Freitag, 9. September 1952 llr. 212 Erstes Blatt 182. Jahrgang Italien fordert Rüstungsausgleich er die Führer der großen Parteien empfangen und ihre Anschauungen kennengelernt habe, damit der versuch gemacht werde, eine Zusammenarbeit zwischen dem Reichspräsidenten und dem Reichstag herbei- zusühren. Der Reichspräsident hat sich seine letzte Entscheidung vorbehalten. Damit war die Aussprache beendet. Or. Bracht heute abend im Rundfunk. B e r l i n , 8. Sept. (TU.) Der Bevollmächtigte des Reichskommissars für Preußen, Oberbürgermeister Dr. Bracht, spricht am heutigen Freitag, 9. Sept., in der Stunde der Regierung um 1 9.30 Uhr über alle deutschen Sender über das Ziel der preußischen Verwaltungsreform. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Stockholm, September 1932 pathische Haltung Italiens gefunden. Auf beiden Konferenzen aber hat Frankreich hartnäckigen Widerstand gezeigt. In sei- nen weiteren Ausführungen vertritt der Korrespondent die Ansicht, daß es Deutschland nicht schwer fallen würde, Argumente für Die Herren Göring xunb Esser hoben dann dem Reichspräsidenten ihren Standpunkt in dem Sinne auseinandergeseht, wie er ja durch die Erklärungen bekannt ist, die in den letzten lagen von führenden Stellen ihrer Parteien abgegeben worden sind. Die Ausführungen des Präsidenten Göring gipfelten in der Bitte an den Reichspräsidenten, seine letzten Entschließungen nicht eher zu fassen, als B e r l i n, 9. Sept. (WTB. Funkspruch.) Reichspräsident von Hindenburg empfing heute das neugewählte Präsidium des Reichstags: Reichstagspräsident Göring und die Vizepräsidenten Esser, G r a e f (Thüringen) und Rauch. Reichstagspräsident Göring stellte das neue Präsidium vor; der Herr Reichspräsident dankte für den Besuch und sprach den Herren seine besten wünsche für die Erfüllung ihrer Aufgabe aus. — wie wir erfahren, hat an dem Empfang auch Staatssekretär Meißner teilgenommen. 3m Anschluß an die Vorstellung des Präsidiums entwickelte sich eine Aussprache, die etwa 20 Minuten dauerte, und bei der alle Herren des Präsidiums zu Wort kamen. Reichstagspräsident Göring legte dar, daß der Reichstag eine arbeitsfähige Mehrheit habe, Vizepräsident Graef widersprach aber diesen Ausführungen grundsätzlich mit dem Hinweis darauf, daß es nicht Aufgabe des Reichstagspräsidiums sei, politische Verhandlungen mit dem Reichspräsidenten einzuleiten. Auch der Reichspräsident stellte sich auf einen ähnlichen Standpunkt, fügte aber hinzu, er habe nichts dagegen, wenn die Herren ihre Auffassungen zum Ausdruck brächten. Annahme von Anzeige» für die Tagesnummcr bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Neichspfennig; für N— klameaineigen von 70 mra Breite 35 Neichspfennig, Platzvorschrift 20u,„ mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Will). Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Will). Lange; für Feuilleton Dr.H.Thyriot; für den übrigen Teil Ernst Diumschein und für den Anzeigenteil Mar Filter, sämtlich in Gießen. Verzögerung bis Montag. Pari», 9. Sept. (wTv. Funkspruch.) Mehrere Blätter berichten, daß die Rote an die Reichsregierung keine Kollektioantwort, sondern lediglich eine französische Antwort darstellen werde. Der Zeitpunkt der Ueberreichung hänge davon ab, wann das englische ft a b l n e 11 sich zur Stellungnahme der französischen Regierung geäußert habe, wahrscheinlich frühestens am Samstag, aber späte st e n s am Montag werde das sranzösische Dokument nach Berlin übermittelt und dann in Frankreich veröffentlicht werden. „Dntranfigeant“ teilt mit, daß der Entwurf der französischen Antwort gestern vom Kabinettschef herriots, Marcel Ray, nach London gebracht worden fei. Der französische Entwurf umfasse 14 handschriftliche Seiten. Er werde auch allen anderen Staaten unmittelbar aus dem gewöhnlichen diplomatischen Wege zugehen. „Ami du Peuple" verlangt, daß in der Ant- wort Frankreichs die Sicherheitsfrage in den Vordergrund gestellt werde. Selbstverständlich könne weder in London, wo der deutschfreundliche Macdonald regiere, noch in Amerika, wo die Hearst- Presse wüte, die französische Sicherheit abgeschäht oder gar sestgeseht werden. Wie Wirb England sich stellen? Paris, 9. Sept. (WTB. Funkspruch.) Der Lon- doner Berichterstatter des „Echo de Paris" glaubt, daß die Antwort der britischen Regie- r u n g aus Frankreichs Anfrage nach der Haltung Englands auf folgende vier Punkte hinauvlauscn werde: 1. Deutschland solle grundsätzlich die Gleichberechtigung erhalten; 2. die Berliner Regierung soll sich aber verpflichten, davon keinen Gebrauch zu machen durch Heraufsetzung ihrer Rüstun- gen; 3. ein allgemeines Abkommen über das Rüstungsproblem solle vereinbart werden; 4. die ehemaligen Alliierten, in erster Linie Frankreich, wollen sich zu gewissen Abrüstungs- maßnahmen im Sinne des hoooerschen Abrüstungsplanes verpflichten. Sowohl der Londoner Berichlerstatter als auch der außenpolitische Korrespondent des „Echo de Paris" protestieren von vornherein gegen eine derartige Anregung, die auf nichts anderes hinauslaufe, als auf eine Schwächung des französischen Heeres. Oer Fall Daubmasn Frankreichs Antwort auf die deutschen 'Recherchen. 15-f UH 16-8 81-2 33-65 "Ms 51-95 ir-itt 3,051 15,« 15-L 14,69 0,922 4,20? 58,31 2 ,61 16,« 81,21 33-5 81-5 0,979 0,31? 6,5« 13,39 3,00 169,51 13,^ 76,« 75,4? 11,13 0-9S 4,211 y,43 21-5 16-S £.13 0 981 0,321 6,551 13,11 6 i5 15 >3 11 17 93 23 69 32 11 55 61 53 53 .89 ,13 191 12 101 ,36 6,326 52.05 12,435 . 5tantMJjJE -- DasMchMSpkäBiumbeimÄeichMäsidenlen Reichstagspräsideni Göring bittet um Empfang der Parteiführer. 58,3? 76-06 14,11 Wann wird Frankreich antworten? Oer Entwurf der Antwortnote in London mitgeteilt. die Initiative ergriff, wo es sich um die 'Abhilfe von Mißständen oder Durchsührung organisatori,cher Verbesserungen handelte. Er war der erste, der die militärische und zivile Verwaltung der Provinzen trennte; er ordnete Justiz, Finanzen und Schulwesen, gründete in Schweden und den damals schwedischen Ostfeeprovinzen Universitäten — darunter Dorpat — und gab dem Verwaltungsapparat: Formen, die für lange Zeiten vorbildlich waren. Für Schweden bedeutete Gustav Adolf das, was für Preußen Friedrich der Große war. Die Achnlich- feit zwischen den beiden Königen geht sehr weit; sie kämpften gegen eine Welt von Feinden und brachten trotz der langen Kriegsjahre Straft und Zeit auf, auch im Innern des Landes für Ordnung und Das ganze Jahr 1932 hat in Schweden im Zeichen Gustav Adolfs gestanden. Ein großer Teil der Feiern sind naturgemäß auf deutschem Boden abgehalten worden, wobei schwedische Abordnungen zugegen waren. Seit langen Fahren sind die kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Schweden durch nichts so angeregt worden, wie durch das Gustav-Adolf-Jubiläum, immer wieder stand bi e Waffenbrüderschaft und 0 e i ft e s g e • meinschaft der deutschen und schweb, dien Protestanten im Borbergrunbe ber R^ den unb Veranstaltungen. Unvergessen wirb bie mar tiqe Ansprache bleiben, bie ber schwebische General selbzeuqmeister, Generalmajor fjamma rsk jo P n Nürnberg hielt, als er in ber Worber Kirche bic Gebächtnistafel ber ichwebischen Krieger enthüllte die vor 300 Fahren im Kampf sur ihren König unb iiren Stauben in der Schlacht bei der Alten Veste Narben Am 6. November werben bie Feiern m Schweben wie in Deutschlanb ben Höhepunkt er- reichen: an bem Tage, wor vor bre. Fahrhunberten firfimebentöniq bei Lützen an ber Spitze seiner Regimenter ben Solbatentob fand. Den Auftakt ber Festlichkeiten bilben bie Festspiele, bie letzt im Stock- n^-.?>reilichtmuseum S k a n e n vor sich gehen. D d ri n g -Drama „ffl u ft a d II. 21 ö o 1 V. ^ebenfalls n,(9 über hier kommt es ja auch 7ustL°^ring°°°tn° R-ch° mirtun06OoUet °ä°n°n Henderson zumdeutschenWehrprogramm Tie Berpftichlnnsten aus dem ivcrsaitlcr Vertrag. London, 8. Sept. (WTB.) Dei einer Der- sammluna der Trade Anion in Newcastle erklärte Henderson, der Präsident der Abrustungs- kommission. er inüsse frank und frei bekennen daß die Ergebnisse der Abrüstungskonferenz nach sechsmonatigen Vernuhungen noch weit von dem -3 i e l e n t s e r n t seien, das er erhofft habe. Man solle die Augen nicht vor der Gefahr verschließen, die sich aus den deut schen Forderungen ergäbe. Er vermöge nicht zu erkennen was Deutschland gewinnen könne wenn es sich von der Abrüstungskonferenz zuruckziehe. Lieber die Forderungen sollten in erster Lime die ehemaligen Alliierten verhandeln. Diese sollten ihre Verpflichtungen gegenüber den besiegten Ländern erfüllen und , der Konferenz ein Abrüstungsprogramm unterbreitem nach dem offenbare Angriffswasfe allgemein verboten würden, wie ste Deutschland durch den Versailler Vertrag unter- sagt wären. Ein solches Programm wurde am die ganze Welt Eindruck machen und die Regelung der deutschen Schwierigkeiten beträchtlich erleichtern. Oie Abschaffung der D-Boote London, 8. Sept. (WTD.) Der Marine- - korrespondent des ..Daily Telegraph" schreibt: Es ist nicht unmöglich, daß Deutschlands Forderung nach Rüstungsgleichheit zu einer gründlichen Rachprüfung der ganzen Frage der D-Voote führen und daß der englisch-amerikanische Vorschlag, der auf ihre Abschaffung hinzielt. in Frankreich eine günstigere Aufnahme finden wird als bisher. Das im Versailler Vertrag Deutschland auferlegte Verbot. U-Doote zu halten, war aufVeranlassung der britischen Marine stellen erfolgt, nicht um Deutschland einer bestimmten Waffen- art zu berauben, sondern um den Weg für die allgemeine Deseitigung der U- Doote vorzubereiten. Auf der Flottenkonfe- renz in Washington und auf der Londoner Flottenkonserenz von 1930 hat die britische Delegation die Abschaffung beantragt und hat auf der Londoner Konferenz die Unterstützung der Vereinigten Staaten und eine shm- 'er SynoSe. t fauligen tage sind Aras Conrad,u >lmser 6t>nobe Fahre toutbe auch zeiivrbiiiiiitz vvn Mhiivde DraimselS W Tagmg am 6. 3ubiläum8* und W' chmüäten Schlvhlirche ade des Svlmser Lon« nt Lic. S>M». »t- men teil ,|f, Sobtcnj, Oh*- i, Mm w lormietlnt W ,i[» and die Iliiversi le'rs. W W« 5*5 -„SBÄ ralfu))ennt*t U «stbL ben «IM» ’ n Qn der< Milchen ^den ?tn 9fr .134 in b $or. ilslan ^18, IN Schnitt 1 7 (1)2'943-36. bat die au«? ?r n * der Da,?°°ltung alters erM^A E ^nstebezuos. ^ SeLeLr MaimimQd)un9 über n Q?8t,!*nbiflle Der. 9 drr Tichedezugs. en-bökse upfet Ak- ?ei wesentlich dlieb die AbendWr 'chr eingetretenrnbe- l9 ziemlich dehaupiei aerEchiahhirsen war W ganz einheitlich ^uuigen im Achnen Mtes. Lon lokalen >t mit Plus 1,75 Proz. i Verlaufe herrschte ' infolge Ausbleibens die Spekulation die 3m späteren Verkehr >ben der Kulisse übet« 3 bis 1 Prozent bei kleinen Umsätzen Island gut behauptet, mmartt sehr ruhig, m Anawlier fast ein rkehr waren Schutz. . Aeubesihanleihe l,» 3,90, Schuhgebietsan. 1 u. II 19,40, Unjar. il 132, Dudens 40, ßarpener 7925, Man« Hönit 27,50 bis 27, ilverein 21,75, Au 50, lila 108, Echeideanstalt 51 bis 50,50, Licht L ,50 bis 104,75, Holz- chaft 39,50, Rutgers- Wohlstand zu sorgen. Diele ber vergilbten Briefe von unb an Gustav Abolf sind in beutscher Sprache geschrieben. War boch seine Mutter — Kristina von Holstein — unb seine Gemahlin — Maria Eleonora von Brnn- benburg — beutscher Abstammung. Ein großer Teil aller Ausstellungsgegenstänbe steht birelt ober indirekt mit Deutschland in Verbindung. Auch von der Stockholmer Gustav - Adolf ° Ausstellung wäre zu wünschen, daß sie.in Deutschland gezeigt werden könnte: als (Erinnerung an ben Helbenkönig unb als ein Ausbruck ber Schicksalsverbunbenheit zweier stammverwanbter Völker. Rom, 8. Sept. (WTB.) Der beutsche Schritt in ber Frage ber Gleichberechtigung wirb in ber Turiner „ötompa", einem ber maßgebenbsten Blätter Italiens, einer eingehenben Würbigung unterzogen. Der Verfasser, ein General, weist zunächst auf bas bestimmteste ben Gebanken zurück, Deutschlanb wolle mit seiner heutigen Forderung s i ch f ü r einen Revanchekrieg rüsten unb fährt bann fort: Wenn Deutschlanb bas Recht erhielte, sich anbers zu rüsten, als bas im Versailler Vertrag vorgesehen ist, so würbe sich — offen gesagt — eben bie militärische Hegemonie ft el« lung Frankreichs änbern. Das ist ber Grund, warum die Forderung Deutschlands Frankreich und feine Satelliten ängstigt. Wie könne man, so fragt der Verfasser unter Hinweis auf die moralische Seite der Frage weiter, verlangen, daß ein Heer, das nach den Worten des Friedensvertrags für den Schutz der Grenzen bestimmt fei, diesen Schutz übernehmen solle, ohne über die den Waffen des eventuellen Gegners entsprechende Rüstung zu verfügen? Wie könne man verlangen, daß b i e Rheinlandgrenze schutzlos bleiben solle, während auf der Gegenseite ein Festungssystem vor- GiehenerAiizeiger General-Anzeiger für Oberhesfen Druck tmö Verlag: vrühl'fche UniverAatL-vuch- und Stetnöruderei B. Lange in Gießen. Schristleilung und Gefchäftrstelle: Schulftraße 7. König ausO'^er Schlacht heraus und der Oberst r7n Zuchthaus verurteilt worden sei unb Rils^Vrahe nimmt, überwältigt vom Schmer; Iahre 1931 aus einem Gefangenentrupp, der mit und doch voller Stolz, von seinem Kriegsherrn der Ausbesserung von Straßen^. be^ftragt war, und König Abschied, während die ehrenvollen, geflohen sei. Hierzu stellt die französische Regie in treten Schlachten zersetzten Vanner sich über rung fest, daß den Militarstrasanstalten nur Leute die V^re^nk^ DZ H e r oische . nicht das Überwiesen würden, die zu Gefängnis verurteilt Sentimentale gibt Didrings Drama das Gepräge, worden seien. , Aur leise angedeutet, klingt die unglückliche Iu- Die deutsche Regierung wird 5"^ diese sran- aenbliebe des Königs jur schönen Ebba Vrahe zösische Rote hin das 40 Seiten lange /Proto» kn die dorischen Szenen hinein. - Es wäre zu k o 11 d e s D ° d i s ch e n L and e s p o li ze i a m- wünschen daß das Drama des im Vorjahre ver- t e s in Karlsruhe über die Vernehmung Daub- storbE'Schweden Ernst Didring auch in Deutsch- mann8 der deutschen D^schaft tn Paris zusteb- land zur Ausführung gelangen könnte, wenn man len, damit die neuen Momente, die in desem im Rovember die Erinnerung an den Heldentod Protokoll enthalten sind, an die beteiligten, fran- Gustcw Adolfs begeht zösischen Stellen herangetragen werden können. In Deutschland kennt man den großen Schwe- Das Auswärtige Amt beabsichtigt ferner, sich in bcnlönig nur als Heerführer und Glaubenskämp- dieser Angelegenheit mit der Reichsvereinigung fer Er war jedoch auch auf allen Gebie- ehemaliger Kriegsgefangener in Verbindung zu ten der Verwaltung der größte Monarch, setzen, um die Angelegenheit restlos aufzuklaren. den Schweden je besessen. Wenn der Historiker l ---------- (Berlin, 8. Sept. (TU.) Die französische Antwortnote über den Fall Daubmann ist nunmehr in Berlin eingetroffen. Der vor einiger Zeit wieder in die Heimat zurückgekehrte Kriegsteilnehmer Daubmann behauptete bekanntlich, bis zu dem Zeitpunkt seiner Rückkehr als Strafgefangener in den französischen Kolonien in Rordasrika fest gehalten worden zu sein. Die sranzösische Regierung kommt in , ihrer Antwort zu dem Ergebnis, daß die Wahr- aus ber Zeit Gustav Abolfs, angefangen von bem i>cc Angaben Daubmanns bestritten werden Tage, wo ber 17jährige Prinz in Nyköping zum müsse. Weder im französischen Mutterlande noch König gewählt nfirb — bis zum Tage von Lützen ,n jjen französischen Kolonien gebe es ehemalige Die Aufführung ist eine würdige Feier des Ge- Kriegsgefangene, die eine ihnen in der Gesan- bächtnisses bes Helbenkönigs; sie ist festlich — unb genschast auferlegte Strafe zu verbüßen hätten, bas ist ja beim Festspiel bas Entfcheibenbe. Im einzelnen wird in der französischen Rote aus- Desonders eindrucksvoll find die großen Volks- geführt, daß die Rachsorschungen sowohl in den szenen und Kampfbilder, die sich um die Gestalt Archiven des Pariser Gefundheitsamtes als auch Gustav Adolfs gruppieren. In den prächtigen in den Militär- und Zivilgefangnisfen von Lille, mittelalterlichen Uniformen treten Hunderte von Amiens, Rouen, Avignon und Marseille ergeb- Reitern unb Fußsoldaten auf. Rur im weiten nislos geblieben seien. Rirgendwo sei eine Spur Rahmen der Freilichtbühne sind solche Szenen von Daubmann entdeckt worden. Es sei auch nicht technisch möglich, nur im Rahmen der Freilicht- möglich gewesen, die Anwesenheit Daubmanns in den'und^Veranstastungen. Unvergessen wird die mar , bühne vermögen sie Lebenskraft zu gewinnen, irgendeiner französischen Sitzung। in. Öen uno zjerann i y v raI, ^on ergreifender dramatischer Wirkung ist der festzustellen. Daubmann habe bekanntlich ul a. gelt», Schlußakt; die getreuen Krieger tragen ihren toten sagt, daß er durch ein Kriegsgericht zu 20^ atz- . r. .„ri l ..... q .. x 4 a ii A hAnirloi f tnnr iV>rT IOI II n O INI Erschein» täglich, autzet Sonntags unb Feiertags. Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild - Die Scholl» Monat,-Bezugrpretr: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Zernsprechanschlüsse unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnach» richten: Anzeiger Siehen. Postscheckkonto: Sranffnrt am Main 11686. Schweden feiert Gustav Adolf Von unserem Dr. O.-Berichtersiatier. ®eiier das Wort prägte: ..Die schwedische Geschichte ist die Ge'chichte seiner Könige", so dachte er sicher in erster Linie an Gustav Adalf. Ohne seinen Einsatz ist die Geschichte Schwedeiis un Dreißigjährigen Kriege nicht au denken. 2a. man kann noch einen Schritt weitergeben und fragen: wie wäre es in Deutschland, wie wäre es dem , . , , , . .. Protestantismus ergangen, wenn nicht der König sein Recht auf den Vau von U-Voo ten Heinen Landes im Rorden über die Ostsee zu fmden. Diese Moglichkei^^se» in geeilt und an dem Glaubenslarnpfe teilgenommcn rinekreisen feit langem v o r a u s g e s e h e n wor- “ ^nx.Un?-rrlÄ or\ f6* nnM V n U2n der Leibrüstka.nmer des nordischen Mu- »u ^völligen Abschaffung der U-Voote be- fcum8 ju Stockholm findet eine groß angelegte trachtet worden. Ausstellung statt, die den König auf allen seinen Wirkungsgebieten anschaulich schildert. * “ Gewiß steht auch hier ber Krieger im Vordergrund: ehrfurchtsvoll bleibt man vor den zerschossenen Rüstungen und blutgetränkten Kleidungsstücken stehen, die Gustav Adolf bei Lützen Händen ist, das nur den Worten nach defensiv sei? I trug. Auch der berühmte schwarzbraune Hengst, Und wie könne man fchließlick bic Beibehaltung aus dessen Rücken Gustav Adolf starb, ist aus- eines kostspieligen, wenn auch zahlenmäßig be- gestellt und nimmt sogar einen Ehrenplatz ein. schränkten Berufsheeres fordern? Än die Enge ge- Don der hohen Wölbung des kirchenähnllchen trieben stelle Frankreich diesen Argumenten das Prachtbaues der Leibrüstkammer hängen die Recht des Siegers über den Besiegten alten schwedischen Fahnen von Gustav Adolfs gegenüber. Erkenne Frankreich nicht, wie außer- Regimentern und die vielen erbeuteten feind- ordentlich stark die Beweisführung des Reichswehr- lichen Feldzeichen herab; jedem Schweden muß Ministers v. Schleicher fei, wenn er sage: Ein Staat, I das Herz höher schlagen, wenn er sich hier tm der seinen eigenen Bürgern die Sicherheit gegen Vanne des H<2ldenkönigs und inmitten_ all der von außen drohende Gesahren nicht gewährleisten Trophäen aus einer Zeit sieht, wo Schweden kann, ist an der eigenen Ledens wurzel europäische Großmacht — unb der Schweden- getroffen unb beshalb — unb nicht wegen er- lonig ber mächtigste Mann feiner Zeit war. logener geheimer Rüstungen — ein Element Doch neben dem Krieger lernen wir an ben vielen ber Unsicherheit in ben internationalen Be- Ausstellungsstücken ber Leibrüstui gskammer mich Ziehungen. Für Frankreich ist tatsächlich ber Augen- die kluge unb weitschauenbe Vcrwaltungsarbeit Gu- blick gekommen, wo es seinen Weg wählen ßav Abelss kennen. Zwar, staub an (einer Seite ber muß, entroeber bic Hanb bazu reichen, daß eine geniale Kanzler Oxenstjerna; schon die Wahl Gemeinschaft europäischer Staaten sich bildet, die dieses Beraters beweist die Fähigkeiten Gustav vor dem moralischen Gesicht und dem Völkerrecht Adolfs. Die alten Urkunden und Briese, bie im gleich finb, ober aber bie hegemonistische Wahnibee ©runbe wohl bas Wertvollste der Ausstellung sind, weiter zu verfolgen, bie nur zu immer größeren beweisen aber, baß ber König auch selbst überall Enttäuschungen für Frankreich selbst unb zu furchtbaren Katastrophen führen kann. Oie Konferenz von Gtresa. Drei Konveniionseniwürfe zur Hilfe für die östlichen Agrarstaaien. Stresa, 8. Sept. (WTB.) Dem Wirtschaftskomitee der Konferenz von Stresa wurden heute nachmittag drei Konventionsentwürfe vorgelegt, nämlich von der deutschen, der französischen und der italienischen Delegation. Der deutsche Vorschlag sieht vor, daß Deutschland, Oesterreich, Frankreich, Italien und die Tschechoslowakei den rein agrarischen Ländern einPräferenz- regime für Getreide, Futtermittel und Mais gewähren. Dies kann entweder durch Zollermäßigungen, Zurückerstattungen von Zöllen oder durch anderweitige Maßnahmen geschehen, die von den die Präferenz gewährenden Staaten näher zu bestimmen sind. Ferner sollen zweiseitige Verträge abgeschlossen werden gemäß den Empfehlungen der 4. Internationalen Konferenz für eine allgemeine wirtschaftliche Aktion vom November 1930. Dieses Präferenzregime darf jedoch nicht zu einer Erhöhung der Getreideproduktion in den nutznießenden Ländern führen. Die Vergünstigungen dieses Präferenzregimes werden den meistbegünstigten Ländern offen stehen und auch den Staaten, die eventuell später der Konvention beitreten werden. Der deutsche Vorschlag sieht weiter vor, daß aus Vertretern der Käuferländer ein Komitee gebildet wird, das seinen Sitz beim Völkerbund haben wird. Europäische Länder, die noch keine Getreidezölle haben, aber solche einführen wollen, werden eingeladen werden, der Konvention beizutreten. Die vorliegende Konvention soll bis zum 30. Oktober 1935 gültig sein. Oer französische Vorschlag enthält wenig neues. Er ist auf dem Grundsatz der vielseitigen Gewährung vonPrä- ferenzen fürGetreide.Mais.Gerste und Futtermittel aufgebaut. Der französische Konventionsentwurf stimmt mit dem deutschen in der Frage überein, auf welche Art die Gewährung von diesen Präferenzen vor sich gehen soll. Ferner decken sich die französischen Vorschläge für die Bildung eines Komitees mit den deutschen. Dieses Komitee soll u. a. die Aufgabe haben, die Höhe der auszuführenden Kontingente zu überwachen. Die Bestimmungen über das Verhältnis zu den meistbegünstigten Staaten sind denjenigen des deutschen Entwurfs gleich, ebenso wie diejenigen, die die europäischen Länder betreffen, die noch keine Getreidezölle haben. Auch der fran- zösische Vorschlag sieht die Dauer des Vertrags bis 30. Oktober 1935 vor. Oer italienische Vorschlag faßt ebenfalls zweiseitige Verträge aller Länder mit den Agrarstaaten ins Auge. Ferner soll auf der Grundlage des Welthandels jedes europäischen Landes vorübergehend ein Beitrag von jedem Land für die Agrarstaaten geleistet werden, der noch genauer zu bestimmen ist. Der italienische Entwurf schlägt als Gegenleistung eine entsprechende Herabsetzung derZölle der südosteuropäischen Staaten vor. In der nächsten Sitzung des Wirtschaftskomitees, die am Freitagvormittag stattfindet, wird die deutsche Delegation den französischen Konventionsentwurf unter st ützen und erst im Falle seiner Ablehnung den deutschen Entschließungsentwurf zur Diskussion stellen. Ilm für Deutschland annehmbar zu sein, muß der französische Entschließungsentwurf selbstverständlich in verschiedenen Punkten abgeändert werden. Der deutsche Vertreter wird voraussichtlich morgen den Vorschlag machen, daß die Basis für die Arbeiten des Komitees die Anerkennung der bereits abgeschlosse- senen bilateralen Verträge sein soll. Aus aller Welt. Altertumsfunde in Limburg. r Bei Ausschachtungsarbeiten am bischöflichen Ordinariat in Limburg wurden schon vor einigen Tagen verschiedene Gräberfunde gemacht. Jetzt wurde an gleicher Stelle (das bischöfliche Ordinariat war früher Franziskanerkloster) eine alte Franziskanergruftanlage entdeckt. Dis zu einer Tiefe von drei Meter wurden in vier Geschossen übereinander jeweils neun Grabanlagen festgestellt. Ferner stellte man Mauerreste fest, die darauf hindeuten, daß die Gruft sich unter dem Ehor einer alten Kirche befand. Man glaubt damit den Ort einer früher noch in Limburg vorhandenen Kirche festgestellt zu haben. In der Nähe der Gruft wurden Teile eines alten Marmor-Epitaphs mit gut erhaltenen Wappen und Inschriften gefunden. Abschluß des Deutschen Gaslwlrtetages. Die Verhandlungen des 5 7. Deutschen Ga st Wirtetages in Münster wurden nach Annahme einer Reihe weiterer Anträge abgeschlossen. Angenommen wurden u. a. Anträge, die sich mit dem Konzessionswesen befassen und z. D. die Untersagung der Erteilung von Tageskonzessionen verlangen. Anträge bezüglich der Schre- bergärtenkonzessionen und der Schankkonzessionen in Warenhäusern fanden einstimmige Annahme. Angenommen wurden auch Anträge zur Konzessionserteilung beim gewerbsmäßigen Betrieb von Fremdenpensionen. Weitere Anträge fordern die Abschaffung der Hauszins- und Aufbringungssteuern, Senkung der Gebühren für Gas, Wasser und Strom und die Errichtung von Gastwirtszimmern. Anträge auf Schaffung einer eigenen Berufsgeiwsserr- schaft und zur Frage der Ermäßigung der Musik- tantiiMen wurden den Ausschüssen überwiesen. Ebenso wurden Anträge auf Herabsetzung der Fernsprechgebühren sowie zur Zusammen^gung des Totensonntags und des Volkstrauertages angenommen. Im Mittelpunkt der Aussprache stand weiter die Frage der Jugendherbergen, deren Konkurrenz in steigendem Maße empfunden wurde. Entsprechende Anträge wurden gleichfalls gebilligt. Schließlich wurden noch drei Dringlichkeitsanträge angenommen, die sich auf Aufhebung der Schlachtsteuer-Cr° gänzungsbestimmungen, Einheitsbewertung bei gewerblich benutzten Grundstücken und auf Ferien- und Urlaubskarten beziehen. Der Norddeutsche Lloyd verschrottet Passagier- und Frachtdampfer. In Durchführung des Abwrackprogramms der Reichsregierung werden vom Norddeutschen Lloyd fünf Passagier - und 13 Frachtdampfer verschrottet. Von den Passagierdampfern werden „Derfflinaer", „Karlsruhe", „Lützow , „Port" und „Seydlitz abgewrackt werden. Einige Dampfer werden bestimmt von den technischen Abteilungen des Norddeutschen Lloyds zum Abwracken übernommen werden. Ob auch die Werften an der Unterweser mit dem Abwracken der Lloyddampfer beschäftigt werden, steht noch nicht fest. Neues belastendes Material gegen den Kommunisten Schulz. Die Untersuchung gegen den wegen bestialischer Mißhandlung seines elfjährigen Sohnes Werner und unter dem Verdacht der Ermordung seines zehnjährigen Sohnes Horst verhafteten früheren kommunistischen Landtagsabgeordneten Richard Schulz in Waldenburg (Schlesien) hat neues belastendes Material ergeben. Bei seiner Vernehmung gab er zu, bereits früher die Absicht gehabt zu haben, den zehnjährigen Jungen wegzuschaffen, weil er zuviel lüge. Schulz, dessen erste Frau sich von ihm wegen dauernder Mißhandlungen scheiden ließ, würbe auch von seiner zweiten Frau, mit der er im Gefängnis getraut wurde, wegen Mißhandlung verlassen. Sehr belastend für ihn ist ein Brief, den er am Tage vor seiner Festnahme an seine erste Frau gerichtet hat, und in dem es heißt: „Du bist nicht ganz auf Deine Rechnung gekommen. Ein Loch in diese Rechnung habe ich schon gemacht I" Man vermutet, daß er damit die Beseitigung des zehnjährigen Hör st gemeint hat, an dem die erste Frau mit besonderer Liebe hing. Da dem Schulz bei der Scheidung von der ersten Frau die Erzwhungsrechte zugesprochen worden waren, versuchte die Frau immer wieder, ihre beiden Kinder wiederzuerhalten. Mehrere Zeugen bekunden, Schulz wiederholt nachts beobachtet zu haben, wie er mit schwerbepacktem Rucksack die Wohnung verlieh und in den Wald ging. Der zehnjährige Horst verschwand zu einer Zeit, als sich der elfjährige Werner während der großen Ferien bei seinen Verwandten in Berlin aufhielt. Als das Kind nach Waldenburg zurückkehrte, erzählte Schulz, daß er Horst ebenfalls nach Berlin geschickt habe. Erst später gab er an, daß Horst in Rußland sei. Das Urteil des Waldenburger Sondergerichts gegen den Nationalsozialisten Rolfe. Vor dem Waldenburger Sondergericht stand dieser Tage der nationalsozialistische Landwirt Kurt Rolle aus Dittmannsdorf. Er war angeklagt, in der Rächt zum 18. Juli d. I. den Reichsbannermann Geiswinkler in Reußendorf bei Waldenburg niedergeschvssen zu haben. Geiswinller ist wenige Stunden danach seinen Verletzungen erlegen. Rolle war von einem SA.-Treffen aus Striegau zurückgekehrt, als er auf dem Heimwege dem Reichsbannermann Geis- Winkler und dessen Freund begegnete. Es kam zu einem Wortwechsel, dem die Bluttat folgte. Der Staatsanwalt beantragte 21/2 Jahre Gefängnis. Das Urteil lautete auf sechs Monate G e f ä n g n i s wegen Waffenmihbrauchs; im übrigen erfolgte Freispruch, da das Gericht annahm, daß Rolle in berechtigter Aeberschreitung der Rotwehr gehandelt habe. Ein Opfer derMlobe“-Katastrophe geborgen. Die Leiche eines beim Untergang des Schulschiffes „Riobe" ertrunkenen Desatzungsangehöri- gen wurde an der Küste westlich des Hafens Roedbh (Laaland) angetrieben: es handelt sich um den Offiziersanwärter Hoffmann. vor der Verwirklichung der ersten Fluginsel der Wett. Wie aus Bremen verlautet, hat das Werk Weser der Deschimag den Auftrag erhalten, den Lloyddampfer „Westfalen" als Flugzeugmutterschiff aus- bzw. umzubauen. Es besteht die Absicht, in engster Zusa-mmenarbeit mit der Schiffahrt die Postbeförderung im S ü d a t l a n t i f weiter auszubauen und zu beschleunigen. Die Deutsche Lufthansa soll mit den beiden Dornier-Walen „D 2068“ und „D 2069“ zunächst zur Weiterführung der Flugstrecken von Las Palmas Vorbereitungen für eine Zwischenlandestelle mitten im Südatlantik durch den von ihr gecharterten Lloyddampfer „Westfalen" durchführen. Die „Westfalen“ wurde im Jahre 1915 auf der Werft Tecklenburg in Wesermünde erbaut. Das Schiff wird seinen Standort voraussichtlich zwischen Bathurst (Dri- tisch-Gambia) oder einem benachbarten Punkt und dex vor Pemambuco gelegenen Insel Fernando Roronha haben. Diese erste Fluginsel der Welt soll mit einer Landevorrichtung, mit Vorratsräumen für Brennstoff und Ersatzteile sowie mit einer Funikpeilstatton ausgerüstet werden. Mit der Verwirklichung des viel erörterten Gedankens, eine solche Flugzeugstation im Atlantik zu errichten, dürfte nach Abschluß der zahlreichen Probeversuche in absehbarer Zeit zu rechnen sein. Damit wäre ein durchgehender Postflugdienst von Deutschland über Las Palmas nach Brasilien gesichert. Eisbrecher „Malygin" entdeckt unerforschtes Land. Nach einem Bericht aus Leningrad hat der russische Eisbrecher.Malygin" funkentelegraphisch mitgeteilt, daß er sich dem „Weißen Lande" nähere. Dieses Land, das Nansen 1894 passierte, ist bisher noch von keines Menschen Fuß betreten worden. Es ist von mächtigen Gletschern bedeckt. Hunger-Unruhen in Rußland. Schwere Hunger-Unruhen sind nach einer Meldung des Berliner „Lokalanzeigers“ aus Moskau im Dextilbezirk von Iwanowo-Woschne- sensk ausgebrochen. Die durch den Hunger zur Verzweiflung getriebenen Arbeiter raubten stellenweise die Lagerhäuser aus und brannten sie nieder. Die GPU. griff sofo-rt ein und eröffnete das F e u e r auf die Plünderer, von denen mehrere erschossen wurden. Man glaubt allgemein, daß die jetzigen Vorfälle nur Vorläufer zu neuen Unruhen in anderen Gegenden darstellen. Seit langem ist die Rahrungs- mittelversorgung nicht so schlecht gewesen wie in diesem Jahr. Schwere politische Zusammenstöße in Steiermark. In Leoben (Steiermark) kam es dieser Tage zu Zusammenstößen zwischen Rationalsozialisten und Iungsozialisten. Hierbei wurde der SS-Mann Helle durch einen Messerstich in den Bauch lebensgefährlich verletzt. Die Zusammenstöße erneuerten sich dann, wobei ein Schuß fiel, der den Rationalsozialisten Josef I a h in die Brust traf. Er e r - l a g kurze Zeit später seinen Verletzungen. Die Lage in Leoben wird als bedenklich bezeichnet. In Graz haben sich ähnliche Zusammenstöße ereignet, bei denen der Rationalsozialist August A ß m a n n durch einen Messerstich getötet wurde. Der Täter konnte noch nicht festgestellt werden. Zwei Personen wurden als der Tat verdächtig in polizeilichen Gewahrsam genommen. Die Grazer Polizeidirektion hat eine eindringliche Warnung an die Bevölkerung erlassen, sich an den Zusammenrottungen auf der Straße nicht zu beteiligen. Schweres Grubenunglück in Ostoberschlesien. — vier Bergleute verschüttet. Wie aus K a t t o w i tz gemeldet wird, ereignete sich auf dem Richthofen-Schacht der Giesche AG. in Ianow ein schweres Grubenunglück. Die Hauer M z y k und P s o t a aus Ianow, sowie die Arbeiter M a s l o r z aus Anna-Schacht und K o r o k aus Gieschewald wurden durch den Einsturz eines sieben Meter hohen und 15 Meter breiten Pfeilers verschüttet. Durch die ein- stürzenden Gesteinsmassen wurde ein Brenn- und Gasflöz freigelegt, so daß, wenn es gelingen sollte, an die Verschütteten heranzukommen, kaum anzunehmen ist, daß sie noch lebend geborgen werden können. Die Unglücklichen dürften et» stickt sein. Die Rettungsarbeiten werden mehrere Tage dauern. Motorkutter gesunken. — Zwei Personen ertrunken. Aus Helsingfors meldet ein Funkspruch: Bei dem schweren Sturm, der letzten 24 Stunden haben sich mehrere Schiffsunfälle ereignet. So wurde der finnische Motorkutter „Into", der sich auf dem Wege von Pargas (Finnland) nach Stockholm befand, von der Brandung leck geschlagen und ging unter. Der Kapitän und ein Mann der Besatzung wurden mit in die Tiefe gezogen und ertranken. Zwei andere Matrosen konnten sich an den Trümmern festhalten und trieben mehrere Stunden umher, bis finnische Fischer ihre Hilferufe hörten und sie retteten. IHoforrabunfaU Im Schwarzwald. In Hölzebruck bei Reustadt (Schwarzwald) fuhr dieser Tage der Pfarrer Alois Pfaff aus Kommingen bei Engen mit seinem Motorrad auf das Auto eines Kaufmanns aus Württemberg auf. Durch den heftigen Zusammenprall wurden der Pfarrer und seine auf dem Soziussitz mitfahrende Schwester auf die Straße geschleudert, wo beide bewußtlos liegen blieben. Die Schwester, welche schwere Schädelver- l e y u n g e n erlitt, v e r st a r b bald nach ihrer Einlieferung in das Reustädter Krankenhaus. Pfarrer Pfaff liegt in hoffnungslosem Zustand darnieder. Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt. Drei Millionen Motorräder auf der Welt. Der Motorradbestand der Welt hatte Anfang 1931 mit über 2,75 Millionen Rädern einen Rekordumfang erreicht. Im Laufe dieses Jahres hat er sich um etwa 17 000 verringert. Ueber 85 v. H. aller Räder entfallen auf Europa. Den größten Bestand hat nach einer in den letzten Monaten eingetretenen Zunahme um 5 v. H. D e u t s ch l a nd mit über760000Stück aufzuweisen. Damit hat Deutschland Frankreich, England und Amerika weit überflügelt. Oer 2Rou6ü6crfaü in Raunheim. Groß-Gerau, 8. Sept. (WSN.) Die Arbeiter Reichert, Adoley und Henkel aus Raunheim und der Handlungsgehilfe Knoblauch aus Rüsselsheim, die wegen Verdachts, den Raubüberfall auf Baron von Behr in Raunheim ausgeführt zu haben, festgenommen worden waren, sind gestern vor dem hiesigen Amtsgericht eingehend vernommen worden. Da sich die Festgenommenen bei ihren Aussagen in verdächtige Widersprüche verwickelten und der Verdacht, daß es sich um die Räuber handelt, durch das Ergebnis der Vernehmungen erheblich verstärkt wurde, erließ das Gericht Haftbefehl. Die Verhafteten wurden heute dem Landgerichtsgefängnis in Darmstadt zugeführt. Ob die Festgenommenen auch als Täter für das Drahtseilattentat bei Walldorf und den Raubüberfall bei Nauheim in Frage kommen, ist zur Stunde noch nicht geklärt. Falschgeld in Wetzlar. * Wetzlar, 8. Sept. Verschiedentlich wurde in letzter Zeit in der Stadt Wetzlar und Orten der Umgebung Falschgeld, insbesondere 5 - Mark- Stucke festgestellt und zum Teil der Polizei abgegeben. Es sind bereits sehr viele Falschgeldstücke erkannt worden, so daß die Annahme begründet erschien, daß die Herstellung der Falsifikate in Wetzlar selbst ober in der näheren Umgeb ung erfolgen müsse. Die Kriminalpolizei nahm sofort die Ermittlungen auf und ein Mann aus Wetzlar-Niedergirmes wurde verhaftet, da er an der Ausgabe der falschen Geldstücke hauptsächlich beteiligt sein soll. Inwiefern sich der Verdacht als berechtigt erweist, müssen die weiteren Ermittlungen ergeben. Das „Fürstenbrünnchen". Ein Sireifzug durch Gießener Trinkwaffer-Verhäliniffe in alter Zeit. Das „Fürstenbrünnchen", auf das in Rümmer 206 des „Gießener Anzeigers" in poetischer Form aufmerksam gemacht wurde, hat um die Mitte des vorigen Jahrhunderts eine weit größere Rolle gespielt, als in den letzten Jahrzehnten. Es ist in Vergessenheit geraten, weil man es nicht mehr nötig hatte. Die jüngere Generatton unserer Vaterstadt wird von seiner Existenz nur wenig oder gar nichts gewußt haben. Meine persönliche Bekanntschaft machte ich mit ihm, als die Buben vom Kreuzplah, darunter auch ich, eines Tages beschlossen, eine Menagerie aufzumachen, zu der das Fürstenbrünnchen die Frösche liefern sollte. Das war im Jahre 1866. Das Fürstenbrünnchen war bis zur Schaffung der Ouellwasserverforgung eine bei den Gießener Familien nicht nur in bestem Ruf und Ansehen stehende, sondern geradezu unentbehrliche Quelle, weil man ihrem Wasser einen wohltätigen Einfluß bei „hitzigen“ Krankheiten zuschrieb. Gar oft wurde es in der zuversichtlichen Hoffnung geschöpft, damit eine Besserung im Befinden des Kranken herbeizuführen, und ich habe es erlebt, daß man in kritischen Fällen sogar des Rachts hinauseilte, und im steinernen Kruge das kostbare Rah holte. Um dies zu verstehen, muß man berücksichtigen, daß der Giaehener in dem Wasser der sehr zahlreichen Brunnen in der Stadt, obgleich es klar und ohne Beigeschmack war, instinktiv einen Feind der Gesundheit witterte, dem man aber nicht beikommen konnte. Das wußte jeder und war für den Gießener etwas so Selbstverständliches, daß man gar nicht davon sprach. Man trank es eben in Ermangelung eines Besseren, wie es die Vorfahren ja auch jahrhundertelang getan hatten. In dem Grundstück Friedrichstraße 14 war zwar auch eine Quelle vorhanden, die auf Betreiben eines Studenten namens I u g- h a r d gefaßt und zu einem Ventilbrunnen bis zur Frankfurter Straße 12 herabgeleitet und durch den bei den Gießenern in gutem Andenken stehenden Kirchenrat Engel feierlich der Oeffent- lichkeit übergeben wurde. Zu der alteingewurzelten Beliebtheit des Fürstenbrünnchens gelangte er jedoch nicht, wohl aber schätzte man sein Wasser als zum Kochen von Erbsen und Linsen besonders geeignet. I u g h a r d krankte an der fixen Idee, bas Wasser sei ein Mineral- und Heilwasser und hat damals in zahlreichen Eingaben an die Regierung in Darmstadt seiner Behauptung Anerkennung zu verschaffen gesucht. Seine Bemühungen waren aber nur insofern von Erfolg begleitet, als die Leute den Brunnen nach seinem Namen „Jughardsbrunnen“ benannten. Derselbe ist noch heute vorhanden, aber durch Wegnahme der Ventildrücker und der Ausläufe unbrauchbar gemacht worden. Es ist verwunderlich, daß von behördlicher Seite nichts getan wurde, um den Gießenern in irgendeiner Weise ein einwandfreies Trinkwosser zu verschaffen. Roch nicht einmal gewarnt wurde vor dem Genuß. Da gab in den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts ein Zufall, bei dem ich zugegen war, den Anstoß: In dem Hofe der Realschule — jetzt Bürgermeisterei — befand sich ein Brunnen, dessen Wasser zwar kristallhell war, aber so schmeckte, wie Leuchtgas roch. Wir Schüler brachten diese Beobachtung mit der gegenüberliegenden Gasfabrik in Verbindung und fanden uns damit ab. Eines Tages ging unser Chemielehrer Professor Dr. D u ch n e r vorbei, als gerade einet meiner Mitschüler von dem Wasser trank, aber es unter Zeichen des Abscheus wieder ausspie. Buchner sah das und erkundigte sich nach der Ursache, worauf die Aufklärung erfolgte. Die von ihm sofort angestellte Untersuchung ergab das Resultat, daß der Brunnen mit der nahen Senkgrube der Schule in Verbindung stand. Run erinnerte ich mich auch, daß das Wasser des vor dem Tore des Alten Friedhofes stehenden Brunnens (ist entfernt worden), genau so schmeckte und i ch teilte dies Herrn Buchner mit, der bann auch davon eine Probe holen ließ, diese untersuchte, die gleiche Ursache an der Verunreinigung feststellte, und die Schließung des Boms veranlaßte. Es ist mir nun nicht mehr erinnerlich, ob Herr Professor Buchner die Untersuchung der städtischen. Brunnen selbst veranlaßte, oder ob die rasch in der Stadt ruchbar gewordenen ungeheuerlichen Feststellungen der zuständigen Behörde Anstoß gaben, sich einmal um die Beschaffenheit des Gießener. Trinkwassers zu kümmern. Wenn sich auch die Untersuchungen längere Zeit hinzogen, so fanden sie doch tatsächlich statt und erwiesen, daß alle Strahenbrunnen samt und sonders gesundheitsschädliches Wasser gaben. Durch öffentliche Bekanntmachungen, daß das Wasser nur in abgekochtem Zu stände verwendbar sei, wurde die 'Bürgerschaft gewarnt. Die Stadt konnte vorerst nichts anderes tun. Die Kanalisation und Schaffung der Wasserleitung hat später dem jahrhundertelang bestehenden Uebel, Gott sei dank, ein Ende gemacht. Die Ursache an dem schlechten Gießener Grund- Wasser lag in den Bodenverhältnissen der Stadt. Man weiß, daß Gießen au] einen Sumpf- und Morastboden gebaut ist und hat die Bestätigung hierfür in ausgiebiger Weise bei Aushebung der Wasserleitungsgräben erhalten. Beim Graben der Fundamente von Reubauten kann man jederzeit den grau bis schwarz gefärbten Schlick beobachten. Unterstützt wurde der nachteilige Einfluß dieser kittartigen, schmierigen Masse auf das Grundwasser durch die Gießener Stadtbach, die weit davon entfernt war, den ihr in freigebiger Weise anheimgegebenen Unrat restlos an die Lahn abzuliefern. Das Fürstenbrünnchen fristet zur Zeit ein armseliges Dasein. Eg kann nicht leben und nicht sterben. Seine Ergiebigkeit macht den Eindruck der Altersschwäche. Wahrscheinlich hat auch der Gram, von der undankbaren Welt so gänzlich verlassen worden zu fein, seine Lebenslust und damit seine Produktivität stark beeinträchtigt. Roch nicht einmal ein Pfad führt zu ihm hin. Wenn nicht die zwei großen Pappelbäume ein Merkmal für die ©teile wären, wo es im Wiesengrunde sein Dasein verträumt, könnte der Richteingeweihte lange suchen, bis er es entdeckte. Sic transit gloria mundil Seinen stolzen Ramen soll es nach der Tradition den Fürsten von Lich, die mit den Schencken von Schweinsberg u. a. in der Gegend ihre Jagden abhielten und das Drünnchen als Halali benutzten, zu verdanken haben. Das eigentlich dafür vorgesehene Wirtshaus „Der Pfau" war durch den lebhaften Güterverkehr auf der vor- uberziehenden Haupthandelsstraße zwischen Rord und Süd, von den Fuhrwerken dauernd belagert, weshalb der Fürst das Drünnchen für den er- toäbnten Zweck jeweils beschlagnahmen lieh. Das Wirtshaus „Zum Pfau“ stand an der Straße, in dem Grundstück, welches jetzt noch die Ecke Marburger Straße-Wiesecker Weg bildet. Louis Frech. Wirtschaft SJL-tfpont Handball. Nachdruck verboten Ohne Gewähr 6. September 1932 25. Ziehungstag OieindischenHockey-WeltmeisterinBerlin In der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinn« über 400 M. gezogen 366163 182909 234693 148738 2 Prämien zi le 8000, 2 Bi I» Sie sparen Henkel' s Ata benutzen / Auch ffc Aluminium b*tone b-wöhdl Aluminium trocken o. 207753 219421 257363 257629 99534 166352 151730 162083 185644 221267 229995 261271 298619 349417 387204 366031 226018 71664 200169 236518 123245 149240 164896 177396 199120 227873 288604 285607 316061 337265 382403 128599 175079 129331 149842 167622 178216 201555 234388 260936 292048 316662 337839 387502 133459 179703 230597 282379 385923 163573 200238 222070 232713 261353 322'61 349600 39541«* 157994 168917 181198 216848 244666 266978 296370 321475 358812 394508 164983 205594 222432 235932 266715 323421 358202 396929 161485 171556 182518 2'8486 246660 271812 299597 324848 360619 396789 171872 207937 224040 248618 277201 323962 365943 252968 87772 312057 110831 240994 296548 359370 203374 236972 164050 172607 194880 223109 .M9507 284129 315469 329618 364141 397977 181345 209399 224266 253940 277758 337634 375074 Verantwortlich für Lokales, Provinz, Sport und Wirtschaft i. D.: h. L. N e u n e r. 155045 167702 181168 705355 239332 262829 292999 317519 348958 391940 Gcwinnauszug 5. Stoffe 39. Preubifch.Lübdeulfche (265. Preuß.) Staats-Lotterie. 4 ©«toltrae n 25000 ®L 59058 2 ®etoinn« in 10000 M. 1280 8 in 5000 M. 198398 beim Scheuern und Putzen Ungarn etwas stärker rückgängig. Der G e l d m a r k t hatte keine Veränderungen der Sätze. Auch Frankfurt abgeschwächt. In der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen 295728 296368 328048 368068 371923 390014 ---- 13968 14780 334581 28 ®etoinn« in 3000 M. 35965 . --- 100079 167652 177220 221089 293050 324788 335156 362894 365801 366153 44 ®«6>inne |u 2000 M. 2414 36853 120864 142442 167981 194745 234282 266221 269589 271347 287037 288120 331408 341712 343841 345789 349629 ^e^Ltolnn« m 1000 u 2000 M. 920 11577 20928 37847 42364 43335 58663 62027 110944 113789 132070 141936 148503 150294 200549 225968 235373 238323 256621 297030 306666 365343 70 0^tolnn. 7ü 1000 M- 2488 18119 28759 40737 44058 45629 45876 47788 70410 76318 80615 129891 135170 135230 135249 148529 170610 185792 201201 205195 217666 234996 237067 241095 247416 272018 279179 282795 287022 291818 296241 304731 323762 350119 372380 154 ®*toinne ni 500 M. 47 8199 25132 26162 62376 56754 66137 56934 57061 69458 61649 62967 70925 74719 83192 84118 893^^96614 98835 102350 128413 136265 137804 143094 143423 144693 151730 160404 160656 161564 161689 161717 181530 213348 229097 259897 287401 340828 384483 , Erläuterungen zumReichsbankausweis Gießen I gegen Wieseck I auf dem Trieb entgegen. T ^«»vtpmber Beide Gegner lieferten sich schon immer spannende vOul 1. ötpic • Kämpfe. Zur Zeit befinden sich beide Mannschaften Berlin, 9. Sept. (WTB. Funkspruch.) Rach in guter Form, so daß man nach menschlichem Er- dem Ausweis der Reichsbank vom 7. messen auf ein spannendes Spiel rechnen darf. Ueber 1932 hat sich in der verflossenen die die Siegeraussichten dürfte eine Vorhersage kaum gesamte Kapitalanlage der Bank in Wechseln und zu treffen sein, da sich die Gegner völlig gleich- Schecks, Lombards und Effekten um 183,2 Miluo- wertig sind. Gießen hat lediglich durch den Vorteil ncn auf 3435,0 Millionen Mk. Dcrringcrt. 3nt«in- des eigenen Platzes ein kleines Plus. zelncn haben die Bestände an Ha n de ^wechseln In der 1. B e z i r k s k l a s s e hat Gießen II vor und Schecks um 56,9 Millionen auf 2952,0 Mildem Kreisklassenspiel Marburg I zum Gegner, hier lionen Mk., die Bestände an Reichsschatzwechfeln dürfte Gießen sicherer Sieger werden. Wieseck II hat um 22,3 Millionen auf 14.5 Millionen Mk.. und Londorf I zu Gast. Auch in diesem Spiele dürsten die Lombardbestände um 103,9 Millionen Mk. auf die Platzbesitzer die besseren sein. Leun I ist in 103,5 Millionen Mk. abgenommen. Naunheim der Gegner und wird wohl alle Kraft- An Reichsbanknoten und Renten- referaen aufbieten müßen. Allendorf a. d. Lahn I bankschc inen zusammen find 137,3 Millionen empfängt Rodheim. Kinzenbach I ist in Wetzlar zu Mark in die Kassen der Reichsbank zuruckgeflof- Gaft und wird sich sehr anftrengen müßen. fen, und zwar hat sich der Umlauf an ReichS- hungen I weilt in Großen-Buseck. hier haben die banknoten um 128,1 Millionen Mk. auf 3688.8 Platzbesitzer die Chancen. Saafen I hat Großen- Millionen Mk., derjenige an Rentenbankscheincn Linden 1 zum Gegner und wird den Gästen wohl um 9,2 Millionen auf 401,6 Millionen Mk. met- die Punkte lassen müssen. ringcrt. Dementsprechend haben sich die -ve- In der 2. Bezirksklasse stehen sich nach- stände der Reichsbank an Rentenbankscheinen auf folgende Gegner jeweils auf den Plätzen der zuerst 25,5 Millionen Mk. erhöht. Die f rem den Gel- genannten Vereine gegenüber: Fellingshausen I ge- der zeigen mit 388,5 Millionen Mk. eine Ab- gegen Wetzlar II; Vetzberg II — Kinzenbach II; nähme um 19,1 Millionen Mk. Waldgirmes I - Blasbach I; Gleiberg I - Launs- Die Bestände an Gold und deckungs- bach I; Heuchelheim II — Wißmar II; Detzberg I fähigen De vifen haben ftch um 0.5 Mll- gegen Krofdorf I; Lich I — Gießen III; Grünm- lionen auf 925,6 Millionen Mk. erhöht. 3m ein- gen l — Lanq-Gons l; Nieder-Ohmen I — Beuern I; zelnen haben di« Goldbestände um 128 000 Mk. Lindenstruth I - Grünberg I; Watzenborn I gegen aus ^68.4 M.lliE Mk., und die Bestände an Klein-Linden I deckunassahigen Devisen um 345 000 Mk. auf In der Jugendklasse stehen sich Gleiberg 157.2 Millionen Mk. zugenommen. T^e Deckung gegen Launsbach; heuchelbeim — Rodheim; Wieseck der Roten durch Gold und deckungsfahige De- gegen Staufenbe g unb Hachborn - Allen-Buseck Visen betrug am 7. September 25. Prozent gegenüber. gen 24,2 Prozent am Ultimo August d. 3. Berlin wesentlich schwächer. 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Die offene Handelsgesellschaft hat am 1. August 1932 begonnen. Am 6. September 1932: a) bei der Firma Dr. Wolfgang Meyer, vorm. August Frees'- sche Universitäts-Buch- und Kunsthandlung, in Gießen: Die Firma ist geändert in: Dr. Wolfgang Meyer, vorm. August Frees'-- sche Universitäts-Buch- und Kunsthandlung, Inh. Kurt Holderer. Inhaber ist der Buchhändler Kurt Holderer in Gießen. Die Prokura der Dr. Wolfgang Meyer Ehefrau, Herta geb. Zondervan, in Gießen ist erloschen. b) Die Firma Radio-Haus Dr. Gebrauchtes osiso hmenWM preiswert z. verkauf. Krordorfer Str. 37. AevvLL unserer Zigarren. H. Jürgensen L Co. Hamburg 22. caziv [Stellengesuche, Tücht., solides, i.all. Hausarbeiten erf. Alleinmädchen sucht Stelle z.l.Okt. Schrift!. Angeb. u. 05179 a. d.G.Anz. Schau von Dahlien, Rosen, 6ladiolen, Stauden Obst u.Gemüse,Zimmerpflanzen,Kakteen Eintritt 30 Pfennig Obst- und Gartenbauverein Gießen Wir suchen für sofort eine tüchtige, branchekundige Verkäuferin für unsre Handarbeiten-Abteilg. 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