nr.267 Kvühaussave 182. Zahrgang Samstag, 12. November 1932 Erschein» täglich, außer Sonntags und Feiertags. Beilagen: Die Illustrierte (Siebener Familienblätter Heirat im Bild Die Scholle Monats-Vezugsprelr: Mit 4 Beilagen RM 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr .. n -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüfle unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Sieben. Postscheckkonto: fironlfnrt am Main 11686. Gichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühl'sche Univerfitäts-Vuch- und Sieindruckerei R. Lange in Gietzen. Zchriftleitung und Geschäftsstelle: Schulftraße 7. annatime von Litze.gen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Rc- hlameanjeigen von 70 -nm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20“ . mehr. Chefredakteur Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.Tbyriot; für den übrigen Teil Crnst Dlumschem und für denAn- zeigenteil i. D. TH.Kümmcl lämtlich in (Biegen. Kein Fortschritt der Berliner Verhandlungen. Roch keine Einladung an die Parteiführer. Berlin, 11. Nov. (CNB.) Ein Berliner Mit- tagsblatt will wissen, daß Reichskanzler v. Popen die Führer einer Reihe von Parteien bereits gestern abend zu den Besprechungen eingeladen habe, zu denen ihn der Reichspräsident bei dem gestrigen Empfang autorisiert hat. Wie wir von unterrichteter Seite erfahren, ist diese Nachricht falsch. Der Kanzler hat bisher noch niemand ei n g e l a d e n. Es kamen bisher auch noch keine derartigen Besprechungen in Frage, da der Kanzler durch die Verhandlungen mit den Ministerpräsidenten vollauf in Anspruch genommen war. Es ist zu erwarten, daß die ersten Besprechungen am Sonntag stattfinden, und daß sie a m Dienstag nach der Rückkehr des Reichskanzlers aus Dresden fortgesetzt werden. Oer „Angriff" fordert erneut die Führung für Hitt« r. Berlin, 11. Rov. (511.) Der „Angriff" beschäftigt sich in seiner heutigen Ausgabe nochmals mit der Frage der nationalen Konzentration und erklärt dazu u. a.: Die Tatsache, daß der Reichspräsident den eben vom Volk verworfenen Reichskanzler weiter stützt und mit der Führutlg derBerhandlungen betraut, lann die verhängnisvollsten Folgen haben. Sie ist jedenfalls nicht geeignet, das Ansehen des Reichspräsidenten wieder zu kräftigen, sondern muß im Gegenteil in weiten Kreisen den Eindruck erwecken, als ob der Reichspräsident nicht in der Lage wäre, selbst noch aktiv in die Politik einzugreifen. Zur Führung kann immer nur der Stärkste berufen sein. Das kann nur der Rationalsozialismus, kann nur Adolf Hitler sein. Es ist notwendig, diese Dinge schon heute klar herauszustellen, um neuerlichen Versuchen vorzubeugen und den Rationalsozialisten die Schuld am Scheitern der „nationalen Konzentration" in die Schuhe zu schieben und unter diesem Dorwand den Reichstag erneut aufzulösen. Wir verlangen nichts als die Staatsführung, den Reichskanzlerposten, wie er uns kraft unserer Stärke zukommt. Alle für die „nationale Konzentration" in Betracht kommenden Gruppen, mit Ausnahme des anmaßenden Klüngels um Hugenberg und den Herrentlub, wären auch bereit, die Berechtigung dieses Anspruches anzuerkennen. Wenn also die Einigung scheitert, so ist es lediglich die Schuld der Deutschnationalen und ihrer verwandten Kreise. Oie Oeuischnationalen zur Forderung der RGOAp. Berlin, 11. Nov. (TU.) Die „Deutschnationalen Mitteilungen" antworten auf die Ausführungen des „Angriffs": „Der „Angriff" des Herrn Goebbels schreibt: Hugenberg 'sabotiert die nationale Konzentration". In seiner aufgeregten Sprache verlangt der „Angriff" dann die Staatsfuhrung, den 'Re ichskanzlcrp osten für Adolf Eitler und erklärt mit dem nächsten Atemzuge, wenn also die Einigung scheitert, so ist es lediglich die Schuld der Deutschnationalen und ihrer verwandten Kreise. Daß der „Angriff" bereits vorher, ehe die Verhandlungen überhaupt begonnen haben, die Schuldfrage fcft3ulegeii versucht, verrät ein sehr schlechtes Gewissen. Was mir Deutschnationalen von uns aus zu dem Angriff von Goebbels zck bemerken haben, richtet sich gegen den schweren Vorwurf, Hugenberg sabotiere die nationale Konzentration. Das genaue Gegenteil ist richtig: Erst seit Hugenberg spricht man überhaupt von nationaler Konzentration. Der Nationalsozialismus war es, der sich damals von seinem einzigen Bundesgenossen trennte, der es wirklich offen und ehrlich mit ihm gemeint hat. Jetzt glaubt Goebbels, der DNVP. Sabotage der nationalen Konzentration vorwerfen zu dürfen. Der Standpunkt Hugenbergs gegenüber der Frage der nationalen Konzentration hat sich auch heute nicht um einen Grad verändert. Auch heute können wir nur das eine Ziel, daß die vereinten nationalen Kräfte den Wiederaufstieg DeWidjlands herbeisühren. Unerbittliche Gegner sind st^och die Deutschnationalen gegenüber allen mit noch so vielen Schlagworten propagierten Versuchen, das Weimarer "System aufs neue dadurch zu stabilisieren, daß die Macht des Reichspräsidenten v. Hindenburg eingeschränkt und die Regierung in die alte Abhängigkeit der Parteien gebracht wird. Wie denkt sich das Zentrum die nächste Entwicklung? „Die Parteiführer haben das Wort." Berlin, 11. Rov. (TU.) 3n der Zeitung „Der Deutsche" schreibt der Mainzer Zentrumsabgeordnete Dr. Bockius unter der lieber- schrift „Wann begreift Papen?", nachdem er sich mit dem Ergebnis der Reichstagswahl beschäftigt hat, u. a.: Sicher ist, daß mit dieser Regierung die Einigung des Volkes absolut unmöglich ist. Was ist sofort nötig? Daß die Parteiführer sich vorerst mindestens auf ein Fahr über die zu ergreifenden roirt- schaftlichen Ma ßnoHmen einigen. Die Parteiführer werden dann direkt mit dem Reichspräsidenten sprechen müssen, der dann in der Lage ist, sich unabhängige Männer als Regierung zu berufen, von denen er überzeugt fein kann, daß sie auch das Vertrauen des Reichstages sich erwerben können. Das Ziel müßte sein, wenn auch nicht sofort, so doch später, eine Unterstützung einer autoritären Regierung von den Rationalsozialisten bis zu den Sozialdemokraten zu erhalten. Es genügt vollständig, daß die Regierung, die neu auf dieser Basis gebildet wird, von den Parteien toleriert wird. Richt diese Regierung, sondern die Parteiführer, denen die Initiative zufällt, haben nun das Wort. Braun beim Reichskanzler. Noch keine Einigung —Die Ausiprachc wi d fo tqesctzi. Berlin, 11. Nov. (TU.) Heute mittag hat die angekündigte Unterredung zwischen dem Reichskanzler v. Papen und dem preußischen Ministerpräsidenten Otto Braun stattgefunden, in der die Versuche fortgesetzt wurden, zu einer Einigung über die Auslegung des Leipziger Urteils zu kommen. Die Unterredung dauerte über eine Stunde, lieber den Inhalt der Besprechung wird offiziell nichts bekanntgegeben. Man hört nur, daß auf Wunsch des Reichskanzlers die Aussprache in der nächsten Woche fortgesetzt werden soll. Die Pause in diesen Unterredungen ist durch die süddeutsche Reise des Reichskanzlers bedingt. Aus der Vertagung der weiteren Aussprache scheint jedoch hervorzugehen, daß die strittige Fragender offiziellen Wiedereinsetzung -der preußischen Staatsminister in ihr Amt auch bei der Unterredung mit dem Reichskanzler bisher nicht bereinigt werden konnte. Sie Fühlungnahme mit den Ländern. Berlin, 11.Rov. (TU. Funkspruch.) Die Besprechung des Reichskanzlers mit den Ministerpräsidenten Bayerns, Sachsens, Württembergs und Badens war am Freitag kurz nach 21 Uhr beendet. An ihr nahmen ferner der Reichsinnenmini st er und der Reichsjustiz mini st er sowie die hiesigen Bevollmächtigten der genannten vier Länder zum Reichsrat teil. Zur Erörterung stand die allgemeine politische Lage unter besonderer Berücksichtigung des Verhältnisses zwischen Reich und Ländern. Dabei wurde im Hinblick auf die am Samstag stattfindende Sitzung des Derfassungsausschusses des Reichsrats vor allem auch die Lage in Preußen besprochen. Beschlüsse wurden, wie verlautet, entsprechend der Art der Unterredung nicht gefaßt. Auch ein amtlicher Bericht wurde nicht ausgegeben Schuldenverhandlungen mit Amerika. Neuregelung der Kriegsschulden, eine Voraussetzung für das Gelingen der Weliwirikbastskonferenz. Oie britische Tlou Washington, 11. Rov. (WTB.) Außenminister S t i m s o n gab heute bekannt, daß er vom britischen Botschafter ein Memorandum in der Kriegsschuldenfrage erhalten habe. Die englische Rote schlägt eine Ausdehnung des Hoover-Moratoriums vor. Der Inhalt der Rote wird aber vorläufig nicht veröffentlicht, da England zunächst die Ansichten Stimsons über die Art und Zweckmäßigkeit einer Veröffentlichung abwarten will. Die Rote ist im Hinblick darauf erfolgt, daß die demokratische Regierung erst im nächsten Frühjahr das Amt übernehmen werde. Bei einem Siege Hoovers hätte man vielleicht sosortdie Schuldenverhandlungen eröffnet. Man hofft, daß Amerika den englischen Vorschlag annehmen werde Die Sachverständigen für die Weltwirtschastskonferenz haben ihren Regierungen vertraulich gemeldet, daß zunächst eine Einigung über bie® rund- züge einer Schuldenregelung erfolgen müsse, ehe die Weltwirtschaftskonferenz erfolgreich ihre Aufgabe lösen könne. Der Plan, die Schulden durch eine große internationale Anleihe abzulösen, stammt aus Kreisen der Bank von England, ist aber noch nicht von der englischen Regierung angenommen worden. Die englische Rote wird mit den Härten und Ungerechtigkeiten der jetzigen Abkommen begründet. Auch Frankreich bittet um Verhandlungen. Paris, 11. Rov. (TU.) Der im Zusammenhang mit den französischen Schuldenzahlungen an Amerika angekündigte Schritt der französischen Regierung in Washington ist im Laufe des Freitags erfolgt. Die Rachrichten-Agentur Havas teilt mit, daß die französische Regierung u m einen vorläufigen Zahlungsaufschub der am 15. Dezember fälligen Zinszahlungen ersucht und gleichzeitig um die Aufnahme von Verhandlungen über eine Reuregelung der Schuldenzahlungen gebeten habe. Der Generalstreik in Genf proklamier!. Auf 24 Stunden beschränkt—Sonst Ruhe in der Schweiz. Unser Bildtelegramm zeigt den Platz vor der Ausstellungshalle, wo nach einer politischen Versammlung die schweren Zusammenstöße zwischen Sozialisten und Kommunisten und dem Militär ftattfanden, wobei 12 Personen getötet und 65 verletzt wurden. "M Dem, 11. Rov. (WTB.) Die Rächt zum Freitag ist in Geirs und der übrigen Schweiz vollkommen ruhig verlaufen. Die Trupp, n- aufgeböte brauchten nirgends einzugreifen. Der Bundesrat hat heute mit Rücksicht auf die Genfer und Lausanner Vorfälle beschlossen, sämtliche Zivilpersonen, die sich der in Artikel Hl des Militärstrafgesetzes aufgezählten Delikte schuldig machen, dem Militär strafrecht zu unterstellen. Auf Grund eines Beschlusses des Staatsrats von Lausanne werden heute um 16 Uhr in Morges folgende T r u p p e n m o b i 1 i s i e r t: Stab des Kavallerie-Regiments I und die Dragonerschwadronen I, III und IV. Die Haftentlassung des Rationalrats Ricole, der im Zusammenhang mit den Unruhen wegen Vergehens gegen die Sicherheit des Staats verhaftet wurde, ist von der Untersuchungskarnmer wegen des kriminellen Charakters der Angelegenheit abgelehnt worden. Wider alles Erwarten hat der unter dem Vorsitz von Rationalrat R o s s e l c t versammelte Ausschuß des Gewerkschaftsverbandes bes Kantons Genf am Freitagabend mit 87 gegen 58 Stimmen bei einigen Enthaltungen beschlossen, am Samstag den Generalstreik zu erklären. Die Dauer des Streiks ist auf 24 Stunden beschränkt worden. Es scheint, daß die Befürworter des Streiks, die, wie es zuerst schien, in der Minderheit waren, im letzten Augenblick die Mehrheit gewannen und diesen Beschluß herbeiführten. Die Sozialdemokratische Partei der Schweiz hat eine Kundgebung erlassen, in welcher zur Veranstaltung sofortiger Protestve rsam m- lungen aufgefordert wird, „um der Genstr Arbeiterschaft in ihrem schweren Kampf für die Selbstbehauptung beizustehen und die Solidarität des klassenbewußten Proletariats zu beweisen. Auch die Kommunistische Partei der Schweiz erläßt einen Aufruf, in dem zu Massenkundgebungen aufgefordert wird. Der Ausschuß des Schweizerischen Gewerkschastsbun- des nahm zu den Ereignissen in einer Kundgebung Stellung, in der er gegen das Einsetzen von Militär gegen die demonstrierende Volksmenge und insbesondere gegen die Verwendung von gefährlichen Schußwaffen protestiert und die Arbeiterschaft auffordert, ruhig Blut zu bewahren und sich unter keinen Umständen provozieren zu lassen. Ern Deutscher in Frankreich zum Militärdienst eingezogen? Hamburg, 11. Rov. (TU.) Den „Hamburger Rachrichten" wird berichtet: Am 5. Ro- vember b. I. wurde der deutsche Artist Meinrath Stey in Paris, wo er sich in Ausübung seines Berufes aufhielt, von den französischen Behörden festgenommen mit der Begründung, er sei französischer Staatsangehöriger und habe daher in Frankreich seiner Militärpflicht zu genügen. Stey soll inzwischen nach Rouen gebracht und dort in ein Infanterieregiment eingereiht worden sein. Wie verlautet, befand sich Stey im Besitz eines einwandfreien deutschen Reisepasses, aus dem hervorgeht. daß er am 3. Oktober 1908 in Eßlingen am Reckar als Sohn des Alwin Stey geboren wurde. Vater und Sohn besitzen bie toürttem- bergische Staatsangehörigkeit unb sink) in Hirsau (Oberamt Calw) zuständig. Der Vater des Verhafteten wurde am l.Juli 1887 in Pfalzburg bei Saarburg geboren unb hat a l s Württemberger den Weltkrieg auf deutscher Seite mitgemacht. Er weilt zur Zeit in Hamburg und spielt mit einer Schaustellergruppe auf dem Hopfenmarkt. Die Telegraphen-Union erfährt vom zuständigen Bürgermeisteramt Hirsau (Oberamt Pfalz), daß der Großvater, sowie der Vater bes Meinrath Stey am 5. März 1909 laut Ur- funbe ber Kreisregierung Reutlingen b i e württembergische Staatsangehörigkeit erworben haben. Meii^ath Stey ist am 13. Oktober 1908 in Eßlingen als Sohn des Alwin Stey unehelich geboren. Seine Eltern heirateten erst im Iahre 1909. Es steht somit einwanbfrSi fest, baß Meinrath Stey bas beutsche Staatsbürgerrecht besitzt. Antibritische Kundgebungen in Oubiin. Irland protestiert am Waffenstillstandetaq. Lonbon, 11. Rov. (TU.) Am 'Freitag würbe in England und in allen britischen Ländern ber 14. Iahrestag des Waffenstillstandes unter den üblichen Feierlichkeiten begangen. In Dublin war die Waffenstittstandsfeier ber Anlaß zu wüsten Rabauszenen unb Protestkundgebungen gegen den englischen Imperialismus. In College-® reen wurde in einer Massenversammlung der Union Iack unter stürmischem Beifall der Versammlung öffentlich verbrannt. Uebcrall, wo eine englische Flagge zu sehen war, wurde sie heruntergeholt und in Stücke gerissen. Fenster, in denen Erinnerungszeichen an die flandrischen Schlachtfelder zum Verkauf ausgestellt waren, wurden von der Menge eingeschlagen. Die Republikaner drangen sogar in bie Straßenbahnwagen unb Autobusse ein unb rissen den Fahrgästen die Erinnerungszeichen herunter. Gerüchte von einem Massenangriss der republikanischen Armee auf den Waffenstillstandsumzug veranlaßten die schärfsten polizeilichen Schutzmaßnahmen. Ueber 2000 Schutzleute waren in den Straßen Dublins aufgestellt. Trotzdem kam es verschiedentlich zu Ueberfä [len auf den Umzu g. Die Republikaner riefen: Es lebe die irische Republik und nieder mit dem englischen Weltreich. Viele Personen wurden verletzt unb einige Rädelsführer wurden verhaftet. Besonderes Aufsehen erregte eine Frau, bie mit einem Stahlhelm unb einem Militärmantel ganz allein beflcibct mit einem Union 3ad durch bie Straßen zog. Aus aller Welt heilen: wacker, wacker. Vom alten hth. unter dem Verlegen- Ensemble V o l cf selber machte den Professor Pantoffel — in tausend Nöten und führung verdient. 5hn Hause herrschte eitel Fröhlichkeit. Die berühmte Rolle des Emanuel ©triefe. mH welcher der große Vassermann aus Vastspielreisen feinen Zuschauern'nicht nur Lachtränen entlockt haben soll, wurde hier zuletzt, woran sich manche tem Humor die Friederike, Fräulein Verger die schrecklich aufgeregte Marianne, Fräulein W i e l a n d e r den Backfisch Paula. Gert Geiger hailte mit dem bewußten Durchreisenden aus Derlin e'nen Hei terkeitSei folg; auch die Herren Hamel, Paul W r e d e und Vieren machten sich, jeder an seinem Platz, um die Auf- noch erinnern werden, von Herrn Goll gegeben. Gestern war es Herr Hub, der schon zum zweitenmal in dieser Spielzeit einen Theater-- direltor zmn Vesten gibt und begrAflicherweise die Routine weg hat. Da er aus;crdem nicht nur über die Mundart der Sachsenhäuser und Darmstädter, sondern auch über den eigentümlichen Tonfall der Leipziger gebietet, und da er sich mit hingebendem Pathos in die wanderlomödian- t fche Suada des begeisterten ©triefe vertieft holte, war fein Erfolg unbestritten. kleinen Mädchen In den Settlements und ist diesem Beruf bis heute treu geblieben. Mit zwanzig Jahren heiratete sie Franklin D e l a n o Roosevelt, den sie in treuer Käme- radschaftlichkeit durch alle Stadien seiner Laufbahn begleitet hat. Vier Sühne und eine Tochter hat sie ihm geboren, und sie ist nebenbei Lehrerin und Geschäftsfrau. Sie unterrichtet in englischer Literatur und amerikanischer Geschichte und bespricht mit ihren Schülerinnen die Tagesereignisse, wie das jetzt in allen modernen amerikanischen Schulen gepflegt wird. Es kommt ihr nicht nur darauf an, ihre Mädels zu bilden, sie will auch ihren Charakter aufbauen. Als Geschäftsfrau ist sie Mitbesitzerin einer be- kannten Kunstmöbelhandlung in Bal Kill und gleich zeitig eine ihrer Leiterinnen. Sie verfolgt mit Energie und Stolz die Aufgabe, das alte Handwerk nicht aussterben zu lassen. Man sieht, das; Mrs Roosevelt eine überaus selbständige und aktive Frau ist. Ueberall ist sie dabei, wo man ihre Hilfe braucht, und immer strahlt sie von Mut und guter Laune. Ihrem Gatten hat sie geholfen, seine schwere Krankheit zu überwinden, und sie ist nicht unbeteiligt daran, daß er die Wahlcampagne so erfolgreich zu Ende geführt hat. I- K. Zeitschriften. — „Philosophie und Leben", hg. von Prof. Aug. Messer. Verlag Felix Meiner, Leipzig. Viertels. 3 Hefte 1,80 Mk., Einzelheit 0,75 Mk. — Die naturalistische und die idealistische Auffassung der Liebe kommen Im Vovember-Heft zum Ausdruck: die erste in einem Aufsatz des bekannten Generalarztes Dr. Buttersack, Göttingen, die letzte In einer Skizze aus dem Nachlaß von Paula Messer-Platz. Auch der Herausgeber behandelt diesen Streit Uber das Wesen der Liebe. Lochfchulnachrichten. Der Frankfurter Romanist, a. o. Professor Dr. Hellmuth P e t r j c o n i wurde zum ordentlichen Professor in der Philosophischen Fakultät der Um- oerfität Greifswald ernannt. Professor Dr. Josef S ch ü l l e r an der Universität Köln hat den Ruf auf den Lehrstuhl der Pharmakologie In Heidelberg als Nachfolger Heubners abgelehnt. Der Professor der Urgeschichte an der llnt* versität Madrid, Dr. Hugo Obermai er, hat den Ruf auf den Lehrstuhl der Vorgeschichte an der Universität Derlin als Nachfolger deS verstorbenen Professors Max Ebert abgelehnt. Herriots spanische Reise. Enttäuschungen in Madrid. — Spanien will Frieden und Neutralität. Don unserem O-Berichterstatter. Gießener GteMheater. Franz und Pa' l von Schöntl an: „Der Ra b der Sab nennnen". Das Stück der Herren von Schön than — wir haben es hier im Sabre 1923 zuletzt gehabt — erfreut sich bereits eines ehrwürdigen Alters und genießt unter den Werken seiner Gattung ein gewisses klassrsches Renomme insofern, als die Hauptrolle des Schmierenbireltors Emanuel ©triefe zu den Glanzleistungen des großen Basser- niann gehört: ähnlich ging es mit der» „Familie Schimek", die durch Pallenberg als Johann Nepomuk Zavadil zu unvergleichlicher Popularität gelangt ist. Bei den Schbnthans erregt es fast Bewunderung, wenn man sieht, mit welcher Unerschöpflichkeit sie die hinlänglich Mannte Geschichte eines Oberlehrer-Nömerdramas ausacsch'ach'et haoen und über vier immerhin ansehnliche Alte eine solche Fülle von Verwirrung, Verwechslung und Schwanlsiiuationen ergossen haben, daß das Publikum sozusagen von einer Pointe zur andern gejagt uni) von einer Ueberraschung In die nächste gestürzt wird. Und keine dieser Pointen hat, wie man befriedigt feststellen darf, im Laufe der Jahre an Eifckt verloren: das Striesesckfe Theaterfamilienidyll. die traute professorale Häuslichkeit, die böse Schwiegermutter, die eifersüchtige Gattin, das im engsten Kreise herumge pumpte Geld, der wilde Veisende aus Berlin, der aus- gestopste Vogel auf dem Schreibtisch und der lebendige Papagei auf dem Oleanderbaum — es war alles da und von durchschlagender Wirkung wie am ersten Tag. Die Spielleitung batte Herr Volck, trefflich unterstützt von Bühnenbildner Löffler, vom Beleuchter Keim und vom Garderobier Huber (es gab nebenbei eine witzige Modenschau von anno dazumal zu bestaunen). Dolck kennt die Sache, er weiß, worauf es hier ankommt, er kniete Jtd) richtig hinein und zögerte n'.cht, die schwanthaften Trümpfe der Herren Schönthan mit Nachdruck auf den T'.sch des Hauses zu knallen: besonders im dritten Akt, wo sich die beiden Autoren selbst übertroffen haben. aus Derlin einen interessanten Einblick in den Betrieb der Titel- und Ordensvermittler. Sch. erklärte u. a., seine Fabrik für Doktoren „honoris causa" habe während der Inflation außerordentlich gut floriert. Später habe er sich aus der Fabrik zurückgezogen und nur noch gelegentlich für Bekannte Titel oder Orden ver- m'.ttvlt. Besonders begehrt fei das Eiserne Kreuz om weih-schwarzen Bande gewesen. 3n seinem Institut seien alle Fakultäten, mit Ausnahme der theologischen, vertreten gewesen. Für eine Doltorarbeit fei ein Preis von 500 Mark berechnet worden. Zwei Todesopfer eines Autounglücks. Dieser Tage fuhr bei Greiz ein mit schweren Maschinen beladener Lastkraftwagen aus Leipzig infolge Versagens der Bremsen mit voller Wucht gegen das Gasthaus „S'.lberloch".. Im gleichen Augenblick erfolgte eine Explosion, die den Lastkraftwagen in Brand setzte. Die Flammen griffen auch auf das Gebäude und einen Privatkraftwagen über. Der Führer des Lastwagens, Ernst Steller aus Leipzig, verbrannte. Der zufällig mitfahrende Georg Schmidt aus Leipzig trug so schwere Brandwunden davon, daß er einige Stunden später starb. Der Brand des Gasthauses konnte bald gelöscht werden. Der Lastkraftwagen und der Personenkraftwagen wurden völlig vernichtet. Zwei Dampfer auf dem SL Lorenzslrom zufammengestoßen. Der Eunard-Dampfor „Alaunia", der sich mit 250 Fahrgästen an Bord auf dem Wege nach England befand, stieß, einem Funkspruch aus Montreal zufolge, am Freitagabend In dichtem Rebel Im St. Lorenzstrom, 20 Meilen unterhalb von Quebec, mit dem der Canadian Pacific Line gehörenden Dampfer „Duchess of Richmond“ zusammen. Die „Alaunia" erlitt geringfügigen Schaden und ist auf dem Wege nach Quebec ins Trockendock. Die ..Duchess of Richmond“, ein 1928 erbauter Dampfer von 20 000 Tonnen, blieb unbeschädigt. Die Krieg um hie Vorherrschaft Im Mittelmeer zwischen Frankreich und Italien ausgetragen werden wird. Der italienischen Bundesgenofienschaft ist man mit Primos Sturze glücklich entgangen, — sollte man setzt Frankreich zu gestehen, in einem italienisch-französischen Krieg die französischen Kolonialtruppen durch Spanien zu leiten, um sie den italienischen Ubooten zu entziehen? Um nicht mehr und nicht weniger ging es tatsächlich bei diesem Besuch des großen „Abrüstungsfanatikers" Herrwt: Spanien sollte das Durchmarschrecht gewähren! Aber in Spanien kennt man aus dem gemeinsamen Marokkofeldzug her französische Versprechungen auf eine gemeinsame Kriegshilfe. Man verfolgt mit wachen Augen die italienischen Luftrüstungen, man will den Frieden und man sieht in der stritten Neutralität den einzigen Schutz für die spanische Zukunft. Der erste halte Guß für Herriot bedeutete dann auch, noch vor Antritt seiner Reise, die Rede des spanischen Ministerpräsidenten in Santander, in der er den Ausbau einer u n - abhängigen und ft arten Wehrmacht forderte, um die Neutralität nach allen Seiten hin aufrechterhalten zu können. So gewannen die Straßenkundgebungen ihren tiefen Sinn. Auf einmal glaubte das einfache spanische Volk die Hetzmärchen über deutsche Geheimrüstungen nicht mehr, es wußte zu genau, was es mit der französischen Wehrmacht, mit dem französischen Militärstaat auf sich fjatb und man pfiff Herriot ganz einfach aus. Herriot und sein Botschafter Herbette wurden durch diesen Umschwung in der Volksstimmung un- Madrid, November 1932, Es gibt noch Ueberraschungen in Spanien! Vier Wochen lang hatte die franzosenfreundliche Presse, im Einklang mit der spanischen Linkspresse, Stirn- mung für Öen Besuchdes französischen Ministerpräsidenten Herriot gemacht. Wie auf ein Stichwort hin fiel diese Presse, der man unter Primo de Rivera nicht nur ideelle, sondern noch mehr materielle Beziehungen zu Frankreich vorwarf, über Deutschland her und bezichtigte es der Kriegshetze und eines angeblich wiedererstandenen „alldeutschen" Jmperalismus. General Maginot hatte den französischen Staatsbesuch stimmungsmäßig gut vorbereitet, In Paris baute man übrigens auf den Dank der durch die Revolution zur Herrschaft gelangten Kreise, die jahrelang das französische Exil genossen hatten. Und nun ist alles anders gekommen. Herriot ist ausgepfiffen worden, wie noch niemals ein Staatsmann in Spanien. Während feiner Rede drang von der Straße her der Ruf der demonstrierenden Studenten in die eleganten Räume der französischen Botschaft, wo Botschafter Herbette einen feierlichen Presseempfang vorbereitet hatte: „Nieder mit dem Jmperalismus!" und „Es lebe d i e Neutralität!" Die wenigen Rechtszeitungen, die etwas im Verborgenen blühen, hatten auf einmal wieder Leser, als sie die Hintergründe des französischen Besuches enthüllten und die Anhänger der Monarchie, deren es mehr gibt, als man nach dem kampflosen Abtreten Alfons XIII. und dem kläglichen Scheitern des Sanjurjo-Putsches vermuten sollte, trugen ihre grüne Krawatte noch einmal so stolz. Nebenbei: dieser grüne Schlips, das ist auch so eine Angelegenheit, die man nur verstehen kann, wenn man fange in Spanien weilte und den Volkscharakter kennt. Die Faröe grün, sie heißt auf spanisch „verde". „V. E. R. D. E." aber heißt gleichzeitig d e r Kriegsruf d e r M o n a r ch i st e n , wenigstens in seiner Abkürzung, während er im Orginal lautet: „Viva el re d Fspana!" Die „Grünen", das sind also die Monarchisten, jeder weiß es, und jeder ehrt die Gesinnung voller Ritterlichkeit- auch wenn er selber bereit ist, sich für die junge spanische Republik in Stücke hacken zu lassen. Alfons XIII. hatte im Weltkrieg die spanische Neutralität musterhaft gewahrt. Spanien war einer der wenigen Staaten, in denen die Armee offen mit dem schwerbedrohten Deutschland sympathisierte. Clemenceau stellte sogar 1919 die Behauptung ■auf, es habe ein deutsch-spanischer Geheimvertrag bestanden, der Spanien zum Kriege gegen Frau'reich.verpflichtete, falls die Märzossensive des Jahres 1918 die Engländer vom Festland vertreiben und die französische Front zum Einsturz bringen wurde. Wie dem auch gerne'?n fein mag, der zumindest nicht pro französtsche Kurs Spaniens wurde fortgesetzt unter Primo de Rivera, der mit dem Italien Mussolinis, — Frankreichs Todfeind Im Mittelmeer —. ein Schutz- und Trutzbündnis eingegangen war. Was lag näher als die Hoffnung, daß die spanischen Republikaner nun als Antipoden Primos sofort in andere Lager schwenken und sich mit Haut und Haaren dem republikanischen und demokratischen Frankreich verschreiben würden? War es nicht der spanische Demokrat Blasco Iba- n e 3 gewesen, der dem Feindbund den großen antideutschen Hetzroman „Die apokalyptischen Reiter geliefert hatte, der allein in chen Vereinigten Staaten in einer Millianenauslage verbreitet worden war? Und galt d' U n a m u n o , Spaniens repräsentativster Dichter, nicht als fanatischer Franzosenfreund? Aber man hatte weder in Paris noch in den frankreichfreundlichen Madrider Redaktionen mit dem Gefühl des spanischen Volkes für Ritterlichkeit und Großmut gerechnet, man hatte besonders die spanische Sehnsucht nach einer friedlichen Entwicklung unterschätzt. Man weiß heute in Spanien, nicht nur in den noch immer deutschfreundlicheren Armeekreisen, daß der n ä ch st e geheuer überrascht. Herbette, wohlerzogener Diplomat der alten Schule, wenn auch erbitterter Gegner Deutschlands, wahrte das Gesicht. Herriot aber verlor die Nerven, er brachte es fertig, als ihm der Chefredakteur der Zeitung „El Liberal" auf die französische Starrheit hinsichtlich des Versailler Diktats und die Aufrechterhaltunb der Deutschland diffamierenden Kriegsschuldlüge hm stellte, mit unbebauten Schmähungen zu antworten, die aerobe in Spanien als Beweis eines denkbar schlechten Gewissens gelten. „Frankreich ist überfallen, besetzt und verwüstet worden! Es hat für feine Freiheit gekämpft! Stellen Sie sich vor, Spaniens Städte Barcelona, Saragossa und Burgos seien dem Erdboden gleichgemacht worden? Was dann?" Nun, in Spanien kennt man den Anteil der Delcasfe der Clemenceau und Poincarö an der Vorgeschichte des Krieges genau. In Spanien erinnert man sich der 20 Milliarden, die zur Mili- tarifierung des despotischen Zarentums nach Rußland geflossen sind. Und in Spanien erinnert manche Stabtruine noch an den zwölfjährigen Vernichtungs- kampf, den Napoleon gegen Spanien geführt Hai. Herriot hat als Gast Spaniens Deutschland, mit dem Spanien niemals einen Konflikt hatte, be» ». Das geht gegen die Nationalauffasfung -lz und Würde, das konnte nur durch neue Kundgebungen beantwortet werden. Herriot hat für Frankreich auf spanischem Boden eine Schlacht verloren, lieber seine Verdächtigungen, Deutschland unterhielte eine Haßpropaganda auf spani- chem Boden, ist jeder einsichtige Spanier, auch der republikanische und im Prinzip frankreichsreund- liche, empört. Wenn Deutschland jetzt außenpolitisch auf dem Posten ist und ein außenpolitisches Ziel in der rechten Stunde zu verkünden weiß, das dem Frieden Europas dient, so hat es auf der nächsten Genfer Tagung in Spanien einen Freund gewonnen. 1d:rite ferner Frau Schubert-Iüngling m:ft drastischen Gebärden als Köchin Aosa aus dem Hannöverschen. Frau Kock) machte mit sans- Oas ist Frau Roosevett! Amerika bekommt nicht nur einen neuen Präsidenten — in das Weihe Haus von Washington zieht auch eine neue Herrin ein, die durchaus für diesen Posten als „first lady“ befähigt ist. Amerika stellt hohe Ansprüche an feine Präsidentin: sie muß emo Dame v o n Welt fein, sie muh mit Geist und Grazie die Geselligkeit pflegen und daneben durch Tattrast und gute Laune volkstümlich fein. Beides bringt Frau Roosevelt mit. Ihre Familie, aus Holland elngcmanbert, gehört zu den aller- ältesten Einwohnern Neuyorks. Mit fünfzehn Jahren steckte man die kleine Anne Eleanor in ein Pensionat in England, das feine Zöglinge mit der Mademoiselle Souvestre auf eine große Europatournee schickte, nach Paris, Rom, Florenz und Wien, was zur Folge hatte, daß die jungen Mädchen als perfekte Weltdamen zu ihren Angehörigen zurückkamen. Da die gute Mademoiselle es nicht unterlassen hatte, ihre Pensionsmädel auch In die Elendsviertel Londons zu führen, fo lernte Anne Eleanor beide Seiten der Gesellschaft kennen, und stürzte sick) nach ihrer Rückkehr nach Neuyork in die soziale Arbeit. Sie wurde Lehrerin bei armen Gefängnisrevotte in Bielefeld. Unter den im Bielefelder Gerichtsgefängnis untergebrachten Festungsgefangenen kam es zu einer Nevolte, nachdem ein Teil der Gesang:: i bereits am Vortage in den Hungerstreik getreten war. Der Streik richtete sich gegen die verschärften Bestimmungen des Strafvollzugs bei der Fe stu n gs- hafl. Unter Anführung des früheren Leutnants Scheringer kam es fei Gemeinschaftsraum zu turbulenten Lärmszenen. Die Gefangenen zertrümmerten das Mvbilar und warfen ihr Cß- gcsch'rr auf die Straße. Vor dem Gefängnis rettete sich eine große Menschenmenge zusammen, die die lärmenden Demonstrationen der Gefängnisinsassen mit erregten Zurufen begleitete. Auch in den Zellen wurde das Mobiliar zertrümmert und das Bettzeug zerrissen und durch die Luken auf den Korridor geworfen. Tie Beamten der Eefänan'Sverwaltung hatten gegen die Lärmenden einen schweren Stand. Sie vermochten aber die Nevolte ohne Anterstühcmg der Polizei niederzuschlagen. Dec Freiburger Hochstapler-Prozeß Lolloredo. Am zweiten Verbandiungsbag im Collo- redo-Prozes; in Freiburg wurde die diplo- MDtische Tätigkeit d's Angeklagten erörtert, Während der,Autogen Eoiloredos, die feine Betätigung am Vati la n und in der Schweiz während und nach dcm Kriege betrafen, wurden die Oef° fenklichteit und die Pccsse ans Gründen der Staatssicherheit ausgeschlossen. Später wurde die der Verhandlung zugrunde liegende Betrugs- o n f I a g c gegen Colloredo behandelt, der dem Schriftsteller Schöpwinkel a>u5 Angermund das Eiserne Kreuz am weiß-schwarz>n Bande Dcrm/itefe hatte. Bei der Behandlung vieles Tatbestandes trat die Person Colloredos vollständig in den Hintergrund. Daisür gewährte die Vernehmung der beiden Miiangeclagten, des Schriftstellers und Kunstmalers N a t c 11 e aus Frankfurt a. M. und des Schriftstellers Schmolle s „Alaunia" hat eine Wasserverdrängung von 14 000 Tonnen. Motorrad fährt in ein Tambourkorps. In der Kruppstrahe in Mülheim a.DH. wurde ein 18 Mann starkes Tambourkorps des Katholischen Iungmännervereins von einem Motorrad mit Beiwagen beim üleberholen angefahren, wodurch fünf Personen des Tamburkorps mehr oder weniger schwer verletzt wurden. Der Lenker des Motorrads gab nach dem Zusammenstoß Vollgas und fuhr in rasendem Tempo davon. Bei dem Zusammenstoß hatte das Nad aber einen Reifenschaden erlitten, so daß der Fahrer nach kurzer Zelt an einer Tankstelle Halt machen mußte. Dort konnte er von der Polizei fest genommen werden. Es handelt sich um einen Kaufmann aus Dortmund. Mißglückter Raubanfall auf einen Geldtransport. In Düsseldorf sollte ein G e l d t r a n s p o r t von 48 000 Mark zur Hauptpost geschafft werden. Als Begleiter des Transportes hatten fünf Personen in einer Kraftdroschke Platz genommen. Beim Anfahren des Wagens fuhr plötzlich ein zweiter Kraftwagen vor, aus dem eine Anzahl Schüsse auf die Insassen des ersten Wagens abgefeuert wurden. Vier von ihnen wurden verletzt. Auch der Chauffeur erhielt einen Schuß am Unterarm, verlor jedoch nicht die Geistesgegenwart, sondern gab Vollgas und fuhr in Richtung Munsterstraße davon. Auf der in der Nähe befindlichen Polizeiwache lieferte er das Geld ab, woraus sich die Verletzten in ärztliche Behandlung begaben. Einer von ihnen war so schwer verwundet, daß er im Krankenhaus bleiben mußte, während die anderen nach Anlegung eines Verbandes wieder entlassen werden konnten. Zu ihrer Tat benutzten die Räuber einen Kraftwagen, den sie kurz zuvor in der Josephinenstraße gestohlen hatten. Die polizeilichen Ermittlungen sind im Gange. Kunst und Wissenschaft. Geheimer Bauraf Professor Dr. Ludwig Hoffmann f. Am Freitagabend st ar b in Berlin, wenige Monate nach Vollendung feines 80. Lebens- fahres, Stadtbaurat a. D. und Ehrenbürger von Derlin, Geh. Daurat Pros. Dr.-Ing. h. c. Ludwig Hoffmann. Stadtbaurat Hoffmann, aus Darmstadt gebürtig, war, worauf wir erst kürzlich aus Anlaß feines 80. Geburtstages haben Hinweisen können, der Erbauer des Märkischen Museums In Berlin, des Berliner Stadthauses, des Virchow-Krankenhauses und zahlreicher weiterer Krankenhäuser, Schulgebäude, Badeanstalten und Brücken in Berlin. Ferner war Geh. Nat Hoffmann der Schöpfer des ReichLgerichisgebäudes in Leipzig und deS Bebauungsplanes der Stadt Athen. Slelst-preis 1932. Der Vertrauensmann der Kleist-Stiftung für 1932, Intendant Erich Ziegel in Hamburg, hat den Preis der Kleist-Stiftung für 1932 zu gleichen Teilen an Richard Dillinger für fein Schauspiel „Rauhnacht" und an Else Lasker-Schüler für ihr dichterisches Lebenswerk gegeben. Ferner hat Erich Ziegel „ehrenvolle Erwähnungen" zuerkannt an Walter Bauer und an Anna G m e y n e r für ihr Volksstück „Automatenbüfett". Galsworkhy will feinen Nobelpreis für einen guten Zweck zur Verfügung stellen. Der diesjährige literarische Nobelpreisträger Sir John Galsworthy erklärte einem Vertreter des „Svenfta Dagbladet" in Stockholm, er werde den Preis für einen guten Zweck zur Verfügung stellen. Galsworthp wird nach Stockholm kommen, um den Preis persönlich in Empfang zu nehmen. Eine Stiftung für die auslandsdeutsche 3ugenb. Am Tage von Langemark hat ein Reichsdeutscher, der Wert darauf legt, ungenannt zu bleiben, dem Verein für das Deutschtum im Ausland sowie dem Reichsverband für deutsche Jugendherbergen die Summe von 5 0 0 0 0 R M. gestiftet, mit der im Herzen Deutschlands ein Heim für die auslandsdeutsche Jugend errichtet werden soll. Wie alt ist Ihre Schilds-öie? Tierfreunde legen ihren. Lieblingen, fei es nun eine Schildkröte oder ein Papagei oder ein Goldfisch, bisweilen ein sehr hohes Alter bei und erzählen voll Stolz, daß sie schon feit undenklichen Zeiten in der Familie seien. Genauere Angaben über das Alter solcher Tiere macht Craven Hrll in einer Londoner Wochenschrift. Das Alter der Schildkröte kann man von ihrem Ducken ablesen, tenn sie setzt jedes Iahr auf ihrer Sa>ale ein neues kleines Viereck an, ähnlich wie mit den Dingen bei den Baumstämmen der Fall ist. Man braucht also nur die „Iahresringe" der Schildkröte zu zählen, aber das ist durchaus keine leichte Aufgabe da diese Vierecke leicht ineinander übergehen und die Begrenzung bisweilen schwer zu erkennen ist. Immerhin kann man dadurch das ungefähre Alter dieses „Schoßtieres" feststellem Eine der ältesten Schildkröten, von denen man Kenntnis hat, ist die berühmte Marmaduke deS Londoner Zoo: es ist eine Elesanten-Schildkröte, deren Gewicht mehr als fünf Zentner beträgt und die Über 230 Iahre alt ist. Weshalb leoen Schildkröten so lange? Wahrscheinlich deswegen, weil sie ein so geruhige« Dasein führen. Ihr Wahl- spruch den mancher Mensch beherzigen könnte, lautet: „Lebe langsam und stirb langsam!" Wie kurz ist verhältnismäßig das Leben vieler anderer Tiere diesen Leistungen der Schildkröte gegenüber! Das Pferd a. B. erreicht selten mehr al« dreißig Iahre, und der Esel wird kaum über 20 Iahre alt. 15 Iahre ist ein gutes Alter sür eine Katze, wenngleich manche Vertreter deS Kahengeschlechtes bedeutend länger leben. Da- hängt sehr stark von ihrer Lebensweise ab. Diejenigen Kalten, die sich viel Herumtreiben, auf nächtliche Abenteuer ausgehen und ihre Wildheit nie ganz ablegen, dürfen nicht hoffen, sich solange des Daseins zu erfreuen als die behäbige Hauskatze, die sich nur wenig bewegt. Das höchste Alter, das nach den Erfahrungen des Verfassers eine Katze erreicht hat, beläuft sich auf 22 Iahre. Hunde werden älter und feiern gelegentlich sogar ihren 30. Geburtstag. Das Durchschnittsalter beträgt aber nicht viel mehr al« 12 bis 14 Iahre. älnter den Tieren, die in dem Ruf besonderer Langlebigkeit stehen, befindet sich auch der Rabe. Im Volksmund geht sogar der Glaube, daß „Raben niemals sterben", aber die Behauptung, daß der weise Vogel des Odin ein Alter von 200 und 300 Iahren erreiche, ist stark übertrieben: Raben, die 70 Iahre alt werden, sind schon eine große Seltenheit. Aus der Provinzialhauptstadt. Gießen, den 12. November 1932. Sammluna für das Ehrenmal des Inf -Lb.-ireg. Hr.lll. Durch daS Preisgericht und den Denkmalsausschuh ist einstimmig der mit dem ersten Preis ausgezeichnete Entwurf des Regierungsbaumeisters Kreppet unb des Architekten Preis (Mainz) zur Ausführung bestimmt worden. Das Ehrenmal, das den herrlich gelegenen Forster- platz in Äainz zieren wird, soll im Frühjahr 1933 eingeweiht werden. In Erz und Stein soll es zum Angedenken an daS stolze blaue Regiment erstehen. Die Mittel hierzu müssen durch Gamm- hing freiwilliger Beiträge aufgebracht werden. Jeder, der in den Reihen des Regiments und seiner Kriegssormation gestanden hat, jeder, der durch Bande der Freundschaft, der Erinnerung und der Kameradschaft fid) ihm verbunden fühlt, spende seine Gabe. Die durch Genehmigung des Ministeriums des Innern behördlich zuaelassene . Sammlung hat am 1. Oktober begonnen. Die Einzeichnung erfolgt in numerierten Sammellisten, die mit Ausweis versehene Sammler vorlegen werden. Es können auch Einzahlungen für den Denkmals-Fond auf das Postscheck-Konto: Regiments-Ehrenmal 117 und der Kriegssormatto- nen, Finanzausschuß Mainz, Amt Frankfurt am Main CRr. 4100, erfolgen. Bornotizen. — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Morgen zum letzten Male das Lustsp.el „Roulette" von Ladislaus Fodor unter der Spielleitung von Karl Heys er. Fremdenvorstellung. Ermäßigte Preise. 18-30 bis 2030 Ahr. — Die erste Wiederholung des Schwankes „Der Raub der Sab.nerinnen" unter der Spielleitung von Karl B o l ct findet am Dienstag, 15. November, als 7. Borstellung im Dienstag-Abonnement statt. Gewöhnliche Preise. 20 bis 22.15 Uhr. — Am Mittwoch, 16. November, fällt das Mittwoch-Abonnement aus! Um 15.45 Uhr, zum letzten Male, als Bolksvorstellung zu ganz kleinen Preisen, die berühmte hessische Lokalposse „Der Datterich" von Ernst Elias Niebergall: Spielleitung dieser humorvollen Szenen, die den Auftakt des Zyklus hessischer Dramatiker bilden, hat Heinrich Hub, der auch die Nolle des Datterich spielt. Um 20 Uhr: Erstaufführung der Operette „Peppina" von Oesterreicher und Stolz. Spielleitung hat Paul W r e d e: musikalische Leitung Kapellmeister Moe hl: choreographische Leitung und Einstudierung der Tänze Ballettmeister Ewald Bä ulke. Die Erstaufführung geht außer Abonnement als Fremdenvorstellung zu ermäßigten Operektenpreisen in Szene. Ende 22.30 Uhr. — Für Freitag, 18. November, sieht der Spielplan als 7 Borstellung im Freitag-Abonnement e ne Wiederholung der Epielplan-Neuheit „Sechs Personen suchen einen Autor ' von Luigi Piran- dello vor. Spielleitung hat Peter Fassott. Gewöhnliche Preise. — Am Sonntag. 20. November, hat die Intendanz, dem ernsten Eharak- tcr de; Tages entsprechend, die Erstaufführung des Schauspiels „Ueber die Kraft" von Biörnsterne Björnson angesetzt. — D i e Comedian Harmonists fingen heule 20 Uhr im Stadtthcater. Das Gastspiel ist nur einmalig. Anfang 20 Uhr, Ende 22 Uhr. — Der Goethe-Bund teilt uns mit: Für den zweiten Dichterabend des Vortragswinters 1932'33 ist der bekannte Dichter Albrecht Schaeffer gewonnen worden. Auch mit diesem Abend wird der Goethe-Bund wieder ein bedeutsames literarisches Erlebnis vermitteln. Albrecht Schaeffer gehört zu den bedeutendsten Vertretern unserer zeit- genössischen Dichtkunst und ist ein ausgezeichneter Sprecher. (Stehe heutige Anzeige.) — Der Gesangverein „Heiterkeit" (Ehormeister Wilhelm Schättler, Gießen) veranstaltet sein diesjähriges Konzert am Sonntag, 13. November, in der Aula der LandeSuni- versität unter Mitwirkung des gesamten Musik- korps deS I. Datl. 15. Jnf.-RegtS. unter Persönlicher Leitung von Obermusikmeister Krautze. Die Dortragssolae siebt s-capella-Ehöre, solche mit Solopartien (Mitglieder Feutzer und Brust u s), Werke mit Orchesterbegleitung, sowie Instrumentalmusik der Kapelle abwechselnd vor. Mit Rücksicht auf die zahlreichen auswärtigen Freunde des Vereins ist der Beginn der Deranstaltuna auf 15.30 Uhr festgesetzt. Die Eintrittspreise sind zeitgemäß niedrig bemessen. (Siehe gestrige Anzeige.) — Gemeindefeier der Markusge- meinde. Man schreibt uns: Am Sonntagnach- mlttag hält die MarkuSgemeinde wie alljährlich ihre Gemeindefeier in der Turnhalle. Sie ist diesmal mit den Spielen besonders auf die Gedenkfeier für Gustav Adolf und den Gustav- Adolf-Berein eingestellt. Die Mitglieder der Ehoralsingstunde für Matthäus- und Markus- ge meinte werden einige Chöre fingen, der Verein für christliche Musik hat den musikalischen Teil übernommen. Für Kaffee und Kuchen ist durch die Mitglieder des Frauenvereins bestens gesorgt. So ist zu hoffen, daß auch die diesjährige Gemeindeseier mit ihren mancherlei Darbietungen den Bouchern einige schöne Stunden bereitet. (Siehe yeutige Anzeige.) — D e r Kaninchenzuchtoerein Gießen veranstaltet heute und morgen im „Thüringer Hof" (Hammstraße) eine Ausstellung. — Näheres stehe gestrige Anzeige. Auf gehobene Straßensperren, mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil-Club E. V. (A. v. D.), Gießen: Die Sperrung auf der Stratzenstrecke Alsfeld—Lauterbach, vom Abzweig Hopfgarten b'.s Brauerschwend, sowie die Sperrung der Ortsdurchfahrt Heldenbergen sind ausgehoben. •* Keine Zulassung zum Vorbereitungsdienst für die Laufbahn des gehobenen mittleren Iustizdienstes. Vom hessischen Justizministerium wird darauf hmgewiesen, daß Ge'uche um Zulassung von Anwärtern für die Laufbahn des gehobenen mittleren Iustizdienstes zur Zeit zwecklos sind. Die Laufbahn ist noch gesperrt. Vormerkungen werden nicht vorgenommen. ** Gießener Muse e n morgen geöffnet. Das Oberhessische Museum im Alten Schloß, das Dolkermuseum sowie das Kriegsmuseum und die Städtische Gemäldesammlung im Neuen Schloß sind am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr geöffnet. * Konzert imEvangelischenSchwe- sternhaus. Der Verein für christliche Musik veranstaltet morgen, Sonntag, um 13 Uhr im Garten des Evaneellscl-en Schwesternhauses ein Konz.rt mit nächst:hend:m Programm: 1. Nun laßt unS Gott den Herrn, von I. S. Bach: 2. Herr, deine Güte reicht so weit, von Ed. Krell: 3. Lobe den Herrn, meine Seele, von MendelSsohn-Dart- holdy; 4. Abenddämmerung, Idylle von Nuh: I 5. Marsch des hessischen Kreisregiments aus 1700. »aixMiAahuajaBiMMJ. ..jiiiii» —imimi Bundfunkprogramm. Sonntag, 13. November. 6.35: De-n Bremen: Hofenkonzert aus dem Bremer -Freihafen. 8.15: Ursulinenkloster, Frankfurt a. an.: Katholisch: Morgenfeier. 9.30: Stunde d:s Chorgesangs. 10 30: ..Dichter und Buchhändler". Ein Gespräch von Ka.l Heinrich Waggerl. 11: „Die Pläne der Winterhilfe", Gespräch zwischen Wally Baumann und O. W. Studlmann. 11.30: Bon Leipzig: Reichs endung: Kantate von Johann Sebastian Bach. 12: Von Berlin: Liedor- ftimbc. Heinrich Sch'.usnuS singt Schubert- und Wolf-Lieder, 13: Wittagälonzert auf Schallplatte n. 14: Stund: dos Landes. 15: Siunde 6er Jugend. 16: Nachmiltagslonzert auf Schallplatten. 16.30: Nachm liagskvnzert. 18: „Die Geschichte 6cm lan gen Asmus un sei'm amerikanische Skizze- büchelche". 18.25: Dre ß g bu.-.ie Minu en. 18.55: „Die Proph.zeiungen des Nostradamus ", Vortrag von Dr. Leo Matthias. 20.15: Waldmeister. Operette in drei Aulzüaen von Johann Strauß. 22.45 bis 24: Nachtmusik der Tanzkapelle der Stuttgarter Philharmoniker. Montag, 14. November. 7.20: Frühkonzert auf Schallplatten. 12: Mittagskonzert I auf Schallplatten. 13.30: Mittags- konzert II. 17: Nachm trngskonzert. 18.25: ..Don der Rheinschi-sfahrt und ihrer internationalen Rechtsordnung", Vortrag von Dr. Leo Sternberg, Düdcsheim 18.50: Englischer Sprachunterricht. 19.30: Erich Pcnio spricht Gerhart Häuvtmann. 20: Orchesterkonzert des Rundfunk-Orchesters. 22: Selbst anzeigen. Heinrich Lersch. 22.45 bis 24: Nachtmusik. Dienstag, 15. November. , 7.20: Frühlonzert auf Schallplatten. 9 bis 9.45: Bon B ei lau: Schulfunk — Gemein chastssendung: Gerhart Hauptma- a spricht zu deutscher Jugend. 12: Nürnberg: MittagskonHert I des Konzcrt- veveins Nürnberg e. B. 13.30: MittagskonzertU auf Schallplatten. 15.20 bis 15.50: Hausfrauen- Nachmittag. 17: Nachrnittagskonzert. 18.25: „Pennsylvanisches Deutsch", Bortrag von Dr. Kavl Wehner, Berlin. 18.50: Afrikanische Volksmärchen. Gesammelt von Leo Frobenius. 19.30: Volksmusik. 20: Bon Breslau: Schlesische Sinfonie zu Ehren von Gerhart Hauptmanns 70. Geburtstag. 21.20 (M. und Deutschlandsender): 1 Stündleyn Ergezuna. Bunte Stunde aus dem deutschen Rokoko. 22.45 bis 24: Nachtmusik. Mittwoch, 16. November. 7.05: Frühkonzert auf Schallplatten. 8.15: Eho- ralblasen, veranstaltet von der Zentralstelle für Kirchenmusik der Evgl. Landeskirche Frankfurt a. M. 8.30: Evangelische Morgenfeier, veranstaltet von der Ggl. Landeskirche Frankfurt a. QU. 9.30: „lieber den Zeiten". Künstler im Kriege. Erinnerungen von Hans Frentz. 10: Stunde des Chor- gesangs. 11: „Zwischen Königsberg und Rom. Lange Bußfahrt Zacharias WernerS". Hörfolge von Paul Laven. 12: Stunde der Kammermusik. 12.45: Mittagskonzert auf Schallplatten. 15: Stunde der Jugend. 18: Konzert. 17: St. Georgs Stellvertreter. Eine Legende der Zeit, Von Ru- do'f G. Dinding. Sprecher: Vollrath v. Klipstein. 17.20: Kammermusik. Werke von Joseph Haydn. 18.30: „Abschied vom Lederstrumpf'. Bon Paul Laven. 19: „Merk's, Wen!" Eine Bvlkspredigt des Abraham a. Sanela Clara in bedrängter Zeit. Spr cher: Dr. Erich Dcach. 19.35: Aus Dem Großen Saal des Saalbau-es. Missa solcmnis, für 4 Solost'mmen, Chor, Orchester und Orgel. Bon L. van Beethoven. 21.05: .,Notwende". Bon Bernhard Nehfe. 22.45 bi? 24: AuS dem Saal des Städtischen Konservatoriums Saarbrücken: Nachtmusik. Sonaten des 17. und 18. Jahrhunderts. Donnerstag, 17. November. 7.20: Frühkonzert. 12: Mannheim: Mtttagskon- zer! I. 13 30: MittagSlonzert II auf Schallplatten. 15.20 bis 16.20': Stunde der Jugend. 17: Nach- m ^tagskonzert des Rundsunk-Orchesters. 18.25: Stunde des Buches. 18.50: „Persönlichkeit und W'.rt'chast", Bortrag von Dr. Fritz PaPPenheim. 19.33: Erlebte Zeit. Theodor Storm. Unterhaltung zwischen Frau Gertrud Storm, der Tochter des Dichters, und Pros, Fr.-Karl Roedemeyer. 20.05: Aus der Stadthalle Kassel: Orchesterkonzert. 22: L'eder zur Laute auf Gedichte von Joseph Freiherrn von Eichendorfs (zu seinem 75. Todestag am 26. November. Vorgetragen von Besemselder. 22.45 bis 24: Nachtmusik. Freitag, 18. November. 7.20: Frühlonzert aus Schallplatten. 12: Mittagskonzert. 13.30: Neue Tanzmusik auf Schall- platten. 17: Nachmittagskonzert. 18.25: ..Winzerfreuden und Winzerleiden", Bortrag von Bürgermeister Dr. Julius Wollmer, Nierstein. 18.50: Aerttr-Vortrag — ..Ansteckende Krankheiten". 19 30: Bei uns zu Lande. OHartini. 20: Tübingen: Schubert-Konzert. Gespielt vom Philharmoni- schen Orchester Stuttgart. 22.45 bis 24: Don Berlin: Nachtmusik. Samstag, 19. November. 7 20: Frühlonzert auf Schallplatten. 10.10 bis 10.40: „Das Meistersingerspiel", von Heribert Grüner. 12: Mittagskonzert I auf Schattplatten. 13,30 bis 14.40: Mittagskonzert II des Rund- funl-Orchestcrs. 15-30 bis 15-30: Stunde der 3u- genö 17: Freiburg: Nachmittagskonzert. 18.25: Betrachtungen zum Programm". Bon Dr. Wilhelm Schüller. 18.50: „Sinn und Aufgabe der Westdeutschen Studentenschast im Rahmen der Eesamtnation", Bortrag von stuck, theol. Hermann Neuburg, Kreisleiter V der Deutschen Studentenschaft. 19.30: Aus dem Nassau.schen Lan- desthea>t«r in Wiesbaden: Hoffmanns Erzählungen. 22.45 bis 24: Nachtmusik. * Sonntagsrückfahrkarten zur oberhessischen Geflügelausstellung in B i l b e l. Vom Bahnhof Gießen wird uns geschrieben: Dom 18. bis 20. November findet in Dilbel die 31. oberhefsische Verbands-Geflügel- ausftellung statt. Aus diesem Anlaß werden von den Fahrkartenausgaben der Strecken Dilbel Nord — Gießen, Gießen — Mittelgründau, Gießen — Lauterbach (Hess.) Nord, Lollar — Londorf — Grünberg (O.-H.), Dilbel Nord — Lauterbach (Hess.) Nord, Friedberg (Hess.) — Nidda — Scholten, Fr.eoix.rg (Htts.) — Hungen — Mucke (Hessen), Friedberg lHesien» — Heldenbergen — Windecken. Burg- und Niedergemünden — Niever- Ofleiden, Aisfelo (Obrrhess., — Grebenau, Sonntagsrückfahrkarten nach Dilbel Nord ausgegeben. Die Karten gelten: zur Hinfahrt am 19. 11. von 0 Uhr tmche Relch«mleU)e v.l92. i.% ehcm. 7%$L Reichsanl. 0.1939 5'A% Young-Anleihe von 1930 . Seutidie Anl.-Ablös.-Schuld mü Auslos.-Rechien...... Sctffll. ohne Auslos.-Rechte . . 6% ehern 8%$>eii. Sollsftaat 1929 irüdtahlb. iO3%) ...... Oderksejseu Provinz-Anleihe mit AuSIos.»Rechten...... Deutsche Komm. Sammelabl. Anleihe Serie 1 - • 8% ehem. 8% iytemti. Hyp.-Banl Golspst. 15 unkündbar bis 1935 8% ehern. 7% Jytanlf. Hnv.-Ban! ©olOD-i 16 unkündbar bis 1936 5!-°o ehem. 4'/2% ^ranls.HyP.- BonI Uiqu Piandbrielc . 6y2% ehern. 4y,% Rbeintiche Huv -Bani-Piau -Goldp.e. . 6% ehem 8% Pr. LandeSpiand» briefanstw Pfandbriefe 8t 19 6% ehern. 7% Pr. LandeSpfand. drieianstaii Pkandbrieke R. w 4% OeNerretchnche @olorente . 4,20% Oesterreichifche Silberrente 4% Ungarifche G oldreute .... 4% Ungarifche Staatsrente v. 1910 4'/r% desgt. von 1913 . . . 5% abzest. Goldinexilaner von 99 4% Türkst che Zoll anleihe von 1911 4% Tu etliche Bagdadhahn-Anlethe Serie I 4% deSgt. Serie II - 6% Rumän. verinh-Rente v. 1903 4>»%Rumchi.veretnh.Renkev.1S13 4% Rumänische veretnh. Renke 3*% Anatolier selbst wurden ebenfalls einige bedeutsame Veränderungen getroffen. Die Aschenbahn, die bisher eine mit 421 Meter Länge ein unvorschrifts- mäßiges- Maß hatte, wurde auf 400 Meter verkürzt. Die 100-Meler-Laufbahn, die bisher gegenüber der Terrasse am Walde lag, wurde jetzt direkt vor die Terrasse verlegt. Der Startplatz für die 100-Meter-Dahn liegt außerhalb der Kurve der Aschenbahn. Die Plätze für die Austragung der Sprung wettbe- werbe wurden ebenfalls unmittelbar vor der Terrasse gelegt, so daß den Zuschauern immer Gelegenheit gegeben sein wird, auch diese Wettkämpfe ganz genau zu verfolgen, da sie sich ja direkt vor ihren Augen abspielen. Wesentliche Veränderungen wurden ferner auf den oberhalb der Hauptkampfbahn gelegenen Er- sahspielfeldern vorgenommen. Das Gelände, das Der llmverWisspochlatz in neuer Gestalt Eine große Leistung der Arbeitsdienstwilligen. die Aussichten für die DfBer nicht sehr hoffnungsvoll. Wenn die Mannschaft daran interessiert sein sollte, an den Pokalspielen weiter teilzunehmen, dann wird sie viel aufbieten müssen und alle Reserven einsetzen müssen. Der Ausgang des Kampfes ist nicht vorauszusagen. Die Gleichwertigkeit der Gegner läßt das nicht zu; gefühlsmäßig wird man aber doch den Wetzlarern die besseren Aussichten geben, denn es ist nur zu gut bekannt, daß die Gastgeber über eine schnelle, wuchtig spielende, ausdauernde, unter Umständen auch harte Mannschaft verfügen, die technisch gerade in letzter Zeit viel gewonnen hat und nicht nur über eine ausgezeichnete schlagsichere Verteidigung, sondern auch über eine flinke Läuferreihe verfügt. Der Sturm ist nicht der stärkste Mannschaftsteil, gefährlich aber nach wie vor. Der Sturm der Grünweißen ist nicht der Beste und die Situation kann nur durch gute produktive Kombination in der 5ßaage__ gehalten werden. Dem Ergebnis sicht man mit Spannung entgegen. Die Mannschaft: Balser; Leutheuser, Kreß; Fenster, Knaus, Bingel; Wilhelm, Fehling, Haupt, Lehrmund, Ritter. Die Reservemannschaft des VfB. ist spielfrei. Die 3. Mannschaft spielt auf eigenem Platze gegen die 1. Mannschaft von Dutenhofen und hat in diesem Kampfe nur wen'g Chancen. Die 1. Jugend ist spielfrei. Die 1. Schüler des VfD. treten auf eigenem Platze gegen die Schüler von Wieseck an. Handball der Sp.-Dg. 1900. Vei den 1900ern herrscht Samstagnachmittag und Sonntagmorgen Händballbetr.eb. Samstagnachmittag empfängt die zweite Mannschaft, verstärkt durch zwei bis drei Spieler der ersten Garnitur, die erste Elf des T.-D. Albach. Die Gäste gehören der ADT. an und spielen in der Runde des 3. Bezirks eine gute Rolle. Die Platzbesitzer dürften technisch etwas voraus sein. Am Sonntag steigt das. Pslichtfpiel der Rach- runde 1900 I. — 1900 11. Mannschaft. Das Vorspiel sah die erste Mannschaft mit 11:2 Toren im Vorteil. Es besteht zwar kein Zweifel, daß sich die zweite Elf auch diesmal wieder mit einer Riederlage abfinden muh. Das Spiel dürfte aber insofern von Reiz sein, als auf beiden Seiten neue Aufstellungen ausprobiert werden bzw. neue Kräfte mitwirken. Handball des OS<5. Am morgigen Sonntag muß die 1. Handballelf des OSC. nach Butzbach. Gegner ist die 2. Mannschaft des dortigen Polizeisportoereins. Das Vorspiel verloren die OSCer, mit nur neun Mann antretend, 4:1. Voraussichtlich kann der OSC. nicht mit seiner stärksten Mannschaft fahren, da die beiden Verteidiger vom letzten Verbandsspiel her noch verletzt sind. Der Ausgang des Spieles ist trotzdem vollkommen offen. Handball der Turnergilde im OHB. Dhv. II — T. u. Sp. Rodheim II. Am morgigen Sonntag stehen sich auf dem Uni- versitätsfportplatz die beiden 2. Mannschaften der Turn- und Sportgemeinde Rodheim und des DHV. Gießen im Rückspiel gegenüber. Das Vorspiel gewannen die DHVer knapp mit 1:0. Wenn die Gießener Stürmer nicht zu eigenwillig spielen, dann ist auch diesmal mit einem Siege zu rechnen, da sie voraussichtlich in kompletter Aufstellung antreten. Schultheis Payenhofer . . . Wu (Allgemeine Kunstseide) Bemberg......... Zellstoss Waldhos..... Zellstoss Ajchasfenburg . . . Dessauer Gas....... Daimler Motoren..... Deutsche Linoleum . . . . Orenstcin & ftoppti . . . . Leonhard Tietz...... SvenSka......... Chade.......... Völkern und mit mehr oder weniger großem Vergnügen den Bemühungen der 1. Fußballmannschaften der Gießener Sportvereine um Sieg oder Niederlage folgen, müssen sich am morgigen Sonntag mit den Spielen unterer Mannschaften begnügen. Die Blauweißen fahren also am Sonntag nach Marburg und tun dies mit wenig Chancen. Ein Sieg wird sicherlich auch von den größten Optimisten nicht erwartet. Mit einer Ueberraschung ist auch kaum zu rechnen, denn die Kurhessen werden sich bestimmt nicht düpieren lassen. Die Gastgeber der Blauweißen sind zwar kaum ein überwä.tigend starker Gegner, vor dem sich die 1900er fürchten müßten, denn die Kurhessen mußten sich am Vorsonntag den Fuldaer Borussen mit 5:1 beugen. Aber was will es schon heißen, gegen Borussia verlieren? Eine Mannschaft kann sehr gut sein, und gegen Borussia wird sie trotzdem verueren, wenn man sich auf die Mannschaften im Bezirk H offen- Hannover beschränken will. Die Marburger haben am vergangenen Sonntag guten Sport gesehen und 3500 Menschen haben sich eingefunden; die 1900er werden also vor anspruchsvollem Publikum auft treten. Grund genug, wieder einmal und endlich einmal wieder eine ganze Leistung zu zeigen, denn die Blauweißen sind gewissermaßen als Repräsentanten des Gießener Fußballs in Marburg. Wenn auch eine Niederlage in diesem Freundschaftsspiel kaum ausbleiben sollte, so hofft man doch, daß die Marburger den Sieg erkämpfen müssen. Die Mannschaft der Spielvereinigung tritt die Reise mit folgender Mannschaft an: Schlarb, Luft, Zei- ler, Langsdorf, Heumann, Glitsch, Wllhelrni, Arnold, Lippert, Goebel, Jäckel. 23,65 17,65 102 106,75 163,5 i Schluß» lurs 10.11. infolge des stärkeren Abtriebs von den Weiden um 109 Tiere auf 1571 Stück erhöht. Rach ruhigem Handel und bei 1 bis 2 Mk. nachgebenden Preisen verblieb geringer Lleberstand. Ochsen al) 29 bis 31, a2) 25 bis 28, bl) 22 bis 24, Bullen a) 26 bis 28, b) 22 bis 25; Kühe a) 23 bis 25, b) 19 bis 22, c) 16 bis 18, d) 12 bis 15; Färsen a) 30 bis 32, b) 26 bis 29. z c) 23 bis 25. Der erhöhte Zutrieb für Kälber bewirkte ein Rachgeben der Preise um 2 Mk. Kälber b) 38 bis 42, c) 34 bis 37, d) 28 bis 33. Der Auftrieb betrug 1625 gegen 1375 Stück. Die Preise am Schafrnarkt blieben unverändert bei ruhigem Geschäft. Schafe al) 22 bis 25, b) 18 bis 21, c) 14 bis 17. Auftrieb 540 gegen 634 Stück. Am Schweinemarkt war das Geschäft zwar ruhig, doch konnten sich infolge der geringeren Beschickung die Preise um 1 bis 2 Mk. heben, b) 41 bis 44, c) 40 bis 44, d) 39 bis 43- Sämtliche Notierungen verstehen sich in Mark pro Zentner Lebendgewicht. Frankfurter Abendbörse ruhig. Frankfurt a. M., 11. Nov. Die Abendbörsc hatte nur außerordentlich geringes Geschäft zu verzeichnen, obwohl aus Neuyork wieder höhere Anfangskurse Vorlagen. Die Spekulation übte stärkste Zurückhaltung, zumal sonstige anregende Momente und Publikumsorders nicht vorlagen. Gegen den Berliner Schluß blieben die Kurse im großen und ganzen unverändert, teilweise ergaben sich kleine Erhöhungen um etwa 0,5 v. $). Im Verlaufe stagnierte. der Markt fast vollkommen. Am Rentenmarkt zeigte sich bei unveränderten Kursen einiges Interesse für deutsche Anleihen und späte Reichsschuldbuchforderungen. Don fremden Werten notierten 4-v. H.-Rumänen und Anatolier etwas fester. Am festverzinslichen Markt gingen die Goldpfandbriefe der Pfälzischen Hypo- theken-Bank weiter leicht zurück, ebenso gaben 5,5- d. H.-Frankfurter Hypothekenbank-Liquidation 0,25 d. Sj. nach. Neubesitzanleihe 6,70, Allbesitzanleihe 55,25, Schutzgebietsanleihe 6,50, Reichsbank 128, Gelsenkirchen 38, Harpener 74,50, Kali Aschersleben 102 Rheinstahl 67,50, Stahlverein 23,75, Aku 57,50, AEG 32,50, Bemberg 61,50, Deutsche Linoleum 46,25" JG.-Farben 96,25, Gesfürel 70,50, Holzmann 55, Lahmeyer 110, Löwenbräu München 193,50, Schöfserhof-Binding 142, Reichsbahnvorzugsaktien 91 Hapag 17, 2,25-v. H.-Anatolier 20,60, 4-o. H.- Ei'nheitsrumänen 4,75, 5,50-v.-H.-Frankfurter- Hypothekenbank-Liquidation 84,25. Daten für Samstag, 12. November. 1492: Kolumbus entdeckt Amerika, er landet auf Guanahani (Westindien); — 1755: der General Gerhard von Scharnhorst in Bordenau in Hannover geboren. Daten für Sonntag, 13. November. 354: der Kirchenlehrer Aurelius Augustinus in Tagaste in Numidien geboren; — 1504: Landgraf Philipp der Großmütige von Hessen in Marburg geboren; — 1862: der Dichter Ludwig llhland in Tübingen gestorben; — 1868: der italienische Komponist Gioachino Rossini in Ruelle bei Paris gestorben. Schluß!. Abend- W 11.11. Gchlußk. Nist lag» börle 11.11. Frankfurter Maschinen . . . . O Gritzner..........O Mainkraftwerke Höchst S.M.. . 4 Süddeutscher Zucker.....s 1,15 6,3 6,45 6,3 6,65 3,3 | 3,4 I 3,3 5,8 । 8,75 | 4,8 ! 20,4 l Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchlosfenen Divid.nde am -Reichsbankdiskoni 4 o. H.. Lombardzmsfutz 5 o.H. Schluß» furd 10-11. Jranlfurt a. NI. Scklupl. Sch uß» Abend- | bürst jrannuri ü. JJl. Berlin Saturn Schluß»! kurs s 10.11. | Schlußl. Abend» börse 11.11. Schluß- kurS 10.11. | Schlußk. Mistaq» börie 11.11. üambucrp’21meruü Pme. . i Hamburg-Südam. Dampfschifi. O Hansa Dampfjchiss - . . ' Norddeutscher Lloyd.....' A.G. für Verkehrswesen Alt. . 0 Berliner Handelsgesellschaft . 4 Commerz, und Privar-Bank . O Darmstädter und Nationalhanl 0 Deutsche Banl und Disronto-Gesellschaft... o Dresdner Ban!...... 0 Reichshanl ......1: A.E.G . v Bergmann.........v Äeltr. LieferungSgefellfchast. b Licht und Kraft...... « gelten & Guilleaume .... 0 Gesellschaft für Eleltrtfche Unternehmungen .... 1 Rheinische Elektrizität . . . 5S Schuckert & do....... 0 Siemens & Halske..... 9 Lahmeyer & Eo...... . 10 ifluocru-..........4 Deutsche Erdöl.......5 Gelsenkirchener.......8 Harpener..........o Hoesch Eisen. ........6 Flse Bergbau.......10 Ilse Bergbau Genüsse..... Mocknerwerle........< Mannesmann-Röhren . ... < Man-felder Bergbau.....0 Oberschles. Kokswerke .... 8 Phönix Bergbau.....'. 4'/, Rhein ticke Braunkohlen... 10 Meinstahl......... 17 18,13 42,71 91 53,5 75 61,75 128 32,5 55 68,5 75 71,5 108 39,5 74,13 38 98 32,75 54 27,25 168 67 17 18,4 42 90 53,5 75 61,75 128 32,5 20 68,5 90,5 55 70,5 74,75 72 121,5 110 40 74 38 74,5 98 33 53,25 21 27,5 169,5 67,5 16,9 31 1 27 17,75 42,5 91 53,5 75 61,75 128,13 32,4 20,75 70 91 55 68,75 75 70,5 119,5 107,5 39,5 73,65 38,5 75,5 37,25 133,5 97,25 32,75 53,25 20,5 39,75 27,25 168,5 67 16,75 26,25 18 40,5 91 53,5 75 61,75 127,5 32,65 20,75 68,75 90.13 55,25 70 74 71,75 120,5 110 39,75 74,25 38,25 74,5 37,75 132 98,25 33,5 53,25 22 39,5 27 171 67 Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld Srie Geld Ärie» HelsingforS . 6,044 6,056 6,044 6,056 Wien. . . . 51,95 52,05 51.95 52,05 Prag . . . 12,465 12,485 12,465 12,485 Budapest. . — — — —— Sofia « • • 3,057 3,063 3,057 3,063 Holland - - 169,23 169,57 169,23 169,57 Oslo.... 70,43 70,57 70,58 70,72 Kopenhagen. 72,03 72,17 72,08 72,22 Stockholm 73,18 73,32 73,38 73,52 London. . . Buenos Aires 13,82 13,86 13.85 13,89 0.908 0,912 0,908 0,912 Neunork . . 4,209 4,217 4,209 4,217 Brüssel. . . 58,42 58,54 58,42 58,54 Italien. . Parts . . 21,55 21,59 21,55 21,59 16,51 16,55 16,51 16,55 Schweiz . 81,05 81,21 81,04 81,20 Spanien . 34,45 34,51 34,37 34,43 Danzig. . 81,95 82,11 81,92 82.08 Japan . . 0,869 0,872 0,869 0,871 Rio de Ian. 0,294 0,296 0,294 0,296 Juboflawtea Lissabon . 5,634 12,76 5,646 12,76 5,634 12,76 5,646 12,78 Strlln, 11. November Geld Äries Amerikanische Noten....... 4,20 4,22 58,26 58,50 Dänische Noten......... 71,71 71,99 französische Noten . ....... 16,47 16,53 168,86 169754 Italienische Noten....... 21,49 21,57 Norwegische Noten . »^ • 70,41 70,69 Deutsch-Oesterreich, i 100 Schilling - — 2,47 2,49 Schwedische Noten........ 73,21 73,49 Schweizer Noten......... 80.86 81,18 Spanische Noten...... • • 34,23 34,37 Ungarische Noten........ —