ttr. 37 Erster Via« Samstag, 13. Scbruar 1932 182. Jahrgang Deuischnabonale und Hindenburg ckandidaiiir I rauenundMäd- nct, Entfernung Der Slahlljelm-Prefkbienfl fchrcibl In feiner letzl- Icn Hummer unter der Uebrrfchrllt »Der (elb- ff ä n b i g e Weg de» Stahlhelm-, die maft- gebenben Stellen hätten bisher auch ble vom Stahl- poktfcheckkonto: Krontfrri om Main ne*«. vn»ck vstd Derloa: vrühl'sche Univclsilai§.v»ch. unö Sieinörederei R. tanze in viiefcei. Sd>nftleiting und Geschäftritelle: Schnlitraße 7. Helm geteilte ftuffafjung vertreten, haft b i e Wie- berwahl Hindenburg» kein eigentlicher Wahlakt im demokratischen Sinne lein lallte, fondern eine ft u r u n g . die den eigentlichen Wahlkampf übcrilüfflg mache. Von vieler tluffaflung, die der per|önlichen Würbe be» Rrichsprösidenlcn entfpredie, |el man offenbar jetzt abgegangen. Denn e» muffe al» da» Lrgebni» der Informator!- fchen Befpredjungen jwifchen bem Reichspräsidenten und den Stahlhelmbunbesführern feftgefleUt roerben, datz ber Reid)»präflbent feine ftanbi- dafür für die kommende Wahl aufrecht- erhalte, auch wenn diese Wahl j u einem fdjarfen Kampf der Parteien werden sollte. „Wir bedauern diese Sinnesänderung vor allem Im Interesse de» Rcidiopräflbcntcn selbst. Der Stahlhelm kann sich aber dadurch nicht von seiner gradlinigen Politik ad- halten lassen.- E» sei möglich, so heiht e» bann weiter, bah ber KysshSuserbunb ber ftrle- geroerclne binnen kurzem mit einem Aufruf zugunsten bet Wiederwahl Hindenburgs an ble Oefsentlichkelt trete, polltlfd) habe ber ftgffhäuferbunb allein bieten Schritt zu verantworten. chen au» allen öffentlichen Stellen und Bureau«. Die älteren Erwerbslosen mühten mit "Mitteln unterstützt werben, die nur ein Viertel dessen betrügen, was jetzt in die Gewerkschaft«- und Organitat.onskaflcn fliehe, ble jungen Erwerbslosen würden der ArbeitSdi« nstpslicht in Äaf e rnen zugeführt, wozu man die ßunrfbauten der betriebenen Organisationen benutzen werbe. bem eigentlichen j'bema vieler Konferenz der Sragc einer wirksamen Deschrnnfung ber Austungen. ablenken lassen. Xrohbem b'.eibt natürlich die Gefahr groh. bah Frankreich, sob lb Vie Konferenz sich erst in Äommifllonen dufgclbft haben wirb, um in die praktische Arbeit hineinzusteigen, seine in Wahrheit bem 2lbniftungSgebanten strikt jn- toibetlaufenben Vorschläge erneut einzuschieben sucht, und wenn eS damit auch nur eine Verwirrung und Verschleppung ber Konferenzarbeiten erreichen sollte. Hier wird e» unsere« ttr- achten« eine wesentliche Aufgabe der deutschen Delegation fein, ber Konferenz hm solche« Ausweichen auf Nebengleise, die im wilden Dickicht unvereinbarer Qlleinung6gegcnfähc enden müssen, mit aller ttnlschievenheit zu Pcrlegen und sie zu zwingen, ohne AuSsiuchfe beim eigentlichen Thema zu bleiben. Denn es läht sich nicht verkennen, bah. wenn die Vorschläge Tardieu» nicht blost als Sink gemeint find, sondern ernst genommen werden sollen, sie mit einer unverhüllten Spitze gcgerr Deulschlanv nicht» andere» varsteilen, al« die Aufrechterhaltung ve» für Deutschland gänzlich unerträglichen 'tihr quo der RüftungSun- flleichheit al« erste und wichtigste Vorauoletzung ür die unumschränkte Hegemonie Frankreich« in Europa Für naive Ohren klingt es nach dem Kanonendonner in Ostasien, wo zwei Qllitghcber be» Dölkerbunve» seit Monaten miteinander Krieg führen, sehr schön, wenn da« französische Memorandum dem Völkerbund eine Armee schassen will, die e« ihm ermögliche» soll, besser al« bisher in Internationalen Streitigkeiten seiner Autorität Geltung zu verschassen. Da» würde indessen voraussetzen, bah Vas Ideal be« Völkerbund» tatsächlich verwirklicht wäre und an die Stelle einer Gemeinschaft der Kriegsgewinnler zur Sicherung ihre« Raube« durch Aufrechterhaltung des in Versailles geschaffenen Rüftungsstande» ein wahrer Bund gleichberechtigter 2 a Honen tritt lind die» wieder ist undenkbar ohne eine völlige "Neuordnung Europa« auf Grund einer Revision ber Pariser Srieben«biftatc. die "Nationen minderen Recht» schufen und mit der Einkreisung be« entwassneten Deutschland« und feiner ehemaligen Verbündeten durch da« in Waffen starrende Frankreich und feine östlichen Trabanten den europäischen Frieden einer ständigen Belastungsprobe aussetzten Ohne eine vorausgegangene Angleichung der Rüstungen aber wurde die Verwirklichung de« französischen Plan» den heutigen Instand innerer Friedlosigkeit in der Mitte ve« europä'fchen Kontinents verewigen, die Völkerbiindsldee bliebe eine Utopie. Frankreich hielte mit feiner Riefen- armee al» Polizist de« Völkerbund« Europa durch ad erhielte - ein moralische» Mäntelchen, hinter dem e« sich jederzeit verstecken könnte, wenn eine andere Ration einmal wagen sollte, wider den Stachel zu löcken. Hier und dort hebt doch der imperialistische Pserdesutz hervor, so z. B. wenn da« Memorandum au« Konkurrenzneid vor der deutschen £*uftfd)iffabrt. die Vuftfabrt internationalisieren möchte und den Bau grober Flugzeuge beschränkt wissen will. Wie Tardieu in der Generaldebatte seine Vorschläge begründete, hielt sich natürlich ganz in dieser ßime Erst neue in der AbrüftungSsrage mit sich reden Iaht Und um Frankreich» Sicherheit«! aller Welt wirkungsvoll zu unterstreich« i. wird noch einmal die abgedroschene Mär von den drei Invasionen wiederholt, denen Frankreich im Kaufe de« letzten Jahrhundert« au «gelebt gerne en fein folL Die von der internationalen Ge- fchichtSsorfchung an Hand ber Dokumente in ihren Grunbfesten erschütterte Kriegsschuldlüge muh von Herrn Tardieu aufgewärmt werden, an da» Zugeständnis der ehemaligen angel- sächsischen VerbünLeten au« den, Jahre 1919 muh erinnert werden, um vor der Welt da« rührende Bild von der unschuldig verfolgten, von bösen Rachbam in Ehre und Leben bedrohten Marianne hinzuzaubern, ein Trick der leider im verflossenen Jahrzehnt dank einer ziel- bewuhten Propaganda der französischen Politik Freunde in aller Welt geworben hat. aber heul'- nicht einmal mehr in Amerika recht verfong-n dürfte. Schärfste Zurückweisung Mef#r Kampfe»- darüber aufkommen, dah der Stahlhelm feine im 13jährigen Kampf erworbenen Erfahrungen weder hinter parlamentarische Uebcrlegungen, noch hinter Rückfich- ten auf befreundete Gruppen zurück- ft e 11 e n wird. Der Stahlhelm hat in seinem langjährigen Kamps s i ch durch nicht« von seiner geraden Linie abbringen lassen. Er. der sich auf alle Schichten de« deutschen Volke« stützt, verfügt über eine so grobe und so fest in sich geschloffene Gefolgschaft, bah der zu- sammenbrechende Staat bei feinem Wiederaufbau auf diese Kräfte überhaupt nicht verzichten kann. Der Stahlhelm ist entschlossen, sich mit seinen Führern ohne Rücksicht auf die bei den Parteien bestehenden .taktischen" lleberlegungen einzufetzen, sobald er die dazu notwendigen Voraussetzungen erfüllt sieht Da« gilt sowohl im Hinblick auf die ReichSpräfidentenfrage, wie auch auf den unbedingt zu fordernden Wechsel be» RegierungSkurfeS .innalme von Snzeiae» für die lagetnummer bis zum Rachmmag vorher. Preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, au»märt» IO Be,ch»psenniq: für Be- hlameanieig«* von 70 mm Brette 35 Reichspfennig, Playvorschrist 20 . mehr. Chefredakteur Dr. Fried r 'lvilh. Lange. Verantwortlich für Vohtih Dr. Fr. Wllh. Cangt; für Feuilleton Dr H.Ibyrwt; für den übrigen leil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Max Filler, sämtlich in Dietzen. dieser Politik unter diesem Ramen weiter hin- junebmen. Sie glaubten nicht, dah der Reich»- Präsident bereit sein könnte, al« Kandidat derer auszutrelen, die mit seiner Ausstellung in Wahrheit nicht ihn, sondern eine Regierung erhalten wollten, von ber der ..Vorwärt»" gesagt habe, sie sei da» stärkste Bollwerk gegen den "Nationalsozialismus Sollte trotzdem diese« nationale Unglück geschehen, sollte der Reichspräsident allo wider alle« Erwarten f i ch bereit- finden lassen, al« Kandidat der Lin - ken aufzutreten und sich mit dem 6h- stem von heute zu identifizieren, so würden die Deutschnationalen selbstverständlich seine Wahl nicht fördern, sondern auf b a« allerschärsste bekämpfen. Sie würden da« tun au« Ehrfurcht vor dem Ramen be» Generalfelbmarschall» und au» Achtung vor sich Mbit Der Kampf gelte dem System von heute und jedem, der sich mit ihm identifiziere, gleichgültig, welchen Ramen er trage. Wa» nun Sie Frage einernationalen Kandidatur anlange, fo könne natürlich Endgültige» nicht gesagt werden, bevor man nicht wisse, wie der Reichspräsident sich entscheide. Schatse Absage bet NSDAP, an Hindenburg Goering fordert Bruch mit dem „Ctyftem* und Entscheidung zwischen Brüning und Hitler. Der Kampf um die Präsidentschaft. Dor der Entscheidung Hindenburgs. — Oie Lage noch nicht geklärt Fronten in Gens. Auf der internationalen Abrüstungskonferenz in Genf hat nun endlich, acht Tage nach der Eröffnung, die Generalaussprache, die in dieser Woche begann, den Vertretern der hauptsächlichsten Machte Gelegenheit gegeben, ihren grundsätzlichen Standpunkt au präzisieren. Frankreich, da« al» stärkste Militärmacht der Welt auf dieser Konferenz nur verlieren kann, wenn e» dort zu irgendwelchen greifbaren Ergebnissen kommen sollte, sah im Angriff da» beste Mittel ber Verteidigung feiner schwer bedrohten Position und überraschte daher die Konferenz schon vor dem Ikginn der allgemeinen Aussprache mit einem ausführlichen M e morand u m, das im Grunde genommen nicht» andere« wollte, als die ganze Debatte dadurch von vornherein auf ein andere« Gleis schieben, bah statt der Abrüstung die alte sranzölische Sicherhcit»- thefe wieder tu den Vordergrund gestellt würde. Tiber die Redeschlacht dieser Woche hat Herrn Andre Tardieu. ber al« neugebackener Kriegs- minifter dc« ungebildeten Sffabmett* Laval die französische Delegation in Genf führt, dahin belehren müssen, bah ihm dieser schlau autgvbedtc Theatercoup vorerst wenigsten« nicht geglückt ist. Niemand hat sich durch jarbieu« Manöver von Dresden, 13. Febr. (XU.) 3n einer Bezirks- verbanbsversammlung her DRBP führte Ober- finan^rat Dr Bang u a. au« ES sei für ben historischen Ramen de« Generalfeldmarschall« im höchsten Mähe bedauerlich, dah dieselben Kreise, die ihn bei seiner W «hl so schwer beschimpft Outten, heute feine Kandidatur betrieben. ES fei für bic Deutschnationalen se 1 bstverst a n b l i ch unmöglich, Arm in Arm injt Deimling und Heilmann und Genossen an bet' Wahlurne zu erscheinen. Sieben Jahre lang sei ber grohe Name de« FelbmarfchallS von ben Vertretern deS heutigen StzstemS benutzt worben, um über Locarno. Völkerbund unb Voungplan eine Politik zu ermöglichen, an ber Deutschland zugrunde gehen müsse. Vor allem habe daS Kabinett Brüning nur unb ganz allein Unter dem Schutzschilb bieses Namen« wirken können. Auch die zum Teil mit dem Miszbrauch verfassungsrechtlicher Mittel betriebene Knebelung deS nationalen Freiheit-Willen« während ber letzten zweieinhalb Jahre sei unter bem Schutz biese« Namens vor sich gegangen. Die Deutschnationalen seien nicht gewillt, bic Fortsetzung GießenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Berlin, 12. Febr. (WIB.) Die bisher dem Hindenburg-Auslchufz gemeldeten Eintragungen hatten heule nachmltlag bereit» 1,7 Millionen überschritten. Der Hindenburg-Au:schuh macht nochmal» darauf aufmerkfam, dah die Lln- zeichnungslislen für den Wahloorfchlag de» Reichspräsidenten oon Hindenburg am Samstag, den 13. Februar, e n d g ü l I I g geschlossen werden. Die Besprechungen über die Rclch»prasidenlcn- wahl sind auch heute In den verschiedenen polnischen Gremien und Gruppen wellergegangen, ohne dah bl» zum Abend eine Erklärung erfolgt wäre. L» Ist möglich, dah die Dinge morgen mehr vorwärts kommen. DebenfaU» ist für morgen eine Konferenz de r Harzburger Front angejehl, und autzcr- bein werden die Bundesführcr des Stahl- Helm» morgen voraussichtlich erneut vom Reichspräfidenten empfangen werden. 3m Stahlhelm dürste die Auffassung noch nicht einheitlich fein. Vielleicht kommt die Bundesführung nach den morgigen Besprechungen zu einer Klärung ihrer Haltung. 3m Augenblick liegt der Schwer- punkt aber wohl beim Kyfshäuferbund. Sobald der kysshäuserbund mit feinem Aufruf heraus- fommt, wird nach Auffassung gut unterrichteter kreise für den Reichspräsidenten der Augenblick gekommen sein, seiner WieberauffteUung zuzuftim- men. Bekenntnis zu Hindenburg. ttcncialobcrft Graf von Vvttznter an hi n Aeidmarsi all. München, 12. Febr. (TU.) Wie ber Hinden- burg-Ausschuh Bayerns mitteilt, hat General, o b e r ft Graf non Bothmer an den Reichspräfidenten von Hindenburg ein schreiben gerichtet mit der Bitte, er möge sich entschlichen, das grohe Opfer ZU bringen und dem Rufe Folge zu geben, den hunberttnufenbe treudeutscher Reichs angehöriger in den nächsten Tagen erlassen werden, sich als Kandidat für die Wahl zum Reichspräsidenten erneut zur Verfügung zu stellen. Graf von Both- mer schreibt, es sei ihm leider nicht ba» Recht verliehen, diese Bitte im Namen aller ehernaU- gen Angehörigen ber Königlich-bayerischen Arme e auszulprechen, die unter der Führung des Generalfeld Marschalls im Weltkriege den Feind in ungezählten Schlachten und Gefechten von den Reichsgrenzen fern- gehalten haben. Er fei jedoch fest überzeugt, dah seine Kriegs geführten in übermalt!- genber Zahl sich am Wahltag an bic Urne drängen würden, um ihre Stimme für den hochverehrten Führer in großer Zeit abzugeben. Oie Christlichen Gewerkschaften. Berlin, 12. Febr. (XU ) Der Vorstand des Gefamtverbandes der Christlichen Gewerkschaften Deutschland« hat an den Reichspräsidenten fol- genbe« Telegramm gerichtet: ..Der Vorstand bcö Desamtverhande« der Christlichen Gewerkschatten Deutschlands tuttet den Herrn Reichspräsidenten im Ramen der deutschen christlich- nationalen Arbeiterschaft, dem Wunsch des Vo'keS ftatt)ug:bcn und nochmals daS verantwortungsvolle Amt des Präsidenten dc« Reiches auf sich zu nehmen, um das deutsche Volk zur inneren Befriedung und na- tionalen Freiheit zu führen." Heichsvereinigung ehemaliger Kriegsgefangener. Berlin. 12. Febr. CSU.) Die ReichSvereini- gung ehemaliger Kriegsgefangener hat an den Reichspräsidenten folgende« Schreiben gerichtet: -Hochzuverehrenber He r Reichspräfioent und Gc- neralfeldmarscha'l! Der Kampf unfe.eS Volke« um Freiheit und Gleichberechtigung un; um die liehe - Windung der w.rtschaftlichen Rot crheifcht mehr denn je eine starke Führung, bi c. über den Parteien stehend, die Einheit de« Volkes verkörpert. AIS Verband der ehemaligen Frontkämpfer aller Richtungen zu Volksgemeinschaft.icher -arbeit umfahl ist e« uns ein Bedürfnis, tn diesem Tlugenblick Ew. Exzellenz erneut unserer un- verbrüchlichen Treue unb geben- heit zu versichern und der Bitte Ausdruck xu verleihen. Sw. Exzellenz möge sich bem Ttufc de« Dolkes anläßlich der bevorstehenden Reichspräsidentenwahl nicht versagen. Der Stahlhelm und Sindensurg. Altona, 12. Febr. (TU.) Auf ein« Stahlhelm-Versammlung erklärte der Bundesfuhrer Seldte zur Reichspräsidentenwahl. e« sei be- bäuerlich, dah Hindenburg den alten Soldaten und feinen früheren Wählern b i e W ah l fo schwer mache. Obwohl in der am Mittwoch stattgefundenen Aussprache cm Abkommen nicht erzielt werden konnte, muffe versucht werden, eine anständige Losung zu finden. , , _ . 3m Anschluh an die Kundgebung fand noch eine geschlossene Veranstaltung statt, auf der Dundessührer Seldte sich vertraulich zu der politischen Lage äuherte. Die Pressestelle be« Stahlhelm teilt hierzu mit: Seldte lieh keinen Zweifel dar S'Sä-». VL!!*** legst ik l“ ann al,° die Schulz [tenb bic gerade für die Aermsten der Armen, für die Verfolgten: .Herr Reichspräsident. Sie müssen sich entscheiden, entweder gehört 3hr Vertrauen bem Repräsentanten be« heutigen Systems, gekennzeichnet durch den Reichskanzler Brüning ober dem Repräsentanten be« neuen jungen Deutschland. Adolf Hitler. So. wie Sie sich entscheiden, so entscheiden wir un«." Damals glaubten Sie. sich für "Brüning entscheiden zu müssen. Gut. Herr Reichspräsident, e« gibt jetzt nur zwei Möglichkeiten Dort mag stehen, wer ba« heutige Softem verteibigt unb sich stützt auf die Parteien, die Träger und Schöpfer be» heutigen Systems sinb Hier mag der Mann stehen, der Deutschland au- tieffter Schmach und Rot noch einmal emporgeführt hat Danach soll und must da« deutsche Volk sich entscheiden. Bereit zur tiebernahme der Regierung. München, 12. Febr. (ERB' Al« (Stoff- nungtfunbgebung für die Reichsprälidentenwahl veranstaltete die NSDAP am Freitag abend in München eine Versammlung, in ber Stadtrat Esser erklärte, er habe sich die Ermächtigung hierzu soeben von Hitler geholt bah 11 e ihre Stimme Hindenburg nicht geben würden, solange er nicht von Dr. Brüning al« Reichskanzler abrücke. Die Rationalsozialisten seien bereit unb gerüftet bie Regierung zu übernehmen. Eine ihrer ersten Mast, nahmen werde die Beseitigung berflrbeit». I o I i g f e i t auf folgendem Wege fein: rücksichtsloses Einschreiten gegen bie Doppelverdie- Berlin. 12. Febr. (2M.) 3n einer nationalsozialistischen Massenversammlung in ben Xcnni«- hallcn sprach am Freitagabenb ber politische Beaustragte Hitler«. Hauptmann a. D. G ve- ring. Wir wollen, so führte er au«, wenn wir einen neuen ReichSpräsibenten wählen, vor allem einen Kurswechsel haben. Wir verlangen, bah ber heutige R e i ch S p r ä s i b e n t mit bem beseitigen Softem o&llig briajt. Solange bas nicht geschehen ist. reben wir über solche Kandibaturen überhaupt nicht. Wenn heute von Wirth über Crispin bi« Hörsing unb Hölter- mann eine Front hergestellt wird, die einen neuen Reichspräsidenten bestimmen soll, bann müssen toir sagen: Wir danken dafür, wir stellen un« nicht in eine Front mit diesen Leuten Gewisse Ratgeber müssen von allen guten Geistern verlassen sein, wenn sie e« dem Felbmarschall beibringen konnten, sich von dieser Front auffteOcn zu lassen. Un« verbietet untere ganze Weltanschauung, mit diesen Leuten auch nur auf einen Meter Abstand zu*ammenzugehen. Wer von diesen Fronten, von diesen Parteien, von diesen Namen auf den Schild gehoben wird der ist gegen un« Er stößt bei un« auf Ablehnung. Mag er heihen, wie er will, mag er sein, wer er will. Wenn wir jetzt zur Reichspräsidentenwahl schreiten, erinnern wir un« daran, wie wir damals mit dübel unb Freube für unseren Feld- marichall eintraten; bann aber erfolgten sieben Jahre Enttäuschung unb Erbitterung. Wenn er heute seine Hilfstruppen in jenem verräterischen Lager sucht, bann können wir ihm nicht mehr folgen. Ueber einen Namen, über eine Person steht un» ba» Volk unb bic Nation. In diesem Empfinden wissen wir uns ein» auch mit jenen Verbänden unb Parteien, die sich gemeinsam auf ber Ebene der nationalen Front zum Sturz unb zum Kampf gegen diese- System beret t- gefunden haben. Trotz aller bitteren Enttäuschungen der letzten sieben Jahre glaubten wir cs auf Grund des ehrwürdigen RamenS. noch einmal auf un« nehmen zu können, dem Feldmarschall die Chance zu geben, von un« gewählt zu werden. Wir stellten keine scharfen Bedingungen, aber eineS mußten wir fordern. Erscheint täglich,autzer Sonntags unb Feiertag» Beilagen: Die Illustrierte (Bitnentr ftamilienblotter Heimat m Bild Die Scholle Ulonati Bejngsprtts: Mit 4 Beilagen WDl 1 *J5 Ohne Illustrierte , t 80 Zustellgebühr .. , -.25 Ruch bei Richtericke inen von einzelnen Rummem infolge höherer Gewalt. Lemfvrechanfchlüfse enter Sammelnummer 2251 Anschrift |ür Drabinach- richten Anzeiger tieften. Methoden, die ebenso wie die formulierten Dor. schlage Frankreichs den Stempel der Heuchelei und älnwahrhaftigkeit an der Stirn trugen, haben weite Kreise des deutschen Volles in der großen Genfer Rede des Reichskanzlers Dr. Brüning vermißt. Es ist dem Kanzler vielleicht auch nicht leicht geworden, — unter Verzicht auf billige in. nerpolitische Lorbeeren, die in seiner Situation einem Schwächeren besonders verlockend erschie. nen wären — sich in seiner Rede vor der Genier Abrüstungskonferenz eine so starke Zurückhaltung aufzuerlegen, statt dem Wortführer der franzö. fischen Delegation mit gleicher Münze heimzuzah. len. Er hat in klugem Abwägen der stärkeren psychologischen Wirkungen im Auslande die Auseinandersetzung mit den Thesen des französischen Memorandums Frankreichs ehemaligen Verbün. beten überlassen, Und zweifellos mußte es eine ganz andere Wirkung haben, wenn die Väter des Versailler Vertrage s und die Der. fasser des Völkerbundspaktes selber in so scharfen und unwiderleglichen Worten wie sie z. D. Grandi gefunden hat, Frankreich als den Mitunterzeichner und Hauptnutzn'.eher der Der. träge an seine Unterschrift unter die bindende Verpflichtung erinnerten, den im Weltkrieg unterlegenen Staaten in der ihnen aufgezwungenen Herabsetzung und Degren. zung der Rüstungen zu folgen, als wenn diese Er- innerung von dem Vertreter einer dieser bereits entwaffneten Völker gekommen wäre. Den Kanzler haben seine eingehenden Vorbesprechungen mit den Außenministern Italiens und Englands in seinem Entschluß bestärkt, seine erste Rede vor dem ihm neuen Genfer Forum unter Verzicht auf polemische Auseinandersetzungen und Eingehen auf Einzel, fragen ganz auf das älmreihen der großen ethi. schen Aufgabe der Abrüstungskonferenz abzu. stellen, Und der unbestreitbar außergewöhnlich große Eindruck, den seine Rede und die hinter ihr stehende Persönlichkeit des Kanzlers in Genf wie in der Weltöffentlichkeit gemacht haben, ist wohl der beste Beweis, daß Brüning das Richtige ge. troffen hatte. Dem hohen sittlichen Ernst, der unbedingten Ehrlichkeit der Gesinnung, die die Persönlichkeit Des Kanzlers in hohem Maße ausmachen und ihm auch die Achtung innerpolitischer Gegner ein. getragen haben, der sachlichen Eindringlichkeit feiner Darlegungen und der klaren Festigkeit seiner Sprache konnte sich auch die Genfer Versammlung nicht entziehen. Der Kanzler stellte vor die Völker die starke ethische Grundlage der Abrüstungs. Verpflichtung, die namentlich die lebende Ration der Frontkämpfer des Weltkrieges unter dem un» verwischten Eindruck des furchtbaren Geschehens empfinde, aber auch die große Besorgnis um die Zukunft des Abrüstungsideals, wenn das Ge- schlecht der Frontkämpfer an seiner Verwirk- lichung einmal gescheitert fei. Scharf geißelte der Kanzler die Bemühungen, „den bestehenden, unseligen Zustand des bewaffneten, auf ungleichen Rechten ausgebauten Friedens aufrechtzuerhalten" und erhob unter Ablehnung des lückenhaften und unzureichenden Konventionsentwurfs die deutsche Forderung an die Konferenz, das Problem der allgemeinen Abrüstung, auf die Deutschland nach Der eigenen Entwaffnung einen rechtlichen unö moralischen Anspruch habe, „auf dem Boden der Gleichberechtigung und auf der Grundlage gleicher Sicherheit für alle Völker" einer brauchbaren Lösung entgegenzuführen. Hier liegt der Kern für die Gesinnung, in der Deutschland den Kampf in. Genf führen wird. „Völlig gleiche Rechte und Pflichten, das Wort durchzieht wie ein roter Faden die Ausführungen Brünings. Wer ins einzelne gehende konkrete Vorschläge erwartet hatte, sieht sich enttäuscht. Brüning als einziger in Genf anwesender Regierungschef sah seine Auf. gäbe anders, er durfte aus dem Rahmen der Generaldebatte herausfallen und er mußte es auch, um den Eindruck zu vermeiden, als ob die Ab. rüstung eine Angelegenheit fei, die im Wesent. lichen nur zwischen Frankreich und Deutschland unter mehr oder weniger wohlwollender Assistenz der andern Völker zum Austrag komme. Hätte der Kanzler sich in eine Kritik des französischen Memorandums, das er nur in einer kurzen scharfen Bemerkung beiseiteschob, festgebissen, wäre das Wasser auf Tardieus Mühle gewesen, dem nichts hätte gelegener kommen können, als durch einen scharfen Zusammenstoß mit dem Kanzler, den er selber mit seiner Rede geradezu provoziert hatte, schon zu Beginn der Konferenz die Beratungen in das von den Franzosen gewünschte Fahrwasser unsachlicher Debatten abzuleiten. Auch deutsche Gegenvorschläge hätten in diesem Augenblick der gleichen Verschleppungstaktik Vorschub geleistet, abgesehen davon, daß sie in der Menge der vor- gebrachten Programme kaum sehr wirkungsvoll zur Geltung gekommen wären. Es mußte für die deutsche Politik in Genf weit günstiger sein, wenn mit detaillierten Vorschlägen hochgerüstete Groh- Mächte wie Amerika und Italien voran, gingen. Wenn nun die deutsche Delegation ihrer, seits ein Abrüstungsprogramm für die bevor- stehende Ausschutzberatung ankündigt, so kann sie mit der ungeteilten Aufmerksamkeit der Konferenz und der Weltöffentlichkeit rechnen. Die Generaldebatte in Genf hat schon klar die Fronten gezeigt, in denen sich die Mächte zur Abrüstungsfrage stellen. Aber diese Frontbildung ist darüber hinaus ein ziemlich klares Spiegel- bild der weltpolitischen Konstellation, wie sie der chrnesisch-japenische Konflikt im Fernen Osten zum erstenmal wieder deutlicher herausgearbeitet hat. Hier wie dort ein Aneinanderrücken Frankreichs und Iapans, die beide jeder Abrüstung widerstreben und sich hinter die von den geographischen Besonderheiten ihrer Länder bedingten besonderen Sicherheitsbedürfnisse verschanzen. An Frankreichs Seite selbstverständlich und unbedingt Polen und die Tschechoslowakei, die in der Aufrechterhaltung ihrer mit französischen Franken bezahlten Rüstungen und der Riederhaltung Deutschlands und Lln- garns die einzige Sicherung ihres Besitzstandes sehen. Richt viel anders lautet die Rechnung Rumäniens und Südslawiens, die ge- gen Rußland, Ungarn und Italien Schutz bei Frankreich gefunden haben. In einigem Abstand folgt Belgien, das nicht mehr in allen Dingen die Pariser Politik für das einzig Wahre hält. Auf der anderen Seite Sowjetrutz- l a n d als radikalster Befürworter der allgemei- nen Abrüstung. Sein Außenkommissar Litwinow hat eben erst wieder in Genf von der Bedrohung gesprochen, der sich Rußland ausgesetzt fühlt trotz der neuen Richtangriffsderträge mit Frank, reich, Polen und den Randstaaten. An Rußland haben die Türkei und Persien Anlehnung gefunden. Die Regierung Kemal Pa'chaS und das Kabinett Denifelos in Griechenland bilden von dieser politischen Gruppe die Brücke zu Italien, das mit einem Fuß in Albanien jenseits der Adria steht und in Bulgarien und Ungarn (offenbar auch noch nach dem Rücktritt Bethlens) seine Freunde hat. Italien hat in Genf mit einer offenherzigen Rede seines Außenministers Grandi und geschickt formulierten radikalen Vorschlägen mutig den Angriff gegen Frankreich eröffnet. Es findet an seiner Seite neben der russischen Gruppe und seinen kleinen Freunden vor allem Deutschland und die Vereinigten Staaten, wenn auch die amerikanischen Forderungen in der Flottenfrage nicht so weit gehen und wenn auch Amerika anscheinend im Gegensatz zu Deutschland in dem Konventionsentwurf ein brauchbares Derhand- lungsinstrument sehen möchte. Darin berührt es sich mit E n g l a n d , das in der Abrüstungsfrage vorerst noch ebenso zögernd z w i s ch e n den Fronten steht wie in dem Ostasienkonflikt. Sir Iohn Simon schlängelte sich in Genf mit großer Geschicklichkeit zwischen dem deutschen und französischen Standpunkt hindurch, wie ja auch die englische Politik in der Reparationsfrage ein vorzeitiges Festlegen vermeiden möchte und sich auch in der Schanghaiaffäre nicht recht ent- schließen kann, die alte Bundesgenossenschaft mit Iapan zu vergessen und rückhaltlos an Amerikas Seite einzuschwenken. Wir werden diese Konstellation der Mächte im Auge behalten müssen und jede Verschiebung auf dem weltpolitischen Schachbrett scharf beobachten, um uns in Genf sowohl wie auf der nun für den Frühsommer in Aussicht genommenen Tributkonferenz vor un- angenehmen Ueberrafchungen zu schützen. Ein neues Spiel um hohe Einsätze scheint begonnen, welche Karten werden wir uns dabei sichern können? DeiiW-ilalienische Zu'aimnenarbeil in Gens. Grandi reist zur Berichterstattung nach Genf, 12.Febr. (TU.) Der italienische Außenminister Grandi reist am Samstag für einige Tage nach Rom, um dem Regierungschef Mussolini Bericht über die bisherigen Ergebnisse der Abrüstungskonferenz zu erstatten. Diese Ergebnisse werden auf italienischer Seite in Bezug auf die Klarstellung der Haltung der europäischen Großmächte als so bedeutend angesehen, daß eine Stellungnahme der Regierung zu den weiteren Der- Handlungen als unbedingt notwendig erscheint. Man betont insbesondere die große praktische Bedeutung einer engen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Italien auf der Abrüstungskonferenz und hebt hervor,daß sich bereits in der erstenlvoche der Abrüstungskonferenz eine erfreuliche und erfolgreiche Uebereinstimmung zwischen den beiden Abordnungen ergeben habe, die auf einer gleichen Livslellung in den gruudsählichen Fragen des Abrüstungsproblems beruhe. Man vertritt ferner die Auffassung, daß sich im Laufe der unvermeidlichen schweren Kämpfe der nächsten Zelt ein gemeinsames vorgehen der beiden Mächte als immer dringender notwendig erweisen werde und daß in allen Fragen der Abrüstungskonferenz heute bereits völlige Heber- einftimmung zwischen der deutschen und der italienischen Regierung bestehe. Die warme Aufnahme der Rede Grandis in der deutschen Presse ist auf italienischer Seite allgemein begrüßt worden. Man nimmt an, daß die Meinungsverschiedenheiten, die während der Verhandlung des deulsch-öslerreichischen Zollunion-planes zwischen Deutschland und Italien zutage traten, nunmehr in dem gemeinsamen Kampf für die Ab- rüstung überwunden werden, von großer praktischer Bedeutung wird ferner die deutsch-italienische Zusammenarbeit bei den hier in einigen Wochen zu erwartenden Reparationsbesprechun- gen fein, zu denen Reichskanzler Brüning, der englische Ministerpräsident Macdonald, Grandi und Laval erwartet werden. Sie Lausanner Konferenz für Juni einbemfen. Berlin, 13.Febr. (MTB. Funkspruch.) Amt- lich. Die Regierungen Belgien», Frankreichs, Deutschland», Italiens, Japans und des vereinigten Königsrelches von Großbritannien haben von dem Baseler Sachverständigenbericht Kenntnis genommen und sind dahin über- eingetommen, den übrigen beteiligten Regierungen die Vertagung der Konferenz auf den Monat Juni zu empfehlen. Aufgabe der Konferenz wird es fein, sich über eine dauerhafte Regelung der In dem Bericht der Baseler Sach- verständigen aufgeworfenen Frage und über die Methode zu verständigen, um die anderen wirtschaftlichen und finanziellen Schwierigkeiten zu lösen, welche die gegenwärtige wellkrlsis verursacht haben und sie verlängern könnten. Zu dieser Entscheidung sind die oben erwähnten Regierungen in der Hoffnung gekommen, daß hierdurch die internationale Lage erleichtert wird. Von unterrichteter Seite hört das WTB. zu obiger Erklärung: Die Reichsregierung hat mit dieser Vereinbarung ihr Ziel der Einberufung der Lausanner Konferenz erreicht. Die Reichsreglerung hätte allerdings, ent- sprechend dem Baseler Sachverständigenbericht, den Zusammentritt der Konferenz früher und nicht erst im Laufe des Juni gewünscht. Sie hakte daher ihrerseits einen früheren Zusammentritt angeregt und die dahin gehenden Bemühungen der englischen Regierung von Anfang an auf das wärmste begrüßt und unter- stützt. Hessens Finanz- Eine Auskunft des ZinanzministerS Fehlbetrag Darmstadt, 11. Febr. Aus eine Große Anfrage der Nationalsozialisten erklärte der hessische Finanzminister u. a.: Der Staatsooranschlag für 1931 war bekanntlich mit einem Ausgleich der Einnahmen und Ausgaben zum Abschluß gebracht worden. Der Verlauf des Voranschlagsjahres hat den damaligen Erwartungen nicht entsprochen. Nach der bisherigen Entwicklung wird man annehmen müssen, daß bei den forstlichen Einnahmen sowie bei den Betriebsüberschüssen vonBad-Nauheim und den Weinbaudomänen mit einem Mindererträg- nis von 0,9 Millionen zu rechnen sein wird. Die Reichs st euer- Ueberweisungen lassen einen Ausfall von rund 8,5 Millionen ermatten. Bei den hessischen Staats steuern wird ein Ausfall von 4,0 Millionen entstehen und bei S t e m- peln und indirekten Auflagen mit einem Minderertrag von rund 2,0 Millionen. 3m ganzen werden also an Deckungsmitteln 15,4 Millionen gegen den Voranschlag fehlen. Demgegenüber lassen die verschiedenen Notverordnungen für die Staatskasse an Erleichterung gen eintreten: und Kassenlage. Kirnberger. - 6,2 Millionen Mark für 1931. Durch die Besoldungskürzung eine Minderausgabe von 3,3 Millionen. Durch die hessische Notverordnung vom 21. September 1931 in Verbindung mit der neuesten Reichsnotoerordnung eine Ersparnis von 2,4 Mill. Durch eine Drosselung der sachlichen Ausgaben, auch durch die Herabsetzung der Preise und Löhne eine Minderausgabe von vielleicht 3,5 Millionen. Das sind im aanzen Rechnungsjahr 9,2 Millionen Mark Ersparnisse gegenüber dem Voranschlag. Danach mürbe sicheinFehlbetragim Rechnungsjahr 193t von 6,2 Millionen Mark ergeben. Alle diese Zahlen können selbstverständlich nur schätzungsweise angegeben werden. Daß diese ungünstige Entwicklung der Etatslage für d i e Kasse Schwierigkeiten bringen muß, ist selbstverständlich. Der Unterschied zwischen größeren Ausgaben und geringeren Deckungsmitteln mußte auf dem Wege des Kredits herbeigeschafft werden. Die Regierung war hierzu auf Grund des Finanzgesetzes zum Staatsvoranschlag 1931 berechtigt. S Lederaufnahme des Kampfes an der Tschapei-Front. Schanahai, 12. Febr. (WTB.) Das Ersuchen der Chinesen um eine Verlängerung des Aoffenstillstandes in Tschapei, damit mehr Ziollpersonen die Stadt verlassen könnten, ist von den Japanern mit der Begründung abge- lehnt worden, daß die Chinesen heute früh das Feuer eröffnet und so den Waffenstillstand gebrochen hätten. Den ganzen Abend hörte man an der Grenze des amerikanischen und des englischen Viertels der internationalen Konzession heftiges Geschütz feuer. Damit sind an der Tschapeifront die Feindseligkeiten wieder eröffnet worden. Die Japaner setzten ihre Angriffsvorbereitungen in aller Stille fort. Zwei Frachtdampfer haben gestern nachmittag Munition für Gewehre, Maschinengewehre, Geschütze und Bombenflugzeuge herangeführt. Außerdem ist südlich von Wusung ein großes Truppenkontingent gelandet worden. Die chi- nesische Front erstreckt sich jetzt 23 Kilometer lang von Tschapei bis Wusung. Die drei Divisionen von Kanton stehen in vorderster Front. Die Kantonführer verfügen über 35 000 bis 40 000 Ne japanischen Truppen haben nach längerer schwerer Artillerie- und Maschinengewehr- besc^eßung mit Unterstützung der Kriegsschiffe und Luftstrettkrafte den Sturm auf d i e Forts begonnen. Bisher ist es den Japanern nicht gelungen, irgendwelche Fortschritte zu machen. In den Wusung-Forls während desWaffenstillstands Bcsrrüj im chinesischen Haup:q artter Schanghai, 12. Febr. (WTB.) Der Waffen- ftJIftanb an der Wusung-Front ermöglichte dem deutschen Lehrkörper der Tschungschl-Uni- v e r s i t ä t die Fortschaffung eines kleines Teiles von persönlichem Eigentum, von Lebensrnitteln und Manuskripten, model jedoch der Abtransport derwertoollenBüchereiender Professoren Stuebel und Othmer unmöglich war. Pros. Othmer vermißt u.a. eine kürzlich fertiggestellte chinesische Uebersetzung von Hindenburgs „Mein Leben". Der Korrespondent des WTB. begleitete die Expedition, die Wusung nach weiten Umwegen erreichte und überall von den Chinesen gefördert wurde Der Korrespondent stellte fest, daß entgegen den japanischen Meldungen die Universität weder von chinesischen Truppen besetzt, noch zum Stutzpunkt ausgebaut ist. Der Uni- oersitatskompler ist völlig verlassen und durch die japanische Beschießung schwer beschädigt. Das Elektrolaborator i.um ist völlig zer- st ö r t, desgleichen das unlängst erbaute Physiologische Institut mit wertvollen Apparaten und der Bücherei. Während der Besichtigung kreiste ein japanisches Flugzeug über der Universität. Auf dem Rückwege besuchte der Korrespondent das Stabsquartier der Wusung verteidigenden Brigade und interviewte den kommandierenden General Wong, der in Europa ausgebildet worden ist. Wong und die Stabsoffiziere betonten ihren Entschluß, Wusung bis zum äußer st en zu verteidigen. Sie erklärten, daß die chinesischen Soldaten der japanischen Infanterie überlegen seien, daß aber die japanische schwere Artillerie und die Luftwaffe den Gegnern ein großes Aebergewicht verliehen. Wong dementierte die von japanischer Seite ausgestreuten Gerüchte, daß deutsche Berater in den Wusung-Forts tätig seien. Der Rückweg führte durch das Wusung vorgelagerte flache, Flandern ähnliche, von zahlreichen Gräben durchzogene Gelände, wo die Chinesen vier Srabenlinien vorbereiten und sich augenscheinlich auf einen langwierigen Verteidigungskrieg einrichten. Kleine politische Nachrichten. Das Preußische Kabinett verabschiedete am Freitag den preußischen Haushalt, der sich in ben Einnahmen und Ausgaben deckt. Der Haushalt wird in der kommenden Woche dem Staatsrat zugehen und in übernächsten Woche den Landtag beschäftigen. * Der Parteivorstand der Deutschnationalen Volkspartei ist von Dr. Hugenberg auf Mittwoch, 17. Februar, nach Berlin einberusen worden. Aus der Tagesordnung stehen die Reichspräsidentenwahl und die kommenden Parlamentswahlen. • Wie von deut'chnationaler Seite mitgeteilt wird, hat der frühere Reich tagsab eordnete Oberst a. D. v. G i l s a, der vor einiger Zeit aus der DVP. ausgetreten war, feinen Hebertritt zur DRVP. erklärt. In der französischen Kammer wurde, nachdem Radikale und Sozialisten unter Protest die Sitzung verlassen hatten, eine Wahlrechtsreformvorlage angenommen, die den Frauen das Wahlrecht gibt, aber auch den zweitenWahl- gang abschafft, wenn ein Kandidat mindestens 25 Prozent der wahlberechtigten Stimmen erhalten hat. Die Linke fürchtet von dieser Maßnahme die Vernichtung der Mittelparteien. e Freunde des Premierministers Macdonald sind bemüht, ihn nach seiner Augenoperation zu einer Erholungsreise nach dem Mittelmeer oder Indien zu bewegen. Macdonald hegt den Wunsch, auf der Abrüstungskonferenz eine große Rede zu halten. Er ist vorläufig noch nicht in der Lage, zu lesen und wird die Klinik voraussichtlich nicht vor zehn Tagen verlassen können. ü genden A lich _all. ausgedehnt' if“ uni) ju Betttüchern sr-runUHrei-z fam ii Schwurgericht' Sg-as.1 ffinr Lehmann > WW ftänbnis nur die Ntkfahrens eez W einen gretfpn« schuld |U ««* J. {er Verurteilung, morsen, so daß da. kräftig >st. lodessturz mit c llnQuakenbrüä in der Lacht zu er gerufen. Er genet starker Bereifung dei 5er Dagen stürzte ßrft am Morgen wu Arbeiter sahen aus o dach herausragen. - wurde das Auto ai Am Steuer fand man tes, der, nach den L lich versucht hat, sich Aus aller Welt. Die Feier des 10. krönungslages des Papstes in Rom. Von jubelndem Beifall einer nach Tausenden zählenden Menge begrüßt, hielt Pap st Pius XL Einzug in d i e Peterskirche, um an der Messe teilzunehmen, die Kardinal L o c a t e ll i, der erste von Papst Pius XI. kreierte Kardinal anläßlich des heutigen Krönungstages des Papstes zelebrierte. Nachdem der Papst die heiligen Paramente und seine kostbare Tiara in der Kapelle des Heiligen Sebastian angelegt hatte und den Tragsessel bestiegen hatte, erschien der päpstliche Zug in der Basilika. Im selben Augenblick stimmten die silbernen Trompeten die Papsthymne an und die Menge brach in ein tausendfaches „Evviva" aus. Vor dec Chorkapelle machte der Zug einen Augenblick Halt. Der Papst begab sich zur Verehrung des heiligen Sakramentes in die Chorkapelle. Der Papst ließ sich dann durch das Spalier der päpstlichen Truppen zum Altar der Catedra tragen, wo er von einem Thron aus der Messe beiwohnte. Nach der Messe begab sich der Papst wieder in feierlichem Zuge bis hinter den Konfessionsaltar. Dort forderte er umgeben von seinen Kardinälen die Gläubigen aller Welt auf, sich mit den Gebeten zu vereinigen, die er an den Allmächtigen Herrn richten wollte im Hinblick auf die Gefahren und Mühen, von denen alle Nationen und die ganze Menschheit jetzt betroffen sei, Gebete für den allgemeinen Frieden. Dann sprach der Papst einige liturgische Gebete und erteilte zum Schluffe den päpstlichen Segen. Von neuem Beifall begleitet, kehrte der Papst sodann in feine Gemächer zurück. Schwere Raubüberfälle im Rheinland. In den Kassenraum der Rhein. Energie-AG. (Rhenag) in Köln- Deutz drangen drei maskierte Räuber im Alter von etwa 20 Iahren ein. die mit Pistolen bewaffnet waren. Sie überwältigten den Kassierer und zwangen ihn unter Drohungen, den Geldschrank zu öffnen, dem sie etwa 15 000 Mark entnahmen. Sodann fesselten und knebelten sie den Kassiere r und entkamen unerkannt mit ihrer Deute. — Auf den Kassensekretär Engstenberg, der im Auftrage der Stadthauptkasse Opladen in der Verwaltungsnebenstelle in Lützenkirchen die Auszahlung der wöchentlichen Unterstützungen an die Unterstützungsempfänger vornehmen wollte, wurde auf dem Wege zur Auszahlungsstelle ein Raubüberfall verübt, wobei den Tätern 2000 Mark in die Hände fielen. Engstenberg wurde von den Tätern vom Rade gerissen und niedergeschlagen. Die Räuber sind unerkannt entkommen. Treibstoff aus Holz. Die Aot der deutschen Forstwirtschaft macht einen verstärkten Absatz inländischen Holzes zum zwingenden Gebot. Der Reichsstädtebund hat deshalb für die notleidenden kleineren und mittleren Städte mit Wald- besitz in einer Eingabe an die zuständigen Ministerien die Forderung ausgestellt, bei der geplanten Festsetzung eines Einheitstreibstoffes einen Deimi s ch ungszwang für aus Holz gewonnenen Alkohol in Höhe von mindestens 5 v. H. auszusprechen. Mit dieser Forderung wird eine von Prof. Dergius gegebene Anregung unterstützt, die geeignet ist, den deutschen Holrabsatz erheblich zu fördern. Selbst wenn der aus Holz gewonnene Aethylalkohol in dem neuen Sinheits treib st off nur mit 5 v. H. enthalten sein wird, besteht nach den Berechnungen von Prof.Dergius die Möglichkeit, jährlich mindestens 800000 Fe stmeter beut- schenHolzesfür diesen Zweck zu verwenden. Besonders beachtlich ist, daß gerade minder- wertiges Holz verwendet werden kann. Die Beimischung von Aethylalkohol aus Holz würde ferner die Möglichkeit geben, den Bei- iftPR Aus Der pro. Gieß, Jugend u Wohl kaum eine Ze Sorge hervorgerufen, t Möglichkeiten sind besc überall eingenistet, bas beschleicht ben einen c sonders, wenn torperli tritt oft der betrübend gibt, die sich lagen: 1 Was verschafft mir £ nicht überflüssig? Un trüben Erwägungen ZU dem verzweifelten ous dem Leben zu s Es gibt jedoch aui richt lange her, da la ein junger Mann m wohner einer kleinen - vor wenigen 2 Mlb her gleichen eng Wer Fall. Beide Ä, Menschen aus dem Leb wirtschaftliche Not, dur N Familienoerhältni Sollte das nicht alle: gebern der Jugend zu Wn irredenkenden ji Wn die Berechtiaunc fe Ä0aben 'hrer Me hatten die Ober! Die Menschen, die 5 nicht mehr prüfen. Sonst mürb M n'cht genügen! !®9 Leben auf euch » *" Glauben a N'UM euch dort ! x l-ü auf falschem ^dacht. ihr mürdi 2 l^en sh nicht Seelen finden' ei Neu lässig und dur im täglich. th^ein Unb lb liegen «-^111 g»., 1 »< Än« LJ!' /.che leien. Dritter lnT »ÄäftiÄ ‘ t''.•««.T**» 5«--^ ^achri-ten. 'en h ’Miäft®'««« “«, MaeSSfe®* ^äfSPt « ,m««3r Messe beiwohnte. Nach der . Papst wieder in feierlichem Konseslionsaltar. Dort forderte ien Kardinalen die Gläubigen «it d.« Meten »SS ^ÄÄS'AZ StigtM teerte b«W nächer zurück, bübnlnlleltn*“: - räS;E? ntcrwn^^grtoäHtä' öffnet tnaren®- 5rv. ,.nX imanflen w. r.» fiS&S’Q? &ä*r iibstoff aos6 ^rchaft I NS ?i°aceignil *6-N •*’ Ä#»isf 500°0 ;Os«Siir Sr%!8!«5^ mischunaSzwangfürKartoffelspiri- tu - zu erhöhen, ohne bah eine Verteuerung deS BrennstosseS einAutreten braucht, da die Herstellung de- Alkohols aus Holz wesentlich billiger ist. Diese Maßnahme käme gleichzeitig der Landwirtschaft zugute Zwei Todesopfer eine» Grohseuers la Lille. 3n einem großen Liller Lass, der sogenannten Taverne, brach ein Feuer au-, das da- ganze Gebäude in Asche legte und zwei Personen öcls Leben kostete. Da- Feuer war in der im Erd- geschah liegenden Küche au-gebrochen und batte sich mit rasender Geschwindigkeit auf da- ganze Gebäude ausgedehnt, da- in le.nen oberen Ctod- werken al- Hotel eingerichtet ift Die starke Rauchentwidlung hatte es den Gnfaflen unmöglich gemacht, sich übet den Treppenslur -u retten, und nur mit Hilfe von Sprungtüchern gelang e- einer Reihe von Insassen, das Freie zu erreichen. Die Frau eine» Kapellmeisters kam in den Flammen um. Ebenso erging es einer anderen Frau, die noch einmal auf ihr 3immer zurückgckchrt war, um einen dorr zurückaelassenen Betrag von 5000 Franken an sich zu nehmen. tin Todesurteil bestätigt. Das Schwurgericht in Torgau hatte den Futter- mann Lehmann wegen Mordes zum Tod« verurteilt, nachdem Lehmann in einer früheren Verhandlung von der Anklage, 1921 den Bauunternehmer Müncheberg ermordet und beraubt zu haben, wegen Mangels an Bewerfen freigefprochen worden war. Nach dem Freispruch war Lehmann nach Schlesien verzogen und hatte dort geheiratet. 3m vergangenen Fohre legte er plötzlikb ein umfassendes Tatgeständ- ni» ab, das er auch mchriach wiederholte, in der auf Grund eines Wiederaufnahmeverfahrens gegen ihn anaefetzten Hauptverhandlung aber wider- rief. Er erklärte, er habe durch ein unwahres Geständnis nur die Wiederaufnahme des Verfahrens erzwingen wollen mit dem Ziele, einen Freispruch wegen erwiesener Unschuld zu erreichen. Trotzdem kam bas Gericht zu der Verurteilung. Der Erste Strafsenat des Reichsgerichts hat die Revision Lehmanns verworfen, so daß das Todesurteil jetzt rechts- kräftig ist. Io desstur; mit dem Auto Ins öaffer. 3nQualenbeüd wurde der Arzt Dr. Tatet in der Dacht zu einem Schwerkranken gerufen Er geriet mit feinem Auto infolge starker Vereisung der Straße vom Wege ab. Der Wagen stürzte in den QKor r otanaL Erst am Morgen wurde das Unglück bemerkt: Arbeiter sahen auS dem Kanal ein Wagenbach herauSragen. Mit Hilfe von Landjägern wurde das Auto auS dem Wasser gezogen. Am Steuer fand man öle Leiche deS Arzte-, der. nach den Spuren zu urteilen, vergeblich versucht hat, sich auS dem Wagen zu teilen. Aus Oer Provinzialbauptlladl. Gießen, den 13. Februar 1932. Jugend und Vertrauen. Wohl kaum eine Zeitspanne hat soviel Not und Sorge hervorgerufcn, wie die jetzige. Die Verdienst- Möglichkeiten sind beschränkt, Verarmung hat sich überall eingenistet, das Gefühl der Ueberflüssigkeit beschleicht den einen ober ben anberen. Ganz bc- fonbers, wenn körperliche Gebrechen hinzukommen, tritt oft der betrübende Fall ein, baß es Menschen gibt, bie sich sagen: Wofür bin ich eigentlich ba? Was verschafft mir Lebensberechtigung- Bin ich nicht überflüssig? Und unter dem Einstuß solcher trüben Erwägungen kommen einzelne bann leicht zu bem verzweifelten Entschluß, durch eigene Hand aus dem Leben zu scheiden. Es gibt jedoch auch andere Fälle. Es ist noch nicht lange her, ba las ich bie kurze Notiz, baß sich ein junger Mann mit feiner Braut, beide Einwohner einer kleinen Stadt, erschossen habe. Und jetzt — vor wenigen Tagen — ereignete sich inner- halb der gleichen eng begrenzten Zone wieder ein solcher Fall. Beide Male gingen gesunde, blühende Menschen aus dem Leben. Und in keinem Fall durch wirtschaftliche Not, durch Krankheit ober durch traurige Familienverhältnisse veranlaßt. Sollte das nicht allen Eltern, Erziehern und Ratgebern der Fugend zu denken geben? Was ging in diesen irredenkenden jungen Leuten vor? Was gab ihnen die Berechtigung, aus einer Welt zu fliehen, deren Aufgaben ihrer erst harrten? Welche Einflüsse hatten die Oberhand? Die Menschen, die diesen Schritt getan haben, kann man nicht mehr warnen, sie nicht mehr zu- rüdrufen. Sanft würde ich ihnen sagen: „Warum habt ihr nicht genügend Selb st vertrauen, um das Leben auf euch zu nehmen? Warum habt ihr feinen Glauben an bie ältere Generation, um euch bort Rat unb Hilfe zu holen? Ihr feib auf falschem Wege gewesen. Immer habt ihr gebachi, ihr würbet nicht oerftanben, eure Eltern könnten sich nicht in bie „neue" Zeit unb in eure Seelen finden. Darum habt ihr euch abge- schlossen und habt eure Angehörigen nicht an eurem Innenleben teilnehmen lassen Teils war es Scham, teil» Unklugheit. Aber — eines habt ihr vergaben in Erwägung zu ziehen. Daß auch eure Eltern ober Lehrer jung gewesen linb, daß sie sich meist heute noch nicht alt fühlen, bah es auch in ihrem Leben ernste Schwierigkeiten gegeben hat, bie es zu me.ftern galt, unb daß sie euch ganz gewiß geholfen hallen, bie Hindernisse zu überbrüden, die ihr für unüberbrückbar gehalten hobt unb bie euch zur Flucht veranlaßten." Unsere Fugend von heute ist nicht leicht zu erziehen. Fch spreche dabei nicht von äußerem Schlist unb guten Manieren Aber es hält schwer, bis wir ju bem inneren Menschen bringen. Die „Sachlichkeit" verbietet es, Seelenregungen zu zeigen ober zu erwähnen. Unb wir können bie Zwiespältigkeiten nur ahnen unb fühlen unb mästen ihnen ebenso taftenb begegnen. Gerade bie Frühre.fen, bie stolz unb keck einher- geben unb fo selbstbewußt scheinen, baß wir uns beinahe scheuen, sie noch als „ttinber" zu behanbeln, sinb es, bie vom Leben am leichtesten umgeworscn werden. Durch ihr forsches Verhalten entgehen sie sich oft fchon zeitig erzieherischen Einflüssen, unb später ist ber Anschluß verpaßt, bie Lücke nicht mehr auszufüllen. Ratlos stehen sie dem wirklichen Leben gegenüber. Das Selbstbewußifein, bas sie zur Schau getragen haben, war nur Firnis, nur äußere Lack- fei4t Was nützt das schönste Abgangszeugnis, was das beftbeftanbenfte Examen, wenn wir es nicht vermocht haben, w^a hres Serantroortungs- g e f ü h 1 in die Seelen der Fugend zu pflanzen unb uns ihr Vertrauen zu verschaffen. Nur dies allein kann bie Heronwachsenben zu echtem, wahren, inneren Selbftbewußtfein ohne eigene Ueberheblich- (eit ertüchtigen. Nur burch offene Ausfprache ist es möglich, sie für bas Leben vorzubereiten. Durch Unoer ft and allein fühlen sich viele un- verstanden, unb btefer traurige Unocrftanb ist bann vielfach die Ursache von endlosem Leib. Daraus sollten bie Alken unb bie Fungen bie nahelfegenben Schlußfolgerungen ziehenI M. B. Spenden für die Gießener Winternothilfe. Zur Unterstützung der Gießener Wintemothllfe sinb in banfensroerter Weise aus ber Vorführung bes Elisabeth-Films 229,78 Mark, als Ertrag bes Konzerts bes Arbeiter-Gesangvereins „Eintracht" 100 Mark, als Uederfchuß aus einem Konzert bes Cchülerorchefters bes Gymnasiums 80 Mark unb als Ergebnis einer Sammlung unter ben Beamten unb Bediensteten ber Heil- und Pflegeanstalt in Gießen 60 Mark an ben Werbe- unb Sammelausschuß ber Winternothilfe abgeführt worben. Daneben ift noch eine ganze Reihe von Einzelfpenben zu verzeichnen. Um weitere Unterstützung des Hilfswerkes — es fei bei dieser Gelegenheit erneut an bie Haussammlung von Geldmitteln und an bie am kommenben Montag unb Dienstag ftattfinbenbe Äleiberfammlung erinnert — wirb bringend gebeten. Vornotizen. — TageSkalenÖer s ür SamStag. Stadtlheater Eiehen, „Lumpacivagabundus". 2d— 22.45 älhr. - NSDAP.. 20.30 Hör. Cafe Leib, öffentliche nationalsozialistische Kundgebung. — Kathol. VereinShaus. 20 Llhr. Dortrag über .Konnersreuth und daS Wesen der christlichen Mystik". — RdZ., 21 Llhr, „Aquarium". Monats Versammlung. — Verein Rudersport und Akadtzm. Ruderabteilung. 20.30 Uhr. DootshauS, Monatsversammlung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: .DaS Ekel". — Astoria-Lichtspiele. Seltersweg .Täter gesucht". — Tageskalender für Sonntag: Stadttheater Gießen, ..Kops in der Schlinge". 19 bis 21 Uhr. — Diehener Konzert-Derein. 17 Uhr. Reue Aula, Liederabend Eva ßiebenberg. — Oberhessischer Kunstverein. Turmhaus am Brandplah, 11 bis 13 Uhr. Ausstellung. — De- tverkschaft der deutschen Eisenbahn-Fahrbeamten und Anwärter, 15 Uhr. „Stadt Wetzlar". Der- sammlung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße. 11.15 Uhr. „3ngagi’‘; ab 15 Llhr „DaS Ekel". — Astoria-Lichtspiele. Seltersweg, „Täter gesucht". — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Heute. 20 Uhr. zum letztenmal Wiederholung der Zauberposse .Lumpazivagabundus" von Restroh. Die Aufführung geht als Werbevorstellung zu kleinen Preisen in Szene. Ausstattung und Mitwirkende sind der Silvesterpremiere gleichgcbliebcn. Ein billiger Abend voll Vergnügen und echtem, volkstümlichen Humor. Ende 22 30 Uhr. Spielleitung Karl Heyser. musikalische Leitung Walter Moehl. tänzerische Leitung und Solotänze: Ewald Däulke. — Morgen, Sonntag, letzte Wiederholung deS sensationellen Wen teuer» von 3ohn Bradley .Kopf in der Schlinge". Hm jedermann den Besuch deS hochinteressanten StüdeS zu ermöglichen, findet diese Vorstellung als Volksvorstellung zu kleinsten Preisen statt. Diese letzte Aufführung ist be'o rderS ausgezeichnet dadurch, daß Frau Auguste Prasch- | Drevenberg, Ehrenmitglied des Meininger Lan- I destheaters. in der Rolle der Lady für die er- kraulte Frau Agathe Walther-Lederer eintritt. Beginn 19 Hhr. Ende 21 Hhr. Spielleitung Wöll gang Kühne. — Heute Vortrag Kaplan Fah 1 el. Es sei nochmals auf ben heule Samstag, 20 Uhr. im Katholüchen Vereinshaus ftattfinbenben Vortrag von Kaplan F a h l e l über .Konnersreuth" hingewiefen. — .Ongagi, Herr der Di IdniS . Am morgigen Lonntagvorm.ttag w.rd im Lichtspielhaus Bahnhofstraße wieder em Afrika-Film gezeigt. Der Bildstreifen führt In den afrikanischen Urwald, er zeigt die Grosiw.ldbahnen von Hrwa'.d und Steppe, zeigt die Sspedition (eint amerikanische , umlauert von den mannigfachen Gefahren, die eine solche Reise mit sich bringt, und zeigt die Teilnehmer in steter Bere r'chatt der Büchse und der Kamera D.e Laute des llrwald- werden lebendig. der Schrei .3ngag - '. des Gorilla. Dingt auf. das Zischen der Riesenschlange fährt die Zöger an. die Elefanten tauchen wuchtig empor, werden gestellt, gefangen, geschossen. Leopard und Löwe kreuzen die Wege und werden gesucht, das flüchtige Wild der Llcppe, ®iraffcn. Ga- zellen, Steinböde, Sprinoböde. der afrikanische Düfsel, die Tiere des Wallers, da- Flußpferd u. a. 6rängt da- Objektiv in seinen Bereich und läßt den Zuschauern da- Wesen der afrikanischen Wildnis verständlich werden und nacher eben. Die Borstellung beginnt um 11.15 Uhr. RähereS ist auS der heutigen Anzeige ersichtlich. — Die Kafperletheater-Tante Liesel Simon, vom Frankfurter Rundfunk her vielen großen unb kleinen Hörern bekannt, gibt am fom- menben Dienstag, 16. Februar, 16.30 Uhr. im Eass Leib ein Gastspiel Sie wirb dabei ein Märchenspiel und ein lustiges Stück vom Kasperl aufführen. Näheres ift au» ber heutigen Anzeige ersichllich. Gictzcner H)ochcnmarktpreise. Gießen, 13. Febr. Auf dem heutigen Markt kostete das Pfund: Kochbutter 90; Butter 110; Matte 25 biS 30; Wirsing 10 biS 15; Weißkraut 6 bi- 10; Rotkraut 10 bi- 12; gelbe Rüben 10 biS 12; rote Rüden 10 biS 12; Spinat 25 bi- 30; Unter-Kohlrabi 5 bis 6; Grünkohl 12 bi- 15; Rosenkohl 25 biS 30. Feldsalat 80 biS 100; Tomaten 60 bis 70; Zwiebeln 18 bi- 20; Meerrettich 30 biS 60; Schwarzwurzeln 30; Kartoffeln 4; Aepfel 8 bi- 15; Birnen 10 biS 12; Dörrobst 25 biS 30; Honig 40 biS 50; junge Hähne 80 bi- 90; Russe 35 biS 40; daS Stüd: Käse 5 biS 10. Eier 9; Blumenkohl 30 bi- 70; Salat 23 bis 30, Endivien 20 bis 30; Ober-Kohlrabi 8 bi- 10; Lauch 5 biS 10; Rettich 10 biS 15; Sellerie 10 biS 40 Pfennig; der Zentner: Kartoffeln 3 bi- 3.50; Weißkraut 4 bis 5; Wirsing 7 bi« 8; Rot- kraut 7 biS 8 Mark; Suppenhühner 80 bi- 90 Pfennig daS Pfund. e - Schützt Forst und Wild vor Ittel« fendenHundenl DaS Kreisamt Gießen macht im jüngsten Amts erkündigunpSblatt darauf aus- merksam, daß nach dem hessischen Zagdstrasgesetz derjenige, der in fremdem Jagdgebiet einen Hund bei sich hat und ihn außerhalb der erlaubten Der- binkmngswege über hundert Schritte von diesem entfernt frei laufen läßt, strafbar ist. DaS Polizei- und Feldschutzpersonal ist angewiesen, Zuwiderhandlungen unnachsichllich zur Anzeige zu bringen. • • D i e Museen und der Heidenturm sind am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr bei ge- wohnlichen Preisen geöffnet. • • Der nädjfte R' ndvieh- (Nutzvieh.) Markt findet am Dienstag, 16. Februar, statt. Näheres ist aus der heutigen Bekanntmachung ersichtlich. • • Brennhvlzver st ei gerungen der Stadt Gießen. Nach einer Bekanntmachung im gestrigen Anzeigenteil finden am Montag, 15. Februar, am Mittwoch, 17. Februar, und am Freitag, 19. Februar, Holzversteigerungen aus den Waldungen der Stadt Gießen statt. Interessenten seien besonders darauf aufmerksam gemacht. • • Alice-Schule-Aus st ellung. Morgen, Sonntag, 12 Uhr, wird die Ausstellung der Handarbeiten des Seminars für technische Lehrerinnen dem Publikum geöffnet. Eine Menge von Wäsche und Kleidungsstücken, sowie textiler Einrichtungs- gegenstände b etet sich dem Beschauer dar. Zeichnungen felbftgefertigte Lehrmittel, Bastelarbeiten bieten Interessantes und Anregendes. Der Besuch der Ausstellung kann empfohlen werden. Näheres in der heutigen Anzeige. •• Evangeltfations-Dorträge. Fm Saale des früheren Hotels „Einhorn" (Eingang Wetzfteingafle) findet vom 14. bis 21. Februar, im Lokale der Christlichen Versammlung, die zweite Evangelisationswoche statt. Dazu schreibt man uns: Fn dieser Zeit der politischen und sozialen Wirren, der Arbeitslosigkeit und Wirtschaftsnäte suchen viele Menschen einen Halt, eine Hilfe. Der Evangelist Schuhmacher, ein Mann aus dem Volke, wird in feinen laufenden Vorträgen kundtun, daß Ehri- ftus, der auferstandene und lebendige Gottessohn, die einzige Hoifnung, Halt und Hilfe der Mensch'- heit nur ist und fein kann. Die Versammlungen sollen dazu dienen, unterem Volk zu zeigen, daß nur der Weg: Zurück zu Gott durch Fesum Chriswm! zur Frecheit führt. Aus diese Versammlungen sei besonders hingewiesen. Nähere» Im heutigen An» geige nleiL •• Wegen Unterschlagungen verhaftet. Gestern wurde ein Geschäftsreisender einer hiesigen größeren Firma von der Kriminal» pol zc. verhaftet. Der Mann, der schon über 30 Jahre im Denste der F^rma stand unb vvlle- Bertrauen genoß, hat d:cfe- in schnöder De.se - mißbraucht. 3m Berlau'e der letzten Jahre hat er umfangreiche älnterschlagungen lum Nachteil feiner Firma begangen. Rach dem «rgebniS der bisherigen polizeilick^n Festste langen dezi^ert sich die veruntreute Lumme auf über 12 003 M'.. jedoch ist die Untersuchung noch nicht adgeschlollen. ee Gegenseitige Anerkennung der Krankenpflegeprüfungen. Da- Ministerium deS 3nnem teilt mit. daß gemäß § 22 der Bekanntmachung über die Staat-prüsung von Krankerrpflegepersonen, die in Preußen erfolgte Anerkennung al- Krankenpslegeperson auch in Hellen Geltung Haden soll. Dir Mellerlage. o a ö O«Äittnios.O *entr 0 nti» wertet • venu» ® Btdfm e -rott « StkRcr a 4r«e»ri* ■ *t»ei K »rviütr (g)wi»dMin« «O- x» kichter Ost «iss>oe' 5o«soowrji X swr.v»er ««-«waS 0* Mr ne fiitgra eit ar» Wi»6t Dir oe er* Jtrtiont* stceener* Ze» Ien gtbr* dir Trmprrelur en Pit l»itn rtrpindre Orte mit flitutc* •il Mceieinivren um^errttnrlc* tvltdrocB Tbcttervorauosage. Während tn den gestrigen Nachmittagsstunden sich in Begleitung milderer Luft Temperaturanstieg, sowie Bewölkung und vereinzette Schneefälle einftcll- ten, die im Sogeisberg auf der Herchenhainer chähe bis zu 10 cm erreicksten, gingen während der klaren Nacht infolae ungehindertcr Ausstrahlung die Werte wieder stärker zurück und erreichten in unserem Gebiete im Flachlandc bis zu minus 11 Grad. Mittel» und Süddeutschland liegen im Bereich hohen Druckes, unb im Norden bringen durch Störungen teils mit- bere, teils kältere Luftwaffen vor, die auch weiter südwärts an Raum gewinnen. Der seitherige Wit- terungscharakter bleibt bestehen, wobei zeitweise Bewölkung, Milderung unb vereinzette Schneefälle auftreten unb anberfeits durch Aufklaren bie Temperaturen, wenn auch nicht so stark wie In brr vergangenen Nacht, zuruckgchen. Au-sichten sür Sonntag: Teil- stärker bewölkt oder dunstig, teils aufklarend, vereinzelt Schneefälle, Frost weiterhin schwankend -wischen Abschwächung und Zunahme. Lufttemperaturen. Am 12. Februar, mittag-: minu- 2,6 Grad Eelsiu-, abends, minu- 3,7 Grad Celsius. Am 13. Februar, morgen-: 13,6 Grad TelsiuS; Maximum minus 2,2 Grad TelsiuS, Minimum minu- 14,1 Grad Eelfiu-; Sonnenscheindauer: 3 Stunden. Amtliche Dintersporlnachrichten. DogelSberg, Hoherod-kopf: Klar, minu- 14 Grad, 2 Zentimeter Schnee, kein Reuschnee, keine Sportmogiichkeit. Herchenhainer Höhe: Klar, minu- 6 Grad. 10 Zentimeter Pulverschnee, Sportmöglichkeit vorhanden. Schwarzwald. Feldberg: Klar, mums 17 Grad. 45 Zentimeter Pulverschnee. Sportmöglichkeit sehr gut. o JiO> öS J f-epsrakuren.stompiekke Anlagen ■ v ERPROBT UND BEWÄHRT Vertreter: Willy Letsch, Gießen, Krofdorter Straße 16, Fernruf 3235 Wanderer-Wagen sind In Jahrelanger Arbeit zu ihrer heutigen Vollendung 28 entwickelt worden. Sie weisen alle J fl Neuerungen auf, die sich als zuver-j || 11 lässig und zweckmäßig bewährt haben ATjnni und durch eingehende Versuche und im täglichen Gebrauch erprobt wurde . Wanderer-Werke A.-G., Schön au-Chemnitz tZundöum NEUE PREISE Ab 1. Februar 1932 6/30 PS LIMOUSINE ™4S60.a 10/50 PS LIMOUSINE 1211V (Peter) . vom Stein u. ine chmeucruna der Vaterlandsliebe. Freunde d. Bewea- und emges. Gatte Zu Beginn der neunziger Jahre fuhr in einem jener ersten, noch küchenlosen Speisewagen, die entweder nur aus einem ..kalten Büfett" bestanden oder die fertig zubereiteten „Diners" unterwegs bei einem Bahnhofswirt an Bord nehmen mußten, der Kellnerlehrling Franz Winkler hinaus in die Welt. Reiche Sprachbegabung und die Eigenschaften eines guten Kellners zierten ihn: er rückte rasch aus, wurde für die ins Ausland führenden Speisewagen- kurse herangczogcn und tat dann in den verschiedenen internationalen LuruS- und Efprchzügen Dienst. Das besondere Vertrauen, das er bei seiner Gesellschaft genoß, ließ ihn schon bald die wichtigsten Missionen erfüllen: im Speisewagen begleitete er hohe und höchste Gäste, Staatsoberhäupter des Vor- und Rachkriegseuropa, auf ihren Reisen durch Deutschland. So hat er in den vierzig Jahren feiner Tätigkeit Herren aller Länder aus intimster Rähc kennengelernt. Ich fragte ihn nach seinen Erlebnissen. Und da legte er los: Bitte — das Publikum nicht verwöhnen! „Sie müssen wissen: ich und der Speisewagen, wir sind zusammen ausgewachsen, ich kannte ihn schon, als er noch sooo klein war. und die ganzen Kinderkrankheiten hab' ich mit ihm durchgemacht. Die wurden mehr mit Hiebe als mit lieo- Blut' t 1214° Mll> Lochschulnachrichten. Der hauptamtliche Dozent an der Akademie der Arbeit in Frankfurt a. M Dr. Wilhelm Sturm sei- ist zum Honorarprofessor in der philosophischen Fakultät der dortigen Universität ernannt worden. Professor SturmfelS ist als Verfasser einer Reihe von Arbeiten aus dem Gebiete der Ortsnamenforschung und Heimatforschung bekannt geworden. DaS II. Ordinariat für Mechanik an der Technischen Hochschule in München dem ord-^t- stchen Professor Dr.-Ing. Dolch« Kaufmann ..Alsp um 21.10 Uhr spreche ich in Bern", lag le Alfred. „Wenn du meinen Vortrag mit an- boten willst, mußt du den großen Knops auf 81 stellen, die Rückkopplung anziehen, bis fie guietlcht. dann wieder etwas zurückdrehen, und mit dem Sperrkreisknops die Rebensender auslchalten." „Unmöglich", seuszte Frau Anita. „Zwei Stunden lang habe ich versucht, mich mit dem Radioapparat vertraut zu machen. Es geht nicht." „Aber liebes Kind", lächelte Alfred, „da du mich nun einmal unter allen Umständen im ßaut- sprechet hören willst, werden deine Intelligenz und deine Energie bod) ausreichen, um —" Meine Intelligenz und meine Energie", unter« brach Frau Anita, „beziehen fich eben auf andere Dinge als auf Radioapparate." II ..3d) habe Peter Bescheid gegeben", sagte Alfred. „Peter wird morgen um neun zu dir kommen. den Apparat anstellen, und dann könnt chr meinen Vortrag zufommen anhören." „Peter?" hob Frau Anita den Kops. . Ein so hübscher Junge? Um neun Uhr abendS? Und was werden die Leute dazu lagen?" „Der Zweck heiligt die Mittel", lächelte Alfred. „Und was die Leute sagen, ist mir vollkommen gleichgültig." III. „Run?" fragte Alfred, als er seine Frau umarmt hatte. „Wie toar'6? Ist Peter dagewesen?" ..Ratürlich", nickte Frau Anita. „Und hat er Basel gefunden?" ..Sofort", sagte Frau Anita. „Ihr Manner seid uns doch in Dingen praktischer Intelligenz überlegen." ..Möglich", murmelte Alfred, „und wie war eS tociterT" -Wie soll es weiter gewesen fein?? zuckte Frau Anita die Ach'el. „Wir haben jedes Wort deines Vortrages verstanden. Ss war wundervoll." Alfred schwieg. „Was machst du für ein merkwürdiges Gesicht?" fuhr Frau Anita fort. „Hast du etwa von einem Vortrag rein sozialpolitischen Inhalts noch mehr Begeisterung bet deinen Hörem erwartet?" .O nein“. sagte Alfred. „Ich habe, wenn ich aufrichtig fein lost, wett weniger Begeisterung erwarte: Tür einen Vortrag, der infolge besonderer Umstände auf unbestimmte Zeit verschoben ist." Wollte man die Fabel von der soziologischen Seite her beleuchtet wissen, so könnte dieses schau- iache" icker»1 Weltgeschichte aus der Speisewagenperspektive. Franz Winkler, Deutschlands „historischer" Speisewagenkellner, erzählt. Mein einziger „Fehltritt": auf das Hühnerauge des deutschen Kronprinzen. Zar Ferdinand von Bulgarien : Bitte keine Tomaten! Don Georg Biesenthal. a- n, td >A Samstagabend S.'Obt: | base Schwarz. spiel als ein Kapitel aus der Lebensbeschreibung des modernen Angestellten gelten, dessen sich das neuere Schrifttum in steigendem Maße angenommen bat; allerdings wird man finden, daß der Fall Antbony (ebenso wie die Fälle in dem vor einiger Zeit erschienenen Roman „Schicksale hinter Schreibmaschinen") zu wenig typisch für eine |o exemplarische Behandlung und allzusehr zugespitzt in der zum Gluck seltenen Verkettung verhängnisvoller Motive erscheint. Eingeständnis eigener (früherer) Verfehlungen durch den Buchhalter als auch der Vorstoß des Autors gegen eine Justiz, die nur nach der Tat und nicht nach der Geständnis und Verfällt der Vorhang. — TU 5%,»* kW lllllllllllll Und dahm wirkten wir denn auch Heute weiß natürlich kein Menlch mehr, was unkreiner alles so durchgemacht hat" Königliche (Stammgäste. ..Allerdings in manchem war S ja früher viel gemütlicher Heutzutage wechselt die „Brigade" der Personalbestand eines Speisewagens, fast von Tag zu Tag, bedient beute in vielem, morgen in jenem Zua Früher fuhren wir jahraus jahrein immer dieselbe Strecke, und da kannte man die Reisenden in- und auswendig *b hatte feine Stammgäste. Von 190C1 bis 1903 versorgte ich die Strecke Berlin München — ich läge Ihnen: fast alle Wittelsbacher verkehrten bei mir Allein Kronprinz Ruprecht fuhr mit seinem Adjutanten Graf v. Pappenheim mindestens zweimal wöchentlich von seinem Wohnfin Bamberg nach München und „retour“, und während der ganzen drei Jahre haben die beiden niemals etwas anderes verzehrt al- je ein Wiener Schnitzel, einmal Bratkartoffeln, einmal Erbsen und ein Münchener Bier Zum Schluß habe ich den Auftrag erst gar nicht mehr abgewartet; Königliche Hoheit hatten kaum den Fuß über unsere Schwelle gesetzt, da war daS obligate Menu schon bestellt. Besonders beliebt be- meinen gewöhnlichen Gästen war sein Bruder Prinz AlsonS, der sich regelmäßig mit dem ganzen Speisewagen unterhielt. Die Witze flogen von Tisch zu Tisch, und bald Armbanduhr . verlorr, Ü von oer Unwertilai bi? Vubiüigitr. 47. liegen Belohn, abiw geben Clil Ludtvigstr.zzll. Grouschwarier -Kater iPeler, entlausen. Wiederbr. Belohn SiihUlM, jn. .... Q Vereine au Ihn -M Frankfurt Basel der deutsche Kronprinz mein Gast gewesen. Rach Frankfurt fuhr er zum Hippodrom, nach Bafel auf seinen Schweizer Reisen Um unbeobachtet zu fein, fetzte er sich stets in unser kleine- Aufseher-Abteil — Sie wissen doch: zwischen Küche und Eingang — nie hab ich ihn wo anders sitzen sehen. Und da muß ich Ihnen sagen: ich bin immer ein geschickter Kellner gewesen, ich bin ein halbes Menschen- alter mit vollem Tablett über Kurven gefahren und habe trotzdem nur einmal einem auf den Fuß getreten, daS war ein Lackschuh, und Ich trat sehr kräftig drauf. Und dieser Lackschuh gehörte: eben dem Kronprinzen Ra — die Aufregung! Ich stammele gleich Entschuldigungen, nur mühsam noch Rehrucken mit Preiselbeeren balancierend, da lacht er bloß und sagt in seiner Berliner Art: „Treten Sie ruhig noch mal d r u s f". — Ich aber war noch wochenlang ganz zerknirscht. Ein besonderer Freund des Speisewagen- und mit Verlaub au sagen, ein besonderer Freund von mir - war König Ql u g u ft von Sach - f e n Seine Erholungsreifen nach Mentone hat er wohl keinmal ohne mich gemacht, aber auch auf innerdeutschen Kursen habe ich ihn oft bedient Er war ein luftiger und trinkfester Herr, und ich weiß noch, daß er einmal zwischen Riesa und Dresden, das sind etwa 50 Kilometer, zusammen mit feinem Adjutanten fünf Flaschen Wein getrunken hat Am besten ist vielleicht, ich sage Ihnen so ein paar von meinen wichtigsten Stammgästen kurz an, Sie können das ja selbst noch 'n bißchen auS- schmücken. Also notieren Sie mal Strecke Berlin Basel König von Griechenland mit seiner ikürzlich verstorbenen) Gemahlin, der Schwester des Kaisers. 2m Speisewagen wurden die Mittelwände herauSgenommen, die Quertische abgefchraubt und zu einer gemeinsamen langen Tafel zufammengerückt- So wurde das überhaupt immer gemacht, wenn be- fonderS hohe Herrschaften reiften — sagen wir mal: so von regierenden Fürsten an auswärts Weiter. Dieselbe Strecke. Prinz Heinrich von Preußen; besuchte immer seine Söhne, die in Straßburg studierten. Der ruffische Großfürst Kyrill; fuhr fast alljährlich mit Gemahlin und Töchtern nach Wiesbaden. Und nicht zu vergessen: König Eduard VII. von Eng- KriegerviretaBiü* Ä« 18. «J U. Tageö^dnung- Bg Stadialer Gießen- «»ys 6 rope) g jit ÄS ÄS«. MÄ?: Ehe Wttwi «Ä'Ä Gießener Stadttheater. -l. H. Zeitz: „Erna Tarafin". Vor einigen Jahren wurde in Berlin ein Kriminalprozeß verhandelt, der auch über die Reichs- Hauptstadt hinaus etliches Aufsehen erregte. Der Anklage wegen Totschlags lag folgender Tatbestand zugrunde. Die bei einer Berliner Handelsfirma angestellte Stenotypistin (Erna Anthony, welche mit einem jungen Menschen ein auf wirkliche Zuneigung gegründetes „Verhältnis" hatte, war zu dem Chef ihrer Firma in unstatthafte Beziehungen getreten. Obwohl dieses Doppelspiel nicht unbemerkt blieb und bald zu naheliegenden UnZuträglichkeiten führte, wagte das Mädchen, aus Furcht, entlassen zu wer- den, nicht den offenen Bruch mit dem Vorgesetzten, hofste im Gegenteil gewisse materielle Vorteile aus der „Vertrauensstellung" zu ziehen. Eine im gleichen Hause beschäftigte Aufwartefrau nutzte ihre Kenntnis von den Vorgängen zu Erpressungen aus. Die Anthony ließ sich, um Geld zu beschaffen, wiederholt Veruntreuungen im Geschäft zuschulden kommen. Eines Tages ist der längst fällige Zusammenstoß mit der Erpresserin da, die schließlich mit einem anonymen Brief an die Frau des Chefs und mit polizeilicher Anzeige wegen der Unterschlagungen droht, worauf das Mädchen in feiner Verzweiflung die Aufwartefrau nach erregtem Wortwechsel ersticht. Mit dieser Rekapitulation des Tatbestandes ist die Fabel des dreiaktigen Schauspiels bereits erzählt. Der Verfasser war lange Jahre Gerichtsberichterstatter und schrieb seine Reportage . in szeni scher Form. Dabei hat er alle dramatische Energie, soweit sie im aktenkundigen Vorgang selbst onge- deutet war, schon im ersten Akt ausgespielt. Obwohl der Zuschauer den Fall bereits miterlebt hat und kennt, bleibt eine gewisse notwendige epan nung bis zum dritten Vorhang insofern nicht aus, als das entscheidende Geständnis und die Verhüt tung der Anthony (die hier Sarofin heißt) bis ganz zuletzt aufgeschoben wird. Iordantpalte und dem Mittelmeer. Hot die ganze Balfourdeklaratton überhaupt nur einen sehr be- schränkten Wen. Gerade östlich de- Jordan wäre noch ein relativ reichlicher Siedlung-raum vorhanden, aber damit würde natürlich die heftigste arabische Opposition wachgerusen werden. England, gegen da» sich ein wachsende- ge- samtarabische- Mißvergnügen richtet, hat ganz neuerding- den geschickten Schachzug gemacht, daß e- durch den Mufft — da- iNamifche geistliche Oberhaupt — von Jerusalem einen panifla - mifdjen Kongreß dorthin einbcrulen lieb. 2uf dem Kongreß hat e- Zwar allerlei internen Streit gegeben, aber im Gesamtergebnis ist die Stellung de- Mufti gewachten, und der wichtigste englische Gewinn au- dieser mohammedanischen Tagung ist. daß man den Jerusalemer Kongreß zu einer Dauervrganisation gemacht hat, die all- jährlich julammcntreten folL Was da- unter Umständen für England- Einfluß innerhalb de» Iflams bedeuten kann, brauht nicht erst hervorgehoben zu werden. Umgekehrt ist eine günstige Rückwirkung auf die zionistische Siedlungsarbeit wenig wahrscheinlich. Von dieser kann vorläufig auf Grund persönlicher Anschauung nur gesagt werden, daß sie zweisello- einen moralischen, aber noch nicht sicher einen materiellen Erfolg bedeutet. Da- sichtbarste Stück englischer Arbeit in Palästina ist der großeHafenbauinHaisa. Hier soll die Kopsstation für den Verkehr mit dem Petroleumgebiet von Mossul. mit Bagdad und für die ganze 11 ober la nbr oute nach Indien entstehen Aus Haifa zu wird schon jetzt die Petroleumleitung aus dem Mofsu'.Gebiet gelegt Haifa soll nach den englischen Wünschen e i n z w e i t e s Alexandrien und da- Tor eines von England au- fontrollicrten, von Palästina au- zugänglichen Orient- werden. Frau Prasch-Greoenberg a.G. war für die erkrankte Darstellerin der Frau Sarofin einge- sprungen und verlieh in ihrer kleinen Szene der Ge- statt lebendige Fülle und die wohltuende Wärme eines echten mütterlichen Gefühls. — Heyser zeichnete mit wenigen, gut sitzenden Strichen, knapp, kühl und überlegen den famosen Chef des Hauses. — Auch Hans Paetsch, als Ernas Freund 21lc£, fiab eine richtig gesehene und konsequent durchgeführte Figur — typifch und doch nicht ganz ohne individuelle Züge. — Sehr frisch und ungezwungen Werner Schmidt in der kleinen Rolle des Lauf- burschen Heinrich. — Kühne leitete, geschickt poin- tierend, als Äriminalrat Rodemut die Vernehmung und Verhaftung im Schlußakt. — sönlich gefärbte Talentprobe anzuerkennen ist, Frl. Doering hatte sich mit Phantasie und Hingabe in die seelischen Voraussetzungen der Figur hineinge- dacht und machte den triebhaften Ablauf der Handlung und vor allem die Tat selbst aus einer Verzweiflung, die jeden Ausweg verrammelt findet, überzeugend glaubhaft. Eine sehr feine, durchgebildete und abgerundete Leistung sah man von Hub; er gab den Buchhalter Klopfer — behutsam und bedächtig, aber mit ganz klarem Umriß so, wie dem Autor die Figur vor- geschwebt haben mag: als ein prachtvoller Mensch, unendlich gutmütig, hilfsbereit, schüchtern uneigennützig und grundanständig. (Für das Geständnis kann er nichts.) Ganz scharf realistisch, eine Art von großstädti schem Weibsteufel, mit aller gemeinen Deutlichkeit des ordinären Dialektes, eine spionierende, jchlei- chcnde, hetzende, zuletzt in brutale Drohung aus- brechende Megäre: die von Luise Schubert- Jüngling gegebene Aufwartefrau Scheller. Z i o n I - m u - schon vor dem Kriege in größerem Maßstabe ausgenommen. Im Rovcmber 1917 erging Don England aus die Balfourdekla- ration, wodurch die englische Regierung den Juden nach Beendigung de» Krieges o siziell eine .öffentlich-rechtliche Heimstätte in Palästina versprach. .Vorbehalt ich der dort schon bestehenden älteren Rechte", damit bei den Arabern Beunruhigung wegen ihres Besitzstandes vermieden würde Eine Absicht der Brl ourdeklaration war natürlich auch, die Lympathe der Juden im Kriege für England zu gewinnen; der mit ihr verfolgte Hauptzweck aber war, Palästina aus einem Lande mit überwältigender arabifher Mehrheit noch mehr zu einem nationalen, sprach- lichen und religiösen M ischgebiet zu machen Ilm so sicherer ließ sich dann die Rotwendigkeit einer dauernden europäischen, d. h. englischen Kontrolle behaupten. England hat von dem Wohlwo'len. das in der Balfourdeklaration dem ,üd schen He mstött.nideal in Palästina versprochen war, vom Beginn seiner Mandatsherrschaft an nur ein sehr knappe S M a h . so viel wie eben noch notwendig war, um nicht deS Bruchs der Zusage geziehen zu werden, verwirklicht. Die von Anfang an voraus- jjufefcen war, machte sich Landmangel geltend. Die zionistischen Landkäufe regten die Araber auf (obtDobl gerade führende Nationalistifch-arabifche Familien in der Stille das allermeiste Land an die Zionisten verkauft Hattern, und durch die ile&erlaffung des ganzen Ost ordanlandeS an ein arabisches Emirat und Rordgaliläas an die Franzosen wurde der für die jüdische Siedlung laus- schließlich im Westjordan'ande) Der ng ate Raum Don vornherein auf ein au geringes Ausmaß reduziert. Ohne das Ostjordanland, das in geschichtlichem wie in geographischem Sinne ebenso zu Palästina gehört, wie die Westhälste zwischen der Palästina als englische Aasis. politische Eindrücke von einer Weltreise. Don Dr. Paul Rohrbach. 2u3 Jerusalem sendet uns unser ständiger Mitarbeiter seinen letzten Bries von seiner soeben beendeten Weltreise, die ihn über den Atlantik durch Rordamerika und ill>er den Pazific nach Japan, China, Insulinde, Indien und Aegypten, also den Brennpunkten der We'.tpolitik ge ührt hat Wir freuen uns, feststellen zu können, daß Rohrbachs Reisebriese in weiten Kreisen unserer Leser auf ungewöhnliche- Inteielse gestoßen sind. W« heute die Fahrt von Aegypten nach Palästina mit der Dahn macht, die während des Krieges von den Engländern gebaut wurde, merkt gleich beim Hcbergan j von her ägypt.schen auf die palästin sche Strecke am Su^z'anal eine veränderte Politische A mol ä.e In Tlezvp en ist e- jetzt englische Politik, die tatsächliche Deherr- schung de- Landes möglichst wenig hervortreten zu lassen. In P a l ä st i n a . da- englisches,Rkan. dat ist, wird regiert wie in einer Kronkolonie. Der englische Oberkommissar oder Gouverneur ist der tatsächliche Landesherr. WaS England mit dem Erwerb von PalästiTw vor allen Dingen bezweckte, war. am Ostende des Mittelmeers einen Brückenkopf für den Heber landverkehr nach Indien zu be- fitzen. Die Stellung in Aegypten hatte den Fehler, daß hier mit dem zunehmenden Widerstand von 14 Millionen Einheimischen gerechnet werden mußte. England konnte nach dem Weltkrieg nicht mehr daran denken, sich in Aegypten so häuslich eiiuurid)ten und das Land so vollkommen als politisch-militärische Basis in seinem Sinne zu behandeln, wie es dazu jetzt in Palästina imstande ist- Palästina ist in der Hauptsache von einer arabisch sprechenden Bevölkerung bewohnt. Dem Blute nach hat diese mit dem echten Arabertum ebensoviel oder ebensowenig zu tun, wie die ägyptische und die syrische. Der Sprache nach und, was mehr bedeutet, auch dem nationalen Gefühl nach, find Syrien, Palästina und Aegypten jedoch arabiliert und fühlen sich, ausgenommen die lgleichfalls arabisch sprechenden) einheimischen Christen, dem islam.schen Gesamt- arabertum auch innerlich verbunden Es entspricht den Zielen, die England mit dem Besitz Palästinas verfolgt, wenn es von Anfang an daraus bedacht war, das Arabertum hier möglichst mit anders gearteten Elementen zu durchsetzen. Einzig in Palästina haben die Engländer im Kriege darauf verzichtet, deutscheReichs- an gehörige ihres Eigentums au berauben. Die einige tausend Seelen zählenden Angehörigen der deutschen Templerkolonten wurden zwar von den Engländern zunächst nach Aegypten deportiert, durften aber nach Beendigung des Krieges nach Palästina zurücklehren und ihren muflerpü'tig kultivierten-Landbesitz in der Küstenebene bei Jaffa und Haifa sowie in Riedergaliläa wieder einnehmen. Dasgeschah weniger aus einer Anwandlung von Billigkeit oder Humanität, als um. auch außer den jüdischen Einwanderern, noch w e i - tereRichtaraberrn Palästina zu haben. Biel zahlreicher und bedeutsamer als die Temp'er sind natürlich die neuen jüdischen Kolonien in Palästina. Auch sie sind durchaus ein Produkt der englischen Politik. Bor Dem Kriege gab es In Palästina einen ge- wissen Prozentsatz von Juden in Jerusalem, Die großenteils von Almosen ihrer begüterten Glaubensgenossen in Europa und Amerika lebten, und einige, nach jahrzehntelangen Schwierigkeiten allmählich zum Gedeihen kommende jüdische landwirtschaftliche Kolonien, meist mit Rothschildschern Gelde ins Geben gerufen. Der jüdische Siedlungs- gedanke für Palästina war aber durch Den sogen. hatte qan; folgeridjtig die stärkste und konzentrierteste Wirkung im ersten Akt, der ja eben sowohl die Vorgeschichte in Umritten wie die Katastrophe selbst bereits in sich vereinigt. Doch gelang es ihm, mit einer geschickt auf die szenische Kräfteverteilung be- dachten Besetzung und einer richtig gewählten Tempoführung das Stück, auch bei fallender Linie, bis zuletzt theatralisch auszuwerten. Die Bühnen bilder Löfflers, insbesondere der Bureauraum und das Wohnzimmer bei Sarafins, charakteri- £r.g. land. Ms ich noch den Berlin—Karlsbad-Expreß f fuhr, reiste er jedes Jahr in meinem Speisewagen nach Marienbad. Wir deckten dann immer mit einem besonders angefertigten Service aus schönem deutschen Porzellan, blau mit goto — und als Eduard dann starb, wurde dieses Se.vice an die Beamten und Angestellten unserer Gesellschaft verteilt. Ich bekam einen Teller, er hängt noch zu Haus über der Kommode — der Kaiser fuhr zur Beerdigung nach London, ich mit, und ich dachte nach über die irdische Vergänglichkeit." Diät und „Diäten". „Sehr leutselig ist mir mal der Zar Ferdinand von Bulgarien gekommen — ich fuhr immer die Strecke nach Bayreuth mit ihm, zu den Festspielen, er war ein so großer Wagner- Verehrer. Also ich will ihm gerade Hammelrücken mit Tomaten servieren, da schiebt er die Tomaten weg und sagt: „Nehmen Sie bloß die Tomaten weg, die kann ich nicht verdauen, die erinnern mich immer so an rote Bomben." — Das ganze Gefolge lacht, ich werde puterrot, dann aber, geistesgegenwärtig wie immer, trage ich die Tomaten raus und tausche sie um gegen grünen Salat mit roten Rüben und weißem Sellerie: das waren doch die bulgarischen Landesfarben, und garniere das alles in Form einer Flagge. Aa, der Zar hat sich mächtig gefreut, und hinterher hat er mir sein Bild geschenkt mit eigenhändiger Unterschrift und 200 Mark. Hnö da sind wir schon beim Kapitel Trinkgeld. Ich werde Ihnen mal was sagen: mein bester Kunde war der Großfürst Michael Nikolajewitsch von Rußland — wenn Sie ihn noch gekannt haben. Von Baden-Baden nach Nizza, von Nizza nach Petersburg — auf dieser Reise begleitete ich ihn jährlich dreimal innerhalb von zehn Iahren. Er hat mir immer so leid getan: er war sehr krank und wurde diät verpflegt, auch im Speisewagen, und während sein Gefolge schmauste und schlemmte, bekam er nur Rühreier und Spargel. Sein Leibarzt, Exzellenz Sander, quetschte sich mit rein in die kleine Küche und paßte auf, daß alles richtig gemacht wurde. Ich dachte immer nur an die Geschichte vom armen reichen Mann, Hnö trotzdem ich den Großfürsten also immer so schlecht behandeln muhte, gab er mir jedesmal eine 10-Pfund-Note, zweihundert Mark. Es war wirklich rührend. Na, heutzutage, bei den großen politischen Ministerreisen, ist das ja keine Seltenheit mehr — Briand-Laval gaben auch 200 Mark, G r a n d i auch, obwohl er im Speisewagen nur gefrühstückt hat — und König Fuad überreichte mir seinerzeit sogar persönlich 300 Mark. Unter uns gesagt; die Mitropa legt bei solchen Sonderfahrten immer viel Geld zu, das wissen die Herrschaften natürlich und revanchieren sich auf diese Weise. Das ist genau so, als wenn Sie wo eingeladen sind, wo 's hoch hcrgegangen ist, und es hat nichts gekostet, dann bringen Sie der Dame des Hauses ja auch Blumen mit. So bin ich denn damals von Expreß hu Expreß gewechselt, aber ich kann wohl sagen: die schönste Zeit habe ich auf dem Brenner—Palermo-Expreß verlebt, der seit 1902 verkehrte. Der Höhepunkt war's, als in Ierusalem die Kirche vom Johan» niterorden eingeweiht wurde und Prinz Eitel Friedrich als Vertreter des Kaiserpaares mit großem Gefolge in meinem Speisewagen mitfuhr bis Neapel, wo er sich dann ins Heilige Land einschiffte. Natürlich hat's unter meinen vielen prominenten Stammgästen weniger beliebte gegeben: ich denke bloß an den deutschen Abgeordneten Abbe W e t t e r l e aus Kolmar, der seine Bestellungen prinzipiell nur auf französisch abgab und ostentativ den ,',Matin" las, was mir peinlich war." Overheffen. Landkreis Gießen. g Klein-Linden, 12. Febr. In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde zunächst die Rechnung 1 9 29 geprüft und verabschiedet. Die Einnahmen betrugen 114 228,25 Mk., die Ausgaben 81 287,23 Mk, so daß ein Rechnungsrest von 32 941,02 Mk. in das Rechnungsjahr 1930 übernommen wurde. — Die Provinzialdirektion Oberhessen beabsichtigt, alle Straßenecken, die nach dem Strahengesetz als Provinzialstraßen in Betracht kommen, in das Eigentum der Provinz zu überführen. Der Gemeinderat erteilte seine Genehmigung zur kostenlosen Heberschrei» bung der in Betracht kommenden Straßen. — Die Tagegelder für Ortsvorstandspersonen wurden mit Wirkung vom 1. Oktober 1931 in folgender Höhe festgesetzt: bis 8 Stunden 2 Wk., bis 12 Stunden 3 Mk., über 12 Stunden 4,50 Mk. Bei Bahnfahrt wird 3. Klasse, für Hebernachtungen 4 Mk. vergütet. — Das Wassergeld für Großabnehmer wurde neu festgesetzt und beträgt bis zu 10 Kubikmeter Verbrauch 40 Pf. pro Kubikmeter monatlich, jedoch nicht unter 4 Mk., von 11 bis 20 Kubikmeter 35 Pf., von 21 bis 30 Kubikmeter 30 Pf., über 30 Kubikmeter 25 Pf. pro Kubikmeter. * Leihgestern, 11. Febr. Das diesjährige, gut besuchte Konzert des Gesangvereins „L i e d e r k r a n z" gestaltete sich zu einem schönen Erfolg für den Verein. Rach einem einleitenden Marsch begrüßte der 2. Vorsitzende W. Will die Gäste und Mitglieder. Das Programm brachte eine Reihe musikalischer und gesanglicher Darbietungen, die mit lebhaftem Beifall ausgenommen wurden. Besonders gefiel der Strauhfche Walzer „Dorfschwalben": der Deisall galt den Sängern und dem bewährten Dirigenten des Vereins, Chormeister Blaß, in gleicher Weise. 2m weiteren Verlauf des Abends wurde dem Mitglied Georg W a l d s ch m i d t für 25- jährige Tätigkeit im Vorstand die silberne Verdienstnadel des Hessischen Sängerbundes überreicht. Der 2. Vorsitzende dankte zum Schluß allen Mitwirkenden, besonders aber dem Dirigenten, der seit 13 Jahren seine Kraft in den Dienst des Vereins stellte. = •= Watzen born - Steinberg, 12. Februar. Am Sonntagabend beging der hiesige Gesangverein „Germania" in seinem Vereinslokal die Feier seines 63. Stiftungsfestes mit einer reichhaltigen Tortragssolge welche den zahlreichen Besuchern einige genußreiche Stunden bereitete. Nach einem Mottovortrag des Vereins begrüßte der 1. Vorsitzende Karl Kolm er die Mitglieder und Gäste. Kunstchöre und Volkslieder zeigten, daß der Verein unter der Leitung seines langjährigen und bewährten Chormeisters Georg Harnisch mit seinen Leistungen auf einer beachtlichen Höhe steht. Allgemeinen Beifall fanden je ein Diolin- und Klarinettensolo des Herrn Otto Bender. Mit beherzigenswerten Ausführungen überreichte ilnierMI das Solei- und SMausgewerbe! Zu den Wirtschaftszweigen, die besonders schwer unter der Not unserer Zeit zu leiden haben, gehört das Hotel - und Ga st Hausgewerbe aller Betriebsarten. Die starke Einschränkung des Reiseverkehrs hat den Besuch in den Hotels bedeutend verringert. In den Kaffeehäusern und in den übrigen Gaststätten ist der Zuspruch des Publikums gleichfalls erheblich zurückgcgcmgen. Wer heute noch die Gaststätten aufmcht, schränkt zum Teil gezwungenermaßen, zum Teil aber auch ohne begründeten wirtschaftlichen Anlaß, lediglich der Einwirkung äußerer Stimmungsmerkmale folgend, seinen Verzehr ein. Die Inhaber der Hotel, und Gasthausbe- triebe sind in jedem Falle die Leidtragenden, denn auf ihren Schultern liegt der schwere Druck hoher Betriebsunkosten und vielfacher Steuern, dem kein ausreichendes Gegengewicht auf der Einnahmefcite die Waage hält. Daß bei dieser Sachlage das Gast- stättengewerbe aller Arten immer mehr in Verfall gerät, ist einsichtigen Bürgern nicht verwunderlich. Diesem wirtschaftlichen Rückgang kann auch unter den gegenwärtigen Verhältnissen mit Aussicht auf Erfolg entgegengewirkt werden, wenn alle Bürger, die -sich noch in einigermaßen annehmbarer Wirtschaftslage befinden, den Inhabern der Gaststätten Einnahmemöglichkeiten bieten. Der vor kurzem vom gesamten deutschen Gastwirtsgewerbe veröffentlichte Mahnruf „G e h' auch mal a u s!" zeigt den Weg, der dem notleidenden Hotel- und Gastwirtsgewerbe Hilfe bringen kann. Es ist völlig verkehrt, zu glauben, daß man in dieser Notzeit seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nicht durch Verzehr in den Gaststätten zeigen dürfe. Richtig ist es vielmehr, den Geldumlauf auch in den Gaststätten durch den Verzehr von Speisen und Getränken zu fordern, weil dadurch neue wirtschaftliche Kraft zum Vorteil anderer Bevölkerungskreise geweckt wird, von der auch die Allgemeinheit schließlich Nutzen hat. Die Förderung durch das wirtschaftlich noch leistungsfähige Publikum sollte bei passenden Gelegenheiten besonders auch den Hotels zugute kommen, an deren Erhaltung nicht nur der Besitzer oder Pächter, sondern im Zusammenhang mit der Fremdenverkehrswerbung auch die Gesamtheit der Bürgerschaft starkes Interesse hat. | Denn eine erfolgreiche Werbung von Fremden I zum Besuche der Stadt, aus dem finanzielle Stärkung für die heimische Wirtschaft hervorgeht, ist undenkbar ohne intakte und gut geführte Hotelbetriebe. Wie schlecht es auf diesem Gebiete des Gaststättengewcrbes zur Zeit aussieht, geht daraus hervor, daß kürzlich in Elberfeld in der Zwangsversteigerung ein Hotel für 18 000 Mark verkauft wurde, das an Bau- und Einrichtungskosten rund 1 Million Mark erfordert hatte. Wenn auch in großen Städten der Ausfall eines Hotels vielleicht nicht so schwierig für die Fremdenverkehrswerbung ins Gesicht fällt, so ist ein solcher Verlust in einer Stadt wie Gießen oder in kleineren Orten natürlich viel schlimmer, weil hier die Schaffung von Ersatz weit schwieriger ist. In diesem Zusammenhang sei erneut die Forderung an das reisende Publikum erhoben, b e i Erholungsreisen gerade in Notzeiten im Inlande z u bleiben und das Geld nicht nach dem Auslande zu tragen. Bemerkenswert und bedauerlich ist doch die Tatsache, daß im Iahre 1930 von Ausländern in Deutschland 240 Millionen Mark ausgegeben wurden, während im gleichen Zeitraum deutsche Reisende im Auslande 270 Millionen Mark verausgabten, mithin also 30 Millionen Mark durch A us l a n d r e i se n der heimischen Volkswirtschaft verlogen gingen. Ieder Deutsche hat gerade jetzt die Verpflichtung, sich auf die dringenden Notwendigkeiten der nationalen Wirtschaft zu besinnen und sich nach dem Grundsatz zu richten, daß in allen Dingen erst das eigene Volk und d ie Existenz der deutschen Volksgenossen in Betracht zu ziehen ist. Man helfe also in dieser schweren Krisenzeit nach besten Kräften mit, am Wohnorte und auch an anderen Plätzen, das Hotel- und Gasthausgewerbe über die Klippen der gefahrvollen Wirtschaftskrise hinwegzubringen, indem man nicht aus falschen Rücksichten und an verkehrten Stellen spart, sondern im Rahmen einer vernünftigen Wirtschaftsführung den Geschäftsgang in den Hotels und Gaststätten zu beleben sucht. der erste Vorsitzende der Schiffenbergvereinigung, Oberforstmeister Nicolaus, im Auftrag der Vereinigung dem Verein zwei Chöre als Aner- kennung für die uneigennützige Mitwirkung des Vereins bei den verschiedenen Veranstaltungen der Schiffenbergvereinigung. Der Redner forderte gleichzeitig zur allgemeinen Mitwirkung bei der Pflege des Heimatgedankens auf. Im Auftrage des Südwestdeutschen Turnerbundes dankte Lehrer Böller (Hausen) dem Verein für seine stetige Bereitschaft und Mitwirkung bei Veranstaltungen des Bundes. Für einen von dem 1. Vorsitzenden Karl Kolmer dem Verein gestifteten, von ihm kunstvoll gearbeiteten Notenständer sprach der 2. Vorsitzende Finkim Namen des Vereins Dank aus. Ein flott gefrielteS Volksstück fand allgemeinen Beifall. Vorträge der Musikkapelle trugen ebenfalls in wesentlicher Weise zur Vervollstän- digung des Programms bei. * Albach, 12. Febr. Der Obst- und Gartenbauverein hielt dieser Tage seine Generalversammlung ab. Lehrer Groh begrüßte die Mitglieder. Die Vorstandswahl hatte folgendes Ergebnis: 1. Vorsitzender: K. Arnold: 2. Vorsitzender: Ph. Hahn: Schriftführer: W. Schäfer: Rechner: H. Koch: Beisitzer: Lehrer Groh und Bürgermeister Lenz. Der Beitrag wurde auf 2 Mark festgesetzt. Nach Erledigung der Tagesordnung sprach Baumwart Schöne- Lich über das Thema „Schädlingsbekämpfung" und forderte zu ernster Arbeit auf. Heber das Pflanzen und Beschneiden der Obstbäume hielt Obergärtner Schmitt- Lich einen lehrreichen Vortrag. Die Ausführungen der Redner wurden mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. 3 Lollar, 11. Febr. Die hiesige Spar- und Darlehenskas se hielt dieser Tage ihre Generalversammlung ab. Wie aus dem Geschäftsbericht des Vorstandes hervorging, war es der Leitung durch vorsichtiges Geschäftsgebaren möglich, allen Anforderungen gerecht zu werden. Am 31. Dezember 1931 betrugen die Spareinlagen 234 678 Mark, gegen 242 423 Mark am 31. De- zember 1930. Dieser Rückgang sei aber mehr auf den Ausfall an Einlagen, als auf Rück- zalungen, zurückzuführen. Die Kasse verfügte am Iahresende über ein Bankguthaben von 27 162 Mark und über ein Guthaben auf Postscheckkonto von 3658 Mark. Der Kassenbestand beträgt 4293 Mark, während an Wechseln 90 Abschnitte im Werte von 17 289 Mark im Besitz der Kasse sind. Die diesmalige Liquidität betrug demnach 52 402 Mark, gegen 72 200 Mark im Vorjahre. Der Mitgliederbestand betrug Ende 1931 — 196 Genossen. Es ist ein Reingewinn von 5339,34 Mark zu verzeichnen. Dem von Direktor Rain gegebenen Bericht des Vorstandes schloß sich der Bericht des Aufsichtsratsvorsitzenden Hofmann an. Nach längerer Aussprache wurden die Jahresrechpung und die Bilanz genehmigt. Dem Vorschlag der Verwaltung entsprechend wurde eine lOprozentige Dividende und eine Zuschreibung von 2700 Mark zum Reservefonds beschlossen. Der Winternothilfe der Gemeinde Lollar wurden 50 Mark überwiesen. Anschließend hielten Verbands-Oberrevisor Hartmann und Dr. Schmidt vom Genossenschafts- Verband Vorträge über „Geld- und Kreditverhältnisse" bzw. über „Geld- und Kapitalmarkt". Oberrevisor Hartmann, der bei der hiesigen Kasse die Revisionen vorgenommen hatte, hob lobend den Stand und die Verwaltungstätigkeit hervor. 5 Lollar, 10. Febr. 3m Rahmen der hiesigen Volkshochschule sprach Prof. Kinkel, Gießen, an drei Abenden über „Der Staat und wir". Die Vorträge waren gut besucht, ebenso wie die vorhergehenden von Hniversitätsgarteninspektor i. R. Rehnel t, Gießen, über „Pflege der Zimmerpflanzen im Sommer und Winter", und von Lehrer Ploch über „Stein und seine Beziehungen zur Gegenwart". Für das Wintersemester sind u. a. noch folgende Themen vorgesehen: „Geologie der engeren Heimat" (Dr. Flörke), und „Heber Geflügelzucht" (Lehrer S ch i ef e r st e i n). Der Besuch der Vorträge ist für Erwerbslose frei, während Nichtmitglieder einen Hnkostenbeitrag von 10 Pf. für den Abend zahlen. * Gr oßen-Duseck, 10. Febr. Anläßlich des 25jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr wurden den Gründern Wilhelm Harbach Hl., Heinrich Döring I., Karl Kimmel, Karl Größer, Karl Wagner Hl., Balser Mayer, Ludwig Scheld V., August Gerlach, Heinrich Henkel, Heinrich März, Wilhelm Döring ll., Heinrich Wagner HL, Ludwig Wagner VIII., Wilhelm Klos, Hermann Wallenstein, Wilhelm Scheld 111. und Karl Huber die Ehrenzeichen für 25jährige Feuerwehr-Dienstzeit durch Kreisseuerwehrinspektor D i aJ2. Konrad erstattet wurde, wies einen günstigen Stand der Vereinsfinanzen aus. Die Vorstandswahl ergab die einftimmige Wiederwahl der satzungsge- mäß ausscheidenden Herren. Der Jahresbeitrag wurde auf 1,50 Mk. ermäßigt. Im toeiteren Verlauf der Versammlung wurde beschlossen, im November d. I. eine allgemeine Geflügelschau zu veranstalten. er. Röthges, 12. Febr. Der hiesige Dur - schenklub veranstaltete dieser Tage unter Mitwirkung des Männergesangvereins einen Theaterabend. Zur Aufführung tarnen zwei Theaterstücke, die mit großem Beifall ausgenommen wurden. — Der hiesige Geflügelzüchter L. E m r i ch erhielt auf der großen 29. Nationalen Deutschen Geflügel-Ausstellung in Essen auf vier ausgestellte Barnevelder dreimal die Bewertung sehr gut und einmal gut Außerdem erhielt er noch nachträglich von der Hessischen Landes-Geflügelschau in Mainz und der Lipsia-Schau in Leipzig für beste Gesamtleistung in Barnevelder je einen Leistungspreis. «reie Büdingen. rl. Düdelsheim, 12. Febr. Vor kurzem schoß hier ein Jagdpächter einen ihm unbekannten Vogel in mehr als Enteckgröße, der in eigenartiger, aufrechter Stellung im Seemenbach saß. Cs stellte sich nachher heraus, daß es ein Nordseetaucher (eine Lumme) war. Sind solche Vögel schon mehr in Oberhessen beobachtet worden? Kreis Schotten. Ober-Schmitten, 10. Febr. Ein in der vergangenen Woche hier geschossener Dachs wurde von dem zuständigen Fleischbeschauer Eckhard, Cichelsdorf, auf Trichinen untersucht. Das Fleisch erwies sich als vollständig trichinös, was auch in der Nachschau durch den beamteten Tierarzt festgestellk wurde. — Die Generalversammlung des hiesigen Männergesangvereins hatte insofern besondere Bedeutung, als der Verein in diesem Jahr sein 25jähriges Jubiläum begeht. 3m Hinblick auf die Notzeit soll von einer größeren Festlichkeit abgesehen und das Stiftungsfest innerhalb des Vereins im Herbst gefeiert werden. Der Verein behält sich vor, eine Feier in größerem Rahmen zu einer günstigeren Zeit nachzuholen. Die Vorstandswahl hatte folgendes Ergebnis: 1. Vorsitzender Karl Feik, 2. Vorsitzender Wilhelm O ech ler, Schriftführer Wilh. Wir th H... Rechner Wilhelm Kaiser, Archivar Rudolf Hofmann. L Raiyrod, 11. Febr. Der hiesige Turnverein veranstaltete dieser Tage einen wohl- gelungenen Familien-undWerbeabend. Der erste Vorsitzende, Bürgermeister D e ch e r t, hielt eine eindrucksvolle Begrüßungsansprache, in der er besonders die Turnbrüder von Eichelsachsen willkommen hieß. Im Anschluß daran zeigtest die Turner unter der Leitung des ersten Tu.nwcrts R. Schwab verschiedene Hebungen an Reck und Darren und ernteten dafür lebhaften Beifall. Geschickt gestellte Pyramiden fanden ebenfalls viel Anerkennung. Die Turner R. Schwab, O. Würz, H. Bär, W. Seipp und W. Lutz trugen durch einige humoristische Szenen wesentlich zur Unterhaltung bei. Lehrer Deubel ermahnte in einer »kurzen Ansprache u. a. die Jugend, die Ausbildung der körperlichen Kräfte nicht zu vernachlässigen. Mit Dankes- worten des Vorsitzenden an Lehrer Deubel und an die Turner sand die Veranstaltung ihren Abschluß. <> Ulfa, 10. Febr. Zum Desten der kirchlichen Schwesternstation veranstaltete der hiesige Mädchenverein einen Familienabend. Die beiden oberen Schulklassen hatten sich hierzu unter der Leitung ihrer Lehrer zur Verfügung gestellt. Die Knaben der Oberklasse führten ein lehrreiches Stück auf, die Mittelklasse zeigte ein Märchenspiel, der Mädchenverein wartete mit einer besonderen Neuheit, und zwar mit zwei schönen Schattenspielen, auf. Eine Serie lebender Bilder (nach Volksliedern und einigen Märchen gestellt), zwei alte Volkstänze (in entsprechenden Kostümen aufgeführt) und ein altes hessisches Volkslied für zwei Singstimmen und Violine unterhielten weiterhin die zahlreichen Gäste auf das Angenehmste. Den Darbietungen wurde lebhafter Beifall zuteil. § Ulrichstein, 12. Febr. Der hiesige Zweigverein des VHC. hielt sein Auszeichnungs.est ab. Der Vorsitzende, Tierarzt Meiski, begrüßte die Mitglieder. Zunächst wurde ein kleines Theaterstück von Ludwig Thoma auf geführt, das lebhaften Deifall fand. Nach einigen musikalischen Darbietungen wurden sodann 8 Mitglieder (4 Damen, 4 Herren) für eifrige Wandertätigkeit ausgezeichnet. Gemütliches Beisammensein bei Musik und humoristischen Vorträgen beschloß das Fest. — Die Verpachtung der Gemeindejagd erbrachte einen Betrag von 320 Mark, gegenüber 540 Mark im Vorjahre. § Feldkrücken, 12. Febr. Unter großer Anteilnahme weiter Kreise der Bevöl.erung wurde der im Alter von nahezu 70 Jahren verstorbene Landwirt Karl Stehr I. zu Grabe getragen. Als Feldgeschworener, Kirchengemeindevertreter und dienstältestes Mitglied des Gemeinderats erfreute er sich allgemeiner Achtung. Der Männergesangverein, die Gemeinde, der Gesang- und Kriegerverein, sowie die Molkerei Groß-Eichen, der er 28 Jahre lang diente, entboten ihm letzte Grüße. — Für die am Sonntag hier ftattfinbenbe kJ A'ttdem erhirlter ^Hessischen Landes. A. der Lchsia-Hchau In Elftung in Darneveldn Büdingen. 12. Febr Por kurzem schoh einen ihm unbekamtrn snteitgröfie, der in eigen, lung tm Heemenbach sah r heraus, daß es ein eine Summe) War. Sind - in Oberhessen beobachtet KK Ob?' ' Miefe im 9a, w ^UNglMuchtd Sjl1 "nehmen, iwf cTn ®t« ''^°cher tz^der Der. 'Mieder W Ech°!e7L.Mder. teiryiÄ äSS» ^MlÄMlet. teit Der ermähigf ■ ka» asSsäB LALL "uKL'L^ L LS °°>-L schotten. >en, 10. gebt. Sin Inder hier geschossener Dachs ugen Fleischbeschau» 6d» mf Trichinen uitftt«. oies sich als üollftän* s auch in der Aachschau uerarzt festgestellk Wurde. :lung des hiesigen Man« 8 hatte insofern besondere rein in diesem Jahr fein dum begeht. 3m Hin- soll von einer gtbfatn d das Liisiungssesi inner« erbst geleiert werden. Der , eine Feier in gröberem fligeten Zeit nachMen. jatte solaendes Ergebnis^ 5eil, 2.Lorsihender MI« istführer Dilh.Dirtbl!,. aiser, Archivar Audvls xebr. Der hiesige Turn- dieser Tage einen wohl« n.undWerbeabend. Bürgermeister Dechert, )fie Begrühungsansprachc. ie Turnbrüder von Sichel' iesi. 3m Anschluh daran ter der Leitung des ersten ab verschiedene Uebung und ernteten bohlt leb« M'SS? 'SMäffg in einer Wn ?n,K Ausbildung derkör^ ^Lebrer Deubel und i^en * nS"Ä VN verEabend. Di. einen 3^ ^erzu iT«* »’ jS id-l» u”1,ie' usw.Ww’S »*ss3. &SN ahezu?" Srabe.»,Mt-r Mtt E N-ti. ™ gcimt« V Bürgermeisterwahl wurden zwei Vor- fd)Läy eingereicht. Der eine lautet auf den bisherigen Bürgermeister Gastwirt ßouie Kaiser der -weite auf den Schuhmacher Rühl. Beide kandidierten bereits vor sechs Jahren. ~ Rudingshain, 10. Fehr Die Verpachtung der hiesigen 3agb erbrachte den Betrag von 405 Out., gegen 400 Mk. bisher Die Jagd wurde wieder von Oberforstmeister De u st er. Schotten, übernommen. — 2lm Sonntagabend fand die Generalversammlung des hiesigen Ä r ie- gerverein- statt. Der 1. Vorsitzende Straub begrüßte die Mitglieder. Sodann wurde die Rechnung vorgetragen, geprüft, in Ordnung befunden und dem Rechner O. Linker Entlastung erteilt. Sodann hielt Lehrer Schwarz einen Ltchtbildervortrag über Zwecke und Ziele des Kyfs-Luserbundes und der Kriegerkameradschaft ..Hafsia". Mit einem Hoch auf den Reichs- Präsidenten und dem gemeinsam gelungenen Deutschlandlied fand die Versammlung ihr Ende 6 Bobenhausenll. 10. Febr. Rach einem Beschluß der hiesigen Vereine wurde ein gemeinsamer Familienabend abgehalten Auch spätere Veranstaltungen sollen gemeinsam stattsinden. Als Organisator des Z milienabendS trat der Kriegerverein auf, der durch die übrigen Vereine bei der Ausgestaltung deS Programm- unterstützt wurde. So trugen der Münnergcsang- verein mit Liedern und humoristischen Darbietungen. der Heimat - und Wanderver- ein mit einem Theaterstück, der Turnverein mit Reigen und turnerischen Darbietungen und der Musikverein durch musikalische Unterhaltung zur Bereicherung deS Abends bei. Die Darbietungen sanden lebhaften Beifall. I Ober-Lais, 11. Zebr. Die vor einem Jahre gegründete Freiwillige Feuerwehr veranstaltete einen Llnterhaltungs- und Werbeabend. Herr Echellhorn -Offenbach, der Lieferant der Ausrüstung der Wehr, zeigt» ver- 'chiedene Filme auS dem Gebiete der Feuerwehr. Di« Herstellung von Schiäuchen wurde in interessanten Bildern vor Augen geführt', Feuerwehrübungen. sehr instruktiv aufgenommen. Bilder von Feuerwehrfeften und zum 2b chluß einige lustige Bildstreifen fanden bic Aul merk! amkeit bet Teilnehmer Die Jeuerwehrkapelle (Dirigent Herr Hirtz) wartete mit ver'chi«denen musikalischen Darbietungen auf, und der Gesangverein .Liederfreund" brachte unter der Stabführung von Lehrer Oberheim einige Lieder Vorbild- li<$ au Gehör Für di« Wehr begrüßte der Kommandant Karl Z r i tz , für die Gemeinde Bürgermeister Schauermann die Döste. Für das KreiSamt Schotten sprach RegierungSrat Schwan, für den Verband der Zre.will'gen Feuerwehren der Kommandant der Schottcner Wehr. Herr Stang. 3m Kaufe des Abends konnten ver chebene passive Mitglieder neu ausgenommen werden. — Die W a ! d j a g d der Gemeinden Fauerbach und Ober-Lais wurde dieser Tage auf weitere 6 3ahre verdachtet. Den Zuschlag erhielt Herr Rudolf Theist von hier, der mit 325 Mark Höchstbietender war. «reis Als'cld # 'Jlicber«(Bemünbcn, 11. Februar. Der Zweiaverein Burg - Rieder - Gemünden d e S V H C. hielt dieser Tage seine 3ahreshaupt- Versammlung ab. Rach der Vorlage des 3ahreS- und deS Rechnungsberichtes wurde dem Vorstand Entlastung erteilt. Die Wahlen ergaben die einstimmige Wiederwahl des bisherigen Vorstandes. Sodann wurde beschlossen, von einer Senkung deS Mitglicdsbeitrages abzusehen. Der Mitbegründer des Vereins, Fr. M a r t i n, wurde zum Ehren- Mitglied ernannt. 3m Schlußwort gab der Vorsitzende der Hoffnung Ausdruck, daß sich an den bevorstehenden Wanderungen recht viele Mit- glieder beteiligen möchten. < w Barg-®emünben, 11 Febr. Der Kette r o e r e i n Burg • Nieder • Gemünden veranstaltete einen thcatrrabenb, der lehr gut besucht war. Zur Aufführung getan ate nach einer einleitenden Anspracke und einem Prolog ein ernstes vaterländisches Stück, das eindrucksvoll wiederge- geben wurde. Weiter wurden drei Lustspiel« gezeigt. Den SutTuhrungcn wurde lebhafter Beifall zuteil. Die Pausen wurden durch gute Mustk der Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr ausgefüllt. Bleidenrod, 10. Febr Der Gesangverein „Liederkranz" zeichnete in diesen Tagen seine Mitglieder Karl Erb, Albrecht Buchjun. und Heinrich Sann für fleidigen Singstundendcsuch mit je einem Abzeichen au# Die drei Sänger feststen während de# Jahres 1931 in keiner Singstunde U Ober-Ohmen. 9. Febr. Der hiesi« Kriegerverein hielt dieser Tage seine 3a»- reShcuptverfammlung ab. An Stelle deS seitherigen Präsidenten W. Li ehr, der aus eine Wiederwahl verzichtete, wählte man den Kameraden Otto Philippi zu.n Vorsitzenden bei Verein#. kirchliche Nachrichten Evangelische Gemeinden. Sonntag, den 14. Februar. Invokaoit Sladtkirche. 9.30 Uhr: Pfarrer Becker: 11: Minber« kirche für die Markusgemeinde, Pfarrer Becker: 1R: Pfarrer Mahr: Beichte und heilige» Abendmadl für Matthäus- und Markusgemeinde. — Iohanneskirche. 9.30: Pfarrer Bcchtolsheimer; 11: Ainderkirche für die Lukasgemeinde, Pfarrer Bechtolshoimer: 18: Pfarrer Ausfeld: 20: Bibelbclprechung im Johannes- saal, Pfarrer Lenz. — Kapelle de» Allen Friedhof». 9.3u Pfarrer Lenz: 11: Kinberkirche für bie Luther- gemeinbe, Pfarrer Lenz. — CUfabelb-ftlelatlnber- ».40. in LA. a'wv, 1t. ÄtnO*TfTnftt für die Petrusgemeind«, Pfarrer Lic Waas. — 3m Saale bet neuen strippe. 11: Kinberkirche für bie Iohannesgemeinde, Pfarrer Lusfeld. — Reue ttula. 11.15: Universität»-Totte*bienst. Predigt: Professor D. Vornkamm — klein finden. 9: Hauptgotte»- dienst und heilige« Abendmahl für die männlich» Jugend: 1U: Kinderaottesbienst. — Dies eck. löi -auplgortesbienst: 19.3t': Pastonsandacht, Kollekte. — Kirchberg. 10; 13.S0:Mainzlar — Mllen-Bufed. 10 und 13; 19.30: Pa'sionsanbacht. — krausen-Gar- benleid). 10: Hausen, Feier de» bl. Abendmahls: 13t Gardenteich — Watzenborn Steinberg. 13: Haupt« gottesdienft; 19.30: Passtonsandacht. -- Gröningen. 10: Hauptgotte»diensl 11: Aniderkirche. Katholische Gemeinden. Samstag, den 13. Februar. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Bcick:.- Sonntag, den 14. Februar. 1 Faslenionntag Gletzen. 630 Uhr: Beichte: 7: Messe, Kommunion der Jungfrauen und Hausangestellten: 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Pre« digt; 1730: Christenlehre und Andacht — (Brünberg. 9.45: Messe mit Predigt. — Hungen. 9 30: Hochamt mit Predigt und Christenlehre. — tich. 7.30: Hochamt mit Predigt: 20: Christenlehre und Andacht. — Lollar. 8.45 Messe mit Predigt. — Jllbba. 830: Hochamt mit Predigt. — Schotten. 10.30: Messe, Hochamt mit Predigt. Montag, den 15. Februar. Lauboch. 7.30 Uhr: Messe. Dienstag, den 16. Februar. Gietzen. 18 30 Uhr: Fastenandacht. Mittwoch, den 17. Februar. Hungen. 7.30 Uhr: Messe. Freitag, den 19. Februar. Gietzen. 18.30 Uhr: Fastenandacht. LonntaaSdientt d.Arrste u.Slvotbeken nm 14.2.82 L.-R. I)r. Tdilicvbake. vr Wolf. Hirickavotbcke. 3ahnarAf: Hr (Monier 'D Gymnasium / Realgymnasium Oberrealschule und Siudienanstalt zu Gießen Die Anmeldungen süv das nette Schuliahe werden Mittwoch, den 17. Februar 1932, vormittags von 10 bis 1 Uhr, im Direttorzimmer der betteffenden Anstalt entgegen« genommen. Hierbei sind Geduttsschein, letzter Impfschein und Abgangszeugnis vorzulegen ssro Für die Ausnahme in Vie Sexta ist der vierjährige erfolgreiche Äesuch der Grundschule erforderlich, doch können besonders leistungsfähige Schulkinder mit Genehmigung der Schulaufstchtsbehörde auch schon nach dreijährigem Grundschulbesuch ausgenommen werden. Altendors. Angeiberger. Dr. Roller Dr. Kalbfleisch. Bei der Srennyolzversieigerungen der Stadl Gießen. Au» den Waldungen der Stadt Gietzen sollen versteigert werden: 1176C A. Montag, den 15. Februar 1932, 9% Uhr beginnend, au» den Abt. 1b, 3, 5a (Slol- zenmorgen), 9a 23, 27b und 31 (Stadt- roalb), Försterei Rödgen. 11^ rm Buchescheiter 1. Kl., 43,9 „ Eichescheiter 1. u. 2. Kl., 35,4 „ Kieferscheiter 1. u. 2. Kl., 4,2 „ Bucheknuppel, 51,8 „ Eicheknüppel. 82,2 ,. Kiefcrknüppel, 3,2 ,» Lindeknüppel, 310 Wellen Buche-, Eiche- u. Lindereisig 3. Kl., 3,9 rm Eichestocke, 417 Fichtederbstangen 1., 2. u. 3. Kl., 2,2 rm Eiche-Nutzknüppel (Gartenpfo« sten), 2,20 m lang. Zusammenkunst: Wcggabel Grünberger Straße nach Rödgen. B. Mittwoch, den 17. Februar 1932,9% Uhr beginnend, aus den Mbl. 81a, 96, 97, 122 und 124 tStadtwald), Försterei Hochwart: 185,6 rm Buchescheiter 1. u. 2. Kl., 45,4 „ Eichcscheiter 1. u. 2. Kl-, 9,0 „ Eschescheiter 1. u 2. Kl., 35,5 „ Buchcknüppel, 20,0 „ Eicheknuppcl, 7,0 „ Esche- und Kieserknüppel, 1710 Wellen Buchcreisig 3. Kl., 23 rm Buchestöcke, 4 „ Esche-Rutzscheiter (gespalten, 1,25 Meter lang). Zusammenkunft. Licher Straße — 10. Schneise. C. Freitag, den 19. Februar 1932, 9% Uhr beginnend, aus der Abt. 55 (Stablroalb), Försterei Gießen): 84,4 rm Buchescheiter 1. u. 2 Kl., 61,6 „ Eichcscheiter 1. u. 2. Kl., 20,4 „ Bucheknüppel, 48,0 „ Eicheknüppel, 9,8 „ Eicyereisig 1. Kl., 720 Wellen Buchereisig 3. Kl., 14,5 rm Buchestöcke, 31,7 „ Eichcstöcke. Zusammenkunft: Alter Anneröder Weg Brennholzversteigerung am Dienstag, dem 16. l. M., zu Watzenborn, wird das Äolz aus den Forstorlen .Hasenkopf 5a, Tempel 27, § Anterwald 61b, Wachbolderheide 62b, ; Tempel 25, Klostenvicsc 44 u. 45 und (Schiffenberg 30b, mit Ausnahme der blau unterstrichenen Nummern, ver- steigert. 1221D Gießen, den 12. Februar 1932. Hessisches Forstamt Schiffenberg. ___________Nicolaus.___________ Rutz- und Brennholzversteigerung Aus den Waldungen der Stadt Allen- dorf a. d. Lumda, Försterei Climbach, werden am Dienstag, dem 16. Februar l. 3-, aus den Forstorten: Langebruch, Abtlg. 5a; Mark, Abtlg. 9, und Ra- bcnauer Straße, Abtlg. 15, nachstehende Äolzsorlimente an Ort und Stelle ver- steigert: 12205) Stammholz: Eichen: 10 Stück 3., 4. und 5. Klaffe = 739 ffftm. Kiefern: 34 Stück 2a-, 2b- und 3a-Klaffe = 19,61 Fstm. Fichten: 5 Stück 1b-, 2a- und 2b-Klaffe = 2,26 Fstm. Nutzscheit: Eichen: 3 Rm. .Kiefern: 4 Nm. Brennholz: Scheit: Buchen 154,5 Rm., Eichen 20 Rm., Fichten 53 Nm. Knüppel: Buchen 34 Rm., Eichen 10 Rnr., Kiefern 33,5 Rm., Fickten 1 Rm. Reisig III. Kl.. Bucken 168^ Rm., Eichen 17 Rm., Wevkiefer 15 Rm. Stockholz: Buchen 39 Rm., Eichen 2 Rm. Die Zusammenkunft ist vormittag- 10 Uhr im Forstort Langebruch, Abteilung 5, am Pstanzgarten. Schneider, Bürgermeister. — 8. Schneise Gießen, den 11. Februar 1932. Bürgermeisterei Gießen. Z.D.: vr. Rosenberg 71 uhholzversteigerung. Am Montag, dem 15. Februar 1932. vormittag» 10 Uhr beginnend, versteigert die Gemeinde Waldgirmes an Ort und Stelle: 1177D Eichen: 80 Stä. u. Adschn. 2.-4. Kl. u. 1 Stamm 7. Kl. mit 31,00 fm; 6 rm Nutzscheit gesplt. u. 1,20 m L; 37 „ Nutzscheit in Rollen 2,00 m lang: 17 rm Nutzknüppel 2,00 m lang. Nadelholz: 200 Stä. u. Adschn. la bis 3a-Äl. mit 95,00 fm. 100 Stck. Stgn. l.Äl. Fichten: 60 ,, „ 2. Kl. F'chlen: 8 „ ,, 3. Kl. Fichten. Zusammenkunft um 10 Uhr in der Etzbach. oberhalb der Schwalbenmühle. Der Bürgermeister. Schmidt. Jagd-Verpachtung. Mittwoch, den 17. Februar 1932, nachmittag» 3Vi Uhr, wird in dem Rathaussaale die Wald- und Feldiagd der Gemeinde Lang-Gön» ab 1. Februar 1932 auf weitere 6 Jahre verpachtet. 1109V Der gesamte Jagdbezirk umsaßt eine Fläche von zirka 400 Hektar Wald und zirka 1150 Hektar Feld, und wird in drei Bezirken ausgeboten. Die Bedingungen werden vorher bekanntgcgebcn. Lang-Göns, den 6. Februar 1932. Hessische Bürgermeisterei. ___ Rompf.______________ Zagd-Verpachiung. Mittwoch, den 17. d. M., nachmittag^ um 2 Uhr, kommt die der Gemeinde Rodheim zustchende Jagd, bestehend in 305 ha Jvclö und 97 ha Wald im RatbauS zur Verpachtung. I122D Rodheim, den 9. Februar 1932. Bürgermeisterei Rod heim ». d. -ortosf. Werthmwwerti <■ zimmer entgegengenommen. 1110 D Mendelasohn-Bartboldy. Telephon 2735. preiswert 957 A 1209 A Bekanntmachung Brennholzversteigerung Sprechstunden werktags von 10—12 Uhr. Die Direktion des Giefcener Pädagogiums Samenhaus Heinrich Hahn Bahnhofstraße. Teleph. 3403 Leinsamen doppelt gereinigt Leinsamen-Schrot zu Putterzwecken empfiehlt Vogtsche Privat-Handelsschulen Gießen und Herborn Beginn des neuen Schuljahres: 7. April L Höhere Handelsschule für Schüler mit Obersekundareife. Dauer: 2 Semester. 2. Handelsoberklasse für Schüler mit höherer Schulbildung. Dauer: 1 oder 2 Semester. 3. Zweijährige Handelsschule für Schüler mit achtjährigem Schulbesuch. 4. Einjährige Ilandelsfachschule. 5. Einhalbjährige Handelsfachschule. Durchgreifende theoretische und praktische Ausbildung für die kaufm. Praxis und die Beamtenlaufbahn — 70 Unterrichtsmaschinen — Übungskontor. Anmeldungen mündl. oder schriftlich erbeten in Gießen, Goethestraße 32 Herborn (Ehern. Prflparandenanstalt). Auskunft und Prosp. kostenlos d. die Direktion. 100 Rasierklingen a. LEdelsL Haars ch. nur RM. 3 JO Nachn. jOStück RM.2.20 . Rasier kl. Spezialh. J.AraoitMflhUHgsntti Wiwnschaftlichi Werke Sondergebiet der örflhfichefl Druckerei Zu haben in allen einschlägigen Geschäften. Bezugsquellen weist nach: Maekator-Verkauiekontor, Frankfurt a. PL, Gatleutstrahe 8 12. 175) V Anmeldungen für Sexta und die übrigen Klassen bis Oberprima elnachUeßUch werden jetzt schon im Direktor- Bedruckte Lindener Waschsamtreste zum größten Teil neue Frühjahrsmueter In ganz enormer Auswahl Im Rest per Meter 1.95-1.35-0.98 L BERNARD Stoffspezialhaus / Gießen / Plockstraße 16 . 1716A___________________________________________________ . Dienstag, den 16. Februar 1932, sindet Rindvieh- (Nutzvieh-) Markt statt: sämt- liches Vieh wird gegen Maul- u. Klauen- K schutzgeimpft. Auftriebszeit am ttage von 7% bis 8M Uhr vormittags. Der nächste Schweinemarkt findet am 2. März 1932 statt. 1200C Gießen, den 13. Februar 1932. Bürgermeisterei Gießen. _____I. B.: Dr. Rosenberg_____ Bekanntmachung. In unser Handelsregister, Abteilung B, wurde am 9. Februar 1932 bei der Firma Commerz, und Privatbank Aktiengesellschaft, Filiale Gießen in Gießen, folgen- des eingetragen; Moritz Schultze, Carl (9oeh, Friedrich Neuerbourg und Albett Purfche sind aus dem Dorstand der Gesell, schäft ausgeschieden. 1203D' Gießen, den 10. Februar 1932. Hessisches Amtsgericht. Brennholzversteigerung Donnerstag, den 18. d. TR., kommt in den Waldungen der Gemeinde Beuern, Distrikt Heegwald, folgendes Brennholz zur Der- fteigerung: • 12O6D scheiter Buche 355 rm „ Fichte 32 „ Knüppel Buche 104 „ „ Eicke 110 „ „ Fichte 10 „ Reifer Buche 520 „ Stöcke „ 73 ,, Zusammenkunft vormittags 9% Uhr auf der Kreisstraße Beuern—Gellshausen am Ottsausgana. Das Holz lagert an guten Abfuhrwegen. Beuern, den 11. Februar 1932. Bürgermeisterei Beuern. Linden st ruth. Freitag, den 19. Februar, 9 llhr vorm., in der Wirtschaft des Georg Sommer VI. zu Watzenborn aus den Forstorten Tempel 12a, 47 und 48, Schindanger 14b und Schinderskopf 23b der Försterei Baumgatten: Scheiter, Rm.: 69,7 Eiche I. Kl., 3 II. Kl., 337,8 Kiefer I. Kl., 26,3 II. Kl., 2,2 Lärche I. Kl., 3 Frchte I. Kl. Knüppel, Rm.: 1 Buche I. Kl.. 6^ Eiche I. Kl., 1 Kiefer I. Kl., 4,2 II. Kl., 5,5 Fichte I. Kl., 0,9 1J. Kl. Reisig l. Kl. (Knüp- pelreifig), Rm.: 443 Kiefer, 2,4 Fichte. Reisig 111. Kl. (Astreisig), 100 Well.: Eiche 9,0, Lärme 0,6. Stöcke, Rm.: 8,9 Eiche, 5 Kiefer. Cs wird vorhettge Besichtigung des Lolzes empfohlen. 1222® Dießen, den 12. Februar 1932. LessischeS Forstamt Schiffenberg. Nicolaus. Am Mittwoch, dem 17. Febr. 1932, bringt die Gemeinde Frankenbach foU qendes eingeschlagenes Nutzholz zur Der- fteigerung: Klaffe la = 12,76 Fstm. „ 1b - 33,32 , „ 2a - 34,11 „ , 2b - 18,87 , , 3a — 5,45 , „ 3b = 2,72 „ Stangen I. Klaffe - 201 Stück „ II. , - 311 „ „ IH. „ = 306 „ Außerdem werden 430 Fstm. Klasse la bis 3b vor dem Einschlag auSaeboten. Der Verkauf beginnt um 10 llhr vormittags auf dem Rathaussaal der Gemeinde Frankenbach. 1218D Der Bürgermeister. Bernhardt. Jagd-Verpachtung. Am Mittwoch, dem 17. Februar 1932, nachmittag» 3 llhr, findet auf der Bürger- meisteret in Watzenborn-Steinberg die Verpachtung der 3agb von der Feldgemarkung Ober-Steinberg auf weitere sechs Jahre statt. Die Berpadjtungsbebingungen werden vorher bekanntgemacht. Die erste Verpachtung ist nicht genehmigt. 11930 Watzenborn-Steinberg, 11. Febr. 1932. Der Gemarkungsoorsteher. Schäfer. Holzsubmission. Fichten-Stämm«: Los 1 2 3 4 6 7 0,45 Fstm. 11,90 , 32,80 „ 2136 , 147 . 6,21 ; 2 Stück Ä: 19 , 1 , 4 „ 1 , Kl. la „ 1b , 2a . 2b . 2b «r 3a „ 3b 1 „=- 134 Kicfern-Stämme: Die Gemeinde Reiskirchen verkauft im Wege schriftlichen Angebots nach. stehendes Nutzholz: Los 8 Kl. la 4 Stück = 0,54 Fstm. , 9 „ 1b 148 , - 32,58 , , 10 , 2a 109 - 34F3 , , 11 , 2b 37 , - 15,48 , , 12 , 3a 6 , - 3,57 , , 13 , 3a 1 „ = 0,78 „ Angebote sind, nach Losen getrennt, bis spätestens Donnerstag, den 18. 2., nachmittags 2 Ahr, auf hiesiger Bürgermeisterei einzureichen, woselbst auch bi« Berkaufsbedingungen eingesehen werden können. 12322 Reiskirchen, 12. Februar 1932. Aessische Bürgermetsterei. Schomber. Einladung Dienstag, den 23. d.M., mittags 2 Uhr, findet im Saale »ZurGermania" dahier die diesjährige oröenl ^eneraioerfannnlnrg des iflct-». MsW^mins Beuern 11 verbunden mit tzOiäbr. Jubilä msfeier statt, wozu wir alle Mitglieder hiermit einladen. Tagesordnung: 1. Vorlage der Rechnung vro 1931 und deren Genehmigung. 2. Beschlußfassung über die Verwendung des Reingewinns. 3. Ergänzungswablen des Vorstands und Aufsichtsrats. 4. Vorlage des Revisionsberickts. 5. Verschiedenes. Die Rechnung liegt 8 Tage, vom 14 bis zum 21. d. M. im Lokal des Rechners zur Einsicht der Mitglieder offen. Ski AuMlsral -es Silk- a. Borföiußö.ieliis Beuern II e. G. m. b. H. 1208 0 Philivv Sommerlad VI., Präsident. Prospe kt anfordern Jntrpnipur- Flugzeugbau,Fiieger- ngcineiH schule, Papiertechnik Schule Big. Lehrwerkstätten Maschinenbau, »ee ■ Elektrotechnik, Uf A I Hl AutomobiIbau *" ■ Hi Eine außergewöhnliche Gelegenheit! 8 Tage gelten diese Preise für Steppdecken Se le 1 beidersei iq uni S tin mit guter Wollfüllung per Stück Mk. 11.75 Serie 2 1 Seite K'seide unten Satin mit guter Wollfüllung pe Stück MK. 15.75 Serie 3 1 Seite K'seide unten atin m. gut. Wollfüllg. in allen Färb, per Stück Mk. 18.50 1 großer Porten herrlicher Decken mit bes em Sa'in und K'seide, sowe fernster Wollfüllung verarbeitet, per Stück Mk. 25.50, 29.75, 36.- u. höher Wundervolle Dau endecken ebenfalls mit Kuns seide und Satin, jetzt nur per Stück Mk. 59 -, 75.- und höher Beachten Sie bitte meine Schaufenster Bahnhofstr. 31 Spezialgeschäft für Teppiche und Gardinen Telefon 3565 1215 A Else Döpfer Willi Schmidt Verlobte Steinstraße 73 Gießsn Kaiserallee 12 .nltiiT-Tir.tlrttritrr.r-~Ttrrr.TTTtr.ir-trtttriiiiiinrmi..iiil i??i 111 Statt Karten! Ihre Verlobung geben bekannt Huth Schwerter Dr. A. Herrmann. Höxter Tießen 3m Februar 1932 ■ .....-T- ---T ____________-.........--- - - -..............1195 D GIESSENER KONZERTVEREIN Sonntag, den 14. Februar 1932, 17 Uhr In der Universitäts-Aula I Lichtspielhaus »Gießen I Goethebund Gießen | Nur Sonntag, den 14. Februar, S 11.15 Uhr vormittags XI.Kulturfilm-Sonderveranstaltung Der neue Afrika-Tonfilm INGAGI Der Herr der Wildnis Ein Film der tausend Abenteuer und Gefahren aus den Dschungeln Afrikas in deutscher Sprache Ein außergewöhnliches Fi merelgnis Kleine Preise: Mk. 0.60 bis 1.50. Jugendliche zahlen halbe Preise. Die Mitglieder des Goethebundei erhalten Ka rten zu Mk. 0.50 u. 1- geg. Einlösung des Gutscheins Nr. 1 aus dem neuen Gutscheinheft. 1226 c WiW MM: Mr an mich WM, Hat Das ewige Men Jobs. 6, 47 In der Woche vom 14. bis 21. Februar, allabendlich 8.30 Uhr, oertündet der Evangelist Eduard Schumacher im früheren Einhornsaal, Eingang Wetzsteingasse, das alte, menschenerneuernde Evangelium von Christo, dem Sohne Gottes. Vom 15. bis 19. Februar st'nden nachm. ab 3.30 Uhr Bibelstnnden statt. Jedermann ist herzl. eingeladen. Ehvisittche Vevsannnlrrns Glotzen Eintritt frei 1196D Keine Kollekte Vorsicht bitte, fertig, abfahren, und der Zug setzt sich in Bewegung, welcher Sie in das herrliche Märchenland des Winters bringen wird Da Wintersport nur mit Photosport möglich ist. erhebt sich die photographierende Hand und fragt: »Ist die Kamera in allen Teilen in Ordnung?« Gelbscheibe, Selbstauslöser, Kleinstativ nicht vergessen. Genügend Filme und Platten mitnehmen, denn in den Bergen gibt es keine zu kaufen. - Vor der Abfahrt wartet auf Sie: Photo-Winterhoff Kreuzplatz 9 ________________ 1217 A 0D LNi-e-Stt»ule Sandakbetts-Seminar-Ailsstellung Neues Schloh, städt. Gemäldesammlung. Geöffnet: Sonntag, den 14. Februar von 12bis l und 3 bis 5 Uhr, an den folgend. Wochentagen von 11 bis 1 und3bis5Uhr. Schluh: Samstag, 20. Februar, 5 Uhr. Eintritt: 20 Pfg., Schulen, bis 14Jabre 5 Pfennig, über 14 Jahre 10 Pfennig. Am Freitag, dem 19. Februar Ausfielli ng Hauswirtschafts-Seminar von 10 bis 1 und 3 bis 5 Uhr unentgeltlich. Steinstrahe 10 Allen, die anläßlich meines 90. Geburtstages meiner in Gebe und Treue gedachten, spreche ich aus diesem Wege herzl chsten Dank aus o89i Adam Smig, Oberpostschaffner i. 5X. Gießen, den 13. Februar 1932 Geschäfts-Drucksachen Rechnungen Briefblätter Briefumschläge , . Postkarten bei Bruhl, Schulstraße 7 Geschäftskarten HMn Ist Ihnen Ihre Gesundheit Mut monatlich edenkcn Sie, daß mit einer «in» wandfreien Gesundheit alles steht und fällt. Existenz, Zukunftspläne und oft sogar der Lebensmut werden vernichtet, wenn mehrere Krankheiten Sie oder Ihr« Famili« heim» suchen, denn di« entstehrndrn Kosten find hoch. Dadurch treten Schwierigkeiten auf, di« eine ausreichende Behandlung unmöglich machen. Ein« gute Krank«nversicherung muß Ihnen also vor allem hervorragende Leistungen bieten. Sie erhalten von unSeineGesamtleistung vonjährlich bis 1000.- RM.,sind stets Privatpatient und zahlen nur «inen geringen Beitrag. Rund 30 Millionen RM. zahlten wir in kurzer Zeit an unser« Mitglirder. Fordern Sie bitte Prospekt Sie erhalten: nach Tarif A Th für eine Konsultation 100% bi» znRM.g.— ■ einen Besuch 100% „ e e j.— «. « Nachtbeiudi 100% „ „ „ 7-5» Ärztliche Sonderlehlungco e. Operation»- kosten bis tu.............RM. 25O.—- Ärztliche Kilometergebühren in einem Versicherungsjahr bis ..........RM. 40.—» Arzneien................... lOO’/e Krankcnhauiaufenthalt für den VerpQe« gungstag bis za.............RM. 6.— Wochenhilfe...............RM. 50.—* Sterbegeld (ohne Sonderbeitrag) bi» zu.....................RM. 600.—• und die weiteren tariflichen Leistungen. ö Sic zahlen! nach Tarif A Tb Männer monatlich ......RM. 4.— Frauen M ........... „ 4. 1 Kind „ ...u....«, e 2. 1 Kinder „ _ o.r.o Deutscher Ring XS Hamburg 36 ° Anfragen: W. Gesekus, Verwaltungsstelle Gießen, Lonystraße 18, Eingang Bleichstraße Äluftvertnrrgk Oie Inhaber von Sparkassenbüchern der früheren 1. Spar- und Darlehenskasse e.G.m.b.H. in Lich 2. Licher Spar- und Credit-Akiiengesellfchaft in Lich 3. Volksbank Lich e. G. m. b. H. in Lich haben ihre Sparbücher zwecks Aufwertung auf Grund unserer früheren öffentlichen Bekanntmachung noch nicht restlos vorgelegt. Wir fordern hiermit die Säumigen nochmals letztmalig auf, die Sparbücher mit einer Ausfchlußfrist bis zum 1. April 1932 zur Aufwertung während der Geschäftsstunden in unserem Kassenlokal vorzulegen. L i ch (Oberheffen), den 9. Februar 1932. ’ wat d Licher Wans e.G.m.b.O. Für den Vorstand: Heinrich Schmidt VIII. Müller. Geschäftsstunden: s-12 Uhr, 14-18 Uhr, Samstags 8-13 Uhr. SIEBENTES KONZERT: LIEDERABEND Eva Liebenberg Alt, aus Berlin Am Flügel: Paul Meyer.Frankfurt Lieder und Arien von Händel, Schubert. Franz und Mussorgski 1013D Der Bechstein-Konzertflügel ist vom Pianohaus Schönau Eintrittskarten: 2, 3 und 4 RM. bei Ernst Challier und abends an der Kasse. Studentenkarten 1 RM. nur im Vorverkauf bei Herrn Sekretär Ritter u. im^neuen Studentenheim. Der Rundfunk kommt mit Liesel Simons 0686 Kasperl -Theater vom Frankfurter Sender Dienstag, den 16. Februar 1932, nachmittags 4.30 Uhr nach Gießen in „Cafe Leib“ Vorverkauf: Radio-Ruhl, Plockstraße 12 1. Platz 50 Pf. inkl. Steuer 2. Platz 30 Pf. Musikwissenschaftliches und Englisches Seminar der Landesuniversität Englisclie Hausmusik im Zeitalter Shakespeares am Donnerstag, 18. Februar 1932, abends 8'/2 Uhr, im Großen Hörsaal der Universität Leitung: Privatdozent Dr. R. GERBER Programm mit Texten zu 1 RM., Studenten und Schüler zu 0.50 RM. an der Abendkasse und im Vorverkauf bei Herrn Sekretär Ritter (Vorlesungsgebäude). 1197D Ausstellung ZWANGLOSE BESICHTIGUNG SEYD&SAUTTER LANGENBACH HwSJt WOHWHWrSs? EINRICHTUNGS-HAUS VKUIIUIKIIWUC! au5lM deutschen Hohem deutsche! MÖBEL FRANKFURT A.M., KAISERSTRASSE 28 Pfer "lidt NeroHeen Beriet 'Wann 1932 !ERI: “kmubend enberg 11 ”c^rrankfnM VOn Hän,K Schubert. H..D J0“ Pianohaus Schönau 1M' bei Pwst Challier und arten 1RM. nur im Vorv^ ■unjeuen Studentenheim, ik kommt Simons ■Theater ’urter Sender !, nachmittags 4.30 Uhr „Cafe Leib" ihl, Plockstraße 12 mer 2. Platz 30 Pf. nd Englisches Seminar !tät MUüM jruai' 19$. abends 8', Uhr- Universität rent Dr. R. GERBER d im Vorverkauf bei Henn ude). _________ iß besichtig- TUNGS-HAU5 TRiangehbach ilSERSTRASSEjB IW »d Nr. 37 Dritter Blatt gicftener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhefsen)Samstag, (3. Februar 1952 Mit Wegener im Grönlandeis. Dtc 'lleue Aula der Universität war am Don- ner-tagabend b.s auf den letzten Platz besetzt. Die Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde und der Deutsch . Oefterre ' ch »fche Alpenverein (Sektion Oberhellen) Patten zu einem Vortragsabend eingelaben. Dr. Ernst Sorge, herzlich begrüßt, sprach über die 6 r - pedition Pros Alfred Wegener« in da- Innere von Grönland, die er als wissenschaftlicher Mitarbeiter, al» Glaziologe. mit- machte. Der Vortrag war eine öbrung für We- aener. der bei dieser Expedition bekanntlich den Lod sand. Die Wissenschaft, so sagte der Redner u. a.. verdankt Dr. Wegener viele», die Expedi- tion-teilnehmer verdanken ihm alle« Er war der Führer mit einer Fülle prcttischer Erfahrung. er war der Kämpfer gegen bic Harle Aatur und Vorbild in feder Hinsicht: al- Mensch und Käme- rad gleich einzigartig groß. Seiner klar vorbereitenden Disposition war eS zu verdanken, daß die Expedition auch nach seinem Tode die Arbeit nicht ausgab, sondern das Werk zu Ende führte. Jede« Gebiet, da- die Expedition betrat, war Aeuland, jede Messung von Vedeutung, jede Zahl außerordentlich, gemeßen an den Verhältnissen der bekannten Zonen unserer Erde. Der Vortragende gliederte seine Ausführungen in drei Teile Er erörterte die wissenschaftliche Arbeit, schilderte die Landschaft und schließlich den Verlauf der Expedition. Oie wissenschaftliche Arbeit erstreckte sich auf vielerlei Messungen. ES galt, im Dienste der Meteorologie Temperaturen, Feuchtigkeit. Niederschläge. Windstärken. Strah- lungSgradc, den Luftdruck, die Luftbewegung u. a. m. zu messen. Drei große meteorologische Stationen wurden errichtete eine an der Westküste. eine zweite an der Ostküste, und eine dritte — das bedeutet daS außerordentliche und erstmalige — in GiSmitte im Innern Grönlands. Einen Begriff von den Temperaturverhältnissen, unter denen die Wissenschaftler arbeiten muhten, geben einige Zahlen Die maximale Temperatur betrug minus 5,5 Grad EelsiuS. die niedrigste dagegen minus 56 Grad CelsiuS. Ein halbes Jahr lang herrschte eine Temperatur von konstant 41 Grad LelsiuS minu». Die Wissenschaftler waren vor schwerste Ausgaben gestellt. Periodisch auftretende Schnecstürme (bi- zu 20 Sekundenmeter) strapazierten die ExpeditionStcilnehmcr. Der Glaziologe, der Redner dcS Abends, erforschte die Eisdicke, die Bewegung der Gletscher, die Temperaturen in ver ch ebenen EiStiefen. die LiSforma- tionen u.a.m. Durch Echolotung wurde festgestellt, daß das Inlandeis von Grönland eine Starke von 2500 (zweitausendsünfhundert) Meter hat. Die größte Landhohe beträgt 3000 Meter, die Höhe des Lande« in EiSmitte etwa 500 Meter. Dr. Sorge schilderte Grönland alS eine große, mit Eis angefüllte Schüssel. Grönlands Land und Landschaft zeigte der Redner in schönen Bildern. Grönland umfaßt, nach bekannteren Entfernungen, eine Fläche von Oslo bis Tunis in der Lange und von Frankfurt a. M. bis Krakau in der Breite. Die Stationen Westküste E.smiNe Ostküste lagen je 400 Kilometer voneinander entfernt. Die Expedition nahm trigonometrische Melsungen vor und errforschte die geologischen Formationen. Prächtige Bilder zeigten die Randgebirge in großartigen. pittoresken Formen. Die Forscher Dr. Sorge und ®r Georgi (der Meteorologe) bestiegen einen Berg an der Westküste, der von dem Bezwinger des Matterhorn», dem Engländer W h i m p e r. für unbestergbar gehalten wurde. DaS Meer und die Fzorde, die Eisberge in vielfältigen Formen, die riesigen Gletscher und daS Vorland mit seinen abgelchlisfenen Hügeln, die vielen vereisten Seen sah man in malerischen und durchaus künstlerischen Bildern Dr. Sorge schilderte sodann die Bewohner Grönland« (insgesamt 16 000), die ESkimoS und die Mischlinge, al» fröhliche, arbeitsame Menschen al» treue Helfer, die beim Wegebau, beim Laftentran»port Vorzügliche» leisteten Aber wenn sie zum Beispiel betm Wegebau einen großen Stein mit vereinten Kräften au» dem Wege geräumt hatten und er kollerte in tollen Sprüngen den Berg hinunter, dann muhten sie, kindlichen Gemütes, erst eine Viertelstunde lachen bi» sie wieder zu arbeiten begannen. Oie tffpcöifion war gut gerüstet. Modernste wissenschaflliche Apparate standen der Expedition zur Verfügung, viele Lebensrnittel. Werkzeug. Gebrauch-gegenstände aller Art waren in großen Mengen vorhanden für die Beförderung deS Gepäck» hatte man Hundeschlitten und zwei Propellerschlitten (die aber beide zu Bruch gingen, während die Hundeschi.tlen sich immer alS das zuverlässigere Transportmittel erwiesen). Die Expedition hatte 120 000 Kilogramm Gepäck zu bewegen Die Propellerschlitten machten besondere Schwierigkeiten bei dem Transport in daS Jnlandei«, taten schließlich aber wertvolle Dienste, inmitten einer unendlichen EiSsteppe schulen die Wissenschaftler ein Lager, eine Eisburg, die 1 5 Meter unter der EiSoberfläche lag; 400 Tage verbrachten fle mitten im EiS. Zur 6.«bürg im Inneren de» Landes waren verschiedene Schlittenrcisen notwendig, um alles nötige Material heranzuschaffen Auf der R,ck- sahrt von EiSmitte biS zur Westküste ereilte den Zehrer der Expedition Prof. Wegener das tragische Ende. Er starb — wie, wann was waren die Ursachen seines TodeS? — niemand weiß eS. in grenzenloser Wüste wurde er begraben Eine HilsSexpedition fand nach langem Suchen daS ®rab, daS der Gelährte R a S rn u s s e n dem Führer schuf. RaSmussen nahm, um die wissenschaftlichen Auszeichnungen zu retten, die Tagebücher mit und — kam selbst um. Er wurde bis heute noch nicht gefunden Viel wertvolle« wissenschaftliches Material war mit ihm verloren Eine heroische Leistung vollbrachte Dr. Georgi, der über zwei Monate lang allein in der EiSdurg wohnte, abgeschnitten von aller Welt, die Kameraden im Ungewissen nur wissend, daß die Küstenstation 400 Kilometer entfernt lag. Schwer traf das Schicksal den Mitarbeiter Dr. Löwe. Er erfror sämtliche Zehen (sie mußten ihm in der Gisburg ohne Rarkose mit dem Taschenmesser abgeschnitten werden) und konnte keinerlei wissenschaftliche Arbeit leisten. Dr. Sorge schilderte schließlich da« Leben in der Eisburg. Ein Leben unter primitivsten Verhältnissen, bei wenig Licht, ohne Heizung, bei ständiger Temperatur von minus 10 Grad Celsius, bei der Arbeit, die stets im Schlaf sack geleistet werden muhte. Er schilderte das Weih- nachtSfest, das gegenseitige Schenken längst gelesener Bücher, und die endliche Rückkehr. Huldigung für den Führer. Zum Schluß sprach er noch einmal von dem । toten Führer Wegener habe weitreichende Pläne gehabt, er wollte die zweimalige Durch- I querung de« Lande«. Wegener sei ein Führer | gewesen, der sich nicht im Kommandieren und Organisieren erschöpfte, sondern immer seine eigene Körper- und Geisteskraft einleotc. selbst seinen Schlitten zog. mit Vorliebe mit feinen zehn Hunden über da» Ei» jagte er war es. der e« serngbrachte, bei 54 Grad Kälte den Knoten, den die wilden Hunde im Geichirrzeug geschaffen hatten mit bloßen Hinden (drei- bi« viermal am Tage) auszulösen. er »cheute keine Mühe und nahm selbst die Eishacke zur Hand, um den Schlitten den Weg zu bahnen So lei er allen ein leuchtendes Beispiel gewesen, ein Führer und Kamerad. ein Mann, der die Wissenschaft mit dem Sport verknüpste und dadurch Leistungen vollbrachte. die einzig daftehen und in 1 einem Werke weiterleben werden. Damit tchloß Dr. Sorge, der junge, nicht allzu kräftig erscheinende Ge- lehrte. Sein Vortrag war eine lebendige Schilderung der Expedition Er sprach in schlichten Worten von seiner eigenen Arbeit, im Tone der Wert- lchähung und der Hochachtung von den Leistungen seiner Kameraden, und er sprach im Tone herzlichster Verehrung von seinem Führer. Die vielen Zuhörer dankten ihm mit anhaltendem Beifall Der Abend war ein großes Erlebnis und gleichzeitig eine Offenbarung der Möglichkeiten menlchlicher Kraftentfaltung im Dienste eines hohen Ziele« der Willen'chaft. Taten für Lamotag, 1.3. Februar. Sonnenaufgang 7 46 Uhr. Sonnenuntergang: 17.34 Ubr. Tlonbaulganq 9 44 Uhr, Wond- untergang 1419 Stiftung der Universität Rostock 1754 der Diplomat Fürst Tallevrand in Pari- geboren. 1883 Richard Wagner in Venedig gestorben. Daten für Lonntag. 14. Februar. Sonnenaufgang 7 44 Uhr. Sonnenuntergang: 1735 Uhr. -- Mondausgang 10.04 Uhr. Monduntergang; 1.23 Uhr 1468 Johannes Gutenberg, der Erfinder der Duchdruckerkunft in Mainz gestorben -- 1779: der englische Seefahrer Farnes Look auf Hawai ermordet S.Jt.-'fpont Gpielvereinigung 1900 Gießen. VfB. Friedberg in Gießen zu Gast. Am morgigen Sonntag gelangt auf dem Sportplatz an der Liebigshohe daS längst geplante Spiel der Liga der Spiclvereinigung gegen die Ligamannichaft de« VfB. Friedberg zum AuS- trag. Die Blauweißen haben sich einem schweren Gegner verpflichtet. Die Gießener Mann chatten konnten in den bisherigen Kämpfen gegen die Friedberger nur einmal (VfB.) Lorbeeren ernten. Die Friedberger spielen guten Fußball, haben ausgezeichnete Kräfte in ihren Reihen, die Mannschaft ist außerdem TaunuSkrci-meister der gegenwärtigen Saison, und hat die Verbands- spiele in konstanter guter Form hinter sich gebracht. Ss sei daran erinnert, daß eS schon verschiedentlich der VfB. Friedberg war, der den Frankfurter Großvercinen Klassespieler abgab. Man versteht es in Friedberg, jungen RachwuchS heranzuziehen: Echlv, Achart und Möb« Haden in den Frankfurter Mannschaften gute Figur gemacht. Es steht zu erwarten, daß auch die Mannschaft. die morgen den Blauweißen gegenübertritt, ihre ganz bestimmten Qualitäten hat und den 1900cm einen ihrer schwersten Gegner abgeben wird. Aus Grund der Leistungen, die 1930 in der letzten Zeit gezeigt hat, sind die Aussichten auf Sieg nicht überragend groß. Es wird die Aufgabe der Mannschaft sein, sich ehrenvoll zu schlagen. Dem Auftreten der Friedberger sieht man mit großer Spannung entgegen. Die 1900er treten in folgender Aufstellung an: Schmidt: Zeller, Jäckel: Henrich. Langsdorf, Glillch: Lippert, Arnold, Wilhelmi. Heilmann. K. Schmidt. Die Ligareserve bestreitet am Vormittag ein Ver- bandespiel gegen die 1. Mannschaft von '-Nauborn. Die Gäste find Anwärter auf den Meistertitel ihrer Klasse Das Vorspiel in Nauborn verloren die Gieße- ner überraschend hoch mit 6:1, und sollten für das bevorstehende Spiel darauf bedacht sein, diese'Schnrtc auszuwetzen. Der eigene Platz, der nötige Siegeswille und produktives Spiel sollten die Wege zum Sieg barftcllrn. Die Lehrmannschast empfängt die 1. Mannschaft des FC „Teutonia" Watzenborn- Steinberg auf dem Sportplatz an der Liebigshöhe. Die Teutonen finb Meister der A-Waffe. Die 19ruar 13 Februar Amlllchr Notierung Amtliche Dotierung 3rte' Geld Lrte Welsingsor< . 6.474 49.95 6.486 50,05 6.494 49.95 6,506 50.05 Prag 12 475 12.485 12.465 12.485 Budaoetz . . 56.94 57.06 56,94 57,06 Sofia . . 3.057 3,063 3,057 3.063 Holland 169.78 170.12 69.93 170.27 Oslo 78.62 78,78 78,62 78,78 Sovendage». 79.62 79,78 79,77 79.93 etocfijolm 81.02 81,23 81,07 81,23 London 14,45 14,45 14,48 14.52 Buenos Aires 1.028 1.032 1,028 1,032 Neuvorf 4.209 4,217 4,209 4,217 Brüssel 58.69 58,81 58,74 58,86 Italien . . 21.83 21,87 21,84 21,88 Paris . . 16.57 16,61 16,59 16,63 Schweiz 82.11 82,27 82,08 82,24 Spanien 33.47 33,53 33,47 33,53 Danzig 81.97 82,13 81,97 82,13 Japan 1,489 1,491 1,489 1,491 Rw ve Ja».. 0,250 0,252 0,250 0,252 Jugoslawie». 81(10600 7,463 7,477 13.21 7,463 7,477 13.19 13,19 13,21 Beichsbankdiskont 7 v. h Lombardzinsfutz 8 v h. Berlin, 12. Februar Geld »Fiel Ämerfianische Nolen....... 4,20 4,22 Belgische Noten ...... 58,53 58,77 Dänische Noten ........ 79,44 79,76 Englische Noten ...... . 14,41 14,47 französische Noten ........ 16,53 16,59 Hollänvische Roten ....... 169,41 170,09 Italienische Noten ....... 21,81 21,89 Norwegische Noten ....... 78,44 78,76 Deutsch»Leslerreich, 1 100 Schllltng Rumänische Noten ...... 2,49 2,51 Schwedische Noten........ 80,89 81,21 Schweizer Noten. ........ 81,94 82,26 Spanische Noten ........ 33,33 33,47 Ungarfiche Nore« ....... Berlin still. Berlin, 13. Febr. (WTD. Funkspruch.) Zum Wochenende herrschte an den Aktienmärkten G e s ch ä f t s st i l l e. Die Spekulation übte Zurückhaltung, da es an neuen wirtschaftlichen und politischen Momenten fehlte und man besonders hinsichtlich der Weiterentwicklung der Reuhorker Dörsentendenz nach dem gestrigen Feiertag im Unflaten war. Die Haufseoelebung am Donnerstag hatte sicherlich viel technische Gründe hinter sich und erst nach dem heutigen Verlauf kann man sich ein richtiges Bild von der Bewegung machen. Der Dollar hat jedenfalls keine wesentliche Ver- anöerung erfahren. So gaben im heutigen Telephonverkehr die Kurse bei geringsten Umsätzen weiter leicht^ nach, nachdem schon gestern abend gegen die Höchstkurse Abschwächungen von 1 bis 3 Prozent eingetreten toaren, wobei man die Abgabeneigung mit der innerpolit scheu Unsicherheit um d e Präsidentenwahl in Zusammenh. ng krachte. Auf den einzelnen Märiten war die Kursgestaltung heute jedoch nicht ganz einheitlich. Auch sind feste Valutawerte unter Führung von Chade- aktien und Svenska zu nennen, wobei die erzielten Gewinne bis zu 2 Mark gingen. Ferner waren Schubert & Salzer auf die bereits gestern erwähnte lOprozentige Dividendenerklärung erneut 6 Proz hoher. Anderseits fielen die schon seit Tagen schwach veranlagten Schiffahrtswerte durch neue Kursrückgänge auf, die bei dem niedrigen Kursstand der Papiere nicht so ins Gewicht fallen, als ber schwereren Werten. Sie betrugen, wie auch sonst, im Durchschnitt 1 bis 1.5 Proz Als weiter widerstandsfähig sind Kalialrien und Banken zu nennen, auch Rhein. Braunkohlen konnten ihren gestrigen Gewinn fast behaupten, während sich die übrigen Montanwerte der allgemeinen Unsicherheit nicht entzogen. Reichsban'anleile und Farben gingen ebenso wie die Clektrowerte etwa auf ae- '*Mer Abendbaßs um. Auch die Tarifwerte lagen ziemlrch widerstandsfähig. Am Anl agemarkt hatten Reichsbahnvorzugsaktien unveränderten Kurs. Farben-Donds verloren im Einklang mit den Aktien 1 Proz., auch me deutschen Anleihen waren bis zu 1 Proz. rück- Rundfunkprogramm. Sonntag, 14. Februar. 7.00 Uhr: Von Bremen: Hafenkonzert. 8.15: Morgenfeier, veransta.tet von dec Evangelischen Landeskirche Frankfurt a.M. 9.30: Stunde des Chorgesangs. 10.30. Einführungsvortrag in Wagners „Siegfried", 3. Akt. Von Hans Rosbaud und Carl Stueber. 11.15: „Lebendiges Photo", Vortrag von Dr. Kurt Gravenkamp. 11.30: „Das ärmste Kind von Frankfurt", Gespräch zwischen Wally Baumann und O. W. Studtmann. 12.00. Von Berlin, Admiralspalast: „Um die blaue Geige", Wettbewerb der Unterhaltungskapellen. 13.30 bis 13.45 (Einlage): Sprunglaufmeisterschaft in Oberschreiberhau. 14.10: Stunde des Landes. 15.00: Stunde der Jugend (bunte Märchenstunde). 16.00. Rach- mittagskonzect des Rundfunkorchesters. 18.00: „Die französische Kammer", Vortrag von Benno Reifenberg. 18.25: Die Dämmerstunde, Leitung: Falke-Leonhardt. 18.55: „Charakterbilder aus Hessen. Georg Christoph Lichtenberg", Vortrag von Wilhelm Michel, Darmstadt. 19.30: Marburg: Konzert des Musikkorps des Ausbildungs- Bataillons 15. Jnf.-Regts- 20.15: (Rach Königsberg): „Das seltsame Leben des Jonathan Swift", Hörspiel von Leo Matthias. 21.30: „Siegfried" von Richard Wagner, 3. Aufzug. 23-00 bis 24.00: Von Berlin: Tanzmusik- Montag, 15. Februar. 7.20 Uhr: Frühkonzert. 12.05: Von Berlin: Konzert. 13.05: Don Köln: Konzert. 15.20: „Agnes Smedley, eine Frau, die ihr Leben meistert", Vortrag von Dr. Helene Turnau. 17.05: Koblenz Unteihaltung.konzert des Stadttheaterorchesters Koblenz. 18.40: „Der Zukunftskrieg", Vortrag von Generalleutnant von Metzsch, Berlin 19.05: Englischer Sprachunterricht. 19.45: Aeltere Tanzmusik, gespielt vom Rundfunkorchester. 20.40: Charles Ferdinand Ramuz. 21.15: Harmoniesaal Heidelberg: Uebertragung des Konzertes des Bachvereins. 21.45: Deutsche Humoristen, Gottfried Keller. Gelesen von Emil Heß. 22.35 bis 23.10: Kammermusik schwäbischer Komponisten. Dienstag, 16. Februar. 7.20 Uhr: Frühkonzert. 12.05: Von Berlin: Konzert. 13.05: Von Köln: Konzert. 15.20: Hausfrauen-Rachmittag. 17.05: Rachmittagskonzert des Rundfunkorchesters. 18.40: „Das neue Goethemuseum in Frankfurt a. M.", Vortrag von Prof. Ernst Deutler. 19.05: „Reuestes aus der Sozialversicherung", 3. Vortrag von Oberregie. rungsrat Dr. Kümmerle. 19.45: Unterhaltungskonzert, Kompositionen von Leon Jessel. 21.00: Raskolnikow-Suite, dramatische Ballade nach dem Roman von F. W. Dostojewskij. 22.00: Walter Riemann spielt aus eigenen Klavierwerken. 22.45 bis 23-30: Von Freiburg: Unterhaltungskonzert. Mittwoch, 17. Februar. 7-20 Uhr: Frühkonzert. 10.20 bis 10.50: Schulfunk. „Bilder vom Hunsrück". 12.05: Don Berlin: Konzert. 13-05: Don Köln: Konzert. 15.15 bis 16.00. Stunde der Jugend. 17.05. Konzert des Rundfunkorchesters. 18.40: „Die Psychologie des Journalismus", Vortrag von Stefan Großmann, Berlin. 19.05 „Mit Alfred Wegener auf Grönlands Inlandeis", Vortrag von Hugo 2ülg, Wien. 19.45: Freiburg: Unterhaltungskonzert. 21.00: Länderquerschnitt. Donnerstag, 18. Februar. 7.20 Uhr: Frühkonzert. 9.00 bis 9 40: Don Hamburg Schulfunk: „Aas dem Leben in Staat und Wirtschaft". „Die Generalversammlung einer Aktiengesellschaft", Lehrfpiel von H. G. Pauls und Leonhard Singer. 12.05: Don Berlin: Konzert. 13-05. Don Köln: Konzert. 15-30: Stunde der Jugend. 17.05: Wiesbaden: Konzert des Städtischen Kurorchesters. 18.40: „Großaufnahmen" — Köpfe des Films, vorgeführt von Richard Plaut. 19.05: „Mutlosigkeit und Lebenswille", Dortrag von Karl Becker. 19.45: Unterhaltungskonzert des Rundfunkorchesters. 21.00: ,^Der Apfel", „Hölderlin in der Kneipe", zwei Erzählungen von Marieluise Fleiher, gelesen von der Derfasferin. 21.30: Stunde der Kammermusik. 22.35: Junge Generation, Gespräch zwischen Paul Laven und einem jungen Dauern. 23.15 bis 24.00: Don Berlin: Tanzmusik. Freitag, 19. Februar. 7.20 Uhr: Frühkonzert. 12.05: Don Berlin: Konzert. 13-05: Von Köln: Konzert. 17.05: Unterhaltungskonzert erwerbsloser Musiker. 18.40: Mannheim: „Berufe ohne Hochschulstudium für Ablturientinnen", Berufskundlicher Vortrag von Berufsberaterin Koob, Heidelberg. 19.05: Aerztc- vortrag: „Was ist Eugenik?" 20-05: Festsaal der Liederhalle Stuttgart: Symphoniekonzert des Philharmonischen Orchesters Stuttgart. 21.30: 3m Fluge um die Welt. Im Schatten der Kordilleren, Vorlesungen. 22.50 bis 24.00 Tanzmusik. Samstag, 20. Februar. 7.20 Uhr: Frühkonzert. 10.20 bis 10.50: Schul- fünf: Deutsche Schwänke, nach alten Quellen erzählt und aufgespielt. Leitung: Dr. Franz Wall- ner. 12.05: Von Berlin:, Konzert. 13.05: Von Köln: Konzert. 1515: Stunde der Jugend. 16.20: Rachmittagskonzert des Rundfunkorchesters. 18.35: ..Der Gedanke der Rundfunk-Hörgemeinden und ihre Arbeit", Gespräch. 19.05: Spanischer Sprachunterricht. 19.35: Mannheim: „Jugendliche im Arbeitsdienst". 20.05: Festhalle Freiburg: Volkstümliches Konzert mit Franz Völker von der Wiener Staatsoper. 22.00: Sketsch. 22.40 bis 24.00: Tanzmusik. Bei th.umakischen Schmerzen aller Art haben sich Togal-Tabletten ganz hervorragend bewährt. Zahlreiche Dankschreiben über Togal bei veralteten Leiden, bei denen kein anderes Mittel half! Ein Versuch überzeugt! Fragen Sie Ihren Arzt. In allen Apotheken. 626V 12.6% Uth., 0,46% Chln„ 74.3% Add, acet. »alle. gängig, während Gvldpfandbriefe, Kommunalobligationen. Reichsschuldbücher usw. völlig vernachlässigt waren. Preußen. Kreis Wetzlar. G Wetzlar, 10. Febr. Der Kreisziegen- zuchtvereinWetzlar hielt dieser Tage seine Generalversammlung ab. Der Vorsitzende, Landwirt QL Engel, Hörnsheim, begrüßte die Mitglieder. Geschäftsführer Kunz erstattete den Jahresbericht. Der Verein zählte am Jahres- schluß 153 Mitglieder (113 Einzelmitglieder und 40 Gemeinden). Die Zahl der in das Herdbuch eingetragenen Ziegen beträgt 125. Für die Einführung von Mutterlämmem wurden Beihilfen gewährt. Im Anschluß an den Geschäftsbericht sprach Zuchtwart Wolf über den Stand der Ziegenzucht in den einzelnen Bürgermeistereien. Der Vorsitzende A. Engel referierte über die Milchleistungen. Im weiteren Verlauf der Versammlung erstattete Geschäftsführer Kunz den Kassenbericht; die Kasse wurde in Ordnung befunden und Entlastung erteilt. Die satzungsge- mäh ausscheidenden Mitglieder wurden wiedergewählt. (D Krofdorf, 10. Febr. Das Jahr 1932 ist für Zwei hiesige Vereine ein Jubiläumsjahr. Der ©efangoerein „Germania" kann auf sein 9 0 jähriges Bestehen zurückblicken. Der Verein wurde im Jahre 1842 von vier einheimischen Musikern gegründet, man übte zuerst im Elternhaus, später wurde die Gastwirtschaft Abel das Üebungslokal und ist es bis heute geblieben. Der T u rnoerein begeht das Jubiläum seines 45- jährigen Bestehens. Zu feinen Gründern gehörte der verstorbene Reichsminister Dr. David, der dem Verein als erster Turnwart diente. * 2 ü hellinden , 10. Febr. Unter starker Beteiligung der Mitglieder hielt die Bade- gemeinschaft ihre Jahresschlußversammlung ab. Dem Wunsche, der Einwohnerschaft eine zweckmäßige Badegelegenheit zu schaffen, wurde reges Interesse entgegengebracht. Die Kasse des Vereins weist einen günstigen Vermögensstand aus. Das flache und wellige Gelände unserer Gemarkung läßt nur wenige Plätze für die Anlage einer Badeanstalt geeignet erscheinen. Verhandlungen mit den Grundeigentümern sind bereits im Gange. In der Versammlung wurde der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß das Projekt bald seiner Verwirklichung entgegengehen möge. Spielplan der Frankfurter Theater. Frankfurter Opernhaus. Sonntag, 14. Februar, von 15.30 bis 18.15 Uhr: Undine. Don 20 bis 23 Uhr: Im weißen Rößl. Montag, 15., von 19.30 bis 22,45 Uhr: Boris Godunow. Dienstag, 16., von 20 bis nach 22.30 Uhr: Macbeth. Mittwoch, 17., von 20 bis 23 Uhr: Zar und Zimmermann. Donnerstag, 18., von 19.30 bis 22.30 Uhr: Die Zauberflöte. Freitag, 19., von 20 bis 23 Uhr: Im weihen Röhl. Samstag, 20., von 20 bis nach 22.30 Uhr: Der Freischütz. Sonntag, 21., von 17.30 bis 22.45 Uhr: Die Meistersinger von Rümberg. Frankfurter Schauspielhaus. Sonntag, 14. Februar, von 16 bis gegen 18.30 Uhr: Alt-Frankfurt. Don 20 bis 23 Uhr: Jim und Jill. Montag, 15., von 20 bis gegen 23 Uhr: Der Kaufmann von Venedig. Dienstag, 16.. von 20 bis 22.30 Uhr: Fuhrmann Henschel. Mittwoch, 17., von 20 bis nach 22.15 Uhr: Pygmalion. Donnerstag. 18., von 19 bis nach 23 Uhr: Wallenstein. Freitag, 19., von 20 bis 23 Uhr: Jim und Jill. Samstag, 20., von 20 bis 23 Uhr: Zum erstenmal „Caramba! oder »Dolores und die Parallelen" Sonntag, 21.» von 18.30 bis 23 Uhr: Wallensteim Gewinnauszug 5. Klasse 38. Preußisch-Süddeutsche (264. Preuß.) Staats-Lotteri» Ohne Gewähr Nachdruck verboten 3 Ziehungstag 11. Februar 1932 In der heutigen Vormittaasziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hche Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II 2 Gewinn« zu 10000 M. 259366 4 ©etolnne zu 6000 W. 7283 38202 12 Gewinn« ,u 3000 M. 52028 90425 103859 218612 242842 327011 44 Gewinn« ,u 2000 M. 37151 39885 80908 85701 86169 91422 146022 158203 172435 175775 176092 237753 258992 260326 274853 285831 288238 333057 336507 346538 361639 374818 98 Gewinn« zu 1000 M. 16535 24595 39183 49828 80940 81050 85973 100244 100469 106031 106251 109845 109863 113455 129909 137710 142897 162188 163942 170235 172174 173200 184073 195227 198299 205662 212397 215360 217191 237698 239065 242757 252636 256931 262035 267719 273574 274048 289530 313212 332615 339361 366332 368952 369844 375134 378335 394743 397727 178 Gewinn« .u 500 M. 6887 7570 7996 13648 17843 18570 19725 31452 35032 39104 39828 43705 43877 48654 49906 54355 59703 72594 80115 82576 83335 84980 86020 91288 98358 100533 112211 113166 127810 128747 134100 138972 140390 147060 149367 149839 177535 181236 184759 195623 198602 201790 208989 209782 219997 220026 227790 228021 236574 238115 241031 246320 249867 250835 251088 251799 259278 266352 271058 276875 281651 281783 282877 283539 284912 285371 287392 292613 295920 297248 304309 307785 314399 320338 324769 326898 327298 333569 339369 342324 355650 361948 377883 384677 386473 389089 391921 393658 397100 3n der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen 2 Gewinne zu 25000 M. 39147 6 Gewinn« zu 10000 M. 55566 88072 151840 8 Gewinne zu 5000 M. 41103 90462 112283 157531 298782 352776 390092 333238 374715 377467 379578 196505 267077 147625 226702 324812 185971 234447 153048 231321 325542 172068 233512 133326 196519 309459 20 Gewinne zu 3000 M. 33065 35938 48886 56448 106184 122940 261621 ------ ------ ------ 66 Gewinne,u 2000 M. 1267 4829 38035 50149 56623 84846 87121 100045 100846 101471 110109 111145 125032 126029 ------ ------ ------ 139702 169380 198720 237955 265825 279620 315494 339036 363353 384949 122851 136084 203871 260975 292009 311674 343235 159657 171280 201538 243018 266345 281594 317016 340409 370941 385948 159990 180619 221359 245946 267801 285668 317673 352549 378130 396153 124400 174643 236436 265828 294363 322153 356172 161041 183095 226797 245999 269131 295958 322978 352808 379529 126798 188675 241599 276645 294922 325412 364580 109643 163516 192567 228595 248422 269217 301096 333709 362245 383717 100923 129801 194772 253732 279138 300846 337508 375982 114520 164422 19'600 237248 253157 272277 305447 337898 362980 384102 124078 169456 209385 262969 292611 318837 352814 106 Gewinne zu 1000 M. 27945 45140 55496 56590 64085 64129 80002 81018 91019 ------ ------ 110667 131822 199606 259597 287928 310540 341741 _____ ______ _____________379018 168 SewmnH 50Ö"1"’'.'" 1257 "Yl 76' ’ 3553 9798 17817 19699 24406 29057 38286 39762 4271443579 66409 58863 66570 70751 74107 74923 78709 81526 81578 83302 90416 91929 93063 ------ ------ Im Gewinnrade verblieben: 2 Prämien zu je 5' 0)00, 2 Gewinne zu je 5'0000, 2 zu je BOuOOO, 2 zu je 20<0u0, 4 zu je 100000, 6 zu je 75(00, 10 zu je 500i;0, 2 > zu je 25000, 176 zu je 10000, 46" zu je 5000, 888 zu je 3000, 265 > zu je 2000, 53*2 zu je 1000, 89 > zu ie 500, 26648 zu je 400 M. ** täglich' Sollt'09. . e gnu ff HKS ^sltllg^^j'chtersö w(i A" Dienst unb LdftsZch«ksal Berlin. l^ebr; «eichrpräsidenk lagen öHcnllid) jung habe ich “J ,andesenlschlo>> Viederwahlzur Der Umstand, bah die nicht von einer Porte- Volksschichten e meiner Beteiletllarnn. Sollte ich gemhll wco letfjin mit allen lande treu und ! um ihm nach auf|e Sleichberechtigu Einigung und 21 Mide ich nicht genial der Vorwurf erjparl, Zeil eigenmächtig oerlc es nur ein wahr! „Zusammenschtu nem Lkistenzka jedes Deutschen die Erhaltung der Aal AmlS.Marz Tcr Innenminister des S Berlin, 13. Jebr. de, Innern hat den 1 einen öeschtutz de DahUag für di wohl herbehuführen der Reichsregierung ! für einen etwa erfo Dahlgang 5on geschlagen. Der Reid Conöesregieru et dem Reichstag als dentemvahl Sonntag, bat 3n- der Vorausst fern Vorschlag entfprei Reichsimienminister Men, die Gemein mil der ilnlegu “nli Rachprijfun l°f°rl )u beginr Die Deutst für Hi folgenbe Sahl fiV !id) mi bei j)-nbenbui °fnten em. jer (öp inneren t,- cu äur9sjn wörtlichen DnL?tel , Der ( ®iWwe®«wi Sonnt,!'”' 15-$ebt. »ie spräche ^^nftenr Ml bet n,?Qb 'n II* “Mur* schal, '"Nur ^ne auste^?'"d e einens h 9,eMf0ni Zeichen, 14 ? fei! Hl )s'4 n® auf