Ksis» > “tehb, v ÄZV-' -SKI MÄW** Tlcin. da fonnW00 tr'lf U'd Mft h Wr ,tta«-Tonnt 6anl|(tr »Senttta, ft.MK.W “ 3 Friedrichs er denn nicht w ' “ «M» 5^» schritten MDage^M Ä" ? kr- Aieb mit Äf*”M k” “oÄ ft nur Io 2" dar nut nicht ein "etnd ging sie üii W. W nut heute war? Aich, er ihr gegeben. jung folgt.) Gemüsesuppe) jräupchen I dschiüi’ i-,Herren-sowie hlafzimmermiv □Odern, Umstände halber verkaufen. Ebenso viele ■haltene GebrauchsmöbeL Frankfurt am Main ter Strafla 14 (Kein Laden). linken «ft Lonßef)® r.Sebk" Ihr »-o IfflffllHflß La"' Ebenda ijMldk' A--K -omH-SS. U'Ä'tnM Glettn'^Ln ar Li-b^rekrl., rjlJnW*^ Stadttheat» eleT> »säSfe F,ro*,‘«J6. ^-Verpachtung. Itte Jtailungea (£““ ®* SKSSS- ,S»2?»iS erreichbar. 2ürgerineif^w^__5___J-- »-Verpachtung- be« 23.5-äS* dahier, bie unter & ^°^?!annt)uged-' Derp°^2 werden- .ngen «ffw» 114Ä> lö-^Snifa. Dütgermetllere j)ofn2^^r-77 Dr.56 ffrftes Blatt 182. Jahrgang Freitag, 12. Februar 1952 Srlcheinl täglich, außer Sonniags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gier ener Familienblatter Heimat m Bild Die Scholle IRonatr Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM 1.95 Ohne DOuftrierte , 1 80 Zustellgebühr.. . -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsorechanschlufie enter Sammelnummer 2251 Änidirifl lür Drohlnach- nchten Bnjeiger Gietzee. podscheckkonto: yrewffrn om ülni- 1168«. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen rrrd vnd Derlop: BrfiblW Ullivesitais-Vutd' bhö Sieinbruderei R. tanie tn Vieler Sdfrtftlettmg uib SefchZftrstelle: SWtrate 7. Annahme von Hnieigee für die lagesnummer bi» zum Nachmittag vorher. Preis, 1ttr I mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Be- klameanzeigen von 70 ",m Breite 35 Re'chspsenntg, Playvorschrift 20 . mehr, ffbefrefeahteur Dr. Fnedr. W>lh. Lange. Berantroorilid) für Politik Dr Fr. Wilh. Lanat: für Feuilleton Dr fi.Ihpriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Ma? Filter, sämtlich in Gienen. Rußland fordert radikale Abrüstung. Litwinow weist auf den Krieg im fernen Osten und die Gefahr eines neuen Weiibrandes hin. — Scharfe Ablehnung der französischen Vorschläge. - Oie Dölkerbundsarmee für Rußland unmöglich. Genf, 11. Febr (WTD.) In der heutigen Sitzung der Abrüstungskonferenz sprach als erster Redner der belgische Außenminister HyrnanS. Der lowjetrussilche Außenkommissar Litwinow hielt dann unter größter Aufmerksamkeit und Spannung des bis auf den letzten Platz gefüllten Saales eine einstündige Rede, in der er den Nachweis führte, daß die bisherigen Sicherheitsverhandlungen des Völkerbundes nur zu einer Verschärfung der internationalen Lage geführt hätten und den Ausbruch des Krieges im fernen Offen nicht hätten verhindern können. Im Rahmen des Völkerbundes fei in den letzten Jahren ein ganzes System von neuen Sicherheitsbürgschaften geschaffen worden. Die Folge fei, daß die Abrüflungskonferenz unter dem Kanonendonner Im Jemen Offen beginne. Zwei durch Völkerbund und Kclloggpakl gebundene Staaten führten feit fünf Monaten einen erbitterten Äampi. Der Krieg fei zwar nach den völker- bundsgcsehcn bisher noch nicht offiziell verzeichnet und notariell beglaubigt, aber große Provinzen feien befehl, alle Kampfwaffen feien verwandt und Tote und verwundete feien nach Taufenden zu zahlen. Litwinow fprach sodann die ernste Befürchtung aus, dah der Streit im Fernen Osten nur den Beginn eines neuen Weltkrieges darstelle, weder die internationalen Organisationen und Balte, noch die öffentliche Meinung sowie eine Beschränkung und Herabsetzung der Rüstungen seien imstande, einem Kriege vorzubeugen. L» gebe heute nur einen einzigen Ausweg: Sicherheit gegen den Krieg durch Abschaffung aller Rüstungen Litwinow ging als erster Redner ausführlich auf die französischen Vorschläge ein, selbstverständlich, um zu einer völligen Ablehnung zu gelangen. Die französischen Vorschläge seien nur eine Kon- Iretifierung des Genfer Protokolls, das den Völkerbund sieben Jahre lang ergebnislos beschäftigt habe. Sich auf dieses Bemühen zu ver- steifen, wurde unter den gegenwärtigen Umständen einen Rückschritt bedeuten, der die Abrüstungsfrage um weitere Jahre oder Jahrzehnte zurückwerfen würde. Ausführlich beschäftigte Litwinow sich mit dem französischen Vorschlag einer internationalen Armee. Wer bürge dafür, daß bei dem Vorhandensein des nationalen Egoismus eine internationale Armee nicht im Interesse dieses oder jenen Staates eingesetzt wird, der sich innerhalb des internationalen Organismus m i t Hilfe von sonderbündnissen, Ententen undAbkommen die Vorherrschaft gesichert habe! „Ich lasse-, fo sagte Litwinow. ..diese Frage beiseite, ob man von der Sowjetunion verlangen kann, dah sie die Sorge um ihre Sicherheit und einen Teil ihrer Truppen einem internationalen Organismus anoertraue, dessen ungeheuere Mehrheit aus Staaten bestehen würde, die ihr offen s e i n d l i ch g e fl n n t find und die au» Feindschaft keineBeziehungenmitihr unterhalten. Man kann vielmehr erwarten, dah die Arbeiter und Bauern der Sowjetunion glauben, dah die Schaffung einer Internationalen Armee unter den gegenwärtigen Umständen nur eine Bedrohung ihre» Landes bedeuten kann. Die Sowjetdelegation wird durch diese Tatsachen in ihrer Aeberzeugung gestärkt, dah der cnizige und unfehlbare Weg zur Lösung des Pro- blerns der von ihr empfohlene Weg einer völligen und allgemeinen Abrüstung ist. Die Sowjetdelegation sei jedoch nicht in der alleinigen Absicht hierher gekommen, die Konferenz vor die Alternative zu stellen: Völlige Abrüstung oder nichts. Die Sowjetdelegatwn rverde bereit sein, jeden Vorschlag zu erörtern. der ans eine Herabsetzung der Rüst ungen ausgehe. Die Sowjetdelegation betrachte den AonventionSentwurs al- vollkommen ungenügend und werde ihren eigenen Plan einer partiellen Rüstung-- Herabsetzung vertreten, den sie jedoch lediglich als eine erste Stoppe zur allgemeinen Abrüstung ansehe. Die Vorschläge der Sowjctdelegalion für das völlige verbot der aggressiven Rüstungskategorien blieben auch für die jetzige Konferenz in Kraft. Sie umsahlen insbesondere 1. Panzerwagen und schwere weittragende Artillerie: 2. Schisse mit über 10 000 t Wasserverdrängung: 3. Schisssarlillerie mit einem Kaliber von über 12 Zoll: 4. Flugzeugmutterschiffe: 5. Milltärlustsch! se: 6. schwere Bombenflugzeuge, alle lagernden Fliegerbomben und alle durch Luftfahrzeuge zu befördernden Zerstörungsmitlel: 7. alle Apparate und vor- © e n f. 11. Febr. (XiL) Rachdem sich aus der Debatte ein gewisser Uebcrblid über die Fronten aus der Abrüstungskonserenz ergeben hat, ist für die deutsche Delegation der Augenblick gekommen, mit ihren bereits angekündigten Dorschlägen hervorzutreten. AuS sicherer Quelle verlautet, dah diese Dorschläge Anfang nächster Woche von Botschafter Radvkny in der Dollsitzung aus- führlich erläutert werden. Die Dorschläge ergeben sich inhaltlich selbst auS der bekannten grundsätzlichen Haltung Deutschlands zum Abrüstungsproblem. Sie werden sich aus den ©e- banlengängen aufbauen, die derReichskanz- le t in seiner Rede am Mittwoch vor der Ab- rüstungslonferettz entwickelt hat. und sie -ur praktisch-technischen Anwendung bringen. Die deutsche Abordnung hat bereits den Präsidenten Henderson ersucht, auf die Tagesordnung der nächsten Tage eine diesbezügliche deutsche Erklärung zu setzen. Die Dorschläge stellen ein umfangreiches Programm dar. daS in einzelnen Punkten die praktischen Dorschläge zu den einzelnen Rüstungskategorien enthält. Sie find grundsätzlich auf die Deutschland imDersailler Dertrag auserlegten Entwaffnungsbestimmungen ausgebaut, enthalten jedoch eine Reihe elastischer Bestimmungen, die eine Berücksichtigung der Interessen der kleineren neutralen Staaten ermöglichen. L» kann angenommen werden, dah in dem Programm die oollsländigeAbschassung der houplangrissswafsen, insbesondere der Grohkampsjchisfe, Tanks, Unterseeboote, Bombenflugzeuge, Gas- und chemischen Angriffswassen, ge- Don unserer Berliner Redaktion. Der .erkrankte" litauische Außenmini- st e r, der erst am 23. Februar sein Krankenzimmer wieder verlassen wollte, sich aber doch sogleich eines Besseren besann und fünf Tage abstrich. ist ganz plötzlich wieder gesundge- worden. Er würde sich ein Verdienst um die Menschheit erwerben, wenn er der Oessentlichkeit mitteille, welcher Ratur eigentlich seine Krank- hell war und mit welchem Allheilmittel ihn feine Aerzte soweit wieder hergestellt haben, dah er sogar den ersten Teil seiner Reise nach ©enf im Auto zurücklegen kann. Wir lürchten allerdings, dah er sich auf dieser Autotour ein neue» Leiden zuzieht und im letzten Augenblick e i n e Absage an den D ö l k e r b u n d s r a t rich. tet, was weiter nicht überraschen würde, da die Politik Kownos ganz darauf abgestellt ist. die Entscheidung über Memel durch alle möglichen Quertreibereien auf die lange Bank ; u schieben und den Rat zu ermüben. Herr ßau- nius braucht sich aber weiter keine Mühe zu geben, wenn er fahrplanmäßig in ©enf ringe- troffen fein wird, bann werden auch im Memel- gebict auf breiter Front vollendete Tatsachen geschaffen sein. Die Agitation der Groh-Litauer in Memel geht in unoerhüllter Dreistigkeit weiter. Die litauische Agitation stützt sich dabei auf die Organisation eine» Landwirteverbande». der die litauische Minderheit vertritt und defien Propaganda mit ollen Mitteln unterstützt wird. Die Verhetzung der Landbewohner wird hi richtungen zum Angriff mit chemischen, bakteriologischen oder Brandwerkzeugen. Die Sowjet- bdegation werde die Gleichberechtigung aller Konferenzteilnehmer und gleiche Sicherheit für alle Länder verlangen. Am Schlüsse seiner Rebe machte Litwinow unter bem Gefichispunkt ber Sicherheit bemerkenswerte Ausführungen über bie politische Lage seines LanbeS. Ruhlanb, erklärte er, bc- findet fich in einer bedrohteren Lage als jedes andere Land Seit 14 Jahren sei eS unerhörten Derleumdungen und Lügenseidzügen ausgesetzt. Bis heute verhehlten eine grobe Anzahl von Staaten ihre Feindseligkeiten gegenüber Ruhland nicht Die Sowjetdelegation werde eine Entschließung in dem Sinne vorlegen, dah daS Ziel der Konferenz nicht anders alS durch eine allgemeine völlige Abrüstung erreicht werden könne. fordert wird. Ferner wird in dem deutschen Programm die Abschaffung der allgemeinen Dien st pflicht, Herabsetzung de» Rüflungsflan- dev auf ein Mindestmaß, weitgehende Herabsetzung der essektiven Truppen- bestände, Erfassung der ausgebildeten Reserven, wesentliche Einschränkung de» gesamten aktiven und lagernden Kriegsmaterial» vorgeschlagen werden. In der Frage der Herabsetzung ber hceresausgaben wird grundsätzlich die direkte Methode der Beschränkung der Rüstungen gefordert und die bisher im englisch französischen Abkom- mensentwurf oorasehene Herabsetzung der Rüstungen auf dem Wege der Herabsetzung der hee- resausgaben als völlig ungenügend ob- gelehnt. Ferner wird erklärt, dah die deutsche Regierung grundsätzlich bereit sei, alle Vorschläge auf dem Gebiete der Luftfahrt zu prüfen. Be- ftimmungen politischen Charakters sind in dem Programm nicht enthalten, da der Reichskanzler bereits in seiner Rede vor der Abrüstungskonfe. renz den deutschen Rechtsanspruch auf Gleichberechtigung mit sämtlichen übrigen Mächten in der Abrüstungsfrage oorgebracht hat. In dem Programm wird ferner auf die Rote, die die deutsche Regierung während der Versailler Verhandlungen im Jahre 1919 den alliierten Mächten übermittelt hat, hingewiesen, in der auf die von den alliierten Mächten übernommene Verpflichtung hingewiesen wird, nach der Abschaffung der allgemeinen Dienstpflicht in Deutschland auch ihrerseits ihr Dienstpflichtsystem zu ändern. zügelloser Meise beirieben und da» Deutschtum, insbesondere für die wirtschaftliche Jlollage, verantwortlich gemacht. Diesem Zwecke dienen litauische Volksversamm langen, Zusammenrottung von Arbettslosen, überall kommt eine starke Hetze gegen bas bisherige deutsche Direktorium zum Ausdruck. Es war davon die Rede, dah in diesen Tagen die litauischen schützen aus Kowno anrücken würden, um den Staatsstreich gegen die Autonomie zu vollenden. Die Meldung ist zwar dementiert worden, doch ist kein Zweifel, dah am sog. Unabhängigkeits tage (16. Februar) die litauischen Anhänger einen großen Dernonstrationszug planen, der als der „M arsch a u f M e m e I" ausgerufen wird. Die Staatsbahn gewährt dafür billige Fahrpreise, die deutsche Abwehr wird in jeder Weise unterdrückt, insbesondere sind deutsche Versammlungen verboten ober gesprengt worden. Die Auflösung des Landtages, dessen starke deutsche Mehrheit den Groß-Litauern unbequem ist, die Absetzung des deutschen Oberbürgermeisters und Oberstaatsanwalts ist ihr Ziel, die Autonomie soll „durch einen Feder st rich b e • feitigt“ werden. 5000 litauische Schützen haben sich dem Kriegs- kommandanten zur Verfügung gestellt: soweit sie Slaaksbedienstete sind, wurden sie für Wachdienst und ähnliche Zwecke in den kritischen Tagen beurlaubt Das Ziel der litauischen Propaganda wird durch eine Unterschriftensammlung propagiert, um mit allen Mitteln bes Terror» wnb ber staatlichen Gr wall den grohlilauischen Planen seinen Anstrich zu geben, al» ob eine wirkliche volksmehrheil dahinter stünde. Unter diesen Umständen ist eS selbstverständlich, dah die Erregung an der ost preußischen ©renzc im Wachsen ist und daß vor allem der Schutz der deutschen GtaatSangehör i g c n im Mein cllande gesordert inerben muß. Wenn der Dölkerbunbsrat seiner Aufgabe gewachsen sein will, wird er dafür zu sorgen haben, daß mit bet Großmannssucht ber litauischen Machthaber enbgültig reiner Tisch gemacht wird Mit Kompromissen lassen wir uns biesmal nicht abfpeisen. auch bann nicht, wenn fich der Rat durch inzwischen vollzogene Tatsachen im Memelgebiet becinflusfen lallen und versuchen sollte, dem litauischen Rechlsbtuch mit sachlich inhaltslosen Resolutionen auS bem Wege zu gehen. Samstag Verhandlung vor dem Rat. Tic deutschen Forderungen. Genf, 11. Febr. (WTB.) Der DölkcrbundSrot wird nunmehr am SamStog zu einer Sitzung jufammentreten, um zu bem Memelkonflikt Stellung zu nehmen. Zwilchen bem DölkerbunbSsekrc- tariat und ber deutschen Aborbnung haben am Donnerstag Beratungen über bie Memelsrage stattgesunben. Die Reichsregierung bürste im DölkerbundSrat folgende vier Forderungen an die litauische Regierung stellen: 1. Richligkeitserklärung sämtlicher von ber litauischen Regierung währenb ber letzten Vorgänge in Memel ergriffenen Maßnahmen. 2. Sofortige Absetzung bes von ber litauischen Regierung gewaltsam gebilbeten Direktoriums und Wiebereinfehung beS bisherigen versasfungSmäßigen Direktoriums. 3. Eine amtliche Erklärung ber litauischen Regierung auf strengstes Einhalten der Memelkonvention und bes Memelstatut« für bie Zukunft. 4. Sofortige Absetzung bes Gouverneurs Merkys. Die litauische Regierung wird im Dölkerbunbsrat ben Stanbpunkt vertreten, bah e i n Rechtsbruch der M e m c I I o n D c n t i o n nicht Dorlicgt unb daß Merkys zu der Absetzung des Direktoriums berechtigt war. Diese Behauptung entbehrt jedoch jeder Rechtsgrundlage, da die Memelkonvention keinerlei Bestimmungen enthält, die dem litauischen Gouverneur des Memelgebietes das Recht einräumen, ben Präsidenten unb bas Direktorium des Memelgebietes abzusetzen. Keine Handhabe gegen Böttcher. Äotono, 11. Febr. (£11.) Die Staatsanwaltschaft bes Litauischen Militärgerichts, bas sich auf Antrag bes Gouverneurs mit ber Frage beschäftigte, ob Landeopräsident Böttcher wegen ber inkriminierten Reise nach Berlin wegen LanbeSverrats vor bas Kriegsgericht gestellt werben könne, hat festgestellt, bah baß bis jetzt unterbreitete Material für die Einleitung eines solchen DersahrenS vor bem Kriegsgericht nicht ausreichend sei, da chm keine triftigen Beweise sür Hoch- bzw. Landesverrat zugrunde lägen. ES muß bemerkt werden, daß in litauischen Militärkreisen sowohl daS Dorgehen des Gouverneurs als auch die ganze Entwicklung im Memelgebiet seither mit größter Zurückhaltung beobachtet unb nicht zum geringen Teil mißbilligt wirb. In ber litauischen Bevölkerung hat bie Stimmung gegen Deutschland zugenommen, obwohl bie Zensur ber Prelle Zuruckhal- tung auf er legt. In politischen «reifen Litauen« erklärt man. wenn ber Genfer Rat bie Feststellung treffe, daß bas Dorgehen von Merkys rechts- toibrig sei, baß bann eben nicht nur Böttcher, fonbern auch Merkys gehen muffe. Litauen habe dann jedenfalls die Entfernung Böttchers von seinem Amte erreicht. Waffenstillstand in Tschapei. Heute früh erneuter Kamps um Wusung. Schanghai.ll. Febr. (DTB ) Donk ber Vermittlung des fronzöfifchen Paters Iacquinot, der im Weltkrieg einen Arm in der Schlacht bei Derdun verlor, ist für das ©ebict von Tlchapei ein vierstündiger Waffenstillstand ab* geschlossen worden, der morgen vormittag um acht Uhr beginnt. Dieser Waffenstillstand soll es den chinesischen Frauen und Kindern ermöglichen, Tfchapei zu verlassen unb sich in bie internationale K on zesf i ons z one z» begeben. Pater Iacquinot ist Leiter bes St. Franz- Taver-Kollegiums unb ist auch in führenber Stellung im Freiwilligen-Aorps in Schanghai tätig. Rach dem üblichen Artillerie- unb Flugzeug- bombarbement trat am Donnerstag mittag zunächst eine völlige Waffenruhe ein. Dies« wurde erst unterbrochen, als bie japanifcheW Die deutschen Abrüstungsvorschläge. Ein ins Einzelne gehendes Programm wird in der kommenden Woche der Abrüstungskonferenz vorgelegt. Vor einem „Marsch auf Memel!" Starke Deuffchenhehe im Memelgebiet. - Litauische Schühenoerbände werden mobilgemacht. - Der Völkerbund soll vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Kriegsschiffe bett Befehl öeS japanischen Admirals. 21 Salutschüsse zur Feier des Iah. restages der Gründung des japanischen Kaiserreiches abzufeuern, zur Ausführung brachten. Kaum hatten sie jedoch zwei Schüsss abgefeuert, als die Chinesen mit sämtlichen ifjnet zur Verfügung stehenden Waffen das Feuer erwiderten, da.- sie glaubten, daß die Japaner einen neuen Angriff eröffnet hätten. Es wurde einige Stunden lang hin und her ge- schossen. Die Japaner fahren fort, ihre Kriegschiffe und Truppen bei Schanghai und den Wusungforts zusammenzuziehen. An der Vangtse- mündung befinden sich noch ungefähr 4 0 j a - panische Kriegsschiffe und Truppentransportdampfer. Zwei weitere chinesische Divisionen sind von Nanking nach Schanghai unterwegs. Am Freitag früh hat bei W u s u n g. 20 Kilometer von Schanghai, erneut ein scharfer Kampf zwischen japanischen und chinesischen Truppen begonnen. Französisch-japanisches Geheimabkommen? Kein Fortschritt in den ve»Handlungen der Mächte über Schanghai. London. 11. Febr. (TU.) Die Verhandlungen zwischen den vier hauptsächlich an der Schanghai- Frage interessierten Mächten über die Japan gegenüber einzunehmende Haltung werden zwar fortge- setzt, haben aber bisher keinen wesentlichen Fortschritt zu verzeichnen. Man will anscheinend zunächst einmal die weitere Entwicklung abwarten. Aus Tokio wird berichtet, daß die amtlichen Kreise wenig Hoffnung auf eine friedliche Beilegung des Streites haben. „Daily Expreß" erklärt den japanischen Widerstand gegen die Friedensverhandlungen mit einem Geheimabkommen zwischen Japan und Frankreich Dafür spreche auch das Anziehen der Aktiien der französischen Rüstungsindustrie, l^can glaube, daß die japanischen Aufträge zu Munitionslieferungen durch den/ran- zösischenHandelfinanziert würden. Auch die japanfreundliche Haltung Paul-Boncours sei aufgefallen. Falls das Bestehen eines Geheimvertrages zwischen Frankreich und Japan sich nach- weisen läßt, wonach Frankreich die japanische Poli- tik in der Mandschurei und in den Vertragshäfen gegen entsprechende Unterstützung des französischen Standpunktes durch Japan in Genf und Europa billigt, so sei zu befürchten, daß Washington einen ähnliche n Vertrag mit China zum Schutze seiner dortigen Interessen abschließen werde. Diese Fragen würden hinter den Kulissen der Diplomatie sorgenvoll erörtert. Gegen das Geldhamstern in den Vereinigten Staaten. Washington. 10. Febr. (WTD.) Präsident Hoover und die Führer des Kongresses haben sich auf einen weitgehenden Plan geeinigt, der ab» äielt auf Flüssigmachung von einer Milliarde Dollar „freien Goldes" derDun- desreservebank und auf „Auftauens" der „eingefrorenen Guthaben" Tausender von Danken durch Zulassung von bisher nicht zu- gelassenen kommerziellen Papieren zurDiskontierung durch dieDundes- reservebank. Der Goldbestand der Dundes- reservebank ist weit größer als die gesetzlich vorgeschriebenen 40 Prozent des Notenumlaufs. Es wird erwartet, daß nächste Woche im Kongreß eine entsprechende Gesetzesvorlage eingebracht werden wird. Der Plan ist ein Teil des Feldzuges der Negierung gegen baß Geldhamstern. Man hofft, einen wesentlichen Teil der Summe von einer Milliarde. 300 Millionen Dollar. die schätzungsweise gegenwärtig gehamstert sind, wieder in den Verkehr zu bringen. Mussolini besucht t^n Papst. Rom, 11-Febr. (TU.) Am heutigen Jahrestage der vor drei Jahren erfolgten Unterzeichnung ö2rJr.aPranocrträge stattete der italieni- >che Ministerpräsident Mussolini dem Papst tm Vatikan einen Besuch ab, der nach dem angekündigten Zeremoniell in großer Feierlichkeit vor sich ging. Die Audienz dauerte eine Stunde. Ueber den Inhalt der Unterredung ist noch nichts bekanntgegeben worden, doch soll sich Mussolini gegenüber einem Kammerherrn sehr befriedigt geäußert haben. Nach der Audienz stellte Mussolini dem Papst fern Gefolge vor. das aus dem Justizminister, dem ltauentschen Botschafter beim Heiligen Stuhl, oen alnterstaatsfekretären des MinFterpräsidiums und des Außenministeriums, seinem Pressechef und den Herren der italienischen Botschaft be- stand. Anschließend stattete Mussolini dem K a r - ütnalstaatssekretär seinen Besuch ab. Er begab sich dann in Begleitung des obersten Kammerers des Papstes und einigen päpstlichen Würdenträgern in die Peterskirche. Nach eurem kurzen Gebet in der Sakramentskapelle fntetc Mussolini vor dem Hauptaltar nieder. Durch die Sakristei verlieh Mussolini alsdann die Basilika, um in den Palazzo Venezia zurückzu- fe^ren. Auf beiden Seiten der Spalier bildenden Gruppen hatte sich eine ansehnliche Wenschen- versammelt, die dem Ministerpräsidenten lebhafte Kundgebungen darbrachte. Der Kardi- nolsstaatssekretär Pacelli stattete dann dem italienischen Regierungschef im Palazzo Venezia emen Gegenbesuch ab. Der Papst hat dem ita- lienischen Justizminister und dem Finanzminister das Grohkreuz des Petersordens verliehen. Vorerst keine Landtagsauflösung in Hessen. Darmstadt, 11.Febr. (1B57L) Zur Frage der Landlagsauflosung in Hessen erklärt die national s o z i a l i st i s ch c Pressestelle, es sei schon oft und viel über die kommende Auslösung de» Landtags gesprochen worden. „Wir sind natürlich grundsätzlich keine Gegner einer solchen Auflösung, aber wir machen zur Bedingung, daß dieser Landtag noch reinen Tisch macht, d- h. alle laufenden Anträge und Anfragen zu Ende berät." — Nach dieser Erklärung darf wohl als sicher angenommen werden, dah in der kommenden Woche die Anträge der Kommunisten und Deutschnationalen auf Auflösung des Landtags nicht die Zustimmung der Nationalsozialisten •SOflSf’Ofd wfcrdoyan ItrVl tynepZ Itmd. msar. na- Die Wetterlage. Bogelober minus Morgn Schluß der Hr Die Listen zur Einze vahl des Aeichspräsid licgen nut noch bis p Lhr, in unserer Ge hing offen. Bis ge "06 Personen in bi Was ist verbotet Das älteste Mitglied der Deutschen Turnerschaft. In dem Westerwaldl-Örschen D a u m b a ch kann am Donnerstag der Landwirt P. Schupp seinen 105. Geburtstag feiern. Schupp ist das älteste Mitglied der Deutschen Turnerschaft. Schon als er seinen 100. Geburtstag feierte.-wurden ihm vom Reichspräsidenten, der Reichsreaierung und zahlreichen Vereinen und Verbanden Glückwünsche dargebracht. Schupp erfreut sich guter Gesundheit. Massenmord in Frankreich. In der Ortschaft M o i r a x bei 21gen wurde eine Bauernfamilie, die aus vier Erwachsenen von über 50 Jahren und zwei Kindern von acht Jahren bzw. vier Monaten bestand, im Schlaf-. zimmer ihrer Wohnung ermordet aufgefunden. Von dem Täter fehlt jede Spur. Die Preußenwahl. Altona, 11. Febr. (END.) In einer sachliche Solle. Eine KW auch die teuerste Im sie nur eine rechte Lmschen von Kultur toiri intern das toaS als M lit denen zu umgeben ein olarföntg mit dem eir IrilL Aber das Ding m in, sondern auch ein D siftenzberechtigung aus Ulet. mehr bestehen: der, den wir wählen. Es soll aber vorher die Garantie geschäifen fein, daß er dem Reich nicht nur präsidiert, sondern daß er das Reich führt. garren kosteten bei den Gesellschaften baS 1 Mark bis 3,50 Mark. Bei Horcher wurden einmal Zigarren dosStückzulOMark geraucht. Leo Sklarek kaufte von 1924 bis 1926 außerdem Schmucksachen im Werte von 60 000 Mk. und zahlte in St. Moritz 270 Franken Pension pro Tag. Das Gestüt brachte den Sklareks einen Verlust von 600 000 Mk. Abschließend stellte der Vorsitzende fest, dah die Sklareks in sechs Jahren 11,1 Millionen Dankeinnahmen und 2.5 Millionen Lieber schüs se aus ihren Geschäften, also insgesamt 13,5 Millionen, entnommen haben, so daß auf jeden her drei Brüder 700 000 Mark pro Jahr kommen. § 51 für den Falschmünzer Salaban. In der Affäre des Falschmünzers Dr. Salaban ist jetzt eine überraschende Wendung eingetreten. Da Dr. Salaban bereits früher in Hamburg, wo er wegen Betruges angeklagt worden war, auf Grund des §51 außer Verfolgung gesetzt worden war. hat sein Verteidiger jetzt erneut den Antrag gestellt, ihn aus seinen Geisteszustand untersuchen zu lassen. Mit der Erstattung des Gutachtens wurde Geh. Medizinalrat Dr. Hommerich beauftragt, der ihn seinerzeit für unzurechnungsfähig erklärt hatte und der ihm auch jetzt wieder de» ^,51 zugebilligt hat. Die Staatsanwaltschaft hat aber den Antrag gestellt, ein psychiatrisches Obergutachten einzuholen und Dr. Salaban zu diesem Zwecke längere Zeit in einer öffentlichenJrren- anftalt beobachten zu lassen. Schweres Dob-Anglück. In Oberhohenelbe (Böhmen), wo sich erst vor kurzem zwei schwere Bobunglücke ereigneten, bei denen sechs Personen schwer verletzt wurden, forderte ein neues Bobunglück fünfDerletzte. Ein Bob mit Oberhohenelber Gymnasiasten, die auf der vereisten Straße die Herrschaft über den Schlitten verloren hatten, prallte gegen einen Straßenstein und stürzte um. Die fünf Gymnasiasten stürzten über die Straßenböschung fünf Meter tief hinab und wurden sämtlich verletzt, davon zwei schwer. Drei Geschwister Opfer des Life». tionalsozialistischen Kundgebung in der Ausstellungshalle sprach am Mittwochabend der na» tionahozialistische Fraltionsführer im Preußischen Landtag, Wilhelm K u b e. Kube sagte, daß die P r euß enw ah len eine negative Mehrheit aus Nationalsozialisten, Deutschnationalen und Kommunisten bringen würden, die jedoch imstande sein werde, der positiven Minderheit durch ein Mißtrauensvotum den Sturz der Regierung aufzuzwingen. Um- fassende Amnestie- und Einsparungs- Vorlagen (denen u. a. 33 Polizeipräsidentenposten zum Opfer fallen sollten) würden die ersten Maßnahmen der Nationalsozialisten in Preußen sein. Zur Reichspräsidentenwahl be-/ schränkte sich Kube auf die Feststellung, daß die NSDAP, selbstverständlich einen Kandidaten nominieren und sich ihren Mann nicht von den Deutschnationalen ober vom Stahlhelm Benennen lassen werde. Dr. $ricf zur Frage der Einbürgerung Hitlers. München, 11. Febr. (CNB.) Zu einem Leitartikel der „Münchener Neuesten Nachrichten", in dem es hieß, man könne im Ernst nicht glauben, daß Hitler die Einbürgerung verweigert werden würde, wenn er darum einkäme, erklärt Dr. Frick in der Nationalsozialistischen Par- teikorrespondenz, noch im Jahre 1929 habe der bayerische Innenminister Dr. Stützet im Einvernehmen mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Held eine von ihm, Dr. Frick, und Dr. Buttmann gestellte Anfrage, ob ein Einbürgerungsgesuch Adolf Hitlers Aussicht auf Erfolg habe, a b - schlägig beschieden. Heute lehne es der Führer der größten Partei Deutschlands ab, die Einbürgerung zu erbitten. lelobera, H oherodskopf: Bedeckt, 14 Grad, 1 bis 2 cm Schnee, verweht, feine Sportmöglichkeit. Alpen: Heiter, minus 8 Grad, 60 cm Pulverschnee, Sportmöglichkeit sehr gut. r ,0Sn fian6cn' wi*n •1* Danrf Möglichen frei M «ÄS Lächerlichen nur Massigkeit lch°n ' S Dinge leben dann ^nurherm. Singe, sie mögen sem t fiF J ■■ fee?*« Mich oder ge tei-- Pta*« I: zu 7- lbstiibersp'K U-berseug" ,1( andere . un u b- O^oricenfos.® neitef O nai6 oedecut ©woiwfo. •oedeext «Regen * Schnee c. Graupein o «eftei K Qewitter.@win len gehen die Temperatur an. Die Linien verftrnden Orte mit gleichet» auf Meeresniveau umgerechnelen Luftdruck 'Lscrteroo raussage. Mit dem Vordringen etwas milderer Luft von der östlichen Störung ist bei uns der Frost um 2 bis 3 Grad zurückgegangen. Dagegen hat sich in Süddeutschland der Frost weiter bis zu 20 Grad verschärft. Das Frostwetter hält an, wobei aber jetzt , die Werte gewissen Schwankungen unterworfen sind.^denn mit dem Herannahen und dem Abzug der Störung im Norden bringt teils etwas mildere und feuchte Luft mit Bewölkung, teils kältere mit geringerer Bewölkung vor. Au ssich ten für Samstag: Wolkig und aufheiternd, vereinzelt leichte Schneefälle, weiterhin Frost, jedoch mehr schwankend zwischen Abschwächung und Zunahme. Aussichten für Sonntag: Fortdauer der herrschenden Wetterlage. Lufttemperaturen am 11. Februar: mittags minus 6,1 Grad Celsius, abends minus 8,1 Grad: am 13. Februar: morgens minus 8,2 Grad. Maximum minus 5,7 Grad, Minimum minus 8,7 Grad. — Niederschläge 0,2 mm. — Erdtemperaturen in 10 cm liefe am 11. Februar: abends minus 1,5 Grad: am 12. Februar: morgens minus 1,8 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer %% Stunden. Amtliche Winlerfportuachrichleu. Amtlich wird aus Dc vH Beendigung des d feurig des Reichsp E über den jetzt gell Ä m S legendes verbot des hessjst A,1931.- das sämtlich NAruge, Md)mä' Sammlungen uni Fn ? na^ toie vor i « Ollo die Versa Ln «en Räume ^ 'Eesondere auch ^dmgs an der Tages der Rechnungsablage durch H. Schäfer, Giehen, beliefen sich die Einnahmen auf 1991,27 Mk.. denen 1987,15 Mk. Ausgaben gegenüberstanden. Das Vermögen deS Vereins beträgt 360,75 Mk. und setzt sich aus einem Guthaben von 202.67 Mk. bei der Bezirkssparkasse, sowie auS Vorräten an bienenwirtlchaftlichen Geräten zusammen. Die Vorstandswahl hatte folgendes Ergebnis: G. Bodenbender 1. Vorsitzender. K. Gch t erna ch 2. Vorsitzender, H Schäfer, Giehen. Rechner, Prof. Dr. Heh- mann. Sieben. Beisitzer. Für den zurück- getretenen Schriftführer, Lehrer Koch, Rödgen, wurde Lehrer Jung. Grohen-Buleck, in den Vorstand gewählt. Anschliehend hielt Mittelschulrektor G. S o n t a r s k i, Frankfurt a. M., einen lehrreichen Vortrag über Bienenkrankheiten. Eine rege Aussprache schloß sich dem Vortrage an. Dabei wurde u. a. auf den Wert der neu- gegründeten Seuchenkasse h'.ngewiefen. Lehrer R u n k, Ridda, der Vorsitzende des Oberhessischen JmkerbundeS. berichtete über innere 'Dereinsange- legenheitew Unter .Verschiedenes wurde noch über Trachtverbesserung und Auswinterung gesprochen und auf den Bienenzuchtlehrgang an Der HeereSfachschule in Sieben hingewiesen, dessen un- abzeichen von Parteien, Totenköpfe. Kokarden usw.). Kleidungsstücke, die. iüc s.ch betrachtet, nach Form, Farbe, Schnitt von der üblichen bürgerlichen Kleidung nicht abwcichen. z. D. Mäntel, Windjacken. Hemden, Hosen. Muhen. Gamaschen. Stiesel, fallen Lann unter d-S ilniißim erlot.wenn sie infolge ihrer erkennbaren einheitlichen Aufmachung dazu bestimmt sind, ihre Träger im Gegensatz zu anderen Personen, die solche Gegen, stände ohne be'.immte Zwcckb stimm m trrge.t, a S Angehörige einer bestimmten politischen Organisation zu kennzeichnen. Hierzu gehört u. a. der sogenannte SS.-Anzug (eng anliegendes schwarzes Jackett, schwarze Breeches-Hosen, schwarzer Binder, hohe schwarze Stiesel oder Gamaschen und schwarze Mühe). Bornotizc«. — TageSkalender für Freitag. Stadttheater Sieben: „Erna Sarasin", 20 bis 22 30 Uhr. — Oberhessischer Kunstverein: Turmhaus am Brandplatz. 15 biS 17 Uhr, Ausstellung. — D. H.D-: 20.30 Uhr, im Heim, Lichtbildervortrag. — Lichtspielhaus Dahnhosstrabe: „DaS (31er. — Astoria-Lichtspiele: „Täter gesucht". — AuS dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Heute, 20 Uhr, Erstaufführung de- Zeitschauspiels von A. H. Zeitz, .Erna Sarafin", unter der Spielleitung von Karl Hey- fer. Ein Spiel vom Leben einer kleinen Stenoti- pystin. Mitwirkende: Damen: Döring, Schubert- Jüngling. Für die erkrankte Frau Agathe Walther-Lederer tritt in der Rolle der Mutter Sara- fin Frau Auguste Prafch-Srevenberg, Ehrenmitglied des Meininger LandestheaterS, ein. Aer Heyser. Hub, Kühne, Vieren, Paetsch. 18. Do: lung im Freitag-Wonnement. Ende 22.30 Uhr. — Morgen, Samstag, 13. Februar, 20 Uhr, alS Werbevorstellung zu kleinen Preisen zum letztenmal .LumpacivagabunduS". Zauberposse von Johann Restroy. Musik von Adolf Müller. Spielleitung Karl Heyser, Musikalische Leitung Walter Möhl, Tänze Ewald Däulke. Die Aufführung findet in der ungekürzten Fassung der Sylvester» Mln 1931 Zolisrhöhur.g, trotxdem Seine Preiserhöhung........ 3t Dezember 1931......BM 3 «3 Martes ig vor. .... Wlkig.^ tlus ber Provinu'akbauptstavt Dieben, den 12. Februar 1932. ver Mensch und bas Wesen der Dinge, ringe sind nicht immer ein Ding an sich. Es gibt r-lr Dinge, die nicht mehr fein wollen, als ein Schliches Etwas, ein (Begenftanb, ein irgendwie ge» trertes und gefärbtes stück Malerte. Sie sind da, k^lich um da zu fein. Verdanken vielleicht einem Maischen Zufall oder geschäftstüchtiger Berechnung *e Gestaltung. Man sicht ihnen meist Ichon auf 6n ersten Blick an, wie wenig sie von sich iclbsl •tlfcn. Oder bas Gegenteil ist der Fall, sie suchen j ch aufgedonnertes Aeutzeres ihre Minderwertig. ||i: zu übertünchen. Aber weder durch Uniform, f t durch Selbftüberspitzung werden sie dem Urteil fin« andere Ueberzeugung einreden können, als: Risch. Ob es sich nun um Edelkitsch oder Ramsch »ridelt, Taugenichtse sind sie so und so. Eckensteher, »iaibsauger, lose Platzhalter. Nullen ohne Dor- Uichen. I jdtr Name „Nippsache" ist oft eine mihbräuchlicte Rechoenduna der deutschen Sprache. Dazu sind d e Mlzlhsigen Zufammensetzungsmöglichkeiten der Buch- Lxn des Alphabets nicht da, daß man mit ihncn kpkurpokus macht und einen Sperling als Para- Ktsoogd in Szene fetzt. Nippsachen, die ihren Na- [jtn zu Recht führen, find es sehr häufig gar nicht. ifcrK Nippsache eine verspielte Ueberflussigkeit bc- |uten will, ein graziöses Nichts und etwa noch ein Li wenig mehr. In Zeiten geworden und gepflegt, , | denen man sich noch ausgiebig mit Dingen ab lltin konnte, die nur in allerloiefter ’-ßerbinburg rj:t dem Leben standen, in dem jede Minute unreti- liir in eine unwiederbringliche Ewigkeit abgleitet. .Unechte' Nippsachen biegen können mehr als K'ivr Tand lein. Dann bevölkern sie nicht in hassen alle möglichen freien Flächen, fonbern sie k tn schon durch ihre Vereinzelung den Wert äugen- gWnllA werden, den sie ausmachen Die bei derartigen kleinen Dingen nicht selten zScstalt und Gehalt, Sein und Schein in sich wider» »rechendem Verhältnis stehen, so vergröbert sich Mtvrgemäh mit dem wachsenden äußeren Um- Eng auch das Moment, bei dem eS vom Erhabe- Em zum Lächerlichen nur ein Schritt ist. und die Mclchmacklosigkeit schon nach der Axt schreit. |fol4>e Dinge leben dann noch nicht einmal. Sie kpl-en nur herum. r, Dinge, sie mögen sein wie sie wollen, werden beft dann .Ding an sich", daS heibt, sie werden l nur scheintoten Lebewesen, wenn sie ein Ge- tot tragen, daS die WesenSzüge ihrer Umgebung Widerspiegelt. Wenn sie in Beziehung gefcht sind k den Gegenständen und Menschen um sie herum. Huf diese Weise verschmilzt ihr Eigenleben mit n Rhythmus der Räume, der ihre Wohnlich- l auSmacht. Solche Dinge werden zu Kamera- und Freunden, die unaufdringlich von dem ib jenem zu plaudern wissen, selbst wenn der intergrunb der Geschehnisse, dem sie ihren De- wechsel verdankten, mitunter ein unerfreuliches pitel Vergangenheit einschließt. Dinge können, ich Menschen, den Alltag interessant und lang- k lig beeinflussen. Dabei spielen die ErstehungSkosten nur eine ne- sächliche Rolle. Sine winzige Keramik kann halb auch die teuerste Antiquität auSstechen, ern sie nur eine rechte Kapitalanlage ist. Den enschen von Kultur wird nicht d a S wieviel, dem d a S w a S als Meist r der Dinge zeigen, i denen zu umgeben ein Bedürfnis ist, daS der sllarkönig mit dem eingeborenen Feuerländer ilt Aber daS Ding muh eben nicht bloß da in, sondern auch ein Dasein führen, daS seine liftenzberechtigung auS geistigen Bezirken her- kifet. K. L. Morgen mittag Schluß der Hindenburg'Listen. F Die Listen zur Einzeichnung für die Wiederhol des ReichSpräfidenten ,v. Hindenburg Ikticn nur noch b i S morgen, Samstag, 113 Uhr, in unserer Geschäftsstelle zur Ginschrei- kng offen. Bis gestern abend hatten sich ITOd Personen in die Listen eingezeichnet. Was ist verboten-was erlaubt? »Amtlich wird auS Darmstadt mitgeteilt: Da lei) Beendigung des durch die Dezember-Rot- wrorbnung des Reichspräsidenten verfügten Po- Lischen .WeihnachlsiriedenS". der daS gesamte -crsammlungSleben stillegte, Ilnllar- kiten über den jetzt geltenden RechtSzustand be- Arden, sei auf folgendes ausmerksam gemacht: LvS Verbot deS hessischen Innenministers vom I.Aov. 1931. das sämtliche Demonstrationen. Aus- jiae, Umzüge, Durchmärsche, Sammeltransporte tiii Versammlungen unter freiem Himmel merktet, ist nach wie vor in Kraft. Zugelassen frtb also die Vers ammlungen in ge- fchlossenen Räumern Unter daS Verbot feilen insbesondere auch die Geländeübungen, die »uerdinaS an der Tagesordnung sind und gegen tzc die Polizei mit aller Schärfe vorgeht. Ge- stlvssene Märsche von Ortschaft zu Ortschaft fallen Unfall« unter daS Verbot, auch wenn die Teil- — DieNationalfozialiftifcheDeutsche Arbeiter-Partei veranstaltet am morgigen Samstag, 20.30 Uhr, im Cafe Leib, eine Der- fammlung, in ber Herr Tresz über bas Thema „Dom Proletariat zum Arbeitertum" sprechen wirb. Siche heutige Anzeige. ber Fuhrwerke möglichst bis an bic Haustüren zu bringen, mindestens aber die Spenden an ben tbSotmungsiüren griffbereit hinzulegen, damit die Helfer vom Jungdeutschen Orden oder der Technischen Notbllfe nicht zu warten brauchen, sondern nut den Gaben ralch wieder zu den Fuhrwerken zurückkebren können. Ser feine Spenden nicht bis jur Haustüre bringen kann, gibt den Sammlern vom Fenster aus ein Zeichen, daß bei ihm Gegenstände adzuholen sind. Nur wenn auf diese Weife die Hausfrauen die rasche Abwicklung des Sammelwerkes begünstigen, wird es möglich fein, die zum Teil grofjen Dammelbezirke in oer vorgesehenen Keil zu bearbeiten. Ob die Fuhrwerke am Montag oder am Dienstag in einer bestimmten Strotze erscheinen, ob sie am Vormittag oder am Nachmittag, ober ju welcher bestimmten Stunde kommen werden, lotzt sich heute nicht zweifelsfrei sagen, da hierfür das Tempo de- Verlaufs der Sammlung maßgebend ist. Es empfiehlt sich daher für die Hausfrauen, auf das Trompetensignal achtzugeben und bann mit den Gaben rasch bei ber hanb zu sein, do die Fuhrwerke jede Strotze nur einmal durchfahren können. Der Werbe- und Sommelausschutz der Giehener Winternothilfe bittet dringend um weitgehende Unter st ützung dieses Teiles feiner arbeit; er bittet auch um die Heraabe von defekten Klei- d e r n, die in der Nähstube hergerichtet werden können. Die Hausfrauen mögen nun umgehend ihre Schränke prüfen, um olles dos aus- zusondern, was dem Hllfswerk dienlich sein kann. entgellNcher Besuch dringend ancmpsohlcn wurb^ Die Generalversammlung deS Oberhefiischen Bie» nenZüchterverernS findet am dritten Ostenag In Gießen statt ' Vortrag im DHV. Man berichtet uni: 3m Robmen deS WinterdlldungSplaneS der Orti» gruppe Gletzen im Deutfchnanonalen Handlungsgehilfen - Derband sprach ReaierungSrat Dr. BueS. Direktor deS Gietzencr Arbeitsamts, über .Reuerungen in d^r Arbeitslosenversicherung". Der Redner behandelte zunächst die zahlreichen Aenderungen in der Arbeitslosenversicherung, wie sie die verschiedenen ^lotverordnungen im letzten Jahre gebracht haben. Um da- Gespenst der Arbeitslosigkeit zu bannen, aber auch um den körperlichen und geistigen Schäden cntgegenzuwirken, denen der Mensch bei längerer Arbeitslosigkeit auSgesetzt ist. habe man neue Wege auf dem Gebiete der Arbeitslosenversicherung beschritten. Hier fei zunächst daS sog. Krümverftzstem geschaffen toerben, welches be wecken solle, datz tn: e halb einer BetriebSgcmcinschaft möglichst viele Arbeitskräfte auch bei vorliegender geringer Be- schäftigungSmöglichkeit dadurch gebunden würden, datz stets ein Teil für eine gewisse Zeit auSsetzt. Diese ausgesetzten Kräfte wurden bann von der Arbeitslosenversicherung durch eine gewisse Krumperunlersiüyung betreut Besonders interessant waren die Au-fithrungen über den freiwilligen Arbeitsdienst, der nur in Frage komme für Arbeiten, die nicht im ordentlichen Arbeitsverfahren erledigt würden. Die Beteiligung sei vollkommen freiwillig. Der Redner konnrr an Beispielen au# der PrariS deS Gietzener Arbeitsamtes darlegcn, wie sich der freiwillige Arbeitsdienst abspielt. Er betonte, datz sämtliche Arbeitswillige sich mit voller Hingabe dem Dienste widmen und kaum Fälle zu verzeichnen wären. In denen Freiwillige vor Vollendung der Ausgabe auSfcheiden würden. Richt selten würden durch den freiwilligen Arbeitsdienst neue ordentliche ArbeitSrnözlichkeiten geschaffen. Die zahlreiche Zuhörerschaft nahm die Ausführungen mit starkem Beifall auf. In der anschließenden regen Aussprache wurde noch manche Zweifelsfrage durch den Redner geklärt. •• Der Sisenbahn-Fahrbeamten- verein Giehen hielt, wie man un- berichtet, am Sonntag feine Generalversammlung ab. Der erste Vorsitzende. Zugführer Di er la mm. begrüßte die Teilnehmer, gedachte der im vergangenen Jahre verstorbenen Mitglieder und gab sodann einen Ueberbllck über da- abgelaufene VereinSjohr. Der Rechner erstattete den Rcch- nungSbericht: nach den, Bericht der Rechnungsprüfer wurde die Kaffe in Ordnung befunden und dem Rechner, sowie dem gesamten Q3orf mb Entlastung erteilt. Der bisherige Vorstand de einstimmig wiedergcwählt: Oberzugsühre R. Schäfer wurde al- Beisitzer neu in den Vorstand entsandt. Zehn Mitglieder deS Verein-, die Herren Bruder, Der n, ® önnerl L Hof, Herr, Ph. Lotz, Weinandt. Mohr, Frank und S w i n i a S k i konnten im verflossenen Jahr die Jubiläen ihrer 25jährigen Dienstzeit und der 25'ährigen VereinSzugehörig- keit begehen. Die Jubilare wurden durch eine Ansprache des Vorsitzenden und durch die üblichen Geschenke geehrt. Gemütliche- Beisammensein beschloß die Versammlung. / ntiiti nut. Der Werbe- und SammelauSschuh der ® le- I ßener Winternothilfe beschäftigte sich gestern nachmittag mit den Maßnahmen zur Durchführung der Sammlung von alten Kleidungsstücken für die Zwecke deS Win- terhilfiwerkcS. Die Rot an Bekleidung aller Art Ist bei den hilfs- bebürfllgen ZRUbürgcm autzerorbentiich groß. Da mit den vorhandenen Geldmitteln der Winternothilfe der Kleidermangel auch nicht annähernd behoben werden kann, ist die Sammlung von abgelegten Kleidungsstücken eine unumgängliche Roiwendiakeit 3n dankenswerter Weile hat sich zur Durchführung dieser HUfSmahnahme wiederum unsere Reichswehr zur Versügung gestellt. Da» Bataillonskommando hat 18 Fuhrwerke mit Begleitmannschaft zu dem Sammelwerk besohlen, ferner haben sich in anerkennenswerter Weife zum Abholen der Kleidungsstücke die Technische Rothilfe und der Jungdeutsche Orden wieder bereit erklärt. Die fllelberfammlang wird am kommenden THonfag und Dienstag von 9 bis 12 Uhr onb von 14 bis 18 Uhr in allen Straßen ber Stadt vorgenommen. Die Fuhrwerke, die als Kennzeichen ein Schild mit der Aufschrift „Gießener Winternothilfe" führen, werden von Trompetern begleitet sein, die in jeder Strotze den Beginn der Sammlung durch IrompetenTignal ankündigen werden. Damit die Abholung der Gaben sich rasch abwickelt, werden die Hausfrauen gebeten, die einzelnen Stücke oder Kleiderpakete beim Herannahen Kunst und Wiffenschafi. Reue Dokumente zum Krieg im Westen. Mit einem Geleitwort des GeneralseldmarschallS v. Hindenburg, unter Mitarbeit von Kronprinz Wilhelm, Generaloberst x> Einem, den Generalen v. Eberhard, v. Hutier. Krafft v. Dellmen- fingen, v. Mudra. Sift v. Armin, e. Stranh, Generalmajor Hesse. Admiral v. Schröder - die als Verfasser für die Kriegsgeschichte der einzelnen Frontabschnitte zeichnen — wird in Kürze eine Veröffentlichung erscheinen, die für alle Frontkämpfer ein Ereignis bedeutet. Die erste farbige Bilddarstellung der Westfront wird in einem repräsentativen Tafelwerk: Das Gesicht der Westfront. daS bei der Akademischen Ver- lagSgesettschaft Atbenaion m. b. H. Potsdam erscheint. der Oessentlichieit zugänglich gemacht werden. Diese wertvollen historischen Bllddokumente, die der Kriegsmalcr Ernst Vollbehr auf Veranlassung der Obersten Heeresleitung in den vier Kriegsjahren schul, geben e n wirk.ichkeitSgetreueS. ungemein eindrucksvolles Abbild der französischen Frontlandschast von der Schweiz biS zur Rordsee. Sämtliche Bilder sind während der Kampfhandlungen vom Flugzeug und Fesselballon oder von der vordersten Linie auS gemalt und zu großen Panoramagemälden unter Assistenz sachkundiger GeneralstaoSoffiziere auSgesührt worden. Den ursprünglichen Plan, dieses einzig dastehende, «robartige Blldcrwerk in einem Kriegsmuseum für die Rachwelt festzuhalten, machte das Diktat von DerfailleS zunichte. Um so mehr wird man diese Publikation begrüßen, die berufen ist. als Kriegsdokument und Erlnncrungswerk ein deutsches Volksbuch vom Weltkriege an seiner entscheidenden Front.zu werden. Wir werden nach Erscheinen auf das Werk zurückkommen (Schluß des redaktionellen Xeils.) »m i 8# S*6«ln ®Mafl ha^rugeüüi J Salabanzu ;.roHeni[iAf * W Len ru laba :s Bob-llnglütf 1 iflet Opfer bei Elf«, J euj18 ^e.u,r im Älter der Deulfchrn ininttf^eft ILöe'^n 5aumbad)fann ßanta P. Schupps 'ern. Schupp ift bag aiiefte Jen Turnerfchafl Schon all «tag feierte, 'tourben ihmvnin er vnüren. Winkeln. Spiegeln. Rummem. Sternen, iclondercn Knöpfen u. dgl.) versehenen Klei- kngs. und Ausrüstungsgegenstände, ferner Leib- bvvel, Schulterriemen u. a., also auch einheitliche Dützen mit einheitlichen Abzeichen (HoheitS- ZZl-LIu "v Denken Sie an Stoffe, denken Sie an Bernard Schaffen Sie mehr Behagen ins Helm! Spezial -Werkstätten für Polstermöbel 10 Prozent Bar-Rabatt 1163 A billigen Preisen! c. Gießen): CO E 2 lange Fichtenreiser. 1178V Weg D« C 5 = S L- n orientiert Sie laufend über 90 90 90 90 60 40 75 10 Alles 1M1 A SCHUHHAUS z Bucheknüppel, Eicheknüppel, 60 8 Echt Chevreau D.-Spangenach., erstkl. Fabrikate 5.90, Restsort. .. 43,9 35,4 4,2 51,8 82,2 3,2 S uc Ne ~ C E e, a - e für bis 14 jährige, reine Wolle besonders schöne Qualitäten. Feinfarbige Damen-Spangen- schuhe u. Pumps, Restpaare 3.90, Herren- Lack-Halbschuhe u. Boxr.-Stiefel, alle Orößen.... Echt Boxkalf Damen-Spangenschuhe, bequem. Absatz......... 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Februar b. 3., von 10 Uhr vormittags ab, bei Wirt Moos in Krofdorf aus den Distrikten 1 Wettenberg, 3 Jungserannewald, 4 Eichwald, 13 Slein- busch, 14 Leschenwald, 15 Seileshau zirka: Eiche: 38 rm Schichtnutzholz runti 1,20, 2,00, 2,40 und 4 m lang, 450 rm Scheit u. Knüppel, 450 rm Reisig. Buche: 620 rm Scheit, und Knüppel, 1060 rm Reisig. Nadelholz: 4 rm Kiefern Schichtnutzholz, 2 m lang, 35 rm Scheit und Knüppel, 13 rm E-ä*,ö c 3 es L. Rosenzweig, Gießen Seltersweg 58 I. nes a Eino. Ecke Volksbad Infolge Neueinführung von Weißen Waren Die Holzversteigerung vom 8. l.M. in Försterei Treis a. d. Lda. ist genehmigt. Die Abfuhrscheine können vom 13.1. M. an bei den Hebstellen in Empfang genommen werden. Ueberweisung des Holzes und Beginn der Abfuhr an demselben Tage um 9 Uhr. 1174V Gießen, den 11. Februar 1932. Hess. Forstamt Gießen. M.G.Grode Frankfurter Straße »g-z fleschäftsdrucksachen Rechnungen Briefblätter Briefumschläge Postkarten Geschäftskarten bei Brühl Schu'Rtraße 1 | Vermietungen | ;uiüuenie 0i6d Mimnrttn. mit Bad u. Zubeh. zum 1. Avril z. vrm. Frankfnrt.T1r.llR. 2-Zimnier-Wolin U. Mans, in Neubau zu vermiet. Näher Tranks. Ltr. 1211. 200... ÄL Laden u. freie 2—3-Zlmm.- Wohnung zu oerm. »in- Neustadt 24. | wlietgesuche | Bon älter., nliemit. Ehevaar 3—1-Zimm. Wohn, per 1. Avril ob. fr. nci. Leerst., schone Lnuschwohn.vorhd. Schristt.Angeb.unt. 0873 a. b. <»ü. Shu. Pens.Beamter sucht ruhig geleg., möbl. Zimmer evtl, mit Pension. ?chriftl.Angeb.nnt. i»867 a. b. Gk. Anz. 100... 310 Wellen Buche-, Eiche- u. Lindereisig 3. Kl., 3,9 rm Eichestöcke, 417 Fichtederbstangen 1., 2. u. 3. Kl., 2,2 rm Eiche-Nutzknüppel (Gartenpfosten), 2,20 m lang. Zusammenkunft: Weggabel Grünberger Straße nach Rödgen. B. Mittwoch, den 17. Februar 1932,9% Uhr beginnend, aus den Abt. 81a, 96, 97. 122 und 124 (Stadtwald). 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Februar, 9% Uhr, im „Rappen" zu Grünberg aus den Forstorten Grauwinkel, Klosgesrod und Zu- haag: rm, Scheitholz: Buche 161, Eiche 41 (13 rund); Knüppelholz: Buche 75, E.che 8, Fichte 2, Reiserholz: Eiche 26; Stoaholz: Fichte 4. 1168D Dienstag, den 16. Februar, 9% Uhr. im „weihen Roh" zu Lueckborn aus den Forstorten Bettenwald und Breiteloh: rm, Scheitholz: Buche 156, Eiche 174 (90 rund); Knüppelholz: Buche 82, Eiche 36, Reiserholz: Buche 14, Eiche 142. Das Versteigerungsholz ist mit „Dg." geschlagen. Auf die Lichen-Rollen wird besonders aufmerksam gemacht. Hessisches Forstamt Grünberg._____ ^ruhholzversteigerung. Am Montag, dem 15. Februar 1932, vormittags 10 Uhr beginnend, versteigert die Gemeinde Waldgirmes an Ort und Stelle: 1177D Eichen: 80 Stä. u. Abschn. 2.-4. Kl. u. 1 Stamm 7. Kl. mit 31,00 fm; 6rm Nutzscheit gesplt. u. 1,20 m L; 37 „ Nutzscheit in Rollen 2,00 m lang; 17 rm Nutzknüppel 2,00 m lang. Nadelholz: 200 Stä. u. Abschn. la bis 3a-Kl. mit 95,00 fm, 100 Stck. Stgn. I.Kl. Fichten; 20,4 48,0 9,8 „ Eichereisig 1. Kl., 720 Wellen Buchereisig 3. Kl., 14,5 rm Buchesticke, i K E £■ c - glgisaai AAA Damen-Strickkleider, reine Wolle • i Illi Damen- u.Herren-Pullover u. -Westen Illi reine Wolle oder Wolle mit K’seide liUU Stück Kinder-Pullover und -Westen C. Freitag, den 19. Februar 1932, 9^ Uhr beginnend, aus der Abt. 55 (Stadtwald), Försterei Gi<' 84,4 rm Buchescheiter 1. 61,6 -5=2=.E£3 2'S c £ ■ccSogj Ein großer Posten neue moderne Herren-Anzüge u. -Mäntel von M. 18.- an, Ko. firmanden-Anzügt in blau von M. 16.- an, Lodenmäntel von M. 14.- an, Lodenjoppen von M. 8.- an, Hosen von M. 3.50 an, Damenmäntel von M. 5.- an. Nur solange Vorrat reicht Ita-Mauf Das Hau?, Gießen, Bnrtmerstrasre 3, (2x4 Zimm.,Küche, Bad), sondersteuer- frei, ist unt. günstig. Bedingung, zu verkauf. Interest, moll. ihre Änschr. u. 0878 an b Ojfi. 2lnz. eins. '-ee-, t: — 3 GZ 3 E— 6- .t» c [stellenangebote| In Kraftfahrerkreisen eingeführt. Vertreter bietet sick gut. 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"3 K $ s o 9 ö ■5 8 Z "■*3* 2 3" -80-8-3 5 o o 2 3 3 8 S S 3 E-Z2.Z. Ass^ C= 91 S 2. L.«s 3 §. ~3-§ =■-. 8*° i.F 2.3 g taS“e ^3 »3 *8 a Q: äö?3 2.G» 3 -re 3 " er s 3-0.22. 3si^ «2? - re C?3- 3 £2 S 2 s 0 3 = 3 .2. 3 » •1»01 &ö 3 2.61 ©15; 3 "35-> : sW ^8 3 O u> 2 - AZ H*5, r 8 §3 § 8 3 re Q," 3 rs 2ZA 3 8 3 OS S" to 8 3- u> =@S"sis3§®S3* ?«? 2 WZ fH-s’Saö- ^=3 ±3re —S » — 0 D: ‘ ■®3» tS2 5- 2* -.6) 3-q- t <3" re 2 3 „61? 61S1 ey =S 5'3 8 o o 3c ” (S sCfl S"s 6)» 83. Sa, re© faS 3 p D O D «> 3 ry 3 -i 2-«S-3.o 3 — — ^S er'’ ö p . JT2.Ä 2 S Z-- 8 Z§ w o ®K « ®53 * 8 3 3 _. 5«3^ = LS 5* C S 3 1 O 3- re 5 re 2 '«'S s 3 • " » 9 £3:oS?5 . re — 3 x'1__ >® 3 £>ts3 S-2^3 — p 3 __1 3 *9:5« ? 6>\ 53^" 2.0-0 äs _ s 5 s»3 2 ~ OTfD32 KrSS‘^> o- 3.C o « —. — o ~ —. er cm "d?. e£ 3<§ e ?5 2.3 ro ,0.0 "tsS^ o g '~?2^ w*3 2 02.2'61 2 d. 2 _ S.3: 3 -5* A 3. 2. — 8 -I S- E__,too s-32ez; 2^ 32,? öö" £ — 5-98 3^kJ 3 OE5=2° 3Ess5=g- SU @2. 5 §i c O ’s; ? ro O 3- S en. " äsd='8« er co — O « 2 1 e ^52 ro«5 B«3»^ As ®Z2 3 s-3*^§s 3 3 §^A^3' e<2~r? 7.9 9- O g o 2. D 2 ri O 0'3- 3 2-- er —= — 9S^2 » G’g »3-3» n 5* g 3 0.-2* G° S x3 5i : o ks . 3 t= 3 UTE -Zs 2.« 3S" A2 3 o — o O- Sre 3 a e: = "* Q. «E - - _ er r, p u> 2 2 3 8 §7 5 c-ossLZUK-^ 61° 0 S3--5-A3 2.^7^- 61- ZS'3-3 3 2-2-0- ^-3'M-' 3 " S.« 3 «’3p5? «ftoO^Zt- O-cS« 5 gsf*^ . - 4^2.=;« — -t —._ r» -=■ 2 o35 « ®osSs38 S"=5 2 s w -t er co er o ; <■- o2.5'3;= = Ö^ 3 3^S 3Z.SS1= A o C - Q© o _ ~ »w — ä -■§• .S-tiX-äg.'Ss 31 — = er 2 —^.o S-8 ^§2.WZ§^2'?2ZWZ 5*S 2 8 er c — iSS ^ -• 2 ar a. o S’-tS® — — 23-qo ofött3.^iSB«g ■0-5-2 S 3:2« ‘-O3Z3—£® s™^rJ -SD«« 3L§rs So 2. 3 "öl'9- g 5 «3 8 61 8 8 8 2 8 3 S uT ö cm — er I-="8" ^F'Z's o 2 8 5 2 -«861 gbg 2 =' s3 3^2* S 2 iS 5-« 3 iS 'S.- 2 •S 8 Z o* 2 © "! iS ">s-w 52 o-3- 3 (vieler O 8-Z' 8 2 SZ.S 3 A er 3-5«:-2- S'ÄiS5 Z-3 -«05 er« «Ho 61" 61-ö 3 32 -SS- s ©S" 30 6)3 =s 3 ® 5 iS 3 2.8« = 3 s p, 6)2-2. 8 612. es O'toCr) Z% 2.8 3 ® mra^isg 35-5 ? -r 3.— c o 2 o: o -=! re g 61®”9 o § 3 »=5 re R er 'S 2.0-3 ^s «®or= 3 3 SCO 3 S S» 03 61435s3 22 3 td re «*53. 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S L xS äg'af- »ZsM Ms is "5 Jffi = o®e‘ re 3-5= ©g o o 2 33'3 ®Ä«3-» ©5 c-wor 8 061=5© " ”■ i5 3ä“ ZSre ?®a TOS'25 _ er 3* es 5 ~61 «s: « 8 A, Ö"r?2 re re " -5 61-2" „ 32.3 2 3-8 £ o " re O’ -re 3ia? 3 8 _-3 ©Zer 612.3 "5iO rr — cs 2 s -s re Ls 93” S *Z ®3«:=(S 5S©2 5 = =61e A S-o co 33^iS^K S®3 -5'2 3 3-' 3 3 go A§= 9 §2« 3 3-o-9 iS iS 5-re« 3 ® U> g; v> iE 9 ä Crl o _ C CO _ 3Ä"8a»g S32- 5 re © reZL ■2 .9.5=6 re p = q S p, o: re re 3- re 2 3 — re '"- 5. . 2 ® " O © =08.-03® »ZS 3'>.) re O 82.3J 9'1 ■" 2.2© 2 ®6)-8 3 S @61^ 3 3 3-^3 l sie selbst nie a *e Babette ihren Ko gn ausgedehnten stze ^ ausgezeichnetes (i s rum Beispiel no. 2 wißen, was an Ntz hEe, und wo; hatte neben diesen h mit "'et Ä L--M- Lch x «'lach-in L !°d°ch iSitw Mer ^Tage eit 8 rbe nn 'Qlle s'e Hagen. fRo[let/‘0tl3 ai mit einer ? c,n Kai das erst- ??/n B !arl0*bet Qu?e ehet' r ^el, bas &Piet °">dein LK°f"iche 9llhr- »?einQnöer ( 8Qrlen. 1^!!?^^^ OUtjr 9o\nn Lei,, VUhr 35: J«rttrice tt tlhr 1§: n°aserenz “Nagen . , ' Ludwig Ql Ält&'.’Uss« ^n rn ^eehoupt ^lanflsbul 'ale 9loti; s t-2 c n 9 ö I 9 S ? 5 S=^ 7"" O>3 0 5 Ü :?ts ? r. 3 5' - S-L- - ==□ s^cSqffi0- ■2^2.?^2.e _ |5|’OaU rZZ-ZE ^5dE« al» ___2?n3?55 = 5 = ”? :d-ct-ie0 4 3-5^0^05 n ei ? a wer* - er « iöjS^Ho3 ° «n 1 r< E ® >T r 5 4 3 4c=;>' ^d-ASZ^ t;?y; s »§«. ____ e/a = !=£=■?& > = ~£°* '■S-.so'ySti 27- ^* * ?32q=mb= n = - - :»ib s?3r^h^ s n -.-.3-a * a s's A n3,° »•'■ c - t^s^sC2-^^ q**’ 5 6 E =2 »* e: w; I ?« = = -2 9-s * = A® =-?: A?®3’2ttS-o’1 ==a ^O£:2 " s 2 " 8" - _. r-s e « I^ePZ Nr. 3b Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Zapans Kriegsziele. Bon G. Mulden Dem Dorgehen Japans in China haftet etwa- Schleierhaftes an: die japanische Okkupation dehnt sich immer mehr aus, immer tiefer bringen die Truppen ins feindliche Land — zugleich aber weicht Japan jeder Auseinandersetzung über seine eigentlichen Absichten aus. brüskiert die Proteste der Fremdmächte — und hält daS Ziel seiner Unternehmung im Dunkel. Die Eigenart dieses ganzen Vorgehens kann nur verstanden (nicht etwa gerechtfertigt!) werden, als gewaltsame iGaftion auf eine jahrzehntelange, nach dem Weltkriege noch , verschärfte Behinderung und Isolierung Japans in seiner Ehina-Politik durch die Großmächte Vergegenwärtigen wir uns einmal in der Tat die Hauptetappen in dieser Hinsicht. Die Halbinsel L i a u t u n g (Güdmandfchurei), die Japan nach Besiegung Chinas sich im Vertrag von Shi- miuoscki (1895) gesichert hatte, muhte eS infolge des Einspruchs der Frenidmächte zurückge- b e n (die freilich bald darauf selber sich verschiedene Gebiete Chinas ancigncten). Erst zehn Jahre später, nach dem Kriege mit Ruhland. konnte Japan sich die früheren Siegessrüchte zurückholen. Aehnliches wiederholte sich aber aüch nach dem Weltkriege. Richt nur die berüchtigten .21 Forderungen" Japans an China vom Jahre 1915, deren Verwirklichung eine vollständige Unterjochung Chinas bedeutete, erstorben stillen Todes auf der Washingtoner Konferenz 1922, sondern auch Japans Ansprüche ausSchantung. Japan, das an der Leite der Allierten am Weltkriege teilgenommen hatte, sieht sich nunmehr, nach der Richterneuerung des anglo-japanischen Bündnisses, isoliert einer Front der Westmächte, insbesondere der angelsächsischen Front gegenüber und muh nolcns volens in daS Prinzip der Unantastbarkeit einwilligen. Dieses Prinzip bleibt fortan jenem Japan, das sich durch seine kriegerischen Traditionen, seinen Patriotismus, seine militärische und technische Ueberlegenheit als der berufene Herr in Asien fühlt, ein Dorn im Auge. In der Mandschurei. die unter Tschangtsolin ein vom ganzen übrigen China getrenntes Leben führt, findet Japan freilich in diesem janusköpfigen Marschall eine Art Bundesgenossen Allein in seinen letzten Lebensjahren wird auch dieser unzuverlässig: Tschangtsolins Tod ist bis heute noch von einem Geheimnis umhüllt, die Behauptung, dah er einem japanischen Zugattentat zum Opfer gefallen, nicht widerlegt... Den Anschluh seines Rachfolgers Tschangtsüliang an Ran- ling, die Proklamierung der chinesischen Einheit, die Kündigung der chinesisch-japanischen Verträge von 1896 beantwortet der japanische Premier Tanaka im Sommer 1928 mit der Besetzung 6 ch a n *u n g e und der Riedermetzelung chinesischer Truppen in Tsnansu. Das japanische Kabinett verkündet in der Sitzung vom 8. August 1928 das Recht Japans auf eine D o r - Machtstellung in der Mandschurei; die Zurücknahme der Vertragskündigung wird gefordert. die Handelskammer von Osaka, den» bedeutenden Wirtschaftszentrum Japans, dessen Handel zu tO Prozent in Chinageschäs- ten besteht, erklärt, die Regierung in jeder po.iti chen und in litärischen Aktion unterstützen zu wollen. Vorsichtig wird ein Fühler nach England ausgestreckt. Aber Chamberlain antwortet mit der Anerkennung Rankings. ihm schliehen sich die Vereinigen Staaten an. Japan sieht sich wieder völlig isoliert, — und zieht schon im September desfeiben Jahres seine Truppen aus Schantung zurück. Welche Gefühle all diese Erfahrungen in der Seele der japanischen Patrioten anhäuften, zeigte sich erplosions- artig anläßlich der Londoner Flottenlon- ferenz 1930; der berühmte Admiral Kato erklärte sich offen als Gegner der Beschränkung der japanischen Flotte, ein javanischer Delegierter beging unterwegs von London Harakiri, und der Premier Hamagutfchi. der den Londoner Pakt So kehren jetzt die Schiffe vom Nord - Atlantik zurück, sie sind so vereist, datz cs oft stundenlang dauert, bis die Mannschaften «chiffsdeck und laue von dem starken Eispanzer befreit haben. ratifizierte, wurde im Rovernber 1930 zum Opfer eines Attentats. Siele Vorgänge beleuchten wie mit einem Blitzlicht das enorme, an Demütigung grenzende Miß- trauen japanischer Patriotenkreife gegen die Weltmächte. Dah diese Gefühle seither nicht erloschen, sondern unter der Oberfläche, unsichtbar für das Auge Europas, sich weiter erhielten, beweisen die gegenwärtigen Ereignisse. Denn sie lehren höchst anschaulich, dah Japan nunmehr mit feiner Isolierung ernst zu machen entschlossen ist. dah es sie zur Grundlage seiner Kriegführung und Kriegsziele erhebt, indem es jede sremde Intervention, jede Vermittlung immer wieder hartnäckig a b w e i st. Ein überaus kennzeichnendes Licht auf diese Kriegsziele werfen die beiden Voraussetzungen, die Japan zu conditiones sine qua der Einstellung feiner Waffenhandlungen macht: 1. keine Einmischung fremder Mächte in die japanisch-chinesischen Verhandlungen; 2. Trennung zwischen der Schanghai- und Mandschurei-Frage. Die erste Bedingung bedeutet, dah Japan feine Forderungen China diktieren will. Die zweite deutet auf die verschiedene Taktil hin. die Tokio jenen beiden Problemen gegenüber einzu- fchlagen gedenkt Zur Zeit liegen in chinesischen Häfen rund 800 000 Tonnen japanischer Waren brach infolge des chinesischen Boykotts. Ein Löwenanteil daran dürfte auf Schanghai, den größten chinesischen Hafen, entfallen. Unzweifelhaft wird nun Japan das ®in ft eilen des Warenboykotts zu erzwingen suchen. Unter dieser Bedingung würde Japan im übrigen das Prinzip der „offenen Tür" anerkennen und die Rechte der Fremdmächte in Schanghai unangetastet lassen, was auch diplomatisch nicht ungünstig wäre. Ganz anders als in dem vollständig internationalen Schanghai liegen aber die Dinge in der Mandschurei. Hier, namentlich im Süden, wo sich um die südmandschurische Bahn ein ganzes Retz mannigfa'tiger Jndustr-en (Kohlenbergwerke, Oel-, Seifen-Fabriken usw.) herausgebildet hat, besteht seit langem ein wirtschaftliches Ueber- gewicht Japans. Hier stöht Japan auf keine Konzessionen westlicher M ä ch t e. Der Festigung und Ausbreitung seiner Wirtschaftsmacht stehen hier nur zwei örtliche Mächte: China und R u h l a n d im Wege. Eine lehr verbreitete, aber irrige Ansicht will in der Mandschurei vor allem ein bevölkerungspolitisches Ventil für Japan sehen. In Wahrheit hat die japanische Kolonisation in der Mandschurei Fiasko gemacht und niemand weih es besser, als die Japaner selbst. Rach mehr als zwanzig Jahren waren dort unter 25 Millionen Einwohnern kaum 200 000 Japaner vorhanden Die chinesische Einwanderung dagegen ging allein in den letzten Jahren in die Millionen. Das liegt sowohl an dem Bürgerkrieg, der Riesenmassen von Dauern hierher trieb, als auch an der unübertresslichen Konkurrenz der billigen chinesischen Arbeitskraft. Rein, was Japan in der Mandschurei will, ist vor allem wirtschaftliche Durchdringung, Ausbeutung der Raturreichtümer lSojabohne, Holz, Kohle. Eisen) sowohl sür den Handel als für das Jnfelreich selbst. Daher der erbitterte Kamps gegen alle Eifenbahnkonkurrenzbauten der Chinesen, daher die immer wieder (fo auf den beiden Kolonialkonferenzen in Tokio lind Dairen 1927) ausgestellten Pläne umfassender japanischer Bodenkon^essionen. die sowohl für Latifundien — mit chinesischer Arbeitskraft — als für Jndustriewerke dienen können. Allein infolge der chinesischen Oberhoheit gebt das Problem der wirtschaftlichen Durchdringung für Japan leicht in das der politi schen Machtausdehnung über. Rur zwei Beispiele. Als im August 1927 die P'äne japanischer Konzessionen in der Rordm. ndschurei b kannt wurden. gab es fofort in einer Reihe mandschurischer Städte antijapanische Unruhen. Und a!s Tfchong- tsolin in seinen letzten Lebensjahren eigene Gifen- bahnpläne in Angrisf nahm, war die Freundschaft Tokios schnell erkaltet. Was Tokio heute als Kriegsziel vorschwebt, das bat schon im Beginn der jebigen militärischen Aktion das in Tschan- Tschun erscheinende japanische „Hokuman-Rippo" (vom 22. September 19311 angedeutet: „Die ganze Welt hat sich jetzt davon überzeugt, dast Japan in der Mandschurei seine Ausgaben erfüllen wird, nötigenfalls mit bewaffneter Macht, bis es eine positive Lösung aller Streitfragen, die sich seit langem angehäuft haben, erreicht. Dieser Entschluß ist hart wie Eisen. Japan hat seine gegenwärtige erschlafften und verwöhnten Gedächtnis nicht mehr vorwärts. So entstanden kleine, mit spitzem Bleistift geschriebene Kurzgeschichten auf den Blättern von Babettes Kartothek. Und da diese Notizen auch aus das Privatleben Übergriffen, so kam cs zu der Katastrophe mit Felix, ehe man sich's versah. Felix hatte am 12. Oktober Geburtstag, und schon wochenlang vorher war Babette von der fixen Zdee besessen, dast sie diesen Geburtstag des einzigen Menschen, der ihr wirklich nahestand, durch ihr müdes Gedächtnis vergessen würde. Daher gab es am 12. September erst mal eine Bornotiz, einen ersten Alarmruf sozusagen: „Achtung' Heut in vier Wochen: Geburtstag Felix." Das wiederholte sich nach vierzehn lagen, und dort stand auch die Reihe der Geschenke aufgeführt, die man zu machen^ ge> dachte. Ein Pyjama, ein Tennisschläger, ein Fast- ball fünf Schlipse, zwei Bände Hamiun, eine Sch'reibtischlampe, ein Paar Handschuhe, ein Aquarium Alles, was dem unvergeßlichen Mädchen noch einfiel, wurde schnell dazu notiert. Danach jedoch folgten die Alarmsignale einander in immer kürzeren Pausen. In den letzten fünf Tagen fand sich die tägliche Notiz: Ueberübermorgen' — Ueber morgen; — Morgen! Aus dem 12. Oktober selbst stand ganz grost und mit Rotstift: tfelij:! — Heute Geburtstag Felir! — Alle Geschenke aufbauen, Lichter anzünden und ihn, wenn er alles ge|ehen hat und wir beim Kaffee sitzen, fragen, ob er mich heiraten will. (Habe es ihm vor einem halben Jahr abgeschlagen, bin jedoch andrer Meinung geworden.) , „ . m .. An und für sich, das ist wahr, war tnefe Notiz eine nicht gerade schöne Notiz. Denn ichließlich: Wenn ich einen Mann heiraten will, dann muh ich mich auch von selber daran erinnern, dah ich es ihm vorschlagen wollte. Will ich ihm aber etwas Vorschlägen, so muh ich mich auch von selber daran erinnern, dah ich cs ihm schon einmal abgc Grüningen, 10. Febr. Am Sonntag beging der Gesangverein „Eintracht" sein Stiftungsfest. Der Vereinsvorsitzende begrüßte die Mitglieder und Gäste mit einer kurzen Ansprache. 3m Mittelpunkt des Abends standen zwei Theaterstücke. Starker Beifall dankte den Mitwirkenden für ihre Mühe. Die Pausen wurden mit gesanglichen Darbietungen des Vereins und mit Konzertstücken einer gut geschulten Kapelle ausgefüllt. Der Verein, der wieder unter der Leitung seines E-hrendirigenten Lehrer!Ludwig M a r st e l l e r, Watzenborn-Steinberg, steht, hat mit diesem wohlgelungenen älnterhaltungsabend einen vollen Erfolg erzielt. —/— Lich, 11. Febr. Die Eheleute Dachdecker- meister Hch. V a t e r und Johannette, geb. Gondolph, können am Freitag dieser Woche das Fest der goldenen Hochzeit feiern. § jungen, 9. Febr. Der hiesige Arbeitergesangverein „Einigkeit" hielt sein erstes Konzert mit anschließender Abendunterhaltung ab. Der Chor des Vereins brachte unter der Leitung des Dirigenten, Lehrer Koch (Trais- Horloff), verschiedene Lieder wirkungsvoll zum Vortrag. Frau Lehrer Koch erfreute die Zuhörer mit einigen Arien; die Lieder für Bafe (Herr 3oses Zennewein) fanden, wie die übrigen Darbietungen lebhaften Beifall. 3n- ftrumentalmufit dcr Kapelle Sommer (Lrch) füllte die Pausen. Die im Anschluß an das Konzert aufgeführten Theaterstücke wurden dankbar aufgenommen. Der Verein kann die Deranstalllmg als vollen Erfolg verbuchen. "Inheiden, 9.Febr. Der Gesangverein ^.Eintracht" hatte seine Mitglieder und deren Angehörige zu einem Familienabend eingeladew. Der Vorsitzende A. Frank hielt eine kurze Ansprache und betonte, daß der Verein auf eine erfolgreiche Entwicklung im vergangenen Jahre zurückblicken könne. Erfreulicherweise haben sich viele jüngere Mitglieder angemeldet. Im Verlaufe des Abends wurden einige Theaterstücke aufgeführt, dis vollen Beifall fanden. Unter der Leitung des Dirigenten Lehrer Mühl brachte der Chor des Vereins einige Lieder zum Vortrag. Kreis Büvlngen. ! Echzell, 9. Febr. Der Männergesangverein „F r o f i n n" hielt sein Wintervergnügen ab. Im Mittelpunkt des Abends stand ein fünf- aftiges Theaterstück, das vorzüglich aufgeführt und von den Besuchern mit dankoarem Beifall ausgenommen wurde. Einige ausgezeichnete gesangliche Darbietungen des Chores umrahmten die Aufführung. Im Schlußwort forderte der Vorsitzende des Vereins auf, das deutsche Lied zu pflegen und die Träger dieses Kulturgutes, die Gesangvereine, zu unterstützen. i. Bobenhausen I, 9. Febr. Am Samstag hielt der Gesangverein „Frohsinn" seine Jahreshauptversammlung ab. Der 1. Vorsitzende gab einen Rückblick auf die Arbeit im vergangenen Zahre. Die Rechnungsablage lieh erkennen, daß die finanziellen Verhältnisse des Vereins bc- fricöigcnb sind. Von einer Herabsetzung des Beitrages wurde Abstand genommen. Bei der Vorstandswahl wurde der Posten des zweiten Vorsitzenden neu beseht. 3m einzelnen hatte die Wahl folgendes Ergebnis: erster Vorsitzender O. Alb r and. zweiter Vorsitzender G. Nies. Schriftführer W. A l b r a n d, Rechner K. N i e s. Beisitzer O.Nies. TU Gelnhaar, 9. Febr. Der hiesige M2n- nergesangverein veranstaltete am Samstag einen Lieder- und Unterhaltungsabend. Don den Nachbarvereinen waren der Männergesang- Hirzenhain und der MännergesangvereÄ Dindsachsen vertreten, außerdem nahmen bet Ar- *3« 6.” eQlM HS« Sa» h GZ epr> W Euler > Füller I. fflL_ ßfarfi M-Whlen oti Hochschule WSL Darmstadt, Technischen Ho klichaesührten a* ■ DZeleiligung von ur Sitze verteilen ßchw^ 3tb:itig:niein,dm •iw ^ötahlhelniirlbrshe Zeitliche Studenten? <2 gteiftubenten 5 (6) © gmppe Mainzer Studie Mionalsozialisten 19 (1 Gießen, Telep: Kirche un ssamilienabend öi Mn berichtet uns ft lienabenb, den die 2t Sonntag veranstaltete, km unterstützter Cßorti Oberitalien gehalten, D> Strona, Florenz, Rave Ichitdert wurden. Umr bietung von Tesangsvoi Haase, Zwang und Dr. Sch um Pelt und der Gesangschute von .Gebet der Elisabeth" einer beachtenswerten t fein Zwang fang Lü man Wtellen tonnte, früher erhMch wärme Fräulein Haase ent Lagen und zeigte gut raschung waren die He Philipp, die übei Material verfügen, brachte Lieder von cd Hr, kräftig und fein' arbeitet. Herr P h ,Ächtvolle Stimme, di N zu den besten Hof Me Terzette der Dan atvang vervollständig “ie gefänglichen Darbi M der Gesangschu Wer Zeit verfolgte, kc ueberzeugung, daß hie, ^l>Mn und Energie 1 ” geleistet wird; 6ldIun8 bei allen sind Landkrc ,>'Lich, 8.Febr. QIU Landes», M|10n sand in uni Konfirmanden- Ä Kommunikanten-fl Qualitätsware, ■ blauKammgan Mk-18.50 18.50 21 , Lad Seit ®e,9nei öS 0to&er £ !ye, öer$< zu Büro »fe68 durch 19 < MZ inbÄt,8t«Hlne: etwa xugutc kommenden Zinsfenkung die AuS- lunft, so wenden Sie sich wegen weiterer Schritte an Ihre Bürgermeisterei oder an daS Landrat-- Nachdruck ecrbotm Ohne Gewähr Wirtschaft fest- 23261 41716 56012 57621 397560 134776 114040 366108 385362 5679 6478 84505 87613 90189 08820 Combatöpnsfufo 8 v h. Reidjsbanföiflfont 7 o. f). 2 Prämien zu Gcwinnrade verblieben: —”1 Grobe öffentliche Sfle nifaMZialifclie Kundgebung Konfirmanden- Kommunikanten-, Qualitätsware, blau Kammgarn Mk. 16.50 18.50 21.- 25.- 29.- Gießen, Telephon 2(XXJ Gießen. Telephon 2060 Eintritt 20 Pfennig / Erwerbslose frei u879 NSDAP , ORTSGRUPPE GIESSEN Kaufmännischer Verein / Ortsgewerbeverein VORTRAG 5 1162 D auf Dienstag, den 23. Februar, verlegt! U Leber- ud Bletwwret 141 [Verschiedenes] 8(606^ 00'5100 M. Ferner alle anderen Sorten Wurst- zu Garten am Wartweg. mit ii*D Herrn. 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Hnvolhck o. vünftl. Zinözabl. gei. Dert« Cbjcft 20000 Tlf. 2rbri'tl.Angeb.unt. 1181V a.d.GßLln^ Ae lehmeqeborg II Fernruf 4167. Bürgermeisterei W ßmar: Zusammenkunft im Gasthaus Wolf. 9 Uhr Hessisches Forstamt Drünberg: Zusammenkunst bei Gastwirt Schultheih-Lumda. 9 Uhr. Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2fi. PreievonH.-Mk.mlt 10-'„Rabatt Drogerie Winterhoff Kreuiplatr 10, Abt.: Hygiene amt Wehlar Der Dermieier ist zu a n t e i l - mäßiger Mietscnkung verpflichtet und hat hierbei mitzuwirken, andernfalls behördliche Festsetzung durch Errechnung des Betrags erfolgt A 3- In Holzh« m. Ohne Angabe des Grundes, worauf sich die Steuernachforderung stützt, kann Ihre Frage nicht beantwortet werden. fawlMßai- diese Strümpfe aBe Schmerlen und weg und Beine hebe ichjefjt die tun sehen leisen h»nn! Frankfurt behauptet, später fest. Frankfurt a. UL, 11. Febr. Nachdem im gestrigen DachmittagSverkchr das falsche Gerücht von der Einberufung des Zentralausschusses der Reichsbank eine starke Erholung des Kurs- Niveaus herbcigcführt hatte, lag der heutige Tclephonvcrkehr zwar weiter freundlich, aber recht unsicher. Die Diskussion über die Bankcnzusammcnlcgung und die innerpolitische Lage veranlaßte die Spekulation zur Zurückhaltung, und auch das Publikum dürfte fich nur fehr wenig am Geschäft beteiligt haben. Da aber zu je 2000, 5'56 zu je 1000, 9248 zu je 500, 27792 zu je 400 M. nach den letzttägigen Rückgängen etwas Deckung-» bedürfnis bestand, nahm die Kulisse doch einige Käufe in Spezialwerten vor, von denen Reichsbankanteile, IG -Farben und einige Elektrowerte bevorzugt waren und etwa 1 Prozent über gestern abend lagen An den übrigen Märkten blieben die Kurse auf der erhöhten AbendbasiS gut behauptet. Das Deschäst hielt sich trotz kleiner Schwankungen nur in engen Grenzen Auch am Rentenmarkt war die Tendenz etwas freundlicher. Es wurden auch von außen her einige Käufe vorgenommen, und im Zusammenhang m.t Rückdeckungen der Spekulation lagen die Mehrzahl der Kurse um etwa 0,25 dis 0.75 Prozent höher. Im Dordergrunde standen Golopfandbricse und ReichS'chuldbuchforde» rungen. Gegen Mittag bröckelten die Kurse wieder leicht ab, zogen aber später erneut etwas an. Im telephonischen RachmittagSverkehr setzte sich eine ftarlc Aufwärtsbewegung du.ch, wobei abwegige Gerüchte über einen Rücktritt Dr. DrüningS als Reichskanzler und auch währungspolitische Befürchtungen eine große Rolle spielten. Trotz sehr geringer Umsätze ergaben sich sprunghafte Steigerungen, so bei IG -Farben, Reichsbank und einigen Elektrowerten, wie Licht und Kraft, Siemens und Gesfürel: die Erhöhungen betrugen 3 bi« 4 Prozent, an den übrigen Märkten, mit Ausnahme der Banken, etwa 1 biS 2 Prozent. Gegen abend bröckelten die Kurfe auf Realisationen vereinzelt um etwa 1 Prozent ab, die Gesamttendenz blieb aber durchaus sest. Am festverzinslichen Markt blieben die Papiere des Mittags bevorzugt, wobei sich nochmals Gewinne von etwa 1 Prozent einstellten. Elegante Maßanfertigung Im eigenen Atelier flk. 125.- 138.- 148.- 158.- Maßkonfektion aus Maßstoffen mit einer Probe nach genauen Maßen angefertigt. Mk. 89.- 98.- 108.- Starkenburg. Asta-Wahlen an der Technischen Hochschule Darmstadt. WSR. Darmstadt, 11. Febr. Die heute an der Technischen Hochschule in Darmstadt durchgcfuhrten Asta-Wahlen brachten eine Wahlbeteiligung von ungefähr 80 Prozent. Die Sitze verteilen sich wie folgt: Liste 1: Rationale Arbeit-gemein'chaft, Deutsche Arbeitsgemeinschaft und Stahlhelm 12 (bisher 11) Sitze: Liste 2: Freiheitliche Studenten 2 (2) Sitze: Liste 3. Deutsche Freistudenten 5 (6) Sitze: Liste 4: Interessengruppe Mainzer Studierender 2 (2) Sitze: Lifte 5: Rationalsozialisten 19 (19) Sitze. 3,7M6ewln« .. 2000 OL 14144 22547 27373 60325 89816* 104776 103547 121393 140640 143841 152548 158056 200293 217557 224262 233397 269267 270953 295383 30808i 319835 324051 327738 348075 961749 367249 396349 100 •ririnn« iu 1000 QM. 1919 4 390 8413 '2812 23261 41716 56042 57621 7382878351 79007^8^,95 3'°l76e«®lnn« n 3000 TT. 24667 58849 64604 110474 120758 142447 301537 310174 MÄ 2000 Q7T. 1 3769 46957 49698 62249 64359 65194 116769 122500 133241 149675 167 55 174669 180227 186709 197005 208217 255154 263352 278473 31738'1 323708 359105 304877 368722 369423 383659 388155 118 ®«»irne ,u 1000 M. 15935 29626 31264 47515 ----- 67087 78311 85463 103066 104820 105975 3717ä7Uİ500 «L 3505 6737 12221 12371 12525 17780 20522 27097 31119 31300 32589 38515 4 5041 53351 55575 60949 73979 85176 67498 89206 liltii-uiOikitinilukl a za la KalhOeiMh.aackBellkr. I gl L|| U aaeuneUleiscb ......\ I lallatswtrstckei .. | VaVV la |u|aa ■aatDeiack.........0.48 la Schweinen, i.Brat, aach BoUkr 0.80 Personen gesucht g von lehr groß., alt. nngcfch. Industrie- unternebm. für einfache, wenig Zeit in ÄnsvruchnchniendeBcauf'icht.cm.Arf inhl Vorhand. Berkaufoitell. in d.-Ltadt. Mein Äundenbes..keine Reisend.-ob.^ev kaufötätigk. Arbeit kann in d.-vrencit u. in d.Abendstund.ausges.werd.Iabreo- Berd i cnit 500-700 M.evtl.s onarmebr. Erforüerl.n.1300 M..fw elcki e L ickierb. gebot, wird. Bei -lurvernigungneU. v. mehr als 1300 M .ent'vr.böb .Einnahme durch Buweii.weit. Berlamon. Ang.u. „AntaichfbefBniioUmoiie.HanibiiriSe. WtrZ? unb ei??« I t.r £"«=«. &«* I KW -* »In D , bim «m, h» «l1 l"“il ^«triknbm ä ”• »Sa WM VHS dem ■Oer ^orfihenbe fl.ihiA I'SfUIHrnr)nte d'k .le-therigen nn klri9tmtn' ber mil btm des Vereins nieberfegk. , S ™Ale «och bi|on. 1 ^^er Lug um den Bet« uuns der Sing, unb Tun,, t e in bewegten Worten unb eueres Blühen unb gedeihen Menten Bender.Stein« ann eine Anzahl Chöre unb !n ließen, baß sich bei Ber- °uf ganz beachtlicher hohe n brei f[ottge|piclte Theater« M hier konnte Hein Hof« pielern einen vollen drfolj ar man noch einige Stunden 164 »«rinne ,n 500 M. 4204 ---- - - - -- . 15453 20766 24378 45906 51 [51 52243 55339 60744 68930 74121 81684 83741 Kirche und Schule. ^amilienabend der Lukasgemeinde. Man berichtet unS folgendes: Bei dem Familienabend, den die Lukasgemeinde am vorigen Sonntag veranstaltete, wurde ein von Lichtbildern unterstützter Bortrag über eine Reise nach Oberitalien gehalten, wobei namentlich die Städte Derona, Florenz, Ravenna und der Gardasee geschildert wurden. Mmrahmt wurde diese Darbietung von Desangsvorträgen der Damen Dörr, Haase, Zwang und Otto, sowie der Herren Dr. Schumpelt und Philipp, sämllich au« der Gesanglchule von Frau Dr. Meyer. Das .Gebet der Glisabech" zeigte Fräulein Otto in einer beachtenswerten künstlerischen Reise. Fräulein Zwang fang Lieder von Brahms, wobei man feststellen konnte, daß die Stimme gegen srüher erheblich wärmer, weicher und voller klang. Fräulein Haase erreichte mühelos die höchsten Lagen und zeigte gute Schulung Eine Heber» raschung waren die Herren Dr. Schumpelt und Ph i 1 i p p , die übet vortreffliches stimmliches Material verfügen. Herr Dr. Schumpelt brachte Lieder von Schumann und Strauß zu Gehör, kräftig und fein im Bortrag und gut au«- gearbeitet. Herr Philipp verfügt über eine prachtvolle Stimme, die bei entsprechender Schulung zu den besten Hoffnungen berechtigt. Klangvolle Terzette der Damen Dörr, Haafe und Zwang vervollständigten das Programm. Wer die gesanglichen Darbietungen der Damen und Herren der Gesangschule Frau Dr. Meyer in letzter Zeit verfolgte, kommt immer wieder zu der Ueberzeugung, daß hier mit Liebe zur Kunst, mit Können und Energie wertvolle stimmbildnerische Arbeit geleistet wird: denn Fortschritt und Entwicklung bei allen sind nicht zu übersehen. LanvkrclH (tfrtcfccti. )( Lich, 8. Febr. Auf Qkranlaffung des Hessischen Landesvereins für Innere Mission fand in unserer Stadt eine Qbr bei - 10. Febr. Am Sonntag be» »rein „Eintracht'' (ein lereinsvorlihende begrübt« äste mit einer kurzen An« mft öes AbcnöS stauben tarier Beifall bankte bcn Mühe. Die Pausen tour« Darbietungen bei "Lereirs i einer gut geschulten Ra« Herein, ber wieder unter cendirigenten Lehrer Mtriz rnborn-Steinberg, steht, hat ngenen Unterhaltungrabcnd erhielt. br. Die Eheleute Dachbeaer- nbJohannette, geb. Eonbalph, >ser Woche bas Fest der gol« eiern. _ , .. >r. Der hiesige Ar bei ter- .Einigkeit" M ein anschließender Mendunler« : des Meins brachte unter enten, Lehrer Koch ^rals- , Lieder wirkungsvoll »um er Koch eckeute die > Irien; die Lieber für Daß wein) i lebhaften Deifall. Z Kapelle Sommer M iefinWanM^ ^aterltücke wurden M®ot 3feine »M« ff* >oß der rlerem ' .uruj. sALr m Bortrag- Berlin befestigt. Berlin, 12. Febr. (WTB. Zunkspruch.) Im heutigen Telephonverkehr machte die Befestigung, die schon in den gestrigen Rackmittagsstunden größeren Umfang angenommen hatte und die auch durch daS Dementi einer Regierungsumbildung nur unwesentlich unterbrochen worden war, weitere und teilweise erheblichere Fort sch r itte, ohne daß sich jedoch eine nennenswerte Geschäftsbelebung einstellte. Die Hauptanregung hierfür ging von der gestrigen Reuyorker Börse aus, an der auf neue Kreditausweitung Spläne eine stürmische Hausse cinge'etjt hatte, der man in hiesigen Bankkreisen aber doch noch skeptisch gegenübersteht. SS bleibt abzuwarten, ob es sich gestern nicht nur um Manöver der Spekulation gehandelt hat und ob diese Pläne eine nachhaltige Auftriebskrast für die Wirtschaft in USA. und damit natürlich auch für die Weltwirtschaft in sich bergen. Jedenfalls hielten auch hier daraufhin die Berkäufer stark zurück, so daß hauptsächlich alS Folge der engen Märkte in einigen Papieren sehr beachtliche Kurssteigerungen ein traten. Selbst gegen gestern abend üiiiiiiiiiiiiuiuiiiiiiiiiiniiiD 500 Mark geg. gute Lickerb. aus vriDatbanb fof. ;u leihen gei. Rück« zahlg. n. Uebereinf. .^dnifll.Slngeb.unL 0871 a. b. Gß. An,. Fachärzte verordnen den gummilosen OCCULTÄ STRUMPF efgenkrjmeüvem. Hendl totctwflien uj Bn meiden fceitergefangt>ercin .BorwärtS" und ber .De- ' riifchte Chor", beide von Gelnhaar, an der Der- cnftaltung tell. Rach der Begrüßung durch den Borfitzenden des ga ^gebenden DereinS brachten tie Vereine eine Anzahl Lieder zum Bortrag, hie lebhaften Beifall pcroorricten. Besonders gefielen die Darbietungen der hiesigen .Eoncordia", die unter ihrem Dirigenten Karl G r e u l fEhren- Dirigent im Hessischen Sängerbundl wesentliche Fortschritte zu ver'e chnen Hit. Mi. der Auf orde- tung eines langjährigen Sanger», treu zum deutschen Liede zu stehen, fand der gefängliche Teil des 2lbends fein Ende Kreis Friedberg. • KlrchgbnS, 9. Febr. Der hiesige Geslü- § e 1 z ü ch t e r v e r e i n hielt dieser Tage seine 14. Lokal-Geflügel» und Kanincken- euBftellung ab. AuSgcstellt waren Hühner, Orohgeslügel, Zwerge, Tauben, Kaninchen aller Raffen, Rerze und Meerschweinchen. Man sah saft durchweg ausgezeichnetes Material. Als Richter waren die Herren Kolter. Bad-Rau- heim, für Geflügel, und äl 1 rich, Gießen, für Kaninchen tätig. Der Besuch der Ausstellung, die unter der Leitung des Ehrenvorsitzenden Gerhard vorzüglich organisiert war. erwies sich als außerordentlich rege. Zum ersten Male war auch die 3ugenöablcilung des Verein- mit gutem äuchtmaterial vertreten. Folgende Züchter tourten mit Preisen ausgezeichnet: Für Geflügel: H. R o h r i g g2: W. R e r n 2, sgl: R. T e r t o r tal. fg2, g2; S). Deppler 2, Igl. sg2 und g2: R. Müller sgl, sg2, g2. q3; H Zöller I. fgl; H Beppler h. sg2, 2 fgl. g2; O. Volkmar 2 fgl. sg2: W Euler - z fgl. g2: für Tauben: W. Gieh 1 2 sgl, 2 g2. g3; W. Rern fgl, g2; 5. Müller I. sgl. Laden <>auS der Moden. Zclteroroco 52. flan,i od. geteilt in 2 Läden, zugleich 7-Zimm.» Golinnng mit großer Diele, Küche, Bad, geeignet auch zu Bürozwecken für freie Berufe, oer 1. Avril 1932 zu vermieten. Näheres durch Herrn von Munckow, Bleichstraße 22 II. 0843 Damentnsieren Shampoonieren mit prima Ondulation Bubikopf-Schneiden (voilendeteAusführungj sowie Maniküre und Vibrationsmassage l7nD Bernh. 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Vornan von Grete von Gaß. Copyright by Martin Feuchtwrmger, Hall« 10 Fortlekzung Nachdruck verdaten. Die große seelische Erschütterung, Vie die Tönnies durchgemacht hatten, und all das Schwere, das danach gefolgt war, hatte sie ganz verwirrt gemacht. Sie hatten es geschehen lassen, daß fremde Menschen ihnen halfen. Fremde Menschen? Rein, das waren Münchmehers, Doktor Fahrenkrug und die Elli Taube ihnen nicht. Gute Freunde waren sie ihnen alle. Aber nun durfte man nicht länger ihre Freundschaftsdienste annehmen. Das Leben mit allen seinen schweren Anforderungen mußte man wieder auf sich nehmen. Geld war keines da. Man stand vor dem Aichts. Was nun tun? Eva und Hans-Achim berieten. Daß man arbeiten mußte, um Geld zu verdienen, war selbstverständlich. Aber wo Arbeit finden? And was konnte man leisten? Sie sahen sich ratlos an. „Mit dem, was ich leisten kann, werd' ich nicht viel verdienen", sagte Eva kleinlaut. „Ich könnte doch nur eine Stellung als Stütze in einem Haushalt annehmen. Dann müßte ich Mama hier alleinlassen, und das geht doch nicht gut. Sie ist zu elend. Es wird viel Mühe kosten, sie wieder aufzurichten." Hans-Achim gab ihr recht. Er sah sinnend vor sich hin. Eva wußte, daß er mit einem schweren Ent- schlutz kämpfte. Endlich sagte er: „Ich werde mein Studium aufgeben. Werde Kommerzienrat Münchmeyer bitten, daß er mir eine Anstellung in seiner Dank gibt." Eva nickte. ..Das ginge am Ende. Aber schade ist es, daß du dein Studium aufgeben mußt." „Allerdings! Aber es muß doch sein." Eva hatte einen anderen Vorschlag zu machen. „Was meinst du dazu — wir nähmen Pensionäre auf? Unsere Wohnung ist groß genug. Wir müßten uns dann mit zwei Zimmern begnügen. Zur Aot ginge es. Du hast nur noch zwei Semester vor dir. Vielleicht gelänge es so, uns durch diese hindurchzuschleppen. Ich möchte so gern, daß du fertig studierst." Er wurde rot. Sah mit verzweifeltem Blick an ihr vorbei. „Sollt ihr für mich darben?" sagte er kopfschüttelnd. „Vein, das will ich nicht." Er dachte an die Schulden, die da waren. Die I Mutter und Eva ahnten noch nichts von ihnen. Einmal muhten sie davon erfahren. Er würde | ihnen gestehen müssen, daß sein Leichtsinn sie verursacht hatte. Schrecklich! „Du stellst dir das mit Pensionären auch leichter vor, als es ist: unsere Wohnung ist auch nicht groß genug —" „Doch — doch: ich könnte fünf Zimmer vermieten. Dann verbleibt noch eines für Mama und eines für dich. Ich ginge ins Mädchenzimmer. Die Hedwig kommt ja nicht wieder, und ein neues Mädchen nehme ich nicht. Ich nehme eine Aufwartefrau, die mir die allergröbsten Arbeiten macht." Sein Blick kehrte langsam zu ihr zurück. „Ja, ich weiß nicht, Eva — mach', wie du es für richtig hältst." „Das werd' ich, Achim. Ich hab' auch schon daran gedacht, meine Sprachkenntnisse zu verwerten. Werde zusehen, ein paar Schülerinnen zu bekommen. In Französisch und Englisch bin ich doch firm." Er redete nicht mehr gegen ihre Pläne. Ob sie sich durchführen ließen, würde die Zukunft lehren. Er hielt an seinem Plane fest: mit Münchmeyer wegen einer Anstellung zu sprechen. Er führte es schon am folgenden Tage aus. Münchmeyer war sofort bereit, ihn einzustellen. Eine Bedingung stellte er: „Meinen Angestellten muß gesagt werden, daß Sie als Volontär arbeiten. Sie müssen sich den Anschein geben, als wäre es in der Tat so. Ich will versuchen, Ihnen klarzumachen, warum das sein muß. Wir haben nämlich in letzter Zeit Beamte abgebaut, da geht es nicht gut, daß jetzt plötzlich eine neue Kraft eingestellt wird. Dagegen würden die Angestellten protestieren — und mit Recht. Sehen Sie das ein?" „Ja, selbstverständlich. Aber nun hab' ich doch Bedenken, Ihr gütiges Entgegenkommen anzunehmen. Da Sie eben Beamte abgebaut haben, brauchen Sie doch niemand mehr. Auf eine Sinekure bin ich nicht aus." Der Kommerzienrat lächelte. „Ich dachte auch nicht daran, Ihnen eine solche zu geben. Ree, junger Freund, Arbeit gibt's schon bei uns. Tja. Unö Sie müßten doch auch erst lernen. Aber Sie hätten gewiß die Sache bald erfaßt. Ree — nee, geben Sie Ihre Absicht, zu uns zu kommen, nicht auf. Sie glauben nicht, wie mich das freut." Er reichte Hans-Achim Zigaretten und zündete sich selbst auch eine an. „And Ihr Studium wollen Sie an den Ragel hängen?" fragte er. „Ich muß, Herr Kommerzienrat." „Tja — na, das ist ja auch nicht gar so schlimm. Wenn Sie einmal im Leben die Möglichkeit haben werden, sich ein Rittergut zu kaufen, so können Sie das auch, ohne Ihr Examen gemacht zu haben." „Diese Möglichkeit wevd ich ja Wohl nie haben", erwiderte Hans-Achim. „Weih man das?" Er knipste die Asche von seiner Zigarette. „Also, dann ist's abgemacht: Sie treten am 1. April bei uns als Volontär ein. Ich zahle Ihnen ein Gehalt von 200 Mark monatlich!" „Das ist zuviel, Herr Kommerzienrat! Ich kann noch nichts leisten." „Anfangs nicht — nein, da verursachen Sie sogar noch Mühe: aber das bleibt doch nicht so. Sehen Sie, da mein' ich, wir machen es so: Sie arbeiten in den ersten zwei Jahren für dieses Gehalt — für den, der etwas kann, ist es ja äußerst gering. Rach einem halben Jahre werden Sie schon etwas leisten können. Dann bringen Sie mir das ein, was ich Ihnen jetzt zuviel zahle." Hans-Achim errötete wie ein beschenkter Schul- knabe. Die Sache war doch sehr peinlich. Er hatte sich das gar nicht vorgestellt. Run konnte er aber nicht mehr zurück. Der Kommerzienrat redete in gönnerhaftem Ton auf ihn ein. „Ich werde Sie in der Effekten-Abteilung placieren. Sollen mal sehen, die Sache wird Ihnen Spaß machen." Sie erhoben sich beide. „Darf ich bitten, mich Ihrem Fräulein Tochter zu empfehlen." „Schönen Dank, Herr Tönnies, die Rose wird sich freuen, wenn sie hört, daß Sie zu uns übergeschwenkt sind. Run kann ich es Ihnen ja verraten: sie hielt gar nichts von Ihrem Studium: behauptete, daß es dem, der ohne beträchtliches Vermögen ist, nichts bietet, und für den, der so viel Geld hat, sich anzukaufen, dies überflüssig sei. Ra, ich will nicht sagen, daß sie mit ihrer Behauptung recht hat. Auf Wiedersehen, Herr Tönnies. Gehorsamste Empfehlung an Ihre verehrte Frau Mutter und Schwester. Lassen Sie sich bald mal wieder bei uns sehen." Hans-Achim trat auf die Straße. Er dachte: Run hab' ich eine Anstellung und ein sich?res Einkommen von zweihundert Mark monatlich. Was wird Eva dazu sagen? Er ging von der Dank, die sich in der Charlottenstraße befand, zu Fuß nach Hause. In der Königgrätzer Straße begegnete ihm Eva. „Wo willst du hin?" fragte er. „Besorgungen machen. And wo kommst daher?" „Von Münchmeyer." Eva sah ihn erschreckt an. „Hast du ihn doch um eine Anstellung gebeten?" „Ja! And eine erhalten!" Er schob seinen Arm unter den Evas und sagte: „Ich komme mit dir." Sie gingen die Königgrätzer Straße hinunter, wo Eva einige Geschäfte aufsuchte, um Einkäufe zu machen. Anterwegs erzählte Hans-Achim ihr ausführlich, was zwischen ihm und Münchmeyer abgeschlossen war. Zu Hause angekommen, empfing die Mutter sie mit der Rachricht. daß Doktor Fahrenkrug eben bei ihr gewesen sei. „Er fragte mich, ob ich damit einverstanden wäre, wenn er weiterhin seine Sprechstunden in unserem Hause abhielte?" „Warum das?" fragte Eva. „Er hat doch seine eigene Wohnung?" „Gewiß. Ich weiß nicht, warum er es will — es ist ja auch ganz gleich." Hans-Achim sagte: „Er will Papas Praxis mit übernehmen. And oa Eva doch die Absicht hat, Zimmer zu vermieten, kann es uns doch nur sehr angenehm fein, wenn Doktor Fahrenkrug sie übernimmt." Eva antwortete nicht. Sie dachte daran, daß Doktor Fahrenkrug mit der Aebernahme der Zimmer eine andere Absicht verfolgte als die von Hans-Achim vermutete. Was konnte ihm an Papas hinterlassener Praxis liegen? Die war nicht vielversprechend. Fahrenkrugs eigene Praxis war viel besser. Run würde sich langsam alles so entwickeln, wie sie es befürchtete. Sie standen in des Geheimrats Arbeitszimmer. Ottilie sah auf den großen Schreibtisch und den leeren Platz davor, und in ihr schmales, blasses Gesicht grub sich ein Zug von unermeßlicher Qual. Tags darauf erschien bereits der Gläubiger des Geheimrats. Er hieß Gisevius und war Inhaber eines kleinen Bankgeschäftes. Hans-Achim empfing ihn. Gisevius legte ihm die Unterlagen für feine Forderung vor. „Mein Vater hat kein Darvermögen hinterlassen, Herr Gisevius. Ich kann also die Schuld nicht gleich begleichen." Gisevius hob abwehrend die Hand. „Das ist auch nicht nötig, Herr Tönnies. Ich brauche nur von den Erben des Herrn Geheimrats die Dereitschaftserklärung, daß sie die Verpflichtung übernehmen, die Herr Geheimrat mir gegenüber eingegangen ist." „Es genügt Ihnen nicht, wenn ich allein mich dazu verpflichte?" fragte Hans-Achim. Gisevius zuckte mit den Achseln. „Das nur, wenn Sie mir besondere Sicherheiten bieten können." Er sah Achim mit gespannter Erwartung an. „Rein, das kann ich nicht", erwiderte Achim, und in sein Gesicht stieg langsam eine dm kle Röte. „Hm — tja — dann ijruft ich allerdings darauf bestehen, daß Ihre Frau Mutter und Fräulein Schwester sich mitverpflichten." (Fortsetzung folgt.) DiI DAXMEIN-, 1HIEIRIRIEM- UND IKÜNDIEIR^MAViNTIElL ®.ät * «»"'S"" 5--""^ gie Jllustk uBtHI9s”rd: L/Wltriertt ° Ä/S iKs SL Berlin, «MdE-lu-lch-b ! überschrn'e nochmals darauf Mnuagslislea für Senlen von hinden (Utbruar.enl m-rdeo. vi, Besprechungen Whl sind auch heute in Lien und Gruppet Abend eme L' """" Jnhalls-llebe verkaufen wir 1172 A bis zur Hälfte des regulären WertesI JC-HMUCKER. Vilanr vom Lahr 1931 lllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll Statt Karten! Reservefonds 2209 Summa 8650.95 12. 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