S'L ’s'm» Ä «««t, ifo .>r ang(. 3 bilden 1 'ber be^t. T Büttgen Mr ie1)T WsEsse in chsfihMuch len statt. 6t. >ie Nellbesitz- "leihe 6,55, leihe 58,40, •mann 60,75, ll 74,25, > sfürel 71,75, euinrA Jto« 18 b iL 21. tzMtniste Hohler De. die Prej,, ore ganz: veine 8 Zß 32 bis 35. r still. itige Abend- ner Ge- "iren keine iliffe übte, «orstehende iltunfl. Qm n logen die )tt Trund- "He zeigte 6 n.$). an* Änderungen k\l\ vn bei 466) und in (+114). Demir die De« - 187 = 6,7 ,5 v. H.) und ; 4 V.H.), Io* 130) Arbeit- gleit bisher i|e erheblich re. beitsuchenden- 15. um rund ) auf 301 921. -zogen 32 726 ung (am 15. sürsorge bc- 115. . (am öl. ul' äuHsen W,' sonnte Dohl- i freiwilligen i, die gleich' Jen, wird von der aus rund m 31. Okto- 4 5 ü itinbn 3,063 169- 70, 70.5J 74, 13.» 0,8 4,217 i'i 21-* *4 üiS 276 5,646 12-78 wL. 58,37 70,34 13,^ |6 46 169# 21'M 70-04 2 fi 74->r J1,O6 34.37 Samstag, 10. vezember 1932 182. Zahrgang Nr. 201 Erstes Blatt GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Vries vnd Derloa: vrLHI'sche Untversitäts-Vuch- vnd Stetnöruderei rr. Lanae in Stehen, schnstlettung und Geschäftsstelle: Schulllrahe 7. Hnnahme von Injc^cn für di« Tagesnummer bis zum Nachmitlag vorher. preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 mm Drelle örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzoorfchrift 20“ . mehr. Chefredakteur Dr. Frredr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THynot; für den übrigen Teil Ernst Dlumfchein und^ür denAn- zeigenteil i.D.TH.Kümmel sämtlich in Biegen. Erlcheinl lägltd), außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte ©ienener Famillenblatter Heimat m Bild Die Scholle Monals-Vezugsprets: Mit 4 Beilagen RfU 1.95 Ohne Illustrierte . 1 80 Zustellgebühr . , -25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Hernsvrechanschliisse unter Sammelnummer 2251. Anichrift lür Drahtnach- richten Anzeiger Siehe», pokschecllonto: fironlfvrl om Main 11686. Erregte Mnderheiten-ebatte in Gens. Reurath kärnpst für das Recht der deutschen Grundbesitzer in Polen. Gens, 9. Dez. (T. 11.) Im Bölkerbundsrat wurden erneut die Petitionen der deutschen Minderheit über die Anwendung der polnischen Agrarreform 3U ungunften der deutschen Minderhett in P 0 f e n und P 0 m m e r e 11 e n erörtert. Ein Bericht, den der Rattberichterstatter für die Minderheitenfragen Sawada (Japan), mit dem englischen Kron- juri'ften Malkin und dem italienischen Kron* iuriten Pi 1 0 tti ausgearbeitet hat, erklärt, das Komitee habe festgestel.t, daß das Mißverhältnis .u ungunften der deutschen Minderheit, das im Jahre 1931 in der Provinz Posen 15,6 0. H. und m ter Provinz PommereUen 11,6 d. S). betragen habe, leist auf 11,1 d. S) in Posen und 8,1 v. $). in Pom- merellen gesunken sei. Durch die Namenlisten seien seit 1926 von dem Gutsbesitz der deutschen Minderheit in Posen 5 500 Hektar und von dem in Pom- merellen 3 900 Hektar zuviel in Anspruch genom» men worden. Ä n S) ö 6 e dieser Ziffern sollen die polnischen Behörden die weitere Aussuh- Tung der alten Namens.isten suspendieren rind zwar bis zu dem Zeitpunkt, wo aufgrund der zukünftigen neuen Namenslchen die frühere Nicht- proportion ausgeglichen fein wird. Aeichsaußenmmister von Neurath legte die Mängel dar, die dem Mmderheitsfchutz- rerfahren als solchem anhaften. Das bestehende Ber- fahren führe leicht zu Scheinlösungen ohne effektive Hilfe. Agrarreform und Borkaufsrecht oer- itügen aber bei ihrer weittragenden praktischen Bedeutung für die deutsche Minderheit eine solche Scheinlösung nicht. Weite Kreife der Minderheiten sollten von ihrem Grund und Boden verdrängt werden oder es sollte ihnen durch Schaffung wirtschaftlicher Schwierigkeiten die Weiterexistenz auf ihrer Scholle unmöglich gemacht werden. Nach dem im Fahre 1929 zwischen Deutschland und Polen abgeschlossenen Ltqurdationsabkommen sei es den Solnischen Behörden tatsächlich gelungen, aus der grarreform eine Waffe gegen d i e deutfche Minderheit zu machen. Das Ratskomitee habe die Diskriminierung der Minderheit bei der Anwendung der Agrarreform ausdrücklich festge- stellt; es habe die Flächen, die der Minderheit in Posen und Pommerellen zuviel weggenom- men worden seien, auf insgesamt 9500 Hektar beziffert, während nach deutscher Berechnung diese Ziffer sich auf 12 5 0 0 Hektar erhöht. Das Komitee habe daraus die Schlußfolgerung gezogen, daß dieses Mißverhältnis erst beseitigt werden müsse, ehe die polnische Regierung an die weitere Durchführung agrarpolitischer 'Maßnahmen gegenüber der Minderheit gehen könne. 3n feinem Bericht schlage das Komitee aber lediglich einen generellen, zahlenmäßigen Ausgleich hinsichtlich der Minderheit als Gesamtheit vor, und zwar in der Form einer zeitweiligen Suspendierung der Zwangsmaßnahmen. Das g c - nüge aber nicht, um das geschehene Un- recht zu beseitigen. Vielmehr müsse verlangt werden, daß auch das dem e i n 3 e In e n Zfiin- derheitsangehärigen gegenüber begangene Unrecht wieder ausgeglichen werde, der oft in einer so scharfen Form—bis zu 90 Prozent der nutzbaren Fläche — zur Agrarreform heran- gezogen worden sei, daß seine wirtschaftliche Existenz gefährdet oder zerstört sei. Tie polnische Regierung Hape sich durch nachträgliche Abänderung einer Bestimmung des Agrar- reformgesehes die Möglichkeit verschafft, auch die mittleren und kleinen deutschen Güter zu erfassen und den polnischen Großgrundbesitz zum Teil unangetastet zu lassen. Rach seiner Meinung sei eine Lösung des dem Rate unterbreiteten Problems nur möglich, wenn man den Dingen im einzelnen nachgehe, so umständlich das auch sein möge. Was insbesondere die QLgrarreform anbelange, so sei eine R a ch - Prüfung sämtlicher Ramenlisten seit 1929 unerläßlich. Hierbei müsse nicht nur das allgemeine Mißverhältnis beseitigt, sondern auch die konkreten Verhältnisse in den einzelnen Kategorien von Gütern und den einzelnen örtlichen Distrikten geprüft werden, um jede Diskriminierung zu beseitigen und auch das im Vinzelfall begangene Unrecht auszugleichen. Der deutsche Vertreter könne nicht einem Bericht z u st i m m e n, der nicht eine wirkliche G a r a n t i e für die Beseitigung des anerkanntermaßen der Minderheit angetanen Unrechts schaffe. Scharfe Auseinandersetzung mit Polen. Rach der Rede des Reichsaußenministers kam es zu einer scharfen Auseinandersetzung zwischen den Vertretern Deutschlands und Polens. Der polnische Vertreter Gras Raczhn - s k i erklärte, es handele sich nur um eine wenig bedeutungsvolle Angelegenheit. Die polnische Regierung lehne es ab, auf die Einzelheiten der Rede Reuraths einzugehen, die keinerlei neue Gesichtspunkte enthalte. Lste gesamte Agrarfrage sei durch den Beschluß eines Dreier.Ausschusses abgeschlossen. Graf Raczynski bedauerte, daß die 7)eutsche Regierung eine endgültige Regelung dieser bedeutungslosen Angelegenheit verhindert habe und den Dolkerbundsrat jetzt in eine ausweglose Lage bringe. Außenminister v. Reurath erklärte hierauf, er müsse aufs schärfste den polnischen Standpunkt ablehnen, daß es sich um eine bedeutungslose Angelegenheit handele. Die verschiedenen Dreierausschüsse des Völkerbundsrates hätten bereits d i e unterschiedliche Behandlung der beut- schen Minderheit durch die polnische Regierung in der Agrarreform festgelegt. Falls es nicht möglich sei, diese Verfehlungen rückgängig zu machen, müsse einmal die grundsätzliche Fehlerhaftigkeit des gesamten Minderheitenschutzverfahrens des Völkerbundes festgestellt werden. Der Berichterstatter sah sich auf Grund dieser Auseinandersetzung veranlaßt, die Ablehnung des Berichtes mangels Einstimmig- feit des Rats festzu st eilen und verlangte eine neue Prüfung durch den Dreierausschuß. Die Agrarbeschwerde wurde sodann auf eine weitere Sitzung des Dölkerbundsrates vertagt. Abschluß her Mandschureidebatte. Genf, 9. Dez. (WTB.) Die Volkerbundsver- sammlung Hat zu dem chinesisch-japanischen Konflikt eine Entschließung angenommen, in der der N e u n - zehnerausschuß beauftragt wird, erstens den Bericht der Studienkommission, die Bemerkung der Parteien sowie , die in der Versammlung zum Ausdruck gebrachten Meinungen und Anregungen zu prüfen, zweitens Vorschläge zur Regelung des Streitfalles auszuarbeiten und drittens diese Vorschläge der Versammlung in kürzester Frist vorzulegen. Die Annahme der Entschließung erfolgte ohne Aussprache. Sie MsinWekonsmiu sucht eine SchlMomel. Ein deutscher Vorschlag für ein gemeinsames Kommunique zur Frage der Gleichberechtigung. Gens, 10. Dez. (WTB. Funkspruch.) Die Besprechungen der Fünf-Mächte sind heute vormittag in der Form fortgesetzt worden, daß M a c- Donald die technischen Experten der Vertreter Englands, Amerikas, Italiens, Frankreichs und Deutschlands um 10 Tlhr um sich versammelt hat. Macdonald will in ihrer Anwesenheit eine Formel in der Gleichberochtigungs» frage aufstellen, die heute um 14.30 Ähr der Vollsitzung der Fünf-Mächte-Der- t re ter vorgelegt werden soll. Diese Formel kann nach Lage der Dinge eigentlich nur noch zu einer Stipulierung der gegenwärtigen Standpunkte führen, nachdem in der gestrigen Abendsihung der Vertreter Frankreichs, Paul-Boncour, zu den zwei bekannten Fragen, die Herr von Reurath gestellt hat, erklärt hat, daß Herriot über seine bekannte Formel hinaus zur Zeit weitere Zugeständnisse nicht mach en könne. Der deutsche Außenminister beharrt auf dem deutschen Standpunkt in der Gleichberechtigungsfrage, wie er in dem Memorandum der deutschen Regierung an die französische Regierung vom 29. August dargelegt worden ist. Dieser Standpunkt ist kurz der, daß Deutschland auf der moralischen, juristischen und qualitativen Gleichberechtigung besteht, daß unsere Vertreter aber bereit seien, über die Anerkennung dieser Grundsätze in quantitativer Beziehung zu verhandeln. Herr von Neurath hat gestern nachmittag Macdonald eine Aufzeichnung übergeben; er hat für den Abschluß der Fünf-Mächte-Konferenz ein offizielles Kommunique vorgeschlagen. Darin wird als -maßgebend für die zukünftige Haltung der Mächte auf der Abrüstungskonferenz sowohl die bekannte Herriot-Formel, wie auch die Auslegung, die ihr von deutscher Seite gegeben wird, vorgeschlagen. Der deutsche Entwurf dieser Erklärung hat folgenden Wortlaut: Die Vertreter Deutschlands, Großbritanniens, Frankreichs, Italiens und der vereinigten Staaten haben vom 6. Dezember in Gens inoffizielle Besprechungen abgehalten. Der französische Ministerpräsident hat folgende Erklärung abgegeben: Frankreich erkennt au, daß es eine der Ziele der Abrüstungskonferenz ist, Deutschland und den anderen abgerüsteten Mächten Gleichberechtigung zu gewähren, in einem System, das allen Staaten Sicherheit verschafft. Der deutfche Außenminister hat von dieser Erklärung Kenntnis genommen und seinerseits erklärt, daß die Rückkehr Deutschlands zur Abrüstungskonferenz nur in Aussicht genommen werden könne, wenn die bei den gegenwärtigen Besprechungen vertretenen Regierungen sich während der künftigen Konferenzarbeiten von folgenden Gesichtspunkten leiten liehen: 1 .Die Gleichheit der Rechtslage soll in der künftigen Konvention in jeder Hinsicht praktische Wirkung erhalten und soll dementsprechend für die künftige Arbeit der Konferenz, soweit die abgerüsteten Staaten in Betracht kommen, die Grundlage bilden. 2 . Der Begriff „System, das allen Staaten Sicherheit verschafft", umfaßt das Element der Sicherheit, das, wie von der Versammlung anerkannt worden ist, in der allgemeinen 21 b - r ü ff u n g liegt. Die an diefen Besprechungen teilnehmenden Mächtevertreter find darüber einig, daß diese Punkte künftig für die Haltung ihrer Regierung auf der Konferenz maßgebend sein werden. DieBeurtaubungGregorSiraßers Berlin, 9. Dez. (TU.) Die Beurlaubung Gregor Straßers wird in den Berliner Blättern eingehend besprochen. Da jedoch amtliche Mitteilungen sowohl von feiten der NSDAP, wie von feiten Straßers fehlen, verbreiten die Blätter meist Kombinationen, deren Stichhaltigkeit sich im einzelnen nicht nachprüfen läßt. Die „D A Z." erfährt, daß Gregor Straßer nicht die Absicht habe, Kampfmaßnahmen gegen die Führung der NSDAP, zu ergreifen. Die jetzigen Schritte sollen lediglich dazu dienen, eine Klärung herbeizuführen, die Straßer offenbar nach den Verhandlungen der letzten Tage besonders im Hinblick auf die Lage in Preußen für unumgänglich halte. Die in Bezug auf Sonderpläne Dr. Fricks geäußerten Vermutungen erfchienen unglaubhaft. Es feien Besprechungen zwischen den nationalsozialistischen Führern vorgesehen, bei denen die Meinungsverschiedenheiten ausgeglichen werden sollen. Die „V 0 s s i s ch e Zeitung weist auf die Bedeutung des Schrittes Feders hin und betont, daß ein Zusammenhang zwischen Straßer und Feder kaum bestehen dürfe. Er verliere deswegen doch nichts an Gewicht. Er sei ein Nationalsozialist der ersten Stunde. Es müßte auf Millionen von Nationalsozialisten Eindruck machen, wenn wirklich Hit-ers erster Mitarbeiter, dem die Partei einen entscheidenden Teil ihres Gedankengutes verdankt, in offene Opposition zu ihm gerate. Von nationalsozialistischer Seite wollen die „Deutschen Führerbriefe" folgende Darstellung über die Beurlaubung Straßers erhalten haben: „Der beste Mann Hitlers, jedenfalls aber der staatsmännische Kopf der NSDAP., hat seinen Posten verlassen, auf dem weiterauszuhalten ihm sein Gewißen als deutscher Mann und seine Gewissenhaftigkeit als Leiter der Parteiorganisation verbot In der praktischen Politik vertrat er seit geraumer Zeit die Forderung, daß die NSDAP, in die Staatsgeschäfte eingeschaltet werden müsse. Er kannte die Kräfte, bic einzusetzen waren und die Gefahren, die aus einer weiteren Gregor Straßer, Reichsorganisationsleiter der NSDAP. Fernhaltung entspringen mußten. Er fühlte, daß die Stunde der NSDAP, nunmehr gekommen war — „auf daß sie sich bewähre oder beim Versagen zugrundegehe". wie er in imponierender Konsequenz in seinem letzten großen Artikel „Das Gebot der Stunde" ausführte. Aus dieser Haltung ergeben sich die wirklichen Gründe seines Ausscheidens, die er nach den Informationen der „Führerbriefe" in feinem Brief an Hitler dahin bezeichnete, daß er nicht mehr in der Lage fei, als deutscher Mann die Katastrophenpolitik der letzten Zeit mitzumachen. Er wußte, daß der in diesen Tagen zum Ausdruck gekommenen scheinbaren Tolerierung der Regierung Schleicher nicht der Wille zur positiven Mitarbeit an den deutschen Problemen zugrundelag. sondern nur eine völlig irrige und gefährliche Beurteilung der Gesamtlage. Als er immermehr merken mußte, daß der Führer dem Einfluß von Göbbels und seinem Kreis unterlag, zog er die Konsequenzen, zu denen er innerlich um so mehr berechtigt war, als nicht etwa der Nationalsozialismus ihn zu etwas gemacht hatte, sondern umgekehrt der Nationalsozialismus ihm einen großen Teil seines Aufstiegs und seiner Stärke zu verdanken hatte." Treubekenntniffe für Hitler. Kundgebung der Reichstagssraktion der NSDAP. 'Berlin, 9. Dez. (ERB.) Lieber eine am Freitagabend im Hause des Reichstagspräsidenten Göring abgehaltene Sitzung der nationalsozialistischen Reichstagssrak- t i 0 n wird von der Reichspressestelle der RSDAP. ein Bericht ausgegeben, in dem es heißt: „Die Sitzung, an der Adolf Hitler teilnahm, gestaltete sich zu einer überaus eindrucksvol- Icn Treuekundgebung der gesamten Fraktion für den Führer. Rachdem der Fraktionsvorsihende Dr. Frick die Behauptungen einer gewissen Presse, wonach er und andere Mitglieder der Fraktion dem Führer die Gefolgschaft versagt hätten, als gemeine Lügen gc- brandmarkt hatte, wiederholte er namens der gesamten Fraktion dasGelöbnis unwandelbarer Treue zum Führer und Schöpfer der Bewegung Adolf Hitler. Der Führer hielt sodann eine Ansprache an die Fraktion, die in die Feststellung ausklang, daß die Krast und Stärke i>cr RSDAP. in erster Linie in der Treue liege, im Zusammenhalt auf Leben und Tod, woran alle Angriffe zerschellen müssen. Reichstagspräsident Goring erklärte unter stürmischer Zustimmung der Fraktion, daß sich in dieser ©tunte nich>. nur die Führer und Abgeordneten der RSDAP., sondern die gesamte Bewegung, auch seelisch, um ihren Führer schare. Die gesamte Fraktion umringte darau; spontan den Führer und brachte ihm außerordentlich stürmische Ovationen dar. Zedes einzelne Mitglied empfand das Bedürfnis, dem Führer auch noch persönlich das Gelöbnis der Treue in die Hand abzulegen. Darüber hinaus gab die Reichstagsfraktion auch noch formell die einmütige Erklärung ab, daß sie geschlossen hinter ihrem Führer Adolf Hitler stehe." Die Gauleiter und Landesinspekteure für die Einheit der Partei. B e r l i n , 9. Dez. (TU.) Wie die Reichspressestelle der NSDAP, reitteilt, haben sämtliche Gauleiter und Landesinspekteure der NSDAP, folgende Erklärung unterzeichnet, die der Oefsentlichkeit übergeben wird: „Die Beurlaubung des Reichsorgani- fationsleiters Gregor Straßer wird von allen Feinden Deutschlands dazu benutzt, die Hoffnung zu nähren, daß das deutsche Bollwerk, der Nationalsozialismus, das kein Angriff von außen her erschüttern konnte, durch Spaltung sich selbst vernichten konnte. Die Feinde Deutschlands hoffen ve rgebens! Die Landesinspek- teure und Gauleiter der NSDAP., die als die ältesten und treuesten Mitarbeiter des Führers die Organisation aufbauten und heute verantwortlich leiten, stehen in nicht zu erschütternde r Treue zum Führer der Bewegung. Die P. O. steht fester denn je in Liebe und Verehrung zu Adolf Hitler." Eine Verfügung Adolf Hitlers München, 10. Dez. (CNB. Funkspruch.) Der „Völkische Beobachter" veröffentlicht heute folgende Verfügung Adolf Hillers vom 9. Dezember: 1. Ich übernehme bis auf weiteres vom heutigen Tage an d i e Leitung der politischen Organisation selbst. 2. Ich ernenne zu meinem S t a b 5 I e i t e r für die politische Organisation den bisherigen Reichs- inspekteur II Ley. 3. 21m Mittwoch, dem 14. Dezember 1932, gebe ich b i e neuen Ri ch 11 i n i e n und Anordnungen betreffend den Aufruf vom 6. November 1932 zurHerstellung oerSchlagkrastder Bewegung bekannt. ErgebenheitSerklärungGottfnedFeherS Berlin, 9. De,. (OB.) wie die Pressestelle der RSDAP. mitteilt, hat Gottfried Feder folgende Erklärung abgegeben: „Gegenüber den in der Oesfentlichkeit verbreiteten Meldungen und unzutreffenden Auffassungen über mein Verhältnis zur RSDAP. und über meine Haltung gegenüber ihrem Führer Adolf Hitler gebe ich die Erklärung ab, daß ich auf Ehre und Gewißen in Treue und unerschütterlicher Ergebenheit hinter meinem Fuhrer Adolf Hitler stehe." * Die nationalsozialistischen Abgeordneten Rosenberg, Hier! unb Frick geben folgende Erklärung ab: Das „Acht-Uhr-Abendblatt" in Berlin brachte die „Meldung", daß Dr. Frick, Oberst Hierl und Alfred Rosenberg sich von der Politik und da- ixtMGs )-6),öA !>is40, Hoi wir Lchnho - Tage >J/6i8 lc Mihit, fr, öukassa Aus der Provinzialhauptstadt zeln in -er Seele. Goethe. ZichMhük itm 80 bi tuf: Zauber i 14, inlän ihelffl 10 b Ib810, wt Wei b'S 10 Dcihkrai Zweierlei Blick. Von Reinhold Braun. Tausend Menschen ist die Welt ein Rari° rätenkasten, die Bilder gaukeln und schwinden vorüber: die Eindrücke bleiben flach und ein« Ministerium als Erschütterung des Gefühls der Schüler für staatliche Au- t o r i t a t und als schwere Verletzung der dienst, lichen und erzieherischen Pflichten. Oie politische Aufgabe der Krau Gegen Zwietracht und Haß--für ein einigendes Nationaigefühl! Don Agnes von ZahnHarnatt, Vorsitzende des Bundes Deutscher Frauenvereine. v Mieben chllung zu **Nf und. , am Diengi f^Mbonn ung. - S°f",' - Iiqe8 tiMlintt 1) ufsischm Sit Heffr-'IR! Irffitf -.'N l b. v„ 2J.3 Paris, 9. Dez. (I1L) Der Jinanjaus- slbuh der Kammer hat sich im Anschluß an eine Erklärung des Ministerpräsidenten mit 25 Stimmen bei 9 Stimmenthaltungen gegen die am 15. Dezember fällige Schuldenzahlung ausgesprochen und den weg eines Schiedsgerichts abgelehnt. Der Auswärtige Ausschuß hat hingegen mit 21 gegen 3 Stimmen sür die Zahlung gestimmt, die aber an Bedingungen geknüpft find, die von der Regierung der vereinigten Staaten im voraus anzunehmen wären, aber nach Auffassung französischer politischer Kreise kaum Aussicht auf Erfüllung haben. Je fünf Mitglieder beider Ausschüsse wurden betraut, einen gemeinsamen Entschließungs-Entwurf auszuarbeiten. Vor den Ausschüssen des Senats hat herrlot u. a. mitgeteilt, daß sowohl die französische als auch die englische Regierung eine dritte Rote an die vereinigten Staaten gerichtet hätten, in der sie ihre Zahlungsbereitschaft erklärt hätten, vorausgeseht, daß die am 15. Dezember getätigte Zahlung nicht als fällige Rate, sondern als An- Zahlung auf eine auf einer Schuldenkonferenz ju vereinbarende endgültige Regelung der Schuldenfrage anerkannt würde. Die Antwort auf die dritte Rote werde am Montag erwartet. Der Ministerpräsident hat ferner die Mitglieder der Senatsausschüsse auf die n a ch 1 e 1 l l g e n F o l g e n der Zahlungsablehnung aufmerksam gemacht. Amerika lehnt die Stundung erneut ab. ^•r 1 (TU-) Die nur zwei Schreib' mchchinenseiten lange Antwort der a m e r i • laniidjen Regierung auf die französische Schuldennote ist am Freitag abend veröffentlicht worden. Die amerikanische Regierung erkennt darin die Tatsache an, daß die Schuldenlast infolge Der A'.sMastskrise erheblich zugenommen hat'. Der Präsident erklärt sich auch bereit, zusammen mit der 01 «)i ber.j» ng pä trtilrrW- ä [onfctrn Lf bringen «rltw b uw la i funj« ' rd, benn es tiui ü »Tieben, ta-r. Dchn" Sonbbultc 5*30, W y 8, Mau rf.- M" 8 8, ®rün’ [ dem Zahnziehen nicht rauchen! Wie sehr das Gebot der Aerzte, nach dem Zahnziehen nicht zu rauchen, berechtigt ist, beweist ein Fall, der sich in Rüsselsheim zugetragen hat. Ein dortiger junger Arbeiter, der sich einen Zahn hatte ziehen lassen, beachtete das Verbot des Arztes nicht und ist dann an einer Nikotinvergiftung gestorben. dienstpflicht die Ansichten nach wie vor aur- einandergingen. Für die weitere Entwicklung sei das Verhalten der neuen Regierung von Schleicher von wesentlicher Bedeutung, insbesondere inwieweit den auf starke Kreditausweitung und Vermehrung der Au gaben der öffentlichen Hand gerichteten Bestrebu gm nachgegeben werde. Man vergesse vielfach, daß die „Ankurbelung" der Wirtschaft durch die öffentliche Hand in den Jahren 1925 bis 1930 in größtem Maßstab versucht worden sei, es wurden durchschnittlich jährlich 7,1 Milliarden Mark für sachliche Ausgaben verbraucht und 22,4 Milliarden von der öffentlichen Wirtschaft investiert mit dem Erfolg einer zunehme.den V.rs^uldung uni) einer unge)eue er Steigerung der Arbeitslos gleit. Im ersten Halb- jahr 1932 mußten in Deutschland über 13 Millionen Menschen unterstützt werden. Dabei zeigten die Reichs, inanzen eine Ueberdrchung der Steuerschraube durch starkes Sinken der Eingänge (von 1929 bis 1932 um 27 v. H.) trotz stark erhöhter Steuersätze. Dom Außenhandel her seien große Forlschrille nicht zu erwarten, da das Ausland trotz aller weltwirtfchaftskonfcrenzen sich immer mehr ab- schliehe. Erfolge seien nur zu erwarten durch eine innere Gesundung auf dem Dege der weiteren Belebung der Privatwirtschaft und durch Sparsamkeit in der öffentlichen Verwaltung. An d:e,e Ausführungen schloß sich eine rege Aussprache an. Dabei kam voll« älcbereinstim- mung mit den Ausführungen des Berichterstatters 5um Ausdruck, die noch in verschiedenen Punkten unterstrichen wurden. Insbesondere kam zum Ausdrud, daß man das System der Steuerg itscheinefürschrzwedmäßig hält, daß majx dagegen dem Lohntürzungs- und Lohnprämiensh st em keinen großen Wert beimiht und daß ihm erhebliche Mängel anhaften. Geh. Rat Haeuser betonte zusammenfassend, daß diejenigen Maßnahmen der Regierung Pa- Pen, di« durch Unterstützung der Unter- nehmerinitiativ« bereits in kurzer Zeit zu einer fühlbaren Hebung des Vertrauens geführt haben, erhalten bleiben müßten. Richt ein Abwarten auf die Lösung der Dell- wirtschaftskrise könne die wirtschastsnot beheben, vielmehr gelte es, bei aller Würdigung der Exportnotwendigkeiten, auf dem deutschen Binnenmarkt erträgliche Derhällnisse herbeizuführen und das Jndustrleprogramm mit den Erfordernissen der Landwirtschaft in Einklang zu bringen. Es sei durchaus möglich, die auseinanderstrebenden Jntereisen von Landwirtschaft und Exportindustrie im Interesse des Ganzen zu vereinigen. Deshalb sei auch die Verständigung der beiden maßgebenden Minister im Sinne einer solchen Gemeinschaftslösung zu begrüßen. Wettervoraussage. Das Hochdruckgebiet über dem Nordmeer hat einen Teil noch stärker über Deutschland ausgedehnt und sogar ostwärts nach Polen hin weiterentwickelt. Wenn auch der Frost fortdauert, so sind leichtere Schwankungen nicht ausgeschlossen, denn vom Mittelländischen Meer und den Donauländern her ist das Einmischen wärmerer Luft zu erkennen. Gleichzeitig hält der maritime Luftzustrom der Skandinavienstorung nach Süden zu an. Infolgedessen ist zeitweise mit stärkerer Bewölkungsbildung zu rechnen, außerdem besteht die Möglichkeit zu Schneefällen. Aussichten für Sonntag: Frostwetter, wolkig mit kurzem Aufklaren, einzelne Schneefälle. Lufttemperaturen am 9. Dezember: mittags —0,3 Grad Celsius, abends — 3,1 Grad: am 10. Dez.: morgens —3,5 Grad. Maximum — 0,1 Grad, nächtliches Minimum — 4 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 9. Dezember: abends 0,1 Grad: am 10. Dezember: morgens — 0,5 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 11 Stunden. efem ®mier tun,^linirtlun9- — Kavallerie-Derein, 23 Uhr, „Hes- ft in bOT Hof", Versammlung. - Astoria-Lichtspiele, 'nen für Uebk^'"sweg: „Ter fliegende Tod". - Lichtspiel- für MM Bahnhofstraße. „Drei von der Kavallerie", mb Mer bie K- ~ Tageskalender für Sonntag : n wo noch 'Ädttheater, 18.30 bis 21 Uhr .PePPina". - Kunstverein, Turmhaus am Brand- Mr, 11 bis 13 Uhr, Ausstellung. - Physiologien Institut, Friedrichstraße 24, 11.30 Uhr, öf- itlicher Vortrag über Physiologie „Die Funk- L," Heiden Konzerten wird sich bas Musikkorps ' 3ie mit elektrischen Glühbirnen geschmückten Sbäume gruppieren. Zahlreicher Besuch der von tilitärfapeUe und ihrem Leiter völlig uneigen- |ve gebotenen Konzerte darf wohl erwartet wertsten m * hoffentlich wird dabei auch durch Geldspenden in" Mr hilfsbedürftigen Familien in unserer Stadt aus. le in ijjh gedacht e NtelT Kein Verkauf von Obstbäumen W) auf Vochenmärkten. StüR^I-’ der Landwirtschaftskammer für Hessen wird ”fn>- ©fr i 'M geschrieben: .. opfer in hi! e?” )er zunehmende Verkauf von Dbftbaumen usw. uns nitff i*5* Mochenmärkten liegt weder im Interesse der genügt niz?^stunrschulen, noch der Käufer Ein Obstbaum ist ein tj^&mani ......... 9 °Ot *bei 'mehrmaligem Angebot, nicht Schaden ge- • Drohte iiH hat z. B. durch Vertrocknen der Wurzeln Ws im?" MJr Frostbeschädigungen. An Inneren Eigenschaften Ann u Statt insbesondere eine der Baumform angepaßte ^Problem M^lage verlangt werden und die dazu passende !em iu?er ^3rte. Hat z. B. ein Apfelbuschbaum eine log Wild, i tnif ?!ar'9< ‘iin unterläge, dann gibt der Baum niemals einen ■L. nn7|e sondern einen Hochstamm, er wird also nur ■ r Wtfler bringen Obstbäume sind ihrem Wesen nach thlnnÄ1* Marktware. Es steht zu erwarten, daß in nrJx? ’ler tiMjnfter Zeit ein dahingehendes Verbot erlassen JlJtp Me'flEb, wie ja auch heute schon der Handel mit ,' n m . ^Mrmschulerzeugnissen im Umherziehen verboten ist. ^DfitjK Pflanzer von Obstbäumen seien hiermit ge- nb Br denn es geht um ihren Geldbeutel. ), taf,01?. J (9kl nci 'Wochei< innrltpiCik. en' Ui. 9[{Hir 'Gießen, 10. Dez. Es kosteten auf dem heu- «itsbienff in n Wochenmarkt das Pfund: Süßrahmbutter r Erwerbs«. Landbutter 130, Kochbutter 100, Matte 25 ‘‘Hl 30, Wirsing, grün 8 bis 10, Weißkraut 6 -bas Monr.W 8. Rotkraut 8 bis 10, gelbe Rüben 8 bis 10, r notfi Rüben 8 bis 10, S-inat 15, Unterkohlrabi ieit onrZlW 8, Grünkohl 15, Rosenkohl 23 bis 25, Feld- bts @ebPmTMt 80 bis 103, Zwiebeln 8 bis 13, Meerrettich 2ib s 63, S hwarzwurzel.r 25 bis 33, Kar ofseln3, HÄ, 18 bis 33, Dirnen 20 bis 35, Dörrobst n, 40, Honig 40 bis 45, junge Hahne 70 bis btn @räit»n Tuppenhühner 60 bis 83, Gänse 65 bis 7d, 80 bis 90, Russe 35 bis 40; das Tauben 50 bis 63, ausländische Eier 12 ÄilS 14, inländische 14, Blumenkohl 30 bis 60, autd SfeuSN«1 10 bis 15, Oberkohlrabi 8 bis 10, Lauch ift br ii« 10, Rettich 10 bis 15. Sellerie 10 bis 35, e n mir un ' 5 bis 10 Pfennig: der Zentner: Kartoffeln diewty Weißkraut 4, Rotkraut 6. Wirsing, grün Äg aufefnanbet,3 ,Qrf- ndere und hielt» ^OVnoti.^Clt. wir nicht twni;. “ Ta g e s k a l e n de r für Samstag : utten. Gewch siitkt°dtkirche. 23 Uhr, Musikalische Feierstunde des aber mit ftil^B»lsch«n Kirchenchors Berlin. — Oberhessische ich heute Wundn^lU ' - lür Ratur- und Heilkunde. 2 .15 Uhr, i grofee national!*c °I Anatom.s ' en Instituts, Sitzuna. - a w ®.b. v.. 23.30 Uhr, „Aquarium". Monats-Der- mätiV ^trag über Physiologie „Die Funk- m Deckand un)fcnen L€8 Rervensystems'. - Lukasgemeinde, 23 m ütniano, Lukassaal. Familienabend. - Lichtspielhaus, nationale EickN".hofftraße, l!15 ^hr „Das Erwachen der is jedoch ist if)trauen und helmstraße für die Zeit vom 14. bis voraussichtlich 23. Dezember für den Verkehr mit Fahrzeugen aller Art polizeilich gesperrt. Di« Sperrung ist im Interesse der Sicherheit des Eisenbahnverkehrs notwendig. Die Umleitung in Richtung Franksurt am Main erfolgt durch die Alicenstrahe. Ludwig- straße, Wilhelmstrahe. die Umleitung nach der Stadt durch Wilhelmstraße. Ludwigstraße. Ali- censtraße. Di« ausgestellten Sperr- und Umleitungsschilder sind zu beachten. ** D i e Ladengeschäfte in Gießen sind am morgigen Silbernen Sonntag von 12 bis 18 Uhr geöffnet. ** Brotpreis-Abschlag. Die Bäcker- Innung Gießen gibt in unserem heutigen An- zeigenteil bekannt, daß von jetzt ab ein 4-Pfund- Roggenbrot 60 Pfennig (bisher 65 Pf.) und ein 4-Pfund-Mischbrot 70 Pfennig (bisher 75 Pf.) kosten werden. Die jetzige Ermäßigung des Brotpreises ist die fünfte im Verlause dieses Jahres. ** Der Winter Im Vogelsberg. Wie wir heute früh vorn Hoherodskopf hören, liegt dort oben eine Pulverschneedecke von etwa 3 bis 10 Zentimeter Höhe. Di« Sportmöglichkeit wird als mäßig und eigentlich nur im Wald« vorhanden bezeichnet, der Schnee am Hang ist verweht. Zu guter Spvrtausübung seien mindestens noch 10 Zentimeter Schnee erforderlich. Bei bedecktem Himmel war es heut« früh 11 Grad kalt. •• Richts damit z u tun. Wie unS von der Kriminalpolizei $u dem gestrigen Polizeibericht über die Aufklärung von Diebstählen mitgeteilt wird, legt Herr Willy Bender, Kaiserallee 6, Wert auf die Feststellung, daß er mit dem gestern gemeldeten Diebstahl eines Pullovers durch einen Fuhrmann W. D. nichts zu tun hat. ** Arbeiterkolonie Neu-Ulrich st ein. Vor kurzem fand in Gießen — wie man uns berichtet — die Jahresversammlung des Vorstandes der „Arbeiterkolonie Neu-Ulrichstein" unter dem Vorsitz des Geheimerats B e st (Darmstadt) statt. In der heutigen Zeit der Arbeitslosigkeit und Armut verdient das Unternehmen besondere Beachtung, weil es vielen Armen eine Stätte der Rettung und der Zuflucht geworden ist. Aus dem Bericht, welcher der Jahresversammlung oorgelegt wurde, ist herauszuheben, daß dem Sohn des seitherigen Leiters der Anstalt, des verstorbenen Oekonomierats Ritte, Landwirt Albert Ritte, die Gesamtleitung überSpielplan der Frankfurter Theater. Opernhaus. Sonntag, 11. Dez., von 15 bis 17.30 Uhr: 2m weihen Röhl; von 19.30 bis 22.45 Uhr: Die Csardasfürstin. Montag, 12. Dez.: Geschlossen. Dienstag, 13. Dez., von 20 bis nach 21.30 Uhr: Salome. Mittwoch, 14. Dez., von!5.30 bis 17.30 Uhr: Der gestiefelte Kater: von 20 bis 22.30 Uhr: Tiefland. Donnerstag, 15. Dez., von 19.30 bis 22.30 Uhr: Don Carlos. Freitag, 16. Dez., von 19.30 bis 22.30 Uhr: Die Csardasfürstin. Samstag, 17. Dez., von 20 bis 22.45 Uhr: Die Entführung aus dein Serail. Sonntag. 18. Dez., von 15.30 bis 17.30 Uhr: Der gestiefelte Kater: von 20 bis 22.45 Uhr. 30jährige Jubiläums- und Abschiedsvorstellung für Richard Breitenfeld: Cavalleria rusticana. Hieraus: Der Bajazzo. Montag, 19. Dez., von 20 bis 22.30 Uhr: Rigoletto. Schauspielhaus. Sonntag, 11. Dez., von 15.30 bis 18 Uhr: Wetter veränderlich: von 20 bis gegen 23 Uhr: Der Verschwender. Montag, 12. Dez., von 20 bis nach 22.30 Uhr: Die endlose Straße. Dienstag, 13. Dez., von 20 bis 22.30 Uhr: Hedda Gabler. Mittwoch, 14. Dez., von 20 bis gegen 22 Uhr: Der mutige Seefahrer. Donnerstag, 15. Dez., von 20 bis gegen 22.30 Uhr: Moral. Freitag, 16. Dez., von 20 bis nach 22.30 Uhr: Die endlose Straße. Samstag, 17. Dez., von 20 bis gegen 23 Uhr: Der Verschwender. Sonntag, 18. Dez., von 15 bis 18.15 Uhr: Der Hauptmann von Köpenick; von 20 bis gegen 23 Uhr: Der Verschwender. Montag, 19. Dez., von 20 bis nach 22.30 Uhr: Die endlos« Straße. ssgeschrieben: Morgen, Sonntag, als Fremden- Ioriiellung zu ermäßigten Operettenpreisen die . s$'jgeroperette „Peppina" von Oesterreicher und llPi 9Bl^; Leitung: Wrede-Moehl-Bäulke. MVm s5p:?lbauer von 18.30 Uhr bis 21 Uhr. - Die , ,,2>P i aller Dingtu petimeifter Moehl, Tanze Anny und Ewald d dein Leben äu l k e, am Sonntag, 18. Dez., 15 Uhr, erst« n Auge g° u,Wg Zur Ausführung. Um allen Eltern auch in ÜebenslMl. °'»Hm Zeiten ihren Kindern den Besuch des Mär- it hinleiten ""fleps zu ermögl.chen. sind besonders niedrige, den i. ,Muter Feitoerhältnissen angepaßte Eintrittspreise angesetzt. re9" unb: - " Sperre in der Franks ur ter a“ 6icaße. Das Polizeiamt teilt mit: Die Frank- Auae M Straße wird von der Liebigstraße bis Wil- i» 1**———————---------- 269 a Gute Existenz einer H.KaÄSsl/toM Kreuzplatz 1F Telefon 2773 Beachten Sie bitte unsere Schaufenster 8731 A Darum kauft die kluge und sparsame Hausfrau Ihr -.8761 D Men-infl Konfekt-Mehl Bäcker-Innung Gieben b. 12. Tä A, erteilt 07240 SllükMü Bünersöorf Wilhelmstrabe 51p. Örtern er1 tun! i '* unb 3 [Vermietungen | ScIlÖn.t-ZillHD.-Volin. 3-3imme* Lafjfln »knunaen IJUUC11 2> u Wohnungen öe* > JNH de* Mmeit MEHRum per Pfund 19 Pfennig per Pfund 22 Pfennig per Pfund 24 Pfennig Samstag ad end Hotel Schütz 3.,* «I» hi."11 ta'ffib intebo Blütenmehl...... Weizenmehl O ... . fist. 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Es ist sehr unwahrscheinlich, daß man in England die Kündigung einfach hinnehmen wird, aber schon dasblohe Faktum, daß Persien, sei es auch mit russischer Rückendeckung, einen solchen Schritt gewagt hat, ist nur erklärlich, wenn man den inneren Unterschied zwischen dem Bor- und dem Äachkriegs-England in auswärtigen Fragen in Rechnung stellt. Der Geist der englischen Politik hat sich geändert, und dafür hat niemand eine so feine Empfindung, wie die Asiaten. Bei meinem jüngsten Aufenthalt in Britisch- Indien, in. Aegypten und in den englischen Mandatsgebieten des Orients bekam ich wiederholt zu hären: Merkwürdig, wie sich das durchschnittliche Niveau der Kräfte, die jetzt für den indischen und orientalischen Dienst Englands hinausgehen, e r • niedrigt hat! Tatsächlich wurde besonders für Indien früher nur Material erster K.asse angenommen. Wer in die indische Zivilverwaltung hineinwollte, mußte die stärkste Siebung passieren, die es im englischen auswärtigen Dienst gab. Jetzt trifft man selbst in Indien zweitklassige Leute, und ihre Zahl nimmt zu. Dasselbe gilt für den Orient. Ist es eine Folge davon, over stammen beide Erscheinungen aus einer Wurzel, wenn sich heute in allem, was England im Rahen, im Mittleren und auch im Fernen Osten tut, eine auffallende Schwunglosigkett zeigt? Die englische Politik in Indien schwankt seit Kriegsende zwischen Dach- giebigkeit und wechselnden Versuchen, die „feste Hand" zu zeigen, hin und her. Der neue Dize- könig, der vor einem Fahr den kompromißfreund- lichen Lord I r v i n ablöste, begann mit einem scharfen Regime, mit Massenverhaftungen. ®o fängnisstra,en und Konfiskationen der Gelder, die der indischen älnabhängigkeitspartei zur Verfügung standen. Erreicht wurde damit nicht viel, weil die Bewegung durch das Wachsen des mit der Weltkrise zusammenhängenden Rotstandes auch in die breite bäuerliche Masse eingedrungen ist. Dort kann man ihr mit Gefängnis nicht mehr begegnen, noch weniger mit der gewaltsamen Beitreibung verweigerter Pachten und Steuern. Ganz in der Stille findet letzt in London eine dritte Indienkonferenz statt, an der nur ein kleiner Kreis „gemäßigter" indischer Politiker beteiligt ist, aber auch diese sind unter dem Druck der herrschenden Volksabstimmung zurückhaltend gegenüber dem Plan, eine neue indische Verfassung einseitig durch Verordnung einzuführen. Im Rahen Orient hat England die staatliche Selbständigkeit des Königreichs Irak anerkannt. Militärisch sucht es das Land durch, drei große Flicgerlager in der Hand zu behalten. Eines davon wird jetzt von Mossul nach Kerkuk verlegt, also unmittelbar an die Stelle, wo letzthin große Oelvorräte durch Bohrungen aufgeschlossen sind. Bon hier wird eine schon im Bau befindliche Röhrenleitung nach den neuen großen Hcxen-- anlagen von Haifa führen. Hiermit sind die jetzigen englischen Ziele in Irak und in Palästina am Ende. Man will das Oel und man will den Ueberlandweg nach Bagdad, Südperfien und Indien haben, aber man denkt nicht mehr an die früheren großen Kulturpläne, die aus Babylonien ein zweites Aegypten machen sollten. Die alte imperialistil'be Schule der Cecil Rhodes, Lord Curzon, Joseph Chamberlain und ihrer Gejinnungsgenossen ist in England ausgestor- ben — jene Schule, deren Betenntms Lord Roseberrys Worte waren: „Wir haben uns daran zu erinnern, daß es zu unserem Erbe und zu unserer Verantwortlichkeit gehört, dafür zu sorgen, daß die Welt, soweit wir sie formen können, keinen anderen Charakter erhält, als den angelsächsischen!" Dom Bett aus gesehen. Von Fred Lang. . Es kann auch dem anständigsten Menschen oas- fteren, daß er mal krank wird. Man geht ins Theater, beispielsweise, und muß in der Pause eine Zigarette vor der Tür rauchen, so im Husch, ohne Hut und Mantel. Aus dem Heimweg niest man schon, am nächsten Morgen hat man so ein trockenes Gefühl im Hals, mittags ist bereits das achte Taschentuch verbraucht, abends kaut man für drei Mark Tabletten, nachts kann man nichi schlafen und morgens ist man krank. An sich ist Krankheit ja was ganz Nettes, das Esten ist besser als sonst, und behandelt wird man auch gut Das Netteste aber ist, daß man durch ein b ßchen Kranksein die Dinge plötzlich in einer völlig neuen Perspektive sieht: Das Büro ist ganz weit weg, und das Haus, die Häuslichkett, das Fmilienlebsn rücken in nächste Nähe. Jeder Gedanke an das Büro und an die Arbeit ist eine reine, unverfälschte Freude. Sonst stürzt man täglich um acht Uhr aus dem Haus — heute stürzen mol nur die anderen. Um neun Uhr bringt der Bote die Post. Auf jedem zweiten Dries steht: Rücksprache! und ab und zu lind wütende Aus- rufunaszeichen oder höhnische Fragezeichen an die unpassendsten Stellen gemalt. Dann feixt man im Bett und stellt sich vor, wie nun der liebe Kollege hintappern wird zum hohen Ches, um Rücksprachen zu erledigen und sich anschnauzen zu lassen für Böcke, die er gar nicht gemacht hat, und die, wie jeder weiß, der in einem Büro arbeitet, gar keine Böcke sind, denn der Chef hat nur schlecht gefrühstückt. Die Sekretärin wird schlecht gelaunt sein, weil sie sich heute bei niemanden beklagen kann, daß ihre Wirtin eine blödsinnige, alte Spinatwachtel ist, und daß ihr Freund gesagt hat, Tonga kann man nur mit Seele tanzen. Die Kollegen werden beim Mittagessen darüber reden, daß „der" schon wieder mal krank ist. Der Lange, Unsympathische mit den abstehenden Ohren wird sagen, so ein Leben möchte er auch mal haben, aber der kleine Dicke mit dem Kinderlächeln wird einen in Schutz nehmen und sagen, ,Her" hätte gestern schon so verdächtig geniest. Die Domen im Schreibmaschinenzimmer werden doppelt so lange Mittagspause machen wie sanft, weil keiner aufpaßt. So aus der Entfernung geiehen, ist das Büroleben eines der erfreulichsten. Wohingegen aber sämtliche vorhandenen Jllusio« Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefien) Samstag, 10. Dezember 1952 Drei Dinge sind es hauptsächlich, die auf das englische Selbstgefühl von heute drücken: der V e r • l u st der Suprematie zur See, die aussichtslose Unterlegenheit gegenüber der kolosialen Bewaffnung Frankreichs mit Kriegsflugzeugen und Unterseebooten, endlich der schwere Rückgang des englischen Handels, der lange vor Beginn der Weltkrise deutlich war. Datieren doch die Millionenziffern der englischen Arbeitslosen schon seit 1921! Will man den Wurzeln der Wandlung noch weiter nachgehen, so stößt man, abgesehen von den Folgen des Krieges, auch auf das Ein - porkommen der Arbeiterpartei, das schon an sich einen Wandel der englischen Men- talttät zum Ausdruck brachte. Die Labour Party ist zwar auch imperialistisch, aber sie ist es ohne den grandiosen und oätentiösen Zug der früheren Zeitk. Die englischen Konservativen. die jetzt maßgebend sind, stecken sich ihre ideenpoliitischen Ziele auch nicht mehr weiter. als bis zum Zusammenhalten des Imperiums durch wirtschaftliche Maßnahmen, Vorzugszölle u. dgl. Als vor dreißig Iahren Lord Curzon sein Buch über die Ostprobleme schrieb, setzte er ihm die Widmung vor: „Denen, die da glauben, daß nach dem Willen der Vorsehung das Brtitische Weltreich das gewaltig ste Werkzeug zur Forderung des Guten ist, das die Erde gesehen hat!" Weder Macdonald noch Baldwin sind die Männer, um solche Worte aus innerstem Herzen zu wiederholen. Eine Art Epigonie des „ethischen" Imperialismus ist nur Lord Robert Cecil, seit Iahren ein Prediger in der Wüste mit seiner Mahnung, England solle sich an d i e Spitze des Völkerbundes stellen, es solle in dieser Körperschaft die „Sache des Rechts und der Wenichl ich ke tt" zu der seinen machen und so die moralische Führung in der Welt an sich bringen! Ein abgeschwäch.es Surrogat für die alte stolze These: Macht die Welt englischer, damt sie besser wird! Was der englischen Politik materiell und seelisch die Flügel geknickt hat, das war derWeltkrieg! Daß England sich in ihn hineinziehen ließ, daß es sich von der französischen Rachgier und der eigenen Kriegspsychose blind und toll nach Versailles führen ließ, und in den Ruin der Welt durch die Frie- densdiktate willigte, dafür zahlt es jetzt feine Buße. Als der Krieg zu Ende war, schienen Pevsien und Afghanistan einfach englische Protektorate geworden zu sein. So wollten die Engländer sie auch behandeln. Afghanistan aber machte sich mit der Waffe frei, und Persien hat sich unter seinem jetzigen Herrscher ein Maß von Unabhängigkeit wiedererworben, wie sie das Land seit einem Menschenatter nicht mehr besessen hat. Es ist kein Geheimnis, daß Sowjetrußland den größten Einfluß in Teheran besitzt, aber nicht mehr nach txr früheren brutalen Petersburger Methode, sondern mit kluger Betonung der Souveränität und internationalen Gleichberechtigung des persischen Staates und der persischen Nation. Auf alle Fälle ist es ein kluger Streich von Moskau, daß es — wie zweifellos geschehen — den Schah zur Aufhebung der Konzession ermutigt hat, denn es wird für England die größten moralischen Schwierigkeiten machen, bei der letzigen Weltlage Persien mit Waffengewalt dazu zu zwingen, daß es die Ausbeutungskonzeffion wiederherstellt. Der „Kürst der Berge". König Zogu setzt sich in Albanien durch. Don unserem ^..-Berichterstatter. (Rachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Durazzo, Ende November 1932. Anno dazumal führte Nikita von Montenegro den Beinamen „Fürst der schwarzen Berge". Seine Herrschaft gehört längst der Vergangenheit an; auch das Königreich Montenegro mußte an die serbische „Befreiung" glauben und verschwand vom Erdboden, um nur in alten Operetten weiterzuleben ... Zurzeit gebührt die Bezeichnung „Fürst der Berge" dem jüngsten euro- päftchen König: Zogu I. von Albanien. Stimmte die Behauptung, daß man zum Herrscher planmäßig erzogen wird, hätte sich König Zogu kaum halten können. In feiner Jugend hütete er die väterliche Herde in „seinen" Bergön, die eines denkwürdigen Tages auch im souveränen Sinne die seinen werden sollten. Die Militärkarriere trat er als Einjährig-Freiwilliger in einem k. u. k. Reiterregiment an; noch richtiger in einem nach Aibanien kommandierten Detachement der Formation. Der k. u. k. Rittmeister, dem damals die mllitärische Erziehung des Einjährigen Achmed Zogu anoertraut wurde, konnte die ersehnte Majorcharge niemals mehr erreichen und fristet heute als schlichter Zivilist sein Leben in der (Eigen)d)aft eines — Barbefitzers in Berlin! Sein ehemaliger Kadett-Aspirant hingegcgen zog vor etlichen Jahren in Tirana ein und avancierte vom schlichten Offiziersaspivanten schnurstracks zum Generalissimus. Allerdings war der Einzug reichlich strapaziös. Erstens befand sich die sogenannte Autostraße, die die Küste (Duvazzo) mit der im mittleren Albanien gelegenen neugebackenen Hauptstadt Tirana verband, in einem mehr als mittelmäßigen Zustande sie eignete sich nicht für Autofahrten und verdiente kaum die Bezeichnung „Straße". Weitere Schwierigkeiten ergaben sich'daraus, daß die Armee vorläufig nur auf dem Papier existierte. Und nicht zuletzt setzten die zahllosen „Fürsten der Berge" alles daran, dem Eindringling praktisch zu beweisen, daß Albanien nicht nur theoretisch eine „wilde Gebirgslandschaft" sei. nen brutal zerstört wurden, so man fein eigenes trautes Heim tagsüber aus nächster Nähe betrachtet. Eigentlich kennt man seine eigene Frau am wenigsten. Wenn man morgens fortgeht, besteht sie ausschließlich aus zwei Zwinkeraugen und einer Anzahl unordentlicher Wasserwellen, die aus dem Spalt zwischen Steppdecke und Kopfkissen herausgucken. 2lbends ist sie ein heiteres, angenehmes Geschöpf, das einen im Sommer an der Haltestelle, im Winter holdselig winkend hinter den Gardinen erwartet. Solange es sich nicht um Geld handelt, lebt man mit ihr in schöner Harmonie. Im Krankheitsfälle aber macht man schlagartig die erstaunliche Entdeckung, daß man mit einem der beschäftigtsten Menschen der Stadt verheiratet ist. Um neun Zahnarzt, um zehn Friseur, um zwölf mit einer Freundin im Cafs verabredet, um eins Putzmacherin, Punkt zwei muß gegessen werden, weil um drei Anprobe bei der Schneiderin ist, um fünf Bridge, und um halb neun kommt sie dann abgespannt nach Hause. Ich habe mir nie eine Vorstellung davon gemacht, wie entsetzlich schwer das Leben für eine junge Fraü ist. Da stöhnt unsereiner, daß er so viel zu tun hat, daß er sich ärgern muß über den Chef oder die Kollegen oder die Sekretärin. Was ist das alles gegen bie heroischen Kämpfe einer Frau mit dem -Schneider, gegen die Aufregungen und Komplexe um eine neue Frisur, und was sind schon die geschäftlichen Sorgen eines Mannes, verglichen mit den übermenschlichen Anstrengungen um einen verpatzten Sans-Atout beim Bridge? Was ist schon der tollste Krach, den man mit dem Finanzamt hat, gegenüber dem Furioso im Handschuhgeschäft, weil ein Fleck am rechten Daumen mar? Wirtlich und wahrhaftig, man unterschätzt seine eigene Frau. Auch ein Kind bietet, vom Bett aus gesehen, erstaunliche Ueberraschungen. Gewöhnlich sieht man es morgens grabe aufwachen, wenn man fortgeht, und abends sieht man zu, wie es schlafen gelegt wird. Man ist als Vater eine seltene und daher kostbare Erscheinung und genießt das Vorrecht, mit erlesener Delikatesse behandelt zu werden. Steigt man aber durch Zuhausebleiben in den Kreis gewöhnlicher Sterblicher hinab, so erhält man einen Platz in der Rangliste, so etwa zwischen Teddybär und Spielzeugauto. Manchmal wird man als Grammophon benutzt und muß ein dutzendmal hintereinander die idiotischen Verse von den zehn kleinen Negerlein deklamieren. Wenn man dabei unglücklicherweise die Entdeckung macht, daß der Spröß- ling eine chronische Neigung zum Daumenlutschen König Zogu erbrachte jedoch gar ball) den Fä'hig- keitsnachweis, daß er die Schwierigkeiten meistern konnte. Er begann zu bauen. Erst Straßen. Dann Eisenbahnen. G.eichzeitig eine zuverlässige, nach westlichem Muster organisierte Armee. Italienische, österreichische und ungarische Offiziere drillten das Heer. Deutsche und italienische Ingenieure legten Eisenbahnschienen. Straßen entstanden, und bald fuhren funkelnagelneue Autobusse über die funkelnagelneuen Straßen. Neues Leben blühte. Nicht etwa aus den Ruinen, sondern aus dem Nichts. Denn bis dato bildeten Ackerbau und Viehzucht die Hauptbeschäftigung der Bevölkerung. Industrie und Handel waren ebenso unbekannte Begriffe wie Straßen und Bahnen. Nichts natürlicher, als daß die Entstehung der letzteren die erhofften Folgen hatte. Die zunächst etwas bockigen Nachkommen der alten Illyrer mußten langsam einsehen, daß sich ein fast durchweg gebirgiges, nur zum kleinsten Teil ebenes und fruchtbares Land nur bei einer schrittweise durchgeführten Industrialisierung lebensfähig erhalten könne. Die Wiederstände wurden allmählich abgedrosselt. Die Kulturkämpfe ebenfalls; die Anhänger des Islams (etwa 500 000), sowie der griechijch- und römisch-katholische Kirche (zusammen etwa 300 000) gingen gemeinsam an das große Werk, das ständige Aufruhrgebiet und das Streitobjekt der Nachbarstaaten in ein Fürstentum umzuwandeln, das berechtigte Hoffnung hat, als selbständiger Nationalstaat zu bestehen und zu erstarken. Selbstverständlich verfolgte Italien mit der schon im Jahre 1917 erfolgten Verkündung der albanischen Unabhängigkeit bestimmte Ziele. Die Gegenwart Albaniens heißt Arbeit, Ar- deit und noch einmal Arbeit. Der Fürst der Berge gibt sich alle Mühe, das von feinen Vorgängern, Skanderbeg, Ismael Kemal Bei und dem Prinzen Wied Versäumte gründlich nachzuholen. und nebst seiner eigenen Machtstellung auch die Zukunftsentwicklung seines Landes zu sichern. Oft totgesagt, dürfte König Zogu langlebig werden. und Nasenbohren hat und wenn man größenwahnsinnig genug ist, diesen lieben Gewohnheiten durch erzieherische Sprüche Einhatt gebieten zu wollen, fällt man der Verachtung seines eigenen Kindes mit Recht anheim. Gekränkt entflieht ber Knabe, um sich besseren Menschen zu widmen. Leider aber treibt ihn die Neugier und die Seltenheit des Falles ball» wieder zu feinem Erzeuger zurück, der dann den Rest des Tages vollauf damit beschäftigt ist, Spielzeugaffen auszuziehen, verbogene Blechautos zu reparieren und hundertmal Kuckuck schreiend unter der Deckdecke zu verschwinden, um mit ebenso blödsinnigem wie gellend lautem Daa!-Gebrüll wieder heroorzutauchen. Beschämt muß ich gestehen, daß meine artistischen Fähigkeiten nicht dazu ausreichen, die Aufmerksamkeit meines Sones zu fesseln. Er stand schließlich mitleidig-gelangweilt vor meinem Bett, natürlich wieder, zum Donnerwetter, mit dem Daumen im Mund. Da Schimpfen vorher nichts geholfen hatte, griff ich zu beißender Ironie und sagte: Nuckelpeter! Er marschierte, immer den Daumen im Mund, bis zur Tür, drehte sich nach mir um, wies mit dem nassen Daumen anllagend gegen seine Brust und sprach überzeugt und gelassen die inhallsschweren Worte: Nuckelpeter gutes "Kind! Er gab meinen Fall als hoffnungslos auf und verschwand endgültig. Der geneigte Leser wird verstehen, daß ein innerer Drang mich nach zwei Tagen dazu trieb, gesund zu werden. Ein Mann gehört in seinen Beruf! Zehn Gebote für die $rau — sieben für den Mann. Wie sie sich verhalten müssen, um eine ideale Ehe zu haben, nun wissen's die Leute endlich. Wenigstens in Cremona. Dort drückt ihnen der Pfarrer einen „Leitfaden für das richtige Verhalten zwischen Mann und Frau, Dekalog für jede Hälfte' in die Hand, und es soll nicht seine Schuld sein, wenn so und so die Hälften ungleich ausgefallen sind. Die 10 Gebote für die Frauen lauten: 1. Du sollst nicht in einemfort sprechen. Dein Mann will auch zu Wort kommen. 2. Du sollst deinen Mann lieben, ihm das richtige Essen oorsetzen und einen geordneten Haushalt führen. 3. Du sollst dich nicht in die Berufsgeschäfte deines Mannes einmischen« Ost vermählt (durch falsche Nachrichten), ist er bis* lang ledia geblieben. Und viel bekämpft von seinen eigenen Landsleuten, hat er sich zuguterletzt als Souverän durchgesetzt, der ehemalige Hirtenknabe und k. u. k. Kadettaspirant. schon heute rollt auch französisches Gold über Belgrad reichlich durch Albanien, um die großangelegte Aufbauarbeit zu zerstören. Die Folge der Wühlarbeit: Attentatsversuche, politische Prozesse und Todesurteile gegen die verblendeten und nachweisbar bestochenen Verschwörer. Es fällt dem König bestimmt nicht leictst, die harten Urteile zu unterschreiben. Ist er doch, nach Aussage seiner engsten Umgebung, ein sogenanntes weiches Gemüt, der für schöne Künste, Literatur und sonstige friedliche Dinge schwärmt. Frankreich ruht aber nicht und erschwert dem königlichen Baumeister fein Leben. Das sowieso nicht gerade auf Rosen gebettet ist, wenn man allen Sonderwünschen der drei Konfessionen, sowohl den toskisch als auch den gegisch sprechenden Stämmen und allen Gesellschastsschich- len gerecht werden will. Jedenfalls stellt König Zogu feinen Mann; wäre er nicht gekommen, hätte Albanien unter dem Bischof Fan Noli sehr leicht Moskau verfallen können. Scheiterte dank seines radikalen Durchgreifens die moskow.tische Welle auch in dieser Ecke von Südosteuropa, so ist zu erhoffen, daß er auch im zähen Kampfe zwischen Frankreich und Italien im Südosten und auf dem Balkan sein Scherflein dazu beitragen wird, den Frieden Europas zu fördern. Mustne- und Handelskammer Friedberg. WSR. Friedberg, 9.Dez. Die Industrie- und Handelskammer Friedberg hielt gestern eine gut besuchte Vollversammlung ab. Der Vorsitzende der Kammer. Kaufmann Hirsch, eröffnete die Sitzung und stattete insbesondere den mit Ende dieses IahreS ausscheidenden Herren Philipp Müller. Dr. Möhring unb Dr. Fertsch den Dank der Kammer für die geleistete Arbeit ab. Der Syndikus der Kammer, Dr. Göbel, berichtete eingehend über die Kammertätigkeit der letzten Monate. Danach erwuchsen der Kammer auf den verschiedensten Gebieten der Außenhandels-, Wirtschafts- und Finanzpolitik umfangreiche Arbeiten. Im weiteren Verlaufe der Sitzung wurde die gegenwärtige Wirtschaftslage eingehend besprochen. Hierbei kam zum Ausdruck, daß ruhige und sachliche Arbeit dasGe- bvt der Stunde sei. und daß die Ansätze zu einer Wirtschaftsbelebung sich zu einer stabilen Aufwärtsentwicklung gestalten möchten. Voraussetzung für .eine erfolgreiche Aufbauarbeit sei die Schaffung des unbedingt notwendigen allgemeinen Vertrauens durch Ermöglichung ungestörter wirtschaftlicher Tätigkeit und das Zusammenwirken aller dazu berufenen Kreise der Wirtschaft und der Politik. Eingehende Erörterungen fanden die Fragen der zur Zeit bestehen-- den Ausfuhrschwierigkeiten und der deutschen Handelspolitik. Die Gewerbesteuerveranlagung war sodann Gegenstand eingehender Aussprache. Da sich die Ertragsverhältnisse der Betriebe in der Zwischenzeit bedeutend geändert haben, ist die Kammer im Benehmen mit den übrigen hessischen Industrie- und Handelskammern bemüht, für eine Anpassung der Cewerbebefteuerung an die tatsächlichen Verhältnisse Sorge zu tragen. Schließlich wandte man sich gegen dieäleberbe- steuerung des Kraftverkehrs und warnte vor einer völligen Erdrückung der Kraftverkehrswirtschaft. Belebung der Meinschiffahrt. WSR. Mainz, 9. Dez. In den letzten Tagen kann man eine erfreuliche Belebung auf dem Rhein feststellen. Eine Aruahl von Schiffen, die lange Zeit in den „ Friedhöfen" lagen, sind wieder auf die Reise geschickt worden. Verschiedene Schlepper, die man lange auf dem Rhein nicht mehr gesehen hat, sind wieder im Dienst. 4. Du sollst an Hausklatsch feinen Gefallen finden und ihn nicht weiterverbreiten. 5. Du sollst in Gegenwart anderer nicht mtt deinem Manne prahlen, sondern chm durch die Tat Gutes erweisen. 6. Wenn du ihm Vorwürfe zu machen hast, tu es sofort und dann vergiß alles. 7. Du sollst nachsichtig gegen seine Schwächen fein, aber seine guten Eigenschaften bei jeder Gelegenheit betonen. 8. Der Mann ist kein Dienstmädchen, denke dran! 9. Zuerst das Haus, dann deine Kleider! 10. Dein Mann will manchmal allein fein, du darfst ihn dann keinesfalls stören. Für den Mann find die 10 Gebote folgendermaßen konzentriert worden: 1. Du sollst zu deiner Frau heute so nett sein wie in den ersten Tagen. 2. Lobe mit Wort und Blick das Esten, das dir vorgesetzt wird, denn es wandert nicht von selber auf deinen Tisch. 3. Denke an deine Frau, wenn du Sorgen hast, und besprich dich mit ihr. 4. Sei nicht brummig, sondern so, rote du es von deiner grau wünschest. 5. schwindle nicht über deinen Vermögensstand, denn vor Gott ist derjenige der schuldige Tell, der feine Frau im Unklaren gelassen hat. 6. Den Geburtstag deiner Frau und deiner Kinder, wie auch den Hochzeitstag mußt du auswendig wissen. 7. Versteife dich nicht aufs Rechthaben, denn das letzte Wort gehört der Frau. Damit hört der Dekalog auf, und es wäre ja auch zwecklos, ihn nach dem Trumpf des siebenten Gebotes fortzusetzen. G. W. E. Zeitschriften. — Einen Eigenbericht Wolfgang von Gronaus über den schwierigsten Abschnitt seines Wett- sluges bringt die neue Rümmer der Leipziger ,.I l l u st r i r te n Zeitung" (Verlag I. 2. Weber). Reben schönen Kunstblättern und einem reichhaltigen Llnterhaltungsteil bringt des Heft u. a. interessante Beiträge über deutsche Landschaft, atte Volkstrachten, über den Welthandel der vorgeschichUichen Zett, über den bekannten Forscherarzt Albert Schweitzer u. a. m. Dazu die tagesgeschichtliche Bildreportage und eine eingehende Modeberichterft.ctttung. Oie Verwendung der hessischen Ruhrgel-er. WSN. Dprmstadt, v. Dez. Die Hessische Handwerkskammer veröffentlicht eine Mitteilung, in der u. a. folgendes gesagt wird: Die Handwerkskammer hat sich wegen der Art der Zeugenvernehmung an den Vorsitzenden des Untersuchungsausschusses gewandt. Die Ladung weiterer mit der gesamten Materie vertrauter Personen wurde gefordert. Die von einigen Zeugen dargeleg- ten Einzelheiten entsprechen zudem in wesentlichen Punkten vielfach nicht den Tatsachen. So sind insbesondere Darlehn aus der Rhein-Ruhr-Hilfe nid)! an Beamte oder andere Personen Im unbesetzten Gebiet gewährt worden. Im übrigen behält sich die Handwerkskammer ihre Stellung zu den gemachten Aussagen vor. Falschgeld in der Wetterau. WSD. Friedberg 9. Dez. Ein Falsch- aeldvertreiber gab gestern mittag in einer Metzgerei in Dorheim ein F ü n f m a r k st ü ck in Zah'u g, daS &u spät al3 ur.e ht e tarnt wurde. Es ist nt-)t au';^ shlos'en, das) der Schwindler Stücke Kor ausgehobenen Falschgeldpresse in Offenbach vertrieben hat. Also Vorsicht! Landkreis Gictzru. Beuern, 9.Dez. Gestern abend veranstaltete die hiesige Ortsgruppe des Deich Sbun- des der Kriegsbeschädigten und Kriegerbinterbliebcnen im Saale Ker „Germania" einen Li htbildervortrag. Kamerad Schirm deck (Gießen) sprach über seinen Besuch der deutschen Kriegergräber in Flandern. Er wußte durch Wort und zahlreiche klare Lichtbilder die zahlreichen Zuhrrer zu fesseln. Bemerkenswert ist aus seinen Ausführungen, daß die englischen Soldatensriedhöse viel besser h?rgerich- tet sind, als die deutschen, was sich daraus erkläre, daß erstere durch den englischen Staat hergerichtet werden, während bei uns das Deich hierzu kein Geld zur Verfügung stellt und deshalb bei uns alles aus privaten Mitteln geschehen muß. G. A -Sport. Richli-Broccardo siegen im Kölner Sechstagerennen. Einen schönen Ausklang fand das am Donnerstagabend beendete fünfte Kölner Sechstagerennen. Die Gemüter der 6320 anwesenden Zuschauer kamen nicht zur Ruhe und besonders in der Spurtstunde nahmen die 3agt>cn kein Ende. Der Stand in der letzten Stunde wechselte immerfort, so daß man zeitweise nicht sagen konnte, wer die Spitze les Feldes innehatte. Das schweizerisch-französische Paar Dichli- Broccardo war am letzten Abend dem gesamten Feld überlegen. Velo.ders Droc- cardo, den man Wohl als den überhaupt besten Fahrer des Feldes bezeichnen kann, zeigte sich äußerst aktiv. Den stark favorisierten Kölnern Dausch-Hü''tgen ist es demnach doch nicht geglückt, den Wu' 'ch ihrer Landsleute wahr zu machen. Sie enceten a.i zweiter Stelle. Eine Dunde zurück folgten van Kempen-Pi nenburg (533 P.f, Funda- Maidorn (280), Siegels terbach (280): drei Dunken zurück Oszmella-Schorn (297); acht Dun- Len zurück Dopel-Korsmeper (176); zehn Dunden zurück Zims-Perelaer (228 Punkte). Getrennte Somm rspielmeisterschasten Nachdem die Deutsche Turnerischaft bereits bckannt- aab, daß die Durchführung der „Deutschen" Hand- ballmeisterschaft im nächsten Jahre nicht möglich sei, wird )etzt ein gleicher Beschluß bezüglich der Som- merspiel.Mcister'schaften laut. Der Vorstand des Turnausschusses der DT. erläßt folgende offizielle Bekanntmachung: „Mit Rücksicht auf das Deutsche Turnfest 1933 in Stuttgart wird Deutsch v Ay die Deutsche Meisterschaft Im Handball, Faustball und Schlagball nicht ausgetragen. Die Deutsche Sportbeyörde für Leichtathletik ermittelt dafür in eigenen Spielreihen für Fauftball und Schlagball sowohl für Handball die besten Mannschaften ihres eigenen Verbandes. Die Deutsche Turnerschaft fi'hrt anstelle der Deutschen Meisterschaft das „Tunfestspiel" in Stuttgart aus. In der DT. werden 1933 also keine Gastmannschatten der DSB. im Faustball und Schlagball spielen. Rircblidw Jlocbncbten. Evangelische Gemeinden. Sonntag, den 11. Dezember. 3. Advent. Sladtkirche. 9.30 Uhr: Pfarrassistent Knell; 11: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde; Pfarrassistent Knell; 17: Pfr. Becker; Beichte und hl. Abendmahl für die Markusgcmeinde. — Johanncskirche. 9.30: Pfr. Bcchtolsbeimer; 11: Kinderkirche für die Lukasgemeindc; Pfr. Bechtolsheimer; 17: Pfr. Aus- feld; Beichte und hl. Abendmahl für die Johannes- gemeinde; 20: Bibelbcfprcchung im Johanneslaal; Pfr. Lic. Waas. — Kapelle des Alten Friedyofs. 9.80: Pfr. Lenz; 11: Kinderkirche für die Luthergemeinde; Pfr. Lenz. — pelruskapelle. 9.45: Pfr. Lic. Waas. — Saal der neuen Krippe. 11: Kinderkirche für die Johannesgcmetnde; Pfr. Ausfeld. — 7?eue Aula. 11 15: Universitäts-Gottesdienst, Predigt Professor D. Dr. Cordier. — Klein-Linden. 10: Gottesdienst: 11: Kindergottesdienst. — 7v eseck. 9 45: Hanptgottesdierst; 11: Kinderkirche; 19.30: Advents» andacht. — Atten-Vuseck. 10: Gottesdienst; Kollekte; 13: Gottesdienst mit Trauung. — Großcn-Vuseck. 10.30: Gottesdienst. — Oppenrod. 9: Gottesdienst Katholische Gemeinden. Samstag, den 10. Dezember. Gießen. 16 30 und 19 Uhr: Beichte. Sonntag, den 11. Dezember. 3. Adventssonntag. Jeff der Unbefleckten Empfängnis. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion der Jungfrauen und Hausangestellten; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; Feier des 50. Jubiläums der barmherzigen Schwestern; 11: Messe mit Predigt; 16 30: Versammlung der Iungfrauen-Kon- gregation; 17.30: Andacht mit Segen_______________ Sonntagsdienst b/llmtc ».Apotheken nm 11.12.32 Dr. Geyer. Steinreich. Pelikanavotbeke. __________.'iabnarU: Dr ^nchnmer._______ Der Dezember, der Welhnachtsmonat, ist die Zelt, in der wertvolle Musik besonders empfängliche Herzen zu finden pflegt. Das Dezember-Programm der Electrola trägt dieser Tatlache Rechnung. Die Kulturaufgabe, welche die Schallplatte in den weitesten Kreisen der Bevölkerung erfüllen kann und zu erfüllen hat wird von der Electrola in diesem Monat wiederum oeachtet. 8524A Dann: 8729 D Bel Barzahlung 10% Rabatt! Wer praktisch denkt schenkt Gasgerät! Auf Wunsch Terminzahlung bis 12 Monate Fachmtinnlscho Bo- __ e e — e _ SS- Gas-Vereinigung Gießen Nicht nur die Hausfrau die ganze Familie ist beschenkt, wenn ein Gasherd unterm Welhnachhbaum sieht. Gas-H-rd mit ßral- u. Backofen v. 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Immer wieder mutzten die Briefe abgeändert werden, immer wieder hatte er etwas auszusetzen gehabt. Es war schon eine Quälerei um das bißchen Geld! Wenn sie nur aus dieser Misere heraus- kommen lönnte. Sie hatte es wirklich über. Unb dann: wie langweilig war es in dieser kleinen Stadt! 3n ihren Träumen malte sie sich immer ein Leben in der Großstadt auS, in Berlin oder in Paris oder in London. Wenn sie nur einmal so wohin kommen könnte! Dann würde sie gern wieder zu ihrer bescheidenen Tätigkeit zurückkchren. Ein einziges Mal heraus aus diesem eintönigen Leben! Ein einziges Mal die große Welt sehen, das Leben kennenlernen. Dann würde sie ja gern wieder an ihre Schreibmaschine zurückkehren. In tiefe Gedanken versunken, war Magdalene ihres Weges gegangen. Fast hatte sie schon den Reumarkt hinter sich, als ihr der Lotterie-Ein- nehmer einfiel. Der arme Müller! Der Lotterieladen war voller Menschen, die in einer langen Schlange anstanden. Magdalene runzelte die Stirn: da würde sie ja lange warten müssen. Aber es half nichts: sie hatte es Müller versprochen, da muhte sie den Auftrag schon erledigen, und wenn es auch noch solange dauerte. Sie stellte sich hinten an, rückte langsam vor. Wie geduldig diese Menschen alle warteten! Freilich, sie alle erhofften das Glück. Jeder von ihnen glaubte an den Treffer. Sie alle waren moderne Glücksritter! Sonderbare Typen waren darunter. Sich vorzustellen, wenn die plötzlich reich werden würden! Was sollten diese alten Mütterchen, die gebrechlichen Männer mit dem Großen Los?! Die konnten doch nichts mehr damit anfangen. Wenn man so jung war wie fie und so welt- hungrig, da könnte man es schon eher gebrauchen. Eigentlich müßte sie auch einmal den Versuch machen. „Ola, kleines Fräulein, wollen Sie auch einmal das Glück versuchen?" fragte lächelnd ein älterer Herr, der sich hinter Magdalene aufgestellt hatte. „O nein! Das ist nichts für mich. Ich würde ja doch nichts gewinnen: da lasse ich's lieber „Das glaub' ich nicht, kleines Fräulein, daß Sie kein Glück hätten. Zu einem so jungen und hübschen Menschenkind kommt das Glück am liebsten." ,Meinen Sie?" fragte Magdalene nachdenklich. »Was tostet denn so ein Los?" „3a, billig ist es nicht. Das einzelne ganze Los kostet fünfzig Mark. Aber — es muh ja nicht ein ganzes Los sein: man ist ja heutzutage mit allem froh, was man zu dem kargen Verdienst dazubekommt." „3a, ja!" Magdalene war weit weg mit ihren Gedanken. Wie ein Fieber war es plötzlich über sie gekommen. Sollte sie eS wagen — oder war es gescheiter, die Hände davon zu lassen? Als sie dann wieder auf der Straße stand, sah immer noch der Gedanke in ihr fest. ilnb wenn sie nur mit dem Einsatz herauskäme, dann hatte sie wenigstens nichts eingebüht. älnd sie hatte die Hoffnung... Man mühte es wagen — vielleicht... ? Ach, das war doch alles ilnfinn. Wo sie ohnehin keinen Pfennig übrig hatte, sich kaum ab und zu einmal ein billiges Fähnchen leisten konnte. Gs reichte gerade zum Leben, und wenn Mutter Hahn, ihre Wirtin, nicht so gut für sie sorgen würde, könnte sie kaum auskommen. Das schöne Essen, das Mutter Hahn ihr auch heute wieder hinstellte — es wollte ihr kaum schmecken. „Was haben Sie denn, Fräulein Lenchen, daß Sich heute so im Essen herum stochern? Sonst essen Cie daS doch so gern: Hammelfleisch und grüne Bohnen?" „Ach, Mutter Hahn, ich bin heute nur so abgespannt: es schmeckt so gut wie immer. Aber ich kann heute nicht viel essen!" „Wenn Sie mir nur nicht krank werden, Fräulein Lenchen! Die Grippe geht überall um. Gehen Sie lieber gleich ins Bett, trinken eine heiße Limonade. Vielleicht, daß wir sie dann verscheuchen." „Ich bin nicht krank, Mutter Hahn, nur tüchtig abgespannt. Mer Sie haben recht, ich werde bald ins Bett gehen. Doch sagen Sie mir, — haben Sie schon einmal Lotterie gespielt, Mutter Hahn?" „Ratürlich, Fräulein Lenchen! Einmal haben wir auch hundert Mark gewonnen, mein Mann und ich. älnd die Schwiegereltern meiner Schwester haben sogar zwanzigtausend Mark gewonnen: hatten sich gleich ein schönes Grundstück gekauft, das ihnen jetzt noch gehört. Die haben es gut seitdem." Magdalene nickte nur. Also das gab es wirklich, daß Leute viel Geld gewannen?! Ihr war ganz beklommen zumute. Sollte sie es wagen oder nicht? Morgen bekam fie ihr Gehalt — ein« hundertsechHig Mark, ilnb drinnen im Kasten, da lagen funfundneunzig Mark, die sie sich mühselig zusammengespart hatte. Wenn sie beides zusammenlegte, dann konnte sie da» Los kaufen. Gin ganzes Los natürlich, anders hatte es keinen Sinn. Wenn sie dann Glück hatte — fünfhunderttausend Mark konnte sie gewinnen! Herrgott!, das war ja nicht auSzudenken! Wie ein Ruck ging es durch das Mädchen. Gin Rausch packte Magdalene, nahm ihr jede Klarheit. Gin einziger Gedanke beseelte sie: das Große Los! Wenn sie das Große Los gewann, dann stand ihr die Welt offen. Dann tarn das Glück, dann wurde ihr Traum Wirklichkeit. Ja, sie würde es wagen! Sie mußte das Geld opfern, komme eS, wie es wolle. Sie kam nicht mehr von dem Gedanken los, würde keine Ruhe mehr haben! Sie machte die ganze Rächt kein Auge zu: warf sich hin und her, bis zum Morgen. Am anderen Morgen ging sie zur Arbeit, wie jeden Tag. Rur day sie wieder über den Reumarkt ging, um den Glücksladen zu sehen. Von weitern schon grüßte sie ihn, liebkosend strichen ihre Augen über das Schaufenster mit den vielen Losen. Heute nachmittag, da würde sie sich hier das Glückslos kaufen. Änd bann .. .1 Ihrem Kollegen Müller hakte sie stumm daS Los überreicht. • „Ra, Winterchen, diesmal werde ich sicher Glück haben, wo Sie mir das Los besorgten. Es hat Ihnen doch nichts ausgemacht, Winterchen?" „Ach wo! Gern geschehen, Herr Müller! Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen." Den ganzen Tag über war Magdalene Winter auffallend still, ganz mit ihren Gedanken beschäftigt. Zweimal hatte sie in eine Rechnung die Zahl 500 000 g?tippt: beide Male konnte sie es glücklicherweise selbst korrigieren, ohne sich eine Rüge Hippolyt Hoffmanns zuzuziehen. Um fünf LIhr ging sie fort, geradeswegs in das Lotteriegeschäft. Richt einen Augenblick «sie, als sie ein ganzes LoS verlangte. betet Hand zog sie das LoS aus dem bar- gereichten Bündel. Ihr Monatsgehalt legte fie auf das Zahlbrett. Erst al# fie wieder draußen stand, auf der Straße, kam ihr das Bewußtsein für das, was sie getan hatte. War sie denn wahnsinnig geworden? Jetzt besah sie nun einen ganzen Monat lang keinen Pfennig! Zunächst handelte es sich darum, für Mutter Hahn eine Ausrede zu finden. Sie konnte ja die Miete nicht b^ahlen... „Mutter Hahn, ich bitte Sie, seien Sie nicht böse: Sie müssen diesen Monat noch ein paar Tage mit der Miete warten." „Aber, Fräulein Lenchen, da brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Ich weiß ja, daß Sie ordentlich sind und anständig, und daß Sie sonst immer pünktlich bezahlt haben. Ratürlich warte ich gern, wenn ich Ihnen damit einen Gefallen tun kann. Hoffentlich sind Sie nicht leichtsinnig gewesen mit Ihrem Geld?" „Wie — wie meinen Sie das. Mutter Hahn?" „Ra — daß Sie vielleicht einem Kollegen au«- geholfen haben und das Geld nicht mehr zurück- bekommen. Sie müssen sich in acht nehmen, Kind! Sie sind zu gutmütig, lassen sich leicht au«- nützen. Machen Sie nur keine Dummheiten! Sie müssen hart genug arbeiten für das bißchen Geld." Eine tiefe Falte lag über Magdalenes Stirn, al« sie hinüberging in ihr Zimmer. Eine plötzliche Scham hatte sie überkommen. Was hatte sie nur getan? Darm siegte wieder die Hoffnung. Sie zog da« 5o« heraus, las immer wieder die Rümmer: 128 713. Leise strich sie mit den Fingerspitzen über das Stückchen Papier! Hier hielt sie es in den Händen, das Glück! Die Hoffnung, deren Erfüllung ihr den Weg ins Leben offnen würde. Roch zwei Tage, zwei lange, bange Tage — dann begann die Ziehung. Das Fieber hatte sie mit aller Wucht gepackt: sie dachte nicht mehr baran, wie sie früher über alle Menschen gespottet hatte, die sich mit solchen Wunschträumen quälten, sie als Dummköpfe bezeichnet hatte. Jetzt war sie selbst mitten unter mnen! Jetzt kam sie nicht mehr los von dem Dämon, der sie überfallen hatte. Fünfhunderttausend Mark — das Große Los! Sie — sie gan^ allein würde es gewinnen! Sie war ein Vabanquespiel eingegangen, und sie würde siegen... • Schloß Löbbau war ehedem ein alter Rittersitz gewesen. Aus der Chronik ging hervor, daß es aus dem Jahre 1346 stammte und von einem Erbherrn von Löbbau erbaut worden war. Dreihundert Jahre hindurch war es im Besitz der Löbbaus geblieben, bis 1622 der letzte Löb- bauer starb und das Gut, mit Schulden belastet, seinen Erben aus der Rebenlinie hinterließ. Diese Erben waren froh, das Schloß mitsamt den umliegenden Gütern für neuntausend Taler an einen Grafen von Tingelhausen verkaufen zu können. Von da an wechselte Lobbau immer wieder seinen Besitzer, bis es — im Jahre 1820 — durch den Amtsrat Arbogast Richter übernommen wurde und seit dieser Zeit im Besitz der Familie Richter geblieben war. Schloß Löbbau oder das Schloßgut, wie es in der gaiuen Umgebung hieß, stand auf märkischem Toben, umgeben von einem alten und mächtigen Park. Das Schloß selbst war ein mächtiger, massiver Bau, an dem im Laufe bet Jahrhunderte immer wieber von ben jeweiligen Besitzern herumgebaut worden war. i Fortsetzung foW 1 chtsQ tdiarlachbcrg ifterbraui) *** Ttaubenbtanb im is Lenchen heiratet... Sie hat auch keine Angst vor dem Kochen. Ueberhaupt nicht vor der Arbeit im eigenen Haushalt Sie ist gut beraten worden für die Küchen-Ausstattung. Wenn Ihre Tochter heiratet, machen Sie es auch so: gehen Sie wegen der Küchen - Ausstattung zu J.B.Häuser Am Oswaldsgarten Gießen • Ruf 2145/2146 0R*e*KacAe muß in -en Dienst -er «Sesun-Helt gestellt werben Verwenden Sie die vollwertigen, reinen Nahrungsmittel: Nufebutter / Vollmehle / Vollbrote aus Weizen und Roggen - auch für Zuckerkranke / Trauben- und Obstmoste, Fruchtsäfte und Punsch / Vollwertige Backwaren und Schokoladen (Reformhaus Jleuform Kreuzplatz 5 Reichhaltige Literatur und Preis-Listen, sowie sachverständige Beratung gern und unverbindlich. 87o#d [3ieliulölB8B?rftelgetnno.BLn98 5 Am Donnerstag, dem 22. Dezember 1932, nachmittags VA Uhr. werden auf ' dem Bureau des Ortsgerichts zu Gießen, | Bergstraße 20, Zimmer 16, die nachstehen, den. im Grundbuche von Gießen dem Ludwig Rau und Ehefrau, geb. Döringer. zu Wieseck zugeschriebenen Grundstücke: Flur 23l Nr. 170 - 1005 qm Acker auf die Marburger Straße und am Ba» denburger Fußpfad, Flur 23, Ur. 171 - 1050 qm Acker, daselbst, 8710V freiwillig versteigert. Die näheren Bedingungen werden im Termin bekanntgegeben. Gießen, den 7. Dezember 1932. 3.21. des Hessischen Amtsgerichts Gießen: Leo, Ortsgerichtsvorsteher. KißMnstltut Lucius Korfihmu 6d Echzell, Oderhessni. «473 D , ErUehung unk» Ällbung von Zungen zwlscl-en 10 und 16 ßapren auf Indio. Grundlage. Alle Vorzüge eines Land Hclm4 re: lehrplan emL «m unterrldjt und sorgs.Srz ehung m Selbständigkeit und pst chfbewußf ein. Heine pnvaö munden er ordcrllch. Sextu-Un«ersek.,Ob.-Realsch u.Rea - gnmnafium. Nein Zeitverlust. Umschu ungen. Gr ünde tage -n ausgedehnten Waldungen. Umfrag n an Dr. Lorin«. Weihnachtsausstellung Meine Weihnachtsausstellung im Hause GEBR. 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Es ist von jeher jo gewesen, daß man jur lieber« Windung von Schwierigsten und Notzeiten alle Kräfte änjpannen muß Das ist im Leben der Einzelpersonen, wie auch im Wirken der Gesamtheit der einzige Weg, der zu besseren Verhältnissen führen kann. Gerade in einer Zeit wie heute gilt diese Richtschnur besonders. Wer jetzt nicht alle Energie in den Kampf ums Dasein und um das wirtschaftliche Vorwärtskommen einsetzt, wird gegenüber den eifrigen und weitblickenderen Zeitgenossen ins Hintertreffen geraten und unter Umständen so erheblich Zurückbleiben, daß dauernder Nachteil unausbleiblich ist. Das gilt insbesondere auch für die V e r k e h r s w e r b ea r b e i t eines Gemeinwesens. Oer Wettbewerb .der Städte ift heute io scharf geworden, wie noch nie zuvor. Man nimmt alle Mittel und Wege in Anspruch, um das Interesse der Bevölkerung' aus der engeren und weiteren Umgegend für den eigenen Platz und damit zum Nutzen des heimischen Geschäftsiebens zu gewinnen. Die besten Aussichten auf Erfolg werden bei diesem Ringen um den Kunden diejenigen Städte und Derkehrsorganisationen haben, die für den Werbekampf die stärksten Mittel einsetzen können. In unseren Nachbarstädten hat man diese Sachlage schon seit einiger Zeit klar erkannt und ihr entsprechend Rechnung getragen. In Friedberg z. B hat man im Anschluß'an die diesjährige große Herbstmarkt-Veranstaltung mit Deutscher Woche die Arbeitsgrundlage des dortigen Verkehrsvereins dadurch erweitert, daß man alle mit ungefähr gleicher Zielrichtung arbeitenden Organisationen und Körperschaften unter maßgeblicher Beteiligung der Stadtverwaltung zu einer Arbeitsgemeinschaft für Verkehrswerbung zusammen- geschlossen hat. Diese Organisation ist zur Zeit dabei, durch Werbeveranstaltungen in der Weihnachts- geschästszeit das kaufende Publikum aus einem weiten Umkreis für Friedberg zu interessieren. Die bisherigen Ergebnisse dieser Arbeit scheinen den Veranstaltern einen beachtenswerten Gesamterfolg zu bringen. Daß unsere Nachbarstadt Wetzlar in ihrer bekannten Rivalität gegen Gießen gleichfalls außerordentlich rege arbeitet, ist den in der Gießener Verkehrswerbung tätigen Personen schon seit langer Zeit bekannt. Don der Wetzlarer Bürgerschaft werden für diese Tätigkeit Geldopfer gebracht, die aller Achtung wert sind und die jedenfalls das entsprechende wirtschaftliche Ergebnis bringen werden. In sehr reger Weise rührt auch Marburg s^jne Werbekraft, um in dem Wettbewerb der drei Städte an der mittleren Lahn seinen Platz nicht nur zu behaupten, sondern ihn möglichst noch zu verstärken. Wie anhaltend die Werbearbeit von Fr a n f f u r t sich geltend macht, ist ebenfalls in den Kreisen der Gießener Geschäftswelt und der hiesigen Verkehrsorganisation kein Geheimnis. Bei diesem Sachverhalt muß es Bedauern und Verwunderung erregen, daß in Gießen von manchen Mitbürgern die Bedeutung einer starken Aerkehrswerbearbeit immer noch nicht genügend erkannt und gewürdigt wird. Wir meinen nicht die Stadtverwaltung, den Stadtrat und den Derkehrs- verein, denn von diesen drei Stellen wird mit unermüdlichem Elfer alles getan, um das Interesse der auswärtigen Bevölkerung soweit wie nur möglich für Gießen und damit für das Gießener Geschäftsleben zu wecken und wachzuhalten. Daß man durch die ungünstigen Finanzverhältnisse leider zum Kurztreten gezwungen ist, liegt in den Zeitumständen begründet, trifft aber in gleicher Weise auch auf die anderen Städte und Verkehrsoereine zu. Unverständlich ist jedoch, daß bei manchen Geschäftsleuten ein Mangel an Opferbereitschaft für die Derkehrs- werbung vorhanden ist, den man eigentlich nicht finden dürfte. Bedauerlich ist, daß der Verkehrs- und Verschönerungsverein m den letzten Wochen wiederholt Austrittserklärungen von solchen Mitgliedern verzeichnen mußte, die Geschäftsleute sind und den Nutzen der Fremdenverkehrs- und Kundenwerbung doch in erster Linie zu verzeichnen haben. Bei diesen Abmeldungen der Mitgliedschaft wird als Grund angegeben, man' müsse sparen. Diese Art „Sparsamkeit" ist nicht am rechten Platze, sie ist vielmehr grundfalsch. Der Jahresbeitrag zum Verkehrsverein beziffert sich auf 6 Mark jährlich, also auf 50 Pf. pro Monat. Wir meinen, daß diese Ausgabe auch heute noch für jedes Geschäft tragbar ist und daß sie eine gute Geldanlage zum eigenen Vorteil darstellt. Das Unkostenkonto jedes Geschäfts, auch des kleinsten, wird durch eine Ausgabe von 6 Mark jährlich für Werbungszwecke nicht so ungebührlich belastet, daß man deswegen die Unterstützung eines Vereins aufgeben sollte, dessen Tätigkeit doch nur darauf gerichtet ist, den wirtschaftlichen Interessen der Gesamtheit und damit auch dem Dorwärts- kommen jedes einzelnen Geschäftsmannes zu dienen. Völlig falsch ist auch die hier und da geäußerte Meinung, man habe ja doch nichts von der Arbeit des Derkehrsoereins. Es ist natürlich unmöglich, jedem einzelnen Geschäftsmann ziffernmäßig nach- zuweisen, wie sich die Verkehrswerbung für die Gesamtheit im einzelnen bei ihm in der Ladenkasse auswirkt Aber ebenso selbstverständlich ist, daß eine Steigerung des Fremdenverkehrs und die daraus hervorgegangene Befruchtung unseres gesamten Wirtschaftslebens sich in irgendeiner Weise auch in jedem Geschäft bemerkbar macht. Die Einnahmen aus der Fremdenoerkehrswerbung verbleiben doch nicht nur in der Kaffe der Geschäfte, die unmittelbar von der auswärtigen Bevölkerung aufgesucht werden, sondern sie setzen sich doch durch Gehälter, Löhne, Warenanschaffung und dergl. im Kreislauf der gesamten lokalen Wirtschaft um und bringen dadurch allen Gliedern unserer Bürgerschaft zusätzliche Wirtschaftskraft. Daraus sollte man die Schlußfolgerung ziehen, daß es für jeden einzelnen Bürger insbesondere aber für die Geschäftsleute, dringende Notwendigkeit ist, eine Verkehrswerbeorganisation wie den gemeinnützig arbeitenden Verkehrsverein durch Mitgliedschaft zu unterstützen. Wer als Geschäftsmann diesen Weg mitgeht, hat die Zeichen der Zeit und die unabweisbaren Erfordernisse der eigenen Geschäftsförderung richtig verstanden und ihnen an der gebotenen Stelle tatkräftig Ausdruck gegeben. Daneben ist aber für den weitblickenden Geschäftsmann noch erforderlich, daß er auch in der Eigenwerbung alle Kräfte anspannt. Hierzu gehört vor allem eifrige Kundenwerbung durch die Inanspruchnahme eines Werbemittels, das in allen Familien täglich Eingang findet. Dieses Mittel ist die heimatliche Tageszeitung, die unter den heutigen Verhältnissen ganz besonders geeignet ist, als „Reisender der gesamten Geschäftswelt" dem kaufenden Publikum die vorteilhaftesten Bezugsquellen anzuzeigen. Wer die Dinge des täglichen Lebens aufmerksam und mit kritischem Blick beobachtet, wird bestätigen können, daß die von der Geschäftswelt des Mittelstandes so oft beklagte starke Entfaltung von gewerblichen Großunternehmungen zu einem sehr wesentlichen Teile auf der ununterbrochenen Kundenwerbung beruht. Aus dieser Entwicklung unserer Zeitverhältnisse muß auch der Einzellaufmann aller Branchen und aller Größenklassen der Geschäfte die richtige Ruh-- anwendung für sich ziehen, denn die Zeiten sind nun einmal vorbei, in denen die Kundschaft ohne jede Werbearbeit des Geschäftsmannes vor seinem Ladentisch zum Kaufen erschien. Das kräftige Rühren der Werbetrommel ist heutzutage ein sehr wesentlicher Teil des Fundaments, auf dem ein Geschäft in gedeihlicher Weise aufgebaut und weiterentwickelt werden kann. 11 m ft e 11 u n g auf b ie neuen Zeitverhältnisse muß auch in dieser Hinsicht für jeden Geschäftsmann das dringendste Gebot des Tages sein. Wer in dieser Weise und zugleich unter Nutzbarmachung der Berkehrsvereins-Werbearbeit für die Gesamtheit seine Kraft einseht und sich zur Geltung bringt, kann sicher sein, daß er Derkehrswerbung in richtiger Weise für sich selbst und damit auch für das Ganze betreibt und unterstützt. Daten für Samstag, 10. Dezember. 1872: der Philosoph und Psycholog Ludwig Kla- ges in Hannover geboren; - 1839: der Ächter Ludwig Anzengruben in Wien gestorben; — 1852: der bayerische Generaloberst Felix Graf v. Both« mer in München geboren. Daten fü Sonntag, 11.Dezember. 1783. der Dichter Max v. Schenkendorf in $il* fit geboren; — 1801: der Dramatiker Christian Dietrich Grabbe in Detmold geboren; — 1843: der Bakteriologe Robert Koch in Klausthal geboren. Wirtschaft. * Deutsche Gold- und Silberscheide- an st alt vormals H. Roehler, Frankfurt a. M. Der Aufsichtsrat der Deutschen Gold- und Silberscheideanstalt vorrn. H. Roeßler, Frankfurt a. M., beschloß in seiner gestrigen Sitzung, der auf den 10. 1. 1933 einzuberufenden ordentlichen Generalversammlung die Verteilung einer Dividende von 9 (10) v. H. auf die Stammaktien für das am 30. 9. 1932 abgelaufene Geschäftsjahr vorzuschlagen. * Preußische Elektrizitäts-AG. B e r- 11 n. Wie WTB.-Handelsdienst von maßgebender Seite hört, trifft es nicht zu, daß die Preußische Elektrizitäts-AG., Berlin, in Verhandlungen über den Ankauf der Aktienmehrheit der Steirische Wasserkraft- und Elektrizitäts-AG., Graz, steht. Das Aktienpaket ist der Gesellschaft angeboten worden, sie hat indessen den Ankauf abgelehnt. Berlin uneinheitlich und sehr still. Berlin, 10. Dez. (WTB. Funkspruch.) Im Gegensatz zu der festeren Grundstimmung des heutigen Vormittagsvertehrs eröffnete die heutige Börse zwar nicht in unfreundlicher, aber doch nicht ganz einheitlicher Haltung. Datz das Geschäft sehr klein war, lag aber mehr an dem frühen Samstagbeginn, als an etwa vorliegenden retardierenden Momenten. Die Vertagung des Reichstags, der festere Verlauf der gestrigen Neuyorker Burse und die eingetretene Pfunderholung mußten günstig wirken. Da jedoch die Spekulation, verstimmt über das Fehlen neuer Aufträge», auf manchen Gebieten als Abgeber auftrat, erklärten sich die enttäuschenden Anfangskurse. Relativ gut gehalten lag der Montanmarkt. Auch für Kunftseidenwerte bestand einiges Kaufinteresse, ebenso zogen Leopoldgrube, Rheag, Polyphon und Feldmühle bis zu 1,5 v. H. an, während anderseits Oberkoks bei größeren Umsätzen 1,25 und Siemens und Salzdetfurth bei ■ Mindestabschlüssen 1,25 bzw. 2 v. H. verloren. Schwächere Metallpreise hatten bei Stolberger Zink einen Kursverlust von 1,90 v. H. zur Folge. Ein etwas größerer Verlust von 1,18 v. H. bei Reichsbankanteilen war ebenfalls zufälliger Natur. Daß das Publikum weiter Interesse für Anlagepapiere hat, war auch heute an der Tendenz des festverzinslichen Marktes zu erkennen. Bei lebhafterem Geschäft zogen Reichsschuldbuchforderungen um 0,5 bis 0,75 v. H. an, und auch die Reichsbahnvorzugsaktien und die Deutschen Anleihen konnten ihren Kursstand bessern. Große Umsatztätigkeit herrschte wieder am Markt der Jndustrieobligationen, an dem Stahlvereinbonds weiter die Führung hatten und 1,13 v. H. gewannen. Ausländer lagen vernachlässigt, Anatolier und Bosnier neigten etwas zur Schwäche. Auch im Verlaufe blieb es im Gegensatz zum Rentenmarkt in den Aktienmärkten sehr st i 11. Einige anfangs stärker gedrückte Papiere lagen etwas erholt, die meisten Werte bröckelten aber unter dem Einfluß der Geschäftsstille bis zu 0,5 o. H. ab. Leopoldgrube büßten ihren Anfangsgewinn wieder ein. Ziemlich lebhaft blieb das Geschäft am Kunftseidenmarkt. Chadeaktien gewannen 3 Mark. Am Geldmarkt blieb der heutige Steuertermin völlig ohne Einfluß. Tagesgeld war mit 4,25 bzw. 4,13 o. H. an der unteren Grenze leicht erhältlich. Monatsgeld blieb unverändert 5 bis 7 v. H. $ranfturf zurückhaltend Frankfurt a. M., 10. Dez. (WTB. Draht« melbung.) Die Wochenschlußbörse eröffnete in relativ großer Geschäftsstille, doch war die Stimmung nicht unfreundlich, wobei die festen Schlußkurse der Neuyorker Börse und die innerpolitische Entspannung auf Grund der Reichstags- Vertagung bis Mitte Januar etwas Anreaung gaben. Andererseits verursachten aber die verschiedenen ungeklärten außenpolitischen Fragen allgemein Zurückhaltung. Gegen die gestrige Abendbörse zeigten die Kurse nur wenig Veränderungen, und meist lagen die ersten Notierungen behauptet. Am Montanmarkt lagen Mannesmann, Mansselder und Stahlverein behauptet. Rheinstahl waren um 0,25 v. H. befestigt, während Phönix-Bergbau im gleichen Ausmaß niedriger lagen.Chemiewerte tendierten uneinheitlich. IG. und Metallgesellschaft gaben bis zu 0,50 v. H. nach, dagegen zogen Scheideanstalt in Nachwirkung der 9prozentigen Dividendenerklärung um 1,25 v. H. an. Elektroaktien lagen stark vernachlässigt. AEG. zogen 0,25 an, Gesfürel blieben behauptet. Von Kunstseideaktien gewannen Aku 1 v. H. Von anfangs noch zur Notiz gekommenen Papieren lagen Norddeutscher Lloyd unverändert, Zellstoff Aschaffenburg zogen 0,13 v. H. an. Am Anleihemarkt hielt sich etwas Interesse für Altbesitz und späte Reichsschuldbuchforderungen, die je 0,75 v. H. gewannen. Stahlvereinobligationen lagen mit plus 1,39 v. H. weiter fest. Goldpfandbriefe lagen durchweg befestigt, unter Bevorzugung der Frankfurter - Institute, bei denen Erhöhungen bis zu 1 v. H. eintruten. Auch Liquidationspfand- briefe und Kommunalobligationen lagen weiterhin befestigt. § Am Bahnhof zeigt Ihnen unter hundert anderen deutschen Marken-Gläsern den neuen Basch Feldstecher „HEDA" zu KM. 16.— so das rechte Weihnachts Geschenk für den Jungmann. Sportler und Wanderer Bitte durchschauen Sie „Heda“ 1 Woche erhalten Sie den Feldstecher kostenlos z.Probe, auch nach auswärts v 84 9d y Geschäftsdrucksacheo Rechnungen Bnefblätter ßnefumschiMg» Postkarten Geschäftskarten bei Brühl. Schulstraße f Radio- Bastler Oer Selbstbau eines hochwertigen Vollnetz- Superhet ohntsich.Sie erhalten Anleitung und erstklassige Einzelteile in meiner Radio-Fachabteilnng Neuen Baue 17 Daselcst Bastel-Stube unter fachmännischer Leitung. e33oD Ing.H.Brinkmann Ingenieurbüro. Extra billige Kolter Vorteilhafte Damen-Strümpfe Wäschekauft man bei Röhrsehr billig für Geschenke in wirklich schöner Ausführung Moll n warme Decke, 140/190 cm. x ß1C k ar i ert, J6 4 ■ V 3 Jacqoard - Decke, in sch. Färb.. 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Dezember 1932. 07226 Albach, den 9. Dezember 1932. 3727 D Gießen, den 10. Dezember 1932. 8704 D Weihnachten 1932 8768 A Fr. Heimer & Co. Gießen Bleichstraße 2, Hintergebäude, Fernsprecher 3151 8765 D 8758 D 6 Besichtigen Sie bitte unverbindlich unseren Ausstellungsraum. Wir beraten Sie gern und gestehen Ihnen auch Zahl.-Erleichterung zu. PELZMÄNTEL ■ JACKEN • KRAGEN FÜCHSE - HALSKRAWATTEN USW. Die Beerdigung findet Montag, 12. Dezember, nachmittags 2 30 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt-Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. Die Beisetzung erfolgt in Berlin: eine Trauerfeier findet am Montag, dem 12 Dezember 1932, vormittags 11 Uhr, in der Kapelle des Neuen Diese Bedingung erfüllen Geschenke aus unserer sanitären Abteilung, die obendrein den Vorzug haben, wirklich preiswert zu sein. MASS-ANFERTIGUNG» UMARBEITUNGEN nach den neuesten Modellen — gute Qualität — in nur bester Kürschnerarbeit — zu niedrigen Preisen läßt keinen Raum für unnötige Geschenke. Praktisch sollen unsere Gaben sein und der Entlastung und Erholung unserer Familienangehörigen dienen. Badewannen, Badeöfen für Kohle- und Gasbeheizung, komplette Badeeinrichtungen, Gasheizöfen, Schnellwassererhitzer, Waschtischanlagen, Aufwaschtische. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Stephanie Kirchheimer, geb. Christ, Generaloberarztwitwe ZUM VERWOHNEN Karl Uhl und Sohn nebst allen Angehörigen Echte Rahmenarbeit in braun Boxcalf, schwarz Boxcalf oder in Lqdr, rassige* Modell Georg Schultheis • Gießen (Inh.: Heinrich Schultheis) • Marktstr.3»Telephon 3091 In tiefer Trauer: Hans Steinhaus Familie Konrad Kaiser. 100 JAHRE Beileidsbesuche dankend abgelehnt 07260 Gießen (Frankfurter Straße 177), 10. Dezember 1932. 07109 Nach langem Leiden verschied unsere liebe Mutter und Großmutter Frau verw.General Christ, geb.Golz kurz nach vollendetem 69. Lebensjahr. Frau Anna Fuchs, geb Barthold und Angehörige Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Auguste Scharmann, geb. Diehl und Angehörige. Gießen, Niederohmen, den 8 Dezember 1932. In tiefer Trauer: Ebo Rothschild, Rechtsanwalt Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hin scheiden unserer lieben Entschlafenen, und allen denen, die ihr während des langen Krankseins Gutes getan haben, für die trostreichen Worte des Henn Pfarrers und den evangelischen Schwestern für die Pflege sowie für die schönen Kranzspenden sagen wir unseren tiefgefühltesten Dank. Statt Karten. Für die wohltuenden Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgang unserer teuren Entschlafenen bitten wir auf diesem Wege unseren Dank entgegenzunehmen. Flur 1, Nr. 575 = 91 qm Lagerhaus in der Judengasse zu llreuzplatz 14, Flur 1, Nr. 576'/,° = 107 qm hofreife kreuzplah 14, Flur 1, Nr. 5767/io -- 76 qm hofreife zu kreuzplah 14, Flur 1, Nr. 576'/«, - 17 qm Vach auf dem kreuz, zusammen geschätzt 38776 RM.. versteigert. Die amtsgerichtliche Verfügung ist an der Ortstafel Bergstraße 20, Stadthaus, zur Einsicht ausgehängt. Gießen, den 7. November 1932. I 21. des hessischen Amtsgerichts Gießen: Leo, Ortsgerichtsoorsteher. KÜHLER GIESSEN-SELTERSWEG 17 1705 A Zwangsversteigerung 78^32 Am Donnerstag, dem 15. Dezember 1932, vormittags 9 Ahr, wird im Amtsgerichtsgebäude zu Gießen, Zimmer 107, das im Grundbuch von Gießen der Firma Adolf Müller & Co., vormals Moritz Gregors & Sohn, offene handelsgesellfchajt in Gießen zugeschriebene Anwesen kreuz- Statt Karten Für die liebevolle Anteilnahme an unserem Schmerz sowie die Ehrung unseres teuren unvergeßlichen Entschlafenen Herrn Georg Fuchs sagen wir hierdurch unseren herzlichsten Dank Heute morgen entschlief sanft nach schwerem Leiden meine gute Mutter Frau Emma Rothschild geb. Mosheim im 68 Lebensjahre. Die Beerdigung findet am Sonntag,dem 11.Dezember,nachmittags 4 Uhr, in Londorf (Obeihessen) statt __8742 D Ihre Geschäftsdrucksachen etellen die Verbindung her zu Ihren Erzeugniesen Man stellt sich die Beschaffenheit Ihrer Waren so vor, wie man Briefbogen. 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Du letzt setzt mit der Eunsten i ilmerifa lastet wir .Nmgto » un Miehlick Wnbelt au I®, aus Se. "bei eine ß spräche ■ nn durch !>ach erleid ii’i bei aller itlü anbe Pilik. Sun Der stimm Alisch-anu In Front j °ls er am nla den eb Ian) den vanicht, da iagung bis «Mich j Eintritt aus Mein ab jMre, wem Mr lieb «Mb bat ^schieb " ÖMtl ’flung; J® beton ibent j)er "ahme) _ ?ich, mi W. bafle m'*tb , 'M 3.n< Mn es 8