diele Bilder veranschaulichten das gesprochene Wort: man sah prächtige Aufnahmen von den Menschen, die den Forschern dienten, von den Dschunken und den Dörfern am Strom, von Tempeln und gewaltigen Berglandschaften, die zur Zeit des Sonnenuntergangs von zauberhaftem Lichte umflossen sind. Roch vieles andere ließ die Zuhörer eine genußreiche Stunde erleben. Dem Redner wurde verdientermaßen lebhafter Beifall zuteil. Gießener Wochenmarktpreise. * Gießen, 13. Dez. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Süßrahmbutter ISO, Landbutter 130, Kochbutter 100, Matte 25—30 Pf. per Pfund, Käse 5—10, Eier, ausländische, 12—14, inländische 14 Pf. per Stück, Wirsing, grün, 8—10, Weißkraut 6—8, Rotkraut 8—10, Gelbe Rüben 8 bis 10, Rote Rüben 8—10, Spinat 15, Llnter-Kohl- rabi 6—8, Grünkohl 15, Rosenkohl 20—25, Feldsalat 80- 100, Zwiebeln 8—10, Meerrettich 35 bis 60, Schwarzwurzeln 25 - 30, Kartoffeln 3, Aepsel 18—35, Dirnen 20- 35, Dörrobst 35—40, Honig 40 bis 45, Russe 35--40, Junge Hähne 70—90, Suppenhühner 60—80, Gänse 65 -75, Enten 80—90 Pfennig per Pfund, Tauben 50 —60, Blumenkohl 30-60, Endwien 10-15, Ober-Kohlrabi 8-10, Lauch 5-10, Rettich 10—15, Sellerie 10-35 Pf. per Stück, Kartoffeln 3,00, Weißkraut 4,00, Rotkraut 6,00, Wirsing, grün, 6,00 Mk. per Zentner. Vornotizen — Tageskalende.r für Dienstag. Stadt- theater: 20 bis gegen 23 Uhr, „Die endlose Straße". — Oberhessischer Kunstoerein, Turmhaus am Brand- platz: 15 bis 17 Uhr, Ausstellung. — Kaufmännischer Verein und Gewerbeverein: 20 Uhr, Neue Aula, Lichtbildervortrag über „2000 Kilometer auf dem Vangtsekiang". — Technischer Verein: „Augustiner", Monatsversammlung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße.^ „Eine von uns". — Vortrag in der H o ch s ch u 1 g ef e lisch a s t. Auf Einladung der Gießener Hocyschul- gesellschast spricht am nächsten Freitagabend im Studentenhaus der Intendant unseres Stadttheaters Dr. Prasch über „Das moderne Theater als Spiegel der Kulturgeschichte". Der Eintritt ist frei, Gäste sind willkommen. (Siehe heutige Anzeige.) • * Justizpersonalien. Ernannt wurden durch Entschließung des hessischen Iustizministers: zu Mitgliedern des Disziplinarhofs für Notare für die Jahre 1933, 1934 und 1935: die Notare Otto Jäckel in Friedberg Theodor Kleinschmidt in Darmstadt Justizrat Dr. Otto Bing in Main): zu stellvertretenden Mitgliedern des Disziplinarhofs für Notar« für die Jahre 1933, 1934 und 1935: die Notare Immo Albrecht in Gießen, Iustizrat Dr. Max Goldschmidt in Offenbach Dr. Franz Kirstein in Mainz: zu Mitgliedern der Diszivll- narlammer für die Notare der Provinz Oberheisen für die Jahre 1933, 1934 und 1935: die Notare Justizrat Dr. Ernst Rosenherg in Gießen. Theodor Beilste' n in Grünberg: zu stellvertretenden Mitgliedern der Disziplinarkammer für Die Notare der Provinz Oberhessen für die Jahre 1933, 1934 und 1935: die Notare Dr. Kurt Spohr in Gießen Dr Karl Brücher in Bad-Nauheim. ** Die Eisbahn eröffnet. Heute vormittag wurde Die Eisbahn eröffnet. Die Eisfläche befindet sich, mit Annahme weniger Stellen, in bester Verfassung, das Eis ist sehr glatt und in anbetracht der Kälte auch sehr hart. Den Gästen stehen durch die Schaffung Des Eishauses neuerdings einige besondere Annehmlichkeiten zur Verfügung. Die Eisbahn wirt auch am Abend geöffnet sein. RDN. Erweiterte Wintersportkarten Der Reichsbahn für We st Deutschland. Da Die Benutzung der westdeutschen Wintersport- Plätze, besonders des Hochsauerlandes, von Jahr zu Jahr stärker wird, werden die auf einer großen Zahl westdeutscher Bahnhöfe aufliegenden Sonntagsrückfahrkarten nach dem Hochsauerland, und zwar nach Winterberg, Willingen, Usseln und Frede- ourg, versuchsweise in diesem Winter an Sporttagen eine verlängerte Gültigkeit von Samstags 0 Uhr (also schon in der Nacht von Freitag auf Samstag gültig) bis Montags 14 Uhr erhalten. Diese Winter- Iportfarten ermöglichen die Ausübung des Wintersports bedeutend länger als die früheren einfachen Sonntagsfahrkarten. An bestimmte, nach dem Hoch- fauerland verkehrende O-Züge werden an Sporttagen besondere Wagen für Reisende mit Wintersportgerät angehängt. Billige Glückwunschtelegramme a u Weihnachten und Reujahr befördert die Deutsche Reichspost. Die Glückwunschtelegramme werden vom 14. Dezember bis 6. Januar angenommen, die Post läßt sie den Empsängern am Weihnachtsheiliaabend bzw. am Silvesterabend oder am 1. Weihnachts- bzw. am Reu- jahrstage zustellen: die später eintreffenden gleich nach der Ankunft. Die Gebühren betragen für ein Telegramm im inneren deutschen Verkehr 75 Pfennig (im Ortsverkehr 50 Pf ), wofür zehn Gebührenwörter gestattet sind: jedes weitere Wort kostet 5 Mennig. Im Verkehr mit deutschen Schiffen in See über Küstenfunkstellen der Deutschen Reichspost werden für jedes Wort 40 Pfennig erhoben, ohne Mindestbetrag für ein Telegramm. 3m Auslandverkehr sind die Gebühren nach den einzelnen Ländern verschieden: sie betragen die Hälfte bis ein Drittel der vollen Sähe, teilweise sind sie noch niedriger. Räheve Auskünste erteilen die Postämter. Wirtschaft. * Blohm & Voß, K. a. A., Hamburg. Die jetzt vorgelegte Gewinn- und Derlustrechnung der Blohm & Voß K. a. 21., Hamburg, verzeichnet einen Detriebsüberschuß zuzüglich allgemeiner Unkosten in Höhe von 1,92 Mill. Mk. Aus der anderen Seite erforderten Dersicherungsgebüh- ren 0,083 Mill. Mk., Sozialversicherungen 0,56 Mill. Mk. und Abschreibungen 1,00 Mill. Mk., so daß einschließlich des Vortrages aus 1930/31 in Höhe von 0,05 Mill. Mk. ein Ergebnis von 0,30 Mill. Mk. verbleibt, woraus die Vorzugsaktien die vorgesehen« 2,5prozentige Dividende erhalten sollen, während auf die Stammanteile eine Dividende diesmal nicht ausgeschüttet wird. Berlin bei ruhigem Geschäft schwächer. Berlin, 13. Dez. (WTB. Funtspruch.) Seit gestern abend ist die Tendenz für Effekten mehrfachen Schwankungen unterworfen gewesen. Nach den leichten Abbröckelungen in Frankfurt herrschte heute vormittag eine etwas zuversichtlich e r e S t i m m u n g , die mit der festen Veranlagung der deutschen Werte in Neuyork, der angeblich nicht ungünftigen Finanzlage des Reiches und dem guten Eindruck, Den die Genfer Einigung im Auslande gemacht hatte, zusammenhing. Auch die weitere leichte Pfundbesserung sand Beachtung. Zu Beginn des offiziellen Verkehrs lagen keine Publlvurnsonders vor, und da die Spekulation eher zu Abgaben neigte, stellten sich die Anfangs- Notierungen vielfach bis zu 1 o. H. niedriger. Braunkohlenwerte büßten sogar bis zu 2,50 v. H. ein. Sonst waren nur vereinzelt Abschläge über 1 o. H. hinaus bis zu 1,75 v. H. zu beobachten. Chadeaktien büßten 4 Mk. ein. Verschiedentlich waren allerdings auch noch Besserungen bis zu 1 o. H. festzustellen, Engelhardt gewannen 1,50 v. H. Im Verlaufe ergaben sich bei sehr kleinen Umsätzen erneut Abbröckelunaen bis zu 1 v. H. Die Grundstimmung war jedoch nicht eigentlich schwach zu nennen. und gegen 13 Uhr hörte man verschiedentlich wieder Geldkurse. Recht selten beobachtete man aber Veränderungen gegenüber dem Anfang. Chade- aktien erholten sich um 1 Mark. Hoesch war stärker gefragt und 1,50 v. H. fester. Am Rentenmarkt lagen Deutsche Anleihen etwas schwächer, auch Reicheschuldbuchforderungen waren nur knapp behauptet, während Goldpfandbriefe gut gehalten blieben. Industrieobligationen und Reichsbahnvorzugsaktien tendierten fester. Ausländer hatten keine nennenswerten Veränderungen aufzuweisen und lagen geschäftslos. Am Geldmarkt war die Situation zu gestern völlig unverändert, Tagegeld war an der unteren Grenze mit 4,39 bzw. 4,25 v. H. erhältlich, Monats- gelD blieb 5 bis 7 v.H. Prioatdiskonten waren weiter in Vorbereitung zum Medio angeboten, die Nachfrage war nur gering. Reichswechsel per 10. März und Reichsschätze per 18. April lagen ge- schästslos. Frankfurt sehr ftill. Frankfurt, 13. Dez. (WTB. Drahtmeldung.) Die Kursgestaltung zu Beginn der heutigen Börse war uneinheitlich, Da kleinen Orders des Publiikums einige Glattstellungen der Kulisse gegen» überstanden. Die Veränderungen nach beiden Seiten hielten sich im Rahmen von 0,50 bis 1 v. H. Das Geschäft war sehr still. Auch der angeblich geplante Umtausch von Gelsenkirchen - Aktien aus Reichsbesitz gegen Stahloereinsaktien aus dem Besitz der IG.-Farben-Jndustrie blieb ohne Einfluß, ebensowenig die Befestigung der deutschen Werte an der gestrigen Neuyorker Börse. Die einzelnen Marktgebiete setzten gegen die Abendbörse wie folgt ein: Am Chemiemarkt bestand etwas Nachfrage nach Scheideanstalt, die 1,50 o. H. anzogen, wogegen IG., Deutsche Erdöl und Rütgers- werke bis zu 0 50 v.H. nachgaben. Don Elektrowerten büßten Siemens 1,50 v. H., Licht und Kraft und AEG. bis zu 0,90 v. H. ein. Schuckert und Elektrische Lieferungen zogen je 0,50 v. H. an, Gcs- fürel, Felten und Bekula blieben behauptet. Am Montanmartt bröckelten Rheinstabl und Buderus bis zu 0,75 v. H. ab, Klöcknerwerke, Mannesmann und Stahlverein, erhöhten sich um 0,75 o. H. Phönix und Gelsenkirchen lagen unverändert. Von Zellstoff- werten konnten sich Waldhof um 1 auf 47,50 o. H. befestigen, Aschaffenburg lagen mit 28,25 v. H. behauptet. Von sonstigen Werten gewannen Reichsbankanteile 0,75 v. H., Daimler 0,25 v. H., wogegen Aku 0,50 o. H. und Norddeutscher Lloyd 0,13 v. H. zurückgingen. Am Rentenmarkt bröckelten Deutsche Anleihen und späte Reichsschuldbuchforderungen bis zu 0,25 v. H. ab, Stahlvereinbonds und Reichsbahnvorzugsaktien zogen je 0,50 v. H. an. Am Auslandsrentenmarkt lagen Zolltürken, 4prozentige Einheitsrumänen und Ungarische Goldrenten gut behauptet. Eisenbahn-Bosnier gaben 0,25 v. H. nach. Auch am Pfandbriefmarkt war die Kursgestaltung uneinheitlich. Die Veränderungen betrugen bis zu 0,50 v. H. Kommunalobligationen blieben gesucht. Im Verlaufe bröckelten die Kurse infolge der Ge- schäftsstille fast allgemein etwa 0,50 v. H. ab, nur Scheideanstalt blieben gesucht und zogen erneut um 1,50 v. H. an. Tagesgeld war zu 3,50 v. H. unverändert. Su s*c£ die Qualitätsbezeichnungen X dünnflüssig u.2X mittelflüssig Es sind die startschnellen, kältebeständigen und sparsamen Wintersorten der hochwertigen, auf der ganzen Welt als unübertroffene Qualitätsmarken geschätzten SHELL AUTOOELE. Ihre Sicherheit gewährleistet die Tatsache: Kreuzplatz LL Julius Schulze 07287 07289 Sonntagabend entschlief meine liebe Schwester, unsere Tante Fräulein Christiane Driske im 83. Lebensjahre. Im Namen der Hinterbliebenen: Frau J. Kahle Wwe., geb. Driske. Gießen (Wetzlarer Weg 11), den 13. Dezember 1932. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 15. Dezbr., nachmittags 2 Uhr. auf dem Neuen Friedhof statt. __07302 Danksagung Allen, die beim Heim gange unserer lieben Mutter ihrer in Teilnahme gedacht haben, sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank. Insbesondere danken wir dem Herrn Pfarrer für die Worte des Trostes, die er bei der Beerdigung zu uns gesprochen hat. Montagfrüh 7*/-> Uhr entschlief plötzlich meine liebe Frau, unsere gute Mutter. Schwiegermutter, Großmutter. Schwester, Schwägerin und Tante Frau Katharine Volkmann geb. Kreiling im 65. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Philipp Ludwig Volkmann. Heuchelheim (Gießener Str. 44), den 13. Dez. 1932. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 14. Dezember. nachmittags l'/2 Uhr statt. Georg Martiny Kurt Martiny Gießen, den 13. Dezember 1932. Mietgesuche ifliitmübl.frcunbl. Einzelzimmer (mögt.Zentr.-Heiz.) von 2 freunden zum 1. Jan. 33 gesucht. Schrift!. Angeb. mit Preisang. u. 07285 an den Giefr. Anz. nTYTtfm'i’rxYrm Einfaches Nimmer (Mansarde; 2. 1. 33 geh, eigen. Wäsche. Preis etiva 15 ML Schriftl.Angeb. unt. 07293 a. d. G. A. rrsxr>crTTiT>nrrroa Gegen Ueberlnfftmg ein. möbl.Zimmers sucht folib./Aräulein f norm Beschäftigung int Haushalt Schriftl.Angeb. unt. 07291 a. d G. A. I Stellenangebote I Soziale MtW der Ausgeber v. SteNen» angeboten ist cs, die ein» gegangin-Sewcrbungei» unterlagen (Zeugnistc, Zeugnisabschrift, Lichl» bilder u.dgl.pchneNstens zurückzus. Die cSieliung« iuchcnden sind dankbar dafür, wenn man ihre Bemühungen zur Erlangung ein. geeigneten Tätigkeit auf dieie'Weife unterstützt und sind auf diese selbstverständliche Pflicht auch angewiesen. 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(Sdjlufj des redaktionellen Teils.» Besondere Beachtung verdient das vorbildlich geführte Herren- und Knabenbekleidungs-Haus Köhler. Gießen. Seltersweg. Zu niedrigen Preisen liefert dieses bekannte Fachgeschäft Qualitätswaren in größter Auswahl. So ist es kein Wunder daß das Bekleidungshaus Köhler bei ollen Käuferschichten großen Zuspruch hat. Bemerkenswert ist, daß die Kundenzahl wächst und der Umsatz sich ständig erhöht, die besten Zeichen dafür, daß man gerne in diesem Geschäft kauft. Wenn die Fa. Köhler von Qualität ihrer Herren- und Knabenbekleidung spricht, so ist dies ernst gemeint. Wie man wissen will, wird für Qualitätsbekleidung seit neuem in diesem Geschäft schriftlich garantier,.___________8813A seinen Fachwerkbauten als Hintergrund so recht geeignet, und er bot dem Beschauer auch diesmal wieder ein prächtiges Bild mit seinem im Lichter- glanz erstrahlenden Weihnachtsbaum und dem magisch beleuchteten alten Marktbrunnen. Kreis Schotten. v Gedern. 12. Dez. Dor etwas über 14 Tagen spielte sich in unserem Städtchen eine Tragödie ab, bei der die 19jährige Lina Lad ne r durch einen Schuß lebensgefährlich verletzt wurde. Das Mädchen mußte sich daraufhin im hiesigen Krankenhaus einer schweren Operation unterziehen. Die Lebensgefahr, in der das junge Mädchen seither immer noch schwebte, kann aber nunmehr als behoben angesehen werden. 4= Glashütten, 12. Dez. Eine Rotte Holzhauer machte in einem Fichtenschlag der „Wetterchaussee" des Distrikts „Rutterts" einen seltsamen Fund. Auf dem Waldboden lagen auf einem Haufen ein fast neuer Herrenmantel, eine helle Weste, ein ledernes Zigarrenetui, ein Taschenmesser, eine Schachtel „Lodix" Lackschuh-Paste und ein Notizbuch. Im Notizbuch war der Name des Eigentümers unleserlich gemacht. Ob es sich bei dem^Eigentumer der Vorgefundenen Sachen uiYi einen Selbstmörder oder um einen Wilddieb handelt, muß die Untersuchung ergeben. O Groß-Eichen, 12. Dez. Auf Veranlassung des hiesigen Obst- und Gartenbau- । Vereins hielt dieser Tage Obstbauinspektor E n k l e r (Gießen) einen Vortrag über „Schädlingsbekämpfung und Obstbau". Vor allem wurden die Obstsorten besprochen, die für die hiesige Gegend zur Anpflanzung geeignet sind. Der lehrreiche Vortrag wurde von den zahlreichen Zuhörern mit DeifaU ausgenommen. Kreis Alsfeld. Ein Glockenjubiläum zu Kirchberg. y. Lollar, 12. Dez. 3n Gegenwart des Kirchenvorstandes, der Kirchengemeindevertretung und einer zahlreichen Gemeinde wurde gest^n in der festlich geschmückten Kirche zu Kirchberg ein seltenes Jubiläum gefeiert, naml.ch die 500-3 ahrfeier der „kleinen Glocke" Die Konfirmanden trugen nach der Liturgie 'ein Glockengedicht „Die Glocken von Kirchberg" vor, das für diesen Tag von Lehrer Kimmel- Alteittors a. d. Lahn eigens gedichtet worden war. 3n den Vortrag teilten f.ch Kinder aus jeder Gemeinde, abwechselnd mit einem Sprechchore aller. m . Aus dem geschichtlichen Teil der Predigt ging hervor, daß die Glocken zu Kirchberg mit zu den ältesten des Landes gehören, unter Denkmalschutz stehen und deshalb im vergangenen Weltkriege glücklicherweise nicht abgeliefert zu werden brauchten. Die älteste ist die mittlere Glocke vom 3ahre 1310 mit der lateinischen Aufschrift: Quo trahor, audite, voco vos, ad sacra vemte. (Höret, wenn ich gezogen werde. 3ch rufe euch, kommt zum Heiligtum.) Die große Glocke ist 1 38 0 von 3ohannes Wydekyndy de Marpory gegossen worden. Sie heißt Maria und zeigt am oberen Rand die Inschrift: „0 rex glone, Christe, veni cum pace.“ (Christe, du König der Ehren, komm mit deinem Frieden.) Und schließlich das Jubiläums- kind, die kleine Glocke, trägt die Worte: „Ave Maria, gracia plena, Dominus tecum (Sei gegrüßet Maria, voll der Gnade, der Herr fei mit dir) . Die drei Glocken haben ein sehr schönes, harmonisches Geläute, und klingen heute nach 3ahryum derten wie am ersten Tage. Darüber freute sich sie Geineinde, als beim Sprechen des Vaterunser ausnahmsweise die „kleine Glocke lautete, und danach die anderen beiden abwechselnd ihre Stimme ertönen ließen und schließlich zusammen ein kurzes Loblied sangen. . . Die Tleberleitung zu diesem letzten feierlichen Akt war gut vorbereitet durch den Vortrag eines passenden Glockengedichtes, das ein Gemeindeglied, der Landwirt und Kirchengemeindevertre- ter Ludwig Decker IV., Ruttershausen, für diesen Tag verfertigt hatte. Oie Paratyphus-Epidemie in Sichenhausen und Kaulstoß. * Schotten, 12. Dez. Das Kreis amt Schotten veröffentlicht zu der Paratyphus-Epidemie in Sichenhausen und Kaulstoß folgende Be- kanntmachung: Rach Mitteilung des Kreisgesund- heitsamts haben sich die getroffenen Maßnahmen durchaus bewährt. Weitere Erkrankungen sind n i ch t m e h r vorgekommen. Die Tätigkeit der Fürsorgerin war von gutem Erfolg begleit tet. Die Desinfektionen werden gewissenhaft durchgeführt und die V a z i l le n t r L ge r enthalten sich der Deschäftigung m bet Milchwirtschaft. Wir halten deshalb im Einvernehmen mit dem Kreisgefundheitsamt eine so einschneidende Maßnahme, wie das generelle Derbot des Derkaufs von Milch und Wolkereiprodukten nicht mehr für notwendig und heben deshalb mit sofortiger Wirkung die polizeiliche Anordnung vom 21. Rovember 1932 auf. Wir weisen aber nachdrücklich darauf hin, daß nach § 13 des Milch- gesetzes jedeDeschäftigung von Baz t l - lenträgern in der Milchwirtschaft v e r b o t e n ist und mit strengen Strafen geahndet wird. Wir werden die Gendarmeriebeamten mit der Tleberwachung beauftragen. Landkreis (Hießen. |_lGroßen°Linden. 12. Dez. Anläßlich des Gedenkiahres an Gustav Adolf und die Gründung des Gustav-Adolf-Dereins fand am Sonntagabend eine gut besuchte Veranstaltung im Gotteshaus statt. Rach einem Choral trug der Kirchengesangverein unter Leitung seines Dirigenten, Lehrer Römer, den Chor „D)eß ist des Fest, ?u wem empor". Der Ortsgeistliche, Pfarrer Schultheiß, sprach dcmn über die Entstehung und das Wirken des Gustav-Adolf- Dereins. Der Kirchengesangverein trug anschlie- ßend noch zwei Chöre vor. Die Feier war umrahmt von Gedichtsvorträgen durch Konfirmanden (Knaben und Mädchen). ^-Großen-Linden. 12. Dez. 3n emer Versammlung des Obst- und Gartenbauvereins gab Obstbauinspektor Enkler (Gie- ßen) einen Ueberblick über W i n t e r arb ei te n i m Ö b fr6 a u. Zunächst besprach der Redner das neuerschienene Obstsortiment für Oberhessen, insbesondere die für unsere Lage und Böden geeigneten Sorten. Anschließend behandelte er die sachgemäße Anpflanzung, ferner Düngung und Pflege älterer Obsköäume, wobei die verschiedenen Mr» fachen unbefriedigender Tragfähigkeit aufgezeigt wurden. An Hand persönlicher Versuche konnte er die Zuhörer von der Rotwendigkeit und dem Erfolg sachgemäßer Schädlingsbekämpfung überzeugen. Die Ausführungen fanden lebhaften verfall. Eine anregende Aussprache trug zu weiterer Klärung bet Mit einem Ausblick auf die weitere Winterarbeit des Vereins, u. a. einen Vortrag über Gartenbau mit Verlosung, schloß der Vorsitzende, Landwirtschafts-Studienrat Dr. L u tz , die Versammlung. v. Leihgestern, 12. Dez. Der „Kurz - schriftverein 19 3 2“ hielt am Sonntag sein erstes Wettschreiben ab. Von den Anfängern des jungen Vereins wurden recht gute Leistungen erzielt. Es erzielten in der Gruppe 120 Silben: Katharina Grill 2. Preis: in 100 Silben: Georg Häuser 1. Preis, Karl Dolk 2. Preis: in 60 Silben: Wilhelm Krick 1. Preis und Ehrenpreis, Albert Pitz-Watzenborn 1. Preis, Helmuth Bauer 1. Preis, Erna (0 0): Braunfels — Hermannsteln 2:9 (1:5); Garbenteich — Riederweisel, für Garbenteich ge- Wonnen: Wieseck — Steinbach 3:2; Hochelheim - Butzbach II 2:2 (1:1); Lich - VfB.Gießen III ....... ... _____ _ 7:0 (4:0); Grünberg — Flensungen 2:1 (1:1). bunb Merlau-Mücke-Flensungen vorgetragen. I abgebrochen II. Merlau, 12. Dez. Wegen der niedrigen G au k l a s se IIiWeilmünster — Laubuseschbach Verkauf stehender I i j abgebrochen: Wirbelau II — Bermbach 1:2 '-**-**■-'■ 1 (6:2); Ulm II — Diskirchen II, Biskirchen nicht angetreten; Stockhausen II — Tiefenbach ausgefallen: Lollar II - Lollar III 2:0 (0:0); Krofdorf - Bieber 2:5 (1:3); Riederweisel II — Steinberg II 2:3 (0:2); Butzbach III - Lich II 13 (1:0); Leihgestern II - Muschenherm 6:0 Bezirksklasse II: Biskirchen — Bissen- berg 3: 5 (1:4); Ehringshausen — Burgsolm s 3:1 (3:1); Löhnberg — Eteindorf 5:0; Lollar — Steinberg 2:0 (1:0). Gauklasse I: Gräveneck — Ulm 4:2 (3:2); Weilburg II — Mere.iberg, Weilbu g überl eßMe- । renberg die Punkte kampflos; Stockhausen - ll. Flensungen, 12. Dez. Gestern abend hielt Hirschhausen 3:1 (2:0); Allendorf — Löhnberg II Pfarrer Lia Dr. Stumpf eine eindrucksvolle ausgefallen; Holzhaufen — Riedershausen 0:0 Feierstunde. Im Mittelpunkt des Abends standen 8 - - — ' Ä — sechs Volks- und Kriegslieder aus dem Niederländisch-spanischen Religionskriege. Nachdem her Pfarrer die geschichtlichen Erläuterungen gegeben hatte, wurden die Lieder von dem Evangelischen Jugend- Tiehpreise wurde ein zum Bulle von der Gemeinde geschlachtet. Das Fleisch wurde zum Preise von 40 Pfennig pro Pfund an die Gemeindeglieder verkauft. des Turn- undHiortvereins dem Schülerchor der WSN. Groß-Gerau, 12.Dez. Ein Groß- Stadtschule nnt^ Mitwirkuna der Feuerwehr- Gerauer Autofahrer, der in der Nacht zum Sonn- rt wurde. L°m Am-Nw-W ton., tag MN 2 Uhr °°>. Frnn-iurt mend, bewegte sich kurz nach Eintritt der Dunkelheit der Chaussee in der Nahe des Morfelder Wasser- durch Taunus-, Bahnhofs- und Weiseier Straße un- turmes in einer Kurve e i n e n ° u f d e r Fahr, ter Vorantritt eines Herolds, dem die Kapelle folgte, bah n der Cha u f f e e l 'egend e n M ai nn. ein weihnachtlicher Zug zum Marktplatz, der sich Neben dem Mann lagem WraiL Der Auto- aus folgenden Gruppen zusammensetzte: eine sahrer mußte den Eindruck gewinnen, daß de Gruppe Schülerinnen, die den Adventskranz be- Mann angefahren ""b verletzt worden geleiteten, diesen folgte der Nikolaus mit feinem war. Er bremste deshalb ab, ^hr Zurück und stieg Eselchen, dann kamen kleine graue Kobolde, hier- aus dem Wogen, um sich um^den vermeintlichen auf eine Gruppe, in der die verschiedenartigsten Verunglückten zu bemühen, ^löblich sprang der Spielzeuge, von Knecht Ruprecht betreut, dargestellt Mann auf und federte mit oorg eh alte- wurden. Hierauf kamen die Schneemänner und zu- n e r Pistole Geld. Im g . fflpftnft letzt ein in Butzbach seit langen Jahren sagenhast tauchte °us dem Chausseegraben eine zweite Gestalt gewordener Nachtwächter. Kerzenträger flankierten aus, die ebenfalls mit et . ... den Kua. so daß das schaulustige Publikum die ein- > b e w a f f n e t war Da rede G^enweh mar, mußte der Autofahrer wohl oder ubci seine Geldbörse hervorholen, doch gelang es ihm, die Räuber zu täuschen. Er händigte ihnen etwa lo Mk. Silbergeld aus, wußte aber das weiter bei sich geben Zug. so daß das schaulustige Publikum die einzelnen Gruppen eingehend bewundern konnte. Auf dem Marktplatz gruppierte sich der Zug auf einer vor dem Rathaus errichteten Freilichtbühne, um verschiedene Tänze usw. aufzuführen. Umrahmt wurden die Vorführungen durch Chöre der Stadtschull und Musikstücke der Feuerwehrkapelle. Für derartige Aufführungen, ist unser alter Marktplatz mit Hausezu tragen. Am Sonntag, wo die Einnahmen besonders hock» waren, befand sich Birnbaum in Begleitung seiner Frau und hatte ge- iy |Wll/ ^lw..ir—------------ raöe den Eingang seines Wohnhauses erreicht, als aufs'ichtsamtes für Privatversicherung in Berlin und von zwei Seiten Männer auf sie zu- ' sprangen. Die Räuber trugen schwarze Lar- , Den und hielten den Ueberfallenen Blendlaternen, Kreis Friedberg. vermutlich Fahrradlampen, vors Gesicht. Der Städtchen äleberfall geschah so plötzlich, daß der Kaufmann ' widerstandslos sich die Wappe entreißen ließ. Ein Räuber überkletterte darauf eine Mauer, während der andere direkt durch die ug oei, aiwetuwu» u»m u.ö«u,.a . Toreinfahrt flüchtete. Das K^t alarmiere vorher von einer besonderen Veranstaltung geraunt Keberfallkommando konnte die Tater bisher nicht worden, die Butzbach am silbernen Sonntag bieten | ermitteln. würde. Und es war auch etwas besonderes, die ganzen Zeit bedrohten sie ihn m it b c r Waffe. Der Kraftfahrer benachrichtigte in Morset den die Polizei, die sich sofort mit dem Ueberfalle^ nen an die Tatstelle begab, doch konnte man leine Spur mehr von den Tätern stn- den. Großer Zuckerdiebstahl. WSR. Pfeddersheim (Rheinh.), 12.'Dez. 2n einem Strohhaufen wurden hier lieben Doppel- zentrier Zucker auf gefunden und sichergestellt. Zwei Sack Zucker fehlen noch. Es handelt sich um neun Sack inländischen Zucker-, der auu einem Diebstahl herrührt. Zwei Derhaftungen wurden bereits vorgenommen, weitere stehen bevor Die Gendarmerie, die seit einigen Tagen fieberhaft tätig ist, hatte auf Grund v o n größeren Zuckerangeboten die Sache aufgegriffen. Als nun ein Landwirt S t r o h heimfuhr und zum zweitenmal an den Strohhaufen kam gewahrte er zwei Männer, die sich an dem Strohhaufen auf dem Felde zu schaffen machten und dann die Flucht ergriffen. Gleich darauf fand man vier Sack Zucker, zu denen sich später noch drei Sack hinzugesellten. Die Polizei sorscht weiter. Has selb ach 1. Preis, Otto 3ung 2. Preis und W. S ch m a n d t - Watzenborn 3. Preis; in 40 Silben: Helmuth Wehrum 1. Preis und Ehrenpreis, O. D e 11 e n 1. Preis, Waller M u l- ler 1. Preis und Karl Will 2. Preis. 8 Alten-Buseck. 12. Dez. Am Samstagabend fand im Lokale Einhäuser die dies,ahnge Generalversammlung des S p a r - u n d D o r - schuhvereins statt. Direktor Schwalb gedachte zunächst der im Geschäftsjahr verstorbenen Mitglieder durch einen ehrenden Rachruf. Aus dem'Geschäftsbericht war zu ersehen, daß trotz der allgemeinen wirtschaftlichen Rotlage der Derem nach wie vor auf fester, gesicherter Grundlage steht. Dei der anschließenden Ersatzwahl für zwei ausscheidende Aussichtsratsmitglieder wurde wiedergewählt Wilh. Döpp, neugewählt Theodor Sch m i d L ' Der Dorsitzende sprach dem auf eigenen Wunsch ausscheidenden Aufsichtsratsmitglled Förster i. R. Müller für seine 30jährige aufopfernde Tätigkeit den Dank des Derems aus. Die Verwaltung der dem Verein unterstellten Schulsparkasse hat nach der Versetzung des Lehrers Fay nach Weitershain Lehrer Dr. M e u e r übernommen. Zum Schlüsse gab Direktor Schwalb noch längere Erklärungen über das System der Steuergutscheine ab und zeigte durch Beispiele, wie es möglich ist, auch dem kleinen Steuerzahler die hiermit verbundenen Vorteile zugute kommen zu lassen. f Treis a. b. Lumda, 12. Dez. Der erste Familienabenb bes hiesigen Z w e i g v e^r e i n s des Evangelischen Bundes wurde Sonntag abend abgehalten. Als Redner war Pfarrer M ü lle r - Großen-Bujeck gewonnen worden, der ein Lebensbild Gustav Adolfs gab, den er als Christ und Held schilderte. Eine Reihe Lichtbilder illustrierten die Ausführungen. Die Konsirmanden deklamierten passende Gustav-Adolf-Gedichte, der Kirchengesangoerein und der Posaunenchor erfreuten durch ihre schönen Vorträge. △ Burkhardsfelden, 12. Dez. Im Zuge des Feldweges Burkhardsfelden — Lich wurde durch W o h l f a h r t s e r w e r b s l o s e auf einem Stück von etwa 3 0 0 Meter Chaussie - r u n g hergestellt. Gleichzeitig wurde die Einfahrt eines Seitenweges nach der Berstruth verlegt und etwa auf einer Strecke von 65 Meter chauffiert. Mit den notwendigen Ausfchachtungsarbeiten wurden auch die für den Bau der Straße zu verwendenden vwdiv»»- Steine gebrochen und zu Kleinschlag geklopft. Durch k I (0 0)' diese Notstandsmaßnahme konnten die Arbeckslofen Fever Itt ^00ye»M O.O.^DlCDCr. ( • L . . (V \ beschäftigt werden, außerdem wurde durch die Ver- _st. Anheim a tz. Dieber, 13. Dez. Feuer- HaN0vüU Ittl €)0U VSssLN (.AJ. *.) LSEMZMW W-LLLMLlN JKSEsTb SWSWGff BäB'SSB MW-ZM- WMMW ZNZMiW UMMW E-MÄ8MZ stMMM s'SSsi" ..Bi..' äst 7»! ‘ÄÄS L‘ »&.?.% S.WÄBS ÄS»■»-"-ÄS.?:"""' Kur Traute" fein diesjähriges Wintervergnügen 3ulius Birnbaum der drei Frankfurter Licht- ü K in Jl. Der Versicherte möge sich zunach)t ab Der Vorsitzende des Vereins, Bauunterneh- spieltheater leitet, Pflegt mit >seiner Ehefrau all- mjt ^em Anspruch auf Aufwertung seiner im Jahre mer Koch begrüßte mit einer kurzen Ansprache, abendlich die gefamte AageÄcinnaJme 1923 in wertlosen Papiermark ausbezahlten Verdis in erster Linie dem Gedenken der Toten des der drei Kinos in einer Aktenmappe nach jid)erung5fumme an die betrefftnde Lebensversiche- Weltkrieges galt und ihren Ausklang in einem H a u s e zu t r a g e n. Am Sonntag, wo die Ein- rungsbank wenden, um deren Beicheid zu erfahren. Bekenntnis zum deutschen Vaterlande fand. Dar- nahmen besonders hoch waren, befand'sich Birn- Bon ber Antwort wird das weitere Vorgehen ab- aus folaten in flotter 2lusführung zwei Theater- bäum in Begleitung feiner Srau und hatte ge sein, Inanspruchnahme der Hilfe des Reichs- stücke die den wohlverdienten Bei,all der Be- rade den Eingang feinesWohnhaufes erreicht, als aussichtsamtes für Privatversicherung m 'Berlin unb sucher sanden Mit^dem üblichen Tanz sand der von zwei Selten Manner auf sie zu- eDÜ Beschreiten des Rechtsweges. — Der Pachter, in allen Teilen gut gelungene Abend fein Ende, sprangen. Die Räuber trugen schwarze La^ dem ein Nachlaß nicht gewahrt wurde kann nur die y u » I .— ..»x sioFiorfnironpn Dlendlaternen. I tztzz Pachteinigungsamtes an rufen. Letzteres kann den dem einen Pächter gewährten Nachlaß bei feiner Entscheidung berücksichtigen Ein felbftänbiger Rechtsanspruch kann von dem Pächter, der sich geschädigt fühlr, nicht abgeleitet werben. — Ob und in welcher Höhe ein Pachtnachlaß zu gewähren ist, hängt im Einzelfalle, in dem die Parteien zu keiner privaten (Einigung gelangen können, ganz von der Entscheidung des 'Pachteinigungsamtes ab. 1877. 1. Es bleibt bei der jetzigen Miethöhe, auf welche die Veränderung ber bett. Zinsen ohne Einfluß ist. — 2. Wir empfehlen Ihnen, sich bei einer Buchhandlung zu erkundigen. In Jede Küche gehören: . würze MAGGI5 Erzeugnisse "" sie helfen sparsam wirtschaften AK Sammeln Sie MAGGI-Gutscheine, es lohnt sich! leie. 4 ^ortleRung Nachdruck verdaten damit Sie unß immer etwa- recht SchSneS kochen können." Frau Mertens nahm das Geld mit sichtlich« Erleichterung. Jetzt war sie wenigstens nicht mehr allein auf den Verwalter angewiesen, den Halsabschneider. Setzt hatte sie wenigstens etwas Geld in der Hand. Die jungen Herren würden mit ihrer Küche schon zufrieden sein.. • „Aber, Herr Gust, sagen Sie bitte dem Ber- Walter nichts von dem Geld. Sonst ist er noch unverschämter und berechnet uns das Geflügel und das übrige, was eigentlich der Herrschaft zukommt, extra!" Theobald Fischer hob den Kopf. „Liebe Frau Mertens, ich habe eine Bitte an Sie: Wollen Sie mir Klarheit geben über die Verhältnisse hier, besonders über den Verwalter? Wollen Sie mir olles sagen, was Sie wissen und wie Sie es sehen?" Frau Mertens war verlegen geworden. Aus Freude über das Geld hatte sie sich zu einer Unüberlegtheit hinreißen lassen. Was sollte sie nun tun? Mit zitternder Hand strich sie sich über die blütenweihe Schürze, dann antwortete sie: »Oh, Herr Fischer, da kann ich eigentlich gar nichts sagen...!" „Aber ja, gute Frau Mertens! Ich sehe es Ihnen an der Aasenspitze an, daß Sie sogar sehr viel wissen. Sie brauchen keine Angst zu habcni. Wir sind Ihnen nur dankbar, wenn Sie uns reinen Wein, einschenken, uns ein wenig helfen. Och felbst will meinen Freund unterstützen, ihm behilflich sein, Ordnung zu schaffen; aber ich kann das nicht allein, ich weiß doch zu wenig von dem. was hier vorgegangen ist!" Frau Mertens überlegte noch immer. Was sollte sie nur tun? Wenn der Verwalter erfuhr, daß sie geschwatzt hatte, dann war es mit ihr vorbei. „Sic brauchen wirklich keine Angst zu haben. Frau Mertens! Llnd du, Gust, tätest am besten, wenn du jetzt zum Vorwerk reiten würdest. Ich möchte mich gern mit Frau Mertens allein unterhalten; ich glaube, dabei kommen wir weiter!" Theobald brachte es auch wirklich fertig, Frau Mertens Scheu zu überwinden. Bald sprach sie sich alles herunter, was sie auf dem Herzen hatte, und Theobald wußte, daß ihn sein Argwohn gegen den Verwalter nicht getäuscht hatte. Aber das, was er da hörte, war schlimmer als seine schwärzesten Vermutungen. Seine Heiterkeit war im Laufe des Gesprächs einem tiefen Ernst gewichen. Es würde nicht leicht sein, da Abhilfe zu schaffen, das wußte er. Aber er würde trotzdem mit allem fertig werden. Er dankte Frau Mertens, berabschiedete sich von ihr und wandte sich stehenden Fußes hinüber zum Verwaltergebäude... fSortfchunn fnl-f.l Der iroiiH oom w Roman von Margarete Antelmann. Copyright by Martin Feuchtwanger, Halle (Saale) Aber — ich bin wirklich ein netter Gastgeber. Hab' noch nicht einmal daran gedacht, daß du hungrig sein mußt. Die gute Frau Mertens wird sicher schon was Ordentliches hergerichtet haben." „3a, Gust, ich hab' sogar Hunger! Aber — ich muß dir noch was sagen. Fürs erste wirst du mich nicht wieder los. Ich bleibe hier, mindestens ein halbes 3ahr. Mein alter Herr hat mich nämlich rausgeschmissen. 3a, du brauchst keine so großen Augen zu machen. Wir hatten einen scharfen Tanz miteinander. Er will, ich soll die Boxerei an den Aagel hängen und mich ganz dem Betrieb widmen. Aber — ich hab' ihm meine Meinung nicht vor- enthalten. Hinter dem Schreibtisch sitzen kann ich noch lang' genug. Da wurde er wütend und fuhr mich an wie einen Schuljungen. Aa, und das ließ ich mir nicht gefallen, und das Ende vom Lied war, daß ich fort wollte. Vater war auch ganz damit einverstanden. 3ch soll mir erst einmal den Wind um die Aase wehen lassen, meinte er, Llnd sehen, wieweit ich mit meiner Boxerei käme. 3ch brauchte erst zurückzukommen, wenn ich bereit wäre, als ordentlicher Mensch bei ihm zu arbeiten. Mein Konto sei in Ordnung, zu hungern brauche ich nicht. Aber ich sollte mir nur nicht einfallen lassen, in Saus und Braus zu leben. Dreihundert Mark im Monat würde er mir bewilligen, keinen Pfennig mehr. 3ch bin dann losgegangen, hab' mich nicht einmal von ihm verabschiedet. Hab' meinen Koffer gepackt, und da bin ich nun. 3ch bin nur neugierig, wie lange es der Alte ohne mich aushalt. 3ch denke, daß bald ein Telegramm bei dir eintreffen wird, mit einer ängstlichen Frage nach mir. Er ist, trotz seiner Marotten, herzensgut. Aber — diesmal werde ich ihn zappeln lassen, damit er endlich vernünftig wird." „Theo, Junge, was machst du nur für dumme Sachen! Wegen dieser dummen Doxerei! Hoffentlich kommst du doch noch zur Vernunft; es wäre wirklich zu wünschen. Wenn ich du wäre, wüßte ich, was ich zu tun hätte." „Fange du nur auch noch an mit dem Moralpredigen! Dann geh' ich gleich wieder fort." „Red' keinen Unsinn, Theo! Tu weiht ja, wie ich es mit dir meine. Und wenn du absolut den Drang hazu fühlst — hier hast du Gelegenheit genug, deine Kräfte anzustrengen, wenn du einen Gläubiger nach dem anderen aus dem Hause boxen willst." „Aa, laß mich nur machen, Gust! 3ch werde dir schon helfen, den Karren aus dem Dreck zu ziehen." „3etzt wollen wir hinübergehen, ins Speisezimmer, Theo." Die Freunde durchschritten die große Halle und kamen in das große, mit altdeutschen Möbeln eingerichtete Spe.sezimmer. Ueberall an den Mö- Und nun steh' ich da und hab' keine Ahnung, was eigentlich los ist. 3ch begreife das alles nicht. Ein so großes Gut wie Löbbau müßte doch eigentlich ertragreich sein. 3n den letzten Jahren hat es keine schlechte Ernte gegeben; unser Boden ist sehr fruchtbar. Das Vieh ist gesund, hat sich ständig vermehrt. Und trotz alledem ist nach dem Bericht des Verwalters alles immer zurück« gegangen..." Eine kurze Stille war nach diesen Worten entstanden. Theobald Fischer sah nachdenklich vor sich hin. Dann hob er den Kopf. „Sag' mal, Gust, was ist das eigentlich für ein Mensch, dein Verwalter?" „Aun, er ist über fünfundzwanzig 3ahre hier! Also muh mein Vater doch zufrieden mit ihm gewesen sein, sonst hätte er ihn doch längst weg- geschickt. 3ch habe schon mit ihm gesprochen. Er meinte, die ganze Schuld läge eben in der heutigen Zeit begründet. Man könnte arbeiten und arbeiten, ohne etwas herauszuschlagen." „Hast du die Bücher schon durchgesehen, Guft?'^ „Bis jetzt noch nicht! Sie seien noch nicht ganz in Ordnung, meinte der Verwalter. Gr müsse *stoch die letzten Eintragungen machen, dann wolle er sie mir herüberbringen. Ich bin doch ganz überraschend hier hereingeschneit — mußt du „So! Und da hast du einfach ja und amen gesagt? Er müsse die Bücher erst noch in Ordnung bringen? Du, Gust, das gefällt mir ganz und gar nicht. Solche Bücher müssen immer in Ordnung sein. Die Bücher sieht man sich auch sofort an und wartet nicht, bis der Herr Verwalter die Bilanz so einträgt, wie sie ihm passend erscheint. Laß doch gleich mal die Bücher herüberbringen, Gust. Ich werde sie durchsehen. Aicht umsonst hat sich mein Vater Mühe gegeben, aus mir einen guten Geschäftsmann zu machen. Einiges hab' ich schon gelernt." „Das ist wirklich ein guter Gedanke, Theo! Willst du so gut sein und gleich zum Verwalter hinübergehen, dir die Bücher geben lassen. Ich reite solange zum Vorwerk hinaus. Der Pächter bat mich, sobald als möglich zu ihm zu kommen. Ich möchte den Mann nicht warten lassen. Er ist der einzige, der das Pachtgeld direkt an mich zahlt. Auf diese Weise bekomme ich bann etwas Geld in die Hand, denn der Verwalter behauptet, keinen Pfennig Ueberschutz zu haben. bclstücken waren Schnitzereien angebracht, mit Emblemen des Weidwerks. An den Wänden hingen Geweihe und ausgestopste Tiere, über dem Tisch schwebte eine zwötfarmige Krone, gleichfalls aus Geweihen zusammengesetzt. Durch die bunten Scheiben der Fenster fielen die ersten Strahlen der Märzsonne und beleuchteten ben kärglich geheckten Tisch, ber ehedem vor Ueberfluh fast erdrückt worden war. Heute stand nichts darauf als ein kleiner Bierkrug mit zwei Gläsern, ein derbes Landbrot, Butter, Schinken und Käse. So einfach das Gebotene auch war, so appetitlich sah alles aus. Frau Mertens, diei alte Haushälterin, war tüchtig, und sie liebte August Richter. Sie sorgte für ihn, soweit es in ihrer Macht stand. Als die Freunde gegessen hatten, trat sie herein, ein Körbchen mit vier Apfelsinen in der Hand. Sie hatte die Früchte gestern für ihr Geld gekauft. Der Verwalter bestimmte ja genau, was es im Herrenhause zu essen gab. Wie er auch das Essen für die Arbeiter und Tagelöhner bestimmte. Lieser anmaßende Mensch war Frau Mertens ein Lvrn im Auge, besonders in den letzten Jahren, seitdem der Amtsrat tot und August fern war. Er tat, als ob er hier der Herr war. Frau Mertens hatte wohl gesehen, wie der Verwalter erschrocken war, als ihm die plötzliche Ankunft des jungen Herrn gemeldet wurde. Sie war überzeugt davon, daß da vieles nicht in Ordnung war. Bei dem Verwalter gab es jeden Tag herrliches Essen, das wußte sie; die Vorratskammern drüben waren gut gefüllt. Aber — durfte sie beim etwas gegen die da drüben sagen? Der Verwalter besaß die Vollmacht über das gesamte Personal; er hätte sie kurzerhand entlassen können, und bann wäre auch ins Herrenhaus irgendein Geschöpf gekommen, das die Herrschaft begaunert hätte. So schwieg sie lieber und wartete auf ihre Zeit; wenn sie erst wieder vertrauter mit dem jungen Herrn geworden war, konnte sie vielleicht doch reden. Theobald Fischer sprang auf, als Frau Mertens hereinkam, gab ihr die Hand. „Kennen Sie mich noch, Frau Mertens?" „Aber, gewiß doch, Herr Fischer! Ich erinnere mich noch gut daran, als Sie damals als Junge hier waren, älnb ich freue mich sehr, daß Sie den Herrn August besuchen!" _„3a, Frau Mertens, mein Freund wird sogar längere Zeit hierbleiben. Lassen Sie noch ein Bett in meinem Schlafzimmer auf stellen; wir wollen wieder so zusammenhausen wie früher!" „Und baß ich es nicht vergesse, Frau Mertens", sagte letzt Theobald und zog seine Brieftasche, „ich trage natürlich meinen Teil bei zu der Haus- haltkasse. Hier, haben Sie zweihundert Mark, Fußleidenden steht jederzeit besonders ausgebildete fach- kundige Bedienung kostenlos zur Verfügung mma 8826 D Feit sur Lampe Konferven Prelfe bedeutend ermäßigt! 8798 A 2-Pfd.-Dose Spargel 2-Pfd.- Dose Leipz. 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